Bünder Generalanzeiger a Es aa— E 2 Bünder Erscheint täglich, außer an Sonn= und Feiertagen. Der Bezugspreis, im voraus zahlbar, beträgt monatlich Zeitung 1.50 Reichsmark. Rotationsdruck und Verlag: H. F. Vornbäumen, Bünde i. W. Geschäftsstelle Steinmeisterstr. 11. Fernsprech=Anschluß Nr. 39 Verantwortlicher Schriftleiter: Ferd. Vornbäumen, Bünde i. W. e: 1 min Höhe der 35 mm breiten Spalte! Nummer 113 Dienstag, den 16. Mai 1933 45. Jahrgang Abgelehnter Heimwehraufmarsch Amerika gegen Gewaltpolitik Wien, 12. Mai. Die Regierung Dollfuß wollte dem Drängen Starhembergs und Feys nachgeben, wonach das von ihr erlassene Aufmarschverbot für den heutigen Sonntag aufgehoben wurde, und dem legitimistischen Heimatschutz Werbemöglichkeiten geben und für sich selbst eine Stützungsaktion ihres Kurses vornehmen. Beide Absichten sind nach dem heute stattgefundenen Aufmarsch mißlungen. Der Empfang, der den Starhembergschen Heimatschützern bei ihrem Marsch durch die Straßen Wiens bereitet wurde, war eine deutliche Ablehnung der Politik Starhembergs und seines Anhangs. Von allen Seiten hallten den verführten Heimatschützern Pfuirufe entgegen. Ohrenbetäubendes Pfeifen schrillte, übertönt von begeisterten Heil=Hitler=Rufen und Sprechchören:„Ein Volk, ein Reich!“ Und so begrüßt vom nationalen Wien mußten die Heimatschützer, umsonst per Bahn aus allen Teilen Oesterreichs nach Wien gebracht, gegen ein Tagegeld aufmarschierten. Gerüchte erzählen, daß Bundesführer Starhemberg während des Marsches mit faulen Eiern beworfen wurde. Vorsichtige Schätzungen geben die Zahl der aus ganz Deutsch=Oesterreich angerückten Mannschaften mit rund 20000 an. Es gab mehrere Zwischenfälle während des Aufmarsches, und die Polizei, die ihrem Vorgehen sozialisten, vor. In einzelnen Fällen ging sie auch mit dem Bajonett gegen die Kundgeber vor. Es fiel auf, daß die meisten Ortsgruppen nur aus 30—50 Mann bestanden und daß die feldmäßig ausgerüsteten Kompagnien neue Stahlhelme und Uniformen hatte. Wie sie ohne Begeisterung marschierten, auch nicht durch die Marschmusik angefeuert, so werden die Heimatschützer woyl zu Hause auch von dem Empfang in Wien erzählen. Der Aufmarsch war kein Ehrentag für den Starhemberg=Heimatschutz. Viel aufgefallen ist, daß aus den Reihen der Heimatschützer Eljen= und Zivio=Rufe fielen, die von slovenischen Heimatschützen aus dem Burgenland stammten. Eine Antwort auf die Wiener Unfreundlichkeiten Berlin, 15. Mai. In einem Telegramm hat der Aero=Club von Deutschland heute ohne Nennung von Gründen und ohne Kommentar seine und auch die anderen deutschen Meldungen zum österreichischen Alpenflug zurückgezogen. Die Gründe liegen in der politischen Lage, die durch den deutschen Ministerbesuch in Wien und die damit in Verbindung stehenden Nachrichten aus der österreichischen Hauptstadt geschaffen ist. Sowohl die drei vom Aeroklub von Deutschland gemeldeten Flugzeuge, wie auch die beiden Sportmaschinen, die von der akademischen Fliegergruppe genannt waren, waren in ihren technischen und sonstigen Vorbereitungen für den Wettbewerb vollständig fertig. Die Flugzeuge standen auf dem Flughafen Staken startbereit. Die Besatzungen, die schon seit Wochen ausgewählt waren, befanden sich bereits in Berlin und waren nach Wien reisefertig, so daß keinerlei technische oder sportliche Gründe für das Fernbleiben vom Wettbewerb vorliegen. Deutscher Protest in Wien Berlin, 15. Mai. Der deutsche Gesandte in Wien ist angewiesen worden, wegen der Vorfälle, die sich am Sonnabend auf dem Wiener Flugplatz gelegentlich der Ankunft der deutschen Minister ereigneten, bei der österreichischen Regierung den schärfsten Protest einzulegen. Lonoon, 15. Mai. Sehr gut unterrichtete amerikanische Kreise in London, die in ständiger Kabelverbindung mit Washington stehen, äußern sich sehr abfällig über die englische Mache, die nach ihrer Ansicht von den bekannten deutschfeindlichen politischen und diplomatischen Kreisen in London in Szene gesetzt worden sei, um Deutschland einzuschüchtern. England wolle anscheinend keine Einigung, sondern verlange, aufgehetzt von Frankreich, die bedingungslose Annahme des englischen Abrüstungsplanes. Man dürfe aber nicht vergessen, daß Amerika einen eigenen Abrüstungsplan, nämlich den Hoover=Plan, vorgebracht habe, den Deutschland angenommen, England dagegen sich nicht zu eigen gemacht habe. Macdonald habe in Washington dann Präsident Roosevelt zur Annahme des englischen Planes überredet. Das besage aber nicht, daß Amerika sich auf Gedeih und Verderb mit der englischen Taktik, seinen Plan Deutschland bedingungslos aufzuzwingen, abfinden werde. Amerika habe nicht die Absicht, sich mit dem deutschen Volke zu überwerfen. Deutschland sei sein drittbester Kunde. Amerikas lang= und kurzfristige Anlagen in Deutschland seien so erheblich, daß sie nicht durch eine unüberlegte Politik der Vergewaltigung in Gefahr gebracht werden dürften. Deutschland habe keine Veranlassung, sich durch jagen zu lassen. Solange es seine Forderungen in maßvoller Weise und ohne übereilte Schritte zu unternehmen, jedoch fest entschlossen vertrete, brauche es nicht zu befürchten, daß Amerika sich an Zwangsmaßnahmen beteiligen werde. Amerika beabsichtigt vielmehr, durch Davis als Vermittler nach Möglichkeit eine Einigung der europäischen Mächte einschließlich Deutschlands über die Abrüstungsfrage herbeizuführen. Lenkt England ein? London, 15. Mai. Der Abrüstungsausschuß des englischen Kabinetts beschäftigte sich am Montag mit der europäischen Krise. In den Kreisen des Kabinetts ist man im Hinblick auf die Kriegsbesorgnis der Presse entschlossen, nunmehr beruhigend zu wirken und den Mächten klarzumachen, daß kriegerische Maßnahmen irgendwelcher Art einschließlich Besetzung fremden Gebietes zur Zeit nicht im Gebiet der britischen Politik liegen. In diesem Sinne soll eine Verlautbarung wirken, die besage, daß die Andeutungen des Kriegsministers Hylsham über Sanktionsmöglichkeiten lediglich dazu dienten, um das Vorhandensein von Abkommen zu betonen, die ohne Gewaltanwendung einen Ausweg aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten weisen. Die Ausführungen des Vizekanzlers von Papen haben in Regierungskreisen beruhigend gewirkt, weil sich hiermit die Aussichten auf eine Ueberwindung der Krise in Genf wesentlich verbessert haben. Sensationslüsternheit und plötzliche Erkenntnisse. Londo n. 15. Mai. Der sensationslüsterne Teil der Londoner Presse befleißigt sich, der Oeffentlichkeit angeblich drohende Kriegsgefahren aufzutischen. Das kut z. B. der„Daily Expreß" aber nur, um seine alte Theotie wiederholen zu können, daß England unter keinen Umständen auch nur einen Soldaten über den Kanal nach dem Festland bringen dürfe, sondern sich für die Politik„Nie wieder Krieg“ einsetzen müsse. Gegen diese Sensationsluft macht der„Daily Telegraph“ Iront. Diese Angstmacherei sei durchaus nicht am Platze. Die Rederei von einer drohenden Kriegsgefahr infolge der Ereignisse in Danzig und Wien sei böswillig und fast verbrecherisch in einem Augenblick, wo ein jeder ruhig bleiben und die Lage kühl beurteilen müssen. Von der Erklärung Hitlers würde das Schicksal der Abrüstungskonferenz abhängen. Die Staatskunst müsse erkennen, daß die beste Hoffnung Europas der Bierdem Gleichgewicht der Nacht zwischen Frankreich und Deutschland mit England und Italien als Garanten des Locarnovertrages ab. Trotz dieser beruhigenden Worte bringt der„Daily Telegraph“ einen Bericht eines militärischen Mitarbeiters, der behauptet, daß das deutsche Heer sowohl hinsichtlich der Organisation wie der Waffenrüstung nicht mehr auf dem Boden von Versailles stehe. Die„Daily Mail“ erinnert daran, daß Deutschland in den letzten Monaten eine wundervolle Revolution durchgemacht habe und daß eine neue Gesellschaftsordnung in Deutschland geschaffen worden sei, wobei besonders auf die Unterdrückung der kommunistischen Pest hingewiesen wird. Die englischen Sozialisten, die sich so wild gegen das neue Deutschland gebährdeten, seien lediglich Clowons. über all herrschten schreckliche Mißverständnisse, heißt es in einem Sonderartikel der„Daily Mail“ von Sisley Huddleston. Man dürfe nicht Deutschland allein die Schuld zusprechen. Es sei von Feinden umgeben, die Deutschland ogar seiner Selbstverteidigungsmittel berauben wollten. Deutschland sei mit ganzem Herzen hinter Hitler, weil er die Verkörperung von Deutschlands Willen sei, das, was er für eine internationale Verschwörung gegen Deutschland halte, zu brechen. Tatsache sei, daß Deutschland trotz aller Gerüchte weit entfernt davon sei, für den Krieg bereit zu sein. Der Artikel fordert dann eine tatkräftige Revision der Friedensverträge, was Voraussetzung für eine Rückkehr Europas zur Gesundheit sei. Je länge die Revision aufgeschoben werde, umso schwieriger werde sie sein. Die Großmächte müßten im allgemeinen Interesse bereit sein, die Ungerechtigkeiten wieder gutzumachen. Abrücken Roosevelts von Herriol Paris. 19. Mai. Der amerikanische Sondervertreter Norman Davis versuchte den französischen Außenminister Paul=Boncour in einer einstündigen Unterhaltung zu bewegen, neuen deutschen Abrüstungsvorschlägen gegenüber eine vorsöhnliche Haltung einzunehmen, um Amerika und England eine gleiche Haltung zu ermöglichen. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß Amerika, England und Frankreich auf diplomatischem Wege nunmehr auf die Reichsregierung einwirken, damit— wie der amerikanische Vertreter es ausdrückte—„eine geschickte Brücke von der Insel Elba, auf die sich Hitler manövriert habe, zurück zum Festlande gebaut werden könne.“ Fest steht im übrigen, daß Norman Davis und Paul=Boncour die Frage der Sanktionen nicht besprochen haben. Norman Davis unterstrich die unbedingte Notwendigkeit eines militärischen und wirtschaftlichen Friedens und erklärte, Sanktionen gegen Deutschland seien nur möglich auf Grund einer Entscheidung des HaaArbeitsbeschaffungs-Anleihe mit Amnestie für Steuerhinterziehung und Kapitalverschiebung. Berlin, 15. Mai. Wie die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet, hat der Reichswirtschaftskommissar Dr. Wagener an den Reichsjustizminister ein Schreiben gerichtet, in dem er unter Hinweis auf die dringende Notwendigkeit der energischen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit folgenden Vorschlag macht: „Ich schlage vor, daß für alle Fälle der Steuerhinterziehung und der Kapitalverschiebung, bei denen nicht auch noch andere strafbare Handlungen mitsprechen, unter der Bedingung eine Amnestie verkündet wird, daß die Missetäter einen Teil ihres flüssigen Vermögens und insbesondere das ins Ausland verschobene Kapital für eine großzügige nationale Arbeitsbeschaffungsanleihe zur Verfügung stellen. Die Arbeitsbeschaffungsanleihe, die selbstverständlich nur mit einem niedrigen Zinssatz zu verzinsen ist, soll den Grundstock für den großen Akt der Arbeitsbeschaffung und der Wiedereingliederung der Aermsten unseres Volkes, auf denen der Fluch der Fehler der vergangenen Regierungen lastet, in den Wirtschaftsvorgang bilden. Das neue bäuerliche Erbhofrecht Berlin, 15. Mai. Das preußische Staatsministerium, das am Montag eine längere Sitzung abhielt, hot den Gesetzentwurf über das neue bäuerliche Erbhofrecht angenommen. Steuererleichterungen für die Landwirkschaft Berlin, 10. Mai. Der amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Finanzminister Popitz hat mit Rücksicht auf die besondere Notlage der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei angeordnet, daß die für die land= und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücke am 15. Mai fällige Vierteljahrsrate der staatlichen Grundvermögenssteuer allgemein von Amts wegen niedergeschlagen wird. Daneben sind Sonderbestimmungen getroffen, nach denen Steuererleichterungen bei Baugelände sowie anläß lich der Umwandlung von Saatzucht= ode Samenbaubetrieben in rein landwirtschaftlicht Betriebe, der Aufforstung von landw. genußten Flächen, der Stillegung von Glasanlagen bei Gartenbaubetrieben usw. bewilligt werden können. Wie begeistert Minister Frank in Wien empfangen wurde. Unsere Aufnahme schildert den begeisterten Empfang des bayerischen Justizministers Frank(links) auf dem Wiener Flugplatz Aspern. Rechts sieht man den Gauleiter der österreichischen Nationassozialisten, Fraueufeld. Aus dem fernen Osten Japanische Bomben zerstören eine Schule. 15 Tote Peking, 14. Mai. In der Stadt Tun wurde durch mehrere jopanische Bomben eine Schule zerstört. 15 Personen wurden getötet und 33 mehr oder weniger schwer, verletzt. Unter den Toten befinden sich acht Kinder. Thüringer Bauernkundgebung Meiningen, 14. Mai. Auf der Bauernkundgebung des Thüringer Landbundes ergriff heute der Reichsbauernführer Walter Darré das Wort. Er erklärte u. a., es gäbe keinen anderen Weg zur Rettung des Bauerntums, als den, den Hitler beschritten habe, nämlich erst den Staat zu ändern, ehe an wirtschaftliche Maßnahmen des Bauerntums herangegangen werden könne. Darré kritisierte dann den Liberalismus, der mit seinem Kampf der wirtschaftlichen Interessengruppen den Verfall des Staates herbeigeführt habe, und geißette das Verhalten der bisherigen Landbundführer. Der Nationalsozialismus stelle hingegen das verantwortungsbewußte wahre Führertum dar. Die Lebenshaltung des deutschen Borkes sei durch die Rettung des Bauerntums bedingt. Es sei nicht unsere Aufgabe, wegen banktechnischer Ueberlegungen das deutsche Bauerntum vor die Hunde gehen zu lassen. Auf das landwirtschaftliche Organisationswesen übergehend, erklärte der Redner, daß die Zersplitterung, wie sie früher gewesen sei, nie wiederkehren dürfe: Es sei notwendig, daß eine rein wirtschaftliche Organisation erstehe, die den Standpunkt des Bauern vertreten könne und bestimmte Aufgaben im Innern zu übernehmen vermöge. Darré schloß mit den Worten: Das deutsche Bauerntum ist mir heilig! Ich werde den Kampf um dieses Bauerntum unter Einsatz meiner Person zu Ende führen. Heil! Folgende Entschließung, die an den Reichspräsidenten v. Hindenburg, den Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsminister Göring telegraphisch abgesandt wurde, wurde angenommen: Die Bauernführer aus allen Teilen Thüringens haben heute anläßlich ihres diesjährigen Bauernkongreffes einmätig ein Treuebekenntnis zu der unter Adoff Hitler stehenden Regierung abgelegt, die Thüringer Bauern haben jedoch nicht das Vertrauen zu der vom Reichsminister Hugenberg geführten Trsetzungg vdn Reichsnamister den nationalsozialistischen Reichsbauernführer Darré. Parade der SS.=Motorstafseln. Die SS.=Motorstaffeln des Abschnitts III führten bei Berlin eine durch, die mit einer Parade auf dem Döberitzer Feld ihren Abschluß Feuerüberfall auf Mazedonier. Sof ia, 15. Mai. Sonntag nacht reisten einige bekannte Protegerowisten in einem Kraftwagen nach der Provinzstadt Berkowitza, um den fast täglich vorkommenden Schießereien auf Mazedonier in Sofia zu entgehen. Unterwegs wurde der Kraftwagen durch einen Lastkraftwagen eingeholt. Die Insassen des letzten eröffneten ein lebhaftes Feuer aus automatischen Karabinern und mit Handgranaten auf die Mazedonier: Es entstand ein längeres Feuergefecht zwischen den Insassen der beiden fahrenden Wagen. 2 Protogerowisten wurden getötet, während die übrigen den Wagen verließen und in den Wald flüchteten. Die Angreiser, vermatlich Angehörige der Imro, entkamen ungehindert mit dem Lastkraftwagen. Aufruf an die Hausfrauen Berlin, 15. Mai. Reichsarbeitsminister Seldte hat im Zusammenhang mit der Befreiung der Hausgehilfinnen von der Pflicht zur Arbeitslosenwversicherung einen Aufruf an die Hausfrauen gerichtet, in dem es u. a. heißt: Wir haben in Deutschland zur Zeit etwa 200000 arbeitskose Hausgehilfinnen. Nach der letzten Berusszählung 1925 zählte dieser Beruf 1,3 Millionen Angehörige. Heute dürfte es bei uns insgesamt noch ungefähr eine Million Hausgehilfinnen geben, wovon also ein erheblicher Prozentsatz arbeitslos ist. Um sie der Hauswirtschaft wieder zuzuführen, müssen daher zunächst die Sozialbeiträge gesenkt werden. Wenn nunmehr die Hausgehilfinnen aus der Arbeitskofenversicherung herausgenommen sind, so bedeutet das, daß gerade Famitien mit geschmälerten Einkommen die Beschäftigung einer Hausgehilfin erleichtert. Um die Einstellung von Hausgehilfinnen noch weiter zu erleichtern, beabsichtige ich weiterhin die für Hausgehilfinnen zur Invalidenversicherung zu entrichtenden Beiträge durch entpreiur Prüfung dar#ver#ier in der Krankenversicherung eine Sendung der Beiträge ermöglicht werden kann. Der Aufruf schließt mit der Aufforderung, daß vorgebildete Hausfrauen nunmehr Hausgehilfinnen einstellen, und ausbilden. Erhöhung des Schmalzzolles Berlin. 12. Mai. Im Reichsanzeiger vom 12. Mai wird eine Verordnung über Erhöhung des Schmalzzolles, der bisher je Doppelzentner 50 Mark betrug, auf 75 Mark veröffentlicht. Der Grund für diese Zollerhöhung ist, wie an zuständiger Stelle erklärt wird, zunächst darin suchen, daß nach dem Einfuhrergebnis des April das Ausland im wesentlichen Umfang den bisherigen Zoll getragen hatte, also noch eine umfangreiche Einfuhr möglich war. den ersten Tagen des Monats März hatten wir eine Schmalzeinfuhr von 8422 Dz., in den letzten Tagen des April dagegen von 22 969 Dz. Genera der.. Horman! Berlin. 15. Mai. Der bekannte Heerführer des Weltkrieges General der Insanterie Hermann von Francois ist heute im Alter von 77 Jahren im Bülow=Sonatorium gestorben. Es war also die Gefahr im Verzuge, daß bei einer weiteren derartigen Entwicklung der Einfuhr die Fettordnung wieder gefährdet wurde. Das wäre umso bedenklicher gewesen, als sich sonst die positiven Wirkungen der Fettregelung zur Förderung der landwirtschaftlichen Rentabilität und Kaufkraft immer mehr fühlbar machen, wie die am Freitag in Berlin erfolgte Erhebung der Butterpreisnotierung um 8 Mark je Zentner gezeigt. Außerdem findet die Zollerhöhung im Rahmen der Verteilung des gesomten Fettverbrauches ihre Begründung darin, daß durch Verringerung der Schmalzausfuhr ein Ausgleich für die Speckeinfuhr auf Grund des mit Holland abgeschlossenen Handelsvertrages gefunden werden mußte. 2158 jädische Anwälte zugelassen Und 8299 arische Anwälte für Preußen. Berlin, 12. Mai. Das preußische Justizministerium gibt nunmehr die Zahl der endgültig in preußischen Oberlandesgerichtsbezirken zugelassenen arischen und nichtarischen Anwälte bekannt: Insgesamt sind in Preußen an 8.255 Arier und 3.515 Juden. Von diesen Juden waren 735 Frontkämpfer und 1383 Altanwälte. Gegen 923 Juden und 118 Kommunisten sind Vertretungsverbote erlassen worden. Insgesamt sind an jüdischen Anwälten künftig 2158 zugelassen. ein Volksvertreier“ Sozialdemokratischer Stadtverordneter mit 200 000 RM. ins Ausland entflohen. Köln. 15. Mai. Wie der Gauleiter Grohe auf dem Gauamtswalterkongreß des Gaues Köln-Aachen der NSDAP im Zusammenhang mit Ausführungen über die Aufdeckung von Korruptionsfällen mitteilt, ist der Führer der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion Kölns, Görlinger, unter Mitnahme von 200 000 RM. aus einer Arbeiterkasse ins Ausland geflüchtet. Hermann von Francois wurde am 31. Januar 1856 in Luxemburg geboren. Er wurde 1911 Divisionskommandeur und 1913 Kommandierender General des 1. Armeekorps, das er 1914 in der Schlacht bei Tannenberg führte. Von Oktober bis November 1914 befehligte er die=8. Armee, mit der er den zweiten Russenangriff abwies. Von Dezember 1914 bis Juli 1915 befehligte er das 41. Armeekorps. Er wies insbesondere die französischen Durchbruchversuche an der Somme ab, beteiligte sich an dem Durchbruch der russischen Front bei Gorlice und an der Eroberung von Prcemyel. Als Kommandierender General des 7. Armeekorps nahm er an der Herbstschlacht bei La Bassée im Juli 1915 teil. Von Juni 1916 bis März 1918 war er Befehlshaber der Maas=Gruppe West vor Verdun und im Mai 1918 Befehlshaber der Angriffsgruppe an der Oise. Im Oktober 1918 nahm er seinen Abschied. Hermann von Francois ist auch als Militärschriftsteller hervorgetreten durch seine Werke„Zusammenbruch großer Heere“,„Marneschlacht und Tannenberg“, „Gorlice 1915° u. a. Fast 3,8 Millionen Mark Werte bei der Hamburger SPD. beschlagnahmt. Hamburg, 14. Mai. Im Zusammenhang mit den Verfahren gegen Leipart und Genossen wegen Korruptivn bei den Freien Gewerkschaften sind bei den verschiedenen SPD.= und Reichsbannerstellen in Hamburg Beträge und Werte in Höhe von 3790682 Mark beschlagnahmt worden.. 18 SS=Leute bei einem Luftkraftwagen= unfall verletzt. Greiz, 15. Mai. Ein mit 60 SS=Leuten besetzten Lastkraftwagen aus Greiz verunglückte am Sonntag bei Groß=Ebersdorf im Landkreise Gera auf der Fahrt nach Jena. Das Auto geriet auf die linke Straßenseite, stieß gegen einen Baum und stürzte eine 1½ Meter tiefe Böschung hinunter. Insgesamt wurden 18 SS=Leute verletzt, drei davon so schwer, daß sie in das Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Rechtsanwalt Frank I tot. Dortmund., 14. Mai. Wie der„Roten Erde“ aus Berlin gemeldet wird, hat sich der bekannte Dortmunder Rechtsanwalt Frank I, der Verteidiger des Marxisten Hansmann, in Onkel Otto Ein lustiger Roman von Adolf Augustin. Urheberrechtsschutz für die deutsche Ausgabe: Drei Quellen=Verlag, Königsbrück Sa. 51)—(Nachdruck verboten.) „Sehr gat. Nun, bis Ende der Saison werden Sie ja bis 80000 Mark bekommen. Das ist schon ein ganz schöner Grundstock. Eine reiche Heirat dazu. Also spielen Sie getrost, unter dem Schutze des Kongresses.“ Lachend trennte er sich von dem Baron. Und so spielte der Klub„Ambassadeur“ Ronlette, während 600 deutsche Kriminalisten im Park lustwandelten. Graf Ugo hat die Gäste gut unterhalten. Alle sind von dem scharmanten Manne entzückt. Er ist abends gegen 8 Uhr reichlich müde und sucht Dixi auf, die er abseits, an der kleinen Steingruppe mit den alpinen Pflanzen, auf der Bank findet. „Sie sind auch des Treibens müde, Diri?“ fragt er freundlich. „Ja! Es war ja ganz interessant, die Herren sind alle sehr nett, man kann sich gar nicht vorstellen, daß sie dauernd im Kampf mit Verbrechern sind, aber jetzt habe ich genug davon. Die Herren sind ins Fachsimpeln gekommen. Sie werfen da mit Fachausdrücken um sich, die ich nicht kenne. Und ich hatte etwas Kopfschmerzen.“ Graf Ugo nimmt neben ihr Platz. wann werden wir uns verloben?“ „Ich überlasse das Ihnen, Herr Wort haben Gie.“ „Dann werden wir morgen die Verlobung verkünden.“ soll mir recht sein.“ „Sie sprechen das so gleichgültig, liebe Dixi,“ sagt Ugo ernst.„Ich will Sie nicht zwingen.“ „Sie müssen mich verstehen. Ich bin müde geworden. Tag um Tag sehe ich den erbitterten Kampf zwischen meinem Vater und meiner Mutter. Er ist unerträglich geworden. Nur fort, heraus aus den Verhältnissen, ich kann nicht mhr. Ich hab's versucht, sie zusammenzubringen, aber von Tag zu Tag wird die Kluft stärker. Ich will mich bemühen, Ihnen eine gute Frau zu sein. Ich fühle, Sie meinen es ehrenhaft und gut mit mir.“ „Wahrhaftig, Dixi, das tue ich.“ „Lassen Sie mir ein wenig Zeit. Wir werden am Anfang nichts mehr als Kameraden sein. Ueberlassen wir es der Zukunft, was aus dieser Kameradschaft erwächst.“ Er küßte ihre Hand und sagte innig:„Ich bin's zufrieden, Dixi. Wir werden am Ende der Saison heiraten, und dann geht's hinaus in die Welt, ich werde der Stadt einen anderen bringen, den sie als General= und Kurdirektor anstellen kann. Wir reisen an die Riviera, nach drüben, nach Amerika oder in eine andere fremde schöne Welt. Sind Sie damit einverstanden?“ „Ja, ich will fort von hier. Mich quält hier alles. Ich fühle mich unzufrieden.“ „Sie sollen die schöne Welt kennenlernen, Dixi. Ich will sie Ihnen zeigen, daß Sie Freude an ihr haben. Ich kenne sie schon ein wenig. Sie ist schön. Es gibt so viele Flecke, wo man glücklich sein kann.“ * 9 Am nächsten Tage. Onkel Otto hört, daß sich Dixi heute mit dem Grafen verloben wird. Das gibt ihm einen Stich. Es hält ihn nicht im Hause, er muß hinüber, muß mit Dixi reden. Er betritt den„Grünen Kranz“ wieder einmal: Er hat Glück, Frau Antonie läuft ihm nicht in den Weg. Dixi wird blaß, als sie ihn bekümmert eintreten sieht. „Willst du zu mir, Onkel?“ „Ja! Ich muß dich einmal sprechen.“ „Komm zu mir in mein Zimmer, Onkol, da sind wir ganz ungestört.“ Als Onkel Otto und Dxi einander gegenübersitzen, sagt Onkel ernst:„So willst du dich wirklich heute mit dem Grasen Bossewitz vorloben?“ Ja, Onkel!“ spricht Diri fest, ihr Gesichtchen ist bleich.„Gefällt es dir nicht, Onkel?“ „Es gefällt mir nicht, so ist es, Dixi! Nichts gegen den Grafen Bossewitz. Ich habe allerhand Respekt vor seiner Tüchtigkeit bekommen, wenn es mir auch nicht gerade gefällt, was er aus dem kleinen, netten Pullenau gemacht hat. Ein Spielernest. Aber lassen wir das. Ich habe das Gefühl, Mädel, daß du ihn nicht lieb hast.“ „Vielleicht hast du recht, Onkel, aber... die Ehen, die auf der Kameradschaft aufgebaut werden, müssen die schlecht werden?“ Onkel Otto lächelt. „Schlechte... nein! Das kommt drauf an, wie man sich hineinschickt. Aber eins lernen die Menschen, die ihre Ehe auf Kameradschaft aufbauen, nicht kennen, Dixi! Das große Glück!“ „Wem fällt das wohl in den Schoß, Onkel? Selten einmal kommt's zu einem Menschen.“ „Ja, ja, das ist wohl so. Du wirst dich vielleicht wundern, daß ich, dein alter Onkel, so zu dir spreche. Ich, der nie verheiratet war, nie Weib und Kinder hatte. Ich hätte auch manch wackere Frau als Kameradin bekommen. Aber das war mir zu wenig. Ich wartete auf die große Liebe, und die kam nicht, darum blieb ich mit der Arbeit zusammen. Aber meine Augen waren hell, und manchmal sah ich zwei Menschen, die die große Liebe zusammengeführt hat. Und das war immer ein Wunder, Dixi.“ „Du bist gut, Onkel, aver warum sorgst du dich so um mich?“ „Das will ich dir sagen!“ entgegnete Onkel Otto nachdenklich.„Vor etwa zwei Jahren, als du noch ein kleiner Backfisch warst, da schriebst du mir einmal einen Brief. Und dem Brief lag ein anderer bei, der nicht für mich bestimnet war, den du versehentlich dem Kuvert anvertraut hattest. An eine Tante Eleonore war er gerichtet. In 8 (Fortsetzung wolgt.) Sitzung der Amtsvertreter in Ennigloh Die Jahl der Amts-Beamten und-Angestellten aufgestellt Bande ind Amgegend Bünde. den 16. Mai 1933 Kaiserbilder dürfen in Schulen wieder aufgehängt werden. Der preußische Kultusminister hat die in den Jahren 1919 und 1923 erlassenen Bestimmungen über die Entfernung der Bilder des ehemaligen Königshauses aus den Schulen aufgehoben. Die noch vorhandenen Bilder können also wieder aufgehängt werden, und zwar auch Bildnisse des letzten deutschen Kaisers und des Kronprinzen. — Neuordnung des Meldewesens für ganz Preußen. Der Preußische Minister des Innern hat eine Polizeiverordnung über das Meldewesen erlassen. Die Verordnung regelt erstmalig das Meldewesen einheitlich für ganz Preußen. Als Meldebehörde ist in Städten die Ortspokizeibehörde, in den Landgemeinden der Gemeindevorsteher als Organ der Ortspolizeibehörde bestellt. In größeren Städten sind die Polizeireviere als Meldebehörden anzusehen. Anschliefend an diese organisatorische Bestimmung wird die Meldepflicht für die verschiedenen denkbaren Fälle geregelt. Es sind einheitliche Formulare vorgeschrieben, auf deren Rückseite zur Unterrichtung des Publikums die Einzelvorschriften im Auszuge wiedergegeben sind. Diese Formulare werden in den einschlägigen Geschäften zu kaufen sein. Bei Wohnsitz oder dauerndem Aufenthalt ist eine Meldefrift von einer Woche vorgeschrieben. Gafthausfremde sind 24 Stunden, Besuchsfremde nach einem Aufenthalt von zwei Monaten zu melden. Für die in besonderen Anstalten oder in Arbeitsdienstlagern aufgenommenen Personen ist neben der Anmeldung auch vorgeschrieben, daß über die aufgenommenen Personen ein Verzeichnis in Bich=, Block= oder Karteiform geführt werden muß. Die neue Regelung wird am 1. Juni d. Is. in Kraft treten. Bis zu diesem Zeitvunkt werden für die Meldebehörden noch Ausführungsbestimmungen erlassen werden. * Eine Verfügung des preußischen Juskizministers. Der preußische Justizminister hat anläßlich der Entlassung von Angestellten und Arbeitern auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums folgende Verfügung erlassen: Die Regierung der nationalen Erhebung steht jetzt so gefestigt da, daß s- auf eine kleinliche Verfolgung gelagt. licher und Aimeninmster#####tungen keinen Wert zu legen braucht. Vielmehr gilt es, nach den wiederholten Bekundungen ihres Fünrers zunächst noch abseits stehende Volksgenossen für die nationale Bewegung zu gewinnen. Diesem Streben dient vornehmlich auch eine großmütige Behandlung politisch andersgesinnter Arbeitnehmer, zumal wenn sie— wie es bei den Angestellten und Arbeitern der Justizbehörden regelmäßig der Fall sein wird— sich m sozial gedrückter Lage befinden und oft nur dem ihnen gegebenen Beispiel gefolgt oder dem auf sie ausgeübten Druck erlegen und deshalb als Verführte anzusehen sind. ** Ehemalige 159/219er. Am Sonnabend, den 20. Mai 1933 findet in Bielefeld eine Versammlung der Vertreter aller zum Bunde ehemal. 159/219er zusammengeschlossenen Kameradenvereine statt, verbunden mit einem kamerad schaftlichen Treffen der 159 219er des östlichen Westfalens und Lippe. Die Veranstaltung beginnt mit ihrem geschäftlichen Teil um 17 Uhr im Hotel Vereinshaus, BahnEnnigloh, den 16. Mai. Im Amtshause zu Ennigloh fand gestern die zweite Versammlung der neugewählten Amtsvertretung statt. Bevor zur Tagesordnung übergegangen wurde begrüßte Bürgermeister Schäfer die beiden zu Beigeordneten gewählten Amtsvertreter Riepe und Tödtmann die aber noch nicht vereidigt werden konnten weil die Bestätigung von der Regierung noch nicht zurück war. Die Amtsvertretung hatte sich dann zunächst mit dem Stellenplan für die Amtsverwaltung und der Amtssparkasse zu befassen. Bürgermeister Schäfer gab bekannt, daß der jetzige Beamtenbestand, aus einem Beamten der Besoldungsgruppe 25 und 400.— Mk. Zulage, einem Beamten der Gruppe 4b und 500.— Mk. Zulage, einem der Gruppe 45 und 300,— Mk. Zulage, drei Beamten der Gruppe 4b, je einen der Gruppe 4c und 4e bestände. Ferner ein Angestellter in Gruppe 6; fünf Dauerangestellte der Gruppe 7a; drei Beamte der Gruppe 10c bis 75(e nach Rang und Dienstalter); ein Beamter der Gruppe 10a; sieben Angestellte der Gruppe 5 und zwei Volontäre. Der neue Stellenplan sehe eine Aenderung in der Form vor, daß von den fünf Dauerangestellten zwei Angestelltenstellen eingespart werden sollen. Man nimmt an, daß sich die Verwaltung in kommender Zeit bedeutend vereinfachen wird. Dagegen solle die Zahl der drei Beamten aus Gehaltsgruppe 10c(das sind die Polizeibeamten) später um zwei erhöht werden, da es unmöglich sei, bei der zunehmenden Bevölkerungszahl mit drei Beamten auszukommen. Für das Amt bliebe also die gleiche Zahl Beamter und Angestellter wie zuvor. Es finde nur ein Verschiebung in den Gehaltsgruppen statt. Für die Amtssparkasse, deren Stellenplan ebenfalls von der Amtsvertretung bestellt werden muß ist vorgesehen, die Zahl der Angestellten und Beamten um eine Angestelltenstelle zu kürzen. Dieser vom Bürgermeister Schäfer vorgetragene Plan wurde zur Debatte gestellt. Beigeordneter Rathert beantragte, anstatt der drei Beamten der Gruppe 4b nur einen Beamten und solange die Verwaltungsarbeiten nicht vereinfacht würden. dor mattoron amei Ragmtes amei„Angestellte einzusetzen. Nur unter Resem Vorbehalt könne man den Plan annehmen. Dieser Antrag der Nationalen Einheit wurde von Amtsvertreter Galle formuliert von der Amtsvertretung angenommen. Punkt 2 der Tagesordnung enthielt die Erledigung des Haushaltsplans. Bürgermeister Schäfer gab die neue Gemeindefinanzordnung bekannt, die ohne Abänderung angenommen werden mußte. Der Amtsausschuß, so sagte Bürgermeister Schäfer weiter, habe den Haushaltsplan gewissenhaft und ordnungsmäßig durchberaten unter dem Gesichtspunkt der äußersten Sparsamkeit. Unter zu Grundelegung der Einnahmen und Ausgaben des Vorjahres schließt der Haushaltsplan in der Einnahme mit 337113,00 Rmk. und in der Ausgabe mit 391 400,00 Rmk., also einem Fehlbetrag von 54 287,00 Rmk. ab. Der Fehlbetrag könne nicht durch weitere Senkung der Ausgaben oder durch Steuererhöhung beseitigt werden. Es stehe zu hoffen„daß man nicht alle Ausgaben, die vorgesehen seien, zu tätigen brauche. Nur so könne der Fehlbetrag am Ende des Jahres doch nicht so hoch sein, wie er hier erscheint. Eine Ausgabensenkung sei aus dem Grunde nicht möglich, weil allein für das Wohlfahrtsamt 288 839,02 Rmk. und für die übrigen Amtsverwaltung 102 560,68 Rmk. veranschlagt seien. Die Wohlfahrtsausgaben seien nach den Ausgaben der Monate Oktober, November, Dezember des vorigen Jahres berechnet. Ob der Betrag zu hoch oder zu niedrig sei, könne man heute schwer sagen. Man könne nur wünschen und hoffen, daß der Wohlfahrtsausschuß den Etat nicht ganz brauche. Der weitere Fehlbetrag solle durch Staatszuschuß gedeckt werden, der aber noch nicht feststehe. Aus der Amtsversammlung wurde von Amtsvertreter Unterbrink und Nehl der Wunsch laut, äußerste Sparsamkeit walten zu lassen. Der Arbeiter, Mittelständler und der Handwerker könne keine Opfer mehr bringen. Die einzige Möglichkeit einer Einsparung liege in der Kürzung der Beamtengehälter. Man solle die Steuerschraube nicht noch fester ziehen, sondern endlich einmal lockern. Das Amt solle mit gutem Beispiel voraugehen und auf einen Teil der Gehälter verzichten. Der Fehlbetrag könne, wenn nur der gute Wille da ware, eingespart werden. Bürgermeister Schäfer sagte, die Beamten können unmöglich noch weitere Gehaltsopfer bringen. Beamtenstellen könne man nicht sparen, wenn sich der Betrieb ordnungsmäßig abwickeln solle. Amtsvertreter Schweinefuß bat, die Beamten des Amtes darauf hinzuweisen, daß am Platze gekauft werden solle, denn gerade diese hätte die erste Pflicht,ihre Einkäufe in der Gemeinde des Amtes zu tätigen. Der Bürgermeister erwiderte, daß er von jeher seine Beamten, und auch die Lehrer, angehalten habe, am Platze zu kaufen. Er wolle aber dem Wunsch nochmals nachkommen Amtsvertreter Galle erklärte im Namen der Nationalen Einheit, daß sie unter folgendem Vorbehalt dem Etat zustimmen werden: Die beiden als Bolontäre beschäftigten Angestellten sollten in Zukunft das Gehalt eines Lehrlings im dritten Jahr bekommen. Ferner sei man der daß man dort sparen müsse, wo es nur eben gehe, um den Betrieb in Ordnung zu halten. Nur das sei auszugeben, was nur unbedingt notwendig sei. Ueber zwei Angestellte des Amtes seien Klagen laut geworden, daß diese sich dem Publikum gegenüber unhöflich und renitent benommen haben. Man müsse dafür sorgen, daß diese Klagen nicht mehr vorkommen. Amtsvertreter Galle kam dann auf die Amtsfürsorgestelle zu sprechen und sagte: Keiner zweifell an der Güte dieser Einrichtung. Aber auch da dürfe man nur das unbedingt Notwendige ausgeben. Die Gemeindevorsteher seien der Auffassung, daß man mit weniger Mittel genau dasselbe erreichen könne. Er stelle deshalb den Antrag, der Amtsfürsorgeschwester zum nächst zulässigen Termin zu kündigen. Zur Person selber habe er zu sagen, daß sie ihre Aufgabe sehr gut gelöst habe, sein Antrag richte sich nicht gegen sie, denn er sei sich auch bewußt, daß man keine bessere, als Schwester Kollmeier, für diesen Posten finden konnte. Die Amtsvertretung wünsche ferner, daß Ende Juli oder Haushaltsplan angenommen Anfang August eine neue Sitzung anberaumt wird. Bürgermeister Schäfer stimmte dem ersten Teil der Ausführungen Amtsvertreter Galles bei, sagte aber, daß der Antrag, der die Fürsorgeschwester betrifft, ganz überrascht komme. Im Interesse der notleidenden Bevökkerung bitte er zunächst noch keine Aenderung zu treffen. Es sei möglich, daß der Kreis die Schwestern übernehme. Man solle mit der Entlassung doch bis zur nächsten Sitzung warten. Amtsvertreter Galle betonte dann nochmals, daß seine Worte keine Spitze gegen die Schwefter selbst sein sollte, und sagte weiter, daß die Schwester ein Handgeld von 40 Mark erhalten hätte, um bei dringender Not gleich eingreifen zu können. Dieses Handgeld solle auch nicht gekürzt werden, aber die Schwester solle in Zukunft nicht eher den Betrag ausbezahlt erhalten, bis sie ihn vom Gemeindevorsteher, der sich von der Not des Betreffenden überzeugen soll, anfordert. Bürgermeister Schäfer sagte noch einmal, daß ihm die Forderung nach Kündigung sehr überraschend komme und bat nochmals, diese bis August zurückzustellen. Bezüglich des Handgeldes soll verfahren werden, wie beantragt. Amtsvertreter Galle erklärte, daß die Kündigung ausgesprochen werden müsse, denn in zwei Sitzungen sei man sich darüber klar geworden. Der Antrag wurde gegen 4 Stimmen angenommen. Ebenfalls wurde der Haushaltsplan mit den zuvor gesagten Einschränkungen einstimmig angenommen. Die Wahl von zwei stimmberechtigten Land. gemeindevertretern ergab auf Antrag der Nationalen Front, daß man, da Dr. Install sowieso der Vertretung angehört, nur einen Vertreter z wählen. Die Mittel wurde noch für ein Jahr zugebilligt, aber vorsorglich gekündigt. Als Vertreter wurde Amtsvertreter Galle einstimmig gewählt. Der letzte Punkt der Tagesordnung befaßte sich mit der Obdachlosenfürsorge und der Einrichtung einer„Herberge zur Heimat“ in Bünde. Für die durchwandernden Obdachlosen ist zu wenig Platz um diese, die täglich mehr werden, unterzubringen. Der Westf. Herbergsverein will auch in Bünde eine Herberge errichten. Für jieden Obdachlosen ist also für jede Gemeinde 0.30 RM. aufzubringen sei. Die Stadt Bunde mit der Kirchengemeinde und dem Westf. Herbergsverband haben die Einrichtung einer Herberge beschlossen. Es sei, aber nicht richtig, wenn die Kosten für Bünde und Ennigloh zu gleichen Teilen verteilt würden. Der Zuzug der Obdachlosen gehe immer in die Stadt und deshalb müsse die Stadt Bünde den größeren Anteil aufbringen. Von Bünde müßten 0.40 und von Ennigloh 0.20 RM. gezahlt werden. Es wurde dann beschlossen, daß das Amt vro Uebernachtung 0.20 RM., höchstens aber 720 RM. jährlich auf die Dauer von fünf Jahren zahle. Bis dahin glaubt man, die Straße durch das Arbeitsprogramm Adolf Hitters von den Arbeitslosen frei zu haben. Dieser Beschluß, ein Drittel zu zahlen, und nicht mehr, wurde einstimmig angenommen. Die seinerzeit zugestimmte Polizeiverordnung in der Badeanstalt Hunnebrock wurde aufgehoben. Nach Verlesen des Protokolls schloß der Bürgermeister mit einem„Heil Hitler“ die Sitzung. hofstraße 39(Jäger und Schützensaal), um 19.30 Uhr findet ein gemeinsames Essen statt. ab 20.30 Uhr kameradschaftliches Beisammensein mit Musik und Vorträgen verschiedenster Art. Für Sonntag, den 21. Mai ist eine Besichtigung der Sparenburg, bei gutem Wetter ferner für nachmittags eine Autobusfahrt zum Hermannsdenkmal vorgesehen. Angehörige der beiden Regimenter, die keine Einladung erhalten haben, wollen sich gegebenenfalls um Auskunft an den Schriftführer des Bezirksvereins für Minden=Ravensberg=Lippe, Kameraden Carl Scheinemann, Bielefeld Ulmenstraße 11a wenden. Angehörige anderer Formationen der 14. und 47. Res. Div. sind als Gäste herzlichst willkommen. * Auf Antrag der kath. Reichsabreitsgemeinschaft für Müttererholung hat der preußische Staatskommissar für Regelung der Wohlfahrtspflege unter dem 9. 4. d. Is. eine Haussammlung in der Zeit vom 5. bis 23. Mai d. Is. für die Zwecke der kath. Müttererholung grhntg. 8s1 S.4 MAGG! Xh würze Konzessionszwang soll für den Viehhandel eingeführt werden. Der Reichsverband nationaler Viehhändler beabsichtigt, im Interesse der sozialen Hebung. des deutschen Viehhandelsgewerbes den Konzessionszwang für den Viehhandel durchzusetzen. X—(Gewerkschaftssekretär Menke) ist gestern wieder aus der Schutzhaft entlassen. —(Riederschlagung der staatlichen Grundvermögensteuer.) Der großen Notlage der Lanwirtschaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei Rechnung tragend, hat der preußische Finanzminister dewilligt, daß für die nach§ 2 Abs. 1b des Grundvermögenssteuergesetzes veranlagten land= und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücke die am 15. Mai d. J. fälligen Vierteljahrsrate der staatlichen Grundvermögensteuer von Amtowegen mit dem Ziele der Niederschlagung gestundet wird. X Dünne, 15. Mai.(Gleichschaltung.) Der Dünner Spar= und Darlehnskassenverein hatte in seiner außerordentlichen Versammlung am letzten Sonnabend auf Anordnung die Umwahl des Aufsichtsrates und Vorstandes zwecks Gleichschaltung vorzunehmen. Da der bisherige bewährte Vorstand und Aufsichtsrat immer national eingestellt waren und sich auch jetzt erneut zu den Zielen der nationalen Regierung bekannten, erfolgte ihre Wiederwahl. :: Kirchlengern, 15. Mai.(Werbeturnen.) Der Turnverein(D.T.) Kirchlengern veranstaltete am Sonntag in der Turnhalle ein großes Schau= und Werbeturnen. Der Vorsitzende Weitkamp begrüßte die sehr zahlreich erschienenen Gäste in herzlichster Weise. Lehrer Dreckschmidt hieit einen sehr interessanten Vortrag über Wesen und Bedeutung der Deutschen Turnerschaft, besonders wies er auf die außerordentliche Förderung des hiesigen Turnvereins durch die Familie Weitkamp und Stockhecke hin, die nun schon 40 Jahre aktive Mitglieder seien und ihre Kräfte der Ausbildung der Turnbrüder zur Verfügung gestellt haben. Auf allen größeren Turnfesten sind sie mit ersten Preisen bedacht worden.— Das nun folgende Reck=, Barren= und Pferdturnen bot glänzende Leistungen; auch die turnerischen Vorführungen der Domen, sowie die Volkstänze, verbunden mit Boden= und Schülerturnen gaben ein erfreuliches Bild.— Ein lustiges Theaterstück brachte einen begeisterten Abschluß. X Kirchleugern, 15. Mai.(Turnverein Kirchlengern 1892 D. T.) Nachdem am Freitag abend der Vorstand des Vereins aufgelöst wurde, fand gestern abend im Vereinslokal Rabe eine überaus gut besuchte Versammlung statt. Als erster Punkt stand die Wahl des ersten Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Als Vorsitzender wurde einstimmig der frühere Vorsivzende. Turnbruder Fritz Weitkamp sen., RSDAP., wiedergewählt. Nach einigen Dankesworten und einem dreifachen„Sieg=Heil" auf unseren Reichspräsidenten von Hindenburg und unseren Volkskanzler Adolf Hitler ging man zur weiteren Erledigung der Tagesordnung über. Acht neue Mitglieder wurden ausgenommen. Dem Wehrsport will man nach den erscheinenden Richtlinien besondere Aufmerksamkeit widmen. Im weiteren Verlauf der Versammlung kam man noch auf die Eröffnung der Badeanstalt sowie auf den Ausflug am Himmelfahrtstage zu sprechen. Einstimmig wurde der Vorschlag, eine Wanderung von der Porta nach Wallücke zu machen, angenommen. Abfahrt morgens um 8 Uhr auf Gesellschaftsfahrschein nach Porta. Nach Absingen einiger Turnerlieder schloß der Vorsitzende eine im deutschen Turnerneiste verlaufene Versammlung. h Stift Quernheim, 15. Mai.(Frühlingsfest.) Am letzten Sonntag feierte der hiesige Polizeihundeverein im Lokal Ernftmeier und in den eigens dazu erbauten Zelten ein Frühlingsfest, verbunden mit dem erften Stiftungsfest des PhV. Nachdem es am Morgen in Strömen geregnet hatte, wurde es nachmittags zusehens heller, so daß die Veranstaltung bei noch verhältnismäßig gutem Wetter stattfinden konnte. Schon bald trafen die Nachbarvereine aus Herford, Löhne und Bünde im Vereinslokal ein und unter den schneidigen Marschweisen der Obernbecker Feuerwehrkapelle bewegte sich der Zug durchs Dorf zum Festplatz. Dort begrüßte der 2. Vor sitzende, Herr Brarmann, die Besucher in einer kurzen Ansprache. Dann sprach er über Zweck und Ziele des PHV. Er gedachte besonders der Gründer des hiesigen Vereins und schilderte dessen allmähliches aber stetes gedeihen und wachse. Anschließend fand nun die Ein weihung der neuen Aufenthaltsstätte statt, deren Einrichtung sehr geschmackvoll und ge mütlich ist. Durch den Bau der Hütte ist er reicht, daß der Verein auch bei schlechtem Wetter seinen Sport betreiben kann, der schon eine bedeutende Höhe erreicht hat. Bekannt ist ja noch das Ergebnis der letzten Polizeihundeprüfung auf dem hiesigen Sportplatz. Auch die Mitgliederzahl des Vereins ist in letzter Zeit sehr gestiegen. Den Abschluß der offiziellen Feier bildete die Ansprache des ersten Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Ravensberg=Lippe. Er würdigte noch einmal die Verdienste des Vereins. Er gab dann bekannt, daß auch der PhV sich der Regierung unterstelle und forderte die Anwesenden auf, gemeinsam das Horst Wessellied zu singen. Hierauf versammelte sich Alt und Jung im Festzelt, wo eine Kapelle zum Tanz spielte. * Bielefeld, 13. Mai.(Horst=WesselGedenktafel an seinem Geburtshaus?) Wie die W. Ztg. hört, ist beabsichtigt, an dem Geburtshaus Horst Wessel eine Gedenktafel anzubringen. Horst Wessel wurde am 9. Oktober 1907 in Bielefeld in dem Hause Kaiserstraße 37 geboren. Seine Eltern waren am 1. 2. 1906 von Dorstfeld nach Bielefeld gekommen, wo sein Vater, ein Hessisch=Oldendorfer, der Pfarrer Dr. phil. Wilhelm Ludwig Wessel, knapp zwei Jahre an der Paulusgemeinde amtierte. Am 30. April 1908— der kleine Horst war damals gerade 7 Monate alt verließ die Familie Bielefeld, um sich in Mülheim=Ruhr niederzulassen. * Osnabrück, 15. Mai.(Abbruch des Ebert= Erzberger= Rathenau= Denkmals.) Bekanntlach hatte kürzlich das Bürgervorsteherkolleg beschlossen, den Magistrat zu ersuchen das Ebert=Erzberger=Rathenau=Denkmal am Herreteichswall beseitigen zu lassen. Heute morgen wurde nun mit den Abbruchsarbeiten an dem Denkmal begonnen. * Alfhausen, 11. Mai.(Brand.) Heute nachmittag 5,30 Uhr brannte das Anwesen des Hofbesitzers Uphaus in Thuine völlig nieder. Sämtliches Vieh und Inventar konnten gerettet werden. Die Ursache des Brandes ist zurzeit noch unbekannt. Letzte Nachrichten Weitere Mobilmachung der chinesischen Armee Schauabal, 16. Mai. Wie hier halbamtlich mitgeteilt wird, sind zwei chinesische Korps, die sich in der Provinz Schani befinden, mobil gemacht worden und werden nach Die Japauer drohen mit der Besetzung Tientsin Peiping, 16. Mai. Nach einer Meldung aus Tientsin hat der japanische Generalkonsul in Tientsin die chinesischen Behörden darauf hingewiesen, daß die Japan feindlichen Kundgebungen trotz mehrfacher Proteste der japanischen Regierung nicht aufgehört hätten. Die japanische Regierung werde bei einer Verschärfung der Lage genötigt sein, Tientsin militärisch zu besetzen, ohne etwaige internationale Verwicklungen zu berücksichtigen. Nach Meldungen des japanischen Generalkonsulats werden demnächst japanische Marinesoldaten in Tientsin erwartet. Selbstmord des Präsidenten der FriseurInnungen Deutschlands. Berlin, 16. Mai. Der Präsident der Friseur=Innungen Deutschlands, Heinrich Peiping abtransportiert. Die Jahl, der in der Umgebung von Peiping und in der Stadt selbst zusammen gezogenen Truppen wird auf 200 000 Mann geschätzt. Brandt und seine Ehefrau Guste wurden Dienstag morgen in der Küche ihrer Wohnung durch Gas vergiftet tot aufgefunden. Beide haben im Laufe der Nacht den Gasschlauch in der Küche gelöst und gemeinsam den Tod gesucht. 40 reichsdeutsche Blätter und Zeitschriften in Polen verboten. Bromberg, 16. Mai. Wie die deutsche Rundschau meldet, hat das Post- und Telegraphenministerium eine Liste von Zeitungen und Zeitschriften aufgestellt, die in dem Gebiete des deutschen Reiches erscheinen und denen auf Grund einer Verordnung des Innenministeriums das Postdebit in Polen entzogen wurde. Diese Liste umfaßt außer den Tageszeitungen Berliner Tageblatt und Berliner Börsenzeitung 38 periodische Zeitschriften. Die ersten Arbeitsdienstpflichtigen Berlin, 15. Mai. Wie der Parlamentsdienst der TU er fährt, steht nunmehr fest, daß am 1. Januar 1934 die Einziehung der ersten Arbeitsdienstpflichtigen erfolgen wird. Es wird der Jahrgang 1915 aufgerufen werden, also dieenigen jungen Männer, die im Jahre 1934 das 19. Lebensjahr vollenden. Zunächst soll die Hälfte dieses Jahrganges zur Arbeitsdienstpflicht herangezogen werden. Die näheren Ausführungsbestimmungen sind in Vorbereitung. Kommunistische Umtriebe unter Volksschülern. Leipzig, 15. Mai. Von der Polizei war in Erfahrung gebracht worden, daß in einer Volksschule in Leipzig=Lindenau von mehreren Schülern Abzeichen der kommunistischen Arbeiterjugend getragen wurden. Die Schüler wurden ermittelt. Einige erklärten, daß sie sich zu einem Verein zusammengeschlossen hätten, in dem ein erster und zweiter Vorsitzender und ein Kassierer fungiere. Es fänden auch Zusammenkünfte statt. Bei einer Durchsuchung wurden in der Wohnung des sogenannten Vorsitzenden mehrere kommunistische Broschüren gefunden und beschlagnahmt. Kurznathrichten vom Tage Der seit dem Jahre 1894 bestehende und ¾ Millionen Mitglieder umfassende Bund deutschen Frauenvereine hat seine Auflösung beschlossen. * Der Frauenbund der deutschen Kolonialgesellschaften hat sich der deutschen Frauenfront angeschlossen. Statt Karten Heinrich Deuker Alma Deuker geb. Schröder Vermählte Bünde, den 10. Mai 1933 Herforderstr. Nr. 36 Empfehle täglich frisch: Ia Spargel Spinat Stielmus Salat, Gurken Tomaten Repfel Bananen Karl Meyer nachf. Inh.: Walter Bünermann Bünde i. W. Lübbeckerstr. 8 Telefon 76 IIo#1LL ues! enn alles schlästdann fritt die alte Henko die Arbeit an und löst im Pglien Einweichbad schonend und gründlich den Schmutz von der Wäsche. 5 Worte präg' Dir ein: Weich nur mit Henko ein! HEHK A SLNTR- HT HAA HNEA TE H-IN-E IUI-HANTLE SAT-ik-efele uen Sun behrchm Sen Seuienfiahelech ungewaschen 1. Sorte Pfd. 45 Pfg. 2. Sorte Pfd. 35 Pfg. Gust. Schumann Edamer Käse(20%) bei ganzen Rugeln Pfd. 55 4 Edamer Käse vollfett Pfd. 85 Holl. Käse, vollfett Pfd. 90 J und 1.20 M. Schweizer Käse (Emmenthaler) Pfd. 1.10 M Tilsiter Käse mit u. ohne Rinde Ofd. 1.— M Camembert Räse Stück 15 und 38 41 Gust. Schumann Blutfrisch und billig! la Schellsisch Ofd. 35, 30 und 25 Ofg. la Angelschellsisch Pfd. 40 Pfg. Seehecht pfd. 45 Pfg. Schollen(große) Ofd. 48 Pfg. 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Ferner frische Krabben Pfe. 30 44 Carl Dittmer Amon.=sup.= Phosphai 8 9X9 und 5X10 □ Kali, kainit# Thomasmehl preiswert bei% Karl Meyer Nachf. 1— 8 Die holländischen Sozialdemokraten haben beschlossen, einen Boykott deutscher Waren zu propagieren. Zu der am Dienstag, den 23. Mai 1933, nach mittags 5 Uhr, im Lokale. Ostermöller, jetzt Braksiek, Adolf=Hitlerstr. 4, stattfindenden ordentlichen Generalversammlung werden die Mitglieder hiermit ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichts. Bericht des Aussichtsrats. 3. Genehmigung der Bilanz nebst Gewinn= und Verlustrechnung. Beschluß über die Verteilung des Reingewinnes. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates. Neuwahlen. Verschiedenes. Bank für Handel und Gewerbe e. G. m. b. H. Der Vorstand. Der Aufsichtsrat. 4. Tuonen und Sport Fußball. Westdeutscher Spielverband. 1. Elf Germania Bruchmühlen— 1. Elf Grün=Weiß Schwenningdorf 2:2. 1. Handball Bruchmühlen— DSC Minden (kampflos gewonnen). 2. Handball Bruchmühlen— 1. Handball Riemsloh 0:2. Zum Freundschaftsspiel standen sich obige Mannschaften in Schwenningdorf gegenüber. Die ersatzgeschwächte Elf Germanias konnte trotz der körperlichen Ueberlegenheit des Platzvereins ein Unentschieden erzielen. Zum fälligen Pokalspiel weilte die 1. Handballmannschaft in Minden. Kampflos konnten sie die Punkte erringen, da DSC Minden nicht antrat.— Die 2. Manschaft von Bruchmühlen konnte sich gegen die spielstarke 1. Mannschaft von Riemsloh nicht durchsetzen und unterlag nach verteiltem Spiel mit 2:0. * Bielefelder Reit- und Fahrturnier. Das am 24. und 25. Juni in Bielefeld stattfindende Reit= und Fahrturnier wird— das kann bereits jetzt mit aller Bestimmtheit gesagt werden— ein großer Erfolg und ein Ereignis für Bielefeld, wie wir es seit Jahren nicht erlebt haben dürften. Das Interesse, das man diesem Reit= und Fahrturnier entgegenbringt, geht daraus hervor, daß bereits etzt etwa zweihundert Nennungen vorliegent Man erwartet insgesamt etwa 500 bis 600 Nennungen für das Turnier und rechnet mit mindestens acht= bis zehntausend auswärtigen Besuchern. Die Batterie Hauptmann Foquet des 6. Artillerie=Regiments aus Minden sowie das berittene Trompeterkorps dieses Regiments haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Begeisterung wird die Mitteilung erwecken, daß wahrscheinlich auch die siegreichen Romreiter nach Bielefeld zum Reit= und Fahrturnier kommen; die Verhandlungen schweben noch. Sprectsaal Auf das Eingesandt im„Neutralen Sprechsaal“ des Herrn Knoll erwidern wir, daß wir mit der Gestellung der Musik an unserem Fest am Sonnabend, den 13. 5. nichts zu tun hatten. Die Musik wurde uns gestellt, sodaß wir keinen Einfluß darauf hatten, welche Musiker an unserem Fest spielen sollten. Schwimmverein Elsemühle. Sonderangebot in Schokoladen führender Markenfirmen in Vollmiich, Halbbitter, Mokka, Vollmilch-Nuß usw. jede 100 Gr.-Tatel 20 Pig. Infolge des außergewöhnlichen Tiefstandpreises für Rohkakao sind diese Preise zur Zeit möglich. Eine Tafel Schokolade in obiger Qualität kostete vor dem Kriege ca. 35 bis 40 Pfg. Bahnhofs- Drogerie Paul Meuer Trauerdrucksachen Irischen Braunschweiger Spargel „ Pid. 48 und 38 4 frischen Spinat Pfd. 12 4 Salatgurten (extra große) Sick. 45 Salat(großer Kopf) 15 4 Mäusekartosseln Pfd. 15 4 sowie Radieschen, Rharbarber. Rotlohl, Wiesing. Weißkohl und Möhren empfiehlt Heidsiek bei schnellster Lieferung fertigt an Buchdruckerei h. J. Vornbäumen Bünde i. Westf. Walter Bünermann Bünde i. W. Lübbeckerste. 8. Tel. 76 Abführ-BlutreinigungsTee„Alexandriner“ reinigt u. führt mild ab. Dackung 85— Resormhaus Diestelhorst Ischias-, Gichtund Rheumalismuskranken teile ich gern gegen 12 Df Rückporto, sonst hostenfrei, mit, wie ich vor Jahcen von meinem schweren Ischias= u. Rheumaleiden in ganz kurzer Zeit behoben wurde. Stieling, Kantineupächter Frankfurt Oder 111 Jüdenstr. 6 CH HKE werden uter Garanlie durd (Stärkes beseillgt. A 1.60.2.75 Gegen Pickel Milesser Stürke) Adler-Drogerie Wohlgemuth's Nacht. 4 WOCHEN KOSTENLOS die„Wirtschaftlichen Kurzbriefe“! Was die WK sind? Deutschlands größte Zeitschrift für Steuerwesen und Wirtschaftskunde Die Zeitschrift, zu deren Mitarbeitern einige der gesuchtesten Steuer- und Wirtschaftsrechtler gehören! Die Zeitschrift, die über einen vorbildlichen Kundendienst verfügt und nachweislich Zehntausende von Spezialauskünften an ihre Abonnenten erteilte! Die Zeitschrift, die infolge Ihrer einzigartigen technischen Gestaltung ein nie versagendes Nachschlagewerk bildet. Mehrals 47000 fortschrittliche Köpfe gehören zu den Abonnenten. Auch Sie sollten sich diese Einrichtung zunutze machen. Es ist bestimmt ihr Vorteil. Bitte schicken Sie uns also den Gutschein ein! Bitte hler abtrennen GUTSCHEIN Rudolf LORENI Z Verlag, Charlottenbura 9 Kalserdamm 38 — uns, wie versprochen, die WK 4 Wochen vollkommen kostenlos und unverbindlich Anschrift bitte recht deutlich * Dienstag, den 16. Mai Warnung vor Grubenholz Verkauf Die unter dem 25. April 1933 von der Forst abteilung der Landwirtschaftskammer ausgesprochene Vermutung, daß jetzt vor Festsetzung des Zechenpreises auf 20 Rm. noch versucht werden würde, Grubenholzverkäufe unter Zugrundelegung des bisherigen Zechenpreises von 17,5 Rm, abzuschließen, hat sich bestätigt Wir warnen daher im Interesse des Waldbesitzes dringend vor Grubenholzverkäufen vor dem 1. Juli 1933, da erst dann die Senkung der Eisenbahnfracht erfolgt. Abschlüsse auf mehr als ein Jahr sind unbedingt abzulehnen. Ein seltenes Geschenk aus Amerika Der 80jährige Bankier Stüwe aus Neuyork vermachte dem Lehrer Gust. Heinr. Griese aus Lenzinghausen(jetzt Oldenburg t. O.), dem Verfasser des Buches„Wallenbrück — Ein Heimatbuch deutscher Geschichte", aus Dankbarkeit für diese heimatkundliche Arbeit die deutsche Abteilung seiner Bibliothek.. Diese Bücherei stammt zum größten Teil aus der im Jahre 1828 verkauften Schloßbibliothek des Hauses Königsbrück im Kreise Melle und enthält viele Bände über Westfälische Geschichte aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Stüwes Großvater war Verwalter von dem damaligen Besitzer Clamor von dem Busche=Hünnefeld, der Gesandter am Petersburger Hofe war. Im Jahre 1882 wanderte sie über den großen Teich nach Amerika und wird im Monat Juni wieder seine Heimreise antreten. Lehrer Griese, der vor kurzer Zeit die wertvolle Bibliothek des Hauses Hüffe bei Pr. Oldendorf der Allgemeinheit zugänglich gemacht hat, indem er dieselbe an die Büchereien in Bielefeld und Bünde verkaufte wird auch die wertvollen Werke dieser Bücherei der Allgemeinheit zugänglich machen indem er sie im„Haus der Heimatkunde“ in Bielefeld, Neustädterstraße, unterstellt. Zweites Blatt und Sern Jahrgang 1933 Zusammenstoß in der Luft.— Drei polnische Militärflieger getötet. Warschau, 12. Mai. In Demblin bei Warschau ereignete sich am Freitag vormittag eine Flugzeugkatastrophe, bei der drei polnische Militärflieger den Tod fanden. Zwei Flugzeuge der Zentralfliegerschule des polnischen Heeres stießen während eines Uebungsfluges in der Luft zusammen, stürzten aus beträchtlicher Höhe ab und wurden zertrümmert. Von den vier Insassen konnten drei nur als zerstückelte Leichen geborgen werden. Der vierte Insasse konnte durch rechtzeitiges Abspringen mit dem Fallchirm sein Leben retten. Auf dem Militärflugplatz in Warschau stürzte benfalls am Freitag nachmittag ein Flugzeug ab. Der Flugzeugführer, ein früherer Unteroffizier, kam mit Verletzungen davon. Schmuggelaffäre an der belgisch-französischen Grenze. Paris, 15. Mai. Wie durch die Aufdeckung eines Schmugglertricks in Halluin an der belgisch=französischen Grenze bekant wird, wurden für 27.000 Franken Tabak von den ranzösischen Zollbeamten beschlagnahmt. Zwischen Halluin und Belgien besteht ein unterirdischer Gang von etwa 2½ Kilometer Länge. Diesen Gang hatten Schmuggler sich zunutze gemacht und darin eine Kleinbahn angelegt Jede Nacht beförderten sie auf diese Weise mehrere 100 Kilogramm Tabak von Belgien nach Frankreich, obgleich der obere Gang an der Grenze von frazösischen und belgischen Zollbeamten bewacht wurde. Schon vor einiger Zeit war einer der Beamten auf merkwürdige unterirdische Geräusche aufmerksam gemacht worden, hatte ihnen aber keine Bedeutung beigemessen. Erst als jetzt seiner vorgesetzten Behörde Mitteilung davon gemacht wurde, erinnerte man sich des Ganges und nahm eine Durchsuchung vor. Hierbei wurde in einem dieser Schienenwege der Tabak beschlagnahmt. Die Schmuggler sind unerkannt entkommen. Ein deutscher Borer wird in England begeistert empfangen London, 15. Mai. Dem deutschen Schwer gewichtsboxer Hein Müller, der am Dienstag abend gegen den englischen Meister Petersen kämpft, wurde bei seiner Ankunft in England am Sonntag ein großartiger Empfang bereitet Ueber 3000 Menschen hatten sich am Bahnhof versammelt. Die sportliche Begeisterung der Menge war derart, daß Polizisten dem deutschen Borer einen Weg durch die begeisterten Menschenmassen bahnen mußten. Grassamen 100 000 Zentner Grassamen wurden 1932 nach Deutschland eingeführt.— Baut mehr Grassamen in Nordwestdeutschland! Jeder Landwirt muß heute bestrebt sein, seine Viehwirtschaft in ihrem Futtermittelbedarf durch Vergrößerung und Verstärkung der wirtschaftsWarnung für Karkoffelverkauf eigenen Futtererzeugung weitmöglichst auf nach dem Westen Die Presseabteilung der Landwirtschafts kammer macht darauf aufmerksam, daß nach Mitteilung der Verbindungsstelle Essen der Preußischen—J#uprrunhi##t 4, Iftsrammer 1n den letzten Tagen in verstärktem Maße Speisekartoffeln als unverkaufte Kommissionsware im westlichen Industriegebiet eintreffen, wodurch die ohnehin niedrigen Kartoffelpreise noch weiter gedrückt werden. Die Landwirtschaftskammer Hannover richtet daher im eigenen Interesse der Kartoffelbautreibenden Landwirtschaft und des Kartoffelhandels in der Provinz die dringende Warnung an diese, Kartoffeln als unverkaufte Kommissionsware nach den großen Verkaufszentren des Westens auf den Weg zu bringen. Die Arbeiter in den Ziegeleien Hellorn und Lüstringen legen die Arbeit nieder Ueber Differenzen beim Ziegelwerke Hellern wird folgendes mitgeteilt: Bei den Osnabrücker Ziegelei=Werken Hellern und Lüstringen herrschen für die dort arbeitenden Arbeiter geradezu trostlose Zustände. Der Stundenlohn war von dem Direktor der Ziegelei auf 0.45 Rm. festgesetzt worden. Bei diesem niedrigen Lohn mußte die Belegschaft die schwersten Arbeiten ausführen. Die vielfach großen Familien mußten davon leben. Alle Vorstellungen bei der Firma waren bisher erfolglos. So sahen sich denn die Arbeiter gezwungen das letzte Mittel in Anspruch zu nehmon. Am Mittwoch morgen legte die gesamte Belogschaft geschlossen die Arbeit nieder. Die Belegschoft, die restlos der RSBO angehört, hißte bei dieser Gelegenheit die Fahne des neuen Deutschlands, um ihre Gesinnung kund zu dun. U. a. wurde verlangt: Es sollen bei gleichzeitiger Arbeitszeit einige neue Kräfte eingesteltt werden, da die vorhandenen Arbeitei ihrer Ausgabe nicht gewachsen seien. Der Stundonlohn des Vorjahres von 53 Pfennigen wunde ebenfalls angesordert, und dabei die Fooderung gestellt, den Differenzbetrag von 48 bezw. 45 Pfg. bis zu 53 Pfg. für die zurückliegenden Wochen seit der Neueinstellung nachzuzohlen. Man konnte es den Arbeitern an sehen, daß es ihnen nicht darum zu tun war, Verwirrung anzurichten, sondern daß sie aus Not heraus handelten. Dr. Vernwieter verhaftet. Wien, 16. Mai. Wie der nationatfozialistische„Kampfruf“ metdet, ist dor Landesfich rer des RS=Juristenbundes, Dr. Bernwieser wegon der Rede, die er in Beotin auf der Taung„Fur deutschos Recht" gehalten hat, an sonntag in Wien verhaftet worden. eigene Füße zu stellen. In ihrer Nr. 18 veröffentlicht das amtliche Organ der Landwirtschaftskammer, die Hannoversche Land= und Forstwirtschaftliche Zeitung, einen Artikel, in dem der Frage des Grassamenbaues in NordArstorurschrand wochgungen Wier! Wonnn Ang bereits der Absatz in Klee= und Grassamen gegenüber den Vorjahren schon erheblich zugenommen hat, so steht doch außer Frage, daß in diesem Jahre nicht in allen Betrieben und in vollem Umfange die Futterproduktion so vergrößert werden konnte, daß das Programm der Reichsregierung auf diesem Gebiete als durch geführt anzusehen wäre. Vielmehr ist zu erwarten, daß auch in den nächsten Jahren in den meisten Einzelbetrieben viel Dauergrünland angelegt bezw. verbessert werden muß. Zwei Millionen Reichsmark sind im Jahre für 1932 für 100000 Zentner Grassamen ans Ausland gewandert. Diese Kapitalien müssen durch Vergrößerung der eigenen Grassamenproduktion in Zukunft im Innlande bleiben. Der deutsche Grassamenbau, der auch dem verbrauchenden Landwirt wesentliche Vorteile bringt, ist auf allen, in guter Kultur befindlichen Böden, mit Ausnahme von leichtem, armen Sand möglich. Die Grasart richtet sich nach den Boden= und Feuchtigkeitsverhältnissen, je nach der Grassorte können bei einmaliger Aussaat 2—4 Samenernten vorgenommen werden. Nähere Auskünfte erteilen die Abteilung für Landeskultur und Grünland der Landwirtschaftskammer Hannover, die Landwirtschaftsschulen und Versuchsringe und die technische Abteilung der Nord westdeutschen Futter=Saatbaugesellschaft, Bremen, Teerhof 19 Kommunistischer Bombenanschlag auf S2 in einem Berliner Vorortzug. Berlin, 15. Mai. Am Sonntag gegen 21,15 Uhr explodierte in einem Abteil 3. Klasse des Vorortzuges Wustermarken—Berlin, als der Zug auf dem Lehrter Bahnhof eingelaufen war, eine Bombe, die unter einer Sitzbank versteckt war. Der Zug war vordem mit Angehörigen der SA=Motor=Staffel der Gruppe Berlin=Brandenburg besetzt, die von einem Aufmarsch auf dem Truppenübungsplatz Döberitz zurückkehrten. Das Abteil wurde vollständig zertrümmert. Eine Frau, die sich auf dem Bahnsteig befand, wurde leicht verletzt. In. ban vir versehen war, erst zur Explosion kam, nachdem die Insassen den Zug verlassen hatten, wurde größeres Unheil verhütet. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, daß es sich um einen kommunistischen Bombenanschlag handelt. Die Täter, die es auf die im Zuge befindlichen SA=Angehörigen abgesehen hatten, sind zur Zeit noch nicht ermittelt. Wieder ein Kranz vom englischen GefallenenDenkmal verschwunden. London, 13. Mai. Am Sonnabend ver schwand wiederum auf geheimnisvolle Weise ein Kranz, der von einem unbekannten Mann anstelle des gestohlenen Hitler=Kranzes nieder gelegt worden war und auf dem geschrieben stand, daß ein englischer Bürger entrüstet sei über die„Beleidigung der ruhmreichen englischen Toten“. Die„Neue Londoner Zeitung“ gibt folgende zwiesprachige Erklärung zu dem Kranzzwischen fall ab:„Worte vermögen nicht unseren Ab scheu über diese feige Tat auszudrücken. Wir fühlen mit allen denen, deren Zeichen zur Er innerung an die britischen Gefallenen in so schmählicher Weise behandelt wurde. Wir sind überzeugt, daß diese Tat nicht von einem echten Engländer verübt worden ist, da kein solcher sein Land und seine Landsleute durch eine derartig schmähliche Handlungsweise in Verruf bringen dürfte. Kronprinzessin Cccilie bei der Jubelfeier des Königin=Luise=Bundes. Den Höhepunkt der Zehnjahresfeier des Königin=Luise=Bundes in Berlin bildete eine Kundgebung im Berliner Sportpalast, an dem auch die Schirmherrin des Bundes, Kronprinzessin Cecilie, teilnahm und begeistert empfangen wurde. Die Vorsitzenden des Zentralverbandes der Angestellten verhaftet. Bekanntlich wurden durch den Verbandsvorsitzenden des ZdA., Urban, alle Kassenbelege der Hauptkasse des ZdA. bis einschließlich 31. Oktober 1932 verbrannt. Wegen der Verdunkelungsgefahr wurden nunmehr, wie der Zeitungsdienst erfährt, die früheren Vorsitzenden des ZdA., Ucko und Urban, in Schutzhaft genommen. Der bisherige Reichstagsabgeordnete Friedrich Schröder hat sich der Inhaftnahme durch die Flucht entzogen. Der neue Vorsitzende des ZdA., Ehlers, der in Hamburg ebenfalls den Auftrag zum VerbrenWegenen Aomenats#esct. haftiert weiden. Statthalter Röver wird in Bremen empfangen. Unsere Aufnahme berichtet von dem Empfang des Statthalters Röver in Bremender Statthalter schreitet die Front der Ehrenkompagnie der Reichswehr ab. Schauversuche auf Roggenlend Wie haben auf Ländereien in der Nähe unserer Schule einige Schauversuche mit verschiedenen Stickstoffdüngemitteln durchgeführt, die zwar keine erheblichen Unterschiede aufwiesen, aber dennoch bereits zu einigem Nachdenken Veranlassung gaben. Die schlechteste Parzelle ist wohl die mit schwefelsaurem Ammoniak, also die mit dem sauersten Düngemittel, die beste die mit Leunasalpeter, einem schwach saurem Düngemittel. Die Nitrophoskaparzelle blieb zunächst etwas heller, was aber bereits wieder ausgeglichen ist, während die mit Kaltammonsalpeter gedüngten Teilstücke einen mittleren Stand aufweisen. Wenn also auch genauere Schlüsse aus diesen Versuchen noch nicht zu ziehen sind, so gebieten sie aber dennoch Vorsicht mit der Verwendung stark saurer Düngemittel, wie in diesem Falle die Verwendung schwefelsauren Ammoniaks, das zwar in bestimmten Fällen z. B. auf überkalkten Aeckern, besondern zu Kartoffeln und Hafer gut sein mag, im allgemeinen aber mit Vorsicht zu verabreichen ist. Das Hervortreten der Leunaparzelle hat auch wohl seinen Grund mit darin, daß Leunasalpeter von den ange wandten Stickstoffdüngemitteln den höchsten Stickstoffgehalt hat. Man soll also von Leuna salpeter nicht die gleichen Mengen wie voni anderen Stickstoffdüngemitteln ausstreuen. Die Versuchsdünger wurden Ende März ausgestreut, also zu einem Zeitpunkte, wo die Stickstoffdünger zu Roggen bereits gegeben sein sollen. Ein bald darauf einsetzender Regen begünstigte jedoch den Wuchs des Roggens, sodaß die Entwicklung des Roggens nach der Stickstoffgabe als befriedigend angesehen werden kann. Der Fehler, den Stickstoff zu Roggen zu spät zu geben, wird von den meisten Landwirten gemacht. Die Folge davon ist, daß sich das Stroh zu stark entwickelt und La gerfrucht unvermeidbar ist. Der Raga## braucht nach wissenschaftlicher Beobach 96 Kilogramm Stickstoff je Hektar, davoni September=November 5 Klg. März 12„ April 29„ Mai 16„ Juni 19„ Juli 15„ Aus dieser Tabelle ist für den Landwirt er sichtlich, wann er den Stickstoff zu geben h####. Dr. Kre:h s dle in Feom und Matorial. allen spricht: Sie wählt weiche, indauBaumwollbattst oder Distrastofß hmiegt. Unterkleidr mit sost ankleine Uberfärkchen zum Nachthemd. ke, deron feine Ausarbottung durch, Annt. Nuch die heranwachsende ist eine schlichte, sollde Form mit Handarbett an Wert braucht neue Wäschr. Bokannt und viel zu unbekannt ist das Solbad, mit dem Mollt aufwartet. Genüct es dir deshalb nicht, weil es dir nicht Ausund Koston vorursacht wie die WeltWo willft du bessere Erholung finden in den Laut= und Nodelwäldern, die in ebwechselungsreichev Fülle dir Ausblicko ins weite Land bieten!'. Die Solbüder geben dir bofte Gelegenheit zu Trink= und Badekuren. Das Bad selbst ist vorgrößert und macht einen bohaglichen Eindruckk. Die schönste Ausspannung von ewigen Tageseinerlei, die lohnenste Ferienerholung firchest au hien. Nicht umsonst sind es allsonntäglich viele, die in die„Meller werge“ eiten, Alltugsleit und Alltagofongen zwischen den grauen Wändon lassen. Stoige zur Metrichobung hinauf. Von du aus sotze deinn Wanderung; den Steigene mübe, auf wohlgepflegten. Walbwogen über die Ottoszum Ostenwalder Schloß, zum hoorlich Waldmeister oder Weverhause fort: Tannom, hochragende Buchenwälder, Waldungen trotzig ächzendor Eichen grüvon dich in buntor Folgo. Ein andermal wanderst du nach Geomold, um hier das in der Einsamkeit liegende Wasserschlaß mit seinen Sehenomürdigkeitrn zu bewunder. Auch zum Leutobturgen Wald kannst uu deinem Weg lenken. Durch dax Sondermühler Gohölz konnst du zu demn romantischen Gut Sondermühlen, in dessen Mauern einst das Geschlecht der Stolberg weiltr. Wenn auch zum Teil verfallen, so strahlt gerabe dieser Platz mit seiner Romantik, seinen mit Schilf und Teich rosen bestandenen Gewässern eim Glück aus. Und bist du an einem andern Wandertags zum waldrauschenden Aeutting nach Wollingholzhausen gekommen, dann grußt dich in der Ferne mieder den Wahrzeichen den Moller Landes, die Dietrichsburg.— Am Schlusse deiner Meller Wanderung überschaust du von ihren Zinnen noch einmal dankbar das Land. Wenn du danm über Berg und Tal hinweg die Türme von Oenabrück im goldenen Abendrot leuchten siehst, dann weist du, wie schön unsor Lund ist. anstaltungen gehon. am 1. Pingstfeiortag geschäftliche Sitzungen.des Verwaltungsrates und die Johreshauptversammtung für Mitglieder voraus. Der Außenstehende dünfte einen Begriff von der Bedeutung dieser Zusammenkunft bekommen, wenn er erfährt, daß es in Deutschland mohn als hunderttausend Angler gibt, von denen etwa ein Drittel in Vereinen und Bünden onganisiert ist. Die organisierte Anglerschaft, straff diszipliniert und unter eigene Sportgesetze gestellt, hagt und pflegt ihr Gewässen und den Fisch wie ein weidgerechter. Jägen seim Revier und Wild. Sie distanziert sich, gyündlich von jonen Anglern, die nur den Fischsangs wegen die Angelrute fühnen und sich im übrigen nicht um die Fischereipflege, viol weniger um sportlichen Verhalten am Wasser kümmern. Wie beim Jäger der Schießer, so ist beim organisierten Sportangler der Raubfischer vorpönt. Dem weidgerachten. Anglar findot man im Gegensatz zu dem Vorgenannton weitab vom Stadtgetriebe, wo er mit Kunst und Verstand dom Fischweidwerko obliegt. In Dortmuns werden sich, Tausenve dieser Petrijünger aus ganz Deutschland treffen, um mit Ernst und Würde den Vonatungen beizuwohnen und sich im ebten Wettstreit mit der gesplißton Spinn= und Fiegenrute don Siegespreis im Wurfturnier zu erworben. Ueber Frankreich und Großbritannien sinken die Lustmassen bereits zusammen, so daß von hier bei schwachen nördlichen Winden vielfach Ausheiterung gomoldet wirk Das Gebiet der Boruhigung wird sich langsam oftwärts verschieben und somit nach Deutschland von Westen her zunehmende Wetterbesserungen und vielsach Aufheiterung, bringem. Die Tomperatunen, die nachts bis nahn an den Gefrierpunkt sinken, werden tagsüben infolge stärkerer Einstrahlung höhere Werte annehmen als bisher: Od sich in den kommendon Tagon eine Schönwetterlage für unseren Bezirk durchsetzt, läßt sich noch nicht übersehen, da vom närdlichen Ozoau bereits neue Störungen gegen Island vordringen. Der Deutsche Anglerbund e. B., Verwaltungssitz Mannheim, begeht nach einer Unterbrechung von vier Jahren an Pfingsten d. J. in Donmund seinen 34. Bundostug verbunden mitz donn 2. Reichswurfturnien Diesen VerImR Mec! Dortmund, 15. Mai. Auftriebe Großvieh 726, Ochsem 32, Bullen 197, Kühr 541, Färsen 36, Fresser 8, Kälber 515, Schafe 12, Schweine 1801. Marktvertauf: Großvieh, gute Viere gesucht, sonst langsam geräumt; Kälber mittel, geräumt; Schweine rege, geräumt: Preise: Bullen: a) 26—30; 6) 25—27; c) 22—24. Kühe: a) 28—31; 6), 25—27; c) 22—24; d) 16 bis 20. Färfon: a) 31—35; b) 26—39; c) 25—27. Kälber: a)—. 9)) 30—42; c)) 32—35j. 0) 22 bis 31. Schweine: a0— u) 40—42; c), 40—42; d) 38 bin 41; c). 31—30; Sauen 39—36. Mishmmenf Eiderseiber Diehmurkk. Elberfeld., 16. Mai.. Auftrieb: Großvieh 654, Ochsem 227, Bullen 86, Kühe 261, Färsen 38, Fressir 27, Kälber 447, Schaft 12, Schweine 2442. Marktverlvuf: In sümtlichen Gattungen mittoll, geräumtt. Preise: Ochsane al) 31—33; b1) 28—30; a) 25—27. Bullene an 29—30: 0). 24—27. Kühe a) 25—29; b) 29—23; c) 16.—22; d) 12—17. Färson: a) 29—35; 6) 25—26; Frailer: 242—24 Kälber: a)—; 0) 38—406 cn 26—35; B) 20 bis 27. Schweine: a) 39—40; b) 38—40; c) 38—49; à) 38—39; c) 39—35; Sauom 30—33. Essener Blehmarrt. Essen, 16. Mai. Auftrieb: Großvieh 442, Ochsen 55, Bullen 149, Kühe 224, Färson 43, Fresser 11, Külber 615, Schafe 27, Schweine 2772. Marktverlauf: Rinder schleppent, Bullen schlecht, Külber, Schafe und Schweine schlechtt Preise: Ochsen: al) 30—32; 51) 26—26. Bullen: a) 22—29; 6), 24—26. Kühr: a), 25—30; b), 24—253 c), 29—35; d) 16.—18. Fäusen: a) 30—32; b) 27—29. Kälber: a)—, b) 36—40; e) 26—35; 30 22 bis 26. Schafe: al) 30—32. Schweine: a)— b) 30—49; a) 39—49; d) 35 bis 37; e)) 30—34; Saurm 38—35. Düsseldorst 15. Moi. Ruftriel Ochse 73, Bullon 47, Kühe 140, Färson 30, Fresser 1 üüber 545, Schafe 4. Schweine 2295. Warkh. verlaufe. Rindau mittol, Kälven lungsam Schweine mittolmäßig. Proise: Ochson: al) 32—33; 51) 28—30; c) 25—27. Butlen: a) 29—30; b) 25—25; c) 22—34. Kühe: a) 22—30j. 0), 29—35; a) 19—21; in 15—18. Färson: a) 31—33; 5) 29—30. Kälben: an—; b) 38—42; 0) 22—35; 10 29 bis 27. Schweino: a)—; k) 38—49; c) 38—42; 9) 30 big 42; c) 33—37; Sauen 30—31. Kälner Biehmarkt. Köln, 15. Mai. Auftrieb: Großvieh 974, Ochsen 320, Bullen 149, Kühe 446, Färsen 40. Fresser 10, Kälber 1329, Schafe 10, Schweine 5225. Marktverlauf: Großvieh, ziemlich belebt, beste Tiere auch noch höher bezahlt; Kälber und Schweine ziemlich belebt. Preise: Ochsen: al) 32—35; a2). 29—31; bt) 26—313 b2) 24—26. Bullen: a) 28—32, b) 23—27. Kühe: a) 26—31; 0) 23—26; c) 16—22) M6 15—17. Fävsan: a) 32—35; U) 25—30. Külber: a), 55—62; b) 38—42; c), 32—34; 5 25—28. Schweina: a))—; b) 36—41; c) 36—41; d) 35 bis 30; e) 35—36; Sauan 30—35. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 15. Mai. Woizen, märk. 198 bis 200, Roggen, märk. 154—156, Wintergerste 166 bis 176, Hafen, märk. 130—138, Weizenmehl 23,25—27,60, Roggenmehl 21,06—23,00, Weizankleie 8,80—9100, Ruggenkleie 8/90—0,10, Kartoffelflocken 13,10—13,10. Vom Buttermarkt. Ein Auswinkung der Maßnahmen des Reichsministers Dr. Gugenberg ist am Buttermarkt. in erfreulicher Weise zu erkennen. Die Butter wurde auf dum Markt mit 107 Mark je Zentner gehandelt. Das bedeutet eine Preissteigerung von 22 Mark je Zentner. Damit wird dem Bauern etwa 1,5 Pfennig je Liter Milch mehr gezahlt, 11 Pfennig Mehreinnahme bedrutet aber für die Landwirtschaft eine Mehreinnahme von 230 Mill. Mark im Jahr. Die Londwirtschaft hat auf diese Preissteigenung bereits stark reagiert und erheblich mehr Arbeiter eingestellt, als es im früherer Zeit der Fall gewesen ist. Der Ansatz zur Belebung der Gesamtwirtschaft ist also in starkem Maße vorhanden. Bäsche für Mutter und Tochter as sunne Mädchen trägt ein Nachthemnd KW 22390 aus gevillmten. attst oder Waschseldo. Die kleinen Puffärmel und der Falsausund mit dercm brett. ##g. erhältlich. W 57039 zeigt ein Hemdbeinkletd aus weißem Buttst, das durch eingesetzte, zartfarbige Schieterstoffblendon am oberen Rande und an den sektlichen Glockenteilen eine aparte Garnitur erhält. Die durchgehende Vorderbahn ist durch Abnäher in Form gebracht. Das Beinkletd hat settlichen Klannenschluß und wirö dem Rückentetl aufpeknäpftt. Erf.: 2.55 m Stoff, 80 cm breit, und 40 cm Garniturstoff, 100 cm breit. Beyer=Schnitte für 92 und 100 cm Oberwette zu se 63 Pfg, erhältlich. Die Hemdhose aus rosa Charmeuse W 22596 ist durch Abnäher und einen angesettten Büstenhalter aus Spttze imeine sehr gut anliegende Form gebracht. Sie hat. Schutttschluß. Erf.: 1 m. Charmeuse, 140 Spitzensir F, 100 am breit. Bryer=Schm st 96 u. 10 om Obw. zu se 63 Pfg. dem längeren Nachmittags= oder Abendkleid wird das Unten W 22597 aus Schlauchtrikot getragen. Der Büstenhalter au sich rückwärts zackig dem Stoff ein. Erforderlich 145 m Schlauchtrikot, 110 cm breit, 25 cm Spitzenstoff, 100 cn ##. Beyer=Schnitte für 96 und 104 cm Oberwette zu se 63 Pfog Elegant wirkt das Nachthemnd K 29337 durch die Zusammensotzung aus zweifarbigem Matertal. Die Teile sind durch Stäbchenhohln mitetnander verbunden. Zwei Schletfen zieren den vorderen Schi rand. Erforderlicht 3.15 m heller, 75 cm dunkler Stoff, so 100 cm breit. Beyer=Schnitte für 36, 96 und 104 cm Oberwette zu se 90 Pfg. Prakttsch ist die Form des Hemdbeinkleides W 57060 aus Makobattst, dessen gockige Passe man aus fardigem Schleierstoff herstellen kann. Das Leibschließt linksseitlich mit Knöpfen, das vorn angesetzte Beinkleid hat ppenschluß. Erf.: 2 m Wäschestoff, 80 cm breit, 30 cm Schleierstoff, 100 cm breit. Beyer=Schuttte für 96 und 104 cm Oberweite zu se 63 Pfg. Über sedem beliebigen Nachthemnd kann das Jäckchen V22395 gewerden, das man aus Buttst, Maschseide oder Baumwollvotke t. Die kleidsamen Pelertnenärmel schließen mit Blisseefalbein ab. e 1,50 m Stoff, 80 cm breit. Beyer=Schnitte zu 27 Alle Sehnitte bei Kleider, Mantelstoffe## Undungeen