2 10 ert! ge ssiger und h8•7 tel ..%% und höher ige Lodenund höher ge fältiger und höher ren und höher dung tigen### in stellt! eschäft. sen enkirchen -Artikel 1460 Vagen für billigsten stbahnhof rlath, 153. hstr. 2 kauf billiger. Gelsenkirchener Zeitung Erscheint täglich. Bezugspreis durch Boten zugestellt für 2 Wochen 1 R.=Mark, durch die Post bezogen monatlich 2.50 R.=Mark. Einzel=Nummer 10 R.=Pfg Unterstützung bei jedem tödlichen Unfall innerhalb und außerhalb des Berufes nach Maßgabe besonderer Bestimmungen. Wochenbeilagen:„Gelsenkirchener Sonntags=Zeitung“—„Sport=Rundschau“—„Technische Rundschau“—„Am Herdfeuer“—„Der Aufbau“—„Heim und Welt“. Im Falle von höherer Gewalt, Streik. Aussperrung, Betriebsstörung. Erscheinungsperbot hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. 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Anton Rheinländer von der Zentrumsfraktion des Reichstags ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag infolge eines Herzschlages plötzlich gestorben. Diese Trauerkunde wird in der Zentrumspartei des ganzen Reiches, bei der katholischen Lehrerschaft und im gesamten katholischen Volke Deutschlands mit aufrichtiger Trauer und großer Bestürzung ausgenommen werden. Denn nichts erschüttert mehr, als der unvorhergesehene, plötzliche Tod, der einen Menschen in voller Gesundheit und in den Sielen seines Amtes und Berufes ereilt. Und das ist beim Abg. Rheinländer der Fall. Von Haus aus und aus innerster Ueberzeugung hatte er sich dem Lehrerberuf gewidmet und in ihm Tüchtiges geleistet. Mit warmem Herzen ist er allezeit für die konfessionelle Schule, als die beste Unterrichts= und Erziehungsmethode, eingetreten. Aber erst die Wirren von 1918 brachten ihn in das öffentliche politische Leben. 1919 wurde er Mitglied der Nationalversammlung in Weimar und blieb seitdem Mitglied des Reichstages, wo er in Ausschüssen und im Plenum wertvolle Arbeit geleistet hat und zu den Arbeitsbienen des Parlaments gehörte, dem man allseitig, auch bei den politischen Gegnern, bei denen er freilich seiner persönlichen Liebenswürdigkeit und Charaktereigenschaften wegen keinen Feind hatte, Vertrauen und Achtung entgegenbrachte. Bei den Beratungen über das Reichsvolksschulgesetz, das leider an der Starrköpfigkeit der Deutschen Volksvartei und der Demokraten mit Hilfe der übrigen Linken gescheitert ist, stand er in vorderster Reihe. Mit Mut und Entschiedenheit ist er für Gewissensfreiheit und Elternrecht nach der Verfassung eingetreten, aber mit der gleichen Entschiedenheit hat er auch das Ideal der christlich=gläubigen Deutschen, die konfessionelle Schule, vertreten. Ueber den Lebensgang des jäh aus dem Leben Gerissenen ist nur wenig zu sagen. Er war am 26. August 1866 in Eisleben, Kreis Heiligenstadt, geboren. Er besuchte die Volksschule und die Lehrerbildungsanstalt, machte in Münster seine Mittelschullehrer= und Rektorenprüfung, war Lehrer in Toroau, Dittelstadt bei Erfurt und in Hagen, wo er 1896 die Leitung einer Schule übernahm. Zu derselben Zeit war er Vorsitzender des katholischen Lehrerverbandes des Deutschen Reiches. 1922 wurde er zum Kreisschulrat für Münster 2 ernannt. Rheinländer war ein Mann von echtem Schrot und Korn, ein Muster von Schulmann und Pädagoge, ein lauterer, edler Charakter, den insbesondere Bescheidenheit, Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft auszeichnete, und ein tief religiöser Mensch. Sein Name wird im katholischen Deutschland ehrenvoll fortleben. Möge er ruhen in Gottes heiligem Frieden! Der Nachruf im Reichstag. V Berlin, 23. März. Zu Beginn der heutigen Reichstagssitzung widmete Reichstagspräsident Loebe dem Verstorbenen folgenden Nachruf. den das Haus stehend anhörte: „Ehe wir von diesem Reichstag Abschied nehmen, hat der Tod eines unserer Mitglieder. den Abg. Rheinländer. für immer aus unserem Kreise genommen. Gestern noch weilte er gesund und arbeitsfroh unter uns und nahm abends 8 Uhr noch an einer Fraktionssitzung des Zentrums teil. Heute hat der nimmermüde Mann für immer seine Arbeiten beenden müssen. Der Abg. Rheinländer trat im Jahre 1919 in die Nationalversammlung ein. Er hat bei den Beratungen in Kultur= und Schulfragen bei der endgültigen Formulierung der Verfassungsbestimmungen über dieses wichtige Gebiet entscheidenden Anteil genommen. Dieses sein Interesse ist nicht erlahmt in den 9 Jahren. in denen er dem Reichstag angehörte. Immer sahen wir ihn für seine Weltanschauung eintreten, entschieden, aber maßvoll, so daß er sich bei seinen Freunden wie seinen politischen Gegnern die Hochachtung sicherte. In diesem Sinne hat er noch an dem Schulgesetz bis in die letzten Tage hinein mitgearbeitet, nicht ahnend. daß es das letzte Werk sein werde. dem er seine Arbeit widmete.„Ich spreche der von dem schweren Verlust betroffenen Zentrumsfraktion unsere herzliche Teilnahme aus und versichere sie, daß wir das Andenken des Herrn Abg. Rheinländer stets in Ehren bewahren werden.“ Die Jentrumsfraktion des ehrte den Toten in ihrer heutigen Fraktionssitzung. Der stellvertretende Vorsitzende. Stegerwald, gedachte der Tätigkeit des Verstorbenen in ergreifenden Worten, wobei er u. a. ausführte: „Es gibt keine zweite Fraktion des Reichstages. die seit Weimar so vom Tode heimgesucht worden ist wie die Zentrumsfraktion. Es ist, wie festgestellt wurde. der 17. Todesfall. den die Fraktion zu beklagen hat. Rheinländer gehörte seit 1919 zur Fkaktion. Er zählte zu den Menschen, die im Reichstag keine persönlichen Gegner hatten. In der Fraktion war er sehr zuruckhaltend. wie er sich überhaupt durch Bescheidenheit und Vornehmheit auszeichnete. Er war ein tief religiöser Mann.„Rheinländer stand schon lange bevor er in den Reichstag eintrat. an exvonierter Stelle im öffentlichen Leben. Er war seit Jahrzehnten Vorsitzender des katholischen Lehrerverbandes. Er hat klar gesehen, daß eine aristliche Schule unbedingt christliche Lehrer braucht. Daher hat er seit Jahrzehnten dafür gesorgt, daß der katholische Lehrerverband sich ausbreiten könne, um katholische Lehrer zu stellen. In den letzten Monaten hat er mit großer Hingabe und Sachkenntnis an dem Reichsschulgesetz gearbeitet. Leider ist ihm ein unmittelbarer Erfolg versagt geblieben. Die Zentrumsfraktion und das katholische Deutschland sind dem Verstorbenen Dank schuldig. Diesen Dank wollen wir ihm dadurch abstatten, daß wir seiner im Gebet gedenken. Möge der Herr über Leben und Tod ihm ein gnädiger Richter sein!" Um ## Der Beschluß des Landesausschusses der Badischen Zentrumspartei, den Abg. Dr. Wirth nicht mehr als Reichstagskandidaten aufzustellen, hat ein außerordentlich lebhaftes Echo in der Presse gefunden. Am schroffsten äußern sich die demokratischen und die sozialdemokratischen Blätter. Der„Vorwärts" und das„Berliner Tageblatt" bezeichnen übereinstimmend und fast mit derselben Wortorägung den Beschluß des Badischen Zentrums als einen„klerikal föderalistischen Sieg". Die Blätter beider Richtungen schreiben, übrigens vollkommen fälschlicherweise die Entscheidung dem Einfluß des gegenwärtigen Reichsfinanzministers Dr. Köhler zu. Davon kann wirklich nicht die Rede sein. Der„Vorwärts“ äußert sich unter anderm folgendermaßen: „Wirth ist der Politik seiner Kanzlerzeit, der Politik der Koalition von Weimar. treu geblieben. Er hat den Ausflug des Zentrums in die Bürgerblockvolitik nicht mitgemacht, sondern ihn öffentlich, auf der Reichstagstribüne, bekämpft. Damit hat er sich zweifellos gegen die Diszivlin seiner Partei versündigt, wobei freilich zu bedenken ist, daß das Zentrum den Begriff der Parteidiszivlin nie so straff gespannt hat— und wohl auch nie so straff spannen konnte— wie wir es tun.— Hoch über dem Formalen steht aber das Sachliche. Und da muß man sagen. daß Wirth heute mit der Entziehung des Mandats dafür bestraft wird, daß er recht behalten hat.“ Dann volemisiert der„Vorwärts“ gegen Köhler, der einst Wirths nächster Freund und Mitarbeiter gewesen wäre,„dann von Wirth zu Marx und mit Marx auf Bürgerblockwegen weiter und weiter“, gegangen sei. „Wirth fallen zu lassen,“ so meint der„Vorwärts", „wäre eine ungeheure Dummheit.“ Der sozialdemokratische Pressedienst andererseits meint, man dürfe„sehr bezweifeln", ob es den wenigen Freunden Wirths im Zentrum gelingen wird, einen anderen Wahlkreis für ihn ausfindig zu machen.“ Im„Berliner Tageblatt“ wird u. a. ausgeführt:„Das jetzige Listenwahlrecht, das die Einzelversönlichkeit mehr und mehr verdrängt und die Parteimaschine hemmungslos walten läßt, hat zwar Raum für Herrn Damm. Bürgermeister von Wagenschwend. und Herrn Sonner. Direktor einer Gewerbebank in Karlsruhe, aber nicht für einen Mann. wie Josef Wirth. der. gemeinsam mit Walther Rathenau der Außenpolitik in einer Zeit. als es noch etwas schwieriger war. als heute. die Wege ins Freie gewiesen und durch sein rückhaltloses Bekenntnis zur Revublik die Befestigung des Volksstaates wirksam gefördert hat. Seine Entfernung von der Zentrumsliste seines Heimatlandes ist für den Wandel bezeichnend. der sich im Zentrum vollzieht.“ Zum Schluß fragt das Blatt: „Welche Perspektiven eröffnet die Tatsache, daß man aus den Reihen der Fraktion den einzigen Mann entfernt. der der Rechtsblockpolitik des Zentrums scharfe Ovvosition gemacht hat! Will man so freie Bahn gewinnen für künftige Taten?“ In der demokratischen„Vossischen Zeitung" wird u. a. gesagt: „Man muß die Erwartung aussorechen, daß das Zentrum Mittel und Wege findet, den begangenen Fehler wieder gutzumachen. Es geht nicht um die Person Wirths. sondern ganz einfach darum, daß es einen Schlag gegen das Ansehen des Parlaments überhaupt bedeutet, wenn die Parteimaschine dazu mißbraucht wird. volkstümliche Persönlichkeiten, die ihre eigenen Wege gehen, auszuschalten und mundtot zu machen. Parteien sind unentbehrliche Werkzeuge der Politik. Aber sie müssen Werkzeuge bleiben und dürfen nicht zum Selbstzweck werden. auch nicht zu bloßen Maschinen in der Hand irgendwelcher Machthaber. Ein Mann wie Wirth gehört in den Reichstag um des Reichstags willen. Wer das zu verbindern sucht. versündigt sich an dem Geist des Parlamentarismus. und enttäuscht gerade die besten Anhänger des Staatsgedankens in den breiten Volksmassen.“ Berliner Blätter wollen von Bemühungen wissen, wonach Dr. Wirth nunmehr in Berlin kandidiere. So wird in der„B. 3.“ ausgeführt, daß sich Freunde Dr. Wirths, übrigens nicht nur sie, sondern auch die maßgebenden Persönlichkeiten im Zentrum, die volitisch nicht mit ihm harmonieren, darum bemühen, Dr. Wirth unter allen Umständen ein Mandat für den nächsten Reichstag zu sichern. Ob es gelingen wird, ihn im Berliner Wahlkreis als Spitzenkandidat aufzustellen, sei ziemlich zweifelhaft. Unter diesen Umständen rechnete man im Zentrum damit, daß Dr. Wirth einen sicheren Platz auf der Reichsliste erhält.“ Bei dieser Gelegenheit sei übrigens noch einem anderen Gerücht entgegengetreten. In Gesprächen in der Reichstags=Wandelballe und nun auch in öffentlichen Erörterungen der Presse sind Mitteilungen in Umlauf gebracht worden, daß der Reichskanzler Dr. Marx nicht meyr zu kandidieren beabsichtige. Wir stellen hiermit auf das bestimmteste fest, daß diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren. Dr. Marx wird voraussichtlich an der Spitze der Reichswahlliste als Führer der Gesamtvartei kandidieren. und man erwartet gerade in den Kreisen des Zentrums, daß die in letzter Zeit freilich sehr stark angegriffene Gesundheit des Kanzlers sich nach den Wahlen wieder soweit gefestigt haben wird, daß er den Anforderungen und Verantwortlichkeiten der Parteiführung gewachsen ist. Interessante Reichstagsdebatte über innerpolitische Fragen. 69 Berlin, 23. März.(Telegr.) Präsident Loebe eröffnet die Sitzung mit einem von den Abgeordneten stehend angehörten Nachruf für den plötzlich verstorbenen Zentrumsabgeordneten Rheinländer. auf dessen Platz ein Strauß weißer Rosen liegt. Die zweite Beratung über den Etat des Reichsinnenministeriums wird fortgesetzt. Abg. Dr. Schreiber(Zentr.) nennt es die große Aufgabe des Innenministeriums. über die vielen Spaltungen in unserem Volke hinweg am Aufbau des Gemeinsamkeitsgeruhls zu arbeiten, an der innerdeutschen Verständigung mit dem Hochziel der Zusammenfassung aller Volksteile zur deutschen Nation. Deutschland könne nur als lebensvoller, Föderativstaat gedeihen. Die Wege nach Wien führen über München. Regensburg und Passau. Der Wunsch nach einer Verfassungsrevision darf nicht zum Ausgangspunkt reaktionärer Bestrebungen werden. Eine Reform des Wahlrechtes wird die nächste Aufgabe sein. Der demokratische Gedanke muß unser Staatsleben erfüllen. aber er muß der deutschen Wesensart angepaßt sein. Wir weisen es zurück. wenn mißgünstige Kritiker des Zentrums. die der rechten Seite des Hauses nabestehen. uns als Anhänger der Formaldemokratie bezeichnen. Wir sind vielmehr Gegner des Staatsabsolutismus. wir wollen die Kräfte der Familie. der Persönlichkeit und des Volkstums erhalten wissen. Wir wollen die Aufrechterhaltung des Berufsbeamtentums. aber gerade darum wünschen wir eine baldige Reform der Pensionsgesetzgebung. Bei der Armut des deutschen Volkes ist es nicht ertraglich, daß Persönlichkeiten des politischen Lebens. die kurze Zeit eine hobe Stellung einnahmen. nun dauernd sehr bohe Pensionen beziehen.(Beifall). Redner begrüßt die Bestrebungen zur internationalen Verständigung und verurteilt unter dem lebhaften Beifall des Zentrums die katholikenfeindliche Politik der mexikanischen Negierung. Mit Sorge und Mitgefühl verfolgen wir das Schicksal der deutschen Minderheiten, vor allem das der Südtiroler. Das Zentrum sehe in der ostdeutschen und in der westdeutschen Landschaft Schicksalsländer der deutschen Nation. Diese Landschften dürften wirtschaftlich, aber auch kulturell nicht vernachlässigt werden. Zum Schluß bespricht Redner die Frage des Reichsschulgesetzer. Das Zentrum werde auch künftig einem Reichsschulgesetz nicht zustimmen, wenn es aicht Gewissensfreiheit und Elternrecht wahrt. Beim Schulgesetz habe sich leider gezeigt, wie von manchen Parteien der Begriff der Staatsmacht gegenüber der Kirche übersteigert werde. Das entspreche nicht dem Geist der Weimarer Verfassung. Die Deutsche Volksvartei sei darin noch weiter gegangen als die demokratische Partei. Im Gegensatz zu iorer sonst unitarischen Haltung. wolle die Volksvartei in der Frage der Simultanschulländer eine kulturelle Enklapenwirtschalt der Länder verewigen. Die Sozialdemokratie habe leider diese„Ausnahmegesetzgebung zugunsten der SimultanSchulländer mitgemacht und nassauische Fürstendekrete höher gestellt, als die Rechtsgleichheit aller Deutschen. (Lebhafter Beifall im Zentrum). Abg. Freiherr von Kardorf!(D. Vo.) gebt zunächst auf die Frage Wahlreform ein.„Für ein Gesen zur Bekämpfung der Solitterparteien ist die Deutsche Volkspartei nicht zu haben. Diese Dibge müssen sich von selbst totlaufen und sie werden sich totlaufen. Die Einsicht wird wachsen, daß die Gründung herufeständischer Parteien die großte Dummheit ikt, daß wirtschaftliche Interessen wirkim nur in großen Parteien vertreten werden können. Wir müssen endlich auch zu ständigen Wählerlisten kommen. Es ist in der onslehrer der Kinder. Das Elternhaus leiste für das religiöse Leben mehr als die Schule. Abg. Koch=Weser(Dem.) begrüßt die Ausschußanträge. die eine einheitliche Städteordnung. Gemeindeordnung und Verwaltungsgerichtsbarkeit und die Einführung der Reichsangehörigkeit an Stelle der verschiedenen Staatsangehörigkeiten fordern. Die Souveränität der einzelnen Länder führe zu einer unerträglichen Zersolitterung der Kultuwerwaltungen. Der nächste Reichstag werde ein Programm für die Einrichtung des Einbeitsstaates aufzustellen haben. Der Einheitsstaat werde sich auch noch so durchsetzen lassen, daß man notfalls über rückständige Minderheiten im Wege der Gesetztebung hinweggebt. Eine Verwirklichung der Berndtschen Vorschläge für die Machterweiterung des Reichspräsidenten würde zu wilhelminischen Zuständen zurückführen. Würde Friedrich Ebert noch Reichspräsident sein, so würde kein Mensch von rechts solche Vorschläge machen. Die Wahlrechtsreform sei notwendig und die Soljttervarteien seien eine Gefahr für die varlamentarische Entwicklung. Reichsinnenminister von Keudell erinnert an die Bestrebungen. die Reichseinheit unter freudiger Mitarbeit der Länder zu fördern. Die Reichsregierung lehnt in dieser Frage jede Lösung ab. die eine Vergewaltung einzelner Teile unseres Vaterlandes bedeutet. Die Reichsregierung mußte bei der Erörterung dieser Fragen eine gewisse Zurückhaltung beobachten. Durch Indisretion stebt ja alles, was im Reichskabinett beschlossen worden ist. am nächsten Tag ohnehin in der Zeitung.(Hört. bört) Die parteivolitisch unverdächtige Ministerpräsidentenkonferenz hat sich einmütig für eine Revision der Weimarer Verfassung aber nicht für den Einheitsstaat ausgesprochen. Bisber hat noch kein Rechenkünstler nachweisen können, daß der Einheitsstaat billiger arbeiten würde als der jevige Staat. Die Pressekritik an der Annahme der asabanischen Orden hat sicherlich dem deutschen Ansehen im Auslande nicht gedient. Ich darf daran exinnern, daß ein sozialdemokratischer Reichsinnenminister dem früheren Reichspräsidenten riet. die„Sonne von Peru" als Erinnerungszeichen anzunehmen. (Lebhaftes hört. hört. Rufe und Heiterkeit.) Ich halte die Annahme durch den früheren Reichspräsidenten übrigens für einen Akt staatsmännischer Klugbeit und Höflichkeit. Dem jetzigen Reichspräsidenten ist die Annahme des afgbanischen Ordens von einer Seite angeraten worden, die nicht politisch rechts steht. Angriffe der oovositionellen Presse nötigen mich, einige Ausfübrungen über den angeblich von mir beabsichtigten deutschnationalen Beamtenschub Grundsatz der Vorkriegszeit anzu nicht von Regierungsräten. sondern von Ministerialräten oder Oberregierungsräten geleitet werden. Darum habe ich mich bemübt. solche. Aufrückungsmöglichkeiten zu schaffen. Für mich ist die Parteistellung nebensächlich. (Lachen und Zuruse bei don Soz.) Ich sebe es als versassungswidrig an, wenn etwa einzelne Minister nach der Parteizugehörigkeit ihrer Beamten forschen. Weiterberatung Samstaa 13 Uhr. Stabilisierung der Nepublik weit vorwärts gekommen. Man braucht nur die jetzigen „„ t Mittelstand und Reichstagswahlen. □ In einer soeben im Volksvereins=Verlage, M. Gladbach, erschienenen Broschüre:„Mittelstandsfürsorge"(34 Seiten, Preis 30 Pfg.), schreibt der erste Bizepräsident des Reichstages Thomas Esser in einem Schlußwort:„Im parlamentarischen Leben entscheiden die Majoritäten. Nur der kann für seine besonderen -„ ee 2 Interessen etwas erreichen, der es versteht, eine Mehrheit dafür zu gewinnen. Was nützen die schönsten Agitationsanträge, wenn sie von kleinen, isolierten Gruvsen gestellt werden?... Der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel hat am 10. Oktober 1923 in Linz das Wort geprägt:„Ein bescheidener Ausgleich zwischen den Interessen der einzelnen Berufsstände ist mehr wert für jeden Beder Religionsunterricht nicht nur in der Schule erteilt rufsstand als der schönste, der glänzendste Klassenwerde. Eltern und Mütter seien die wichtigsten Religi= kamof!“— Das gilt besonders für den gewerblichen ##ewaris gekommen.— Richtlinien der Deutschnationalen mit ihren früheren zu vergleichen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir sind noch kein einheitliches deutsches Volk. Wir müssen kommen zu einer Beseitigung der Enklaven und der lebensunfähigen kleinen Länder. Zum Scheitern des ulgesetzes meinte Redner. das Zoitrum vergäße, daß Mittelstand. Bei der wirtschaftlichen Gliederung unseres Volkes ist kein Stand so stark und zahlenmäßig so überwiegend, daß er für sich allein, ohne Zuhilfenahme der Unterstützung durch andere Volkskreise, etwas durchsetzen könnte. Das ist nicht einmal der zahlenmäßig stärksten Bevölkerungsschicht der Hand= und Lohnarbeiter gelungen. Darum haben alle Stände sich bemüht, innerhalb großer politischer Parteien den Zusammenhang mit andern Berufskreisen zur Wahrung ihrer eigenen Interessen zu suchen. Nur der gewerdliche Mittelstand, obwohl schwächer an Zahl als Arbeiter und Landwirte, leistet sich den falschen Luxus einer Klassenpartei, obwohl es sich täglich beweist, daß diese den unbedingt notwendigen Ausgleich der Interessen niemals finden kann.— Mögen die Mittelständler am Wahltage diese Worte beherzigen, die von einem Manne stammen, der selbst zu ihren Kreisen zählt und als einer ihrer erfolgreichsten Vorkämpfer in jahrelanger Arbeit sich bewährt hat. Der Reichsbahnskandal. Oberbaurat Schultze fristlos entlassen. 4 Berlin, 23. März.(Telegr.) Gegen Oberbaurat Schultze vom Eisenbahnzentralamt und die Kölner Firma Reisert wird die Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft fortgesetzt. Gestern abend wurde dem Oberbaurat Schultze nach Abschluß der Vernehmung eröffnet, daß gegen ihn das Diszivlinarverfahren mit dem Ziel der fristlosen Entlassung eröffnet sei. Die Entlassungsverfügung ist ihm heute zugestellt worden. Außer gegen Schultze richten sich gegen andere Personen und Beamte Verdachtsmomente. Festgestellt ist, daß über das Konto des Berliner Vertreters der Kölner Firma Reifert viele tausend Mark Bestechungsgelder gelaufen sind, von denen zwar die Firma nichts gewußt haben will. Schultze hat den bekannten Berliner Rechtsanwalt Dr. Frey mit seiner Verteidigung beauftragt. Keine Verhaftung des Oberbaurates Schultze. Berlin, 23. März.(Telegr.) In dem Verfahren zur Ermittelung von Bestechungen bei der Deutschen Reichsbahngesellschaft hat sich der gegen den Reichebahnbaurat Schultze geäußerte Verdacht zwar bisher bestätigt; ein Grund, ihn in Haft zu nehmen, lag jedoch nicht vor, da die Beweismittel sichergestellt sind und ein Fluchtverdacht nicht begründet erscheint. Durch das Verhalten des Schultze ist die Deutsche Reichsbahngesellschaft, wenn überhaupt, nur geringfügig geschädigt worden, alle werteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft 1 in engstem Einvernehmen mit der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft geführt. Eine Erklärung der Firma Reisert. Zu den Mitteilungen über einen Bestechungsskandal bei der Reichsbahn erklärt die beschuldigte Firma Hans Reisert& Co., Kommanditgesellschaft a. A. in Köln, folgendes: Der gegen Provision angestellte Berliner Vertreter der Firma Reisert hat durch Mißbrauch von Inkassovollmachten beim Reichsbahnzentralamt Guthaben der Firma Reisert bis zu 98000 Mark eingezogen und für eigene Zwecke verwandt. Nach Aufdeckung der Unregelmäßigkeiten durch die Geschäftsleitung der Firma Neisert am 5. Februar 1927 ist dieser Vertreter gezwungen worden, die Verwendung des Geldes nachzuweisen, wobei man darauf stieß, daß er einen Teil des Betrags an einen Beamten des Reichsbahnamts weitergegeben bat. Bezüglich der Patente erklärt die Firma Reisert, daß Oberbaurat Schulte vom Zentralamt einer Reibe von Firmen die Aufgabe gestellt hat, die technisch den neuen Anforderungen nicht mehr genügenden Waggonräderschalen aus Rotguß zu verstärken. Schultze gab den in Frage stehenden Firmen, nicht nur der Firma Reisert, Anregungen, für welche zwei Firmen, darunter auch Reisert, je eine brauchbare technische Lösung' fanden. Reisert hat diese ihrerseits zum Patent angemeldet. Also hat Schulte selbst kein Patent im Besitz gebabt und konnte auch der Firma kein Patent verkaufen. Eine Lizenz wurde ihm von der Firma für verbessernde Ideen erst gewährt, nachdem er der Firma wiederdolt vor ZeuDie versunkene Stadt Atlantis entdeckt? Paul Verchardt, der bekannte Münchener Geogrand, glaubt eine sensationelle Entdeckung gemacht zu baben. Er meint in der Umgebung der nordafrikanischen Dase Udres die Reste der vor 3200 Jahren im Meere verfunkenen sagenhaften Stadt Atlantis gefunden zu haben. Bis jetzt war man der Annahme, daß„Aklantis“, die Stadt und Land der Atalanten, auf dem Grunde des Ozeans vor Rigeria rubt. Manche Wissenschaftler haben sogar einen ganzen versunkenen Erdteil Atlantis unter dem Wasserspienel des Atlantik vermutet. Nun sollen die bevorstebenden Ausgrabungen den Nachweis erbringen, daß die sagenhafte Stadt an der Rüste des Mittelmeeres in Nordafrika lag. von gewaltigen Flutwellen zerstört und zuletzt von der Sandwüste Afrikas bereckt wurde. ** K den versichert hat, daß er zur Annahme der Lizenz die Genebmigung seiner vorgesetzten Behörde habe. Zu der weiteren Meidimg einer Berliner Korrespondenz bezüglich des Verhältnisses zwischen Schulte und Reuerr stellt die Firma Reisart fest, daß sie nicht in größerm Maßstab Bestellungen von seiten der Reichsbahn erhalten hat wie andere Fabrikanten der gleichen oder ähnlichen Artikel. Nach dieser Feststellung ist es der Firma Reisert unerklärlich, wie sie in Verbindung gebracht werden kann mit Lizenzgebühren über 100000 Mk Im übrigen werden von der Firma Reisert alle Einzelheiten des Verhältnisses der Firma Reisert zu Schultze soweit sie in vorstehendem nicht richtiggestellt sind, als unwahr bezeichnet. Unrichtig sind weiter die Mitteilungen, daß die Firma Reisert auf Grund in Aussicht gestellter noch größerer Aufträge von seiten des Zentralamts saniert worden ist. Die Firma Reisert hat sei Monaten keine Aufträgdes Zentralamts mehr erhalten, und zur Zeit sind auch keine Aufträge in Aussicht gestellt. Das ist allen an der Sanierung Beteiligten bekannt. Die Firma versicher ausdrücklich, daß sie an den ihr vom Zentralamt zugewiesenen Arfträgen nicht nur keinen Nutzen, sonderr großen Schaden gebabt hat, aus dem nicht zuletzt ihre Zahlungsschwierigkeiten vom Herbst 1927 herrühren. Daf für Schulte bestimmte Gelder von Reisert auf dem Wege von Köln nach Berlin von einem Angestellten unterschlagen sein sollen, ist ebenfalls unrichtig. Bücher der Firma Reisert sind nicht beschlagnahmt worden. Dagegen sind die Akten, die auf die Unterschlagung des Berliner Vertreters der Firma Reisert Bezug haben, der Staatsanwalt aus freien Stücken zur Verfügung gestellt worden. Ausland. Rückkehr Aarols nach Rumänien? ch Paris, 23. März.(Telegr.) Nach einer Meldung aus Bukarest, bereiten die Anhänger des Prinzen Karol alles für eine plötzliche Rückkehr des Prinzen nach Rumänien vor. Der Prinz werde das Land vor eine vollzogene Tatsache stellen. Die Leitung der Nationalen Bauernvartei erklärt, daß. wenn die Partei nicht vor dem 22. April mit der Bildung der Regierung betraut werde, sie sich sehr entschieden für die Rückkehr des Prinzen, als des gesetzmäßigen Verrschers, aussoreche. Aus Westkalen und Rkeinkand. h Dortmund. 23. März. Immer wieder kann man es a beohachten, daß Obstschalen auf die Straße geworten werden. wodurch schon manches Menschenleben in# große Gefahr gekommen ist. Ein schwerer Unfall, der auch auf fortgeworsene Obstschalen zurückzuführen ist. ereignete sich gestern in Dortmund. Drei etwa 14= bis 17= jährige Mädchen wollten den Fahrdamm noch schnell vor zwei herankommenden Lastkraftwagen überschreiten. als plötzlich zwei von ihnen über auf der Straße liegenden Obstschalen ausrutschten und zu Fall kamen. Da ein Auto schon dicht an die Mädchen herangekommen war. konnte der Chauffeur auf die kurze Entfernung den Wagen nicht mehr zum Steben bringen. Die zwei Mädoen wurden von dem Auto überfahren. Mit soweren Verletzungen mußte, sie ins Krankenhaus geschafft werden. h Hagen. 23. März. Die Hagener T#####urkann als erloschen bezeichnet werden, da seit vier Wochen kein neuer Typhusfall gemeldet worden ist. Die Evidemie hat bei 69 Typhuserkrankungen insgesamt 19 Todesopfer gefordert. Zur Zeit befinden sich noch 22 Erkrankte in Krankenhausbehandlung: der Zustand von zweien ist besorgniserregend. * Münster, 23. März. Das Ergebnis der Abiturienten der münsterichen böberen Lehranstalten ist in diesem Jahre so glänzend, wie wohl kaum je zuvor. Nachdem nun auch noch die 15 Oberprimaner der Freiherx=vom=Stein=Schule sämtlich bestanden haben. sind die Hoffnungen aller münsterschen Abiturienten erfüllt worden. * Bielefeld, 23. März. Auf dem Bahnhof Löbne wurde gestern nachmittag der Wagenmeister Rönnemann von einem abrollenden Rangierzug erfaßt und auf der Stelle getötet.— Auf demselben Bahnhof wurde, ebenfalls gestern nachmittag. ein Pferdehändler. als er aus einem Wagenabteil stieg und das Bahngeleise betrat, von einem heransausenden Schnellzug überfahren und sofort getötet. * Essen, 23. März. Heute morgen gegen 3.30 Uhr waren zwei Männer durch das Oberlicht in das Postamt Rüttenscheid in der Kirdorfstraße eingestiegen. Mehrere Pulte und ein Schrank. in dem sich ein eiserner Geldschrank befand. wurden erbrochen. Der Geldschrank. der mindestens zwei Zentner schwer ist. p#urde von den Tätern. die die Postanstalt durch die oreinfahrt verließen, mitgenommen. Als sie mit ihrer Beute die Straße erreicht hatten. kam eine Polizeistreise in Sicht. Darauf ließen die Täter den noch eider nicht mögle inen groben Vor Ene lerchen des Landwittes lief deim abser der arbeitenden Magd direkt in l und starb kurz darauf an den erVerletzungen. 2 Der Fluch der 6ösen Tat Bauernroman von A. v. Habn.(33 *(Nachdruck verbeten). Nun kam eine große Unruhe in das Haus. Alles suchte nach der Baldingerin, die nirgends aufzufinden war. Wie ein Lauffeuer war's auch bald durch's Dorf gegangen, die Baldingerin sei verschwunden, und schon gingen allerlei Vermutungen berum, die böswillige Menschen ersonnen, und die darauf hinausliefen, der Baldingerin noch mehr anzubängen. Aber nichts von alledem war wahr Die Burschen, die Zeugen des nächtlichen Auftritts im Baldingergarten gewesen, erzählten es jedem, der es hören wollte. Es wurde zunächst auch nur eine Stimme der Entrüstung gegen die Verschwundene laut, und man konnte den Baldinger gar nicht begreisen, daß er sich gar so sehr grämte. Er konnte doch frob sein, wenn sie auf und davongegangen war. Mittaas kehrte der Knecht aus Sturzbach zurück, den der Baldinger zu Rösels Eltern geschickt hatte, und brachte die Nachricht, daß man dort nichts von der Baldingerin wisse. Da geriet der Bauer in eine schreckliche Aufregung. Wie besessen rannte er noch einmal durch alle Räume des Hauses, selbst in den Scheunen und Ställen ließ er keinen Winkel undurchsucht, und dann, als ein Bote nach dem andern, die er von Haus zu Haus und von Dorf zu Dorf in die nächste Umgegend geschickt datte, mit dem Bescheid zurückkam, von der Baldingerin sei keine Spur zu finden, rief er die Knechte zusammen und ging mit n zum See. Bis zum späten Abend fuhr er auf dem See umber, mit langen Stangen aus dem Grunde suchend, die Rösel kam aber auch dort nicht zum Vorschein. Eine furchtbare Nacht brach für den Baldinger berein, und ein ebensolcher Morgen folgte idr. Nicht allein, daß er fast der Verzweiflung erlag, er mußte auch noch der zudringlichen Neugier eines jeden standbalten * Die Meinung der Leute war über Nacht umgeschlasen. Alle waren jetzt von einem unendlichen Mitleid für Rösel erfüllt; denn der Rudi, der jetzt gar kleinlaut geworden, wollt“ jetzt nichts medr davon wissen, daß die Baldingerin etwas Unehrliches getan bätte, und sagte, daß das Zusammentrefsen mit ihm nur einer harmlosen Besorechung gegolten habe estellten Fehlbedarf von 1085 Wohnungen ecken. Es sollen durch Hauszinssteuermittel insesamt 400 Wohnungen errichtet werden. und zwar durch Vergabe von Hypotheken im Betrage von 1 190000 M.. 200 Kleinwohnungen(Zuschuß je 4000 M.) und 100 behördliche Arbeitgeberwohnungen(Zuschuß je 1500 M.). ferner 20 Normungswahnungen für 250000 Mk. und 20 Notwohnungen für 90000 Mk. Für die Instandsetzung von Altwohnungen werden 70000 Mk. Hypotheken gewährt. Außer dieser Hypothekengewährung soll durch Bürgschaften und Zinsverbilligungen die Erstellung von 685 Wohnungen ermöglicht werden. Für Bürgschaften. die bis zu 60 Prozent der städtischen Taxe gehen sollen. werden 4270000 Mk. bereitgestellt, für Zinsverbilligungen 180000 Mk. Sollte dieses Bauprogramm vollständig ausgeführt werden. so würde damit der augenblickliche Wohnungsbedarf gedeckt sein. h Mülheim. 23. März. Am Donnerstag nachmittag gcoen 3 Uhr wurde die 18jährige Paula N. in dem Keller ihrer elterlichen Wohnung, wo sie mit dem Zerkleinern von Holz beschäftigt war. angeblich plotzlich von einem unbekannten Mann im Alter von etwa 28 Jahren. der mit einer Windjacke und einer sogenannten Schlägermütze als Kopfbedeckung bekleidet war. von hinten überfallen. Der Täter habe sie umarmt. ihr ein Stück Tuch in den Mund gesteckt, ihr dann beide Arme auf dem Rücken mit einem Stück Wasserschlauch festgebunden und dann einen Sack lose über ihren Kopf gelegt. Aus Angst will das junge Mädchen sofort bewußtlos geworden sein. Was der Mann von ihr gewollt habe, kann das Mädchen nicht sagen. Ein Mitbewohner des Hauses, der im Keller etwas zu tun hatte, fand die Paula R. gegen 4.30 Uhr n ihrem Keller liegend stöhnend auf. Hamborn, 23. März. Nachdem die Vereinigten Stablwerke Schacht 1=4 als Förderschacht stillgelegt haben. soll im Lause dieses Jadres auch auf der Dovvelschaatanlage„Wehofen“ die Förderung eingestell.t und die beiden genannten Schächte nur noch für die Ein= und Ausfahrt der Bergleute verwandt werden während der Kohlenabbau von Schacht 2=5 aus erfolat. Bei Durchführung dieses Planes wird ein Ausbau der Uebertageanlagen von Schocht 2=5 und der Bau von Wohnungen bei diesem in Aussicht genommenen Hauptförderschacht notwendig werden. Die kürzlich gegrundete Ruhrhergbau=A.=G. an der die Rheinische Wodnungsfürsorge=Gesellschaft. die Westsälische Heimstätte und Industriekreise beteiligt sind. wird in Walsum=Aldenrade. in unmittelbarer Nähe von Schacht 2=5. 300 Wohnungen errichten. Die Kosten werden aus einem besonderen staatlichen Hauszinssteuerfonds und durch Anleiben bestritten. Auf dem bereits aufgestellten Bebauungsplan ist auch ein Grundstück für eine Kirche vorgesehen. ch Solingen. 23. März. Im Landkreise Solingen ist vom Landrat für die nächsten Wochen ein erhöhter Polizeischutz für die Wälder angeordnet worden. Gleichzeitig sind einige Gemeinden in dankenswerter Weise dazu übergegangen. an den Sonntagen mit ihrem starken Ausflugsverkehr Feuerwachen zu organisieren. Die Landjägerbeamten des Kreises stehen an den kommenden Sonntagen in den Waldgebieten des Kreises in Alarmbereitschaft. Die Wälder werden von Patrouillen begangen. wobei die Beamten vom Landrat die strikte Anweisung haben, besonders darauf zu achten, daß im Wald weder geraucht noch abgekocht wird. Jeder. der sich diesem Verbot widersetzt, wird unweigerlich zur Anzeige gebiacht werden. Das Publikum wird gebeten. die Beamten in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. 2 Düsseldors. 23. März. In einer Fabrik in Ratb explodierte aus bisher noch unbekannter Ursache ein Kessel. Ein Arbeiter erlitt einen Nervenzusammenbruch. einem zwetren wurde ein Bein abgerissen, zwei andere haben schwere Brandwunden erlitten. ch Köln. 23. März. Den Bemühugen der Kölner Kriminalpolizei. in Verbindung mit den Beamten der Zollfahndungsstelle in Trier ist es in der letzten Woche gelungen, zwei in Köln betriebene Geheimbrenncreien großen Stils auf die Spur zu kommen und zu schließen. Im ersten Falle handelt es sich um den Inhaber eines Kaffeehauses. in dessen Räumen während der Nuchtzeit aus Brennspiritus Trinkbranntwein hergestellt wurde. Die einsetzenden Ermittlungen führten zu dem Ergebnis. daß sich in der Steinstraße eine vollständig eingerichtete Brennerei befand. deren Betrieb es ermöglichte. 1000 Liter Spiritus avzubrennen. Zur Herstellung des Trinkbranntweins wurde Zucker verwandt. Es handelt sich in diesem Falle um die größte Geheimbrennerei. die bisher in Köln entdeckt wurde. Die Schwarzbrenner wurden verhaftet. die Betriebe geschlossen und die Geräte beschlagnahmt. = Neuwied, 23. März. Zum 80. Geburtstag des Kommerzienrats Henkel hatte sich der Persil=Himmel= schreiber. der wohl noch bei allen Lesern unseres Blattes vom Vorjahre her in lebhafter Erinnerung steht. eine ganz besondere Ehrung ausgedacht. Er erschien in den späten Nachmittagsstunden über dem Oertchen Rengsdorf bei Neuwied. wo Kommerzienrat Henkel seit langen Jahren seinen Sommeraufenthalt nimmt. und schrieb zweimal in bewundernswerter Exaktheit „Henkel 80“ in die Luft. Diese Leistung ist umso höher zu bewerten, als der Himmelschreiber dieses Wort bis dahin nicht ein einziges Mal geübt hatte. und sie verdient vor allem auch im Hinblick auf die außerordentlich schwierigen Umstände. unter denen die Demonstration erfolgte. Anerkennung. Der Pilot— es handelt sich um den deutschen Jungflieger Rudolon— traf in der Höhe. in der er overieren muß und das ist 4000 Meter. einen orkauartigen Sturm an. der mit nahezu 100 Klm. Einsturz=Ratastrophe in der Lausitz neten Geldschrank zurück und flüchteten in Richtung ch. die Einbrecher, die von vornherein prung hatten. zu ergreisen. h Osterseld, 23. März. In Osterseld wird demnächst von der Guteboffnungshütte ein Gasometer errichtet werden. der wegen seiner riesigen Ausmaße als der größte Eurovas bezeichnet wird. Der Gasometer bat ein Fassungsvermögen von 347000 Kubikmeter und eine Höbe von ca. 120 Meter. Der Mantel des Gasbehälters wird vollständig fest stehen und nur ein Deckel. der sich innen befindet, bebt oder senkt sich. Es werden also nach Fertigstellung des großen Gasbehälters. die Hochosengase. die heute noch ungenutzt verbrennen, vroduktive Perwertung finden. Mit dem Bau, der auch das Landschaftsbild nickt verunzieren soll. ist bereits begonnen worden. * Duisburg. 23. März. Ein junger Mann aus der Friedensstraße benutzte den Gasbahn in seinem Zimmer als Kleiderbaken und öffnete mit dem Spazierstock, den er ebenfalls aufgehängt hatte. versebentlich den Habn. Am Morgen fand man ihn bewußtlos mit Gas vergiftet auf. Die Feuerwehr brachte ihn sofort zum Hospital. wo man mit einem Sauerstoffapparat Wiederhelebungsversuche anstellte. Diese waren nach zwei Stunden von Erfolg. * D u i s b u r g. 2 3. M ä r z. D i e F a m i l i e d e s L a n d w i r t e s Pusen in Camp auf der linken Rheinseite. wurde von einem schweren Unglück heimgesucht. Das sechsjährige Töchterchen des Landwirtes lief beim laden von Dünger die Mistgabel littenen schweren * Mülheim=Nuhr. 23. März. Die Stadtverwaltung will im Jahre 1928 den am 15. Februar statistisch festDie Unglücksstätte.(Orieinalzeichnung unseres Spezialzeichners Aren). Ein heftiger Sturm hat auf der Braunkohlengrube 17 Arbeiter begraben. Zehn wurden tot unter den Trüm„Friedländer" bei Mückenberg im Lausitzer Revier eine mern hervorgezogen, sieben sind lebensgefährlich verletzt. im Bau befindliche riesige Förderbrücke umgeweht und Das Dorf war in der hellsten Aufregung über das rätselbafte Verschwinden. Bei all den Nachforschungen, die der Bauer angestellt hatte. konnte man jetzt kaum noch daran zweifeln, daß ein Unglück geschehen war und die Verschwundene sich ein Leid angetan habe. Rösels Vater war auch berübergekommen und tat noch einmal alles selbst, was schon so unzäbligemale geschehen war. Keinen Winkel ließ er in Haus und Hof undurchforscht. Ja, er überwand sich sogar und ging in den Schwanen hinüber, um mit dem Rudi zu reden, gegen den er einen wohl zu begreifenden Haß und Widerwillen begte. Der erklärte sich jetzt schon breeit, es zu beschwören, daß er mit der Baldingerin nichts gehabt habe, seitdem er im Schwanen sei, weder im Guten, noch im Bösen, und die Lenei, die das mitanbörte, ließ die Worte fallen: „Man sollte bald meinen, sie sei dem Baldinger unter den Händen geblieben, wenn man hört, wie der mit dem Weib umgegangen ist!“ Rösels Vater sab sie darauf nachdenklich an, blickte eine Weile schweigsam vor sich nieder und ging dann mit wenigen Worten bastig fort. Beim Baldinger kehrte er aber nicht mehr ein, sondern rief dem Knecht über den Zaun von der Straße aus zu, ihn mit dem Wagen beim Amtmann abzubolen. Darauf ging er stracks zu diesem hin und erstattete von dem Verschwinden seiner Tochter Anzeige, die gerichtliche Unterstützung zur Aufklärung der Angelegenbeit nachsuchend. Der Amtmann wußte freilich schon von allem, und er hatte auch schon mit dem Baldinger darüber gesprochen. Jetzt aber mußte er die Sache von einem anderen Ende anfassen. Der Baldinger, der ganz gebrochen vor Schmerz war, —„es ist das böse Gewissen", raunten sich die Leute beimlich zu,— und alles, was zu seinem Hause gehörte, wurde am folgenden Tage zu Protokoll genommen. Etwas Neues kam freilich nicht mehr hinzu; denn die Leute und der Bauer selbst hatten es ja schon unzäbligemale erzählt, was alles geschehen war, und daß er sein Weib zuletzt habe in die Stube geben hören und weiter nichts wisse. Aber der Amtmann schrieb jetzt alles haarklein auf und forschte auch nach dem kleinsten Umstand ganz besonders nach, daß den Leuten ganz ängstlich zumute und wirr um den Kopf wurde. Auch im Schwanen wurde alles verdört, die Lenei #Leist, die dem Baldinger die Kunde zugetragen hatte Sie sagte aus, daß Rösel sie angerusen und den Rudi durch sie in den Garten bestellt habe. Sie habe das dem Rudi ausgerichtet. Als er aber hingegangen sei. hade sie es für ihre Schuldigkeit gehalten, es dem Baldinger zu stecken. Was dann geschehen sei, wüßte sie nicht. Der Rudi und die Burschen seien später hereingekommen und sie hätten noch eine Weile beisammen gesessen. Niemand glaubte ihr recht, was sie da sagte; denn jeder wußte, daß sie es nur aus Bosheit gegen den Baldinger getan hatte. Der Amtmann mußte sich wohl auch sein Teil denken, denn er warf der Wirtin einen Blick zu, als wollte er sagen:„Hättest besser getan, deinen Mund zu halten.“ Der Rudi bestätigte alles, was die Lenei ausgesagt hatte, nur fügte er noch hinzu, die Bäuerin habe in keiner bösen Absicht mit ihm reden wollen, sondern ihn nur bitten wollen, daß er fortgehen möchte, weil seine Nähe den Unfrieden ihrer Ehe noch verschlimmere. Es schien ihm auch arg leid zu tun, was er aus Uebermut gegen die Baldingerin gesündigt hatte, als der Amtmann ihm so ernste Vorhaltungen darüber machte und ihm vorhielt, wie er die Bäuerin durch Lügen in der Leute Mund gebracht und das Feuer geschürt habe. Wenn die Baldingerin etwas gegen sich begangen habe, dann müßte er sich die Schuld daran zumessen. Es sei überhaupt nicht recht gewesen, daß er hierher gekommen sei und die Bäuerin durch seine Anwesenheit in bösen Leumund gedracht habe. Bis dabin wäre sie in aller Augen ein ehrbares Weib gewesen, bis er wie der Böse in ihren Frieden eingebrochen sei. Der Rudi war darüber ganz zerknirscht und beteuerte es nochmals, daß es ihm nicht im Sinn gelegen, mit der Baldingerin wieder anzubinden. Es habe ihm nur Soaß gemacht, den Leuten ein bißchen was vorzumachen, die gar so arg hinter der Sache bergewesen seien. Er habe sich auch nicht hierber gedrängt. sondern nur den Antrag der Wirtin angenommen, die ihn aus eigenem Willen in den Schwanen gedungen habe. Da siel die Schmanenwirtin geschwätzig mit allerlei ein und der Amtmann mußte von dem Rudi ablassen. Auch der Wirt hatte seine Aussage machen müssen, und zwar machte er eine solche von großer Bedeutung. Der verkommene Trunkenbold zeigte eine Aufgeregtbeit dabei, als stehe er unter einem furchtbaren Eindruck, den er von dem Baldinger habe. Er erzählte, daß in der besprochenen Nacht ihm schlecht geworden sei und er das Bett verlassen habe, um ins Freie zu geben. Es müsse schon tief in der Nacht gewesen sein. Da habe er gesehen, wie eine Gestalt, die etwas Schweres auf den Armen trug. vom Baldingerbaus her gekommen, über die Wiese nach der Richtung des Sees hingegangen sei. Es habe so ausgesehen, als wenn ein Mensch den anderen trüge. Da ihm aber gar so arg schlecht gewesen sei, hade er nicht weiter darauf geachtet und sei ins Haus zurückgegangen kune: Er sab sich deswegen seine Schrift weizeh von sie im Augenblick des Stundengeschwindigkeit dahinbrauste. in die Notwendigkeit versetzt. Rengsdorf zu schreiben, wenn sie in Fertigseins richtig über dem Orte stehen sollte. Er mußte sie— man bedenke die Entfernung!— 20 Kilometer von Nerasdorf entfernt beginnen, um sein Ziel zu erreichen. Zudem berrschte in der Höbe eine Kälte von minus 30 Grad Celsius. so daß sich denken läßt, daß der kühne Pilot erfreut war, als er nach getaner Arbeit wieder in die tieseren und wärmeren Luftschichten kam. Er hatte als Flugbasis Köln gewählt und mußte, nach beendetem Fluge wieder dorthin zurückkehren. Die 70 Kilometer Entfernung zwischen Neuwied und Köln. die er mit Rückenwind zurücklegte, durchilog er in der fabelhaft kurzen Zeit von 15 Minuten. was einer Stundenseschwindigkeit von 280 Kilometer gleichkommt. Die Vorführung eregte wieder, wie gewohnt. die größte Aufmerksamkeit. * Bransschäden überall. * M e t t i n g e n. 2 3. M ä r z. A n f a n g d e r W o c h e e n t s t a n d ein Waldbrand in den siskalischen Forsten in der Bauerschaft Wiche an der Landstraße von Mettingen nach Ibbenbüren. Nur der günstige Ostwind schützte hohe wertvolle Tannenbestande von großer ausdehnung vor der Vernichtung. Die Ibbenbürener Feuerwehr war schnell zur Stelle und im Verein mit den herbeigeeilten Anwohnern konnte das Feuer bald gelöscht werden. Einige Tage darauf brannte schon wieder ein Tannenbestand. diesmal im sog.„Düwelskamp“ in Wiche. Auch hier ist es wieder dem günstigen Winde und dem schnellen Eingreisen der Mettinger, Feuerwehr zu verdanken, daß ein größeres Unheil verhütet wurde. Täter wurden etwa 14jährige Burschen festgestellt. die„Osterfeuerchen" machen wollten. * Gronau. 23. März. Nachdem hier schon vor wenigen Tagen ein erheblicher Wald- und peidebrand gewütet hatte. brach am Dienstagnachmittag gegen 3 Uhr zwischen Gronau und Ochtruv ein Brand aus, wie ihn unsere Gegend seit Menschengedenken nicht erlebt bat. Auf Ochtruver Gebiet lagen etwa 800 Morgen Heideund Torfbestand im Feuer. und auf Gronauer Gebiet verbrannten außer 20 Morgen Kiefernschonung noch rund 700 Morgen Heide. Insgesamt wird die Brandfläche auf annähernd 2000 Morgen geschätzt, die einem mehrere Kilometer langen wilden Feuermeere glich. Die Ochtruper und Gronauer freiwilligen Wehren und die Fabrikwehren leisteten schier übermenschliche Arbeit. Als es nach langer Arbeit gelungen war. das Feuer niederzuringen. brach abends das Feuer. das in dem dürren Heideboden fortgeschwelt hatte. wieder von neuem los. so daß die Feuerwehr wieder eingreifen mußte. * Dützen(Kr. Minden). 23. März. Nachmittags entstand in der Dampf= und Wassermühle Meversiek ein gewaltiges Feuer. durch das der gesamte Gebäudekompler bis auf die Grundmauern eingeuschert wurde. trotzdem außer den drei Nachbarwehren auch noch die Mindener Motorsoritze eingriff. Mangel an Wasser. das von den oberhalb gelegenen: Mühlen gehalten wurde, war die Ursache, daß die Mindener Motorspritze nicht arbeiten konnte. Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen Reichstarifabschluß der Buchbinder. = Berlin. 23. März. Vor einem vom Reichsarbeitsministerium gebildeten Schlichtungsausschuß fanden gestern Lohnverhandlungen für das Buchbindergewerbe in Berlin statt. Es kam zu einem Schiedssoruch. nachdem der Reichstariflohn in Klasse 1 von 1 Mark auf 1.09 Mark erhöht wird. Alle übrigen Lohnsätze errechnen sich nach dem Lohns“..; im Reichsmanteltarif. Diese Lohnrechnung soll Gültigkeit haben vom 5. Avril 1928 bis zum 3. April 1929. Der Schiedssoruch wurde sofort von allen Vertragsvarteien angenommen. Gerichtliches. Bankier Kunert aus der Haft entlassen. Berlin. 23. Mätz.(Telegr.) Der Bankier Clemens Max Kunert wurde heute mittag nach Hinterlegung einer Kautton von 160 000 Mk. aus der Untersuchungshaft entlassen, da nach Erledigung des Ermittlungsverfahrens eine Verdunkelungsgefahr nicht mehr für vorliegend erochtet wurde. Drei Jahre Zuchthaus gegen Keil beantragt. ### Berlin. 23. März.(Telegr.) In dem Betrugsorozeß gegen Artur Keil beantragte der Staatsanwalt wegen fortgesetzten Betruges unter Versagung mildernder Umstände drei Jahre neun Monate Zuchthaus, zweitausend Mark Geldstraje und fünf Jahre Ehrverlust. Die Sachverständigen hatten ein Endgutachten über das„totsichere Tivvsystem“ abgegeben. und kamen zu dem Ergebnis, daß dieses System wertlos sei. und daß es bei den Staffelwetten Keils unmöglich sein würde, die notwendigen riesenhaften Beträge für die einzelnen Wetten bei Berliner Buchmachern unterzubringen. * Reichsgerichtsurteil in Sachen Traugott von Jagow. *= Leipzig, 23. März.(Telegr.) In der Nevision in Sachen des früheren Regierungspräsidenten Traugott von Jagow. der den vreußischen Staat auf Zahlung des Wartegeldes für die Zeit vom 1. Januar 1922 bis 1. Januar 1925 verklagt hatte, hat heute das Keichsgericht das Urteil der Vorinstanz aufgehoben und festgestellt, daß der preußische Staat verpflichtet ist. dem Kläger vom 1. Januar 1922 ab die ihm als Regierungspräsident im einstweiligen Rubestand gesetzlich zustehenden Bezüge zu gewähren. Die Kosten des Verfahrens wurden dem preußischen Staat auferlegt. Dann fuhr er in hastig sich überstürzender Rede fort, während eine wilde Angst aus seinen stieren, rotumränderten Augen leuchtete, der Baldinger sei ein gar so schlechter Mensch, der ihm schon lange nach dem Leben trachte. Das weiß die Lenei auch, denn sie warne ihn täglich vor ihm. Er aber ginge nicht mehr hinaus, wenn er wüßte, der Baldinger sei im Gange. Er wisse ja, daß jener nur auf den Augenblick passe, ihm den Garaus zu machen. Und er wäre doch schon ohnehin ein geschlagener Mann, klagte er schluchzend und an allen Gliedern zitternd, und er habe doch die Papiere ganz gewiß nicht, die seien verbrannt und der Benedikt müßte es gewesen sein. Die Lenei unterbrach sein Geschwätz mit barscher Stimme und befahl ihm, keinen Unsinn vor dem Herrn Amtmann zu schwatzen. Zu dem Amtmann aber meinte sie achselzuckend, der Wirt weiß jetzt zumeist nicht mehr, was er rede, und darum sei auch nicht gar zu viel auf seine Aussage zu geben. Wer weiß, was er sich in seiner Anost vor dem Baldinger jetzt zusammengereimt und was er für Gespenster gesehen habe, wenn er auch wirklich in der betreffenden Nacht draußen gewesen sei, was sie bezeugen könne. Aber der Amtmann schrieb doch alles genau auf, was der Wirt zur Sache ausgesagt hatte, nur setzte er den Vermerk daneben:„Zeuge Trunkenbold, anscheinend gestört, Delirium.“ * Als der Amtmann mit seinem Schreiben fortgegangen war, schob die Schwanenwirtin ihren Mann in die Schlafkammer und stieß ihn dort in einen Lehnstuhl nieder, wo er, von allen Seiten gestützt, festsaß und nicht berunterfallen konnte. „Bist ein elendiger Trottel!“ schalt sie wütend, mit gedämpfter Stimme, ihm die geballten Fäuste vor das Gesicht haltend.„Hob' ich Dir nicht gesagt, sollst nicht von den Papieren schwatzen. und jetzt hast's doch getan? Willst noch jetzt, nach sechs Jahren, dafür ins Gefängnis geben? Warum haft' davon angefangen. da Dich niemand danach gefragt bat? Jetzt sag' ich Dir, kannst' gewiß sein, daß Du keine Stunde mehr vor dem Baldinger sicher bist! Wo er Dich sieht, nimmt er die Art und schlägt Dich tot! Darum gebst' mit keinem Schritt mehr hinaus, hörst? Nicht einen Schritt! Und wenn Dich jetzt einer nach den Papieren fragt, denn das kann schon gescheben. weil Du Dich so verschwatzt hast, dann weißt von nichts! Host verstanden? So gib doch Antwort, ob Du mich begriffen bast, Du elendiger Süffel!" zischte sie ihn wütend an und rüttelte ihn an der Schulter, der blöde vor sich hinstierte. (Fortsetzung solal) 7P 0 Nr. 84(Zweites Blatt) Gelsenkirchener Zeitung Samstag, den 24. März 1928 64. Jahrgang. 727 Neues aus dem„Schalker Bruch“. Ein Promenadenweg von der Das immer schönere Gelsenkirchen=West. 6 Die Zevvelinallee ist bis zum nächsten Montag spätestens vollständig fahrbar. vergangenen Herbst hatte die Westdeutsche Wegebaugesellschaft die nördliche Fahrbahn von der Schwarz= mühlenstraße ab mit„Topeka" zu befestigen begonnen. Ungünstiger Witterung wegen mußte jedoch die Arbeit eingestellt werden. Im heurigen„unerhört" trockenen März— wann war wohl der März je so trocken?— war gegebene Wetterlage. Sei drei Wochen ist man wieder tätig. Seit gestern wird die obere Fein= oder Schleißschicht gemacht. Hiermit hofft man, wenn nicht starker Regen kommt, bis spätestens Montag zu Rande zu sein. Das Material wird mit 180 Grad Hitze verarbeitet. Mit dieser Hitzetemperatur kommt es aus der Zentrale Baustelle Hafen. Die eigens konstruierten Kraftfahrzeuge bewahren die nötige Hitze, so daß vom Hafen aus mit einem Aktionsradius von 50 Kilometer bis Dülmen und noch darüber hinaus oder bis ins Bergische Land gearbeitet werden kann. Am Dienstag wird so auch die Vattmannstraße und im Anschluß daran die Josepbstraße fertig hergestellt. Entlang der Fahrstraße der Zevelinallee sind in den letzten Wochen noch zwei Heckenreihen mit Liguster anRotthauserstr. bis zum Flugplatz. gepflanzt. Zur Zeit werden noch die Radfahrwege und der nördliche Bürgersteig hergestellt. Wegebzuarbeiter haben sodann angefangen, im mittleren Grünstreifen der Allee einen Promenadenweg anzulegen. Die gesamten Arbeiten erstrecken sich auf die neue Länge von etwa 900 Meter zwischen Schwarz= mühlen= und der Kreuzung der Essener= mit dem Beginn der Nienhausen= und der Köllmannstraße. An der Südostecke der. Straßenkreuzung Zeppelinallee und Schwarzmühlenstraße ist ein 60 mal 90 Meter großer Schmuckplatz geplant. Hierfür wird zur Zeit das Gelände mit Schutt angehöht. Innerhalb des großen Stadtgartens ist am Eingang zum Rosenvarterre der eine Bürgersteig umgebaut. Hier sind, an der Haltestelle der Straßenbahn, mehrere Sitzbänke aufgestellt. Und es beginnt hier der neue Radfahrweg. Der gerade, neue Bürgersteig, durch den der Park eingeschränkt worden ist, ist noch unterbrochen. Doch dürfte damit zu rechnen sein, daß auch links des Parkeingangs der neue Bürgersteig bis Am Stadtgarten gradlinig fortgesetzt wird. Dieser Linienführung entspräche dann die Richtung des Bürgersteiges innerhalb der bebauten Zeppelinallee. Schon sind mehrere weitere Baugrundstücke an Baulustige verkauft worden. Und da auf Grund der Kaufbedingungen innerbalb Jahresfrist mit der Bauausführung begonnen werden muß, darf schon für diesen Sommer mit erneut einsetzender Bautätigkeit an der Zeppelinallee gerechnet werden. Die unterbrochenen Straßenbauarbeiten an der Schwarzmühlenstraße werden jetzt gleichfalls beendet, soweit heute von einer Beendigung gesorochen werden kann. Denn es ist zur gleichmäßigen Durchführung der Straße eine breitere Schwarzbachbrücke nötig. Und die schmale Unterführung unter dem Damm der Köln=Mindener Bahn entspricht auch nicht der Breite dieser Straße. Der Umbau des Bahnhofs Gelsenkirchen und die bedeutende Erbreiterung des Bahndammes bis zur Katernberger Grenze ist in wenigen Jahren zu erwarten. Zugleich muß die Strecke wesentlich gehoben werden. Denn das Senkungsgebiet erstreckt sich beiderseitig des Schwarz= baches und hat Senkungen bis zu fünf Meter erreicht. Vom Bahnsteig des Hauptbahnhofs aus erkennt auch ein ungeübtes Auge, daß der Bahnkörper von der Brücke über die Rotthauserstraße ab sich schnell senkt und nach Katernberg hin wieder ansteigt. Es wird, nehmen die Arbeiten erst ihren Anfang, auch zugleich eine der Breite der Schwarzmühlenstraße entsorechende Unterführung in Angriff genommen werden. Auch das hoch angesüllte Stück des Zechenplatzes von„Dahlbusch“ wird dann bis zur Zechenstraße abgetragen. Aufstehende Gebäude sind nicht vorhanden. Eine neue Futtermauer würde um 15 Meter weiter zurückzusetzen sein. Einen sehr guten Eindruck erwecken die neuen, fertig hergestellten Radfahrwege. Das Rot der Ziegelasche leuchtet freundlich aus dem Grau des Pflasters und dem Schwarz der Aschenwege. Und der Fußgänger fragt bescheiden, ob er denn nicht in der Mehrzahl sei? Ob denn er nicht berechtigt sei zu fordern, daß auch für ihn ein ähnlich sauberer Gehweg mit einem Plattenläufer herzurichten wäre? Regenund Tauwetter sind nicht die Freunde des Fußgängers. Aber da er dann nicht zu Hause bleiben darf, muß er aufgelockerte, schmutzige Wege gehen. Fahrzeuge und Radfahrer haben dagegen wohlbereitete Wege. Da sein Recht unbestritten ist, darf auch er einen Plattenweg fordern. Den ganzen Schwarzbach entlang wird von der Rotthauserstraße ab bis zum Flugplatz ein Promenadenweg angelegt. Wir haben in der„Gelsenkirchener Zeitung“ schon beim Beginn der Arbeiten zur Hebung des Schwarz= baches neben dem Rotthauser Stadtgarteneingang angeregt, entlang des Baches eine Wegeverbindung zwischen Rotthauser= und Schwarzmühlenstraße zu schaffen. Weit darüber hinaus geht jetzt, was bereits in Angriff genommen ist. Auf die bachseitige Deichkante ist bereits eine Hecke aus Alphen(Buschahorn) gepflanzt, und die Gärtner sind schon weit bis Köllmanns Busch vorgedrungen. Ueber 2000 Buschpflanzen sind bereits gesteckt. Auf die landseitige Deichkante werden Papveln und Akazien und ebenfalls eine Hecke gepflanzt. Bevor der Deich in der Böschung des ansteigenden Geländes ausläuft, wird der Promenadenweg eine Schwenkung machen und an der Böschung entlang sich ziehen. Köllmanns Busch mit seinem schönen Buchenbestand dürfte ein erfreulich schönes Kernstück dieses Promenadenweges werden. Und eine Brücke über den Katernberger Bach aus Bismarckeichen wird die Fortsetzung bis zur Zeppelinallee ermöglichen. Der neue Weg nimmt an der Rotthauserstraße seinen Anfang durch Umbau des hier angelegten Toreingangs zum Stadtgarten. Neben dem Torweg soll ein neuer Weg zum Bachdeich angelegt werden. Wie alle öffentlichen Wege, so ist es auch für diesen nötig, daß er beleuchtet wird. Nur wenige Lampen dürften genügen, diesen Weg auch bei Dunkelheit sicher begehbar zu machen. Von der Bürgersteighöhe der Schwarzbachbrücke über die Schwarz= müblenstraße bis zur Deichkrone sind seitens der Emschergenossenschaft bebelfsmäßige Knüppeltrepven angelegt. Und ein Eisengitter sperrt den Zugang zum Deich ab. Diese Gitter werden wieder entfernt und an Stelle der Knüpveltrepven werden solche aus Bruchsteinen, ähnlich der neuen Treppen im Stadtgarten gebaut. Die sämtlichen vorbeschriebenen Arbeiten gestatten einen erfreulichen Ueberblick über die Verschönerungsbestrebungen am Stadtbilde und über die rechte Anwendung der dazu bereitgestellten Geldbeträge. Tokales. Gelsenkirchen, den 24. März 1923. Eine schmachvolle Verleumdung. ** Das kommunistische„Nachrichtenblatt für Westdeutschland“, das den Titel hat„Der Abend“. veröffentlichte in seiner Nummer 40 vom 17. März 1928 unter einer sensationellen Ueberschrift und in„großer Aufmachung“ einen romanhaften Bericht aus Düsseldorf. der allerlei schmutzige Behauptungen über Erlebnisse eines„betrunkenen Pfarrers“ in Köln und im Düsseldorfer Hauptbahnhof, die sich Mitte der vorigen Woche abgespielt haben sollen, auftischte und sie mit dem bekannten kommunistischen Zynismus breittrat. Als der also Angeschuldigte wurde der Pfarrer von St. Georg in Gelsenkirchen bezeichnet. Wenngleich die Mitteilungen an sich schon den Stempel der Unwahrscheinlichkeit an der Stirne trugen und an ihren inneren Widersprüchen zerschellten. verfehlten sie doch in atheistischen Kreisen ihre üble Wirkung nicht. Andererseits aber lösten sie den entschiedenen Widerspruch derer aus, die als Zeugen die elenden Verleumdungen gegen den Herrn Pfarrer in dem sensationslüsternen kommunistischen Organ gelesen hatten und sie amtlich und dienstlich an der Hand von Feststellungen als erlogen bezeichnen. So: ein Reichsbahninsvektor und ein Oberschaffner vom Düsseldorfer Hauptbahnhof, die den verleumderischen Schilderungen auch im Namen aller andern Beamten durch schriftlich festgelegte Klar. stellung entschieden entgegentreten, die gerichtliche Klage gegen den„Abend“ empfehlen und bereit sind, ihre Widerlegung eidlich vor Gericht zu erhärten. Das kommunistische Blatt kommt nun in seiner Nummer 45 vom 23. März nochmals in derselben sensationellen Aufmachung auf die Sache zurück, ohne sie fachlich richtig zu stellen oder zu widerrufen, sondern beschmutzt in ihrem zunischen Geifer erneut den Pfarrer, der diesmal mit Namen genannt wird, wenn auch mit einem falschen. Aus den von uns angestellten Nachforschungen und aus den uns vorliegenden autbentischen Darstellungen und Mitteilungen geht unzweidentig und einwandfrei hervor, daß es sich bei den Nachrichten des„Abend“ um glatte Lügen und elende Verleumdungen übelster kommunistischer Art und Hetze handelt. Auf Einzelheiten einzugehen, müssen wir uns versagen, da uns die Ehre eines gewissenhaften und tieffrommen Priesters zu hoch steht, als daß wir es für nötig halten, ihn gegen ein solches Pamphlet zu verteidigen. Wer den Pfarrer von St. Georg kennt, weiß, daß solche Verleumdungen nicht an ihn heranreichen. Im übrigen teilen wir noch mit, daß heute von Rechtsanwalt Wientgen=Essen Strafantrag gegen den „Abend“ gestellt werden wird. Dem Ergebnis dieses Verfahrens kann man in größter Ruhe und Sicherheit entgegensehen. * Die Grippe geht um! "„Der Erreger der Grivve findet sich in den katarrhalischen Ausscheidungen der Luftwege, mit denen er beim Sprechen. Husten und Niesen ausgestoßen wird. Kranke sollte sich bemühen, beim Sprechen möglichst nicht feine Teile des Mundspeichels zu verstreuen und sollte beim Niesen und Husten ein Taschentuch vor den Mund halten. Die Grivve ist keine solche Erkrankung, die ein einheitliches Bild liefert, wenn auch vielfach Entzündungen der Luftwege, festzustellen sind. Sie beginnt mit mehr oder weniger Fieber: meist macht sich ein Schnupfen bemerkbar, zu dem sich ein quälender Reizhusten zu gesellen pflegt. Die Befallenen leiden an schwerem Krankheitsgefühl. Kopfschmerzen, ferner Reißen im Rücken und in den Gliedern. Anderseits können auch Störungen im Magen und im Darmkanal in den Vordergrund treten. Bei schweren Formen der Grippe ist das Herz gefährdet. Nicht selten tritt neben der Grivve eine andere Evidemie auf. die den Namen Kopf= oder Gebirngrivpe führt und durch auffallende Schlafsucht gekennzeichnet wird. Auch diese Krankheitserregung kann gefährlich werden. Man soll„das bißchen Grivve“ nicht, wie es vielfach geschieht, als harmlos und gleichgültig abtun. Vielfach verläuft die Krankheit allerdings harmlos. und es mogen Bekämpfungsmittel wie Vyramidon Aspirin usw., auch alkoholische Getränke genügen: aber in ernst erscheinenden Fällen begibt man sich beizeiten in die Bebandlung eines Arztes. Neue Gasfernleitung Gelsenkirchen. in □ Auf der Schachtanlage„Consolidation 1.6“ wurde eine neue, moderne Kokereianlage gebaut. Die„Gelsenkirchener Zeitung“ hat darüber ausführlich berichtet. Wer Gas erzeugt, will auch Gas ver0 Jader werraütenftige Ralucher wire sich freuen! So versicherte uns ein kluger Fachmann, als wir ihm. mittellten, dass wir eine neus Cigarette mit der Parole bringen: Alles für den Inhalt, nichts mehr fürausseren Lunus! Rauchen Sie die neue Batschart Cigorette NENOS PIG Bessere Cigaretten in dieser Preislage gibt es nicht! FÜR IE S Hllen MöbelInteressenten empfehlen wir unsere zwanglos zu besichtigen. Gehr. Rosenberg Ralsankirchan mis Alter Markt-Fcke 11-13 kaufen. So auch„Consolidation". Sie liefert zwar ihr Gas an das städtische Gaswerk. Aber Gelsenkirchen verbraucht von diesem Gas nicht genug. Also suchte sich„Consolidation“ neue Abnehmer. Es mußten natürlich Großabnehmer sein. Mit dem ersten dieser Art ist ein Abkommen getroffen. Es ist die Glas= und Spiegelmannfaktur. Diese stellte sich ihr Gas zur Glaserzeugung bisher selbst her, Erzeugte daneben Rauch und Asche. Rauch ist schädlich und unerfreulich. Asche ist unbrauchbar, muß zu den weltbe—rüchtigten Halden aufgehöht werden. Das alles wird jetzt aber sehr erfreulich anders. Die Glasund Spiegelmanusaktur macht Schluß mit der eigenen Gaserzeugung. Von demnächst ab bezieht sie ihr Gas von„conlolidation“. Zu diesem Zwecke wird eine Gashochleitung von dem neuen Trockengasometer auf der Schachtanlage 1/6 zur Spiegelmanusaktur gebaut, nach dem Prinziv der Gasfernleitungen. Diese neue Leitung wird 50 Zentimeter weit und kommt auf hohe, auf festen Fundamenten zu verankernde Eisenstützen zu liegen. Bauunternehmer Geisweid führt diese Fundamente zur Zeit aus. Es müssen mit dieser Hochleitung auch zwei Straken und die Emschertalbahn gekreuzt werden. Also werden sich im Sommer schon zwei Nohrbrücken, die eine über die König=Wilhelm=, die andere über die Hochkampstraße, spannen. Die Brücke über die Bahn ist fertig.— Gashochleitungen liegen bis zu einem gewissen Grade ohne Spannung, bleibei von Bodensenkungen oder=verschiebungen durch Bergb au fast unbeeinflußt. Auftretende Schäden sind fast sofort zu beseitigen, sind immer sofort zu erkennen. Nicht so die Erdleitungen. Gasrohrbrüche sind deshalb, weil das absinkende Erdreich die Rohre belastet und mitziebt, nichts Neues. Also ergibt sich eine Bereicherung des Industriestadtbildes. Und zugleich werden etliche Schornsteine außer Dienst gestellt. Die besten Zukunftsaussichten werden in nächste Nähe gerückt. Andere Industrien mit großen Feuerungen werden folgen. Und man hört bereits, daß auch die Chemische Fabrik anschließend an diese Gashochsernleitung angeschlossen werden soll. *„Christus König". Die zweite Aufführung des Passionsspieles„uhristus König“, findet Sonntag. 25. März. abends 7.30 Uhr. im Vereinsbaus. Stolzestraße. statt.(Siebe Anzeige!) = Reiseprüfung an der Oberrealschule. Am Freitag, 23. März, fand unter dem Vorsitz des Oberschulrats Dr. Schwarz aus Münster und in Gegenwart des Bürgermeisters Antoni die diesjährige Reifevrüfung statt. Es unterzogen sich ihr zwanzig Schüler, die sämtlich bestanden. Sieben davon konnte das Prädikat„Gut bestanden" erteilt werden. Die Namen der Prüflinge sind: Barth(Volkswirtschaft), Bastek (Bankfach), Didier(Journalistik), Einhoff(Sportlehrer), Gahlmann(Jura), Götz(Banksach), Greine(Naturwissenschaften), Hanewinkel(Theologie), Haupt(Landwirt), Jörn(Mathematik und Nathewissenschaften), Reiner(Ingenieur), Klöckner (Verwhältungssachl. Middelhaupe(Zollfach), Niehaus(Verwaltungsfach), Rhode(Sportlehrer), Rotthauwe(Medizin), Schaavs(Medizin), Tiemever (Naturwissenschaften), Treckmann(Landmesser), Wiese(Landmesser). = Staatliche Prüfungen für Privatmusiklebrer. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt findet am 13. und 14. April d. J. in Münster eine staatliche Prüfung für Privatmusiklehrer(=lehrerinnen) statt. Meldungen sind umgehend unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse an das Polizeischulkollegium in Münster einzureichen. = Bestandene Ingenieur=Abschlubprüfung. Am Technikum Lage(Lipve) wurden am 14. März die Ingenieurstr sti U Abschlußprüfungen unter dem Vorsitz der Regierungsverteter.„Regierungs= und Oberschulrat Dr. Schmiot und Regierungs= und Gewerberat Deubner. beendet. Von den 117 Ingenieur=Kandidaten nahmen von hier Eberhardt Monning und Friedrich Zeidtler mit Erfolg an der Ingenieur=Prüfung teil. * Hohes Alter. In geistiger und körverlicher Frische begeht heute Gustav Willecke. Teutstraße 14, seinen 72. Geburtstag. Er ist goldener Jubilar des St.=GeorgKnappenvereins. seit 33 Jahren Mitglied des Gewerkvereins christl. Bergarbeiter und seit 30 Jahren Bezieher der„Gelsenkirchener Zeitung".— Der Invalide Johann Fiehring, Augustastraße 29, feierte am Donnerstag. seinen 70. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! = Sonntags= und Nachtdienst in Avotheken des Stadtkreises Gelsenkirchen. Vom 25. bis 31. März einschl. sind geöffnet: Löwen=Apotheke, Bismarchstraße 281. Viktoria Avotheke. Nordstraße Alte Apotbele Wilhelmstraße—.n, straße 102. und Maxien=Apotheke. Rotthausen. Rotthauserstraße 57.— Der Nachtdienst beginnt Samstag abend 7 hr. 4 Werft keine Avselsinenschalen auf die Straßen! Gestern glitt der bisherige Geschäftsführer des Stadtverbandes für Leibesübungen und Jugendoflege. Schachtsiek. in der Nähe des Union: Avfelfinenschale aus. Er kam zu Fall un Nasenbein. Dieser Vorfall soll eine ernste—die sein. die es immer noch nicht sein lassen können. Apfelfinenschalen auf die Straßen zu werfen. * Ein Unglücksfall ereignete sich gestern nachmittag auf dem Zentral=Schlachthof hier. Ein Anstreicher= lehrling, der in der Verbindungshalle mit Anstreichen beschäftigt war, stürzte aus ungefähr 20 Meter Höbe von dem Anstreichergerüst berunter. schlug halbwegs auf eine Laufkatze und fiel auf den zementierten Boden. Er erlitt einen dopvelten Schädelbruch und mußte sofort ins Krankenhaus gebracht werden. An seinem Auskommen wird gezweifelt. * R a d f a h r e r u n g l ü c k. A n d e r Z e c h e n b a h n„ C o n s o l i d a tion“ ereignete sich ein Unglücksfall. Ein Radfahrer wollte. noch ehe die Schranken geschlossen wurden. die Bahn überqueren. Er kam noch unter der ersten Schranke weg. Die zweite fiel ihm auf das Vorderrad. Der Nadfahrer stürzte zu Boden. konnte aber bald darauf die Fahrt wieder 3 Uhr schrie er plötzlich vor Schmerzen laut auf. sortsetzen. aber bald In der Nacht gegen Er mußte sofort zum Krankenhaus transvortiert werden. wo innere Blu tungen festgestellt wurden. efundener Gegenstände. Die Bochumim vergangefundenen = Versteigerung gefundener Gegenstände. Gelsenkirchener Straßenbahnen werden die genen Jahre in den Wagen der Gesellschaft Kaisers Brust-Caramellen mit den Slannen.“ Gräßliche Blutt Ein Abiturient ermordet seinen Sladbeck, 23. März 1928. Der 19jährige Abiturient Helmut Daube aus Gladbeck, Schultenstraße 11, ist in der Nacht zum 23. März gegen 4,30 Uhr vor dem elterlichen Hause ermordet aufgesunden worden. Mit einigen Freunden batte er sich gegen 2 Uhr nachts von Buer auf den Heimweg begeben. In der Heegestrabe trennte sich der letzte seiner Freunde von ihm, und der Ermordete ist dann nach Hause gegangen, hat aber die elterliche Wohnung selbst nicht mehr erreicht. Gegen 3.30 Uhr wollen Nachbarn des elterlichen Hauses Hilferufe gehört haben, einer hat auch eine Person vom Fundort der Leiche in der Richtung nach Rentfort sich entfernen sehen. Die Leiche zeigt schwere Halsverletzungen. Von unserem Mitarbeiter erfahren wir dazu noch folgendes: „In den Morgenstunden des Freitag durcheilte das Gerücht von einem bestialischen Mord die Stadt Gladbeck. Bergleute fanden den Sohn des Rektors Daube vor dem elterlichen Hause Schultenstraße in einer großen Blutlache liegend vor. Der nebenan wohnende Arzt Dr. Lutter konnte nur noch den Tod festztellen, ohne aber in der Dunkelheit den ihm sonst bekannten Daube zu erkennen. Auch der Rettor Daube kam inzwischen hinzu und erst, nachdem man im Morgendunkel mit einer zur Hand genommenen Radfahrlaterne dem Toten ins Gesicht leuchtete, machte der Vater die erschütternde Feststellung, daß der Tote sein Sohn war. Inzwischen war auch die Kriminalvolizei erschienen und der sofort ausgenommene Tatbestand und die nähere Besichtigung der Leiche ergab, daß es sich hier um einen in bestialischer Weise vorgenommenen Mord handelt, bei dem der Mörder mit aller Ueberlegung vorgegangen sein muß. Mit einem tiesen, gut geführten Schnitt ist dem Opfer— Helmut Daube— vom linken bis zum rechten Ohr die Kehle bis auf den Wirbelknochen aufgetrennt worden. Außerdem zeigte die Leiche Schnittwunden an den Händen. Ein gewisser Körverteil war ganz herausgeschnitten. Die Theorie des einfachen Mordes ließ sich nicht mehr aufrecht erhalten und die Kriminalpolizei in Verbindung mit dem sich bereitwilligst zur Verfügung stellen: den Dr. Lutter konnte schon in den Vormittagsstunden den Begleitumständen näber kommen. Am Tage vorher war Helmut Daube in Gemeinschaft mit einem Schulfreund. einem Butzmann, der sich bei seinem Onkel auf der Hegestraße aufhielt, zu einer Abiturientenseier in Buer gefahren. Bußmann, der seine Eltern in Amerika hat, war zuletzt in der Gesellschaft des Ermordeten geseben worden. Während B. angibt, sich auf der Hegestraße von seinem Freund Daube verabschiedet zu haben. siel aus einem gewissen Grunde(die Polizei hatte auf den Schuhen des B. eine Blutspar gefunden) der Verdacht auf Butmann, der dann auch inzwischen verhaftet und der Untersuchung zugeführt wurde. Inwieweit sich nach dieser Richtung eine Mittäterschaft ergibt, muß abgewartet werden. Beide Schüler machten vor kurzem ihr Abitur. Der Leumund beider Leute ist der beste. Ohne Zweisel ist der Täter in selten roher Weise vorgegangen und hat der auf s5 tabische Weise ums Vr. Helmut war ein sehr eigener Junge, der sich nur schwer semand anschloß. Nach Ansicht seines Vaters hatte er jedoch keine Feinde. Sein einziger Freund, mit dem er verkehrte, war sein Mitschüler Karl Bußmann. Mit diesem und noch einem anderen hat sich Daube auch am Donnerstag nach Buer zum Hotel zur Post begeben, wo die Feier bis gegen 2,10 Uhr dauerte. Darauf kehrte ein Horster und drei Gladbecker mit ihm nach Hause zurück. Der Horstet trennte sich vorher von den drei Gladbeckern. Kurz nach 3 Uhr trennte sich Daube an der Schultenstraße von Bußmann. Auf der Feier selbst machte Daube keinen niedergeschlagenen Eindruck, sondern war fröhlich unter den Fröhlichen. Der Regierungspräsident hat auf die Ergreifung des bestialischen Mörders eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Einbruch in eine Baubude. Eingebrochen wurde am Mittwoch in der Zeit von 20 bis 21 Uhr in eine der Firma Küppers, Osterfeld. gehorige Baubude, in der Nähe des Bahnhofs Bismarck. Der oder die unbekannten Täter entwendeten aus der Baubude einen braunen Koffer. Größe 40 mal 60 Zentimeter, enthaltend Lebensmittel und eine braune, abgetragene Aktentasche mit Bauzeichnungen. Sachdienliche Angaben. die zur Ermittelung der Täter führen können. nimmt die Kriminalvolizei. Ebertstruße 5=7. Zimmer 50 und 20. entgegen. □l. Ein lustiger Zwischenfall unterbrach gestern morgen für einige Minuten die Arbeit an der neuen Strecke der Zeppelinallee.(Vergl. den heutigen Aussatz an anderer Stelle.) Zwei kleine Hunde hatten einen ansehnlichen Hasen aufgestöbert. Meister Lampe gab Fersengeld. Die Hunde mit eifrigem Gebäll hinterher. Zusehends gewann das Häslein Raum. Die Jagd entzog sich bald den Blicken der Zuschauer. Die Hunde werden ihr Beginnen wohl bald aufgegeben haben. Denn wenn schon ein Jagdbund einen Hasen vergeblich durch drei Kirchspiele jagt, um das Vergebliche seines Beginnens schließlich einzusehen, dann konnte es diesen kleinen Kerlen auch nicht gelingen. = Lohnsteuererstattung 1927. Das Finanzamt Gelsenkirchen teilt uns mit:„Die Frist zur Einreichung der Anträge auf Erstattung der im Jahre 1927 einbehaltenen Lohnsteuer läuft mit dem 31. März d. Is. ab. Nach diesem Zeitpunkt eingehende Anträge müssen wegen Fristversäumnis abgelehnt werden.“ * Neue Lichtreklame. Das Gelsenkirchener Geschäftsviertel hat in der letzten Zeit mehr und mehr großstädtischen Charakter gewonnen, auch durch die stärkere Verwendung der Lichtreklame. die allabendlich von den Dächern und Fronten der Geschäftshäuser weithin leuchtet. Dazu ist jetzt ein neues belebe belebendes Moment getreten. Seit gestern konnte man selbst in den abseits vom egenen slen hinweg weit über die zischen roten Lettern n. Die Schrift zodi en Neubau. der grauen das zog die allbald seiner „#sweg in—.—. kort„Alsberg“ leuchten seben meine Aufmerksamkeit auf den Vollendung entgegengcht. * Westfälische Landsleute sind vor einem Jahre nach Kanada ausgewandert. um unter der Leitung des Chefredakteurs der„Freiburger„Tagesvost“ eine Deutsche Gemeinschaftssiedlung zu gründen. Wie gut gelungen trotz auer anfänglichen und noch bestehenden Schwierigkeiten das Werk ist, bekundet die neue„Illustrierte Sonntagszeitung“. in der einer der Auswanderer über die Erlebnisse der Deutschen in Kanada berichtet.— Die Ereignisse des Tages sind in vielen interessanten Bildern festgehalten. Eichendorffs stimmungsschweres Gedicht„Heimweb“ hat Wilhelm Niedermever mit einer ebenso gefühlsstarken Zeichnung illustriert. Eine Plauderei über den neuen Frühjahrshut und Scherz und Humor bilden den Schluß. = Auch der vreußische Justizminister über die Auswüchse im Zugabewesen. Aus Handelskreisen wird darüber Klage geführt, daß sich bei dem Vertrieb von Waren. besonders im Lebensmittelbandel. im zunehmenden Maße Auswüchse des Zugabewesens bemerkbar machen. durch die das kaufende Publikum und das Anseben des Kaufmanns geschädigt werden. Insbesondere handelt es sich dabei um die Fälle. in denen beim Publikum der Anschein erweckt wird. als werde durch die Zugabe die Hauptware nicht verteuert, während tatsächlich mit Rücksicht auf die Zugabe ein den üblichen und angemessenen Preis der Ware übersteigender Kaufpreis gefordert wird. Auf Grund dieser Tatsache hat jetzt der preußische Justizminister in einer allgemeinen Verfügung die nachgeordneten Behörden darauf aufmerksam gemacht, daß in solchen Fällen. soweit nicht die Merkmale des Betruges geben sind, regelmäßig ein Vergehen gegen 4 des Wettbewerbgesetzes vorliegen dürfte. ierk zuzuwenden und. soweit strafbare Han gen in Frage kommen, rasch und tatkräftig einzuschreiten = Ostervaketverkehr. Die Deutsche Reichspost bittet. mit der Versendung der Osterpakete möglichst frühzeitig zu beginnen, damit Anhäufungen in den let#n Tagen vor dem Fest vermieden werden. die Verzögerungen zur Folge haben können. Es empfiehlt sich. die Pakete gut zu verpacken, die Aufschrift haltbar anzubringen und den Bestimmungsort, wenn er nicht allgemein bekannt ist. unter näberer Bezeichnung der Lage. besonders groß kräftig niederzuschreiben. Ferner Harf nicht ndi 1nd lasse en werden, auf dem Paket die vollständige Anschrift de: terSchauburg Schauburg Schauburg Schauburg Schauburg zelgt nur Erstaufführungen hat„Die Jugend der Königin Luise“, die jetzt als Nachtaufführung in den „Uhu-Lichtspielen“ läuft, bereits am 3. Februar, also vor 7 Wochen, gezeigt. zeigt in dieser Woche einzig und allein für Gelsenkirchen den II. und letzten Teil des Luise- Pilms „Königin Luise“ zeigt„Königin Luise“ zusammen mit einem glänzenden Spielplan, begleitet von einer erstklassigen, kompletten Theaterkapelle. und ihre Darbietungen haben In Gelsenkirchen keine Konkurrenz. Lus Merkstani verinn. der Kohlenoxodvergiftung in der Bevölkerung zu verbreiten. Der Handelsminister hat deshalb angeordnet. die, in Betracht kommenden nachgeordneten Behörden in geeigneter Weise auf das Merkblatt aufmerksam zu machen. insbesondere die Leiter der Berufs= und Fachschulen anzuweisen. in den Unterrichtsstunden bei vassender„Gelegenheit auf die Gefahren der Kohlenorpd= vergiftungen, ihre Ursachen und deren Verhütung einzugehen. Aus der Jentrumspartei. Bezirk Rotthausen. Der Katholikenversammlung im Hans=Sachs=Haus am Sonntagabend wegen muß die Vertrauenspersonen=Versammlung verlegt werden. Sie findet deshalb schon Sonntag, vormittags 10 Uhr. im Vereinshaus statt. Die Listen sind fertig und werden ausgegeben. Da bei Ausgabe der Listen noch verschiedene Organisationsfragen geklärt werden müssen, werden die Vertrauensversonen und interessierte Parteifreunde vollzählig erwartet. Versammlungskalender der katholischen Vereine. Pfarrgemeinde Provstei. Deutsche Jugendkraf „Fus“=Altstadt. Sonntag 11 Uhr Jugendmannschaftei Versammlung im Jugendheim Kirchstraße 7a.— St Joseph=Arbeiterverein: Sonntag 10 bis 11 Uh Zahlung der Beiträge zur Leo=Sterbekasse und Kranken geldzuschußkasse im katholischen Gesellenhause.— Kreuz buno: Sonntag 4.30 Uhr Versammlung im Jugendsaal Kirchstraße 7a.— Gesellenverein: Montag 8.30 Uhr Versammlung. Pfarrgemeinde St.=Georg. Volksverein: Mitt woch 5 Uhr im Karitashause. Kirchstraße 7a, Bezirks konferenz. 8 Uhr Konferenz für die Angehörigen de Mittelstandes im Gesellenhaus.— Deutsche Jugend kraft: Jungmannschaften Sonntag 11 Uhr Versamm lung im Jugendheim. Kirchstraße 7a.— Marianisch Junglings=Sodalität:., Donnerstag 8.15 Uh Jungmännerversammlung. Freitag 8.15 Uhr für all Sodalen Lichtbilderportrag. Pfarrgemeinde Bulmke. Jungfrauenkongre gation: Mittwoch 8 Uhr im Schwesternhause Vor standssitzung.— Poln. Rosenkranzverein: Sonn tag 4. Uhr Versammlung im Schwesternhause. Pfarrgemeinde Hüllen. Jungfrauenkongrega tion: Nach der Aufnahme im Saale des Vereinshause Festversammlung.— Vinzenzverein: Mittwod 8.30 Uhr im Vereinshause. Pfarrgemeinde Bismarck. St.=Franziskus Knappenverein: Sonntag 5 Uhr Monatsversamm lung. 4 Uhr Vorstandssitzung. Pfarrgemeinde Bismarck=Ost. Mütterverein Mittwoch 5 Uhr Vorstandssitzung.— Jungfrauen konareaatian: Donnerstag 8 Uhr Vorstandssitzung Pfarrgemeinde Bismarck=West., St.=Stephanus Polenverein.„Sonntag 3 Uhr Monatsversammlunt Jünglings=Sodalität: Gesang abteilung: Montag 8 Uhr Uebungsstunde.— Gesellen verr in.:„Dienstag 8.15 Uhr Versammlung. Montat 8 Uhr Gesangstunde.— Jungfrauenkongreg tion: Dienstag“ Zusammenkunft teilung „„Pa-vrrauentongten 8 Uhr Gesangstunde. Donnerstag 8 U der Mitglieder der Eucharistischen A Pfarrgemeinde Schalte.„Jungfrauenkougr tion: Sonntag 4 Uhr Unterhaltung im Kolving gale.,— St.=Johannes= Knapvenverein Sonntag nach dem Hochamte Vorstands= und Vertrauen männersitzung.— Katholisches Bürgerkasino Sonntag 10.30 Uhr Vorstandssitzung. 8 Uhr Versamn lung„mit,„ Damen.— Gesellenverein: Diensto 8.15 Uhr Versammlung im Kolvingssaale.— Kranken Sonntag 10 Uhr in der„Ei: tracht" Vorstandssitzung. Pfarrgemeinde Hehler. Jungfrauenkongrega 11on: Sonntag 4 Uhr im Saale Vogel Theaterfeier.düsseldorfer Krankengeld=Zuschußkasse sonntag nach dem Hochamt bei Fischer Zahlung der Be träge.— Kath. Gesellenverein: Montag aben Versammlung mit Religionsvortrag Pfarrgemeinde Schalke=West. Gesellenverein Montag abend 8 Uhr Versammlung bei Dringenbera Pfarrgemeinde Neustadt, Marianische Jüng lings=Sodalirar: Mittwoch 8 Uhr jüngere Al teilung,— Volksverein für das katholisch D#utschlag): Mittwoch 8 Uhr im katholischen Ge sellenbause.„Thexesiegstraße, Volksvereinskonferenz fl die Angehörigen des Mittelstandes. Pfarrgemeinde Uekendorf. St.= Elisabetb=Mi ter= und Frauenperei- nil Hottesbraut“ Jolepb=Al natsversamm! woch 2.30 Uhr Arbeitsstunde im Anton oniusverein: Sonntag 2 Uhr Monatoversami lugg.„A.#. JnsUngs:S##alliät: Mont8 Uhr Spielabend im Vereinshause. Wanderabteilui „Wanderlust“ in die Hardt.— Mar. Jungfrauei 3 Nr. 84(Drittes Blatt) Franz Wieber 70 Jahre alt. — m 24. März vollendet der im Jahre 1858 geborene Vorsitzende des christlichen„Metallarbeiterverbandes Prans Wieber, M. d. R., das 70. Lebensjahr. lichen Metallarbeiterverband geformt, sondern beeinflußten auch stärkstens die Gesamtbewegung und die in dieser vereinigten Menschen. Nie hat Franz Wieber sich mit dem Wort zufrieden gegeben. sondern ihm war und ist die Tat alles. Die Arbeiterschaft der siebziger und achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war n des Wortes wahrster Bedeutung Proletariat. besitzlos pegetierte der Arbeiter unter den eftigsten Verhältnissen dahin. Er selbst kannte kaum seine materielle und gesellschaftliche Lage. lebte in dumpfer Resignation und hatte kaum den Willen, aus sich heraus an der Behebung dieser Zustände zu arbeiten. granz Wieber aber erkannte, daß das Befreiungswerk für die Arbeiterschaft von dieser selbst ausgehen und durchgeführt werden mußte. Er war ferner durchdrungen davon, daß für den sozialen Aufstieg einer Volksschicht die weltanschauliche Fundamentierung das Entscheidende ist und deshalb stellte er sein Lebenswerk mit Gründung des christlichen Metallarbeiterverbandes auf die Grundwahrheiten des Christentums, als da sind Hottesfurcht. Nächstenliebe. Pflichttreue, Gerechtigkeit. So war Franz Wieber allzeit Bannerträger der christlichen Idee als gesellschaftsformender Idee. Er ist ein Führer, der die Entschiedenheit grundsätzlichen Feststehens verbindet mit einem lauteren, auch für die kleinsten Nöte des einzelnen aufgeschlossenen menschlich sympathischen Wesen. Heute ist der christliche Metallarbeiterverband nicht nur die größte christliche Arbeitergewerkschaft Deutschlands. sondern auch die best fundierteste.„Aber Franz Wieber ist.“ wie Ministerpräsident a. D. Dr. h. c. Stegerwald. der 1. Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der vom christlichen„Metallarbeiterverband besonders herausgegebenen Festnummer schreibt.„kein engeingestellter Gewerkschaftszünftler, der nichts anderes als die Metallindustrie sieht. Gewiß. sein Lebenswerk galt in erster Linie den Metallarbeitern und unter diesen nicht zuletzt den schwer schaffenden Menschen in den Hüttenwerken. Gerade die letzteren sind Franz Wieber zu besonderem Danke verpflichtet als den unermüdlichen Kämpfer für ein menschenwürdiges Dasein.“ Und Albert Thomas, der Direktor des Internationalen Arbeitsamtes. Genf. schreibt in der Festnummer:„Wenn ich an diesem schließlichen Siege niemals gezweifelt habe und in meinen Bemühungen. diesen Sieg berbeizuführen. trotz aller Rückschläge nie verzweifelt, bin, dann liegt das nicht zum geringsten daran, daß ich stets das Beispiel alter Vorkämpfer des Achtstundentages vor Augen gehabt habe. die auch unter den hoffnungslosesten Umständen den Mut nicht sinken ließen. Unter diesen alten Vorkämpfern nimmt Herr Franz Wieber einen ganz hervorragenden Platz ein.“ Nach einer Betrachtung der Bemühungen Wiebers um eine Verkürzung der Arbeitszeit schreibt Albert Thomas zum Schluß:„In diesem Sinne begrüße auch ich heute den siebzigjäh Franz Wieber als Vor= und Mitkämpfer einer tigsten„Sozialreformen unserer Zeit und als würdigen Arbeiterführer von Schrot und Korn.“ Reichsarbeitsminister Dr. Brauns aber. u. a. folgendes:„Im Katholischen Arbeiterverein zu Duisburg war Wieber immer auf der Seite derjenigen. die die Selbständigkeit der Arbeiterbewegung verteidigten und auch die konfessionellen Arbeitervereine, soweit sie sich sozial betätigen, in dieser Linie und Richtung geführt wissen wollten. Wieber hat sich für die soziale Idee und ihre Verwirklichung aus tiefster Ueberzeugung und im Einklang mit ihr eingesetzt. Schwerc Kämpfe hat er dabei nicht gescheut, auch wenn sie ihm die größten Opfer auferlegten. Groß waren die materiellen Opfer. die er brachte: drückender lasteten wahrscheinlich auf ihm die seelischen Kämpfe. die ihm dabei nicht erspart blieben. Ein Charakterzug hat ihn auf diesem Wege stets sicher geführt: die Treue! Treu blieb er seinen höchsten religiösen Idealen, treu seinen sozialen Ideen, treu seinen Freunden und Mitarbeitern in guten wie in schweren Zeiten. Er wußte, was er wollte und unterlag nicht den Zufälligkeiten des Augenblicks. Ein Umlernen in wichtigen Fragen fiel ihm immer schwer. So blieb auch der ältere Wieber der Nachkriegszeit dem jugendfrischen Kämpfer von ebedem treu. Ein Vorbild für die jüngere Generation! Sie steht mit Achtung zu ihm emvor. Er bleibt ihr ein leuchtendes Vorbild. Er kann stolz sein auf seine siebzig Jahre.“ jährigen der wichalten. echtem schreibt Samstag, den 24. März 1928 64. Jahrgang. Franz Wieber prägte das Wort:„Den Aermsten die Hilfe zuerst!“ Als gläubiger Christ und als treuer Deutscher hat er diesem Wort Inhalt gegeben und so kann er am heutigen Geburtstage mit allen, die ihn lieben, verehren und bochachten, denken:„Bis hierher ist mein Leben köstlich gewesen, denn es ist Mühe und Arbeit gewesen!“ 1919 wurde Franz Wieber in die Nationalversammlung gewählt und später in den Reichstag. Es ist nicht Wiebers Art. von sich reden zu machen, und es entspricht seinem Wesen. statt von der Reichstagstribüne vor dem Lande seine Stimme erschallen zu lassen. in den Komkissionen in stundenlanger Arheit mit seinem Wissen nd seinen praktischen Lebenserfahrungen dem deutschen solke und seinem Vaterlande zu dienen. in und Volke und seinem Vaterlande zu— So reichen Franz Wieber heute zum Glückwunsch die nde Männer der Arbeit, der Wirtschaft. des Geistesem Hände Männer der Arbeit, der Wirtschaft. des Geistes lebens und der Politik. Alle vereinigen sich in den Wunsche. nachdem er sich von seinem letzten Schwächeanfall leidlich erholt hat, daß ihm noch recht viele Jahre in Gesundheit und froher Schaffenskraft beschieden sein mögen zum Wohle derer. die ihm vertrauen und mit Dankbarkeit zu ihm emporblicken. Betriebsratswahlen 1928 in der Gelsenkirchener Metallindustrie. Aus christlichen Gewerkschaftskreisen wird uns geschrieben: „Die diesjährigen Betriebsratswahlen in der Metallindustrie finden statt in den Tagen vom 24. bis 30. März. Für die christliche Arheiterschaft muß es eine Ehrenpflicht sein, an dieser Wahl teilzunehmen. Selbst Erkrankte müssen, wenn sie Ausgang haben, ihre Ausgehstunden benutzen, um das Wahlrecht auszuüben. Gleichfalls dürfen die Nachtschichtler nicht die Stimmabgabe versäumen. Das Stimmrecht hat jeder im Betrieb Beschäftigte, sofern er am Tage der Wahl das 18. Lebensjahr erreicht hat. Durch die Teilnahme an der Betriebsratswahl muß der christliche Arbeiter zunächst den im Gesetz vorliegenden christlich=sozialen Gedanken der wirtschaftlichen Annäherung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und das Prinzip der Gleichberechtigung und das Recht der Mitbestimmung erneut anzuerkennen und zu fördern suchen. Das Betriebsrätegesetz weist, was besonders seine praktische Auswirkung ergeben hat. noch Mängel auf und bedarf des Ausbaues für manche Arbeiterbelange. Das fortschreitende Arbeitsrecht mit seinen vielerlei Verzweigungen nach Arbeitsvertrag. Tarif. Verordnung, Gesetz. Gerichtsbarkeit usw. macht das Betriebsrätegesetz zu einem wichtigen Faktor und die Betriebsvertreter neben den Gewerkschaften zum Mittelpunkt aller Geschehnisse des Betriebs= und Wirtschaftslebens. Deshalb müssen tüchtige und grundsatzfeste Männer und Frauen aus den verschiedensten Berufen und Werksabteilungen gewählt werden. Der christliche Metallarbeiterverband hat. alle Verhältnisse berücksichtigend, unter Würdigung aller sachlichen Interessen Vorschlagslisten in seinen besonders dazu einberufenen Versammlungen aufgestellt und den einzelnen Werken eingereicht. Wie bei den bisherigen Wahlen, werden auch der Arbeiterschaft jetzt wieder die verschiedensten Wahlvorschlagslisten unterbreitet. Sozialisten und Kommunisten unter dem Titel„Freie“ Gewerkschaften bzw. Deutscher Metallarbeitexverband, Dann der Hirsch=Dunckersche Gewerkverein. Die Gelben. Dann eine Liste von Leuten, die um ihrer selbst willen andere mit dem abgedroschenen Einheitsverbandsrummel ködern. An„Vorschlagslisten wirklich kein Mangel. Nun werden die verschiedenen Parteien die Listen in den höchsten Tönen des Eigenobes empfehlen, als die allein richtige und wichtigste Arbeitervertretungsliste. Auf ein bißchen mehr oder weniger Unwahrheit und Demagogie kommt es dabei unseren Gegnern nicht an. Das wurde noch bei den letzten Betriebskrankenkassenwahlen bewiesen. Wurde doch da bei der„Vereinigte Stahlwerke A.=G. Abteilung Schalker Verein“ ein Flugblatt verteilt. welches die christliche Bewegung für Namen verantwortlich machte, die zur Zeit, als die im Flugblatt bekrittelten Vorgänge sich ereigneten. längst nicht mehr Mitglied einer christlichen Gewerkschaft waren. Auch wußte der Flugblattschreiber ganz genau, daß die Handlungsweise des damaligen Betriebskrankenkassenausschusses auf Grurd der nach der Inflation einsetzenden Verhältnisse nicht anders sein konnte, als es geschehen ist. Der Flughietten, schon kungsr stramme Sozigunger und der„freien“ Gewerkschaften mit gut bezahlten und knechtlicher Arbeit losgelösten Posten befriedigt und den Werksleitungen in schlauer Taktik zum agitatorif blattschreiber wußte ferner. daß. bevor die von ihm gemeinten Nichtgewerkschaftler einen Kontrolleuxposten erhielten, schon längst stramme Sozigänger und Mitglieder lten und von von gitatorischen Stillschweigen gebracht worden waren. Es soll um der Reinheit der Arbeiterbewegung willen hier kein Spiegelbild einzelner sozialistischer und kommunistischer Betriebsvertreter gezeigt werden, obgleich die Versuchung auf Grund der Handlungsweise und Rücksichtslosigkeiten. die seitens der Gegner der christlichen Arheiterbewegung gegenüber meist geübt wird. dazu gegeben ist. Es soll an diesem vorgetragenen Einzelfall nur der christlichen Arbeiterschaft Gelsenkirchens gezeigt werden. was von Wahlflugblättern zu halten ist Der Sachverhalt ist auch für die„freien“. Gewerkschaften insofern tragisch, als sie just in dem Augenblick. wo sie über das Tun von angeblich christlich organisierten Kassenvertretern schimpfen, sie mit großer Macht in die Betriebskrankenkassen eingerückt und nun als erste Taten dabei sind, die Krankenkassenheiträge berauf= und die Leistungen herabzusetzen. Kein christlicher und nichtsozialistischer wie nichtkommunistischer Arbeiter darf sich durch Flugblätter und Zeitungsartikel irre machen lassen. Seine Grundeinstellung, die zum Christentum steht, ist das Entscheidende und die verprlichtet zur Stimmabgabe für die Liste der chriktlichen Gewerkschaften biw. des christlichen Metallarbeiterverbaudes. Gerade in der christlichen Arbeiterschaft muß bei den sozialen Wahlen eine größere Aktivität eintreten. Der Ausgang der letzten Orts= und Betriebskrankenassenwahlen bezeugt dies. Sei jeder Arbeiter sich seiner Verantwortung und Pflicht bewußt und möge allerseits der Wille sich durchbrechen, daß die christliche Arbeiterbewegung mit gutem Erfolge aus den Betriebsratswahlen hervorgeht. * Listenverzeichnis und Wahltage in der Gelsenkirchener Metallindustrie. Bei der Vereinigte Stahlwerke A.20., Abtlg. Schalker Verein. Liste Nr. 5. Anfangsname ist Hommel Anton. Wahltage 24. und 25. März. Bei der Gutehoffnungshütte. Abtla. Drahtindustrie Gelsenkirchen. Liste Nr. 3. Anfangsname Lowitz Andreas. Wahltage 26. und 27. März. Bei Rheinisch=Westfälische Stablwerke. Abtlg. Gelsenkirchener Gußstabl= und Eisenwerke. Liste Nr. 2. Anfangsname Blesgen Peter. Wahltag 30. März. Bei F. Küpversbusch& Söhne A.=G., Liste Nr. 3. Anfangsname Vitt Reinhard. Wahltage 24. und 26. März. Bei Mannesmannröbrenwerke. Abtla. Grillo=Funke. Liste Nr. 2. Anfangsname Ruhnau Paul. Wahltage 27. und 28. März. Bei Hermann Franken A.=G., Liste Nr. 1. Anfangsname Uebbing Johann. Wahltag 29. März. Beim Stanz= und Emgillierwerk. Liste Nr. 2. Anfangsname Gröne Franz. Wahltage 20. und 27. Märs. Bei Vereinigte Kesselwerke A.=G., lsenkirchen. Liste Nr. Gelsenkirchen. Liste Johann. Wahltag 28 Kesse Märs. angename Bald der Hausierhandel eingesämmt werden? Dr. K. Mehring. Kaufmannsbaus Gelsenbirchen. Die Auswüchse des Hausterhandels bilden seit vielen Jahren einen tief in die Interessen des seßbaften Kaufmanns einschneidenden Gegenstand und es vergeht keine Tagung der Kaufmannschaft, wo dieses Kavitel nicht zur Erörterung gelangt. Es soll aber schon bei Beginn dieser Ausfübrungen darauf hingewiesen werden, daß diese Auswüchse nicht nur für den Kaufmann Bedeutung haben. sondern ebenso wichtig für den Konsumenten sind. Es gab einmal Zeiten. in denen ein Hausierhandel unbedingt notwendig war. aber bei der beutigen modernen Entwicklung der Wirtschaft braucht man keinen Hausierhandel mehr. Die Entwicklung des Verkehrs ist soweit vorgeschritten, daß jeder Kauflustige seinen tatsächlichen Bedarf in allernächster Näbe seines Heimes eindecken kann. Nationell kann der Einkauf von Waren nur 1o erfolgen, daß der Käufer von Geschäft zu Geschäft gebt. die Auslagen des Geschäftes prüft und dann erst, nachdem er xeiflich überlegt hat, sich zum Kauf entschließt, Der„Handelsbetrieb“ eines Hausierers ist ganz anders. Er erreicht seinen Umsatz, indem er fremde Wodnungen aufsucht und den Hausfrauen vielfach Waren aufdrängt. Es ist eine immer wieder festgestellte Tatsache, daß die unbefugten Händler nicht nur in den meisten Fällen soge, nannte Ramschwaren, oft recht zweiselbafter Herkunft abzusevzen versuchen. sondern diese auch zu unverbältnismäßig hohen Preisen verkaufen. Durch die in vielen Fällen beobachtete Zudringlichkeit gelingt es ihnen auch häufig, vollständig unnötigen Tand an die meist minderbemittelten Kreise loszuschlagen wodurch dann für die unbedingt notwendigen Lebensmittel und anderen Lebensbedürfnisse oft das Geld fehlt. sind sast immer die in geschäftlichen Belangen völlig unbewanderten Personen die dabei die Opter sind. Sie werden unter allerlei gewandten Vorspiegelungen, insbesondere zum Abschluß von Ratengeschäften bewogen. und sie sind sich in der Regel garnicht bewußt, daß sie die Ware viel zu teuer bezahlen und sväter das Geld für die Ratenzahlungen garnicht aufzubringen vermögen. ohne wirkliche Bedürfnisse des Lebens zurückzustellen. so daß das Endergebnis solcher Geschäfte häufig darbende Familien und bungernde Zindermagen sind. Es sind eine Reibe solcher Fälle aus der Praxis bekannt und es ist eine tiefbedauerliche Tatsache, daß derartige, unser gesamtes Wirtschaftsleben schwer schädigende Vorkommnisse bisher nicht abgestellt werden konnten. Die hierfür vorgesehenen gesetzlichen Bestimmungen reichten vielfach nicht aus. um eine Handhabe gegen diese Auswüchse zu bieten. .. In letzter Zeit konnte man sogar eine neue Tove dieser sogenannten Hausierer feststellen die es in großangelegter Weise verstanden haben angeblicher Konk werden. Wenn wir im allgemeinen auf die Herkunft dieser 1 befugten Agenten und Hausierer blicken, müssen wir feststellen, daß nahezu 50 Prozent rasse= und landfremde Elemente sind, die sich in staatschädigender Weise jeder Steuerleistung zu entziehen verstehen. während der dadurch schwer geschädigte seßhafte Einzelhandel mit Steuerabgaben belastet dart um seine Existenz kä Wenn man diese echten und markierten Ar iebt, wie sie durch diese Maskierung bestimmte leichter an den Mann zu bringen versuchen.be# Teppiche“.„chinesisches Porzellan,„englische Stoffe“ usw.) so muß man sich wundern, daß in der heutigen aufeklärten Zeit immer wieder Käufer auf diesen Schwindel ereinfallen. Schließlich kommt noch dazu. daß unter dem Deckmantel des Hausierhandels vielfach Diebstähle durch Hausierer beim Betreten der Wohnung bepangen wurden. und es ist bedauerlich, daß nicht durch gesetzliche Maßnahmen m der Familie, vor fremden Eindringverstanden haben. ganze Autoladungen nkursware zu verkaufen ohne behelligt zu undas Haus. das Heim Dreizehn Bergsteiger von einer Lawine verschüttet. Der Sonnblick in den Hohen Tauern. Eine Touristengesellschaft von siebzehn Wienern wurde zwischen dem Sonnblick und der Hohen Riffel im Lande Salzburg von einem plötzlichen Föhnsturm überrascht. Eine niedersausende Lawine hat die Skifahrer etwa 400 Meter in die Tiefe gerissen und breizehn Mann getötet. Nur vier Touristen konnten sich mit großer Mübe aus den Schneemassen herausarbeiten. Sp eurscnr. Reichenhal en.aP Hochfitzen 8.#).. Krräcche!#EI Scer Krauer Lienz ½ Unglöcks-Stelle Istod 1:7500000 Fo. Die Karte der Unglücksstätte. 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Fragt man sich, schließlich, wodurch die Auswüchse des Hausterbandels eingeschränkt werden können. so wird die Antwort sehr einfach lauten. wenn man feststellt, daß der Reichstag Abbilfe schaffen kann, wenn er sich nicht nux bei der Regelung der Gewerbeordnung mit kleinen Abänderungen zufrieden gibt.. Sowohl der schwer geschädigte Einzelbandel, wie auch das durch den unreellen Hausierbandel geschädigte Publikum haben schon jahrelang auf die Uebelstände Würden, wie in Oesterreich und der Tschechoslowakei ähnliche Vorschriften über den Hausierbandel in Deutschland erlassen. so würden viele Schwierigkeiten zu vermeiden sein.„ Bei Erteilung eines Wandergewerbescheines muß vor allen Dingen der Bedürfnisnachweis für den betr. Bezirk eine Voraussetzung sein, nachdem die zuständige Industrie= und Handelskammer über die Bedürfnisfrage und über die sonstigen Erfordernisse gehört wurde. Würden beim Hausierbandel öbnliche Bestimmungen wie in den Sondergesevzen über den Altmetallhandel und den Milchhandel vorliegen. so wäre schon manche Schwierigkeit behoben Solange eine gesetzliche schärfere Regelung des Hausierhandels nicht erfolgt ist, kann dem kaufenden Publikum nur geraten werden. bei ihren Einkäufen möglichst den Einzelhandel am Platze zu berücksichtigen, da der Einzelhändler im Interesse der Exhaltung seiner Kundschaft Wert darauf legt. seinen Kunden gut und reell zu bedienen. Dazu kommt. daß die Kaufleu Lualität ihrer Waren haften. während der niemals seinen Wohnort bekannt gibt und trägliche Beschwerde ergebnislos ist. ir seben also, daß die Rechte der Betriebsräte die rüberen Arheiterausschüsse bei weitem überefordert worden###. neut..— zu entscheiden, wer sie im ernstlich die Frage prüfen. mit ihren Stimmzettel re 1928/29 vertreten soll. Hausierer jede Bedeutung der Betriebsräte für die Bergarbeiter. Wenn auch die Arheiterausschüsse aus der Vorkriegst als die Vorläufer der jetzigen Betriebsräte angesehen irden können. so haben die Betriebsräte für die zeit #e eiter Hach eine.#.##. S1r pr. Bergarbeiter doch eine gans andere Bedeutung als die früberen Ausschüsse. Die Betriebsräte haben nicht allein nur Wünsche und Beschwerden der Belegschafts mitglieder dem Arbeitgeber zu übermitteln, wie dieses früber bei den Arheiterausschüssen der Fall war. sondern es ist ihnen durch das Betriebsrätegesetz das Recht eingeraumt, neben dem Arbeitgeber als gleicherechtigt bei den Entscheidungen über die vorgetragenen Beschwerden mitzuwirken. Odne Zustimmung der Betriebsvertretung kann kein Arbeitgeber die Arbeitsordnung abändern. Obne Zustimmung der Betriebsvertretung ist jede Bestrafung der Beleoschaftomitslieder durch den Arbeitgeber unwirksam. Odne Zustimmung der Betriebsvertretung kann der Arbeitgeber kein Mitglied der Betriebsvertretung kündigen oder feistlos entlassen oder in eine andere Betriebsabteilung verlegen. Nur entfällt dort die Zustimmung, wo die Entlassung auf rund gesetzlicher Bestimmungen berechtigt ist Welche Bedeutung hat die srätetätigkeit. Betriebsrätet: Frtlalupgen ier haben di tionen erhalten. W. Weringe= ung Wsen die Beteiebsvertretung nicht nur das Recht. sondern die Pflicht. vermittelnd einzugreisen. Wenn im Betriebsrätegesetz gesagt wird, daß der Betriebsrat den Betrieb vor Erschütterungen bewahren und auf ein gutes Einvernehmen zwischen der Betriebsleitunn und der Belegschaft bedacht sein soll. lo soll der Betriebsrat nicht warten. bis die Streitiokeit zwischen der Be riebsleitung und der Belegschaft sich zur bön örung der Beleyschaft entwichelt daben. Das ktegesen verpflichtet den Betriebere ordnungen der„Betriebsleitung. — wegen Verärgerung der un Bei der Verhütung von Unfällen und Gefahrei. für Leben und Gesundheit der Arbeiter sind dem Betriebsrat durch das Gesetz Kontrollrechte eingeräumt. Mit Ratschlägen soll der Betriebsrat die Beamten der Bergbehörde in der Grubensicherheit unterstützen. Bei Unfalluntersuchungen soll der Betriebsrat nicht als stummer 3 gen teilnehmen. Er soll sich sich ereigneten Unfalles au Grund seiner Erfahrungen r.wie Unfälle wiederkebrender Art vermieden werden können. Auch soll der Betriebsrat den gesundheitsschädlichen Einwirkungen der Bergbetriebe, ganz besonders der maschinellen Betriebe auf die Arbeiter, seine Achtsamkeit widmen und bei der Betriebsleitung bew. Bergbehörde dahin wirken, daß die Arbeiter vor Gesundheitsschädigungen. die nach billigem Ermessen vermeidbar sind. geschützt werden. In der Betriebswirtschaft ist der Betriebsrat durch das Gesetz mitten in den Broduktionovroieh gestellt. kann der Arbeitgeber keinen Beabbrechen. Bei a0r Wen wählen wir? Daß Bergarbeiter, die nicht mal den Mut haben. ihre persönlichen Interessen zu verteidigen, alles ruhig über sich ergehen lassen und sich im übrigen um die Geschicke der Bergarbekter nicht kümmern, sicher nicht geeignet sind. die Aufgaben des Betriebsrates im Sinne des Betriebsrätegesetzes zu lösen, sollte heute jedem Bergmann bekannt lein. Auch hat die Erfahrung gelehrt, daß radikale MaulDden, die sich in den öffentlichen Versammlungen, in sirtschaften usw. vor Radikalismus überstürzen, den alten Gewerkschaftlern gar noch die Arbeit verekeln und in den Betriebsratssitzungen sich in kriecherischer Weise vor den Werksleitern beugen. keine geeigneten Betriebsvertreter sind. Dann gibt es noch ein Grüvochen von Vergarbeitern, die alles Heil von den Unternehmern erwarten und ausgesprochene Feinde jeder Gewerkschaftsrichtung sind. Dieses sind die Gelben. die aber von geweckten Arbeitern nicht ernst genommen werden. Und doch müssen die Gewerkschaftler bei den Wahlen aufpasten, daß von diesen Dunkelmännern keine Bergarbeiter durch verlockende Versprechungen und aus Kenntnis. unter Umständen gar durch Druck seitens der Werksleitungen. für ihre Wahl ergaunert werden. Wer von den Bergarbeitern aus will, daß das Betriebsrätesostem nicht abgebaut, wie es verschiedene reaktionäre Unternehmer gerne möchten, sondern weiter vervollkommnet„werden soll, der muß sich jetzt schon in der Agitation für die Wahlen und an den Tagen der Wahlen selbst aktiv betätigen und dafür eintreten, daß nur überzeugte Hewerkschaftler gewählt werden. Nur die Gewerkschaften sind imstande. tüchtige Betriebsvertreter aufzustellen, die ihre Aufgaben nicht mit Phrasenschwall. sondern mit Verstand und Besonnenheit meistern werden. Für solche Kandidaten bürgt ganz besonders die Liste des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands. Husten und Erkältungen Ein Nezept für die weise Hausfrau. Die weise Hausfrau wird mit Freude die Nachricht begrüßen, daß es ihr jetzt möglich ist, daheim beinahe ein halbes Liter von einem außerordentlichen Hustenstrup selbst herzustellen, der viel besser ist als die meisten fertigen Präparate, und der nur ein Drittel so teuer Rezept ist sehr einfach, und zwar wie folgt: 250 Gr. Zucker werden in 14 Liter kochendem Wasser auf„worauf man 60 Gr. Anso(dreifachen Extrakt). erhältlich, in jeder Avotheke. hinzufügt. Ein oder zwei Kaffeelöffel von diesem Siruv sollten drei= oder viermal den Tag eingenommen werden. Er schafft Linderung in den bartnäckigsten Fällen, weil er den Schleim löst, das Atmen erleichtert und die Entzündung der Membranen des Bronchialweges kindert. Die Kinder lieben diesen Sirup sehr wegen seines angenehmen Geschmacks. 52190. Runöfunk-Programm. Sender: Langenberg— Münster— Aachen— Köln. Senderäume: Köln— Düsseldorf— Münster— Dortmund— Elberfeld. Samstag, den 24. März 1928. Mitwirkung kann der Arbeitgeber keiner Betriebsteil stillegen oder gax abbrechen mdlungen über eine Betriebestillegung ung ist es dem Betriebsrat nicht nur gestattet ist verysichtet, seine Ansicht über die der Weiterführung und die Rentabilität der sofort einzuschre un Berriene jaben. Das Betriehsbe Bearab. f.- iren die ihm gesetlich geunangeneomer zu bringen. Ohne seine Mit trieb oder B den Verban zeinschränku sondern er Möglichkeit der Weiterführung und die Rentabilität des Betriebes darzulegen. Bei behördlich genehmigten Betriebseinschränkungen hat der Betriebsrat das Recht. bei der Auslese der zu entlassenden Arbeiter mitzuwirken. se, dus Mltwichumoptecht du Vetriehorate von r Bedeutung, weil der Betriebrat die sozialen Beder einzelnen Belegschaftsmitglieder besser kennt alo die Betriebsleitung und dadurch unbillige Härten ermieden werden können. Ebenfalls ist der Betriebsrat derechtigt, bei der Einsübrung neuer HIAe! metboden mitzureden. Seldst in den Aufsichtsratssitzungen der Aktiensosellschaften und in den Grubenvortandssitzungen der preußischen Berggewerkschaften müssee die von den Betriebsräten gewählten Vertreter mitwirlend gevuwder werdest. 13.05—14.30 Köln: Mittagokomert. Leitung Eysoldt. 1. Durch Nacht zum Licht. Marsch(Lankin). 2. Trauriger„Walzer(Slbellus), 3. Ouvertüre zu Antigone bade). WBie (Buisson). 4. Melobsen aus der Oper„Othello“ (Verdi). 5. Fantastestücke für Klarinette(Gade). 6. Bilder Aus dem Osten. Intermezzo(Schuman 7. Auf Wiederbören. Potvourri(Wenniger). 8. Wir wollen tun.] als ob wir Freunde waren. Blues (Kransz). 14.30 Funtwerbung: Natschlüge fürs Haus. 15.40—16.00 A. Stecher: Bastelfunk. 16.00—16.25 Dortmund: Lcestunde. Hermann Probst: Aus dem Roman„Land 16.30—17.00 lin: Beamtenfortbild##——— Potzel:„Die Reichosteuerverpaltung amtenschaft im Lichte der Oefsentlichkeit 17.00—17.20 Köln: Frauenstunde. Marie Theres van den In die 13.00.-19.00 Dortmund: Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Mitwirkende: Anna Linde. Berlin(Cemhalo). Zaxl Roser(Cello), Karl Beier Glöte). Paul Bassermann. Mitglied des Stadttbeaters 15.40—16.00 A. Stecher: Bast Hermann Prol von Knut Hansum. 7.00 Uebertragung von der, Deutischen Welle. VerBeamtenfortbildungskurse. Obersteuerinspektor vel:„Die Veichrteuergerpaltung und ihre BeHagen(Tenor). 1. Kammersonate für Violincello und Cembalo(G. F. Händel), 2. Italienisches Konzert für Cembalo(J. S. Bach), 3. Deutsche Arie für End„Seleitung von, Cembalo und Flöte: „Süße Stille“(G. F. Händel). 4. Soli für Cembalo 9). Sonate Pastorale(D. Searlatti), b) Tamburin (E. Vh. Rameau). 5. Flötensoli mit Cemhalo=Begleitung a) Bourreé aus der Sonate G=Dur(G. F. Händel). 5) Mennett aus der Sonate G=Dur(G. 8. dändel). 6. Lieder für Tenor mit Begleitung des kembalo a) Von der edsen Musik a. d. Augsburger sscsser ite. 2. Begzo)e(Bal. Görner, e) Früblingslied 19.15—19.45 Düsseldorf: Die Stunde des Arbeiters. Dr. Karl Lehmann:„Der soziale Gedanke in der deutschen Literatur“(5). 19.45—20.10„Dortmund:„Polizeibauptmann Schütze: „Was bedeutet die Polizeirufanlage im Kampfe gegen das Verbrechertum? 20.15 Köln: Lustiger Abend. Anschließend Köln: Letzte Meldungen. Svortbericht. Krichllzsend, Funkverbung: Mitteillungen aus der GeAnschließene, bis. 1.00 Köln: Nachtmuste und Tars. Lebe. *•** 27 WAE E * A 270 Nr. 84(Diertes Blatt) Samstag, den 24. März 1928 64. Jahrgang. Turnen= Sport= Spiel Um die Auslegung der Schiedsrichterregeln. . Im Schiedsrichterheim bei Nettebeck fand sich auf Einladung der bekannte internationale Schiedsrichter Guvenz=Essen ein, um den versammelten Schiedsrichterkollegen und Vereinsvertretern mit den Spielern einen Vortrag zu halten über den Geist des Schiedsricherwesens. Eigentlich sollte Simon Rosenberger. der beste Kenner der Theorie im Auslegen der Spielregeln. kommen, er war aber durch Krankheit am Erscheinen verbindert. Der Vortragende führte aus, daß die Klagen über schlechte und nicht geeignete Schiedsrichter nicht eher verstummen würden, bis in den Vereinen die Erkenntnis dämmere, daß sie selbst nur die bestehenden Uebeln ausmerzen konnten, indem sie für die Schiedsrichterei wirklich befähigte Anwärter meldeten. Die Organisation müsse sich mit dem zufrieden gehen, was gemeldet würde. man bürde ihr damit oft eine Aufgabe auf. die sie nicht lösen könnten. weil alle Belehrungen vergebens wären. hute„Schiedsrichter ließen sich nicht aus dem Boden stampfen, sie müßten aus den Lehren lernen. Man verwende entschieden zuviel Zeit auf die Theorie, zerlege die Regeln in tausend Möglichkeiten. vergesse aber den Geist in die Regeln hineinzulegen. Wenn der Bund heute die Regeln an den englischen Urtert anlehnen wolle. so würde bestimmt manche Unklarheit aus dem Wege geschafft werden. Das absichtliche oder unabsichtliche Handmachen im Strafraum oder im Felde sei oft der Meinungsstreit der verschiedensten Parteien gewesen. Es gebe nur ein absichtliches Handmachen, niemals ein unabsichtliches. Wenn der Ball einem Spieler ungewollt an die Hand soringe oder fliege, so habe der Schiedsrichter den Fall einfach zu übersehen. Auch bei Strafstößen müsse man sofort über die ursächlichen Zusammenhänge im klaren sein, die eine Unterbrechung des Spieles notwendig mache. Oft sei noch zu bemerken, daß körperliches Spiel in fairer Art von dem Schiedsrichter geahndet würde. Das sei natür ser darfi lich salsch. Ein Spieler im Kampf um den Ball und in Exwartung desselben den Gegner durch Einsatz der körverlichen Kräfte daran hindern. sich in den Pinsatz Besitz Torvatanbindern. sich. des Balles setzen zu wollen. Der Angriff auf den wärter ist nur dann gestattet, wenn er im Besitz des Balles ist und sich noch im Torraum befindet. Da müsse der Schiedsrichter klar sehen, hat der Torwart den Ball in den Händen, oder steht er in Abwehrstellung. Wenn z. B.eine Ecke getreten würde, könne kein Spiel ungestraft den Torwart ins Torinnere stoßen, wenn der Stoß noch nicht ausgeführt sei. aber er könne ihn sperren. d. b. ihn daran hindern, den Ball im Fluge abzufangen. Der Schiedsrichterball sei schnell auszuführen. Der Schiedsrichter brauche nicht erst zu warten. bis die Gegner im Halbkreis den Schiedsrichter umständen. Bei Platzverweisungen solle man vorsichtig sein, müsse aber durchgreifen, wenn diese notwendig seien, soll der Gang des Spieles nicht gefährdet werden. Auch der Elfmeterstoß dürfte nur dann gegeben werden, wenn der Schiedsrichter klar erkannt hätte, daß ein Spieler absichtlich die Ordnungsregeln oder die Regeln des sportlichen Anstandes verletzt habe. Jede Unsportlichkeit zwinge den Scheidsrichter zum Eingriff. Auch die Linienrichter ließen hinsichtlich ihrer Neutralität zu wünschen übrig. Um alle diese Schwierigkeiten überwinden zu können, sei vonnöten, daß der Schiedsrichter die Materie beherrsche. Er müsse sich in der Freizeit auch Gedanken über die einzelnen, voraussichtlichen Kampfphasen des Spieles machen. das er zu leiten habe. Er müsse in guter körverlicher Verfassung erscheinen, auf dem Spielfelde selbst ruhig. klar. bestimmt seine Entscheidungen treffen. Nicht mehr pfeifen. als notwendig. Dazu gehöre vor allen Dingen. daß der Schiedsrichter das Sviel, das Temperament eines jeden einzelnen Svielers durchlebe. Dann käme auch die große Linie im Spiel zum Ausdruck. Svieler und Zuschauer würden ihm dankbar sein. Der Vortrag wurde heifällig aufgenommen. In der Aussprache wurden dann wezielle Fragen angeschnitten. Der westdeutschen Reisterschaft entgegen. 1 Runde der Aleister Schalke 94— Borussia Rheite. Die letzte Niederlage wird der Schal er Mannschaft denken geben. Der Gegner ist an sich auch am Sonntag nicht schwächer. Dann laboriert der Halbrechte der Schalker an einer Verletzung. so daß es noch fraglich ist. ob er mitantreten kann. Aber vielleicht schafft der Ersatzmann es ebensogut. Der Sturm hat mit dem Weggang Huvvert viel verloren. Die Durchstöße des Sturmes sind nicht mehr so kräftig als früher. Es kommt eine gewisse Ueberspannung der Kräfte zum Ausdruck. Zu wünschen wäre, daß der Sturm diese vorübergehende Schwäche bald überwinden würde. Erlitte Schalke noch eine Schlavve, wäre der Kurs zur Meisterschaft verlegt. Der Gegner hat vor einigen Wochen gegen Gelsenkirchen 07 gespielt. Die Mannschaft siegte zwar knapp. doch spielte 07 entschieden den besseren Fußball. Gut sind in der Mannschaft die Außenstürmer. die wirklich gefährlich werden können. Wenn die Schalker Außenläufer nicht besser abdecken. kann das Unglück des öfteren schreiten. Die übrigen Mannschaftsteile überragen den Durchschnitt kaum. Es sind kräftige Spieler mit gesundem Angriffsgeist. Man muß die Mannschaft ernst nehmen. Preuten Krefeld— Köln=Sülz. Dieses Spiel dürfte vorerst über die Spitzenstellung entscheiden. Die Preußen stellen ohne Zweifel eine tapfere Mannschaft, die von einem glübenden Kampfgeist beseelt ist. Immerhin ist die spieltechnische Durchbildung der Mannschaft noch nicht abgeschlassen. Die Angriffe erfolgen meist durchbruchartig. der Angriffsbau ist noch zu dürftig. Der beste Mann ist der Mittelläufer. Die Kölner haben die Mannschaft weitaus besser feilen können. Vor allen Dingen leistet der Sturm das. was man von ihm erwartet. Er kann unbedingt etwas. Er wartet nicht darauf. zufällige Torgelegenheiten auszunutzen, sondern erzwingt sie. Das ist der unschätzbare Vorteil einer Mannschaft. Köln hat mithin den Vorzug. Hagen 72— Kurhessen Kassel. Ob auf eigenen Gefilden Hagen mehr leisten wird. als in den letzten Spielen. muß angezweifelt werden. Im Felde ist die Mannschaft nicht schlecht. Sie zieht schulmäßig und schablonenmäßig ihre Linien. Wenn aber vor dem Tore des Gegners die Eigenart des Sturmes bewiesen werden muß. die letzten Endes ausschlaggebend für den Erfolg ist. dann zeigt der Sturm die Unentschlossenheit, die kaum überboten werden kann. Die Kur: ist und bessen zeigen ebenfalls nichts Ueberzeugendes. der Linksgußen, vielleicht noch der Mittelstürmer dann die Verteidigung. die restlos gefallen können. Alles andere muß sich krampfhaft bemühen. sich in den Rahmen einzufügen. Die k.=o.=Runde der Zweiten. Duisburger Svielverein— Hagen 1911. In die Zwischenrunde werden die Duisburger bestimmt kommen, denn der Gegner kann vorerst noch keinen Vergleich mit dem Altmeister aushalten. Die Duisburger haben in diesem Jahre wieder einmal ihren Meister gefunden. Die Mannschaft hatte in der letzten Zeit viel Pech. Die Hagener haben keinen Sturm. der etwas leisten kann. Obne einen solchen ist alles schöne Spiel im Felde fruchtlos. Da haben die Duisburger unbedingt den Vorteil für sich. Schwarz=Weiß Essen— V. s. V. Bieleseld. Die Schwarz=Weißen dürften den Vorteil für sich haben, wenn der Sturm nur in etwa den Erwartungen spieltechnisch dürften die Schwarz=Weißen Fußball svielen, aber dieses allein genügt mofgeist muß hinzutreten. Das ist gerade die entspricht. S den besseren nicht, der Kampfgeist muß hinzutreten. Stärke der Bielefelder, sich nicht den Willen des Gegners aufzwingen zu lassen. Zähigkeit und Entschlossenheit machen sich immer vorteilhaft in ihrem Spiel bemerkbar. Wenn der Ruhrbezirksvertreter siegen will, muß er schon aus sich herausgehen. Was sich sonst noch ereignet. Gelsenkirchen 97— B. V. Altenessen Gelsenkirchen 07 hat wieder einen Sturm zusammengestellt. der Hervorragendes leistet. Er bringt Durchschlagskraft zum Ausdruck, aber auch eine besondere svielerische Eigenart. die unbedingt erfolgreich sein„muß. Dann ist auch die Läuferreihe zu erwähnen, die ein lückenloses Bindeglied zwischen Sturm und Verteidigung darstellt. 07 nähert sich der Linie. die stark nach aufwärts führt. Auch der Gegner ist zu bekannt. Er kann ebenfalls auf einen Sturm verweisen, der Tore zu erzielen versteht. Läuferreihe und Hintermannschaft sind ebenfalls ausgeglichen. Ohne Gogolla verlor die 07=Mannschaft zu Anfang des Jahres in Altenessen. Nun entscheidet sich. wie die Platzmannschaft mit dem alten Sturmführer abschneiden wird. Horst=E.— Union Selsenkirchen. Horst tastet die Mannschaften der ersten Bezirksliga ab. Das erste Treffen gegen 07 ging sehr knaop verloren. Die Horster Mannschaft aber zeigte, daß sie des Aufstiegs würdig ist. Der Sturm hat sich besonders gut berausgemacht. Er würde aber entschieden erfolgreicher sein. wenn die rechte Sturmseite noch entschlossener wäre. Dieses muß im Verlaufe der weiteren Sviele erreicht werden. Die Unionisten werden nicht gewillt sein, obie weiteres den Sieg abzutreten, sie werden sich diesen erst abzwingen lassen. Was der Union=Mannschaft nur fehlt. ist der Sturm. der auch Tore schießen kann. Sonst stellt sie unbedingt ihren Mann. Man darf gespannt sein. wie sie gegen Horst abschneidet. Alemannia Dortmund— Tus Bochum. Linden— Union Hamborn. Rellinghausen 68— Preuben Essen Germania Bochum— Düren 63. Germania Herne— Castrov 92. Die Germanen wollen als Grupvenmeister sich die Svoren verdienen. Die Castrover sind der geeignete Gegner dafür. Beide Mannschaften sind KampfmannCastro dafür. Beide Mannschaften sind Kamp schaften. Die Germanen werden nunmehr bedacht sein müssen. ihre Svielwetse zu vervollkommnen. Denn es warten noch die Aufstiegwviele, die Anforderungen an die Mannschaft stellen. Wenn auch die Castrover am Vorsonntag eine Schlappe hinnehmen mußten, so sind sie doch stark genug. um siegreich bleiben zu können. Hüllen 97— Nasenlvort 98. Die beiden Mannschaften waren früher einmal Geoner. Die Hüller wollen es wieder werden. Sie proben an den Rasenspartlern ihre Kräfte aus. Sie werden von ihnen manche Lehren annehmen können, nur nicht die Svielweise des Sturmes sich zu eigen machen. Da müssen die Rasensportler selbst noch die Kräfte anspannen. wuchtiger und energischer werden. Das schöne Sviel allein fruchtet nicht. Schonnebeck 1919— Nöblingbausen. Zu den Schonnebeckern kommt der rechte Gegner. Beide sind hart und entschlossen. Der Sturm des Gastes ist eigentlich durchschlagskräftiger, dürfte sich aber bei Schonnebeck nicht recht entwickeln können. Einmal ist die Läuferreihe der Platzmannschaft in guter Form. dann werden die Platzverhältnisse kein groß angelegtes Kombinationssviel zulassen. Sp.=Fr. Katernberg— Viktoria Necklinzhausen. Svielerisch gewertet sind die Katernberger dem Gast mindestens ebenbürtig. Es ist sehr gut möglich, daß sich selbst der nicht gerade entschlossene Sturm der Katernberger erfolgreich durchsetzen wird. Der Gast sucht durch Schnelligkeit über manche Schwäche hinwegzutäuschen. wozu er allerdings nicht immer in der Lage ist. Gut ist die Hintermannschaft des Gastes, auch mit der Läuferreibe kann man zufrieden sein. Das Sviel wird überhaupt auf die Läufer zugeschnitten sein. Krav 04— Alemannia Selsenkirchen. Die Kraver Mannschaft hat erfreulicherweise nichts an Spannkraft verloren. Wenn auch noch einige Lücken auszufüllen sind, so ist sie noch sehr arbeitsfähig und tatenfreudig. Mehr Verständnis wäre noch im Stürmerspiel zu wünschen. Die Läuferreihe ist gut. Auch der Torwart. Der Gast wird das Stürmerspiel ebenfalls mehr auf Erfolg einstellen müssen. will er auf die Dauer erfolgreich sein. Preuben Gladbeck— T. B. Eickel. Die Preußen werden bestrebt sein müssen. die vorsonntägige Niederlage wieder wettzumachen. Die Mannschaft, darf nicht erschlaffen, wie das früher bei den Preußen viel zu beobachten war. Die„Turnerbündler werden wohl noch einige Zeit an der jüngsten, sehr knapven Niederlage zu leiden haben. die allerdings folgenschwer war. Aber man kann zu den Eickelern das Vertrauen haben, daß sie nicht den Kovf hängen lassen. B. V. Rentfort— Phönix Bochum. Die Rentforter leisteten sich am Vorsonntag ebenfalls eine Niederlage. Diese dürfte aber keine weiteren tiefgehenden Folgen haben. Die Platzmannschaft bevorzugt ein schnelles und auch zähes Sviel. Die Mannschaft besitzt im Sturm einige gute Kräfte. Der Gast hat in den letzten Jahren immer im Vordergrund des Interesses gestanden. Er wird Rentfort im Spiel manche harte Aufgabe vorlegen. Preußen Wanne— Essen 81. Die Preußen haben offensichtlich das Bestreben. die Mannschaft auszugleichen. Wenn der Sturm noch die nötige Durchschlagskraft sich zu eigen macht, läßt sich unbedingt Gutes von der Mannschaft erwarten. Der Gast kämpft seit Jahren um höhere Ehren. Es steht zu erwarten, daß die Mannschaft den B. V. Stopvenberg ablösen wird. Die Fähigkeiten dazu sind vorbanden. Wattenscheid 09— Sünnigfeld. Auf dem Platz des Svortvereins 19 treffen sich die beiden Gegner nochmals, um unter sich auszumachen, wer von den beiden Vereinen die Führung in Wattenscheid übernehmen soll. Beide Mannschaften haben nichts zu verschenken, sie haben sich mehr auf ein Feldsviel eingestellt als auf ein erfolgreiches Stürmersviel. Beide Mannschaften haben svieltechnisch eine gewisse Reife erreicht. Von ihnen läßt sich Gutes erwarten, wenn dazu der Wille vorhanden ist. Cl. s. R. Notthausen— Westsalia Schalle. Die Rotthausener zeigten am Vorsonntag nicht das. was man von ihnen erwarten konnte. Das Stürmerspiel muß erfolgreicher angelegt werden. Er genügt nicht allein, auf das Tor des Geaners hinzusteuern. es muß auch die Möglichkeit bestehen, daß der Ball durchs Tor geht. Beide Mannschaften müssen sich der Umsicht noch befleißigen. Wenn der Wille vorhanden ist, findet sich auch der Weg. B. V. 1912— Viktoria Rotthausen. Die Ballspieler haben lange in Müßigkeit verharrt. Die Mannschaft muß endlich doch sich zu klaren Entschlüssen durchringen und alle Halbheiten abwerfen. Daß sie sich zur Tat bekennen müssen, ist ihre Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber. Darin kann der Gast ihnen ein Beispiel sein. Nichts hat ihn niederringen können. Er ging immer zielstrebig seinen Weg. auch wenn die Kräfte nicht ausreichten, das gesteckte Ziel im ersten Gang zu erreichen. Alte Herren Selsenkirchen 97— Schiedsrichter. Das erwartete Sviel der westdeutschen Presse gegen annschaft Alte Herren muß auf einige Zeit verwerden, dafür sind die Schiedsrichter eingeMeder ein Großkampftag in Westdeutschland: durchstehen! # Der vergangene Sonntag brachte gleich zwei Ueberraschungen; daß die Schalker sich schlagen lassen würden, daß die Sülzer die Kurbessen auf eigenem Gelände mit einem 5:0 Hereinlegen würden! Wie mag's morgen kommen? Man rechnet und rechnet: Wenn morgen die Sülzer mit den Krefelder Preuben fertig werden, dann kann für die Schalker noch etwas Gutes herausspringen. wenn nämlich usw.... Wir glauben schon, daß die Swatosch=Elf morgen mit der nötigen Ruhe an die Erledi wir reich Runde der Meister: 07— Preuben Krefeld. M.Gladbach: So. Vag. Sülz 07— Preuben Buer: F. C. Schalke 04— Borussia Rbeine. Hagen: Hagen 1872— Kurbessen Kassel. Runde der Zweiten: Dortmund: Schwarz=Weiß Essen— V. f. B. Bielefeld. Siegen: V. f. R. Köln— Kassel 03. Hamborn: Duisburger S. V.— Hagen 1911. Um den Handball=Pokal der DSB. Brandeuburg— Süddeutschland. Der Süddeutsche Verband hat mit der Austragung der Spiele um den Handballvokal in diesem Jahre Glück. Auch das Endsviel findet in den Mauern der Stadt seine Erledigung, in der die meisten repräsentativen Handballsvieler Süddeutschlands beheimatet sind. Die beiden sich gegenüber stehenden Mannschaften haben den Vorteil des Eingelvieltseins. Beide Mannschaften rekrutieren sich aus den Reihen der Polizei. die nun einmal das Privileg „höheren“ Handballspiels in Deutschland genießt. Sollten die Berliner, die übrigens schon zum dritten Male reisen müssen, sich nicht vom Darmstädter Publikum einschüchtern lassen, wie es im vorigen Jahre in Darmstadt der Fall war. so muß man mit ihrem Siege rechnen. Der Kampf wird geleitet durch Pöthmann=Barmen. Die Westdeutsche Pressemannschaft spielt nicht. Aus technischen Gründen Presse=Elf nicht„möglich, am Sviel in Gelsenkirchen auszutragen. ist es der Westdeutschen kommenden Samstags ein nnrchen auszutragen. Es wird ver einen Termin zu ermitteln. an dem das geplante Spiel der Westdeutschen Sport=Presse=Elf gegen die Stadtmannschaft von Gelsenkirchen antreten kann. ADAC.=Länderfahrt für Motorräder. 148 Meldungen. = Der letzte Nennungsschluß der A. D. A. C.=Länderfahrt 1928 schloß mit der hohen Zahl von 148 Nennungen. Wegen Ueberschreitung des Termines mußte noch eine Anzahl zurückgewiesen werden. 25 Beiwagen und 123 Solomaschinen werden sich am 25. März dem Starter in Köln stellen. Die Liste der Fahrer weist die Namen aller erprobten und bewährten Kämpen auf. Die Vororganisation ist abgeschlossen, die offizielle und geheime Kontrolle aufgestellt und die Tageszielorte eingerichtet. Diese Riesenarbeit war nur möglich dank der Interstützung durch die Behörden und A. D. A. C.=Gaue und=Ortsgruppen und ganz besonders dank der tatkräftigen Mitarbeit von seiten der Konsulate, der Behörden und namentlich der Clubs der Länder Danzig. Polen. Ungarn. Tschechoslowakei und Oesterreich. Die Paßvisas erhält jeder Teilnehmer ganz oder teilweise kostenlos. die Kosten der Triptiks. alle Steuernabgaben. Pflasterzölle usw. trägt der Veranstalter. Köln am Rhein. der Ausgangspunkt der schweren. früheren A. D. A. C.=Deutschlandsfahrten, sieht den Start zu dieser schwierigen und langen 5=Länder=Fahrt in seinen Mauern. Ganz Deutschland rüstet sich. die Fahrer herzlich willkommen zu heißen und ihnen durch Freundschaft und Bewirtung bei ihren Strapazen zu helfen. Ebenso aber bietet das Ausland böchste Gastfreundschaft auf. Im Freistaat Danzig wird kostenloses Nachtquartier bereitgestellt, warmes Abendessen umsonst gereicht und am Rasttag vom Senat und vom Gau Danzig des A. D. A. C. ein willkommenes Programm zu Ehren der Fahrer durchgeführt. In Polen wetteifern die verschiedenen Seklionen des Polnischen Automobil=Clubs. um auch ihrerseits den Fahrern alle Erleichterungen und Annehmlichkeiten zu verschaffen und auch für ihr leibliches Wohl zu sorgen. Auch die staatlichen Behörden haben sich in den Dienst der Sache gestellt und der Rundsunk ist am Tage der Durchfahrt für Berichte über die Länderfahrt eingestellt. Nicht minder gastfreundschaftliche Aufnahme finden die Fahrer beim Ungarischen Automobil=Club. der ebenfalls selbstlos die Organisation und die Bewirtung der Fahrer übernommen hat. In gleich aufovfernder portkameradschaftlicher Weise wird die Fahrt vom Oesterreichischen Automobil=Club und von den Clubs des Automobil=Clubs der Tschechoslowakei unterstützt. und auch hier werden die Fahrer überall warme Aufnahme und alle möglichen Ueberraschungen finden. Durch die offizielle Anteilnahme der Behörden aller durchfahrenen Länder wird die Fahrt zu einem Triumpbzug des deutschen Sportes werden. der seinen würdigen Abschluß in dem altehrwürdigen schönen Dresden finden wird. wo Gau und Bezirk des A. D. A. C. zum festlichen Empfang rüsten. Schwer ist diese Prüfung für Fahrer und Maschinen und reich an Anforderungen wie selten eine der früheren Aber der Sportgeist der Teilnehmer und der unserer Technik wird alles zu überwinden Jahre. Ab Fortschritt wissen und islen und die Schlußfeier in Dresden wird sicherlich den ößten Teil der Teilnehmer vereint sehen. ar Allgemeines. Gau Gelsenkirchen=Buer. Frübjahrs=Pflichtwaldlauf. Ueber 120 Leichtatbleten am Start. (2) Den Auftakt zur Leichtathletik=Saison bildet, wie alljährlich, der vom Westdeutschen Syielverband eingeführte Frühjahrs=Pflichtwaldlauf, der im Gau Gelsenkirchen=Buer am kommenden Sonntag erstmalig im Stadtteil Buer=Hassel zur Durchführung gelangen wird. Diese erste leichtathletische„Veranstaltung des Frübjahrs 1928 im biesigen Bezirk wird hoffentlich nicht unter dem Fußhallwettsviel Schalke 04— Borussia Rheine auf der Kampfbahn Löchterbeide zu leiden haben. Glücklicherweise findet nämlich der Waldlauf bereits am Sonntagittag statt. Hat doch der enart mindestens soviel Reize und bedeutend mehr lauf infolge seiner Fußhallspiel. Die Laufstreckei führt über natürliche als ein 5 Kilometer lang und wie Gräben. Felder. Bös auf dem Platze des Sportklubs Buer=Ha Vorbereitungen trifft. Wenn die Witterung t die Veranstaltung eine sehr gute ele Meld etwa id führt über natürliche Hindernisse Böschungen usw. Das Ziel befindet ssel, de legen bereits viel mit einer Teilnehmerzal lichen auf etwa 120 rechnen. ann mit einer Teilnehmerzabl einschließlich der Jugen Me auch 0 anBeteiliungen vor und man Jugendder Eine Sport-Plakette der Reichsregierung. Vorder= und Rückseite der neuen Von der Reichsregierung wird für besondere wwortliche Ereignisse ein Ehrenpreis in Form einer Bronzeplakette verlieben werden. Der Entwurf der Vorderseite stammt Svort=Plakette des Reiches. von dem Münchener Künstler Prof. seite(Schriftseite) von dem Berliner Schwegerle, die Rückr T o b j a s S c h w a b. Hollands Olrmpie=Briefmarken. PII E WOIl auln E nn Die Briefmarken der niederländischen damer Olympiade 1928 kommen kehr. Die Fußballsvieler, Ruderer, ischen Post zur Anster= ter. Sealer, Kugelstoßer und Voxer der olom demnächst in den Ver= Spiele dürfen sich für ihre„Grühe aus Amsterdam Läufer, Reiter, Fech= der schönen Marken bedienen. demptschen Westdeutscher Spiel=Verband e. v. Sau=Schiedsrichtervereinigung Gelsenkirchen=Buer. Jubhallxannschaft der Vereinigung wielt deute Krstsäs des Spielgs#K 5 Uhr. Tresspunkt 4 Uhr bei Koppers. Bismaicstraße. Gelsenkirchen macht im nächsten Jahre mit. Jünfte Bestische Industriestaffel. Der Hauptausschuh tagte. (2) Am vergangenen Mittwoch tagte der Hauptausschutz der Pestischen Industriestaffel im Rathaus=Sitzungssaal des Vorortes Gladbeck. um die gotwendigen Vorarbeiten für die diesjährige Staffel in die Wege zu letten. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Kavpen wurden alle Punkte der Tagssordnung rasch erledigt. Zunächst galt es. einen neuen Termin für den Austragungstag zu bestimmen. Die Leitung des Bestischen Sängergaues hatte gebeten, von der Veranstaltung der Staffel am 17. Juni 1928 Abstand zu nehmen, da an diesem Tage das große Gausängerfest in Recklinghausen stattfindet. Es wurd daber beschlossen, die Staffel auf Sonntag, den 24. Juni 1928 zu verlegen. Die Vereine. Verbände und auch die Kommunen werden nachdrücklichst auf diese Aenderung ia von anderen großen eiter genehmigte die Radsportverein 1902. Sonntag Frühjahrseröffnungsfahren in zwei Klassen des Bezirks„Emscher=Lippe“ in zünnigfeld. Strecke für Klasse A: Günnigfeld. Wanne er. Vollum. Wulfen und zurück. 75 Kilometer. e Strecke bis Buer er. Start für Klasse A: vormittat 915 Uhr. Restaurant Kneider. Sünnig Straße. Die Vereinsmitglieder treffer Uhr am Vereinslotal Jü Gunnigsekk.— 5 Kilometer. Jugend und zurück, 25 Kiloaas 9 Uhr. Jugend gfeld. Günnigfelder en sich, morgens 7½ Sfan. Start k. Restaurant Kneider, Sünnigseld. Die Vereinsmitglieder treffen sich am Vereinslokal Jürgens. Alter Markt. C. Schalke 04. 1. Mannschaft gegen Borussia Rheine Buer. Reisemannschaft gegen S. C. Stadtlodn. kannschaft gegen S. C. 07 Gelsenkirchen. 3. Manngegen Westialia Herne. B. V. Altenessen 06 auf in 2. Mannschaft schaft gegen icher 1. Bond###— eigenem Platz. 10 ½ Verein für Nasensport 08. Sonntag: 08 Liga gegen Hüllen 07 1.— 08 Reserve spielfrei.— Morgens 11 Uhr Jugendversammlung. Schallke 04. Ingendabteilung. Samstag: 1. Schüler gegen Sportklub 07 1. Schüler.— 2. Schüler gegen Sportklub 07 2. Schüler. 07 2. N. B. B. Diamant 25.— treisen sich die Mitglieder Steinmetzstraße. zum Start kunen werten.— wielen und gebeten, diesen alten. sltin, u nmlung den„Vorschlag des Arbestsausschusses, die el in der bisherigen Weise in Teilen und nicht in ehender Weise austragen zu lassen. St pe=Buer führte aus, daß demnächst. Austragung komme, die Stadt Buer t habe, zu existieren und mit Horst Gelsenkirchen=Buer ausgegangen sein mit Bestimmtheit anzunehmen, daß Stadtrat wenn die Sta bekanntlich au in die neue S Pürde. Ge bei HI. S Mgemen gue die neue Stadt sich an der Staffel wird bereiligen vollen. Da es sich hier um eine Frage grundsätzlicher Art handele. dürfte deshalb zunächst zu klären sein. ob und unter welchen Bedingungen Gelsenkirchen an der Staffel teilnehmen könnte. Allgemein wurden die großen Schwierisleiten nicht verkannt. die sich für die Vestische Industriestaffel aus der Zusammenlegung der drei Gemeinden Buer=Gelsenkirchen=Horst ergeden. Man erklärte sich deshalb auch grundsätzlich einverstanden, daß unter den veränderten Verhältnissen auch für die Austragung der Industriestaffel eine anderweitige Regelung gesunden werden müßte. Jedoch hielt man daran fest. in diesem Jahre die Staffel noch unter den bisheriden Bedingungen und nur von den bisherigen Stödten und Gemeinden bestreiten zu lassen. Hiermit erklärte sich der Vertreter der Stadt Buer auch einverstanden. Ueber die Bedingungen für die demnächstige Teilnahme Gelsenklichens an der Staffel soll eine spätere Versammlung entscheiden, nachdem die Angelegenheit vorher im Arbeitsausschuß genügend vorberaten und geklärt ist. Als weiterer Punkt der Tagesordnung wurden die geänderten Teilnadmebedingungen von der Versammlung genehmigt. Auch sand der Streckenplan die Zustimmung der Versammung. Hierbei stellte der Vertreter aus Dorsten den Antrag. für die Teilnehmer der B=Klasse eine kürzere Laufstrecke mit weniger Läufern einzurichten. Dieser Antrag wurde aber mit Mehrheit abgelehnt. Schließlich fand noch die Wabl des Protektors für die diesjährige Staffel statt. Einstimmig wurde Oberbürgermeister Dr. Jovy vom Arbeitsausschuß zum Protektor der Staffel 1928 vorgeschlagen. und vom Hauptausschuß wurde dieier Vorg ebenfalls einstimmig akzeptiert. Nachdem dann noch bei schlag ebenfalls einige Fragen finanzieller und technischer Art waren, sand die Versammlung ihr Ende. prochen Sellenkirchen 87. 1. Mannschaft gegen en. Platz 07. Anstoß 13.30 Uhr. L.=R. gegen latz Krav. Anstoß 15.30 Uhr. 2. Mannschaft halte 04. Plgs, 9/#gstgt, 15.30 Uhr. 3. Mannk .— B. V. Altengen Kran=Leithe. „###n upr. Z. Mannschaft gegen —. Platz 04. Anstoß 15.30 Uhr. 3. Mannschaft egen Krav=Leithe. Platz Krav. Anstoß 14 Udr. Alte erren gegen B. V. Altenessen. Platz 07. Anstoß 14.30 Samstag: 1. Schüler gegen Schalke 04. Platz 07. k 16.30 Uhr. 2. Schüler gegen Schalke 04. Platz 07. 5 15.30 Uhr. Alte Herren gegen Schiedsrichterogg. 07. Anstoß 17.30 Uhr. Sonntag. 10 Uhr. im Vereinsheim Nettebeck Monatsversammlung. 7 Uhr Kommers im Vereinsheim Rettebeck. Sportverein Westfalia Schalke. 1. Eli gegen.-Klub er 2-Huders Sesharag, dort. 2 Ell gegen Hüllen G7. bort. ugend Spielverbot. Schüler geger Horst=Emscher. Sportverein 08 Gelsenkirchen. 06 1. Mannst nach Oberhausen, Jugendabteilung: E Uhr bei Bogel Jugendversammlung. Mannschaft fährt onntag 10 Gelsenkirchen. Sonntag morgen in der Grenzstraße. Ecke rihrener##s#### nach Günnigfeld. Abfahrt 7.30 Uhr. In Günnigfeld findet das erste Bezirksreanen statt. Für die A=Klasse sind 11 Fahrer, für die att. Für die A=Klasse sind 11 Fahrer, für die Jugend. 4 Fabrer gemeldet. Derjenige Verein, der 25 Prozen; der Fahrzest des Siegers, die meisten Fahrer durchs Ziel bringt. erhält einen wertvollen Wanderpreis. Sportverein Union Selsenkirchen. Heute abend 8.30 Uhr auberordentliche Spielerversammlung im Vereinsbeim. Ueckendorferstraße 179.— Sonntag: 1. Mannschaft gegen Horst=Emscher in Horst. Anstoß 3 Uhr.— 1b. Mannschaft gegen Sportverein 99 Essen auf dem Platz an der Hubertusdurg. Anstoß 3.30 Uhr.— 2. Mannschaft gegen Preußen Essen auf dem Platz am Südvark. Anstoß 3 Uhr.— 3. Mannschaft gegen Preußen Essen auf dem Platz am Südvark. Anstoß 1.30 Uhr.— 1. Jugend gegen 2. Jugend Trainingsspiel auf dem Platz am Südpark. Anstoß 10.30 Uhr. 1. Mannschaft onschaft S. B. Alemannia 1911 Selsenkirchen. gegen Kran 04 in Krav. Anstoß 4 Uhr.—: gegen Krav 04 in Kray. Anstoß 2.30 Uhr. Hüllen 97. 1. Jugend spielfrei.— 2. Mannschaft 2 Uhr gegen die 2. Mannschaft von Westfalia Schalke.— Anschließend 1. Mannschaft gegen Rasenivort 08 auf eigenem Platze. Spielverein Rotthausen 1912. Ligamannschaft Sonntag nach Lintfort bei Moers.— Die 2. und 3. Mannschaft Spiel unter sich. Anstoß 3 Uhr auf dem Sportplatz in Düppel. schaft gegen D. J. K. Mengede bei Dortmund statt. Die Svieler versammeln sich um 2 Uhr an der Eintracht. Zum ersten Treisen ist es wohl angebracht erneut an rudiges und sachliches Spielen zu exinnern. Da Sesrnisie) Prsckeate, Peliu ur 8. 3. k. u Da der Besuch der Uebungsstunden in letzter Zeit etwge nachgelassen dat, werden Umtliche Turnec und Leschtathleten gebeten, sich von jetzt ab immer ernsthaft und fleißig an den Uebungsstunden aktiv zu beteiligen. da noch vor Ostern das endgültige Programm für den Werdeabend aufgestellt wird. Mühe und Arbeit darf man nicht scheuen. sondern jeden Uebungsabend mit neuer Kraft und Freude an alle Uebungen beran geden. Die Uebungsstunden sind wie bieder: Dienstag von 6—8 Uhr für die Schüler. Donnerstag von 8—10 Uhr und Samstag von 6—8 Uhr für alle anderen in der Turnballe und Mittwochs nachmittags auf dem Jahnplatz. Den Edrenmitaliedern und allen wreunden und Gönnern der Jugendkpaftbewegung zur Kenntnis, daß der Werbeabend nicht wie früher bestimmt im März. sondern endgültig am 29. Avril 1928 im großen Saale der Eintracht stattfindet. Die Eintrittskarten werden den einzelnen Bezirksabtetlungen ungefähr Mitte Avvil zugestellt. Borussia 1920 Gelsenkirchen 1.— König Ludwig Recklingbausen 1. Borussia hat einen gefährlichen Schritt unternommen. Die Mannschaft kann siegen, wenn sie will. Ob sie dem Gauklassenvertreter standbalten wird? Borussia 1920 1. J.— König Ludwig Recklingb. 1. J. Besthekn. Ihugernsfanf Bezirkswaldlauf in Herne. (:) Der Bezirk Gelsenkirchen=Herne veranstaltet morgen den diesjährigen Frühjahrswaldlauf in Herne. Als Gelände dient der Herner Stadtvark. Gelausen wird diesesmal in 4 Klassen. Von besonderem Interesse ist die AlteHerren=Klasse, die über 1500 Meter gelaufen wird und das Mindestalter 28. Jahre beträgt. In der vergangenen Woche war das Meldeergebnis für die ersten drei Klassen außergewöhnlich stark. Die Abteilung Falke meldete allein 42 Läufer. Alles in allem wird sich die gesamte Teilnehmerzahi auf annähernd 300 stellen. Der Waldlauf soll kein Wettlauf sein. Bei ihm geht es nicht in erster Linie um einen Titel: sein Zweck ist abgestimmt auf eine Erfrischung und Erholung des Körvers. Trotz alledem ist der Leistungswettbewerb in dem Können und Wollen des Läufers begründet. Darum wird mit dem Lauf immerhin eine gewisse Spannung verbunden sein. Die außerordentlich große Teilnehmerzahl erschwert eine Uebersicht der Besten. Wir sehen daher von einer Besprechung des ungefähren Ausganges ab. wünschen aber. daß der Lauf sich reibungslos abwickeln und zu einem guten Erfolge führen möge. Fußball Schiederichter=Belehrungsspiel. Alte=Herren Günnigseld— Schiedsrichtermannschaft. Die Schiedsrichter treffen sich zu diesem Sviel heute nachm. 4.30 Uhr bei Hilberg. Anstoß 5.30 Uhr auf dem Platz der Günnigielder. Teutonia Gelsenkirch. 1— Schwarz=Weiß Röblinghausen 1. Gelsenkirchen 2— Westsalia Günnigfeld 2. Deutsche Turnerschaft. Turmverein Ueckendorf 1882. Samstag. 5.30 Uhr. Fausthallsvieler auf dem Schulbose der Almaschule. Turnen anschließend. Sonntag 9.30 Uhr Bezirksvorturnerstunde in der Hindenburgturnhalle in Rottbausen. Um 11 Uhr 1. Handballmannschaft gegen den Turnerbund Oberbausen auf dem Platz am Abzweig in Katernberg. Turn=Verein Rotthausen 1889. Sonntag. 18 Uhr. im Vereinslokale: Versammlung. Turnverein Gelsenkirchen=Heßler. Beide Handballmannschaften treffen sich Sonntag um 1 Uhr nachmittags an der Kanzlerstraße und fahren nach Bochum. Gegner: Turngemeinde Bochum.— Heute beginni der Herrenabend der Handballabteilung um 8 Uhr in der Schlachthosschenke. Deutsches Turnfest in Köln. = Am Sonntag 9.30 Uhr hält der Bezirksturnrat einen„Beöirksperturner=(Turnerinnen)tag in der Hindenhurgballe iin Rotthausen ab. Während dieser Uebungsstunde werden die Uebungen aller Klassen für das Deutsche Turnfest durchgenommen. Der Uebungsplan ist folgender: 9.30—10.15 Uhr Freiübungen. a) Turner. Leitung Grimm. b) Turnerinnen. Leitung Engelke. 10.15 bis 10.45 Uhr Kreisporführungen. a) Turner(Barren). Leitung Grimm. b)„Turnerinnen(Pferd). Leitung Goetsch.„10.45—11.15 Uhr Abteilungsturnen. a) Turner 1. Abr.,(Pflichtübungen). Leitung Klaas. b) Turner 2. ht.(Volksturner. Leitung Goetsch. c) Altersturner „„ Teutonia Viktoria Rotthausen. 1. Mannschaft— senkirchen. 1. Schüler gegen Schalke 04. Anstoß Samstag abend 8 Uhr außerordentliche Spielersitzung. . V. 12 Gelnstoß 1 Uhr. Hansball. Sportfreunde 1922 Röhlingbausen 1— Turn= und =unde Rottbau Sportfreund ausen 1. A. S. V. Deutsche Eiche. Die 2. Mannschaft versammelt sich am Sonntag um 13 Uhr im Lokale Kublmann zur Abfahrt nach Westerholt. G. C. Schalke 84. Leichtatdletik= und Damenabteilung. Sonntag ab 9 Uhr: Training auf dem Platz an der renzstraße. Uspielverein 1912. B. V. 12 1.— Viktoria Rotten 1. Anstoß 3.30 Uhr. B. V. 12 2.— Watten2. Anstoß 1,30 Uhr. B. V. 12 1. Jugend— the 1. Jugend. Anstob 11 —= im Vei Der Kreistag in Sicht. Am 1. und 2. Avril hält der Kreis Rhein=Weser seinen diesjährigen Kreistag in Gelsenkirchen ab. Tagungslokal ist das katbolische Gesellenhaus. Der erste Tag der Tagung wird beschlossen mit einem großen Festakt abends 7.30 Uhr im Gesellenhause.(Man beachte die Notizen in den Rot=L abend Weit Lei 7 Uhr: Monatsversammlung im 11 Uhr. Heute Vereinslokal. nächsten Tagen.) D. J. K. Eintracht Schalke. Am Sonntag 3 Uhr findet auf dem Heßler ein Gesellschaftsspiel der 1. GausJahnplatz in blaaballmannLeitung Abt.(Volksturner. Leitung Goetsch. c) (Reck). Leitung Büsch. Altersturner(Barren).——. Krause. Altersturner(Pferd). Leitung Schneider. d) Turnerinnen(Pflichtübungen). Leitung Engelke. 11.15 bis 12 Uhr Abteilungsturnen. a) Turner(Tisch und Langpferd). Leitung Grimm. b) Altersturner(Freiübungen). Leitung Büsch) c) Turnerinnen(Volkstänze). Leitung Engelk.„ a) Turner. L Leitung Enogske, Kosersch. 2) Aitersturner, Leitung Kraus Schneider. An dieser vom Gau festgesetzten Vorturner stunde haben sämtliche Vereine mit ihren Warten und Vorturnern anzutreten. Vereine. die keine Vorturner stellen können, müssen ein Vorstandsmitglied als Vertreter entsenden. Ganz besonders werden die Altersturner zu dieser Uebungsstunde erwartet, weil hier die beste Gelegenheit sich hietet, mit den anderen Altersn der Bezir' A. Leilung Grimm. br allerskurner WFreiLeitung Büsch) c) Turnerinnen(Volkstänze). Engelke. Goetsch. 12—12.30 Uhr Kürturnen. r. Leitzung Klaas. Büsch. Picken. b) Turnerinnen. Engelke. Goetsch, c) Altersturner. Leitung Kraus. turnern Bezirksvereine zusammen zu üben. ellung zur Schau stellten, um die Besucher auf einen, in inserer Gegend noch gar nicht gepflegten, aber äußerst eizvollen Sport zu lenken. Augenblicklich geht ein zweiSegelflugsport. = Mancher Anhänger des Sports wird sich noch des Gleit= und Segeflugzeuges„Zögling“ entsinnen, das die hiesigen Jungflieger in der Verkehrs= und Polizeiausstellung zur Schau“*— i.n:: unserer G reizvollen nn“ engeintich Srhr. ein zwei tes Flugzeug seiner Vollendung entgegen. Außerdem ist der Jungfliegergruppe aus Anerkennung für die fleißige. intensive Arbeit von dem Deutschen Luftfahrt=Verband ein weiteres Flugzeug geschenkt worden.„so daß die Gruppe in Kürze über drei Apparate verfügt. In den vergangenen Monaten ist nichts unterlassen worden, um die Voxbedingungen zur Aufnahme des praktischen Gleit= und Segelfluges zu schaffen. Als das zukünftige„Segelfluggelände wurden die Borkenberge bei Haltern bestimmt wo ein Jungfliegerheim errichtet wird. Neben einem großen Flugzeugraum sind ein Aufenthaltsund Uebernachtungsraum mit 36 Betten vorgesehen. Der Aufenthaltsraum dient zugleich als Eß= und Unterrichtsraum. Es ist damit zu rechnen, daß im Mai sämtliche Vorarbeiten beendet sind und alsdann der praktische Flugbetrieb eröffnet werden kann. Nehen der Ausbildung im Fliegen. findet an drei Abenden in der Woche von 7⅛ bis 10 Uhr in den Räuder Städtischen Gewerbeschule Gelsenkirchen die tische und Werkstattausbildung statt. In allen men heoretische und Werkstattausbildung#. Fragen erteilt das Bureau der Städtischen Gewerbe schule. Gelsenkirchen. Industriestraße 1. Auskunft. Billarösport. Billard=Gesellschaft Hüllen. findet im Klublokak rdfreunde Bismarckresse siebt die Sportittags 3 Uhr, iel gegen Billo rs großer Am Sonntag, na Reitemeier das Rücklviel gegen.. Ost statt. Mit besonders großem Intexesse siebt die gemeinde Gelsenkirchen das Spiel Gehle gegen Reite meier entgegen. zumal, letzterer das erste Sviel gewinnen konnie. Gehle wird jedoch hier auf gutem Material das Spiel zu seinem Vorteil entscheiden. Dieses Spiel wird gegen 8 Uhr zum Austrag kommen. Bulmke— Hüllen. Heute. Samstag. ab 6 Uhr abends, svielen die Mannschaften der zweiten Klasse der Billardfreunde Bulmke und der Billardgesellschaft Hüllen im Restaurant Wiele. Wannerstraße 89. Von den am Mittwoch. 21. März. ausgetragenen 5 Spielen der ersten Kl und Hüllen 1. estauran! W 21. März. ewann Bulm klasse gewann Bulmke 4 Pferdesport. Trabrennen zu Gelsenkirchen. = Nach dem gut gelungenen Auftakt im westdeutschen Trabersport am 4. und 11. d. Mts. nehmen die Rennen zu Gelsenbirchen am Ostersonntag. den 8., und Ostermontag. den 9. April. ihren Fortgang. Der Westdeutsche Traber= Zucht= und Rennverein e V. hat die Ausschreibungen für diese beiden Tage bereits veröffentlicht Den Höhevunkt der für jeden Tag vorgesehenen sieben Rennen bildet der „Große Oster=Preis“. ein Vorlaufs=Rennen für die beste inländische und internationale Klasse. Distanz 2000 Meter. Dotiert ist der„Große Oster=Preis“ mit 4000 RM. und Andenken dem Fahrer des Siegers im Entscheidungslauf. Der hobe Geldpreis wird gewiß einen guten Nennungsschluß ergeben. die Ställe werden alles aufbieten, um ihre Pferde in möglichst großer Form zu haben. Die weiteren Rennen der beiden Tage sind lo gehalten, daß alle Klassen der Traber ein passendes Rennen finden. Um der großen Nachfrage nach Boxen abzuhelfen, hat der Verein 20 neue Boren auf der Rennbahn eingerichtet, so daß jetzt im gansen 160 Pferde dauernd eingestellt und regelmäßig gearbeitet werden können. Die folgenden Renntage finden statt am 22.. 29. Apru und 6. Mai. die Ausschreibungen werden in Kürze erscheinen. Auch die interessantesten und wichtigsten Prüfungen für das Rennjahr 1928— die Zuchtrennen(im ganzen sechs)— sind ausgeschrieben. Dieselben sind im Rahmen des Vorjahres gebalten und wenden sich an alle zwei= bis achtjährigen Klassepferde. Es sind vorgesehen ein Versuchsrennen der Hengste und Versuchsrennen der Stuten(für 2jähr). der Zukunfts=Preis(für 2= und 3= jähr.), der Jugendpreis(für 2jähr.). der Grobe Westdeutsche Zuchtvreis(für 3= und 4jähr.). sowie die Hauptentscheidung. der Große Preis von Gelsenkirchen. Auf den Nennungsschluß für die beiden Ostertage und für die Zuchtrennen am Donnerstag, den 29. März 1928. nachmittags 5 Uhr. weisen wir noch besonders hin... Coval. 7jähr. F.=H. von Black Jim— Kopalnig. beste Leitung 1927 1:24.4. Gewinnsumme 21.751 RM. ist an einen neuen Besitzer des Trainers W. Meincke verkauft. Der Black Jim=Sohn. welcher am Sonntag in Mariendorf zweiter gegen Dawson Watts war. wird in den nächsten Tagen in Gelsenkirchen eintreffen. Rennen zu Maisons=Lassitte. 1. Rennen: 1. Sibilats Cornelius F(Semblat). 1. Woogs Make Haste(Esling), 3. La Catalane. Tot.: 38. 40. 23. 20. 56:10. Ferner: L'Ariette. Kabinette. A Parte. Hellebardero.„Noctambouse. Frisco. Soucrier. Saint Woandotte. Norolo, Thelma, Kylaime. Tanaquil, Cousine Colette. Ex President. Liberfin 7. Perle d’Espagne. Pulcherio. 2. Rennen: 1. Delsouillers Seole(Ferre). 2. Colomhie. 3. Chambasou. Tot.: 79. 36, 31, 121:10. Ferner: Les Rameaur. Pilon. Fresnoy. Ad Valorem. Tailvent. Marchegav. Petit Puoet 2. Nosegay. Catali. Cunegende 2. Lady Blateney. Elbow. 3. Rennen: 1. du Breils Floreal 2(Semblat). 2. Hapvo Prince 2. 3. Divette 3. Tot.: 54. 20. 32. 27:10. Ferner: Archivive. Old Mother Lubhard. Syntboline. Hamilton. Cenchita 2. 4. Rennen: 1. Cunningtons Crid de Guerre(Chancelier). 2. Mequer. 3. Prince Kara. Tot.: 25. 13. 20. 19:10. Ferner: Les Buissonnets. Le Seurre, Eleveur. Walricher. Siska. Porte Veine 2. Dette. 5. Nennen: 1. de Chavagnacs Tanais(Cooke). 2. Casa Zoiosa. 3. Castillane. Tot.: 56. 16. 20. 14:10. Ferner: Sa Fille. Gyges. Blouse Noire. Oriens. Maskolista. La Solitaire. 6. Nennen: 1. Coulons Fere Champenoise(Jennings). 2. Prince de France. 3. The Outlaw. Tot.: 260. 40. 22. 20:10. Ferner: Dark Storv. Battage. Bas Blanc. Casaquin. Saint Quen L'Aumone. Chauvin. Beirout. Edziray. Caveline. Semoule, Irisb Laddie. 7. Nennen: 1. Fernande:' Smetala(Siegr. Hamel). 2. Coeur Bearnais. 3. Iles Bardel. Tot.: 55. 19. 24. 55:10. Ferner: Mascaras. Northern Ligbt. Silette. Amilcar. Cadir 2. Monseigneur 2. Mapal. Kitte. Amedee de Savole. Jacquie. Seigneurie. Möbel in guter Qualität gehen über alles!!! 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Pr. 1.30 Uhr: Kirchl. Entlassungsfeier m. Ansor. u. And. e: K. 730 Uhz: M. m. Pr. u, K. d. 3. le entlass. werden u. d. Manneskickel.— Zangentingcter 45 Uhr: M. 7.45 Uhr: M. m. Pr. 8.4 0 Uhr: M. mit voln. Gel. u. Wr. 11 30 Uhr: And. rekirche. 6.30 Uhr: M m. mit Vr. u. Komm sirche. 6.50 „.„ v.. L.=Abtlg. der verden u. d. Männer. 8.45 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr: u. Aufn. in die Jungfr.= 10 2.30 Wanne=Eickel.— m. K. 7.30 Uhr: K. 10 Uhr: H. mit B Wanne.E m. Pr. 8.30 Andacht. Wanne= Frühm. m sr. 2.30 Wannen mit K. 9 Uhr: „ 6 Uhr: M. br: H mit Pr. r: M mit Pr Buer=Hassel.— St. Michael. 6.30 Uhr: M. 7.30 Uhr: M. mit Pr. u. K. 8.30 Uhr: M. mit Pr. 9.30 Uhr: H mit Pr. 2.30 Uhr: Andacht. Byer=Resse.— Herz=Jesu=Pfarre. 6.30 Uhr: Frühm. K. 8 Uhr: M. mit Pr. und K. 10 Uhr: H. 2.30 Uhr: acht. Buer=Scholven.— St. Joseph. 7 Uhr: M. mit Pr. u. K. 8.15 Uhr: M. mit K. 9.30 Uhr: M. 10.30 Uhr: M. mit Br. 3 Uhr: And. In der Antonluskavelle: 7.30 Uhr: M. 3 Uhr: Andacht. Buer=Beckhausen.— Liebfrauen=Bfarre. 6.30 Uhr: Frühm. u. K. 7.30, Uhr; M mit Pr. u. K. 9 Udr. H. mit Pr. 10.30 Uhr: M. mit Volksges. 3 30 Uhr: Andacht Buer=Erle.— St. Barbara. 6 Uhr, M 7 Uhr: M. mit Volksges. 8 Uhr: M mit Volksges. u. Pr. 9 Uhr: M mit Volksges. u Pr. 9 Uhr: M. im Waisenhause. 10 Uhr: F. mit Pr. 2.15 Uhr: And. 3 Uhr: Andacht. „Horn Emscher,— St., Hiopolotns=Kirchengemeinde. 6 Uhr: M. 6.30 Uhr: M. 7.30 Uhr: M. mit Pr. und K. 8.30 Uhr: M. mit Pr. 9.30 Uhr: 2.30 30 Uhr: M. mit e=Eichel.— Michaels=Pfarakirche. 7.13 lt Wr. u. Komm. 9 Uhr: H. 11 Udr: Uhr: Andacht M. mit m. Vr. r. 2.30 Uhr: Andacht 3 Uhr: Taus———— Wanne=Eickel.— Bsarrvikarie Haus Nazareth. 7.30 hr: Frühm. m. Pr. u. K. 9 Uhr: H mit Vr. 10.30 Uhr tie M mit Pr. 2 Uhr: And. 3 Uhr: Taufe. 1. b. Pa5 Wiz Krbechl. ür: let —— fl. in Knaben und! Fastenpr. u. Schulent! Lglide— Et.=Jebannes=Bfarrvikarie. 7.15 Uhr: Frühm. m. K. u. kirchl, Emiasungst. der g#,Schle, i, entlas Frauen. 5 Uhr: K. *: Frühm. m. Pr. 6.15 Uhr: Leidensonschiiebens um 5.0 um. Fastenpz.— Gemeinsch. d. zur Schulentl. gelang. Knaben u. Mädchen und d Shntrov— St.=Magdalenen=Pfarrkirche. 6.45 Uhr: M. : M. mit ch bar. Uhr letzte Hordel.— VerzFrühm. mit Pr. 10 1 Röblinghausen.— St. 8 Uhr: Frühm. mit Be 9 Uhr 30 deut 5 mit Pr. 2.30 Uhr: Andacht Buer=Mitte.— St. Urbauna 6 Uhr:„N. 6.43 M. mit K. 8 Uhr: M. mit Vr. für die böber Sch 9 Uhr: Kinderm. 9.45 Uhr: H mit Pr. 11 Uhr: M dr: Kinderm. 3 Uhr: And. Buer=Mitte.— 6 30 Uhr: M mit K mit voln. Pr. 10 Uhr Uhr ulen. mit 6 Uhr: M. K. 9.30 Uhr: Andacht Pfarrkirche. 7 Uhr: w. 2en M#.#####. n 10 Uhr: deutsche inam mit Vr 2.30 Uhr: Andacht Raternberg.— St. Joseph. 6 Uhr: M Udr: M mit Pr 9 Udr. Gomnastalm mit Br 2 Udr: 11.15 Uhr: M Buer=Mitte.— St. Ludgeri. 7 Uhr. M m K. 8 Uhr. I. mit K. 9.15 Uhr: H. mit Vr. 10.30 Uhr: deutsche inom. mit Pr. 3 Uhr: And. Br 2 Udr: Andacht. Sr S erg 7 Uhr. ucemeinde. M. mit And. M mit And. Uhr. M. ir: M. mit Vr. Andacht * 6.30 Uhr: — 10 Uhr: cht erkirche. 7 Uhr: 10.30 Uhr: 7 Uhr M. 10 Uhr 5. 10 6 mit Ur M. mit Vr. Uhr: And. icht. * Glas = Ein ein an de ebroch ände. ch Gen Der Verk 29. März Genera ihren An sieht u. a Kassenberie ledigenden zu rechnen Kat Ann zur Beruft Osterserien Verkäuferi chen) am schule: 2 Avril 192 Schule: 3 18. Auril Gerbard=S Hilfsarbeite um 3 Uhr Erwerbslose mittags. in (Former u nachmittags Schneide nachmitt besteht der im lichen, son Schneideri mäßig bes sämtliche der Prob bestraft. = De Katernbe wenigen fahrolan Mai in feststellen rechtigten nicht versch gegangen ie geplar samten werden. tung Du der Zug in Wani später zwischen beseitigt. neu ei Duisburg Laternberg Damit ist den besch der über tröfft und die 23.04 schaffen. Station im Stationen er um etwa dem VerkebDie legt gem vom 26. prozentige V sorzug ebenor Zorzug Zeich briefe Prozent. 93½ P Kommun sind in erhältlich und biete nicht schluß ist den werden Meldung und die keinen Anregu schende sweit ees h um schnell Exvort zur or veränder Sichten Rogo ruhig. Amt Für England Amerika Gielen Nerweger Frankreich Schweiz Otsch.B4 Darm Deut 1% D.Rei Hapag Hansa Nordden Barmer Commerzb Darmsta d Deutsche Oiskonto Dresdner keichaba (Dückauf 9193e1 Elar-e ∆ 4 Gladbeck und Umgegend. Gladbeck. 23. März 1928. Eindruchediebstad.. Am 23. März. morgens, ist in ein an der Hochstraße gelegenes Zigarrengeschäft einProche., worden. Den Dieben fielen Zigarren und T. Prrte von 300—500 RM. in die ände. Von den Tätern fehlt jede Spur. des Verkehrsvereins Gladbeck. a##omstt— S#####Sladbeck dält am Donnerstag, den daß er in Katern H.tel Dreaman., Gladbeck, seine diesjährige Möglichkeit. Gel Gren=cntang ziam Ks 4%,2.- um 8 Uhr abends zu erreichen. Bi seß u.. Ik, umatz. Die aufgestellte„Tagesordnung um 10.03 Uhr o u#die Erstattung des Jahresberichtes sowie des Kassenberichtes vor. Wegen der Wichtigkeit der zu ledigenden Punkte ist mit einem vollzähligen Ersche zu rechnen. ereinen Katernberg und Kray. Raternberg. 23. März 1928. * Anmeldung iur Berufsschule. Die Anmeldungen zux Berufsschule sollen in der ersten Woche nach den Osterserien nach folgendem. Plan geschehen: 1. für die Verkäuferinnenklasse(Verkäuferinnen und Bureaumädchen) am 17. April 1928. nachmittags 2 Uhr. in der Kreuschule: 2. die Klassen der Handwerkslehrlinge am 17. 2yri 1928. nochmittags 4 Um. in der Paul=GerhardSchule: 3. die Klassen der kaufmännischen Lehrlinge am 18. Avril 1928. um 2 Uhr nachmittags. in der PaulGerhard=Schule: 4. die Klassen der Laufburschen und Hilfsarbeiter(ungelernte Arbeiter) am 18. Arril 1928. um 3 Uhr nachmittags. in der Barbaraschule: 5. die Erwerbslosenklassen am 18. Aoril 1928. um 4 Uhr nachmittags. in der Kreuzschule: 6. die Fabrikarbeiterklassen (Former und Gießer) am 19. Aoril 1928. um 4 Uhr nachmittags. in der Goetbeschule und 7. die Klassen der Schneiderinnen, Putzmacherinnen usw. am 20. Aoril 1928. nachmittags 4 Uhr. in der Luisenschule. Anmeldepflicht besteht für alle männlichen Jugendlichen mit Ausnahme der im Bergbau beschäftigten. die weiblichen Jugendlichen. soweit sie als Verkäuferinnen. Bureaumädchen. Schneiderinnen. Näherinnen, Putzmacherinnen, handwerksmäßig beschäftigte Arbeiterinnen in Frage kommen. Für sämtliche Lehrlinge besteht die Schulnflicht auch während der Probezeit. Verspätete Anmeldung wird polizeilich bestraft. .= Der neue Sommerfahrplan der Eisenbahn.— Die Katernberger Wünsche zum großen Teil erfüllt. Vor wenigen Tagen kam der Entwurf zum neuen Sommerfahrslan der Reichseisenbahndirektion Essen, der am 15. Mai in Kraft tritt. heraus. und mit Freude kann man feststellen, daß sich die Eisenbahndirektion den vielen berechtigten Wünschen des Katernberger Verkebrsvereins nicht verschlossen hat. Ist auch nicht alles in Erfüllung gegangen. so sind doch die Hauptforderungen erfüllt. und die geplanten Verbesserungen werden wohl von der gesamten Einwohnerschaft mit Dankbarkeit ausgenommen werden. Was ist nun erreicht? Zunächst in der Richtung, Duisburg=Wanne: Vollkommen neu eingelegt wird der Zug 315. der um 19.07 Uhr Katernberg verläßt und in Wanne um 19.21 Uhr eintrifft; dort ist 4 Minuten später durch den Essener Zug Anschlußmöglichkeit nach Dortmund vorhanden. Durch diesen Zug wird die Lücke zwischen 18.18 Uhr und 19.45 Uhr in den Abendstunden beseitigt. Einen ungeheuren Vorteil schafft weiter der neu eingelegte Zug 307. der von Krefeld kommend. Duisburg um 23.03 Uhr verläßt, und 2344 Uhr von Katernberg abfährt und um 23.59 Uhr in Wanne endet. Damit ist einmal die gewünschte Anschlußmöglichkeit an den beschleunigten Personenzug von München geschaffen. der über Köln kommend. in Duisbura um 22.55 Uhr eintrifft und anderseits ein Zwischenzug bei den bisherigen. die 23.04 und 1.37 Uhr von Katernberg abgeben. geschaffen. Der neue B. P. 733 Köln=Berlin, für den sich gerade der Katernberger Verkehrsverein eingesetzt hat. hält im engeren Industriegebiet auch auf den kleinen Stationen. aber ausgerechnet in Katernberg nicht. wo er um etwa 20.43 Uhr durchfährt. Hoffentlich gelingt es dem Verkehrsverein durchzusetzen, daß dieser Zug auch in Katernberg hält: die entstehenden 2 Minuten Verzögerung werden wohl mehr nützen als schaden. Der gewünschte Zubringerzug an den beschleunigten Personenzug nach Hamburg in den Mittagsstunden ist leider nicht zur Wirklichkeit geworden. In umgekebrter Richtung Wanne- Duisburg sind die Verbesserungen noch wesentlicher. An dem neuen beschleunigten Personenzug Verlin—Köln besteht zwar weniger Interesse, damit der Eisenbahn keine Zuhringermöglichkeit vorhanden ist: er fährt nämlich vormittags um 9.06 Uhr von Gelsentirchen ab. Vielleicht lätzt es sich aber auch erreichen. daß er in Katernberg hält: andererseits besteht jedoch die Möglichkeit. Gellenkirchen bequem mit der Straßenbahn zu erreichen. Viel wichtiger ist der neue Zug 242. der um 10.03 Uhr von Katernberg abfährt und endlich die Zuglücke zwischen 9.19 und 11.43 Uhr beseitigt. Eine große Annehmlichkeit bietet das Umwechseln der Züge B. P. 730 und des Personenzuges. 202; es ist jetzt möglich. in Gelsenkirchen nac 10 Minuten Aufenhalt nach Verlassen des Hamburger beschleunigten Personenzuges um 20.52 Uhr nach Katernberg weiterzufahren. Dieser Zug fährt dann um 20.59 Uhr von Katernberg weiter. Früher folgte der nächste um 23.02 Uhr: jetzt ist wieder ein Zwischenzug, Dortmund—Duisburg vorgesehen, der um 22.13 Uhr Katernbera verläßt. Weiter ist ein Zug vorgesehen, der in der Nacht von Sonntag zu Montag von Dortmund nach Oberhausen fährt und um 1.05 Uhr Katernbeia verläßt. Bei genügender Beteiligung ist es wahrscheinlich nicht ausgeschlossen, daß er wäter an allen Tagen fährt. Die Wünsche wegen Wiederaufnahme des Pendelverkehrs Altenessen—Essen=Nord sind leider nicht in die Wirklichkeit umgesetzt worden, doch verdient das. was der Verkehrsverein im übrigen erreicht hat. alle Anerkennung. 4 Gedächtniskavelle für die im Weltkries Gesallenen. Von der Katernberger katholischen Kirchengemeinde wird beabsichtigt, für die im Weltkriege gefallenen Mitglieder der Gemeinde eine Gedächtniskavelle zu errichten. Hierfür ist die Marienkapelle in der Kirche vorgesehen. werner besteht die Absicht. Tafeln mit den Namen der Gefallenen anzubringen. Da die Kapelle in Kürze ihrer Bestimmung übergeben werden soll. werden die Gemeindemitglieder ausgejordert, die Namen der Gefallenen umgehend dem Pfarramt mitzuteilen. cb Zentrumsversammlung in Schonnebeck. Von dem Vorstand der Schonnebecker Zentrumsvartei war eine Versammlung der Parteiangehörigen entgegen dem üblichen Brauch diesmal in die entlegenste Ecke von Schonnebeck einberufen worden und zwar in die Wirtschaft Graffweg. Als Redner hatte die Leitung den Direktor des Katernberger Realgymnasiums. Frin. gewonnen, der sich über das Thema„Staatsbürgerliche Aufgaben der Gegenwart“ in einem 1½stündigen Vortrag verbreitete. Wie der stellvertretende Vorsitzende betonte. war der Abend in der Hauptsache für die wahlberechtigte Jugend bestimmt. Nichtsdestoweniger waren auch sehr viele alte Parteiangehörige erschienen ... Wie wir hören. enbahngesellschaft in Eeeee men über den Bau der Straßenbahnstrecke Kray—Wattenscheid zustande gekommen. Da die Essener Straßenbahngesellschaft eine Verbindung von Essen nach Kray herstellt. wird also nach Fertigstellung eine direkte Verbindung zwischen Essen und Wattenscheid besteben. Undeholige TAchtenen. h Strabenbahn Kran—Wattenscheid. ist mit der Westfälischen Straßenbal Gertbe jen Uebereinkommen über d Veranstaltungen. * Genesius=Lustspielhaus. Samstag und Sonntag bringt die Direktion den humorvollsten aller Schlager. den köstlichen Schwank in drei Akten:„Die Perle der Frauen!“ Sonniger Humor vereint sich bei diesem reizenden Werk mit einer guten Handlung und flottem Dialog. Einen besonderen Reiz birgt das Stück durch die glückliche Verquickung von Traum und Wirklichkeit. Gegenwart und Mothologie. Die Hauptrollen werden von Lina Meyersieden=Genesius(als griechische Statue) und Rolf Enger(als Versicherungsdirektor in tausend Nöten) dargestellt. wirksam unterstützt von Mini Cimburek. Emmi Büchel. Ulli Karsten. Artur Cimburek und Egon„Oellrich. Die Svielleitung hat Lina Meyersieden=Genesius. Filmschau. a Schauburg.„Königin Lulse“. 2. Teil:„Der Leiden sweg der Köniain Luile“. Aus der Geschichte ist sie in die Legende übergegangen als sorgende, leidende, liebende Mutter, als hohe, starke und stolze Frau, als die preußische Königin. Ihr Geist beseelte die Epoche. Die Kriegserklärung war ihr Werk, die Begeisterung des Volkes entzündete sie. sio führte das Volk und den Hol, sie kämpfte mit dem Volk und litt mit ihm und starb an ihrem Leid. Ihre Gestalt ist Sinnbild und Ausdruck von Preuhens schwerer Zeit. So weit sogar geht der Film in der Glorifizerung ihrer monarchischen Führerstellung, daß er es wagt, Napoleon, den Mann in Eisen, den Sieger von Rom dis Moskau, für die Zeit einer Sekunde als ihren Besiegten zu erklären: er spielte mit dem Gedanken, ihr zu Liede auf Magdeburg, ihr zu Liede auf seine große strategische Taktik zu verzichten.— Mady Christians ist die alle und alles überragende Figur. Ihre Vaterlandsliebe, ihre Sorge und ihr Leid sind edenso natürlich wie ihr Haß gegen den„Emporkömmling“ und die Ueberwindung, vor diesen Mann als die Bittende, die Flehende hinzutreten.— Die Musik versteht es, sich der Handlung anzuschmiegen, ob des Gepräge kriegerisch, freundlich oder traurig=ernst ist.— Wochenschau und Beiprogramm vermitteln eine willkommene Adwechslung. I Spollotheater. Das neue Programm zeigt zwei Filme mit irke „„„ mm starken dramatischen Epannungen.„Deutsche Frauen— deutsche Treue“ deti elt sch der erste. Der Film fiugt in eindrucksstarken Bildern das Hohelied vom Heldentum der deutschen Frau, wie es sich während des Krieges so herrlich erwies. Wir sehen, wie schwere Opfer auch von den Kämpfern hinter der Frout gesordert wurden, wie die Frauen den im Feuer stehenden Männern wackere Gehilsinnen waren und wie sie, nicht zuletzt, körperliche und seelische Wunden, die der Krieg schlug, linderten und heilten. Da gidt er manche Szene, die dem Zuschauer im Erinnern an die blutigen Tage tief ans Herz greift. Und gerade der menschlich herzliche Ton. die einfache Selbstverständlichkeit der Vorgänge sind es, die in ihren Bann und zur Anteilnahme an den wechselvollen Vorgängen auf der Leinwand zwingen. Das Interesse bleibt in jeder Szeue rege, nicht zuletzt darum, weil vortreffliche Schauspieler— auch die kleinste Charge ist individuell besetzt— mit Hingabe sich der Rollen annehmen. Adele Sandrock vor allem, in deren zerfurchtem Antlitz Schmerz. Haß, Mitleid und Liebe einer französischen Mutter wundersam ergreisend wechseln, die herbe Damenhaftigkeit Hermine Sterlers und Helga Thomas. Sehr bewegt und spannend ist der Film„Freiwild“, nach dem Schauspiel von Schnitzler. Die Regie Holger=Madsens hat sehr sorgfältige Arbeit geleistet. Die Darstellung ist von ausgesuchter Qualität. In den Hauptrollen fesseln Evelon Holt und Fred Louis Lerch erwarten viel Sympathien; selbst Bruno Kastner hat dieomal eine seinem beschränkten künstlerischen Vermögen entsprechende Rolle gefunden, die er wohl auszufüllen weiß. Den Widersinn des Duells zeichnet der Film in bemerkenswert scharfen Zügen.— Die neue Wochenschau gibt die aktuellen Bildberichte. Lod verdient wiederum das vortrefflich begleitende Orchester. 68 Ula=Belast.„Die Apachen von Parie“ Eine junge Millionärin aus dem Dollarlande trifft in Paris mit einem jungen Apachen zusammen und verliert ihr Herz an ihn. Der Junge ist kein geringerer als der Häuptling einer Apachenbande, wie sie im Paname, dem Pariser Verbrecherviertel, die düsteren Quartiere bevölkern. Seine Gefolgschaft kommt ihm hinter den„vornehmen Verkehr" und macht natürlich erhebliche Schwierigkeiten, weil sie Verrat befürchten. Es gibt allerlei Komplikationen, aber auch manchen edlen menschlichen Zug in dieser finsteren Umwelt. Nikolai Maltkoff hat diesen Stoff, der nach dem bekannten Roman Carco's:„Les innocents“ durch Rovert Reinert in eine wirksame Manuskriptfassung gebracht wurde, ebenso wirksam bildhaft werden lassen. Der Russe steht mit den für den Film bevorzugten Augen seiner Rasse, wo hier die stärksten Wirkungen liegen, zeichnet mit einfachen Linien, aber oft mit holzschnittmäßiger Kraft. Se verfehlt der Film nicht nur wegen seines Milieus, sondern auch rein filmmäßig seinen Eindruck nicht.— Nach der Herrnfeld=Komödie„Die lieben Verwandten“, die vor Jahren einmal viele Lacher auf ihre Seite brachte, ist der zweite Film gedreht:„Familientag im Hause Prellstein". Das beliebte Motiv von den lieden Verwandten. die aber vor Neid aufeinander platzen möchten. Dieser Familientag bringt allerlei Szenen von starker Komik. Erika Gläßner trägt im Verein mit Siegfried Arno. Anton Herrnfeld und Paul Morgan den Löwenanteil am durchschlagenden, zwerchsellerschütternden Erfolg des Filmes, der übrigens hübsche Bilder bringt.— Das Beiprogramm, besonders die arruelle Ufa=Wechenschau geben der umfangreichen Wochenfilmfolge angenehme Abrundung. * Uhn=Lichtwviele.„Die Jugend der Könkaln Luise“. Mady Christians weiß in die Rolle der jungen Rönigin die ganze Charme ihrer frischen, bezaubernden Persönlichkeit zu legen. Nur das gibt dem Film seinen großen künstlerischen Wert. Man mag hier nicht darüber streiten, ob die geschichtliche Treue immer beobachtet worden ist. jedenfalle weiß der Film recht gut zu unterhalten und in der Wiedergabe des Milieus stark zu fesseln. Auch die übrige Darstellung dringt es zu schönen, teilweise segar vortrefflichen Leistungen.— An die Zeit des jüngsten Krieges ruft der Film von„U 9, Weddingen“ manche Erinnerung wach. Das Leden der tapferen Seehelden und seine kühnen Taten leben in eindrucksvollen Bildern wieder auf.— Maciste hat seinen Zilm„Mau soll es nicht für mösl1# halten“ mit Recht so betitelt, denn er leistet hier wieder Unglaudliches an Kraft= und Bravourstücken.— Auch das Beiprogramm stoht wieder auf einer solchen Höhe, daß sich alles in allem ein bis zum Schluß unterhaltendes und auregendes Programm darbietet. * Iudustrie=Kino. Einen prachtvollen Humor verbreitet der neue Schlager des Industrie=Kinos„Schlachtenbummler“. Ein lustiger, netter Soldatenschwank!— Zwei amerikanische Soldaten fliehen aus der Gefangenschaft. Nach Ueberwindung mancher gefährlich aussehender Abenteuer werden sie auf ein aradisches Schiff verschlagen. Sie rettes eine Frau aus dem Wasser. Zur Belohnung für ihe ritterliches Benehmen und ihren Beistand sollen sie sich an den Vater der Unbekannten wenden, der in Aradien wohnt. Sie werden nach Arabien verschlagen und wollen sich nun beim Vater der schönen Unbekannten ihre Belohnung abholen. Zum Dank will dieser sie köpfen lassen. Sie sliehen, kehren zurück, um Mirza, die Undekannte, zu holen, werden erneut ergriffen, dis es ihnen gelingt, alles niederzuschlagen und mit Mirza gen Heimatland abzudampfen. Mary Astor als Mirza war. wie immer, gut.— Auch„Die Bankräuder von Alast=“ fnd von Anfang dis zu Ende spannend und unterhaltend. In der Hauptrolle erregt der verwegene und elegante Tom Tyler Bewunderung.— Betprogramm und Wochenschau erganzen die Spielfolge aufs angenehmste. / Eden=Theater. Wer Rudolf Herzogs Roman„Das Lebon:lied., gelesen hat, den wird sicher auch die Verfilmung des Stoffer interessteren. Es ist wohl wahr, daß die sprachliche Kunst des Dichters im Film verloren geht, doch dietet nach der ideellen Seite hin die Leinwand viel größere Wirkungsmöglichkeiten als das papierne Blatt, peztell in diesem Fall. So weiß man nicht recht, wann man die packende Erzählung am tiefsten fühlte, ihrem Sinn am nächsten kam. als man sie las, oder als man sie sah.— Schon die bloßen Namen „Pat und Patachor“ reizen die Lachmuskeln. Man hat sie ja nie ernst gesehen, man kann sie sich ernst nicht denken; lachend gehen sie durch die Welt. Und wie drollig ihre Einfälle und wie urgelungen ihre ganze Art und Weise sich zu geden. Alse auch jetzt, da sie sich zur Adwechslung einmal auf der Wolfojagd befinden.—„Häude hoch“ nennt uch ein Sensationsstückchen aus dem wilden Westen, in dem Tom Tyler Hauptmatador ist.— Eine lustige Geschichte führt den Titel „Der Selbstmordkandidat“.— Die Opel=Wochenschau bildet eine wertvolle Ergänzung des Programms. 68 Paslage=Theater. Auch in dieser Woche wird für billiges Geld wieder außerordentlich viel geboten. Zunächst lacht man in einem Riesenfilm von sieden Akten edenso ausgiedig wie herzlich über die beiden nordischen Filmkomiker und Filmlieblinge, den langen Pat und den kurzen Patachon. Sie sitzen diesmal sage und schreibe auf einem Pulversaß und ihr Schicksal hängt an des Haares Breite. Denn das Pulversaß könnte in die Luft gehen, wenn der kleine Funke zünden würde. Dieses tut er aber nicht, sondern das Indieluftfliegen wird immer noch im äußersten Moment verhütet. Der Film endet selbstverständlich wie immer bei diesen beiden mit einem Happyend. Bis es so weit ist, erlebt man die komischsten Verwicklungen und die drolligsten Situaksonen. Das Zwerchsell des Kinobesuchers braucht nach diesen Erschütterungen längere Zeit, um sich zu erholen.— Einigen Ausgleich nach der ernsten Seite schafft der zweite Film, benannt„Der Schrecken von Colorade“, der uns in die Gefilden des wilden Westens versetzt und den berühmten amerikanischen Cowdoy=Darsteller Nen Mainard in neuen sensationellen Leistungen zeigt.— Von gleicher Art ist der deitte Film„Im Schatten des Verbechens“. ebenfals ein richtigehender Wildwester, eine Farmertragsdie, deren Schauplatz die californischen Goldfelder sind. Auch dieser Fslm wird durch seine äußerst spannende Handlung den Beifall des Publikums finden. Ein lustiges Beiprogramm garantiert ebenfalls den rechten Anklang bei den Zuschauern. Geschäftliches. Wer nennt die Länder— kennt die Fahnen? Soeben ist die zweite Auflage des Massary=Fahnenaldums erschienen (Herausgeber: Massary Zigarettenfabrik, Berlin S. 42). Das Aldum verlockt zu einem ungemein kurzweiligen und bildenden Sammelsport. Es ist bestimmt zur Aufnahme der fardenfrohen Fahnenbilder, die den guten Massary=Zigaretten mitfolgen und in originalgetreuer Wiedergabe die Fahnen aller Kulturstaaten der Welt zeigen. Die sehr geschmackvoll ausgestattete und erfreulich übersichtlich angeordnete Neuausgabe ist wesentlich reichhaltiger. Es lohnt sich, dafür 1,50 Mark anzulegen. Handel* Gewerbe= Industrie Die Preußische Landespfandbriefanstalt mnilchung im Anzeigenteil in der Zeit 14. April 11928 3 Millionen GM. achtiark=Kommunalobligationen 95½ Prozent. 3 Millionen ark=Pfandbriefe zum legt gemäß Veröffentlichung vom 26. März bis 1 prozentige Goldm Vorzugskurse von achtprozentige Goldmark=pfun sorzugskurse von 97¾ Prozent und 2 Millionen evenprozentige Goldmark=Pfandbriefe, zum Zorzugskurse von 92¾ Prozent zur öffentlichen Zeichnung auf. Die achtvrozentige Goldmark=Pfandbriefe werden an der Berliner Börse bereits mit 98¼ Prozent, die siebenprozentige Goldmark=Pfandbriefe mit 93½ Prozent notiert. während die Notierung der Kommunalobligationen demnächst erfolgen soll. Die Werte sind in Stücken von 100. 200. 500. 1000 und 5000 GM. erhältlich, sind mit halbjährlichen Zinsscheinen versehen und bieten, de eine Gesamtkündigung vor dem Jahre 1933 nicht zulässig ist, eine hohe Dauerverzinsung. Zeichnungsschluß ist der 14. April 1928. falls nicht Ueberzeichnung den Listenschluß zu einem früheren Termin notwendig werden läßt. Warenmärkte. Berliner Produktenbericht. 25 Berlin, 23. März.(Telegr.) Die etwas festeren Meldungen von den amerikanischen Weizenterminmärkten und die teilweise erhöhten Chifforderungen machten hier keinen Eindruck. Vom Konsum fehlt weiter jegliche Anregung, und dies ist der Hauptgrund für die herrschende Lustlosigkeit. Das Angebot aus der zweiten Hand blieb im Markte. ist jedoch keinespegs als dringend zu bezeichnen. Die Muhlen zeigen um irgend welche Kaufneigung. Roggen ist in schnell verladbarer Waggon= und Kahnware weiter zum Exvort nach Polen gesucht. Weizen und Roggen zur orompten Lieferung in den Preisen wenig verändert, am Lieferungs markte bestand für spätere Sichten eher Realisationsneigung. Weizen= und Roagenmehl bei unverändersen Forderungen sehr ruhig. lediglich für amerikanische Patentmehle zeigt sich infolge der bevorstebenden Osterfeiertage einige Nachfrage. Am Hafermarkte ist das Angebot weiter sehr klein, Forderungen und Gebote gehen zu weit auseinander. so daß nur in geringstem Ausmaße Umsätze stattfinden. Gerste in guten Futterqualitäten ziemlich gut gefragt, sonst still. Hamburger Warenmärkte. h Hamburg. 1 die 23. März.(Telear.) Auf dem Kaffeeeschwächt. Auch am hiesigen markt lagen die Preise abgeschwächt. Auch am Markt war die Tendenz schwächer. Es notierten: Santos good 95—99. Suveror 90—105. Prime 105—111. Extra krime 111—120. gewaschene zentralamerikanische Kaffeesorten 121—175 Schilling.— Auf dem Reismarkt war die Tendenz ruhig. Die Umsätze hielten sich bei unveränderten Preisen in engen Grenzen.— Auf dem Hülsenfrucht markt war die Tendenz wenig verändert. Die Preise haben im Vergleich zu gestern eine Aenderung nicht erfahren.— Auf dem Gewürzmarkt war die Haltung wenig verändert. Pfeffer hatte ruhige Tendenz. Die Preise blieben behauptet.— Auf dem Schmalzmarkt war die Tendenz schwächer. Es wurden notiert: Amerikanisches Steam Lard 29 Dollar. Raffiniertes Schmalz verschiedener Marken in Tierces 29.50 bis 30.00 Dollar(in Firkins zu 50 Kilogramm 0.5 Dollar, in Eimern zu je 12.5 Kilogramm 1.5 Dollar teurer als in Tierces). Hamburger Schmalz in Dritteltonnen. Marke Kreuz. 34.50 Dollar die 100 Kilogramm nekto verzollt.— Auf dem Getreide markt ist eine wesentliche Veränderung nicht eingetreten. Das Geschäft verlief in ruhigen Bahnen. Börsenberichte. Berliner Börsenbericht. Still und unsicher. C5 Berlin, 23. März.(Telear.) Zwischen den gestrigen offiziellen Schluß= und veutigen Anfangskursen war die Tendenz meyrfachen Schwankungen ausgesetzt, d. b. in Wirklichkeit schwankten Glanestoffaktien zwischen 735 bis 725 bis 735, und die Kurse aller übrigen Spekulationswerte machten diese Schwankungen in entsprechendem Ausmaße nominell mit. Für heute fehlten allgemeine Anregungen ganz, und der berannahende Ultimo dürfte der Hauptgrund für die herrschende Geschäftsstille und den mangelnden Ordereingang sein. Trotzdem rechnet man, was die Geldmarktseite betrifft, mit keinen allzu großen Ueberraschungen, da die Vorbereitungen diesmal besonders früh enngesetzt hätten und auch an dem leichten Tagesgeldmarkt zu erkennen sei, daß erhebliche Beträge vorbesorgt seien. Aus dem Gesamtrahmen heraus fielen nur wenige Paviere, für die irgendwelche besonderen Anregungen vorlagen. Der als glänzend zu bezeichnende BergerAbschluß, der für dieses Jahr einen Reingewinn aus. weist, der mehr als 120 Prozent höher ist als im Vorjahr, hat für die Aktien eine weitere Steigerung um 6¾ Prozent gebracht. Hugo Schneider lagen auf den erhöhten Dividendenvorschlag von 8 Prozent zunächst vlus=olus und notierten 5¼ Prozent böher. Karstadt, für die sich die Hoffnungen auf eine Kapitalserhöhung erhalten, gewannen anfangs 3 Prozent und zogen im Verlaufe weiter an. Stolberger Zink waren noch um 4 Prozent erhöht, während andererseits Zellstoff Waldhof 3½ Prozent schwächer lagen und Deutsche Maschinen zunächst minu=minus notierten. Bei den übrigen Papieren hielten sich die Abweichungen in engeren Grenzen und betrugen bis zu 2 Prozent nach beiden Seiten. Im Verlaufe blieb die Stimmung unsicher, und das Interesse der Spekulation beschränkte sich auf wenige Spezialwerte. So entwickelte sich plötzlich in Mannesmann grobes Geschäft. Auch Dessauer Gas. für die von Pariser Seite Kaufneigung bekundet wurde, zogen bei großen Umsätzen bis 180 Prozent an. Anleiben eher nachgebend. Ausländer behauptet. Bosnier bis ½ Prozent fester. Russen ca. 10 Pfennig niedriger. Pfandhriefe gehalten und zum Teil sogar freundlicher. Farbenbonds 139 Geld. Am Devisen markt hat sich ebenso wie am Geldmarkt kaum etwas geändert. Der von den Banken heute festgesetzte Revortgeldsan stellte sich auf 7¾ bis 8¼ Prozent. d. b. also X Prozent böber als bei der vorigen Liquidation. Der Kassamarkt zeigt vorwie denz. Im Verlause der zweiten plötzlich stärkere Abgaben in einigen zu beobachten. Farben gaben bis guf 245½ un Glansstoff bis auf 716 nach. Diese Sonderbewegun gen färbten auch auf die übrigen Werte ab. und di gend festere TenBörsenstunde waren en Spezialwerten und un——. vig., üorigen Werte ab. und die Börse schloß zwar kursmäßig zum Anfang wenig verändert, aber in schwächerer Stimmung. Bei einigen Papieren betrugen die Tagesverluste aber doch bis 4 Prozent. Glanzstoff minus 14 Prozent. Bemberg minus 7¾ Prozent. Düsseldorfer Börse. h Düsselders. 23. März. Die Düsseldorfer Kurenbörse verkehrte nicht einheitlich. Es machte sich einiges Interesse in leichteren Werten bemerkbar. Von Kohlenaktien neisten Niederrheinische Bergbau zur Schwäche. Lothringen konnten dagegen ihren Kurs um 3 Prozent verbessern. Adler Bergbau erfreuten sich guter Nachfrage. Zu letzten Preisen waren Dablbusch in kleineren Beträgen im Verkehr. Von Braunkohlenwerten wurden Bruckdorf Nietleben zu letzten Preisen gehandelt. Am Kalimarkt kam es lediglich zu einigem Verkehr in den Kuren der elsössischen Werte. Von Kali=Aktien wurden Kali=Industrie zu letzten Preisen in größeren Beträgen von anscheinend intere#erreg Seite gekauft... Von Industrieaktien zeigte sich Nachfrage für Rhein.=Westf. Stabl= und Walswerke. Terminhandel an der Düsseldorfer Börse. Börse verkebrte in bebauptete: Haltung. Im Verlauf konnten sich Mannesmann gut befestigen, gaben jedoch zum Schluß wieder nach. Die Umsätze waren mittelmäßig und erstreckten sich auf Bannesmann. Fali=Industrie und. Gelsenkirchener. ie Anfangs= bzw. Schlußkurse stellten sich wie folgt: Barmer Bankverein 145½ C. 144½ G. Gelsenkirchener 133¾ G. 133½ E. Goldschmidt 105 G. 106½ G. Harpener 170, B., 169½ B. Mannesmann 145½ G. 146½ Rheinstahl 152¾ G. 152 B. Ver. Stablwe“ 102½ B. Kal .. Ver. Stablwerke 103 183½ be. 184. Amtliche Berliner Devisen-Kurse 23 März 1928. Für drahtlose Auzahlung England Beigien sallen..... Norwegen Frankreich Schweiz Otsch.-Oesterreich 1 Pid. St. 1 Dollar 100 Gulden 100 Frank 100 Lire 100 Kronen 100 Frank 100 Frank 100 Schilling ZuOeld Briet Iteilung 111.52 8 6.483 58.80 00 100 100% Berliner Börse Mitgetellt von der Darmstädter und Nationalbank Fillale Geisenkirchen Deutsche Reichsanleihe Industrieaktien 23. 3 %# D. Reichsanleihe!— Schiffahrtsaktien apar Hansa Dampfer 210 Norddeutsch Llovd 149.25 Barmer Bank-ver Commerzbank Darmetädter Bank Deutsche Bank. Olskonto Drendner Bank Zeichsbank Bankaktien 144 — 145 170 173 235•25/235 162.25 162 156.76 156.84 158.36 158.37 187.20189 Brauereiaktien Sochumer Vikte Derümunder Autie Dorünunder Unlo (ückauf Geisen Müser Langendre: 339.6 00 86.5 187 70 151 22. 3 Igkumuist.-Fabrik 144.5 Adlerwerke A G. 1. Verkehrsu Alenanderwerk Allg. Elektr.-Oes Angle Quano Annener Quß Augsb.-Nürnb. M. Balcke Maschinen Bamag Baroper Walzw. Bemberg i. P. Bergmann Bert. Kartes. ind. Berl. Maschinenbau Jochumer Qußstah Braunk. u. BrikerBuderus Busch Lodensch Chem. in dustr. Oele Oatmier Motoren Otech.-Lun.-Berze Otsch. Eisenb.-Sign Deutsche Erd## Deutsche Kanl Dertsche Maschin 125.5 25.25 96.5 121.5 94.76 1 169.6 93.5 95 Deutsch Schachtb Deutsche Welle Dürkoppwerke Dynanist Nodel Eleistr. Licht-Kraft Gechweiler Berg## Essener Steinkohl. Faber-atende Friedrichehall Kal Fett. amp; Qullieaum: Oelsenke. Bergwert Oetoens Gpbstan! Oermanis Cemen Oes. f.elektr. Untern Glockenstahl Goldschmidt T Oörtitzer Wagren Oethar: Waggen Hackethal Draht ammersen P. K. Hann. Maschinen Mann. Waggon. Hanse Lioyd darburg Wien Harpener Bergbau ertmann Masch Hechmann Hleid& Franke Hirsch Kupter Hlösch Bie u. Stah Hehenlohe H#telbetried Hemboldt Maschin Hutschenreuthe lse Bergbau Kall Aschereieben Karstadt Rudolt Kattowither Berg Klöckner-Wertse (öln-Neuessen Köln-Rett weiler Koln Oas u. Teirt (örting Oebr. tronoring Metal! Lahmeyer Laurahbtte Lindes Ein Lindenberg Stah Linke Heimann Lorens S Manneem. Köhren Masch.- u. Krandeu Masch.-Pabr. Ben Min& Oenest Mülh. Bergwertre Nat. Automobile Oberechles. B.-Bed Oberschl. Industri# Oberrchles Koius Abrencher Phönin Pöge Hermann Zeisholr Papier khein. Braunkohle Xhein. Metall Ver: Rhein Nassan Khein. Stahl Rheydt Elektre Riebeck Montan Koddergrube Kombacher I0t. Kütgerswerten Sechsenwerke Sarott! 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Leonhardi Neum Wichel bei Meree) Otumeger Providentin Aktie Vortr Düsseldort, den 23. März 1928. 1376 6100 Angebe: 5100 4660 2100 1 1625 2150 1000 9300 6000 Kall-Werte Bergmannssagen Jurggrai Buttian Caristuna Carishall Desdemona Einigkreit Pallerel Pelsenfest Fnedricherods Oebra Glückauf-Send Oünthershall (anen Silberberg ledwigaburg deillgenroda Reiabaldchansen Heldfungen! Heldrungen: Herin Heringen Hlldasglöck Hindenbung Hohenteis. lope duse *** isenbura rmgard Ichamenal Nachtr 370 11200 1025 700 1— 7200 7500 Ves-Selletet Seustaßten * Reichsland Lepharcheun Verier Sum Volkenroan Walbeck Veimn.... K seimahen Staefmeh.-Oeieh. Wintershen Pidoigerache Kall-Aktien Acer Koffwute eee Pendrichehen Hall Kallwertre Kallw. St. Nurg Vern. Rekind Aktien Nacht Angebot 1 77.8 0350 Dampf 1. K. M. Deutsche Lastaut Dortmunder KabDertma Volk. A.-L Duisburger Benk Düsseld Allg. Düsseld. Baubank Eisenwerk Heerdt Eies Zement Enders Rasenerbietterblerd de Pries Gebr Funtin, UürOetzeideinduntrte Gerresh. Glrs Gladbach Wo. (A. u. Sp. Schall Oebs. Obech. Tb Getéschmie Halbech Maschl: Hansa Lloyd lansa, Rh. Nesmioghaus lochtiel Eouttea beiwers Abene Karsar. Larrtach I., Nemt (Ur-Andenthet Liebheld Meschiner Ball. 139 Pdöai 110 —#hein Lineleum Aheinometol kh.-W. Elekktr.-W re#8h.-W. Schachtbau Schiftsw. A. Koch Benne Schilde Oebr. Schöndertl Schwabendr. Trierer Walz 90 39 Pareh a heshe.50 70 174 26 I Preitag, den 23. März, vormittags 11 Uhr, entschliel plötzlich und unerwartet, wohlvorbereitet durch den Emplang der Sterbesakramente, meine innigstgeliebte Prau, unsere gute, treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter und Tante, die wohlachtbare Frau Romanus Maul Hielene geb. Gribling im Alter von 43¼ Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gelsenkirchen, Böwinghausen, Remscheid, Rommerz, Kr. Fulda, Seiters(Unterwesterwald), den 23. März 1928. Es wird gebeten, von Belleidsbesuchen Abstand zu nehmen. Die Beerdigung findet am Montag, den 26. März 1928, morgens 7¾ Uhr vom Sterbehause, III Querstraße 13, aus stalt. Gleich danach das feierliche Seelenamt in der St.-Josephs-Pfarrkirche zu Gelsenkirchen-Schalke. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene dieses als solche Statt besonderer Anzeige gestern nach kurzem, schwerem Leiden Her Salomon Schönenberg sankt entschlafen. 52295 Drei Jahrzehnte lang hat der Verstorbene dem Renräsentanten-Kollegium unserer Gemeinde, einige Jahre als dessen Vorsitzender angehärt, bis sein hohes Alter ihn zur Autgabe dieses Ehrenamtes zwang. Offenheit und Gradheit des Wesens, unantastbare Oesinnungstreue und Lauterkeit seines Charakters waren die hervorragenden Eigenschaften dieses seitenen Menschen, der mit seinem klugen Rat, die Entwicklung unserer Gemeinde in segensreicher Weise getördert hat. 52296 Ein Mann des guten alten Schlages, voll Biederkeit und Tieue ist mit ihm von uns gegangen. Sein Andenken wird uns unvergessen sein. Gelsenkirchen, den 23. März 1928. Der Vrsiand und die Apräsankantes ter ongengeintetchuüirhe Die Beerdigung findet Sonntag den 25. März 1928, nachmittags 3½ Uhr, vom Trauerhause, Wannerstraße 119, statt. Heute vormittag 9 Uhr erlöste ein santter Tod unsern vielgeliebten, herzensguten Vater, Großvater, Schwager und Onkel 52278 im Alter von 84 Jahren. Gelsenkirchen, Hamm I. W., Erwitte, Düsseldort, Duisburg, 23. März 1928. Die Beerdigung findet am Sonntag. den 25 März 1928 nachmittags 3½ Uhr, vom Sterbehause Wannerstraße 119, aus statt. Trauerteier ½/ Stunde vorher. n jedem Passon und Goldgehalt bei größter Auswahl stets vorrätig. 8724 Bäumer& Cie. Bahnhofstr. 28. Namen- Eingrevieren sofort u. gratis. Frauen- und Mütter verein Schalke. (Sterbekasse). Unser lb. Mitgtied Frau Elisabeth Teipel wurde in die Ewigkeit abberuten. Die Beerdig. fing, Samstag morg. 7¾ Uhr vom Sterbehause. Schalkerstr. 100. aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet 52252 Der Vorstand. Feinsten Falel Pbaumenaus garantiert rein. unübertrotten in Ceschmack Dankschreib und Nachbestell fortgeseizt 10 Pid Posteimer 360. 25 Pfd. Bahneimer 8 50. 30 Pid. praktisch. Emailleeimer 10.50 Mark. u. Speiss-Sirag 10 Pid. Posteimer 4.00 Mark Fatel-Seulgorten die 8 PId. Postdose 4.75 Mark ab hier. unter Nachnahme. Pritz Kleine Magdeburg Fr. 236 Arabischer Pfeffermünz trisch eingetrotten. “. Pfund 25 Pig. Konfitüren Elverleid Alter Markt 3. 48129 Der Herr kauft nicht nur seinen Anzug sondern auch seine anderen Bekleidungsstücke bei uns. Er sagt sich nämlich mit vollem Recht, daß wir auch dat in eine sehr große Auswahl unterhalten und außergewöhnlich preiswert sind. Mako-Einsatzhemden sollde Qualität, moderne Ein- 100 säize. 3.30, 2.75, 1.95 1.00 Mako-Hosen in welß und gelb, nur tragfäh. 1 50 gute Qualitäten, 2.75, 2.25, 1.95 1.00 Oberhemden gute Näharbeit, moderne Muster 2 05 .. 6.90, 5.75, 4.90 O. 30 Mod. 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Schwagers sagen wir allen, insbesondere Herrn Pastor Schumacher für die trostreichen Worte im Hause und am Orabe sowie den Vereinen unseren herzlichsten Dank. Wwe. Mathllde Liebau, geb. Rogalla Familie Liebau Familie Rogalla, Schneider-Innung Gelsenkirchen Wir ertüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kollegen Herrn Josel Thiedmann geziemend in Kenntnis zu setzen Die Beerdigung findet am Montag, den 26. ds. Mts., vormittags 7½ Uhr vom Sterbehause Gewerkenstr. 71 aus statt. Zahlreiche Beteiligung Ehrensache. Der Vorstand. für alle gegen gute Sicherbeit(ohse Abschlus ven Lebensversich.) auf Ratenrückzahl. d. Többen. Wanne. Hammerschaldtstr. 9. I. Esg., Elag. Vereinsstraße I. von 9½ bis 1 und 3 bis 7. Seantags von 9½ b. 1 Uhr. 48233 Dariehen Brauchen Sie0 eln Darlehen Staats-, Kommunal-, Hütten- u. Zechenbeamte erhalten solort ein Dariehen Näheres: Retheuberger Lebensvers.-Akt.Ges., Sabdirektion Geisenkirchen. F. Laver. Steinmetzstraße 2.: 51002 scher Prostssldaten Geisenkirchen Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Kameraden von dem Ableben unseres allverehrten Ehrenmitgliedes Herrn Salogen Seböinenber Veteran des Feldzuges 1870/71 geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. ds. Mts., nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause Wannerstraße 119, aus statt. Wir bitten unsere Kameraden um vollzähliges Erscheinen. 52279 Der Vorstand. Sieberbeit vorhand. Zissen u. Röckzahl. nach Vereinbarung. Schriftl. Auerbiet. unter N. W. 20 bauptpestl. 32272 für Beamten in sich. Stellung geg. Sicherbeit gesucht. Rückz. Reichsmark 699, auch In monatl. Raten von RM. 60. Schriftl. Auerb. u. Nr. 51434 a. d. Gesch. Mittagtisch tellnehmen. Königgrätzerstr. 45 Prn-Prngl. Mk. 14 Monatarat. Lettgen. Kampstr. 15. Wanduhren eich. Gehäuse, geg. monatliche Raten. Diskretion. Daselbst Reisende ges. Schriftl. Auerb. u. Nr. 51955 a. d. Gesch. Am 22. de. Mts. wurden mir aus m. 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Kassenbericht und Antrag auf Entlastung d. Kassenführers. 52312 3. Ausg. von Kriegsdenkmünzen. 4. Aufnahme neuer Mitglieder S. Verschiedenes. Det Vorsland. Kneipp-Bund Ortsgruppe Gelsenk. I. Tageswanderung Sountag. 25. März. Sammeln 8.45 Uhr Hauptbahnhof. Abl. 9.03 Uhr. 52313 Der Vorstand. Stadttheater Bochum Samstag. 24. März. 8 Uhr. Braun. Rinz 8 u. Volksbühne Serie 2. Lady Windermeres Fächer. Sonntax. 25. März. 7.30 Uhr. Blauer Ring 8. Zwölltausend. Schauspiel v. Frank. Montag. 26. März. 8 Uhr. A 22. Schiederhaunes. Dienstag. 27. März. 7.30 Uhr. B 22. Die Journallsten. Lustspiel von Freytag. Mittwoch. 28. März 8 Uhr. Weiß. Ring 9 und Volksbühne Serie 1. Tosca. Oper von Puccini. Donnerst., 29. März. 8 Uhr. Symphoniekonzert. Preitag. 30. März 8 Uhr. D 22. Torquato Tasso. Samstag. 31. März. 8 Uhr. C. 22 und Volksb. Serie 1 Nr. 650 bis 800. Der llegende Holländer. Oper von Wagner. Sonntaz. 1. April. 3 Uhr. Bühnenvolksbund. Der Troubadour.— 7.30 Uhr Auß. Vorm. Martha. Oper von Plotow. 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Kirchenchor: Nach dem Hochamte und Mittwoch 8 Uhr Proben bei vopve. Aus dem Vereinsleben. — Verein katholischekaufmännischer Gehilfinnen und Beamtinnen. Wegen der Versammlung gegen die Christenverfolgung in Mexiko fällt die Versammlung Sonntag abend aus. Die Mitglieder werden dringend gebeten. an dieser Kundgebung sich restlos zu beteiligen. * Bedehag. Samstag abend 8 Uhr im botel Verliner Hof 1. Werbeabend. * Funkverein Schalke 1927. Samstag. 24. März. 20 Uhr. findet die Mitgliederversammlung im Vereinsheim Oberlack Schalkerstraße. statt. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. * Reichsbund der Kinderreichen. Ortsgruvve Selsenkirchen.— Bezirk Bulmke: Sonntag, den 25. März. 3 Uhr nachmittags. Mitgliederversammlung im Lokal Andree. Florastraße.— Bezirk Ueckendorf: Sonntag. den 25. März. 5 Uhr nachmittags. Mitgliederversammkung im Lokal Westmeier(früher Seligmann). Ueckendorferstraße 84. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung müssen die Mitglieder beider Bezirksgruppen vollzählig erscheinen. Freunde und Gönner willkommen. * Sauerlünderverein. Der beschlossene Kegelabend findet Sonntag. 25. März. 6 Uhr. im Restaurant Großfeld. Arminstraße. statt. Rege Beteiligung ist erwünscht. Theater=Musik-Vorträge nkirchen. Nammern hat sich d ihre berrli Städtische Veranstaltungen in Gelsenkirchen. * Das Guarneri=Quartett im vierten Kammermusikkonzert. Diese Kammermusikvereinigung hat sich durch ihr prachtvolles Zusammenspiel und durch ihre berrlichen Instrumente große Berühmtheit erworben. Das Konzert findet am Montag. den 26. März. im Hans=SachsHaus statt. Beginn 20 Uhr. Das Programm nennt eine der schönsten Kammermusikschöpfungen von Robert Schumann: sein Streichquartett in A=Dur. ov. 41. von Beetboven die Streichserenade in D=Dur. ov. 8. die zu den reizendsten und sorechendsten Werken des jungen Beethoven gebört. von Mar Reger das bedeutende Streichquartett in Es=Dur, ov. 109. Da im Rahmen der diesjährigen Kammermusikveranstaltungen nur ein Abend mit Streichauartett vorgesehen ist und diese Art der Kammermusik immer einen ganz besonderen Genuß bietet. lei der Besuch allen Musikfreunden bestens empfohlen. Eintrittskarten erhalten Nichtvormieter im städtischen Konzert=Bureau(Hans=Sachs=Haus, 2. Obergeschoß. Zimmer 202). in den Verkaufsnebenstellen der Stadt und am Montag ab 17.30 Uhr an der Abendkasse. Stadt Buer u. Umgegend. Buer. 23. März 1928. In die Emscher gesprungen. Am 22. März nachmittags. sprang eine Frau nach vorheriger Einnahme von // Liter Branntwein in der Nähe der Emscherbrücke an der Crangerstraße in selbst morderischer Absicht in die Emscher. Die Lebensmüde wurde durch einen hinzukommenden Bergmann mittels eines Brettes ans Land gezogen. Die von der Rettungswache angestellten Wiederbelebungsversuche hatten Erfolg. Die Unglücksiche fand Aufnahme im Marienhospital. Die Ursache zu dieser Tat ist noch unbekannt. 7. Neuer Turnlehrer. In Vonn bestand an der Universität stud. pbil. Walter Notd. Sohn der Jostizober= inspektocs Roth von dier, die staatliche Turnledverprüfung als Lehrer der vorbeugenden und ausgleichenden Leibesübungen mit Erfolg. 7. Neuer Meister. Vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer in Mannheim bestand der Geselle Franz Hartwig aus Buer=Beckhausen die Meisterorü fung im Maler= und Anstreichergewerbe. .4. Vor der Prüfungskommission Drogistenverbandes sand unter dem Vorsitz W. Le " Trogi des deutschen Drogi# des Drogisten W. Leibeck am Donnerstag in der hiesigen Berufsschule in Anwesenheit des Berufsschuldirektors und des Sndikus der Kaufmannschaft Buer sowie der Kaufnschaft Gladbeck die diess e LeiuloberGladbeck die diesjährige Drogistengehilfenprüfung statt. 11 Prüflinge aus Buer. Gladbeck und Horst unterzogen sich der Prüfung und haben alle bestanden. Während 9 Prüflinge das Prädikat„Sehr gut“ erzielten. bestanden die übrigen zwei mit„Gut“. Von den 9 Prüflingen konnten die drei besten noch eine besondere Auszeichnung erhalten. Bei seinem Schlußwort dankte der Prüfungskommissar für die stungen und stattete besonders auch dem Berufsschul lehrer Brauckmann seinen Dank ab. Diese Prütung in Buer sei als eine der besten Leistungsprüfungen dieses Jahres anzusehen. Die Namen der Prüflinge sind: Frl. Schäfer. Gödecke. Niemand. Albring 1 und 2. Bäufer. Fichtel. Wolf. Kleinebudde. Görtz und Spieker. veränderte Hochstraße. Wer in Monaten einen Gang durch die schmale Hochstvaße Stadtmitte gemacht hat, wird üb Veränderungen dieser Honshu#ft letzten be in der r die großen baulichen ###tverkehrsstraße sehr erstaunt ein. Mehr und mehr verschwinden die kleinen alten chwerkhäuser, die die letzte Kunde von der Vergangeneit der Stadt Buer geben. Dafür wachsen große Gehäftshäuser bis zu sechs Stockwerken ravide aus dem Joden und mit der Zeit erhält diese Hauptgeschäftsstraße ein immer mehr großstädtischeres Ausseben. Im Entstehen begriffen ist an der Ecke zum Marktplatz der Geschäftsneubau Meese. Kaufmann Weiser wird auch bald mit der Erweiterung seines Neubaues beginnen. Das Schuhhaus Schlatbolt hat seit Montag mit dem zur Exweiterung des Geschäftshauses am Schnitter Hoch= mit der Ophoffstraße begonnen. Das us Althoff wird ebenfalls erweitert und zwar sogenannten Huck eine Reihe Bauarbeiter mit den gen Fundamentierungsarbeiten seit einigen Gange. Sämtliche Neubauten werden eine des Straßenbildes in der Stadtdaß mit der Inbetriebnahme des mehrstöckigen etwa sechs Wochen wohl gerechnet Bau Wochen im Gange. Sämtliche Neubauten u wertvolle Bereicherung des Strabenbildes in der.— mitte darstellen. Alsbergs Neubau ist soweit fortgeschritten. Geschäftsha Geschät. hauses in werden kann. Gemeinde * Horst. 23. März 1928. aw Sitzung der Horster Finanzkommission. Im Sitzungssaale des Horster Amtshauses fand eine wichtige Sitzung der Horster Finanz= und Vertrauenskommission statt. Auf der Tagesordnung stand besonders die Vorbereitung der einzelnen Punkte für die kommende Gemeinderatssitzung. Zur Besprechung stand dann weiter die im Zusammenbang mit der offiziellen Vereinigung am 1. Avril notwendige Regelung verschiedener Einanzfragen. Für das neue Kommunalgebilde Buer=Gelsenkirchen=Horst=Emscher ist von besonderer Wichtigkeit, ob die verschiedenen Steuerstundungen die z. B. der Landkreis Recklinghausen der Gemeinde Horst=Emscher gewährt bat. Stadt wieder ausgeglichen werden. teresse ist ferner, daß die verschieden breiteten Pressemeldungen über die meinde Horst in keiner Weise zutreffe besonddere die hier genannte Summe vor. Mark völlig abwegig und weit übertrieben. Dies ist zur größten Teil daruauf zurückzuführen, daß im Verhältni zu ihrer finanziellen Gemeinde Horst sehr ed Beginn gerabete ceit en Möglichkeit vorsichtig war. — Beginn Arbeiten am Jugendheimes. Der katholische A verein trägt sich schon mehrere Jahre seine und die katholische Werkjugend einsheim zu errichten. Nachdem der hausen einen ansehnlichen die Gemeinde Horst ihre Proiektes mit einem Betrag lagte. kann nunmehr in nächster chon begonnen werden. Da wird zusammenhängend mit dem Hier ist ein Antrag der Gesangverei u die Amtsverwaltung eingereicht ntrag weisen die Vereine darauf emeinde Horst=Emscher an einem ble. der die Möglichkeit gebe. ar nasdarbietungen als bis jetzt zu peran siedenen unterschriebenen Vereine hitten verwaltung. beim Arbeiter= und Knape bes. uldenlast sind. Se zwei Mi en im neuc Ineit verG. insionen um nis dem Vereins beim###### rken, daß zusammenhängend m Vereinsbeimes auch die Bühne des hauses vergrößert wird. Um diese un Fragen zu besprechen. finden in der verschiedene Sitzungen statt. Sobald b Ergcdnisse erzielt sind. wird mit den gonnen werden. Finanzpolitik der des katbolischen und Knappen= der Absicht, für haupt. ein VerRreis Reckling= lligt hatte und terstützung des 4000 Mark zuau eim baus errichtet. n Horst=Emscher en. In diesem daß es in der großen Saal eater= und Getalten. Die verdaber die Amtonverein darauf s. Neubau des chen Gesellensiedene andere n Woche noch noch endaültige tbeiten sofort bem Renovierung des Bahnhofeg Horst=Emscher=Süd. echdem die Reichsbahngeneraldirektion In Berlin sich genübe: dem Antrgg. der Gemeinde. einen neuen ahnhof Horst=Süd zu erröchten, ablebnend Nach gegen verhalten hat. unternahm in letzter Zeit trotzdem die Horster Amtsverwaltung verschiedene Schritte, um nach Möglichkeit die Bahnhofsverhältnisse des Bahnhofes HorstSüd zu bessern. Diese Bemühungen sind nunmehr anscheinend von Erfolg gekrönt. So weilte gestern eine Kommission von Vertretern der Reichseisenbahndirektion Essen am Bahnhof Horst=Emscher=Süd. um sich dier an Ort und Stelle über die Renovierungsmöglichkeiten zu orientieren. Dem augenblicklichen Stand der Verhandlungen nach kann gesagt werden, daß wahrscheinlich in kürzester Zeit der Bahnhof Horst=Süd ausgebaut wird. Am dringendsten notwendig ist zunächst wohl die Schaffung eines abpesonderten Wartesaales. der bisher überhaupt noch nicht vorhanden ist. Ebenso sind auch die übrigen Räumlichkeiten am Bahnhof Horst=Süd vollständig unzureichend. Staôt Wanne=Eicker. E Generalversammlung des Vereine Blinder" Wanne=Eickel. 23. März 1928. eunde der en“. Im„Gildenhaus“ fand gestern abend unter dem Vorsitz des Kaufmanns Gustav Seidel. nachdem eine Sitzung des Vorstandes und des Beirates vorangegangen war. die diesjährige Hauptversammlung statt. Aus dem Jahresbericht von Dr. Emmerling war zu entnehmen, daß der im September 1927 ins Leben gerufene Verein„Freunde der Blinden“ eine äußerst rege Tätigkeit zugunsten der Blinden unserer Stadt entsaltet hat. Der Vorstand dankte allen Svendern und Gönnern und allen, die sich in den Dienst der guten Sache gestellt. für ihre Mitarbeit und Aufmerksamkeiten, besonders gelegentlich der Weibnachtsfeier für die Blinden. recht herzlich. Der Verein zählt 460 Mitglieder. Nach den Satzungen muß eine Neuwahl des Beirates. der aus 12 Mitgliedern bestebt, erfolgen. Ebenso scheidet die Hälfte der Vorstandsmitglieder, die dieses Mal das Los bestimmte. aus. Der erstere wurde geschlossen wiedergewählt, ebenso die ausgelosten Mitglieder des Vorstandes. Seidel. Goihl und Schmieding. Auch die Kassenprüfer behielten ihr Amt. Der Kassenbericht ergab bei einer Einnahme von 1271.10 Mk. und einer Ausgabe von 940.12 Mark einen Bestand von 330.98 Mark. Dem Kassierer Dr. Bender konnte Entlastung erteilt werden. Im Arbeitsprogramm für 1928 sind eine Reibe Veranstaltungen im Interesse der Belehrung. der Unterhaltung und der Geselligkeit der Blinden im Rahmen der bereitstehenden Mittel vorgesehen. Auch fürderhin soll den Blinden in jeder Beziehung. auch in der Beschaffung und Vermittlung von Arbeit. heigestanden werden. Der Verein will es sich angelegen sein lassen. dem Blindenwesen das notwendige Verständnis entgegen zu bringen. seine Kosten erhalten in diesem Jahre auch vier ge Blinde in dem Blinden=. Alters= und Erbolungs in Meschede Kuraufentdalt. Um die### mysfähigkeit des Vereins„Freunde der zu stärken, soll eine erhöhte Werbetätigkeit ent die Mitgliederzahl um ein vieles zu vermehren ersucht werden. Es wird nicht nur ein korvorativer. sondern ein Anschlus recht vieler Einzelversonen an den Verein gewünscht. Auch wurden noch einige Einzelfragen erörtert. Der Vorsitzende des Blindenvereins. Peter Nordmann. anerkannte die warmherzigen Bestrebungen des Vereins„Freunde der Blinden“. und dankte für all das Gute und das Schöne. was ihm und seinen Leidensgenossen zuteil geworden bei. Er stellte die Vereinigung der Blindenfreunde als eine Einrichtung hin, deren Tätiokeit auch in anderen Ortsgruppen Nachabmuns verdiente. I In Wäschelange verbrüht. Die Ehefrau L. auf der Westfalenstraße hatte, um zu waschen. die beiße Lauge zurechtgestellt und sich dann einige Augenblicke entfernt. Inzwischen war das eintzige Kind der Familie. ein etwa sechsjähriger Knabe. hinzugekommen und durch irgend einen Zufall mit dem Oberkörver. auf die Händchen arstützt, in die heiße Flüssigkeit gefallen. Die erlittenen Verletzungen waren so schwerwiegender Natur. daß das Kind starb. Er Verwaltungsvrüfung. Die schriftlichen Arbei für die Abschlußprüfung des 1. und 2. Lehrganges an Märkischen Verwaltungsschule in Bochum, an weld auch etwa zehn Anwärter, die bei der hiesigen Stadt waltung beschäftigt sind. teilnehmen, sind in diesen Ta zu Ende gegangen. Die mündliche Prüfung beginnt dem angen. Ende 4. Aor = Schweinemarkt. Am Dienstag, den 27. März 1923. findet im Stadtteil Wanne ein Viehmarkt(vorwiegend Schweinemarkt) statt. Zentrumspartei Wanne=Nord. Für Sonnta Uhr werden nochmals alle Zentrumswähler zur Versammlung eingeladen. Es sollen Vorstand gewählt und die Vertrauensleute# den. Stadtverordnete der Partei werden u keit der Zentrumspartei berichten. Alles sircdat im Stichen deim Abrt Vokanuen K 3 5 = Generalver Wanne=Eickel. Ceneralversammlun Deutscher Siedler rsammlung des Bundes Deutscher Siedler Sonntag fand in Wanne=Eickel die lung der Siedlergenossenschaft. Bund itz Wanne=Eickel. statt, die von Siederioe Siedlungstätiskeit sich nur in geringem, Basfe entfalten konnte. weil es bisher an genügenden Kredi mitteln und an der Kapitalkraft der Siedlungslustigen gefehlt hat. Trotz der bisherigen ungünstigen Verhältnisse bat der Bund Deutscher Siedler eine Reibe von Kleinsiedlerstellen für seine Mitglieder beschafft und wo Siedler nicht ausreichten. eit befindet sich der Bund Der Volärogit zur Beschaffung kleinbäuerlicher Siedler= stellen in der Provinz Hannover und im Kreise Soldin in der Neumark. Weiterhin wurde im Geschäftsbericht hervorgehoben, daß durch den Anschluß an die Hauptgenossenschaft landwirtschaftlicher Klein= und kittelbetriebe Berlin der Bund einen starken Rückhalt gewonnen habe, ebenso durch die Beteiligung an der Heimbank A.=G. Berlin. welche als Bankinstitut zur Ueberleitung staatlicher Sedlungskredite anerkannt sei. Ferner sei der Bund Deutscher Siedler einem vom Reichsrat autorisierten Nevisionsverband angeschlossen, welcher die Geschäftstätigkeit des Bundes monatlich überwacht. Nachdem die vom Aufsichtsrat gewählten Revisoren über die ordnungsmäßig und einwandfrei geführte Buchund Kassenführung Bericht erstatteten, wurde die vorgelegte Bilanz von der Generalversammlung genehmigt und dem Vorstande Entlastung erteilt. Die Ersatzwahlen des Aussichtsrats und Vorstandes verliefen reibungslos. Von der Revision der Geschäftsführung durch den Verbandsrevisor nahm die Versammlung mit Befriedigung Kenntnis. Die Satzungen des Bundes wurden in§ 2.„Gegenstand des Unternehmens", dahingehend. geändert, daß dieser Paragraph wieder in alter Fassung eingefuhrt wurde. Zum Schlusse machte der Geschäftsführer noch bekannt, daß im Reichstage Anträge zur Siedlungsfrage von Abgeordneten eingereicht seien. die für die Siedler von großer Wichtigkeit sind und weit gehendste Förderung der Siedl iedlung in Aussicht stellten. Staôt Wattenscheis. Wattenscheid, 23. März 1928. Beschlagnahmt wurden gestreift Stück neue Taschentücher ca. 50 und Mustern. eue Taschentüchernen—.— # Vermutlich sind die Sachen vor läng it irgendwo gestohlen. Eigentümer wollen sich auf dem te Hosenstoffe und in verschiedenen Größen längerer ninal=Kommissariat 18 in 3. Zimmer 3. melden. Wattenscheid. Rathausde on, Ae der Zeghe rgggg. egen 9 Berletzt wuror un.— Uhr im unterirdischen Betriebe der Zeche„Holland 3=4=6“ Bergmann. Franz Krause aus Gelsenkirchen. straße 46(Feldmark). Beim Ausbauen seiner sstelle im Revier löste sich ein Stein und schlug Krause auf den Fuß. an dem eine klaffende Wunde „K., wurde mit dem Krankenauto der Zeche dem zuentstand. K. wurde mit dem Krankenauto der Zeche Insprschoftskrankenbause in Gelsenkirchen=Ueckendorf Das ###— der silbernen Hochzeit können morgen die Eheleute Bergmann Karl Schwarz und Frau Emma ged. Fröblich. Westenfelderstraße 20. und die Eheleute Emil Kotzsch und Frau Marta Abend. Freiligrathstraße 45. begeben. Witterungsbericht. ) Das wieder zuru Tiefdruckgebi Deutschland heiter, konst raturen lage ebiet im Osten Eurovas hat sich während Ausläufer des westlichen Litterung beeinflussen. In Ageiogen. etes unsere Witternn— war es heute früh nur im Süden teilweise bewölkt. aber trocken. Die Morgentempein zwischen 3 und 9 Grad. Der Kable Asten cen Südwestwind. bewölkten Himmel und ad Wärme.— Aussichten die Conntag. Veränderzeitweise leichte Regenfälle und fortgesetzt mild. heutige Rummer: 16 Seiten. nunalgollitt, 2 ü: letale Nacht illgemeinen Tei und Spor“: sämtlich in Gelfenkirchen Ehefredaktsur: J. Possendert. schent gnd Lestalgertikht unn 1.3: 3toligen Unterhaltungsbetlagen und den erovinzielle Nachrichten Handel und Retlamen: 18 SoeIlee. richten. Schauspiel, die Unterdal Leil: Dr Grune: für J. Schaldt. für Anzeigen Gelfenkiichen S ae ee Mitgliebet zu richren. setzt ein gewisses Vertrauen zur Verkautsfirma voraus Forderungen# sind hierbei 2. Gute Arbeit zu beachten: 3. Gutes Material 4. 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Inzwischen kam ein Polizeibeamter hinzu, der das Ueberfallkommando alarmieren wollte, den Pförtnerraum aber nicht mehr verlassen konnte, da der Fremde ihn und den Pförtner mit der Pistole bedroyte. Ein aufmerksam gewordener Wärter der Klinik alarmierte schließlich das Ueberfallkommando. Dieses erschien und forderte, nachdem Beruhigungsversuche ergebnislos verlaufen waren, den Mann auf, die Waffe abzulegen. Der Fremde erklärte jedoch, er habe noch 5 Schuß bei sich, vier seien für die Beamten bestimmt und der fünfte für ihn selbst. Als er darauf tatsächlich die Waffe anschlug, schoß einer der Polizeibeamten und traf den Fremden ins Herz. Er brach tot zusammen; die Leiche wurde beschlagnahmt. Die Personalien konnten noch nicht festgestellt werden. Durch das Bullauge ins Meer. Berlin, 23. März.(Telegr.) Die„Vossische Zeitung“ meldet von Bord der„Resolute" zu dem mysteriösen Verschwinden der Frau Fritzi Meyer aus Zürich, der Schwester der Overnsängerin Maria Ivogün: Es scheint festzustehen, daß Frau Meyer aus der von innen verschlossenen Kabine durch das Bull'auge ins Meer gesprungen ist. Man hält es für höchst wahrscheinlich, daß Liebeskummer der Grund zum Selbstmord war. Bluttat im Gerichtssaal. etr Hindenburg, 23. März.(Telegr.) Während einer Zivilprozeßverhandlung schlug der wegen einer Schadenersatzforderung für tätliche Mißhandlung beklagte Grubenschläger Cieslok mit einem mitgebrachten dicken Knüppel auf die Klägerin, die Ehefrau Sapia, mit solcher Gewalt ein, daß sie blutüberströmt besinnungslos zusammenbrach. Cieslok konnte nur mit großer Mühe überwältigt werden. Er wurde sofort in das Gerichtsgefängnis abgeführt. Der Täter erklärte, er werde die Frau ermorven, wenn er wieder in Freiheit sei. Es wurde gegen ihn ein Verfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet. Verhaftung eines amerikanischen Gattenmörders. ∆ Dirschau, 23. Aug.(Telegr.) Die Dirschauer Polizei nahm einen aus Polen stammenden Amerikaner. der in Amerika seine Ehefrau ermordet hat und dann nach Polen geflüchtet ist, fest. Der Verhaftete wurde von zwei amerikanischen Detektiven in Empfang genommen. Muttermord. & Limburg, 23. März.(Telegr.) Am Abend des 14. März wurde in Niederzeugheim die Ehefrau des Landwirts Horn im Stalle tot aufgesunden. Der unter dem Verdacht, die eigene Mutter getötet zu haben. verhaftete 19jährige Sohn hat in der vergangenen Nacht dem Untersuchungsrichter das Geständnis abgelegt, die Mutter mit einem Beile nach einem voraufgegangenem Streit erschlagen zu haben. Bluttat eines Mannes an Frau und Tochter. X Stuttgart, 23. März.(Telegr.) Ein von seiner Frau getrennt lebender 45jähriger Mann erzwang sich heuse früh Einlaß in die Wohnung seiner Frau und stach auf sie und seine Tochter mit einem Messer ein Die Frau erlitt so schwere Verletzungen, daß sie starb. Auch die Tochter wurde schwer verletzt. Der Täter wurde verhaftet. tion, Dr. de Terra, jetzt zu seinen Forschungen im = Lun aufgebrochen ist, hat sich Dr. Trinkler inem Schweizer Begleiter. W. Beßbard, zur ErExpedition, Kuen=Lu mit seinem oner,—.— sorschung der südlichen Takla=markan=Wüste nach Kargalik begeben, von wo aus die Durchquerung des Sandmeeres bis Chotan durchgeführt werden soll. Es brennt. Heidebrand in Berlin. ∆ Berlin, 23. März.(Telegr.) Heute nachmittag geriet in der Nähe der Siedlung Rohrdamm eine Grasfläche von zirka 25000 Quadratmeter in Brand. Ungefähr gleichzeitig brach in der Wuhlheide, in der Nähe des Waldfriedhofes in Oberschöneweide Feuer aus. Es brannten die Grasnarbe und Sträucher in einer Ausdehnung von 100000 Quadratmeter. In beiden Fällen wurde das Feuer, dessen Entstebungsursache unbekannt ist, nach etwa einstündiger Arbeit gelöscht. Die Grubenbrände im Lausitzer Nevier. Mückenberg, 23. März.(Telegr.) Die Grubenbrände in der Umgebung haben infolge des heftigen Windes der letzten Tage ziemlich großen Umfang angenommen. Neben starker Zerstörung von Kohlenfeldern ist auch die Vernichtung einer Menge von Grubenmaterialien zu verzeichnen. Der Brand in der Grube Koyme, die dem Lauchhammer Werk angehört, kam zeitweilig in gefahrdrohende Nähe des Dorfes bzw. der Siedlung Grünewald. Die Einwohner waren schon im Begriff, ihre Häuser zu räumen. Im letzten Augenblick gelang es den vereinten Anstrengungen der Feuerwehren und der Einwohner, den Brand einzudämmen. Zehn Bauernhäuser verbrannt. ∆ Königsberg, 23. März.(Telegr.) Wie die Abendblätter melden, entstand gestern in Großkronau im Kreise Allenstein ein großes Schaden feuer, dem zehn Wohngebäude bzw. Schuppen und Stallungen zum Opfer sielen. Viel Vorräte und totes Inventar sind vernichtet worden, während das lebende Inventar gerettet werden konnte. Die Ursache des Brandes. der infolge des berrschenden Sturmes eine so große Ausdehnung annehmen konnte, ist noch nicht geklärt. Brandkatastrophe in einem volnischen Dorf. 0 Warschau, 23. März.(Telegr.) Im Dorse Wola Blendowska im Kreise Przasnitz sind in der Nacht zum Donnerstag 31 Häuser durch einen Brand zerstört worden. Zwei Frauen, die im Schlafe vom Feuer überrascht wurden, sind verbrannt. * In fernen Landen. Der Weg der deutschen Zentralastenexpedition. Bremen, 23. März.(Telegr.) Von der deutschen Zentralasienexpedition sind folgende neue Nachrichten aus Kargalik(Chinesisch=Turkestan) eingetroffen. Im Dezember 1927 und Januar 1928 hat die Expedition des bekannten Bremer Geographen und Forschungsreisenden Trinkler ausgedehnte Gebiete der westlichen Takla=Markan=Wüste(Chinesisch=Turkestan) durchquert. U. a. besuchte sie jene eigenartigen Bergrücken, die östlich Maral=Baschis aus der großen Sandwüste aufragen. Die geologische Untersuchung jener Berge ergab, daß es sich um alte Vulkanstöcke handelt, die durch große Brüche von den südlichen Ausläufern des Tienschau getrennt sind. Mitte Januar erreichte Dr. Trinkler den einsamen Wüstensee, von dessen südlichstem Ende 1896 Sven Hedin zu seiner aberteuerlichen Reise an den Chotanarya aufbrach, die mit dem Untergang seiner ganzen Karawane endete. Nach einer fünftägigen Durchquerung der kleinen Wüste von Ordan=Padischal traf Dr. Trinkler am 15. Januar wieder in Jarkand ein. Während der Geologe der Dies und Das. Große deutsche Maschinenlieferungen nach Australien? ch Berlin, 23. März.(Telegr.) Nach einem Funkspruch des„Verl. Tagebl.“ aus Sidney hat der australische Ministerpräsident Bruce im Parlament mitgeteilt, die Regierung sei ersucht worden, die Einführung deutscher Maschinen im Werte von 2 Millionen Pfund für die Ausbeutung australischer Kohlenfelder und für die Anlage einer Fabrik zur Verarbeitung von Koksnebenprodukten zuzulassen. Gleichzeitig sei die Regierung ersucht worden, einen Vertrag mit Deutschland abzuschließen, nach dem die deutschen Personen bzw. Unternehmungen, die Kapital in Australeien anzulegen gedenken, gegen eventuelle Beschlagnahmungen oder Liquidationsrechte der Regierung auf Grund des Versailler Vertrages geschützt werden. Zur Zeit werde die Angelegnheit von der australischen Regierung geprüft. * Der weiße Tod. Der Absturz am Kleinen Teich. Krummhübel, 23. März.(Telegr.) Die Leiche des leinen Teich durch eine Lawine verschütteten 18 Jahre alte Baugewerksschüler Günther aus Erdmannsdorf im Riesengebirge ist heute vormittag gefunden worden. Der Vater hatte auf eigene Verantwortung die Bergungsarbeiten übernommen. Die Leiche, die in sitzender Stellung aufgefunden wurde, zeigt starke Verletzungen. Günther lag in einer Tiefe von 3½ bis 4 Meter unter dem Schnee begraben. Das Lawinenunglück am Sonnblick. 9. Wien, 23. März.(Telegr.) Wie aus Rauris gemeldet wird, mußten wegen Lawinengefahr die Arbeiten zur Bergung der drei noch nicht aufgefundenen Opfer des Unglückes am Sonnblick aufgegeben werden. Die Rettungsmannschaften wurden zurückgezogen. Die Leichen der bisher geborgenen Ovfer des Lawinenunglücks werden von der Gemeinde Wien wahrscheinlich in einem gemeinsamen Grabe beigesetzt werden. Unglücke und Unfälle. Zwei Kinder im Dorfteich ertrunken. Exr Auma(Thüringen), 23. März.(Telegr.) Im benachbarten Zickra spielte das dreijährige Söhnchen eines Gutsbesitzers mit dem 2½jährigen Töchterchen eines anderen Gutsbesitzers am Rande des Dorfteiches. In einem unbewachten Augenblick fielen beide Kinder in den Teich unv ertranken, da keine Hilfe zugegen war. 28 Personen an Milzbrandvergiftung erkrankt. ## Hirschberg' a. d. Saale, 23. März.(Telegr.) der Lederfabrik Knoch& Co., A.=G., erkrankten 28 Mann an Milzbrandvergiftung. Die Erkrankungen sind verursacht durch die Bearbeitung chinesischer Häute, die infolge der Wirren in China nicht mit der nötigen Sorgfalt für den Export bearbeitet waren. In anflavin. Zum Schutz gegen Anstechung Sturmwetter in Frankreich. X Paris, 23. März.(Telegr.) In Frankreich und an den französischen Küsten herrscht Sturmwetter. Mehrere Schiffe waren in Gefahr und mußten in die Häfen zurückkehren. Durch den Sturm wurde das Gefallenen=Denkmal in St. Gilles umgestürzt. Sechs Personen verbrannt. I Leaf(Mississipvi), 23. März.(Telegr.) Auf ein vorüberfahrendes Automobil siel eine grobe Tanne herab. Das Autoging Feuer. Fünf Schüler und der Chauffeur verbrannten. Zwei Kinder trugen schwere Brandwunden davon. * Schiffsunglücke. Zusammenstoß mit einem U=Boot. &a London, 23. März.(Telegr.) Ein Zusammenstoß des U= Bootes R. 4 mit einem Zerstörer erfolgte in dem Augenblick, als das U=Boot emportauchte. Eines der Periskove wurde zerbrochen und das andere verbogen. Auch wurden die Periskovhalter und der obere Teil des Turmes beschädigt. Die Besatzung spürte nur einen leichten Stoß. Wasser drang nicht ein. An den Uebungen beteiligten sich ein Zerstörer und drei Unterseeboote. Sie kehrten nach Portland zurück, wo die Reparatur vorgenommen werden soll. Untergang eines schwedischen Dampfers. G Gibraltar, 23. März.(Telegr.) Der schwedische Dampfer„Citos“, der sich auf der Fahrt von New Orleans nach Alexandrien befand, wurde in der Höhe von Tarisa bei einem starken Sturm schiffbrüchig. Gestern abend sandte der Dampfer Hilferufe aus. Sodann begab sich die Besatzung in die Rettungsboote. Ein britischer Jerstörer stellte die ganze Nacht hindurch ergebnislos Nachforschungen nach den Schiffbrüchigen an. Dagegen gelang es dem britischen Damofer „Domali“, ein Rettungsboot aufzufinden, an dessen Bord sich 12 Personen besanden. Ein zweites Rettungsboot mit 11 Personen wird noch vermißt. Der Dampfer„Citos“ ist gesunken. vom Flugwesen. Italienisches Urteil über das deutsche Flugwesen. 2 Rom, 23. März.(Telegr.) In der Kammer wurde gestern nachmittag der italienische Aeroklub angegriffen, weil er zu wenig Provaganda mache und zu wenig Einfluß im Lande habe. Bei dieser Gelegenheit wurde auf Deutschland verwiesen, wo der Deutsche Aeroklub so großen Einfluß auf das Land gewonnen habe. Demgegenüber führte der Präsident des italienischen Aeroklubs aus, daß die große Entwicklung des Flugwesens in Deutschland nicht auf die Freude am Sport in Deutschland allein zurückzuführen sei, sie sei vielmehr der beste Beweis für die nie erlahmende Vaterlandsliebe des deutschen Volkes. Die Coten von S. 4. eh Boston. 23. März.(Telegr.) Der Befund des mit der Untersuchung des Wracks des Unterseebootes S 4 beauftragten Marineausschusses hat ergeben, daß ein verhängnisvoller Irrtum den Tod der im Torvedoraum eingeschlossenen Mannschaft herbeiführte. Wie festgestellt werden konnte, waren die von den Tauchern an der Außenwand des U=Bootes angebrachten Luftschläuche, durch die die Uebernahme frischer Luft ermöglicht werden sollte, nicht, wie man ursprünglich glaubte, losgerissen, sondern sie arbeiteten tadellos. Die eingeschlossenen Seeleute hatten aber die Ventile der Luftschläuche#eschlossen, als bei dem ersten Versuch, von den Rettungsfahrzeugen Luft in den Torpedoraum zu vumpen, das in den Schläuchen enthaltene Wasser in das Innere des Torvedoraums spritzte. Anscheinend glaubten sie, daß die Schläuche gerissen seien und unterlieben es daber, später die Ventile zu öffnen. Der Dammbruch in Kalifornien. Die Vernehmung des Erbauere der Talsperre. * Los Angeles. 23. März.(Telegr.) Zu einem dramatischen Auftritt kam es bei der Vernehmung des Erbauers der San=Franeisqulld=Talsperre, Wilhelm Mulholland, durch den mit der Feststellung der Ursache der Dammbruchkatastrophe beauftragten Ausschuß. Mulholland, der 72 Jahre alt ist und bereits 19 Talsverren erbaut hat, erklarte, daß ihm die Ursache des plötzlichen Nachgebens des Staudamms unverständlich sei. Er gab zu, daß etwa zwölf Stunden vor der Katastrophe ihm ein Aufsichtsbeamter gemeldet habe, daß aus einem schmalen Riß des Dammes Wasser heraussickere. Er habe jedoch auf Grund seiner genauen Kenntnis der Verhältnisse diesem Umstand keine Bedeutung beigemessen. Nach dieser Aussage geriet er in die heftigste Erregung und rief aus:„Ich beneide jeden einzelnen, der bei der Katastropbe ums Leben gekommen ist, denn ich bin für den Tod von Hunderten verantwortlich!" Als er sich beruhigt hatte, erklärte er, daß beim Guß des Betondammes ein Fehler vorgekommen sein müsse, über dessen Art er noch im unklaren sei. Möglicherweise sei das Mischungsverhältnis nicht richtig gewesen. Es könne aber auch eine schwache Stelle entstanden sein, die übersehen wurde. Lebensversichern Amerikan ngen der kaner. So märchenhaft hoch, wie, an unseren Verhältnissen gemessen, manche ameritanischen Einkommen sind, so phantastisch sind auch die Summen. mit denen die amerikanischen Dollarmagnaten ihr Leben versichern. Ueber 187 Personen sind in den Vereinigten Staaten mit mehr als einer Million versichert. Die höchste Police hatte der kürzlich verstorbene Rodman Wanamaker, dessen Erben bei seinem Ableben 7500000 Dollar erhielten. Aber auch andere Bankees haben dafür gesorgt, daß ihre Angehörigen nicht in Not geraten können. So ist der Baseballsvieler Georg Hermann Ruth mit 3 Millionen versichert, während der Filmmagnat For mit 5 Millionen, der Filmstar Gloria Swanson mit 2 Millionen, Charlie Chaolin. Mary Pickford, Douglas Fairbanks mit je einer Million Dollars versichert sind. Technische Probleme des Czeanfluges. Dr. Ing. e. h. Ernst Heinkels der bekannte Flugzeugkonstrukteur, hat kürzlich interessante Ausführungen zum Problem des Ozeanfluges gemacht. Er erklärte u. a. folgendes:„Wir müssen uns vor allem darüber im klaren sein, daß wir ja erst im Anfang der Entwicklung von Fernverkehrsflugzeugen über See stehen, daß mithin ein Schwimmerflugzeug wie die D 1220 ebenso wie die zurzeit im Bau befindlichen bzw. bereits fertigen Flugboote— so geeignet diese bereits für einen Seeflugverkehr über der Ostsee und zum Beisviel dem Mittelmeer sein mögen— für eine Ozeanüberquerung jedoch erst als Versuchs= und Ausgangstyven für die späteren Riesenverkehrsflugzeuge anzusehen sind. Von den letzteren können wir uns heute zwar schon eine ungefähre Vorstellung machen, doch können wir— genau wie in der Entwicklung des Ozean=Schiffbaues— nur ganz schrittweise vorgehen. Es bedarf somit noch zahlloser Versuche mit immer neuen Maschinen, von denen jede einzelne letzten Endes nur als Uebergangstyp angesehen werden kann, bis wir zu einem— dem Ozeanschnelldampfer an Sicherheit und Rentabilität gleichen, an Schnelligkeit natürlich weit überlegenen— Ozeanflugzeug von entsprechend großen Ausmessungen kommen. Dieser Blick von der Gegenwart in die Zukunft erscheint mir deshalb notwendig, weil ich hoffe, daß durch diesen gewisse Kritiker zu den von deutscher Seite aus unternommenen Versuchen, das Ozeanflugproblem ernsthaft in Angriff zu nehmen, eine neue Einstellung gewinnen mögen. Der Sport= und Rekordgedanke sollte meines Erachtens überhaupt nicht in den Vordergrund gestellt werden, wie dies— veranlaßt durch die von drüben unternommene Ozean=Sportflüge— leider immer wieder geschieht. Auch die bisher überwiegend auf Sensation berechnete Berichterstattung ist— soweik es sich um Versuchs= und Studienflüge im Interesse der technischen Entwicklung handelt— sicher nicht das richtige. Erst nachdem ein Versuch geglückt ist, sollte die Offentlichkeit über den neuen Fortschritt der Technik orientiert werden. Wohin soll es führen, wenn bei den in diesem Jahre noch zu erwartenden Ozeanüberquerungs=Versuchen die Oeffentlichkeit jedesmal in der bisber üblichen Weise beunruhigt und diese Unrube natürlich stets auch auf die mit der Durchführung dieser Flüge beauftragten Personen— insbesondere die Besatzungen— übertragen wird, wenn zum Beispiel jede durch die Wetterlage verursachte Unterbrechung oder gar das noch oft notwendig werdende Ausgeben vor Erreichen des Zieles zum Anlaß genommen wird, um von mangelnder Vorbereitung, ungenügender Organisation, Leichtfertigkeit usw. zu reden, wenn jede Zwischenlandung, jedes Abwarten günstioster Flugbedingungen eine Kritik in dem Sinne erfährt, daß, wie dies tatsächlich vorgekommen ist, im„Interesse der deutschen Luftfahrt“ ein schleunigstes Nachhausefliegen des stets mit bedeutenden finanziellen Opfern und großen Hoffnungen auf die Luftreise nach drüben geschickten Flugzeuges verlangt wird. Jeder, der von der Fliegerei wirklich etwas versteht und der sich darüber im klaren ist, an welche außerordentlichen Ausgaben auch die deutsche Flugzeugnindustrie jetzt mit dem größten Ernst und Eifer berangeben muß, wird gerade im Interesse der deutschen Luftfahrt" jede, unseren Unternehmungsheist hemmende und unser Wollen und Können herabsetzende Kritik unterlassen. Was wir brauchen, um vorwärts zu kommen, ist vor allem die Möglichkeit, die weiteren Versuchsflüge zur Entwicklung von Ozean=Verkehrsflugzeugen in Ruhe durchführen zu können, das heißt vor allem, ohne jedesmal, wenn ein Versuch noch nicht gelingen sollte, einer, meist nur von sehr geringer Sachkenntnis zeugenden Kritik ausgesetzt zu sein. Doch hat es mich sehr erfreut, daß ich in Pressekommentaren auch Sinn und Verständnis für den großen Gedanken, für die Bedeutung und die Pionierarbeit, die unsere ersten ernsthaften Flugversuche für den kommenden Weltluftverkehr ohne Frage besitzen, seststellen konnte. Um zum Schluß noch zu der Frage der„Unternehmer“ kurz Stellung zu nehmen, die ja hinter den Kulissen bereits zu„schweren Luftkämpfen“ geführt haben soll, so kann es dem Flugzeugfabrikanten letzten Endes gleich sein, wer später den Luftverkehr über den Ozean durchführt. Da aber die deutsche Flugzeugindustrie un nöglich aus eigenen Mitteln die langen Versuchsreihen ron Ozean=Maschinen entwickeln und gleichzeitig die enormen Kosten der Versuchsflüge tragen kann, begrüßen wir selbstverständlich jeden Unternehmer, der— ohne einen rorübergehenden Sensationserfolg im Auge zu haben— an diese große Aufgabe mit dem gleichen Ernst herangeht wie wir. Auch ist der Streit um die Zuständigkeit im späteren Luftreich über dem Ozean ja noch um Jahre verfrüht. Die— vom sportlichen Standpunkt aus— hervorragenden Leistungen eines Lindbergh, Chamberlin u. a. dürfen keineswegs zu der Ansicht verleiten, daß der Luftverkehr über dem Atlantik nun sozusagen vor der Tür stehe. Bis dahin ist es noch ein sehr, sehr weiter Weg. Die Entwicklung der Ozean=Maschinen ist über das allererste Entwicklungsstadium noch nicht hinaus, und von der ebenso notwendigen Anlage entsorechend großer Seeflughäsen mit einer dem Luftverkehr über Land ähnlichen Bodenorganisation ist überhaupt noch nichts vorhanden! Es wäre deshalb um so zweckloser und bedauerlicher, wenn auch in diesem Jahre wiederum ein Gegencinanderarbeiten der Parteien eintreten sollte, anstatt die gemeinsame große Aufaave— in Zusammen arbeit mit der durchaus verkehr die führende Rolle zu spielen ten zu fördern und auszunutzen.“ tit der deutschen Flugzeugindustrie die für uns bestehende Möglichkeit im zukünftigen Weltluftnit allen KräfSensations Preise tach, Stchumleg-(1.48 reine Seide, neue Prüh- 1 LE jahrsdessins 1.20 Herren-Mako-Kragen Selbstbinder Oberhemden keis un larbg. dte ber. 3.90 Sockenhalter estra stark.:::.. 0.15 Knaben-Sporthemden Zepur scher. 1.25 Mädchen Schlupthosen ue Gröss ap 0.39 Damen-Schlupfhosen alle Farben. 0.50 Damen-Schlopthosen gut verstärkt.“: 1.93 Kinderstrümpfe aste Farben: Größe I 0.48 Kinderstrümpfe fabig“r“. er Gröce 1 0.68 Kinderstrumpie Neuhet..“ o.5öe f 0.95 Kinderstrümpte Neuheit. 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