Sonntagsbeilage des Stolzenauer Wochenblattes konunen. Steht der Wind günstig, so kann hen der Tierwett auf wenige Meter nahen. das gewöhnliche Nashorn, schon in vergezeigt ist, hatten wir es uns zur Aufweiße Navhorn, das in seiner ganzen vollständig von seinen schwarzen Vettern Zachziuter derang man sich diesen V### Da das schworze, im Füm festzuhalton. Während das schwarze nur von Blätiern und Zweigen nährt, ist das in ein Grasfrosser. Der Engländer Cherry dert im„Strand Magazin“ das weiße Rashorn t es als das gefährlichste Tier der Welt. Wir gen, daß das weiße Naohorn von Natur gutehig ist, während das schwarze bösartig und een kann.„Der Teusel des Busches", wie er verschiede Nashorn Von Hans Schomburgk Nach den langen Jahren, die ich zwischen dem afrika. Jungen. Die Tiere hatten ge nischen Wild gelebt habe, bin ich zu der Ueberzeugung ge= zurück, um sich in ihr Versteck kommen, daß jedes Tier einen genau so individuellen Cha. Diese Löwinnen hielten Vors rakter hat wie der Mensch. Diese Ueberzeugung wurde auf Tapferkeit. Stunden haben meiner letzten Expedition, die in der Hauptsache der Auf= daß eine von ihnen Anstalte nahme afrikanischer Tiere galt, bestärkt. Mein treuer Ka Eine andere einsame Löwin, merad und Kameramann Paul Lieberenz und ich hatten erwischten, als sie eine Herde uns zur Aufgabe gesetzt, die Seele Afrikas zu photographie=, fang an schlechter Laune, und ren. Wir wollten Bilder von Tieren in ihrer Heimat zeigen. Aufnahme hinter uns hatten in absolut natürlichem Zustand ruhig äsend, spielend. Ich greifen, im Busch verschwand. bin durch die Erfahrung zu der Ueberzeugung gekommen, Wenn natürlich bei Ant daß es besser ist, selbst bei gefährlichen Aufnahmen kein keine Gefahren drohen, sosi Gewehr zu führen, da es einen zu leicht in die Versuchung ri#er so verschieden, daß m bringt, vorzeitig zu schießen. Und wehe, wenn man in sol= mit ihnen umgehen muß, u chem Fall nicht gleich tödlich trifft, denn dann beschwört Tiere am Wasserloch zu phol man eine Gefahr herauf, die vorher nicht existierte. Ich schwierig. Hier sitzt man m glaube grundsätzlich, daß ein nichtangeschossenes Tier in den gebauten Versteck, uno wenn seltensten Fällen zum Angriff übergehen wird. Wir haben man in auer Ruhe die schon deshalb grundsätzlich bei unseren Kamerajagden nie eine Waffe mitgenommen. Ich habe es erlebt, daß Elefantenkühe mit Jungen, die uns bemerkten, aber nicht erkennen konnten, wohl Miene zum Angriff machten, auch auf uns zustürmten, aber zu ihren Jungen zurückkehrten, sobald sie uns, die wir uns M###### schleunigst im Busch verkrochen, nicht mehr sahen. Die# Tiere sind immer zufrieden, wenn sie glauben, den Gegner in die Flucht geschlagen zu haben. Selbstverständlich ist dies.— nur eine allgemeine Regel. Denn wie ich eingangs sagte. hatte ich jedes Tier im Charakter für verschieden. Es ist in der letzten Zeit oft die Behauptung aufgestellt— worden, daß zum Beispiel Löwenaufnahmen keine Gefahr bieten. Aber hier gilt für mich das alte Jägerwort:„Sie wissen es, ich weiß es; aber ich weiß nicht, ob der LöweE es weiß!“ Gerade bei Löwenaufnahmen ist immer äußerste Vorsicht geboten. Löwen sind je nach der Jahreszeit und nach der Tageszeit ganz verschieden im Charakter. Ein voll. gefressener Löwe, der am frühen Morgen gesättigt zurückkommt, ist fast niemals angriffslustig. Ein hungriger Löwe, dem man vielleicht gerade am Abend durch die Auf nahme seine Beute vergrämt hat, ist mit Vorsicht zu ge# nießen. In der Paarungszeit, die kurz vor Beginn der„ Regenzeit fällt, sind alle Löwen gereizt und hassen es, be=— tästigt zu werden. Muttertiere sind selbstverständlich immer umeint mit ihnen! Hehlt Ihnen immer egenihrenlästigen katarrh die ärztlich onon, rusch und Arkenden Beutel 35 Pig., se 75 Pfg. en bei: F-Apotheke; Rote ogerie P. Thiemann Selbstverständlich greift auch das weiße Nashorn an, aber es ist ein leichtes, diesem Angriff zu entgehen, da es immer in gerader Linie anstürmt und, wenn es auf dieser Lieie seinen Gegner nicht trifft, weiterbraust, um dann, wenn es sich überzeugt hat, daß keine Gefahr droht, in Ruhe einen Weg fortzusetzen. Das schwarze Rashorn wie auch Kaffernbüffel, olgen ihrem Gegner und jagen ihn, richtig wie ein Foxterrier eine Ratte jagt. Aber auch bei den weißen Nashörnern gibt es verschiedene Charaktere. Wir haben im ganzen ungefähr ein Dutzend dieser seltenen Tiere ausgenommen, und ein jedes stellte uns vor ein neues Problern. So stand zum Beispiel ein alter Bulle vollständig bewegungslos und ließ uns auf ungefähr 15 Meter herankommen. Als die Kamera surrte, fing er an, mit dem Kopf zu nicken— beim schwarzen Nashorn das sichere Zeichen zum bevorstehenden Angriff. Er trat unruhig hin und her, beruhigte sich aber bald und schaute nur interessiert zu uns herüber. Dann nahm Lieberenz seine schwere Kamera auf, schob sich vorsichtig näher, machte weiter Aufnahmen auf 10 Meter, auf 8 Meter. Als er dann wieder weitergehen wollte, faßte ich ihn am Aermel und fragte ihn leise: „Mensch, wo willst du denn hin?“ worauf er mir zuflüsterte: Nähor ich mill den Gant anein hahen“ Darank aab ich r: Leese: S. Lö. W. Schlüter; Fr. Oppermann: Valdschmidt; NenV. Knoch, Augus Fritz Schnelle: burg: Apotheke; ra: Wilh. Fritsch; rogerle Hans Ehm, Drogerle H. Ehm, 1: Drogerie Hans 1. Oldenburg Plakate sichtbar. wurmür„Krusol e Möbeln neu und dikal den Holzwurm. rkauf für Stoizenau 0 Umgegend: never, Tlichlern sir., e: Apotheke. „Näher, ich will den Kopf allein haben.“ Darauf gab ich ihm den guten Ratschlag:„Kriech in das Vieh hinein und mach eine Aufnahme von innen nach außen, ich gehe solange nach Hause!“ erkauf von Dämon Löwe schwersten sind wohl die Aufnahmen der kleineren Antilopenarten, die man auch bis heute noch nicht im Film gesehen hat. Welche unendliche Mühe und Geduld es erfordert, den kleinen roten Steinbock und das Duiker aufzunehmen, käßt sich nicht schildern. Hiergegen sind Aufnahmen von Elefanten und Nashörnern eine Spielerei, wenn man von der damit verbundenen Gefahr absieht. Es ist überhaupt ein leichtes, an Gearge Grey, der Bruder des bekannten Sir Edward Grey, befand sich mit sieben schwerbewaffneten Weißen und vielen eingeborenen Treibern auf der Löwenjagd. Er war gewarnt worden, mit dem Pferd näher als etwa 200 Meter an einen fliehenden Löwen heranzureiten. In seinem Jagdeiser vergaß er die Vorsichtsmaßnahme und kam einem Deckung suchenden Tier bis auf 80 Meter nahe. Kaum merkte dieses, daß sein Verfolger allein war(Löwen sind sehr gewiegte Taktiker), als es blitzartig wendete und mit Gebrüll zum Angriff vorging. Grey erfaßte die Lage, sprang vom Pferde und schoß zum ersten Male bei 23 Metern und zum zweiten Male bei vier Metern, erzielte jedoch keinerlei Platten und Fllms ersräßerungen Drogerte ul Thiemant, I. F.Drtemever. sten Augenblick war die gereizte Bestie über ihm und zerfleischte ihn grausam. Grey starb zwei Tage später unter furchtbaren Qualen, nachdem das angeschossene Raubtier auch andere in Gefahr gebracht hatte und nur schwer zur Strecke gebracht werden konnte. Angeschossen ist der Löwe das wildeste Raubtier der Steppe. Vor drei Jahren verfolgten drei weiße Jäger einen Deckung suchenden angeschossenen Löwen mit schußbereiten Gewehren. Da— ein wildet, auchen— wie ein Torpedo schoß der gelbe Körper heran, und es gelang nur, eine Kugel anzubringen. Ein Unglücklicher wurde aber doch erwischt und teuflisch mit Krallen und Zähnen an Arm und Schultern bearbeitet. Beherzt sprang der nächste Freund hinzu, hiekt das Gewehr auf den Leib des Löwen und schoß die Kugel zum Glück mitten durch das Herz. Der Löwe war sofort tot und der Bedrängte— wenn auch zerfleischt— im letzten Augenblick gerettet. Es ließen sich eine Menge solcher und ähnlicher Vorkommnisse aus den letzten Jahren erzählen, die alle mehr oder minder die große Unberechenbarkeit des Königs der Steppe, seinen Mut, aber auch seine List und Grausamkeit offenbaren. Besonders nachts ist er außerordentlich gefährlich, da ihm dann seine großen Augen vorzügliche Dienste leisten. Der typische Menschenfresser, der erkannt hat, wie schwach der kluge Mensch ist, terrorisiert oft lange ganze Dörfer. für alle auswärtigen Zeltungen besorgt ohne Aufschlag auer Wochenblatt. ch vorwärls tim Französischen sich das Sprachs- und Unterhalblatt t. Man überzeuge elbst und verlange ratis-Probeheft den Verlag des ducteur. in La k-ge-Fonds(Schweiz) Se-e Ruf eus der Sahdra ETEE A NE 2. Fortsetzung). „Auf was, Pappchen?“ tönte da eine schelmische Stimme. Magda war leise in das Rauchzimmer getreten und hatte so ziemlich alles gehört von des Großreeders letzten Worten. Mißtrauisch und halb verlegen betrachtete Thomas Walden das harmlos naive Gesicht seiner Einzigen. „Morgen früh geht es nach Hause“, raffte er verzweifelt allen Mut zusammen.„Herr Gersten hat mir soeben erklärt, daß er auf keinen Fall länger verweilen könne, da thn seine Geschäfte rufen, und da dachte ich, daß wir uns ihm gleich anschließen. So ist es, nicht wahr, Herr Gersten!?“ Hans Gersten sah sehr gut, wie schamlos egoistisch der tyrannisierte Großreeder ihn ins Vordertreffen schob und mußte wohl oder übel gute Miene zum bösen Spiel machen. Allen Mut zusammenraffend, wandte er sein verlegenes, hilfloses Gesicht der kleinen Blondine zu und brachte stockend seine Gründe vor, die ihn zum Abreisen zwängen. Magda Walden schienen aber diese Gründe nur sehr mäßig zu imponieren, denn sie rümpfte das kleine Näschen, warf den blonden Lockenkopf in den Nacken und schaute Hans Gersten frostig an. „Dann müssen Sie eben abreisen, Herr Gersten“, sagte sie ganz schnippisch.„Papa kann sich Ihnen gleich anschließen, wenn er es auch so eilig hat. Ich für meine Person bleibe noch drei Tage hie#### habe es Mrs. Cardeen soeben versprochen, und was Rarda Walden verspricht das hält sie. Also, meine Heuren: Icz wünsche eine angenehme Nachtruhe!“ Fort war Magda.##d ser letztes Silberlachen wehte verklingend zu den beiden zurück. Der Großreeder versuchte nun, sich aus der Affäre zu ziehen: „Das ist ein netter Salat, den Sie mir da mit Ihrem Abreisevorhaben eingebrockt haben, Gersten! Natürlich denke ich gar nicht daran. in der Frühe abzureisen. Neel Nicht. daß ich es bei Magda nicht erzwingen könnte, denn ich bin sa doch immer noch der Vater und maßgebende Person. Aber Sie haben es ja selbst gehört: Magda gab Mro. Cardeen ihr Wort, daß wir noch drei Tage bleiben. Also bleiben wir. Wortbruch gibt's bei den Walbens nicht. Und dann kann man doch auch nicht Mrs. Cardeens Güte mit Undank lohnen“, schloß der Großreeder hoheitsvoll. Seiner Ansicht nach hatte er nun seine Würde und väterliche Autorität vor Huns Gersten voll gewahrt! R. Ueber das vom Föhn arg zugerichtete, liebliche Alpental strahlte ein heller Mond herab. Noch führte der kleine Bergbach reißende, schäumende Wassermassen talabwärts. aber allmählich verebbte die schäumende Kraft mehr und mehr. Das Rauschen des Wassers drang bis zum offenen Balkonfenster Mand Walkers hinauf, die matt und blaß in den Kissen lag. Sie horchte auf das durch die Nacht singende Wasserrauschen und erschauerte, fühlte sie doch, was in dem monotonen Naturliede lag: da strömte Kraft von den Bergen herab und rauschte in die Nacht hinein, dem Ziele entgegen. das in der Ferne lag. Ebenso verhielt es sich mit ihrer eigenen Lebenskraft: die rauschte dahin und verebbte immer mehr, je näher sie dem Ziele kam——— dem Grabe! Maud richtete sich matt in den Kissen hoch, und die kleine Stehlampe auf dem Nachttischchen flammte auf. Unter dem Kopfkissen brachten ihre mageren Finger Freds kleines Tagebuch hervor. Dann vertieften sich Mauds matte Blauaugen in den Inhalt. Vor ihr erstand die Fremdenlegion mit ihrem Sumpf und ihrer Beispiellosigkeit. Auf Expedition nach Sidi Mkesch! Ich bin nun schon 16 Monate in der Uniform des Hohns. Maud. und dies ist meine zweite Expedition, die nach Meinung der Kameraden ein gänzlich aussichtsloses Unternehmen ist. Sie behaupten, die paar, die heil zurückkämen, wären an den Fingern abzuzählen. Vor allem die deutschen Legionäre behaupten es. Ich glaube aber, daß aus diesen Deutschen nur der Haß spricht, denn es muß ja gerade für sie äußerst demütigend sein, unter der Flagge ihres Erbfeindes zu kämpfen. Meine Freundschaft mit Richard Bender ist noch fester und inniger geworden. Ein prachtvoller Mensch. der mich immer wieder aufzumuntern versucht. Es ist aber zwecklos; er weiß ja nicht, wie es um mich steht— weiß auch nichts von meinem inneren Elend und meiner Qual. Heute sind es drei Tage, daß wir unterwegs sind. Wir führen 300 Blaue (Rekruten) mit uns. Weshalb, ist mir ein Rätsel, denn was sollen wir mit solchen unerfahrenen Neulingen in Feindesland, zumal gegen die blutdürstigen Deusenstämme! Wir sind über den letzten Posten, den letzten mauerumgürteten und türmeflankierten, waffenstarrenden Stützpunkt Frankreichs hinaus, und vor uns dehnt sich das einsame Gebiet des Feindes, wo uns nach Aussagen älterer Legionäre Durstqualen, Kugeln und Gräber erwarten. Doch wer weiß, ob das nicht alles Uebertreibung ist; denn meine erste Expedition in Marokko zeigte nichts Derartiges und ist dank guter Führung beinahe blut= und verlustlos verlaufen. Warum soll es nun auf der Sidi Mkesch=Expedition anders werden? Ich hoffe bestimmt. daß ihr Verlauf mir beweisen wird, daß alle Reden der meistens aus Deutschland stammenden alten Legionäre nur Auswüchse ihres eingefleischten Hasses sind, und daß auch Frankreich gewisse Grenzen kennt, wenn es um Menschenleben, um viele Hunderre von Leben geht wie jetzt. Heute sind es schon fünf Tage, daß wir in dieser infernalischen Sandwüste einhertaumeln. Noch immer keine Anzeichen vom Feinde. Dafür jedoch andere Anzeichen, die mir Sorge bereiten Letzte Nacht erging vom Major der strenge Befehl des Silence(Strenge Stille im Lager). Alles fügte sich, und wir lagen, in unsere Mäntel gehüllt, stumm und still da. Es dauerte jedoch nicht lange, und in den Zelten der Offiziere begann ein wüstes Lärmen, Gelächter, unslätige Zoten. Pfropfen knallten. Gläser klangen gegeneinander: ein regelrechtes Bacchanal. Dabei lagen 900 frierende Legionäre, über denen der Silence=Befehl schwebte, um die Offizierszelte im Sande herum. Welcher Hohn das war! Also stimmt schon das eine, was ich lediglich für Hetzreden der alten deutschen Legionäre hielt: Masor Granger ist ein gemeiner Wüstling und Trinker und eine Memme ohne jegliche Willenskraft. Was soll nur werden, Mand: wenn unser erster Führer so erbärmlich versagt?! Das Tacko hat eingesetzt. Tacko, das ist das teuflische Gewehrfeuer der Drusen. Man bekommt sie nicht zu Gesicht; nur immer ihre mörderischen Salven, die ganz überraschend aus dem welligen, öden Nichts kommen. Tacko— Tacko— Tacko: es ist eine schaurige Sinfonie des Todes. Tack— der helle, dünne Klang des Abschusses:.. oooh, der dumpfe, klatschende Kugeleinschlag in die matten Körper der Kameraden. Runde Bleikugeln, die gräßliche Wunden reißen und jast immer den Tod bringen Bis jetzt hatten wir elf Tote. Ihnen bleibt das Weitere erspart Wird auch mir ein Tacko erklingen? Ich zittere nicht davor. und du weißt, warum * Das Tacko hat sich verstärkt, Maud. Wo sie nur sein mögen, die braunen Teufel. Man bekommt sie nicht zu sehen; nur immer ihr satanisches Tacko, hinter dieser Düne hervor — hinter jener. Wenn wir dann brüllend hinrasen, finden wir immer nur grinsende Leere, finden wohl Fußspuren im Sande und einige abgeschossene Patronenhülsen, denen wir einen toten Kameraden zu verdanken haben. Heute hatten wir wieder neun Tote und drei Schwerverwundete. Das heißt: zusammen also zwölf Tote; denn auch die drei Verwundeten wurden auf Befehl Major Grangers zurückgelassen. Wie konnte Granger nur solch einen Befehl geben: Die Verwundeten bleiben zurück; die Nachhut wird sich ihrer annehmen! Der Befehl war in meinen Augen offener Mord, denn bis die Nachhut mit der Bagage bei den drei Unglücklichen anlangt, vergeht eine ganze Stunde. Eine Stunde... wobei lauernde, erbarmungslose Feinde in der Nähe weilen. Die Nachhut wird nur noch drei kopflose Leichen vorfinden. Arme Kameraden! * Der Sand Syriens wird zum Moloch, Mand. Ich begreife immer weniger, weshalb man uns, das dritte Bataillon, von der Groupe mobile abgesondert hat, während sie mit ihren 30000 Mann weit östlich von uns gegen Damaskus hin operiert. Um die feindlichen Kräfte zu einer Zersplitterung zu zwingen, hieß es vor Beginn der Expedition. Also deshalb führt man uns 900. völlig isoliert, tief westlich in diese Wüsteneien hinein: um eine Zersplitterung zu erzwingen. Ich habe mich mit Richard stundenlang darüber unterhalten, und seine grimmigen Worte des Hohns raubten mir eine allerletzte Hoffnung; denn Richard ist keiner von denjenigen, die sich den Blick ihrer Urteitskraft durch Haß und Vorurteile trüben lassen. Granger hat volle Vollmachten. die Kolonne nach Belieben und Gutdünken einzusetzen, Fred. Wir haben mit ihm den richtigen Mann bekommen, und wenn ich nicht irre, wirst Du Gelegenheit haben, zu sehen, wie unbekümmert die Bestie Granger Legionärsblut verspritzen läßt. 12 Orden besitzt Granger schon und hofft bestimmt, sich auf dieser Expedition den 13. zu holen, wenn möglich das Kreuz der Ehrenlegion. Ob das nun 100 oder 500 Legionäre kostet, ist Granger vollkommen egal. Vive la Lezion! So sprach Richard zu mir, Mand. Soll es denn möglich sein: kann Frankreich sich ungestraft erlauben, unser Blut und Leben einer Bestie anzuvertrauen, die es willkürlich und wahnwitzig um des eigenen Vorteils willen im Sande Syriens verspritzt? Lebt denn da kein Ankläger— leben denn da keine Richter auf Erden? Sind wir denn ganz vergessen, verstoßen, verdammt und verlassen von unseren Ländern— unserer Heimat? Ich möchte rufen— möchte laut schreien. Wenn ich jetzt Richard nicht als Freund zur Seite hätte— ich wäre verloren! Maud ließ erzitternd das kleine Tagebuch sinken. Ihr Fredy— oh Grauen— was wollte er rufen... schreien? Das konnte ja gar nicht sein, was Fred da schrieb. Frankreich—? Dieses schöne Kulturland mit seinem grandiosen Paris— seiner prachtvollen Akademie der schönen Künste — mit seinem Louvre, seinen Bauten und herrlichen Denkmälern. Und seinen großen, genialen Männern, Führern und Künstlern. Das schöne Frankreich, das Mand so gut kannte. Frankreich mit seiner herrlichen Picardie, seiner sturmumtosten Bretagne, dem kernigen Baskenlande, der sonnigen Riviera Alles, alles, was Mand in seiner ganzen Schönheit eingetrunken. Dieses schöne Frankreich also sollte solch einen schaurigen Schandfleck in seinem großen Kolonialbesitze haben: die Fremdenlegion, in der Zehntausende von weißen Sklaven, fremdländische Unglückliche, schmachteten, die es willkürlich seiner Kolonial= und Eroberungspolitik opferte? Mand versteckte das kleine Tagebuch sorgfältig. Heute konnte sie nicht mehr weiterlesen— nichts mehr von dieser furchtbaren Expedition lesen. Erst ein andermal, wenn der kleine Sonnenfalter Magda Walden nicht mehr bei ihr in der Villa Nirwana weilte. Bis dahin wollte sie sich an dem sonnigen, gesunden Wesen Magdas laben und erquicken; das Furchtbare und Trübe der Vergangenheit für kostbare Stunden vergessen. Erst wenn Magda wieder fort war, würde sie weiterlesen in Freds Tagebuch; lesen und zittern, tränenlos weinen und schandern. Was würde ihr Fred noch alles zurufen aus dem Sumpfe heraus? Nacht— Mondenschein— Stille und leuchtende Sterne. Es war um die elfte Nachtstunde, als unter Führung Sergeant Hübners und der Korporale Hallbacher und Werner 15 Legionäre aus der Kaserne der Legion in Marrakesch marschierten, begleitet von den rauhen Abschiedsworten der Torwachen. Das Diszlplinarlager Tequar war das Ziel des kleinen Trupps. 18 Freiwillige, die auf dem Bahnhof ein Zug wartete. Zwei Tage Bahnfahrt. Dann drei Tage mit den Proviantkolonnen, die die fortartigen Posten zu versorgen hatten. Dann nochmals drei Tage per Mautesel bis Fort Cascara. Und dann— die Reise dauerte länger, als Hübner ich ausgerechnet— zwei Tage(päter konnten sie endlich in Tequar anlangen. Tapp. tapp. tapp, hallten die Schritte der Legionäre durch die Stille von Marrakeschs Straßen. Einmal begegnete ihnen eine Patrouille. Ein scharfes Mustern, Erkennen, gegenseitiges Grüßen. „Bonne Chance, Afrikaner!“, rief der Patrouillenführer, ein Hannoveraner, der schon den zweiten Kontrakt abdiente. „Mach's gut, Seidelberger“, gab Hübner grinsend zurück, das Lebelgewehr übermütig in der nervigen Faust hochschwingend. Weiter ging es im flotten, schneidigen Schritt Tapp, tapp. tapp——— „Wir haben noch eine gute halbe Stunde Zeit, Afrikaner“, sagte Hallbacher nach einer Weile und blieb wie angewurzelt stehen. „Verdammt. sal“, mischte sich der Fatalist Werner im Nu ein und iat es Hallbacher nach.„Hier drüben ist gerade der Kolonialsarg, wie ich sehe. Packen wir zum Abschied noch rasch ein Glas Roten. Hopp. los!“ Hübner nickte mit eigenartigem Lächeln. Er hatte ja soeben denselben Gedanken gehabt; zudem war ein Abschied von hier undenkbar, ohne im„Kolonialsarg“ dem Renzer Max adien gesagt zu haben. Ein leiser Befehl glitt über die Legionäre hin, die erfreut grinsten und im Eänsemarsch hinter ihren drei Unteroffizieren in den even zum Schließen bereiten, menschenleeren Kolonialsarg hineindefilierten, wo der Wirt vor Freude zu tanzen begann. „Fünfzehn Glas Roten, Max. und für Halbacher und den Fatalist je eine Flasche; wir haben Durst und elend wenig Zeit". kommandierte Hübner lachend. Aus dem einen Glas wurden jedoch in der rasch dahineilenden Viertelstunde ein halbes Dutzend. Dann bellte Hübner zum Aufbrechen, und die Legionäre drängten sich in rosigster Stimmung aus dem Lokal, draußen schwatzez# und auf ihre Führer wartend, die noch einen Augenblick in der Kneipe blieben. Hallbacher leerte geübt sein Glas und reichte dem Wirt die Hand:„Mach's gut, Max“, sagte er ganz rauh und heiser zu dem Wirt, der es plötzlich mit dem Schlucken zu tun bekam und mit bebender Hand Hübners Note zurückschob. Er nahm kein Geld an für den Wein. „Viel Glück in Tequar. Hallbacher.— Verdammt— viel Glück, Alter!" „Mach's gut. Max“, würgte nun auch der Fatalist Werner hervor und quetschte dem Wirt die Hand.„Wenn ich bei dir etwa noch in der Kreide stecke, Max? Sage es schnell, damit ich— Werner brachte unsicher einige kleine Scheine hervor. „Hol der Teufel deine paar Kröten, Fatalist“, knurrte der Wirt und machte ein grimmiges Gesicht, um seine Rührung zu verbergen.„Wir waren früher miteinander auf Expedition bei Umri Diebel. So etwas kommt einem immer in den Sinn, wenn es an das verwünschte Abschiednehmen geht“, fuhr er mit lahmer Entschuldigung fort und schob seinen alten treuen Freunden und Kunden rasch noch einige Pakete Zigaretten und Tabak zu. „Also nochmals viel Glück, Copais!"— (Fortsetzung folgt.) * Der Roman„Auf aus der Sahara“ ist im Berlin, als Buch erschienen und zum Preise von 3 RM erhältlich. 1. Amer im Zeichen der kommenden Wahlen. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Gouverneur Roosevelt am seiner Rundreise durchs Land während einer Propagandarede in Hemdsärmeln. Auch das hebt die Popularität der künftigen Politiker, die keinen Trick scheuen, um zu Erfolgen zu kommen. Auf jeden Fall ist die Art dieser Werbung eine gute politische Schulung, und das Publikum lernt persönlich den Kandidaten kennen. 2. Gandhi hat wieder einmal durch sein heroisches Fasten und seinen mehrwöchigen Hungerstreik einen starken morakischen Sieg über Großbritannien errungen. Die Massen der Parias, für deren Standesgleichheit er kämpft— er, der große Mahatma und Bramahne—, umlagern die Gefängnistore von Bombay, um den Propheten und Verkünder der„passiven Resistenz“ stürmisch zu empfangen. In Gandhis Person verkörpert sich der allindische Gedanke, und es bleibt für einen Europäer kaum faßlich, was dieser äußeriich so schmächtige Mensch an dämonischen Kräften besitzt. 3. Die Lotterie spielt in der Oeffentlichkeit Englands eine große Rolle. Jedes Jahr um diese Zeit wird die Irish St#eepstake=Lotterie, deren Reinertrag für die irischen Krankenhäuser verwendet wird, mit großem Pomp eröffnet. Hierbei werden die Kästen mit den Losrollen von Frauen in irischen Kostümen vorausgetragen. 4. Deutschland ist seil einiger Zeit das Reiseziel von amerikanischen Filmlieblingen. Nach Adolphe Mensou wird Harald Lloyd, auf unserem Bilde ohne die bekannte Brille, Deutschland mit seiner„stattlichen“ Familie einen Besuch abstatten. 5. Die Drachenfliegerei hat sich zu einem regelrechten Flugsport entwickelt. Erwerbslose lassen ihre kunstvoll gearbeiteten„Riesenflugzeuge“ steigen, deren Herstellung große technische Kenntnisse verrät, die leider brachliegen müssen. Im Frühjahr 1806 schrieb Stein:„Wenn ung auf dem alten Wege verharrt, so wird der preußische staat entweder sich auflösen oder seine Unabhängigkeit verleren.“— Wenige Monate später sank der glorreiche Staat Friedrichs des Großen unter den Hammerschlägen Lapoleons in Trümmer! stein wird ungnädig entlassen und wieder berufen. Der Minister Stein hatte nach dem Zusammenbruch Preußens im Jahre 1806 vom König Friedrich Wilhelm III. u freimütigen Worten die Aenderung der Kabinettsregierung gefordert. Der König war darüber höchst erzürnt und schrieb ungnädig an Stein. Die Kabinettsorder vom 3. Jaauar 1807 lautet:„Ich habe zu meinem Leidwesen gesehen, daß Sie als ein widerspenstiger, trotziger, hartnäckiger und ungehorsamer Staatsdiener anzusehen sind, der auf sein Genie und sein Talent pochend, weit entfernt, das Beste des Staates vor Augen zu haben, nur durch Kapricen geleitet, aus persönlichem Haß und Erbitterung handelt.— Ich muß noch hinzufügen, daß, wenn Sie nicht Ihr respektwidriges Benehmen zu ändern willens sind, der Staat keine große Rechnung auf Ihre ferneren Dienste machen kann.“— Stein nahm darauhin seine Entlassung. Acht Monate später holte ihn der König auf Veranlassung der Königin Luise zurück. Stein war schwer leidend; vom Krankenlager diktierte er die Antwort an den König:„Ich befolge die Befehle unbedingt und überlasse Ew. Majestät die Bestimmung jedes Verhältnisses., es beziehe sich auf Geschäfte oder Personen, mit denen ich arbeiten soll. In diesem Augenblick des allgemeinen Unglücks wäre es sehr unmoralisch, seine eigene Person in Ansehung zu bringen“— In wenigen Jahren hat dann Stein den Staat völlig neu gestaltet, die Leibeigenschaft aufgehoben, die Städte=Selbstverwaltung ins Leben gerufen und zusammen mit Scharnhorst die Grundlagenl einer volkstümlichen Wehrverfassung geschaffen. Stein und die Königin Luise. Der König hatte Stein in höchster Not gerufen, und der treue Mann kam! Frau und Kind verließ er. Aber weit und beschwerlich war für den Kranken die Reise von Nassau nach dem äußersten Winkel Preußens. Ungeduldig wartete das Königspaar in Memel auf den Mann, von dem es die Rettung erhoffte.„wo bleibt denn der Stein“, rief die Königin Luise,„er ist noch mein letzter Trost. Großen Herzens, umfassenden Geistes weiß er vielleicht Auswege, die uns noch verborgen sind.“— Stein wußte diese Auswege. Vom Könige mit der Regierung beauftragt, begann er sein großes Reformwerk, das schließlich zur Befreiung und zum Wiederaufbau führte. Aus einem Briefe des Freiherrn vom Stein an den englischhannöverschen Minister Grafen Münster in London. „Es ist mir leid, daß Ew. Exzellenz in mir den Preußen vermuten und in sich den Hannoveraner entdecken.— Ich habe nur ein Vaterland, das heißt Deutschland! Mein Glaubensbekenntnis ist Einheit!“ Die„Schlafmütze". Als Napoleons Macht in Rußlands Eiswüsten zerbrochen war und General Yorck seine historische Konvention von Tauroggen abgeschlossen hatte, eilte Stein nach Ostpreußen, um die beginnende Volksbewegung zu hellen Flamrnen zu entfachen. Nichts ging ihm schnell genug. Als der Königsberger Oberpräsident von Auerswald unentschlossen schwankte, schalt ihn Stein„eine alte Schlafmütze, ohne Mut und Feuer, wo doch jedes deutsche Herz brennen und jeder Nerv zucken müsse, als sei jede Fiber ein Schwert!" 6. In England gibt es eine Gesellschaft zur Adoption von Zwillings=Waisenkindern. Die Waisen werden an Kindes tatt aufgezogen und erfahren nie etwas von ihrer Herkunft. Unsere Aufnahme zeigt drei Zwillingspaare. 7. Ein indischer Fakir, der auf einer Gastspielreise auch in Wien Proben seiner hypnotischen Fähigkeiten zum besten gab und u. a. einen Hahn in Schlaf versetzte. Solche Experimente beherrschen neuerdings auch schon Europäer. Vom Standpunkt des Tierfreundes aus muß man dagegen sein. Freiherr vom Stein wurde am 26. Oktober vor 175 Jahren geboren. „Des Guten Grundstein— des Bösen Eckstein— aller Deutschen Edelstein“, so urteilten die Zeitgenossen des Reichsfreiherrn vom Stein über den Mann, der in vorbildlicher Selbstlosigkeit den preußischen Staat in seiner tiefsten Erniedrigung wieder aufgebaut hat, der ihn zum Eckpfeiler des von ihm so heiß ersehnten Gesamtdeutschland gemacht, der den Grund gelegt hat, auf dem ein Bismarck den stolzen Bau des Deutschen Reiches errichten konnte. Aus kleinen Zügen, charakteristischen Episoden seines Lebens, aus eigenen Aussprüchen soll hier ein Bild dieses genialen, kerndeutschen Mannes gegeben werden. Er hätte blasen lassen. In sämmerlicher Verfassung kam die stolze„Große Armee“ auf ihrem Rückzuge aus Rußland nach dem deutschen Gebiet. Besonders die französischen Offiziere, die jahrelang die Bevölkerung bis aufs Blut gepeinigt hatten, verkrochen sich nun in heilloser Angst vor der verdienten Rache in den elendsten Quartieren bei Bauern und Tagelöhnern. Der Regierungspräsident Schön äußerte zu Stein, wenn nur einer der Obrigkeit auf der Trompete hätte blasen lassen: „Schlagt sie tot“, so wäre keiner von den Tausenden dieser Generale und Offiziere über die Weichsel entkommen. Da rief Stein erregt:„Aber warum haben Sie denn die Kerle nicht totschlagen lassen?" Ruhig antwortete Schön:„So zornig Sie bei Gelegenheit auch werden können, Sie hätten es auch nicht getan!“ Nach einigen Augenblicken nachdenklichen Schweigens murmelte Stein:„Ich glaube, ich hätte blasen lassen". Man wollte Stein die deutsche Kaiserkrone anbieten. Wohl kein deutscher Name hatte nach dem Sturze Napoleons einen solchen Klang wie der des Freiherrn vom Stein. Hierfür zeugt am besten die Tatsache, daß Offiziere der verbündeten Heere zu dem bekanten Staatsrechtslehrer Professor Nicolaus Vogt, dem ehemaligen Lehrer Metternichs, reisten und an ihn die Frage richteten, ob die Reichsgesetze es zuließen, Stein zum Kaiser von Deutschland zu wählen. Vogt bejahte diese Frage.— Ein derartiger Vorschlag wäre auf dem Wiener Kongreß sicher an dem Widerspruch aller deutschen Fürsten gescheitert, APE IRRE M TM nr ran 914 überwiegt Tuberkulose ing und med Egon en, die den M reitetste. Jn sung. raat. sen bedrohen, gilt die fürchten wir dieses doch zahlIn Wirklichkeit tritt jedoch die Plage des Rheumatismus und der ihm verwandtey Erscheinungen(Reihen. Gliederschmerzen, Ischlas, Hexenschuß usw.) sehr viel häuftger auf. Die Statistie lehrt, daß dle rheumatischen Erkrankungen etwa dreteinhaldmal#o stürk verbreitet sind wie die Tuberkulose. Noch in den ersten 75 Jahren des vergangeney Jahrhunderts standen die Aerzte dem Rheumatismus und den dadurch ausgelösten Schmerzen kast hiiflos gegeyüber. Da schrieb im Jahre 1879 der berühtnte Kliniker Proj. Senator, einer der gesuchtesten Aerzte seiner Zeit, über die überraschende Wirkung eines neuen Heilmittels(Saliey!):„So wenig wie von diesen Anschauungen über das Wesen des Rheumatiemus sich eine hat unbedingte Anerkennung zu verschaffen vermocht, ebensowenig hat bis zum Jahre 1876 irgendeine Behandlungsweise sich eines durchschlagenden Erfolges rühmen können Seit Ansang des genannten Jahree(1876) aber ist durch die Einführung der Salicyspräparate ein vollständiger, epochemachender Umschwung eingetreten. Schon in der kurzen Zeit seit ihrer ersten Empfehlung haben sich die Berichte über, die auffallend günstige, alle anderen bie dahin bekannten Methoden weit übertreffende Wirkung so gehäust, daß über ihre Vorzüglichkeit kein Zweifel mehr bestehen kann" In den seither vergangenen 55 Jahren ist der Slegeszug des Salicyls als Rheumabekämpfungsmittel nicht aufzuhalten gewesen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wurden in den Dienst der Behandlung rheumatischer Beschwerdet mit Salicyl gestellt. Neben der inneren Verabreichung dieses wunderwirtenden Arznelgrundstoffs, die in der modernen Therapse u. a. hauptlächlich, mit dem Acetyl=Salicylsäure=Präparat Acetylin durchgeführt wirb, hat sich die Behandlungsart mit salicylhaltigen Einreibemitteln in außerordentlich weitgehendem Maße durchgesetzt. Die menschliche Haut eignet sich nämlich vorzüglich als Aufnahmeorgay für die auf rheumatlsche Erkrankungen am sichersten wirkenden Sälicystäure: verbindungen. Sie ermöglicht, diese Stoffe ohne Untweg über Magen und Darm auf die schmerzenden Körperstellen einmitten zu lassen, indem das Hellmittel direkt bis zu den Krankheitsherden durchdringt(sogenannte Tiefenwirkung). Außerdem wird durch die örtliche Behandlung eine mit dem Gefühl der Erwärmung einhergehende kräftige Durchblutung(Hyperämie) der betressenden Partien erzielt, die gleichfalls einen sehr heilsamen Effekt ausüht. Selbstverständlich können diese Heilwirkungen und die Schm gung nur mit ganz bestimmten, richtig zusammengesetz reibüngsmittein erreicht werden. Von dlesen dürfte zweisellon bekattile, auf dem Bornylester der Salicylfäurt aufgehaute# der Name ist von Salleyl abgeleitet) das am beiten geeiane“ die Anwendung*.— matischen Beschw Salit=Creme ist— noch einer Empfehlung bedarf. Die Einreibungsbehandlung des Rheuma ist immer noch zu: verlässiger und vor allem zirt#####ftlicher als etwa Badekuren ober Bestrahlungen. Gerade unter den heutigen Verhältnissen spielt die leichte Durchführbarkeit und die Ausgabenbeschränkung bei der Behandlung aller Krankheiten für jeden einzelnen eine ausschlaggebende Rolle. In dieser Beziehung liegen die Verhältnisse bei der Rheumabekämpfung also nicht allzu ungünstl: Alle Berufe stehen der beranwachsenden Jugend offen — wenn nur das Geld für die Ausbildung zur Verfügung steht. Was der Junge oder das Mädel auch werden will, ob sie einst die Hochschüle besuchen oder ein Handwerk erlernen, ob sie einen kaufmännischen oder technischen Beruf ergreifen werden: jede gediegene Berufsausbildung setzt erhebliche Geldmittel voraus. Wieviel— das zeiat sich erst. wenn man anfängt, zu rechnen und sieht, wie schwer das Einkommen dadurch belastet wird. Unter 6000 Mark ist kaum eine akademische Berufsvorbereitung durchzuführen. Auch von den meisten anderen Berufen gilt das; denn wer wirklich etwas erreichen will, muß fast überall eine Spezialausbildung nachweisen. Man rechne bitte einmal aus, was vom Monatseinkommen zur Ausbildung des Sohnes oder der Tochter aufzubringen wäre. Auf jeden Fall wird es empfindliche Opfer kosten, ganz abgesehen davon, daß ja auch unerwartete Umstände eintreten können, die es ganz unmöglich machen, für eine gute Ausbildung aufzukommen. Das alles kann aber leicht vermieden werden: Der Abeiner Ausbildungs=Versicherung bei der„Allianz= und Kinde ttgarter Lebenesersicherungsbank A. G.“ verbürgt dem de jetzt schon ein Kapital für seine Ausbildung, das ihm Glere nicht verlorengehen kann; denn die Ausbildungs=Versicherung bietet folgende Vorteile: Das gewünschte Kapital steht dera Kinde zu einem Zeitpunkt zur Verfügung, den jeder selbst bestimmen kann. Die Versicherung macht die Ausbildung unabhängig von der Lebensdauer der Versorgers Stirbt er vorzeitig, so hört die Beltragszahlung auf: tcotzdem wird das Kapital zum festgesetzten Zeitpunkt ausgezahlt Die Beiträge für die Versicherung werden leichter fallen, als später die Bestreitung der hohen Ausbildungskosten. Das Kind kann sich ganz der Vorbereitung auf seinen künftigen Beruf widmen. ohne daß Geldsorgen sein Schaften beeinträchtigen Auch wenn Junge oder Mädel sich dann später zu einer teureren Berufsausbildung entschließen sollte, wird das viel eher möglich sein, als wenn ihnen gar kein Kapital ausgezahlt würde. Durch verzinsliche Ansammlung der Gewinnanteile erhöht sich das versicherte Kapital beträchtlich. Stirbt das versicherte Kind, so kann die Versicherung auf ein anderes Kind oder irgendeine andere Person übertragen werden Wer also die Berufsausbildung seines Kindes rechtzeitig sicherstellen will, kann hierfür durch keine andere Sparmethode so zuverlässig sorgen, wie durch eine Ausbildungs. Versicherung bei der„Alllanz“ HUMOR. Bef 5 Er weiß Bescheid. Illustriertes Kreuzworträtsel. Einschalträtsel. orstndgsprchnstoltorigsprchnswrinwdrthrt. Vorstehende Konsonanten sind ein Zitat von Freidank. in dem die Vokale fehlen. Diese sind zu suchen und an der richtigen Stelle einzuschalten. Wie lautet das Zitat? Scherzfragen. 1. Welches Staatsgesetz begünstigt die Eroberungslust? 2. Was war Kolumbus seinem Stande nach? 3. Welche Aehnlichkeit ist zwischen einem Un fessor und einem Winzer? einem UniversttätsproDie in die waagerechten und senkrechten Felderreihen einzutragenden Wörter sind aus den bildlichen Darstellungen zu erraten. Die Wörter der waagerechten Reihen sind in dem oberen, die der senkrechten in dem unteren Teil des Bildes zu suchen. zeistenrätsel. Die Buchstaben in obiger Figur sind so umzuordnen, daß die waggerechte Reihe 1—2 einen weiblichen Personennamen und die Reihe 3—4 einen geschnittenen Stein ergeben, während die senkrechte Reihe 5—6 ein Fahrgerät und die Reihe 7—8 die Beschaffenheit der Witterungsverhältnisse nennen. Silbenrätsel. ak an ba ber berg che dog dro droh el en frost ge hei hi i ma ne o on rauh ri ri sa sul sy ta tan ti tre tung ue Aus obenstehenden 32 Silben bilde man 12 Wörter mit Name, 9. italienische Insel, 10. türkische Provinz, 11. Sternbild, 12. Naturerscheinung. Anfangs= und Endbuchstaben dieser Wörter müssen ein Zitat aus Goethes„Faust“ ergeben. Zu lesen sind diese in beiden Fällen von oben nach unten Auflösungen aus voriger Nummer. Auszähl=Rätsel: Die Auszählung beginnt mit dem„d“ der letzten Felderreihe und ist in der Weise vorzunehmen, daß immer der 3. Buchstabe ausgezählt wird. Die Lösung ergibt:„Der Klügste gibt nach.“ Gleichklang: Schwamm. „Ich höre, Werner, Du willst durchaus aufs Gymnasium. Das hast Du doch gar nicht nötig, wenn Du Förster werden willst" „Doch. Vater, von wegen Latein.“ Der schlechte Schütze. A.:„Fehlt noch einer von der Jagdgesellschaft?“— B.:„Nur der Herr Meyer.“ A.:„Na, der fehlt auch, wenn er da ist.“ Einzige Möglichkeit. „Wenn Sie plötzlich 100 Mark in Ihrer vu Tasche fänden, waran würden Sie zuerst den8 ken?“ 40.1„Daß ich eine falsche Jacke anhabe.“ Kindliche Logik. warum heißt der Hühnerhabicht HühnerhaScherz=Rätsel: 1. Weil er nach Schiller ja mit dem Queue nich gehn soll.— 2. Der Odenwald, denn es steht ein Baum im Odenwald.— 3. Weil man den Witz bei den Haaren herbeizieht, und das tut ihm weh. Illustriertes Kreuzwort=Rätsel: Waagerecht: Herz. Gans, Hut. Zehn, Amor.— Senkrecht: Niet, Mond, Zehen, Gotha. Hemd. Horn. Rätsel=Sonett: Der Kuß. Homonym: Acht. Rechenaufgabe: 7 und 4 5/#0. Buchstaben=Rätsel: Kraut— Braut. Umstellungs=Rätsel: Kain, Asche, Rispe, Trepan, Ober, Flor, Fahne. Emir, Laub, Flachs, Elch, Urban, Espe, Rasen. Scharade: Nachtlicht. „Papa, bicht?“ Forstmeister:„Weil er gern Hühner schlägt.“ Hänschen(nach einigem Nachdenken):„Dann müßte Mama, die Du immer Klothilde nennst, eigentlich Hänschenhabicht heißen!“ * Logisch. „Klaus. ich habe Dir schon hundertmal gesagt. Du sollst nicht immer das letzte Wort haben!“ „Aber Mama, ich wußte doch nicht daß Du nichts mehr sagen wolltest." Der Wetterprophet. Im Theater sitzt zum ersten Male ein Bauer mit seiner Frau. Der„Freischütz" wird gegeben. Als während der Wolfsschluchtszene Donner krachen und Blitze zucken, sagt der Bauer:„Das Wetter habe ich schon lange in den Knochen gespürt.“ ReinWolle18 Plüschpaniob. 43/461.50 364899. 18140 Verlungen Sie den Gralisprachtkalalog. 80* Bottina Auflösung des Magischen Mosaiks: Vollmisch, Vollmllch=Haselauß 8. 21, Pl, verig“ 8% men m. Wertmarke) Probepaket 25 Taseln 5.70 M. Gortimen Extra edte Feinbitter, Vollmch, Scnmemnn nahme von M. 8.40(m. Wertmarke). Probepaket 25 Taselt 50 Taseln a 17 Pf.=8.50 M. Kakgo, de.##ng.— Afur Pfund 69 Pf. M evaret 40 Susein u.-. 6.90 Duc. Kargo, der feinste, per Phend, 20, P., Sere ARTIN PIRSCM Schokoladen-Fabrik LEIPZ 1 LAnlHTEE NEE-ESE S-e