3 Gelsenkirchener Zeitung. Bezugspreis monatlich durch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen 2400 Mk. Einzel=Nummer 100 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen:„Gelsenkirchener Bonntage-Zeitung“ und„Am Derdfeuer“. Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Geschäftsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 37, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. rrech=Anschluß:“—* Fernsprech=Anschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 12.. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. Anzeigenpreis für 1 mm Raumhöhe(31 mm breit) 80 Mkk., im Ortsverkehr 60 Mk., für Wohnungs- und Stellengesuche, sowie Verkäufe nicht geschäftlicher Art 30 Mk Reklamen 1 mm Raumhöhe(80 mm breit) 300 Mark. an bestimmten Tagen und Plätzen, semte für“ für Drucksehler keine Haftung übernommen. Im Falle von höhe der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder gilt als Kassarabatt und kann verweigert werden, wenn Zahlung Rechnung erfolgt. Verantwortlich: für den Textteil: J. Paffendorf, für den Reklamen= und Anzeigentell: W. Scheifes, beide in Gelsenkirchen. Nr. 29(Erstes Blatt) Montag, den 5. Februar 1923 59. Jahrgang. Neue Sanktionen in Süddeutschland— Beletzung von Offenburg Deutscher Protest gegen die Kohlenblocrage— Beschlagnahme von Kohlenzügen. Der Rechtsstanspunkt Deutschlands. rbsunsäbigen Pensionäre. Sozial= und Kleinrentner. nuch die kinderreichen Familien in erster Linie Bechtigung finden müssen 3 Wochen Ruhrbesetzung. Von Jobannes Breddemann. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Bezirksverband Essen. Mehr als drei Wochen sind nun ins Land gegangen. seitdem das Ruhrgebiet mit Feindesgewalt überzogen wurde. Wohl hat sich inzwischen der Pulsschlug unseres wirtschaftlichen Lebens verlangsamt. Die soziale Unsicherheit ist größer geworden, und damit schwerer der Daseinskam. nungselend. materielle und ihr Haupt. Aber im Augenblick zurück vor der einen Tatmde Politik hat trotz des riesigen Aufwandes noch nicht den geringsten positiven Erfola aufzuweisen. In dem Ringen der friedlichen Arbeit mit der feindlichen Gewalt hat sich die erstere bisber erfolgreich behauptet. * Angeblich bat die militävische Gewaltvolitik gegen unser friedliches Volk nur den Zweck.„einige Tonnen Kohlen medr herauszubolen.“ In diesem „rheit ist größer geworden, und damit schwerer der einskampf der breiten Voltsmassen. Teuerung. Woh gselend. materielle und geistige Not erbeben drohend und vielgestaltig ihr Haupt. Aber alles dieses tritt in seiner Bedeutung sache: Die frem daß die unteren Beamtenschichten ungeschoren bleiben sollten. Frankreich hat die Psychologie seiner eigenen sozialen Zustände ganz schematisch auch bei uns vorausgesetzt. Das war ein großer Fehler in seiner Rechnung. Der Austrag der sozialen Gegensätze muß zwangsläuftg zurücktreten in dem Augenblick, da mit dem wirtschaftlich=materiellen Unterbau die nationale Freibeit und das Selbstbestimmungsrecht unseres Volkes aufs schwerste bedrobt sind. So rückständig und so einfältig sind die Arbeitnehmer im bat. In derselben Zeit. in der freiwilligund ohne Gewalt mindestens 100000 Tonnen Revarationskoblen von uns geliefert worden wären, ist mit Gewalt nicht eine einzige Tonne geholt worden. Wäbrend Frankreich im letzten Halbjahr für Milliarden Kohlen verkaufen sweise etwa 200 000 Tonnen monatlich stille Rtet e### Leinflus bestimmen. Der Rechtsboden und die praktischen Ansätze für einen vernünftigen Ausgleich der hier gegeneinander stehenden Kräfte sind übrigens nirgendwo wickelt wie in Deutschland. in den Bajonetten des vitalismus wäre angesichts witz der Weltgeschichte. allen eltkricg ungerung kennen gelernt. Wertvolle körverliche und moralische Kräfte bat e zermürbt, zahlreiche unschuldige Opfer gefordert. Wir tun also gut, wenn wir uns auf alle Möglichkeiten einstellen. Zun Beruhigung kann bestimmt versichert werden, daß die berufenen und verantwortlichen Stellen bisber alles getan haben, um auf längere Zeit die Ernäbrung der Bevölkerung des Abwehrgebietes sicherzustellen. Es ist auch Vorsorge getroffen, daß größere Verkebrsstockungen die Ernahrung nicht gefährden Schwieriger ist schon das Problem. angesichts des weiteren Währungszerfalls die Kaufkraft in den notwendigsten Grenzen zu erhalten. Hier muß im wohlverstandenen Gesamtinteresse bei den Arbeitgebern unbedingt Verständnis erwartet werden für die Aufgabe der Gewerkschaften. die Löhne und Gebälter dem sinkenden Geldwert anzunassen. Geradezu verhängnisvoll müßte es wirken, wenn die allgemeine Notlage durch Wucherei und Schiebertum eine weitere Verschärfung erfahren würde. Wer in dieser Schicksalsstunde die Not des Volkes aus schmutziger Gewinnsucht ausbeutet. der ist schlimmer wie der fremde Gegner. Er muß als gemeine der al erwerbs wie auch die rücksichtigung die Arbeiter Sie haben keine für die fremde Knechtse und soziale Gle in der Vergangenbeit hergeben für den— vitalismus. Sie wo bisber in treuer olkes zusammen. In erner Reihe estellten und Beamten! deutsche Freiheit einzutauschen Sie wollen ihre volitische berechtigung, für die sie und geopfert haben, nicht sozial rückständigen französischen Kavollen nicht arheiten, damit der ir tändigen Ratismus. Eie wollen naht arbetten osische Militarismus Hunderttausende konnte —. Eriohieete eane Mlcb. Korie an Svanien— müssen heute lothringische Hochöfen gelegt werden, weil es an dem aus der Rubrkoble wonnenen Koks fehlt. onnenen Kors fehlt. Aber es handelt sich ten„einigen tausend ollsten 96= wett Besitze der wertvollh. der wirtschaftliche seine Hand aus nach der um so eine unbestritten bei Eisen. Ei Er begründen Gleich grenzenl. nicht auf der Deshalb soll Stritz, der poltl den. Es soll wir:, objekt und volifi Seiner Millionenbevöl seiner Arbeitnehmer# und wirtschaftlicher Un Weil die Dinge so! am Aniang der mehr. als um die sagennen Revarationskoblen“. Im wläger Mitteleurovas streckt chtwille Frankreichs erschaft über die Ruhrkohle. de Vereinigung von unter seiner Führung zu Unabhängigkeit und g widerstrebt sein iche Lösung liegt auch m Ziele Frankreichs. trum der deutschen un dienstbar gemacht es Ausbeutungs= ei ein t zugedacht. deshalb stehen wir auch erst über uns verhängten NotNicht die oswilligkeit" Deutschlands. sondern die französischen Machtgelüste und Vernichtungspläne sind die Triebfeder für den Ruhreinfall. Das deutsche Volk bat ungebeuere Opfer gebracht. Nicht allein in natürlicher Folge des verlorenen Krieges. sondern auch darüber hinaus in dem Willen, zu seinem Teil beigutragen an dem Wiederaufbau dessen, was der Kvieg zerstört des Möglichen haben wir erfüllt. Verelendung unseres Volkes. der über alle P. rige gesundheitliche Zustand unserer unterernährten Kinder rechtfertigen die Behauptung. daß wir die Grenze des Möglichen schon überschritten haben. Unsere Koblenlieferungen für Revarationszwecke betrugen bis Ende des letzten Jahres schon rund 54 Millionen Tonnen. Die Arbeit von über 100000 Bergleuten ging tagaus, tagein für diesen Zweck über die deutschen Grenzen. Viele Industriesweige mußten wegen Kohlenmangels Einschränkungen vornehmen. die mirtellosen Schichten unseres eigenen Volkes mußten frieren infolge des Mangeks an Hausbrandkohlen, für 70 Milliarden Mark englische Kohlen mußren eingeführt werden, um den deutschen Bedarf notdürftig zu decken. Angesichts dessen von einer„Böswilligkeit" Deutschlands zu reden. weil ein kleiner Teil der Lieferung im Verzug empörend. Im unbesetzten Deutschland macht sich ein starker geltend zur Unterstützung der bedrohten Volksgenoss# der Ruhr. Eine zweckmäßige Organisation. frei von Schwerfälligkeit, ist bereits geschaffen, um der„Ruhrbilfe“ in die richtigen Ka# Es versteht sich obne weiteres, daß die sch er an aller die Ergebnisse Kanäle zu leiten. schwerbedrängten. mit der franzosische Milttarismus Hunderttausenve gesunder Kräfte für seine Politik der produktiven Arbeit entzieben kann. Desbalb bleiben sie unbeugsam in dem bisher gezeigten Willen! Aber Ruhe. Besonnenbeit und Diszivlin sind Vorbedingungen für den Erfolg unserer Abwehr. Je mehr wir mit ruhiger, unbeugsamer Entschlossenheit unseren Willen zu friedlicher, freier Arbeit im Dienste unseres Volkes und unseres Vaterlandes bekunden. desto weniger werden sich die Hunderttausende mit ihren Bajonetten und Kanonen in unserer friedlichen Heimat am richtigen Platze füblen. Volk an der Nuhr! Sei stark in der berechtigten Verteidigung deines Willens in Freibeit zu leben und zu arbeiten! In unerschütterlicher Treue stehe fest zu deinen übrigen Volksgenossen und zum deutschen Vaterlande! Sanktionsbesetzung in Baden. Verzuge war. ist einfach —— ner gelingt. durch die Erzeugung von Massenelend den moralischen Widerstand zu brechen. dann hat Deutschland den Weltkrieg noch einmal. schlimmer als das erstemal verloren, und es kommt eine Renision des Friedens von Versailles nicht nach den Wünschen aller vernünftigen udn gerechtdentenden Menschen der Welt. sondern nach den Plänen des französischen Impevialismus Ueber alle Hindemnisse hinweg drängt der nationale Lebenswillen uneres Volkes zu seinem unveräußerlie#n Recht. Das ist die erfreulichste Erscheinung dieser trüben Zeit. Offensichtlich haben die fremden Machthaber die soztalen Gegensätze im deutschen Volke als fördernden Faktor für ihre Bestrebungen eingesetzt. Sie glaubten umeren Volkskörper durch diese Gegensätze geum die einzelnen Teile mit Erfolg zu können. Deshalb das scharfe Deutschland bat nach einer sorgfältigen Aufstellung bisher aufgebracht an Leistungen aus vorhandenen Beständen. Abtretungen aus Reichs= und Staatseigentum im In= und Auslande. ausschließlich Oberschlesiens und Elsaß=Lothringens. Kohlen. Koks und Nebenprodukten. Farbstoffen. Vieh. Wiederaufbaulieferungen. Bar= und Sachleistungen. Besatzungskoften. Ausgaben für interalliierte Kommissionen ulw. den ungeheuren Betrag von lechsundachtzig Milliarden und zweihundertundsiebzig Millionen Goldmark. Undwas hat Frankreich geian? Wir klagen seine Machthaber vor aller Welt an, daß sie nicht allein diese ungeheuren Leistungen. sondern dazu noch die letzten Kräfte ihres eigenen Volkes geopfert haben für ihre den Frieden der Welt störenden Machtvläne. Wäre der Sinn dieser Machthaber auf Frieden und Wiederaufbau gerichtet, dann stände Eurova heute nicht mehr am Abgrund. über Millionen von Menschen würde nicht erneut unermeßliches Elend gebracht. * orgehen gegen die„Kapitalisten“ und die gleichzeitige Umschmeichelung der Arbeiter. Desbalb auch die brutale Die Stunde erfordert ernste Beachtung aller MöglichBehandlung der oberen Beamten und der offene Hinweis keiten für eine erfolgreiche Abwehr. Vor allem muß die Offenburg und Avvenweier besetzt. Eine Note der Rheinlanökommission. WIB Berlin, 4. Febr.(Telegr.) Die interalliierte Rheinlandkommission hat dem Reichskommissar für die besetzten Gebiete in Koblens eine Note zugeleitet, worin führung den internationalen Zügen bereiteten Schwierigkeiten zu besetzen. Im Anschluß hieran habe die interalliierte Rheinlandkommisson beschlossen, Offenburg und Apvenweier demselben Regime zu unterwerfen, wie den Brückenkovf Rehl. Demgemäß habe sie ihrem Delegierten in Koblenz Vollmacht auch für diese neue Besetzung gegeben. (Anmerkung: Der Wortlaut der Note liegt noch nicht vor. Schon jetzt muß aber auf Grund der eingelaufenen Meldungen erklärt werden, daß von den Franzosen ein neuer Rechtsbruch begangen worden ist. Zu der französischen Ruhraktion tritt nun eine Vergewaltigung weiteren, deutschen Gebiets durch französische Truppen, durch die vermutlich der deutsche Kohlentransvort auf der wichtigen Strecke Frankfurt—Basel unter französische Kontrolle genommen werden soll. Die Besetzung vollzogen. WTB Offendurg, 4. Febr.(Telegr.) Heute vormittag rückte französisme Kavallerie in Stärke von mehreren Schwadronen hier ein. Der Bahnhof, das Postamt, die Kaserne und die große Eisenbahnbrücke wurden mit Wachnosten und Maschinen= gewehren besetzt. Der Eisenbahnverkehr ist zurzeit Haus Selstermann. Von Wilhelm verbert, München. (32 „Sturm!“ erwiderte Selstermann und lachte kurz. i steht im Kalender, meine Herrschaften! Lauter die von uns irpend etwas zu verlangen haben— beschäftlich und außergeschäftlich— großenteils noch gar nicht fällige Beträge.“ „Aber Du bezahlst doch alles sofort, Vater?“ „Ich bin so unkaufmännisch, es zu tun, Gretchen! An sich wäre wohl das richtigste für mich und das beste Mittel für das uns gegenüber jetzt aufgebetzte und überreizte Publikum, die Leute warten zu lassen, bis sie einen vollen Rechtsanspruch auf Zahlung hätten. Aber # sollen seben, daß man beim Hause Selstermann auch nicht eine Minute lang Sorge um das Seine zu haben traucht! Draußen machten sich Gemurmel und Ungeduld bemerkbar. „Sie entschuldigen, Herr Doktor! Ich möchte Sie aber doch sehr gerne sorechen! Können Sie sich etwas gedulden und zu meiner Frau hinaufgeben, bis wir hier fertig sind?“ Dr. Weiß erklärte, daß er für den Vormittag zur Verfügung stehe. Als die Uhr den Schluß der Geschäftsstunden ver„kündete, kamen Selstermann und Gretchen in die Wohnung. Die Mutter ging in die Küche, um dort nach dem Rechten zu sehen. „Ich habe da nämlich.“ sagte der Kaufmann und holte ein Papier,„eine Ladung als Geschworener für die diesmalige Sitzungsveriode bekommen!“ „Ach.“ rief der junge Anwalt freudig überrascht „Da werden Sie hoffentlich für meinen Fall ausgelost. Selbstverständlich nicht, als ob ich Sie irgend beeinflussen möchte in Ihrem Urteil— aber es wäre mir doch sehr interessant, zu sehen, was Sie davon halten... und dann ja auch, wie Sie über mein ersteo Auftreten urteilen werden.“ „Wie Vater?“ sagte Gretchen.„Du Richter— Du jetzt Richter— Du Richter in diesem Fall?“ „Ja, warum denn nicht?“ rief er heftig. „Das heißt,“ beherrschte er sich dann,„ich bin natürlich gern und mit Interesse bereit, mitzuwirkon und nach m Wissen und Gewissen meine Pflicht zu tun— aber gerade jetzt, in dieser für mein Geschäft so schwierigen Lett... „Ich sehe das sehr wohl ein, Herr Selstermann. Sie können ja versuchen, um Enthebung einzukommen. Man wird die Sachlage wahrscheinlich berücksichtigen.“ Der Blick des Kaufmanns irrte unruhig durch das Zimmer und kehrte wider Willen zu Gretchen zurück, die ihren Vater nicht aus den Augen ließ. Ein harter Zug legte sich um seinen Mund. „Ab,“ saate er und knöpfte seinen Rock zu.„Da müßte ich also erst ein Gesuch einreichen und müßte es genauer begründen. Dritte würden mir das, wenn sie davon erführen, vielleicht als Drückebergerei auslegen— als Scheu, wegen der Vorkommnisse des Hauses jetzt vor der Oeffentlichkeit in einem Ehrenamte zu wirken— es würde die Meinung der Leute, die heute gelaufen kommen und ihr Geld verlangen, bestärken, als sei hier im Hause etwas nicht in Ordnung, als hätte ich etwas zu meiden und zu scheuen... ab, es ist gut, daß Sie mich aufgeklärt haben: Ich werde den Geschworenendienst leisten und werde ihn, wenn es mich trifft, auch in Ihrem Falle leisten!“ „Unter diesen Umständen will ich von der Sache nichts mehr erzählen, um auch jede indirekte Beeinflussung auszuschließen, Herr Selstermann!“ „Wie Sie wünschen, Herr Doktor,“ entgegnete der Kaufmann und lächelte beinahe geringschätzig.„Beeinflußt hätten Sie mich aber nicht dadurch! Ich lasse mich nicht so leicht beeinflussen— von niemandem!“ Er trun die Ladung wieder in das Nebenzimmer. „Mein Vater darf jetzt nicht zu Gericht als Geschworener.“ sagte Gretchen, rasch und dringend, halblaut zu Dr. Weiß „Warum?“ fragte dieser erstaunt. „Weil seine Hände nicht rein sind, wie die eines Richters sein müssen!“ „Um Gottes Willen, wieder dieser fürchterliche Argwohn, Fräulein Gretchen!“ Selstermann kehrte zurück und sein Auge soch blitzschnell von einem zum andern. Er mochte gemerk! haben, daß sie von ihm gesprochen hatten. Er sagte nichts, runzelte aber die Stirn und war kurz angebunden und wortkarg, so daß sich Dr. Weiß bald empfahl. Nach dem Essen erklärte der Kaufmann seiner Frau, der Tochter und dem Sohn:„Die Kasse ist leer; es waren viele große Summen zu zahlen. Die Bank hat mir in einem gewundenen Schreiben den Kredit gekündigt. Wenn nachmittags Leute kommen, weiß ich nicht mehr, wie sie bezahlen, bis ich wieder Geld geschaftt habe. Ich werde sofort zu einigen Geschäftsfreunden gehen. Ein harter Gang zwar; aber es handelt sich nur um eine augenblickliche Stockung, bis die Sache wieder geordnet ist!“ Alfr#d sah ihn entsetzt an:„Wenn das unsere Bekannten börten!" Gretchen schwieg. Was die anderen niederdrückte, war ihr wie ein seltsamer Triumph. Je eher das Schichsal sich erfüllte, desto ebor kam die Sühne, die tief im Herzen ihr einziges und heißestes Verlangen war. In dieser Stunde der Not bewährte sich die Tapferkeit und Liebe der Hausfrau, die sonst so still und zaghaft gewesen. Sie ging in ihr Zimmer und kam nach kurzem mit einem Bündel Banknoten wieder.„Meine Ersparnisse! Es freut mich, wenn sie jetzt zu etwas gut sind!“ Selstermanns Hand zitterte, als er sie nahm.„Es ist nur für ganz kurze Zeit. Ich hoffe, sie Dir abends zurückzugeben!“ „Ich brauche nichts mehr; wenn sie nur nützen und uns über die momentane Verlegenheit binweabelfen können!“ Man ging bald auseinander. Alfred, der allen Mut verloren hatte, eilte in sein Zimmer und suchte sich mit wahnsinnigem Zigarettenpaffen zu beruhigen. Selstermann verließ das Haus. Gretchen blieb bei der Mutter und bereitete sie schonend auf weitere Opfer vor. Die Frau des Hauses nahm die Worte der Tochter ohne Bestürzung auf. „War ich so viele Jahre glücklich,“ sagte sie,„habe ich so viele Jahre im Ueberfluß gelebt, wie schlimm und seig wäre es, wenn ich jetzt den Kopf verlieren und nicht alles gern opfern würde. Mir tut nur Euer Vater leid. Ich weiß, wie schwer es seinem Stolz ankommen muß, zu Freunden zu gehen!" „Er wird noch schwerere Gänge machen müssen,“ sagte Gretchen ruhig.„Und er wird sie umsonst machen!" „Ach, Gretchen, Du siehst zu schwarz! Er, der noch nie jemand um eine Gefälligkeit gebeten hat und selbst immer jedem gefällig war! Zudem es sich nur um ganz kurze Zeit handeln kann. Wir sind ja reich und Pava braucht bloß die nötigen Mittel wieder flüssig zu machen!“ Das Mädchen betrachtete die Mutter mit einem Blick innigen Mitleides. „Für jeden Fall,“ sagte sie,„laß uns alles, was wir an Wertstücken haben, heraussuchen, um es. wenn nötig, verkaufen zu könnnen!“ noch unbehindert. Auf dem Nathaus wird seitens der Franzosen mit der Rüdtischen Behörde verhandelt. Auch Avvenweier in von französischen Truppen besetzt. Eine neue Sanktion. WIB Freiburg k. Br., 4. Febr.(Telegr.) Zur Besetzung von Offenburg und Avpenweier erfahrer wir folgendes von zuverlässiger Seite: Heute vormittag sand auf dem Nathaus in Offenburg eine Konferenz der französischen Besatzung mit Vertretern der staatlichen und städttschen Bebörden statt. Auf dieser Konferenz wurde settens der Franzosen mitgeteilt, daß es sich bei der Besetzung von Offenburg und Avvenweier um eine Erweiterung des Brückenkovfes Rehl handle und als Ganktion für die von deutscher Seite vorgenommene Beschränkung im internationalen Zugverkehr. Ueber den Umsang des neuen Brückenkopfgebietes verlautet noch nichts bestimmtes, dagegen wird gemeldet, daß die erste Station der von Offenburg nach Konstanz durch das Kinzistal führenden Schwarzwaldbahn von fran. zösischer Insanterie besetzt worden ist. In Offenburg lagern auf dem Marktvlatz und vor dem Gebäude des Bezirksamts gegenwärtig ein Regiment französischer Infanterie, das nach Kavallerie mit Panzerautos, Fouragewagen und vollständiger kriegsmäßiger Ausrüstung eingerückt ist. Die Bevölkerung wird durch Plakate, die von französischer Seite verbreitet worden sind, aufgefordert, sich ruhig zu verhalten. Die Polizeistunde ist von der französischen Besatzungsbehörde auf 9 Uhr abends festgesetzt. Es ist weiterbin ein Versammlungsverbot erlassen worden. Für die Bevölkerung treten nun die für den bisherigen Brückenkopf Kehl vorgeschriebenen Bestimmungen über Ausweise, Presse usw. in Kraft. „Du hast recht, antwortete die Mutter mit freudiger Entschlossenheit.„Was gilt der Plunder, wenn es sich um die Ehre des Geschäftes handelt!“ Sie ging an ihren Schrank und brachte all die Schmuckstücke und Kostbarkeiten, die sich in einem langen Leben in ihrer Schatulle gesammelt hatten. Auch Gretchen bolte das Ihrige an Pretiosen herbei. „Nein, nein,“ rief die Mutter eifrig.„Du bebältst das Deine unter allen Umständen!“ Aber das Mädchen wehrte mit Bestimmtheit ab. „Es wäre schlimm, wenn ich nicht neben Dir stände! Was liegt mir— bei aller Freude, die Ihr mir mit den Geschenken gemacht habt— an diesen Dingen, wenn ich daran denke, worum es sich heute handelt!“ Als sie mit ihren Vorbereitungen fertig waren, verließ Gretchen das Zimmer, um nach Alfred zu sehen. Er durfte nicht wieder in den alten Fehler zurückfallen und klein neben den großen Sorgen des Hauses bleiben. Sie mußte seinen Wankelmut, der sich noch nicht gefestigt hat, durch einige aufmunternde Worte zerstreuen und ihm aus dem augenblicklichen Zusammenbruch emvorbelfen. Als Gretchen über den Korridor ging, winkte ihr die alte Margaret in ihr bescheidenes, aber sauberes Zimmerchen, das am Ende des Ganges lag. „Ich hab's gehört,“ sagte sie bloß mit scheuer Verlegenheit und steckte dem Mädchen ihr Sparkassenbuch hin; Gretchen fand nicht gleich die Kraft zu einer rubigen Antwort. Dann nahm sie mit sanfter Hand das Buch, legte es auf das Bett und ergriff die beiden runzligen Hände der Alten.„Liebe, gute Margaret!“ sagte sie.„Ich weiß, daß Sie den letzten Pfennig für uns bergeben würden. Aber das darf nicht sein und muß, Gott sei Dank, auch nicht sein!“ Da wendete die Alte den Kovf ab und das Herzeleid, daß ihre Gabe verschmäht wurde, stieß ihr die Tränen heraus. „Nein, nein! Margaret! Go dürfen Sie es nicht auffassen! Sie wissen recht wohl, daß es nicht Geringschätzung ist, wenn ich Ihr gutberziges Anerbieten nicht annehme. Aber Ihre ersparten Pfennige müssen heilig für uns sein— wenigstens so lange es irgend anderswie gebt!“ Die Alte machte noch immer ein sehr betrübtes Gesicht und starrte wortlos vor sich hin. (Vertsetzung felgt.) Deutschland kämpft um sein Die deutsche Antwortnote an die Aeparationskommission. 0 Berlin, I. Gebe. Der Revaratlonskommillion wurde auf die Rote vom 26. Januar, die unter Feststellung des General=Manquements die Anträge der deutschen Regierung vom 14. November als gegenstandskos bezeichnet und den Londoner Zahlungsolan wieder in Kraft setzt, nachstebende Autwertuste Deutschlands Rechtsstandpunkt in der Kohlenblockade. Der deutsche Protest gegen die Kohlenblockade. WTS Berlin, 4. Febr.(Telegr.) „Die stellung Belgten milion leistung stellte wegen der Einder Reparationsleistungen an Frankreich und elgten eine allgemeine Versehlung Deutschlands gegenÜber diesen beiden Staaten im Sinne des Paragrapben 17. Anbang 2. zu Teil 3 des Vertrages von Versailles fest. Zuuleich erklärte sie, daß mit der Einstellung der Leistungen an Frankreich und Belgien der ntrag der deutschen Negierung vom 14. Juli und 27. November binfällig geworden, und daß deshalb alle Bestimmungen des Zahlungsplanes vom 5. Mai 1921 in Kraft blieben. Die deutsche Regierung stellte, wie sich aus ihrer Not13. Januar ergibt, die Leistungen an Frankreich und Belgien lediglich wegen des vertragswidrigen Einmar= sches dieser beiden Müchte in das Nuhrgebiet ein, lediglich für die Dauer des badurch geschaffenen vertragowidri. gen Zustandes und seiner Folgen. Gie machte damit von ihrem unzweifelhaften Rechte Gebrauch. Von einer Verseblung im Sinne des Paragraphen 17 kann nicht gesprochen werden. Die deutsche Regierung legt deshalb gegen die Feststellung einer solchen Verseblung Verwadrung ein. Ebenso muß die deutsche Regierung der Annahme widersprechen, daß nunmehr ihr Antrag aus Gewährung eines Zablungsaufschuber hinsällig geworden iR. Die Nevarationskommission selbst stellte in ihrer Entscheidung vom 21. März fest, das die finanzielle Lage Deutschlands der deutschen Regierung nicht ermögliche, die Verpflichtungen für das Jahr 1922 aus dem Zahlungsvlan vom 5. Mai 1921 und dem Artikel 249 des Vertluges von Versailles vollständig zu erfüllen. Die Revarationskommission erkannte ferner in idrer Entscheidung vom 31. August ausdrücklich an, daß das Reich jeden inneren und änßeren Kredit verloren habe und saßte eine Ermäßigung der äußeren Lasten Deutschlands ins Auge. Sodann erkannten die alliierten Hauptmächte in ihren der Pariser Konferenz vom 2. Januar vorgelegren Plänen die gegenwärtige Leistungsunfähigkeit Deutschlands übereinstimmend dadurch an, das sie auber einer Herabsetzung der Gesamtverpflichtungen Deutschlands aus dem Zahlungsplan vom 5. Mai 1921 einen sofortigen Zahlungsaufschub für mehrere Jahre vorsaben. Inzwischen verschlechterte sich infolge Ruhrgebietes die finanzielle Lase Deutschlandweiter. Die Mark sank auf ein Zehntausendstel des Friedenswertes. Wenn jetzt die Revarationskommission auf den Londoner Zahlungsplan zurückgreift, so muß die deutsche Regierung darin einen Widerspruch zu der bis. herigen Stellungnahme sowohl der Revarationskommission als auch der alltierten Hauptmächte erblicken. Ueberdies setzt sich die Revarationskommission auch über die Bestimmungen des Versalller Vertrases hinweg. die das Ausmaß der Nevarationsverpflichtungen Deutschlands von seiner Leistungsfähigkeit abhängig machen und seinen notwendigen Lebensbedürfnissen den Vorrang vor den Nevarationsverpflichtungen geben. Nach dem Einbruch in das Ruhrgebie: und dem Beginn der wirtschaftlichen und finanziellen Absonderung des linkorbeinischen Gebietes des Ruhrgebieter von dem übrigen deutschen Wirtschaftskörver ist die deutsche Regierung noch weniger als zuvor imstande, den Londoner Zahlungsplan zu erfüllen. Sie kann in der Entscheidung der Nevarationskommission vom 26. Jan. keine sachliche Beantwortung ihrer Note vom 14. Nov. erblicken und steht einer Nachprüfung der deutschen Leistungsfübigkeit nach Artikel 234 des Vertrages von Versailles entgegen. beutiche Reslerung bea: schäftsträger in Paris, auf die Note der gierung vom 31. 1. 23 folgende Ani Überreichen: beaultragte den Geder französischen Re95 zösische wortnote zu vom 31. sche Regle 2. 23 an keine dem besetzten Ge 1. 29 bat die franerung davon in Kenntvon et nach elise hrer Verbalnote legierung die deut übrigen Deutschland mehr stattfinden wird. Gleichzeitie behtelt sich die französische Regierung weitere Strafmaß nadmen vor. Die französische Regierung erklärt. sich dabe auf S 13. Anl. 2. Teil 8. des Vertrages von Versailles zu stützen. Sie verweist auf die durch die Revarationskommission festgestellte Genexalversäumnis und bezieht ich auf eine entsprechende Mitteilung der Revarationsommission vom 26. 1. Die französische Regierung erjeuert diernach den Versuch, die Verantwortlichkeiten zu vertauschen. indem sie die berechtigten Abwehrmaßnahmen Deutschlands gegen den rechtswidrigen Einbruch in das Ruhrgebiet als Anlaß für neue Gewaltmaßnabmen bezeichnet. Die deutsche Regierung hat bereits in ihrer Note vom 19. 1. die notwendige Antwort auf diesen Versuch erteilt. I der Grund für den neuen Gewaltak reich undefriedigenden E ersten Unrechts, jener Ruhrbesetzung keit die französische Regierung zu im treibt. Durch die Verhinderung der Kohlensendungen aus dem Ruhrgebiet in das übrige Deutschland fügt rankreich zu den bereits begangenen Rechtsbrüchen einen weiteren hinzu. aufgenommen. Witten=Ost ist für den Personenverkehr noch frei. Der Bahnhol Herdecke=Vorballe ist vollständig in den Händen der Besatzungstruppen. Jeder Verkehr nach Hagen ist unterbunden. Auch die Strecke Hagen—Vorballe—Bommern und Hattingen ist militärisch besetzt. Oberbahndofsvorsteher Schulz ist seit der Schliebung des Bahnboses verschwunden. Es wird angenommen, daß er verhaftet worden ist.— Der Kommandant hat die Forderung auf weitere Räume für 27 Offiziere, darunter 2 Generäle, erhoben. Ferner sind über 20 große Bureaukäume gefordert worden. Infolge der Weigerung eines Kohlenbändsers. Koblen zu liefern, haben Truppen aus dem Koblenlager die Lieferung von Kohlen mit Gewalt erzwungen. nindestens einer der Teilnehmer bedeutungovoll mit dem wielt. Eine Aussicht auf die Wiederberstellung Europas, die für Frankreich ebenso wichtig ist, wie seine eigene Wiederherstellung, wird exst vorhande das ewige Drohen. das Schwert in die Wag ten. wieber aufhört. Wer diese euroväische mindesten Revolver Europas. nden sein, wenn agschale zu weren. daß Zustan wird Junsch kennen: Vos von dem Zult ölker, die noch imstande sind. Krieg nach Herzensluft in Aufregung militärische Macht auf den Ko einen paar Eurova setzen können, daß die nferenzen der ausschluggebende Moment ist. Deutschland ist dabei, zu versuchen, n Militavismus lächerlich zu machen. Der erste französische Kohlenzug. — Düsseldorf, 2. Fehr. In Hobenbudberg ist der erste von den Franzosen geleitete Kohlenzug angekommen. Der dortige Bahnhofsvorsteher weigerte sich, den Jus weiterzuleiten und wurde deshalb verhaftet. nicht mit der und sich nicht Bebauptungen n. der 17 61: Sos 90# och imstande ust in Auf PPeschene avismus lächerlich zu m Ein Hindernis für den internationalen Frieden. L. London, 3. Fehr. Das Parlamentsmitglied Colestrigen Rede über die frang des Ruhrgebietes durch s für Revarationszwecke. litärs wünschten eine rion dieses Gebietes. sonbern auch die französischen ndustriellen. und zwar in erster Linie wegen der Kohlenschätze und des Mineralreichtums. Der Versailler Vertrag bei ein Hindernis für den internationalen Frieden. Auf falscher Fährte. London. 3. Fehr.„Dailo Expreb“ meldet: „, Tonson, 6. Gepi.„Daild Erptes.— s seien Anzeichen vorbanden, dak Frankreich von dem auf der Ereignisse im Ruhrgeblek unbefriedigt ist. ie französischen Blätter versuchen es so darzustellen, als Die deutsche Regierung bestreitet. 6 die neuen Feststellungen der Revarationskommission rläumnisse begründet sind. aber ründet wären, wie sie unbegrüngas bie neuen, Feststellungen Über die angeblichen Versäu selbst wenn sie ebenso begrün det sind. so würden doch et waren, wie sie unbegr .# würden doch die 6§ 17 und 18. Anlage 2. in s. des Vertrages von Versailles für die von der französischen Regierung beschlossene Maßnahme ebenso wenig eine Rechtsarundlage bilden, wie die früberen Feststellungen der Revarationskommission für den Einbruch ins Ruhrgebiet der Fall war. Die deutsche Regierung verweist auf ibre Note vom 12. 1., wo nachen ist, daß auf Grund der 88 17 und 18 nur mztell # Ist, dab auf Grund der IS 17 und 18 nur solche chaftlichen. finanziellen oder andere gleichwertige nahmen getrossen werden dürfen, die auf dem Hobeitsgebiete der alltierten Staaten durchzuführen sind und daß solche Maßnahme parationen beteiligten Mä dmen nur von allen an den Reder Besetzung des den drol des Vertrages tikel 251 dieses Bedarages der notwendige Deutschlands an Kohlen den Revarationssorderungen vorgebt „ aamten 5 gebiets und der Gebiete auf dem linken Rheinufer von der deutschen Regierung geschürt werde. Die deutsche Rezierung weiß sich eins mit der Beamtenschaft der betroffenen Gebiete, wenn sie erklärt, daß die Eremtenschaft ebenso wie die urdas. regung der Beamte rung allein zurückzufübren i der deutsche rechtigte und der von der französist Gefährdung einzig und allein ebenso wie die der Bevölke.. oas Vorgeben Franfreichs und daß es keines Ansvorns Regierung bedürfte. ändliche Erregung bei um die beErregung hervorzurufen. Die Regierung mit Recht bexvorgehobene rtschaftslebens an der dem rechtswidrigen #te te. Der Koblentransro lverren. kann nur den weitern Verfall der deutschen Wirtschaft hexvorgehobene r Ruhr beruht und die Ni lbr###chädigendon Verhalten der Versuch, das Rubrgebiet durch ransrorte nach dem übrigen Beschlagnahme von Kohlenzügen. 2 Essen, 3. Febr. Aus Wesel wird mitgeteilt: der Kohlenzug Nr. 9209, der und für Holland bestimmt durchgelassen. Der Zug # i k e t w e r d e n. Wie aus Dorsten mitgeteilt wird, ist dort vorgestern der erste Kohlenzug beschlagnahmt worden. Ein sogenannter Vertragszug ist gestern abend ½10 Uhr freigegeben worden und nach Holland weitergegangen. Von gestern abend 10.20 Uhr ab wurden wieder sämtliche nach Holland gehenden Züge beschlagnahmt. Etwa 60 Wagen(Privatkohlensendungen) steben seit zwei Tagen auf dem Bahnbof Dorsten. Nach Mitteilungen eines bolländischen Journalisten wurde vom holländischen Konsul in Quioburg mitgeteilt, daß Kohlenkähne nach volland ebenso beschlagnahmt würden wie Koblenzüge. Wie die französische Besatzungsbehörde mitteilt, seien diese Maßnahmen nur vorläuffiger Natur: wenn ein Antrag auf Ausfuhrbewilligung gestellt würde, würden die beschlagnahmten leder frei inzösila ob Deutschland gela an per bestrebt sei. zu Tag einer Vereinbarung zu da Deutschland berantrete. Fe Ee e e meg“ schreibt, in Berlin werde den Berichten über den Friedensfühler und die Vermittlungsbemühungen, die in den letzten Tagen auftauchten. kein Glauben geschenkt. Die Fühlungnahme, die von französischer Seite ausgegangen in solle, verflüchtige sich bei näherer Prüfung. Auf deutscher Seite sei eine klare Festigung des einmal eingenommenen Standpunktes erkennbar. Aus der Stellungnahme der Sozialisten und Gewerkschaftler gehe hervor, daß die deutsche Arbeiterschaft im Ruhrgebiet allgemein auf Seiten ihrer Arbeitgeber und der allgemein deutschen Regierung stebe. Ein Avvell des amerikanichen Handelsarbeiterrats Harding. London. 3. Febr. Shrewiafbunn-Kenntulwarde. Wulden dir Koblen wieder freigegeben. Es sei damit zu rechnen, daß in zehn bis ell Tagen die Kohlenausfuhr nach Holland wieder normal vor sich gebe. Eine weitere Meldung zur Verkehrslage berichtet: Reuter meldet aus Wasbington: Der zentrale Handelsarbeiterrat: der 1½ Millionen Mitglieder zählt. nahm eine Entschließung an. in der die Regierung dringend aufgefordert wird, ihre guten Dienste anzuwenden. um die sofortige Zurückziehung der Franzosen aus Deutschland herbeizuführen. denn die Besetzung sei ungerechtfertigt und bedrobe die Stabilität Eurovas und Amerikas. Die Verkehrslage hat sich gegenüber gestern „„*„ el in ** Die Pariser Presse will offenbar auf ihr gegebenes Stichwort din in der Note ein verschleiertes Verbandlungsangebot Deutschlandt gegenüber Frankreich erblicken und glaubt, daß diese vlötzliche Bereitschaft der deutschen Regierung, mit der französischen Regierung zu verhandeln, durch die Absperrung des Ruhrgebietes berbeigeführt wurde. Der Wortlaut der deutschen Antwort beweis, daß die französische Auslegung falsch is. Uebrigens muß dervorgehoben werden, daß die Antwort der deutschen Regierung an die Revarationskommission, nicht an die franzölische Regierung gerichtet ist. Die Revarationskommission stellt die Gesamtvertretung der alliierten Mächte dar und es ist selbstverständlich, das die regelmäßigen Verbandlungen mit ihr, die niemals unterbrochen waren, weiter geführt werden müssen. ###en. Gegen den Versuch. ein friedlich arZolk durch Abschneidung der lebensnotwendikohlenzufuhr in Arbettelosigkeit und Elend zu stürum es zur Anerkennung eines Rechtsbruches zu gen, erhebt die deutsche Regierung viermit Protest. er deutsche Geschäftsträger in Brüssel ist beauftrag: worden. der belgischen Regierung eine gleichlautende Note zu überreichen. nicht wesentlich verändert. Der Bahnhof Bohwinkel heute von Franzosen besetzt worden, beute mittag wird dort eine Kontrollstelle errichtet. Gestern morgen ist von den Franzosen in Dorsten ein Zug mit deutschem Wagenmaterial und Koblen, die für Holland bestimmt waren, durchgelassen worden. Gegen 10 Uhr vormittags wurden die Koblenlieferungen für Holland in Dorsten wieder angebalten. Zurzeit stehen 180 Waggons für Holland in Dorsten, die nicht herauskönnen. Auf Zeche Präsiden: in Bochum wurden für die Schweiz bestimmte Koblenzüge von den Franzosen angebalten. In Hörde wurden italienische Koblenzüge angehalten. Biober lient keine Nachricht darüber vor, daß die Franzosen den Weitertransvort der italienischen Kohlen gestatten. Der füdliche Eingang in das Ruhrrevier ist nach wie vor gesperrt. Die Franzosen haben bisher noch nicht versucht, die angehaltenen Koblenzüge umzuleiten und nach Frankreich zu senden. Sonnenbera bei Elberfeld ist heute besetzt worden. Der Bahnhof ist zurzeit noch frei. Nach unbestätigten amertkanischen Quellen soll am 4. Februar Elberfeld besetzt werden. Nach Blättermeldungen sind neue Kontrollstellen der nsosen eingerichtet, so daß die Linie Elberfeld— In unter Kontrolle steht. Im Bezirk Mainz ist der Betrieb noch nicht wieder aufgenommen, da die Entlassung des verhafteten Personals noch nicht erfolgte. In Trier ist der Betrieb ausgenommen, nachdem die Besatzung zurückgezogen ist. In Köln wird der Betrieb allmählich ausgenommen. Hört, hört! * London, 3. Febr.„Dailo Herald“ widmer einem gestern in der„Times“ veröffentlichten Schreiben des früheren Vorsitzenden der Essener interalliierten Reparationsbehörde Headlev einen Leitartikel. In diesem stellt Headlev fest, daß er während der drei Jahre, wo er als Vertreter der britischen Negierung in der britischen Essener Kohlenkommission war, niemals einen Fall des vorsätzlichen Widerstandes wer deutschen Zechenbesitzer und Bergarbeiter gegen die Erfüllung der Revarationskohlenlieferungen des Versailler Vertrages gesunden habe. Das Blatt schreibt: Endlich lassen die Männer von sich hören, die seit langem hätten reden sollen. Wie es mit der Kohle gewesen sei. so sei es auch mit den andern Teilen des Friedensvertrages gewesen. Die deutschen Behörden, so ungerecht auch viele von ihnen die Bedingungen gefunden bätten und so pbantastisch auch die Revarationssumme gewesen sei, sie bütten ibr Aeußerstes getan, um die Revarationen zu leisten, wenn sie anständig bebandelt worden wären. Sie würden doch schimpflich behandelt, getäuscht worden sei. weil die englische Nation Der verstopfte Bahnhof Hengstey. Auch keine Lebenomittelzüge. Cuno über die Verfehlungsthese. * Wien, 3. Februar. Reichskansler Cuno erklärte in einem Gespräch mit dem Berliner Korrespondenten der„Neuen Freien Presse" über ven letzten Beschluß der Revarations. kommission: Die franzosischen Zeitungen melderen selbst, aaß sich das englische Mitglied beim Beschluß der Abstimmung enthalten habe, suchen dabei jedoch zu verschleiern, daß der enolische Delegierte durch die Stimmenthaltung gezeigt hat, daß er gegen das französische Projekt soi. Es müsse jedoch darauf hingewiesen werden, daß nach einer ausdrücklichen Bestimmung des Persailler Vertrases bei den Abstimmungen der Revarationskommisston die Stimmenthaltung eines Delegierten als Ablebnung des zur Diskussion gestellten Vorschloges anzuseben ist. Da es somit an der für die Auslegung erforderlichen Einstimmiokeit fehlte, würde sich aus der These der französischen Zeitungen ergeben. Versebttung Deu. begründet, sondern wäre. Der Beschluß würde diermit jeder Rechtswirkung entbehren. Die französischen Versuche. nachträglich eine Rechtsertigung der Ruhraktion zu finden, sind auch noch unter einem anderen Gesichtsvunkt bemerkenswert. Sie Die Kohlenblockade. Die Sperre vollständig. 1 Essen, 3. Febr. Die Sperre im Ruhrgebiet scheint jetzt völlig durchgeführt zu sein. Auch das Loch im Norden, durch das gestern noch einige Koblenzüge fahren konnten, ist vollständig geschlossen. Die Rheinschiffahrt liegt völlig still. Der Verkehr nach Hagen stillgelegt. * Witten, 2. Febr. Der Personenbahnhof Witten=West ist von den Franzosen gesperrt worden. Eine Bekanntmachung des Kommandanten am Bahnhof verbietet die Ausfuhr von Kohlen und Koks, gibt aber die Beförderung von Lebensmitteln frei. Infolge der Stillegung des Bahnhofs Witten=West hat die westfältsche Straßenbabn ihren Betrieb teilweise wieder Düsseldorf, 3. Febr. Die Besatzung hat aus dem Bahnbof Henastey nördlich Hagen eine Kon trollstation eingerichtet, das deutsche Personal entfernt und hält alle Züge, nicht nur Kohlenzüge, an. Der Bahnhof ist infolgedessen verstopft. Der Regierungspräsident von Düsseldorf hat bei der Besatzungsbehörde Schritte getan, um eine Lockerung des Verkehrs auf diesem für Lebensmittelsendungen aus NordWestfalen und Mitteldeutschland wichtigen Bahnhof berbeizuführen. In Hagen und Witten werden Kohlentrausvorte auf Lastwagen von den Besatzungstruppen angehalten und gezwungen, auf freier Landstraße zu entladen. Durch die Stillegung des Bahnhofs Hengstev ist die Strecke Schwerte—Hagen vollständig unterbrochen. Die Franzosen lassen weder Personen= noch Lebensmittelzüge durch. Dadurch ist die Ernährungslage für die Strecke Elberfeld—Düsseldorf kritisch geworden. Die Eisenbahn versucht, durch Umleitungen die Strecke mit Lebenomitteln zu versehen. Amtsentsetzung— Verhaftung Ausweisung. Do Ernst von der Obervostdirektion 2 wiesen worden ist, seinen Amtssitz in WTB Essen, 4. Fehr.(Telegr.) sind von der staatlichen Berawerkod hausen der stellvertretende Präsident arter und der Leiter der Handel rat Tegeler von der ortmund. der a1 Soest aufgeschl ergrat Obervon aus der These der franzosischen Zeidie Feststellung einer allgemeinen lands nicht nur sachlich unsern auch formell unzulässie scheinen zu beweisen, daß Frankreich selbst die Rechtogrundlawe seines Vorgebens nicht als sicher genug ansiebt. Schließlich erklärte der Kanzler: Alle in der Revarationskommission vertretenen Negierungen haben die Notwendigkeit anerkannt, die Endfumme der deutschen Zahlungsverpflichtungen zu ermätzigen und Deutschland für die nächsten Jahre einen Zahlungsaufsch E#uumauhad zu gewähren. Ss in schlechterdings nicht verständlish, zwiesern durch die fnanzöstsch=belgische Rubraktion, die das Zentrum der deutschen Wirtschaft zu zerstören drobt, jene Notwendigkeit beseitigt worden sein sell. Die Reparationskommission setzt sich deshalb mit ihren BeIrrwege franzssischer Togik. 2 Paris, 3. Febr. Die deutsche Note. in der Einspruch erhoben wird dagegen, daß die deutsche Note vom 14. Januar keiner Berücksichtigung unterzogen worden sei, da die Revarationskommission die Verpflichtung habe, die Zahlungsfähigkelt Deutschlands in Betracht zu ziehen, wird vom divlomatischen Mitarbeiter der Agentur Havas als einen Versuch bezeichnet, die divlomatischen Beziehungen wieder anzuknüpfen. Auch das„Petit Parisien" deutet das Vorgeben Deutschlands in ähnlicher Weise. Deutschland protestiere, indem es behaupte, daß der Zahlungsolan vom Jahre 1921 seine Kräfte überschreite und es fordere die Revarationskommission auf, abzuwägen. Man könne nicht klarer zum Ausdruck bringen, daß Deutschland durch seine Erklärung vom 13. Jan. sein Moratoriumsverlangen nicht habe annullieren wollen und daß es wünsche, die Verhandlungen mit der Revarationskommission wieder aufzunehmen. Was werde die Revarationskommission antworten? Es sei nicht schwer, vorauszuseben, dab sie fordern werde, daß Wider und Sach nen Widerstand, an Frankreich und Belgien Restitutionen schwer, hland sei Sei doch zwischen der Revarationskommission ind Deutschland land esmmnitn er lüssen nicht nur über die früberen Erklärungen der in vertretenen Regierungen, sondern auch über die Bestimmugen des Versoiller Vertoages hinwen. die die eparationsvernflichtungen Deutschlands seiner Leistungsfähigkeit abbängig machen und seinen notwendigen Lebensbedürfnissen den Vorrang vor den Reparationsverpflichtungen geben. Aus diesen Gründen kann die deutsche Regierung den der Revarationskommission nicht als get anerkennen. Vielleicht glaubt die franlieferungen zu leisten, aufgebe. kommissi nicht begonnen habe, sich vor der Rubrokkuvation zu beugen. die eine berechtigte Folge seiner Verfehlungen sei. Welches auch übrigens die Folge dieser neuen Demarche sei und wenn sie eine Falle entbalte, anstatt einen Umschwung zu bedeuten, würde sie eine Bestätigung für diejenigen sein, die die Anwendung von Zwangsmaßnahmen an der Nuhr betbebehalten wollten. Je mehr diese Maßnahmen mit Sicherheit und Erfolg ausgeführt würden, desto mehr Aussicht bestehe, daß die deutsche Regierung in kürzerer oder längerer Frist neue Bedingungen für die Revarationen verlange werde. bemerken, daß Deutschland sein Mo(““ Hierzu ist zu bemerken, daß Deutschland sei ratortumsverlangen tatsächlich nicht aufoegeben hat, notd rechnen müsse, daß Deu autgeben wird; denn er ist eine Notwendigkeit, soll land durchhält. so beißt Deutschlands Leistungsfädioleit geboben werden, daß es dem Worte deg deu nach einem gemissen Zettraum seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Diese Tatsache ist ader keinesweas ein Wunsch nach Wiederaufnahme der diolomatischen Beziehungen mit der Revarationskommission, die übrigens tatsächlich gar nicht abgebrochen sind. Auf deutscher Seite besteht gar keine Absicht. in Verhandlungen einzutreten, dis die Forderung nach Rückzug der Besatzung aus dem Ruhrgebiet erfüllt ist, die keine Folge der„Versehlungen“ ist, sondern gans andere Gründe hat, die schon deshalb nicht berechtigt ist, weil sie nicht die Fuslimmung Englands und Italiens gefunden hat. Die Lanck der französischen Presse ist also gewaltsam und ein Täuschungsmanover. Im übrigen verweisen wir auf die Ausführungen des Reichskanzlers über die französische Verfehlungsthese, die wir oben wiedergegeben haben.) Zwei neue Missionen. Organisation des Eisenbahn= und Wasserverkehrs. L. Paris, 3. Febr. Zwei weitere Missionen sind bestimmt worden, um im Ruhrbezirk Studlen aufzunehmen. Der Direktor der Eisenbahn im Ministerium für öffentliche Arbeiten du Castel hatte sich nach Düsseldorf und Essen begeben, um die Frage zu studieren, wie man in Gemeinschaft mit General Pavot Maßnahmen ergreifen könne, um in dauernder Weise die Transvortfrage im Rheinland und im Ruhrgebiet zu organisieren und progressiv zu entwickeln. Der Generalinspektor der Binnenschiffahrt Vidal werde sich in den nächsten Tagen in einer Mission ebenfalls nach dem besetzten Gebiet begeben, um die Frage der Wasserwege zu studieren. ausgelagen. e morgen 10 Uhr ion in Recklingberber teilung ergrat Tegeler von der Besatzungsbehörde haftet und in der Richtung nach Haltern weggeb worden. Der Grund hierfür ist die Verweigerung Kokssendungen nach dem Westen. Der Prokurist Westhelle von den StinnesZechen ist vervaftet worden, weid er die Lieferung von Kohlen verweigert bat. * Duisburg, 3. Febr. Telegraphendirektor Schwarz vom Telegraphen=Bauamt Meiderich, der kürzlich verhaftet wurde, ist wieder auf treien Fuß gesetzt worden. = Cleve, 3. Febr. Nach einer Meldung der„Köln. Ztg.“ sind der Verhaftung des Bürgermeisters Wulf auch die Verhaftung des ersten Beigeordneten und des unbesoldeten Beigeordneten Justizrat Dr. Fleischauer gefolgt. = dachen. 3. Gebr. Der Cbefarzt Generaloberarzt Dr. Krebs vom Landesbad Aachen ist gestern mittag verbaftet und im Auto weggeschafft worden. * Bonn. 3. Febr. Der Beigeordnete Dr. Mever ist durch eine Entscheidung der Rheinlandkommission seiner Stelle als Polizeidezernent entvoben, da er „sein Amt nicht zur Zufriedenheit ausgeübt“ hätte, und weil er besonders anläßlich der Durchreise der Industviellen am 25. Januar Koblem. 2. Febr. heute abend#..——— kommission verließ, wo er zu einer Besprechung geladen worden war. in ein französisches Auto steigen und wurde ortgebracht. Er ist an. Shll verhalten" habe Oberpräsident Dr. En — Euchs vin heute abend ½7 Uhr, als er das Gebäude der Rheinlandsmußte in diesem fortgeb Auto steig ausgewiesen. r Verbaftung RE PH A#tbrasidenten der Rhei provinz. Fuchs, fand heute mittag von 11 bis 12 Uhr ein geschlossener einstündiger Proteststreit statt. Sämtliche Bebörden. Angestellte und Arbeiter von Loblen 72 Gbe1 Koblenz. 3. Febr. Anläßlich! Auswetsung— Obervräsiden! provinz., ein— Sämtliche Bevorden. Angestellte und ##en daran teil. Jeglicher Verkehr ruhte. Vschäfte waren geschlossen. Eine Devutation von Vertretern der Beamten- und Arheiter=Organisationen begab sich zur Interalliierten Rbeinlandskommission. um gegen die Ausweisung Einspruch zu erbeben. Sie wurde jedoch von dem französischen Militär am Betreten des Gebäudes gehindert. Die demonstvierende Menge wurde durch frauzösische Trupven. die mit ausgepflanztem Baionett vorgingen, zerstreut. = Wiesbaden, 3. Fobr. Jetzt hat die Rheinlandkommission auch die letzten Oberregierungsräte der Regierung in Wiesbaden ihrer Aemter enthoben. Außerdem hat sie gegen die Ernennung des neuen Regierungspräsidenten Hänisch Einspruch erhoben. Deutscher Handlanger. zöstsche Regierung, durch den wettergebende Matnabmen gegen zu bal Beschluß Raum für noch sen Deutschland gewonnen haben. Sie würde sich damtt ebenso fohr ins Unrecht wie sie es mit der Okkuvation des Rubrgebiets seian hat, und wird auch dier der entschlossenen Abwehr des dautschen Volles beregne. Neue Auslandsstimmen zur Das Schwerz fort aus dem Konferenzsaal. 4 Amsterdam. 3. Fehr. Im Gegensatz zu der Auffassung mancher bolländischer Blätter. die den vassiven Widerstand Deutschlande für einen Fehler halten. weilt der „Nieuwe Rotterd. Courant“ nachdrücklich darauf bin, dat das neutrale Ausland, auch wenn es. wie der A#rtitelschreiber selbst. Frankreiche Recht auf die Wiederherstellung des französischen Gebietes anerkenne, damit nen müsse, daß Deutschland durchbält. Wenn Deutschdurchhält. so beißt es in dem Ar Worte des de bsurdum geführt. Bedrohungen hinaus. die das Wirtschaftsleben nicht zur Ruhe kommen lassen. Dann hängt nicht mehr sortdauernd das Damokleeschwert der militärischen Besetzung des Ruhrgebietes über dem Haupte Eurovas. einer Besetzung. die als drobende Gefahr vtelleicht noch verbeerender wirkte, als seit ihrer Verwirklschung. Wir können dann wieder Konferenzen abbalten. wobei nicht ständig Koh sebl. bändi Krav. 2. Febr. Der Bürgermeister von Krav. len, erhielt durch den Ortskommandanten den Bedie Perlonallisten sämtlicher am Ort sigen Beamten einzureichen. Die Post= und iynbeamten verweigerten rundweg die Ausgung der Personallisten. Trotzdem auch die Kommunalbeamten einstimmig die Zustimmung zur Abfassung einer Liste versagten, glaubte nach der„Rh.=W. Zta,“ der Bürgermeister der Aufforderung rechtzeitig nachkommen zu müssen. Eine deutsche Protestnote wegen der Ausweisungen. Berlin, 3. Febr. Die deutsche Regierung beauftragte ihre Vertreter in Paris. London und Brüssel anläßlich der weiteren Ausweisungen deutscher Beamter und deren Familien aus dem besetzten Gebiet, der französischen, englischen und belgischen Negierung folgende Protestnore zu überreichen: Die Interalliierte Rheinlandkommission hat dings folgende Ausweisungen von Beamten mit# aus dem besetzten Gebiet angeordnet: 1. der Polizetoräsident Freiherr von Korfs in Aachen. 2. Oberregierungsrat Wedel=Parlow von der Regierung in Wiesbaden. 3. Landrat Dr. Varain neuer. amilten J1• in Daun. 5. Landra# Niewöb Dr. Bast rat Bert sekretär B gierungssek 11. Regier von Dom nickel vor Rieger Kost von Stern ve wig in B 19. Zollrat Baeume Römerbrück 28. Oberzol Forstrat 25. Forstm 26. Forstme förster Kre 29. Stadtse schriftleiter baden. G Gerienn Im Au diese rechtsalltierten# Eine A. alliien lenz durch schen Gebie . X Berli Eirmenverbgraphisch ge übergab der Milrei Herr G gier Reichsregier gegen Frank Ferner#1 Sluzews 100000 Kro & Co. in G gendrag. Be Unbekannte Haltung der 1 Milllol Die Leb — Ber Zeitung" schaftlichen ministerium Aufmerksam des Rub habe man durchführen Zeit mit die großen stellung von daß eine# stattfinden schaftsführe: Wie das minister N schädigungd Beamten schnelle Erl frage oblieg Wie wir Staatsa mit Rücksich rung ein B die in den ausgezahlt nun, daß d diese Vorsch ihre Gebält illione genden U gestellt. die d geschädiet wu e Regierun Gebiete habe en Zw selb 2 Berlin Ruhrspende. Reichstag hat. ergab ei lion Mark. preußischen L Mark der Ri :: Amster! der Zentrale und der Bun den für die gestellt. 1 Berlin. von der n Christiania 5 und von den derung der! norwegische deutschen Kol Milreis(570 „Vorarlbe Zweck ergab davon 1 Mill verein Brege Basel und der Sammlungen Pr &a Cristian gischen Ge norwegischen der sozialdem beschlossen. bei beitervarteien men. um ein die Okkun leiten. Boy Frankreich un vorgeschlagen. dänischen Org geschlossen zu! des Gewe Am 1. Jeb vereins chriftli Die anwesend eten über die Verteu des Fra olae hnverkehr.? die Entwertun Lebenomitteln durch sei die verurfacht. S litarismus de wendigen Nal A###wen und dadurch einsac getan werden. berheizuführen Im Einzel: aufgestellt: 1. Kampf ge Anerkennu lätze uns Aufheb shebung sönliche können. Wiederher vor der B bevölkerun en 0 Landrat Scheuer Argioa(Oberl boato ür Schallohr 11. Regierungssekretär Bröse. u(Unterlabnkreis). bnkreis), a. Landrat 7.„Regiegungsrat 2. 8. Regierungsns. 9. Regierungsuhramt Ems. 10. Reim Ausfuhrami Ems. „ 12. Regierungsassessor ois in Kreuznach. 13. Zolldirektor HorHauptzollamt in Wiesbaden. 14. 3olldi im Haupizollamt Ludwigsdalen. 15. stzollamt Kaiserslautern. 16 otzollgmt Landau. 17. Jollrat de 18. Zollrat Rosenbrock in Puxen. : in Worms. 20. Obemollinspektor Jorms. 21. Jollinspektor Vob in TrierOberzollsekretär Kotorba in Prüm. in Daun. 4. 5. Landrat von Niewöhner Dr. Basten vom Finanzamt rat Bertsch vom Ausfuhr sekretär Venderbel vo gierungssekretäe Schall apphe von Dombois nickel vom Rieger vom Hauptze Kost vom Hauptzollamt Stern vom Hauptzollam wig in Bingen. 18. Zollrat Ro 19. Zollrat Doerr in Worms Baeumer in W. Römerbrück. 22.— 28. Oberzollsekretär Sommer in Prüm. 24. Regie Forstrat Geb. Regierungsrat Wagner in Trier. 25. Forstmeister von Kempls in Katzenellendogen. 26. Forstmeister Wilhelm Müller in Nassau. 27. förster Krosch in Diez. 28. Bürgermeister Hill in Abzer 29. Stadtsekretär Bistram in Rheinbach. 30, Hauptschriftleiter der„Neuen Wiesbadener Zeitung“ in Wiesbaden. Gerrenz. 31. Angestellter der Reichsbank Gerienne in Aachen. Im Auftrage meiner Regierung lege ich auch gegen diese rechts= und vertragswidrigen Maßnahmen der Interalltierten Rheinlandkommission Verwahrung ein. Schnellste mungen. lamm Die 7. tnehmer. Gewert itsfübrer und aller Beamten und ngestellten. ushihung des Belagerungsaustandes n friedlichen Wohn= und Arbeitsgebiet der Ruhrhränkenden Besttmastliche Verschädigen. der Orzedmer. n eam struppen eiterrechte anarei## seltnechte Erhaltung Eine Abschrift des Protestes wird der liienten Rheinlandkommission al lenz durch den Reichskommissar schen Gebiete überreicht. Interin Kobfür die besetzten rheiniKltete die Mitglieder in geschlossener E ter ihren Führern ständen. Gewerkschaftskampf zu einem## Die Ruhrhilfe. Immer neue Spenden. X Berlin. 3. Jebr. Der deutsch=brasilianische Eirmenverband In Sao Paulo protestierte telegraphisch gegen die Vergewaltigung des Ruhrgebietes und übergab dem Sammelousschußz in Sao Paulo 40000 Milrelg. Herr Georg Trittan in Lima Reichsregierung in Anerkennung ihrer gegen Frankreich 5 Millionen Mk. Ferner stellte für die Ruhrbevölkerung Herr Direkt Sluzewsll von der Firma E. Januscher in Wien - I I t e d e s S ä g e w e r k e n— 100 000 Kronen. Angestellte des Sägewerkes & Co. in Galatz 50000 Mk.. Kaufmann Gedda in gendrag. Bezirk Göteborg 100 schwedische Kronen. Unbekannte in Basel in Anerkennung der vatriot Haltung der Beamten und Arbeiterschaft des Ruhrgeb 1 Million Mark zur Verfüügung. Die Lebensmittelversorgung gesichert. — Berlin, 3. Febr. Nach der„Deutschen Allgem. Zeitung“ wurde bei den Verbandlungen mit den gewerkschaftlichen Svitzenorganisationen im Reichsarbeitsministerium betont, daß die Regierung ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Lehensmittelversorgung des Ruhrgebletes richtet. In den letzten Tagen habe man dorthin so umangreiche Trausporte durchführen können, daß dieses Gebiet für einige Zeit mit Lebenemitteln verlorgt sei. Durch die großen Organisationen des Handels und durch Bereitstellung von Krediten habe die Rezierung dafür gesorgt, daß eine Ktärkere Einsuhr von Gett und Speck stattfinden könne.— Die Besprechungen mit den Gewerkschaftsführern werden in der kommenden Woche sortgesetzt. Wie das Blatt weiter meldet, hat der Reichofinanzminister Richtlinien berausgegeben, die die Entschädigung der aus dem besetzten Gebiet vertriebenen Beamten regeln. Besonderen Fürsorgestellen soll die schnelle Erledigung der Entschädigung und Unterkunftsfrage obliegen. Wie wir kürzlich meldeten, ist den Beamten und Staatsarbeitern des neubesetzten Gebiets mit Rücksicht auf die dort besonders stark gestiegene Teuerung ein Vorschut auf das Fedruargebalt und die in den nächsten 14 Tagen fälligen Wochenlöhne ausgezahlt worden. Von zuständiger Stelle erfahren wir nun, daß der Reichsfinanzminister angeordnet bat, daß diese Vorschüsse den Beamten und Staatsarbeitern auf ihre Gebälter bezw. Löhne nicht verrechnet werden. Für dringende Fälle. * Düsseldorf. 4. Fehr. Der Reichopräsident bat dem Regierungspräsidenten im Einbruchsgebiet 500 Millionen für Ainanzielle Unterstützungen in drin genden Jällen für solche Personen zur gestellt. die durch Gewaltakte geschädigt wurden. Der Obero# die Regierungsoräsidenten der angrenze Gebiete haben insgesamt 30 Millionen selben Zweck überwiesen. X Berlin, 3. Febr. Eine Sammlung zu Gunsten der Ruhrspende, welche die Zentrumsfraktion des Reichstages unter ihren Mitgliedern veranstaltet hat. ergab eine Summe von mehr als einer Million Mark. Bekanntlich bat die Zentrumsfraktion des preußischen Landtages ebenfalls bereits eine Million Mark der Ruhrbilfe zur Verfügung gestellt. :: Amsterdam, 4. Fehr. Blättermeldungen zufolge hat der Zentrale Transportarbeiterbund 10000 Gulden und der Bund der Maler und Anstreicher 6000 Gulden für die Arbeiter des Ruhrgebietes zur Verfügung gestellt. 1 Berlin, 4. Febr. Dem Reichovräsidenten wurden von der norwegischen Firma Allan u. Co. in Christiania 500000 Mk. für die Armen im Ruhrgebtet Deutschen i des Streikvechts an sondern auch militärischen Zwana Zeamte zur Anwendung gebracht. größte Wachlamkeit der Organisation und die Erhaltung ihrer Schlagkraft eine dringende Forderung der Gegenwart. Um erne Verbesserung der Lebenshaltung der Bergleute berbeizuführen. werde der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter alle nur möglichen Maßnahmen anwenden, um das Ziel zu erreichen. Auch bei eintretenden Verkehrestörungen und damit vervundener Arbeitslosigkeit würden die Mitglieder soweit wie möglich vor Schaden bewahrt. Es sei desbalb notwendig, daß inmütigkeit hinum diesen ernsten guten Ende zu führen irden wir Ruhrbergleute in diesem Kampf von gewerbsmäßigen Hevern und Quertreibern auf eine falsche Bahn geführt, dann hätten die Ruhrbergleute keine Aussicht, jemals mehr als gleichwertiger und gleichberechtioter Stand in der Volksgemeinschaft zur Geltung zu kommen. In einer Entschließung wurde 9 0—— protestiert. ne. Ruhrbepösteranzösisch=belgischen Dann richteten die Ingensweren . Fnn d. Ventralatbeits= zemeinschaft und aller Wirtschaftsverbände. in der Preissetzung größte Rücksicht auf die Verbraucher zu nehmen. müsse auch praktisch in die Tat umgesetzt werden. Von allen Regierungsbehörden wurde dringend gefordert. den rovern und Wucherern an unserem Volkskörver den Kampf anzusagen und sie unschädlich zu machen. Deutschlands größter Not die Volksgenossen gewiifenlos ausbeute. bei ein Landesverräter und müsse nicht nur schwer bestraft. sondern auch öffentlich an den Pranger gestellt werden. Diesem Gesindel könne nur mit den allerschärfsten Strafmatznabmen ihr Wucherbandwerk leet werden. Wer in dieser schweren Stunde unseres rutichen Vaterlandes keine Rücksicht nehme auf dus Allgemeinwohl, der müsse als Verräter gebrandmarkt werden. * Protest des Gewerkvereins cheistlicher Vergarbeiter gegen von Ruhrb stliche Schäden rung eintreten. Die Milttarismus zur La würden für die gese diese müssen dem st gelegt werden. die Ermordung von hebergleuten. allen Kulturnatiol Unationen den Erde vo zu geben und zu fordern: 1. Zurül# den Erde von diesen ungstruppen aus dem Ruhraebiet. 2 Fesistel militärischen Uebergriffe durch Vertreter neueme„laute Anklage körder. an das Menschlichkeitsgefübl e#t underbeben eine laute Anklage gegenüber solchen Unmenschlichkeiten. Diesem grausamen Unrecht an einer wehrlosen Bevölkerung mut von allen gerecht denkenden Menschen Eindalt getan werden. und von den LinDeutschen in Norwegen zur derung der Not in Deutschland als weitere Rate 290 norwegische Kronen überwielen. Die Ruhrsende der deutschen Kolonie in Sao Paulo erreichte 124 Conto Milreis(570 Millionen Mark). Die Sammlung der „Vorarlberger Tageblatts“, für den gleichen Zweck ergab vorläufig 3300000 Kronen und 3000 Mk., davon 1 Million Kronen allein vom Deutschen Frauenverein Bregenz. Auch die dautsche Kolonie in Basel und der Verband deutscher Vereine in Zürich leiteten Sammlungen ein. * Protestversuche der Internationalen. 2 Cristiania, 3. Fehr. Das Sekretariat der gischen Gewerkschafte norwegischen Arbeitervaxteien und Das Sekretariat der nor swaften, der Zentralvorstand orweder n und der Zentralvorstand der sozialdemokratischen Arbeiterpartei haben einstimmin beschlossen, bei den schwedischen und dänischen Arbeiterparteien und Gewerkschaften Schritte Scritte zu unternehmen. um eine internationale Aktion gegen die Okkuvation des Ruhrgebietes einzuleiten. Boykott und Blockade jeglicher Einfehr aus Frankreich und jeglicher Ausfuhr nach Frankreich wurde vorgeschlagen. Bis jetzt scheinen sich die schwedischen und dänischen Organisationen diesem Schritte jedoch nicht angeschlossen zu haben. Forderungen des Gewerkvereins christl. Bergarbeiter für das Ruhrgebiet. ## erei m 1. Fehruar fand eine Konferenz des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter für das Ruhrgebiet statt. Die anwesenden Vertreter der einzelnen Bezirke berichten über die steigende Erbitterung der Bergleute wegen — A-##ughallung. Ino1 Verteuer Franzost die lge des Er hypperkehr die Entwertung der Mar Lebensmitteln durch die durch sei die Lebensmitt im Eisensmitteln. und der gewaltige Ankauf von esatzungstruopen erfolgt. Damappbeit und Preiosteigerung Lebensmittelknappbeit und. V#### Mie notwendigen Nahrungsmittel. Die Lage der Invaliden. Ai#wen und Waisen und der kinderreichen Famillen sei dadurch einfach unerträglich geworden. Es müsse alles getan werden, um eine Besserung der gegenwärtigen Lage erheizusühren. Im Einzelnen wurden desbalb folgende Forderungen aufgestellt: 1. Kampf gegen jede Diktatur und volle Wahrung und Anerkennung der demokvatischen Grundsätze unseres Staates. Aufhebung aller Einschränkungen. welche die verFreiheit troendwie beeinträchtigen shebung sönlsche können. Wiederherstellung der Pressefreibeit, wie sie vor der Besatzung bestand und wie es einer Kulturbevölkerung entspricht. Die Memellansfrage. Ultimatum an Titauen. A Kowno, 2. Febr. Die Lit. Telegr.=Ag. meldet: Um 12 Uhr mittags überreichten die Bertreter Erankeeichs, Italiens und Englands dem Minister des Aeubern ein Altimatum, in dem die sosortige Zurückziehung der bewaffneten Elemente aus Memel, die Auslösung der bewaffneten Banden in Memel, die Absetzung der Regierung Simonaitis und die Auflösung der verschiedenen Hilfskomitees gesordert wird. Falls innerhalb von 7 Tagen diesen Forderungen nicht entsprochen werde, wollen die alliierten Mächte die diplomatischen Beziehungen zu Litauen abbrechen. In dem Ultimatum wird Litanen angeklagt, die Errichtung von bewaffneten Bauden in Litauen nicht nur zugelassen, sondern auch in inanzieller und militärischer Hinsicht unterstützt zu haben. Es seien reguläre litauische Offiziere nach Memel entsandt werden. Die Lit. Telegr.=Ag. bemerkt hierzu, die litanische Regierung werde beim besten Willen nicht in der Lage sein, den Forderungen nachzukommen, da die Anklagen unbegründet seien. Konferenz in Tausanne. Alliierte Abänderungsvorschläge. # Lausanne, 3. Febr. Heute vormittag 11 Uhr überreichten die drei alliierten Delegationsführer Ismed Pascha die in der gestrigen AlliiertenBesprochung aufgestellten Abänherungsvorschläge zu dem ursprünglichen Vertragsobjekt. Danach wird die Revarationsschuld der Türkei von 15 Millionen Pfund auf 12 Millionen türkische Pfund herabgesetzt. Außerdem sind die Alliierten noch zu Verbandlungen über die türkischen Revarationsforderungen an Griechenland bereit, die ursprünglich abgelehnt werden sollten, sowie zu Aenderungen technischer Art und über den Verteilungsplan der ottomanischen Schulden. In der Kavitulationsfrage verzichten die Alliierten auf eine Beteiligung ausländischer Richter, falls die Türkei die Mitarbeit der Konsuln zuläßt. Der Plan einer Strafverbütung der Ausländer in ihrem Heimatland wurde fallen gelassen. Die Alliierten verzichten ferner auf die Heeresbeschränkung in Thrazien, während sie die türkische Forderung nach einer Garnison in Gallivoli unberücksichtigt lassen. In der Mossulfrage machen die Alliierten keine Zugeständnisse. Ismed Pascha, der eine neue Denkschrift über den Friedensvertrag überreichte, erklärte, daß er heute abend auf die letzten alltierten Vorschläge antworten werde. Boincare protestiert in London. X Paris, 3. Febr. Nach einer Meldung des„Matin“ aus London bat gestern Poincare beim Vorreian Offiee dagegen protestiert, daß über den Inhalt einer am Mittwoch an den englischen Botschafter Lord Crewe gerichteten Note einige Stellen veröffentlicht worden sind. Der französische Geschäftsträger habe gestern dem Forreign Office erklärt, die französische Regierung lehne jede Verantwortung binsichtlich der die die beganene Indiskretion na könne. Es handle sich bekanntlich um die Ao##. Absendung das„Journal des Debats“ mitgeteilt bat und in der Poincare juristisch zu begründen sucht. Frankreich habe trot des Abkommens der Alliierten vom Monat September das Recht, einen Sondersrieden mit der Türkei abzuschlieben. Bis Seuntes. M London, 3. Fobe. Lord Curzon traf endaultie Vorbereitungen, Lausanne am Sonntas zu verlalsen. Er wird am Montag wieder in London eintreffen. Bio Sonntag muh Jamed Basche sich entschieden haben, ob er den Friedensvertragsentwurf unterzeichnen will oder nicht. ofische Regierung der Folgen ab, lach sich ziehen die Note, deren Ergebuislos abgebrochen. Wr Lausanne, 4. Fehr.(Telegr.) Die Beratungen zwischen den Türken und den Alliierten sind heute ergebuisles abgebrochen worden. Die Alliierten beschlossen. einen letzten Versuch bei Jomed Pascha zu machen, um ihn zum Einlenken zu bewegen. Lord Curson dat seine Abreise aufgeschoden. Die Alllierten nahmen die vorgeschlagene Einigung in der Mossulsrage, die später in einer türkisch=englischen Sonderkonserenz geregelt werden soll, an, bedarren aber in der Durchfübrung ihrer Pläne bezüglich der Kavitulation und der Wirtschaftsfrage. Deutsches Neue Mitglieder des Staatsgerichtshofs. 6 Der Reuosvrälldent bat den Bürgermeister Adelung=Mainz. den Staatopräsidenten a. D. Blos=Stuttgart. den Staatsminister a. D. Rechtsanwalt Wolfgang Heine=Berlin, den Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Breslau Herschel, den Oberlangesgerichtspräsiden: Klemmkürnberg. den Oberbürgermeister Wächter(Vorsitzender gangen Cajetan Freund hayerischen Presse). Postrat FreoMichel. Direktor der Anilin= und hasen und den Rechtsanwalt lassung aus dem hofes erteilt. den Redakteur der—s (Vorsitzender des Landesve arlsruße, sodafabrik 1 und Notar etenden Mite r Repub undten## enlin, die erbe mi als Mitglied des Staat eitung. es der rat Dr. udwias= Alfeld ern des ernannt. enbrand. rbetene EnttaatsgerichtsHebung der Kreditnöte im alt= und neubesetzten Gebiet. Vorzugszinsen zur Verfügung gestellt worden, der mi. einer Milliarde Mark an die landwirtschaftlichen Genossenschaften, an die Konsumvereine und die gewerblichen Genossenschaften durch deren Verbandskassen geleitet dener Bank. Ausland. Attentat auf Stambulinski. G. Graz, 3. Febr. Die„Grazer Tagespost“ meldet aus Sofia: Als vorgestern Ministerpräsident Stambulinski die Nationalversammlung verließ, verübten vier Personen ein Attentat auf ihn, indem sie eine Bombe warsen und vier Schüsse abgaben. Der Chausfeur des Ministerpräsidenten ist tot. Sein Diener und ein Polizeimann sind schwer verletzt, während Stambulinski selbst unverletzt blieb. Zwei Attentäter wurden verhaftet. Sie gehören der sogenannten Komitatschi=Organisation an. Kabinettokrisis in Anstralten. 1( Lordon. 3. Febr. Reuter meldet aus Melbourne. daß der australtsche Ministervräsident Huabes zurückgetreten ist. Gegen die wilde Börsenspekulation. G Verlin, 3. Februar 1923. Die wilde Börsensvekulation hat in der letzten Zeit wieder einen erheblichen Umfans angenommen. Es mehren sich daber die Ruse, die ein scharfes erneutes Eingreisen der Recierung sordern. Nun hat sich aber gezeigt, daß die setnerzeit erlassene Devisenverordnung ein Schlag ins kalte Wasser war, denn sie war nicht imstande der illegalen Börsenspekulation zu steuern. Wenn ein Berllner Mittagsblatt von einem Notgesetz spricht, das Maßnabmen entdalten soll, zur Bekämpfung der Devisenspekulatton, so wird man nicht glauben, daß die Regierung etwa an eine Erneuerung der Devisenverordnung denkt. Natürlich muß etwas gescheben. Soviel uns bekannnt ist, beschäftigen sich bereits die einschlägiven Stellen mit einer Reibe von Erwägungen, die den gekennzelchneten Gegenstand betreffen. Diese geben aber nicht auf gesetzliche Zwangsmahnnahmen aus, sondern vor allem auf Unterbindung des llegalen Handels und der Auswüchse aus freiem Willen. Verhandlungen mit den notwendigen Fachvertretungen sind im auge So sollen beispielsweise die Banken auf Grund von bestimmten Abmachungen aus freien Stücken an der Beschränkung der spekulativen Geschäfte mitwirken, dadurch, daß sie der Kreditgewährung von sich aus größere Schwierigkeiten entgegensetzen. Außerdem sind Pläne im Gange, die die Schaffung wertbeständiger Anleibemöglichkeiten unter oroduktiver Verwendung der dadurch eingehenden Mättel zur Sicherung wertbeständiger Zinsen im Auge haben. Man ist der Ansicht, daß wertbeständige Anlagen am ebesten dazu im Stande sind, die Devisenhamsterei aus Gründen der Vermögenverhaltung einzuschränken. Wenn alto in Kürze Matnahmen zu erwarten sind, dann werden sie voraussichtlich in der Richtung freiwilliger Beschrändungen und Bndungen sowie der Vermehrung wertbeständiger Anleibemöglichbeiten Regen. Das oben erwähnte Reichsnotvesetz ist gestern vom Reichsrat einstimmig angenommen worden. Ueber seinen Inhalt haben wir mehrfach berichtet. Zunächst regelt das Gesetz die Maßnahmen, die gefroffen werden sollen, um den aus dem Rubrgebiet vertriebenen Reichsangebörigen bei der Wohnungssuche eine Vorzugsbehandlung zuteil werden zu lassen. Sodann werden wichtige Bestimmungen über die Abänderung des Schankstättengesetzes betroffen. Es wird allgemein die Bedürfnisfrage bei der Erlaubnis zur Eröffnung einer Schankstätte einorführt. ehenso werden die Landesbehölden ermächtigt, Vorschriften über die Einschränkung von Vergnügungen und Lustbarkeiten zu erkassen. Endlich verdient erwähnt zu werden, daß Handhaben geschaffen werden sollen, alle Schieber und Wuchever an den öffentlichen Pranger zu stellen. Das Gesetz tritt mit dem Taae der Verkündigung in Kraft. Vermischtes. s Paxis. 3. Fedr. Die Morgenvresse veröffentlicht den Wortlaut einer von der Vereinigung der französischen Artiken angenommenen Resolution, nach der vom 1. Jehruar ab die franzosischen Bühnen auf Jahre unter Vorbehalt Jahre unter Vorbedalt der Erneuerung diesge Verbots für deutsche Schauausstellungen und deutsche Artisten verboten und. Handel und Gewerbe. 1 Dollar gleich 36 156 Mk. Berliner Börsenbericht. Beolin, 3. Fedr Am Dovisenmartt wai eine Retgung ge gaben domertbar, und bemgemäb stellren sich bie Kurse unser Schwenlungmu bei ruhigem Gebcaft eimes niedriger Der Doller schwankte um 28 Ud. Nach der amtlichen Ratterung defestigte sich die Heltung Berliner Probuktenbericht. = Berlin. 1. Febr. Am Uroduktenmartt ermallete die Holtung auf die Ermäßigung dei Devisenkurse. Doo kam oo nicht zu einem umangwichonen Geschäft, well bes Engebei zu bebe Preise ferbert:. Roggen wusbe mehr zu wiebrigenen Preisen gehandelt. Gerse und Heier und ebenie Meis detton schleppenden Meyl wurde and zweiter Hand billiger angedoten, als die Mühlen verkaufen. Von Kleie zeigte sich vermehrtes Angebot. Die Stimmung für bis guberen Ertilel wer schwac bei Lillem Verkehr. 1 Berlin. 4 Fehr. Ueber den deutschen Andendandet im Dezember wind mitgeteilt: Nach den vorläufigen Berschrungen des Stattstischen Reichsamte entwichelte#i# der Spezialhaudel im Dezrmder mengenmäßig wie folgt: Die Ein#u#r ging von 45.5 Millionen Doppelzentner im Novemder auf 43.2 Millionen Dz. zuruc, bie Gusuhr Bleg bagegen von 15,5 Millionen De. im Rovember auf 17/8 Millionen Der mengenmäßige Rückgang der Einfuhr erstreckt sich vor allem auf Rebkeile und unter biefen in erker Linte auf Steinfehlen (—3.9 Mltionen Dz.) Auch Braunkohlen, Koko, Minoralbte usd gingen zum Teil stark zurück. Fast alle anderen Rohstoffe weisen vazum Teil stark zurück. Fast a gegen eine wenn aum nur leichte Ste nahmen find u. a. zu enwähnen: Robei ohstosse aus. Mit stärkeren ZuEsenhalbzeug, dagegen nahme von Seh und Bier, deren Ausfuhr stark genmäßigen Rückgang aus, der allerdings in er toffeln ins Gewicht fällt. Besonders erwähnenswert ist unter den Rohstossen und halbsertigen Waren von Oekkuchen, Bau= und Nutzholz. Das Gesamtergabnig 1922 stellie zunahm, einen ter Linie bei Korerwähnenswert ist unter den ireu noch die Zunahme der Ausfuhe Das Gesamtergedais 1922 stellte sich mengenmäßig auf 458,7 B2ia. Di in der Einfuhr und auf 213.6 Millionen Du. in der Ausfuhr Ein Vergleich mit don Mengenzahlen von 1913, die sich allerdtage auf ose bemalige Wirtschaftsgebiet erstrocken— Einfuhr 728,3, Ausfuhr 787.1 Millionen Di.— zeigt, daß rein mengenmäßg die Eint#### an es 9. H., dis Ausfuhr auf 29 v. H. der Vorkrieg=höhe zu gegangon 18. Läßt man Steinkohlen sowohl 1912 wie 1922 in Einund Ausfuhr ganz außer Botracht, so zeigt sich, daß die Einfuhr über 1913 um 47 v. H., die Tusfuhr um 58 v. H. zuru ie e t. so zeigt sich, daß die Einfuhr gegenausfuhr um 58 v. H. zurückgegangen ist. Zu beachten Is, daß die Ausfuhrzahlen nicht die Lleserungen auf Grund des Friedenovertrages, soweit sie sich aus den Ausfuhranmeldescheinen ersehen kioßen, umfassen. Dortmunde: Zementwerk A.=G. in Dortmund. Von der Verwaltung nahestehender Seite hören wir, daß in nücher Jeit bei der Gesellschaft abermale eine Rapitalserböhung mit wertvollem Bezugstecht deversteht. Das erste Vlerteljahe hat ein rucht zufriedenstellenen Ergebule gedracht. Letzte Nachrichten Die Ruhraktion. Der Reichskanzler im Ruhrgebiet. WTB Essen, 4. Fehr. Reichokanzler Dr. Cuno bat heute vor= und nachmittag in Essen, Bochum und Dortmund im Kreise von Vertretern der verschiedenen Bevölkerungsgruppen eingebende Aussprachen gepflogen. Abende verließ der Kanzler wieder das Eindruchsgediet. Die Besprechungen ergaben volle Uebereinsimmung über die Rotwendiakett des geschlossenen gewaltlosen Widerstandes gegen den Eindruch des frauzösischen Imperialiomus und Ravitaliomns über die wirt. schaftlichen und sozialen Mahnahmen, die zu windung der infolge des keiten und Gefahren gebUeberEinbruchs drobenden SchwierioDie Kohlenlage in Deutschland. Verlsitr. 4. Fohr. Der. S###### #ber Deutschland. eine der französischen bun D rtreter orgung im grut Deren auch noch weiter den bleibe außm Produktion mi Wate. drung der dem goobesehten na bleibenden Koblenmenge ermehrung der Broduktion in FTEIETTEN ID T dem bisberigen Un us dem Saargebie Von der Einfuhr in den letzten Monaten durch die### entwertung gefunken set, erbofte man durch umfangr Ankäufe eine baldige Steigerung. Die Abschnitrung Rubweviers werde bald eine außeroidentliche Stoder Förderung und eine Verstovfung des kedxs in einem Grade erleben, wie sie noch nt gewesen lei. Frankreichs Erfola leiner Ruhrde bestebe darin, daß Frankreich in den ganzen drei! noch nicht## viel Kodlg erhalten habt, wie so die Ernennung eines für das Ruhrebiet erwogen. worden Rechomaterung stommilise der wtschen den Beraarb Hilfe für die Heinidarube — Beuthen, 4. Jebr. Fürstbischof Kardinal Bertram von Breslau richtete nach einer Blättermeldung an den Erzpriester Schwierf in Beutden anläßlich des Unglücks auf der Heinitzgrube ein berzliches Beiileldo:„Vossischer####.— telegramm und überwies ihm zur Unterstützung der worden. Danach ist mit# betroffenen Familien zwei Milllonen Mark. Saarbewarbeiter am Montag Die Aktion in Baden. WTB Freiburg, 4. Febr.(Telegr.) Der Telephonverkehr mit Offenburg ist jetzt unterbunden. Es ist also anzunehmen, daß die französischerseits angedrohte Telephonsperre vorgenommen worden ist. Die nach Offenburg vorgehenden französischen Truppen sind wieder nach Offenburg zurückgekehrt. Die Gerüchte über ein weiteres Vordringen der Franzosen in das Kinzigtel haben sich als unwahr herausgestellt. Der Eisenbahnverkehr von und über Offenburg ist bis jetzt noch nicht zum Stillstand gekommen. WIE Freiburg, 4. Fedr.(Telegr.) Die für die Beletzung Offenburgs verwandten Truppen sind, wie wir n. bereits am Donnerstag und Freitag von Landau der nach dem Brückenkovf Kehl gelegt worden. Es handelt sich also um einen woblorbereiteten Plan. Brantings Versuch. WTZ Paris, 4. Febr.(Telegr.)„Petit Peeisien“ berichtet, seines Wissens habe gestern vormittag der schwedische Delegierte Brauting im Vökkerbundrat als rein persönliche Anregung die Aufmerksamkeit des Völkerbundes auf die Ruhrbesetzung gelenkt. Er habe in sehr konzilianten Worten gefragt, ob es nicht möglich sei, eine dritte neutrale Nation zum Richter in dieser Frage zu machen. Man habe von dieser einfachen Anregung Kenntnis genommen, ohne sie zu erbitern. Der Steuerabzug vom — Berlin, 4. Fedr.(Teleor.) Im Reichsfinanzministerium hat gestern nachmittag eine Besprechung mit den Gewerkschaften über die Neuregelung des Steuerabzugs stattgefunden. Man kam allgemein zu der Ansicht, daß vom 1. März an eine Verdretfachung der Steuerermäßigung einzutreten habe, vorbehaltlich der durch etwaige aubergewöhnliche Preissteigerungen bedingten Revisionen. Um auch die Preissteigerung im Februar zu berücksichtigen. ist vorgesehen, daß in der letzten Woche des Bedruars kein Steuerabzug erhoben wird und eine entsorochende Regelung für die Gebaltsempfänger eintritt. Streikbeginn im Saargebiet. 4. Fedr.(Telege.) Die durch erung guzebahnten gestern erdenn ist mit de 1• K verlagt. Für das mir bieher Vertrauen danke ich berslichst und bittmeine verehrte Rundschaft, mich auch späterhin mit ihren Ginkäufen uu beahren. Wiedereröffnung: Morgen Dienstag. Spesialliät: Susammenstellung kompl. Erstlingsaussteuern. Größte Ruswahl i Rinderwäsche und-bekleidung. Baby-Bazur Achumme. F. Hauptseschäftsst.: Berün C 2. Burzstr. 28, II. Der Deutsche Begräbais-Versicherungsverein übernimmt die Bestattung der Mitglieder geg. Zahlung geringer Beiträge. Nach einjähriger Mitgliedschaft unbedingter Rechtsanspruch. Günstige Aufnahmebedingungen. Niedrige Beiträge. Auskünlte und Bedingungen durch die Hauptgeschäftsstelle des Vereins oder Beerdigungs.-Institut Wilhelm Herlemann, Gelsenkirchen Beerdigungs-Anstalt„Ruhe“ Südstraße 26. Perusprecher 2503. MI. Haim Sprechstunden 9—12 und 5—6 Denfisf Uhr. Telephon 2140. Kreuzsfr. 3. Treuhand-Revislons-Bureau Heiarich Shapowher, Geisenkirchen, Abteilung I: Iteuerberntung. Vertretung vor den Finanzbehörden. Abteilung II: Revisionen, Bilanzprüfungen. Neueinrichten von Geschäftsbüchern. Abteilung III: Wirtschaftsberatung, Liquidationen, Vermögensverwaltungen. Wiederverkäufer erhalten Zigarren, Zigaretten, Tabake noch zu sehr vorteilhaften Preisen bei Fritz Artmann Tabaktabrikate. Bahnhofstr. 83. Kaufe Jedes Quantum auch die kleinste Menge Rohprodukte Rohproduktenhaus Bismarckstr. 103, Toreinfahrt, Ruf 957 u. 2842. 10000 bis 60000 M. zahle für sebrauchte Herde, kaufe such durchgebr. 8000 bis S0oog m. unnet bU 7 Kt KUCHEN HERDE SCHLAFZIMMER ENNZEL u.POLSTERMOBEI in allerbester Ausführung Für Schlachtpferde zahlt die höchsten Preise nur minetraße 5. Fernsprecher 976. Bei Unglücksfällen komme sofort mit eigenem Transportwagen.— Für Vermittlung von Schlachtpferden zahle ich höchste Provision „ROFH die farbbandlese Schreibmaschine. Einfache und stabile Konstraktion, höchste Leistungsfähigkeit. Bedeutend billiger als jede Parbbandmaschine.— Vorführung unverbindlich täglie von 9 bis 7 Uhr. Alleinvertreter August Menge Bochumerstr. 105 Tel. 3301. SELSENKIRCP Täntich 2 Uhr: Unser JubiläumsWelt-Rekord-Programm! Nummmmmmmmmummmmmmmmmm 1. Teil nur bis 15. Februar. Kammersänger Julius von Raatz-Brockmann, Berlla. Banton. Lena Wolde. Berüa(Klavier). Vortragsloise: I. Hugo Woll: a) Der Rattenfänger. b) Der Biterolf. c) Cophtisches Lied. d) Oesellenlied. II. Robert Schumans: Dichterliebe.(16 kleinere Lieder). In. Cerl Löwe: a) Hiob-Idyll. b) Hueska. c) Mädchen sind wie der Wind. Konzertflügel: Steinway& Sons. HamburgNeuyork, aus dem Planchaus Hllger. Essen (Keramikhaus). Plstzpreise: 1. Platz 500 M., 2. Platz 300 M. Kartenverkauf ab Montag, den 5. Februar, bis Preitag, den 9. Februar, mittags 12 Ubr, im städt. Konzertbureau, Rathaus. Zimmer 45a, bei der Firma Alsberg an der Sammelkasse, in der Papierwarenhandlung Huer. Neumarkt. und am Konzerttage von 7 Uhr ab an der Abendkasse in der Stadthalle. 6927 12 Welf-Affraktionen 12 Einheifspreis auf allen Plätzen. Voranzeige. Donnerstad, den 8. Februar, 7 Uhr: Großer Extra-Tadt Jubiläums-Festvorstellung! Prolod. Auserwählfes Prosramm. Verstärktes Hausorchester. 1921 K 2 Jahre KPI Kp; 1923 Gassspiele erster Künsfler von Bühne und Breff’l Eine ausgesuchte Fest-Vorstellung im K P. Der Vorverkauf für die Jubiläums-Fesivor. stellung beginnf Monfag nachmiffag S bis 5 Uhr an der Kasse des KP. und an der AbendKasse bis einschließlich Mittwoch abend. Meinferrassen werden reserviert. Bei Saalplätzen(Bicrabfeilung) mud für vorher verkauffe Einfriftskarfen Platz deranfierf. Neden der Fülle des Jubiläums. Prodramms bedinnf die Fest-Vorstel: lung Punkf 2½ Uhr. Honzert 2 Uhr. zahle für Küchenbüfetts und Kleiderbränke. Staunende reise für komplette üchen und Schlafzimmer, Solas und Pederbetten. 31469 Weldberg, Hochstraße 70. Bitte Karte. Tel. 1741. Bekanntmachung. Zahle von heute ab für Papier-Abfälle pe alse 170 Mk Eae 190 Mk. per Ele 180 Mh. Fr., 509 Mh. Waschmaschinen Wringmaschinen Wäschekörbe Orößte Auswahll Billigste Preise! Preute, Bahnhofstr. 30— Klostorstr. 3. Wichtig! Für Papier 150.„Lumpen 170.„Neutuch 500.sowie für Böcke, Papiereäcke, Felle, diveree Fiaschen zahe etausend hehe Preise. Porto und Straßenbahn vergüte. Karte genägt. Hole jeden Posten ab. Nussbaum& Co. Bochumer Straße 138. Halteatelle Nordstraße. sowie für PaplerAbfälle Akten, GeschäftsBücher, Broschüren, Drucksachen che ern E. Rosenthal Vereinsstraße 50. Fernsprecher 1913. Säcks aller Art, Papiersäcke, Alleisen, Alhmetalle, Felle die allerhöchsten Tagespreise. Rohproduktenhdlg. Brenner, Nechstrase 72. Telephen 3676. Krätze entsetzliches Hautjucken beseitigt in 24 Stunden unt. Garantie ohne Berufsstör., ohne Schmierk. Belnlelden auch in veralteten Fällen werd. unt. Garantie geh. Flechten nasse u. trockene. Eitergeschwüre. Koptschorf b. Kindern sowie sämtliche Hautkrankheiten werden unter Garantie geheilt. Hellinstitot I. alle Hautkrankheiten.(25402 Wanne. HindenburgStraße 11.. Jeden Dienstag u. Preit. von morg. 9.30—12,15 Uhr in Gelsenk. Wirtsch. Simon. Alter Markt. Verslnigie Stadt-Theater Becham-Buisburg. Montag. 5. Febr., 7.30 bis 9.45 Uhr. A 17:„OrpAd“. Dienstag. 6. Pebr., 7 bis 10 Uhr. B 16:„Der Richter von Zalamea“. Mittwoch, 7. Febr., 6.30 bis 10.30 Uhr. E 16: „Götz v. Bertichingen“ Donnerstag. 8. Febr. 7.30—11 Uhr: Geschl. Vorstell. f. d.„Preie Volksbührse“. Serie IV. „Mein Leopold“. Preitag. 9. Febr., 7—11 Uhr. Geschl. Vorst. f. den Bühnenvolksbund: „Götz von Berlichingen“. Qruppe 1 Nr. 1 bis 770. Gruppe 2. Nr. 1—268 Samstag. 10. Febr., 7 bis 9.30 Uhr: D 16.„Donna Diana“. Sonntag. 11. Febr., 6.30 bis 9.30 Uhr. Außer Vormiete:„Der Richter von Zalamea“. Montag. 13. Febr., 7.30 bis 9.45 Uhr. D 17: „Orpiid“. 6910 Zentraltbeater Operetten-Bühne. Täglich 8 Uhr: Millin Volarprinzsssin KnMiaaminmimurn Operette in SAkten. Lustspielbaus Alter Markt 6. Heute and morgen: „wills Hochzeilstag“ Schwank in 3 Akten. Anfang 8 Uhr Kleiderschrank. Bettst., Elmerschrank zu verk. Hdl. Wilhelminenstr. 98. Die Gewerbetreibenden mit einem Ertrag bis zu 25000 Mark für das Jahr 19.1, weiche eine Autforderung zur Nachzahlung der Gewerbesteuer bekommen, wollen sich auf unsern Büros, Kalserplatz 7, melden. Steueraufforderung mitbringen. Innungs-Ausschuß. Verein selbst. Kaufleute. Auto-Transport für 1O-t-Wagen Gelsenkirchen—Dulsburg. Abfahrt Mittwoch mittag. Antragen bei der Allgemeinen Speditione- Gesellechaft, GelsenkirchenStadthafen, Ruf 274.4 Geldsucher °rhalten Darlehen, Hypotheken etc. gegen Sicherheit arf Möbel, Wertpap., Versicherungspolicen etc. durch W. Vespermann, Gelsenkirohen, Kreuzetraße 12, 1. Etg. Sprechstund. von 9—4 Uhr Sonntags von 10—3 Uhr. Küchen, Schlatzimmer Herde und Ledersolas erhalten Sie auf Teilzahlung im MSDOIDaTS Rosing. Berlinerstraße 7, am Stadtgarten. Für Silber-, PlatinGegenstände, Brillanten erzielen Sie den höchsten Tageskurs beim Blatt Hochstraße 28, Haus zum Adler. □ 25 8. Eelsenlirchen, Dalshlert. 6ahs“ Kinderwagen Orößte Auswahl Niedrigste Preise Achtung! Kaute gebr. Möbel sowie 6567 gaaze Nehnungseinricht. zu Tagespreisen. Kerte genügt. Kaufe zuch abgesplelte sow. zerbroch. Grammoshosblat. ten jeder Ouastum. R. Beiser, Schalkerstr. 48. II. Etg. Getragene Schube. Uhren. MusikInstrumente Ew. kauft Frische. Gen Flaschen Ueberbleis jeden Prois. Wein-, Sekr-, Kognak-, Magglsowie sämtliche Sorten Flaschen. Korbflaschen Flaschenhandlung Holtmann Tel. 3075 Hochstr. 6:. Tel. 3076. Samstag geschlossen! Zahle für WeinFlaschen 150.- Mk. für Kognak- und Rotweinflaschen 100.- Mk. Größere Posten werden abseholt. 6868 Weinhandlung: Forster, Luitpoldstr. 24. Telephon 824. Küchen, Herde und Einzelmöbel, wie Plüsch- u. Ledersofas, Spiegel, Kleiderschränke, Bettstellen, Marratzen, Küchenbüfetts, Eimerschränke usw. preiswert. Möbelhaus S. Salzhauer Gelsenkirchen, Georgstr. 24. = beberblete jedes Angebol! Höchsten Tageskurs erzielen Sie für Gold- Silber- Platin goldene Uhren bei H. R. Leukert. Marktstraße 9. Von Personen unter 31 Jahren und ohne Personalausweis wird nicht gekauft. Paßbilder 3 Stück 1000 Mark. 829s (Auch Sonntags geöffnet.) Photogr. Stegmeier, Wannerstraße 21. Für Säcke auch Papiersäcke und 4303 Papler-Abfälle Akten, Bücher und Druck kaufen laufend zu höchsten Tagespreisen Vogel& Co., Ahstr. 55, Tel. 2477. letc.(auch Quecksilbei) Münzen-Sammlungen zahlt d.höchsten Preise Gold-Börse (A. Bachmann) Schalverstraße 40, Seiteneingang. Els guterhaltenes Herrenfahrrad mit Freilaut zu verkaufen. 6786 Näheres Röhünghausen, 84. Felle, Sächs, Papier sowie sämtliche Rohprodukte zu den höchsten Tagespreisen. Kleinberg& Geler Kronprinzenstraße 25. Sold Silber, Platin -Gegenetände, Brillanten kauft zu allerhöchsten Tagespreisen, da Selbstverbraucher R. Christmann Goldschmied, kauft zu höchsten Preisen, weil Selbstverbraueber: Gold Pladin 2. Spn -Bruch vereinsstraße 38. Schöne elehtrische Krone, fast neu, für Herren- oder Speisezimmer, billig zu verkaufen. Kreuzstraße 3, 1. Etg. Achtung! Achtung! Kaufe Kanin- ZiegenHacene BebafKatzen1 1 Flacchen Sücke Papler Lompen und Tuchabfälle von Schneidern. Zabie höchete Preise. Schalkerstraße 69 Telephon 1135. S. Pelz,