— Gelsenkirchener Zeitung. Bezugspreis monatlich burch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen 1200 Mik. AESTZ, Anzeigenpreis für 1 mm Raumhöhe(B1 mm breit) 40 Mk., im Ortsverkehr 30 Mk., für Einzel=Rummer 50 Mk. IHTTAN Bohnungs= und Stellengesuche, sowie Verkäufe nicht geschäftlicher Art 20 Mk. Erscheint taglich, außer an Sonn= und Festtagen. E Reklamen 1 mm Raumhöhe(80 mm breit) 150 Mark. antn a a Eir Rim WWASDEETNTS.a Bezugspreis monatlich burch Boten zugestellt oder durch die Post bezogen 1200 Mk. Einzel=Nummer 50 Mk. Erscheint täglich, außer an Sonn= und Festtagen. Gratis=Beilagen:„Gelsenkirchener Bonntags-Zeitung“ und„Am Herdfeuer“. Telegramm=Adresse: Gelsenkirchener Zeitung.— Postscheck=Konto Essen Nr. 131 46. Geschäftsstelle: Gelsenkirchen, Ahstraße 87, geöffnet von morgens 8—1 Uhr, 2—6 Uhr abends. Fernsprech=Anschluß: Amt Gelsenkirchen Nr. 124 und 125. Verlag und Rotationsdruck von Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. Rochnung erfolgt. Verantwortlich: für den Textteil: J. Bafsendorf, für den Rekl W. Scheifes, beide in Gelsenkirchen. r den Reklamen= und Anzeigenteil: Nr. 3(Erstes Blatt) Donnerstag, den 4. Januar 1923 59. Jahrgang. Die Vorschläge der Entente=Nächte zur Tösung der Entschädigungsfrage. Frankreichs produktive Pfand= und Gewaltpolktik.— Androhung von Sanktionen an Rhein und England für Moratorium und erleichterte Zahlungen; kein Pfand, aber Finanzkontrolle: Streichung der Verbandsschulden.— Ablehnung des englischen Planes durch das Pariser Kabinett.— Poincares Entweder—Oder.— Italien pendelt zwischen Vernunft und Gewalt.— Die deutschen Vorschläge noch nicht überreicht. Die Entschädigungspläne der Entente. h 2 Schon vor der Pariser Konferenz wußte man, daß jeder der drei Ministerpräsidenten der Entente einen besonderen Plan über die von ihnen angestrebte Lösung der Fragen der Entschädigung und der europäischen Schulden mit nach der Hauptstadt an der Seine bringen wurde. Poincare, Bonar Law und der Vertreter Mussolinis haben nun in der ersten Zusammenkunft am 2. Januar ihre Projekte vorgelegt und kurz erörtert. Gleichzeitig sind sie durch die Kanäle der offiziösen Pariser Presse der Oeffentlichkeit unterbreitet worden. Wir teilen die drei Vorschläge weiter unten in ihrem Wortlaut ausführlich mit, weil sie als bistorische Zeitdokumente eine Kürzung oder einen mehr oder weniger klaren Auszug nicht vertragen. Es ist schwer, sich durch die Vorlagen hindurchzuarbeiten, und der Nichtfachmann kann auf den ersten Blick unmöglich übersehen, wie weit sie in ihren Einzelheiten die verwickelten Schicksalsfragen wirksam klären. Trotzdem läßt sich schon ein allgemeines Urteil über die Tragweite der Vorschläge fällen. Das soll im folgenden geschehen. Der Grundgedanke des englischen und französischen Planes leuchtet grell hervor. Hat man auf englischer eite zweifellos sich der Mühe unterzogen, die Dinge vom wirtschaftlichen Standpunkt aus anzusehen und eine reale Diskussionsgrundlage für die Förderung der Wiederberstellungsfrage zu suchen, so bietet das französische Dokument fast mit den Händen greifbar das Bild der ausgesprochenen volitischen Betrachtungsweise. Noch nie #nd diese beiden Anschauungen so sichtbar und deutlich zum Ausdruck gekommen, wie es jetzt geschieht, da man die beiden Dokumente schwarz auf weiß nebeneinander vor sich siebt. Der englische Plan hat weitsichtig das Ziel im Auge, Deutschland negativ vor einem weiteren Hinabgleiten in wirtschaftliche Zerrüttung zu bewahren und suHten durch eine endgültige Reduktion der deutschen Schuld, sowie durch notwendig zu gewährende Erleichterungen den Gedanken der Anleibe auf dem internationalen Das wird man auch dann grundsätzlich wenn man in Einzetheiten vom englischen abwescht. Ganz allgemein sehen die englischen Vorschläge ein Moratorium von 4 Jahren und einen auseinandergezogenen Zahlungsmoous vor, über den sich debattieren läßt. Nach englischer Berechnung wird die Leistungsfähigkeit Deutschlands im Ganzen auf eine Summe eingeschätzt, die zwischen 30 und 40 Milliarden liegt. Von Gewaltmaßnahmen im gegenwärtigen Augenblick will der Londoner Plan nichts wissen; dagegen hat Bonar Law gewisse gemeinsam zu treffende Maßnahmen für zulässig gehalten, wenn nach verminderter Schuld eine vorsätzliche Verfehlung Deutschlands festgestellt werden sollte. Demgegenüber ist der französische Plan die gradlinige Fortsetzung der von Frankreich seit Anfang an eingeschlagenen und betriebenen Gewalt= und Machtoolitik. Wie Frankreich mit einem solchen Vorschlag nternationale Geldgeber zu einer Anleihe für Deutschland begeistern will, daß ist das Geheimnis von Herrn Poincare, der von Konferenz zu Konferenz sein wahres Gesicht nur immer deutlicher enthüllt. Sein Plan enthält vier Hauptteile: einmal die Frage der Barzablungen und der Herabsetzung der gesamten interalliierten Schulden, dann einen Organisationsplan der deutschen Finanzen, schließlich die Frage der Pfänder und des Morütoriums und zuletzt die berühmte unentbehrlicht Frage der Sanktionen. Frankreich ist einem zweitährigen Moratorium für Deutschland nicht mehr abgeneigt, aber was es als Gegenwert von uns dafür fordert, würde den etwa gewährten Zahlungsaufschub völlig werklos machen; denn, wenn beisvielsweise während des Moratoriums die Besatzungskosten weiter bezahlt werden und die Ausgaben für die militärische und Marinekontrollkommissionen weiter getragen werden sollen, wenn noch eine Reihe von Sachlieferungen hinzutreten und wenn die Erträge von äußeren Anleihen schon während der Zeit des Moratoriums an die Gläubiger abgeführt werden Gaest daun vicd nienund, der überkaut wuoch einen virt. lichen Ueberblick hat, der Meinung sein, daß das torium noch irgendwelche vositive Bedeutung für uns bat. Die ungeheuerlichsten Forderungen werden uns jedoch in der Finanzkontrolle zugemutet. Danach käme nach Berlin ein Garantieausschuß, der in den Stand gesetzt sein soll, zu allen Eingriffsmitteln Zuflucht zu nehmen, die er für nützlich hält. Er soll berechtigt sein jede Ausgabe, die er für unnütz hält, zu untersagen, und jede Erhöhung der Einnahmen, die er im Interesse der Wiederberstellungsleistungen für notwendig hält, vorzuschreiben. Im Falle der Feststellung einer vorsätzlichen Verfehlung soll der im Kavitel IV. des französischen Vorschlages vorgesehene Sanktionsplan in Kraft treten, d. h. die militärische Besetzung der Bezirke von Bochum und Essen und die Errichtung einer Zollinie östlich der gesamten besetzten Gebiete. Zu der direkten Einmischung in e deutschen Verhältnisse und die deutsche Legislative tritt die Androhung der brutalsten Gewaltmetbode. Auch damit noch nicht genug, Frankreich braucht Pfänoer. Es will deshalb eine interalliierte Kohlenontrollkommission aus Ingenieuren nach Deutschland legen. Es will die Holzindustrie überwachen. Es fordert eine Abgabe der ausländischen Devisen von der deutschen Ausfuhr, die Beschlagnahme der Zolleinnahmen im Rbeinund Ruhrgebiet und in denselben Gebieten die Beschlagnahme der Kohlensteuer. Das sind in trockener Aufzählung die Pläne, die Frankreich für geeinet hält, um die euroväische Wirtschaft aufzubauen und dem Deutschen Reiche eine Anleihevolitik zu ermöglichen. Das Dokument, das den Stempel des volitischen Machtwillens ebenso an sich trägt, wie der ungegechte Koder von Versailles, muß sich nicht nur in unseren Augen, sondern auch in den Augen der ganzen wirtschaftlich denkenden Welt selber richten. Einem solchen Ausbeutungsplan gegenüber kann es im ganzen Deutschland nur eine Stimme und das ist diejenige der Ablehnung geben. Es ist tatsächlich eine ernste Stunde, in der wir steben. Gibt es eine Einigung zwischen England und Frankreich nicht, dann wird die Frage des isolierten Handelns Frankreichs akut. Kann Frankreich durch England in seiner ungezügelten Begehrlichkeit zurückgehalten werden, dann ist die Verwirklichung des amerikanischen Planes einer internationalen Sachverständigenkonferenz nicht ausgeschlossen; kann England das Frankreich von heute nicht mehr zügeln, dann brechen für den europäischen Kontinent schwere und schwerste Tage an— es liegt in Englands ureigenstem Interesse, dem Machtstreben Frankreichs am Rhein und an der Ruhr ein entschiedenes Paroli zu bieten. Das Programm Poincares. Paris, 2. Januar 1923. Havas veröffentlicht den Wortlaut des von Poincare vorgebrachten Planes. Frankreich sei der Ansicht, daß die vom Versailler Friedensvertrag angeordnete restlose Wiedergutmachung der Schäden ein Werk elementarer Gerechtigkeit und unerläßlich für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas sei. In diesem Sinne unterbreitete Frankreich seinen Alliierten das Programm. Es umfaßt: 1. den Versuch. eine Lölung der Revarationsfrage und der Frage dek interalliierten Schulden ausfindig zu machen:— 2. eine bestimmte Summe hinichtlich der Stabilisierung der Mark und der Reorganisation der deutschen Finanzen: 3. sofortige Beschlüsse über das von Deutschland verlangte Moratorium und die Pfänder. Für unerläßlich erachte es Reparation und interalliierte Schulden. Deutschland habe verlangt, seine Schuld nach Maßgabe seiner etwaigen Budgetüberschüsse festzusetzen. Das sei offensichtlich nicht angangig. Die Budgetüberschüsse seien ja abhängig von seiner Politik und seinem guten Willen. Die Erfahrungen der Vergangenheit könnten kein Vertrauen in die Zukunft legen. Die unzähligen Verfeolungen könnten den Franzosen keinerlei Illusionen mehr lassen. Die franzosische Regierung erkläre, daß sie nicht geneigt sei, irgend eine Herab setzung ihres Anteils der schon ohnehin bereits unzureichend sei. an den Zahlungen zu akzevtieren, die Deutschland auf Grund des Zahlungsstatuts schuldig sei. Eine Herabsetzung der deutschen Schuld könne also von der französischen Regierung nut dann in Betracht gezogen werden, wenn gewisse unten ibren Alliierten festgesetzte Herabsetzungen oder anderweitige Regelung ihrer Forderungen an Deutschland durch Abänderung der Anteilssätze die Gewährung einer Priorität gewiß zugestehen. Die französische Regierung beschränkt sich darauf. ins Gedächtnis zu rusen, daß die interalliierten Schulden Kriegskosten darstellen und daß ihnen nach dem Friedensvertrage die Reparationen vorangeben müssen. Die französische Regierung kann weder Kapital noch Zinsen bezahlen, solange sie nicht durch deutsche Zahlungen für den Wiederaufbau gedeckt sei. Wenn gewisse Gläubiger Frankreichs geneigt seien. sich diesem Modus anzuschließen, wäre die französische Regierung bereit, von ihrem Anteil an den Obligationen C schon heute ein Nominalkavital in Höbe des Nominalbetrages ihrer Schulden zu übergeben. Die französische Regierung erkläre sich bereit. die Obligationen C. wenn diejenigen unter ihnen. die Gläubiger sind. sich gleichfalls anschließen, die Obligationen C. die nicht übergeben wurden, gleichfalls zu annullieren. Was die Zahungsmodalitäten anbelange. so stehe die französische Regierung auf dem Standpunkt, daß es im gemeinsamen Interesse der Alliierten und Deutschland liege. die Bezahlung ihrer Schulden in einem beschränkteren Zeitraum zu sichern. als dem zurzeit für die Tilgung der Oblioationen A und V vorgesehenen. Die französische Regierung gestehe infolgedessen zu, daß die vorweggenommenen Zahlungen. die Deutschland leisten würde, bis zu einem noch zu bestimmenden Datum zu einem der Billigkeit entsorechenden Sauze diskontiert werden müßte. In dem Programm Poincares heißt es weiter: Eine ausgedehnte Mobilisierung der deutschen Schuld könne iedoch solange nicht erzielt werden. solange nicht die deutschen Finanzen in Ordnung gebracht seien unter den im müßten, daran nichts zu ändern. ohne Einwilligung des Garantieausschusses. 2. Der Garantieausschuß werde in den Stand gesetzt. die Ausführung dieses Programms zu verfolgen und so in jedem Augenblick in allen Einzelbeiten den Stand der Finanzverwaltung des Reiches und der Gliedstaaten kennen zu lernen. Der Ausschuß könne zu diesem Zweck zu allen Eingriffsmitteln seine Zuflucht nehmen. die er für nuvlich halte. Er konne jede Ausgabe, die er für unseeignet halte, untersagen. und jede Erhöhung. die er für notwendig halte. und die bestimmt sein sollte. Deutschland zu gestatten. seine Revarationslasten zu begleichen, vorzuschreiben. Er werde über die Reichsbank und alle anderen Organisationen. die damit beauftragt seien. in die Abänderung der deutschen Währung einzugreifen. die notwendige Kontroll ausüben, um die Ausführung des verfolgten Planes sicherzustellen. den die Revarationskommission gebilligt habe. 3. Wenn das vorstebende Programm nicht innerbalb der festgesetzten Zeit von den Regierungen angenommen und wenn die vorgeschriebenen Verpflichtungen nicht durchgeführt würden. oder wenn man sie nicht halte. wenn allo die deutsche Regierung sich nicht unmittelbar den Anforderungen des mit der Kontrolle beauftragten Organismus füge. dann werde diese Verfehlung als als ein vorsätzliche Verfehlung im Sinne der Pcragraphen 17 und 18 des Anbanges 2. Abschnitt 8 des Friedensvertages von Versailles angesehen und der im Kavitel vorgesehene Sanktionsplan sofort und automatisch in Koaft treten. Die alliierten Regierungen vervflichten sich im voraus, gegenseitig ihren Delegierten bei der Nevarationskommission Instruktionen in diesem Sinne zu geben. 4. Die Schlußbestimmung von Artikel 7 des Zahlungsstatuts der zufolge das Garantiekomttee nicht ermächtigt sei. sich in die deutsche Verwaltung einzumischen. könne nach der französischen Auffassung der Du eir., Seibshoernchndich desenute. Tl. 2.“ J mung nur, däß das Garantiekomitee deutschen Verwaltungszweige treten und übernehmen könne. 5. Die Verlegung des Sitzes des Garantiekomitees nach Berlin und die Angliederung von Vertretern der Zeichnerländer an das Komitee. soweit auswärtige Anleihen aufgelegt sind. Pfänder und Moratorium. Die französische der La sei der Ansicht. land in der Lage wäre. im Benehmen mit den striellen 1923 eine ausreichende Anstrengung zu machen. um das Zahlungsstatut auszuführen. und daß auf alle Deutschland verlangte Moro 1. Ausdehnung und Dauer des Moratoriums. Die französische Regierung sei nicht geneigt. ein längeres Moratorium als für zwei Jahre ins Auge zu fassen. Sie sei sogan der Ansicht. daß diese Frist nur dann bewilligt und aufrecht erbalten werden könne. wenn Deutschland im Einverständnio mit der Revarationskommission die unerläßliche Anstrengung mache. seine Finanzen zu reorganisieren und wenn es die notwenim Laufe ds Moratoriums mit der Tilgung leiner Kapitalschen Fina. vcraufgegangenen Kanital bezeichneten Bedingungen und unter der angeführten Kontrolle. Organisation der deutschen Finanzen 1. Ausarbeitung eines Stabilisierungsplanes der deutschen Währung Losedurch die deut kommission zur dürfe kei tha e Regierung der der Reparations ag zu unterbreiten sei. Dieser Plan ent ine andere Intervention auf dem Devisenmackt lten als die, die notwendig sei. um den äußeren Wert der Mark aufrecht zu erhalten. deren Kurs zu Beginn der Operation festgesetzt werde. bis der innere Wert der Währung aufs neue dem äußeren konstant gehaltenen angeglichen sei. 2. Sofortige Maßnahmen leien zu ergreifen, um das deutsche Budget ins Gleichgewicht zu bringen und dieses Gleichgewicht dadurch aufrecht zu erhalten, daß man progressiv in den Ausgaben die notwendigen Kredite einstellt um Deutschland zu gestatten, seine Revarationsschuld zu bezahlen. 3. Von Anbeginn der Anwendung des Stabilisierungsplanes solle die Deutsche Reichsbank den Diskont für die Schatzbonds einstellen. Die Bedürfnisse des Deutschen Reiches. die nicht provisorisch durch die normalen Einnahmen gedeckt seien, seien durch innere Geldanleiden flüssig zu machen. 4. Zur Verstärkung dev Dispositionen. die geeiqnet seien, die Kapttalflucht zu bebindern, diene die Tbelaurierung ausländischer Devisen im Inlande. Organisierung der Kontrolle durch den Garantieausschuß unten folgenden Bedingungen: 1. ein vollkommener Blau der gesetzgeberischen und Verwaltungsmaßnahmen sei von der deutschen Regierung im Einnerständnis mit der Revarationskommission aufzustellen. Die deutsche Regierung übernehme die Verpflichtungen, sofort diesen Plan dem Reichstag zu unterbrei„. und. wenn nötig. auch den Parlamenten der Länder, die ihn unterstützen und sich vervflichten isierung Laufe ds Morat schuld zu beginnen. Was die Ausdehnung des Moratociums anlange. weiter bezab“ wüieher Reoierung es für angebrach., daß die Ansgaben sur P Blliüke und Marinekoantraß. 2. Barleistungen unter den nachgenannten Bedingungen. 3. Weiter zu leisten wären auch die Sachlieferungen unter den im Vertrag und in den geltenden Abmachungen pokgesehenen Bedingungen. Daneben hätte Deutchland fernen die anderen Verpflichtungen(Ausgleichszahlungen. Restitutionen usw.) zu erfüllen, die die Verträge und Abmachungen Deutschland auferlegen und zwar unter Bedingungen, wie sie augenblicklich herrschen. . 2. Nach den Erfabrungen der letzten 3 Jahre sei die französische Regierung der Ansicht, daß diese Pfandnahme unerläßlich fänder elauße tionen gemeinsam anzuwenden Einwendung zu erbeben, wenn ndung brin er keinerlei iner von ibnen allein sie zur Anwendung bringt. Die franzossche Regierung sei übrigens davon überzeugt, daß die Alliierten dieses Programm annehmen und mit ihr gemeinsam arbeiten, um es der deutschen Rezierung aufzuzwingen. damit die 2 erfahre und notwendig gemacht F—rrurr— geliefert über das folgende Programm, über das nur ein Jumee werde. 1. Pfänder, um die Sachlieferungen sicher zu stellen. a) Koblen. Eine interalliierte Kontrollkommission, bestehend aus Ingenieuren, deren Vorsitzender ein Franzose ist. und deren Stimmen im Verhältnis zu den Koblenlieferungen sich verteilen, die den Alliierten zustehen, werde nach Essen geschickt und mit dem Beistand der deutschen Regierung mit den notwendigen Vollmachten verseben. die Tätigkeit des Kohlensyndikates zu überwachen und durch Besehle, die der Präsident erteilt, sei es im Kohlensyndikat oder im deutschen Transportdienst die Anwendung des von der Revaration gesetzten Programms sicherzustellen.— kommission soll die Befugnis erb#tren. Ordonanzen im Ruhrgehiet zu erlassen, um die Ausführung der von der einzusetzenden Mission zu erlassenden mungen sicherzuenen b) Holz. setzten Gebiete zusätzliche ch fü diese Reau erteilen. Auch für on Befehle du ihgen Rugen in lwäldern der 1 Holzfällungen durchfilh isition soll die Rheinla führen nlande) Im Falle, daß die von Deutschland verlangten Sachlieferungen. Wiederaufbaumaterial. Stickstoff usw. nicht in den vorgesehenen Fristen erfolgen. könnten in der Höbe der unbefriedigten Lieferungen der Rheinlandkommission. Di sowohl im militärisch be gediet stattfinden. und der—. Requisitionen könnten ten, als auch im Rubt2. Pfänder, die dazu bestimmt sind, sowohl Gelözahlungen als Sachlieferungen sicherzustellen: a) Abgabe ausländischer Devisen von der deutschen Ausfuhr aus den zur Zeit be setzten Gebieten und aus dem Nuhrbecken. 2 Abgabe gebe den Alliierten die Möglichkeit. nennensu Summen in bar zu erlangen, anderseittz sich die Sicherheit. die das Garantiekomitee bis heute in Berlin nicht imstande gewesen sei zu erhalten, zu verschaffen und Kontrolle darüber zu führen, unter welchen Umständen d.. Ausfuhrbewilligungen gewährt würden, besonders aber. ob die Exvorteure die vorgeschriebenen Zahlungen richtig ausführten. Die Durchführung soll durch ein Pfänderkomitee erfolgen, sowohl für das linke Rheinnfer, als für des Ruhrbecken. oder durch die Schaffung eines Anleibekomitees, ebenfalls auf Grund der Ordonanz der rheinischen Oberkommission, unter deren Autorität auch die Lizenzen erteilt werden. die auch ausländischen Devise Abgaben wird auf: Jahre sich beziffern. b) Beschlagnahme der Zolleinnahmen im augenblicklichen besetzten Gebiet Hauptzollämtern im Ruhrgebiet. c) Trotz der formulierten Einwendungen bleibe die französische Regierung dabei, daß es wünschenswert wäre. das von der Londoner Konserenz im März 1921 eingerichtete Wirtschaftsregime wiederberzuIlen. Angesichts des von verschiedenen Alltierten berstandes wäre die französische Regierung der gemeinsamen Beschlagnahme von Verfahren einzuschlagen: bei den folgendes glaube, daß die Durchführung der nachfolg die Zahlungsfähigkeit Deutschlands nicht ind auch nicht geeignet sei. die Sanierung enden vermindere und auch nicht geeignet sei, die Sanierung seiner Finanzen zu verhindern. Die Pfänder werden über„" Flesse, uls auch die beschrankten für viesen Zeitraum vorgesehenen Zablungen, ferner um den alliierten Machten die Fortsetzung und Ausdebnung dieser Zahlungen bei Ablauf dieses Moratoriumg zu sichern, wenn Deutsch land in diesem Augenblick nicht die notwendigen Maßnahmen ergriff. um in normaler Weise seine Schulden zu begleichen. Fallz. während dieser Zeit des Moratoriums Deutschland genügend umfangreiche Anleiben abgeschlossen hat. die zur Amortisierung des Kavitals der deutschen Schuld zur Verfügung der Nevarationskommission werden. ##1 leibe. Aber die französische Regierung. glaube, daß liche Dispositionen getroffen werden müßten, um sofort die Produktivität der Psänder. jede militärische Besetzung zu vermeiden. ausgenommen den Fall. daß Deutschland sich nicht Ktrikte Vervilichtungen halte, die das Programm ihm aufdiesem von zurichten. zchlbe Frat Verfahren auf 200.——. denen 150 Millionen Mark im dürften. Prshses egeie eine, Die Fallius zar Telas dr Sten. heisvielsweise etwa 30 Prozent. soll von den Grubenbesitzern in ausländischen Devisen entrichtet werden. Im iese Bedingung nicht erfüllt wird, behalten sich die vor. eine interalliierten Mächte das Recht—— Quantität von Kohlen zu beschlagnabr gebnis dieser Steuer wird auf 400 Millionen geschätzt, von denen 120 Millionen in ausländi visen zu zahlen sind, der Rest in Papiermark augenblicklichen Kurse von 500 Milliarden. *) Die Einnahmen aus den Zöllen und der KohlenEezsfveranschlagt der Französtische Plan bis 180 bosw. 25) die Goldmark dischen Denach dem iermark eingeben alle ionen ma Gesamtertrag der auf sich vor. nahmeane betont. daß die Pfänder den Vorteil haben, einen energischen Druck auf die Grotindustrie auszuüben. die bis jetzt das Haupthindernis für die Ausführung des Friedensvertrages bildete. 3. Sanktionen. Wenn die deutsche Regierung das vorstebende Boo. gramm nicht ausführe, namentlich nicht alle gesetzgeberischen und Verwaltungsmohnahmen tresfe, die die Reparationskommisllen, ober Die Rheinlaublemmillien oder die interalltierte Ingenieurkommissien für netweubig erachten, würden jofort automatisch dis folgenden Sanktionen in Kraft treten: 1. die milltäsilchs Beietuns der Dezirke und eines von Marschal! es des Ruhrbeckens. Beilinie BRI1G Des ge. en Sebietes. einer## ten S iten hatte und Grischnb der ebbet in der englische Tösungsprojekt. X Vario, den 3. Jan. 1923.(Telegr.) K gme anunkiert. Stelle wird. 15n Der Millia ribuna! K. e 9 den) über die Janis Finanzen olcher ist. haben. nicht Ponde ctnlhobur and Ehrauf dunch die deruische Rese von 32 Jahren getilot —— nad in zwei Serien eingeteilt. Die Alt eine festgesetzte Zahlung dis 254 Milliarden ir. die Serie 2 die zusätzlichen Zablungen, die binausgeben und mit dem elften lösung in aber besonders in den ersten lo liberalen Bedingungen stattbaft, daß die Die im 4 **„ eutschland einen e in seitlich deSrtoate imner einen zeige eine ses e. Bür i Pehe ir etzur krute wirtschaftliche Seite. l. und eine politische. ung der kruten, ferner die eine politische, die zu normalen sozialen Beden Jahren 1919 und 1920 kommunistiichen Umsturzvernchen und angesichts der Bebriken durch die Sozialdemostischen Offensive in Deut der wüheren. Die erte deutsche Schuld erdält die Form von 50 Milliarden 32jähriger Goldmarkbonds. die wädrend der ersten vier Jahre nicht verzinst Praich Pek., tacher, Kim Graent. Ein Tioungsene ist nicht vorgesehen. aber die Bonds können unter Bedinecholt, ermdalschen, dab Zhnten und. Tlkung für Pl en. die per. Einlösung erforderlich sind. aus den Eren an Zinsen für die Bonds gedeckt werden können. u Stüich br uuen A hche 4. sondern dienen ladiglich als Sicherbeit für die s#nindert. Wenn man aber das Wiederaufflackern euihe Pe.. ech ie chesteh. ne weitere Kosten eine beschränkte Vervilichtung der dauernden Vorzüge, die für den Plan in genommen werden. sind die, daß die Annahme erstellung des deutschen Kredito ermöglichen von sehr erheblichen Summen für Neken würden. während das Verharren mögliche Ansprüche gewaltsam lich mit einer nahme des betragen und wenn das lich diese erie 74 hätte und die Mart zu stablisieren, is es burcaus u. daß es während der ersten Veriode vollständig von der Zadlung in le unmo schließliallgemeinen Zeritörung der Kredite würde. Der gegenwärtige Wert der ersten Schuld Leiltahtelten nischt Sirung, geschübt werden. Blane, Iu ern-, estichauH sähig 9 der festthren abmehr als cherweise wieben sollte, würden die killiarden erbalten llos in der Lage. für den zu bezablen, wenn sie nach e Serien ebenfalls sehr e hätten diese Bonde Abartswert von rden unter Zugrundelegung einer—. nt. so daß unter dieser Voraussetzung die mit einem Gegenwartswert von über 57 ae ee. ec e. e daß keine deutschen Anleiben zuetzt noch zukünftig, daß die Bonden Serie gänzlich gestrichen werden müssen, daß land lediglich die Zinlen der enten Serie bezahlt als dauernde Annuität, die in 4 Jahren mit arden beginnt und sich nach weiteren 4 Jahren 2½ Milliarden steigert. beträgt der Gegenwartswert r Zugrundelegung einer fünsorosentigen Verzinsung 39½ Milliarden. Die Deutschland ausgelegte Last. die sich ermäßigen würde. wenn es Einlösungsanleiben zu günstigen Bedingungen aufnimmt. deckt fast alle finanziellen Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag. Plan für die allgemeine Regelung der Reparationszahlungen und der europäischen interalliierten Schulden. Reparationen: 1. Die 5 W ausgegeben werden sollen. 2. Deutschland gibt für die Nevarationoko neue Bonds aus, die in zwei Serien verfallen: wolle, müsse man. das wirtschaftliche Leben Europas aus dem Zustand der Unsicherheit befreien. indem es sich sett vier Jahren befinde. eine Unsicherheit. deren Wirkung sich sowohl bei den Industriellen wie auch bei den Arbeitern zeige. Die Anstrengungen. die unternommen seien. um die österreichische Katastrovbe zu verdindern. lieferten den Beweis, daß die Lage ungeheuer gefährlich für alle sei. einschließlich der reichsten Staaten önice Pen d##sseits des Atlantischen Ozeano. Man chaotischen Zustand der Volkswirtschaft. in dem sich der größte Teil Mitteleurovas befinde, sich nicht noch ausdehnen lassen. Dieseo Cdaos sei dus Ergebnis der Politik nach dem Kriege, die beherrscht werde von dem Revarationsoroblem. Die italienische Regierung gebe bei der Lösung des Revarationoproblems von folgenden Grundsätzen aus: Man müsse jede Lösung. die nur eine oder eine Scheinlösung sei, zurückweisen, die Regierung könne auch nicht auf den geringsten Teil ibrer Revarationsansprüche verzichten. es sei denn, daß ein gerechter Ausgleich seitens Englands erfolge. Die italienische Regierung verlange deshalb aufrichtig und loval. daß ein derartiger Ausgleich von englischer Seite ermöglicht werde. Ein derartiges Abkommen werde nach Ansicht der italienischen Regierung sofort die wirtschaftliche Lage der Alliierten und Deutschlands bessern und auch die russisch=deutsche Allianz die sich am Horizont abzeichne(I). verhindern, die eine ungeheure, nicht zu ferne Gefahr für den Frieden Eurovas darstelle. Endlich verlange die italienische Regierung eine Regelung der deutschen Restzahlungen durch Bewilligung eines Moratoriums u bart am 51 —. Die Zenezablunge ersten vier Jahre(bis zum 1.— zu einem Betrage von einem Prozent jährl nächsten vier Jahre(bis zum 1. Januar 1931). b) die zweite Serie der Bonds zum Betrage von 17.31 Milliarden Goldmark(d. b. zum Betrage der gestundeten 5prosentigen Zinsen der Bonds der ersten Serie bis zum 1. Apvil 1933) oder zu einem solch niedrigeren Betrage, wie ihn das Schiedsgericht bestimmen mag, das im Paragraph 3 vorvesehen in. auszugeden am 1. April 1933. rückzablbar in part am 31. März 1965. Die, Bonde kollen halbjäbrlich zahlbar und 5o# 1. Januar 1927 die überwachende Bebörde, die entscheidet. * Ik. daß werden Ueberwachun goh.=. besahlen. zwar in einem jeden der aber nicht über zwei Milli * Inttäuschung und = Pario, 1. Jon.(Telegr.) Fast die gesamte Pariser Presse gibt ihrer großen Enttäuschung über den englischen Vorschlag Ausdruck, den sie nach allen Regeln zerpflückt und bekämpft. Dagegen findet der Vorschlag Vonar Laws in der englischen Presse günstige Aufnahme und warme Vertretung. In Frankreich spricht man von einer ernsten Krisis; man vertritt den Standvunkt, daß der englische Plan dem Versailler Vertrag übbruch tue und ihn abändere. Das könne nicht ohne Zustimmung des Parlaments geschehen, aber weder dieses noch irgend eine Regierung werde diese geben. Es sei wahrscheinlich, daß die französische Regierung nicht zulassen werde, daß die Diskussion auf Grund der Planes eröffnet werde, der nicht den Grundsatz„kein Moratorium ohne Pfände=“ onerkennt, der von ihr für unerläßlich gehalten werde. Für den Fall, daß die französische Regierung ihren Standpunkt nicht zur Geltung bringen könne, sehe man voraus, daß sie sich entschließen werde, isoliext vorzugenen, um den Rechten Frankreichs bei Deutschland Respekt zu verschaffen. Der Pariser Ministerrat lehnt ab. WTP London, 3. Jan.(Telegr.) Wie Reuter aus Paris gemeldet wird, bat das französische Kabinert die beitischen Revarationsvorschläge endgültig verworsen. wrB Paris, 3. Jan(Telegr.) Das offizielle Kommunigue über den heute vormittag, abgebaltenen Ministerrat besagt, dieser habe einstimmig fest. gestellt, daß der englische Plan eine betröchtliche Heradsetzung der französischen Forderung mit neuen Ausschüben ohne tegend welche Pfänder nach sich ziehen und eine endgültige Preisgabe wesentlicher Bestimmungen dee Versailler Vertrages darstellen würde. Potneares Entweder— Oder. WIB Paris, 3. Jan.(Telegr.) Am Schlusse der Sttzung des Ministerrates, der heute vormittag stattsand, erklärte Poincare auf Befragen den anwesenden Journalisten, daß der englische Entwuri unannehmdar sei, nicht nur für Frankreich, sondern auch für Belgien und Italien. „Was ist zu tun? fragte Poincare.„Ich werde zu Beginn der heute stattfindenden Nachmittagskonferenz erklären, daß ich keinerwegs auf Erörterungen des englischen Entwurses ein. geben kann. Auberdem werde ich mich weigern, eine Dedatte über einzelne Punkte des französischen Plaues zuzulassen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: „Entweder stimmt man dem französischen Plan, der une ein Minimum darsträt, zu oder ich stelle die Uneintimmigkeit fest.“ Milliar= dar rück Zin2 NR und wahrscheinlich auch von werden. allerdings in ermät brend dieser ersten Veriode. in den ersten Jal esichts der liber es indessen suchen versuchen bren auf alen Besbebörde vorschreiben mag, und anden Goldmank für edes Jahr. eigern angesichts der liberalen Bedenen der Wert der Sachlieferungen Schuld verwandt wird. Der Plan angeboten werden daß es unternimmt. Wc den in Sachverständ ein Budaetnnerbalb einer Mlonate für die Budgetreform). Falls Deutschland die überwachende Autorität licht darüber befriedigt, daß die Bedingung eingehalten vird. oder seine jetzt revidierten Verpflichtungen nicht er* h ä t t e e s s i c h a u s d o n B e r i c h t d e r ü b e r w a c h e n d e n den Ma den alliierten achtet würden. einer solchen Verfeblung bin irgendnahmen zu unterwersen, die von Mächten einstimmig als notwendie erG— AILE—.— Bestanden und milttarische — Gebietes auberbalb der bestehenden umfassen. Interalliierte Schulden. bung, daß der obige Nevarationswerden die folgenden Vorschläue S L n DE snigen Unter der Voraussetzung, daß angenommen wird. der roßbritannien als Sicherbeit für die altenen Golddevots sollen für verwandt werden. die Frankreich im Kors- Pa. Seie 15 tionsanteil erbslt, sollen an werden. wätschen der Kriegsfübrun berübrt der status quo — Nachstriegsschulden). Alle aufgegeben unter der Bedinihre Ansprüche an Bonde der lung an den von Verhältnis erier e KE. 5 gung. daß die Schuldner ihre Ansprüche an Bondzweiten Serie an Pool übertragen zur Verteilung diejenigen Mächte, die an die Vereinigten Staaten Amerika verschuldet sind und zwar im Verbä ihrer amerikanischen Schulden. Die leitenden Grundsätze des Planes sind: zusetzen innerdalb nicht ung unvartetischen Teibu werden kann, wenn Zu Acb nuchaftig als übermäßig Schulden der eine Regel Der italienische Reparationsplan. Paris. den 3. Jan. 1923.(Telegr.) e e e eitent ui Wiern fierr und Flüssigmachung Nach diesen allgemeinen ung der Alliiert Rtevites, Wir und Trianon b) eine Anleibe, deren iter festzuseven seien. Letrachtungen werden der Prüten folger Vorschläge unterbreitet: 1. Die Schatzbonds Serie C sollen geregelt werden. a) Mit Hille des österreichisch=ungarischen Staatskredites, wie er in den Verträgen von St. Germain Trianon den Alliierten übertragen wurde. Revarationsbetrag, der zu Lasten und Ungarns ebenfalls auf Grund der genannten Verträge gebt. e) Durch die Revarationsverpflichtungen Bulgariens. 6) Durch den Ausgleich der verschiedenen von der Revarationskommission zugunsten Deutschlands anerkannten Guthaben. endlich e) ducch Annullierung eines Teiles der Bonds der und geeion zugunsten n. endlich Jung eines Teiles—————. während des Krieges von Frankreich Italien revarationsberechtigten Staaten England ge über eingegangenen Schulden. für diese Anleibe mußten einige einkunfte durch die Revarader ersten Hovotbek befreit A Schland Regierung die Entwicklung der Dinge aufmerksam im Auge bebält, um danach ihr eigenes Handeln einzurichten. Ueber das Schicksal der deutschen Vorschlüge ist noch nichts bekannt. Die Nachrichten, die von einer Ablehnung der Entgegennahme der deutschen Vorschläge überbaunt gesprochen baben, kann man als tendenziös und irrig bezeichnen. Es liegen nach dieser Richtung din keinerlei Mitteilungen vor. Bergmann hat man bisher nicht gebört und ob man überbaupt ihn versönlich hören wird. das scheint sehr fraalich Vielleicht ist es im jetzigen Stadium der Verhandlungen nicht einmal günstig. Von einem Beschluß, ihn und seine Vorschläge aber abzulehnen, ist dier jedenfalls nichts bekannt. Der Eindruck, den man in der Regierung nabetebenden Kreisen über die in Paris vorgelegten Pläne der Alliierten hat, läßt sich kurz dahin zusammenfassen, daß der englische Plan insolge seiner wirtschaftlichen Einstellung zu den Dingen durchaus als Diskussionsarundlage angesehen werden könnte, während der französische Plan als ein ausgesprochenes volitisches Dokument eine Verhandlungsmöglichkeit überhaupt nicht bietet. Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen. lungen in der VBerliner Metall in dust einer Korresvondenzmeldung zufolge gescheitert. Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen der Arbeiter ab und ersuchten, mit Rücksicht auf die Pariser Verbandlungen auf neue Lohnerhöbungen zu verzichten. Die Arbeitervertreter lebnten dieses Ansinnen ab unter dem Hinweis auf die neue Verteuerung der Lebensmittel und Bedarfsartikel. Provinzielles. Meppen, 3. Jan. kreisen besteht, wie die„Deutsche Wochenzeitung fü Niederlande“ meldet, das Vornehmen, den Bau Eisenbabnlinie Stadskanal—Reichsarenze nach M finanziell zu unterstützen, wenn deutscherseits W der Ems durch die Schleusen von Ter Avel trockener Zeit geliefert wird. entendie — der Mepven sser aus auch zu wur ten wand Ferngläser. 2. Die deutschen Schulden werden hierdurch auf den Betrag der Serien 4 und B. alle auf 50 Milliarden. verabgesent. 3. Deutschland werde ein Moratorium von zwei Jahren gegen Bfänder. Über die später gesprochen werde. gewährt. and werde in kür von mindestens schwerer E e Jagdhütte der echen verübt. Eine wand wurde mittels Sprengstoffs ausgesprengt. Eine im Innern befindliche eiserne Kiste wurde ebenfalls gesprengt. Mitgenommen wurden die ganze Porzellan und Kücheneinrichtung. 19 wollene Decken, 2 Ferne ein Posten Wein und anderes. Von der Möhnetalsverre Regentage brachten der### einen großen Zufluß an Wasser. am ersten Schiebeturm der Sverrmauer bei einer Wassertiese von 31 Meter e 117 Millionen Kubikmeter an. Sollte und regenreicher Nachwinter einsetzen becken der Möhnetallverre in diesem Jadre wieder zum Ueberlauf kommen. Bis dahin sehlen immerhin noch 18 Millionen Kubikmeter. Die letzten e wiederum erstandsmesser Tage t von 8 zeigte dieser einen Inhalt lte noch ein schneedürfte das Sperr Jahre wieder zum Goldmark ung der nds verwendet werde nach den Vorschlägen der ftlichen und finanziellen Sachverständigen, die den Reichskanzler nach Berlin berufen würden. Rest solle während der Periove des Moratoriums unter den reparationsberechtigten Alltierten verteilt werden. Die deutsche Regierung verpflichte sich zu erreichen, daß die deutschen Banken und Industriellen den Minimalbetrag tieren. 5. Zur Garantie für deutsche Staats tionskommission von werden. 6. Die Mächte, die auf Nevarationen Anspruch verlangten von Deutschland die Fortsetzung der— lteferungen. Diese Sachlieferungen würden Deutschla aus der deutschen Anleibe bezahlt. 7. Während der Periode des Moratoriums würden die Befugnisse der Neparationskommission wenn nora verschärft. Sie bätte darüber zu wachen. daß die deutsche Reg erung alle notwendigen Mußnahmen ergreise, um die Mark zu stabilisteren, um die vom Garantieausschuß festgelegten Finanzreformen auszuführen, das Budgetgleichgewicht wiederberzustellen. um alle nicht unerläßlich notwendigen Ausgaben zu unterSrücken, namentlich die, die na auf die öffentlichen Arbeiten beziehen und um einen größtmöglichen Ertrag an Steuern sicher zu stellen und die Inslation einzustellen. 8. Wenn die Perjode des Moratoriums vorüber und der Kredit Deutschlands wiederbergestellt sei. werde Deutschland die Revarationszahlungen mit Hilfe von Anleihen wiederaufnehmen, die er übrigens schon jetzt abschließen könne. 9. Nicht der italienische Plan komme gegen eine gewisse Vergütung und vorherige deutsche Zahlung in Betracht. Die produktiven Pfänder italienische Regierung vorschlägt. sind die Handel und Gewerbe. 1 Dollar= 7506 Mark. Amtliche Devisenkurse. Geld Bries Geld Prie 3007.50 2855. .... 651.11 553.89 583.66 536.31 1sch= Ochetreich: 1043 1048 1633 1645 Berliner Börsenbericht voen in Verlanst dus Vorgistgg, und pom Dührg, da, antzichten — wegen der schrossen Siellungnahme Praufreiche in der Roen. Gleichwohl etöffnede der Efsektenzent ein. wie Phöntr, Riedock, Esenet En. Von Elektrizltstswerten waren Siemeno u. Helose 1300 Prozent niedriger, ferner Nordd. Wolle ziemsich 2000 Prozent niedriger. Banken bewahrten ihre gute Haltung. Schlfsehrtoakiien schwächten sich überwiegend ao. Belstapaplete waren ansangs ungleschmößig und später im Einklang mit der Besserung der Devisenkurse befestigt. Der Verkehr entdehrte jede Lebhaftigkett. Die Haltung blied auch späterhin unsicher. Letzte Nachrichten Die Pariser Konferenz. Die zweite Sitzung. oigenden: 1. Kontrolle über die Ein= und Ausfubelizenzen. 2. Eine direkte Zollerhebung seitens der Alliierten an den äußeren Grenzen des Nheinlandeo, die bereits 1321 durchgeführt wurde. Der Ertraa wird auf 140 bis 189 Millionen Goldmark im Jahre berechnet. 3. Kontrolle der Staatsbetriebe und der deutDominialforsten von den Delegierten der Regierungen oder eine der Revar auszuübende Kontrolle würde auch größeren Holzeinschlag ermöglichen. 4. Kontrolle berswer würde die lenmengen # ia beichten heraufzubeschwören. bündeten Regierungen oder eine der Revarationskommission anszuübende Kontrolle würde auch einen holzeinschlag ermöglichen. rolle der Produktion der Staatske im Nuhrgebiet. Diese Kontrolle Kohlenlieferungen auf das Nevarationskonto sowie die nötigen Kohlenmengen für das Reicheo, die wirtschaftliche Krite in desasten Gebiet Die deutsche Regierung und die Dorschläge der Entente. 9. Berlin, 3. Jan. 1923.(Privattelegr.) na in der Presse sind natürtlichun Alliierten auch zur Kenntnis der Durch die Veröffent! lich die Vorschläge der! deutschen Regierung gelangt. Von einer amtli Uebermittlung an die Adresse der Reichsrevierung kann nicht geredet werden. Da sich Staatssekretär a. D. Bergmann zurzeit in Paris befindet, wird er selbstverständlich wohl von den Vorschlägen Kenntnis erbalten haben, aber dies wird nicht als eine offizielle Benachrichtigung aufzufassen sein. Der amtliche Tert der Vorschläge liegt jetzt im Auswärtigen Amt vor. Das Kabinett ist am heutigen Nachmittag zu einer Sitzung zusammengetreten. Nach unseren Insormationen haben den Anlaß zu dieser Kadinettssitzung aber nicht die Vorschläge der Alliierten gegeben, sondern eine Reibe dringender und laufender Geschäftsangelegenheiten. Daß rian sich in den Kreisen der Regierung mit den Plänen der All ierten beschäftigt, darf als selbstverständlich gelten. Es ist jedoch falsch oder zum mindesten verfrüht, von einer Stellungnahme der Regierung zu sorechen die sie zu den Vorschlägen suche. Die Dinge liegen doch hließlich so, daß abzuwarten sein wird. was in #ris aus dem Wust der Vorschläge sich heraus ristallisiert. Dabei ist es natürlich ebenso klar, daß die WTE hat die über den Im treter WTB London, 3. Jan. (Telege.) Nach der libe Resterurr (Telegr.) besproche ferenz zu vermeiden. Die entstandenen Schwierigzu einem Rompremitz zu eelangen. bereit Um den Vergarbeiterlohn. WIR Berlin. 3. Jan.(Telegr.) Die Verbäude der Arbeitgeder und Arbeitnehmer des Kohlendergbaues führten am 3. Jannar im Reichsarbeitoministerium die Zentrallohnverhandlungen für den Mona: nnar. Da hierbei eine Einigung nicht erziel! werden konnte, setzte das Reichsarbeitoministerium einen Schlichtungsausschns ein, der voraussichtlich am 4. Jannar zusammentritt. Zur Metallarbeiter=Lohnfrage — Berlin 3. Jon.(Telegr.) Einer Norresvon= denzmeldung zufolge beginnen am 5. Januar im Reichearbeitoministerium neue Einigungsve#handlungen für die Berliner Metallindustrie. Zur Unterstützung der unbeschäftigten Studienassessoren. WTB Berlin, 3. Jan.(Telezr.) Um die Rollage der udiengssesloren und Stud na von— nungsjahr auf mehr Nr 3. (Zweites Blatt) Gelsenkirchener Zeitung. Donnerstag den 4. Januar 1923. W O Am Feste der Hl. Dreikönige, Samstag, den 6. Januar, erscheint keine Ausgabe der Gelsenkirchener Zeitung. Anzeigen für die Freitags-Nummer, die auch am Samstag aufliegt, werden bis heute nachmittag 5 Uhr entgegengenommen Geschäftsstelle der Gelsenkirchener Zeitung. sätzlichen Einstellung zu sittlichen und weltanschaulichen Fragen überhaupt. Um so lebendiger muß die christliche Arbeiterschaft in der Geltendmachung ibre# weltanschaulichen, sosialen und staatsvolitischen Auffassungen sein. Die Konferenz setzte einen Ausschuß ein, der unverzüglich bestimmte volitische und parlamentarische Aktionen vorbereiten soll. Der rheinische Friedens. pakt. Erklärungen des deutschen Außenministers. 1 Berlin, 3. Jan.(Telegr.) Reichsminister des Auswärtigen Dr. von Rosenberg äußerte sich auf die Erklärungen Poincares vor der Pariser Konferenz über den von der deutschen Regierung vorgeschlagenen Friedensvakt folgendermaßen: Die Rückfrage der französischen Regisrung, weshalb Deutschland die Geltungsdauer des von ihr vorgeschlagenen Rheinvaktes auf ein Menschenalter beschränkt, ist uns weder durch eine vermittelnde Macht, noch aus einem anderen Wege zugegangen. Hätte die französische Regierung eine längere Geltungsdauer angeregt, so wäre dieser Anregung selbstvernandlich gern entsprochen worden. Der dehnungsfähige Ausdruck Menschenalter war ja gerade in der Absicht gewählt, für die Aussprache über einen genauen Zeitraum die Wege offen zu halten. Ein Menschenalter ist kein fest umrissener Begriff, er hat nur die Bedeutung, daß er mindestens 30 Jahre umfaßt. Also eine Beschränkung nach unten, aver keine Beschränkung nach oven. Für die Reichsregierung, die eine 15jährige Besetzung der Rheinlande ablosen wollte, kam es darauf an. Frankreich für ein Mehrsaches der vorgesehenen Besatzungsfrist Sicherheit und Berunigung zu verschaffen. Für eine Nevanchepolitik, die Poincare wiederum ais feststebendes Faktum einstellt, fehlen in Deutschland alle materiellen und bei der weit überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes auch die seelischen Voraussetzungen wenn Erankreich sie nicht selbst schafft Eine Versassungsänderung würde bei Annahme unseres Vorschlages nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland notwendig geworden sein. Aber wenn es darum bandelte, den Frieden sicherzustellen, hätten die gesetzgebenden Faktoren in Deutschland sicherlich Antrage auf eine solche Verfassungsänderung nicht widersetzt. Deutschland hat nicht das Geringste dagegen einzuwenden, daß England oder die Vereinigten Staaten den vorgeschlagenen Pakt durch besondere Zusagen an Frankreich ergänzen oder garantieren. Aus diesem Gedankengange deraus sollte ja England der Partner und Amerika der Triubönder der Vereinbarung sein. Daß Artikel 10 des Völkerbundsvaktes den von Deutschland vorgeschlagenen Pakt nicht überftüllig macht, gidt Poincare selbst zu, indem er zutreffend darauf hinweist, daß Deutschland als Richtmitglied des Völkerbundes den Verpflichtungen aus dem Artikel 10 nicht unterworfen ist. Soviel steht nach Poincares Mitteilungen an die Konferenz der Ministerpräsidenten fest, daß die gestrige Havasmeldung, wonach ein deutscher Vorschlag weder an Frankreich weitergegeben, noch von Frankreich abgelehnt wurde, salsch war. Poincare gibt selbst zu, daß er den Vorschlag erhalten und ihn abgelehnt hat. Die üblichen Verunglimpfungen jeder deutschen Aktion als grobes Täuschungsmanöver, als eine Falle und gefährliche Heuchelei sollen lediglich bemänteln, daß unser Vorschlag mit sachlichen Argumenten nicht bekämpft wurde und auch nicht bekämpft werden konnte. * = Paris, 3. Jan.(Telegr.) Das amerikanische Staatsdevartement teilt mit, der Vorschlag des deutschen Reichskanzlers über einen Vertrag zwischen Deutschland, England, Frankreich und Italien, während einer Menschenalters gegenseitig keinen Angviff zu unternehmen, sei vom Staatssekretär Huabes der französischen Rezierung deshalb nicht übermittelt worden, weil eine vorherige ossiziöse Untersuchung den Beweis erbracht habe, daß dieser Vorschlag von Frankreich nicht angenommen werden würde. — Damit wird zunächst die Begründung der Havasagentur abgetan, der Vorschlag sei unklar gewesen und deshalb nicht Übermittelt worden. An der Tatsache aber, daß Frankreich den Vorschlag amtlich abgelehnt hat, wird nichts geändert. Ob man einen Plan ablehnt, der einem vorgelegt wurde, aber ob man erwa auf die Frase: dürfte ich einen solchen Vorschlag vorlegen? antwortet: es hat keinen Zweck, denn ich lebne ihn doch unter allen Umständen ab, ist völlig gleichgültig. Die Tatsache bleibt also besteben: Frankreich hat das Ursebdeangebot amtlich abgelehnt. Deutschen Konferenz der Arbeiter=Zentrumsabgeordneten. 1 Am Dienstag tagte in Essen eine außerordentliche Konferenz der Arbeiterabseordneten der Zentrumspartei des Reichstages, des Preußischen Landtages, des Staatsrates und des vorläufigen Reichswirtschaftsrates. Die Abgeordneten waren vollzählig erienen. Die ungewöhnlich gespannte Zußenvolitische und wirtschaftliche Lage sowie die tiefgehende Erregung der Arbeiterzentrumswähler über die Schwierigkeiten und Hemmnisse, die besonders in den letzten Monaten auf sozialvolitischem Gebiete und bei der Besetzung von Verwaltungsstellen zutage treten, gaben dieser Konferenz ihr Gepräge. Es bestand Einmütigkeit darüber, daß die verzweifelte aubenvolitische Lage des Vaterlandes Opfer von allen Kreisen erfordert. Die Vertreter der christlichen Arbeiterschaft gaben aber ihrer Emvörung darüber Ausdruck, dab bestimmte Interessengruoven diese Opfer einseitig auf die Schultern der breiten Massen abwalzen wollen. Von Tag zu Tag wachsen für die Arbeiterschaft und die anderen herabgleitenden Schichten des Volkes die Schwierigkeiten, auch nur das nackte Leben zu fristen. Die katastrovhale Preisentwick. lung für die notwendigsten Lebenomittel und Bedarfs gegenstände treibt die Dinge auf die Soitze. Gleichzeiti mehrt sich der Widerstand gegen die Bestrebungen Arbeitervertreter, auf den Gebieten der Ernäbrungs=, Wohnungs:, Steuer= und Sozialvolitik den darbenden Schichten Erleichterungen zu verschaffen. Die Konferenz bedauerte die Taktik der Sozieldemokraten, die sich in entscheidungsschweren Augenblicken der Verantwortung entzieben, ein Ausfluß ibrer grundReichsamtes im Dur auf 68 508 gegenuber stiegen. Die somit für den Monat Dezembei Vorkriegszeit. Gegenüber müssen. Es darf erwartet werden, daß die Beteiligten den„Erfordernissen Verständnis entgegenbringen.„Sie konnen es um allgemein bei oder werden. ——— lo leichter, als die Verwaltungsgebühren den Gemeindebebörden eingeführt uno — Kollektenbuch verloren. Dem Kollektanten Paul simann aus Canrop. der für die Krüppelanstalin Volmarstein dier Kollekten abachalten hat. lein Gall-Hautenbuch nerlaven negangen. Es handel Ausland. Der Zusammenschluß Großrußlanös. Das zukünftige russische Bundesparlament. WTD Moskau, 3. Jan.(Telegr.) Am 30. Dezembür wurde hier der erste Kongreß der vereinigten sozialistieen Räterepubliken eröffnet. Smidowitsch, das älteste itglied des allrussischen Zentralvollzugsausschusses, sagte in seiner Begrüßungsrede, der Kongreß bedeute, daß alle Teile Rutzlands sich zusammenschließen wollten. Der vorliegende Bundesvertrag stelle die vollkommene Gleichberechtigung aller sich vereinigenden Bundesstaaten fest und gäbe jedem Mitglied das Recht, aus eigenem Entschluß zu beliebiger Zeit aus dem Bund auszutreten. Zum Vorsitzenden des 25gliedrigen Präsidiums wurde Kalinin, zum Ehrenvorsitzenden Lenin gewählt. Nach einem Vortrage Stalins, des Sekretärs des Zentralkomitees der kommunistischen Partei, wurde der Vertrag angenommen, der die Vereinigung der fünf sozialistischen Räterepubliken Rußland, Ukraine, Weibrußland, Kaukasien und Eibirien verwirklicht. Ic 25000 Einwohner entsenden einen Abgeordneten zum vereinigten Kongretz. Ein aus 371 Mitgliedern bestehender vereinigter Zentralvollzugsausschuß wird im Verböltnis zurz Bevölkerungszahl der Einzelrepubliken gewählt werden. Er wird die gesetzgebende Gewalt darstellen. Jährlich sollen drei ordentliche Sitzungen und dem Bedarf entsprechend auch außerordentliche abgehalten werden. Die vollziehende Gewalt des Zentralausschusses ist der „Sownarkom"(abgekürzt aus„Sowjet Narodnych Kommissarow“ das heißt: Rat der Volkskommissare). Der Kongretz nahm auch die Wahl der 371 Mitglieder des Zentralvollzugsausschusses vor. Es werden danach aus der russischen sozialistischen Näterepublik 270. aus der Ukraine 68, aus Kaukasien 26 und aus Weißrußland 7 Vertreter in den Ausschuß entsandt werden. Die Zahl der sibirischen Vertreter steht noch nicht fest. Vorkriegszeit. Gegenüber dem Vormonat beträgt die Steigerung 53.6 v. v.; sie bleibt demnach hinter der Steigerung in den letzter Monaten 165.7 bezw. 102.2 v. H. nicht unerbeblich zurück. Die Inderziffer ohne Berleidungsausgaben stellt sich auf 61.156, ist demnach um 52.7 v. H. höber als im Vormonat. Die Besleidungskonen allein haben sich um 56.6 v. H. auf 116 113 erhoht. Die gexingste Steigerung zeigt die Indereiffer für die auf ga 202 geltlagen hind. Ihre, Höde ist besonders herin wied gebeten bei Kollekten für Krüppelanstalten beionsin lmarstein dier Kollekten ab llektantenbuch verloren gegangen. um ein Buch für die Krüppelanstalten„Jobanna eim" Polmarstein(Pfarrer Arr Aich B. g## Sun.i. Meugi„ Helenen=Heim“, Volmarstein(Pfarrer Arndt'sche Stiftung), Leitung Pastor Victor. Um Unfug zu verhüten. ird gebeten bei Kollekten für Krüppelanstalten besonTokales und Provinzielles. WTB haltungs nung und Gelsenkirchen, den 4. Januar 1923. Die Reichsinderziffer. ie Zeichsinde: en(Ernährung. I ekleidung) ist nach geblieben sind. = Von der Einkommensteuer. Bei dem zissernmäßig gestiegenen Einkommen wiro die endaültige Einkommensteuer für 1922 die nach dem Einkommen im Jahre 1921 bemessenen gesetzlichen Vorauszahlungen vielfach erheblich übersteigen. Die Kassen und Hebestellen der Binanzämter sind daber erneut darauf bingewiesen worden daß sie. ebenso wie sonstige freiwillige Vorauszahlungen auf die für 1922 noch geschuldete Einkommensteuer jederzeit anzunehmen haben. Die Zahlungen werden aber ausdrücklich als Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer 1922 zu bezeichnen sein. Bei dieser Gelegenheit sei darauf aufmerksam gemacht. daß bei Berechnung des Vermögens für die B steuer und die Zwangsanleihe die Einkommen für 1922 vom Vermögen nicht abgezogen werden sowett es sich um die im Jahre 1922 fällig gewordenen gesetzlichen Vorauszahlungen handelt. Darüber d'naus vor dem 31. Dezember 1922 geleistete freiwillige Vorauszahlungen mindern jedoch das vermögenssteuerpflichtige Vermögen. Die Mietszuschläge. Es ist Zweisel aufbetaucht von wann ab die neuen Zuschläge zur gesetzlichen Miete zu zahlen seien. Hierzu bestimmt# 11 des Reichsmietengesetzes vom 24. März 1922 solg „Eine Aenderung der Hundertsätze ist zuläs die Festsetzung von der Gemeindebehörde erfolgt. so auch die oberste Landesbebörde die Sätze ändern. Aenderung wirkt von dem auf den Zeitvunkt der Bekanntgabe folgenden nächsten Monatsersten oder von dem bei der Bekanntgabe bestimmten wwäteren Zeitvunkt.“ Somit tritt die Wirkung der Bekanntmachung des Gemeindevorstandes vom 28. Dezember 1922 über Aenderung der Zuschläge zur Grundmiete vom 1. Januar 1923 abein. = Städt. Bücherei. Auf die Bekanntmachung der Stadtverwaltung die Städt. Bücherei betr. sei an dieser telle besonders hingewiesen. = Unter den„städtischen Bekanntmachungen“ findet sich der Wortlaut der neu erlassenen Verwaltungsgebührenordnung. Zukünftig werden für solche Verwaltungsvorgänge, die„i wache) abzugeben. = Wegen Richtachtung der Breisverordnungen. Von der Bxeseprüfungs- und Wucherstelle wirh uns geschrieben: Seit dem 1. November d. Is. sind folgende Nachrichten über Bestrafungen eingegangen: In 121 Fällen wegen Nichtanbringung von Preisschildern, in je Falle wegen verbotener Einfuhr und Ausfuhr von aren. in 5 Fällen wegen Herstellung von Brot mit Minotmarken. In 2 Fällen se. in 1 Falle wegen illen wegen übermäßi Wurst. bew. Roll Taschendiebe. Am Fahrkarten= Ausgabeschalter am hiesigen Hauptbahnhof wurde einem jungen Mann. der in seine. Heimat fahren wollte, eine ichwarze Britftasche mit 2100 Mart gestohlen. Bankstraße 5. ntner Blei nringe, die zweifellos aus einem Diebstahl men.— Außerdem hält die Polizei eine Kistt elfe mit der Bezeichnung„Meurer u. Wirtz Diebesgut. Bei der Kriminalvoltzei Bankstraße Zimmer 28. befinden sich mehrere Zentner Bi und Eisenringe. die zweifellos aus einem Diebste rdem hält die Polizei eine Kist der Bezeichnung„Meurer u. Wir elektrischen Zündavpara „Fabrik elektrischer Zünder G. mn und einen mit er Bezeichnun b. H. Nr. 19706 in Verwahr. feierte der nachts Aus dem Vereinsleben. hol. Geselzenverein Altstadt. Am Neuz Gesellenverein wie alljährlich sein Wei! son den Da sest. Von den Darbietungen verdient in diesem oie das Bühnenlviel besonders erwähnt zu wen die Theaterabteiluo bot den Weibnochtgoisten der eins das Stück„Eva“ von Rudling. ein Spiel vom ersten Sterben. Die Svieler zeigten sich ihrer Aufgabe gut gewachsen. Besondere Anerkennung verdient die von den zsvorgänge, die„im wesentlichen Interesse einzelner“ lgen. Gebühren erhoben. Der mündliche Verkehr ist ührenfrei. Die Gebühr ist jedesmal sofort gegen Gemeindestempelmarke zu entrichten. gen ist der Gehührenbetrag beizufügen. des Verkehrs ist nicht beabsichtigt. Wo seit Schwierigkeiten einstellen, sollen sie ung einer ichen Anfrag erwend schriftliche.— Eine Erschwerung = Marian. Jünglingssodalität St. Seorg. wissenschaftlicher Kursus: Fortsetzung heute abend im Liebfrauenstift = Deutscher Gewerkschaftshund. kirchen. Der nächste Unterri# —— 5. Januar. werden. Immerhin den Gebühren rechnen Freitag, den 5. Januar. a Schulferien tagt derselbe Ecke Elisabethplatz. Zabt organisierten Arbeiter und den Zahlen in() die zweite auf Im Tichte der Gelsenkirchen im Monat November. 10). mal auf böswilligen Anruf. Zahl angegeben, so bezieht sie sich. eingeklammerte Zahl angegeben, so esonders der Vormonat zum Vergleich dienen 92 mana! In nur wan nihe beer.—.— auf den gleichen Monat des Vorjahres. : D i e f o r t g e s c h r i e b e n e E i n w o h n e r z a h l d e r S t a d t Gelsenkirchen erreichte Ende November den bisber in diesem Jahre döchsten Stand von 182 kommt aber noch nicht den vorigen Jahres von 183007 gleich. Dir s. zunahme, die sich gegenüber dem Vormonat und dem gleichen Monat des Vorjahres verlangsamt hat, betrug 72(972. 995) Personen und ist durch einen Geburtenüberschuß von 192(210. 245) und einen Wanderungsgewinn von 81(762. 750) bervorgerufen. Lebendgeburten waren 383(364. 464) zu verzeichnen, also wiederum bedeutend weniger als im Monatsdurchschnitt der verflossenen Monate des laufenden Jahres (435.2) und der Jahre 1921(436.6) und 1920(429.1). Es fanden 218(234. 232) Eheschließungen statt. darunter 3. bei denen beide Brautleute unter 20. und 1(1. 1). bei der beide über 60 Jahre alt waren. 2 Innerbalb der Stadt wechielten 267(259. 229) Familien und 1186(1105. 973) Einzelnstehende die Wohnung. Die Zahl der von hiesigen Hotels und Gastbofen als Gäste angemeldeten Fremden betrug 686(618. 879). Der Bevölkexungswechsel mit auswarts. der schwächer war als im Vormonat, brachte einen Zuzug von 2410(3127. 2317) und einen Wegzug von 2329(2365. 1567) Personen. Bei den Bergleuten trat ein Wanderungsverlust von 28 Personen ein. während bei den übrigen Berufen der Zuzug den Wegzug überwo undbe Der Ge szustand der lkerung war. #r Gesundo an den vorbandenen Zahlen gemessen. schlechter als im ormonat. Die drei großen Krankenhäuser waren am nde November mit 1106(1000. 964) Kranken. d. k. zu 85.7(77.5. 74.7) v. H. belegt. Die Zahl der Verpflegungstage in diesen Anstalten stieg auf 29774(28 332. 27317). Im städtischen Säuglingsheim waren am Monatsschluß 68 (70. 62) kranke Säuglinge untergebracht. Die Anzahl der Veroflegungstage ging bier auf 1898(2062. 1211) herab. Die Orthopädische Kinderklinik hatte am Monatsende 62 (38. 29) Pfleglinge bei 1173(1041. 953) Verpflegungstagen. Die Zahl der volizeilich gemeldeten Insektions ken ging auf 45(30. 92) berauf. Am bäufigsten trat rlach auf. Am zweithäufigsten die evidemische GenickDie Zahl der Todesfälle stellte sich im Berichtsmonat auf 191(167. 235), darunter 17(13. 16) von Ortsfremden. Unter den Todesursachen steben wieder bei weitem voran die Erkrankungen der Luftwege. In der städtischen Gesundbeitsfürsorge hielt sich die Tätigkeit der Fürsorgerinnen und die Inanspruchnahme der Schulfürsorge, somie der Säuglings=. Tuberkulosen=, Krüppel= und Geisteskrankenfürsorge ungefähr auf der Höhe des Vormonats. vember 34 990(1. 10. 22: 35 623) im Gelsenkirchener Bergbau und 37 908(37 510. 33 832) in sonitigen Betrieben des Stadtbezirkes Beschäftigte auf... rII nahm bei den für den wi „roffenen Armenoflege den für weite Schichten immer drückender werdenchaftlichen Verhältnissen weiter zu. Die Bautätigkeit zeitigte ei 7. 22) Wohngebäuden mit 18(8. 101 ering die Entlastung des Wohnun iesen bescheidenen Juwachs ist. wird Wohnungsamt erkungen für 8., Die Städti nen Zugang von 6 101) Wodnungen. Wie Wohnungsmarktes durch uwachs ist. wird durch die nunmehr vorliegenden 8729(8577. 6826) VorIm Städt. Schlacht= und Zahl der Schlachtungen gegen, den Vormonat etwas zu übertraf bei Großvieb, Pferden und Eseln die Zab onats des Porjadres, während sie bei etwa zwei Fünftel. be und übertraf bei des gleichen Monats einen des iebhof nahm ormonat etwa #d Eseln d während einen nur etwa zwei Fünttel, bei Schafen etwa ein el und bei Kälbern etwa vier Siebentel der Zabl gleichen Monats des Vorjahres betrug. Auf dem itig! Viebhofe hielt sich der Auftrieb ungefähr in der Höbe des des Vormonats. reichte aber bei weitem nicht an den Verkehr im November 1921 beran. Die Kleinbandelsvreise setzten ihren Sturmlauf nach oben weiter fort. Die Städt. Arbeite 058 25) mal aus, davon 7 rschaft verminderte sich auf e antuy. Sie schaffte 216(187 233) mal Kranke fort. Das Städt. Gaswerk gab 1.45(1.40, 1.61) Millionen Kubikmeter Gas ab und sorgte fur die Strabenbeleuchtung mit 1106 Laternen. Um Stadtbad. dessen Schwimmballen geschlossen waren, verkebrten 8524(12824 Abr. e Dirkes.* eilnahme Ingestellten wird un esbern Paneh, eecrceter fune, terech Win Landsmann. der Dichter und Rezitator Robert Jobannes. in der ersten Hälfte der Westfalen, um in den Heimatver tungen in ostmärkischer Mundart.— uf, daß Herr Jobannes am 6. d. —. eintrifft. wird die Monatzeitig mit dem Vortragsabend verbe.—, siche Tei Hertumt uun. 5. Uhr. in Nerrt eakere t: um 6 beginnt#.—.—— Uhr tritt Robert Anz.) im November (12 824. 25 869) Beliche Protekversammlung ab. adt. Bücherei erweiterte ihren Bestand auf nde und hatte 6976 Leser. die 8895 Bände 14554 8 entliehen. Im Stadthafen wurden 2577(6310. 3306) Tonnen und bei der Hafenbahn 20 727(20 166. 11 345) Tonnen umgeschlagen. Die Privathäfen batten einen Umschtag von 159 224(im Vormonat 272.037) Tonnen. Der Verkehr auf der gesamten Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn hat im Oktober gegen September weiter nachgelassen. Die am 1. Dezember 1922 veranstaltete Viebzublung ergab gegen 1921 eine Abnahme der viehhaltenden Haushaltungen und der Stückzahl bei sämtlichen Viehgattungen mit Ausnahme der Esel. Die Ersorschung der Lebenshaltungskosten(sogenanntes Existenzminimum). Das November=Exgebnis der auf Grund der Haushalbücher von 31 Familien ausgeführten Berechnungen die weitere Einwirtung der steigenden Teuerungsauf die Wirtschaftsführung der drei Grupven von tilien. Die Beziehungen zwischen Teuerung und shaltsausgaben sind bei allen dreien auch diesmal wieder von einander verschieden. Die Durchschnitts=urbeitenfamilie hat im November 37549 Mark gegen 23442 Mk. im Oktober ausgegeben, mithin 60.2 v. H. mehr. Die Steigerung der Ernährungskosten allein machte 473 v. H. gegen den Vormonat aus. Die Ausgaben für Nabrungsmittel betrugen ##rlich, 23041 Mark gegen 15 646 Mark. Sie beliefen sich 4 v. H. der Gesamtausgabe gegen 66.7 v. H. im Vormonat. Infolgedessen konnte im November ein geringes mehr für Kleidung und Schube ausgegeben werden als im Oktober. Jedoch sind diese Anschaffungen äußerst bescheiden zu nennen. Wäsche wurde sogar weniger angeschafft als im Vormonat, Es wird zutreffend sein. was ein Arbeiter an Stelle sonstiger Eintragun#en in die Hausbaltungsbuchspalten für„Kleider. Wüsche und Schube“ schrieb:„Es feblt von allem. langt aber nicht!“ Wädrend sich der Verbrauch von Brot. Fleisch und Fett auf der Höhe des Vormonats hielt. setzte sich der Rückgang des Milchverzehrs fort. Der Einkauf von Kartoffeln hat gegen den Vormonat. in dem Vorratskäufe getätigt wurden. nachgelassen. Bei der Durchschnitts=Werksbeamtensamilie beträgt die Novemberausgabe 53 109 Mark, also 67 v. H. mehr als die Oktoberausgabe. die sich auf 31801 Mark belief. Die Aufwendungen für Nahrungsmittel sind bei der Werksbeamtenfamilie mit 25979 Mark nur wenig böher als bei der Arbeitersamilie und haben sich gegen den Oktober, wo sie 19 128 Mark betrugen, um 35.8 v. H. erhöht. Von dem größeren zur Befriedigung sonirger Lebensbedürfnisse verwandten Teil der Gesamtausgabe entfallen 22.8(im Vorjahre 15.7) v. H. auf Kleider. Wäsche und Schube. Diese Käufe wurden offenbar dadurch begünstigt, daß die im Vormonat beobachtete besondere Eindeckung mit Kartofseln und Fleisch in diesem zum groben Teil weafiel. Auch der Milchverzebn wurde auf die Hälfte eingeschränkt. Im übrigen b#elt sich der Brot=. Fett= und Eierverbrauch ungefähr im Rabmen des Oktoberverbrauchs. Während die Durchschnittsfamilie eines Reichs=, Staats= oder Gemeindebeamten mit 53717 Mark die größte Gesamtausgabe zu verzeichnen bat. ist bei ihr deren Anwachsen gegenüber Oktober bei den beiden anderen Familien. Ihre Novemberausgabe beläuft sich auf 36 v. H. der Ausgabe im Oktober. die 39 484 Mark betrug. Bei ihr stiegen jedoch die Aufwendungen für Nabrungsmittel um 71.5 v. H.(32.898 Mark November gegen 19 177 Mark im Oktober). Insolgeböbte sich der Anteil der Ernäbrungskosten an der esamtausgabe auf 61.2 p., H.(486 v. H. im Vormonat). s trat somit erne erhebliche Einschränkung der übrigen usgaben ein. Z. B. gingen die Aufmendungen für leider. Wäsche und Schube von 292 v. H. im Oktober an und benal das Ueberf werden mußte. I Waße. Posise "— Wattenscheid, 3. Jan. Am lang es dem Wächter von Borem, Ainen Viel fassen, der auf der Zeche„Holland“ Zinkblech im von 180000 Mk. gestohlen hatte. Das gestoblene konnte der Zeche zurückgegeben werden. im Kle det eider, Wäsche und s e ec auf zuführen Die beiden Durchschnitt 35 auf 11.3 v. H. im Berichtsmonat tnis zu den übrigen Familien boben Mnt mittel sind u. den stärkeren Berufsfeuerwehr rückte 17(21, lbwitere und (9. 11) mal zu Bränden und 1(5. verschaffen. den Familien bol elerei eicle. Junggesellen haben im omber ausgegeben gegen 19 805 Mark im Oktober. Es ist noch nichtaelungen. den Berechnungen für den Junggesellenhaushalt eine damit sicherere Grundlage zu :# Aus der Umgegend. Nuen 8 munder 3. Jan. Der Bau der neuen Dorte In der Näbe der Rennba na. Da die Baukosten sind und die Stadt ihre Kräste über uin der Näbe der nabezu vor der Fertiostell hergeleben doch geworden Aufbeingung der Kosten.—— hat. so int eine neue Einigung mit r Kaserne getroffe esto nur chter sein. umgestoßen und ein hfassen warden, nachden Zeitraumes von 30 eingeräumt bleibt. mit 27 Millionen Mark veranschlagt. sie sich aber auf mindestens 160 Mark erhöbt. ionen "— Livpbora. 3. Jan. Im hiesigen Kirchsviel in der Bauezschaft, Ebbecker ist ein schrecklicher Naubmord verübt worden. Als der Sohn des Kötters BernKachden Rachdar. Peide ium. Pptelt, dolte ar den drangen in das Haus ein und * 55jähri zertrüt den. Die Mörder Erlös von verkau die Schwester war erdrosselt wor es wahrscheinlich auf einen erlos von verkauften Schweinen in Höhe von etwa 200000 bis 300000 Mark abgelehen. Diese Summe seblte, auch fehlte die Uhr der Ermordeten. Sämtliche Betten und Schränke waren durchwühlt. Soweit festgestellt werden konnte. sind urch verdächtig gemacht, daß sie am Rucrle Schnur hatten, wie die zur Erdrosselu: hen Mädchens benutzt worden ist. * Köln, 3. Jan. Am Sonntagabend gegen 11¼ Uhr waren, swei Kriminalbeamte in einer Schenke a Köln=Mülbeim. um nach Einbrechern zu fabnden. Sie eine gleiche des unglücklichen Millionendiebstühle an der Tagesordnung. 1#essen, 3. Agn. Die schweren Eindruchediebsädte. bei dugen Werte von Millionen Mark erbeutet werden, baben in den letzten Wochen in Essen in veradezu auffallendem Maße um sich gegriffen. Die Tagespresse wimmelt von Belohnungen, die in einer Höbe von Hunderttausenden für die Erraittlung von Einbrechern bem. " der gestodlenen Waren ausge kord mit 1 Million Marl Firma Dreofus, der in und Silberwaren im Werte edlen worden sind. Di. n gelegenen Eriseurnd durchbrachen, in u. In einem anderen vialbaus Salemon, Limbeckervlatz Diwandecken im gestoblen. Disetzt eine Belobnung von 60000 Mark der Einbrecher aus, die ihr Wäschegestoblen baben. Go reibt sich Langebot an das andere. Bemerkenswert alle diese und andere schwere Einbruchsder Silvesternacht verübt worden sind. Beerst vor kurzem im Warenhaus altWerte von vielen Millionen Mark geiche Einbruchediebstädle wurden in der des Kaufmankr Freudenberg und Beielstein verübt. Die Essener Krihat alle Hände voll zu tun, die zahlreichen entsaltet eine fieberhafte Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen Gerichtliches. 8 Reufire rieden sbruches und bamaligen Unru in Mitleiden a1t un Nachklänge zu den Unrubetagen. An bis unrubiorn Tage des Jahren 1919 erdlung vor der Essener Strafkammer, in der sich Friedrich Strig aus Stoppenderg und August akerndera unter der Anklage der Tiere als Lasttrüger. Die Fädigkeit. Lasten zu tragen ist sehr verschieden. Der Ochle kann döchst. gramm belastet werden und dann jäglich eimnen Weg von o Kilometer zurücklegen. Das Kamel kann mit einer ###laitung von 200 Kilogramm täglich 100 Kilometer mit seiner Weschwindigteil von 10 Kilometer in der Stunde auguß zurücklegen. Das Maultier trägt leicht 150 Kilogramm Echelialehwindskat die 95“ brk. ginerpenschaft gezogen. Eo fanden Bergarbeiterversammlungen71— in Katernborg statt und im Anschluß an eine solche Versammlung,— auf der es sehr geräuschvoll hergegangen war, ordneten sich die BerI. Blarhlpan. ist dies seine Mandelgebäck ein Erzeugrgenlandes und kam von da wie so vieles. uch Venevig. Die klügen Kaufleule An ns mit 75 KiloWeg Theater und Veranstaltungen. Das Butzteöurean bun Gewerlseselns d: Oereetiitmi une: Stehazen: Zeiler, Eisel, wurbe durch einen Ropfund wer lauge Seit bei leinem Revierarzt, ia Behandtung. Do koine Hoilung einsann den Verwundeten dom katd. Krankenvon Dr. Reimer bebandell wurde. Em Wohnung des Zechendirekters ka es zu lebhaften Austritten; und schließlich drang eine ganze Anzuhl von Demonstranden in die Wohnung ein. Verschiedene Behältni“e wurden erbrochen, Hausrat in den Hofraum geschafft und nun sieten die Demonstranten üder die Sachen her und plünderten. In iser Jolgezeit hatten sich die Demonstranten vor der Esener Strafkammer zu verantworten. Zu den Te lnedmern zählten aug die de den Angeklagten, die lange Zeit hindurch adwesend waren und deshald nicht zur Verantwextunß gezegen werden konnten Dem Lngeklagten Krusikat, der sich in der Zwischenzeit verheitatet konnte lediglich Hausfriedensbruch nachgewiesen werden, während abe Strick„„ der Mitangeklogde Strick geständig war, sich auch an dem Diebstab! in der Wohnung des Jochendirekkore beie ligt zu haben. M.i Rücksicht auf die dawaligen erregten Zeiten erkannte die Straftammer au milde Strafen und verurtellte den Angeklagten Krustkat zu 2 Weänguis. Sie billigte ihm außerdem eine Bewährungsfrist lunn einer Geldbuße von 20 000 Ml. zu. Der“—“ eine Gelängutsßrale von S M Prätens 3 des Mannen Bei den Beziehung.n zwischen 1 stadten wurde der Geschaftszweig tragen und faßte besonders in den Venedia erlernten die Produktion und brachten die Ware in den Handel als panis Marci. Brot des heiligen Markus. zwischen Venedig und den Hanseeig auch nach letzt nd faßte besonders in den Ostieestadten se von wo wir noch heute den Marzipan bezieben.#.— für das Gedeihen und die Ausbreitung der Erzeu.16: Memel und anderen Orten war Wäldern der Letten. Kuren die man schon fast Pastor Bielenstein eene er in— Zirkus Karl Hagendesk. Essen. Eo ist der Direktion gelungen, die weltberühmte Edn Mustafa=Truppe, orientalische Akrodaten und Cguilibristen, bestehend aus 7 Personen, zu 1 Die Truppe kommt direkt aus dem Ausland nach Essen zum ersten Mal 4 Roudato, Luft=Schauspiel, Phoutasie gelanzt vom gesamten Ballettpersonal. Neue Freiheltsdressuren, geführt von Fuau Direktor Althoff. sowie Corto und Walter neuen Spässen. — Städtische Veranstaltungen in der Stadthalle. Heute 7 Uhr Gastsp el des Stadttheatero Dortmund für die Vormietegruppe Rol. Zur Aufführung gelangt:„Maria Stuart“. Trauersplel von Friede. v. Schiller., Programme sind bis heute mittag 13 Uhr im städtischen Theaterbursau und von 6 Uhr ab an der Abendkasse erhältlich. Einmittskarten sind nicht mohr zu epflichten. Lußerdem Ballen, vormit mend Niederrhein. Wetterdienst Aachen=Essen. = Witterungsübersicht vom 3. Jan. Wir befinden uns im Wirkungebereich kräftigen oseani der an seiner Westseite weitere Randtischeint.— Aussichten für Donnerstag u änderlich, zeitweise auch trübe mit gering Temp. naturen schwankend. aber durchschr ändert. n Tiefdrucks. s zu entwickeln und Freitag: Versen Niederschlägen. nittlich wenig gebaues von Zucker in den Siedlungen und vor Erfindung gewinnung.— Zuckergewinnung aus Runkelrüben Fürmittel boch. Die volnicchen Fürsten und der DeutOrden bezogen davon nicht unbedeutende Einkünfte. stand der Preis Deut Bo gen geseiches von Sie müssen Raubmord am Sylvesterabend. Geschäbigung des Geb'rus) im Au.= Berlin, 3. Jan. Die Kriminalität des Jahres knd die Voraussetzungen für die Bewini. 1922 schloß noch am letzten Tage mit einem Kapital*verbrechen im Nordwesen der Stadt. Am Silvesterabend wurde der Mordbereitschaftsdienst nach dem Hause Helmbolturaße 21 gerufen, wo der 60jährige Schne. dermeister Georg Albach ermordet aufgefunden worden war.[Essener Der Schneidermeister, der von seiner Frau getrennt Kriedri lebte, wohnte seit mehreren Jahren in einer Zweizimmerwobnung im dritten Stockwerk. Er war ein Sonderling und galt als reich und sehr mildtätig. Zu seinen Geraussetzungen fü: A Sad altlnl an noch in dem Schreiben: Go wird Ihren dodoch m Entrag aus Witwenbeihilfe gemäb 8 49 des aber der Gowervverein nitht zufrieden. Durch der Sutachten des zuers bebenbelnden Vrates Dr. Keimer beantragt. Beide haben ihr lauten. 1021 im dieligen Handel und Gewerbe. 50 Jahre Essener Kredit=Anstalt. Jahre— ein halbes Jahrbundert— besteht die nstalt. die im Jahre 1872 von 50 Jad. lener Kredita Grillo riedrich Gril Am 31. Dezemb ktionär“, das hiermit, das der am 33 Juni 19 ##kerbene Krierebeschübie“e Nuguß.—— beines Sesichtoschufses gekorden I6. Dieler hat“e lähmung(linke Seite) geführt, die ibn erästg ungefähr vier Wochen dauernde Kranken von der Schußnarbe aus eine(Tebas Schtrus und damit zum Tade Tro See#ecns icdm Zwuisel die Felige de9gz.: Dr. Reimen, kath. Krankenhaus, Gickel. ler, welcher am 23. Juni 1931 gestorden Behandlung wonen einer Entzündung der Erkronkung toat eine Lühmung der Thrpesbäls n und Loller wurde denwenen von mir u en senn vun war wenen Kevfichmerzen: und Sch—indeigeflls er häufieer in meiner Bedandlung. Die Lähmung iR els Krieasfelgs anaufehen und würbe auch sehr wehrscheinTod gur Folos gedabt haben Dos aufsllioe Kiaantreten der * i Rrauleubens In Sooi nicht als Umache des Todes hut aber violleicht be' dem entkräfteten Wenschen den muret die eigentliche Arfache in aber die Folge des eriu 17. Junvar 1933. Dr. Srobugn u. reichte das Nahteschutzburean mit den beiden Gutachten an 21. Jonnar 1923 die Klage am Kriegsversorgunaspericht in Rochm a. Nach langer Dauer fund dann um 9. Deuember 1922 ein Term'n satt, in dem der Feau die Witwen= und Hüllencorte zugesprochen wurde. Es worde von der Frau ein Verschuß beantragt, welcher arch gwehrt worde. Im 11. Dezemver erhielt die Frau einen solchen von 27 6se BR. amchlt. Unbestreitber is dieses ein bedeutender Erfolg des Gewerfvereinz. surschen an. die auf— er sangen. So hatte er noch zuletzt zwei junge inner, d'e am zweiten Weihnachtsse ertag auf dem Hofe gesungen hatten, beberbergt. Einwandfrei steht fest, daß die beiden sich bei Albach bis zum Samstag aufend vier Burst dann gebört, n# e in der vier ing des Schneiders sehr lebhaft zuging, die vier en sangen und schrien und schienen, dem Alkobo zusprechen. Um 10 Uhr abends ist Albach no Ten achbarn nung schen uzuf worden. Ob und wieweit die Burschen. die der Ermordete zuletzt bei sich aufgenommen hatte, mit dem Verbrechen in Verbindung stehen. bedarf noc der weiteren Untersuchung. Auf die Aufklärung des Verbrechens und die Fe mahme der Täter ist eine Belohnung von 20000 Dék. ausgesetzt worden. Fillo gegründet wurde. — Jezember 1871 meldete der„Frankfurter Aktionär“, das damals führende Börsenblatt:„Kaum ist die Kölner Kommerz= und Wechselbank ins Leben gevon der Gründung einer Wir hätten dann in von vier neuen Kreditstfalen erlebt. Ob diese ein giediges Feld für ihre Tätigkeit bei aller regen EntBach ge8., PFra alich. Handels finden werden, ist enn auch dem Plane Grillos gegenüber manche erigkeiten aufstanden. Umsicht in der Leitung der fte. ein klarer Blick für alle Entwicklungsmöglichund andere gute Eigenschaften des tüchtigen Getsmannes brachten das Werk zu vollem Erfolge. Heute dem Stammhaus 28 Filialen in den großten und seutendsten Städten Rheinlands und Westfalens angegliedert. Ein anschauliches und klares Bild von der Entwicklung des Unternehmens bieten die Summen der Aktiva. von denen einige genannt seien. Im Jahre 1872 belief sich diese Summe auf 11 824 053 Mark. das Jahr 1913 zeigte eine Summe von 345 740 396 ark und das Jahr 1921 2151 997374 Mark. Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten. Amt Wattenscheid. Ausführungsperordnung zum Reichomietengesetz. Die am 28. November für die Gemeinden Sevinghausen und Munscheid erlassene Ausführungsverordnung zum Reichsmietengesetz ist durch Beschluß des Kreisausschusses vom 29. Dezember 1922 abgeändert worden. Die Sätze sind folgende(ab 1. Jan 1923); 40 Prozent für Steigerung der Hypotbeken=Zinsen. 60 Prozent der Verwaltungskosten. 200 Prozent für lausende Instandsetzungsarbeiten. Abdrucke der neuen Verordnung hängen in den Gitterkästen aus. Mischpreiserhöhung. Nachdem der Westfälische Milchvreisausschuß ab 1. Januar 1923 den Voumischpress ab Station auf 168 Mark erhöht hat und die Bahnfracht und Umsatzsteuer gleichfalls erhebliche Steigerungen erfahren haben, wird für den Bezirk von Stadt und Amt Watte scheid ab 2. Januar 1923 der Vollmischpreis auf 230 Mark. der Butter= und Magermilchpreis auf 120 Mark fengesetzt. Buer. Volksküche. Bei genügender Beteiligung soll die Montag. den 8. d. M., wieder in Betrieb genommen werDer Kaxtenverkauf findet statt jeden Freitag. erst318 Seiten starken mit vielen sehene Denksch g0 Der dopvelte Neujahrstag. es mit zweimal hinIn einer Anlagen und Bildtafeln veren= Ventschrift. die sowohl die Entwictlungsgeschichte der Essener Kreditanstalt würdigt, als auch für den Wirtschaftshistor'ker eine sein herausgearbeitete entwicklungsgeschichtliche Darstellung des Industriegebietes gibt. behandelt Dr. W. Däbritz die großen finanziellen und industriellen Probleme. Die Schrift, die von der Essener Kreditanstalt aus Anden. Der Kartenverkauf findet st malig am Freitag, den 5. d. Mts., vormittags von 9 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr, im Rathause Zimmer 116. Die Ausgabe des Essens erfolgt zunächst nur von der Volksküche am Feuerwehrturm an dor Röckstraf Bei Bedarf werden in den einzelnen Stadtteilen Ausga stellen eingerichtet. Zur Teilnahme sind berechti 1. Kriegerwitwen und Kriegsinvalider werbsleben stehen, over sich aus irge In Not befinden. 2. Alle Personen, die beziehen. 3. Kleinrentner und Zivil Kartenverkauf muß ein Ausweis vo 5. nämlich Jlaß ihres fünfzigjäbrigen Jubiläums herausgegeben wurde. berechtigt: nicht im Erwelchen Gründen rmenunterstützung leat werdan, der zur Teilnahme berechtigt. Die Tellnebmer zu. 1, erhalten diesen Ausweis auf dem Kriegsfürsorgeamt. Westerholterstraße 16. Zimmer 3. für die zu 2. genügt die Vorzeigung det Ausweiskarte des Armenant# der Ausweis im Zimmer 33 des. Der Preis des Essens beträgt je Es wird für jeden Teilnehmer thauses au Tag ter ausgegeben. Glüchau-Prauerei., Akl.-Ges: dien de 23. ordentich: Generalder Aktionäre anf den mr 1921. 4 Uhr Tassserdsans: Vorstandes und des Au das letzte Geschäftsjahr und Vo die Jahresrechnung, die die Entlastung des Vor3. Wahl zum Aufsichtsrat. V berechtist. in der 1933 einschließlich ihre Aktien —.—.— bnan C. G. Trinkaus In Dasseldort, der Commerz- und Privat-Bank. A-d. in Oeisenkirchen, oder in Berlin oder einer anderen Geschiftastelle dieser Bank, der Essener Creditanstalt in Gelsenkirchen oder einer anderen Geschäftsstelle dieser Benk oder einem deutschen Reter durch Bescheinigung nachgewiesen haben. Die Blisez, die Oevian- und Vertust-Rechnung sowie der Geschältsbericht des Vorstandes und Aufsichtsret liegen vom 4. Januar 1923 ab rur Einsicht den 4326 mber 1927. Krätze entsetzliches Hautlucken beseitigt in 24 Stunden unt. Garantie ohne Beruisstör, ohne Schmierk. Beinleiden auch in veralteten Fällen werd. unt. Garantie geh. Flechten nasse u. trochene Eitergeschwüre, Komschort b. Kinfern sowie sämtliche Hautkrankheiten werden unter Qarantie geheilt. Helllasteirt 1. alle Hantkrankbeiten.(25402 Wanne Hiodenburestraße 115. Jedrn Dienstag a. Preit von morg. 9.30—12.15 NININ MIIT AUF DIEREISE! Alte PlatinGoldSilberGege stände, Beillanten kauft zu reellen Preisen. W. 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Das Hauptziel aller Konferenzen besteht darin. eine gemeinsame gesunde Basis für die gesamte Menschheitrökonomie und das Menschbeitswodl zu schaffen: Den Wiederaufbau Eurovas im Geiste der Völkerverbrüderung innerhalb des Rahmens der verschiedenen Nationalitäten. Diees Einheitsziel darf nicht aus den Augen gelassen werden, muß richtunggebendes Moment dieser Konferenzen der Svezial=Sachverständigen bleiben. Aber selbstverständlich können die Finanz= und Regierungsleute selbst kein Rücksicht auf jenes Ziel nehmen. sondern müssen die pekun fären und praktischen Sonrinteressen der Banken und Staaten als ihren Hauptzweck darüber stellen. Hieraus resultiert: Zahlungsfähigkeit oder Zablungsunfäbigkeit der Staaten, die am meisten bedürfen, dies festzustellen wird einer böchsten internationalen Instanz anvertraut. Wo ist und wer ist heute die döchste Instanz, wer revräsentiert die oberste Autorität? Weshalb blieb sic in Genua und in allen nachsolgenden Konberenzen unsichtbar? Vielleicht weil sie noch schlecht organi Platze. Die Diphiberie läßt sich verhüten, auch ist sie bei rechtzeitiger Behandlung beilbar. In vielen Fällen ist nur Unwissenbeit und Sorglosigkeit der Eltern daran schuld, wenn die Kinder an Divbtberie sterben Divbtberie gleicht bald einer schwachen, bald einer bösartigen Halsentzündung, wobei sich stärkerer oder schwächerer grauer oder weißer Belag auf den Mandeln und in deren Umgebung zeigt. Bei schweren Fällen schmerzt nicht nur der Hals, sondern es stellen sich auch Schmerzen im Rücken, sowie allgemeine Muskelschmerzen ein. Die Entzündung greift oft auf die Luftrohre über, E#nung, bis gegenwärüig in allen neutralen w0 sich dann Häute bilden. Treten solche auch am taaten herrscht.—. Die Rodaktion. Kehlkovse auf. so wird die Stimme heiser, und es Ebenso wie in den Konferenzen zu Ghenug und kommen Atmenbeschwerden hinzu. Es int nicht selLaniee trot des hoden Geistes der Einladenden die ten, daß derartige Fälle bei klein Kindern überneutrale Oberbobeit fehlte, welche von oben der die seben werden, was dann bäufig zu Erstickungsbandelnden Parteien zu den Gesamtausgabentode führt. f Sanmte so! Dort, wo schwerer Verdacht der Divhtberie entsteht, ist es für alle Fällc gut, sofort Serum anzuwenden; denn ein Aufschub von 24, ja sogar 12 Stun. den kann verhängnisvoll werden. Das Serum, das bei manchen Menschen wohl für ein oder zwei Tage Unwoblsein hervorrufen kann. ist unschädlich. Da Diphtberie sehr ansteckend ist— der Diohtbeviebazillus kann beim Husten, sogar beim Sprechen und durch die Rahrung übertragen werden— sollte die Infektion nicht nur beim Patienten selbst, sondern auch bei allen mit ihm in Berührung tretenden Personen angemandt werden. Bei Divbtberieerkrankungen muß der Auswurf des Kranken verbrannt werden. Die die Wartung übernehmende Person muß eine waschbare, das Kleid vollkommen bedeckende Schürze tragen. Ein Waschbecken mit Seise muß im Krankenzimmer vorhanden sein, damit Arzt und Pflegerin sich stets vor dem Verlassen der Räume die Hände waschen können. Alle vom Patienten benutzten Ebgeräte müssen in kochendem Wasser, getrennt von dem übrigen Geschirr. gewaschen und sollen ausschließlich von dem Kranken benntzt werden. Das gesamte Bettzeug muß ausgekocht oder der Sonnenstrahlung direkt ausgesetzt werden. Für die wartende Person empfiehlt es sich, eine dopvelt: beit zu repräsentieren, weil sie so trot der großen Macht, mit der sie begabt ist, völlig machtlos in den groben Hauptfragen dastebt? Heute müßte ein neuorganisierter Bölkerverband, der alle Staaten renräsentiert, die absolut neutrale Autorität sein. Die einzige natürliche Verwaltung aber. der Gesamtanleibefonde der Bilker, ein grober, gemeinsamer Weltanleibesonds der Banken: der internationale Weltfonde. Ein solidarischer, internationaler Weitsonds, in erdumschlingenden Kreisen gezeichnet, ein zentralisierter Anleibefonds, darf nicht allein von den einzelnen Anleibeempfängern garantiert sein. sondern von allen Konsortstaaten des Verbandes. Sodann müßte er von den Banken aller Staaten konsolidiert sein und mühle alle Anleibegebenden sicherstellen, unter der höchsten Instanz des Völkerverbandes und seines Nates, des Ausschusses der Banksachverständigen. Die: dürkte vielleicht eine Lösung im Geiste der böberen Völkerverbrüderung sein, zum gemeinsamen Aufbau einer Weltskonomie und alles Zerstörten Bei der Gründung dieser Weltionde müßten die gesamten Kriegs= und Revarationsschulden nach gehörigem Ausgleich an den Völkerverband zum Wohl: des ganzen Weltorganiemus eingezablt werden. Die keindlichen Mächte würden sodann gebindert, direkt miteinauder zu verhandeln zum Schaden der Verbeüderung und des Wodles aller Völker. Die Neparationsfragen würden auf diese Weise dem döchsten neutralen Gericht des nen errichteten Bölkerbeindes übergeben, in dem keine nationale Politik medr berrscht Würde dieser Geist der böderen Instanz siegen, so brauchte die Welt nicht wie oft in den vielen Weltkonferenzen an unsern Heiland denken, als er die Temvelschänder, die schreienden Kaufleute, aus dem Heiligtum tagte. Die Diphterie und ihre Bekämpfung. Der Winter mit seiner olt natkalten Witterung seinen bösartigen Schneestürmen, die ebenso schnell wie sie gekommen sind, vielleicht wieder von Regenböen abgelöst werden, ist die Ursache einer großen Reide von Erkrankungen, von denen namentlich das Kindevalter beimgesucht wird. Und hier ist es neden der seit dem Kriege leider schon zur bewohnten Erscheinung gewordenen Erivve besonder: die Divdrverie mit ihren unbeilvollen Folveerscheinungen, die schon manchem Kinde das Leden gekostet bat. sbald das Säualingsalter vorbei ist, ist gegen bösartige Evidemte besondere Vorsicht am Fhichlrur: Vieneicht weit fir noch schlecht organs=de wurtener gisen u—, S# nert und deshalb nicht säbig ist, die gesamte Meusch- Schicht von Gaze oder einen anderen weichen Stoff #### rcher den Mund zu tragem um sich vor Instecung zu schützen. Es ist eine Unsumme kleiner Regeln, aus deren Nichtbeachtung aber höusig die schwersten Folgen entsteben können. Unsere Kleidung im Winter. Richt nur auf das. was unsere Lungen beanspruchen, erstreckt sich das Lustbedürfnis unseres Kör vers. sondern auch unsere Haut will von der Luf: nicht gänzlich abgeschlossen sein. Wenn auch ihre mungstätigkeit, besonders die Aufnahme des Sauerstoffes, nicht von so einschneidender Bedeutung ist. wie man wohl hier und da noch hören kann, so muß sie doch, um ihrer Tätigkeit als Ausscheidungssorgan ordnungsgemäß nachkommen zu können, gcbörig g2 pflegt werden. Vor allem gedört zu dieser Pflege eine vernünftige Abhärtung, die man aber nicht daSurch erreicht, daß man die Körpcroberflüche ständig in einer Dunstschicht beläßt die von dicken, undurchlässigen Kleidungsstücken zurückgehalten wird. Die Winterkleidung soll so beschaffen sein, daß sie sowohl wärmt, als auch lustdurchlässig ist, damit die zmischen Körver und Kleidung sich befindliche Lufthülle ständig erneuert werde. Es soll nicht die Kleidung an sich ein, welche die dem Körper entströmende Wärme zusammenhält, sondern die in der Gewebe und durch das Gewebe festgehalteno. Lustschicht. Aus diesem Grunde sind lose gewebte Stoffe im allgemeinen warmbaktiger als festgewelte und Wolle wärmer als Baumwolle oder Leinen. Pelze sind durch die dichten Haare warmhaltig. Lederkleidung ist zu verwerfen, da sie jegliche Ausdünstung des Körvers, jede Luftzirkulation verhindert. Sie hält nur deshalb warm, weil sich zwischen ihr und dem Körver noch anderKleidungsstücke befinden; dem Körver direkt anliegend, würde sie kühlen. Hüte aus festem Filz sind ungesund. Unter ibnen steigert sich die Temperatur schnell zu solcher Höhe, daß die Kovfhaut dauend verweichlicht wird. Noch schlimer fast ist die Wirkung der wattierten Pelzmützen Kahlköpfigkeit, oft schon im besten Mannesalter, ist die schlimme Folge mangelbafter Kopfbedeckung. Was von der Kleidung gilt. ist auch von den Betten zu sagen. Die dicken Federbettea mit ihren dichten Inletts sind für jede Körverausdünstung undurchlässig. Sie überhitzen den Körver, der dann während des Schlafes unwillkürlich die Decke lüftet, so daß man sich trotz des„warmen" Bettes erkältei. Wenn wir von den Uebertreibungen im Gebrauch der Winterkleidung sorechen, so müssen wir noch weier„Bekleidungsstsichek gedenken, des Summischubes und des Ohrenschützers. Der Gummtschub soll KLE alege ausschließlich dazu dienen, den Lederschub bezw. den Fuß vor Nässe zu schützen. Deshalb darf er nur im Freien getragen werden, besonders bei Schnee= und sonst nassem Wetter, und soll stets beim Betreten des Zimmers abgelegt werden. Es gibt aber Leute, die da meinen, sie täten ihren Füßen einen besonderen Gefallen, wenn sie die„wärmenden" Ueberschuhe auch im Zimmer anbehielten. Die Ohrenschützer oder=klapven(die durch Federdruck festgehalten werden) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wenn dieser Ohrenschutz bei strengster Kälte und scharfer Zugluft(Radfahrer) angelegt wird, so ist dagegen nichts einzuwenden. Oft aber finden wir die Ohren schon dann geschützt, wenn nur ganz wenig Kältegrade herrschen, sa oft sogar dann. wiin das Quecsilber noch über dem Gefrierpunkt steht. Ein derartiges Beginnen ist nur geeignet, das Gehörorgan zu verweichlichen und zu Erkrankungen zu führen. S. H. Ausnahmsweise kein Druckfehler, geneigte Leserin, vorausgesetzt, daß der Herr Setzer nicht doch einen Ballschuh daraus macht. Von Gestalt sehr, sehr zierlich, aus wattierter Seide und mit flaumigem Schwan besetzt, von Farbe— natürlich— rosa und weiß: das ist der Bertschuh. Es wird nicht gemeldet, ob es zur Vervollständigung auch Bettstrümpfe gibt. Die neue Schubsorte braucht nun von der schönen Trägerin nicht nur angelegt zu werden, wenn sie ins Bett steigt. Der Bettschuh ist auch als Erhänzung zum Pojama gedacht, dem Bettanzug, über dessen Annehmlichkeiten man stundenlang debattieren kann, ohne zu einem Resultat zu kommen. Und wenn irgendwo an der alten Vorschrift, nicht mit den Schuhen ins Bett zu gehen, nicht gerüttelt werden soll, dann kann der Bettschub auch für den Tagesgebrauch, also für das Ruhebett dienen. Die große Handtasche. Kleidertaschen gibt es nicht mehr und der Mufi wird kaum noch getragen. Die Atensilien dagegen, deren man beim Ausgehen bedarf, werden immer zahlreicher. Da ist zunächst eine dicke Geldscheintasche, dann gibt es Notizkalender und Bleistift, Taschentuch. Reservehandschube für den Besuch, Wohnungsschlüssel. Spiegel. Kamm, Bürste, Schminkstift, Puderquaste, ein Fläschchen Kölnisch Wasser und was sonst noch zu dem Ausgeh=Necessatre gehört. Wohin dam't? Im kleinen Elsenbein= oder Schildvattäschchen ist das alles nicht zu bergen So wuchs die Handtasche zusehends an und hat nun gewaltige Dimensionen erlangt. Dem äußeren Umfang entspricht auch das kräftige Material. Die„Schweinslederne“ ist keine Seltenheit mehr. Ebenso die Tasche aus Seehundsleder und Eidechsenleder oder Krokodil, die mit ihrem schön gearbeireten Flachbügel eine nicht wesentliche Vermögensanlange darstellt. Besonders bevorzugt wird nach wie vor Autolackleder, das zu jedem Kostüm und Mantel paßt und sehr haltbar ist. Man kann eine solche Tasche jahrelang in ständigem Gebrauch haben, ohne daß sie leidet. Praktische Stücke sind mit haltbarem schwerem Nivs oder besser mit rotem, grünem oder grauem Leder gefüttert. Sie enthalten gleich kleinen Köfferchen Nebentaschen für Kamm, Spiegel. Notizbuch, Geldtasche alw. Die kleineren Lederbeutel mit den Lederfranzen sind wieder Tageswode, ebenso die kostbaren Matelasseebeutel. Zum Einkaufen braucht man die grobe widerstands. fädige Tasche, in die auch wirklich etwas hineingebt. Das heißt, man braucht sie natürlich nur, bis sie für den Winter wieder vom Muff und für den Sommer von der Kostümtasche abgelöst wird. Der Bumerang. Die Dame braucht sich in Zukunft, auch wenn sie allein durch mangelbaft beleuchtete Strahen nach Hause strebt, nicht mehr zu fürchten. Die Mode hat ihr neuerdings eine schrecklich drobende Waffe in die Hand gegeben, eine Neule, bald gelb, bald grellrot gesärbt und von einem Umfang, der die fürchterlichsten Räuber und Wegelagerer erzittern macht. Zu allem Ueberfluß sind noch gräuliche Fraven hineingeschnitt: Teufel mit rollenden Augen, grinsende Affen, Drachen, die die Zunge blecken und sich als Nachtiere einer graziösen Herrin merkwürdig genug ausnehmen. Eins ist sicher, sie erregen Aufsehen, diese neuen Schirmgriffe mit den nebensächlichen Schirmen daran, wenn sie dick und klobig in einen schlanken Arm geschmiegt erscheinen. Man wundert sich, und unwillkürlich wandern hie Blicke von dem geschnitzten Scheusal zu dem ach so zarten und gar nicht drobenden Kövfchen der Trägerin. Aber damit ist gewiß dann auch der Hauptzweck des Bumerangschirms, die ses neuesten Modestückes, vollauf erfüllt PSER EBESSS 83S5S S2Egagsag S 58 5 755 8 35 555 LSRASS* 1224 S:5S7555 Zukunftsfragen der deutschen Industrie. Technisch=wirtschaftliche Plauderei von Dr. W. Reichenbach. Die schweken Lasten, die dem deutschen Volke das Friedensdiktat von Versailles auferlegt bat, zwingen uns. auf allen Gebieten der nationalen Erzeugung das höchste Maß von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit anzustreben. In der Landwirtschaft ist man heute bemüht, durch reiche Gaben von Kunstdünger und vermehrte Anwendung von Maschinen dem Boden mit möglichst geringem Arbeitsaufwand die höchsten Erträge abzuringen. Bei der Nationalisierung unserer industriellen Produktion spielen anderseits diejenigen Faktoren eine besonders wichtige Nolle, die man als Tyvisierung und Normalisierung, mit einem zusammenfassenden Worte auch als Standardisierung bezeichnet. Im einzelnen verfolgt die Tyvisierung das Ziel, die Produktion unter Aufgabe der heutigen Mannigfaltigkeit und Vielseitigkeit auf die Herstellung einer verhältnismäßig geringen Zahl stehender Sorten von Erzeugnissen zu beschränken, den Abnehmer also an bestimmte Gebrauchsgestaltungen oder„Tupen“ zu gewöhnen, während die Normalisierung für die verschiedenen Fabrikate und deren Teile einheitliche Maße und Formen vorschreibt. Es dürfte leicht einzusehen sein, daß eine derartige Ausgestaltung unserer industriellen Proouktion bedeutende wirtschaftliche Vorteile zu bieten vermag. Der Bedarf an Anlage= und Betriebskavital vermindert sich, der ganze Betrieb wird in hohem Maße vereinfacht, die Fabrikation beschleuntgt, der Einkauf der Robstoffe wird erleichtert, der Umfang der Lager läßt sich erbeblich verringern. Vierfach bat man es ja gerade als eine Schwäche der deutschen Industrie angesehen, daß sie allzu bereitwillig auf die zahllosen Sonderwünsche ihrer Abnehmer einging. Mit der Frage der Normenbildung befaßt sich ein eigener„Normenausschuß der deutschen Industrie", dem die Vertreter führender industrieller Werke und maßgebender Bebörden angehören und in dem Fachgelehrte und Praktiker zusammenarbeiten. Im Bauwesen z. B. würde es sich darum handeln. Normen für Türen, für Fensterrahmen und Fensterscheiben, für Türschlösser und Türgriffe. für Dachziegel, Dachrinnen, Abflußrobre und dergleichen zu schaffen. Hierdurch würden beisvielsweise die Fensterfabriken in die Lage gesetzt, ihre Fensterrahmen in großen Mengen und auf Vorrat zu arbeiten und sich alle Vorteile der Massenfabrikation nutzbar zu machen. Den Baufirmen anderseits ständen die erforderlichen Fenster jeweils sofort zur Verfügung, wodurch der Häuserbau eine wesentliche Beschleunigung und Verbilligung erfahren könnte. Auch die Hausfrau würde sich bald mit den„Normalfenstern“ anfreunden. Bei Umzügen hätte sie die Gewißbeit, daß Gardinen und Gardinenstangen auch in der neuen Wobnung vassen würden. Der Käufer einer„standardisierten“ Maschine hätte den Vorteil, bei später eintretenden Reparaturen in jedem Fachgeschäft den vassenden Ersatzteil zu finden. Wie weit auf diesem Gebiete die deutsche Maschinenindustrie bereits fortgeschritten ist, möge die folgende Tatsache veranschaulichen. An den vor einiger Zeit von der russischen Sowjetregierung nach Deutschland vergebenen Lokomotivbestellungen wurden insgesam: neunzehn deutsche Lokomotivfabriken beteiligt. Die von jedem dieser Werke erbauten Maschinen stimmten nun in ihren Einzelteilen so genau miteinander überein, daß es möglich war, eine„Austauschlokomo= tive" herzustellen, für deren Zusammenbau die einzelnen Stücke von sämtlichen an dem Auftrag beteiligten Firmen geliefert worden waren. Den Vorteilen der Standardisierung steben allerdings. was nicht verkannt werden darf, auch mancherlei, zum Teil schwerwiegende Nachteile gegenüber. Eine normalisierte Welt würde leicht einen monotonen, kasernenmäßigen Eindruck erwecken und auch den Arbeiter in noch böberem Maße als bisher zum Sklaven der Maschine machen. Bei der Ausgestaltung der neuen Wirtschaft wird es daber eine der wichtigsten Aufgaben sein, den soeben geschilderten Gefabren vorzubeugen. Eine Frage von höchster Bedeutung ist sodann die Steigerung der Ergiebigkeit der menschlichen Arbeit. Die dahingebenden Bestrebungen sind unter dem Namen des Taylorsystems bekannt geworden. Das System der„arbeitssparenden Leitung und Betriebsfährung" bet bekanntlich eine ungleiche Benkteilung erfahren und namentlich von seiten der Arbeiterschaft ist der Taylcrismus beitig bekämpft worden. Der wertvolle Kern der Taylorschen Gedanken wird aber in Zukunft nicht unbeachtet bleiben dürfen. Neben der Industrie bietet auch die Landwirtschaft breiten Raum für das neue System. So ist z. B. das land wirtschaftliche Arbeitsgerät noch sehr wenig an die Arbeitsweise von Mensch und Tier angepaßt. Die richtige Auswahl von Schaufeln, Eggen und Sensen erlaubt beträchtliche Kostenersparnis. Länge und Stärke der Stiele müssen bei den Schaufeln so gewählt sein, daß die höchste Nutzleistung erzielt wird Zwei weitere Gebiete, die für eine rationelle Produktion von Wichtigkeit sind, stellen das Verkehrswesen und die Standortswirtschaft dar. Nicht nur im Zeichen der Zwangswirtschaft des Krieges, sondern auch im tiefsten Frieden wurden die Güter oft in so unzweckmäßiger Weise transvortiert, daß man geradezu von einem„Spazierenfahren der Waren“ sprechen konnte. Eine Besserung dieser unbaltbaren Zustände hat hier bereits die Verteilung des Absates seitens verschiedener Kartelle gezeitigt, indem die Aufträge der einzelnen Besteller jeweils dem nächstliegenden Erzeuger überschrieben werden. Eine rationelle Transvortwirtschaft ist für Deutschland um so notmendiger, als bei uns die Nobstofflager und die Stätten der Weiterverarbeitung nicht so günstig zueinander liegen wie in anderen Ländern. Aus diesem Grunde entkallen in Deutschkand bei der Gewinnung des Robeisens 30 Prozent der Gestebungskosten, in den Vereinigten Staaten dagegen nur 10 Prozent und in England 8 Prozent auf die Heranbringung der Robstoffe. Eine befriedigende Standortswirtschaft endlich mun die Forderung erfüllen, daß der rechte Betrieb am rechten Platze stebt. Neben der Lage zum Robstoffmarkt kommen die verfügbaren Kraftquellen, die Bodenvreise, das Angebot an Arbeitskräften und die Beziehungen zum Absatz in Frage. Die Gunst des einen Faktors kann durch die Ungunst eines andern abgeschwächt oder gar völlig aufgeboben werden und umgekehrt. Derartige Gesichtspunkte waren bisber vor allem bei der Anlage von Betrieben des Eisengewerbes und der Steinverarbeitung maßgebend. Eine noch gröbere Zahl von Werken aber verdankt ganz zufälligen Ursachen ihre Entstebung, etwa weil ein glücklicher Erfinder dort seine Wodnung datte usw. Für die Ausfubrindustrie wird sich meist eine Ansiedlung in küstennaben Gebieten empfeblen, da sie so gleichsam den Nobstoffen entgegengebt und an Transportkosten spart. Aeußerlich tritt die günstige Lage eines Betriebes, die Lage an einem Wasserlaufe, in der Näbe von Kodlenberzwerken oder einer anderen Energiequelle, vielfach schon durch die er böhte Dividende dervor, die solche Werke auszuschüten vermogen. Eine mnerläßliche Forderum für die Gesundung unserer Wirtschaft ist endlich auch, daß zu jeder Arheit stets der recht: Mann gewählt wird. Hier erffnet sich ein ebenso wichtiges wie dankbares Arbeitsfeld für die neuen Wissenschaftszweige der Berufszuslese und Berufsberatung. Bei der bisberigen Oeganisation des Arheitsmarktes wurde ein unglaubliche Menge von Zeit und Kraft durch Arbeitsuchen. Warten und die Zufälligkeiten der Wabl vergeudet. die durch ein planmäßiges Vorgeben erspart werden können. Die neuen Prüfungsverfahren der praktischen Psochologie setzen uns in den Stand. schon dem ins Erwerbsleben hinaustretenden Jugendlichen wertvolle Fingerzeige für die Berufswahl zu geben. ihn von der Engreifung eines ungeeigneten Berufes abenhalten und ihm so Enttäuschungen zu ersparen. Mit Erfolg bedient sich z. B. die Berufsberatung neuerdings auch des Filmes als Aufklärungsmittel. Gerade das Laufbild ist bervorragend geeignet, das Wesen eines Berufes und die körverlichen und geistigen Anforderungen, die dieser an seine Angebörigen stellt, zu veranschaulichen. So läßt ein Glasbläserfilm die vom Glasbüttenarbeiter zu fordernde Muskel= und Lungenkraft auf das Eindrucksvollste erkennen, während ein Uhrmacherfilm zeiat, daß dieser Beruf nicht nur veinlich gewissenbafte Arbeit, sondern wegen der Verarbeitung von Edelmetall auch eine unbedingte Charakterfestigkeit von den in ihm tätigen Personen verlangt. Die Erneuerung des deutschen Cheaters. Die Jahre des äußeren Verfalls, in denen wir seit dem Zusammenbruch im Herbst 1918 leben, wirken klärend auf alle Fragen der Erneuerung des deutschen Volkes. Man erkennt immer mehr, daß der Wiederaufbau, wie man so gerne sagt, nicht durch äußerliche Mittel, noch Theozien gescheben kann. Keine Organisation, keine Gesetzessammlung, keine auf Parteianschauungen gegrütdete„neue" Lebensordnung kann delfen. Allein von minen. vom Geiste, von der Seele her winkt die Nettut. Die innere Wandlung. Läuterung und Sammlitzs des deutschen Menschen bedeutet den Beginn det neuen Kräfteentwickelung, der Bewegung in einer anderen Richtung als bisber. Nur im Innern des Einzelten und der Gesamtheit ist die Aufspeicherung jener Ezergien möglich, die den Verfall überwinden und auwärts lenken. In dem Augenblick, da dieße Sachlage erkannt wird, sieht man auch dil Bedeutunh des Theaters Von Hanns Martin Elster. wieder unwiderlegbar deutlich. Denn das Theater ist dotz, immer die moralische Anstalt der Nation: die ge, seelische Kraftzentrale für alle höberen schöpferischen Kräfte der Zeit. Wenn es diese Stellung, die Schiller ihm zuwies, nicht mehr bat, sind daran die Faktoren schuld, die den Gesamtzerfall der Kultur, des Volkes bervorriefen. Am Wesen des Theaters ändert dies aber nichts. Darauf kommt es zuerst an: man besinne sich wieder auf das Wesen des Theaters. Man tut es bereits. Draußen im Reiche mehr als in den groben Städten. Man weiß jetzt: einstmals machten das Rechengenie, das Geschäftstalent, der große Geldbeutel, die Betriebsamkeit im äuberlich organisatorischen Sinne, die Verdienstbrutalität den Theaterdirektor aus. Heute weiß man: solch Theaterdieektor nicht mehr durch. Denn wer ewig auf die Kasse lt, weckt im Zuschauer keine lebendigen Kräfte. Diese aber sucht das Publikum beute im Theater: Hat es kein seelisch=geistiges Erlebnis von der Bühne, gebt es nicht mehr bin. Dann rettet der Geschäftstbeaterdirektor sich zum Amüsiervublikum: es triumpbiert die skrupellose Verantwortungslosigkeit. die sich stets totläuft. Schließlich macht man— wie in Berlin— die gloriose Erfindung, das deutsche Theater durch den Ausländer zu retten, der die boben Eintrittspreise bezahlen kann, wesbalb man sich seinem Geschmack fügt. And wird auch daran scheitern. In der Stunde der Krise, der Not, da die Geschäfts= und Privattbeaterdirektoren ihr„Genie" beweisen müssen, versagen sie kläglich. Sie gleichen Offizieren, die im Friedenomanöver glänzende Taten vollbrachten, in der kriegerischen Front aber versagten. Die Theater steben jetzt in der Kampffront. Nur die bestehen den Sturm, die mit wesenbhaften Kräften kämpfen. Wesenhafte Kraft braucht aber nicht verschwendet zu werden auf die Finanzfrage, wie das Geschäftstdeater es tut. Der Zusammenschluß der Zuschauermassen durch die Volksbühnenorganisationen erlöst von der Finanznot und drückt sie in ihre untergeordnete Bedeutung herunter. Hier wird dann der Unterbau materieller Art für den Theaterleiter geschaffen, der seine Bühne aus ihrem Wesen und nicht aus der Kasse heraus leitet. Wer das aber tut, entzündet Kräfte im Publikum, bringt ihm Erlebnisse, seelische, ge stige Bewegung, Liebe. Anhänglichkeit. Treue, Mitgehen. Mut, erwirbt er sich: die Souveränität des schöpferischen Menschen erwacht hier neu, das Führertum kann Tat werden, auch in der Theaterwelt, wo wir es z. 3. nur an wenigen Stellen sich auswirken seben. Die Theaterwelt hat aber ihren wesenhaften Grund dort, wo der Keimboden aller schöpferischen Leistungen des Menschen blüht: im religiös=kosmischen Erlebnis. Nur wenn das ganze Theater in seiner Fühlung wie in seinem Schauspielertum, in seinen Dramaturgen wie in seinen Kritikern wieber erfüllt ist von diesem kultischen Geiste jener schöpferischen Lehensoffenbarung, wird es sich und von sich aus das Volk erneuern. Von diesem kulturellen Zentrum aus wachsen die Ehrfurchtskräfte Goethes, die ethischen Kläfte Schillers, die nationalen Kleists, die absoluten Hebbels, die liebenden Gerbart Hauptmanns in die Seelen aller, die am Theater aktiv oder passiv teilnehmen, zum böchsten Erleben des Werkes, das dem Theater erst Sinn gibt: des Dramas! Das Drama wartet längst auf die Erneuerung des deutschen Theaters. Von jeher war es aufgebaut auf dem kultischen Grunde. aus Ewigkeitsboden. Seit dem Kriege ist es erfüllt von Religiösität im enosten und weitesten Sinne in den Schöpfungen der jungen Dichtung. Das neue Drama bietet dem Theater schon en Jahrzehnt und länger die Erneuerung an. Anzeichen sind da, daß die Stimmungen aus der Welt des Dichters endlich zusammenflieben werden mit den Stimmungen aus der Welt des Theaters: das Publikum, das Volk gebt dann ohne Hemmung mit, denn es wartet voll Sehnsucht darauf, daß die Inbrunst mach und Tat werde. Hand zierlich zurechtgelegt, der Blumenstrauß auf dem grünen Tuch: alles strahlte dieses Licht. Auf dem Fenstersims lagen weiße, engbeschriebene Bogen. Das waren die Briefe ihrer Liebe, die sie hervorgesucht hatten, um dieser Stunde der Muße einen süßeren Reiz zu geben. Eines dieser Blätter ergriff nun Elisabeth und las ihrem Manne vor, was er als Jüngling der heimlich Geliebten geschrieben hatte:„... und baben Sie schönen Dank für ihren ausführlichen Brief.“ Der Knabe auf des Mannes Schoß sah mit klaren, verwunderten Augen erst die Mutter, dann den Vater an und fragte:„Vater, habt Ihr denn nicht immer Du gesagt?“ Der zog das seidene Kövfchen seines Kindes zärtlich an seine Brust und blickte Elisabeth an. Die Sonne spielte in ihrem Haar und aus blauen Tiefen schimmerte es froh: Wir haben immer Du gesagt! Neben ihrer jungen Gestalt glänzte der Fluß herauf, die Berge grüßten berüber; Schwalben jagten mit zwitscherndem Jubel durch die Luft. Was bedeutete aller Glanz und alle Lust da drauben vor diesem Liebesleuchten ihrer Augen! Was war das Grün der Berge neben dem unschuldig reinen Weiß ihres Haises, den er so oft weküßt! Elisabeth war der Sommertag! Er senkte den Blick. Da stand auf dem Tisch der Rosenstrauß in der einfachen Vase. Die dunkelroten Rosen waren halb erblüht, und in ihrer schweigenden Glut tat sich die süßeste Tiese seines Glückes auf, kaum zu empfinden, märchenhaft fremd. Aus der Mitte des Straußes erhob sich das lodernde Feuer bellroter Nelken, eine jubelnde Symphonie. Mit beiden Händen hielt er seinen Knaben umschlungen, der warm und kräftig auf seinen Knien saß; und schaute von dem Blumenstrauß auf Elisabeih: Elisabeth, du und die Blumen!——Rote Blumen. Ein Aquarell von Kuno Bernbard. Es war ein Sonntag im Sommer. Ueber der Stadt am Fluß breitete sich blau und wolkenlos der Himmel aus. In dünklem Szün erhoben sich die hohen Rücken der Waldberge, zwischen denen der Flus einberzog. Und die Songte warf ihren Glanz über Dächer und Häuser der Stadt, aliverte in den Wellen des Stromes, ließ das weiße Tuch der Segelboote leuchten und gab jedem von den sonntäglich gekleideten Menschen einen froberen Blick. Die strömten in bunten Scharen, der Stadt entwandernd, längs des Users dahin; an jenen Billen vorüber, die sich inmitten blühender Gärten an den Berghängen erhoben. In den Villengärten war das Gras gemäbt, und ein Heuduft schwebte in der warmen Luft wie seiner, wehlriechender Staub. Die Leute auf der breiten Landstrabe schauten auf die schimmernde Fläche des Stromes, auf die sorosam gepflegten, blumenprangenden Gärten; mit den empfänglichen Augen derer, denen der Gang in einen Sommertag stets Festtagsfreude bleibt. Was schwang sich dort an der Biegung der Strabe, wo der Fluß die Billen bis an die Berge drängte, für eine Fülle roter Blumen übers Mauerwerk? Die vort voruverwanderten, nieden bewundernd bteben; und wenn sie weiter geugen, tauchten, jenen Busch mit jedem Schritte wandelnd, immer neue Blüten auf. bis der erstannte Blick an einer langen Mauer dunkelroter Rosen haften blieb. Von dem Walle dieser Blumen ging ein Wehen und Duften aus. Es war, als wollten sie in langer, prächtiger Schlachtordnung beschützen, was an Schönheit linter ihnen lag. Denn aus dem sanft bergansteigenden Garten erdob sich, im Sonnenglanze einem griechischen Tempel ähnlich, die Billa Elisabeth. Ein Kranz von schlanken Säulen, rosenumsponnen, Rützte den gelbleuchtenden Oberbau und trug die Rundung eines geräumigen Balkons. An einem der weibgerahmten Siebelfenster stand in bellblauem Kleid eine junge Frau mit blondem Haar. An die Brüstung des geöffneten Fensters gelehnt, blickte sie in die Tiefe des Zimmers, als hielte sie mit troend #rwandem stille Zwiesprach. — SAA KPE Von ven Vorubergehenden schauten viele zu der reichen Villa und der blauen Gestalt am Fenster eusver, als wollten sie einen Abslanz er der Scöndeit, die diese Stätte jedem## lab, Kameraden. Von Pauk Richard Hensel. „Verwünschter Nebel!" brummte Peter Hall und klovfte seine Pfeise an den hochgezogenen Knien aus. Der junge Fischer neben ihm blickte sinnend in die dunklen Schwaden, die sich auf Landschaft und Wasser gelegt hatten und auf drei, vier Schritte alles in Unsichtbarkeit hüllten, so als stünde man auf einer kleinen Insel und blicke rings in Endlosigkeit. „Warum bist Du nicht in Hause, Peter?“ fragte er.„bei Deinem Weibe? Es gibt doch nichts bei dem Nebel drauben zu schaffen. Oder geb' lieber nicht.. er ist kein guter Freund, der Nebel...“ Peter Hall sab verwundert dem andern ins Gesicht. „Du bist ein Schwätzer, Jens; immer, wenn der Nebel kommt, wirst Du wunderlich und redest gebeimnisvoll von Frauen, die Dich nichts kümmern. Du solltest in die Schenke gehen und einen Korn trinken. — Wer kommt denn da zu uns berauf?" Er blickte angestrengt in die graue Lerre. „Niemand““ sagte der andere und rückte näher. „Der Nebel hebt für den Schall die Entfernung auf. Schritte, Worte, Flüstern, weit ab von uns, bören wir, als wäre es nur ein vaar Schritte von uns entfernt. Es ist etwas Unbeimliches mit diesem Nebel. der alles verhüllt und doch mehr verrät als das belle Licht. Hast Du das nie gehört?“ „Gewiß,“ nickte Peter und dämpfte unwillkürlich die Stimme.„Ich habe manches Wetter wie dieses durchgemacht, hier und auf der See. Aber man findet sich damit ab.“ „Man findet sich damit ab,“ wiederbolte Jens nachdenklich.„Du haft vielleicht recht. Aber mich macht der Nebel krank, börst Du? Er weckt Erinnerungen. quält mich... denn, wenn sich nicht diese graue Wand zwischen uns und die andern Menschen legte, hätte ich vielleicht deute noch meine Kläre.. Er biß sich in plöttichem Schweigen auf die Livven. Sein Mund stond wie eine messerscharfe Linie in dem barten Gesicht. Peter Hall zog die Augenbrauen hoch.„So, so. Willt Du nicht weiter erzählen?“ Ner andere rückte noch näber, um nicht laut sprechen zu müssen. „Du kennst Bernd Stössel. Vor drei Jahren war er noch mein liebster Freund. Wir machten fast jede Fahrt gemeinsam, teilten und halfen uns gegenseitig aus. Es war eine schöne Zeit. Da lernte ich Kläre kennen, die vom Vorwerk, mit dem dunklen Schopfe und den lachenden Augen. And— lieber Sott, wie das ist. wenn man jemand lieb bat— für die andern Menschen hat man dann nicht mehr viel Zeit; auch nicht für den besten Freund.“ „Ich entstune mich, dab Du in das Mädel ganz vernurrt warst.“ warf Peter ein. „Ich liebte sie. Ich kann nichts mit einem andern Worte besser begründen. Hin und wieder kam noch daß mir Ja, GAERr—— Stpffer 35 ur. viel einmal kam lag. Ich datte u nn ein Tag wie merken, die den war. Wie durch ein Wunder kam ich zur Landungsstelle. Der Nebel lag dick und schwer auf dem Wasser, dem Kai, den Straßen. Man sah nicht zwei Schritte vor sich und konnte nur tastend vorwärts gehen. Die Luft war. voll unbestimmter Geräusche; Stimmen aus hundert Richtungen schwirrten zusammen, erweiterten sich zu unheimlicher Deutlichkeit, aber man sah niemand. Man ging wie durch eine Stadt von Geistern. Ich wollte Kläre eine Freude machen und sie überraschen. Langsam stieg ich durch den nassen Dunst den bekannten Weg hoch. Wie würde sie sich wundern, dachte ich, wenn ich plötzlich aus dem Nichts heraustrete und vor ihr stehe, und wie würde sie sich freuen! Oben, wo die Häuser aufhören, war der Nebel noch dicker, so daß man nur mit Mühe den Weg fand. Ich war vielleicht noch ein vaar hundert Meter vom Ziele entfernt, aber ich hatte die Richtung verloren. Da rief ich durch die hohle Hand zweimal laut ihren Namen.“ Das Gesicht des Fischers verzerrte sich fast, als er weiter sprach. „Und da— Du Peter, so als hätte man neben mir gesprochen— höre ich zwei Stimmen, aufgeschreckt, erregt.:„Geh.“ sagt die eine,„geb, Bernd, der Jens ist schon zurück!“ Und das war die Stimme meines" Mädels. Und auch die andere Stimme kannte ich sehr gut, die jetzt erregt einfiek. Und ich hörte das Flüstern und die Küsse so nahe, als brauchte ich nur die Faust auszustrecken, um jemand zu treffen.. „Und dann?“ fragte Peter Hall gespannt. „Dann, dann ging ich wieder zurück. Es kam mir so finnlos vor, über jemand zu richten. Liebte sie den andern, dann liebte sie eben nicht mich. Und es war zwecklos, ihr Vorwürfe zu machen. Ich ließ sie dem Mann, zu dem sic aus meinen Armen gegangen war. Denn er war mein Freund, und nicht mehr schuldig als sie. Nur die Hand konnte ich ihm seit jenem Tage nicht mehr geben. Siebst Du, wäre der Nebel nicht gewesen, dann hätte ich vielleicht beute noch meinen Freund und mein Mädel, dann hätte ich nichts von dem Betrug gehört...“ „Und was wurde aus der Kläre?“ „Ich weiß es ischt!“ Da schnitt eine laute Stimme durch die Nebelwand. „Hallo, Peter Hall, bist Du dort oben?“ Als man geantwortet hatte, kamen Schritte näber, und fast übernatürlich groß erscheinend trat die Gestalt Bernd Stössels aus dem Nebel. „Man sucht Dich unten im Dorse, Peter. Kommst Du mit?“ „Schweigend gingen die drei den„Deich binunter. Abends in der Schenke trat plötzlich Stössel an Jens heran und sagte: „Der mußt nicht so=laut sprechen. Jons, wenn Nebel ist. Unsere Geschichte kümmert nicht die andern. Aber ich will Dir nur sagen: Ich habe heute erst gehört, daß die Kläre Dir gehörte. And— ich habe nichts durch sie gewonnen. Denn ich erlebte mit ihr gar nichts anderes als Du...“ Jens schaute mit starrem Blick an dem andern vorbei. Erst eine Weile später fühlte er, daß seine Hand fest in der des Freundes lag. Der Plüschvorhang. Ein Zeitbild von Magda Trott. Es war im Jahre 1910, als Frau Heilmann im Sprechzimmer des Gatten stand und ihm nachdrücklichst erklärte, daß man vor die Fenster neue Plüschvorhänge kaufen müsse. „Wenn die Sonne ins Zimmer scheint, steht der Füsch nicht mehr braun, sondern graugrün aus. Was sollen Deine Klienten denken. Der erste Rechtsanwalt am Ort und dann solche abgeschabte Vorhänge. Wir geben noch in dieser Woche aus und kaufen neue.“ Es geschah. Der Plüschvorhang kam als Türvorbang in das Kinderzimmer, aber im Jahre 1913 war er bereits so schlecht, daß Frau Heilmann erklärte, man müsse den Vorbang entfernen. So kam er auf den Boden in die große Trube zu anderen überflüssigen Resten. Am die Weibnachtszeit wurde der Vorhang verkleinert, denn der braune Plüsch sab für die Puppenstube einen hübschen Teppich ab außerdem machte sich Frau Heilmann auch ein Paar Einlegesohlen daraus. Dann war der Plüschvotbang wieder vergessen. Der Krieg zog ins Land; Rechtsanpalt Heilmann war einer der ersten, der in Belgien siel. Auf den Krieg folgte die Friedenszeit, die Not für den Mittelstand. Auch im Hause Heilmann eing es jetzt recht knavo zu. Die Jurzstenwitwe wußte laum ein und aus. Zwar verdierten die berangewachsenen Töchter etwas, doch reichte das verade bin, um die Mutter und die unmündisen Geschwister vor dem Schlilimgen zu erreiten.x Da enb en viele soroenvolle kaos und Nüchte für Juristenwitwe. Die Kinder sollten anständig gekleidet Ich sorgenvoll a bie den einmal die sehr sich nicht S ds R5 8555 B3850E irgend etwas fände, woraus man der Käthe eine Bluse und der Paula einen Mantel machen konnte. Der braune Plüschvorbang fiel ihr in die Hände. Sie nahm ihn heraus und beim Anblick des Vorbangs fiel ihr die Vergangenbeit ein. Es war ihr beinabe, als sähe sie sich im Sprechzimmer des Gatten steden. als hörte sie, wie sie selbst den Plüschvorbang schmähte. „Er ist zu schlecht, es läßt sich nichts daraus machen,“ murmelte sie vor sich bin. Dann breitet: sie den Stoff auseinander. Sie besah ihn staunend. Was? Der Stoff sollte schlecht sein? Das war doch ganz wundervoller brauner Plüsch, gar nicht einmal algenutzt. Die wenigen schadhaften Stellen sah man kaum. Hastig raffte sie den Vorhang zusammen und kehrte damit in die Wohnung zurück. Als am späten Nachmittag die Töchter beim kamen, wurde ihnen von Frau Heilmann der braune Plüsch gezeigt. „Welch schöner Plüsch,“ staunte Paula. „Wie elegant,“ stimmte Käte zu. „Ich dachte,“ sagte die Mutter,„es könnte vielleicht einen Mantel für Dich abgeben.“ den seit in alter Anhänglichkeit noch immer mäßige=Preise machte. „Echt das zum Mantel?“ rief Paula der Schneiderin engegen. „O, was für ein seiner Plüsch! Das gibt einen prächtigen Maniel, Fräulein Paula, Sie werden aussehen wie eine Prinzessin.“ Und wirklich, der braune Vorhang, der im Jahre 1910 graugrün geschillert hatte, der voller Verachtung ins Kinderzimmer gehängt wurde, der schließlich in die Truhe kam, erstand als wunderbarer Wintermantel für Paula Heilmann.——— „Ich hab's ja immer gesagt,“ meinte die Nachbarin, als sie Paula zum ersten Male in dem neuen Mantel sah, zu der Tochter,„die Heilmanns sind auch Schieber, sonst könnte die Tochter keinen so kostbaren Mantel bekommen haben.“ Annis Tiebling. Humoreske von Hedwis Stephan. Herr Peter Schäffer sah den Geschenken, die seine Schwiegermutter aus Graudenz zu schicken pflegte, stets mit einem gewissen Mißtrauen entgegen. Auch heut, an Frau Annis Geburtstag. betrachtete er die soeben eingetroffene umfangreiche Kiste mit bedenklichem Kovfschütteln. „Weißt Du, Anni. Deine Mamna in allen Ehren— aber ihre Präsente——!“ Frau Anni warf ein wenig die Lipven auf. „Gott. Pe, wie Du bist! Mama will eben nicht vorher anfragen, was ich mir wünsche— sie liebt die Ueberraschungen und ich finde, die müßten wir doch—“ Der Schluß ihrer Rede erstarb in dem gewaltigen Getöse, das ihr Gatte mit Brecheisen und Zange vollführte. Jetzt war die Kiste auf— ein langes wohlverpacktes Etwas lag darin, und Herr Schäffer kratzte sich unbebaglich hinterm Obr. „Ich trau mich nicht ran, Anni! Das ist’ne abgebrochene Standuhr— oder ine Buldba=Statue— aber—.— Frau Anni verbinderte weitere Kombinationen, indem sie resolut die schützenden Papiere und Strobwickel entfernte. Und siebe da— blank und glatt, schwarz poliert und mit zierlichen Goldleisten versehen entstieg seinen Hüllen ein elegunter Ebenholzsockel. „Entzückend!“ rief Anni. „Entzückend!“ echote Peter. Und dann fügte er hinzu:„Das ist wohl ein Palmenständer, nicht wahr? Wiellich sehr geschmackvoll—— blos, wir haben doch dar keine Palme?“ „Rein, allerdings nicht— leider— denn daß ich mir eine wünsche, schon lange— schon immer— das bast Du- natürlich vergessen! Für die 300 Mark, die Du mir geschenkt bast, kaufe ich mir eine Palme.“--„So peschab's. Die Palme wurde erstanden, auf den Sockel gestellt und nabm sich in der Tat hochnobel aus. Sie war aber auch Frau Annis ganzer Stolz. wurde gepflegt und gehütet wie ein Wickelkind, gedieb vorzüglich, und alles war in schönster Ordnung, bis zu dem verhängnisvollen Ersten, an dem Schäfers ihre bisberige Behausung mit einer andern vertauschten. Vön da an wollte die Palme absolut nicht vorwärts kommen und schließlich ging Frau Anni zum Gärtner und kam triumpbierend zurück. # Heizung ist Schuld, Pe! Diese Art Pelmen dürsen nur in einer Temperatur von höchstens 10 Grad steben. Ich will Ida sagen, daß sie hier ner noch ganz wenig einlagen soll, denn allzulange bälst. Du Dich ja ehnedies in Detnem Arbeitszimmer nie aul“ Und wenn ich mich dein aufbaltendann dann la frieren, nicht wahr? Was schadet mir denn auch eine Grivve, wenn nur die Palme decht gesund ist!“ Aber die Palme wurde leider nicht gesund, und Frau Anni entschloß sich in Verzweiflung, noch einmal beim Gärtner Rat zu erbitten. Als sie wieder kam, brachte sie zwei bandfeste Männer mit, die mittelst einer Trittleiter sich daran machten, die Gaskrone abzunehmen und in das Nohr einen Stopfen zu schrauben. Staunend sah Herr Schäffer ihrem Beginnen zu. Als sie hinaus waren, streichelte Frau Anni färtlich die Blätter der Palme. Endlich, endlich wird es doch nun werden! Sie verträgt keinen Gasgeruch hat der Gärtner gesagt—“ „I. Potzkuckuk, das ist ja, um die Platze zu kriegen!“ schrie Herr Schäffer erbost und donnerte mit der Faust auf den Tisch. „Kalt ist es hier, wie Hundenase, und jetzt willst Du mich auch noch auf Petroleumfunzel setzen!"— „Weißt Du, da such ich mir doch lieber ein möbliertes Zimmer, wo ich ohne besondere Zugaben in Rube arbeiten kann!“ Nun war der häusliche Frieden, der in der ganzen letzten Zeit bereits auf schwachen Füßen gestanden hatte, völlig gestört und als ein Brief aus Graudenz ankam, in dem die liebe Mama ihw Tochter dringend aufforderte, doch den üblichen Sommerbesuch schon jetzt und möglichst bald zu machen, da packte Frau Anni trotzig ihren Koffer und Peter nickte kühl. „Gewiß, fahre doch, liebes Kind— ich habe nicht das Geringste dagegen!“ Aber mitten zwischen Batisttaschentüchern und weißen Unterröcken stockte sie plötzlich. Die Palme! Wer sollte in ihrer Abwesenheit für die Palme sorgen? Sie Peter an's Herz zu legen, war natürlich völlig ausgeschlossen, und Ida, die seit zwei Monaten in der Küchenregion herrschte, hatte gerade noch keine Zeichen besonderer Intelligenz von sich gegeben. Indeß was blieb übrig, als Ida mit der Pflege zu betrauen? Frau Anni rief sie berein und instruierte sie auf's Genaueste. „Also Ida,— täglich gießen— abends mit kaltem Wasser— hören Sie wohl? Und jeden Mittwoch mit lauwarmem. Und wenn die Sonne scheint, an's Fenster stellen— und sauber halten, alle drei Tage tüchtig abwischen!“ Ida versprach boch und beilig, die Palme zu behandeln,„als wenns wat Lebendiges wär“. und Frau Anni stieg'in die Droschke. nach einem frostigen Abschied von ihrem Gatten, der sie diesmal nicht. wie sonst, mit einer Tüte Kognakbohnen nach dem Bahnhof begleitete. Anni tat, als mache sie sich nichts daraus, aber im Grunde genommen plagte sie die Neue doch so sehr, daß der Aufenthalt in Graudenz sich diesmal zu keinem ungetrübten Genuß gestaltete. Sie schützte sehnsüchtige Briefe von Peter vor, die sie zu ihrem Leidwesen gar nicht erbielt und damofte bereits nach 14 Tagen der Heimat wieder zu. Am Bahnhof stand, wider alles Erwarten. Peter mit einem großen Blumenstrauß. und Frau Anni war so freudig bewegt, daß sie jede Frage nach der Palme unterdrückte, obwohl ihr die Worte auf der Zunge brannten. Zu Haus angelangt, brachte sie es sogar fertig, erst im Wobnzimmer mit Peter ganz ruhig Kaffee zu trinken und den feierlich bekränzten Napftuchen zu kosten — dann aber hielt sie es doch nicht länder aus. Sie öffnete die Tür zum Herrenzimmer, sab in die rechte Fensterecke— und bsieb wie angewurzelt stehen, die Hände beschwörend nach vorn ausgestreckt——— Dieses elende, gelbe, miekrige Ding da, das sollte ihre Palme sein? Rrrrrrerr— gellte die Klingel nach der Küche, und Ida erschien a tempo, warf einen scheuen Blick nach der Palme und dann das blande Haupt kampfbereit bintenüber. „Ich bin nich Schuld, jnädige Frau— so jewiß nich! Ich hab ihr jut gefleecht und besorgt, hab ich ihr — und jejossen kalt und warm— und immer so feste jescheuert——— die hätte ja aufiehen müssen wie'n Klasteich!“ „Was haben Sie? Gescheuert?“ fragte Frau Anni und hielt sich krampfhaft am Schreibtisch fest. „Na ja, ich sollt' ihr doch sauber halten! Da bab ich alle Mittwoch und Samstag kochendes Sodawasser jemacht und denn mit trüne Seife und’ne Scheuerbürste———“ Frau Anni ächzte und winkte stumm nach der Tür. Dann schwankte sie in's Wohnzimmer. Doch, was war denn das? Der Kuchen fort, und an seiner Stelle eine Palme— schöner fast noch als die erste, prächtig gewachsen, ohne eine einzige velbe Svitze! Mitten auf dem größten Blatt aber steckte ein Zettel, darauf war zu lesen: „Kunst und Natur— sind eines nuer!“ Und wenn jetzt bei Schäffers die herrliche Palme und sich ir=Gonge guschlicht, ob sie denn immer noch so anfällig sei, dann schmunzelt Herr Schäffer sehr bewahre— die braucht kein Wasser und keinen Dung und keine Sonne— die verträgt alles— sogar Scharterjeitet“ * Der betörte Derwisch. Von Wilhelm Ruland= Ein Derw'sch war von seinem Obern in die benachbarte Stadt geschickt worden, um einen jungen Hammel zu kaufen, der an dem bevorstehenden Feiertag verspeist werden sollte. Als jener den Hammel erstanden hatte, nahm er ihn auß die Schultern und schritt beimwärts. Am Stadttor sahen sechs Schelme, die saben den Mönch mit dem Hammel daherkommen und faßten den Plan, ihn zu überlisten. Nachdem sie den Schelmenstreich verabredet batten, gingen alle davon bis auf einen. Dieser trat Derwisch unter dem Stadttor entgegen und sprach:„Wie kommst du als gottgeweihter Mann dazu, einen unreinen Hund zu tragen? Nimm ihn weg!" Der Derwisch blickte ion betroffen an, wie man einen Schwachsinnigen auschaut, antwortete nichts und ging weiter. Einen Steinwurf weiter traf er auf zwei Männer, die redeten ihn also an:„Du bist ein Derwisch und trägst einen unreinen Hund? Nimm ihn herunter.“ Da wurde der andere stutzig, nahm den Hammel berunter, besah sich ihn und entgegnete:„Ihr täuscht Euch, es ist ein Hammel und kein Hund.“ Jene antworteten:„Vier Augen sehen besser als zwei.“ Es ist ein Hund.“ Kovfschüttelnd ging der Derwisch weiter. Einen Steinwurf entfernt begegnete er drei Männern, die blieben stehen und redeten ihn an: „Du bist wie ein Derwisch gekleidet und trägst einen unreinen Hund. Du wirst wohl ein Jäger sein, der diesen Hund gebraucht, um Wild zu erlegen!“ Da sprach der Derwisch zu sich selbst:„Bei Allab. ein böser Geist hat mich verzaubert, mit Blindbeit geschlagen: entweder habe ich einen Hund für einen Hammel gekauft oder er hat unterwegs den Hammel in einen Hund verwandelt.“ Lamit warf er den Hammel beiseite, wusch sich im nöchsten Brunnen und ging nachdenklich weiter. Der Obere und alle, die davon hörten, sprachen noch lange Zeit über dieses Geschehnis. Die sechs Schelme aber teilten einträchtig den Hammel. Buntes Allerlei. " Die astronomischen Erscheinungen. des Jahres 1923. Im Laufe des Jahres 1923 wird sich eine Reibe von interessanten Planetenbegegnungen. Mondvorübergängen, Bedeckungen von Firsternen ulw. ereignen. Ueber den Stand der Planeten im allgemeinen kann kurz folgendes gesagt werden: Venus, vorerst noch Morgenstern. befindet sich auf dem Wege zur oberen Konjunktion zur Sonne, die am 9. September erfolgt. Nach diesem Datum tritt sie wieder an den Abendhimmel.— Mars wird im Laufe des Sommers von der Sonne überholt. steht am 8. August in Konjunktion zu ihr und wechselt dann an den Morgenhimmel über.— Juviter steht am 5. Mai in Opposition zur Sonne, geht also bei Sonnenuntergang auf und ist infolgedessen die ganze Nacht am Himmel, so daß er während des ganzen Sommers zu beobachten sein wird(allerdings bei etwas tiefem Stande in der Ekliptik(Wage). Am 22. November kommt er in Konjunktion zur Sonne: im Dezember kann er am Morgenhimmel wieder aufgesucht werden. — Saturn hat seine Opposition bereits am 8. April und steht für die Beobachtung günstiger. Seine Konjunktion mit der Sonne fällt auf den 16. Oktober; bald darauf erscheint er am Frühbimmel.— Uranus verschwindet am 4. März in dem Strablen der Sonne. Reptun am 6. Feornar. Im Jahre 1923 ereignen sich vier Finsternisse, von denen nur eine partielle Mondverfinsterung(in der Nacht vom 2. auf 3. März) in Eurova sichtbar ist. Von diesen Finsternissen sind zwei partielle Verfinsterungen des Mondes, die beiden anderen eine ringförmige und eine totale Sonnenfinsternis. Diese Erscheinungen fallen auf folgende Daten: 3. März 1923: Partielle Mondfinsternis. Beginn der Finsternis überhaupt(nach mitteleuropäischer Zeit): 3 Uhr 27 Min. früh. Mitte der Finsternis: 4 Uhr 31 Min.. Ende der Finsternis überhaupt: 5 Uhr 35 Min. Die Finsternis ist in Beginn und Ende in Europa zu verfolgen. Die drei übrigen Verfinsterungen, die nicht in Eurova sichtbar sind, erfolgen an foldenden Tagen: 17. März: Rinoförmige Sonnensinsternis(von vorm. 10 Uhr 50 Min. bis 4 Uhr 38 Min. nachm.) 26. August: Partielle Rondtinsternts (von 10 Uhr 51 Min. vorm. bie 12 Ubr 27 Min.). 10. Sept.: Totale Sonnenfinsternis(von nachm. 7 Uhr 14 Min. bin 12 Uhr 19 Min.). # acn...". Mur achenu 8l. Ger### ** * * ### * a 8 S=815n S GES.: 9 # S B ÖR E F GyES GPCRERS N 9 khäe F 8 8855 S. B0SE 5555 SBSSEEE 1 S S 9. 85 SS F#gEn 8 45 B#g SEE äTEg B#gett 3 65 88 KS EEERE. # 5 Eg audas 955 S#bs E ## SS 1. 15 Oott dem Allmächtigen hat es In seinem unerforschlichen Ratschlusse getallen, gestern abend 10 Uhr unsere liebe Mutter. Schwester. Schwägerin. Schwiegermutter. Oroßmutter und Tante, die wohlachtbare Wwe. Valentin Müller Agnes geb. Krah, plötzlich und unerwartet nach einem echt christlichen Lebenswandel im Alter von 71 Jahren zu sich in die Ewigkelt zu nehmen. Um stille Tellnahme bitten Die trauernden Hlaterbüebenen. Oelsenkirchen, Rotthausen, Hordel, Hauswurz(Kr. Fulda), den 3. Jan. 1923. Die Beerdigung findet am Samstag sun nachm. 2.30 Uhr vom Sterbehause, Frankenstraße 14, aus statt. Das Seelenamt ist Montag morgen 7 Uhr in der Plarrkirche zu Oelsenk.-Bulmke. 4348 Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerlorschlichen Ratschlusse gefallen, beute nachmittag gegen 6 Uhr unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Urgroßmutter. Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Prau Wue. Friedrieh Pabsl Elisabeth geb. Brommer. nach kurzem Krankenlager, wohl vorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel und den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 66 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um ein andächtiges Oebet für Ihre Seelenruhe bitten Die trauernden Hluterbliebenen. Gelsenkirchen-Schalke, 3. Jan. 1923. Die Beerdigung findet Samstag, den 6. Januar, nachm. 2.30 Uhr. vom Sterbehause. Gasstraße 1. aus statt. Das feierliche Seelenamt findet Dienstag 7.45 Uhr in der St. Josephskirche vlats. 4258 Bekanntmachun Stadtverwal Bekanntmachung. Nach Pereinbarungen mit Wirte=. Konsitor= und Verhrauchervertretern sind für schte Gi. Bane Wrüiher Bachen“ Kaffee. Wirtschaften: (kleine Betriebe ohne fremde ellte). Für 1 Tasse Kaffee —.— uim Hmer.„ bis 115 Mk. Gruppe 2:(Betriebe mit männlichen Angestellten). Für 1 Tasse Kafsee mit Milch Konditoreien: Gruppe 1: Für 1 Tasse Kaffee mit und Zucker„.. bis1 Grunpo,2: Jür 1 Tasse Kaffee mit—.. und Zucher... bis 125 M Gruppe 3: Für 1 Tasse Kaffee mit Milch -astles in Portionen abgegeben, wird nach e faer Kasher Bectedten uo 640. na. von Aufschlägen für Bein Höße dseser Pusgn uomtebenden Sätze en der vorstehenden Preise at. Auf die Veraften zur Anbrinuib machmeig auedrülcklich Bngnte Gelsenkiochen, den 2. Januar 19 Preionrhtungsstelle: Bekannt machung. Die am 3. Novemher 1922. von der Stodte e che am 5. d. Mts. im Steuerbureau. Zimmer 18. Veselbst sind Druchtücke grgen Erstattung der Kosten zu haben. 4408 Gelsenkirchen, den 3. Januar 1923 Der Oberbürgermeister. Wellälische Landwietlchaftliche Beeulosenessenschaft. D#e Heberollen über die Genossenschaftsfür, das Jahr 1922 liegen vom des Binnen 2 Wochen nach Ablauf der Frist konn gegen die„Beitragsberechnung beim Genosfenschaftsvorstande in Münster. Warendorferstraße 25. Widerspruch erboben werden. ###„Widerspruch, entbindet nicht von der Pflicht zur vorläufigen Zahlung des Beitrages. Der Zahlsettel ist dem Mit Gelsenkirchen Slädtische Bücherei Gelsenkirchen. Die Bücherei bleibt für die Buchausgabe am Freitag. den 5. Januar 1923 geschossen. Der Lesereum bleibt geöllnet. Von Montag, den 8. Januar 1923. ab wird bis auf weiteres die Bücherei für die Bechausgabe erst um 10 Uhr vormittags geölinet. Für den Leseraun bleiben die Oeffnungszeiten wie bisher bestehen. 4379 Der Oberbürzermeister. Besser. Herr sucht auf sofort 1—2 gut möbl. Zimmer am Uebsten mit Penslon. Schrilzl. Anerb. u. Nr. 32824 an d. Oeschäftsst. Akademiker sucht auf sofort oder zum 1. Febr. Zimmer mit Morgenkaftee. Nähe Bahnhof oder nächster Umgebung. Preis Nebegsache. Schriftl. Anerb. u. Nr. 4419 a. d. Geschäftsst. Schöne 431: Schlafstelle irei. Zu ertrag. Rotthausen. Wiehagenstr. 49. Anst. Ig. Mann erhält 2. I# Kost und Logis. Grobe Versteigerung. infolge Auswanderu##.. 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Zur Entgegennahme von nur dringenden Anzeigen ist unsere Geschäftestelle am Samstag nachmittag geöffnet. Geschäftsstelle der Gelsenkirchener Zeitung. S Gegen das Sterben der Zeitungen. Von P. Flamm, Frankfurt a. M. Bei jedem Quartalsschluß kommen Trauemachrichten, daß alte gute Zeitungen und Zeitschriften in der Versenkung verschwinden. Der Sensemann, geführt von Syndikaten, Trusts oder Stinneskonzern, ist unerbittlich gegenüber den nicht kavitalkräftigen Zeitungen; er fegt sie rigoros hinweg. Es werden ihnen Pavierpreise und Bedingungen diktiert, wie sie der Gerichtsvollzieher dem Schuldner stellt. Der wirtschaftspolitische Ausschuß des vorläufigen Berichtswirtschaftsrates bat sich jetzt wieder mit der Papierverbilligung beschäftigt und zwar: mit der Aenderung des Gesetzes vom 21. Juli 1922. Alle diese Maßnahmen sind Sisophusarbeit. Es wird weiter geschraubt. Viele und besonders gewisse industrielle Kreise seben dies nicht einmal ungern; denn die dauernde Not zerbricht die Selbständigkeit und zwingt bieber unabhängige Blätter auf Zuschüsse zu reflektieren. Zuschüsse sind aber immer von denen bereitwilligst zu haben, die darauf ausgeben, die öffentliche Meinung käuflich zu erwerben. Damit ist die Materialisierung der geistigen Freibeit vollendet. Das ist das Fazit der Papierbarone einschließlich der Zellstoffabrikanten und des„staatlichen“ Holzwuchers. Alle Konzerne, Trusts, Syndikate usw. wären in unserem armen Vaterlande für die Allgemeinheit ein großer Nutzten. wenn sie sich im Rahmen einer vernünftigen Breispolitik halten würden. Aber leider ist und bleibt der Hauptzweck aller dieser Zusammenschlüsse: recht viel Gewinn zu erzielen und die Allgemeinheit auszusaugen. Die unabhängige geistige Führung ist da im Wege, sie muß als erste materialtsiert werden. Als klassisches Beispiel braucht man nur das Zuckersondikat zu erwähnen. Es steht seiner Schwester in der Papiermark nicht nach. Stinnes und Genossen sind an weit über 50 Prozent der größten Zeitungen interesslert und kontrollieren zirka drei Viertel der gesamten Zellstofforodukvion. Es kann diesen Kreisen gleichgültig sein, ob der Papierpreis steigt oder fällt, denn es flutet doch alles wieder zurück in ihre Hand. Mancher wird sich fragen: Warum protestieren die Zeitungen in ihrer eigenen Sache nicht energischer, da sie doch täglich in ihren Svalten ihrem Unmut Luft machen gegen Wucher und Ausbeutertum. gegen Dollarhyänen und Profitoier, aber gegen den Papierwucher ist so viel wie nichts zu melden und die großen und gut unterstützten Ein Avvell an die Katholiken von Gelsenkirchen und Umgegend. fache ist, daß nur ihre„öffentliche" Meinung zum Ausdruck kommt. Unser deutsches Volk ist in der Hauptsache auf die Meinung der Presse eingestellt und eine kapitalkräftige Zeitung macht ihre Meinung zu der ihrer Leser. Unsere Katboliken können sich wohl ausmahlen, wie diese„öffentliche" Meinung in diesen Zeitungen ausfallen wuwe, wenn keine katbolische Zeitung meho bestände. Ein innerlicher Jubel würde ausbrechen in all diesen Blättern, welche heute angeblich für den katbolischen Volksteil eintreten. Der Spieß würde sich dann umdrehen und alle katholischen Bestrebungen wurden unterdrückt oder mißachtet. Man braucht nur an die Kulturaufgaben, die Erziebungs= und Schulfrage zu denken. Die Regierung ist leider machtlos. die Interessenten sitzen an der Krivve, welche die Macht hätten. Aenderungen eintreten zu lassen. Man overiert dort mit Zahlen und Statistiken und schiebt die Schuld auf den Holzwucher, den sie selbst durch Ueberbietungen berbeiführen, Zellstoffabrikanten usw. Das Ende ist, es bleibt beim Alten und wird weiter geschraubt. Als Berubigungsville wird dann das Reich genötigt. Zuschüsse zu leisten. Wie die Preispolitik in der Zeitungsvavier=Industrie, so toltt sie noch krasser in der Feinvavier=Industrie, in Erscheinung. Der Karton einer einfachen Postkapte kostet schon 6.15 Mk., ein Quartblatt bolzfreien Papiers netto 9.50 Mk.: dies nur als Beispiel. Eng verbunden mit der Papierwirtschaft ist der Holzwucher. Bei einer Anfrage bei der Brüsseler Finanzkonserenz, gab die deutsche Regierung die Besitzverhältnisse des deutschen Waldbestandes bekannt. Es eraab sich daraus, daß 48.82 Prozent des Waldbestandes Reich. Länder und Gemeinden gehören. Diesen öfsentlichen Verbänden war doch die Möglichkeit gegeben, preisregulierend auf dem * Selsenkirchen, 4. Januar 1923. In allen Großstädten von Rheinland und Westfalen erfreuen sich die Katholiken der Tätigkeit von geistlichen Ordensniederlassungen zur Ausübung der praktischen Seelsorge. Im weiten Umkreise war bis vor nicht gar langer Zeit Gelsenkirchen die einzige Großstadt, in der geistliche Ordensleute ihre verdienstvolle Wirksamkeit am Seelenleben der Katboliken nicht entfalten konnten. Seit etwa zwei Jahren aber hat Dank der Bemübungen des Provstdechanten Maas die Genossenschaft der Oblaten von der unde sleckten Jungfrau Maria. die hier früher schon so oft bei Missionen bei Exerzitien und bei sonstigen Gelegenheiten erfolgreich tätig gewesen sind, eine klösterliche Niederlassung in dem alten Gutshause des früheren Böhlingshofs an der Wannerstraße eröffnet, um auch von hier aus ihr Missionswerk weit und breit auszuüben. Unter reichlichen Opfern haben die Oblaten das Gebäude zu einem trauten beschaulichen Klösterlein umgewandelt, das z. Zt. 7 Patres und a Laienbrüdern eine liebe Stätte ihres frommen Lebens und Wirkens ist. eine stille Oase religiöser Beschaulichkeit und karitativer Betätigung inmitten des ruhelosen Verkehrs, des nie rastenden industriellen und gewerblichen Lebens unserer Stadt. Wie sich die Seelsorgsarbeiten der Gelsenkirchener Oblaten entfalten, zeigt folgende kurze Zusammenstellung aus dem Jahre 1922. Im ganzen wurden 69 Missionen und missionsähnliche Veranstaltungen, wie Ordens=, Priester= und Standesererzitien abgehalten, von denen 20 auf die Diözese Paderborn, 17 auf die Diözese Münster, 16 auf die Erzdiözese Köln, der Rest auf die Diözesen Trier, Fulda, Mainz, Hildesheim, Osnabrück und Limburg entfallen. Außerdem wurden 96 Sonn= und Festtagsaushilfen mit 103 Predigten, 111 Werktagsaushilfen, 37 Nachmittagspredigten und Vorträge, 13 längere Vertretungen für erkrankte oder beurlaubte Pfarrer geleistet. Von diesen 257 Arbeiten kamen 215 allein auf Gelsenkirchen und Umgegend. Aus diesen kurzen Angaben geht schon die ausgedehnte und segensreiche Wirksamkeit der Gelsenkirchener Oblaten bewor. In weiten Kreisen der katholischen Bevölkerung Gelsenkirchens und naher Umgebung besteht nun seit langem der Wunsch, daß es ihr, wie in allen andern Städten, in denen priesterliche Ordensleute wirken, auch hier möglich gemacht werde, die Wirksamkeit der Oblatenvatres für ihr Seelenheil unmittelbar zu nützen. Deshalb hat der zuständige Diözesan=Oberhirte, Bischof Dr. Caspar Klein, gelegentlich des Gelsenkirchener Katholikentages buldreich genehmigt, daß die Patres eine der Allgemeinheit der Katboliken zugängliche Klosterkirche mit öffentlichem Gottesdienst und Sakramentsspendung errichten dürfen. Er hat dabei den dringenden Wunsch ausgedrückt, daß der Kirchbau moglichst bald ausgeführt werde. Diese Nachricht, die bisher noch nicht in die weite Oeffentlichkeit gedrungen ist, wird in der katbolischen Bevolkerung freudige Aufnahme finden. Sie wird sie aber auch bewegen, mitzubelsen, daß die Patres, denen jetzt nur ein unzulängliches Zimmerchen als primitive Hauskapelle dient, in absehbarer Zeit die durch An= und Umbau der hinter dem Klostergebäude liegenden früheren Scheune bereits begonnene Schaffung eines vorläufigen größern Kavellenraum==— an einen Kirchbau ist ja heute nicht zu denken— ein würdiges Oratorium berzurichten. Die Patres haben auch schon wacker vorgearbeitet, um die Mittel zu schaffen, und viele ovferbereite Katholiken der Stadt und ihrer nächsten Umgebung haben ihren Baustein in Form einer Geldsvende gestiftet. Das aber ist nur ein unzulänglicher Anfang und es bedarf zur äußeren und vor allem zur inneren Einrichtung und Ausstattung noch großer Mittel. Drum wendet sich das Oblatenkloster an die große Oeffentlichkeit der Katholiken von Selsenkirchen und Umgegend und bittet sie, ihm behilflich zu sein, damit es das Werk zu Gottes Ehre und zum Heil der Katholiken vollenden könne. Gewiß wissen die Patres, daß heute von allen Seiten große Ansprüche an die Opferwilligkeit der Katholiken gestellt werden: die bekannte Größe und Weitherzigkeit dieser Ovserbereitschaft aber wird auch für den Klosterkirchbau der Oblaten, der mit seinen Segnungen der Allgeweinheit der Katholiken zugute kommt, noch einige Papiergeldscheine übrig haben. Wenn jede katholische Familie für zwei Monate nur je 50 Paviermark stiften würde,— gewiß für fast alle ein entbehrlicher Betrag,— könnte das Klosterkirchlein bald vollendet und würdig eingerichtet sein. Drum auf Katholiker zur Ovsertat für unser OblatenKlosterkirchlein! Gaben werden im Kloster, Wannerstraße 42, gern entgegengenommen. Alle Spenden sind willkommen; wer wenig hat, gebe seinen Verhältnissen entsorechend, wer vermögend ist oder größeres Einkommen bezieht, svende reichlich; nicht nur einmal, sondern auch in Beiträgen, die sich in den nächsten Monaten wiederholen, bis das Werk vollendet ist. Auf telephonischen Anruf(Amt Gelsenkirchen Nr. 2578) werden die Svenden auch abgeholt; sie können auch durch die Post eingesandt werden. bruch der Tollwut. Die Krankheit brich nicht gleich aus. sondern erst nach 2 Wochen bis 3 Monaten. Tollwutkranke Hunde zeigen zunächst ein verändertes Benehmen, werden ausgeregt. mißtrauisch widerspenstig. verkriechen sich. während andere auffallend freundlich und zutraulich sind. Nach ein= bis zweitägiger Krankheit stellt sich der Drang zu entweichen ein. verumzuschweisen, zu beißen. Die Tiere verzehren fast nur unverdauliche Dinge. magern schnell und stark ab. Die Stimme verändert sich zu einem Mittelding heulen und dellen. Wasserscheu besitzen sie nicht. Bei eintretender Schlinglähmung wird Geifern beobachtet. bei Lähmung des Unterkiefers steht das Maul zum Teil offen. Lähmungen und Krämpfe treten etwa am 4. Tage ein, und der Tod erfolgt meist um den 7. oder 8. Tag herum. Bei der stillen Wut fehlen die Erscheinungen der Aufregung. Die Lähmungserscheinungen setzen früher ein, und der Tod tritt dann meist schon nach zirka 3 Tagen ein. l 11Beim Menschen beginnt die Krankheit mit tiefer Niedergeschlagenheit. Dazu kommen Unrube und Angst mit Schling= und Atembeschwerden, denen sich Schling= und Atemkrämpfe anschlieben. Trotz qualenden Durstes besteht aus Furcht vor Schlingkrämpfen Widerwillen gegen Flüssigkeiten. Die Speichelsekretion ist stark gesteigert, stets ist Muskelzittern zu beobachten. Der Ausgang der Krankheit ist tödlich, unter dem Bilde der Erschöofung wenn nicht rechtzeitig seeignete Behandlung erfolgt ist. Bei allen Bibverletzungen sorge man sofort für ärztliche Hilse. Nur wenn solche ausnahmsweise nicht rechtzeitig zu erreichen sein sollte, muß unmittelbac Gegenstand oder aber Aetzen der Bißwunde mit chender Salvetersäure. Schwefelsäure oder Salzsäur genommen werden. Ist auch dieses nicht ausführb wurde Wirklichkeit. Deie Gemeinden, denen durch die auch wenn die Schrift es nicht ausdrücklich sagte. daß es Zentralisierung der Steuern die notwendigen Einnahmen Magier waren. Einfach vorbildlich ist der unermüdlche nicht mehr zufließen, fiihen sich aupere Einnahme= Wahrheitsdrang dierer Männer ihr zäbes Festhalten an quellen und warfen sich auf ihre Waldbestände. Sie LIumnt. gaf.=Hem,A Ver ou,## Weges rragen somit guch, eiz Teil. Schuld an dem Papierwucher. sie zu Lanz andern. Rehultaten führte, als sie jedendalls andlugn der Wunde Die standalosen Zustände in der Pavierwirtschaft eien zum Himmel. Warum läßt man dies alles gehen und schreite nicht zur Selbsthilfe? Das beste Mittel, um Mitzstände zu bekämpfen, ist und bleibt immer die Selbsthilfe. Sollte es nicht möglich sein, daß. wie die Arbeiterschaft auf dem Baumarkt durch Gründung von Bauproduktivgenossenschaften eine Bresche in die Ringbildung der Baukapiialisten und aus dem Baustoffmarkt geschlagen hat, eine solche auf dem Papiermarkt zu schlagen. Sollte es den mittleren Zeitungen, nenne ich einmal die Zentrumspresse, mit Hilfe von Druckereien und Leuten, welche noch innerlich Gemeinschaftssinn für unser armes Vaterland haben. und den Gewinn nicht als Grundsatz ausstellen, nicht möglich sein, sich zu einer Genossenschaft zusammen zuschließen und Zellulosefabriken und Pavierfabriken zu errichten? Was Stinnes möglich ist, könnte auch anderen im Kleinen möglich sein. Es ist wohl eine harte Nuß in der jetziven Zeit, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Unsere ganze Wirtschaft ist doch eingestellt auf Habgier und brutalste Gewinnsucht; der eigene Vorteil wird rücksichtslos über das Wohl der Allgemeinheit gestellt. Notwendige Bedarfsartikel läßt man lieber unseren Feinden zukommen, als seinen armen Volksgenossen; nur wegen ein vaar Dollar Gewinn. Die Durchdringung mit ethischen Grundsätzen und Normen sehlt unserer ganzen Wirtschaft. Mit Protesten wird die sinkende Wirtschaftsmoral nicht gehoben. Es wäre Aufgabe des christlichen Volksteils hier eine Besserung eintreten zu lassen, und zwar wäre dies meines Erachtens nur durch Selbsthilfe möglich. Dies trifft besonders in der Papierwirtschaft zu. Greift man nicht zu diesem Mittel, so wird es schwer halten, unsere katholische Presse in der Zukunft vor dem Untergang zu bewahren. Holzmarkt zu wirken. Das Gegenteil davon tum es fest dielt— daß sie das Pöänomen wußten, zeiat Tokales und Provinzielles. Sellenkirchen, den 5. Januar 1923. Zum Dreikönigsfeste. KX. Von weisen Männern berichtet das Evangelium. Die sanden trotz aller Mühe und Beschwerden einer weiten Roise. trotz der Unsicherheiten und Unklarbeiten der Führung den neugeborenen Weltenkönia. War es eine natürliche Konst illation bedeutsamer Planeten, wie man neuerdings seir Kevler gemutmagt hat. war es eine wunderbare übernatürliche Erscheinung, wie das christliche A ...: wenn man noch so lächeln darf! ne Freunde haben schon oft über mi — haben schon on über n und ihre Köpfe geschüttelt! die Schultern W e n n i c h i h n e n ei zufrieden. nannten sie mich einen SpießSchließlich hat man aber doch das Recht. zu— sein. muß nur aufpassen, die Situation erkennen und argwöhnisch sein, dann steigt oft ein stilles von innen beraus. hrstage habe ich's wieder einmal erfabren. —=tit dem Sturz der Mark jeder Kredit zum Teufel ging. rachte mir der Postbote nur Glückwünsche. Von alten Tanten, die kein Vermögen binterlassen werden und von Freunden, die bei mir Bücher ausleihen und sie wir entweder nie oder doch in einem möglichst schlechten Zustande zurückgeben. Früher waren die ersten Stunden des neuen Jahres nicht so rosig! Es kamen wobl Glückwünsche, aber auch Rechnungen und Mahnungen. In diesem Jahre konnte ich selig lachen. Ich habe dabei an meinen Onkel Habakuk gedacht, der als Familien= philosopb allgemeine Achtung genoß. Dieser Onkel prägte unter anderen Merk= und Sinnsprüchen den. Satz:„Webe dem Menschen. der Kredit hat!“ Aber der Neujahrstag brachte noch weitere angenehme Dinge! Wie nett war z. B. die Eisenbabn. Sie erhöhte zwar die Tarife um erkleckliche Prozente, aber sie machte uns allen eine Freude. Sie tat so wie eine gute Mutter Wer artig ist. bekommt ein Stück Schokolade! Die Eisenbahn sagte nun nicht:„Wer artia ist.“ sondern— die Wissenschaftler werden erklären, die Pso hohogie scheint auch im Verkehrsministerium Fuß zu fassen— se sagte:„aDer sofort eine Rückfahrkarte lon, fährt noch zum alten Preise!" Wenn der liebe Herr Gröner am Neujahrstage all die froben Augen und das stille Lächeln geseben dätte. er wäre mit viel größerer Freude Minister Es ist doch schön, wenn man so lächeln darf! : Und am Nachmittage war ich im stillen Münsterlande! In so einem kleinen Bierdorf von einigen Hundert Seelen Ich habe es mir nie verkneisen können. ein solches Nest zu verlassen, ohne im Dorftrug ein Butterbrot gegessen zu haben. Diesmal gab es einen schweren Kampf! Ein Butterbrot mit Schinken oder Wurst! Meine stillen Betrach tungen hatten als Ergebnis, daß ich einen Betrag von 400 Mk zur Verfügung stellte. Es gab ein Butterbrot! Ein Butterbrot, für das man. wenn auch nicht gerade ein Königreich. so doch einen Bauernkotten verschachern kann! Ein so herrliches Butterbrot! Vor undenklich langen Zeiten— so mitten im tiefsten Frieden— gab esauch einmal solche Butterbrote! Und Bohnenkaffee bekam ich auch dazu! Eine Kanne voll Und einen Schnaps....... und die Rechnung! Haltet Euch fest an sämtlichen Stuhlehnen. an Tischen und Bänken, holt drei Mann. damlt sie Hilfestellung leisten! Das Butterbrot und die Kanne Bodnenkaffee und der Schna###..... ich wage es nicht zu sagen.... alles in allem, nein, man muß sich genieren, eine solche Summe überhaupt zu nennen— kosteten ganze 90 Mk. in Buchstaden„Neunzie Mark“. Da habe ich gelächelt, so ganz still von innen beraus Ja. ja. wenn man so lächeln darf! ——— Als das Bäbnchen einlief, habe ich wieder gelächelt! Vorm Schornstein stand mit Kreide geschrieben: „Prollt Neujahr!“ Ob es der Heizer. der Zusübrer. der Lokomotivführer. oder irgendein wohlbeleibter Zahnhofsporsteber mit der roten„Müte geschrieben dat. ist mir gleich! Mir war es ein stiller Gruß der ganzen Eisenbahn! Ich habe mir vorgestellt, wie schön, das wäre, wenn der Verkehrsminister durch Ministerialerlaß anordnen würde daß zu Neujahr. Ostern. Pfingsten und Weibnachten an allen Lokomotiven und in allen Wartesälen er sprechender Wunschsoruch angebracht würde! Meine Freunde finden das sage ihnen nun auch nicht. wo brote gibt! Wenn sie erklären, ich hätte gelogen, lächele ich ein zufriedenes Lächeln. Dann werden ne wütend und schim: lächele...... ka, wenn man so lächeln da erwartet hatten. Sie scheuten sich nicht. vor dem armen unbekannten Kind in den Staub zu sinken und es anzubeten. Gott sei Dank. sie haben Nachfolger. Immer noch finden sich Gebildete, wirklich zünftige Weise an der Krivve ein und beugen sich mit kindlichem Glauben vor ihrem Konig. Schwer genug wird es ihnen oft genug gemacht. Noch existieren Mächte. die geistig mit Herodes verwandt sind und man glaube ja nicht, daß alle Gelehrten und Weisen von solchen Einflüssen so ganz unberührt blieben, wie die„Ehre der Wissenschaft“ es doch erheischte. Ja. auch Jerusalem hat noch seine Ableger. wo jedesmal große Verwirrung entstebt, wenn wieder einer, der dem Glauben fern stand. den Weg zu Christus sucht und findet. Aber auch Sterne gibt es heute genug. die für jeden Sehenden hell am Himmel stehen und zur Reise nach dem Bethlehem der Kirche einladen. Gerade den Gebildeten müßten sie heute sichtbar sein, wo so tiefe dunkle Nacht am Abendhimmel der Kultur stebt und nur an einer Stelle der Himmel wirklich leuchtend ist und verrät. wo das Königtum der Zukunft liegt. und wo über allem Unfvieden und aller Hoffnungslosigkeit noch junges siegreiches welteroberndes Leben blübt. Aus ganz verschiedenen Weltgegenden. will die Legende wissen, bätten die Weisen sich plötzlich zusammengefunden. Der Zeitpunkt wäre günstig, daß Edelste und Beste aus voneinander sernab liegenden geistigen Richtungen sich besännen und sich auf den Weg machten. Das wäre ein frobes modernes Dreikönigsfest! Missionssonntag. * Der kommende Sonntag wird im Dekanate Gelsenkirchen zu einem großen Opfertage für die Heidenmission sich bestalten. Aebnlich wie vor Jahresfrist an dem Bonisatiussonntage werden an diesem Tage Ordensleute und Missionare nach Golsenkirchen kommen und in allen Kirchen des Dekanates in allen hl. Messen für die Erwachsenen und am Nachmittag in einer besonderen Missionsandacht für die Kinder predigen. Sie werden von der großen Bedeutung der Heidenmission als einer Lebensaufgabe der katbolischen Kirche reden, aber auch von ihren außerordentlich großen Nöten und Schwierigkeiten uns erzählen und uns zu überzeugen suchen von den Notwendigkeit, daß wir alle in gewisser Weise Missionare werden und tatkräftig durch Gebet und Opfer mitarbeiten müssen an dem gottgewollten groben und heiligen Werke der Glaubensverbreitung in den Ländern des Heidentums. Alle Pfarrangehörigen sind zu diesen Predigten eingeladen und freundlichst gebeten. ein dem großen und erhabenen Zwecke einigermahen entsorechendes Ovfer zu svenden. Man wolle berücksichtigen, daß die Missionen dur weg mit tremder Valuta rechnen müssen, so daß al raue vor: genommen werden. In auch vieses nich ausführbar. lo wasche man die Wunde mit unverdünntem Essig aus. Die Anwendung von Höllenstein. Sublimat oder konzentrierter Karbolsäure sowie das Aussagen der Wunde ist ungeeignet und soll unterlassen werden. Nach dieser etwa ausgeführten Vorhehandlung ist die Hilfe eines Arstes sofort in Anspruch zu nebmen. Nach der ersten Behandlung der Wunde haben sich die Verletzten baldmöglichst, jedenfalls aber in den nächsten Tagen in das Institut für Insektionskrankheiten. Wutschutzabteilung. in Berlin zu begeben, um sich dort der Schutzimpfung zu unterziehen, die schmerzlos und ungejährlich ist. Die rechtzeitige Schutzimofung schützt vor dem Ausbruch der Krankheit: die Behan allein genügt hierfür nich Jeder letzung ist 10 polis Matnahmen die Wutschutzabteilung unverzüglich getroffen werden können. Auch der Arzt ist durch das Seuchengesetz vervflichtet, in jedem Falle einer Bißverletzung durch tollwütige oder der Tollwut verdächtige Tiere sofort der Polizeibehörde Anzeige zu erstatten.“ Nach§ 17 3. 8 des Viehleuchengesetzes und§ 34 per ministeriellen viebleuchenpolizeitlichen Anordyung munen srei umherlaufende Hunde mit Halsbändern verseben sein. die Namen. Wohnort. Straße und Hausnummer der Besiter angeben. Auf diese Anordnung wird erneut bingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, daß in Fällen widerhandlung die aufgesangenen Hunde getötet wer Die Polizeibeamten haben entsprechende Anweisung erhalten. = Stempelsteuer. Gem. T. St. 48. Abs. 3, Ziffer 8. L. St. Ges. hat jeder Vervächter oder Vermieter. auch möblierter Zimmer. die Verpflichtung. im Laus— Monats Januar die während des vorb in Geltung gewesenen Verträge auch— Pacht= und Mietverzeichnis einzutragen und dem biesigen Finanzamt. Abstraße 17. zur Versteuerung vorzulegen. = Eisendiebe. Am Hasen wurden in der Nacht zum 4. Januar Eisendiebe auf frischer Tat ertappt und festSie haben bei einer Firma in den genommen. Sie haben bei eine. Wochen 5 bis 6 mal große Mengen Alteisen im von 400000 Mark gestoblen und abgesetzt. Eine Althändleri Sohn war stets an den Diebstäblen Tat ertapp Firma in den letzten en Alteilen im Werte bereits an Altbändler n aus Essen mit ihrem aktiv beteiligt. in entas zwar spießig. Aber ich es die billigen WurstbutterUnd ich H. T. werden. Nebenbei bemerkt, haben die Scheine von geringerem Werte ja auch bei uns fast jede Bedeutung verloren. Wir sind überzeugt, daß die allermeisten Pfarrangehörigen dieser Lage der Dinge das nötige Verständnis entgegenbringen und dementsprechend ihren Opfersinn betätigen werden. Die Gaben, die für die Missionen und andere gute Zwecke gespendet werden, machen nicht arm, sonder bringen hobe und reichliche Zinsen— auch schon in dieser Welt! Demn„wer Wohltaten spendet, leibt dem Herrn auf Wucher.“ Alo Wucherzinsen gibt esi Wer möchte da nicht mittun? Heidenmissionen tätigen Ordensgesellschaften. Nachmittags in verschiedenen Sälen: Lichtbildervorträge her die Keidenmisstonen. Im„Lutbolfschen Gesellenhaus 4½ Uhr für Kinder und Jugendliche, abend7½ Uhr für Erwachtene: in der Etntracht:“ im Liebfrauenstift St. Geory: Josepbad und Notthausen. diesem Tage it Vereinshaus Ueckendorf und des Dekanates mögen an diesem T Missioneinteresse von neuem bewähr ——, 5 Uhr. Ferner sevbebaus Bismarck: Die Katboliken ihr oft gezeigtes ven. Gemeinfaßliche Belehrung über Collwut unter Cieren. hatten. Die Niemen wurden beschlagnahmt. waren aber zum größten Teil zerschnitten. = Die Bochum=Selsenkirchener Straßenbahnen erhöben zum 6. Januar wieder ihre Tarise. Auf die Bekanntmachung des Einanzamtes in der heutigen Ausgabe der„Gelsenk. Zta.“ sei an dieser Stelle bingewiesen. = Gegen die Bevorzugung der Ausländer auf der Eisenbahn. Die Klagen über Bevorzugung vor den deutschen Reisenden in den Zügen Zeit zugenommen. einer Ausländer ergeben haben. und..—.— in. daß gegen die Belegung mehrerer Plätze durch eine Person auch bei Lösung der entsorechenden karten einzuschreiten und die nach dem Geväcktarif zutässige Belegung ganser velne Reisende vorläusso bis a wo besondere Weilung auch im übvigen vom Junbe: der Verfügung.„pielfach gröhere Anwettung von Plätzen und gr bei Handreichungen. z. B. bei stüchken gezeigt als den In' tung, daß dafür reichliche..— trifft besonders auch für die nahme von Trintgeldern dem Anseben abträglich. gelder hewegen fallen. Reisenden eintreten zu lassen über zablkräftigen Ar würdelos und grob ofl ecererheiche it eer ie. Se Pe e e e eer haben werde, und die Konnolldeamten werden anddas Verdalten der Zusbeamten den Apoländern gegen Über besonders scharf zu überwachen. Es lei weiter befinden: viellach wird sogar Geväck in den G ländern win es weiter in eit bei der der ern in e1 sie r die gegenbandeln nichen dien. oubes Verdat Aigung bera 923 verlängert: d ldscheine, die erst nach dem 5. ##. wurden, allo am 5. Februar Umlauf sind. sowi Versalltag aufgedruckt den öffentlichen Kassen, an ltern nur bis zu diesem Tage in sind dann wätestens binnen vier einzulösen. ne Notoeld bis zum 5. Februar nmung erstreckt sich auch auf dem 5. Dezember 1922 ausnen ein K werden oi Eisenbahngenommen: vom Ausegierungsbezirke Mündas Vorkommen von 1 In medreren Kreisen der Register. Minden und Arpoberg IRt dar Tollwut unter Tieren festgestellt worden. Auch sind dort Menschen von tollwütigen Hunden gebissen worden. Die Tollwut oder Hundewut wird durch den Bitz tollwutkranker Tiere ühertragen. Hunde. Kaven. Pferde, Wiederkäuer. Rager, Schweine und Hausgeslüge werden gebissen, tollwutkrank und können das Wutgist durch geringfügige Verletzungen auch auf den Menschen und Tiere der genannten Gattungen übertragen. Speichel und Blut enthalten das Gift bereits vor AusAus dem Vereinsleben. Khi ee arce n Sent er i. Semn echiters erJod, allen blinmern. such Bandwurm, un- Orbis-Warmkugein für Kinder u. bedingt sicher durch(rest um Sastoperenin) Erwachsene Verrödein des bortbchen beh-Wets L.A. Omsetract. * imatdorfe zurück. Dort n bn. eui biurg“ic Pa#strie den ei meiherte mit ge eener Künstler Al 95 Reritator Schades. der tunge ler. Als zum woo und Gauauch Vater und lung selbst ausorstoofter Bös, di bei beiorm #.#niger als 9000 Stück umsaßte. Die Reinn in Altenburg datte gange 800 Taler. allo etwa Preis eines Ochlens. für diese einzigartige Sammina geboten. und so wanderten die Bösel des alten rehm ernes Tages in zadlreichen Kisten nach England Londoner Rotdichild sie erworben batte. ub. denn doch entschieden männlicher, als ihn Josep twas semininen Allüren und hen Tenor verkörvern konnte. da der die Not so vieler Me.s-— rksam gemacht hatte. attenbaus eine Sammlung. nbrachte. Bikar Kaufbold Das Grammophon im Schulunterricht. Die Kenntnisse unserer Kinder in der Botanik sind dank einer langjädrigen anschaulichen Pflede im allgemeinen recht gute. Man möchte ihnen nun auch gern die Tierwelt naber bringen und sie außer mit den Haustieren auch mit der Pogelwelt bekannt machen, die ia durch ihren Gesang. Uhr Zwitschern und Tirilier Menschen so viel Freude gewähren. Ausgestorfte die man bier und da in der Schule hat. befriedigen jenur das Auge: was der Gestalt aber erst wirkli alle en gibt und was t als ihre Körver man jetzt die Stimmen einheimischen wie der beben. e die Tierchen weit mehr unterist ihre Stimme. Desbalb hat der verschiedensten Vögel. der der ausländischen. im Grammophon hofft durch dieses Mittel sowohl die u erweitern als auch tur zu wecken und zu ufgefangen und hofft durch dieses kenntnisse der Kinder bedeutend zu dre Freude an Gottes schöner Natu rein ebem. 3der. Sonntag. den 7. Jon., lhr. im Vereinslokale Strake. Bismarckgus denn dach enschieden derner mit seinen ein nem zu weichlichen lorischen—=-rrrrrrr—— isbetd Karst=Ulbris hatte für die Saatuzzo eine schöne, voue Stimme und ein sympathisches Spiel einzusetzen, wenn beides auch noch nicht reif genug erschien. um der Erscheinung des unglücklichen, betrogenen Mäddhens die sicheren Amrisse geben zu können. Diese Sicherbeit zeigte vollauf Willi Moog, dessen Fudomann Alsio ein ganzer Kerl war, so daß man bei dem Streit mit dem Verfüdrer Turridu=Poerner gar nicht im Zweisel sein konnte. wer Sieger bleiben würde. Charlotte Gleisbers war eine verführerische Kokette Lola und Thea Holtsotb eine annehmbare Mutter Lucia.“ Von dem in der Musik lodernden südlichen Feuer fühlte sich Karl Wolfram. der Dirigent. nur schwach ergriffen, so daß es lonen, die doch im Cbarak. P S eeee#. Und das hübsche Intermezzo nsonico kam in dieser Wiedergahe um sein ganzes chönes Pianissimo und seine sonstigen VortragsseinIm„Bataszo“, spielte Waltber Güntder: Braun die Titelrolle, geriet aber dabei in den Stil. der mal vor Jahrzehnten üblich war und Eindruck — Der Srohvaterverein feiert am 6. Januar. nachAus der Umgegenö. Dezember 22 flnd von zwei unef4 eine goldene Udr mit zorungdetel. eine braunlederne Brieftasche eit 2000 Mark. ein Waffenschein, ausgestellt auf den Namen Otto Steusbeck. ein Viertel Los der süddeutschen Klassenlotter viere gestoblen worden. Di auf der inneren Seit 36 723 jegeben 1 Los der andere Paempelt und die Revaratur=Nr. mer kann nicht angege Jan. Den es gelungen.—.—— in der Friedenskirche zu haben, wurde aus dieser 100 000 Mark kriminalt olizei konnte alsbald ein en. die zur Verdaitung zweier auß ei beschäftigten Klempner aus Wat berscht Kr 1 3 s binte ie ei eifrigen Bemüdungen n. Licht in die Angeder Friedenskirche zu und verschiedene al e Uhr ist 585 gestempelt te des binteren Sorungdeckels 5. Die eigentliche Uhrnumwerden. tigten Klemoner le wurden bereits eingehend vernommen und gezicht zugefübrt. Der Kirchenraub wird öllige Auiklärung bekommen. Einer der lempner hat den Kronleuchter an einen roduktenhändler für etwa 5000 Mark verhat ihn dann an einen Großhändler nach weiter veräußert. Dort ist der Kronleutund Messing bestand, demontient wertücke sind bereits als Altuaterial Eine Rekonstruktion in som!! den Raub erfahren mir noch Abeiten: Als der Dieb den kostbaren LeuchKirche fortschaffte, wurde er von einem der den Träger fragte. wodin er mit olle. Der Gefragte erklärte. er bätte vom den Auftrag, den Kronleuchter zu einer zubolen. 2 icht weiter Transvort deo.—..— denn er brachte ihn zunächst in ein Haus an 4 in die oen dier von dort aus Der Gefrag I. Dieser Srund veranlaßte den eiter nachzuforschen. Anscheinend in sport des Kronleuchters sehr schmer er brachte ihn zunächst in ein Haus an Von dier aus wurde er später mittels us ben ae. Bil eie ak Eeice! bertallen.225 be: die Straßenräuber. die mmen konnten. Später bnochswelandete mmen och zu ausge = Westenfeld. 4. Jan. e. ete. e Aus ##es batien. werden. dem Hause Berostr. 11 fabrrad(Halbrenner) die Kchpparten Pohiatte Dermischtes. Der alte Theater=Musik=Vorträge Maria Stuart. Ein Trauersoiel in 5 Akten von Friedrich von Schiller. Sastsviel des Stadttbealers Dortmund. Gellenkirchen, den 5. Jan. 1925. Gestern gbend brachten uns die Dortmunder Schillers „Maria Stuar!“. Haß. Etfersucht. Neid. alle an einem Königsdose natürlich gedeibenden, sowie künstlich entfachten Leidenschaften und Gemeinheiten schlagen uns entgegen. wazwischen versöhnende, weiche Stimmen. die aber im wilden Wirbel höfischen Treibens. das selbst für die Gemeinheit die Allmacht anruft. untergehen müssen. Der Inhalt des groß angelegten Werkes ist zu bekannt. so daß man es sich getrost schenken kann. näber darauf einzugeben. Wbir clchlie i une Belchmachiahe. Inarid Fernolt gab die Maria mit der stillen Geste der leidenden Frau, die jedoch im Stadium döchster Erredung zur in den Himmel wachsenden Anklägerin werden kann. Die Elisabetd Vera Maria Eberle's war prächtig in der Linie. Eine Handbewegung. ein wietten mehr At uu be vielte. wenn wieder einmal #— schwer sein, den rechten Ton zu treffen. Wenn Grube aber will. dann kann er! Wilbelm Maurenbrecers Talbot war die versonifizierte Milde des Alters. Emil Binder— Wildelm Cecil— gelang es nicht immer, den stets balanzierenden. aalglatten Staatsmann herauszultecken. Sonlt aber war sein Spiel eine Leistung. Paul Warschawoti — Amias Paulet— traf den Ton leiner Rolle. Georg Feuerdern— Robert Dudlen— hätte etwas mebr Verschlagenbeit an den Taa letzen können. Im übrigen gaben aue Darsteller ihr Bestes und führten die Aufführung unter Wildelm Maurenbrechers Regie zum verdienten Erfolge. Die Büdnenbilder konnten gefallen. Für die bübnentechnische Einrichtung zeichnete Heinrich Waaner. H. T. „Cavalleria rusticana" und„Basazzo“. 9. Selsenkirchen, 4. Jan. 1923. Am Mittwoch kamen in der Reide der städtischen Overvorstellungen die beiden nicht so geselerten jungitalienischen Meister Pietro Mascagni und Ruggiero Leoncavallo zu Wort. Und zwar mit den Werken, die sie berühmt gemacht haben, und denen merkwürdigerweise keiner von beiden eine gleich oder ähnlich erfolgreiche Bübnenschöpfung in der Folgezelt an die stellen konnte. Natürlich haben sie noch vieles geschrieden— wir erinnern z. B. an den Noland von Berlin. den Leoncavallo seinerzeit für die Berliner Hosoper„auf allerböchsten Besebl“(eine der vielen Unbegreiflichkeiten des letzten deutschen Kaisers) komvoniert hatte. Aber nichts batte einen auch nur annäbernd so sensationellen Erfolg wie die„Cavalleria“ und der„Bajazzo". Sie schildern beide Porgänge aus dem wirklichen Leben mit einer geradezu lavidaren Knaooheit der Darstellung. In beiden Overn ist es weibliche Untreue, die die Gewitterschwüle der Handlung schaffi und mit dem den rächenden Dolch berniederfahren läßt. dieser Verismus auch heute lange nicht mehr zum Teil ist es auch das südliche„Milieu“ mit leinen kochenden und rasenden Leidenschaften. dem gegenüber wir etwas lächelnd dei Seite steben. so ist doch nicht zu leugnen, daß der Stoff in beiden Einaktern mit bübnensicherer Hand geformt ist. Ist die„Cavallerie“ nach dem gleichnamigen hat sich Leoncavallo gebenheit" selbst geschrieven. und Leoncavallo, als langjährige Overnkavellmeister, die nötige Erfahrung und Noutine besabzen. so wußten sie schon genau, wie die Sache anzufangen war. um ihren Zuhörern das Gruseln gründlich beizubringen. In der Aufführung durch das Dortmunder Stadttheater stand Gutes neben weniger Gelungenem. Im allgemeinen kam Leoncavallo besser weg als Mascagni. der sich z. B. die große Chorszene vor und in der Dr Laßt uns preisen den Herrn“ chorklangleich geschl gedacht hat, als sie bier zu Gebör kam, wo jeder ang. Vielleicht war auch die Akustik einer aus den Wiedergabe dieser musikalisch böchst wirsamen Abchnitts binderlich. Dann denkt man sich den Turridu. leichtsinnig und fabrig dieser Schlingel uns erscheinen übrigens eine warme, weiche und volle Tenorstimme. die In der Tiefe zu wenig Kraft besitzt. um den mehr deklamatorischen Gesang wirkungsvoll zu gestalten. Toni Witt brachte für die Nedda eine ausgezeichnete Gesangskultur mit, ließ aber sonst etwas fübl. Ein prachtvoller. in seinem kühnen Realismus besonders auffallender Tonio war Willi Moog der auch den Prolog zu voller Geltung brachte. Den Silvio sang Theo Straub angemessen, doch war die Erscheinung nicht eben überwältigend verführerisch. Sonst geriet die Aufführung Im ganzen abgerundeter als die„Cavalleria“. Das Soiel leitete in beiden Overn amil Vanderstetten. während Heinrich Wagner die malerischen Dekorationen gestellt hatte. Versammlungskalender des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Geschäftestelle Ellsadethstraße 8. Fernsprecher 1835. Unterrichtstursee Unbet stett Freitag, den 5. Januar, abende Bankt 7.20 Uhr, anstelle des am I. Dezemder eusgefallenen Kurlus. Woegen der Schulferten muß der Kursus im Letale Diesse. Bereins. sraße 39. Ede Elisadetdplagz, abgehalten werden. Zahlreiches und panktliches Erscheinen wird erwertet. Kartell der christlichen Berufoverbände. Geschäftssrelle Elljabetbsrabe 6. Fernsprecher 1805. Der Besuch den Unterrichtskursus wird don Mitgliedern der dem Kartel angeschlessenen Berufoverdände dringend empfohlen. Vortrogsfolgen, welche zur Teilnahme am Kursus berechtigen, sind auf den einzelnen Verdandodureaus, wie auch am Kursubadend selbst, erhöltlich. Kächster Kursusadend Freitag, den 5. Januar, abende 7,30 Uhr, im Lokale Dirkes, Vereinsstraße 30. Christlicher Metallarbeiter=Verband. Bäros: Ollsabethstraße u.: Verusprecher 1335. Funktionärsitzung findet statt am Gonntag, den 7 Januar, morgene 10.30 Uhr, im Lokale Dirkes, Vereinsstraße 39. Tagesordnung: 1. Bericht und Ergednio der am Freitag, don 5. Januar, in Essen stattgefundenen Lohnverhandlungen, 2. Aussprache. Zu dieser Sitzung #ind alle Vorstands= und Arbeiterratomitglieder, sowie sämtliche Vertrauensmänner briagend eingelaben und zur Teilnahme verpflichtet. Co findet Türkontrolle statt. Ortegruppe Hüllen: Donnerstag, den 11. Jannat, nochmittags 4 Uhr. Im Lokale Hullmann, Germanenstraße, Vorstands= und Vertraueng männersitzung. Am gleichen Tage um 5.30 Uhr und im gleichen Lokale Mitgliederversommlung mit Vortrag. Mit Rücksicht derauf, graumer 3el Lokale Mitgliederversommlung mit Vortrag. Mit Rücksicht derauf, bah jett geraumer Zeit keine Versammlung stattgsfunden hat, muh zahlreiche Teilnahme der Mitglieder erwartet werden. Jeunar , ven 8. — Theatergemeinde Bühnenvolkob and. Am Mittwoch, den 17. Jon 1923. findet ein Operngostspiel des Dortmunder Stadttdeatern für Gruppe Grün(1—800) statt. Gegeben wird die Over„Carmea“. Die Inhaber der grünen Ausweiskarten werden gebeten, von Monag. den 8. Jauuar av bis einschließlich Sametag. den 18. Jauuar, mittags 12 Uhr, ihre Eintrittokorten auf dem Bureau des Bühnenvolkobndes, Neustraße 1. Ecke Neumarkt. alzuholen. Insolge der Preiserhöhungen durch die Stadt sind auch die Preise für die Mitglieder der Theatergemeinschaft um das gestiegen, so daß für die Opernverstellung nech 80 Mr nachzuzahlen lind.— Am die Oper, die nur einmal für den Bühnenvolksbund gegeden wird. Joweit möglich, auch den Inhabern der gelden Auswelgkarven zugänglich zu machen, werden von Montag, den 15. Januar ab, die noch verfügdaren Plätze an diese Mitglieder, gegen Vorzeigung der gelben Ausweiskarte zu bedeutend ermäßigten Preisen gliederpreise) ausgegeben. Neuanmeldungen von Mi edenfalle auf der Geschä D. H. V. Sehilfen=Abteilung. Mittwoch, den 10. 9 Uhr, Vorstandesitzung— Jugend=Adteilung: Montag, ebende 8 Uhr, Vorstandssigzung. S. w. A. Gehilsen=Edleilung Mittwoch, den 10. Unsere Kollegen und Kolleginnen weisen wir schon jetzt auf am 19 Januar 1923. abendo 7.30 Uhr, stattfindenden Vortrag Ingentoure Arnold über„Techalsch=chemische Grundbegriffe der E Teauar F. E.. Seier-Spselllug Billwem, son zu. Jannat, abendo 7.30 Udr. im Vereinedeim(Deutschee Haus, Ecke Noon= und Induriestraße), Jahreshaupiversammlung.— Jugend=Abteilung: Montag, von 8. Januat, abendo 7.20 Uhr, Zusammenkunft. Wichtige Beprechungen S. d. T. Mosdeg, 9. Jonnar, adende 8 Uhr, Generalversammlung dei Diunendahl, Bochumerstraße 34, mit Vortrag beo derrn Dr Volbrandt über„Strotflichter aud der Baktertologte". Bänktliches Erscheinen erwünscht. auf den des „„ Eisenund Kohlenwirtschaft" bin. Vortragsfolgen sind bei den einzelnen Ortegruppen noch erdältlich. Sie können auch beim detr. Vertrauensmann bezegen werden. Auch der Besuch des Kursus am Freitag, den 5. Janvat, wird dringend empfohlen. Neuanmeldungen von eschäftestelle entgegengenommen gliedem werden Curnen= Sport= Spiel. Deutsche Jugenökraft. T. u. B. 1910 Hamm— Neustadt. Neustadt führt Sonntag nach Hamm um gegen den Spitzenreiter der Gauklasse zu spielen Neustadt wird deneisen, daß die A=Klasse des Sellenkirchener Bezirks sehr sptelstark ist und auch gegen GauHelle einen schweren Gegner hellt. W3 Sieg Wir erwarden einen knappen Fußball. Stttorie 1910 1.— Buer=Hassel 1. Eustoß 2.20 Udr. Vorher die 2 Mannschaft gegen 1. Taubstummenkannschaft Sp. Cl. 07 Bitterie 1910 schaft. Aaste Sp. Cl. 97. Sonntag, den 7. Januur, Meisterschaftssp#e 1. Mannschaft gegen Eintrach: Gelsenklrchen 1. Man oß 2.20 Uhr Vorher 2. Mannschaft gegen Westenfeld. e Gewitt ersten Blitz Wenn uns lo pack!— Stimmen aus dem Teserkreise.") Erwiderung auf bie„Streiflichte“ aus der Stadtverorducten.Ver. #umlung vom 22. Dezember 122, wiedergegeben vom„Bellswillen“ Od und inwieweit die Angrifte, die gegen Herrn Pros. Dr. Havo Brung, den Leider des Bakteriolog. Insttruto, in der letzton Stadtverordneten=Versammlung erhoden worden sind, berechtigt sind oder nicht, stelle ich an dieser Stelle nicht zur Diskussion, da ich selbst an dem in Frage kommenden Institut tätig din. Die Gemeinbeit und Sehlfligtelf der Gellaauna mit der der „Volkswille" diesen Bericht wiedergegeden hei, verdient öffentlich fest zu werden. In dieler meiner persönlichen Meinung werde ich llen des Instiiute voll und ganz unterstügt. Dr. med. Walter Karlewe, Ussistenzarzt am Jnstitut für Hogiene, Selsenkirchen. Artite! nnder biefer Rubrik übernturmt bie Rebattion dem Verantwertung. Versammlungskalender des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands. Bezirkodureau: Industriestraße 42. Telephon 2410. Gamstug, don 8. Januar(Heilige drei Könige). Wattenscheid: Morgen; 11 Uhr Jugendversammlung im kath. Vereinshaus, Weststoaße. Hierzu sind auch die Zahlstellenvorstände gekaden. Leithe: Nachmittags 3 Uhr Jugendversammlung in der kath. Schule. Eickel 1 u. 2: Nachmittage 5 Uhr gemeinschaftliche außerordentliche Versammlung dei Rendel, Kaiserstraße Gonntag, den 7. Jannar. Günnigfeld: Morgeno 11 Uhr Jugendversammlung in der Turnhalle, woiu auch der Zahlstellenvorstand eingeladen wird. Selsenkrchen=A.: Nachmittags 3 Uhr Goneralversommlung der Jugendabteilung im Heim des Gewerkvereino, Industriestraße 42. Wanne 3: Nachmittags 3 Uhr Generalversammlung bei Gartmann. Röhllughausen: Nachmittags 3 Uhr Generalversammlung der Jugendabteilung bei Henkel, Heinrichstraße. Versammlungskalender der katholischen Vereine. Propstei=Pfarrgemeinde Geisenkirchen. St. Georg=Kuappenverein: Sonntag, den 7. Januar, nachmittags 4 Uhr. Generalversammlung. Wegen Aufstellung des Etate für 1ua3 darf bein MitUhr Vorstandositzung. Vormittags 10 Uhr Revision. und Arbeilogemel alchaf: tung am Mittwoch, 10. Jannar, glied fehlen. Um 3 — Rat h. EI! der kath. Be 3 Uhr Vorsan ernanss reine: Wicht! nachmittage 5 Udr, in katd, Hobellenhause.— Jnngstäuen; kongregeilen: Mittwoch, 19 Januar, abendo 7.20 Uhr, im Alooslanum Weidnachtofeter.— Iünglingssodalltst: Montag, 8. Januar, abende 3.30 Uhr, Vorstandositzung in der Wohnung des Prüses Hl. Jamiliepfarrgemeiube Bolmte. Eblsadeth=Frauenvereln: Sonntag nachmittag 4 Uhr Is Vorsammbung des Vorkandes und der Bezirksfrauen im Schwesternhause.— Krankengeld= Zulchunfalle: Sonntag vormittag 11 Uhr Generalverammlung im Schwesternhause.— Binzenzverein: Montag, 4. Januar, abende 8 Uhr, Versammlung im Voroau deo Hokrn Burg, Wannerstraße 65.— Jünglingssodalltlt: Sonntag, 7. Jan., Weihnachtsfeler, nachmittage 4.20 Uhr, im Saals des Herrn Meschede. verz=Jesu=Psarrgemeinde Süßen. Geiellenverelu: Sonm tag abend 7.20 Uhr Vorstandositzuung. 3.15 Uhr Generalversammlung. — Müttetverein: Montag 4 Uhr Vorstandesttzung im Schwesterndguse.— Binienzvereln: Montag 8 Uhr in der Pastorat.— Pillebelbvereln: Mittwoch 4 Uhr im Schwesternhause.— J#sallagelsdalltst: Am 7. Janner Weihnachtofeler um Uhr im Vereinshause. St. Franzleise-Pferrgemeinbe Blomark-Oß. Mütterserein: Mittwoch nachmittag 4 Uhr Versommlung bes Bersanbes und der Bezicksfrauen.— Ikuglingslebelliät: Genntag noch dem Versammlung des Vorstandes und der Bezirksvorsteher in der ug des Präse. Dreisaltigkeite-Pferrotfartegemeinde Horst= Havertamp, Binzentverein: Montag abend 8 Uhr Konferenz. St. Joseph=Pfarrgemeinde Schalte. Gesellenvereim: Sonn tag abend nach der Missionsfeier Generalversammlung. St. Josoph=Pfarrgemeinde Ueckendors. Raty. Beamtendereln: Sonntag, 7. Jaauar, nachmittogo 5 Uhr. im Vereinehause, Südstrabe. Ileihnachtsfeter Merlä-Sinmeljahrt-Plerrgrmstabe Retthausen. St. MichgelRuappen= und Arbeilerbereln: Sonntag abend 8 Uhr im Vereinshause Vorstandesitzung.— Rath. Bürgerkafing: An Dretkönigetage, abende 3 Uhr. Generalversammlung bei BackSiakel.— geiellenserein: Am 8. Januar(Droikönigstag), abende 8 Uhr, im lath. Vereinohause, Weihnschwsest.— Deuische Jugendkrafe. Mitzwoch, 19. Jannar, abrado 3 Uhr, im Sebalenhaufe Hauptverhand und alle Abteilungen bder D. S. K.— Thealeradteilung der kath Psarrgemeinde: Sonntag, 7. Jannar, wird das Schausptel:„Franz Lavor“ in Szene gehen. Die Aufführung beginnt 8 Uhr abende im kath. Vereinshause.— St. Marten=Frauenverein:„Donnerstag, 11. Janner, nachmittags 4 Uhr, auderklichliche Versammlung im Vereinshause. Gt. Jehannes-Plarroilariegemelnbe Beithe, Eüe Mitglieder uneter katbel. Bereine werden eingeladen zur oemeinsamen Weihnachtofeler am Sonntag, 7. Janugr, im Kampmannschon Saale. Herz=Marik=Pfarrgemeinpe Günnigseld. S4. Josepd= Frbeiterverein: Am Sonntag nachmittag 5 Uhr Jahrssoerfaim. lung; im Anschluß an die Versommlung Weihnachtsfeler. St. Mendalenen=Pfarrgemeinde Höurrop. Kuappen= und ürbeiterveteln: Am Sonntag, 7. Jannar, nachmittage 5 Uhr, te von andern Angestenle E eegen über keine Uiederrhein. Wetterdienst Aachen=Essen. nabt ein Tief. Snstal leverschläge und Bewölkung nur vorübergebenk nachlassend. Temperaturen schwankend. aber durch. schnittlich wen = Witterungsbericht. Von Enaland ber na flaches Zwischenboch. dem wieder neuer: druck folgt.— Aussichten für Freitag und Sau ia geändert. Die heutige Ausgabe umfaßt 10 Seiten. Hmt Wanne. leittige Aus der Haut fahren könnte man bei Krütze und luckendem Hautausschlag. Sicherer aber hilft das geruchlose, weder Wäsche noch Haut angreifende Neoscabin! Ia allen Apotheken zu haben. Nachahmungen zurückweisen! Fabrikast: Cbemische Fabrik. Ottweller-Saar. Generawersammlung.— Rirchen 5 Uhr, im Vereinslokal Senereiner r. Am 7. Janver, nachmittags Kathol. Gottesdienstorènung für Samstan(Hl. Dreikönige), den 6. und Conntag, den 7. Jannar 1923. Geisenktrchen=Altstadt— Prapstei=Hrarrfirche, Samstag: 8 Uhr: N. 7 Uhr: N. m. Pr. 6.15 Uhr: K. u., Pr., 9.30 Uhr: seierl. Loo. S551e6 ünn im. Pr.### s: brechen üichont u. Vl. Grungosarturche, Gamstog. 425 „. 8.20 Uhr: M. m. Pe. 10 Uhr: Lovitendochamt m. Pe. I An us### S.—## 4. d. Mädch. d. Ludwigsch. 19 Uhr: H. m. Pe. 2.30 Uhr: Chr. m. S. Selsenkirchen Nenstadt— Liebfraven=Psarrkloche. Semolag. 6 Uhr: K. 6.15 Uhr: M. u. K. 8 Uhr: M. m. Gr. 19 Uhr: H. m. Pr. u. S. 2,20 Uhr: Und. m. S.— Sonntaa: 8 Uhr: N. 6.15 M. m. Br. u. K. d. Bardaresch. u. d. im Uhr: M. m. poln. Pe u. S. 2.30 Uhr:# Jasuver. 4.20 Uh Seisentlacer 5.15 .15 Uhr: N. m. pe. 6.15 Uhe: N. u. Vr. 10.15 Uhr: Oepterxdochamt krchen. Schalle-WBest— Gt. Gutenins-Pferrurcs. Gen:am# ve. Wuh. F. u.#. i. c. 1.35 Uhr: Walsuachtund, am #r.###, Sü# EEEE EME N. u. Pr. 3 Uhr: R. m. Pr. 19 1 u. Pr. für alle schulpfl. Kinder.## d. Zranzieknosch, d. 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Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschtichen Ratschlusse getallen, am Dienstag 12 ¼ Uhr meinen teuren, innigsigeliebten Oatten, unsern lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Bruder. Schwager und Onkel nach langer, schwerer Klankheit, vorher versehen mit den I.I. Sterbesakramenten, Im Alter von 55 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um ein Otbet für den Verstorbenen bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Röhlinghausen. Hirschberg, Essen, Lutgendortmund, Blumberg, Hamburg, den 4. Januar 1923. Die Beerdigung indet Samstag nachmittag 2¼ Uhr vom Sterbehause. Wilhelmstraße 32, aus stalt. Das leterliche Hochamt is Samstaz niorgen 1.. 11 Uhr in der St.-Barbara-Kurche zu Köhlingh ausen. Allen, denen aus Veisehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als soiche. Bekanntmachungen der Stadtverwaltung. Bekannt machung. Meine Verfügung vom 19. September 1922. mit welcher der Nabmaschinendandler Simon Mahlert. hier. Bochumerstraße 93. vom Handel ausgeschlossen wurde. ist von mir am 24. November 1922 aufgeboben. Gelsenkirchen, den 2. Januar 1923. 4496 Der Oberbürgermeister. 1. 3. Acker 10 Mt. r das Bekann machun; des Fneuzamtes. Neubewertung der Natural= und Sachbezüge bei Berechnung des Steuerabzugs vom Mit Wirkung vom 1. Januar 1923 ab wird der Wert der Natural= und Sachbezüge bei Berechnung der Einkommensteuer vom Arbeitslohn wie folgt neu festgesetzt: “ f ü r m ä n n l i c h e A n g e s t e l l t e. e i n s c h knechte. auf 300 Mk. für den Tag. 9 für den Monat und 108000 Mk. Jahr: für weibliche Angestellte auf 260 Mk. für den Tag. 7800 Mk. für den Monat und 93600 Mt. für das Jahr: für Lehrlinge. Lehrmädchen, weibliche Dienstdoten. Hausnäberinnen. Aufwärterinnen und Waschfrauen auf 220 Mt. für den Tag. 6600 Mk. für den Monat und 79 200 Mk für das Jahr. Hiervon entfallen: r freie Wohnung... 1/81 ir das erste und zweite rühstück„.... 1/8 der obigen r M i t t a g e s s e n... 3/ 8( S ä t z e. Nachmittagskafsee 1/8 Abendessen... 2/8 Diese Wertfestsetzung gilt für unverheiratete Lohnemofänger. Falls mehrere Familienmitglieder gemeinschaftlich Naturalbezüge genießen. setzt bei Mleinungsver“en dag zuständige Finanzamt die bezüge genie schiedenheiten Werte fest. Die Grenze. bis nie Arbeitslohn amte— ohn) dem Steuerabzug fole der der verdiente gearlohn= und Naturelnicht unterliegt. ist gende: Heute nachmittag 3 Uhr verschied sanft nach schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser lieber, guter Vater, Schwiezervater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Kaufmann und Wirt In den 3 Gruppen Gruppe 1: 3000 Mk. Barlohn u. 9000 Mk. Naturallohn 12000 Mk. Gesamtlobn. Die Steuer beträgt 10 v. H. von 12 000 Mk.= 1200 Mk. davon ab als steuerfrei(200 Mk. Existenzminimum und 1000 Mk. Werbungskosten)— 1200 Mk.. ist somit keine Steuer zu zahlen. Der 3000 Mk. übersteigende Arbeitslohn (Barlohn) unterliegt also erst der Steuer. Gruppe 2: 4200 Mk. u. 7800 Mk. Naturallohn= 12000 Mk Gesamtlohn. Die Steuer beträgt 10 v. H. von 12000 Mk.= 1200 Mk., davon Bess Wachen Für alle Hausarbeit, nicht unter 19 Jahren, bei hoh. Lohn solort gesucht. Wilmen, Sellberststr. 30. ab als steuerfrei(200 Mk. Existens 7) und 1000 Mk. Es ist somit! Werbungskosten) 1200 Mk. ist somit keine Steuer zu zahlen. Der 4200 Mk, übersteigende Arbeitslohn arlohn) unterliegt allo erst der Steuer. Im Alter von 49 Jahren Um stille Teilnahme bitten Dis trauernden Hinterbliebenen. Gelsenkirchen Leithe b. Wattenscheld, Amerika, den 3. Januar 1923. Die Beerdirung findet am Samstag, den 6. Jon ar 1923, uschmittags 3½ Uhr. vom Trauer ause. Bochunnerstraße 134, aus statt. Trauerieler eine halbe Stunde vorher. Wirbe-Verein„Freie Lanung“ Gelsenkirchen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unseren Mitgliedern von dem er oigten Ableben unseres Kollegen Hermann Stemke Kenntnis zu geben. Während der Zeit seiner Mitgliedschaft in unserem Verein haben wir den Dahingeschiedenen als einen Mann von ehrenwertem Charakter kennen und achten geleint. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Samstag. den 6. Januar 1933, nachmittags 2% Uhr. vom Sterbehause. Bochumerstruße 134. aus statt. (Barlobn) Gruppe 3: 5400 Mk. Barlohn u. 6600 Mk Natural= lohn= 12 000 Mk Gesamtlohn. Die Steuer beträgt 10 v. H. von 12000 Mk.= 1200 Mk., davon ab als steuerfrei(200 Mk. Existenzminimum u. 1000 Mk. Werbungskosten)= 1200 Mk. Es ist somit keine Steuer zu zahlen. Der 5400 Mk. übersteigende Arbeitslohn (Barlohn) unterliegt allo erst der Steuer. Gelsenkirchen, den 2. Januar 1923. 4566 Firanzamt. Bekanntmachung. orbchaltlich der Genehmigung unserer Aufsichtsbebörden fritt am 6. Januar 1923 eine Erböbung unserer Fahrpreise in Kraft. peren Einzelbeiten aus den Wagenausbängen rsichtlich sind. 4567 Suche Wohn- oder Geschäftshaus gegen Kassa. 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Die Aufnahmen fanden in Nordstrika, Büdtrankreich und Parib statt. Dieser Pülm, welcher ebentalls In wöchentlichen Portsetzungen erscheint, übertrllit„Boulevardblut“ bei weitem. Biscot Meyer sorgt wie immer für den Humor. Aus unserer Luxusklasse: Die Macht der Versuchung Modernes Oesellschaftsbild in S Akten. In den führenden Rollen: LII Dagover, Paul Otto und Theodor Loos. Das glänzendste Lustsplel der Gegenwart: Fally bei der Hellsarmee Eine tolle Oroteske in 2 Akten mit„Fattv“ in der Hauptrolle Orchester Rüthers. (UDbllen ole gut und preiswerlkaufen Ig kommen diie zu uns. Wieunterholten ein grstes Loger recerner Für □lerren u. Burschen Grt#w##s Pletets. Rgion: Schlurfor boppon und Hosen in alsen medemen Mochorten. Ab heute! der beste u. berühmteste Detektivdarsteller, In seiner neuesten Abenteuer: Eine geheimnisvolle Begebenheit in S5 Akten. Nach vielen Pähmissen und Abenteuern gelingt es dem befühmten Detektiv, die geheimnisvolle Verbrecherbande unschädlich zu machen. Der große, spannende amerikanische Kriminalfilm: Die Todeskarte 6 Akte nach einer Erzählung des berühmten amerikanischen Kriminalisten Oouverneur Morris. Dieser Film behandelt die Oeschichte eines Attentats, die unsere Besucher mit atemioser Spannung verlolgen werden. Perner: Der glänzende Lustsplelschlager: „ Die Geschichte eines krummen Geschäftes und zweier gerader Beine.-- In den Hauptrollen: Erika Glässner und Carl Geppert. G Uang Gute Sohlen, Gute Schuhe Greif in die Paplergeldtasche Wende ein paar Lappen drann Schaff Dir gute Soblen an Koetenloe wir walzen ale Lindemann und Compagnie. Orößter Lederausschnitt Gelsenkirchen, Kreuzstrabe 5. Telephon 1617. Tanzschule Fischbach Seharnkinzn. H ka GELTENKIRCHEN*p** vO BISMARGKSTR. 70 + Halteltelle Florastr. Linie Zwei elegante Jumper Gute Fblofen aisk. Cäcllianstr. 122. 4529 doucen. Wiebagensl. 60. 4430 Outerhaltener Herd zu verhaufen. Rotthausen. Achteraberzsiedlung. Vosett. 27. Tel. 1333. Kampstr. 35. Aufnahme v. 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