* Gelsenkirchener Bezugspreis monatlich durch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen 9000 Mk. Einzel=Nummer 400 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen:„Gelsenkirchener Bonntage-Zeitung“ und„Am Derdfeuer“. Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Geschäftsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 87, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. Fernsprech=Anschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 125. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. Anzeigenpreis für 1 mm Raumhöhe(27 mm dreit) 150 Mk., im Ortsverkehr 120 Mk., für Wohnungs- und Stellengesuche, sowie Verkäufe nicht geschäftlicher Art 80 Derr. Reklamen 1 mmn Raumhöhe(80 mm dreit) 500 Mark. Für Aufnahmen an bestimmten Tagen und Plätzen, sowie für Auftrüge mittels Fernsprecher wire keine Gewähr und für Prucksehler keine Haftung übernommen. 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Poincare gab dem„Temps“ zufolge dem Ministerrat von dem Inbalt des enalischen Memorandums, das nicht veröffentlicht wiro. Kenntnis. London, 15. Juni.(Telegr.,„Suily Mail“ zufolde verlautet, daß gestern abend die Empfangsbestätigung des britischen Memorandums seitens Poincares in London eingegangen ist. In ihr werde der freundschaftilche Geist anerkannt. in dem das Memorandum abgefaßt sei. Es werde versprochen, das Memokandum in demselben freundschaftlichen Geiste zu erwägen. Die 9 Punkte Englands. Englische Mitteilungen, * London, 15. Juni.(Telegr.) Der divlomatische Berichterstatter des„Daily Telegravh" teilt mit: Die Kovien des am Mittwoch nach Paris gesandten britischen Memorandums seien auch der belgischen und italienischen Regierung übermittelt worden. Das Memorandum enthalte 9 Punkte, wovon 8 die Gestalt von Fragen haben und den Zweck verfolgen, von Frankreich eine klare Definition seiner Politik in folgenden Punkten zu erhalten: Einstellung des deutschen passiven Widerstandes, unsichtbare militärische Besetzung, schrittweise Räumung, die wirtschaftliche Ausbeutung von Pfändern, ein Moratorium für Deutschland, die Eisenbahnregie für die Rheinlande und die Frage der Zollgrenze zwischen dem besetzten und nichtbesetzten Deutschland. Punkt 9 stellt die Weigerung dar, die französtsche Mindestforderung mit Bezug auf die A., B=, CVons, wie sie im Januarplan Poincares dargelegt sind, sowie eine Beschränkung der Erörterungsgrundlage auf diesen Plan einzunehmen. Der Berichterstatter hält es nicht für undenkbar, daß, nach Eingang der Antwort auf das englische Memorandum, die britische Divlomatie versuchen werde, aus informellem Wege von der deutschen Regierung gewisse ergänzende Einzelheiten zu dem letzten deutschen Memorandum zu erhalten. Der Berichterstatter ist der Ansicht, er mußte ohne allzugroße Schwierigkeiten festgestellt werden können, wie weit die deutsche Regierung Frankreich in ihrer Forderung nach Einsteilung oder Susvendierung des passiven Widerstandes entgegenkommen würde, vordusgesetzt, daß sich eine derartige Forderung auf eine offizielle deutsche Aktion in diesem Punkte beschränkt und welche Zugeständnisse die deutsche Regierung im Austausch dagegen verlangt. Dem Berichterstatter zufolge befassen sich die britischen Sachverständigen damit, die deutschen Garantien mit den im belgischen technischen Memorandum vorgeschlagenen zu vergleichen, obwohl in den Fragen der Eisenbahngewinne als auch der Monovoleinkünfte sich Differenzen nur auf die äußere Form beziehen. In der industriellen Beteiligung sei die Wahl zwischen Profiten und Obligationen. Die britischen Sachverständigen ständen nach wie vor auf dem Standvunkt, daß eine deutsche Einfuhrabgabe in Gold oder in Gestalt von auswärtigen Wechseln die wünschenswerteste Einnahme vom Standvunkte der Revarationen ist. Der Berichterstatter erklärt, der Rücktritt der belgischen Regierung komme in einem äußerst ungelegenen Augenblick und könne den Fortschritt der interalltierten Verhandlungen beträchtlich verzögern. Reuter erfährt, die englische Regierung werde jetzt die Antwort Frankreichs abwarten, die von dem Kabinett sorgfältig erwogen würde, sobald sie eingtroffen ist. Es sei wahrscheinlich, daß dieser Meinungsaustausch durch die divlomatischen Kanäle fortdauere. bis der Stand. punkt der beteiligten Regierungen sorgfältig definiert worden sei. Im Falle eines erfolgreichen Ausgangs des Meinungsaustausches werde es moglich sein, zu einer Entscheidung über die an Deutschland zu erteilende Antwort und über die Frage der Einberufung einer internationalen Konferenz zu gelangen. Englands Standpunkt unverändert? WTB London, 14. Juni. Das Unterhausmitglied Charles Buxton fragte den Premierminister, ob er wisse, daß ein großer Teil der öffentlichen Meinung in England gegen jede Erklärung der englischen Regierung sein würde, die eine Billigung der französischbelgischen Besetzung des Ruhrgebietes bedeuten würde. ob irgendetne derartige Erklärung beabsichtigt sei und wenn ja, ob das Unterhaus Gelegenheit erhalten würde, die Frage zu erörtern, bevor eine solche Erklärung erfolge. Baldwin erwiderte, daß die Ansicht der Regierung bezüglich der französisch=belgichen Besetzung des Ruhrgebietes unverändert bleibe. Es sei nicht beabsichtigt, irgendeine Erklärung in dem in dieser Frage angedeuteten Sinne zu geben. * Die Antwort Frankreichs. 9 Paris, 15. Juni.(Telegr.) Wie der„Matin“ mitteilt, hat Poincare bereits gestern nachmittag die Antwort auf den englischen Fragebogen festgestellt. Bevor er der britischen Rezierung die Antwortnote zustellte, halte er sich für verpflichtet, sie dem belaischen Ministerium zur Kenntnis zu bringen, damit der neue belgische Ministerpräsident, der den eleichen Fragebogen erhielt, in der Lage sei, in London eine fast identische Erklärung abzugeben. Aus dem Inhalt. A. Baris, 15. Juni.(Telegr.) Das„Echo de slaubt über den Inhelt der Antmont auf den n der KKuhr lahmgelegt. englischen Fregevogen einige näbere Angaben machen zu konmn Danach geht die erste Forderung Frankreichs auf die Aufgabe des passiven Widerstandes. Frankreich wolle weiterbin die Frage der Transaktion der Bonds der Serie C ausgeworfen wissen, die bekanntlich annulliert werden sollen, wenn ein interalliierter Schuldenausgleich stattfindet. An den Bonds A und B hält Frankreich, wie schon immer bekannt, fest. Deutschland soll weiterhin sofort seine Sachlieferungen wieder aufnehmen und es soll die Ausfuhrabgabe von 26 Prozent wieder erhoben werden. Einem Moratorium scheint Frankreich nicht abgeneigt zu sein, dafür aber bleibt es bei seiner Forderung der Pfänder.„Echo de Paris" nennt hier die Umformung der französisch=belgischen Eisenbahnregie in eine internationale Gesellschaft. Unter diesen Voraussetzungen soll Frankreich den Charakter der Besetzung ändern wollen, und darunter verstehen, daß sich Garnisonen nicht in Städten, in Hütten und in Gruben aufhalten sollen, daß aber doch Truppen sozusagen unsichtbar im Ruhrgebiet verbleiben. So der Inhalt der Antwort, wenn das„Echo de Paris“ richtig unterrichtet ist. Unser dt=Korresvondent meldet noch folgendes: dt Paris, 15. Juni.(Telegr.) Auf die englische Denkschrift hat Poincare bereits gestern vormittag einen Vorentwurf ausgearbeitet, den er sofort der belgischen Regierung als Unterlage für deren Antwort auf die Fragen Lord Curzons übermitteln ließ. Die Blätter äußern übereinstimmend, daß die Probleme der Ruhn besetzung und der Revarationen in der von dem französischen Ministerpräsidenten ausgearbeiteten Antwort eng verknüpft seien und Frankreich sein Pfand ohne geleistete Zahlungen durch Deutschland nicht aus der Hand geben werde. Die Pariser Zeitungen machen über die Antwort Poincares an Lord Curzon ausführliche Mitteilungen. Danach soll die Hauptfrage an England darin bestehen, ob die englische Regierung bereit sei, gemeinsam mit Frankreich und Belgien die Aufgabe des passiven Widerstandes zu verlangen, wenn über die grundsätzlichen Voraussetzungen Einigkeit zwischen London und Paris erzielt sei. Die Alliierten müßten sich darüber klar sein, daß der deutschen Regierung folgende Forderungen gestellt werden müssen: Die deutsche Regierung bat die Verordnungen, die den Eisenbahnbeamten und auch den Geschäftsleuten Strafen androhen, falls sie für die Besatzungsbehörden arbeiten, aufzubeben. Die bisher verfügten Bestrafungen und Entlassungen seien rückgängig zu machen. Die Arbeit in den Kokereien sei wieder aufzunehmen, besgleichen die bis zur Ruhrbesetzung erfolgten Lieferungen. Falls der deutsche Widerstand nach Annahme dieser Forderungen aufhöre, könnten die Garnisonen in den besetzten Städten zurückgezogen werden, abgesehen allerdings von einigen Ausnahmen. Die französisch=belgische Eisenbahnregie sowie zahlreiche Bergwerke im besetzten Gebiet müßten einer alliierten Kontrolle unterstellt werden. Ferner sollen von dem Tag der Einigung an die von Deutschland übergebenen Bonds der Kategorie C zur Annullierung der interalliierten Schulden dienen. Von den Bonds der Kategorie A und B im Nominalwerte von 50 Milliarden fordert Frankreich 26 Milliarden, auch müssen die Kohlen= und Naturallieferungen im vollen Umfange wieder ausgenommen werden sowie die Zölle in Gold bezahlt und eine 27prozentige Ausfuhrsteuer erhoben werden. Während des Moratoriums seien schließlich einzelne Pfänder zu den Revarationen binzuzuziehen. Keine englische Anfrage an Deutschlans. 9 Berlin, 15. Juni.(Telegr.) In der englischen Presse wird im Anschluß an den Frazebogen, den Lord Curzon Herrn Poincare übersandt hat, die Vermutung ausgesprochen, es sei leicht möglich, daß auch Deutschland von der englischen Regierung gefragt werden würde. Wie wir von gutunterrichteter Seite hören ist bei den in Deutschland in Betracht kommenden Stellen weder eine solche Anfrage eingetroffen, noch irgend etwas von einer dahin gerichteten Absicht Englands bekannt geworden. Wenn man sich die Situation vergegenwärtigt, dann ist doch wohl der englisch=französische Gedankenaustausch in vollem Gange, und wir beurteilen deshalb die Situation so, daß für den Augenblick die politische Aussprache der Klärung des englisch=französischen Verhältnisses dient. Soviel wir wissen, ist England über die deutsche Auffassung aller im Memorandum enthaltenen Fragen eingehend unterrichtet. Ruhr und Rhein. Der gesamte Eisenbahnverkehr an der Ruhr lahmgelegt. Die Dortmunder Bahnhöfe besetzt. .: Dortmund. 15. Juni. Seit heute früh halten die Franzosen sowohl den Hauptbahnbei als auch den Bahnhof Süd, die noch frei waren, besetzt, ebenso die Süterbahnhöfe, Nebenbahnböse und Stellwerke. Damit ist Dortmund von jedem Eisenbahnverkehr abgeschnitten Durch die Besetzung der Dortmunder Bahnböse ist nicht nur die Stadt Dortmund selbst, sondern auch das ganze Ruhrgebiet vollständig von der Aubenwelt avgeschnitten. Jede Möglichkeit, vom unbesetzten Gebiet über Dortmund in das Ruhrgebiet zu gelangen, ist abgeschnitten. Innerhalb dem mittleren Teil des Industriegebietes ist jetzt nur noch der Reiseverkehr auf der ellektrischen Straßenbahn möglich. Durch die neue Bahnhofsbesetzung wird die Lebensmirtelversorgung des Ruhrbezirks in bedenklichem Maße gestört. Besetzung der Bochumer Bahnhöse. 2 Bochum, 15. Juni. Heute früh 5 Uhr wurde der Bochumer Hauptbahnhof und der Bahnhof Bochum=Nord besatt.„Samp= he. Eitershabuer baben au dem baupt, Maschinenschupven ist besetzt. Mit der Besetzung dieser beinen Bahnroie ist Bochum vollständig von der Augsawelt abgeschnitten. Ein Verkehr ist pur noch auf der Strabenbahn möglich. Wie der„Bochumer Anzeiger“ weiter meldet, wurde am Donnerstag das Zufuhrgleise vom Bahnhof Präsident zum Bochumer Verein verstört. Gbenso wurde das Stellwerk zum Bochumer Verein besetzt. Hierdurch wird auch wohl die letzten Verbindungen mit dem Bochumer Verein unterbrochen. Es droht die Stillegung des Werkes und der Stahlindustrie und Arbeitslosiskeit für 20000 Menschen.— Die Stiecke nach Bochum=Riemke ist außer Betrieb gesetzt. Auch die Bahnhöse Gelsenkirchen=Wattenscheid und Kray=Süd sind besetzt. Deogleichen das Betriebsamt in Königssteele. Rheinlanökommission und Straßenbahnverkehr. Wiedergutmachung bei Sabotageschäden.— Beamtenverkehr. mi Koblenz, 15. Juni.(Telegr.) Nach einer Meldung der Havasagentur hat die Rbeinlands. kommision gestern wieder eine Reibe von Ordonnanzen erlassen. Der verstärkte Straßenbahnverkehr soll von nun ao nicht mehr geduldet werden. Es ist beschlossen worden, daß die Straßenbahngesellschaften ihren Betrieb auf die normale Ausdehnung, die im Jahre 1922 festgesetzt wurde, zurückzuführen haben. Des weiteren soll von nun ab den Kommunen und dem Deutschen Reiche Wiedergutmachungen eines jeden Schadens auferlegt werden, der durch Sabotage oder aus einem anderen Grunde, der durch den Widerstand des Deutschen Reiches gegen die Ordonnanzen der Rbeinlandskonmission geschaffen wurde, entstanden ist. Außerdem soll angeordnet werden, daß von nun ab der in Ordonnanz 167 vorgesehene Verkehr zwischen den Beamten des besetzten Gebietes und ihren vorgesetzten Behörden im unbesetzten Gebiet auf ein moglichst geringes Maß beschränkt werden. Reiseerlaubnisse sollen nur ganz ausnahmsweise und zwar nur in Fällen, in denen es sich um unerläßliche Besprechungen im Interesse der Bevölkerung handelt, gestattet werden. Die Bezirksdelegierten allein sollen diese Genehmigung erteilen, die nur für eine Reise Gültigkeit haben. Schließlich hat die Kommission beschlossen, daß, wenn in Zukunft Beschädigungen an Anlagen fest. gestellt werden, die militärisches Interesse haben, wie z. B. an Eisenbahnen, Telephon= und Telegraphenleitungen, ein oder mehrere deutsche Beamte der Justiz oder der Polizei von den Besatzungsbehörden zu regutrieren sind. F. Eins Schienenspronguups— Schwere Sanktionen. M Offenbura, 14. Juni. In der vergangenen Nacht wurde ein Schienenstrang im Bahnhof Windschlag von Unbekannten gesprengt. Die Detonation wurde bis Offenburg gehört. Der Bürgermeister Immenschuv von Windschlag wurde verhaftet und nach Kehl abgeführt, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. In einem von der französischen Besatzungsbehörde bekanntgegebenen Befehl ordnete der Kommandant des Brückenkovfes Kehl aus Anlaß dieser Sprengung folgende Sanktionen an: 1. Die Bürgermeister der Gemeinden Windschlag und Ebersweiler werden verhaftet. 2. Die durch die Sprengung an der Bahn entstandenen Schäden werden auf Kosten der Gemeinde Windschlag durch die Bewohner dieses Ortes selbst ausgebessert. 3. Eine Geldstrafe von zehn Millionen wird der Gemeinde Windschlag und eine Geldstrafe von fünf Millionen der Gemeinde Ebersweiler auferlegt. 4. Bis auf weiteres mindestens bis zur Bezahlung der Geldstrafen und bis zur Wiedergutmachung des Schadens darf kein Einwobner der Gemeinden Windschlag und Ebersweiler von 7 Uhr abends bis 6 Uhr morgens die Wohnung verlassen und wird während dieser Zeit der Verkehr sämtlicher Beförderungsmittel auf der Strecke Avvenweiler—Offenburg verboten. Die Kohlenabfuhr. WIB Essen, 15. Juni. Das Wolffsche Telegrapbenbureau meldet:„Aus einer Uebersicht über die Kohlen= und Koksabfuhr aus dem Ruhrbezirk über die Brücken bei Duisburg=Hochfeld=Süd und Düsseldorf und auf dem Rhein in Richtung Frankreich und Belgien vor dem Ruhreinmarsch und im Monat Mai 1923 ergibt sich, daß diese beiden Länder monatlich auf den Eisenbahn= und Wasserstraben durch Deutschland an Revarationskohle und Koks vor dem Einmarsch(an 25 Arbeitstagen) 587650 Wagen erhalten bätten, während sie im Monat Mai auf der Eisenbahn und dem Rbein(die Schiffsladungen sind in Wagenladungen umgerechnet) 20 569 Wagen nach Frankreich und Belgien abfahren konnten. Die Abfuhr von Kohlen und Koks nur auf der Eisenbahn durch Deutschland nach Frankreich und Belgien vor dem Einmarsch betrug 46 250 Wagen, dagegen betrug die Abfuhr von Koblen und Koks auf der Eisenbahn durch Frankreich und Belgien im Monat Mai 18069 Wagen. Beeröigung in Dortmund. nund. 15. Juni. eteiligung der Bey tlt land elten WTB Dortmi unter großer Beteiligung der Bevö der sechs Personen statt, die am Tode gekommen sind. E Trauerweisen, während en——— Dortmunds läuteten. Alle Bebörden und alle und Vereine waren vertreten. lokale und Restaurationen der Die evangelische und katbolische Seihaischkeit. Prngen die ern Kränze niederlegen. an den K zunächst dar T Lelevdonsi war, die Mrüchen, tnkont, ns eine ommandeur in Castrov ein Schreiben, on dem arauf bingewiesen wird, daß er infolge der PC swverre aumemwam zu ersonen, die schon morund der Stei b7 n9 ersu oo Ermittlungen Erer reiben wird um ungen über die See.— 5 Jahre Gefän mis und 168 Milliarden Mack Gl#dstrafe. WID Essen, 15. Junt. Bue rem Kriegsgericht in Werden begn deutr die Verbandlung gegen Direkton Bergasfessee v. D. Hermann Kell von dex.„Huie Hotfmmgsbute,## b 1 8. D. Heimann Kellermann von der„Hure Hoffnungsbu##“ in Oberhausen. den Direktor Ver#ssesser a. v. wilbelm Falke von den Rombacher Hüttenwerken und Zeche„Kontordia en Overbausen und den Prokupist Peter Fried.= mann von der Abier=A.=G. für Berghau in Kupferdreo, Die Herren sind ungetlagt loße Woiir D G. für Berghau in Kupferbe at. genen die Verordnung 33 ch. daß sie Kohlen= und Koksichen Besehls nicht wieder aufjeden wurde einzeln verhandelt. verstoßen zu baben, dadur lieferungen tro: ausdrücklichen genommen haben. Gegen jeden wurde einzeln verhand Direktor Keslermann erklärte, daß Lieserungsvervote des Reichskoblentommissars eütte Uesern Aüirken n und baß er, wenn er gewollt. hätte bieiern können, da die Arbeiter sonst in den getreten wären. Der als Zeuge vernommene Be ratsvorsitzende Weidlich bestätig Kellermann führte noch aus. Tgt. schon seit Ausust vorigen Jahres nicht mehr geliefert woll er von Frankreich als unbrauchbar zurückg worden fei. Der Anklagevertreter beant gegen Kellermann fünf Jahre Gefänants dovvelten Wert der nicht belief Koks unr Kcksmenom in dihe von 245 Rsltionen den kanken(rund 168 unter denen sich auch nte Rechtsanwalt M orrabrach hatten, w# lliarden Mark). h der aus Nortand wirde nach st. welches, den lachdem die Lumsde Nachden dem Kump befand. ihre kurzer Belung gegen Direktor Wilbelm Falke begonnen, die morden sortgeserzt wird. Die Kabinettskrisis in Belgien. Die Demission angenommen. V Brüssel, 19. Juni.(Telear.) Der Könie hat die Demission des Kabinetts angenommen. Die französische Presse zur Krisis. — Paris, 15. Juni.(Telegr.) Zur belgischen Nabinettskrise schreibt„Petit Parisien“, die Krisis stelle Belgien vor eine umso delikatere Grase. als die äußeren Ereignisse mehr denn je die Fortführung der seitberigen Politik verlangten; deshalb wünsche man, daß die Krisis kurz fei. Die französische öffentliche Moinung könne den loyalen und intelligenten Beistand vergessen, den das Kabinett Theunis seit seiner und besonders aber seit Januar der franlchen, Volltst Jeiner-# dem Ruhrgebiet gefolgt. Wenn Theunis, wie es im Augenblick wahrscheinlich sei, ausoefordert werde, des neue Kabinett wieder zu bilden, so würde diese Erinnerung im Gedächtnis Frankreichs nicht untergeben. atin“ fragt, ob die Entscheidung über die Det ein Manöver oder definitto sei; das müsse die st lehren. „Echo de Paris“ schreibt, die Krisis, die ausgebrochen sei, berübre die Seele und die Kraft Belviens; man könne sich nicht einmischen, aber man dürfe doch erklären, daß die Rettung der belgischen Einbeit den großen nationalen Interessen Frankreichs entrech:„ Im übrigen dürften die Schwankungen in Frankreichs Aktion am Rhein nicht verlangsamen. Das belgische Volk werde um so mehr an der Aktion teilnehmen, in der Frankreich unterdessen nicht lochker lassen dürfe. „Journa!“ schreibt, die belgische Krise ereigne sich unter beunruhigenden Umständen. Das Einzige, was vielleicht möglich wäre, sei, daß man an das Land gpellere, aber dienu brauche man eine Regleuma. Eine nigung der belgischen Parteien könne nur auf internationalem Gebiet erfolgen. Hier sei sie mit der Zunahme der kleinen extremen sozialistischen Fraktion einig, um die Regelung der deutschen Frags u verlangen, die den berechtigten Forderungen des großen Kriegsopfers entspreche. Aber gerade jetzt trete die Ruhrangelegenbeit in eine entscheidende Phase. Im jetzigen Augenblick wüsse Beloien einen starken Fühver besitzen. Auch„Journal“ tritt ein für eine neue Regierung Theunis. „Oeuvre“ schreibt, wenn man eine Einigung zwischen den Liberalen und Katholiken in der Blamenfrage erzielen wolle, so sei man gezwungen, das Parlament aufzulösen. „Ere Nouvelle" schreibt, wenn Brockeville ans Ruder gelange, so erhalte Frankreich in ihm einen Freund, aber keinen Alliierten. Aber welches auch die Entwirrung der Krise sein werde, es sei unmöglich, eine Wesensbeziebung berzustellen zwischen dem, was in Paris und London sich ereigne und dem, was in Brüssel geschehe. Stimmen aus England. &amr London, 15. Juni.(Telegr.) Dem Berichterstatter der„Time“ zufolge ist es wahrsch lich, daß der belgische König heute Theunis werde, das Kabinett neu zu bilden. Der Pariser Berichterstatter des„Daily Erores“ schreibt, der Rücktritt des belgischen Kabinetts machte in französischen volitischen Kreisen einen tiefen Eindruck. Es werde anerkannt, daß die politische Krisis in Brüssel eine weitreichende Wirkung auf die Nevarationsfrage haben messe. Man sei der Ansicht, daß, wenn Außenminister Jaspar Ministerpräsident werden sollte, eine Aenderung in der belgischen Politik stattfinden müsse. Dieser Wechsel würde die Wirkung haben, daß Belgien dem beitischen Standpunkt näber gebracht würde. Es sei bekannt, daß die Ansichten Theunis und Jaspars in der letzten Zeit nicht übereinstimmten. Die Brage der Auflösung des Parlaments. na Brülsel, 15. Juni.(Telegr.) Entgegen den Nachrichten einiger Morgenblätter hat der Könie Theunis verläufig nen nlcht mit der Neubildung des Kabinetto betraut. Ge wird vielmehr den üblichon Wes einschlagen und znnüchtt die Parteiübrer sowie den Präsidenten der Kammer, die tominister dus. bestugrn. Eo be um die Möglichtent, van au Druns dieser Verhandlungen der Rönig sich an Theunis wenden wird. Ja volttischen nU RoEEE FE Ea EETAN SSates Sus. Du Kreisen erklärt man, Theunis werde alsdann sich wirder Stbeliten und gen. Das kat! sich mit der Möglt um bemüben, die Ratboliken und Sibsvalen zusamwge Sieel l“ Uigm der uleng! Heitälsse be. Besienents wärbe nldt bie netwendige Matorität trgend eine Partei ergeben und bestenfalls wied die Rechte mit einem kleinen Erfolg aus bervorgeben. Trotzdom wird an der Zu des Patlamente aus Blamen und Wallonen ändert werden, aber vielleicht werden Nauwahlen den Parteiführern einen wertvollen Biugenzeig geben. Reichsarbeitsminister De. kenfans wirs die den Neuwahlen Zusammensetzung lonen nichte gezu rechnen ist. Besprochen wurde hierbei eine Eingabe Deutsch rungsz1 nst befi Theunio mit ddr Neubilduug becuitsest. amp; Brüllel, 18. Juni.(Tolege.) Der König hat Theunis mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt. rungen ommen mmte erhöbungen sollen den lich zugeführt werden. Abg. Nersten Werung gen an die Teuerungs. ndlichen Beamten. Rentensegsopfern so schnell wie mög(Soz.) Der Amsturz in Bulgarten. Skambulinski erschossen. na Vondon, 15. Juni.(Tolegr.) Rach einer Aautermeldung aus Sofig, wurde Stambulluski, ele er eetinzt“, den Tmppen, die ihn verbaften wollten, un ben, durch einen Schut getötet annehmbar. Abg. Hoffmann=Ludwigsbasen(Bentr.) hält die Abfindung in allen Fällen für geboten, wo die Renten so gering sind. daß Ut Bulin, 15, Juni.(Telear.) Wie aus Belgrad pemeldet wird, soll der früber linsen in *——. ftudere bulgarische Premier Stambulinsel in einem Dorse bei Slavovitza gesangen genommen worden sein. Andere Nachrichten dagegen bebaupten, es handele sich dabei um den Bruder des früberen Ministerpräsidenten. Der Belgrader„Tribung“ zufolne wird die kleine Entente beschlieben, der Belgrader Revierung die Entschottung über eine eventuelle militärische Intervention i Bulgarten auf Kosten der kleinen Entente zu überle Verwaltungskosten in t—.— ist. ob sie das Gesetz in zweiter Lesung annehmen over ob man es noch einmal an den Ausschuß rückverw st. 80### des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, daß die Gebühren für Pressetelegramme nur vordoppelt werden mögen. Voi Zustimmung zu den Beweggründen dieser Eingabe wurde von den Ausschüssen festgestellt, daß die Pressegebühren durch das Gesetz in ein festes Verhältnis zu den allgemeinen Telegrammgebühren gebracht seien, so dab ein Eingeben auf die Eingabe nur im Wege einer gegenwärtig nicht möglichen Gesetzeränderung zu bewirken wäre. Die Eingabe dabe daber nicht berücksichtigt werden können. Schließlich wurde der Gesetzentwurf über wertbeständige Hopotbeten angenimmen, wonach künftige Hypotheken auch in Steinkohlen, Roggen und Weizen zugelassen werden. Die Reichsregierung kann mit Zustimmung des Reichsrats weitere wertbeständige Wertmesser, wie Kali und auch Leistungen, wie elektrische Kilowattstunden usw. zulassen. Das Gesetz gilt für Hypotbekenbanken sowobl wie für Privatleute. keinem Verbälinis zu ihr stoben. im übri bei meiner Vartei noch so viel. Wün noch nicht einig ist, ob sie das Gesetz in Entwurf eines Schankstättengesetzes. Juni. 811 tverweisen soll. Abg. Budjuhn(D. N.) jezeichnet die Novelle als einen Notbehell der berechtioten forderungen der Kriegsopfer. Der Ausschußz hat viele Verbesserungen vorgenommen. aber das Eristeneminimum esserungen vorgenommen. ab sei doch nicht erreicht worden. Trotzdem der Vorlage doch ein Gesetz der Ndtwe Abg. Streiter(D. V.) die Annahme eit. Kleinhandel mit Brauniwein berreiben will, bazu #rlaubnis bedarf, die nur erteilt werden kann. ein Bedürfnis nachgewiesen werden kann. Im rigen wendet sich der Entwurf in erster Linie oegen isschreitungen und Mitzstände im Schankstättenwesen. bei er nach Möglichkeit Härten vermeiden. den Gaststen nächster Zeit wurden in So##—.—.. nadmen erfolgen, Gerüchte sprechen soger von viver mnilttörischen Besetzung Sofias. Ein Kronrat es Belgrad. 15. Juni.(Telege.) Der König hat einen Kronrat abgehalten, dem außer sämtlichen Mimistern der Generalstabschef und der Kommandant von Uestüb betwohnten. Gegenstand der Beratungen bildete, wie eine amtliche Meldung besagt, das Verhalten Südlawiens gegenüber Bulgarien. Ein Adslawischer Kurier, der mit Pässen, die das Visum der buloavischen Regiertng trumen, von Softa nach Belprad reiste, wurde an der Grenze von bulvarischem Militär festgenommen. Regierung dat dabar beschlossen, zu lien m greisen. Wir werden die Novelle verabschieden. um schnell zu delfen. Unsere Wunsche gehen aber Jetzt muß aber das Wort gelten, dopvelt gibt. Adg. Weirler(D. V.) benfalls, daß die finanziellen Verhältnisse des nicht gestatten, den Dank des Vaterlandes nicht esseren Form zum Ausdruck zu bringen. Ade Schwere Kämpfe zwischen Abg. Ziealer(Dem.): den Opfern rweiter, Jetzt muß aber das Wort gelten, dovvelt gibt. wer schnell gibt. Adg. Weirler(D. bedauert ebenfalls, Reiches es— in einer besseren Abg. Bertdele(Komm.) die Anträgs seiner Partei, die über die Aussußbeschlüsse wesentlich binausgeben. Wenn von einer indung überhaupt die Rede sein soll dis zu 20 Pros., die Abfindungssumme auf 2 Millionen erböbt werden. Abg Lenutug(Deutschvölk.) krittfiert die ungenügende und viel zu langsame Entschädigung der Kriegsbeschädigten und fordert, daß die riegsbeschädigten ihre Bezüge in Gold erhalten. Wir na Berlin, 15. Juni. Der Entwurf eines Schaptstattengesetzes ist dem Reichstag zugegangen. Das Gesetz bestimmt, daß, wer Gastwirtschaft. Schantwirtschaft oder Kleinhandel mit Branntwein betreiben will, dazu der Erla wenn übri Ausse wobei er nm—.—.—. wirtestand aber gesund erhalten und ihn in seinem eigenu Interesse von unzuverlässigen Elementen befreien eben trägt er den Wunsch der Vertreter der Mäßigkeitsbewegung nach Einführung des Gemeindebestimmungsrechts sowie nach Ermöglichung der Errichtung von Gast= oder Schankwirtschaften auf gemeinnütziger Grundlage entgegenzukommen. In dem Entwurf sind weiter Vorschriften vorgeseben, die den Ländern eine einache reichsrechtliche Grundlage für die Gestsetzung und Handhabung der Pollzeistunde. sowie für den Erlaß# von Verboten des Ausschanks und des Kleinhandels von Branntwein während bestimmter Morgenstunden, an Lohnzablungstagen usw. geben soll. Die Bekämpfung der Schlemmerei soll dadurch ermöglicht werden, daß dieer Begriff in die Versagungsgründe men ist. dauernd ausgenom) B e i Z l a t i c a. 6 0 K k l o, ist es zu schweren erne und Regiess Sofia, 15. Junk.(Telegr.) Bei meter nordöstlich von Sofka, Kämpfen zwischen Bau rungstrupven gekommen. Da bisber weder der Belagernes, noch dor Ausnahmezustand verbängt worden ist, werden die gefangenen Bauernbanden als Aufrüdrer von ordentlichen Gerichten nach den vor der Bauernregierung geltenden abweurteilt werden. Die Regierung hat die Steuerfragen. Landessteuergesetz.— Rückwirkende Zuschläge zu den Gebältern.— Inseratensteuer. # Berlin. 19. Juni. Der Steuerausschuß des Reichstages verabschiedete das Landessteuerge Reichsftnanzminister Dr. Hermes erklärte, hodere se t doch auf dem werden, damit die Damit schließt di lehnung der kommun Irbeiter. gezablt — der Goldmark. lich auch auf diesem rbeiter wissen, was nie danen. prache. Unter Abträge Erreichung höberer Wert auf die Erböh 24 Prozent. Die 9 2½ Prozent. Die Parteie Prozent. Aus den weiteren nasant wird die Vorlage in der Ausschutziassung angenommen. Die Abfindungssumme wird durch Annahme eines Antrages der bürgerlichen Parteien von 180 000 auf 420000 Mark n der gleich darauf vorgenommenen 3. Beratu en die Beschlüsse der zweiten Lesung bestätigt. R 9 Gesetze ihrer Vorgänger aufoeboben, nach denen bei der= Nor der Schlubabstimmung erklärt der antigen Prozessen keine Advokaten als Verteidigar zu prunistische Ada. Bertbele. seine Partei werde gelassen werden. Ueber das Vermögen der früberen Mi= Ablehnung seiner Antrages gegen die Vorlage stin in Rentenraud porliet gelassen werden. Ueber das Vermögen der früberen Mimister wurde die gesetzliche Sperre verbängt. Die Maßnadme wird damit begründet, daß Stambulinel wenige Taos vor seinem Sturze 120 Millionen Lei sich zur versönlichen Verfügung anweisen ließ. Der Hauptwiderstand der Bauern macht sich im Süden undd Nordosen bemerkbar. da KO1T — nach stimmen. nn wird der Entwurs zur Aenderung des Wedrversoroungsorsetes in der 2..uyo 9. Ju; pate 18. a. zuschussungen an die Länder und Gem:inden seien nur bei Einnahmen zu vertreten. Er legte zung der Warenumsatzsteuer von 2 auf beließen es indessen bei 2 Beschlüssen ist hervorzubeben: Die Beteiligung der Gemeinden an der Warenumlatzsteuer wurde von 5 auf 15 Prozent erböht. die Länder erhalten 10 Prozent. Nach dem Zentrumsantrage dürfen neue Steuern auf landwirtschaftliche Betriebsmittel nicht gelegt werden. Die neuen Zuschüsse für die Beamtengehälter in den Ländern und Gemeinde Rückwirkung vom 1. Oktober 192 Bei der Fabrzeugsteuer sind Steuer frei zu lasten. Die Geltungsdauer wurde auf den 1. Aoril 1925 befristet. meinden treten mit in Kra ende Haltung Rumäniens zur os Bukarest. 15. Juni.(Telegr.) Aus Gurtu treffen Mekdumoen ein, daß die Orangegarden aus der Umvon Schumla die Stadt überfallen und sich ächtioer haben. Hier scheint sich der Bauerngegen die neue Regterung zu donzentrieren. Runschuk i vollkommen in den Händen Regiemme. Wetter südsich jedoch beben die aus der Stadt Povow einen Ausfall Arencnnnen unr sins der Darr iuf omn Neherili trupven zusammendestoßen. In biesigen volitischen Kreisen wird erklärt, daß ## Rberale rumänische Regterung das Regime In Bulgarien mit Woblwollen betrachtet und jede Inervention in Bulgarten ablehnen werde. Die egterungstreise sund über den Stum Stambulinskis erfreut, well dadurch die boffnungen der rumäntschen Beuempartet, die der Regierung in letzter Zeit Schwiesiokeiten gemacht haben, erhablich beschädtet werden. 6.15 Uhr vertagt sich das Haus auf Samstag euer. Vortsetzung Antrag auf Aenderung der Umsatzsteuer. der Beratung des Geschlechtskrankengesetzes. t. r von der r Gesetze den 1. April 1925 befristet. Ferner beschäftigte sich der Ausschuß mit einer Petition des Vereins Deutscher Zeitungsverleger um Enmnäßigung der Inseratensteuer und beschloß Abänderungen des Umsatzsteuergesetzes, wonach die Steuer für Uebernahme von Anzeigen sich bei Zeitungen und Zeitschriften von den enten 10 Millionen Mark des innerbalb eines Kalendervierteljabres vereinnahmten Entgelts auf# Prozent und bei böberem Entgelt in entsprechender Staffelung ermäszigen soll. Die Ermähigung tritt mit Rückwirk in Kraft. kung vom 1. Januar 1923 Reichsratssitzung. Deutscher Reichstag. 90. Sitzung. Berlin. 15. Juni 192..(Telegr.) Guf der Tagesordnung steht die zweite Beratung der Novelle zum Reichsversorgungsgeseh hren der Frieosovfer sofort um #bezüge erböben will. Der Ausüber die Negierungsvorlage binaus die Bezüge igten wesentlich erhöbt. * Der Reichsrat erklärte sich mit dem Reichsknaovschaftsgesetz und der neuen Beamtenbesoldungsordnung nach den Reichstagsbeschlüssen einverstanden. Zur Erwerbslosenfürsorge wurde die Regierungsvorlage angenommen, wonach in Fällen besonderen Bedürfnisses die obersten Landesbebörden die Wartezeit mit Zustimmung des Reichsarbeitsministers bis auf drei Tage abkürzen können. Ferner erklärte sich der Reichsrat mit den Verordnungen einverstanden, die die Wochenhilfe, Wochenfürsorge, die Unterstützung der Rentenempfanger aus der Invaliden= und Angestelltenversicherung und die Zulagen in der Unfallversicherung entsprechend der Geldentwertung wesentlich erhöhen. Zur Frage der Lastenverteilung erklärte der Vertreter des Reichsfinanzministeriums, die Reichsregierung sei bereit, den Gemeinden im besetzten und Einmarschaebiet die Mehrlast aus den neuen Verordnungen im Verwaltungswege durch Zuschüsle aus einem besonderen Fonds tragen zu helfen. Angenommen wurde ferner die Erböbung der Post=, Telegraphen= und Fernsvrechgevurren zum 1. Juli. Die Post= und Telegraphen= gebühren werden verdreifacht, die Fernsprechgebühren verfünffacht. Wie mitgeteilt wurde. beträgt der durch die letzte Teuerungswelle verursachte Mehrbedarf der Reichspostverwaltung vier bis fün Billionen, von denen durch die Gebührenordnung nur die Hälfte gedeckt wird, so dah mit weiteren Erböbungen Kehre wieder. Roman von O. Elster. 118 „Ich fürchte, es ist mehr als das. en.“ bedwig sehr, sehr unglücklich werde So*.** Jedenfalls wird Zukunft würde ich vollkommen sicherstellen.“ „Du willst bedwie verkaufen, Vater?“ „Das ist wodl nicht das richtige Wort, Jobst. Es soll bedungs freier Wille sein. Laß sie den Brief Winklers besen— sorich Du mit ibe— ein Wort von ihr kann uns alle retten. Sie wollte je auch den Grafen Nitzdorff bei1 raten— nun, Winkler ist jedenfalls eine bessere Parti. „Ich kann nicht mit ihr darüber sprechen, Vater.“ „Hm— ich dachte. Du würdest mir belfen.“ „Das will ich auch, Vater, so weit ich es vermag. Aber nicht in dieser Weise. Ich will mit Mama sprechen, ste muß Dir ihr Vermögen zur Verfügung stellen— und n wollen wir unsen Leben anders einrichten— ich mit Dir arbeiten— ich fühle mich jetzt wieder kräftig genug— und ich bin ein Anderer geworden, Vater — ich habe einveseben, welch sinnloses Leben ich früber geführt habe— ich will das gutmachen durch Fleit und sprechen, mit bedwig kann ich Vater. So weit dürfen wir uns nicht „Wir werden gegenüber der Macht Winklers einen sehr schweven Stand haben, Jobst.“ „Wir wollen den Kamof aufnehmen, Vater.“ Niehusen seufzte schwer. Er kannte die Schwierigkeiten eines solchen Kampfes besser als sein Sohn; aber er sagte nichts mehr, sondern ging schweigend in dem Zimmer auf und ab, während Jobst den Brief Winklers durchlas. Der Brief war in den höflichsten Formen gehalten, oder von einer kalten Entschlossenheit, in der sich der Chauekter Winklers widerspiegtte. Zum Schluß bied er: „Roch einmal biete ich Ibnen die Hand zum Frieden zwischen den Häusern Winkler und Riedusen. Auf welcher Geite die stürkeren Wassen sind, werden Sie, Herr Gbeimer Kommerzienrat, wobl schon erfabren haben. Wenn wir unsere Waffen veretnigen, werden wir die Welt können, werden wir den Weltmarkt bedarrschen. wir uns, wie bieber, is muß einer #r Besiegte sein wird, dürfte unschwer zu der Bosiegte fetEntscheidung, ob Krieg oder Frieden, Iieat bei oder vielmehr bei Ihrem Feüulein Tochter, deren dolon musde. Dn einigen Tagen Jobst ließ den Brief sinken.„Das ist schrecklich“, sagte er fassungslos. In diesem Augendlick klovfte es leise an die Tür und bedwig trat in das Zimmer, mit erschreckten Augen und verstörten Mienen. „Verzeibe, Papa, wenn ich störe“, fagte sie, sich an ihren Voter schmiegend.„Aber ich konnte es im Speisesaal nicht mehr ausbalten— Mama führte so sonderbar. Reden— Papa— lieber Pava— was ilt gescheben? Du bast Sorgen— und ach!— vor einer Stunde ist derr Winkler angekommen und in unserem Hotel abgestiegen.“ Vater und Sohn fuhren emvor. „Wie? Winkler— Alexander Winkler ist angekomman?— Wie it das möglich?“ „Der Oberkellner erzählte Mamo, daß Herr Winkler mit seiner eigenen Segelzacht angekommen sei. Mama schion sehr erfreut— ach, Papo— was bedeutet das alles? „Mein armes Kind“, flüsterte Niebusen, den Scheitel bedwios zärtlich streicheind. Jobst starrte düster vor sich nieder. Erschreckt sab Oedwig von einem zum anderen. Dann raffte sie sich auf. „Ich will wissen, was vorgeht, Papa— Jobst! Ihr tut alle so gebeimnisvoll— Ihr erschreckt mich— was soll das alles beiben? Wesbalb kommt dieser Herr Winkler hierber?“ „Gib ihr den Brief, Jobst...“ sagte Niebusen mit bebender Stimme Wortlos reichte Jobst ihr den Brief Winklers. Mit fliegender Gile las bedwig die kalten, höflichen. entschlossenen Worte des Briefes. Ein Schauder Überlief thren Körver. Glut und eisige Kälte wechselten in idren Adern, auf ihren Wangen. Die Tränen traten ibr in die Augen. Doch tapfer unterdrückte sie dieselben. Mit bebender Stimme fragte sie: „Ist das wahr, was in dem Brtof steht?“ Ja. „Bist Du nur dadurch zu vetten?“ Niebusen nickte nur mit dem Haupte. Ein wildes Schmerzgefühl vretzte ihm die Brust zusammen. Er konnte nicht sprechen. „Mein lieber Papa, soi ich zu tun habe“. „bedwig Du wolltest...“ rief Joöst. „Meine Pflicht tun— sie stebt böber als mein Glück.“ Da sank Niedusen wie gebrochen auf einen Sessel nieder. schlug die Hände vor das Gesicht und weinte. bedwtg kauerte an seiner Seite nieder, zog ihm die Hände vom Gesicht und kühre### Sorge— ich weiß, Der Zusammenbruch der Markstützung. Die Devisen der Reichsbahn. ..% Berlin. 1d. Juni. Der Untersuchungsausschut des Reichstages über den Zusammenbruch der Markstützungsaktion dielt, wie die Donnerot eime interne Sitzung ab senb läter melden, am Honnerstag eime Hriegre Sizung, ab. Zur Erörterung gelangte die Frage der Devisenbeschaffung der Eisenbahn für Kohlen und andere ausländische Waren. In früheren Sitzungen des Ausschusses war mitgeteilt worden, daß die Devisenkäufe der Eisenbahn auf dem freien Markt wesentlich zum Zusammenbruch der Markstützungeaktion beigetragen hätten. Die Verhandlungen des Ausschustes ergaben zweiselsfret, daß 1. der Devisenbedarf der Eisenbahn sich in verhältnismätzig niedrigen Grenzen gehalten hat. 2. daß die Reichsbahn nicht den geringsten Versuch gemacht hat. sich am freien Markt Devisen zu beschaffen. 3. daß die Schwierigkeiten in der Beschaffung von Devisen für die Eisenbabn durch die Devisenbeschaffungsstelle erst nach dem Zusammenbruch der Stützungsaktion in der ersten orden Hälfte des Mai entstanden und bekannt gewor #ind. Cozialdemokratischer Lohnsteuerantrag. Berlin, 15. Juni. Die fraktion hat laut„Vorwärte" beantragt. mätzigungslätze für die Lo um das Fünffache erhöht werden. Steuerpflichtigen und seine Eh“ teuerpflichtigen und seine Ehefrau je 6000 Mt. für jedes Kind je 40000 Mk.. zur Abgeltung für bungskosten 50000 Mk. von der Steuer abzuzieben husteuer ab 1. Juli Danach werden für die ie 9000 Dr., P. Pgge sein. erPreußischer Tanötag. 200. Sitzung. 5. Berlin. 15. Juni.(Telegr.) Präsident Leinert eröffnet die Sitzuna um 12½ Uhr. Zunächst wird der sozialdemokratische Antrag guf Vorlegung einer Dontschrift mit genauen Angaben über das Ergebnis der Nachorüfung den Eigentumsverhältnille der hobenzollernvermögens mit 149 gegen 138 Stimmen angenommen. Auch ein Teil des Zentrums hat für den Antrag gestimmt. Hierauf wird der Haushalt der Staatsschuldenverwal, tung angenommen. Es folgt die Beratung des Haushalts des Tanötages. keinert. Hiermit verbunden wird der kommunist fragouf Abletzung des Prälidenten Abg. Viesk(Komm.) fordert die Absetzung des Präsidenton Leinert. da Leiner: es nicht für nötig gebalten hat, irgendwie gegen die UrbeeinzuschreiF 15 Ju indtage tätigen Beamten und ein benposition, um den Angestellten essene Entlohnung und Alters gung gewähren zu können. al disziplinarisch einz Wir verlanden die Anstellung aller über 15 Jahre im Landtage tätigen Beamten und eine Erböhung der Ausgabenvosition. um den Angestellten und Arbeitern eine angemessene Entlohnung und Alters= und Hinterblie. benenversorgung Abg. Brecour(Soz.) tritt dem kommunistischen Antrag entgegen. die Verhälttand gerege ssten durch den VorAbg. Ebersbach(D. N.) llt fest, daß er selbst vor zwei Jahren die Ueberführung r Landtagsangestellten ins Beamtenverhältnis gesordert. und daß damals die Kommunisten dagegen gestimmt *ebbo*** hätten.(Lebbaftes bört, bört.) Abg. Becker=Aschoff(Dem.) tritt für eine Beschränkung der parlamentarischen Tätig keit auf die wichtigsten Angelegenbetten ein, damit das Anseben der Parlamente gehoben wird. Abg. Brust(Zentr.) wünscht gleichfalls eine Beschränkung der Parlamentstagungen. Für die Angestellten sei eine befriedigende Regelung getroffen. Abs. Dr. von Campe(D. V.) schließt sich ebenfalls dem Wunsche auf eine beschränkte Parlamentstätigkeit an. Gegenüber den Störungen von links seien die Präsidenten viel zu langmütig gewesen. Abg. Leinert(Soz.) lehnt es ab. auf den Vorwurf einzugehen seine Fübrung tisch.(Zur der Geschäfte sei vartetisch.(Zurufe bei den Komm.) Die Angestellten und Arbeiter im Landtage sind nicht schlechter Angestellten und Arbeiter im Landtage und nicht gestellt als die übrigen Angestellten. Die Ke Landtage beziehen die Einkünfte eines Oberke — J u s t u b e n. S i e*“— erhalten wöchentlich Kellner im erkellners in 228000 Mark. Weinstuben. (Hört bört.) Unter Ablehnung sämtliches kommunistischer Antrage, auch desjenigen auf Absetzung des Präsidenten Leinert wird der Haushalt des Landtages angenommen. Hierauf setzt das Haus die Beratung der Haushalts des Ministersums des Innern zu einer..— der Regterung zu gelangen. Abg. Kilian(Komm.): unfaubere Rolle spi gierung des 10 solution u issen hat kampf auf dem polizei im Kampf der Realitiongmmisteriums Severing gegen Rerbeiterbewegung der letzten Monate. In Polizei mehrere Menschenleben in diesem n Gewin Saare mpf auf dem Gewissen. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf getes 11 Udr. Außerdem kleinere Vorlagen. Deutschen Wertbeständige Oppotheken. □ Der wirtschaftspolitische Ausschuß des vorläufigen Reschswirtschaftsrates beschäftigte sich mit dem Entwurf eines Gesetzes über wertbeständige Hypotbeken. Die Besonderheit dieser Hypotheken besteht darin, daß die gesicherte Hypotbekenforderung eine wertbeständige Forderung ist und daß dementsorechend auch die aus dem Grundstück zu zahlende Geldsumme nicht in Ztinem festen Betrag, sondern wertbeständig bestimmt wird. Der Entwurf siebt in§ 2 die Verbindung weier Maßstäbe vor. Für die Bestimmung der zweier Maßstäbe vor. Für die Bestimmung der Hypothekensumme wird einmal der internationale Wertmesser, also Feingold, für geeignet angeseben; ferner kommen hierfür, weil namentlich der kleinbürgerliche Besitz an Goldwertrechnung nicht gewöhnt ist, wohl aber in der Lage ist, seine Leistungsfähigkeft in Bodenerzeuanissen abzuschätzen, namentlich Roggen und Weizen in Betracht. Durch die Rückbeziebung des gewählten Warenmaßstabes auf Gold ist dem Gläudiger die Möglichkeit gegeben, sich gegen starke Schwankungen des Warenpreises hinlänglich zu sichern. Der Entwurf wurde in seiner Gesamtheit mit 14 gegen 7 Stimmen angenommen. s „Du bast für uns gesorgt und zearbeitet, Papa“, sprach st ist ste.„jetzt ist er an uns, füe Dich zu sorgen....“ „Mein liebes Kind.“ Er schlang die Arme um sie, beugte die Stirn auf ihr Haupt und weinte. 1 d. Kavitel. Am anderen Morgen fand eine lange Unterredung zwischen Niebusen und Herrn Winkler junior statt. Der Kommerzienrat war von einer nervösen Erregtheit: seine Hände zitterten, kaum konnte er die Abmachungen niederschreiben, die zwischen ihm und Herrn Winkler getrossen wurden. Dieser zeigte seine gewöhnliche, kühle Höflichkeit nur einmal leuchtete es in seinen kalten, grauen Augen triumphierend und leidenschaftlich auf, als Niehusen ihm mit bebender Stimme mitteilte, daß Hedwig seine Werbung annehme. „Wir hätten es uns leichter machen können, Herr von Niebusen“, entgegnete er mit leisem Spott,„doch auch so bin ich Fräulein bedwig von Herzen dankbar und ich denke, daß Hedwig ihren Entschluß nicht bereuen wird. Was an mir liegt, soll gescheben, ihr Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.“ „Machen Sie meine Tochter glücklich, Herr Winkler“, bat Niebusen, und es klang ein verhaltenes Schluchzen in seiner Stimme. „Das Glück bängt hauptsächlich vom Menschen selbst ab“, sprach Winkler kühl.„Auch bedwig wird sich ihr Glück selbst schaffen müssen, ich kann ihr nur den äußeren Rahmen dazu geben— und daran werde ich es nicht fehlen alser. Doch nun zu unseren Geschäften, Herr von NieDie geschäftliche Lage Niehusens wurde besprochen, im grohen und ganzen war sie Winkler bekannt. Er lächelte eintgemal spöttisch, wenn Niehusen die Schwierigkeiten hervorboh, die er gehabt, dann sagte er:„Diese Schwierigkeiten bätten vermieden werden können, wenn— doch ich will auf die Vergangenheit nicht zurückgreisen. Die erigkeiten werden setzt leicht beseitigt werden können. eröffne Ihnen wieder den Kredit unseres Hauses; urch sind Sie allem Kommenden gewachsen.“ „Jo danke Ihnen sehr....“ „Nicht nötig. Lassen Sie uns das schriftlich festlegen.“ Nun wurden Verträge verhandelt und unterschrieben. Lange geschäftliche Telegramme wurden abgesandt: Vereinborungen für die Zukunft getrossen— der Kommersienrat atmete auf. Er war gerettet! „Lasson Sie uns jetzt zu den Damon geden“, fogte Winkler.„Ihre Frau Gemadlin weit doch von unseren Abmachungen?“ „Ja, ich habe gestern abend schon mit ihr gesprochen. Sie heißt Sie herzlich willkommen.“ Winkler lächelte.—— „Lassen Sie uns geben“, sagte er kurz. Frau von Niebusen, Jobst und bedwia erwarteten die beiden Herren in dem Zimmer der erstgenannten. Jobst saß am Fenster und blickte ernst auf das Meer hinaus, auf dem sich die prächtige Segeljacht Winklers schaukelte, angestaunt von den Badegästen und den Bewobnern der Insel. bedwig saß still am Schreibtisch und ordnete ihre Briefe. Sie wat marmorblat, aber ruhig und gefaßt: in langer, schlafloser Nacht hatte sie sich mit dem Opfer ihres Lebens, ihres Glückes abgefunden. Der kurze, selige Traum, den sie an Bord des Schisses geträumt, war vorbeigeflogen, war ausgeträumt, war nur noch als eine füße, sonnige Erinnerung in ihrer Seele— die Gegenwart machte ihre Ansprilche geltend und Hedwia beugte sich dieser rauben Wirklichkeit. Frau von Niebusen ging erregt im Zimmer auf und ad. Ste war einersoits zufrieden mit dieser Lösung aller Schwierigkeiten, anderseito wäre ihr doch Graf Waldemar als Schwiedersohn willkommener gewesen. Was würde Ihre Exzellenz die Frau Oberhofmoisterin Gräfin Schliypenbach dazu sagen? Man erwartete ja in Hofkreisen schon seit langem die Verlobung Ledwigs mit dem Grasen Waldemar. Und nun diese plötzliche Verlobung mit Herrn Winkler? Es war eigentlich ein wenig blamabel, aber was sollte man machen? Es klopfte an die Tür— Hedwig sorang emvor, eine rasche Röte flog über ihre Wangen, die dann wieder Marmorblässe bedeckte. Auch Jobst erbob sich schwerfällig— Frau von Niedusen nahm ihre würdevolle Haltung an. Der Kommerzienrat toat mit Herrn Winkler ein. „Liebe Frau— liebe Hedwig— hier bringe ich Euch Herrn Winkler... saure er mit bebender Stimme.„Er dat mich um Deine Hand gebeten, bedwio, wie ich Dir Hon oestern mitgsteilt— und ich, das beißt, Du dast ihm Jawort gegeben— wir— Deine Mutter und ich — wir geben Euch unsern Segen.“ Hedwig stand wie eine Statue da, blaß und regungslos, nur in ihren dunklen Augen glübte ein fast unheimliches Feuer. Winkler trat auf sie zu und verbeugte sich mit eberbietiger Höflichkeit. solot.) Der neue voluise Wie aus Warsch bröident der polnischen solnischen Verhandlungen gesandten in Berl Au T.0 Seiechenland drängt auf einem □ Lausanne, 14. Ju gesechen auf die Alli seren Beendigung suchen. Venizelos Quelle erfährt, in eine Kote von neuem den Friedensschluß aus und bei einer weiteren Vei genötigt sehen würde, d gen mit der Türk politisch und militärisch Auf diese verschleiert stiedens antwortetn die richt für zweckmäßig groben Opfern, die die stand von Mudania fü hätten, entspreche. Im Sonderabmachungen übe Konferenz nicht beabsic schluß eines all erwarten sei. Trötz dieser optimist heute die Verhandlunge anstatt der angekündigte vormittag nur eine in Konzessionen abgehalten Am Nachmittag fanden verschiedenen alltierte Pascha statt über di verschiedene Vermittlun z. B. der Vorschlag, d zu bezahlen, ohne daß Ergebnis zu verzeichnen Die L Lausanne, 15. J gestern nachmittag die erklärte, wir haben bi in der Kuvonfrage g Ergebnis zu gelangen. Kammerdebatt 6 Paris, 15. Juni. heute nachmittag die Politik der Regieru tionen der Kam: die Stellung. die Nach dem„Petit Joul örtert, ob die Dbatte nicht vorzuziehen sei. d tervellanten. Obarnega die weitere Debatte un sichten seien geteilt. ür die sofortige Entsch inzung, eingetreten sei. frattionen große Bede Einspruch gegen aris, 15. Juni. 0 Paris, 15. Ju devats“ mitteilt. u gegen die die gestrige *= Anklage ters. die Anria Abgeordeten Ca gegen die innere und zu lassen. Der Gener 10 Tagen Reviliol suchungsrichters einrei Der kommunistisch wurde gestern abend schoben. * Wirtschaft 2. In einer Un „Manchester Guard Sowjet=Rußland de und Javan über d verträgen. Rußl den andern Staaten beztehungen zu ihm an einem Ueb Teuerungs na Berlin, 1d.: ministerium werden von Teuerungs S für S dr.= Mese mit 9• 212.534 Anbacht mit Predigt Selsenlirchen=Altstad Al. m. Tr., Jewte K Knappenver., des St Symnastalm. 9.40 U. ##. Horz=Porrab=Bruc Mannerapost. Gelsenkirchen=Altsta! —. K d. Jungst.=n Undwigsch. 10 Uhr: Gelsenkirchen=Neuste Uhr: M. 7.30 Uhr: 19 Uhr: H. m. Pr. Gelesticche-nte: Uhr: M. m. Pr. 8.1 10.30 Uhr: H. m. 9 Nr. u. unnd. für die #d. d. Martin= v. Selsenkischen: E# 9,15 Uhr: Mr. de: End. mu. Tsonkirchen=Schal Wbie: un. u. Fr. 114 Geitentiches=Dlen a. Fr. 3 Uhr: u. Wr. 1 100 K en m# — (Telegr.) im 12½ Uhr. rag auf Voru.„ Aber das ehältnisse der gegen 138 zentrums hat uldenverwal, instages. tische AnLeinert. t. da Leiner: zen die Urbeh einzuschreiber 15 Jahre irböhung nid Arbeitern d Hinterblie. die Verhältrch den VorUeberführung ältnis gesorgen gestimmt zischen Tätio i. damit das Parlaments. befriedigende ie beschränkte törungen von gewesen. Ane Fübrung Komm.) Die richt schlechter Kellner im erkellners in 28000 Mark. kommuni Absetzung des s Landtages s Innern 1) fort. Mit se zahlreichen seamten usw. uß und einem Polbescheam, eien und mit histischen Eleen müssen in ine besonders ampf der Re1g. gegen ReMonate. In en in diesem eratung zen. auf eken. s vorläufigen ie sich mit beständige r Hypotheken orderung eine mentsprechend ldsumme nicht beständig e Verbindung immung der nationale geeignet anamentlich der ing nicht gene Leistungsabzuschätzen, etracht. Durch gabstabes auf gegeben, sich eises binläng= einer GesamtAmen. ) v o n u n s e r e n hr gesprochen. erwarteten die mnten. Jobst Meer hinaus, ers schaukelte, lewobnern der ordnete ihre und gefaßt: in m Opfer ihres kurze, selige umt, war vornoch als eine die Gegenwart ia beugte sich nmer auf und Lösung aller daf Waldemar Was würde Gräfin Schlivdofkreisen schon Grasen Walng mit Herrn lamadel, aber i emvor, eine wieder Marschwerfällig— Haltung an. nkler ein. ringe ich Euch Stimme.„Er ), wie ich Dir t. Du bast ihm kutter und ich und regungsfast unheimsich mit ebr buns solot.) Der neue voluische Gesandte in Berlin. Wie aus Warschau gemeldet wird, wurde der präident der polnischen Delegation bei don deutschgolnischen Verhandlungen, Kasimir Olszowskt, zum Hesandten in Berlin ernannt. Ausland. Tausanne. Seiechenland drängt aus Beendigung unter Drohung mit einem Conderfrieden. □ Lausanne, 14. Juni. Es bestätigt sich, daß die Sriechen auf die Alltierten einen Druck zur schnelseren Beendigung der Verhandlungen auszullben suchen. Venizelos sprach, wie man aus alliierter quelle erfährt, in einer an die Alltierten gerichteten sote von neuem den Wunsch nach einem schnellen Feiedensschluß aus und erklärte, daß Griechenland sich bei einer weiteren Verschleppung der Verhandlungen genötigt sehen wurde, direkte Conderabmachungen mit der Türkei zu treffen, um das Land politisch und militärisch zu sichern. Auf diese verschleierte Ankündigung eines Separatniedens antwortetn die Alliierten, daß sie einen solchen nicht für zweckmäßig halten könnten, da er nicht den groben Opfern, die die Alliierten seit dem Waffenstillstand von Mudania für die griechische Sache gebrachtt hätten, entspreche. Im übrigen seien griechisch=türkische Sonderabmachungen überflüssig, da eine Vertagung der Konferenz nicht beabsichtigt und ein baldiger Abschluß eines allgemeinen Friedens zu erwarten sei. Trötz dieser optimistischen Darlegungen machten auch heute die Verhandlungen keine Fortschritte. So wurde anstatt der angekündigten türkisch=alliierten Sitzung heute vormittag nur eine interalliierte Beratung über die Konzessionen abgehalten, die zu keinem Ergebnis führte. Am Nachmittag fanden Einzelbesprechungen zwischen den verschiedenen alltierten Delegierten mit Ismed Pascha statt über die Kouvonfrage, in denen verschiedene Vermittlungsversuche erörtert wurden, so z. B. der Vorschlag, die Kuvons in halbem Goldwert zu bezahlen, ohne daß auch hier bis jetzt ein greifbares Ergebnis zu verzeichnen wäre. Die Lage ist gespannt. Lausanne, 15. Juni. Ismed Pascha empfing gestern nachmittag die türkischen Journalisten, denen er erklärte, wir haben bis heute an der Einigungsformel in der Kuvonfrage gearbeitet, ohne bisher zu einem Ergebnis zu gelangen. Die Lage ist gespannt. * Frankreich. Kammerdebatte über die innere Politik. c Paris, 15. Juni.(Telegr.). Die Kammer wird heute nachmittag die Interpellation über die innere Politik der Negierung beraten. Die einzelnen Fraktionen der Kammer haben schon in den letzten Tagen über die Stellung. die P einzunehmen gedenken, verhandelt. Nach dem„Petit Journal“ wurde gestern die Frage erörtert, ob die Dbatte heute zu Ende gehen solle oder ob nicht vorzuziehen sei, die heutige Sitzung den beiden Intervellanten. Obarnegaray und Bonnet zu reservieren und sie weitere Debatte um acht Tage zu verragen. Die Ansichten seien geteilt. Es scheine aber, daß die Mehrheit ür die sofortige Entscheidgung, wenn auch in einer Nachtitzung, eingetreten sei. Der Debatte lege man bei allen frattionen große Bedeutung bei. Einspruch gegen das Fallenlassen der Anklage gegen Cachin? 28 Paris, 15. Juni.(Telear.) Wie„Journaldes debats“ mitteilt, wird Einspruch erhoben werden gegen die die gestrige Entscheidung des Untersuchungsrichters, die Anklage gegen den kommunistischen Abgeordeten Cachin und Genossen wegen Attentats gegen die innere und äußere Sicherheit des Staates fallen zu lassen. Der Generalstaatsanwalt kann innerhalb von 10 Tagen Revision gegen die Ordonnans des Untersuchungsrichters einreichen. Der kommunistische Reichstagsabgeordnete Höllein wurde gestern abend in Richtung Straßburg—Kehl abgeschoben. * Wirtschaftsverträge mit Rußland. 2 In einer Unterredung mit dem Vertreter des „Manchester Guardian" erklärt Tschitscherin, Sowjet=Rußland verhandle mit Frankreich, Schweden und Japan über den Abschluß von Wirtschaftsverträgen. Rußzland lege größten Wert darauf, mit den andern Staaten wieder zu normalen Handelsbeztebungen zu kommen und ganz besonders läge ihm an einem Uebereinkommen mit Polen. Karl 25 Jahre Reichetagsabgeoroneter. Dreimal schon innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren konnte Oekonomierat Karl Herold. Mitglied des Reichstages und des nreußischen Land. tages und lansjähriger Bührer der westfälichen Zentrumspartei, einen Gedenktag seltener urt eiern. Das erste Mal war es am 18. Dezember 1914, da er das Silberjubiläum als preuhzischer Landtaasabgeordneter begehen konnte; am 20. Juli 1913 waren 70 Jahre verflossen, seitdem er auf dem Gute Loovelinklse Im Landkreise Münster das Licht der Welt erblickte; und am 1. Oktober 1920 feierte er das Goldiubiläim seines Berufes als praktischer Landwirt. Alle diese Ehrentage waren gleichzeitig Gedenktage für die deutsche und preußische Zentrumspartei und den deutschen Katholisismus, denen Herold seit dem Jahre 1876 seine besten Geistes= und Körverkräfte gewidmet, in deren und des Vaterlandes und Volkes Dienst er seitdem führend stebt, der Besten einer des Volkes und.— worauf wir mit besonderer Genugtuung binweisen— der Besten einer der Unfrigen. Heute, am 16. Juni 1023, reibt sich nun an all diese Ebrentage ein vierter: Das 25jäbrige Jubiläum seiner parlamentarischen Tätigkeit im Deutschen Reichstag, eine Tätigkeit, die er trotz seines vatriarchalischen Alters von nahezu 75 Jahren neben seinem Mandat in Preußens Landtag, im Westsälischen Provinziallandtag und in zahlreichen anderen Organisationen mit einer vorbildlichen Gewissenhaftigkeit und mit bewundernswerter körverlicher und geistiger Energie ausübt. Herold begeht also heute ein zweites parlamentarisches Silberjubil äum. Liegt schon in diesem Umstande eine Seltenheit, die nichts Alltägliches im öffentlichen Leben ist, so erscheint es uns noch um so bedeutsamer, weil es eben der groise Führer der Westsälischen Zentrumspartei ist, der es seiern kann, ein Mann, dessen Name in allen deutschen Gauen bei Freund und Gegner den besten Klang hat, ein Mann, der sich reiche Verdienste um Kirche, Vaterland und Volk erworben hat, der sich durch sein uneigonnütziges Schaffen für die Allgemeinheit, durch sein ovferbereites Wirken für Deutschlands Wohl, sein belfendes Sorgen für Deutschlands Wehe ein Denkmal gesetzt bat, das dauernder sein wird denn Erz und Stein: das Denkmal der dankbaren Verebrung in den Herzen aller Gutgesinnten. Nicht nur die Zentrumsfraktion des deutschen Reichstages, der er heute 25 Jahre angehört, nicht nur die Zentrumsfraktion des preußzischen Landtages. deren Mitglied er schon seit mehr als 33 Jahre ist, sondern die gesamte Zentrumspartei des Landes freut sich heute des seltenen Jubeltages, den der greise Führer des Zentrums Westfalens, der fest und aufrecht dasteht wie seine Eichen, seiern kann. Es ist uns allen eine angenehme Ehrenpflicht, heute seiner zu gedenken wie wir es auch bei den anderen Jubeltagen, die wir oben aufgezählt haben, getan haben. Wir können uns freilich heute versagen, das Leben Herolds in großen Zügen zu skiszieren, auf die vielen Einzelheiten seines politischen, parlamentarischen und volkswirtschaftlichen Wirkens einzugeben, das haben wir bei den früheren Jubiläumsgelegenbeiten getan. Wir dürfen daher auf jene Wertungen der öfsentlichen Tätigwie Herold n. Es ist erstaunlich, serungen des bttentlichen und die in auderkeit Herolds verweisen. den vielen Anforde. Lebens, denen er sich widmet, gewöhnlich weitem Umsang an ihn herantreten, gerecht werden konnte. Es godört dazu neben einer zähen wesundbeit ein Bienenfleib, eine geistige Spannkraft, schnelle Aufsassungsgabe und durchdringende Klusdeit, kurs körverliche und geistige Befähigung, wie sie nur wenigen Menschen verlieben ist. Herold gehört zu dielen Ghücklichen! Darum war de ihm möglich, die vielen öffentlichen Aemter zu verwalten, die ihm bald von dieser, bald von jener Seite übertragen wurden. Und wie hat er sie verwaltet! Mit der ihm eigenen echt westsälichen Zübigkeit übernahm er überall willig und freudig die Arbeiten eines ihm neu übertragenen Amtes, nicht um sich mit neuer Ehre zu erzücen, sondern um dem Volke zu dienen und Interessen zu fördern. Unerschrocken, ohne nach rechts oder links zu schauen, gebt er überall vor und sucht mit Überzeugender Beredtsamkeit das durchzusetzen, was er für das zweckdienstliche im Interesse des Volkes vielt. Herold ist ein Mann von geradem Sinn, kerndeutschem Wesen, tief reliatös, woblwollend und gerecht gegen jedermann. ein Feind allen Kastengeistes und wenn er auch, wie es bei seinem Beruf als Landwirt nabeliegt, hervorragend bestrebt ist, die Landwirtschaft zu heben, doch auch ein warmer Freund aller übrigen Erwerbsstände. In den Fraktionen hat sein Vermittlertalent bei vielen Gelegenheiten der Partei großen Nutzen gebracht; immer ist er für die Einigkeit in ihr entschieden und stets mit Erfolg eingetreten. Er ist ohne Unterlaß den Grundsätzen treu geblieden die er 1914 auf die Glückwünsche der verschiedenen Parteiorganisationen bei seinem ersten Parlamentsjubiläum als seine Richtlinien aufgestellt hat Damals sagte er: Sein Bestreben sei immer gewesen, unter den einzelnen Berufsstünden ausgleichend zu wirhen und die idealen Güter der Zentrumspartei boch zu halten und zu verteidigen. So werde er es auch in Zukunft halten, wenn Gott ihm noch einige Jahri der Arbeit vergönnen sollte. Wer im biblischen Alter von weit über 70 Jahren noch mit einer so großen geistigen Regsamkeit und körverlicher Rüstigkeit ausgestattet ist, daß er einen verantwortungsvollen schweren Beruf erküllen und seinem Posten, auf den er gestellt ist, nach jeder Richtung bin gerecht wird, und das nicht allein, sondern auch noch dar. über hinaus Lasten auf seine Schultern lädt, die sonst nur starke Männer im desten Alter zu tragen vermögen, den hat Gott besonders begnadet. Wenn man dies allgemein sagen darf, dann treffen diese Worte besonders auf Herold zu, der beute sein Silberjubiläum als Reichstagsabgeordneter begebt. Wir vereinigen uns daher mit der Reichstagsfraktion und der gesamten Zentrumspartei, vor allem der Westfalens, in frohgemuten Glückwünschen für den greisen Führer und in der Hoffnung, daß er dem Zentrum noch lange in voller Rüstigkeit erhalten bleibe. Die Partei des Zentrums, das katbolische Deutschland und das Vaterland— sie alle brauchen heute mehr denn je solche Cbaraktere und solche Männer, wie Karl Herold einer ist. Sense die 3ie Löhnen der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Reichsbetriebe am Samstag zwischen den zuständigen Ressorts und den Vertretern der Länder stattfinden. Am Montag werden die Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen der Arbeiter und am Dienstag nachmittag mit denen der Beamten und Angestellten stattfinden. Beamtenfragen. Teuerungszulagen für Reichobetriebe. na Berlin, 15. Juni.(Telegr.) Im Reichofinansministerium werden Besprechungen über die Gewährung von Teuerungszulagen zu den Gehältern und Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen Der Streik in Oberschlesien. Die Betriebsräte für Arbeitsaufnahme. a Beuthen. 15. Juni. Die Betriebsräte und Funktionäre der einzelnen Werte hielten gestern Versammlungen ab, worin die Entschließungen gefaßt wurden, in denen die Arbeiterschaft dringend aufgefordert wurde, im eigenen Interesse die Arbeit wieder aufzunehmen. Von den Streikposten wird starker Terror gegen die Arbeitswilligen ausgeübt. Die Polizei nahm 4 Streikposten fest, die Arheitswillige der Abwebrgrube am Betreten der Betriebe bebinderten. Die Arbeiter der Zelluloidfabrik Ratibor legten die Arbeit nieder. Sie verlangen einen 200prozentigen Lohnzuschlag ab 1. Juni, sowie einmalige Entschädigungszahlungen." Die Arbeiter der Firma Rosenberg in Ratibor traten ebenfalls in den Streik. Die Bedingungen der Arbeitsaufnahme. . Beuthen, 15. Juni. Den Blättern zufolge sprach sich der schlesische Betriebsrätekongreß gestern grundsätzlih für die Wiederaufnahme der Arbeit aus. Er hat allerdings die Aufnahme der Arbeit an die Bedingung geknünft daß eine einmalige Wirtschaftsbeibilse von 300 000 bis 500000 Mark in Form einer Vorauszahlung gegen zehnmaligen Ratenabzug zur Auszahhungen haben die gen ibren früberen annt. wieder eingestellt erfolgen. Die von etzten Lohnerbö- entgeanes. kbrige Teil isaretten nte aledann den daß der Händler der antreten Vor einigen Tagen kamen zum ter stebende mehr im war ungeboten, welche diese aber ablehnten. Nun boten ihnen die Leute ein Butterbrot an. das ebenfalls mit böhnischen Worten verweigert wurde. Dann zogen die Jungens schimpfend ab und bombardierten die Haustür von außen mit iern. Die Firma Krupp irtinwerks der Fried eisse vervutzen. Mit usführung der Arbeit waren die Kaminbai und Spee aus Essen beauftragt. Als diese in——— von 85 Meter arbeiteten, brach plötzlich ein Bvett der Gerüsts und beide Leute stürzten ab. Sie konnten nur noch als Leichen aufgehoben werden. * Köln. 15. Juni. Durch Diebstabl von: teischem Strom wurde die Stadt Köln beim Schaaffbauseyschen Bankverein um rund 40 Millionen" geschädigt. Ein bei dem Bankverein angestellter Obermonteur hat seit Oktober 1923 den städtischen Stromleitungen Strom entzogen, der nicht durch die Stromzähler erfohr wurde. Das Fraktionssckretariat der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion hat die Direkison der Elekteisitätswerke auf den Riesenbetrug aufmerksam gemacht, worauf dann die Direktion gegen den schuldigen Obermonteur Strafantrag wegen Betruges gestellt bat. Der Bankverein hat sich bereit erklärt. den Schaden, der den städtischen Elektrizitätswerken erwachsen ist. zu ersetzen. fred=hüte die vorhandenen Kisse us Essen Vermischtes. und ibve der Zeit dre Bedeutung als Faktor in dem politischer Leben 1. 2-1. 1#1 hietet. seit 1848 #1e rt waren. Diese Steine haben einst n. daß der Sand verwehte. Nach und rhaltene Urnen zurtage, Verein führ Altertuns. kunde und Landesgeschichke umr Verfügung gettellt marden Liofe gela bincern so 2 vfez. zu Schindlau. Der Landarbeiterstreik dauert fort. 6 Breslau, 15. Juni. Dev Landarbeiterstreit in Schlesien hält unvermindert an. Im Landkreie 2. mark und verschiedenen anderen Kreiten Mittelschiesiens kam es dem„Vorwärto" zufolge zu Zusammenstöden zwidurch mehrfach Eingriffe der Polizei notwendie mart Die feierliche Uebernahme ½. Berlin, 14. Juni. Aus Hindenburg(Oberschle. sien) gina dem Reichsvräsidenten folgendes Teleerammin Die Vertreter der Staatebehörden und des preuhischon die feserliche Uebernsome der dem Sgültig zugesprochenen„Delbrücksschte“ in den Kreis HindenborDer Reichsprälihent antwortete: r.—. Letzte Nachrichten „Die Berireker der Bergsiskus melden die 44 4s. be ce.. Der. Reichsprä Mit berzlichem Dan abura! intwort ür die Meldung der WiederProvinztelles. * Dortmund. 15. fabrik Gerdes u. rigen Bestehens 100 Angestellten ihres# kunt. Die Wefé o. stiftete aus Killionen Mark erkes. sche Holoschraubentlaß ihres 50jäbir die Arbeiter und vielen Glammen — Genf. 15. Juni. am nächsten Comtag Automobile ist ar Au Juni. In der Ortschaft Schind##### in Feuer aus, das in kurzer Zeir Neun große Bauern- im ganzen 25 Ge# Getreidevorräten und den=Maschinen ein Raub der gun ber hot für das kennen für kennfahrer der ener gestützt. Juni.(Teler.) n die Regierungen in im Haga. in Bern. Rioa und War von. Mavenbauen. üeine WTB Berlin. 15. 128 Sn aan. bre Christkanka, Stockbolm. Rigg und Warschau eine Note gerichtet, in der die Aufmerkamseit dieser Regiterungen auf die Vorfälle der letzten Wochen gelenkt wird. Unter Anführung der beiden Todesurteile genen Schlaoeter und Goerres und der Todesfälle in Dortmund legt die doutsche Reaterung Verwadrung dagegen ein, daß allen deutschen Anträgen, die Vorkommnisse durch eine internationale Untersuchungskommission prütfen zu lassen, nicht stattoegehen wurde, und bedauert, daß dies grschiebt, nachdem die deutsch Rogierumng Noten vom 2. Mak und 7. Juni ihre Verbandlu schaft erklärt hat und daß dadurch die Bemübungen der deutschen Regserung, berubigend aus die Bevölberung einzumir##n, erschwert werden. Der Note liegt eine Anlage bek, die die# die verschiedenen Angaben den Zwischenfälle en Augenzeugen über JFE ist die dankbarste Seife fünjede Kinderwäsche den sie reinigt nasch, greist die Wäsche nicht sparsam im Gebmuch Kathol. Gottesdienstorènung für Sonntag, den 1:. Juni 1923. Gems—.— In der 2. M. K. d. Seisenktochen=Heßter— Marik=Himmeljahrt=# M. 8 Uhr: M. m. Pr. u. K. d. St. Andonlusver, u. d. Schulm#dch. d. mitts. Kl. 10 Uhr: lökürzungen: K.— Kommunion. M. r Messe. M. u. Selsenklechen=Heus=Hapertaug.— Preisaltiglette=B r.= Messe mit Predigt. H. u. Pr.= Hochamt. und 7,.30 Uhr: K. 6 Uhr: M. m. Dr. u. K. 19 Uhri H. m.. redigt. And.— Andacht. V.= Pespex. Chr.=Cbristen= Chr. u. ucd.— 7.20 Uhr: K. d. eucherist. 95t. d. Mütterver. u. d. lehre. G.— Segen.) Jungft.=Kener. Ruch der 5=Uhr=M. lommuntz, d. Erstko# e=Hüten— Herz=Jesu=Psarrtioche. 6.60 Uhr: 8..7.20 #üe die kath. Taubkamnen. Sonntag nachm Andacht mit Predigt in der Kapelle des Woisenhausen, Selsenlirchen=Altstadt.— Propstei=Pfarrkirche. 6 Uhr: *—. aunharist. Männerapestel., de# 4 ahr A. m. Pr., sowte K. des eucharist. Männera Knappenver., des St Joseph=Arbeiterver. u. der Schulkn Gymnastalm. 9.30 Uhr: B. m. Pe. 11 Uhr: M ##k. Horz=Patad=Lhucdorschaftsund. 6 Uhr: And Monnenpes. Gelsenkirchen=Altstadt.— St. Seorg=Pfarrkirche. 6,30 Uhr: Frühm 6. K d. Jungfr.=Kengr. 8,30 Uhr: M. m. Pr. u. K. d. Knad. d. R 7 Uhr: St. Georg#b. 8.15 Pr. 2.30 ## 8. Isentirchen=Büllen Uhr: erste M. m. Pe. Pol. 10 Uhr: H. m. Selsenkirchen=Ui 6,.30 Uhr:# 2.30 Uhr: arrvlkariekirche. m. Pr. 2 Uhn: 2 übe: Röhlinghansen— Gt. Vorbarsep### . er e 5.25 Nbr h. 2. — R. h. 3. Ruab.= u. Büldchendl. d. Blerienie. errtin ELFIF IR U — Et. Uudwigsch. Seler Jungfr.=Rengr. 8.30 Uhr: M. m. Pr. u. 10 Uhr: H. m. Pr. 2.30 Uhr: And.— rchen=Neustadt— Liebsganen=Plarokieche. 7.30 Uhr: K. 8 Uhr: M. m. Pr. u. K. d. . m. Pr. 2.90 Uhr: And. u. S. K. 6.15 Kangr. Gelsenlirchen=Neusta Uhr: M. 7,30 Uhr: Geisantsechen=Boiuse—. Li. Homüsen=Verrtret. ur mie m.#pg,#p bok:. krd. unm Vl. KlerkDr. u. Und. für die Jungfr.— Kommunionen f. d. Jungfe. u. d K#ub. d. Martin= v. Gardarasch. ie— uu, Tesoph=Perrtirche. 6.10 Uh: R Bl. m. Pr. u. Gen.=Kom. d. Jungfr.= Lepttenamt m. Festpr. 3 Uhr: soierl. And. 3.80 Uhr: Prozoss. z. Schillerpl. 8.20 Uhr: 1 v. Liesisnr 2u. # hi* u. Pr. 31 Uhr: M. m. Pr. m. dr. 10 Uhr: IU Ebrm d. Fl. Antontu. 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Kirchenbau sind vom Art von bier geliefert; in Bauleitung des Baues, Leo Schäfer. A. E geführt wird. An die Ausführung Kirche konnte bei unser drängnis nicht gedacht Kirche bei ihrer zweck fälligen Bauformen ei Glaubens, eine Zierde Die neuen Gedank gestaltung. d. b.„der E ron der Altarstelle aus katholische Gotteshaus gesprochene Meßopferkirt zentrische Kirchenkunst Architekten bei ihren Gedanken haben auch di lichen Vertretungen gef überlegen, wie unter d Verhältnissen unter aller Baustoffe und un lichen Einwirkungen ei könne. Die Kirche weist be und einer Breite vo Fläche von rund 900 C lange und 15 Meter 11 Meter hohe Innen## hohen Seitenschiffen, Aufnahme von Plävei sörmige Stellung der gute Diagonalverstrebu vierten Seitenschiffring Einkom Finden die nach den Steuergesetz wertung Der Preußische Lank ein Gesetz betr. die vor Gewerbesteuer s! die Veranlagung zu b im Sinne der§S 29 un gesetzes nicht ohne Rück er Gemeinden wohl bar der Praxis. #weit die 0 Soweit die Erhöhn: beschlossen ist, kann an deren Gewerbesteuern genommenen ausdrückli Kommunalabgabengesel Anders stebt es mit Ziffer 2 des Notgesetze lagung zur Gewerbest 1335 gelleitben pendung finden. Der Einanzministers vom wertungsvorschriften Artikel II dieses Gelde steuer als entwrechend zur Ausmittelung des wertung der zum An den Gegenstände für d Veranlagung maßgeber sich also hierbei um di Einkommensteuergesetze wertung der Best Vorräten neu regelt. dung auf die staatliche erlaß die Bestimmun Artikels 11 S 1. das si steuergesetzes, der den kapitals festsetzt, die kommensteuergesetzes die Zukunft.„Wenn deren Abschrei5 zu deren Leistung am Verpflichtung bestand. steuergesetzes in der? mehr nach§ 330 ebe malen Abschreibunge n. für die dürfen, für die Gew seinen Grund in einer reinen Obiektef kommen die Rücklage künftige Werte gemack erst bei der Auflösun bei der Gewerbestener Zeitpunkte auf. mit selbst, aufhört. Lieg beschaffung der Gegen die Rücklagen bezw. so würde der Gewerb Unrecht daraus steue Die 2 abdbk. wen iere 9 sie Nr. 139 (Zweites Blatt) Gelsenkirchener Zeitung. Samstag, den 16. Juni 1923. Zur Grunssteinlegung der neuen St. AntoniusPfarrkirche am Schillerplatz in Gelsenkirchen. Die Ausgestaltung der neuen Kirche. — Gelsenkirchen, 16. Juni 1923. * Am Antonius=Sonntag, den 17. Juni, begehen die Katboliken der St. Antonius=Pfarrgemeinde in der Feldmark einen besonderen Freudentag, das Fest der feierlichen Grundsteinlegung der neuen im Bau bfindlichen St. Antoniuskirche. Lange Zeit haben sich die Katholiken dieses Stadtteils mit einem kleinen Notsaal behelfen müssen. Immer dringender wurde bei der rasch wachsenden Bevölkerung das Bedürfnis nach einem geregelteren Gottesdienst. Nun endlich ist ihr Wunsch nach einem eigenen würdigen Gotteshaus einen bedeutungsvollen Schritt der Erfüllung näher gebracht. Dank der seltenen Ovferwilligkeit der Pfarrangebörigen und der Unterstützung der Katholiken von nab und sern, sowie der industriellen Werke, konnte trotz der schweren Not der Zeit das Werk soweit gefördert werden. or allem lassen es die Pfarrangehörigen an eifriger praktischer Mitarbeit nicht fehlen; noch in den späten Abendstunden sieht man Männer und Jünglinge, die nach des Tages Mühen in freiwilliger Arbeit an dem Werke schaffen; so sind die gesamten Ausschachtungsarbeiten, bei denen rund 2000 Khm. Erde zu bewegen waren, ohne Entgelt beendet worden und eben jetzt ist man dabei, die für die Ausfüllung des inneren Kirchenraums benötigten gewaltigen Erdmassen hereinzuschaffen. So kann man denn bei der freudigen Teilnahme aller Pfarrangehörigen und darüber hinaus der Katholiken Gelsenkirchens die begründete Hoffnung begen, daß dem morgigen Feste der Grundsteinlegung bald das Fest der feierlichen Einweihung folgen wird. Die neue Kirche wird erbaut im Mittelpunkt der Antoniuspfarrgemeinde am Schillerplatz auf dem der Kirchengemeinde gehörigen Grundstück, das begrenzt wird von bier geliefert; in seinen Händen liegt auch die Bauleitung des Baues, der von den Bauunternehmern Leo Schäfer, A. Egenolf und Ed. Boch ausgeführt wird. An die Ausführung einer übergroßen, majestätischen Kirche konnte bei unserer Verarmung und schweren Bedrängnis nicht gedacht werden; dennoch wird die neue Kirche bei ihrer zweckmäßigen Anlage und ihren gefälligen Bauformen ein beredtes Zeichen katbolischen Glaubens, eine Zierde der Stadt werden. Die neuen Gedanken der christozentrischen Raumgestaltung. d. b.„der Entwicklung eines Einheitsraumes ron der Altarstelle aus“, der Strömung, welche für das katholische Gotteshaus verlangt, daß es„eine ausgesprochene Meßopferkirche" sei(val. von Acken:„Christozentrische Kirchenkunst", 1922) haben Pfarrherrn und Architekten bei ihren Bestrebungen geleitet und diese Gedanken haben auch die freudige Zustimmung der kirchlichen Vertretungen gefunden. Zugleich war reiflich zu überlegen, wie unter den heutigen, überaus schwierigen Verhältnissen unter denkbar Jvarsamster Verwendung aller Baustoffe und unter Berücksichtigung der bergbaulichen Einwirkungen ein Kirchenbau ermöglicht werden lönne. Die Kirche weist bei einer Länge von 42 Meter und einer Breite von 24 Meter eine äußere bebaute Fläche von rund 900 Quadratmeter auf. Der 25 Meter lange und 15 Meter breite, von 12 Säulen getragene 11 Meter hohe Innenraum wird umrahmt von 5 Meter bohen Seitenschiffen, welche nach dem Chor hin zur Aufnahme von Plätzen erbreitert sind. Die zickzackförmige Stellung der Seitenschiffmauern ergibt eine gute Diagonalverstrebung des um das Hochschiff grupischiffringes, vierten Seitenschif den sparsamsten Verbrauch an Mauermassen, dabei für den inneren Kirchenraum günstige Nischen für Beichtstühle, Votivaltärchen usw. In der Eingangspartie schließt sich in Höbe der Seitenschiffdecken eine zirka 90 Quadratmeter große Orgelempore an. Der Altarraum ist nicht, wie bisher üblich, in einem tiefen Chor hinein zurückgelegt, sondern weit in den Mittelraum vorgeschoben und wird somit dem Gedanken der christozentrischen Raumkunst folgend zum beberrschenden Mittelpunkt des ganzen Innenraumes, zum Herzen der Kirche. Auch ist der Altarraum zur Betonung des allerheiligsten Geheimnisses nicht nur um 4 Stufen erhöht, sondern auch rings von der Kommunionbank umgeben, um somit die unmittelbare Beziehung der Ovferspeise zum Altare sinnfällig auszudrücken. Die Aufstellung der Bänke folgt den Linien des Altarraumes, um den Gläubigen von allen drei Seiten den Blick auf den Altar zu geben. Hinter dem Altar sind die Sakristeiräume angeordnet. Der ganze Altar= und Sakristeiraum ist, da man bei den Ausschachtungsarbeiten auf Sandboden stieß, der für den Bau ein gutes Baumaterial abgab, unterkellert worden; der so gewonnene Raum kann als Saalraum zur Abhaltung von Kommunionunterricht und für ähnliche Zwecke dienen; auch die spätere Anlage einer Warmluftzentralbeizung ist hier vorgesehen. Zu beiden Seiten des Haupteinganges nach dem Schillerplatz hin befinden sich zwei Andachtskavellen, die eine als Pieta=, die andere als Taufkavelle gedacht. Die äußere Architektur ist in Anlehnung an die Grundrißgestaltung eine schlichte Aussprache des inneren Raumgedankens. Die Mauerflächen werden in besonders ausgesuchten Ziegelsteinen verblendet und durch sparsame Verwendung einzelner Werksteine für die Portalumrahmung, die Fensterbänke und Gesimse belebt. Der Frontgiebel ist als Abschluß des Schillerplatzes besonders hervorgehoben und durch einen Dachreiter, der zur Aufnahme einer Glocke bestimmt ist, gekrönt. Der Turmbau ist auf bessere Zeiten verschoben. Der Oberbau. der in seinen ruhigen Flächen einen wirkungsvollen Gegensatz zu der Zickzackform des Unterbaues bilden wird, ist durch Höherziehung des Daches betont. Kommende bessere Zeiten werden eine harmonische Ergänzung und Eingliederung der Kirche durch weitere, der praktischen Seelsorge dienende Bauten, wie Pfarre haus, Vikarte, Vereinshaus, Bauten für karitative Zwecke, bringen und so die Kirche mit den anschließenden Bauten zum wahren Mittelpunkt des katbolischen Lebens der Gemeinde machen. * Die Feier am Sonntag beginnt um 3 Uhr mit einer feierlichen Andacht in der Rotkirche, nach derselben setzt sich ldie Prozession in Bewegung nach der Baustelle am Schillervlatz, wo um ½4 Uhr die Grundsteinlegung von dem Provstdechanten, Geistlichen Rat Maas vorgenommen wird. An sämtliche katholische Vereine, die bereits in vergangener Woche schriftlich eingeladen sind, und an alle Katholiken des Dekanates ergeht nochmals die berzlichsté Einladung zur Teilnahme an dieser außergewöhnlichen Feier und zur Betätigung ihres besonderen Opsersinnes an diesem Ehrentage der St. AntoniusPfarrgemeinde. Die Vereine werden gebeten, wenigstens die Fahnen=Devutationen bereits zur Festandacht und zu der sich anschließenden Prozession zu senden. Möge die Feier, von schönem Wetter begünstigt. einen glänzenden Verlauf nehmen und auch den Erfolg haben, daß die Antonius=Gemeinde den Bau bald mit Gottes Hilfe zu Ende führen kann. führen. der sch insteuergesetzes Einschränkung riften des rechnet ist. wie.— H.=G.=B. vorgeschrie die Bewertung nach und ferner bringt p soc.g insosern. als die hiernach vorgenommene Bewertung mit dem Grundsatz des§ 137 Abs. 2 der Reichsabgabenordnung über die Gesamtbewertung nicht im Widerspruch steben dars. Warenvorräte und Warenschulden gehören unzweifelhaft wirtschaftlich zusammen und können nicht getrennt beurteilt werden. Daber sind die Erzeugnisse. Waren und Vorräte insoweit nicht nach§ 33a zu bewerten, als zu ihrer Anschaffung. Herstellung oder Erbaltung Schulden ausgenommen sind. Bis zur Höbe der Warenschulden finden jedenfalls die besonderen Vorschriften des§ 33a keine Anwendung. Im allgemeinen wird in Handwerks=, sowie kleineren und mittleren Handelsbetrieben der Geschäftsgewinn nicht buchmäßig. sondern durch robe Gegenüberstellung von Ein. nahme und Ausgabe ermittelt. Die Steuerbehörde ist dann ihrerseits auf andere Merkmale zur Ermittelung des Ertrages angewielen. In der Praxis erfolgt die Vei lagung bei diesen Betrieben entweder in vom Umsatz oder vom Bruttoverdienst. na einzelnen Fachgruppen des Gewerbes die verdienstsätze durch den sachverständigen GewerbesteuerAusschuß festgestellt sind. In all diesen Fällen scheidet die Anwendung der Geldentwertungsvorschriften von vornherein aus und es ergibt sich für die Praxis die Folgerung, daß ihre Anwendung und damit auch ihre finanzielle Einwirkung nur beschränkt dadurch zu erwarten sind, müssen Staffelung der Ertragssteuersätze, inErtragsgruppen. ausgeglichen — Das Katasteramt. Infolge Beschlagnadme der bisberigen Diensträume befindet sich das diesige Preut, Katastekamtes jetzt in den bisherigen Amtsräumen des Wohnungsamtes. Königstraße 2. Das Ergebnis der Schweine=Zähl war im Stadtbezirke Gehenkirchen folge Hausbaltungen wirde en Schweimehelsand von 150 veren festgestellt. Die Zählung im Vorjahre ergab folgende Ziffern: 2850 Hausbaltungen. 4994 Schweine. Oigendeg: an Paus bestand von 4607 kt gefälschter Guldenscheine vornehmlich bo# uuldenscheine, festgestellt und angebalten. Die ntersuchung hat ergeben, daß es sich um Fälschungen hanelt, die von einem Falschmüngernest von Dortund aus vertrieben wurden. Die gefälschten Gulden Untersu delt. wurden meist an einzelne kleine Leute, Beamte, gebracht. die sie dann an Bekannte zu höberen Kursen weitergaben. Die Angelegenheit zieht weitere Kreise. Als Hauptmitheteiligte kommen zwei Holländer aus Notterdam in können für die kommunale leitsatze aufgestellt werden: höberen Zusammensassend Gewerbesteuer folgende L 1. Die nach dem Gesetz über die Geldentwertung für die Verlangung zur Einkommensteuer geltenden Bewertungsvorschriften finden auf die Veranlagung zur Gemeindegewerbesteuer zwangsläusig keine Anwendung. sondern nur dann, wenn die Ge gewerbesteuer für die Ermittelung des gewei Ertrages auf die Grundsätze des staatlichen Ge steuergesetzes verweist, oder sie stillschweigend zu wendung bringt. 2. Die sinngemäße Anwendung der Bewertungsvorschrift des§ 333 des Einkommensteuergesetzes in den durch das Einkommensteuergesetz selbst gezogenen Grenzen auf die Ertragsberechnung kommunaler Ertragssteuern ist dem freien Ermessen der GemeindekörverAus der Umgegens. Wattenscheid. 15. Juni. In einer der letzten Nächto hatten Wichter der Zeche„Holland“. Schacht 3=4. einen Spitzbuben zu besteben. Ein onen versuchten, len. Als sie den diesen mit dicken Hinzukommen eines weiteren Wächwurden sie jedoch in die Flucht geschlagen. Sie ten von ihrem Diebstabl abseben. Buer, 15. Juni. Hier wurden in der Nacht zum Dienstag von einem Kotten zwei Ponys gestohlen. Es handelt sich um eine Fuchsstute mit grauen Flecken am linken Schendel, rechtes Auge blind. zwei weiße Fesseln und einen delleren Fuchswallach mit landem Schweif. Wert zusammen 6 Millionen. * Buter. 15. Juni. letzten Sitzung den Vi stücken an die Treubandstelle Die Festsetzung der— Der Magistrat beschloß in der errauf von mebreren Grund3. schaften zu öberlassen. endu EinkommenDer durch die Anwendung des§ 33a des Einkommen steuergesetzes entstehende Minderertrag einer Gemeindegewerbesteuer ist durch entsprechend hobe Staffelung der rtragssteuer"" dstelle für Bergmannssiedlungen. Festsetung der Frumnditückspreise soll in der Foloe in der Weise gebandhabt werden, daß ein Zehntel der Friedenspreises zugrunde gelegt wird und rieser teil mit dem igwetsigen Soldenkauseinder nadlt utigen Stanke je 11 wird. Dourenach im deutigen. 30000 Mark stellen. uadratrute mit Ertragssteuersätze auszugleichen. Scienanslisnenanansnanmensnansnensnansnaiisnansnannnsnansnansnslansnanniig Während Ihres Urlaubes! können Sie die Gelsen#. kirchener Zeitung täglich lesen, wenn Lie in der Geschäftsstelle ein FerienAbonnement bestellen. Die tägliche Zusendung durch Streifdand = kostet nach allen Orten Deutschlands s(Bezugsgeld und Porto) pro Jag Mk. 450.Verlag der Gelsenkirchener Zeitung icheiishenanishanansnensnansiiallensnensialsnenensnansuanansnsnansuain Einkommensteuer— Gemeindegewerbesteuer. Torales und Provinzielles. Finden die nach dem Gesetz über die Berücksichtigung der Geldentwertung in den Steuergesetzen für die Veranlagung zur Einkommensteuer geltenden Bewertungsvorschriften auch auf die Veranlagung zur besonderen Gemeindegewerbesteuer Anwendung? Von Beigeordneter Dr. Gaertner, Gelsenkirchen. einschränkende Auslegung des Ministerialerlasses in bezug Der Preußische Landtag hat unter dem 18. Avril 1923 ein Gesetz betr. die vorläufige Veranlagung der Gewerbesteuer für 1923 erlassen, das auch auf die Veranlagung zu besonderen Gemeindegewerbesteuern im Sinne der§§ 29 und folgende des Kommunalabgahen; gesetzes nicht ohne Rückwirkung bleibt. Da die Mehrzahl der Gemeinden wobl in den Haushaltsberatungen steht und im Zusammenhang damit auch die Gewerbesteuer geregelt zu werden pflegt. dient die Klärung der durch das oben genannte Notgesetz geschaffenen Rechtslage unmittelbar der Praxis. Soweit die Erhöbung der Freigrenze in dem Notgesetz beschlossen ist. kann an ihrer Uebertragung auf die besonderen Gewerbesteuern infolge der durch das Notgesetz vorgenommenen ausdrücklichen Aenderung des§ 28 Abs. 2 des Kommunalabgabengesetzes kein Zweifel aufkommen. Anders stebt es mit der Anwendung des Artikels III Ziffer 2 des Notgesetzes. Danach sollen auf die Veranlagung zur Gewerbesteuer die für die Veranlagung zur Einkommensteuer nach dem Gesetz über die Berücksichtigung der Geldentwertung in den Steuergesetzen vom 20. März 1923 geltenden Bewertungsvorschriften entsprechende Anwendung finden. Der Ausführungserlaß des preußischen Einanzministers vom 23. Avril 1923 erklärt von den Bewertungsvorschriften allein die Ziffer 5 des§ 1 im Artikel II dieses Geldentwertungsgesetzes auf die Gewerbesteuer als entsorechend anwendbar und zwar dann. wenn zur Ausmittelung des gewerblichen Reinertrages eine Be—. also hierbei um die Anwendung des neuen§ 33a des Einkommensteuergesetzes, welcher insbesondere die Bewertung der Bestände an Erzeugnissen. Waren und Vorräten neu regelt. Ausgeschlossen sind von der Anwen. dung auf die staatliche Gewerbesteuer nach dem Ministerial= erlaß die Bestimmungen unter Ziffer 6. 7 und 8 des Artikels I S 1. das sind der neue§ 335 des EinkommenAbnutzung des Anlageg des§ 59 des Ein##fhebung des§ 59a für die Zukunft.„Wenn der Ministerialerlaß die besonderen Abschreibungen, die für künftige Ausgaben. u deren Leistung am Bilanz=Stichtag noch keine rechtliche Verpflichtung bestand, bisber nach§ 59a des Einkommen. etzes in der Form der Erneuerungsrücklage, nunMehrfachen der nort werden hat dies erbesteuer als einer reinen Obiektssteuer. Bei der Einkommensteuer kommen die Rücklagen oder erhöhten Abzüge. die für zukünftige Werte gemacht sind, immer einmal. und wenn auch Gelsenkirchen, den 16. Juni 1923. Das neue Dolksschullesebuch. Daß das Volksschullesebuch der Vorkriegszeit den Anforderungen der Gegenwart nicht mehr entspricht, ist in der Oeffentlichkeit wie im Parlament wiedervolt betont worLesebücher ist * Gladbeck, 15. Juni. In einer letzten Nächte wurde in dem Neubau des Ledigenbeims der Zeche„Machlas Stinnes 3/4 einnebrochen und dort, 30 Meter BleiBochum, 15. Juni. Der Kriminalvolisei ist es gelungen, die gefährlichsten Kommunistenführer Karl Förstner und Theodor Spieker von hier und aus Weitmar, die sich bei den letzten Unruben in Bochum führend beteiligt haben, in dem Walde bei Siegen festzunehmen. In ihrer Beglettung befanden sich noch 2 Spießoesellen, die mit Pistolen und Dolchen bewaffnet waren. Sie wurden überwältigt und in das Gerichtsgefängnis eingeliefert. Förstner und Spieker sind erbeblich vorbestrafte Verbrecher. Sie haben eine große Anzahl Einbruchsdiebstühle auf dem Gewissen. Förstner und Spieker haben während der Unruhen auf einer Zeche bei Weitmar, nachdem sie die Sprengkammer gewaltsam erbrochen haben, medrere Pakete Dynamit mit Paronen entwendet, ferner das der Stadt Bochum gehörende Automobil beschlagnahmt und in den Unruhen dieser zu Fahrten nach Wattenscheid und Gelsenkirchen benutzt. Sie haben die am Kanalbau an der Koblenstraße in Weitmar tätigen Erzarbekter zu Hundertschaften organisiert, bewaffnet und geführt. Nachdem der Ansturm auf das Feuerwehrdevot abgewiesen und die wetteren Unternehmungen der Kommunistenführer geschlagen waren, haben Förftner und Spieber das Auto nach Entwendung des Motors und anderer Teile verlassen und sind geflohen. * Dortmund, 13. Juni. Das Finanzamt DortmundStadt bestrafte in der vergangenen Woche einen blesigen den. Eine weitgebende Umarbeitung der der Bewertung begründet. Diese Gemeindegewerbeauf die sinngemäße, Anwendbarkeit vorschriften ist rechtlich also durchaus Auslegung hätte auch eine besondere steuer sich zu eigen zu machen. Wie aber steht es mit der Uebernahme des§ 33a des Einkommensteuergesetzes auf die besondere Gemeinde. gewerbesteuer? Vom rein rechtlichen Standvunk: besteht kein Zwang. diese Vorschrift auf kommunale Gewerbesteuern zu übertragen. Durch das Notgesetz wird ausschließlich die vorläufige Veranlagung zur staatlichen Gewerbesteuer berührt. die kommunale Gewerbesteuer, die im preußischen Kommunalabgahengesetz geregelt ist, nur durch die Aenderung des§ 28 Absatz 2 ebenda. Bei der entsprechenden Anwendung des§.333 des Einkommensteuergesetzes handelt es sich um die Ermittelung des Ertrages. Den Gemeinden ist hierfür völlig freie Hand gelassen. Zwingend ist nur die Vorschrift des§ 9 des Landessteuergesetzes, wonach Ertragssteuern nicht wie Einkommensteuern ausgestaltet werden dürfen. Nur wenn die Gemeindesteuerordnung nichts anderes bestimmt, wird der Ertrag im Zweifel nach§ 22 des preußischen Gewerbesteuergesetzes zu berechnen sein: allerdings wird auch der Artikel III Ziffer 2 des gesetzes Anwendung zu finden haben. Die Gemeindekörverschaften haben es also in der Hand. durch Aufstellung besonderer Grundsätze für die Errechnung des Ertrages oder durch Ausschließung der Grundsätze des staatlichen Gewerbesteuergesetzes die Anwendung der Geldentwertungsvorschriften des Einkommensteuergesetzes abzulebnen. Wo sie aber in ihren Steuerordnungen auf die Ertragsermittelung nach den Vorschriften der staatlichen Gewerbesteuer verweisen, wird nunmehr auch das# Notgesetz Ergänzung zum staatlichen Gewerbesteue des Recht für die Gemeindegewerbesteuer Von der Rechtsfrage zu scheiden. frage. ob es sich empfieblt. die Bewertungsgrundsätze des Geldentwertungsgesetzes bei der Ermittelung des Ertrages für die Gemeindegewerbesteuer zugrunde zu legen. Vom Standpunkt des Steuerpflichtigen kann die Forderung hiernach wohl verstanden werden. Bei der heutigen Fülle verschiedener Steuergesetze soll der Steuererklärung nicht zu sehr ers auch nicht völlige Uebereinstimmung u r.— sätzen der Einkommensteuer und denen des GewerbesteuerNotgesetzes besteht— die Steuerfreiheit des Wertunter59a und die Abschreibung von te in der vergangenen Woche einen biesigen wegen Steuerbintersiehung mit Mark Geldstrafe. Auberdem bat er noch x von rund 4## Millionen Mark und die dem Geldentwertungsgeletz zu ich dar. kung sall bewegen muß, legt, dem Amtlichen Preußischen Pressediens zufolge, ein Erlaß des Ministers für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung vom 24. Mai 1923 ausf Anpassung an Stoffe, die an Vermeidung einer Vielzahl von besonderen—surtr.“— das Buch verteuern würden. Anzabl der Stücke unter dem Gesichtspunkt ihres künstlerischen Wertes. Ausschaltung aller Stücke, die„den gebenwärtigen volitischen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht entsorechen“, dafür Einführung solcher, die geeignet erscheinen, die Jugend zu freudiger und verantwortungsbewußter Mitarbeit an den Aufgaben des Staates zu erzieben“— das sind die wesentlichten Forderungen, die an das neue Lesebuch gestellt werletzten Tagen ab1 und Umgebung reise erbracht. Vor gerechnet, im vorigen Jabre mit Millionen. Der abne mit Tausenden und ir desam Jahre mit Maslia Bei den deute gezahlten Preisen, wird sich ein Eu Heu auf etwa eine Million stellen. Der Rückgang des Verbrauchs in Deutschlans. gAb sten den. es leich laß Notgesetz als sesetz zwingenilden. ist die Tat Einen wichtigen metbodischen Fortschvitt, der zugle auch von wirtschaftlicher Bedeutung ist, bringt der Er sodann noch, indem er dem Lehrkörver den Schule das Recht gibt, für die oberen vier Schuljahve auf ein Lesebuch ganz zu verzichten, und statt desten geeignete Einzelschritten zu lesen, von denen in den letzten Jahren eine große Anzahl in Gestalt von Reihenhändchen und Sammlungen auf den Markt gekommen sind. Auch in den Schulen, die das Lesebuch beibebalten. find neben ihm solche Einzelschriften zu verwerten. Die Unterrichtsverwaltung hofft. durch diese Bestimmungen— trotz der Not der Zeit— die Schüler auch der Volksschulen mehr als bisher zum Buche. d. b. zum guten Buche zu führen und damit der immer noch stark verbreiteten und ebenso gefährlichen Schundliteratur wirksam entgegenzutreten. Die Einführung dor neuen Leseblicher wird, so erwartet der Erlaß, mit dem Beginn des neuen Schuljahres 1924 allgemein erfolgen können. ur den Konsum der breiten Massen kat Kabrungsmitteln und Getränken. und da Linie bei den Lobensmitteln, die früher Leil aus dem Auslande bezogen werd wieder in erst u einem groß aus dem Auslande bezogen werden mußten. batte Deutschland vor dem Kriege beträchtliche Einft überschüsse an Eiern. Milch Butter und leben Vieh. Heute haben diese aufgehört oder sind kaum nennenswert. Es betrug der Einfubrüberschubz auf den Kovf der Bevölkerung in Kilogramm: 1913 Butter.. lebendes Vied 2.1 Ausfuhrüberschuß Bevölkerung auch aus der au unterli von Tieren, die der amtlichen Unter Zugrundelegung der szeit(1908) und der Gegenlachtgewichte der—. wart(1922) errechnen———u=— Schlachtungen folgende für die Volkser sächlich in Betracht kommenden Fleischmengen: aus den mehr nach§ 33b ebenda in einem Mehrfachen der nor= haltungskontos nach§ 59a und die Abschreibung von malen Abschreibungen als steuerfrei abgesetzt werden Uebexpreisen bei Anschaffung von Anlagewerten(§ 335 dürfen, für die Gewerbesteuer nicht zuläßt, so hat dies des Einkommensteuergesetzes)„sind. wie oben erwähnt, seinen Grund in dem Cbarakter der Gewerbesteuer als nicht auf die Gewerbesteuer übertragbar— so wird doch sonde (Verg S. ird doch ung den eine bessen. sie Rücklagen bezw. die Abschreibungen gemacht wurden. würde der Gewerbehetrieb während seines Bestehens zu Unrecht daraus steuerlichen Vorteil gezogen haben. Die erbesteuer Ale 10 Die Dauerhaftigkeit abdbl wenn Re verden.„ 17151 Neuoviere Leder nur mit Heitmann's Renovator. ilanz für die Gewerbesteuer aufstellen zu müssen . Robde.„Deutsche Steuerzeitung“. 1923. Nr. 4 Ar“ das Steuerergebnis der Gemeindeger wird allerdings die Anwendung des§ 33a ni Einsluß sein.] Die dadurch entstebenden Ausfälle sich noch nicht übersehen; ohne Zweifel wird aber— Ertrag durch die neue Berechnungsart gedrückt werden. Doch ist zu berücksichtigen, daß die sinngemäße Anwendung der Vorschriften nur in den Grenzen, die die s§ 32 und 33 des Einkommensteuergesetzes in ibrer ursprünglichen Fassung selbst gezogen haben. Platz greiten darf. Nur in den Fällen. in denen die Ermittelung des Ertrages. d. b. des Eeschäftsgewinnes, durch„Vergleich der Betriebseinnahmen und der Betriebsausgaben unter Berücksichtigang des Unterschiedes. in dem Stand und Wert der Erzeugnisse, Waren und Vorräte des Betriebes am Schlusse der iftsjahres gegenüber dem Stand und Wert iu“ erfolgt, oder bei Steuerpflicht = Von der Straßenbahn. Da die Linie der BochumGelsenkirchener Straßenbahn von Steele nach Gelsenkirchen nur eingleiftg ist, muß durch diese Neuerung für die Linie 4 Horst=Süd Steele(Grendplatz) der 30 Minuten=Verkehr wieder eingeführt werden, da ab Steele auch nur Ustündlich Wagen ins Bergische Land fahren. Abfabrt der Linie 4 ab Gelsenkirchen=Hbbf. nach Steele 5.14, 5,44 Uhr vorm. usm. alle 30 Minuten bis 10.44 Uhr abendo und 11.14 Uhr nur bis Karl Meverstraße. Ab Gelsenkirchen, Hbhf. nach Horst=Süd 6.10 Uhr und 6.40 Uhr vorm. bis 10.40 Uhr abends und 11.10 Uhr bis Kanzlerstraße. Ab Horst=Süd ersten Wagen 6.44 Uhr vorm, letzter Wagen 11.14 Uhr abends. Ab Steele(Grendplatz) erster Wagen 5.58 Uhr vormittag, letzter Wagen 11.28 Uhr abends.(Anschluß der Bergischen Kleinbahnen.) 1913*) ds 1921°) es 1922 ds 8 045 830„ 6136 608„ 6388 619„ 1 481 014„ 1 212 267„ 1 251 638„ Schweinefleisch. 13911 211„ 5 664552„ 5 740 890 hammelfleisch 832716„ 400 319„ 389 269„ Gegenüber dem: 1922 insgesamt ein zentner. d. b. 42 v. Vorkriegszelt zur fleischverbrauch(Ein andere Schlachtungen der Bevöstruun 49 Kilogramm im nadme um 15.9 Ki ubte Zusammen 23878 871„13 473746„13 769 807„ dem .* van 16 109 064 necn, die in der uchr beschaupftichtor abre 1921 re 1913. und weist mitbin eine gramm oder, 32.5 v. H. auf. Se der Verbrauch infolge der ber mn Belegung tag näch ange tsjahres gegenüber dem Stand und Wert am e desselben“ erfolgt, oder bei Steuervflichtigen. Handelsbücher nach den Vorschrifton des 5.##.4 = Volksbochschule der Stadt Selsenkirchen. Die bisim Oberlozeum abgebaltenen Vorträge werden wegen legung des Gebäudes mit Besatzungstruppen von Monsächster Woche ab im Reglgenngsium Hochbzw. in der Oberrealschule. Hammerschmidt(Bulmke) abgehalten. Die Räume werden in der Montag=Ausgabe mitgeteilt. Die Vorträge des Oberstudiendirektors Dr. Töwe müllen bis auf weiteres aus. fallen. Die beiden letzten Vortr Terner finden nicht mehr M im Gesangsaal des#ur5 Abeug id unter rotgetreibe ggn elee mie un duthe Schlechte Verdauung md Spelz vertüghar.## elen damit 249 Kilogran Roagen..... nur 628419 Weizen und Soels. nur 476314 verfügbar. 81 Klar. Vrotgetreide ober 2r 9. 9. wor“ ls rtoffeln standen dem Verbrauch zur Verfügung: 1913/14....... 47 192 296 1921/22......: 20 747126 gram Frn #evölkerung und Toe. onnen nicht mehr... eeverbrauch auf den.—. Je. F-. F-äch RO um logramm Vereinigten (von 4.01 Ger Hordel, 13. Juni. Ber der Stoestaurner gutte sich der Berg. n Ades Pilot von hier wogen gefährlicher Aürperoschetzung g veransdorten. Dem Angeklagten wurde zu Les gelegt, am a. Cpal d. J. wiot erlesh.“ uu. Sar, Weisfafet 4s den Rosf neolegt zu haben. Plist lebte bei seiner verbetS Kohwasser. Der Angektogto wunde sche en brängt, in Jeiner Ret verzeure er der Stiefmutter don Belle über den Ropf. Die Bendisaufnah zugunsten das Anverlagem, so daß er Re ei eit n# sstin aum Schlag und hhetes emrlief, gämüch ungenüheracher die erlttienn bat in errei gur Bahc. Bo rminen wieder eine und müßten mit dem Fußball. Svortwoche des B. S. 12. Sellenkirchen. Heute abend 6.30 Uhr findet das große Treffen B. B. 12(Liaa:— Langendreer 94(Gauliga) zortvlatz Wanner tst in Gelsenkircher Sportvla Langendreer Wanner Strade statt. Langendreerellenkirchen recht au bekannt. Konnte vergangenen Winter Union Gelsenkirchen mit einen schworen Tas. jedoch wird sie sich anstrengt, ehrenvoll besmal, vielen B. B. A.=B.— nachmittag ab 2 Uhr V. 12 gestifteten Divl straße statt. 2 Uhr: S. C. 87 1. Jod.— Spiel Wenn bier nicht alles täuscht. Mannschaft das Spiel durch seine## die vom Wanner fecch Lolbano Otto—.Noe 61 ans e Jubiläumswoche des V. f. Nasensport Anläßlich des 15jährigen iner Veren seinen Pl a Spiel el 1. Jaru. Auf. P o Meister)— S. C. 07. Veranstalter zur VerSAlte: 27. Juni, S. C. 07 6 08— 08. eweide(Berliner Berliner Produktenbericht. #### Berlin, 15. Juni.(Telegr.) Im Einklang mit den schwankungen am Devisenmarkte wor die Kauflust am Produktenmarkte äußerst vorsichtto beworden. und die lartte reite stellten sich teilweise eher etwas niedriger. Mit ebenden De Schalle 77— Essen 39. r Verbrauch an Kartoffeln auf den Kopf Bevölkerung in damtt von 700 Ri im auf 840 Kilogramm oder um 51 c. H. geden narnhafte Geoner sehr gute Relultate erzielt hat: den wieder anziebenden Devi wieder etwas Nachfrage für G eizen die Ware außerordent oagen ein sich in N bervommern. führten reiten stellte sich aber ide ein. Wäbrend in knavp bleibt. zeigte von HinForderun„eschäft. Für Gerste bei böberen Preisen dauernd ais waren die Umsätze unin etwas mehr Angebot, besonders r Die die gestrigen übersteigenden U# meist aber nicht zum Geschäft. Für Gluswortklub Segelflugsport. Regterung Ige. rüberen Ausgaben waren wir Ziel dieser jungen Grün estrebungen, aus den brin ingen. haben in der 847= pelflugsportes um sich Ziele zuustreben. Aus kampfe gegen das Ausland Siege zu sind nicht untätio ausgestre. bs In unseren gebender aus Zwe err Diese sen dervc unentwegt ihn endem frischen M erein sein Schicksal a de en rebungen zu meist en die Jünger des und unverdrossen dem im Wettko verhellen Mitglieder des Vereins Die nach Berlin und Magdeburg ausgesrreckten sind mit reichen Erfahrungen und Verbindungen zzagen. Die Regierung bat dem Vertreter Vereimz die weitgebenkste Hilse zugesagt, enso die Stadt. Man verkennt in Regierungskreisen cht die außerordentliche Bedeutung, die gerade diesem or#oweitze zugemessen werden mun. Auf der anderen te sind die Verhandlungen mit den Segelflusseu#erten m einem bedeihlichen Abschluß gebracht worden. für bald die auf dem biesigen F beredtes Zeunnis ablegen. von 2 Energie und deutsche Willens. Es wäre z wünschen, daß ine um den Fugen denen gen führten zumeist aber bleiben die Brauereten sel Käufer. In Hafer und bedeutend. Berliner Börsenbericht. Berlin, 15. Juni.(Telegr.) Nach der außerordentlich großen Kurssteigerung der letzten Tage ist anfangs ein leichter Rückschlas eingetreten, da sich Neigung zur Gewinnsicherung stärker bemenkbar machte. Den Anstoß bierzu gaben vor allem die am Devisenmarkt eingetretenen Schwantungen, woraug auf eine starke Unsicherbeit und Vervosität geschlossen werden kann. Am Effektenmärkte am die Unsicherheit der Kursbildung nicht se deutlich zum lusdruck. Anfangs überwogen zwar Rückgänge, die in den befonders stark gestiegenen Papieren bis 60000 und für Rheinische Braunkohlen über 100 000 erreichten, denen jedoch auch erneute Kursaufschläge in ungefähr gleichem Ausmaß gegenüberstanden. Für die Mehrzah! er Industrie= und Schiffahrtswerte betrugen die Abschläge 20 000 bis 30 000. Da aber berauskommende Ware bereitwilligst Aufnahme fand. die Konzerne Auslandskäufe in einzelnen Papieren fortsetzten und auch die Depisen erneut stiegen, wurde die Grundstimmung welentlich festen. Die Kurse konnten dabei den größten Teil der Anfangseinbuhen wieder einholen und teilweise über die vorgestrigen Schlußkurse hinaus steigen. Dies gilt besonders von Mannesmann. Gelsenkirchen. Stöhr und einigen anderen Werten. Auch die Mehrzahl der Valutavapiere. besonders Merikaner und Anatolier waren bevorzugt. Heimische Rentenwerte stiegen ebenfalls beträchtlich. Die Kursbildung für Einheitskursindustviewerte war nicht doch überwogen wiederum Steigerungen. Das von einbeitlich, doch überwogen wiederum Steigerungen. Geschäft zeigte nicht mehr den stürmischen Cbarakter vorgestern. Erhöhung der Eisenpreise. el m beschaffen, dann Fluoolatz vomesebenen aus Curnen= Sport= Spiel. Deutsche Jugenskraft. Weltlepolflug bei von Kroisen gröberes wettgebendere Unterstützung zuteil werde Seseln eue Leickt Dr L.r ur Cerihes nebmen. Deute abend 0 Uhr dar die Spelvereinigung die Permrge. pe- Kresiune 1. Nühr slader das Sntche kunus vier gegenüder. Adler wird sein Leytes bergeben. komplett, so dürfte sein Stea nicht Senun unmn in Lacher dest Warte er F# manden Intereste verfolven wied. Die Besjährige lüge von der Wasserkuove der Rbön sind in einen ettbewerb vom 3. bis 14. August und in einen twettbewerb vom 17. bis 31. August gegliedert. dnen werden neben Deutschland in erster Linie alltigen Staaten teilnebmen. in denen DeutschlandWettbewerb disqualitfiviert wirrAmertkon, der Schweit. Staaten wie der Sürum die Edre kämpfen, das Sröshe 2 es Einzel Grund der erheblichen Markverschlechterung seit der Preisregelung und sonstiger Verteuorungen(Koblenpreiserhöbung. Betriebs= und Maderialverteuerung usw.) eine teigerung der Stahlbundrichtvreise für bomashandelsgüte um 30.8 Prozent. Die Mehrvreise Lieierungen in Stemens=Martins=Handelsgüte wurunt 1924-aset Ipolge dieser Beschlüsse gelien ab 15. Preise) für grundlagen für tins=Handelsgüte: Rohblöcke 2 416 000 bew. 2 740 000. blöcke 2710 000 bew. 3079 000. Knüppel 2891 000 3 279000. Platinen 2985 000 bew. 3385000. Formei R 377000 bew. 3 770 000. Stabeisen 3 400 000 baw. 3 800 000. Univerfaleisen 3.670 000 bzw. 4 106 000. Bandeisen 4 146 000 —„ 9 892 f0 pew. 4 050 00 Theater und Veranstaltungen. — Im K. P. Bahnhofohotel Operettenhaus, erzielt die Operetz„u alzertraum“ gpoße Erfoige und volle Häuser sind an der Tagesordnung, detz die so beliedie Operette noch bis einschl. Mirtwec auf dem Spielplan bleibt. Die Verlängerung wird wohl mit Freuden begrüßt werden, da die Nachfrage nach„Walzertsaum“ goöber wurde. Am Donnerstag findet die Grstaufführung bertschon neuesten Schlager=Oporette:„Katsa, die T mit dan ersten Kräfton des hier so beliebten Operekton=Ensen — Der Blüuner-Quartettverein Gelsenkirchen, Loitung Au Kropp=Essen, mußte sein guf den 27. Mai geplantes Konzert## Sonntag, den 17. Juli, abende 6 Uhr, im Krikellpelek ver. legen Verantwortlich: Für Polidik J. Paisendorf, Chefredaktem: u. Theater und Musik H. Tölle: für Kon, für Lokalo#, Feuilleton, Theater und Musa G. Prr.“, fül Rommunalpoll#ik, Volkswittschaft, Handel und Provinz Dr. 5. u Berger: für Vermischtes und Spert H. Hartensels; für d## Rollame= und Angeigentell W. Scheifen. Sämtlich in Sel#ontlachen Sbteriche Die heutige Ausgabe umfaßt 10 Seiten. Versammlungskalender der katbolischen Vereine. um. wands 8 Uhr, in der Wohnung der Präser litzung. Besprechung der Zirkelarbest.— Gel Sonntaa nachm. niimnt der Verein deil an der felerl. Grundsteinlegung dor Ankonius=Pfaucklrche in der Foldmack. 2.30 Uhr Traffpunkt Gesellenhaus. Montag abend 3 Uhr Rehigionsvortrag und Uebung Vorstandeeslenpereln: Grun der Gefangabteilung. St. Seorg=Pfarrgemeinde Selsonkirchen. Minner=Kouzre: getien St. Georg: Sonntag nachmittag 4 Uhr Versamnehung m umberen Saabe voo Liedfrauenstiftens.— JünglingssodalI: 1Kt: Am Honntag, nachmittago 3.30 Uhr, aus dem Schill der Antoniuskirche. kliech sillerplatz zur St. Franzietus-Pfaergen Josepb= Bürgero##e Uhr, Versamnchang im Josap Selsenkirchen=Biomark=Ostl. St. rein: Sonntag, den 17. Juni, nachm, 4.20 Uhr, Verzamninung im Josephohause.— Jüngilngssodalität: Sonntag nach dem Hochamt Versammtung der Vorstandes und der Besirksvorsteher in der Wohnung des Präses.— Jungfrauenlepgtecatiem: Sonnung nachmittag 4 Uhr Turnen und Spielein der Turnhalle. Dreiseitigteits=Pferrotkarie. ingslebalitat: Die Horst=Haverkamp. Jüng2 Uhr Gemeinde tastebalität: Die Miglieder versommeln sich 2 einshaus, um an der Feier der Grundsteinlegung für die AntoniusPfarrvicche teilzunehmen.— Dreifaltigkeits=Männerveretn: Zusannmnenkunft der Mitglieder 2 Uhr am Vereinshaus.— Ktradauvereim. Die Mitglieder degeben sich 2 Uhr zur FesSt. Jeseph=Pfarvarmeinde Schalle. Freitag, abends 8 Uhr. Konferenz in de Orbeiservereim: Am Sonntan zw. 4 582.000, Walzdrabt 36 000, GrobEe eer Spantens. 51# wielt deute abend 5.30 Uhr geden Bulmke alles daran setzen müssen, die Niederlage von eder gutzumachen. “ h a i d i e a n 2. S t e l l e i n d e r A= K l a s s e ädter mu Got. Die Warper kahrr in für die größte Flugdawer eines Einzelftuges, die im ersten Falle von verschiedenen Führern im zweiten von einem Füdrer erreicht werden muß vorneseben. Diese Preise gelten für den Vorwettbewerb. wäbrend für den Hauptwettbewerb der grobe Rhönseselvreis in Höde von einer Millionen Mark für das Flugrößte bleche 5 Millimeter und darüben 3 832000 bzw. 4 296 000. Mittelbleche 3 bis unter 5 Millimeter 4293000 bzw. 4774 000, Feinbleche 1 bis unter 3 Millimetür 4989 000 Farkleche under 1 Millimeren 5 46000 Oberschlesische Montankombinationen. lu der neuesten oberschlestschen Montankombination .. wir folgendes: Die Alpine=Montan=Gesellschaft st bekannt, daß es ihr gelungen sei, sich durch Abmachunausländischen Konzern eine Koksbasis zu seitig gebt durch die Zeitungen die NachAlvine=Montan=Gesellschaft sich die Majonät oer Bismarabütte A.=G., die ibrerseits wieder ber die Majorität der Kattowitzer Bergbauhehe gen mit einem schaffen. Gleiche vicht, daß die###l tät der Bismarckbütte A.=G., di über die Majorität der Kattowitzer..r. A.=G. verfügt, gesichert babe. Für den Verkauf der Majorität der Bismarckbütte=A.=G. und damit der Kattowitzer Bergbau=A.=G. an die Alpie=Montan=Gesellschaft lagen 400.0 Wir wer auf be— wie wür uns wweiges über die zu halten. E Flugsy. unsere Stoct rden dur ench er die täe ist zu wünschen, daß vortklub„Aera“. Stodt Lorbeern aus biese es dem Gelsenkirchener gelingen wird, auch für m Kamfe len B. B. A.=H.— Biktoria A.=H. finden die Endsviele um stifteten Diolome auf dem Svortylatz be statt. elvg. Bismarck 1. Jod. wiro die S. C. 07 EE EE seine stark ausgeprägte Technik gewinnen, aber auch Ueberraschungen sind nicht ausgeschlossen, da auch die Bismarcker Jugendell eine der besten Gelsenkirchens ist. 3.30 Uhr: B. s. B. Selsenkirchen 1. M.— B. B. Röblinghausen 1. M. Handel und Gewerbe. 1 Dollar—107430 Mark. r die Herren Damoklesschwert, Besitzer in Polnisch=Oberschlesien, sch—. dortigen Werken und wenn auch während 50 Jahren heit dem Genfer Spruch eine solche Liquidation nicht stattfinden kann, so ist die volnische Regierung doch in der Lage, schon während dieser Zeit Maßnahmen in Anwendung zu bringen, die den deutschen Besivern große Erschwerungen in der industriellen Ausnützung bringen können. Hinzu kommt, daß schon einzelne Warschauer Zeitundas Eindringen von Stinnes in Polnfsch=Oberschlesien Sturm gelaufen sind. Der Verkauf an die Alvine=Montan=Gesellschaft dürfte daher in erster Linie oder vielleicht gar ausschließlich auf politische Gründe zurückzufübren sein, denn gegenüber nichtdeutschen Besitzern besteht das Liquidationsrecht seitens der volnischen Regierung überhaupt nicht. Der neue Kaffeepreis. E* Hamburg, 15. Juni. Der Verbrauchervreis für Kaffee wird vom Verein der KaffeeWinzenzosreln: Joden der Eintracht.— St. JosephD Teilnahme an der feierlicht Grndsteinlegung dm mn 8ai—i.m. mark. Ge tracht.— 10,20 Uhr: Verstandositzung im Spotz nas: und Sosellenverein: Elternaderdd— Sonntag, abends 7,30 Uhr, im„Weihen Saale".— Gesellenverein: Sonntau abend 8 Uhr Versammlung mit Vortrag. St. Autonius=Psarrgemeinde Schalle=West: Vinzenzvereln: Montag abend 8 Uhr Konfeveng.— Bortomäus=Bibldothek: Sonntag 11—12 Uhr, Donnorotag 4—5 Uhr Bücherausgabe.— Jung(rauen=nonaregatlon: Dieustag ebend 3 Uhr gemütliches Jusammensein. Liebfravenpfarrgemeinde Neustadt. Münnerkongregation: Sonntag 4,30 Uhr Zusammem###st im katdolischen Vereinshauss.— Zentral=Kransengeld= Zuschußkalle: Sonntag morgen nach dem Hochmnd Zahkung der Volträge in der Wohnung der Kassienvvs, Bochumerstraße 44, 1. Etage.— Kreuzbündnis: Sonntag abend 7,30 Uhr Zusammenkunft und Unterhaltung in 5i. Joseph=Psa Dienotan nachmtttag 4 Uhr Jénglingssedalttat lnbe Uefenden. Perameutensereln: Arbeitestunde im„Andonkuochausse“.— : M o n t a g, a b e n d s 6, 3 0 U h r: V e r s a m m — S 1. Joseph=Arbeitervorein: Monelspersommlung mit anschließender 45.— Beamtenverein: Sonntag, 7.30 Uhr, im Vereinshause, Südstvahe, monatliche Versammlung ei#=Himmelfahrt=Pfarrgemetnde Rotthausen. SünglIna# sodalität: Sonntag, don 17. Juni, abends 68 Uhr, in Sodalennatliche Versammlung im Vorein=Lokal Lesutio.— Konktantia: Eamütsiches Zusammensein am Donnersigg, 22. Juni. St. Johannes=Pfarroileriegemeinde Letthe. KIrchenchor: Nach dem Hochamte Probe bei Heppe. Am Abend bietet der Verein seinen Ehoenmitgliedom und Mitgliedern einen Ehrenabend.— Jung: Am Nachmiktag moch der Andacht MonatsverSchule.— Paramontenverelm: Em Mittfoauenversle: ####lung in der Sa Sllliug Praugen.=Kalen 1 Ahi, Aefacthluphen in den Pees Mous= Plarrson## S#ersten, Jnnsleeuenkongte gotton: Nachmtttage 5 Uhr Versammlung im Schwesternhause Magbalenen-Pferrgemeinde Iöntrep. Jünglingssodelltät: Nach dem Hochamt ist Mopatsversammlung im Iinzenzhause.— Am Mittwoch, den 20. Juni, abends 7 Uhr, im Vinzenzhause Verkammlung.— Männersodalits!: Sonntag, nachm!! Uhr. Mon Monatsversammbung im Dinzenzhaufe. hmittage 5 Amtliche Devisenkurse. 15. Juni 14. Juni Geld Brief Geld Brief land 1 Gulden. 4204419 42255½ 4279254 43007½ gien 1 Frank 5885 5865 5685 5915 #alten 1 Lice.. 4837¾ 4862½ 4987.50 5012.50 England 1 Pfd. St. 493762 496238 508787 506263 Amerika 1 Dollar. 107430½ 107969½ 107730 108270 rankreich 1 Frank 6733 6767 6783 6817 19052 19148 19201 ¼ 19296 1 Kr. 150.22 150.98 151.8 Die Berliner Roggenwertanleihe überzeichnet. V Berlin, 15. Juni. Die von der Stadt Berlin aufgelegte 5prozentige Roggenwertanleibe wurde am heutigen ersten Zeichnungstage bereits um dar fache des zur Zeichnung aufgelegten Betrages von 6 Zentner Roggen überzeichnet. Zeichnungen diese Anleibe werden daber nicht meh ibt die Zeichnungsfrist für läufta besteb 151,63 tine Markanleöbe vorläuf s viel60 000 # auuf mehr angenommen. ür bie steben. 8—18prosen. enttäuschte am Seite und konnte dem guten Turoverein onntag nach der am vergangenen ehmen Seite. . die hobe Niederlage von 5:1 aufzwingen. Der des Spiels ist also noch vollkommen ungewiß. Union Gellenkiechen— Arminia Bielefeld. Für kommenden Sonntag hat der Sportverein ion den Westdeutschen Meister Arminia Vieleder verpflichtet. Es stebt der Gelsenkirchener „meinde ein hober sportlicher Genut bevor. Das findet auf der alten Anlage Die Arminen verloren erliner Börse Mitgetellt von der Darmstädter und National-Bank Kommandit-Oesellschaft auf Aktien Filiele Geisenkirchen. de an der Dehauerktgaße nach zwermaliner Verin der Vorrunde gegen Betlin unverdient 2: 1. e Aufstellung dieselbe wie in dem VorrundeDie Notierungen enthalten drei Stellen weniger als der amtliche Kurszettel. Bestehen die letzten drei Stellen nicht aus Nullen, so stehen die entsprechenden Zitfern hinter einem Komma. Wagner Stüwe Pohl Claus Oebler Schukte. Die Union=Mannschaft. die eine prächtige Kombinationsmaschine darstellt. svielt wie folot: . Peterssen Spittka Jaroch ####elmann Schäfer Dengel G. Heute Lubnau Husmann Schechtfiek P. Heuke. Deutsche Anleihe 15. 6. 1 19. 4. #% D. Reichsanleibe—]— Brauerel-Aktien Engeihartt-rogen. 1180 Schulth.-Patzh 1105 i n.- P a t z h. Dortmunder Aktien Dortmunder Union Glückauf Gelsenk. Gieselmann Luchenano Das Spiel selbst nimmt seinen Anfang um 4 Uhr. Vorber svielt die erste Jugend. Vormittans 11 Uhr Union 2 gegen 1. Fußballklub Bochum 06. Schiffahrtsaktien 83. Selsenkirchen. obiner Verein vom 23. Juni 1923 bis 1. Juli 1923 eine großzügige Sportwoche. In sportlicher Weise bat der Deutsch. Austral. D. 1750 Hamb. Amerik. Pak. 1380 Hansa Dampfschift. 181 Nordd. Lleyd 1216 Bankaktien Organe- Yohlmbin- Leolthin Anregendes Kräftigungsmittel auf wissensch. Grundl. Verlang. Sie nur„Organophat“ I. d. Adler-Apotheke, Heinrichstraße. S Barmer Bank-Ver. Berliner Hand.-Oes. Comm.- u. Privatd. Darmstädter Bank Deutsche Bank Disk. Com.-Anteil Dresdner Bank Essener Cred.-Anst. Industrieaktien * 1 1s 4 Adlerwerke Allg. Elektr. Oes. Annener Qußstahl Aussb.-Nürb. M. Bad. Anilin Balcke Maschinen Baroper Walzw. Beinberr 1. P. Bergmann Eleictr. Berl. Karslr. Ind. Blamarchchgug: Bochumer Qußstahl Böhler Oebrüder Bösperde Walzw. Buderus Eisen S###ech Lüdensch. Busch Waggon Chem. Oriesn. Elekt. Chem. Industr. Cels. Consolldat. Schalke Daimler Motoren Otsch.-Lux.-Berzw. Deutsche Eraßt. Deutsche Kabel Deutsche Kall Deutsche Maschin. 18. 6. 830 170 KOpP Dusseldert Masch. Dynamit Nobel Eisenw. Kraft Elberfeider Farben Elektr. Licht-Kraft Eschweiler Bergw. Essener Steinkohl. Fahlberg, List Co. Pelten- Quilleaume Oelsenk. Bergwerte Oelsenk. Qußstahl Oes.f.eleictr. Untern. Gladbacher Texti! Llas-Man Schalke oldschmiet Th. Gothaer Waggon Haberm.& Gucke: Hann. Masch. Egest Harkort Brückenb Harpener Bergweit Hasper Eie. u. Stah Heckmann Masch. Höchster Farben Hösch Eie. u. Stah Hohenlobe Werke Hubertus Braunihl. Humbeld Masei Ise Bergbau Kall Aechersieben Köln-Neuss. Bergw. Köln-Rottweil Körting Oebr. Kreit W. unani. schig a Kytfhäuser Hütte Lahmeyer Laurahütte Lindenberg Stahl Lindström Carl Linke Heim. Werte Lswe Lud.& Co Lorenz S. 93 50 13. 6. 73 55 Lothr. Hütte Magdeburg. Berzw. Manneam. Röhren Manstela Meyer Dr. Paul Moterenfabr. Deutz Mülh. Bergwerkver. Norddeutsch. Wolle Oberschies. E.-Bed. Oberschi. E.-I. Caro Oberschies. Koksw. Orenstein& Koppel Phönin Bergbau Pöge Hermann Reisholx Papier Rhein. Braunkohle Rhein. Metall Vorz. kh in. Nass. Bergw. Rhein. Stahlweibe. Rh. Westf.Sprenge#. Rombacher Hütte Rütserswerke Sachsenwerte Sarott Schneider Hugo ** Oebr. Schöndorf! Oebr. Schuckert& Co. Siegen-Sol. Qußet. Stemena& Haleke Stolberger Zmnk Tiets Leonhard Ver. Otsch. Nickelw. Ver. Olanzst. Elbert. Vogel Telegr. Draht Vogländ. Maschin. Wasserw. Oelsenk. Wegelin& Hübner Westeregein Westl. Draht Hamm Westf. E. Langendr. Wielingron!Sam Zellstoff Waldhof Zimmermann-W. 15. 6. 635 40 13. 6. 560 Nachruf. In der vergangenen Nacht verschied ergangenen nach kurzem Krankenlager infolge eines Herzschlages unser Prokurist Herr Emil Heißner Der Entschlalene stand seit 1917 In unsern Diensten. Er war ein Mann von hervorragendem Charakter und vorbildlicher Pflichttreue, dessen unermüdliche Tätigkeit für unser Unternehmen von großem Werte gewesen ist. Bei seinen Vorgesetzten, Kollegen und Untergebenen hatte er sich stets der größten Achtung und Wertschätzung zu ertreuen. Wir werden sein Andenken stets hoch In Ehren halten. Oelsenkirchen, den 15. Juni 1923. Gelsenkirebener Gabslahl- und Eisennerte Aktiengesellschaft. biläg zu verk. 17183 Bungert. Bismarckstraße 69, 3. Etg. I. Pldschsofs zu verkaufen. 17194 Gelsenk. III. Btlow. straße 7. Bandonlum für 290 000 verkaufen. Hordel, Heldac straße 25. Mk. 2n 17123 Bauherren und Architekten! Wie die steigenden Materialpreise und Arbeitslöhne jeden Kostenanschlag überholen, so wird auch der Auftrag auf Anfertigung von Möbeln Ueberraschungen hinsichtlich der endgültigen Preise seitigen. Für Bauherren wie für Architelten eind dies umnangenehme Begleiterecheinungen bei Neu- und Umbauten usm.— Wir haben, diesen Umständen Rechnung tragend, eine grosse ESSEN „ Sonder-Abteilung feinster Innen-Ausstattungen eingerichtet, die auch dem verwöhntesten Geschmack die Möglichkeit gibt, au verhdltnismässig billigen, Jesten Preisen Möbel einandfreier Qualität su erwerben. GEBRUDER SCHURMANN GROSSTES SPEZIALHAUS DEUTSCHLANDS FÜR WOHNUNGSEINRICHTUNGEN„ KÖLN 17144 Heute morgen erwartet intolge Sc Gatte, mein treusor Schwiegersohn, Schy HerrE kurz vor Vollendung Im Namen der Frau Mar un Gelsenkirchen, 15. Juni 192.. Die Beerdigung , vom Tr mittags 3 Uhr, vom 1 Hausandacht ½/ Stund Statt jeder beso Nach Oottes unert verschied Donnerstag und unerwartet nach k heit mein Innigstgelle liebevolle Vater seines lieber Sohn, Schwief Bruder, Schwager, C wohlachtbare Kaufmann im nahezu vellendeter In tiefer Trauer: Maria nebst Pamt! Pamil Die ve: Fie uhr, 161 nachmittags 3% Uhr, vel straße 33, aus statt. Trai Nac Am 14. dieses Moi nach noch nicht zwe Reis Herr Ern im 31. Lebensjahre. Wir verlieren in treuen Mitarbeiter, interessen stets in je bei uns und unserer geachtet war. Wir werden dem Wirkungekreise Dahl Andenken bewahren Strehlau Die Beerdigung tin 3½ Uhr vom Trauel aus statt. M.-G.-V. Ger Geisenkirol Am 14. ds. Mts. unerwartet unser a Herr Er Der Dahingesct stets ein besonder gebracht und sich richtiges Wesen d Sangesbrüder erwa auch über den To Andenken bewahre Die Beerdigung 17. ds. Mte., nachmit hause aus statt. Di zum letzten Ehrenze einslokale. Es ist pünktlich zur Stelle renns Im Stadt- u. Land. Wanne, Wattenscheld. eine Anzahl Vorkaufss misslon auf Laxer eing Vertrauenswürdige Lagerplätzen und Sche unter E. N. 1362 du B. Diekmana. Oelsenki Selbskäul, sucht ein ke## eder ein 2—3 PemiNenheus zu kaufen. Wohnungstausch vier Zimmer vorhanden. Aaarb. u. Nr. 17164 Dert kl. derur verk: Lon ingen. Dne Opertih Fr% 0 . 1. 4 u an 41.1 nealler: „r NuiCa elten. 7. 35—0 U, 1#t: FreiVorstande. TS#re Ffpunkt in Uebung Kongre ssodel Ulerpiat sur #OR. 61. nachm, 4.20 odalltät: und der Be gfrauen. und Spielen Tünz. 2 A ### Antonius unshaus.— zmr Feld Seten Sele). e: Sonn. tnacht.— erd an efellen zverein: #athet: — Jung= gemmitlichee egation: inshause.— Schnung der dünduis: im TbGLEIR I Sommen Versammtung. 4 Uhr mo##c: Natz ein seinen Jung Monatsver: Em Mittin dem nkonare SSsebeIlmehause.— zhause Verhhmittags 5 chied eines hoch 8r6 taltener Sgewagen verk. 17183 " B i s m a r c k- ), 3. Etg. I. s0fa aufen. 17194 u III. Bülow. donlum 990 Mk. 2n * 17125 HeldackerSe 25. en Heute morgen 2 Uhr verschied plötzlich und unerwartet Intolge Schlagantalles mein innigstgeliebter Gatte, mein treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Prokurist Herr EmilHeißner kurz vor Vollendung seines 45. Lebensjahres. Im Namen der tietbetrübten Hinterbliebenen: Frau Marie Heißner, geb. Ninchritz, und Herbert Heißner. Gelsenkirchen, 15. Juni 1923. Berlin, Pegau, Dresden, den Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. Juni, nachs 3 Uhr, vom Trauerhause, Schinkelstraße 17, aus statt. mittags'S Cul, von. Tauehhaus Hausandacht ½ Stunde vorher. 17192 Statt jeder besonderen Anzeige. Nach Oottes unerforschlichem Ratschluß verschied Donnerstag mittag 2 Uhr plötzlich und unerwartet nach kurzer schwerei Krankheit mein innigstgeliebter, guter Mann, der liebevolle Vater seines einzigen Kindes, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel un wohlachtbare und Nefte, der Kaufmann Ernst Finzel im nahezu vellendeten 31. Lebensjahre. In tiefer Trauer: 17208 Maria Finnel, geb. Becker, nebst Töchterchen Maria, Pamille Ww. Wild. Pinzel, Pamilie Ww. Heinr. Becker Die Beerdigupg dadet Sonntag, den 17. d. M., nachmittags 5% Uhr. vem Trauerhause, Bismarckstraße 53, aus statt. Trauerteler 3½ Uhr Im Hause. Nachruf. Am 14. dieses Monats verschied plötzlich nach noch nicht zweitägigem Lelden unser Relsender Herr Ernst Finzel im 31. Lebensjahre. 17204 Wir verlleren in Ihm einen strebsamen. treuen Mitarbeiter, der unsere OeschäftsInteressen stets in jeder Weise wahrte und bei uns und unserer Kundschaft beliebt und geachtet war. Wir werden dem so plötzlich aus seinem Wirkungskreise Dahingeschiedenen ein treues Andenken bewahren. Strehlau& Salm. Die Beerdigung fin det Sonntag nachmittag 3½ Uhr vom Trauerhause, Bismarckstr. 55, aus statt. Wohn- oder Geschäftshaus mit Hofraum. Stallung od. Lager geg. sofortige Auszahlung zu kaulen gesucht. Lage gleich. Anerb. a. Nr. 16956 an die Oeschäftsst. Gelschraulschlese sowie ein lüngerer Schlosser für Blecharbeiten u. Schlosserlehrling solort gesucht. 17038 Wülbern& Co., Geldschrankfabrik. Liborlusstr. 41. Wir suchen fortwährend f. zahlreichs vorgemerk. kapitalkräft. Käufer Wohn-u. Geschältshäuser. Villen, landwirtschaftliche Anwesen, Holrüter in jeder Oröße. 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Oelsenkirchen, Nordkirchen, Duisburg, Dorsten, Holland, Wanne, den 14. Juni 1923. Die Beerdigung findet Montag, den 18. Juni. morgens 7¾ Uhr vom Sterbehause. Breddestr. 8. aus statt. Das Seelenamt ist gleich nachher In der St. Franziskus-Pfarrkirche. 17155 Allen, denen aus Verschen keine besendere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. Luise WDesselborg Ilermann Bein Verlobte. Bottrop 1.0., Osterfelderstr. 121. 17. Juni 1923. Geisenkirchen, Industriestr. Statt Karten. Auguste Kreis Otto Ilaus Verlobte. Gelsenkirchen. Glberfeld, Sonntag, den 17. Juni 1923. Gardinenhaus Gig. Anfertigung Bochumerstraße 34, am Moltkeplatz. Gelephon 3668. Fachm. Bedienung. s01. zu haben. 17197 Näh. I. d. Geschälts. tdontigen M.-G.-V. Germania-Harmonie Gelsenkirohen-Biemarck. Am 14. ds. Mts. entschlief plötzlich und unerwartet unser aktives Mitglied Herr Ernst Finzel. Der Dahingeschiedene hat dem Verein stets ein besonderes Interesse entgegengebracht und sich daher durch sein aufrichtiges Wesen die Wertschätzung aller Sangesbrüder erworben. Wir werden ihm auch über den Tod hinaus ein blelbendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Sonntar, den 17. ds. Mte., nachmittags 3 ½ Uhr. vom Sterbehause aus statt. Die Sänger versammeln sich zum letzten Ehrengeleite um 1¾ Uhr im Vereinslokale. Es ist Ehrensache jedes Sängers, pünktlich zur Stelle zu sein. 17138 Brennstofflager. Im Stadt- u. Landkreis Geisenkirchen. Rotthaus. Wanne, Wattenscheld. Buer. Horst, Eickel, uew. sollen eine Anzahl Vorkauisstellen für Breanstoffe In Commisslon auf Laxer eingerichtet und verzeben werden. Vertrauenswürdige Interessenten mit geeigneten Lagerplätzen und Schuppen erhalten nähere Auskunft unter E. N. 1362 durch die Ansoncen-Expeditlos B. Diekmann. Oelsenkirchen. 17203 Angenehme Schlafstelle trei. 17178 Metzerstr. 3. u. Logls krei. 17187 Bismarckstraße 169. I. Etage, Hinterhaus. Bekanntmachungen der Stadtverwaltung Bekannt machung. Nach Anbörung der Vertreter der biesigen Bäckerinnung und der Verrauchervertreter werden die Preise 1 wie aus allenscheich folgt festgesetzt: Stuten(nur für Gebäck ab 16. Zwei Freunde od. Brüder erhalten saub. mit Mittagtisch. Limbeck. Grillostr. 126. II. 17225 Zwei anst. Leute erhalten 17198 Schlafstelle mit od. ohne Kost. Näh. I. d. Geschälts. 17170 Kranke) „„* 1 Psr. Grau. od. Kasselerbrot aus 70% Mehl.. 3 Pfd. Grau. od. Kasselerbrot aus Mebl. 3¾ Bsd. Schwarzbrot.. 3½ Pfd. Schwarabrot, orschrtzenu# Die Abgabe darf nur in vollen Pfunden erfolgen. Mindergewichte sind nicht zugestanden Das Backen von Brötchen ist verboten. Wer vorstebende Preise übersich des Vergebens 2200 Mk. 5700 Mr. 5700 Mek. 5000 Mr. 1500 Mk. mit halber Kost frei. Viktorlastraße 32. 2. Etage Iks. 17223 Gelernter 17146 Paßschneider für Tarif I soiort gesucht. Overbeck& Weller. tüchtiger sofort gesucht. Tarillohn. 17185 II. Stiess. Orenzstraße 193. an der Bismarckstr. Mann als gesucht. 17202 Pferdehandlung. Grenzstr. 70. schäftes wegen erwarten. Gelsenkirchen, den 1 Der Obeel Unzuverlässigkeit . Juni 19 bürgermeister. Bekannt machung Unter Bezugnahme auf die polieei, liche Bekanntmachung vom 12. April 1923 wird hiermit angezeigt, daß die Arbeiten für den Ausbau der Kirchstraße von der Neustraße bis zu den Friedbösen am 18. Juni 1923 begonnen werden, und zwar anfangend bei der Gelsenkirch 17226 elsenkirchen, den 1=. Juni 192.. Tiefbauamt. 21 Zimmer. abgeschl. Etagen, nebst guter Stallung, ist sofort zu verkaufen. Auerb. u. Nr. 17213 an die Geschältsst. 2 Ladenlokale mit anf 2 Räumen————.— gex. Etagenwohnung Oberversicherungsamte zu tauschen gesucht. werden Zu erfr. b. Siebert. 1833“—. i c 921 S 4— nom Blsmarchstraße 56.: Juni 1920 ab, wie männliche Personen unter 16 Große 17179 Jahren 2400 Mk. von 16—21 Jahren Z-Zimmer-Hohnugg apo; Jahren 1800 Mk. von 16—21 Jahren gegen 2 auch 3 Zim- 4200 Mk., über 21 Jahre 5400 Mk. mer zu tauschen ges.) Dortmund, den 26. Mai 1923. Schülers. Seldlitz- 17149 Oberversicherungsamt. Bekanntmachung. Die Ortslöbne im Bezirk des sicherungsamts Dortmund gemäß§ 151 R. V. O. in der des Gesetzes vom 26. Jan. Für Bekanntmachung. straße 13. 2 Eig. Wohnungstausch II Die vom I. Januar bis 31. Dezember Abgeschl. Wohnuns 1922 in unseren Wagen 17221 Badoraum. Verands, Gelundenen Gegenstände und kl. Garten la beabsichtigen wir öffentlich meistbietend Dulsburg gegen ähn- versteigern zu lassen. Empfangsberechliche oder 3—4-Zim- tigte werden hierdurch aufgefordert, Ihre Ansprüche bei der unterzeichneten Verwaltung anzumelden. Das Verzeichnis fraglicher Pundgegenstände kann in unserem Bureau. Oelsenkirchen. Hochstraße 87. eingeschen werden. merwohnung In Gelsenkirchen zu tausch. gesucht zum 1. Okt. od. 1. Nov. Au lieb. sten Feldmark oder Anerb. u. Nr 17132 Bechum-Gelsenklrch. Strabenbahnen. an die Geschllest. Selbskäul, secht ein eder ein 2-—8 FemiNenheus zu kaufen. Wohnungstansch vier Zimmer vorhanden. Aaarb. u. Nr. 17164 Haus Dereteneretr. 84, 12 Zimmer und kl. Ladenlokat soll wegen Auswan derung des Besitzers geg Höchstangebot verkauft werden. Näh. A. Ziebaoh, Losen, Bemhardstraße 8. 17147 Angestellter Anerb. u. Nr. 17171 an die Geschäitset. Mittl. Reichsbeamter. ledig, sucht sol. oder„zum 1. Juli r. Auerb. u. Nr. 17130 Oeschältsst. gegen zeitgernäße Miete sofort gesucht. Schriftl. Anerbieten unter Nr. 17070 an die Oeschältsstelle dieser Zeitung. 1000000 Mark rahlt kinderl. Ehepaar für Ueberlassung von 2 Räumen, möbl. oder unmöbl sofort gesucht. 17134) Kirchstr. 20. Reisenden für den Stadtbezirk Gelsenkirchen. Perner für Wattenscheid, Wanne, Buer, Herten, Horst und Umgebung Vertreter. Es kommen nur branchekundige, bei der Kundschaft absolut eingeführte Herren in Frage. Schriftl. Bewerbungen mit Lichtbild und Zeugnisabschriften bitten wir unter Nr. 17097 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung zu richten. Geschäft oder Ladenlokal von Oroßhaudelsfirma zu mieten od. zu kaufen gesucht. Auch Hauskauf Schriftliche Anerbieten unter Nr. 17074 an die Oeschäftsstelle dieser Zeitung erb. Lagerräume, Stallung und Hofraum von Landesproduktengro ßhandeistirma gegen hohe Miete sofort oder später zu mieten oder kaufen gesucht. Lage und Oröße des Lazers gleich. Schriftliche Anerbieten unt. Nr. 17075 an die Geschäftsstelle d. Z nicht unt. 20 J. einen Haush. selbet. führen kann, bei hok. Lohs und Famidenanschluß nach der deutsch-koll. Grenze gesucht. Zn ertr. bei Prar Schaeider, Bochnmerstraße 23, 2. Etage. aus der Schuhwarenbranche eventl. zur Aushilte. Hohe Belohnung zahle ich dem, der mir eine 3—5-Zimmer-Wohnung (evtl. möbliert) in besserem Hause bezw. 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Da aber eine Schule für eine solche Lehrerin nicht geuug Arbeit bietet und der Stoat für den knapven Lohn volle Leistung verlangt, mußte das Strickfräulein noch drei andere Schulen in der Umgebung versorgen. Das war keine kleine Aufgabe, besenders im Minter, wo der Schnee daldoneterboch lag und der Wind dort, wo keine schütenden Wälder ihn auffingen, heulte und pfiff, daß man sich wundern mußte, wie das kleine zarte Figürchen nicht aufgeboben und fortgeblasen würde. Denn schwach und zart war sie, das neue Fräulein, mit Händchen und Füßchen wie ein Kind, und die Bauern, deren Geschmack mehr auf das Robuste geht, sanden sie recht dürftig und keinem Burschen wäre es eingefallen, sie sich zum Schatz zu wählen. Deshalb ging auch ein Wundern durch das Dorf, als es hieß, der Arzt und das Stricksräulein seien gute Freunde geworden. Aber schließlich nahm man auch dies als eine Absonderlichkeit des studierten Herrn, wie seine wilden Tage. Die Bekanntschaft war ganz von selbst gekommen. Auf einem Krankenbesuch hatte Dr. May das Fräulein getroffen, als sie durch Wind und Wetter sich nach dem nächsten Dorfe durchkämpfte und sie eingeladen mit ihm zu fahren, da er den gleichen Weg habe. Und seitdem traf es sich merkwürdig oft, daß der Dokter gerade um die Zeit, wo das Fräulein zum Unterricht geben mußte, in die gleiche Gegend zu fahren hatte. Als ein halbes Jahr säter das Paar sich verlobte und bald darauf beiratete, wunderte sich niemand darüber. Es war eine traurige Hochzeit. Durch Monate hatte der Dämon den Arzt verschont, am Hochzeitstage faßte er ihn umso fester. Drei Tage und drei Nächte saß die junde Frau in der Wohnung, die sie mit so viel Liebe ausgeschmückt hatte und am vierten brachte man ihr den Gatten steif und besinnungslos nach Hause. Aber das kleine Fräulein war eine kapfere und kluge Frau geworden, die ihren Mann mit vollem Herzen liebte, trotz seines Fedlers. Kein Wort des Vorwurfs kam über ihre Livven. Freundlich und munter blieb sie und erfüllte das Haus mit Sonnenschein, daß schlieblich die schwarzen Schatten, die sein Verhalten am Hochzeitstage in des Dokters Seele geworsen, verschwanden. Ein Jahr reinen ungetrübten Glückes solgte und am Ende desselben schrie ein neuer Erdenbürger in der Wohnung des jungen Paares. Spät abends wurde Dr. May wieder zu einem Patienten gerufen. Am Heimweg kam er am Wirtshaus vorüber, dessen Fenster noch hell erleuchtet waren.„Nun, Herr Doktor, wollen wir nicht auf das Wohl ihres Stammhalters trinken?", rief ihm ein Zecher zu. Das konnte er nicht abschlagen. Und er blieb sitzen, als das Morgenrot schon dell durch die Fenster schien. Neben ihm stand eine Batterie von geleerten Flaschen und seine Augen blickten bereits glasig und stier. Da ging die Türe auf und ein Weib erschien auf der Schwelle:„Herr Doktor, so hören Sie doch!“ Aber er hörte nichts. Er faßte das Glas, leerte er auf einen Schluck und füllte es gleich wieder voll mit zitternder Hand. „Herr Doktor, Ihre Frau, eine plötzliche Schwäche. — sie stirbt!“ Taumelnd erhob er sich. Mit einem Male war sein Rausch verflogen. Er stieß den Tisch beiseite, daß er ein Geschält“, lagten die Bauern, wenn sie von ihrem Arzte sprachen. Aber, aber—“ Ja, er war ein„Aber“ und ein gewaltiges, das den Arzt überall anderswo unubglich gemacht hätte, als in dem kleinen Gediesdert, no es niemand longer ols ein Jahr ausgebalten hatte, weil die Praxis in den sellen, vereimelt legenden behoften sehr wüßten und dabei wenig einträglich war. Dr. May saß nun aber schon ein balbes Dupend Jahre da und tat unverdrossen seinen Dienst, bei Tag und Nacht. Freilich, er war wie geschaffen für eine solche Stelle mit seiner gedrungenen träftigen Gestalt, seiner Bedürfnislosigkeit und seinem Gleichmut, welchen man schon Polegma hätte nennen können. Unter diesen Umständen saben die Bauern über seinen Fehler hinweg, der ihn anderswo ganz unmöglich gemacht hätte. Damit datte es seine eigene Bewandtnis. Dr. May war ein stiller, rudiger Mensch, der in der Regel seine Adende zu hause verbrachte, bei seiner langen Pfeise und seinen Köchern boen er en gandes Zimmer voll beieh und in denes elmonatlich nah gause Petete neue dazu kanzen. Bisweilen aber, so alle fünf bis sechs Wochen, pachre es ihn, als wäre ein böser Geist in ihn gefahren. Dann erschten er blötzlich in denWirtsdäusern und ein Zechen hub an, so gewaltig, dab seldst die trinksestesten Bauern ihm nicht standhalten konnten. Und das währte drei, vier Tage, ununterbrochen, auch die Nächte dindurch, bis er betäubt. und besinnunsslos irdend wo liegen blieb und nach Hause geschafft werden mußte. Dann schlief er ununterbrochen 24 Stunden, um als der ruhige, pflichteifrige Aru wieder zu erwachen, bis ihn nach Ablauf einer mehrwöchentlichen Frist der Trinkteufel wieder pockte. Die Bauern datten sich an diese Gigenart ihres Arztes gewöhnt und nahmen sie bin, wie etwas unabänderliches, etwa eine Krankbeit. Dr. May selbst sprach in seinen nüchternen Tagen nie über die Soche und die Bauern vermieden es mit jenem angeborenen Takt, den einfache Leute oft mehr besitzen, als die Gebildeten, davon zu reden. Gratis=Beilage zur Gelsenkirchener Zeitung Sonntag, den 17. Juni Prärie am Jacinto. Erzählung von Charles Sealsfield Johnny murmelte etwas, was ich jedoch nicht mehr hörte, da abermals ein leichter Schlummer mich in seine Arme genommen. Nach was mir bloß wenige Augenblicke schienen, kam richtig die Mulattin mit der Suwve. Hatte mich ihr Tee erquickt, so kräftigte die Sue eist eigentlich den schwankenden Lebensfunken. Ich fühlte zusebends, wie sie mir Kraft in Eingeweide, in Adern und Sehnen einnoß. Bereits konnte ich mich im Bett aufrecht sitzend halten. Mhrend ich von der Mulattin gefüttert wurde, lab ich auch Bob sein Beessteok verzehren. Es war ein Stück, das wohl für sechs hingereicht haben dürfte: aber der Mann schien auch seit wenigstens drei Tagen nichts gegessen zu haben. Er schnitt Brocken von der Größe einer halben Faust ab. wari sie odne Brot in den Mund und biß dann in die ungeschälten Pataten ein. Ich hatte noch nicht solchen Heißdunger gesehen Dazu schüttete er Glas auf Glas ein. Der Wbisky schien ihn zu wecken, sein zerstörtes Wesen in eine gewisse Lustigkeit umzustimmen. Er sprach noch immer mehr mit sich selbst als mit Johnno: aber die Erinnerungen schienen angenehm, denn er lachte öfters laut auf, nickte sich selbstgefällig zu; einigemal verwies er auch Jobnno, daß er ein gar so katzenarrier, seiger Geselle, ein gar so feiger, beimtückischer, falscher Galgengeselle sei. Er sei zwar, lachte er. auch ein Galgengeselle, aber ein mutiger, offener, ehrlicher Galgengeselle, Johnno aber, Johnno.... Johuno sprang auf ihn zu, hielt ihm beide Hände vor den Mund, wofür er aber einen Schlag bekam. der ibn an die Stubentür anwarf, durch die er fluchend abzon. Ich war gerade auf dem Punkte, einzuschlummern, als er, den Finger auf dem Munde, leise der Tür zuschritt, da borchte und sich dann dem Bett näherte. „Mister!“" raunte er mir in die Obren,„Bister, braucht Euch nicht zu fürchten!“ „Fürchten? Warum sollte ich mich fürchten?“ „Nawun! Darum! ie Ausschlüsse die mir die Unterhaltung über bie odmehrte. Sie brachte wir den Beit der Sope. Nach zwei Stunden sollte ich ein so löstliches Beessteak haben, als je aus ihrer Pfanne kam. Nun aber müßte ich wieder schlafen. Ede noch die zwei Stunden vergangen, erwerhte ich: so rusch ging die Verdauung vor sich. Wie ein Neiveyzen arbeitete es in meinem Mazen herum, aber nicht mehr schmerzlich, im Gegentei1, es war mehr eine wohltuende Empfindung. Das bereitete Beessteat genoß ich mit einer Lust, einem Avvetit, der wirklich nicht zu beschreiben ist. Eine diche Wollust war mir der Genuß dieses Rindschnittes, daß er mich dalb und dalb mit den entsetzlichen Qualen meines bundertstündigen Fastens wieder versöhnte. Doch erlaudte mir die Mulattin, die mehrere Fälle dieser Art erledt und bedandelt, nur ein sehr mäßires Stück. Dagegen brachte sie mir ein volles Bieralas, aus dem mir ein herrlicher Punsch entgegendampfte. In meinem Leben datte ich oder glaubte ich nichts Köstlicheres genossen zu baden. Auf meine Frage, woder sie den Rum und Zucker sowie die Zitronen babe, erklärte sie, daß sie mit diesen Artikeln selbst bandle, daß Jodnny bloß das Haus aufgeblockt, und zwar schlecht genug ausgeblockt. sie aber das Karital zum Betrieb der Wirtschaft bergegeben und nebenbei noch einen Zucker=, Kaffee= und Schnitt warenhandel führe. Die Zitronen babe sie vom Squire oder, wie er auch genannt würde, dem Alkalden, der gande Säcke voll verschenke Allmäblich wurde das Weib gesprächiger. Sie begann über Johuny zu klagen, wie er ein wüster Svieler und wohl noch etwas Schlechteres sei; wie er viel Geld bereits gedabt, aber alles wieder verloren — oft flüchtig werden müsse; wie sie ihn im untern Narchez kennen gelernt, von wo er gleichsalls bei Nacht und Nebel sortgemußt. Aber der Bod sei nicht besser, im Gegenteil— das Weib machte die Bewegung des Gurgelabschneidens— einer, der es ang getrieben. Jetzt habe er sich betrunken. Johnno zu Boden geschlagen und überhaupt sehr wüst getan. Er läge verbargen:, bach aeet eter ht!. dürften zur jeden andern wohl wenig Erfreuriches gebebt haben,, denn wenn itee Leianntschalt uun biohen wrüßlichen Orde der datierte., mochte sie sich ebensowohl aus der Hölle herleiten. Der gage Säidmosten datte Sie missen en, nachts audzuuwei,en, das an Vernchtheit diesem Sodoma, wne es cone bezeichmend genannt wurde, gleichsam. Es tegt. oder lag weninstens noch vor wenigen Jahren in Alabama, Indianergebietes, als Freidafen aller Mörder und Geächteren des Westens und Südwestens, die bier under indianischer Gerichtsbarkeit Schutz und Sicherbeit gegen die Ahndung des Gesetzes fanden. Schauderhaft waren die Frevel=, ja Greueltaten, die dier täglich vorfielen. Kein Tag verging obne Mord und Plünderung, und das nicht heimlich, nein, am bellen Tave setzte die Mörderbande, mit Messern. Dolchen. Stutzen bewaffnet, über den Chataboochie, tobte wie die wilde Jaok in Kolumdus ein, stieß nieder, wer in den Weg kam, brach in die Häuser, raubte, pbünderte, wordete, tat Mädchen und Weibern Gewalt an und zog dann jubelnd und triumpbierend, mit Beute beladen, üder den Flsuß in ihre Mordhödle zurück, der Gesetze nur spottend. An Verfolgung oder Gerachtielkett wer nicht zu denten, denn Satonna stand unter indinnischer Gerichtsbarkeit, ja medrere der indignischen Häuptlinge waren mit den Mördern einverstanden, ein Grund, der denn auch die Veranlassung zu ihrer Fortschaffung wurde. Die Indinner muhten über den Mississirvi, wie Sie wissen, und seit der Zert sind auch Räuber. Mörder und— Sodoum verschwunden, und Kokumbus blübt und gedeibt, eine so upektadle, zeachtete Stadt als irgendeine im Westen Doch zu meinen beiden Gesellschaftern zurückzukehren, so schien die Erinnerung an ihre Großtoten sie merklich zutraulicher zu stimmen. Johnno botte sich gleichfalls ein volles Glas gedracht, und die beiden wilverten viol und angelsgentlich. Doch konnte ich ihre Sorache— eine Art Diebes= und Spielerkauderwelsch— nicht verstehen. Nur hörte ich von meinem Gönner öfters ein wildes:„Nein, nein, ich will bestommmt nichtt ausstoben! Vann veiichmammen wier Wonte und Gegenstände in unbestiumten Klängen und Umrissen. Eine ziemlich unsanfte Hand rüttelte mich auf. Ich sab aber nicht mehr. Erst als wir einige Löffel Tee eingegossen waren wurde es mir klarer vor den Augen. Es war eine Mulattin, die mir zur Seite stand und mir Tee mit einem Lössel eingoß. Die Miene, die sie dazu machte, lächelte ansanes nichts weniger als sreundlich; erst nochdem sie mir ein halbes Duend Söbtei engrzessen, beoann-Rich eimee wie werbliches Mitsesähl zu beigen. Im Herzen des Weides, welcher Farbe sie auch sei, tritft ein junger Mann immer wenigstens auf eine Soite, die klingt, wenn auch nicht die garteste. Mit jedem Lössel, den sie mir eingoß, wurde sie freundlicher. Es wer aber ein löstliches Gefüdl, das mich bei dieser Aetzung durchschauerte. Bei jedem Löffel, den sie mir eingoß, war es mir, als ob ein neuer Lebenostrom durch den Mund und Keble in die Adern rieselze. Jawohl, eine köstliche Emfindung— sie dat mir ja wobl! Viel saufter, als sie mich vom Kissen aufgeboben, ließ sie mich nieder. „Ger. Gor!“ kreischte sie.„Was für armer junder Mann des sein! Aber in einer Stunde. Massa, etwas Supe nehmen! Siume? woon Sowne kocher!! kourrte Seinan Verng „En Suwe nahmen; ich sie kechen“, kreischte die „Und schliran für Dich Jobuno, wenn sie sie nicht kocht; kune Dir, schlimm für Dich!“ schrie Bob. Verdächtig. „Herr Mayer“, sagte der Chef.„Sie sind in den letzten 14 Tagen nicht um eine Gehaltverhöhung emgekommen, Sie spekulieren doch nicht etwa in einen meniger als die vorhergehende. Die Wörter bedeuten: 1. ein Gift, 2 ein Titel, 3. eine Wendung, 4. eine Göttin, 5. ein Fürwort, 6. ein tierisches Produkt, 7. eine Rote. Schachaufgabe Hentintage. „Enädigste, darf ich Ihnen mein Herz zu Fühen legen?“ „Durchaus nicht nötig— kaufen Sie mir einen Persertepvich, der genügt vollkommen für die Füße! Auflösungen der Rätsel in nächster Nummer. Auflösungen aus voriger Nummer. Auflösung der Stat=Auigabe. atte: g D, g 8. a 7, r O, r 9, r 8, r 7, s D. s 10, 38. atte: rW. 5W, ek, e O, 89, es, e7. g 10, r 10, S7. 1. Stich: s O. S 9, 87— 11; 2.„ s 16, s 0, 110— 34; 3." 19.1D, g10— 55; 4.„ ek, g 0, e10— 80; 5.„ r O. F W, 27+5: r er lotonehe „Warum sollte ich fürchten? für mein Leben? Seid Ihr nücht du, der es gerettet, den es nur einen Druck seines Daumens gekostet hätte, es wie ein Talglicht uuuüden?“ Der Mann schaut auf.„Das ist wahr, mögt auch recht baben! Aber unsre Pflanzer,— wiht Ibr?— fangen auch aft Büssel und Rinder, um sie erst zu mästen und dann abzutun.“ „Aber Ihr seld mein Retter, mein Landsmann und Miichen und ich bin kein Rind, Mann!“ „Seid's nicht seid's nicht!“ siel er bostio eio; „seid's nichtt And doch... doch...“ Er wurde düter, schien sich zu besinnen.„Hört Jhr? wiverte er,„versteht Ihr Karten oder Würsel?“ Ich babe nie geintett! „Wenn Euch zu raten ist, so spielt auch nicht: dier absolut nicht! Verstedt Ihr? Ach, dätte ich das verd... Spiel nicht! Nein Sviel, dört Ihr? kein Soief!“ Er wandte jetzt den Kovf der Türe zu borchte, schlsch wirder unn 79h, sch unzusdemen— die Flaice wer sedach leer. „ebomplf shrte er eiom VTollar ond den 75th wersend,„siven im Trocknen.“ Seromm stecte den wans beeich die DNr. „Wirst Du mir sagen, daß ich genug habe? Du?“ Tchrie Bch wucheringend und sein Beßer ziehend Johnny sorang wie eine Natze dovon, aber die Wsiatthn kom und brachte eine volle Flabche. Was weiter vorgng. börte ich nicht mebr, denn ebermale ten der mahlichtige Schlunmer über wich Während meines Schlummers börte ich, wie man im Schlummer dönt leuten Wontwothhel deauchcen Seihe und Schilage, doch weckte wich nicht bos Lämen. sondern der Hunger. Dieser ließ mich nicht mehr schlafen. Afe ich die Augen aufschlug, sab ich die Mulattin, die an meinem Bette saß und die MosErholung. Uuff— war der Urlaub aber anstrengend! Ein Glück, daß der Dienst wieder beginnt damit unsereins sich ordentlich ausruben kann!“ draußen, Jodnne aber habe sich brauche ich mich nicht zu fürchten. „Fürchten, mein gutes Weib? Warum sollte ich wich Acchtes!“ Sie schaute mich eine Weile bedenklich an dann sprach sie; wenn ich wüßte, was sie wisse, würde ich mich wohl fürchten. Sie wollte jedoch auf keine Weise länger bei dem verruchten Johnne bleiben. so bald almöglich sich um einen andern Partner umsehen. Winn sie nur einen müßte! Bei diesen Worten schaute sie mich an. Ihr Blick sowie ihr ganges Wesen batten ein Etwas, das mir gar nicht geftel. Die alte Sünderin war ibr in jedem Zure eingedrückt. Ein häßliches. grob sinnliches Grsicht, in dem Laster und Ausshweir onen seherliche Somen zmückoetassen. Aber jetzt war nichtd': Zeit den zart Empfindsamen zu ielen. Ich versicherte sie so warm, als ich nur vermochte, daß der Dienst, den sie mir erwiesen meine geme Dankdarkeit in Arspruch nähme, die ihr auf alle Fälle werden sollte. Noch sprach sie erne Weile, ich hörte jedoch nicht mehr, denn ich war wieler eingeschlummert. Diesmal wurde der Schlummer zum festen Schlaf. Ich mochte seche bis sieben Stunden grschlosen heben, als ich mich am Arme gerüttelt fühlte. Ich erwachte nücht sogleich, aber das Rütteln murde so beitig, daß ich laut aufschrie. Es war nicht sowohl Schmer über den eisernen Sriff, der wich erfaht. als Schroben, der mich austreichen machte. Bod stand vor mir. Die nächtliche Ausschweisung batte s##ne Züge bis ins Scheußliche verzerrt, die blutun erlochenen Augen waren geschmollen und vollden, wie von Dämonen geveitscht, der Mund stand ihm weit und entsettt offen: aus seinem ganzen Wesen leuchtete die Zerstörtheit eines Menschen hervor, der soeben von einer schrecklichen Tat gekommen. Er stand vor mir Im Dusel. Betrunkener(vor einem Regenrohr liegend): „#.. ieben Se mir mal de Beschwerdestelle, det Amt meldet sich wieder nich!“ * Wörtlich genommen. Ein junges Paar stand vor dem Pastor, der ihm eine schöne Rede hielt, und sagte dabei:„Und du, junge Frau, sollft deinen Mann nie verlassen, und wo er bingebt, sollst du auch immer hingeben.“— Da sagte die Braut schüchtern:„Ach, berrieb, Herr Pastor. muß das sein? Mein Mann ist doch Briefträger!“ Auflösung des Logogriobs. Karvatden— Atben. Auflösung des Prodlems„Der Fakir“. Man beginnt von links mit Ablesen, und zwar erst die Buchstaben auf den Steinen auf der Außenseite der Schnur, dann diejenigen auf der Innenseite. Das ergidt dann:„Die Welt will betrogen sein.“ Dolindronn. Was der Kremer dir verkauft Mit veronügtem Blick, Gibst du umgekehrt sofort Ihm als Lohn zurück. Veillett. „Die Damen vom Ballett möchten Sie sprechen, Herr Dtreiten: „as wollen de denn!“ „Zulage! Sie behaupten, mit der Gage keine ms madeer an Faunen“ Auflösung des Sorichworträtsels. Jung gewohnt, alt getan.“ Keiträtsel. Auflösung des Scherrrätsels. Ar vermeintliche Bitkabteer. nibe der Moder vergnubet sein!. Bie ich wariich euuewüder die Bemerkung muchte, daß sein Get#els muhzulafsen scheine, drückte er wir sofort'n S Kmpmu palsim, S nui wm eiuutten in die dert und flöllerte: a conde. Sie:„Lieber Fritz! Ich muß entschieden ein neues Kleid haben die ganze Nachbarschaft kennt meine Garberote schen ke und anewenhte“ Er:„Da koumt's ja billiger, wenn wir uns ne neue Nachbarschaft suchen.“ Seimans Tölle. " 8 5.• * S S 55. n Se 8— * S 0— 9 ge*2 K S ES S S 8 2 S 2 2 83 i * 2 ** PSE S 38 PeI. 883 58S S###gESGEEESSSSESES S S5UE B 2 OHSGSGE AEENGUPUT ZEZREREZEGGLRE BOROEPASSCOESTZUATSRuZTEF• „#T#RB SSANSPENS S825S ELERES SSS S 9.2 SpSSESoses S2ES S 5 S5 9 8 BÖSEESPSEESEGE P#SSSSEESSESE EOS SSSES SSEESS BESESSSE 5En g. mir der Mörder über dem Leichnam des gemordeten Bruders. Ich schraf entsetzt zurück. „Um Gottes willen, Mann, was sehlt Euch?“ Er winckte mir, still zu sein. „Ihr habt das Fieber. Mann!“ rlef ich,„die Ague!“ „E, das Fieder!“ stöhnte er, und der kalte Schauder überlief ihn;„das Fieber, aber nicht das Fieber, das Ihr meint; ein Fieber, junger Mann, ein Fieber — Gott behüte Euch vor einem solchen Fieber!“ Er zitterte, wie er so sprach, am ganzen Leibe. Willst du denn gar nicht mehr rchen? mich gar nen Auenblick mehr in Frioden lassen? Hülft Leihen " en, die Faust auf die kinke Seite drückend.„Sar nicht? Sag' Euch“, brüllte er, „wübte ih, daß Ihr mit Eurem Sott und Schöpfer und Nichter, von dem Ihr gestern geschwätzt, bei Gott! ech wollte „Flucht nüht so entsetzlich. Mann! Mein und Euer Gott siedt und bört Euch ohne Flüche. Dieses gotteslästerliche Fluchen ist fündbaft, ekelhaft.“ „Habt recht, babt recht! ist eine häßliche Gewohnbeit; ader sage Euch,— ja um Sottes willen!— was wollte ich sagen?“ „Ihr wolltet soven— vom Fieder wolltet Jhr sogen! „Rein, wollte das nicht sagen; weiß jetzt, was ich lonen wollte; bleibt aber ebensogut ungesagt, wan ich sagen wollte. Weit, daß Ihr es nicht heraufbeschworen. Hatte ja vordem auch nicht Rube— die ganzen acht Tage schon keine Nuhe— ließ mich nicht ruben, nicht ratten, trieb mich immer wie den, wie heißt er? der semen—— seinen Bruder nangemacht, zried mich unter den Patriarchen, immer und immer unter den Er hette diese Worte leise, abverissen ausgestoßen oder vielemür gemurmelt. Offenber sollte ich sie nicht a—— Horen „urns bunit vermeite er weiter. Jode dach mehr als einen daltgemacht, aber war mir nie so. War vewessen in weniger denn keiner Zeit; ließ mir kein graues huar um sie wachsen. Kommt jetzt alles am ernmat, die galize Jeche; kann nicht mehr ruden, nicht moehr raften. In der offenen Prürte K's am ärosten; da steht en gar so deutlich der alte Mann mit seinem Silberbarte und seinem glänzenden Gewand und das Gesenst just hinter ihm. Wird mich das furchtbare Gespens noch zur Verzweiflung bringen?— Soll wich aber doch nicht zr Verzweifkung bringen; soll nichtt“ schrie er wieder wild. Ich tat, als börte ich nicht. „Was sagt Ihr de vom Gespenst?“ schrie er mich plötzlich an. „Ich sage nichts, gar nichts“, versetzte ich beruhigenn. Seine Augen vollten, er ballte die Hände,##fnete sie wieder wie der Tiver die Krallen. „Sagt nichts, nichts, rate es Euch nichts!“ murmelte er wieder leise. „Ich sage nichts, Ueber Mann, gar nichts, als daß Ihr Euch Gott und Eurem Schöpfer zuwenden möget „Gott! Gott! Ei, das ist der alte Mann, kalkuliere ich, im glänzenden Gewande, mit dem langen Barte, der das Gespenst binter sich bat. Will nichts mit ihm zu tun haben, soll mich in Rube lassen! Will Rube haben! Will. will.— Will, will!“ stsonte er. „Wit Ihr? müßt mir einen Gefallen tun!“ „Zehn für einen; alles, was in meinen Kräften stebt. Sagt an, was ich tun soll, und es soll getan werden! Ich verdanke Euch mein Leben.“ „Seid ein Gentleman, sehe es, ein Christ. Ihr könnt, Ihr müßt.“ Er schnavote nach Atem, wurde wieder unruhig. „Ihr müßt mit mir zum Squire, zum Akkalden.“ „Jumn Sguire, zum Alkalden? Mann, was soll ich mit Euch beim Sauire, beim Alkalden?“ „Werdet sehen, bören, was Ihr sollt, sehen und bören; hab' ihm etwas zu sagen, etwas ins Ohr zu Hier holte er mit einem schweren Seufzer Atem. bielt eine Weite ture, schaute sich auf allen Seiten kusitlbch un „Etwas“, wuwerte#. des niemand sonst zu hören nicht bieber Ihr habe## S K. al als 14. 5# ale e Johnny. Warum nehmt Ihr er,„den Johnny? der #. in schlechter, zehnmal ich bin; und bin schtecht, — ein sehr arder, aber der immer offen, ehrlich, Mal;— aber auf dieles 1 n. G Macischer Eut bin ein 9 ein offenen, emnchen, Stirn gegen Stirn— bis Jobenny!— Ist ein fedger, #mm. iu S4mt 4 Anw, der Iuwch Es bedurtte dus keiner weiteren denn es war in wahrlich auf der Stirn geschrieben; ich schwieg aho. „Aber unzu braucht Jür mich beimr Squive?“ „Wozn ich Euch beim Sautre beaube? Wozn buoian aian#i. dmt. Sm Moi41f am Gi.1.— mun die r##te worm Angter: Ist ein Nechner. Mann, ein Nichter in Texas, eiventlich eir mertkanischer Richter, aber von uns Amertkanern ein Amerikaner Serechtigkeit. Und wie kald soll ich?“ wie ich und Ihr. Ist ein Nichter der „Gleich auf de: Stelle! Gleich, so bald als möglich! Kann es nicht mehr aushalten. Läßt mich nicht mehr rihen. Stehe seit den letzten acht Tagen Höllenqual aus, keine ruhige Stunde mehr. Treibt mich unter den Patriarchen, wieder weg, wieder zu Am ärosten ist es in der Prärie: da steht der alte Mann im leuchtenden Gewande und hinter ihm das Gewenst; könnte sie beide mit Händen greisen. Treiben mich schrecklich herum. Keine ruhine Stunde, selbst die Flasche dilft nichts mehr. Weder Num, noch Albisky, nach Brandy hilft mehr, bannt sie nicht, beim Teufel! bannt sie nicht. Kurios das habe gestern getrunken, plaubte es zu vertrinken, sie zu bannen; ließen sich nicht bannen; kamen richtig beide, trieben mich auf. Bichte sort, in der Nacht fort. Ließ mich nicht schlafen, mußte hinüber unter den Patriarchen.“ „Mutztet hinüber unter den Patriarchen, den Lebenseichenbaum?“ zief ich entsetzt:„und Ihr waret in der Nacht drüben unter dem Lebenseichenbaum?“ „Jog mich bin unter den Patriarchen“, stöhnte er, komme von daher, komme, komme. Bin fest enthlossen.. „Armer, aner Mann!“ rief ich schaudernd. „Jawohl, armer Mann!“ stöhnte er in demselben ntsetzlich, unheimlich zutraulichen Tone.„Sage Euch, läßt mich nicht mehr ruhen, absokut nicht mehr. Ist jetzt acht Tage, daß ich hinüber nach San Felwe wollte. Glaubte schon, San Fekive zu sehen, dicht an San Felwe zu sein; als ich aufschaue, wo meint Ihr, daß ich war? Unter dem Patriarchen.“ „Armer, armer Mann!“ rief ich abermals. „Jawohl, armer Mann!“ wiederholte er mit durch Mark und Knochen dringendem Gestöhne.„Armer Mann, we ich gehe und stehe, bei Nacht und bei Tage. Wollte auch nach Anahnac. ritt binüber, ritt einen ganzen Tag; am Abend, wo glaubt Ihr wohl, daß ich wieder war? Unterm Patriarchen.“ Es lag etwas so Gräßliches in der heimlichen und wieder unheimlichen Weise, in der er die Worte derausschnellte; der Wahnsinn des Mörders sprach so saut, so furchtbar deutlich aus seinen wie vom Höllenfeinde geveitschten Ausen! Ich wandte mich bald schaudernd von— wieder mitleidig zu ihm. Bei alledem konnte ich ihm meine Teilnahme nicht versagen. „Ihr waret also heute schon unter der Lebensdache?“ „Ei, so war ich, und das Gespenst drohte mir und igte mir: Ich will Dich nicht ruhen lassen, Bob— sob ist mein Name— bis du zum Alkalden gegangen, ihm gesagt.. „Dann will ich mit Euch zu diesem Alkalden", ch ich, mich aus dem Bett erhebend,„unt das soch, wenn Ihr es wünscht.“ „Was wollt Ihr? Wohin wollt Ihr?“ krächzte jetzt der bereinschleichende Johnny.„Nicht von der Stelle sollt Ihr. bis Ihr bezahlt!“ „Johnny!“ sprach Bob, indem er den um einen Kovf kleineren Gesellen mit beiden Händen an den Schultern ersaßte, ihn wie ein Kind emporhob und wieder niedersetzte, daß ihm die Kniee zusammenbrachen.„Johnny! dieser Gentleman da ist mein Hast, verstehst Du? Und hier ist die Zeche, und sage Dir, Johnny, sage Dir.. „Und Ihr wolltet? Ihr wolltet?“ winselte Johnnv. „Wus ich will, geht Dich nichts an— nichts, gar nichts geht Dich das an: darum kalkuliere ich, schweigst Du besser, bleibst mir vom Halse.“ Johmy schlich sich in den Winkel zurück wie ein Hund, der einen Fußtritt erhalten; aber die Mulattin schien sich nicht abschrecken lassen zu wollen. Die Arme in die Seite gestemmt, watschelte sie herzhaft vor. „Ihr sollt Ihn nicht wegnehmen, den Gentleman", schrie sie belfernd„Ihr sollt nicht! Er ist noch schwach und kann den Ritt nicht aushalten, kaum auf den Füßen stehen.“ Das war nun wirklich der Fall. Stark, wie ich mich im Bett gefühlt, konnte ich mich auber diesem wirklich kaum auf den Füben erhalten. Bob schien einen Augenblick unschlüssig, aber nur einen Ausenblück; im nächsten hob er die Mirlattin, dick und wohlgemästet, wie sie war, in derselben Weise, wie er es mit ihrem Partner geran, einen Fuß über den Estvich empor, trug sie schwebend und kreischend, der Tür zu, warf diese mit einem Fuße auf, und sie auf die Schwelle niedersetzend, sprach er: „Friede! und einen starben, guten Tee statt Deiner bäßlichen Zunge und ein mürbes, frisches Beessteak statt Deines stinkenden, versaulten Selbst, das ist Dein Geschäft, und das wird den Gentleman stark machen, Du alter, braunlederner Sünden= und LasterTchtauuch!“ Des Mannes Bündiokeit in Wort und Tat wäre unter andern Umständen gar nicht uninteressant gewesen, sellst bier flößten dir emen gewissen Respekt ein. Er war wäcklich, wie er sagte, ein arder Geselle, aen werndene Ich datte angekleidet beschlasen, wollte jetzt die üde verlassen, Gesicht und Hände zu waschen und auch motrem Mustang zu seben: Bob ließ es jedoch nücht zr Jobunno mußte Wasser und ein Handtuch bringen; dann befahl er ihm, meinen und seinen Mestong in Bereitschaft ze halten. Seinem Winseln: wenn aber die Mustangs ausberissen, sich nicht fangen ließen, begegnete er mit den kurzen Worten:„Müssen n einer Viertelstunde da sein, dürfen nicht ausgebrochen sein; keine Tricks, verstehst Du? Keine Knifse, Du kennst mich!“ Johnny mußte ihn wohl kennnen; denn ehe noch eine Viertelstunde vergangen, standen die Tiere gesattelt und gezäumt vor der Hütte. Das Frühstück, aus Tee, Butter, Welschkornbrot und zarten Steaks bestehend, hatte mich auf eine Weise gestärtt, die es mir möglich machte, meinen Mustang zu besteigen. Zwar schmerzten noch alle Glieder, aber wir ritten lanosam. der Morgen war beiter, die Luft bewegt, wild erfrischend, und der Weg oder vielmehr Psad lag wieder durch die Prärie, die, auf der einen Seite gegen den Fluß zu mit Urwald eingesäumt, auf der andern wieder ozeanartig binausfloß in die weite Ferne, von zahllosen Inseln beschattet. Wir trafen auf eine Menge Wildes, das unsern Tieren beinahe unter den Füßzen weglief. Aber obwohl Bob sein Gewehr mithatte— er schien nichts zu sehen, sprach immerfort mit sich. Er schien zu ordnen, was er dem Richter zu sagen habe, denn ich hörte ihn in ziemlichem Zusammenhauge Sätze vortragen, die mir Aufschlüsse gaben, welche ich in meiner Stimmung wahrlich gern überhört hätte. Aber es ließ sich nicht überhören, denn er schrie wie besessen, und wenn er stockte, schien auch das Gesvenst wieder über ihn zu kommen. Er starrte dann wie wahnsinnig auf einen Punkt hin, schrak zusammen, stöhnte; die Fieberschauer, der Wahnsinn des Mörders griffen ihn. Ich war, wie Sie wohl denken mögen, herzlich frob, als wir endlich das Gehege der Pflanzung erblickten. Sie schien sehr bedeutend. Das Haus, groß und aus Fachwerk zusammengesetzt, verviet Wohlstand und selbst Luxus. Es lag in einer Gruppe von Chinabäumen, die, obwohl offenbar vom Besitzer seit nicht vielen Jahren gepflanzt, doch, beretts boch aufgeschossen, Küole und Schatten gaben. Ueber dem Ganzen ruhte tiese Stille, die, bloß durch das Anschlapen zweier Hunde unterbrochen, der so sinnig, träumerisch gelegenen Pflanzung etwas Feierliches verlieh, das selbst Bob zu ergreifen schien. Er hielt am Gatter an, schaute zweifelnd auf das Haus hinüber, wie einer, der an einer gefährlichen Stelle steht, die zu überschreiten nicht geheuer. So hielt er wohl einige Minuten. Ich sprach kein Wort, hätte auch um keinen Preis reden, die innere Stimme, die ihn trieb, unterbrechen können; ich hätte es für einen Frevel gehalten. Aber zentnerschwer lag es mir auf der Brust, wie er so hielt. Mit einem plötzlichen Ruck, der einen ebenso plötzlichen Entschluß verkündete, riß er das Cattertor auf, und wir ritten durch zwei mit Orangen, Bananen und Zitronen besetzte Hausgärten, die, von dem Durchgang durch eine Staketeinsassung getrennt, an einen Vorhof lehnten, wo ein zweites Gattertor mit einer Glocke zu sehen war. Als diese anschlug, erschien ein Neger, der die Haustür öffnete. Er schten Bob sehr gut zu kennen, denn er nickte ihm wie einem alten Bekannten zu, sagte ihm auch, daß der Squire ihn gebraucht, einigemal nach ihm gefragt habe. Mich bat er. abzusteigen, das Frühstück würde sogleich bereit sein; für die Pferde werde gesorgt werden. Ich bedeutete dem Neger, daß ich nicht gekommen, die Gastfreundschaft des Squire in Anspruch zu nehmen, sondern als Begleiter Bobs, der mit seinem Herrn zu sprechen wünsche. Im Vorbeigehen sei es bemerkt, daß auch mern Aeußeres nichts weniger als zu Besuchen vaßte— meine Kleider waren beschmutzt, zum Teil auch zerrissen— ich ganz und gar nicht in der Verfassung, die Gastfreundschaft eines TexasGranden in Anspruch zu nehmen. Der Neger schüttelte ungeduldin den Wollkopf: „Massa immerhin absteigen, das Frühstück sogleich auftragen und für die Pferde auch gesorgt werden.“ Bob fiel ihm in die Rede. „Brauchen Dein Frühstück nicht, sag' ich Dir— will mit dem Squire reden.“ „Squire noch im Bett sein“, versetzte der Neger. „So sag ihm, er solle aufstehen, Bob habe ihm etwas Wichtiges zu sagen!“ Der Neger schaute Bob mit einem Blicke an, der dem Kammerdiener eines englischen Herzags Ehre gemacht haben würde. „Massa noch schlasen, er nicht wegen zehn Bobs gachfehen! „Aber ich habe ihm etwas Wichtiges, etwas sehr Wichtiges zu sagen“, versicherte Bob dringlich, beinabe er Neger schüttette abermals den Wollkoof. „Erwas Witttsnes, sao' ich Dir, Ptolv!“ fuhr er um schmeichelnd und heftig zurleich fort, die Hand nach dem Wollkoose ausstreckend,„etwas, dar Leben und Tod betvifft.“ Der Neger dukte sich und soranz der Haustur zu sa nicht aufstehen, bis er ausgeschlafen. Ptoly st der Narr sein, ihn wegen Bob zu wechen; Massa für zehn Leben und Tode aufsteben.“ Der arisvorratische Neger des aristolratischen Sauire zu jeder andern Zeit mein Lachsell gekitzelt haben, bier jedoch hatte der Auftritt etwas Pein; z u m L a c h e n w a r w a h r l i c h n i c h t d e r Z e i t p u n k t. „Wann steht der Squire aus?“ fragte ich. „In ein oder zwei Stunden.“ Ich sah auf meine Ubr— sie war algelaufen; aber der Never saote, er wäre sieben. Allerdinos eine etwas frübe Stunde zu einem Mordenbesuche, der richts weniner ale puderhaltend m weiden veriheruch, obwobl spät genug, um einen Texarsgutre auber dem Bett zu seben; doch ging uns sein Lauschlafen nichts an, und ich glaubte vermittelnd einrreren zu müssen. So mandte ich mich also an Bob, ihmr bedeutend, daß die Stunde allerdinas iu Geschäften zu früh und wir in Geduld warten oder zurückkehren müßten. „Warten, warten mit dieser Höllenvein und dem Gespenste?“ murmelte Bob.„Kann nicht warten; wollen zurück.“ „Wollen zurück und in zwei Stunden wiederkommen“, bedeutete ich dem Neuer. „Wenigstens Massa bleiben, Bob allein reiten lassen. Squire Massa gern sehen“, bat der Neger mit einem viellagenden, bedenklichen Blick auf Bob, der mich wohl zum Bleiben bewogen haben dürfte, ware meine Verpflichtung gegen den Elenden nicht von der Art gewesen, daß sie ein solches Bleiben zum schwärzesten Undank gestenwelt haben müßte. Wir ritten also wieder zu Johnngs Gastbütte zurück. Der sauft bequeme Ritt datte mich erfrischt, und obgleich er bin und wieder zurück nicht zwei Stunden gewährt, meinen Awetit auf eine Weise geschärft, die mir ein zweites Frübstück zum Bedürfnis machte Ueberbaupt können Sie den Heißbunger, der sich nach einem Ritt in den Prärien überbaupt und nach einer solchen Hungerkur bewreiflicherweise dowvelt einstellt unmöglich begreisen. Man wird ordentlich zum Kimmersat., der Magen zu einem wahren Schlunde, der alles in seinen Bereich ziebt und verschlingt. Kaum daß ich die Zeit erwarten konnte, bis die Malattin überflog ihn, wenn sein wirrer Blick auf mich fiel: aber trotz meines ermunternden Zuredens ließ er sich bewegen, teilzunebmen. Rüchtern) murmeste er mir zu, müsse das gekan werden, was er zu tun habe, und nüchtern wolle er bleiben, bis er die Lu#t abgewälzt habe. So saß er, die Augen stier auf einen Punkt gerichtet, die Gesichtsmuskeln starr. Irdend ein Fremder, der eingetreten, müßte ihn für ein Waldgespenst gebalten haben. Die Leiden des Elenden waren zu gräßlich, durften ihn nicht liner quälen. So bestiegen wir denn, nachdem ich mich restauriert, abermals die Pferde Diesmal vermochte ich bereits schneller zu reiten: in weniger den drei Viertelstunden waren wir vor dem Hause. (Fortsetzung folgt.) „Albert Ballin“, Hamburgs größter Ueberseedampfer. in neuer deutscher Passagierdampfer, der größte der Hamburg=Amerika Linie und Homburgs, geht zur Zeit auf der Werft von Blohm& Voß seiner Vollendung entgegen. Das Schiff, das in seiner letzten Ausrüstung soweit gefördert ist, daß es seine Fahrten auf der Route Hamburg=Neuyork am 5. Juli beginnen wird, trägt den Ramen des Mannes, unter dessen Führung die Hamburg=Amerika Linie vor dem Krieg ihre Weltstellung erworben hat. Wie mit seinem Namen, so knünft der Dampfer auch in seiner technischen und innenarchitektonischen Ausgestaltung an die große Vergangenheit an, denn bei seinem Bau kam der reiche Schatz der Erfabrungen zur Anwendung, den Auftraggeberin und Bauwerft in der Konstruktion und Ausrüstung von erstklassigen Passagierdampfern haben sammeln können. Zugleich aber wurden mancherlei Neuerungen verwertet, so daß„Albert Ballin" als ein hervoragendes Werk deutscher Schiffbaukunst bezeichnet werden kann, das mit dem bei der gleichen Werft noch im Bau befindlichen Schwesterschiff„Deutschland“ den Neuyorker Dienst der Hamburg= Amerika Linie bedeutend zu verbessern und zu erweitern geeignet ist. „Albert Ballin“ ist ein Zweischraubenturbinen= Dampfer von 22000 Brutto=Register=Tons Raumgehalt. Seine Länge über alles beträgt 191,20 Mtr., seine Breite über die Spanten 22,19 Mtr., seine Seitenböhe bis zum Bootsdeck 24.30 Mtr. Voll beladen bat er einen Tiefgang von 9.95 Meter. Die Schiffsgeschwnidigkeit stellt sich auf 15½ Seemeilen in der Stunde, so daß der Dampfer die Reise Hamburg=Neuyork, die ausgehend über Scuthampton und Cherbourg erfolgt, in etwa 10½ Tagen auszuführen vermag. Die äußere Form des Dampfers ist von jener Schönheit und Gefälligkeit, die aus vollendeter Zweckmäßigkeit bervorgeht. Zwei riesige Schornsteine, ein Mittelaufbau in vier Etagen, 4 Masten mit 21 Ladebäumen erbeben sich über den Rumpf mit seinen fünf durchlaufenden Decks. Zwischen den Masten sind die Antennen für die drabtlose Telegraphie ausgespannt. Auffällig ist das geräunige ellivtische Kreuzerbeck, das dem rubigen Sang und der Steuerfähigkeit vorzüglich zustatten konnnt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ausbuchtungen des mächtigen Rumwses in der Gegend der Leicht= und Schwerladelinie; es sind die sogenannten formstabilen Anschwellungen nach dem System Dr. Foerster. Sie sind auf dem„Albert Ballin" zum ersten Male kombiniert mit den Frahmschen Schlingertanks und dämpfen die vom Seegang berrübrenden Schtingerbewegungen des Schiffes in sehr erbeblichem Maße. Der rubige Gung des Damwder durch diese Einrichtung gewährleistet wird, ist das beste Mittel gegen die Seekrankheit. Zum Antrieb des Damwfers dienen zwei gleich große voneinander unabhängige Turbinenanlagen. Jede von ihnen besteht aus vier Vorwärtsturbinen mit zwei eingebauten Rückwärtsturbinen, die durch ein Rädergetriebe auf die zugehörise Welle wirken. Die beiden Vorwätrsturbinensätze ergeben bei dem größten Tiefgang des Schiffes und bei 110 Schraubenumdrehungen eine Leistung von 13000 P. S. samtbeizfläche der vier mächtigen Dovvetenver= und möglich machte, nach den gleichen Gestaltungsprinzivien der vier Einender=Kessel der Maschinenanlage be= zu verfahren wie in Vorkriegstagen. An Stelle des daträgt 3000 Quadratmeter. Wie die meisten modernen male tätigen Strevens nach Prunkt und Pracht trat der Wille, eine Ferm der Ausstattung zu finden, die das Signum vornehmer Behaglichkeit trägt. Man verzichtete auf jeden übermäßigen Luxus und ersetzte ihn durch eine Wohnkultur, die alles Auffällige und Ueberladene meidet. Besonders die Gesellschaftsräume der 1. Klasse bringen dieses neue Merkmal zum Ausdruck. Das Damenzimmer, das Nauchzimmer mit seiner offenen, durch zwei Decks gebauten Laube, der Gesellschaftssaal usw. zeichnen sich durch eine vornehme Intimität der Raumgestaltung und Möblierung aus, wie man sie in geschmackvoll eingerichteten Privathäusern anzutreffen gewohnt ist. Man begegnet Bekannten, fühlt sich in einer vertrauten Atmosphäre, die durch keine aufdringliche Form beunruhigt wird. Nur der Speisesaal hat vielleicht eine etwas festlichere Note. Die Wohnräume der 1. Klosse lassen den gleichen Geist der Fürsorge und Behaglichkeit erkennen wie die Gesellschaftsräume und bieten nicht nur in den besonders schönen Staatszimmerfluchten, sondern auch in den geräumigen Kabinen dem Fahraast in gewählten und zurückhaltenden Formen alle Annehmlichkeiten, auf die er Anspruch hat. Insgesamt verfügt die 1. Klasse über 216 Betten, zu denen noch 36 Sofabetten und 23 Relervebetten gestellt werden können. Auch die 2. Klasse, die zirka 340 Passagiere aufzunehmen vermag, besitzt einen Speisesaal, ein Rauchzimmer mit Laube, ein Damenzimmer und Kabinen, die durch Gediegenheit und Schönheit ihrer Ausstattung erfreuen. Bei der 3. Klasse, deren Ausgestaltung die Hamburg=Amerika Linie bereits vor dem Krieg besondere Sorgfalt angedeihen ließ, ist das Bestreben leitend gewesen, die gesteigerten Anforderungen, die unsere Zeit inbezug auf die Ausstattung gerade dieser Beförderungsklasse erbebt, in möglichst weitem Umfang zu erfüllen. Von der Einrichtung offener Wohndecks ist gänzlich abgesehen worden. Sämtliche Fabrgäste der 3. Der neue Zweischraubenturbinendampfer„Albert Salliv“ der Hamburs-Amerita-Linie. Klasse— es können insgesamt 966 untergebracht werden— wohnen in Kammern zu zwei, vier und sechs Betten oder in luftigen Kammerräumen mit 12—20 Betten. Wie in der ersten und zweiten Klasse, so stehen auch dier Speisesaal, Nauchzimmer, Bibliothek und mehrere Promenadendecks zur Verfügung. Größte Wohnlichkeit und künstlerisch vornehme Ausgstaltung sämtlicher Passagierräume, böchste Schiffssicherheit, möglichst rudiger Gans des Schiffer, das sind die Hauptabsichten, die im„Albert Ballin“ verwirklicht werden sollen. Nichts, was dieser Verwirklichung dienen könnte, ist vergessen, alles bis ins Kleinste bedacht und von berufenen Händen im Geiste des Mannes gestaltet worden, dessen Name das Schiff trägt und dessen Bild das Trepenhaus schmückt. Als Mittler zwischen alter und neuer Welt soll der Damound and=.1#er seine Bahnen ziehen, und es ist zu doffen, daß er icherbeitseinrichtungen. leiner Flagge die alte umerkennnung verschaffen wurr, Passagierdamwfer besitzt der„Albert Ballin" Oelseuerung, die den Fahrgästen die unangenehme Belästigung durch Koblenstaub erspart, wie sie beim Bunkern eines mit Kohlenfeuerung fahrenden Dampfers unvermeidlich ist. Selbstverständlich ist„Albert Ballin“ mit allen erdenklichen Sicherbeitseinrichtungen ausgestattet worden. Durch den über die ganze Schiffslänge gebenden Doppelboden, elf Wasserschotten, die formstabilen Anbauten und das Kreuzerbeck ist das Schiff vor den Folgen etwaiger Verletzungen der Außenhaut, durch zahlreiche Feuerschotten und Böscheinrichtungen gegen Brandgefahr vesichert. Unterwasserschallsignalanlage, Stationen für drabtlose Telegraodie und Telephonie, eine große Zahl seetüchtioer alle an Bord befindlichen PerRettungsboote, die sonen aufzunehmen vollständigen die Sicherheitseinrig. Die Passagiereinrichtungen des neuen Dampfers ——— einer Zeitlage beraus, die in Vorkriesszeiten errungen marn