tadtthea nntag. 3— Volkstümliche Pr. der Hüttenbes hauspiel in 4 Aufzü G. Ohnet. 7½— Opernpreise. ste Vorstellung im Wagner-Zyklus Rienz er letzte der Tr osse tragische Oper m per 5 Aufzügen v. Rich. Intag. cheint wochentäglich zweimal, nßerdem an Sonntagen einmal. Konatl. Bezugsgebühr 75 Psennig, #rch die Post bezogen vierteljährlich .NEEA. H.####0 Mark. Anzeigengebühren: Volkstümliche Fr####fennig für die einspaltige KolonelDer Hochtour##e Annahmeschluß von Inseraten Sends 6 Uhr. Hauptgeschäftsstelle, edaktion and Druckerei: Karlrage Nr. 5. Fernsprecher: Nr. 18., " und 810. Auf Auruf einer uigenobenem Abon (Jahreskarten gü Betriebs=Zentrale, welche die Verbindung mit den einzelnen Gestsabtetlungen herstellt.###e Täglich 2 Ausgaben Anzeiger und Handelsblatt Täglich 2 Ausgaben Unabhängiges Organ für nationale Politik, verbunden mit der hwank in 8 Aufz. und Neal. ends. Opernpreise i aufgehobenem Abor Westfälischen Allgemeinen Zeitung Migno per mit Ballett in 3 von Ambroise Thor enstag B. Opernpreise. veite Vorstellung im Wagner-Zyklus. Tannhäus Amtliches Kreisblatt für den Stadt= und Landkreis Dortmund Gratisbeklagen:„Die Sonntagspost“(illustriertes Unterhaltungsblatt), Mittwochs„Mußestunden“ landlung in 3 Aufzüg Richard Wagner Texte anzi à 80 Pf. ünstlerblut à5 nnhäuser à 80 Pf. ust und Margarethe r fliegende Holländer: hengrin à 50 Pf. Meistersinger von à 80 Pf. Ferner: net, Hüttenbesitzer 20 örnson, Ueber unserl I. Teil 20 Pf. Althel er- Förster, illustr. 1 Mk chhammer, Ring des Mit Angabe der Thematz gebd. zogen, Führer durch der Nibelungen ern-Wegweiser L. Krüger, 6 Buch- und Musikalien-Har stenhellweg 43. Fern Verantwortlich: Für den redaktionellen Tell. K. a. Wildenradt: für Inserate und Reklamen: H. Grävinghoff. beide in Dortmund. Druck und Verlag: C. L. Krüger, G. m. b. O. Dormund. Ude Für Ausbewahrung und Rücksendung anverlangt eingesandter Manuskripte, sowie für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird keine Verantwortung übernommen. Ersüllungsort Dortmund. Berliner Bureau: Friedrichstraße Nr. 16, Fernspr. Amt 4, Nr. 1665. ierzu ein 2. und 3. Blatt, die Sonntagsnummer und die illustrierte Unterhaltungsbeilage „Die Sonntagspost“ Nr. 17. Kleine Chronik. Justizrat Bernstein ist vorgestern die Anlageschrift wegen Beleidigung des Füren Eulenburg zugestellt worden. Unter dem Vorsitz des Königs Eouard fand onnerstag eine Sitzung des Geheimen ates statt, bei welcher Gelegenheit der König e neuen Minister empfing. Auf Befehl des Kaisers von Rußland sind vom April die aus dem Port Arthur=Prozeß kannten Generale Fock, Smirnow und Reiß wen häuslicher Verhältnisse mit Pension verabjedet worden. * Die Duma hat das Amurprojekt endgilin dritter Lesung angenommen. 7 Die Aussperrung im Baugewerbe in aris ist beendet worden. Die Arbeit wird ienstag wieder ausgenommen werden. * In Römerville in der Schweiz hat eine wahnnnig gewordene Frau gestern ihre 5 inder gerotet, indem sie ihnen mit einer xt den Schädel einschlug. * Die Lynchdampfer haben den wegen der nruhen bei Amara eingestellten Dienst auf dem igris probeweise wieder ausgenommen. Ein Sozialist über die deutsche auswärtige Ostern 1904 1. und 2. Felel von 11½-2 Uhr: Frühschoppen-Konn Nachm. von 5 Uhr Gr. Konze des Künstler- Enseml „Carmen“. Eintritt frei! Eintritt Restaurant Hicolaistr. 1, Ecke B1 Die von Dr. J. Bloch herausgegebenen Soziastischen Monatshefte pflegen von bürgerlichen slättern zitiert zu werden, um den radikalen mentwegten“. Sozialisten vom Schlage Ledeburs Gegenzeugnisse aus dem eigenen Lager entegenzustellen. Calwer, Schippel und manche ndere erlauben sich hier ein selbständiges Urteil und das fällt oft anders aus, als das alte marxiische Dogma lautet. Eine Arbeit von Karl euthner, mit der die neueste Nummer eröffnet bird, steht— wenn man sich auch nicht mit allem nverstanden erklärt— zu hoch, als daß man sie ur zu einem taktischen Erfolge gegenüber der ogmenfesten offiziellen Sozialdemokratie verherten möchte. Sie hat etwas von einer aus dem Innern hervorbrechenden Ueberzeugung an sich, er man mit Achtung gegenübertreten muß. deutschen Jammer“ überschreibt Leuthner seinen lussätz und meint damit das Verhältnis der heugen Deutschen zur auswärtigen Politik. Daß Leuthner die unerschöpfliche Kunst des #plomatischen Genies Bismarcks anerkennt und lie sorgende, behütende Politik des ersten Reichsanzlers wie etwas auch ihm, dem Verfasser, Verbrungswürdiges nennt, sei nur nebenbei erpähnt. Auch daß er auf„die Staats= und Weltfemdheit der deutschen Demokratie“ im Vergleich zu anderen Völkern hinweisen, zu müssen meint; dabei darf man glauben, daß er unter dem Worte „Demokratie“ nicht nur eine unfruchtbare unrealpolitische bürgerliche Opposition, sondern auch die Sozialdemokratie begreift. Hier eine Probe, wie Leuthner selbst das Problem der nationalen Gesinnung und ihres Verhältnisses zu dem Fremdnationalen zu fassen sucht: „Man sieht förmlich die Mühe, die der Deutsche hat, sich zu beweisen, daß er sein Volk lieben dürfe und könne. Was sollte bei dem schlichten Empfinden, daß ich zu meinem Volke stehe wie zu Weib und Kind, weil es eben mein Volk ist, und zu dem tiefen Geistesdrange, in der Kultur, der ich eingeboren bin, alle höchsten Güter liebend zu hegen, alle Tiefen, die meiner Begabung faßbar sind, zu ermessen: was sollte bei dieser klaren und sicheren Stellung zum Eigenen und Mitgeborenen mich hindern, mit freiem und reinem Blick nach dem Fremden zu sehen, den Formenadel der romanischen, die großen Linien der englischen, die volkstümliche Tiefe der russischen Literatur und Gesittung zu bewundern?“ Die Worte Leuthners kommen manchmal etwas ungefüge zum Vorschein, wie Steine, die aus einem gärenden Krater ausgeworfen werden. Und manche der Steine fallen prasselnd nieder auf die Mehrheit der Deutschen und namentlich die deutschen„Demokraten“, denen er den Sinn für auswärtige Politik gänzlich abspricht. Hören wir mehr von ihm! Er sagt: „Was erstrebt das deutsche Volk, was erhofft, was wünscht es, wie begreift es seine Stellung unter den Nachbarn, wie erträumt es seine Zukunft im Verhältnis zu ihnen? Für England ließe sich da fast eine genaue Antwort geben, für Frankreich, Italien und Rußland eine ungefähre, unter uns Deutschen erscheint schon die Frage wunderlich Nicht an oberflächlichen, dem Kontrast entstammenden Empfindungen hängt die nationale Instinktunsicherheit der Deutschen und vornehmlich der deutschen Demokraten; sie wächst aus der Wurzel, wo sie mit den letzten Ursachen der Schwäche aller Demokratie in Deutschland verflochten ist. Man könnte es fast als Gesetz aussprechen, daß in der ruhigen Entwickelung des geordneten Staatswesens nur diejenigen Machtposten und Funktionen erpbert werden können, zu deren Besitz und Ausübung man sich irgendwie im allgemeinsten Sinne intellektuell befähigt erwiesen. Um es immer und immer zu wiederholen: den Staat kann nur leiten, wer lernt für das Gauze des Volkes in seinen allgemeinsten, also besonders aus den Beziehungen mit den Nachbarn sich ergebenden Angelegenheiten zu denken und zu sorgen. Und dazu ist wieder die Vorbedingung, daß man die Stellung der eigenen unter den anderen Nationen richtig erkenne. Wie sicher führt hierbei die meisten Völker der Instinkt ihrer Liebe und ihres Hasses! Man spottet gern über die Franzosen, weil gelegentlich ein Pariser Journalist Prag nach Ungarn und Breslau nach Posen versetzt. Das sind Sünden vor dem Schulmeister. Trotzdem findet die französische, die russische, die englische Presse meist mit intuitiver Sicherheit heraus, wie sich die Völker und Völkchen im Gefühl zu ihnen verhalten; Vorgänge bei dem Nachbar wird der Franzose und der Russe niemals wie der Deutsche als bloßes Schauspiel, bei dem er zum Schluß ethisch zu zischen oder Beisall zu klatschen hat, ansehen, er erhebt immer die Frage des verantwortlichen Sachwalters seiner Nation: Was nützt, was schadet es uns?“ „Der deutsche Gelehrte und Politiker Gothein hält im Reichstage eine Rede über die Rückwirkungen der Polenpolitik auf Oesterreich, das er — wie so viele Reichsdeutsche— als eine Einheit des Empfindens und Meinens aussaßt, ohne Ahnung davon, daß die verschiedene Grundstellung des Gefühls bei Deutschen einerseits, Tschechen und Polen andererseits dem Reiche gegenüber für das Verhältnis beider Staaten viel wichtiger ist als alles, was in Deutschland geschieht, ja daß dies auch jene Grundstellung kaum merklich andern kann. Darauf aufmerksam gemacht, versteht er nicht einmal, was man von ihm will; in der Tat hat er offenbar, wie es in Deutschland und fast nur in Deutschland üblich, die auswärtigen Beziehungen bloß in dem subalternen Sinne einer agitatorischen Ausnutzung zitiert, an sich sind sie ihm fremd und gleichgültig. Während des Sandschakbahnrummels konnte in der erzdemokratischen Rietsch Herr Bojantschaninow Rußlands Interessen in Mazedonien ganz in dem geschichtlich überlieferten Sinne vertreten und erörtern, unbekümmert darum, daß es in der erzreaktionären„Nowose Wremja“ Herr Menschikow, dessen bloßer Name auf jeden freiheitlich gesinnten Russen wie ein rotes Tuch wirkt, ungefähr ebenso tut; in Deutschland aber fanden sich einzelne Blätter, die frei nach dem„Matin“ und den„Times“ die schwarzen Balkanränke der Reichsregierung enthüllten, im guten Glauben, daß der Freiheit alles gedeihen müsse, was vom Westen komme, und ohne zu bedenken, daß diesmal der Weg über den Westen nur ein Umweg war, und das Gift, das sie in ihrer, nur noch in Deutschland so rein blühenden Naivetät dem Leser vorsetzen, zuerst in der Küche der Herren Suworin und Stolypin Bruder, in der„Nowoje Wremja“, dem führenden Organ aller Panslawisten und Zarenfreunde, gekocht worden war. Solche Beispiele aber ließen sich zu dicken Büchern häufen.“ Weiter meint Leuthner:„Zwei Grundmotive beherrschen wie die innere so bei dem schwachen Gemeinsinn auch die äußere Politik der Deutschen: das Gegensatzgefühl(Opposition) und die rein agitatorische Auschauungs= und Arbeitsweise, die hier aus einem Mittel zu dem einzigen Zweck der Politik erhoben ist. Beide verblenden Politiker und Publizisten nicht selten so sehr, daß sie der Reichsregierung— die immer unrecht haben muß — auch dann unrecht geben, wenn die ausländische Intrige von weitem zu spüren ist.“ Der Aufsatz Leuthners enthält im übrigen eine überaus scharfe Kritik an der auswärtigen Politik der verantwortlichen Männer der nachbismarckischen Zeit. Wie es damit auch stehen mag, jedenfalls könnten manche Parteipolitiker von diesem Manne lernen! Wenn sich das lernen läßt, was ihn auszeichnet: die Erfassung der auswärtigen Dinge als einer eigenen[Sorge und eigenen Not! Klerikalismus und Freiheit. Die„Natl. Corresp.“ schreibt: Einen interessanten Versuch haben die Bay reuther Jungliberalen gemacht. Sie haben sich an die Rechtsfakultäten der deutschen Universitäten mit der Bitte gewandt, durch Gutachten zur Klärung der Frage beizutragen, ob ein Bischof seine Kleriker von der Tätigkeit für eine bestimmte bürgerliche politische Partei— die liberale— abhalten dürse, während die Tätigkeit für eine andere— das Zentrum— gestattet werde. Veranlaßt war dies Vorgehen durch ein vom Erzbischof vom Bamberg an den Geistlichen Tremel gerichtetes Verbot, in dem jungliberalen Verein in Bayreuth als Vortragender aufzutreten. Wie man sich erinnern wird, ist dem Pfarrer und Abgeordneten Grandinger früher schon ein entsprechendes Verbot zugegangen. Es ist nur richtig und billigenswert, wenn die Bayreuther Jungliberalen der Sache, die sie naturgemäß sehr bewegt, auf den Grund zu gehen suchen und gleichsam eine erakte Festsetzung des Tat= und Rechtsbestandes herbeizuführen sich bemühen. Welche Antwort werden die deutschen juristischen Fakultäten geben? Sie werden wohl nichts anderes antworten können, als daß die geistliche Obrigkeit auch das außerdienstliche Verhalten der Kirchendiener unter die Disziplinargewalt zu ziehen vermöge und daß der Genuß der staatsbürgerlichen Rechte den Kirchendienern durch diese Disziplinargewalt theoretisch und praktisch beschränkt werden könne. Einer Einschränkung der Staatsbürgerrechte unterliegen ja auch die Soldaten und Beamten teils durch besondere Gesetzbestimmung, teils durch das Mittel der Disziplinargewalt. Noch wichtiger ist, daß auch die protestantische Kirche das politische Auftreten ihrer Geistlichen einer Aussicht zu unterziehen sich nicht enthält; es ist eine fortgesetzte Reihe von Fällen zu nennen, in denen die protestantische Kirchenobrig= keit gegen politisch sich betätigende Geistliche eingeschritten ist. Einer der letzten Fälle war der Fall Korell in Hessen. Sollte in diesen Fällen auch besonders die Hinneigung zu einer nicht bürgerlichen Partei, nämlich der Sozialdemokratie, und eine Förderung derselben ins Auge gefaßt worden sein— ein Unterschied, der immerhin beachtenswert ist—, so dürfte doch dieser Unterschied gerade von den Jungliberalen nicht in den Vordergrund gerückt werden. Die Jungliberalen Bayreuths werden durch ihr Vorgehen schwerlich erreichen, für den Pfarrer Tremel, den Pfarrer Grandinger und so viele andere, die unter dem ultramontanen Drucke stehen, die Freiheit des Handelns herbeizuführen und den Druck von ihnen zu nehmen. Sehr wertvoll ist es aber schon, wenn es ihnen gelingt, die allgemeine Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß auf jener Seite die Freiheit nicht zu haben ist. Wenn man diese Tatsache, zunächst garnicht in der Hoffnung, sie zu ändern, sondern einfach nur, um sie festzustellen, immer von neuem betont, so ist schon ein gutes Stück erreicht. Es sind vorhin Beamte und Soldaten zum Vergleich herangezogen worden. Daß ein Beamter nicht die gleiche Meinungsfreiheit gegenüber dem Staate hat, wie ein anderer Bürger, liegt ofsen zutage; er muß Rücksichten nehmen und die Kritik, wenn er sie übt, in angemessene, nicht ausreizende Form kleiden. Den Soldaten— Manuschaften und Offizieren— ist das aktive Wahlrecht gesetzlich vorenthalten. Für beides lassen sich Gründe anführen. So ist der Beamte in besonderer Weise ein Teil der Staatsgewalt; daraus erwachsen Rechte, aber auch Schranken. Diese Dinge werden offen zugestanden und beruhen auf klaEERS Ostern 1908. An beiden Felertag von 12—8 Uhr nacht Dortmunder Stadttheater. Diner. Donnerstag, 16. April. Couvert.25 Couvert An beiden Felertag Während der DinerHannele. Bühnendichtung von G. Hauptmann. Tafelmusik. Zum Blücl 77,Münsterstraße ekannt gute Kl Mhalt. Tages- u. Abe tagstisch v. 12— (auch im Abonnement DR V. 80 Pr. 125 K. ktien- u. Münchene Schöne Säle mit Vereine, Gesellsa Festlichkeiten 2c. Erststellige ypothekengel sofort und später durch Arthur Eichlel dstraße 50. Fernru l. des Dortm. Makler =Darleben, Ratenrüc Seldstgeber Gattel, 91, Blücherstr. 29. Rb Als Hauptmanns„Hannele“ vor einer Reihe son Jahren zuerst das Licht der Lampen erblickte, sa waren es vor allem die furchtbaren Kontraste sio Werkes, die einen lebhaften Streit der Meisungen hervorriefen. Man hatte den Armeleutomödien noch keinen rechten Geschmack abgewonen und die sensitiver Veranlagten schüttelten sich amentlich vor dem krassen Auftakt der Dichtung, r Szene im Armenhause zwischen der Tulpe, sedwig usw. Wir sind inzwischen an Schlimmeres wöhnt worden; aber heute noch frägt man sich, die drastische Beronung des niedersten Niveaus ine unbedingte Notwendigkeit war? Ohne ZweiI dient das verkommene Gesindel dem Dichter ## erwünschte Folie für seine idealeren Gestalten; wollte diesen schreienden Gegensatz und dalit wird man sich bescheiden müssen. Angesichts er großen poetischen Schönheiten des Werkes sird man es auch können. Denn stets ergreift das beschick des armen gequälten und mißhandelten kaurerkindes die Herzen der Zuschauer. Mit groPhantasie hat Hauptmann sich in den Fieberahn der Sterbenden versetzt; und wenn gewiß on tausend' Kindern gleicher Art neunhundertstünundneunzig nicht so denken und phantasiesen, wie das Hannele, so könnte es doch bei dem Msendsten so gewesen sein. Es ist ja eine oft gar lltsame Verquickung von religiösen und kindlichseltlichen Vorstellungen, zu deren Zeugen wir smacht werden; und dennoch weht uns tiefe besie aus dieser Schöpfung Hauptmanns an! Aufführung war wiederum musterhaft kbereitet. Fräulein Wallot spielte die Titelde und zwar mit einer rührenden Hingabe und Lfolgedessen mit einem Erfolg, der unbestreitbar * Sie schten die seelischen und körperlichen salen des armen Kindes förmlich mitzuempfinsen; wie sie sich auf ihrem ärmlichen Lager wand wimmerte und flehte, dann wieder in Verlcung geriet, das war alles von einer überzeuenden Wahrheit, die das Publikum tief ergriff. em milden und hilfsbereiten Lehrer Gottwald, eäter dem Fremden, verlieh Herr Mayr in hoMaße jede weiche Färbung, die für diese Doppelfigur conditio sine qua non ist. Das schöne, künstlerische Maßhalten kam auch dieser Gestalt zu statten und bildete einen wohltnenden Gegensatz zu dem Leidensbild der mit dem Tode Ringenden. Neben den erwähnten beiden Rollen treten die übrigen stark zurück. In die grellste Beleuchtung hat der Dichter den Maurer Mattern gerückt; Herr Binder verkörperte ihn durchaus im Geiste des Dichters und markierte namentlich den Wandel beim Anblick der Leiche mit großem schauspielerischen Talent. Sehr sympathisch gab Frau Duval die Diakonissin und Frl. Paul die Mutter Hanneles. In kleineren Rollen waren ferner beschäftigt Herr Kaufmann, Amtsvorsteher, Herr Kaul, Seidel, Herr Mill, Dr. Wachler. Als Engel in seraphischen Gewanden wirkten mit die Damen Habermener, Ansion und Ferstner,— als Armenhäusler und Häuslerin nen die Herren Klug und Bürger und die Damen Tscherpa und Wohlbrück. Es war viel Stimmung in der Aufführung, auch die Lichteffekte gelangen gut. Für all dieses gebührt Herrn Oberregisseur Habermeyer aufrichtiger Dank. Sehr wenig hat uns die Musik von Marschalk befriedigt; mit Ausnahme der Einleitung zum zweiten Teil ist das eine musikalische Oede und Leere, von der man nicht begreift, daß so etwas überhaupt, möglich sei. Der Komponist wollte wohl etwas ganz Besonderes schaffen; das ist ihm auch gelungen,—„aber fragt mich nur nicht, wie!"— Dem ernsten und ergreifenden Schauspiel folgte des jugendlichen Mozart harmloses Singspiel„Bastien und Basticune“. Es wiegt nach dem Hauptmann eigentlich zu leicht und kommt deshalb nicht ganz zu seinem Recht. Die Handlung ist gleich Null, ein altes Rezept, den Wankelmut eines Liebhabers dadurch zu besiegen, daß man den Herrn eifersüchtig macht. Wir wissen nicht, inwiewett Text und Dialoge von Kalbeck verbessert sind; viel gewonnen scheinen sie durch die Bearbeitung nicht zu haben. Aber die Musik trägt hin und wieder schon das Gepräge des Mozartschen Genius, wenn auch erst in den Anfangsstadten seiner Entwickelung; sie ist sinnig und heiter und nimmt zu Zeiten auch einen Anlauf zum Charakteristeren. Ungemein einfach ist das Orchester behandelt; das Streichquartett, dem sich ab und zu einige Holzbläser gesellen, voild tout! Das niedliche Werk wurde von den Damen Kalman, Bastien, und Jülich, Bastienne, und Herrn Engelke, Colas, hübsch gegeben. Die Damen befriedigten gesanglich nicht zu hoch gestellte Ansprüche, doch müßte das Spiel dieser Nippfiguren aus der Barockzeit viel graziler und capriziöser sein. Vielleicht gelingt es in dieser Beziehung noch, Vollkommneres zu erreichen. Herr Kapellmeister Weißleder ließ das Orchester in beiden Werken sehr fein und diskret seine Aufgaben erfüllen; im Singspiel hatte Herr Regisseur Förster für eine hübsche Ausstattung Sorge getragen. Das gut besetzte Haus nahm beide Darbietungen mit herzlichem Beifall auf, vor allem freilich das unserem Empfinden näherstehende„Hannele“. Kunst, Wissenschaft und beben. Das Karfreitagskonzert des Reinoldi=Kirchenchors. „Die sieben Worte des Erlösers am Kreuz.“ Oratorium für Soli, Chor und Orchester von J. Haydn. Seit den ältesten Zeiten des Christentums haben die Ereignisse des Karfreitags die Künstler jeglicher Art zu hervorragenden Leistungen auf ihrem Gebiete begeistert; nicht zum geringsten hat die Musik dazu beigetragen, in ihrer eindringlichen Art und Weise das Leiden und Sterben Jesu Christi vor die Augen zu stellen; z. B. in den Passionen von H. Schütz und besonders von J. S. Bach. Und gerade die sieben vom Kreuze herabgesprochenen Worte des Erlösers bieten einen dankbaren Stoff für die Vertonung. Sie sind außer von J. Haydn auch von H. Schütz komponiert. Der Reinoldi=Kirchenchor hat das in den Jahren 1774 und 1775 entstandene Oratorium von Josef Haydn gewählt, das eine merkwürdige Geschichte hat, über die der Komponist selbst im Vorbericht der Partitur sagt:„Es sind ungefähr 15 Jahre, daß ich von einem Domherrn i# Cadix ersucht wurde, eine Instrumentalmusik auf die sieben Worte Jesu am Kreuze zu verfertigen. Man pflegte damals alle Jahre während der Fastenzeit in der Hauptkirche zu Cadix ein Oratorium aufzuführen, zu dessen verstärkter Wirkung folgende Anstalten nicht wenig beitragen mußten. Die Wände. Fenster und Pfeiler der Kirche waren nämlich mit schwarzem Tuche überzogen, und nur eine in der Mitte hängende große Lampe erleuchtele das heilige Dunkel. Zur Mittagsstunde wurden alle Türen geschlossen; jetzt begann die Musik. Nach einem zweckmäßigen Vorspiel bestieg der Bischof die Kanzel, sprach eines der sieben Worte und stellte eine Betrachtung darüber an. So wie sie geendigt war, stieg er von der Kanzek herab und fiel kniend vor dem Altar nieder. Diese Pause wurde von der Musik ausgefüllt. Dieser Darstellung mußte meine Komposition angemessen sein.“ Handu löste die Aufgabe so, daß er jedes Wort Christi durch einen Baßrezitativ einleitete, dem die kurzen Instrumentalsätze folgten; letztere verwertete er auch in einem Quartett. Die jetzt vorliegendellmarbeitung in Cantatenform erfolgte erst nach der 2. Londoner Reise; Haydus Schüler Nenkomm veränderte einiges mit Einwilligung des Meisters, und Franz Lachner vermehrte die Chöre aus andern Werken Haydns. In dieser Form liegen die„sieben Worte" jetzt vor. Der Text ist von Haydus Freund, dem Baron van Swieten, verfaßt. Nachdem fast jedesmal der Chor das Wort Christi im vierstimmigen Satz intoniert hat, werden durch die 4 Solisten oder den Chor in Gemeinschaft mit ihnen oder durch erstere allein Betrachtungen, Fürbitten angeknüpft; das Wert trägt durch reiche Melodik und Harmonie volfstümlichen Charakter, entbehrt aber gänzlich der Polyphonie, die den Passionen Bachs so lebensvolle Wirkung verleihen. Ein längerer Instrumentalsatz für Blasinstrumente zwischen dem 4. und 5. Satz zerlegt das Oratorium in 2 fast gleiche Telle. Die heutige Aufführung der„Sieben Worte" durch den Reinoldi=Kerchenchor, hatte Herr Musikdirektor Aßmus sorgfältig vorbereitet: der Chor leistete bis auf einige Unebenheiten Gutes, das Orchester(Giesenkirchensche Kapelle) ebensalls, nur hätte in den lebhaften Figuren das Zusammenspiel exakter sein müssen. Das Sollsten=Quartett bestand aus Frl. Plankemann, Frl, Wehrenfennig, Herrn Schirmer und Herrn Gövel. Auch dieses befriedigte, nur schien Frl. Plankomanns Stimme im Ensemble etwas zu klein für den großen Raum der Reinoldi=Kirche. Der Aufführung des Haydnschen Oratoriums gingen einige Solovorträge vorauf; Herr Schirmer sang unter Begleitung des Orchesters das Rezitativ„Zerreißet eure Herzen“ mit folgender Arte:„So ihr mich von gauzem Herzen suchen werdet“ aus Mendelssohns„Elias“. Herr Göpel bot die Arie aus Bachs MatthäusE 0 45 # r ren Pflicht= und Abhängigkeitsverhältnissen. Anders ist es beim Klerikalismus. Hier wird gerade mit der angeblichen Freiheit ein Sport getrieben. Haben wir es doch erlebt, daß bei den Verhandlungen über das Vereins= und Versammlungsgesetz im Reichstage das Zentrum immer noch sich als Hort der Freiheit aufspielte. Das hat man gewagt im Jahre nach dem Erlaß der Encyklika gegen' die Modernisten, nach dem Vorgehen gegen Schnitzer, nach Niederwerfung der von Münster ausgehenden Inderbewegung, nach ausdrücklicher Beseitigung der Koalitionsfreiheit der Priester, wenige Tage nach Auflösung einer für den Westen des Reiches gegründeten Priestervereinigung! Ein Mann wie Schädler wagt nach alledem, im Reichstage sich als Vorkämpfer der Freiheit gegen die Blockparteien aufzuspielen! Die Blockparteien haben eine sehr weitgehende Zurückhaltung geübt und sind nicht zum Angriff übergegangen. Es wird die Zeit kommen, wo auch im Reichstage dem heuchlerischen Treiben des Zentrums in systematischer Weise entgegenzutreten sein wird. Ein neues gewichtiges Zeugnis für die Unfreiheit, die auf klerikaler Seite herrscht, ist der Jall Tremel. Er soll angereiht werden an die übrigen Zeugnisse, und wer überhaupt Sinn für Logik hat, wird dann ja wohl mit der Zeit einsehen, daß auf klerikaler Seite nicht die Freiheit herrscht, sondern die Gebundenheit und Unfreiheit! Vorsitz des Präsidenten des Herrenhauses, Freiherrn von Manteufsel und des ersten Vize=Präsidenten des Reichstages, Geh. Reg.=Rat Professor Dr. Paasche konstituierte, hat nunmehr einen Deutsches Reich. Bülow statt„Dilo“. Die in der Presse verbreitete Nachricht von der Absendung eines Drohtelegramms an den Reichskanzler, die so unglaublich klang, hat jetzt, nach einer Meldung der„R. W. Ztg.“, eine der Komit nicht entbehrende Aufklärung gefunden. Die Worte„Vivat Sequenz!“, die der ruthenische Abgeordnete Bugzynowski nach der Ermordung des Grafen Potocki telegraphierte, waren an das ruthenische Blatt„Dilo“ gerichtet. Der Telephonteufel, der noch boshafter ist als der Druckfehlerteufel, hatte daraus Bülow gemacht. Zur Nord= und Ostseefrage. Einem Berliner Telegramm der„K..“ zufolge dürften beide Erklärungen über die Nordsee und Ostsee, die erstere in Berlin, die zweite in Petersburg nach Östern uno zwar möglicherweise noch vor dem 1. Mai gezeichnet werden, unter der Voraussetzung jedoch, daß die vor der Zeichnung noch zu erfüllenden Förmlichkeiten in den beteiligten einzelnen Staaten glatt erledigt werden. Die-Kuna der Erklärungen ist für die Ostsee von Rußland, für die Nordsee von Deutschland entworfen und die Entwürfe laufen gegenwärtig bei den Zeichnungsmächten ein. Wesentliche Aenderungen sind nach dem bisherigen Ergebnis der Verhandlungen nicht mehr zu erwarten. Die neue Felddienstordnung bringt einige wenige weitere Verdeutschungen der in der Armee eingeführten und gebräuchlichen Fremdwörter. Fortan unterscheidet man bei Marschsicherung nicht mehr zwischen„Avantgarde“ und„Arrieregarde“, sondern zwischen„Vorhut“ und„Nachhu"". Leider aber hat, wie die„Mil.= pol. Korrespondenz“ schreibt, die neue Vorschrift nicht ganze Arbeit gemacht, sondern hat, ebenso wie die in den letzten Jahren erschienenen„Reglements“, mehrere Fremdwörter beibehalten, die recht gut durch deutsche Ausdrücke hätten ersetzt werden können. So srpicht die Felddienstordnung immer noch von„Offensive“ und„Defensive“, statt von„Angriff“ und„Verteidigung“, von„Bagage“ statt„Troß“, von„Eskadrons" und„Vedetten", anstatt von„Schwadronen“ und„Kavalleriedoppel= posten", von„Sanitätsdienst" und„Veterinärdienst", statt von„gesundheits= und roßärztlichem Dienst". Die gut deutschen Bezeichnungen„Roßarzt“ und„Oberroßarzt“ sind ja leider erst vor wenigen Jahren in die fremdsprachigen Benennungen„Oberveterinär" und„Stabsveterinär“ verstümmelt worden, deren Bedeutung den jungen Soldaten— denen Fremdwörter im wahrsten Sinne des Wortes„fremde Wörter“ sind— erst mit vieler Mühe klargemacht werden muß, während die Bezeichnung„Roßarzt“ von selbst jedem verständlich macht, welch nützliche Tätigkeit der betreffende Staatsangestellte ausübt. Unklar ist es auch, warum die neue Felddienstordnung an den Bezeichnungen„optische, Draht= und Funkentelegraphie“ festhält, statt diese Ausdrücke durch „Seh=, Draht= und Funkenfernschrift" zu ersetzen — heißt es doch darin nicht:„Telephon“, sondern stets„Fernsprecher",„Fernsprechabteilungen“ usw. Hoffentlich ist die Zeit nicht mehr allzu fern, wo das deutsche Heer nur noch deutsche Ausdrücke gebraucht, und auch unsere Truppen nicht mehr nach„Exerzier=Reglements“, sondern nach „Uebungsvorschriften“ ausgebildet werden. Vom deutsch=französischen Annäherungskomitee Das deutsch=französische„Annäherungskomitee", das sich bereits im Mai vorigen Jahres in Berlin gebildet und sich am 22. März d. Is. unter dem Arbeitsausschuß gewählt. Bei— Anfragen sind in letzter Zeit wiederholt Verwechselungen vorgekommen mit einer hier bestehenden deutsch= französischen Gesellschaft, deren Vorsitzender Herr Buchhändler Süßerot, Berlin, Neue Winterfeldstraße 3a, ist und die augenblicklich ohne Mitwirkung des deutsch= französischen Annäherungskomitees den Empfang von 30 Pariser Studenten in Berlin betreibt. Zur Vermeidung derartiger Verwechselungen ist deshalb daauf hinzuweisen, daß das Bureau des deutschfranzösischen Annäherungskomitees sich zu Berlin, Französischestraße 29, befindet und daß alle dieses Komitee betreffenden Anfragen und Zuschriften an das erwähnte Bureau oder an den ersten Vizepräsidenten des Reichstages, Prof. Dr. Paasche, resp. an den Schatzmeister, Bankdirektor Leopold Steinthal, Französischestraße 29, zu richten sind. Zur Frage der Feuerbestattung. Die preußische Regierung soll Erwägungen und Erhebungen über die Frage der Feuerbestattung eingeleitet haben und zum mindesten nicht mehr abgeneigt sein, die Einführung der fakultativen Feuerbestattung in Preußen zuzulassen und durch eine besondere Gesetzesvorlage zu ermoglichen. Dazu schreibt das„B..“: Sowohl in protetantischen wie in katholischen Ländern, in Italien, in Frankreich und England, in Schweden, in Dänemark, in Spanien und in elf Staaten des Deutschen Reiches ist die Feuerbestattung gesetzlich längst zugelassen, und Geistliche aller Bekenntnisse walten dabei ihres Amtes. In Oesterreich, in dem die bürgerliche Gesetzgebung päpstlicher ist als der Papst selbst, hat ein Zivilgericht gegen die Erben eines Verstorbenen zugunsten eines Feuerbestattungsvereins entschieden, der die letztwillige Anordnung eines Mitgliedes geltend machte, daß Leiche nicht begraben, sondern verbrannt werde. Die österreichischen Verwaltungsbehörden haben in diesem Falle sogar den Gerichtsbeschluß vollzogen, indem sie auf Kosten der Erben die humierung des Leichnams anordneten. Die preußischen Verwaltungsbehörden haben natürlich niemandem verwehren können, die irdischen Reste eines verstorbenen Familienmitgliedie Matrosen= Artillerie- Abteilung Kiautschou den Korvettenkapitän Hahn, statt des Korvettenkapitäns Herrmann Ingenieur vom Platz der Fortifikation Tsingtau ist jetzt nicht mehr Major usendungen und[Müller, sondern Major Klehmet, bisher beim Stab des Pionierbataillons Nr. 3. Ausland. Fusion der„Post“ und„National=Zeitung“. Gegenüber der Meldung eines Königsberger Blattes, daß die„National=Ztg.“ in Zukunft als selbständiges Blatt zu erscheinen aufhöre und mit der„Post“ verschmolzen werden soll, teilt diese heute mit, die„.=.“ werde in ihrer vollen politischen Selbständigkeit wie bisher weitergeführt werden. Es seien gewisse organisatorische Aenderungen, die rein geschäftlicher Natur seien, geplant, doch sei eine endgültige Entscheidung hierüber noch nicht getroffen. Nur um freie Hand für die neue Organisation zu haben, sei einstweilen allen Redakteuren der„.=.“ gekündigt worden, mit dem größten Teil von ihnen werden voraussichtlich neue Verträge abgeschlossen werden. Italien. Fürst Bülow in Rom. Donnerstag vormittag machte der Reichs ler mit seiner Gemahlin einen Spazierz Dann entsprach das Fürstenpaar einer Einla## der Königin=Mutter Margherita zum Früh Am Nachmittag begleitete der Reichskanzler Gemahlin zur Königin Helene, die der Für der ein äußerst freundlicher Empfang ber wurde, ihre Kinder zeigte. Während die Fü bei der Königin weilte, unternahm der Re kanzler mit Professor von Renvers einen au dehnten Spaziergang. Beto der chine Die Regierung b saichen, den Sohn d hhling und den Gouve hoo Yi. nach Kanton gung. über den„Tatst lnd dem antijapanisch bachen. des außerhalb Preußens verbrennen zu lassen. Nie hat sich eine preußische Behörde veranlaßt gesehen, einer„Ungesetzlichkeit" zu wehren, indem sie einem Toten aus Altona den Reisepaß nach Hamburg versagt hätte, von dem sie den seiner letzten Reise nach Hamburg wußte. Auch das Prinzip der Kirche, sich gegen die Leichenverbrennung absolut ablehnend zu verhalten, ist in seinen Voraussetzungen und in seinen Konsequenzen längst durchbrochen. Ein großes Loch in die alte Tradition hat das Reichsgericht gerissen, indem es vor einem Jahre entschied, daß auch Friedhöse, die der Kirche gehören, verpflichtet sind, die Asche von Verstorbenen aufzunehmen, die sich haben verbrennen lassen. Die Leichenhalle der Pfarrgemeinde der Kaiser Wilhelm= Gedächtniskirche in Berlin wird in nächster Zeit mit einem Säulenbau ausgestattet werden, der Nischen zur Aufstellung von Aschenurnen enthalten soll. Diese Urnen werden in unmittelbarer Gemeinschaft mit Erbbegräbnissen aufgestellt werden, an einem Ort also, wo täglich eine reliaiöse Feier abgehalten wird. Die Kirchenbehörden haben also schon bewiesen, daß sie die gebieterischen Forderungen der Zeit manchmal rascher verstehen, als einzelne Regierungen. Die Einwendungen religiöser Art, die gegen die Feuerbestattung gemacht werden, sind unhaltbar. In der Bibel befindet sich nicht eine Stelle, die das Erbbegräbnis anordnete oder die Feuerbestattung verböte. Zudem hat die evangelische Kirchenkonferenz in Eisenach im Jahre 1898 ausdrücklich anerkannt, daß die Feuerbe stattung keinem der Gebote Gottes und keinem Artikel des christlichen Glaubens zuwiderläuft. Der preußische Oberkirchenrat lehnte die Feuerbestattung offiziell überhaupt nur durch die Bestimmung ab, daß er der Geistlichkeit die Einsegnung der zur Verbrennung bestimmten Leiche im Ornat verbietet. Aber er scheint auch gar nichts dagegen zu haben, daß sich Pfarrer, die anderer Meinung sind, an dieses Verbot nicht halten. Ein tapferer Geistlicher der Kaiser Wilhelm=Gedächtniskirche hat vor kurzem einen solchen Toten im vollen Ornat ungestraft eingesegnet. Und der Oberhosprediger Schmarz hat sich gar vor zehn Jahren selbst in Gotha verbrennen lassen. Von der Verwaltung in Kiantschon. Mehrfach heißt es wieder, daß der Gouverneur von Kiantschon, Vizeadmiral Truppel, der ja nun schon eine lange Reihe von Jahren draußen ist, demnächst in die Heimat zurückkehren würde. Das ist unrichtig. Exzellenz Truppel bleibt noch weiter Gonverneur in Kiautschon. Die Marine=Feldartillerie in Kiantschou hat jetzt als Chef den Hauptmann Mueller, statt des Hauptmanns Ingenohl, Aus der freisinnigen Partei. In einem„Einigung und Einigkeit“ überschriebenen Artikel zieht die„Voss. Ztg.“ das Fazit aus den bisherigen Erfolgen der freisinnigen Fraktionsgemeinschaft. Sie ist mit dem Resultat recht zufrieden, meint, die Idee habe sich gut bewährt, und kommt dann zu folgendem Ergebnis: Innerhalb der Wählerschaft schwinden die Gegensätze zwischen beiden Gruppen immer mehr, was dem Gesamtliberalismus nur zuträglich ist. In der Tat, es ist bereits nahe daran, daß man nicht mehr fragt, ob ein Kandidat der Freisinnigen Volkspartei oder der Freisinnigen Vereinigung angehört, da man sich dor unterscheidenden Merkmale kaum noch erinnert und vielfach für absehbare Zeit die Verschmelzung erwartet. Aber je erfreulicher diese Annäherung ist, um so schärfer ist der Kampf innerhalb der Freisinnigen Vereinigung selbst geworden, der Kampf zwischen einer kleinen Minderheit und sowohl der Mehrheit ihrer Partei wie der gesamten Fraktionsgemeinschaft. Es ist müßig, zu wiederholen, welche Angriffe von dieser Minderheit die Mehrzahl der Freisinnigen Vereinigung und alle Parteien der bürgerlichen Linken, insbesondere die Freisinnige Volkspartei, seit geraumer Zeit erfahren haben, zum Gaudium für die Sozialdemokratie und das Zentrum. Wenn sie Sozialdemokraten wären, sie hätten es wenig anders treiben können, als sie unter der Flagge der Freisinnigen Vereinigung getan haben. Daß mit ihnen eine Einigung unmöglich ist, ergibt sich aus der handgreiflichen Tatsache, daß es der Mehrheit der bürgerlichen Linken an der unentbehr lichsten Einheit der politischen Deukart mit ihnen sehlt. So stehen die Dinge augenblicklich. Für die Verschmelzung der drei linksliberalen Gruppen wäre der Zeitpunkt nicht mehr fern, aber nur für eine Verschmelzung, in die jene Gruppe der Freisinnigen Vereinigung nicht einbezogen würde, die unaufhörlich die Haltung der bürgerlichen Linken öffentlich befehdet hat und in dieser Fehde auch jetzt noch fortfährt. Solange hier nicht eine reinliche Scheidung erfolgt ist, wird aus der Fraktionsgemeinschaft keine einheitliche Partei werden können. Personal=Veräuderungen in der Armcc. Emend, Oberlt. im Inf.=Reg. Graf Bülow v. Dennewitz(6. Westf.) Nr. 55, von dem Kommando zur Dienstleistung beim Reichskolonialamt enthoben und in das 7. Rh. Inf.=Reg. Nr. 69 versetzt. Schwartz, Oberlt. im Eisenbahn=Reg. Nr. 1, von deri Kommando zur Dienstkeistung beim Reichskolonialamt enthoben, scheider am 22. April aus dem Heere aus und wird mit dem 2. April 1908 in der Schutztruppe für Kamerun angestellt. Prinz Ferdinand zu Solms=Hohensolms=Lich, in der Armee und zwar als Lt. im 5. Thür. Ins.=Reg. Nr. 94(Großherzog von Sachsen), vorläufig ohne Patent, angestellt. Oelrichs, Lt. der Res. des 3. Schles. Drag.=Reg. Nr. 15, der Abschied bewilligt. Burggraf und Graf zu Dohna=Schlodien, Rittmeister und Eskadr.=Chef im Drag.=Reg. König Albert von Sachsen(Ostpr.) Nr. 10, zur Dienstleistung als Bezirksoffizier beim Landwehrbezirk Hagen kommandiert. v. Kayser, Hauptmann und Batteriechef im 5. Bad. FeldArt.=Reg. Nr. 76 aus dem Heere ausgeschieden und in der Marine als Platzmajor beim Gonvernement von Kiautschon angestellt; derselbe trägt in diesem Dienstverhältnis die Uniform der Marine=Feldbatterie des 3. SeeVataillons. Rogalla v. Bieberstein, Oberlt. im Gren.= Reg. König Friedrich III.(2. Schles.) Nr. 11. v. Buchwaldt, Lt. im 1. Unter=Elsäss. Inf.=Reg. Nr. 132, scheiden am 28. April aus dem Heere aus und werden mit dem 29. April 1908 in der Schutztruppe für Deutsch=Ostafrika angestellt. Taubert, Oberli. im 2. Westf. Feldart.=Reg. Nr. 22, unter Beförderung zum überzähligen Hauptm., bis auf weiteres zur Gesandtschaft in Peking kommandiert. Schellenberg, Lt. im Ins.=Leibreg. Großherzogin (3. Großherzogl. Hess.) Nr. 117, in das Gren.=Reg. König Friedrich der Große(3. Ostpr.) Nr. 4 versetzt. Cica, Königl. Rumän. Staatsangehöriger, Fahneniunker im Ulanen=Regiment Großherzog Friedrich von Baden (Rhein.) Nr. 7, aus der Armec wieder ausgeschieden. Brodrück, Oberst und Kommandeur des 1. Masur. Ins.= Reg. Nr. 146, mit der Führung der 1. Infanterie=Brig., Stenger, Oberstlt. beim Stabe des Inf.=Reg. von Stülpnagel(5. Branbenburgisches) Nr. 48, unter Versetzung zum 1. Masur. Insanterie=Reg. Nr. 146, mit der Führung dieses Regiments— beauftragt. v. Tilly, GeneralMajor und Kommandeur der 1. Ins.=Brig., in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Frankreich. Der Besuch des Reichskanzlers beim Pa erregt hier großes Interesse. In langen grammen berichten die Korrespondenten Hauptzeitungen über den Eindruck in Rom über die Angelegenheit, die angeblich in der terredung besprochen wurde. Kommentare bisher noch nicht erschienen. Nur der„Ecl spricht seine Ansicht dahin aus, daß der Be Kaiser Wilhelms in Korfn und des Fürsten low in Rom dazu bestimmt sei, Einfluß im Or und im Mittelmeer zu gewinnen, der sich wiegend gegen den englischen Einfluß richtet. Die„Fantasie“ des„Eclair" liest sich famos wäre nun noch nötig, daß der Engländer „dankbaren Stoff“ aufgriff und ihn„verto das würde eine„herrliche“ Musik werden. Zu den Hagen, 17. April. 4 e Provinzial=Wahlko: in und der freisinniger bittag hier versammelt nes Kompromisses zw die demnächstigen im bereits in einer sund die Lage besproch n, mehrere Stunden einem befriedigende sachungen haben die agen=Schwelm und H jung zu geben. Soba et eine neue Versamn lbmachungen endgültig Rußland. Kurzer Prozeß. Auf kaiserlichen Befehl ist das Wilnaer### kapitel, bestehend aus neun katholischen lichen, entlassen, sowie die Pfründe zeitweise gezogen worden. Der Befehl wird begründet der Weigerung des Domkapitels, nach der abschiedung des Bischofs in Wilna, Baron einen temporären Stellvertreter zu wählen. Forderung an die persische Regierung. Der Minister des Auswärtigen hat, wie Petersb. Telegr.=Agentur aus authentischer O erfährt, wegen des Ueberfalles der Polizei bei Beliasuver durch den russischen Gesandte Teheran bei der persischen Regierung ernste stellungen erhoben und die Forderung gestellt, zur Unterdrückung des Räuberunwesens energischsten Maßregeln ergriffen und die digen bestraft werden. Dieses wurde auch dem persischen Minister versprochen.— Aus und anderen Punkten des Kaukasus wurden stärkungen für die Grenzwachen an der persi Grenze abgesandt. Rumänien. Kontingentierung der Petroleumproduktio Finanzminister Costinoßco hat der Kal einen Gesetzentwurf betreffend die Verteilung gesamten Produktion von Petroleum für Beltungszwecke auf alle Destillerien des Landes die Festhaltung eines Maximalverkaufspr unterbreitet.— Der Minister für Ackerbau, dustrie und Handel, Carp, wurde bis zur Er nung eines Ressortministers interimistisch der Leitung des neugeschaffenen Ministeri für Handel und Industrie betraut. Marokko. Ein blutiger Kampf. Eine Kolonne unter dem Kommando des I sten Pierron ist mit einer Harka zusammeng ßen. Im Nordosten und Westen von Talzassa sich ein heftiger Kampf entsponnen.— Die le Meldungen aus Colomb=Bechar berichten, daß den Kämpfen mit der marokkan. Harka auf Seite 28 Soldaten getötet wurden, darunter Offizier. Die Zahl der Verwundeten beträgt 300, worunter sich 10 Offiziere befinden. Die lonne des Majors Pieront, welch den An der Maroktaner ausspioniert hatte, legte großen Heldenmut an den Tag. Die Ange waren über 2000 Mann Infanterie und 300 M Kavallerie stark. Der Kampf dauerte meh Stunden und schließlich mußten die Marokk weichen und wurden von den Franzosen 10 meter weit verfolgt. Die Marokkaner I 125 Tote zurück, eine Tatsache, welche bisher nicht vorgekommen ist, da die Marokkaner Toten sonst stets mitnahmen. Außerdem wm ihnen zahlreiche Gewehre abgenommen. Vereinigte Staaten. Neuer Kriegssekretär. Der Bostoner Korrespondent der Assoc Preß meldet, daß der Assistent des Staats tärs Bacon am 1. Juli als Nachfolger- Tafts, zurückzutreten wünscht, zum Kriegssekretär nannt werden soll. Zur Präsidentschaftswahl. Wie aus Minnesota gemeldet wird, hat republikanische Konvention dieses Staates zum Präsidentschaftskandidaten ernannt und auch für die Revision des Tarifs ausgesproche passion:„Am Abend, da es kühle war", und Frl. Plankemann sand Gelegenheit, in der Arie:„Bist du bei mir“ ihre schönen Stimmittel zu eindrucksvoller Entfaltung zu bringen; die Begleitung am Harmonium führte Herr Musikdirektor Aßmus aus. Der Besuch des Karfreitags=Konzerts war ein guter; der Ernst des Tages hatte viele in das Gotteshaus geführt, und sie brauchten es wahrlich nicht zu bereuen. gab In der Marienkirche eine liturgische Karfreitagsandacht gleichfalls Gelegenheit zu einer musikalisch schön durchgeistigten Passionsfeier. Der unter Herrn Gymnasial= musiklehrer Baudachs. Dirigentenzepter stehende Marien=Kirchenchor fügte sich in den Rahmen der Andachtsfeier mit fünf Gesängen, die das durchaus ehrliche Zeugnis des Wohlgelungenen erlauben. Die vokalische Introduktion bildete nach einem Orgelvorspiel die mit edlem Schwunge gesungene Motette des Bachschülers Homilius:„So gehst du nun, mein Jesu, hin.“ Nach einigen liturgischen Unterbrechungen folgte ihr ein von Woyrisch bearbeitetes ehrwürdiges Passionslied„Da Jesus in den Garten ging“ und Albert Beckers des früh heimgegangenen Berliner Tomchordirigenten„Jesu Wunden“, ein wahrhaft vathetisch schöner Musiksatz. Noch ein Neuerer kam zur Geltung in Robert Franz mit dem gar nicht einfachen, aber im Choralthema gut vernehmlichen „Fürwahr, er trug unsere Krankheit.“ Den Be schluß bildete der in vier Passionsmusiken kirchlich so tonvoll beredte Altmeister Heinrich Schutz mit dem Schlußchor„Ehre sei dir, Christi“ aus der Matthäuspassion. Der Marienkirchenchor macht in der Oeffentlichkeit nicht viel Aufhebens von sich, er will nur verschönend wirken beim Gottes dienst; gerade darum wollen wir seine und seines Dirigenten selbstlose und gründliche Arbeit heute einmal mit besonderem Danke verbuchen. Nach der Andacht hatten wir Gelegenheit, einer glatt verlausenen Chorprobe der Östergesänge beizuwohnen. Wenn das immer so klappt, gratulieren wir. EL. Volkskirchenkonzert in der Pauluskirche. Karfreitagsmusik! Dieses eine Wort gibt beredten Aufschluß über den Geist des Programms des gestrigen Konzerts. Herr Rektor Fr. Stork, der Urheber dieser geistlichen Volks=Musikveran1 nao bllreII Net taltungen, hatte auch gestern in der Wahl der Nummern eine recht glückliche Hand. Das bewies vornehmlich der chronologische Aufbau der Leidensgeschichte Christi. G Als Einleitung spielte Herr Stork Bachs Choralvorspiel:„Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld". Er entledigte sich dieser Aufgabe mit derselben Feinheit in der Interpretierung, wie wir sie an ihm gewohnt sind. Auch bei dem Rheinbergerschen Charakterstück„Klage“, sowie dem meinen Sitzungen wird u. a. Prof. Dr. HassertKöln einen Vortrag über Kamerun halten, in der Gesamtsitzung der beiden wissenschaftlichen Hauptgruppen Prof. Dr. Doflein=München über Try panosomen. In der Sektion für Tropenhygiene sind Vorträge und Demonstrationen bis zum 15. Mai bei dem Einführenden, Oberstabsarzt Dr. Schmick=Köln=Deutz, anzumelden. Adagio„Abendfriede“ desselben Komponisten be währte sich Herr Stork als Meister des Orgelviels. Was Herr Stork in künstlerischer Hinsicht viels zu leisten vermag, das kam besonders in der Phantasie über den Choral„Jesu, meines Lebens Leben“ von G. Matthisen=Hausen zur Geltung. Frl. Emmy Heine brachte mit ihrer herrlichen Sopranstimme Mendelssohns Arie aus dem Oratoriun.„Jaulus“ recht gut zum Vortrag, so daß es ein Genuß war, ihr zu lauschen. Nicht minder gelang ihr Löwe's:„Jesus ist mein Hirt, auf Jesum will ich bauen.“ Frl. Tont von der Wan sang eine Arie aus dem Oratorium„Elias“ von Mendelssohn und das dreistrophige geistliche Lied aus dem Jahre 1694:„Am Kreuz auf Golgatha“ mit gutem Erfolg. Herr Bergmann bot mit seinem Kinderchor W. Meyers:„Kommt betet auf Gethsemane“ und W. Sauers:„Ach, sieh ihn dulden".. Dem Veranstalter, sowie allen Mitwirkenden, die sich so selbstlos in den Dienst der guten Sache stellten, sei auch an dieser Stelle für den schönen Genuß herzlich gedankt. Achtzigste Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte. Die diesjährige Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte findet in der Zeit vom 20. bis 20. September in Köln statt. In den allgeEin ungedruckter Brief Friedrich von Schillers kommt demnächst in einer Autographen= Ver'steigerung bei C. G. Boerner in Leipzig zum Verkauf. Er gehört zu einer in jener Wiener Autographen=Sammlung, die dort versteigert wird, vorkommenden Korrespondenz über die Scheidung von Schillers Schwägerin, Karoline von Lengefeld, die in erster Ehe mit dem Vizekanzler von Beulwitz verheiratet war und später Wilhelm von Wolzogen ehelichte. Das interessante Dokument gibt Schillers volle Zu stimmung zur Scheidung und begründet dieselbe ausführlich. Interessant in dieser Korrespondenz ist ferner ein Brief von Louise Juliane von Lengefeld, geb. von Wurmb, der Mutter der Karoline von Lengefeld, die bekanntlich die Schwiegermutter Schillers war. Er ist an den Schwiegersohn Herrn von Beulwitz gerichtet und spricht in herzlichen Worten die volle Zustimmung zu dieser Scheidung aus. Da die ganze Korrespondenz bisher unbetannt war, werden sich hoffentlich maßgebende Stellen um sie bewerben, so daß ihr eine Publikation und historische Würdigung gesichert wird. Frauensorderungen zur Reform des Strafgesetzbuches. Gelegentlich der kürzlich in Halle a. S. stattgefundenen Generalversammlung des„DeutschOesterreichischen Rechtsschutzverbandes“ wurden von den Frauen zur Reform des Strafgesetzbuches folgende Forderungen gestellt: Bei Verhängung von kurzen FreiheitsGeldstrafen soll es den Verurteilten gestattet### den, die Geldstrafe abzuarbetten, damit sie Armut nicht gezwungen werden, den ersten Sc ins Gefängnis zu tun, der oft schwerere Ver chen und ein Leben der Schande nach sich zieht Ferner soll Trunkenheit nicht ohne weiteres Milderungsgrund bei Bestrafungen dienen Bei jugendlichen Verbrechern soll das strafmün Alter nicht wie bisher mit dem 12ten, sondern mit dem 14ten oder noch besser mit dem 16ten bensjahre einsetzen.— Ferner fordern Frauen eine strengere Bestrafung des Du damit diese Unsitte nach und nach aus dem sellschaftlichen Leben verschwinde.— Eine#### forderung ist die Zulassung der Frauen zur terlaufbahn; vereint mit den Männern wollen Frauen im Forum des Gerichtes über Recht Unrecht entscheiden. Selbstverständlich sollen auch weibliche Rechtsanwälte zugelassen wer Es käme diese Einrichtung besonders den zugute, die z. B. bei Ehescheidungen ihre ei sten Angelegenheiten doch lieber einer Frau, einem Manne vortragen; die Lösung mancher scheitert jetzt wohl an der Scheu der Frau, ei# fremden Manne die intimsten Vorgänge ihrem Leben zu offenbaren.— Die Erleichte# der Ehescheidung ist eine weitere Forder# durch welche die Einlichteit nur gehoben weh kann. Der Ehebruch wird seltener vorkom wenn den Eheleuten, die nun einmal nicht einander passen, die Wege zum Auseinanderg geebnet werden.— Ferner sollen die öffent Häuser geschlossen werden.— Bei Sittlicht verbrechen sollen die Arbeitgeber oder Aufse die das Abhängigkeitsverhältnis der Arbeite## hat sich wie ein rie nen ausnützen, ebenso streng bestraft werden an den Kundgebun Geistliche oder Lehrer, wenn sie sich ihren##a Polizeihauptme lern oder Schülerinnen gegenüber sexuelle schreitungen zuschulden kommen lassen. ergroße Wahlre P sluber. Nachdr. verb.) 3. Verha Die Ortsbesichtigung s gestern abend stattsütigkeit über die Ste guptmann Stephan di ufgefordert hat und surde, hat sich nicht erz denfalls festgestellt, da sicklerschen Gartens Gertrandtenbrücke gung hat daraufhin sstungsbeweise angetre Hierauf wird die 2 Ind Staatsanwalt Toc inem Plaidoyer. Er soraussetzungen des 9 ssentliche Zusammenre ne Menge Widerstand geht. Die Oeffentlicht s Zusammenrottung. sicht zufällig zusamn sollte demonstrieren leichstagswahlrechts i rklärung des Reichs guse, daß diese Uebert reußens nicht zuträg andsleistungen geger Nleuge zahlreich erfolg er Hand der Aussage aamten nachweist. Enzelne Angeklagte sich ungen schuldig gemach us der Menge, in d indlungen begangen m sehen können. D sicht gewesen, da in n ungeheurer Zünd im kleinsten Anstoß se ganze Demonstrati rregung ruhestörende in der Straßen= Po ereinsgesetzes erfolgt nngen innerhalb zwei esidenz des Königs staatsanwalt hält jedr ihrs nur gegen 5 An sagt daher gegen den seamtenbeleidigung 6 e Angeklagten Paschl ste Gefängnis wegen sig 6 Mon. Gef. wege eklagten Krause 9! ufruhrs, gegen Oden m Aufruhrs und seamtenbeleidigung, finder 2 Wochen Haf artheiß 5 Monate Ge gen die Staatsgewal ste Gefäugnis wege staatsgewalt, gegen ggen die Staatsgewal gung 4 Monate Gef i Beamtenbeleidigun Jacckel und Krei gen die Staatsgewa gen Mohrlein weg taatsgewalt und u# Monate und 2 Woche wig wegen Wider ung 3 Monate Gefäl sachbeschädigung(Zei nes Schutzmannsrad gen Vogel wegen öf egehung einer strafb egehung groben Unf sechmann wegen Beg m Gefängnis. Zu laßes führt der Stac is politische Moment ge, daß aber die Ab inging, auf die Regi ben, um sie der Ein #gt zu machen, das wünsche. Deshalb sicht das Mindeststra n Uebrigen erkenne ß sie im allgemeine e Neigung hätten, si hen. Aber die E gen, wo sie als pfigen Menge gegen lenst gehabt und m schützt werden. Vert. Heinemann ristischen Voraussetz im der Angeklagten stigkeiten Einzelner ich dem Angriff der r Schuß ist erst nach len. Vielleicht hat nn Spitzel sind zahl sie Beweis dafür m geladenen beiden chmigung zur Aussa Risormierten Beamt klasten dürsen. Di aber mindestens anns Trabert den Kriminalbeamter fündet wurde und de #s Degner stützt kertrauensperson u ber selbst wenn de Uruhrs vorliegen subjektive Bewuf #nd. Beto der chinesischen Regierung. Die Regierung beabsichtigt, den Prinzen saichen, den Sohn des Prinzen Yunglin von hling und den Gouverneur von Feutien, Tang noo Yi, nach Kanton zu senden, um die Aufegung über den„Tatsumaru"=Fall zu beseitigen ud dem antijapanischen Boykott ein Ende zu wbern. Zu den Wahlen. Hagen, 17. April. Wie schon bemerkt, waren e Provinzial=Wahlkomitees der nationalliberan und der freisinnigen Volkspartei gestern nachsittag hier versammelt, um über Herbeiführung nes Kompromisses zwischen den beiden Parteien ir die demnächstigen Wahlen zu beraten. Nachm bereits in einer Vorversammlung in Dortsund die Lage besprochen war, führten die ernenn, mehrere Stunden währenden Verhandlungen einem befriedigenden Ergebnis. Zu den Abaachungen haben die Kreis= Wahlkomitees in agen=Schwelm und Hamm=Svest ihre Zustimjung zu geben. Sobald dieses geschehen ist, finet eine neue Versammlung statt, in welcher die bmachungen endgültig festgelegt werden. Vergewaltigt Ger, aupsleht, um Ein junges Mädchen, das sich am frühen Morverloren gegangene Verliebte zu suchen. Imsgen auf dem Wege nach Cassel befand, wurde in trottelt ein alter Bauer mit, ohne zu wis=lder Ihringhauser Allee von einem Mann verge „Doppelselbstmord“ schildert Anzengruber, wie das Dorf auszieht, um zwei Zuge nd er große WahlrechtsdemonstrantenProzeß. uber. Nachdr. verb.) Hg. Berlin, 16. April 3. Verhandlungstag. Die Ortsbesichtigung an der Friedrichsgracht ut gestern abend stattgesunden. Eine volle Einütigkeit über die Stelle, von der aus Polizeimptmann Stephan die Massen zum Zurückgehen tfgefordert hat und an der zuerst eingehauen urde, hat sich nicht erzielen lassen. Soviel ist aber denfalls festgestellt, daß es in der Nähe des alten icklerschen Gartens mindestens 50 Schritt von 1 Gertrandtenbrücke entfernt war. Die Verteigung hat daraufhin heute noch eine Reihe Entstungsbeweise angetreten. Hierauf wird die Beweisaufnahme geschlossen Staatsanwalt Toepfer ergreift das Wort zu inem Plaidoyer. Er legt zunächst die juristischen oraussetzungen des Aufruhrs dar. Es müßten sentliche Zusammenrottungen vorliegen, bei der ne Menge Widerstandshandlungen gegen Beamte geht. Die Oeffentlichkeit sei hier gegeben, ebenso Zusammenrottung. Denn die Menge habe sich icht zufällig zusammengefunden, sondern sie ollte demonstrieren für die Einführung des eichstagswahlrechts in Preußen und gegen die rklärung des Reichskanzlers im Abgeordnetenmse, daß diese Uebertragung für das Staatswohl reußens nicht zuträglich sein würde. Widerandsleistungen gegen Beamte seien aus der lenge zahlreich erfolgt, wie der Staatsanwalt an er Hand der Aussagen der einzelnen Polizeisamten nachweist. Es sei nicht erforderlich, daß nzelne Angeklagte sich selbst gewalttätiger Handingen schuldig gemacht haben. Es genuge, daß us der Menge, in der sie sich besanden, solche andlungen begangen seien, und daß sie das hätu sehen können. Das sei in diesem Faue sehr icht gewesen, da in der ganzen Demonstration n ungeheurer Zündstoff angesammelt lag, der im kleinsten Anstoß entflammte. Außerdem sei se ganze Demonstration von vornherein unter rregung ruhestörenden Lärms und Uebertretunen der Straßen= Polizeiverordnungen und des ereinsgesetzes erfolgt, die solche Zusammenrotugen innerhalb zwei Meilen und der jeweiligen esidenz des Königs ausdrücklich verbieten. Der taatsanwalt hält jedoch die Anklage wegen Aufihrs nur gegen 5 Angeklagte aufrecht. Er beanaat daher gegen den Angeklagten Kohl wegen eamtenbeleidigung 6 Wochen Gefängnis, gegen Angeklagten Paschke und Wermuth je 9 Moate Gefängnis wegen Aufruhrs, gegen Otto Ludia 6 Mon. Gef. wegen Aufruhrs, gegen den Anklagten Krause 9 Monate Gefängnis wegen ufruhrs, gegen Oden 8 Monate Gefängnis weu Aufruhrs und 6 Wochen Gefängnis wegen eamtenbeleidigung, zusammen 9 Monate; gegen inder 2 Wochen Haft wegen Lärmens, gegen artheiß 8 Monate Gefängnis wegen Widerstands gen die Staatsgewalt, gegen Neugebauer 3 Moate Gefängnis wegen Widerstands gegen die taatsgewalt, gegen Thube wegen Widerstands gen die Staatsgewalt und wegen Beamtenbeleigung 4 Monate Gefängnis, gegen Reichelt wen Beamtenbeleidigung 6 Wochen Gefängnis, geJuelel und Kreuzberg wegen Widerstands gen die Staatsgewalt je 6 Wochen Gesäugnis, gen Mohrlein wegen Widerstands gegen die taatsgewalt und wegen Beamtenbeleidigung Monate und 2 Wochen Gefängnis, gegen Eduard dwig wegen Widerstands und Beamtenbeleiding 3 Monate Gefängnis, gegen Friebe wegen achbeschädigung(Zertrümmerung der Laterne nes Schutzmannsrades). 1 Monat Gefängnis, gen Vogel wegen öffentlicher Aufforderung zur egehung einer strafbaren Handlung, nämlich der egehung groben Unfugs, eine Woche Haft, gegen echmann wegen Beamtenbeleidigung zwei Woen Gefängnis. Zur Begründung des Strafaßes führt der Staatsanwalt aus, daß er auf s politische Moment allerdings keinerlei Gewicht ge, daß aber die Absicht der Demonstranten danging, auf die Regierung einen Druck auszupen, um sie der Einführung des Wahlrechts geeigt zu machen, das die sozialdemokratische Parwünsche. Deshalb habe er auch im Einzelfalle icht das Mindeststrafmaß beantragen können. Vert. Rosenfeld weist gleichfalls darauf hin, daß die Demonstrationen friedlich waren und daß das Proletariat keinen andern Weg mehr hatte angesichts der schroff ablehnenden Haltung der Regierung, seinem Willen nach einem gerechten Wahlystem gegenüber. Das bewaffnete Eingreifen der Schutzmannschaft war gänzlich ungerechtfertigt ist eine und nach Gesetz und Polizeivorschriften unnötig.] Marse Ho Der Verteidiger tritt für die Freisprechung seiner! der Minn Klienten ein.— Vert. Leonhard Friedmann: Ich kann umso nüchterner sprechen, weil die politischen Fragen mir herzlich gleichgültig sind. Es darf aber bei Demoustrationen nicht in Frage kommen ob die Demonstranten der augenblicklichen Regie rung freundlich oder feindlich gegenüberstehen. Die Schreier und Hetzer, die außerhalb dieses Gerichtssaales im preußischen Abgeordnetenhause nach einer raschen Justiz, d. h. nach rascher Verurteilung geschrien haben, können uns hier nicht bewegen. Wir halten es lieber mit Habermann als mit Bräsicke: „wir wollen lieber richtig und lieber weniger rasch urteilen!“ sen warum. Als die beiden endlich gesunden sind, waltigt. Auf das Hilfegeschrei der Ueberfallenen sagt der Bauer erstannt: es war also gar keinseilte eine Abteilung Kriegsschüler herbei, die geBuß= und Bettag!(Heiterkeit.) So sind auch die srade Uebungen in der Gegend abhielten. Die meisten Angeklagten mitgegangen. Von Aufruhr Kriegsschüler schwärmten aus, kreisten den Verkann keine Rede sein, und die sonstigen Handlun=Ibrecher ein und überlieferten ihn der Pulverhausgen der Angeklagten fühnt eine kleine Geldstrafe. wache. In der Mordassäre Giegler in Leipzig hat der vor einiger Zeit verhaftete Buchdrucker Walter Schmidt nunmehr gestanden, bei der Ermordung Gieglers mitgewirkt zu haben. Der Tod Gieglers erfolgte durch Erdrosseln nach vorhergegangener Betäubung. Flüchtig geworden Maschinenschreiberin Gieglers, namens Hochgemuth aus Gohlis, die nach Angabe na Döll von Gieglers Tod wußte und ihn als Leiche sah. Sie soll nach Frankreich geslohen sein. Die Schwurgerichtsverhandlung gegen Schmidt und die Döll findet im September statt. Bald nach der Tat wurde als des Mordes verdächtig Gieglers Geliebte Minna Döll in Halle und Anfang d. M. der jetzt geständige Buchdrucker Schmidt in Leipzig verhaftet. Grauenhafter Mord. Bei Dettelbach in der Nähe von Würzburg wurde ein Mord verübt. Die 21jährige Tagelöhnerin Anna Pfau wurde an einem Feldwege als Leiche vollständig verstümmelt aufgesunden. schen dem Petersburger und dem Londoner Kabinett ein endgültiges Einverständnis erzielt werden würde. Rußland gebe einen deutlichen Beweis seiner aufrichtigen Friedensliebe, und nehme in seiner Politik keinerlei gefährliche Veränderungen vor. Die Grundzüge seiner Politik blieben unverändert. Er hege auch betreffs der Unterstützung Deutschlands keinen Zweisel. Fürst Bülow habe ganz offen erklärt, daß von Deutschland kein Enthusiasmus für unausführbare oder gar gefährliche Vorschläge zu erwarten sei. Die Vorschläge Rüßlands jedoch erscheinen der deutschen Regierung nicht nur nicht ausführbar oder gefährlich, sondern hätten im Gegenteil ihre volle Billigung. Daher sei er vollkommen überzeugt, die Vorschläge würden die loyalste Unterstützung Deutschlands finden. Die überaus freundlichen Beziehungen zu Deutschland seien keinen Augenblick unterbrochen worden. Daß es gelungen sei, ein durchführbares Projekt zu schaffen, beweisen ihm aus verschiedenen Städten Bulgariens zugegangene Zustimmungstelegramme. Nach Iswolski sprach der Kadettenführer Miljukow, der darauf hinwies, daß die russisssche Diplomatie es nicht verstanden habe, den glänzenden *richtig und kever wenigerrm.:##### hloßgelegt, der Zopf abgerissen diplomatischen Erfolgen Aehrenthals vorzubeugen. Der Verteidiger erörtert dann Das Gehirn war bloßgelegz,./g., opftanigter Her Nachdem es diesen Moment vervaßt habe, könne die zahlreichen Fehlerquellen in den Angaben der und der Mund durch einen Knebel verstopft. Der Nachdem es diesen A Schutzleute, die in dem aufgeregten Hin= und Her= Täter, ein, Dienstknecht, ist flüchtig. Iswolski tatsächlich wogen einer unbegrenzten zahlreichen Masse la gen. Er tritt besonders für die Freisprechung des Angeklagten Krenzberg ein, der nur von einem Beamten in Zivil eine Legitimation verlangt hätte. Wenn in solch aufgeregter Stimmung der über ihre politische Entrechtung empörten Arbeiter ein Wort wie„Bluthunde“ falle, so sei das eine Phrase, keine Ehrenminderung. Dafür solle man nicht hohe Gefängnisstrafen verhängen. den einzig richtigen Weg Schweres Unglück.1 zwecks Deckung des Mißerfolges einschlagen. Beim Umschlagen eines Wagens in Trauschen Nachdem eine Reihe weiterer Redner das Budget bei Bunzlau traf die Deichsel den Kopf eines=lgebilligt haben, wurde dieses angenommen und jährigen Mädchens so heftig, daß es sofort getötet die Sitzung geschlossen. Menchlings erschossen. * Saloniki, 17. April. Der exarchistische Priewurde. Vom Mörder Potockis. Die Strafverhandlung gegen den Studenten Siczynski und seine Mutter wegen des Attentats ster Popemiloc wurde mit seiner Frau und seiVert. Muskat tritt für die Freisprechung seines auf den Statthalter Grafen Potocki wird im Mat nem Begleiter auf dem Wege nach Strumitza aus er en. dem Hinterhalt erschossen. Klienten Ludwig ein.— In der Replik bestreitet Staatsanwalt Toepfer, daß nachgewi sich unter den Demonstranten hätten. Die Berufung auf di tagswahl sei gänzlich unzulässig. Denn die De= monstranten hätten nicht erwarten können, daßl jetzt Gefangenenkost. dem Lemberger Schwurgerichte stattfinden. achgewiesen sei, daß! Siczynski und seiner Mutter ist jetzt die VerSpitzel befunden günstigung der eigenen Beköstigung im Gefänge Nacht der Reichs=]nis entzogen worden, da sie eines gemeinen Verbrechens angeklagt sind. Sie erhalten infolgedessen eine Regierung, die die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen soeben noch schroff ablehnte, eine Demoustration für dieses Wahlrecht ruhig mit ansehen dürfe.— Vert. Rosenfeld: In Weite Fahrt. Nächst Guipy im Departement Nieve landete, wie die Blätter melden, gestern vormittag wohlberuhig mit ansehen durfe.— Verr. Rosenselo: Jul#######.#i Ballon, der vorgestern früh in Frank=seine Länge von 100 stolz: Die Berlir Polize kenn keine Spitzell furt am Main mit vier Personen aufgestiegen über 200 Fuß länge Davon kann jetzt nicht mehr die Rede sein.—swar. ldie„Mauretania“. Die Täter werden unter der griechischen Bevölkerung vermutet. eue Schiffskolosse. * London, 17. April. Die Wchlte Star Line baut für den Dienst auf der Strecke Southampton= Neuyork zwei neue Schiffe, die eine Schnelligkeit von 20 Knoten haben werden. Die Schiffe sollen ine Länge von 1000 Fuß erhalten und demnach länger sein, als die„Lusitania“ und Letzte Nachrichten. Expedition in Deutsch=Ostafrika. Im Schlußwort der Angeklagten kommt es zu teils lebhaften, teils komischen Szenen.— Angekl. Wermuth sagt, es sei ihm unerklärlich, warum er auf der Anklagebank sitze. Man hätte lieber die Polizisten, diese Bestien Vors.(unterbrechend): Wollen Sie die Polizeibeamten als Bestien bezeichnen?— Angekl.: Nein, ich will nur sagen, daß diejenigen, die wie Bestien auf uns eingeschlagen haben, hier auf die Anklagebank gehören.— Vors.: Das geht weit über das zulässige Maß der Verteidigung hinaus. Sollten Sie diese Aeußerung wiederholen, so müßte ich Sie sofort in eine Ordnungsstrafe nehmen Die übrigen Angeklagten bitten um ihre Freisprechung.— Der Angekl. Kohl bittet, ihn recht milde behandeln, da er von der Polizer sczov, Br, iu 2 125 Jahren im Amt befindliche Bürgermeister Verheerende Ueberschwemmung. * Neuyork, 17. April. In Helena(Montana) sind Nachrichten aus dem oberen Stromlause des Missouri eingetroffen, wonach bei den jüngsten * Hamburg, 17. April. Morgen tritt Haupt= Ueberschwemmungen 45 Menschen ums Leben ge mann a. D. Fromm mit dem früheren Feldwebel commen sind. Zwölf Dörfer sind durch die Fluder Kaiserl. Schutztruppe Münsner auf Lem#ten hinweggerissen und über tausend Farmer Dampfer„Prinzessin“ der deutschen Ostafrikalinie ruiniert worden. Es scheint übrigens festzustehen, von Hamburg aus die Ausreise nach Ostafrika an um von Kilwa sofort eine auf zwei Jahre berech nete Expedition in das Innere zu unternehmen. Sensationelle Verhaftung. * Zehdon an der Müglitz, 17. April. Der seit gend geschlagen worden sei.— ersucht, wenn er wegen Sachbeschädigung verurteilt werden sollte, ihm doch wenigstens einmal der verhaftet worden. die Laterne zu zeigen, die er zerbrochen haben sollte.— Der Angekl. Bechmann schließlich bittet um eine kleine Geldstrafe, da er ja nur zufällig betrunken gewesen sei.(Heiterkeit.) Urteil: Melcher ist wegen Unterschlagung amtlicher GelUrteil gegen den Bücherdieb Moderow. * Zürich, 17. April. Der Zahntechniker und angebliche Schriftsteller Moderow aus Stettin, der aus Züricher Bibliotheken über 150 Druckdaß das Hochwasser seinen Höhepunkt bereits überschritten hat. Netz gegen Torpillen. * Neuyork, 18. April. Das amerikanische Marincamt hat beschlossen, alle Panzerschiffe mit einem neuerfundenen Netz zum Schutze gegen Torvillen zu versehen. Die angestellten Versuche mit diesem Netze sollen sich als sehr praktisch erwiesen haben. 30 Bahnarbeiter getötet. * Paris, 18. April. Aus Calgary(Amerika) wird gemeldet: Am Montag ging in dem Felsengebirge der Rocky Mountins eine Schneelawine nieder, welche den Eisenbahndamm und die Wohnschriften des 15. und 16. Jahrhunderts im Werte Nach zweieinhalbstündiger Beratung verkün=von ungefähr 4500 Francs entwendete und ver-##,## Emerenimm e. Smm det der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Blana=aufte, wurde vom Obergerichte zu anderthalt raume der Eisenbahnarbeiter in die Felsenschlucht meister, das Urteil. Paschke und Wermuth wur= Axheitshaus und fünf Jahren Landes= hinabstürzte. 30 Bahnarbeiter wurden getötet. den zu je 6 Monaten Gefängnis verurteilt, die1 Jfahren arbeitshaus und junf Jahren Landesübrigen Angeklagten erhielten je 1 bis 4 Monate Gefängnis. Drei Angeklagten wurden wegen Uebertretung zu 30, 50 bezw. 100 M Geldstrafe verurteilt. Präber und Ludwig wurden freigesprochen.— Dem Berliner Polizeipräsidenten wurde die Publikationsbesugnis zugesprochen. aller Welt. Wer hat das Schmuckköfferchen? Das bekannte Mitglied des Berliner Residenz verweisung verurteilt. Die Mehrzahl der entwendeten Stücke konnte von Berliner, Leipziger und Münchener Antiquaren wieder beigebracht werden. Metallarbeiterausstand. * Paris, 17. April. In Borgews sind 12.000 Arbeiter aus den Metallwarenfabriken in den Ausstand getreten. Iswolski über die mazedonische Frage. * Petersburg, 18. April. Auf der gestrigen Handels-Telegramme. Die rheinisch= westfälischen Baumwollspinnereien planen eine 20prozentige Produktionseinschränkung. Sie unternahmen dieserhalb Fühlung mit den sächsischen und süddeutschen Spinnern. w London, 16. April. Die bedeutende Baumwollfirma Crutchfield=Company hat nach einem New=Yorker Telegramm hiesiger Zeitungen ihre Zahlungen eingestellt. hen. Aber die Schutzleute hätten in jenen agen, wo sie als Einzelne einer vieltausenk pfigen Menge gegenüberstanden, sehr schweren lenst gehabt und müßten deshalb nachdrücklich schützt werden. Vert. Heinemann sucht nachzuweisen, daß die ristischen Voraussetzungen des Aufruhrs bei kei im der Angeklagten zutreffen. Soweit Gewalttigkeiten Einzelner vorgekommen sind, ist es ach dem Angriff der Polizei geschehen. Auch * Schuß ist erst nach dem Angriff der Polizei geDas belannt Mitnties der1g" M m# Peiersburg, 18. April. auf der gestrigen IEing aire Dabanpte kommt auch in diesem Theaters Frl. Vera Witt hat am 15. d. Mis., mit; Tagesordnung stand der Etat des Ministeriums[Eine alte Bekannte Frühjahr wieder in die tags, in einer Automobildroschke, die sie zu einem!########## dam Botarenten arariff der meisten Häuser und hilft tüchtig beim Hausputz und ReinPhotographen in der Linkstraße führte, ein des Aeußeren. Nach dem Referenten ergrin der machen: sie beißt Luhns Salmiak=Terpentin=KernSchmuckköfferchen aus grauem Krokodilleder mit Schmucksachen im Werte von mindestens 20000 M liegen lassen und noch nicht zurückerhalten. Die Schmucksachen bestehen aus folgenden Gegenständen: das englische Wappen in Brillanten, eine Sichel aus Rubinen und Brillanten, ein Brillantkollier, eine Brosche aus 9 Smaragden und Brillanten, ein Geldtäschchen mit Perlen und Brillanten, ferner 8 Brillantringe, darunter 2 beson ders große Marquisringe. Für die Wiederbeschaf fung der Sachen ist eine Belohnung von 300 M ausgesetzt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Sachen von einem unredlichen Finder außerhalb Berlins untergebracht resp. angeboten werden. Zur Erpresseraffäre gegen den Kommerzienrat Ludowici=München ht das Mindeststrafmaß beantragen können.! Der frühere Postbeamte und Telegraphist Bern=.##n—. n Uebrigen ertenne er den Angeklagten gern zu,1 hard Imhof, der zuletzt als Straßenarbeiter be=fschufft. 0 k sie im allgemeinen nicht Personen seien, die schäftigt war und wegen schwerer Erpressung und Mächte dieses Abt Neigung hätten, sich gegen die Gesetze zu ver=leines Attentats mit Salpetersäure verfolgt wird,1 hierauf das Projekt der Bokkanbahn dar, in dem Reigung Harten. W. g n I. aonea.. n. Jua 9Dünchas, neflüchtet„ Minister des Aeußeren, Iswolski, das Wort. Das Hauptinteresse konzentriere sich gegenwärtig auf Verbesserung des Schicksals der Christen in der europäischen Türkei. Zur Erreichung dieses Zieles habe bereits Rußland im Jahre 1897 ein Abkommen mit Oesterreich=Ungarn getroffen, welches 6 Jahre später durch das Mürzsteeger Programm erweitert wurde. Es sei klar, daß Rußland, wenn die am meisten beteiligten Mächte sich verpflichteten, keine territorialen Vorteile oder Erwerbungen an den Grenzen der Türkei zu suchen, einen durchaus günstigen Boden für eine energische, wenn auch friedliche Einwirkung auf die Pforte behufs Durchführung der Reformen auch die übrigen europäischen Abkommen auf. Der Minister legt Spitzel abgegeben, chuß ist len. Vielleicht hat ihn ein in Spitzel sind zahlreich im Zuge gewesen. Der ste Beweis dafür ist, daß der Polizeipräsident n geladenen beiden Kriminalbeamten die Gehmigung zur Aussage versagt hat, während alle kisormierten Beamten die Angeklagten haben lasten dürfen. Die heutige Beweisaufnahme aber mindestens bezüglich des Kriminalschutzanns Trabert den Beweis der Schuld erbracht. hat sich wie ein richtiger agent provocateur ac an den Kundgebungen beteiligt. Im Uebrigen k sa Polizeihauptmann Stephan angegeben, daß Kriminalbeamter im Zuge versehentlich verundet wurde und der Bericht des Polizeikommis*s Degner stützt sich auf die Angaben einer krtrauensperson unter den Demoustranten. der selbst wenn der objektive Tatbestand des Ufruhrs vorliegen sollte, fehlte den Angeklagten subjektive Bewußtsein. In der Novelle ist vorgestern nachmittag aus München geflüchtet. Er wird sich wahrscheinlich nach Berlin begeben haben und wird vielleicht unter salschem Namen als Kaufmann und Ingenieur austreten. Imhoff ist am 29. Juni 1876 in Maroldsweisach in Unter der östereichisch=ungarische Minister des Aeußeren mit Vorschlägen hervorgetreten sei. Rußland fuhr der Minister fort, habe auf der Balkauhalbinsel nur einen Zweck: Förderung des Wohles franken als Sohn eines Gutspächters geboren, ist der Einzelbalkanstaaten und Besserung des Loses .75 Meter groß, mager, hat tiefschwarze Daare, der Christen in der Türkei. Daher können wir eine beisere belegte Stimme, er war zuletzt dun= ohne Neid und Mißgunst auf die von Oesterreich= Ungarn erworbenen Vorteile blicken. Gleichzeitig müssen wir aber darauf bedacht sein, daß daraus weder für die Balkanstaaten noch für die Christen in der Türkei ein Nachteil entsteht. Deshalb sind wir erst mit einem Protest, dann mit einem Vorseise. Wer diese flinke Mitarbeiterin kennen gelernt hat, läßt sie sich immer wieder holen. Bessere, sparsamere Abwaschlauge und mildere, wie die von uhns Salm.=Terp.=Kernseise bereitete, gibt es nicht; deshalb auch kann man heute Luhns überall in allen besseren Geschäften haben. „Zum Blücher", Münsterstraße 77. In obigem Etablissement finden an den beiden Östertagen große Festkonzerte, ausgeführt von der Betzelschen Solisten=Kapelle, statt. Herr Kapellmeister Betzel hat für die beiden Festtage ein besonderes Programm gewählt und können wir daher den Besuch dieser Konzerte empfehlen. Am zweiten Feiertage findet nach dem Konzert Tanz=Reunion statt. Bei freiem Entree gelangt im Olympia=Tunnel am 1. und 2. Österfeiertage, mittags von 11—1 Uhr, das gesamte große Programm zur Aufführung, u. a. Loties brill. Possen=Ensemble, die„fidelen Rheinländer“, Humoristen, Soubretten, Duettisten usw. Nachmittags 3 Uhr: Jubel und Trubel und das große reichhaltige Programm. Im Theater=Café im Olympis=Theater an beiden Feiertagen groues Künstler=Konzert bei freiem Entree. Witterungsbericht von der meteorologischen Beobachtungsstitlon Kaiser Wilhelm=Hain in Dortmund am 15. Auril 1908 kel gekleidet und trug einen braunen Handkoffer. Imhof ist bereits mehrfach vorbestraft, zuletzt hat er als Postaspirant im Jahre 1898 in Ochsenfurt 11 500 M amtliche Gelder unterschlagen und ist damit geflüchtet. Damals legte er sich die Namen Adam Schmidt und S. Schenk bei. Auf die Ergreifung des Täters ist eine sehr hohe Belohnung zclag hervorgetreten, alle für die Balkanstaaten ausgesetzt. Volksjustiz. In Eisenach wurde ein Maurer namens Horn welcher auf einen Gastwirt ein Revolverattentat verübte, von diesem und anderen Personen übel zugerichtet, daß er verstarb. Großfener. nützlich erscheinenden Bahnvläne zu unterstützen. Mit Befriedigung könne er mitteilen, daß das am meisten interessierte Oesterreich=Ungarn gegen die Heranziehung aller Mächte zur Teilnahme an den Reformen keine Einwendungen erhebe und das Bahnprojekt in vollkommenem Umfange auIn der Stöbnitzer Zuckerfabrik Bach und Co.] genommen habe. Auch Deutschland habe seine Zubei Halle a. d. S. brach eine Feuersbrunst durch stimmung gegeben. Besonderes Entgegenkommen Unvorsichtigkeit eines Arbeiters aus, der die Oel= have Rußland bei Frankreich gesunden. In ganz kammer mit brennender Lampe betrat. Der Schaden beträgt 1 Million Mark, ist aber durch Ver sicherungen gedeckt. kategorischer Form hat sich Italien angeschlossen. Die Antwort Englands lasse erwarten, daß zwiUnserm lieben Schwimmgenossen Emil Wesberg zu seiner Verlobung ein dreifuch kräftig„Gut Nassis! Gewidmet von seinen Kollegen D. S. 8. V. D. Zwe 9 Rose& Co KE Dortmund. Abtellung: Möbelfabrik. vollständiger Möbelausstellung: Westenhellweg 57, 59, 61, 63. Eigene Polster- und Dekorationswerkstätten. 14 sern usN. Eigene Zeichen-Ateliers. Erste Referenzen. Möbelfabrik: Hohe Strasse 128130. 133 Heute entschlief nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unser lieber Sohn und Bruder, der Heute morgen entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Tante Gutsbesitzer Dieses zeigen tietbetrübt an Wiokede, den 16. April 1908. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am ersten Ostertag, den 19. April, nachmittags um 4 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Nachruf! Heute starb nach langem, schwerem Leiden unser langjähriger früherer Vorsitzender Herr Gutsbesitzer Adolf Gösmann Frau Hwe. Wilb. Hunsberg. Karoline geb. Pleuger im 82. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten e Die Verlobung ihrer Tochter Thea mit Herrn Diplom-Ingenieur Emil Bürger beehrt sich ergebenst anzuzeigen Fran Nve. H. Falhe. Thea Falke Emil Bürger Verlobte. Dortmund, Ostern 1908. Dortmund, Dorstfeld, Düsseldorf-Grafenberg. Dillingen a..,.-Gladbach, Duisburg, den 17. April 1908. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Ostermontag, 20. April, morgens 10½ Uhr, vom Sterbehause, Ritterstr. 16, aus statt. Sollte jemand aus Versehen keine Anzeige erhalten haben, so wolle er diese als solche betrachten. Heute vormittag verschied plötzlich infolge eines Unglücksfalles unser langjähriger Maschinenwärter Amalie Bockholt Carl Küstermann Verlobte. Freisenbruch. Ostern 1008. aus Wickede. Der so plötzlich aus dem Leben Gerufene stand seit dem 3. Oktober 1889 in unseren Diensten und verlieren wir in dem Entschlafenen einen gewissenhaften, treuen und fleissigen Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Wir betrauern in ihm einen treuen Freund, der unsere Gesellschaft in ihren Bestrebungen tatkräftig unterstützt und ihr bis in die letzte Zeit sein Interesse bewiesen hat. Sein Andenken wird in Ehren gehalten werden. Dortmund, den 16. April 1908. Der Vortand des landwirtschattlichen Gobs Vortmund-Körde: Körver. Vorsitzender. Dortmund. den 15. April 1908. Ross& Co. Bietbrauerei. Akt.- Ges. Die Verlobung ihrer Tochter Paula mit dem Ingenieur Herrn Gustav Eigemann beehren sich ergebenst anzuzeigen. Mathilde geb. Strauch. Dorstfeld, Ostern 1908. Gustav Eigemann Verlobte. Dorstfeld Dortmand. Statt besonderer Anzeige! NB. Unsere Mitglieder werden gebeten, an der Beerdigung teilzunehmen. Nach mehrjährigem schwerem Leiden entschlief gestern nachmittag 5 ¼ Uhr im Krankenhaus Bethanien in Hörde unser lieber, guter Vater, Schwiegervater. Grossvater, Urgrossvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Berginvallde Luis Büfer Hermann Pathmann Steiger a. D. Nachruf! August Hunscher Statt Karten! Verlobte. Dortmund, Ostern 1908. Verlobte. Gestern entschlief nach längerem, schwerem Leiden unser allverehrter I. Vorsitzender Her Gutbesitber Adol Gdsmann. im 69. Lebensjahre. Im Vertrauen auf den Erlöser beschloss der Verstorbene sein pflicht- und arbeitsfreudiges Leben. In tiefer Trauer bitten um stille Teilnahme Kirehhörde. Barop, Dortmund, 16. April 1908. Die Hinterbliebenen. Bochum 4 Burgsteinfurt Carolinenstr. 98 im April 1908. Die Beerdigung findet am Ostersonntag, nachmittags 2¼ Uhr, vom Hause nach dem Friedhof in Verlobte. Kirchbörde statt. Wir verlieren in dem Entschlafenen einen lieben Kameraden, der durch sein rastloses Streben für unsern Verein und durch seinen begeisternden Patriotismus allen ein Vorbild war. Ein ehrendes Andenken wird ihm stets bewahrt bleiben. Mengede, Schleswig, Ostern 1908. Wickede, den 17. April 1908. Der Krieger- und Landwehr-Verein. sind am besten und billigsten zu beziehen von Dortmund Schwarze Brüder straße 14 via--vis Althof Stets grosse: Layor 00 Empfehle geschnitzte Eichen=Särge, polierte und matierte EichenSürge, Metall=Särge, Plich=pine= und Tannenholz=Särge in großer Auswahl, Aufbahrung gratts. Egbert Peter, gernruf 724. Heinrich Oppenheimer Empfehlenswertes Spezialhaus für für Wäsche u. LeinenVertoote. Ausstattungen. 62 Westenhellweg 62 Dortmund Fernruf 1959 Kataloge und Mustersendungen zu Diensten! ne Kur- u. Wasserheilanstalt„Godesborg a. Rb a mit Bechtel's Salmiak=Gallseife für Vervöse and Erholungsbedürftige. Das ganse Jahr geöfnet. Aerstl. Lettung: Dr. mod. Stachly. Kaufmäns. Lettung: Direktor Butin. Der Feiergl Verkünden In dieser ho Erstand Natt Was tot un Am Wiesenr Es atmet Le Am Auferste Ein erster# Durch die b Noch haucht Aus seine li Doch schlägt Als wüßt's Und Sonne Am Auferste Wie sehr die Der Lenz he Und seinen Die Lerche Wirf ab dru Was soll di Wo alles ur Am Auferst Voll braung Voll Kätzche Am Baches Ein Flimm Das Licht Das Leben. Nun nicht Am Auferst Er, der für In Lieb au Er, der au Auf's neu Er, der in Daß er dei Er spricht; Am Auferst Drum grül Im Guten Das neue Es wird a Aus der G Wächst grof Was Sehn Am Aufer Aus + Bismard Fürsten Bisme Westfalen festli war und was zum Ausdruck die Blicke lan großen Einiger lenken, der vr Mannes in ga ert werden wi der Vorstand den einstimmig scheinender Wi von Geldmittel am 1. Apris dergleichen in der Ausführn halb eine Ver damals im den Ausbau k gen wollte. E Absicht des we gegentreten al zwischen bekan Inzwischen ist Bismarckbund rigen Beschluf eine Kommisss derlichen Vor Vorstande vor ster Linie an dem man, nach aus allen Stä hat. an die X Bedeutung je zuweisen gede Das ist? Daß man Die echte Der echte 1901 Brau valastes. G den Tod in Bodenstedt 3 Dichter. 18 München. 1 mung der Di Eine 9 Roman 27) „So tuce „Es ist das Licht au und dann de ganz ruhig: mir, so das dann, dann „Aber so „Für wen Sie hat gewandt und Ich wer muß! Aber wirst mir be Oh Char literarische ständnis, ab sind ihm Be weilige Prei greift mit F sich für sie b So entzu sofort an di Er LObecopfecee lea Falke Il Bürger Verlobte. Jund, Ostern 1900. ra Kromberg mann Kalser Verlobte. nund. Ostern 1908. kholt mann 1 erlobte. ld Dortmund. Statt Karten! Verlobte. hum 4 Burgsteinfurt Inenstr. 98 im April 1908. sind am besten und billigsten zu beziehen von Dortmund Schwarze Brüder straße 14 via--vis Althof Stets grosse: Layor 00 fehlenswertes Spezialhaus für che u. Leinensstattungen. und Fernruf 1959 n zu Diensten! Igsbedürftige. cöhfnet.— aufmänn. Lettung: Direktor Butin. Zweites Blatt Nr. 199 Dortmunder Zeitung Sonnabend, den 18. April 1908 Amtliches Kreisblatt für den Stadt= und Landkreis Dortmund. Ostern. (Nachdruck verboten.) Der Feierglocken Festgeläut Verkünden frohe Weihe: In dieser holden Frühlingszeit Erstand Natur aufs neue. Was tot uns und erstorben schien Am Wiesenrain, im Hage, Es atmet Leben, leuchtet grün Am Auferstehungstage! Ein erster Falter gaukelt bunt Durch die beglänzten Lüfte! Noch haucht kein zarter Blütenmund Aus seine linden Düfte,— Doch schlägt das Herz so froh und frank. Als wüßt's um keine Plage! Und Sonne zittert um dich blank Am Auferstehungstage! Wie sehr dich auch der Winter band: Der Lenz hat ihn bezwungen! Und seinen Sieg hat rings im Land Die Lerche längst gesungen! Wirf ab drum, was dich traurig macht! Was soll die bange Klage, Wo alles um dich blinkt und lacht Am Auferstehungstage? Voll brauner Knospen steht der Hain, Voll Kätzchen hängt die Weide Am Bachesrand, am Wiesenrain— Ein Flimmern ist's wie Seide.— Das Licht vergoldet fern und nah Das Leben. Herz, drum frage Nun nicht mehr, was dir Leid's geschah, Am Auferstehungstage! Er, der für dich den Kreuzestod In Lieb auf sich genommen,— Er, der aus Nacht und Grabesnot Auf's neu an's Licht gekommen,— Er, der in Gnaden dir tat kund, Daß er dein Leiden trage,— Er spricht zu dir mit mildem Mund Am Auferstehungstage.— Drum grüble nicht, drum sorge nicht Im Guten und im Bösen: Das neue Licht, das Frühlingslicht Es wird auch dich erlösen! Aus der Gezeiten Dämmerung Wächst groß mit einem Schlage, Was Sehnsucht zeugte, werde jung Am Auferstehungstage! Aus Stadt und Land. Dortmund, 18. April. + Bismarck=Ehrung. Der Geburtstag des Fürsten Bismarck ist auch in diesem Jahre in Westfalen festlich begangen worden. Wer er uns war und was er uns ist, wurde überall begeistert zum Ausdruck gebracht. Es ist erklärlich, daß sich die Blicke langsam auf den 100. Geburtstag des großen Einigers des Reiches im Jahre 1915 hinlenken, der von den Verehrern des gewaltigen Mannes in ganz besonders würdiger Weise gefeiert werden wird. Schon im vorigen Jahre hat der Vorstand des westfälischen Bismarckbundes den einstimmigen Beschluß gefaßt, in geeignet erscheinender Weise unverzüglich die Sammlung von Geldmitteln in die Wege zu leiten, aus denen am 1. April 1915 eine nationale Stiftung oder dergleichen ins Leben gerufen werden soll. In der Ausführung dieses Beschlusses ist nun deshalb eine Verzögerung eingetreten, weil man die damals im Gange befindlichen Sammlungen fur den Ausbau der Burg Altena nicht beeinträchttgen wollte. Ebensowenig kann und soll in dieser Absicht des westfälischen Bismarckbundes ein Entgegentreten anderen Plänen gegenüber, die inzwischen bekannt gegeben worden sind, liegen. Inzwischen ist der Vorstand des westfälischen Bismarckbundes der Ausführung seines vorjährigen Beschlusses insosern näher getreten, als er eine Kommission gewählt hat, welche alle ersorderlichen Vorarbeiten schon in nächster Zeit dem Vorstande vorlegen soll. Es ist dabei auch in erster Linie an einen Aufruf gedacht worden, mit dem man, nachdem er möglichst viel Unterschriften aus allen Ständen der Bismarckverehrer gesunden hat. an die Oeffentlichkeit zu treten und auf die Bedeutung jenes vaterländischen Vorhabens hinzuweisen gedenkt. Man darf ohne weiteres annehmen, daß der Plan des wescsälischen Bismarckbundes von vornherein in allen westfälischen Gauen und darüber hinaus auf freudige Zustimmung und damit auf fruchtlaaren Boden stoßen wird. Wir werden unsere Leser von den welteren Schritten des westfälischen Bismarckbundes zur gegebenen Zeit in Kenntnis setzen. Die diesjährige Bismarckseier auf der Hohensyburg findet am Sonnabend, den 20. Juni statt. e In der Lutherkirche finden von Ostern ab Frühgottesdienste statt anstelle der bisherigen Abendgottesdienste, und zwar zum ersten Mal am Ostersonntag, morgens 8 Uhr. e Der Gemeindeverein des Lutherbezirks veranstaltet wieder eine gesellige Zusammenkunft, zu der jedes Gemeindeglied freundlich eingeladen ist, vor allem auch die erwachsene Jugend der Gemeinde. Ein reichhaltiges Programm liegt vor. Die Zusammenkunft findet statt im Lokale des Herrn Trott, Oesterholzstr. 60, und zwar am Ostermontag, nachmittags von—7 Uhr. pn Der Geschäftsbetrieb am ersten Ostertage ist insofern gestattet, als in offenen Verkaufsstellen erlaubt ist der Handel mit Back= und Konditorwaren, Fleisch, Wurst, Vorkostartikeln und Milch von—9½ Uhr morgens und von 11½—12 Uhr mittags; der Handel mit Kolonialwaren, Blumen, Tabak, Zigarren, Zigaretten, Bier und Wein von 6½ bis 8 Uhr morgens. Der zweite Feiertag rechnet hinsichtlich des Geschäftsverkehrs wie ein gewöhnlicher Sonntag. * Zur Warnung. Der Dachdecker Karl Böttge hat in der Nacht zum 12. März in der Trunkenheit den Feuermelder Rheinische Straße 1 in Tätigkeit gesetzt. Er wurde durch Strafbesehl des hiesigen Amtsgerichts vom 30. März mit 30 M oder 10 Ta gen Haft bestraft. * Prämien. Im verflossenen Vierteljahr gelangten durch die Feuerwehr im ganzen 16 Pramien für die Meldung von Feuern zur Auszah lung und zwar 11 Prämien. a 3 A für Schaden feuer und 5 Prämien a 1 M für die Meldung von Schornsteinbränden. Während der angegebe nen Zeit haben 35 Schadenfeuer und 23 Schorn steinbrände stattgefunden, mithin sind 42 Prämien nicht abgelangt worden. Es erhellt hieraus, daß es immer noch nicht genügend bekannt ist, daß, wer zuerst ein Feuer der Feuerwehr zur Meldung bringt, eine Prämie von 3 M bezw. 1 M erhält. Bedingung ist, bei Betätigung eines öffentlichen Feuermelders die Feuerwehr am Melder abzuwarten und bei anderer Meldung, sei es per Telephon oder mündlich an Wache, die Personalien genau anzugeben. Der Anspruch auf die Prämie ist innerhalb 8 Tagen nach dem Alarm bei der Feuerwehr geltend zu machen. k Städtische Handwerkerschule. Vom Herrn Oberpräsidenten der Provinz Westfalen sind acht Schüler der hiesigen Handwerkerschule besonders ausgezeichnet worden. Je eine silberne Medaille ist den Kunstgewerbeschülern W. Timmerbrink Röhlinghausen bei Wanne, L. Rosenbaum=Dort mund, W. Beintmann=Marten und dem Bauhand werker H. Schaale=Dortmund verliehen worden Bronzene Medaillen erhielten die Maler A. Thäle Brechten und W. Köster=Herne, der Lithograph A. Falkenberg= Lindenhorst und der Bildhauer Herbrechter=Dortmund. * Ein neuer— achter— Polizeibezirk wird am 1. Juli den bis jetzt vorhandenen sieben Polizeibezirken hinzutreten. Der neue Bezirk wird sich aus Teilen des gegenwärtigen vierten, fünften und sechsten Polizeibezirks zusammensetzen und etwa 20000 Seelen umfassen, während den drei beschnittenen Bezirken je rund 24000 Seelen bleiben werden. Vorsteher des neuen Bezirks, der die amtliche Bezeichnung„achter Polizeibezirk“ führt, wird der jetzige Vorsteher des zweiten Polizeibezirks, Herr Polizeikommissar Franz Tiemann, die Geschäftsräume werden sich im Hause Nordmarkt Nr. 19 befinden. Der neue Bezirk wird begrenzt im Westen durch die Uhlandstraße und deren Verlängerung bis Gemeindegrenze, im Süden durch die Mallinkrodt= und Borsigstraße, im Osten durch die frühere Dortmund=Ensche der Eisenbahn und im Norden durch die Gemeindegrenze. Den bisherigen zweiten Bezirk des Herrn Tiemann übernimmt vom 1. Juli an Herr Polizeikommissar Richard Müller, der durch Herrn Polizeikommissar Otto Bährecke im dritten Polizeibezirk abgelöst wird. Die Herren Vorsteher des ersten Polizeibezirks— Schrank,— des vierten— Junius,— des fünften— Naumann, — des sechsten— Kintrup,— und des siebenten — Fischer,— behalten die bisher verwalteten Bezirke bei. Die seitherige Stellung des Herrn Polizeikommissars Bährecke wird vorläufig mit einem Polizeikommissar nicht wieder besetzt werden. (!) Automaten= Diebstähle. In letzter Zeit wurden in hiesigen Wirtschaften und AutomatenRestaurants salsche Zehnpfennigstücke und Metallplatten in der Größe der Zehnpfennigstücke in die Automaten hineingeworfen, wofür der Betressende Eßwaren, Getränke, Schokolade usw. erhielt. Es gelang trotz größter Aufmerksamkeit nicht, den Täter zu ermitteln und so wurden eine Anzahl Wirte durch die betrügerischen Manipulationen empfindlich geschädigt. Gestern wurde der wiederholt, u. a. mit 2 Jahren wegen Münzverbrechens vorbestrafte Maschinist Franz Stadtfeld auf frischer Tat abgefaßt. Er hatte in einer Wirtschaft an der Rheinischen Straße Bleiplättchen in den Automat geworfen und dafür Schökolade erhalten. In seinem Besitz sand man noch eine Anzahl Metallplättchen vor. w Militärische Uebungen. Die Militärbäcker der Reserve werden in diesem Jahre zur Verstärtung der Bäckereiabteilungen während der Uebungen auf den Truppenübungsplätzen herangezogen. Die übungspflichtigen Bäcker der Reserve aus dem Stadt= und Landkreis Dortmund und aus dem Kreise Hörde gelangen beim Proviantamt Paderborn zur Einberufung und werden dem Inf.=Reg. Nr. 158 zugeteilt. Die Uebung dauert 14 Tage. Die Mannschaften werden zu verschiedenen Zeitpunkten eingezogen. Die erste Uebung beginnt am 22. Mai; die nächsten Uebungen schließen sich an bis zum 1. September ds. Is. Außerdem werden aus den Landwehrbezirken 1 und 2 Dortmund einige Bäcker, die in der Herstellung von Feldzwieback ausgebildet sind, in der Zeit vom 4. bis 27. Mai d. Is. zum Proviantamt nach Münster eingezogen. Diese Leute dienen zur Hilfeleistung bei der Erbackung von neuem Feldzwieback. Städtische Sparkasse Dortmund. Recht befriedigend ist das Rechnungsergebnis der Spartasse für 1907. Sie erzielte einen Reingewinn von 311737,60 M. Davon erhält die Stadtgemeinde zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke 227553,30 A und der Reservefonds 84184,21 M. Die Spareinlagen sind von 47 996 116,14 M Ende 1906 auf 52532 203,29 MA Ende 1907 gestiegen, also um 4536087,78 M. Diese Zunahme ist die stärkste seit dem Bestehen der Sparkasse und besonders auffallend wegen der sich sonst geltend machenden außerordentlichen Geldknappheit. 18028 Sparer sind im vergangenen Jahre der Kasse neu beigetreten. Von den Ende 1907 im Umlauf befindlichen 56.000 Sparbüchern lauteten 13822 auf Beträge bis 60 M, 8484 auf solche von 60 bis 150 M, 7270 auf Beträge von 150 bis 300 M. 8181 auf solche von 300 bis 600 M. 14 366 auf Beträge von 600 bis 3000 M, 3356 auf solche von 3000 bis 10000 M und 521 auf höhere Beträge.— Bei der am 8. April 1907 errichteten Zweigstelle West wurden 879 355,05 A in 4203 Posten eingezahlt und 119 194,21 M in 1077 Posten abgehoben.— Die Neuausleihungen auf Hypothek betrugen 3885 699.05 M. Von Hypotheken sind zurückgezahlt 729791,46 A. Der Hypo thekenbestand stellte sich Ende des Rechnungs jahres auf 36 497971.34 M.— Die Sparkasse besaß Ende 1907 Inhaberpapiere im Nennwerte von 8 837300 M. die in die Bilanz eingestellt waren zum Kurswerte von 8 052 769 K. Von den Papieren waren verzinslich 359 400 M mit 4 Prozent, 11000 U mit 8¾4 Prozent, 7 356 900 M mit 3½ Prozent und 1110000 A mit 3 Prozent. Darlehen an Gemeinden und Korporationen standen aus 7293489,81 M. Gegen Bürgschaft von Privat= personen sind 2150 A und gegen Faustpfand 143 736,91 M ausgeliehen. Die Immobilien(19 Wohnhänser und 2 Hekt. 48 Ar 77 Quadratm. unbebaute Grundfläche im Stadtbezirke Dortmund haben einen Buchwert von 414 364,84 M. Der Bestand des Reservefonds stellte sich Ende 1907 auf 3 937 519,59 Jl. das sind 7,45 Prozent des gesamten Einlageguthabens. k Verein junger Drogisten Dortmunds und Umgegend. Der im Februar dieses Jahres gegründete Verein hält regelmäßig Sonnabends 9½ Uhr abends seine Sitzungen im Kölnischen Hof ab. Am 3. Mai, Sonntag, findet ein Vortrag des Kollegen Lamm über„Tierische Gifte und Arzneistoffe“ statt. Zu einem Anfang Mai in Aussicht genommenen Kursus in Lackschrift unter Leitung des Kollegen Acher können sich noch Teilnehmer aus Drogistenkreisen melden, insbesondere werden die Herren Chefs gebeten, ihre Lehrlinge darauf hinzuweisen. X Die Einkaufsgenossenschaft für Schneiderbedarssartikel der Schneidermeister von Dortmund und Umgegend hielt am vorletzten Sonntag ihre diesjährige Haupt= Generalversammlung ab. Die Bilanz bezw. Jahresrechnung, welche der Versammlung vorgelegt, wurde nach kurzer Besprechung und Festsetzung von 5 Prozent AnteilDividende sowie 6 Prozent Warenumsatz= Dividende genehmigt und dem Vorstand sowie Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Bei vorgenommener Ergänzungs= bezw. Neuwahl des Aufsichtsrats wurden die Herren C. W. Budeus, Tillmann, Diermann, Bornemann, Bödefeld und Vogelpohl gewählt, als Vorsitzender wurde Herr C. W. Budens wiedergewählt. In den Vorstand wurden die Herren Diermann und Breker gewählt. Der Genossenschaft sind im letzten Jahre 24 Mitglieder beigetreten, sodaß die Anzahl der Mitglieder jetzt 62 beträgt. Der Anteil eines jeden Genossen beträgt 50 M. die Haftsumme ebenfalls 50 MA. Die Dividende wird als unkündbare Kapitaleinlage bis zur Höhe von 15000 A für jedes einzelne Mitglied bis 450 M angesammelt. Der Warenumsatz hat im vergangenen Jahre die Summe von 54 000 M erreicht, gegen 33000 M im Jahre 1906. Das günstige Resultat der Entwickelung wurde allseitig freudig ausgenommen. Gleichzeitig wurde Kenntnis genommen von der Mitteilung des Vorstandes, daß der Genossenschaft von der Stadt eine größere Lieferung übertragen ist, welche unter die Mitglieder verteilt würde. Der Vorsitzende schloß die Generalversammlung mit dem Wunsche, daß sich immer mehr neue Kollegen der guten Sache anschließen möchten, da die Handwerker immer mehr zur Selbsthilfe greisen müßten, um Fortchritte erringen zu können. * Ansteckende Krankheiten. In der Jahreswoche vom 5. bis 11. April kamen im Bezirke Arnsberg zur Anmeldung: Unterleibstyphus 10 Fälle(hiervon 3 in Dortmund=Land), Pocken 1 Fall(Herne), Kindbettfieber 4 Fälle(1 in Dortmund=Land), Scharlach 124 Fälle(hiervon 11 in Dortmund=Stadt. 8 in Dortmund=Land, 13 im Kreise Hörde), Diphtheritis 51 Fälle(hiervon 4 in Dortmund=Land, 1 im Kreise Hörde), Genicktarre 12 Fälle(hiervon 1 in Aplerbeck); in Siegen wurde ein Mensch durch einen tollwutverdächtigen Hund gebissen. Es starben: an Tuberknlose 31(hiervon 2 in Dortmund=Stadt, 6 in DortmundLand, 1 im Kreise Hörde), durch Lungenentzündung 49(hiervon 5 in Dortmund=Stadt, 5 in Dortmund=Land, 3 im Kreise Hörde); ferner starben durch Krämpfe 20, durch Magen= und Darmentzündung 21 Kinder unter 2 Jahren. r Gefaßte Straßenräuber. In letzter Zeit wurden einer Anzahl Damen aus besseren Ständen während der Abenddämmerung oder an dunklen Straßenteilen die Handtäschchen nebst Inhalt mit Gewalt aus der Hand gerissen. Die Räuber verschwanden dann schleunigst in Nebenstrazen. Vorgestern abend kurz nach 10 Uhr wurde wiederum einer Dame auf dem Marktplatze plötzlich die Handtasche aus der Hand gerissen, worauf die Täter— 2 junge Burschen— mit ihrer Beute verschwinden wollten. Die Dame schlug Lärm, es wurden die Straßenräuber von Passanten verfolgt. Der Schlosser Heinrich Pelzer wurde eingeholt und festgenommen. Der zweite, Schlosserlehrling Reinhold Schrafer, entkam, wurde aber später verhaftet. Beide Burschen kommen in Betracht, in letzter Zeit die äußerst frechen Räubereien ausgeführt zu haben. Sie wurden in gerichtliche Untersuchungshaft abgeführt. § Besitzwechsel. Das seither dem Privatmann Josef Bäckerling gehörende Wohnhaus Münsterstraße 195a ist zum Preise von rund 33000 Jl nebst einem dazu gehörenden Bauplatze von dem Kaufmann Heinrich Espeloer hierselbst käuflich erworben worden. Das Grundstück hat eine Größe von etwa 28 Geviertruten. 88 Straßensperrung. Der Straßenbahnbetrieb vom Friedhof über die Kapellenstraße wird am Dienstag, den 21. d. Mts., abends, für immer eingestellt. Wer von da an zum Fredenbaum die Straßenbahn benutzen will, muß am Steinplatz einsteigen und kann umgekehrt nur bis dorthin zurückfahren. Auch die Benutzung der HöschLinie kann nur vom Steinplatz aus vom Mittwoch, den 22. d. Mts., an erfolgen. * Dorstfeld, 16. April. Eingebrochen wurde in der Nacht zum 15. d. M. in das Geschäft des Schneidermeisters Sirowattli von hier. Die Diebe öffneten die Haustür mittelst Nachschlüssels und erbrachen die Werkstattür. Aus der Werkstatt wurden die vorhandenen fertigen Anzüge und die dort aufbewahrten Tuchballen fast sämtlich gestohlen. Der Wert der Beute beträgt etwa 3500 Merkspruch. Das ist die echte Demut nicht, Daß man sich glaubt ein schlechter Wicht; Die echte Demut der nur hegt, Ter echten Stolz im Busen trägt. Fr. von Sallet. Gedenktage. 18. April. 1901 Brand eines Teiles des Pekinger Kaiservalastes. Generalmajor von Schwarzhoff findet den Tod in den Flammen. 1892 F Friedrich von Bodenstedt zu Wiesbaden. Hervorrag. deutscher Dichter. 1873* Justus Freiherr von Liebig in München. Berühmter Chemiker. 1864 Erstürmung der Düppeler Schanzen durch die Preußen. Eine gefahrvolle Verschwörung. Romau von Oskar T. Schweriner. 27)(Nachdruck verboten.) „So tuc es doch!“ sagt er zärtlich. „Es ist so grade die Stimmung. Ich möchte das Licht ausdrehen und eine Kerze anzünden und dann der Regen draußen. Du müßtest ganz, ganz ruhig neben mir sitzen— ein wenig hinter mir, so daß ich dich nicht sehen könnte— und dann, dann könnte ich drauf los arbeiten! „Aber so tur es doch!“ sagte er noch einmal. „Für wen?“. Und dann:„Für dich, Charles! Sie hat sich plotzlich aufgerichtet, sich ihm zugewandt und spricht mit großem Eiser weiter. „Ich werde wirklich wieder schreiben! Ich muß! Aber— nur für dich, Charles. Und du wirst mir helfen dabei! Willst du, Charles?! Ob Charles will! Er besitzt zwar ebensowenig literarische Fähigkeiten wie künstlerisches Verständnis, aber er sagt freudig zu. Annas Wünsche sind ihm Besehle. Er fürchtet so schon, das langweilige Pretoria wird ihr bald über sein und ergreift mit Freuden jede Art der Zerstreuung, die sie von ihrer Idee, daß sie sich sofort an die Arbeit macht. Staffelei und Malkasten werden übermütig in die Ecke geschoben. Gleich darauf liegen Papier und Bleistift auf dem Tisch. Sie nimmt Platz, er muß sich ihr gegenüber setzen. Also— was soll es werden, eine Novelle oder ein Roman?" frägt sie lachend. Und er stimmt ein: „Ein Roman!"— 1—— „Schön, ein Roman. Weißt du, wie man das macht?" 5„ni Er gesteht seine völlige Unkenntnis. „Nun, so werde ich dir deine erste Lektion in der mehr oder weniger schweren Kunst der Romanschriftstellerei erteilen. Paß auf!— Vor allen Diugen muß man einen„Plot“ finden— eine einzige Idec— und da baut man seinen Roman drum'rum. Zum Beispiel: Ein Bankdiebstahl. Eines Morgens fehlt in einer Bank eine Million. Jede Spur vom Dieb fehlt. Die Tür des Bankgebäudes war nicht erbrochen, das Eisenspind, aus dem das Geld fehlt, auch nicht. Das ist der Kern, der„Plot“. Nun bleibt es der Phantasic des Schriftstellers überlassen, herauszufinden, wie der Diebstahl begangen, warum, er begangen, und wer ihn begangen, und zu beweisen, daß es nicht der sofort verhaftete Bankkassierer war, obwohl alles gegen ihn spricht, und daß der Besitzer der Bank sich nicht selbst beraubt hat, weil er vor dem Bankerott stand. Verstehst du?! „Well!“ meinte Charles,„vielleicht hatte die Frau des Bankiers einen Liebhaber, dem sie Schlüsselabdrücke gab, oder jemand machte der Privatsekretärin den Hof—“ „Das hast du gestern gelesen. Der Prozeß spielt jetzt in London!“ Sie drohte ihm lachend. „Aber soviel sehe ich, du hast bereits verstanden. Jetzt kommt die große Hauptfrage: Was wollen wir schreiben?“ Er zuckte amüsiert mit den Achseln. „Das muß ich dir überlassen, Anna. Du bist die Schriftstellerin. Ich verstehe weiter nichts, wie langweilige, diplomatische Geschäfte.“ „Nun also,— so bauen wir etwas, worin die Diplomatie eine Hauptrolle spielt!“ Sie hielt einen Moment inne:„Ich hab'!“, rief sie dann und klatschte in die Hände. „Nun?“ fragte er neugierig. „Einen Roman, der hier in Pretoria spielt. Wir beiden sind die Hauptpersonen. Zeit der Handlung: Ansang des Burenkrieges. Das gibt ein seines Milieu, das wir an Ort und Stelle studieren können. Du bist der englische Geschäftsträger hier, von den Buren in deinem Hause umringt. Sie wollen dich wegen Hochverrat vor ein Kriegsgericht stellen—“ Charles' herzliches Gelächter unterbrach sie. „Die Buren wollen den englischen Geschäftsträger wegen Hochverrat— Anna!“ „Ach so, das geht ja nicht! Nun, dann bist du eben ein Engländer, der sich bei Ausbruch des Krieges naturalisieren ließ, aber nur, um seinem Vaterland zu dienen.“ „Also ein Spion!“ Sie nickte. Er schnitt eine Grimasse:„Nett!“ Sie blickte ihn scharf an.„Wieso? hältst du es für unehrenhaft, fürs Vaterland das Leben aufs Spiel zu setzen? Selbst als Spion?“ „Gewiß nicht! Aber—“ „Nun— aber?“ „Es ist lein— kein schöner Gedanke!“ Sie sah ihn mit einem eigenen Blick an. Er be merkte es, hielt es aber für den Eifer, mit dem ste den Roman in Angriff nahm. „Das ist ein großes Unrecht! Der Meusch, der sein Leben fürs Vaterland wagt, wird gepriesen. Der aber, der nicht nur Leben, sondern den Verbrechertod riskiert, den ehrt man nicht. Die Amerikaner denken anders darüber. In Neuyork steht die Stalue eines im Befreiungskriege erschossenen Spions John Hale. Es ist ein prächtiges Kunstwerk nebenbei.“ „Eine Ausnahme!“ wandte Charles ein.„Vergiß nicht, daß Spione fast immer nur für Geld arbeiten!" Eine Falte des Unmutes zeigte sich zwischen ihren Augenbrannen. „Meinst du?!“ Dann lenkte sie ein.„Gut, du bist also im Roman ein englischer Spion, der nur an das Vakerland, aar nicht an sich denkt. Ein kühner Held ersten Ranges. Gist du zufrieden?“ „Aber natürlich! Ich meinte ja nur.“ Sie unterbrach ihn. „Schon gut.— Ich bin eine nicht minder kühne Heldin, eine englische Maid, die Transvaal nicht verlassen hat, weil sie dich liebt, obwohl ihr englischer Chef ihr geraten hat, mit ihm in die Heimat zurückzukehren. Ist's gut soweit?“ „Großartig!“ versicherte er.„Wie hat denn die englische Maid hier gelebt?“ „Von ihren Ersparnissen. Sie glaubte, der von ihr geliebte Mann würde selbst bald abdampfen; sie wollte auf demselben Schiff mit ihm sein. Daß er ein Spion sein könne, kam ihr nicht in den Sinn.“ „Aha— ich sehe!“ „Das ist nett von dir. Und jetzt, wo er von den Buren bedroht wird, lommt sie ihm zu Hilfe und befreit ihn.".. „Wie?“ fragte Charles,„das dürfte ihr schwer fallen!“ „Ja, hier muß die Phantasie des Schriftstellers helfen. Das kommt beim Arbeiten. Gefällt dir die Idec?“ „Sehr— Auna!“ „Schön— dann sangen wir morgen an.“ Kurz darauf verabschiedete er sich und zog sich in sein Zimmer zurück. Anna aber holte aus dem untersten Fache ihres Kossers ein Manuskript hervor und sing an, Seite auf Seite— abzuschreiben. Vielleicht zehn Seiten kopierte sie, die folgenden zwanzig las sie aufmerksam durch; einmal und noch einmal und zum dritten Mal, sast als wollte sie den Inhalt auswendig lernen. Der Morgen graute schon, als sie sich zur Ruhe legte. (Fortsetzung folat.) Messling’s Hüte sind modern und preiswert. Wilh. Messling Man scheint es hier mit denselben Dieben zu tun zu haben, die vor einiger Zeit dem in demselben Hause wohnhaften Sattlermeister Sperrhacke Ledersachen im Betrage von über 70 A mittelst Einbruchs entwendet haben. * Marten, 16. April. Auszeichnung. Dem Fortbildungsschüler und Bäckerlehrling Karl Bobet(Lehrmeister Boßkamp=Marten) wurde in Anerkennung der außerordentlichen Leistungen die Staatsmedaille verliehen. * Brackel, 10. April. In hiesiger Gemeinde trieben gestern zwei Frauenspersonen durch Wahr sagen ihren Unfug. Bei einer jungen Ehefrau hatten sie insoweit Erfolg, daß diese ihnen ihr ganzes im Hause befindliches Geld, ca. 80 M, anvertraute, womit dann die Personen verschwanden. Es kann nicht eindringlich genug vor solchen Personen gewarnt werden. r Wambelerholz, 10. April. Liberale Versammlung. Gestern abend fand im Gemeindehause zu Wambelerholz eine Versammlung des neugegründeten nationalliberalen Vereins zu Wambel statt. Die Versammlung, die sich eines sehr zahlreichen Besuches zu, erfreuen hatte, stand unter der umsichtigen Leitung des Vereinsvorsitzenden, Herrn Lehrers Hüsing. Zunächst trat die Versammlung in eine Beratung darüber ein, ob für Wambeler bolz die Gründung eines neuen Vereins sich empfehle. Beschlossen wurde nach eingehender Aussprache, sich dem bereits bestehenden Verein in der Gemeinde Wambel anzuschließen und sollen in nächster Zeit die Vertreter der Gruppe Wam belerholz gewählt werden. Der Verein hatte in Aus Westfalen und Rheinland. sofern auch durch seine gestrige Versammlung einen großen Erfolg zu verzeichnen, als sich ca 50 neue Mitglieder einschreiben ließen. Hierauf hielt Herr Gotzmann=Dortmund einen interessan ten Vortrag über die bevorstehenden Lanbtags wahlen unter besonderer Berücksichtigung der letzten politischen Ereignisse. Die Versammlung folgte den Ausführungen des Redners mit größter Aufmerksamkeit und spendete ihm am Schlusse sei nes Vortrages lebhaften Beifall. Der Vorsitzende nahm noch besonders Veranlassung, dem Redner für seine ausklärenden Worte den besten Dank der Versammlung auszusprechen. Die Versamm lung beschloß ferner, sich mit allen Kräften für die nationale Sache bei den kommenden Landtagswahlen betätigen zu wollen. Erst ziemlich spät wurde die in allen Teilen sehr anregend verlaufene Versammlung geschlossen. * Asseln, 10. April. Am 13. d. M. wurde eine Frau von hier auf dem Wege von Sölde nach Asseln von einem jungen Burschen angefallen Der Täter ist in dem Bergarbeiter Karl Schramm aus Asseln ermittelt und dem Amtsgericht Dort mund zugeführt worden. X Berghosen, 10. April. Unglücksfall. Durch einen Unglücksfall in tiese Trauer versetzt wurde die Familie des Bergmanns Schopohl in der Berghosermark. Nachdem die Frau Sch. gestern kurz nach Mittag die beiden jüngsten Kinder im Alter von 1 und 3 Jahren gewaschen und zu Bett gebracht, wollte auch ein Töchterchen von 4 Jahren ruhen und begab sich zu den Geschwistern in die Kammer. Die Mutter aber ging zum Brun neu, Wasser zu holen. Bei ihrer Rückkehr fand sie das Haus voll Rauch und die 4jährige Tochter tot auf dem Fußboden liegen. Der Körper des Kindes war an der Brust arg verbrannt. Wie das Feuer entstanden, ist den bekümmerten Eltern ein Rätsel. * Annen, 10. April. Ein sonderbarer Vorfall. Das etwa drei Jahre alte Söhnchen des Wirtes Helle befand sich gestern auf der Wittener Straße und bemerkte plötzlich der Führer eines vorüberfahrenden Motorwagens der Straßenbahn, daß die Kleider des Kindes lichterloh in Flammen standen. Der Führer sprang kurz entschlossen von dem Wagen und erstickte die Flammen. Wie das Feuer entstanden ist, ist nicht aufgeklärt,, doch wird angenommen, daß ein Mann, der kurz vorher an dem Kleinen vorüberging, achtlos ein noch brennendes Streichholz von sich geworfen und dadurch das Feuer verursacht hat.— Der gestrige Frühjahrsviehmarkt hiersebst war wiederum sehr gut besucht. Von 599 ausgetriebenen Schweinen wurden 382 zu verhältnismäßig hohem Preise verkauft. Der Umsatz in Pferden und Kühen war sehr schwach. Lünen, 17. April. Die Straßenbahnverwaltung hat eine löbliche Anordnung dahin getroffen, daß von jetzt ab der des Abends vom Fredenbaum kommende Straßenbahnwagen im südlichen Stadt teile an der Kaiser= bezw. Scharnhorftstraße solange zu warten hat, das es den mit dem Eisen bahnzuge abends 10,5 Uhr auf Station Preußzen ankommenden Personen, die den Straßenbahnwagen von Lünen=Süd bis zur mittleren Stadt benutzen wollen, möglich ist, diesen Wagen zu er reichen. § Schwerte, 10. April. Sanitätskolonne. Die freiwillige Sanitätskolonne wählte in ihrer Frühjahrs=Generalversammlung zum ersten Vorsitzen den Herrn Lehrer Hömberg, zu seinem Stellvertreter Herrn Zahntechniker Overbeck, zum Kassie rer und Schriftführer die Herren Lategahn bezw. Knüller. Die Uebungsstunden werden Dienstags abends 8½ Uhr im„Reiche des Wassers" abgehalten; als leitender Arzt ist Herr Dr. med. Mester tätig. In den verschiedenen Stadtteilen sind Kaufpreis beträgt, 16 500 Mark. r Kamen, 10. April. Schadenfeuer. In dem an der Oststraße gelegenen, von dem Schlossermeister Ernst Breitenstein gepachteten Wohn= und Ge schäftshause der Witwe Friedrich Hiddemann ent stand in vergangener Nacht ein großes Schaden seuer. Infolge des sehr schnellen Umsichgreifens des Feuers konnte nur wenig gerettet werden Der entstandene Schaden ist durch Versicherung gedeckt. 1 Vinunm bei Olsen, 10. April. Wegen An kaufs einer Grundfläche von 120 Morgen schweben zurzeit Verhandlungen zwischen einem Beauftrag ten des Fiskus und dem Gutsbesitzer Krutwage gen. Lohaus. Gutem Vernehmen nach sind für den Morgen 1200 A geboten worden. 0 Olfen, 10. April. Daß der Dortmund=EmsKanal einen großen Reichtum an Fischen birgt, bewies gestern wieder der vom Fischereiverein veranstaltete Fischzug im Kanal. Es wurden mehr als 150 Pfund Fische und zwar meist im Hafen gefangen. In der Hauptsache waren es—1½ pfündige Bresen, an Hechten betrug die Beute 5 Stück, darunter einen von—7 Pfund. Von den in den Kaual eingesetzten Karpfen, Schleien und Regenbogenforellen findet sich kaum eine Spur wohl deshalb, weil die Karpfen auf dem Grunde leben und schwer zu fangen sind, die andern Setz linge aber meist von den Hechten verschlungen werden. y Bad Sassendorf, 10. April. Ein gräßlicher Unglücksfall trug sich gestern abend in hiesiger Station zu. Zwei verheiratete Streckenarbeiter, der 53 Jahre alte Simon aus Loh und der 60 Jahre alte Lachenich aus Bockum bei Benning hausen, wurden, als sie einem von Paderborn ein lausenden Personenzug ausweichen wollten, von einem aus der entgegengesetzten Richtung von Soest kommenden Personenzug überfahren. Simon wurde sofort getötet, Lachenich starb nach einer Viertelstunde an den erhaltenen Verletzungen. Nachdem das Amtsgericht Soest den Tatbestand festgestellt, wurden beide Leichen freigegeben und nach ihren Wohnungen gebracht. r Olpe, 10. April. Ein schweres Brandunglück, bei dem 3 Menschen zu Tode kamen, hat sich heute früh in dem an der Franziskanerstraße gelegenen Hause der Witwe Loeser ereignet. Zu Tode gekommen sind der in dem Hause zur Miete wohnende 37 Jahre alte Schneidermeister Quast, dessen 72jährige Mutter und ein 3 Monate altes Kind des Unglücklichen. Gerettet sind die Ehefrau Quast und ein 2 Jahre altes Kind. Wie das Feuer entstanden ist, ist noch unaufgeklärt. Bereits heute früh war Quast aufgestanden, um zu arbeiten. Als er das Feuer bemerkt hat, muß er hinausgelaufen sein, ist dann aber wieder ins Haus gestürmt, um seine Mutter und sein Kind zu retten. Dies ist ihm nicht mehr gelungen. eine Leiche wurde von Feuerwehrleuten um 6 Uhr, neben seiner Mutter liegend, verkohlt, die Leiche des Kindes in einem Nebenzimmer gesunden. Man nimmt an, daß der Brand durch Erplosion einer Petroleumlampe oder auch vielleicht durch einen überhitzten Ofen(Bügelofen) entstan den ist. Als die erste Hilfe zur Stelle war, war ein Eindringen in das Haus, das mit Feuer und Rauch völlig angefüllt war, unmöglich. Der Frau des Quast, die halb wahnsinnig ist, wird allgemeine eilnahme entgegengebracht. Quast stammt aus Fahlenscheid bei Welschenennest und ist seit eintgen Jahren hier ansässig. r Linden a. d. Ruhr, 15. April. Pocken. Durch den Kreisarzt aus Hattingen wurden heute bei einem ern vor einigen Tagen zugewanderten und auf einer hiesigen Ziegelei arbeitenden Russen die Menscheupocken festgestellt. Die Behörde hat die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Fall in Herne ist bekanntlich ebenfalls durch einen russischen Arbeiter verursacht. S Hagen, 15. April. Aus dem Stadtrate. Das neue prachtvolle Rathaus erweist sich bereits als sie anscheinend von der Mitarbeiterschaft in den Kommissionen ausschließen wolle; schließlich wurde die Sache einer Kommission überwiesen.— Aus einer von sozialistischer Seite geforderten Aufstellung wurde der Nachweis geliefert, daß die Lohnsteigerung der Arbeiter der Gas=, Wasser= und Elektrizitätswerke in 1908 gegen 1901 nicht wentger als 21—30 Prozent betrug.— Die Warenhaussteuer brachte 9592 K ein, welche Summe den Gewerbetreibenden der 3. und 4. Klasse gut gerechner wird, so daß sich deren Prozentsatz um 20 Prozent ermäßigt.— Die Petition des Hagener Lehrervereins, als Teil des Gauverbandes westfälischer Lehrervereine im westf. Industriebezirk, wurde der Gehalts=Regulierungskommission überwiesen; übrigens wurde betont, daß die Berufung der Lehrer auf die Regierungsvorlage sehr wenig stich haltig sei. weil diese Vorlage als Grundlage die Lehrer in unserer Gegend schlechter stellen würde, als jetzt. Urdenbach, 15. April. Abschiedsfeier. Am 10. Mai hält Herr Pfarrer Solle, der seit 11 Jahren als Seelsorger in der evangelischen Gemeinde tä tig war und nach Dortmund gewählt worden ist, in der Kirche hier seine Abschiedspredigt. Am Nachmittage findet dann eine Feier im großen Saale auf.„Haus Büchel“ am Rhein statt. Die Feier soll von der gesamten Gemeinde und ihren Vereinen ausgehen, an deren Gründung der Scheidende wesentlich Anteil bat. Düsseldorf, 15. April. Ein unheimlicher Gast In der Nacht zum Sonntag sind in einem hiesigen Gasthof mehrere Damenkleider, die zum Reinigen vor die Zimmertüren gehängt worden waren, zer schnitten worden. Als Täter kommt höchstwahr scheinlich ein geisteskranker Gast in Frage, der gestern in die Departemental= Irrenanstalt gebracht wurde. In dem Gepäck des Mannes wurden etwa 10 Taschen gefunden, die aus Kleidern herausgetrennt zu sein scheinen, ebensoviele Geldtäschchen, Brieftaschen und eine große Anzahl Taschentücher mit verschiedenen Zeichen. Außerdem befanden sich in den Koffern viele Küchengerät chaften, wie Kaffeemühlen, Suppenlöffel, Schöpf kellen usw. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß diese Sachen aus Gasthöfen herrühren. Nach den Papieren handelt es sich um einen 73 Jahre alten Mann, namens Theodor Levy, der früher in Berlin wohnte, in letzter Zeit aber ständig auf Reien war Die ehrenamtlichen Armenpfleger. u klein, obschon gewisse Zweige der Verwaltung wie Gas= und Wasserwerk, Schlachthof) schon rüher ausquartiert wurden. Man will nun mit Rücksicht auf die städtische Finanzlage vorerst von inem kostspieligen Anbau absehen und begnügt sich mit einem 25000 Mark kostenden Umbau im Innern.— Der für die Gemeindegrundsteuer zu erhebende Betrag wurde auf 30 Pfg. pro 100 A festgesetzt.— Gelegentlich des Neubaues eines chulhauses, wie solche Jahr für Jahr zum Betrage von 160000 M bis 220000 M nötig werden, wurde auch die Frage erörtert, ob es angezeigt erscheine, Klassen über das augenblickliche Bedürsnis hinaus in Vorrat zu bauen; die Meinungen waren sehr geteilt. Der Oberbürgermeister stellte fest, daß es sich um Räume für die Kaufmannsschule handle und die Frage der Einrichtung eier Mittelschule wage er garnicht anzurühren, weil er keine Schulräume habe.— Bei der Wahl um Schulvorstand der gewerbl. Fortbildungs= schule kam es zu einer langen parteipolitischen Debatte. Von freisinniger Seite wurde angeregt, u diesen Vorstand einen Sozialdemokraten als Vertreter der Arbeiter„u wählen; als dieser Antrag von nationalliberaler Seite bekämpft wurde mit dem Hinweise, daß die drei sozialdemokratischen Stadtverordneten keine Arbeitervertreter eien, entwickelte sich ein heftiger Redekampf, in welchem die Sozialdemokraten betonten, daß man Ein großer Teil der städtischen Bürgerschaft n Deutschland ist ehrenamtlich als Armenpfleger tätig. Abgesehen von den unvermeidbaren be kannten Ausnahmen erblickt die modern betriebe ne kommunale Armenpflege in diesen Helfern unentbehrliche Kräfte. Wenn die ehrenamtlichen Armenpfleger vielsach auch durch ihren Erwerbs feruf so stark gefesselt werden, daß sie das Ehren amt nur ganz nebenbei ausüben können, und wenn dadurch sehr oft Unzulängliches zustande kommt, so soll doch eins nicht übersehen werden: Die ehrenamtliche Armenpflegschaft bildet ein erhebliches Bollwerk gegen die übermäßige Aus breitung des Bureaukratismus, der gerade in dem empfindlichen Betriebe der Armenpflege gar zu leicht zur Ausartung neigt. Auf der Eisenacher Tagung des Vereins für Armenpflege sprachen sich verschiedene Stimmen gegen die ehrenamtliche Armenpflege aus. Sie verlangten nicht nur eine besondere berufliche Vorbildung für die Pflegeorgane, sondern auch besoldete Pfleger im Haupt amt, wie das z. B. in Amerika der Fall ist Einer der bekanntesten kommunalen Sozialpoliti ker, Stadtrat Dr. Flesch=Frankfurt a.., hielt es für geboten, diesen Forderungen ein ganz bestimmtes Nein! entgegen zu rufen. Er sagte: „Es hat ja einer der Herren hier zugestanden, daß die Arbeit der ehrenamtlichen Herren nicht zu entbehren ist. Das war sehr freundlich; ich sage aber umgekehrt: Unser ganzes System der Armenpfleger stürzt zusammen, wenn wir ohne die ehrenamtlichen arbeiten wollen. Ganz gewiß, diejenigen, die eine große Armenverwaltung leiten, müssen etwas von der Sache verstehen: und es ist auch gut, wenn weitere Kreise über die Schwierigkeiten der Ausgaben der Armenpflege unterrichtet sind. Ich war vielleicht in Deutschland der erste, der vor 20 Jahren bereits Kurse gehalten hat für die in den öffentlichen Armenpflegen tätigen Personen. Aber wir wollen uns darüber nicht täuschen: das Wichtigste in der Armenpflege ist die Menschenkenntnis, ist die Kenntnis der Verhältnisse.“ Und wir möchten noch hinzufügen: Das Vermögen, klar zu disponieren, und ein warm empfindendes Herz, das im Menschen auch in seinem elendesten Stadium immer noch den Menschen und nicht eine bloße Sache sieht. Dr. Flesch wies darauf hin, daß die sog. Berufsorgane keineswegs allgemeine Idealfiguren sind, so daß mancher, bevor er den berufsmäßigen Kursus durchmachte, auch nur ein Privatberufsmensch gewesen ist, und daß oft das einzige, was ihn nunmehr vor den anderen auszeichnet, sein amtlicher Charakter, also die„Autorität“ der Beamtenstaffel, ist. Torheiten werden erfahrungsgemäß auch von den Berufsorganen gemacht. Mit aller Entschiedenheit lehnte Dr. Flesch jeglichen Sturmlauf gegen die ehrenamtliche Armenpflege ab und schloß mit den Worten:„Die nicht beruflich ausge bildeten, die ehrenamtlichen Pfleger sind das Rückgrat unserer Armenpflege, und alles, was gesagt wird, um deren Bedeutung geringer zu schützen, ist falsch. Alle Verwaltungen, die keine ehrenamtliche Tätigkeit ausweisen, mögen in ein zelnen Fällen, insbesondere als technische Behörden für einzelne Gebiete recht Gutes wirken, aber daß sie eine Fühlung herstellen zwischen der Verwaltung und dem ganzen Volke, davon ist keine Rede. Und unsere Verwaltung, die Armenverwaltung, macht keine Ausnahme: sie würde verknöchern, wenn sie ausschließlich auf die Arbeit von Berufsbeamten angewiesen würde und sich auf deren Tätigkeit verlassen wolkte. Diese Berufsbeamten sind nur ein allerdings sehr nützliches Element in der Organisation; aber sie dürfen nicht übersehen die ungeheuren, geradezu unersetzlichen Vorteile, die die ehrenamtliche Mitwirkung der Bürger aus allen Kreisen, soweit sie zu erreichen ist, bietet, und die insbesondere auf dem sozialen Gebiet liegen, die der Notwendigkeit entsprechen, Fühlung zwischen den Besitzenden und Nichtbesitzenden herzustellen.“ Allerdings bedauerte er, daß es nicht möglich sei, eine ausreichende Zahl von Pflegern aus den Kreisen der Arbeiterschaft zu gewinnen, weil sich hier zwei Mängel in den Weg stellen: einmal der Mangel an Zeit, die unbedingt nötig ist, wenn Recherchen und ähnliches mit Erfolg angestellt werden sollen und dann auch der Mangel einer ausreichenden Wohnung, wie sie der Armenpfleger haben muß, weil er mit den Unterstützung Suchenden nicht gut in Gegenwart anderer verhandeln kann. Diese Umstände sind vielleicht schuld daran, daß an manchen Orten das mit einem umfangreichen ehrenamtlichen Apparat arbeitende Elberfelder Armensystem nicht recht vorwärts kommen kann. Wie alles andere, kann die Armenpflege nur da gedeihen, wo die geeigneten Kräfte der Sache ihre Dienste widmen. H. M. Nach den zahlreichen Versuchen, die von Aerzten mit Bioson als Zusatznahrung für Kinder in der Entwicklung gemacht wurden, empfiehlt es sich, dieses beste und billigste, blutbildende und kräftigende Nährmittel die Kinder eine Zeit lanz trinken zu lassen. Erhältlich das halbe Kilo drei Mark in den Apotheken und Drogerien. Resiaurant„Deutsches Haus“, Betenstraße. Wie vorauszusehen war, hat der jetzige Wirt, Herr Hugo Schehl, für die bevorstehenden Feiertage wieder einmal etwas ganz Besonderes geboten, um seinen zahlreichen Besuchern zu beweisen, daß die Leistungen seiner Küche sich dem in früheren Jahren Gebotenen würdig zur Seite stellen können. Hat man so das bekannte Zitat:„Das Alte stürzt und neues Leben blüht aus den Ruinen“ mit Recht angewendet, so dürfte es wohl hier der Fall sein, denn es ist Herrn Schehl in verhältnismäßig kurzer Zeit gelungen, das„Deutsche Haus“ wieder auf seine frühere seratenteil unseres Blattes mag unsere verehrten Leser überzeugen, mit welch seinem Verständnis Herr Schehl die Menus für die beiden Feiertage ausgewählt hat; es dürfte hierbei selbst der verwöhnteste Gaumen auf seine Kosten kommen. Olympia=Theater, Fernruf 1850. Die 1. Kölner Volksbühne(Dir. Job=Classen) hat einen gläuzenden, durchschlagenden Erfolg mit der Posse„Ein dreieckiges Verhältnis“ errungen, jedoch gelangt dasselbe nur noch zwei Abende zur Aufführung und raten wir allen, die sich einen vergnügten Abend machen wollen, das OlympiaTheater zu besuchen. Für den 1. und 2. Österfeiertag sind ganz besondere Ueberraschungen vorgesehen. Es sind am und 2. Osterfeiertag je zwei große Vorstellungen: Nachmittags 4 Uhr(halbe Preise, Kinder die Hälfte) und abende 8 Uhr. In den nachmittags 4 Uhr stattfindenden Vorstellungen gelangt zum 1. Male„Die Kilometer= fresser“ zur Aufführung. In der abends 8 Uhr stattfindenden Vorstellung am 1. Osterfeiertage wird zum letzten Male„Ein dreieckiges Verhältnis“ aufgeführt.— Am Osterfeiertage, abends 8 Uhr, gelangt zum ersten Male Eine Spritztour durch Köln“, große Ausstattungsposse in 9 Bildern, zur Aufführung. Wenn der Saft steigt und das Frühjahr in den Gliedern fühlbar wird, dann ist die Gesundheit besonders großen Gefahren ausgesetzt. Man muß also auch besondere Vorsicht anwenden und Das haben schon unsere Vorväter gewusst: 2 16 O W dazu gehört, daß man auf Spaziergängen ab und zu eine Fays ächte Sodener Mineral=Pastille im Munde zergehen läßt, daß man Fays ächte Sodener braucht, wenn man sich nicht ganz behaglich fühlt und den Ausbruch eines Katarrhs fürchtet, Haß man vor allem jede vorhandene Beschwerde der Respirationsorgane mit Fays ächten Sodenern behandelt. Teuer ist so eine Behandlung nicht, denn die Schachtel kostet ja nur 85 Pfennig und ist in allen Apotheken, Drogerien oder Mineral= wasserhandlungen zu haben. 213 □ 2X □ 8 K6 Deutsche Sterbekasse. Der Ortsverein Dortmund genannter Kasse hält am nächsten Sonntag im Lokale des Herrn Fritz Balster am Ostenhellweg eine Versammlung ab, in welcher neue Mitglieder ausgenommen werden. Bei einem Sterbegeld von 250 K bezw. 500 M. sind nur Beiträge von 10, 15, 20, 30 und 40 J.(je nach dem Alter) wöchentlich zu entrichten. Die Aufnahmegebühren betragen 1 A Die Abrechnung der Hauptkasse oben genannter Sterbekasse für das Jahr 1907 ergab folgendes: Die Einnahmen betrugen 287127,36 M. die Ausgaben 219 588,07 M. sodaß ein Ueberschuß von 17 538,69 M erzielt wurde. Das Gesamtvermögen betrug am 1. Jannar 1907 689 608,44 M. am 1. Januar 1908 dagegen 795631.52 M, mithin ist ein Reingewinn von 105 933,08 M zu verzeichnen. Für 128 verstorbene Mitglieder wurde Sterbegeld in Höhe von 52 593,75 M gezahlt; die Verstorbenen haben dagegen nur 13 188,60 M. in die Kasse bezahlt. Im verflossenen Jahre sind der Kasse 1512 Mitglieder beigetreten, sodaß sich die Gesamtzahl der Mitglieder auf 12 106 erhöht hat. Diese verteilen sich in Deutschland auf 220 Zahlstellen, wovon Dortmund an 7. Stelle steht. Anmeldungen nimmt Herr Wirt Balster, Ostenhellweg, entgegen. Allerlei Städtisches Dortmund, 19. April. Umbau des Bahnhofes bedingt bekanntlich die Beseitigung der Kapellenstraßenbrücke und die Senkung der Kapellenstraße. Um diese gesenkte Straße besser dem nördlich der Bahn belegenen Straßennetze aupassen zu tönnen, bedarf es einer Senkung des Geländes daselbst, was wiederum die Beseitigung des jetzigen Gebändes der Herberge zur Heimat erfordert. Der Dortmunder Herbergsverein muß deshalb zu einem Neubau schreiten. Ueber die Bedeutung solcher Herbergen wird uns von geschätzter Seite geschrieben: Hunderttausende von heimatlosen Wanderein bevöltern fortwährend die Landstraßen Deutschlands. In Zeiten industrieller Flauheit, wie der Schmffe 4hr WSiran. A. C. jetzigen, schwillt ihr Strom noch bedeutend an. Sie wandern von Ort zu Ort, teils einem dunklen Drang, teils bitterer Not gehorchend. Eigene Schuld oder der Zwang der Verhältnisse hat sie aus den geordneten Zuständen heraus auf die Wanderschaf: getrieben. Viele sind mittellos, alle ohne Ausnahme sind mancherlei Gefahren ausgesetzt an Leib und Seele, Gefahren von Frost und Regen, Blöße und Hunger, und— was noch schlimmer ist— all den Versuchungen, die im Beiteln, Branntweintrinken und Umberlungern liegen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß solche Leute, sich selbst überlassen, nur zu leicht von Stufe zu Stufe sinken, bis sie leiblich und sittlich verkommen und zu einer schweren Last für die Gesamtheit werden. Wer nimmt sich ihrer an? Seit mehr denn 50 Jahren bildet die Fürsorge für die wandernde Bevölkerung einen wichtigen Zweig unserer inneren Mission. 1854 gründete in Bonn am Rhein der Professor der Rechte Perthes ein im christlichen Geist geleitetes Gasthaus, das sich besonders dieser gefährdeten landsahrenden Leute annehmen und ihnen für einige Stunden nach Möglichkeit die fehlende Heimat ersetzen sollte. So nannte man das Haus mit dem schönen Namen Herberge„zur Heimat“, den GastMaßgebend für den Entwurf zum Bau waren folgende allgemeine Gesichtspunkte: wirt Hausvater. Heute überzieht ein Netz von über 450 solcher Herbergen zur Heimat planmäßig das ganze Deutschland. Im Jahre 1906 kehrten in diesen Herbergen ein über 2 Millionen Menschen; 160000 wurden aczählt, welche durch Vermittelung der Herbergen wieder in Arbeit gebracht wurden. Völlig. Mit tellose werden in den mit den Herbergen verbundenen Verpflegsstationen= gegen Arbeitsleistung verpflegt so daß, wo diese— Bodelschwinghsche— Ordnung strikte durchgeführt wird, kein gesünder arbeitswilliger Mensch meyr zu betteln braucht. Wahrlich, eine große Wohltat für den Einzelnen wie für die Gesamtheit. Der Dortmunder Herbergs=Verein, der in unferer Stadt Dortmund die genannten Zwecke zu verwirklichen sucht, steht sich, wie erwähnt, durch die Verhältnisse gezwungen, eine neue, den Anforderungen der Neuzeit und den hiesigen Bedürfnissen entsprechende Herberge zu bauen. 1. Die Hauptfürsorge gilt den Armen und Aermsten unter den Wanderern, die nicht mehr als 25 oder 30 und 40 Pfg. pro Bett zahlen können. Sie stellen das Hauptkontingent der Gäste. Reinlich, luftig. freundlich sollen sie wohnen. 2. Es ist Rücksicht zu nehmen auf solche, die etwa den aufstrebenden Arbeiterschichten angehüren oder als Reisende mit bescheidenen Mitteln als Mitglieder von Jünglingsvereinen usw. Aufnahme begehren. Für solche sind gesonderte Räume mit besonderem Eingang zu schaffen. Die Herberge soll eine„gehobene“ Herberge werden. 3. Das Ganze soll dauerhaft und gediegen, aber seinem Zweck entsprechend einfach gehalten sein. Das Gebäude bedeckt eine Grundfläche von rund 650 Quadratmeter und enthält im Erdgeschoß einen großen Fremdensaal, 3 kleinere Gastzim mer, sowie die für einen großen Betrieb berechneten Küchen= und Wirtschaftsräume. Das 1. Obergeschoß enthält die abgeschlossene Wohnung des Hausvaters, sowie eine Reihe Einzelzimmer, welche eventuell auch an Kostgänger vermietet werden sollen. Im 2. Obergeschoß sind 9 Zimmer mit je 2 Betten, 2 Zimmer mit je 4 Betten und 4 Zimmer mit je 6 Betten vorgesehen. Im 8. Obergeschoß sind noch 4 Zimmer mit je 3 Betten, zwei Schlafsäle mit je 8 Betten und 2 Schlafsäle mit je 12 Betten belegen. Das Dachgeschoß enhält 6 Schlafsäle mit zusammen 58 Betten. Die sanitären Einrichtungen des Hauses sollen vorschriftsmäßig in vollkommenster Weise durchgeführt werden. Die Erwärmung des Hauses erfolgt durch eine Mitteldruckdampfheizungsanlage. An diese Heizungsanlage werden auch die Kocheinrichtungen der Hauptküche sowie die umfangreiche Wäschereianlage angeschlossen, ebenso die ausgedehnte Warmwasserbereitungsanlage. In schlichten und doch edlen Furmen wird das Aeußere gehalten. Die Lage am nördlichen Ausgange des Bahnhoses machte es erforderlich, die Fassade gefällig und einladend zu gestalten. Ein freundlicher Vorgarten, der wegen der Höhe des Hauses nötig war, grenzt die Herberge gegen das Getriebe der Straße ab. Der ganze Bau dürfte nach seiner Bestimmung und Anlage eine Zierde des nördlichen Stadtteiles werden. Dafür bürgt auch der Name des Architekten, Herrn H. Markmann, in dessen Händen die Bearbeitung der Pläne sowie die Leitung des Baues liegt. Mit den Bauarbeiten soll schleunigst begonnen werden, damit der Bau in lürzester Frist seiner Bestimmung übergeben werden kann. Ein solcher Bau, auf etwa 150 Betten berechnet, stellt sich auch in der in einfachster Weise geplanten Ausführung mit Grundstück immerhin auf zirka N 300000, eine schwere Belastung für den Dörtmunder Herbergs=Verein, die er aber gerne auf sich nimmt, um eine Herberge zu schaffen, die allen berechtigten Anforderungen der Neuzeit Rechnung tragen wird. Webel Zögt sind stets die bes billigster 19 Kuckell Kein Barblerges Schüler der Lehransta sämtl. Klass. erhalten sion mit sorgfält. B Schularb. resp. Nachh Dortmund, Hohestr. A. Skuttni liefert aussers Fahrräder, Fabrik, an Private von Mik. 62. Zubehörteile, Luftschläuche v. Reparaturen brikat, prompt un Nähmaschine Katalog gratis un Dulsburger Fahr „Schwalbe“ Duisburg-Wanheimere Reisekörberauft man d eJul. Tretbar in Gri langem40 50 60 70 M. 3,30, 4,60..—..50. 9 la. Fett-Förd für Herdseuerung u heizung ausbereitet, Mt. 17 pro 20 Ztr. Willy K Fernsprecher 599, ht Gutes wirken, stellen zwischen der Volke, davon ist altung, die Armeniahme: sie würde ßlich auf die Arbeit t würde und sich wolkte. Diese Berdings sehr nützlition; aber sie düreheuren, geradezu ehrenamtliche MitKreisen, soweit sie e insbesondere auf ie der Notwendigschen den Besitzentellen.“ Allerdings ich sei, eine ausreiden Kreisen der Arich hier zwei Mänal der Mangel an wenn Recherchen stellt werden sollen ner ausreichenden pfleger haben muß, Suchenden nicht verhandeln kann. schuld daran, daß nem umfangreichen itende Elberfelder rts kommen kann. rmenpflege nur da äfte der Sache ihre H. M. die von Aerzten mit er in der Entwicklung dieses beste und bilNährmittel die Kinssen. Erhältlich das seken und Drogerien. Betenstraße. Wie e Wirt, Herr Hugo ertage wieder einmal m seinen zahlreichen stungen seiner Küche nen würdig zur Seite ekannte Zitat:„Das ius den Ruinen“ mit l hier der Fall sein, nismäßig kurzer Zeit der auf seine frühere i den heutigen Ininsere verehrten Len Verständnis Herr Feiertage ausgewählt erwöhnteste Gaumen Die 1. Kölner Volksgläuzenden, durchEin dreieckiges Versselbe nur noch zwei i w i r a l l e n, d i e s i c h vollen, das Olympia2. Osterfeiertag sind gesehen. Es sind am Vorstellungen: Nachder die Hälfte) und 4 Uhr stattfindenden ile„Die Kilometer= bends 8 Uhr stattfinage wird zum letzten aufgeführt.— Am ngt zum ersten Male Ausstattungsposse in orväter gewusst: das Frühjahr in den n ist die Gesundheit ausgesetzt. 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Betten berechnet, Weise geplanten nerhin auf zirka ig für den Dortaber gerne auf schaffen, die alder Neuzeit RechAlle an den hiesigen höheren Lehranstalten Städt. Gymnasium, Realgymnasium, Ober-Realschule, Realschule, Städtische höhere Mädchenschule und " Lehrerinnen-Bildungsanstalt, Mädchen-Mittelschule eingeführten und empfohlenen Lehr- u. Hilfsbücher 9 551 • 5 sind in dauerhaften Einbänden und neuesten Auflagen vorrätig. C. L. Krüger G. m. b. H. Dortmund Buch- und Musikalienhandlung Westenhellweg 43. Fernsprecher No. 816, 530, 181. Rennen zu Köln. OsterMeeting 1900. Oster-Montag 20. April nachmittags 3 Uhr u. a. Grosses Kölner Frühjahrs-Handicap NIk. 20000. Dienstag, 21. April nachmittags 3½ Uhr F 2. Ard Patrick-Handicap RIk. 8000. Täglich 6 Rennen. Totalisator auf allen Plätzen. Ausserdem Wettannahme für diese Rennen Im Sekretarlat. Gr. 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Apri 1908, nachmittags 4 Uhr, findet in„Kölnischen Hof“ eine General- Versammlung statt, wozu die Vertreter der Arbeit geber und Arbeitnehmer höflichst eingeladen werden. Tages=Ordnung: l. Kassenbericht 1907. Bericht der Rechnungsprüser und Erteilung der Entlastung des Rendanten. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Sperrung. wird wegen Abbruchs von Donnerstag, den 23. April d. Is. ab gesperrt. Dortmund, den 15. April 1903. Polizei=Verwaltung. Auskünfte, Beobachtungen 2c. 2c. Man verl. Prospekt. 99 = vornehmste 10 Pfeunig-Zigarre. Allein zu bezieh. i. Dortmund bei Heinr. Strunck, Kordsternhaus und Kaiserstrasse 9. Fernsprecher 998. Prima Kautabak per Pfund 21 Rollen Mr..80 „„ 27"".00 empftehlt und versendet S. Wolll. G. m b.., Ostenhellweg 3 und Betenstraße (Südwall=Ecke). Meyers Lexikon neueste Auflage, 20 Bände à 10 M. nur 5 Mark-Tieferung sof. kompl. u. frko. Probeheft grat. Hermann Meusser, Berlin W. 33 Steglitzer Strasse 00 la. 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An beiden Osterseiertagen von 8 nachmittags 8 Uhr an Jubel und Trubel mit dem großen Fest=Programm. Theater-Casé. Au beiden Osterfetertagen: Theater-Cale Grosses Konzert der brill. im Olympia=Theater. Golisten=Kapelle.! Entree froi! S e EEAREEEIIEIIEN LULENITAN I. und 2. Osterfeiertag, von 12 Uhr mittags ab: Frühschoppen-Konzert. Abends 7 Uhr: Künstler-Konzert. Festdiners und Soupers, sowie alle Delikatessen der Saison in bekannter Güte. Vorausbestellungen auf Tieche rechtzeitig erbeten. * Fredenbaum. An den Ostertagen: Grosse Militär-Fest-Konzerte. 1. Ostertag: Kapelle des 5. Ulan.=Rats. aus Düsseldorf unter persönl. Leitung des Königl. Musikdirig. Herrn Chr. Horsing. 2. Ostertag: Kapelle des 56. Juf.=Rats. aus Wesel unter persönl. Leitung des Königl. Musikdirig. Herrn R. Lehmann. Außerdem an beiden Ostertagen: Luftballon- Fesselfahrten mittelst des eigenen, vollständig neuen Riesen=Lustballons „Fredenbaum.“ Am 2. Ostertag, nachmtttags. 5 Luftballon-Taufe, nachdem 1. Fernfahrt des Ballons mit—5 Passagieren. Anfang der Konzerte 8 Uhr. Entres a. d. Kasse 50 Pf. Knäpperkarten u. Vorzugskarten mit 30 Pf. Nachzahlung gültig. Neue Vorzugskarten 1908 sind in den meisten hiesigen Zigarren=Geschäften gratis zu haben. Dienstag, den 81. April er., nachmittags: Konzert der Giesenkirchen schen Kapelle und Fesselballon-Fahrten. Mittwoch, den 22. April er., nachmittags: Konzer der Giesenkirchen schen Kapelle und Fesselballon-Fahrten. Um 6 Uhr: Fernfahrt des Ballons. Central-Automat, Steinplatz. 1. und 2. Ostertag. worgens von 11—2 Uhr: Matinee. Lschn.: Große Marine-Doppel-Konzerte Kleler Woche! Strandfest auf Helgoland. Bell an Bord. Seoßartigs Dekoration! Feenhafte Veleuchtung! Küche und Keller wie bekannt. Stadttheater. MIM Sonntag.—5% Uhr. Volkstülmliche Preise. Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 4 Aufzügen von G. Ohnet. Abends. 7½—10% Uhr. Opernpreise. Erste Vorstellung im Richard Wagner-Zyklus. Rienzi, der letzte der Tribunen. (trosse tragische Oper mit Ballett in 5 Aufzügen v. Rich. Wagner Montag.-5¼ Volkstümliche Preise. Der Hochtourist. Schwank in 8 Aufs. v. Kraatz und Neal. Abends. 7½ Uhr Opernpreise bei aufgehobenem Abonnement. (Jahreskarten gültig.) Mignon. Oper mit Ballett in 3 Aufzüg. von Ambroise Thomas. Dienstag B. 7½-10½ Opernpreise. Zweite Vorstellung im Richard Wagner-Zyklus. Tannhäuser Hotel Ostersonntag und Montag, den 15. und 20. April, mittags und abends: Handlung in 3 Aufzügen von Riobard Wagner. Texte ZU Rlenzl a 80 Pf. Künstlerblut à 50 Pf. Tannhäuser à 80 Pf. Faust und Margarethe à 60 Pf. Der fliegende Holländer à 80 Pf. Lohengrin à 30 Pf. Die Meistersinger von Nürnberg à 80 Pf. Ferner: Ohnet, Hüttenbesitzer 20 Pf. rnson, Ueber unsere Kraft I. Tell 20 Pf. Meyer- Förster, Altheldelberg, Illustr. 1 Mk. Pochhammer, Ring des Albelungen Mit Angabe der Themata. gebd..50 Mk. Wolzogen, Föhrer durch den Ring des Hibelungen. 1 MIk Opern-Wegweiser à 20 Pf. C. 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Diners und Soupers, sowie alle Delikatessen der Saison Sc Ostern 1908. * Restaurant„Deutsches Haus“ Nicolalstrasse 1. Ecke Betenstrasse. An beiden Feiertagen von nachm. 5 Uhr ab: Gr. Konzerte. Während der Diner-Zeit: Tatelmusik. Dorstfeld. Ziegler’'s Wintergarten Ostern 1908. Au beiden Feiertagen: Grosse Fest-Konzerte ausgeführt von der Giesenkirchen'schen Kapelle, unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten Herrn Max Fr. Giesenkirchen. Am zweiten Feiertug nach dem Konzert (Ansang 8 Uhr): Grosser Fest-Ball. Außerdem an beiden Ostertagen im Garten: Grosse Volksbelustigungen. Anfang der Konzerte 3 Uhr. Eintrittsgeld: 1. Feiertag zum Konzert 30 Pf. Zieglerkarten mit 15 Pf. Nachzahlung gültig. 2. Feiertag zum Konzert 50 Pf. Konzert und Ball 75 Ball 50 Pf. Zieglerkarten z. Konzert mit Pf. Nachzahlung gültig. Malhalla Kölnischer Hof. Inh.: Herm. Kemper. Ostern: Menu à 1,50 Mk. Frühlingssuppe. Ochsenfleisch mib frischem Gurkensalat. Kalbsbrust mit Erbsen und Schinken. Wein-Creme. Nachmittags: Famillenkaffee. Selbstgebackenen Bauernund Mürbestuten. Kuchen und Waffemn. Konzert GOOOSSORSSSG KünstlerEllte Salon-Orchester. 8 * Kapelimstr. Ohliger 660 100000000 Gasthof „Zur Stadt Dorimund“ Lütgebrückstraße 5. Zweiter Ostertug: Grosser Festball. Anfang 3 Uhr. Tanzuntericht! Freitag, den 24. d. Mr., abends 9 Uhr. beginnt im Saale des Germania=Hotels Kuckelke, ein neuer Tanz=Kursus Eln tüchtiger Gehülfe steht mir zur Seite. F. Feyerabend, Tanzlehrer, Rheinische Straße 111. Direktion: R. Kritsch. 16. bis 30. April: Das gunderbare Oeter-Programm! Haase- Ensemble. Der Gipfel der Situationskomik. Der unheimliche Gast.— Der Jugendtrank. Zwei ganz bervorragende Possen von W. Haase. In Berlin über 200 mal aufgeführt. Täglich 3 neue Possen! Grösster Lacherfolg der Salson! Ausserdem: Jenny Krüger, 1— Mr. Carlose— Kabarett-Soubrette. 1 Balance-Akt. Carl Ludwig. Bassist v. Hoftheater zu Rudolstadt — Max Ree— 1 Elly Bachmann, Humorist. Soubrette Elly und Max Bach, Verwandlungs-Duett in ihrer Szene:„Aus Licbe zur Kunst“. Jules-Trie, 1— Carl Gülle.— Exzentriques. Rezitator. — Marguerite Gilton, die Taubenkönigin.— Anfang 8 Uhr. Kleine Eintrittspreise. * Ostern 1908 An beiden Festtagen: Vormittags ab 11½ Uhr: Grosses Frühschoppen-Konzert unter Mitwirkung auserwählter Künstler. Nachmittags ab 3½ Uhr: Extra-Vorstellung bei ermässigten Eintrittspreisen. Abends Anfung prächse 8 Uhr: Elite-Vorstellung. Wintergarten .-.-V. Concordia 5 99 Dirigent: Emil Kolwes. zim 2. Osterfeiertag, morgens 11¼ Uhr, im grossen Saale des „Reinoldushofes“: unter Mitwirkung der Giesenkirchen'schen Kapells. Eintrittspreis 20 Pf. „Zum Blücher“ 77 Münsterstraße 77. An beiden Östertagen: Grosse Fest-Konzerte ausgeführt von der Betzel’schen SolistenKapelle. 5 Am 2. Ostertag nach dem Konzert: Tanz-Réunion. Hein-Restaurant „Zum Blücher“ 77 Münsterstr. 77. Diners. Soupers. Reichhaltige Tages- u. Abendkarte. Weine aus elgener Heingrossbandlung. Telegramm! Auf dem Westenhellweg. Gcke Martinstraße, neben der elektr. Zentrale in Dortmund: Weltberühmtes Brückstr. Dortmund. Burgwall. Ostern 1908. Grosse Fest- Konzerte. Süd-Ung. Blas-Orchester in Uniform ng. ( Musikdirektor: Szalay Jstvan) und Wiener Künstler-Ensemble (Direktion: Fräulein Erna Geebler). 5 Herren!" 1 Dame! An beiden Felertagen: Matinée von 11½—1½ Uhr. Ewald Risse. Gravenbusch-Eving An beiden Ostertagen: Grosse Familien- Konzerte ausgeführt von der Kavelle Ballerstein. = Eutree à Person 50 Pf.. Vorzugskarten 25 Pf. Vorzugskarten sind unentgeltlich am Blisete zu haben. Reinoldushof, Winstraße. Ab Samstag, den 18. ds. Mits. Reinoldushofes: im großen Saale des role kinematogr der Zur Vorführung gelangen nur erstklassige Sachen. Anfang täglich von 3 Uhr nachmittags bis 11 Uhr abends. Sonn= und Feiertags: Matinee. Eintritt 20 Pfennig.: Kinder 10 Pfennig. Wilhelm Klütsch. Deutschlands größtes Projektions= Theater. An beiden Östertagen, stündlich von nachm. 3½ Uhr ab: Brillante Vorstellungen mit vollständig neuem Riesen= Weltstabtprogramm, unter anderem zum ersten Male: Kindesraub durch Seeadler. Größtes Prachtschaustück der Welt in 00000 Aufnahmen, sowie das übrige neue Prachtprogramm. Jeden Abend 8¼ und 9¼ Uhr: Cabaret— Paris. Alles Nähere Tageszettel u. Plakate. Eyangel. Gesellenverein Dortmund. Der Verein unternimmt am L. Ostertag einen Familien-Ausbug nach Benninghofen(Wirtschaft Berger), wozu wir alle aktive und passive Mitglieder nebst Ange: hörigen frdl. einladen. Abmarsch mittags 2 Uhr vom Bürgerhause. Der Vorstand. * Emil Messling’'s erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit. 53 Ostenhellweg 53. Ausgekämmtes Haar kann mit verarbeitet werden.