Gelsenkirchener Zeitung. Bezugspreis monatlich durch Poten zugestellt oder durch die Post bezogen 5500 Mk. Einzel=Nummer 200 Mk. Erscheint täglich, außer an Conn= und Festtagen. Gratis=Beilagen:„Gelsenkirchener Bonntags=Zeitung“ und„Am Herdseuer“. Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeituna.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Geschästsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 87, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. Fernsprech=Anschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 Und 125. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. Anzeigenpreis für 1 mm Raumhöhe(31 mm breit) 100 Mk., im Ortsverkehr 30 Mk., für Wohnungs- und Stellengesuche, sowie Verkäufe nicht geschäftlicher Art 50 Mk. Reklamen 1 mm Raumhöhe(80 mm dreit) 320 Mark. Für Aufnahmen an bestimmten Tagen und Plätzen, sowie für Auftröge mittels Fernsprecher wird keine Gewähr und für Truckfehler keine Haftung übernommen. 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Es heißt in eingeweihten Kreisen, daß Bonar Law weiterhin entschlossen sei, keinerlei Vermittlungen zu versuchen, die Frankreich als unreundlich ausehen werde, da. gegen sei es moalich, daß die Regierung heim deutchen Reichokauiler vornellig werde und darauf hinweisen wird, daß Frankreich und Belgien trotz ihres Verharrens an der Anwendung von Sanksonen ür einen Ausgleich zu haben waren, vorausgesetzt, daß ihnen annehmbare Bediugungen verbunden mit genügenden Sicherbeiten geboten würden. In welcher Form ein derartiger Schritt erfolgen wird, lätzt sich jetzt noch nicht sagen, aber es ist wahrscheinlich, daß er bald ersolgen wird und daß die Regierung Bouar Law auf diese Weise auch ihre Mitarbeit bei der Schlichtung des Reparationskoniliktes zu ermöglichen hofft. * Auch Vorschläge Amerikas? □ London, 15. März. In biesigen politischen Kreisen treten jetzt hartnäckige Gerüchte auf, die sich schlecht nachvrüfen lassen. Man kann sie etwa wie folgt zusammenfassen: Nachdem die deutsche Reichsregierung durch nichtamtliche britische Stellen eingeladen worden war. ihre Pläne bekannt zu geben, sei man jetzt zu der Ansicht gelangt, daß die Brüsseler Besorechungen zu einer Form der Vermittlung fübren könnten. Es heißt, daß Cuno aufgefordert wurde zu erklaren, un er dereit sei. Vorschläss aus Ameeika anzunehmen und ob er den Gedanken einer Wirtschaftskonfererenz zur enogültigen Entscheidung des Revarationsstreites unterstützen würde. Hochgestellte Personen hier, die aber nicht unmittelbar mit der Regierung in Verbindung stehen, zeigen eine große Betriebsamkeit nach dieser Richtung. Man spricht von der Aussicht, Bonar Law könnte gezwungen werden, in einer umschriebenen Weise Frankreich anzudeuten, daß! der Tan der friedlichen Regelung gekommen sei. 4 Neuyork, 15. März. Theologie=Studierende und Tbeologieprofessoren haben an Präsident Harding gemeinsam einen Protest gerichtet, in dem sie ihr Bedauern über die Besetzung des Ruhrgebietes ausdrücken und erklären, es sei die Moral des amerikanischen Volkes, sich am Wiederaufbau Eurovas mit allen Kräften zu beteiligen. Die Ansicht eines englischen Blattes. 8 London, 15. März. ily News“ glaubt feststellen zu müssen, daß Deutschland bereit sei, in Verbandlungen einzutreten und sagt weiter, daß Frankreich vor allem die Entmilitarisierung der Rbeinlande und der Ruhr unter internationaler Kontrolle verlange. Wichtiger als dieser alte französische Plan sei die Tatsache, daß man nunmehr in einflußreichen englischen Kreisen geneigt sei, auf die französischen Absichten einzugeben und daß es sich um eine wirkliche internationale Kontrolle und nicht um die alte französische Kontrolle unter anderem Namen bandeln dürfe. ** Die Tür zu Verhanölungen stebt offen. X Paris, 15. März. euvork Herald“ erklärt, eine dervorragende Persönlichkeit des Wiederherstellungsausschusses habe erklärt, die Verbandlungen zwischen Deutschland und Frankreich wurden noch vor Ostern beginnen. Staatssekretär Huabes hat nach Veröffentlichung der Brüsseler, Beschlüsse, wonach das Ruhrgebiet nicht annektiert werden soll, durch den amerikanischen Botschafter in Paris anfragen lassen, ob Frankreich geneigt wäre, von Deutschland ein neues Angevot entgegenzunehmen. Es wurde geantwortet, daß die Tür zu Verhandlungen offen stehe, die Angebote dürfen aber nicht von dritter Seite gemacht werden. Berlin erwartet den englischen Vermittlungsvorschlag. 2= Berlin, 15. März.(Telear.) Obwohl noch keine autbentischen Nachrichten in Berlin vorliegen, daß die englische Regierung in ihrer gestrigen Kabinettssitzung einen offiziellen Schritt nach Berlin beschlossen hat, hat sich in den Mittagsstunden in den volitischen Kreisen eine begreifliche Erregung bemerkbar gemacht, weil Nachrichten aus London vorl'egen, die eine englische Anfrage in der Ruhrangelegenheit wahrscheinsich machen. An amtlicher Stelle wird erklärt, daß offlsiell noch nichts bekannt ist, doch wird die Tatsache, dah man einen solchen Schritt erwarte. hier nicht geleugnet. Die Meldungen über die Art der Vormittlung lauten verschieden. Die eine besagt, Deutschland solle aufgefordert werden, einen neuen Revarationsvorschlag zu machen; die andere spricht von einer englischen Anfrage, ob Deutschland bereit sei, als gleichberechtigter Teilnehmer an einer Weltwirtschaftskonferenz teilzunehmen. Ebe autbentische Nachrichten vorliegen, kann man von deutscher Seite zu dem erst zu erwartenden englischen Vermittlungsvorschlag keine Stellung nehmen. Wendung zur Interventionsmöglichkeit? A. Nachdem eben erst die Konferennz von Brüssel stattgefunden hat und die dort gejaßten Beschlüsse veröfientlicht worden sind, dringen Stimmen berüber die von einer Wandlung in der Haltung der englischen Regierung Genaueres wissen wollen. Die Nachrichten umfassen zunächst die Feststellung. Bonar Law wolle die Beschlüsse der Konferenz von Brüssel als Ausgangspunkt für eine Anfrage in Berlin ausnützen, ob die deutsche Regierung Vorchlägen der Vereinigten Staaten, Großbritanntens oder einer neutralen Nation für die Regelung des Ruhrkonflikts anzunehmen bereit sei. und ob weiterhin die deutsche Regierung der Einberufung einer Wirtschaftskonferenz zustimmen wolle. die die Gesamtfumme der Zahlungen auf die Zahlungsmethode zu bestimmen hätte. Einige Blätter melden, daß dieser Fühler bereits erfolgt sei, und„Neuvork Herald“ weise sogar auf Grund der Informationen von Seiten einer hervorragenden Persönlichkeit im Wiederberstellungsausschuß zu berichten. die Verhandlungen zwischen Deuschland und Frankreich wurden noch vor Ostern beginnen Dies ist der Hauptinhalt der mannigfachen Nachrichten, die wir oben registrieren. Im Zusammenhang damit findet sich noch eine Reihe von Angaben, die bereits svezielle Gesichtspunkte enthalten. So glaubt man in Londoner divlomatischen Kreisen zu wissen, die Räumung des Ruhrgebiets würde in 3 Etavven erfolgen. Für diese sollten die deutschen Sachleistungen maßgebend sein. Eine Barsumme von 12 Millianden. Goldmark halte man In Frankreich für zu vering— eo wird behauptet, diese Summe habe in den deutschen Vorschlägen gestanden. Die Frage eines Moratoriums scheint in den Hinterarund getreten zu sein. Aus einer Aeußerung, die dem Staatssekretär Huabes in den Mund gelegt wird, sei zu entnehmen, durch den amer'kanischen Botschafter in Paris sei angefragt worden, ob Frankvlich geneigt wäre. von Deutschland ein neues Angebot entgegenzunehmen. Hier sei ihm gedeutet worden, die Tür zu Verhandlungen stebe often, sie dürften aber nicht von dritter Seite eingeleitet werden. Es ist zunächst zu bemerken, daß hier ein Widersoruch in den beiden Meldungen auftaucht. In der einen beißt es. Deutschland solle seinerseits Vorschläge machen und mit Frantreich Sonderverhandlungen suchen, in der anderen findet sich der Gedanke der Weltwirtschaftskonferenz, also der einer internationalen Losung. Londoner Stimmen meinen, daß sich bei näherem Zusehen dieser Widersoruch nur als scheinbar herausstellen würde. Jedenfalls scheine festzustehen, daß eine englische Anfrage nach Berlin unterwegs sei. Es muß unsererseits zunächst betont werden, daß an den zuständigen Steilen bis zur Stunde eine derartige Anfrage englischerseits nicht vorliegt und daß der deutschen Regierung auf divlomatischem Wege irgendwelche Anregungen der oben geschilderten Art noch nicht zur Kenntnis gegeben worden sind. Es handelt sich also vorläufig um Privatmeldungen, und es bleibt abzuwarten, wieweit diese Informationen der Wahrheit nabekommen. Dennoch findet sich in politisch=parlamentarischen Kreisen die Auffassung, daß, wenn auch zur Zeit an amtlicher Stelle nichts bekannt sei, hieraus von vornherein und ohne weiteres nicht der Schluß gezogen werden könne, die Informationen seien völlig frei erfunden. Es könnten durchaus divlomatische Aktionen im Gange sein, vornehmlich zwischen England und Frankreich. Fest stehe sicherlich die Tatsache, daß man in der internationalen Welt doch wohl beginne, sich die Frage vorzulegen, wie denn nun endlich das Wiederberstellungsproblem mit all seinen Verwicklungen gelöst werden könnte. Es läßt sich aus den Nachrichten aber ebensogut erkennen, daß die auswärtigen Regierungen zu einer klaren Stellungnahme noch nicht gelangt sind. Der Standpunkt der deutschen Regierung ist klar und eindeutig. Er ist in der letzten Rede des Reichskanzlers niedergelegt. Wir weisen noch einmal darauf hin, daß auf deutscher Seite der Wille zu einer vernünftigen Verständigung nlemals gefehlt hat und auch jetzt nicht seblt. Für uns bilden die Wiederherstellungsfragen ein rein wirtschaftliches Problem. Sie schließen deohalb von vornberein eine Behandlung volizischer Art aus. Schließlich beruht jede Verwirtlichung einer Intervention auf zwei Voraussetzungen: Einmal auf der Interventionsbereitschaft Englands. Vom englischen innerpolitischen Gesichtspunkt aus könnte man sie fast annehmen, wenn man den auffälligen und starken Rückgang der für die Regierung abgegebenen Stimmen in den einzelnen Etappen der Ruhrdebatte im Unterhause berück sichtigt. Bei der letzten Abstimmung am 13. März plädierte nur noch eine Mehrbeit von 48 Stimmen für die passive Politik der Regierung, während diese beim ersten Abschluß der Ruhrdebatte 131 und am 10. Februar 109 Stimmen betrug. Das ist immerbin auffallend für die Wünsche des englischen Volkes. Die zweite Frage ist die der Bereitschaft Frankreichs, einer Intervention zuzustimmen. Nachklänge zur Brüsseler Konferenz. Pariser Stimmungen nach Brüssel. ss Paris, 14. März. Vielsach macht sich in den Stimmen der Pariser Presse, besonders in den Meldungen der Privattorrespondenten aus Brüssel, ein Grundton geltend, der daraus binweist, daß man in den Brüsseler Verhandlungen gewisse Anzeichen dafür sieht, daß man der Zeit von Verhandlungen nicht mehr allzu fern ist. Marcel Riay drahtet aus Prüssel dem„Petit Journal“ den bezeichnenden Satz:„Wir glauben ebenfalls, daß die Entscheidung nicht im Ruhrgebiet fallen wird. Nach Brüssel hat die Reglerung von Berlin das Wort und die Unterhaltung muß zwischen allen alliierten Hauptstädten fortgesetzt werden. Die letzte Anspielung auf„alle" alliierten Hauptstädte bezieht sich natürlich darauf, daß zahlreiche Kreise einer stetigen französisch=enzlischen Verständigung eine lebhaftere Beteiligung Englands an den Verhandlungen wünschen. Interessant ist es, in diesem Zusammenhang hervorzuheben, daß Pertinar in einer Meldung aus Brüssel an das„Echo de Paris“ darzulegen versucht, die Erklärung über die Bedingungen unter denen die Franzosen und Belgier das Ruhrgebiet räumen würden, seien auf englischen Einfluß zurückzuführen, der sich aus dem Wege über Jaspar in der Konferenz bemerkbe; gemacht hat. Hier, so schreibt Pertinar. ist der Einiluß Herrn Jaspars leicht erkennbar, der von dem Wunsch beseelt ist, zu verhindern, daß die am 11. Januar in den Beziehungen Frankreichs und Belgiens mit England eingetretene Krise unheilbar wird. Pertinax, der bekanntlich häufig die Ansicht des Elysees wiederspiegelt, meint im übrigen, es wäre vielleicht besser gewesen, alle diese Fragen im Augenblick nicht öffentlich anzuschneiden. Im übrigen legt er die Angabe über die Bedingungen, unter denen Frankreich und Belgien das Ruhrgebiet räumen würden, folgendermaßen aus:„Als Antwort auf angelsächsische Kritiken, die uns vorwerfen, wir suchten im Ruhrgebiet vor allem eine Zerstückelung Deutschlands. erklären die Konserenzteilnehmer, daß die Alliierten sich in der Gruchenz=und Industthezegend kestgesetzt hal vnen, auf die sie ein Anrecht haben; und doß sie keine anderen Absichten versolgen. Deutschland kann jedoch sein Gebiet gegen einfache Versorechungen nicht wieder erhalten. Dieses Gebiet wird ihm nur etavvenweise im Verhältnis zu seinen Zahlungen zurückgegehen werden. Belgische der Brüsseler Entscheidung. Ein Interview des Brüsseler„Matin"=Berichterstattere. = Paris, 15. März.„Die berufensten Persönlichkeiten von Brüssel“ haben nach einem Telegramm des Berichterstatters der„Köln. Z.g.“ dem Sonderberichterstatter des„Matin“ Erklärungen über die Lage abgegeben, die die Auffassung Belgiens folgendermaßen in Erscheinung treten lassen:„Man muß unbedingt daran erinnern, daß wir das Ruhrgebiet und das rechte Rheinuser nur besetzten, um bezahlt zu werden, damit man einer gefährlichen Verleumdung ein Ziel setzt. Jede Wiederherstellungsreglung ist unmöglich, wenn nicht eine enge Verbindung zwischen der Ausdehnung der Besetzung und der Ausdehnung der Bezahlung bergestellt wird. Deutschland weiß jetzt, woran es ist und mit ihm die reichen Nationen, ohne die die Zahlungen unmöglich sind.“ Auf die Frage, was man unter den Worten„„enach Reglung" verstehe, al'o unter einer staffelweisen Räumung, wurde geantwortet, man müsse nicht den Flächenraum in Betracht zieben, sondern die Bedeutung des zu räumenden Gebietes. Außerdem könne auch ein Nachlassen gewisser Zwangsmaßnahmen dieselbe Wirkung haben wie die Zurückziebung der Truppen. Auf die Frage nach den deutschen Verpflichtungen und ob dierbei vielleicht der Londoner Zahlungsplan mit den 132 Milliarden Goldmark gemeint sei, erfolgte folgende Antwort:„Es ist klar, daß ein neuer Wiederberstellungsplan ausgearbeitet werden muß. Frankreich und Belgien müssen einig sein und sich hierüber mit England und Italien verständigen. Unsre Verbündeten müssen an dieser Reglung teilnehmen, die nur nach einer moralischen Kapitulierung Deu schlands erfolgen kann, die sich in diskutabeln Vorschlägen zeigt. In Brüssel und Paris wird gearbeitet. Was uns Belgier betrifft, wir sind bereit. Aber selbstverständlich wäre es ein schwerer Fehler, wenn wir Deutschland im voraus unfre Stellungnahme ankündigten.“ Zuletzt fragte der Matinvertreter, ob die Besetzung des Ruhrgebiets als Pfand nicht in Betracht komme. Darauf sagte ihm der B fragte: „Sicherlich nicht! Unser Ziel. das gestern öffentlich bezeichnet wurde. ist: aus der Ruhr ein Druckmittel für die Entschädigungen und im Falle eines bartnäckigen Widerstands ein Zahlungsmittel zu machen. Die Sicherheit muß nach dem Friedensvertrag in der Besetzung des linken Rheinufers und der Brückenköpfe gesucht werden. Ich habe auch die Hoffnung. daß diese eines Tags durch einen formellen Vertrag mit Großhritannien garantiert werden wird. Glaubt man an diese Garantie nicht, dann muß Deutschland zerstört werden. Aber das bedeute den Verzicht auf aule Zahlungen. und in diesem Falle würde man dem Widersoruch der gesamten Welt begegnen.“ Eine neue Konferenz wurde dem„Matin" deshald als notwendig bezeichnet, um in dem in Brüssel geschaffenen Rahmen die notwendig#n praktischen Lösungen zu suchen. Die Konferenz soll bekanntlich um Ostern in Paris stattfinden. ** Das Regime. G Paris, 15. März. Ueber das Regime, das in den besetzten Gebieten nunmehr seitens der französischen und belgischen Regietungen zur Einsetzung gelangen soll, verDtanse seleend. Das französische Kontingent werde um 151 verstärkt, das belgische um 5003. Jusoesamt werden künftighin beide Armeen aus 90 909 Mann bestehen, zu denen 10 000 mobilisierte Eisenbabner hinzuzuzählen seien. 2. Jugenieurkommission: Diese werde unmittelbar Degoutte unterstehen. Es werde künftig zwei Zivilmissionen geben, eine rauzösische unter Franden und eine belgische unter Ingenieur Hennecarte. 3. Eisenbahnrezime: Dieses werde auf Grund der Brüsseler Kouferemz keine Veränderung erfahren. 4. Räumung der Kohlen= und Rokslager: Der in Brüssel aufgestellte Plau lause darauf Linaus. diese Maßnahme in einer Reihe von Rohlensenteen nacheinander durchzuführen. Dies entspreche einem Vorschlag des Marschalls Foch, der anriet, den deutschen Widerstand dadurch zu brechen, daß man Kohlen und Koks aus dem Ruhrgebiet heraushole, anstatt die Besetzung weiter auszudehnen, wie Degoutte verlangte. 5. Ausfuhrbewilligungen: In Brüssel gelang es Belgien, die Aysschaltung sämtlicher Matznahmen durchzusetzen, die für den ausläudischen Handel eine unnötige Erschwerung darstellten. Ein Beamter des Quay d'Orsan begab sich nach Köln, um dort zu versuchen, das in Brüssel vereinbarte Regime den berechtigten Bedürfnissen der Alliierten Frankreichs und der Neutralen anzuvassen. Einlösung der belgischen. Schatzwechsel. Berlin, 15. März. Die Reichebank dai für die Linlösung der am 15. März fälligen von Schweizer Banken diskontierten sogen. belgischen Reichoschatzwechsel die Valuta in Höhe von rund 48 Millionen Goldmark an die Bank von England überwiesen. und Verkehr. Französischer Bericht über den Verkehr. ss Parie, 15. März. Wie dem offiziösen französischen Telegrapbenbureau aus Düsseldors gemeldet wird, sind vorgestern im Ruhrgebiet 260 Züge, biervon 6 Arbeiterzüge, im Verkehr gewesen. Hierdurch wird die augenblickliche Anzahl der Kilometerzüge auf 26 000 erhöbt. Außerdem seien 1030 Waggons mit Lebensmitteln in das Ruhrgebiet gelangt. Die Menge der Lebensmittel, die in das Ruhrgebiet ein. geführt wrden. steigen andauernd, und es scheint, daß die deutschen Behörden die Absicht haben, bedeutend: Vorrate anzuhäufen. Amerika prüft. G Neuyork, 15. März. Wie„Neuvork Tribune“ aus Wasbington meldet, wurde der Vertreter des nationalen Ausschusses der Importeure und Großhändler Tabid Walker vom Staatsdevartement davon in Kenntnis gesetzt, daß eine jede zollunterschiedliche Behandlung amerikanischer Käufer deutscher Waren von Seiten der französischen Behörden im Ruhrgebiet, der zur Kenntnis des Staatsdepartements gelangen würde, eründlich untersucht werde und daß Schritte getan würden, um die Verschiffung von Waren zu erreichen. Ein sormeller Protest werde bei der französischen Regterung jedoch solange nicht überreicht werden, bis man die Ueberzeugung gewonnen habe, daß Frankreich Amerika gegenüber zu Unrecht eine unterschiedliche Behandlung tatsächlich habe eintreten lassen. Nur für wirkliche Geschüfte. 1 London, 14. März. Mac Neill teilte im Unterhause mit, daß die Erlaubnis für britische Untertanen, sich nach dem besetzten Gebiet in Deutschland zu begeben, unter den gegenwärtigen Umständen nur fur wirkliche Geschälte oder aus Gründen unmittelbarer Dringlichkeit gewährt werde. Französische Erwiderung an Dr. Bergmann. 2 Parie, 15. März. Das Ministerium des Aeußern teilt der Presse eine Erwiderung auf die Erklärungen des Staatssekretärs Bergmann, des Ministers des Aeußern von Rosenbera und der Herrn Klöckner in der Angelegnheit der deutschen Revarationszablungen mit, deren Annahme die französische Regierung verweigert hat. In der Note heißt es, daß der deutsche Botschafter Dr. Maver am 9. Dezember 1922 am Quai d'Orsav den Wunsch zum Ausdruck brachte, drei deutsche Industrielle zu Verbandlungen mis französischen Industriellen nach Paris zu locken. Die franzosische Regierung habe darauf geantwortet, daß sie bereit sei, alle amtlichen Angebote zur Sicherung der Revarationszahlungen zu prüfen, daß sie aber zurzeit glaube, weder dirert noch indirekt mit den Herren Stinnes, Klöckner und Silverberg in Verbindung treten zu können, da die Vorschläge der genannten Industriellen„unbestimmt" leien. Auberdiem werden die Verbandlungen über diese Brage„die schwebenden Verbandlungen über die Revarationen zwischen den Alliierten störan“. Die fuanzösische Regerung behauptet, ohne auf seine Sachlichkeit einzugeben, daß ihr bestimmte und schriftliche Vorschläge, von denen bier die Rede ist, niemals beigebracht oder angeboten worden seien. In der anschließenden Polemik gegen die Erklärung des Ministers des Aeutern von Rosenberg stellt sich der Quai d'Orsov auf den Standpunkt, daß die Koblenlieferungen nicht zu den für den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete bestimmten Sachlieferungen gebören, deren Leistung während des Moratoriums Deutschland in einer Note vom 14. November 1922 angeboten werde, sondern zu den biervon unabhängigen Sachlieferungen auf Grund des Versailler Friedensvertrages, von denen Deutschland für die Dauer des Moratoriums befreit sein sollte. (Die Erllärungen zeigen, dab die französische Re** A gierusg vermeidet, auf die Barstellung des Zusammenbangs, wie sie die betreffenden deutschen Herren übereinstimmend gaben, auch nur irgendwie einzugeben.) Die Eine Parstspende. * Köln, 15. März. Wie die„Kölnische Volkszeitung“ meldet, hat der Paost die Summe von 500 000 Lire für die Bevölkerung des Einmarschgebietes übersandt. Deutscher Reichstag. 320. Kitzung. 69 Berlin, 15. März 1923.(Telegr.) Die dritte Beratung des Gesetzentwurfes zur Anpassung der Steuergesetze an die Geldentwertung wird bezonnen. Abg. Dr. Hert(Soz.) betont, daß die Ausschußfassung noch viel wentger als die Regierungsvorlage der Berücksichtigung der GeldentSteuerwege gerecht geworden sei. De dieses einer ein Schmidt mit Widerstand einer lichen Parteien hätten nur elf nur ein Achtel des Be einzigen Monat auf nahmen werden in D sitz aufgebracht. Diest beachtet werden, da sie steuerlich viel anderen Länder ront der bürgerBesitzsteuern zusammen Ertrag gebracht. also ges, den der Lohnabzug in einem Von 100 Ml. Steuereinland nur vier Mark vom Belen müssen auch vom Ausland weisen, daß der deutsche Arbeiter belastet ist als die Arbeiter aller luch in deutschfneundlichen Kreiten in Erwore k nicht. innen. gme, Zutz mmung, zu deten Aueschußhschlüstsen? Rednei sich an einer Reide von Beispielen die Unmöglichte't darzutun, auf der Grundlage des Nennwertes zu versteuern und fragt, wie die Ropierung ein System verantworten könne. bei dem die Besitzsteuern nicht einmal die Veranlagungskosten decken. Seine Partei werde die Vorlage in der Fassung der zweiten Lesung ablednen. Reichssinanzminister Dr. Hermeo: „ Die Ausführungen des Vorredners dürfen wegen ihrer innen= und außenpolitischen Wirkung nicht unwidersprochen bleiben. Es ist nicht richtig, daß der Ausschuß die Vorlage lediglich verschlechtert habe. Jedenfalls kann man das von den Bestimmungen über die und über die Zahlung nicht sagen. Eine inanzpolitik auf lang:—“ werrung losen. Was nurn die Auslandsstimmen betrifft. gerade die Jedenfalls verschärfen. führen könnten. sgeordneten Herz haben die KursJungen der Wertvaviere nicht berücksichtigt und auch das sie infolge der Stützunosaktion der Mark viefach um 50 Prozent gefunren sind. Wir wollen die Stützungsaktion fortsetzen, aber es darf nicht verkannt werden, daß sie auch der legalen Wirtschaft schwere Opfer auferlegt. Die Ausschußbeschlüsse über die Aenderung der Tarife und über die bechleunigte Einziehung sind zu begrüßen. Redner appelliert an die Gemeinden, mit allen Kräften für die beschleunigte Elntehung der Steuern zu sorgen. Die Vorlage beseitige Zustand, daß bei einer Verzögerung der Steuerschuld Gewinne gemacht werden. Sie nimmt den Arbeitnehmern das Gefühl, daß sie zu Unrecht bebandelt werden. Es ist auch nicht wahr, daß alle Lohnempfänger sofort eine Lohnsteuer odn zehn Prozent bezahlen müssen. Durch die Abzüge ist der Satz bei einem verbeirateten Arbeiter mit zwei Kindern auf sechs bis sieben Prozent vermindert. 1921 wurden 18.6 Prozent der Lohnsteuerpilichtigen überhaupt nicht zur Steuer veranlagt. Mit der weiteren vom Ausschus beschlossenen Minderung der Lobnsteuer sind wir einverstanden. Ob eine grundlegende Reform der Etnkommensteuer zu erwägen ist. muß Aufgabe der Zukunft kein. Jedenfalls ist eine Neuregelung der ganzen Finanzpolitik erst moglich, wenn wir wieder Boden unter den Füßen haben. Diese Vorlage betrachten nar als erste Etapve zur Sanierung unserer Einanzen. Abg. Hellferich(D. R.): Wir haben im Ausschuß versucht, das Beste beraussuholen. Auch ich halte diele Voslage für ein unbefriediAusschuß vehalte diese Vorlage.. rk. Wir müssen aber für mildernde n. In keinem anderen Lande Steuerlast für Besitz. und Verbrauch so gendes Flickwerk. stände plädiere Welt ist die Steuerlast für Besitz. und Verbre gespannt wie bei uns. Schon in der Mitte jahres hat die gewaltige Anspannung unserer einem wesentlichen Ueberschuß geführt. Da neue Druck der Sanktionen und Ultimaten Die Besatzungsarmee am Rhein bai geso Umder Prischte 4e neue Druck geworen. der Ruhrbest Aussaben an. es Vorräfte zu uns der der zurückt schon vor ordert. als Lügengewebe zerrissen böswilliger Schu haben aber Welt wird. mit dem.— uldner bingestellt wird. Dieser die Ausführungen des Abg. Hert n. de Deutschland als iesem Wunsche nicht entGeorg Freiberg. Roman von Jano Maria. (19 sprochen. Solche Ausführungen werden von der auslänPresse zum Dolchstoß gegen uns benutzt. Von den des Abg. Hertz über die Verurteilung unblitik im Auslande ist das Gegenteil *— genug der Zerstörung. wir wollen dischen Bebauptungen erer Steuervol sichtig. Es ist jetzt genug den Ausbau.(Beisall rechts.) weist darau Beisviele m Abg. Lange=Hegermann(Zentr.) bin, daß die vom Abg. Hert angeführter It Einseitigkeit vorgebracht worven feien Unrude bei den Soz.) Die christlichen Gewerkschaften stehen einmütig binter der Zencrumsjraktion bei lhrer Zustimmung zu dieser Vorlage. Es ist nicht wahr, daß bei uns der Besitz zu wenjg helastet wird. Wir würden es begrüben. wenn Sie(nach links) einmal dieselben L ser bringen würden, die jetzt schon das Bürgertum bringt. Abg. Moldenbauer(D. V.) bezeichnet die Vorlage als einen Nothehelf. angewandt werden müsse, weil eine vollständige in der jetzigen Zeit der wirtschaftlichen Schwankungen nicht möglich sei. Vor allem müsse eine Störung der Wirtschaft vermieden werden. Es muß der Ertrag. nicht aber die„Substanz ergriiten werden. Das vorliegende Gesetz greift aber schon die Substanz an. Redner schließt mit einer Polemik gegen die Ausführungen des Abgeordneten Hert. Abg. Keinath(Dem.) schliebt sich dieser Kritik an und versucht nachzuweisen, daß kein Land der Welt den lich mehr belastet. als Deutschland. Die ürden der„Vorlage zustimmen obwohl sie De Pöfung ung Besitz steuerDemokraten nicht davon arund. würden der Vorlage zustimmen.befriedigt seien. sie fordern aber anderseits ein: legende Steuerreform. Abg. Roenen(Komm.) lehnt die Vorlage ab. weil sie eine neue Bevorzugung des Kavitals sei und wirft den Sozialdemokraten ver. dab sie von der Möglichkeit, die Vorlage zu Fall zu bringen. keinen Gebrauch gemacht haben. Abg. Hert(Soz.) weist die von verschiedenen Seiten gegen ihn gerichteten Vorwürfe zurück und beschäftigt sich dann mit der Perion des Aba. Helfferich, den er als den Führer aller bürgerlichen Parteien in der Steuerpolitik ansieht. Die Eniente ziehe für ihre Provaganda viel mehr Kapital aus den nationalistischen Drobreden des Aba. Helfferich als aus den Ausführungen der Sozialisten. Die Ermordung Erzgergers und Rathenaus werde mit dem Namen des Ado Helfserich unauslöslich verbunden bleiden.(Großer Lärm. der sich erst nach einigen Minuten legt.) Damit ist die allgemeine Aussprache erledigt. Die einzelnen Artikel werden unter Ablebnung aller sozialdemokratischen Anträge in der Fassung der 2. ratung angenommen. Die Mehrheit wird von sämtlichen bürgerlichen Parteien gebildet, Auf eine Anfrage des Aba. Lange=Hevermann (Ztr.) erklärt Ministerialdirektor Kovit. die Organisation des württembergischen Bankgewerbes habe leider beschlossen. die Auflage der Zwangsanleihe und Vermögensabgabe für ihre Kunden abzulehnen. Die Regierung könne keinen Zwang ausüben, würde es aber bedauern, daß die Erledigung einer solchen bürgerlichen Pflicht gerade von den Bankiers abgelehnt werde. die dazu am wenlgsten Veranlassung hätten. Abg. Niesser(D. V.) erklärt namens de des wenn sich.— entzieben würden. In namentlicher Gesamtabstimmung wird die Vorlage sodann mit 209 gegen 146 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen angenommen. Die Entschließung der Sozialdemokraten auf eine grundlegende Reform der Einkommensteuer mit vereinfachter Einziebung nach dem Vorbilde der Lohnsteuer wird angenommen, ebenso die vom Ausschutz eingebrachten Entschließungen. Freitag nachmittag 2 Uhr: Kleinere Vorlagen. Kohlensteuernovelle. Schlus nach 8 Uhr. Erhöbnnn der Renten aus der Invaliden= und Angestelltenversicherung. 2 Berlin, 15. Män.(Beivattelegr.) Der Haustausschut des Reichstages nahm am Donnerstag Stellung zu dem Beschluß des sozialvotitischen Ausshusses über die Erhohung der Renten aus der Invaliden= und Anoestelltenversicheruno Der Zentrumsintrag der eine Vervierfachung der Renten im allgemeinen und eine Verfünffachung für die besetzten und Einbruchsgebiete vorsah wurde von der Finanzverwalting aufs, chartite bekämpft. Der Zentxumsredner erklärte am Beschluß des sozialvolittschen Ausschusses festhalten zu müssen. Der Haushaltsausschuß wurde durch diese Stellungnahme wcsentlich veranlaßt, dem Beschluß des sozialvolitischen usschusses beizutreten. dann wandte sich der Minister dem Prodlem der verkehrstechnischen und betriebstechnischen Bedeutung des Ruhron der Gesamtallterbewegung auf den ibahnen(Tonnen) entfallen auf das jetzt Im Westen rund 45 Prozent, davon auf das Prozent. insgesamt werden westlich der allburs—N der enläng Erfolg n Gegr et 34 Prozent. insgesamt werden westlich der gemeinen Linie Hamburs—Nümberg durch die Rhein= und Ruhrfrage 70 Prozent der Güterbewegung betroffen. Von der gesamten Streckenlänge der Reschepahn sind zwölf Prozent besetzt. Der Erfolg der Militaristerung der Eisenbahnstrecken durch den Gegner lasse noch immer sehr geringe Verkehrsmöglichteiten für diesen zu. Preußischer Tanötag. 219. Sitzung. Beilin, 15. März 1923.(Telegr.) Die Beratung des Haushalts für „ Handel und Gewerbe wird nach kurzer Beratung zu Ende geführt. Erböbt wurden die Zuschüsse zu den Handelskammern und anderen Körverschaften zur Hebung des Kleingewerbes sowie zu den Fachschulen. Außerdem wurden drei Millionen Mark beso ins. rwal# zur Forderung der Arbeiterbild Fachkursen für Wirtschaft und.. und mehrere Entschließungen des Hauptdiejenige, bei ZuwenI. welchondere von tung eingesetzt ausschusses angenommen, darunter dung von Mitteln an die not auch der Fachoresse zu gedenken, sowie eine andere, wen. zur Deckung unvorhergesehener Ausfälle bei der Kreditgewährung der Genossenschaftskassen Staatsmittel flüssig machen will. Gefordert wird auch die Herabsetzung der Holzvreise und eine rigorose Kontrolle der Sondikate und Kartelle, um ungerechtiertigten Preisen entgegenzutretn. sowie Maßnabmnen zur Bekämpfung der Deosenspetulation und des Wuchers. Im Verlaufe der weiteren Abstimmungen ergibt sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses. so das eine neu# Sitzung anberaumt werden mußte, in der die Beratung des Haushalts der Vorzellanmanusaktur begonnen wurde. Der Haushalt der Vorzellanmanusaktur wird unverändert genebmigt. nachdem Handelsmin ster Siering in Erwiderung auf die vorangegangene Erörterung erklärt hatte, dak an dem künstlerischen Charakter des Instituts nicht gerüttelt werden solle, daß aber eine Umstellung mit dem Ziele einer ertragsreichen Wir schaft eingeleitet sei. Es folgt dann die imt Ent sordert verhältnisse chließung vollinhaltlich und unter Hinweis auf die der Kommunalbeamten we einsti besonderen tter e sammelte hen Inu eigen. Sie deren Rechtsoerhältinstimmig zu eig timmig Fee Ree e####### weiter einstimmig zu eigen. fordert unter Hinweis auf die besonderen Rechtsthältnisse der Kommunalbeamten weiter einstimmig. daß in das Gesetz unter allen Umständen Bestimmungen aufgenommen werden, die auch für die Kommunalbeamten einen tungsloste beamten. Es Imtan n. die auch fu! Aufbau im Beamtenverirem vorsehen, wie bei Reichs= und Staatszamten. Es wäre unerträglich, wenn die Beamtenveretung für die Kommunalbeamten sich in der örtlichen —." Dienstvorgesetzte in sie haben, für —. Vorhunden sind, bedart es. ie nach den besonderen Verhältnissen in den einzelnen Ländern. eines durch Landesgeses zu regelnden. Aufbaues in Anlehnung an den Zuständigkeitsbereich der staatlichen Aufsichtsbehörden. In das Reichsgesetz muß eine entsprechende Mantelbestimmung aufgenommen werden. Sowelt bereits geregelte Beamtenvertretungen vorbanden sind. mub dringend gewünscht werden, das die iten keine Reichsverschlechterunitung und der Reichsbund der Kommunalbeamten Deutschlands werden exsucht, auch diese durch die besonderen Verhältnisse der Kommunal= beamten bedingten Forderungen im Deutschen Beamtenbund und mit demselben energisch zu vertreten.“ vorbanden sind, mus bringend a# unter sie fallenden Beamten bei gen erfadren. Die Verbandsleit# der Kommunalbeamten Deutschla Deutsches Reich. Cagung der Vorstände des deutschen und preußischen Städtetages. erhoben, das Beratung der Berzverwaltung. Gleichzeitzig wurde die große Anfrage beraten, welche das Lentrum und die Soz aldemorraten wegn der großen Grubenunglücke in Oberschlesien eingebracht haben. Die Katastrophe in Nikolschütz hat 45. die auf der Heinitgrube 145 Ovfer gekostet. Gegenüber den Interpellationen der Aba. Göbel (Zentr.) und Franz(Soz.) nahm ein Vertreter der Zentralverwaltung für das Bergwerkswesen die Oberbergämter und die Bergbehörden, überhaupt gegen die erhobenen Vorwürfe in Schutz und gab eine umfassende Darstellung der beiden Grubenbrände. Er erklärte, daß alle Maßnahmen astroffen seien, um eine Wiederbolung derartioer unheilvoller Erplosionen zu verhülen. 5e bei bin ie ensal uis 1. üüir: Wöchimunen nanzausgleichsgeles vor dem 1. Aor verabschiedet und die Umsatzsteuer in Höhe Prozent bewilligt wird. Zur Erhaltung der Liquidiicht der Gemeinden sei die sofortige Bereitstellung unverziuslicher Vorschüsse unerläßlich. Die bieder vom Reich dereitgestellten 20 Milliarden jeten völlig unzureichend. Für die Ausgabe we durch die Städte eub! das vril 19 von Zum preußzischen Entschließungen zum Beamtenrätegesetz. „Die am 11. März 1923 in Elderfeld abgehaltene, von 480 Vertretern besuchte Vertrauensmännerversammlung aller Fachverbände des deutschen Beamtenbundes aus allen besetzten und Einbruchsgebieten von Nord bis Süd. sowie aus den benachbarten Bezirken nimmt zur Frage des Beamtenrätegesetzes wie folgt Stellung: „Wenn es nach den mit der deutschen Beamtenschaft im Weltkriege und in der Nachkrieaszeit gemachten Erfabrungen noch irgendeines Beweises dafür bedurft icher Vorschüsse den jeten— etbeständiger Anleioen dte wurden Richtlinien beschlossen. wmerbesteuer notgesetz wurde den weiterhin weitgehendit gen wer. der BerufsverAce zu beschranken wäre auf eine Aeußerung über die steuerliche Tragfähigkeit des Gewerbes. Weiter wurde noch heraten über die Art der Erhebung der Wobnungsbauabgabe. über eine engere Zusammenarbeit unter den kommunalen Svitzenverbänden eine zeitgemäße Einschränkung der Kongreßveranstaltungen. Schankstättengesetzentwurf. Freimachung von Arbeitsplätzen von Dopvelverdienern zur Unterbringung von Erwerbslosen u. a. Den aus dem Westen ausgewiesenen Kommunalbeamten soll nach Möglichkeit, angemessene Beschäftigungsgelegenheit im Kommunaldienst gewährt werden. u. a. betont, daß die Gemeinden weiterhin weito zur Mitwirkung bei der Veranlagung herangezoge den müssen und daß das Anhörungsrecht der Ber tretungen zu beschränken wi ragfähigkeit Für den Ausbau der Rhein=Main=Donau=Großschifffahrtostraße. uchen 2. 2 uf B Der Haushaltsaus. tages hat einen Regierungsiterer Mittel für die Bezerns an dem Ausbau der Großschiffabrts. n=Main=Donau bestimmt. Es soll ig des Aktienkavitals der Rhein=Mainuf das Dreifache des bisberigen Betrages eiche der Geselschaft bätte. u böchster Dienstauf ss. München. schuß des haver antrag auf Berei teiligung Baver straße nhein eine Erhöhung von saß 100 Michl sam mit dem bis zu Grund eines Uebereinkommens zwischen Unternebmenden beigelegt worden. auberdem gemeinein Harlehen im gne Erhohn onau A von sast 100 im mit dem Reiche der Wiregsatt,enn Verte bis zu 2 Millionen Goldmark sewährt werden. die Differenzen, die bisher zwischen der Rhein=Mainsonau A=G. und dem Bavernwerk bestanden, sind auf k. seben in ihrem Handeln n# eenrrent Fflichterküllung; sie erwarten aber, daß die deutsche Reüblik sie numnehr endlich auch als mündige Staatsein abm der Reichsverkehrsden Elsenbahnern WTB Berlin. 15. März. In der heutigen Haushaltsausschusses nah minister Gröner das Wort, um den Eisenbahnern im Amten für ihre vorvildliche Haltung warmtten Dank der Reichsregierung auszusprechen. Nach den bisherigen Feststellungen sind 142 Essenbahner verhaftet. 78 ausgewiesen und 52 mißhandelt worden. Ungezählt sind diee aus ihrer Wohnung vertrieden worden sind. indlich bemühre sich die Reichorcaierung für fältigsten Fürsorgemaßnahmen lüch lingsberatungsstellen in R S und Karlsrube eingerichtet. iese Flüchtlingsberatungsstellen haben die Aufgabe. die Wiesen und jenigen, die au Selbstverständlich alle diese Deutschen die sorofäl zu ergreifen. So wurden Fll Bieleseld. Fulda. Mannheim chuß vorgelegte neueste Formulierung wird als konzession aufgefaßt, entspricht den berechtigten rungen der Beamtenschaft in keiner Weise und kann als Bekundung ernsten Willens den Beamten die dem Maße ihrer Pflicht und Verantwortung entsprechende freie Rechtsstellung und Rechtssicherung im Volksstaate einzuräumen, nicht angesehen wer hen werden. Abgesehen—— ulänglichen Zuständigkeit der von der der rfahren Eine Türklingel schrillte, Lina Damm trat heraus, um nach dem Besuch Ausschau zu halten.„Da seid Ihr ja“, rief sie erfreut und schloß Georg in die Arme.„Gottlob, Georg, ein besseres Wiedersehen als damals.“ „Mein Freund Trebitzsch und seine Kusine Hannelore", stellte Georg die beiden vor,„die so innigen Anteil an unserem Unglück nahmen.“ „Wir freuen uns, daß Sie gekommen sind.“ Sie durchschritten die kühle Diele und landeten im Wohnzimmer. „Kommt Vater bald?“ „Ja, aber wir sollen nicht mit dem Essen auf ihn warden. „Wir haben Iönen auch etwas mitgebracht, darf ich auch„Tante Lina“ sagen? Paul machte ein pfiffiges Gesicht und durchschnitt die Schnüre eines länglichen Pakeis.„Ee ist ein ganz kleiner Andenken an unseren ersten Besuch. Ich habe as gezeichnet, Hannelorchen hat es gemalt." Es war ein Wandspruch auf Holz gemalt: „Wer Glück sucht in der Welt, der steigt und fällt, Wer auf sich selber ruht, steht gut; Wer auf Gott vertraut, der dat wohlgebaut!“ las Tante Lina.„Da haben Sie uns eine grobe Freude gemacht.“ Sie betrachtete die Gabe,„das soll nun am besten über dieser Türe hängen, dann besen wir ihn immer, wenn wir am Tische sitzen.“ „Sie haben mit den drei Sprüchen einem jeden etwar gegeben“, sagte Kathrine,„der erste Spruch ist für Georg, der zweite vaht auf Onkel Johannes, und der letzte und schonste ist ganz und gar für Tante Lina.“ Als nach beendetem Mahle man einen Rundageg durch die Stallungen machte, kam der Varer nach Hause, er traf die ganze Gesellschaft im dämmrigen Garten.„Willkommen im neuen Hause, zu dessen Aufbau Ste kräfe'e mitveholfen haben. Lassen Sie mich danken, auch im Namen der anderen Abgebrannten, die durch Ihre Hilfe wieder im eigenen Hause wohnen. Unseren berzlichsten Dank Ihren Eltern und allen, die sich unsever in der furchtbaren Bedrängnis angenommen haben.“ „Danken Sie mir nicht, Herr Freiberg", dat Paul, es war einfachste Menschenpflicht, dem abgebrannten Bruder zu belfen."—— „Ja“, half Hannelort.„es beißt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wir freuen uns so sehr, fange erzetzt. Nach wie vor rechne der Reichsverkehrsminister mit der lo wertvollen Mitarbeit der Gewerkschakten. Im Reichsverkehrsministerium finden täglich Besorechungen mit den Soitzenorganisationen statt. Alsdaß wir helfen durften, besonders, als wir hörten, daß Ihr Sohn sein Elternhaus verloren hatte. Er ist Pauls liebster Freund, und ich mag ihn auch sehr gern", setzte sie mit kindlicher Offenheit binzu. Katbrine wurde blaß, Hannelove liebte Georg! Und Georg? Sie wollte ihn fragen, es konnte gar nicht anders sein, er mußte dieses kleine Mädchen lieb baben. Wie sie dastand und mit frohvertrauten Blicken zu ihm aufsah, meinte sie, es nicht ertragen zu können.„Es wird Zeit für mich, gute Nacht!“ So leichten Kaufs kam sie nicht los.„Wir begleiten Sie natürlich“, rief Paul Trebitzsch. „Ach ja, wir begleiten Sie!“ Hannelore hängte sich in ihren Arm,„auf Wiedersehen, derr Freiberg, oder schlasen Sie schon, wenn wir zurückkommen?“ Vorausgesetzt, daß Sie bald wiederkommen, din ich auf In der Ksiche gab es einen kleinen Aufenthalt bei Tante Lina; mit Lachen und Scherzen entfernte sich die Gesellschaft. „Na, Dämmsche, wie gefallen Dir Georgs Freunde?“ Der Schäfer stopfte sich bedächtig eine Pfeise. „Es sind prächtige Menschen“, sie war enthustasmiert, undofröhlich und ungeniert. Georg hat sich einen guten Freund ausgesucht. Was meinst Du?“ „Ich glaube auch“, sagte Jodannes Freiberg und dachte, es ist dieser Junge, der Georg in and edes Fahrwasser gebracht dat, vielleicht unbewußt, hoffentlich steuerte Georg nicht verkehrt. „Meinst Du, er säbe das kleine Mädchen gerne?“ In Lina Damm erwachte die Eva.„Es ist ein liebes D## aber mit den garten Händchen, ob sie wohl kochen kann Johannes Freiberg lachte, wie die Frauen alle gleich waren. Er hatte aucd Katdrinens Mienensoiel im Garten beobachtet, sie dachte ebenfalls so, es durfte wahrbaftig kein Mädchen einen Burschen anlachen, oder es wurde eine Heirat daraus. Kathrine machte die Eisersucht blind.„Warum soll er des Mädchen nicht derne seben? Ich sebe auf metne alten Tage noch gerne junge Mädchen. Wieviel eber der Junge! Das andere# Quark, Georg denkt nicht im Traume doran.“ Die Lindenallee entlang spazierten die vier Arm in Arm. Hannelore wirbelte bei jedem Schritt das abgefallene Laub auf und hatte einen Heidensoad, wenn die fadlen Blätter raschelten.„Gebt nicht so rasch, ich komme ja nicht mit“, und bemühte sich vergebeno, mit ihnen Schritt zu halten. Kathrine, einstlbig und müde, war frob, als sie sich an ihrem Elternhause verabschieden konnte.„Auf morgen denn und gute Nacht!“ st vor allem ungsheamten von dem Verfahren tungsausschuß ungerecht und unerträgl schen Beamtenbund wird erwartet, daß weitere Verschleppung und gegen die Hemmungen bei der Reichsregierung und bei der preußischen Regierung mit aller Energie ankämpft und der gerechten Forderung der Beamten zum Siege verhilft.“ Die Kommunalbeamtenschaft schlietzt sich mit folgender Entschlietzung an: Ausland. Wstel GeDas türkische Gegenprojekt. es Paris, 15. März.(Telegr.) Wie an off! ler Stelle mitgereilt wird, in das iürtische. genprosert zum Lausanner Vertrag im Laufe des beutigen Tages in Peris eingetroisen. Es wurde von dem englischen Beigeordneten des englischen Oberkommissars in Konstantinovel am Quai d'Orsay übergeden. Die franzotische Regierung dat sofort Prütung des Kommuniques begonnen. Da der gebende Nachrichten über den Inhalt der türkisch schläge vorgelegen haben, wird diese Pra Zeit in Anspruch nehmen. Die englische in Verbindung mit der franss italienischen über Entsendung von gen nach London. die eine gemeinsame der türkischen Vorschläge vornehmen sollen. Antwort der ktalienischen Regierung ein.. wird das Datum für diese Zusammenkunft festgesetzt werden. Frankreich wird aus dieser Sachverständigenkonferenz durch den Botschafter Boncard vertreten sein. Sensationelle Serüchte. ss Paris, 15. Mürz.(Telegr.) Nach einer Meldung des„Intransigcant“ aus Konstantinovel beunrudigt man sich dort über grlechische Truvven„Eigentlich ist's unheimlich, wenn es dunkel und stille hier ist, ich möchte nicht allein geben.“ „Sie sind bier sicherer als auf der Georgstraße in Hannover, es ist Gewohnheit.“ „In dieser prächtigen Luft werde ich schlafen wie ein Dachs“, prophezeite Paul.„Freiberg, was für eine schöne Heimat haben Sie. Freuen Sie sich, daß ich aufs Polytochnikum komme, Sie wären mich nicht mehr losgeworden, ich wäre einfach mit Ihnen gegondelt.“ „Es freut mich wirklich, daß os Ihnen beiden in meiner Heimat gefüllt. Ich fürchtete, Sie liebten das Landleben nicht.“ „Weit gesehlt! Mutters Bruder hatte ein Bauerngütchen im Westerwald, wie gern bin ich als Kind mitgelaufen, um Gänse und Kübe zu hüten. Die Bauern nannten mich Hannchen, weil ihnen der Doppelname zu lang war. Ich bin ehrlich müde", gestand Hannelore, als sie in die Lawinenstraße einbogen. „Dann geben wir alle schlafen.“ „Bon, ich liebäugele beimlich schon mit meinem Bettzivfel.— Wir sind schöner Besuch, wir sind müde wie kleine Rattenvintscher.“ „Paul!“ Hannelore stieß einen Freudensuchter aus und sie kniete neben Misemann und lockte und kraulte ibn „Jetzt ist's aus, wo sie die Kave hat“. Paul setzte sich resioniert auf einen Stuhl.„Hannelorchen hat einLeidenschaft für Kavenviecher, demnach stirdt sie als alte Jungfer." Hannelore richtete sich kampfesmutig auf, Misemann im Arm:„Nicht wahr, das ist Unsinn, man kann Katen gerne haben, oone alte Jungfer zu werden?“ Dem Kater wurde die Liebe zuviel, er sprang vom Arme derab und verschwand unter dem Sosa. „Stebste, allzuviel ist ungesund", lachte Paul,„aber nun: Abmarsch der vereinigten Heere!“. Unter herzlichem Gute Nacht trennte man sich und schlief bald herrlich in den hohen, nach frischer Wäsche und Lavendel duftenden Federbetten. Der nächste Tag war im wahrsten Sinne ein SonnenFreudentag. Als Georg aufstand, lag noch zarter Nebel über den weiten Wiesen, der Wald war in duftige webende Schleier gebüllt, die Sonne schien auf das wogende Nebelmeer und ließ feine Nebelstäubchen blinken und bliven. Im alten Birnbaum spektakelvon junge Stare. Glutrote Dablien, taubetropft, leuchteten aus dichtem grünen Blätterwerk. Noch lachten vereinzelte blaue Spätzwetschen an den Zwetschenbäumen, die kleine Laube flammte über und über von wildem lobroten Weingeränke. Die letzten gelben Studentenblumen verblühten am Wege neben Reseda und kurostieligen lika Astern. Buchsbaum, der wie gewachst glänzte, saßte die Gartenwege ein, Hagebutten grüßten von don Rosensträuchern. Leise schlich Georg die Treppe hinab und sand in der Küche Kathrine Gleitz. „Du bist schon dier?“ staunte er. „Waret Ihr noch lange zusammen?“ brachte sie das Gespräch auf den vergangenen Abend. Nein, wir haben uns rocht bald zu Bett gelegt.“ „Die kleine Hannelore ist ein nettes Mädchen“, Kathrine rührte mit Hingebung die rote Grübe zusammen. „Ein reber Ding“, Georgs Ton war berzlich,„und so natürlich und gebildet.“ „Das ist sie“, sagte Katdrinz.„die Mädchen aus der Stadt haben auch Zeit dafür. Du willst aus?“ „Die Straße mal im Morgennebel sehen.“ Die Lawinenstraße schlief noch. Wie funckelnagelneu, der Spielzeugschachtel entnommen, reihten sich die Häuser aneinander, dann schlug die Straße einen Bogen, ehe sie in die Eleckenstraße einmündete und ließ einen weiten Platz frei, in dessen Mitte, von Buschwerk und Ziersträuchern umgeben, die Statue der Himmelskönigin stano. In dellblauem Mantel, mit lieblich demütigem Lächeln und ausgestreckten Händen. Sträute von steiten Georginen und dunten Strohblumen blübten zu ihren Füßen. Georg verweilte. Ein schönes Bild, die Statue umgeben von neuaufgebauten Häusern. Da kamen ihm plötzlich Katbrinens Worte in den Sinn, weshalb batte sie nach Hannelore gefragt? Und dann der bittere Satz,„die Mädchen aus der Stadt haben auch Zeit dafür". War sie eifersüchtig? Sie batte wahrlich keinen Grund. Er wollte sie fragen. Gilig ging er zurück. Nathrine schüttete den fertigen Pudding in die Glasschale.„Schon uurüsk“ „elnetwegen! Meinetwegen?“ Es klang ungläubig Du eifersüchtig?“ Er sah ihr ins Gesicht. nes Rot stieg in ihre Schläfen. „Katbrine, nur das nicht! Es ist klein und zeugt vor Mangel an Vertrauen. Ich habe Hannelone gern, wei! sie die Verwandte meines besten Freundes ist.“ Kathrine dielt seinen forschenden Blick aus.„Ich halte Dich nicht für untren. Du dast recht, es wor eine kleinliche Etsersucht. Sie galt nicht Hannelore, sie wäre mit bei jeder anderen Frau gekommen, die zu Die paht.“ Tah dar“, selnes bewegungen in Westtdrazten. Man grose griechische Truppenkonzentrationen in von Lusli Dimontibo fest. In der Atben jeten Batterien von Flugzeuga ausgestellt worden. In Konstant nas Jensationelle Gerücht nerh beabsicht zu tundi der Gegend ge. den Wa igen. Batterien von 8.2= den. In Konstantinovel wird ue Gerücht verbrettet, daß G senstillkan! 1b von Kabinettsumbildung in London. es. London, 15. März. Die Downing=Street veröffentlicht ein offizielles Communique. nach dem Könis Geora V. folgende vier Ernennungen gutgeheihen dat: Maior Bord Carpenter wird zum Einanzsekretär im Schatzamt. als Ersatz für Major Hill ernannt. Heer Locker Lamvson zum Staatssekretär im Home Office. der klamentarische Sekretär im Ministerium für Handel und r parlamentarische Sekretär im Auswärtigen Ministena der rium wurden dem mrurn Batterton anvertraut. Alle 6l Oberstleutnant Buckleo und Herrn anvertraut. Alle vier neuen Minister sind Mitglieder des Unterbauses. Der internationale Gernsprechverkehr. 2. Paris. 1d. März. Das vorläufige Internationals. Technllche Komitee für Teiebonie guf lange Strecken und auf große Entvormittag im hiesigen seine erste Sitzun von lechs eurobd teilnahmen. Vertreten wr reich. England, Italten, Belgien. Spanien und Das Komitee wird später zu einer allgemeinen europälschen Kommission erweitert werden. die alle Staaten Europas umfassen wird. Diese groi: Kommission soll dann die Bedingungen der Internationalen Telephonte von allen Gesichtspunkten aus bebandeln. Die Srenzziehung im Hultschiner Ländchen. □ Prag. 15. März. Durch Entscheidung der Grenzbestimmungskomm# sion wurden hepte die letzten strittigen unden im Hultschiner Ländchen in der tschechischen — Buich Be L4a; d. Be 4 11 ie. P ech Die Tschecho=Ssowakei erhält von in Die der dern dienst, jetzt habe es noch 1260. Während Zweidrittel britischen Maschinen sich in überseeischen Länbefinden, habe Frankreich Dreiviertel seiner Maschinen im Inlande. Im Jahre 1925 würden die Franzosen 8180 Maschinen. England lediglich 557 Maschinen im Dienst haben. Die Frage ergebe sich von selbst, warum eine euroväische Macht eine so grobe und die andere eine so kleine Luftflotte habe. Es sei undenkbar, daß zwischen den beiden Alliierten Feindieligkeiten ausbrechen könnten, aber es frage sich, ob es berechtigt sei, dab einer von ihnen eine Luftstreitmacht besitze, die nur den vierten Teil der anderen ausmache. Bever man sich über die Ausgestaltung der beitischen Luftstreitmacht klar werde, müsse man sich klar machen, wie weit man gehen wolle. Wenn man den Einmächte Standard auf die Luftstreitkräfte anwende, würde die Erhöbung des Etats 5 Millionen Pfund Sterling ausmachen. Im November 1918 betrug die britische Luftstreitkraft 30 000 Offiziere, 253000 Mann und 3300 im Dienst befindliche Flugzeuge. Gegenwärtig besitze sie 3000 Offiziere, 27000 Mann und 351 Flugzeuge erster Linie. waren vier männliche Arbeitslose und eine Frau erschienen. Man erklärte den Erschienenen. die Stadtverwaltung müsse es ablebgen, für solche Forderungen in Verbandlungen einzutreten. Die Erskruste als chemische Retorte. Von Rudolf Hundt. Der Erdball wird von chemischen Elementen aufgebaut. Einst waren sie alle in einer gleichartigen Mischung vorbanden. Heute herrscht Inbomogenität vor. Eine endgültige Rube int noch nicht erreicht. Professor Goldschmidt In Kristiania nennt diese Vor Kirchliche Nachrichten. atich. Slawen und Slawakei. Von der Gemei Kolonie Nakovas Deutschland nden der strittigen Zone zwei und zwar alsch. Nach der preußischen Zählung sche zur Tschechoie Peri e Schill id zugelproc erau rochen. wurde die Im Memellans. Die Sprachenfrage im Memelgebiet. Presse ums ## Memel. 15. März. In der memelländischen Vr wirb eine längere Auslassung des Landesdirektori# zur Sprachensrage veröffentlicht, an der erklärt wird, daß es im allgemeinen Interelle erforderlich sei. den litautschen Spachunterricht mehr als bisher zu pflegex. Den noch bestebenden Schwierigkeiten, besonders dem Mangel en„Unterrichtepersoyal und Lernmatertal. könne natükrlich nur allmählich abgeholfen fassung geführt. tung im öffentl ware. Das trif der baverischen Feier der Son sogenannten ni 8. Dez. und 29. bei. unserer Der St. Josephotag wieder gesetzlicher Feiertag in Bayern. Aus München wird uns geschrieben: Der Amstand, das eine Reihe von bohen katbolischen esten durch die Gewerbeordnung als„nicht gesetzliche eiertage ezeichnet werden, bat zu der jalschen Aufihre Beachtung oder Nichtbeachin überhaupt staatlich freigegeben ayern jedenfalls nicht zu. Nach rordnung vom 21. Mai 1897.„die und Festtage" betreffend. sind auch an „#gtgesetzlichen Feiertagen(z. B. am .. und 29. Juni) alle öfsentl'ch vorgenommenen untersagt. Der Ausdruck „gesetzliche Feiertage“ soll lediglich besagen, daß auf diese Tage der in S 105a Absatz 2 der Gewerbeordnung vorgesehene Schutz der Arheiter gegen Arbeitsvervflschtung gesetzlich nicht ausgedehnt ist. Nun wurde durch das neue kirchliche Gesetzbuch 1918 das beim katholischen Volk besonders beliebte Fest des bl. Joseph(19. März) wieder als gebotener Feiertag eingeführt. Um diesem Fest auch den staatlichen und gesetzlichen Schutz in Ba sichern. wurden die Bischöse katholische Organisati nüde bei der I So konnte es gescheh teile im Kern und die sind, Noch mehr tritt scheinung, wenn die Abkühlung ein mehrphasigen Sostem verwandelt, das bei unierer Erde teils flüssig, teils fest, teils gasförmig ist. Das erklärt auch, daß der Bau unserer Erde schalenförmig ist. Diese Schalen weisen, gans verschiedene„Dichte auf und sind nach dem verschiedenen sezitischen Gewicht angeordnet: Wenn man von auben nach innen vorschreitet. kann man zunächst die Atmosobäre. die Hydrosobäre und die Silikathülle unterscheiden. Die äußere Silikathülle mit einer Dichte von 28 bedeckt eine innere Silikathülle mit höherem spezifischen Gewichte. Sie besteht aus dichten Verbindungen der gewöhnlichen gesteinsbildenden Elemente. Goldschmidt nennt diese innere Schale Eklogitschale. Diese Schale reicht bis 1200 Kilometer in die Tiefe. Dieser Schale folgt eine aus Schwesel= und stoffverhindungen des Eisens. Chroms. Titans. sieler Schale berrscht eine Dichte von 5—6. B äbt sich diese Schale wieder in zwei Schalen, gezäegen. 6 mit I ain geie Schalg, wieber I. Jus urint gailist in eine olere oxndische und in eine untere sulfidi Diese Sulfid=Oryd=Schale reicht bis zu einer Tiese 2900 Kilometern. Im Nern der Erde sitzt Nickeleisen einer Dichte von 8. Nur durch das Schwerefeld der Erde ist diese Stofftordnung bewirkt worden.— Und im sogenannten Stoffwechsel" gebt der Schwerefeldeinflut weiter vor ein) nicht licher Feiertag werden. . Im Iinanzaus die Eingabe der mit 13 werden. Neben den Elementarschulen„müsse besonders in den höberen Schulen der litauische Sprachunterricht odligatorisch eingeführt werden. Es dürfen Begmte ahne Kenntnis beider Sprachen in Zukunft nicht mehr angestellt werden. zudem werde die Entwicklung des besamten Handels und Verkehrg mit Litauen einen groben Aufschwung nehmen, so daß die Kenntnis der litautschen Sprache für jedermann außerordentlich nützlich lei. Es werde keinesfalls riaoros vorgegangen werden. 2#5. Umerrichtssptuche werde im allgemeinen Deutsch Memel unter litanischer Verwaltung. * Kowno, 15. März. Wie dus„Echo" berschtet. sind die Verhandlungen der litauischen Regierungsstellen mit der memelländischen Abordnung zum Abschluß gekommen. Es wurde beschlossen, daß die Einziebung der liteutschen Valuta und die Auschebung der Bollarenze als unbedingt erforderlich zu betrachten kind. Imn Srühjabe milsse der Eisenbabn= und Walsek ver keht zwischen Litauen und Memelland wieder voll hergestellt sein Ferner wurde beschlessen. auch entscheidende Verände unden in der Abgabenerhebung des Memellandes durchzuführen. Nach einer Vereinbarung der litauischen Regierung mit dem memelländtschen Direktorium sind Po des Memelgebietes in Itian gegang n. und es wird dort eingefübrt. sschus des bayerischen Landtags wurde B schöse Bayerns am 13. Februar d. I. mit 13 gegen 12 Stimmen dadurch für erledigt erklärt. daß die Staatsregierung heaustragt wurde, den Josepbsmit überwiegend katbolischer Bevölkerung Rechtsbauerns als Festtag im Sinne des§ 106a Absatz 2 der G.=O. zu bestimmen. Diesem Beschlus ist dann das Plenum des baverischen Landtages am 20. Februar d. J. mit den Stimmen der yerischen Volksvartei und des Bayerischen Bauernkatholische Provinzielles. en. 14 Kasian in einem AusWade eine Pavoschachtel. Er neugevorenen eines Indes vor. Die Leiche wurde von der Staatsanwaltast beschlagnahmt. Die gerichtliche Obduktion ergad s das Kind geatmet und somtt gelebt hatte. Es dürfe ord baiddel Die Dul dem Geda Udorfer A #outsche die litauise ung übertswprache — — Die englische m. London, 15. März. Der Luftsabetminister brachte im Unterbause den Voranschlag seinen Ministeriums ein, der sich auf 12011000, Pfund Sterling gegenüber 10 895 000 Pfund Sterling im gegenwärtigen Finanzjahre beläuft. Der Minister sagte, im vergangenen Jahre sei ein fortgesetzt ständiger Vortschritt zu verzeichnen gewesen. Die Regierung setzte den Ausbau der Luftstreitmacht fort. Das menschliche Ersatzmaterial sei hervorragend und in ausreichender Zadl vorbanden. Was die Frage der Landesverteidigurg in der Luft betreffe, do sei ihm bekannt, daß die Besorgnis, ob die Luftverteidigung angemessen sei, allgemein verbreitet sei. Er wolle deshalb einen Vergleich aufstellen, hoffe aber. daß kein Engländer oder Franzose auf den Gedanken komme, daß er an die Möglichkeit eines Krieges zwischen den beiden alltierten Mächten, sei es auch nur zu einem späteren Zeitpunkte, glaube. Er füdre die frandöslschen Zahlen nur an, weil Frankreich die Ausbildung keiner Luftstreitkräfte weiter förderte. Im November 1918 datte Urankreich 3300 Maschinen Frsihlings Erwachen in der Cundra. Sibirischer Brief. Von S. Miroky. Jenisseiok. Die Natur bereitet sich auf den Frühling vor. beißt für euch in deutschen Landen: nun grünt bald und Wiese, nun duften bald die Blumen und entt lancholischer Frühling ist es elich Pnik ie. Si ie. Peatschlanad iot, Wbhefe Warmn uit ihrer reifenden Kraft einziebt. bei ihm schon wieder, Ende Juli, das Eis einsetzt— der Frühling der Tundra. Die Tundea umfaßt den ganzen Nordrand Sibiri der allerdings noch nicht zur Region des ewigen gebört, aber ihr doch sehr nahe verwandt ist. ein Gu. der eine Breite von mehreren hundert Kilometern dat. Immerhin einen Frühling hat auch die Tundra. besonders im Vergleich zu idrem Winter. Denn im Winter in sie nur eine unabsehbare Wüste von Schnee und Eis, ein Reich des Schreckens und des Todes. Wo die Kälte bäufig, schon Im September, das Quecksilber im Thermometer derartis gefrieren macht, daß es gebämmert werden kann, da erstirbt alles Pflanzenleben. und nur wenige Tierarten. die spezifischen Tiere des äubersten Nordens. wie Renntiere. Bären. Wölfe können sich halten. Aber auch sie führen ein karges Leben. und webe ihnen und webe noch mehr dem Jäger— die Samojeden, wie alle *# brigen Randvölker, die Ostjaken. Tungusen. Jakuten daher um einen Kindesmord bandeln. I" Düsseldors, 15. März. Die Dalselderse: ünstlerschaft trägt sich mit dem Gedanken, auch in esem Jahre eine große Düsseldorfer Ausstellung zu veranstalten. Da bei der jetzigen Verkehrslage kaum auf eine Beteiligung auswärtiger Künstler gerechnet werden kann, der Kunstpalast zum Teil auch für Besatzungszwecke in Anspruch genommen###t. so loll die Ausstellung dauptsächlich eine Uebersicht über di Züsseldorfer Kunst geben. Die Stadtverwaltung dat zur Durchführung des Ausstellungsplanes einen Zuschuß von drei Millionen Mark in Aussicht gestellt. Die Entstehung unserer wichtigen Erzlagerstätter können auf diesen Vorgang zurückgeführt werden. Als der Erdball sich abkühlte, machte er in einem bektimmten Stadium ein Dreiphasensisstem durch. Außer er Gashülle wies er eine Silikatschwelze. Sulfidschmelze und eine Metallschmelze auf. Nach der Entmischung der Dreivhasenschmelze war die Silikatschmelze reicher an Schwermetallen als deute, da sie inzwischen durch sekundäre Abscheidung und Auskristallisteren in die Tiefe gesunken sind. So muß das Platin im Eisenkern vorhanden sein. Es findet sich zum Beisviel im metallischen Eisen der Meteoriten mehr Platin als in irgendeinem Silikatgestein der heutigen Silikathülle. Auch das Nickel ist zum größten Teil im Eisenkern angesammelt. Kupfer. Gold. Silber findet sich vielleicht vorzugsweise in der Sulfid=Oryd=Schale. In der Silikathülle geben unter unserm Auge Stoffchielvorgänge vor. Sie sind entweder mechanischer (Gesteinsverschiebungen) oder ohnsikochemischer Art inwirkungen des Wasser= und Luft Handel und Gewerbe. 1 Dollar= 20822 Mark. dolland 1 Gulden helgien 1 Frank Italien 1 Lire England 1 Pfd. St. Amerita 1 Dollar Frankreich 1 Frank 1 Franc Otsch.=Oest. 100 Kr. „ 9 7 7 5 5— 20822.81 20927.19 1245.80 1282.20 3876.28 3895.72 Amtliche Devisenkurse. 15. März 14. Mär Geld Brief Geld Svief 8221.89 8263.11 8254.38 1092.26 1097.74 1082.28 995.50 1000.50 990.51 755 98245 97755 19 20792.88 1259.34 3875.28 28.77 28.93 28.80 Berliner Produktenbericht. — Berlin, 16. März.(Telear.) Der Produktenmarkt ließ große Unvegelmäß gkeiten in der Preisentwidlung insolge zahlreicher Zwangsversteigerungen erennen. Das Geschäft war Infolge der Lustlosigkeit äuberst eppend. Weisen wurde nur wenig umgesetzt, da für Mebl kein Begehr zerat. Roggen war eber igt zu etwas billigeren Preisen. In Gerste stand vermehrtes Angebot. Die Brauereien nahmen einige Käuse vor. Haser schwächte sich unter dem Drucke vermehrter Offerten ab im Zusammenhang mit dem Rückgang der Preise für Haferflocken. Für Mais berrschte eine gedrückte Stimmung. Auch für Lutterartikel eine gedruckte Stimmung. bestand nur geringes Interesse. Berliner Börsenbericht = Berlin. 16. März.(Telegr.) Devisen erfuhr keine Belebung. Bei gans der fügigen Umsätzen blieben die Preise nahezu uno ändert. eber war eine leichte Besestigung zu merben. Die Devise Neuvork wurde amtlich mit 2087 notiert. Für Esfekten machte sich eine leichte Be festigung der Stimmung nach der gestrigen nachbörs lichen Ermattung geltend. Eine Milliarden=In alvenz im Getreidebandel. * Berlin, 14, März. Wie an der beutigen Berline Handel in gertagvergund zu be— 20875 von betragen, denen keine oder nur geri gegenüberstehen sollen. Der Berliner Platz der Zahlungseinstellung in Mitleidenschaft gezegen, ferner sollen auch Hamburg. Frankfurt g. M.. Mannheim und Bremen beteiligt seln. Man hofft jedoch, daß der Zukeine weiteren Kreise ziehen werde. Die Höhe man auf fünf bis acht rma soll besonders in Maisuste erlitten haben. Befreiung von der Börsenumsatzsteuer. Berlin, 15. März. Auf Grund der dritten Verordnung des Reichsfinanzmmisters über die Börsenumsatzsteuer werden von der Börsenumsatzsteuer solche Anschaffungsgeschäfte für gusländische Zahlungem#ttel. Paviergeld. Banknoten. Scheckauszahlungen, befreit. die den Zeichnungshedingungen der Dollarschatzanweisungen im Deu schen Reiche entsprechen und unmittelber dem Erwerb der Dollarschatzanweisungen auf Grund einer Zeichnung dienen. 601 Soldpfennig Dividende. ( Borlin, 14. März. Die Verwaltung der Pavier= und Zellstosswerke A.=G. Stet:in sind entweder !(Gesteinsverschiebungen) oder ohnsikochemischer Art Entmischung. Einwirkungen des Wasser= und Luftreiches auf die Erdkruste). So kommt es zur Bildung von Erzlagerstätten am Boden der„Silikatgesteine. Hoher Druck auflostender Gesteinsmassen läbt andere Mineralien als sonst entsteben. So sind durch hohen Druck die Eklosite entstanden, die nur bei vulkanischen Ausbrüchen an die Oberfläche kommen. Die südafrikanischen Kimbenlite sind solche Reste der Eklogitschale in denen Diamanten lieden. Sie stammen aus einer Tiefe von mindestens 100 KiloAtmoGrad Papier= ul 17. Lwal 10 artiendepidal dem Dollart## Belduldte schlä schlägt für jede Aktie von 1000 Is einzuberufenden Goneralversammlung auf das Stammeine Roidende von rund 50½ Goldpsennig(eircchnet nach re der Berliner Börse vom 13. Mürz 1223) greich un00 Uc. Ruhrkoblenbergbau A.=S. Wanne. Unter dieser Firma ist eine neue A. G. in Das Ak ienke inzwischen nstand der som beutung von Bergwerken. d'e Beteiligung an durch den Erwerb von Kuren und Aktien, fer entstanden bei einer Temperatur von 1800 meter sobären Vom Stagma steigen mit Gasen und in wässerigen Lösungen Schwermetallverbindungen hoch. Sie erzeugten in unserer Reichweite wichtige Lagerstätten nötzlicher Schwermetalle. Auf diese Weise sind im oderen Teil der athülle entstandon: Blei. Zink. Zinn. Molobdan. mer Erwerbslosenforderungen in Köln. #s. Köln, 15. März. Der Kölner Erwerbslosenrat hat heute der Stadtverwaltung folgende Forderungen unterbreitet: 1. Die Unterstützungssatze sind den böchsten tariflichen Stundenlöbnen gleichzustellen. 2 Daneben sind an sozialen Zulagen zu gewähren: An Verheiratete 2000 Mk., für die Frau 3000 Mk. für je ein Kind. 3. Für Verheiratete sollen wöchentlich 4 Ztr. Briketts, owie de Ztr. Rartoffe. gout ves gber, agpb#e## brevaraturen rwerbslosigkeit erfolgt eine Kleider fortige Anerkennung des Erung von Bureauräumen und e Ueberlassung von 7. Für die Vertrauensleute des Erwerbslosenzates freie Fabrt auf allen Bahnen der Stadt Köln. 8 Einsichtnahme in die Akten des Arbeitsnachweises. 9. Uebersendung von Vertretern an die Verwaltung der Rhein= und Ruhrhilfe. 10. Gelegenheit zum Einnehmen von Kaffee. Kakao Milch und Gebäck, äbnlich wie es in den Schulen gewährt wird an die Leute des Arbeitsnachwetses und seinen wie ½6 Ztr. Kartoffel Nach dreimonatlicher E und Wäschevergebung. 6. werbslosenrates, Bereitste Schretbmaterialien. Räumlichkeiten fü trauensleute des Wolfram Silber. Gold. selibe Badl Quarse. di ionerdere bieten bil Klima Kaolin es chaste besonders In ungen, die durch TemperaturDruck bewirkt werden, können Kalkgesteinen wirtschaftlich wertvolle orydische und fulfidische Erzlagerstätten entstehen. Erst die vollständige Abkühlung der Erde schafft Ruhe in der chemischen Retorte der Erdkruste.„So versank er in der Tieje, der goldene Ribelungenbort der schweren Elemente. und versinkt noch immer Tag für Tag. Das Zeitalter der Schwermetalle neigt sich dem Ende zu.“ 50 Geldpfennig=Dividende. = Bremen. 15. März. Der Aufsichtsrat der Bremer Wollkämmerei beschloß, der am 10. Aveil#attfindenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividen de von 50 Goldpfennig zum 500 gleich 25000 Mk. für jede Stammaktie und nußzschein vorzuschlagen, ferner soll beantragt u Grundkavital um zwei Milllone durch Ausgabe von 2000 Stück Stami Diese Aktien werden den Stammaktion von 1 zu 4 ohne Entgelt und Kosten ammaktien ionären zur Das Goldzollaufseld. Berkin. 16. Män. Das Goldsoklaufgeld für die Zeit vom 21. bis eirschliebsich 27. März beträgt 524 400 Prozent. in der Vorwoche betrug es 525 900 Prozent. Kritische Lage in der Virmasenser Schuhindustrie. ss. Pirmasens, 15. März. Die Schuhindustrie gugenblicklich in eier verhängnisvollen Lag echtsrhein ist sie durch die Ordonnanz 143 Vermischtes. die Leute des Arbeitsnachwetses und seinen Nebenstellen. — Zur Ueberreichung der Begründung dieser Forderung nur er Se imeter tief. weinne nicht. So können die ht in die Tiefe dringen, und st die Kraft der Sonn lzenen Schneewasser nicht in die Tiefe dringen, und iben Seen, größere und kleinere. Tümpel. Rinnse zurück. Aber da, wo das Wasser nicht steht. atur zur Blüte. vergeblich nach einem grünen nach einem höberen Gesträuch: welche weiter in die Tiefe dringen wie gesagt, das sich nie auflösende Grun rühling will sein Recht: die unabsehbare Blüte. Freilich das Auge sucht ünenden Baum oder auch nur ): die setzen Wurzeln voraus. dringen. und daran hindert. Grundeis. Doch der ire Fläche brbeut sch. so weit sie eben Land ist, mit dichtem. leuchtendem Moos. mit Gras, darunter viel Wollgras, mit Flechten an dem nackten Gestein, mit bunten Blümchen; an seste Stellen wächst der höhere Wacholder, tauchen-3.mit kleinen Beeren auf, steht niedriges grünen Kleid— kein Überwältigendes. Bi sich Moos. mit Gras, darunter viel! it bunte re Wacholder, tauchen Sträucher steht niedriges Gebüsck im E# überwältigendes Bild. aber doch reizvoll. wenn man so die tote Eiöde plötzlich voll Leben sieht und den groben grünen. leuchtenden Teppich durchzogen mit blauen, weiben, roten, grauen Blumentupfen. Auch in der Tierwelt wird es lebendig. Es berrscht nicht allein Bär und Wolf. sondern vom Süden ber kommen zahlreiche Scharen von Enten, Gänsen. Schwänen und anderen Wasservögeln; sie treten bisweilen in solchen Mengen auf. das von ihrem durchdringenden Gekreisch und Geschnatter in den Lüften das Ohr des Jögers ganz betäuht wird. Auf den weiten Nasenflächen tumneln sich die Renntiere, die wilden wie die gezähmten: e spielen eine außerordentlich wichtige Rolle für den jeden, den Tungusen. für alle„diese Nordvölker. allein das sie ihen als Zug= und Reittiere dienen— mit unglaublicher Schnelligkeit dabin—. sie mnen auch ihre Existenz: durch ihre Milch. i Perisch, iote Knochen, ihre a Jagdvölker Angeln und Fisch = Berlin, 15. März. Der langjäbrige frübere gutsche Generalkonsul in Bergen. Konrad Mohr. hat eine Svende von 500000 Mark zur Unterstützung deutscher Gelehrter gemacht. = Berlin. 15. März. Zu den im Regierungsbezirk Potsdam verbreiteten Nachrichten über Wassentunde teilt der amtliche vreutzische Pressedienst mit. daß am vergangenen Freitag auf eine eingelaufene Anzeige bei dem Rittergutsbesitzer Major a. D. o. Willich eine Haussuchung abgehalten wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Lager von Waffenteilen in Kisten vervackt gefunden und beschlagnahmt. Die weiteren Ermittelungen in der Angelegenheit schweben bei der zuständigen Bebörde, die auch das Waffenlager in Gewahrsam genommen hat. m Berlin. 15. März. Gestern abend gegen 6 Uhr erfolgte in dem Keller des Produktenbändlers Friedrich in Tempelhof aus noch unbestimmter Ursache eme deftlge Ervlosion. A Frau Handeranat von wurde der im Ida Koenitzer aus Hamburg, 15. März. Auf der hiesigen Hauptstation für Erdbebenforschung wurde heute früh ein sebr heitiges Erdbeben auf 1300 Kilometer Entfernung registriert. * Bremen, 14. März. Auf ode gerommen ist hier in in etwa 30jähriges Fräulei übe mit dem Auskochen von chlafen. Der Toof di lechterbein ist sie durch die Ordonnanz 143 auf Erehumng der 10 prozentigen Abgabe ehgeschlossen. ußerdem wurde die Schuhrndustrie dadurch betrofsen, ich jede Ausfuhr###peset daß am 1d. Februar olötzl wurde und 16000 Pak 4 Milliarden in Pirm zurückgegeben wurden. defindet sich demzufolge Dollar=Schatzanweisungen des Deutschen ttwoch=Aus Patete mit Schuben im Wer trmalens wieder an die Schubf den. Ein großer Teil der## folge vor der Stillegung. Letzte Nachrichten Die erste offizielle Vertr bundoret sammentreten wird. Die Amerikas im Völkerür in ingesch und die Flemme boden in die nasse Wäsch licher Rauch, der nicht ent Fenster dicht verschlossen waren. uaSchnell. aus denen diese peere machen, ihre Sehnen. e jagen m Reia, lbie Jagdvölker Angeln und Fischsveere machen, ihre Sehnen. die als Zwirn verwandt werden, ihre Felle, die ihnen Kleidung geben. Es durchzieben die Steppe auch Unmengen von Hasen und Mardern. und dann die von uns so geschäbten kostbaren Pelztiere des Transurale. die Hermeline— früher durften nur die Fürsten den weißen, mit schwarzen Schwansviden geschmückten Hermelinmantel tragen—. die Schwart, Blau= und Eilberflichle und vergessen wollen wir nicht, weil es ein Naturwunder hier huscht in dem Moos und dem Steinicht die sibirise Spitzmaus, das kleinste Säugetler der Erde. Die Flü sind überaus reich an Fischen— in den Glüssen von ga Sibirien steckt ein noch ungehobener großer. großer Das viele stehenge Wasser, die Sümpfe, der M aber auch eine furchtbarz. Plaoe berbz!, der Es entwickelte sich ein fürchter. tweichen konnte. da Tücen und waren. Als nach Stunden eine Ritbewobnerin das Zimmer betrat. saß das Fräulein auf em Stuhl und swar leblos. Der Argt konnte nur den Tod feststellen. nachdem die Wiederbeledungsversuche der Feuerwehr mit Sauerstofsapparaten erfolgles geblieben waren. e. ce ee sammlung den wegen Perleitung zum Meineid im zu einem Jahr Zuchtbaus und 5 Jadren verlust verurteilten früheren Zeugbaustmann bardt zum Bürgermeister. des Komitees. Die 2s. Paris, 15. März. übren. en viele guch— ingeborenen kaum aber geradezu unerträg Bremsen, die bisweilen..Eot sledt der Veraädlund in Rorösbirsen ders Knospen soringen und gans Schat. # nden und Imer Schwurgerichts eingelezte Revision ik vom: gericht kostenoflichtls verworsen worden * Weimar, 1. März. Im Goethebaus wurde zum zweiten Male nach kurzer Zeit ein Raub v ü bt. Diesmal sielen den Dieden zwei Kunstgeoensth und zwar ein und eine Zeit zum 3weiten Male nach rurder übt. Diesmal sielen den Dieben aus dem Goetbehaus in die Hände. schmwerer Bronzeabguß einer Scule Debats“ zufolge sraen nachmittag mmentreten und Zahlung an rungen seit 4 ngen an wich die Reuar einer ordentlich vier eferungen seit regramme fü 0 ournal des kommission die von sind. 3. Prütfung er die Goldanleibe in ten. Zett einem Fürsorge für Handwerkskammerbeamten. 15. März.(Peivattelegr.) In der be in jetzt 905 eichnung. bezüglich en. Der ersucht die Aufsichtsbehörden, dafür zu lergen. ddst Bürseren Nr de. Vuanten Revarationspertrag Bulgariens mit der Türkei. prieden von Schwärmen zusammenmmen verdunkeln aus. diewei! und die Primeln Schließung aller Lichtsvieltbeater, wenn nicht — Borlin, 15. März. Einer Reldung des„Lokal aus Eisenach zufolge wurde 157 eine Einigung mit erzielt worden in. lenach zufolge wurde auf der Togung der DeleD. Bedese u ei e a. e e. er zuschließen, wenn nicht bis zum 22. Märe inigung mit dem Zentralverband der Filmverleiher wird emn Kaicr llionen Achfung! Achfung Nur für WiederverKäufer! an OroßBillige Schuhe zu Ostern bringen wir mit unseren heutigen Angeboten. Herren-Stiefel mit Derby u. Lackkappe, eleganter sol der Straßenstielel Herren-Stiefel Rindbex, moderne amerikanische Form 56 050, Herren-Stiefel mit Lackkappe und Zwischenschle, echt gedoppelt.. 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Lieblinasbericht des Herrn Mever auf der Mittagstafel prangte, da schloß er gerührt seine Gattin in die Arme, und der ebeliche Friede war wiederderbestellt. Freilich, die Begehung des Hochzeitstages— das war die einzige und wichtieste Bedingung der Versodnung — wurde von dem Familienorogramm gestrichen. ohne Verständnis schleuniost Der Hochzeitstag. Humoreske von Steodan Musius. Herr und Frau Never waren keineswegs unglücksiche Erbereute. Sie dar iu zwanzig Jadte hindurch #etteulluch Freud und Lnrd nicht nur mitentanlber geseilt, sondern einmider auch reviich angetan, und ihre ganze Memungderschiebenten war eigentlich nur die. daß em jeder aumadm, ihm auers wurde Leid zugerugt und er allem bereite Freude. Daruber konnte os mirunten allerdings erregle Auseinanverzetzungen geben, wobei am Ende immer derjenigs Sieger blied, der sich am ebesten dazu überwinden lonnte, den Streit durch das Zuschlagen einer Tür mitsamt der woolderechneten Aeuberung zu boenden: man jehe am vorliegenven Falle ja wieder einmal, wer der Friedensstoter lei. der, der den Streit um jeden Preis fortjetzen wolle oder der, der ihm hiermit durch seinen Weggang ein absolutes Ende bereite. Auf diese Weise waren die beiden Ebegatten nach jedermal den schlimmsten Folgen aus dem Wege gegangen,— bis sich einmal Herr Meyer zu einer Handlung hinreihen ließ, die nun doch Unbeil beraufbeschwor Es war an ihrem Hochzeitstag, den das Ebevaar alter Gewohnheit gemaß als einen Festtag begeng. trotz aller, wie Herr Mever gelegentlich zu außern vilegte, üblen Früchte, die dieser Tag im Laufe der Jahre gezeitigt datte. Das Ebevaar pflegte sich bei dieser Gelegenheit mit kleinen Geschenken zu erfreuen. So hatte Frau Meyer ihrem Gatten eine schöne lederne Aktenmappe verehrt, und er, sie an Grohmut noch übertreffend, ihr ein prachtvolles Porzellanservice. Man weiß nicht, wie es kam, es ist eigentlich unerklärlich, ader trotzdem geschab es, d; sie sich an diesem festlichen Tage. der ja allerdine; auch förmlich dazu einlnd, in eine Erörterung darüder einließen, ob er, bei Lichte beseben, mehr ale Fest= oder als Trauertag anzusehen sei. Und dabei war das unglaubliche Ereignis eingetreten— Herr Mever, der durchaus zu einer düsteren Ansicht neigte, die er, wie seine Frau meinte, allerdings selber verschaldet datte, derr Meyer nahm seine funkelnagelneue Aktentasche, das Geschenk seiner nunmehr zwanzis Jahre mit ihm verbundenen Gattin, und warr es ihr vor die Fübe. Er wolle an solch einem Unglückstage keine Geschenke, noch dazu von derjenigen Person, die ihn ins Unglück gestürzt dabe. Sie solle anderswo für ihre Geschente Verwendung suchen. Frau Mever war start. Das zing denn doch über alles Mah. In einem Wutanfall ergriff Frau Mever die Aktentasche, riß das Fenster auf,— und das Unglück wollte es, daß der Zufall ihr gerade ein geeienetes Odjekt zur Befriedigung ihres Nachedurstes entgegenführte. „Wollen Sie die Aktentosche?“ zief sie einem vorAbergedenden Schustergesellen zu. Der grinste. Da!“ Und die Aktenmappe flog dem Schustergesellen vor den Bauch. Er konnte sie gerade noch vor dem Falle dankdar nach dem Feuster binauf und Nun war die Neibe wütend zu werden, aber an Herrn Mever. Eine undändige Wut vackte ihn. „Das Vorzellan der! Her mit dem Porzellanveschirr!“ schrie er seine Gattin an. und ebe sie auc eur einen einzigen Teller hatte retten köundn, batte er mit sehr viel gröberem Effekt, wie ihm schien, das game prächtige Service am Boden verschmettert. Es #chien ihm, als waren die Echerben, die da das entforechen" für sein. Seiten Ein vaar Tage lang erwog ein jeder den Gedanken einer Scheidung bin und ber. Aber es erwies sich immer, daß eine verschenkte Aktenmapve und ein der brochenes Vorzellangeschirr keinen genägenden Anlat goben würden, um demit vor den Richter zu treten. Und so wurden eines Lazes die Scherben, die als Sinn bild des Kriegszustandes immer noch das Wobnsimmer verunzierten, unauffällig beiseitegeschafft: die beiden Gatten fanden sich immer greichzeitiger zum Morgenkaffe ein, und als dann eines Tages gar nach das Ginster. Von Anne Houekamo. Blüben nun wieder die goldenen Freudenseuer des Ginters, die wie eine junge Mädchensehnsuch: biauf zu den weiben Wolken glüben. War die Heide so lange arm und farblos wie eine müde Seele, war kein Lied mehr da und kein violetter Daft. Und sehnte sich fast die Heide, den ewigen Schlaf zu tun. So dunkel und einsam war sie. Eia, da ist der Mai zu ihr gekommen, dat sie geküßt, die müde Seele, daß sie lächelte wie im Tranm. Hat von der unendlichen Sonne viele. viele vol dene Fünklein geholt und sie verschwenderisch über die Heide gestreut. Und überall, wo sie niederfielen, blühten die Freudenfener des Einsters auf. Sind nur ein Auftakt zum kommenden Feste. Sind nur eine stille Mädchensehnsucht, die der Erfüllung entgegenlebt. Sind Verbeißungen vom Liede, das Sommers über die Heide zieht, von violetten Duft, der an Herbsttagen aus den Tiefen der Heideseele strömt, hinauf zu den Wolken, die beimatlos ihrer Sehnsucht leben... Eia, nun flammen die goldenen Freudenseuer des Ginsters * Aus der Geschichte der Seife. Kulturgeschichtliche Plauderei von E. Hollstein. Nach dem bekannten Ausspruche Liedigs bildet die Höhe des Seifenverbrauches„einen Matzstab für den Wohlstand und die Kultur der Smaaten". Welchem Volke der Ruhm gebührt, die Herstellung der Seife erfunden zu haben, läßt sich nicht wit Sicherbeit feststellen. Neben den Aegoptern werden die Phönizier als Erfinder genannt und von ihnen soll die Kenntnis zu den Galliern gelangt sein. Der erste Schriftsteller, der die Seise erwähnt, ist der römische Naturforscher Plimus der Aeltere, der im 18. Buche seiner Naturgeschichte schreibt:„Von Nutzen ist auch die Seife, die die Gallier erfunden haben, womit sie ihren Haaren einen rötlichen Glanz verleihen; man bereitet sie aus Tals, am besten von Ziegen, und aus Asche, und von dieser zieht man die Buchenholzasche vor. Es gibt zwei Arten, steife und flüssige.“ Während dieses Erzeugnis in seiner Zusammensetzung unsere heutigen Seife ähnelt, ist die Art seiner Verwendung als Haarsalbe eine verschiedene. Auch der römische Dichter Martialis erwähnt eine Haarvomade, die aus Deutschland kam und asiatischer Herkunft gewesen sein dürfte. s. Als Waschmittel fanden im Altertum Pflanzenasche, Salz, kohlensaures Natron, Honig, Bohnenmehl, Kleie, Bimsstein, Galle und andere Stoffe Verwendung. Auch das Reinigungsmittel, das Luther bei der Uebersetzung des Alten Testamentes als„Seife" bezeichnet, ist in Wirklichkeit pflanzliches Alkali oder Lauge. Mit den Einrichtungen einer altrömischen Waschanstalt hat uns die im Jahre 1826 zu Pompeji ausgegrabene Wäscherei bekannt gemacht, die vier große Waschbebälter sowie sechs kleinere Waschtröge aufwies. Zum trockenen Abreiben der Kleider benutzten die ärmeren Klassen sowie die römischen Soldaten vielsach die sgenannten Walkererden. Als Reinigungsmittel wird die Seise erstmals von dem Arzte Galenos im zweiten Jahrbundert unserer Zeitrechnung beschrieben; doch bediente man sich in Nom zu seiner Zeit zum Waschen des Gesichtes noch vorzuerwelse der Erden von Selinus und Chios. Eine dem oallischen Erzeugnis offenbar sehr ähnliche„Naturseise“ wird übrigens noch beute auf den alzerischen Märkten von den Kabolen seilgeboten. Gröbere Verbreitune scheint die Seise im Mittelalter unter Karl dem Groben erlangt zu baben. Dieser Herrscher befahl den Verwaltern seiner Süter, jederzeit gröbere Seifenvorräte bereitzubalten sowie der Bereitung der Seise kundige Handwerker einzustellen. Jum Dauistbe der Seisensteberei entwielte u im 9. Jahrbundert die Stadt Marseille; bedeutende Seifenfabriken entstanden während des 14. Jahrbunderts auf spanischem Boden in Alicante, Malaoa und Sevilla, im folgenden Jahrbundert auch in Italien, no vor allem die Städte Benevig und Savona ausgezeichnete Ware erzeugten. Auf deutschem Boden entstanden die ersten Seifensiederinnungen im Jahre 1224 iu Aucoburg, 1331 zu Wien, 1335 in Praa, 1357 in Nürnberg, 1334 in Ulm. Das erste auf die Seifenfabrikation bezügliche Patent wurde in England im Jahre 1622 erteilt. Wegen ihres boden Preises sand die Seife zunächst ausschließlich zur Körverpflege sowie zum Waschen der wertvollen seineren Wäsche Verwendung, wädrend man sich zur Reinigung der gröberen Wäsche nur der Lauge bediente. Zu diesem Zwette e man die Lauge oder Holzasche in einen Beutel oder Sack, dem man mit kochendem Wasser übergoß. Verfälschungen der Seife waren haufig; so sagt ein altes„Betrugslexikon“ den Seifensiedern nicht weniger als 1743 verschiedene Schlechtigkeiten nach. Bis zur Wende des 18. Jahrbunderts bewahrt die Seifenfabrikation ein einfaches, handwerksmahiges Gepräge. Dann aber legen die gewaltigen Fortschritte der Chemie, vor allem das von Beblanc erfundene neue Verfahren der Sodajadrikation und die Erforschuns der chemischen Natur der Fette durch Cheorenl, den Grund zur Entwicklung der Seifenfabrikation zu einem wichtiden Zweige der modernen Großindustrie. Um die englischen Seifensieder von der Süte des neuen Produktes zu überzeugen, wurde dort anfangs die Soda tonnenweise an sie verschenkt. Eine außerordentliche Förderung erfubr die Seifenfabrikation namentlich auch durch die Heranziehung neuer Fettsubstanzen, insbesondere von Pflanzenfetten trovischer Herkunft, sowie durch die Verbesserung und Vervellkommnung der maschinellen Einrichtungen. Das Ausgangsmaterial der Seifenrabrikation bildeten in früberer Zeit vorzugsweise Rinder= und Hammeltalg. daneben auch das Schweinefett, so lange er nach niedrig im Preise stand. In neuer Zeit haben pflanzliche Fette, vor allem das Cocor=, Palm= und Palmkernöl, überragende Bedeutung erlangt, das Palmöl verleibt den Seifen zugleich einen angenehmen, veilchenartigen Geruch. Bei der Herstellung der Seife werden die Fette in großen Kesseln mit Natron= oder Kalilaus= erhitzt wobei sich bald eine dicke, klare, leimartige Flüssigkeit, der sog. Seifenleim, bildet. Durch die Lauge erfahren die Fettstosse, die ihrer chemischen Natur nach Verbindungen des Glozerins mit verschie. denen Fettsäuren wie Stearin=. Palmitin= und Oleinsäure sind. eine Zersetzung. Das Elrzerin wird abgesnalten wädrend die Fettsäuren mit dem Kalium bezu. Natrium der Laugen sich zu fettsaurem Kalium bezw. Natrium verbinden. Die mit Kalilange bereiteten Seifen bleiben weich oder zäbflüssig, sie bilden die bekannte Schmierseife, auch grüne oder schwarze Seife geannt. Will man dagegen harte Seifen berstellen, so muß man zu ihrer Bereitung Natronlauge verwenden und aus dem Seifenseim die Seife durch Zumischung einer starken Kochsalzlösung„aussalzen". Aledann scheidet sich die reine Seife auf der sog.„Unterlauge“. die die Salzlösung, das Glyzerin und die Verunreinigungen enthält. ab. Man schlägt sie ab und bringt sie in großen Formen aus Eisenblech, die in der Länge. Brette und Höbe je 2 bis 3 Meter messen. zum Erstarren. Die Abküblung der Seifenblöcke muß sehr langsam erfolgen und dauert mehrere Wachen: die Außenwände der Blechformen werden deshalb durch das Anlegen von Matratzen gegen Wärmeverluste geschützt. Die erstarrten Seifenblöcke werden schließlich durch Schneidemoschinen in Riegel oder Stücke geschnitten, sie können auch in bestimmte Formen gepreßt und mit Aufschriften usw versehen werden. Die Seifenmassen lassen sich durch Zusatz von Farbstoffen noch beliebig färben; ie nachdem die Farbe in der Masse gleichmäßig verteilt wird oder nicht erhält man einheitlich gefärbte oder marmorierte Seifen. Die wertvollsten Erzeugnisse der Seifenfabrikation sind die Toiletteseifen, die zur Reinigung und Pflege der Haut dienen. Sie werden in der Negel gefärbt und auf die verschiedenste Weise varfümiert. Das Publikum beurteilt die Toiletteseifen in erster Linie nach der Güte des Parfüms, so daß letzteres für den Verkaufswert bestimmend ist, nicht aber die Beschaffeneit der Seife selbst. Die feinsten und teuersten Toiletteseifen sind die vilierten Seifen. Bei dem sogen. Pilieren(das Wort kommt von dem lateinischen vila, Mörser) wird die Seife zunächst auf maschinellem Wege zerkleinert, d. b. sein gehobelt, alsdann gefarbt und parfümiert, worauf die Späne wieder zusammengepreßt Gleich den Toiletteseifen werden auch die wichtiosten medizinischen Seisen aus den besten bestellt. De Zahl der zugesetzten Armelstoffe ist sehr groß. Diese Seifen dienen zur Deoinfektion wie die Sublimatseife, or allem aber zu Heilzwecken, als Hilfsmittel bei der Bebandlung on Haut= und Zu den medizinischen Seifen gedört auch Seise, die innerlich angewendet wicd. Fe is dies die Jalavenseise, ein Gemisa von#ein geouloerter Ja lavenwurzel mit medizinischer Seife, das zur Anfertigung der Jalavillen dient. Schließlich seien noch einige Zahlen über die Höbe des Seifenverbrauches in den verschiedenen Ländern mitgeteilt, die wir einer kurz vor dem Weltkriege aufgestellten Berechnung entnedmen. Den gröbten Vedarf an Seife batten biernach die Vereinigten Staaten und Deutschland aufzuwessen mit 11 bezw. 10 Kilogramm je Kopf und Jadr: es folgten England mit 8/8 Kilogramm und Frankreich mit 8 Kilooraum, Holland. Schweden und die Schweiz batten jedes einen Kopfverdrauch von 8 bis 6½ Kilogramm im Jahr; dagegen entfielen in Italien und Norwegen je 5 Kilzgramm, in Spanien und Dänemark je 4 Kilogramm Seife jährlich auf einen Einwobner. Am svarsamsten ginu man wohl in Rußland mit der Seife um, wo auf jährlich nur 1.2 jeden uud Bulex: Chr Mduternann. Hermann Tölle. Sellenkirchen. Vom Süden der kam der Sturm. Ueber den Wald fudr er dahin und schüttelte die alten Fichten, daß sie sich erschrocken verneigten. Eine von ihnen aber, die mit ihm nicht tief genug ihre Neverenz erweisen wollte, packte er mit aller Macht, daß sie krachend und stöhnend zu Boden sank. Der Sieger jedoch flog weiter mit wildem Triumobgebeul, übte seinen Mutwillen an den Dächern der Hütten und Ställe, um schließlich auf dem weiten Moore da drauben, jenseits von Dorf und Wald. sich nach Herzenslust auszutellen. Das war ein Svielolatz, wie man sich ihn nicht besser wünschen konnte: groß und weit und eben wie ein Tisch, appetitlich gedeckt mit der blinkenden weißen Schneedecke. Da konnte der Sturm nach Herzenslust toben. „Er wird heute nicht mehr kommen,“ sazte der wetterharte, leichtgebengte Mann, der in dem kleinen Häuschen am Ende des Dorfes wohnte, und blickte durch das niedere Fenster hinaus auf die weiße Fläche, die in fablem Glauze aus dem Dunkel der Nacht bervorschimmerte.„Er kommt heute nicht mohr, in dem Wetter traut sich niemand über das Moor.“ Das Weid, das die Hände im Schoße gefaltet und den Blick auf die alimmenden Scheite gerichtet, am Feuer saß, lachte kurz und mißtönend auf.„Er wird kommen! Der läßt sich durch ein bischen Wind nich abhalten. Der ist von meinem Schlag!“ Eine kurze Pause trat ein, nur unterbrochen von dem Heulen des Sturmwindes. Dann seufzte der Mann auf.„In Gottes Namen, mag er kommen.“ Wieder jenes grelle Lachen, das wie ein schneidendes Resser seine Seele durchfuhr. Hastig wandte er sich um „Lache nicht so, ich kann es nicht bören!“ „Hm, jeder nach seiner Art. Ich lache und Du— Du weinst!" „Ich weine nicht, wer sagt das, daß ich weine? Und schließlich, wenn auch, es wäre begreiflich. Aber bachen. lachen, wenn einer berkommt und Dir Dein Hab und Gut nimmt und Dich hinausjagt als Bettler in die Fremde, vielleicht ins Elend—“ Zum erstenmale wandte sie ihm ihr Gesicht zu und die Augen'glänzten in den tiefliegenden Hohlen wie die Lichter eines Raubtieres.„Warum läßt Du Dich verjagen, de?". Das klang balb wie Spoit, halb wie atemloses dandes Frasen. Mit schweren Schritten ging er im Zimmer auf und ab, wie ein Naudtier im Käfig.„Nede nicht so töricht daber,“ schrie er sie an.„Warum läßt Du Dich verjagen? Weibergeschwätz das! Wenn ich nicht freiwillig gebe, dolt er Stublrichter und Gendarmen. Das Recht ist ja auf seiner Seite, ihm als Sohn faltt die Erbschaft zu. da Dein Vater ohne Testament gestorden ist. Du batteß nichts mehr zu fordern, du warst auegetenert! Mit einer wilden Gebärde warf sie die schwarzen Haare zurück.„Geh mit mit Deinem Recht! Dls ist ein sauberer Recht, daß einer, der schon els Bub der sich nie um Vater und Vaterdaus gekümmert bat, nar einfach herzukommen baaucht, um der Schwester, welche die Eltern gepflegt und sich für sie geplagt hat, das Erbe wegzunehmen. Ein sauberes Rocht! Und wenn es bandertmal geschrieden stebt, ich erkenne es nicht an, ich nicht.“ Jevzt lachte er.„Als ob Dich jemand um Detne Sie biß sich auf die Unterlivve, daß rote Blutstrovien dervorgnollen und auf die weiße Schürze berabfielen.„Wenn ich ein Mann wäre!“ stieß sie dervor.„Wenn ich ein Mann wäre, ich wüßte schen, was ich täte.“ „Dummbeiten#ind das alles, nichts als Dummbetten. Bin ich vielleicht kein Mann, be?“ „Beweise, daß Du einer bist!“ Er blieb steben und starrte ihr ius Gesicht, vor dessen wildem Ausdruck er so erschraf, daß er sich bekreuzigte.„Jefus Maria, Weih, was kunst Du? Schweig, ich will us Maria, Weih, was a eie iein War! und stärker. Fenster und sie starrte in die Wind Giageng Stime von A. Karsta. „Nir ist's nur um den Beios,“ begann die baldlaut und ihre barten Züge wurden weich, als sie diesen Namen nannte.„Er lernt so amt, eist vorigen Sommer hat mir der Pfarrer gesagt, das Geld ist nicht binausgeworsen, was Ihr auf den Jungen verwendet, Mutter. Der wird noch einmal etwas Srobes.“ Der Mann gab keine Antwort und stierte ins Dunkel hinaus. „Etwas Großes!“. Sie lachte so grell auf, daß der Zudörer zusammenfubr.„Ein Bauernknecht wird er werden, wie sein Vater einer gewesen. Nur nocd viel elender, viel armseliger, weil er weiß, daß er etwas Besseres bätte werden können, wenn nicht seine Eltern se erdärmliche Feiglinge gewesen waren, sich ihr dischen Hab und Gut von einem Schurken abnehmen zu lassen.“ „Weib. Du sprichst von Deinem Brud.“.“ „Ich habe keinen Bruder, ich wein von keinem Bruder, ich will von keinem wissen. Was ist er mir? OOOOOO Tolorosa Sie in Elem Schwunge sich die Pauern behrer, Natz der Tische dunäles Zuge, wie in Schmer: Teber Fließen alt und hart(geweitet, Karrt, Kinnen— nie verstegend—— Fräuer. Jiemals huscht das Honnenlicht auf gelöner Hohlen Teber jene ausgetret'ne Schwelle. Kerxenhelle Sucht nur Flammenschein verstohlen, Cleitet, wie mit sartem Prostesworte. Tater Polorosa, über deine Pangen. den Lohnesleib, den ön umfangen. des Herxeus aufgeris'ne Pforte.——— Pränen,— nie verstegend, flietzen, fließen Aus des Schmerzes abgrunstiefer Qu#cke Kerzenhelle Flämmchen aus dem Hämmer sprießer.——— 8. 3. Was bist Du mir? Nichts seid Ihr, nichts! And er ist mein Alles. Für sein Wodl gebe ich die ewige Seligkeit bin, börst Du, die zwige Seltekeit.“ Er schöttelte den Kovt.„Dus sind unsinnive Reden. Du kannn es doch nicht ändern.“ „So, meinst Du? Ich kann es nicht ärdern? Und menn er beute stürbe, der Ferem, der übers Weltmeer kommt, um meinem Lajos sein Glück zu stehlen, uzn er stürbe, was dann?“ Er verstand sie wodl, aber er wollte sie nich versteben.„Wenn, wenn!“ sagte er.„Aber er lebt, er bat selbst geschrieben, daß er sich kräftig une gesund wahlt“ Ein grausamer Zns leote sich um ihre Lisven. Auch kräftige Menschen sterven. Und des Moor ist tief und verschwiegen und gibt nicht wieder, was es verschlungen bat. Er bekrenzigte sich abermals. Der derr verzeide Dir die fündigen Gedanken. Und er ist Dein Beuder!“ Jäh erhob sie sich.„Und ich tue es dochl Wenn er schläst,—— ich weiß eine Hacke zu führen. Mein Lajos soll ein großer Mann werden, börst Du, er soll. er wird, er muß!" Ein donnerüdaliches Krachen verschlang die letzten Worte. Beide derchten aufs Moor binaus. „Das bat der Sturm gemachl", begann er.„Drüben, bei der Schonung, wo kein Wald seinen Anprall demmt. Da ist das Eis gedorsten. Hoffentlich in keiner von dort drüden der auf dem Wege.“ Sie war neden ihn aus Feuster getreten.„Von dort drüben der nicht, aber da. gerade vor uns, siebst Du dort das Licht auf dem Moor? Das ist er, er Loumt!“ Der Mann atmete schwer.„Mag er kommen.“ Lauernd blickte sie ihn von der Seite an.„Wenn das Eis bier geborsten wäre—————“ „Weib, mache mich nicht vasend, wenn——— aber es ist nicht geborsten; das dölt fest, dält Wagen und Pierde noch aus.“ „Oder wenn er sich verirrte, wenn er dort binüber ginge gegen die Schonung zu—————“ „Wie sollte er? Der kennt den Weg gut.“ Sie lachte raub auf.„Wer kann von sich sagen, daß er bei Nacht den Weg auf dem Moor kennt? Du? Ich? Niemand kann es. Auf unsere Hütte gebt er zu. wir delfen ihm derüber, unser Licht weist ihm den Weg. Jetzt begann er sie zu versteben. Starr blieb er auf seinem Platz stehen, seine Brust atmete schwer, aber er hielt sie nicht zurück, er sagte kein Wot, als sie an den Tisch trat und die Lampe ansbsies. Schweren Schrittes verließ sie die Stube. Der Mann drückte die Stirne an die Scheiben und blickte wie gebannt auf das Licht, das da draußen über dem Moore schwebte, in beständigem Kampfe gegen Sturm und Wetter. Da, was bedeutete das? Das Licht wich ab. wandte sich hinüber nach rechts, dem Eisdruch zu In aberaläubischer Angst bekrenziete er sich.„Des ist ein Werk des Satans! Herr, er lose uns vom Uebel!“ Und olötzlich tauchte ein Gedanke in ihm auf, ein wadnsinniger Gedanke. Wor war sein Weib? Und die Laterne bing auch nicht mehr am Nagel und sein Wettermantel fehlte. Hastig stürzte er hinaus vor die Hütte. Da kam sie auch schon gegangen, in den Mantel gehüllt, müdsam gegen den Sturm ankämpfend. Mit raubem Griff zog er sie in die Stube. „Wo hast Du die Laterne gelassen?“ „Frage nicht viel! Was liegt an dem alten Ding! Und der Laios wird ein grober Mann werden. Jetzt komme schlasen.“ Doch er fand kein: Rube diese Nacht. Stöhnend wälzte er sich auf seinem Lager und betete ohne Unterlaß für die erme Seele, die da drauben auf dem Moore gewandelt war und das Dorf nicht gefunden batte. Sein Weib aber schlief rudig, ihre Brus bob und feite bé b worinihhen Bürmien, comal füchelte im Traume und ltspelte zärtlich:„Mein Laior“. *** Im Morgengrauen— der Sturm batte sich gelegt — kam mit Schellengeklingel ein Schlitten durchs Dort und hielt vor der Hütte. Ein Mann sprang deraus und klovfte an die niedrige Tür. „Halloh, Schwester, Schwager, aufgemacht!“ Der Mann vermochte sich nicht vom Lager zu erbeuen.„Sein Geist!“ Kammelte er. Sie aber schritt, zwar totenbleich aber festen Fudes zur Türe und öffnete se.„Du bist es, Ferem?“ Er lachte frödlich.„Freilich, ich, in Levensgroöße! Bin im Schlitten berübergesan.—, als der Sturm sich gelegt hatte. Aber der Lajos—————— „Was in mit dem Laios?“ abend durdaus nicht halten lassen. Der bai ganz „Ausgebeten dabe ich mir ibn in der Schule für ein voar Tage. Aber der Bengel wollte sich gestern Detnen Koof! Da dalf kein Zureden! In dem Sturm allein über's Moor—————— Er schläft wohl noch, der Junge?" Sie blickte ihn harr an, dann ließ ihre Hand den Türfesten los und ihr Koof chlus schwer auf die steinernen Fliesen. 8 S8.8 355ES S 2 58 5 SS P S 5 S8 8 8 Pe r 8 Dom Deilchen, dem Frühlingsboten. Von Ernst Edgar Reimerdes. Das zarte, duftende Veilchen, das Sinnbild der Bescheidenheit, ist von jeher nicht nur eine Lieblingsblume des deutschen Volkes gewesen, die Poesie aller Zeiten und Länder hat es mt ihrem Zauber umwonnen. Wenn nach grauen, kalten Wintertagen auf den Wiesen und an den Hecken die ersten Veilchen aus dem Grün hervorblickten, wußte jedermann, daß der Frühling nahe war und Jubel ertönte in Dorf und Stadt.— Schon bei den alten Germanen stand das Veilchen in hohem Ansehen, der Tag. an dem man die erste Blüte fand, war ein Freudentag. Einer uralten deutschen Sage nach ist das Veilchen unter den Schritten der Frühlingsgöttin erblüht, als sie nachts über die Erde wandelte. Der orientalische Mutbos dagegen erzählt, es sei aus den Freudentränen entstarden, welche Adam vergoß, als Gott ihm durch den Erzengel Michael Gnade und Vergebung verkünden ließ. Die griechische Sage berichtet, daß, als einst Proservina, die schöne Tochter Juviters, mit den Töchtern des Oceanos auf einer Wiese spielte, der Göttervater zu ihrer Lust zahllose Veilchen und Narzissen hervorsprießen ließ. Als nun die Mädchen die Blumen pflücken wollten, erbebte plötzlich die Erde und Pluto erschien und entführte Proserpina in sein Reich. Vor Schreck ließ diese die gepflückten Veilchen fallen, die nun von neuem Wurzel faßten und rings das Land mit einem violetten Tevvich bedeckten. Von hieraus sollen die Veilchen sich über die ganze Erde verbreitet haben. Proservina wurde Plutos Gemahlin und Beberrscherin des Totenreichs; die Veilchen aber nannte man seitdem in Griechenland die Veilchen der Proservina. Die einst weitverbreitete Sitte, Sarg und Grab einer Jungfrau mit Veilchen zu schmücken, dem Sombol der Reinbeit und Unschuld, wird neit Proserving in Zusammenbang gebracht.— In deutschen Sagen werden mit Hilfe des Vei häufig verborgene Schätze entdeckt und verschl Bergeshöhlen geöffnet.— Im Norden war die Blume einst dem Kriegsgott Tor beilig. Hieron erinnert der Name Tyrsfiola, den die Blume heute noch auf Island führt. Im alten Griechenland verwandte man viel Sorgfalt auf die Veilchenzucht und selbst im Winter konnte man in allen gröberen Städten Veilchen kaufen. Auf dem Markt von Atben, von den Dichtern die veilchenbekränzte Stadt genannt, wurden stets Veilchensträuße und Kränze feilgeboten, Pindar sang deshalb, daß sich von dort aus liebliche Veilchendüfte über das ganze Land verbreiteten. Mit Veilchenkränzen schmückte man in Atben die Knaben nach Vollendung ihres 3. Lebenss##tes, da man glaubte, sie halten nunmehr die gefährlichen Kinderkrankheiten überstanden. Ehemals galt es in deutschen Landen als ein besonderes Glück, im Frühling das erste Veilchen, den „Mai“, zu finden. Derjenige, welchem es zuteil wurde, steckte die Blüte auf eine Stange und brachte sie nach der Stadt, wo ihn vielfach(z. B. in Rostock) der Turmwächter mit einem Hornruf begrüßte. Auf dies Zeichen hin eilten alle berbei, den Frühlingsherold zu empfangen. Vor dem Rathaus wurde ihm ein Ehrentrunk kredenzt und groß und klein umtanzte ihn singend. Die Griechen und Römer des klassischen Zeitalters gebrauchten zum Würzen des Weins Veilchen, die als Heilmittel ebenfalls Verwendung fanden. Bei den Mohammedanern war ein aus Veilchenblättern und geläutertem Dattelzucker hergestellter Sorbet sehr beliebt. Priscianus, Hofarzt in Byzans(400 n. Chr.), schrieb dem ersten im Frühling gefundenen Veilchen die Kraft zu, den Finder ein Jahr lang vor jeglicher Krankheit zu schützen. Die beilige Hildegard(1098 bis 1179), Aebtissin des Klosters Ruvertsberg bei Bingen, bereitete zuerst aus Veilchen einen Syrup, der als Mittel gegen Husten und Heiserkeit lange Zeit namentlich Kindern verordnet wurde. Dieselbe Verwendung fand Tee aus getrockneten Blüten des Veilchens. Während des Mittelalters galten Veilchen als Leckerbissen und Heilmittel, bei keinem vornehmen Festmahl durften überzuckerte Veilchen sehlen.— Um sich das ganze Jahr hindurch vor dem kalten Fieber zu schützen, zerkaute man das erste im Frühling gefundene Veilchen, ein Aberglaube, welcher bis in die Gegenwart hinein in Brandenburg, Mecklenburg, Schlesien und Thüringen lebendig geblieben ist. Zu allen Zeiten haben die Dichter das Veilchen gepriesen, von den Arabern. Griechen und Nömern an über Walter von der Vogelweide, Shakespeare, Shelley. Goethe bis auf die Gegenwart ist neben der Rose keine Blume so oft besungen worden. Der Schövfer des reizenden, von Reichardt, Mozart und anderen komvonierten Liedes„Ein Veilchen auf der Wiese stand", pflegte übrigens auf Svaziergängen in der Umgebung Weimars häufig Veilchensamen auszustreuen; die dort blühenden Veilchen werden deshalb heute noch Goetheveilchen genannt. Miniaturen. Miniaturen von Ernst Noedelchen. 1. Wechselndes Gefühl. Wenn Nebel drücken, wenn dunkle Stürme wandern, dann werden auch in deinem Herzen das trübe Grau und die Schatten mächtig. Auf triefenden Aesten hocken zahllose Eulen; naht die dumpfeste Stunde, kannst du mit ihnen reden. Sie erzählen dir traurige Schrulle. : Eine heitere Hundegeschichte von T. Resa. Das ganze Haus lief zusammen. Schrulle, der Affenvinscher der Familie Schnook, der verhätschelte Liebling aller. lag in seinem gevolsterten Korb und machte Anstalt, alle viere zu strecken. Statt seinem„glockentönigen“ Gebell gab er nur ein heiseres Gekätse von sich. Die delikate halbe Kalbskarbonade hatte er verschmäht und nur den Svender in die Finger gebissen. Selbst den ihm im höchsten Grade umsymvathischen Briefträger hatte er passieren lassen, ohne seine gewohnten täglichen Attacken gegen dieses Beamten k. k. Diensthose zu machen. Schrulle mußte sterbenskrank sein. Jammernd umstand die Familie Schnook, teilnahmsvoll umringten die übrigen Hausbewohner sein Schmerzenslager. Schrulle kälste und keckerte, sperrte das Maul sverrangelweit auf und versuchte sich mit den Vorderpsoten auf jede erdenkliche Weise bei lebendigem Leibe das Fell über die Ohren zu ziehen. „Er hat's im Hals!“ sagte der Prokurist Krause vom wweiten Stock.„Darum würgt er fortwährend mit den Pfoten dran herum. Mein Onkel in Mömbelgard hatte mal'nea Hund——“ „Er hat Kopfweh!" widersprach die temveramentvolle Witwe Schmitz vom Parterre.„Es gibt Kovfweh, wo man sogusagen alle viere ringen möchte.“ „Ich hole meinen selbstgemachten Universalsirun!“ raffte sich Frau Traudchen Schnook auf. Ottomar, genannt Toto Schnook, schauderte. Er rechnete seiner Mutter Universalsirun, der wie„gekochte Särge“ schmeckte, nicht ganz mit Unrecht zu den modernen Folterwerkzeugen. Armer Schrulle! Allein, ein Gutes hatte die Sache doch— vielleicht verschlang Schrulle den ganzen Siruv auf einmal— und er war vorläufig davor sicher. Schrulle hatte jetzt die aufgebäumte„Schreckstellung" eingenommen, die der Stabheuschrecke, die man„das wandelnde Blatt“ nennt, eigentümlich ist. Bei dem Anblick der Sirupflosche stieß er ein baarseines, messerscharfes Gequietsche aus und sträubte die Nackenhaare, um seine gänzliche Abneigung gegen die geplante Kur zu bekunden. „Schmeckt lecker, lecker!“ redete ihm Frau Schnook in den süßesten Flötentönen zu und hiekt ihm den Löffel mit dem klebrigen Heiltrank einladend an die Schnauze.„Mach Mündchen auf, mein Süßing! Zeis Hälschen!“ Schrulle zeigte zwar nicht das Hälschen, dafür aber in nicht mißzuverstehender Weise seine sämtlichen Zähne. Im Augenblick hatte er seiner Herrin Löffel und Flasche aus den Händen gestupst und den Universaltrank überallhin befördert. In Frau Traudchens Schoß, über Totos neue Hosen, auf Herrn Krauses Stiefel, auf den Teppich und über sein eigenes Fell— nur nicht in seinen Magen. „Da muß jemand her, der energisch vorgebt.“ sagte Herr Schnook bleich, aber bestimmt.„Ich weroe den Tierarzt kommen lassen.“ „Das ist sicherlich das Beste,“ pflichtete ihm Herr Krause bei.„Mein Onkel in Mömpelgard hatte mal nen Dobermann—“ „Nehmen Sie Dr. Stövesand,“ unterbrach ihn die temveramentvolle Witwe.„Er hat meiner Freundin — Frau Sommer, Sie kennen sie doch?— ja, deren Papagei hat er behandelt. Denken Sie sich, er war in den Leimtiegel geraten und klebte im ganzen Salon herum. Und je mehr sie ihn badeten, desto klebriger wurde er. Sie klebten beinabe schon alle aneinander als Dr. Stövesand kam. Dr. Stövesand rettete ihn, obgleich er schon halbtot gebadet war. „So gehe doch endlich!“ fuhr Frau Schnook den lauschenden Gatten an.„Telephoniere lieber! Und gleich soll der Arzt kommen, hörst Du?— n' Auto soll er nehmen!“ Also kam Dr. Stövesand. Im Auto. Und Schrulle nahm seine letzten Kräfte zusammen, um ihm an die Schienenbeine zu fahren. „Sachte, sachte!“ sagte der alte Herr.„Also das ist der Patient? Bitte, halten Sie ihn mal fest, und Du—“ wandte er sich an Toto—„halt“ ihm das Maul auf, ich muß ihm in den Hals sehen.“ Schrulle wehrte sich wie ein Held. Von allen Seiten niedergehalten, drebte er sich weniostens wie ein wahnsinnig gewordener Globus um die eigene Achse. „Zeig dem lieben Onkel Dein Hälschen!" flehte Frau Trandchen in den weichsten Molltönen. „Der liebe Onkel“ winkte ab. Er hatte genug gesehen. Er nannte die Krankheit mit einem schönen lateinischen Namen, schrieb eine Medizin auf und verlangte alles Rötige zu einem Prießnitzumschlage. Immer weher wird dir zu Sinne und du vermeinst zu sinken tief und tiefer in das Meer des Schmerzes, von Schwere herabgezogen. Ueber dir weint der Himmel. Deine Seele weint. Der Himmel weint über der ganzen Welt. Du träumst, du mußt träumen,— und entrückt du eine bleiche, schöne Frau zwischen Trümmern Dornen starren um sie her; an jedem Dorn hängt ein Blutstropfen. Die Luft um sie verwandelte sich zu Klage. Dunkle, flackernde Augen hat die bleiche Frau und nachtschwarzes Haar. Ihre schlanken Hände halten eine schwarze Harse;— die Zauberin singt Herzen zu Tode. Es grast ein schwarzes Roß auf weitem Plan. Fliehe, fliehe, wenn du es siehst! Wer es besteigt, kann zerschmettern. Abgründe und tintige Seen harren der Irrenden. Fliehe das schwarze Roß, fliebe die Eulen und Raben! Der Regen rauscht: Weinen ist um dich und in dir. Wenn breite Strahlen reinen Lichtes den Schleier, der des Himmels Freundlichkeit verhüllt, zerreißen, dann ist Licht auch in dir Eine ondlose Schar leuchtend=weißer Schwäne verbindet flatternd Unendlichkeit mit Unendlichkeit. Deine verborgenste Kraft wacht und glüht. Keine Ferne dünkt dich zu fern. Silberne Giocken läuten, wo Bläue lacht. O ihr weißen Schwäne! O ihr süßsingenden Silberglocken! Du träumst, du mußt träumen,— und entrückt siehst du ein liebliches Wunder, die holdseligste Frau! Dem Morgen gleicht ihr Antlitz, goldblonde Locken umwallen es. Fast schwebend stebt sie auf der äußersten Spitze einer veilchenfaibenen, von Rosenwolken umgebenen Höhe und staunt, beide Arme ausgebreitet. der heranwallenden Schwanenschar entgegen, die deine Sehnsucht an sich reißt. Es grast ein milchweißes Roß auf weiten Plan. Besteige es getrost; Flügel wachsen ihn, so du dich idm anvertraust, Flügel von Bläue und Silber! In diamantene Helle hinein trägt es dich. Sei Freund dem Freundlichen, sei Freund dem weißen Roß, den weißen Schwänen und Tauben! Sonnenstrahlen hüpfen wie Geigentöne. 2. Die Föhren. Am äußersten Abhang des starren Felsens, der in das Tannental berniederschaut, steben drei bohe Föhren mit trotzig=geraden Stämmen und stolzen, breiten Kronen. Der Himmel ist klar und lächelt beise. Drei Föhren ragen: drei Riesenarme recken sich.— drei Riesenhände langen sehnsüchtig in die unermeßDann hockte er bei dem äußerst mißtrauischen Patiennieder.„Halte mal jemand den Köter!— Nicht alle!— Einer ist genug. Fester halten!— Ha! Schnappst Du schon wieder nach mir, Du Satan— na warte!“ „Nicht schlagen!“ schrie Frau Traudchen entsetzt. „Er kennt ja keine Schläge!“ „Na— dann scheint's die höchste Zeit, daß man ihm diese Bekanntschaft vermittelt,“ brummte der erzürnte Doktor. „Aber— Sie quälen das zarte Geschöpf wirklich!“ mischte sich Herr Schnook stirnrunzelnd ein.„Man könnte doch wohl etwas schonender—“ Dr. Stövesand ließ das nasse, kunftgemäß zusammen, gefaltene Tuch wieder in die Wasserschüssel zurückklatschen.„Behandle ich den Hund oder Sie?“ fragte er scharf.„Wenn Sie gar so weichmütig sind, dann lassen Sie mich schon lieber mit ihm allein. Ich werde das Rabenvieh schon Mores lehren.“ Frau Traudchen warf sich über ihren bedrohten Liebling. „Nein— ich verlasse ihn nicht!“ „Dann—“ Dr. Stövesand griff nach seinem Hut. Frau Traudchen erhob sich mit der Würde einer beleidigten Königin. Im Gänsemarsch, vorwurfsvolle Blicke auf den„Grobian“ werfend, verließen alle das Zimmer. Zehn Minuten später erschien Dr. Stövesand in der Küche und wusch sich an der Wasserleitung sehr umständlich und mit sehr viel Seifenverbrauch die Hände. „Gebissen hat mich das Mistvieb doch noch,“ brummte er in den Bart und legte ein Streifchen Gaze um einen blutenden Finger. Dann wandte er sich an die Köchin. „Empfeblen Sie mich der Herrschaft— kann mich nich damit aufhalten, hab's eilig. Der Verband blei liegen, bis ich morgen wieder vorsoreche.". Bums! fiel die Entreetür hinter ihm zu. „Er ist fort!“ schrie Toto. Sogleich stürzten alle an Schrulles Lager." Er lag jetzt ganz still, war sichtlich verdutzt und hatte einen großen weißen Gazeverband um den Hals. Hin und der sträubte er eine matte Pfote gegen diese unerwünschte Zierde. Frau Trandchen beugte sich zu ihm nieder— Toto streichelte ihm den Kovf. Plötzlich wurden beide kreideweiß, und Toto brach in ein so schauerliches Ge4 liche Gottesweite. Andächtio brausen die Tannen unter dem Felsen im langen Tal. Emporgerissen haftet der Blick des Wanderers an den drei Föhren. Drei Föhren ragen. Alles andere ringsumher versinkt.— Die Föhren heben sich mächtig, wachsen und wachsen und stoben tief in die kreisende Unendlichkeit hinein. Um sie tönen silberne Ringe. Inmitten des unverrückbaren, blauen Bogens steht ein flammendes Ewigkeitsverlangen.—— Der Felsen über den Tannenhof glüht. Drei Föhren lodern: drei schlanke, feierliche Fackeln! Zu einer Föhre auf dem Felsen spricht der verzeistigte Mensch, der ringende, schaffende, suchende: „Du bist mein Abbild. Im Kampfe wurde ich stark und hoch, in Kampfe wurde ich königlich wie du. Den wechselnden Wettern trotztest du ständig; die wechselnden Wetter vermochten auch mich nicht zu beugen. Steinigsten Boden suchte sich meine Wurzel gleich der drinigen aus und mein Haupt steigt gleich dem deinigen in Unumgrenztes. Des Tales Frieden umhegt die Ruheseligen. Unter uns dämmern sie. Ueber mir Raum ohne Stütze, um mich rastlose Bewegung, wider mich rastloser Krieg!—— Sturm komm!, sagst du, Föhre. Sturm komm!, sage auch ich. Ich vernehme im Sturme Gottes seine Stimme. Harfe bin ich seinen Händen wie du seinen Lüften. Sturmgerührt ertöne ich wundersam. In dir ward mein Eigentümliches greifbar!! Eine kühne, aufbegehrende Linie zersprengt gleichsam die Fessel der Welt. Im Aufschwung meiner Willens und Gefühls offenbart sich Ewiges und steilt über mich empor. Hinschmelzend in der himmelanstrebenden Linie dieses Aufschwungs finde ich den Weg zum Unendlichen und mache höbentrunken einen Teil der Unendlichkeit mir zu eigen.“ 3. Hymne in der Nacht. Mit seltsamen Stimmen spricht der Wald zu mir. Nacht, Nacht goß Balsam i wunde Herzen. Nacht, Nacht wiegte Wünsche, welche mit halbdebrochenen dennoch immer weiter flattern, muhten, in Schlaf und Traum. Sammetschwärze hängt zwischen den soitzen Wivseln. Schlaf! Des Tages unbändige Kräfte liegen gefessell. Gebeinnisvollste Regungen der Menschenscele ernachen allmählg.— Reinheit segnet Hellhörig wurde mein Ahnen. Die Wipfel brausen dunkel und weich. Weithin zieht das Brausen. Es schattet die Unendlichkeit. Ich sinke in das Wesenlose hinab.— Die Schächte des Schöpfungswunders umfangen mich schon.—— Immer tiefer sinke ich durch beiliges Urgefühl. Ja, hellhörig wurde mein Ahnen.— Wie soll ich dir danken, Allmacht, für den Gnadenstrom, den du auf mich herniedersandtest, der mich fortriß aus der Welt, der mich zur Mitte enggezogener Kreise führte, — zum Kern der Dinge, zur Sammlung?! Die Wivfel brausen. Harfe und gedämpfte Orgel über mir! Ich schürfe tief.— Am Herzen der Erde hocke ich und lausche. Da packt es mich. Seliger, stoßender und rollender Rhytbmus ergreift und schüttelt mich.—— Ich wurde noch durstiger nach Geheimnis.—— Ich Donner stürzt! Ein gewaltiges, inbrünstiges, nimmer enden wollendes Gebet vernimmt meine Seele. Aus der Tiefe begehrt es auf. Höchste Andacht umfängt mich. Feuer durchwirbelt mein Gefühl. Feuer schließt mich tanzend ein. Feuer reißt mich emvor.— Aus Flammen teitt mir der Herr entgegen. Beglückt verhülle ich mein Antlitz, mich schauernd in meiner Schwäche hergend.—— Ich diene dir, Gott! Ich durfte in deinem Werke werden, da meine Zeit gekommen war. Ich bin, ich bin. Ahnend darf der Sehnsüchtige nach namenloser Wonne baschen und nennt sein, was wissend keiner erhaschen kann. Ich diene siegend.——— Des Waldes Orgeln und Harfen beginnen lauter zu tönen. Das sanfte Brausen über mir schwellt an. * Sänger, ein Schweiger. Von Alwin Rath. I. Was der Dompsaff sang. Er war ein ganz unglaublicher Faulenzer! Wenn ich mittags wegging, saß er auf dem linken Stock, die rote Leuchtbrust nach der Gardine bin. Wenn ich abends zurückkehrte, saß er auf dem linken Stock, die rote Leuchtbrust nach der Gardine din. Und am anderen Morgen?— Die gleiche Situation; für ihn gab es keine Wechselfälle des Lebens, so lange die Käfigstange nicht gereinigt wurde. Dann aver.... drehte er sich herum, der in den Käfig reichenden Hand vertrauensvoll entgegensehend und ließ sich gemütlich, nur um eine Krallenbreite zur Seite rückend, in die warme Hand nehmen. Und ich nahm ihn gern in die Hand, das mollige. dickweiche, stilläugige Federbällchen, das sanftzutrauliche. Es war die verkörperte Sanftmut, der Dompfaff. Die friedliebendste Harmlosigkeit! Aber: er heißt auch—— Gimpel! Ich hatte den Ehrgeiz, ihm ein Lied beizubringen, dem Gimvel. Onkel Viktor hatte zwei Dompfaffen. Von denen sang der eine wunderhübsch:„Blau blüht ein Blümelein". und der andere jubelnd kec:„Alle Vögel sind schon da.“ Ich war immer in das schöne Treuelied Goethes vergeckt und war noch so geschmacklos, dies aus dem Schnabel eines Gimvels hören zu wollen. Wenn ich die Strovben des„Könios in Thule" in meinem Mund auch nicht ganz so mißbandelt habe, wie ein immer von neuem losschnarrender Phonograpb— aber, ich glaube, ich glaube, ich hab sie dem Dompfaff zuletzt auch sogar noch im Traum, im Dunkel der Nacht, ebenfalls zugeflötet. Und zwar sowohl stümverhaft... Denn er kann nicht über die geofiffene Tatsache hinaus:„Es war ein König.. Ja, er mußte auch nachts zuhören, wenn ich im Traum flötete. Tagsüber hatte ich's länest aufgegeben, meine Lippen zu einem Gimpelschnabel zurecht zu spitzen. Eines Morgens liege ich, noch gemächlich dem Schlaf nachgäbnend, in den Federn, da flötet der gefiederte Gimpel:„Es. war ein König— in Thule!" Ich ließ die Hoffnung nicht fahren— aber weiter gings doch absolut nicht. Bis ich eines anderen Tages— es war im Gold der Abendsonne, als er draußen bing ind seine volle Rotbrust wie aus Granat schimmerte, eines Besseren belehrt wurde. Mit der schönen schmelzenden Weichheit seiner kleinen Vogelstimme hub er wiederum ganz richtig und feierlich getragen an: „Es war ein König in Tbule, o du lieber Augustin! Augustin! Augustin!“ II. Die Bekehrung des Rotkehlch=us. „Ist es ganz bestimmt ein Männchen?", fragte ich den Vogelbändler.—„Na, hören Sie jetzt?— da singt es grad!" Leise, zierlich moduliert wechselvolle, bald in verbaltenem Rollen, bald in zartem Schlagen ertönende Strophen aus der rostrot sich bläbenden Kehle! Daheim mußte ich sehr lange warten, ebe er sich ein. gewöhnte... Zwei Jahre mußte ich warten. Und er saß mit seinen vorwurfsvoll großen, wunderschönen, herzlichen Schwarzaugen noch immer schweigsam und verschlossen, wie eine Eule bei Tage, hinter dem dlauen Gitter da. Ich kaufte mir eine Flöte und pfiff mir die Lippen wund... Ich kaufte mir ein zweites Rotkehlchen. Drei Tage rasten sie von morgens bis abends, sich tödlich voreinander fürchtend, im Käfig berum. Dann hackten sie sich die Federn überm Schnabel gänzlich fort, bis sie sich greulich entstellt aussahen, mit diesen eingeknickten Nasen sozulagen, und ich mich entschloß, den Schweider fliegen zu lassen. In einem kleine Holzkorb, wie sie zum Versenden gebraucht werden, trug ich ihn auf der Stadtbahn an die Havel bei Pichelswerder hinaus. Vor einem Weidenbusch, aus dem zartes Frühlingsgoldbaar niederströmte zum stablblauen, bimmelblauen Wasser, machte heul aus, daß seinem Vater die eben erst angezündete Berubigungspfeise aus dem Munde fiel. Und dann sah auch er— und alle sahen es und starrten sich,„zur Statue entgeistert", gegenseitig an. Schrulle hatte nur noch drei Beine— das eine Vorderbein fehlte. „Das muß ich sagen!“ entrüstete sich Herr Krause. „Mein Onkel in Mömpelgard hatte mal'nen Terrier.“ „Und ich ließe es nicht so hingehen!“ fiel ihm die temperamentvolle Witwe ins Wort.„Ich klagte! Das wäre jetzt noch schöner, wenn einem die Herren so ganz nach Belieben die Beine abschneiden dürften! Ich ließe mir das nicht gefallen.“ „Darum mußten wir alle raus!“ schrie Toto heulend.„Ich möchte wissen, was er sagte, wenn man ihm so ganz gemütlich ein Bein absäbelte.“ Frau Traudchen, die mit einer Ohnmacht kämpfte, ermannte sich.„Ruf den Unmenschen zurück, August!“ rief ste mit vor Aufregung überkieksender Stimme. Er soll uns Rede stehen! Nimmermehr— auch wenn es durchaus nötig gewesen wäre, durfte er dies tun ohne unsere Einwilligung. Gleich soll er kommen!“ „Er sagte, er müsse zu Müllers— die wohnen ja ganz nah!“ sagte Toto, glühend vor Nachedurst „Telephoniere also an Müllers!“ Also telephonierte Herr Schnook an Müllers, und eine knappe Viertelstunde sväter keuchte Dr. Stövesand ebermals die Treppe zu der Schnookschen Wohnung herauf. Die Familie erwartete ihn bei offenen Türen. „Was ist denn los— ist der Köter etwa kreviert?“ fragte er grob. „Noch nicht!“ erwiderte Herr Schnook hoheitsvoll „Aber Sie haben uns vorhin ohne Abschied verlassen, und ich denke, wir haben doch noch ein Wörtchen miteinander zu reden. Sie werden mir ein Gummibein liefern, mein Herr!“ „Ich verlange sogar ein silbernes Bein!“ rief Frau Traudchen Schnook.„Ein silbernes soll sich viel angenehmer tragen. Es kommt uns durchaus nicht auf die Kosten an, die— Sie davon haben.“ Dr. Stövesand warf einen erstaunten Blick auf Herrn Schnooks zwar arg stakrige, aber vollzählige Pedale— einen zweiten auf Frau Trandchens zapolige Füße— und schüttelte verständnislos den Kopf. „Aber die Herrschaften haben doch Beine! Und wie käme ich denn dazu—“ „Herr.“ fiel ihm der erzürnte Hausherr ins Wort. „behaupten Sie nicht erwa, daß drei Beine genügen! Selbst ein Tausendfuß würde sich emvören, wenn man ihm nur neunhundertneunundneunzig Beine lassen wollte.“ „Nehmen Sie also gleich Maß zu dem silbernen Bein!“ forderte Frau Traudchen mit funkelnden Augen. „Odür wenigstens zu dem Gummibein.“ Von dem silbernen wollen wir absehen, aber auf dem Gummibein bestehe ich— und wenn ich bis vor das Gewerbegericht gehen müßte.“ Dr. Stövesand sah von einem zum andern, und seine Miene zeigte deutlich, daß er eine Gummizelle im vorliegenden Falle für viel nötiger hielt. Aber in einer momentanen Eeistesverwirrung, in der sich diese Leute ja augenscheinlich befanden, durfte man sie nicht durch Widerspruch reizen. „Sie haben sich gewiß in der Telephonnummer geirrt,“ sagte er sehr sanft.„Ich bin zwar Doktor der Unvernünftigen'— aber bier scheint mir doch der Herr Kollege von der zweibeinigen Praxis mehr am Platze zu sein.“ Er wandte sich zum Geben, doch ein„Halt!" des Hausherrn bannten ihn auf der Schwelle. Die Tür öffnete sich, und Toto und Herr Krause trugen den Korb mit dem kätsenden Schrulle herein und setzten ihn vor seinen Füßen nieder. „Bitte, messen Sie dem armen Tier sogleich ein Gummibein an!“ Dr. Stövesand fuhr sich mit beiven Händen in die Haare.„Dem auch? rief er entsetzt. Aber nur Rube, Ruhe! Er legte seinen Hut weg und beugte sich zu Schrulle nieder. Da sah er und begriff alles— und pruschte los. Er mußte sich setzen und die Lachtränen abtrocknen. „Sehr lächerlich, in der Tat!“ sagte Herr Schnook mit einem niederschmetternden Blick. Noch immer sträubte Schrulle winselnd seine einzige matte Vorderpsote. „Mein Süßing ein Krüppel!" schluchzte Frau Traudchen.„Wie konnten Sie dies tun, ohne uns zu fragen?“ Dr. Stövesand rang nach Fassung. Die Sache war unwiderstehlich komisch. Aber er konnte wenigstens die Leute wieder als„geistig normal“ tarieren. Unter ihren haßerfüllten Blicken beugte er sich zu Schrulle rollen. „Laßt mich erst hinaus!“ rief Frau Traudchen, ihr Antlitz verhüllend.„Ich kann keine blutende Wunde seben!“ Aber— obgleich der Verband erst zur Hälfte abgewickelt war— es war schon zu spät.— Denn mit einer ruckartigen Drebung hatte sich Schrulle plötzlich Dr. Stövesands Händen entzogen und führte, noch durch den langen Gazestreifen mit ihm verbunden, einen wahnsinnigen Freudentanz auf. Und zwar„auf allen Vieren!". Denn er hatte zum gröbten Staunen der Familie Schnook, auf einmal die fehlende Vorderpfote in tadelloser Versassung wieder. Und nach dem Tanz schüttelte er sch so fangtisch, daß zwei ihm auch in seiner Krankheit treugebliebene Flobveteranen eine unheilbare Gehirnerschütterung für den Rest ihrer Taße davontrugen. Dr. Stövesand schrie vor Lachen über all die bestürzten Gesichter.„So geht's, wenn man keinen vernünftigen Menschen zur Hilfe hat!" rief er.„Die Töle wehrte sich ja sozusagen mit Händen und Füßen gegen den Verband— da ist so ne widerspenstige Pfote aus Versehen mit hineingeraten. Na ja,— schen gut!“ wehrte er den quielsenden Hund von sich ab, der ihn mit der ganzen Charakterlosigkeit seiner Natur jetzt durchaus„küssen“ wollte und dazu mit seinem elenden Fragment von Schwänzchen wie wahnsinnig wedelte. Sehr kleinlaut— aber dennoch hocherfreut— saben die Schnooks auf ihren Liebling. Und mit vielen Redensarten entschuldigten sie sich ihrer„verständlichen Erregung wegen“ bei dem lachenden Doktor. „Machts nichts,“ sagte der.„Bin selber grob.“ „Was nicht alles passieren kann,“ meinte srob Herr Krause.„Mein Onkel in Mömvelgard hatte mal nen For—“ „Jetzt möchte ich nun neue Gaze haben, Wasser und Guttavercha,“— fiel ihm Dr. Stövesand erbarmungslos ins Wort.„And Du— wandte er sich an Toto —„halte ihm mal die Vorderpfoten— er wird schon wieder nervös. Und passe gut auf, daß nicht wieder ne Pfote in den Verband gerät— er versucht schon wieder eine frei zu kriegen. Wenn uns wieder eine in Verlust geriete— das wäre denn doch eine zu „beinliche Geschichte— und in der Ruf eines Hundebeinigers möchte ich nicht gern geraten.“ Nr. 63 (Drittes Blatt). Gelsenkirchener Zeitung. den 16. März 1923. Was haben die Katholiken an ihren großen ZentralOrganisationen? 1 Die steigende wirtschaftliche Not und fortschreitende Verarmung des deutschen Volkes hat unsere großen konfessionellen Verbände und Zentralorganisationen in die Gefahr des Untergangs gebracht. Die Ausgaben der Zentralstellen und Sctretariate sind im gleichen Maße wie die Teuerung gestiegen. Weil die Einnahmen nicht angemessen erhöht werden konnten, mußten Sekretariate aufgehoben, freigestellte Beamte entlassen, die Vereinszeitschriften start eingeschränkt werden oder gar eingeben. So droht schließlich die ganze Organisation zum Erliegen zu kommen. Welches sind nun die letzten Gründe dieses Versagens der deutschen Katholiken ihren großen Verbänden und Zentralorgansationen gegenüber? Sicherlich nicht die Höhe der Beiträge. Diese sind, an der Friedenszeit und der allgemeinen Erhöhung der Einkommen gemessen, nicht gestiegen, sondern zurückgegangen. Der deutsche Katholik gibt heute von seinem Einkommen einen weitaus kisinern Teil für Bildungs= und Schulungsaufgaben aus als vor dem Kriege. Die Einkommen sind heute bei allen Volksgruppen mit Ausnahme der Rentner, Altvensionäre und großer Teile der freien Berufe über das Tausendfache, ja manchmal Zweitausendfache der Friedenszeit gestiegen, die Ausgaben für kirchliche, karitative und Vereinszwecke kaum auf das Zweihundertfache. In der Verteuerung der Beiträge kann also die Hauptursache für den Niedergang unserer Organisationen nicht liegen. Die Hauptschuld liegt darin, daß viele Katholiken nicht zu schatzen wissen, was sie an ihren großen Verbänden und Zentralen besitzen. Wie mancher Arbeiterverein ist in letzter Zeit aus seinem Verband ausgetreten mit der geradezu tyvischen Begründung der Mitglieder:„Wofür sollen wir das viele Geld an den Verband bezahlen? Wenn wir unser Glas Bier trinken und uns etwas erzählen wollen, können wir das auch ohne Verband.“ Aber eben dafür haben doch vor dreiv.n Jahren unsere großen Führer Windthorst, Hitze, Brandts, Trimborn u. a. die zusammenfassenden Verbände und Zentralorganisationen gigründet, damit unsere örtlichen katholischen Vereine über die Stufe der bloßen Kneip= und Klatschvereine hinauskommen und Gl.eder einer großen katholischen Volksbewegung werden sollten. Dazu war nötig, daß wohlausgebaute Verbandsleitungen und Zentralstellen den kleinen örtlichen Vereinen und Ortsgruppen in Wort und Schrift regelmäßig Anregungen, Richtlinien, Wegweisungen gaben durch Verbandsblätter, Mitgliederzeitschrift, volkslümliche Flugblätter und Flugschriften, auf Konferenzen, Kursen, örtlichen Versammlungen. Der geistige Gesichtskreis der abgesolitterten örtlichen Vereine müßte also wieder der enge von einst werden, der manchmal nicht einmal bis zur Kirchturmspitze reichte. Wenn heute die deutschen Katholiken eine bedeutende Stellung im öffentlichen Leben einnehmen, so verdanken sie das nicht zuletzt ihren großen Organisationen. Diese haben die Schulung geleistet, die notwendige Voraussetzung dieses Aufstiegs war. Sie haben den Gedanken der Einheit und des Zusammenhalts gepflegt, ohne den wir machtlos wären. Sie haben eine Volksbewegung geschaffen, durch die wir aus unserer frühern Bedeutungslosigkeit zu einer der wichtigsten Volksgruppen aufgestiegen sind. Lassen die Katholiken ihre großen Organisationen weiter zerfallen, dann wird in der Geltung des Katholizismus im öffentlichen Leben bald die alte Armseligkeit des vorigen Jahrhunderts zurückgekehrt sein. Aber auch als Deutsche haben wir Katholiken das größte Interesse an der Erbaltung unserer Organisationen. Die Wiederaufrichtung unseres Volkstums, der Neuaufbau unsexes Staates, die Heilung unserer todkranken Wirtschaft kann nur von einem gründlich geschulten und durchgebildeten Volke geleistet werden, das imstande ist, über die engen örtlichen Verhältnisse hinauszusehen und die groben Fragen vom Gesichtspunkt der Gesamtheit aus zu betrachten. Sollen wir Katholiken, die wir durch unsere Weltanschauung tief miteinander orgm-Vohlmbin-Lecithin mit Hormon- und Glycerophosphat. Anregendes Kräftigungsmittel auf wissenschaftlicher Orundlage. Verlangen Sie nur „Organophat“ in der Adler-Apotheke, Heinrichstr. verbunden sind, heute nicht erst recht die Bildungseinrichtungen unserer Organisationen benützen, um an unserm Teil zu einsichtigen, verantwortungsbewußten Staatsbürgern zu werden, wo es heute doppell notwendig ist bei der Fülle der Fragen und Aufgaben? Darum, deutsche Katboliken, schützt eure groben Organisationen vor weiterm Verfall. Eurem Glauben und eurem Volkstum seid ihr es schuldig, die nötigen Opfer dafür zu bringen. Sorgt vor allem für eure wichtigste Zentralorganisation: den Volksverein für das katholische Deutschland. Er hat am stärksten den Gedanken des Einheitsvereins verwirklicht, am nachdrücklichsten die örtliche Vereinz=lung und Zersolitterung der Kräfte zu überwinden gesucht, am umfangreichsten die religiöse, staatsbürgerliche und soziale Volksbildung und Volksschulung gepflegt. Es ist einfach unmoglich, aus der katbolischen Volksbildungsarbeit die Zentrale des Volksverlins mit ihren Einrichtungen und Fachbcamten, de Sekretariate im Lande draußen, die regelmäßigen Versammlungen, Konferenzen, Kurse, Flugblätter, Vereinshefte und sonstige Volksschriften hinwegzudenken. Wer wagt ernstlich die Verantwortung für das Eingehen des Volksvereins auf sich zu nehmen? Welcher Katholik, der im öffentlichen Leben tätig ist, kann ihn auf die Dauer entbehren? Aber auch an dieser, im In= und Auslande gleich angesehenen Einrichtung rüttelt der Sturm der Zeit. Schon werden die Vereinshefte immer seltener, Flugblätter können nicht mehr gedruckt werden, Sekretariate müssen aufgehoben werden. Katholiken, wollt ihr in dieser Zeit allgemeiner Verwüstung auch das letzte Werk und bedeutendste Vermächtnis Windthorsts verlieren? Erwacht nicht auf einem Trümmerfelde, wenn es zu spät ist! Darum alle Kräfte zusammengerafft zur Rettung unserer groten Organisationen, namentlich zur Erhaltung unseres Volksvereins. Die Auslandspoft. Wie die Postsendungen nach England geleitet werden. # Infolge der durch die Besetzung des Ruhrgebiets hervorgerufenen Störungen im Eisenbahnverkehr können die Linien Köln=Herbesthal(Ostende) und Duisburg=Goch(Vlissingen), über die sich früher der Hauptteil des Verkehrs bewegte, zur Beförderung der Briefpost nach und aus England und der über Großbritannien zu befördernden Ueberseepost nicht mehr benutzt werden. Die Umleitung der früher über diese Wege beforderten Post ist deutscherseits veranlaßt worden, sobald Störungen auf den in Betracht kommenden Eisenbahnstrecken hervortreten. Doch haben diese Umleitungen, wie bei der Schwierigkeit der Durchführung so umfangreicher Verkehrsumstellungen erklärlich, zum Teil nicht unerhebliche Verzogerungen in der Ueberkunft der Sendungen. namentlich in der ersten Zeit. verursacht. Seit der Verkehrsumstellung wickelt sich der Postverkehr mit England wie folgt ab: Der größte Teil der Post aus England nimmt den Weg über Harwich=Hoek van HollandOldenzaal, während der über Vlissingen zugehende übrige Teil der Post aus England seitens der holländischen Postverwaltung von Vlissingen aus mit Personenzügen über Roosendaal=Armheim ebenfalls nach Oldenzaal befördert wird. Von vier aus gelangen beide Versande über Bentheim=Rheine=Osnabrück nach Deutschland. Für die Beförderung der Post nach England wird vorwiegend der Weg über Osnabrück=OldenzaalHoek van Holland benutzt. Soweit die Post nach England. z. B. diejenige aus Süddeutschland, bisher auf anderem Wege(über Frankreich) abgesandt wurde. ist Prüfung im Gange. ob auch diese Post über die Niederlande geleitet werden kann. Die über England zu befördernde Ueberseepost aus Deutschland usw. wird ausschließlich über Oldenzaal=Arnheim=Roosendaal=Vlissingen derart befördert, daß der Anschluß an die in Betracht kommenden Dampfer gesichert ist. Die Ueberseepost nach Deutschland und Durchgangsländern wird dagegen sowohl über Vlissingen=Oldenzaal als auch über Hoek van Holland=Oldenzaal geleitet. Die deutsche Postverwaltung ist dauernd bemüht. den Verkehr mit England, wie überhaupt mit dem Auslande. so rasch: wie es unter den gegenwärtigen Verhältnissen möglich ist. abzuwickeln und noch vorhandene Mängel in der Ableitung der Sendungen zu beseitigen. Gewisse Verzögerungen lassen sich aber. so lange die wichtigsten Leitwege nicht benutzbar sind und für die Bearbeitung und die Abbeförderung der aus vielen hunderten von Säcken bestehenden Englandsvost und englischer Ueberseepost nur noch die Bahnposten der Strecke Rheine=Bentheim=Oldenzaal zur Verfügung stehen, auch in Zukunft nicht vermeiden, und zwar um so weniger, weil auch im unbesetzten Deutschland zablreiche Eisenbahnzüge. in denen Bahnposten verkehrten, zum Schaden der Postbeförderung weggefallen sind. Nachdem inzwischen die Schwierigkeiten, die sich anfangs der ordnungsmätzigen Bearbeitung der Auslandsvost in den Bahnvosten der vorgenannten Streue entgegengestellt haben. großtenteils beseitigt sind, darf mit einer regelmäßigen, wenn auch gegen früher langsameren Postbeforderung gerechnet werden. Jedenfalls dürften Verzogerungen in dem Umfange, wie sie in der ersten Zeit der Umleitung bemerkt worden sind. nicht mehr vorkommen. M Münck Vermischtes. wurde auf bu ichen. 15. März. Wegen Landesverrat Veranlassung der Staatsanwaltschaft in Augsurg d, kommunistische Münchener Stadtrat Weigl festgenommen. Der Landesverrat wird in einem Artikel in der bayerischen„Roten Fahne“ erblickt. Die ältesten Banknoten. Es dürfte wohl nur wenigen bekannt sein, daß die Banknoten denselben Ursprung haben, wie das Notgeld. Sie entstanden nämlich ebenfalls im Kriege aus Mangel an Hartgeld. Im Jahre 1684 fehlte es den französischen Truppen in Kanada an Geld. Der Intendant de Meulles wußte sich nicht anders zu helfen, als indem er „Bons.(Gutscheine) auf Svzelkarten schrieb und sie zugunsten seiner 400 Mann ausgab. Die Bevölterung nahm die Scheine willig. und später erkannte der König LudwrgA. deren Gültigkeit an. Er beeilte sich allerdings nicht sie einzulösen, aber zuletzt mußte er sich doch dazu Der Nachfolge.— Psie einsatbsen, Gert Julto. MuUer—.—..—.— entschl eben. Der Nachfolger de Meulles' gab dann auch seinerseits wieder Gutscheine aus, die in Wirklichkeit Banknoten darstellten. und diese Overation wurde noch bis 1760 fortgesetzt. Inzwischen hatten einige Kaufleute * in Qu gemeien n nIn Anfang Iunker A ls von Jonnn in der Anfang des zwelten Kriegsjogren Rellse in ##s#ein erstes Metallftugzeug fertig. ungssorm dereits die Grundloge des heutigen Junkers=Vertehreflugzeuges zeigt. Die Maschine war eines der erßten peispannungslosen Flugzeuge mit freitragenden Flügeln. Nur der Fachmann vermag ganz zu erkennen, welchen ungehaute aus Boston. de in Qu=bec gewesen waren. 1600——. taate Massachussetts vorgeschlagen. seine öffentliche chuld mit Paviergeld zu bezahlen. Da die Puritaner keine Spielkarten hatten, benutzte man unbedruckte Kartons. die einfach beschrieben wurden. Diese Scheine wurden säter wieder eitgezogen.— Curnen= Sport= Spiel. Turnen. Ein deutscher Turn= und Sportbund. gr. Zwecks Erzielung eines einbe tlichen Bescitigung jeglicher Reibengsmöglichken soll Snarlhund“ nan der Dautschen Turne.“— tlichen Zusammenarbeitens und B#####en sell ein„Deutscher Turn= und sporlbund“ von der Deutschen Turnerschaft und den Sportverbänden (Deutüdher Fußballbund. Deutsche Sportbelörde für Leichtathletik und Deutscher Schwimmverdand) gegründet werden. Die Vertreter der Deutschen Turnerschaft und der vorgenannten Spertverdände hoben einen Vertnag auf folgender Grundlege entworsen: Zweck der Arbeitsgemelnchaft, die den Namen„Deutscher Turn= und Sportbund" tragen soll ist die Pflege und Förder##ng der Letbesüdungen, also von Turnen, Spiel und Sport. Die Vertietung gegenüber der Oeffentlichkeit soll gemeinsam erfolgen. Dor Bund nimmt keinem Verbande seine Selbständigkeit, im Gegenteil, jeder Venband kann alle Arten von Leiberübungen betreiben und darin Wettkämpfe veranstalten. Nur die Meisterschaften sollen im Austroge des Bundes von den zuständgen Verdänden ausgeschrieben und von diesem durchgeführt werden. In der Zukunft sollen dann die Einzelverbände auf die weitere Einreichung selbständiger Wettspiekrunden verzichten, und zwar in den Spielen, für die sie nicht ausdrücklich als zuständig befunden wonden sind. Die Zuständigkeit der Verbände soll wie folgt geregelt werden: für Gerätekämpfe, den gemischten Kampf, Frei= und Handgerätlübungen, Turnspiele, volkstümliche Mehrkämpfe mit Ausnahme des Zehnkampfes die Deutsche TurnerFußballspiel der Deutsche Fußballbund, für Schwimmen und Wasserball der Deutsche Schwimmverband, für Leichvathletische Einzelkämpfe, Staffelläufe und den Zehnkampf die Deutsche Sportbehörde für Leichtathleiik, für Handdall die Deutsche Turnerschaft und die Deutsche Sportbehörde für Lechtathletik gemeinsam. führen konnte und alemale geflegen Ist. In Deutschland e9 u. a. Haeselln und Dk. Huth, die allerdings aun vons groben Ersolg Metall=Eindecker dauten. Werte, wie die Allgemeine Elekkriztatsgesellschaft. Euler=Frankfurt am Mein und Emil Jeanuln bauten eus Numptgerüß und auc Teile der Zeile aus Stahl, vemme deten aber zur Bespannung und Verkleidung des# Leinwand oder Sporrholz. Die“ Weise gedant. Die Flugse teden nicht meh Dossau Professor iner damal gen Ausführun #flugzeuges zeigt. Die freitranenben 9.— un, welchen ungehauten rofessor Junkers damil erreicht hatre. Schon damals bejaßen Flugzeug, das, wie kein zweites, deruson erscheint, an der Eroberung des Luftmerres mitzumisten. über es waren brei lange Kriegsjahle nöt g. um den Zweiflem zu zeigen, was die Maschine zu leisten vorntog. Dem ersten Innker=Eindocker, dessen erster Flug im Dezember 1915 htottfand, sind verschiodene andere Typon gefolgt. Besonders bekannt die J. 1. ein gepanzerder Insanterie=Doppeldecker, mit 200r Benzmotor, und später D. 1. ein Jagd=Einsivzer. Das heutige Keisefl gzeug is ein Gindecker für vier Fluggüste. Er ist aus aus Speztalleichtmetall nach den Patenten von Prosessor Junkero gestellt. Auch zur Besponnung der Flächon und zur Verkleidung des Rumpfes dient Duraluminium. Die Verwendung von Metal' als Bausoff hat nach der„Technik für Lüe“ verschiedene große Vorteile andren Synemen gegenüder. Erstens bietet das Metallflugzeug Witterumaseinflüssen gegenüber Widerstand. Nur zu leicht verzlehen sich die Flächen einer anderen Flugzeuges durch Temperaturwechsel und Witterungseinflüsse. Dies isi nicht nur in den Tropen der Fall, sondern auch in unseren Zonen. Wir haden es oft erlebt, daß Flugzeuge, nachdem sie längere Zeit im Rezen oder Schnee standen, abgebaut werden mußten, weil die Spieren sich verzogen hatten und die Flächen sich voll Wasser gesogen hatten. Bei einem Metallflugzeug ist das alles ausgeschlossen. Es bann unter Umständen Tage und Nächte lang auf reiem Felde stehen, ohne Schaden zu nehmen. Tragflächen und Nump# können sich nicht verziehen und brauchen nicht vor dem Flug besonderaachgespannt zu werden. Für Zwischenlandungen sind also keine Schuppen oder Zekte nötia. Dies bedeutet eine nicht geringe Goldersparnis. Außerdem bietet Metall gegenüber Holz und Stoff eine erhöhte Bruchsicherheit. Auch die Feuersicherheit wird erhöht. Etwaige Vergoserdrände können mit Dilre von Handseuerlöschern leicht erstick werden, ahne daß sonstige Teile des Flugzeuges gefahrdet werden. Brandenburgische Meisterschaften im Kunstturnen. Kr. Die Austragung der Meistorschaften der Provin : Kunstturnen an den Geräten ließ wioderum den Brandenburg Stand des Geräteturnens in dev Doutschen Turnerschaft erkennen. Dor riesengroße Sportpalast zu Berlin, in dem die Veranstaktung stattsand, wies überaus zahlreichen Besuch auf. In der Presse wurden die Massenfreiübungen für das Deutsche Turnfest in Münchon vorgeführt. Im Zehnkampf der Turner(je 3 Uebungen am Nock, Barren und Pferd und Pflichtüdung) siegte als 1. der bekannte Turner Ehrhardt von der BerEiner Turngenosenschaft mit 187 Punkten; im Sebenlampf der Aelteren der edenso bekannte Gutsch vom Turnverein Schöneberg mit 133 Punkten. Ehrhardt konnte wider Erwarten auch alle 3 Meisterschaften an den Einzelgeräten Reck, Barren und Pferd erringen. Im Siebenkampf der Frauen siegte Fräulein Furchheim To. Jahn=Neukoln mit 121 Puntten. Der Städic=Weitlampf im Runstturnen zwischen Hagen, Lüdenscheid und Bochum, der gestern auf dem Schützenhose zu Bocheum vor sich geben sollt, war von de: Besatzungsbehörde nicht genehmige worden, konnte also nicht stattfinden. Neues aus der Tuftschiffahrt. Metallflugzeuge. Bereits im Jahre 1912 traten verschiedene Flugzeuge mit dem Plan hervor, Merallfluggeuge zu bauen. Man versprach sich von der ausTheater=Musik=Vorträge =— Theatergemeinschaft Bühnenvolkobund. Sonntag. den 18. März, abends 7 Uhr, Gruppe Grün: Emilia Galotti. Montan, den 19. März. abends 7 Uhr, Cruppe Gelb: Fledermaus. Karten zu beiden Vorstellungen sind in der Geschäftestelle, Neustraße 1, zu haben. = Rotthausen, 15. März. Am kommenden Sonntag. 18. März, wird die Gesellschaft„Rhenania“ abermals im Volkshause das Ausstattungsstück„Prinz und Beitlerin“ aufführen. Der Reinertrag ist für die bestimmt. Bahnhofshotel K. V. Gelsenkirchen. Der Direktion des K. V. ist es unt sation! im K theater mitwirken. Die Künstle werben erstmalig am Freitag, 16. März auftteiel. eaterkrisen in Potsdam und Posen. . Ase aus Potsdam gemeldet wird, befindet sich das Potsdamer Schauspielhaus in großen sinanziellen Nöten. Dem künstlevischen Pezsonal ist eine Mindestgage von 170 000 Mk. für Fedruar und 200000 Mark für März zuerkannt worden. Der Indendent, Kum Pehlemann, erkennt diese Forderungen wohl an, doch würde bei Erfüllung derselben das Theater mit einem Mehrbetrag von 21 Milllonen belastet werden. Die Stadt Potrdam ist indessen nicht im Stande, einen Zuschuß zu leisten. Man hofft demnach noch in letzter Stunde Hilfe von staatlicher Sette zu finden. Auch in Polon ferdert die Seuche der Theaterkrisen ihre Opfer. Die schwierige sinanzielle Lage der beiden Posener Bühnen, deo Sroßen Thealers(Oper) und des Polnischen Theaiers(Schauspiel), die beide au Stadtkosten erhalten werden, hat die städttsche Verwaltung dazu veranlaßt, den Vertrag mit dem polnischen Theater, der mit Ende dieser Spielzeit abläuft, nicht mehr zu erneuern. Ferner tritt man dem Gedanken näher, das Große Theater für die nächde Spielzeit zu verpachten. Wo man hinschant, Theaterkrisen über Theaterkrifen! Der alte Teitz als Lustspieldschter. itzig und birgt zahlreiche satirisch=kritische# gen, die der König über Gesellschaft und Wissenschaft seiner ein munteres Liederspiel mit hat einfließen lassen. Das unterhielt sich gut und spendete reichlichen Botfall. 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Ab heute der große spannende Sensationa-Pitm Hamlet Drama in einem Vorspiel und 6 Akten nach der aufgefundenen alten Hamletsage. Personen des Spiels: Hamiet, König von Dänemark. Paul Conradi „önigin Oertrude..... Math#de Brandt Claudlus, der Bruder des Königs. Ed. von Winteretein Prinz Hamlet Aeta Rieleen Horatio Heinz Stieda Polonius Hans Junkermann Laertes, sein Sohn.... Anton de Verdier Ophelia, seine Tochter... Lilly Jacobeson Portinbras, König von Nerwegen, Fritz Achterberg. Werner Kraus Fabelhaft spannendes Detektivbild in 6 Akteil Jeder Hauptdarsteller: John Barke..... Louis Ralph Colonel Daniei Ward, Oeheimagent einer tremden Macht.. Heinrich Peer Detektiv Burns Gotttried Kraus Chei der Staatspollzei Willy Kayser-Heyl Eduard von Winterstein Was uns im Pilm die unerreichte Darstellungskunst von Asta Nielsen vermittelt, ist das seitsame, Menschenherzen tiefrührende Geschick, das auf dem Leben Hamlets schwer lastet. Asta Nielsens Leistung in der Rolle des Prinzen Hamlet gibt uns ein in jedem Augenblick erschütterndes, trotz der fernen Zeit durchaus glaubhaftes Bild von Leid und Sehnaucht eines edlen Menschen. Auch die übrigen Künstler, wie Eduard von WinterStein und Lilly Jakobecon, bekannt aus dent chimmelsschiff-, leisten In diesem Pllmwerk Hervorragendes. Zuletzt sei noch als Hauptdarsteller erwähnt der hier bekannte und beliebte Mitspieler Frieda Richard Fritz Achterberg welcher zur Zeit im hiesigen Konzert-Palast im-Blauen Signal- erfolgreich gastiert. Harald Pauisen (Sturm Im Gebirge). Großes Sensations-Abenteuer 10146 in 5 Akten. Der Unbekannte: Ludwig Götz. Felix Hecht, Wolfgang von Schwind, Josef Sommer, Wéen-Tso-Ling usw. Ort der Handlungen: China— Amerika— Europa. Dieses 1 Vorspiel und 6 Akte umfassende Werk etcht einzig da. 10161 Großes Gesellschaftsbild in S Akten. In den Hauptrollen allererste Itallen. Künstler. In fabelhaften Bildern und erstklassiger Darstellung bringt der Film die Geschichte einer ungeheuren Schuld und ihrer Sühne, führt er uns auf wildzerklüftete amerikanische Inseln, in die Opiumhöhlen Chinas, zeigt uns die Entsetzlichkeit internationalen Mädchenhandels und lichtet für Augenblicke den Schleier, der das Verbrechertum der Erde umgibt Das beste amerikanische Lustspfel Tolle Groteske in 2 Akten mit„Fatty“ in der Hauptrolle. Die Besetzung ist durchweg Klasse vom ersten bis zum letzten Darsteller. Nur Filmgrößen und das Werk 19, ein ganz großes Ereignis. Ein tolles Lustspiel in 2 Akten. Der mit höchster Spannung erwartete Großfilm Achtung! Besonderes Angebot. Das gelbe! Dreleck. Gardinen-Reste statt. Durch günstigen Einkauf und viele Bemühung bin ich in der Lage, preiswert zu verkaufen. Niemand versäume die günstige Kaufgelegenheit! Größte Auswahl. Billigste Preise. Raphael, Königstraße 11, am Alten Merkt. 492 zum Aussuchen sprechen mit Zalamort, dem Hann ohne Furcht. 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Der Versand geschieht insoweit ausschließlich auf Gefahr des Auftraggebers. Desgleichen lehnen wir jede Verantwortung des Risikos von Kriegsereignissen(einschließlich des Risikos der Vertügung von hoher Hand, Weg- oder Beschlagnahme) bei Einzug von Wechseln und Schecks sowie bei Aufbringung von Protesten ab. Berlin, den 19. März 1923. 4408 Frau Grabia-Dürholdt Dentistin Bahnhofstraße 3. Fernruf 2887. Sprechstunden: 9—12 und 3—6½ Uhr. Berliner Handels-Gesellschaft Commerz- u. Privat-Bank, A.-G. Delbrück, Schichler& Co. reetien der Dissonto-Gesellschaft J. Dreyius& Co. Mendelssonn& Co. S. Bleichröder Darmstädter und Hatienabank, I. a. A. Deuische Bank Dresdner Bank Hardy& Co., 6. m. b. H. Credlbank. Alfred Böttiger Dentist Kalserplatz 5.— Teleph. 2223. Sprechstunden: 9—12 und 3—6 Uhr. Strickwolle Schnell, sauber und billig werden Ihre Schuhe repariert in der Mechanischen Schuhschlerei J. Mislak Schalkerstraße 38. platz. 1 Minute vern Kalserplat Auf Wunsch kann darauf gewartet werden. 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Ersing wachsenden einer Ent aufgeforde Pripat= ur höbung solange wirtschaftli insbesonder und Valu stellung o mit Zustin von Dr. H die 2# Grupp angenomm Künd des Rei Antrag Bei tunlichst e nicht kündl gesetz unter zielung ei der Negier fassung übe stellen, da nicht schon deshalb die schlossen sei fassung wu Beytbien e K Verl urs 81 entwurf sorgung Versorgung den der G Das Ho das Ha chen b A. aud Beratu die Woblfal hrtspflege arbeiten mü verlangt me anstalten jei Jugend auf Spielplätze. d werden. Famibie mit neuem schwachen über den Ve vertagen, auseinandert Monsten 1 Köl meldet aus 9 den pürstlich die Gaat mit don in kirchliche Ro über die 9 richten. Mission sehr Sprache v 8 F Filhrung des Ab“ Malsabn dringen degen die Rednertribüne vor und droben dem Abg. Graese, der sich aber nicht an sie stört, bis der Lärm wieder abslaut. Redner beantragt dann. heute oder mindestens vor Okern eine Vollsitzung anzuberaumen, welche zu dem erbot seitens des preußtschen Innenministers Severing Stellung nehmen soll. Präsident Loebe schlügt vor, die nächste Sitzung für den 12. April fest. zusetzen. Abg. Schultz=Brombers(D. R.) teilt mit, daß seine Partei eine Interpellation wegen der Auflösung der deutschoölkischen Freibeitsvartei eingebracht habe. Nach stürmischer Geschäftsordnungsdebatte wird die nächste Sitzung auf den 11. Aoril festgesetzt. Schluß nach 8 Uhr. schl Er wa guf den in. In Die Privat= und Kleinbahnen. 2 Berlin, 24. März. In Deuntausschus des Reichstages ließ das Joichsverkedroministerium erklären, daß das Essenbabnrinans#rlet mit Bechleunigung dem Reichstag vorgelegt werde. Der =a(Itr., wies neden anderen Abgeordneten wachsenden Verfall der Vrivat= und Kleinbahn einer Entschließung wied das Reichoverkehrs aufgefordert. Schrifte zu Pri h öb o1 wirtschaftlichen#####c insbesondere soll auch der Zusammenbang zwischen Tarifund Valutavolitik berücksichtigt werden. Eine Neueinstellung von Bahnwärtern und Angestellten soll nur mit Zustimmung des Reichstages erfolgen dürfen. Eine von Dr. Höfle(Ztr.) eingebrachte Entschließung, wonach die Bahnmeister hinsichtlich der Beförderung nag Gruppe sieben nicht schlechter gestellt werden sollen, als die fachschulmäßig vorgebildeten Eisenbabntechniker, wurde angenommen. Kündigung von unkündbaren Pachtvertrügen. * Berlin. 24. März. Der Wornungsausschuß des Reichslages behandelte an Antrag Bevthien tunlichst einen nicht kündbare.——.— gesetz unterliegen, gekundigt werden können. zur Erzielung eines angemessenen Bachtsinses. Von der Negierung wurde der Wunsch geäubert, die Beschlu fassung über diesen Antrag auf stellen, da erst geprüft werden m nicht schon unter die bestehende Ge—. deshalb die Vorbereitungen noch nicht endgültig.— schlossen seien. Ein Antrag auf Aussetzung der Beschlußfassung Verhaftungen, Ausweisungen. K##es una st mit dem Workaut und dem Stun das Artikels unvereinbar. Dieser Grund läßt sich immer konveren, dann ware ja Artikel 63 überhaunt gegendolos. von b## * Buer. 24 März. Der Oberbürgermeister stru immermann von Buer und die Oberbergräte san brons von der Bergwerksinspektion 3 und Russe! se Farpichse, Des Ohenhtegenn.ude plse ahausen sowie der 2. in Recklinskauten wi Ob Deutsches Reich. rango tenrat ) Mainz. 25. März. suchungen wurden heute rektor Will vom Schmiesom. und Studtencad GreiNach vorhergegangenen n der Besatzungsbe er An des Naturbistorischen worer verhaftet. Ul deg ersten n von der „Mainzel r des Na wurde abge 5 gehube= die Beschlasmüsse, ob diese PerträgGesetzgebung fallen und abgelehnt Beythien einstimmis ansenommen. der = Berlin. entwurf zur sorgungsg Versorgungsgesetz vorgesehenen——1— den der Geldentwertung angevaht. Preußischer Tanötag. Das Haus stischen An schusorgan 220. Sitzung. . Berlin. 24. März 192.. stimmt zunächst über den——— ttrag ab, der sich mit den Sel schutzorgandsationen beschäftigt, Der erste Teil fordert, daß alle bürgerlichen Kampf. und Selbstschutzorganisationen sofort ausgelöst. ihre Waffen beschlagnahmt und ihre Leiter in Haft genommen werden. — Eich abgeleont gegen die Stimmen der Kommunisten und der Mehrheitssozialisten. weite Teil fordert; proletarische Adwehrkommunibst= en Er wir unisten u. formationen, Waffen und staatliche Mittel für Ra. Fr wirh evenfaus avgelednt. Dlesmal stimm aug Beßzgheitsosialsten für die Ablebnung. Beratung des Wohlfahrtshaushalts. Abg. Frau Vogt(D. V.) schildert die noch immer sich steigernder Not der Klein= und Sozialrentner. Das Wohlfahrtsamt müsse darauf bedacht sein. die pulvate Fürsorge zu schützen. Aba Frau Ese(Soz.): Die Enteignung der gesamten Krongüter würde für die Wohlfabrtsswecke eine große Hilfe sein. Die Wovlfahrtspflege ist Gemeinschaftspflege, an der alle mitarbeiten müssen. Abg. Frau Dr. Lauer(Str.) verlangt mehr Rittel eur Unterstützung der Woblfahrtsanstalten jeder Art. Die Wohnungspot gefährdet die Speeiatg Scwute. Desdaw venangen wir mahr Abe. Spohe(D. N.): vierigen Lago der Aindergärten und talten muß unbedingt abgeholfen sen der Wohnungsnot der kinderreichen jeder Weise bemüht sein. gatte und nach der. Erklärung des. r#tliefer über die Bemübungen der riums, die Illesorveerziedumgsanstalten zu erfüllen, zog man es angesichts der hwachen Besetzung des Hauses vor, die Einzelaussprache über den Volkswoblfahrtshaushalt auf den 1.. April zu vertagen, worauf das Haus in die Osterferien auseinanderging. wert. A Frankfurt, 25. März. Die„Frankfurter Zeitung" meldet aus Wiesbaden: Der bekannte preußische Heerführer Exzellens von Mudra ist verhaftet worven. sgnweisungen bis zur Höbe von 5000 Milllarden dem„Echode Varis“ aus Mark zu beschaffen. Außerdem wird er ermächtiet, zur den die autierten Militärbe= Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben 500 gagen den Korreimamdaunt dus Millfarden Mark im Wees dos Kredite flüssig K den Redakteur der„Kodrmann. verhastet. Aehnvorgenommen werden. Paris. Ein Reichsnotetat. ss Dem Reichstag ist ein Roteta. der ordentliche Haushalt vom Reichstag bis zum 1. nicht verabschiedet werden kann. Durch den Notetat wird die Reichsregierung ermächtigt, über diejenigen Teile des Haushaltsolanes, die vom Reichstag bereits in zweiter Lesung beraten sind, und über die Teile des Haushalts, über die im Haushaltsausschut des—“ Beschluß gefaßt ist, nach Matoabe dieser fügen. Ferner wird der Reichstinanzminister die Mittel zur Bestreitung der nach den vorstehenden stimmungen zulässigen ordentlichen Ausgaben Schateisungen bis zur Höbe von 5000 Milliarden Reichstages liche Nevressalten würden jedesmal voramommen werden. wenn ein französischer Journalist von deutschen Bebörden belästiot wird. ** 53 haben n. bezu machen, sowie zur Befriedigu sondere infolge der Rubraktion Beschlagnahmungen. WIB Düsseldors. 24. März. Gestern v die Franzosen 120 Millionen Ma aus den Wohnungen der Meister### werke, wo sie weren der Besetzung Wagenbauwerkstätten aussezahlt wen schlagnahmt. Das Werk ist vollständig stillge nisse nötigenfalls Garantien zu Übernedmon und lungen für das Reich, die vor der gesetzlichen und vertraglichen Fälliskeit erfolgen, einen angemessenen Abzug zu gewähren. Ferner wird bestimmt, daß bis zur etwaigen Neuregelung der Bezüge der Beamten Teuerungszuschüsse, örtliche Sonderzuschüsse und Frauenzuschläse bewilligt werden können. Firma 7 sche Fir en Die nu Arbeit erschlenan, Belegschaft gins unter diesen den der Veston=ehesieae Eindenahd aben de Kasihae ungstrupven dabei um unteraest die der chlauAnlänellt waren. Sozialdemokraten und d eine Einigung dahingehend zuste Kommunisten; nicht In die treten. aber bereit sind. eine sot Die Kabinettsbildung in Sachsen. Zwischen den sächsischen den Kommuniste.n Dresden, 25. Mürz. demokraten und nahme. Zeitungsverbote. Ar un dest lmmte Zeit, Amtficde Dortnuunder und Wbekls#tilche Pol#s#errung, mit Alssnahnedes„Generalanzeigers“ verboten worden. Bettrov. 24. Mäm. Die„Bottrover Volksseitung“ ist ohne Angabe eines Grundes um weitere acht Tage. bis zum 3. Auril. verboten worden. Einzelmeldungen aus dem Besetzungsgebiet. Der Stab der französischen Rheinarmes nach Düsselder verlegt. Rchirmarmer R. von legt worden. Die Bureauräume sind in das Hotel Stablhof verlegt. Kommandowechsel in Essen. = Essen, 22. März. Der Stab der 1.——— teilt mit, daß General Jacquesmont. Kommandeur der 77. Dtvision, den Besehl Über das Gebiet der Stadt Essen übernommen hat. Englische Arbeiter=Studienreise. 24. März. Englische Arbeiter such im Ruhrgeviet angekündigt. in alle größeren Städte begeben und ee S ischen Arbeitezvertretern sich ins Beneomen sellschen Feiriellung der Dage im besetzten, Gebig#ein. An der Reise beteiligen sich Adamson. Burton. Thomson Bit des sät wurde G. sse die Deutschn Saal. Dr. Sesctzemtacher Staatsanwalt Das neue zusa unterstüte. dr. In der La raufhin zum dritten äside ütung und kommu lonalen und eigner steht im et und war eipzig am g vom Wahl Es S Bhtmunen mit gewählt. verließen sarkei den s in u seiner Wahl zum gsgericht und als ann, Kabinett setzt sich Ministerpräsident—..... jetzt folgenderDr., Zeigner. Abg. ber“ oder Gellisch. ultuommeter wie ger. Das JustizDie Auflösungsverordnung für das Reichsschatzministerium. An der.— und Sham. * Das Reichos gelöst. Von seinen a) das Reichsmy. heiten der Abteilung b) das Reichsfinanzmir 1. das Reichollegen wird am 31. März aufnehmen am 1. Aoril 1: die Angelegenswchen Röbte. mit neuem 4 achen Be Wirtschaftliche Volgen für amr London. 20. #l von Rotterdam sei auf 8 sprünglichen Handels zurückgegangen. beiter seien erwerbolos geworden. Halland. März. Der Sonderberichterstatter des in Rotterdam hebt dervor, daß die uorgebietes Rotterdam einen der habe. 000 Kr. elegt habe. e Der Kassationshof zum Mainzer Urteil. Der Kassationshof bestätigt das Urteil des Mainzer bestätigt Kriegsgerichts. Gegen das Urteil des Mainzer das die vielgenannten Zechenherren Fritz Die Ruhraktion. Ein Abgesandter des Papstes. Monsianere Teslareist nach Saar und Rubr. 1 Köln. 2d. März. Die„Kölnisch: Volkszeitung“ meldet aus Nom: Der Heilige Stuhl hat sich entschlossen, den pärstlichen Hausprälaten Monsignors Testa an die Gaar und Rubr zu entsenden, um festzustellen, ob mit von in diesen Gebieten einertretenen Verhältnissen kirchliche Notstände entstanden sind und um überhaupt über die Lane in den genannten Provinzen zu derichten. Es wird ihm bei der verantwortungsvollen Mission sehr zu statten kommen, daß er die deutsche Sprache vollkommen beherrscht. * Der Papst an den Bischof von Crier. * Der Bischof von Trier Dr. Bornewasser hatte an den Paost einen eingehenden Bericht über die Ereignisse der letzten Monate, soweit sie die Stadt und Dissese Trier betrafen, eingesandt und besonders die von diesen Ereignissen betroffenen Familien seiner besonderen Liebe und seinem Gebet empfohlen. Der Parst hat ihm darauf, wie die„Triersche Landeszeitung“ mitteilt, durch den Kardinalstaatsfekretär Gasparri folgendes Schreiben zugehen lassen: „Erlauchtester und hochwürdigster Herr! Von tiefem Schmerz ergriffen hat Seine Heiliskeit den Brief gelesen. n Du dem gemeinsamen Vater Doin von Kummer rrac erfülltes Herz kürzlich eröffnet hast. Er trägt Stellvertreter Jefu Christi und Hirt aller Bischöfe Son#e um die ganze Kirche, und wie er sich an deren Glück erfr#, so rührt ihn die Teilnahme. Darum erst# zu Gott die Hilfe der 2.2 Kriegsperichts, vur Thofsen,= Tengelmann, Schindler, Kesten, Wüstenbofer und Olfe zu hohen Geldstrafen verurteilte, ist bekanntlich Berufung beim Kassationsbof in Paris eingelegt worden. Die Berufung wurde begründet von dem Pariser Advokaten Mornard. der am Donnerstag zu Bezum der Sitzung des Kassationshofs das Wort ergriff. Der Gerichtsbof hat nach zweistündiger Beratung die Nichtigkeitsklage verworfen, also des Urteil des Mainzer Kriegsgerichts f#r polhI M Londen. 23. Btl streckbarerklärt. Er vertrat den Standvunkt, daß chaus in Erwiderung auf die Requtrierung von Kohlen auf Grund eines fran=skische Mitglied der zösischen Besebls für gültig erklärt werden müsse, da es"—--....... sich um Wahrung französischer Interessen handle. Inungültig zu bezeichnen sei, da der Friedensvertra## von Versailles durch die Besetzung verletzt sei, ist nicht entschieden worden; der Gerichtshof erklärte sich für unzuständis und verzichtete darauf, den Vertrag auszulegen. Eine weitere Berufung gegen dieses Alrteil ist nicht möglich. Die Ansicht Dr. Geimms zu der Entscheidung. Das Wolffsche Telegraphenbureau erfährt von Rechts“4 Nr#- i m m=Essen der aus Anlaß der Kessatton n Paris weilt, zu dem Urteil des noe Einzelbeiten: Das tliche Entscheidung. di* F r a g e d e r R e haupt ni anwalt Dr. Grimmtelit sar es. von ih mäßi ses jetzt folge gkett der Rubnbesctzung, ist von iom hrt worden. Das Gericht hat es— m nehmen mit der Begründung, daß Frago des Apiedensvertrages.(5 Schmant in dem T und Gorg als Sien trawn auf die Hilfe von oben Mut und Zuversicht zu bewodren. Als Unterpfand der himmlischen Gabe und Bewois des besonderen Wohlwollens erteilt er Dir und von Deaemn Dm, k. 8114;: Tea. Smmiun berührt Stellung um eine Teil 8) eine Fr liege, da Demae interest .. e timmungen des 8) auf die deren Rechts hier Arkoue 7 Frage als fung unterworden#### elehnt. hierz iß es uch hie 18 Anlaue? sien. tikel Alle t der Kassat Franssglschen Frage der 3 Die Recht Friedensvert S27.Sche Rechtsfragen unterliegen der Nachprüfung nsbofes nicht. Die Verteidigung hat die Undes Gerichts auf zwei Gründe gestützt: we falchie unr mstsersieneh de de aus dbar t. 5) rtion die letiumungen gangen lann kloren von Mirtikel 2b) en Wortlaut gangen werden. Hier aber bandelt es sich üie Die Wochhstnulge rre. Verster A üer Seir ensanter 2.i rwertungs iten, Friederavertrussengeiem. Die Genetinketo Fradaskteiauntersie nicht unter d fallen. licten Wprs, der insoweit sie rteilung auf—. in regeln die beteiligten in. 24. März 1923. spräsident(gez.) Ebert. Reichskandler Lung. Reichomtnister der Einanzen(gez.) Reschomtnister des Innern(oe#)„De cHhaftsminister(gez.) Becker. Reichssc Ulbert. (gez.) Ausland. Harding will zum zweiten Mal als Präsident kandidieren. ss Neuyork, 24. März. Der Generalstaatsanwalt von Flovida, ein intimer Freund des Präsidenten Harding, erklärte in einer Unterredung, daß Hardina bei der nächsten Präsidentenwahl wieder als Kandidat auftrete.. Es wird dies der amevikanischen Presse als die erste offizielle Erklärung über die Pläne des Präsidenten bei den kommenden Wahlen angeseben. Anerkennung deutscher Abensung im Unterhaus. März. Gennes teilte im Untereine Anfrage mit, daß das beiche Mitglied der interalliierten Milttärkommission der Ansicht sei, daß die vom Friedensvertrag in Aussicht genommene Verringerung im deutschen Heere sowohl bezüglich der Mannschaften als auch der Materials durch gesührt sei, und daß sie eine mitksame Ontwall. nune bedente. Wiederzulassung reiigröser, Ledenogenossenschaften in os. Paris, 24. März. Die Unterrichtsfragen hat troffen, die In engem eine bedeu eingeleiteten neuen gegenüber dem Bari erung kan der Ro Gesevantwurf, gor, I. katholtsche reiletöse Kongre: gotionen, die Missionen in der Levante und in Nordafrika unterholten ur die seiner Zeit in Frankreich aufgelöst worden soaren, wieder zuaulassen. Nach einer langen Hiekussion über den Veoiaymanperschlan te die Kommission einen diesem Vorschlag günstloen Provinzielles. Der Smeets=Attentäter ergriffen. 0 Köln. 29. Mäm. Durch Nachsorschemgen der Neiminalvolizet wurde festgestellt, daß der Smeets=Attentäter den Namen Karl Kalvers zu unrecht führt, sein Name ist Karl Deutzmann: er ist am 2. April 1895 in Oblias geboren. 1920 wohnte er einige Monate in Köln und verzog dann nach Neuenahr. 1921 ist er aus dom Gesähnants in Wiesdort, wo er eine Strafe verbüßte. ausgebrochen. noch wenen verschiedener Straftaten gesucht. wegen brumet. Leaügsttor#####t der des Morder 5 en onnommen, ueanaber sbben nischen Do gilt als nicht Emeets einen Na bundes bedeutet, der dur mit diesem in Febde lan. ente Gruspe. un das Attentat aud cheakt seitens des Rbeinischen Volksdie Absplitterung von Smocts e von anderer Seite gemeldette Keimtnalvoltost: Datz bei unter reizumnn gegen Smeets in Haft. * Köln, 24 Mäm. Der Attentäter auf Smeets ist gestern mittag dier in Köln ergrissen worden. Er leugnet zwar vorläuftg die Tat, ist aber durch die bei der Tet anwesenden Zeugen zweifelsfrei erkannt und überfüdrt. Es dandelt sich um den dereits genannten Karl Deutmann Vermischres. nachmit wurden an es Autos. ein Ivolas wurde schwes Das Wiesbadenen Stoatstbeater In der Nacht vom 1d. totbeater 9 fand auf der raum reichliche Beandursache wied Kur: Andere Meldungen sprechen von n 8. P auf die andursache auern gusge. IL KI. Handel und Gewerbe. 1 Dollar= 20862 Mark. Amtliche Devisenkurse. Vries g24. Märe Geld Mö naland 1 merika 1 an d. St. sollar eich 1 Frank 1 Frank best. 100 Kr. N7 827063 8226.88 F 57 1162.08 1167.92 1192.01 1012.48 1017.54 1022.43 10 98245 9755 71 20077.29 20847¾ 1863, 40 1369.06 66 3855.33 2974.67 03 28.95 29.11 die Heravsetzuns der aten werden soll. Der offiziell erklärk, daß eine m 10 Prozent nur in Grage Herabsetzung der Kohlenpreise. 2 Berlin, 25. März. Am nächsten Dieustan findet eine des Reichskoblenverbandes mit Vertretemn des oministeriums und des Reichswirtsch####ss statt, in der über die Herabsetzung Rettokoblenvreise beraten Finanzminister hat bekanntlich Herabsetzung der Kohlensteuer um kommen könne, wenn zugleich eine entsprechende setzung der Nettokoblenvreise erfolgen werde. schweben hierüber Verbandlungen zwischen den ein Sondtkaten. In der Sitzung des Reichskohlenver#####er am Dienotag soll der Antran eingebrachtt werden, die Rettokohlenpreise um 10 Prosent herabzusetzen. Diese Herabsetzung würde aber nur die Kohlenfondikere des undeletzten Deutschlands betreffen, da die in besetzten und neubeletzten Gebiet liegenden Kohler sowieso keinen Absatz baden aber die Herabse Pobkensteuer um 10 Prozent würde auch für die Gebiede in Frage kommen. Soldzollaufgeld. * Berlin. 25. März. Das Goldzollaufpeld beträst für s. Abril 1923 509 Letzte Nachrichten Der Wiederaufbau in Noröfrankreich. WTB Paris, 25. Müm.(Telege.)„cho patioual“ veröffentlicht die Antwort des Ministeriums der befreiten Gebiete auf eine Anfrage des Adg. Bosquette über die Verteilung der bis zum 31. Dezemder geadlten Entschädigungen für von Wiederaufbau. Es ergibt sich daraus, daß bis mu dem genannten Stichte. insgesamt 41½ Milllerden für ben Wieberaufbau veraurgabt waren. Angeblich soien noch Entschädigungen in Höbe von 85¾ Milliarden zu zahlen. „Ere Rouvelle" weldet: Das Aktionskomitee für die venwüsteten Gediere beschloß, neuen Kongreß der Gemeindebebörden und Ge schaften der befreiten Gebiete zu organisieren, um den Zehörden Gehör für die dringlichen Forderungen der Gel egten zu verschaffen. Eine uist einteralliierte Sozialistenbesprechung. nurn Verln 25. März.(Telegr.) Die Besorechung zwischen den Vertretern der sozialdemokratischen Partei Deutschlands und der von der Peviser Sozialistenkonferene der interalliiorten Li nach Berlin entsandten Abordnung sing im tagsgebäude an. Die Abordnung, bestebend aus geordneten Tom Sbau(England), Binzent Auriol und Grumbach(Frankreich), Huvsmans (Belgien) und Matteottt(Italien), berichtete über die Pariser Verhandlungen, während deutscherseits die Anwurdebatte ein. Der Reichstagtsthreordaete böllein(Kom.) vor dem ee hschen Untersuchnngsrichter. nivie dertsch Reichotungaboreordnete Höllein, der vor aclt Taden nach Schluß einer Protestkundsebuunng der französischen Kommuisten gegen die Ruhrbesetzm haftet wurde, und unter der Anklage des Verbeu gegen die innere und äußere Sicherbeit des Staater wurde gestern zum erstenmal vom Untersuchunrichter vernommen. Havas zufolge proteftierte als internationaler Kommunist der deutschen uu gegen den Prozeß; den ium die französische Ne mache. Er gebe zu, daß er nach Frankreich ohn gekommen sei. aber er habe die Worte die zhm der Poltsetbericht in den Mund leute, in der lung nicht gebraucht. Der Bericht enthalte Höllein erklärte, die bei ihm aufersundenen der Entwurf einer Rede, die er halten wollte, dieser Form nicht hielt. Höllein fügte binzu, sich mit dem verbafteten französischen Ab cel Cachin und anderen verhafteten darisch, dum er teilte ihre Meinung bi##sichtsich der Frankreichs im Rubraebiet.„ Teilweise Wiederaufnahme der Vergarbeit im MoselSisechäbe S####tzmenig. De Wiederenfnäsn: Howe, 1##.#er Erkrankung des Reichobanzlers. 1 Berlin, 26. Mär.(Telegr.) Der auswärtige Ausschut wird erst am Dienstag zusammentreten. Diese neue Vertagung bängt mit der Erkrankungdes die Degse neue Verragung dangt mit der Erkrankung des EELEE E E S- T EE Aeußerst preiswertes Handelsmarke. Handelsmarke. Herren-Abtellung 25000 26000 31500 34500 37000 47000 44000 52000 49500 39000 28500 29000 33000 32500 37500 Fahlleder-Stiefel ohne Kappe........ Rindbox-Stiefel Rindbox-Stiefel Roßchevreau-Stiefel weis gedoppelt, Lackkappe Fahlleder-Stietel mit Kappe.... Fahlleder-Stiefel eigenes Fabrikat, II Sohlen Kindbox-Stiefel Rahmenarbeit, spitze Form, 1. Fabrik Echt-Chevreau-Stierel Rahmenarbeit, Lackkappe Braune Rindbox-Stiefel Rindbox-Haibschuhe Hohe Spaltieder-Arbeitsschune... Niedrige Spaltleder-Arbeitsschuhe ei Niedrige Rindleder-Arbeitsschuhe eige Hohe Spaltleder-Arbeitsschuhe eigenes Hohe Rindleder-Arbeitsschuhe eigenes Mark 39 500, 35 500, " Mark Sämtliche Keine Größen Einzelpaarel vorrätig! Mark Kinder-Abtellung Damen-Abteilung : Mark 9500 .. Mark 16000 ... Mask 17500 .. Mark 18000 .. Mark 22000 .. Nark 26000 . Mark 19500 . Mark 22000 . Mark 32000 . Mant 17000 . Mark 19000 6500 3532 7500 Roßchevreau-Halbschune spitze Form Roßchevreau-Halbschuhe mit Lsckkap Lack-Schnür- und Spangenschuhe Braune Chevreau-Halbschuhe Braune Boxkalf-Halbschuhe Roßchevreau-Fräulein-Stiefe! Roßchevreau-Damen-Stiefel 1 Schwestern-Schune Chrom, eine Spa Militärtuch-Pantoffe Roßchevreau-Stiefel Lackkappe. 2329..... Chevreau-Stierel Lackkappe, 2324..... 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Seit Monaten beschäftigte sich das Reichsfinanzminikerium mit einem Gesetzentwurf, der die durch die ungeseure Geldentwertung geschaffenen Schwierigkeiten in der Steuergesetzgebung einer Aenderung unterzieben sollte. Die von dem Reichsfinanzministerium gemachten Vorschläge sind im Entwurf eines Geseves über die Berücksichtigung der Geldentwertung in den Steuergesetzen(Geldentwertungsgesetz) kurs vor Weibnachten dem Reichsrat vorgelegt worden und der Reichstag bezw. sein Steuerausschuß hat sich in den letzten Wochen in eingebenden Beratungen damit befaßt. Am 15. März ist dieser Gesetzentwurf mit mancherlei Aenderungen vom Plenum des Reichstages angenommen worden. Dieses Gesetz ist eines der schwierigsten Steuergesetze der letzten Jahre -und greift in die Interessensobäre der verschiedensten Berufsgruppen tief binein. Kein Wunder, daß das Gesetz außerordentlich umstritten war und einzelne an sich rein wirtschaftliche Fragen zu volitischen gestemelt wurden. Daß dadurch die Schwierigkeiten nur noch vergrößert wurden, bedarf keines Hinweises. Die Zentrumsfraktion bat sich durch alle diese Schwierigkeiten nicht abhalten lassen, sachlich und oviektiv dem Problem nachzugeben und Lösungen zu suchen, die allen Teilen gerecht werden. Sie hat dabei den Erfolg gehabt, daß fast alle ihre Vorschläge angenommen wurden. Die Regierung gina bei ihren Vorschlägen von dem Grundgedanken aus, daß in der heutigen Zeit, wo vielen Mitgliedern det Volksgemeinschaft Einkommen weit unter dem Existenzminimum besteuert werden, es ausgeschlossen sei, den sonenannten produktiven Ständen ihre volle Goldsubstanz zu erhalten. d. b. ihnen eine vollige Befreiung von der Besteuerung der Scheingewinne zuzugestehen. Auch die Zentrumsfraktion ging von dieser Grundeinstellung aus, allerdinas unter dem Hinweise, daß große Teile der Industrie und des Handels bereits erhebliche Einbußen in ihrer Goldsubstanz erhalten hätten und unbedingt dafür Sorge getragen werden müsse, daß Handel und Industrie lebensfähig blieben. Es handelte sich darum, Handel und Industrie so zu besteuern, daß auf der einen Seite ein wirtschaftliches Weiterarbeiten gewährleistet wurde, auf der anderen Seite aber Opser gebracht würden. Den von der Zentrumsfraktion betonten Opfergedanken der produktiven Stände übernahmen die anderen bürgerlichen Parteien und machten ihn sich zu eigen. Es ist ausgeschlossen, in einem kurzen Aussatz sämtliche Punkte des Markentwertungsgesetzes zu berübren, werden doch allein 14 Steuergesetze in ihm geändert. Im folgenden beschränken wir uns darauf, einige Haustpunkte des Gesetzes einer kunen Betrachtung zu unterziehen und zu zeigen, wie sie sich in der Praxis auswirken. U. Vermösenssteuer. Eine Aenderung der Greiorenzen und der Tarise der Vermögenssteuer gegenüber der Regierungsvorlage war aus dem Grunde notwendig geworden weil inzwischen die Geldentwertung wieder ganz ungebeuerliche Fortschritte gemacht hatte. Aus dem Grunde wurde der von der Regierung vorgeschriebene Mindestsatz der Vermögensbesteuerung von 200 000 auf 400 000 erhöht und ebenfalls eine Verdovvelung der Freiarenzen für diejenigen Personen vorgenommen, die besonders geschont werden müssen(Erwerbsunfädige). Bei den Tarifen wurde eine Verdreifachung vorgenommen. Während die Rezierung beveits von den ersten 300000 1 v. T. vorschlug, erhöbte der Reichstag diese 500000 auf 1,5 Millionen und der Satz von 10 v. T. tritt erst bei Vermögen über 60 Millionen ein. während die Regierung 20 Millionen vorgeschlagen hatte.— Eine ähnliche Regelung wurde für die Erbschaftssteuer geschaffen. Während so wegen der eingetretenen Geldentwertung Freigrenzen und Tarife erböbt wurden, mußte entsprechend auf der anderen Seite aus demselben Grunde die Bewertungsgrundlage geändert werden; dies gilt insbesondere für die bis zum 30. Avril zu zeichnende Zwanasanleide. Hierbei einigte man sich auf eine Vervierfachung der bisber vorgeschriebenen Bewertung. III. Einkommensteuer. An sich sollen die Tarifvorschriften des Einkommensteuergesetzes jeweils durch besonderes Gesetz geregelt werden, weil ihre Anvassung an die schwankende Währung besonders notwendig ist. Auf Antrag der Parteien hat sich die Regierung bereit erklärt, dieser Frage ihr besonderes Interesse zu widmen. Schon jetzt ist eine Aenderung dabingebend eingetreten, daß die Angehörigen der freiew Berufe bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 1922: 20 Proz. ihres Einkommens nach Abzug der Werbungskosten vom Gesamtbetrage ihrer Einkünfte in Abzug bringen können und zwar mindestens 30 0000 Mk, höchstens aber 80000 Mk. in Anbetracht der großen Notlage, in der sich diese Berufe befinden, ist diese Vorschrift aufs wärmste zu begrüben. Eine besonders wichtige und schwierige Frage war die, wie die Läger des Handels und der Industrie bewertet werden sollen? Hier mußte unbedingt eine Aenderung vorgenommen werden, weil sonst der gröbte Teil der Industrie und des Handels zahlungsunfähig geworden wäre. Man überlege sich, daß einer, der zu Beginn v. J. 100 Ballen irgendeiner Ware auf seinem Lager hatte, vielleicht im Werte von 100000 Mk. und zu Ende des Jahres lediglich dieselbe Menge besatz, die aber infolge der Geldentwertung nun einen Papierwert von 50 mal 100 000 gleich 5 Millionen Mk. darstellt, davon eine Steuer von 1790000 Mk. bezahlen mußte, und zwar wohl gemerkt, obschon sein Vermögen in keiner Wise zugenommen hat, vom Einkommen gar nicht zu sprechen. In dieser Frage war also eine Aenderung unerläßlich. Zwar war eine völlige Befreiung der Scheingewinne aus den oben angeführten Gründen nicht möglich; es mußte eben einen Weg gefunden werden, um wirtschaftliche und volitische Tragfähigkeit zu vereinigen. Die Zentrumsfraktion darf für sich in Anspruch nehmen, diesen Weg gezeiat zu haben und sie hatte den Erfolg, daß ihr Vorschlag Gesetz wurde. Sie schlug vor, zwei Dvittel der Warenbestände zum gleichen Werte wie im Vorjahre in die Bilanz einzusetzen. d. b bei zwei Drittel der Warenbestände anzunehmen, der Wert der Mark habe, sich im Laufe des Jahres— wie in Friedenszeiten— überhaupt nicht verändert. Bei dem restlichen Drittel soll der Marktvreis des Bilanztages abzüglich 60 Proz. eingesetzt werden. Auf den ersten Blitz erscheint diese Regelung sehr entgegenkommend, ein vaar Beisviele mögen die Auswirkungen zeigen: „Nehmen wir an. in der Bilanz von 1921 wäre ein Warenvorrat von 100 Ballen im Werte von 3 Millionen ausgewiesen. Bei gleichbleibender Menge würe der Wert in der Bilanz 1922 150 Millionen Mark ausmachen. Zwei Drittel der Menge konnten dann mit dem gleichen Wert von 1921 in die Bilanz eingesetzt werden, also mit 2 Millionen. Ein Drittel würde mit dem Marktvreis. also mit 50 Millionen eingesetzt werden, davon sind aber 60 Prozent abzuziehen. so daß 20 Millionen übrig bleiben. Die Gesamtsumme ergebe damit 2 Millionen plus 20 Millionen gleich 22 Millionen Mark. In die Bilanz müßte also eingesetzt werden ein Gewinn von 22 Millionen Mk. abzüglich der in der vorjährigen Bilanz eingesetzten 3 Millionen Mark. Es wären also 19 Millionen Mark zu versteuern. Ein neues Beispiel: Wenn wir annehmen. der Warenbestand hättte sich im Laufe des Jahres 1922 um die Hälften vermindert, so würde er Ende 1922 einen Wert von 75 Millionen darstellen. Von diesen noch vorhandenen 50 Ballen dürften% zu dem Wert von 1921 eingesetzt werden, also mit 1 Million Mark, das andere Drittel wäre mit 25 Millionen Mark einzusetzen, davon gingen ab 60 Prozent. so daß noch 10 Millionen Mark übrig blieben. Als Gewinn erschiene in der Bilanz 1 Million plus 10 Millionen gleich 11 Millionen Mark. Werden davon die in der Bilanz vorhandenen 3 Milkionen Mark abgezogen, so bleiben 8 Millionen Mark zu versteuern. Aus diesen Beispielen geht hervor, daß. obwohl in dem einen Falle das Warenlager gleich geblieben, im anderen sich sogar vermindert hat, eine erhebliche Besteuerung der Scheingewinne eintritt. In Friedenszeiten waren diese Fälle von jeder Besteuerung ausgeschlossen, da eben die Mark stabil war und dieselben Mengen mit denselben Werten jeweils in die Bilanz eingesetzt wurden. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Abschreibungen für Abnutzung von Teilen des Anlagekavitals, z. B. Maschinen. In Friedenszeiten wurde die Abschreibung z. B. von einer Maschine so vorgenommen, daß, wenn sie bei der Anschaffung 100 000 Mk. kostete und eine Lebensdauer von 10 Jahren batte, jährlich ein Zehntel des Anschaffungspreises, also 10 Mk abgeschrieben werden konnten, so daß in 10 Jahren wieder 100000 Mk. vorhanden waren, d. h. der Anschaffungspreis der Maschine, der im allgemeinen mit dem Wiederanschaffungspreis übereinstimmte. Die inzwischen eingetretene Geldentwertung hat natürlich diese Verhältnisse vollstandig umgestürzt. Eine Abschreibung von 10000 Mark hätte heute bei weitem nicht mehr genügt, weil inzwischen eine vieltausendfache Verteuerung eingetreten ist. Auch hier mußte dringend Abhilfe geschaffen werden, um unsere Betriebe durch die Besteuerung nicht lebensunfähig zu machen. Die von der Regierung vorgeschriebene Lösung schien der Zentrumsfraktion kein brauchbarer Weg zu sein, sie machte einen anveren Vorschlag, der auch vom Plenum angenommen wurde. Der Wert der Abnutzung— im oben angeführten Beispiel 10000 Mk. für die betreffende Maschine, wird für Maschinen, die vor dem 1. Januar 1917 angeschafft worden sind, auf das Tausendfache, die vor dem 1 Januar 1920 angeschafften auf das Fünfhundertfache, die vor dem 1. Januar 1922 angeschalften auf das Achtzigfache festgesetzt. Die so zustande gekommene Abschreibungssumme wird mit 10 Prozent versteuert. IV. Zahlung der Steuern. Seit dem vorigen Sommer wurde von Seiten der Arbeiter, Angestellten und Beamten immer wieder darauf hingewiesen, daß sie ihre Steuern jeweils mit derjenigen Kaufkraft entrichteten, welche die empfangenen Bezüge hatten; daß dagegen Industrie und Handel und die anderen Berufe immer erst lange Zeit nach dem Zeitpunkt, nachdem sie das Einkommen bezogen hatten, die Steuern bezahlten und dadurch infolge der fortschreitenden Geldentwertung einen erheblichen Gewinn machten. Abgeseben davon wurde auch von sehr zablreichen Steuerpflichtigen absichtlich mit der erheblichen Verspätung bezahlt, um dadurch einen billigen Kredit beim Reich aufzunehmen. Es läßt sich nicht bestreiten, daß dieser Zustand durch das Gesetz da war und es ist zu verstehen, daß die Kreise der Lohne F#r mit allen Mittel dagegen Sturm liefen. D.. Tirerzenz zwischen den dem Lohnabzug unterliegenden Steuerpflichtigen und den Veranlagten mußte gellidert werden, darüber bestand nirgendwo ein Zweisel. Der Regierungsentwurf schlug folgende Maßnahmen vor, nachdem man eine Zahlung rückständiger Steuerbeträge nach dem jeweiligen Devisenstand am Tage der Fälligkeit und am Tage der Zahlung als unmöglich ablehnte. Ist eine Zahlung auf Grund des Einkommens=, Körverschafts=, Vermögens=, Erbschafts= und Umsatzsteuergesetzes nicht rechtzeitig entrichtet, so erhöhen sich für jeden auf die Fälligkeit folgenden Monat die geschuldeten Beträge um 10 Proz. Diese Erhöhung nennt der Entwurf Zuschlag. Das ist die allgemeine Regelung, die nun bei den einzelnen Steuern angewandt werden soll Gegen diese Regelung konnte grundsätzlich nichts eingewendet werden.. Im Gegenteil, wenn hohe Steuern absichtlich und böswillig nicht rechtzeitig entrichtet werden, konnte ein noch böherer Zuschlag gesetzlich festgelegt werden. Aus diesem Grunde erhöhte die Zentrumsfraktion die vorgeschlagenen 10 Prozent auf 15 Prozent und, falls die Zahlung länger als 3 Monate im Rückstand bleibt, auf 30 Prozent. Damit ist die leidige Ungleichheit behoben. V. Bankgeheimnis. Die Zentrumsfraktion stand grundsätzlich auf dem Standpunkt, daß eine völlige Wiedereinführung des Bankgeheimnisses das Richtigste sei, erklärte sich aber wegen des ablehnenden Standounktes der Regierung und der Sozialdemokraten bereit, sich vorläufig mit der Aufhebung des Devotzwanges zufrieden zu geben. Damit bleibt also lediglich die Auskunftspflicht der Banken der Steuerbehörde gegenüber bestehen. VI. Schluß. Die meistumstrittenen Hauptpunkte des Markentwertungsgesetzes sind damit kurz und alles Beiwerks entkleidet dargelegt, so daß sich auch jeder Late in diesen Dingen ein einigermaßen klares Bild machen kann. Die Sozialdemokratte hat dem Gesetz den größten Widerstand entgegengesetzt und wird auch jetzt im Lande durch tbeoretische, zumeist falsche Zusammenstellungen einzelne Bestimmungen des Gesetzes agitatorisch ausnutzen, wie sie das bereits im Reichstag getan bat Die Zentrumsvartei braucht die Agitation nicht zu fürchten und kein Zentrumsanhänger soll sich durch diese Agitation beeinflussen lassen. Alle Bestimmungen des Gesetzes sind wohl überlegt und von der gesamten Fraktion gutgebeißen. beitestelle wechseln müssen. Die Za ordneten wird durch das neue Gesetz soll mindestens ell betragen. Sie satzung erhöht werden: bis zu 1 wünscht der Landtan, daß der Begriff„Verdrängte“ weite Auslegung finden soll. Namentlich sollen auch Pen Brner bellen füier Shler der duch dier 98 9 dervorgerufenen wirtschaftlichen Zustände ihre urtelle wechseln müssen. Die Zahl der Stadtververringert. Sie kann durch oselPere.n.—— 15000 Einwoh für jede angefangenen 1000, bei mehr als 15 000 bis zu 30 000 Einwohnern für jede weiteren 2000, bei mehr als 30 000 bis zu 60 000 Einwobnern für jede weiteren 3000, bei mehr als 60 000 bis zu 300 000 Einwohnern für jede weiteren 10000, bei mehr als 300 000 Einwohnern für jede weiteren 15 000, um je einen Stadtverordneten, aber nicht über bundert hinaus. Die Zahl der Amtsverordneten bestimmt sich nach dem zurzeit geltenden Kreisausschusbeschluß oder Amtsstatut. Eine wichtige Neuerung bringt der§ 8. Danach tritt an die Stelle eines ausgeschiedenen Gemeindevertreters der nächste auf der Bewerberliste. Jedoch kann die Mehrheit der Unterzeichner des Wahlvon schlaas die Reibenfolge ändern und einen anderen Kandidaten der Liste als Nachkolger bestimmen. Mit der Wablzeit der jetzigen Gemeindevertretungen endigt auch die Wahlzeit der unbesoldeten Magistratsmitglieder und Gemeindevorsteher(auch der auf Lebenszeit gewählten). Im Zeichen der Besetzung ist auch der§ 11 von Wichtigkeit. Er bestimmt, daß für die Gemeindevertreter, Amtsverordneten, unbesoldeten Magistratsmitglieder und Gemeindevorsteber, Kreistags= und Kreisausschusmitglieder und Kreisdevutierten, die durch Maßnahmen der Besatzung in den besetzten Gebieten an der Ausübung ihres Wahlauftrags oder Amtes verbindert worden sine, für die Dauer ihrer Verbinderung Vertreter Bestellt werden können. Stellvertreter sind die auf der Bewerberliste Nächstfolgenden oder die von den Unterzeichnern des Wahlvorschlages bestimmten Pers Ist die Bewerberliste erschöpft, dann kann auch die beit der Wahlvorschlagsunterzeichner andere Vertrete bestimmen. Freiwerdende Stellen der besoldeten Bürgermeister, Magistratsmitglieder, Gemeindevorsteher dürfen von den bisherigen Gemeindevertretungen nur dann besetzt werden, wenn die Wahl eine Mehrbreit von mindestens ¾ der tatsächlich vorbandenen Gemeindevertreter ergibt. Das gleiche trifft auf die erledigten Amtmannstellen zu. Die Wahlzeit der besoldeten leitenden Beamten wird auf 12 Jahre festgesetzt. Eine Wahl auf Lebenszeit gibt es in Zukunft nicht mehr. Die Wablzeit der unbesoldeten Magistratsmitglieder usw. deckt sich in Zukunft mit der Wablzeit der sie wählenden Esmeindevertretung usw. Das Gesetz tritt sogleich in Kraft. Ein Rotgesetz über die Gemeindewahlen. Von Joseph Baumboff=Hagen. M. d. vr. L. Der Landtag hat ein Notgesetz verabschiedet, das sich mit den Neuwahlen zu den Gemeindevertretungen beschäftigt. Das Gesetz bringt eine Reibe von Neuerungen und wichtigen Bestimmungen. Nach dem Gesetz sollen die Gemeindevertretungen und Amtsversammlungen bis zum 30. November d. J. neu gewählt werden. Der Wahlsonntag wird vom Landtag noch bestimmt werden. Es ist anzunehmen, daß der 25. November als Wabltag bestimmt wird. Das aktive Wahlrecht haben alle über 20 Jahre alten Männer und Frauen. Die Wählbarkeit erwirbt man mit dem 25. Lebensjahr. Voraussetzung für beides ist, daß man seit ununterbrochen 6 Monaten seinen Wohnsitz im Gemeindegebiet hat. Eine besondere Ausnahme machen die durch Maßnahmen der Besatzung aus den besetzten Gebieten verdrängten Personen, die an dem Wahltage da, wo sie sich gerade aufhalten, wahlberechtigt und wählbar sind. Hierbei Stimmen aus dem Teserkreise.") Man schreibt uns: Fn iiu.———.—— ren Wachbund innerhalb ihrer Secäfte lünderungen und Vergewaktigungen erschütt tverordnetensitzung sind nun die Hundesteuern ungen und Vergewa orduetensitzung sind nämüch auf Mit. 1 per nicht mchr Anen verhältn gewit von Seiter er— Schutze lbeer Waren etwa auf ein können.— Konnte man bei der F— In der u in. und in wanchen berfichfichre bglich ist, aus Gründen der Mirtel lon, gurnde die Hleinen aller Art ung der unter die Kategorie der— Kenerfreien— Wechhunde gebracht werden. Dao ist Enor Rocht! Die endome Erhöhung der Hundekeuor trifft nicht den, der einen unangemeldeten Hund besitzt, aud bescten, der beiumn Lund danoslächlich Hao und Sates und ihm anverträuter Waren haben muß! Ein kleiner Geschäftomann und Hundebesitze. *) Für Artikel unter dieser Rubrik überntmun die Redaktion dem Puoktkum gegmüber keine Verantwortung. „Vohlmbin-Lecithin Anregendes Kräftigungsmittel auf wissensch. Grundl. Verlang. Sie nur„Organophat“ K d. Adler-Apotheke, Heinrichstraße. Orge Oster-Angebot. 7 Ich habe auch jetzt noch außergewöhnlich große Vorräte in vielen guten Qualitäten und Preislagen, allen Stoffarten und neuesten Fassons, jeden Ansprüchen genügend. Modernes Etagen-Geschäft Goldschmidt Gelsenkirchen hnhofstraße Verkauf „ P9 Ganz besond. vorteilhaftes Angebot in Arbeitergarderoben D nur guter Grubenhemden Normalhemden Biberhemden Blaue Hosen Blaue Jacken Dreiljacken Pllothosen Manchesterhosen Sommerjoppen Sporthemden Grubenhandtüicher Qualitäteware. 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Die Zinszahlung findet am 2. Januar und 1. Juli 1. J., erstmalig am 1. Juli 1923 statt. Zeichnungen zu Jedem Betrage, jedoch nicht unter Mk. 100000.— werden entgegengenommen von Banken, Sparkassen, Kieditgenossenschaften und der Landesbank der Provinz Westtalen in Münster 1, Westt. 7e0s Landesbank der Proviaz westialen. Zeichnung auf die mündelsichere wertbeständige der Landesbank der Provias Westfalen unter Garantie der Proviaz Westialen In Stücken von je 1 und S Tonnen weställscher Petttörderkohle(Erseuserpreis. also Syndikatspreis abzügl. Kohlenstener. Umsatzetener und anderer Zuschlage). Die Zeichnung erlolgt bis zum 12. Aprii d. Is. zum Zeichnungspreis, der sich nach dem am 3. Aprü d. Js. gültigen Erseugerpreis richtet. Sollte bis dahin keine weitere Kohlenpreiserhöhung In Kraft treten, dann wird der Zeichnungspreis le Tonne 89.000 Mark betrager. Zeichnungsstellen sind alle Banken und Sparkassen und die Landesbank in Münster I. W. Die Zeichnungsstellen geben ausführliche Prospekte ab. 19481 Die Zeichnungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Bevorzugt werd. Zeichnungen. für welche der vorläutige Zeichnungspreis(89 000 Mark ie Tonse) vorausgezahlt wird. Vorauszezahlte Beträge werden bis zum Zeichnuaxstermis miit 16% verzinst. Stücksinsen werden nicht berechnet. Mduster I. W., den 10. Märs 1923. Landesbank der Provinz westialen SER E GEI FAanN Praisuerias Anaahaf in Madanzügen![Deutsche Notgemeinschaft. der Franziskauerinnen ingestädt Br Die größte Auswahl! iau Erleichterte Zahlungsbedingungen! Die neuesten Frühjahrsmoden! Solide Arbeit, Prima Ware. Wnhelm Borchard, Geisenkirchen Bochumerstr. 36, gegenüber dem Moltkeplatz. Ueber die gegenwärtige Zeit schlimmster Not kommt Volk nur hinüber, wenn es sich als ein untrenmbares Ganzes— . ishrstet. Kf. Loe, Modt des Vatrtandos uud ui Kodene Unterstützung notleidender Volksgenossen ooserwillig einzuseten. —.. Das ist der Sinn der„Deutschen Notgemeinschaft". an deren Svitze der Reichspräsident stebt. E ilam 2 — Frauen und Söchter die eich im Schnmseicnen, Surchneiden, Medeltentwerfen, Rnjertigung von Damen- und Kindergerderebe für Beraf und Samilie sowie zur Meisterpröfung ausbilden wollen, erhalten chen An Frau Johann Peters, und Elend inner ausbie über ei Aus einer ankommenden Ladung offeriere ich größere Posten amerikanisches Schmalz, Speck gesailsens Bielen) Corned beei welche ich sehr preiswert an Orcßverbraucher und Detalllisten abgebe. Perner unterhalte ich stets größeres Lager in sämtlichen Kolonlalwaren, Lebensund Futtermitteln. Aut Wunsch Vertreterbesuch. W. van Ackeren Kolonialwaren- Großhandlung. Bureau u. Lager: Ueckendorferplatz "" T e l e p h o n 7 3 6 u n d 3 5 3 2 wäufinge gündichen Krigrichs ta in allen Ausführungen zu Jußersten Preisen. IN. Bechmann. 8r berwar g Juf Danch Abendkursnz. Celephon Doro Bisa.a0. Aecntte. Gewerkenstr. 4. Oewerkenstr. 4. M Ulhhchrlonsheneiensnansrancheisneneemnessienensienessiensieneur Biaisus ibian en des Wewvertib-e-- Gaucdirestar And-tzesterg. Sei arbeiter. Geschäftsführer der Arbeitgeber=Vereinigung.— Kolkulator, Vorsitzender des Ortskartells des Afa=Bur Zilleken.** sen In unserer Stadt gibt es so piele, die Blück sehr viel mehr, die als krö“. in ihrem Berufe haben. und rinrommen und Vermögen verfügen. und herzlich gebeten. diesmal zu geben, son damtt denen ausgiebig geholfen werde. die eigener Kraft nicht erhalten können. Der unterzeichnete Ortsausschuß der Deu wird dafür sorgen, daß die Spenden schnell und den. Hauptsammelstelle ist die städtische Sparkasse( Nr. 2513). Ferner nehmen alle biesigen Banken und auch hauptkasse Zahlungen an. Was hier eingeht, wird auch nur bier, also für Gelzenrirchener Bedürftige, verwandt. Bei der großen Zahl der schon durch Beschlüsse großer Organisationen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern„fest zugesicherten Einzelspenden ist es nicht möglich, jede einzelne östentlich bekanntzugeben, nur bei größeren Spenden soll dies gescheben. Gellenbirchen, den 9. März 1923. Der Ortsausschuß der Deutschen Notgemeinschaft: Becker, Bureaudirektor. Vorsitzender des Ortskartells der Beamtenbundes.— Debus. Gewerkschaftssekretär der arbeiter=Verbandes.— Frungen. Kaufma. Vereins selhständiger Kaufleute.— Geisweid. Bauunte standsmitglied der Ortsgruppe der westdeutschen# für das Baugewerbe.— Gruchot. Rechtsanwalt. der freien Vereinigung der Rechtsanwälte beim Amtsgericht Ge kirchen.— Hehr. Abteilungsvorsteher der Gelsenkirchener BergwerksA.=G. Rbeinelbe.— Kießling. Gewerkschaftssekretär, Geschäftsführer Höhere Lehranstalt und Internat Freren. Klassen Sexta bis Untersecunda einschl. Verbandsexamen. Handelsfächer. Oelstliche Leitung. Ordensschwestern führen den Haushalt. Prespekt frei 8094 Sloppt enburg Penslonst der Schwestern u. L. Frau 1Oklassige höhere Mädchenschale mit Lyseumtrelleprätung an der Austalt selbet: Marienschule 2jähr. Kurens sur Weiterbildung 14jähriger luager Mb#chen mit Velksschulblldans. Peusionspreis 150 000 Mk.(inel. Schulgeld). Steigeruns vorbehalten. 9092 Brave Knahan weiche sich im Ordens„. Brave Khaben, ion. u. Loürer. Prsper hes llekten. Handwerkemeister, usw. in Earopa oder In den fernen Missionen dem edien Werke der chrissl. Erziehung u. Belehrung der Jugend widmen wollen, finden unter günstigen Bedingungen freundl. Aufnahme bei den Maristen-Schalbrüdern im Missloushaus St. Joseph, Recklinghausen L. W. Aufragen aus Süddeutschland richte man an das MlsLalkulator, Vorsitzender des Ortskartells des Asa=Bundes. Zilleken. Gewerkschaftssekretär. Vorsitzender des Ortgausschusser Deutschen Gewerkschaftsbundes.— von Wedelstaedt. Oberbür, meister. Vorsitzender des Ortsausschusses. Egionshaus Stein. a. 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Belm Nachfüllen achte man deshalb darauf, daß die Würze aus der großen mit dem Naren MAGGl versehenen OriginalPlasche gefüllt wird. Auch verlange man ausdrücklich MAGGIe würze und weise Nachahmungen zurück. Elne Pettwaren- Oressucht zu Ortern Oett dem Allmächtigen hat es getallen, um Preitag *— Dr mittag ½1 Uhr meinen lieben Sohn, den Druder und Schwager, Klempnermeister Heinrich Casper nach langem Leiden, Infolge einer Operation, vorher gegestärkt mit den hl. Sterbesnkramenten der röm.-kath. Kirche, Im Alter von 32 Jahres zu sieh zu nehnem in sein himmlisches Reich. In detem Schmer: Dis trauernden Einterbliebenen. Gelsenkirchen, Schalke, Bochum, Rotthausen, den 38. März 1923. Die Beerdigung findet am Dienstag morgen um 744 Uhr vom Sterbehause Bergmannstr. 54 aus statt. Das feierliche Seelenamt findet gleich darauf in der St. Josephs-Kirche zu Schalke statt. 101965 Allen, denen aus Verseben keine besondere Nachricht zuxehen sollte. Gene ese als solche. Am 20. ds. Mts. stard nach längerer Krankheit der Steiger unserer Schachtanlage 2/7 Herr Wilhelm Bradtke Wir verlieren in dem Verstorbenen einen braven und zuverlässigen Beamten, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Gelsenkirchen, den 22. März 1923. Bergwerks-Aktien-Gesellschaft vome. Consolldation. Am 21. de. Mts. verschied nach langer, schwerer Krankheit Im Alter von 36 Jahren der langjährige Bureaubeamte unserer Abteilung Erze Herr Emil Hein. Der Verstorbene stand selt dem 1. September 1905 in unseren Diensten. Wir beklagen den Verlust eines pflichttreuen, Heißigen Beamten und eines Heben Kollegen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. 10035 dr 6816., Abtellung Schalte. Unter ReichsAufsicht Ohne ärztüiche Untersüchung Hauptgeschältsst.: Berün C2. Burzstr. 28, II. Der Deutsche Begräbnis-Versicherungsverein übernimmt die Bestattung der Mitglieder gek. Zahlung geringer Beiträge. Nach einjähriger Mitgliedschaft unbedingter Rechtsanspruch. Günstige Aufnahmebedingungen. 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Unser üebes Mitalied Frau Therese Bee Ist gestorben. 1019° Die Beerdigung ist Dienstan 8½ Uhr. von der Knappenstraße 27. s. Zu zahlreicher Beteillgung Jadet ein Der Vorstand. 2 in gutem Zustande befindliche, is der Altstadt gplegene Laula Bergmann Laul Backes grüßen aus Verlebte. Gelsenkirchen, den 23. März 1923. Rättenstraße 31. 10108 Uhre um 22. März 1923 vollzogene Permählung zeigen an Irchitekt WDilhelm Schröder Imanda Schröder ged. Reitomeler und danken gleichseitig für die erwiesenen Hufmerksamkeiten. 99115 Geisenktrehen, TDannerstraße 207. aad vo Ienne WDessels Josef Schürmann Ge Verlobte. lsenkirchen, den 19. März 1923, ithelminenstraße 40. 10172 bl. 3- Zim Roonstr., gex. ohn. Im Versteigerung. Morgen. Dienste 4 Uhr, werde ich in senklirchen, Kaiser folgende gebr. SFederbet mit Lisen, 1 Hastops. 1 hicl. üllosen, Herren= und Damenkloider, tsachen, 1. Kinderwagen, 1 Tery. 1 u. 1 Kinderwager Sakee er schaftsbetrieb, sowie Lehrling rigenzeugnis zum baldig. 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Mülbelm-Ruhr, München, Nürnberz. Stuttgart bei nachfolgenden Banken und Bankfirmen bzw. deren Niederlassungen. nämlich: der Direction der Discento-Gesellschaft: Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt: Barmer Bankverein Hinsberz. Fischer& Comp., Bayerischen Vereinsbank: Commerz- und Privatbank A-O.: Darmstädter urd Nationalbank K. a. A.: Deichmann& Ce.: Deutschen Bank: Deutschen Effekten- und Wechselbank: Dresdner Bank: Essener Credit-Anstalt: Ephraim Meyer& Sohn: Hagen& Co.: Norddeutschen Bank in Hamburg: Sal. Oppenheim ir.& Cie.: B. Simons& Co.; A. Schaaftbausen'schen Bankverein A. O.: sowie in Luxemburg bei der Internationalen Bank in Luxemburg und der Société Luxembourgeoise de Crédit et de Dépots Successeurs de Werling. Lambert & Co. erhoben werden. Vermögensaufstellung k## 30. I. Veratbsen. Anlagen Abteilung Bergwerke„„„ „„ Schalke„„„„„ „„„ Düsseldort„„„ „„ Essen„„„„ Bestand an Materialien und Fabrikaten Beteiligungen Wertpapiere„„„„„„„ Kassenbestand Wechselbestand Schuldner a) Banken*** b) Sonstige„„ Bürgschaften„„ September 1922. Mk. 143 646 274.41 Mk. 6 938 399 549.20 Mk. 558 141 109.— 130 739 793.— 29 478 435.— 14 378 830.— 1 313 382.— 175 812 440.— 79 219 935.50 333 897 390.— 63 638 386.54 132 532 054.49 25 030.— Mk.“ 7 082 045 823.61 Nk. 7 867 171.060.14 2. Verbindüchkeiten. Aktienhapital" Rücklagen Pundierte Schulden Unkundierte Verptlichtungen: Löhne„„„„ Gläubiger Genossenschaftl. Beiträge Aufgelaufene Anleibezinsen Rückständige Oewtnnanteilscheine„„„„ Noch nicht eingereichte. verloste und gekündigte Schuldverschreibungen Schalden auf längere Kündigung Akzeptverpflichtung* Bankschulden„„ Beamtenspareinlagen Verfügbarer Oewinn Bürgschaften 318 000 000.— 53 947 684.36 66 187 703.39 Mk. 762 708 627.80 632 573 177.86 78 644 602.33 889 629.— 4 708 500.— 1 101 941.— 289 632 590.54 50 000 000.— 263 609 605.91 „ Mk. 558 141 100.— Mk. 7 303 368 074.44 Mk. 10 887 489.31 Mk. 114 280 108.64 Nk. 7 867 171 060.14 Abschreibungen Reingewian Gewinn- und Verlustkonto. Soll. Gemiunvortrag aus 1920/21 Rohgewinn Haben. Warum Is1? vorzüglich das Wand Terrahe's Hellals Ninder-Seite Ia bekannt und Well dieselbe Aeslallster Hilfe und Rat. Wohnemgeaagelegenhel. Steuersochen, Strafeochen(Gandengerache. Strafaufechub), Zivikprosesse, Scheidungs- u. Unterhaltssachen u. alle undere Rechlaangelegenheiten bearbeitet suverldend u. verzehertager Fr. Toczhowaht, eenahger lengührige Verenmerechertlenge Rechtsomeenhe Gelsenhirchen, Dessauerstraße 2. Haarwa chs bervorruft. Zu haben ie den Apotheken und Orogerien. Stoffe für Anzüge. Ulster und Mäntel, Jeinste Qualltbt. sehr preiswert. 6730 Essen, den 22. März 1923. Gelsenkirchener Bergwerks Pertas. Mk. 71 283 991.25" Mk. 114 290 108.64 148 904 099.89 Mk. 915 089.98 Mk. 184 649 009,91 Mk. 185 564 099.89 Aktien Gesellschaft. Funcke. Bruteier von meinen höcl Zuchtstämmen, Rl der. Chrudan, eilberh. Zwerse abzugeben. Brütende Hühner zu kaufen gesucht. 10046 in jedem Karat bliligst. Elisabethstr. 2, Ecke Neustraße. Gzür Doppelkorn, Weinbrand. Divers Liköre 13.28 Berzm., kath., ohne Ank., mit 200 000 Mart bar. wünscht mit netter Dame v. 49—47 Jahren In Verbindung zu treten. zwecks baldiger Heirat. Witwe mit 1—2 Ned. nicht eusgeschlossen. Schriftl. Auerd. u. Nr. 10113 an d. Geschäftast. Beu., 31 J., vermög. sucht Bek, einer Dame mit deschäft gleich welcher Art zwecks später. Schriftl. 10033 an Ant zweck: Helrat. Anerb. u. Nr. 4. Geschäftset, Strebe., Junner Herr. 24 Jahre. katb., Bam. nänscht mit Dame In Briefwechsel zu treten rweste gelterer Heirat. Witwe mit Auf. annon. Schrift. Anerb. m. B11d. des sblert anrächgenand: 16941 an 6 Verschwieg. Hoschrersbeletdigng Preiswert uun verkaufen. ve. 1. Er kaufen Sie gut u. billig. auch in kleinen Mengen, in der seuss(kurzkunlert). Destillation, Lazatettstraße 12. Ant.an# Raabestr. 8. 10138 Ver Runkeln fuhren- und zeatnerweise ebzugeben. 10131 Josel Kremerskotten. Rotthaus., auf der Reiho. Thiemannchol. Guterhaltene eiserne Bettstelle mit Matratze evtI. ganz. Bett zu keulen gesucht. Jung. Johanniteretr. 6. Ich Ehefres Tigm. Jakeb Ulbaska in straße 58. *! vor Welt ##n Mermit Aundrucke tielInderns als unwarne eltung. ekabzik. Welden. 10033 srte 8 160 Warnung Prau geb. srahlte 10039 Degr Nr. 6 Die 3 Zwei ss Paris, über der Möal politischen Kre geworden ist, s. zuführen, daß die ganze Fr und die Ri dergrund gerüc frage stehen gebenden Krei die man kurz Auffassung des Die eine einlandfrage rtschaftl —ussprache rend die zwe saßt und sie in Verhandlung a Ein Ausgleich vorläufia den Kreisen u. versucht. Wie bebaus rand vor ein schen Beiräte Plan zugegang Rheinlandfrage volitik Frsammenbang Rheinlandes di stellungskosten verrechnet werd beitskräfte und einnehmen solle vertreten, erklä seine Kanalvol ausgeübt habe. einer dengelden Einfluß, den d der ausübt, er gefühlsmäbige runs einen landfsage hängt davon nahme derartig vorstellt, da## Kontakt mit der leicht nicht in halten. 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