5 E. ## 2 700 Gelsenkirchener Zeitung. Bezugspreis monatlich durch Poten zugestellt oder durch die Post bezogen 5500 Mk.#V)4E93, Anzeigenvreis für 1 mm Raumhöhe(31 mm breit) 100 Mk., im Ortsverkehr 30 Mk., f1 Einzel=Rummer 200 Mk. T Bohnungs= und Stellengesuche, sowie Verkäufe nicht geschäftlicher Art 50 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. KLCINTNZ Reklamen 1 mm Raumhöhe(80 mm breit) 320 Mark „„—" L—— Bezugspreis monatlich durch Poten zugestellt oder durch die Post bezogen 5500 Mk. Einzel=Nummer 200 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen:„Gelsenkirchener Bonntags-Zeitung“ und„Am Herdfeuer“. Telegramm=Adresse: Gelsenlirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Geschästsuelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 37, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. Fernsprech=Ansa luß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 125. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. Anzeigenpreis für 1 mm Raumhöhe(31 mm breit) 100 Mk., im Ortsverkehr 30 Mk., für Wohnungs- und Stellengesuche, sowie Verkäufe nicht geschäftlicher Art 50 Mk. Reklamen 1 mm Raumhöhe(80 mm breit) 320 Mark Für Aufnahmen an bestimmten Tagen und Plätzen, sowie für Aufträge mittels Fernsprecher wird keine Gewähr und für Truckfehler keine Haftung übernommen Im Falle von höherer Gewalt, Streik, Aussperrung, Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung ter Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Etwaiger Rabatt gilt als Kassarabatt und kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht binnen vier Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt. Nr. 54(Erstes Blatt) Dienstag, den 6. März 1923 59. Jahrgang. Deute Regierungs-Erklärung vor dem Reichstag. Franzssische Kritik am Ruhrunternehmen.— Verschärfung der Tage in Süddeutschland. Die Industrielage im Ruhrgebiet. Kritik in Frankreich. Fragen der„Ere nouvelle“. „: Paris, 5. März.(Telegr.)„#re Nouvelle“ veröffentlicht folgende Auslassung: Der diolomatische Berichterstatter des Blattes hat gestern entsorechend der Weisung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten ein=Dementi seiner Reglerung über die Zwischenfälle in Recklingbausen nach der Darstellung des „Vorwärts" verosientlicht, worüber„Ere Nouvelle“ eine Untersuchung verlangt hatte. Weiter heißt es: Selbstverständlich habe es(das Blatt) damit die amtliche Erklärung wiedergeben wollen, wofür die Regierung die volle Verantwortung trage. Es habe in der Angelegenheit keinerlei persönliche Ansicht ausgesprochen. Seit Ende Januar lebe man unter Zweideutigkeiten. Man sei nach dem Ruhrgebiet mit dem Gedanken gekommen, daß es sich um die Beschlagnahme von Pfändern handele zu dem Zwecke, Frankreich die Bezahlung der Revarationen zu gewährleisten. Heute sei aber weder von einer Beschlagnahme von Pfändern. noch von Zahlungsmitteln die Rede, heute sei nur noch die Rede von Sicherheiten. Indessen müsse klargestellt werden, ob das Ruhrgebiet Geld einbringe oder nicht. Bringe es Geld ein, warum werde dann nicht meor von all dem geredet, was sich auf den finanziellen Ertrag der Besetzung beziehe? Warum gebe man sich den Anschein, als habe man kein Intereise an dieser Bezahlung, die man noch vor zwei Monaten als unbedingt notwendig erachtet habe? Wenn dagegen in dieser Beziehung von der Anwesenheit der französischen Truppen im Ruhrgebiet nichts zu erwarten sei, warum zerstreue dann die Regierung nicht endgültig die Illuslonen? Wenn es sich aber nicht darum handele. in Essen zu bleiben, damit Frankreich Bezahlung finde, sondern damit es gut verteidigt sei, dann möge man das auch sagen. Es liege auf der Hand, daß sich Poincare durch eine vollständige Enthüllung dessen, was sich seit dem Eintritt der Franzosen in das Ruhrgebiet absvielte, vielleicht eine recht lebhafte Kritik zuzieben werde. Sicher also werde man sagen, daß er dem Lande gegenüber keine klare Sprache führte. Wenn man ferner, wie der Kriegsminister glaube, ein haßerfüllkes Deutschland vor sich habe, das zum baldigen Angriff auf Frankreich bereit sei, wenn diese Ansicht nicht nur auf Besorgnis, sondern auf Beweisen berube, dann möge man vor allen Kanzleien Eurovas die Beweismittel veröffentlichen und England und Amerika die Folgen darlegen, die die Aufgabe des Generalvaktes nach sich gezogen habe. Die Kanzlerrede im Reichstag. Von unserm Berliner Vertreter. Entweder— Oder. Erklärung des Sozialistenführers Leon Blum. Paris, 5. März.(Telegr.) Der Führer der sozialistischen Kammerfraktion. Abgeordneter Leon Blum, stellt in einer Erklärung fest: Die ganze öffentliche Meinung in Deutschland sei überzeugt, daß Frankreich in das Ruhrgebiet einrückte, um unbearenzte Zeit dort zu bleiben, und daß es die Bildung eines aus dem Ruhrgebiet und dem linken Rbeinufer zusammengesetzten autonomen Staates, d. b. die Berstückelung des Deutschen Reiches im Auge habe. Wenn die Deutschen sich in dieser Auffassung bestärken wollten, brauchten sie übrigens nur die französischen Zeitung mit Einschluß des„Journal offiziell“ einzusehen; dort lei zu lesen: Frankreich halte das Ruhrgebiet besetzt, um sich gegen die drohende deutsche Revanche zu schützen. Die Sicherheit Frankreichs werde durch den Besitz des Rheintales und des industriellen Arsenals im Ruhrgebiet gewährleistet. Wenn aber das für die französische Sicherbeit unerläßlich seien, so würden sie das in 50 Jahren nicht weniger sein als heute, ja, sie würden dann noch unerläßlicher sein. Blum bemerkt dazu: Wenn man sich auf das Argument der Sicherheit stütze, so habe man es somit mit einer Rechtfertigung und Vorbereitung einer zeitlich unbegrenzten Besetzung zu tun. Von diesem Argument der Sicherheit ließ niemand etwas verlauten, bever Frankreich ins Ruhrgebiet eindrang, ausgenommen vielleicht Andre Lefevre. Heute sehe man, wie es in allen Spalten der halbamtlichen Presse behandelt werde. Blum stellt der Schweigetaktik Poincares und seiner Weigerung, die wahren Ziele Frankreichs unzweideutig und feierlich zu verkünden. die Erklärung der belgischen Regierung gegenüber. Dieser Erklärung zufolge hätte die belaische Regierung nicht die Absicht, sich auf die Dauer im Ruhrgebiet einzurichten. Die Besetzung wäre in keiner Weise ein Deckmantel für die volitischen Hintergedanken. Ihr ausschließliches Ziel wäre, die deutsche Regierung und den deutschen Kapitaltsmus zu annehmbaren Vorschlägen zu zwingen. In Frankreich aber schweige die Rezierung, während die Presse rede. Entweder Degoutte rufe aus: Wir sind für 1000 Jahre im Ruhrgebiet, oder aber Poincare erkläre: Wir bleiben so lange da. bis alles bezahlt ist. 2. Berlin, 5. März.(Privattelegr.) Die plötzliche Einberufung des Reichstages und die Absicht des Reichskanzlers in der Vollversammlung der deutschen Volksvertretung zu der durch Frankreichs neues Vorgehen geschaffenen Lage Stellung zu nehmen, hat zu einer eifrigen Debatte über die kommenden Dinge geführt. Wie immer in solchen Fällen schwirm eine Reihe von Gerüchten umher, die zum größten Teil auf freier Erfindung beruhen oder aber wahre Vorgänge durch irrige Darstellung ins Gegenteil verkehren. Nach unseren Informationen ist kein Grund vorhanden, sich sensationellen Erwartungen hinzugeben. Es erscheine uns vielmehr als eine Selbstverständlichkeit, daß der Reichskanzler diesmal die Tribüne des Reichstages gewählt hat, um von hier aus vor der gesamten politischen Umwelt dem Protest der deutschen Regierung und des deutschen Volkes feierlich Ausdruck zu verleihen. Der Kanzler hätte diese Absicht natürlich auch, wie anfangs geplant, in München verwirklichen können. Wegen der volitischen Wirkung aber scheint man es für besser gehalten zu haben, für eine solche Kundgebung das Forum der Volksvertretung zu wählen. Dieser Gedanke tst richtig, denn schließlich ist das Parlament die Sprechbühne, von der aus der deutsche Reichskanzler am eindringlichsten über die Grenzen Deutschlands hinaus zur Welt zu sprechen vermag. Es kommt außerdem hinzu, daß auch die Parteien den Wunsch begen, sich zu all dem zu äußern, was in der letzten Zeit geschehen ist. Wie die Gründe für den verfrühten Zusammentritt des Reichstages also durchaus natürlicher Art sind. so ist es völlig verfehlt, die Oeffentlichkeit sensationsbegierig zu machen, wie dies durch Falschmeldungen geEs ist nicht nur verfehlt um des ernsten Gegenwillen, um den es sich handelt, sondern ebense weil dadurch nur Unrube erzeugt wird. Wir glauben recht unterrichtet zu sein, wenn wir behaupten, daß die Kanzlerrede durch ihren Cbarakter und durch die gewählte Plattform eine Erweiterung, Verstärkung und wirksame Vertlefung der divlomatischen Proteste bringen wird. Diese Proteste stehen nur auf dem Pavier und müssen durch das gesprochene Wort ergänzt werden. Wenn es daher solche Leute gibt, die beisvielsweise wissen wollen, der Reichskanzler werde den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Frankreich und Belgien verkünden, oder gar noch andere weitgehende Maßregeln deutscherseits in Vorschlag bringen, so stimmt das keineswegs mit den Absichten und Tatsachen überein. Soviel wir wissen geht die Auffassung der Regierungskreise dabin, daß mit einem Abbruch der divlomatischen Beziehungen nur den Interessen Frankreichs gedient sei und dadurch am gegenwärtigen Zustand nicht nur nichts geändert würde, sondern nur für Frankreich und Belgien Vorwände geschafsen würden, die mir gerade vermeiden wollen. Wie sich die Sitzung des Reichstages weiter entwickeln wird, ist noch ungewiß. Es ware zweifellos wünschenswert. wenn sie nicht wie das Horneberger Schießen ausginge, sondern wenn der große Block der Parteien eine gemeinsame Klärung fände, auf Grund deren zum Ausdruck käme, daß die Parteien geschlossen hinter der Regierung stehen, aber wie gesagt, darüber verlautet noch nichts— schon deshalb nicht, weil die Einberufung ganz plötzlich erfolgt ist Man uhrgebiet und der Rbein und de: Parteiführern selbst Überraschend kam. erwartet, daß eine Debatte stattfinden wird. Im übrigen ist in den nächsten Tagen auch mit einer größeren Rede des Reichsaußenministers von Rosenberg zu rechnen: denn da der Haushalt des Auswärtigen Amtes im Verfolg der Etatsberatung fast unmittelbar auf die Aktion des Reichskanzlers folgen wird. dürfte voraussichtlich der Außenminister die Gelegenheit ergreisen, um seinerseits die Lage zu kennzeichnen. Es istaallerdings auch möglich, daß die große Tehatte sich erst-hieran anschließt. Dann würde die Kanzlerrede mit einer gemeinsamen Erklärung der Parteien abgeschlossen werden. In diesem Zusammenbang erscheint uns die Erwähnung einzelner anderer Fragen gleichfalls notwendig. Man hort in varlamentarischen Kreisen immer häutiger die Forderung, die Regierung möge ihre Vorschläg:, die sie im Dezember in Paris habe machen wollen. zur Kenntnis der Oefsentlichteit bringen. Man kann über die Zweckmäßigkeit eines solchen Schrittes durchaus geteilter Meinung sein. Nach unserer Information scheint die Regierung ihrerseits eine dahingehende Absicht nicht zu begen. Dies ist selbstverständlich, wenn man bedenkt und sich vergegenwärtigt, daß wir mitten in einer völlig anderen und neuen Situation steben. Es ist zu erwarten, daß die Regierungserklärung den Standpunkt und die Auffassung der Reichsreoierung noch einmal in unzweideutiger Weise und in allen Richtungen erschörfend zur Kenntnis der gesamten Welt bringt. #. Berlin, 5. März.(Telegr.) Ueber die Einzelheiten der morgigen Regierungerklärung wird noch innerhalb des Kabinetts beraten, Morgen vormittag um 10 Uhr wird der Reichskanzler die Parteiführer zur Besprechung empfangen und morgen nachmittag 2 Uhr tritt der Aeltestenausschuk des Reichstages zusammen. um die gechäftlichen Modalitäten für die Reichstagssitzung vorzubereiten. Die Sitzung beginnt um 5 Uhr. Es ist anzunehmen, daß sich an die Erklärung des Reichskanzlers unmittelbar oder höchstens nach einer kurzen Pause eine Aussprache der Parteien anschließen wird.— Auch am Mittwoch vormittag wird eine Plenarsitzung abgehalten werden. Auslandserwartungen. 2 Berlin. 5. nertschen Fauer dar die vloonm tades zu einor Reihe von Vetmutungen geführt englische Presse beschäftigt sich beisvielsweise sehr lebhaft mit dem, was man englischerseits erwartet. Diese Erwartung entspricht natürlich den Hoffnungen, die England begt, und deshalb sind auch die Anregungen vom englischen Interesse diktiert. Man sieht der Kanzlerrede mit Spannung entgegen und spricht die Erwarung nach drei Richtungen aus. Zunächst ist man der Meinung, es wäre zu begrüßen, wenn die deutsche Regierung erklarte, wieviel sie zahlen wolle. Man möchte deshalb vom Reichskanzler bestimmte Vorschläge hören. Außerdem würde man eine Erklärung der deutschen Industrie in der Richtung wünschen, daß sie ihrerseits die von der Regierung vorgeschlagene Wiederherstellungsfumme gutbeißt und garantiert. In dieser Forderung lassen sich unschwer die Formulierungen erkennen, die schon wiederbolt in der englischen Piesse aufgetreen sind. Ob im Angesicht der neuen Verschärfung der Zeitpunkt für eine solche Erörterung gerade geeignet ist, erscheint uns zweifelhaft. Während man auf der einen Seite uentwegt mit dem Säbel rasselt, kann man in Deutschland wahrhaftig nicht von Verhandlungen reden. Das müßte man doch auch in England eingesehen haben. Man wird deshalb die englischen Betrachtungen augenblicklich für unzeitgemäß halten müssen. Auch die Pariser Presse beschäftigt sich mit der Reichstagssitzung. Sie befindet sich in einem großen Rätseleaten und da sie natürlich für den französischen Standpunkt Stimmung zu machen sucht, so tischt sie ihren Leseirn jene Gerüchte auf, die wir schon oben als solche gekennzeichnet und zurückgewiesen haben. Aus diesen Stimmen ist au entnehmen, daß ein von Deutschland herheigeführter Abbruch der diplomati'schen Beziehungen durchaus im Interesse Frankreichs liegen würde. Der„Fuutors“ fürchtet die Veröffentlichung solcher deutscher Vorschläge, die eine Fortführung der Ruhraktion in ihrer gegenwärtigen Gestalt als zwecklos erscheinen ließen. Im übrigen ist die Spannung in Frankreich nicht minder groß als in englischen varlamentarischen Kreisen. Verschärfung im Mannheimer X Mannheim, 4. März. Die Lase im Eisenbahndirektionsbezirk Ludwigshafen hat sich weiter verschärft. Nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag das Personal der Reichsbahndirektion Ludwigsdasen den Betrieb noch durchzuführen versucht hatte, setzte am Samstag eine vlanmäßige Verdrängung des deutschen Elsenbahnversonals ein. Das deutsche Personal wurde von der Militärunterkommission und ihrem Bahnhofskommandierenden aufgefordert, zu erklären, ob er den Dienst unter französischem Besehl weiter versehen wolle. Da dieses überall abgelehn!“ wurde, erfolgte sofort Besehl, die Diensträume, Stellwerke. Werkstätten usw. zu verlassen, da der Betrieb in französische Hand übergehe. Dar Personal wurde durch französische Besatzungstruppen und von französischem Eisenbahnversonal im Laufe des gestrigen Tages aus den pfälzischen Hauptbahnstrecken verdrängt. Auf den Nebenwollte das deutsche Eisenbahnversonal den 2 Mannheim. behörde verhängte Betrieb weiterführen. Die jedoch nicht zugelassen. Verhaftet wurden Oberzollsekretär Gottfried, der ins Gefängn's abgeführt wurde und Lokomotivheizer Langhas. beide aus Ludwigshafen. Ausgewiesen wurden der Vorstand der Maschineninspektion Kaiserslautern Reg'erungsbaurat Kund und der Vorstand der Betriebswerkstätte Kaiserslautern Eisenbahningenieur Goebel. Es wurde ein französischer Befehl angeschlagen, wonach die Wohnungen bis zum 8. März zu raumen sind, widrigenfalls die Inhaber ausgewiesen werden. Verkebrssperre. 5. März. Die französische Besatzungsmit Wirkung bis Donnerstag allgemeine Verkebrssperre m den Straßen Ludwieshafens und über den Brückengang zu den Städten Mannheim und Ludwigsbafen von 9 Uhr abends s 6 Uhr morgens. Die Maßregel soll als Wiedervergeltung für den Sabotageakt im Verkehrswesen angeordnet sein. Im übrigen ist im Verkehr über die Rheinbrücke von Mannheim nach Ludwigshafen eine Erschwerung erfolgt. Während bisher nur von beladenen Fuhrwerken eine Abgabe von 10 Prozent des Wertes der radung verlangt wurde, mun sie zuhsinftig auch von dem Wert des Wagens entrichtet werden. Heute morgen besetzten die Franzosen auch den Babnbof Industriehasen. * Automo“ilkontrolle. Bürgschaft für Rückkehr. Wiesbaden, 5. März. Für Automobile. die nach dem unbesetzten Deutschland fahren, wird von den hiesigen Besatzungstruppen die Hinterlegung von 2 Millionen Mark als Bürg schaft für Rünkkehr des Automobils verlangt. Odne diese HinterFranzosen haben dieses legung wird kein Passierschein ausgestellt. Vor der Abfahrt nach dem unbesetzten Deutschland findet eine genaue Kontrolle des Automobils statt, die auch unterwegs wiederbolt durch„fliegende Patrouillen“ ergänzt wird. Militarisierung der pfälzischen Eisenbahnen. März. Die„Münchener Neuesten Ra mehrere Mitteilungen über die Mill* München, 5. richten" erhalten tarisierung des plälzischen Eisenbahnnetzes durch die Fransosen. Es heißt: Von den Bahnbösen auf den Hauptstrecken wurden vor allem Ludwiasbafen. Landau und Neustadt besetzt. In Ludwigshafen wurden mehrere Lokomotiven mit Gewalt fortgeführt. Die Arbeiter mußten unter Anwendung von Gewalt die Werkstätten räumen. Es wurden bereits mehrere Verhaftungen und Ausweisungen vorgenommen. Die Räumung der Dienstwohnungen muß bis zum 8. März erfolgen. Vertreibung der Eisenbahner aus ihrem Heim. 2. Ludwigshafen. 5. März.(Telegr.) Nachdem das pfälzische Eisenbahnversonal sich geweigert dal, unter französischer Aussicht zu arbeiten, wurde von der Besatzungsbehörde mitgeteilt, daß alle Dienstwodnungen der ufälzisch'n. Eisenbabner bis zu 8. März geräumt sein müssen. Von dem Befehl, die Dienst= und Amtswobnungen in bahneigenen Gebäuden zu räumen. werden die Inbaber von rund 1300 Wobnungen betroffen. Für die Unterbringung der durch diese ungebeuerliche Matnadme aus den Wohnungen Vertriebenen ist Vorsorge getroffen. In dom Muster des Einstellungsvertrages für die Einstellung von Personal in den französischen Eisenbahndienst wird der Arbeitnehmer verpflichtet, eine zehnstündige Arbeitszeit unter Leitung der Kontrolle der französischen Behörden zu leisten. Eine Entschädigung für Unfälle Arbeit während der wird nicht gewährt. Der Verkehrsdruck. □ Ludwigshafen. 5. März. Im Bezirk Ludwigsbasen sind die Strecen bis Pialsburg und Lauterburg militarisiert, das Personal ist vertrieben. Die Franzosen haben einen Anschlag angebefiet, nachdem sie annehmen, daß jeder Eisenbahner, der zurzeit noch im Dienst ist, sich der neuen Verwaltung unterst Ut. Diejenigen Beamten, die am Tage darauf den Dienst verlassen würden, sollen vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Der Verkehr über Mannheim—Ludwigsbafon—Germersbeim liegt still. Es besteht keine Möglichkeit, mit anderen Zügen in die Pfalz zu kommen. Im Hauptbahnhof werden die Züge durch Franzosen ausgerufen. Ein großer Teil der Arbeiter der Badischen Anilinund Sodafabrik ist in der Fabrik untergebracht und wird dort verpflegt, weil wegen der Verkehrseinstellung sie nicht nach Hause können. Die näher wohnenden Arbeiter werdon in Kraftwagen besördert. Die Tage in Darmstaöt. # Damstadt, 5. März. Die Situation in Darmstadt hat sich wie folgt geandert: Die Kavallerievatrouille und die Postenkette auf der Grießheimer Chaussee wurde über Nacht zurückgezogen. Die Posten sind nicht wieder aufgestellt worden. Gestern marschierte jedoch eine Kavallerie=Patrouille ständig durch die Dornheimerstrabe und die Grießheimer=Chaussee. Die Besetzung des Süterbahnhofer ist wieder zurückgezogen. Die Werkstätten und mzun einen Otexzus abfahren zu lassen.“ Die Fra### ohne ihn anzuhalten. Daraufb wieder ausgenommen. Die Schuvo düt auf Weisung des Ministeriums des Innern Darmstadt verlassen und ist im Odenwald untergebracht worden. Der Wirtschaftskrieg. Eine Fabrik für feuerfeste Steine besetzt. * Köln, 5. März. Auf dem Krefelder Filialwerk der Mülheimer Firma Stoecker& Kunz, die entsprechend den Weifungen der Regierung und der Handelskammern sich behartlich weigerte, ihre Erzeugnisse belgischen Firmen zu verkaufen sind, wie die„Köln. Ztg.“ meldet, unter Anführung zweier Vertreter französischer und belgischer Werke zwei französische Kompagnien eingerückt. Die Fabrik wurge besetzt. Die Arbeiter wurden am Verlassen des Werkes verhindert. In dem Kontor wurden die Pulte erbrochen und die Beamten verhaitet. Alsdann wurden 60 leere Eisenbabnwaden in das Werk geschoben und wahllos die vorbandenen Vorräte an feuerfesten Steinenwerladen. Die Arbeiter legten sofort die Arbeit nieder. Es darf niemand das Werk betreten. Kohlenerfassung auf den Zechen. □ Paris, 5. März. Wie der„Neuyork Herald“ meldet, bereitet General Degoutte die Durchführung eines Plaues zur Ersassung der Kohlen an den Zechenausgäugen vor. Die dazu angewendeten Maßnahmen werden unter Aufbietung einer groben militärischen Macht vor sich geben. Wenig Ruhrkohle. 4 Baris, 5. März. Das„#vurnal“ erklärt: Bieher haben wir nur sehr kleine Meugen von Ruhrkohle auf dem Landwege einführen können. 8 Essen, 5. März. Die Kohlemeüge. die Frankreich bioher abfahren konnte sind außerordentlich gering an Zahl. In 3 Wochen im Februar konnten lusgesamt nur 1700 Wagen die Greuze passieren, gestern konnten beispielsweise nur über Ehrang 27 Wagen Koble nach Frankreich gesördert wirden. Man kann annehmen, daß täglich nur etwa 30 Wanen nach Frankreich gelangen. Größere Mengen erreichten die Franzosen nur bei den bekannten Beutezügen. Dee franzdsische Kehlenstcuerplan. Wee nicht bezahlt kommt in den„Schuldturm.“ 5 Paris, 5. Mürz. Ueber die Erbebung der KohlenNeuer im Ruhrgebiet soll ein Schindogericht einersetzt werden, bei dem die deutschen Bergwerksbeliter Einspruch gegen die böbe der Koblenleuer erheben könmen. Dieses Schiedogericht soll auch über die Höbe der Kohlm menge zu entscheiden haben, die die einzelnen Beigwerke zu fördeen haben. Die Koblen15. zu bezahlen sein. bezählt wird, wird lensteuer entnem. als Strafmahnahme. Nleuer wied monatlich und zwar am 15, zu bezahlen sein. # bis zum 18. der Betrag utd dem Werk die zu entrichtude Ro men, dazu kommen weitere 50 Mt Falls am 26. jeden Monats die Rovimbezahlt ist, sonl das gesamte Eigentum der Besitzers deschlaguaUmt werden. Der Besitzer wird verhaftet und solange eingesperet, bis er bezeblt hat. Die Zahlungen haben an die Rheinische Diskontobank.(gegenwärtig in den Händen der Franzosen) oder an jede andere A Alliierten gehürende Bank zu erfolgen. Die Verkehrslage an der Ruhr. = Essen, 5. März. Der biesige Haustbahndo st auch beute abend noch von den Franzosen besetzt. edenso der Bahnhof Bochum=Hauptbahndof. Die Verkehrslage bat sich im — 4 * : A Herter bie Praraei: nachmi in. schn ranzosen in das Postamt ein. schnitten bei kast Fernsorechstellen die Gerndörer und M'troodone ab nadmen sie mit. In gleicher Weise gingen sie im 4 Herten vor. Weiter nadmen sie aus den Dachgestängen der Teilnehmerleitungen wichtioe Zwischenstücke beraus. Der Fernsorechverkehr ist domit brachgeleg. — Raklinsbausen, 5. März. Die Vorsteder der Poster der Umgedung haben vor einigen Tagen ein Schrtitzugestellt erhalten, wonach die Fernsprech= und Telegrapbenleitungen in Abschnit1e eingeteilt sind. für die ein bestimmter Amtsvorsteher haltbar gemacht wird. Im Falle von Störungen der von den Eranzosen beschlagnahmten und betriebenen in Kraft. Tele In der Kölner Zone. ransvert unter scharfer englischer Kontrelle. 6 Köln. L. März. Die Engländer kontrollieren Umtliche französische Transvorte bei dem Einlausen in die englische Zone sehr scharf. In Brübl und Worrlugen #ud Offizierewachen auferstellt, die ununterbrochen Taa und Nacht die französischen Transvorte überwachen. Sie achten dauernd darauf, dab die Trausporte ulet von französischem Personal gelettet werden. Transvorte von Gefangenen werden durch die enalische Zone nicht bin. durchgelassen, ebenso ist der Trausvort geschlossener RegiVerhaftungen, Ausweisungen. Weitere Aachener Werksdirektoren verhaftet. X Nachen, 5. März. Wie wir erfahren, bat. nachdem bereits am voriden Freitag drei Direktoren des Eschweiler Bergworksvereins und ein Direktor der Zeche „Nordstern“ teils verhaftet, teils ibrer Aemter entboben waren, das Vorgeben der Besatzungsbebörden im Nachener Steinkoblenrevier inzwischen einen noch größeren Umfang angonommen. Es wurden festgenommen von der Gewerkschaft„Paul Friedrich“ der Direktor Kueover und der laufmännische Direktor Wotd. von der Geworkschaft„Carolus Maanus“ Direkter Dellmann und Bureaudoksteber Heinz. Die letztgenannte Gewerkschaft befindet sich seit einigen Jahren überwiegend in französischen-Händen. Sämtliche Verhafteten wurden nach dem Nachener Gesängnis gebracht. Der Amtmann von Wanne verbaltet. Wanne. 5. Märt. Heute morgen daben die Fransosen Amtmann Weibera und Bolizetinspekter Boratd verdaftet und in der Richtuns Recklingbausen oder Aerne abtransvortiert. * Recklinshausen, 5. März. Die wirtschaftliche Tage im Ruhrgebiet nach der Besetzung. Wschen Abediommachlerunden der Bheblggieienn besetzten Hessen verbietet das Ausbangen eitungen und Bekanntmachungen, die amit be Mainz. 5 März. nmandi 1 Recklinsbausen, 5. März. Der Postamtsleiter Postmeister Salmann wurde am 1 März vom Kriegsgericht der 47. Ini.=Division Recklinghausen wegen Verweigerung. Telegramme zu befördern und Freimarken kausen. zu 6 Monaten Gesänanls und 200 0 Geldstrafe perurtellt.— Bostdixektor. Ged: wurde wegen Weigerung. den Briefmarkenverkau lassen, vom Kriegsgericht zu 6 Monaten Ge nis und 200000 Mk. Geldstrafe verurteilt. haben Berufung eingelegt. verMr. aUm zuzuinaBeide Heute wurden dier wiederum erhaftet. Oberden Franzosen 17 Oberreallchüle der Lis- Eäfels s.91( auh März. enamt Dortn abge! ektdr Kiesel:“ heute vormi tag verbaltel Ss- aet wurden gestern der Hauotmann Stubbenvors. Major 6ödece und Majgr, von Colanl durch die Franzosen N4 C erligenangten Herren wurden in n gebracht, wo zurzeit 123 GeKöln, 5. März. nt Lobbert on Loynau bnarbeiter Verhaftet Hobenbudberg Von den Verba — der Betriebswegen Vornahme hnauszahlungen. Voy den Verhafteren des Bahnbeydt sind wieder freigelassen: der Eisenrbeiter Schmit. der Eisenbabgingenient BadRegierungsbaurgt Freon. Der Vorstand des bsamtes M.=Gladbach wurde dem belgischen oepchter vorgeführt weil er Zahlungsauftr Unterträge erdreistündiger Verbandlung wurde er unter na freigelassen, daß er der belgischen de stets leinen Aufenthalt mitzuteilen habe. = Eschweiler, 5. März. Gestern mittag wurden der biesige Bürgermeister Dr. Kalvelase und. der erste Beigeordnete Dr. Lürken von vier belgisthen Gendarmen verhaltet und nach Aachen ins Gesängnis gebracht, weil die Bereitstellung von Quartieren für belEische Eifenbabner abgelednt worden war. Die Beamtenschalt ist heute in einen 2estündigen Proteststreik genreten. 1 Euskirchen. 5. Mär. Der Vorsitzende des sozialistischen Gewerkschaftskartells. Gewerkschaftssekreiär Sonnevahn, ist von den Franzosen verhaftiet und amn. Scteer# L. las“ Saühik.##pen.„Er. uroe in donnel Soene Von einem B. Trotz der im Laufe der letzten Wochen Besetzung des Ruhrgebicte ständig verschärften Absperrung des Ruhrbezicks vom übrigen Deutschland ist die Produktion weder Im Kohlenbergbau noch in der Elsenindustrie bisber ius Stocken geraten. Der Verfasser dieses Artikels hatte in den letzten Tagen Gelegenbeit. sich auf einer ganzen Reibe von Zechen des Ruhrbezirks, wie auch bei verschiedenen großen Werken der Etsentndustrie perfönlich über don Stand der Dinge zu unterrichten und in Unterredungen mit führenden Persönlichkeiten der Montanindustrie des Rudrbezirks sich über die bieberige Entwicklung, sowie über die weitere Haltung der Industrie zu unterrichten. Der allgemeine Eindruck, den man überall gewann, war der, daß bisher allenthalben der Berrieb oone nennenswerte Störungen und odne einschnedend= Produktians=inschränkungen fortgeführt worden ist Sowohl auf den Zechen wie auch in den Eisenwerken wird weitergearbeitet. Die Förderung der Kodlenzechen und die Erzeugung der Koksösen wird. soweit sie nicht in den Verbrauch der Werke des Reviers selbst übergeht und nicht mehr aus dem besetzten Gebiet versandt werden kann, auf Lager genommen. Die Lagerbestände der Zechen haben bisher, aber keineswras einen beängstigenden Umfang angenommen; man hat vor dem Kriege. in Zeiten schlochter Konjunktur im Ruhrbezirk schon gröhere Kohlen= und Koksvorräte gekannt, als jetzt zu seben sind. Allerdings sind die Lagermöglichkeiten bei den einzelnen Zechen verschieden, nicht alle Zechen verfügen über den Platz, der zur Lagerung großer Kohlen= und Koksmengen nötig ist. Soweit sich b'er nicht durch entsprechende Verteilung der noch zugelassenen Kohlenausfuhr nach Holland. Italten und der Schweiz ein Ausgleich schaffen lätt, wird auf solchen Zechen die Kohlenförderung zugunsten von Ausund Vorrichtungsarbeiten in den Gruben etwas beschränkt. Diese Aus= und Vorrichtungsarbeiten sind seit den Kriegsjahren unter dem Zwang der Forcierung der Förderung auf den meisten Zechen gegen früher so sehr im Rücksta o geblieben, daß. selbst wenn bei längerer Dauer der gegenwärtigen Verbältnisse eine stärkere Fördereinschränkung notwendig werden sollte, die Zechen ihre Arbetter noch auf lange Zeit mit diesen Arbeiten voll zu beschältigen in der Lage sein werden. Die Aufrechterhaltung des Betriebes im Ruhrkoblenbergbau ist unter diesen Umständen letzten Endes mehr eine Iinanzsrage, insosern. als es darauf ankommt. wielange die Zechen in der Lage sein werden. trotz des durch die Absverrung des Ruhrbezirks bervorgerufenen Ausfalles im Absatz. die für die Löbnung der Verpleute notwendigen Mittel bereit zu stellen. Die in dieser Beziebung getrofsenen Abmachungen lassen es abei ausgeschlossen erscheinen, daß sich bieraus ernstliche Schwierigkeiten für die Fortfübrung des Bergbaubetriebes ergaben könnten. Wge die Lage der Eisenindustrie angebt, so ist zunächst zu bedenken, daß durch die jetzige Abschnürung des Ruhebezirks bzw. des ganzen besetzten Gebietes, der Betrieb in der Schwerindustrie unmittelbar eigentlich nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, wie durch die früber kurze Zeit durchgeführte Zollabsverrung des Ruhrbezirks von dem besetzten Rheinland einschließlich Düsseldorfs und Duisburgs. Durch die damalgeZollgrenze wurden in zahlreichen Fällen die einzelnen Betriebe vieler großer Konzerne jenseits und diesseits der Zollia#e von einander getrennt, was zu einer empfindlichen Störung des ganzen Produktionsprozesser führte. Das ist heute kc'um mehr der Vall. da die Hautoroduktionsstätten der grohen Montanwerke jetzt fest ausnahmslos Innerhalb des abgesperrten Gegeseben werden können. ründet, daß der A irtschaftovolitischen Mitarbeiter. seit der dietes liegen, also der Arbeitsprozetz vom Hochosen zum Stahl= und Walzwerk durch eine Zollarenze nicht behindert wird. Vielfache Schwierigkriten bereiten aber dier gegenwärtig die großen Störungen im Eisenbahnverkehr, die bieber aber immer noch einigermayen überwunden werden konnten. Die Arbeitsmöglichkeit in der Eisenindustrie ist insofern noch auf längere Zett aufrecht zu erhalten, als hier für die Lagerung der Produkte die Platzfrage nicht eine solche Rolle spielt wie im Kodlenbergvau. Anderseits ist aber die Aufrechterhaltung der Produktion in der Schwereisenindustrie wieder abbängig von der ausreichenden Zufuhr von Rohstossen, in erster Linie also Kohlen. Koks. Schrott und Erzen. Diese Rohstoiiversorgung der großen Eisenwerke des Ruhrbezirks ist nun bisher kaum bebindert worden. und selbst wenn darin über kurz oder lang eine Aenderung eintreten sollte, so verfügen die großen Hültenwerke namenulich über derart große Ersvorräte, wie auch Kokobestände, daß sie ihre Betriebe noch monatelang fortführen können. Soweit bisher überhaupt Betriebseinschränkungen in der Eisenindustrie vorgenommen worden sind, wie das verschiedentlich der Fall gewesen ist. zum Zwecke einer Art Umstellung aus die heutigen Verhältnisse, fallen sie kaum ins Gewicht, denn sie geben kaum irg ndwo über 10 Prozent hinaus. Für einzelne Zweige der Eisenindustrie, so für den Maschinenbau, macht sich die Absperrung auf die Produktion bisher wenig fühlbar, weil bier die Erledigung der vorliegenden Aufträge ja zumeist längere Zeitraums erfordert. Hier wird allerdings auch die Ablieferung der in diesen Wochen fertiggestellten Erzeugnisse unmöglich gemacht. Arbei erentlassungen hat bioher die Eisenindustrie ebensowenig wie der Kohlenbergbau vorgenommen und die Industrie glaubt auch in der Lage zu sein, ihre Arbeiterschaft weiter durchzuhalten, selbst wenn sie bei einer monatelangen Dauer der jetzigen Zukände schließlich doch zu einer stärkeren Drosselung der roduktion veranlebt werden und einen Teil der Arbeier dann mit unproduktiven Arbeiten beschäftigen müß.e. Die Frage der Beschaffung der Lohngelder bietet auch für die Eisenindustrie einstweilen keine Schwierigkeiten und dürfte auch weiterbin, etwa durch Kredite auf die Lagervorräte, zu lösen seen. wenn auch kürzlich vereinzelt bei kleineren Neichsbankstellen die Diskontierung von Wechseln großindustrieller Werke in mißverständlicher Befolgung der Krediteinschränkungsverfügungen der Reichsbank nur zeitweise verweigert worden ist. Sich Absatzmöglichkeiten zu verschaffen durch Erlegung der von den Franzosen und Belgiern verlangten Ausfuhrabgaben, lehnen die Großindustriellen des Reviers kategorisch ab; sie geben darln sogar soweit, daß sie auch keine Vorschläge ausländischer Bestellungen akzev#ieren. die dabin geben könnten, daß diese sich zur Tragung der franzosisch=belgischen Ausfuhrabgaben bereit erklärten, um die Ausfuhr der von ihnen bestellten Erzeugnisse zu ermöglichen. Da eine Ausfuhr un er Umgebung der französischen Kontrolle bei der immer schärfer gewordenen Absperrung des Ruhrbezirks in nennenswertem Umfange heute nicht mehr möglich ist, bleiben somit die in den letzten Wochen dergestellten Eisen= und Stadlerzeugnisse auf den Lagerplätzen der Werke, deren Lagerbestände durch die weitere Produktion allmählich einen recht ansehnlichen Umfang annehmen werden. Diese großzen Lagerbestände der rheinisch=westfälischen Eisen= und Stahlindustrie werden eines Tages dann natürlich auf den Welteisenmarkt einen fehr erheblichen Einfluß ausüben; die zei weilige Ausschaltung der rbe'nisch=westfältschen Konkurrenz auf dem Wettmarkt, obne daß dabei die Prodetktion im Ruhrbezirk zum Stillstand kommt. wird sich dann für die übriven eisenerzeugenden Länder oielleicht noch recht unangenehm fühlbar machen. Eine Bekanntmachung des von naen. die 91 Diese Maßnahme wird na von Zeitungen erhebusen könnte. wähnsammlungen von tebe. Neue Blutopfer. Das Wolsssche Telegrapben durean meldet: WTB Cssen, 5. März. In der Nacht vom 3. zum 4. März wurde der Kaufmann Oskar Krägelob in Kettwig ohne vorberigen Anrui vor seiner Wohnung von einem Militärposten durch beide Oberschenkel geschossen. Auf dem Bahnkörver unweit der Zeche„Königin Elisabeth“ wurde der Bahnwärter Herold als Leiche aufgefunden. Der Getötele hatte einen Schutz durch den Mund erhalten. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde das Polizeirevier in der Berltnerstraße in Essen=West von einem französischen Kommando umstellt und besetzt. Dabei ist ein im gleichen Hause wohnender Gerichtsbeamter Löwe, der das Haus betreten wollte. angeschossen worden: er starb kurz darauf im Krankenhause. WTI) Hörde, 5. März. Am 3. März kurz nach 11 Uhr wurde in der Hermannstraße der Ingen'eur Ewald Dirks in Begleitung seines Freundes ohne jede Veranlassung von einem französtschen Soldaten durch einen Revolverschuß schwer verwundet. Er wurde ins Krankenhaus Bethanien gebracht, wo er heute seinen schweren Verletzungen erlegen Ut. Die Besetzungsfolgen für Ernährung und Gesundheit. gichen Essen, 5. März. Die Folgen des französischen=belsen Einmarsches in das Ruhrgebiet auf den Geundbeitszustand wird jetzt durch zah mäßige Feststellung der zustä anschaulich zahlen Stellen verg des Bahnhofes ilt es unmoglich gemacht. Holland bestimmte Leergut und die Kannen für n zurückzusenden. Hierdurch wird eine Stockung nächsten Tagen in der Milchzufuhr eintreten. Neue Verurteilungen. 6 Sterkrade, 5. März. Vom Kriegsgericht in Sterkrade wurde der Beigeordnete der Stadt Bot##9 Dr. Midm zu zwei Monaten und 7 Tagen Gefananis verurteilt. Die Anklage lautete auf Bedrobung des belgischen Kommandos, das die Verhaftung des Oberbürgermeisters Dr. Baur vornahm. Weiler wurde er beschuld at. mit den Beamten des Rathauses anläßlich dieser Verhaftung eine Manifestation vor dem Ratbaus veranstaltet zu haben. ::. Mainz. 4. März. Postdirektor Karl Schmidt aus Vonn. der angcordnet hatte, daß an den Schallern des Postamtes Schilder mit der Aufschrift angebracht wurden: Hier werden Spenden für die deutsche Ruhrhilje entgegengenommen, wurde vom französischen Kriegsgericht zu einem Jahr Gesänguls und 100000 Mark Geldstrafe verurteilt, da das Gericht in der Anbringung Schilder ein Vergehen gegen die öffentliche Rube und der Schilder eingegen di Ordnung sowie eine Gefährdung der satzungstruppen erblickte. Der hiesige gelhoffer stand vor dem französi unter der Anklage weil er während des babner mehrere Postanweisungen über je durch EE AEE G G 159 ihm unter tellte Postbeamte an die E hatte zur Auszahlung bringen lassen. Klingelbötter wurde ebenfalls zu einem Jahr Mark Geldstrafe verurteilt. Gesängnis It der Betor Klinegsgericht der E#s#n000 Mark senbahner ingelbött und 100 000 — Duisburg. 5. März. Vom belgischen Kriegsbericht März. wurde der 66jährige Eise Tanien zu zwei Monaten Mark Geldstrafe verurteilt. eine Weiche umzustellen. X Aachen. 3. März. Der verantwortliche #enbabninspektor Volle aus ten Gesänanis und 5000 teilt. Volle hatte sich geweigert aachen, 5. Miarz. Der verantwortliche Redakteur ischer vom„Jülicher Kreisblatt“ wurde vom helgischen Kriegsgericht wegen Veröffentlichung v# Ml. Psuigtngung von Aufrusen der Regierung usw. zu 175000 Mk. Geldstrafe oder zu zwei Monaten Gefängnis. der Redakteur Weis vom „Stadt= und Landboten Monschau“ aus dem gleichen Grunde zu 100000 Mk. Geldstrafe verurteill. druat gegenüber ds Vorjahres zu verzeichnen spricht einer Steigerung Georg Freiberg. Roman von Jana Maria.(10 Nachdruck verboten ja, nickte Johannes Freibers in gutmütigem it soinem Spiegelbilde zu. Esel haben graue Haare! Spaziere nur schön die Treppe binab. Wer weiß, wie bald Du auf der letzten Stufe stehst, dann gleitet sie unter Dir fort, und Du liegst in Deinem letzten Hause... Georg Breiberg und Katbrine Gleitz wanderten umnterdessen über die Brücke nach dem Klingenberge. „Mir wären vielleicht besser über Gillersheim gegangen, aber der Weg durch die Wiesen am Flusse entlang ist so schn: Auf den Wiesen lag die Grummeternte, und die Septembersonne tat alles, sie auszutrocknen. Sie batten die Höde erreicht und schauten nun binab ins Tal, gleich einer artig aufgebauten Spielzeugschachtel lag Uhr Heimatflecken im Sonnenschein zu ihren Fühen. „Es ist nirgends so schön wie bei uns". Kathrine deutete binas.„Ich möchte auch nirgends anders leben wie bier. Kann es einen Platz geben, der schöner ist „Ich weitz es nicht, ich habe zu wenig von der Welt gesehen.“ Es ist der schönste Ort, weil es die Heimat ist.“ Roise Hagebutten leuchteten an den Windrosensträuchern, und an den Schlehenbüschen grüne Beeren. Ueber die Stoppelfelder webten Sommerfäden. „Aktweibersommer!" Katbrine halchte das garte espinst,„nun noch das Kartoffelroden und ist der Winter da und wieder ein Jahr Die alte starke Fesdkinde, batte der Heröst geld gekärbt, und wie jetzt, umstrahlt von goldener Sonne, schten es. als leuchte der Baum. Sie nahmen die Richtung nach dem Pachtbof. Die Gegend war menschenleer, durch die Bäume schimmerte der Teich, dessen Uker von braunen Rohrkolben und Schilf bestanden waren. Einige der längl'chen Samtkolben waren überreif. und der weide, seidige Same quoll hervor. Wasserlinsen bedeckten den Rand. Pleilgeschwind schossen flinde Wasserbühnchen über die rubige, glivernde Fläche, und lieben silberne Furchen zurück. Wie verzaubert in seiner märchenhaften Rube der Bachthof: prächtige, blauschwagze Tauben flogen gurrend berzu, und ein weißschwarzgeflecktes Katerchen schnurrte selbstzufrieden auf warmen sonnenbeschienenen Steinen. Der Wald, der bis an das Uler des Teiches stiet, war kühl und einladend. „Ich freue mich auf Hannover, Du mutzt mir alles zeigen, Gcorg.“ „Na, ka. nachher gefallen Dir die Städter besser als ich: die wissen schön zu tun und kleiden sich nach der ersten Mode.“ „Als ob es darauf anköme——“ „Worauf kommt es denn an?“ „Ob man——“ Kalbrine brach ab, und eine rasche Röte buschte über ihr Gesicht.„Das weißt Du sellst, was soll ich es Dir sagen.“ „Worauf kommt es an?“ beharrte er. „Nein", bestimmte sie.„ich sage es Dir auf dem Heimweg. Wir müssen hier einbiegen, ich lause rasch vor, erwarte mich.“ Georg setzte sich auf einen Meilenstein. Ihm war sonderbar zumut. So oft er an Kathrine Gleitz dache. meldete sich sein Horz in bis dahin ungekannten Schlägen. Es war ein seltsames Gefühl. er hätte Katbrine bei sich haben mögen und ihre Hand fassen—.— Plötzlich dachte er an Paul Trebitzsch, was würde er von Kathrine sagen? Er sollte sie kennen lernen, uenn sie in Hannover war. Viekleicht aber würde Paul potten, wie er gespottet hatte, weil Georg noch nie ein Mädchen geküßt hatte. Da flogen seine Gedanken wieder zu Katbrine, merkwürdig, sie waren so oft zusammen gewesen, alle die Jahre und hatten sich nie geküßt... Den Heimweg-nahmen sie durch den Wald.„Wenn es auch ein kleiner Umweg ist. ich komme selten ins Holz“, bat sie. „Du wolltest mir etwas sagen, Katbrine. Worau komnt es an—?“ „Latz doch“, wehrte sie ab,„man muß nicht alles missen: „Du bast es versorochen, sein Wort muß mon buine.“ Georg vertrat ihr den Weg „Es kommt darauf an—“ half er fhr. „Ob man lemand lieb bat“. sagte sie rasch und erregt. „nun weitzt Du es!“ „Und mich hast Du lieb—?“ in kassungslosem Staunen. Und da meldete sich wieder das Herz stärker, fordernder, als vorbin, und plötzlich hielt er Kathrine in seinen Armen und küß'e ste. „Katbrine“. stammelte er verwirrt,„ich glaube, ich habe Dich sehr lieb.“ „Nun bist Du mein Schatz“. frohlockte sie.„ich schreibe Dir des Sonntags einen Bvief und backe Dir einen kleinen Ruchen.“ In Georg war plötzlich eine Scheu geden Katbrine. Wieder neue Zeitungsverbote = Essen, 5. März. Die„Essener Volkszeitung“ ist erneut verboten worden.— Die„Niederrheinische Volls stimme“(Duisburg) ist bis zum 10. März verboten worden. : Koblenz. 5. März. Die interalliierte Rbeinlandskommission hat verboten: Das„Darmstädter Tageblatt“. die„Rheinische Beamtenzeitung“. die„Süddeutsche Zeitung" in Stuttgart. das„Rheinische Volk“ in Bonn auf je drei Monate, ferner für das französische und belgische besetzte Gebiet die„Kölnische Jeitung" auf drei Monate weiterhin die„Kreuznacher Zeitung“ den„Anzeiger in Kreuznach“ und den„Landauer Anzeiger“ auf 15 Tage. er sah sie mit anderen Augen an. Hatte sie sich verändert, oder kannte er sie erst jetzt—? Die ganze Sache war sehr kompliziert, und je mehr er sie erforschen wollte. d sto verwickelter wurde alles. Er beschloß zu gelogener Zett grund ich darüber nachzudenken. Katbrine erzählte munter d uf los, es imponierte ihr, daß Grorg ibr Liebster war. Eigentlich war sie im Innersten etwas enttäuscht, sie hatte sich den ersten Kuß Ganz anders vorgestellt. An der lebhaften, beschwingten Art, mit der Geora seinen Spaziergang schilderte, merke der Schäfer, daß er ein Erlebnis gehabt haben müsse. Nur nicht fragen, dachte er, sonst ist das Zarte davon, das Wunder seinet ersten reinen Liebe muß jeder für sich erleben. Laute Worte zerstören den Schimmer. wissende Blicke trüben das strablende Leuchten der Augen. Richt davon sorechen, nicht daran rühren. „Es war wunderschön“. Georg atmete tief auf. „Ich weitz nicht". Tanie Lina hielt prüfend ihren grauen Strumpf gegen das Licht.„man mutz wohl junge Augen haben, um etwas so Wunderschönes an einem Waldsvaziergang zu finden.“ „Das können wir auch nicht, Dämmsche, dazu muß man jung und“— verliebt wollte er sagen—„frob sein. Mit zwanzig Jahren sieht sich die Welt anders an als wit fünfzig. und wo Du Dornen füblst, sehen die Jungen nur Rosen.“" „Vater, wie Du das alles sagen kannst.“ Voller Bewunderung blickte Georg den Vater an,„ich glaube, so wie Du kennt keiner den Menschen, Du schaust ihm auf den Grund der Seele.“ „Meinen Jungen hoffe ich zu kennen. Georg. nütze die Jugendzett, sie ist verflogen, ebe Du Dich recht besinnst Was das Leben an Schönem und Reinem Dir bietet, das halte fest. Das überlege nicht lange, sondern packe zu mit beiden Händen.“ Hotel Mit Georz ging eine Wandlung vor: er paßte sich mehr und mehr dem Großstadtleben an. Paul Trebitsch war ihm, ohne daß beide es wutzten, darin Vorb##d. Kätbe Hobinger merkte die Veränderung zuerst.„Unser Georg wird ein Kavalier“. provbezeiete sie,„o höflich und zuvorkommend wie er ist, man sollte gar nicht glauben, daß er vom Lande stammle.“ Sie hatte auf seinem Tisch ein schmales Büchlein gefunden:„Der gute Ton in allen Lebenslogen“. Ein ungleicheres Freundernaar wie Paul und Georg konnte man sich nicht denken, sie war nur gespannt. ob die Freundschaft auch noch andauerte, wenn Trebitsch die bunte Studentenmüße trug. wird g der zuständigen t. Durch die Besetzung ist die Milchversorgung der Stadt Essen außerordentlich gefährdet worden. Dazu wird und folgender Eingriff der Franzosen bekannt. der schwere Folzen haben dürfte. Samstag morgen gegen 6 Uhr sind die Arbeiter. welche etwa 10000 Liter M'lch entladen wollten, von fränzösischen Soldaten vom Bahnkörver vertrieben worden. Es ist heute nur die gestern nachmittag angekommene Sendung Hollandmilch mit 9000 Leter an 20000 Säuglinge verteilt worden. Durch de Vesetzung des Bahnhofes ist es unmöglich gemacht. das für H Westfalen.— in den nächsten Tagen—. Infolge der Verstopsung der Bahnhöfe gelingt es nicht. ausraichende Milchmengen herbeizuschaffen. Außerdem ist die Tenerung durch den Einbruch so außerordentlich geworden, daß es vielen Müttern unmösIch ist. ansreichende Milch für die Säuglinge zu kaufen. dadurch ist die Säuglingesterblichkeit sehr gestlegen. In den ersten 8 Wochen dieses Jahres vom 1. Januar bis 24. Februar starben in Essen 272 Kinder bis zum ersten Lebensjahre gegenüber 225 in der gleichen Spanne des vergangenen Jahres, was einer Zunahme von 20 88 Prozent gleichkommt. Eine abermalige Erhöbung der Kindersneisurg innerhalb des besetzten Gebietes ist durch eine erneute Zumeisung von Lebensmittelrationen durch den deutschen Zentralausschuß für Auslandshilfe Berlin für die lausende Speiseversode ermöglicht worden. Im Z#sammenhang mit der Teuerung und der Ernährungsschwierigkeit steht auch das Anwachsen der Tuberkulose. Vom 1. Januar bis 24. Februar sind in Essen 180 Todes= fälle an Tuberkulose gegenüber 146 im gleichen Zeitraum gewesen. Diese Zahl entvon 23.25 9 Die Ruhrhilfe. Spenden für die Ruhrhilfe. Essen. 5. März. Für die Hilfsspende„Rubrbezirk“ sind folgende Beträge gezeichnet: von Herrn Geb. Kom. Rat Albert Müller Essen 1 Mllion Mk. von Bankdirektor Jötten Essen 500000 Mk. von Bankdirektor Becker 500 000 Ml., non der Fa. B. Clausen Essen 500 000 Lark. von Dr. Ernst v. Waldthausen Essen 500000 Mk., von der Fa. Edm. Köppen Eisen, 5000 Ml., von der Handelskammer Konstanz 4 Millionen Mk., von der Handelsiagtschavoii Königs, Güntber& Co. Amsterdam in Gemeinschaft mit drel ihr befreundeten Firmen in Amsterdam 40 000 Gulden. von den Angestellten der Gewerbebank in Zwickau 45 213 Mk., von W. Conradt Großbreitenbach 10000 Mk. von O. Darr Schwarzhausen 5000 Mark. von der Fa. Braun& Liebetreu Rubla 20 000 Mark. von K. Botlinger in Rubla 3000 Mk. von Ed. .—uin 10 090 Mk. von P. Storob Rubla zur Post in Emsdetten Einwohner zähl 180 000 Dl. In der fast 7000 Einwohner zählenden Karlshamm In Schweden wurden etwa 7 Millionen Mt. und 1000 schwedische Kronen für die Ruhrspende aufgebracht. 1 Berlin, 5. März. Wie der„Roten. Fahne“ aus Moskau gomeldet wird, hat der Wirtschaftsrat der allrussischen Gewerkschaftsbundes beschlossen, den kämpfenden Ruhrarbeitern durch den Reichsausschuß der deutschen Frau Kätbe, sebenserfahren, bezweifelte es; an Paul würde Georg schon eine Enttäuschung erleben. Der datte ihn angestiftet, die vielen Bücher sich zu kaufen. Schiller und Goeibe und Shalespeare und wie sie alle hießen. Für solches sein gutes Geld auszuwersen! Ihr Wilhelm war ein tüchtiger Meister geworden, auch öhne das. Was sollten diese Kinkerlitzchen überhaupt? Wollte er sväter vielleicht seiner Frau daraus vorlesen? Dieser Trebitzsch brachte ihm alle die Kundewipven bei. Es war eigentümlich, der Georg hatte über alles seine eigenen Ansichten. „Es ist ein Paket für Sie da, Georg“, begrüßte sie den Eintretenden.„Ich habe es auf Ihr Zimmer gestellt, es ist gewitz etwas sehr Schönes. Kathrine Gleitz ist der Absender.“ „So—?“ Georg lief erfreut die Treppe binauf. Im Paket obenauf lag ein Tannenzweig und ein Brief. kein säuberlich in weitzes Seidenvavier gepackt, eine kleine Sandtorte. es folgten rorbäckize Aepfel. die würzigen Heimatduft entsandten und ein Gruß vom Schlachtfest. Nein, diese Kathrine, dachte Georg gerührt und öffnete den Brief. Sie schreibt„Du“ mit kleinem Anfangsbuchstaben, und dann vergißt sie das Komma, Georz ließ den Brief sinken. Nun, das wird sie noch lernen, denn seine Frau mußle einen fehlerfreien Brief schreiben können „Servuo Freibern!". lachend stand Paul Trebitsch in der Türe.„Ich hatte Lust. Sie in Ihrer Höhle aufzustöbern. Sie Hödlenbäu!“ „Weshalb kommen Sie?“ fragte Geerg mit schmerzlichem Vorwurf.„es ist nicht einladend bei mir.“ „Das ist Quatsch, nun seien Sie nicht schwerfällig Es ist doch hier urgemütlich.“ „Hd Sie so sprä leben sollten—?“ Baul sab ihn an.„Freiberg, das patzt nicht zu Ihnen. wesdalb das eigentlich? Aber Sie haben eine Freikiste von Hause bekommen. Das ist ja blendend! Und Kuchen! Verzeibung— süde Gebeimnisse woll e ich nicht durchstöbern". er deutet“ auf d’e Sandtorte, darauf ein dem gomalt war.„Ich glaube nicht, daß Ihre gute Tante Ihnen ein Zuckerberz aufmalt.“ Nun mußte Georg lachen.„nein, es ist nicht von der Tante; das Paket hat——, er stockte verlegen. „Mir mein k'eines Mädchen geschick.“, vollendete der andere.„Das ist ja rührend. Sie sorgt dafür daß ihr Liebster bei Kräften bleibt. Wie beißt sie denn—?“ „Katbeine.“ Oortsetzung pplat.) 0 wenn Sie tagein, tazaus drin Nr. 54. (Zweites Blatt) er nmislion n von e von ie wird erhebe. wäbsen 500 *„„„„* Gelsenkirchener Zeitung. meldet: 4. März in Kettung von tschossen. KKönigin Leiche durch urde das Jest von Dabei beam= geschossen e. ch 11 Uhr Ewald jede Verurch einen Krankenschweren für sheit. sischen=belden Gezahlenellen verund folschwere Uhr sind entladen rder verachmittag nit 9000 Durch de gemacht. innen füie tockung eintreten. es nicht. Außerdem außern unmöszu kaufen. es Jahreo Essen 272 225 in der das einer Eine aberlb des beisung von entralaus. de Speised der Er180 Todes.* Zeitraum sest anb von Herrn Mr. von antdirektor sen 500 000 00 000 Mk., von der von der Amsterdam Firmen in en der Geradt Großsausen 5000 ibla 20 000 . von Ed rob Rubla Emsdetten zählend llionen nde auf fahne“ aus Atsrat der n kämpfener deutschen an Paul Der hatte en. Schiller llle hießen. er Wilhelm ohne das. Wollte er ? Dieser 1 bei. Es alles seine begrüßte sie Zimmer geheine Gleitz hinauf. und ein ier gepackt. Aepfel. die Gruß vom rt und öffsbuchstaben, den Brief eine Frau en. Trebitsch Höhle aufnit schmerzNür.“ schwerfäll'g legaus drin zu Idnen. ne Freikiste end! Und le ich nicht darauf ein Ihre gute cht von der egen. lendete der ür daß lh: enn—?“ un beial.) Tokales und Provinzielles. Sellenkirchen, den 6. März 1923. Der Tenzmonat. Der dritte Monat unseres Jahres, der morgen seinen Anfang nimmt, tragt auch die Bezeichnung Lenzmonat; gilt er doch auch in meieorologischer Rechnung als erster Früblingsmonat. Der Februar, der uns in diesem Jahre neben sast täglichen Regenfällen den ersten ordentlichen Schnee gebracht hatte, lies uns auch etwas vom Frühling abnen, wenn auch nur an einigen wenigen Tagen. Mehr erwarten wir in dieser Hinsicht vom März. Von Natur ist er zwar raub und stürmisch, aber den Umschwung der Jadreszeit, der sich in seinem Verlaufe vollzieben soll, wird er hoffentlich nicht verkennen lassen. Bei den alten Römern war der Martius, woraus unser März entstanden ist, der erste Monat ihres Jahres; er war, wie leicht zu erraten ist, nach dem Kriegsgott Mars henannt, dem zu gewissen Zeiten im alten Rom alle Erstlinge geweiht waren. Kaiser Karl der Große, dem die Unsinnigkeit der lateinischen Monatsnamen zuwider war, gab unserm dritten Monat den deutschen Namen Lenzoder Frühlingsmonat. Außer diesen Namen waren in deutschen Landen auch noch gebräuchlich die Namen Lenzing, Bckermonat. Der Bauer liebt den März trocken und kühl. März ohne Raß macht voll das Faß— Im Märzen kalt und Sonnenschein wird eine gute Ernte sein— Nasser März Ist für keines Bauern Herz— Trockner März, feuchter pril tun's dem Landmann nach seinem Will'— Donnert's im März, schneit's im Mai— Was März nicht will. holt sich der April. Wenn der März gekommen, dann geht ein Früblingsahnen durch die Natur. Mag auch Schnee und Frost des öfteren an die rauhe Jahreszeit gemahnen. des Winters Strenge ist dahin; die stetig wachsende Lichtdauer kündet den Anbruch einer schöneren Zeit, und die ersten blumigen Kinder der Flur läuten dem holden Lenz zum frohen Gruß. Aus dem noch blattlosen Gesträuch dringt ein erstes frobes, aber noch schüchternes Gezwitscher an unser Ohr. Es geht dem Lenz entgegen! Der werdende Frühling in der Natur soricht zu uns aus der grünen Pracht, die die gebleichten Wiesengründe gewinnen, aus den glänzenden Knospen, aus denen mit grünen spitzen Näschen zarte Blättchen zum Lichte drängen. Der kalte Märzwind mag sie wieder zurückschrecken auf eine kurze Zeit, aber durch kommen sie dochl Lernen wir vom Frühlingsboffen in den bitteren Tagen deutscher Not. Durch kommt doch, was den Willen zum Leben hat. Und eine lachende Frühlingssonne küßt die Kämpfer aus Wintersnot und macht alles Leid und alle Kümmernis vergessen! Im Interesse des Berufsverkehrs. — Von Montag, den 5. d. Mts., fahren im Interesse des Berufsverkehrs Pz. 228 Wanne ab 6 Uhr nachm., Hellenkirchen Hbf. an 6.07. ab 6.08 Uhr. Katernberg=Süd an 6.14. ab 6.15 Uhr. Altenessen an 6.20. ab 6.21 Uhr, Bergeborbeck an 6.25. ab 6.26 Uhr. Dellwig an 6.33 Uhr nachmittags.— Pz. 229 Dellwig ab 7 Uhr nachm., Bergevorbeck an 7.06. ab 7.07 Uhr. Gelsenkirchen an 7.24, ab 7.25 Uhr. Wanne an 7.2 Uhr nachmittags. Anschluß nach Castrov über Dortmund Pr. 1711 ab 7.40 Uhr. Fahrplanänderungen. Für die Dauer der Beriebsstorung in Essen Hbf. und Krav=Nord innt Dr. 176 in Dortmund Hhs., wo De. 185 endet. nschluß an Da. 176 fährt für die Zeit Pr. 383 Iten ab 6 Uhr vorm., Kavernberg=Süd an 6.05. 6.06 Uhr. Gellenkirchen obf. an 6.12. ab 6.14 anne an 6.21. ab 6.22 Uhr. Herne an 6.29. ab x. Rauxel an 6.39. ab 6.40 Uhr. Mengede an 47. ab 6.48 Uhr. Nelte 6.52 Uhr. Dortmund Hbf. Uhr vorm. In den letzten Nächten wurden Wildenbruch= und Hochstraße Le Läume ausserissen. am Kaiservlan. aternen vertrümmert und saussicht. Die Wob= das Wo fassung und Verteilung der vorhandenen Wohzu kun. Die Aufsicht kann aber auch vor allem stragen, einem weiteren Verfall des alten Wohbeugen. Nach einer Verfügung des * lann das Reichsmietengesetz die o ausreichende Instandhaltung des Häusern derbeiführen. Die zweckWiederaufnahme der Wohnn nungsaussicht muste während des Krieges u Nachkriegszeit stark eingeschränkt und vieljach ganz eingestellt werden. Die Wohnungsämter hatten genug mit der Erfassung nungen dazu beitragen, einem weiteren Verfall des nungsbestandes vorzubeugen. Nach einer Verfügung des Reichsarbeitomindters Wiederberstellung und estandes an alten Häusern.—.—.— mäßige Verwendung des Zuschlages für lausende Instandsetzungsarbeiten soll aus Antrag des Mieters oder von umtswegen gesichert werden. Läßt der Vermieter trotz Aufforderung ferner eine notwendige grobe Instandetungsarheit nicht ausführen, so kann die Gemeinde die rbeit selbst vornehmen und die dazu erforderlichen ittel in Anspruch nehmen. Es soll auch dafür gesorgt werden, daß die Mittel sachgemäß verwendet und zund die dringlichsten Arbeiten ausgeführt werden. — Pässe mit Lichtbild ersorderlich. Neuerdines halten die Franzosen alle über 16 Jahre alten Personen. die in das unbesetzte Gebiet reisen oder in das besetzte Gebiet kommen, an, wenn sie keinen Personalausweis mit Lichtbild besitzen. Die Betreffenden werden oft nach stundenlangem Warten wieder zurückgeschickt. Eempfieblt sich daher. künftig einen entsprechenden Personalausweis bei sich zu führen. Lichtbild besitzen. Die Betref denlangem Warten wieder fieblt sich daher. künftig eine rionalausweis bei sich z1 — Eine Mahnung an die säumigen Steuerzahler erläßt die städt'sche Steuerkasse in der heutigen Ausgabe der„Gelsenkirchener Zeitung“. = Mietsaufschlag nicht 2140 sondern 4240 Prozent. Am Irrtümer zu vermeiden, weisen wir daraufhin, daß der Metsausschlag gemäß der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters vom 28. Februar nicht 2140 sondern 4240 Prozent für Wohnungen und gewerbliche Räume beträgt. Die hierin enthaltenen 3000 Prozent sind ausschließlich für lausende Instandsetzungsarbeiten bestimmt. — Invalidenversicherung. Der Wert der Sachbezüge — für Kost und Wohnung— ist erhöht worden für männliche Personen auf 48000 Mk. monatlich, für weibPersonen und Lehrlinge Wort. um die Grüße der pre verbringen und den: mannhafte Haltung orten legte er dar. daß, sich nirgende so enge und starke Perflechtungen von Wirtschaft und geistigem Loben zeige, wie gerade an der Ruhr in don Städten angestrengtester Arbeit. Im Abwehrkampf an der Ruhr ist unser starker Trost. daß die Männer und Frauen an der Ruhr das deutsche Volk nicht sterben lassen wollen. " Nach dem Konzert der drei vereinigten städ ischen Orchester im grotzen Schaulvselbause, das in Anwesenbeit des Reichsvräsidenten. einer Reide von Reichsministern und preußischer Minister. des Staatssekretärs für die besetzten Gebiete. Brugger. des Reichstagspräsidenten Löbe, des preußischen Landtagsoräsidenten Leinert. des baverischen Gesa r Persönlichkeiten stattfand Reichstagspräsident oebe das Wort zu einer Rede in dov er nach einem Dank an die Gäste aus dem Ruhrgebiet der Freude darüber Ausdruck gab, daß unsere Brüder der Gewalt widerstanden haben. Der Reichstagspräsident forderte die Gäste auf. bei ihrer Rückkehr in das Ruhrgebiet zu sagen, daß wir stolz sind aus den Bergmann, daß wir den Hut ziehen vor der Kraft und dem Opfersinn. mit dem sie Widerstand leisten.(Lebh. Beifall.) Sagen Sie dort weiter, daß auch wir Opfer bringen.“.. der Kreis derjenigen..— haben, daß dieser Schaden auf Opfer bringen wollen daß mehre, die die Ueberzeugung auf alle Volksgenossen verteilt r heibester Wunsch gilt dem Lande an liche auf 36000 Mk. monatlich. von 12000 Mt. pro höheren Lohn pro Woche Personen und Lehrlinge au.— Es sind deshalb an Invalidenmarken für die mit freier Station beschäftigten Personen vom 5. März ab zu verwenden: 1. für männliche Personen bis zu einem baren Monatslohn von 12000 Mk. vro Woche 270 Mk.. bei einem höheren Lohn vro Woche 320 Mk.. 2. für weibliche Personen und Lebrlinge bis zu einem baren Monatslohn Woche 225 Mk., bei einem 270 Ml. — Preub.=Süddeutsche Klassenlotterke. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Einlösung der Lose zur 3. Klasse bis Donnerstag erfolgt sein muß.(Siebe Anzeige.) = Diebstahl. Von Samstag auf Sonntag Nacht wurden dem Landwirt Backs. Ueckendorf. Osterseldstraß:. aus dem verschlossenen Stall 12 Hühner und 1 Hahn sechz die Tiene hod in Ou und Stelt aso, tet. Nähere Angaben an die Kriminalvolizei. trabe. Zimmer 48. Aus der Zentrumspartei. an Krediteinschränkungen bei der Reichsbank. An die Reichsbankstellen sind in letzter Zeit im Zusammenhang mit den Maßnahmen geuen den Währungsverfall Verfügungen erlassen worden, die auf eine moglichste Beschränkung der Kredite auf das notwendigste Maß hin##elen. Die zu gewährenden Kredite sollen sich auf Umlagskredite beschränken und nicht als Anlagekapital oder gar zu Spekulationszwecken(spekulative Warenaufstavelung oder Devisenspekulation) dienen. Wie der Verband rheinischer Industrieller dazu erfährt, sollen jedoch im besetzten Gebiet Krediteinschränkungen nicht Platz greisen, vielmehr sollen lediglich Finanzwechsel ferngehalten werden. Sollten trotzdem Firmen bei der Diskontierung von Warenwechseln auf Schwierigkeiten stoßen, so bittet der Verband um Mitteilung des entsprechenden Tatbestandes, damit er in der Sache geeignete Schritte unternehmen kann. Aus der Kriminalchronik. In der Samstagnacht wurde in das e Bank= und Munckelstraße eingebrochen. Die Diebe lugen die Schauiensterscheibe ein und stahlen Zigarren und Zigaretten. Die Täter. welche Nevolver und Brecheisen bei sich trugen, wurden von der Kriminalpolizei veriolat und festgenommen. Bei einem zweiten Revisionsgange ertaovte der Kriminalbeamte wiederum 3 andere Burschen, welche bereits durch das Loch eingestiegen waren und Waren gestoblen hatten; auch diese wurden festgenommen. Aus einem Kaifee in der Neustrabe wurde einem Gast ein hellgrauer auf Figur gearbeiteter Paletot geKohlen. Auf der Zeche„—vernia“ wurden aus einer Baubude Wertzeuge. Bindedraht und Bekleidungsstücke gekoblen. Gestgenommen wurde ein Mann in der Vereine. straße wegen Zuhälterei. Aus einem Stall in der Nöhrenstrate wurden einem Arbeiter 2 Gäuse gestohlen. Von einer Baustelle am Grimberger=Hasen wurde ein Pretzlutthammer von großem Wert gestoblen Von einem Grundstück an der Sedanstraße wurden 5 Abdeckbleche gestohlen. Die Bleche waren etwa 1.80 Meter lang. 2 Meter breit und ca. 5—10 Millimeter dick. Aus einem Stall an der Nohrbergstraße wurden einem Arbeiter 14 Hühner gestohlen. Auf der Josephinenstraße wurde bei einer Streitigkeit ein Vater von seinem eigenen Sohne gestochen. Bei einem Metzger in der Bismarcktrabe wurde eingebrochen und für etwa 1 Million Glelschwaren gestohlen. Aus der Wohnung eines Hauses in der— = Die Stadtverordneten=Fraktion der Zentrumspartei hält am Mittwoch, den 7. Bdärz. abends 6 Uhr. auf Zimmer 35 des Rathauses eine Fraktionssitzung ab = Redner= und staatsbürgerlicher Kursus. Am Dienstag, abends 8 Uhr, findet im Lokale Tocentrup Florastraße, ein Vortrag statt, zu dem die Teilnehmer vollzäblig erscheinen wollen. Aus der Umgegenö. * Wattenscheid. 5. März. Im Prozeß des Bürgermetsters Wibberding gegen die Stadt Wattenscheid stand Samstag Termin vor der Zivilkammer des Landgerichts Bochum an. Nachdem Bürgermeister Wibberding ansangs 1919 mit der Revolution sein Amt hier verloren. beansprucht er eine weit höhere Pension, als lhm die Stadtverordneten einstimmig zubilligten. Da auch der Bezirksausschuß Arnsberg seine Mebransprüche zurückwies, beschreitet der Bürgermeister. der augenblicklich in Münster wohnt. jetzt den ordentlichen Rechtsweg. Es vertreten ihn dabei die Anwälte Dr. Mummenhoff und Pean in„Bochum und der frühere hatte, die Akten des Verwaltungsstreitverfahrens vom Bezirksausschuß zur Information einzufordern, wurde der Termin vertagt. Das Streitobjekt beträgt jährlich mehrere Millionen Mark für die Lebensdauer des Bürgermeisters Wibberding. ** Wattenscheid, 5. März. Infolge fortwährender Streitigkeiten kam es unter den Bergleuten Stachowski und Gromatzki unter Tage zu einem Wortwechsel und Tät. lichkeiten wobel Stachowokt. welcher mit der Arbeit des Gromatzki nicht zufrieden war. einen Handfäustel ergriff und nach Gromatzki schlug. Gr. wollte mit einem Beil. das er gerade in der Hand hatte. den Schlag abwehren. Dabei traf er den St. mit dem Beil und verletzte ihn sehr schwer am Kopf. St= ist 48 Jahre alt und verheiratet. Seine Verletzungen sind lebensgefährlich. Er wurde ins katholische Krankenhaus gebracht. Gr. wurde verhaftet und dem Amtsgericht vorgeführt. * Westenfeld. ö. März. Gestern kam hier eine Schwadron französischer Kavallerie ins Quartier. Die 600 Pferde der Soldaten wurden bei Gutsbesitzern untergelwacht. Der Badnbof Wattenscheid bleibt wetter gesperrt. * Westenfeld. 5. März. Eine n Sanstag aberd De schweren Unfall an t zum oblen. achtet. lus dem Flur eines Hauses wurde ein Fahrrad Marke„Te 526 997 gestohlen. Das Rad bi# bau. Hand= und R# einen Gevöckhalter Durch Einbruch V- Ause egieg, Behel ein und enttommen. rbe in der Schwein Stelle abZinkrohr gestohlen. In der Hochstraße wurde eine Schausensterscheibe eingeschlagen. Der Täter wurde von einem Kriminalbeamten verfolgt. konnte aber entkommen. Aus einem Hause in der Kesselstraße wu Nacht zum 4. d. Mis. einem Arbeiter gestoolen. Das Tier wurde an Ort seschlachtet.„„„ les in der Ver Leutonia“. Toure — Rav hatte schwarzen ücktrittbremse und auf dem von Eisenrobrstangen wurden aus einem Hause in der ismittel gestohlen. einem Haule in der HobenPe en 908#0 straße wurde von einem Grabe dehenzollernstraße wurden eteise gestohlen. chen Frieddol in der KirchGrabe eine lebenogroße Bronzetrquernde Frau, im Werte von E LE Gattin des Sanitätsrate Dr. Barbrock in Westenfeld. Sie stikrzte infolge eines Schlaganfalls über das Trevvengeländer vom 1. Stock in das Erdgeschotz und wurde dort schwer verletzt und bewutztlos aufgefunden. * Stievel, 5. März 21 Jahre alte Schlepper Mann kam am Die Sie Rah abn von nn kam am Dienstag vegangener A um sich wegen angeblicher Schlechtigkeiten haben wollte, anzuzeigen. Es stellte# lung beraus, daß er. obwohl sonst noch vernünktig, an Schwermut litt. Er versprach bei seiner Entlassung, sich In ärztliche Behandlung zu begeben. Donnerstag morgen wurde er nun oberhalb der Badnanlagen im Walde erbängt ausgesunden. Vermischtes. Die Ruhrmusiker in Berlin. ## Berlin. 4. März. Den Mitgliedern der etee. M einite Rad Rubrgebie! ungssaale worden. Essen. von Industrie der Arbeite erichtenen. verdem VollDen Mitgliedern schen Orchester aus beute abend in dem dichtbesetzten—— leichstags ein derzlicher Empfang beur Beorübung der Vertreter der retet inen Be einen Rücblick Ihre ummitteldas letzte Andie Vertreter des Rudraebieto. indem er auf die Leidenssoit des Bubrgedietz und bare Vorgeschichte gab. Er erinnerte an das letzte erbieten der Reichsrezierung, daß das Auberste im Radmen der noch vorbandenen Kräfte des deutschen Volkes zu leisten versproch. Aber ohne auf dieses Anerbieten zu hören, hätten Belosen und Frankneich den Meg der Gewalt beschritten. auf dem sie selbst bis zur Todesandrobung gegen oflichttreue Beamte gekommen seien. Dieser Volitit stebe eine Bevölkerung gegenüber die in dres Rechts und ihrer Pflicht unerdörte Le werden müsse. Unser beigen—.s—.— der Nuhr, das wir ewig lieben und nie aufgeben wollen. So nehmt. schloß der Reichstagspräsident. unseren Gruß an die Heimat an der Nuhr. den Gruß der Hauptstadt. den Gruß der deutschen Nevublik.(Lebbafter Beifall.) Kommunistische Ausschreitungen! Blutige Reilerei in Erkner. Berlin, 5. März. Am Sonntag ist es in Erkner anläßlich der Teier des 51. Stiftungosestes der dortigen Landwehrkriegervereine zu Ausschreitungen gekommen. Während der Samstag, an dem ein Kommers stattsand, ruhig verlief, kamen am gestrigen Sonntag etwa 2—300 Personen, zumeist junge Burschen im Alter von 18 bis 24 Jahren, von außerhalb mit der Bahn nach Erkner. In zwei Trupps zogen die Ankömmlinge, die zum Teil den Sowietstern und rote Fahnen mit sich führten sowie mit Knürpeln bewassnet waren, vor eine Kirche, in der die Mitglieder des Vereins zum Gottesdienst versammelt waren. Sie sangen die Jnteurnationale, brachten Hochrufe auf Liebknecht und Rosa Luxemburg aus und ergingen sich in Schmährusen gegen die Regierung. Als die Besucher des Gottesdienstes die Kirche durch einen Seitengang verlassen wollten, kam es infolge Angrisse der Burschen zu einer Schlägerei, bei der mehrere Personen erhebliche Verletzungen davontrugen. Auf die mitwirkende Reichswehrkavelle richtete sich die besondere Wut der Burschen. Sie versuchten, der Reichowehr die Seitengewehre zu entreiben. Während sich der Tumult abspielte, sland der Ingenteur Breitkovi auf dem Balkon seiner Wohnung und gab seiner Entrüstung über das Treiben der Ortsfremden Ausdruck. Eine Anzahl Burschen drang darauf in das Haus ein, wo sie den Ingenieur schwer mibbaudelten. Nachdem sie auch seine Wohnungseinrichtung beschädigt hatten, zogen sie ab. Ferner wurde der Lehrer Grotbe durch einen Schlag mit einem Knüpvel erheblich verletzt. Später zogen die Strolche nach dem Bahnhof und fuhren wieder nach Berlin ab. n Groß schlächtern Differenzen entstanden#in bocchen droben. Die Metzaer nahmen Abstand, so daß sich also kein Käufer einzukaufen. Der Prozed Röder. Berlin, 5. März. Im Prozeß Röd und Genossen wurde heute die Bewe Der De weisaufnahme Sus geschlossen. Der Vertreter der Anklage beantragte für Frau Roder 5 Jahre Zuchthaus. 5 Jahre Ehrverlust und„Sellung, unter Voliselaulicht. für der lunt und Stellung unter Vollsetauf. Frau Huls eine Gefängnisstrafe von 3 Jadren. 6 Monaten, 5 Jahre Edeverlust und Stellung Huls Ger.5 Jal olizetlaufsicht. Für Frau Morvil Gefängnisstrafe von 2 Jahren 6 Monaten. Ebrverlun und Stellung unter Polizeiaufsicht, für Frau Eckartb 2 Jahre, Getängnso, den Ebemann Huls 3 Johre 6 Monate Juchthaus. 5 Jobre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiauflicht. Für den Ehemann Förster dieselbe Strafe. gegen den Ebemann Morvilius 1 Jahr Zuchtbaus. für den Angeklagten Schmidt 1 Jahr Gefängnis. für den Ehemann Röder 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus. Die weiblichen Angeklaaten brachen unter dem Antrag des Staatsanwalts schluchzend zusammen. Bombenattentat in Kaiso. □ Kairo. 5. März. In dem englischen quartier wurde gestern eine Bombe geworfen, durch die Aerypter und zwei beitische Goldaten verwundet und getötet worden. Theater und Veranstaltungen. — Städtische Theaterveranstaltung in der Stadthalle. Zu der am 8. März stattfindenden Aufführung„Wilheim Tel!“ sind Eintrittekarten nicht mohr zu beden. Auch die Karten für die über den Bestuhlungsplan hnaus geschaffenen Plätze— angesetzte Stühle und Stehplätze— sind vorarlisen. Ein Kortonvenkauf findet daher nicht mohr datt. — Städtische Theatergastspiele. Houte abend, pünktlich 7 Uhr beginnend, Gastspiel der Stadtthoaters Dortmund für die Vormietegruppe Slau. Zur Aufführung gelangt„Emilia Salott!“, Trauerpiel in 5 Aufzügen von Lossing.— Eintrittokarten sind noch die drut mittag 12 Uhr im städutschen Theaterdureau, Nathaus, in den beiden dekannten Perkaufsnedenstellen und von§#, an der Abendkasse in der Stadthalle zu haben. — Theatergemeinschaft Bührenvolksdund. Am Sonntag, 11. Swärz, findet abendo 7 Uhr für Inhaber der Gruppe Geld Vorstellung der Dortmunder Stadttheatero stau:„Die Brücke“ von C. Heinze, Komödie in 3 Akten. Am Montag, den 12. März, f#ndet für Geuppe Grün Cymphoniekonzert des Dortmunder Vorstellungen sind ab heute in der Orchesters statt. Karten zu beiden Roustraße, zu haden. Handel und Gewerbe. tviehmarkt Gelsenkirchen.(Dutlicher Voricht.) Lebendgswicht. Ninder: äliem augemästete Küh#wideln jüngere Rühe und Fürsen 2000—2900 M., 5 — Schlachtvieh für 1 Pfund wenig gut entwickeln jüngere Kühe und Fürsen 2000 gonübetr Kühr und Färsen 1500—1300 M., KAlber: In der Gewalt einer Erpresserin. Die Qualen eines dreizehnjährigen Kindes. = Berlin, 5. März. Die Berliner Kriminalpoli=: hat jetzt eine Erpressungsaffäre aufgedeckt. die in ihrer Art an die schlimmsten Vorstadt=Kinostücke erinnert, Die„Voss. Ztg.“ berichtet daruber:„Die Hauptrolle spielt ein dreizehnjäbriges Mädchen. Bei einem Kaufmann kamen in den letzten drei Monaten ganz rätselhafte Diebstähle vor. Zuerst wurde eine Kassette mit 300000 Mark Inhält. dann eine zweite Kassette mit 800 000 Mark. darauf eine goldene Uhr. Silberzeug und schließlich wurden noch Dollarnoten gestoblen. Man konnte sich die Diebstähle nicht erklären, da eine genaue Beaussichtigung des Hauspersonals keinerlei Verdachtsmomente ergad. und die ganze Familie geriet in immer größere Aufregung. Vor einigen Tagen kehrte die dreizehnjäbrige Tochter des Kaufmanns. die seit einiger Zeit or offenes und heiteres Wesen eingebüßt hatte und ga## scheu geworden war. von einem Spaziergange nicht wieder zurück und blieb trov aller Nachforschungen verschwunden. Man wandte sich an die Kriminalpolizei, die sich dann auch der Angelegenheit annahm, das junge Madchen fand und damit auch die rätselhaften Diebstähle aufklärte. Das junge Mädchen war das Opfer einer gexillsnen Erpresserin ie Erpxesserin. eine Jadre alte Bebrend. hatte bei dem Kaufmann gedient. war aber dann entlassen worden. weil die Hausfrau mit ihr nicht zufrieden war. Kurz vor ihrer Entlassung erfuhr daß die Tochter sich ein Paar neue Stief="— nicht bekommen datte. Jetzt machte sie beran und verleitete ste unter der Vorwiegelung Stiefel besorgen zu wollen. dem Vater 9000 Mk. zu entwenden. Natürlich behielt sie das Gelo für sich und brachte es mit ihrem Geliebten. einem 20jährigen. arbeitsscheuen Burschen, durch. Bald darauf lauerte die Behrend der Kleinen auf dem Schulweg auf und erzählte ihr. sie habe den Diebstabl einem Rechtsanwalt mitgeteilt, bei dem sie jetzt in Stellung sei. und der Rechtsanwalt wolle Anzeige machen. wenn er nicht hunderttausend Mark bekomme. Mit dieser Mitteilung ängstigte sie die Kleine derart, daß sie aus dem Schreibtisch, ihres. Vaters eine Geldkassette stabl und dieser ihrer Peinigerin übergab. Diese mußte die Kassette mit Hilfe ihres Freundes erst gewaltsam öffnen und warr sie dann, wie sie jetzt nach ihrer Verbaftung behauptet, mit den wertvollen Familienpavieren in die Soree. Aber nach einiger Zeit lauerte sie dem Kinde auf der Straße wieder auf. diesmal schon sehr elegant gekleidet. Nachdem sie mit ihrem Gellebten das Geld durchgebracht hatte, wollte ste sich wieder neues verschaffen um das flotte Leben weiterzuführen. Deshalbe sie der Kleinen, daß Re dem Rechtanwalt silberne gestohlen habe und dafür Ersatz leisten müsse. D bin entwendete das Mädchen die zweite Kallerte au Schreibtisch ihres Vater. Aber die Erpresserin ließ locker. Wenige Tage später erzählte sie dem Mädchen. dat der Rechtsanwalt doch Anzeige gtmacht habe und die Kriminalvolizei sie jetzt verhaften werde: dann müsse sie auch die Diebstähle der Kleinen= angeben. Die einzige tung sei noch. die Kriminalbeamten zu bestechen. Das sselte Tirh., slaudte natürlich allee, was Uhr die asin smählts umd A.kf Iman' maltar die die sich is fahte. sce Ar Rettun verzu endlich nicht mebr zu belfen wul das Leben zu nehmen. G! an noch kurs vor seiner Ausführung durch it der Kriminalvolizei verbindert werden Die Erpresserin hatte sich mittlerweise nach Kottbu jewandt. Als die Polizei dorthin fuhr, war sie jedog chon verschcunben. Jetzt begleiteten die Beamten unau ig das Kind auf dem Schulwege, und so gelang es zweifelte Kind glaubte natürlich alles. was ihr presserin erzählte, und stabl immer weiter, bis sie lich nicht mehr zu delfen wußte und den Entschlut Glücklicherweise konnte sführung durch die rase binder: nenahrte Rübr 9.—— 2800—Luo M., mtürkere Dos= und boso Saugfülder 2000—22 getingere Biust= und gute Saugkälder 1700—1575 M.; Son Feitschweine über 150 Kiloge.(1 Jtr.) Lebendgewicht 2700—29 vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Rilogr.(240 bis 300 Bedendgewicht 2300—3000 M., vollfle schige Schweine von 100 Milegr.(200 dis 240 Psd.) Lebendgewicht 2500—2900 M., Schweine von 80 bis 100 Kilogr.(130 bis 200 Psd.) 2500 Br. Klorschpreise im Großhandel: Kindfleisch Schweinefleisch 3200—3700 M. u n“.......24 Däuen, darunter 8. Schweine Machhverlauf Meischpteir iE Srephaheer. Kinaerie— M.. ch 3200—3700 M. Auftried: N.oder 45 Stück, etnschl. arunter: Bullen 4, Fürsen und Köhe 41, Kälder 48, Schaf183, gesch. eingeführt. 38 Rinder, 21 Kälder, 60 Schweine. : R i n d e r s o h e l a n g s a m, K l e i n p i e h H e t t. Der Zuckerpreis. ( Berlin. 5. März. zuständiger 81 000 1 Berlin, 5. Mäm. Im allgemeinen wird die dovplung des Fabrikvreises für Zucker auch zu einer einer geschatzten Ernte von 13 Pillignen Doo 5. März. Die Reichoregierung bat, wie uns er Stelle mitgeteilt wird. den Zuckerpreis Mark für den Zentner festgesetzt. 5. Mäm. Im allgemeinen wird Fabrikvreises für Zucker auch zu von 13 Millionen De uf den Kopf der Bels. ergeben. Die diesjährige reichen, um den Friedensdei 00n 13 zendner Verbrauchszucker auf dei völkerung etwa 21 Rl Zuckerernte wird allo ausreichen. verbrauch der deutschen Bevölkenmg zu decken. Die Eröffnunn der Leipziger Messe. M Seipzig, 4. März. Die Leipziger Mosse ist gestern in der Aölichen Wells eröifnet worden. Eine besondere Feier sand auf dem Lusstellungsgelanbe der Tepmishen- mousse hatt, we bes nunmehr feosiggestellte aus der Sleitrotsonik der Oessentlichkelt übergeben wurde. In allgemeinen ist die Zayl der Aussteller wieder gesiegen und üdertrifft die aller voraufgegangenen Mossen badeutend. Go däften zirke 18 000 Aussueder anresend sein, berunter auc eine bedeuleabe Sutell ausllsbilder. Keine Erhöbung des Getreidevreises. Berlin, 5. März. Um den seit einiger Zeit zum gekommenen Stand der Valuta nicht zu gefährden, hat die Reichsregierung beschlossen. den Gereide= und Meblabgabepreis nicht au erhöben. Aus gleichem Grunde hat sie die von dier zo treffenden Preisfestetzungen auf das geringste Misz beschränds. Der Preto für dar 5. Sechstel des Un getreides wird gomäß dem Mehrdettsbescht Geeütrsche 7.#. 800 0 Mar bob di stort Steigerung Januar Rogoen Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten. Mabnung. Reche e Wnen tern. Gedüdren und Schulgeld bnungsbauabgabe für das 4. 2— Jaquar bis Bäärz 11 erdalb 3 Tagen bei der flädt. " a n d e r n f a l l s u n v e aus der Lebensmittelbranche, welcher an selbständiges Arbeiten gewöhnt Ist, für sofort gesucht. 8967 Oie Hollmaas≈ Ca., Teuistrase 15. itschlusse getallen, am Verwaltung Tochter, Schwiegertochrer, Schwester, Schwägerin, Tante und Kunlue Ehefrau Anna Hölter geb. Schnelder nech kursem Leiden im Alter von 30 Jahren in die sucht für Hauptverwaltung in Buchhaltung. 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Der Artikel 304 des Versailler Vertrages hat jedoch für den Fall, daß eine der am Schiedsgericht vertretenen Reg erungen sich von ihm fernhält. Bestimmungen getrossen, die alle dadurch entstehenden Schwierigkeiten beheben. Entsorechend diesen Bestimmungen wurden vorgestern an Stelle der ausgetretenen deutschen Richter neutrale Vertreter ausgenommen, die aus einer vom Völkerdungsrat aufgestellten Liste gewählt worden waren. Ee sind dies der Holländer Limburg der Schweizer Cuex, der Spanier Baron Barvenas, der Däne Nyholm und der Schwede Cedereant. Die deutsche Regierung hat bekanntlich schon in der vorigen Woche gegen dieses Verfahren unter Darlegung der Rechtslage Verwahrung eingelegt. Wie man sieht, hat man sich daran nicht gekehrt. Deutsches Reich. Die Freigabe des Zuckers. 0 Angesichts der großen Schwierigkeiten, die sich mit der Geldentwertung aus der diesjährigen Zuckerwirtschaft ergeben haben. ist die Reichsregierung der Auffassung, daß für das nächste Jahr die Frel=Zuckerwirtschaft zu gelten hat. vorbehaltlich einer gew'ssen Menge Mundzucker. die für den Rest des Jahres verbleiben soll. Die Reichsregierung befindet sich im Einklang mit dem Reichswirtschaftsbund der in seiner letzten Sitzung die Freigabe der Zuckerwirtschaft gesordert hat. Die Reichsregierung hält es für notwendig ihre Auffassung schon jetzt bekannt zu geben, damit die Landwirte bei dem Anbau der Zuckerrüben auch die Auffassung der Regierung berücksichtigen können. Jedenfalls müsse Vorsoche attroffen werden, daß im Rübenbau kein Rückgano eintritt. Tloyd George über Frankreich und Sie Vermischtes. * Berlin, 5. März. In der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" erscheint ein weiterer Artike! Llovd Georges. Er untersucht die Frage. welche Ziele Frankreich im Ruhrgebiet verfolgt. Er kommi zu dem Ergebnis. daß Frankreich durch die Beberrschung der Industrien des Ruhrgebietes Eurova im Interesse seines eigenen Nutzens auszubeuten beabsichtigt. Dann fährt er lort: " aes hat seine Bedeutung, daß die Bedingungen. die Deutschland bei seiner Unterwersung annehmen soll. nse lormuliert wurden. Vor dem Emnbruch ist kein Ultimatum gestellt worden. Wenn Deutschland sia morgen unterwirft, welche Bedingungen wird es dann erfüllen müssen? Wer kann dieses sagen? Deutschland weiß es sicher nicht, die britische Regierung weiß es nicht. Auf der Pariser Konferenz ist nie darüper gesproch n u den. Herr Poincare hat lediglich emphatisch erklärt, daß er sich mit Versprechungen nicht begnügen würde. Wenn das Ruhrgebiet gexäumt werden soll, müßten in irgendeinem Stadium Versorechungen angenammen werden enn Deutschland kann nicht die Kohlenlieferung von 10 hren auf einmal leisten und es kann nicht 30 Milliarden im Jahre hinlegen. Wenn also Herrn Poincares Kontrolle der die ganze tschland kann nicht die Kohlenlieferung if einmal leisten und es kann nicht 30 Mil sold im Jahre hinlegen. Wenn also Herrn Po Feststellungen einen Sinn haden soll die Ruhrindustrien Frankreich zufallen, bis Schuld bezahlt ist. Daber der Plan der Ausbeutung Deutschlands und Eurovas utschle Frankreich. durch Ein schöner Plan. aber, wie alle Pläne. bei denen nicht Mer“. mit dem deutschen Arbeiter gerechnet 1 2 Aus Ostfrieoland, 5. März. Die älteste werden. Bergleute und Techniker sind in allen Ländern frielin, die W.iwe Brubns ses freide.Istleben de Munner betannt. Eir ume 1.01 Jahre alt geworden. Die alte Schiileromitwe sich selbst von ihren Regierungen nichte besehlen. Wäh: Is., geistig und korverlich noch rülttg und siedi„ihrem edurste es der Ueberredung, um sie zu kleinen Haushalt allein vor. Sie keninte auch alle sucher an ihrem Geburtstage noch selbst empfangen. ihrem Edrentage nahm das gande Fischerdorf Anteil. alle im Hafen liegenden Schiise batten schmuck angelegt. Lebensalter von über 100 Jah In Oitiriesland nicht selten. Man hat ihm daber wahl auch die Bezeichnung„das Land der alten Leute" gegeben. Wahrend des Krieges bedurfte es der Ueberredung, um sie zu einer Hallung zu betünlassen, die die jeweilise Regie.und im Interelle des Landes sordern mußte. Die Bejehle e nes von ausländ schen Regierungen kontrollierten Sonditats wülden sie m: Mitz rauen und Wiverwillen auf nehmen. Sollte es zu Zwtztigkeiten kommen— und diese wären unter solchen Verhältnissen unvermeidlich— wer wird für den Schutz von Leben. Breiheit und Eigentum verantwortlich sein? Werden fremde Truppen eingreisen. oder werden Armee und Polizei Deutschlands sozulagen auf Besohl von Paris handeln? Die allgemeine Symvathie wird auf seiten der Streikenden sein. Es ist ein phantastischer Plan, entstanden aus einem Mißersolg. und deshalb zum Miversolg verurteilt.“ Explosion in Brmingham. = London. 5. März. Reuter meldet aus Birmiugdam. bei einer Exoloslon in den Gaswerten wurden 17 Arbeiler verwundet, von ihnen drei schwer. Wertvolle Maschinen Verkört. Einbruch in die deutsche in Rom. = Paris. 5. März. Vom Personal der deutschen Botschaft in Rom wird gemeldet: Seit einer Woche bemerkten die Angestellten der Botschaft, daß wiederholt Perionen in der Umgedung der Botschaft sich zeigten und die Eingänge beobachteten. Auch die Mitglieder der Botschait batten dies wuhrgenommen und merkten daß sie selbst beobachtet wunden. Vor einigen Tagen wurde nun bemerkt, daß diese Perionen sich am Gartenzaun mehrfach aufhielten. Daraufbin wurde das gesamte Personal der Bo.schaft zusammengerufen und ihnen diesbezügliche Anweisungen erteilt, worauf beschlossen wurde, daß mehrere Angestellte der Botschaft die Nachtwache übernehmen sollten. In der folgenden Nacht blieben mehrere Sekretäre der Botschaft da. um sich in einem anderen Zimmer aufzubalten. In dieser Nacht drangen drei Personen über die Diensttrevve in die Geschäftsräume ein, wo sich in einem Schrank die gebeimen Schriftstücke befinden. Sie bemächtigten sich, nachdem sie den Schrank durch einen Nachschlüssel geöffnet hatten des Chiffrierbuches und eines Umschlages mit diplomatischen Dokumenten. Daneben besand sich in dem Schrank eine Summe Geld in Scheinen die aber es ht. der sich im Nebenraum befand verfolgte die Einund gab einen Schuß auf ste ab. wodurch er einen nbrecher anschot. Dadurch konnten zwei von ndringlingen dinglest gemacht werden, der dritte noch entkommen. Man brachte die beiden Personen in ein Zimmer und bewachte sie. Währenddessen kamen zwei Personen zur Botschaft, die sich als Polizeiagenten auswiesen. Man schenkte ihnen jedoch keinen Glauben und gab insolgedessen die Personen nicht frei mit der Erklärung, man müsse erst das ktalienische Außenministerium von diesem Fall verständigen. Vor kurzer Zeit hatten sich zwei Personen in den Garten der Botschaft eingeschlichen und als darauf der Pförtner sie er avpte. gaben sie zur Antwort geglaubt zu haben, sich in einen privaten öffentlichen Garten zu befinden. Diese Personen waren keine anderen als diejen'gen, welche sich als Polweien. Gester"*.. mit der Menschennatur gerechnet wird. zum Fedlschla verurtellt. Wie lange würden Italien und Rußzland sich für die Bereicherung franzosischer Kavitalisten ausbeuten lassen? Italien hat idion klar zu erkennen gegeben daß es nicht daran denkt. in diese Falle zu gehen. Es ist nicht sicher, ob man an Rutlano herangetreten ist. Möglicherweise baben zwanglose Sondierungen stattgesunden. Es ist schwer, vorher zu sagen. was dig Bolschewisten tun werden. Indessen kann man ziemlich sicher sein. daß sie ihre Köpfe nicht in den Rachen eines kapitalistischen Krokodils stecken werden. Werden deutsche Staatsmänner sich bereit finden. ihr E Land auf unbestimmte Zeit in polirische und wirtschaftliche Knechtschaft zu verkaufen? Das kann man nicht glauben. Zweisellos hat einige Zeit vor dem Ruhreinbrüch zwischen franzosischen und deutschen Kapitalisten eine Fühlungnahme, statigefunden. Man nimmt an, daß Herr Loucheur und Herr Stinnes über die Frage der Verschmelzung der Interessen von lotbringischen Erzen und Ruhrkoblen verhandelt haben.(In einer Fußnote bemerkt die„Deutsche Allgemeine Zeitung". Lloyd George sei in diesem Punkte falsch orientiert. Zwischen Loucheur und Stinnes sei niemals verhandelt worden.) Der Einbruch ins Ruhrgebiet bat den Patriotismus Deutschlands aus seiner Erstarrung geweckt. Ein neues, starkes Element muß daber in Betracht gezogen werden. E.n Element, das sich mit internationalen Finanzen schlecht verträgt. Man kann sicher sein, daß es sedem Versuch. die deutsche Indusrrie unter fremde Kontrolle zu stellen, bis zum äußersten widerstehen wird. und ohne Kontrolle ist das Pfand wertlos. Auß Nur eine Tösung mit der Entente vereinbar. Ein englisches Urteil. ) London, 4. Marz. Zur französischen Ruhrvolitik schreibt„Observer“. an die Stelle der deutschen Verwaltung sei im Ruhrgebiet eine milltärische. Dittatur gesetzt worden. Frankreich könne keine Kohlen bekommen und das verwickelte Eisenbahnjystem nicht in Betrieb setzen. Frankreich könne durch seine Metboden niemals die Mitwirkung der Bergleute und der Eisenbahner erhalten und es konne das Ruhrgebiet nicht dauernd gegen sie halten. Poincare wisse dieses, obgleich er nicht wage, es einzugestehen. Deutschland leide auch, aber dieses bedeute keinen Gewinn für den Eroberer. Frankreich zahle sowohl durch Steuern, als auch durch Preiserhöhungen. Es versuche, die Kosten zu verschleiern, indem es mehr borge. Dies führt zu einer Vermehrung einer Schulden und in einigen Monaten werde man das nde des Prozesses erleben. Es sei falsch, zu sagen, daß Handel und Gewerbe. Dollar= 22710 Mark. Amtliche Deoisenkurse. 5. März. 8 Geld 897251 1206.97 1059.27, 106737½ 22710.58 1381.53 4249 35 schösterr. 100 Kr. 31.12 Selsten Italien 1 Enaland 1 Amerika 1 Frankreich Schweiz 1 Brief 9057.49 1213 03— 1094.73 1089.76 107267½ 106732½ 22824 42 22738 1388.47 137406 4270 65 4254.33 31.88 81.92 Geld 897734 S022# 1206 97 1213.06 135084 ## 5 Berliner Börsenbericht. berdem muß deutsche Widerstand nachlasse. Die beitische Regierung müsse den Mut haben, Frankreich zu fragen, was es wolle. Nur eine Lösung sei vereinbar mit der Entente. Die deutschen Revarationen müßten endgültig in einem zahlbaren Höchstbetrage von beisvielsweise 2½ Milliarden Pfund Sterling sestgesetzt werden. Die Bezahlung dieser Endsumme müsse durch die vereinigte Stärke Frankreichs und Großbritanniens erzwungen werden. Zugleich müsse Großbritannien die Grenzen Frankreichs durch einen Grantievakt sichern. Frankreich müsse sich im Austausch dagegen aus dem Ruhrgebiet zurückzieben. Es sei vollkommen sicher, daß, wenn Frankreich innerhalb der allernächsten Monate Bedingungen wie diese nicht annehmen wolle, die Entente nicht fortgesetzt werden könne. Die Intervention der Vereinigten Staaten werde vielleicht bis Herbst oder vielleicht noc länger verschoben werden; sie sei jedoch unvermeidlich. gesagt, ziele tra darauf hin, die guten Beziehungen zwischen siallenischen Zegterzg zu trüben.(2) sen und sche Pollzei kenne rung zu trü henke dieser Darstellun keinen achnten ausgaben. Gestern früh beaab sich der deutsche „„ Botschafter in das Außenmin'sterium wo er vom Generalsekretär Conturini emnfengen wurde. Bal) darauf begab sich ein Polizeiheamter zusammen mit dem dau'schen Bot'chafter in die Botschaft, wo die betreffenden Personen verhaftet wurden. Französischer Bericht über den Elubruch. # Paris, 5. März. Havas verbreitet eine Meldung aus Rom. in der das Ergebnis des Einbruches in die dortige Botschaft auf pollig entgegengesete herbeigeführt worden sei, wie es von der deutschen Botschaft geschehen sel. Die deatsche Botschaft. so wird darin die Namen der beiden Verhafteten. Inszenierung des Verdaß man von dem Einder französischen Die stalienische Glauben. Sie die Italiener, seien. Die ganze falles sei verdächtig, da sie berichte. bruch vorder schor gewußt hat und da die deutschen Pressevertreter in früher Stunde schon zusammengerufen worden soien. um ihnen ein Losungswort zu geben. Havas chließt mit den Worten. man wünsche, daß die Unterung schnell vor sich gehe und das Ergebnis der Unternell veröffentlicht werde. Jedenfalls hätten die eutschen noch lange nicht ihr letztes Wort gesprochen. mache kein Hehl daraus, daß die Beschlagniahme eines Teils des deutschen Privateigentums solange aufrechter hallen werden würde. bis für die Befriedigung amerikanischer Gegenansorüche eine entsorechende Deckung vorhanden sein werde. Miller fügte hinzu, die Burger Kaliforniens. die anläßlich des groven Vrandes von 1906 von den deutschen Versicherungsgesellschaften keine volle Entschädigung erbalten hätten hätten nun Aussicht. schadlos gebalten zu werden. im Hinblick auf den im Senal vorgelegten Gesetzentwurf. wonach die Versicherungsgesellschaften erst dann ihre Vorteile aus dem Gesetz zieben dürften, wenn sie die AnPoliceninhaber in Kalifornien befriedigt Besetzung ist eine Zunadme der politischen Spannung igetreten, die zusammen mit der Unsicherheit über die iere Gestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse beute die Verkaufsneigung der Spekulation und des Bublikums stärker bervortreton ließ. Die Stimin geuingen mung in neigung Grade. srü bätten. prüche der Mussolinis Bedauern. )( Rom, 5. März. Wie Agenzia Stefani meldet, hat Ministerpräsident Mussolini gctadelt, daß die Bewachung der Umgegend der Borschaft ungenügend gewesen sei. Er habe dem Botschafter sein Bedauern ausgesprochen. = Berlin. 5. März. Nach einer soeben eingetrofsenen des Meldung aus Rom wu de bei dem Anschlag auf die deutsche Bo'schaft der Legationssekretär Altenburg durch einen Oberschenkelschuß schwer verletzt. = Rom, 5. März. Legationssekretär Altenburg der einen Fleischschuß durch den Oberschenkel erhalten hatte, befindet sich außer Lebensgefahr. Der Akten= und Chisfreraub wurde vollständig vereitelt. Ausland. Freigabe deutschen Eigentums in Amerika. I Washington, 5. März. Der deutsch=amerikanische Wirtschaftsound teilt mit, daß nach einem aus Washing ton erhaltenen Karel seiner Neuyorter Rechtsveriretung die Freigabe des beschlagnahmten deulschen Eigentums in Amerika d.s zu 10 000 Dollar vom Kongret beschlossen worden ist. 1 Washington, 5 März. Der Treubänder für die Verwaltung des während des Kreges beschlagnahmten feindlichen Eigentums. Miller, erklärte. die Regierung Nach einer Meldung der„World“ aus Washington wird sich der Treuhänder für die Verwaltung des während des Krieges beschlagnahmten feindlichen Eigeniums. Miller. voraussichtlich demnächst nach Deutschland begeben, um möglichst eine schleunige sparsame Uebermittelung des freigegebenen Teiles beschlagnahmten deutschen Eigentums einzuleiten. der eng weit die Verkaufsneigung der Spein likums stärker hervortreton ließ. allen Kreisen ist g’emlich nervös und Aufnahmelust zeigte sich nur in g#uinge Auf allen Gebieten ergaben sich unter diesen Verhältnissen empfindliche Kursrückgänge. Diese belrugen für Aktien aller Gattungen durchschnittlich 3000 bis 10000 Prezent, auch darüber bis 15000: für Harvener 21000 für Ang'o Guano 70000 Prozent. Auch Valutavaviere besonders ungarische und türkische Renten. mutzten erhebliche Kursabstriche sich gefallen lassen. Heimische Renten zeigten gute Widerstandskraft und folgten der allgemeinen Abschwächung nur unbedeutend. Im Verlaufe trat infolge von Rückkäußen für einzelne besonderz mitgenommene Papiere. namen sich am Montanmarkt. eine Erholung ein. Dech blieb die St'mmung trotzdem bei anhaltenden Schwankungen matt. unlustia und unsicher Für die zu Einheitskursen gebandelten Industrievapiere IIst. im Einklang mit der allgemeinen Stimmung gleichfalls mit wesentlichen Kursrückgängen zu rechnen. Berliner Produktenbericht. = Berlin. 5. März(Telear.) Bii der Unsicherheit der nalitischen und wirtschaftlichen Verhäftnisse fehlte auch am Produktonmarkte jegliche Unternehmungslust. Die Kauflust hielt sich bei rückgina'gen Preisen sehr zurück. Brotactreide und Futtermittel aller Art wurden vom Inland ziemlich stark rücklä getungen. rden vom Inland ziemlich stark angeboten. Im übrinen die an der Fondsbörse eingetretene Ermattung zu der lläufigen Preisbewegung am Produktenmarkt mit beiLetzte Nachrichten eine über aus Tagen ist RaubEssen, 5. März. In den beiden letzten ganze Reibe von Vlünderungen. nten auf offene Geschäfte und Ladendiebstählen der Altstadt und den einzelnen Stadtteilen bekannt geworden. Die Essener Feuerwehr war den ganzen Tag und die ganze Nacht alarmiert. um Hilfsvolizeidienste zu tun. Mord in Köln. = Köln, 5. März. In der Nacht vom Sonntag zum Montag drangen drei Einbrecher in der Nähe des Stadtgartens in die Wohnung einer Witwe ein. ermordelen die 60jährige Frau und verletzten ihre 40 jährige Tochter durch Hammerschläge auf den Kovf. Die Wohnung wurde ausgeraubt. Gegenstände und Bargerd im Gesamtwerte von 20 Milllonen Mark mitgenommen. Es gelang am Montag nachmittag. die Täter, drei junge Burschen festzunehmen. Sie sind geständig. Was will Kemal Pascha? WTB London, 5. März.(Teleor.)„Dailo News“ meldet aus Konstantinovel, daß nach einem Bericht aus Angora in Mesovotamien Mahnahmen ergriffen würden. um den türkischen Nationalvart zu sichern. Nach Informationen aus zuverlässiger Quelle konne die Zusammenziebung von zwei Kavallerledivisionen in Aftun Kara Hissar durch Kemal Pascha die Vorbereitung dafür bilden, dab Kemal die Regierung Übemehmen werde für den Fall, daß das Kabinett seinen Ansichten nicht zustimmen wolle. Rückteitt Findlevs aus der Revarationskommission. Berlin, 5. März. In Berliner divlomatischen 1 erfährt man, daß das englische Mitglied der Berliner Vertretung der Revarationskommission seine Stellung verlassen dat und nach London zurückgekebrt ist. Findler soll mit der französischen Politik nicht einverstanden sein. Kemmunisten in der sächsischen Regierung. = Dresden. 5. März. Nach dem„Vorwärts" lehnte die Landeoversammlung der VSPD. Sachsens eine Koalition mit den Demokraten ab und nahm einen Antrag an, der die neuen Vorschläge der Kommunisten für eine geeignete Verhandlungsgrundlage erklärt und die Teilnahme der Rommuni## fordert. he sten an der Regierung Ein In Kücbe u. Hausarbeit erlahrenes 9us0 Mädchen mit gut. Zeugnissen ges. Frau Major Deutelmoser. Ringstrabe 74 Suche ein Alteres. ert. Mädchen für Küche und Hausarb. Zu meld. Bahuholstr 66. Im Ateller. 8956 Mädchen für landw. Arbelt zum 5. März gesucht. 896 WIlh. Backs. Landwirt. Osterteldstraße 19. Anst. Mädchen. 23 J., eval., wünscht die Bekanntschaft eines Witw. (Berzmann) im Alter v. 9—35 J. zu machen zw. baldiger Heirat. Wilwer m. 1—3 Klind. nicht ausgeschlossen. Schriltl. Auerb. a. Nr. 8965 a. d. Oeschiltsst. Oeb. Frl., 26 J. kath. ausen. Wesen, wünscht Bek. m. geb. kath. Herrn Zwecks Heirat. 9-Zimmerwohn. m. Einrichtung verhanden. Schriltl. Anerb. a. Nr. 8999 a. d. Oeschlltsst. Andenken! 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