Sttheater, Hagg Josef Herroß B rantwortlich ntag, den 13. Deu für die Redaktion: Abends 7 Uhr 1 Friyz Hammer in Hagen. Kaisersaale des Hen C. Feilhauer: alige Extra=Vorstellu## * Gastspiel r Gesangs=Soubrette Franziska Kr. Deutschen Theater St. Petersburg. hre Familierbild mit Gesang n von Stinde u. E lungen auf num werden in der Bu ern C. Bartels, aße angenommen. dieser Extra=Vorst erdurch höflichst ein Josef Herrm erlag von Fritz Hammer in Hagen. Druck von Hermann Risel& Co. in Hagen. Elberfelderstr. 17. westfälische Post Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Kreisblatt für den Stadtkreis Hagen und den Landkreis Hagen. Preis pro Quartal 2 Mk. 50 Pfe. die Post bezogen inel. Bestellgeld 2 M. 90 Pfg. Insertionsgebühren: 15 Pfg. die einspaltig Petitzeile oder deren Raum. Für Wohnungs„ und Arbeitsmarkt 10 Pfg inzerin., als Gaß] NT, 290. Fernsprech=Nr. 18 für Hagen. Hagen. Freitag. den 11. Dezember. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. 1891. die neuen Haudelsverträge und ihre Wirkung. Die deutsche Industrie hat unter dem verhältißmäßig niedrigeren, aber immerhin kräftigen schutze des in einzelnen Punkten später noch er„„hänzten Tarifs von 1879 in allen Zweigen einen bemerkenswerthen Aufschwung genommen. Die EntC. Feilhauer.)#ickelung Deutschlands zu einem Industriestaate tag, den 11. D=a###ersten Ranges, die Zunahme seiner Bevölkerung Abends 8 Uhr:“ und die den einheimischen Bedarf nicht in vollem Umfange deckende Bodenproduktion haben zur Foige, Abonurmrulb=daß Rohstoffe und Nahrungsmittel vom Auslande inhonie=Cancerdin großen Mengen eingeführt werden müssen. Um P·2 6664e Sout“#das hierdurch bedrohte wirthschaftliche Gleichgewicht in in dem erforderlichen Maße wiederherzustellen, ist zu haben. 7Deutschland in erster Linie angewiesen, seinen UeberF. Küttner.sschuß an Fabrikaten an das Ausland abzusetzen.“ Diese Worte der Denkschrift, welche die Reichsregierung den soeben dem Reichstage zur Gutheißung vorgelegten Handelsverträgen beigegeben hat, wird man vor Allem im Auge behalten müssen, wenn man sich über Zweck und voraussichtliche Wirkungen der mit jenen Verträgen inaugurirten neuen Zollkrieger= und spolitik Deutschlands klar werden will. Nicht minder dwehr=Vere Hagen. diesjährige gewöhr Versammlung findet lag, den 12. d. M Abends 8½ Uhr, inslokal statt. ages=Ordnung: rstands-Ergänzungswa hl für die Ehrenposte rschiedenes. Von 7 Uhr ab findet von Beiträgen statt. den 3. Dezember 1 Der Vorsta u. soldbergstraße 1 von Schuffenhaus Kochim Hotel Kaiser Reine Weine. sgewählte Küche. pfehle in frischester :: Lebendfr. großen el=Schelfsch, an im Schnitt, Pfd. große wackschollen 35 Pfg., kleine Back u Pfd. 25 Pf., RheinPid. 70 Pfg., kleine butt Pfd. 45 Pf., Seen Pfd. M. 1.—, Salm hnitt Pfd. M. 2.—, ferner: geräucherte größte nachsheringe. Stück Kieler Bücklinge, Pf., Nieler Sprotten 0 Pf., pr. Kiste ca. 4 hwer Mk. 1.20, ge rten Aal 2c. 2c. Gustav Güth, Elberfelderstraße 49. wird man sich zu vergegenwärtigen haben, welche lefahren Handel und Industrie Deutschlands beoben würden, falls es etwa nicht gelungen wäre, denjenigen Verständigungen mit anderen mittelropäischen Staaten zu gelangen, welche gegenwärg in Gestalt der Handelsverträge vorliegen. Die kegierung des deutschen Reiches dürfte in ihrer Beorgniß auch nicht um eine Haaresbreite zu weit ehen, wenn sie vor Allem vor dem Ablauf des sherigen französischen Konventionaltarifs und von m Einfluß der in Frankreich zum Durchbruch gengten eminent schutzöllnerischen Strömung auf die ndelspolitische Stimmung auch der übrigen durch arifverträge verbundenen europäischen Staaten das nde aller derjenigen Vergünstigungen und Voreile erwartet, welche Deutschland bisher auf Grund ner Meistbegünstigungsverträge genossen hat. War ch Frankreich keineswegs der einzige, obwohl allergs der in seiner einschlägigen Aktion am meisten rgeschrittene mitteleuropäische Staat, in dem ein r deutliches Hervortreten der Bestrebungen wahrmbar wurde, der heimischen Produktion den heiischen Markt durch hohe Zölle ausschließlich zu hern. Und wenn die Leiter der deutschen Handelsd Wirthschaftspolitik die Nothwendigkeit, jenen, deutschen Handel und der deutschen Industrie on dort her drohenden Gefahren durch rechtzeitige ternationalen Vereinbarungen entgegenzuwirken, garz besonders auch aus dem wirthschaftspolitischen Verhalten Rußlands und den Vereinigten Staaten von Nordamerika herleiten; wenn sie die deutschen Exportindustrie vor dem Schicksal bewahrt sehen vollen, in vielleicht naher Zeit nach allen Richungen hin, in der Nähe und in der Ferne, auf lbsatzschwierigkeiten zu stoßen, so stellen sie damit rer Einsicht unzweifelhaft ein durchaus ehrendes Zeugniß aus. Wer da weiß, welche Schwierigkeiten, achsende Schwierigkeiten, Handel und Industrie nsichtlich Erhaltung ihrer Absatzgebiete im AusDie feinsten anino nan vortheilhaftesten von C. Schmitt, te Pianofortehaubig ande, geschweige denn hinsichtlich Erwerbung neuer lbsatzquellen schon in der jüngsten Vergangenheit nd in der Gegenwart zu bekämpfen hatten und noch ben, wird es der Regierung des deutschen Reinur Dank wissen können, daß sie durch die von r abgeschlossenen Handelsverträge dem internotiolen Konkurrenzkampf Aller gegen Alle wenigstens s engere Grenze gezogen hat. Die Handelsverträge haben hiernach augenblickin erster Linie die Bedeutung einer vorbeugenAbwehr von Gefahren von der Gesammtindustrie utschlands, Gefahren, welche andernfalls in bemmter Aussicht gestanden hätten. Und der Haupterth der Handelsverträge liegt zunächst darin, daß Tarifverträge sind, durch welche die mitkontranden Staaten für die geraume Frist von zwölf ren auf das Recht zur Vornahme von Einfuhr*= Erhöhungen über die vertraglichen Sätze hinverzichten. Es ist kaum zu viel gesagt, wenn in der That das Hans": Hauptgewicht gerade auf diese #nung von Tarifmaximen, auf die dadurch bem. Elberfelderstroße 69, zeitlich lang ausgedehnte Stetigkeit in den Beziehungen Deutschlands zu den CGLASER EeEG PEEtgsstaaten, auf diese Butt de srei Nachr. 1. M.o ie: kolkerei Grb. Ol gsstaaten, auf diese für volle 12 Jahre geSicherheit gegen plötzliche Tarifschwankungen in Absatzgebieten Deutschlands legt. Stetigkeit U ja hauptsächlich, deren der Exporthandel in auf die handelspolitischen Faktoren bedarf, en er zu rechnen hat. Nichts ist Jahren für Deutschlands wirthschaftliche gen zu Rußland, für den deutschen nach dort unbequemer, störender, man möchte gen vernichtender gewesen, als der Umstand, ußland in begreiflichem Interesse für seine Industrie zu wiederholten Malen im Laufe ten Jahre es für geboten erachtete, zu Abänderungen, und zwar zu Erhöhungen seiner Einfuhrzölle, zu schreiten. Nichts ist naturgemäß für solide Exportfabrikanten unangenehmer, als derartige kurzzeitige Schwankungen in den finanziellen Bedingnissen für Erreichung des ausländischen Absatzgebietes. Machen ihnen doch diese Schwankungen es schier unmöglich, über den aus einem Geschäftsabschluß zu erwartenden Gewinn und im Zusammenhange damit über eine angemessene Preisstellung für seine Waare sichere Rechnung aufzustellen. Um so erklärlicher erscheint diejenige Stelle in der die Vorlage der Handelsverträge begleitenden„Denkschrift“, wo der Erwartung Ausdruck gegeben wird, es würden„die gemachten Konzessionen auch noch anderen Staaten gegenüber geeignete Verwerthung finden und zur Erlangung weiterer Vortheile in dem Verkehr mit diesen Staaten beitragen". Es mag dahingestellt bleiben, eine wie weitgehende Deutung diesen Worten beizumessen ist. Immerhin ist es nicht überflüssig, wenigstens festzustellen, daß eine Anspielung auf differentielle Zölle nach irgend einer Richtung hin, eine Anspielung also, welche die Anbahnung eines intimeren Handelsverkehrs mindestens ebenso sehr erschweren, als erleichtern würde, in der„Denkschrift“ gänzlich fehlt. Von den Vortheilen, welche Deutschland, abgesehen von der vertraglichen Festlegung der Zölle, von der vereinbarten Höhe derselben zu gewärtigen hat, wird man sich unschwer ein Bild machen können, wenn man sieht, wie Oesterreich=Ungarn insbesonders werthvolle Zollherabsetzungen für Textil=, Papier=, Glas= und Eisenwaaren, ferner Italien desgleichen für Wollengewebe und Eisenwaaren zugestanden haben. Die Eisenindustrie schießt dabei unverkennbar den Vogel ab. Erheblich weniger fallen ins Gewicht die von Belgien gemachten Konzessionen. Ueber die Tragweite, welche der Anbahnung eines regeren Güteraustausches mit den genannten Ländern beiwohnt, wird man sich einigermaßen klar werden können, wenn man sieht, wie im Jahre 1889— für das Jahr 1890 liegt die nach Staaten detaillirte Statistik noch nicht vor— die deutsche Gesammtausfuhr nach Oesterreich=Ungarn einen Werth von 310,762,000 Mk. hatte, ferner nach Italien 103.377,000 Mark, nach Belgien 137,211,000 Mk., während der Werth der Einfuhr aus jenen Ländern nach Deutschland sich in demselben Jahre auf 537,249,000 bezw. 148,796,000 bezw. 337,203,000 Mark bezifferte. Der Einsatz Deutschlands bei den Handelsvertrügen besteht— abgesehen von einer Reihe Industriezoll=Herabsetzungen— in der Hauptsache in Ermäßigungen des Zolles auf Getreide und auf Wein. Daß hiergegen ernstliche Bedenken erhoben werden könnten, ist umsoweniger vorauszusetzen, als eine sehr erhebliche Zollherabsetzung auf Wein nur gegenüber dem„Verschnitt"=Wein erfolgt, und als ferner die deutsche Landwirthschaft sich zu erinnern haben wird, daß seit dem Jahre 1879 der damals geschlossene Pakt zwischen Industrie und Landwirth= schaft zu wiederholten Malen(1884, 85 und 87) zu Gunsten der Landwirthschaft verschoben worden ist. Wenn jetzt für Weizen und Roggen, Gerste und Hafer annähernd auf die Zollsätze von 1885 zurückgegriffen wird, zu einer Zeit, wo die Unmöglichkeit, den Getreidebedarf Deutschlands durch eigene Produktion zu decken, sich stetig deutlicher herausgestellt hat, so wird die deutsche Landwirthschaft daran weder Anstoß nei nen, noch auch eben darin eine grundsätzliche A. wendung von dem Prinzip des Schutzes der heimischen Produktion erblicken dürfen. Dem Interesse der Landwirthschaft steht eben auch das gewaltige Interesse der Industrie und ihrer Arbeiter gegenüber, und man wird nicht sagen können, daß die deutsche Reichsregierung bei sen jetzt von ihr abgeschlossenen Handelsverträgen in den Fehler einer zu einseitigen Abwägung dieser gegensätzlichen Industrie Interesen verfallen sei. zu Gunsten derer der Rundschau. * In einem Theilen der Presse, welcher sonst die Politik der Regierung im Allgemeinen unterstützt, finden die neuesten Maßnahmen derselben in Bezug auf die Behandlung der preußischen Staatsangehörigen polnischer Nationalität eine sehr abfällige Beurtheilung. Dies gilt nicht bloß von einem Theile der deutschen Zeitungen in den zweisprachigen Landestheilen, sondern auch von der Die Zulassung des hen Privatunterrichts, die Posen=Gnesen werden als ein grundsätzliches Abweichen von der 1886 eingeschlagenen Politik bezeichnet und davon ebenso üble Folgen erwartet, wie von dem Verlassen der Grolmann=Flottwellschen Politik nach dem Regierungsantritte König Friedrich Wilhelms IV. Es soll hier nicht näher erörtert werden, ob die Annahme einer wesentlichen Veränderung gegenüber der 1886 eingeschlagenen Politik wirklich zutrifft; es mag genügen, darauf hinzuweisen, daß in einem lesenswerthen Artikel der Preußischen Jahrbücher mit guten sachlichen Gründen diese Maßnahmen auch im Rahmen der 1886 eingeschlagenen Politik gerechtfertigt werden. Vor Allem aber springt ein fundamentaler Unterschied zwischen der Zeit nach 1840 und jetzt ins Auge, welcher jeden Vergleich mit dem Abgange von der GrolmannFlottwellschen Politik ausschließt, merkwürdigerweise aber meist ganz übersehen wird. Damals lebten wir in der Zeit thurmhoher deutsch=russischer Freundschaft. Jetzt ist davon nicht mehr die Rede; die defensive Front des Dreibundes ist vielmehr so gut gegen Rußland gerichtet wie gegen Westen. Ein siegreicher Krieg Rußlands gegen die Mittelmächte wäre gleichbedeutend mit der Vernichtung der Nationalität und der Unterdrückung der römisch=katholischen Religion der polnischen Bevölkerung auch der preußischen Ostprovinzen. Dieselben Gründe, welche die früher zu großpolnischen Tendenzen mindestens in dem gleichen Grade hinneigenden galizischen Polen zu so festem Anschluß an die österreichisch=ungarische Monarchie bewogen haben, müssen daher nothwendig auch auf das Verhalten der preußischen Staatsangehörigen polnischer Nationalität in dem gleichen Sinne wirken. Stellen diese sich aber Preußen und Deutschland gegenüber auf denselben Boden, wie die galizischen Polen gegenüber Oesterreich, so erhellt, daß auch für die Behandlung der Polenfrage eine wesentlich veränderte Grundlage gewonnen ist. * Anfang Januar tritt in Italien ein neues Impfgesetz in Kraft. Dasselbe erstrebt nach deutschem Muster eine Verschärfung der seitherigen lückenhaften und lax gehandhabten Bestimmungen über das Impfen und legt ein ausschlaggebendes Gewicht auf die ein= bezw. nochmalige Impfung. Wenn es die letztere auch nicht direkt obligatorisch macht, so sucht es dieses Ziel doch insofern auf Umwegen zu erreichen, als es die Aufnahme in Schulen, Fabriken, Werkstätten, staatliche Institute aller Art, Wohlthätigkeitsanstalten 2c. vom Nachweise der vollzogenen Impfung bezw. Wiederimpfung abhängig macht. Man hofft nach Durchführung des neuen Gesetzes die Pockenerkrankungen, welche jenseits der Alpen zur Zeit noch weit häufiger auftreten, als im Interesse der Volksgesundheit statthaft erscheint, allmählich auf ein Minimum herabzudrücken. * Wie aus Bukarest gemeldet wird, hat Herr Catargiu bezüglich der Kabinettsbildung mit den Führern der Junimisten Fühlung genommen. Bisher haben jedoch seine Bemühungen, ein Kubinett zu Stunde zu bringen, zu keinem Ergebnisse geführt. Für den Fall, als die von Catargiu versuchte Kabinetsbildung scheitern sollte, ist es nicht ausgeschlossen, daß Carp mit der Kabinettsbildung betraut werden könnte. Doch läßt sich bei den mannigfachen, einander entgegenwirkenden Strömungen noch gar nichts Bestimmtes über den Ausgang der Krisis vorhersagen. Deutscher Reichstag. 137. Sitzung vom 10. Dezember. Das Haus ist stark besetzt, die Tribünen sind überfüllt. Am Bundesrathstische: Reichskanzler von Caprivi, Staatssekretär v. Bötticher, v. Maltzahn, v. Marschall, Dr. Bosse. Auf der Tagesordnung stehen die Handelsverträge mit Oesterreich=Ungarn. Italien und Belgien. Reichskanzler von Caprivi: Im Namen der verbündeten Regierungen habe ich die Ehre, dem hohen Hause die vollzogene Unterzeichnung der neuen Handelsverträge mitzutheilen und um die verfassungsmäßige Genehmigung zu ersuchen. Es gereicht mir zur Freude, die Mittheilung machen zu können, daß die vorliegenden drei Handelsverträge zur Stunde um den vierten, den mit der Schweiz abgeschlossenen Vertrag, vermehrt worden sind. (Bravo!) Ich will den Standpunkt der verbündeten Resierungen zu den vorliegenden Verträgen nun in kurzen darstellen. Die bestehenden Zölle haben, das ist unbestreitbar, der Industrie genutzt und ihre Entwicklung aber doch nur für gewisse Zeit; denn später der hochentwickelten Industrie vielfach errt, bört!) Um einer Zwangslage im eurospstem entgegen zu treten, entschlossen sich achbarn zu entscheidenden Maßnahmen in se, und diese haben natürlich auf uns zurücknach und nach durch diese Maßnahmen der Zügen darstel unbestreitbar, begünstigt, al ist der Absschwert.#### pe ischen Zol nun unsere ihrem Inten We er uund übrigen Staaten dahin gekommen, wir die für die Ernährung unseres Volkes erforderWaaren, sowie das Rohmaterial für unsere Inerhedlich theuerer bezahlen müssen und eine wirthschaftliche Unterdilanz von jährlich 800 Millionen Mark zu verzeichnen haben. Meine Herren, daß in dieser Beziehung inbedingt eine Aenderung eintreten mußte, liegt auf der Hand. Bei der Erörterung von Abhilfemitteln konnte es sich nicht um Befolgung doktri rer Theorieen von Freihandel und Schutzzoll handeln, vielmehr lag es auf der Hand, daß wir vor Allem praktischen Grundsätzen Rechnung tragen und für unsere Produkte neue Märkte und Absatzgebiete suchen mußten. Dieser Grundsatz ist übrigens auch während der Zeit der höheren Zölle stets befolgt worden, wenn er auch durch Schlagworte verdunkelt worden sein mag. Wir haben unseren Nachbarn nun Konzessionen machen müssen, aber obne dieselben war überhaupt nichts zu erreichen, und bei der Beurtheilung Dieser ganzen Vorlage darf nicht das Interesse maßgebend, sondern muß die Vaterlandsliebe der eatscheidende Faktor sein. Wenn uns Vorwürfe gemacht werden, daß wir die Interessen der Landwirthschaft außer Acht lassen, so ist das unrecht. Die verbündeten Regierungen werden nie vergessen, was sie der Landwirthschaft schuldig sind Was die Wirkung der neuen Verträge betrifft, so darfNiemand erwarten, daß dieselbe eine plötzliche sein wird. Eine Maschine, die 12 Jahre hindurch in ein und demselben Geleise gewesen ist, kann nicht so plötzlich in eine andere Gancart versetzt werden. Namentlich waren es Rücksichten auf die Landwirthschaft, welche die verbündeten Regierungen veranlaßten, von dem heutigen Zollsystem abzustehen. Sagen Sie selbst, was der Landwirthschaft ein völliger Niedergang der Judustrie hätte fcommen können? Finanziell wird allerdings ein Zollausfall für die Reichskasse in Betracht kommen, aber derselbe wird mit den wirthschaftlichen Vortheilen nicht zu vergleichen sein, die aus den Verträgen erwachsen. Man hat nun auch von der Haltung gesprochen, die wir den fremden Staaten gegenüber einzunehmen haben, mit welchen noch keine Verträge abgeschlossen sind. Was Rußland anbetrifft, so kann unter dem obwaltenden Nothstande, dessen Ende noch gar nicht abzuwarten ist, von neuen Vereinbarungen wohl kaum die Rede sein. Mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist ein Vertrag vereinbart, der sein, daß die verbündeten Regierungen Alles gethan haben, um den hier in Betracht kommenden Interessen volle Rechnung zu tragen. Wir haben auch die Währungsfrage geprüft, aber es wird doch Niemand behaupten wollen, daß wir einseitig im Stande wären, unsere Währung zu ändern. Im Mindesten müßten wir im Einverständniß mit land vorgehen und dont hat man keine Neigung zu Landwirtd= solchen Schritten. Wir haben gerade für die Land schaft in den neuen Handelsverträgen gethan, was wir konnten. Noch eine einzige Mißernte hätte genügt, und die Getreidezölle wären auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Denken Ste auch daran. Wir mußten den gegenwärtigen Zeitpunkt zum Abschluß der Handelsverträge benutzen, wenn wir nicht wollen, daß die fremden Staaten immer höhere Zollmauern errichteten. Wo wären wir dann geblieben? Ich erkenne indessen gerne an, daß die deutsche Landwirthschaft auch heute noch des Schutzes bedürftig ist, und der soll ihr werden. Alle an die Schutzzölle geknüpften Hoffnungen haben sich zwar nicht erfüllt, aber immerhin haben die Zölle die Landwirthschaft vor einer Krisis bewahrt und uns damit vor allen mit einer landwirthschaftlichen Krisis verbundenen Folgen bebütet. Ein Vergleich unserer landwirthschaftlichen Verhältnisse mit denen Englands, welcher beliebt wird, ist nicht zutreffend, denn den englischen Verhältnissen gegenüber sind unsere Großgrundbesitzer eigentlich nur kleine Leute, die sich mühsam durchschlagen müssen.(Heiterkeit.) Eine Krisis in unserer Landwirthschaft wäre mithin von den verhängnißvollsten Folgen begleitet gewesen. Es ist aber doch ein ungünstiges Verhältniß, daß unsere heimische deutsche Landwirthschaft unseren Bedarf an Brodkorn nicht ganz deckt. Und doch wird gerade für einen künftigen Krieg die Frage der Ernährung der Armee von ausschlaggebender Bedeutung sein. Es ist nicht richtig, zu sagen, daß die Großgrundbesitzer heute Opfer bringen müssen. Im Gegentheil, der Staat bringt Opfer für die Landwirchschaft, die, das gebe ich zu, allerdings nöthig waren. Der Kornzoll von 5 Mark war eine Kraftprobe, aber der Staat hat diese Kraftprobe nicht bestanden, und deshalb müssen wir davon wieder abgehen.(Hört! hört!) In den Festsetzungen der Weinzölle beabsichtigen wir, dem italienischen Weine ein Schlachtfeld gegen den französischen Wein auf deutschem Boden zu geben(Bewegung). Italien steht uns nahe und wir können darauf gern Rücksicht nehmen. Ich komme nun auf die Industrie zu sprechen. Die deutsche Industrie, die sich heute als maschinelle Massenproduktion darstellt, hat schon eine massenhafte Ausfuhr, aber leider, und da sitzt der Haken, nur von geringem Werthe. Diese industrielle Produktion ist auch heute noch im Steigen und bedarf des Schutzes. Während der Landwirthschaft der Schutz nur bis zu einem gewissen Grade nützt, kommt er der Industrie im wettereu Umfange zu statten. Handel und Industrie bilden nun einmal die Grundlagen unseres Reichthums, und wir müssen darauf Rücksicht nehmen, auch im Interesse der sozialen Verhältnisse. Mit günstigeren Produktionsbedingungen für die Industrie werden auch günstigere Bedingungen für die Arbeiter geschaffen, auf deren Wohlergehen die Regierung den größten Werth legt. Ich hege immer noch die Ueberzeugung, daß sich die Arbeiter uns einmal wieder nähern werden und stehe in dieser Beziehung völlig auf dem Boden der Ansichten des Abg. Stöcker, der einmal sagte, man muß den Arbeitern nicht bloß entgegentreten, man muß ibnen auch entgegenkommen. Die vorliegenden Verträge selbst werden erst tiefer in die Herzen der Bevölkerung indringen müssen, wenn sie zur vollen Wirkung sich entwickeln sollen. Denn ebenso, wie heute keine Bündnisse von Kabinet zu Kabinet einen Einfluß für den Fall eines Krieges haben, so kann ein Vertrag seinen Einfluß erst ausüben, wenn er in die Herzen des Volkes übergegangen ist. Noch einer Zeitungsmeldung sollten sich die Antisemiten nach Wien gewendet haben, um dort Stimmung gegen die Handelsvecträge zu machen. Wenn das wahr wäre. so wäre es tief bedauerlich, wenn es Leute gabe, die bei Slawen und Czechen hausieren gehen, um Stimmung en die Absichten der heimischen Regierung zu machen. ist sehr leicht möglich, daß mit Waffen. sondern mit Waff kün und aftigen Kriege nicht Tarifpositionen genteresse der europätaneinander zu auszusaugen. kämpft wird. Im Selbsterhaltung schen Staaten aber liegt es, sich anzuschließen, als sich gegenseitig In diesem Sinne sind die Hande Werden dieselben abgele ken, bis zu welchem Grade der Nothstand die den nächsten zehn Jahren im deutschen Reiche wachsen wird. Die Annahme der Verträge wird aber dazu bettragen, Deutsch lands Weltstellung zu erhalten und deshalb bitte ich um Ihre Zustimmung.(Bravo!, Abg. Reichensperger(Ctr.): Der Herr Reichskanzler befindet sich in der That in Uebereinstimmung mit der öffentlichen Meinung, wenn er für die vorliegenden Handelsverträge eintritt, deren möglichst einstimmüge Annahme auch wir wünschen. Abg. Graf Kanitz(k in der Welt, und auch aller Loppreisungen derselben..ngrrr sich die Reichsregierung auf eine lange Reihe von Jahren des Rechtes, die Zollsätze den vorhandenen Bedürfnissen Deutschlands anzupassen und nach eigener Entschließung festzusetzen. Und dieses Recht war sehr werthvoll. Es ist auch bedauerlich, daß sich die Reichsregierung zu einem Bruch mit dem bisherigen System des Schutzes der nationalen Arbeit hat hinreißen lassen. Wenn von den landwirthschaftlichen Zöllen irgend etwas abbröckelt, werden sich auch die industriellen nicht mehr halten lassen, das scheint für uns doch zweifellos. Es ist heute von dem einseitigen Druck der landwirthschaftlichen Zölle die Rede, doch ist ganz vergessen, daß die Lundwirthschaft auch die Industriezölle mit getragen hat. Die gegenwärtigen Getreidezölle sind nicht schuld an den hohen Getreidepreisen; man hätte ja auch die Zölle herabsetzen können während der Zeit der Theuerung, und es würde keine Schwierigkeit vorgelegen haben, sie später wieder zu erhöhen. Warum haben denn die verbündeten Regierungen früher der Zollsuspension nicht zugestimmt? Wir sind heute noch damit einverstanden, daß die Zölle für ein oder zwei Jahre aufgehoben werden, die Landwirthschaft wird auch damit einverstanden sein und dies aushalten, während die Verträge ihr Schaden bringen. Der Zweck der vorliegenden Verträge ist für mich, unsere Bundesgenossen finanziell zu kräftigen; ich fürchte aber, daß hierdurch die Sympathieen für das Bündniß in Deutschland nicht zunehmen werden. Es ist auch wichtig, daß nunmehr Klarheit darüber geschaffen ist, daß die Getreidezoll=Ermäßigung auch den Vereinigten Staaten von Nord=Amerika zu Gute kommen wird. Darin hat man *„„*#acht. Weiter t beKulen, so dus ei Smfagt— Dei und Lanada, diesen hervorragenden Getreideländern, ebenfalls zum giedrigeren Tarif erfolgen kann. Damit spitzt sich rtrag besonders gegen Rußland zu. Billiger wird das Getreide durch die Zollberabsetzung doch nicht werden, aber die Landwirthschaft wird den Schaden tragen müssen. Entweder braucht die Landwirthschaft diese Zölle, dann lassen Sie sie unberührt, oder sie braucht sie nicht und dann fort damit. Aber die Landwirthschaft steht der Industrie gegenüber längst im Nachtbeil, und ich bedauere nur, daß freihändlerische Räthe bei dem Vertragsabschluß mitgewirkt haben, sonst wäre es wohl anders gekommen. Ich für meine Person werde diese Verträge auf das Entschiedenste bekämpfen und habe dabei das Bewußtsein, daß ich in diesern Kampfe nicht allein stehe.(Beifall und Zischen.) Reichskanzler v. Caprivi: Den gegen meine Beamten vom Vorredner erhobenen Vorwurf muß ich ganz bestimmt zurückweisen. Die betreffenden Beamten haben schon lange unter dem Fürsten Bismarck gearbeitet und Niemand hat das Recht, ihnen den Vorwurf der Freihändlerei zu machen.(Beifall.) Hierauf vertagt das Haus die Weiterberathung der orlage auf Vorlage auf Freitag 1 Uhr. Der Kaiser konferirte heute Vord arbeitete sodann mit Nachmittags trat der Berlin, 10. Dez. Der Kaiser mittag mit dem Kriegsminister und dem Chef des Militärkabinets. Monarch einen kurzen Jagdausflug nach Neugattersleben an, von welchem die Rückkehr morgen Abend stattfindet. a Berlin, 10. Dez. Die Angaben über die Reise Kaiser Wilhelms nach Bukarest sind durchaus als verfrüht zu bezeichnen. Falls überhaupt im nächsten Jahre ein Besuch des Kaisers in der rumänischen Hauptstadt erfolgen sollte, so sind keineswegs bereits bestimmte Abmachungen darüber getroffen, wie denn auch der Besuch lediglich einen verwandtschaftlichen, privaten Charakter tragen dürfte. Letzteres geht schon aus dem Umstande hervor, daß eine Einladung von Bukarest aus auf diplomatischem Wege nicht nach Beilin gelangt ist. — Ueber die neuen Lehrpläne für die höheren Unterrichtsanstalten in Preußen wird der„Schles. Ztg. aus Berlin geschrieben:„Daß der Siebener=Ausschuß noch einmal mit der Frage befaßt werden wird, über welche derselbe bereits s. Z. befunden hat, ist gänzlich ausgeschlossen. Dem preußischen Landtage wird eine die Lehrpläne betreffende Denkschrift zugehen. Eine weitere 3 22 rene. Roman von Hedwig Erlin. Nachdruck verboten. Auch an den Vater appellicte Asta vergebens. Wenn auch sein Herz wirklich nicht allzu schwer zu der Verbindung Asta's mit Walther ja sagte, so übten doch seine Frau und Hans eine größere Macht auf ihn aus, als wie er sich selbst bewußt war. Endlich gelang es Frau Seltburg, Asta's Gesinnung ihrem Manne als Leichtsinn, Unüberlegenheit, Charakterlosigkeit hinzustellen, so daß er ernstlich böse auf seine Tochter wurde. Ohne sich zu regen, stand Asta da, mit gefalteten Händen, die Augen gesenkt; nur fühlte sie, wie es ihr kälter und kälter wurde und in ihrem Innern stöhnte es sehnend auf nach Thränen. „Lieber gebst Du mir in ein Kloster," rief ihre Mutter außer sich,„als daß ich Dich diesem Menschen gebe:— In Asta begann es jetzt langsam zu wühlen und zu kochen, ihre Wangen fingen an zu brennen, sie wußte es lange konnte sie nicht mehr schweigen. Da fragte der Vater endlich, sich erhebend, was nun ihr Entschluß sei. „Ihr könnt mich zwingen, Walter Grajert zu entsagen, aber Ihr könnt mich nicht zwingen, meine Liebe, mein Herz, mein ganzes Leben von dem Gedanken an ihn loszureißen, Ihr könnt mir Walther wohl nehmen, aber Ihr könnt ihn mir nicht tödten! Euch muß ich gehorchen und ihm verschreibe ich dafür meine Seele und meine Liebe.“ Asta hatte begeistert gesprochen, und ihre schönen, blauen Augen strahlten in edlem Feuer. „So werden wir Dich in eine Pension schicken, wo man lernt—“ „Das werden wir nicht thun," unterbrach Seltburg seine Frau und nahm begütigend Asta's Kopf zwischen seine Hände:„mein Töchterchen wird auch ohnedem folgsam sein, nicht wahr?“ Da brach der Sturm los in Asta's Innern. „Ja“ rief sie in stolzem, selbstbewußten Tone,„ich werde Euch gehorchen, aber hetrathen werde ich, sch Inanspruchnahme— in Anspruch genommen. Die Leh der Landesvertretung ist jedoch nicht W läne sollen vom nächsten 2 rpläne haben. Das Sekundaexamen soll zum 1893 abgehalten werden.“ hat Professor Schween Nachr." Ostern an Gelt ersten Male zue ninger dem Fürsten Bismarch. verhandlungen dringend für hetzt alperat Soldau wird gemelht: Höhere russische Offiziere beweisen verschiedene nahe der preußischen Grenze gelegenen Ortschaften, zwecks Einrichtung von Garnisonen. — Von Seiten einer großen Anzahl von Handelskammern wird, wie der„Confektionär“ mittheilt, eine Handel und Gewerbe, Einkommensteuergesetz hingewiesen wird. Geheimhaltung rieben ist, ist aus der Während nämder abzugebenden lich die ftrengs Steuererklärung vorgeschrieben..— der Wähler= und Steuerlisten, namentlich der Kommunalsteuerlisten, die in vielen preußischen Städten vorgeschrieben ist, auf die Einkommensteuer und von dieser auf das Einkommen selbst zu schließen. Ein solcher genauer Einblick in die wirthschaftlichen Verhältnisse der Handel= und Gewerbetreibenden ist geeignet, letztere in ihren Creditbeziehungen zu schädigen. Man wünscht einen Ausgleich ziehungen zu schädigen. Man wunscht einen Ausgleich dieses Widerspruchs durch eine Interimsverfügung, bis der preußische Landtag sich mit der Angelegenheit beschäftigen kann. 8 Berlin, 10. Dez. Es ist zutreffend, daß das neue Metall Aluminium probeweise für einige Ausrüstungsgegenstände der Armee, und zwar zunächst für Feldflaschen mit Trinkbecher Verwendung finden wird. Inzwischen erwartet man, daß weitere Fortschritte in der Zusammensetzung und Fabrikation des Aluminium, welches z. 8. noch große Schwächen aufweist, eine vielseitigere Verwendung dieses besonders durch sein leichtes Gewicht in die Erscheinung tretenden Metalls ermöglichen werden. — Die Vorberathungen über ein Chekgesetz schreiten, wie verlautet, rasch vorwärts. Dasselbe wird noch in der laufenden Session des Reichstages diesem zur Berathung zugehen. — Zunächst mit Spanien, dann auch mit Portugal und Serbien wird nach dem offiziösen schweizerischen „Bund" Deutschland demnächst Verhandlungen über den Abschluß von Handelsverträgen anknüpfen, — Ein in Belgien verhafteter, über Hamburg nach Thorn transportirter Nihilist, ist in Thorn der russischen Behörde überliefert worden. Eine große Liste mit nihiliftischen Schriften, die bei seiner Verhaftung vorgesunden war, wurde ebenfalls den russischen Behörden übergeben. — Die Abgg. Freiherr von Stauffenberg(freis.) und Siegle(natlib) bringen, unterstützt von Centrumsmitglieder, eine Interpellation im Reichstage ein, welche den Schutz des deutschen Urheberrechts in den Vereinigten Staaten vdn Nordamerika betrifft. Friedrichsruh, 10. Dez. Fürst Bismarck ist heute Mittag zu mehrstündigem Aufenthalt nach Hamburg gereist. w Breslau, 10. Dez. Bei der heutigen Explosion von Grubengasen in der„Friedenhoffnungs=Grube“ bei Hermsdorf wurden, soweit bis jetzt ermittelt, 10 Bergleute getödtet. Däuemark. ac Kopenhagen. spen.„„„ stadt grassirt gegenwärtig die Influenza in außerordentIn der dänischen Haupt1 gegen lich heftiger Weise, heftig aber auch sonst im Lande tritt sie en waren bis Ende garizer heftig auf. In Kopenhagen waren bis Ende vor Woche an 4000 Fälle zur Anzeige gelangt, und da Aerzte annehmen, daß nur die Hälfte der Influe InfluenzaKrankheitsfälle angezeigt werden, dürfte sich die Gesammtzahl wohl auf 8000 stellen. Sehr scharf tritt die Krankheit unter den Schulkindern auf: viele Gerichtssitzungen haben ausfallen müssen; beim königlichen Theater sind 25 Personen erkrankt. Kämpfen berichtet, wonach die ämpfe nie dergemetzelt worden London, 10. Dez. Dem„Reuterschen Bureau" wird ans Peking vom 9. Dezember gemeldet, der Plandes S·LHTET T PIEPTTT DDFATRSnA Fiillen, iden Malt fun Nne Techege...2 hen Stämmen des Nordens, verständzg. den Mongolischen S#mmen en krerinn Prr habe. Daher hätten die Aufständigen nach dem für die kaiserlichen Truppen siegreichen Gefechte durch die Flucht entkommen können.„„ London, 10. Dez. Die„Times“ neldet aus Singavore von gestern, aus Tienstein würden Einzelheiten über schwöre es, entweder ihn, oder niemand! Denn ich weiß, was Euch einzig und allein zurückhält, mir Euer Jawort zu geben, nicht daß Ihr irgend etwas an dem Charakter Walther's auszusetzen hättet, oder daß seine Person Euch Haß und Vorurtheil eingeimpft hätte, nein, nur weil sein Vater ein einfacher Mann ist.“ Asta hatte sehr aufgeregt gesprochen und dabei ganz vergessen, vor wem sie stand. Ueber ihre eigenen Worte erschreckend, hielt sie inne und sah nach ihren Eltern.— Die Mutter war leichendlaß vor Zorn geworden, und Seltburg wies schweigend, mit finsterer Miene nach der Thür. Asta hatte noch Schlimmeres erwartet. In ihrem eigenen Zimmer angekommen, weinte sie dann, als wollte ihr das Herz brechen. Wie unglücklich fühlte sie sich doch! „Ach, könnte ich sterben,“ stöhnte sie auf, um nicht mehr denken und fühlen zu müssen!" die jüngst stattgehabten Aufständigen völlig wären. Mehrere Christen seien in der Nähe von Pakussire von Banditen und dem Pöbel getödtet worden. Der Kommandant des Platzes, welcher unter dem Verdachte der Mitschuld an dieser That steht, habe sich selbst das Leben genommen. Auch mehrere städtische Beamte seien in die Angelegenheit verwickelt. Der englische Missionar Parker sei aus Chao=Yang verschwunden. London, 10. Dez.„Reuter's Bureau“ meldet aus Rio de Janeiro, bei einem gestern bei Camppos im Staate Rio de Janeiro erfolgten Zusammenstoß der einander feindlich gegenüber stehenden Parteien seien mehrere Personen getödtet und eine größere Anzahl verwundet worden. Italien. Rom, 10. Dez. Der„Agenzia Stefani" wird aus Massauah gemeldet, General Gandolfi werde zum 16. d. M. daselbst erwartet. Es sei demselben gelungen, mit den Häuptlingen von Tigre vollkommen zufriedenstellende Handelsbeziehungen anzuknüpfen und freundnachbarliche Vereinbarungen zu treffen. Athen, 10. Dez. Nach dem gestern Abend veröffentlichten Bulletin verbrachte der König den Tag ruhig, der Puls war fast normal; im Uebrigen war der Zustand unverändert. Amerika. New=York, 10. Dez. Nach weiteren aus Louisville über die Feuersbrunst eingegangenen Meldungen befanden sich in einer brennenden Fabrik von Feuerwerkskörpern im vierten Stockwerke 40 Mädchen, 5 davon kamen in den Flammen um, die übrigen retteten sich durch einen Sprung aus den Fenstern, wobei sie Gliederbrüche erlitten. In Sachen der Westfälischen Volkszeitung. Bochum, 9. Dezember. Heute Abend fand in der Tonhalle eine Versammlung von einigen hundert Personen statt, die zusammen gekommen waren, um über Mittel und Wege zu berathen, wie dem unheilvollen Treiben der Westfälischen Volkszeitung in wirksamer Weise entgegen getreten werden könne. Die Anwesenden vertraten die verschiedensten Stände, Konfessionen und politischen Parteien. Herr Dr. med. Gerstein eröffnete die Berathungen mit etwa folgenden Worten:„Meine Herren! Schon seit längerer Zeit hat eine tiefgehende Beunruhigung unsere Bürger schaft ergriffen. ablässi Von einer gewissen Seite ist man unmmüht, die Ehre und Lebensstellung achtungsvollsten Folgen gewesen, und sind unsere Verhältnisse in den Augen von ganz Deutschland, ja von der ganzen Welt, sowei: letztere in kommerzieller Beziehung zur biesigen Gegend steht, in unverantwortlicher Weise herabgewürdigt. Solchem unheimlichen Treiben muß Einhalt geboten werden. Wir können nicht warten auf den Richterspruch, da sich die Entscheidung möglicher Weise noch längere Zeit binziehen kann. Bis dahin kann aber viel neues Unheil angerichtet und unserer Industrie ein nicht zu übersehender Schaden zugefügt werden. Fur uns muß darum der Wahlspruch gelten:„Hilf dir selber, so hilft oir Gott!“ und sind wir heute zusammen gekommen, um zu berathen, welche Schritte wir thun wollen."(Lebeifall.) hafter Beifall.) Herr Rechtsanwult Hünnebeck schlägt Herrn Dr. Gerstein als Vorsitzenden vor, weil man Werth darauf legen müsse, das Amt einem Unpartetischen anzuvertrauen, und ein solcher in der Person des Vorgeschlagenen gefunden sei. (Allseitige Zustimmung.) Herr Dr. Gerstein nimmt die Wahl an.„In meinem früheren Wirkungskreise gab es auch Kämpfe, politische und solche anderer Art, oft wurden dieselben auch recht scharf geführt und die Geister platzten oft hart aufeinander. Aber nie haben diese Kämpfe eine so widerwärtige Gestalt angenommen wie hier in Bochum, nie ist es vorgekommen, daß das Persönliche in so häßlicher Weise mit hineingezogen worden ist, wie das an hiesigem Orte von einer gewissen Seite zu geschehen pflegt.(Sehr wahr!) Man tritt nunmehr in die Diskussion ein und sprechen sich sämmtliche Redner einmüthig für die Anberaumung einer solchen Volksversammlung aus und erklärten sich denn auch die Anwesenden mit Einstimmigkeit für dieselbe. Ferner wird beschlossen, daß die geplante Versammlung schon übermorgen, also Freitog Abend, in der Tonhalle stattfinden und um 8½ Uhr ihren Anfang nehmen soll. Zu demselben wird man durch einen AufPapier seinen bebenden Händen. Düster blickte er vor sich hin. „Dacht' ich mir's doch“, murmelte er und nagte erregt an seinen Lippen,„ich wußte es ja, daß man mir Asta gutwillig niemals geben wird. Mein armes Lieb, was hast Du Alles um mich zu leiden, o, wäre ich Dir nie begegnet.“ Walther barg aufstöhnend seinen Kopf in beide Hände. Da trat leise Frau Grajert in den Laden. Als sie Walther so verzweifelt sah, fuhr sie erstaunt und erschreckt zusammen, doch da bemerkte sie den Brief am Boden liegen. Ahnungsvoll hob sie ihn auf und las ihn. Walther wehrte ihr nicht; ihm war im Augenblick alles gleichgültig. Als Frau Grajert endlich das Schreiben gelesen hatte, faltete sie es sorgfältig zusammen, dabei nickte sie bedächtig mit dem Kopf, und mitleidig auf ihren Sohn blickend, sagte sie endlich: Ihr war es, als sei die ganze Welt um sie her nichts als ein todter, kalter Winter, in dem sie nichts als einziges fühlendes Wesen vergedens nach der erwärmenden Sonne schmachtete, in dem sie einen bangen, schweren Traum träumte; nicht die heißesten Thränen konnten den Eiseshauch erwärmen, der sie erbeben, erschauer ließ. Plötzlich verstand sie auch jene Unglücklichen, die in einem solchen Momente, wo die zarten Saiten der Seele vom Leide allzu straff gespannt werden, dieselben in frevelnder Verzweiflung selbst zerreißen, weil sie die Hoffnung auf den Metster verloren haben, der sie wieder stimmen kann. Endlich sammelte sich Asta etwas. Der Gedanke an Walther gab ihr neue Kraft, neue Energie. Er mußte zuerst Alles wissen. Darum griff sie zur Feder und versuchte ihr ganzes Herz in leidenschaftlichen Worten dem Papiere anzuvertrauen. Walther, der gerade im Laden fland und eifrigst verkaufte, nahm mit zitternden Händen den ersehnten Brief aus der Hand des Boten. Er ahnte und wußte ja, was das Schreiben enthielt. Eilig riß er das zierliche Couvert ab und entfaltete den duftenden, flüchtig geschriebenen Brief, dann kas er mit stockenden Pulsen und glühenden Wangen die Zeilen, von denen so viel abhing. Walther wurde blaß, endlich entfiel das inhaltschwere „Habe ich Dir's nicht immer gesagt, Waltherken, aber Du hörtest nie auf das, was Dir Deine alte Mutter sagte, ja ja, die Jugend, die will immer mit' Kopp vorneweg. Das konntest Du Dir an zehn Fingern abzählen, daß die vornehmthuerische Gesellschaft da drüben Dir das Mädchen nicht geben würde. Solltest viel zu stolz dazu sein, Dir von denen'nen Stuhl vor die Thüre setzen zu lassen. Du bist ein ehrlicher, braver Mensch und Du brauchst denen ihr Geld nicht, denn Du kannst arbeiten.“ Walther hatte sich bei den letzten Worten seiner Mutter energisch aufgerichtet und sagte fest und bestimmt: „Nein, Mutter, die Würfel sind einmal gefallen, ein Zurück giebt es nicht mehr. Aber glaube mir, so lange ich eine Zunge zum Reden und ein Herz zum Fühlen habe, bleibt Asta mein, und weder ihre Eltern, noch irgend eine Macht außer ihrem eigenen Willen sollen sie mit entreißen!“—— ruf eingeladen. Dem Aufruf hat man folgende Fassung gegeben:. „Mitbürger! Dem bürgerlichen Leben in unserer Stadt Boch: droht eine ernste Gefahr. Seit langem ist man vor der Westfälischen Volkszeitung her bemüht, den soziale Frieden zwischen den einzelnen Ständen und Klassen der Bevölkerung zu untergraben und die Ehre ehrenwerther um unsere Stadt hochverdienter Männer in den Staub zu ziehen. In der letzten Zeit hat die frevelhafte Verhetzung einen unglaublichen Grad erreicht. Hier muß Abhilfe geschaffen werden, soll nicht der gute Ruf unserer Stadt Bochum, die Wohlfahrt unserer Bürgerschaft, die gedeihliche Entwickelung unserer heimischen Industrie, die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs, der Friede zwischen den einzelnen Ständen, die Achtung vor aller Autorität empfindlichen. nimmer zu ersetzenden Schaden leiden. Von dieser Ueberzeugung dürchdrungen, rufen wir alle unsere Mitbürger ohne Unterschied des Standes, des Glaubens und der politischen Ueberzeugung zu energischer Abwehr auf und laden Sie zunächst zu einer allgemeinen Versammlung auf Freitag, den 11. d. Mts., Abends 8½ in der Tonhalle ein, in Uhr in der Tonhalle ein, in welcher über geeignete Mittel und Weu zur Abhilfe berathen werden soll.“ Unzweifelhaft wird diesem Aufrufe in weitgehendste Weise Folge gegeben werden, und dürfte sich die Versammlung zu einer wahrhaft großartigen Kundgebun, gestalten. Nachdem noch sämmtliche Anwesende den Aufruf unterzeichnet hatten, und ein Ausschuß zur Führung der Geschäfte gewählt worden war, wurde die Versammlung geschlossen. Westfalen und Rheinland. ferdebaon.) Wie wir Kontrakt mit Herrn Hamdiesem Anlaß fährt die X Hagen, 11. Dez.( vernehmen, wurde heute der macher unterzeichnet. Aus Pferdebahn heute geflaggt. Hagen, 10. Dez.(Theater.) Ueber Fräulein Franziska Krause, die Hauptkraft des Hermann'schen Ens, das am nächsten Sonntag in Feilhauers Kaisersaal hier gastiren wird, schreibt der Petersburger Herold: Mit Vergnügen können wir verzeichnen, daß der gestrige Benefizabend unserer beliebten Soubrette, Fräulein Franziska Krause, an dem die Gesangposse von Manstädt„Der Walzerkönig“ vor ausverkauftem Hause zur Aufführung gelangte, einen vollen Erfolg bedeutete und die geehrte Benefizianten mit berechtigtem Stolz auf ihren Eyrenabend zurückblicken kann. Bei ihrem Erscheinen auf der Bühne mit stürmischem Applaus vom Publikum begrüß wurde Frl. Krause im wahren Sinne des Wortes m den herrlichsten Blumenspenden und vielen werthvollen Geschenken überschüttet, ein Beweis, daß die belieb Künstlerin sich die Gunst des Peterburger Publikum durch ihre Leistungen und ihre Liebenswürdigkeit in hohe Maße errungen. Zu Thränen gerührt, dankte Fräulein Krause für die bewiesene Anerkennung, worauf sie au lebhaftem Wunsch des Publikums durch einen Tusch geehrt wurde. Die geehrte Benefiziantin trat in der Rolle der Damenschneiderin Pauline Pünktlich auf und exrang sich durch ihr durchdachtes Spiel, ihren Gesang und beders im vierten Act durch die vorzüglich wiedergegebei scenische Einlage(„Maria Stuart“,„Lenore" und einer heiteren Scene) den wohlverdienten Beifall. □ Hagen, 11. Dez.(Concert.) Auf das heute Abend im Feilhauex'schen Kaisersaal stattfindende 3. Abonnements=Sinfonie=Concert der Küttner'schen Kapelle machen wir hiermit aufmerksam. Milspe, 9. Dez.(Falsches Geld.) Gestern wurde hier ein falsches Einmarkstück angehalten und an die zuständige Stelle abgeliefert. Das Falsifikat war an der hellen Farbe, dem fetten Glanze und der schlechten. Prägung leicht erkennbar. 8 Gevelsberg, 10. Dez.(Brotpreise.) Seit einigen Tagen ist das Brod auch wieder im Preise gestiegen. So kostet beispielsweise das 10pfündige Schwarz= brod bei einigen Bäckern 1,20 M., 1.25 und 1.30 Mark. Lüdenscheid, 9. Dez.(Diphtheritis.) Noch immer fordert die Tiphtheritis, diese mörderische Kinderkrankheit, in hiesiger Stadt ihr Opfer. So sind einer hiesigen Femilie durch dieselbe innerhalb 6 Tage 3 Kinder entrissen worden. Vor 6 Tagen starb derselben ein Kind an dieser Krankheit im Alter von 3 Jahren. 6 Tage später raffie die heimtückische Krankheit der Familie noch 2 Kinder hinweg, ein Mädchen von 8 Jahren und ein Mädchen von 5 Jahren. Außerdem liegen noch 2 Kinder dieser Familie an der Diphtheritis darnieder. Die Theilnahme für diese schwer geprüfte Familie ist in der ganzen Stadt eine allgemeine. n Crengeldanz, 10. Dezember.(Ueberfahren.) Auf dem Babnübergange der von Witten na führenden Berg.=Märkischen Wilhelm=Stiftes, n ein der hiesigen Bi fahren. Der Knecht das Geleise gefahren, so daß der Wagen Trotz seiner Bem die Schranke zu hel eidlich blieb. Zum erde unversehrt, de nert. Wem die Sch eiben ist, wird die ei Dortmund, 10. Dez Mittwoch Mittag me va 40 Jahre alter der Angabe, er sei g von Monfort auf gesalbt und der letzt von seinem Stamm er zurück und finde Gerechtigkeit haben,d i=Commissar von Di ler mit einem Irrsini einer Anstalt entsprut königshardt, 8. D nier.) einem auf der rechen, bat Herr X. anken Y., um ihn Dag, 9.“ sagte aber jetzt schön Wie der wegen sein n konnte.„Un ick ön an de Erde kr 9. so recht Nichts ick bew et immer se in Solospieler!“ ariter, baldige Besse Münster, 9. Dezb ### vor einiger Zeit er einen gefälschten 2 die Polizei einen gute nicht nur wegen eine Veigehen vor dem C m, sondern auch das: Fahne als Deserteur Selm, 9. Dezbr. echtes Jagdst en. Einige Bauern! der Weide, als plötzl gung kund chot. unter dem Füre ifeltsten Anstreng rasende Thier leß bis der Hase, von und von den Kinde tten, 9 Dez.(Bl stach sich hiere' . Die winzige W und Arm furcht! konstatirte Blutverg Frau mit dem Leben Paderborn, 9. Dez. ) verurtheilte in sei Arthur Reischel ten Sittlichkeitsver czeinder. fErvrrsautem r von Witten nach Langendreer Eisenbahn, k.i der Nähe des Berning hatte gerade die letzte Hand an eine äußerst schwierige wissenschaftliche Arbeit gelegt, und seine edlen, ernsten Züge zeigten einen Ausdruck der Befriedigung. der Ruhe. Während er Feder und Tinte beiseite stellte und mehrere Bücher hinweg räumte, kam ihm der Gedanke, sich nach gethauer Arbeit auch einmal im Kreise anderer Menschen zu erholen. Er beschloß daher nach Barmen, 10. Dez. alte Sohn eines bei seinen Eltern en aus Elberfeld obte sich am Sonnta lenden Sattler, ein le sich desselbe heim aus schrieb der! f. worin er jenem zu sehen bekommer Hotel angeben war. legen waren, so übe der größeren ev. kurzem Ueberlegen ein wenig zu Seltburgs hinunter zu gehen. Freilich, lange Zeit hatte er denen schon keinen Besuch mehr gemacht, es war, als hielt ihn immer ein unbestimmtes Etwas von dort zurück. Doch daran war auch wohl sehr viel die diistere Stimmung schuld, die sich seiner in letzter Zeit bemächtigt hatte. Heute wollte er aber einmal wieder versuchen, so zu sein, wie die andern Menschen, sich mit ihnen freuen und Alles beiseite lassen, was an den Staub des Studierzimmers erinnern konnte Nachdem Berning also noch einen schnellen Blick in di Spiegel geworfen hatte, der über dem Sopha hing, begal er sich hinunter zu Seltburgs. Da er dort durchat nicht wie ein fremder Besuch behandelt wurde, sondern wie ein Freund und Hausgenosse, so hielt er es ar nicht für nöthig, sich erst anmelden zu lassen. Als sein zweimaliges Klopfen an die Thür des Wohnzimmers, nicht geantwortet wurde, trat Berning ein, in der Menung, das Zimmer sei leer. Er täuschte sich auch mitt in seiner Annahme. Auf dem Tische lagen mehrere interessante Bücher, Berning beschloß, sich mit ihnen ein weilen die Zeit zu vertreiben. Nach Verlauf von etwa zehn Minuten ließ sich hin der Portiere im Nedenzimmer ein leichter Schritt höre Die Portiere wurden geöffnet, und es zeigte sich Thürrahmen die graziöse, schöne Gestalt Irenens, die anschmiegenden Falten eines schwarzen Tuch vortheilhaft hervortreten ließen. Mit einem leichten sammenzucken hatte Berning Irene wahrgenommen, zog eine flüchtige Röthe über sein Antlitz. Es war die dort stand, und doch war sie es nicht. Wie bl wie verändert schien ihr liebes, süßes Gesicht, wie blickten die schönen Augen, welche Müdigkeit, welc Kummer, welche in Thränen durchwachten Nächte hat hre Spuren in die edlen Züge gegcaben Irene trat erschrocken einen Schritt zurück, als Berning bemerkte, er aber kam ihr dennoch näher begrüßte sie freundschaftlichst mit den höflichsten Nun konnte sie nicht anders, als ihm Gesellschaft bis irgend Jemand von Seltburg's sie von dieser erlöste. (Fortsetzung folgt.) onntag, den 13. De In der Johannis rgens 9½ Uhr: Bei kastor Krüger. gens 10 Uhr: Hal noidat Giovani! 6 Uhr, Predigt astor Graeber. bergottesdienst: N hr. fspred. Nieman In der Lutherki rgeas 10 Uhr: Prei astor zur Nieden ertigung der Taufst. Krüger. Littwoch den 16. übends 8 Uhr rauen=Missionsverei hause. lfspred. Nieman der evangelisch=r Kirche. Sonntag, den 13. T 10 Uhr: Ha g. Bey Aug. her. 4 Actien=Gesellse elle Annsucen=E. Köln(Rhe letungete tut der Brauc ge. Kostenvo kath in Inse legenheiten stetkostenfrei. ten in Hag Fr. Hammer. , Harmt pleis., Thei ant. Frco.-Pro Igt. Preisl. u. en z. Diensten Heffmann 20. Berlls 8 Saue hochsein Holl e 9.50, ½ er Salzgurse #. ½ Ohm an folgende Fassung serer Stadt Bocht langem ist man vo bemüht, den sozialen ständen und Klassen und die Ehre ehrenerdienter Männer in letzten Zeit hat diese laudlichen Grad ern werden, soll nicht chum, die Wohlfahrt Entwickelung unserer seit des öffentlichen einzelnen Ständen. opfindlichen. nimmer Von dieser Ueberr alle unsere Mitndes, des Glaubens uenergischer Abwehr ier allgemeinen Ver). Mts., Abends 8½ selcher über geeignete then werden sol ufe in weitgehendste dürfte sich die Verartigen Kundgehung Anwesende den Aufisschuß zur Führung irde die Versammlung hn Jehovah 14 Jahre jetzt einland. ebahn.) Wie wir ikt mit Herrn HamAnlaß fährt die r.) 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Die Theilnahne in der ganzen Stadt (Ueberfahren.) itten nach Langendreer , t i d e r N ä Wilhelm=Stiftes, wurde gestern Abend gegen 7 ein der hiesigen Brauerei gehörender Bierwagen fahren. Der Knecht war mit seinem Gefährt eben as Geleise gefahren, als die Bahnschranke geschlossen so daß der Wagen weder vorwärts noch rückwärts Trotz seiner Bemühungen gelang es dem Knecht die Schranke zu heben, so daß der Zusammenstoß meidlich blieb. Zum Glück blieben der Knecht und ferde unversehrt, der Wagen dagegen wurde zermert. Wem die Schuld an dem Unglücksfalle zureiben ist, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. Dortmund, 10. Dez.(Herzog von Montfort). Mittag meldete sich auf dem Poli zeibüreau Mittag meldete sug—.—.— va 40 Jahre alter Mann von mittlerer der Angabe, er sei der regierende Graf gg von Monfort auf Haus Camen, von gesalbt und der letzte seines Stammes. von seinem Stammschlosse entfernt gewesen ##er zurück und finde sein Schloß besetzt und wolle Gerechtigkeit haben, da er Erster Staatsanwalt und ei=Commissar von Dortmund sei. Offenbar hat man ir mit einem Irrsinnigen zu thun, welcher jedenfalls einer Anstalt entsprungen ist. königshardt, 8. Dez.(Eine eigenthümliche inter.) einem auf dem Todtenbette Liegenden Trost prechen, hat Herr X. Kommt er da eines Tages zu ranken Y., um ihn mal, wie er meinte, zu besäuken. n Dag, 9.,“ sagte X., goden Dac, Hospes. Hewt aber jetzt schön Wier"(Wetter), meinte X.„Jo, der wegen seiner Schwäche nicht viel mehr konnte.„Un ick sin so frouh, dat ick den Roggen hön an de Erde kriegt hew,“ fängt X. wieder an. h. so recht Nichts sagen konnte, so fuhr X. fort: ick hew et immer segt, an den Y. verliert wie enn n Solospieler!" Damit ging der barmherzige mriter, baldige Besserung wünschend. Münster, 9. Dezbr.(In dem Schwindler). wer vor einiger Zeit in Gronau dabei gefaßt wurde. er einen gefälschten Wechsel zu Gelde machen wollte, die Polizei einen guten Fang gemacht. Derselbe wird nicht nur wegen einer ganzen Reihe von Verbrechen Veigehen vor dem Civilstrafrichter zu verantworten rn. sondern auch das Militärgericht beschäftigen, da er Fahne als Deserteur treulos verlassen hat. Selm, 9. Dezbr.(Ein wunderbares, aber echtes Jagontuachen) ist von hier zu beren. Einige Bauernkinder beaussichtigten die Kühe der Weide, als plötzlich eins der Thiere ungewöhnliche egung kund that. Es stellte sich heraus, daß die Füß ein Häschen festhielt, welches die ingen machte, sich zu befreien. er leß nicht eher von seinem Opfer ab, von den Hörnern durchbohrt, liegen ind von den Kindern mitgenommen wurde. itten, 9 Dez.(Blutvergiftung.) Vor einigen stach sich hier eine Frau mit einer Nadel in den Die winzige Wunde fand erst Beachtung, als und Arm furchtbar angeschwollen waren. Der konstatirte Blutvergiftung, und es ist zweifelhaft, ob Frau mit dem Leben davonkommt. Vaderborn, 9. Dez.(Das hiesige Schwurgest) verurtheilte in seiner Schlußsitzung den MaschinenArthur Reischel von Aussig wegen Raubes und zten Sittlichkeitsverbrechens zu 7½ Jahren Zucht Barmen, 10. Dez.(Im Liebeswahn.) Der 16 alte Sohn eines hiesigen Kaufmanns hatte mit bei seinen Eltern in Diensten stehenden 24jährigen dchen aus Elberfeld eine Liebeständelei. Das Mädchen obte sich am Sonntag mit einem in der Nachbarschaft menden Sattler, einem Wittwer. Am Montag entne sich dasselbe heimlich mit dem jungen Manne. Von u aus schrieb der Letztere an den Bräutigam einen f. worin er jenem anzeigte, daß er seine Braut nicht r zu sehen bekommen werde. Da in dem Briefe auch Hotel angeben war, in welchem die Flüchtigen abF HAiesL hss(atsiau Tähe des unter de veifeltsten rasende bis der# und von dem Vater des unglücklichen jungen Mannes, der darauf sofort nach Köln reiste. Als das er Hotelzimmer betrat, das die beide inne hatten, feuerte der junge Mann zuerst einen Schuß aus einem Revolver auf das juuge Mädchen und dann einen zweiten auf sich selbst ab. Er selbst war sofort todt, das Mädchen jedoch nur leicht verletzt. Die Leiche des jungen Mannes traf gestern Abend hier ein. Das Mädchen ist ins Krankenhaus nach Elberfeld verbracht worden.(B. 8.) Barmen, 10. Dez.(Selbstmord.) Gestern Abend hat sich ein Tagelöhner in seiner Wohnung in der Leimbacherstraße durch einen Schuß aus einem Revolver getödtet. Der Unglückliche war verheirathet und Vater von 7 noch unversorgten Kindern. Nahrungssorgen sollen die Ursache des Selbstmordes gewesen sein. Düsseldorf, 9. Tez.(Pferdebahn.) In geheimer Sitzung wurde beschlossen, das Düsseldorfer Pferdebahn=Unternehmen einem Unternehmer Diepelskirch aus Koblenz zu übertragen. Es war dies der einzige Anbieter. * Bocholt, 8. Dez.(Obduction.) Gestern Vormittag fand im Leichenhause die Obduction der Samstag Abend von ihrem Manne erschossene Ehefrau Tinnefeld statt. Die Getödtete hat zwei Schüsse, einen in den Hals und einen in der rechten Brust, erhalten. Die That erscheiat immer mehr als die eines angetrunfenen und in diesem Zustande zum Aeußersten erregten Mannes. Köln, 9. Dez.(Eine große Diebesbande) wurde vor einigen Tagen theils in Mannheim, theils in der falz verhaftet. Wie sich herausgestellt hat, ist eine ganze Reibe geriebener und gefährlicher Verbrecher damit einstweilen unschädlich gemacht. Die Gesellschaft trieb ihr Unwesen, wie die„Köln. Ztg.“ berichtet, nicht nur in dem gesammten badischen Unterlande und der bayerischen Pfalz, sondern auch in Mainz, Bingen und der Rheinprovinz von Trier bis Koblenz und Köln. Den Mittelpunkt des Operationsfeldes der Bande bildete Mannheim; das Haupt war eine dort in H. 5. 5 wohnhafte Familie namen Maschur; die jedoch noch verschiedene Familiennamen. so Müller, Hoppstette u. s. w. führte. Für sämmtliche Namen hatte diese aus Mann Frau und Schwester der letzteren bestehende seine Familie die nothwendigen Ausweise. Eine äußerst gefährliche Person scheint die Frau Maschur zu sein. Sie hat einen ansehnlichen Theil ihres Lebens in Gefängnissen und Zuchthäusern verbracht und noch eine 21monatliche Gefängnißstrafe in Straßburg zu verbüßen. Frau Maschur hatte sich auf dem Bahnhofe in Landau, wo sie sich wegen verschiedener Diebstähle und Schwindeleien zu verantworten hatte, von dem Gendarm losgerissen und die Flucht ergriffen. Nach einiger Zeit entdeckte man sie in Neunktrchen im Elsaß. Als sie hier von einem Gendarm verhaftet werden sollte, sprang sie aus dem dritten Stock eines Hauses auf die Straße, ohne dabei irgent welchen Schaden zu nehmen. Trotz aller Nachforschungen konnte man seitdem keine Spur von ihr finden, bis sie jetzt endlich in Mannheim in die Hände der Polizei fiel. Saarlonis, 9. Dez. Entschädigung.) Für die auf dem Linslerhof von der Lungenseuche befallenen Kübe, deren Tödtung bekanntlich angeordnet worden ist, zahlt die Provinz dem Besitzer 106 400 M. Vieh=Werth. stand ver Allem den ihr gewordenen Aufträgen an Gewehrläufen und Theilen zu Geschossen, sie hat in letzterem Artikel auch jetzt noch einen großen Auftrag und wird weiter Aufträge in Kriegsmaterial ervalten. Das Werk ist beschäftigt wit einer größeren Anlage: Martinstahlwerk mit Gießerei, die mechanische Werkstatt ist mit einer großen Anzahl neuer Werkzeugmuschinen bereits ausgestattet und wird es, auch wenn die Aufträge an Kriegsmaterial aufhören, so ausgestattet sein, daß es in anderen Artikeln leistungs= und concurrenzfähig ist. gen waren, so übergab der Sattler hreiben Industrie, Kaudel und Verkehr. (Annener Gußstahlwerk.) Der nunmehr vorliegende Geschäftsbericht mit Bilanz und Gewinn= und VerlustConto bietet ein sehr erfreuliches Bild des Fortschrittes dieser Gesellschaft; die Bilanz ergiebt einen fast gleichen Ueberschuß wie im Vorjahre. Der Reingewinn beträgt bei einem Actien=Kapital von 925000 Mark 269290 M. 24 Pfg,, wovon 83.250 Mark— 9% vertheilt, der größere Betrag aber zur Reservestellung benutzt wird außerdem sind abgeschrieben 47889 M. 50 Pfg., sodaß der Rohgewinn 317179 M. 74 Pfg. beträgt. Verausgabt sind zu Neuanlagen 125308 Mark und betragen die flüssigen Mittel der Gesellschaft trotz dieser Anlage noch 528412 Mork, also mehr wie die Hälfte des ActienKapitales. Die Gesellschaft verdankt diesen günstigen Zu Vermischte Nachrichten. Entsetzliche Statistik. Seit 14 Monaten haben in Berlin 62 Selbstmorde von Kindern stattgefunden. Unter diesen jugendlichen Selbstmördern befanden sich 46 Knaben und 16 Mädchen; 24 derselben hatten das 15. Lebensjahr erreicht, 14 das 14., 9 das 13., 7 waren erst 12 Jahre und einer noch nicht 7 Jahre alt. Drillinge. Kirchherten, Kr. Bergheim, 9. Dez. Reicher Kindersegen ist kürzlich einer armen Taulöhnersfamilie zu Theil geworden. Nachdem die Mutter früher schon dreimal Mutter von Zwillingen geworden, hat sie kürzlich— ein Fall, der hier in mindestens 70 Jahren nicht vorgekommen— Drillinge geboren— jetzt im Ganzen in 10 Jahren 13 Kinder, von denen sie den größten Theil zu Grabe tragen mußte. Dagegen sind diese jüngsten kleinen Geschöpfe alle gesund und munter, wie Fischchen im Wasser. Unglück auf einer Drahtseilbahn. Auf der Drahtseilbahn in Belleville, einer Vorstadt in Paris, hat sich am 6. Dezember Abends ein furchtbares Unglück zugetragen. Ein Wagen riß sich von dem Drahtseile los und glitt mit furchtbarer Geschwindigkeit die steile Straße hinab. Die Bremser brachten den Wagen nicht zum Stehen und die Aufregung der Passagiere wuchs in's Ungeheure, als sie einen anderen Wagen bemerkten, der ihnen entgegenkam und mit dem eine Kollision unvermeidlich war. Die Macht des Zusammenstoßes war entsetzlich. Zwölf Passagiere wurden schwer verwundet, die meisten erlitten Schaden durch Glassplitter, in welche die Fenster des Wagens zersprangen. * Korsische Rache. In Agicco hatte ein junger Postbeamter mit einer 25jährigen Korsin ein Liebesverhältniß angeknüoft. Später nach Marseille versetzt, vergaß der Mann seine Geliebte und verlobte sich dort mit einem anderen Mädchen. Die Korsin erfuhr es und begab sich ungesäumt nach Marseille. Dort machte sie zuerst inem Vorgesetzten ihres ehemaligen Liebhabers Vorstellungen und erklärte, daß sie sich von dem Treulosen Mutter fühle. Dann lauerte sie dem Beamten auf und traf ihn, seine Verlobte am Arme. Mit zwei Pistolenschüssen streckte sie den Bräutigam todt zu Boden. Elektrische Hinrichtung. Im Staatsgefängniß des Staates New=York, Sing Sing' wourde ein Mann, Namens Loppy, welcher vor einiger Zeit seine Frau ermordet hatte, mittels Elektrizität hingerichtet. Die Exekution ging schnell und ohne weitere Zwischenfälle vor sich. scheid: Erdbohrvorrichtung zum Ausbohren versagte? Schüsse. G. Ebinghaus in Altenvörde: Neuerungen iu der Anlage von Schnellschwanzhämmern. Gebr. Noelle in Lüdenscheid: Kerzenleuchter mit selbstsffonnendem Kerzenhalter. Markt- und Coursberichte. Witten, 10. Dez. Weizen 24,00 M., Roggen 24,00 Mrk., Gerste 16,50 Mrk., Hafer, 17,00 Mri. Kartoffeln 9,50 Mrk., per 100 Kilo. Butter 1.20 Mrt. per ½ Kilo. * Neuß, 10. Dezember.(Fruchtmarkt.) Weizen, neuer 1. Qual. 24,00, 2. 23,00 M., Landroggen neuer 1. Qual. 24,00, 2. 22,50 M., Buchweizen 00,00, Hofer—, neuer bis 14,80 M., Raps 1. Qual. 00,00, 2. 00.00 M., Aveel 00,00 M., Kartoffeln 9.50 M., Rüböl 64,00 M., Berlin, 10. Dez., 2½ Uhr Nachm. Fruchtbörse. Weizen Dez. 226.75, Dez. Jan. 226,25, April=Mai 223.50, Mai=Juni 000,00 Mark. Gek. 19000 Ctr. Reggen Dez. 241.00. Dez.=Jan. 239.25, April=Mai 233.00, Mai=Juni 000,00 Mark Gek. 4000 Ctr. Hafer Dez. 165.75, Dez.= Jan. 165 75, April=Mai 170.75 Mark. Gek 8000 Ctr. Rüböl vorräthig mit Faß 63.20, ohne Faß 61.89, Dez. 62.40, April=Mai 61,20 Mark. Gek. 300 Ctr. Spiritus 70er vorr. 51,90, Dez.=Jan. 51,30, April=Mai 52,10, MaiJuni 52.30, Juni=Juli 5270 Mk. 50er vorr. 71,20 Mt. Gek. 100000 Liter. Petroleum vorr. 22,00 Mk. Roggenmehl 0.1 Dez. 32.65. Dez.=Jan. 32.60 Mark. Bremen, 10. Dez. Vetroleum vorr. fest, 6.20 Brief Autwerpen, 10. Dezember. Petroleum unverändert, vorr. 16¼. Dez. 16, Jan.=März 16, Sept.=Dez. 16 fr. Wechsel- und Geld-Course. Hagen, 11. Dezember 1891. H. Voswinckel& Cie. Amsterdam...... Antwerpen) k. S. 80.65 Brüssel 2 M. 168.40 20.35 80.80 167.85 80.35 20.305 80.50 Patentliste wenfalischer Erflnder. Mitgetheilt durch das Potent=Bureau von Otto Wolf in Dresden. Angemeldet von: E. Tomson in Dortmund: Wasserzieh=Einrichtung zum Sümpfen von Schächten. Paul Hesse in Iserlohn: Zweitheilige Eisenbahnschlene. August hmann in Heven bei Witten: Kovirmaschine. Ertheilt an: F. W. Lesselmann in Berleburg: Apparat zur Verwerthung der bei der Verkohlung des Holzes entwickelten Gase. Gebrauchsmuster=Liste. Eingetragen für: H. Putsch& Co. in Hagen: Rübenschnitzelmesser. A. Knappmann, in Firma Winterhoff u. Knappmann in Herdecke: Gerollte Oesen mit Ansatz und Spitze, die in Verbindung mit Dornen als Haken für Thür= und Fensterbänder dienen. H. Blaeser in LüdenNapoleonsd'or 16.08 Sovereigns 20.25 Wechsel auf fast alle Plätze der Vereinigten Staaten Nordamerika etc. werden billigst abgegeben und auch Auszahlungen daselbst besorgt. Buxkin=Ausverkauf 2 Uk. 1.75 per Meter zurückgesetzte aber gute Qual. ca. 140 cm. breit, um unser Lager zur Frühjahrs=Saison vollkommen zu räumen, versenden jede beliebige Meterzahl direkt an Private. Buxkin-Fabrik.Dépot Oettinger& Co., Frankfart a M. Auf gef. Verlangen Muster=Abschnitte sofort franco. (Sauerländischer Gebirgsverein.) Das Vereinsabzeichen wird auf Wunsch mehrerer Mitglieder in hübscher Art als Cravattennadel und Broche von der Künne'schen Süberwaarenfabrik in Altena aus Silber gefertigt und ist von dort oder durch Goldarbeiter zu haben für M. 1,25 bezw. M. 3.00. Polizei Verordnung. Auf Grund der§§ 6, 12 und 15 des Gesetzes über die PolizeiVerwaltung vom 11. März 1850 bezw. der§§ 137 und 139 des Gesetzes über die allgemeine Landes=Verwaltung vom 30. Juli 1883 verordne ich nach erfolgter Zustimmung des Bezirks=Ausschusses ür den ganzen Umfang des Regierungsbezirks Arnsberg, was folgt: § 1. Vom 1. Januar 1892 an darf Niemand in das von ihm anz oder theilweise bewohnte Haus gegen Entgelt Personen unter ewährung von Wohnung und Kost(Kostgänger) oder unter Geger) aufnehmen oder burgs hinunter zu. ; denen schon keinen hielt ihn immer ein Doch daran war auch nung schuld, die sich te. Heute wollte er sein, wie die andern Alles beiseite lassen, mers erinnern konnte schnellen Blick in di m Sopha hing, beaah da er dort durchat ndelt wurde, sondern so hielt er es an zu lassen. Als ür des Wohnzimmer, ing ein, in der Meischte sich auch mist lagen mehrere intere sich mit ihnen ein inuten ließ sich hint leichter Schritt 5ö1 id es zeigte sich estalt Irenens, schwarzen kit einem leichten wahrgenommen, Intlitz. Es war Ire es nicht. Wie blei des Gesicht, wie e Müdigkelt, wachten Nächte hat scaben Schritt zurück, als dennoch näher en höflichsten im Gesellschaft sie von dieser Oroi ge.) der größeren ev. Gemeinde nntag, den 13. Dezember, In der Johanniskirche. gens 9½ Uhr: Beichte: stor Krüger. gens 10 Uhr: Hauptpredigt: noidat Giovanini. 6 Uhr, Predigt: astor Graeber... Iwährung von Wohnung und Bett(Quartiergänger) aufnehmen oder ergottesdienst: Nachmittagslbei sich behalten, wenn er nicht für diese Personen genügende Schlafräume hat, welche den nachfolgenden Bestimmungen ent sprechen: a. die Schlafräume dürfen mit den eigenen Wohn= und Schlafräumen des Kost= oder Quartiergebers und seiner Haushaltungsangehörigen weder in offener Verbindung stelen, noch durch eine aufschließbare Thür verbunden sein; b. jeder Schlafraum für Kost= und Quartiergänger muß gedielt, mit einer Thür verschließbar und mindestens mit einem Fenster in der Außenwand des Hauses versehen sein; auch darf derselbe mit einem Abtritte weder in offener, noch in verschließbarer Verbindung stehen. Statt der Dielung kann auch eine andere, von der Ortspolizeibehörde als zweckmäßig anerkannte Vorrichtung(z. B. Estrich, Plattenbelag) gewählt werden, durch welche der Fuß boden des Schlafraumes vom Erdboden getrennt wird. der Schlafraum muß für jede der denselben gleichzeitig benutzenden Personen mindestens 10 chm Luftraum enthalten. für je zwei Kost= oder Quartiergänger muß mindestens ein Bett und ein Wuschgeschirr vorhanden sein. an der Thür des Schlafraumes muß auf der Innenseite eine Tafel hängen, auf welcher die zulässige Zahl der den Schlafraum gleichzeitig benutzenden Kost= oder Quartiergänger angegeben ist. Die Richtigkeit der Angabe wird auf der Tafel selbst nach der Meldung(§ 3) von der Polizeibehörde bescheinigt. § 2. Niemand darf ohne Erlaubniß der Orts=Polizeibehörde gleichzeitig Kost= oder Quartiergänger verschiedenen Geschlechts aufnehmen oder bei sich behalten, auzer wenn dieselben zu einer Familie gehören. Kost= und Quartiergänger dürfen nur in den für sie bestimmten Räumen Schlafstätten haben und benutzen. § 3. Jeder, welcher Kost= oder Quartiergänger bei sich aufnimmt(§ 1) muß dies unter Angebe der Zahl der aufzunehmenden kersonen und der für dieselben bestimmten Räumlichkeiten der Ortspolizeibehörde binnen sechs Tagen anzeigen. Eine Vermehrung oder Verminderung der Zahl der Kost= oder Quartiergänger, sowie jede Veränderung der Räumlichkeiten sind iin gleicher Weise und in gleicher Frist zur Anzeige zu bringen. § 4. Die Ortspolizeibehörde ist befugt, das Halten von Kost und Quartiergängern ganz zu untersagen, oder zu beschränken: a. wenn Thatsachen vorliegen, welche die sittliche Unzuverlässigkeit des Kost= oder Quartiergebers darthuen; d. wenn die dem Kost= oder Quartiergeber verbleibenden Wohnund Schlafräume nicht für jede zu seiner Haushaltung gehörige Person mindestens 10 ehm Luftraum enthalten. Niemand darf entgegen einer solchen Anordnung der Orts=Polizelbehörbe Rost oder Quartiergänger aufnehmen oder behalten § 5. Jede Zuwiderbanhlung gegen die vorstehenden Bestimnungen(S8 1—4) wirs mit einer Geldstrufe von 3 bis 30 Mark, in deren Stelle im Unvermögensfalle eine entsprechende Haftstrafe fspred. Niemann. In der Lutherkirche. rgeas 10 Uhr: Predigt. astor zur Nieden. ertigung der Tauf= 2c. Atteste: m. Krüger. Littwoch den 16. Dezbr., übends 8 Uhr: rauen=Missionsverein im Verhause. uspred. Niemann. der evangelisch=reformirten Kirche. Sonntag, den 13. Dezember grgens 10 Uhr: Hauptpredigt: Past. Aug. Beyer. amp; Vogler Actien=Gesellschaft este Köln(Rhein) leistungsfähigstes itut der Brauche. ge. Kostenvoranschläge kath in Insertionslegenheiten steis umgehend kostenfrei. ten in Hagen durch Fr. Hammer. Harmeniu preis., Theils, 15jährl. ant. Frco.-Probesend. bePreisl. u. Zeugnisse en z. Diensten. Planofahr Heffmann. Komman 20. Berlis 8.-W. 19. Sauerkrant hochfeiner Quali Kld=Fob M. 98.— #n Lohg 5 Salzgurt M. 6.50 unter NachDder Cassa, A. WiIIMainz. C d. e. innern der Köntgl. Regierung zu Arnsberg erlassene Regierungssolizeiverordnung vom 6. Juni 1884 aufgehoben. Arnsberg, den 11. November 1891. Regierungs=Präsident: Winzer. Einbringung des Brennholzes oder unverarbeiteten Bau= und Nutzholzes betreffend. Die durch Bekanntmachung der Königl. Regierung zu Arnsbera vom 25. Februar 1840(Amtsbl. Seite 67) für den ganzen Umfang des Regierungsbezirks in Wirksamkeit getretene Allerhöchste Verordnung vom 30. Juni 1839 bestimmt: § 1. Wer Brennholz oder unverarbeitetes Bau= oder Nutzholz in eine Stadt oder ein Dorf einbringt oder sonst verfährt, muß mit einer schriftlichen glaubhaften Vescheinigung der Polizeibehörde seines Wohnortes oder des Eigenthümers oder Aufsehers desjenig.n Waldes, aus welchem, seiner Argabe nach, das Holz gebracht wird, versehen sein, und solche auf Erfordern den Forstbeamten, Gendarmen, Polizei= und Steuerbeamten vorzeigen, widrigenfalls das Holz in Beschlag genommen und konfisziert werden soll. § 2. 2c. § 3. Wird bei der näheren polizeilichen Untersuchung ermittelt, daß das in Beschlag genommene Holz gestohlen worden ist, so tritt außer der Konfiskation gegen den Angehaltenen gerichtliche Untersuchung und nach Bewandniß der Umstände entweder die gesetzliche Strafe des Holzdiebstahls, mindestens aber eine dem Taxwerthe des konfiszirten Holzes gleichkommende Geldstrafe oder verhältnißmäßige Gefängnißstrafe ein. § 4 2c. Die vorstehenden Bestimmungen über die Holzlegitimations Controlle, welche durch das Forstdiebstahlsgesetz vom 15. April 1878 nicht berührt werden, werden bei der jetzt beginnenden Eindringung von sog. Christbäumen zum bevorstehenden Weihnachtsfeste hierdurch zur Kenntniß sowohl der Ortseingesessenen, als auch der jeuigen auswärtigen Verkäufer gebracht, welche in hiesiger Stadt Christbäume feilbieten wollen, unter dem Bemerken, daß die Polizeibeamten zur genauen Beachtung und Befolgung dieser Vor schriften angewiesen worden sind. Hagen, den 6. Dezember 1891. Die Polizei=Verwaltung. Wagennetze, 450 kg Gummiabfälle, 200 kg Gummiabfälle,(Carpenterschläuche), 10000 kg Abfälle von feuerfesten Steinen, 272000 kx Schweißeisenschrott aller Art aus Schweiß= und Flußeisen, und 5000 kg Eisengußschrott, schwere Stücke von einer ausgemusterten Satz=Drehbank. Zeit für Eröffuung der Angebote am 7. Jannar k. I., Vormittags 11 Uhr. Zuschlagsfrist bis 28. Jannar k. J. einschließlich Bedingungen nebst Angebotsbogen sind gegen Einsendung von 50 Pf. vom Kanzleirath Peltz hier zu beziehen, auch in den Eingangs erwähnten Werkstätten=Büreaus einzusehen. Elberfeld, den 1. Dezember 1891. Königl. Eisenbahn=Direktion Deutscher Kaiser=Kalender Dieser sehr hübsch ausgestattete, äußerst reichhaltige Kalender bietet außer einem vollständigen Kalendarium ein sehr praktisches Nachschlagrbuch für viele im täglichen Leben vorkommende Fragen; außerdem aber enthält er eine Fülle von hübschen Erzählungen, Humoresken, Illustrationen 2c. 2c. Aus der Inhaltsangabe sei nur erwähnt:„Standquartiere des deutschen Heeres und der Marine.— Die Neuformationen des deutschen Heeres seit 1. Oktbr. 1890.— Rangverhältniß der Beamten. — Preußens Einwohnerzahl.— Gesammtverbrauch des deutschen Volkes.— Städte über 20000 Einwohner in Deutschland nach der Volkszählung von 1890.— Woraus besteht der Mensch.— Wie berechnet man den Wochentag eines bestimmten Tages.— Die Hausapotheke für Stadt und Land.— Portotarif.— Auszug aus dem neuen Einkommensteuergesetz u. s. w.“— Dieses ist nur ein kleiner Theil des Inhalts des ungemein reichen und außerordentlich billigen Köhler's Deutschen Kaiser Kalenders. Dem Kalender wird beigegeben:„Ein Wandkalender und eine Eisenbahnkarte von Deutschland“ Preis nur 50 Zu haben in der Expedition der„Westfälischen mu 50, an 11.501. s 6. Die Verordnung erstreckt sich nicht auf Gostwirthschaften, insofern diese keine Wohnung, sondern nur vorübergehendes Unterkommen gewähren. 7. Mit dem ordnung Tage des Inkrafttretens der wird die von der vormaligen vorstehenden Von Abtheilunng des Verkauf der in den Eisenbahn=Werkstätten zu Witten. Elberfeld, Arnsberg und Siegen lagernden Altmaterialien und Materialien=Abfälle und zwar 16000 kg Rothgußstücke, 10350 kg Rothauß und Compositions=Drehspäne, 275 kg Messingblechschrott, aller Art, 600 kg Messinggußschrott. 85 kg kleine Messingabfälle von Laternen po., 12000 kg Kupferschrott, 3500. g Kupferspäne. 2000 kg Zum.—. ag B Rothgußdrehspäne, 180 kg Rothguß= und Messingfeilspähne, 25 kg Parabolspiegelschrott, 20000 kg alte Flußstahl=Radreisen mit Nuten, 60000 kg alte Bessemerstahl=Radreifen mit Nuten 40000 kg. halte. Puddelstahl=Radreifen ohne Nuten, 5000 kg alte Bessenerstahl=Radreifen ohne Nuten, 35000, kg alte Federblätter, 15000 kg alte Flußstahl=Spiralfedern, 10000 kg alte Radreifen aus Stahl mit Nuten, 10000 kg alte Stahlstücke, 30000 kg alte Gußstahlachsen, 20000 kg kleine Flußeisenabfälle, 275 kg alte Feilen in Stücken, 20000 kg alte eiserne Feuerrohr=Ab350000- ug Eisen, Puddelstahle und Gußstahl=Dreh kg Etsengußschrott, 50020 kg alte Roststäbe, 130000 k Emil- Funcke, 45 dberstr. Düsseldorf, öberstr. 49. Grösstes Lager in fert. Zimmerthüren nebst Zubehör in anerkannt bester Qualität kein Ausschuss. Fenster- u. Haustbüren in Eichen- u. Pitchpinehols, Rolläden, Eichenholx-Riemen- u. Parpnetböden, Thür- und Fensterbeschlägen. Preisverzeichniss und Zeichnungem gratis und france. 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Es wird noch bemerkt, das Minimalgehalt von M. 3000 Auge gefaßt ist, sowie daß und Gelegenheit zu lob Nebenbeschäftigung voraus sich bieten wird. agen, den 5. Dezember Die Handelskammer Nicht mehr schulp#fl Knabe oder Invalide Lust und Liebe, im gleichen Sin chttreue in der! schwierigen Zeiten Esschule dafür binicht so gestellt: dieser Umstand iem Ruhme gereich mehr als früher f undesstaaten ut worden. Freil sen, wenn dieses G# Es liegt auch al daß die Volks heutigen Zeitstri derselben ist. f achten, daß de tellung gewahrt chen kann, di er überhaupt ungemein auf mit großem und seine gen, so gesch Vertrauen die: st ist. Es ist Gegenwart ihrer sprechen, aber Rechte des Lehr deren Eltern g Volksschullehrer sschichten zu in densell soll, muß die Autorität ha besten Willen ruhig viele Mi angemessen, isen. Es is ule ihre zu derliche Kor Schulwesen Alles soll d. Autorität für wie ein Ev swerth, de Rückhalt zu gebeährend ih sofort gesucht. Herm. Risel& Co. 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