Rahdener Wochenblatt. Erscheint wöchentlich dreimal, am Dienstag, Donnerstag u. Sonnabend und kostet durch unsere Boten und Agenturen, sowie durch sämtliche Postanstalten bezogen 1.20 Mark vierteljährlich; durch den Briefträger zugestellt 24 Pfg. für Bestellgeld mehr. Amtliche Zeitung des Kreises Lübbecke mit dem wöchentlich einmal erscheinenden Unterhaltungsblatt„Wort u. Bild“. Sonder=Ausgabe:„Dielinger Zeitung". Druck und Verlag: E. Kosynowoki Wwe., Rahden. Telegramm=Adresse: Wochenblatt Rahden“. Verantw. Redakteur: G. Kooynowoli, Nahden. Fernsprech=Anschluß Nr. 11. Die 5=gespaltene gewöhnliche Anzeigen=Druckzeile od. deren Raum kostet 10 Pf. Reklamezeile 20 Pf.: Bei Wiederholung Rabatt. Anzeigen erscheinen gleichzeitig in der „Dielinger Zeitung" und werden bis Montag, Mittwoch und Frei: tag vormittag 10 Uhr erbeten.: Nr. 69. Dienstag, den 15. Juni 1915. 36. Jahrgang. Amerikas Lusikania-Rote. Die Note der amerikanischen Regierung, betr. die Lusitania=Angelegenheit, die der Gesandte in Berlin jetzt der deutschen Regierung überreicht hat, ist außerordentlich umsangreich. Sie beginnt, einer Meldung der Voss. Ztg. zufolge mit einer freundschaftlichen Anerkennung des Rechtsstandounktes, den Deutschland nicht nur bei der Erledigung des Falles Gulflight, sondern auch bei der des Falles Cushing eingenommen hat. In der Hauptsache erklärt sich hier die amerikanische Regierung für befriedigt. In bezug auf die Bohandlung der Torpedierung der Falaba erhebt die amerikanische Regierung eine Reihe rechtlicher Bedenken, die indes nicht von so erheblicher und weittragender Bedeutung sind, daß eine Verständigung auch über diesen Fall außerhalb des Bereichs der Möglichkeit läge. Nach Erledigung dieser drei vergleichsweise untergeordneten Fälle geht die Note auf den Hauptstreitpunkt, die Torpodierung der Lusitania, ein. Zunächst wird die Tatfrage eingehend erörtert. Es sei für Deutschland gegenüber den Feststellungen amerikanischer Beamter nicht wohl möglich, den Beweis, der ihm obliegen würde, betr. die Bewaffnung und die Munitionsladung der Lusitania zu führen. Wesentlich sei aber nicht, ob diesbezüglich die deutschen Behanotungen zutreffen. Es handle sich um das Prinzip und die von Deutschland befolgte Methode. Man müsse eine Form finden, um in Zukunft zu verhüten, daß das Leben von Neutralen und Nichtkombattanten— das Leben amerikanischer Bürger, deren etta 100 mit der Lusitania untergegangen seien— geopfert werde. Nicht die Einzelfrage sei maßgebend, sondern der moralische Grundsatz. Von Deutschlands hoher Kultur ist zu erwarten, daß es sich in seiner Kriegsführung auf die Dauer den Grundsätzen der Humanität nicht widersetzen wird. Man sollte daher in gemeinsamer Beratung danach trachten, einen Modus zu finden, wie man den Unterseebootkrieg gegen Kauffahrteischiffe einstellen könne, um auch im gegenwärtigen fürchterlichen Völkerringen zurückzukehren zu den ewigen Prinzipien der Humanität und zu jenen völkerrechtlichen Bestimmungen, die sich aus den Grundsätzen der Menschlichkeit mit logischer Notwendigkeit ergeben haben. Hier knüpft nun die amerikanische Note an den Gedankengang der ersten deutschen Note an, worin Deutschlands Bereitwilligkeit ausgesprochen war, den U-Bootskrieg gegen Kauffahrteischifse einzuschränken oder ganz einzustellen, so bald England seinen Aushungerungskrieg aufgibt. Wilson bietet seine guten Dienste zur Vermittlung zwischen Deutschland und England zu diesem Zwecke an. In beweglichen Worten appelliert Wilson schließlich emn Justice and Humanity Deutschlands, wobei er auf die ununterbrochenen reundschaftlichen Beziehungen der Vereinigten Staaten zum Deutschen Reiche hinweist und der Hoffnung Ausdruck gibt, daß es gelingen werde, einen Ausweg aus der für Alle unerfreulichen gegenwärtigen Lage zu finden. Gedankengang und Ton der Note machen es, wie das genannte Blatt weiter sagt, nicht erklärlich, daß ibretwegen sich der Bruch zwischen Wilson und Bryan vollzogen hat. Nach Bryans Erklärungen hätte man eine Note erwartet, welche die Gefahr eines deutsch=amerikanischen##rloges heraufbeschvören könnte. Bryan, der an der Spitze der amerikanischen Friedensgesellschaften steht und sich im Volksmunde gern the Prince of Peace nennen hört, will angenscheinlich als Retter aus dieser Gefahr aus innerpolitischen Gründen erscheinen— um Friedenssreunde für sich zu haben, vielleicht bei der nächsten Nomination des demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Wilson aber hofft, als Vermittler zwischen Deutschland und England, die Rolle des arbiter mundt zu spielen und sich durch einen großen Erfolg in der äußeren Politik seine Stellung im Innern zu sichern. Der neue Staatssokretär des Aeußern, Robert Lansing, galt seit längerer Zeit als der kommende Mann. Als unbedingter Engländerfreund ist er nicht zu betrachten. Authentisch ist aus einem Briefe, den er in jüngster Zeit schrieb, die Wendung bekannt: Er sei es müde, der„Botenjunge Englands" zu sein. * Reuter meldet aus Washington:„Die amerikanische Note an Deutschland ist in viel freundschaftlicherem Tone gehalten, als allgemein erwartet wurde, nachdem die unbefriedigende Antwort Deutschlands auf die enste Note eingelaufen war. Es ist bekannt geworden, daß Wilson nicht abgeneigt ist, die zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten schwebenden Fragen zu untersuchen und auf diplomatischem Wege zu besprechen. Er ist aber der Ansicht, daß dazu nicht eher übergegangen werden kann, solange nicht einige Garantie gegeben ist, daß während der Erörterungen das Leben von Amerikanern nicht in Gefahr gebracht werden wird, daß es auch nur auf eines seiner Rechte verzichtet, solange die Besprechungen dauern. Deutschland muß erst die Forderung anerkennen, daß sich Anfälle auf amerikanische Schiffe nicht wiederholen, bevor ein Anfang mit diplomatischen Verhandlungen gemacht werden kann.“ Wie Reuter hierzu weiter berichtet, ist man in amtlichen Kreisen der Ansicht, daß die Note in mancher Hinsicht die Gelegenheit zu einer freundschaftlichen Aussprache offen läßl, aber daß sie gleichzeitig deutlich betont, daß die Regierung der Vereinigten Staaten sich fest an die Grundsätze hält, die sie bereits in ihren Noten vom Februar=März niedergelegt hat. Die wichtigste Stelle aus der vom Berliner Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika im Auswärtigen Amt überreichten Lusitania=Note lautet: Was immer die sonstigen Tatsachen im Falle der Lusttania sein mögen, die Hauptsache bleibt, daß ein großer Dampfer, der in erster Linie und vorzugsweise als Beförderungsmittel für Passagiere diente und über tausend Mensechn beförderte, die keinerlei Anteil an der Kriegführung hatten, torpediert und versenkt wurde, ohne geringsten Anruf oder Warnung, und daß Männer, Frauen und Kinder unter Umständen, für die es in der modernen Kriegführung kein Beispiel gibt, in den Tod gesandt wurden. Die Tatsache, daß mehr als hundert amerikanische Bürger unter denen waren, die zu Grunde gingen, macht es der Regierung der Vereinigten Staaten zur Pflicht, von diesen Dingen zu sprechen und erneut mit feierlichem Nachdruck die Aufmerksamkeit der kaiserlich deutschen Regierung auf die schwere Verantwortung zu lenken, die sie nach Ansicht der Regierung der Vereinigten Staaten bei dieser tragischen Begebenheit auf sich geladen hat, und auf den unanfechtbaren Grundsatz, worauf diese Verantwortung beruht. Erklärungen des preuß. Lundwirtschaftsministers, In der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses wurden am Donnerstag die Fragen der Volksernährung beendet und über Beschaffung der Düngemittel, Beschaffung der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte, statistische Aufnahmen und über den Wildschaden verhandelt. Der Landwirtschaftsminister erklärte u. a.: Die Schätzung der Ernte sei immer unsicher. Die bisherige Stalistik nach der Anbaufläche und mit Hilfe von Schatzern sei unzuverlässig gewesen. Nun sei Anweisung an die Landräte ergangen, bis zum 31. Juli eine Schätzung des Mindestertrages vorzunehmen auf Grund der Anbaustatistik auch in zug auf Kartofseln. Es sollten Kommissionen von Sachverständigen in den Kreisen gebildet und hinzugezogen werden. Auf Anordnung des Bundesrats werde zwischen 1. und 15. Juli eine Ernteflächenstatistik vorgenommen werden. Das ganze so gewonnene statistische Material werde für die Regelung der Ernährung für das neue Erntejahr hoffentlich eine brauchbare Grundlage sein. Die bei den Meliorationsarbeiten beschäftigten Gefangenen sollen, soweit nötig, der Landwirtschaft überwiesen werden. Wegen ausreichender Beurlaubung von Schulkindern ##r landwirtschaftliche Arbeiten sei die Verwaltung bereits mit dem Kultusministerium in Verbindung getreten. Zur Einschränkung von Wildschaden sei im Januar die Notverordnung über die Abkürzung der Schonzeit für weibliches Rehwild, Hasen und Fasanenhennen erlassen, die durch Verfügungen vom 6. Febr. und 17. Febr. ergänzt seien, die letztere namentlich zur Verhütung von Kaninchenschäden und für möglichste Vertilgung der Kaninchen in den Staatssorsten. Endlich sei angeregt worden, das Ende der Schonzeit für Rehböcke statt auf den 15. Mai schon auf den 1. Mai festzusetzen, was auch in zahlreichen Bezirken geschehen sei. Im übrigen sei der durch Hasen und Rehwild angerichtete Schaden verhältnismäßig gering. Ueber Schaden durch Rotwild und Schwarzwild sei in nicht wesentlich höherem Maße geklagt als in früheren Jahren. Die Beschwerden über Wildschaden seien in manchen Fällen unbegründet und vielfach übertrieben. Schließlich wurde das Ersuchen an die Regierung beschlossen, 1. überall dort, wo eine erhobliche Schädigung der Ernte durch Wild erfolgt ist, unverzüglich einzugreifen und die Schonzeit für die schädigende Wildgattung aufzuheben, den Grundbesitzern und sonstigen Nutzungsberechtigten das Recht zuzusprechen, das in Frage kommende Wild(Rot=, Elch- und Damwild) auf jede erlaubte Weise zu sangen, namentlich auch mit Anwendung des Schießgewehrs zu erlegen; 2. durch Notverordnung Maßnahmen zu treffen, um Schädigungen durch wilde Kaninchen zu verhüten. Die weiteren Entschließungen fordern eine die Viehhalter und Selbstversorger genügend berücksichtigende Kleieverteilung, ferner Vorsorge für Düngemittel, Erleichterung in der Heranziehung von Kriegsgefangenen zu landwirtschaftlichen Arbeiten in möglichst kleinen Gruppen, Beurlaubung kleinerer Landwirte, Handwerker u. landwirtschaftlicher Facharbeiter zur Inslandsetzung der Maschinen, Wagen und Geräte, die zur Vorbereitung und Durchführung der Ernte dienen, und endlich Lokalzüge zum Transport der Gesangenen von den Lägern nach naheliegenden Arbeitstellen. Preußisches Abgeordnetenhaus. (11. Sitzung.) Hzm. Berlin, 12. Juni. Das Fischereigesetz. Abg. Lippmann=Steitin(Vp.) berichtet ülber die Verhandlungen der Kommission. Seit 40 Jahren war eine gesetzliche Regelung notwendig, besonders nach Erlaß des Wassergesetzes. Die endlosen Prozesse auf dem Gebiete des Fischereirechts müssen endlich ein Ende haben. Allerdings wird zweifellos eine Reihe selbständiger Existenzen infolge des Gesetzes infolge des Gesetzes verschwinden. Darüber muß uns aber die Tatsache hinweg trösten, daß die FischgewinErbadel. Roman von Fr. Frhrn. von Dincklage. 21) Nachdruck verboten. Eben traten alle drei an die lange Verlade=Rampe, ewwas abgelegen vom Perron, als der Zug einlief. Der Nittmeister meldete, daß alles in Ordnung, stellte die Offiziere vor und gab dann seine Befehle für das Ausladen. Durch eine Viertelstunde herrschte ein lebhaftes Durcheinander. Es wurden Besehle gerufen, Pferde angesprochen, Wagen mit Gepäck beladen usw. Dann kam das Signal zum„Aufsitzen“ und nach zwei Minuten war die Schwadron aus dem Wege durch die halbdunklen Straßen von Stelnbrück zur Kaserne. Vorn fünf Trompeter—dann die Offiziere— schon in Ulanka— und dahinter die Mannschaften, noch in Kürassier=Kollern zweifelhafter Färbung. Die neue Garnitur Ulankas, vorläufig die einzige, war eingepackt— für Paradezwecke! Dichtgefüllt waren die Straßen über den ungewohnten Anblick, und wenn sich unter den Neugierigen auch noch manches„politische“ Hannoveraner=Gesicht zeigte, so war der Empfang doch im allgemeinen freundlich. Hatte man doch zusammen zu leben im Städichen, da war's am besten gute Miene zu machen! Am Abend fand im Hotel zum„Ellenbogen“ ein LiebesNachtmahl statt, und als am frühen Morgen gegen drei die Herren, aus allen Provinzen des Bundesreiches stammend, as Lager aufsuchten— da hatten sie sich kennen gelernt— chlecht und recht. Der Major aber und der Rittmeister Graf Grober, alte Bekannte von der Schulbank her, die tauschten noch ihr ganzes Gift aus über die Versetzung zu solch einem Regiment. „Es lohnt gerade, wenn man als zehnjähriger Rittmeister noch auf„Neubruch zu säen" beginnt, aber: Wie Golt will, ich halt still, und so weiter. Na. Gottlob scheint der Oberst erträglich zu sein. Was hatte er nur mit dem Rawlay vor, den scheint er so prima vista en amitis genommen zu haben? Er wird noch zeitig genug erfahren, daß es ein leichtes Früchtchen ist! Wollte schon gestern abend zum Jeu reizen und soll zu den berüchtigten Mitgliedern des Lautenklubs gehört haben, da in der Dralestraße. Der wird dem Kommandeur noch zu schaffen machen.“ „Ich hörte beiläufig, er kenne die Schwester.“ „Die Frau soll auch nicht ohne sein! Na, gute Nacht und morgen frische Arbeit!“ Sie trennten sich.——— In einem einfenstrigen Gasthauszimmer halte Leutnant von Rawlay sein Quartier. Er packte seinen Reisekoffer aus— stellte dann das Bild seiner Frau vor sich auf den Tisch. Er war unverändert. Nur eine gerötete Narbe, über die rechte halbe Stirn lausend, ließ den Säbelhieb erkennen, den er bei Horenoves davongetragen, und der rote Adler= orden mit den Schwertern auf seiner Brust zeugte für die Bravour, mit der er gekämpft hatte. „Das also soll meine neue Heimat sein, Gott weiß für wie langel“ klang es mißmutig. Er erwog die Aussichten, die sich ihm in der kleinen Garnison bieten würden. Wäre er in Berlin, da blieb wenigstens die Möglichkeit, auf eine oder die andere Weise sich durchschlagen zu können. Aber hier? „Nicht einmal einen anständigen Klub soll's hier geben,“ sagte er, während er die schwere Börse aus der Tasche legte.— Wie lange würden die 8000 Taler reichen, die er in den letzten Wochen mit Not und Mühe in der Glücksserie errang? Die arme Else, sie hatte ihn so treu gepflegt und dann— ging er ihr doch durch die Lappen, mit verbundenem Kopfe noch. Und nicht ein Wort des Vorwurfs, obgleich sie offenbar alles ahnte. „Erna hat recht, sie ist eine kluge Frau!“ unterbrach er fast laut seinen Gedankengang. Er richtete den Blick auf das Bild vor ihm. „Sie wird sich darein fügen müssen, mich oft ausfliegen zu sehen.“ Sinnend stüzte er den Kopf. Lange konnte er das Schiff sowieso nicht über Wasser halten, wenn ihm nicht etwa die Karten eine Genugtnung bieten würden für das alles, was das Schicksal an ihm gutzumachen hatte! „Die Weiber und— der Schwiegervater!“ rief er dann und lachte laut und häßlich auf. In raschen Schritten durchmaß er den engen Raum und ließ die Erinnerung an seinen Gedanken vorübergleiten. Wie ein leichtfertiges Kind war er zu Werke gegangen. und was im Leichtsinn untergegangen, das wollte er nun im Leichtsinn zu heben suchen, nur mit etwas mehr Vorsicht. — Else, sa die war ihm im Wege. Es wäre am Ende doch richtiger gewesen, wenn er ihrem Wunsche damals nachgegeben hätte. Dann wären beide jetzt frei, sie und er. „Es ist etwas zu Törichtes um die Unentschlossenheit und das sogenannte Herz. Ja, jal Und dennoch— Hätte ich nicht die Wunde erhalten, dann— wäre sie nicht gekommen, mich zu pflegen und dann—“ Er hatte sich schon so gut an den Gedanken der Freiheit gewöhnt! Erna riel ihm auch so eindringlich dazu, sich frei zu machen!— Er lachte wieder laut auf: „Und doch weiß sie, daß kein Farthing mehr aus mir herauszudrücken ist." Ja, wäre er bei ihr geblieben, wie anders stände es dann, reflektierte er. Aber wer kann Vergangenes zurückrusen? Was man erreichen will, das muß man von der Zukunft fordern. Und erreichen kann man nur im Wagen, in der Kühnheit!—„Nur gewinnen— nichts verlieren können, das ist ein herrlicher Standpunkt. Ha, hal“ 13. Kavitel. „Also morgen willst du wirklich Berlin den Rücken kehren und dich in Steinbrück, deiner„annektierten“ Pro nung eine wesentliche Steigerung erfahren wird. in An trag aller Parteien verlangt jetzt, daß eingezäunte Viehweiden nicht als eingefriedigte Grundstücke gelten sollen Weiter bringt das Gesetz einen stärkeren Schutz gegen Fisch diebe. Es liegt im allgemeinen Interesse, das Fischereigewerbe möglichst zu erhalten. Deshalb muß den Fischereiberechtigten immer ein Fischereischein erteilt werden. Das Gesetz wird dazu beitragen, die Volksernährung zu sichern. Mitberichterstatter Abg. Freiherr v. Maltzahn(kons.) berichtet über die Entschließungen der Kommission. Sie sordern strengere Bestrafung der Wildfischerei, Anstellung von staatlichen Oberfischmeistern im Hauptamt, ausgiebige Be rücksichtigung der Gemeindeangehörigen bei Verpachtung der fiskalischen Fischereiwässer, Förderung der Küsten= und Binnenfischerei durch Einstellung größerer Mittel im Ela# Usw. Abg. Leinert(Soz.) begründet einen Antrag auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage in§ 3. Danach soll wenn ein offenes Gewässer zum geschlossenen erklärt worden ist, dem Geschädigten die Geltendmachung seiner Ansprüche im ordentlichen Rechtsweg offen stehen. Landwirtschaftsminister Frhr. v. Schorlemer: Auf Grund von Berichten der Verwaltungsbehörden und neuerlicher Erwägungen des Justizministers hält die Staatsregierung es jetzt auch für zweckmäßig, es bei der Entscheidung des Bezirksausschusses bewenden zu lassen, die auch die Gewähr bietet, daß sie auf Grund von Sachverständigengutachlen erfolgt. Das Venfahren ist auch einfach und rasch. Unter voller Anerkennung der fleißigen und erfolgreichen Arbeit der Kommission habe ich den Ausführungen der Herren Berichterstatter nichts hinzuzufügen. Nach reichlicher Erwägung schließt sich die Regierung allen Abänderungsvorschlägen, die in der Kommission gegenüber der Regierungsvorlage gemacht worden sind, an. Der sozialdemokratische Antrag wird abgelehnt. Abg. Lieber(ntl.) tritt ebenfalls für den Antrag ein. Abg. v. Pappenheim(kons.) und Abg. Dr. Rewoldt(sk.) lehnen ihn ab. Minister v. Schorlemer hält ihn ebenfalls für unannehmbar. Die Entschließung der Kommission, wonach die Rechte des Staates auf Fischerei in Wasserläufen zweiter und dritter Ordnung den Gemeinden gegen eine Entschädigung angeboten werden sollen, wird enwogen werden. Der Antrag Rhiel wird abgelehnt. Das Gosetz wird in zweiter Lesung erledigt und dann in dritter Lesung einstimmig en bloc angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Präsident Graf Schwerin=Löwitz: Nach einer Vereinbarung der Fraktionen soll der Präsident ermächtigt werden, die nächste Sitzung anzuberaumen. kliederlande. Gegen die Hetzer und Leute, die das Land um jeben Preis in den Krieg hineintreiben wollen, wendet sich der Ministerpräsident mit folgenden Worten:„Es gibt Leute, die auf den Krieg hintreiben, es gibt Leute in unserem Lande, die tagaus tagein darauf aus sind, eine künstliche Kriegsstimmung ins Leben zu rufen. Dies Spiel wäre sehr gefährlich, wenn unser Volk einen entzündbareren Charakter hätte, als es ihn glücklicherweise besitzt. Ich bin überzeugt, daß der gesunde Menschenverstand unserem Volke den Weg zeigen wird. Die Verantwortung für jene Sache fällt diesen Leuten zu, aber das Volk geht seinen Weg selbst und wird sich nicht in den Krieg treiben lassen. Die Niederlande sind zum Kriege bereit, wollen aber den Frieden! Ich bin sicher, daß unsere Neutralität feststeht durch den Willen unseres Volkes.“ Die Tagespolitik. Italien. Die bisherigen„Siege“ genügen nicht. Die italienische Presse hat in den letzten Tagen nur damit zu tun gehabt, verstiegene Hoffnungen und Wünsche zu stillen, da das Volk nach und nach begreift, was es mit den bisherigen „Siegen“, wovon Cadorna zu berichten mußte, eigentlich auf sich hat. Die langsamen Fortschritte, so schreiben die Blätter, seien durch den berechtigten Wunsch der Heereseilung bedingt, überall sicher zu gehen, die Verluste auf das zeringste Maß einzuschränken und Rückschlägen vorzubengen. Auch das schlechte Wetter hindere größere Unternehmungen, die jedoch zu geeigneter Zeit zweifellos folgen und„siegreich“ ein werden. Bisher seien die feindlichen Verluste ungleich rrößer. Große Wichtigkeit wird der Einnahme von Monalcone beigemessen. Der„Corriere della Sera“ sagt, durch diese Festsetzung auf dem Karst werde das Vorgehen gegen Triest, Görz und Tolmein erleichtert. Tolmein werde von der Talseite und von den Höhen des Monte Nero angeorifen, Görz vom Westen und Nordwesten. Von Cortina bezinnen italienische Abteilungen über Peutelstein und Schluverbach gegen Toblach vorzudringen, wo starke österreichische Truppenmassen versammelt sind. Der Avanti warnt unter der Ueberschrift„Ein wenig mehr Ernst, meine Herren!“ vor Unterschätzung des Gegners und Uebertreibung eigner Wassentaten. Es gäbe keine Zeitung in Ilalien, in der man nicht lese, daß Oesterreich am Verhungern sei, kein Brol für seine Bürger, keine Munition für seine Soldaten habe, daß sein ganzes Heer nur noch aus Greisen und Krüppeln bestehe, die beim ersten Flintenschuß die Flucht ergreifen. Selbst das Manifest des Königs an seine Truppen, worin die Tapferkeit des Feindes anerkannt werde, habe dieser lächerlichen Herabsetzung des Geguers nicht Einhalt getan. Und auch die Ueberlegung, daß durch solche Verunglimpfung des Feindes das Recht verloren geht, die eigenen Siege zu verherrlichen, verhindere diese Unverbesserlichen nicht, ihre Märchen zu verbreiten.(Diese Warnung des italienischen Sozialistenblattes paßt ja zu der Sieg"=Stimmung des Volkes.) Frankreich. Gegen die Drückeberger. In der Kammer wurde kürzniu Molung audelant##n fich nanau die durch pensionierte, verstümmelte Beamte und durch Frauen rrsetzt werden. Nur die unerläßlich Notwendigen dürfen dauernd befreit bleiben. Die für den bewaffneten Dienst tauglich erklärten aus den Kanzlelen, dem Automobildienst des Innern, den Fabriken, Armeewerkstätten werden ersetzt durch freiwillige Soldaten des Hilfsdienstes und ältere Landstürmer. Großen Widerspruch findet der Artikel, der bestimmt, daß diejenigen, die schon einmal für den Hilfsdienst vorgeschlagen waren, nun nochmals von einer militärischen Sonderkomission untersucht werden sollen. Die Gegner der Vorlage fürchten, daß dadurch der Dienst in den Munitions= und Waffenfabriken in Verwirrung gerät. Deutschland habe seine Erfolge seiner besseren industriellen Rüftung zu danken. Der Sieg Frankreichs an der Marne nig dadurch möglich geworden, daß man den größten Teil der Munitionsvorräte aufgebraucht habe. Nachher lei ein Mangel eingetreten, der den Franzosen teuer zu stehen gekommen wäre, wenn die Deutschen eine Ahnung davon gehabt hätten. Die Erregung über die artilleristische Unterlegenheit der eigenen Armee hat jetzt zwei Opfer gefordert: General Baquet, Chef der Direktion der Feldartillerie und ihres Munitionsersatzes, wurde seiner Stellung enthoben und durch General Vourgeois ersetzt; General Sainte Claire Déville, Inspektor der Abteilung für technische Studien und Versuche bei der Artillerie, verlor gleichfalls seinen Posten, den General Dumezil erhielt.„Matin",„Journal und andere Blätter fahren fort, zu erklären, daß alles Heil von der reorganisierten Kriegsindustrie zu erwarten sei. General Cherfils protestiert am„Echo de Paris“ gegen solche Uebertreibung und betont den Wert des Soldaten. ohersils schreibt:„Mackensen hätte die Russen nicht geschlagen, wenn seine Truppen nicht das Werk der Artillerie gekrönt hätten.“ vinzialstadt einkapseln, liebe Else?“ fragte Frau von Einhaus, die Freundin in den Salon führend.„Nun mußt du aber den Hut ablegen und— nein, nein, es gibt keinen Entschuldigungsgrund, ich lasse dich nicht so bald ziehen. Mein Mann wird hernach auch kommen und wir nehmen den Kaffee mitsammen. Sind denn deine Sachen fort?“ „Gott sei Dank, heute der letzte Wagen, und ich habe nur noch Pia, die Bonne und drei Reisekoffer zu expedieren. — Heute abend um 9 Uhr 30 Minuten fahren wir über Magdeburg— Kassel— nach der neuen Heimat.“ Sie hatten Platz genommen, und während Else sprach, ruhten Annis kluge Augen fragend und sorschend auf den edlen Zügen der Freundin. Aus dem frischen frohen Kinde, der lieblichen Else, war in wenigen Monaten eine ernste, fast zu ernste Frau geworden. Ein Jahrzehnt schien den Augen einen tieferen Ausdruck, dem Munde die schärseren Linien und der Stirn die kleinen Fältchen hinterlassen zu haben. Und doch erschien Else schöner, ihr Gesichtsausdruck durchgeistigter, als je zuvor. Wohl waren ihre Wangen blaß geworden, doch traten feste Energie und Entschlossenheit aus Haltung und Sprache hervor. „Du siehst mich so fragend an, liebste Anni,“ sagte sie jetzt lächelnd.„Du findest mich verändert in den wenigen Wochen, seit du in die Heimat gingst. Aber des Lebens Stürme machen uns wetterfest, und wenn ich gealtert bin, trotz meiner neunzehn Jahre, so hal mich dafür das Schicksa zielbewußt gemacht.“ „Meine liebe, liebe Else,“ sagte Anni, jener die Hand drückend,„glaube an meine innigste Teilnahme bei all den Schicksalsshlägen, die dich getroffen haben— denen du mit solchem Mute entgegentratest.“ „Dennoch liegt ein Lebensabschuitt vor mir, der eine größere Selbstverleugnung erfordert, wie—“ Sie schwieg unwillkürlich, und blickte vor sich nieder. Anni berührte wiederum die schmale, fast durchsichtige Hand. als sie sagte: „Habe Vertrauen zu mir, Else, wie du es mir so oft bewiesen! Sind neue Sorgen an dich herangetreten?“ (Fortsetzung folgt.) Rußland. Die jüngsten russischen Niederlagen, der tote Punkt in der Dardanellenaktion und das bis jetzt erfolglose Vorgehen Italiens, auf das man so große Hoffnungen gesetzt hatte, sollen überall arg verstimmt und den zweifellos vorhandenen Friedenselementen innerhalb sehr maßgebender Kreise gewisses Oberwasser verschafft haben. Dieser Tage fand eine Sitzung sämtlicher Parteiführer der Reichsduma unter dem Vorsitz des Dumapräsidenten Rodsjanko statt. Einstimmig wurde beschlossen, die Regierung zu ersuchen, die Duma schon vor festgesetztem Termin einzuberufen. Abgeordneter Fürst Manssurow stellte den Antrag, die Duma möge sofort nach ihrem Zusammentritt eine Adresse an den Zaren richten mit der Forderung eines Koalitionswiinisteriums unter Zuziehung parlamentarischer Elemente. Bezeichnenderweise haben auch die anwesenden ultrarechten Parteiführer prinzipiell diesem Antrage zugestimmt. Allem Anschein nach soll dadurch in erster Reihe Ministerpräsident Goremykin gestürzt werden, der als Anhänger eines Krieges ohne Ende gilt. Manche behaupten, daß auch der Kriegsminister Suchomlinow nicht mehr das Vertrauen der Duma genieße. Auch die weitere bemerkenswerte Tatsache wird in Petersburg eifrig besprochen, daß wenige Tage vor der Beralung der Parleiführer der Dumapräsident Rodsjanko sich ins Hauptquartier begeben hatte, wo er sich stundenlang mit dem Großfürsten Nikolaus unter vier Augen unterhielt. Nach Rodsjankos Abfahrt soll der Generalissimus sich für Stunden eingeschlossen haben. Abends ging ein Sonderkurier nach Zarsloje Selo ab mit einem Geheintschreiben des Großfürsten an den Zaren. Rumänten. Das Volk weiß, wo es sein Heil zu suchen hat. Ein Rumäne, der in Deutschland lebt, der aber in den letzten * Wochen in seinem Vaterlande geweilt hat, um über die Stimmung in allen Volkskreisen zu sehen und zu hören, schreibt: Es ist nicht zu verkennen, oaß die im Solde der Entenle stehende Presse durch Lug und Trug den Geist des Velkes wenn nicht vergiflet, so doch zumindest irregeführt hal; doch geht meine Ueberzeugung dahin, daß kein ehrlicher, vernünftiger Rumäne gegen Deutschland von Haß ersülll ist, wie man vielfach annimmt. Im Gegenteil: Die wahren Intellektuellen, das Heer mit nur geringen Ausnahmen, angesehene, einflußreiche Politiker wie auch die Kaufmannschaft Rumäniens und insbesondere die Regierung— ihr voran der ruhig=besonnene, schweigsame, aber zielbewußte Ssaatsmann Braliann— sind nach meiner Ansicht zum Leil ganz auf seiten der Zentralmächte, zum Teil für eine diesen günstige Neutralität. Solange die einflußreichen Männer wie Carp, Majorescn, Rosetti, Marghiloman, Reklor Sterca, Virgil Arion, Const. Arion und viele andere mit der Regierung und dem König für die Innehaltung der von weiland König Carol eingeschlagenen Richtung eintreten, ist wohl gar nicht daran zu denken, daß die Machenschafen der Entente irgendwie durchdringen und das Land in eine Abenteuer=Politik treiben werden. Lebt doch noch im Gem eines jeden Rumänen das Vermächtnis Siefans des Grossen, wonach er vor einem Bündnis mit dem Erbseinde Rußland warnt und ein solches mit den Zentralmächten, jo selbst mit der Türkei empfiehlt. Heute, von der so hoch geieierten Schwester Italia verraten und von den unlauteren Winkelzügen Rußlands überzeugt, ist sich Rumänien mehr denn je bewußt, wo es sein Heil zu suchen hat. Das„Ultlmatum“ des Vierverbandes. Ueber das sogenannte angebliche UIttmatum des Vierverbandes an Rumänien berichtet die römische Tribuna: Die Note war in konzilianter Form gehalten, ließ aber an Deutlichkeit nichts zu wünschen Ubrig. Rumänien wurde aufgefordert, sich innerhalb eines bestimmten Termins, der nächste Woche verfalle, über seine Absichten endgültig zu äußern. Die Ententemächte erklärten, daß sie den jetzigen Zustand nicht länger mit ansehen könnten und daß sie für den Nachteil, der Rumänsen aus etwaigen Balkanwirren entstehen würde, jed Verantwortlichkeit ablehnten. Serbien. Die Krallen des Dreiverbandes. Wie eine Münchener Zeitung von besonderer Seite erfahren hat, hält man in Sepbien den Augenblick für günstig, sich aus den Krallen des Drelverbandes zu retten. Der Dreiverband habe in Nisch nur so lange große Worte geredet und hohe Versprechungen gemacht, wie Serbien ihm militärische Hilfe zu bieten schien. dem Augenblick, wo Italien auf den Plan trat, schüttelte man Serbien sofort ab. Man hat Serbien mit der Aussicht auf Nordalbanien und einem adriatischen Hafen sowie auf die Erbschaft in Dalmatien, Istrien und Kroatien geködert, hat den Herren Sonnino und Salandra zuliebaber diese Traumgebilde Serbiens mit einem Schlage vernichtet. Die Erkenntnis davon ist den Serben jetzt schmerzlich gekommen, und deshalb fällt es ihnen nicht ein, den Italienern ihr Vorgehen im Isonzotal durch eine Offensive gegen Bosnien zu erleichtern, sondern sie schicken so viel Truppen wie nur möglich nach Albanien, um am Schluß den Italienern die harte Aufgabe zu stellen, sie aus Albanien zu vertreiben. Griechenland. Das Programm der Regierung. In dem zu den de vorstehenden Wahlen veröffentlichten Regierungsprogramm wird erklärt: Obwohl die Regierung die Notwendigke anerkenne, den zur inneren Wiederaufrichtung des Lande# notwendigen Frieden zu erhalten, sei sie sich doch der nationalen Pflichten voll bewußt, die ihr auferlegt seien. Sie sei daher selbst während der gegenwärtigen internationalen Krise für jede Aktion, welche durch den Gang der Ereignisse als geeignet erscheinen könnte, die nationalen Rechte und die Verwirklichung der nationalen Bestrebungen zu gewährleisten. Indessen erkennt die Regierung unabhängig von der gegenwärtigen internationalen Krise aus denselben Gesichtspuinkten heraus die unbedingte Notwendigkeit an, die Streitkräfte zu Wasser und zu Lande in ihrer Stärke zu erhalten und zu entwickeln, um die Integrität zu gewährleisten und die nationalen Rechte des Landes zu wahren. Großbritannien. 17240 Millionen Mark Kriegskredit. Der Finanzmitarbeiter des Daily Telegraph schreibt: Durch den neuen Kredil von 250 Millionen Pfund Sterling(5000 Millionen Mark) wird die Gesamtsumme, die bisher in England für den Krieg bewilligt wurde, auf 862 Millionen Pfd.(17 240 Millionen Mark) steigen, die sich folgendermaßen zusammensetzt: Ursprünglicher Kredit 1914=15 100 Millionen, Nooember=Nachforderung 225 Millionen, weitere FebruarNachforderung 87 Millionen, Februar=Kredit 1915=16 250 Millionen und der jetzt kommende Juni=Kredit wieder 250 Millionen. Diese Ausgaben, so hebt der Korrespondent hervor, schließen außer den direkten Kosten für Armee und Marine die Vorschüsse an die Kolonien und die verbündete Mächte, die vom Schatzamt garantierten Zahlungen zur Wiederherstellung des Kredits und für die Belebung des Handels und der Industrie ein Amertka. Warum Bryan ging. Bryans Stellvertreter Lansing ist zum Staatssekretär ernannt worden. Brnan hat einErklärung abgegeben, nach der er in zwei Punkten mit Wilson nicht übereinstimmte: erstens verlangte Bryan eine Untersuchung der Unterseebootsangriffe durch ein internationales Komitee, gemäß den Schiedsgerichtsverträgen, über deren Abschluß die Union mit ungefähr 30 Staaten in Verhandlung steht, trotz der Tatsache, daß Deutschland diesen Verträgen nicht zustimmte. Außerdem meint Bryan, habkein Amerikaner das Recht, sein Land durch das Betreten der von Deutschland erklärten Kriegszone in Kriegsgesohr zu bringen. Man nimmt an, daß das gesamte Kabinett der Ansicht Wilsons ist, daß nämlich schiedsgerichtliche Verhandlungen solange unmöglich sind, als Deutschland nicht erklärt, die Vernichtung von Handelsschiffen ohne Unterschied aufgeben zu wollen. Reuter meldet ferner, das Bryan bereits zweimal um seine Entlassung gebeten habe, aber stets von Wilson zum Bleiben überredet wurde. Bryan will jetzt energisch für seine Friedensides arbeiten. Berichte der Obersten Heeresleitung. Amtlich. Großes Hauptquartier, 12. Juni. Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Angriffe in den Dünen nordöstlich von Nienport und bei Mannekensvere, auf dem Osthang der Lorettohöhe und gegen Souchez wurden abgeschlagen. In den Nahkampf nördlich Ecurie(Labyrinth) setzten die Franzosen gestern zweimal frische Kräfte zum Angrift ein: es gelang, den Feind am Nachmittag vollkommen ans unseren Stellungen zu werfen; ein abends einsetzender neuer Vorstoß der Franzosen brach im Infanteriefeuer zusammen, der zurückilutende Feind erlitt sehr erhebliche Verluste. Bei Serre(südöstlich Hehuterne) sind wir aus unseren rückwärtigen Stellungen wieder im Vorgehen. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Dubissa in Gegend Zoginie und Betygola mißlangen russische Vorstöße. Nürdlich Praszuysz griffen unsere Truppen an, stürmlen eine russische Stellung und nahmen hundertfünfzig Gefangene, einige Maschinengewehre und Minenwerfer. An der Nawka halbwegs Bolimow—Sochaczew brachen wir in die seindliche Stellungen ein. Bis jetzt wurden fünfhundert Russen gefangen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich Przemyfl ist die Lage unverändert. Die Armee des Generals von Linsingen hat den von Norden her gegen ihren Flügel vorgehenden Feind angezriffen; Zurawno, das vor dem Anmarsch russischer Kräfte corgestern geräumt worden war, ist wiedergenommen und der Gegner in die Brückenköpfe bei Mlyniska(nordwestlich Zurawno) und Zydaczow zurückgeworfen. Feindliche Anfriffe bei Halicz und aus Stanislau wurden abgewiesen. (W. T. B.) Oberste Heeresleitung. Ueber 10000 Russen gesangen. Amtlich. Großeo Hauptquartier, 13. Juni vormitlage. Westlicher Kriegoschauplatz. Bei Nienport und Dixmude, nördlich Aeras und bei He buterne, sanden Artilleriekämpfe statt. Schwächere Angrisse versuche deo Gegnero in den Dünen wurden abgewiesen. Südöstlich Hebuterne sind Insanteriegesechte im Gange. Die milltärischen Anlagen von Luneville wurden mit Bomben belegt. Oestlie Nordmestlich Schamle m kuze wurde im Sturm scheiterten. 8 Ofsiziere 3 wurden von und erbeutet Südöstlich der Straße gegen von Süden herange begonnen. Nördlich Prac gemacht. Unserem Einbe Bolimow folgten in der 9 erfolglos blieben. Diegen Hand. Unsere Beute stie 8 Geschütze(darunter 2 so Südöstl Der Brückenkopf von Si Der Gegner ließ über 5000 Gegenangriffe des Feinde und östlich Przemyol lebt dee Generale von Linsing Angeiff auf Jydaczow ist Verschiel Acht eng London. Das Ren len deutscher Unterseeb„Nottingham“ ist verse Das englische Fischerfa ee versenkt worden; die sie 52 Stunden langi deutsches Unterseeboot und„Castor" aus Grit gerettet. Ebenso ist das ersenkt worden; die Bi Dampfer„Erna Boldt“ torpediert worden. D war früh #e erklärt w Versenkung der „Eduard“ gemeldet Die 9 Kopenhagen. Die mit:„Von der nordan jetzt bekanntgegeben, da Post nur in Briessendut die Beförderung mit d worden war. Außer gen bei der Post nur orei E sunden haben.“(Die an denmach für die Sicher stragen zu haben als d Zassagiere.) Die blatige Ni Amsterdam. Die ti algendes bekannt:„Dihin Berichte versuchen, ahr zu bemänteln. Sie chen 400 Gefangene g aufgrüben besetzt und gommen hätten. Das al die allgemeine Offensit Niederlage geworden. E ven gemacht, kein einzi #inziger Punkt wurdet er Feind in seine alte i 6000 Leichen des Fe 7 Maschinengewehre### Durch ein Rotterdam. Der N aus Maaßluis(am u Kotterdam): Ein 5 eute nachmittag in Mo cher Kutter namens Mann. Wäh ung von (7), wurt mngegriffen und mit und die Schiffe versenkt Abgewiesen Budapest. Bei der Angriffes bei Görz blieb Front liegen. Der Rückz zer Unordnung, daß 80 zelesen werden konnten. dieses Rückzuges die It Zürich. An allen ita renbewegungen vollzoger nagen während der damit die Passagiere ke Carmeliter=Mönch C Lagen Gefängnis bestra and und Pisa durch ein 11 London. Die franzö dung Kohlen wurd, auf iiem Unterseeboot dur Lampfer„Danio“ aus durch ein deutsches Unte zung des Reuterschen Vi Olago“ torpediert. Die Moorbr Greifenberg i. Pom Tressiner Moor. us dem nahen Gesang us der Umgebung hal Lampfung des Brandes Norgen Moorland. De ang in großer Gefahr,1 a9 Feuer von ihm ser len sind noch stark gesäh Eine Partei Kopenhagen. Der Rew=York, daß alles fl polratischen Partei spr Spitze des gegen Wilse sellen würde. Bryau h wolle ausführliche B und der Unson gegenül öhnliche Haltung eingen Staaten in loyaler Wei habe. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nordwestlich Schamle machten unsere Angriffe gute Fortschritte sinze wurde im Sturm genommen. Feindliche Gegenangrisse scheiterten. 8 Ossiziere 3350 Mann und 8 Maschinengewehke murden von und erbeutet. Sildöstlich der Straße Mariampol=Kowno haben die Kämpfe gegen von Süden herangekommene russische Verstärtungen ernent begonnen. Nördlich Praszuiog wurden weitere 150 Gesangene gemacht. Unserem Einbruch in die seindlichen Linien südlich Bolimow folgten in der Nacht russische Gegenangriffe, die sämtlich erfolglos blieben. Die gewonnenen Stellungen sind fest in unserer Hand. Unsere Beute stieg an dieser Stelle auf 1660 Gefangene, 8 Geschütze(darunter 2 schwere) und 9 Maschinengewehre. Südöstlicher Kriegoschauplatz. Der Brückenkopf von Sienigwa wurde gestern wiedergenommen. Der Gegner ließ über 5000 Gesangene in unserer Hand. Nächtliche Gegenangriffe des Feindeo scheiterten. Auch östlich Jaroolau und östlich Przemyol lebt der Kampf wieder auf. Die Truppen dee Generale von Linsingen haben Mlynioka genommen. Der Angriff auf Jydaczow ist im Fortschreiten. Oberste Heeresleitung Verschiedene Meldungen. englische Schisse versenkt London. Das Reutersche Bureau meldet folgende Talen deutscher Unterseeboote: Das englische Fischerfahrzeug „Nottingham“ ist versenkt, die Besatzung gerettet worden. englische Fischerfahrzeug„Velocity“ ist in der Nordee versenkt worden: die Besatzung wurde gerettet, nachdem sie 52„tumnde., lang in einem Boot gewesen war. Ein deutsches Unterseeboot hat die Fischerfahrzeuge„Tunisian“ und„Castor“ aus Grimsby versenkt, die Besatzungen sind gerettet. Ebenso ist das englische Fischerfahrzeug„Saturn“ versenkt worden; die Besatzung landete in Northfields. Der est gestern früh gesunken; er war torpediert worden. Die Mannschaft landete in Harwich. Der Dampfer war früher in deutschem Besitz und war als 3rise erklärt worden. Aus Rotterdam wird außerersenkung der englischen Kutter„Qui Vive“ und gemeldet dem 9. „Eduard“ Sorge n threr Die Post der Lusitania. Kopenhagen. Die dänische General=Postdirektion teilt nordamerikanischen Postverwaltung wird jetzt bekanntgegeben, daß die mit der Lusitania beförderte Post nur in Briessendungen bestand, bei denen ausdrücklich die Beförderung mit dem betreffenden Schiff gewünscht worden war. Außer gewöhnlichen Briessendungen sollen sich bei der Post nur drei Einschreibebriefe nach Kopenhagen beunden haben.“(Die amerikanische Postverwaltung scheint denmach für die Sicherheit ihrer Sendungen mehr stragen zu haben als die Cunardlinie für das Le hassagiere.) Die blatige Niederlage bei Seddul=Bahr. Amsterdam. Die türkische Gesandtschaft im Haag albt algendes bekannt:„Die amtlichen englischen und französtchen Berichte versuchen, die letzten Niederlagen bei Seddul bahr zu bemänteln. Gie erklären, daß Engländer und Franchen 400 Gefangene gemacht, daß sie einen Teil unserer aufgrüben besetzt und daß sie diese sogar im Sturm genommen hätten. Das alles entspricht nicht der Wirklichkeit. die allgemeine Offensive der Feinde ist zu einer blutigen geworden. Es wurden von ihnen keine Gefangeven gemacht, kein einziger Laufgraben wurde erobert, kein iinziger Punkt wurde vom Feinde besetzt. Dagegen wurde er Feind in seine alten Stellungen zurückgeworfen. Mehr Us 6000 Leichen des Feindes bedecken das Schlachtfeld und 7 Maschinengewehre wunden von uns erbeutet. Durch einen Zeppelin vernichtet. Rotterdam. Der Nieuwe Rotterdamsche Courant melaus Maaßluis(am nördlichen Arm der Maas, westlich Kotterdam): Ein holländisches Fischerfahrzeug landete te nachmittag in Maaßluts die Bemannung zweier engMann. Während die Schiffe in der Nordsee in ung von dreißig Meilen von der Maasmün— Gscren(7), wurden sie von einem Zeppelinluftschif fen und mit Bomben beworfen,### auch trafen Schiffe versenkten. Abgewiesene italienische Vorstöße. Budapest. Bei der Abweisung des letzten ttalienischen griffes bei Görz blieben Hunderte von Toten vor unserer Front liegen. Der Rückzug der Italiener geschah in so grozer Unordnung, daß 80 Gewehre und 15000 Patronen aufgelesen werden konnten. Festgestellt ist ferner, daß während dieses Rückzuges die Italiener aufeinander feuerten. „Vorhänge zu!“ Zürich. An allen italienischen Gebieten, in denen Truprenbewegungen vollzogen werden, müssen in den Eisenbahnnagen während der Fahrt die Vorhänge zugezogen sein, damit die Passagiere keine Beobachtungen machen können der Carmeliter=Mönch Ginseppe Nucateglia wurde mit zehn Lagen Gesängnis bestraft, veil er die Gegend zwischen Maiand und Pisa durch einen Feldstecher betrachtet hatte. 1I.Boot=Taten. London. Die französische Bark La Liberté mit einer Ladung Kohlen wurd= auf der Höhe von Lundy Island von inem Unterseeboot durch Bomben zerstört. Der russische Lampfer„Danio“ aus Archangelsk wurde in der Nordsee durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Nach einer Melzung des Reuterschen Büros wurde der schwedische Dampfer Otago“ torpediert. Die Besatzung landete in Shields. Moorbrand in Pommern. Greifenberg i. Pommern. Seit Donnerstag früh brennt Tressiner Moor. Abteilungen von Kriegsgefangenen uus dem nahen Gesangenenlager sowie die Feuerwehren us der Umgebung haben bis Freitag vergeblich an der campfung des Brandes gearbeitet. Es brennen etwa 10 000 Norgen Moorland. Das Gesangenenlager war eine Zeitang in großer Gefahr, und es gelang nur mit Anstrengung Feuer von ihm sernzuhalten. Die benachbarten Foren sind noch stark gefährdet. Eine Partei Bryan gegen Wilson? Kopenhagen. Der„Daily Telegraph“ meldet aus New=York, daß alles für eine Spaltung innerhalb der depokratischen Partei spreche, und daß Bryan sich an die Spitze des gegen Wilson gerichteten Flügels der Partei lellen würde. Bryan habe Journalisten gegenüber erklärt. # wolle ausführliche Beweise veröffentlichen, daß Deutschand der Unson gegenüber eine durchaus friedsertige, verEhnliche Haltung eingenommen habe und den Vereinigten Staaten in loyaler Weise ein Schiedsgericht vorgeschlagen fabe. Angriffe der russischen Reserven aufgehalten. Wien. Die aus Gegend von Mikolajow—Rohatyn, nördlich von Stryj, am nördlichen User des Dujestr(letzteres an der Bahnlnie Lemberg—Tarnopol) nach Sülden vorstoßenden neuen russischen Kräfte wurden von Teilen der Armee Linsingen im Raume bei Zurawno und in weiteren Linie bis Lityna ca. 15 Kilometer nordöstlich von Drohobycz, aufgehalten. Wie es mit der Operationsverfassung der Russen bestellt ist, zeigt deutlich die Tatsache, daß es fün Tage dauerte, bis die Russen endlich die von den Verbündeten erwartete Abwehraktion einleiteten. Serbisches Vordringen in Albanien. Rom. Corriere d'Italia meldet: Eine Abteilung Serben hat Popradez, Starco, Lugne und Kemenica besetzt. Eine andere Abteilung, bei der sich auch Monlenegriner besanden, besetzte Dankatjai und Kuma und rückte bis Premesi vor. Sie scheint die Zaorina=Ebene besetzen und gegen Alossio vorstoßen zu wollen. Die Serben rückten ferner von Elbassan aus vor, überwanden den leichten Widerstand, welcher ihnen entgegengesetzt wurde, und besetzten Tirana. Man evwartet eine sofortige Aktion gegen Durazzo. Konstantinopel. Das Hauptquartier teilt unterm 11 Juni mit: Auf der Kankasusfront wurde eine aus drei Wafsengattungen bestehende seindliche Kolonne, die in der Richtung auf Olly vorrücken wollte, durch einen Gegenangriff unserer Truppen aus der Umgegend verjagt. Wichtige Stellungen wurden dem Feinde entrissen. Während einer Operation unserer leichten Flotte im Schwarzen Meei in der letzten Nacht griff die„Midilli“ zwei große russische Torpedoboolszerstörer vom Typ„Bespokoiny“ an, versenkte den einen und beschädigte den anderen. An der Dardanellenfront bei Seddul Bahr versuchten gestern feindlicht Streitkräfte von anderthalb Kompagnien anzugreisen, wurden aber durch unser Feuer dezimiert sund gezwungen sich in ihre Schützengräben zu flüchten. Unsere Artillerie sprengte ein feindliches Munitionsdepot in diesem Küstenstrich in die Luft. Auf den übrigen Fronten keine Veränderung. Lokales und Provinzielles. Rahden, 14. Juni.(Auszeichnung.) Dem Gefreiten Friedrich Sander, Sohn des früheren Gastwirts Sander am Markt hierselbst, wurde für außerordentliche Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Krenz verliehen. Rahden, 15. Juni. Pflückt keine Kornblumen im Kriegsjahr! Der„Hannoversche Kurier“ veröffentlicht folgende beherzigenswerte Mahnung: In allernächster Zeit können sich Ausflügler und Wanderer wieder der Kornblumen erfreuen. Wer aber bisher glaubte, ohne einen Strauß davon nicht nach Hause kommen zu können, sollte sich vergegenwärtigen, welcher Schaden durch das Abpflücken entstehen kann. Klein und Groß pflücken wie bekannt nicht nur die am Rande der Felder stehenden Kornblumen ab, sondern sie dringen vielfach tief in die Kornfelder ein, um einige Blumen zu erlangen. Dabei werden, wie wohl schon jeder wahrgenommen hat. häufig größere Flächen des wachsenden Korne niedergetreten und dadurch der Ertrag der Ernte ver ringert. Keiner denke, auf die kleine von ihm be schädigte Fläche lomme es nicht an. Nur Gedankenlose können das glauben. Bei dem Ernste der Gegenwart. in der unsere Feinde unablässig bemüht sind, uns auszuhungern, darf kein Deutscher dazu beitragen, die Ernte zu verringern, und damit die Pläne unserer Feinde zu fördern. Es ergeht daher die öffentliche Bitte, das Abpflücken von Kornblumen zu unterlassen. Pr. Ströhen, 12. Juni.(Blitzschaden.) Bei dem am Donnersta nachmittag niedergegangenen heftigen Gewitter wurden drei dem Kolon Thielemann zu Tielge gehörige Rinder auf der Weide vom Blitz erschlagen. Lübbecke, 14. Juni. Für die in diesem Jahre beginnende Sitzungsperiode des Landeisenbahnrates wurde Freiherr von Ledebur als Stellvertreter in den Landeisenbahnrat berufen. Wagenfeld, 11. Juni.(Rauchen über alles.) Die im Gefangenenlager Hann. Ströhen befindlichen Russen erhatten längst nicht so viele Patete wie die Engländer oder die Franzosen in Pr. Ströhen, auch Geldsendungen aus ihrer Heimal sind selten, sodaß die armen Kerle sich den Genuß des Nauchens selten verschaffen können. Als nun vor einiger Zeit einer der russischen Gejangenen gestorben war und begraben wurde, schritt dem Zuge ein Russe mit dem Georgskreuz(die Russen sind griechischkatholisch) in den Händen voran. Aber seine Augen waren nicht auf das Krenz, sondern auf den Weg gerichtet, und als er seitwärts einen Zigarrenstummel liegen sah, machte er einen Schritt seitwärts, bückte sich und hob den Stummel auf. Dann schritt er, froh über den Besitz dieses lostbaren Schatzes weiter das Kreuz hochhaltend dem Zuge voran. Biepholz, 13. Juni. Bei den Gewittern am Donnerstag und Freitag wurde im Kreise Diepholz viel Vieh auf den Weiden vom Blitze erschlagen. Im Bruch bei Wagenfeld tötele der Blitz drei Kühe, ein Pserd, 5 Schafe und 1 Schwein, während bei Lembruch drei Stück Rindvieh vom Blitze erschlagen wurden. Bei Barver wurden ein Ochse und ein Rind lot an der Drahteinfriedigung aufgefunden. Auch im Kreise Sulingen wurden in den Welden drei Kühe vom Blitze erschlagen. Lage i. L., 12. Juni. Eine wackere Tal vollführte Fräulein Wrede, Lehrerin an der höheren Mädchen schule. Sie war mit ihren Schülerinnen zum Baden gegangen. Zwei Mädchen wagten sich trotz der War nungen zu weit hinaus und wurden von der Strömung der Werre erfaßt. Das eine der Mädchen, das nicht schwimmen konnte, klammerte sich an seine Mitschülerin, sodaß beide in die Gefahr des Ertrintens gerieten. Die Lehrerin sprang in voller Bekleidung ins Wasser und konnte die beiden Mädchen retten. Aus aller Welt. Lugano, 12. Juni. In Mailand wurde der Sohn des österreichischen Generals Rupprecht von Olstewich verhaftet. Die Idea Nazionale berichtet, daß der Psarrer von Fivizzano wegen seiner österreichfreundlichen Propaganda verhaftet worden ist. Berlin. 12. Juni. Nach den Daily Naws sind bei der Torpedierung der beiden englischen Torpedoboole durch ein deutsches Unterseeboot ungefähr 30 Mann ertrunken, während 41 gereltet wurden. Lugann, 11. Juni. Die italienischen Militärbehörden warnen vor Nachahmungen von Schutzmasken gegen Stickgase, weil viele Masken in den Handel gebracht wurden, die mit gesundheitsschädlichen Substanzen getränkt sind. Rotterdam, 11. Juni. Der Rotterdantsche Conrant meldet aus London: Die Stelle des irischen Lordkanzlers bleibt in den Händen der Liberalen, dagegen wird ein Unionist Generalanwalt für Irland. Kleine Kriegsnachrichten. Aus dem österreichischen Kriegspressequartier wird meldet: Die Italiener können auf dem südlichen Kriegsschauplatz bisher, trotzdem sie wiederholte, Anstrengungen machten, um Vorteile zu erzielen, keine Erfolge aufweisen. Es ist wohl diesem, für die italienische Heeresleitung sehr peinlichen Umstande zuzuschreiben, daß in Italien bis zur Stunde keine Verlustliste herausgegeben wird, trotzdem für eine umsangreiche Verlustliste genügendes Material zur Verfügung stünde. So bedeckten die Abhänge des Krn Hunderte von Leichen von Alpini, die wegen des starken Feuers noch nicht geborgen werden konnten. Die italienische Heeresleitung schweigt sich aber über alle Verluste wohlweislich aus, da sie die verhältnismäßig schon bisher ansehnliche Zahl der Toten und Verwundeten mit keinen nennenswerten Erfolgen rechtfertigen könnte. Nach dem Secolo hat König Emannel die ganze 500 Kilometer lange italienische Front besucht und überall das italienische Heer in der besten Verfassung und Stimmung gefunden. Die Gegenwart des Königs habe den Mut der Soldaten verhundertfacht. Der König sei bis zu den vordersten Schützengräben gegangen, habe Alpenpässe erstiegen, wo man nur mit Händen und Füßen kletternd und am Seil angebunden vorwärts kommen könne, und habe auch den Uebergang über den Isonzo inmitten der Truppen mitgemacht. eninge;„nenenynus ernir jetzt den dritten Verlust im Kriege, indem gleich seinem Oheim und seinem Vetter der zweite Sohn des Prinzen Ernst von Meiningen, der 19jährige Baron Ernst von Saalfeld im Osten den Heldentod starb. Ernst Freiherr von Salfeld ist om 4. Juli 1896 in Florenz geboren, und zwar als drittes Kind des Prinzen Ernst von Sachsen=Meiningen. Letze Nachrichten. (Telefonische Meldung des Wolff'schen Büros.) Neue erfolgreiche Offensive der Armee Mackensen. Amtlich. Großes Hauptquartier, 14. Juni vorm. Westlicher Kriegsschauplatz. Auf der Front zwischen Lievin und Arras erlitten die Franzosen eine schwere Niederlage. Nachdem im Verlaufe des Tages mehrmals die zum Vorgehen bereitgestellten feindlichen Sturmkolonnen durch unser Artilleriefeuer vertrieben waren, setzten gegen Abend zwei starke feindliche Angriffe in dichten Linien gegen unsere Stellungen beiderseits der Lorettohöhe sowie auf der Front Neuville=Raillencourt ein. Der Gegner wurde überall unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Sämtl. Stellungen sind voll in unserm Besitz geblieben. Schwächere Angriffe der Franzosen am Vserkanal wurden abgewiesen. Südöstlich Hebuterne haben die Infanteriekämpfe zu keinem nennenswerten Erfolg geführt. Vorstöße gegen die von uns eroberten Stellungen in der Champagne wurden im Keime erstickt. Östlicher Kriegsschauplatz. In der Nähe von Ensowimia nordwestlich Schamli wurden einige feindliche Stellungen von uns genommen und dabei 3 Offiziere und 300 Mann zu Gefangenen gemacht. Südöstlich der Straße Mariamvol=Kowno erstürmten unsere Truppen die vorderste russische Linie. 2 Offiziere, 313 Mann waren hier die Beute. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generalobersten v. Maikenen ist in einer Breite von 70 Kilometer aus ihrer Stellung zwischen Czerniawa nordwestlich Mosziska und Sieniawa zum Angriff vorgegangen. Die seindlichen Stellungen sind auf der ganzen Strecke erstürmt. 16 000 Gesangene sielen dabei in unsere Hände. Auch die Angriffe der Truppen unter General von der Marwitz und von Linsingen machten gute Fortschritte. Oberste Heeresleitung. Komme zum Rahbener Markt (am Donnerstag, den 17. d. M.) mit einem Posten Schürzenzeuge, Kittelzeuge, Herren= und Damenschirme, Kurzwaren u. s. w. und verkaufe dieselben zu ertra billigen Preisen. Rudolf Riepke, Osnabrück. Das Eigenkum an Kriegsbeute Amtlich wird mitgeteilt: Ueber das Elgentum an der von den eigenen Truppen und vom Feinde verschossenen Munition und an erbeuteten Gegenständen sind Zweifel hervorgetreten. Hierzu wird folgendes bekanntgegeben: alle im Eigentum der deutschen Heeresverwaltung tehenden Gegenstände bleiben im Inlande wie im Auslande auch dann deren Eigentum, wenn sie verloren oder, wie z. B. auch Munitionsteile, bei irgendeiner Gelegenheit und aus irgendeinem Grunde zurückgelassen werden. Den berufenen staatlichen Organen steht ferner für das Inland wie für das Ausland die ausschließliche Befugnis zu, das Aneignungrecht an der Kriegsbeute, d. h. an der Ausrüstung des Feindes und an den von ihm zurückgelassenen Munitionstellen, auszullben. Ebenso wie deshalb der Soldat, der feindliches Eigentum erbeutet, oder die Behörde, die es beschlagnahmt, zur Ablieferung verpflichtet ist, muß jeder, der solche Gegenstände im Inlande oder in dem von deutschen Truppen besetzten Auslande an sich nimmt, sie unverzilglich an die nächste deutsche Militär= oder Zivilbehörde abliefern, die Ihrerseits verpflichtet ist, alle Beutestücke den zuständigen Beutesammelstellen zuzuführen. Nur für die Truppen besteht diese Ablieferungspflicht insoweit nicht, als sie der Beutestücke zur Ausbesserung oder Ergänzung der elgenen kriogsmäßigen Ausrüstung bedürfen oder sie anderen im Felde stehenden Truppen zu diesem Zwecke alsbald zuführen. Wer als Privatperson Fundstücke von der Ausrüstung der kämpfenden Truppen abliefert, hat im Inlande Anspruch auf den gesetzlichen Finderlohn, im seindlichen. Auslande wird ein Finderlohn in der Regel zugebilligt werden. Nach dem Reichsstrafgesetzbuch muß jede widerrechtliche Aneignung von Beute= oder Fundstücken als Diebstahl 242 ff) oder Unterschlagung(§ 246), nach dem Militär= Strafgesetzbuch gegebenenfalls als„eigenmächtiges Beutemachen“(§ 128) mit harter Gefängnisstrafe, unter Umständen sogar mit Zuchthausstrafe belegt werden, und zwar nach§§ 7 und 161 Mil.=St.=G.=B. auch dann, wenn die Tat In einem von deutschen Truppen besetzten ausländischen Gediet begangen wird. Wer sich widerrechtlich Beute= oder Fundstücke aneignet, erwirbt selbst kein Eigentum daran und kann es auch nicht durch Verschenken oder Verkaufen auf andere Personen Übertragen. Die Militär= und Zivibbebörden sind deshalb zur Beschlagnahme befugt. Wer solche Gegenstände durch Geschenk oder Kauf an sich bvingt, kann sich dadurch der Hehlerei schuldig machen. Es wird daher vor Aneignung und Ankauf dringend gewarnt und hiermit die Aufforderung verbunden, alle bisher aus Rechtsunkenntnis ohne Anzeige eigenmächtig in Verwahrung gehaltenen oder erworbenen Beutegegenstände unverzüglich an die Militär= oder Ortspoltzeibehörde im Ausland an die nächste Milttärbehörde, abzuliefern. Wer ohne Befugnis im Besitze solcher Stücke betrossen wird, setzt sich und die an der Aneignung etwa Mitbeteiligten der Gefahr unnachsichtlichet strafrechtlicher Verfolgung aus. Kriegs-Chronik. 5. Juni. Deutscher Sieg bei Sawdyniki, 1970 gefangene Russen. Vormarsch der Verbündeten auf Mosoiska. Sieg der Armee Linsingen bei Kalusz und Zurawa (Dujestr). Russischer Minenkrenzer„Jenissei" bei Baltischport versenkt. Angriff deutscher Zeppeline auf Harwich. Neue feindliche Schiffsverluste vor den Dardanellen. 6. Juni. Englisches Torpedoboot in der Nordsee durch Minen beschädigt. Türkischer Sieg bei Seddul Bahr. Russische Truppen westlich Mosciska geworfen. Starzawa erstürmt. Deutsch=österreichischer Sieg bei Kalusz. 10 900 Gefangene. Italienische Angriffe bei Sagrodo(Isonzo) abgewiesen. 7. Juni. Bulgarien lehnt die Anerbietungen des Vierverbandes ab. Französische Angriffe bei Hebulerne(östl Doullins) und Moulin Sous Tonvent(nordwestlich Soissons) blutig abgewiesen. Der Uebergang über die Windau erzwungen. Bei Przemyst 33.805 Gefangene. Die Russen auf der Wisznia(nordw. Mosciska) zuruckgeworfen. Uebergang der Armee Linsingen über den Dujestr. Zeppelinangriff auf Grimsby und Kingston. Die Russen am Pruth blutig abgewiesen. Freisofel den Italienern wieder entrissen. Ortschaft Krn von den Italienern geräumt. 8. Juni. Französische Mißerfolge bei Neuville und Berry an Bac. Die Armee Linsingen erreicht Bukaczowce, Der Liwkaabschnitt überschritten. 4200 Gefangene. Portugiesische Angriffe auf Deutsch=Südwestafrika. Die Russen am Pruth auf Halicz zurückgedrängt. Italienisches Luftschiff„Citta di Ferrara" durch österreichische Flieger vernichtet. Venedig mit Fliegerbomben belegt, Italienische Angriffe bei Gradiska abgeschlagen. 9. Juni. Rücktritt des Staatssekretärs Bryan wegen der „Lusitania"=Note. Räumung des Dorses Neuville durch deutsche Truppen. Französische Angriffe im Priesterwalde abgewiesen. Stanislau besetzt. 5570 runssische Gefangene. Deutsche Vergeltungsmaßnahmen gegen Mißhandlung deutscher Kriegsgefangener in französischen Kolonien. Italienische Niederlage bei Görz 10. Juni. Französische Mißerfolge bei Neuville und Le Mesnil. Schwere Kämpfe bei Szawle. Deutscher Rückzug an der Dubissa. Russischer Vorstoß auf den Dujestr abgewiesen. Türkischer Sieg bei Seddul Bahr. 15000 Tote und Verwundete der Engländer und Frauzosen. Englische Kreuzer von österreichischem Torpedoboot torpediert. Vorstoß der Armee Pflanzer=Baltin am Pruth bis Horodenka. 11. Juni. Ein italienisches Unterseeboot von einem österreichischen in der Nordadria versenkt. Im Schwarzen Meer wird ein russischer Zerstörer von dem türkischen Kreuzer„Midilli“ versenkt. Italienische Mißerfolge bei Cortina und Landra. Ueberreichung der amerikanischen Lusitania=Note. - Gesiont, rosiges jugendirisches und ein blendend schöner Teint.— Alles dies erzeugt die echte Steckenpferd-Seife (die beste Lillenmiichseife), von Bergmann& Co., Radebeu). Stück 50 Pig. Ferner, macht der Cream„Dada“(LillenmlichCream) rote und spröde Haut weiß und sammetweich. Tube 50 Ptg. Bekanntmachung Die diesjährige Deckzeit der auf der Königlichen Beschälstation Varlaufgestellten Beschäler endigt nicht mit dem 1., sondern erst mit dem 15. Juli. Lübbecke, den 10. Juni 1915. Der Landrat. Frhr. v. Ledebsr. Es wird erneut darauf hingewiesen, daß Anmeldungen von 17jährigen Freiwilligen für die Unteroffizierschulen jederzeit beim Bezirkskommandoerfolgen können Die näheren Bedingungen sind beim Bezirkskommando zu er fahren. Kgl. Bezirkskommando Minden Bekanntmachung. Der Wollmarkt in Nahden am 17. Juni d. J. findet nicht statt, da der Verkaus von Wolle der Schafschur 1914/15 auf Märkten während des Krieges verboten ist. Der Viehmarkt wird abgehalten Rahden, 29. April 1915. Der Amtmann. I. V.: Bückendorf. Königliche Lehranstalt für Wein=, Obst= und Gartenbau zu Geisenheim a. Rhein. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß an der Königl. Lehranstalt im Jahre 1915: 1. ein Obstverwertungskursus für Männer und Haushaltungslehrerinnen in der Zeit vom 26. Juli bis 5. August, ein Obstverwertungskursus für Frauen in der Zeit vom 9. bis 14. August abgehalten werden. Die Kurse beginnen an den zuerst genannten Tagen vorm. 8 Uhr. Der Unterricht wird theoretisch und praktisch erteilt, sodaß die Teilnehmer Gelegenheit haben, die verschiedenen Verwertungsmethoden einzuüben. Das Honorar beträgt für den Kursus zu 1: für Preußen 10 M., für Nichtpreußen 15 M.; für den Kursus zu 2: für Preußen 6 für Nichtpreußen 9 M. Anmeldungen sind an die Direktion zu richten. Alles Nähere ist aus den Satzungen der Lehranstalt, die unentgeltlich verabfolgt werden, zu ersehen. Bilanz am 31. Dezember 1914. Aktiva. Passiva. Kassa=Konto Grundstück und Gebäude Abschreibung 5% Maschinen=Konto Abschreibung 5% Nohrnetz=Anluge Abschreibung 5% Garmesser Abschreibtung 5% Guthaben bei der Amtssparkasse Guthaben bei der Nationalbank Ausstehende Forderungen. Vorrat an Solin Heilstätten=Verein für den Regierungsbezirk Minden— Auguste Viltoria=Stift. Die Herren Ehren=, Vorstands= und sonstigen Vereinsmitglieder werden hiermit zu der am Dienstag, den 22. Juni d. Is., nachm. 4½ Uhr, in Bielefeld in der Ressource, Renteistraße, stattfindenden Vorstandssitzung und Geueralversammlung ganz ergebenst eingeladen. Tages=Ordnung: 1. Jahresbericht für 1914. 2. Kassenbericht für 1914. 3. Genehmigung der Rechnung für 1914 und Entlastung des Vorstandes. 4. Wahl von 2 Kassenrevisoren und deten Stellvertretern 5. Voranschlag für 1915. 6. Wahlen. 7. Verschiedenes. Der Vorstand. v. Boreies, Regierungspräsiden!, Vorsitzender Mitgliederbewegung: Zahl der Mitglieber um oi. Begemder uo#; gum5 Mithin Mitgliederzahl am 31. Dezember 1914: 53. Im Laufe des Geschäftsjahres haben sich die Mitgliederguthaben und die Haftsumme nicht verändert. Die Gesamt=Haftsumme aller Mitglieder beträgt am Jahresschluß Mt. 46500 und das Geschäftsguthaben Mt. 2790. Rahden, 14. Juni 1915. Der Vorstand der Genossenschaft zur Herstellung von Gas zu Rahden i. Westf. A. Lübting. J. Utsch. Wiegmann. Krieger-, Landwehrund Reserveverein Tonnenheide. Gras=Auktion Montag, den 21. d. nachm. 4½ Uhr läßt der Kolon Ortgies 42 Espelkamp beim Hause von 15 Mrg. das Eichen=Schälhölzer lauft jedes Quantum. Gefl. Angebote unter P. D. 1554 durch Haasenstein& Vogler, A.=G., Cöln. Gras 1. und 2. Schnitt (gutes Kuhhen) setstbletend gegen Kredit ver aufen. Rahden, 14. Juni 1915. Hoppe. Tüchtiger, solider Knecht auf sofort gesucht. Lohn Mt. 450. 6. Rehmann, Gastwirtschaft, in Fabbeustedt. Den Heldentod fürs Vaterland starben von unsern Mitgliedern Wehrmann Hermann Weghorst im Reserve=Infanterie=Regiment Nr. 61, 2. Komp., gestorben am 22. Februar im Reserve=Lazarett zu Mlawa, 36 Jahre alt, Unterossizier der Reserve Lehrer August Schwarze im Infanterie=Regiment Nr. 15, 1. Komp., gesallen am 14. Marz im nördlichen Frankreich im Alter von 29 Jahren, Reservist Wilhelm Döpte Reserve=Infanterie=Regiment Nr. 15, 2. Komp., gestorben am 14. April im Reserve=Lazarett zu Noyon Am Sonntag, den 20. Juni cr. nachm. 4 Uhr anfangend, werde ich hier in Diepenau die diesjährig die diesjährige Gras=Auktion im Alter von 28 Jahren. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenten bewahren. Der Vorstand. feinster alter Korn Brennerei Elmendort ISSELHORST, Westfalen. Gegründet Anno 1689. Jährl.Versand über 1000000 Flaschen Wiederverkäufer erhalten bei Aufgabe von Referensen Offerte und Probe gratts Erscheint wöchentli Dienstag, Donner abend und kostet Boten und Age durch sämtliche Po zogen 1.20 Mark durch den Brieftr 24 Pfg. für Bes Nr. 70. Handel und In der Montag=S mission des preuß. Ab Abg. Hirsch(Essen) fes auch mit gewissen Sch rotz des Krieges und d erlegt habe, seinen Gan Der Handelsminist traten den Ausführung Hauptpunkten bei. Ins die sich auf das ersprieß verwaltungen und Ber grüßt. Der Handelsmir sei ständig darauf bed. Aufrechterhaltung und digen Arbeitskräfte zu Förderung im Steinkoh Braunkohlenbergbaum Die Löhne seien im letz slik ergebe, gestiegen un nommen werden dürfte, Ueber die Fragen berichtet Abg. Lippmar durch den Krieg dem gen seien. Unser Ueber ruhe zurzeit völlig, De durch die Notwendigkei len, ihn in Gestalt eine zentralisieren. Die Geldwirtschaft der Reichsbank habe sich Millionen M. erhöht, di gehoben. Der Zinssatz ei 2 n. H. Bankgelder dürfnisse des Handels guthaben hätten sich im gehoben. Aus alledem und eine volle Sicherh loche, daß unsere. Valu## gangen sei, sei also du Reise berechtigt und un beziehungen mit dem England zurückzuführen Zum Schluß sprat aus, daß mindestens die dem deutschen Handel er durch die Reichseinkauf möge. Der Handelsminist erstatter erwähnte Ausst der Handelsverwaltung jetzigen Kriegszeiten vie dei und kaum ganz zu In der Besprechung mission im wesentlichen ers zu. Von einer Sei eerkehrs besürwortet, ve les dafür gefordert, de möglichst niedrig gehalt rag kam nicht mehr zu nächsten Sitzung berate C Noman von Fr. 22 abhalten. Käufer wollen sich pünkt lich bei Gastwirt August Möhring Diepenau ein finden. Diepenau, 13. Juni 1915. Plümer. „Jo. Anni, du. di meinen Vater— v als unser Familiengut. als ich das Grab mei gehen sah, da habe ich fühlte ich mich gestärkt mein Mann nicht lassen aß es mich nicht ausspi dann mit fast eisiger 9 „Es waren selige Krankenbette zubrachte, Pflegerin meiner Pia „O, ich erinnere zottergebenen und gott 1„Ja, Anni, ich ha Liebe, zu seiner Dankba traf, als alle meine Ho wurden, als ich die unt nicht geliebt, nicht ein unn mit einer ung gangen bin. Und zu immer mehr durch das zen Lebensinteressen en „Arme, liebe Elsel ..„Ja, Annil Sola ich ausharren, meine# Schwere meiner Aufgal ist der einzige Weg. C telten— unserem Kind I„Gott helfe dir daz Liebe zurückgeben!“ „Nein, Annll Nu nich zusammen. Ichn