Dienstag, 18. August 1896. Abonnement: Pro Monat...... 30 Pfg. Durch die Post pro Vierteljahr 90„ Annoncen: 5=spaltige Zeile..... 10 Reclame=Zeile...... 30„ Bei Wiederholungen Rabatt. Postzeitungsliste Nr. 4215 a. Lippische Deimold. 1. Jahrgang, Nr. 92. Die Lippische Tageszeitung erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonnund Feiertage. Zuschriften redaktionellen Inhalts sind„an die Redaktion", Inserate und geschäftliche Mittheilungen„an den Verlag“ zu richten. General-Anzeiger für die lippischen Fürstenthümer. Sonntags=Beiblatt:„Lippischer Familienfreund“ und eine monatliche Novellen=Beilage in Heftform. Redacion: Willo Bruder.— Druck und Verlag: Fr. Preuß, Buchdruckerei in Detmold, Hornschestraße 2. Geschichts=Kalender. 18. August. 1618. Preußen fällt an Brandenburg. 1830. Kaiser Franz Joseph I. von Oesterreich, König vo 1852. Die deutsche Flotte wird auf Beschluß des Bundestages versteigert. a— 1866. Gründung des norddeutschen Bundes. 1870. Schlacht bei Gravelott. Sonnenaufgang: 18. August: 4 Uhr 50 Min. Sonnenuntergang: 18. August: 7 Uhr 16 Min. Frithiof Mausen ist am 10. Oktober 1861 auf der Insel Fröen bei Christiania geboren, wo sein Vater als Advokat thätig war. Die Familie stammt aus Schleswig. Einer seiner Vorsahren ist im 17. Jozihuger,iger meister von Kopenhagen gewesen. Am 22. Juli 1893 hat Nansen von Vardoe aus auf dem nach seinen Angaben ganz besonders für die Eisverhältnisse in arktischen Gegenden gebauten Dampfer„Fram“ seine Forschungsreise angetreten. Sein Plan war bekanntlich bis zu den neusibirischen Inseln vorzudringen, sich vorher an der Küste mit einer großen Anzahl von Hunden zu versehen und von den Inseln aus soweit als möglich sich von der dort vorhandenen nach Norden gerichteten Strömung tragen zu lassen. Er hoffte dabei von jener Strömung über den Nordpol getrieben zu werden, welche nachweislich von Neu=Sibirien nach Grönland geht und eine Geschwindigkeit von etwa 5 Kilometer pro Tag besitzt. Mit Hundeschlitten wollte Nansen während dieser Fahrt von Bord seines im Eise festgehaltenen Schiffes aus Exkursionen machen. Nansen hatte schon 1888 in mehrmonatlicher Expedition die Gletschergebiete Grönlands auf dem 65. Breitengrade durchquert und hier spe. Koße Beschwernisse zu bestehen gehabt, die er zu Schlitten und auf Schneeschuhen mit staunenswerther Energie überwand. Aehnliche Anforderungen, wie die Schwierigkeiten dieser Grönlandsexpedition, hat vermuthlich wieder seine jetzige Polarfahrt, namentlich von dem Augenblick ab an ihn gestellt, in welchem er mit seinem Begleiter Johansen das Expeditioneschiff, Fram auf dem 84. Grad Nordbreite vernen, um sich direkt nach dem Nordpol Unterhaltungs-Klatt. Can „Baroneßchen.“ Original=Roman von Ida Nun war er gegangen. Tante hatte ihn bis an das Hofthor geleitet und entließ ihn eben dort unter Dankesworten und Segenswünschen; nur Muth hatte nichts für ihn gehabt, als einen stillen, förmlichen Gruß. Sein herzliches,„auf Wiedersehen,“ hatte sie gar nicht beantwortet und stand noch auf derselben Stelle wie vorhin, blaß und zerstört. Sie war ja nun frei, erlöst von einem thörichten Gelöbniß, durch de Velho's klare Vorstellungen und durch eigene Wahl; gleich morgen wollte sie Chewsky, dem Verhaßten, Ring und Jawort zurückgegeben; ihr Vater und Tante Almuth waren so gut wie geborgen, und ihr selbst stand die Welt und eine selbständige, ehrenvolle Zukunft offen: warum konnte sie sich nicht freuen? De Velho hatte ihr so freundlich zugeredet,„Muth, vertrauen Sie sich meiner Führung“, hatte er gesagt, bittend und weich; wie ein Feuerstrom des Glückes hatte sie das Wort überfluthet: warum konnte sie nur weinen, jetzt, da sie sich doch überwunden wie eine Heldin, und— dem Diktate ihres stolzen Sinues gemäß— seinen Beistand abgelehnt— für immer?— Tante Almuth kam zurück;„aber Kind, Kind; was soll das werden; Dein schroffes Wesen richtet noch viel Unheil an. Welch' Benehmen gegen einen Mann wie de Belho, dem wir so viel verdanken IP“ sagte sie vorwurfsvoll. Und das trotzige Kind sah sie an, so verzweifelt und schmerzlich, und sank in ihre Arme. Tante Almuth!“ schluchzte sie auf, lehnte den Blond zu wenden. Hier sind Schlitten und Schneeschuh wieder Selbstverfändlich sezt eine Lebensführung wie diejenige Nansens auf seinen Expeditionen eine eiserne Gesundheit und einen durch systematische Schulung und Abhärtung gestählten Körper voraus. Ransen besitzt einen solchen, ist in allen körperlichen Uebungen ausdauernd, kühn und unerschrocken in Gefahren, ein echter Wikingsohn des Nordens. Seine erste Eismeerreise machte er 1882 an Bord des Seehundfängers Wiking, nachdem er 1880—81 dem Studium obgelegen. Nach seiner Rückkehr war er als Konservator am zoologischen Museum in Bergen thätig. Daß Nansen die Polarfahrt gut überstehen werde, davon waren alle, die ihn kennen, überzeugt; auch seine Frau, Eva Nansen, glaubte fest an seinen Stern. Sein Freund Mohn, Professor der Meteorologie, hatte ihm außerdem in wissenschaftlicher Hinsicht ein gutes Prognostikon für seine Expedition gestellt, welches sich, wie man sieht, auch fast völlig bewahrheitet hat. Ueber Nansen's Expedition meldet der L. A.“ noch Folgendes: Nansen und Johansen hatten, als sie den„Fram“ am 14. März 1895 verließen, vier Fässer Proviant mitgenommen. Als dieser aufgezehrt war, lebten sie von Bärenfleisch und Walroßspeck. Ehe Nansen das Franz=Josess=Land erreichte, war einmal sein Leben in größter Gefahr, da ein wüthendes Walroß sein Eskimovoot, in welchem er sich befand, zertrümmerte. Was das Schicksal des „Fram“ anbetrifft, welchen er übrigens in treibendem Eise festgefroren und mit Schnee bedeckt verließ, so hegt Nansen für dessen Rückkehr die besten Hoffnungen. Das Schiff bot in Folge seiner Bauart den Eismassen jeden Widerstand, und sein Kommandant Sverdrup ist ein vortrefflicher Seemann, der sein volles Vertrauen Ueber die Kosten der Ransen'schen Expedition werden;folgende interessante Einzelheiten gemeldet: Die Kosten der Expedition waren im Voraus auf 300 000 Kronen berechnet, von denen der Storthing 200 000 Kronen bewilligt hatte und der Rest von Privatleuten aufgebracht werden sollte. Von diesen war es vor Allem der König Oskar, der 20 000 Kronen kopf fest, fest an den der Treuen Herz und weinte, bis Tantchen sie niederzog auf ihre Kniee und ihr die schönen, tbränenvollen Augen zuküßte.„Schlaf ein, Du trotzig Ding!“ sagte sie dabei.„Wollen und Wehren hilft nicht gegen alles; ich weiß es wohl. VII. Der Sonntag Morgen zog mild und sonnig über die Fluren; nur hie und da leuchteten noch Schneereste, was der Wind daherwehte war schon Frühlingsathmen: er kam, der Allbezwinger, von Süden her. Auf dem Weidenthaler Bahnhofe war es— nach dem ersten Pulsschlage sonntäglichen Verkehres— wieder still und menschenleer; nur die Kirchenglocken klangen herüber, und fern, am Wäldchen hin, fuhr ein Landauer langsam auf und ab. Die Schienen entlang schritt ein schlankes, blühend schönes Mädchen, ein dunkles Pelzbarret über goldig schimmerndem Haar, den Kopf tief gesenkt,— Muth. Dieselbe Muth war es freilich nicht mehr: ein Zug müder Ergebung lag ihr Mund und Augen; sie war sich selbst ein Räthsel geworden. Wohl hatte sie zum zweiten Male Abschied genommen von ihrer thörichten Liebe zu Mariano de Velho, aber sein Bild stand doch immer vor ihr, überall grüßend, wohin sie sich auch wandte. Auch jetzt, angesichts einer für sie bedeutungsvollen Stunde dachte sie an ihn, nur an ihn, trotzdem der fremde Herr, der sie gewiß schon erwartete, drin im Bahnhofssaal, doch mit Recht ihre Gedanken für sich beanspruchen konnte. All' die durchkämpften und durchwachten Stunden daher hatten ihrer sonnigen Schönheit nichts anhaben können, der sanfte Zug gab ihrem Gesicht nur noch einen idealeren Ausdruck. Drei Tage waren vergangen, seit sie wieder daheim war: in jener ersten Nacht ihrer Ankunft auf der Pracksburg noch hatte sie an Cheweky geschrieben, nu die eine Zeile:„Bahnhof Weidenthal!! Ich gebe dem Mit Spannung verfolgt man in allen zivilisirten Staaten das kühne Unternehmen Andrées, in einem Ballon den Pol zu erreichen. Noch schwirren die widersprechendsten Nachrichten durch die Welt. Bereits soll der Ballon in Ottoma in den Vereinigten Staaten unter 55 Grad nördlicher Breite gesehen worden sein, während er nach anderer Version Spitzbergen noch gar nicht verlassen hat. Noch herrscht über den Erfolg des kühnen Unternehmens nicht Gewißheit, während Nansen, der dasselbe Ziel auf anderm Wege erstrebte und für verloren galt, wohlbehalten zurückgekehrt ist. Ein glückliches Vorzeichen für das neue Unternehmen! Interessant ist es, zu verfolgen, wie Andrée seinen Zweck zu erreichen sucht. Bisher hatten die Luftschiffer vor dem Meere eine gründliche Abneigung. Viele Berichte über Luftschifffahrten schließen mit den stereotypen Worten:„Da wir das Meer in Sicht bekamen, gingen wir nieder!“ Außer einigen Fahrten über den Kanal ist nur eine größere überseeische Luftreise bekannt geworden. Sie wurde im Jahre 1870 von den Frauzosen Rollier und Déchamps gemacht, die in Paris aufstiegen und nach 15 Stunden in Norwegen in der Nähe von Skien landeten. Viele Ballons, welche in jener Zeit Paris verließen, sind spurlos verschwunden. Sie sind vermuthlich irgendwo im Atlantischen Ozean gestrandet, nachdem ihnen das Gas ausgegangen war. Erst in neuester Zeit ist es möglich geworden, absolut gasdichte Hüllen herzustellen, und heute ware eine Ballonfahrt Berlin=New=York wohl möglich, wenn der Wind darnach weht. Heute kann auch Andrée er wagen, eine Expedition in die Polarwüste zu unternehmen, in der ein unfreiwilliges Fallen sicheres Verderben bringt. Fraglich ist nur, ob der Wind von Spitzbergen direkte Verbindung mit dem Pol hat. Die lenkbare Luftschifffahrt aber— trotz Gauswind, Wölfert und anderen Erfindern hat es Andrée vorgezogen, sein eigenes System zu verwenden, ein Syitem, Grafen Leopold Chewsky Ring und Wort zurück. Muth von Prack.“ Sie hatte die erlösende Sendung bei Tagesanbruch und durch den zuverlässigsten aller Boten, durch Tabert, nach dem Schlosse im Helenengrund geschickt. Der Schreckliche, Graf Chewsky, hatte das unscheinbare Packetchen in Empfang genommen, den alten Mann mit freundlichen Redensarten entlassend, aber geantwortet hatte er nicht; auch persönlich war er nicht erschienen, weder auf der Pracksburg noch vor Gericht, dahin man ihn— auf Muth's Aussage hin— geladen; man hatte die Selbstmöderin beerdigen müssen, ohne ihre Persönlichkeit feststellen zu können: der Herr Graf war abgereist; Gott sei Dank! Nun zog Muth hinaus. Nach langen heißen Bitten hatte Tante Almuth eingewilligt: die tapfere Nichte durfte statt ihrer die Gesellschafter= und Erzieherinnenstelle annehmen, vorausgesetzt, daß man ihr, dem jungen unerfahrenen Mädchen dieselbe gab. Heute mußte sie sich entscheiden, noch in dieser Stunde, und wenn der betreffende Herr ihre Kenntnisse und ihren guten Willen, als unzureichend für die Seinen, ablehnte, so— war es um so besser,— so ging sie in die weite, weite Welt, über Land und Meer, wo kein Wort und kein Verhältniß an ihn mahnte wie hier in Deutschland, da sie auf Büchertiteln und Zeitungsspalten, in Salone und Museen jeden Tag seinem Namen begegnen konnte. Hier hielt sie ja kein Band mehr: Tante Allmuth lebte von nun ab bei und für Sylva, laut Vertrag gebunden für Lebenszeit; die exaltirte, kleine, reizende Frau hatte es nicht anders gethan; und Baron Walther von Prack würde wiederkommen; sie kannte jetzt die Gewalt der Liebe; aber sie,— sie mußte vergessen lernen und auf eigenen Füßen stehen; das ging in der Fremde am besten. Doch ach, sie fühlte es jetzt deutlich, ihr half keine noch so große Entfernung: die Erinnerung zog mit ihr überall hin; die ließ sich nicht so leicht abstreifen wie ein Gewand. Nicht?„Doch!“ PA 1 15 welches nicht unfehlbar sein will, welches aber das was es verspricht, auch hält. Es würde für die Entfernung von Spitzbergen bis zum Pol, welche etwa 150 geographische Meilen beträgt, mit Andrées Ballon immerhin möglich, ein Verfehlen des Pols um etwa 50 Meilen wieder auszugleichen. Absoluter Südwind ist nicht erforderlich. Süd=Süd=West oder Süd=Süd=Ost würden genügen. Wenn sich also die Nachricht bewähren sollte, daß Andrée am 4. August aufgestiegen ist, so ist wohl anzunehmen, daß er den Pol erreicht und sich unvergänglichen Ruhm erworben hat. Ueber den praktischen Wertb seines Unternehmens sind sich die Gelehrten nech nicht einig. Eines Uebelstandes aber wollen wir hier schon gedenken. Es werden ihm unterwegs drei Himmelsgegenden abhanden kommen. Er mag sich am Vole selbst drehen und wenden, wohin er will. Ueberall wird Süden sein. Auch seine Zeitmesser werden ihm wenig nützen, denn da hier alle Meridiane zusammenlaufen, so herrscht al dem einen mathemathischen Punkte jede Stunde in demselben Augenblick, d. h. der Begriff der Zeit wird etwas unklar. Stellen sich aber Andree und einer seiner Begleiter so auf, daß der Pol in gerader Linie zwischen ihnen liegt, so haben sie offiziell 12 Stunden Zeitdifferenz und unter Umständen auch verschiedenes Datum, wie denn am Pol selbst immer ein doppeltes Datum herrscht. Neverst“ Berlin, 17. August. — Wie aus Wilhelmshöhe gemeldet wird, unternahm der Kaiser gestern Nachmittag mit seinem Gefolge eine größere Fußtour nach Kirchditmold. Heute Vormittag um 11¾ Uhr sind der Kaiser und die Kaiserin mit den Prinzen Oskar und Joachim, sowie der Prinzessin Luise Viktoria nach Potsdam abgereist, woselbst die Ankunft Nachmittags gegen 5 Uhr erfolgen sollte. Das zahlreich auf dem Bahnhofe anwesende Publikum bereitete dem Kaiserpaare herzliche Ovationen. — Wie verlautet, dürfte noch im Laufe dieser Woche der Kriegsminister von Goßler in Berlin eintreffen, um die Vorstellung der Offiziere und Beamten des Kriegsministeriums entgegenzunehmen. Ebenso wird voraussichtlich noch in dieser Woche Herr v. Bronsart sich im Kriegsministerium verabschieden.— Ueber die Stellung des neuen Kriegsministers v. Goßler zur Reform der Militärstrasprozeßordnung wird gemeldet, daß derselbe in Uebereinstimmung mit dem Reichskanzler sich befindet. — Der neue preußische Kriegsminister. Heinrich Wilhelm Martin von Gößler, am 29. September 1841 zu Weißenfels geboren, trat 1860 im damaligen ostpreußischen Grenadier=Regiment Nr. 1 auf Beförderung ein, wurde zum Sekonde=Lieutenant befördert, besuchte von 1866—69 die Kriegs=Akademie, wurde 1867 zum 6. thüringischen Infanterie=Regiment Nr. 95 versetzt, im Januar 1868 zum Premier=Lieutenant befördert, war im deutsch=französischen Kriege 1870/71 anfänglich Führer der 6., später der 2. Kompagnie, wurde 1871 zur Dienstleistung zum Kriegsministerium kommandirt und dem Regiment als Hauptmann aggregirt. 1875 als Kompagnie=Chef zum Grenadier=Regiment König Friedrich Wilhelm IV.(1. pommersches) Nr. 2 versetzt, wurde er 1878 als Major in das Kriegsministerium versetzt, 1885 zum Abtheilungs=Chef ernannt, zum Oberst=Lieutenant, 1888 zum Obersten befördert, 1889 zum Kommandeur des 3. Garde=Regiments zu Fuß ernannt, 1891 mit Führung der 43. Infanterie=Brigade beauftragt, unter Beförderung zum Generalmajor. In demselben Jahre wurde er Direktor des Allgemeinen Kriegs=Departements im dachte sie und trat mit dem Fuße auf; es gab ein Band, alle thörichten Wünsche und Gedanken in Fesseln zu schlagen; es war gewoben aus Gottvertrauen und strenger Pflichterfüllung und nannte sich„Beruf"; das wollte sie ergreifen und ihr Herz umschnüren, bis es still wurde, ganz still. O seliger Glaube! Im Sande daherrollende Wagenräder schreckten Muth aus ihrem tiefen Sinnen. Der Landauer fuhr vorüber; gleichzeitig blickte sie auf und— blieb erschrocken stehen: neben einer sehr elegant gekleideten, älteren Dame, saß ein Kind, ein etwa achtjähriges Mädchen und blickte aus einer Fülle goldblonder Locken und klugen, großen Augen zu ihr herüber: so mußte Nina, de Velho's kleine Stiesschwester, aussehen! Jetzt flüsterte das Kind— ohne den Blick von Muth wegzuwenden— einige Worte vor sich hin; sofort erhob die Dame ein zierliches Opernglas und fixirte Muth im Weiterfahren. War das etwa ihre künftige Herrin? Wäre sie es doch! Eine wahre Sehnsucht nach dem Kinde, das Nina so ähnlich sah, erfaßte sie; aber der Wagen fuhr weiter, immer weiter, der Stadt zu; betrübt blickte sie ihm nach. Als die Bahnuhr Zehn schlug, zuckte sie zusammen; die Zeit der Besprechung war schon längst angebrochen, und in einer halben Stunde lief der Berliner Schnellzug ein, mit welchem der betreffende Herr weiter mußte: gewiß wartete er schon lange auf sie im Wartesaal, nicht eben angenehm berührt von ihrer Unpünktlichkeit, und doch konnte sie sich nicht entschließen hinein zu gehen. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Reiche der Mode. Die junge Zarin, welche nächstens an der Seite ihres hohen Gemahls Europa bereisen wird, ist augenblicklich mit der Komplettirung ihrer Toiletten beschäftigt. Da wir annehmen, daß unsere Damen für derartige Dinge ganz besonderes Interesse haben, wollen wir einiges aus den Modegeheimnissen verrathen. Die russische Kriegsministerium; Mitglied der Landes=VertheidigungsKommission(in Vertretung des Kriegs=Ministers), stellvertretender Bevollmächtigter zum Bundesrath des deutschen Reiches, Vorsitzender der Reichs=Rayon=Kommission und Mitglied des Kaiserlichen Disziplinar=Hofes. Am 27. Januar 1895 ward er unter Beförderung zum General=Lieutenant zum Kommandeur der Großherzoglich=hessischen(25.) Division ernannt.— Der neue Kriegsminister ist der jüngere Bruder des früheren Kultusministers und jetzigen Oberpräsidenten von Westpreußen. — Die am 13. und 14. d. M. erfolgte Durchfahrt der gesammten Uebungsflotte durch den Kaiser Wilhelm=Kanal bildet einen glänzenden Beweis für die Leistungsfähigkeit des Kanals. Im Verlaufe von etwa 30 Stunden haben zwei Torpedobootsdivisionen (drei D=Boote und zwölf S=Boote), die aus Avisos, Kreuzern und einem Panzerschiff zusammengesetzten Aufklärungsgruppen von zusammen acht Schiffen, eine aus drei und zwei aus je vier Schiffen bestehende Panzerdivision und die Division der vier Schulschiffe — insgesammt mit dem Flaggschiff 39 Kriegsfahrzeuge— in kriegsmäßiger Schnelle die Schleusen und den Kanal ohne jede Störung durchfahren. Die Durchfahrt, welche zum Theil während der Nachtstunden erfolgte, ist nicht nur wegen der großen Zahl der in kurzen Abständen schnell aufeinanderfolgenden Schiffe, sondern namentlich auch dadurch bemerkenswerth, daß die größten Panzerschiffe unserer Marine, die der Brandenburg=Klasse, mit vorzüglichem Erfolge daran Theil genommen haben. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ konstatirt, daß die Behauptung, der Kommandant des„Iltis“ habe im Moment der Katastrophe die Mannschaft zur Absingung patriotischer Lieder angehalten, den Thatsachen widerspreche. Im Moment der Katastrophe hätte von Absingung von Liedern nicht die Rede sein können. Bei dieser Gelegenheit weist die„Nordd. Allg. Ztg." die von der„Deutschen Reichszeitung“ an diese Falschmeldung geknüpften Angriffe gegen den verstorbenen Kapitän Braun zurück, dem die Letztere Verletzung der religiösen Pflichten vorgeworfen hatte. — Im Reichshaushaltsetat für 1897/98, an dessen Fertigstellung eifrig gearbeite: wird, wird die Position der Einnahmen, die sich auf die Ueberschüsse aus früheren Jahren bezieht, gegen das laufende Jahr eine nicht unbeträchtliche Erhöhung erfahren. Die „Berliner Politischen Nachrichten“ führen hierzu aus: Im Etat für 1894 95 betrug die Einnahme 4 Millionen, um gleich im nächsten auf 1,3 Millionen zu fallen. Sie stieg dann für 1895 96 auf 14,4 Milliosen und fiel wieder 1896/97 auf 7,4 Millionen. Jetzt wird sie wieder steigen, und zwar 1897/98 auf nahezu 12 Millionen. Obschon für das Jahr 1895/96 die vorgeschriebenen 13 Millionen zur Verminderung der Reichsschuld verwendet sind, sind die Mehrerträge der Betriebsverwaltungen und einzelner Verbrauchssteuern, wie Salz= und Brausteuer, über die betreffenden Etatsanschläge hinaus so bedeutend gewesen, daß ein Ueberschuß für die Reichskasse von 11,8 Millionen auf das Jahr verblieben ist. Die Ueberschüsse der einzelnen Etatsjahre werden stets als Einnahmeposten in die Etats der zweitfolgenden Jahre eingestellt. Der Ueberschuß von 1895/96 kommt also im Etat für 1897/98 zur Verrechnung. Eine kleine Aenderung in der Summe wird sicherlich noch durch die Revision der Rechnungen herbeigeführt werden, jedoch kann dieselbe nicht von Bedeutung sein. Man darf vielmehr als sicher annehmen, daß die Etatsposition„Ueberschüsse aus früheren Jahren“ im Etat für 1897/98 diejenige von 1896/97 um rund 5 Millionen übersteigen wird Kaiserin hat einem Wiener Modemagazin Auftrag gegeben, drei Gesellschafts=Toiletten bereit zu halten. Alle drei werden die schon oftmals signalisirte Neuerung aufweisen, daß die noch im vorigen Winter als chic gegoltenen Ballonärmel verschwunden sind. An ihre Stelle treten zumeist Gewinde aus Band, Spitzen, Blumen, die den Arm umrahmen und in der Mitte durch breite Brillantspangen in zwei Hälften getheilt werden. Die erste der Roben ist von Silber=Gaze, mit russischen Silberstickereien garnirt; die zweite von gesticktem japanischen Mull, der auf rosa Moiré drapirt wird; die dritte aus Points d’aiguilles und weißen Chinéstreifen zusammengesetzt, die zu den non-plusultra-Toiletten zählt. Für die an den Hoffestlichkeiten theilnehmenden Erzherzoginnen sind reiche Toileiten aus echten Spitzenstoffen, kostbaren Cluny=Guipures und Alencons in Vorbereitung; die Devants sind theils gemalt, theils mit Spitzen bekleidet, Schleppen und Taillen reich mit Blumen garnirt. Die Taillen der Gesellschaftstoiletten sind schräg drapirt, in Spitzen endigend, das Plastrom mit Blumen bestickt, rings um den Ausschnitt eine breite Spitzenrüsche, in deren Mitte eine Blumenguirlande eingelegt ist. Von der sauren Gurkenzeit plaudert das „Straßb. Tagebl.“: Um diese Zeit wird immer in Südfrankreich eine Frau mit 98 Enkeln 123 Jahre alt; da sie das jetzt bereits vierzig Jahre sortsetzt, so ist sie eigentlich 163 Jahre alt. Daß um diese Zeit immer ein Haifisch in der Nähe einer Badeanstalt zwei Kinder verschluckt, darf Niemanden betrüben; die Haisische wollen sich doch auch einmal gedruckt sehen. Mit Bestimmtheit können wir bereits voraussagen, daß in einigen Tagen in China durch eine Ueberschwemmung des gelben Flusses 68000 Menschen umkommen werden. Sollte es der blaue Fluß sein, so kommen nur 57000 um. Was liegt an ein paar Tausend Chinesen! Die Stadt in Centralamerika, deren Untergang durch einen Cyklon um diese Zeit mit Sicherheit — Ein geradezu vernichtendes Urtheil über den Londoner internationalen Sozialisten=Kongreß hat der bekannte Gewerkschaftsführer Uhrmacher Näther vor einigen Tagen in Berlin in einer Metallarbeiter=Versammlung gefällt. Der Kongreß, meinte er, habe die in ihn gesetzten Erwartungen in keiner Weise erfüllt und den größten Theil seiner Zeit mit Dingen vergendet, die der Arbeiterschaft nicht den geringsten Nutzen brächten. Weniger produktiv hätte er auch nicht sein können, wenn man die Anarchisten sammt und sonders zugelassen hätte. Die wichtigsten Fragen seien in oberflächlichster Weise behandelt und durch debattelose Annahme langathmiger Resolutionen erledigt worden. In dieser Weise habe man an einem Nachmittag die Hausindustrie abgeschafft, die Lehrlinge organisirt und noch eine ganze Menge ähnlicher Reformen auf dem Papier geschaffen. Es sei nicht zu scharf geurtheilt, wenn man sage, der Londoner Kongreß habe nichts weniger als Alles zu wünschen übrig gelassen. Italien. Zu Ehren des italienischen Kronprinzen, der fünf Tage in Cettinje verweilen wird, finden dort zwei Galatafeln, eine Truppenparade sowie eine Festvorstellung im neuen Theater statt. Der russische Oberst Radowski überreichte dem Kronprinzen ein Handschreiben des Zaren.— Der Erbprinz Danilo von Montenegro wird Anfangs September nach Italien kommen, um die Modalitäten für die Hochzeit festzusetzen. — Die bevorsiehende Verlobung des Kronprinzen wird von hiesigen Blättern nicht günstig aufgenommen. Man hofft, daß die Verlobung mit der Prinzessin Helene von Montenegro noch im letzten Moment scheitert. Belgien. Der belgische Minister des Aeußern erhielt auf seine Anfrage bezüglich der Bedeutung des deutschen Feldlagers von Malmedy von der hiesigen deutschen Gesandtschaft den Aufschluß, daß Elsenborn als Schießübungslager eröffnet worden sei und für die Neutralität Belgiens nicht die geringste Gefahr bieten könne. Der belgische Minister erklärte sich durch diese Auskunft völlig befriedigt. Heer und Flotte. * Rußland. Die Bemühungen, die Kriegsflotte zu verstärken, dauern fort. Die russische Presse begrüßt auf das Lebhafteste die Neubesetzung der obersten Marinebehörden durch die Admirale Tyrtoff und Avellane und sieht in ihr eine Gewähr für die kraftvolle Fortsetzung der seit einigen Jahren inaugurirten Marinepolitik.„Nach dem Krimkriege“, sagt die „Birsch. Wed.“,„hat es einen Augenblick geschienen, als ob es genüge, wenn wir eine Flotte besäßen, die unsere Ufer schütze. Diese Zeit ist jetzt vorbei, und in militärischen Kreisen hegt man die berechtigte Ueberzeugung, daß Derjenige zur Vertheidigung am Geschicktesten sei, der nöthigenfalls auch angreifen könne." Des Weiteren führt das Blatt aus, daß die Stellung Rußlands in Ostasten eine starke und leichtbewegliche Flotte erfordere, und kommt endlich zu dem Schlusse:„Wenn Rußland auch für eine Kontinentalmacht gilt, so liebt es doch seine Flotte und seine ruhmvollen Seeleute. Wir können dem erneuten Ressort nur neue und vollständige Erfolge wünschen.“— Durch einen kaiserlichen Ukas an den Kriegsminister wird eine Medaille gestiftet für die Theilnehmer an allen militärischen Expeditionen, die in den Jahren 1853 bis 1895 nach Centialasten unternommen sind. Die Medaille wird auf der Brust getragen an dem Bande des St. Georgs= und Wladimir=Ordens und wird in zwei Klassen getheilt, eine silberne und eine bronzene. gekabelt wird, feiert in diesem Jahre das Fest ihrer füufundzwanzigsten Zerstörung zu Zeitungszwecken. Um diese Zeit wird auch gern in Südrußland eine Sekte entdeckt, welche abwechselnd ihre alten Greise oder ihren Ueberfluß an Kindern aufißt. Im Winter verschwindet diese anscheinend unausrottbare Sekte von selbst. Die Seeschlange, welche früher sehr lustige Sommertage verlebte, haben sich die Blätter leider durch gegenseitige Neckereien abgewöhnt. Dagegen freuen wir uns, ihre Kollegin, die hundertjährige Schildkröte, welche meistens erblindet, aber sonst fröhlicher Gemüthsart ist, noch regelmäßig im Sommer sterben zu stehen. Ein moosbewachsener Karpfen, der einen Ring mit der Jahreszahl 1723 um die schlanken Hüften trägt, pflegt meist schon im Juni in einem fürstlichen Teich gefischt, aber vorsichtiger Weite stets für die nächste Saison wieder eingesetzt zu werden. Der elsässische Storch, zumeist auf dem Schulhause zu Urmat, bekommt noch regelmäßig an Stelle seines gebrochenen Beines einen Stelzfuß, auf dem er fröhlich durchs Leben hüpft und hoffentlich keine Kinder mit künftigen Stelzfüßchen bringt. Wir würden diese Reihe noch fortsetzen, fürchten aber, daß irgend ein Leser irgend etwas für eine Zeitungsente halten könnte. Ein reichsländischer Freund schreibt nun der K. V. noch einiges Weitere über dieses Thema: Die Planderei ist nicht übel; nur enthält sie eine bedauerliche Lücke, die nothwendig ausgesüllt werden muß. Das Blatt hat seltsamer Weise vergessen, daß um diese Zeit das„Straßb. Tagebl.“ fortgesetzt die obige Plauderei als Originalartikel wieder bringt: am 27. Juli 1894 stand sie wörtlich im gleichen Blatt zu lesen. Die Frau mit den 98 Enkeln in Südfrankreich ist also„eigentlich“ jetzt schon mindestens 165 Jahre alt, und nicht 163. Tiefe Trauer. Fräulein Julie Schmerzlich spielt seit dem Tode ihres Klaviermeisters nur auf den schwarzen Tasten. * Spanien. Wie mitgetheilt wird, unterhandelt die spanische Regierung mit der Schiffsbau=Firma I.& G. Thomson in Clydebank wegen des Baues von zwei neuen Kreuzern. Der eine dieser Kreuzer soll 11 000 Tons und der andere 6500 Tons Deplacement erhalten. Der Kontrakt ist noch nicht unterzeichnet, weil man sich über den Termin der Ablieferung noch nicht einig ist. Die spanische Regierung wünscht die beiden Schiffe in zehn Monaten fertig gestellt zu haben, während die Firma Thomsen elf Monate verlangt. Im letzten Jahre baute die genannte Werft für die spanische Marine sieben Kanonenboote in der ungewöhnlich kurzen Zeit von zehn Wochen. Aus Stadt und Land. Der kachdruck unserer Original=Nachrichten ist nur unter Quellenangabe— Tages=Ztg.“— Detmold, 18. August. * Wetterbericht. Voraussichtliche Witterung: Entweder ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist. Das Letzte ist das Wahrscheinlichere. * Odeon. Das 6. Abonnements=Konzert(Streich= musik), das im Saale stattfand, war sehr zahlreich besucht. Das Publikum spendete lebhaften Beifall, sodaß mehrere Stücke wiederholt resp. zugegeben wurden. * Donnerstag Morgen um 10 Uhr 30 Minuten wird das westfälische Jäger=Baraiuon Nr. 7 auf der Reise nach der Senne den hiesigen Bahnhof passiren. * Militärisches. Vergangene Woche haben 5 Offiziere vom Husaren=Regiment Nr. 8 aus Paderborn und 3 Offiziere vom Kürassier=Regiment Nr. 4 aus Münster von Münster aus einen Distanzritt um einen Kaiserpreis des 7. Armeekorps nach Wesel unternommen. Dieselben sind 1 Uhr 30 Min. Nachts vom Militär=Kasino in Münster fortgeritten. Lint. v. Lenske (8. Hus.=Reg.) traf, wie die„W. Z.“ meldet, zuerst in Wesel ein(1 Uhr 15 Min.) * Viehmarkt. Am heutigen Viehmarkt waren angetrieben: 827 Schweine, 6 Stück Rindvieh. 103 Wagen bestanden den Markt. Für 6 Wochen alte Ferkel wurden 6—7 M., für 8 bis 10 Wochen alte 8—10 M., für 13 Wochen alte 12—15 M. und für 15 bis 20 Wochen alte Schweine 18—20 M. gefordert. Es waren viele Händler am Platze und kauften diese die größeren Schweine fast sämmtlich auf. * Die General=Versammlung der Schützengesellschaft auf dem Schützenberge wurde gestern Abend gegen 8½ Uhr vom Vorstandsmitgliede, Herrn Watermann, eröffnet. Derselbe spricht zunächst sein Bedauern darüber aus, daß der Einladung so wenig entsprochen und nicht mehr Mitglieder erschienen seien. Sodann werden die Bedingungen mitgetheilt, unter welchen die jungen Schützen gewillt sind, der Schützengesellschaft beizutreten, als solche gilt hauptsächlich: Beibehaltung der Königs= und Königinnen=Würde, sowie Ausmarsch. Der gegentheilige Antrag Kanne von der letzten General=Versammlung, die Königin fallen zu lassen, wird vom Antragsteller unter den obwaltenden Bedingungen vorläufig zurückgezogen. Der frühere Antrag Ostwald, daß Mitglieder, welche sich in ihren Rechten zurück gesetzt fühlen, das Recht haben, an einer Vorstands=sitzung theilzunehmen, um dort ihr Recht vertreten zu können, wird angenommen. Sodann wird beschlossen, ein Preisschießen in diesem Jahre zu veranstalten und zwar am 30. August d. I. Ueber die Ausführung dieses, sowie über die eventuelle Betheiligung fremder Schützen sowie Detmolder Bürger, welche der Schützengesellschaft nicht angehören, entsteht eine längere Debatte, und kommt zum Beschluß, daß wohl Fremde sich an dem Schießen betheiligen können, aber selbstredend dafür ein entsprechendes Entgeld zu zahlen haben. Ob zu diesem Preisschießen ein Ausmarsch stattfinden sollte oder nicht, darüber konnte kein klares Ergebniß erzielt werden, sodaß die Auszählung der Stimmen stattfand, die zu Gunsten des Ausmarsches entschied. Außer einigen nebensächlichen Fragen und Antworten war hiermit die General=Versammlung erschöpft und wurde solche von Herrn Watermann gegen 10 Uhr geschlossen, nachdem derselbe zuvor ein dreifaches Hoch auf Se. Rulestat den Kaiser und Se. Durchlaucht den Prinz=Regenten ausgebracht, in welches die Versammlung begeistert einstimmte. * Sommertheater im„Neuen Kruge“. Heute findet die angekündigte Benefizvorstellung für Herrn Regisseur Arnold Stange statt. Der heutige Abend bietet reiche Abwechselung. Zuerst erscheint ein Cykles von lebenden Bildern, gestellt nach den Originalen von Paul Thumann; dazu Gesänge aus dem Liedercyklus von Robert Schumann:„Frauenliebe und Leben“. Die Gesangsvorträge hat Fräulein Toni Sax vom Stadttheater in Posen, die Klavierbegleitung Herr Konzertmeister Grimmig von hier übernommen. Nach den Bildern folgt der Schwank„Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Hausfrau", in 3 Aufzügen von Julius Rosen. Regie: Herr Arnold Stange Wir wünschen dem Benefizianten in jeder Hinsicht besten Erfolg und glauben dem Publikum einen recht genußreichen Abend prophezeien zu können.— Morgen gelangt das bekannte Sudermann'sche Schauspiel„Die Ehre“ zur Aufführung. Die Erwähnung des Namens Sudermann genügt wohl, um ein volles Haus zu bringen. Am Freitag geht— zum Benefiz für Fräulein Caroline Schmidt— ebenfalls ein vielgenanntes Sudermann'sches Stück„Glück im Winkel“ 2 G. onalien. Major v. Boehn vom UlanenReg. Nr. 5. unter Entbindung von dem Kommando als Adjutant bei dem Generalkommando des 7. Armeekorps, zum dienstthuenden Flügeladjutanten Sr. Maj. des Kaisers und Königs ernannt.— Dr. Grims vom Kür.=Reg. Nr. 4 zum Stabs= und Bataillonsarzt des 3. Bat. Inf.=Regiments Nr. 81 ernannt.— Dr. Roberg vom Landw. Bez. 1 Münster zum Stabsarzt befördert.— Dr. Schröder, Stabsarzt der Landwehr 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk Paderborn der Abschied bewilligt.— Landgerichtsrath Twele in Göttingen ist zum Landgerichtsdirektor in Hannover ernannt wo den, wohl als Nachfolger des scheidenden Lundgerichtsdireltors Dr Schmidt.— Versetzt ist Postdirektor Vollmar von Bünde(Westf.) nach Gummersbach.— Dem Hauptmann a. D. Rudeloff ist die Verwaltung des Kaiserlichen Postamts in Bünde(Westf.), zunächst probeweise, übertragen worden, ebenso, zunächst probeweise, dem Postsekretär Wendel in Bielefeld eine Ober=Postsekretärstelle daselbst. * J a g d v e r p a c h t u n g. S o n n a b e n d, 2 2. A u g u s t, Nachmittags 6 Uhr, Gemeindejagd Bega, in der Pfennig'schen Gastwirthschaft dortselbst. * Der„Heiraths=Klub“ ist die neueste Pflanze des Berliner Vereinslebens; er ist gegründet worden, um einem„längst gefühlten Bedürfnisse“ abzuhelfen. Aufgenommen werden nur junge Männer und Wittwer, junge Damen und Wittwen, die die wirkliche un volle Absicht haben, sich schnell und glücklich zu ver heirathen. Ausgeschlossen sollen die Mitglieder wieder werden, sobald sich ein Paar gefunden hat. * Lemgo, 17. August. Mittwoch, den 19. d. M., Abends 8½ Uhr findet Generalversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr im Vereinslokale statt. Tagesordnung: Feuerwehrtag in Detmold. * Salzuslen, 17. August. Die neueste Kurliste weist 1688 Kurgäste auf. * Schieder, 17. August. In Wöbbel bei Schieder trilt am 1. September eine Posthülfsstelle in Wirksamkeit. * Bad Meinberg, 17. August. Die Zahl der Kurgäste beträgt, laut neuester Kurliste, 621. Provinz Westfalen und Hannover. * Paderborn, 15. August. Die von der hiesigen katholisa=theologischen Fakultät gestellte Preis=Aufgabe ist von dem cand. theol. Wilhelm Stakemeier aus Förde, Kreis Olpe, gelöst und demselben der von 150 Mark aus der Oswald=Stiftung zuerkannt worden. Fur das neue Studienjahr 1896 97 wurde als neue Preisausgabe ausgeschrieben:„Begriff und Wesen der vollkommenen Gottesliebe“. * Minden, 15. August. Zur Zeit weilt hier Herr Generalarzt 1. Klasse Dr. Krulle, Korpsarzt des 7. Armeekorps, um die jährlich stattfindende Besichtigung des Garnison=Lazareths vorzunehmen. * H a u n o v e r, 1 6. A u g u s t. E i n e t r a g i k o m i s c h e Szene spielte sich auf dem hiesigen Bahnhofe ab. Die Ehefrau eines Kölner Schneidermeisters war ihrem Ehegatten mit dem ganzen Vermögen durchgebrannt. Sie hatte den Personenzug benutzt, der betrogene Gemahl aber bestieg den D=Zug und konnte dadurch die Ausreißerin auf dem hiesigen Bahnhof in Empfang nehmen. Die Bahnpolizei interveniite zu beiderseitiger Zufriedenheit.„Er“ erhielt sein Geld wieder und dampfte damit nach Köln zurück, während„Sie“ in anderer Richtung weiterfuhr. * Witten, 16. August. In der altlutherischen Gemeinde=Versammlung wurde Pfarrer Sommerfeld mit 475 gegen 10 Stimmen, die auf Pfarren Rübenstrunk fielen, zum Pfarrer der altlutherischen Gemeinde gewählt. Bekanntlich war früher Pfarrer Birkenhoff mit 700 Stimmen einstimmig gewählt. Land- und Getreidemarkt=Bericht. Berlin, 16. August. Die Witterungsverhältnisse haben anhaltenden und mangebenden Einfluß für die Tendenz und Preisbildung an den Getreidemärkten behalten. Während in Deutschland in den hauptsächlich in Frage kommenden Gegenden der Roggenschnitt beendet ist, findet sich doch noch viel Getreide auf den Feldern, dessen Einbringung durch das veränderliche Wetter mehr oder minder erschwert wird. Der kleine Körneransatz und der kleinere Ertrag vieler Früchte wird durch die feuchte Witterung in seiner Güte beeinträchtigt. Der Begehr nach greisbarem Brot= und Futter=Getreide ist an deutschen und den meisten ausländischen Märkten ziemlich umfänglich, daher die Tendenz in der Hauptsache fest und wenig Neigung zur Nachgabe in den Preisforderungen weder im In noch im Auslande vorhanden. Das Geschäft am Berliner Platze für greifbares Brot= und Futtergetreide war ziemlich lebhaft, und auf die rege Nachfrage darin hätten die Preise sich wohl noch mehr erhöhen können, wenn nicht großes ausländisches Angebot drückend gewirkt hätte. Angebote aus der neuen inländischen Ernte waren in letzter Zeit nicht bedeutend; Proben von neuem inländischen Hafer zeigten zum theil minderwerthige Beschaffenheit. Tendenz des Marktes im ganzen gut behauptet. Weizen und Roggen hielten sich unverändert; Hafer liegt andauernd fest; Mais geschäftslos. Es notirten für 100 Psd. loco: Weizen 6,75—7,20 Mark, Roggen 5,25—5,65 M., Hafer 6,20—7,40 M., Braugerste 6,30—8,25 M., Futtergerste 5,30—6,25 Mark, Mais 4,25—4,75 M. Forstwirthschaft. Esreifen jetzt Haselnüsse und(gegen Ende des Monats) der Birkensamen(Einsammeln des früher gereisten und gute Aufbewahrung, Beobachtung des später reifenden); der Samen fällt ab vom Vogelkirschbaum; der zweite Trieb geht der Vollendung entgegen?(nur die Lärche ist noch in vollem Trieb) und das Holz hört nach Bartholomäi(Ende August) zu wachsen auf. Beendigung der Sommerfällungen in Hochlagen: Fortsetzung von Dürrholzhieben(nebst Aufbereitung der Dürrhölzer). Durchforstungen und Läuterungshieben, Stockrodungen; Auszeichnung der zum Fällen bestimmten Bäume in den Vorverjüngungsschlägen(aus den im folgenden Monat abzutreibenden Brennholzgehangen kann Laub= und Streurechen gestattet werdeu); Einsammeln der Hasselnüsse, Vogelbeeren und des Lärcheuschwamms. Pflege der Saat= und Pflanzkämpe und Kulturen(wiederholtes Reinigen von verdämmenden Unkräutern, Verhinderung Beschädigung zarter und junger Holzsaaten durch Platzregen); Bodenbearbeitung in Besamungsschlägen(für die nächsten Herbst= und Frühjahrskulturen). Beendigung der Wasserbau=(Entwässerungs=)Arbeiten; Fortsetzung des Wegbaues. Unausgesetzte Aufsicht auf Hirten, Kohlenbrenner, Feueranmachen im Walde(Waldbrände!). Die vom „Weißpunktrüsselkäfer", besetzten Kiefernpflanzen ausziehen und verbrennen; Untersuchung der Fangbäume ans den„Fichtenborkenkäse.“, Entrinden und sorgfältiges Verbrennen der Rinde, Fällen stehender befallener Stämme und erforderlichen Falles neuer Fangbäume); „Nonne“ schwärmt, zu Anfang des Monats auch noch „Kieferspinnen.(P. M.) Telegraphische Correspondenzen. Berlin, 17. August. Heute Vormittag ist die Ungiltigkeit der Ziehung der Ausstelluingslotterie durch die Lotteriekommission ausgesprochen worden. Die neue Ziehung wird voraussichlich am Donnerstag und Freitag der laufenden Woche stattfinden. Alle Nachforschungen nach der in Verlust gerathenen Gewinnnummern sind resultatlos geblieben. Ersurt, 17. August. Bestimmt verlautet, der kommandirende General des 5 Armeekorps, General von Haenisch, habe sein Abschiedsgesuch eingereicht. Rom, 17. August. Der Papst unterhielt sich während des gestrigen Cercles auch mit dem Vorsteher der katholischen Mission in Kamerun, und nannte es löblich und höchst erfreulich, daß die deutsche Regierung der Mission daselbst vollste Freiheit lasse. Rom, 17. August. Bei der italienischen Botschaft in Paris reklamirte der Vertreter eines abessynischen Kaufmanns Names Khefneuy die Ladung des beschlagnahmten holländischen Dampfers„Doelwyk“ als sein Eigenthum. 1:. August. Laut offiziöser Meldung trifft der Zar am 5. Oktober in Cherbourg, am 6. Oktober in Paris ein. Paris, 17. August. Die siamesischen Unruhen veranlaßten die französische Regierung zwei Kriegsschiffe nach Bangkok zu entsenden. London, 17. Aug. Mehrere Kanonenboote haben, wie die Blätter zu der Sudan=Erpedition berichten, bereits die Grenze an den Nilfällen überschritten. Die Regierung will die Dongola=Expedition nach Nadok und Wadeladi vorstoßen lassen und das ganze Rilthal mit Kriegsschiffen besetzen. Belgrad, 17. August. König Alexander von Serbien wird in der zweiten Woche des September in Cettinje erwartet. Er wird um die Hand der Prinzessin Anna von Montenegro anhalten.— In den ersten Tagen des September wird König Alexander den Wiener Hof besuchen und dort zwei Tage verweilen. Von Wien aus reist er direkt nach Cettinje. Die KöniginMutter Natalie begiebt sich zur gleichen Zeit nach Biarritz. Sosia, 17. August. Zankow weilt, dem Vernehmen nach, in Rilo, um mit dem Fürsten Ferdinand wegen der Neubildung des Kabinetts zu berathen. Auch der ehemalige Finanzminister Burow wurde vom Fürsten in Audienz empfangen. Stockholm, 17. August. Der schwedische Konsul in Viktoria telegraphirte seiner Regierung, daß der erwähnte Ballon von Indianern bei Winnepeg am 3. Juli gesehen worden sei und demnach nicht von Andree's Ballon die Rede sein könne. Athen, 17. August. Die provisorische Regierung auf Kreta wird den Anschluß der Insel an Griechenland nunmehr bald veröffentlichen, wenn sich das Konsularkorps nicht schnell zu Gunsten der christlichen Bevölkerung einlegt. Athen, 17. August. Die Meldung von dem Ueberfall auf die Post zwischen Bitolja und Janissa wird bestätigt. Dem Hauptführer der mazedonischen Aufständischen sind dabei 10000 türkische Pfund zu gefallen. Washington, 17. August. Wegen des Schadens, der Spanien aus den vielen Expeditionen aus den Vereinigten Staaten, die für Kuba bestimmt sind, erwächst, hat die spanische Regierung eine Reklamation wubzeatbehs. Briefkasten. H. v. V. in H. Wird mit bestem Dank verwendet. Für freundliches Anerbieten ebenfalls herzl. Dank. Familien-Nachrichten. Von unsern Abonnenten uns zugehende, als richtig erkenndare Familien= Nachrichten finden gratis Aufnahme. Detmold. Verstorben: Fritz Runte, 70 J. alt. Heinrich Brinkmann, 59 J. au. Tmr 15 S 2 Ehlenbruch. Verstorben Laura Schumacher, 15 J. al Paderborn. Verstorben: Frau Rinchen, 23 J. alt. Bückebura. Verlobte: Sophie Wimmer mit Otto Herbst. Stadthagen. Verstorben: Peter Esser. 49 J. alt. Friederike Gretchen Höhle, 2 Sommer= Theater in Detmold (Neuer Krug.) Freitag, 21. August 1896 Benesiz für Fränlein Karoline Schmidt. Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Akten von Hermann Sudermann. Die Direktion. Erdbeer-Pflanzen, Sensation, Neuheit. Der Riese unter den Erdbeeren, von feinstem Aroma und wohl die größte bis jetzt hervorgebrachte Frucht, glänzend dunkelrosenroth, Latest of All, späteste von allen, köstlicher Geschmack, 100 Stück 8 Mk. 197) kräftig, gut bewurzelt, garantirt echt und sortenrein empfiehlt zur jetzigen Pflanzzeit: Laxtons Noble, Tafelerdbeere, früh, volltragend, König Albert, ungemein ertragreich, aromatischer Geschmack, Kaisers Sämling, frühe rothe, Neuheit, 100 Stück 3 Mk. Royal Souvereign, (Allein=Herrscher), Neuheit. Prämürt mit den höchsten Preisen, die Pflanze überwintert gut und ist sehr reichtragend. Rankenlose Monatserdbeere, eignet sich besonders zur Einfassung von Rabatten, Monatserdbeere, Schöne Anhaltinerin, beide Sorten Monatserdbeeren sind sehr ertragreich und tragen bis Ende September. 100 Stück 2 M. Handelsgärtner, Detmold. Schlachthausbau. „hrung non 20 Gesellen=Schränken Die Ausführung von 20 Gesellen=Schränken soll vergeben verden. Hierzu ist Termin auf... 8 Mittwoch, den 19. August d. J., Mittags 12 Uhr, m Rathhause, Zimmer Nr. 5, angesetzt. Bietungslustige belieben ihre Angebote auf dem vorgechriebenen Formulare, im verschlossenen Briefumschlage und mit ie Sestek. secscen=Pehade tid u gmandemn Karntar liegen während des in der Registratur, Zimmer Nr. 3 des Nathhauses, zur Einsich . Der Magistrat. 79). J. V.: Stein. Seeeeeee Gänzlicher Ausverkauf.„asgefge Wegen Aufgabe des Schuhwaarengeschäfts Frauenliebe und verkaufe ich von heute ab sämmtliche Schuhe und Stiefel„Lehen zu wirklichem Einkaufspreis. I Sebenhe, Ficher, nach dem Original „„ Hierauf: Bornheim, Du sollst nicht beOerlinghausen. gehren Deines Nächsten Hausfrau. Schwank in 3 Akten von Rosen. Mittwoch, 19. August Die Ehre. Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Am 22. Juli d. J. ist bei uns eine Geldsumme, welche in einer hiesigen Wirthschaft liegen geblieben ist, als„gefunden“ abgeliefert. Der sich legitimirende Eigenthümer des Geldes wolle sich innerhalb 8 Tagen bei uns melden, widrigenfalls anderweit darüber verfügt wird. Detmold, den 14. Aug. 1896. Der Magistrat. 395) Petri. Bekanntmachung. Am Montag, den 24. August, Morgens 11 Uhr, wird auf dem hies. Posthofe ein ausgemusterter sechssitziger Omnibuswagen öffentlich meistbietend verkauft werden. Lemgo, 15. August 1896. Kaiserliches Postamt. Kuhlo. vorger###AA- Bekanntmachung. mit GGGGTLG.] In Wöbbel bei Schieder tritt am m G G CGCCUSS I. September eine in Wirksamkeit. Bei derselben werden Postwerthzeichen verkauft und Postsendungen nach Maßgabe der bestehenden Vorschriften zut Weiterbeförderung angenommen. Minden(Westf.), 14. August 1896. Der Kaiserliche OberPostdirektor. Borgmann. Geschäfts-Eröffnung. Hierdurch zeige ich den geehrten Bewohnern von heiligenkirchen und Amgegend ergebenst an, daß ich mich am hiesigen Platze im Hause des Herrn Fritz Hilker als Maler und Glaser niedergelassen habe. Indem ich die geehrten Bewohner von Heiligenkirchen und Umgegend um geneigte Austräge bitte, versichere ich, daß ich mich bemühen werde, durch gute Arbeit, angemessene Preise und schnelle Bedienung das mir geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen. Heiligenkirchen, den 15. August 1896. Fr. Beune 385) Maler und Glaser. 9. große Verloosung in Meinberg. Am 7. September d. J. findet in Verbindung mit dem Jahimarkte die diesjährige loosung von Viet und Geräthen statt. Loose à 1,50 M., auf 20 Stück 1 Freiloos, sind vom Rechnungsführer des Verloosungs=Vereins, 38. Fricke hierselbst, zu beziehen. Hohenhausen, Fürstenthum Lippe, belegene, Kilometer von der Bahnstation Lemag entfernte Fürstliche ue, L2., Waise esie aur Ssenide 8f 95 achtet werden. Hierzu ist Termin auf unr Sehtsehene De ersc ee un a. SE aes e. chich cäce elsich labares Vermögen von mindestens 65 000 M. erforderlich ist, ber dessen eigenthümlichen Besis, sowie über ihre landwirthschaftiche Besäihzigung sch die Bewerder spitestens im Termine auszuDie Pachtbedingungen, von denen wir auf Verlangen gegen Schreibgebühr Abschrift ertheilen, können in unserer Registratur vom 25. d. M. ab eingesehen werden. u Fürstlich Lippische Rentkammer Ver(372 Herrn Der Vorstand. und Goldwaaren Geschäft von S. Busch Klüt bei Detmold. empfiehlt hierourch seine Gartenwirthschaft und renovirt. Großer Saal für Gesellschaften, Detmold, Bruchstr. 21, empfiehlt billig unter Garantie Uhren aller Art, Uhrketten, Verlobungs- u. Freundschaftsringe Brochen, Ohrrings, Halsketten u. s. w. Reparaturen werden gut Junges Mädchen, welches kochen kann, sucht zum 1. Oktober d. J. Stellung, am liebsten in Horn. Auskunft wird ertheilt Wallstrasse 307 in Horn. 394) Frische Weintrauben, à Pfd. 80 Pfg. sind zu haben. 396) Papenbergstr. Eine auf der Gewerbe=Ausstellung gewonnene(389 RübenschneideMaschine neuesten Systems steht zu verkaufen bei Heiur. Eichmeier, Detmold, Lageschestr. 24, beim Pinneichen. Zu miethen gesucht eine mittlere und billig angefertigt. neuartigem u renopirt. Großer Saal für Geseuschaften, mnnn ng; öntönenden Orchestrion.(Klavier mit Begleitung.) Prachtvoller Garten mit Kegelbahn. Vereinshaus, Detmold. soch von Abends halb 9 Uhr an Bibelstunde für Jeden dermann Unterricht gesucht. Off. unter Nr. 392 an die d. Ztg. Junges Mädchen, welches kochen kann, sucht zum 1. Okt. d. J. Stelle zur Stütze der Za arft. in der Erped. d. 34g. unter Nr. 375. mit kleiner Werkstelle und möglichst etwas Hofraum, per 1. Okt. von einem Handwerker in Detmold. Nachzufragen unter Nr. 390 in der Exp. d. Zig. Jeden Mittwoch: Sichen-Sretter und-Zohlen 1. Qu., astfrei Mete in Zuchen-, Lärchen-, Riefern- desgl. kannene Ristenbreiter Albert Ostwald, (387I 181) Detmold=Herford Th. Dallmeier in Detmold. Hornschestraße Nr. 37. LANAE-TKSTRN wurmie dlle andern Bücher üecher an wnlio—— bequeme Tellzahlungen von monatlich 3 M. an H. O. Sperling, Bechhandlung, Stattgart VII.