Gelsenkirchener Zeitung. Bezugspreis durch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen für die Woche vom 22. bis 28. Oktober 600 000000 Mk.— Einzel=Nummer 120.000000 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen: „Gelsenklrchener Sonntgge=Leitung“, um Herdseuer! und„Sporteihrtrablat: Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Geschäftsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 87, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. Fernsprech=Anschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 125. 2 2427(0 und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. Anzeigenpreis für 1 mm Raumhöhe(27 mm breit) für die Woche vom 22. bis 23. Oktober Grundpreise: Ortsanzeigen 50. kleine Anzeigen nicht geschäftlicher Art und Familienanzeigen 30, auswärtige Anzeigen 60, Reklamen(80 mm breit) 250. Schlüsselzohl 12.000000. Grundpreis mal Schlüsselzahl ergibt den Anzeigenpreis. Besondere Mitteilung bei Aenderung der Anzeigenpreise erfolgt auch bei laufenden Abschlüssen nicht. Bei niet sofortiger Zahlung der Anzeige wird für das jedesmalige Vorzeigen der gutttierten Rechnung eine Gedühr von 5 Proz. des Rechnungsbetrages erhoben. Plätzen, Jowie für, Ansträge mittele Fernsprecher wiecd keine Gexühr., und Bezugsp auf Rückzahlung des Bezugspreises. Nr. 242(Erstes Blatt) Samstag, den 27. Oktober 1923 59. Jahrgang. Konferenzabsichten in Amerika und England. Eine Rede Baldwins. Eine Erklärung gegen Loolösungen von Deutschland à London, 26. Oktober 1923.(Telegr.) Bagdwin nahm in seiner Rede in Plomouth u. a. Stellung zu den Verhandlungen über eine internationale Konferenz über das Reparationsprodlem. an der Amerika teilzunehmen bereit sein werde. Baldwin verwies auf die festumrissene Politik, die Großbritannien bezüglich der Revarationen, der Schulden und der Garantien für die Sicherheit der Alliierten betrieben habe. Es sei gefragt worden, warum nach der britischen Note vom 11. August keine Sonderaktion, wie angekündigt, unternommen worden sei. Die Antwort sei einfach, man habe damals die Ueberzeugung gehabt, daß bis zum Empfang der alliierten Antworten der passive Widerstand eingestellt sein würde. Außerdem habe damals eine Zusammenkunft mit Poincare in Aussicht gestanden. Baldwin nahm dann auf die Erklärung des Präsidenten Coolidge Bezug, daß Amerika bereit sei, sich an einer internationalen Erörterung zu beteiligen, falls es von allen Alliierten eingeladen würde. Er habe Poincare dringend gebeten, sich dieser Einladung anzuschließen. Bezüglich der deutschen Revarationen sagte Baldwin, daß Deutschland zahlen müsse, daß aber auch seine Währung stabilisiert und seine Finanzen unter Kontrolle gestellt werden müssen. Im Hinblick auf die Ereignisse der letzten beiden Jahre müsse der Revarationsbetrag neu festgesetzt werden. Die Antworten der Alliierten auf den Apvell Großbritanniens bezüglich der Konferenz seien durchaus nicht entmutigend. Baldwin gab weiter die Erklärung gab, daß England das Losreißen irgendeines Teiles von Deutschland nicht in Betracht ziehen könnte. Im weiteren Verlaufe seiner Rede beschäftigte sich Baldwin mit dem Problem der Arbeitslosigkeit des englischen Volkes. Er kam zu dem Schluß, daß große industrielle und landwirtschaftliche Gebiete Deutschland durch den Friedensvertrag verloren habe. Die Folgen werden sein, wenn Deutschlands Wirtschaft zu funktionieren beginne, es wahrscheinlich mehr Lebensmittel und mehr Robstoffe einzuführen habe als vor dem Kriege. Daraus folgere, daß die deutsche Ausfuhr zunehmen müsse, um für Leine Einfuhr ebenso wie, um Revarationen zu zahlen, Geld zu schaffen. Baldwin erklärte, er weise darauf hin, um zu zeigen, daß, wenn England Revarationen erbalte, diese nur kommen könnten aus einem riesig vermehrten Ausfuhrhandel. Die notwendige Ausfuhr müsse irgendwohin gehen. Dies werde eine Gefahr sein und jedem Industrieland der Welt zum Nachteil gereichen. Das Hauptindustrieland sei England, und England werde der erste Markt für den internationalen Verkehr und Europas sein. In der Frage der Einfuhr nach England von Nationen mit entwerteter Valuta erklärte Baldwin, diese sei eine Folge der Ausfuhr, unter der England stets bis zu einem gewissen Maße gelitten habe. Man habe noch vor kurzem gesehen, daß mit dem Sturz des Franken ein bisher in England unbekannter Wettbewerb Frankreichs die englische Ware aus den englischen Märkten verdrängt habe. Der Druck der Steuern laste schwer auf der englischen Industrie. Aber je größer die Arheitolosigkeit sei, umso größer sei dieser Druck, weil es für ein Land. wie England, immer schwieriger werde, auf den Märkten der Welt in Wettbewerb zu treten. Die Schulden an die Vereinigten Staaten könne England nur bezahlen, indem es seinen Ausfuhrhandel vermehre, oder seine Einfuhr vermindere, oder beides. Der einzige Weg. um die Arbeitslosigkeit zu dämmen, sei der Schutz des Heimatsmarktes. Die Regierung werde alles tun, um die Hilfsquellen des Reiches zu entwickeln. Der augenblickliche Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit sei schwieriger. als der Kampf gegen die deutschen Intrigen. Je nach einem Ergebnis werde England stehen oder fallen. fehlen, einen entsprechenden Einfluß auf die amerikanischen Absichten und Ziele auszuüben. * Eine Weizenlieferung an Deutschland. & Washington, 26. Okt.(Telegr.) Eine Gruppe von Getreidehändlern unterbreitete dem Präsidenten Coolidge den Plan einer Lieferung von 50 Millionen Bushels Weizen an Deutschland, um einerseits den amerikanischen Weizenbauern einen Verdienst zu verschaffen und anderseits Deutschland in seinen Ernährungsschwierigkeiten zu helfen. Die Getreidehändler befürworteten, daß der Kauf dieser 50 Millionen Bushels durch Wechsel geschieht, die von der Kredit=FinanzKorvoration ausgestellt werden sollen. Deutschland werde eine Zahlungsfrist von zwei Jahren und mehr eingeräumt werden. Dem Vernehmen nach bringt Präsident Coolidge dem Plane warmes Interesse entgegen. * ffnungsvolle Stimmung. (# London, 26. Okt.(Telegr.) Reuter erklärt, in britischen Kreisen herrsche für die Einberufung einer internationalen Revarationskommission eine hoffnungsvolle Stimmung vor. Man werde zunächst die Antworten auf die Einladungen abwarten. die an die Alliierten übersandt worden find. In diesen Einladungen wird weder der Ort noch das Datum der vorgeschlagenen Konferenz festgesetzt. Es hängt von den Antworten ab, ob eine volle Exekutivkonferenz oder eine Konferenz im Zusammenhang mit der Reparationskommission veranstaltet werden soll. Bisher ist noch keine Antwort eingegangen. Der Präsident der internationalen Kommission hat seiner warmen Zustimmung zu der Rede Baldwins in Plymouth Ausdruck gegeben und erklärt, er sei überzeugt, daß Baldwin sich der dringenden Notwendigkeit bewußt sei, die britische Industrie zu schützen und die Flut ausländischer Fertigfakrikate nach Großbritannien einzudämmen. Es sei indes eine dringende Notwendigkeit, daß ohne Zeitverlust gehandelt werde, denn die Rede werde zmeifellos viele ausländische Importeure, besonders deutsche, besorgt machen und diesen Veranlassung geben, ihre Warenvorräte nach Großbritannien hereinzubringen, bevor irgendeine Schutzbarriere er richtet werden könne. * Potncare einverstanden. Prüsung der deutschen Zahlungsfähigkeit durch Sachverkändige: Bedingung: Ernennung durch die Neparationskommission. Paris, 26. Okt.(Telegr.) Der diplomatische Vertreter der Agentur Havas will wissen, Poincare habe namens der französischen Negierung in Washington bereits mitgeteilt, daß er die Bildung einer Sachvernandigen rommission zur Prüfung der Zahlungsfähigkeit Deutschlands nach dem Vorschlag des amerikanischen Präsidenten annehmen werde unter der Bedingung, daß die Sachverständigen in voller Freiheit von der Nevarationskommission bestimmt werden müßten. Ländern, in denen die deutschen Kapitalisten Mitschuldige gefunden haben sollen, um eine Rückwanderung des entschleppten Kavitals zu erzwingen. Dieses will er dann zur finanziellen Sanierung des Deutschen Reiches und zu Wiederherstellungszahlungen verwandt„wissen. Auf diese Weise kann man ohne Schwierigkeiten die sechs Monate ausfüllen, von denen„Oeuvre“ jüngst behauptete, die Regierung suche es durch Zwischenakte möglich zu machen, damit die Ruhrfrage und damit die Wiederberstellungsfrage die Wahlvarole im kommenden Frühjahr werde. Der„Temps“ scheint den Weg dazu weisen zu wollen. Die Vorgänge in der na Berlin, 26. Oktober 1923.(Telegr.) Die Loslösungsbestrebungen in der Pfalz, die von dem Sozialdemokraten Hoffmann=Kaiserslautern und einigen seiner Parteifreunde versucht worden sind, hatten, das steht heute fest, lediglich das Ziel einer Loslösung von Bayern, aber des Verbleibens der Pfalz im Verbande des Reiches. Das hindert aber nicht, daß der Versuch Hoffmanns unter allen Umständen zu verurteilen ist; denn er würde, auch wenn er das Verbleiben der Pfalz beim Reiche gewollt hat, in Wirklichkeit die Pfalz in fremde Abhängigkeit gebracht haben. Wie wir aus varlamentarischen Kresen bören, sollen übrigens Hoffmann und seine Genossen ihre Pläne keineswegs aufgegeben haben, sondern den bürgerlichen Parteien der Pfalz eine Art ultimative Forderung gestellt haben dahingebend, daß, wenn sie die Loslösung der Pfalz von Bayern nicht mitmachen wollten, diese Pläne ohne sie und trotzdem durchgesetzt würden. Die Sozialdemokratie selbst hat keinen Zweifel gelassen, daß, wenn der Sachverhalt, wie er bisher bekannt geworden ist, zutrifft, für Hoffmann und seine Freunde kein Platz in der Vereinigten Sozialdemokratie mehr ist. Hervorgerufen ist der Plan Hoffmanns und seiner Parteimänner ganz zweifellos durch das Verhalten des baverischen„Heneralkommissars von Kahr, dessen jüngste Rede deutlich bewiesen hat, worauf seine Pläne absvielen. Er will ganz zweifellos den Rücktritt der Regierung Stresemanns und eine Abänderung der Verfassung zu Gunsten Bayerns erzielen. Bemerkenswert ist die Stellungnahme, die die„Zeit" das offizielle Organ des Reichskanzlers Stresemann zu dieser Rede Kahrs einnimmt. Das Blatt stellt zunächst fest, daß die Loslösungsbestrebungen in der Pfalz ganz unverkennbar im Zusammenbang mit dem Vorstoß des Herrn von Kahr stehen und daß dieser von neuen eine Kampfparote gegen das Reich ausgegeben habe. Die Tatsache, daß Herr von Kahr von der Reichsregierung die Amtsentsetzung des sächsischen Ministerpräsidenten fordere und zugleich für das Eigenleben eine Befreiung der deutschen Länder von den Fesseln des marristischen Unitarismus verlange, beweist, daß Herr von Kahr ganz unverantwortlich handele, wenn er auf der einen Seite verlange, daß das Reich die Macht haben soll, den Ministerpräsidenten eines Landes abzusetzen, wenn er auf der anderen Seite als Staatskommissar Bayerns die Zentralgewalt lahmlege und der Ne regierung in den Arm falle. Die Drahtzieher allein auf weiter Flur. . ünchen, 26. Okt. in der Pfalz wird gemeldet. Mün Zu den Vorgängen Versa (Telegr.)— E E E Emt#rt, daß heute eine Versammnlung führender Persönlichkeiten in der Pfalz tagte. die einstimmig folgende Entschließung faßte:„Die Versammlung führender Persönlichkeiten aus der Pfalz. an der Vertreter aller politischen Parteien teilnahmen, erblickt in dem Vörgehen des Reichstagsabgeordneten Hoffmann und der Derren Kleefooth und Gen. einen offensichtlichen Verrat an der deutschen Sache. Die Versammlung fordert alle Kreise der Pfalz, gleichgültig, welcher Partei sie angehören, auf. Hoffmann. dessen Vorgehen übrigens auch von den maßgebenden Instanzen der eigenen Partei auss schärfste gebrandmarkt wird. keine Gefolgschaft zu leisten. Selbst die Kommunisten richten eine scharfe Absage an Hoffmann. Die Kommunisten im Stadtrat von Ludwigshafen stellten den Antrag. daß Kleefoth seines Amtes als Bürgermeister enthoben werde. X Ludwigshafen. 25. Okt. Die Obmänner der bürgerlichen Parteien der Pfalz waren heute nachmittag in Neustadt versammelt. um zu der Frage eines autonomen Staates Stellung zu nehmen. Der„Pfälzischen Rundschau" zufolge kamen sie einmütig zu folgendem Beschluß:„Wir stehen auf dem Boden verfassung, wir lehnen chluß wurde von der Versammlung eifall aufgenommen. Anklage wegen Landesverrats. 2 München. 26. Okt.(Telegr.) Gegen zer Landesverräter wird, wie die Blätter 5 klage wegen Landesverrats erhoben werden. auf den nach der baperischen„Notpexordnung vom 11. Mai 1923 der Verlust der öffentlichen Aemter sowie Todesstrafe steht. * Kahr lehnt jedes Verhandeln ab. (2) München, 26. Okt.(Telegr.) Das baverische Generalstaatskommissariat teilt mit. die vielfach umlaufenden Gerüchte, daß der Konflikt zwischen der bayerischen und der Reichsregierung durch Vermit Senalfheaste komerigen tellweien ahr bat diese Anfragen dabin jeder Verhaudeln in dieser Angele wärtigen Reichsregierung ablehnt Mung Petere ifragen an den , daß er mit der gegen. Die Sonderbündler am Rhein. Standpunkt. (9. London, 26. Okt.(Telegr.) Lord Curzon hat am 12. Oktober den britischen Geschäftsträger telegraphisch über die Haltung Amerikas zu verschiedenen Möglichkeiten einer Regelulng des Revarationsvroblems befragt. In seinem Antworttelegramm vom 16. Oktober sagt der Geschäftsiräger, die amerikanische Negierung sei völlig bereit, an einer wirtschaftlichen Konserenz teilzunehmen, an der alle an den deutschen Revarationen hauptsächlich interessierten Staaten teilnehmen würden. Es würde jedoch ratsam sein, folgende Punkte zu betonen: 1. Die amerikanische Regierung habe keineswegs den Wunsch, Deutschland von seiner Verantwortlichkeit für den Krieg und von gerechten Verpflichtungen befreit zu sehen. Aber es sollte klar sein, daß die Zahlungsfäbigkeit Deutschlands und die fundamentale Bedingung der Wiederherstellung Deutschlands, ohne die eine Reparationszahlung unmöglich sein werde, berucksichtigt werden müssen. 2. Eine derartige Konferenz sollte beratender Natur sein und nicht den Zweck haben, Regierungen zu binden. 3. Die amerikanische Regierung sei einer Streichung der alliierten Schulden oder einer Uebertragung an Deutschland nicht geneigt, werde aber vernünftigen Regelungen in bezug auf Zeit und Bedingungen der Zahlung nicht entgegen sein, und die Schaffung gesunder wirtschaftlicher Bedingungen in Eurova, eine ernste liche Herabsetzung der militärischen Ausgaben und eine Zusammenarbeit der euroväischen Völker mit dem Ziel des Friedens und der Gerechtigkeit würden nicht verBefehl. Brogramm des Konzerts, gegeben im Stadtgarten Sonntag. den 28. Oktober. um 3.30 Uhr nachmittags: de Jungen der Gascogne, Allegro.... Furgert. Die Diamanten der Kreng...:.... Kuber. oppelia, Preludium und Marzurta... Delibes. die Verdammung Faust's.. die zwei Tauben........... Messager. enn ich König wäre......... Adam. Walzer Chabrier. pana. Am die Antwort an Deutschlans. mi. Paris, 26. Okt. 1923.(Telegr.) Die deutsche Note an den Wiederberstellungsausschuß dürfte jedenfalls am Freitag nachmittag in offiziöser Sitzung einer ersten Prüfung unterzogen werden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der französische Vertreter verlangen wird, die Note nicht zu erörtern, weil die deutsche Regierung den passiven Widerstand noch nicht aufgegeben habe, da sie die Sachlieferungen noch nicht wieder aufgenommen habe. Seit dem 11. Januar befinde sich Deutschland im Aufstand gegen den Versailler Vertrag. Es habe also kein Recht, sich auf den Vertrag zu berufen, dessen wesentliche Bestimmungen es seit 10 Monaten nicht erfülle. Die deutsche Regierung habe der Entscheidung des Wiederherstellungsausschusses vorgegriffen, die sie jetzt berbeizuführen beabsichtige. Das ist der Standpunkt, den Poincare vor acht Tagen dem deutschen Geschäftsträger Botschaftsrat von Hoesch gegenüber eingenommen hat, und der heutige Leitaufsatz des„Temps“, der ja immer noch das Hauptsprachrohr der französischen Regierung ist, läßt darauf schließen, daß Bartbou die Anweisung erhalten hat, in diesem Sinne vorzugehen. Von der Haltung des belgischen Vertreters wird im wesentlichen das Schicksal der Note abhängen. Eine Umfrage hat ergeben, daß die deutsche Note von den englischen und italienschen und auch von den belgischen Vertretern günstig aufdenommen wurde. Man vertritt den Standpunkt, den der„Temps“ außer acht läßt, daß Europa zu Grunde gehen kann, wenn man mit den unfruchtbaren Evörterungen über die Vergangenheit fortfahre und die großen Ziele der Zukunft aus dem Auge verliere. Das bedeute das Heraufbeschwören einer Katastrophe im Ruhrgebiet, wie sie die Weltgeschichte noch nicht kannte. Gewisse Vertreter sollen, wie behauptet wird, davor zurückschrecken, eine derartige Verantwortung zu übernehmen. Ob sie aber auch die belgischen und französischen Vertreter überzeugen können, steht dahin. Der heutige Leitaussatz des„Journal des Debats“ sieht in der Note der deutschen Regierung einen Fortschritt. Der Reichskanzler verlange keine allgemeine Abschätzung der Zahlungsfähigkeit Deutschlando, er beschränke sich auf die Sachlieferungen. Gewiß wolle er eine allgemeine Aussprache einleiten, aber auch dieser könne man sich bedienen, um nach und nach Stresemann auf den guten Weg zu führen. Etwas Derartiges will der„Temos“ nicht. Er hat ein neues Mittel gefunden, um die Verhandlungen binauszuziehen. Er will nämlich jede Aussprache, jedes Studium und jede Verhandlung über die deutsche Zahlungsfähigkeit damit begonnen wissen, daß man in eine tiefgründliche Prüfung der Mittel eintrete, die die Wirkung der Kavitalflucht beseitigen könnten. Er will offenbar eine amtliche Erhebung veranstalten in allen Aachen. Sie fühlen sich. ) Aachen. 26. Okt.(Telear.) Die Nacht ist hier ruhig verlaufen. Belgische Gendarmen versehen den Ordnungsdienst bei dem Regierungsgebäude. Die Herrschaft der Sonderbündler macht sich bemerkbar. Es sind bereits Zeitungsverbote erlassen worden, so für die„Aachener Post“ auf drei Tage und für die„Freie Presse“. Eine andere Zeitung soll unter Vorzensur gestellt sein. Die übrigen beiden Zeitungen dürfen erscheinen. Die Frauenverbände an Tirard. = Köln, 26. Okt. Wie die„Köln. Volkszeitung“ aus Aachen meldet, richteten die Fraueniverbände tioneller Frauenverein) an den Delegierten der Rheinlandkommission, eine Entschließung, in welcher es„na einer Darstellung der trostlosen Lage, die sich du den Putsch der Sonderbündler herausgebildet hat u. a. heißt:„Wir bitten den Herrn Delegierten im Namen des Rechts und der Gerechtigkeit die Aachener Bevölkerung die in Frieden leben will, gegen diese Elemente zu schützen, und die auch von der Besatzungsbehörde anerkannte rechtsmäßige Regierung in ihren Bemühungen zur Wiederberstellung der früheren geordneten Verhältnisse zu unterstützen.“ Das Erscheinen der Zeitungen eimestellt. a Nachen. 26. Okt.(Telear.) Die Aachener Zeitungen veröffentlichen folgende Erklä den abwaltenden Verbältnissen erstattung der Presse und ihrer fre unmöglich gemacht ist. seben siche Bnnr veranlaßt. ihr Erscheinen bis auf weiteres einzustellen. Sie tun dies unter schärfstem Protest gegen den Versuch angeblich freier Rheinländer in die gesetzlich garantierten Rechte der rheinischen Presse einzugreisen. — Die Zeitungen wurden heute vom Bressekommissariat der„vorläufigen Regierung“ zu einer Besprechung im leisteten der AuffordeErklärung: Da unter die objektive Berichteien Meinungs die Nachener nasäußerung er Zeitungen der„vorläufigen Regierung“ zu Regierungsgebäude eingeladen. rung aber keine Folge. Ein„Oberbefehlshaber“, festgenommen. A Neut, 26. Okt.(Telegr.) Im Laufe der Nacht wurde der„Oberbesehlsbaber der sevaratistischen Rbeinarmee". Leitner, der sich mit einem Begleiter im Auto auf der Durchreise von Duisburg nach Düren befand, hier festgenommen. In seinem Besitz wurde umfangreiches Material, das ihn des Landesverrats sowie einer Reibe anderer. Straftaten überführt, vorgefunden. Die Festgenommenen waren im Besitz von drei Pistolen und eines Säbels, der anscheinend von einem böbern Polizeibeamten herrührt. 2 Cote, 40 Verwundete in Dutsburg. r Dutoburg, 25. Okt. Rathaus und Tonle waren heute noch immer in den Händen der Separatisten, die jedoch den ganzen Tag von einer er bitterten Menge belagert wurden. Bei mehrfachen Angriffen feuerten die Separatisen blindlings in die Menge. 2 Tote und 49 Verwundete waren bis gestern abend zu verzeichnen. Die Sonderbündler hatten gleichfalls Verluste, da Wachen und Patrouillen in vielen Fällen überfallen und fürchterlich vervrügelt wurden. Das Bureau der Sonderbündler in der Neudorserstraße wurde zerstört. der Duisburger Führer Kammann schwer verletzt durche Fenster geworsen, seine Anbänger sämmerlich verprügelt. Die Besatzung hat heute abend den Velagernuaszustand verschärft. Ansammlungen von mehr als 5 Personen sind verboten. S0yc. ∆ Bonn, 25. Okt. Wie die„Köln. Volksztg.“ mitteilt, ist hier heute nachmittag der Belagerungszustand verhängt worden. Im Laufe des Vormittags und des Nachmittags wurden Sonderbündler aus den Wohnungen geholt und verprügelt. Nach einer Meldung desselben Blattes aus Schleiden haben die Sonderbündler, die seit Montag nacht das hiesige Landratsamt besetzt halten, heute mittag den Landrat Graf Svee gewaltsam aus seiner Wohnung entsernt und mittels Auto nach Daun gebracht. Die Besatzungsbedörde hat Ansammlungen in den Straßen verboten. Die Tage in Koblenz. Die öffentlichen Gebäude besetzt. # Koblem. 26. Okt.(Telegr.) setzten die Sonderbündler des Belagerungszustandes bäude. unter anderm auch.. E.#erenrrung. die Post und das Stadthaus. Heute vormittag kam es multen, die zurzeit noch andauern. in den weht Crier. Ein„Direktorium“. 6 Köln, 25. Okt. Aus Trier wird berichtet: Die Sonderbündler haben ein„Direktorium" gebildet. Nathaus und Vegigrung sind noch immer besett. von 6 —" ei.— den Sonderbündlern wieder ge Führer der politischen Parteien wurden wiesen. Die Sonderbündler haben von den—. weder eine schriftliche noch eine mündliche Erklä verlangt. Das Ende eines„Präsidenten“. 1 Paris. 27. Okt.(Telegr.)„Echo de Pari=“ meldet aus Mainz: Der Advokat Nodu der vorgestern von den Sevaratisten zum Regierungspräsden1 Dollar= 64837 500000 Mark. Amtliche Devisenkurse. 26. Oktober D.=Oesterreich Erse Brief Stiel 10 25. Oktober 24 Grie Schlüsselzaklen in Oütenbeinneiehe — Berlin. 2. Oet. Vom Montag. Mts. ab werden die Schlustelzahlen senbahntarise im Bessonengerkebr s im Stterverkehr 12 Minli 29. die hen ernannt wurde. ist gestern vormittag im gebäude von seinen Kollegen, die seine Ha mißbilligten, verprügelt worden ur seinen Verletzungen eerstatt#r zufolge gab es munisten. Sozialisten. Separ wurde. Die frangssiche Vol Verbaftungen vorgenommen en, wobei hätte eine au den Wahlen in Deutsch=Oesterreich. X Das Ergebnis der am letzten Sonntag getätigten dlen zum Nationalrat in Deutsch=Oesterreich ist bis die restlichen 8 steierischen Wahlkreise bekannt: Neben 79 Christ=Sozialen zieden 6o Sozialdemokraten und 15 Großdeutsche in das österreichische Parlament ein. Da die Abgeordnetenziffer von 183 auf 165 herabgesetzt wurde, hätten, um das bisberige Verhältnis beizubehalten, die Christlich=Sozialen blos 75 und die Sozialdemokraten 63 Mandate bekommen müssen. Beide Parteien haben also einen Stimmenzuwachs erhalten, von denen der der Cbristlich Soziaten den Zuwachs der Sozialdemokraten etwas übersteigt. Trotz= dem würde es nicht richtig sein wenn man, wie es auch ie AnP SAIT EEPLEEPEA in ver grutschen Sresse schon bescheven uur. von bürgerlichen Wahlsieg sprechen wollte. Der christlich=soziale Zuwachs ist nämlich nicht auf Kosten der Sozialdemokraten erfolgt, sondern die Großdentschen, die etwa unseren Deutschnationalen entsprechen, haben die Zece bezahlen müssen. Die großdeutsche Partei hat 11 Mandate verloren und wird diesen Verlust auch nicht wesentlich in den 6 noch ausstehenden Wablkreisen korrigieren können. Der Wahlkamof selbst wurde in geradezu chevaleresker Form durchgeführt. Wir Reichsdeutsche glauben an ein Märchen, wenn wir aus Oesterreich hören. daß die Hauptvarteien vorher untereinander ausgemacht hätten, die Wahlversammlungen der anderen nicht zu stören und sogar bei der Agitation jede Beschmutzung des Privatlebens des politischen Gegners zu unterlassen. Auch die Großdeutschen haben sich diesen Abmachungen angeschlossen und damit den entsprechenden Kreisen bei uns ein leuchtendes Vorbild für kommende Zeiten gegeben. Daß der Wahlkampf so verlief, bat natürlich auch darin seinen Grund, dab die wirtschaftlichen Verhältnisse in Oesterreich die Geister nicht in dem Maße aufkochen lassen, wie er bei uns in unserer gegenwärtigen Lage der Fall ist. Was die programmatische Seite des Wahlkampfes angeht, so haben sich die Ziele des Kampfes gegen die der Wahl im Jahre 1920 etwas verschoben. Im Jahre 1920 handelte es sich um die Frage: Kann Oesterreich durch Ententeanleihen oder durch den wirtschaftlichen Anschluß an Deutschland gerettet werden? Die ChristlichonSozialen vertraten damals schon den ersteren Standpunkt, während die Grotzdeutschen wie die Sozialdemokraten den Anschluß an Deutschland als ersten Punkt in ihr Programm gesetzt hatten. Die Sozialdemokratie hat, gewitzigt durch den Lauf der Dinge in Deutschland den Anschlubgedanken zuruckgestellt. Auch die Großdeutschen haben vorläufig auf ihren ersten Programmpunkt verzichtet und gemeinsam mit den Christlich=Sozialen das Sanierungswerk in Oesterreich mit Hilfe des Völkerbundes durchgeführt. Die Sozialdemokraten dagegen standen auf dem Standpunkt, daß die Seivelsche Lösung die„Preisgabe der nationalen Zukunft und staatliche Selbständigkeit Oesterreichs" bedeute und daß Oesterreich versuchen müsse, die Sanierung unter allen Umständen aus eigener Kraft durchzuführen. Als Beweis für bie Möglichkeit einer selbständigen Sanierung führen die Sozialdemokraten die Erfolge des Wiener Gemeinderates an, indem sie die Dreiviertel Mehrheit besitzen. Die Stadt Wien hat auch tatsächlich ein groß angelegtes Wohnungsprogramm durchgeführt und die Stadtbahn, die schon 1917 zum größten Teil stillgelegt worden war, aus eigenen Miteln vom Staate angekauft und wieder in Betrieb gesetzt. Goldmark das geeignetste wertbeständige Zahlungsmittel des Verkehra sein. Die Rentenmark ist ein Zwischenglied bis zur Schaffung der mark, mit der die Rentenbank eingelöst werden wird. e Arbeiten für die Goldnotenbank werden mit gröbter unigung durchgeführt. In dieser Hinsicht ist auf den unmittelbar bevorstehenden Erlaß einer Verordnung zur Abänderung des Bankgesetzes zu verweisen. Tage in Sachsen. Regierungskommissare in Schutzhaft. Blättermeldungen aus Dresden zufolge und von der Reichswehr mehrere Regierungskommissare in Schutzhaft genommen worden, darunter der Cbef der politischen Polizei Regierungsrat Hause, Polizeibauptmann Reitzel und mehrere Beamte der politischen Polizei. Re gierungsrat Hause wird beschuldigt. eine von der Reichswehr beabsichtigte Waffenbeschlagnahme durch vorberige Benachrichtigung der Waffenbesitzer vereitelt haben. Ministe richtigung der Waffenbesitzer vereitelt zu terpräsident Dr. Zeigner teilte gestern im sächstschen Landtage die erwähnten Handlungen mit und fügte hinzu, daß das Wehrkreiskommando auch mehrere Beamte abgeletzt habe, darunter den Lehrer und Landtagsabgeordneten Schneller in Annaberg. Der Ministerpräsident digte, seine Befürchtung Regierung der„„ kommissar Meier, dem die Haftbefehle nicht zur Genehmigung vorgelegt seien, habe sich laut„Vorwärts" nach Berlin begeben, um eine Klarstellung über die Befugnisse des Zivilkommissars herbeizuführen. In Pirna ist es gestern zu einem neuerlichen Zusammenstoß zwischen Reichswehr und der Bevölkerung gekommen, wobei ein Zivilist getötet und vier verletzt wurden. Lohn= und Sehaltomebzabl. M Berlin. 25. Ort. Auf Grund der heutigen Verbandlungen im Reichsfinanzministerium mit den Soitzenorganisationen der Beamten. Angestellten und Arbeiter wurde die Lohnmebzabl f#x, die Arbeiter für die lausende Woche auf 10 Millionen und die Meß#abl für die Beamtenvezüge für das vierte Monatsviertel auf 2.031 Millionen festgesetzt. Der Streik in Oberschlesten. en. 20. Okt. Die 1 bereits Oberschlessen dat bereits auf Vol geerifsen. Doch wurde eine der, durch die volnischen Bebörden Leil die Gewerks verhindert die tsführer verhaftete. zum 1 Hindenburg. 20. Okt.(Telear.) Gestern abend fand im Gewerkschaftshause in Zaborze eine stark be suchte Betriedsräte und Vertrauensmännerkonferenz der ach mebrst timmie Der Besch Durchführung d Notstandsarbeit 20. Okt. Die Streikleitung der Berliner klärt in einem Aufruf an die graphische daß, nachdem der Versuch der StreikSank Un die Wertbeständigkeit von Lohn und Gehalt. 1 Der Reichsarbeitsminister ist der Ansicht, daß die Einführung der wertbeständigen Zahlungsmittel auch den Arbeitern und ungestellken zugute kommen muß. Mit dem Erscheinen der wertbeständigen sprechend der Zunadme der wert mittel möglichst schnell auf die werden. Zu einer Rücksprache über forderlichen Schritte bat der ReiSpitzengewerkschaften auf den 25. bestündigen Zahlungs inzen Löhne erstreckt zur Umstellung erarbeitsminister die tober einberufen. Auslans. Der Freizonenstreit. X Pario. 20. Okt.(Telegr.,„Jvurnal" teilt mit, die französische Regierung dat gestern in Form eines Briefes ihre untwort an den schweizertschen Gesandten auf die Note vom 11. Oktober wegen der Freizone erteilt. „Petit Parisien“ glaubt zu wissen, daß die Antwort neuerlich idr Bedauern darüber ausdrückt, daß der Bundesrat die Verhandlungen so lange binausgeschoben habe, ohne der französischen Regierung eine Antwort zu erteilen, und daß er heute die direkten Verhandlungen nicht aufnehmen wolle. Poincare habe in dem Briefe auseinandergesetzt, in dem schweizerisch=französischen Zwischenfall könne ein Schiedsgerichtsverfabren nicht zur Anwendung gelangen. Die französische Regierung hofft, daß der Bundesrat seinen Beschlub, die Angelegenheit dem internationalen Gerichtshof im Haag zu unterbreiten, aufgeben werde und neuerlich Vorschläge zu einer diesbezüglichen Regelung mache. Korsauty volnischer Handelominister. 1 Beuthen, 20. Okt.(Telege.) Nach einer Meldung Oberschlesischen Grenswacht“ finden in Warschan# ie Betriebsräte und Vertrauensmännerkonferenz der berschlesischen Gewerkschaften statt. Nach mebrstündigen serdandlungen entschied man sich einstimmie für den intritt in den Generalstreik. Der Beschluß gilt Bera= und Hüttenbetriebe Ot des Beschlusses ist inzwi vardeiten werden verrichtet.. haben die Gewerkschaften übernommen. Kein Buchdruckerstreik in Berlin. Berlin. Buchdrucker er dem der Versuch der zur Sanktion des Streiks Ik. sich die Streikleidng den Streik zu proklamieren. Provinzielles. Tage im Bergbau. dt Berlin. 20. Okt.(Telese.) Heute fanden im Reichsministerium Verbandlungen darüber statt, inwieweit sich im Ruhrgebiet eine Stillegung der bergbaulichen Betriebe als erforderlich erweisen wird. Gegenüber den Angaben, daß sämtliche Zechen stillgelegt werden sollen, wird festgestellt, daß diese übertrieben sind. Es werden etwa 14 Ruhrzechen zum Erliegen kommen. Die Zahl der Arbeitslosen würde sich dann etwa auf 150000 belaufen. Auf den stillzulegenden Zechen wird in gewissem Umfange der Betrieb aufrecht erhalten werden. Die notwendigen Arbeiten müssen selbstverständlich verrichtet werden. Außerdem soll auf den Zechen der eigene Bedarf gefördert werden. Die Zahl der Arbeitslosen soll außerdem durch positive Erwerbslosenfürsorge veringert werden. Buer. 20. Okt. Wie gemeldet wird, hat die belgische Kreiskommandantur zugelassen, daß Güterzüge von Westerholt bis Buer=Süd durchgeleitet werden und zwar unter deutscher Verwaltung. In der Hauptsache kommen Lebensmitteltransvorte in Frage. natürlich auch Stückgüter. Die Strecke bis Buer=Süd ist bereits freigemacht worden, so daß einige Kartoffelzüge bis Buer geleitet werden konnten. Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs wird wahrscheinlich noch längere Zeit auf sich warten lassen.— Ob und wann der Verkehr von Buer nach Oberhausen aufgenommne werden wird. ist noch nicht bestimmt. Wir haben also jetzt in Oesterreich das eigenartige der„Oberschlesischen Grenzwacht“ finden in Wrschau Bild, daß die Rechtsparteien, die Christlich=Sozialen und seit einigen Tagen wichtige politische Beratungen statt. die Großdeutschen, die Rettung mit fremder Hilfe herbei rs nehmen u. a. daran teil; Dwomskt und Kornd die Sozialdemokraten der na=rantg, der aus uen. Selbstverständlich darf dabei , d a ß s i c h i n O e s t e r r e i c h d i e S o z i a l D w o w s k i d e n P o s t e n d e s A u b e n m i n t s t e r s u n d K o r position befinden und es deshalb fanty den Posten des Ministers für den Handie Großdeutschen, die Rettung mit fremder Hilfe herbei führen wollen, während die Sozialdemokraten tionalen Kraft vertrauen. nicht übersehen werden, demokraten in der Opposition befinden und es deshalb leicht haben, eine„nationale“ Politik zu betreiben. Kämen bei uns die Deutschnationalen ans Ruder und trieben sie dann die linksstehenden Massen in die Opposition, so würden wir hier wahrscheinlich dasselbe haben. Bild Deutichen Das Rentengeld. * Mit der Prägung der Münzen für das Reutengeld ist begonnen worden. Es werden geschaffen eins, zwei. fünf, zehn und fünfeig Rentenofennigstücke. Im übrigen sind alle Vorbereitungen getrossen, damit die Rentenbank ihre praktische Tätioleit demnächst aufneomen kann. Insbesondere schreite auch der Druck der Reichsbankscheine, die durch Goldrentenbriefe voll osdeckt sein müßten, rüstig vorwärts Die Rentenbank wird bis zur Ablösung durch die Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen. Löhne im Bergoau. 2 Berlin, 20. Okt. Für die Lohnwoche vom 22. bis 29. Okt. wurden die Löhne im Kohlenbergbaubezirk. ausgenommen Mitteldeutschland und Bauern durch einen vom Reichgarheitsministerium eingesetzten Schlichtungeausschuß festgesetzt. Der geforderte Schiedespruch sieht ine Lohnerhöhung von 400—458 Prozent dar. Danach der Durchschnittstariflohn einschließlich des und Kindergeldes im Ruhrbezirk Mark im oberschilesischen„Steinkohlenilliarden und im sächsischn Steinkoblenberglarden je Schicht. Die Verhandlungen für chen Braunkoblenbezirk und den baveriabau werden morgen fortgesetzt. und von besonders auf die Felder und landwirtschaftlichen Erzeugnisse abgesehen. In verschiedenen anderen Orten kam es zu Zusammenstöben mit der Polizei. bei denen diese von der Waffe Gebrauch machte. Zum Teil konnten die Plünderungen durch rechtzeitiges Eingreisen der Poltzei verbindert werden. chte an der Straße nach Issum Kartoffeln aus. Sein Rad hatte er auf dem Acker an der Straße liegen. Er sab. wie ein Dieb auf seinem Rade davonfuhr. Kurz entschlossen lieb war. Sie zogen die Notbremse und veranlabten die Mannes, der dann nach Lingen abasübrt wurde. Festnahme des fü Blutige Vorgünge in Esten. X Essen. 20. Okt.(Telegr.) Heute vormittag fand vor dem Kruppschen Verwaltungsgebäude eine Lohndemonstration jüngerer Arbeiter einzelnen Betriebe statt. Eine Anzadl dieser jugendlichen Elemente drang in das Hauptverwaltungsgebäude ein, um ihre Forderungen persönlich zu vertreten. Die Haltung der Mehrheit auf der Straße war ruhig. Nachdem Vertreter der Werksleitung und des Arbeiterrats den Beteiligten Mitteilungen über die am Vortage in der Bezirkstarifschlossenen weiteren Lodnerhöbungen geannen die Leute sich langsam zu zerm Augenblick erschien in der Alten einem Lastauto ein Kommando der izei, um für die Durchführung des behinderten nverkehrs zu sorgen. Die Polizeiheamten sahen Wersen von Steinen und Eisenstücken bedroht und machten von ihrer Waffe Gebraug, Eine Anzahl 114 Demeblauen Polizei. Straßenbahnver sich durch Werfe und machten von ihrer Waffe Gebrauch. Arbeiter wurde durch Schüsse verwundet: drei Versonen wurden getötet, darunter eine unbeteilicte Frau.— Später kam es zu Plünderungen und lierungen in verschiedenen Straßen. Die Arbeitsdienstpflicht. In der Berliner Zeitung„Der Deutsche“ schreibt Otto Bach über das Problem der Arbeitsdienstpflicht u. a. das Folgende: „Es gibt in Deutschland noch über drei Millfarden Hektar Oedland, das urbar gemacht und auf denen Landstellen geschaffen werden können. Ferner bedürfen unsere Verkebrsmtttel und Wege dringend einer Verbesserung und eines Ausbaues. Heute liegen die Dinge so. daß durch die Planlosigkeit der Wirtschaft ungeheure volkswirtschaftliche Werte ungenutzt dalienen, während auf r anderen Seite Hunderttausende von Arbeitskräften dem wobei jedoch das Hauptgewicht viel mehr schäftigung Erwerbsloser und der Erhaltun milien liegt, als auf den volkswirtschaftlich und Mvoren. Sieoll Kanal= und Eisenbahnhauten. För Erzen. Mineralien. Die Staats gemeine Ausbildung und techni zisch bega usw.) für 1112 dr##lerste die = Inv die Tasse vört über den eige bei dem sgnis * Köln, 20. Okt.„ haberin einer Kaffeewirtschaft in Hürtb „Kaffee“ von zwei Frauen aus Köln. Preis für die Brühe erstatteten diese Anzeic Wuchergericht, was die Wirtin zwei Wochen und 100 Millionen Mark Geldstrafe kostete. Die Frei heitsstrafe wird ihr geschenkt, wenn sie 30 Milliarden als Buße zahll. * Goch. 20. Okt. Nach einer Nachricht aus Holland sind die Einguldenscheine aufgerufen worden und in 4 Wochen bereits nicht mehr im Verkehr gültig. Nachher werden diese Scheine nur noch für weitere drei Monate von der Niederländischen Bank gegen Einsendung in Silber ausgezahlt. Da in den Grenskreisen jedenfalls sehr viele Einguldenscheine sich in Umlauf befinden bei dem regen Verkehr zwischen Holland und Deutschland, seien alle Besitzer von solchen gewarnt, damit diese Scheine zeitig nach Holland zurückkommen. * Neunkirchen. 20. Okt. Eine Verzweiflungstat verübten zwei alleinstehende Schwestern von 63 und 64 Jahren. Aus Angst vor der sorgenreichen Zukunft stürzten sie sich gemeinsam aus dem zweiten Stock des von ihnen bewohnten Hauses auf die Straße und waren sofort tot. * Salzbergen. 20. Okt. Am Mittwoch nachmittag erscholl in dem Personenzuge zwischen Rbeine und Salzbergen lautes Hilsegeschrei. Die Reisenden des chbarabteils eilten hinzu und sahen, daß ein junger über eine dort alleinsitzende Brau bergefallen Nachba Mann ung derer Fa######### uts auf den volkswirtschaftlich zu nutzenden Möglichkeiten. Meistens sind diese Erwerbolosen Familien= väter immer aus anderen Berufen. Sie müssen ihre Beruss= und Lebensgewohnheiten umstellen, das Einkommen ist velativ gering. und die Verbeerungen im Familtenleben, der gesunden Grundlage eines geordneten Staatswesens. sind nicht zu überseben. Hier gilt es, durch eine Tat diese Uebelstände abzustellen und durch die Mobilisierung aller wirtschaftlichen Kräfte dem deutschen Volke im Innern neue Wege zur Gesundung zu eröftnen. Der Gebanke der Arbeitsdienstoflicht der übrigens in allen Kreisen der jungen Genetation freudig bejaht wird, ist folgender: Durch Gesetz wird bestimmt. daß jeder junge Deutsche im Alter von 18—25 Jahren ohne Unterschied von Herkunft und Stand mindestens ein Jahr lang seine körverlichen und moralischen Fähigkeiten durch Dienst in der Staatswerkschaft dem Volke zur Verfügung stellen mutz. Wie eingangs erwähnt. muß die Organisation eingestellt werden auf die volkswirtschaftlich nützlichen Arbeiten. landwirtschaftliche Betätigung im rationellen Großbetriebe. Urbarmachung von Oedländern und Mooren. Siedlungsarbeiten. Straßen=, Förderung von Steinkoblen werker sollen durch allsche Unterweisung unter der Leitung pädagogisch begabter Fachleute(Landwirte. Ingenieure. Förster usw.) für ihre Tätigkeit vorbereitet werden. Dieorganisatorische Fuorung hat ebenfalls bei diesen Leuten zu liegen. denen aus der Mitte der Mannnschaften gewählte Führer beigeordnet werden. die zusammen eine Führung bilden, denen die Staatswerker in straffer Selbstzucht untergeordnet sind. Die Mittel zur Tragung dieser Organisation sollen aufgebracht werden in der Hauptsache durch Transformationen der heute zum Zwecke der produktiven Erwerbslosenfürsorge aufgewendeten Mittol. Die Staatswerker werden in geschlossenen Verbänden vom Staate untergebracht, ernährt und gekleidet. Man kann diesen Dienst auch beliebig ausbauen, so daß solche Staatswerkschaften z. B. auch im Dienste des Reiches bei der Nutzung ausländischer Konzessionen oder bei direkten Wiederaufhauarbeiten verwendet werden können. In diesem Falle könnten ebenfalls die heute bereits für diese Zwecke im Etat stehenden Mittel der Staatswerkschaft aufließen. Die Erfolse einer solchen Arbeitsdienstpflicht werden vielsach sein. Wenn man schätzt, daß 500 000 bis 1 Million junger Deutscher zu diesem Zwecke eingezogen werden, ist mit der Freiwerdung von ungefähr ebenso vielen Arbeitsplätzen zu rechnen. die für etwerbslose ältere Arbeiter in Frage kommen. die sonst mit ihren Famillen von der produktinen Exwerbolosenfürsovge unterhalten werden müßten. Das ist ein sozigler Vorteil. Ein ungeheuerer wirtschaftlicher der restlosen Ausnützung handenen wirtschaftl auch ein großer erzieherischen pflicht. Stärkung des Annäherung und sozialen Schichten „Volkogem ggemeinschaft" einer, solchen Tat se irkung bürgerk seres Verstän und wahres das werden Dienststseins. verschiedenen rleben des Begrif die kulturellen Früchte — solchen Tat sein. Die naturlichen Schwierigkeiten dieser Arbeitsdienstpflicht entgegenstellen. müsse wunden dienstpflicht entgegenst n. Außerordentliche Zeiten verlangen au aßnahmen. Leider hat man sich bis heute eisende Maßnahmen zur Gesundung der haft, weder auf wirtschaftlichem. noch auf inanzvolitischem, noch auf sozialem Gebiete durchzuführen. Immer wurden gegen grundlegende Ideen schwere Bedenken laut. die weiter nichts aus Interessenkreisen. Mit gebrochen werden. Die zur Gesundung des Vol Stimme." Das Nachbarhavs. Roman von A. K. Sreen (97 „Ste selbst sind nicht unter nach oben zegangen?“ en genug zu tun und hatte oben „Rein, ich batte nichts zu suchen.“ „Wann gingen Sie fort?“ :„ U m f ü n f U h r. I c h g e b e i m m e r u m f ü n f U h r n a c h Dausg“ „Wieso wubten Sie, daß es fünf Uhr war?“ „Ich sah es auf der Küchenuhr. Ich hatte sie um zwölf Uhr aufgezogen und gestellt, als ich die Fabeikpfeife börte.“ „Eine andere Uhr haben Sie nicht aufgezogen?“ „Na, ich hatte doch anderes zu tun, als die Uhren im Hause aufzurieben.“ Frau sab wirklich so erstaunt aus, ihre Ause so offen, so ehrlich an, daß ich an türe Die blickten mich so offen, so ehrlich an, das ich an küren Worten nicht zweifeln konnte. Ich fühlte eine gewisse Befriedigung— ich weiß eigentlich nicht, worüber— und ich lächelte sie zum erstenmal freundlich an. Das schien sie zu freuen, denn ihre Züge wurden offener, weicher, und se sab mich eine Minute lang forschend an, ehe sie ausrief: denk „Sie denken doch nicht schlecht von mir, nicht wahr, liebes Fräuloin?“ Ein Gedanke, der mich plötzlich durchzuckte, verbinderte mich, ihr sofort zu antworten. Sie hatte die Küchenuhr aufgezogen, um zu wissen, wie spät es immer war. Konnte die junge Frau nicht dasselbe mit der Salonuhr getan haben? Das war ein Ausblick! Endlich sagte ich: „Die Dame trug eine Uhr bei sich?“ Ich erhielt keine Antwort. Frau Boppert war genau so in ihren Gedanken befangen, wie ich in den meinen. „Trus die junge Frau Van Burnam eine Uhr bei sich?“ fragte ich noch einmal. Fzau Vovvert reate, sich nicht. r Schweigen reiste mich. Aergerlich packte ich sie am Arm und sagte besehlend: „Woran denken Sie denn? Warum antworten Sie 9— Sie fuhr zusa n N. „Ach, liebes Fräulein, entschuldigen Gie doch! Ich nach, ob Sie nicht die Ealonuhr meinen?“ une geheures Interesse zu verbergen, und sagte: meinte ich die Calonuhr. Haben Sie Ain*“ „DO nein, nein! So etwas rühre ich nicht anl Aber die Dame hat sie aufgezogen, das weiß ich-bestim denn ich erinnere mich genau, daß ich die Uhr schlagen hörte, als sie sie stellte.“ Wäre ich nicht eine so zurückhaltende Natur, hätte ich nicht ein so lebhaftes Bewußtsein für Standesunterschiede— diesmal bätte sich meine Befriedigung in einer Weise geäubert, die die brave Frau nicht wenig erstaunt hätte. Ich bemühte mich aber, steif wie ein Stock sitzen zu bleiben und zu tun, als hätte ich nichts gebört. Um meine Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken, sagte die Frau nach einer Weile: „Die Dame füdlte sich gewit recht einsam. Sie verstehen, und wenn so eine Uhr tickt, so ist das doch eine Art Gesellschaft.“ „Freilich, das ist schon richtig,“ antwortete ich so lebhaft, das die Frau zusammenschrak.„Sie haben das Richtige herausgefunden. Sie sind viel klüger, als ich dachte: Aber wann zon die Dame die Uhr auf?“ „Um fünf. Kurz bevor ich das Haus verließ.“ „O! Und wußte sie, daß Sie schon fortgingen?“ „Ra, ich glaube doch. Denn als ich meinen Hut auf den Kovf setzte, rief ich ihr zu, daß eo fünf Uhr sei, und ich fort wollte.“ „Go. Sie riefen ihr das zu! Und antwortete die Dame darauf?“ „Ja, ich hörte sie in die Halle kommen, und dann sprach sie zu mir herunter. Gie fragte, ob ich genau wübte, daß er schon fünf Uhr sei, und ich saste ja, ich hütte die Rüchenuhr um Mittag gestellt. Da sagte sie nichts weiter, und gleich darauf hörte ich die Salonuhr schlagen.“ Was kann man nicht alles aus dem dümmsten und widerspenstigsten Zeugen herausbekommen, wenn man nur Geduld hat und richtig zu fragen versteht! Jetzt wubte ich, daß die Uhr nach fünf in Gang gebracht worden war, also zu einer andern Stunde, als die Zeiger der Uhr angaben. Ich wubte auch, daß die Uhr richtig gestellt worden war und daher ein unwiverlegliches Zeugnis für die Stunde gab, zu der der Kasten umgefallen war. Das war ja von ungeheurer Bedeutung! Ich war so entzückt, daß ich der Frau noch einmal zulächelte. " Sie rief aber erschrocken: „Sie werden es doch niemand sagen, liebes Fräulein? Dann wird man noch von mir verlangen, daß ich das zerbrochene Geschirr bezahle.“ Ich lächelte ein drittes Mal. ermutigend. Aber es hatte keine Wirkung mehr. Der Verstand der armen Frau war wieder ganz verwirrt, und sie brachte nur noch Klagen vor. „OI leufzte sie. bötte ich die Frau nie gesehen!: Ich wäre nicht so wirr. Mein Kopf, mein armer Kopf! Warum sagte denn ihr Mann, daß er um Mitternacht mit ihr zusammen ins Haus kam? Wie konnte er denn so etwas sagen!“ Sic war doch die ganze Zeit im Haus eingesperrt. Vielleicht sagte er das auch nur so wie Sie, damit ich nicht Schelte kriegte? Aber weshalb hätte so ein seiner Herr das für mich getan?“ „Plagen Sie doch nicht Idren armen Kopf mit solchen Fragen," tröstete ich.„Es genügt, daß ich mir darüber den Kopf zerbreche.“ Ich glaube nicht, daß sie mich verstand oder zu verstehen suchte. Ihr schwacher Kovf war die letzten Tage hindurch zu sehr bearbeitet worden, und mein Verhör hatte ihr den Rest gegeben. Sie begann weiter zu schwätzen, als hätte sie mich nicht gehört. „Aber was hat sie mit ihrem schönen Kleid getan? Ich war so erstaunt, als ich das blaue Kleid an ihr sah.“ „Vtelleicht hat sie ihr schönes Kleid oben im Schlafzimmer gelassen.“ „Das ist möglich! Ja, das ist möglich! Und was wir gesehen haben, war nur der Unterrock! Einen Augenblick später schien ihr aber diese Auslegung doch wieder unmöglich, denn sie fügte hinzu: Ich hab aber doch ihren Unterrock gesehen; er war aus beauner Seide. Ich bab ihn gesehen, als sie ihr Portemonnate herauszog. Ich verstehe das nicht.“ Wieder war ihr Gesicht ganz dunkelrot geworden, und ich dachte, es wäre menschlich, die Unterredung zu beenden. Ich tröstete und berubigte sie mit einigen Worten, und da das alles nichts nützte, zog ich meine Börse hervor und gab ihr, was ich an Silbergeld bei mir hatte Das verstand sie nun doch. Augenblicklich hellte sich ihr Gesicht wieder auf. Ich lieb ihr keine Zeit, sich recht zu bedanken, sondern verließ rasch das Zimmen und ein paar Minuten sockter den Laden. Zwansigstes Kavitel. Zu Hause angelangt, kleidete ich mich rasch um und setzte mich dann gemächlich chin. Eine halbe Stunde lang rübete ich mich nicht. Ich dachte sehr angestrengt nach. Langsam begann eine Theorie sich in meinem Koof# auszubauen, die ich eigentlich schon boim Verdör ins Auge gesabt hatte Am Tatort waren zwei Hütc gefunden worden und zwei Paar Handschube. Jetzt wußte ich auch, daß zwei Frauen im Hause gewesen waren; die eine hatte Frau Boppert im Hause eingeschlossen, die andere war um Mitternacht mit Herrn Van Burnam in das Haus gekommen. Welche dieser Frauen war nun ermordet worden? Herr Van Burnam hatte doch erklärt, daß er seine Frau erkannte; aber seine Frau war doch ganz anders angezogen gewesen, als die Ermordete. Es schien mir jetzt sehr wahrscheinlich, daß Frau Van Burnam nicht das Ovfer, sondern— die Mörderin war. Die ganze Zeit über hatte ich schon gefühlt, daß eine Frau bei diesem Mord die Hand mit im Sviel gehabt haben mußte. Zu einer festen Annahme hatte ich bis jetzt keinerlei Beweise gehabt, und so hatte ich diese Vermutung immer wieder zurückgewiesen. Jetzt aber lehrte ich zu ihr zurück. Wie aber konnte man Frau Van Burnam mit dem Mord in Zusammenhang bringen? Wenn die zweite Frau etwa ihre Rivalin war, so konnte man es leicht erklären. Von einer Rivalin war zwar nicht die Rede gewesen, aber vielleicht wußte Frau Van Burnam von ihr, und vielleicht war das die Ursache ihrer Entzweiung mit Howard und ihres etwas abenteuerliches Planes, sich bei der Familie Van Burnam als Haushälterin einzuführen. Angenommen, die zweite Frau wäre eine Rivalin der Frau Van Burnam gewesen, und Howard hätte sie in das Haus gebracht, ohne von der Anwesenbeit seiner Frau dort zu wissen. Vorher war er mit der Unbekannten im Hotel D. gewesen, hatte ihr eine vollständige einfache Toilette gekauft, damit sie nicht so auffiel. Wozu aber all das Geheimnisvolle, der Wagenwechsel, die fortgeworfenen Kleider? Warum brachte er diese Frau gerade in das Haus seines Vaters? Um dort Frau Van Burnam zu töten und von ihr befreit zu sein? Rein, von ihrer Anwesenheit wußte er wahrscheinlich nichts. Der Hut, die Handschube und das Buch der Frau Van Burnam lagen unten in dem dritten Zimmer; sie hatte wohl den Abend dort unten mit Lesen zugebracht. Als sie einen Wagen vor dem Hause halten und die Tür öffnen härte, dachte sie, daß entweder der alte Herr Van Burnam oder ein anveres Mitglied der Familie unerwartet angekommen wäre. Ale Howard mit der Frau eintrat, war sie schon im Empfangszimmer: ganz unetwartet sab sie sich ihrer Rivalin und Howard gegenüber. Ihr Schrock, ihre Wut mußten grenzenlos gewesen sein. Vorwürfe und Schmähungen, die sle ihrer Rivalin ins Gesicht schleuderte, brachten sie immer noch mehr auf, bis ihr der Gedanke kum, sich zu rächen und ihre Rivalin zu töten. Gie datte keine Waffe. Ihr Auge fiel auf die Hutnadel, die die Frau beim Eintreten in die Halle schon aus dem Hut gezogen harte, und das gab ihr den Nordolan ein. Wie sie dann ihre Tat ausführte, wie sie sich ihrem Opfer näbern und iür die Nadel in den Nacken stohen konnte, das wuhte ich mir aber nicht recht zu erklären. Also nicht Howard, sondern seine Frau hatte den Mord begangen, das stand für mich schor ganz best.„— *###.##sietung folgt.) Nr. 240 (Zweites Blatt) Gelsenkirchener Zeitung. Samstag den 27. Oktober 1925. 1— Zwischen Papier= und Rentenmark. fortiger Wirkung wirrung den freien Devisenhandel— und das System eines von der Reichsbank kontroll Einheitskurses wieder einzuführen. so trägt Maßnahme in bezug auf ihre voraussichtliche Wirku Rechtsanwalt Dr. H. Pfafferott. Berlin. # Wenn die Regierung sich entschlossen bat, mit soDevisenhandel zu untersagen hsbank kontrollierten ihren. so trägt diese e u#####ug auf ihre voraussichtliche Wirkung in der Praxis einer wirtschaftlichen Lage Rechnung. welche sich seit dem Juli d. J. vollkommen verändert hat. Es handelte sich diesmal um eine Uebergangsmaßnahme n voraussehbarer kurzer Dauer. welche zwischen dem Ab##emarr f„ on derartig nervösen, krisenhaften Augenblicken, wie wir . nervösen. lie jetzt erleben, erfolgt die Bewertung——. Devisen und Sorten sind doch nur Warenabarten reinen gefühlsmäßigen Gesichtspunkten und nicht nüchternen auszurechnenden ngen und Markeinkom den Bestan einer Ware— und ach Verhältnis von Ware Wollte die Regierung ni hängig machen lassen v — nach nach dem Waren= nicht and zu nheitskur u. daß d ig gering nze Kur Inlandswaren.— bekommen, und dies konnte ries gescheben. Es muß hier die Umsätze zu dem heutigen na sind, jedenfalls nicht so bekursgebäude der Devisen und die gesamte Preislage der in onn au hoornflunen un? mengen und Markeinkommen. den Bestand der Ordnung abhängia—ner.—. verängstigten, Entschlüssen einzelner und dem stets auf Ge winn lauernden Spekulantentum. so war sie gezwungen. die Wertbemessung der Devisen und die damit zusammenhängende Preisgestaltung der Inlandswaren unter allen Umständen in die Hand nur im Wege des Einheit mieder betont werden. Kurse verhältnismäßig deutend. um das ganze—r hiermit zusammenhängend die gesamte####.r. ländischen Warenmärkte maßgebend zu beeinflussen und damit den ohnehin schon vulkanartigen Boden vollends reif zu machen für Exzesse jeder Art. Gleichzeitig hat die Regierung für eine Entlastung der Devisenmärkte gesorgt durch Gewährung größerer Kredite an Mühlen und Bäckereien. sowie durch eine Erlgubniserteilung an einzelne industrielle Werke zur vorübergehenden Ausgabe von wertbeständigen Zahlungsmitteln zu Lohnzwecken, bis die Ausgabe von kleineren Stücken der Goldanleihe und der Rentenmark erfolgen kann. Die technische Durchführung der Beschaffung des neuen Geldes liegt in den Händen der Reichsschuldenverwaltung, die sich durch ihr langsames Arbeiten leider keineswegs auf der Höbe der Sit ituation ge gezeigt hat. er Wirtschaft mitteln linis Auch vom preistechnischen Standpunkt war greifen der Negierung in diese fieberbaften. schnellenden Devisenkurse vollkommen gerechtferti Endes ist die ausländische Währung eine Wa eineswegs auf der Höbe v..——.—. Die Erschwerung, welche jetzt vorübergebend der Wirt in der Beschaffung von ausländischen Zahlungsmi auferlegt wird, steht jedenfalls in gar keinem Verhältnis zu den Gefahren, welche ein freier Devisenhandel unserem Volke in diesen Tagen bringen könnte. Da im Ausland nennenswerte Geschäfte gegen deutsche Papiermark nicht mehr getätigt werden und die Mark sowieso bereits an einigen ausländischen Börsenplätzen nicht mehr nottert wird. ist eine stärkere Beeinträchtigung der inländischen Zwangregulierung fur das Ausland nicht zu Ruch vom preistechnischen Standpunkt war ein Einsich überFtiet. Letzten are. ebenso wie eine andere. deren Preis abhängig ist von dem Verhältnis der vorhandenen Warenmenge zu dem in Volksbesitz befindlichen. in Geld ausgedrückten Einkommen. In einer Zeit. in welcher sich der Notenumlauf verdreifacht hat, sind die Preise für Devisen auf das 20fache gestiegen. Eine derartige Verteuerung steht nicht im EinKaufkraft der Mark, vor allen Zeit. in welcher man in zwei bis er Stillegung der Notenpresse rechnen ### d a r a u f, d a ß d i e n e u e r r i c h t e t e R e n dem Reiche ein zinsloses Darlehen von 300 Rentenmark zur Ablösung seiner schwebenden , der Heichebarkt von zirta illionen der jetzt umlaufende Notenbetrag selbst er Verdoppelung der letzten Ziffer des Reichsbankzirka dreimal goldmäßig gedeckt ist. Diese ntuale Ueberdeckung wird sich auch im wesent—— sert umlau bei eine ausweises starke prozen— lichen nicht ändern. da mit dem Erscheinen der Renten mark neues Paviergeld nicht mehr gedruckt werden soll. Es ist daher zu hoffen, daß die Regierung unter allen nden die ausländischen Zahlungsmittel mindestens neuen Rentenmark auf dem auch vor neuen Reparprozentul nicht än ieues P ist daber unden die. B. bis zur Einführung der neuen jetzigen Kursniveau halten und au tierungen nicht zurückschrecken wird. Umstän Tokolen. Gellenkirchen, den 2. Oktober 1923. Die Unruhen im-Abflauen. = Zu den Vorgängen noch mitgeteilt, daß i Krankenbäufern unterg verletzte befindet sich un——..Lebensgefahr ist ausgeschlossen.— Bei dem Tumult in der Bahndofstraße wurde ein Volizeibeamter durch ein nnerstag wird uns anzen neun Personen in wurden. Der Schwerdem Wege der Besserung: Steinwurf derart am Arm verletzt, daß er seinen Dienst bis aus weiteres nicht versehen kann. Die Nacht zum Freitag und der Freitag selbst waren bis auf einen Vorfall. der sich in der Passage an der Bahnbofstraße absvielte, rubig. Dort wurde gegen drei Uhr ein Mann verbaftet, der in der Absicht. VV ge schogen gaste, Schaufeniter eines Möbelaeschäftes Inzwischen wird die Versolsung der Schuldigen eifrig fortgesetzt. Weitere achtzehn Personen sind festgenommen worden. Wir werden um die Mitteilung gebeten, daß sich unter den Geschäften. die von Plünderern beimgesucht wurden, auch das von Kutsch in der Wannerstraße befindet. Einführung der Millionenmarkrechnung bei der Post. Insolve der starken Geldentwertung und der dadurch hervorgerufenen Aufblähung des Zahlensostems. unter deren Wirkung die vünktliche Abfertigung der Bevölkerung an den Postschaltern außerordentlich leidet, sieht sich die Reichspost= und Telegraphenverwaltung genötigt, ihren gesamten Zahlungs= und Rechnungsverkehr und das Gebührenwesen vom 1. November an auf die Millionenmarkrechnung einzustellen. Postanweisungen, Nachnahmen. Postaufträge. Wertangaben bei Wertsendungen, Zahlkarten, Postüberweisungen, Ersatzüberweisungen, Postschecke und Zahlungsanweisungen dürfen vom 1. November an nur über volle Millionen Mark lauten. Bei der Angabe des Betrags in Ziffern ist dabei an Stelle der sechs Nullen das Wort„Millionen" zu schreiben; z. B. ist also statt 16,000000 Mk. künftio 16 Millionen Mk. zu schreiben. Die Stammeinlage, die auf jedem Postscheakonio zu halten ist, wird auf 10 Millionen Mk. festgesetzt werden. Bruchteile von 1 Meillion Mk., die über den 1. November hinaus als Guthaben auf den Postscheckkonten stehen geblieben sind, werden gestrichen werden. = Die nächste Stadtverordnetensitzung ist auf den kommenden Dienstag anberaumt worden. Auf der Tagesordnung stehen u. a.„Gaswerksangelegenbeiten“. # Städtische Theatergastspiele in der Stadthalle zu Helsenkirchen. Morgen abend 7.30 Uhr findet in der Stadthalle ein Gastspiel der vereinigten Stadttheater Wannehalle ein Gastspiel der vereinigten Stadtt Herne statt Zur Aufführung gelangt Komödle„Der Bibervelz“ von Gerhart Ha trittskarten sind heute bis 1 Uhr im städt (Rathaus. 31 Theaterbureau und von 6.30 Uhr ab an der Abendkasse in der Stadtballe zu haben. 1 Die wochentäglichen Unterstützungssätze für Erwerbolose betragen im unbesetzten Deutschland vom 22. bis 27. Oktober in Ortsklasse A: für Männer über 21 Männer über 21 21 Jahre 6.8. für uschlag für Eheleute rstützungsberech pre 10.5 Milliarden Mk., unter Frauen 8.4 bow. 4.9, der Familienzuschlag für Eheleute 3.9. für jedes Kind oder jeden unterstützungsberechtigten Angehörigen 3.1. In Ortsklasse B sind die Sätze für die gleichen Gruppen 9.8. 5.9, 7.8—4.6. 3.6 und 2.9. in OrtsLasse C 94,55,7,2—4,3. 3.5 und 27. in Ortsklasse D und E.,8,4, 5.1 6.6—4.0, 3.0 und 2,5, Milliarden. Die Familien= zuschläge werden bis zum Höchstbetrage des dopvelten der Hauptunterstützungssätze gewährt. Im besetzten Gebiet s1, für die, Hauptunterstützungsberechtigten Empfänger das 1½ fache der vorstehenden Tagessätze zu zahlen. Die Höhe „r. Jamilienzuschlage ist die gleiche wie im unbesetzten Gebiet. 0 Zur Pflege des Chorgesanges. a Shorgesanges. Dem Reichsausschuß für Chorgesangwesen. der kürzlich in Berlin unter dem Vorsitz des Staatsfetertärs Dr. Freund gegründet wurde, ist eine Gelsenkirchener Ortsgrupve mit vierzig Vereinen und mehr als fünfzehnhundert Mitgliedern angegliedert. Die Tätigkeit des Ausschusses. dessen Rundschreiben den Erfolg hatte, daß sich ihm sofort zweihundertfünfundsiebzig Vereine mit„fünfunddreißigtausend aktiven Sängern anschlossen, erstreckt sich auf künstlerische und wirtschaftliche Gebiete. Er hat sich vor allem die Aufgabe gestellt. alle Volksschichten für die Pflege des Chorgesanges zu gewinnen und insbesondere die Jugendlichen dafür mobil zu machen. Er befaßt sich mit der Frage des Dirigentennachwuchses und mit steuerrechtlichen Problemen und will die Kommunalverbände für die unmittelbare Unterstützung des Vereinswesens gewinnen, die z. B. dadurch getätigt werden kann. daß den Vereinen Räume mit Instrumenten zur Verfügung gestellt und städtische Orchester für Konzerte zugewiesen werden. Der Ausschuß will ferner mit den Verlegergrupven in Sachen des Erwerbs und des Austausches von Noten, mit den Behörden und Verkebrsgesellschaften wegen, Fahrvreisermäßigungen und mit den Presseorganisationen in Verbindung treten.— Die Durchführung dieser Bestrebungen an den einzelnen Plätzen liegt den Ortsgruppen ob. I Wasserrohrbruch. In der Hobenzollernstraße. unweit der Wannerstraße. ist gestern mittag die Hauptleitung der städtischen Wasserversorgung auf eine Länge von etwa vierzig Zentimeter geplatzt. Das Wasser schoß in dickem Strahl heraus, floß die Straße binunter und verursachte eine kleine Ueberschwemmung, so daß man zeitweise bis an die Knöchel im Nassen watete. wenn man in der Nähe des Bruchs von einem Bürgersteig zum andern wollte. Feuerwehrleute und Arbeiter des Wasserwerks rückten unverzüglich an und in knavo einer halben Stunde war alles wieder in Ordnung. = Einem Fahrradmarder das Handwerk gelegt. Pech hatte ein Spitzbube, der aus dem Wark zimmer eines hiesigen Arztes mit einem fremden Mantel verschwinden wollte. Eine Dame, die dort wartete, bemerkte nämlich den Vorgang und benachrichtigte den Eigentümer. Nun wurde sofort auf den Dieb Jagd gemacht und mit Hilfe eines Polizeibeamten, der gerade hinzukam, nahm man ihn fest. Im Verbör stellte sich schnell heraus, daß man es mit dem Schlosser Hugo Wortmann aus Duisburg zu tun hatte, der aus dem Gehängnis in Boktrov entwichen ist. Wortmann ist Spezialist im Fahrraddiebstahl. Drei gestohlene Räder, die er veräußert hatte, konnten beschlagnahmt werden. Er führte bei der Festnahme falsche Ausweisvaviere bei sich und bediente sich außerdem noch des Namens einer seiner Brüder. Seine Täuschungsversuche waren jedoch ohne Exfolg, denn die Kriminalvolizei, die ibn im vergangenen Jahre wegen Fahrraddiebstahls festgenommen hatte, kannte ihn noch zu gut. Ein Fahrrad wurde dem Bestohlenen zurückgegeben. Die Eigentümer der beiden anderen sind noch nicht bekannt. Es handelt sich um ein sehr gut erhaltenes Dürkopp=Rad und ein älteres Rad ohne Marke. Eigentumsrechte können auf Zimmer 64 der Kriminalvolizei, Bankstraße 5—7, geltend gemacht werden. enzen und sogenannten Nährsalzen bureau(Rathaus. an der Sammelka Huer am Neumar vieraktige Hauptmann. Einstädtischen TheaterFirma Alsberg mmer 4ba). bei der und in der Pavierwarenhandlu.. morgen von 11—1 Uhr im städtischen an der Sammelkasse und in der Papierwarenhandlung arkt, morgen man 14.—4 Mär Im 6107 11: Pressedienst mitgeteilt: Das Schulgeld an den höberen Lehranstalten einschließlich der Aufbauschulen und Aufbauklassen wird im Hinblick auf die Geldentwertung bis zux Einführung der Goldwäbrung balbmonatlich festgesetzt.„Für die erste Novemberbälfte beträgt es 6 Milliarden Mark. bei den mit den Oberluzeen verbundenen Uebungsschulen 2¾ Milliarden Mäk. Die bereits bekanntgegebenen Ermäßigungen für zweite. dritte und weitere Kinder derselben Familie sowie die bisherigen Vorschriften über Schulgeldbefreiungen und Schulgeldermäßigungen bleiben in Geltung. = Aufgewertete Geldstrafen. Das Gesetz über Vermögensstrafen und Bußen ist am 20. Okt. 1923 in Kraft getreten. Es hat insbesondere der fortschreitenden Geldentwertung Rechnung getragen. In Zukunft werden die Geldstrafen oder Geldbußen in dem gleichen Verhältnis geändert, in dem sich die vom Statistischen Reichsamt veröffentlichte Reichsinderzahl für die Lebenshaltungskosten seit dem Erlaß der Entscheidung ändert. durch die die Geldstrafe oder Geldbuße festgesetzt ist, wenn nach der Verurteilung eine Veränderung des Geldwertes eingetreten ist. Maßgebend ist die Reichsinderzabl der Kalenderwoche. die der jeweiligen Zahlung voraus geht. Man wird also gut tun. wenn man keinen Aufschlag auf die zu zablende Strafe entrichten will. sofort nach Empfang der GerichtskostenRechnung die Strafe zu zablen. — Amtliche Warnung der Krankenkassen vor einem Heilmittel. Vor einem Heilmittel gegen Tuberkulose und andere Krankheiten ist jetzt die Gesundheitsverwaltung selbst die Krankenkassen zu warnen genötigt. Unter dem Namen Jungorunnen wird ein solches Mittel vertrieben. das z. T. von den Kassen bezogen und an ihre Mitglieder verteilt wird. Nach einem Rundschreiben des Unternehmers sollen sogar schon viele Kassen den Mitgliedern die Kosten für das Mittel vergüten. Der Hersteller will durch sein Mittel und Nervenkakao dem Körver mit Hilfe von Tee=Esse Kalk und Phosphor es keinem Zweifel, beiten nicht gebeilt wendung kann aber verhindert we Zeit in Anspruch genommen wird. Die lustigsten und die bissigsten #### lebnisse vor den Postschaltern schreiben. Fing man vor dem Kriege zu schimpfen an, wenn man fünf Minuten warten mußte, so ist man jetzt„überglücklich, wenn man nach einer Viertelstunde abgefertigt wird. Da kommen Leute mit ganzen Paketen von„Briefen, die einzuschreiben sind, andere mit wüsten Haufen von Geldscheinen, die umständlich gesichtet werden müssen, und wieder andere. die von allen Briefmarkensorten etwas haben wollen. Alles das hält natürlich auf. Glaubt man nun, bald an der Reihe zu sein, da hat sich unbeachtet aller Klagen und Bitten irgend ein rücksichtsloser Patron vorgedrängt.— Jetzt soll es besser werden. Der Postminister hat nämlich zunächst angeordnet, daß in den Schalterräumen größerer Aemter in den Stunden des stärkeren Verkehrs Beamte in Uniform für Ordnung sorgen und dem Publikum mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Ein Vordrängen wird also in diesen Aemtern nicht mehr möglich sein. Ferner ist verfügt worden. daß stets eine dem Verkehr entsprechende Anzahl von Schaltern offenzuhalten und mit besonders geeigneten Beamten zu besetzen ist. Ganz besonders zu begrüßen ist, daß auf die schnelle Absertigung derjenigen Wert gelegt wird. die nur einzelne Sendungen aufliefern oder kleine Mengen von Wertzeichen kaufen wollen: für Massenauflieferungen sind nach Möglichkeit besondere Schalter oder wenigstens besondere Beamte zu bestimmen die binter den Schaltern arbeiten. Postwertzeichen der gangbarsten Sorten sind in kleineren Mengen an allen Brief= und Paketannahmeschaltern zum Verkauf bereit zu halten.— Nun muß aber auch das Publikum etwas für die schnellere Abfertigung tun: es soll die Geldscheine nach Sorten geordnet und bei hohen Beträgen kassenmäßig vervackt übergehen und die Zahlung mit kleineren Scheinen nach Möglichkeit vermeiden. (2 Unfallrenten. Den Beziehern von Unfallrenten. die ihre Bezüge durch das Postamt ausbezahlt erbalten. steht für Oktober noch eine Nachzahlung des zehnsachen Betrages vom 1v. Oktober zu. Die Auszahlung dieser Beträge erfolgt nur Freitag und am Samstag den 26. und 27. Oktober. von 8—12 Uhr vormittags und Zeit in Anspruch genommen wird. Der fortschrittliche Bostminister. Humoresken, die wehmütigsten Elegien 1 Satiren könnte man über seine Erlebnist 3—6 Uhr nachmittags in der Paketannahme des Hauptpostamtes. Die Rentenabholer haben eine unterschriebene Rentenquittung mitzubringen: der Geldbetrag wird von und den Abholern bekannt In einen Laden tritt ein „Klümpchens“, kaufen. In krampfhaft einen Geldschein. den Schein zeigen.„Fünf! dem Zahlbeamten gegeben werden. = Der Wahnsinn der Zeit. Der ganze Jammer unserer Zeit wird einem bewußt durch folgendes Erlebnis: In einen Laden tritt ein kleiner Kniros und will — seinem Händchen hält er Der Ladeninhaber läßt sich W# ucun Millionen? Dafür gibt es ichts mehr, mein Junge,“. Vertattert stebt der Knirvs. r Apfeldieb und starrt seinen armseligen erzen das mehr! —4 Kopf. starrt man den Krater r Wn emmt### drängt es uns an den Abgrund, immer finsterer wird das gähnende ibts nichts mehr! Man in Wabnsinn dieser Zeit. = Touristen=Warenhäuser auf den Bahnsteigen? Die schwindende Kaufkraft des reisenden Publikums, die den wiederbolt veranlaßt hat. wohlseiler Speisen mzuhalten, hat auch den Bahnbofsbuchhandel in eine Notlage gedrängt. und der Verein deutscher schbändler ersuchte die Reichsbab uns an den Abgrund, immer fir Loch.— Für fünf Millionen steht erschüttert in dem chaotisch Reichsverkehrsminister schon wiederb die Bahnhofswirte zur Bereitstellung und Getränke anzuhalten, hat auch der del in eine Notlage gedrängt. und de Bahnhofshuchbändler ersuchte die Reichsbabnverwaltung. ihm eine Erweiterung seines Betriebes zu gestatten. Jetzt hat Reichsverkehrsminister Oeser den Bahnhofsbuchhändrucksch: von rstöcke n Wei anderer virituskochern. LL EEEE üben und dergleichen gestattet: nur wo ein Wettbewerb mit den Bahnbofswirten nicht zu befürchten ist, dürfen die Buchhändler auch Tabak. Schokolade und Bonbons verkaufen. Auch gegen die Errichtung von Verkaufspavillons hat der Reschsverkehrsminister nichts einzuwenden, wenn die Verkebrsverbältnisse des Bahnhofs es zulassen und die Pavillons in geschmackvoller. der Archtitektur des Bahnhofes angepaßter Form gehalten sind.— Die Errichtung von kleinen Warenhäusern für den Reise= und Touristengebrauch besteht bereits seit, Jahren auf den größeren Bahnhöfen Oesterreichs, der Tscechoslowakei und Ungarns. und wenn die Verkaufshäuschen hübsch gebaut sind und gut verwaltet werden, dürfte die Neuerung auch vom reisenden Publikum begrüßt werden. = Aufstellen von Wagen in den Verkaufostellen. Der Präsident des Landesvolizeiamtes bat, wie von der Rhein.=Westf. Wucherzentrale mitgeteilt wird, eine Verfügung erlassen. in der angeordnet wird, daß in allen Verkaufsstellen, in denen Gegenstände des täglichen Bedarfs im Kleinhandel verkauft werden, die zum Abwiegen der Waren dienenden„Wagen oder Wiegeschalen vollkommen frei und übersichtlich für den Verkäufer aufzustellen sind. Die Wagen oder Wiegeschalen dürfen von anderen Gegenständen weder ganz noch teilweise verdeckt sein. Diese Bestimmung ist erlassen worden, damit bei der zunehmenden Teuerung, bei der heute schon wenige Gramm einer Ware für den Käufer geldlich ins Gewicht fallen, das genaue und richtige Abwiegen der Waren einwandfrei beobachtet werden kann. = Gebühren an den Hochschulen. Nachdem das Schulgeld an den höheren Schulen dem gesunkenen Markwert angepaht worden ist. sind nunmehr auch die GeDienste dem Amte gewidmet haben. Amtokassendirektor Dennecke und Sparkassendirektor Finke treten demnächst in den woblverdienten Rubestand. Die Vertretung beschloß auf ihren Antrag ihre Vensionierung. Die Bureauinspektoren Glasmeier und Könia wurden einstimmig zu Oberinspektoren gewäblt.„Amtepertreter Westboff betonte, es liege im wirtschaftlichen Interesse des Amtes. sich tüchtige und leistungsfähige Beamte zu erhalten und dafür zu sorgen. daß sie ihren Dienst mit Lust und Liebe versorgten. Eine Beförderung solcher Beamten habe mit dem vielbesprochenen Beamtenabbau nichts zu tun und dürfte damit nicht verquickt werden. Amtsvertreter Nabente schloß sich dieser Auffassung an und wies noch darauf bin, daß die Bankabteilung unserer Sparkasse die einzige werbende Anlage des Amtes sei. Die gleiche Anschauung vertrat für seine Person die„Hinausschiebung der Besolbelung um Einiue Wochen. Die beiden sozial demokratischen Mitglieder enthielten sich daher der Stimme. Nach der Tagesordnung wurde noch die Vereinfachung des Mieteinigungsamtes und die Aufhebung des ganzen Wohnungsamtes, das förmlich seine Daseinsberechtigunn verloren habe, besprochen. Zum Schluß wurde die Anregung gegeben. die AmtsbeamtenAngestellten usw. möchten je den Verdienst eines Wochentages zugunsten der feiernden Arbeiter opfern. wegen er nne m. 26. Okt. Das Jugendgericht hatte den jugendndreas Karnat aus Wanne und den ebensendlichen Erwin Kallisch aus Wanne 0 Tagen sie Haus Heblerei ebstahls zu 10 Tagen Gefängnis und zu einem Die Haustochter Ma verurteilt. hatte wegen ter Mari eine Gel aria Nowack aus ldstrafe von 10 Essener Strafkammer wurde urschen in mehreren Fällen in das Burschen Schulterden ist. bühren an den wislenschaftlichen Hochschulen entsprechend erböht worden. Wie wir bören, wird das Kolleggeld zunächst etwa 50 betragen. wobei ndem Inder vorbehalten übrigen Hochschulgebühren werden eine Erböhung erfahren. Um den wirtschaft— üchsren Teil der Studentenschaft zu entlasten, besteht die Möglichkeit der vollen oder teilweisen Befreiung von der Gebührenzahlung. bleibt. Die entsprechende vorbehaltlich endgültiger Festsetzung zu Millionen Mark für die Wochenstunde eine Erhöhung bei stark ansteigendem I leibt. Die übrigen Hochschulgebüh shung erf l der Stu Aus der Umgegend. Rotthausen. 25. Okt. Zwischen dem Haus= und Grundbesitzervereins und, dem— werk Selsenkirchen ist bezüglich der 3a des Wassergeldes folgende Verein troffen:„Das Wasserwerk ist bereit, bei den für das 3. Pierteljahr 1 Goldmark gleich 1 Papiermark für das Wassergeld zu berechnen. Zahlung bis zum 30. Oktober erfolgt.“ * Katernbeeg, 26. Okt. Am Mittwoch kam es am Güterbahnhof Katernberg=Nord zu schweren Ausschreitungen. Schon in den Morgenstunden hatten es gemisse Elemente auf die zehn Lebensmittelwaggons abgeseben, die dort standen. Am Nachmittage stürmten„Menschenmengen, meistens Jusendliche, den Güterbahnhof und plunderten die dort stehenden Wagen. Zur Verstärkung mußte die Essener Polizei gerufen werden. Da die Menge eine bedrobliche Haltung einnahm. mußte von der Waffe Gebrauch gemacht werden. Plößlich fielen Schüsse. Es wurden mebrere Personen verletzt, von denen einer gestorben ist. Gegen Abend war die Polizei Herr der Lage. Zu gleicher Zeit kam es auch an den beiden Konsumanstalten 1 und 5 zu schweren Plünderungen und Räubereien. Die Konsumanstalt 5 wurde fast vollständig ausgeräumt. Am Donnerstag zogen Banden nach dem Bauernhof Kuhlhof und raubten 150 Zentner Kartoffeln, die sich auf dem Hofe zum Trocknen befanden. Dann drang man in den Stall ein, holte zwei Schweine heraus und schlachtet: sie an Ort und Stelle ab. Darauf verlieben die Plünderer unter Mitnahme der Beute das Feld. t bat Sache abzieben. diebe zu überrase rraschen.— wurde ein Schaf gest leider ist es nicht gelungen, die frechen einem Anwobner am Hohenstein ntohlen.— In der vorletzten Nacht wurde beim Bäckermeister G. an der Bochumerstraße eingebrochen. Die Diebe nahmen Backwaren mit.— Ebenso wurden beim Landwirt Schulte=Spelberg an der Hüllerstraße mittels Einbruchs aus der Scheune Kartoffeln und 1 Motor gestoblen. * Sevinshausen, 26. Okt. Eine kleine Abnahme von 8 Einwobnern weist die letzte Personenstandsaufnahme am 10. Oktober hier auf. Gezählt wurden 1567 Personen gegen 1575 im letzten Jahre. Nach der fession gehören der katholischen Kirche 978. der Kirche 545 Einwobner an. 34 sind Difsidenten und 6 Israeliten. * Buer, 26. Okt. Einem Anwohner des Marktplatzes in Buer=Resse wurden für 45 Milliarden Mark Lebensmittel gestohlen. Buer. 26. Okt. In den letzten T dsebkäble, die evangelist 4 Bapti Buer. 26. die Kartoffel Nachtzeit ausgeführt werden. üb western abend überfielen eine Reihe von Personen auf der Gelsenkirchener Straße einen Kartoffeltransport. Ueber 20 Zentner wurden geraubt. Die Täter konnten nicht festgestellt werden. * Sladbes. 26. Okt. In der Gemarkung Gladbeck haben in den letzten Tagen Banden von auswärts. meistens aus Bottrop=Eigen. Kartoffelfelder geplündert. * Herne, 26. Okt. In dem Garten Fabrikstraße 19 d ein Ingenieur ein 2½ Monate altes lebendes „„.no: das kleine Wesen(Mädchen) hat blonde Haare. blaue Augen, und war in eine Tischdecke, dunkelblaues ertuch und saubere neue Windeln gewickelt; auf dem kopfe trug es ein weißes Mützchen. Das Kind ist ohne #l von der Rabenmutter ausgesetzt worden. Wanner Amtsversemmluung. Wanne. 23. Okt. Die letzte Amtoversammlung war nur von kurzer Dauer. Die Einfübrung des neuen Amtsverordneten Kujawka mußte zurückgestellt werden. da K. Baumeister und einstimmig gewahlt. Dem neugewählten Beigcordneten geht ein ganz vorzüglicher Ruf voraus. so daß die Vertretung in der Wahl einen glücklichen Griff getan zu haben scheint. Zwei langjährige verdiente Beamte des Amtes. die beinabe ein ganzes Menichenalter ihre ebreren Fällen in das Besitztum der Witwe erge in Wanne eingedrungen waren und Kleizad andere Gegenstände gestodlen datten. Das fsten sie zu der Mitangeklagten Haustochter dem Trödlergeschäft ihres Vaters tätig ist und die gestoblenen Sachen um billiges Geld angekauft hatte. Die Verbandlung vor der Strafkammer ergab den selben Sachverhalt wie vor dem Jugendgericht. Die Berufung der Angeklagten wurde daber auf ihre Kosten verworfen. Das Gericht erhöhte aber die vom Vorderrichter erkannte Strafe und erkannte auf eine Geldstrafe von 60 Milliarden Mark. Vermischtes. 300 Hotels in Neuyork. guit ie Beuad beiben ic unr Set u uuns Boide im Bau. die in 5017 Räumen Platz für 13 000 Personen chaffen sollen. Wenn sie vollendet sind. wird Neuyork iber 300 Hotels besitzen. Der Bau der 20 Hotels kostet annäbernd 55 Millionen Dollar. wovon allein 10 Millionen Dollar auf das Avartmentbotel von G. Maurice Heckscher kommen. Das„kranke Huhn“. 2 In Arkansas hatte eine Aerztin durch Zeitungs nserat bekannt gemacht, daß sie nach Einsendung von einem ropfen Blut feststellen könne, was einem Kranken fohle. ies Inserat veranlaßte die Polizei, der Dame mit der prophetischen Gabe einen Tropfen des kostbaren Saftes zu schicken, worauf folgende Antwort eintraf:„Sie haben Gebirnkrebs und Hüftentuherkulose, sind nierenkrank und leiden an Malaria.." Das junge Hübnchen. das Blut entnommen worden war, hat leider die „Aexztin“ in Gewahrsam zu nehmen. Dlaa väre es sicher aus Gram 5e Nhe angesract. 8e Der verbotene Tiroler Kusdel. 2 Die italienischen Machthaber in St die krampfhaftesten Anstrengungen, um den aus den ihrer Herrschaft unterworfenen 6 merzen. Die neueste Errun#enschaft in dieser das Verbot der„Tiroler Knödel“. Auf der dürfen sie nur noch als„Ueberetscher Knöde werden. Handel und Gewerbe. Wirtschaftszahlen von heute. lar(amtlich, 64 887 500 600 M 1 Soldmark(1 Dollar durch 4.2).. 15 437 500 000 M Selbsellanigeld bie 23. Ol..... 98 599 999 999 M. 988 609 000 M Silberankaufopreis....... 1 699 600 009 Peltstarhtetn........ Rotenumlauf am 29. September 28 228 315 494 412 000 Schuld am 39. September. 46 844 Billionen im Nahverkehr ab 29. Okt. im Gernverkehr ab 29. Okt. im Nadverlkehr ab 29. Okt. Beief im Fernverkehr ab 29. Okt. rinder ab 25. Okt. ab 25. Olt. Großbandeloinder ab B. Okt. Lehenohaltungoinder ab 22. Okt. Srier.. Persenenerket Süterverkehrin! 2 003 009 M 4 800 039 MA 4 009 039 M 10.900 009 M 1 500 006 009 M 3 996 600 503 M 14 609 000 009% 3 045 000 009% 50 000 000 M 16 600 606 030 MA 600 003 933 M 137 606 009 M 38 703 003 75 Schalemsemm em ung. us... 9: 16 000 090 009 JA Reichostenernmrechnungosat ab 25. Okt. 15 006 693 609 A Elektrizitätsvreis für Licht und Kraft(1 Kilowatt= Lunde) und Gaopreis(1 Kubikmeter): Rechnung auf Odmarkbasis nach Tageskurs. *) Die Festsetzung erfolgt jeden Tag Verllner Bürsenbericht Berlin, 26. Okt.(Telegr.) Nach einer langer Periode fortocsetzt starker Kurssteinerungen, die haupt sächlich durch die Anvassung des Kursstandes an die Geldentwertung hervorgerufen war. begannen heute die rfreulichen politischen Verhältnisse größeren Einflus ab 25. Okt. ab 24. Okt. Arzneitare ab 29. Okt. im besetzt. Gebiet Meighezödommitbelichnter*) reulichen politischen Verhältnisse größeren Einfluß die Kurogestaltung auszuüben. Die Kurogestaltung uneindeitlich. wobei anfänglich aber Besseen besonders für die noch verbältnismäßig niedrig unerfreul auf die Ku rungen im Kor liarden andere führende striche gefallen„ nicht Linauseingen bewegten. Die— derrschende Unhut ben. wobei anfänglich abnoch verhältnismäßig niedrig ere überwogen. Auch einzelne mantel. Siemens& Halske 300 Milte und .—Kursab. über 300 Milliorden aber eist welentlich darunter it war gerina. Die vorweiter eine allgemeine wobei auch die anbebaupten konnten egend— en übern asalt stiegen u en mußten sich schwere de Industriewerte zu en lassen. mätig böber bermienend u ellt= wobei die Zumit 20 Prozent gerVerllner Orodultenbericht. S Berlin, 26. Okt.(Telear.) Am Produkten= markt„bielt sich die Uuternehmungsluk wieder in n Umständen nicht viel zu berichten. Nach RoggenII besteht andauernd starke Nachfrags. nach Weimehl geringer. Dies war der Hauptarund für eine stärkere Kauflust für Roggen und für das beringere Interelse für Weizen. Die Preise wurden sche Jugendkraft, J. Tagesrresse: c) Satzungen reisvorsitzender Vikar König): d). Edrengericht reissportwart Ledrer Schwamborn): e) Gaue .. Kreisletter Lehrer Hamm); s) Berichte der Warte und Aufstellung des Arbeitsplanes für das Jahr 1924: a) Verschiedenes. Mit Sitz und Stimme nehmen an der erweiterten Kreisausschußsitzung teil: 1. der Kreisvorstand. 2. der Kreisausschutz. 3. die Vertreter der Bezirke(jeder Bezirk wenigstens 2 Vertreter). Bezirke mit mehr als 500 Mitgliedern entsenden für jede weiteren angesangenen 500 Mitglieder einen Vertreter. Teilnehmen mit beratender Stimme können alle Präsider. Gau= und Bezirksvorstände. Zutritt haben auch andere Paßinhaber. Zum Kreisausschuß gebören auber dem Kreisvorstand die Diözesanpräsides der angeschlossenen Verbände, die Vorsitzenden. Leiter sowie etwaige weitere Vertreter der Gaue.(Gaue mit mehr als 2500 Mitglieder können für jede angefangenen 2500 Mitglieder einen Vertreter entsenden.) Bezirksvertreter erhalten vom Kreis keine Fabrtkosten vergütet. T. und B. Aeckendorf 19 1— Herne=Falkenhorst 1. Morgen nachmittag 3 Uhr steben sich auf dem Platze an der Hohenfriedbergerstraße in Ueckendorf obige Gegner der Gauklasse im Meisterschaftstreffen gegenüber. Herne kann als einer der stärksten Vertreter seiner Klasse im Gau Mark angesehen werden und wird Ueckendorf alles aus sich berausgeben müssen, um ehrenvoll zu bestehen. Vorber Spiel R Vorh kotthausen 1. Jugend. el der 1. Jugend gegen Jußball. Biktoria 1919— Biktoria Rotthausen. Union Sportplatz. Dessauerstraße. finden auf dem Union=Platz# an der Dessauergend=Divlom= bezw. Meisterschaftsspiele enjoren=Mannschaft statt. Vorm. 9 Uhr ugend gegen Union 2. Jugend. I. Mlanrischar. Viktoria Gelsenkirchen 1910— Viktoria Rottbausen. Am Sonntaa vormittaa 11 Uhr steben sich diese beiden Meisterschaftssviele auf dem Sportvlatz an der Moltkestraße in Rotthausen gegenüber. Horst=Emscher— Schalle 77. " In Herst steben sich die beiden führenden Vereine der Gessenkirchener Kreisliga gegenüber. Wer dier den Sieg erringt, ist noch nicht im voraus zu sagen, da beide Mannschaften gleich stark sind. Unter der vorzüglichen Leitung des Schiedsrichters vuvens(Essener Turnerbund) wird daher ein spannendes Spiel zu erwarten sein. Austoß 2.30 Uhr in Horst=Emscher. Im Meisterschaftsspiei treffen sich am Sonntag auf dem Var heide Rar. Prenzstrabe P. G. ausweis. Sportklub 97— Buer 97. Um 12.30 Uhr spielt die Ligareserve von 07 gegen Alemannia 1. Alemannia— B. B. 12. Heute nachmittag 4 Uhr treffen sich auf dem Sportlas am Gasomeser(Rheinelbe) die alten Herren onntag morgen 11 Uhr ebenfalls am Gasometer alia Schalke 1— Alemannia 2(Meisterschafts spiel). B. V. 18 Katernberg 1— Spielverein 1912 Rotthausen. Auf dem Sportolatze an der Josephschule in Katerna steben sich am morgigen Sonntage abengenannte viele nnschaften haben aftsspiele gute Kräfte.———. für eingetreten. Obengenannte Gegner enttäuschten nntage nach der gangenehmen Seite und im Meisterschaftsspiele gegenüber. Beide haben seit dem vergangenen Meistergute Kräfte verloren, doch ist guter Ersatz sehr tapfer. Treten beide Mannschaften . so wird den Katernberger Svortfreund „naege am letzten So hielten sich komplett an. so wird den Katernberger——— guter Svort geboten. Der Anstoß erfolgt um 3 Uhr. Schalke 96— Erle 98. Schalbe 96 tritt Sonntag zu einem Spiele mit e 08. Gauliggmannschaft, auf dem Platz des VereinErle an. Da beide Mannschaften in kompletter Aufstellung svielen, so ist mit einem interessanten Sport zu Fecnen.„Ferner spielen folgende Mannschaften von Schwimmen. Gelsenkirchener Schwimmer in Heidelberg orfolgreich. Die am letzten„Sonntag vom Schwimmklub Boseidon nach Heidelbera entsandten Wettkämpfer R. Nies. F. Malwig. A. Müller, E. Wagner und 5. haben, wie aus nachstebenden Ergednissen erünstig abgeschnitten. H. v. Gehlen erSSpringen mit 41 Punkten den 1. knapp hint konnte im als zweiter lande in.“ Bek scährfh Sentorlagen landen. Zeit: 1:23. Min. Im zweiten ückenschwimmen wurde F. Dalwig mit 1:15.2 schärfster Konkurrenz dritter. Die zweite istafsel erhielt den 4. Preis. Ringen. Der Freitag abend brachte wieder interessanten Sport. Instelle des unlängst verletzten Bar trat 3 unlängst verletzten Bar trat Zöller zum Kampfe gegen Pszolla an. Der Kampf wurde odne Pause bis zur Entscheidung durchgeführt. Nach 6.10 Min. blieb der technisch bessere Pssolla Sieger. Der zweite Kampf im freien amerikanischen Stil sah Stolzenwald nach 0.15 Min. als Sieger über seinen Gegner Bedkowski. Der letzte und spannenste Kampf Worgul—Smadi endete nach mehr als einstündigem Ringen mit dem Siege Schadis Curnen= Sporr Spiel. Deutsche Jugenökraft. Erweiterte Kreisausschußsitzung in Gelsenkirchen. Sonntag findet in Gelsenkirchen. Pirtschaft Dinnenabl. Bochumerstraße(am Moltkeplatz). eine erweiterte Stimmen aus dem Teserkreise.") Das„Kleingeld“. Ueberall werden Klagen darüber laut, daß viele Detailhändler die Annahme von Scheinen bis hinauf zu zwanzig Millionen verweigern, aber die Tatsache, daß die allermeisten Käufer sich genau ebenso verhalten, wird selten betont. Bemerkungen wie„Wenn Sie mir mit solchem Dreck herausgeben, gehe ich einfach wo anders hin“ oder„Sie glauben wohl. ich hätte ein Makulaturpapierlager“ sind recht häufig. Nun möchte ich gerne wissen, wie sich da der Oetallhändler aus der Patsche ziehen soll. Ein Kleinkaufmann. *)„Für Artikel unter dieser Nubrik übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keine Verantwortung. gramm der Bilderschau ist diesmal besonders bemerkenswert: es bringt die Bearbeitung des Romans„Die Ingmarssöhne“ von Selma Lagerlös und ein Lustspiel voll unverwüstlichen Humors:„Chaplin bei der Feuerwebr! = Schauburg=Theater. Die Usa=Lichtsviele bringen in dieser Woche die Verfilmung des reizvollen Schausriels „Alt=Heidelberg“. Was der Film vor dem Theater vorweg hat. die Raumausteilung und die Ausnützung der gegebenen Szenerie, ist hier vorbildlich aus genützt worden. Gab das reizvolle Milien Heidelberg elbst mit seiner Nomantik und reinem Zauber, so wußte die Filmregie in diesen gegebenen Nahmen mit köstlicher Wiedergabe das fröhliche Studentenleben und das Liebesverhältnis des Erbprinzen Karl=Heine mit Kathi zu gemit Kathi zu em durch das Spiel der beiden Wied Ginzen staiten, worin sie vor allem durch das Spiel Hauptdarsteller unterstützt wurde. Der Film gewinnt noch an Stimmung durch die eingestreuten Studentenlieder, die von einem Männerquartett gesungen werden. sowie durch die anbetmelnde, eigens zu diesem Werke geschriebene Begleitmusik. Die eint im 27 Nater. Samstag Troubadour. Sonntag „Wie einst im Mai“. Avollo=Theater.„Die Flucht in die Ebe“. Industrie=Kino.„Die Abenteuer des Kavitäns Lincoln“. Schauburg.„Alt=Heidelberg“. Kristall=Valast. Klub=Meisterschafts=Borkämpfe. Freibrot-Preise 1 Pfd. Stuten. 4.5 Milliarden Mk. 3 Pid. 70% Brot 9 Milliarden Mk. 3½ Pfd. 85% Brot 8.5 Milliarden Mr. 3½ Pfd. Schwarzbrot 8 Milliarden Mk. 1 Pid. Schwarzbrot. geschnitten.. 2.6 Milliarden Mk. Die vereinigten Brothersteller Gelsenkirchens. Bekanptmachungen der Stadtverwaltnug. zur Tagesordnung K Ser 12 1. Wahlen: a) von Vertretern in den Verwaltungsrat der Preußischen Lanb) von Beisitern des Mieteinigungsamtes. 2. Bewilligung der Kosten für die Beschaffung von Plänen für Eingemeindungsswecke Rottbausens. nstellung des Stadtwachtmeisters a. V. Templin. 4. Aufhebung der Ordnung vom 8. 5. Nachtrag zur nung. 6. Einrichtung einer Konrektorinstelle an der Libortusschule. 7. Errichtung neuer Gewerbelehrerstellen. 8. Festsetzung des Schulgeldes an den höheren Lehranstalten und an den Fachschulen. 9. Lehrer=Krankenunterstützungskasse. 10. Verkauf von Baugrundstücken an die Baugenossenschaft„Selbstvertrauen“ und an die Gelsenkirche ner Gußstabl= u. Eisenwerke=A.=G. lenderung der Fluchtlinien der ärkischenstraße 12. Austausch von Straßenflächen an Legenbarbt. Viestae 2ud Glül. aufbrauerei. Austausch von Grundflächen mit der Firma Mannesmann=Nöhren13 14 Erhöbung der Entwässerungs= und Müllabfuhr=Gebühren. 15. Gaswerksangelegenheiten. Gelsenkirchen. 26. Oktober 1923. 25860 Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Durch Beschluß des Hauptausschusses vom 25. Oktober 1923 ist das Schulgeld an den böberen Lebranstalten unter Aufhebung des Beschlusses vom 18. September 1923 wie folgt festgesetzt worden: 25890 Für den Monat Oktober: für einheimische Kinder 100 Millionen Mark. für auswärtige Kinder 125 Millionen Für den Monat November: für einheimische Kinder 2 Milliarden Mark. für auswärtige Kinder 2.5 Milliarden Mark. Die für das laufende Rechnungsahr gewährten Ermäßigungen finden hierauf entsprechende Anwendung. Das Schulgeld wird nicht mehr an der Steuerkasse sondern in den Instalten selbst an den dort bekannt gegebenen Zahltagen erhoben. Das inzwischen bei der Steuerkasse eingezahlte Schulgeld wird auf die oben bezeichneten Sätze angerechnet. Gelsenkirchen, den 26. Okt. 1923. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachuns. den den wel den 30. Oktob bis 11 Uhr, im gebäude. Abstraße gebäude). Zimmer 1. in nehmen können. Gelsenkirchen, den 26 ter Weise zugestellt Dienstag s von 8.80 rwaltungs teuerkassen Empfang 2589 Oktober 1923. In der Strafsache und St ist ankdirektor Josef von ihnen in Gemeinschaft mit einem * Vorstandsmitglied oder mit einem Bankdirektor In einkele zu Gelsenkirchen bestellt. Be steht der Vorstand aus mehreren Personen. so wird die Gesellschaft verandere bere tung auf. den müssen, we arlingt. die Vo# en, Fütr die enn es inzwi raut gegen den Fabrikarbeiter mache. Hüllerst Breignite. Leistungswuchers hat das richt in Gelsenkirchen am 1923 für Recht erkannt. klagte wird wegen Leist mit 20000000 Mk.(zwanzig Millio nen Mark) Geldstrafe und 2(zwei) Wochen Gefängnis bestraft. Der übergelegt wer= mäßige Gewinn von 3¼ Millionen ischen nicht Mk. wird eingezogen. Die Urteils smital Prokuxisten zur Vertret 4.„Die Prokura des K arl Welker ist erloschen. oder 1 Vorstandsmitglied zusammen! Gelsenkirchen. 11. Oktober 1923. mit 1 Prokuristen. Das Grundkavital H. R. B. 69. 25848 Amtogericht. ist eingeteilt in 15000 auf den Inhaber lautende Aktien über je 100 000 Mt. Die Aktien werden zum Nennbetrage ausgegeben. Der Vorstand. der nach Bestimmung des Aufsichtsrats aus ein oder mehreren Personen beit ggrtge Aufsichtsrat bestellt Berufung der Generalversammder Johann Sowa in Gelsenkirchen, tels einmaliger erstr. 3. gep. am 6. 5. 1873 in den Gesellschaftsl lgniken, Kreis Neidenburg wegen Zwischenfrist. chers hat das Schöffenge senkirchen am 11. Oktober echt erkai setzungen für einen Veiterbetried zu Zeit vom 1. bis 15. von jedem Zelleninbaber zu zahlen. der seine Zelle nicht am 2. November unter schriftlicher Benachrichtigung der Schlachtbofverwaltung geraumt hat. Gelsenkirchen, den 26. Oktober 1923 25887 Der Oberbürgermeister. sebährenerbn der Pestaloz Bureau der binnen 2(zwei) Wochen tskraft je einmal in der und im des AngeAuch ist m Laden des Angeklagten deutlich ichtbar und lesbar die Urteilsformel Rechtskraft des Urteils 3(drei) ochen lang durch Anschlag bekannt zu machen. Die Kosten treffen den Angeklagten. gez. Bach. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. 25842 1923 ub= lung erfolgt durch den Vorstand mitiger„Veröffentlichung in tsblättern mit 20 Tagen Sämtliche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen —. Oktober im Deutschen Reschsanzeiger und in Der Ange=den Zeitungen, die der Aussichtsrat rs bestimmt. Die Gründer, die sämtliche Aktien übernommen haben, sind: Kaufmann Fritz Falkenroth. Weinhändler Josef Forster. Kaufmann Paul Keover. Ingenieur Karl Lind. Buchdruckereibesitzer Wilb. Schmidt. Kaufmann Haus Schulte. Ingenieur Wilhelm Schnittker, Gastwirt Gustav Schröder. Kaufmann Wilhelm Freese. sämtlich zu Gelsenkirchen und Bauunternehmer. Johann Franke zu Watdes ersten Aufsdirektor — Architekt ###. Seigerg. Fabrikant Karl Kroke. Bauunternehmer August Jäger. Fabrikbesitzer Otto Neller, Kaufmann„Fhdor Waltuch. und Bekanntmachung. nigr. leue Krankentransvort. Gelsenkirchen, den 18. Oktober 1923 tung liegt auf Zimmer 15 begemann, Gerichtsaktuar. estalozzischule und auf dem Gerichtsschreiber des Amtsgerichts. feuerwehr zur Ein= Au unser Haubelarsailler Abt. B chen eingetragen: Der bisGeschäftsführer Kaufmann Skiba aus Gelsenkirchen ist n und zum Geschäftsführer In unser Handelsregister Abt. B ist heute bei der unter Nr. 360 eingetragenen Firma Skiba& Co., Gesell-eft mit beschränkter Haftung in senkirchen eingetragen: Der bis 0 Andreas abberufen—————. der Kaufmann Geora Schätzlein aus Mülheim=Ruhr bestellt. Sodann ist weiter eingetragen: Der bisherige Geschäftsführer Georz Schützlein i Mülheim=Ruhr ist abberufen und zum Geschäftsführer der Kaufmann Andreas Skiba in Gelsenkirchen bestellt Gelsenkirchen. 28. September 1923. H. R. B. 360. 25847. Amtsgericht. In unser Handeleregister Abt. ist heute die Firma Johann Meinecke in Gelsenkirchen(Inh. Kaufmann Johann Meinecke das.) eingetragen Der Ebefrau Kaufmann Johann Meinecke. Louise geb. Fink in Gelsenn ist Prokura erteilt. 25845 dem der aufsi Vorsitzenden des Aufsichtsrats ob dazu die Zustimmung des Aufssichtsrats einholen muß. 25850 Gelsenkirchen. 11. Oktober 1923. R. B. 8. Amtogericht. In unser Handelsregister Abt. B ist heute bei der unter Nr. 193 eingetragenen Firma Dreodner Bank. d Seeaicen Sttmstch eingetragen: Durch Generalverilungsbeschluß vom 4. August 1923 sind die 99 6 und 24 des Ges#lschaftsvertrages bezüglich der saksimilierten Aktienunterschriften und des Trägers der Aufsichtsratssteuer ge ändert.„ 25849 Gellenkirchen. 11. Oktober 1923. b. R. B.198. Antogericht. Paßbilder In 1 Stunde. 20841 Schützenstr. 22. Nähe Biamarckstraße. Sonntags geöllnet. 230 Milionen zahlen für 24853 kir elsenkirchen. A. 1533. 11. Oktober 1923 Amtsgericht. In unser Handeloregister Abt. ist heute bei der unter Nr. 1344 eingetragenen Firma Gebr. van Ooyen in Gelsenkirchen eingetragen: Die Firma ist erloschen. 258 Kaufmann Viktor Fattiger, sämtlich Gelsenkirchen. 6. Oktober 1923. zu Gelsenkirchen. Von den mit der H. R1A. 1344. Amtogericht. Anmelbung, der.„Fesellschaft,.einge), Iu unser Handeloreaister Abt. v sichtnahme au 25886„In unser Handeloregister a der Gesellschaft..— Schriftstücken, insbesondere sbericht des Vorstandes ist bei dem Hermann Bödiger& Co., Gesellschaft mit beschränkter Hastung. Sitz In Gelenommen senkirchen, eingetragen. Der Gesellschaftever#tag ist am 4. September heute unter Nr. 381 die Firma Bödiger& Co., Gesell — 1928 festgestellt. Gegenstand des Un ternehmens ist der An= und Verkauf von Lebensmitteln aller Art für eigene und fremde Rechnung. Das Stammkapttal der Gesellschaft beträgt 100 reichten und des Aufsichtsrates, kann bei dem unterzeichneten Gericht während der - Geschäftestunden Einsicht genommen werden. H.=R. B. 380 Gelsenkirchen den 26 Oktober 923 ist. heute unter Nr. 379 die Firma Weiter ist daselbst am 26. Seot. Gelsenkirchen, den 26. Oktober 1923. Kischbach& Co., Lebens= und Futter= 1923 eingetragen: Dem Bankbeamten ternehmens Der Oberbürgermeister. mittelgroßbandlung. Gesellschaft mit Theodor Kuhmann in Gelsenkirchen beschränkter Haftung. Sitz in Gelsen= ist Prokura erteilt. 25852 Bekanntmachung. kirchen. eingetragen. Der Gesellschafts= Amtsgericht Gelsenkirchen. kapttal der Gesellschaft beträgt Im städtischen Kassen= und Rech= vertrag ist am 14. September 1923——— Millionen Mark. Zu Geschäftsfüh nungswesen findet für die Folge eine festgestellt. Gegenstand des Unter=] In unser Handelsregister Abt. a sind Kaufleute Hermann Böl Abrundung der Markbetrüge auf volle nehmens ist die Anschaffung und ist heute bei der unter Nr. 368 einge= Paul Küchler, beide zu Ges 1 900 009 Mk. nach unten katt. Be= Weiterveräußerung von Lebens= und tragenen Firma S. Wolfs in Gelsen= bestellt. Jed bis zu 1.000000 Mk. kommen Futtermitteln. Das Stammkaoital kirchen eingetragen: Die Firma ist in allein zur Ve ussablung.„„ der Gesellschaft beträgt 1 Milliarde S. Wolff. offene Handelsgesellschaft Der Oberbürgermeister. Mark. Zum Geschäftsführer ist Kauf= geändert und unter Nr. 1532 neu ein—(mann Otto Fischbach in Gelsenkirchen getragen. Persönlich haftende GesellBekanntmagung. bestellt. Bekanntmachungen der Ge= schafter sind K weiterer Teuerungs= ILim)“ F, schgagege durch Gelsenkirchen, den 21. Sept. 1923. gel= cn 7. S B. 379 Amtogericht. Helsonkirchen, 8. Oktober 19. Hennes& Wikop. Bahnhofstr. 77. Goldene Berros v. Verrestabrrad und Schroibmaschlrs zu verkaufen. WIImes. Sellboretstr. 30. Feuerwehr -Museum d. Peuerwehrverbände von Rbld. u. Westfal. Gelsenk., Kalserst. 67. Oeöffnet an den Sonntagen von 11 —1 Uhr bei freiem Elatelkt. Leichte Fahrt 25879 en werden unt. bilkgster Berechnung schneitstens ausgeführt. Müller. LultpoldStraße 16. nicht zur Alr 25840 mittags. straße 224 Die Zahli ennten Di abzubol bekan stelle die er und der für den findet am 27. Oktober 1923. ttaas bis 1 Uhr nachrwaltungsgebäude. Abeuerkassengebäude) statt rten sind vorber in den nitzimmern der Fürsorge, len. Sie werden 14doch gung der roten Aus H.= In lmtsgericht. unser Handelsregister Abt. B der Ge=schafter sind Kaufleute Sieamund und den Deut Haus Wolff. beide in Gelsenkirchen. 25843 Die Gesellschaft hat am 1. Januar 1923 ∆ ber 1923. Amtogerid de zu Gelsenkirch eder Geschäftsführer ist ##### Vertretung der Gesellschaft ermächtigt.— Bekanntmachugen der Gesellschaft erfolgen nur im„Deutschen Reichsanzeiger“.. 25851 Gelsenkirchen. 6. Oktober 1923. 5. R. B.381. Amtsgericht. h oweit nur Halb= und fest ist am 24. September 1923 unter Nr. 380 die Firma Vereinsbank Gelsenkirchen, Aktiengesellschaft. Sitz in Gelsenkirchen, eingetragen. Der Gesellaftsvertrag ist am 15. August 1923 des Unter05 svertrag ist am 15. tgestellt. Gegenstand gegen nehmens ist der ausge. eines Bank mittags bei der Fürsorgestelle geholten Kar arten werden am werden gegeebn hr nach nicht ab Montag schäftes und auf Beschluß des Auf= Bersbau und Hütt sichtsrats die Beteiligung an anderen" Handes= und Industrie=Unternehmun Das Grundkapital der Gesell aft beträgt eine Millionen 2# 368/1532. Amtogericht. In unser Handelsregister Abt. B ist heute bei der unter Nr. 69 eingetragenen Firma Phönix. Aktiengesellschaft für Verobau und Hüttenbeteieb in Düsseldorf mit Zweionjederlassung in Gelsenkirchen unter der Firma oeni“. Aktien=Gesellschaft für sbau und Hüttenbetrieb. Abtein lung Bergwerksverwaltung in GelsenArchen, eingetragen: Dem Kaufmann Wilhelm Aldick und dem Kaufmann kkir Milliarde fünfhun= Emil Höpner, beide zu Gelsenkirchen. Kark. Zum Vor= ist Prokura derart erteilt, daß jeder Kathol. Gottesdienstorènung für Sonntag, den 28. Oktober 1923. (Abkürzungen: K.— Kommunion. M.— Messe M. u Pr.— Messe mit Prediat. H. u. Nr.— Hochamt und Predigt And.— Andacht. V.— Vesper. Chr.= Christenlehre. S. in Segen.) Seisenklechen=Altstadt— Propstei=Pfarikieche. 8 Uhr: M. 7 M. m. Pr. u. K. d. Jungkrauenkengr. 8.15 Uhr: Somnastalm. 9.30 — 11 Uhr: M. m. Pr. 2.30 Uhr: Chr. u. Agd. 6 Uhr: K. d. Mönnerepostel. u. d. Männerkongr. 4/20 Utr: M. a. De K. d. Müdch. d. Spergsch. 10 Uhr: H. m. Pr., 2.20 Uhr: Rosonkranz= anv. m. S., zugleich And. d. Männerkengr. 3.15 Uhr: And. m. S. für d. Verein christl. Frauen u. Mütter.„ esenu. Pe. Nus ifi,: 8. 6 lhr: N u. 97. 9..# ce. Si Uhr: R. u. K. 7,30 Uhr: K. vereins. 10 Uhr: H. m. Pr. 2.90 Uhr: Resenkraugend. u. 6 Seisentlrchen=Bolmle— Si. Familion=Pleretirche. 6 Uhr: 7 Uhr: Frühm. m. Fr. 8,15 Uhr: Kinderm. m. Pr. 9.15 Uhr: H. poln. Ges. u. Pr. 2.20 Uhr: d. Frauen u. Mäültter. 7 Uhr: Rosenkranzendacht Geisenklechen=Schalte=West— Gi. Natonlus=Pferrkirche. 7 Uhr: Kr. 1e Pri. e... dr. 1ad i v—. hesenchangend. a. Tie Mr: K. 1n Ne. N u. Nr. 1. k. I Frauzr a. Ausahr. ver. u. 3. Knad. d. mittl. Schalll. 10.20 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr: — and-Ou— St. Franzsolso=Psarrkieche. 6.20 Uhr: M. m. Pr. 10 Uhr: H. m. Pr. 2.80 Uhr: Rosenersten M. K. d. Jungfrauenkongr., in der 2. M. d. Paulschule. Nhr.: K. 1 Ur.: Srun. a. b.r k. Sprrusht 6. ai. Blli.. Frauen= u. Mütterver., d. Rosenkranz= u. Paramentenver. 6 Uhr: M. m. Pr. u. Generalkomm. d. Kinder d. Almasch. 9 Uhr: M. m. voln. Ges. 10 Uhr: H. m. Pr. 11,30 Uhr: Spätm. m. Pr. 2.30 Uhr: Chr. u. And 4 Uhr: Feierl. Schluß d. Exerzitien s. d. Frauen u. Dütter m. Pr., Ted. u. S. 6 Uhr: Rosenkranzand. Selsonklichon=Horst=Heverkamp— Dreisaltigkeits=Psarrvikarteklrche. 7 Uhr: M. u. K. 8 Uhr: M. m. Pr. u. K. 10 Uhr: Levitenamt m. Pfarrer=— 11.15 Uhr: Geisonklechen=Biomarck=Weßt— St. Rung=Psarrkirche. 7 Uhr: Frühm. m. Pr. u. K. d. Jungfrauenkengr. 8.30 Uhr: M. m. Pr. 10 Uhr: 6. m. Pr. 2.30 Uhr: Rosentranzandacht. Rotthausen— Maris=Himmelsahrt=Psaoskieche. Heute K. d. Kind. pelsch.— 6 Uhr: M. m. poln. Ges. 6.45 Uhr: M. m. kurzer Pr. :: Kinderm. m. Pr. 8.45 Uhr: Deutsche Singm. 10 Uhr: H. M. m. Pr. 2.30 Uhr: Chr. u. And. m. sakrem. S. — Propkei=Pfarrkleche. 6 Uhr: M., 7.15 Uhr: M 8.30 Uhr: M. m. Pr. 5.30 Uhr: H. m. Pr. 11 Uhr: M. m. Pr 2.30 Uhr: And Wattenscheid— St. Josepho=Biarrkleche. 7 Uhr: Frühm. 8 Uhr: M. m. poln. Pr. 8 Uhr: Kinderm. m. Pr. 10,15 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr: And. Cevingheuson— Herz=Jesu=Itlialgemeinde, 7,15 Uhr: Frühm. m. K. d. Frauen. 10 Uhr: v. m. Pr. 2.30 Uhr: Rosenkranzand. Leitho— G. Johannes=Pfarroikorie. 7,15 Uhr: Frühm. m. K. 9.45 Uhr: H. 2 Uhr: Tauso. 2.30 Uhr: Rosenkranzand.— Am Sonntag ist Monatekem. d. Frauen u. K. d. Mädchen d. Kommunionkl. Höntroy— St. Magdalenen=Pfarrkirche. 6.45 Uhr: M. m. K. 8 Uhr: Frühm. m. Pr. u. K. d. Frauen u. Mütter. 19 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr: Rosenkranzand. Günnialein— Herz=Blarich=Pfarogemeinde. 6,10 Uhr: K. 6.30 Uhr: N. 7.29 Uhr: K. 8 Uhr: Frühm. u. Pr. 19 Uhr: 5. u. Pr. 2.20 Uhr: Rosenkrangand.— Im Sonntag K. d. Kinder d. Josephsch. u. monatl. R. d. Mütter u. Frauen. Röhligghausen— Gt. Gardara=Pserrtieche. 7 Uhr: M. 3.20 Uhr: N. m. Ses. u. Be. 9.29 Uhr:,„Aa: m. 6. für d. Vol. 19.90 Uhr: 9. m. Pr. 2.20 Uhr: And. 3.30 Udr: And. — St. Bass-“—-"——„„ g 45 Wanne=Wen— St. Micharle=Pfarrkleche. Frühm. m. K. 9,18 Uhr: M. m. voln. Ges. 2,30 Uhr: And. 4 Uhr: And. Hordel— Herz=Jess=Pfeerkirche. 6,30 Uhr: M. 8 Uhr: Frühm. m. Pr. 9,13 Uhr: M f. d. Schulk. 10 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr. And. Eickel— Marten=Pforrtirche. 6 Uhr: M. 7 Uhr: N. m. Pe. 8 Uhr: M. m. Pr. in der Krankenhauskap. 8.30 Uhr: M. 10 Uhr: 5. m. S. 2,30 Uhr: Und. 4 Uhr: And. Eickel=Hoisterhanson— Et. Franziokus=Psaerkirche. 7 Uhr: Mr. 8 Uhr: M. m. Pr. 9 Uhr: M. m. poln. Pr. 10 Uhr: H. m. Pr. u. S. 2,30 Uhr: And. 4,30 Uhr: And. Baer— St. Urbauns. 6 u. 7 Uhr: M. 8 Uhr: M. m. Pe. f. d. 959. Schul. 9 Uhr: H. m. Pr. 10.15 Uhr: Kinderm. 11 Uhr: M. m. Pr. 2.30 Uhr: Kinderand. 3 Uhr: And. 6 Uhr: And Buer— St. Bndgeri. 6.30 Uhr: M. 7,20 Uhr: M. 8.30 Uhr: M. m. voln. Ges. 9 Uhr: H. m. Pr. 10.30 Uhr: Singm. m. Pr. 2 Uhr: And. 3 Uhr: And. 7 Uhr: And Vuer-Erie. 6 u. 7 Uhr: M. 8 Uhr: M. m. Volkoges. u. Pr. 9 Uhr: M. 1. d. Kinder m. Pr. 10 Uhr: H. m. Pr. 2.15 Uhr: And. f. d. Schulkinder. 3 Uhr: And. Luer=Geckhausen. 6.30 Uhr: Frühm. 7,15 Uhr: M. s. d. Polen. 8 Uhr: M. m. Br. 9.30 Uhr: H. m. Gr. 3 Uhr: And. Vaer=Reste. 6.30 Uhr: Frühm. 8 Uhr: M. m. Br. 9 Uhr: M. f. d. Jung. Schultinder. 10 Uhr: H. m. Pr. 2.20 Uhr: And. Vver=Hassel. 6.20 Uhr: M. 7.:9 Uhr: R. 8.30 Uhr: f. d. Pel. 9.30 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr: And. Burr=Schoiven. 7 Uhr: M. m. Pr. 3.15 Uhr: M. m. voln. Rlrchenu. Gr. 2.30 Uhr:„Nd. Westechelt. 6 Uhr: m 2.30 Uhr: And. Siedbet=Brauß— Marienkirche. 7 Uhr: M. 8.30 Uhr: M. m. Pe. 2.80 Uhr: And. In unser Handelsregister Abt. B ist heute bei der unter Nr. 8 eingett Lri#„Firma. Verawerkogesellscha Dahlhusch zu Rotthausen eingetragen: Die Satzungen sind durch Beschluß der Generalversammlung vom 30. Juni 1923, auf den Bezug genommen wird. eändert und neu gefaßt. Die Aenerung betrifft die Bestellung und lbberufung von Vorstandsmitgliedern bisher§ 12). die Bestellung von Proeen(bisber S 14), die Zusametzung und Geschäftsführung des ussichtsrats(bioder§ 17) und die Befugnisse des Aufsichtsrats(bisher 18): Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder klegt 6 Uhe: M. 8 Uhs: 10.30 Uhr: H. m. Sicher wirkende Mittel gegen Hühneraagen empfichlt die Engel-Apoihene Bochumerstr. 74. Zahle höchste Preise für Schuhe u. Leder 22167] Viktorlastr. 30. gen abzugeben. 25869 Josenh Schulte, Katérnberg. Kalserstraße 19a. Telephon Amt Gelsenk. 2651. Miet-Planos u. Harmoniums vorrätig. 25871 Plauchaus Kohl& Co., Gelsenk., Hindenburgstr. 6. Pressierter 25880 ermann Wagson Bielefelder Faselschweine angekommen, welche ich sehr billig abgebe. Karl Wiosc. Gelsenk. Biemarck. Rottstr. 20 Verkaufss. v. 9 Uhrab. mit Stammb. billig zu verkaufen. Kasperitz. Olgastraße 11. 2. Eig. glett gespannt. werden zu höchsten Preisen angekauft. Cofflet Behnhotstraße 15. 8 Uhr: M. m. Pe. 10 Uhr: H. m. Dr. Maung— St. Daurrntins=Pfarrtleche. 8 Uhr: M. m. K. 6.45 Uhr: Frühm. m. Generalk. 8 unr: M. 6.30 Uhr: Dr. für die Polen. 9.15 Uhr: M. m. Ses. 10.20 Uhr: H. m. Pr. 2.20 Uhr: And. u. S 4 Uhr: And. f. 9. Peien m. S. Danne-Nood— Derz-Jesa-Ste Fust: abe. Uhr: M. 7.30 Uhr: M. 10 Uhr: Singm. m. 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Josepy=Arbelter. verelg: Sonntag nachm. 4 Uhr Versammlung im Gesellenhaus.— Geseklenvereln:„Senntag abend 3 Uhr Vereinsversammlung. Breuen und Saale des Sii##er abend 3 Uhr dem Hochamt enverein: Sonntan abend 3 Uhr 2 abend 8 Uhr pünktlich Religienevortrag. St. Steig=Pferrgemeinde, Berein chrlnl. Mütter: Sonntag nach der Andacht im unteren Saa Versammtung.— Illuglingsso.dallt#t: Montag Gesangprode.— Sinzenzvsrein: Sonntag nach Sipung im Gelerlescal des Stiftes. Herz=Jeis=Pfaregomeinde Hüllen, Gesellenverein: Sonnt## 5 Uhr bei Nachdarschulte Theaterabend. Gl. Seanzielus-Olevrgemeinbe Biemacd: Oft. Jüngling# Versammung 5t.— Suchartstische abe Biemtark-Weß. Abteilung: Sonntag um SInallnsf##Il 10 Uhr im Schwesternlehrt-Vleregemelabe Sehles. Beamienneteln: instaltung im Bennkampschen Saale. eregenreinde Schalte. Ztauen= und MütterSennt verein: Am Dienstag nachm. 4.30 Uhr Sitzung der Bezirkofrauen.— Jungsrauenkengresallen: Sonntar nachm. Unterhaltung in der„Gintracht“.— Kreuzbündale: Mittwech abend 7.30 Uhr Zusammenkunft im Besezimmer De„Eintrocht“.— Gesellenveren: Conntag ebend 3 Uhr Oxrsammtung. Biedfrauen 811.. ee. Beispensensetein: Selzes:#ests#: Gpanz nchn. 18 Unr#. Hern. Phashe. Jexpy-glettg. Wernien B.. Somte G. Diensteg IAI. Men 935 — S 232 : 3 G □ 111 S#.# 8 —— der bejahrten Sanitätsratin Rot las der große alt Garten verwildert. Die Akalei mit ihren lila und draunen Kövfen überragten die balden Beete und der Buchsbaum wuchs wie es ihm —. Die Brennesseln machten sich überall breit, # daß es aussab, als sei dier alles eine Welt: Rühr nich nicht an. Seit der Sturm die Krone des ausladenden Ahorn= baumes gekippt datte, gewannen die Bewodner des benachbarten Siebeldauses freien Einblick in den Garten. Sie unterdietten sich über die Verstordene und dus Erbteil. „Wem mag der derrliche Besitz zufallen?" forschte die vensioniorte Ledrerin Seidel.„Hoffentlich keinem Spelulanten, der dier Bäume mordet und eine schreckliche Mietslaserne dinpflanzt.“ Ihre Studennachbarin, die verwitwete Putzmacherin, mernte leidenschaftlich: „Bioß keine Nietskaserne. So ein vertränintes Stück Welt dürfte eigentlich keinem Sterblichen geDer alte Sarten ist mein Buch, in dem ich nach Feieradend lese. Es soll da übr gens eine Enkelin der Ve.strdenen leden. Eine Künstlerfn, die in der Mlt umher reist. Die wird wohl alles erden.“ Eines Soätnachmittags bemerkten die beiden Feauen im Garten eine Frauengestalt, die Trauerrug und beide brachen in erstannte Kufe aus: „Dort ist sie ja schon!“ „Gu jung und Kond ist jie“, ergänzte die Putzrin. „Das kann ich leider nicht erkennen". klagte die korzsichliee Lehrer'n.„Ich sebe bloß, daß sie aufwerksam allr Bäume betrachtet. Sie wird doch um Gotteswillen nichts fällen lassen wollen.“ „Ode. einen Mann beiraten, der ein Kapital daraus schlagen will. Jetzt steht sie vor dem hreiten Fliederlusch, der im Frühling voll hunderttausend sitzt.“ „Und mich immer an eine Prinzessin in einer kilaseidenen Krinoline erinnert". wisperte die Put arbeiterin. die ihre fleißige Arbeit ruhen licß Beide Frauen beobachteten die fremde Gestalt unten auf den verschlungenen Gartenwegen. Jetzt war sie "—• *—•2.. ——— 0 553 77• 8 *""* *S 8 * 37 2 9 5• S• S a5 B a S# — 8 ### S: S2ins =## 69 9# 00 98559 8 3 8 55 E 535S S 75123 " F S" uü Das Geheimnis in Großmutters Garten. Von R. Kaulitz=Riedeck. oor das kleine graue Lusthaus getreten, das auf einem künstlichen Hüdel lag und verstaubte kleine Fensterscheiben zeigte, in die sich Resseln und hobe Gräser drängten. Zögernd legte sie die Hand auf den altmodischen Türgriff, das Häuschen sollte Grotzmutter am liebsten gehabt haben. Hier balte sie viele Stunden am Tage gesessen, niemand durfte sie stören.„Sie hält Andacht", datte ihre alte Köchin bäufig gesagt und dazu mit den Augen geblinzelt. Unwillkürlich empfand sie eine leise Scheu, die Tür zu öffnen. Und doch mußte es gescheben, dieß es doch in Großmutters letztem Willen:„Im kleinen Lustbaus findet meine Großtochter meine letzten Grüße.“ Sie rüttelte am Türgriff, der zlötzlich zurückschnellte, so daß sie eintreten konnte. Abendsonnen schein überflutete den kleinen Raum, den nichts als ein großer Schreibtisch mit Bücherschrank und einigen Sesseln füllte. Das siedt hier nicht wie eine Großmutterstube aus, dachte sie, sondern wie ein stiller Sclehrtenwinkel. Da los etwas Weides auf der grünbezogenen Schreibtischplatte. Ein Brief mit der Aufschrift:„An Olga, meines Sohnes Tochter.“ Sie öffnete und sand einen Zettel darin an einem winzigen Schlüssel befestigt: „für des obere Fach, links. Doch nur von meiner Großtochter und allein zu öffnen.“ Wie gebeimnisvoll das wirkte. And dabei war die alte Frau stets ein veradezu offener Mensch gewesen. Die Srannuns wuchs, als sie das bezeichnete Fach aufchloß und nichts darin sand, als ein sauberes beschriebtner Papiere. Sie nahm sie auseinander, las und rief überrascht: „Gedchte!? Gedichte von Großmütierchen verfaßt.“ Sie sank in den weichen Sessel, las Blatt für Blatt. Perlen waren es, zierliche Reime, Worte und Wendungen, so zart und duftig, daß sie wie Musik klangen. Bei einigen fanden sich geschriebene Roten. Auch komooniert hatte also die Großmutter?„Das schenke ich dir“, liebes Kind, vielleicht bereitet es dir Freude", so stand es in dem Briefchen. Olga nickte lebhaft: „Freilich ist das eine Freude.“ Das wirkte ja wie ein Himmelsgeschenk. Diese kleinen Lieder waren ihr als junger Gesangskünstlerin gerade willkommen. Die mußte sie einmal auf dem Flügel in Scohmutters bester Stube svielen. Sie hüpfte zur Tür und drückte auf die Klinke, die gebrochen in ihre Hand fiel. Tür und Schloß gaben ihrem Stohen und Drängen nicht nach. Eingesperrt also— in diesem einsamen Cartendaus. Niemand, der sie suchte, niemand, der sie vermißte und defreite. Die Augen wandten sich zu den Fenstern, die wie Butzenscheiben eng und gerahmt waren. Dort hinaus konnte sie also nicht. Ein wenig änestlich überdachte sie ihre Lage. Stunden mochten inzwischen verronnen sein. Schon griffen Abendschatten durch den kleinen Raum. Sollte sie rufen, eien Scheibe zertrümmern und sich bemerkbar machen? Aber wer würde ihre Stimme in diesem abgelegenen Gartenwinkel hören? Die beiden Lauscherinnen in ihrer Giebekstube entwarfen die seltsamsten Vorstellungen von der unbekannten Erbin. Was hatte sie so lange in dem kleinen Lustbause zu tun? Da, ließ sich nicht ein dumpses Pochen und Scharren vernehmen? Beide beugten sich zum Fenster hinaus. Ganz deutlich war es wieder zu hören. Das klang, als sei ein Mensch in Not. Sollte der Fremden da unten in dem stillen Gartenbäuschen etwas zugestoben sein? „Jedenfalls muß man sich darum bekümmern", entschied die Lehrerin, die meinte ganz deutlich ein fernes Rufen gehört zu haben. Sie berieten miteinander und stiegen hinab in den Garten. Jetzt meldete sich eine Stimme deutlicher. „Ach, bitte, öffnen Sie doch das Lusthaus, ich bin erngeinerrt! Es gelang, und die drei weiblichen Wesen standen sich im Abenddämmern staunend gegenüber. Ein rasches Fragen und Antworten, dann ein munteres Lachen. Olga nannte die beiden alten Damen, die voll beiliger Scheu den großen schönen Besitz betrachteten, ihre Lebensretterinnen. Man lernte sich näber kennen und bald saßen die beiden Gartensteundinnen aus dem Giebelzimmer mitten in dem kleinen Paradies. Ja, sie durften sich nach Herzenslust darin ergehen, denn Olga Rot begab sich wieder auf eine Künstlerreise, während dessen die beiden alten Damen die Herrschaft über Garten und Haus erhielten. Scherz= Humor= Satyre Skataufgabe. E(Hinterband) gewinnt auf folgenden Karten n=Handsoiel Versteckrätsel. „Wieviel Achsen hat wobl dieser Zug?“ In diesem Satze ist ein Fisch verborgen. Wie ist der Name desselben? * Scherzzebus. Was ist das? Oft is in West mit Lille von zwei ZwischenEs derf immer nur ein der Nätsel in der * Auflösungen aus voriger Nummer. Auflösung des Besuchskarten=Rätsels. Soartossenrerdant! * Austöfung des Silbenrätsels. 1. Parts, 2. Ruder. 3. Emn, 4. Joak. 5. Sommer, 6. Atma, 7. Badel, 3. Büffel, K. Arco, 10. Untergrund. Preisabbau— Dollarkurs Auflösung der Schachaufgabe. 1. Oht 57, Sch-es, 2. S63-14 matt. A. 1. Sch-44 2. Se2-11 matt. B. 1....„ 6ch beliebig anders. 2. Dh7-E matt C. 1, K45-ct, 2. Ob7-et matt. D. 1 K45X e, 2. Un7-17 matt. Auflösung des Verierbildes. „Wo ist der Julujäger?“ Bild kovistellen, dann rechts am Rande zwisch.o dem Bambusrodr. * Auflösung des Bilderrätsels. „Unrecht leiden schmeichelt großen Seelen.“ Der Multiplikator. Von Albert Socht. Kaufst du deut' in Stadt und Land Iroend einen Gesenstand Und du fragst so nebenbei, Was der neueste Preis wodl soi. Soricht das Fräulein:„Bitte sehr! n Ausendlick, wein Herr. erst schaun auf den Berater: den Multiolikater!“ Teittst du eine Reise an Oefter mit der Eisenbahn. Oder schreibst du einen Brief. Denk daran: der Posttarif Und das Eisenbabnbillett Kuenen deute auch ihr Fett Von dem Allerweltsdiktator: Nämlich dem Multiolikater Kurz, es wird mustivliziert, Bis wir alle inftziert Erno von drrsem Gilhewach, Dem verwunschten T4onurg, Und zu End ist erst die Pein. Wenn man uus im letzten Scheein Einschorrt in die terra mater OE— mis. T11 Vatsamt dem Multipktkater! 9 Suie eun uie ur ee. Basel seinen Lauf verändert und in rechtwinkliger Biegung seine Stromveränderung gen Norden fortsetzt, bat dortlands wenig Berge und stolze Höhen mehr zur Seite, die ihn an seine alvenumtürmte Heimat gemahnen. Doch schickt ihm der Schwarzwald einen seiner Ausläufer gleichsam als diensttuenden Kammerherrn entgegen, daß er den Stromgewaltigen ehrerdietig empfange und ihm einen Gruß mitgebe an das, was jenseits Mainz wieder als fröhliches Gebirze seine User umsäumt. Selbiger Ausläufer ist eine senkrecht und steil in die Rheinflut abfallende Kaltwand, ein einzelner vorgeschobener Posten jener großen Heerschar, die der Belchen und der Blauen besehligen, hat keine sehr anmutige Form und wird von den Leuten seines gröblichen Aeußern balber mit nicht schmeichelbafter Benennung der„Klotz von Istein“ geheißen. Wächst übrigens heutzutag ein guter Tropfen Weines darauf. Als man zählte nach unsres Herrn Erscheinen vierbundert und fünfzig Jahr, war's ein spärlich bewohnter, wilder Strich Landes, was dort am rechten Rheinufer sich hinzog. Drüben am städtereicheren linken User galt römisch Recht und römisch Wesen, diesseits aber sahen und schweiften die Alemannen, ein rauh, streitbar, bärbeißig, dreinschlagend Volk— und war somit am Isteiner Klotz das alte Sprichwort„auf einen groben Klotz ein grober Koll" bezüglich der Landeinwohner ziemlich eingetroffen. Sie lebten in wenigen zeistreuten Gehösten, trieben Jagd im Schwarzwald und Fischfang in Bach und Strom, verschliefen manch lieben langen Tag auf der Bärenhaut, vertranken manch liebe lange Nacht beim Bierkrug und harrten, bis das Heerborn blies und sie zu keckem, wildwütigem Raubzug in des feineren Nachbars Land hinüberrief. Zu selber Zeit kam einstmals ein Mann den Rhein entlang geschritten, der sab trüb und traurig drein, war nuch eine bochaufgeschossene, blondlockige, rotwangige Gestalt, aber kein Landbürtiger, trug ein faltig Gewand wie einer, der bei den Nömern drüben gebaust, und schien einen schweren Kummer als Reisegeväck mit sich zu führen, denn er schaute oftwals in des Rheines grünflutende Wogen, als zön es ihn zu ihnen binunter und möcht' er am liebsten auf küblem Stromgrund sein Quartier nedmen. Wie er aber auf einsamer Wanderung jene Kalkwand erschaute und über Stein und Fels pfadlos bergan scheitt, gefiel ihm der Plotz; demn in der Berzwand war ein schattiger Höblenraum, wo sich ungestört in den Rbein dinunter und zum Vogesenweld hinüderschauen ließ: kein Menschenlärm umtönte sein Ohr, und friedlich und groß trug der Strom seine rauschende Flut vorüber Der Mann diet Hugideo und sprach:„Hier will ich ein Nest in den Fels bauen wie eine Mauerschwalbe und in Frieden gebarren, bis mein Tag sich neigt; das soll meine letzte Kunst sein!“ Am Rhein drunten fand er einen alten Salmenfischer, der dieh Nedi, und gab ihm Bescheid, daß niemand einen Zwing und Bann über den Klot von Istein äbe, und daß Rester bauen könne, wer da Gelüste trage und des Mauerns kundig sei. Da bub der Fremde an sich einzubauen in die Hödlung des Fessens; er schien den Römemn ein Stück ihres Archttekturwesens abgesehen zu haben: in kurzer Frist stund ein steinern Gelaß keck und wobloeschirmt in schier unnadbarer Abgeschiedenbeit errichtet— ein Klaronerbinelein wie demmal an wanden wialischen und gallischen Berg manches eingeklebt stund; denn ein anständigen Mensch hatte in seldiger Zeit eber Drang und Erund, die Welt zu flieben, als sie zu Als es fertig war, ging der neue Siedel auf etliche Tage von dannen über den Rbein hinüber, und als Hugideo. Eine alte Geschichte von Joseph Viktor von Scheffel. er wieder kam, trug er einen Korb mit Fisch= und Jagdzeun auf dem Rücken und eine schneeweite Marmorbüste auf dem Haupte und trus Geröte und Marmor den Berg hinan in seine Klause. Die Büste aber war das Abbild einer jugendschönen Römerin, einer von jenen Kövfen, deren Anblick andertbalb Jahrtausende sväter den Altmeister Wolfgang von Frankfurt anmutete wie ein Gesang des Homeros:— das Haar in loser Flechte am Nacken geknüpft, frei, edel und groß das Antlitz, ein güldeener Reif um die Stirn. Jenseits des Steinhäusleins, da wo ein Felsvorsorung Raum gibt in der Biegung des Berges, hämmerte der Mann eine Nische in die Wand und stellte das fremde Frauenbildnis darein, als sollt es der schirmende Geist des Ortes sein und aller. die unten vorüber ruderten. Und auf daß kein ungeweihter Fuß sich jener Stelle nahe, steilte er die Felswand senkrecht ab und baute aus Tannenstämmen eine Zugbrücke, auf welcher er allein aus der Klause Rücksenster hinüberwandeln mochte. Was er sonst trieb, ward nicht viel ruchbar im Lande: Schiffer und Fischer, die in leichtem Kahn theinabfuhren, saben ihn oftmals bei sinkender Sonne drobensitzen und hinausschauen gen Süden; es wa: damals nicht Brauch, daß einer sich viel drum kümmerte, was der andere tat. und noch viel weniger. daß von Obriskeits wegen einem jeden der Deckel von seinen Töpfen gelupft ward— so ließen sie inn gewahren. Der Rhein aber schuf dem Klausenmann eine Arbeit eigener Art, denn er hält besondere Ordnung in Betreff der Toien, die seine Wellen sorttragen sollen. Wer fern im Bodensee oder an belvetischem Ufer ihm zur Beute wird, den behält er und trägt ihn gelassen weiter durch rauschenden Fall und Strudel und Höllhaken hindurch, bis er den westwärts gewendeten Lauf umkehrt; aber zur Wanderung den Norden in des Rbeinoaues frödlich Nebengefild rimmt er die Leichen des oberen Landes nicht mit, und in der stillen Bucht am Klotz von Istein spült er sie sorosam ans Ufer. Da kam oftmals Nebi, der Salmenfischer, zum Klausner gestiegen und rief ihn berab, den stillen, unbekannten Gästen die letzte Ehre zu erweisen, und sie schaufelien manchem ein Grab, den bei Schaffdausen oder im tosenden Strudel bei Lausenbum die Wellen verschlungen, und manchem, den an der Aare oder Neuß der Fischfang ins Verderben geführt: kam auch mancher geschwommen, dessen Schädel von alemannischem Schwerthieb klaffte, oder dessen Brust noch eine abgebrochene Speersoide trug... Alte und Junge, Nackte und Bekleidete wie solche, die nur noch einen Bundschub am rechten Fuß oder ein zerrissen Lederwams am Leibe trugen: alle wurden sie mit gleichen Ebren empfangen und in gleicher kühler Erde Im pierhunderteinundfünfziesten Jahre wor ein nilder Frühling aufoegangen und hatten nicht viele Leute Muhe, dem Sorossen der Schlüsselblumen und Simo der Nachtigallen zu lauschen. Bielmehr war ein Dranz in alle diesseits des Rbeins gefadren, als müßten sie selber Zugoözel werden und den Süden und Westen auschwarmen, nicht Singens halber, sondern bewehrt und beschildet auf Beute, Naub und Bölkerschaft. Und wieder kam Nebi, der Salmenfischer, berauf und sprach:„Hängt Euer langes Gewand“ an den Nagel, Huoideo, und rüstet Euch zur Heerfahrt; schon stedt der König Edel mit seinen Hunnenreitern unten gegenüber von Worms, und sein deller Hausen wird den Rbein schwimmen, daß denen drüben Hören und Seben vergeht.'s ist noch manch Stück Beute zu holen und manch römisch Maittersödnlein to! zu schlagen. Wir zieben auch mit im groden Hunnenschweif.„Alles mug ruiniert sein!“ sogt' Herzog Krokus' sekter Großmutter!“ Aber der Klausner schättelte soin Haupt und sprach:„Nein!“. Da sagte Nebi:„So beforgl statt meiner den Salmenfang!" Mählich ward's lebbaft und kriegslärmend am Rbein: die Volksgemeinden beschlossen auf idren Mai stätten, sich den Hunnen zuzugeseizen und mit idnen den grohen Vernichtungszug ins Herz von Gallien zu tun; im Schwarzwald klang die Art, und viel Flöde kamen rheinab geschwommen. Kabn und Brückenvolz zum Rheinüberzang zu beschaffen; wer ein costie Schwert hatte, schlift es blank, wer eine Reige Weins Im Keller bara, trank sie aus— die monogolische Gottesgeißel wirkte wie Magnei und zod das germanische Eisen an. Einstmals kam ein Schwarm des jungen, reisie streitbaren Volkes zu Hugidees Klause, ihn zwanas. weise mitzunehmen zur Heerfahrt, und sie sorachen: „Heraus, du Höhlensider, Berzspaltmeister. Zeitverträumer, heraus und mit uns! Der Edel soll leben. der große Held! Kannst drüben im Sallierland auch Tote begraben, dafür soll dir gesorgt werden.“ Er aber sprach wieder:„Nein!“ und als sie einen Grund wissen wollten, sprach er:„Ich din ein freier Juthung und Eurer Cent am Rbein nicht pflichtig. und wenn ich nein gesagt, so weiß ich niemand im Himmel und auf Erden, der mich zwingen soll, einen Grund dafür aabllerben: Da schalten sie ihn ein unmännlich Herz. einen Abtrünnigen, der, wie einst Serapion der Alemann, Vaterland, Heerpflicht und den eigenen Namen vergessen. Hugideo über fuhr unter sie wie ein Bär unter die Rüden und scheuchte die Schelter mit blutigen Köpfen zur Klause hinaus; und als sie in ganzer Schar anstürmten, trat er an das Klausenfenster, schwang sich über die Zugbrücke zum Fels mit dem Steinbild, zos die Tannenstämme an sich und stand nun jenseits des unnadbaren Aberundes wie ein Gewaltiger. Da belagerten sie idn zwei Tage, er aber verteidigte sich küdnlich, und manch ein Felsstück sles wodl geschleudert von seiner Hand in den tobenden Schwarm, so daß sie letzlich sprachen:„Das ist ein sondervarer Heiliger— wirft mit Steinen, die sonst koum ihrer drei erschwingen möchten, statt mit Gründen um sich— lassen wir ihn auf seinem Klotz!" Bald schallte in der Rbeinebene Hornruf und der alte Driensgesang vom Herzoz Krokus: sie zogen auf die Heerfahrt, die einen zu Notz, die andern auf woblgeschirrten Ochsenwager, mieder andere in schmalen Nachen, ein wenig bekleideter, aber mit Schwert, Axt und Schild sewaffneter wilder Kriederschwarm— alle landad zum groben dunnischen Rbein. übergang. Jetzt war's lange stiller und einsamer um den Klotz von Istein als je, und Husideo sah wieder wie sonst auf seinem Felsenvorsorung. Die Welt war ein klirrendes, schwirrendes Kricoslager geworden, dessen Lärm den Koisern zu Navenna und Besanz manch schlaftose Nacht bereitete,— die Wogen der groben Bölterfündflut schlugen über dem armen Gallien zusammen— er hörte nichts davon. An einem nebligen Herbstabend stand sein Freund, der Salmenfischer, wieder vor ihm; er trug eine Hand weniger, als da er ausgezoceen, und sonst noch etliche nambafte Spuren von Zerhackung und Zersäbelung, aber einen Gürtel um den Leid. schwer von römischen Soldmünzen, und ein vornehm soldarissie Schwert an der Seite. „Bei der Seele weiner Mutter, das war das äroste, seit die Welt stebt und bis sie wieder untergebt!“ sprach er..., und er erzählte ihm die Völkerschlacht auf den Katalaunischen Feldern, wo die Alemannen auf Attilas rechtem Flügel mit Franken und Gepiden wider des Actius Legionen gesochten. „Wasien und Web! König Etzels Kavo' ist zerschitten, sein Mantel abgesägt; uufre Besten sind tot. was übrig blieb, hat keört gemacht, in wenig Tagen SEEDE“ T 85.8S: kommt das Heergefolg heim...: es steht unte Degs noch etliches zu verwüsten, sonst wären sie schon da, wie ich.“ Hugzideo aber ging wieder hinüber auf seine Felsplatte, und als er jetzt nach seinem teuern Steinbild schaute, war der Marmor rostfleckig und eisenfarbig überlaufen von dem aus den Steinritzen träufenden Kalkgewässer. Darum nahm er'; heraus und stellte es auf die Mauer der Felsterrasse und reinigte es sorosam— und als er davor stand und seinen Blick darauf haften ließ, als wolle er sich ganz versenken in die Pracht der Züge, da ward ihm plötzlich, als ob dies Haupt voll stiller Majestät auc zu ihm berüberblicke mit beseelten Augen; ein seliger Schauer zog durch des einsamen Mannes Herz, und er drückte einen Kuß auf die steinerne Stirn. Da wich die Büste von dem Mauerrand und stürzte hinah, schlus an die Felskanten auf, ohne zu zerschllen, zischte in die Rbeinflut und versank... Lange blicde ihr Hugideo nach, bis daß die letzten Wasserringe auf dem Spiegel der Wellen zerronnen waren; dann lächelte er vor sich din, gina in seine Klause dinüber, griff Schaufel und packe und omb ein Grab am Abbano seines Berges— seitwärts von der Rheingestrandeten gemeinsamen Rubestatt. Als er aber nach vollendeter Arbeit wieder zur Klause heimgekehrt war, kam plötzlich ein Gedanke über ihn, als habe er etwas zu tun vergessn.—„Noch etwas“, sprach er,„noch etwas!... Wie steht beschrieben in dem Liederbuch, dessen Sprache sie mich einst gelebrt: Te spectem, sppreina min cum venerit bora, te tencam moriens deticiente mann.. Und er stieg abermals hinad und grub ein zweites Grab neben das erste. Und seine Arbeit dauerte bis in die Nacht dinein Als er müde und spät seinen Berg binaufstien. stand ein greller Feuerschein am##deichen Himmel. und die Note naom nuht ab die ganze Nocht bindurch. Huoideo oder schritt unruhig ant seinem Fels auf und nieder, als scheuchten ihn alte Erinnerungen: er wähle und spähte durch den Schimmer der Nacht und sprach bastige, abzerissene Worte vor sich din, und sein Herz klovite beim fernen Feuergesunk. Es waren die Flammen von Augusta Rauracorum, der reichen, dochberühmten Römerkolonie, die Muna. tius Plancus einst als Vormauer gegen die Alemannen unweit Basel am Rheinesufer gegründet, prächtig in Tempeln, Wasserleitungen und Theatern, aber dem beutebunarigen Erenmachbar wie ein verlockendes Schaugericht vor Augen gestellt und jeto dem Untergang verfallen. Der bechausschlagende Feuerschein zeigte, daß die von den Katalaunischen Feldern beimkehrenden Alemannenscharen ihren Rückwen dort vorüber genommen. Frühmorgens kam Nebi, der Fischer.„Habt Ihr gesehen?“ sprach er.„Wieder ein Städtlein weniger und ein Trümmerhaufen mehr! Augst, was taugst? ... Er bites über die hohle Hand weg..„Waffen und Weh! Waffen und Weh! Nehmt Eure Schaufel und kommt: es gibt Arbeit!“ In der Bucht des Rheines auf dem weißen, schimmernden Ufersande lag angelandet einer Jungfrau Leiche, die weiße ubmische Tunika wasserschwer um die schlanken Glieder geschmiegt, das Haar mn Flechten über den stolzen Nacken wallend, die Stirn von soldenem Reif umfaßt. Unter der linken Brust klaffte ein leiser Riß im Gewand, wie vom Stich einer schneidigen Waffe. „Merkwürdig", sprach Nebi, der Fischer,„wie die blasse Maid dem Marmorbilde gleicht, das Ihr auf dem Berg droben aufgestellt!“ „Ja wobl...!“ sprach Hugideo. Lang und starr stand er vor der Leiche.. Te spectem, suprema mihi cum venerit hora, te tencam moriens deticente mann... ... Er bob sie emvor und trug sie mit starkem Arm den Bero hinauf. „Was habt Ihr gesagt, Hugideo? Halt an, Hugideo! Wodin, Hugldeo?“ rief Nebi, der Fischer, und ließ erstaunt seine Schaufel fallen.„Die Gräber steben ja dort zur Rechten.“ „Begrabe sie heut nacht!“ sprach Hugideo Und er trug sie dinauf in seine Klause und setzte #e sorosam auf die steingebauene Bank der Zelle und sotte sich Ur gegenüber und bielt wache und stocht vom Eseu, das den Fels umrankte, wwei Koäme und schmückte das Haupt der Leiche und ein eigenes damit und füllte sich einen Becher Weines und nickte ihr zu, da er ihn leerte, und wich nicht mehr von ihr. Um Mitternacht aber trug er sie hinab, wo die zwei Gräber, von seiner Hand aufgeworfen, zum Empfang verüstet standen, und sentte sie ein und warf drei Schollen alemannischer Erde als letzten Sruß auf die tote Römerin und begrub sie in einsamer Stille der Mondnacht und wälzte einen Stein auf das Grab. Denn eing er zu des Fischers Hütte und rief binein:„'s ist besorgzt, alter Schaufelbruder, und der Rudeplatz neben ihr ist für mich, merk dir's!“ Den folgenden Tag trug der Rbein manchen aus Ufer, an dessen Leichnam der Mauerkampf und Fall und Mordbrand von Augusta Rauracorum mit blutigen Zügen geschrieben stand. „Auch du, Junius Messianus, alter Baumeister, Freund und Lehrer!" sprach Hugideo, da sie einen ehrwürdigen, wundenbedeckten Graukovi aus den Fluten zogen Aber bei einem Anblick schüttete er zusammen: ein trotzig keckes, arthiebdurchfurchtes Männerhaupt tauchte auf; ungerührt zog Nebi, der Fischer, mit langem Schiffshaken den Toten ans Land: Rüstung und Schmuck zeigten die Leiche eines Centurio der zweiundzwanzigsten Legion, der primixenia pia fidelis; noch hing im Gürtel sein zweischneidiger Dolch. Da flog ein höhnisch Lächeln über Hugideos Antlitz; er löste die reichgeschmückte Waffe vom Gürtel des Toten und beschaute sie lange— ein großer Onyx prangte im Griff, Fortes adiuvat ipsa Venus stand um das feingeschnittene Bildwerk geschrieben. Husideo steckte den Dolch zu sich und sprach grimmig zum Fischer:„Alle hier!.. nur diesen nicht!“ Und sie schleiften den Erschlagenen an seinem dunkeln, stellenweise brandversengten Lockenhaar in den Nachen, verdeckten ihn mit übergeworfenen Netzen, fuhren ihn weit von dannen aus der Bucht in den reißenden Talweg des Rheins und warfen ion ohne Segen und„Fahrwohl!“ wieder in die Fluten, auf daß er landabschwimme, weit, weit aus ihrem Nevier. „Es ist gut! sprach Hugideo. Dann fuhren sie heim.„Schau morgen früh ein wenig bei mir nach!“ rief er zum Abschied dem Fischer zu. Wie Nebi, der Salmenfischer, des nächsten Morgen zu Hugideos Klause kam, saß der aufrecht auf der Steinbank und hatte sich den Dolch des Centurio durchs Herz gerannt, daß er bis zum Griff im Körper baftete; ein stolzes Lächeln, schwebte auf seinen Lioven. Da begrub ihn der Fischer an der Seite der Jungfrau, die der Rhein gebracht. Die Tote hieß Beniona Serena und war die Tochter des Ainius Abundanlius, eines reichen, vor nehmen Mannes und kaiserlichen Steuereinnehmers zu Augusta Rauracorum. Sie hatte den priesterlichen Schleier genommen und der Göttin Cobele geheimnisvoll Bild im Tempel unten am Rheine gehütet; aber erst seit Frist eines Jahres. Früder war sie ein heiten Weltkind, die schönste im Reinen der Jung frauen, von vielen umschwärmt, von den geistreichen Pflastertretern der Provinzstadt als„Perle des Rheines" besungen. Hugideo. der Juthung, war vormals auch in Ausst gewesen bei den Römern... Heutigentags ist unweit jener Strandgrabstätte ein Tunnel in den Berg gebrochen, und die Lokomotive saust quer durch den Isteiner Klotz. Von Augusta Rauracorum ragen noch wenig verwitterte Backsteinmauern aus dem Wiesengrunde, darüber stalt römischer Imveratoren jetzt die weisen Väter des Kantons Baselland berrschen; aber dann und wann pflügt der Bauersmann einen güldenen Ring oder eine gewundene Armwange oder einen ehernen Hausgöten aus den Furchen beraus, und ein spätgeborener alemannnischer Nachkomme denkt dabei an jene Zeiten; denn im Greisenalter fallen den Menschen wie den Völkern die Geschichten der Kindheit lebhafter ins Gedächtnis als sonst, wo noch Taten der Männer zu tun sind. bie Klöster daben die Mönche nie ins Blaue dincingedaut, und wer auf seinen Wanderfahrten sich von Kloster zu Kloster tasten kann, wird nie schlecht dabei fahren. Gibt's nicht gut Bett und Speis' und Trank dort— und das kommt selten vor—. dann hat wenigstens Auge und Gemüt einen Festtag. Meist wohnen deim Kloster beide beieinander: sette Weiden und stille Wälder, über Karpfenteiche fliegt das Auge und über fette, schöne Lande, und über das bastende Bächlein unt seinen klaren, feischen Wassern mag sich Herz und Magen freuen. Der Magen wezen der Vorellen... Wessodrunn! Wie ernste, schwere Musik lag mir der Name seit Jadren in den Ohren. Seit jenen Tagen, da unser Magister in der ersten altbochdeutschen Stunde mit dem ältesten deutschen Livenaturdenkmal, dem Wessodrunner Gebet, begann, das auf Hochdeutsch lautet: Da erfuhr ich unter den Menschen Als der Wunder größtes. Daß die Erde nicht war, noch der Himmel darüber, Noch Baum noch Berg. Daß kein leuchtender Stern, noch die Sonne schten, Kein Mond noch glänzte und kein großer Ser. Im einem alten Kloster in den Vorbergen der Alven hatte vor tausend Jahren ein Klosterbruder diese frommen Verse auf Pergament gemalt, das beute zu den kostbarsten Schätzen der Münchener Staatsbibliothek gehört. So oft mir diese Berse wieder vor Augen kamen, sah ich im Geiste ein mächtiges altes Kloster mit Rundbogen, mit schlanken Säulen und schönen Kapitälen tief drunten im Tal mit stoilen Wänden und stillen, düsteren Tannen.“ Und was sand ich, als mich nach Jahren ein sonniger Maitag nach Wessobrunn trieb? Ein Idoll voller Sauftmut, nicht tief deunten in einem Tal mit steilen Wänden und stillen, düsteren Tannen, sondern doch droben in einer kleinen Mulde einer Hocholateaus. Keine Häuser, die sich fürchtend aneinanderschmiegen, keine schlanken Säulen und schönen Wessobrunn. Von Emil Herold=München. Kapttälr, sondern uralte Linden. Ahorn, Buche, Eiche. Kein Düster, aber lachende Sonnenhelle. Ein breit angelegtes Dorf, fast verschwenderisch angelegt, und einen langen, schmalen Bau. der mehr einem Schloß gleicht, denn einem Kloster. Roch war ich versunken in diese Fülle von Schönbeit, Licht und Sonne, noch überrascht, wie arg mich meine Phantasie getäuscht. Da drehte ich mich um, den Weg zu schauen, den ich gekommen. Und auf einmal lag sie da, jene schwere, düstere, erhabene Landschaft, die mir einst aus den alten Versen herausgewachsen war: eine weite, weite Fläche mit Hunderten von Wäldern und Wäldchen, mit Mooren und Weihern, und hinten in der Ferne ragten ehern die Berzriesen empor. Wie Mauern aus Bronze. Und eines begriff ich: Was jenem Mönch vor tausend Jahren „die Feder in die Hand gedrückt". Daß aus dem Chaos,„da die Erde nicht war, noch der Himmel darüber, noch Baum noch Berg, da kein leuchtender Stern. noch die Sonne schien, kein Mond noch glänzte und kein groher See,“ daß aus diesem Chaos eine solche Fülle von Majestät und Schönheit geworden war, gewiß, das war der Wunder größtes! Wessobrunn ist leicht zu erreichen. Man fährt von München den Bergen zu, am Starnberger See vorüber. In Weilbeim zweigen zwei große Straßen ab, die eine nach Oberammeraau, die andere nach Wessohrunn. Die ersten vaar Kilometer führen durch Hochmoor. Wer die Schönheit einer moorigen Gegend nicht zu schätzen weiß, der wird seufzen; aber er er bei Zellsee die Landstraße verläht und dem Thalsilobach entlang auf schmalem Fusp#ad in die böbe steigt, die Heiterkeit des Tales um lo angenedmer ompfinden. Bald sieht man Wessobrunn droden Rezen. Note Dächer und weide HäuserRote Dächer und weide Häuf dalbversteckt zwischen grünen Baumgruppen, und ein Sattelturm, dem das Alter das Haupt gebrännt, mit ein vaar romanischen Fenstern in der Siebelwand verrät es: das ist eine die Geschichte hat. Wer in der Natur lesen kann. braucht sich von keiner Karte den Weg weisen zu lassen; er geht von selber weg von der Straße, auf schmalem Pfad dem Bächlein nach. Kristallen ist sein Wasser und seine raschen Wellen murmeln's, daß Forellen drinnen wohnen. Eine uralte Ziegelhütte von fast nordischen Formen, über die die Zeit eine rotbraune Patina gestäubt, steht wie ein Eckpfeilee am Eingang des Tales. Eine Viertelstunde gebt's über einen Wiesentepvich, dann drücken steile Häng. das Tal zusammen. In Windungen leicht bergan, über Stege und Steachen, unter Buschwerk hindurch und dann wieder über Wiesen mit Orchideen und bimmelblauen Vergißmeinnicht, an einsamen Bauernhäusern vorbei... alle fünf Minuten ein anderes Bild. Seltenr Bäume, wie aus einem alten Park entforungen, säumen den Hanzweg ein, und ehe man sich's versiebt, ist man droben auf der Höhe, die sich wie ein Niegel quer vor das reizende Tal legt. Und der Knopf auf diesem Niegel ist Wessobrunn. Das Dörschen hat eine alte Geschichte. Seine Lage auf der Paßböbe der Straße, die den Römern von Augsburg an die oberbaverischen Seen führte, der weite Blick, den man von dieser Höbe aus dat, muß jenem Gelehrten recht geben, der den alten mächtmen Turm im Klosterhof als römischen Wartturm de zeichnet, dem man erst Jahrbunderte später die christliche Kavuze aufvesetzt hat. Die Sage freilich will die Gründung des Dorfes anders: Herzog Thassilo sab auf einer Jagd unter einer“alten Eiche, die auberbalb des Dorses an der Parkmaner steht, im Traum eine Quelle, die in Kreuzesform auseinanderzing. Der Herzog ließ die Quelle, die bald darauf einer gen, eteue aubend, kasen— es i eine dur en Quellen, die ich je gesehen— und dicht dahei ein Kloster gründen. Das soll, im Jahre 753 gewesen sein. Schwere Schicksale haben auf der Benediktiner= abtei gelastet. Wiederbolt ist es verstört worden. Von der alten Herrlichkeit aber ist nichts übrig geblieben als eine verwitterte Säule, die einsam im Obstgarten steht... * Goethe und das Tauchstädter Theater. Von Karl Witel. icht weit von Merseburg liegt in anmutiger Schönheit Lauchstädt mit seinem altbekannten Mineralbrunnen. Schon früher suchte das kleine Badestädtchen nach Zerstreuuno für seine zahlreichen Badegäste. Mit der Geschadte seines Theaters ist der Name Goethe unlöslich verknüpft. Verdankt es ihm doch in erster Linie sein rasches Aufblühen, und noch heute raunt aus ihm die Tradition an diesen gewaltigen Geisteshelden. Aus dem Jahre 1761 stammen die ersten verbürgten Nachrichten. Damals war„ein Comödiant namens Johann Ernst Wilde, aus Leipzig gebürtig, welcher mit sehr guten Attestatis versehen war,“ beim Amt vorstellig geworden. Er brachte eine gediegene Laufdahn mit, hatte an verschiedenen bekannten Höfen gespielt, auch in Dessau. In seiner Eingabe schreibt er, daß er vorhabe,„wöchentlich einige Male mit Komödien, so er auf eine besondere Art durch Marionetten aufzuführen wisse, aufzuwarten.“ Zugleich bietet er Vorschläge. Er„wolle daher untertänigst gebeten haben, ihm zu diesem Behuf das auf der Allee befindliche lange Gebäude gnädigst zu concedieren. Nächst ihm wären noch sechs Personen, die er zu gedachtem Spiele nötig hätte, und die sich überall eines ehrbaren und unsträflichen Lebens beflissen. Er werde keine Zoten and Possen, sondern vielmehr die besten und meistens des Professors Gellert theatralische Stücke aufführen, sei auch nicht willens, in gedachtes Gebäude ein ordentliches Theater einzubauen, sondern brauche nur einen Raum von vier bis fünf Schritten.“ Man entschloß sich, ihm die Erlaubnis gegen zwei Taler Entgelt, die er aus Merseburger Waisenbaus abführen mußte, zu geben. Täglich wurde gespielt, nur Sonntags nicht, da dann in diesem Raume ge. lanzt werden mußte. Das junge Unternehmen batte guten Anklang gesunden. 1776 traten zwei Direktoren in Konkurrenz, Pauser und Koberwein. Dem letzten erkannte man die Konzession zu, derart,„daß. wenn die durchlauchtigstr Landesberrschaft bei der Anwesenheit in Lauchstädt eine andere Schausvielergesellschaft genehmigen sollte, die Erlaubnis nicht vorerteilt zu echten wäre.“ Wieder türmten sich die Schwierigkeiten, da man daran ging, ein neues Schausvielhaus zu schaffen.„Nun habe ich“ schreibt am 5. April 1776 Koberwein an den Amtmann Böschen,„mit dem Zimmermann Baufeld einen Accord geschlossen. Ich muß ihm für die Baude 300 Taler zahlen und gebört kein Stückchen meine davon, und wenn ich sie käuflich an mich bringen will, muß ich ihm 400 Taler zahlen.“ Auf dem Platz, wo später das heutige Schauspielbaus gebaut worden ist, wuchs ein bretterner Theatervalast In die Höhe, von 50 Fuß Länge und 30 Fuß Breite. Was der Direktor mit seiner Truppe gespielt, ist nirgends verzeichnet. Es muß auf sehr schwachen Füben gestanden haben, denn bereits 1785 schreitet Joseph Bellomo, Theaterdirektor in Weimar, zu einem Neubau, einem hölzernen Komödienhaus. Goethe spricht sich 1802 darüber aus:„Die Bühne von Lauchstädt war von Bellomo so ökonomisch als möglich eingerichtet: ein paar auf einem freien Platz stebende Brettergiebel, von welchen zu beiden Seiten das Pultdach bis nabe zur Erde reichte, stellten diesen Musentempel dar: der innere Raum war der Länge nach durch zwei Wände geteilt, wovon der mittlere dem Theater und den Zuschauern gewidmet war, die beiden niedrigen schmalen Seiten aber den Gardesoben! Bellomo muß es mit seiner Kunst sehr ernst genommen haben. Der Chornist behauptet von ihm, daß in sein Komödienhaus der Geist der neuen Zeit ein gekehrt sei. Goethe lobt:„Bellomos Nevertorium war schon von Bedeutung. Ein Direktor spielt alles, ohne zu prüfen; was fällt, hat doch einen Abend ausgefüllt, was bleibt, wird sorgfältig benutt. Dittersdorfsche Opern, Schauspiele aus Ifflands bester Zei fanden wir und brachten sie nach.“ In Weimar hatten sich die Verhältnisse sehr verschoben. Karl August hatte hier ein eigenes Theater ins Leben gerufen und Goetbe mit seiner Leitung und der der Bübne in Lauchstädt 1791 beauftragt. Nun brachen die Glanztage dieses Badetheaters an, die bis zum Jahre 1811 dauerten. Mit vollem Interesse ging Goetbe an seinen neuen Schaffenskreis. Einen Teil der Bellomoschen Trupve wählte er als Grundstock aus und engagierte noch neue Mitglieder. Es sei vor allem des„unvergeßlichen“ Makolmi und der vierzehnjährigen Tochter des kurs vorher verstorbenen Schauspielers Neumann, Christiane, gedacht, die er das „liebenswürdigste, natürlichste Talent“ naunte. Ihre Ausbildung ließ er sich ganz besonders angelegen sein. jedem Stück den Vorzüglichsten zu bemerken und ihm die andern anzunäbern.“ war Soethes Taktik. Verschiedene Schauspieler wannen sogar Fäden näberer Beziebung zu dem Badestädtchen. Strohmever schlug sein Heim auf. und noch beute stößt man hier auf seinen Namen. Eduard Genast war von seinem Vater zum Konditor bestimmt, und nur dem Einfluß Goetbes hat er es mit zu verdanken, daß aus ihm ein so berühmter Meister der Bretter grworden ist. Christiane Neumann, Soetbes Eupbrosone, trat mit dem talentierten Schauspieler Becker(Heinrich von Blumenthal), Voß mit der Demoiselle Porth in den Hallenser Studenten stellten zahlreiche Besucher, um den Schwung Schillerscher Reden zu kosten. Mit ihnen kamen die Künstler recht gut aus, wenn sich auch hier und da der jugendliche Uebermut zu einer Kirschkernkanonade binreihen ließ. In seinen Anualen spricht Soetbe verschiedene Male von dem Stoff, der dem Theaterpublikum geboten wurde.„Die Zauberflöte bewährte noch immer ihren früberen Einfluß, und die Overn zogen mihr an als alles übrige. Don Juan, Doktor und Avotheker, Sosa Nara, das Sommerfest des Braminen de friedigten das Publikum. Lessings Werke tauchten von Zeit zu Zeit auf, doch waren eicentlich Schrödersche, Ifflandsche und Kotzebuesche Stücke an der Tagisordnung. Auch Hagemann und Großmann galten etwas. Abällino ward den Schillerschen Stücken ziemlich gleichgestellt.“ Die äußere Lage des Theaters wurde immer mißlicher. Becker schreibt unter diesen schmerzlichen Emofindungen folgendes:„Unser Theater hier in Lauchstädt ist so übel beschaffen, daß es sowohl auf dem Theater als auch auf dem Platz der Zuschauer ein regnet, und in unserer Mannesgarderobe können wir gar nicht mehr bleiben, wenn es regnet. Wenn kein neues Haus gebaut werden wird, so wird zum künftigen Jahre dieses neu gedeckt werden müssen. Die Studenten nennen es nur eine Schafbütte: darum fällt auch die Achtung weg, auf die wir Ansoruch machen können, weil wir in einem so elenden Hause spielen, in dem sich nichts gut ausnimmt.“ Schon lange trug sich Goethe mit dem Gedanken. der Kunst eine würdige Heimstätte zu bieten. Er überreichte 1796 dem Kurfürsten Friedrich August ein Gesuch, das sich mit der Notwendigkeit eines Theaterbaues befaßte. Mancherlei Bedenken wurden laut, immer wieder wurde der Bau hinausgeschoden. in der Stadt waren Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Der Magistrat wollte seine Einwilligung nicht geben, weil— auf dem Platze so schöngewachsene, altehrwürdige Bäume sich erhoben. Doch Goetbe gebrauchte, wie das„eimaur Sonntascbleitt erählt, einen Gewaltstreich, indem er in einer monddellen Nacht befahl, die schönen Bäume abeubanen, die sich auf dem Platz zum projeklierten Bau befanden. Die Architekten Gentz und Rabe wurden damit betraut, „einem Lauchstädter Hausbau die Gestalt zu verleihen.“ Ueber den Gang der Dinge berichtet Soetb1802:„Von dem Drang der Umstände, von unrubiger Tätigkeit, von leidenschaftlicher Kunstliebe, von unversiegbarer Produktivität getrieben beseitioen wir endlich alles Entgegenstehende: Ein Blan ward entworfen, ein Modell der eigentlichen Bühne gefertigt.“ Am 26. Juni desselben Jahres ward der Tempel eröffnet. Goetbe datte eigens ein Vorspiel:„Was wir bringen“ geschrieben. In die Hauptrollen teilten sich Makolmi, Becker und die Damen Beck, Maaß, Jagemann(Ersatz für die verstorbene Neumann) und Makolmi. Die Besucher tobten vor Beisall. Christiane Bulvius schilderte den Erfolg in einem Briese an einen Weimarer Bekannten.„Es lebe der größt Meister der Kunst. Soethe!“ riesen die Studenten. An das Vorspiel reibte sich Mozarts Over„Titus“. Schiller hatte mit dem Ausbau seines eigenen Hauses in Weimar zu tun, weshalb er nicht erscheinen konnte. Am 2. Juli 1803 wurde er mit großen Ehrungen empfangen. Im ersten Abend wurde„Wallensteins Lager“, am zweiten die„Braut von Messina" gegeben. Am 4. Juli schreibt er über die sonderbare Auffüdrung an seine Frau:„... Lustig und fürchterlich zugleich war der Effekt, wenn bei den gewaltsamen Verwünschungen des Himmels, die Isabella im letzten Akt ausspricht, der Donner einfiel; und gerade bei den Worten des Chors: Wenn die Wolken getürmt den Himmel schwörzen, Wenn dumpftosend der Donner hallt, Da. da füllen sich alle Herzen In des furchtbaren Schicksals Gewalt fiel der wirkliche Donner mit fürchterlichem Knallen ein, so daß Graff ex tempore ein Geste machte. die das ganze Publikum ergriff.. Anläßlich der bundertjährigen Feier der Fassung der Heilquelle wurde 1810 eine würdevolle Gedenkfeier veranstaltet: Festzua. Gottesvienst. Festvorstellung im Soetbetheater und Ball. An diesem Ehrenlage soll das Theater seine döchste Besucherzahl gezählt haben. 1811 schieden die Weintarer, und mit ibnen erstarb auch der Ruhm der Bühne. 1K“4 war Richard Wagner an ihm als Kavellmeister tätig. Ein glänzendes Kostümfest beging man in ihm am 2. Juli 1896. Die alte Zeit sollte noch einmal in ihrer Pracht aufersteben. Am 7. Mai 1905 erschloß das Kunstinstitut seine Pfortrn zu einer Schillerfeier, wie sie wohl an wenigen Orten gehalten sein mochte.„Kabale und Liebe“ ging an jenem Tage über die Bretter. Der Anstoß zu neuem Ausersteben war gegeben, als ein Hallenser Kunstfreund die Mittel zur Verfügung stellte, gleich einem Phönix das Theater wieder aufleben zu lassen im Stile der Goetbeschen Zeit. Die Regierung und die Provinzialverwaltung gaden Mittel zu Mustervorstellungen klassischer Stücke. In diesem Sinne ist der Musentempel das berrlichste Deufmal. das man dem unsterblichen Dichterberos Goctbe dank. bar zu Füßen legen konnte. Mögc es bald wieder zum alten Glanze auferstehen. Zur Renaissance der Ulysterienspiele. sitte August erbielten alle Freunde einer dem Schmutz und Schund abbolden Büdnenkunst in Söttingen eine freudige Ueberraschung. In der aus katholischem Mittelalter stammenden, jetzt protestantischen Albanikirche brachten 14 Studenten und Studentinnen die Mosterienspiele„Hiob" und „Kain und Abe!“ in seinsinniger Form zur Darstelbuung. Der einheitlich wunvervare Rhythmus der Auffudrung oftendarte das frudlingsbast orangende rE Aan Levensgesudl der Jugend, die nuht von dem eingebiddeten Priotlag religiöser Miuderwertigleit sogenannter intellektueller Kreise zur Kulturüberattigung lam, sondern mit ihrer eiementaren Sehnsucht nach neuen Ausdruckssormen in der mittetalterlichen Doosteniendramatt die parmonte von Neugion und Drama sond. war dis literarische Einführung bei uns zur Auffuorung ner früber in oberflächKritik 1 besiebte, konnte man finsteren" Mittekalter zu sich jetzt nicht nur an Würdigung von Lich und Schotten erfreven, lo# der beft leiberichettichen Bübnenentartung und ein tieses Sehnen nach volksgeborenen Weibesestwielen in kaltureller vovenlage des latbolischen Mittelalters bemerren. And der starte Jubrang zur Auffuhrung wie die jebendige Teilnahme an der fast klassisch=schönen Darstellung zeigten auch dem Steptiker, daß verade die religiöse Grundlase der Mosterienspiele die stärkste Anziehungskraft ausübte Wenn schon diese Mosterienspiele„Hiob" und und Abel“, die doch keineswens die Haupttatder biblischen Heilswahrheiten bebandeln. tiefen Eindruck erzielten, wie müßten da erst die mittelalterlichen Passionsspiele und Weibefestspiele zu Fronleichnam. Ostern, Pfinosten und Weibnachten wirken! Oder etwa Calderons Sakramentales in ihrer einzigartigen Großertigkeit, mit ihrer ungekünstelten Religiosität und unmittelbaren Naivität, mit ehrer vortreißenden Problematik in erlebnisdurchglühten Dialogen! War nicht ein Goethe in seinen Gesprächen mit Eckermann der Ansicht, duß er riit der Auffübrung dieser Werke Calderous jederzeit einen seelisch tiefen Eindruck errrngen wurde? Da drängt sich nun von selbst der Gedanke auf, warum auf katholischer Seite nicht intensiv der Versuch gemacht wird, solche, aus katbokischem Mittelalter stammende Mosterienspiele in dieser grauenvollen Passionszeit des deutschen Volkes aufzuführen. Oder soll es uns auch dier wieder emehen wie mit den gehaltvollen Werken deutscher Mostider, die als ureigenrer katdolischer Besitz viele Jadwehnte dindurch zur Neuherausgabe keinen katbolischen Verleger fanden, bis endlich dem protestantischen Verleger Diederichs=Jena diese Wiedererweckung unersetzlich, religiösen Gutes gelang? Und dabei haben die deutschen Katholiken einzigseltene Werke voll hymnischen Schwunges in der Dramatik Oberammersaus und Erls und hervorragende Dichter und Erneuerer dieser Mosterienspiele, wie die Aufführung von Werken eines R. von Kralik in Wien und Düsseldorf, eines Eckert in Frankfurt und Fulda, eines Ludwie Rüdling in Fulda und Krefeld glänzend bewiesen haben. Wenn nun die großen Erfolge der Spiele Göttinger Studenten in Göttingen und Marburger Studenten im vergangenen Jahre in Bad Ems. Heidelberg und in schweizerischen Städten deutlich zeigen, daß im deutschen Vokk, namentlich in der deutschen Jugend ein neues Lebensgefühl in den Pausen des wirtschaftsdämonischen Zwanges zur Erneuerung dieser radikalkatholischen Weibesestsviele drängt, so sollte insbesondere die katholische Vereinsbühne sich losreißen von den seichten Werken dekadenter Asphaltmenschen. Wird man im Sinne des„Gralprogrammst und Emil Ritters„Volkskunst“ sich zurückbesinnen ent die große mittetalterliche Tradition, gleichweit entfernt vom Amerikanismus der Tatsucht und Asiatismus der Traumstarrheit in der Darstellung des Trous des gottbezogenen Menschen, dann kann eine Renaissance der Mosterienspiele ein Weabereiter zu momentaler Formgebung religiöser Wiedergeburt Deutschlands werden! 915 15 . S a 5 8 S. g AI be.2 S 3238•7 S 97 5 2 2 9 2. 8 8• 8 2 X 5 SSrir E 55 ERSSES S•g. S ERSSSS S 5 — G 60— — W"** 2 1 □ 9 2 0 Zur Umgestaltung unserer Wohnungswirtschaft. „Ven bausewerkschaftlicher Seite wird uns geschrieben: „ n den letzten Monaten und Wochen hat eine immer stärkere.,„ Einschränkung der Bautätlokeit Blatz oeariffen Namentlich im westlichen Industriegebiet ist eine fast völlige Stillegung der gesamten privaten Neubautätigkeit zu verzeichnen. Ebenso ist auch der bislang mit öffentlichen Mitteln unterstützte Wohnungsbau überall ins Stocken geraten, und weitere öffentliche Mittel sind nach den letzten Bekanntmachungen des Reichsarbeitsministers nicht mehr zu erwarten. schon berücksichtigen, daß das deutsche Baugewerbe Schlüslelgewerbe ist, und daß zablreiche andere Industrien und Gewerbe mit gewaltigen Arbeiterscharen von ihm abban gig sind, so daß eine Stillegung des Baugewerbes lähmend auf die ganze Wirtschaft wirken muß. Deshalb erscheint es als ein Kernproblem des deutschen Wiederaufbaus, den deutschen Baumarkt wieder zu beleben. und dadurch einerseits der immer größer werdenden Wohnungsnot einen Damm entgegen zu setzen und anderseits die Erwerbslosenfürsorge erheblich zu entlasten. Kein Zweifel, daß die Stillegung der Bautätiskeit den volligen„Zusammenbruch unserer Wodnungswirtschaft in kurzer Zeit herbeiführen muß Die Wohnungsnot. hat einen so bohen Grad erreicht, daß jede weitergebende Einschrünkung der Wohnunogbautätie keit zu einer Katastropbe führen muß. Heute'sch sich großer Kreise von Wodnungslosen. schränktesten und in sittlicher und bo völlig unzulänglichen Räumen hausen zweiflung bemächtigt, die einen gefäh innerhalb unseres politischen Lebens darstellt. Immer wieder wird darauf hingewiesen, daß wir doch die ersorderlichen Robstoffe zum Häuserbau im eigenen Lande besitzen, und daß Tausende axbeitsloser Pauarbeiter und Baustoffarbeiter gern ihre Arme zur Perfügung stillen wollen, daß deshalb also das Orsanssationsvroblem der Verbindung von Kavital und Arbeitskraft, zum Häuserbau nicht unlösbar sein kann An der eingetretenen Krise trägt die Hauptschuld die mangelhafte Durchführung des Systems der gebundenen Pohnungswirtschaft. Hinsichtlich der Finanzierung der Neubautätigkeit hat der Reichstag nicht die wieder".“ geforderte Paloxisterung genommen, so daß beute die lufkommen der Abgabe bei Inf itätigkeit h von verschiedenen Seiten Wohnungsbauabgabe vor bebungskof tem übersteigen. Hinsichtlich der notr haltung der alten Wohnungen hat die chende Bemessung der„Instandsetzungszust Sehecten Verfall unser einem auch nur allmüblichen Von einem auch nur allmäblichen Uebergange zur freien Mietwirtschaft können wir uns nichts verspreiten. Adgesehen davon, daß es zurzeit für die deutsche Wirtnstandnzlich unzureie einen weitndes großen Instandsetzungsarbeiten abgabe in Höhe von 10 Proz. hoben. wird eine Wohnungsbauder Friedensgoldmiete er.4. In diese hiermit jährlich zu stellenden 120 000 Wodnungen wurden die Wohnungslosen nach dem Grade der Dringlichkeit ihres Wohnbedürfnisses eingewiesen. ohne daß irgendwelche vrivaten Zuschüsse von ihnen gefordert werden können. Sie haben die gesetzliche Miete kumsrecht a- Wn-Iangogube zu den Dan die Wodnungsbaudbgabe zu zadlen. Das Eigendiesen Wobnungen verbleibt zum Teil in inden der Länder und Gemeinden, zum Teil wird es von, diesen gegen eine Abfindung gemeinnützigen Bauund Siedlungserganisationon übertragen. zeben erscheint von wesentlicher Bedeutung eine durchgreifende Aenderung unserer Wohnungsfolgt, wird es mindestens Frühjahr werden. ende Aenderung ed es mindestens rr——. unerläßlich. Uebergangsmaßnahmen zu ld. dem Auf Grund dieser Porschläse erscheint es möglich, einmal eine Wodnungspolitik zu treiben, die in absebbarer Zeit der beispiellosen Wohnungsnot einen Damm entgegenzusetzen vermag, dann aber auch den Baumarkt wieder zu beleben. Wir haben die feste Ueberzeugung, dak ein lo ortentiertes gemeinnütziges er Reichsregierung gewiß der lebhaffesten i Bauarheiterschaft sicher sein die Gewißbeit einer geregelten #.#### die hierzu eventuell erforderliche ehrarbeit von der deutschen Bauarheiterschaft zweifelos gern und willic geleistet werden. Doch vor allem muß umgedend etwas geschehen. die Wohnungsnot ist nur gramm der Reichsreg bat ds bobuch die igung. so wird die eschäft ungsperh dem Bau von scheint die Befürchtung tige und vollständige Dr schaft zu einer Belebung würde. Aus diesem Grunde muß e rung unserer Wohnungswir auch auf Grund des Exmächtiau rung vorgesehen ist. en wu s nicht führen tschaft Bia ua vorgesehen iP, Die, Grundlinien einer #rarm sind in den Richtlinien zu erblicken. di ntrumsabgeordneten Tremmel kürdlich irden: Das Erstem unserer gebundenen Wohnungswirtschaft im Prinziv beizubehalten. blegende Aendelatz greifen, die ja setzes von der Regiederartigen e von dem vertreten ist 1. seiner 2. grundlege kung. Be bleibt inebeson igen rechtlichen mmungen indern. sohdmie e der„Mieterschut in smietengesetzes sind Verwalele- Kr Verwendung niete( spardesten, über deren Ve und der Chaos und Literatur. " Von Friedrich Muckermann S. J. ke Es kommt wohl vor im Theater, daß plötzlich das Tageslicht sich verwandelt in das bleiche Antlitz einer Mondnacht. In einem Augenblick sind Gold und Glanz verblaßt, und eben noch blühende Menschen tragen die fable Barbe des Todes. Es ist dies das Bild unserer gegenwärtigen Lage. Mit jedem Marksturz scheint eine unsichtbare Hand zu rühren an geheimnisvollen Kontakten. Noch wirbelt eine Zeitlang das lustige, strahlende Leben, aber schon senkt sich etwas herab, immer blasser und bleicher. Blühende Menschen werden fahl, und lachende Farben gehen in drohendes Grau. Noch eine Weile, dann schreitet durch die unheimliche Landschaft das Grauen. Wir daden die Not gekannt. Sie war bei uns Gast nun schon Monate und Jahre. Aber noch war es nicht Armenten, wo Millionen und Millionen barbarischem Gemetzel erlagen, noch nicht Rußland, wo fast die gesamte Bourzeoifie teils gemordet, teils des Landes verwiesen worden, noch nicht Smyrna, wo Brand und Naserei so sinnlos walteten. Dies Grauen kennen wir noch nicht. Nur in den aufsanellenden Ziffern der Börse grinst schon sein dämonisches Lächeln. Ketteler hat einst gesagt, daß wir uns keine Vorstellung machen von der Hölle, die ein moderner Staat werden muß, nachdem einmal die letzten Reste von Christentum daraus geschwunden. In breiten Schichten unseres Volkes ist dieser Zustand erreicht. Es gibt Städte und Provinzen, wo kein Band mehr ist zwischen Kirche und Menschen. Religion ohne Kirche aber, wer kann im Ernst noch daran glauben! Diese Striche sind tiefer gesunken als selbst das Heidentum, das doch immer noch in Ehrfurcht zu seinen Göttern und Tempel schritt. Die Verwilderung des Familien= lebens bedeutet in der Schnelligkeit der Abwärtsentwicklung einen Weltrekord. Bis aufs Land hinaus, bis in die Jugend hinein gibt es Orgten des Lasters, die man dort früher nicht gekunnr. Mein und Dein haben für viele ihre Bedeutung gewechselt. Was nicht niet= und nagelfest, wird gestoblen: das Schild vom Haus. die Eisenplatte vom Kanal, der Kupserdraht vom Kirchdach. Not und Verbrechen haben sich verbündet. Diese Menschheit, einmal losgelassen, sie muß ja furchtbarer sein, als eine entfesselte Menagerie. Man kommt sich komisch vor, wenn man in solchen Augenblicken das Wort Literatur spricht. Was kann die Feder hervorbringen, wenn die Weltgeschichte mit Blut und Hunger ihre Annalen schreibt? Wer wird schauen auf ein Buch, wenn irgendwo am tosenden Meer die Dämme reihen und die Flut schon über das Land stürzt. Nur an die ganz Großen kann man noch denken, an Riesen des Geistes, deren Worte wie Scheinwerfer über Jahrhunderte streisen. Die Kolossalgestalt Dantes steigt vor mir auf. Der Prophet inmitten eines zerberstenden Kosmos, der noch einmal wie mit Posaunenton von den Grundpfeilern des Universums singt. Wir häben das Dante=Jubiläum gefeiert. Knanv zwei Jahre vergingen seitdem. Aber wir haben von Dante nicht gelernt. Einzelne Sehnsüchte sind wach geworden, Träumer haben einmal wieder von Idealen gefabelt, Versammlungen haben Beifall geklatscht, aber die Gesamtseelv des Volkes ist unberührt geblieben. Sie hat nicht begriffen den großen Ruf: Zurück zur Natur! Sie hat das nicht begriffen, obgleich all die unnatürlichen Entwicklungen in Wirtschaft und Staat grauenhaftere Szenen heraufbeschworen haben, als Dantes Genius sie jemals in seinem Inserno geschaut. Und den anderen Ruf: Zurück zur Uebernatur, zurück zu den Geheimnissen einer Welt der Offenbarung, die in seligen Sternen über uns kreisen, auch diesen Ruf hat sie überhört. So erfüllt sich ein Geschick, ähnlich, äbnlich dem, das Dante nicht hat abwehren können, als es seinem Zeitalter das Todeslied sang. Unter ungebruren Wehen geschiebt die Geburt einer neuen Zeit, und was verspricht sie, wo an ihrer Wiege steden Unglaube und nie erlebte Demoraliatton! Viele Wege führen von Chaos zu Chaos, nur einer aber, der schmale Weg, der Pfad der Wenigen, vom Chaos zur Ordnung. Was hat man sich von der Jugend versorochen! Ich weiß, wie viel edles Ringen unter ihren Besten ist, aber die Gesamtheit, etwa jene, die auf dem Hohen Meißner getagt, und nach Idealismus und Wahrhaftigkeit gerufen, was ist aus ihnen geworden? Die Jünglinge von damals sind die Jungmänner von heute, und schon stehen beide Generationen wider einander. Ein jeder weiß, daß er etwas anderes will, und doch weiß keiner, was er will. Und so ruft ein Abgrund den andern. Programme ohne Zahl richten Wegweiser auf. Aber niemand weiß recht wohin, da sie alle nach verschiedenen Richtungen zeigen. Propheten flattern mit ihren Gemeinden daher. Kometenbahnen beschreibend, aber nichts verratend vom ruhigen Gang der ernste Gestirne. Verhungernde und Ertrinkende vervrassen das Lette ihrer Habe. Verzweifelnde stürzen sich aus den Fenstern oder warten auf die nächste Revolution und wahren nur noch schwer den Schein von Kultur, schon witternd, daß bald die Stunde kommt, wo man ungestraft die Bestie aus den Menschen läßt. Das Elementare, das Wilde, das Scythische, wie die Russen von sich rühmen, bricht los. Hoffnungslos weicht der Mensch der Götterstärke... Still muß man sein, wenn die Gewitter vorüberziehen. Selbst die Tiere des Feldes flüchten sich unter irgend ein schützendes Grün. Es ist nicht die Stunde der lauten Tat, sondern eher die Stunde des Wartens. Die Zeit der Taten ist verstrichen. Man hätte den Wagen halten können, als er noch langsam vom Bergesaivfel rollte. Nachdem er aber einmal den Abhang hinunter saust, was können da noch Menschenkräfte.... Immmerhin ist mit diesem Flüchten unter die Vorsebung der Weltgeschichte vereinbar die stille Arbeit. denn Stürme brausen und Gewitter rollen, arbeiten in der Natur Millionen von Zellen. Durch Staub und Ruinen schießt auf der kleine Grashalm. Go gilt es zu wirken, und man merkt, wie schon manche Kreise dies Krbeit verstanden haben. Ich blattere oben in einem der le Hefte der Zeitschrift„Seelen“. Da wird solche Ar getan. Stille, Kraft und Wachstum. Die Zeit der groben agungen ist vorüber, denn all das Klatschen zu herrlich gemalten Idealen dat seinen Sinn verloren. Wir haben o viel geklatscht, so viel Resolutionen gefaßt— sie modern irgendwo— die Taten sind ausgeblieben. Was bedarf es auch großer Programme? Sie sind doch längst geschrieben von den Weisen der Welt und vom Weisesten aller Weisen. Ein kleiner Schritt voran in der Wirklichkeit, ist es nicht mehr als Bände von Spekulationen daräber, wie er zu geschehen habe, wie er möglich sei usw. Aber freilich, bat man einmal die lebendige Seele zerstört, so bedarf es vieler Maschinen, um ihre Wirksamkeit zu ersetzen, und schließlich versagen sie alle zusammen Möchte die Dichtung von heute ihre Aufgabe verstehen. Wo sind sie nur, die Männer und Frauen, denen die Gabe des Wortes verlieben. Wir bedürfen ihrer. Schreibt, und sei es auch nur in die nächste Zeitung, einerlei wohin, ihr, die ihr in der wankenden Welt das Ewige sebt, ihr. die ihr den Glauben an die Ideale rein und schön in der Seele tragt. Wir haben das Reich Gottes zu viel betrachtet in unseren menschlichen Einrichtungen. Vereine mit hoher Ziffer. Zentralen mit mächtigem Betried. Geschäftszimmer mit unglaublichen Journalnummern. Obne dem ging es doch nicht. Hier etwas los und dort etwas les. Bravo! Bravs! Jeder katholische Mann, jede katholische Frau, jeder Deutsche, jede Mutter, jeder Gymnastaft, warum nicht jedes Vaby, jider muß dabei sein. Aber dies ist alles nichts, sobald es aufbört. Gewebe zu sein, in dem lebendiges Blut kreist. Kadaver wird es dann, wildes Fleisch, Wucherung, reif für die Overation. Nun werden einsam die Zentralen und die Lokale, und wieder wird sichtbar der fruchtbare Boden, den Gott gelegt. Oft wurde das Wort gesprochen: Suchet zuerst das Reich Gottes... Aber solange haben wir gettau umgereort gehandelt und uns um alles übrige: Kultur. Armes und Wirtschaft gekümmert, bis wir sahen, daß oone das Reich Sottes dies alles sich selbst zerstört, und nun, nachdem wir vor den Trümmern stehen, nun sollten wir doch begreisen, daß in jedem Aufbau eine Ordnung sein muß und daß man nicht beginnt mit Giebel und Turm, sondern mit dem Fundament. Ein Suchen nach dem Reiche Gottes, ein Einpflanzen eines Glaubens in die Seele, das ist uns not. Auf den enschen, die dieses begriffen, ruht die Zukunft unseres Volkes. Dichter, die in dieser Aufgabe arbeiten, werden ihren Beruf erfüllen. Das Uebrige ist Spreu und Sensation. Richten wir aber einmal entschieden unsern Blick von dem Vergänglichen auf das Unverzängliche, so werden wir auf einmal froh auch in trüben Tagen. Es wird uns mit einmal klar, daß das, was untergeht, eigentlich gar nicht wert ist, daß es länger bestehe. Das hier Papiermassen verbrennen, die längst keinen Goldgrund mehr hatten. Laßt sie brennen. Sie müssen fort, damit wir wieder mit echten Werten zu tun bekommen. Das Weizenkorn muß zergehen, damit die neue Ernte wachse. In diesem Zergeben, in diesem schmerzlichen Uebergang spürt der Aufrichtige den Plan Gottes und träumt christliche Hoffnung von neuer Sonne. Frühling und Herbst, es sind doch nur äußere Erscheinungen, gleich bleibt die Kraft, die in beiden wohnt. Dieser Kraft gewiß werden die Gläubigen aufrecht stehen. werden von dem Geist, der durch ihre Kirche webt, von dem unbesieglichen Geist Gottes, den Armen und Cermsten mitgeben. Tage stillen Heldentums haben begonnen. Gruß der Dichtung, die es heat und pflegt, die in Sammlung und Stille zu den Kräften vordringt, die in Verbindung mit dem Schövfergeist ihre Schöpferkraft bewahrt haben. Die gübeliche Geburt einer gesunden Göchterchens zeigen bederfreut an Karl Schmitz und Frau geb. 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Die Spitzenverrechnung hat stattzufinden, sobald der endgültige Zeichnungspreis feststeht. Stückzinsverrechnung findet nicht statt. 25674 Die Einführung der Anleihe an der Berliner Börse wird beantragt werden. Zeichnungsstellen sind die deutschen Banken, öffentlichen Sparkassen und die Landesbank in Münster i. W. Die Zeichnungsstellen geben ausführliche Prospekte ab. Münster I. W.. im Okt. 1923. Landesbank der Provinz Westfalen. Ein Sensationsfilm voller Kämpfe und Abenteuer in einem Vorspiel und 6 Akten nach Alexander Dumas. Aufgenommen an der Riviera, gespielt von ersten Künstlern, ist der Film ein Meisterwerk italienischer Lichtbildkunst. 9 Im bunten Tell: Er“(Harald Lloyd) in seiner neuesten Groteske. ApolloTheater räglich: Gunnar Tolnaes der gefeierte Darsteller, in seiner Meisterschöpfung: COEtt Ein von heißer Leidenschaft durchglühter Liebesroman in S Akten, nach dem berühmten Roman„Der große Flirt“, Loidenschaft. Großes Sittenbild in S Akten. 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