Monte den 19. d. M., s 8½ Uhr sordnung: geVorstandes. über einen demnächst n Ball. s. Vorstand. er Reise trück. krengel, öopathischer Arzt m Staatsbahnhofe. sen 18. d. Mts. Uhr anfangend in Griese Nr. 42 Pr. im Eichen ken und Sparren Stamm sichten sparren u. Mauerplatten, tamm Ellern Birken h., Schlei= und Löffelmacher, Krn. gutes nBrennholz sowie uantität Torfund Torfschollen ielstbietend gegen Kredit vollen sich zur genannten Kadannswiese in der Nähe wirts Diekmann einfinden. hen, 10. Dezember 1908 elm Telkemeier. end, den 19. d. 12 Uhr anfangend kolon Summann Nr. 14 sen tamm schöne ge Pappeln en- und Schüppenmacher, Stamm Ellern e, Schlef= und Löffelmacher, ummern Birkenund Prennholz sowie meistbietend gegen Kredlt 1. Käufer wollen sich im hause einfinden. sen, den 12. Dezember 1908. Wilhelm Detering. zistbaumschmuck Lichte s Koch Nachtig. Chr. Böversen, Rahden. Postkarten= und PocsieAlbums, Schreibmappen Schreibzeuge Cintenfässer Briefwagen Vilderbücher Unterhaltungsspiele. E. Kosynomski Wm # ahdener Wochenblat. Amtliche Seitung des Kreises Lübbecke. Sulsst=3ssPe Das„Rahdener Wochenblatt“ erscheint wöchentlich dreimal, am Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Viertelsahrlicher Abonnementspreis: ür Rahden durch unsere Boten frei ns Haus und bei unseren Agenturen, sowie bei sämtlichen Postämkern und Postagenturen 1.20 Mk., bei Zustellung durch den Briefträger 24 Pfg. mehr. Amtliche Seitung des Kreises Mit dem wöchentlichen Unterhaltungsblatt„Wort und Bild“ und der halbmonatlichen„Landw. Beilage.“ Sonderausgabe: Dielinger Zeitung. Telegramm=Adresse: Wochenblatt Rahden.— Fernsprecher Nr. 11. Druck und Verlag: E. Kosynowski Wwe., Rahden. Verantw. Redakteur: G. Kosynowski, Rahden. Insertionsgebühr pro KorpusSpaltzeile oder deren Raum 10 Pfg. Bei Wiederholungen Rabatt. Reklamen 20 Pfg. pro Zeile. Schluß der Inseratenannahme für die am folgenden Tage erscheinende Nummer Montag, Mittwoch und Freitag vormittag 10 Uhr. Inserate erscheinen gleichzeitig in der„Dielinger Zeitung.“ Nr. 149.(Erstes Blatt.) Sonnabend, den 19. Dezember 1908. 29. Jahrgang. An unsere Postabonnenten! In den Tagen vor Weihnachten fragt der Briefträger jeden Leser, der unser Blatt durch die Post bezieht, ob er dasselbe weiter halten will. Da dies wohl ohne Ausnahme der Fall sein wird, bitten wir diese bequeme Gelegenheit zur Erneuerung des Abonnements nicht unbenutzt vorübergehen zu lassen. Die Expedition Deutschland. Aus Anlaß des Jahrhundertjubiläums der veranderten Verfassung der oversten preußischen Staatsbehörden vom 16. Dezember 1808 veröffentlicht der„Reichsanzeiger“ eine umfassende Liste von Ordensauszeichnungen für preußische Ministerialbeamte.— Dem Ministerialdirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat Wehrmann wurde der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen.— Im Ministerium der öffentlichen Arbeiten fand Mittwoch vormittag 11 Uhr eine Festsitzung statt. Staatsminister Breitenbach gab die verliehenen Auszeichnungen bekannt und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. In einer Festrede gab dann einer der Räte des Ministeriums ein Bild der Organisation der obersten preußischen Verwaltungsbehörden vor dem Erlaß des Publikandums vom 16. Dezember 1808, sowie des Wesens und der Entwicklung der durch dieses geschaffenen neuen Zentralbehörden, besonders des erst im Lause dieser Entwicklung entstandenen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten. Konferenz im Reichsversicherungsamt. Zur Beratung von Verwaltungsfragen der Invalidenversicherung trat am Dienstag im großen Saale des Reichsversicherungsamts zu Berlin unter dem Vorsitz des Präsidenten Dr. Kaufmann eine Konferenz von Vertretern der Landesversicherungsämter, Invalidenversicherungsanstalten und zugelassenen Kasseneinrichtungen zusammen, die ihre Beratungen noch am Abend des gleichen Tages beendete. Die Tagesordnung umsaßte acht Punkte. Bei der Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Bomst=Meseritz am 12. d. M. sind, nach nunmehriger amtlicher Feststellung, 21691 Stimmen abgegeben worden. Von diesen erhielt Oberverwaltungsgerichtsrat Graf v. Westarp(Dt. Kons.) 11 476, Propst Roenspiehs(Zentr.) 10 209 Stimmen, 6 Stimmen waren zersplittert. Graf von Westarp ist somit gewählt.— In der vorläufigen Zählung waren die Zahlen 11 506 bzw. 10211 angegeben worden. Zur sächsischen Wahlrechtsvorlage, die nunmehr der Ersten Kammer in Dresden vorliegt, machte sich die Deputation am 15. ds. dahin schlüssig, daß ihr versassungsmäßig zunächst die Stellungnahme zu der ursprünglichen Regierungsvorlage obliegen werde. Dabei wurde die Frage über die Gesetzmäßigkeit des in der Zweiten Kammer zur Annahme gebrachten Eventualvorschlages erörtert und in einen Meinungsaustausch über die eventuell in Betracht kommenden verschiedenen Wahlsysteme eingetreten. Die Deputation war der Ansicht, daß die Behandlung des von den Konservativen seinerzeit in der Zweiten Kammer eingebrachten Eventualvorschlags nicht der Verfassung entsprochen habe.“ Das preußzisch Dienstag von der K„ Eer Komsrontten hauses in zweiter Lesung, zumeist nach den vorher vereinbarten Kompromißanträgen, angenommen. Und zwar wurden die Dienstalters zulagen unverändert dahin festgesetzt, daß die Lehrer in 9 je dreijährigen Stufen in den ersten beiden Stufen 200 K. in der dritten und vierten Stufe 250 Jé. in den übrigen Stufen wieder 200 J. die Lehrerinnen in drei ersten Stufen je 100 M. in der vierten bis achten Stufe 150 u und in der neunten Stufe 200# Zulage erhalten sollen. Vorher war noch an der Hand eines nationallil len Antrags die Frage der niederen Küsterdleuste verhandelt. Nach Zurückziehung dieses Antrages einigte sich die Kommission schließlich auf folgende Resolution:„Die Königliche Staatsregierung wird aufgefordert, im Einvernehmen mit den kirchlichen Behörden die allmähliche Abtrennung der niederen Küsterdienste in die Wege zu leiten und Fürsorge zu tressen, daß ein Zwang zur Uebernahme der niederen Küsterdienste nicht mehr ausgeübt wird.“ Schückings Rücktritt. Der Bürgermeister von Husum, Dr. Schücking, hat sich jetzt entschlossen, sein Amt niederzulegen. Er hat diesen Entschluß durch folgende Erklärung dem Regierungspräsidenten mitgeteilt: „Euer Hochwohlgeboren beehre ich mich gehorsamst anzuzeigen, daß ich angesichts der Art, in welcher gegen mich die Voruntersuchung in dem Tiszlplinarverfahren geführt ist, ohne daß mir dafür eine Genngtunng geworden ist, zum 15. Jannar ## mein Amt mederlege. Ich muß es vermeiden, mit höheren Staatsbeamten#usammen zu arbeilen, die mir nach fünfähriger einwandfreier Timchrun eine berartige Beurteitung zuteil werden laisen, daß sie bei meinen Handlungen nach niedr.= ge Beeggründen suchen. Ta ich dringend der Erholung bedarf, besblttose gn 28., d. Mts, eige Erholungsreise anzutreten und an diesem Tage weine Amtsgeschäfte niederzulegen.“ Lehrerbesoldungsgesetz wurde am ommission des AbgeordnetenDas„Wrri. Tbl.“ meint dazu:„Der Rücktritt Dr. Schücktugs von seinem Bürgermeisteramte in Husum macht auch dem gegen ihn inszenierten Disziplinarverfahren ein Ende. Einen freien Mann kann man eben nicht disziplinieren; man muß ihn schon vor die ordentlichen Gerichte zitieren, wenn man ihm etwas anhaben will. Die preußische Bureaukratie würde sich aber einen solchen Schritt zweimal überlegen, da sie sich dabel eine gründliche Abfuhr holen würde.“ Aus den Schutzgebieten. Unsere Diamanten! Das Gouvernement von DeutschSüdwestafrika wurde telegraphisch angewiesen, von jetzt ab einen Ausfuhrzoll von 10 Mark pro Karat auf Rohdiamanten zu erheben. Ausland. Franz8sische Artillerieschmerzen. In der französischen Kammer sprach sich der Kommissionsberichterstatter am Dienstag für eine Vermehrung der Artillerie aus, und zwar durch Schaffung neuer Vatterien zu vier Geschützen, um der numerischen Ueberlegenheit der deutschen Artillerie, deren Geschütz dem französischen gleichwertig sei, ein Ende zu machen. Der Deputierte Plichon empfahl die Schaffung von 24 neuen Artillerie=Regimentern, wodurch ihre Zahl von 40 auf 64 erhöht werden würde.— Es ist fatal, daß zu gleicher Zeit der Finanzminister darauf hinweisen mußte, daß das Staatsbudget keineswegs mehr so glänzend dastehe, wie in früheren Jahren! Die Meuterer der Fremdenlegion. Privatmeldungen zufolge sollen sämtliche 50 Meuterer, die fast ausschließlich Deutsche seien, ergriffen worden sein, mit Ausnahme ihres Anführers, der ein ehemaliger bayerischer Offizier namens v. Pal sein soll. „Ceddp“ wird unangenehm! Präsident Roosevelt richtete an den Senat in Washingion eine Spezialbotschaft, die durch ihren starken Inhalt auffällt. Der Präsident bezeichnet die Behauptung, er sei beim Ankauf des Pauamakanals betrogen worden, als eine ganz gemeine Lüge und nennt den Eigentümer der„World" Joseph Pulitzer einen Schurken und Verleumder, der alles Amerikanische mit Schmutz bewerfe.— Bekanntlich wurde von den politischen Gegnern Roosevelts und Tafts ein ganz heimtückischer Pressefeldzug gegen sie eröffnet, worin sie allerhand schmutziger Machenschaften zu ihrem Privatvorteil bezichtigt wurden. Die Antwort„Teddys“ läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig! Spät kommt Uhr Am 16. Oktober hatte Kaiser Franz Joseph in einem Handschreiben dem König von Italien die Annexion von Bosnien und der Herzegowina mitgeteilt;— am 16. Dezember ist dessen Rückantwort endlich in Wien eingetroffen und soll nun dem greisen Monarchen vom italienischen Botschafter übergeben werden— reichlich spät! Bienerth und die Balkankrilis, Im Abgeordneteuhause zu Wien gab der österreichische Ministerpräsident v. Bienerth am Donnerstag eine Reihe bemerkenswerter Erklärungen über die auswärtige Lage ab, von denen wir folgende verzeichnen wollen. Einleitend erklärte der Ministerpräsident: „Die K. K. Regierung hat nach den ihr zukommenden Iusormationen keinen Grund, die europäische Lage als besorgniserxegend zu betrachten. Die bestehenden Tisserenzen sind nicht derart, daß sie nicht auf dem Wege diplomatischer Verhandlungen ausgeglichen werden könnten. Von einer Kriegsgefahr aus dem Balkan kann nur insofern gesprochen werden, als seitens Serbiens und Montenegros gewisse auf den Krieg gerichtete Maßnahmen getroffen worden sind, die uns bisher indessen nicht veranlaßt haben, unsere ruhige und abwartende Haltung zu ändern. Die von unserer Kriegsverwaltung angeordneten milltärischen Verfügungen verfolgen lediglich den Zweck, die sehr schwachen Truppenbestände Bosniens und der Herzegowina zu erhöhen und für den erhöhten Garnisons= und Sicherheitsdienst zu befähigen und die Beruhigung der dortigen Bevölkerung sicherzustellen.“ v. Bienerth behandelte dann noch sehr eingehend die türkische Boykottbewegung, deren bisherigen Verlauf er schilderte, um schließlich zu betonen, daß das prinzipielle Einverständnis zwischen Oesterreich und der Türkei in dieser Frage hergestellt erscheine.— Bienerth schloß etwa folgendermaßen:„Es darf wohl mit Zuversicht angenommen werden, daß die Herstellung einer Verständigung mit der Türkei auf politischem Gebiete, welche den Gegenstand der fortgesetzten Aufmerksamkeit und der konstanten Bemühungen des Auswärtigen Amtes bildet, auch das Ende dieses anormalen, die Verkehrsbeziehungen der betroffenen Länder schädigenden Zustandes mit sich bringen wird.“ Der Sturm im Callerglas. Die russische Reichsduma war am Mittwoch der Schauplatz einer furchtbaren Skandalszene zwischen der Rechten und der Linken. Beralungsgegenstand war eine Interpellation wegen der Unterstützung der Opfer des Terrorismus. Dabei griff das Mitglied der Arbeitergruppe Rosanow die Ehre der äußersten Rechten an. Präsident Chomjakow schien die Aeußerung nicht gehört zu haben, da er Rosanow weitersprechen ließ Aufelgedessen brach auf der Rechten großer, intensiver Lärm aus, wobei ein Deputierter laut rief, Chomjakow habe wohl die Aeußerung Rosanows verschlafen. Chomsakow verließ sofort das Präsidium und das Taurische Palais, indem er erklärte, er wolle mit unerzogenen Leuten nichts zu tun haben. Auf einem hinterlassenen Zettel zeigte er an, daß er das Präsidium niederlegIn der Abendsitzung erschten Chomjakow dann lich nicht, aber am Donnerstag gelang es den vereinten Bemühungen der Führer der Mehrheitsparteien, Chomjakow zur Zurücnahme seines Demissionsgesuchs zu bewegen. Die Präsidialkrise ist damit vorläufig erledigt. Die Gröffnung dee türkischen Parlamente. Der 17. Dezember 1908 wird für die Türkei die Bedeutung eines historischen Datums behalten: an ihm wurde das türkische Parlament feierlich eröffnet, das der Sultan in seinem Jrade vom 24. Juli hatte versprechen müssen. Aus Anlaß des bedeutungsvollen Begebnisses war Konstantinopel festlich geschmückt. Die Zeitungen brachten Begrüßungsartikel, in denen sie den Beginn einer neuen Epoche feierten. Die staatlichen Bureaus und viele Privat= institute waren geschlossen. Freudig erregte Menschenmengen durchzogen die Straßen. Die Eröffnung des Parlaments verlief ohne Zwischenfall. Um 12 Uhr versammelten sich die Abgeordneten im Sitzungssaal. Uebrigens wird über die außerordentliche Beschränftheit der Parlamentsräume geklagt, die eine geregelte Berichterstattung sehr erschweren dürften.— Die Uniformen und bunten Talare boten ein farbiges, eindrucksvolles Bild, aus dem sich die in ein weiße Gewand gekleidete Gestalt des Scheich ul Islam abhob. Das diplomatische Korps erschien vollzählig mit dem Botschafter Frhrn. v. Marschall als Doyen an der Spitze. Kurz nach 1 Uhr erschien der Sultan, geleitet von mehreren kaiserlichen Prinzen und von der Versammlung stehend in lautloser Stille empfangen. Der erste Sekretär des Sultans verlas die Thronrede, die ihm der Großwesir überreichte. Nach der Verlesung wurde ein Gebet gesprochen, während die Kriegsschiffe im Hafen Salut schossen, Musik einsetzte und die Menge in Jubelrufe ausbrach. Nach Beendigung des Gebets sprach der Sultan mit kaum hörbarer Stimme einige Worte, worauf er den Saal verließ. Die ganze Zeremonie hatte kaum eine Viertelstunde gebauert. Der Sultan, der den Weg zu Wagen zurücklegte, wurde auf der Hin= und Rückfahrt von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Nach Verlesung der Thronrede begab sich Galib=Pascha in die Diplomatenloge und überbrachte dem diplomatischen Korps die Grüße des Sultans, der auf die Unterstützung der Großmächte bei der Neugestaltung der Türkei hoffe. Der deutsche Botschafter Freiherr Marschall von Bieberstein dankte im Namen des diplomatischen Korps und sagte den Beistand der Großmächte zu. Revolution in Caracae. In Caracas sieht es, seitdem Herr Castro in Berlin weilt, böse aus. Am Mittwoch veranstaltete dort das Volk leidenschaftliche Kundgebungen gegen Castros Regiment. Eine wütende Menge durchstreifte die Stadt, zertrümmerte die in den Klubhäusern und in anderen Gebäuden befindlichen Büsten des Präsidenten und verbrannte auf der Straße unter Jubelgeschrei die ihn darstellenden Bilder; auch die Druckerei der Zeitung„El Constitucional“, des Organs des Präsidenten Castro, sowie verschiedene Drogenläden eines Freundes Castros wurden zerstört. Ueberall auf den Straßen liegen zerschlagene Möbel. Die Pollzei ließ die Menge gewähren. Inzwischen ist das Stanbrecht proklamiert worden. Kleine politische Nachrichten. Das österreichische Abgeordnetenhaus het gegen die Tschechen das von der Regierung dringend verlangte Budgetprovisorium mit Hilfe der Deutschen und der Sozialdemokraten in 2. und 8. Lesung angenommen.— Der Präsident des Hauses wurde beauftragt, das Präsidium des neuen türkischen Parlaments zu dessen Zusammentritt zu beglückwünschen. Den gleichen Beschluß faßte auch das ungarische Abgeorduetenhaus. Das englische Oberhaus nahm die zweite Lesung der Gesetzesvorlage über den achtstündigen Arbeitstag der Bergarbeiter mit 121 gegen 44 Stimmen an, doch kündigte Lord Lansdowne mehrere wichtige Amendements an. Der französische Ministerrat beschloß eine internationalKonferenz zum Studium der Rechisverhältnisseder Luftschiffahrt nach Paris einzuladen. Der serbische Spezialgesanbte Nowakowitsch ist aus Konstautinopel nach Belgrad, Zughegere hrt, Der türkische Ministerrat beschloß, gländer Gramfort auf drei Jahre für die Reorganisatson des turkischen Zollwesens zu engagieren.— Bezüglich des österreichischen Boykotts wurde im Ministerrate beschlossen, daß wann, Asterreichische Schiffe mit eigenen Leichterschiffen ihre Zollamt brächten, die Zollamtslastträger sie 1, daß man aber private Kailastträger hierzu nicht daß, wenn österreichi Waren bis zum ausladen müßten, zwingen könne. Die bulgarische Verbalnote in der Orientbahnangelegenheit hat in Berlin nicht befriedigt, sondern wird als ein Versuch zur weiteren dilatorischen Behandlung der Frage angesehen. In Roosevelts Botschaft an den Kongreß befand sich eine Stelle, die Geheimpolizei solle den Mitgliedern des Kongresses ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Der Senat hat beschlossen, hierzu Stellung zu nehmen. Senator Bailey erklärte, die Arußerung des Präsidenten sei die gröbste und leichtfertigste Beleidigung, die jemals einer öffentlichen Körperschaft der Welt angetan worden sei. New York, 17. Dezbr. Die venezolanische Reglekung erklärte gestern wegen der Wegnahme venezolanischer Kriegsschiffe durch holländische den Niederlanden den Krieg. Eigenes Privat=Telegramm. bokales und Provinzielles. Rahden, 18. Dezbr.(Welhnachtsfeier.) Wie alljährlich wird der Frauenverein wiederum eine bescheerung für arme Kinder veranstalten, die am Mittwoch, den 23. d. Mts. im Saale des Hotel Wolter stattfinden soll. Spenden von Backwerk und Obst werden hierzu freundlichst erbeten. Siehe Inserat in heutiger Nummer. Rohden, 18. Dezbr. Der Westfällsche Bauernverein hält am Dienstag nachmittag hierselbst eine Versammlung ab. Wie aus dem Anzeigentelle ersichtlich, findet iin Anschluß daran eine Versammlung der Viehverwertungsgenossenschaft statt und kann der Besuch dieser Versammlungen den Landwirten im eigenen Interesse nur empfohlen werden. Rahden, 17. Dezbr.(Viehmarkt.) Zum heutlgen Vlehmarkt waren aufgetrieben: 150 Stück Rindyleh und 15 große Schweine, auch 7 Wagen mit Ferkel waren am Platze. Verkauft wurden: 82 Stück Rindvleh zum Preise von 150—300 Mark, 10 große Schweine zu 90— 140 M., sowie alle Ferkel, die mit 14—18 Mark das Stück bezahlt wurden. Rahden, 17. Dezbr.(Unglücksfall.) Dienstag abend nach 10 Uhr fuhr der Zigarrenfabrikant Fr. Wlecke von hier mit seinem Rade von der Wirtschaft Käsemeyer in Hann. Ströhen zum Bahnhof um den letzten Zug zu benutzen. In der Nähe der Molkerei kam er über einen Pfahl, der auf der Chaussee lag, zu Fall und brach das Unke Beln. Er mußte längere Zeit in hilflosem Zustande liegen, bis endlich seine Rufe gehört wurden. Man brachte den Verunglückten in die Käsemeyersche Wirtschaft und bengrichtigte Herrn Dr. Bührmann in Wagenfeld, der den nötigen Verband anlegte. Mittwoch abend wurde Herr Wlecke mit der Bahn hierher transportiert. Rahden, 18. Dezbr.(Festgenommen) wurde am Mittwoch abend auf dem hiesigen Bahnhof ein Zwangszögling der Kolonie Freistatt, der in Unna ergriffen aber trotz der Fesselung seinem Trantsporteur unmittelbar vor dem Tore der Anstalt wieder entsprungen war. Die als bald aufgenommene Verfolgung blieb ergebnislos und auch ein dem Burschen nachgesandter Schuß verfehlte sein Ziel. Einige Zeit darauf sah man den Entflohenen am Bahnhof Varrel auftauchen, doch gelang es ihm wiederum, sich durch die Schnelligkeit seiner Beine zu retten. Die Vermutung, daß er schließlich doch versuchen werde mit der Bahn fortzukommen, erwies sich als richtig. Das Bahnpersonal wurde instruiert und ließ den Flüchtling in Hann. Ströhen ruhig einsteigen, dann schloß der Schaffner das Abteil unauffällig ab und bei der Ankunft des Zuges auf der hiesigen Station wurde dem Ausreißer ein würdiger Empfang zu tell, den er sobald nicht vergessen dürfte. Rahden, 18. Dezbr. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Geschäfte am Sonntag, den 20. d. Mts. bis abends 7 Uhr geöffnet sind. Ebenso werden die Postschalter am letzten Sonntage vor Weihnachten für die Aus gabe und Annahme von Paketen und für den Verkauf von Freimarken— mit Ausnahme der Stunden des Hauptgottesdienstes— wie an Werktagrn geöffnet sein. * Rahden, 18. Dezbr. Als Belegierter für den im Januar in Beilin geplanten großen Tabakarbeiter=Kongreß, ist seitens der shiesigen Zigarrenarbeiter Aug. Thie gewählt. Wehdem, 17. Dezbr.(Jagd.) Ar. Mittwoch fand in dem hiesigen Gemeinde=Gebiet eine Treibjagd statt, an welcher 60 auswärtige und hiesige Schützen teilnahmen. Erlegt wurden 10 Rehe und 14 Hasen. Die Jäger wurden mit Musik abgeholt, auch ließ die Jagdgesellschaft eine photographische Aufnahme achen. G Wehdem, 15. Dezbi.(Infolge eines Schlaganfalles) ist nach langem Krankenlager unser früherer langjähriger Gemeindevorsteher Friedrich Niermann im Alter von 78 Jahre gestorben. Derselbe war durch sein biederes Wesen allgemein bellebt und wird ihm ein ehrendes Andenken bleiben. G Schröttinghausen, 16. Dezbr.(Ein Rentengut) wird in unserer Gemeinde, in welcher noch große Heldeflächen unbenutzt liegen, in nächster Nähe des Ansied lungsagenten für Posen gebildet und verdient dies gute Belspiel wohl Nachahmung.— Im Kreise Lübbecke und den angrenzenden Teilen der Provinz Hannover liegen noch unendliche große kulturfählge Heideflächen, welche noch manchen Ansiedler lohnende Heimstätten geben könnten. Den Herren Besitzern von Heideflächen wird empfohlen, nicht so sehr an den heute nichts einbringenden Grundstücken zu hängen und zu mäßigen Preisen an Rentengutsliebhaber bei der Königlichen Spezialkommission Bünde anzubleten. Nur auf diese Weise können wir unsern Arbeiterstand erhalten, welcher immer sparsamer wird. Hiddenhausen, 14. Dezbr.(Getauft.) Gestern wurde in der hiesigen Kirche das 8. Söhnchen des Händlers Danielmeyer zu Eilshausen getauft, wozu der Kronprinz sich als Pate hat in das Kirchenbuch eintragen lassen mit dem Wunsche, dem Knaben nach seinem zweiten Sohne auch die Namen Louis Ferdinand zu geben. Nebst einem längeren Schreiben war vom Kronprinzen als Patengeschenk ein mit einer Krone geschmücktes Portemonnaie eingetroffen, in dem sich in jedem der drei Fächer je ein neues Zehn=Markstück befand.— Bei dem 7. Sohne hat derzelt der Kaiser selbst Patenstelle vertreten. me Detmold, 17. Dezbr.(Zu Ehren) des Schaumburg=Lippeschen Fürstenpaares, das bald nach seiner Ankunft eine Ausfahrt im Vierspänner nach Hiddessen und Heldenthal unternahm, fand abends Tafel im Schlosse statt. Heute fand Hofjagd statt. me Kassel, 17. Dezbr.(Beim Rutschen) auf dem Treppengeländer verlor das 6=jährige Töchterchen einer Familie vor dem Frankfurter Tore das Gleschgewicht und stürzte so unglücklich ab, daß nach wenigen Stunden der Tod eintrat. Elberfeld, 15. Dezbr.(Ein entsetzlicher Vorfal!) hat sich hier heute vormittag in der Küllenhahner Straße ereignet. Die dort wohnenden Eheleute Metzgermeister Ernst Schorn hatten vor kurzem ein zwei Jahre altes illegitimes Kind als eigenes angenommen. Heute vormittag ließ Frau Schorn dus Kind allein, weil sie einen unaufschiebbaren Ausgang zu machen hatte. In demselben Zimmer befanden sich zwei junge Hunde(Foxterrier.) Als Frau Schorn nach einigen Minuten zurückkehrte, fand sie das Kind mit zerfleischtem Halse in einer Blutlache vor. Es war bereits tot. Die beiden Hunde standen mit blutlgen Mäulern davor. Anscheinend haben sie zuerst damit gespielt, sind dann wütend geworden und haben dem Kinde dann den Hals durchgebissen. (2e) Aus aller Welt. Scharlach, Masern und Tiphtherie scheinen in verschiedenen Orten Deutschlands in bedeutlichem Umsang zu herrschen. So wurden in Aschaffenburg sämtliche Volts- und Mittetschulen wegen zahlreicher Eckranlungen an Schartach und Diphtherie geschlossen. Auch aus dem nordwestlichen Teil der Provinz Posen liegen ernste Nachrichten vor. In den Schulen zu Wissek fehlen in einzelnen Klassen über 80 Prozent der Kinder. Zwölf Kinder starben in wenigen Tagen. Der Arbeiter Felinsty, der sein verstorbenes Kind tüßte, war innerhalb 24 Stunden gleichsalts tot. In Marianowo mußte die Schule geschlossen werden. Attentat auf ein Schulmädchen. In dem Flecken Kupserdreh bei Köln übersielen zwei Burschen eine 13jährige Schülerin. Sie schleppten sie in den nahen Steinbruch, vergewaltigten das Mädchen und verwundeten es schwer. Dann banden sie es an einen Baum. Die Täter entkamen. Das Kind liegt schwerkrank danieder. Zur Eisenbahnkatastrophe bei Estivaux, bei der belanntlich zehn Personen getötet und 15 verlegt wurden, werden noch furchtbare Einzelheiten berichtet. Wie sich die Leser erinnern, war der Unsall dadurch hervorgerusen worden, daß an einem Güterzug eine Kuppelung riß, so daß die zweite Hälfte dieses Zuges sich auf fallendem Terrain rückwärts in Bewegung setzte und in einem Tunnel mit einem Personenzug zusammenstieß. Die umgestürzte Lotomotive des letzteren sette dessen entgleiste Wagen sofort in Brand. Querseldein liesen die wenigen unversehrt gebliebenen Passagiere, um jenseits des Bezäreflusses Hilfe zu suchen. An die Rettung der Passagiere in den umgestürzten Waggons war freilich nicht zu denken. Ihr entsetzliches Schicksal, der Verbrennungstod, war nach den ersten Minuten besiegelt. Man sah beim Flammenschein zwischen den glühenden Eisenteilen inmitten vertohlter, formloser Fleischklumpen hier und dort, wo das Zeistörungswerk sich langsamer vollzog, noch Umrisse von Küpsen und Gliedmaßen. Zwei Stunden dauerie es, bis das Jeuer so weil gelöscht war, daß man nachforschen konnte, ob nicht abseits vom Brandherde noch lebende Wesen zu finden seien. Tatsächlich wurden einige Männer, meist Bahnarbeiter, welche nach vollbrachtem Tagewerk die Heimreise angetreten hatten, mit gräßlichen Blandwunden bedeckt aufgesunden. Wahrhaft erschütternd war das Ende des Lokomotivsührers Pistre. Er lag mit den Beinen inmitten der glühenden Kohlen, und niemand tonnte zu ihm gelangen. Die###versengte dem einzigen, der ihm zu nahen versuchte, das telicht. istre rief ihm zu:„Hauen Sie mir mit der langen Eisenschiene vort die Füße ab!“ Wenige Sekunden später züngelten die Flammen an ihm empor. Kurze Inlande-Chronik. Tanzig. Die hiesigen Stadtverordneten genehmigten die Errichtung einer städtischen Rechtsauskunftsstelle, welche allen Minderbemittetten unentgettlich mündlich sowie schriftlich Rat und Hilfe in allen Rechtsfällen erteilt. Die erstmaligen und lausenden Kosten trägt zur Hälfte die Stadt. neunist har ein wildgewordener Stier einen Bauernkuecht aufgespießt und ihm den Bauch aufgeschlißzt. Gennweiler(bei Saarbrücken). Eine 85jährige Frau stürzte mit brennender Lampe die Treppe hinunter. Die Lampe explodierte, und das Haus geriet in Flammen. Die Frau verbrannte. A###rs. f. E. Zwei Kinder von acht und zwei Jahren, die burch Spielen mit Zündhölzern ein Schadenfeuer verursachten, sind dabei umgekommen. Die Mutter war ausgegangen, um Weihnachtseinkäufe zu beorgen, und hatte die Kinder allein zu Hause gelassen. Als sie nach Hause kam und von dem Unglück hörte, erlitt sie einen schweren Nervenausall und mußte in eine Klinik gebracht werden. Kurze Auelande-Chronfk. Der flüchtige Diamantenmakler aus Amsterist in London verhaftet worden. Er erzählte, er habe alle Diamanten in Holland und Belgien verkauft. General Booth, der würdige alte Führer der Heilsarmee, unterzog sich Mittwoch einer- Staroperation am rechten Auge durch den Spezialisten Dr. Charles Higgins, die erfolgreich verlief. Die Aerzte hoffen, daß der General das Sehvermögen auf dem operierten Auge wiedergewinnen werde.— Der Bankier in Toulon, dessen Insolvenz eine geschäftliche Krisis hervorgerufen hatte, ist unter der Anschuldigung des Vertrauensmißbrauchs verhaftet worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß die Passiven über drei Millionen Franken betragen. Vermischtes Der zweite Sohn des hessischen Großherzogspaars, geboren am 20. November d. J., erhielt bei der am Mittwoch in Darmstadt vollzogenen Taufe die Namen Ludwig Hermann Alexander Chlodwig. Bahnunfall auf der Brennerlinie. Infolge großer Kälte sprang Mittwoch nacht auf der Brennerlinie die Kuppelung eines schweren Lastzuges. Der Zug entgleiste. Zwei Schaffner wurden getötet und zwei schwer verletzt. Der Verkehr war 7 Stunden unterbrochen. Grubenexplosion in Ungurn. In einer Kohlengrube bei Doman ereignete sich Mittwoch eine Explosion schlagender Wetter. Bisher sind 13 Toie geborgen. Bei dem Zugzusammenstoß in Frankreich— zwischen Limoges und Brive— wurden nach nunmehrigen Feststellungen zehn Personen getötet und 15 verletzt. Der Zusammenstoß erfolgte in einem Tunnel. Der durch seine Hotelfusionen in Berlin, Hamburg und Bremen belannte Spekulant Adolf C. Eberbach, dessen Millionenprojekte seinerzeit, namentlich bei ihrem Zusammenbruch, graßes und berechtigtes Aufsehen erregten, ist Mittwoch in einem Sanatorium in Schlesien verhaftet und in das Berliner Untersuchungsgesängnis eingeliefert worden. Die Perhaftung hängt mit der bekannten Regreßklage der Kaiserhof=Aktien=Gesellschaft, die beim Landgericht zurzeit schwebt, zusammen. Weiter ist in Wien der Bruder des Vorgenannten, Fritz Eberbach, ebenfalls verhaftet worden.— Der Schaden, den beide Brüder den von ihnen ausgesogenen Gesellschaften zufügten, beträgt über acht Mittionen Mark. Gernnten in am Donnerstag das englische Torpedoboot Nr. 59 an der Küste der Jusol Wight bei Bembridge. Sein Mast und die Schornsteine ragen aus dem Wasser hervor. Die Mannschaft ist gerettet. Der Staatskommissar bei der Berliner Börse Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Hemptenmacher wird demnächst aus seinem Amte ausscheiden und in den Vorstand der Commerz= und Discouto=Bank eintreten. Bahnunglück in Algerien. Bei einem Eisenbahnunglück in der Nähe von Mansura im südöstlichen Algerien sind zwei Personen getötet und vierzia verletzt worden. Das Unglück ereignete sich dadurch, dast ein Personenzug auf einen in einem Tunnel haltenden Güterzug auffuhr. Infolge des Auprails entgleisten die letzten Wagen des Personenzuges und wurden zerrr Zink und Bodendüngung. Die„Chemiker=Zeitung= berichtet nach dem„Annnaire de I'Institut Pasteur“ über Untersuchungen, die M. Javillier über das Zink im Pflanzenreich angestellt hat. Zink findet sich nicht nur, wie man bisher annahm, in auf zinkreichem Boden gewachsenen Pflanzen, sondern ist in kleinen Mengen ganz allgemein im Pflanzenreiche verbreitet. Bei den Pflanzen auf Zintboden findet es sich allerdings in erheblich größerer Menge. Javillier glaubt dem Zink ähnlich wie dem Mangan eine hiologische Bedeutung für das Pflanzenwachstum im allgemeinen zuschreiben zu sollen. Laboratoriumsversuche mit Getreide scheinen diese Ansicht zu bestättgen, und auch in größerem Maßstabe hat Zufügung von kleinen Mengen Zink(und gleichzeitig Mangan) zu zusammengesetzten Dungemitteln ermutigende Resultate ergeben. Volkszählung in China. Die chinesischen Behörden geben jeph die genauen Resultate der Volkszählung belannt, die kürzlich im Himmlischen Reiche stattgesunden hat. Danach zählt China eine Gesamtbevölkerung von 438 214000 Köpfen; die Zahl der Fremden wird auf 69 852 angegeben. So bilden die Chinesen nahezu ein Drittel der Bevöllerung der Erde. Mittwoch, den 23. Dezember nachmittags 4½ Uhr anfangend findet im Wolter'schen Saale die vom Frauenverein Rahden veranstaltete Weibnachts=Feier statt. Die Frauen und Jungfrauen werden um recht zahlreiches Erscheinen gebeten. Spenden von Obst und Backwerk sind sehr willkommen. Maschinenstrickerei! Herren= und Damenwesten, Unterjacken und Unterhosen, Beinlängen, Strümpfe und Anstricken der Strümpfe. Sämtl. Wollgarne stets vorrätig. Anna Vogel Puhzgeschäft, Rahden. Massiv eichene Kleiderschränke volle Säulen, 2 Schubladen, 150 cm. breit 85 Mk. Tannen von 19 Mk. an, Kommoden gestrichen 17 Mk. Bettstellen mit Matratzen von 28 Mk. an, Lehnstühle gepolstert, massiv Eichen und Eschen=Gestelle, 18 Mk. Sofas in allen Preislagen von 25 Mk. an, Patentmatratzen eigene Fabrikation. „Großes Lager in sämtlichen Möbeln Fr. 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Mönkediek, Sielhorst. Großer Verkauf. Montag, den 21. d. Mis., vormittags 10 Uhr anfangend läßt der Kaufmann Wilhelm Wieamann Nr. 189 Kleinendorf in seiner in der Nähe des Gastwirts Diekmann belegenen Wohnung wegen Aufgabe des Geschäfts einen großen Posten Schürzen, Unterröcke, Unterhosen, Wollgarne, Pantoffeln mit Ledersohlen Nru. 30—46, 300 Paar Kaffeetassen, 50 emaill. Kochtöpfe, 80 Einmackegläser, zink und emaill. Eimer, Kafseemühlen, Küchenlampen, Teller, Setten, Blumentöpfe, Kaffeeservice, Nachtlampen, Markttaschen,Schultaschen, Tornister, Petroleumkannen,Waschbretter Messer und Gabel, Kaffeekannen, Milchtöpfe, Bürsten, eine Nähmaschine und sonstige Gegenstände meistbietend gegen Kredit verkaufen. Gegenstände eignen sich sämtlich zu Weihnachtsgeschenken Ferner läßt derselbe am selben Tage des Nachmittags 3 Uhr seine ganze Melaus 8 Ahr seine ganz bestehend aus einem zweistöckigen massiven Wohnhause und 19 Morgen Acker und Wiesen meistbietend zum Verkauf aussetzen. Rahden, den 10. Dezember 1900. Anton Hoppe. Versammlung des Westfälischen Bauernvereins zu Rahden am Dienstag, den 22. Dezember, nachm. 3 Uhr im Hotel Wolter. Tagesordnung: 1. Die Ziele und Einrichtungen des Westfälischen Bauernvereins. Referent Herr Dr. Crone. 2. Ueber die Vorteile der genossenschaftlichen Viehverwertung und die Notwendigkeit einer provinziellen Zentralisatlon. Referent: Herr Direktor Zenker. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Besprechungen. Alle Landwirte, auch Nichtmitglieder des Westfälischen Bauernvereins werden zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Der Vorstand des Westfälischen Bauernvereins. Im Anschluß an die Versammlung des Westfälischen Bauernvereins findet ebenfalls eine Versammlung der Rahdener Viehverwertungs=Genossenschaft statt. Referent Herr Direktor Zenker über die Vorteile des Zusammenschlusses der genossenschaftl. Viehverwertung. Um vollzähliges Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. Der Vorstand. I Größte Auswahl! Gute Ware! Dienstag, den 22. d. 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Die dem Schmiedemeister August Wellpott Nr. 170 in Isenstedt gehörende Besitzung bestehend aus einem gut erhaltenen, geräumigen Wohnhause, Stallanbau, Schmiedewerkstatt nebst angrenzendem Garken, lcker u. Wiesen, ekwa 15 Scheffelsaat groß, sowie einem Eckerplan im Isenstedter Felde, jetwa 2 Scheffelsaat groß, und einem Torkplatz im Isenstedter Moore, soll verziehungshalber geteilt oder im ganzen öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Zuschlag kann event. gleich erfolgen. Die Schmiedewertstatt ist vor etwa 4 Jahren neu erbaut und ware zur Eintichtung einer Zigarrenfabrik, Tischlerel eic sehr gelgnet, auch würde ein Schmied lohnende Beschäftigung finden. Hierzu ladet Kauflustige ein auf Montag, den 21. Dezember nachmittags 3 Uhr nach der Wohnung des Unterzeichneten. Isenstedt, den 15. Dezember 1908. H. Pott, Aukiionator. Fast neuer Lochmann'scher Musik=Automat 260 cm. boch, 95 cm. breit(neu 450 Mk.), jetzt für 150 Mt. mit 18 Platten verkäuflich. 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Preislisten auch über Beit stoffe uns fertige Bellen kestentrel. An#### der Prolsiagen iue Federnpreben erwünsch Nr. 149.(Zweites Blr. Sonnabend, den 19. Dezember 1908. 29. Jahrgang. Hohe Schule. Roman von C. von Dornau. 9) Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) „Vor allem aus geschäftlichen Gründen", versetzte er etwas zögernd;„mein Vetter und Komvagnon ist durch Familien= beziebungen an die neue Heimat gefesselt, und so habe ich mir ein halbes Jahr Urlaub gewährt— ich kehre Anfang Februar spätestens nach Guatemala zurück.“ Bergen biß sich etwas ärgerlich auf die Lippen. Wie kam er dazu, den Fremden da so auszufragen? Trotz der höflichen, ausführlichen Worte fühlte er, daß der andere nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. Wozu auch? Er war wahrhaftig nicht dazu verpflichtet! ### die„kleine, Verlegenbeispause hinein klang das Pfeifen der Lokomotive. Bergen sprang mit raschem Entschlusse auf. „Ich werde jetzt Ihrem guten Rate folgen, aussteigen und den Schnellzug hier abwarten“, sagte er bastig. „Weich schöner Wald ist das hier!“ versetzte Radeck freundlich.„Da wird ein Spaziergang in dem kühlen Schatten erfrischend sein!“ Bergen winkte dem Schaffner und ließ sich die Conpeetür öffnen. Dann schieden die beiden Herren mit höflich kaltem Gruße. Der Ausgestiegene blieb einen Augenblick auf dem Bahnsteig stehen und sah dem davonellenden Zuge mit einem leichten Gefühl des Unbebagens nach. Der Zurückgebliebene, der jetzt wieder der einzige Insasse des Coupees war, schlug von neuem die Brieftasche auf, in der er vorher geblättert hatte. Es lag ein Brief darin— acht enggeschriebene Seiten auf überseeischem Postpapier— ein auscheinend schon viel gelesener monatealter Brief von Frauenhand. Den las er von neuem — und noch einmal— dann faltete er ihn zusammen, barg ihn wieder in der Brieftasche und blickte starr zum Fenster binaus in hie lachende Sommerpracht da draußen. Georg Radecks Gedanken waren in diesem Augenblicke weit ab von den geschäftlichen Interessen, die ihn nach Europa zurückgeführt hatten— weit ab auch von der Heimat seiner Kindheit, der kleinen Harzstadt, der er in diesem Augenblicke zueilte; ein tiefes schmerzliches Träumen lag in den sonst so klaren Augen des jungen Kaufmannes. Siebentes Kapitel. Der kleine Assessor Scheerenberg hatte glücklicherweise keine Abnung von den ärgerlichen Beinamen, die der von ihm so schlecht Beratene an diesem schönen Sommermorgen auf seit kahles Haupt reanen ließ; sonn wäre seine beitere Selbstaufriedenheit doch wenigstens vorübergehend getrübt worden, und das vare schade gewesen. Denn diese sast unerschütterliche Selbstzufriedenheit bildete einen so wesentlichen Bestanoteil seines Charakters, daß ohne sie nicht viel von dem kleinen Assessat übrig geblieben wäre. Glücklich sind die Unwissenden! Die alte Lebenswahrheit bestätigte sich da mal wieder von Bergen stand ein paar Minuten lang in verdrießlichem Nachdenken auf dem Bahnsteig der kleinen Station die einen wichtigen Knotenpunkt großer Eisenbahnlinien bildete. Außer ihm waren nur ein paar alte Hökerweiber diesem Frühzuge entstiegen, der jetzt bereits um die nächste Waldecke verschwand. Bergen verglich schnell noch einmal seine Uhr mit der des Stationsvorstehers und schritt dann an dem ehrfurchtsvoll grüßenden Manne vorbei dem Ausgange zu. Er wußte nicht recht, was er mit diesen Stunden unfreiwilliger Rast eigentlich anfangen sollte, und das verstimmte ihn. Auf der anderen Seite des Stationsgebändes hielt ein altmodischer Omnibus.„Nach u großen Lettern daran. Mit dem halb unbewußten Bedürfnis nach Beschäftigung, das jeder lebhafte Geist n solchen Augenblicken der Langeweile empfindet, versuchte er herauszubekommen, wo er diesen Namen schon einmal gelesen batte. Er blieb nachdenklich stehen und sah den Kutscher des unförmlichen Gefährts grübelnd an. Der biedere Alte fand es angebracht, den zögernden Fremden zu animieren .„toren Sie mit, Herr?“ fragte er höflich grüßend;„ich ge Si in einer guten halben Stunde bis zu der Klosterruine und der neuen Quelle)“ ## fte de werr wiuntte abwehrend, nicht obne ein leichtes Lächeln, mit der Hand. Das sollte ihm passen! An diesem herr. Sommermorgen eine Spazierfahrt in diesem klappernden rasselnden Vehikel zu unternehmen! Denn er wurde sich jetzt doch bewußt, daß es eigentlich ein wundervoller, selten schöner Augustmargen. seiz, Ein wenig beiß zwar schon, aber lockte da drüben jenseits der Chaussee nicht der herrliche, dunkle, kühle Wote, a.Ssgpgsichen de iuei führte in den köstlichen, grunen Dom—— einige Minuten Earist roülcht ean Woldesdaniel hinein. # Füßzy, nach Walddorf— dreiviertel Stunden“, las er 6 wiederum auf der Tafel vorn beim Eintritt in den Wald. Jetzt gechärt, Ain dein Siuch her Tta## Kllb war es geweien, in den inn vorgestern t Scheerenberg eingeführt hatte. Da war viel von einem jungen, bedeutenden und unternehmungslustigen Arzte die Rede gewesen, der auf einer größeren Fußtour im Frühjahr das liebliche Walddorf, und zugleich am Fuße seiner malerischen Klosterrnine eine stark kohlensäurehaltige Quelle entdeckt hatte und nun beabsichtigte, im nächsten Jahre dort eine Kuranstalt zu errichten. .. Wie wunderbar still und friedlich es(ier im Walde warl Die Buchenstämme verschränkten sich hock über seinem Haupte st undurchdringlicher Wölbung, und aus dem dämmerig küblen Grunde zu beiden Seiten des Fußpfades hoben schlanke, zarte Farnwedel ihr feingesiedertes Grün. g e n n a y m d e n m o d i s c h e n Z y l i n d e r v o m H a u p t e, d e n e r trotz der Sommerbitze trug, und strich aufatmend das Haar aus der Stirn. Dann blieb er einen Augenblick stehen und horchte aufmerksam. Ihm war es, als ob er nicht allzuwelt entfernt Glockenklänge vernahm. Er sab nach der Uhr. Richtig! Er war schon über eine halbe Stunde rüstig marschiert und konnte nicht mehr weit von Walddorf entfernt sein. Ob er noch weiter ging? Er durfte den Schnellzug nicht versäumen, da er schon morgen in Wien eintreisen wollte— da bieß es rechtzeitig umkebren. Er sah fast mit einem Gefühl des Bedauerns um sich. Und dann huschte ein leises Lächeln über das stolze Gesicht. „Eine Eldechse oder eine Blindschleiche!“ sagte er laut, in vergnügte Erinnerungen an seine Knabenzeit vertieft. Da, rechts vom Wege, unter den boben Farnen, buschte gleitend, leicht raschelnd etwas dabin und verschwand unter einem großen, moosbewachsenen Stein.— Ueber den kalten, selbstbewußten Mann am es wie ein knabenhaft fröbliches Gefühl, wie überquellende Lebenstreude. Er stieß mit dem Spazierstock übermütig gegen den Stein und bückte sich, ihn bochzuheben und das Tierchen so aus seinem Schlupfwinkel zu vertreiben— doch er fuhr sofort mit einem dumpfen Aufschrei zurück— etwas Kaltes, Glattes hatte sich an seiner Hand emporgeringelt, er spürte einen scharfen, stichartigen Biß, und zugleich zuckte ein furchtbarer, brennender uise isser Me ge ließ jeden Nerv seines Körpers wie im Krampfe erbeben. ## Er. Fih die wand in die Höhe, die fast angenblicklich anschwoll, und stieß einen neuen Hilferuf aus— die große, schöngezeichnete Schlange mit dem scharf abgesetzten Kopfe und dem dunklen Zickzackstreifen auf dem Rücken buschte unheimlich, blitzähnlich inter dem Stein hervor und quer über den Weg. Der Aufschrei einer anderen Stimme antwortete jetzt Bergen— um die eine Frauengestalt gebogen und blieb einen Augenblick besturzt stehen. Die Dame sab einige Sekunden starr zu dem Manne berüber, der halb besinnungslos vor Schmerz an Sneugnnn geiaumelt war, dann sog sie obne weiteres Besinnen # as— was ist gescheben““ rief sie fast alenlos vor „Eine Kreuzotter hat mich gebissen— da— da“, stammelte he, den Baumstamm. Die Fremde stand jetzt vor ihm und ergriff ohne Zögern die stark angeschwollene Hand, die eine dunkle, bläulichrote rbung angenommen hatte. Sie sah eine Sekunde schaudernd auf die beiden kleinen, nadelstichartigen Bißwunden in der inneren Handfläche und schloß dann erblassend die Augen mit einem momentanen Empfinden des Ohnmächtigwerdens. Doch mit einem starken Entschluß öffnete sie sie sogleich wieder— sie wußte, daß das Leben des Mannes in Gefahr war und sie vielleicht berufen, ihn zu retten— da galt es, keiner weiblichen Schwäche nachzugeben. Eilig zog sie ein zierliches Taschenmesserchen hervor und klappte es entschlossen auf. Aber sie ließ die verwundete Hand, die sie schon erfaßt hatte, doch erbebend wieder sinken.—„Ich kann das nicht tun!“ sagte sie angstvoll. „Was denn? Was muß gescheben?" fragte Bergen, mühsam die Angen öffnend. „Die Bißwunde muß durch einen kräftigen Messerschnitt erweltert werden, damit möglichst viel Blut ausströmt“, sagte seine Gefährtin mit fliegendem Atem. Der Verwundete nahm ihr, ohne ein Wort zu sagen, das Messer mit der Linken aus der Hand, setzte es fest auf die kranke Hand, die er an den Baumstamm stützte, biß die Zähne zusammen und drückte kräftig zu— eine breite Schnittwunde klaffte quer über die Hand und das Blut strömte reichlich hervor. Das brachte ihm ein Gefühl momentaner Erleichterung; er stieß einen Seufzer aus, atmete tief auf und öffnete von neuem die Augen, die ihm vor Schwindel immer wieder zu fielen.—— Die Fremde hatte das Hütchen vom Haupte gerissen und trennte in fliegender Hast das schmale Seidenband ab, das es schmückte. Seine mannhatte Selbsthilfe hatte auch ihr den Mut gestärkt; die Farbe kehrte in ihre bleichgewordenen Lippen zurück, und die Häude, die jetzt behntsam die verwundete, stark blutende Rechte des Mannes umfaßten, zitterten nicht mehr. Sie riß di. Manschette ab, raffte das Taschenmesser vom Boden emvor, auf den es Bergen hatte fallen lassen und schnitt ohne Zögern den Aermel seines Ueberrockes damst auf. Er sah in halber Betäubung zu, wie sie mit dem starkgewebten, schmalen Seidenbande seinen Arm über dem Handgelent fest umschnürte— er besann sich dunkel dabei, daß man die Pulsader unterbinden misse, um dem Gift nach Möglichkeit den Eintritt ins Blut zu wrhren. Wie kraftvoll und energisch diese kleinen Hände waren und doch so weich und lind dabei! Jetzt sah sie mit einem Blick son unendlichen Mitlelos zu vom auf. „Werden Sie ein paar bundert Schritte geben können, wenn Sie sich dabei fest auf mich stützen?“ fragte sie sanft;„wenige Minuten von hier ist eine Waldwärterhütte— dorthin möchte ich Sie führen.“ Er trat, ohne ein Wort zu erwidern, schwankenden Schrittes oom Baumstamme weg, an dem er bisher noch gelehnt hatte, und versuchte allein vorwärts zu gehen. Aber der Schwindel überkam ihn von neuem und er streckte unsicher die gesunde Linke aach ihr aus. Sie nahm sie ruhig und legte seinen Arm um ihren Hals.„Sol“ sagte sie ermutigend:„halten Sie sich nur ganz fest an mir— ich bin stark!“ Er war zu schwach, um Einwendungen machen zu können. Und so führte sie den ächzenden, vor Schmerz halb betäubten Mann langsam, Schritt für Schritt, bis zu der kleinen, ärmlichen Hütte, an der sie vorhin vorbeigekommen war. Der Wald lichtete sich dort plötzlich; man sah einen Abbang hinunter über eine wette, flache Talmulde, in der sich das Dörschen ausdehnte. Jenseits derselben ragten aus dem ansteigenden Walde malerische Ruinen empar— die Ueberreste des alten Klosters. Bergen sah das alles wie im Traum; willenlos folgte er leiner Führerin. Sie half ihm, sich auf einer Bank vor der Hütte niederzulassen und stieß dann die Tür derselben eilig auf. „Ist niemand hier?“ fragte sie mit lauter Stimme. Im Hintergrund der Hütte regte es sich; eine gebückte, von Alter und Gicht krummgezogene Gestalt kam langsam vorwärts und sah mit blöden Augen zu der fremden Dame auf. „Wo ist der Waldhüter?“ fragte sie von neuem. „Min Söhn?“ fragte der Alte zweifelnd. „Ja, jal“ rief die Dame ungeduldig. „Der is in'n Wald, Fräulein“, sagte der Alte kopfschüttelnd in der breiten, langsamen Sprache seiner Gegend. „Können Sie ihn nicht rufen? Ich muß sogleich Hilfe, einen Arzt haben aus Walddorf! Da draußen sitzt ein Herr, der von einer Kreuzotter gebissen ist!“ rief die Fremde erregt. Der Alte schüttelte wieder schwerfällig den Kopf. „Nee!“ sagte er endlich langsam.„Den finde ich nicht.— das weitz ich nicht!“ „Aber Mann, begreiten Sie denn nicht, daß es sich hier um Leben und Tod handell?“ rief die Dame außer sich. Sie sah ungirvon umber; da fiel ihr Blick auf eine großze Flasche, die auf einem Brett an der Wand stand. Siesche ue uh 4 Der alte, halb blödsinnige Mann grinste vergnügt. „Jawohl! Scheener Branntwein!“ sagte er schmunzelnd Doch erschreckt starrte er dann die fremde Dame an. Sie hatte, ohne zu fragen, die Flasche und ein Trinkgefäß ergriffen und eilie vor die Buttentür. Der Alte bumpelte ihr angstvoll, um seinen kostbaren Besitz besorgt, nach. Sie füllte das Glas, oas sie in der Hand trug, bis zum Rande mit dem scharfen Getränk und hielt es dann ohne weiteres an Bergens Livven. . rie munen das ganze Glas dier voll Branntwein aus umenzn nech mehr— so viel wie nur irgend möglichl“ sagt glitel gegen Outernbsh: en alies Bolis Der Verwundete trank geborsam das ganze Glas auf einer Lscheln. Sie fulte au de ia; donn mit eiem schatenbaste ecen in die füllie es hoglesch von neuem und sellte die Flasch Sie Bleiben büer bie aie „Sie bleiben hier sitzen und trinken so viel von dem Brannt Lesist mune ee Ja so, Ihr belommi den Schnap bezahlt, Alter!— Seien Sie guten Mutes, mein Herr! Ia holben Staunde itr Hise dase usiden— iun Witeltens .„ Ste 1 lie ihm ermutigend zu und ellte dann in flegende binunter, der gerade vor der Hütte ins Ta hinabführte. Noch ein paar Minuten lang leuchtete das weiß chmundene den dem grngen Stiauchwerk auf, dann war es ber den hosr e sas eüte matt das Haupt zurück. Er füblite nur un deutlich, daß seine gütige Retterin ihn verlassen. Aber er gedachte ihres Befehls, tastete mit der gesunden Hand nach den großzen Zügen. Wie Feuer strömte das scharfe Getränk durch seine Adern und belebte ihn. Die Fremde hatte in wenigen Minute., den Talboden erreicht. Die Angst beflügelte ihre Schritte. Schon lagen vor ibt die ersten Häuser des Dorfes; sie bog um den Müblenteich berum, der am Eingang des Dorfes sich ausdehnte und strebte der Hauptstraße, an der das Wirtshaus lag, zu. Dort mußte aller Wahrscheinlichkeit nach der Arzt noch weilen, der sich in diesem Sommer hier aushielt, um Unterhandlungen wegen des von ihm zu gründenden Sanatoriums einzulelten— da ritt ie der Knecht aus dem Wirtshause gerade das eine Wagenpferd zur Schwemme, den konnte sie fragen. „Ist Doktor Lüders noch zu Hause?“, rief sie dem Burschen schon von weitem zu. „Neiu, Fräulein, der ging vor ein paar Minuten dort binaus spazieren!“ sagte der Knecht gemütlich, als sie näbergekommen . zeigte mit dem Daumen nach der entgegengesetzten Sette des Dorfes. (Fortsetzung folgt.) 85 Theatralische Aufführungen zu wohltätigen Zwecken veranstaltet vom Frauenverein Rahden unter gütiger Mitwirkung verschiedener Vereine am Sonntag, den 20. Dezember 1908E abends 8 Uhr im Saale des Hotels Wolter, Rahden. Stets willkommen Programm: 1. Ouverture„Dichter und Bauer“. 2. Terzett„Ehre sei Gott in der Höhe“. 8 3.„Es ist ein Ros’ entsprungen“, Mannerchor. 4. Töff-Töff, ein Zwiegespräch. 5. Chor aus„Dornröschen“, Gemischter Chor. 6.„O wie selig ist das Kind“, Duett von Mendelsohn. 7a.„Wer hat dich du schöner Wald“, h.„Auf ihrem Grab steht eine Linde“, Lieder für Männerchor von Mendelsohn. 8.„Zum wohltätigen Zweck“, Schwank in einem Akt. 9.„Ehre sei Gott in der Höhe“, Gemischter Chor. 10. Zwei Lieder für Sopran und Tenor. . Ein Weihnachtsmärchen, dargestellt in 8 lebenden Bildern mit Text von Bruno Trautmann. Eintrittskarten sind zum Preise von 50 Pfg. nur an der Abendkasse zu haben. Der Wohltätigkeit sind keine Schranken gesetzt. Kassenöffnung 7 Uhr. als Weilinachtsgeschenk sind Briefkassetten. Ich halte daher mein grosses Lager in Briefpapieren und Kuverts in eleganten Ausstattungen bestens empfohlen. Auf eine reichhaltige Auswahl in modernen Leinenpapieren weise ich ganz besonders hin. E. Kosynowski Wwe. Buchdruckerei und Papierhandlung Rahdon. G Große is Weihnachts-Ausstellung NVI in 9 Kinder-Spielwaren! 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