Bezugspreis durch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen für die Woche vom 15. bis 21. Oktober 200 000 000 Mk.— Einzel=Rummer 10000 000 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen: Gelsenkirchener Sonntags=Zeituno“,„Am Heröfeuer“ und„Sport=Extrablatt Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 181 48 eschäftsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 37, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abend Fernsprech=Auschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 125. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen bei laufenden Aoscglüssen ulcht. gen der gutttiorten Rechnung etne " Beinsprecher wich keine Sscit es ce ee e e. Nr. 235(Erstes Blatt) Donnerstag, den 18. Oktober 1923 59. Jahrgang. soviel Geldscheine ausgeben, wie Deckung durch Ne briese vorhanden ist. Eine Mehrausgabe über Dettung hinaus ist also nicht möglich. Sollten die Geldscheine im Verkehr unterbet werden, so wäre an und für sich eine Inslation dur dab Collidge nur ein Geschehnis von bei aus seiner Zurückhaltung berauebringen Fuhr und Rhein. Zur Arbettsaufnahme der Eisen möglich, da die Vorordnung Rentenscheine in Zahlung ger festlest, zu welchem Kurse die dieter I geschoben. von Geldscheinen Nentenbriefe eintauschen. Diese Nentenbriafe stellen langirtstide Hpootbek der, die In Gold Seite mitgeteilt wird, ist zu Bahnboiskommanda bahnern vereinbart u Dienststellenvorsteber name bahner, die zur Wiederaufn den französischen sind alse ein Unterbewert daran haben, jede Intlation zu verbüten. Besider der Geldscheine sonst von der Amtauschmög! ihrer Scheine in Rentenbriefe einen stärkenen Get machen werden, als es vermutlich der Fall sein u wenn die Nentenscheine Vertrauen genießen und zu vollen Werte oder zu einem diesem Werte sehr liegenden Kurs in Amlauf sind. Außerdem hat die Wirtschaft ein groder Interesse daran, bab die scheine nicht allzu sohr unterbewertet werden. Je gedie Unterbewertung, um so geringer wird die Zah auszugebenden Rentenbriefe sein, um so veringer auch die Verzinsung und um sol geringer auch die 2 die der gesamte Grundbesitz und die übeigen Anteil der Rentenbank zu tragen haben. Dir Anteilciane Rentenbank(Handel, Industrie, Landwirtschaft) ein Kommuniguer, dus der„Tembs berossentlichle, und in dem er heißt, daß der deutsche Geschäftsträger Poin care direkt die Instruktionen dargelegt habe. die er aus Berlin erhalten hat. In dem Kommuniquee wird dann weiter mitgeteilt, daß über die Einzelheiten der Unterhaltung der französischen Presse keinerlei Mitteilungen gemacht werden. Der Kernpunkt des deutschen Schrittes. ss Paris, 17. Okt.(Telegr.) Aus zuverlässiger Quelle glauben wir mitteilen zu können, daß der Kernvunkt des Schrittes, den der deutsche Geschäftsträger heute bei Poincare unternommen hat, darin zu seben ist, daß die deutsche Rezierung erneut versucht hat, Poincare davon zu überzeugen, daß er notwendig ist, iu Verbandlungen in iegend einer Form zu gelangen, um eine Verstündigung über die Liquidierung des Ruhranternehmens, die Wiederaufnahme der Arbeit und die Schuld mit 6 Prozent zu verzinsen, mid seits der Reingewinn ihnen zuflichen soll, de falls von den aufzubringenden Zinsen in gebracht werden kann. Die Wirtschaft selbst bat also Interesse daran, daß möglichst nichts gegen eingetauscht wird, um die 5 Prozent Zinsen die Reutenbriefe ausgestattet sind, zu spare allem kann gesagt werden, daß die Rentenba SE S Tir ann n, ganene de: Instrument sein wird, das unter auber U7 Ausweisung von Eisenbahnern nimmt w. Pario, 17. Okt.(Telege.)2 aus Koblens gemeldet: Dite den: beiter, die dom deutschen Verkehrsmie worden sind, sich von heute ab der Regie zur Verfügung zu stellen, babAnzahl bei den Behörden der Negi die Arbeit wieder aufzunehmen. viduell empfangen und erst eingest Form eines Eides ihren Anstell zeichnet haben Herr voll Hoesch dürfte in längeren Varlegungen Poincars erklärt haben, daß die deutsche Regierung in der letzten Zeit zahlreiche Beweise des guten Willens durch die Verordnungen und Erlasse gegeben bat. in denen sie auf die Bewohner des besetzten Gebieter unnd auf die Angestellten der staatlichen Unternehmungen eingewirkt dabe, um die Aufnahme von Verhandlungen mit vin zutändigen Stellen zu erleichtern. Herr von Seosch wüsse auch auf die Folgen aufmerksam gemacht haben, die eine weitere Ausdebnung des ausenblicklichen Instandes fhr dis innere. Ruhe Deutschland: beben thnte. Auber diese Punkte habe Herr von Hoesch gemeldet, Das Reparationsproblem. Die beigischen Studten. Aus dür ss Pario, 17. Okt.(Teleor.) Die Renaeations= kommislion i heute vormittag unter dem Vorsitze Bortdaus zusarzmengeireten. Der beloische Deletie.te Delacrott besaßte die Kommission formell erfolereich sein dürfte. in Abs. Zeidung" soll ter D'r. Leatze zum niendank Haltung heutigen Sitzung, diese Studien ihrem Binanskomitee zur Bearbeitung in Zusammenarbeit mit den übrigen Dienststellen zu übergeben und eventuell einen Bericht über diese Studien abzufassen. Deutschland erkennt die Monovolvorschlüge an. mi London, 17. Okt.(Telegr.) Der belgische Aubenminisier erklärte in einer Unterbaltung mit dem Vertreter der„Times“, die deutsche Negierung habe ipr Zustimmung zu den belgischen Monovolvorschlägen gegeben. Dies sei das erste Mal, daß Deutschland einen Plan anerlenne, der von einer alliierten Macht ausgearbeitet sei. Belgien sei es somit gelungen, die Reparationsfrage nieder in Fluß zu bringen. dem letzten deutschen — v e u t s c h e n S c h r i t t e i n wesentlichen nicht ändert. Entfrichten Pariser Blätter glauben wir daß die Frage der Entsendung eines chafters nach Paris in der Unterm deutschen Geschäftsträger und dem erytästdenten nicht erwähnt worUebernahme der Zeche„Könie Ludwig" in französische Regie erfährt das Wolffsche Bureau folgender: Auf der Zeche„König Ludwig“ 1/2 erschienen Oberingenieure der französischen Besatzung mit etwa 120 Untcringenierren und Soldaten und erklärten die Zeche mit den Zechenanlagen 1°4 zur Uebernahme in die französische Rezie für beschlagnaomt. Von den Direktoren. Beanten und Arbeitern wurde die Abgade einer Erklärung verlangt, nach der sie keine Sabotase treiben und mit der Regie im allgemeinen Interesse im friedlichen Einvernehmen zusommenarbetten würden Die Regelung von Entschädigungsansorüchen sei Sache der beiden Staaten Frankreich und Deutschland. Die Zahlung der Löhne und sonstiger Ausgaben erfolge durch die französische Neaie. Der Einspruch gegen die Besetzung und die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen erfolgt durch den Grubenvorstand in Gemeinschaft mit eidem Ausschutz des Bergbaulichen Vereins den ist. Der Quai d’Orsay weigerte sich heute abend; irgend welche Angaben über den Inhalt der Unterhaltung zu machen, bemerkt jedoch, man dürfe ihr keine allzugrole Bedeutung beilegen. Stimmungsmache gegen die deutschen Schritte. mi Paris, 17 Okt.(Telegt.) Die extremnationalistischen Blätter äußern ihren Unwillen darübet, daß Poincare den deutschen Geschäftsträger nochmals empfangen hat. Sie wersen ihm vor, daß er Deutschland zur Fortsetzung der Verhandlungen mit Frankreich aufgesordert habe na Paris, 17, Okt. 1923.(Telegr.) In einer Reihe von französischen Blättern wird bereits gegen die neuen Schritte der deutschen Regiecung Stimmung gemacht. Man versuche aufs neue, so wird behauptet, die französische Politik von seiner seit dem 17. Januar eingeschlagenen Nichtung abzubringen. Diesmal sei im Gegensatz zu den vorangegangenen Domarchen, meint Pertinar im„Echo de Paris“, die deutsche diplomatische Aktion solide unterbaut. und zwar in London und in Brüssel. Aber trotz der Unterstützung in London und Brüssel werden die deutschon Manöver(1) Frankreich nicht von seiner Italien ist steptisch. mi Rom, 17. Okt.(Telegr.) Die Nachricht von der Wiederaufnahme der Revarationsverhandlungen auf Grund des belgischen Entwurfes wird in Italien [keptisch aufgenommen, da eine Regelung in diesem Sinne Italien keine besonderen Aursichten bieten dürfte: denn sie setzt den italienischen Anteil auf ein Minimum berab. Man hofft jedoch, daß bei der Ausarbeitung dieses Planes Abänderungen angebracht werden können, die die italienischen Interessen besser berücksichtigen. Wegnahme von Billionen. WTI Berlin, 17. Okt.(Telege.) Am 19. do. Mts. nahm die belgische Besatzungsarmee aus den Tageskassen der Reichsbankstelle Aachen 8 Billionen Mark fort. Am gleichen Tage wurden aus der Reichsbankstelle Krefeld 5 Villionen Mark fortgenommen. Am 19. Oktober haben die Franzosen einen Geldtrausport in Höbe von 309 Milliarden M. auf der Grenzstation Goldstein beschlagnahmt. Essen, 17. Okt. Die Verhandlungen der in Frage kommenden Bebörden mit den Franzosen haben das Ergebnis gehabt, daß heute mit der Wiederaufnahme der telephonischen Verkehrs in Essen der Anfang gemacht werden soll. Man rechnet damit, daß ein grober Teil der Apoarate durch die verschiedentlichen Störungen noch nicht gebrauchsfähig sein wird. mi. Paris, 17. Okt.(Telegr.) Dem„Petit Parisien“ zufolge werden heute neue Verbandlungen zwischen General Degoutte und Stinnes stattfinden. Der Plan Smuts. : Londen, 17. Okt.(Telegr.) Der Sonderberichterstatter der„Daily Mail“ schreibt, man werde gut tun. keine übertriebenen Vor stellungen bezüglich der Aussicht betr. den Revarationspla.n zu begen, den General Smuts der Reichskonferenz zu unterbreiten beabsichtigt. Ein derartiger Plan bestehe zweifellos, aber er sei in den Einzelheiten nicht ausgearbeitet. und es bestehe keinerlei Grund, weshalb dier in dem augenblicklichen Stadium zu geschehen brauche. Drei matzgebende. Punkte in seiner augenblicklichen Gestalt seien festgesetzt: die deutschen Gesamtverpflichtungen in Höhe von 50 Milliarden Goldmark, ein vollständiges Moratorium von 19 Jahren mit Bezug auf die interalliierten Schulden und sompathische Ueberwachung der deutschen Einanzen nach dem Beispiele, das sich in Oestrrreich erfolgreich erwiesen habe. Smuts sei sich der Tatsache bewußt, daß die Frage, ob die deutschen Finanzen einer freundschaftlichen Kontrolle, wie z. B. durch den Völkerbund, oder einer feindlichen Kontrolle wie durch die alltierten Mächte allein unterworfen werden' sollen, als Erfola bzw. Mißerfoln jeder Ueberwachungsplanes erscheinen könne. Politik ablenken können. Die Ausbeutung der besletzten Gebiete zuerst. betont Pertinar, und dann erst die allgemeinen Revarationsolune, die während langer Monate und Jahre doch nur dem Werte von etwas auf Papier gegossener Tinte baben. Wenn Deutschland nicht exfüllen wolle, so solle sein Wille gescheben und die französische Blockade werde andauern. Auch die„Journee industrielle" erklärt, sie würde sich nicht darüber wundern, wenn die französische Politik in den nächsten Tagen einen neuen An kurm von außen der zu erleiden hätte. Das in der französischen Industrie maßgebende Blatt hebt die Tatsache hervor, daß man sich in Brüssel und London erneut bemüht und bemerkt auch, daß in Italien wieder das Mißtrauen gegen die französische Politik wach werde. Das Blatt benutzt die Gelegenbeit, um gewisse Schritte in der Autenpolitik Frankreichs klarzulegen und auseinanderzuseven, die das Verhalten Frankreichs nach der Einstellung des deutschen passiven Die Inflationsmöglichkeiten der Rentenbank. un Berlin, 17. Okt. 1913.(Telere.), Die Berliner Presse unterziebt die Rentene und e Wäbrungomaßnahmen der Repierung der Kritlk. lo verfehlt muß in diesem Augenblick aber jede Kritik zzeichnet werden, die sich damit besatzt, die verschiedensten orschläge einander gegenübereustellen und zu erwägen. 1 Dollar= 5466 250000 Mark. Mitteilung der Reichsban.. Der für die Durchführung der Devisenverordnung mahgebende amtliche Mittelluse poo Dollars ist heute, am 13. Ott., 5.5 Milliarden. rufsmäßige Pessimiste Verordnunn selbst wollen. In der nahmen getroffen. gegenwitken. 74• Deutsches Reich. Die Linkokoalttion in Thüringen. Das neue thüringische Radinett. Weimat, 16. Olt. In der heutigen Aitzung des 13 8 Se. Keels. Sce er den Innern Staatsminister Herrmann(wie Soe Aberscherer Nr. F3 3 Sr 95he),„Best. genommen. Die D. Se. Phrese er M“ Wie. K öne k.: gegen die Forderung: gen die Arbeiterschaft exgriffen und er 51 ung und ihr shate a Ger n seinem und elaller prole Ruter eingeführt wird. 0 — Arbeiterschaft ergriffen.— nasgesetz zum vorläufigen Abschluß— zen der imperialistischen Politik sollen au e Bevölkerung abgewälzt werden. Die gische Regierung füblt sich in erster Linie als der ausgebeuteten Massen. dem Wohle aller proletarischen Sie wird sic ferner einletzen wird beim r Besserung allen erbaltung eseren. Rersasen ung der Nek ber ein für die tatur. Die Gri müssen Die ere die nach den In ihren erung eng1 der gehamte esonders an nicht und zu s0 Achtstun triebsräte Mit aller der en 14 Maßnahmen ik zu erhalten. De en 9e 9 Stellu zur innervolitischen ). Der geschäftsfühder Deutnahm unmlungsvert kichtung erlast nicht gegen eine bewurde. sondern ledigichen politischen Lage Gestattung solcher Veranstaltung fur bereit finden, wenn die einen Interesse wünschenswert würden von dem Verbot nicht alle freiem Himmel betroffen. z. B. sei nkonzerte und dergleichen im a rsammlungen, da bei idnen weder Ansprachen u jungen und Erörterungen über bestimmte Ang tten kattzufinden pflegen. Bei künstlerischen ltungen würde der Indalt der Darbietungen Boach finden müssen, dagegen seien Denkmalseinweibungen. sfeiern und dergleichen im Hinfraglos als Versammlungen anim Sinne des Verbots sei die in ing der Aufmerksamkeit des Publi jung einer zu bestimmten Zwacken nae über Straben und Blätze. ur Schulllassen und äbnliche Vernaen. die nicht in der Absicht geschehen. die Aufmerksamkeit des Publikums zu erregen, seien keine Umzüge im Sinne des Verbotes. dreitährige Frist für die Berichte festlegte. aber dem Völkerbun“, das Recht zubilligte, falle es uptmendig sei. in der Zwischenzeit Ergänzungsbrrichte einxn. T„„„ Kirchliche Nachrichten. Weihbischof Dr. Stofsels bestorben. 1 Köln, 17. Okt.(Telegr.) Heute abend 8.15 Uhr ist der Weibbischof Dr. Stoffels an Herzschlag genorven.— Der Verstorbene. ein geborener Ruhrorter. war erst im Lause dieses Jahres zum Weihbischof geweiht worden. Die Erzdiözese verliert in ihm einen wi senschaftlich hochgebildeten und in seiner gesamten bisberigen Wirksamkeit tatkräftigen Prälaten. dem bei seine. Jusend noch eine glänzende Zukunft bevorstand. Jetzt dat der Tod Ihn, in den besten Jahren dahingerafft. Er Eine Pepkspende. " m t N o m. 1 7. O k t.( T e l e g k.) D e r P o p s h a t d e n Erzbischüsen von Breslau und Köln je 306 000 Vire, insgesamt also 600 000 Lire, 3. Zt. 119 Billionen Papier. mark, für Bedürftige überwiesen. #. Dreoden, 17. Okt.(Telegr.) Ein Schi e e. See e e eei Die Kampfansage eines kommunistischen Ministers in Sachsen. reiben des üller. an OE. OrEEE S, Minister Bölt. ger auf der am 13. Oktober von der kommunistischen sartei einberufenen Versammlung im zoologischen Garten n Leipzig eine offene Kampsansage gegen Mahnahmen der. Reichoregierung ausgesprochen und eine entsrrechende Resolution veranlaßt habe. Die Aufforderung zur Bepaifnung sei gleichbedeutend mit dem Aufruf zum bewaftneten Kampf. Die Rede stelle lo einen rstoß gegen die vom Wehrlreiskommando erlass n a n h e n J u b e m( S c h r a l h a n m i e d A. D e i t z n e r unium eläte oder ob es enkgegen seinen Aeußerungen. nach den Weisungen let. Wehrkreisbefehlshabers zu bandeln ei.„Für den letzteren Teil wird in dem gesordert, daß die sächsische Regierung die hrkreiskommandanten gegebene Erklärung verkünfta Ael beugen wolle. miners Böticher porden Hierzu erklärte Dr. 8 sinung von heute: Dem Wehrkrei: eine Rechenschaft.(!) schuldig bis= und verfassungswidrig ttteilung n wi, die Siede des ten. wie eignet in der Landtags iskommando sind wir Auf die unzweifelDrob en obungen des Antassungs= werden wir chrung daß gegen, General Müller eingeschritten wird. Hierauf wurde das deutschnationale Mißtrauensvotum gen, die Regierung Zeigner mit 48 Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten gegen 45 Stimmen der Bürgerlichen abgelehnt und die Sitzung geschlossen. Der Freizonenstreit. Beamtenfragen. Die Gehaltsfrage. na. Berlin, 17. Okt.(Telegr.) Wie wir erfahren, hat sich das Reichsfinanzministerium entschlossen, in Aubetracht der ungewöhnlichen Steigerung der Preise auf dem Lebensmittelmarkt die für den 18. do. Mis. vorgesehenen Zahlungen an die Beamten und Staatsarbeiter zu verdoppeln. Demnach erhalten die Beamten am Donnerstag ein volles Oktobergehalt auf der Grundlage einer Meßziffer von 70000 abzüglich der am 1. Oktöder geleisteten Zahlungen. Am 1. Oktober haben die Beamten bekanntlich ein Monatsgehalt bei einer Meßziffer von 7000 erhalten. Gleichzeitig wird am Donnerstag über die endgültigen Bezüge für das dritte Oktoberviertel mit den Organisationen verhandelt. Arbetter= und Gewerkschaftsfragen. Der Schiedsspruch für die Straßenbahnerlöhne. 1( Essen, 17. Okt.(Telegr.) Die Lobnverhandlungen des A. G. V. der Straßenbahnen mit den Gewerkschaften am 15. Oktober führten zu keiner Einigung. da von letzteren für die vergangene Woche eine Erhöbung des ursprünglich vereinbarten Svitzenlohnes von 53 auf 250 Millionen Mk., also nahezu das Fünffache ge e n, werden war.„ Die Arbei werkers im Spitzenlohn Einnahmen chen. um die genen Stromkosten zu decken, so daß die Betriebe fortges mit gewaltigem Defizit arbeiten. Es trat deshalb gestern ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz des Vertreters des Reichs= und Staatskommissars in Bochum zusammen das einen Spruch fällte, wonach der Spitzen! Millionen Marr pro Stunde fl vom 7.—13. Oktober betragen soll. Die An Spruches steb für die Innahme gen. Sachlen die Streitfrage dom internationalen ständigen Gerichts, im Haao oder irgend einer anderen Schiedszu unterbreiten. Die Note schl sich gern der Hoffnung hin. die! de bestreht sein, die guten Staaten seit Jahrbunderten zu erbalten. getriebe einden gegenüber die ange der beutschen Volzu wahren. unter freiem Himmel. icher Anträge auf Ausnahmeen esseblenn zufolge darauf Provinzielles. der Bundesrat erung der Nevuziehungen, die die verbinden. aufrecht egt.) Wie uns gemeldet wird, werden ab heute die Hamburger DSüge wieder ab Reclinsbausen=Hauptbahn. Lof fabren. genommen wird. * S c h m e r l o s t e, 1 7. O k t. W s m a n a u f e i n e r msterfahrt nicht alles erleben kann. erir vier ein bei seinen Verwandten eingekehrter Gelegen. tshamsterer. Während des Tages klapperte er mit iem fast neuen Rade die umliegenden Dörfer ab und mit einem strammen Rucksack seinem Die internationale Zollkonserenz. □. Genf. 17. Okt.(Telege.) Die internationale Zollkonferenz beriet beute vormittag über Artikel 2 des Vorentwurfes, der bestimmt, daß die vertragsschließenden Staaten jedesmal, wenn der Völkerbund es fordert. Berichte über eine Durchführung der Beschlüsse dem Völkerbundssekretariat einreichen sollen. Der deutsche Vertreter brachte hierzu einen grundsätzlich wichtigen Abänderungsantrag ein. wonach nicht der Völkerbundsrat. sondern die Konferenz selbst die Schriften für die Einreichung der Berichte festlegen soll. und zwar von vornherein für je drei Jahré.„Nach langer Debatte. worin die deutsche Delegation nachdrücklich für die Zu ständigkeit der Rechtc der autonomen Konferemz eintrat. kam es schlieblich zu einem Kompromiß, derart, daß die Konferenz dem deutschen Antrag entsorechend sofort die Schlaf. Im Truum erteore und Genüsse leiner froben beimkehr. Als er aber am andern Morgen erwachte und in dieses jammervolle, trostlose irdische Dasein zurückkehrte, mußte er die Entdeckung machen, daß Rucksack und Rad spurlos verschwunden waren. Wenn dieses Unglück einem berufsmäßigen Hamster vassiert wäre. könnte man darüber vielleicht wohl so etwas wie Schadenfreude empfinden, aber so ist und bleibt es eine ganz gemeine Tat. * Berlin, 17. Okt. m der Por unternahm der Portugiese Pinto au flugzeug einen Flug über die stern nachmittag stlichen Vororte von Berlin. Hierbei stürzte er durch Verlagen des Motors infolge Benzinmangels in den Mittellee, jedoch gelang es ihm, sich schwimmend zu retten. #0 Berlin. 17. Okt.(Telege.) Wie eilt. sind die Greise in ven letzten tetig newesen. Auf dem Schlachthof bat 0 beute für den Schweinema Bauern auch hier viel zu bobe B. 8 ten und mehr und mehr zur Berechnung nach Geld Übergeben. Ein Anziehen der Preise war nicht zu meiden, weil die Frachten in den letzten Tagen## teurer geworden sind. Heute ist dem Schlachthof von Seiten der Wi worden, daß die Richtvreise für Fleisch normiert worde Vorgeben für sehr wich preise eine genaue Kon den könne leien. ∆ Moskau, 17. Okt. C archen Tichon stehende ruf mung des Konstantinoveler ab zum neugregorian ber. ( st ich on — die bmatt — der 0 Male auf durcha#setzt alles ausgeschkachtete n sind. Das Blatt hält dieses chtig. weil auf Grund dieler Richt— Kontrolle der Ladengeschäfte stattfinund Ueberpreise ohne weiteres festzuf auf Grund Ladengest se weitere die unter e ging mit en über. r) Berlin, 17. Okt. hat sich laut„Bossischer Billionen Mark erbracht. tenbörse durch Zeichnung von Erbsen. Mehl. Graupen usw. irche atr mi Justim= Aen Kelehberkt An der telten mlu igt. liner chuß für die rung mit Das Regiment der Straße. Hambura, 17. Okt.(Telegr.) Nach den Abendblättern kam es gestern in Heide(Holstein) infolge der Verhaftung des Führers der dortigen Kommunisten zu Unruhen. Gegen 11 Uhr wurde versucht, den Verhafteten aus dem Amtsgerichtsgesängnis zu befreten. Zwei mit Karabinern bewaffnete kommunistische Trupos drangen in die innere Stadt ein und forderten die Freilassung des Führers. Auf die Ablehnung dieses Ansinnens seuerten die Kommunisten eine Salve ab, worauf sich die Beamten in den Gefängnishof zurück zogen. Von dort aus wurde das fortgesetzte Feuer der Kommunisten mit Revolverschüssen erwidert: Auch die zweite kommunistische Abteilung griff mit Gewebrfeuer in die Schießerei gegen das Gefängnis ein. Als die Kommunisten den Mißzerfolg der beabsichtigten Ueberrumpelung einsaben, stellten sie das Schießen nach Eintreffen eines Zuges Schuvo ein. Bei der Vornahme von Haussuchungen erfolgten mehrere Verhaftungen. Ein neuer Ostseehasen im Entstehen. 1 Schon vor einiger Zeit tauchte der Plan guf, bei der Stadt Bartb in Pomstern einen neuen Ostseehafen legen. Dieser Plan dürfte jetzt verwirklicht werden. Stadt Bartb einen Vertrag mit einer in Bildung a bie egriffenen Eischereiaktienges Stadt der großen Katt gegen die von 5—7 lichen mit de gebende Bedeutung. in dem die gevlmit Schweden über Zingst Wirklichte Gesellscha ttharinense Aktiengese Meter Tiefe erweitert modernen Hafenanlagen verst# len Bau noch in diesem Jahre für den Ostseeverkehr mit dem e Bedeutung. in dem die —. Schweden über Zinost Wit Fährverbindung ist dringend n Hafen den immer stärker an Schweden nicht mehr bewältig hat, demzufolge die Gelände um den n überläßt, wozu einem Hafen mit allen erforderanschwellen! bewältigen kann. Eine russische Totenkammer. ilitärarstes. dem S der esem Ber! diesem breche: genen sind* genen sind Korr kommen verboten. wöhnlich. Die An genen bei jed Raummangel sin in kleinen Zellen stirbt an Tuberk Notspital mit vottet jeder t### des holsa... t.„ Dieses UnsDie Hinrichtungen fi Füsilieren der Gesa pagnie gebildet wor mmer nachts. Die mittelbar darauf# die Spuren verwiwerden: von den—. Weise wurden gegen Zinew## Totenkammer finden. befand Benjamin. der Moskau überowurde von den 7 d sich m. Unter den Erschoflenen in de der Freise Kirchenfürst der Exekution grtragen.“ — Das Nachbarhaus. 81 Roman von A. K. Green. Rachbruck verbeten di Hut sah und erkannte, daß er einen unfür die Unwesenheit meiner Frau bildete, verlor ich auf einmal das auf den Erfolg meines Versuches. Ich konnte , d a ß i c h i h r e G e s t a l t, i h r e H ä n d e u n d s o g a r d i e an ihrem Fuß erkannte, da eine andere Frau doch Kennzeichen haben kann. Aber den Hut mußte Zu olele Personen haben sie diesen Hut das verstehe die Herren diese nicht. Haiso lange Erklärung sagte er scharf. n werden di sie dabei nur n alles tat, um wie ein einfa. auszuseben, sogar einfache Wäsche anzog. ste alle Vorsichtsmaßregeln, um sich als zu können, wenn sie dann einen Hut Name einer der ersten richt alles. Sie nicht weswersen. Sie trug den Hut le dachte, sie glaubte, in dem grohen Hause irgendwo verbergen.— urche sog Pane. e Lin unter ihrom Reuich nicht ein Wort von verblüfft an. Man i plötzlich in Neunicht darüber: schon uige Bordre.,— urnans war zu sone r A u oder vom Nachmitta Antwort auf die näd Licht euf die it zu wersen. fragte ihn:„Was daß Ste— allein keinen vernünftigen, aber Sie als Stunde und sie in dort zurücklieben?“ noch für Sie glaub. erwinerte eben nicht vernicht bier und versuchte nicht mit einer normalen bringen lößt. Meine Frau erst sein, die meinen Vater auf der Schwelle seines Hauses begrüßte. Zuerst hatte sie heabsichtist, ihn ganz offen als seine Schwiegertochter zu n. und erst später kam ihr der Einfall, sich ihm als die Haushälterin vorzustellen, wegen der mein Vater uns telegraphiert hatte und die ihn erwarten sollte. Das Telegramm war erst sehr spät in unsere Hände gelangt. so daß wir keine Zeit mehr hatten, ihm eine Haushälterin Wir fl zu sten. Ich wollte ihr aufsubringen. meines Weggehens fürchteten auch, mein Vater könnte am Moigen ankommen; so dat mich den sie in dem Hause übernachten zu lassen.: in nichts widersprechen, um sie nicht wieder Ich batte nicht gcahnt, daß ihr infolge mein etwas zustoßen, oder daß sie sich in dem großen Hause fürchten könnte. Oder besser gesagt, ste ahnte es nicht. Denn sie bat mich, nicht bei ihr zu bleiben, als ich davon sprach, wie leer und einsam doch das Haus wäre. Sie sagte, sie sei zu fröblich, um irgendwie Furcht zu empfinden oder überhaupt an etwas anderes zu depken, als an die Aoberraschung meines Vaters und meiner Schwestern, wenn diese entdeckten, daß ihre entzückende Hausbälterin niemand anderes war als die so lange mißachtete Schwägerin“ „Und weshalb." begann der Coroner wieder, wobei er sich in seiner Erregung so weit vorbeugte, daß ich Mr. Errces Gesicht sehen sonnte, der sich auch vorneigte, um nur ja kein Wort von der Aussage dieses merkwürbigen Zeugen zu überbören,—„und weshalb sprechen Sie von Furcht? Welchen Grund haben Sie zu der Annahme, daß. nachdem Ste sich entfernt hatten, Ihre Frau von Furcht erfaht wurde?“ „Weshalb?“ wiederholte der Zeuge in einem Ton, als ob er über den mangelnden Scharssinn des Fragenden erstaunt wäre.„Ja, hat sie sich denn nicht von Furcht und Verzweiflung übermunnt getötet? Ich habe sie doch geund und in beiterster Stimmung zurückgelassen könnte ich annehmen, das ihr Tod einer anderen zuzuschreiben ist als einer blötzlichen ungebeuren auwendlung!“ „Adl“ riof der Coroner in mittrauischem Ton, der sicher nur den Gefühlen der meisten Anwesenden Ausdruck verlieb.„Sie glauben alse, daß Ihre Erau sich selbst getötet bat! „Gewitz glaube ich das,“ antwortete der Zeuge, rurig die Anwesenden anblickend. Nur zwei Auzenpaare vermied er geflissentlich,— die frines Vaters und seines Bruders. „Das sie sich mit einer Hutnadel getötet hat?“ fragte der Coroner wieder, ohne jetzt noch die Ironie in seiner Stimme und seinem Benehmen zu verschleiern.„Daß sie selbst sich eine Hutnadel in den Nacken stieß, in eine Stelle, igsten Frauen wissen, wie leicht verwundbar sie ist? Selbstmord? Wo sie unter einem Kasten begraben aufgéfunden wurde, der erst einige Stunden, nachdem der tödliche Stoßz geführt war, auf die Leiche herabgestürzt wurde?“ „Wie starb sie denn, wenn nicht durch Selbstmord?“ fragte der Zeuge unbeiert.„Sie hätte höchstens einem Diebe die Tür öffnen müssen. Und wie käme denn ein Dieb auf den sonderbaren Gedanken. eine wehrlose Frau auf solche Weise zu töten? Nein! Rein! Ein plötzliches Entsetzen hat sie erfaßt, und in einem Augenblick der Verzweiflung legte sie Hand an sich. Vielleicht auch war es ein Unfall, der sie tötete. Und was die Aussage der Sachverständigen betrifft— wir alle wissen, daß Irren menschlich ist. Und wenn auch alle Sachverständigen der ganzen Welt“—— hier wurde Howards Stimme laut und fest, seine Nasenflügel bebten, und seine Haltung war wieder selbstbewußt und befehlend, so daß er uns allen wie plötzlich umgewandekt erschten—“und wenn auch alle Sachverständigen der ganzen Welt einen Eid leisteten, daß der Kasten umgeworfen wurde, als meine Frau schon vier Stunden tet war, ich glaubte ihnen nicht. Der Anschein man sein, wie er will, ich erkläre hiermit ausdrücklich: Ich bin überzeugt, daß sie im Todeskampf den Kasten auf sich herabzog. Für die Wahrheit meiner Worte stehe ich mit meiner Ehre ein!“ Ein lautes Schreien und Lärmen im Saal folgte diesen Worten. Man unterschied die Rufe:„Er lügt! Er lügt! Er ist verrückt!“ Die Worte des Zeugen waren so unerwartet, klangen so ungebeuerlich, das selbst die Teilnahmlosesten sich nicht länger zurückhalten konnten. Und nur die Neugierde, noch mehr zu bören, konnte schließlich die Tobenden wieder zur Besinnung bringen. Gespannt en alle auf die Entgegnung des Coroners. einmal gebört, daß ein Blinder das VorLichts leugnete. Aber es ist noch nie vorein vernünftiger Mann wie Sie vor so augenscheinlichen Tatsachen Dinge bebauptet, die in völligem Widerspruch zu allem stehen, was die Untersuchung bis jedzt klargelegt hat. Wenn Ihre Frau einen Selbst mord beging, oder wenn sie sich die Hutnadel zufüllig in den Nacken stietz, wie kommt er dann, daß der Kovf der Hutnadel so weit von der Leiche entfernt binter dem Sitter der Luftheizung gefunden wurde?“ „Als der Hutnadelknopf abbrach, konnte er leicht bis dorthin schnellen——“. „Aber die Klavve der Luftheizung war doch beschlossen, nicht wahr, Herr Groce?“ „Ja, sie war geschlossen“, lautete die Lurze Antwort. Das Gesicht des Zeugen, das seit den letzten leidengetommen. schaftlich geäußerten Worten ändert verfinsterte sich jetzt einen Augenblick. Er ven, als ob er sich schlieblich doch unterlie. rasch gewann er Ausdruck nicht hatte, verfinstert————— senkte die Augen, gen fühlte. Aber und sagte rubig: „Aber die Klappe konnte von einem Vorbeigebenden unabsichtlich geschlossen worden sein. Ich babe schon von anderen, viel merkwürdigeren Zufälligkeiten gebört.“ „Derr Van Burnam", fragte der Coroner, den die Ausflüchte zu ermüden begannen,„find Sie sich aucd bewutt, welches Licht Ihre widersprechenden Aussagen auf Sie werfen müssen?“ „Jch bin mir dessen vollig bewuht.“ „Und sind Sie bereit, die daraus resultierenden Folgen auf sich zu nehmen?“ „Wenn daraus irgendwelche Folgen für mich entstehen, muß ich sie natürlich auf mich nehmen,“ antwortete Howard mit Ruhe. „Wann verloren Sie den Schlüssel, den Sie nicht mehr zu besttzen behaupten? Heute morgen behaupteten Sie, Sie wüßten es nicht; aber heute nachmittag können Sie ja Ihre Meinung geündert" beben: „Ich habe den Schlüssel verloren, nachdem ich meine Frau im Hause meinen Vaters vorlassen hatte.“ „Bald darauf?“ „Innerhalb einer Stunde— so glaube ich.“ „Wieso wissen Sie, das Sie ihn so beld verloren?“ „Weil ich den Schlaffel vermißte.“ „Wo waren Sie, als Sie den Verlust bemerkten?“ „Tras weiß ich nicht mehr.“ Ich spazierte herum, wie ich es Ihnen bereits sagte. Ich erinnere mich nicht, wo ich mich befand, als ich die Hand indie Tasche steckle und merkte, daß der Schlüssel nicht mohr darin war.“ „Sie erinnern sich also bestimmt nicht, wo Sie ihn vermitzten?“ „Nein!“ Der Coroner machte eine Pause: die Erwartung hatte einen Höbevunkt erreicht. Dann sagte er: „Der Schlüssel ist gefunden worden!“ Der Zeuge erditterte so beftig, daß seine Zähne laut zusammenklappten. Im ganden Gaale konnte man den Laut vernehmen. „Er ist gefunden worden?“ sprach er, sich zur Gleich: gültigkeit zwingend.„Go können Gie mir ja sagen, wo ich ihn verloren habe.“ „Der Schlüssel wurde un seinem gewöhnlichen Platz, über dem Schreibtisch Ihres Beuders hängend, gefunden“ (Fortsetzung folgt.) S U# □ Traubenlese am Von Ernst Edgar Reimerdes. von den Zweigen abduschneiden und in Gefähen zu sammeln, wovon jede zwei neben sich steben hat, ein Holzgefäß für die guten Trauben und eins aus Blech für die minderwertigen. In Reib und Glied treten sie die Arbeit an; jede bekommt ihren Gang angewiesen, den sie, von links beginnend nach rechts abschrettend, absucht. Beim Lesen werden die Win zerrnnen stets durch Aufseher kontrolliert. Etwa nereessene Trauben pflücken die„Nachleser“, damit nichts verloren gebt. In das Gefätz einer Winzertn voll, so schüttet sie den Indalt in die„Butte“(gröberes samt seiger Familie ein donnerndes Hoch. Manchere#rn witd ihm wohl auch von einer Winzerin ein Blumenstrauß überreicht, in welchem Weinlaub nicht feblen darf. Im Auschluß daran singen die Winzerinnen und Winzer verschiedene alte Lieder, wie z. B.„Vor etlichen Jahren, als ich noch jünger wer, de führt“ man mich zum Tanze mit gekräuseltem Haar usw.“ Der Weingutsbesitzer lädt nun alle zum Winzerkist ein, bei dem seine eigenen Freunde und Bekannten natürlich nicht fehlen dürfen. Wenn das Wetter einigermaßen günstig ist, wird im Freien oder auch in einem Zekt an langen Taseln gegessen und getrunken und binterder auf einem zu diesem Zweck errichteten Tanzboden nach den Weisen einiger Mosikanten bis in die Nacht hinein getanzt. Manchmal lassen grobe Wetngntsbesiver auch wodl zur Verderrlichung der Fester das Rbefnufer unterhalb ibner Weinbenge dengalisch beleuchten und ein Feuerwerk abdrennen. Wun. dervoll ist der Anblick eines solchen Schaufpiels. Im Vordergrund der Strom, der die bunten Lichtessekte in seinem alivernden Spiegel arffängt, und dabinter die Hügel mit den alten Beraruinen und Schlößsern, die im Wiederschein der Rateten plötzlich aus der Dunrkelbeit auftauchen. Böde lustig er bei diesen Winzerfesten zugebt, kann nur der ermessen, dem einmal das Glück zuteil deworden, eine Traubenlese im schönen Rheinoau mitzumachen. In solchen Stunden gebt einem erst so rocht das Verständais auf für Simgebent — auch der Dorssten!— der feurige palmer am meisten äbnelt; der starke, duftige Markobrunger, der liebliche Seisenbeimer, der rote Abmannshäufer, der beste deutsche Notwein, und vor allen der wundervolle, bukettreiche Rüdesbeimer, der wie flüssiges Sold im Glase blinkt und von köstlichem, vikanten Geschmack ist. All diese stammen aus dem Rheingau, der in seinen 3770 Hektar umdassenden Weinbergen jährlich bis zu 85 000 HektoAus den Butten gelangen die Trauben in grobe Fässer, die auf von Pferden gezogenen Wagen ruben. Diese befördern ihre Fracht in die Kelterei, wo dir weinen Trauden somt den Stielen direkt in die Presse kommen. Schalen und Stiele bleiben in der Presse zurück, während der Saft in große Holzbottiche fließt. Die blauen Früchte, aus denen man bekanntlich den Rotwein derstellt, müssen, bevor sie in die Kelter kommen, erst„gerappt“. d. d. entstielt werden. Dies geschiebt mittels einer Art von vierecktigem Kastensieb, das udei Männer so lange din und der schütteln, bis die Stieles die den Wein bitter machen würden, sich von den Trauben gelöst haben. Der in den Bottichen aufgesangene Saft, der Most, kommt nun in die Bedandlung eines bewährten Kellermeisters. Er wird i Kellerräumen in großr Fösser gesüllt, nur den Gärungsprozeß durchzumachen, der verschieden lange dauert und alle Unreinigkeiten aus dem Tranbensaft entfernt. Damit ist der Wein nun fertig. d. b. das reine, unverfalschte Naturprodukt. Diesem wird häufig noch Wasser ulw. hinzugesetzt. Man nennt das den Wein„schönen“.— Die Qualität des Weines richtet sich nach der Güte des Mostes, die man aus seinem Gewicht,„Oechsle“ genannt, mittels einer Art von Thermometer feststellt, welches vor der Gärung in den Traubensaft eingetaucht wird. In guten Jahren hat der Wein 90. 96, 110 bis 146 und mehr„Oechsle“. Ist die Traubenlese glücklich beindet und das letzte„Fuder“ Wein in die Kelterei geschafft, so winkt den fleißigen Winzern und Winzerinnen zum Lohn für ihre mühevolle Arbeit ein lustiges, vom Weingntsbesitzer veranstaltetes Fest. Gemeinsam zieden alle vor das Haus des Gutsberrn und bringen ihm Hochwaldrauschen Wann in jedem Jahr die Toandeniese beginnt, lätzt sch aicht mit Bestimmtheit angeben; das Wetter von Sommer und Herbst wielt eine zu wichtige Rolle dabel. Etnige frühe Sorten(besonders rote Tranden) erlangen schon im September ihre Reise; doch das find Ausnahmen. Im allgemeinen sängt die Ernte Mitte Oktober an und dauert bis in den No. veinber hinein. Sobald die weihen Trauben ihre Ueberreise(die sogen. Edelsäule) erreicht haben, ein Zunand, der ihren Zuckergchalt steigert und dem Wein eine seinere„Blums" verleibt, gebt's an die Lese. Dann werden im Rheinoan die Weinberge geistuet, die bis dahin abgesperrt und von den „Verrenbütern" bemacht waren, und nun beginnt-vom frühen Morgen bis zum Spätnachmittag ein lustiges Leben und Treiben und fröhliche Winzerlieder steigen zum Himmel emvor.— Uebrigens gebt der Hauotweinlese manchmal eine„Vorlese" für schneller gereifte Trauben voraus.— Die wichtioste Bedingung für den Verlauf der Weinlese ist natürlich trockenes, bestüändiges Wetter. Die feinen Sorten werden morgens erst dann gepflückt, wenn der Frühtau völlig verdanstet und alle Feuchtigkeit gewichen ist. Bergaufwärts, in gebückter Haltung, geben die Winzerinnen nun den ganzen Tag. um die Trauben Die Vernichtung Jokohamas #boespielt. Der Park m Stedtbild. und so geftüchtet. Flötzlich Nöbren der WasserBasser siedendkat#stroobe geworden war, veröffentlicht in der„Voss. Zw.“ einen Bericht, dem wir folgendes entnehmen: Die„mrez of Anftralia“, ein 26 630 Tonnen grodes Schiff. in Deutschland unter seinem urspeünelichen Namen Tirvitz bekannt, leste am 31. Auzust, #um tags, am Staden von Jokobama an. Wie alle Reisenden, soh auch ich mir die Stadt Jokobama an, erledigte noch einige Besorgungen und beobachtete am nächsten Tage, mittags 12 Uhr, interessant dus Treiden, wie es sich bei der Abfahrt eines großen Dampfers in Juvan inmer abwickelt. Eine Minute nach 12 Uhr wurde unser Schiff mit ernem schrecklichen Ruck undefähr 1 bis 2 Ellen in die Höde geworsen. Gleichzeitig knickten am Stoden die großen Laverhäuser ein. Da blübt dir zu freudig der Mut. Siebst die Mädchen so frank und die Männer so frei, Als wär' es ein adlig Geschecht Gleich bist du mit glübender Seele dabei. So dünkt es dich billig und recht.“ Es sind lustige, übermütige Menschen an den Ufern des Rheines; um ihre Eigenart ganz zu versteben, darf man sich dir Mübe nicht verdrieben lassen, bis zu ihres Wesens Kern vorzudringen, und das gelingt vielleicht am besten, wenn wir Feste mit ihnen seiern, um in zwanglosem Beisammensein ihre Herzen zu ergründen, diese goldenen Herzen am Rbein Euer Wohlgeboren! Wir bedauern lebhaft, von Ihrer freundlichen Einsendung keinen Gebeauch machen zu können, weshalb wir sie Ihnen mit bestem Dank zurücksenden. Hochachtungsvoil die Redaktion.“ Für einen Augenblick versant der früblingsblühende Garten um mich, die Terrasse, der FrühPleich un den won Roon den kin duestosten ist ausgeteilt hatte. Alles versank für mich in es, trostkoses Grau, aus dem nur die unbamberzigen Schriftzeichen mir höbnisch entgegen zu grinsen schienen. Ack. worum war das Leben so schtber und so ungerecht?! Andere Leute kamen zum Beifviel gleich als Ernst Hardt oder Haus Müller auf die Welt und ich kand nicht einmal einen Redakteur, der sich meiner Gedichte angenommen hätte! Und dabei dichtete ich so gerne! Wie schön war es, den ersten Vers niederzuschreiben, dann den zweiten zu suchen, und wie groß war dann die Frende, wenn ein nassender Reim gefunden war! In meinem wohlberechtigten Schmerz vergaß ich vollständig die Anwesenbeit meiner Eltern, die durch weinen Vetter Hans und meine Kußine Thekla noch verschärft war. Die Beiden verbrachten nämlich jedes Jahr einige Wochen bei uns, da wir eine sehr hübsche Gersthofer Villa mit einem großen Park bewohnten Dieser Besuch freute mich nie, weil Kufinen meisten: recht unleidlich sind, und daß Thekla keine Ausnahme der Niuel war, bewies sie in dem Augenblick. „Was bast Du denn da für einen Brief bekommen, Auny?“ fragte sie.„Du bist ja ganz blaß geworden.“ Natürlich saben alle sofort auf mich, da ich das Schreiden derrnittern. „Reine Freundin Editb hat mir geschrieben,“ erwiherte ich, obgleich ich niemand dieses Namens kannte, aber mir war nichts anderes eingefallen. „Freundinnen schreiben keine Drucksorten,“ erklärte Thukla. Nun bestanden auch meine Eltern darauf, den Inhakt des Brieses zu wissen, und ich mußte mein tvau riots Gebeimnis preisgeben. Mama lachte, Pava trätete mich und Thekla sagte in ihrem überlegenen Toit: ###, kleine Aunn, Dichterinnen müssen geboren Ich änderte mich, immer, wenn sie mich„Auno“ narnte, war aber zu niedergeschlagen, um ihr etwas schon kommen,“ sagte der Junge in meine Gedanken hinein. Ich wußte, daß ich nicht vünktlich zu Hause sein würde, aver ich blieb doch. Endlich wurde draußen eine männliche Stimme börbar. „Das ist er“ meinte der unde Schreiber und arbeitete eifrig Mir blieb der Herzschlag steben, als der Redakteur eintrat. Aber er sab gar nicht furchtbar, sondern im Gegenteil sehr elegant und liebenswürdig aus. Er stellte sich mir als Doktor Gerwik vor und seine weltgewandte Art nahm auch mir jedes unangenehme Gefähl. Er versprach mir, die Gedichte zu prüsen und mir dann die Antwort zu senden: wir plauderten noch eine Weile zusammen, ebe ich ging. von spät geworden, aber in meinem er dellste Sonnenschein und ein solch ksorfühl, daß ich mich selbst darüber Zeit war ein eineiger Frühlingstag für um so mehr, als Thekla und Hans bereits nach gefahren waren. Zwar sand auch Doktoe ik meine Gedichte für undnauchbar(er drückte atürlich schonenver aus!) aber er brachte mir die ort versönlich, und beim Klanz seiner Stimme t ich den Inhalt der Worte, eine Eltem luden ihn natüelich ein, bald wieder selbst in eine Redaktion.= Wenn solch ein hübsches, junges Dina wie Du den Redakteur um sein Arteil bittet, ist er sicher schon dafür eingenommen!“ Ich sab ihn zweifelnd an, weil er sich gerne über Thekla und mich lustig machte; aber diesmal sad er gans ernst aus. Dennoch kam mir der Gedanke im ersten Augenblick unausführbar vor; doch überlegte ich ihn so lange, bis er zum festen Plan geworden war, von dem ich ntemand etwas verriet. Allerdines wußte ich nicht, an welche Redaktion ich mich weiden sollte, da das persönliche Vorsprechen ja viel schwerer als dur Wichern Gung, Beier, Hig mitich uith Adresse ich im Amtskalender sand und beschloß, den Redakteur schon in den nächsten Tacon aufzusuchen. Ich schrieb meine zuletzt versaßzten Gedichte sehr rein und nett ab, machte soger in der Interpunktion keinen fuhr eines Nachmittaas statt in die Musikstunde einfach in die Redaktion. Das heißt, so einfach war es nicht. Denn ich batte mehrmals des Verlangen, wieder umzukehren, und wundere mich heute noch, daß ich's. nicht wirklich tat. Und dann stand ich vor dem Haus, an dem ein großes Schild die Zeitschrift ankündigte, deren Leitung sich im dritten Stock derand. Als ich nun vor der bewußten Tür stand, datte ich so Karkes Herskloosen das folgende wird von Jokebama ihlt— in den großen Torweg des bärden, weil sie dier Küdlung ersende zwängten die ersten zusammen. au der Gegenseite durch ein eisernes #o des, als die Hitwelle kum, die in undetelicher Mende und in vielen under sterben mußten. Bis in die von Jokohama stradlte die Hite immer sich gerettet gleubte, weil er Stadt überschritten hatte, wurde erfaht und getötet. Noch in EntDie Stadt, schankelte jubelndes liedenswürdig sind, wenn sie erwachsene Töchter haben (nämlich die Elteon, nicht die jungen Männer). Und Dektor Gerwik kam recht oft zu uns, und ich war oft überrascht, daß ein Meusch so glücklich sein kann, wie ich es damals war. Meine Eltern wurden auch immer liebenswürdiger gegen ihe, denn sie n voraus, was ich nur ahnte oder fühlte.— Eines Tages bat mich der Redakteur, seine Frau zu werden, und wie ich ihm antwortete, kann ich nicht schreiben, weil er noch nicht se lange der ist und ich mir diese Augenblicke als seligstes Gebeimnis bewahren will. Meine Eltern taten sehr erstaunt und waren sohr zufrieden und segneten uns. Papa hielt sogar eine lange Rede, auf die ich aber nicht aufmerkte Am selben Abend erbielt ich von Tbekla ein Wochenblatt zugesandt, in welchem zwei Gedichte von thr gedruckt waren, worauf ich mit einer urdruckten Anzeige meiner Verlobung antwortete. Zu dieser Zeit ward meine Seele so voll Poesie, daß ich gar nicht daran dochte. Gedichte zu schreiben. B. A. nas war völlise enden Stadt gaben st und düster. Um Teiton und trieb Die kleinen Schiffe elngelern! wir weiter erkennen. dablreiche Rrieg erbrsnnt D 5 anz Jeschke umg Jeschke reb. Mankenbeck Vermählte. Ufa-Schauburg-Lichtsplele Ver and de besien ilm-Lusspiek-arsteler“ MANIREESLHIRPEM MHRRREE GLRNE ANIRERRMNARARE AERRREERRREEER EERE EELIHMLIRREEEEHR Zentral-Theater Vermählte. kirchen, 15. Oktober 1933 tr. 99. 83172 Unseren lieben ## Eitern. Orobeltern. Schwiezereitern den Eheleuten Theodor Jskoby und Frar Agnes zu Ihrer am 18. 4 " stattlindenden goldenen Hochzeit die besten Glock- und Segenswönsche: Oewidmet von ihr. 3 Kindern u. Enkeln. 1 Freitag, den 19. Oktober 1923, abends 7½ Uhr: Opern-Abend Tiefland Musikdrame in einem Vorspiel und zwei Akten von Eugen d'Albert. Spielleitung: Walter Fävre, Stadttheater Essen. Musikalische Leitung: K. Haubner. Persenes: 25478 Sebastiano, ein reicher Orundbesitzer Rudolf Sessix vom Stadttheater Essen Tommase, der Alteste der Oemeinde„ Adolf Reimer vom Stadttheater Essen " August Krärer vom Städttbeater Essen " Mary Dirks vom Stadttheater Essen Käfe Breuer vom Stadttheater Easen Käthe Eichenberg vom Stadtthenter Essen Trude Conrad vom Stadttheater Essen " Steftl Favre „Friedrich Rous vom Stadtthester Essen " Walter Kathammer vom Stadttheater Essen Der Vorverkauf ist täglich von 11 bis 1 Uhr vormittags und von 4 bis 7 Uer nachmittags. Die telephonisch bestellten Karten müssen bis Preitag nachmlttag 1 Uhr abgeholt werden. Morsccio. Münlenknecht Marta ie 921 600 Mr. ttäglich(bisber 230 400 Mr.) im Falle der Zahlung des Arbeitslobnes für kürzere Zeiträume um e 230 400 Mr. für ie 2 angesher J odo Pk,— etoskhunden 1. Für jedes zur Haushaltung des veroflichtigen zählende mindere Simne der 9 17 m Falle der Zahlung d lodnes für volle 2## 6 864 000Mk. wöchentl Antonia BureauSchreibtisch wit Sessel zu ve Laufen. 254 Hüttenstraße 3 Schreinerei. Rosalla Nor! Pedro, ein Hirte Nando, ein Hirte Arbeitsichen um b(bisber des ArbeitsBernhard Tappe stras: 24 den Oett vorzestern P-P2TT mit Spiraliedermatr. gegen Kartotlein zu tauschen. 25469 Bismarchetr. 198d. Neute abend auf Der Str. vielseitigen Wunsch: Der StF Drama in 3 Akten von Max Halbe ArbeitsWir erfüllen hiermit Pflicht, unsere Mitglie Ableben des Kollegen die traurite ler von dem ir je 2 angesangene eitsstunden(bisber r von mehr als 17 Verorönung VII. Volwinkelstr. 19. Herra Franz 1aga kommandierende General der befieblt: ab in alben von französischen Kinder im Alt Jahren. die Ar zieben, werden n tseinkommen begerechnet. 3½ Gar vom Trauerhause. V straße 17. ans statt. Un reiche Beteiligung ersucht Sog 11 520 000 im Falle de lobnes für intlich(bisber 9 des Arbeits11221 de ubiule 19.! lich(bioder des Arbeits. ##preise verseben sein. Waren und Lebens in 6 1 bereits genannt: Bekaupt wachone ###nd Li Zigarren. retten. Rauch, Es ringen:! 25454 Bedkowsny gegen., Worgul der polnische Herkries(Oelsenk.), Deutsch. Mstr. Stiohkampf bie zub Katscheldung: Kubeck gegen V. Sydow Schleslen:." M.-R. vom Niederrhein Due Treffen der beiden Fovoritan im Lutscheidungekampf: Schadt(Herten, gegen Versen gen. der„Eiserne Pritz“ Weltmeister. Frankreich ubwaren. Gut möbl. Zimmer Arbeitslohn. so ie hesceiccer bicre Einkommen übe uchhandel= und Papierwaren aushaltungs. und Küchengeräte. abrräder. Schreibmaschinen und bebör. hren= und Juwelenbandel. schgerätschaften. kusikinstrumente und Zabebör. 3. 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Trauerfeler im Hause ½/ Stunde Allen, denen aus Versehen, keine en sollte, diene diese als solche. ## vorher. bezondere Einladung Für die überaus vielen herzlichen Beweise der Teilnahme beim Tode unseres lieben Heimgegangenen sprechen wir hiermit allen Verwandten und 1 Preunden Hauses auf diesem Wege unseren tiefen Dank Famille L. Neuwald. Bekanntmachung des Finanzamtes. Betrifft: Berechnung des Steuerabzuges vom Arbeitslohn für de deitte Kalenderwoche des Monats Oktober 1923. (15.—29. Oktober.) Der Betrag von 10 vom Hundert des Arbeitslohnes ermäßigt sich: 1. Für den Steuerpflichtigen und für seine zu seiner Hausbaltung zäh. s) im Falle der Zahlung des Arbeitslobnes für volle Wochen um je 5529000 Mk. wöchentlich(bisher 1382 400 M.). d) im Falle der Zahlung des Arbeit: der die 8844## berechnung gewonm Int. Bund dar Kinderreichen band der Ainderreichen. Heute abend 6 Uhr: 91440 Genera-Versammlung Im Realgymnasium, Hochstraße. Auf Tellzahlung Anzüge Schneider& Sogelpolh Geisenkirchen Dismarckst.70 Karn-,HautBlasenleiden aller Art werden Schneh und gründlich mit aft überraschens. Erlaig nach Sposialveriahres geheilt. Behandlung schmerzlos, ohne BerufsRtörung. Viele freiw. Anerkenn. u. Heilerfolge. Ambulatorium Charitas (arzti. Leiter: Dr. med. Marck) Gelsenkirchen, Hofstr. 2 #.## am Alten Markt. 17833 Sprechet.: 9½ 1. 4-7 Uhr: Sonntaus 10-12 Uhr aftwagenTransporte von und nach allen Richtunger. des besetzten Gebietes führt prompt aus 35747 genüat es.e Ware zu bezeichnen, wenn kaufspreis für eine Samn Wenn eine der Waren, welche im aufgeführt sind, mit Luxuesteuer belastet Ist. so ist es nicht unumginglich notwendig, den Preis so zu heften. daß er von außen sichtbar ist. jedoch muß jede Ware den Vreis lo tragen daß er im Innern des Ladens festgestellt werden kann. 5. Der Verkautsvreis versteht sich Tare und Steuern einbeoriffen. Recklinabausen, den 19 Jan. 1923. gez. General Vidalon Kommandeur der 11. Inf.=Divssion L. G. A., den 10. Oktober 1923. Sts T — erreichen. 6 Uhr: 91440 Nr. 235 (Zweites Blatt) Gelsenkirchener Zeitung. Donnerstag, den 18. Oktober 1923. , H o c h s t r a ß e. # gründlich mit aft Sposialverianren zlos. ohne Berutsno. u. Heilerfolge. haritas ned. Marck) Hotstr. 2 #t. 17835 nntaug 10-12 Uhr hagenirte Richtunger. ietes führt * 3 25147 Mols 298. VII. General der französischen VerWaren und Innern der nit dem gesseben sein. ind Lebensits genannt: tten. RauchSportsachen. de Waren. nische Avpaaren naeräte. en und ZuK. dehör. in oder sehen llat es. ufspreis zu eine einzige der Vermelausgabe welche im Luxussteuer unumging0 zu heften. ist. jedoch ld tragen dens festersteht sich iffen. Jan. 1923. on f.=Divssion der 1923. dnung ordnungen ßung der 1 der Geldes. veral der ie Schuldden deut1917 und Verordn müssen. die Preise oder der ngeben müf Goldmark .— wen. Die Bedrohung der Zusammenarbeit von Kapital und Arbeit. Aus Gewertschaftskreisen wird uns geschrieben: „Das Vorgehen der Industriellen im Ruhrgebiet über Gesetz und Verträge hinweg die Arbeitsbedingungen festzusetzen, hat die Strömungen auf Arbeitnehmerseite, auf die gemeinsame Arbeit mit den Arbeitgebern zu verzichten. mächtig gestärkt. Gewiß hat der Arbeitsgemeinschaftsgedanke sich noch nicht genügend durchgesetzt; auch ist hüben und drüben dagegen verstoßen worden. Weite Kreise der linksgerichteten Gewerkschaftsbewegung haben gemäß ihrem Klassenkampfprinziv diese Gemeinsamkeit leider abgelehnt und bekämpft. Jedoch ist dieser Gemeinsamkeit, die in der Gründung der gewerblichen Arbeitsgemeinschaften ihren Niederschlag sand, viel Gutes im Interesse der Volksgesamtheit, insbesondere der Arbeitgeber zu danken. Ganz besonders werden wir diese Gemeinsamkeit in Zukunft notwendig haben, wollen wir überhaupt aus dem wirtschaftlichen Elend und aus den sozialen Unruhen einen Ausweg sehen. Es kann daher vor unüberleuten Schritten, die einer Auflösung dieser Gemeinsamkeit, sei es der Arbeitsgemeinschaften, der Tarifgemeinschaften und dergl. das Wort reden, nicht dringend genug gewarnt werden! Auch hier gilt das Wort: Der Wahn ist kurz, die Neu ist lang! Auf der Arbeitgeberseite ist man viel zu leicht geneigt, die Beurteilung dieser Angelegenheit durch tendenziöse Artikel oder einseitige Berichte zu beurteilen, die von Stellen kommen, die dem praktischen Betriebsund Arbeiterleben völlig fern stehen. Die wahren Tatsachen reden hingegen oft eine andere Sprache. Denn wenn von 1918 ab bis jetzt, die Arbeitsgemeinschaften, Tarifverträge, das Schlichtungswesen und die Betriebsarbeitervertreter nicht gekommen wären, dann wäre es unmöglich gewesen, selbst zu diesem Weg aus den furchtbaren Geschehnissen zu kommen, die uns der Krieg und Revolution, Ueberspannungen hüben und drüben gebracht haben. Ferner ist es ein Ding der Unmöglichkeit, und die Geschichte lehrt es in wiederholten Fällen, auf längere Sicht gegen eine so starke Volksbewegung und gegen solch gewaltige Arbeitermassen, die in sich geeint sind und die durch ihre Verbände Fähigkeiten und Einfluß schafften mit Erfolg vorzugeben. Anlaß dazu liegt auch um so weniger vor, als sich nüchterne Gewerkschaftler bei ehrlicher Aufmachung den Notwendigkeiten der Industrie, der Betriebe und der Wirtschaft nicht verschlieken können, noch werden. Das marxistische Verhängnis ist ja hier gewiß zu bedauern, aber durch Vernunft und durch die Massen, die nichts davon wissen wollen, dürfte es zu überschreiten sein. Außerdem gibt es auch sonstige Mittel genug, um dem Verhängnis zu begegnen, so daß es also nicht notwendig ist, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Auch die Arbeitnehmer mögen bedenken, daß mit dem einen Schlage noch nicht gleich die ganze Eiche zu fallen braucht. Denn auch für sie steht dabei vieles auf dem Spiele. In der Vorkrieszeit war es die größte Erbitterung der Arbeitermassen, daß sie nirgendwo Gelegenheit hatten durch ihre Vertretungen mit den Arbeitgehern überhaupt zu verhandeln, ihre Wünsche und Forderungen vorzutragen. Dieses Ziel wurde erreicht und manches ist dadurch in ihrem Interesse geschehen. Wird dieses ereichte Ziel von ihnen selbst wieder preisgegeben, dann stehen sie wieder vor dem trostlosen verzweifelten Richts der Vorkriegszeit. Dann wird wieder erneut durch Ringen und Kämpfen das geschaffen werden müssen, was für sie unbedingt notwendig ist. Denn der allerkrasfeste Klassenkampf und noch viele Phrasen über Sozialisierung und Gott weiß was sonst, helfen über diese Tatsachen nicht hinweg. Und selbst wenn über die in Frage stehenden Einzelheiten, wie z. B. über die Länge der Arbeitszeit mit den Unternehmern nicht mehr gemeinsam zu verhandeln sein sollte, so gibt es darüber hinaus doch noch eine Fülle sonstiger wichtiger, ja wichtigerer Anliegen, die im Interesse der Arbeitnehmer und ihrer Familien die Gemeinsamkeit mit den Arbeitgebern bedingen. Darum sollte auch hier nicht so heiß zu essen versucht werden, wie das Essen durch ein Augenblicksfeuer gekocht wurde. Die Allgemeinheit, unsere Wirtschaft, unser Volk und unsere Verpflichtungen durch den verlorenen Krieg, haben jedoch das größte Interesse daran, daß die Gemeinsamkeit unserer höchsten Wirtschaftskräfte, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhalten bleibt. In der Revolutionswüste, die wir durchwandern mußten, war die Gründung der Arbeitsgemeinschaften und der Tarifgemeinschaften die einzige Oase, die dem Volk und der Wirtschaft verblieb. Hieran allein klammerte sich alles, als die Staatsordnung. die Parteivolitik usw. versagte. Ohne dieses gemeinsame Handeln wäre nach dem furchtbaren Krieg. nach den Revolutionsstürmen der entfesselten, wildgewordenen Volksseele, nach den Verwüstungen infolge des Wäbrungsverfalles, Wucher und der politischen Zerwürfnisse kaum noch ein Stein auf dem andern geblieben. Dieser Gemeinsamkeit danken wir es ferner einzig und allein. daß wir wenigstens in etwa uns wieder erholen konnten. Nur durch diese Gemeinsamkeit, die anfänglich zur tatsächlichen Notgemeinschaft erweitert wurde, war auch das möglich, was das Volk in den besetzten Gebieten leistete Und nachdem diesem Beginnen der Erfolg versagt blieb. wird es nur durch gemeinsames Schaffen und Wirken von Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch ihre Organisationen und durch die geschaffenen Verbindungen möglich sein, dasjenige zu leisten, was die Westmächte verlangen, um so das Erbe unserer Ahnen für uns und andere kommende Geschlechter zu reiten. Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer allein werden dieses Ziel erreichen. Hier bilft auch keine einseitige Gewalt. sondern der innere Wille, der nur so zu erzielen ist. Denn wahr bleibt immer: Man kann wohl gewaltsam ein Tier zum Brunnen führen, aber zum Trinken zwingen kann man es nicht. Aus all diesen Gründen, die noch beliebig erweitert werden können, geht hervor, daß man doch die Frage der Gemeinsamkeit zwischen den organisierten Arbeitgebern und den in den Gewerkschaften vereinigten Arbeitnehmern nuchterner beurteilen und sich hüben wie drüben vor Leichtfertigkeiten hüten möge. Die Gründe, die damals zu den geeigneten Schritten führten, liegen in unserer Zeit, die noch trostloser ist als damals, erst recht vor. Und der Erfolg dieser Gemeinsamkeit kommt allen Interessierten ohne Ausnahme zu!“ * X Berlin, 16. Okt.(Telear.) Vorstand und der große Ausschuß des Gewerkschaftsringes haben sich heute mit dem Antrag des wirtschaftspolitischen Ausschusses, aus der Zentralarbeitsgemeinschaft auszuscheiden. in eingehender Beratung beschäftigt. Als Ergebnis wurde folgende Entschließung gefaßt: Vorstand und großer Ausschuß erkennen die Gründe des wirtschaftspolitischen Ausschusses für seinen Antrag. aus der Zentralarbeitsgemeinschaft auszuscheiden, an. denn ein großer Teil des in der Zentralarbeitsgemeinschaft vertretenen Unternehmertums hat durch einseitig gegen die Arbeiter gerichtete Maßnahmen den vom Gewerkschaftsring seit jeher vertretenen Arbeitsgemeinschaftsgedanken erschüttert. Mit Rücksicht auf die Bedeutung des Axheitsgemeinschaftsgedankens für Staat und Wirtschaft und aus Gründen der Solidarität wird der Gewerkschaftsring mit den anderen „Keine Namen nennen.“ Von den Polizeibeamten ist keiner ernstlich verletzt worden. Von anderer Seite wird uns mitgeteilt, daß die Demonstranten im Direktorzimmer zwei Türfüllungen und im Laboratorium eine Tür eingeschlagen haben.— Die Verletzten liegen im Krankenbause; Lebensgefahr ist nicht vorhanden. Wie wir noch erfahren, hat der Arbeiterrat, der für die Vorgänge die Verantwortung nicht übernehmen kann, sein Amt niedergelegt. prüfen sein, ob es nicht notwendig ist. eine Gem der gewerkschaftlichen Spitzenverbände zu bilden. Tokales. Sellenkirchen. den 18. Oktober 1923. Ausschreitungen bei den Mannesmannwerken. Frauen werden vorgeschickt.— Der Vorsitzende des Betriebsrates verprügelt.— Die Polizei mit Steinwürsen empfangen.— Zwei Verwundete. Eine Anzahl von Frauen verlante gestern morgen den leitenden Direktor der Firma Grillo& Funke zu sorechen und forderte u. a. die sofortige Auszahlung einer neuen Beihilfe von zwanzig Milliarden. Der Direktor ließ den Frauen mittteilen, daß er dieserhalb eben mit dem Betriebsrat verbandelt habe und auch nur mit dem Betriebsrat verhandeln werde. Inzwischen hatte sich der Betricbsrat eingefunden. Sein Vorsitzender versuchte beruhigend auf die Frauen, unter die sich unterdessen auch schon mit Latten bewaffnete Männer gemischt hatten. einzuwirken, wurde aber verorügelt. Ebenso der Pförtner. Nun drang die Meuge in das Verwaltungsgebäude ein, um sich gethaltsam beim Direktor Einlaß zu verschaffen. Dabei wurden zwei Fenster eingeschlagen. Als die zu Hilfe gerufene Polizei erschien, wurde sie, namentlich von Arbeitern der Firma Boecker, mit Steinwürfen empfangen. Als mehrere Beamte getroffen worden waren, sah sich die Polizei genötigt, von der Hieb. und Schutzwasse Gebrauch zu machen. Bei der Ansammlung im Verwaltungsgebäude fielen infolge des Gedränges mehrere Frauen in Ohnmacht, andere in Krämpfe. Einem Polizeibeamten wurde ein Hammer ins Gesicht geschleudert. Ein Arbeiter wurde durch einen Schulterschuß, ein anderer durch einen Säbelhieb verletzt. Diese Arbeiter sind von der Firma Boecker, da ja auch von dieser Seite her die Steinwürfe gekommen waren. Anscheinend war die Sache vorbereitet, denn bei dem Eindringen der Frauen wurde gerufen: Die Anzulänglichkeit der Mietzuschläge. Stadtassessor Zurborst schreibt uns: „Nachstehend mache ich Mitteilung von zwei Gi fällen. die den Beweis dafür erbri Revaraturzu 1. Der in Gelsenk Zimmer. Er leidet infolge des Krieges an mus und ist nur beschränkt erwerbsfähig. H. ließ am 12. Oktober 1923 eine kleine Dachrevaratur ausführen. indem er 65 Stück Moselschiefer erneuern ließ. Diese kleine Dachrevaratur kostete laut Rechnung des Dachdeckermeisters F. 41 312 500000 Mark. Die Grundmiete des fraglichen Hauses beträgt für 2 Läden monatlich 96 Mk. und für die Wohnräume 133.60 Mk., zusammen also 229.60 Mk. Der Zuschlag für laufende Revaraturen e Revara. trägt für Wohnräume das 384600= und für gewerbli Räume das 480 750fache der Grundmiete. Der Haus sitzer erhält,„demnach im Oktobe. 1923 für lgusende 9 152 sten finnd varaturen für die Wohnräume 5 gewerbliche Räume 46 152000 97534 650 Mk. Die Kosten der illiat 82 560 Mk. und k., zusammen chrevaratur in miete bezahlt hatte. inmerstraße Nr. 2 in ugust kein Wassergeld. hrer H., zur Anlage von rund 41 Milliarden sind bei dem soeben errechneten ngang von fortlaufend 97 Millionen Mark monatlich für laufende Revaraturen in rund 42 Jahren gedeckt.— Bezeichnend ist es im vorstebenden Falle, daß am 15. Oktober noch kin Mieter die Oktobermiete bezahlt" 2. Die Mieter des Hauses Steinmetzf Gelsenkirchen zahlen seit dem 1. August um den Eigentümer. Gymnasiallehrer H., zur 2 einer eigenen Wasseruhr zu zwingen. Das Nachbarhaus. mit dem das Haus Steinmetzstraße 2 bis dahin eine geeinsame Wasseruhr hatte, gebörte früher dem Schwiegervater des Besitzers und war von diesem aus Not verkauft worden. Auf den Rat des Amtaerichts ließ H. in seinem Hause eine Wasseruhr anlegen und erhielt vom Wasserwerk am 30. September 1923 eine auf rund 200 Goldmark lautende Rechnung. Eine Goldmark hat heute den Wert von etwa einer Milliarde Paviermark. Die Rechnun ist demnach in heutiger Papiermark mit rund 200 Milliarden Paviermark zu bezahlen. Bei der Grund miete von 189.60 Mk erhielt der Vermieter im Oktober rund 73 Millionen Mark für lausende Reparaturen. Es würden 27.36 Monate= 227 Jahre dazu nötig sein, um aus dem Renaraturzuschlag den Rechnungsbetrag zu decken. Die beiden vorstehenden Fälle zeigen, daß die heutigen Zuschläge für laufende Revaraturen absolut nicht ausreichen. Man wende gegen diese Beispviele nicht ein. die Miete steige von Monat zu Monat. und der Vermieter liche Wert der Auslagen gedeckt wird. obigen Beisvielen erst in Fall. falls hältnis zum ihm steht.“ vielen erst in etwa 42 bezw. 227 J der Revaraturzuschlag in demse Maurerlohn steben bleibt. in dem aber bei hren der Verer jetzt zu Berechnung der Mietzuschläge nach dem Tebensmittelindex. Eine Anordnung des Reichsarbeitsministers. M Vom Reichsarbeitsminister Brauns scheinen die nötigen Schritte zu einer den wirtsch Verbältnissen entsprechenden Regelung der erbältnissen entsprechenden Regelung frage getan zu werden. Um den völligen alten Hausstandes zu verhindern, ordnet der an, daß die Zuschläge unbedingt den tatsächlick Rechnung tragen. ul anderen lichen iet lichen Unkosten tragen. Um dies zu erreichen, sei wie auf allen Gebieten die Einführung einer Schlüsselzahl notwendig. und zwar sei in Ermangelung eines besseren Maßstabes zunächst die Lebensmittelmeßer zugrunde zu legen. Die Zuschläge für die BeKosten für„laufende“ Instandt triebskosten und die.— setzungsarbeiten würden bei diesem Verfahren in der Weise zu berechnen sein, daß der in der Friedensmiete für diese Kosten enthaltene Betrag— der zunächst besonders zu bestimmen wäre— mit der von dem Tage der Fälligkeit der Miete zuletzt bekanntgegebenen Lebenshaltungsmeßziffer zu. vervielfältigen wäre. Der sich danach ergebende Paviermarkbetrag würde den zu zahlenden Zuschlag bilden. Der Minister verkennt nicht, daß die Art der Berechnung eine erhebliche Steigerung der Mieten zur Folge haben wird. weist jedoch darauf hin, daß höhere Aufwendungen für die Miete bei Lohn= und Gehaltsempfängern mitberücksichtigt werden.— Man darf erwarten, daß dieser ministeriellen Anordnung bald die Ausführungsbestimmungen der Landesregierung folgen. = Städtisches Overngastspiel in der Stadtballe. Heute abend 7½ Uhr beginnend. geben die vereinigten Stadtater Wanne=Herne das zweite Probepastspiel Helsenkirchen. Es gelangt die Oper Lsesland Eugen d'Albert zur Aufführung. Eintrittskarten sind bis beute mittag 1 Uhr im städtischen Theaterbureau (Ratbaus. Zimmer 45a) und von 6½ Uhr ab an der Abendkasse in der Stadtballe zu haben. Roten Kreuzes. Vom Zur Milchausgabe— Moten Me. hiesigen Vaterländischen Frauenverein wird. uns mitgeteilt:„Die Milchausgabe des Deutschen Roten Kreuzes, welche durch Auslandsspenden von Ankang März bis jetzt erfolgen konnte, mußte leider aus Mange! Geldmitteln eingestellt werden. Der an nom Leute verabfolgt. aktion warmes I Hilfe geleistet G. B. A. nfalls ein gescheut haben, das Liebe nicht möglich war.## zuhalten. so finden sich bi der jetzt so hart Bedrä erleichtern.“ —. des evangelischen Vereinsd orf und eine Verkaufsstelle der Gelsenkir dlwerke. Dank gebührt den Ortsgusschuspor#ten st ihren Helferinnen. die weder Zeit noch Mühe Liebeswerk durchzuführen. Wenn es diese Wohlfahrtseinrichtung durchboffentlich, apoge, das L0# jedrängten nach besten das Los räften zu eichtern. = Straßenbahnfahrrreise. Die Essener Straßenbahnen den Bochum=Gelsenkirchenern in der Preiserhöhung dem Fuße gefolgt: sechs Strecken(z. ehoferplatz) kosten jetzt auch bei ihnen 180 Millionen. — Steverabzug von den Gehältern der kaufmännischen wunstellten Verschiedene Arbeitgeber haben den Angestellten die Steuer wochenweise abgezogen, da sie auf dem bund der Angestellten hat sich hiergegen gewebrt. wöchentliche Ausze schaste — nietresen Kuch... Da de wochenrliche Auszahlung an die kaufmännischen schaftlüchen Verhältnisse vorüibdergekend emgefübet ikt. Die 6. D. A. gewandt dat, daben denselben Standgurkt eingenommen, daß die Wochenzahlungen als Abschlagszahlungen bew. als Vorschüsse zu betrachten seien. und der Steuerabzug demnach monatlich vorzunehmen wäre. = Warnung vor einem Schwindler. Ein junge: Mann sprach kürzlich bei einer Frau, die in der Nory, straße zu Wattenscheid wohnt, vor und eröffnete ihr, daß er im Auftrage eines im Krankenhause zu Heerlen in Holland angestellten Arztes komme, um ihr mitzuteilen, daß ihr Gatte bei der Arbeit beide Beine gebrochen habe und sie gut tue, ihn recht bald aufzusuchen. Die arme Frau ersetzte dem Fremden seine Auslagen, fuhr nach Heerlen und erfuhr dort, daß sie die ihrer Gegend war, die auf Grund falscher Mitteilungen ankam. Der Zufall wollte es, daß der Mann inzwischen nach Wattenscheid abgereist war, um seine Frau aufzusuchen und sie so aneinander vorbeigereist waren. Der Schwindler ist etwa 25 Jahre alt und hat über dem linken Auge eine Narbe, die er mitunter durch einen Verband verdeckt. In der Hauptsache kommt es ihm darauf an, das Fahrgeld, welches er angeblich für die Fahrt von Heerlen nach hier ausgegeben habe, erstattet zu bekommen. In einem Falle erklärte er auf die Bemerkung, daß man nur grobe Geldscheine habe, daß er bereit sei, diese bei einer Bank zu wechseln. In einem Hause lief der Schwindler an, da der von ihm krank gemeldete Mann sich zufällig in einem anderen Zimmer seiner Wohnung befand. Da schöpfte man natürlich Verdacht und stellte ihn energisch zur Rede, worauf er den Beleidigten svielte und allerlei Paviere vorzeigte. die wohl falsch waren. Die Pes############## bittet etwaige weitere Geschädigte, sich bei ihr(Bankstrabe, Zimmer 26—27) zu melden. = Kartofseldiebe. Ueberall gebt man ihnen energisch zu Leibe; um Berlin herum leuchtet man von den Windmühlen aus die Gemarkungen mit Scheinwersern ab. in anderen Gegenden jagen berittene Patrouillen über die Fluren. und in wieder andern lösen sich die Bauern im Postenstehen ab. Mehrere Maler und Zeichner haben neuerdings diese verschiedenen Methoden verewigt. Die Strafen, die der Richter verhängt, werden selbstverständlich immer härter, weil die Strafe bekanntlich auch den Zweck der Abschreckung verfolgt, aber in unserer Gegend ist trotzdem von einer Abnahme der Kartofselfrevler nichts zu merken. So ist jetzt im Stadtteil Hehler wieder eine grote Zahl ron Personen zur Anzeige gebracht worden, die da geerntet haben, wo andere säten. teils in Schreber= und anderen Gärten, teils auf freiem Felde. Unter den Angezeigten findet man auch Leute, die sich nicht gescheut haben, am hellen Tage auf den Kartoffelraub auszuzieben. Chearer=Musik=Vorträge Erstes stäôtisches Symphoniekonzert. 9. Gellenkirchen. 17. Oktober 1923. " Die Sorge der Stadtvexwaltung, ob ihr der kunstliebende Teil der Gelsenkirchener Bürgerschaft trotz der immer übler werdenen allgemeinen Verhältnisse bei der Pflege der idealen Güter des deutschon Volkes auch weiterhin treue Gefolgschaft leisten würde, dürfte beim Anblick des vollbesetzten Stadtgartensaales anläßlich des ersten dieswinterlichen Symphoniekonzertes am Dienstag abend behoben sein. In dieser schweren Zeit ist ja auch der Mensch mehr denn je einer Ablenkung bedürftig. einer Zerstreuung, die ihn wenigstens auf Stunden den geheuren Druck des uns alle beschwerenden allgemeinen Leids nicht so sehr empfinden läßt. Und der Erfolg ist um so schöner, je vollwertiger und je fesselnder der dargchoters, Lunstgenuß Ist. Zum weniosten war dies am ienstagabend der Fall bei Johannes Brahms. seiner, aus übervollem der mit der Gewalt und Tiefe seiner aus übervolle Musikherzen strömenden Musik trostspendend und erbebend auf unser Gemüt wirkt wie nur wenige deutsche Tonmeister. Kraft. Leidenschaft. Gedankentiese, böchster Adel der orm sind die Eigenschaften, die seinen rlsche iefer Unstlerische Signatur geben. Aber all Relodie und der F Schöpfungen die künstlerische das würde uns nicht tiefer angreifen, wenn nicht das Schaffensbedürfnis bei ihm in innigster Beziehung zu seinem inneren Leben stände. Wie seine ganzen Werke: so ist auch diese vierte Symphonie, die uns Rich. Schulz=Dornburg mit seinen Bochumer Künstlern vorführte, durchtränkt von tiefster Empfindung, reich an Melodien von männlichster Kraft und hohem idealen Schwung und entrollt uns ein Seelengemälde von größter Wahrheit. Und wer diesem unendlich liebenswerten Tondichter in solcher Ebrfurcht zu nahen wei eitz, zugleich mit solchem Verständnis für das Hohe in seiner Kunst, wie genannter Dirisondern das Ganzes mit enartigen. von dem E=moll=Tonart sich und mit schönster gent. wer die einzelnen Teile nicht nur. se ganze Werk als ein so einheitlich geschlossenes dieser merkwürdigen, aus der sehr eigenartige — gefürchteten s Geist schlagen. Der einschmeichelnd weltmännische, verhindliche Ton etwa eines Mendelssohn. der jedem etwas Angenehmes zu sagen weiß, war Brahms versagt. Auch besaß er nicht jene überzuckerte, tränenreiche Sentimentalität, die jedes gesunde kräftige, Empfinden im Keime tötet. Aber wovon sein Kunstschaffen durchtränkt ist, das ist die echte warme Empfindung. die große. gewaltige Leidenschaft. Und darum ist Johannes Brahms so recht der Tondichter für unsere Zeit, hebt er uns mit seiner hohen reinen Kunst hinaus über das Leid des Tages. Diese Kraft besitzt z: B. ein Mar Neger nicht in gleichem Maße, obgleich wir es auch hier mit einem echt deutschen Musiker zu tun haben. Aber die Kunst dieses Meisters hat etwas stark Reflektierendes, greift uns also nicht so unmittelbar ans Herz. Daß er dies gleichwohl auch kann. beweisen die— nennen wir sie einmal schöne— Stellen seiner Musik wie sie am Dienstag u. a. in seinem Klavierkonzert in Fimoll ertönte. Das sind solche Stellen, wo sein Empfinden freier. ungebinderter strömt, ohne von der Sucht. mit möglichst entlegenen Akkordverbindungen interessante. frappante. ungewöhn monische— Komponisten gemeinhin gefürchteten E=moll=Tonart# ergebenden Grundstimmung zu erfassen und mit schönstPlastik und inneren Lebens voll hinzustellen weiß. so hat er im Geiste des Tondichters gehandelt, ist er seinem Wunsch. das Werk und damit die Sprache seines Herzens. dem Hörer zu erschließen. nachgekommen. Dieses Aufzeigen des architektonischen Baues der Symphonie, dieses behutsame und bei allem Augenmerk auf die große Linie doch deutliche Nachzeichnen der melodischen Fäden und Klarlegen der motivischen Arbeit ist bei Johannes Brahms um so wertvoller und erwünschter. als des Letzteren Eigenart durchaus in vornehmster Zurückhaltung verschmäht. dem Zuhörer gefällig auf halbem Wege entgegenzukommen, sondern von ihm verlangt, daß er ihn zu erfassen und verstehen zu lernen sich bemühe und sich nicht nur nassiv genießend verhalte. Die Musik soll nicht— nach Brahms— wie ein parfümiertes Schnupftuch wirken, sie soll vielmehr Feuer aus dem liche harmonische Wendungen zu erzielen, gehemmt zu werden. Und dann— welch' ein Aufwand an Ausdrucksmitteln, welch' ein orchestrales Ungewitter in diesem ersten Satz für ein einfaches Klavierkonzert. Wozu der Lärm? fragt man unwillkürlich. Wenn nun außerdem noch Schulz=Dornburg die grellen Farben keineswegs mildert — es ist das Temveramentssache und soll auch kein Vorwurf sein, hat es doch Reger jedenfalls so gewollt. so mutet ein solches Gebahren— wir meinen hier natürlich das des Tondichters— angesichts des einfachen Vorwurfo(nämlich ein Klavierkonzert zu schretben) fast groteok an. Sehr maßvoll und sehr stimmungsvoll ist dagegen der langsame Satz mit seiner innigen Zwiesprache zwischen Orchester und Soloinstrument. Uebrigens ließ sich Waltek Rehbern. Mannheim, mit dem großen Ton. den er aus dem Flügel zog. und mit der gesunden Kraft seines Anschlages von dem Orchester nicht aus dem Sattel heben, wie er auch im zweiten Satz mit diesem an Innigkeit und Farbigkeit des Vortrags wetteiserte. Ueberhaupt eine Vollblutmusiknatur, die sich durchzusetzen weiß. zumal das Technische bei aller Schwierigkeit kaum noch Problem für diesen Pianisten ist. Daher auch die warmherzige Aufnahme, die sein charaktervolles Sviel fand und zu mehreren Hervorrufen führte. Die barmlose Einleitung des Abends. eine nach Johann Sebastian Bachs Choralvorsviel„O Mensch. bewein dein Sünde groß“ von Mar Reger für Streichorchester bearbeitete und von diesem am Dienstag mit ebenso warmer Tongebung gespjelte wie denamisch subtil abgetönte Arte ließ den folgenden, als krassen Gegensatz empfundenen sulminanten Temperamentsausbruch des ersten Satzes des Klavierkonzertes jedenfalls nich Er wirkte nach dieser sanften Musik gerabezu nen. end. Konzertpalast in Gelsenkirchen. und man nicht dazu kommt. sich auf das Alltagsleben zu besinnen.— Isa Rumowna, eine Riesin mit klangvoller Stimme. die den Neigen eröffnet. singt ihre russischen Liedor mit innigem Empfinden und die deutschen mit liebevollem Verständnis.— Auf rollenden Nugeln kühren The Leythons Kunststücke aus. die auch dann Beifall verdienten, wenn sie sich zu ebener Erde vollzögen.— Ein Programm für sich wickeln acht vierfüßige Künstler— Pudel. Svitze. Pinsche und Terriers. unter denen sich auch ein„kluger Hans“ befindet. ab: sie tanzen. boren. turnen und lassen sich von Lilivutreitern in der hoben Schule vorführen.— Im Handumdreben verwandelt sich die im Jusendstil dekorierte Bühne in die Pußta. wenn die fünf Memaros anschwirren jugendliche Ungarinnen. von denen man nicht weiß. ob man ihrem Tanz oder dem ebenso feurigen. Gesang den Vorzug geben soll.— Bis ins Mänadenhafte steigern sich die nach Volkstemperamenten abgestimmten Tänze von Tamara und Robert Brunnau und dabei wird, wo es angebracht ist. eine Beweglichkeit entwickelt, die sonst nur an Kreiseln zu beobachten ist. Mit diesem Duo wetteifert. ihm gleich an Anmut und Quecksilbrigkeit. als Einzeltänzerin Wenna Krau=— In einer unglaublichen Toilette verzapft Julius Bährwal die unglaublichsten Sachen. ein tolles Quodlibet von launigen Einfällen und neu verarbeiteten Witzen: u. a. hat er sich für unser Industriegebiet ein recht niedliche Variation zu einem der neuesten Gassenhauer geleistet.— Als Steereisdichter hat sich Oskar Hermann Köhr gestern selbst übertroffen: er verarbeitete die ihm anvertrauten Reime und Ziigte als Bajazzo und erntete für seine Meisterleistung donnernde Salven des Beifalls.— Einen groteskeren Humor bringen Bowery und Hollwell. waschechte Bankecs. auf die Bretter: sie tanzen und singen nach neuen Weisen und Ideen und lehnen sich auch in der Aufmachung nicht an Vorbildern an.— Mit dem„komischen Rollschuhakt“ der drei Lavsens fand die Vorstellung ihren würdigen. für die allermeisten Besucher viel zu früben Abschluß Deutsche Musik in Japan. heeinflussen. Nur von hier aus war also eine Entwick. lung zu erwarten. Dies erkannte der deutsche Lehrer, der jetzt die Leitung des Orchesters und Chors unter sich hat. Nachdem er sich in unermüdlicher und stetiger Arbeit einen Orchesterkörver erzogen hatte, mit dem sumphonische Werke unserer Klassiker Hardn. Mozark. Beethoven usw., vorzüglich zu Gehör kamen, brachte er 1917 die„Walvurgisnacht“ von Mendelssohn an die Oeffentlichkeit. Man vergegenwärtige sich, daß es nicht nur galt, einem Chor von 160 Schülern und Schülerinnen dieses Werk musikalisch verständlich zu machen sondern ihn auch den keineswege, leichten Tert zu lebren. und man wird die Schwierigkeiten wodl vereben können. Jedoch das Werk kam in jeder Hinsicht vollendet zu Gehör. Der Eindruck bei den Javanern war gewaltig Von diesem Tage an. allo seit nunmehr fünf Jahren. hat unsere Tonkunst hier eine Entwicklung erlebt. die niemand auch nur geahnt hat. Vor allen Dingen ist es das junge und jugendliche Javan, das sich zu nierer Musik mit großer Macht bingezogen füdlt. Die onzerte in der Musikakademie werden jetzt dreimal tereinander abgehalten und von vielen Tausenden beEine tiefe und edle Begeisterung bat das junge für unsere Tonkunst erfaßt. 1920 konnte Beett Ko 7 95 dens 1o0.—.. grober Beteiligung der hin läßt die Regierung konzerte unter Leitung ihres größeren Städten des ir unsere Tonkunst erfabt. 1920 konnte Beetho150. Geburtstag in mehreren Konzerten unter Beteiligung des Volkes gefeiert werden. Weiter. st die Regierung seit vier Jahren die Aakademieunter Leitung ihres deutschen Dirigenten in allen ischen Dirigenten in aller wie Osaka, der alten. ehr Nagova. Hamamzu. in Ge „K. V.“ ist so bübsch und abwechslungpreich und wickelt sich so flott ab, daß die Stunden im Sauseschritt dabineilen 17. Okt. Auch die ne ielfolge im usik bei den Japanern esfreuen: och vor zehn Jahren konnte wohl niemand so daran glauben, daß unserer Tonkunst jemals eine fr Teilnahme und ein wirkliches Verständnis. bracht würde. Dazu kam. daß. während die Regierung ihre vier deutschen Lehrer an der Musikakademie nicht entliet. Englander und Franzosen alle Hebel in Bewegung setzten, die Lehrer und den ganzen deutschen Einfluß an der Akademie zu beseitigen. Diese Wühlarbeit machte sich schon sehr bemerkbar., indem die hlarbeit machte sieh— tschen Künstler von 5 zten. Die Entwickung deut vorwärte gehen zu wollen. akademie ließ sich jedoch die würdigen Kaiserstadt Kyoto. Nagova. hama. Sendai usw. wiederholen. um auf diese 3u 7 all diesen anLung zu förde Städten noch nie ist. daß unsere Mi A rn. 15 Cdor oder Orchester gehört worden ist, daß umere# hier auf gänzlich tungfräulichen Boden fällt, daß in Städten wie Osaka und Kvoto. wo an einem Tage zweimo! kanzertiert wird, und jedesmal vor drei= bis viertausend Menschen, der Eindruck, den zum Reispiel eine Mozartoder Beethoven=Somphonie binterlätzt, gewaltig ist. und man bekommt leise eine Abnung von der Aufnadmefädigrlichen Familie rdegang durch öfteren das lute Atgdemie segenoreich Birk. in der Nacht zum 12. d. Mts. in eine in der Ueckendorferstraße gelegene Metzgerei und erbeuteten dort Fleisch und Wurstwaren im Werte von etwa 150 Milliarden. Zweckdienliche Angaben werden auf Zimmer 26 der Polizeidirektion(Bankstraße) entgegengenommen. — Diebstähle. Eine Handkarre mit roten Rädern und blaugngestrichenem Kasten ist aus einem Hose der Weidenstraße, eine Handkarre ohne Anstrich und Federn in der Peterstraße genonlen worden.— Aus der in der Mathildenstraße gelegenen Wohnung eines Beamten wurden am Dienstag ein Fingerfneiter und eine Uhrkette entwendet. Der Bestoblene erleidet einen Schaden von 200 Milliarden. — Einbrecher in einer Baubude. Eine Baubude am Bahnhof Schalle=Süd ist in der Nacht zum Mittwoch von Strolchen beimgesucht worden. Die vielen gestohlenen Sachen gehören zum Teil dem Unternehmer, zum Teil den Arbeitern. licht der Handwerkslehrlinge. Das t hat im Einvernehmen mit dem andesversicherungsanstalten folgende die Versicherungspflicht der Handwerker„Lur: 1. Wenn freier Unterbalt gewährt wird. ist der Lehrling versicherungsfrei. 2. Wenn statt des freien Unterbalts ein sogenanntes Kostgeld gezahlt wird, so liegt Versicherungspflicht vor, wenn das Barweiligen Ortslohnes übersch Ber Richtl lehrlinge au wird. ist der freien u v. lo liest B####teie v5.. geld ein Drittel des jeweiligen Ortslohnes überschr 3. Wenn neben dem freien Unterbalt ein Barentgelt gewährt wird, so. liegt„Versicherungspflicht vor, wenn 4 Der orrsübliche Tagelohn beträgt bier nännliche Personen unter 16 Jahren 90 Mr eitet. 000 bsw. 136 300 000 auf Millionen abgerundet. K— augenblicklich: für männ! 136 300 000 Mk., von 16—21 Jahren 163 600 000 für weibliche Personen 109 100 0“. Es wirz nur noch auf Millionen Gehalts= und Lohnzahlungen werden nach Verordnung Millionen owobl„ Iten und Auden einzelnen e e e e ee Ge e So wird zunächst der Gesamtbetrag der Zahlung auf volle Millionen nach oden und dann die Summe der Abzüge vor der Gegenrechnung in der Weise auf volle Millionen abgerundet, so daß Cvitzenbetrage von weniger als 500000 underücksichtigt bleiben und solche von 500 000 und mehr für volle Millionen gerechnet werden. Bei den Bezügen der Arbeiter wird dagegen der Gesamtbetrag der Zablung zunächst nur auf, volle Tausend gufgerundet, ebenso die S der Abzüge. Spitzenbeträge von weniger als 1.#0 geldempfänger. Hinterbliebenen. Angestell beiter. Für die Abrundung besteben in Verwaltungen besondere Vorschriften. So Aus dem Vereinsleben. nächsten Durchführung seiner hobe Polkowoblfahrt tatkräftig. Kreise. Diejenigen Herren. die glied des Vereins waren, nunmeb möchten, werden gebeten. die Mitgliedskarte EE MLLRAR TSE., Hprg. schrisktlich ader mündlich per staottschen Hauptabteilung. Ratbaus. Zimmer 32. ützung der weitesten sber noch nicht Mit. tehr aber beitreten liedskarte einzulösen. — Seiellepperein Schalte. Der Verein feierte am vergangenen Sonntag sein 25jähriges Stlitungssest. Durch eine religiöse Woche, zu der alle älteren Jünglinge der Gemeinde vom 1. Jahre an eingeladen waren, wurde es zu einem Erntefest eigener Art. einem Abend ruhen, die un nner e ruben, die uns nicht zweifeln lassen an eines wunden Volkes und die uns bürgen ere Zeit.— Wie die religtöse Woche, so mi nasvoll zu lung werden den ben. Beson. die gelungene Auffübrung Nürnberg" gaben der Feste packende Note und erhoben sie der persönlichen Vereinsfeste bi fern die störende Breitspurigke Aufmachu äußeren einen würdige. nder bew. Messe von und nicht nehmern eine rkennung geerungen wie auch unstmeisters von ammlung eine edle und weit über den Rahmen hinaus.— Der Feier lag keit der Reklame und der Anna P. aus der Heinrichstraße wurde am swe 1 Uhr nachmittags auf dem Fu nd 4— Gehöft Fehr ung. Möge sie daher um besonders in der religiösen haben, die sich religiös und ##### Liebe und ovferfrober, regVereinsleben auswirken zum Heile Einzelnen. zum Besten des Vereins und auf Ganze bin. zum Wohle der Gemeinde und der Gesellf Aus der Umgegens. der gebrachten gegen 8—0 Die vom Moblfahrtsamt in Oschat in Sachsen untersen am Freitag. 19. Oktober. vormittags am Bahrdof Stopvende Eltern werden gebeten. für Abbolung Sorge tragen zu wollen. „######n 11 Okt. Von einer deutschen Dame # Koven, gen Nordschule 16 Milligrden beschafft worden. Milliarden r sind Lernmittel für arme Kinder „* Röblingbausen, 1.. Okt. Im Schlafe überfallen und mit einem Beile am Kovfe schwer verletzt wurde von seiner Ebefrau der Bergmann Lovian. Frau L. die leidend it und bereits über 4 Jahre in der Anstalt zu Warstein war, mubte in Schutzhaft genommen werden. Der Ebemann kam ins Eickeler Krankenhaus. Okt. Am Sonntag. den 1. Okt. d. Is. itglieder der kirchlichen Körperschaften en Zirchenzemeinde WanneAnsteuer von 5000 auf 50000 Pros Danach mut jeder die auf seinem lia seinem mittel na! und amt dem Fuhweg zwischen laße und dem Gehöft Fehrenberg von einem bekannten überfallen. zu Boden geworfen und am Halse gewürgt. Er wird beschrieben: 23 bis 25 Jahre alt. grauer Anzug. dunkler Hut. Die sofort ausgenommene Verfolgung des Verbrechers verlief erfolglos. ## Bochum, 17. Okt. Auf den Aeckern der Amgegend in es zu wetteren Plünderungen gekommen. Ganze velder wurden von Unbefugten der Kar„wirtes Spellberg in „ochumer Ueberfallkomman kartoffeln wieder zustellen. rkes bestellte den Aeckern öntrov wurde geraubt. o konnte ihm 100 Ztr. .# Bochum, 1.. Okt. Auf Gebäude. in dem seit einigen me= Wexeitrant untergebracht ist. kam es am Mittwoch vormittag zu Ktarken Ansammlungen von Erwerbslosen. radaulustige Burschen angeschlossen hatten. irderte zum Verlassen der Straße auf. Da t nicht Folge geleistet wurde. erschien das l kommando der Polizei und dräng anate die anl ihren Verkaufsständen abzuziehen. Auch bier griffen die Ordnungsmannschaften der Poltzei ein und verbinderten Ausschreitungen. * R e c k l i n g h a u s e n. 1 4. O k t. D e r A u f s i c h t s r a t d e s G a s und Elektmizitätswerkes beschloß, den zeitigen Goldmarktarif als zu Recht bestebend nicht zu ändern. aber bis auf weiteres ihn insofern zu durchbrechen. als der Preisberechnung nicht der Kurs vom Tage vorher. sondern das Mittel der Kurie der drei vorhergehenden Tage zu Grunde gelegt wird. Die Auswirkung dieser neuen Berechnung ist so groß, daß die heutigen Preise beim Gas eine Senkung um rund 80 Millionen und beim Strom um rund 225 Millionenn erfabren. Kirchliche Nachrichten. 1 Gelsenkirchen. 17. Okt. Am 12. Oktober starb im Mutterbaus der Oblatenpatres zu Hünfeld bei Fulda der weithin bekannte Volksmissionar und Schriftsteller Pater Wilhelm Asbauer O. M. I. Geboren zu Gelse kirchen am 2 Februar 180., studierte er im Missionskolleg„Karolinum“ der Oblatenvactes zu Valkenburg in Holland, legte am 1d. Auguit 1909 seine ewigen Gelübde ab und wurde am 15. Juli 191.3 zum Priester geweibt Seine erste Anstellung als Volksmissionar fand er im Oblatenkloster zu Arnheim in Holland, bis ihn der Ordensobere am 5. Oktober in das Volksmissionarbaus nach Eslen=Borbeck rief. Hier wirkte er mehrere Jahre. heimtückische Krankheit seine Kräfte lähmte. Als bis eine Volks Ruf erworben. heimtückische Krankbeit seine Kräfte lähmte. Als missionar hat Pater Asbauer sich einen guten vorben. Seine Herzensfreude war es. bei der Handel und Gewerbe. Amtliche Devisenkurse. Geld Brief Belgten Italten Italten England England Amertka 11. Okt. 16. Okt. 17. Okt. 16. Ort. 17. Okt. 16. Okt. 17. Okt. 16. Okt. 17. Okt. 16. Ckt. 17. Okt. 16. Oft. 17. Ort. 16. Otr. 17. Okt. 16. Ort. Neue Haussebewegung. Berliner Börsenbericht — Verlin, 17. Okt.(Telegr.) Am Effektenkt machte der Aufwärtsprozeß bei lebhaften ende Fortschritte. Unterstützt wurde curse durch umfangreiche eine kleinere Bankfirma und das neuerder Devisenkurse. Vielsach sind Verund darüber hinausgebende Steigenen. Besonders gilt dies für Ehemische „Elektrisitätsaktien. sowie Maschinenfabrikaktien. Che. che Heyden verdopvelten ihren Kursstand. Bergmann elektr. stellten sich um das 1½fache ihres aktien lungen r. stellten sich u höber. Auch Karlsruber burden sei n t. Aufe doppelt Stanm das 1¾ fache ihres bisherigen S## Felten& Guilleaume und Maschinen. Adler. Berlin Anbalter und Hartbeträchtlich höber bewertet. Am en Havag 21 Milljarden nkenmarkte war Bank für Bauund ebenso Bank für elektr. lutapapiere wurden entsoreg ser. Devisenkurse teurer— Der ung der Devisenkurse teurer bezahlt. Auch be profitierten von der Hausseströmung. reußische Konsols verdopvelten ihren gkeit hielt auch während des ganzen le starke Heraussetzung der Devisenbeschränkter, Iuterlugg ui weurn, Khirfen statt. Auch am Kalsinaute waren erhöhungen zu verzeichnen. AIUP OT Verliker Orsvurtenbericht. 1. Okt.(Telegr.) Am Brszukte n die Getreidepreise durch die Steigerung e mit vorwärts gezogen, zumul der vergnregten. stat ntige Die iuses an. da bei ziemlich 5 ten. Nur 1 Verl Ds Deviken Finges B n. rovi dterhöbung er Begehr waren bemüht. Weizen zu ka versehen sind. Im Gegensatz zu Begehr für Roggenmebl ge eS.e i 15 x Weizen und Noggen nur gegegenüber stand. Besonders war morgen einsetzenden neuen womit sie schlecht Weizenmehl machte sich genmehl geltend. Herste wurde afer hatte ruhiges Geschäft: Hülsenaaten und Futterartikel waren das Wirtschaftszahlen von heute. Dollar(amtlich)....... 5 486 250 000 M 1 Soldmark(1 Dollar durch 4.2)... 1 306 250 000 M Selbsellasiseld bis 2. Okt..... 93 599 999 999 M 1 Goldzollmark 836 000 000 MA Silberankaufspreis........ 400 000 000% Reich bankdiskont 90 75 Rotenumlauf am 29. September 28 228 813 494 419 000 FA Schwebende Schuld am 30. September. 46 844 Billionen irte im Nahverkehr bis 2d. Okt. 1 000 000 M im Fernverkehr bis 24. Okt. es im Nahverkehr bis 20. Okt. Brief im Fernverkehr bis 20. Okt Personenverkehrsinder ab 1d. Okt. Güterverkehreinder ab 18. Okt. 2 000 000 A 2 000 009 M 5 000 000 M 600 000 000 A 1 000 000 000 M 307 400 000% 10 000 000 M 1 300 900 000 M 35 000 000 M 137 000 000 16 300 000% bis 7.5. Wiesenheu lose 4.5—5, gepreßt 6—6.5. Roggenstroh 2—2.5. Weizenstroh 2—2.5. Haferstrob 1 Milliarde Mark. An der Warenbörse war das Geschäft lebhafter. Es notierten: Rohkafsee(für 1 Pfd.) 90—93 Cents. Burmahreis 330. Rüböl 980. Salatöl 1200. Pflaumen 505. Sultaninen 1350. Kokos 1100. Grauven 340. Weizengries 380. Haferflocken 320., Kartoffelmehl 320. Kakao 1330. weiße Bohnen 400. gelbe Erbsen 480. grüne Erbsen 500. Linsen 690. Schmalz 2000. Butter 2800 Millionen Mark per 1 Kilogramm. Milch in Kisten 32.000. Corneadbeef 38 000. Eier 70 Millionen Mk. per Stück. Kölner Devisenkurse. 1d. Oktober Geld 2 344 125 000 309 225 000 272 317 500 26 932 500 000 5·945 100 000 357 105 000 1067 325 000 Pestett. 84 788— Neuyork Anfang: 4.340—4.545 Millionen. Düsseldorfer Getreidebörse. An der Düsseldorfer Gewie Verkäufer Holland Belgien Italien England Umerika Frankreich peiz Brief 2 355 875 000 310 775 000 273682 500 27 067 500 000 5 974 900 000 358 895 000 1072 675 000 85 212 n Düsseldorf. 10. Okt. An der Di treidebörse zeigten sowohl Käufer wie Verkäufe infolge der Unsicherheit der Verhältnisse große Zurück tung. Die Abschlüsse hielten sich in sehr engen thm so liebgewordenen Industriebenölkerung wirken zu dürfen, von der er Tausenden den Seelenfrieden gebracht Ihr galt auch in seinen Mußestunden, die ihm die Seelsorgsarbeit als Volkskommissar übrig ließ, sein literarisches Schaifen. Noch im letzten Sommer hat er trotz seiner schmerzlichen Krankheit ein Manuskript fertiggestellt:„Leuchtende Taoe“. Bei allen. die ihn als Freund und Konfrater gekannt, die ihn als Vollsmissionar und Exerzitienprediger gehört. die seine literarischen Werke gelesen, wird sein Andenken in Ehren bleiben— Am Freitag morgen 9 Uhr wird in seiner Pfarrkirche in der Neustadt ein feierliches eelenamt gehalten. Die Gelsenkirchener Katboliken rstorbenen Patei werden dem verstorbenen Pater Ashauer als Sohn ihrer Stadt sicher nicht das Almosen des Gebetes vorenthalten. damit seine Seele recht bald rube in ewigem Frieden. R. I. p. Die betrogenen östlichen Ansieölungsbauern. Der stete Kampf zwischen Preußenderselb nicht engen vorgenommen. altung. Asr—.——.— Grenzen. Notierungen wurden Der Besuch war gut. Dortmunder Viehmarkt. n Dortmund. 10. Okt. Zum Dortmunder Schlachtviehmarrt waren aufgetrieben: 246 Stück Großvieb. 116 Kälber, 120 Schafe und 286 Schweine. Es wurden im Engroshandel bei steigenden Preisen bezahlt für 00 Pfund Leber illiarden Mk.— Das Geschäft verine 40—50 lief flott. Altessener Schweinemarkt. n Altenessen. 10. Okt. Zum letzten Schweinemarrt waren aufgetrieben 2581 Stück. Es wurden im Engrosbandel bezahlt für Ferkel im Alter von 5 bis 8 Wochen 1.2—2.2. von 8—12 Wochen 2.2—3.5, von 12 bis 15 Wochen 3.5—5. über 15 Wochen 5—16 Milli Mark. Das Gef ## und Polentum im Osten. gerade an derselben Stelle, welche durch die zweite Tetlung Polens an Preußen fiel, war ein durch Kauf von Ländereien gegenseitiges Verdrängen von der ansässigen Scholle. Es war ein Nationalitätenkampf. und in diesem Kampfe hat sich gezeigt, daß in den großvolnischen Bestrebungen weit mehr wirtschaftliche Kraft vorbanden war als man zuerst annahm. Wenn es aber der polnischen Landbank möglich wurde, durch Ankauf deutscher Güter die ethnographische Grenze Polens immer weiter in preußisch=deutsches Gebiet zu schieben. so lag darin doch auch ein Mangel an deutschem Nationalgefühl auf Seiten der Verkäufer. Das Meistgebot entschied auch hier nicht aber die Besrebungen den deutschen Grundbesitz deutsch zu erhalten. Durch dus vreußische Ansiedlungsgesetz vom 24. Avril 1886 sollte dies verbindert werden. Auf Grund dieses Gesetzes. das gegen den Willen des Zentrums zustande kam und wiederholt ergänzt wurde. ist der preußischen Staatsxegierung ein Fonds von 100 Millionen Mark zur Verfügung gestellt worden, um das deutsche Element in den Provinzen Westpreußen und Posen gegen polonisiernde Bestrebungen durch Ansetzung deutscher Bauern und Arbeiter zu stärken. Das war ein Ausnahmegesetz gegen einen Teil des preußisch deutschen Volkes. Damit war nicht mehr die freie Erwerbung des Grundbesitzes nötig, sondern an dessen Stelle trat die Enteignung. Polnischer Grundbesitz. der oft mehrere hundert Jahre in einer Familie und daher mit dieser unzertrennlich war. wurde auf diesem gewaltsamen Wege vom Besitzer losgelöst und kam im„Sinne“ des Gesetzes zur Verteilung. Die Ausführung lag der neugeschaffenen AnsiedlungsKommission ov. und dieser ist es möglich geworden daß nicht nur hunderte neue Ortschaften. Kirchen und Schulen gegründet. sondern auch fast ausschließlich evangelische Bekonnten. Man konnte damit in Schutzwerk für n schaffen. sondern Schwächung der katbolischen Bevölkerung herbeiführen. Wir wollen heute nicht feststellen, ob die hochkonservativen Elemente Preußens im Verein mit den damaligen maßgebenden Organen der Regierung nicht beide Zwecke für gleichbedeutend hielten. Aber eins ist erreicht worden: die deutschen Bauern und Arbeiter, ganz gleichgültig. welcher Konfession sie angehörten, hatten in jahrelanger zäher Arbeit Haus und Hof und ein deutsches Heim geschaffen, auch deutsche Sitten und deutsches Wesen in ein prachlich undeutsches Gebiet, verpflanzt. Niemand hat daran gedacht. was aus diesen auf Vorposten gesetzten kleinen deutschen Bauern werden sollte, wenn einmal eine territoriale Verschiebung der Ostgrenze Deutschlands eintritt und der brutale Wille eines von der Scholle vertriebenen Volkes zur Tat wird. Und nun ist es einge werber be werden auf gesetzlichem Wege nicht nur ein Schutzw nationalistische östliche Großgrundberren schaffen. auch eine zahlenmäßige Schwächune verlief sehr langsam. liarden Woran es liegt. Kraft und dem durch Wir sind an manchen Marksturz gewohnt; aber die Todessprünge, die die Mark in den letzten Tagen macht, sind doch grauenhaft unheimlich, auch für abgehärtete Nerven. Die Ursachen dafür liegen nicht = Wanne. beschlossen die der katboll Nord die Kir zu erhöden. Danach mus jeder— au chensteuerzettel angegebene Steuersumme verzehnachen. Der bereits gezahlte Betrag ist von der Gesamtsumme zu kürzen. Weitere Kirchensteuerzahlungs termine im Pfarrhaus sind von den kirchlichen Körverschaften neuerdings nicht beschlossen und genehmigt worden. Man möge darum die Zahlungstermine pünktlich bei der Einanskasse in Wanne einhalten. * Buer. 11. Okt. Zwei Anwohnern der Marler Straße wurden aus dem verschlossenen Stalle biw. Keller ein Damenfahrrad. Kartoffeln und Margarine für 75 Milarden Mar., einem Anwohner der Essenerstraße aus Keller für 750 Milliarden Lebensnasstücke. einer Anwohnerin der Se— igoem verschlossenen Keller ein Handwagen im Werte von 8 Milliarden Mark gestohlen. Ferner einer Anwohnerin der Sedanstrabe für 100 Milliarden Mark Bekleidungsstücke aus ihrer verschlossenen Wohnung. einem Bewobner in Mittelscholven ein Mutterschwein im Werte von 75 Milliarden aus seinem Stalle entwendet. Großbandelsinder Ortgsstest).......... Buchhändlerinder ab 17. Okt. Buchdruckgewerbeinder ab 1d. Okt. Landahoabeninder........ Arzueitaze ab 19. Okt. im besetzt. Gebiet— Elektrizitätsvreis für Licht und Kraft(1 Kilowatt= stunde) und Gaspreis(1 Rubikmeter): Rechnung auf Soldmarkbasis nach Tageskurs. = Berlin. 11. Okt. Der Goldumrechnungssatz für die Reichssteuern beträgt für die Zeit vom 20. bis 23. Okt. einschließlich 936 Millionen für je eine Goldmark. Kölner Börsen. h Köln. 10. Okt. Unter dem Druck der schwächeren Devisenpreise mußten die Preise an der Kölner Getreide börse etwas nachgeben. Die Käufer übten. Zurückhaltung. Es wurden notiert: Weizen 15.5—10. Roggen 13—19.5. Hafer 11.5—12. Wintergerste 14.5—15. Sommergerste 10—1:. Weizenmehl mit ausl. Weizen 25—28, Weizenkleie 5.5—6. Rübkuchen 9.5—10, Palmenkuchen 10.5—1), Trockenkleie 5.5—6. Rübkuchen 9.5—10. Palmkuchen 10.5—11, Trockenschnitzel 4.5—5, Zuckerschnitzel 6.75 durchaus nicht nötig sind. Die Reichsbank aibt immer noch Papierkredite aus. Das ganze Verfahren, nach dem auch kurzfristige Kredite von der Reichsbank gewährt werden, wirkt sich verhängnisvoll aus. Es kann immer noch mit diesen Krediten zuungunsten der Mark spekuliert werden, und das geschieht auch dauernd. Havenstein ist noch immer Reichsbankpräsident. Wenn sich der Kampf gegen seine Person in letzter Zeit etwas beruhigt hat, so liegt das durchaus nicht daran, daß man sich mit seinem Verhalten ausgesöhnt hätte, sondern an dem Umstande, daß die hochpolitischen Dinge das allgemeine Interesse in den letzten Wochen schärfer in Anspruch nahmen. Es ist an die Reichsbank eine ganze Reihe von Forderungen, die zur Stabilisierung der Mark dienen könnten, gestellt. aber bisher nur unvollkommen befriedigt worden. Gewiß liegen Schwierigkeiten vor, die in dem nach allgemein üblichen Verrechnungs= und Bilanzierungsverfahren der deutschen Geschäftswelt ihren Grund haben. Auch hier muß die Regierung mit energischen Reformverordnungen eingreisen. Es gibt auch in Bankkreisen genug urteilsfähige Männer, die dem Präsidenten Havenstein zur Last legen, viel zu wenig Energie zu entwickeln, um dem verhängnisvollen Lauf der Dinge Einhalt zu gebieten. Es hat der Kräftigung der Mark nicht gedient, daß im Reichstag das Ermächtigungsgesetz lange auf sich warten ließ. In der nun endlich erfolgten Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes selbst liegt ein starkes Vertrauenselement zu dem Lebenswillen des deutschen Volkes. Insofern muß die Verabschiedung vorteilhaft auf das deutsche Finanzwesen, auf den Kurs der Mark. wirken. Man hört, das die deutsche Regierung, nachdem sie im Besitze diktatorischer Befugnisse ist, leichter zu äußeren Anleihen kommen kann, als wenn sie mit ihren Gesetzesarbeiten auf den schwierigen Weg der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Instanzen angewiesen ist. Das ist nicht etwa ein taktisches Moment, sondern Tatsache und Wirklichkeit. rliner Börse Buer, 17. Okt. Im Warenhaus Althoff wurden letzten Zeit wiederholt Unregelmäßigkeiten durch teilungsches wahrgenommen. Ein eingegangenes beschuldigte die Verkäuferin und ein Lehreiner Abteilung. Die Sache wurde daraufhin kriminalvolizei übergeben, die bei den verdächtigen Angestellten Haussuchung vornahm. Bei einer Verkäuferin aus Hordel bei Bochum wurden Sachen von erbeblichem Werte vorgefunden, die Eigentum der Firma Althoff waren. Irgendwelche Unterlagen für den rechtmäßigen Kauf der Sachen konnte die Verkäuferin nicht in der let den Abtei Schreiben mädchen der Krin Mitgetellt von der Darmstädter und National-Bank Kommandit-Gesellschaft auf Aktien Filiale Geisenkirchen. Die Notierungen erfolgen in Millionen Prozenten. Deutsche Anleihe 17. 10. 2-D. Reichsanleihe!— nicht beibringen. Sie wurde mit noch einem Lehrmädchen dem Amtsgericht Buer zugeführt. Winkels in Stalle Enten * Buer, 12. Okt. Einer Ebefrau aus der aaße stahl man aus der Waschküche für 45 äschstücke Einem Anwohner des esterholt stahl man aus dem verschlossenen und Hüdner im Werte von 11 Milliarden Mark.— Einem aus der Oemkenstraße aus Buer=Resse wurden Kartoffeln resse wurden: erte von 1080 Oktober Ne 43 ein amenmantel. röbe 5, eine goldene Damenuhr mit Armhand. enfrisierkasten und Damenwäsche. Der Wert Milliarden. Die Diebe sind unbekannt.— ase aus Buer=Resse wurden eln gestoblen. Einem nach und nach vier Morgen 0 Milliarden ausgemacht. * Sladbeck. 1. Okt. In der Nacht zum 12. Okte Kablen Einbrecher im Hause Landstraße 43 Oberbett, zwei Kovfkissen, einen braunen Damenman und ein dunkles Voilekleid. ein Brauerei-Aktien Engelhardt-Brauer. Schulth.-Patzh. Dortmunder Aktien Dortmunder Unlor Glückauf Geisenk. 30000 15000 Schiffahrtsaktien Deutsch. Austral. D. Hamb. Amerik. Pak Nordd. Lleyd 15 Hansa Dampf. Bankaktien Barmer Bank-Ver Berliner Hand.-Oes. Comm.- u. Privath. Darmstädter Bank Deutsche Bank. Disk. Cem.-Antell Dresdner Bank Essener Cred.-Anst. Adlerwerke Allg. Eleistr. Oes Annener Qußstahl Augsb.-Nümb. M. ad. Anilin Balcke Maschinen Baroper Walzw. Bernberg 1. P. Bergmann Eleikts. Beri. Karslr. Ind. Bingwertse Bismarcichütte Bochumer Qußstahl Böhler Oebrüder Bösperde Walzw. Buderus Eisen Busch I. Ddensch Busch Waggon Chem. O. ies.s. Elekt. Chem. industr. Oele. Consolldat Schalke Dalmier Motoren Otech.-Lux.-Bertw. Deutsche Erdöl. Deutsche Kabel Deutsche Deutsche 10000 110000 15. 10 1525 600001— Oyni Eisen g. Kraft Elberfeider Parben Eschweiler Bergw Fahlberg. Felten- S List Co. Oelsenk. Qu gwer B#stah Ooldschwidt Th Gothaer Waggon Haberm.& Cucke Harkort Brückend Has sper Eie. u. Stal Heckmann Mascl Höchster Farben ise Bergbau Kall Aschersieben Köln-Rettweil Körting Oede Kreit W. Küppersbusch Kytfhäuser Hütte Lahmeyer Laurahütte Lindenberg Stah Lindstrem Car Löwe Lnd. Lorenz C. Magdeburg, Berz w. Mannesm. Röhren Mansfeld Meyer Dr. Paul Motorenfabr. Deutz Mülh.Bergwverkver. Norddeutsch. Wolle Oberschles. E.-Bed. Oberschi. B.-I. Care Oberschies. Koksw. Orenstein& Koppei Phönix Bergbau Pöge Hermann Reishole Papier Rhein. Braunkohle Rhein. Metall Vorz. Rhein. Nass. Berzw. Rhein. Stahlwerke Rh. Westf. Sprengst. Rombacher Hütte Rütgerswerke Sachsenwerk Sarot# Schneider Hugo Schöndorff Oebr. Schuckert& Co. Siegen-Sol. Gußst. Siemens& Halske Stolberger Zink Tietz Leonhard Ver. Dtech. Nickelw. Ver. Glanzst. Elbert. Vegel Telegr. Draht Vogländ. Maschin. Wasserw. Oelsenk. Wegetin& Hübner Westeregeln Westf. Draht Hamm Westf.E. Langendr. Wielding Portl. Cem. Zellstofl Waidhof Zimmerrann-W. 6001 14000 Gebiete erschaffen konnten, verlassen icher brave kerndeutsche Mann und — deutsche Frau sind dem polnischen und mußten auf dem neuen beimatlichen en. Zehntausende dieser vertriebenen rückwarts gewandert. nicht in den alten längst 5 Sugebörigteitsgefühl ahlbarten, selbsts Los aller Verrig: das Einzieben der uns nur die ge bessere Zukunft ließ, hat setz von der Heimat eweckt. an der östlichen bewang haben nicht nur alles, was sie auf wirtschaftlichem Gebi müssen. sondern mancher manche sittenreine deu Terror verfallen und Boden verblute Deutschen sind rück Heimatsort konnten sie einzieben, den daselbst das Verwandtschaftsgelockert. nein. es blieb ihnen. arbeitenden. freien Bauern, nur triebenen an den deutschen Grenzen in Baracken. Und die alte konserpative Machtbabergruppe. die vor mehr als 30. Jahren das Ansiedlungs= setz ohne Rücksicht auf moralische und andere bestehende echte, mit bewußter Verletzung des Freizügigkeisgesetzes. huf. und allein für die daraus entstandenen Folgen verantwortlich gemacht werden muß, wehrt sich heute mit allen ihr rechtlich gebliebenen Mitteln, den ver triebenen östlichen Kleinbauern Pachtland zur Wiedererlangung einer lebensfähigen Existenz zu geben. Vor den Toren Berlins ist während des Krieges ein über 50000 Morgen großes Stück Unland durch Entwässerung zu einem anhaufähigen Ackerland gemacht worden. und die Besitzer dieser erst infolge der besonderen günstigen Verhältnisse, die der Krieg geschaffen hat, urbar gewordenen riesigen Ackerfläche, politisch rechtsstehende Potentaten. lehnen es ab, ihren ehemaligen Wächtern an der Ostgrenze weder Pacht= noch Kaufland abzugeben: diese lassen die Vertriebenen in den Baracken moralisch untergehen oder hoffen, sie in einem baldigen volitischen Wirxwarr zu anderen„guten“ Dienste wieder verwenden zu können. Während aber hier das Beispiel gegeben wird. in welcher Weise die rechtsstehenden Parteien die werktätige und ganz besonders die ländliche Bevölktrung in ihrem Interesse wirtschaftlich und volitisch auszunutzen verstehen und rücksichtslos ihre eigenen Vorteile verfolgen, bat sich ein Teil der Zentrumsmänner wie eine Tangente an die alte epoistische Machthabergrupve angelehnt oder ist in eren Kreis getreten. Wir warnen die Anbänger des Zentrums. ja. wir rufen es laut dem ganzen deutschen atholischen Volke zu. daß es ein Selbstbetrug. eine wirtschaftliche Schädigung. ein Verrat am Zentrum und nicht zu letzt an der katbolischen Sache ist. durch Beitritt zu den rechtsstehenden Parteien persönliche oder materielle Vorteile zu erlangen. Noch stets bhaben solche Abtrünnige im Kreise ihrer neuen„Freunde“ persönlich und politisch Nachteile gehabt und sind nach ganz kurzer Zeit wir Außenseiter bebandelt und schließlich auf beiden Seiten als anormale Politiker oder politische Mitläufer betrachtet worden. Vermischtes. Der Friedenszweck der Kriegsgiftgase. Amerika weiß mit seinen übriggebliebenen Kriegs iftgasen gute Geschäfte zu machen. Das als weitver reitetstes Kampfgas berüchtigte Chlor wird seit Kriegs kanische fur Dar Aus KE EE EE Sbrüchtigte Chl ende in über 2000 amerikanischen Stäl Städten zur Desinfektion rde ∆ 150 Curnen= Sport= Spiel. — 1 30000 9000 1188 Ringen. Am Mittwoch abend standen sich zunächst Bedkowski und Stolzenwald gegenüber. Der Kampf der beiden gleichwertigen Gegner wurde nach 20 Minuten als unentschieden abgebrochen. Im zweiten und Entscheidungskampf Bar gegen Pflugrath blieb Bar nach 25.25 Min. Steger. Im letzten und Entscheidungskampf Woraul gegen Schadi mußte Woraul wegen eines Unfalles den Kampf abbrechen. Der Kampf ailt als unentschieden. In dem vorangegangenen Varieteeprogramm glänzte der Komiker durch seine neuen Schlager Niederrhein. Wetterdienst Aachen=Essen. Der Lustdruck ist in der Nacht wieder stärker an—— naner am Donnerstag bei wechselntrocknes Wetter zu erwarten. gestiegen. woir—n—. der Bewölkung zunächst Aoanes Wetter zu erwarten. Die Temperaturen dürften der Jahreszeit entsprechen. □ des Trinkwassers und zur Dauerdesinfektion der öffent lichen Bäder verwendet. Aus den furchtbarsten Kriegsgasen fabriziert die Chemie— Duftstoffe, jo aus Phosgen Veilchen— und aus Benzylazetat Jasminvar füm. In der Textilfärberei wird Dinitrophenol und in der Kautschukfabrikation Chlorschwefel aufgebraucht. Als mörderische Wase finden die Giftgase auch jetzt noch Verwendung beim Kampf der Landwirtschaft gegen die Ratten und Mäuse und der Schadinsekten der Pflanzungen und Wälder. für „Oei! 2 Geschäft Nr. Berl präsident habe in 2 dagegen P unter dem abgehalten non zustän Wort. 6 derartige Beunrubian eines deut Tatbestande 2 9 Dres komman Zeigner ba Schreiben d um eine u sächsischen ers #g gehe twort mandos nisterprä berichtet: Sehr gee gut befunde zu beantwo daß ich die Reichswe züglicher Hi Ju Berli dem der 27 3 1 Verlin des„Vorwä Abseordnete des sächsische vorstelll Bemerkung. beschwören. beraufzuziehe Berli: erklärt, daß ständigun jetzt zeigen, 1 einem militä keiten zu eir Vorgängen i Zahl der So lange noch e an der Leitr Zu ihnen gel Anfang an: in die Regi solche, die# gesetzt haben. auszusprechen nicht zumuter aus nicht de X Dresd Finanzministe Heckerd sin nannt worder Schmidt su worden, wei hatten, daß gegenwärtiger Weiterarbeite Bagern Ein# 9) Mün Entlassung## dem sächsischer ministerium lassen, daß Der komme den Oberbürg gerichtet: „Im Intel dert, folgend Seite erst 1. Die Dire der 42. Di Generalsta senden, um langung vo nis zu nel 22. Oktobe 2. Um den E linabau zu ersparen Gründung in Wan “ W a n n e a b Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten.