Gelsenkirchener eitung. Bezugspreis durch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen für die Woche vom 1. bis 7. Oktober 40000000 Mk.— Einzel=Nummer 7000000 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen: „Gelsenkirchener Sonntags=Zeitung“,„Am Heröfeuer“ und„Sport=Extrablatt“. Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Beschäftsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 87, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. Fernsprech=Anschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 125. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. An mm breit:) zeigenpreis:(gültig vom 1. bis 7. Oktober) für 1 mm Raumhöhe(27 mm 5 Ortsanzeigen....... Grundzahl 50X Schlüsselzahl 50 000— 2 500000 Mk. Kleine Anzeigen nicht geschäftl. Art„ 30X8„ J0 g00.— 3.000##0 wr Auswärtige Anzeigen.„ 60X" 50 000— 3000000 Mr. nzeige Auswärtige Anzeigen Reklamen(80 mm breit) 50 000= 3000000 Mk. 250X„ 50 000—12 500000 Mk. Besondere Mitteilung bei Aenderung der Anzeigenpreise erfolgt auch bei laufenden Abschlüssen nicht. Bei nicht sofortiger Zahlung der Anzeige wird für das jedesmalige Vorzeigen der guittierten Rechnung eine Gebühr von 5 Prez. des Rechnungsbetrages erhoben.„ für Lufnahmen an bestimmten Tagen und Plätzen, sowie für Aufträge mittele * Druckfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassarabatt und kann verwoigert werden, inen acht Tagen nach Erhalt der Rechnung erfolgt. Im Falle von höherer Gewalt, Streik. rung, Erscheinungsverbot hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. für Druckfehler keine wenn Zahlung nicht Aussperrung. Betriebe Nr. 223(Erstes Blatt) Donnerstag, den 4. Oktober 1923 59. Jahrgang. Rücktritt der Reichsregierung. Stresemann mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt. ) Berlin, 3. Oktober.(Telegr.) Amtlich. Das Reichskabinett hat sich am Mittwoch in mehreren Sitzungen mit der Tage beschäftigt. Durch die Ablehnung der sozialdemokratischen Partei, die soziale Gesetzgebung in den Ermächtigungsantrag der Reschsregierung beim Reichsrat einzubeziehen, war eine unüberbrückbare Divergenz in der Auffassung der Koalitionsparteien entstanden. In Anbetracht dieser Catsache beschloß das Kabinett, durch den Reichskanzler dem Reichspräsidenten seine Demission anbieten zu lassen. Der Reichspräsident hat die Demission des Kabinetts angenommen 1 u n d d e n b i s h e r i g e n R e i c h s k a n z l e r D r. S t r e s e m a n n m i t d e r N e u * bilöung des Kabinetts betraut. * Kritische Tage erster Ordnung sind wieder einmal über unser armes Deutschland angebrochen, das anscheinend überhaupt nicht mehr zur Rube kommen soll. Die seit zwei Tagen drohende Kabinettskrisis ist zur Wirklichkeit geworden. Alle Bemühungen, die in stundenlangen und heißen Beratungen in fast ununterbrochener Reibenfolge bei Tag und bei Nacht unternommen worden sind, um die Krisis zu bannen, sind schließlich an der starren Haltung der Sozialdemokratie gescheitert, die sich nicht entschließen wollte. in ernster Verantwortung Vaterland und Volk gegenüber dem eisernen Gebot der Stunde gerecht zu werden. Die amtliche Erklärung der Regierung sagt ausdrücklich, daß die Ablehnung der Sozialdemokratie, die wirtschaftlichen und sozialen Fragen in das Ermächtigungsgesetz einzubeziehen, zu unüberbrückbaren Divergenzen geführt habe, aus denen kein anderer Ausweg als die Demission des Gesamtkabinetts mehr möglich war. Ueber die Entwicklung, der Dinge, bis sie zum Rücktrittsgesuch der Regierung gedieben ist, orientieren die weiter unten veröffentlichten Artikel und Einzelberichte aus Berlin. Es ist eigentlich schade um die nutzlos vertane kostbare Zeit dieser letzten Tage, die zu ernster Arbeit wahrlich besser hätte angewendet werden können, als zu dem Feilschen hin und ber, dessen Kernpunkt doch letzten Endes varteidoktrinäre Marimen waren, von denen nicht abzugehen man von vornberein entschlossen war. Und so ist denn die Negierung Stresemann an der Klivve des Ptoduktions.programms gescheitert, das freilich, nachdem durch die neuen Steuern und die Einführung der Goldrechnung im Steuerwesen und andere Maßnahmen der Besitz gründlich gepackt wird, auch Opfer von der werktätig schaffenden Bevölkcrung fordern sollte. Hier aber zögerte die Sozialdemokratie aus Rücksichtnahme auf die Stimmung ihrer Wähler mitzumachen; obgleich man bestrebt war, eine Formel zu finden, auf deren Plattform sie hätte treten können. Es ist aber den einsichtigen Führern nicht gelungen, die Mehrheit dafür zu gewinnen, weil schon lange in der Sozialdemokratie eine starke Minderheitsströmung gegen die Politik der Mehrheit sich geltend gemacht hat. die jetzt scheint es, vor jener kapituliert hat. Erfreulicherweise muß aber auch gesagt werden, daß in der Deutschen Volksvartei Opponenten gegen die Mitarbeit der Sozialdemokratie sich durchzusetzen suchten, weil sie die positive deutsche Politik erschwere. Wir stehen also erneut vor der Tatfache, daß das alte deutsche Erbübel, die innerpolitische Zersolitterung im Deutschen Reiche, uns auch in dieser schwersten und gefahrdrohendsten Zeit unseres Vaterlandes wieder einmal zum Verhängnis geworden ist. Gerade jetzt, da die Außenvolitik zu Entscheidung und zum Handeln drängt, eine starke Regierung mit festen Zielen und eine geschlossene Einigkeit des Volkes nach innen und außen gebieterisch fordert, erlauben wir uns den schädlichen Luxus einer inneren Zersplitterung und einer Kabinettskrisis, deren Folgen im Augenblick noch nicht übersehbar sind. Wir glauben nicht, daß sich diesmal die Regierungskrisis so leicht und schnell lösen lassen wird, wie das beim Rücktritt des Kabinetts Cuno der Fall gewesen ist. Freilich ist Dr. Stresemann wieder mit der Neubildung der Regierung beauftragt. Wird es ihm aber gelingen nach den innervolitischen Mißerfolgen die er in diesen Tagen erfahren hat? Die große Koalition scheint endgültig gescheitert; sie hat die Feuervrobe nicht bestanden; schuld daran ist unsere deutsche Parteiverschiedenheit und der Egoismus in vielen Parteien, die es nicht über sich gewinnen können, das Vaterland über die Partei zu stellen. Wenn aber die große Koalition nicht wieder zustande kommt, was wird dann werden? Wenn die Sozialdemokratie tatsächlich aus der Regierung ausscheidet, dann bleibt nur eine Minderheitsregierung von Gnaden der Deutschnationalen übrig. deren außenpolitische Tätigkeit festläge. Die Sozialdemokratie würde in die Opposition geben. Unter einem Kabinett mit deutschnationaler Prägung wäre das Schick. sal von Rhein und Nuhr von vornherein entschieden Welche innervolitischen Folgen es sonst noch haben würde, läßt sich leicht ausmalen, weil wir es im Grunde ja mit einer verschleierten deutschnationalen Diktatur zu tun haben würden.— Es ist freilich auch denkbar, ein Geschäftsministerium zu bilden, in das sowohl Männer von deutschnationaler und sozialdemokratischer Prägung ausgenommen werden könnten. Das ist theoretisch möglich, aber ob es praktisch durchführbar und tragbar wäre, ist eine andere Frage. Die Lage ist also überaus ernst und schwierig. Schon die nächsten Stunden werden zeigen, ob sich ein Weg aus dem Dilemma findet oder ob das eintreten wird, was von vielen Seiten innerhalb der Koalitionsparteien nach dem Zustandekommen des ersten Kabinetts Stresemann angekündigt worden ist. Es scheint uns ein Gebot des Tages, daß jetzt das Volk mit Ruhe und Besonnenheit die weitere Entwicklung abwartet, damit sie nicht durch Unklugheiten und Draufgängertum innen= und außenpolitisch erschwert werde und zum Chaos führe. Das Hin und Her. Von unserem varlamentarischen Mitarbeiter. un Berlin, 3. Oktober 1923.(Telegr.) In der politischen Lage ist während der Nacht zum Mittwoch eine gewisse Entsvannung eingetreten. In der Nachtsitzung des Kabinetts hat sich zunächst gezeigt, daß der Wirrwarr am gestrigen Tage wohl hätte vermieden werden können, wenn man rechtzeitig eine grundliche Aussprache herbeigeführt hätte und wenn zunächst einmal der Versuch gemacht worden wäre, festzustellen, ob die Sozialdemokratie für die für den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft für notwendig erachteten finanziellen, wirtschaftlichen und sozialvolitischen Maßnahmen nicht doch zu gewinnen war. Die Sozialdemokratie hatte den Eindruck, daß man sie aus der großen Noalition und damit aus der Reichsregierung hinausdrängen wolle, eine Vorstellung, die durch das Verhalten der Deutschen Volksvartei Nahrung bekommen hatte. Erfreulicherweise hat sich dieses Mißverständnis aufgeklärt, nachdem auch die Deutsche Volksvartei ihre zunächst etwas unklare Stellung eindeutig dargelegt hatte. Es hat über alle diese Fragen, bei welchen insbesondere auch die Frage über die Verlängerung der Arbeits" seit eine entscheidende Rolle gespielt hatte und 1 noch spielt, eine allgemeine Aussprache im Kabinett stattgefunden und es hatt sich dabei herausgestellt, daß auch die Sozialdemokratie von ihrem zunächst ziemlich schroffen ablehnenden Standpunkt abzugehen geneigt ist, wenigstens soweit ihre Mitalieder im Kabinett in Frage kommen. Derselbe Vorgang hat sich auch bei der Besprechung der Parteiführer mit dem Reichsoräsidenten Ebert während der gestrigen Nacht berausgestellt. Unter dem Eindruck dieser Tatsache gewann am Mittwoch vormittag eine optimistischere Beurteilung der Lage Raum. Es zeigte sich aber alsbald, daß die Schwierigkeiten trotz eines unverkennbar auf beiden Seiten vorbandenen Verständigungswillens noch keinerwegs behoben waren. Dabei soielen vor allen Dingen auch die Ausnabmeverordnung in Barern. ferner das Streikvervot und andere Innervolttischen Maßnahmen eine außerordentlich entscheidende Rolle, die es besonders der Sozialdemokratie außerordentlich schwer machen, gerade in dieser Beziehung von ihrem früheren Standpunkt abzugeben. Trotzdem bat die Sozialdemokratie im Lause des Mittwochs beschlossen, dem Antrag der Kommunisten auf Aufhebung , d e r b a v e r t s c h e n A u s n a h m e v e r o r d n u n g n i c h t z u z u s t i m men, auch will sie bezüglich der Wirtschaftsermäch. tigung der Reichsregierung, auch bezüglich der Arbeitszerr— vorbehaltlich einer anderweitigen Gormulierung, als die im Augenblick vorgesehene—, besonders auch der Forderung der Deutschen Volksvartei nach einer anderen Besetzung des Reichsfinanzministeriums, nachgeben. Im Laufe des Nachmittags verschärfte sich die Lage neuerdings wieder. In einer Besprechung, die die Fraktionsvorsitzenden der vier Regierungsvarteien um 4 Uhr mit dem Reichskanzler Stresemann und nachher untereinander hatten, stellte sich heraus, daß die Sozialdemokratie wohl auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiete dem Ermächtigungsgesetz zustimmen will, nicht aver auf sozialvolitischem Gebiete und nicht in der Frage der Arbeitszeitverlängerung. Außerdem will die Sozialdemokratie auch nicht den Rücktritt des Reichsfinanzministers Hilferding zugestehen. Mit dieser Erklärung der Sozialdemokratie war zunächst jeder Versuch, zu einer Verständigung zu kommen, aussichtslos, und man nahm in parlamentarischen Kreisen den Rücktritt des Kobinetts Stresemann als unvermeidbar hin. Um 7 Uhr unterbrachen die Sozialdemokraten die Fraktionssitzung und teilten den Führern der bürgerlichen Parteien mit, daß sie neue Vorschläge zu machen hätten. Diese Vorschläge liesen darauf hinaus, daß die Ermächtigung auf. sozialvolitischem Gebiete in gesetzliche Formel gekleidet wird. In vorgerückter Abendstunde hat sich der Vorsitzende der freien Gewerkschaften. Leivart, zum Reichskanzler begeben, um zu versuchen, zu einer Verständigung zu kommen. Es läßt sich im Augenblick noch nicht übersehen, ob dieser Versuch Aussicht auf Erfolg hat. Es wird in varlamentarischen Kreisen für den Fall der Unvermeidbarkeit des Rücktritts des Kabinetts die Frage erörtert, was dann zu geschehen hat. Es steht der Gedanke im Vordergrund, dann ein bürgerliches Kabinet: zu bilden, dem aue je eine Persönlichkeit der Deutschnationalen bzw. der Sozialdemokraten angehören soll, oder aber ein rein bürgerliches Kabinett unter Ausschluß der Deutschnationalen. Diese Frage dürfte aber vorerst noch zurückgestellt werden, bis die Lage völlig geklärt ist. der Bergbau unter Tage auf acht Stunden einschließlich Ausfuhr und Einfuhr festzusetzen. Sodann muß in den übrigen lebenswichtigen Betrieben die Möglichkeit zur Ueberschreitung der achtstündigen Arbeitszeit gegeben werden; auf die öffentlichen Verwaltungen sollen diese Grundsätze sinngemäß angewandt werden. Für gefährliche und gesundheitsgefährliche Betriebe ist der Achtstundentag beizubehalten. Der sozialdemokratische Standpunkt läßt sich auf Grund der letzten Fraktionssitzungen vorläufig dahin formulieren, daß die sozialdemokratische Reichstagsfraktion die Zustimmung des von der Regierung vorgeschlagenen Ermächtigungsgesetzes auf das sozialpolitische Gebiet ablehnt. Sie kann sich mit der im Reichskabinett gedachten Formulierung für die vom Reichskanzler in seiner programmatischen Erklärung vorzuschlagenden Absichten bezüglich des Arbeitszeitgesetzes nicht einverstanden erklären. Sie ist jedoch bereit, in neue Verbandlungen über diese Frage mit den Koalitionsvarteien einzutreten. Diese Verhandlungen sind zur Zeit im Gange. Demokratischer Vermittlungsvorschlag. . Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Die Demokraten haben einen Vermittlungsvorschlag gemacht, der dahin geht, das Arbeitszeitgesetz gleichzeitig mit dem Ermächtigungsgesetz in Angriff zu nehmen, so daß die Frage des Achtstundentages im Ermächtigungsgesetz nicht berührt zu werden braucht. Die Sozialdemokraten wollen hierüber um 8 Uhr beraten. na Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Die sozialdemokratische Fraktion hat sich im Anschluß an die Kabinettssitzung mit der Frage einer gesetzlichen Regelung der Arbeitszeit nicht befaßt. Dagegen ist ein Vorschlag, die Sozialvolitik in das Ermächtigungsgesetz aufzunehmen, mit 61 gegen 54 Stimmen abgelehnt worden. Es verlautet, daß die sozialdemokratischen Mitglieder des Kabinetts in der gegen 10 Uhr begonnenen Sitzung des Kabinetts ihren Austritt aus der Regierung zu erklären beabsichtigen. * Die Stellungnahme der Dolkspartei. na Berlin, 3. Okt. Die Fraktion der deutschen Volksvartei hat am Dienstag abend folgenden Beschluß gefaßt:„Die Fraktion steht auch nach der Absage der Sozialdemokratie an die jetzige Regierung einmütig auf dem Boden des heute in voller Uebereinstimmung mit ihrem Führer Dr. Stresemann festgestellten Programms. Dieser Beschluß bezieht sich allgemeinhin auf die von Dr. Stresemannn nach außen= und innenpolitischer Richtung beabsichtigten Maßnahmen Im einzelnen geht der Standpunkt der Deutschen Volkspartei, aus folgendem Beschluß hervor, der in Laufe des Morktwoch=Vormittags gefaßt worden ist: In der Frage der Arbeitszeit billigt die 3 tion die Entschließungen des Kabinetts. die in Dienstagssitzung gefaßt worden sind. Die Fraktion außerdem bereit, dem Ermächtigungsgesetz zuzustim men. hält aber aus sachlichen Erwägungen eine Aenderung in der Besetzung des Reichsfinanzministeriums für unerläßlich. Kabinettssitzung. s8. Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Das Reichskabinett trat heute abend gegen 8 Uhr zusammen, um sich mit dem Vermittlungsvorschlag zu befassen, der dabin geht, daß die Arbeitszeit nicht auf dem Wene der Ermächtigung, sondern in gesetzlicher Form durch schnellste Verab. schiedung und nicht Veränderung des zurzeit dem Reichsrat vorliegenden Arbeitszeitgesetzes zu regeln. Das Kabinett hat diesem Vorschlag zugestimmt, dagegen hat es die Forderung der Sozialdemokratie, das Gebiet der Sozialvolitik in den Bereich des Ermächtigungsgesetzes nicht einzubeziehen, abgelehnt. Die sozialdemokratische Fraktion ist dann gegen 9 Uhr zusammengetreten, um zu dem Beschluß des Kabinetts Stellung zu nehmen. Gegen 10 Uhr wird das Kabinett wieder zusammentreten, um den Beschluß der sozialdemokratischen Fraktion entgegenzunehmen und sich dann über die weiteren Schritte schlüssig zu werden. sturzes sich ergeben werde, sei es unter der Form der Konsolidierung der deutschen Einheit unter der Militärdiktatur, sei es unter der Form einer großen kommunistischen Bewegung. Die Frage sei keine deutsche. n#el weniger eine französisch=deutsche, sondern eine englischfranzösische Angelegenheit. Der große Erfolg Poincares sei gewesen, nicht nur die Zurückziebung der Verordnungen durch Stresemann bewirkt zu haben, sondern Baldwin dahin geführt zu haben, die bekannten Nachrichten über die Zusammenkunft zu redigieren. Deutschland habe kapituliert, weil die englische Hilfe ausgeblieben sei. Es habe keine praktischen Vorschläge machen können, weil Frankreich und England kein gemeinsames Wiederherstellungsprogramm angenommen hätten. Ministerrat in Paris. ss Paris, 3. Okt.(Telegr.) In hiesigen volitischen Kreisen verfolgt man mit Spannung und Aufmerksamkeit die Entwicklung der Ereignisse in Deutschland. Man hat den Eindruck, daß sich die Dinge in Deutschland mehr und mehr überstürzen. Wie aus gut informierter Quelle verlautet, wird die Zuspitzung der Lage in Deutschland morgen den Hauptgegenstand der Diskussion im Ministerrat bilden, der im Elysee unter dem Vorsitz des Präsidenten Millerand stattfinden wird. Poincare kehrt heute abend von seinem Sommersitz Sampigny zurück und wird im Anschluß an die letzten ihm zugegangenen Nachrichten aus Deutschland seinen Kollegen ein vollständiges Exposee über die Lage geben. Die Lage hat sich seit dem letzten Ministerrat im Ramboullet bedeutend verändert, so daß die neue Einberufung des Ministerrates für morgen notwendig erschien. Es ist nicht zweifelhaft, daß die Gesamtheit des Ministerrates die Richtlinien der Poincare'schen Politik voll und ganz billigen wird. Diese Richtlinien sind bekannt. Man legt aber an offiziöser Stelle heute abend noch einmal angesichts der Zuspitzung der Dinge Wert darauf, sie zu kennzeichnen. Deutschland musse zuerst durch Taten zeigen, daß es beabsichtigt, in praktische Verhandlungen einzutreten. Solange dies nicht der Fall sei, müsse Frankreich als bloßer Zuschauer den Ereignissen gegenüberstehen, die innerpolitischer Natur seien. Die Formel für die Arbeitszeit. J Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Die„Germania“ will, wissen, das Reichskabinett habe sich in der Frage der Arbeitszeit auf folgende Formel geeinigt, um deren Zustandekommen sich besonders Minister Dr. Brauns bemüht habe: „Die äußerste Not unseres Volkes im schwersten Ringen um seine wirtschaftliche und politische Existenz zwingt uns, vorläufig in der Produktion die Arbeitszeit auf dasjenige Maß zu ergänzen, das gesundheitlich tragbar ist, insbesondere ist Die Krisis im Urteil der Pariser Presse. mi. Paris, 3. Okt. 1923.(Telegr.) Die gestern am späten Abend in Paris eingetroffene Nachricht über die Möglichkeit einer Kabinettskrise in Berkin und über die allgemeine Lage in Deutsch. land wird von den meisten Blättern mit erstauglicher Oberflächlichkeit beurteilt. Man versucht einfach die Ereignisse so zu deuten, daß sie den französischen Standpunkt rechtfertigen, man müsse Deutschland bis zum tiefsten Grad erniedrigen. Das„Echo de Paris“ schreibt, der Reichskanzler hätte den Eindruck eines Mannes geben müssen, der wisse, was er wolle, der sich ein Programm vorgezeichnet habe, der bei der Ausführung nicht wankend werde. Aber er schwanke hin und her. In dem Maße. in dem die Koalitionsregierung verschwinde, verschaffe sich immer mehr und mehr die Regierung der Generäle Geltung. Der„Gaulois“ fragt, ob die Krise nur ein Strobfeuer sei. Deutschland kehrt zum Chaos zurück, möge Frankreich bei diesem Durcheinander seinen Nutzen(!) finden. „Petit Journal“ schreibt, man müsse die Dinge sehen, wie sie liegen und anerkennen, daß die Ereignisse in Deutschland eine Wendung nehmen, die für Frankreich nicht befriedigend ist. Die extremen Parteien, die eine volle Widerstandsvolitik gegen die Verbündeten verlangen und die Annullierung des Friedensvertrages von Versailles fordern, haben schon den Block der mittleren Parteien gesprengt, die die Entschädigungspolitik als einen Notbehelf betrachten und sie odne Kraft und Mut verteidigen. Die„Ere nouvelle“ schreibt dagegen, der Sturz des Kabinetts Stresemann könne französischerseits nicht mit leichtem Herzen ausgenommen werden. Er bedeute das Ende der Ordnung. Die Ordnung in Deutschland sei die einzige Garantie für das kontinentale Gleichgewicht und die einzige Sicherbeit für die Zahlungen, die Frankreich brauche. Das Kabinett Stresemann sei der letzte Wall der Wiederberstellungspolitik und der Politik des Einverständnisses mit den Verbün. deten. Wenn Baldwin und Poincare nicht im letzten Augenblick diesen Wall stützten, nähmen sie die Verantwortung auf sich für das, was am Tage des ZusammenRuhr und Rhein. * Gelsenkirchen, 3. Okt. Gestern haben wir an dieser Stelle eine Meldung des Wolffschen Telegraphenbureaus (WTB) mitgeteilt, wonach die biesigen Eisenbabnergewerkschaften mit der Besatzung wegen Wiederaufnahme der Arbeit verhandelt haben sollen. Wie uns aus Kreisen der Eisenbahnerorganisation offiziell mitgeteilt wird, entspricht diese Wolffmeldung nicht den Tatsachen. Hierorts sind noch keine Verhandlungen geführt worden. WTB Essen, 3. Okt. Seit Mittwoch, den 26. Sept., hat die Handelskammer für die Kreise Essen, Mülheim=Ruhr und Oberhausen zu Essen, mit den übrigen Handelskammern des Ruhrbezirkes, vor allem mit den in ihrem Bezirk liegenden Gemeinden und allen öffentlichen Dienststellen und privaten Ver== bänden Verbandlungen über die Wiederinzangsetzung der Wirtschaft und des Verkehrs gepflogen. Die besonderen Schwierigkeiten, die im Güterverkehr entstanden sind, werden durch Zusammenfossung sämtlicher verfügbarer Transvortmittel zunächst für die lebensnotwendigen Güter überwunden werden. Ebenso werden Post und Telegravbie sich bemühen, zu einer wenigstens teilweisen Wiederaufnahme des Betriebes zu kommen. Die bestebenden Schwierigkeiten im ganzen Verkehrswesen sind jedoch so groß, daß nur mit einer langsamen Inganasetzung gerechnet werden kann. Betreffend den Abbau der Erwerbslosenunterstützung und Kreditgewährung wird die Handelskammer die Interessen der beteiligten Kreise bei den zuständigen Stellen weitestgehend vertreten, um den Uebergangs zur produktiven Wirtschaft bei dem völligen Feblen eigener Betriebsmittel und der Unmöglichkeit der Erlangung privaten Bankkredites zu erleichtern. Die Handelskammer stebt den Firmen des Bezirkes nach wie vor für alle einschlägigen Fragen zur Verfügung. A Essen, 3. Okt, Bekanntlich verlangen die Franzosen be: Benutzung der Regiezüge Zahlung in Framten. Eine Wechselstube„Kosmovolit“ für französisch##eld befindet sich in der Nähe des Hauptbahnbofes. Wind der gestrige amtliche Kurs für den Franken 19.1 beirug, verlangen die Geldwechsler im„Kosmopolik“ 60 Millionen Mark für einen Franken, während sie selbst nur 31 Millionen Mark dafür zahlen. = Dortmund, 3. Okt. Bei einer Unterredung eines Vertreters der Hörder Polizeiverwaltung mit der Besatzungsbehörde erklärte diese, daß sie die Zulassung staatlicher Polizei bei Unruben nicht dulden werde, sondern daß im Bedarfofalle französisches Militär zur Unterdrückung von Demonstrationen und Unruben hinzugezogen werden würde. Das Polizeigericht der Besatzungsbehörde in Dortmund verurteilte vier Personen wegen Patzvergebeus zu zusammen 1 Monat Gesänanis und 6 Goldmark Geldstrafe. Der bolländische Staatsangebörige van Delmen, Direktor der Zeche Mont Cenis, wurde wegen angeblicher Beleidigung französischer Soldaten ausgewiesen. M Münster, 3. Okt.(Telegr.) In Düsseldor# sind Abordnungen der Gewerkschaften durch den Adjutanten des Generals Degoutte empfangen worden. Für die Wiederaufnahme der Arbeit lourden folgende Bedingungen gestellt: 1. Abschaffung des Betriebsrätegesetzes, 2. Ausführung der 12stündigen Arbeit und aller Aktordarbeiten. 3. Aufnahme jeder zugewiesenen Arbeit. widrigenfalls Ausweisung erfolgt. 4. Für die Eisenbabner gelten die bereits bekannten Anordnungen. 5. Unterdrückung jeder Auflehnung durch Waffengewalt. 6. Verstärkung des Stadtschutzes. — Elberseld, 3. Okt(Telear.) Infolge der Besetzung von Witten rubt der Zugverkehr auf der Strecke Barov— Witten—Wetter. . 1 Dollar= 438900000 Mark. Der amtliche Mittelkure Berliz, 3. Okt.(Telegr.) Der für die Durch * Die steuerlichen Maßnahmen. s3. Berlin, 3. Okt. 1923. nzung und Ausbau der Grskiandien er ndenen Steuern ergiebiger und vor zu gestalten, ist zunächst ein ge Steuern und VereinD Stxuerihstems ausgearbeitet worden, der dem srat„bereits zugegangen ist. Dieser Gesetzentwurf gende Einzeldeitel Um die vorband allem wertbeständ! Gesetzentwurf über wertbeständige fachung des Steuersostems ausgearbeitet worden. Reichsrat bereits zugegangen ist. Diese— will. nachdem die Eink. enthält der Entwurf auch Vorschrifte fachung des Steuerverfahrens. Die Vermögenosteuer Jahr zum erstenmal und zwar auf Grund tandes gen 31. 12, 1922 veranlagt werwird in diesem des Vermögensst den und gilt — und gilt auch für 1924 und 1925. Obwohl die Ver4. Secd. Ldoen Wherieben. uid Die eisbech. ber K h Vermö trächtlich zurückgeblieben sind. findlichen Veranlagung kann trotz des voraußsichtlich geringen Ergebnisses nichts geändert werden. Dagegen soll nach dem Entwurf die nachste, Veranlagung im Jahre 1924 auf Grund des Vermögensstandes vom 31. 12. 1923 vorgenommen werden. Der Entwurf steht weiter entsprechend sich auch die Verdienstmöglichkeiten der Börsenbesucher gestalten. Hinterziebung der Börsensteuer soll mit einer Geldstrafe in Höhe des 5—25fachen Betrages der hinterzogenen Steuer geahndet werden. Dazu kann noch Gefängnisnrafe treten. An den Durchfübrungscht auf die Wirtschaftslage oder die besonderen wirtaftlichen Verhältn — zlichkeit deso steuerbaren Vermögens 2 v. Tausend. für die nächsten 25 000 Goldmark 4 v. Tausend, für die nächtten 50 000 Goldmark 6 v. Tausend, für die nächsten 100000 GoldTausend, für die nächsten 500 000 Goldmark en. für eine, Million Goldmaxk 9 v. Tausend. mark 7 v.— 8 v. Tausend, für ei ür weitere Beträge sen Persor " weit pbofi W Jenn werten die chen Gold. enscheinen. en. 10 p., Tausend. Für dir nicht etsonen sollen die halben Sätze gelten. Vermögen 2000 Goldmark nicht übersteigt. Steuerpflicht nicht besteben. Die Steuer soll bezahlt werden oder aber in eichskassenschetnen und Darlehns entsprechende Aufgeld erböbt we Erbschaftostener bei der Bewertung des Grundsätze, die der t. entsprechend ge ert am Todes= oder W-7 enthalten sein. Den Ländern I die Möglichkeit gegeben werden. Zuschläge zur Borsensteuer zu erhebene. Ein eigener Gesetzentwurf über die Börsensteuer kann deshalb nicht eingebracht werden. weil der Aufbau der deutschen Börsen zu verschiedenartig ist. Darum hat sich die Regierung entschlossen. die Frage der Börsensteuern vorläufig im Nahmen des Gesetzentwurfes über wertbeständige Steuern zu regeln. Schließlich sind in dem Entwurf noch eine Reibe von Vereinfachungen im Besteuerungsverfahren vorgesehen. Die neuen Vorschriften sollen grundsätzlich am 1. Januar 1924 in Kraft treten. Bezüglich der Erbschaftostener ist vorgesehen, daß die in dem Entwurf enthaltenen Bestimmungen rückwirkende Kraft ab 1. Juli d. I. erhalten sollen. Parlamentarisches. Aus dem Rechtsauoschuß des Reichstages. X Berlin. 2. Okt.(Telegr.) Der Rechtsausschuß des Reichstages genehmigte eine dritte Verordnung über die Erhöhung der Gerichtskosten. Ferner wurde zin Gesetzentwukf zur Abänderung des Gesetzes über das sakwesen, des Gebührengesetzes für die Auslandsehörden und des Reichs=“ und Staatsangehörigkeitsesuno des Steuertarifes und die Befreiungsgrenze sollen gleichfalls auf Gold gestellt werden. Steuervlänen des ReichsfinanzNach den neuen ministers soll die Umsatzsteuer. auf 2½ Prozent erböbt werden. Diese Erhöbung war bereits früher von der Negierung in dem Entwurf des Finanz=Ausgleichsgesetzes vorgeschlagen, von den gesetzgebenden Körverschaften aber abgelehnt worden. Im Rabmen der Bestimmungen über die Umsatzsteuern soll. die bisberge starre Vorm steuer beseitigt und der tigt werden. die Höbe des Mindestentur.— bergungssteuer jeweils den wirtschaftlichen Verhältnissen anzuvassen. Um die Inseratensteuer beschleunigter als bisher der Veränderung des Geldwertes anzupassen, ist vorgesehen, daß die Aenderung der Staffel. die bisber nur mit Zustimmuns des Reichsrates vorgenommen werden konnte. durch den Reichssinansminister selbständig erfolgen kann. Die Vorauszahlungen und Abschlagspablungen auf die Umsatzsteuer sollen keine grundsätzliche Neuregelung. einige, formelle Verbesserungen erfahren. Bei der Kanttalvertehrostener sondern nur der Nachteile. der Geldenthandelt es sich hauptsächlich um Abstellung die bei Bewertung und Zahlung infolge wertung entsteben. Eine neue Steuerquelle stellt die in dem Entwurf vorgesebene Börsensteuer Kalendermonat der Dauer des Börsenbesuches mark. Der Entwurf enthält weiter ausführliche Bestimmungen über Steuergufwertung und Steuergeldstrafen, Bemerkenswert ist es u. a., ob, asle Zahlungen, die nach dem 31. Dezember 1923 fällig werden. in Gold geleistet werden müssen ohne Rücksicht darauf. ob die Steuer selbst in Gold zu zahlen ist oder nicht. Die Börsensteuer wird von der Reichsfinanzverwaltung besonders deshalb als ein geeignetes Mittel. dem Reich weitere Einnahmen zuzuführen. angesehen. weil. wie es in der Begründung zu dem Entwurfe beißt. den Börsenbesuchern aus dem Besuchsrecht Gewinnmöglichketten erwachsen, die weiten Kreisen der Bevolterung verschlossen sind. Die Wertbeständigkeit der Steuern wird damit begründet, daß die an der Börse gebandelten Werte sich im großen und ganzen ziemlich rasch der Geldentwertung anvassen. und dem„Demellunge. 51 für die usfertigung von Pässen und sonstigen Reisevavieren und sonstigen Sichtvermerken sich ergeben haben. beseitigen und eine einheitliche Ausgestaltung dieser Gebühren sicherstellen. Der Gesetzentwurf wurde nach kurzer Debatte angenommen. Steueranträge. * Berlin, 3 Ok“ Der Nast 91.“zfalge hat#die haverische Volksvartei im Reichstage mehrere Anträge auf eine Aenderung der Steuerogieß.e vom 11. August eingebracht. U. a. sollen die Freigrenzen heraufgesetzt werden. Die Deutschnationalen haben heantragt, den Entwertungssaktor um 30 000 für die Einkommensteuer.Vorauszahlung berabzusetzen und für wirtschaftlich schwache Betriebe von Handwerk und Kleinhandel die Zahlung der Ruhrabgabe um einen Monat hinauszuschieben. Das Weinsteuergesetz. # Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Im Steuerausschuk des Reichstages wurde eine Abänderung des Weinsteuergesetzes beschlossen. Die hisberige Befristung des Weinsteuergesetzer wurde beseitigt und statt dessen bestimmt. daß das neue Gesetz am 1. Auril 1924 auber Kraft treten soll. Ein„Zahlungsaufschub nach§ 105 der Reichsabgabenordnung findet nunmehr für die Weinsteuer nicht mehr statt. Wiederaufnahme der Landtagsberatungen. # Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Der Aeltesteprat des preußischen Landtages bat die nachste Plenarsitzung des Landtages auf den 9. Oktober. 3 Uhr nachm. festgesetzt. Auf der Tagesordnung stebt Entgegennahme einer Erklärung des Ministervräsidenten: Deutschen Der Dutschmißerfolg in Küstrin. Nachträgliche Einzelheiten. ) Berlin. 2. Okt. Ueber die Vorgänge in Küstrin werden von zuständiger Stelle folgende Einselhetten mitgeteilt: Seit Mitte letzter Woche verammelten sich in der Umgebung Berlins unge Leute. die angaben. sich der Reichswehr zur Perfügung stellen zu wollen. Der Verdacht lag vor. daß sie unter Vorspiegelung nationaler Ziele von einer Stelle aus zu militä rischen Verbänden zu innerpolitische gestellt würden. halb in der Presse.—. dung seiner Entschlossenheit. mit aller Energie gegen jede Störung der Ordnung vorzugehen. Führer der Bewegung ist Major a. D. Buchrucker. gegen den ein Haftbefehl erlassen ist. Als er erkannte, daß sein Plan durchschaut war, zog er in der Nacht zum 1. Okt. so viel Anhänger. als er erreichen konnte. in Küstrin zusammen. Am Morgen des 1. Oktober ließ Buchrucker die wichtigsten Punkte und Zugänge der Stadt besetzen, und begab sich mit den anderen Rädelsführern zum Kommandanten. Oberst Gudovius. um zu verhandeln. Dieser ließ den Führer sofort verhaften. dessen nachdrängende Stoßtruppe nahm die Wache fest Durch herbeigerufene Truppenteile wurden die Aufständischen im Zeughof eingeschlossen. Das zuständige Wehrkreiskommando hatte auf die erste Nachricht von den Ereignissen Trupven aller Waffen in Marsch gesetzt. um den Anfruhr zu unterdrücken. Das zuerst glaxmierte Pionierbataillon beschränkte sich bis zur Ankunft dieser Truvven auf die Ahsverrung. Bei der Abwehr der zum Entsatz der Eingeschlossenen zum Teil von auswärts kommenden Trupps Aufrührer hatten diese 1 Toten. 2 Schwerund 4 Leichtverletzte. Nach dem Eintreffen der Verstärkungen ergaden sich die Eingeschlossenen. Es sind im ganzen 381 Mann, darunter 13 Rädesführer. Weiter wurden 30 Mann festgenommen, die den Entsatzversuch unternommen hatten. Welches Ziel die Gefangenen verfolgten, wird im einzelnen sich bei den Verhandlungen feststellen lassen. Die Aburteilung der Festgenommenen wird durch das außeroxdentliche Gericht in Kottbus erfolgen. In der Umgebung von Döberitz wurden 200 Mann festgenommen, die sich dort versammelt hatten. Es scheint jedoch, daß die„Bewegung durch das tatkräftige Zugreifen im Keime erstickt ist. Frei erfunden. Staatzeseinng, Jehauptet in idrer Ausgabe vom Roniag. die beiden sozialdemokratischen Abgeordneten Bauer und Unterleitner hätten sich im Anschluß an die Waffenbeschlagnahme bei der„Münchener Post“ zu General von Lossow begeben. um Beschwerde darüber zu erheben, daß die Arbeitersicherbeitsabteilungen ausgelöst würden, während die Sturmtruprs Hitlers unangefochten besteben bleiben dürften. Der General babe aber den beiden Abgeordneten sagen lassen, er empfange keine Sozialdemokraten. worüber die Empörung in sozialdemokratischen Kreisen ungebeuer sei. Diese Behauptung t. wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird. rei erfunden. General von Lossow hat die beiden ozialdemokratischen Abgeordneten nicht nur empfangen. ondern auch lange mit ihnen gesprochen. Sicherheitsverhältnisse auf dem flachen Land. Ein Rundschreiben der Reichsregierung. * Zur„Aufrechterhaltung der„Sicherheitsverhältnisse auf dem flachen Lande hat die Reichsregierung in einem Rundschreiben an die Landesregierungen angeregt. Vereinbarungen zu gemeinsamen Hilfeleistungen zu treffen, wo die eigenen Polizeikräfte nicht ausreichen. Sie erwirtet die Verwendung der Polizeiorgane nicht nur für die Interessen des eigenen Landes. sondern für das deutsche„Gesamtinteresse in Gestalt" einer„polizeilichen Erenzhilfe. Es wird nach dem Vorbilde Preußens die Bildung eines Flurschutzes empfohlen, um das flache Land vor gewaltsamen Einwirkungen gegen die Produktion und die Ernte zu schützen. Zum Verbot des„Völkischen Beobachters.“ ai München, 3. Okt.(Telegr). Die Anweisung des Reichswehrministers Geßler über das Verbot des „Völkischen Beobachters“ ist. vom bayerischen Generalkommissar noch immer nicht ausgeführt worden. Der„Vorwärts" stellt dazu fest, daß man das Hitler=Organ in den Zeitungskiosken des Berliner Westens nach wie vor kaufen kann. Der Reichspostminister hat nunmehr die Beförderung und Zustellung des Blattes durch die Reichspost verboten. Ausland. Die britisch: Reichskonferenz. Das Programm der Wirtschaftskonserenz. G London, 3. Okt.(Telegr.) Auf der Reichswirtschaftskonferenz sagte der Präsident des Handelsamtes Lord Greame u. a., der britische Ausfuhrhandel bleibe nach wi: vor hinter der Stelle von der Zeit vor dem Kriege zurück. Dieser Zustand spiegele sich in einer unerhörten Arbeitslosigkeit wieder. Daher sei eine Ausdebnung des Handels für England von lebenswichtiger Bedeutung. Die alten Märkte müßten wiederbergestellt und noch notwendiger sei es, daß neue Märkte entwickelt werden. Die Tagesordnung der Reichswirtschaftskonferenz umfasse drei Punkte: 1. Reichskolonisation, 2: finanzielle Zusammenarbeit zwischen dem Mutterlands und den Dominions und 3. bevorzugte Behandlung innerhalb des Reiches. Lord Greame sagte, die britische Regierung habe endgültig den Grundsatz der Vorzugsbehandlung ausgestellt und wünsche entschieden die Entwicklung der Produktionsquellen des Reiches und des Handels innerhalb des Reiches zu fördern. Vor vertraulichen Erklärungen Curzons. &a. London, 3. Okt.(Telegr.) Der„Times“ zufolge wird Lord Curzon am Freitag auf der Reichswirtschaftskonferenz eine ins Einzelne gehende uno vertrauliche Erklärung über die Außenvolitik der Regierung abgeben. insbesondere mit Bezug auf die Frage der deutschen Revarationen, und der franzostschen Ruhrbesetzung * Zur spanischen Neuordnung. Mit einer in Spanien ungewohnten Energie hat die neue Regierung die Resorm des inneren Lebens im Lande in Angriff genommen. Gegen alle Zerfallserscheinungen, gegen Unsittlichkeit. Pornographie, anarchistische Wühlereien, separatistische Bewegungen geht die Regierung Tag für Tag mit rücksichtsloser Entschiedenheit vor. Die Beamten werden zur Erfüllung ihrer Pflichten angehalten, mit dem Erfolge, daß in allen Aemtern eine solche Frische der Betätigung eingetreten ist, wie man sie dort seit vielen Jahren nicht mehr kannte. Die Maßnahmen gegen den Sevaratismus haben tiefen Eindruck gemacht. Es stellte sich dabei beraus, daß im Grunde der Separatismus aar nicht so ernst gemeint war und gewisse Separatisten, sogar in Katalonien, die Stärke der Bewegung beträchtlich übertrieben hatten, wie dies die vor einigen Tagen ergangene Kundgebung der Mancomunidad catalana, des katalanischen Zweckverhandes. bewies. Das am 19. September gegen den Sevaratismus ergangene Dekret der neuen Regierung wurde ohne Widerspruch aufgenommen, weil es sich lediglich gegen jene Auswüchse der Bewegung richtet, die eine Lockerung der Staatseinheit zur Folge haben können. In der Sprachenfrage wurde nur eine Verordnung erlassen, die das Kastilianische als Amtssprache festsetzt, aber den bisoerigen Gebrauch der Landessprachen frei läßt. Gegen die Ungesetzlichkeiten jeder Art erhebt auch die Mancomunidad catalana ihre Stimme aufs entschiedenste, und sie spricht die Hoffnung aus, daß die aufrichtigen, auf legalem Boden stehenden Regionalisten mit der neuen Regierung in ein freundliches Zusammenarbeiten gelangen werden. * Rückkehr Lloyd Georges zur Macht? * London, 3. Okt.„Times“ berichtet aus Ottawa, daß Lord Birkenbead dort die Rückkehr Lloyd Georges zur Macht vorausgesagt habe. Die Vorgänge in Düsseldorf: Ein Schreiben der gewerkschaftlichen Organisationen. M Düsseldorf. 2. Okt. Die freien cristlichen und Hirsch=Dunkerschen Arbeiter=. Angestellten= und Beamtenorganisationen und der Deutsche Beamtenbund weisen in einem Brief an General Degoutte unter Berufung auf ihren Aufruf an die Düsseldorfer Bevölkerung am Demonstrationstage der Sonderbündler, den Straßenverkehr ruhen zu lassen, darauf hin. daß alles geschehen sei. um Zusammenstöße zu vermeiden. Wenn es dennoch anders gekommen sei: so liege dies an den Sonderbündlern, deren„Rheinschutz“ sich Polizeimacht anmaßte, grundlos städtische Polizisten mißhandelte. und, als diese sich zur Wehr setzten, das Feuer auf sie eroffnete. Das Schreiben der Verbände wiederholt dann die bereits bekannten Tatsachen und drückt zum Schluß die Zupersicht aus. daß General Degoutte die Begünstigung der Sonderbündler durch französisches Militär nicht billigen werde, zumal er kürzlich unzweideutig in der Oeffentlichkeit geäußert habe, daß er die Separatisten nicht unterstützen werde. Auch der sranzösische Ministerpräsident habe sich in diesem Sinne ausgesprochen. Darum legen die vorerwähnten Verbände Protest gegen die am vergangenen Sonntag von den Organen der Besatzungsmächte getroffenen Anordnungen ein und=sprechen die Exwartung aus, daß zukünftig bewaffnete Zivilpersonen sich nicht mehr auf den Straßen der Stadt hemmungslos berumtreiben können. Gleichzeitig wird in dem Schreiben die Erwaxtung ausgedrückt. daß die Verhaftungen der Beamten rückgängig gemacht werden. Kirchliche Nachrichten. Der Papst an die Bischöfe Amerikas. na Berlin. 3. Okt.(Telegr.) Der Parst hat an die in Washington versammelten Bischöfe einen Brief gerichtet. In diesem dankt er für das Hilfswerk der amerikanischen Bischöfe zu Gunsten der hungernden russischen Bevölkerung. Er bittet zu gleicher Zeit, zur Linderung des durch die letzten Kriege und Anglücksfälle geschaffenen Elends beizutragen. Der Parst betont. daß ihm insbesondere das Schicksal der unzähligen Waisen am Herzen liege, die ohne Brot und Kleidung dastehen und beim Eintritt des Winters den schlimmsten Leiden ausgesetzt sind, im Orient sowohl wie in Mitteleuropa, insbesondere in Deutsch= land. Der Papst bittet die Bischöfe, ihr Werk der Barmherzigkeit für alle Unglücklichen und von Schicksalsschlägen Getroffenen fortzusetzen. Die Krisis der Hypothekenfrage. Von Rechtsanwalt Dr. Fabrictus, Berlin. Die Hypothekenschuldner haben gegenwärtig große Eile, etwa noch bestehende Vorkriegs=Hypotheken zurückzuzahlen. Es ist nicht Edelmut, was sie hierzu treibt, vielmehr in den meisten Fällen nur die Hoffung, durch Hingabe entwerteten Papiergeldes an Stelle der einst empfangenen Goldwerte den zur Zeit noch bestehenden Zwangskurs der Papiermark zum Schaden des Hypothekengläubigers auszubeuten. So manches Mitglied des Mittelstandes, das seine Ersparnisse vor dem Kriege in einer Hypothek angelegt hatte, und das sich innerlich längst damit abgefunden hat, durch die Geldentwertung oder, wie man es nennt, die„Teurung“ ruiniert zu sein, wird Gefahr laufen, auf ein solches Angebot seines Schuldners hereinzufallen. Darum ist eine Warnung am Platze. Der Mirrelstand ist schon zur Genüge dadurch geschäbigt, daß infolge der Notlage des Staates und der deutschen Wirtschaft seine Goldanlagen aus der Vorkriegszeit zur Zeit nur mit wertloser Papiermark verzinst werden können. Er muß sich entschieden dagenen wehren, daß er darüber hinaus durch Ausnutzung der Geldentwertung auch noch endgültig und für alle Zeiten um ein Kavital gebracht werden soll. Gerade der Hovothekensläubiger muß es als unerhörte Zumutung zurückweisen, wenn der Schuldner, der sich von dem Darlehen seiner Zeit ein Grundstück gekauft hat, ihm jetzt den Rennbetrag in Papier anbietet. Gewitz kann anderseits auch der Hopothekengläubiger nicht einfach verlangen, daß der Schuldner bei Fälligkeit der Hypothek eine dem Goldwert entsorechende Summe bezahlt. Die meisten Schuldner, vor allem die städtischen Hausbesitzer, wären hierzu auch gar nicht im Stande. Eine Aufwertung der Hypotheken kann erst stattfinden, ∆ Das Nachbarhaus. a1 Roman von A. K. Green. . Rachdruck verdoten. Neuntes Kavitel. Am nächsten Morgen kam Mr. Gryce schon um neun Uhr zu mir „Nun, was haben Sie mir über den Herrn der letzten Nacht mitzuteilen?" begann er. :„ A e h n l i c h u n d n i c h t ä h n l i c h, w a r m e i n e A n t w o r t Nichts berechtigt mich, zu sagen, daß es der Mann ist, den wir suchen. Und doch möchte ich nicht beschwören, daß er es nicht ist.“ n Worten:„Sie zweifeln?“ eifle!“ verneigte sich, erinnerte mich noch an das ng. Vom Hut wurde nicht gesprochen. Uhr betrat ich den zum Verhör bestimm i meinem Erscheinen waren aller Auger Mit anderen Worten:„Sie zweifeln?“ „Ja, ich zweifle!“ Mr. Gryce verneigte sich, erinnerte mich noch an das Verhör und eing Punkt zehn ten Saal. Bei auf“mich gerichtet. Der Coroner saß bereits auf seinem Platz. Herrn liche Augen bald hier, bald dort auftauchten und wieder verschwanden. Die Van Burnams waren nicht zu seben, aber ich vermutete sie in dem kleinen, dem Saal benachbarten Zimmer, dessen Tür bin und wieder geöffnet wurde. Zuerst wurde der Polizist Carroll vernommen. Er erzählte, wie ich ihn angehalten hatte, und wie er mit der Aufwartefrau das Haus der Van Burnams durchsucht batte. Dann folgte die Aufwartefrau, Frau Vovvert; ich wandte kein Auge von ihr. Ihr Benehmen war wieder sehr verdächtig. Sie zuckte zusammen, als ihr Name genannt wurde, und als man ihr die Bibel binbielt, sab sie ganz erschrocken drein. Gleichwohl leistete sie den Eid. kun erst begann das ernsthafte Verhör. „Wo wohnen Sie? Was ist Ihre Beschäftigung?“ fragte der Coroner. „Ich bin Aufwartefrau und gebe in verschiedene Häuser, die Zimmer reinmachen,“ antwortete ne ohne zu zögern. Als sie aber geendet hatte, nahm sie eine so trotzige Miene an, daß sie eigentlich einem jeden hätte verdächtis erscheinen müssen, Aber niemand schten etwas anderes darin zu sehen, als die Verlegenheit einer einfachen, biederen Frau. „Seit wann kennen Sie die Familie Van Burnam?“ fuhr der Coroner in seinem Verhör fort. „Nächste Weihnachten werden es zwei Jahre.“. „Haben Sie oft bei ihnen gearbeitet?“ „Nur zweimal jedes Jahr. Ich half beim großen Reinmachen, im Herbst und im Frühling.“ „Was wollten Sie vor zwei Tagen in dem Hause?“ „Ich wollte noch den Küchenboden aufwaschen und die Speisekammer aufräumen.“ „Hatten Sie den Auftrag dazu erhalten?“ „Ja, Herr Franklin Van Burnam schrieb mir einen Brief.“ „War es der erste Tag, an dem Sie in das Haus eingen?“ „Nein, ich hatte den ganzen Tag vorher schon dort aufgeräumt.“ „Sie sprechen nicht laut genug, ermahnte der Coroner. Denken Sie daran, daß alle, die hier im Zimmer sind, Ihre Worte versteben sollen.“ Ste schaute auf und warf einen erschreckten Blick über die Anwesenden. Von jetzt ab waren ihre Antworten noch leiser. „Woher hatten Sie den Hausschlüssel, und durch welche Tür gingen Sie hinein?“ „Durch die Seitentür. Den Schlüssel gab mir der Hausverwalter in Dey Street. Ich holte ihn dort ab: sonst schickte man mir den Schlüssel.“ Dann erzählte sie noch alles, was wir ohnehin schon wußten. Weitere Fragen wurden nicht an sie gerichtet, und ich mußte untätig zusehen, wie sie auf ihren Platz zurückging, mit noch röterem Kovie als vorher, aber mit einem sonderbar befriedigten Ausdruck, als ob sie nicht erwartet hätte, so leichten Kaufes davonzukommen. Und dabei hate ich doch Herrn Gryce aufmerksam gemacht. Nun wurde der Arzt verhört. Sein Zeugnis war von der größten Bedeutung. Mich überraschte es jedenfalls außerordentlich. Nach den Einleitungsfragen wollte man wissen, wie lange die Frau bereits tot war, als er dazu kam. „Mehr als zwölf und weniger als achtzehn Stunden,“ war die gelassene Antwort. „War die Leichenstarre bereits eingetrten?“ „Rein, aber das geschah bald darauf.“ „Haben Sie die Wunden untersucht, die der umgestürzte Kasten und das berabgefallene Porzellan verurachten?“ „Ich habe sie untersucht.“ BBitte, beschreiben Sie ste.“ Er tat es. Und nun—— Der Coroner machte eine Pause, um die Bedeutsamkeit der Frage zu betonen, die nun folgte: „Welche dieser Wunden war tödlich?“ Der Zeuge war an eine solche Art des Verhörs, die aufs Effektmachen berechnet war, gewöhnt und benahm sich danach. Er blickte den Coroner fest aber respektvoll an, wandte sich hierauf zu den Geschworenen und sagte mit langsamer, überzeugter Stimme: „Ich bin meiner Sache sicher, daß keine von all diesen Wunden tödlich war. Die Frau wurde nicht durch den umstürzenden Kasten getötet.“ „Nicht durch den Kasten? Wieso nicht. War der Kasten nicht schwer genug, oder wurde die Frau nicht an einer vitalen Stelle verletzt?“ „Der Kasten war schwer genug, und er hätte die Frau beim Umstürzen töten können, wenn sie nicht bereits vorher schon tot gewesen wäre. So hat er bloß eine Leiche zerquetscht.“ Bei dieser mit sicherer Stimme vorgebrachten Erklärung ging eine Bewegung durch die Anwesenden. Der Coroner beeilte sich, zu sagen: „Ihre Behauptung ist sehr schwerwiegend, Herr Doktor! Wenn die Frau nicht durch den umstürzenden Kasten getötet wurde, wie starb sie dann? Können Sie behaupten, daß ihr Tod ein natürlicher war, und daß der Kasten nur zufällig auf sie herabfiel?“ „Nein, der Tod war ein gewaltsamer. Sie wurde getötet, aber nicht durch den umfallenden Kasten.“ „Geivier?. Und nicht durch den Kasten? Wodurch denn? Haben Sie noch eine andere Wunde an ihrem Körver gefunden, die tödlich war?“ „Jawohl! Ich hatte gleich den Verdacht, daß sie auf eine andere Weise ums Leben kam, als es den Anschein hatte, und so untersuchte ich die Leiche äußerst genau, Am Nacken, unterm Haaransatz, entdeckte ich einen winzigen Eleck. Als ich ihn genauer untersuchte, fand ich die abgebrochene Svitze eines langen, dünnen Stablinstruments. Mit sicherer Hand wurde diese Spitze in die verwundbarste Stelle des menschlichen Körpers hineingestoben. Der Tod erfolgte augenblicklich!“ Eine allgemeine Erregung bemächtigte sich der Anwesenden; aber die Erregteste von allen war ich. Also nicht ins Herz getroffen, sondern in den Nacken! Als wieder Rube eintrat, setzte der Coroner mit noch ernsterer Stimme das Verhör fort. „Gehört diese vorgefundene Stahlspivze zu irgendeinem chirurgischen Instrument?" „Rein, der Stahl war nicht hart genug, um von einem chirurgischen Instrument berzurühren. Es war wöhnlicher Stahl, der leicht abbrechen mußte. Ich habe auch nur die Spitze gefunden.“ „Haben Sie diese Spitze hier?“ „Hier ist sie!“. Er reichte die Spitze den Geschworenen. Als sie von Hand zu Hand ging, fragte der Coroner: Können Sie uns sagen, wieviel Zeit zwischen dem Augenblick des Mordes und den durch das Umfallen des Kasten verursachten Verwundungen verstrichen ist?“ „Nicht ganz genau; aber es verstrich eine veraume Zeit!“ „Eine geraume Zeit? Der Mörder verweilte doch nur zehn Mtnuten im Hause? Alle saben sehr erstaunt drein, und der Coroner, der die Gedanken der Menge erraten batte, fragte noch: „Mehr als zehn Minuten?“ Der Arzt zögerte nicht mit der überzeugten Antwort: „Jawohl mehr als zehn Minuten!“ Diese Erklärung wor ein Schlag für mich. Aber da fiel mir ein, was die Uhr mir enthüllt hatte. Kein Muskel guckte in meinem Gesicht. Ich hatte Selbstbeherr= schung gelernt. „Diese Aussage kommt unerwartet,“ bemerkte endlich der Coroner.„Welche Gründe haben Sie zu dieser Annahnne?“ „Ganz gewöhnliche und den Aerzten geläufige Gründe. Es war viel zu wenig Blut zu sehen, als daß die Wunden nur wenige Minuten nach dem Tode entstanden sein konnten; die Wunden waren zahlreich, und recht schwer; es hätte sich ein wahrer Blutstrom ergießen müssen. Der erste Verdacht kam mir eben dadurch, daß ich so wenio Blut sah. Das war, noch ebe ich die tödliche Wunde gesehen hatte.“ „Ja, jetzt verstebe ich, weshalb Sie einen zweiten Arzt verlangten, ebe die Leiche sortgeschafft würde.“ „Natürlich. Ich wollte mein Urteil in einem so schwerwiegenden Falle bestätigt seben.“ „Wie beißt dieser zweite Art?“ „Doktor Campbell; er wohnt Lexington Avenue Nr. 100“ „Ist der Herr anwesend?“ „Jamohl!“ „Gut. ich werde ihn später vernehmen. Sie erklären also, daß Ihre Schlüsse die logische Folgerung aus absolut feststehenden, allgemein gültigen Tatsachen sind?“ „Gewiß!" (Fortsetzung folgt.) den bisverigen Gegen die UnMancomunidad und sie spricht auf legalem ten Regierung ingen werden. cht? aus Ottawa, hr Lloyd habe. isseldorf: sationen. ristlichen er.. Anisationen sen in einem g auf ihren am Deraßenverkehr geschehen sei. inn es dennoch Sonderlizeimacht anmißhandelte. uer auf sie wiederholt drückt zum Degoutte die französisches kürzlich unhabe, daß er Auch der diesem Sinne inten Verbände ga von den lnordnungen zukünftig beden Straßen inen. Gleichausgedrückt. igig gemacht hhten. Amerikas. ost hat an ise einen is Hilfszu Gunsten bittet zu letzten Kriege itragen. Der Schicksal der Brot und Winters den rient sowohl Deutsch= Werk der Schicksals= herenBerlin. irtig große ken zurückzutreibt, viel( durch Hininst empfanZwangs= thekengläues Mittele in einer längst daoder, wie wird GeSchuldners Platze. dadurch gees und der Vorkriegsherzinst wervehren, daß dentwertung in Kavierol lachiger wenn der Zeit ein in Papier tbekenaläuer bei Fälntsorechende allem die nicht im stattfinden, Ich habe Loroner: schen dem fallen des 137 geraume doch nur mt brein, erraten Antwort: Aber da te. Kein östbeberr## endlich ieser AnGründe. die Wuniden sein schwer; n. Der o wenio unde geten Arzt schwernue Nr. erklären gthalus olgt.) wenn allgemein mit dem Zwangskurs der Papiermark gebrochen wird. Das Maß der Aufwertung wird sich auch dann im Rahmen eines billigen Ausgleichs zwischen den Interessen des Gläubigers und des Schuldners bewegen müssen. Taß aber ein Abbau des Zwangskurses und damit eine Aufwertung der Hopotbeken in absevbuter Zeit kommen muß, dafür spricht eine Fülle von Vorzeich:. Es gilt zur Zeit dafür zu sorgen, daß bis zu jenem Zeitvunkt die Goldaläubiger ihre Forderungen aufrechterhalten können und gegen die„Befriedigung“ mit Papiermark geschützt werden. Vergebens hat bisher der Hopothekengläubiger=Schutzverband versucht, den Gesetzgeber zum Erlaß eines sogenannten Sperrgesetzes zu bewegen. Ein solches Geetz wäre im Interesse der Rechtssicherheit zweisellos höchst erwünscht. Neuerdings hat jedoch das Oberlandesgericht Darmstadt mit durchschlagender Begründung festgestellt, daß es eines Sverrgesetzes in Wirklichkeit gar nicht bedarf; die Rückzahlung von Goldhypotheken in Papiermark ohne Zustimmung des Gläubigers bedeutet einen Vorstoß gegen Treu und Glauben und ist daber schon nach gelten dem Recht unzulässig. Freilich hat das Kammergericht bisher noch den entgegengesetzten Standpunkt vertreten. Daß aber auch in seinen Kreisen andere Strömungen vorbanden sind, beweist das wiederholte Eintreten des Kammergerichtsrats Dr. Sonntag für den richterlichen Schutz der Hypothekengläubiger. Darum ist die Zuversicht gerechtfertigt, daß die Auffassung des Oberlandesgerichts Darmstadt, die den Schuldnerwucher zum Schaden der Hypotbekengläubiger für unzulässig erklärt, mehr und mehr auch bei anderen Gerichten beimisch wird. Das letzte Wort wird, solange der Gesetzgeber schweigt, das Reichsgericht zu sprechen haben. Bei diesem Sachstande sollte jeder Huvotbekengläubiger, dem die Rückzahlung des Nennbetrages in Paviermark angeboten wird, die Annahme verweigern oder doch den Betrag aus. drücklich nur als Teilsahlung annehmen. Ist es auch zweifelhaft, auf welchen Standpunkt sich zur Zeit das im Einzelfall zuständige Gericht stellen wird, so sollte man doch jedenfalls nicht kampflos sich um Milliardenwerte beutiger Währung schädigen lassen. Deutschlands anerkannt wird, und sie verkündet, daß, ungeachtet der ungebeueren Notlage, die gerade auf der geistigen Arbeit lastet: der Wille vorbanden ist. auch fernerbin Deutschlands Stellung in der Wissenschaft hochzuhalten und zu fördern. Möge es an belfender Hand im In= und Ausland nicht fehlen! Wichtige Entschließungen der Görres=Gesellschaft. Die Görres=Gesellschaft wendet sich auf ihrer Münsterschen„Tagung mit folgenden sehr bemerkenswerten Entschließungen an die deutsche Oeffentlichkeit. Zunächst wurde eine Ent,hließung angenommen, die sich an ihren eigenen Mitgliederkreis und an die katholische Oeffentlichkeit wendet:„Die Görres=Gesellschaft wendet sich angesichts ihrer schwierigen Finanzlage an die Katholiken Deutschlands mit dem Ersuchen, die wissenschaftlichen Arbeiten des deutschen Katholizismus tatkräftig zu fördern. Es bedarf der nachhaltigen Unterstützung. um die großen Internehmungen der Gesellschaft lebensfähig zu erhalten. m besonderen benötigen wir eine Anteilnahme weitester Tridentinum stituts in # an der Neuauflage des Handlexikons, im besonderen auch einer Anteilnahme an den Arbeiten der pädagogischen kunstwissens nen. willigkeit der kathollschen. Bevölkerung. Eine weitere Entschließung, die von dem Münster'schen Universitätsprofessor Dr. Schreiher eingebracht und einstimmig angenommen wurde, wendet sich an die Reichsregierung:„Die Görres=Gesellschaft hat in ihrer Tagung zur deutschen Wissenschaftskrisis erneut St men. Sie lenkt auf die steigende Wissenschaftsu #ül Die Cagung der Görres=Gesellschaft. hielt die Görim katb. Unster in X Vom 24. bis 26. September 1923 xes=Gesellschaft zur Pflege der Wissensa Deutschland ihre Generalversammlung zu 2... Wests. In den Tagen harter Not und Entscheidung rief sie ihre Mitglieder und Freunde zur Bischofsstadt an der Grenze des besetzten Gebietes. Am 24. September leitete ein Begrützungsabend in der Stadthalle die Tagung ein, von edler Musik umrahmt: und vielfach waren die Worte des Empfanges, die von allen Seiten der Gesellschaft entgegenklangen. Namentlich das Ausland entsandte Vertreter aus Oesterreich. Holland. Ungarn, Irland und der Schweis, gleichsam ein Ausdruck des Willens: die geistige Blockade zu brechen, die noch immer auf der deutschen Wissenschaft lastet. Der folgende Vormittag brachte nach dem Pontifikalamt im hoben Dome die Hauptversammlung im Ratbauslaale. Der Payst hatte dur ein Schreiben des Kardinalstagtssekretiro der Gesellschaft seine hohe Anerkennung und besten Wünsche Übermitteln lassen. In gewohnter Weise leitete der Bischof von funster die Versammlung mit leinen Worten ein. in nen er das Band zwischen Kirche und echter issenschaft feierte: Eine besondere Note empfing die von den Reichsministeri tigen, vom Preußischen Un Unive=“— denen diese durch die Vertreter, die von den Reschoministerien des Innern und Auswärtigen. vom Preußischen Unterrichtsministerium, von der Untversität Münster und vom Deutschen Hochschulverbande erschienen waren. Ihre Worte begrüßten die Tagung und betonten die Notwendiol und Berechtigung der Gesellschaft, wie es der 9 Magnificus der Universität Münster aussprach. Festrede hielt Gebeimrat Dr. von Grauert. der dent der Gesell Kon Rektor e Münster aussprach. Die Geheimrat Dr. von Grauert. der PräsiGesellschaft, über„Josef Gorres" und Prof. ren, Bonn über„Die Ideen der Phosik echnik im Kulturbild der Gegen. K o i und T wart“. Den Vormittag und den Nachmittag des 26. Sept. füllten die Sektionssitzungen: die allgemeine Verlammlung teilte sich in die einzelnen Fachgruppen: für Philosophie und Pädagogik. für Altertumskunde. für Geschichte, für Recht= und Sozialwissenschaft und für Kunstwissenschaft als neue Sektion. In ihnen gab sich in zahlreichen Voxträgen die eigentliche wissenschaftliche Arbeit der Gesellschaft kund . Die Tagung wurde beschlossen durch die ordentliche Mitgliederversamm lung am 26. Sept., nachmittags. Die Lage der Gesellschaft ist naturgemäß ein Spiegelbild der allgemeinen Notlage deutscher Wissenschaft. Indessen konnte sie sich namhafter Zuwendungen erfreuen. vor allem einer doppelten des Papstes Pius XI. und der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft. Und so war es möglich, wenigstens die wichtigsten Arbeiten fortzuführen, wie das bistorische und pbilosophische Jahrbuch, die Akten des Trienter Konzils. von dem der 9. Band demnächst ausgegeben werden kann. sowie die Vorbereitung einer Neuauflage des Staatslerikons. Nichtsdstoweniger bleibt die geldliche Lage gespannt, äußerste Beschränkung auf das Allernotwentigste und nicht selten auch daxunter ist geboten, wenn die Gesellschaft durchhalten will. In diesem Sinne beschlitz die Mitgliedsversammlung einnimmig eigen Mitglie#dsheitrag von drei Goldmark, nach jeweiligem Kurse zahlbar an die Geschäftsstelle. I. P. Bachem. Köln. Marzellenstraße 41.(Postscheckkonto Köln 51 127). Geheimrat Dr. Beverle, der bisherige Generalsekretär. legte sein Amt wegen Ueberbürdung mit anderen Arbeiten nieder. Prof. Dr. Heinrich Günter, München, wurde zu seinem Nachfolger gewählt. In ihrem Gesamtverlauf zeigte die Tagung die tätige Mitarbeit der katb. Gelehrten an der deutschen Wissenschaft: sie bewies auch, wie weitgebend und freundlich gerade diese in= und außerhalb Kreise an der Publikation des Concilium Tri und der Peröffentlichungen ihres historischen In Rom, an der Neuauflage des Handlexikons, im be h einer Anteilnahme an den Arbeiten der nädagon#.. stwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen SektioDie Görres=Gesellschaft vertraut auf die Opferligkeit der katholischen Bevölkerung.“ eitere Entschließung, die von dem Münster'schen sprofessor Dr. Schreiber eingebracht und einigenommen wurde, wendet sich an die Reichs„Die Görres=Gesellschaft hat in ihrer Tagung en Wissenschaftskrisis erneut Stellung genomlenkt die Aufmerksamkeit der Reichsregierung ## steigende Not der Forschungsinstitute. Wissenschaftsunternehmungen. Büchereien. vor allem auch auf die Verkümmerung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ebenso erladmen die wissenschaftlichen Auslandsbeziehungen zum Nachteil der deutschen Gesamtkultur. Sie bittet die Reichsregierung. der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft eine tatkräftige Unterstützung und eine erhöhte Etatssumme zuzubilligen, die sie befähigt. ihre Rettungsarbeit fortzuführen. Die zurzeit bewilligten Mittel reichen für diese Aufgabe nicht aus. Gleichzeitig macht die Görres=Gesellschaft, die ihr nabestehenden Kreise des Auslandes darauf aufmerksam, daß zum Besten der gesamten Menschheitskultur vermieden werden muß, daß die deutsche Wissenschaftskultur weitere AbschwächunEine dritte Entschließung wurde von dem Münsterschen Universitätsvrofessor Dr. Ettlinger. dem verdienten Leiter des deutschen Instituts für wissenschaftliche Pädagogik eingebracht und angenommen und lautet:„Die Görempfiehlt ihren Mitgliede tsch einen bedeutsamen schaftlichen Interesse Arbeiten ihrer vär Forschungen. Verö Instituts rn die tatkräfir eingebracht und angenommen ul. res=Gesellschaft empfiehlt ihren Mitglieder tige Unterstützung des deutschen Instituts für wissenschaftliche Pädagogik(Sitz Münster) als einen bedeutsamen Sammelpunktes vädagogisch=wissenles. Sie ist ihrerseits, bereit, durch dagogischen Sektion die wissenschaftli Iffentlichungen und Veranstaltungen tlichungen und Veranstaltunge und seiner Zweigstellen zu unterstützen. die en es Provinzielles. Neuregelung des Steuerabzuges vom Arbeitslohn. Mit Wirkung vom sverabz 1. Oktober 1923 ab treten für rundlegende Aen27. September 1 Anpassung der Ermäßigungen durch Anschluß #iligen Lebensbaltungsinder vor. Hierder Arbeitgeber künftig die Ermäßigung selbst men. Dabei ist von den in der zweiten Septemden Steuerabzug vom Lohn grundlegende.„ derungen ein. Bisher wurden die Beträge, um die sich der 10 v. H. des Arbeitslohnes betragende Steuerabzug nach dem Familienstand des Arbeitnehmers und für Werbungskosten ermäßigt, zahlenmäßig durch Verordnung festgesetzt und veröffentlicht. sobald die Lohnentwicklung eine Neuregelung erforderlich machte. Die fortschreitende Geldentwertung und die damit verbundene Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Werbungskosten haben es erforderlich gemacht, die Ermäßigungen in kürzeren Abständen als bisher der Entwicklung anzupassen. Die Verordnung vom 27. September 1923 sieht daher eine automatische Anpassung der Ermäßigungen durch Anschluß an den jeweiligen Lebe nach hat zu berechnen. berhälfte in Geltung gewesenen Ermäßigungssätzen auszugehen. Diese Sätze sind mit einer vom Reichsminister der Finanzen auf Grund der Entwicklung des Lebenshaltungsinder ermittelten und öffentlich bekanntgemachten Verhältniszahl zu vervielfachen. Die Regelung findet erstmalig auf den Arbeitslohn Anwendung, der nach dem 30. September 1923 fällig geworden und gezahlt worden ist. Die Verhältniszahl ist Steuerabzuges von dem der bis zum Ablauf der fällig geworden und gezahlt worden ist, für die Verhältniszahl festgesetz wird. Die Verbältniszahl beträgt für die erste Kalenderoche des Oktober„sechs: Bei der Berechnung des teuerabzugs von dem in der Zeit vom 1. bis zum 6. Oktober einschließlich fällig gewordenen und gezahlten Arheitslohn sind also die Ermäßigungen der zweiten Septemberhälfte mit„Jechs“ zu vervielfachen. Daher beträgt z. B. bei wöchentlicher Lohnzahlung die Ermäßigung für den Steuerpflichtigen und die Ehefrau je 172000X6=1036 800 Mk.. füt jedes Kind 1152000X6=6912000 Mk., der sogenannte Werbungskostenpauschsatz 1 440 000X6=8 640 000 Mk. Die Verhältniszahl für die spätere Zeit wird jeweils als„Verhältniszahl dung) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den 1. Oktober auf das 40millionenfache der Vorkriegszeit. Die Steigerung der Vorwoche (das 28millionenfache) beträgt also damit 44,3 Proz. und die Stimme des Straßen hinein:„Der Händler Fallävfel 10 Millionen Mark“ Konk den neidischen Ortes angela Ortes angelangt. Dber Händser 6 m Ende des i dem Absatze * Westernkotten. 2. Okt. Unsere kleine Gemeinde erzielte beim öffentlichen Perkauf der Pflaumen an den Gemeindewegen mehr als 41 Milliarden Mk. Cobern. 2. Okt., Die Orteschelle gebt durchs orf und die Stimme des Ausschellers rust in die X. zahlt für den Zentner Die Rechnung war obne renten gen e der Ausscheller au .. und rief durch Millionen Mark.“ Und nun Zum dritten Male kommt lächelnd der Au ruft:„Der Händler T. zahlt jett 16 Millionen Mark für den Zentner Fallävfel.“ Die Besitzer des Fallobstes sollen schmunzelnd an den Straßenecken gestanden haben. munschend. die letzten Stürme möchten noch mehr Aevfel geschüttelt haben. * Duisburg. 3. Okt. Einem Fabritdiebstahl größeren Umfanges kam man in Rheinhausen auf die Spur. Auf einer Maschinenfabrik in Dutsburg sind durch einen gewissen Wilhelm G. nach und nach wertvolle Sachen gestohlen worden. Die gestohlenen Gegenstände wurden durch Helfer und Helfershelfer wieder weiter veräußert. Es gelang nunmehr drei Mitglieder dieser Hedlergesellschaft aus Rheinhausen festzunehmen. wobei sich herausstellte, daß noch eine ganze Reibe weiterer Versonen darin verwickelt sind. Bei den vorgenommenen Haussuchungen wurden bereits Spiralbobrer. Messinginstrumente. Feilen. Gewindekaliher mit Ringen usw. im Gesamtwerte von etwa 100 Milliarden Mark vorgefunden und beschlagnahmt. dt. Köln, 3. Okt.(Telegr.) Der Provinzial= ausschuß der rbeinischen. Zentrumspartei tritt am Dienstag. den 9. Oktober. in Köln zu einer Sitzung zusammen. Besondere Einladungen werden noch ergehen. * K r e u z n o c h. 2. O k t. I m S c h a u f e n s t e r e i n e s K r e u z nacher Metzgers hing Samstag ein geschlachteter Hund mit dem Preisschild— 20 Millionen. Der Hund trug den Stempel des städtischen Schlachtbauser Kreuznach Ue und rief durch die Gassen: für den Zentner Fallävsel 15 :„ H o c h l e b e d i e K o n k u r r e n e". lächelnd der Ausscheller und in Vermischtes. Berlin, 3. Okt.(Telegr.) Bei einer auf Veran. Poliz von ihnen, die nach dem Polizeirevier transvortiert wur den. sind u. a. 21°4 Dollar abgenommen worden. 1 Landshut. 3. Okt.(Telegr.) Wie das„Landshuter Tageblatt“ berichtet, wird ab Donyerstag, den 4. Oktober. im ganzen niederschlesischen Kohlenrevier an jedem Donnerstag eine Feierschicht eingelegt. # Dresden. 2. Okt. Das Wehrkreiskommando teilt mit: In Freiberg wurden nach Verlassen eines Tanzlokals am 30. September mehrere Reichswehrangebörige von einer beträchtlichen Ueberzahl junger Burschen umringt und bedrodt. Die Reichswebrangehörigen schlugen sich mit ihren Settengewehren durch. Hierbei wurden einige Zivilisten verletzt. Einer ist seinen Verletzungen erlegen. G) Sofia, 2. Okt.(Telegr.) Ein heftiger Brand am 30. September in der Stadt Wratza aus. 200 Gebände, darunter die Zweigniederlassung der Nationalbank und der Landwirtschaftsbank wurden zerstört. Der Brand entstand durch Selbstentzündung landwirtschaftlicher Produkte. Auch Menschenleben sind dem Brande zum Opfer gefallen. Die Zahl steht noch nicht fest. 1 Paris. 3. Okt.(Telegr.) Der durch den PanamaKanal bekannt gewordene französische Ingenieur Karl de Lesseps. Sohn des Erbauers des Suezkanals. ist im Alter von 83 Jahren gestorben. 1 London. 3. Okt.(Telear.) Reuter meldet aus St#lg;#per Militaxarzt, Kanitän Jones ist gestern in der Nähe von Carolat in Belutschistan von fanatischen Warizi ermordet worden.— Reuter meldet aus St. Louis: Kontreadmiral Moffet, der Leiter der Luftdienstes der amerikanischen Flotte, teilt mit, daß das Luftschiff..3. R. 3“ nach seiner Vollendung für einen Luftvostdienst zwischen Neuyork und London verwendet werden soll. Jede Reise würt Ansoruch nehmen Urde zwei Tage in Zeit wird je # ais„Verhältniszahl für die Ermäßigungen beim Steuerabzug vom Arbeitslohn“ unter Angabe der Geltungsdauer im Reichsanzeiger und durch die Tagesore bekannt gemacht werden. Außerdem erteil amt über die Höhe der jeweils geltenden Auskunft. Die Einzelheiten der einem Merkblatt Finanzämtern unentge ser und durch die Tagespresse ußerdem erteilt jedes Finanzn Verhältniszahl er neuen Regelung ergeben sich aus nebst Tabelle, das bei den Itlich abgeholt werden kann. Der Reichsinder. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten(Ernährung, Heizung, Wohnung, Beleuchtung, KleiErweiterung des Frankfurter Hasens. )( Frankfurt a. M.. 2. Okt. Nochdem erst vor kurzem in Berlin eine neue großzügige Hafenanlage geschaffen worden ist, sieht auch der Frankfurter Osthafen. der einer der größten Häfen des Maines ist. einer bedeutenden Erweiterung entgegen. In ihrem bisherigen Ausbau sind die Hafenanlagen für 3 Millionen Tonnen Umschlag geeignet. Die Staatsverwaltung läßt nun das Südbecken des Unterhafens um 530 Meter verlängern. so daß über 1000 Meter neue Lade=Ufer gewonnen werden mit 120000 Quadratmeter Plätzen die alle bereits vermietet und zum Teil schon bezogen sind. Es sind dabei 500000 Kubikmeter Erde zu bewegen. wobei 200—250 Mann täglich tätig sind. Die neuen Anlagen verraten eine kurze Politik der alten Handelsstadt. deren Hasenverkehr bedeutend steigen muß wenn erst einmal der Großschiffahrtswen Rhein=Main=Donau### gebaut ist. fertigwar stark wie nie zuvor. 10 eutschlo usland Richt nur aus allen Gauen ands waren Kunstliebhaber herbeigeeilt, auch das war vertreten. Viele Bilder wurden beiß umsampft. So wurden Preise erzielt, welche selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen und darum belebend und umformend auf den Kunstmarkt einwirken werden. Sie bewegten sich durchweg in Milliarden, die meisten Bilder gingen in Privatbesitz über. Es erbrachten: Eine Campagnalandschaft aus dem Jahre 1821 von Corot 240 Milliarden. je 100 Milliarden ein Strandbild v. J. 1875 von Courbet,„Donauschiffszug von Joh. Ad. Klein und die eherei“ von Max Liebermann. ein Albert v. Keller 80 larden, das„Pfarrdörschen“ von Anton Burger 72 larden. je 56 Milliarden eine Pastellandschaft von ###igleg und ein Moritz von Schwind„Feldschlacht“, lhelm Trübner 46 Milliarden. Gustav Schönleber 45 lliarden. Franz von Defregger 42 Milliarden. Leopold issette und Carbonero je 36 Milliarden. Adolf Milliarden. Franz R Milli Killiarden. je 30 larden hermann Gradl„Ammerseemotio J. J. 1923 usw. n. Beer 31 ofner und Der loskovie. der stellung von ellung von Verbrechern dient. genaue Studium der Poren au mn. Diese mikroskovisch une d e von den Oeffnungen der Sch Die Poroskovie. in der Entwicklung der Daktou Fingerabdrücken, die zur Festdient, bildet die Poroskovie, das auf der Haut der Fingerkaodlich verschiedenen Spuren. Schweißdrüsen an den Fingerdurch keinen Gummistemvel zu übert daber mehr und mehr zu ihrer Unterrgegangen. nachdem sich herausgestellt hatte. rend des Lebens eines Menschen wechhrer Stellung und Form vielmehr bei schieden und unveränderlich, wie die Die Schwierigkeit bei der Under unendlichen Kleinheit der Poren: doch sucht man dem durch 16= bis 17fache pbotographische Vergrößerung abzuhelfen. ie vond vitzen herrübren. tragen, und man uchung übergegan P2. aads uur haben. lichsten monts Die Verdauungsfrist der Nahrungsmittel. Da die meisten Leute gar keine Abnung die Verdauungsfrist der ba# ist, sei esie bier nach Dr. wie verschieden d Nahrungsmittel Versuchen und folgen 1 Stu Stunden. nen 2½. res Rind 3¼. geko Stunden. davon ptsäch.# este bier.— Dr. BeauBerechnungen mitgeteilt. Dabei richt gewürzt und gut sind. Dann ist die Vordauungsfrist hter Reis 1 Stunde, roh geschlagene Eier erstensuppe 1¼ Stunden. Grauvensupve 1½ Kilch 2. gebratene Eier 2¼. gekochte grüne Bohhalb gekochtes maged 8. Schweinefleisch buhn 4. Kobl 4½ Katastrophen. KataVon Heinrich Wiegmann. Für jeden bedeutet es nicht weniger als eine— strophe, wenn er während einer Auslandsreise unglücklicher Weise über Bord fällt und von einem freßgierigen Hai verschlungen wird. Für eine Libelle bricht die Katastrophe berein. falls es ihr einfällt. einmal ins blanke Wasser zu flirren anstatt in warmer Luft zu reisen, und wieder ist die Katastropbe für eine in Süße und Selbstvergessenheit schwelgende Fliege da, wenn eine fette. rasende Faust sie auf dem Zucker zu Brei stampft. Was aber für Lehmanns nicht alles das drohende Gesicht einer Katastrophe annimmt. läßt sich in einem Federzug gar nicht niederschreiben. Ihre Vierzimmerwohnung hat zwei Wohnräume, einen für den f.=Besuch, den andern für den ff.=Besuch. Gewiß könnten sie die Möbel bequem in einem Zimmer unterbringen und dadurch Raum für das notwendige zweite Schlafzimmer erübrigen, doch— wäre das nicht gleichbedeutend einer sichtbaren Proletarisierung. einer unverzeiblichen Selbstentleibung, einer unerhörten öffentlichen Katastropbe? Verblaßte ihr Rimbus nicht, wenn Frau Lehmann— o Schande!— selbst das Reinigen der Trevpe und Putzen der Fenster vornehmen müßte? Leicht ist es ihr wahrhaftig im letzten kritischen August nicht geworden, mit ihrer Tochter, die allzugern einen Großindustrielnaeln möchte an der See auszuhalten, war sie doch genug in Angstschweiß gebadet, weil der Erlös viel zu billig verkauften Silbergeschier und dahinschwand wie der Märzenschnee unterm Soner deshalb abreisen? Nein. um keinen Preis dieser Katastrophe aus! Nein, schon zurück, so teuer?!— Sie sehen lchen Zeiten bleibt Gemäldepreise von heute. 1 Die mit Spannung erwartete Versteigerung von Meisterwerken der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts bei Rudolf Bangel in Frankfurt a. M. ist vorüber. Sie war ein Ereignis. Das Interesse Uebe ein Konpersationslexikon: diese reau will er niemals veräußern. Noch gebt er, enen märchenhaften Zeiten. als das halbe Liter inszehn Pfennig kostete, allwöchentlich zum Stammtisch. politisiert, entwirft mit geistesgewaltigen Freunden eifrig Pläne, wie dem paptergesegneten Deutschland und einsichtslosen Eurova zu helfen ist. und raucht teure Zigarren dazu. Selbstverständlich wird er auch in diesem Winter den Paletot mit dem wundervollen Versianer auf der Promenade tragen. Obwohl sein Bruder der Meinung ist, es wäre angebrachter, ihn einem zuchthausreifen Dollarritter zu überlassen, hält er schon einen derartigen Gedanken für völlig undiskutabel. Besser der bende Punkt in der Erscheinung Flucht sein. mit rben, als aufrechter Aristokrat untergeben: nichts hebt das Selbstgefühl mehr! Deshalb will er auch Blitz. den Windbund. nicht verkaufen. Mögen Banausen das edle Tier einen„unproduktiven Fresser" schimpfen. ihm gibt er. wo er sich immer zeigt die Würde eines Paschas. Nobel muß die Welt zu Grunde geben Ja, Lebmanns sind weise Leute. Viele finden sie sehr nett, und manche bewundern sie aufrichtig. Reichtum auch bei leeren Schüsseln vorgaukeln. in Strandkörben Siesta halten und mit hochbeinigen Windbunden spazieren gehen. immer den Schein wahren: darauf verstehen sich Lehmanns allerdings vorbildlich. Möge ein gütiges Geschick e davor bewahren, daß die Angst vor Katastropben sie doch eine strovbe treibt! ."" hern aus S.. die Natur alt und grau wird, berb zugleich, dann wird die Welt der tere„eiserne Vorbang großen künstlerisch schaffsannen. Diter 987 Theater=Beginn. (Nachdruck verboten.) An der Schwelle des Herbstes kehren die Musen beim heim aus Sommersaison und Bäderbetrieb. Wenn stbunt und melancholisch ### Bretter lebendig: der „ steigt emvor, und das, was die Unstlerisch schaffenden Geister der Menschheit erewinnt Form und Leben..... und das. was die kkeinen und kleinsten „„ im Reiche der Dichtung in mehr oder weniger ehrlicher Arbeit schufen! " Das Theater ist für viele das einzige geblieben, was man an kulturellen Genüssen sich gestatten sollte. Das Theater ist eine ernste Angelegenheit des Volkes. wenn es auch durchaus nicht immer und unbedingt eine ernsthafte Geschichte sein muß. Die deutschen Katboliken haben allzu lange eine positive. über gelegentlichen Besuch nicht hinausgebende Einstellung zur Schaubühne nicht gehabt. Man sab in den Tagen eines arbeitsreichen. voranstrebenden Deutschlands im Theaterwesen zu sehr das Amüsier=Etablissement. Und vielfach wohl auch nicht mit Unrecht. Das Theater der Vergangenheit, das reine Geschäftstheater mit dem Kassenrapport als obersten Wertmesser, war keineswegs die Kunst= und Kulturstätte. die man in ihm suchte und die es gelegentlich bei sensationellen Aufführungen von Meisterwerken der dramatischen Kunst oder literarischen Exverimenten zu sein beanspruchte. Aber daß eine jede Nation auch d Freilich. langt auch Kitsch kann einen Th Bübnenstück.— zelnen abträgli ein durch Unglück und No hochwertige Kunst. Ju.— das oftmals mühsam aufgebrachte Geld nicht vergeudet werden. Und jeder er moralischen Haltung des Einist oder auch nur sein könnte, ist heute t gehendes Volk verür Schund und besonders ein Verbrechen an der Nation. Wir können nichts mehr ertragen, was unser Wollen irreführt und die Seele der Nation belastet. Wir verlangen in unseren Nottagen, daß auf den u der Menschheit große Gegenstän Sinne abgebandelt werden. Wir nicht nleitete. Kam nod verlorenen Weltkrieg die reinen Geschäftstbeater ihren nen Geschäftst Sealenlsche= milt über Ritch deutsche ch der katboder 1• etrieb meistens einstellen mu kommunalen. Theaterbetriebe wiegender Beteiligung der Städte) immer m tung kam. Jetzt konnte und kann auch christt,—— Theaterkulturvolitik einsetzen. Jetzt darf auch der katbolische Volksteil nicht mehr beiseite stehen: jetzt muß die Gesundung unseres Theaterwesens mit in Angriff genommen werden. Ein durch Unglück und Not gebendes Volk hrau lische Stärkung. Im profanen Leben vermittelt die geistigen Werte nichts so eindrucksam als wahre Kun m Reiche der Dichtung ist die dramatische Kun die königliche Kunst. In Klang. Wort und Bi geminnen die Gedanken unserer großen DiGestalt und Leben. dichter plastisc daß auf den weltbedeutenden Brettern ände im Shakespearischen werden. Wir wollen uns erbeben und niederziehen lassen. In diesem Sinne muß der Einzelne und der ganze katholische Volksteil in die Theater bineingeben! Unser Kulturwollen muß ganz artiv werden und muß auf weitere Sicht eingestellt sein. Die Rot lehrt nicht nur beten. sondern auch nachdenken. Das Nachdenken über unsere frühere Einstellung zum Theater zeigt uns alt Hauptschuld unsere Passivität. Der Kampf der Geister wird nicht zum wenigsten auch auf den Brettern der Schaubühne geführt: auch hier wollen wir unseren Mann stellen. Evilog zur Sommerreise. Von Elsa Maria Bud. (Nachdruck verboten.) a in Nat Nest: ein paar Bäahben. 95 Komfort wahrn merdin. Doch Seesand lange keine in Ehrn ergraut. U i. A. Pses bliert. Sonst r auch das berung. Entfor 5. der n ie Mube das immer datte datte gehabt. der vom Sis eblten. eine Wiese im kleine ein unsäglicher Möi sanrr erfuhr auf diesem seine war. als uns der Hunger in die „ der übrige Bestand, Blendende Fettlen auf den ebrwürdigen Tischtüchern. Die Fliegen teten viele Kaffeegäste darauf. was zwei fragwürdige „Ober“ aus ihren schweißnassen Servietten berauswedeln würden. Augenscheinlich war man gewöhnt. den Feriennachmittag mit dieser Wartekur zu verbringen. Auf Preise verstand man sich indessen: weniger auf die Kaffeehereitung. Das Getränk mußte in seinem Urzustande mit dem Torf zusammenbängen, der bierzulande eifrig gestochen wird. Wir waren müde von der schweren Fahrt: wir dachten an frühes Schlatengeben und krochen in unsere Ge fängniszelle. Da waren indessen auf Abendwindes Flügeln die Mücken eingekehrt: sie summten freundlichen Willkomm. Nach einer Weile. in der das Gastbauslärmen unter uns mächtig anschwoll gutekte es. bummerte und rasselte los. Jazzband! Ein Trio. mit der Kraft von Zwölfkämpfern! Dies war der Erholungsauftakt im Dörschen an der See. Denn so erdolt sich halt der Großstädter. Und wenn man es nicht versteht. ist man kein Kind seiner Zeit. Das Topfrasseln arbeitet mitsamt dem Tanzschurren bis 1 Uhr nächtlich, schwer. aber erfolgreich an der Beseitigung unserer Schläfrigkeit. Dann verzog sich die Fidelitas. und es hätte beinabe noch ein bißchen Nacht werden können. Doch nun im Getöse nicht so ell, dunkel. ch nun ftel etwas auf unsere Lider, das so spürbar gewesen war. Das Zimmer uie fr un e e eue I hätten, wir nicht gewußt, was wir mit st zu schaffen hatten. und der Leuchtturm nn unserthalben ganz vergeblich mit schloß die Nacht. Komm. schöner Morgen! der Oeffnung der Fensterlusen fluteten die in. Die Lukt wor, Hgg, gicen mähe Dam Mit Mücken verein. Die Luft war nur Mücken. Es erwies sich, daß im Ostseedörschen nur eines wirklich schlief. sogar bei Tage.— das war die See. Nach hältnisse nigten die Rultu Nach dieser Probe auf den Genut setzten wir uns mit unseren—. emoos in die Küstenbahn, um den Rultur wiederzugewinnen. Ein und gebürstet. Gepflegte Preise in länder) Aütr kanden, wit heblertreier länder! Auir sanden. mit fedlerfzeiem ür wät ein angelegener Mietgeld sogleich auf don Tisch. Mar, das Söhnchen. lümmelte sich und machte den Strandgenossen durch Ruhe nur durch den unentwegt ina ube einträchtigt wurde. reden zwischen Gast 8u einen Kin —— man die noch wurde sie und Nellner Nach vier Tagen sprang jenes alles verschl Mammonsscheufal.„Dolla““ geheiben, aus kurzer Ruhe emvor und begann. die Menschen zu jagen. Die Schwächsten stürzten sich augenblicklichst in die Züge und flohen nach Haus: Kampfgewohntere rannten von Gasthaus zu erwogen: abe: Pollar“, gebeihen. n. die Menschen zu augenblicklichst in## wfgewohntere rannten Gostbaus, und verglichen die Vreise. Es wurde erw Hincdert a Millionen für Koblrabt mit allemal das Nennen. Am nächsten billigste Mittagstisch zum teuersten wwaden durch den Ort: Hie Flunmilienzwist! Das Billigste war all Tage war dann jener billigste avanciert. Neue Galonvaden heauche Um der bäusl nur als Fiktion. erholungsreichen Tage berum rankte sich Konflikt. Die Wirtin fand das längst vernoch mehr wertentsorechend: das neuen W sliche K lümmelnde Märchen wurde zurückgevogen und neue kömmlingen attachiert. Laue Gesichter. Vorträge Teuerung, und daß man ein Jahr bindurch von leben müsse, was sechs Sommerwochen einbrächten. bhatten die Rücksichtslosigkeit der Unverständigen.— sagten schüchtern, daß man ja einentlich und im allgemeinen ein Jahr bindurch arbeiten müßte... darauf wurden die Gesichter zu Hunvadi=Janos, mit sicherer Abführwirtung Es war schließlich wobltuend und befreiend. die Tür zum letzten Male zu schlieben und trales Eisenbahngelände zu betreten. neu„da an tauchten wir noch schneller. noch flüchtiger mngebtet guf uund unter. Von Vommern nach von Mecklenburg nach Holstein durch Städterchen. durch immer böbere Millionen, durch Saoe Vielleicht erholt man sie standen oinen Aomen. un0 reich, doch Aür gobe n w a r e s n u n b e s s e r a l s j e. V o m d r i t t e n Prsc. hud ant. Fon Bornd a. Balo a. Wern die Wentsen übernährt 91 * Braves, sauberes Mädchen, Wir suchen mehrere tüchtige, erfahrene SiAdL Rammermusikkonzerie weiches schon In Siadihalle zu Geisenklrchen Buchhalter(innen) Haushalt und Stenotypistinnen In Dauerstellung bei guter Bezahlung. Essener Credit-Anstalt Gelsenkirchen. dient hat und Liebe zu Kindern hat. ledoch Kindermädchen vorhanden. sef. ges. Kart Wichmann. Bochumeratraße 30. Määchen für einige Stunden m. 901. gesucht. Rich. Schulz. 109. 24733 Mehrere Mädche 24739 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Prau sage ich hiermit allen meinen Rückarrahllle sofort ges. 24757 Albert Metzger. Nause Hindenburnstraße 16. Blasenleiden innigsten Dank. Wilhelm Bröhl. Gelsenkirchen, 4. Okt. 1923. Uchereile 24758 gesucht. 24746 Bäckerei Fr. Sickmann. Mühlenstr. 12. Kriehrane: Fuhrmann aller Art werden schnell und gründlich mit oft überraschend. Erloig nach Spezlalverfahren rehallt. Behandlung schmerzlos, ohne Berufsstörung. 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Durch die Eintragung in die Vormieteliste“ wird ein rechtsgültiger Vertrag zwischen dem Vormieter und der Stadtverwaltung gebildet, durch den seitens des Vormieters die Zahlungsbedingungen für die einzelnen Konzerte anerkannt werden: dieses gilt auch für die Sinfonlekonzerte. BREMEN Zentral-Theater Hochstraße 1 Preitag, den S. Oktober 1923: Opern-Abend Einmaliges Gastsplel! Zar und Zimmermann Komische Oper in 3 Akten von Albert Lortzing. Regie: Leo de Leeuwe. Musikalische Leitung: H. Nienkämper. Peter der Erste. Zar von Rußland Karl Exgert vom Stadttheater Essen Peter Iwanow, Zimmergeselle Leo de Leeuwe vom Stadttheater Essen ven Bett. Bürzermstr. v. Saardam, Ruprecht Huch vom Stadttheater Essen Merte, seine Nichte. Steitl Fawre vom Stadttheater Essen Admiral Befort, russ. Oesandter. Adolf Reiner vom Stadttheater Essen Lord Syndbam, engl. Oesandter Aug. Kreger vom Stadttheater Bssen Marquis von Chateauneni, französischer Oesandter Karl Pawre vom Sta ittheater Essen 175 Browe. 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St. G. im Falle der Zahlung des Arheitslodnes für volle Wochen um 6312 000 M.(bisb. 1 152 000 M.) d) im Falle der Zahlung des Arheitslohnes für volle Arbeitstage um 1152000 Mk. täglich (bisher 192 000 Mr.) e) im Falle der Zahlung des Arlobnes für kürzere Zeiträume um 288 000 Mk. für je zwei angesangene oder volle Arbeitsstunden (biober 48 000 Mt.) ter von mehr als 17 Tüchtiges 24749 Mädchen für ganze od. halbe Tage gesucht. Frau Goßting. Gartenstraße 1. Junges 24765 für halbe Tage ges. Neustraße 20 Rabtagsmädeben für morgens solort gesucht. 24686 Florastr. 60, 2. Et. Sauberes. freundl. Auf Tellzahlung Anzüge Beisenkirchen Bismarchst.70 Wlouenbüchen Die höchsten Preise Ater, von mehr als 11 Arbeitseinkommen be Kinder im Jahren, die rresmem zieben. werden nicht gerechnet. 3. Zur Abgeltung der nach§ 13. Abs. 1 Nr. 1—7 E. St. G. zulälsigen Abzüge(Werbungskosten ufw.) a) im Falle der Zahlung des Arheitslohnes für volle Wochen um 8640000 Mk. wöchentlich(bisber 1 440000 Mr.) b) im Falle der Zahlung des Arbeitslobnes für volle ArbeitsFrs um 840000 Mr. täali gesucht. Zeitgemäße Bezahlung. 24750 Wannerstr. 21. I. r. Ifür samtliche Altmetalle zahle nur ich Suche ein in allen Kupfer. 40000000 Mk. Hauserbeiten ertahr. Rotgus 30000000 Mk. hen Messing 25000000 Mk. Fr u Helar. Brenner. Blei.... 17000000 Mk. Orößere Posten werden abgeholt. Besseres. kinder! 9465o Orillostraße 120. Täglich: KünstlerKonzert A 1 Theater Hochstraße 1. Täglich 8 Uhr: Schauspiel in 3 Akten von Max Halbe. (31 Ein Gemae! Grabe Bischöse De Segen in Als wir Fulda beiso als an uns Hirtenwort sprechen übe Gebot diese vird nicht wird nich Avostels: Gewerbl. Vereialgung der Schneidermeister Gelsenkirchen. Freitag. d. 12. 011. abends 6 Uhr. im Gesellenhause Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. 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Fei bensluft zu en Kstuft au en tedens zu sch r. wie es in der. wie es lichkeit im Lan gegnen. Gerecht sproßzt von der Himmel. zu reellen Tagespreisen R. Christmaun, Arminstr. 6 Fernsprecher 3560 Samstags mittags 2 Uhr geschlossen. Bobernaus-Bünde zugelauton. Kondltere! Bochumers 24771 Fanke. straße 4. besonders das zu einem wohl schlossenen Chri Dieses Heer vollen Zeit der in allen uusere Monats Oktobe sichere ich demjenigen zu, der mir den Täter nachweist, weicher den Gae- u. Backoten, Fabrikat Küppersbusch, am Samstag, den 29. Sept. 1923 abds. oder 1. Okt. 1923 nachm. von der Hüttenstr. 29 von den Eheleuten Paul Pischer durch Vorlage eines falschen Scheines auf meinen Namer abgeholt hat. 84762 Angaben an die Kriminal-Abtellung. Bankstr. oder bei Skiba, Bochumerstr. 5. Lad. Belcha. 24763 Nürmann. Weldenstraße 43. Kleiner, schwarz. Bobernaus- Fluscher auf d. Namen„Bubl“ rend, entlaufen. Kennz.: weiße Brust. braune Ploten. Vor Ankauf wird gewarnt Nledorbriaser ochtlt Beiebannz. 34704 Schalberstr. 192. abgehalten wer sich aus für jed und Feldarbeit Sonntag ansetz das„Allerh Tag über oder tag und Abend zen Vaterlande Siesheise auf diese friedl Sühr Ihre Erfüll Heilung und digt. darum über uns gekon laut sich gebärd E Nr. 223 (Zweites Blatt) Gelsenkirchener Zeitung. Donnerstag, den 4. Oktober 1923. Ein Weckruf des deutschen Episkopates. Gemeinsames Hirtenschreiben der am Grabe des hl. Bonisatius versammelten Bischöfe Deutschlands. Die am Grave des bl. Bonisatius versammelten Bischöse Deutschlands senden ihren Gläubigen Gruß und Segen in Jesus Christus, unserem Herrn. Als wir in diesem Jahre zu ernsten Beratungen in Fulda beisammen waren, erschien uns nichts dringlicher. als an unser ganzes katholisches Volk ein gemeinsames Hirtenwort zu richten und uns mit allem Frei sprechen über die gegenwärtige Lage Gebot dieser Schickalsstunde. Was llen gejallen. Aber ich Men Volk allem Freimut auszu und über das eherne Ienunee. Wwus wir zu sagen haben, wird nicht allen gefallen. Aber uns gilt das Wort des Avostels: Wenn ich Menschen gefallen wollte. wäre ich Christi Diener nict(Gal. 1. 10). Und wi!„brechen dem Heiland nach: Ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt bat (Job. 5, 30). Wir haben keine andere Aufgabe und Absicht, als mit dem Licht der ewigen Wahrheit hineinzuleuchten ins Dunkel der Zeit und uns von ihm den Weg weisen zu lassen, den wir mit unseren Gläubigen zu gehen haben. Geliebte, mit Trübsal und Elend gesättigt wie der Dulder Joh(10 15) schauet ihr mit uns voll Gram und Sorge hinein in die Gegenwart und Zukunft. Man kann der Tat lange hlättern in der Geschichte der Menschheit, bis man ein Gegenbild findet zu den jammervollen Zeiten. in denen wir leben. Der schauerlichste aller Weltkriege liegt hinter uns. Er hat in der S#e#ele aller Völker einen wahren Abscheu gegen Krieg zurückgelassen und einen Heißhunger nach einem Frieden, der den Namen Frieden gerdient. Aber den wahren Frieden kann und will die Welt nicht geben, wie der Heiland selbst sagt(Job. 14, 27). Sie kann nicht herauskommen aus der vergifteten Atmosphar, der Krieges, kann sich nicht zur Abrüstung der Millionenheere entschließen und vergeudet noch immer Zeit und Geld mit der Beschaffung noch gräßlicherer Zerstörungsmittel und Mordinstrumente. Lieber will man selber auf die Segnungen des Friedens verzichten, als daß einem andexen gönnt. Statt einmkütig auf eine Verständigung und Persöhnung der Völker hinzuarbeiten und Sinn und Hers dem wahren Wohl der Menschheit zu erschließen, verkrampft man sich in engberzigster Selbstsucht, in starrstem Nationalismus und käßt sich von dem ebenso herzlosen als grundfalschen Motiv leiten: was dem anderen Schaden bringt. gereicht mir zum Nutzen. Die Folgen sind immer neue Sturmfluten von Gewalttaten und Grausamkeiten, von Drangsalen und Leiden. Vergiftung und Perwilderung des geistigen und sittlichen Lebens. Verwirrung aller äußeren Lebensverhältnisse. Schädigung des Handels und Verkehrs und der ganzen Weltwirtschaft. Entwertung des Geldes. Teuerung, Hunger und Elend. Darunter leiden allmählich alle Völker, und die Beratunarmes Volk aber ist über alldem leiblich und seelisch krank geworden. Dumpse Hoffungnslosigkeit und Verzweiflung hat sich mancher Kreise bemächtigt, in anderen zeigen sich Fieberzustände. die zu wilden Ausbrüchen und Ausschreitungen führen. Wohl bietet ein Teil unseres Volkes. und zwar der am schwersten heimgesuchte, der Welt das ergreifende Schauspiel eines still duldenden Heldentums voll Würde. S lengröße und Selbstbeberrschung. Aber während unse die zu wilden Ar Lohl bietet ein hwersten heimgesuchte. der Welt das ergreifende spiel eines still duldenden Heldentums voll Würde. Seelengröße und Selbstbeberrschung. Aber während unsere Brüder und Schwestern an Rhein und Nuhr so furchtbar leiden, gibt es im übrigen Reich nicht wenige, die von der Tollwut der Pergnügungssucht. Genußsucht und Festsucht befallen sind, die nach dem alten Rezept des bodenlosen Leichtsinns leben: Lasset unseslen und trinken. denn morgen werden wir sterden(Is. 22.13). Betrug zurückschrecken und geübt sind in der fluchwürdigen Kunst. Geld zu machen aus dem Elend des Volkes, aus dem Hunger und den Tränen der Kinder und der Armen. Wieder andere entbrennen in heißzer Nachsucht. möchten Feuer vom Himmel herabrufen über die Bedränger, schädigen durch unbesonnene Taten Volk und Vaterland un machen sich mit ihrem ohnmächtigen Grimm nur lächerlit und verächtlich. Sie sind ebenso Gemeinschädlinge wie die. welche von neuen Kriegen und Revolutionen träumen und durch Aufruhr. Meuterei und neues Blutvergießen bessere Zeiten herbeiführen wollen. So traurig sieht es aus in der Welt. und so traurig ist und noch stiften. weil in diesen „Geister des Krieges leben und Der Heilige Vater weist aber auch als tiessten Grund all dieses Elendes er der ganze hristi. und er gibt die Losun bristi, der Frtede Chri eliebte, damit uns gewiesen. alles aus: tiim Ziel Friede Bar Christi in rego Reiche Cbristi! ne und die Herr i Geficht schlten zelpflichten in bensluf zu entgiften und eine gesunde Atmospbär Friedens zu schaffen. um eine bessere Zukunft anzuba in der, wie es im Psalm 84 heißt: Gottes Heil und so schauerlicher Zeit. unser Leben auf festen Seele sicherstellen wollen. en mit unserem katbolischen t Christi wieder aufrichten eille. in der Gemeinde. soentlichen Leben. Diese beiim gegenwärtigen Augenich. die wir euch Rsonders n: Beten, Sühnen, Liebe pflegen, auch i eine höse Zeit in eine gute zu den giftigen Gasen des Krieges. und Gewalttat verdorbene Levon Wenn wir in wo alles wankt und weicht. Grund und das Heil unserer Seele sicherstellen dann heißt es vollen Ernst machen mit unserem katbolischen Christentume und die Herrst in unserem Leben. in viel an uns lige allgemeine blicke vier Einzelpflichten in se ans Herz legen. Sie beiben Opfern. jede Art die Jeindesliebe. Das Hauptmittel, um verwandeln, um die von von Lüge, Feindseligkeit undrerrerr gesunde Atmospbäre des hnen. lichkeit im Lande wohnt. Erbarmen und Wahrbeit sich be gegnen. Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Wahrheit aufsproßzt von der Erde und Gerechtigkeit herniederschaut vom Himmel... ein Hauptmittel bierzu ist und bleibt das Gebet. besonders das Gemeindegebet und das Gebet der gesamten. zu einem wohlgeordneten Heere von Betern zusammengeschlossenen Christenheit. Dieses Heer rufen wir Bischöfe auf in dieser drangvollen Zeit der Entscheidung. Wir ordnen an. daß in allen unseren Dibsesen und Gemeinden im Laufe der Monats Oktober ein Gebetstriduum abgehalten werde. Die bochwürdigen Pfarrer werden von sich aus für jede Gemeinde je nach dem Stande der Ernte und Feldarbeit diese drei Tage im Anschluß an einen Sonntag ansetzen und das weitere anordnen: hierbei kann -:—“ in der Monstranz den ganzen Betstunden am Morgen Mitzen Vaterlande von Gemeinde zu Gemeinde unsere Beosensteanzsheigse arsbeteiten und den Herleitut deraöst. auf diese friedlose Welt. Sühnen heißt unsere zweite Pflicht. Ihre Erfüllung ist herb und bitter, aber sie bringt Heilung und Genesung. Wir haben gefehlt und gefündigt, darum ist ein solches Hagelwetter von Verderben über uns gekommen. Wenn die Völker ringsum noch so laut sich gebärden. als könnten sie ihre Hände in Unschuld waschen, wir beten das Konfiteor und den Psalm Miserere. Wir bekennen den Grund. aus dem wir mitschuldig sind am Ausbruche des Krieges, am Niedergange des Reiches Gottes in Deutschland. am Verfalle der christlichen Zucht und Ordnung. Denn es ist nicht zu leugnen: all der Betrug und Wucher und gemeine Mammonsdienst, die freche Ausgelassenheit und der frev.lnaste Leichtstun so vieler in unserer Zeit lastet schwer aus uns als inseres Volkes Schuld. daher als unsere Schuld. Wir bekenn uns schuldig und suchen unserer Sühnenflicht zu genug durch geduldige Extragung unserer Leiden, durch eine harte, ernste, sparsame Lebensführung. Ehrlichkeit und Redlichkeit.„Das ist der Anfang unserer Rettung". sagt der bl. Bernard.„daß wir verwerfen, was wir liebten. bereuen, woran wir uns exfreuten, lieben, was wir fürchteten, erstreben, was wir flohen. wünschen, was wir verschmähten.“ Das gebt nicht ohne Ovser ab, und nur um den Preis der schwersten Opfer wird. wie jetzt die Dinge liegen, die Freiheit und der Friede unseres Vaterlandes erkauft werden können. Wird unser verelendetes Volk noch so viele Opferkraft und Opfermut aufbringen? Das ist die große Schicksalsfrage. An uns. Geliebte, soll es nicht fehlen. Wir kennen die Bedeutung des Opfers. Wir wissen, daß das Opfer das Mark des religiösen und sittlichen Lebens ist, wie es der wunderbare Mittelpunkt unseres Gottesdienstes ist. Wir haben das eine vollkommene Opfer des Neuen Bundes. das Opfer Christi, das allen anderen Opfern erst wirklichen Opferwert verleihen kann. aus dem wir immer neue Opferkraft und Obferwilligkeit schöpfen. Wir sind daher bereit zu jenen Ovfern an Geld und Gut. die nötig sind für das Gemeinwohl, für die Befreiund Exhaltung des Vaterlandes. Wofü ungund Erba unsere gefallenen haben, dafür Opfe S„ Wofür . Helden Blut und Leben bingegehen baben, dafür Opfer an Geld und Gut zu bringen, soll si niemand weigern. Wir bringen diese Opfer ni# Menschen, wir bringen sie Gott, wir berübren sie am Opfer Christi und heiligen sie in seinem Blute: dann wissen wir gewiß daß ein Segen darauf liegt, und daß uns kein Schaden daraus erwächst. Willig und freudi wollen wir auch unsere Kirchensteuer zahlen. Aus die Kirche zählt ja jetzt, wie ihr wisset, zu den schwer bedrängten Kleinrentnern, die von ibren kargen Einkünften nicht mehr leben können. Was wir ihr gebei bedeutet vollends kei eine# Das vellende keinen Verlust. sondern Gewinn: es ist beständige Geldanlage mit Ewigkeitswährung. Lichtigste und Notwendigste aber ist Denn das Reich Chri Liebe ist ein wahrer bat einst geweissagt: die Liebe. ti ist ein Reich Friede nicht denkb geweissagt: Weil die Ungere indnimmt, wird bei vielen! (Mt. 24.12). Das ist in unserer ragte nach Gerechtigkeit Zeit eingeund erzen nbeil berbano erkalten(Mt. 24.12). troffen. Weil man nichts mehr..—rr. und nach Gottes Gebot. ist die Gottesliebe erkaltet mit ihr die Menschenliebe. Alle die schönen Reden von Humanität. von Menschheitsliebe und Völkerverbrüderung haben die Menschen und die Völker nicht näbbringen können: noch immer regiert der alte Eige Hat und Feindschaft die Welt. In dieser eisigen scherluft kann nie ein wahrer Friede erblüben: er der warmen Sonne der Liebe. Noch leuchtet sie auch ur, diese Sonne. Die Liebe ann wohl in vielen Herzen erkalten, aber ganz erlischt hr beiliges Feuer auf Erden nicht mehr, denn Christus elbst hat es auf die Erde gebracht, und er will, daß es drenne(Luk. 12. 49). Noch leuchtet es auch uns und ersellt mit goldenem Widerschein das nächtliche Dunkel der Zeit und rettet mit seiner belebenden Wärme viele von dem Tode des Verbungerns und Erfrierens. Gott sei. Dank. auch in unserem Volk ist noch viel herzliches Wohltun zu finden. Wiewohl alle schwer leiden unter dem furchtbaren Druck unseres Unglücks. wiewohl erz unnatürlich und unst boch Iwäbisge an unadseur. Sec,######## Dienen und Helfen. Dieser Liebe aber begegnet und geht schwesterlich zur Seite die belsende Liebe edler Seelen in anderen Ländern. sonders in Amerika und Holland, die nicht ermüden. uns Beweise herzlichen Mitleids zukommen zu lassen. Gottes Segen über alle unsere Wobltäter! Sie sind die besten Friedensstifter: sie arbeiten in Wahrheit an der Völkerverbrüderung: sie sind die Hüter des heiligen Feuers der Liebe und sorgen dafür, daß es jubelnd aufflammt und von Volk zu Volk zündet und der Welt eine bessere Zukunft kündet, daß es über alle Ländergrenzen hinweg und über Meere hinüber der armen Menschheit neue Lebenswärme svendet. r herrliches Beisviel und vor allem das Vorbild es Heiligen Vaters. dessen Wohltun wir oft erfahren durften, soll uns alle anfeuern. Gutes und nicht nachzulassen(Gal. 6. 9) aufs neue entlossen den Kampf aufzunehmen gegen Mangel und Hunger. gegen Teuerung und Kohlennot. Wir wollen herzlich darauf bedacht sein, solchen zu helfen, die ärmer ind als wir. hungernde Kinder zu speisen. Verschmachende aufzurichten. Flüchtlinge zu beherbergen. Wir wollen auch nicht zurückschrecken vor der schwersten Forderung der christlichen Religion vor dem Gebot der Felndesliebe. So spricht der göttliche Heiland: Ihr habt sagen hören: du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: liebet eure Feinde. tuet Gutes denen, die euch bassen, und beten für die, welche euch versol verleumden, auf daß ihr Kinder eures der im Himmel ist(Mt. 5. 44). Das ist nicht etwa bloß ein Rat. das ist ein streng verpflichtendes Gebot für alle. kinder Gottes sein wollen. Uns soll das Gebot beiund wir wollen vollen Ernst machen mit seiner g. Wir entsagen allen Gedanken und nen des Hasses und der Nache: wir sinnen nich Wiedernergeltung. Wir begnügen uns mit jener daß wir unsere Feinde lieben und für sie beten. Wir wollen nicht Feinde vernichten, sondern Feinde versöhnen. nicht Völker entzweien, sondern Frieden stiften, indem wir nach der Weisung des Fürstapostels mit dem Glauben die end verbinden, mit der Gedi lgen u Vaters se nd eiet. Plä it tener Nache, Tugend verbinden, mit der Geduld Gottseligkeit, mit der Gottesliebe Bruderliebe, mit der Bruderliebe die Menschenliebe, mit der Menschenliebe die Feindesliebe(2 + schenliebe. Petr. 1.7). Geliebte Diözesänen! Unsere Not ist groß und steigt mit jedem Tag. Darum wollen wir alle unsere Gebetskräfte aufbieten und zusammenfassen und den ganzen Monat Oktober zu einem heiligen Kreuzzug des Gebets verwenden. Wie aus einem Herzen und aus einer Seele wollen wir mit dem Psalmisten zum Himmel rufen: „O Sott, du zürntest uns und halt doch wieder unser dich erbarmt. Du hast das Land erschüttert und durchrissen, heile seine Risse, denn es wankt und bebt. Du hast deinem Volke Unheil zugesendet und es getränkt mit dem Wein der Trübsal. Doch hast du denen, die dich fürchten. ein Zeichen gegeben, daß sie gerettet werden. So schaffe denn Heil mit deiner Rechten und erhöre uns(Pf. 39.3 ff.). So lasset uns beten. Ge wohl versteben. Der Heil Gottes. das du hinw schenke uns den Frieden! Amen Fulda, den 23. Jugust 1923. Die am Grabe des hl. Vonisatins versammelten Oberbirten deutscher Dibzesen. Für die Dibzese hinwegnimmst die Sünden Frieden! der Welt. Bischof von Baderborn Feldark Sonntag ansetzen und das wei das„Allerheiliaste“ in Tag über oder während der Betstunden ern—. tag und Abend ausgesetzt werden. Go wollen wir im ganVaterlande von Gemeinde zu Gemeinde unsere Not der leben Der Arbeifsmarkf der Gelsenkirchener Zeifung ist reichhalfider als der der übrigen hiesigen Zeifungen. Suchen Sie Personal, dann inserieren Sie in der ältesten und verbreifetsten Tadeszeifund des Gelsenkirchener Industriereviers, der un eisenkirchenerZeitung Sie Können auf einen Erfols rechnen Kirchliche Nachrichten. Gebetstriduum. Provsteigemeinde. Das von den Bischöf ands angeordnete Gebetstriduum findet in der— rche von Freitag. den 5. Oktober. bis Sonntag. den ktober. statt. Die Betstunden vor ausgesetztem Hoch würdigsten Gute finden Freitag und Samstag nachmittags von 5—7 Uhr. Sonntag von 3—7 Uhr statt. Am Sonntag(Rosenkranzfest) sind die Betstunden nachmittags 3—4 Uhr für die Kinder der Volksschulen und höberen Schulen. 4—5 Uhr für die Frauen und Jungfrauen. 5—6 Uhr für die Männer und Jünglinge. 6 Uhr: Rosenkranzpredigt und Rosenkransandacht Die Bischöfe Deutschlands fordern zu eifriger Teilnahme an dem Gebetstriduum auf. an dem die gesamte zu einem wohlgeordneten Heere von Betern zusammengeschlossene Christenheit den Himmel mit ibren Gebeten bestürmen soll mit den Worten:„So wollen wir im ganzen Vaterlande von Gemeinde zu Gemeinde unsere Not dem göttlichen Herzen Jesu und dem Mutterherven der Rosenkranzkönigin anbesehlen und den Frieden berabfleben auf diese friedlose Welt!“ Ferner findet in der Oktav des Rosenkranzfestes vom 7.—14. Oktober. abends 7 Uhr. in der Provsteikirche grmeinschaftliches Rosenkranzgebet statt, zu dem alle Gläubigen eingeladen werden. = St. Georg=Pfarrgemeinde. Die Bischöse, die sich allzährlich am Grabe des bl. Bonisati haben zur Zeit ein tag den 5. Oktober, von 6½8 Uhr bis zum Schulmesse. Samstag zur selben Zeit und von 6½ Uhr bis zum Schluß des Hochamtes ist Aussetzung des Hochwü ten. rei mmeln. llen drei Tagen Die Pfarrangehörigen werden den Betstunden teilzunehmen dig wird m t verbunden un ntag gehalte lnahme# d un un en Teilnahme im Sinne des berzlichst eingeladen. der Liebe und ohne ikbar. Der Heiland tigkeit e Liebe Tokales. Selsenkirchen, den 4. Oktober 1923. Aus der westfälischen Zentrumspartet. ∆. Am Donnerstag, den 11. Oktober, vormittags Punkt 10¼ Uhr beginnend, findet im kath. Vereinshause zu Hamm i. W. eine Sitzung des Provinzialausschulles der westfälischen Zentrumspartei statt, die der eingebenden Besprechung der politischen Lage ließ darnach man lesen und jeder und jede viere steigen oder fallen. So ging die Zeitung Ueberall das nämliche Die Letzten. die erst zum schon dem Endziel näherte, gebra Vorwand mehr, sondern stürzten auf den Kursbericht. Eine Dame. der alle Ideale auf den aretten und und eine ohne jede Barmittel sind. werden die Pfarreingeses ermahnt. ihrer Pflicht nachzukommen und mindestens 30% fache der vorjährigen Reichseinkommensteuer zu richten. “ K i esessenen stens das ent* Kirchensteuer in der St. Georgepfarrei. Am Sonntag. den 7. Oktober ist von 11—1 Uhr im unteren Saale bebetermin. Gläubigen ein tag. den 7. Oktober, ist von 11—1 Uhr im des Liebfrauenstiftes Kirchensteuer! In Anbetracht der großen Not mögen die otfenes Hers seinen. = Städtische Kammermusikkonzerte in der Stadtballe. Für die Vormieter der Kammermusikkon= zerte des vergangenen Jahres. die ihre Plätze fürmend auch für die Kammermusikko bei - gre Kammermustkronzerte—rigen.. halten wollen, ist der Verkauf der Vormietekarten kers—— von heute. Donnerst 6. Oktober im städtise i. während der der Verkauf. den 4. bis einschl. Samstag. den rtburegu, Rathaus. ZimAlte Vormietekarte onntag tt. An n Gutes. lreich an mer 45a. während der Dienststunden. Alte Vormieteka ist mitzubringen. Der Verkauf der Vormietekarten für neue Vormieter findet statt von Montag. den 8. bis einchließlich Dienstag. den 9. Oktober, ebenfalls im städtischen Konzertdureau.(Näheres über die VormietebedinBAiZ!“ im beutigen Anzeigenteil dieser Zeitung er= Volkshochschule. Heute. Donnerstag, abends 8 Uhr. hbeginnt im Realgomnaslium, Hochstraße. die Arbeitsgemeinschaft des Rabbiners Dr. Gallinger über „Die kulturelle Bedeutung des Alten Testaments“. Anmeldungen zu den Vorträgen werden nur noch im Geschäftszimmer der Volkshochschule. Pestalozzischule. Schalkerstraße 16. 3. Stockwerk. Zimmer 12. entgegengenommen. — Das Einanzamt erläßt im Anzeigenteil der beutigen Ausgabe eine ausführliche Bekanntmachung. Bewertung der Natural= und Sachbezüge bei ung des Steuerabzuges vom Arbeitslohn für die alenderwoche des Monats Oktober betrifft. = Die gewerbliche Vereinigung der Schneidermeister hat am Freitag. den 12. Oktober. abends 6 Uhr. im Gesellenbaus eine außerordentliche Generalversammlung. (Näheres siebe Anzeige.) Einführung einer Schulgeldschlüsselzahl. Zu dem preußischen Kultusministers vom zegebenen Schulgeldsatz bei den branstalten tritt für den Oktober inzwischen weiter fortgeschrittene starke Geldentwertung ein Zuschlag von 1100 v. H. binzu. Bei den nichtstaatlichen höheren Lebranstalten kann ein gleicher Schulgeldsatz genehmigt werden. Die Schulgeldschlüsselzahl wird künftig errechnet nach dem Verbältnis des durchschnittlichen Diensteinkommens der Staatsbeamten vom 1. bis 20. des letzten Monats(erstmalig Oktober), zum durchschnittlichen Diensteinkommen der Staatsbeamten vom 1. bis 20. des vorletzten Monats(erstmalig September). Die übrigen Bestimmungen des Erlasses vom 12. September bleiben in Geltung. = Von der städtischen Wucherstelle wird mitgeteilt: Im verflossenen Vierteljahr wurden beschlagnahnt: 5 eiserne Bettstellen(später wieder freigegeben), 138 Pfund Wurst, 35 Pfund Plockwurst. ein junge den Kopf### Selbstmord. Auf dem s. Mädchen — Mädchen dur elbst getötet. oplatz hat sich am 2. Okt. einen Nevolverschuß in keinen Umständen gestattet werden. Die satzungsgemäße Stellvertrerung verhinderter Mitglieder ist nur durch die mit einem Ausweis versehenen Mitglieder der Provinzialvertretung gestattet. Dem Provinzialausschuß gehören an: Die Vorsitzenden der Kreisund Bezirksortretungen, die westfälischen Mitglieder des deutschen Reichstags, der preußischen Landtags, des preubischen Staatsrats, des deutschen Reichsrats und des westfälischen Provinziallandtags; ferner die durch die Provinzialvertretung ausdrücklich als solche koootierten Mitglieder. Eine besondere Einladung wird wegen der hohen Porto= und Druckkosten nict versandt. Die Versammlung wird pünktlich beginnen und so frübzeitig beendet sein, daß die Mitglieder mit den ersten Nachmittagszügen in die Heimat zurückfahren können. * Kurse. In dem dichtgedrängten Wagenabtell saß ein Herr. der eine Zeitung hatte— eine allerneueste Rummer sogar. Man sab. wie er flüchtig die volitischen und lokalen Nachrichten überflog und einen kurzen Blick auf die Mitteilungen unter dem Strich warf. Dann aber widmete er sich eingehend dem Studium dee Kurse. „Alle Hälse wurden länger. Alle Mienen zeigten Spannung. Die angeregtesten Gespräche stockten. Man wartete. Man wartete immer aufberegter. Endlich schien der Herr mit seiner Lektstre beendigt zu sein. Drei zugleich baten ihn:„Darf ich einen Augenblichk...?“ Der Sieger in diesem Wettrennen t die anderen neidisch beobachteten. ei als nehme er an dem Geschick der U Dann stak auch er in den Kurson. Man suchte aus seinen Mienen für sich selbst Kapital zu schlagen. Bald schien es. als sei er enttäuscht. Bald wieder glaubte man Befriedigung in seinen Zügen zu = handkarrendiebstahl. Personen, die am Morgen des 29. September. 5 Uhr, gesehen haben, daß mebrere Personen eine zweiräderige Handkarre obn Deichselholme fortgefahren haben, werden gebeten, auf Zimmer 52 der Kriminalpolizei. Bankstraße 5/7. vorstellig zu werden. Es handelt sich um eine ziemlich alte Karre mit abnehmbaren Settenteilen. Sie trägt die Aufschrift Herberge zur Heimat. 1 Semerbemädiger Musizieren der Beamten. Abie der amtliche Preußische Pressedienst nach einer Der fügung des Ministers des Innern mitteilt. wied eine Genebmigung zum gewerbsmäßigen der Beamten grundsätzlich nicht mehre bloße gelegentliche Beteilinung an M rungen gegen Bezahlung ist kein Gewerbebetr Aus der Umgegens. 1 ühr verhuachten Einbracher in Die. Agerreg. de: ätsrats Dr. Vennemannt„etnendringen. die Sööne—. gismepieus Surms um ne Gertuch wach. Die Einbrecher mußten dann unverrichteter Sache absteben.— Mleiter wurve einjebrochen dem Gemüsebän diesem erbeutete ebl. Aus einem Beben Gemüsehändler Schulz an der teten die Diebe eine der Vorsta des Beram * Eickel. 3. Okt stadtstraße gmanns an der das 8jährige berfahren. vorgelegt wurde. in einem geeigneten Augenb en Pawurde estohlen. es nicht. die zeeigneten verree angeblich Augenb mn Sto junge #el. kamen, als man sich chten keinen volitischen sich sofort bohen Stirm und vier Hühner i# einem Landwirt in Nied tragende Schweine im — Stall illiarden — von der von 5 MilFestnahme eines entsprungenen Sträflings. In der Nacht zum 29. September wurde in der Kirchstrabe in ein Zigarrengeschäft eingebrochen. Die Diebe drangen von der Hofseite ber In den Lagerraum und entwendeten 50 Mille Z1— u—d eine Anzahl Pakete Tabak. der Grundmiede. Die Auswanderung nach Argentinten. daß die schweze mit Eisenblech beschlagene Tür, die wiegte Vertreter der Einbrechersunft hier olgende Schilderung zu: durch den Bestohlenen der gestoblenen Marken des Ladens schöpfte ungen Menschen aufzub merkt ent worden. rdacht und gewa alten. merkte. verlangte er plötzlich Ware wieder. Als ihm beides erklärt wurde, daß er bis zum E zu warten habe, versuchte er zu fI! einem Ringen in der Wohnung jedoch gelang es dem Burschen auf die Er wurrde aber verfolat und nach embers werkenlte en. Insenkirchene dor Ankauf #haber den r wurde aber lat und na Bittere Enttäuschung erwartet die größte zahl der deutschen Auswanderer, die jetzt so übera nien fahren. Sie finden nicht in uen uhlien Baste eene e een oder die Uhnen von gewissen Agenten vorgethuscht wurEs gibt in Argentinien nscht genu t. Aus diesem Grunde bai I#.—MKonsuln in Euro teilung des Sichtvermerkes zuzückhaltender wu sein wur etts hatte. Der Täter bestreitet an dem Einbruch gewesen in sein, trotzdem dr Mietriche und ### bei sich trug und durch die Ermittelungen der Kriminalvolizei überführt ist. Leider konnten die Mitäten noch nicht sestgenommen und die gekohlenen Zigaretten restlos berbeigeschafft werden. eteiligt Zohrer eine idnen? ällis ein#1. nverfekt — In der Vfarrnemeinde Schalle ist am Sonntag von Uhr ab Gelegenheit zur Entrichtung der Kirchenfeuer in der Eintracht. Da die Kirchenkassen fast bin Noch eben soon vertekt Sp# Lande können aber die müssen notged ihnen, wenn Unterkommen Hungerleiden Jedoch auch dier Srivatland man Geld. unses id Gewerbe nur in die ArbeitomöglichAuch ist die Nonnwanderer nicht zu untererbervunen! ist ist Die Dargben v. Satiesr 1. Sortse! in der # ein unachselassen. andere wollen keine er. üterker neLands. TS erwüge wan Reinbold Alrichs. Nam war auf dem gie sich zufriedenstellend ihrer Bets, das bestimmt wer, des Doch fehlte ihr das„Befundere" Abt als Heinrich — Soiel legen können. Die Verhältnisse mittrauich lan in dru Banden dus Aruteind. Entwicklung Hestndenden Dar. eine beachtens0. Ju N Eäsctichen bat ner kurzem ein ekanten in der Ber 2 Elesanten wurden der belebtesten Straße von man fernerdin Ber *— deren Funktion abn # ans den Katseebäusern bekaunden Drebtüren lekonten drebten nun auf Verkehrosionale din. idnen von den Polweideamnen der Verkebrstürme## b## wucden, die Drebkreuse und moelten so den# Ei Anto, das sich nicht an die Verkebrosianale bielt. wollte an vom Drebkrem vorbei. aber einer der Elesanten setzte daraufhin seine mächtige Stirn genen den Radiator * Handel und Gewerbe. 7 Dollar= 433900000 Amtliche Devisenkurse. Okt. Geld Brief 172567569 173543500 22144500 22255560 19750500 19849500 2 Ou. Geld Brief 125288000 12591 4000 16150500 16240500 14364000 14436000 1955000000 2005000000 1446375000 1453825000 438900000 441100000 s19200000 32080000 26134500 28265560 18152000 19248000 8403500 78796509 59857500 57142500 618450 621550 448850 451150 zahlung a Waren abgeben. Für Nounen und Wei die Richsgetreidestelle Käuserin. wädrend. * Geschäft beschränkt blieb. Gerste war für „begehrt, nament! der stellten sich die Hafer sie at war jedoch schleppend. deng: Geldmangel ließ jedoch lebbaiter aufkommen. Kleie war lustlos bei für westl orberungen hoh ehl hatte sehr Weisen das die der Umste Tenendend — Berlin, X Out. Wie die„Vall. Ita.“ bört, bat der Reichswirtschaftsminiser seinen Einsoruch gegen den eine Erdödung der Koblennreise um etn 75 Prooent vorsebenden Beschluß des Reichskodleurater aufrecht erhalten. Demnach tritt für alle Koblensorten. die bereits den Weltmarktvreis erreicht haben, ein weitere Erhöbung nicht etn. andere Artikel wurden wenig umgesetzt. Die verbesferte Reichorichtzisser. * Berlin. 3. Okt. Bisher wurde die Reichorichtzitier auf Grund von 29 Wochenindermeldungen errechnet und die gefundene Ziffer an Hand eines gröberen Kreises von 71 Eildienstgemeinden nachgeprüft. deren vierzehntätige Preisermitlungen in ihrer Entwickluns dem Durchschnitt der 600 Gemeinden der Teuerungsstatistik einigermaßen entsprechen. Nunmehr melden auch die 71 Eiln wöchentlich. und zwar senden sie isungen direkt an das kattstische Reichsamt. das seinerletts die Teverungsziffern für die einzelnen Orte und dieraus den Reichrinder errechnet. Die Statistischen Landesämter, an die biober die Freisnachder einzeknen Städte gingen. Und austtistischen Reic für „Gelse Te Geschäfts geschaltet. Auberdem ist beim Statistischen Reichsamt ein Kändiger Beirat von Arbeitgeber= und Arbeitnedmervertretern lowie sonstigen Interessenten ans se mächtige Stirn geuen den auf diese Weite 40 Fuh zurück Srwensung von Elesanten in der jedenfalls wieder einmal eine echt ine wirklich ltrosenden Diekdäutern doch wobl barste xedenfass wieder Spielerei sein: denn eine W cer 81 Curnen= Sport= Spiel. Biegen. Die ran reich an Spannung. Leigegen Bär ochen werden. Dei deke Seitdem Paoter. Federn und Bleisti den sind. sucht man in den Schulen das schrünken. Früber wurde in den S wenig geschrieben, und zwar weil es reiben tunlichst überhaupt Is noch an Gänsefeder das ersten Spuren es Stiftes mit wirklicher Bleiman zwar schon im 14. Jahrhundert. aber 11 der einzige Werkzeug zum Schreiben. eines Bleistiftes. d. b. eines Stiftes findet eien KEEG GE in werden. Der er See rsen Theater=Mufik=Vorträge Der Strom. in 3 Aufeigen von Mar Halbe. Drama fälschung Doorn. ac ferie Der Er Gelsenkirchen, 3. Okt. Der eecr, che# Tok. die verkehrtes — die Eisschollen jedem cobt. Und wie der bat. mo er krachend und und frei dedin braukt. Is draußen wieder es gab. Toern — an die Der aunze Instührung in Zentreltheater betonte die unbeimliche Etuation der naben Explosion des sich nicht mehr wegen der sich immer tiefer fressenden Gewissensbisse verbergen lassenden Geheimnisses der ruchbaren Tat. Die alte, wie eine abschreitende War= vumer nun Lo baren Tat. Die glte, wie eine abschreskende is geisternde Pbiliovine Doorn gab überzeugend tte Sobteska. Den durch die Tat unstet geherrischen und schrecklich aufPeter Doorn spielte Hermann Klenke. So, wie er ihn gab. mußte er lein. nicht anders. In seiner Leistung ihm zur Seite zu stellen einiage Wanish wurde der Graphit in Cumberland entdeckt und zur von Bleisttsten verwendet. Die erste deutsche eik wurde 1718 in Bayern gegründet. und 1761 c.“ die bekannte Retstiftfirma Faber. Noch zur Zeit Navoleons 1. galt der Bleistift als ein Larusgegenstand. Erst seit der Mitte der 19. Jahrbunderts wurde er häufiger. Ber worden. der Mitt"= Berlin. 3. Okt.(Telegr.) Vormittagsverkehr im Zusammen politischen Wirren sehr beträchtli Die Devisen hang mit aber die Bechiod. sob-;. Let. Deaut det aller beteiligten Kreise dari mar wird, einwandfreie Unter! erhalten und eine den besser els bisber zustellen. Zulammenwirken ab er gelingen Berechnung zu Nr. 2. rasverhältnissen finderziffer seitAurig fedte eine kräftigere Aufwärtsbewegung ein. da die Spekalation in großem Umsande Käufe vornahm. l in Erwägung, dab die Effektenpreise sich der neuerin Martverschlechterung anpassen mühten. Einzelne ere Werte stiegen wieder um mebr als 1 Mr tarde Prosent. so Deutsch=Luxemburger. Hohund Gelsenkirchener. elten Krautb& Co. Mitteldeutsche Von Rheinstebl. Harvener Maschinenfabrikaktien Köln eshoste NaKötner Getreidebärse 3. O. An der Getreidebörse war bei steigenden Breisen lebhaft. Besonders Nachfrage derrschte in Brotsetreide und N. ihren Kursstand. Am Bankenmarkt waren Weirkelbeutsche Kredit sark begehrt und beträchtlich höber. Valutavaviere wurden entsprechend der Devisensteigerung teurer beaablk. Deutsche Anleiben de ledonste Nachfrage verrichte in Brotsetreide und Weize mehl. Es wurden notiert: Weizen 1200—1400. Roga950—1000. Haser 925—1200. Wintergerse 1000—1100. Weizenmehl aus ausl. Weizen 2000—2700. Rübkuchen 750—850. Palmkuchen 850—900. Juckerschndel 625—675. 250—880. Kleeben 403—430. Weizen= und 190—210. Haserstrob 100 Millionen Mark. ihren Karostand nur Zprazemtio, Preubische Koplals gebenden Kursen ab. Berkin. 3. Okt.(Teleor.) Die gewaltige Steigerung Devisenkurse zon automatisch die Produktender Devisenkurse zon preise mit in die infolge schleister indes, dab die Dos Angebot war zurück. und infolge des er nur gegen vorherige BeKölner Warenbörse. Köln, 3. Okt. An der Warenbörse wurden notiert: Robkoffee Santon 150—170. ner Bid.. Vurmahreis 24—26. Rüböl 78. Salatöl 95. Graupen 28. Haferslocken 28—80. boll. Kakao 110. weihe Bohnen 30. Erhien 40—41. Linsen 50—58. Schmalz 165. Butter 170 Mill. Mark per Kilogramm. Eier wurden mit 9 Möllionen Mark das Stück herablt. Seitene der Kävier wurde der Berliner Börse Mitgeteilt von der Darmstädter und National-Bank. Kommandit-Oesellechaft anf Aktien Die Notierungen erlolgen in Millionen Prozenten. Anleihe Brauerei-Aktien Angeihandt-Der# Schuleb.-Patah. sen 990 anben. F.: —"— TBezmamn Liektz. Bert. Karst. Ind. — 1snd 4 Deutsch. Austral. D Hamb. Anertk 1828 Bankaktien Berlinerffand.-Ges. Comm.- u. Privatd. Darmstädter Bank Deutsche Bank Disk. Com.-Anteil Dresdner Bank Essener Cred.-Aust. Industrieaktien Anilin Eisen 210 KChem. ind r. Gelz. Daimier Motoren Otsch.-Lux.-Berzw. Deutsche Erdöl. Deutsche Kabel Deutsche Kall s. 10. a. 10. 520 Dynam Eisenw. Kraft Elberfeider Parben Eleiskr. Licht-Kraft Eschweiler Bergw.) 5000 Eserner Strinischl. 5600 Panise,, List Ce. Petten- Qulliczume Oetsenke. Berrwerit Geisente. Qußstaht Gen.f.eleichr Unt nneam. Röhren Mansfeld Meyer Dr. Pani Mülk Bergwerisver. Vorddeutsch. Wolle Oberschien. E.-Bed. Oberschl. E.-I. Cerei Oberschtes. Val Orenseriu& Koppet Glas-Man. Schalke Goldschmiet T# Gother Waggen Haberm.& Guckes Hann. Masch. Egest Harkort Brückenb 33 Pöge Hermann Reishols Papier Preise Zurückhaltung geübt. Schküllelzahl der Arzueitare. X Berlin. 3. Oct.(Telegr.) Die Schlüsselzabl für die Arzueitaze ab Freitan, den 5. Oktober. beträgt für das undesetzte Gebiet. für Waren= und Gesähoreise 1 050 000, für das besetzte Gediet 1 420 000.— vergütung bleibt die alte Schlüllelzahl. Biehmärkte. Ellen. I. Olt. Zum Eslener Schlachtviebmarrt waren aufgetrieben 685 Stück Grobvieh, hiervon 152 Ochen. 176 Bullen. 216 Färsen und Kühe. 148 gering genährtes Jungvieh. 421 Kölber. 452 1761 Schweine. Es wurden im für 1 Pfund Lebendgewicht für 16—27. Rhein. Draurkohle Khein. Metalt Ve Husper Eia u. Stalt Hechmann 7000 Rhein. Nase. Berz u. Rbein. Stahlwertse ah. Westt Sppengat. Rombacher Rütte Hechmann Masch Höchster Pasben Bösch Eia u. Stah Hoheniche Werisch Scheider Huse Gebr. Ise Bergbau Kall Aschersieben Köln-Neues Ber: Schöndorff C Schucket& Ca. Slegen-Sei. Qußst. Siemens& Haleirei Dortmunder Schlachtviebmerkt 508 Stück Großvieh. 211 Kälber. 127 Schase 502 Schweine. Es wurden im Engroshandel bezahlt für ein Pfund Lebendgewicht für Ocblen 16—25. Bulken 12—30. Färsen und Kübe 18—27. Külber 20—35. Weidemaltschale 16—30. meine 30—40 Millionen Mark. Stallmastschafe und Jungvieh unnotiert. Tendenz: Grobvieb mittel. KleinKörtimn Oebr. Koern W. Küspersbusch Kyfthäuser Hüt Labrge Lausahütte Tietz Leenhard Ver. Drsch. Nicken Ver. Clanzst. Elbert. Vegel Teegr. Draht Vegel Telegr. Drahet Vorland A#schen is ein Lindström Car .## Vom Ossan mirbel berangerogen— auch morgen noch verbleiben am Donnerstag zeitesse bei kühlen südwestlichen bis haben daber "•—* mit Regen P erWer die Ak und seiner vr Schaden zuzufü das Spiel hinzt hohen Politik a ist, gehört zu denen die deut hindurch hat Polirik darin ge Koalition der sammenzuführen begehrt, wie ir einen Kanzlei weil es ihm auf Stresemann un Nachdem es dar säglicher Mühe Not dazu gekom Kabinett gestü gegeben hat, die wellte. Böser die große Instrument stum zu bezeichnen vf Auftakt zu Liwe Lnd.& Co Lorenz S. 100 Die heutine Ausrabe umfaßt 8 Seiten. Bekanntmachung des Finanzamts. Betrifft: Bewertung der Rateral- und Sachbazdgr bei Berschnung des Stouerabzuges vom Arbeitslehn. Mit Wirhung vom 1. Oktober 1923 ab wird für die erste Kalenderwoche des Monats Oktober(1. bis 4. Oktober) der Wert der Natural- und Sachbezüge für che Zwecke des Steuerabzuges vom Arbeitsichn wie folrt festgesetzt: Velle Statien(einschl. Wohnueg, Heizung und Belerchmaar) wöchentlich t##glich Frede Richan Von in Spalte I festgesetzten Betrau enttallen auf: wöchentlich täglich Morgenkaffer lch täglich Prühstück wöchentsch täglich Mittagessen Nes NachmtttagsKaffee a# uche hrigeget gslich r Abendbros In unser Handelsreaister Abt. B ist deute unter Nr. 378 die Firma H. Kellermann. Gesellschaft mit beschrünkter Haftung. Sitz in Rottdausen. eingetragen. Der Sesellschaftsvertrag i am 29. August 1923 festgestellt. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Lebens= und Futtermitteln en gros sowie die Uebernahme von hnöchen Maristen-Trank Das altbewährte Kräftigungemittel bei Lraokmelken, Appeihleslzkelt. Vertretungen in solchen oder äb Artikeln. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 20 Millionen lich Zu Geschäftsführern sind bestellt Kaufleute wnüan Jarovon zu Rotthausen a) für gering bezahlte weibliche Arbeitskräfte(z. B. 57 600 030 Seas eun sui5 und isoSa 4 752000 Toz## 4 T DNR DoAER LSZ0NN MNDDGN 4 732 000 WPROOAI 490000 2460000 b) für männliche Hausangestellte. Knechte, mßnnliche und weibliche Gewerbegehillen und für Personen, die der Anbeibenrersichenung unberliesen: 775200 tzemzerzens en##bend ienssen##ac e00 1eSSoe 35 415 0De Srasen 6 3u 000 10SSMD0L9 BSSSD 310000 # für Angestellte höberer Ordsung(s. B. herzte, Apotheker, Husslehres, Hausdame, Oeschäftsführer, Werkund Haus Nellermann in Steelle. Jeder Geschäftsführer ist allein zur zetung berechtigt. Veröffentlider Gerelschaft erfolgen nur den Deutschen Reichsanzeiger Gellenkirchen. 17. September 1923. b.=R. B. 378 Amtogericht. In unser Handeksregiler Abt. A ist heute unter Nr. 1528 die Bir Marcus Gak 9S 70000 15 960000S NIMODOZOSRNNE R 92S SDT 132000 T OMSMSa M 7 9000 n Diese Bewertung gilt für anverbeinatete Lohnemptänger. Falle mchrere Famillenmitglieder gemelnschaftlich Sach. u geaießen, seint bei Meinungsverschiebenheiten das zuständige Finauzamt die Werte fest. s 2. Oktober 1923. 25589 Finanzamt. am der Stattverwraitung. 3 Ansschreibung (Holzfußböden 2c.) ihen Stenbanten otthauserstraße. Essener= und RottInfolge Neufestsetzung der Michreise bellen sich die Kleinbandelsreise mit Wirkung vom 4. 10. 1923 Ker 2 Rer Aee Mark. 47= ch der Melchoo#te bei erzeugten Milch an die verforgung auf 8 850 000 c) Siedelung Urckenderf Block 7. 8 Angedotsformulane genen Zahiums von je 10 Mlltonen Mirk auf Zimmer 4 des Hochbauamtes erbältlich Eröffnung Donnerstan den 11. Oktober d. Is. vormitdaas 9 Uhr. auf Zimmer 4 des Rädtischen Hochban In unser Handelsregister Abt. B ist heute bei der unter Nr. 69 eingetrogenen Firma Bösuix. Aktiengesellschaft für Berabau und Hüttenbetrieb in Düffeldorf. mit Zweigniederlassung in Gelsenkirchen unter der Firme zahlo für Phönix" Aktiengesellschaft für Veround Hüttenbetrieb. Abteil ungsbeschluß vom 7. Juli 1923 ist 6 4 9bs. 1 des Gesellschaftsvertrages lavitel) geändert. Das Grundikt um 300 000 000 Mk erhöht und beträgt sedt 600 000 000 Mark. Direktor Koel derr in doerde in aus Marcus Coben in Selsenkirchen(Jud. Haufmann Marcus Coben daselbst) eingetragen. Geschäftszweie Herrenund Jänglingsgarderobe. Dem Fräulein Grete Cohen in Selsenkirchen ist Prokura erteilt. H.=N. A. 1528 Gellenkirchen. 21. 24694 Sotain. 1Million 24550 Welßweln flaschen Andere Vissch, kauft Tageser. Forster Luktpessss, 24, Tele924. Gelsenkirchen. den 3. Oktober 1922. die B##endverlauf. Mittwoch. den 17. 9.20 Uhr ab in der 29157 aus 1923 N. 1 4696 ein Aw. se Nr. 1527 die Firma — eingetragen. Die 24719 eie eck. 6n. ercecht ber 1922 Nr. 1529 die er. T Sehuhmacher maschine ##i= ist Marke Singer. eine erkein apm sbaro-La#r i VToTyTgTc;; Schreibmasch., Marke &k Prister-Bosmann, ein einem Voritandsmttalter ober uu7! einem Pr Gesell 24691 Abt. B Gene 24 des Ge24690 der 19 In unser Handeloreaister Abt. ist deute unter Nr. 1530 die Firma Verndard Sallo Haale in Geilentig 92 W rat. ein Phote-Aporat. 10X18. 9/11. 2 zu Ve 24714 straße 43. 4. Ehr. e, Zu Millärthet sa- u. MänserMehrere sehr. Herde 24761 n FRENDMRAE us u. Teraur Froleaparc. 42X 12). m. etwas Zu. Willer. 31. 24729 24760 Fahrrad Musiker- oder Kellnerfrack für maittt. Figer zu rhauten. 36712 peer. 69. 8. Eig. 3 MZiegenamm ist zu haben: Geisenklrohen: Drogerie#. Schneider, Bahnhofstraße 37 Dregerte W. Pritten, Kreuzstr. 1 Drogerie Escheur öder, Hochstr. 32 Drogerie F. Göckler, Hot- und Schalkerstraßen-Ecke Drog. Th Hasmaan, Kaiserplatz Drogerie Wörtshofener Kräuterhaus, Hochstraße Drog. Reichstein, Bismarckstr. 66 Stern-Drogerte, Schützenstr. 22 Drogerie Bökenkamp, Wülhelminenstraße 61. Drogerte Hennes& Witkop, Bahnhofstraße. Drog. Wegmann, Bochumerstr. 18 Drogerte Hott ttmann, strabe 51 und 56 BochumerDrogerie Bochumerstr. Drog. P. K. Krabe, Nordstr. 43 Drogerie Rohrer, Ueckendosferstr. Drogerie Brommer, RetthauserStraße 40 Drogerie Schmitz, Kaiserstraße, Ecke Orillostraße Drog. Paschen, König Wilh.-Str Pi Drog. Ablmann, Bismarckstr. 1#9# Drogerte Backmann, Bismarckstraße 153 Ie Goßler! Drogerie Nissen, Heßlerstraße In Bulmte: Drogerte Wiele, Wannerstraße 78 Drogerie Heid, Wannerstraße Löwen-Drogerie, Heinrichstr. Verlangen 85 h Prarinn Jultliähuns und Proupetts graik. gab die deut Presse gefiel sich durch laute Agit Volkspartei eber war, an dem " Der Kampf gege Verdächtigungen an nationaler die sich ohne R tobte, haben ihr nationalen dürfe Ziel erreich hrigenspiel und diejenigen, schauten, sondern ließen, haben si# trägern deutsch gemacht. Böser Wille Weise bei der der Sozialde rischen Wahrhei die eigene Anstoß dazu g. unter den Füben bei der ersten dem Parteiführe darin givfelten, Deutschnationalei war die erste des Ganzen führ Forderung auf wirken mußte. kraten nicht u argerungssie von dem Au trieb. 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