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Grundpreis mal Schlüsselzahl ergibt den Anzeigenpreis Besondere Mitteilung bei Aenderung der Anzeigenpreise erfolgt auch bei lausenden Abschlüssen Bei nicht sofortiger Zahlung der Anzeige wird für das jedeomalige Vorzeigen der quittierten Rechnung eine Gebühr von 5 Proz. des Rechnungsdetrages erhoben. Für Lufnahmen an bestimmten Tagen und Plätzen, sowie für Aufträge mittels Fernsprecher wird keine Gewähr und für Drucksehler keine Haftung übernommen. Etwainer Rabatt gilt als Kassaradatt und kann verweigert werden. wenn Zahlung nicht binnen acht Tagen nach Ethalt der Rechnung erfolgt. Im Falle von höherer Gewalt, Streik. Aussperrung. Beiriebsstörung, Erscheinungsverdot hat der Bezieher keinen Anspruch auf Oltferung der Jellung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Nr. 242 Freitag, den 26. Oktober 1923 59. Jahrgang. Der Reichskanzler über die grosse Notzeit Deutschlands. Separatistenputsch.— Dank an die Rheinlandtreue.— Die Gründe für die Aufgabe des Widerstandes.— Ablehnung der Preisgabe der deutschen Bahnhoheit.— Höchste Opferbereitschaft zur Wiederbelebung der Wirtschaft.— Verständigung oder Hungersnot und Chaos.— Appell an die Karitas der Welt um Hilfe.— Alle Opfer für die Freiheit. Aufruf zur Einigkeit und Mitarbeit. Eine Reparations=Konferenz? Erklärungen des Reichskanzlers. Besprechungen mit den Parteien und Wirtschaftskreisen. Das Reich uns das besetzte Gebiet.— Die Sonderbündler= aktion.— Ein wertbeständiges Zahlungsmittel für das besetzte Gebiet. # Hagen, 25. Okt. 1923.(Telegr.) Im Kreishaus fand heute eine Besprechung über die Lage im besetzten Gebiet statt, an der der Reichskanzler mit den Reichsministern für die besetzten Gebiete und des Inneren, der preußische Ministervrasident und Vertreter der politischen Parteien und Wirtschaftskreise aus den verschiedenen Teilen des besetzten Gebietes teilnahmen. Der Reichskanzler erklärte mit allem Nachdruck, daß die Reichsregierung nicht im entferntesten daran denke, das besetzte Gebiet bildlicher Einigkeit selbst unter dem Einsatz von Gut und seinem Schicksal zu überlassen, und daß etwa in dieser Leben den ungleichen Kampf führten, beißen Dank aus. Hinsicht bestehende Befürchtungen absolut unbegründet seien. Er legte im einzelnen dar, in welcher Weise die Reichsregierung unter Berücksichtigung der schwierigen finanziellen Lage des Reiches die finanziellen Leistungen für das besetzte Gebiet geregelt habe. Diese sollen auch weiterhin in den Grenzen der Leistungsmöglichkeit des Reiches fortgesetzt werden. Zu den gegenwärtigen Separatistenvutschen bemerkte der Reichskanzler, daß nach wie vor die Zurückweisung solcher vaterlandsloser Bestrebungen erwartet werden müsse und daß für die Reichsregierung und die Länderregierungen jeder Gedanke einer Losreißung der besetzten Gebiete vom Reich und Ländern selbstverständlich unerörterbar sei. An die Darlegungen des Reichskanzlers, denen der preußtsche Ministerpräsident für die dreußische Staatsregierung in vollem Umfange beitrat, schloß sich eine mehrstündige Aussprache. Vor allem wurde dabei von den Vertretern der besetzten Gebiete auf die mit der ungeheuren Erwerbslosigkeit und Lebensmittelnot für das besetzte Gebiet vervundenen Gefahren bingewiesen. Die Schaffung eines wertbeständigen Zahlungsmittels für das besetzte Gebiet wurde als besonders dringlich bezeichnet. Die Vertreter der Reichsregierung sagten möglichste Hilfe zu. Ein vorlaufiges wertbeständiges Zahlungsmittel werde nach Mitteilung des Vorstandes der Städtevereinigung von den rheinischen Städten mit Genehmigung der Reichsregierung geschaffen werden. Es wurde mitgeteilt, daß die Parteien des besetzten Gebietes zur Sicherung einer ständigen engen Fühlungnahme untereinander mit der Reichsregierung und zur Mitwirkung bei den notwendigen Verhandlungen auf wirtschaftlichem Gebiete einen Ausschuß von 15 Personen bereits eingesetzt hätten. Um Deutschlands Teben. Hagen, 25, Okt. 1923.(Telegr.) Der große Saal der neuen Stadthalle. der größte Saal Hagens. war bis auf den letzten Platz gefüllt und Hunderte mußten noch umkehren, die gekommen waren. um. wie Reichsminister Sollmann Er. der als einer der ersten des Landes verwiesen worden sei. weil er es für seine Pflicht gehalten habe. dem Reiche und dem Vaterlande die Treue zu wahren kenne die seelischen und körverlichen Leiden. denen die Bevölkerung seit Jahr und Tag ausgesetzt sei. Kein Dank sei heiß genug für das. was dort getan wird Von stürmischem Beifall begrüßt, betritt dann Reichskanzler Dr. Stresemann das Rednerpult. Er führt aus, der Kampf um Rhein und Ruhr habe wohl jetzt den Höhevunkt erreicht. Ein Kampf. der mit ungleichen Waffen geführt werde. da unter fremdem Schutz die Separatisten den Versuch machten, ihre Herrschaft aufzurichten, um das Rheinland und andere deutsche Gebiete unter ihre Gewalt zu bringen. Wenn Frankreich und Belgien der Stimmung der beinländer freien Lauf ließen. dann würde die Bevölkerung und zwar die ganze Bevölkerung des Rheinlandes diesem Karnevalszug der Sonderbündler in 24 Stunden ein schnelles Ende bereiten. Er erinnere an die feierlichen Versprechen. die in verschiedenen interalliierten Verträgen festgelegt worden seien. Der Reichskanzler sprach dann allen denen, die in vorbildlicher Einigkeit selbst unter dem Einsatz von Gut und Leben den ungleichen Kampf führten, heißen Dank aus. der gar nicht heiß genug sein könne. Allen Teilen der Bevölkerung gebühre dieser Dank und nicht zuletzt der praven Schuvo. die dort unter unerträglichen Qualen ihre Pflicht getan habe. Was dort an Rhein und Ruhr geschehen sei. sei nur ein Ausschnitt aus der großen deutschen Not. Leider sei dies nicht die einzige Not dieser Stunde. Uns droht das Gespenst der immer größer werden Erwerbolosigkeit, der Preissteigerung und des Währu verfalls. Die Schul— aktion. Die M großer werdenden und des Währungschuld an diesem Unheil falle auf die RuhrMittel. die gegen Deutschland angewendet würden, entsprechen nicht dem Geist der geschriebenen Verträge. Wenn man auch über den vassiven Widerstand erklärte. den Rechenschaftsbericht der Reichsregierung entgegenzunehmen. Die Rede des sbeichskanzleis merde, so bemerkte der Reichsminister des Inne Innern. nicht nur für das deutsche Volk. sondern darüber hinaus für die ganze Welt bestimmend 81. Die„Reichsregierung empfinde mit dem ganzen Volke die furchtbare Not des Augenblicks. Aber trotz dieser Not dürfe das Volk und jeder einzelne nicht verzweifeln, sondern müsse sich mit aller Kraft zu neuer Arbeit und neuen Taten aufraffen. Ein Volk. dem das Verfügungsrecht über seine reichsten Gebiete dauernd entzogen werde. könne sich nicht wieder erheben. Trotz dieser fürchterlichen Not halte die rheinische Bevölkerung treu zu Deutschland und kein anständiger Mensch habe mit dem Gesindel etwas gemein, das sich jetzt als Separatisten der Herrschaft zu bemächtigen suche. Man könne das Rheinland mit Waffengewalt niederzwingen. aber man könne nichts an der geschichtlichen Tatsache andern. daß das. was dort vor sich gehe gegen den einmütigen Willen der Bevölkerung geschehe. Wir grüßen die Tapferen. so fuhr der Redner fort, die in Hunger und Not für das Vaterland gesochten haben und noch sechten und ehren die Toten. die dort für das Vaterland gestorben sind. Der Minister versichert, daß die Reichsregierung nicht daran denke. die Rheinlande preiszugeben und daß sie nach wie vor in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit die besetzten Gebiete unterstützen wird. Er gab zum Schluß der Hoffnung Ausdruck, daß das deutsche Volk durch alle diche Not des Augenblich hindurch in Arbeit und Pilichterfüllung sich den Weg zu einer besseren Zukunft frei machen wird. Der Minister für das besetzte Gebiet Juchs sprach den besetzten Gebieten den aufrichtigen und berslichen Dank der. Ausharren bei dem en Gebieten den aufrichtigen und bersReichsregierung aus für ihr mutvolles m Druck. dem ne ausgesetzt gewesen seien. wayrten, einem Lande gegenüber, das arm und machtlos gewesen sei. Wenn der Widerstand habe aufgegeben werden mussen, so sei das wahrlich nicht geschehen. um die Gunst Poincares zu gewinnen. sondern, weil sich Deutschland an dem passiven Widerstand verblutet hätte. und weil es notwendig gewesen sei. klare Verhältnisse der internationalen Politik zu schaffen. Diese Klarheit sei für den, der sehen wolle. geschaffen worden. Der französische Ministerpräsident habe wiederholt erklärt, daß es nur der passive Widerstand sei, der ihn daran hindere, mit Deutschland in Verhandlungen zu treten. Jetzt. da alle Ordonnanzen seitens der deutschen Regierung aufgehoben seien. behaupte er. der passive Widerstand dauere noch an, weil die Unterstützungen bis zum 20. Oktober gezahlt worden seien und weil die Beamten ihre Gehälter weiter erhalten. Diese Zahlungen seien die selbstverständliche Pflicht der deutschen Reichsregierung gewesen, die durch niotzliche Einstellung dieser Zahlungen die Menschen habe nicht einsach verhungern lassen dürsen. Wenn der französische Ministerpräsident jert verlange. daß erst einmal der Zustand an Rhein und Ruhr wiederhergestellt werden müsse, wie er vor dem 11. Januar bestanden habe, so müsse man doch fragen. wann die französische Regierung auch diesen Zustand wiederherstellen wolle, ob es damals am 11. Jan. eine französische Eisenbahnregie oder eine deutsche Reichseisenbahnverwaltung, ob es eine deutsche oder eine französische Verwaltung an Rhein und Ruhr gegeben hat? Er. der Reichskanzler. wiederhole offen seinen letzthin im Reichstag gegebenen Wahlspruch: „Unser ist der Boden. unser ist das Land. unser ist der Besitz und das wollen wir uns nicht nehmen lassen. Niemals werden wir durch eine Unterschrift von unserer Sette dies legalisieren.“ Wie stebe denn die Lage? Für das Rheinland bestehe das Rheinlandabkommen. Das sei wahrlich schon. Eingriff in die deutsche Freiheit genug. Aber er könne sich immerbin auf den Friedensvertrag stützen. Sei denn überhaupt noch etwas von der deutschen Souveränität bei dem Vertrage übrig. der jetzt der deutschen Regierung zur bedingungslosen Annahme unterbreitet worden sei. daß sich die Regie an die Stelle der deutschen Reichseisenbahn im besetzten Gebiet substitioniere und noch die Abtretung ihrer wichtigsten Eisenbahnlinien. so Frankfurt=Darmstadt. und die einzige Linie nach Holland verlange? Und nichteinmal verhandeln habe die deutsche Regierung über diesen Vorschlag können. sondern eine vorbehaltlose Annahme oder Ablehnung sei verlangt worden. Nun. die deutsche Regierung habe keine 24 Stunden zur Ablehnung des Vertrages gebraucht.(Stürmischer Beifall!) Einmal müsse. betonte der Reichskanzler mit Nachdruck. die Zeit vorüber sein, da man glaube, daß man mit Deutschland nur auf dem Wege der Diktate weitersprechen könne. (Wiederholter, stürmischer Beifall.) Man könne Deutschland vergewaltigen. aber man könne es nicht zwingen. seine Unterschrift zu geben. Die Reichsregierung habe das Letzte gelan, die Wirtschaft im Ruhrgebiet wieder in Gang zu bringen. Sie habe die Wirtschaftsvertreter ermächtigt. mit Frankreich zu verhandeln und habe sich trotz der furchtbaren finanziellen Not des Reiches zu weitgehenden sinanziellen Opfern für die Zukunft bereiterklärt. um die Summe zu garantieren, die die Wirtschaft mit Hilfe ausländischer Kredite ausbringen sollte, um die Neparationslieferungen an Frankreich auszuführen. Die Verhandlungen hätten ein Ergebnis bisber nicht gehabt. Aber bis zum letzten wolle er(der Reichskanzler) hoffen. daß sie doch noch zu einer Verständigung führten: denn. wenn das nicht geschähe, so sebe er furchtbare Tage: Hungersnot. Wirrwart und Chaos. Wenn es zu keiner Abmachung komme, würden in kurzer Zeit 550 000 Bergarbeiter mit ihren Familien ohne Brosein. Deutschland stehe am Ende seiner wirtschaftlichen Kraft. Es könne dieser Not nicht steuern. Deutschland habe sich in dieser furchtbaren Katostrophe an die karitativen Verbände in allen Ländern und das Rote Kreuz in der ganzen Welt gewandt, damit diese bei der bevorstehenden Hungersnot im besetzten Gebiet eingreisen und die deutsche Negierung hosse, daß dieser Appell an die Liebe nicht ungehört verhallen werde. Deutschland habe vielleicht schon mehr an Revorationen geleistet, als es mit Rücksicht auf das deutsche Volk tun dürfte. aber die deutsche Regierung, an deren Spitze er stehe. ware zu weiteren Ovsern bereit gewesen für die Freiheit der deutschen Erde. Kein materielles Ovser sei zu hoch als daß es nicht gebracht werden könnte für die Freiheit des deutschen Volkes und des deutschen Bodens. Bei der Wahl zwischen Freiheit und Besitz würde sich ein ehrliebendes Volk für die Freiheit entscheiden. Aber im Augenblick könne Deutschland keine weiteren Leistungen aus dem Versailler Vertrage mehr erfüllen. so lange Rhein und Ruhr von ihm abgeschnitten seien. In dieser Auffassung sei ein großer alliierter Staat mit uns einig. Aber man könne nunmehr fragen. was England tne. um diese Hindernisse aus dem Wege zu räumen. in einer Angelegenheit, bei der die moralische Ehre aller Alliierten engagiert sei und bei einem Vertrage. der doch aller Unterschriften trage. Deutschland bettele nicht um Gnade. aber es fordere sein Recht aus dem Vertrage. ob dieser nun in einem Punkte für oder gegen uns sei. Die Entscheidung darüber. ob Rhein und Nuhr zu Deutschand gehören, müsse bald fallen. Das wolle die ReVolk. sondern guch um der ###r Versuch aumacht werde. Deutschland allein die Schuld am Kriege zimbürden. so weise er diesen Versuch mit aller Entschlerinheit zurück. Deutschland habe seine Archive aller Welt geöffnet und habe sich bereit erklärt. sich einem internationalen Gerichtshof zur Beurteitung seiner Krieasschuld zu unterwersen. Der Reichskanzler kam dann darauf zu sprechen, daß man ihm in der letzten Zeit öfer den Vorwurf gemacht habe. er verfahre undivlomatisch, wenn er mit aller Offenheit über den furchtbaren Ernst der deutschen Lage sich geäußert habe Demgegenüber müsse er betonen, daß er sich allerdings vorgenommen habe. lieber dem Volke die volle Wahrheit zu sagen. als es in Illusionen zu wiegen. aus denen es dann ein furchtbares Erwachen gebe. So müsse er auch heute sagen, daß wir auf fremde Hilfe nicht zu rechnen hätten. Das deutsche Volk stebe allein. Es solle auch nicht bald nach dieser. bald nach jener Hauptstadt schauen, gls ob von dort Hilfe kommen würde. Jeder deutsche Wiederaufbau müsse vom sittlichen Empfinden des deutschen Volkes ausgeben. Technik und Wirtschaft aulein könnten uns nicht rerten. Das wichtigste aber sei die Lust und Freude an der Arbeit und nur die Pflichterfüllung kann uns retten. Doch noch etwas anderes tut uns not: In diesem Augenblick. da Deutschland so schwer bedroht sei. sei nichts gleichgültiger als Parteiprogramme, jetzt, da die Karre im Dreck stecke. sei nur der wahrhaft national. der ohne Zögern mit zufasse, um sie aus dem Dreck wieder herauszuziehen, nicht aber der. der dabei stehe und erkläre: Ihr seid nicht die richtigen Leute. Der Reichskanzler erklärte dann. er sei gewiß ein alter Parlamentarier und wisse, daß es im politischen Streit oft hart aus hart gebe. Aber es könne nicht so Lei geben, daß die Leute, die ihr volitisches Ansel ihr Leben auf's Spiel gesetz en sei weitern. ja sogar hätten, als sie in die Reersönlich angegriffen und falle durch Ajar Macht. Das gierung eingetreten seien. de verunglimpft würden. Aiax falle—.——..“ würde einst auf dem Leichensteine des deutschen Volkes stehen, wenn es nicht aus dieser Uneinigkeit und Enge herauskomme. Es sei auch ein unmöglicher Zustand, daß in diesem Augenblick innerpolitische und innerstaatliche Schwierigkeiten sich ergeben Nach den Besprechungen der Ministerpräsidenten. die gestern in Berlin stattgefunden hätten. hoffe er. daß das Mißverhältnis zwischen Bayern und dem Reich zu Ende sei, und es sei selhstverständlich, das wolle er nachdrücklich betonen, daß in dem Kampf um die Erhaltung des deutschen Volkes die deutsche Regierung Seite an Seite mit Bayern steht. Solche Dinge wie in der Pfalz können nicht gemacht werden. Da müssen Wege gegangen werden. die die Verfassung weise. Gegen das Verhalten des Generals de Metz in der heinpfalz habe die deutsche Regierung bei Frankreich Frotest eingelegt und werde diesen Protest auch noch ei allen ubrigen Staaten einbringen Gäbe es bei dieser furchtbar ernsten Lage noch eine Möglichkeit, optimistisch zu sein? Man könnt: daran zweifeln. Und doch wäre der Weg durch dieses Duntel der Gegenwart unmöglich ohne einen Glauben. der Berge versetzt. einen Glauben an die Zukunft Deutschlands. Die Weltgeschichte sei das Weltgericht. Sei Deutschland sittlich nicht groß genug gewesen. um lein Schicksal zu wenden? Wolle die Weltgeschichte wirklich, daß Deutschland ein hungerndes Volk wird? Das wolle er nun und nimmer glauben. Gewiß sei die Gegenwart Not und Elend. aber im Vertrauen auf eine bessere Zukunft müsse diese Gegenwart ertragen werden. Er glaube an eine deutsche Zukunft, auf die unser deutsches Vaterland ein Recht habe!(Langanbaltender. brausender Beifall.) Nach der Rede des Reichskanzlers sang die Versametung das deutsche Lied mi Paris, 25. Okt.(Telegr.) Das„Journal“ meldet, daß Verhandlungen zwischen Frankreich. Eugland und den übrigen Alliierten im Gange seien, um im Dezember in Paris eine Konferen: aller Staaten einzuberufen, die den Versailler Vertrag unterzeichnet haben. Auf dieser Konserenz sollen die Fragen der Nevarationen und der interalliierten Schulden behandelt werden. Diese Meldung wird durch eine Nachricht des„Dailo Telegraph" bestätigt, wonach man zwei Pläne erwägt. Nach dem einen Plan sollen die Vereinigten geht von der belgischen Regierung aus und erdes obersten Nutes. Beide VorWil rebt die Einbernfung * chläge stohen auf französischen Widerstend. * Ablehnung der Prüfung##te? mi. Paris, 25. Okt.(Telegr.) Wie verlautet, wird sich die Revarationskommission wahrscheinlich Freitag mit der Note der deutschen Regierung befassen. Ueber die Beantwortung der Note durch die Revarationskommission werden in der Pariser Presse allerhand Mitteilungen gemacht, die kein völlig klares Bild geben. Ueberwiegend bekommt man aber den Eindruck, daß die Kommission die deutsche Anregung ablehnen werde. Im„Echo de Paris“ wird ausdrücklich erklärt. daß mit dem deutschen Reich,„wenn ein solches überhaupt noch bestehe“, nicht verbandelt werden könne, solange der Zustand vom 11. Januar nicht wiederhergestellt sei.— Es ist nicht festzustellen, inwieweit die Mitteilungen der Pariser Presse auf Information von maßgebender Stelle zurückzuführen sind. Die Erfahrung hat aber gezeigt, daß die führende Pariser Presse in der Regel sehr gut über die Absichten der Revarationskommission vorzeitig unterrichtet war. Immer neue Schwierigkeiten. Von unserm varlamentarischen Mitarbeiter. na Berlin, 25. Okt. 1923.(Telegr.) Die Lage hat, rein innenvolitisch gesehen, eine Entspannung erfahren. Die einmütige Stellungnahmeder Ministerpräsidenten der Länder im Konflikt mit Bavern zugunsten der Reichsregierung hat zweifellos die Stellungnahme der Reichsregierung befestigt. Nach dem Gang der Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und den Ministerpräsidenten der Länder darf man wohl auch annehmen, daß sich nunmehr die Aussichten auf eine Verständigung und damit eine Beilegung des Konfliktes gebessert haben.— Bemerkenswert ist eine Mitteilung des sozialdemokratischen Parlamentsdienstes, wonach Teile der baverischen Reichswehr die Verpflichtung für die bayerische Regierung abgelehnt haben mit der Begründung, daß der Eid auf die Reichsverfassung geleistet sei und nach wie vor die Verpflichtung bestehe, an diesem Treuschwur festzuhalten. Wirtschaftspolitisch hat sich die Lage in den letzten Tagen leider verschärft. Die fast unbegreifliche Verzögerung der seit mehr als Wochenfrist angekündigten Ausgabe der kleineren Stücke der Goldanleibe und der Rentenmarkscheine haben im Wirtschaftsleben eine bedenkliche Lage geschaffen. Sie wird verschärft durch die infolge des sprunghaften Steigens des Dollars eingetretene Geldknappheit. Die Reichsbank hat im Laufe des heutigen Tages die Ausgabe von Zahlungsmitteln einstweilen eingestellt. Da inzwischen aber geeignete Maßnahmen getroffen sind, um eine vermehrte Ausgabe von Zahlungsmitteln zu ermöglichen und bereits in den nächsten Tagen kleinere Stücke von Goldanleihe in Umlauf gebracht werden sollen und endlich auch die Rentenmarkscheine in Druck gegeben sind, so darf man hoffen, daß in wenigen Tagen diese Schwierigkeiten behoben sein werden. Leider bat sich die Lage dadurch verschärft, daß die Berliner Buchdruckerorganisation mit großer Mehrheit den Beschluß gefaßt bat, noch am heutigen Donnerstag in den Generalstreik zu treten, falls nicht der Belagerungszustand und das Verbot der„Roten Fahne“ aufgehoben werden. Es ist selbstverständlich, daß seitens der maßrebenden Reichsbebörde sofort Schritte eingeleitet worden sind, um diesen Generalstreik zu verhindern, der, wie zu befürchten ist, leider auch auf die Reichsdruckerei übergreifen und damit die Herstellung der Zahlungsmittel gänzlich unterbinden könnte. Die Reichsregierung ist entschlossen, mit aller Rücksichtslosigkeit einzugreifen, wenn sich die Notwendigkeit 1 Dollar= 64837500000 Mark. Amtliche Devisenkurse. 25. Oktober 24. Oktober Holland Belgien.. Italien England Amerika Frankreich Schweiz Geld Geld D.=Oesterreich Der amtliche Mittelkurs. für 9 ergeven sollte. Die Sozialdemokraten und die freien Gewerkschaften haben sich mit den scharfen Maßnahmen durchaus einversanden geklärt, sofern es sich alb unmöglich erweisen sollte, durch die bereits angebahnten Verhandlungen zu einem befriedigenden Ergebnis en kommen. Außenvolltisch ist auch bis beute eine Aenderung der Lage nicht eingetreten. Man wird abwarten müssen, ob die Matnabmen, die heute zwischen dem Reichokanzler und dem preußischen Ministerpräsidenten. sowie den Vertretern der politischen und wirtschaftlichen Spitzenorganisationen der besetzten Gebiete in Hagen besprochen wurden, in dieser Hinsicht zu einer Lösung führen werden. Die Einstellung der Pariser Presse läßt die Aussichten als nicht gerade günstig erscheinen. Koalktionsparteien und Regierung. na. Berlin, 25. Okt.(Telear.) Die Führer der Reaterungsparteien sind im Laufe des Donnerstag vormittag zu einer Besprechung über die Lage zusammengetreten. Die Aussprache ergab völlige Uebereinstimmung sämtlicher Koalitionsvarteien mit der Haltung der Reichsregierung in dem Kouflikt mit Bayern. Es wurde einstimmig der Standvunkt vertreten, daß die Wahrung der Staatsautorität verlangt nus in den Otiebstauten dir autbritat vor Neschsregte. rung und der Reichsversassung respektiert werde. Mit Genugtuung wurde festgestellt, daß die gestrige Aussprache zwischen dem Reichskanzler und den Ministerpräsidenten der Länder die Moglichkeit einer Verständt gung zwischen dem Reich und Bayern gegeben hat. Deutsches Reich. Wertbeständige Briefmarken. na. Im Reichsvostministerium sind zurzeil Erwägungen im Gange, die sich mit der Ausgabe neuer Marken beschäftigen, und zwar derartig, dab eine gewisse Wertbeständigkeit erreicht wird. Es soll ein fester Markengrundwert geschaffen werden, der den Vorkriegswerten entspricht und mit dem jeweiligen Entwertungsmultiolikator multivliziert wird. Am über den!——.—— notwendigen Bedarf hinausgehende Markenläufe zuf Stadt wiederum zu größeren Unruben. Am Nachmittag verhindern, ist eine Reihe von Maßnahmen vorgeseben. Außerdem wird die Post auch ihrerseits Geldnoten herausgeben. * Gescheiterter sozialistisch=kommunistischer Verschmelzungsversuch in Berlin. un Die Berliner Sozialdemokraten haben mit den Kommunisten Verhandlungen über eine etwaige Verschmelzung geführt. Diese Verhand lungen dürfen als.gescheitert gelten und zwar deshalb. well die Vertretek der KPD. sio weigerten. in den gemeinsam aufgestellten Richtlinien den Satz aufzunehmen. haß der Kampf aum Schud: der m.—......— kassung mit 9 ampf zum Schutze allen geeigneten er Republik und ihrer kitteln zu führen sei. Die Sonderbündler im Rheinland. ernsten Zusammenstötzen, wobei die dort eingesetzte Braunschweiger Schuvo zwei Verletzte, darunter einen Schwerverletzten, zu verzeichnen hatte. Auch heute kam es an verschiedenen Stellen der Stadt zu sehr erregten Ansammlungen, wobei es sich größtenteils um Erwerbslose handelte. Polizeistreisen durchzieben ständig die Stadt. Die Pol zei ist Herrin der Lage und es sind ernste Unruhen nicht zu verzeichnen. Im Lause der vergangenen Nacht wurden aus den Ansammlungen Personen verhaftet und nach dem gebracht. Bei der darauf erfolgten Waffendurchsuchung wurden bei 14 Personen Schub= und Schlagwassen gefunden. —. Okt. In den Ortschaften südwestlich ist die Reichswehr mehrfach gegen radikale " 6 Drenden, 24 Dresdens ist die Reichswehr mehrfach gegen Elemente aufgetreten. In Virna wurde ein Zivilist von einem Posten erschossen und einer schwer verletzt # Julda. 25. Okt.(Telegr.) Gestern kam es in der Stadt wiederum zu größeren Unruben. Am Nachmittag und am Abend kam es zu größeren Zusammenrottungen. Polizeideamte und Landjäger vervinderten die e eumteV#s Landlager daran. ein Lebenzmittelgeschäft zu plünde iinen u Dachen. X Nachen, 25. Okt.(Telegr.) Hier ist die Lage noch ungeklärt. Nach einer ruhigen Nacht hörte man früh nach 6 Uhr in dem Viertel Theatervlatz—Hindenburgstraße lebhaftes Schießen. Es wurden Verwundete in das Postamt, das neben dem Regierungsgebäude liegt, gebracht Auf die Nachricht, daß das Regierungsgebäude verhältnismäßig schwach von Sonderbündlern besetzt sei, beschloß die Polizei, von dem Regierungsgebäude Besitz zu ergreisen. Heute morgen gegen 6 Uhr gelang es ihr auch, ohne daß ein Schuß fiel, in das Regierungsgebäude einzudringen, mußte sich aber bald wieder zurückzieben. An der Ecke der Hindenbursstraße bei der Landesbank fielen gleich darauf von hinten auf mehrere Polizisten Schüsse, wobei einige Beamten verwundet wurden. Das Regierungsgebäude ist jetzt wieder von Sonderbündlern besetzt, wie es scheint, in größerer Zahl. In die Krankenhäuser sind heute weitere fünf Verwundete eingeliefert worden. Wie bekanntgegeben wird. müssen alle Studenten der Technischen Hochschule, die Nichtaachener sind, bis zum 27. Oktober die Stadt verlassen. X Aachen, 25. Okt.(Telegr.) Die Technische Hochschule ist von der Rheinlandskommission sofort bis auf weiteres geschlossen worden, weil sich Studenten an den Ruhestörungen vom 22. und 23. Oktober beteiligt haben sollen. In Krefeld. A Krefeld, 25. Okt.(Telegr.) Die städtischen Be amten haben sich im Interesse der Bevölkerung und einer ordnungsmäßigen Fortführung der Geschäfte bereit erklärt, ihre Dienste fortzusetzen. Zwischen der Stadtverwaltung und den Sonderbündlern haben Verhandlungen stattgefunden, die aber bisher zu keinem Ergebnis führten. Nach neueren Feststellungen erforderten die Kämpfe um das Rathaus eine Reihe Opfer. Kurz vor dem Waffenstillstand wurde ein Poltzist durch Kopfschus gerotet und mehrere Polizeibeamte verwundet. Auch worden. luch siad 2 Zivilversonen erschossen Dutsburg #r Duisburg, 25. Okt.(Telegr.) Im Laufe des gestrigen Tages kam es zwischen der äußerst erregten Beoölkerung und den Separatisten zu zahlreichen Zwischenfällen. Die Separatisten schossen rücksichtslos aus Revolvern auf die Volksmenge, wobei ein Separatist durch den Schutz eines seiner Kameraden getötet wurde. Eine andere Kugel drang durch ein Fenster in ein Dienstzimmer der Staatsanwaltschaft, wo ein Justizbeamter eine Kopfverletzung erlitt. Die Beamten des Landgerichts stellten den Dienst ein. Die Separatisten haben die blaue Polizei durch ihre Anhänger verstärken lassen, zu welchem Zweck das Lager an Polizeiuniformen ausgeplündert wurde. Düsseldorf. J Düsseldorf, 24. Okt. Die Stadtverwaltung und die Führer der Stadtverordnetenfraktionen haben sich heute zum General Simon begeben, um ihn unter Hinweis auf die sevaratistischen Putsche um Auskunft darüber zu ersuchen, wie die Besatzungsbebörde sich verhalten werde, wenn diese Vorgänge sich auch in Düssel dorf absvielten. Der General hat darauf folgende Erklärung abgegeben: „Was auch immer geschehen möge, die Machtmittel des Belagerungszustandes bleiben in der Hand der Militärbebsede. Diese wird sich allen Gewaltakten, von welcher Seite sie auch kommen mögen, widersetzen. Waffenanwendung ist verboten.“ Nach dieser Erklärung des Generals ist zu boffen, daß die Besatzung jedem gewaltsamen Vorgehen der Separatisten entgegentreten wird Bonn. mi. Vonn, 25. Okt.(Telegr.) Hier wurde das Rathaus von der französischen Besatzung besetzt. Die Sonderbündser bißten erneut die grünweißrote Flagse und riefen abermals die rheinische Republik aus. Andernach. WTS Andernach, 24. Okt. Sonderbündlern wieder frei. Die Stadt ist von den Als die Sonderbündler sich an den französischen Kommandanten um Hilfe wandten. lehnte er diese ab mit der Erklärung:„Der Krieg ist für die Sonderbündler verloren!“ Klatag, D Matnz, 25. Okt.(Telegr.) Die Lage in der Stadt ist zur Zeit sehrernst. Die Separatisten, die von Erwerholosen Verstärkung erhalten haben sollen, halten das Regierungsgebäude noch immer besetzt. Die Umgebung des Regierungsgebäudes wird von den Franzosen überwacht. — Biebrich, 25. Okt.(Telegr.) Am Dienstag nachmittag- Uhr erschien hier ein mit Sonderbündlern besetztes Auto, das jedoch angesichts der Menschenansammlung vor dem Rathause bald wieder Kehrt machte. Wiesbaden. Wiesbaden, 25. Okt. Die Separatisten halten die öffentlichen Gebäude noch besetzt. Die Strabenbadnen verkehren wieder. Die Geschäfte sind zum Teil geöffnet. Vormittags gab es vor dem Arbeitsamt mehrere erregte Auftritte zwischen Arbeitslosen und Separatisten. E Wiesbaden, 25. Okt.(Telegr.) Der stüdtische Fuhrvark ist durch die Mainzer Feuerwehr von Sonderbündlern gesaudert worden, die die Blacht ergriffen. Der von den Sonderbündlern zum Regierungspräsidenten ernannte Rechtsanwalt Nody wurde vor dem Regierungsgebäude von der Menge erkannt und verorngelt. In verschiedenen Stadtteilen, besonders vor dem Hauplquartier der Sonderbündler in der Gartenstraße kam es heute vormittag erneut zu Schiebereten. Blaue Polizei versieht gemeinsam mit französtschem Militär den Oedaungsdienst. Französische Kavallerie vatrouilliert in den Straßen. Crier. Emp Saarbrücken, 24. Okt. Die„Saarbrücker Landeszeitung“ meldet heute aus Trier: Hier hat heute nachmittag gegen 4 Uhr ein neuer Vorstoß der Sonderbündler stattgefunden. Die öffentlichen Gebäude sind von ihnen etzt. Die Druckerei der Trierschen Landeszeitung, sowie der Volkswacht wurden zerstört. Bei der Volkswacht wurde ein junger Mann getötet. In der ganzen Stadt herrscht große Aufregung. Zurzeit(6 Uhr abends) durchziehen Spahis die Straßen, um die Ruhe wiederberzustellen. Worms. 2 Worms, 25. Okt.(Telegr.) Am Dienstag abend gesen 11 Uhr erschien vor einem Hause, in dem die Sonderbündler tagen, ein mit 7—8 bewaffneten Personen besetztes Automobil. Als ein Sonderbündler eine Ansprache an die Menge richtete, in der er die Rheinische Republik ausrusen wollte, wurde er daran verhinoert. Darauf fuhr das Automobil wieder weg. Aus dem Auto wurden fünf Schüsse abgegeben. Die Menge versuchte darauf in das Haus einzudringen. Von den Insassen des Hauses wurde auf die Menge geschossen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. * dt. Koblenz, 25. Okt.(Telegr.) Der französische Oberkommissar hat, wie von mehreren Seiten gemeldet wird, von Paris aus Weisung erhalten, daß die Sevaratistenbewegung überall dort, wo sie erfolgreich war, als gesetzmätig anerkannt werden soll. Bereits am Donnerstag oder Freitag wird eine entsprechende Ordonnanz der Rheinlandkommission erwartet. Nach verschiedenen Meldungen wird die Reichsregierung, sobald ihr authentische Fälle vorliegen, daß die Besatzungsmächte ihre Neutralität aufgegeben haben, Einspruch erheben. Die Pfalzloslösung von Bayern. WIS Spever, 25. Okt.(Telegr.) Gestern nachmittag fand eine wegen der gegenwärtigen Zuspitzung der Lage angesetzte Konferenz von Vertretern der Wirtschaft mit General de Metz statt. Bei dieser Gelegenheit erklärte der französische General, der Sinn der Darlegungen des Majors Louis sei durch ein bedauerliches Versehen des Uebersetzun# entstellt worden. Der General stellte fest, daß die fr#e Erklärung des Majors nicht identisch sei mit der Willensäußerung der sozialdemokratischen Unterhändler, die ausdrücklich verlangt hätten, die Pfalz solle im Falle ihrer Selbständigmachung im Verbande des Deutschen Reiches verbleiben. Hierzu führte der Reichstagsabgeordnete Hoffmann=Kaiserslautern aus, die Sozialdemokraten wurden niemals für eine autonome Pfalz zu haben sein, wenn diese nicht als zum Deutschen Reich geyörig betrachtet würde. )( München, 25. Okt.(Telegr.) Dem Vernehmen nach hat die bavertsche Staatsregierung gegenüber den Bestrebungen des Reichstagsabgeordneten Hoffmann=Kaiserlautern u. Gen. folgenden Standpunkt angenommen: 1. Den Beamten wird verboten, sich einer verfassungswidrigen Regierung in der Pfalz zur Verfügung zu stellen. 2. Die bayerische Staatsregierung werde alle Rechte ihrer Beamten wahren. 3. Nahrungsund Geldmittel, sowie alle anderen bisher bewilligten Subventionen unterdleiden gegenüber einer pfälzischen Republik.— Diese Maßnahmen treten in dem Augenblick in Kraft, in welchem eine verfassungswidrige Regierung in der Pfalz ausgerufen wird. Unruhen im Reiche. In Berlin. 2 Berlin, 25. Okt.(Telegr.) Auch beute vormittag kam es an vielen Stellen zu Ansammlungen vor Lebensmittelgeschäften. Vereinzelte Plünderungsverluche wurden vereitelt. Vor dem alten Rathause in Soandau. wo etwa 1000 Erwerbslose die sofortige Beihilfen verlangten. und vor dem ildeten sich größere Ansammlunwurden einige Rubestörer festgenommen 9 Pérlin, 25. Okt.(Telogr.) Heute morgen versammelten sich etwa 1200 Personen auf den Feldern zwischen Neukölln und Rudow gn. die dort Kar; auch über Polizei Polizei— daß ein und in der in Spandau. wo etwa 1 Katbause gen. An beiden Stellen der Menge bedroht. nhöbe flüchten mußte— lle abgab. Dadurch wurde ein tet und ein 15jähriges Mädchen Im Osten. 24. Okt. Hier kam es zu Blünderunmit Vier In Mitteldeutschland. annschweig, 24. Okt. Die gestern nachmittag in ningen im Braunschweigischen Kodlenrevier ausrochenen Unruben haben weiter angehalten. Die eünderungen wurden fortgesetzt. Heute nachmitlag kam es zwischen der Volizei und der Meuse verschiedentlich zu vervinderten die Munge eeemtleigeschaft zu vlündern und räumten, da sie mit Steinen und Eisenstücken beworfen wurden, die Straßen. In einem Warenhause wurden die Schaufenster eingeschlagen und Waren geraubt. Auch verschiedene kleinere Geschäfte wurden gevlündert. Da die Polizei nicht ausreichte, mukte Reichswehr eingesetzt werden. Bei den Zusammenstößen wurde ein Polizist getötet. Mehrere Plünderer wurden festgenommen. In Norddeutschland. 9. Hamburg. 25. Okt.(Telegr.) In Harburg versuchte gestern ein größerer Trupp junger Burschen nach Plünderung eines Waffenladens die Polizeiwache am alten Rathaus zu stürmen. Die Polizei erwiderte das Feuer und säuberte die Straßen. Die Kommunisten haben entgegen dem Willen der besonnenen Arbeiterschaft in Harburg den Generalstreik verkündet. Nach einer Meldung der„Hamburger Nachrichten“ wurden in Harburg bei den Unruben des gestrigen Tages drei Personen getotet und 16 schwer verwundet. Die Schuvo hatte keine Verlüste. M Hamburg, 25. Okt.(Telegr.) Nach einer Meldung des„Lokalanzeigers" beträgt. soweit bisher festgestellt. die Zahl der bei den Unruhen Getöteten 24. darunter 11 Polizeibeamte und die der Verwundeten über 250. : Hamburg. 25. Okt.(Telegr.) Wie die„Ha.— Nachrichten“ melden, ist die Tätigkeit der Ruhestörer in Bremfeld gegen Mittag wieder starf ausgelebt. In dieser Gegend werden fortgesetzt Aufrührer festgenommen. In der Gegend von Altrahlstedt hat ein Kommando der Ratzburger Jäger die Säuberung übernommen. Im Stadtteil Barmbeck herrscht wieder Rude. Starke Abteilungen der Ordnungspolizei halten hier Wache. Den ganzen Tag über sad man Patrouillen mit gefangenen Autrührern vorüberziehen. Der in Barmbeck angerichtete Schadea ist sehr bedeutend. Es wird längere Zeit dauern, bis die Barrikaden. Gräben und umgeschlagenen Bäume wieder beseitigt sind. = Kiel, 25. Okt.(Telege.) Bei den gestrigen Zusammenstößen mit der Polizei wurde nach amtlichen Be richt ein 20jähriger Arbeiter getotet und mehrere verletzt. 74 wurden festgenommen. Von den Polizeibeamten wurden sechs verletzt, darunter zwei schwer. Im Westen. X. Bochum. 25. Okt. Vorgestern abend und gestern vormittag kam es an dem Moltkevlatzviertel und in der Plitte der Stadt zu Plünderungen und bedrohlichen Ansammlungen. In der Adolf= und Maxienstraße plünderte die Menge die Bäckerläden vollständig. Das Ueber fallkommando mußte an 6 Stellen des Moltkeplatzviertels eingreifen. Bei der Säuberung der Marstraße. die von einer gewaltigen Menge besetzt gehalten wurde, fielen mehrere Schüsse aus der Menge. Auch in der Baarestraße fielen Schüsse, die von der Polizei mit Schreckschüssen erwidert wurde. Aus dem Ledigenheim des Bochumer Vereins in Stablhausen wurde gleichfalls auf die Polizei geschossen, außerdem bewarf man sie mit Eisenstücken. Hausgerät und Steinen. In der Friedrichstraße vlünderte eine Menge am späten Abend mehrere Kolonialwarenläden. Im Laufe des gestrigen Nachmittags fanden besonders in der Bongardtstraße und am Rathause Massenansammlungen statt. Die Hochstraße mußte volizeilich gesperrt werden. Gegen 5½ Uhr wurde die Lage im Stadtinnern äußerst bedrohlich. Panzerautos fuhren am Wilhelmsplatz auf. Die Straßen wurden darauf von französischen Patrouillen gesäubert. In den späten Nachmittagsstunden waren schon 4 Tote und 18 Verwundete zu beklagen. Unter den Verletzten befinden sich 4 Polizeibeamte. *) Essen. 25. Okt. Im Laufe des heutigen Vormittags kam es auf dem Wochenmarkt wiederum zu Plünderungsversuchen. Man hatte es besonders auf Metzger und Bäcker abgesehen, die sehr bald den Markt verließen. Die Polizel mußte verschiedentlich mit der Waffe eingreifen. um Ausschreitungen zu verhindern. Zu ersten Zwischenfällen kam es nicht. Barmen, 25. Okt.(Telegr.) Gestern abend kam es hier zu Demonstrationen gegen die Teuerung vor dem Rathause. Da die Schutzpolizei von der Menge bedroht wurde und Schüsse fielen. erwiderte die Polizei das Feuer. Vier Personen wurden schwer verletzt, von denen zwei gestorben sind. Außerdem wurden noch zwei Personen erheblich verletzt. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Leichtverletzter festgestellt. richtung öffentlicher Notküchen zur Sgeisung Arbeitsloser getroffen. Da die Stadt nicht in der Lage ist, zu dieser Unterstützungsaktion große Summen herzugeben, soll eine Sammlung unter den bemittelten Bürgern u M können. kerung urgern helfen. dem bungernden Teil der n einfaches Mittagessen zu Hilligen Preist Die industriellen Werke daben er weiter offen zu halten. Das raeamt wird einen Aufruf an die Bevölkerung edürftige Kinder an ihrem Mittagstisch teilnehmen zu lassen. Man war sich in der Besprechung bewußt, daß den am längsten Arbeitslosen die Vorteile der Notspeisungen zugute kommen müßten. Die Fürsorge für die Sozial= und Kleinrentner übt weiter das Wohlfabrtsamt aus. Essen, 25. Okt. Nach einer Blättermeldung hat die Besatzungsbehörde dem im Düsseldorfer Gesängnis befindlichen Krupp von Bohlen und Halbach. sowie den drei Kruppschen Direktoren Hartwig, Bruhn und Oesterlen zur Erledigung dringender geschäftlicher Angelegenheiten einen 7tägigen Urlaub nach Essen gewährt. * Solingen. 25 Okt. Die staatlichen Zuschüsse für die Erwerbslosenfürsorge sind der Stadt von der Regierung gesperrt worden. weil die Stadt über die Richtlinien der Regierung hinauggegangen ist. Dem Oberbürgermeister und dem Beigeordneten Krenzer wurde das Dilziolinarverfahren angedroht. Da die Zuschüsse fünf Sechstel der Ausgaben für die Erwerbslosen betrugen, dürfte die Stadt in die größten Schwierigkeiten geraten. A Düsseldorf, 25. Okt.(Telegr.) Das für den Linkorheinischen Stadtteil(Oberkassel) seit Pfingsten bestehende Verkehrsverdot für Straßenbahnen. Fuhrwerke aller Art und Fahrräder von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens hat der Kreisdelegierte der Rheinlandkommission heute dahin eingeschränkt, daß jetzt nur noch der Verkehr miit Autos und rädern von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens verb ist. Der Verkehr mit Straßenbahi also freigegeben. * Kleve. 25. Okt. Die Goldlohnfrage sucht die hiesige große Schuhfabrik Gustav Hoffmann in folgender Weise praktisch zu lösen: Für die Arbeitnehmer ist ein Vorschuß in Höhe eines ungefähren Wochenlohnes fistgesetzt worden. und zwar in Goldmark. ausgezahlt in Form eines Sparkassenbuches. in das die, nach Altersklassen gestaffelten. Goldlöhne eingetragen werden. Gegen diesen Vorschuß können die Arbeiter bei der Firma zu Friedenspreisen— ohne Kleinhändlerverdienst— Lebensmittel entnehmen, wie Erbsen. Maxgarine. Kokosfett, holländisches Schmalz. Weizenmehl. Heringe. Reis. Bandnudeln. Grießmehl und, wie noch geplant ist. Fleisch. Brot. Milch und alle zum Hausbalt gehörigen Waren: Salz. Esüa. Oel usw. Diese Waren werden bei Entnahme nicht in Bargeld bezahlt. sondern in dem Sparkassenduch von dem Goldvorschuß abgezogen. Köln. 24. Okt. Die Orgel in der großen Halle der Kölner Messe wurde Sonntag nachmittag Fahrrboten ubrwerken ist Auhorerkreise. ist auf 130 Register. verteilt auf Manuale und Pedale ausgearbeitet und reiht sich unter die größten Orgeln der Welt ein Das endgültige Werk wird etwa 11.000 Pfeifen umfassen. Die größte Pfeite erzeugt eine Luftwelle von 21.25 Meter. die kleinste eine solche von nur 5 Milli meter. Diese gewaltigen Unterschiede verlangten naturgemäß eine sein berechnete Verteilung der Windverhältnisse. Die Windmagazine werden von mehreren elektrischen Windturbinen gespeist. Der komplizierteste Teil der Orgel. der Spieltisch, enthält etwas mehr als 25.000 Kontakte. wozu 4 Kilogramm reines Silber verarbeitet wurden. Alle Schaltungen im Spieltisch erfolgen rein elektrisch. Dem Spieler stehen außer den Klaviazurtasten. sistertasten. tung i Stand seit Jah macht esJahren Woche Auch wurde eine Anzahl 6) Elberfeld. 24. Ott. Gestern abend kam es in dem Geschäftsviertel am Rathause zu lebhaften Kundgebungen egen die Lebensmittelvreise. Als die Anmmlungen eine drohende Haltung annahmen, ging die Polizei mit Gummiknüpveln und blanker Waffe vor. Die Unruben dauerten bis in die Nachtstunden an. Zahlreiche Fensterscheiben wurden eingeworfen. Eine Anzahl Personen wurde verhaftet. Die Menschenansammlungen am Rathaus begannen beute früh wieder. Die Polizei zerstreute die Menge wiederholt. Um die Mittagstunde herrschte ziemliche Rube. 9. Köln. 24. Okt. In den heutigen Nachmittagsstunden kam es zu Unruhen. Die Polizei mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen. Sechs Versonen wurden durch Schüsse verletzt. darunter mehrere schwer. elektrisch. Dem Spieler stehen außer den Klavic Registerwalze und Schwelltritten noch 930 Registertasten. „Züge. Druckknöpfe usw. zur Verfügung. Hieraug ergeben sich„schier unendliche Variations= und Kombinationsmöglichkeiten. Köln, 24. Okt. Die Geldentwert selbst vor den heiligen Hallen des amtes nicht halt. Ein Brautvaar hatte..— emsig gespart, um sein Nest zu bauen. Jede——. wurde ein notwendiger Haushaltungsgegenstand gekauft. und wo der Kauivreis zu hoch war. machten die jungen Leute eine Anzahlung. um den Gegenstand später gegen Zahlung des Restbetrages abzuholen. Da gab es oft viel Aerger und Verdruß, denn die Verkäufer verlangten meist bei der Abnahme eine Nachzahlung. und das hielt man denn für eine Niedertrichtigkelt und schimpfte über den Wucher. Endlich war alles zusammen. das Brautpaar meldete sich zur Trauung an und zahlte die verlangten Trausebühren von 100000 Mark. Jetzt nach Wochen“ sollte der Bund fürs Leben„geschlossen werden. Die Schwiegerväter begleiteten als Zeugen das Paar zum Standesamt. Hier wurde das Glück aber nochmals getrübt. Der Beamte forderte vor der Trauung eine Nachzahlung der Gebübren in Höhe von 12 900000 Mark. Der Bräutigam knirschte etwas von Wucher.„Wenn ich dich ja nicht so lieb hätte.“ flüsterte er seiner Auserkorenen zu,„würde ich die Verehelichung hinausschieben, bis es billiger wird.“ * Bonn. 25. Okt. Ein Schwindler sucht zur Jeit die größeren Hotels in der Umgegend heim. Er steigt abends im Hotel ab. erzählt von einem Motorschaden an seinem mit Kartoffeln und Kunstdünger beladenen Lastwagen mit Anhänger, gibt sich als Kaxtoffelgroßhändler aus. sucht den Hotelbesitzer durch Erwähnung bekannter Firmen und fingierte Ferngespräche, von der Wahrheit leiner Angaben zu überzeugen. lätzt sich am anderen Morgen plötzlich dringend rufen und erwartet nun zumeist mit Erfolg den Augenblick, da der kartoffelarme Hotelbesitzer ihn um Verkauf einiger Zentner Kartoffeln bittet. Er sagt zehn bis zwanzig Zentner zu, zieht den Betrag seiner Hotelrechnung von der Kartoffelrechnung ab und läßt sich noch einige Milliarden herauszahlen, um damtt zu verschwinden. mit Koblenz. 25. Okt.(Telegr.) Oberbürzermeister Dr. Russell wurde ausgewiesen. Braunschweig. 25. Okt.(Teleor.) Gestern abe wurden hier durch die Polizei 16 Angehörige des Jun deutschen Ordens festgenommen, die sich Abhaltung einer militärischen Uebung versammelt hatte Gestern abend g. **.—* Orbeng festgenommen, die sich zur lbbaltung einer militärischen Uebung versammelt hatten. Die Festgenommenen waren im Besitze von Totschlägern, Gummiknüpoeln und den. Sämtliche Be führt worden. — Tolchen. die beschlagnah erhafteten sind dem Amtsger## it wur st zugeProvinzielles. Stillegung des Bergbaues. A Essen, 25. Okt. Die wirtschaftliche Notlage zwingt die Zechen des besetzten Nuhrgebietes in dieser Woche, die Betriebe ganz oder teilweise stillzulegen und die Lohn= und Gehaltszahlungen ganz oder teilweise einzustellen. Die erhoffte Wiederaufnahme der Arbeit hat sich als undurchführbar erwiesen, weil 1. nach sachverständigem Urteil die Eisenbahn auf Wochen dinaus die Zufuhr betriebswichtiger Materialien. sowie insbesondere die Abfuhr der Fördermengen nicht zu bewältigen vermag: 2. die Zechen die benötigten Vorräte an den wichtigsten Betriebsmaterialien, wie z. B. Grubenholz, Ausbauschienen und dergl. nicht mehr besitzen; 3. die Arbeitgeber für die Arbeit, die ohne Absatzmöglichbeit geleistet werden muß, die benötigten Lohnund Geldsummen weder selbst aufsubringen, noch durch peivatwirtschaftliche Kredite zu decken in der Lage sind. Die Stillegung wird nicht gleichzeitig auf sämtlichen Werken erfolgen; sie ist vielmehr davon abhängig, wie lange die Geldmittel der einzelnen Werke keichen. Auf den meisten Werken wird die Stillegung schon in den nächsten Tagen notwendig sein. Nach Stillegung der einzelnen Betriebe juerden die Arbeiter der Erwerbslosenfürsorge zugeführt. Fechung Rathause wurden die Vorbereitungen zur schnellen Er Vermischtes. = Berlin, 25. Okt. Hier sind laut„Lokalanzei die beiden kommunistischen Stadtverordneten Ka rocki und Dr. Rosenberg sowie der Sekretär K. V. D. Pfeiffer verhaftet die beiden ersteren aus der Haft ent! iger“ aw: — der . worden. Während Gant entlassen worden waren. wurde der letztere, dem zur Last gelegt wird, daß er sich für die Bildung proletarischer Hundertschaften eingesetzt habe, in Haft behalten. Die zurückgezahlte Hopothe! = Einer der übelsten Mißstände. die durch die Geld entwertung verursacht worden sind, ist in den letzten Jahren bekanntlich die Rückzahlung von Hypotbeken gewesen. Leute, die ihr ganzes Vermögen in Hypotheken angelegt hatten, sind mit einem Schlage zu Bettlern geworden. während ihre Hypothekenschuldner sich dank der Geldentwertung gesund gemacht haben. Daß es aber auch Leute gibt. die beweist Kommt#annere e.einee alten Dame. ei Klavierlehrerin, und kündigt eine Hopothek über Mi. 3000. Die alte Dame erschrickt: die Hypotdek ist ihr letztes Vermögen, was soll sie mit Mk. 3000 anfangen? Aber der Hofbesitzer berubigt sie. Er zückt einen Schinken. den er mitgebracht hat, ferner ein Büchlein und erklärt, er wolle die Hypothek in Lebensmitteln zurückzahlen, und diese sollten zu Friedenspreisen angerechnet werden. Der alten Dame werden also solange Lebensmittel, geliefgrt, bis die Schuld getilgt ist. Der Hofbesitzer immerhin ein weißer Rabe sein. Eine neue Großkraftwasseranlage in Oesterreich. = Aus Wien wird uns gemeldet: Ein neues grandioses Werk moderner Ingenieurkunst ist gegenwartia in Oesterreich im Entstehen. Eo ist dies die Ihbs=Wasserkraftanlage Göstling=Opponitz, die das Gefälle des Ibbsflusses zur Energlegewinnung in der Weise ausnützt, daß durch Anlegung einer groben Wehr bei Göstling in der Sekunde 10 Kubikmeter Betriebswasser entnommen und durch eine 11.3 Kilometer lange Oberleitung den Turbinen des Kraftwerkes bei Opvonitz zugeführt werden. Von Opponitz wird die dier erzeugte Energie nach Transformation auf 110 000 Volt Spannung mittels einer 140 Kilometer langen. Hochlgannungsleitung in das Ney der Wiener städtischen Elektrizitätswerke gelettet. Bemerkenswert ist, daß bei dieser Großasserkraftanlage insgesamt rund 10 000 Meter Stollenuten auszuführen sind. Durch den Bau des Oovoniver rkes werden 7000 Paggon Kodle im Jahre gespart. was bei den gegenwärtigen Preisverhältnissen ein Aufwande von 56 Milliarden Kronen gleichkommt, inem Nachrichten. cher Hl. Stuhl und die Auswanderer. Die Not unseres Vaterlandes treibt jetzt viele Polksgenossen von vaus und Herd wen in die Fremde. Der Raphaclverein bemüht sich schon seit Jahren. diesen Auswanderern bei ihrem Abschied von der Heimat und den damit verbundenen Schwierigkeiten hilfreich zur Seite zu stehen. In Hamburs ist in den letzten Jahren eine eigene Kapelle für die Auswanderer entstanden. Dort ist ihnen Gelegenheit geboten. vor der oft gefahrvollen und langbauernden Ausreise die hl. Gakramente zu empfangen. Auch der Hl. Szuhl bringt der Fürsorge für das Auswandertum das größte Interesse entgegen. Pius XI. hat zum Zeichen seiner Anteilnahme an dem barten Geschick der deutschen Auswanderer jetzt dem hochwürdiesten Bischof von Osnabrück Dr. Berning bei seiner Anwesendeit in Rom einen kunstvollen Wandtevvich für die Auswandererkapelle des Raphaelvereins geschenkt. Auf dem Teppich ist ein Schutzengel dargestellt. der einen Knaben geleitet un mit der rech Bild ist das Hseses Geschemt uge. Msee ihrer nicht vergesse: zugleich solle die Gabe eine Ma nung darstellen, daß die Auswanderer ihrem Glaube und ihrer Kirche die Treue halten möchten Der Hl. Vater hat sich über die Lage der katholischen deutschen Auswanderer im Auslande berichten lassen und keihe von Deutschen ch t An en. Die sert darauf, daß alle AusMuttersprache ihren ###lichtungen nachkommen können. weil Glaube und Volkstum eng miteinander verknüpft sind Jedenfalls ist es für alle diejenigen, welche selbst im Auslande leben müssen oder Angebörige in der Bremde haben. ein Trost. daß die Kirche und Hirte der Kirche mit besonderem! wanderer begleitet. orge durch die Konsistorialkiongregatton, der... für das Auswandererwesen anvertraut ist. eine Maßnahmen in Aussicht gestellt, damit guch die in der Fremde Seelsorge und Untert.u.. ihrer deutschen Muttersprache erhalten. Die Konsistorialkongregation legt Wert darauf, daß alle Aus wanderer jeder Nation in der religiösen Verpflichtungen na Die Abteikirche Maria Laach den Benediktinern zurückgegeben. * Maria=Laach, 27. Okt. Die Abteikirche MariaLaach, die bisher Staatseigentum war, ist der Beuroner Benediktiner=Kongregation als Eigentum zurückgegeben worden. Das Kloster Maria=Laach wurde 1093 vom Pfalzgrafen Heinrich II. gegründet, der dahin Benediktiner der Cluniacenser Reform aus Flandern(Affiehem) berief. 1127 wurde das anfängliche Priorat zur Abtei erhoben. 1802 wurde sie nach vielhunbertjährigem segensreichen Wirken aufgehoben und Kloster und Kirche ging später als Staatsdomäne auf die vreußische Regierung über. Das Kloster selbst kam dann 1820 mit den umliegenden Feldern in den Besitz eines Privaten, welcher 1863 die ganze Besitzung an den Grafen Schaesbern abließ. worauf die Gesellschaft Jesu daselbst ein Colleg gründete. Am 1. Januar 1873 mußten die Jesuiten Maria=Laach verlassen, das erst wieder 1892 von Benediktinern(Beuroner Kongregation) bezogen wurde. Nach dem Kroseschen Kirchlichen Handbuch zählt die Abtei 46 Patres, 10 Kleriker, 4 Chornovizen. 86 Brüder und 5 Brudernovizen. Soziales. Amerikanische Hilfe für deutsche Kinder. Verfugung gestellt. Sie ist bereit, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und die Verteilung der Lebensmittelspenden zu übernehmen. An der Svitze des neuen Komitees steht Generalmajor Allen. der seinerzeit die amerikanischen Truppen am Rhein kommandierte. Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen. Buchdrucker=Lohnverhandlung. 2 Berlin, 25. Okt.(Telegr.) Da in der heutigen Verhandlung der Tarifkommission der deutschen Buchdrucker eine Einigung nicht erzielt wurde. und das Zentralschlichtungsamt erst morgen zusammentreten kann. ist eine Porschutzzahlung von 84 Milliarden in der Spitze, zahlbar bis Samstag. beschlossen. Die einzelnen Lohnziffern sind durch Verdreifachung der in Nr. 85 der Zeitschrift veröffentlichten Summe rechnen. Tokales. Gellenkirchen, den 26. wirte Röblingbaus und May in Röblinabausen und Günnigfeld. wo Kappus von den Feldern geraubt wurrde. An vielen Stellen mußte die Polizei die Menge mit blanker Wasse auseinandertreiben, auch wurden Schreckschüsse abgegeben. Bei der Durchsuchung einer Wohnung nach gestohlenem Gut, das im Hause Grenzstraße 42 versteckt war und dort auch aufgefunden wurde. kam ein Hilfspolizeibeamter beim Abstieg von einer Bodenluke zu Fall, wobei sich beim Aufschlagen auf eine Leitersprosse seine Vistole entlud. Der Schuß traf unglücklicherweise den unbeteiligten Arbeiter Otto Jagusch, der bei der Durchsuchung hinzugezogen war, in den Unterleib. Er ist seinen Verletzungen erlegen. Besonders schwierig gestaltete sich auch der Schutz und die Säuberung der Bahnböse, wo Lebensmittel in grohen Mengen lagerten. Auch erfolgte wieder ein Angriff auf die Fleischstände des Marktes. Ein großer Teil des gestohlenen Gutes konnte den Plünderern abpenommen und den Eigentümern wieder zugestellt werden. Etwa 40 Personen wurden auf frischer Tat oder bei der Verfolgung festgenommen und eingeliefert. Da die Ermittelungen nach weiteren Tätern im Gange sind, ist zu erwarten, daß noch eine größere Anzahl Plünderer hinter Schloß und Riegel gebracht wird. Empfindliche Strafen werden dann folgen. Hierbei mag bemerkt werden, daß der größere Teil der Plünderer aus radaulustigen Personen bestand, die sich aus Gewinnsucht und nicht aus Not an fremdem Eigentum vergriffen haben.“ e Ereignisse am Donnerstag. Der Vormittaa verlief ruhig. Am Nachmittag mußte zunächst in der Bahnhofstrabe ein Mann wegen Aufruhrs und Widerstandes festgenommen werden. Der erste Plünderungsversuch wurde in dem Offergeldsche Feinkostgeschäft an der Bahnhofstraße unternommen. Ein Polizeikommando verhinderte die Plünderung und zerstreute die Menge. Die nächste Meldung lief aus der Heßlerstraße ein, wo die Nirsensche Drogerie bedrobt war; die Ordnung wurde schnell wiederhergestellt. Bei zwei in derselben Straße wohnenden Landwirten erbeuteten Einbrecher, deren Ermittelung inzwischen gelungen ist, vier Zentner Kartoffeln. Um 6 Uhr wurde wieder das Offergeldsche Geschäft in der Bahnhofstraße angegriffen. Die anrückende Polizei wurde von den Seitenstraßen her beschossen und mußte von der Schußzwasse Gebrauch machen. Dabei soll ein Mann getötet und mehrere verwundet worden sein. Im Bulmker Teil der Kirchstraße wurden an mehreren Stellen Plünderungsversuche unternommen. Die Ordnung war schnell wiederhergestellt; als sich die Polize! zeigte, rückten die Plünderer aus. Noch mehrmals mußte dann die Bahnhofstraße geräumt werden. Ueber einen Vorfall, der sich dort ereignete, wird uns von anderer Seite mitgeteilt: Zu einer aufregenden Szene kam es um 6,30 Uhr in und vor dem Buttergeschäft„Hollandia“ in der Bahnhofstraße. Man wollte in Erfahrung ge bracht haben, daß die Firma einen größeren Vorrat von Butter versteckt hatte, und schickte einen Mann vor, um ein Pfund davon zu erlangen. Er wurde abschlägig beschieden, und als er eben den Laden verlassen hatte, kamen zwei andere Leute herein. Als diese ebenfalls einen abschlägigen Bescheid erhalten hatten, klovfte der eine von ihnen mit aller Gewalt auf die Theke. Das war das Signal für das Eindringen eines ganzen Menschenhaufens. Im Handumdrehen sammelte sich auch draußen eine große Menge an, und das Plündern ging los. Die Poltzes, rückte an und machte von der Waffe Gebrauch. assanten, der um diese Zeit stark belebten Straße, flüchteten nach allen Richtungen, bis in die Häuser und Höse der Nachbarstraben. Durch einen Schuß wurde ein junger Mann, der an der Mündung der Abstraße stand, getroffen. Er brach zusammen; man brachte ihn im Kraftwagen ins evangelische Krankenhaus. Die Beute der Plünderer war gering, demoliert wurde nichts. Zehn Minuten nach dem Vorfall zeigte die Bahnhofstraße wieder das gewohnte Bild. Die Opfer. Bis gestern abend 8 Uhr waren im katholischen Krankenhause 1 Toter und 6 Leichtverletzte, im evangelischen 1 Schwer= und 1 Leichtverletzter zu er= eingebracht worden. Das Knappschaftskrankenhaus wurde bis dahin nicht in Ansoruch genommen. Der traurige„Erfolg“. der bedauerlichen Vorgänge, die sich in diesen Tagen in Gelsenkirchen gegen Recht und Moral abgespielt haben, besteht für die Allgemeinheit in einer 1923: Die Plünderungen. Letzte Warztung! Die Voilgelezeintiobeamten beben Enweilnen. Plünderer sofort zu schieße folgen nicht. an! Weitere Warnungen erDer Oberbürgermeister. Ueber öse Vorfälle am Mittwoch, über die wir bereits gestern berichtet haben meldet noch der Polizeibericht: „Trotz aller Warnungen der Behörden haben die Plünderungen am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag in fast allen Stadtteilen wieder eingesetzt, und zwar in einem derartig erheblichen Umfang:, daß für die Lebenomittelversorgung der nächsten Zeit das Schlimmste zu befürchten ist. Nicht nur, daß die Waren geraudt worden sind; ein großer Teil von ihnen ist der Vernichtung anheim. gefallen. Die nächste Umgebung mancher ausgeraubter Geschäfte war ein trauriger Beweis hierfür. Im Strahenkot zertreten und vernareinigt lagen die unersetzlichen Nahrungsmittel herum. Die Volisei hatte einen schweren Tag. Sie ist eingeschritten, wo sie nur konnte, und hat in den meisten Fällen noch so rechtzeitig eingreisen können, daß der größte Teil der Waren in den meisten Geschäften gerettet werden konnte. Besonders waren die Bahnböse, wo Karroffeln angekommen waren, und Fuhrwerke, auf denen Kartoffeln befördert wurden, das Ziel der Plünderer. Auch auf Fubrwerke mit Fleischwaren, ja auf den Schlachthof selbst hatte man es abgesehen. Unter andern wurden folgende Geschäfte mehr oder weniger ausgevlündert: Hochstraße). Lebens1. wo ganz. WenThiers& Co., a .— Wilhelm= P. SP-Ce er ).: Ten: Berlineritraße). smarckstraße). wo onen beteiltate und Jeder weiß heute, daß Papier, Farbe und Materialien wie Metalle und vieles andere, die täglich in großen Mengen gebraucht werden, weit über dem Weltmarktvreise stehen. Um sich zu erhalten und der Allgemeinbeit und dem Einzelnen weiter dienen zu können, ist die Zeitung verpflichtet, die Preise zu nehmen, die ihr die Fortsetzung ihrer großen und schwierigen Aufgaben gestatten! : ∆ Zahlung von Reichosteuern. Wir verweisen auf die im Anzeigenteil enthaltene Bekanntmachung des Finanzamtes betreffend die Richtannahme von Bankschecks bei Steuerzahlungen und machen gleichzeitig darauf aufmerksam, daß es sich, um ein längeres Warten an der Kasse zu vermeiden, empfiehlt, mit Postanweisungen oder Zahlkarten zu zahlen. Als Zahlungstag gilt in diesen Fällen der Tag der Einzahlung bei der Post, der sich aus dem Tagesstempel des Postabschnitts ergibt. Werden Steuern durch Banküberweisung gezahlt, so gilt der Tag, an dem der Betrag der Finanzkasse gutgeschrieben wird, als Zahltag. Die Finanzkasse hat Reichsbank=Girokonto, Postscheckkonto 58 020 beim Postscheckamt Hannover und Postscheckkonto 11 690 beim Postscheckamt Essen. Ferner wird darauf hingewiesen, daß die Steuerpflichtigen bei Masseneinlieferung von kleinen Geldscheinen auf sofortige Abfertigung nur dann rechnen können, wenn die Geldscheine übersichtlich sortiert und gebündelt sind. Im anderen Falle wird das übrige Publikum vorweg abgefertigt werden. B Heimkehr vom Landaufenthalt. Die Kinder, die im vommerschen Kreise Negenwalde untergebracht waren. treffen, wie uns das städtische Gesundheitsamt mitteilt, heute nachmittag 2.30 Uhr auf dem Bahnhof Gelsenkirchen=Bismarck ein. Städtische Theaterveranstaltungen in der Stadthalle. Wie uns die Stadtverwaltung mitteilt, können nach einem Beschluß des Musik= und Theaterausschusses vom 23. d. Mts, die städtischen Theaterveranstaltungen in der Stadthalle für den kommenden Winter als gesichert gelten. Die vereinigten Stadttheater Wanne— Herne werden Overn und Overetten. Schauund Lustspiele— auch das klassische Drama soll gepflegt werden— zur Aufführung bringen. Außerdem wird versucht, größere Bühnen der Nachbarstädte für einige Gastspiele zu gewinnen.— Die Ausgabe von Vormietekarten ist weder für die Over noch für das Schauspiel beabsichtigt. ###. Städtisches Kammermusikkonzert in der Stadt. halle. Heute abend. pünktlich um 8 Uhr beginnend. findet in der Stadtballe das erste städtische Kammermusikkonzert statt. Es wird ausgeführt von dem bezuymten Dresdener Streichquartett. Eintrittskarten sind noch bis heute mittag 1 Uhr im städtischen Konzertbureau(Rathaus. Zimmer 4ba). bei der Firma Alsberg an der Sammelkasse, in der Pavier= warenbandlung Huer am Neumarkt und von 7 Uhr ab an der Abendkasse in der Stadthalle zu haben.— Die Vormieter werden nochmals darauf aufmerksam gemacht. daß sie die Eintrittskarten für die belegten Plätze. sofern sie vor dem Konzert nicht eingelöst werden. innerhalb dreier Tage nach dem Konzert in entsorechend aufgewertetem Gelde bezahlen müssen, wenn die Eintrittskarten von der Konzertabteilung nicht anderweitig verkauft werden konnten. ( Eine Ueberdruck=Reichsbanknote über 500 Millionen. Infolge der ungeheuren Geldentwertung der letzten Tage und des dadurch gesteigerten Bedarfs an Zahlungsmitteln ist die Reichsbank gezwungen, zum zweiten Male eine Reichsbanknote in den Verkehr zu geben, die durch Ueberdruck einen höberen Wert als im entsprechenden Text der Note angegeben, erhalten hat. Es handelt sich um eine frühere Reichsbanknote zu 5000 Mk., die bisher noch nicht im Verkehr gewesen ist, welche im Ueberdruck einen Wert von 500 Millionen Mark erhalten hat. = Nachahmenswert. In einer schreibt ein Leser: Auf meiner Reise na (Eichsfeld) sah ich 2i vielen Straven stehen, die dem Zweck eines Papierkorbes entspora Hier wurde aber nicht Papier. sondern das nu Kleingeld gesammalt in einen und den werden sich Verfabren bald anschlieben. der Maschine, wobei diele und zuer icher Nachhersei ach Duder Aus dem Vereinsleben. Bezirksverband der katholischen ArbeiterKnappenvereine Gelsenkirchen=Rotthausen. Der zirksbeitrag für November beträgt vro Mitglied 100 Millionen Mark. Es ist unbedingt notwendig, daß die Bezirksbeiträge schon in der ersten Novemberwoche abgetiefert werden oder. wenn das unmöglich ist. so möge man doch wenigstens größere Vorauszahlungen leist ich das Ge“ sich das Geld täglich mehr entwertet — Sterbekasse„Gradeshilfe". Infolge den Geldentwertung und der späten A Geldes erhalten wir für die Beiträge der Sterbefälle nicht einmal mehr einen Sarg. Wir 5. beiter= und Peitalied isten. da chweren Gefahr für die Lebenmittelversorgung, denn, daß die Geschäftsleute den Mut zur Aufftillung ihrer Bestände verlieren, wenn ihnen die Waren aus den Lagern und Läden geraubt werden, falls es nicht schon auf den Bahnhöfen geschehen ist, ist selbstverständlich. Sollten sich — das mub offen gesagt werden— die Vorgänge von gestern und vorgestern wiederholen, dann ist zu befürchten. daß Gelsenkirchen in ein bis zwei Tagen ohne alle Lobensmittel ist. Diese Befürchtung ist es vor allem, die den Oberbürgermeister als zeitigen Leiter der Polizei zu der letzten Mahnung veranlaßt, die wir oben veröffentlichen. Mehr als je ist jetzt ein festes Zusammenstehen der Bürger gegen die notwendig, die sich zu Ausschreitungen hinreiden lassen. Die Polizei, die Uebermenschliches zu leisten dat, bedarf der Unterstützung. und diese darf ihr keiner versagen, der ein Interesse daran hat, daß allmählich#ordnete Verhältnisse wiederkehren. Bis jetzt haben die Unruhen zwei Tote gefordert; dazu liegen ein Schwer= und mehrere Leichtverletzte in den Krankenhäusern. Mehrere Familien sind von Trauer ersaßt. Wer dazu beitragen will, daß die Zahl der Opfer sich nicht mehrt, der muß dafür eintreten, daß die Unruhen im Keime erstickt werden, darf also seine Hilfe der Polizei nicht versagen. Warum muß man Zeitung Unter dieser Ueberschrift bringt die„Franks. Itg.“ folgende sachdienliche Aufklärung der Leserschaft: Niemals ist die Zeitung für den Einzelnen so wichtig gewesen wie jetzt. Das Lesen einer Zeitung bedentet: Verbundensein mit Deutschlands Schicksal, ... Infolge der andauernund der„späten Ablieferung des letzten vier a e e# Sarg. Wir verfügen ugenblicklich über keinen. Wir haben wieder einen Sterbefall in dieser Woche zu verzeichnen. Um nun vorwärts zu kommen, müssen wir pro Mitalied sofort eine Milliarde erbeben. Man solle nicht denken. daß beim Tode die Armenverwaltung schon für die Beerdigung Sorge tragen wird. Im Notfalle wird sie das. aber die Kosten müssen nachber die allimentationauflihtigen Hinterbliebenen restlos an die Armenverwaltung zurückzahlen. Es liegt im Interesse der eigenen Famisie. sich einer Sterbekasse anzuschließen. Unsere Kassierer werden gebeten. den Vertrauensleuten die am Montag gesatzten Beschlüsse mitzuteilen und zu veranlassen, daß sosort mit der Einkassierung des Betrages von einer Milliarde begonnen wird und das größere Summen sofort an den Sekretär abgeliefert werden. Die Vertrauensleute werden ersucht. Geldscheine unter 100 Millionen nicht mehr anzunehmen, weil wir sie nicht mehr absetzen können. = Katholischer Männer=Für rgeverein. Die Sprechstunden werden vorläufig Dienslags und Freitags von 4—5 Uhr Emistinenstraße 2 abgehalten. ie Schiene war mit solcher Gewalt bis unter das Dach fast ipführer kam mit dem ückte wurde ins Krankenislos darniederliegt. Es letzend. bis zum Wagen entaleisten mnkrecht stand. Der Lokomotpführer kam brecken davon. Der Verunglückte: is gebracht, wo er hoffnungslos wurde ihm die Wirbelsäule gebrochen “ Baderborn, 24. Okt. Kürzlich erschien nachts ein Auto in der Kasselerstratze und hielt am Hause des Kaufmanns St. Man machte den üblichen Motorenrabau und stellte sich so. als habe man eine Panne. Das war aber alles nur eine Finte. Einer der Automobiliten schnitt unter dem Schutze des Schnurrens und Hämmerns in die Spiegelscheibe ein Loch und raubte einen Teil der Ausstellungsware.. und darauf verschwand das Auto mit der Ware. Man übte sich also hier mit einem ganz neuartigen Trick. auf den. da man auch anderwärts dasselbe Rezept anzuwenden versuchen wird. warnend hingewiesen sei. * Brilon, 24. Okt. Am 28. Mai 1923 hatte ein die sicher Arbeiter einen Unfall. hm(Poststempel 16. 10.) 15 v H. der Vollrente von 1 49: schast. Iu dieser Miteslung knd drei„Vorculare, ein Briefumschlag und 10 Millionen Mark Porto verwandt worden. Den Kommentar mas sich jeder selber bilden. * Arnsberg. 24. Okt. Wir haben es ja immer gesagt. so schreibt„Der Sauerländer“. unsere Arnsberger Feuerwuhr hat das Löschen deraus. Sie bet glauben wollten, n Wirt hatte zwei euerwehr es nicht kinuten, vom ersten — mittels der Motorich der Löwenbrauerei zu der Wettende verrechnet. die Feuerwehr zusammen. wies es allen denen, die es nicht: am Wontag abend aufs trefflichtte, Hektoliter Bier gewettet, daß die fertig brächte. innerhalb vr Sirenenpfiff gerechnet, das spritze aus dem Teich auf das befördern. Aber wie hatte In Blitzgeschwindigkeit fand euerwehr hatte die zwei Hektoliter und daß sie bei dem nun inuten verstrichen, als sich die Löwenbrauerei unter hatte nnen— und daß r Verfre gleichfalls ihren Mann sonders betont zu werden. Ein bezeichnender Vorer Tage auf dem hiesigen Güterchter einer größeren Gütermenge olgenden zweiten stand. braucht eigent! * Bielefeld. gang spielte sich bahnhof ab. Der Verfrachter einer großeren brauchte vorübergehend Arbeitskräfte zum Verladen. seinen Wunsch wurden ihm vom städtischen Arbeitsamt fünf Leute geschickt. Diese fragten zunächst nach der Höhe der Entlohnuns und als ihnen gesogt wurde, diese würde srit 0e***"„„ gehörte Herr frühere Bist ers##en auf diesem Ge tnis der Fachkreise. Als Priester der Diözese Straßburg an. Der ben berief ihn dann als Pfarrer nack Tarif gewährt, jehnten sie die Arbeit ab mit dem Bemerken. dann bekämen sie za nicht mehr als aus der Erwerbslosenfürsorge. Das gleiche taten weitere fünf rheitslose, die hierauf als Ersas geschickt wurden 24. Okt. Am 9. Oktober verstarb Pfarrer Dr. theol. Joseab Burg Der Verstorbene erreichte ein Alter von 66 Jahren. Herr Dr. Bura leitete von 1893 bis 1902 die„Essener Vztg.“. vom gleichen Zeitpunkte an übernahm er die Redaktion der„Christlichen Familie". die er noch bis zum Jahre 1910 fortführte: Zu einer Zett, da die soziale Frage in der katholischen Tagespresse nur eine nebensächliche Bedeutung fand, hat Dr. Burg anlehnend an die Sozialvolitiker des Jesuitenordens mit großer Sachkenntnis sich des inhaltsreichen Themas angenommen. In der„Sozialen Repue“. die er später begründete. brachte er sein reiches Wissen auf diesem. Gebiete zur näheren Kenntnis der Fachk Dr. Burg der Dr. Friven— Straßburg=Musau. Dort war er. wie einstmals Bischof v. Ketteler in Hopsten, armer Leute Pfarrer. Ganz ist er in seinem Priesterberuf aufgegangen, von treuester Nächstenliebr erfüllt, immer bereit zu helfen— weit über seine eigenen Mittel hinaus— wo immer die Not sich zeigte. Wohliun war ihm fast zur Leidenschaft geworden. obgleich er nichts weniger als wohlhabend gewesen war. Bernkastel. 25. Okt. Die hier vorgesehene Weinden Weingroßhändlern unannehmbar waren. Te e.###i Dollars. Franks, holl. ulden, engl. Pfund und man staune. sogar in 20=Mark“ werden. Eine aus dem Ring der Weinildete Kommission für Verbandlungen hatte keinen Erfolg. worauf die , Verdastel, Z5. Oll. Die hier versteigerung wurde von di jesprengt. da die Bedinzungen Es sollte in Devisen und zwar in Versteigerern hatte äufer unverzüglich mit Bedingungen waren Weine bis am anderen Feusen in Densels=sbes. tei: ib für Erfolg. Autos eventuel orgens 11 Is von rechnet fuhren. Die versteigerten biesem Tage ab würden. Curnen= Sporr: Spiel. Trabrennen zu Gelsenkirchen. Der Westdeutsche Traberzucht und Rennverein e. V. Gelsenkirchen teilt uns mit. daß, mit Rücksicht auf die heutigen ernsten Zeiten. die für Sonntag. den 28. Oktober angesetzten Nennen verscheden werden. Ringen. Am Donnerstag abend trat Woraul für den noch nicht zurückgekehrten Zöller ein und warf seinen Gegner Bar in der zweiten Runde. Die Fortsetzung des gestern abend abgebrochenen Kampfes zwischen Versen und Schadi sab ersteren als Sieget. Der letzte Kampf Stolzenwald gegen Pszolla wurde nach 20 Minuten als unentschieden abgebrochen. Handel und Gewerbe. Wirtschaftszahlen von heute. Dollar(amtlich) 1 Soldmark(1 Vollar durch 4.2) Solbselaniseld bis 23. Ou. 1 Geldsollmart Silberankaufspreis Reichobankdiskont Rotenumlaui am 29. September d am 39. September im Nabverkehr ab 29. Okt. „ostkarte im Fernverkehr ab 24. Okt. Aus der Umgegend. Weiei in Vernvertebe ab A. Okt.:: "—„. G——.( Personenverkehrinder ab 25. Ott. * Wattenscheid. 25. Okt. In der Nacht zum Mitt= 4n—-“woch wurrde in dem Geschäft von Künstler und Löwe an der Ecke Nord= und Weststraße ein Einbruchsdiebstabl verüdt. Die„Diebe haben aus dem. G schäft mehrere Ballen Stoff in Wolle. Baumwolle# b##terverkehrinden ab 25. Okt. Großhandelsinder ab 23. Okt. Lebenshaltungsinder ab 22. Okl. utsch Wer sich als in die große. brit A. Thier — Hnse, De . Deutschlands Zukunft. lied des Staates fühlt, und, eingeordnet große. Maschinerie, spürt, wie er böchst versönlich an der Erhaltung des Ganzen beteiligt ist, der wird wissen, warum. er die Augen offen halten muß. Er wird hören müssen, was in Politik und Wirtschaft vor sich gebt. Wer keine Zeitung liest, schaltet sich aus der Allgemeinheit aus und löst die Verknüpfung mit den Zeitfragen, die jeden angehen, ob er will oder nicht. Die Not der Stunde bringt es sogar mit sich, daß jeder, der die Zeitung nicht täglich und regelmäßig liest, wirtschaftliche Schidigungen erleidet. Denn: Die Zeitung in als Verkündigungsorgan aller behördlichen Anordnungen, aller Preisbewegungen und Entwicklungsmöglichkeiten verwachsen mit dem Organismus von Stadt und Staat. Darüber hinaus gibt die mitteln modern dis wechse lndes Bild der in der Welt. Keitische Beiträge sachlich geschulter Mänrer tragen zum Verständnis der jeweiligen Situation bei. Stunde um Stunde sausen auf Telephon= und Telegrapbenleitungen, radiotelegraphisch und durch Flugvost aus allen Ländern die Nachrichten heran und klären die polttische und wirtschaftliche Lage. I7. Io, erotzügte bergestellter täglicher Film der igarren und drei gekauft. die gestern auf dem Wege n Hordel gevl leidet durch die deutenden genahme erlust. gi läglich undr ädigungen ist. als Verk Anordnungen, klungsmögli Stadt und st die Zeitung ein mit allen Hilfsster Technik hergestelltes, sihner Vorgänge im eigenen Lande und wurden in der Nacht zum Mittwoch aus dem verschlossenen Stalle 2 Schweine gestohlen. * Mogttonscheitz, 25. Okt. In der Nacht zum Dienstag ist in ein Zigarrengeschäft in der Nordstrabe eingebrochen worden. Gestohlen wurden zin Kasten mit indlerinder ab 25. Olt. erbeinder ab 24. Okt. Landabgabeninder„ Arzneitage ab 28. Olt. im besed. Gebiel Kleinbaudtlemnitiplikater*) ab 25. Ou. Licht Reichssteuerumrechnungssatz Elektrizitätevreis für 2 Kunde) und Gaspreis(1 Rubikmeter): arkbasto nach Tageskurs. 64 837 500 003 M 15 437 509 003 M 93 599 393 909 24 . 936 800 639 M . 1 896 000 503 M .. 99 75 28 228 815 494 419 600 244 46 844 Billionen 2 990 993 M 4 908 033 M 4 990 039 M 10 006 603 M 1 500 000 053 M 3 900 009 503 M 14 603 000 009 2 3 845 000 009 75 59 000 003 A 16 300 000 ann 899 609 609 A 137 603 009 MA 38 709 603 75 16 600 000 003 M 15 003 603 633 A Kraft(1 Kilowatt= Rechnung au chteln mit retten. dert wurden von 74 *) Die Festsetzung erfolgt jeden Tag. Die Billionen=Rote. Goldmarknoten.— Wertbeständige Schuldverschreibungen. 2 Berlin. 25. Olt.(Telege.) Wie die Blätter bören, Reichskabinett eine Anderung lonen. Im letzten Jahre waren es 3967. so das allo eine Abnahme von 157 Personen zu verzeichnen ist. Nach der Konfession gezählt sind es 1678 Protestanten. 2010 Jsthakten. 48 Dislidenten, 13 Baptisten und 1 AndersPöbligohansen. V. Okt. Dem Ein= und Ausbrecher Armborst konnten nicht weniger als 25 schwere Diebstäble nachgewiesen werden, von denen allein mehr Raclen einem GoldReichsbank sind jederzeit glischen Pfund oder Dollar bei der Lokomotive durch es. den Heizer am Rücken pete der Goldmarknoten der Ferner erhält die Reichsbank die Berechtigung, unp#ssinsliche wertbeständign SchuldverVe eche e erte rer e beständiger Anlage von Geldern Genüge zu leiston. Die Schuldverschreivungen finden in wertbeständigen Anlagen der Reichsbank entin—!—— en Per e des Betrages des Goldbestandes festgesetzt, der ihrer Papiermarkabteilung der Reichsbank verbleibt. Schließlich kann die Reichsbank zur Abänderung des Bankgesetzes gewisse Serien der jetzt umlausenden Noten einzieden. Da heute auberordentlich hobe Forderungen nach Zahlungsmitteln an die Reichsbank gestellt wurden, die nicht weniger als eine Trillion Reichsmark betrugen, mußte die Bank zur Reyartierung schreiten. Die Bank ist jedoch bemüht, den Anforderungen in Zukunft gerecht zu werden. Sie hofft, von Samstag an eine Produktion von 3 bis 400000 Billionen pro Tag zu erreichen. Es sollen nur sehr hochlautende Noten gedruckt werden. So ist die Billionennote in Vorbereitung. Um jedoch den Verkehr weiter zu erleichtern, werden Interimsscheine zur Goldanleihe, die seit gestern gedruckt werden, alsbald, vielleicht morgen schon ausgegeben werden. Die Kredite der Rentenbank. na. Berlin, 25. Okt.(Telegr.) Auf Anfrage teilte Bizepräsident von Glasenavo in der heutigen Pressekonferenz mit, daß die Kredite, die die Rentenbank der Wirtschaft bekanntlich im Höchstbetrage bis zu 1200 Millionen Rentenmark zur Verfügung stellt, nicht wertbeständig, d. b. mit Goldklausel gegeben werden sollen, da man mit einer Aufrechterhaltung der Stabilität der Rentenmark rechnet. Sollte sich gegen diese Erwartung eine Entwertung der Rentenmark ergeben, so würde dann die Reichsbank freilich dazu übergehen, dieie Deutenmerskredtte auf wertbefändiee Boste ae stellen. Wie ferner mitgeteilt wurde, wird späterbin ein fester Umrechnungskurs in Papiermark durch die Reichsbank festgestellt werden. Von dem der Privatwirtschaft zu gewährenden Kontingent von 1200 Millionen Rentenmark sollen der Reichsbank 130 39 Millionen und den privaten Notenbanken 66,51 Millionen zur Verfügung gestellt werden. ss. Hannover, 25. Okt. Für die Provinz Hannoper wird ein neues wertheständiges Zadlungsmittel herauskommen. Um die Möglichkeit zu schaffen, größere Mengen von Roggenschuldverschreibungen auf den Markt zu bringen, werden sich die Propinz und die Klosterkammer Hannover durch Beschluß des Landesdirektoriums bereit erklären, ihren Grundbesitz zu belasten und dementsprechend Beschluß zu fassen. Die Zustimmung des„Frogsraizlauzchusles mus noch Grundbesitz von 5600 Hektar. etwa 5000 Hektar unter ib Entsorechend diesem Grundbesi anstalt die Möglichkeit haben.“ eben rau oldn wovon die Klosterkammer rer Perwaltung vereinigt. diesem Grundbesitz wird die Landeskreditöglichkeit haben. Roggenschuldverschreibungen bis zu einem Betrag von 45 Millionen mark. Es ist nicht beabsichtigt. die Schuldverschreihungen wie dieher in den Verkehr zu bringen. Die Landeskreditanstalt wird zuerst die eigentlichen Schuld verschreibungen als Deckung zurückbehalten, um ein gertheständiges Rotgeld in kleinen Stücken. ein sogenanntes Roggengeld. herauszugeben. Dieses Geld soll auf den Wert von 5. 10. 20 und 100 Pfund N Roggen lauten. auf der Basio der nachgeholt werden. Provinz vannover hat einen Berliner Produkten=Notierungen * Goldanleihe. Berlin. 25. Okt.(Telegr.) Wie die„Voss. Zeitung" hört, finden die Notierungen der Berliner Produktenbörse auf Grund eines Beschlusses des Börsenvorstandes von Freitag ab auf der Basis der Goldanleihe statt, wobei ein Dollar. eine Goldanleibe, mit 4,20 Goldmark gelten soll. Berliner Börsenbericht = Berlin, 25. Okt.(Telegr.) Am Devisenmarkt zeigte sich heute etwas größ obwohl die herer Begehr. so daß. tierungen zumeist auf der gestrigen Grundlage und nur für Neuvork etwas höher erfolgten, zum Teil wieder Zuteilungen erfolgen mußten. Diese be schränkten sich aber hauptsächlich auf die schweren Devisen wie London. Amsterdam und Neuvork.„In Goldanleihe wurden große Umsätze zum Preise von 62—69 Milliarden getätigt. Fur Effekten zeigte sich Zurückhaltung, doch liegen bei den Banken nach wie vor Kaufaufträge vor. Devisen sowie ausländische Banknoten sowie Delarschatenweisungen und Goldanlelbe werden mit Beginn vom Samstag. den 27. Oktober ab amtlich notiert werden. Goldanleibe 65 Milliarden. Dollarschatz sun anwei gen 72 Milliarden. Berliner Produktenbericht. 1 Berlin, 25. Okt.(Telesr.) Wie bereits gestern erwähnt, erfolgt von Freitag. den 26. Oktober ab. die Notierung bis auf weiteres in Goldmark der Goldanleihe und zwar ein Dollar Gold gleich 4.20 Mark. berechnet. Als Einbeitsgewicht werden bei Getreide 1000 Kilogramm. bei Mehl. Hülsenfrüchten und Futterartikeln 100 Kilogramm zu Grunde gelegt. Heute war der Verkehr am Produktenmarkt ruhig, wobei die gestrigen Goldmarkpreise nicht mehr zu erzielen waren. In Weizen hat der dringende Bedarf nachgelassen. Für Noggen bleibt die Reichsgetreidestelle Käufer. In Roagenmedl ist das Angebot seit gestern etwas großer. aber kaum billiger zu erhalten. Für hält sich das Angebot nicht auf Gerste und Hafer der gestrigen Höhe. liarden. Schellfisch. groß sisch, mittel 1 Psd. Zum Güterverkehr für das besetzte Gebiet der Ahwicklung des Herbstverkebrs, insbesondere der Kartoffelversorgung, zu verbindern, werden künftig Zulaufgenehmigungen für gesperrte Sendungen nach dem besetzten Gediete, die zur Umgehung der Sperre zunächn nach einer Station der Reichsbahndjrektionsbezirke Münster. Essen in Hamm. Hannover. Kassel, Elberfeld und Frankfurt aufgegehen worden sind und nach dem besetzten Gebiet. Bereich der Bahndirektionen Essen. Köln und Elberseld weiter abgefertigt werden sollen. grundsätzlich nicht mehr erteilt werden. Den Eisenbahndienststellen ist die Weiterabfertigung gesperrter Sendungen nach dem besetzten Gebiet der Reichsbahndirektionen Essen. Elberfeld und Köln untersagt. Falls die Sendung nicht innerhalb der festgesetzten Frist abgenommen wird oder nicht rechtzeitig anderseits darüber verfügt wird, muß unverzüglich vom Recht der Zwangsentladung. Zwangseinlagerung oder des Zwanasverkaufs Gebrauch gemacht werden. Da in letzter Zeit zahlreiche Lebensmittelsendungen für das besetzte Gebiet zunächst nach Bahnhöfen in der Grenze dieses Gebietes aufgegeben werden, um von dort nach den endgültigen Bestimmungsstationen abgefertigt zu werden, wird darauf hingewiesen, daß Lebensmittelsendungen. abgesehen von vereinzelten durch die Handhabung der Zollkontrolle bedingten Maßnahmen. nach allen Stationen der Bezirke Essen. Elberfeld und Köln aufgegeben werden können und soweit sie für nicht in deutschem Betrieb befindliche Bahnböse bestimmt sind. eisenbahnseitig zunächst nach bestimmten Hilfshabnhöfen befördert werden, von wo sie mit anderen Besörderungsmittel, den endgültigen Bestimmungsorten zugeführt werden. = Düsseldorf, 25. Okt. Die Güterabfertigungsstelle Düsseldorf nimmt am 25. Oktober den Verkehr nach allen Stationen im besetzten Gebiet wieder auf. Wochenmarkt Gelsenkirchen. = Hellenkirchen 25. Okt. Auf dem letzten Wochenmarkt werden folgende Preise notiert: Aepfel(Tafel) 1 Pfd. 4 Milliarden. Aepfel(Koch) 1 Pfd. 2 Milliarden Birnen, frische 1 Pid. 3 Milliarden. Endivien 1 Kopf 20 Millionen, Grünkobl 60 Millionen, Kobl, blau 1 Pfd. 300 Millionen. Kohl. weiß 1 Pfd. 30—35 Millionen. Kohl. Wirsing 1 Pfd. 100 Millionen. Kohlrabi 1 Stück 16 Millionen. Petersilie 1 Wurzel 2 Millionen, Salat, Blatt 3 Kopf 300 Millionen. Sellerie 1 Knolle 100 Millionen. Stielmus 1 Bund 20„Millionen. Zwiebeln 1 Pfd. 250 Millionen. Butter. Land 1 Pfd. 12 MilOkf. (Telegr.) Um fde Storung in erbst Pid. 800 Millionen. Schellmittel 1 Pid. 700 Millionen. Viehmarkt. h. Altenessen. 25. Okt, Zum Schweinemarkt waren aufgetrieben 942 Stück. Es wurden im Engroshandel bezahlt für Ferkel im Alter von 6—8 Wochen 18—22. von 8—12 Wochen 22—28. von 12—15„Wochen 28—49, über 15 Wochen 40—80 Milliarden Mark. Das Geschäft verlief langsam. Stimmen aus dem Teserkreise.") Unstatthaftes Vorgehen. * Gelsenkirchen, 25. Okt. Wiederholt ist in den Zeitungen seitens der Behörden aufgesordert worden, sämtliches Geld anzunehmen. Leider stört sich in einer Reihe von Geschäften das Personal nicht daran. Neuerdings werden schon Scheine von 10—20 Millionen zurückgewiesen. Bei den geringen Einkommen in den meisten Familien kann es leicht vorkommen, daß die Mutter kein Brot für ihre Kinder kaufen kann, weil die genannten Scheine vom Verkäufer zurückgewiesen werden. So ist es z. B. schon vorgelommen, daß die Mutter beim Milchhändler zurückgewiesen wurde, ohne Milch für ihr Kind zu bekommen. Daß dieses unstatthafte Vorgehen Erbitterung hervorruft. Isent klar auf der Hand.„Es wäre wirklich an der Zeit, daß seitens der Behörde gans grundlich dagegen vorgegangen würde. cotl. mit Verhängung von empfindlichen Strafen. Einer für Viele. *) Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüder keine Verantwortung. Niederrhein. Wetterdienst Aachen=Essen. ) Nach starkem Fall ist heute der Luftdruck wieder im Steigen begriffen. Im übrigen zeigt jedoch die Wetterlage noch wenig Aenderung. Die außergewöhnlich häufigen und starken Regenfälle, die im Oktober bis st gefallen sind. werden durch den Vorüberzug zahlcher von dem polaren Hochdruck weit nach Süden ab gedrängter Tiefdruckwirdel hervorgerufen. Ein im Laufe des Vorwinters zu erwartender Kältevorstoß dürfte wohl ziemlich kräftig auftreten.— Aussichten für Freitag: Veränderlich bewölkt. Regenfälle, zeitweise nachlassend. Temperatur durchschnittlich wenig geändert. Wind aus West bis Südwest. jetz reic Statt Rorten. Wir geben wieder regelmäßig 89014 Gustav Iundt und Frau Smma ged Aanfe Vermählte. 25784 Gelsenkirchen 7. Kansierstraße 1. dm 25. Stinbe 1925) Besgenfrahungen der Sindtneresitunn Die am 27. September d. Is. erlassene Gebübrenordnung wird dabin abgeändert, daß ab 22. d. Mits. der Teuerungszuschlag auf das 450 000 000fache der Grundgebühr erböbt wird. Die Gebühren sind sofort nach Kedrung und Vorlage der Rechnung fällig Verzögert sich die Zablung, dann kemmen, die am Zabltage gültigen Gebührensätze in Anrechnung. 25824 Gelsenkirchen. den 25. Okt. 1923. Der Oberbürgermeister. von der Zeche„Centrum“ und „Pröhliche Morgensonne“ ab. Jos. Schürmann, G. m. b. H., Wattenscheid, Bochumerstraße 104. Telephon: Gelsenkirchen 4079. Märnliche Bettnäßleidende werden durch M. Sohmitmanne, D. R. P., mit gutem Erfolg behandelt. Auskunft erteilt: 25494 Wilk. Stammen, Gegeralvertreier, nattenscheid, Bebelplatz. 2-Zimmerwohnung gegen 3 Zimmer od. 2 große In Bulmke. Ueckend, oder Neustadt zu tauschen cht. 25833 Wannerstr. 164. 2. E. mit oder ohne Pension von bess. ält. Herra gesucht. Schriftl. Anerb. u. Nr. 28724 a. d. Gesch. Krankenschw. sucht möbl. Limmer „Auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten über Steueraufwertung und Vereinsachung im Besteuerungsverfabren vom 11. Okt. 1923 werden nunmehr alle Zahlungen auf dem Gebiete der Reichesteuern mit Ausnahme der Zölle und der Tabak steuer sowie Zahlungen auf Grund des§ 2 des Gesetzes über Maßnahmen Bese, de. vlch pishticher Beosiun ausgewertet. Der hierfür in Frage kommende Holdumrechnungssatz wir vom Reichsminister der Finanzen fort laufend veröffentlicht. 25831 Gelsenkirchen, den 25. Okt. 1923. Kinanzamt. Altstadt bevorzuxt. Schriftl. Anerb. u. Nr. 25820 a. d. Gesch. K Mädchen für vorm. gesucht. Munckeistr. 16. 25835 Bckauntmachung Die Figanzkasse nimmt bis auf weiteres Bankschecks als Zablung für Steuern und andere Reichsabaaben nicht mehr an. 25830 Gelsenkirchen. den 25. Okt. 1923. Finanzamt. Braves 25821 Mädchen In klein. Haushalt(2 Kinder) für nachm. sel. gesucht. Guter Lohn zugesichert. Teutstr. 3, 1. Etz. 1. Gold-, Silber-, PlatinBruch kaufe z. Selbstverarbeitung. Laboratorium Kreuzstr. 3. II. E. zu verkaufen. 25832 Näh. I. d. Geschältsst. Pabbilder In 1 Stunde. 20841 Schützenstr. 22. 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Personen: 25800 Heinrich XVII. Herzog v. SachsenKarlsburg Arnold Korft Karl Heinrich. Erbprinz v. SachsenKarlsburg Paul Hartmann Staatsminister v. Haugk. Exzellenz Karl Wagner Hofmarschall von Falkenberg Heinrich Peer Regierungsrat Dr. Jüttner... Werner Kraus Lutz. Kammerdiener Sr. Durchlaucht des Herzogs..... Eugen Burg Detleff. Grat von Asterberz Frütz Wendhausen Karl Büz.:......... Walter Neumann Kurt Enzelbrecht....... Viktor Colaui Kellermann. Corpsdiener Eugen Kex Joseph Rüder. Gastwir Franz Gross Prau Rüder......... Paula Eberty Frau Dörffel......... Adele Sandrock Kätl Eva May Die Gesangseinlagen werden gesungen von dem berühmten Männer-Quartett„Olocke“. Dirigent: Musikdirektor Bröll. Als zweites Ereignis. Der Schlager der Saison: Milarden-Souper Ein heiteres Fülmspiel von glänzendem Prunk und fabelhafter Aufmachung in 6 Akten nach der gleichnamigen Operette von Pranz Rauch Hauptrolle: OSSI OSwalda Mitwirkende: Hanni Reinwald, Viktor Jansen, Robert Scholz,-eor Alexander. Julius Falkenstein, Hans Junkermann. Dauer- u. Preikarten haben keine Gültigkeit. Wir liefern ab Zechen„Holland“,„Nordstern“ und„Oraf Moltke“, sämtl. Sorten &a8 Hohlen&a8p; für den Hausbrand, für Gewerbe und Industrie, auf Wunsch auch frei Haus. Anfragen an die Zechen Märkische Handelsgesellschaft m. b. H. Wattonecheid. 25913 2 fetteSchweine. Mchrere gebrauchte u. mehrere Ohase Küchen, gegen kl. Haus mit Herde. Tische Heute letzter Tag: Städt, Theater-Gastspiele in der Stadthalle zu Gelsenkirchen. Sonntag, den 28. Oktober 1923. Anfang 7½ Uhr. Ende gegen 10 Uhr. Gastsplel der vereinigten Stadttheater Wanne-Herne. Der Biberpelz. Eine Diebeskomödie in 4 Akten von Gerhart Hauptmann. 25829 Preise der Plätze: Sperrsitz 3 Milliarden Mark, 1. Platz 2 Milliarden Mk., 2. Platz 1 Milliarde. Kartenverkauf: Preitag, den 26. Okt., vor- und nachmittags, Samstag, den 27. Oktober, bis 1 Uhr mittags, im städt. Theaterbureau, Rathaus. Zimmer 45a, bei der Firma Alsberg an der Sammelkasse. in der Papierwarenhandlung Huer am Neumarkt, sowie am Sonntag von 6½ Uhr ab an der Abendkasse in der Stadthalle. Operette in 3 Akten. Morgen Samstag: Opernabend der Essener Oper. Opet in 4 Akten von O. Verai. Vorverkauf ist geöffnet vormittags von 10—1 Uhr, und nachmittags von 4—7 Uhr. Kristall-Palast Heute ringen: Herausforderungehaugt im freien-Stil: 25828 Stolzenwald gegen Bedkowski Entscheldungskampf: Pezolla gegen Bahr Entscheldungskampf: Worgut gegen Schadi. Bist i angeklagt? Kat und Hille in Stratssonen, StrafZurschub, Begandigung, sowie in Mietstreiteachen, in all. Prozeßsch: insbesondere Ehescheidungen erteilt Rechtsauskumfistehe WilIeke, Augustastraße 3. Telephon 1112. Stallung und Garten zu tauschen. Schriftl. Auerb. u. Nr. 25623 a. 4. Gesch. Stühlo billg zu verkauien. 25838 hat abzngeb. 23890, Hdl. Rosengardt. 1 Schneider. SteinSchlosserstr. 8. metzstraße 26. 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Da 8 Personen des Diebstahls beschuldigt und 6 Personen davon verhaftet wurden, wird der ehrliche Finder gebeten, gegen hohe Belohnung die Tasche beim Pollzeirevier 6, Josefstraße, abzugeben. 359 8