1. Blatt. Nr. 292. 27. Jahrgang. Gelsenkirchener Dienstag, den 22. Oktober 1929. Allgemeine Zeitung Unabhängige Tageszeitung für die Großstadt Gelsenkirchen=Buer Gelsenkirchener Generalanzeiger Amtliches Kreisblatt für Gelsenkirchen=Buer Erscheint täglich, auch Sonntags.— Bezugspreis halbmonatlich 1.20 Reichsmark— Unfall=Unterstützung nach Hauptgeschäftsstelle, Wildenbruchstr. 27, in Buer Nienhofstr.4 besonderen Bedingungen— Anzeigenpreise; um einspaltig 8 Reichspfennig Familien=Anzeigen und Nanehm. hin nachm 4 Hh. ins bin.a.a.a.. Anzeigen nicht geschäftlicher Art 5 Reichspfennig, für Auswärtige 12 Reichspfennig.— Reklamen 50 Reichopfennig Do x“ startet mit 170 die Großstact Gelsenkirchen=Buer ämtliches Kreisblatt für Gelsenkirchen=Buer Hauptgeschäftsstelle, Wildenbruchstr. 27, in Buer Nienhofstr. 4. Geöffnet von 8 Uhr vorm bis 7 Uhr abds. AnzeigenAnnahme bis nachm 5 Uhr fur die nächste Ausgale Bostscheck=Konto: Essen 13649. Fernsprech=Anschl.: Geschättsstelle un Schriftleitung Sammel=Nr. 21641 Amt Horst-E. 1255.— Verlaa: Carl Bertenburg. Gelsenkirchen Ausgezeichnel gut gelungene fast einstündige Probefahrk über dem Bodensee.— Alle Belastungsrekorde für Flugzeuge und Luftschiffe gebrochen. 180 Kilometer Geschwindigkeit. In lichtstrahlender Höhe. Az Friedrichshafen, 21. Okt.(Eig. Drahtb.) Am Montag ist es in Altenrhein nun doch noch zu einem Ueberraschungsstart gekommen. Obwohl Dr. Dornier noch am Sonntag erklärt hatte, er würde mit dem geplanten Aufstieg bis zu einer durchgreifenden Witterungsänderung warten, entschloß er sich am Montag früh zu schnellem Start. In kurzer Zeit waren die zahlreich geladenen Gäste zusammen getrommelt Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir 8.45 Uhr mit dem Motorboot nach Altenrhein zum Start des„Do X“. Durch den herrschenden Ostwind war die Oberfläche des Bodensees leicht gekräu selt. An dem klarblauen Himmel zogen leichte weiße Wöllchen. Die schneebedeckten Gipfel des Säntis und des Altmann ragten aus den vorgelagerten Nebelwolken. Schon von ferne sahen wir den Riesenvogel„Do X“ der vor der Werft wassert, in der Sonne blinken. Gegen 9.45 Uhr erreichten wir Altenrhein und wurden von Direktor Berner begrüßt. Nach einem kleinen Imbis wurden die Passagiere gewogen und um eineinhalb elf Uhr begann die Uebersetzung mit zwei Motorbooten zum Riesenflugboot. das in seinen Massen einen überwältigenden Eindruck macht. 10.45 Uhr stiegen wir vom Motorboot in das Unterdeck des Flugschiffes und gelangten durch das Zwischendeck in den Passagierraum Hier sitzen 191 Fluggäste, darunter ein kleiner Junge, wie im Kino und erwarten mit Spannung den Beginn der Vorstellung. 10 Mann Besatzung zählt das Flugboot: außerdem waren 151 Passagiere va, die alle den Flug mitmachen wollten Noch nie waren in einem Flugzeug so viele Menschen untergebracht worden und noch nie hat eine Maschine sich mit solcher Belastung in die Luft erhoben Aber„Do X“ übertraf sich selbdst. Alle 151 fanden leicht Platz. Um 11 Uhr wurde„Do X“ vom Anker befreit, und ein Motorboot brachte den Riesenvogel in manövrierfähige Tiefe des Sees. 11.05 Uhr setzte der erste Motor ein. und dann folgte einer nach dem anderen. Filmoperateure und Photographen begleiteten uns, solange wir auf dem Wasser dahinrollten. Die zwölf Motoren mit ihren mehr als 6000 Pferdestärken erreichen immer größere Tourenzahlen. und um 11.26 Uhr begann der eigentliche Start. Schon nach 52 Sekunden stand„Do X“ in lichtstrahlen= der Höhe. Die Motoren brausten wie eine in vollen Akkorden tönende Orgel. Wir flogen über Horn, Arbon, Romanshorn, unter uns erschienen Obstgärten und einzelne Häuser, dann wieder Boote, all's wie Kinderspielzeug. 11.30 Uhr waren wir schon über Kreuzlingen und Konstanz und flogen über Staad nach Meersburg. Der Schatten unseres Flugbootes spiegelte sich im See und begleitete uns über herbstlich gefärbte Laubwälder. Wiesen und Weinberge. 11.42 Uhr flogen wir über Meersburg Von ferne grüßte der Gehrenberg und an seinem Fuße Markdorf. Inzwischen hatten wir 180 Kilometer Geschwindigkeit erreicht und flogen über Hagenau. Immenstaad, die Dornierwerke in Manzell und waren 11.48 Uhr wieder über Friedrichshafen.„Do a“ flog jetzt etwa 400 Meter hoch majestätisch dahin Es war, als flöge man nur langsam durch den Luftraum, und doch waren wir sehr rasch über Eriskirch, Langenargen, Wasserburg hinweg über der Insel Lindau. Wie flogen am Pfänder vorbei, dessen Bergkamm schon mit Schnee bedeckt Ist. Eine herrliche Aussicht in die österreichischen Alpen bot sich hier. doch nur kurz, denn schon lag die Rheinmündung unter uns, und der alte Rhein mit seinen Sandbänken war auch schon da. Um 12 Uhr waren wir über der Heimatwerft des„Do K“ zurückgekehrt. und es schien, als komme der Spiegel des Sees immer höher. Jedoch unser Riesenvogel senkte sich langsam und um 12.07 Uhr waren wir wieder auf dem Wasser In den fünfzig Minuten wurden die ganzen Ufer des Bodensecs überflogen. Mit dieser Leistung hat„Do X“ alle bisherigen Retorde in der Beförderung von Personen durch die Luft gebrochen. Die Landung erfolgte ebenso glatt wie der Start. Das Flugzeug erreichte eine größte Höhe von 400 Meter. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 180 Kilometer. Außer der großen mitgeflogenen Menschenlast kann Betriebsstoff für etwa 1200 Kilometer mitgenommen werden, so daß 169 Personen über diese Entfernung befördert werden können. Neben 30 Presseverirétern und Filmleuten beteiligten sich 120 Angehörige der Dornierwerft Altenrhein an dem Flug. Um 10.30 Uhr wurden die 150 Fluggäste zum Schiff gebracht, um in dem riesigen Rumpf Platz zu nehmen. Als Besatzung befanden sich enschließlich des Informationspersonals noch 19 Mann an Bord, so daß insgesamt 169 Personen in dem Flugschift Aufnahme gefunden hatten. Das Gewicht der Zuladung sowie das Abfluggewicht sind im Aucenblick noch nicht bekannt. Betriebsstoff wurde für etwa sechs Stunden an Bord genommen. Wenige Minuten nach elf Uhr. nachdem der„Do a“ durch ein Motorboot in tieferes Wasser geschleppt worden war, wurden nacheinander die Maschinen in Gang gebracht. Innerhalb drei Minuten liefen sämtliche zwolf Mokoren. Darauf begannen die Rellmanöver, die etwa eine Viertelstunde dausrien. Um 11.25 Uhr ging das Fahrzeug in den Anlauf zum Start über. Schon nach 52 Lekunden löste sich das schwerbelastete Flueboot normal vom Wasser und begann seinen Retordflug, der Etwa vierzig Minuten dauerte und sich in etwa 350 Meter Höhe über den ganzen Obersee von Kon stanz bis Bregenz erstreckte . Um 11.57 Uhr traf„Do X“ wieder über AltenTein ein. Nach einer eleganten Schleife über der Dornierwerft wurde zur Landung geschritten. Um 12.04 Uhr setzte die Maschine nach ihrem so glänzend gelungenen Flug wieder auf dem Wasser auf. Mit Ucperbelastung hätte eine Strecke von 1000 bis 1300 Kilometer zurückgelegt werden können. An Bord besänden sich auch übrigens Maurice Dornier und außer dem noch ein vierjähriger Junge. der allerdings nicht gewogen wurde, so daß eigentlich 170 Personen den lug mitgemacht haben. Damit ist sowohl der Rekord r Verkehrsflugzeuge, den bisher der Suverwal derselben Firma mit 60 Fluggästen hielt, wie der für Luftschiffe, den das neue englische Starrluftschiff R 101 auf seiner ersten Probefahrt mit 75 Personen an Bord aufstellte, um mehr als das Doppelte überboten. England und der Rekordflug. Bau eines englischen Großflugzeuges in Auftrag gegeben. ## London, 21 Okt.(Drahtb.) Der ersolgreiche Probeflug des„Vo K“ mit 170 Personen an Bord findet in England die größte Beachtung. Die Blätter bringen ausführliche Berichte an erster Stelle, in denen eine genaue Beschreibung des Verlaufs des Fluges gegeben wird. Die„Evening News“ erinnert daran, daß in England die Höchstzahl der an Bord eines Flugzeuges mitgenommenen Personen 23 gewesen sei. Das Luftfahrtministerium habe aber nunmehr der Firma Short Brotbers in Rochester den Auftrag für den Bau einer Maschine gegeben, die fast genau von den gleichen Ausmaßen sein werde, wie der riesige „Do R“. Die Maschine werde für Zivilluftfahrt erbaut. Die Erbauer hielten die Einzelbeiten streng geheim. Das Flugzeug werde frühestens Ende nächsten Jahres für seine Probeflüge fertig sein Die deutsche Konstruktion habe unzweiselhatf den Bau eines britischen Riesenflugzeuges beeinflußt, obwohl die englische Konstruktion verschiedene Sondervorrichtungen ausweisen werde. Amerika und der„Bo K“. # Neuyork, 21. Okt.(Draytb.) Die Nachricht vo. dem aufsehenerregenden Flug des„Do K“ mit 170 Fluggästen an Bord wird von der gesamten amerikanischen Presse in größter Aufmachung wiedergegeben. Alle Blätter bringen ausführliche Schilderungen und Bilder des Riesenslugbootes. Mit Anerkennung und Lob wird nicht zurückgehalten. Großfeuer im Süden Berlins. Leicht enrzündbare Materialien brennen lictterinn— Zwei große Stockwerke ein Schult- und Trümmerhaufen. Gute Arbeit der Feuerwehr. X Berlin, 21. Okt.(Drahtb.) Gegen 18.30 Uhr brach im Dachgeschoß eines Fabrikgebäudes im Süden der Stadt, das sich in unmittelvarer Nachharschaft des Kaufhauses Karstadt und eines großen Filmtheaters befindet, ein großer Brand aus: Polizei sperrte die Straßen ab. Das Feuer ist im fünften Geschoß des Hauses ausgekommen, in dem sich die Lagerräume einer Matratzenfabrik, außerdem Lagerräume für Dekorationsgegenstände verschiedener Firmen und die Projektionsmaschinen G. m. b. H befinden. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit 14 Schlauchleitungen, doch war nur schwer an den eigentlichen Brandherd heranzukommen, da das gesamte Dachgeschoß völlig in Flammen und Qualm gehüllt war. Sowohl von den umliegenden Dächern, wie von drei mechanischen Leitern aus wurde Wasser in den Brandberd gegeben. Die Gefahr für das Gebäude ist jedoch in keiner Weise behoben. Die umliegenden Straßen bilden ein dichtes Menschenmeer. Der Verkehr ist völlig abgeriegelt und wird umgeleitet. Nach 20 Uhr war der Brand im Süden der Stadt soweit eingekreist, daß mit allen verfügbaren Schlauchleitungen die beiden Geschosse unter Wasser gesetzt werden konnten. Bald darauf gelang es der Feuerwehr, in die Räume einzudringen und der Gefährdung der beiden Geschosse soweit Einhalt zu gebieten, daß das Signal„Feuer aus“ gegeben werden konnte. Die Löschzüge blieben jedoch weiter an der Brandstätte, ebenso blieben die Schlauchleitungen in Tätigkeit, da das Feuer immer wieder an den verschiedensten Stellen aufslammte. Dachgeschoß und viertes Geschoß bilden einen wüsten Trümmerhausen. Man steht überall Reste von Möbeln, Schreibtischen, Schränken, Matratzen und Polstern. Das Feuer ist vermutlich im fünften Geschoß ausgekommen. Es hat dann durch den Fahrstublschacht vom vierten Geschoß auf das Dachgeschoß übergegriffen. Die Feuerwehr war bis in die späten Abendstunden mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Es wurde dann eine Brandwache zurückgelassen, die bis zum frühen Morgen den Brandherd zu beaufsichtigen hatte. Straßenbahnzusammenstoß in Berlin. Mit voller Gewalt ineinandergefahren. X Berlin, 22. Oktbr.(Drahtb.) Im Nordosten der Stadt stießen am Montag abend zwei Straßenbahnzüge mit voller Gewalt zusammen. Dabei wurden fünf Insassen schwer und zahlreiche leicht verletzt. Die Wagen wurden schwer beschädigt. ert. Die Sämtliche Fensterscheiben wurden zertrümmert. Ursache des Zusammenstoßes konnte noch nicht festgestellt werden. Neuer Ueberfall in Düsseldorf. Eine Wartefrau überwältigt.— Der Täter verhaftet, Az. Düsseldorf, 22. Okt.(Eig. Drahtb.) Als am Montag kurz nach 20 Uhr ein Mann die Damentollette am Wehrhahn betrat, wurde er von der Wartefrau Born auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht Der Mann schlug die Frau ins Gesicht, würgte sie und wart sie auf eine dort stehende Bank. Das Röcheln der Frau hörte der im Aufenthaltsraum anwesende Mann der Ueberfallenen, der nun dem Täter in die Arme fiel. Die gleichfalls anwesende Tochter lief hilferufend auf die Straße, worauf Passanten herbeieilten und den Täter festhielten. Das bald darauf erschienene Ueberfall kommando nahm den Burschen in Haft. Es handelt sich um einen Fuhrmann Wiebusch. .** Schlägerei zweier Großmütter. Selbstmord der einen. X Friedland(Mecklenburg), 21. Okt.(Drahtb.) Am Wochenbett ihrer Schwiegertochter traf sich die Arbeiterwitwe Wilhelmine Wodrich mit der anderen Großmutter. Die beiden Großmütter erzürnten sich, weil die eine behauptete, das Kind ähnele dem Vater. während die andere der Meinung war, es gleiche der Mutter. Es entstand eine Schlägerei, und die Polizei mußte herbeigerufen werden. Die Witwe Wodrich nahm sich den Auftritt dermaßen zu Herzen, daß sie oden erhä sich gleich danach auf dem Hausbod hängte. Lebensgefährliche Massenfreunde. Henny Porten von der Polizei geschützt. X Breslau, 21. Oktdr.(Drahtb.) Beim Empfang Henny Portens, die von heute an in den Kinotheatern des Kosmoskonzerns in Breslau ein Gastspiel gibt. kam es auf dem Hauptbahnhof zu tumultuarischen Szenen, die gefährlichen Charakter annahmen. Eine nach Tausenden zählende Menge erwartete die Künstlerin; ein starkes Polizeiaufgebot mußte sie vor den anstürmenden Massen schützen. Eine Stresemann=Gedenkmünze H e Wm Zur Erinnerung an den so plötzlich gestorbenen Reichsaußenminister prägt die preußische Staatsmünze Gedenkmünzen In der Größe eines Fünsmarkstückes. Die Vorderseile der Münze zeigt nach dem Entwurf des bekannten Bildhauers Oskar Glockler das Bildnis des Ministers mit der Inschrift:„Diener des Friedens und des Vaterlandes— Stresemann“. während die Rückseite eine symbolische Darstellung der Rheinlandbefreiung mit der Inschrift„Rheinlandräumung 1929—1930“ trägt. Sämtliche Gedenkmünzen tragen die Randprägung:„Preurische Staatsmünze“ mit Angabe des Feingehalts. Die neuen Handelskammerbezirke im Ruhrgebiet. Duisburgs Ausschaltung. Der Vorsitz soll unter den Zweckverbandskammern des Ruhrgebiets wechseln. A3. Berlin, 22. Oktbr.(Eig. Drahtb.) Der preußische Handelsminister Dr. Schreiber hat, nachdem in den letzten Wochen zahlreiche Verhandlungen stattgefunden hatten, am Montag einen neuen Erlaß über die Neuabgrenzung der Handelskammerbezirke hinausgehen lassen. Danach wird die Handelskammer Neuß mit der Kammer München=Gladbach zusammengelegt. Die so geschaffene neue Kammer wird mit den Kammern in Krefeld, Duisburg, in Zukunft einen Zweckverband bilden. Duisburg soll inner: halb dieses Zweckverbandes an führender Stelle stehen. Einer Handelskammer für das Wuppertal werden die Kammern Remscheld und Barmen=Elberfeld zugeteilt. Ein anderer Zweckverband soll diese Wupperkammer mit Solingen und Düsseldorf um fassen. Düsseldorf übernimmt die Führung. Den dritten Zweckverband bilden Essen. Bochum, Dortmund und Münster. Der Vorsitz wechselt. Hagen, Iserlohn, Altena und Lüdenscheid werden ebenfalls eine Einheitskammer mit dem Sitz in Hagen bilden. Perfekt. Schweden=Anleihe angenommen. Keine sofortige Begebung. Halbierung der kurzfristigen Verzinsung. (Drahtb. unserer Berliner Schriftltg.) Die Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und dem Schwedentrust über die Zündholzanleihe sind im Laufe des Montags zum Abschluß gebracht worden. Man hat die vorläufigen Abmachungen parapyiert, während der offizielle Abschluß erst in den nächsten Tagen erfolgt. Damit ist tatsächlich eine Einigung erzielt. Das war nach dem Stande der Verhandlungen in der Vorwoche ziemlich sicher zu erwarten. Die beiden Angebote lagen nicht mehr soweit auseinander, daß ein Scheitern noch im Bereiche der Wahrscheinlichkeit gelegen hätte. Die Anleihe selbst und die dirckte Verzinsung war eigentlich nicht mehr umstritten, der Kampf ging nur noch um die mittelbaren Vorteile, die den Schweden aus dem Verkaufsmonovol zufallen sollten. Sie hatten ursprünglich verlangt, daß der Kleinverkaufsvreis von 25 auf 35 Pfa. für das Palet zu zehn Schachteln erhöht würde. Daran wollte der Finanzminister aus Angst vor seinen eigenen Parteifreunden nicht recht herangehen. Er hofft, mit einer Erhöhung um fünf Pfennig aus zukommen. die schlüsselmäßig zwischen dem Reich und den Zündholzinteressenten aufgeteilt werden soll, sodaß dem Reiche hieraus ein bescheidener Gewinn zufallen würde, der zwar gegenüber den allgmeinen Finanzbedürfnissen in seiner Größenordnung nicht ins Gewicht fällt, aber doch die Effektivverzinsung der Anleihe herunterdrücken könnte. Angeboten ist dem Reich eine Anleihe von 125 Millionen Dollar. verzinsbar mit sechs Prozent. auszahlbar zu 93: die wirkliche Verzinsung würde also zwischen 7 und 7½ v. H. liegen. Das ist wohl erheblich billiger, als das Reich heute an anderer Stelle Geld bekommen könnte. Dabei ist aber immer daran festzuhalten, daß die Anleihe nicht sofort gegeben werden soll: der Finanzminister will vielmehr das Zündholzgeschäft in den großen Topf seiner Steuerreform wersen, um bei den Steuersenkungen einen Ausgleich zu haben. Wahrscheinlich aber werden auch die Schweden an das Geschäft erst herangehen wollen, wenn die Ratisikation des Young=Planes gesichert ist. Die Anleihe selbst würde also frühestens im zweiten Vierteljahr des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Das ist natürlich zu spät, um die Schwierigkeiten der Reichskasse zu beseitigen, da die kurzfristigen Kredite. die Herr Hilferding ausgenommen hat, anfang nächsten Jahres fällig werden. Hat er aber den Schwedenvertrag in der Tasche, dann wird es ihm nicht schwer fallen, einen neuen Ueberbrückungskredit zu brauchbaren Bedingungen zu bekommen, so daß die tatsächliche Auszahlung der Anleihe nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist. Der wesentliche Vorteil der Anleihe besteht darin, daß es gelingt, die kurzfristige Verzinsung von mehr als einer Milliarde, die heute auf die Reichskasse drückt, zu halbieren. Der Nachteil liegt in den stimmungsmäßigen Bedenken gegen eine Verhöferung eines staatlichen Hoheitsrechtesan einen ausländischen Konzern. liegt aber natürlich auch darin, daß mittelbar diese Anleihe dem deutschen Kreditbedürfnis doch angerechnet wird, wenn das Reich einmal selbst an den ausländischen Markt herantritt. Deshalb wird die Duschbringung der Vorlage im Reichstage nicht ganz einfach sein. 32 Jahre Monopol. Wettere Einzelheiten aus einer Stockholmer Mitteilung. D. Stockholm. 21. Okt.(Drahtb.) Die Direktion des schwedischen Zündbolztrustes gibt folgende offizielle Mitteilung heraus: Eln endgültiger Vertrag ist am Sonnabend abgeschlossen worden zwischen der deutschen Reichsregierung und der schwedischen Zündholzgesellschaft sowie der Firma R. V. Finanztelle Maatschappft Kreuger und Toll, wodurch das Monopolrecht in Deutschland für Verkauf. Ausfuhr und Einfuhr von Streichhölzern, der Deutschen Zündholzverkaufs=A.G. überlassen wird, die voraussichtlich später infolge der Transaktion ihren Namen ändern wird. Die Zeit für die Ueberlassung des Monopols is festgestellt worden auf wenigstens 32 Jahre und höchstens 50 Jahre, abhängig von dem Zeitpunkt für die Rückbezahlung des in Verbindung mit der Transaktion der deutschen Regierung gewährten Darlehns. Während der Ver Allgemeine Zeitung Dienstag, den 2.. Oktober 1929. tragszeit dürfen keine neuen Bündholzfabriken in Deutschland angelegt werden. Die Hälfte der Aktien in der Monopolgesellschaft sollen direkt oder indirekt von der Schwedischen Zündholzgesellschaft und der Internationalen Maatsch, Corpora tion und die andere Hälfte der attien von den deutschen Fabriken und der Reichstredit=A.G. übernommen werden. Die Erzeugungsquoten für die Zündholzfabriken sind so kestgesetzt worden, daß die zu der schwedischen Zündholzgesellschaft gehörigen Fabriken 35 v. H. der Zündholzerzeugung erhalten. Hinsichtlich der Preisfestsetzuns für die Bündhölzer soll der Einzelverkaufspreis von 25 auf 30 Pfennigje Paket von zehn Schachteln erhöht werden: besonders ausführliche Bestimmungen für die Preisfeststellung sind in den Vertrag ausgenommen. Den Aktienbesitzern der Monopolgesellschaft wird zugesichert eine feste Dividende auf ihre Aktien in Höhe von neun Prozent. Die Regierung soll 13 Reichsmark je Kiste von 10000 Schachteln erhalten und der möglicherweise darüber hinausgehende Gewinn, soll zu gleichen Teilen zwischen dem deutschen Staat und den schwedischen Interessenten verteilt werden. In Verbindung mit dem jetzt ab geschlossenen Vertrag soll N. V. Finanzielle Maatschappis Kreuger& Toll dem deutschen Staat ein Darlehen von 125 Millionen Dollar auf eine Zeit von 50 Jahren geben zu einem Zinsfuß von 6 v. H. und zu 93 v. H. Ausgabekurs, sowie mit einem Konvertierungsrecht für den deutschen Staat zu pari nach zehn Jahren Das Darlehen soll in zwei Teile geteilt werden, der eine zu 50 Millionen Dollar sieben Monate nach dem Inkrafttreten des Vertrages und der Rest von 75 Millionen Dollar nach wei teren neun Monaten. Der Vertrag soll vom Reichstag ratifiziert werden und ist abhängig von der Annahme des Youngplanes. Die russische Handelsvertretung ist verschnupft. c Berlin, 21. Okt.(Drahtb.) Die Handelsvertretung der Sowjetunion in Berlin nimmt jetzt zur Neuordnung der deutschen Zündholzwirtschaft Stellung. Darin heißt es: Bei den in Aussicht genommenen Maßnahmen handele es sich nicht um irgend wie wesentliche deutsche Wirtschaftsinteressen, sondern um die Interessen eines ausländischen Konzerns. Die Einfuhr aus der USSR. bedeute eine wirtschaftliche Kontrolle der monopolistischen Preispolitik des deutschen Zündholzsonditats, an dem der Kreuger=Konzern nominell mit 65 v. H., praktisch aber weit mehr beteiligt ist. Eine Zündholzeinfuhr nach Deutschland finde aus keinem anderen Lande als aus der Sowjetunion narrund darum tzle jede Maßnadme, die die Einfuhr belaste, einen ndlichen Akt gegen die Ausfuhrinteressen der 8SR. dar. Anleihe-Beratungsstelle bleibt. Verlängerung bis zum 1. Januar 1930 beschlossen. A.Z. Berlin, 21. Okt.(Eig. Drahtb.) Am 20. Oktober liesen die Richtlinien für die Beratungsstelle für Auslandsanleide ab. Verhandlungen zwischen dem Reich und den Länderregierungen über eine eventuelle Abänderung der Richtlinien und eine Neubegrenzung des Ausgabenkreises dieser Stelle sind negativ geblieben. Insolgedessen ist man zunächst dahin übereingekommen, die letzten Ri ein Vierteljahr verlängern. ichtlinien um bis zum 31. Dezember 1929 zu In der Zwischenzeit soll versucht werden, ein Einvernehmen darüber herbeizuführen, ob die Beratungsstelle gänzlich ausgeton oder mit neuen Befugnissen ausgestattet werden soll. Man spricht davon, daß einmal Absichten in der Richtung lausen, die Stelle gänzlich aufzulösen und die Länder zu verpflichten, die Auflegung von kommenden Anleihen scharf zu überwachen, zum anderen davon, daß die Beratungsstelle auch befugt werden soll, die Inlandsanleihen zu überwachen. Schon daraus ergibt sich, daß im kommenden Winter noch heftige Kämpfe um die Beratungsstelle geführt werden müssen. Staatsgerichtshof und Volksbegehren. Wird eine einstweilige Verfügung abgelehnt? Um Beamtenrechte und=Pflichten Az. Berlin, 21. Okt.(Eig. Drahtb.) Am Dienstag vormittag tritt der Staatsgerichtshof unter dem Porsitz des Reichsgerichtspräsidenten in Leipzig zu einer wichtigen Entscheidung zusammen. Er muß sich mit der Klage befassen, die von den Deutschnationalen gegen die preußische Regierung wegen angeblichen Beamtenterrors eingereicht ist. Die Regierung hat gedroht, daß sie alle Bamte disziplinarisch fassen will. die sich für das Volksbegehren eintragen lassen. Die Deutschnationalen berufer sich demgegenüber auf den Artikel 130 der Reichsverfassung, der allen Beamten die Freiheit der politischen Gesinnung gewährleistet, und verlangen unter Umständen eine einstweilige Verfügung, worin der preußischen Regierung auserlegt wird. bis zur endgültigen Stellungnahme des Staatsgerichtsboses den Beamten freie Hand zu lassen. Die preußische Regierung wendet dagegen ein, daß es sich um gar keinen Verfassungsstreit bandelt, der Staatsgerichtshof also gar nicht zuständig sei Wie die Entscheidung des Staatsgerichtshofes ausfallen wird. ist sehr unsicher. Eine einstweilige Verfügung hat der frühere Reichsgerichtspräsident Simon in einem ähnlichen Falle abgelehnt. Austritt aus dem Ausschuß für das deutsche Volksbegehren. X Hamm, 20. Okt.(Drabtb.) Justizrat Windthorst hat dem Vorstand des Ausschusses für das deutsche Volksbegehren folgendes Schreiben gerichtet:„Meine von Anfang an gegen den§ 4 des durch das Volksbegehren beantragten sogenannten Freiheitsgesetzes gebegten Bedenken haben sich— insbesondere durch die neuerliche Erklärung des Reichspräsidenten— so verstärkt, daß ich bitten muß, mich aus der Liste der Mitglieder des Ortsausschusses für das deutsche Volksbegehren Hamm zu streichen.“ Die Deutsche Volksparkei berät. Abschließende Stellungnahme zu keiner Frage. AZ. Berlin, 21. Okt.(Eig. Drahtb.) Der Parteivorstand der Deutschen Volkspartei hat am Montag in Berlin beraten. es indessen noch nicht geko darauf, die ganze politische begreiflichetweise das Stahlhelm=Verbot, die Beamtenmaßregelung und das Volksbegehren im Vordergrund standen. Es bandelte sich aber mehr um eine orientierende und informierende Unterhaltung, da man mit jeder Festlegung auf die Gesundung des Fraktionsführers Dr. Scholz warten will, dessen vollständige Heilung nach den letzten Mitteilungen der Aerzte in drei bis vier Wochen erwartet werden kann. Am kommenden Montag tritt die Reichstagsfraktion zusammen. Erkrankung des Fürsten v. Bülow. Erkältung, kein Schlaganfall. e Rom, 21. Okt.(Drahtb.) Wie aus der nächsten Umgebung des Altreichskanzlers, Fürst v. Bülow, mitgeteilt wird, sind die in Berlin umlausenden Nachrichten, wonach der Fürst am vergangenen Dienstag einen leichten Schlaganfall erlitten habe, unzutrefsend. Der Fürst dat insolge einer stärkeren Erkältung seit einigen Tagen das Bett hüten müssen, doch ist bereits eine wesentliche Besserung seines Gesundheitszustandes eingetreten. Fürst Bülow befindet sich seit seiner Rückkehr aus Tirol wieder in seiner Römer Villa „Malta“. Radoslawosf f. c. Berlin, 21. Okt.(Drabtb.) Der frühere bulgarische Ministerpräsident Wassili Radoslawoff ist am Montag um zehn Uhr morgens mahrmangtiger schwerer Krankheit in der Deutschen Volrspartei hat n beraten. Zu Beschlüssen ist gekommen. Er beschränkte sich ische Lage zu besprechen, wobei nach mehrmonatiger schwerer Kra liner Charite gestorben. der Ver. Radoslawoff wurde am 14. April 1854 geboren, studierte seinerzelt in Deutschland und begann seine für Dulgarien hervorragende Tätigkeit in den 80er Jahren des vorigen Jadrhunderts. Nach der Vertreibung des Fürsten Alexander v. Battenburg wurde Radoslawoff zum ersten Male Ministerprästdent in Bulgarien und vertrat während der Regentschaft Stambuloffs eine entschieden russenseindliche Politik. Nachdem er sich anfangs mit König Ferdinand überworsen hatte, wurde er später sein Hauptmitarbeiter. Während des Weltkrieges entschloß sich Radoslawoff im September 1915 als Ministerpräsident zum Bündnis mit den Mittelmächten. Nach dem Zusammendruch verließ Nadoslawoff Bulgarten und begab sich, wie auch König Ferdinand, nach Deutschland, wo er seither in Berlin wohnte. Falschmünzerei mit Hindernissen. Nürnberg boykoktiert die„Gelben“. Die Stadt um 10000 Mark geschädigt. X Nürnberg, 21. Okt.(Drahtb.) der Beschluß der städtischen Straßenbahn. Fünfzigpfennigstücke nicht mehr in Zahlung zu nehmen, in Kraft gesetzt worden. Er beruht Heute ist der Beschluß der die gelben Fünfzigpfennigstt zu nehmen, in Kraft gesetzt worden. Er beruht darauf, daß der Stadt durch die Einnahme dieses Geldstückes ein Schaden in Höhe von fast 10000 Mark entstanden ist. Fast 80 Prozent der eingenommenen „Gelben“ waren angeblich gefälscht. Man hört, die Herstellung der Falschstücke sei dadurch erleichtert worden, daß Prägestöcke gestohlen worden sein sollen. Diese Sperrmaßnahmen der Stadt hat unter der Einwohnerschaft große Erbitterung hervorgerufen. Um den Haager Abschluß. Botschafter v. hoesch übernimml die Amtsgeschäfte wieder. Einstündige Unterhaltung mit Briand. X Paris, 21. Okt.(Drahtb.) Der deutsche Botschafter v. Hoesch, der am Montag früh von seinem Urlaub zurückgekehrt ist, hatte am Nachmittag eine einstündige Unterhaltung mit Todes des Reichsaußenministers Dr. Stresemann zum Ausdruck. Im übrigen bezog sich die Unterhaltung auf den Stand und die Weiterführung der Arbeiten der durch die Haager Konferenz eingesetzten Ausschüsse. Auf Ehrenbreitstein müssen wertlose Unterstände gesprengt werden. D Ehrenbreitstein, 21. Okt.(Drahtb.) Im Laufe dieser Woche, also kurz vor dem Abzug der Besetzung, werden auf Verlangen der französischen Besetzungsbehörde noch Sprengungen vorgenommen werden müssen. Es handelt sich um zwei wertlose Unterstände auf dem Gelände des Ehrenbreitsteins Außerdem müssen in einem Bauwerk auf dem Asterstein die Schießscharten nach der Innenseite zu ausgehauen werden. während die äußere Form erhalten bleiben darf. Senatswahlen in Frankreich. Linksschwenkung. 5# Paris, 21. Okt.(Drahtb.) Bei den Genatswahlen am Sonntag wurden 69 ausscheidende Senatoren wiedergewählt, während 27 neue im kommenden Januar in das Palis de Luxembourg einzieden werden. Die Abstimmung hat einen ganz geringen Ruck nach lincs gebracht, und zwar verliert die republikanische Linke sieben Sitze, während die Radikalrepublikaner drei, die Radikalen und die Radikalsoztalisten ebenfalls drei und die Sozialisten einen Sitz gewinnen. Das bemerkenswerteste Ereig.is der Wahlen ist die Niederlage des Autonomisten Abbe Haegy. Statt seiner wurde der Abg. Pfleger gewählt. Nicht gewählt wurden der frühere Pensionsminister Anteriou, der frühere Ministerpräsident Francois= Marsal, sowie andere rechtsgerichtete Senatoren. * Nach der bestehenden Fraktionsordnung setzt sich ung 71 und Radikale Vereinigung 34(30), Demokratische Radikale Linke 152(149), Sozialisten 16(15), Fraktions= lose 9(8). Verschwundener Chiffrierschlüssel Gerüchle um die italienische Botschaft. Rückberufung des gesamten Personals der Berliner italienischen Botschaft. A3. Berlin, 21. Okt.(Eig. Drahtb.) In Berlin geht seit einigen Tagen das Gerücht um, daß der italienische Botschafter einschließlich des gesamten Personals Anweisung erhalten habe, unverzüglich nach Rom zurückzukehren. Mussolini selbst soll diese Anordnung getrofsen haben. Als Ursache für diese aufsehenerregende Maßnahme wird angenommen, daß ein wichtiger Chiffrierschlüssel aus einem Geheimschrank der Botschaft verschwunden sei. Nach unseren Informationen ist es richtig, daß eine personelle Umgruppierung durch die römische Regierung in Aussicht genommen ist. Wahrscheinlich wird binnen kurzem das Personal vom ersten Botschaftsrat bis zum letzten Diener nach Italien reisen. An den Botschafter selbst, der sich seit Monaten in Rom auf Urlaub befindet, ist nach den bei der Botschaft vorliegenden Informationen eine Anweisung. seinen Berliner Posten aufzugeben, noch nicht ergangen: es scheint aber. als ob auch er einen Nachfolger erhält. Ueber die Gründe schweigt man sich aus; es sieht aber so aus. als ob tatsächlich etwas passiert ist, was Mussolini veranlaßt hat, mit aller Strenge einzuschreiten. Blutige Sonntagnacht in Oesterreich. Vier Tote, zahlreiche Verletzte. ## Wien, 21. Oktbr.(Drahtb.) Die Sonntagnacht verlief in Wien überaus blutig. Zusammenstöße Betrunkener forderten zwei Todesopfer und fünf Schwerverletzte. In Hernals kam es bei einem Glücksspiel zu einer Revolverschießerei, die ein Todesopfer forderte. Weiter überfiel eine Gruppe von Radaubrüder einen harmlosen Spaziergänger und trat ihn mit Füßen buchstäblich zu Tode Auf der Schmelz gab es gleichfalls einen Nevolverkampf und zahlreiche andere Streitigkeiten. Außer zwei Toten wurden acht Schwerverletzte gezählt. In Langenwana in Steiermark begegnete der Forstingenieur Anton Mayr auf dem Heimwege von einer Heimwehrveranstaltung in Heimwebruniform einem Holzarbeiter, der den Ingenieur beschimpfte. ihn verhaftete. Erkrankung Sir Basil Saharoffs. Der bekannte Multimillionär Sir Basil Saharoffs, der vor dem Kriege und während des Krieges viele Millionen durch Rüstungslieferungen an die Entene verdiente, ist in seiner Pariser Wohnung schwei erkrankt. Streiflichter vom Cage. „Verstört durch deutsche Wut!“— Ein zweifelhaftes Filmgeschäft. Kürzlich konnten wir darüber berichten, daß das oberste belgische Gericht dem famosen amerikanischen Archttekten sein Recht bestätigte, an der Fassade des neuerbauten Löwener Universitätsgebäudes gegen den Wunsch der Universität die Inschrift„Zerstört durch deutsche Wut“ wieder anbringen zu lassen. Präsident Hoover hat nun dieses Urteit zu einer Loyalitätserklärung für Deutschland benutzt. In einer Pressebesprechung verurteilte er mit aller Schärfe die Hetzinschrift Warrens und erklärte wörtlich: Ich und alle, die mit mir zusammen mit der amerikanischen Garde für die Löwener Bibliothek verbunden sind. wünschen ausdrücklich, jedes Einverständnis mit der Handlung Warrens abzulehnen, die in der verletzenden Inschrift am Bibliotheksgebäude besteht. Hoover unterstrich dabei, daß fast das gesamte Geld für die Löwener Bibllothek von Amerika aufgebracht worden sei und 70 v. H. davon durch den Ausschuß an dessen Spitze er selbst stebe. Der Leiter der Bibliothek hätte vor drei Jahren mit seiner, Hoovers, ausdrücklichen Genehmigung die Deutschland verletzende Inschrift abgelehnt.— Der Architekt hat also die Löwener Universität als Bauherrn sowie den Präsidenten seines Landes gegen sich. Wir sind gespannt. ob Warren trotzdem auf seinem Schein besteht: dann ist seine Wut tatsächlich noch viel größer, als die Deutschland durch eine Kriegshandlung angedichtete. Das Malheur der Reichswehr mit ihren Filmverbindungen, das seinerzeit eine ganz besonders scharse Kritik der Sozialdemokratie auslöste, scheint offenbar schon längst wieder vergessen zu sein. Jetzt hat das Kabinett Müller ein Aktienpaket der Emelka, also wieder jenes Betriebes, der schon einmal zu einer ernsten Belastung der Reichsfinanzen wurde, erworben. Wir wissen nicht, zu welchem Preis. Man erzählt aber, daß die Reichsregierung sich ganz gewaltig hat übers Ohr bauen lassen. Das Ist schon möglich, denn aller Wahrscheinlichkeit nach hat sich das Reichskabinett förmlich danach gedrängt. das angebotene Aktienpaket zu erwerden und hat dann auch jede geforderte Summe gezahlt. Aber nur anscheinend. um den Film in den Dienst des politischen Tageskampfes stellen zu können. Daß sich Film und Politik schlecht vertragen, hat die Vergangenheit gezeigt. Politische Filme sind beim Publikum sehr unbellebt, mit ihnen kann man keine Geschäfte machen. Aber auch andere Filme wersen nur dann Ueberschüsse ab, wenn sie guten Anklang finden. Die ständige Sorge der Leitung deutscher Filmunternehmungen ist es, ob ein neuberausgebrachter Film einschlägt. Tut er es nicht, dann kann darüber der ganez Betrieb ins Wanken geraten. Nur die Amerikaner, die im Gelde schwimmen, können sich Versager leisten. Glaubt es die Reichsregierung verantworten zu können, sich mit einem Betrieb zu belasten, der eines Tages ein Defizitunternehmen wird? Das Reichswehrabenteuer sollte doch wohl schrecken. Den Bruder im Streit erschossen. In Bernhausen (Oberamt Stuttgart) gerieten Sonntagnacht aus dem Heimwege von einer Wirtschaft die drei Brüder Raiser in einen Wortwechsel, in dessen Verlauf einer von ihnen den Revolver zog. einen seinen Brüder schwer verletzte und den anderen tötete. Meine Wiese. Von Alfred Richard Mever. Das ist sie mit einmal blicke wieder wichtig sind. Von meinem Großvater mütterlicherseits her besitze ich anderthalb Morgen Wiese in der Lüneburger Heide. Was hatte ich bislang davon Alle paar Jahre einmal eine Minute, daß ich an jener Wiese stand und aus ihr in mich hinauf das schöne und nicht zerstörbare Gefühl wachsen ließ: Grundbesitz zu haben, Grundbesitzer zu sein: und bisweilen, wenn ich mir im bunten Getriebe von Berlin arm und einsam vorkam, tauchte wie eine schöne grüne Insel die Vision jener Wiese in mir auf und machte mich reich— bei dem Gedanken, daß einmal bald Bauland aus der Wiese werden könne und also ein Käufer mit einem fabelhaften Angebot an mich herantreten würde. Nun habe ich die Wiese vor der Zeit verkauft— nicht sehr gut. nicht sehr schlecht—, weil ich sie gern gegen eine um zwei Drittel kleinere Waldparzelle an einem märkischen See eintauschen zu müssen glaubte. Da man nun doch einmal mit der Großstadt verheiratet ist und schon von Berufs wegen nicht so#####ach der Lüneburger Heide fahren kann... Bin ich nun glücklich?„Ich weiß es nich..... Meine Mutier ist traurig, daß meine schöne und für uns so große Wiese in fremde Hände überging. Der märkische Bauer, der mir nach langem Zureden den knappen halben Morgen abließ, int traurig, dis er einen Teil von seines Großvaters Land veräußerte. Und schließlich ich— ich bin auch traurig, daß ich mir nicht gleich an diesem märkischen See das Bescheidenste an Laube errichten kann, dort die Stille eines Wochenendes zu haben auf eigenem Grund: auf einem Strobsack zu schlasen. Blumen und Gemüse dem sandigen Boden abzusrotzen und zu wissen: das alles wird einmal deinem Sohne gebören, ohne daß er mich desbalb aufs Altenteil zu setzen braucht; das alles wird vielleicht einmal deinem Sohne als wertvollstes Bauland abgekauft werden und er wird dann auch traurig sein, dieses Stück Land lassen, das sein Vater sehr bescheiden bearbeitete, und gehörig Wertzuwachssteuer zahlen zu müssen.... Als der Bauer und ich doch über dem märkischen See standen, das Gelände absteckten und abmaßen, sah ich plötzlich die Traurigkeit in seinen Augen: und da verlor ich eigentlich alle Lust, den Vertrag zu tätigen! Man nimmt einem alten Manne ein Stück and. Zwar— viel wert ist es nicht. Aber— ich zahle ihm Geld dafür, wenn auch nicht sehr viel. Aber vielleicht braucht jener das Geld in diesen schlechten Zeiten, seine Hypothekenzinsen pünktlich zahlen zu können. Vielleicht will er sich eine landwirtschaftliche rat erwi gesetzt zu werden: ich bin ein Schreider, ich siere mit Dingen und Menschen, hocke an der Schreib maschine und schicke Manuskripte in die Welt— bis an meinem letzten Tag.„In den Sielen“ zu sterben. Aber dazwischen werden Stunden und Tage an dieSee sein—.—rarbeit, A sem märkischen See sein, etwas Ackerar von allem Denken, und vielleicht einer kleinen bescheidenen Laube — fäufig**•. rbei einn lufatmen wer kann das Bauern handelseinig ward. Fahren wir gleich in die Stadt, alles beim Notar beglaubigen zu lassen. Schweigsam ist unsere Fahrt. Zudem ist es sehr heiß: und der Bauer müßte eigentlich die gute Witterung dazu benutzen, schleunigst die mittelmäßige Ernte hereinzubringen. Ob ein Gewitter kommen wird? Wir haben ganz vergessen, daß Gerichtsserien sind. Die Juristen machen ausführlich Ferien; und das sollen sie getrost, damit sie sich von den vielen Prozessen der Meuschen gründlich erholen können, damit sle at der Herr Justiz= rei kriegen für neue abendnachmittag ihren Ko woch= und Sonnabendnu. rat sein Büro geschlossen. Aber damit findet der Bau weiteres ab— wenn er nun nach der Stadt zeit einen halben richtstneipe dinstder. der... Und da sitzt in der-— mit dem Herrn Bürovorsteher des Herrn Justizrats, ob er nicht vielleicht..., da er doch nun einmal in der Stadt sei... und wichtig und eilig wäre es natürlich auch. Was hat der Herr Bürovorsteher just gemacht? Er dat sein Mittagsschläschen gehalten, ein recht gesundes und aussüörliches Mittägsschläschen. Kann man es ihm da übelnehmen, daß er etwas knurrig ist Aber er muß erst versuchen, od er den Herrn Justiz= ner sich nicht so odne ####n schon einmal die Reise gemacht hat und mitten in deren Ernteden Tag verliert. Er geht nach der Genüber. Da, sagt er, sitzt immer semand, da sitzt in der Tat eln anderer Bauer ischt. Wir sollten nur sein warten. Und so warten wir sein. Was hat der Herr Justizrat just gemacht! Er hat sein Mittagsschläschen gehalten, ein recht gesundes und ausführliches Mittagsschläschen. Kann man es ihm da übelnehmen, daß er etwas knurrig ist? Wir sollten nur etwas warten. Da wir einmal da wären Und nun sitzen wir in dem Notariatsbüro. Unwirsch gähnen uns hunderte von Aktenstücken an. Kann man es ihnen übelnehmen, daß sie etwa tnurrig sind, in ihrem gesunden und ausführlichen Mittagsschläschen des Mittwochnachmittags, mitten in den wohlverdienten Gerichtsferten, gestört zu werden? Sie scheinen mit dicken Staubwolken seindlich nach uns bösen Eindringlingen zu schießen, daß wir alle das Husten kriegen und das Taschentuch hervorbolen müssen. Da hat aber auch schon der Herr Bürovorsteher einen sehr sauberen Bogen Papier zusammengesaltet und seinen Füllfederhalter gezückt, vier Folioseiten mit vielen Paragraphen herunterzuschreiben, uns hunderterlei zu fragen und unsere Ausweispapiere sowie den Auszug aus dem Grundbuche zu prüfen. Indessen im offenen Nebenzimmer bereits der Herr Justizrat in Erscheinung und in die Wolken einer frisch entzündeten Zigarre g (zeten ist, uns etwas anzusauchen. Was bören wir“ eine gravitätisch ausholenden, schier wie John abriel Borkmann schreitenden Schritte, den über das Papier hinbuschenden Füllfederbalter des Büroaisebers, das Summen einer Vrlege zwischen den bigen Aktenstücken, unser eigenes Atmen, das ere des Bauern neben mir, der nur stumm nickt, Herrn Justizral voron einer Borkmannwaltet, obgleich es Mittmittag in den Gerichtsserlen Ist.... Und da meine Augen denen des Bauern begegnen nach poslzogenen Unterschriften, stebt eine größe Traurigkeit zwischen uns. Der Bauer ist um ein Stück Land ärmer geworden: dafür hält er jetzt meinen Scheck in Händen. Für mich verkleinerte sich eine Wiese in der Lüneburger Heide in eine Waldparzelle an einem märkischen See. Da streckt der Bauer mir seine harte Hand entgegen. Er wünscht mir Glück zu dem Kauf. Ich wünsche ihm Glück und danke ihm.„Auf gute Freundschaft!" Alles andere gedt nun juristisch seinen maschinellen Gano: daß ich eine Rechnung des Notars zugeschickt erhalte, daß ig die verschiedensten Steuern zahlen muß, daß die Parzelle vermessen wird, daß die Eintragung im Grundbuch erfolgt, woran sich die Auflassung schließt, daß ich einen Zaun zu bauen habe und mich der schönen Hoffnung hingebe, einmal die kleinste aller Lauben zu errichten, wenn's mir der Herr Amtsvorsteher gestattet.... Meine Wiese ward Traum und Vergangenbeit. Beides werde auch ich einmal sein, und auch die Waldparzelle an einem märkischen See, der ich nun verbunden bin. Hacke und Spaten der! Wir wollen die Wochen des Sommers und des Herbstes noch ausnutzen! Weil wir das Leben haben und weil es für uns Leute von der Feder kein Altenteil gibt! Ein Prophel des Luflverkehrs. Anläßlich der Weltumseglung des„Graf Zeppelin“ erinnert man sich der in Erfüllung gegangenen merkwürdigen Prophezelung, die sich in den Schriften von Nene Louis Voyer Marquis düürgenson findet, der unter König Ludwig XV. von 1744 bis 1741 dem Staatssekretariat des Auswärtigen vorstand.„Die Aeronautik“, heißt es dort.„gilt heute noch als eine närrische Phantasterei, gleichrohl bin ich überzeugt, daß eine der ersten der kommenden Entdeckungen, die vielleicht noch unserm Jahrbundert vorbehalten ist die des Luftfluges sein wird. Im Besitz dieser Kunst werden die Menschen schnell und bequem reisen und gleichzeltig auf den„großen fliegenden Schi! sen“ Güter kefördern können Tann wird es auch Lustarmeen geben Damit würden unsere dere zeitigen Beschäftigungen überstüstig werden, wie sich auch die Artillerie darauf einstellen müßte, im Fluct zu schießzen Ist es ers; welt, dann wird sich auch für das Königreich die Norwendigkeif der Schaffung eines neuen Staatssekretariats der Luftschiffahrt ergeben.“ Die Prophezetung des französtschen Mar zzits in wortwörtlich in Ersüllung gegangen.„I rophet selbst stard freilich schon im Jähre 1757 ohne den ersten ernstlichen Versuch der Tu#chll den Mongolster im Jahre 1783 machte, erlebt I# haben, ein Versuch, dem im Jahre darauf die erste Ueberguexung des Kanals von England nach Frs reich im Luftballon durch Francois Blanchard folgle. 2. Blatt. Nr. 292. 27. Jahrgang. Gelsenkirchener Allgemeine Seitung Dienstag, den 22. Oktober 1925. , den 22. Oktober. Sonne über Schalte! Böse Menschen, die den Stadtteil Schalle zum Aschenputtel stempeln wollen. sprechen von„Qualmite". Tiese Leute besitzen keine Beobachtungsgabe: die Schönheit ganz besonderer Art, die Schalle bei einem Wettbewerb in die Wagschale wersen kann, entdecken sie nicht.... Ei. ei. Naserümpfen. mitleidiges Lächeln?— Ich möchte Maler sein. Dann könnte ich in tausend Farben schweigen und unter meinen Händen würde ein Wert entstehen, dessen sinnverwirrender Schönbeit auch Sie sich nicht zu entzieben imstande wären. Ich will Ihnen einen kleinen Ausschnitt geben, und ich glaube, auch Sie nehmen dann beim nächsten Spaziergang„Gelegenheit, Ihren Blick den Wundern entgegenzuschicken, die Natur und Technik kombinierten. * Das Rund der Sonne hat fast seinen Tageslauf vollendet. Schräg liegen die Strablen und keilen sich zwischen der Silbouette bindurch, die ein Wald von Schornsteinen, Kühlern und Fördertürmen bildet. In grandioser Fülle türmen sich die Wolken. An den unteren Rändern sind sie in flammendes Gold getaucht. Der Rundvorizont, der weit binter ihnen liegt, zeigt einen leichten Schimmer vieltönigen Violetts. Die Sonnenstrahlen schieben sich bis in den Vordergrund des Bildes. Unterwegs malen sie Wunder in die Gradlinigkeit der Technik. Den aus dem hoben Kühler aufblusternden Dampf unterzeichnen sie mit goldenen Konturen, spitzen sich durch den Qualm. dem die fernen und naben hochragenden Kamine gegen den Himmel stoßen. Die Lichtbahnen fanden sich in den Verstrebungen der Fördergerüste, schätern zwischen den emsig sich drebenden Seilscheiben, die zu einer schimmernden Fläche werden, gleiten über die Gleisanlagen hinweg und verlieren sich im flimmernden Kohlenstaub, der unter der Rasenhängebank in dichten Massen hängt und wiegt. Sonne ist Wärme und Schönheit und Freude von Anbeginn. Die flachliegenden Strablen duschen über die verstaubten Fenster großer Fabrikhallen, suchen und finden einen Eingang. Staub tanzt schimmernden Reigen in ihrer lichten Bahn. Transmissionen wälzen sich und ihre Scheiben werden zu blitzen Flammenkreisen. Die glänzenden Metallteile der Maschinen reflektieren die Tupfen und überall zwischen dem Zischen, Kreischen, Stampfen und Dröhnen des harten Stables leuchtet das Sonnengold mit seiner ewigen Freude. Unter dem Zauber der gewaltigen Sinfonie aus tausend ineinanderfließenden Farben ballt sich eine Herrlichkeit an echoenden Geräuschen. Das barte Rattern des Niethammers beherrscht minutenlang das dumpfe Gedröhn, das aus Weiten und Näven um uns brandet. Der Niethammer schweigt. Dumpf schiebt sich das Rumoren der Förderwagen an uns men, schwere Maschinen atmen ihren Krastodem zischend aus den Ventilen. Tohuwabohn an Lärm vorwärts schreitender Arbeit. Seitab von der Straße, den die Arbeit geht, führt ein Weg zwischen Baum und Strauch. Herbstwind machte ganze Arbeit, und Ast und Zweiglein tragen nur kümmerliche Reste sommerlichen Gewandes. Arm in Arm wandelt ein Menschenpaar. Verhält zwischendurch den Schritt und... Sah ich nicht den kleinen bösen Schelm an den Sonnenstrablen emporbuschen ins Gezweig? Sein Bogen muß sich im Geäst verfangen haben, und unter seinem Ungestüm rieseln gelbe und braune Blätter hernieder. So seh ich Schalte. Und der Stadtteil hat Anrecht darauf, nicht vergessen zu werden, wenn die Suche nach dem„schönsten“ Flecken in Gelsenkirchen=Buer losgeht. Schalke will Inbegrisf sein, ist doch hier raft un=cänne in gesunder Rranart#an— Von der Schönheit unserer Heimat heute Die Welt der Frau Reballlone: Sprechsunden werktäglich(mii Ausnahme des Samstags) von 12 bis 1 und 5 bis 6 Uhr. Der Berger See von der Schalkerstraße aus gesehen Die Ausstellung ist noch die ganze Woche bis einschließlich Sonntag, den 27. Oktober, täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Städtischer Musikverein. Heute Dienstag, 22. Oktober, 20 Uhr: Probe im Realgymnasium. Sangeskundige Damen und Herren, die dem Verein beitreten wollen. sind willkommen. Sportärztliche Beratungsstelle des städt. Gesundheitsamtes. Um auch den in Büro und Geschäft tätigen Sportlern und Turnern die Möglichkeit zu bieten, sich von einem Sportarzt untersuchen und beraten zu lassen, findet von dieser Woche ab die Sprechstunde am Freitag von 20—21 Uhr statt. Die Sprechstunde am Dienstag bleibt wie bisher von 19—20 Uhr bestehen. Persönliches. Kraft und Schönhe gesunder Proportion gepaart. Die Verlängerung der„Anahyga“. deutsche anatomisch=hogienische Ausstellung„Der Mensch“ in den städtischen Ausstellungshallen. Speziell aus Arbeiterkreisen wurde der Wunsch, die Ausstellung noch um eine Woche zu verlängern, an die Leitung gerichtet. Es ist in erster Linie dem Entgegenkommen der Stadtverwaltung, die die Ausstellung für diesen Zweck bereitwilligst zur Verfügung stellte, zu danken, daß diesem Wunsche entsprochen werden konnte. Aber auch die Ausstellung selbst bringt mit dieser Verlängerung insofern ein großes Opfer, indem sie einen anderen Ausstellungsplatz ausgab, um hier bleiben zu können. Es darf aber wohl erwartet werden, daß dieses Entgegenkommen durch einen kegen Besuch, der den Vorwochen gleichkommt, gelohnt werde, denn es gehören viele Besucher dazu. um die hohen Spesen des Betriebes einer Ausstellung vom Umfange der„Anabyga“ zu decken. Für diese letzte Woche kommt die Anahyga der Verttätigen Bevölkerung noch wetter dadurch entgegen, daß jeder Besucher, der einen Ausweis zur Zugehörigkeit zu irgendeiner Arbeiterorganisation vorzeigt nur 30 Pfennig(statt 1 Mark) Eintrittsgeld zu zahlen braucht. Es soll damit der arbeitenden Bevölkerung die Mübe erspart werden, sich vorher erst eine Karte bei ihren Kassen usw. abholen zu müssen. Herr Sieamund Schwarz hai am 16. Oktober vor der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Münster die Meisterprüfung im Malerhandwert mit Erfolg bestanden. Schöffengericht Gelsenkirchen. Zwei Betrüger. Jakob ist Schwerkriegsbeschädigter und weiß dieses zu nutzen. Er handelt mitunter. Als ihm vor kurzem eine Firma etwa 140 Wandbilder sein geraymt und ausgemacht als Kommissionsware überlassen hatte, zeigte Jakob, daß er ein viel zu guter Händler war. Täglich zog er durch die Kneiden und verkloppte vier die Bilder weit unter Preis. Der Erlös ging verflüssigt durch die Kehle. Der Katzensammer setzte ein, als Jakob eines Tages verhaftet wurde und in Bochum eine andere Strafe absitzen, sollte. Für den schwunghaften Bilderumsatz bekam Jasoh noch sechs Monate Gesängnis vinzu.— K. ist Fürsorgeempfänger. Schlechte Familienverhältnisse, und die heutige Ergebenhei; in sein arbe##sloses Schicksal haben auch K. alle Hoffnung beararen lassen Im März bekam er bei einer auswartigen Firma Arbeit. Das sagte er dem Fürsorgeamt nicht, sondern nahm die Unterstützung weiter Ein Denunziant schrieb einen Brief und der beschleunigt auf die Beine gebrachte Ermittlungsdienst des Amtes brachte alles ans Tageslicht. K. verlor seine Arbeit und kehrte reuig in die Obhut des Amtes zurück. Man machte ihn zum Notstandsarbeiter und weil er das Amt betrogen hat, soll er zwei Monate ins Gefängnis. Er will die Strafe absitzen, da er weiß, daß man für seine Familie aufkommen wird. Das sind Geschäfte. In einer Betrugsgeschichte kam es zwischen einem Essener Kaufmann und einem Provisionsreisenden zu einer interessanten Auseinandersetzung. Der Reisende hat die Firma über tausend Mark betrogen Er will nur sehr schwer Geld verdient haben, da die Waren viel zu teuer waren. Für eine Bettdecke, die man in jedem Geschäft für 5 Mark habe kaufen können, hätte er 15 Mark fordern müssen. Die ganzen Wäschegegenstände sollten den reellen Kaufpreis um 250 Prozent überstiegen haben Diesen unerhörten Preisforderungen kann man hier nichts hinzusetzen. Es kam zu einer Vertagung, da neue Zeugen geladen werden sollen. Wanderführerwoche In der Jugendherberge Tecklenburg. Die Regierung Münster veranstaltet in der Zeit vom 31 Oktober bis 3. November einschließlich eine Wanderfuhrerwoche in der Jugendberberge in Tecklenburg. Zweck des Lehrganges ist, das Jugenowandern in der breiten Oeffentlichkeit zu fördern und die Jugendführer durch Vorträge und Aussprachen in die Praxis des Wanderns einzuführen Als Einzelfragen sollen durch geeignete Persönlichkeiten nachstebende Themen ausgiebig bebandelt werden: Das weibliche Jugendwandern. Technik des Wanderns, Jugendberbergswesen, Naturschutz und Wandern schöne Bauten der Heimat Pflanzenwelt der Heimat. Wandern und Karte Geologie der Heimat. Laienspiel und Wandern, Märchen und Sage auf Wanderung. Vorgesehen ist ferner eine Halbtagswanderung in die romantische Umgebung Tecklenburgs. Der Kursus beginni am 31. Oktober, 20 Uhr, und endigt am 3. November 17 Uhr. Der Lehrgangsbeitrag beiräg: einschließlich Unterkunft und Verpflegung in der Jugendherberge 12 RM. Die Anmeldungen sind unter Beifügung des Lehrgangbeitrages an das Städt. Jugendamt, Gelsenkirchen=Buer. Neustraße 3. zu richten. Gesellenprüfung im Friseurgewerbe. Nachdem bereits am 6. Oktober die praktische und theoretische Prüfung in der Gewerbeschule von achtzehn Lehrlingen durch die Zwangsinnung der Friseure stattgefunden hat, fand die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe am Sonntag im vollbesetzten Innusigslokal Merten statt. Obermeister Wilhelm Seiß eröffnete die Feier mit einer Begrüßungsansprache und hieß die Anwesenden herzlich willkommen, ferner begrüßte er den Vertreter der städtischen gewerblichen Fortbildungsschule, Gewerbeoberlehrer Ulrich, sowie die beiden Fachlebrer Fabig und Biendara. Danach galt die Rede den Prüflingen. Der Obermeister gab bekannt, daß alle Prüflinge die Prüfung bestanden haben und bitter, diese mogten am Beruf weiter arbeiten zum Segen des Gesamtberufes sowie des Handwerks. Hierauf sang die Gesangabteilung der Friseure unter Leitung des Chormeisters Stegemann das Lied „Gott grüße Dich“. Anschließend sprach vom Vorstand der Innung Herr Hausmann. Er beleuchtete die Zwischenprüfung, vor allen Dingen die Gesellenprüfung und wünschte den Lehrlingen im späteren Leben viel Erfolg bemerkte jedoch, daß die neuen Gehülfen sich nicht jetzt auf das bobe Pferd setzen sollen, sondern sich weiter ausbilden. Weiter sprach Gewerbeoberlehrer Ulrich. Redner überbrachte Grüße der städt. gewerblichen Fortbildungsschule und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf. Als Nächster sprach Fachlehrer Fabig. In seiner Ansprache streifte er die dreteinbalbjährige Lebrzeit. indem er darauf hinwies, wie schwer es oft Meistern und Lebrern gemacht wird. Der Vorsitzende vom Gehülfenverein. Sarassa. bat die neuen Gehülsen, sich dem hiesigen Gehülsenverein anzuschließen, um das fachliche Können auf eine hohe Stufe zu bringen. Auch lobte er das gute Zusammenarbeiten des Gehülsenvereins mit dem Innungsvorstand. Im Anschluß daran sprach der Fachlehrer Biendara. Die jungen Menschen sollten die Standesebre bochbalten. Mit dem Schlußwort, gebi in die Welt, und werdet was. schloß der Redner. Nach Dankesworten des neuen Gehülsen Hampe an die Meister und Lehrer schloß der Obermeister den offiziellen Teil. Die Fachschule hat keine Arbeit gescheut und eine Ausstellung der Lebrlingsarbeiten veranstaltet. Diese fand bei den Innungsmitgliedern reges Interesse. Kirche- Schule— haus. Evangelische Kirchenchöre Altstadt, Heßler und Bismarc=West. Zu einer gemeinsamen Chorprobe werden die Mitglieder der vorstehenden drei Chöre auf heute Dienstag. abends 8 Uhr. in die evangelische Altstadtkirche eingeladen. Neben allseitigem Erscheinen wird auch um Pünktlichkeit gebeten. Kirchenchöre. Freitag abend 8 Uhr im Hans=Sachs=Haus Generalprobe mit Orchester. Die Solistenproben sind schon von 7 Uhr an. Die Chormitglieder wollen sich mit Ausweis versehen und diesen bei Eintritt von der Vattmannstraße ber vorzeigen. Als Ausweis dient die Podiumkarte zum Sonntag oder ein Stempel des Chores. den der Vorsitzende ausstellt. Alle nicht verkauften Karten zur Festveranstaltung am Sonntag sind Freitag beim Eintritt wieder abzuliefern. Auch am Freitag ist die Garderobe abzugeben ebenso wie Sonntag. Die Generalprobe beginnz mit dem Chor„Frisch auf. in Gottes Namen“, der ja von allen Chören auf der Wiese gesungen werden soll. Es ist also erforderlich, daß Punkt 8 Uhr alle Chormitglieder zur Stelle sind. Die Sänger nehmen nach Stimmen geordnet Platz Unsere heutige Ausgabe umfaßt 20 Seiten im Saal selbst, da sie auf der Bühne nicht alle Raum finden würden. Nach diesem Massenchor werden die Choräle und dann die Kantaten vorgenommen werden. Theater— Veranstaltungen— Vereine. Hochschulvorträger der städt. Handelslehranstalt im Stadtteil Gelsenkirchen. Die Reihe der Hochschulvorträge im Winterhalbjahr 1929/30 wird am Donnerstag. den 24. Oktober, in der Aula, Augustastraße 52. der Kunstwissenschaftler Dr. Max Bert (Berlin) mit einem Lichtbildervortrag über das Thema„Rembrandt, der Maler der Menschenliebe“ eröffnen. Dr Deri ist seit Jahren schon in Gelsenkirchen bekannt, man weiß seine geschickte Art der Darstellung, die Feinheit seines Einfühlens zu schätzen. Dabei spricht er unkompliziert und steht auf der Höhe der kunstgeschichtlichen Forschung: was ihn auszeichnet, ist die glückliche Verbindung von Wissenschaftler und Volksbildner. Er weiß den Hörer festzuhalten und durch eine oftmals suggestive Art der Kunstdeutung nicht nur im Sehen. sondern auch im Erleben von Kunstwerken weiterzuführen. Karten zum Preise von 1 RM. sind in den bekannten Verkaufsstellen, sowie an der Abendkasse zu haben. Aus den enmngelischen Vereinen. Evangelische Vereinigung Bulmte=Hüllen. Die für Sonntag nachmittag angesetzte Versammlung wurde nach kurzer Beratung auf den kommenden Samstag. abends 7 Uhr. im Gemeindesaal. Florastr. 111. verschoben. ∆ Evangelischer Volksverein Schalke. Die am Sonntag im Vereinshause an der Grillostraße abgehaltene Generalversammlung des dritten Vierteljahres wurde durch ein Begrüßungswort des 3. Vorsitzenden Hansmann eröffnet. Die vom Schriftführer Korsch vorgetragene Niederschrift der letzten Versammlung wurde angenommen, desgleichen der Rückblick auf das so schön verlausene 47. Jahresfest am 22. September. Namens der Kassenprüfer erstatten der Kam. Dörmann den Kassenbericht des abgelaufenen 3. Vierteljadres über Hauptkasse und über Sterbebilfe. der ein recht günstiges Bild bot. Dem bewährten Kassierer Georg Lerch wurde antragsgemäß gerne Entlastung erteilt. Die Einziebung der Restbeiträge soll durch den Boten erfolgen. Die säumigen Mitglieder sollen zur Zahlung ausgefordert und auf§ 4 der Satzungen aufmerksam gemacht werden. Als Verder Satzungen aufmerksam gemacht werden. Als Vertreter zur Kreistagung wurden die Kameraden Majewski und Nieden gewählt. Zu den festlichen Veranstaltungen des evangelischen Kirchengesangvereins Westfalen, die vom 26. bis 28. Oktober hierselbst stattfinden, wurde dringend eingeladen. Zum gemeinsamen Kirchgang und Teilnahme an der anschließenden öffentlichen Kundgebung auf der Wiese tritt der Verein am Sonntag, den 27. Oktober, morgens 9 Uhr, im Vereinsbause Grillostraße an. Die Weihnachtsseier soll am 2. Festtage. den 26. Dezember, abgehalten werden. Hierzu ist ein Sonderbeitrag von 20 Pfa. zu leisten. Die Anmeldung der zu bescherenden Kinder muß baldigst beim Vorstande erfolgen. Generalsekretär Jacobi wies in seinem Schlußwort auf die wichtigen Aufgaben der Jetztzeit hin. Im Winterhalbjahr finden die Versammlungen nachmittags statt und soll die nächste wegen des Wahlsonntages nicht am 17.. sondern am 24. November sein Evangelischer Gesellenverein Gelsenkirchen 1. Wir weisen unsere Mitglieder auf den jeden Dienstag abend im Vereinsheim stattfindenden Unterhaltungsabend bin. Da demnächst ein internes Preisschießen, bei dem verschiedene Wertgegenstände den Siegern winken, geplant ist, raten wir zum fleißigen Training. Beginn 8 Uhr. Gleichzeitig bitten wir die Fahnennagelkommission, am Dienstag vollständig zu erscheinen. Aus den Kriegervereinen. Kuffhäuser=Jugendabteilung der verein. Kriegervereine von Uedendorf Diejenigen Jungmannen. die Interesse an einem Trommlerkorps haben. versammeln sich zur Gründung am Dienstag um 20 Uhr bei Bauckmann. Die Frauengruppe des Kriegervereins ehem. 67er hat am Donnerstag. 24. Oktober, punkt 4 Uhr, im Lokale Simon. Alter Markt, Versammlung. Danach Kaffeetrinken und Gemütliches. Kaffee und Kuchen ist für die Kameradinnen gratis. Gäste willkommen, zahlen aber den üblichen Preis Krieger=Verein ehem. 56er Gelsenkirchen. Zu einer außerordentlichen Versammlung hatte der Vereln am Sonntag seine Mitglieder nach Simon einberufen. Neuaufgenommen wurde Kamerad Holzapsel, Gelsenkirchen, Luitpoldstroße. In der voraussichtlich am 10. November, nachmittags, stattfindenden nächsten Monatsversammlung bält ein Kamerad des Vereins einen Vortrag über seinen Besuch an der Westfront nach dem Kriege. Näheres hierüber wird noch bekannt gegeben. Alle ebem 56er sowie deren Ancehörige sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. Unkosten entsieven nicht. 56er der Friedens- und Kriegssormationen, schließt unsere Reihen. Anmeldungen ederzeit im Vereinslokal. ans Siem hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem eine Sprechmaschine oder einen Radioapparat zu verschaffen. Auch Sie können durch bequeme Tellzahlung ein wertvolles Instrument erwerben. Siem-Apparate weisen die neuesten Verbesserungen der diesjährigen Saison auf. Die Klangfülle. Tonreinheit und Preiswürdigkeit der Siem-Musikapparate ist unübertroffen. Bitte besuchen Sie mich, ich führe Ihnen alle lastrumente unverbindlich vor. Die riesige Auswahl finden Sie nur bei Hans Siem, der die größten und bedeutensten Musik-Geschäfte des ganzen Bezirkes besitzt. Sprechmaschinen Orldinal Electrola, Odeon, Ultraphon, Grammophon IIschanparats holstonführeng. Ssr. 26.- ul. 54.Tischapparate tonföhrens Nr. 54.- b. 95.Schrankapparate holstonführung.. von Mr. 60.- bi. 95.Schrankapparats Metellostührung r. Mi. 126.- u. 300.Kollerapparats elegaster Koßer von Mi 14.19 bi. 195.Cchallnlatien mehrere Jausend verschiedene am Lager, 10 VerSchaupfatten-Splelksbinen mechen den Plattenkauf zum Vergnägen. Alles auf bequem Radio Die letzten Neuheiten der diesjährigen Funk-Messe. Orlzinal Telag, Löwe. Blaupunkt, Philipa Ortsempfänger 4. 39.70 inkl. Röhren Netzempfänger Mi. 79.50, bierbei Anode u. 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Auf der Tagesordnung steht: Das Verkehrswesen In Gelsenkirchen und die neu zu schaffende Straßenbahnverbindung . i... t t t enenenenenenurnunrnennnr Horst—Heßler—Schalke—Bismarck-Ost nach Wanne und weitere Besprechungen von Schalker Angelegenheiten Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten Wirtschaftliche Vereinigung Schalker Bürger. Falschmünzerbande in Buer. Falsche Fünfmarkstücke in Buerschen Kaufhäusern umgesetzt.— Drei Personen aus Gladbeck fettgenommen. In den letzten Tagen bat die Verbreitung von Falschaeld einen reichlichen Umfang genommen. Es dandelt sich in der Hauptsdche um faliche Fünsmarkstücke die in der Hauptsache in Kaufbäusern umgesetzt wurden. Dem eifrigen Arbeiten der Kriminalpoltzei ist es setzt gelungen einige Personen wegen Verdachts der Anfertigung dieser Stücke festzunehmen. Es handelt sich um einen Reisenden und zwei Schlosser aus Gladbeck. von denen einer dabei abgefaßt wurde, als er falsche Stücke in den Verkehr bringen wollte. Alle drei Personen wurden dem Amtsgericht dierselbst vorgeführt. Buersche Gerichtschronik. Hohe Geldstrafen. Der Kaufmann K aus Horst hatte sein Glück mit einem Möbelgeschäft versucht. Aber mit der Zeit verschlechterte sich seine Lage. Er gertet in Zahlungsschwierigkeiten und konnte auch nicht mehr die Rechnungen seiner Lieferanten begleichen. Die Firmen wurden nun sehr vorsichtig und lieferten ihm keine Ware mehr aus Kredit. sondern nur unter Eigentumsvorbebalt. Der Angeklaate K störte sich jedoch nicht an den Eigentumsvorbehalt. sondern verkaufte die Waren weit unter Einkauf Der Angeklagte lieferte nun keineswegs den Erlös an die Firmen ab sondern gebrauchte die Summe für sich. Als nun der Angeklagte in Konkurs geriet stellte sich auch noch deraus, daß er eine ordnungsmäßige Buchführung nicht betrieden hatte die er hätte nach den gesetzlichen Handelsbestimmungen führen müssen. Wegen dieser beiden Fälle datte er sich zu verantworten Des ersten Falles wegen wurde er zu einer Sec# von 75 RM. des zweiten Falles wegen zu 100 RM. verurteilt Einer. der leicht zu Geld kommen wollte. Der Bergmann G. datte die löbliche Absicht. sich eine Frau zu nehmen. Da er aber keinen roten Heller besaß. suchte er sich auf eine andere Weise. als mit Arbeiten. Geld zu verdienen. Er suchte einen Fabrradhändler auf. kaufte dort ein Fahrrad auf Abzahlung unter den Ablichen Zadlungsbedingungen. Schon nach wenigen Minuten hatte er es wieder verscheuert Da G. sich bereits schon einmal ein derartiges Ding geleistet dat, wurde er zu einer Gesängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt. Schändliche Preveltat. Ein an der Westerholterstraße wohndafter Bilddauer D mußte am 21. Oktober die Feststellung machen, daß ihm in der Nacht vorber von einem daselbst zur Ansicht ausgestellten Grabstein eine Mutter=Gottessigur entzwei geworsen war. Weiter wurde noch ein Granitstein beschädigt. wodurch dem Bilddauer ein Schaden von insgesamt 90 RM entstanden ist. der Nacht zum 20. Oktober wurde einem an der Hermann=Lönsstraße wohnbaften Dr. G. ein Besuch Diebe Sie hatten es auf Lebensmittel abgesehen. einen von Einbrechern abgestattet. Die Diebe gelangten durch ein Kellersenster, welches nicht ordnungsmäßig riegelt war. in den Keller und entwendeten aus verriegelt war. in den———. ur demselben für 100 RM Lebensmittel. Beim Diebstahl auf einer Zeche ertappt. Wegen Diebstahls wurden je ein Bergmann B. und I des Lösterfeldweges und des Emmyweges zur Anzeige gebracht. Dieselben wurden am Sonntag gegen 6.30 Uhr auf einer hiesigen Zeche gelegentlich ei auf einer hiesigen Zeche gelegentlich einer Kontrolle durch einen Feuerwehrmann dabei abgefaßt, als sie je 20 Psd. Kupferschrot unter ihren Röcken versteckt hatten, welches sie aus dem Grubenbetriebe entwendet hatten Aus Nahrungssorgen in den Tod. Wir berichteten gestern bereits über den Selbstmord eines 15jährigen Jungen aus der Gelsenkirchenerstraße in Buer Wie uns nun die Buersche Kriminalpolizei mittellt, dat sich der Junge im Keller des elterlichen Hauses er##rgt, Er binierliet einen Zettel. auf dem er geschrieben datte, daß er aus Nadrungssorgen seinem Leben ein Ende machen wollte. Kaffee und Weindiele„Forsthans" in Erle r eröffnet. Das autbekannte Kattee Forsthaus wieder erofsne.. in Erle ist seit einigen Tagen wieder eröffnet. Inhaber der Gaststätte in Otto Wietelmann. Die Räume sind in modernem Stiel ausgestattet, alles macht einen vornehmen Eindruck. Alle Ebre den beteiligten Firmen und Handwerkern Evang. Marthafrauenhülfe Buer. Am Donnerstag der kommenden Woche, 24. Oktober, nachmittags 1 Uhr, findet für die Evang.„Martbafrauenhülfe Buer die Vorführung des Maggifilmes statt Der Film fübrt ein in die Arbeit der Maggtwerke in Singen am Hobentwiel und zeigt die Entstedung der bekannten Maggiwürze und Suppenwürfel, die in jedem Hause gebraucht werden Außerdem werden Koftproben der verschiedenen Maggifabrikate verabreicht. Da die Veranstaltung völlig kostenlos ist, ist zahlreiches Erscheinen der Mitglieder im Saale des katholtichen Gesellenvereins in der Hagenstraße an diesem Nachmittag erforderlich. Stapellauf in Wilhelmshaven Am 18. Oktober, dem Gedenktag der Völkerschlacht bei Leipzig, ist auf der Marinewerft in Withelmsbaven ein neuer deutscher Kreuzer vom Stapel gelausen, der den Namen„Leipzig“ erhalten hat. Unser Bild ist das erste vorliegende Originalphoto des Festaktes. O Ein Verkehrsunfall, der leig ach sich zieden konnte, ereignete sic größere nach sich zieden konnte, ereignete sich auf der hiesigen Sandstraße. Zwei Motorrädfahrer näherte sich aus verschiedenen Richtungen und stießen zusammen. Die Räder wurden sehr schwer beschädigt, aber auch die burchzukommen. stürzte er aber a Zug herannahte. noch zur Seite### ahrer erlitten berartige Verletzungen, daß sie sich in ärztliche Bebandlung begeben mußten. H., Große Geistesgegenwart bewies am Ende der en Woche ein junger Mann. Der Wärter des Bahnübergangs Roßbeldestraße war eben im Begriff. die Schranke zu schließen, als der junge Mann versuchte. noch unter der schon halbgeschlossenen Schranke, durchzukommen. Infolge seines schnellen Tempos auf den Schienen. als auch schon der . Im letzten Augenblick konnte er sich Seite wersen und eniging so dem schon fast sicheren Tode. O. Vorsicht mit der brennenden Pfeise. Passanten der Wiemhofstraße bemerkten am Sonntag in den Mittagstunden einen älteren Radfahrer, dem Rauchund Brandgeruch entstieg. Aufmerksam gemacht, mußte der Radfahrer jeststellen, daß die brennende„Mutze“, die er in die Tasche gesteckt datte, schuld daran war, daß ihm ein großes Loch in die Sonntagskleidung gebrannt worden war. Nach Schaden wird man klug. □„Verlegung einer Haltestelle der Bendellinie Süd—Kaknap. Seit gestern int die Endhaltestelle der vorgenannten Linie zum Bahnhof Horst=Süd verlegt worden, um einen besseren Anschluß an die Linie 17 zu erhalten. □ Evangelischer Kirchenchor Horst. Am Dienstag abend findet eine gemeinsame Probe mit dem Kirchenchor Buer=Mitte im Lokale Klauk statt. Beginn 8.30 Uhr. Die Mitglieder werden gebeten. pünktlich zu erscheinen. O. Evangel. Volksverein Horst. Die Monatsversammlung erfreute sich am Sonntag eines zadl reichen Besuches und wurde vom Vorsitzenden, Herrn Grigoleit, eröffnet. Die Reformationsseler sol am 3. November durch einen gemeinsamen Kirchgang zum Haupigottesdienst geseiert werden. Das Nähere uird noch durch die„Allgemeine Zeitung" bekanntgegeben. Die Weibnachtsfeier ist am 22. Dezember. Die übliche zwanglose Fußwanderung soll am Sonntag, den 27. Oktober, nach Schloß Wittringen stattfinden. Admarsch um 7 Uhr vom Bahndof Horst=Süd. Zadlreiche Beteiligung in erwünscht.— Unter Verschiedenes wurde lebhaft die bevorstedende Stadtverordnetenwahl besprochen. Es wurde begrüßt, daß der Vorsitzende Grigoleit als Kandidat für den Horster Stadtteil vorgeschlagen ist und darum nur die Liste Büsch(Deutsche Volkspartei) zu wädlen sei. O. Gewerkverein christlicher Vergarbeiter Hors. Die am lung war sehr* war die Aufstellung von Kandidaten als SchachtrevierVertrauensmänner.— Der Gewerkschaftsbeamie Seidler referierte über den Zweck und die Tätigkeit der Reviervertrauensmänner. Nach einer lebhaften Aussprache wurden die Kandidaten vorgeschlagen. I Gewerkverein christlicher Vergarbeiter Holk. am Sonntag stattgefundene Mitgliederversamm(Schachtanlage Nordstern 1 und 2) bei Kröschel sehr gut besucht. Hauptpunkt der Tagesordnung 8. V. werden. Briefkasten. Ja, auf Frage muß die Antwort erteilt Johann K., Erle, Bahnstraße. Wir haben Idren Wunsch erfüllt Besten Dank. K. S. 52. Der Sohn wird zur Unterhaltung berangezogen. Bei den Eintommenverhältnissen dürfte ein monatlicher Betrag von 30 Mark wohl das Höchste sein, was vom Gericht festgelegt wird. Wenn der Sohn n Einzelnen nachweist, daß er zu seiner Ausbildung besondere Mittel notwendig hat, dann besteht die Möglichkeit, daß er mit einem niedrigeren Satz vorübergebend belastet wird. 103 c. S. Die Fragen 1 und 2 sind bereits beantwortet. Zu 3 wenden Sie sich an den Verlag Fricke. Halle an der Saale. Das EDDE des Hertn oin ERbt SCLSEEESSE! Nechdruch verboten! 22 Aber zuEr macht ugen ge„Akab!" stammelte Hans Peier. „Ja, nicht wahr, es ist kaum glablich.— weilen täuschi man sich auch in dem Besten. Er macht sonst keinen schlechten Eindruck. Aber das verfluchte Geld!— Ihr Vetter scheint sehr reich gewesen zu sein! Das hat lym wayrsechindich in die Au stochen.“ „Die Spur, die Sie da verfolgen. ist falsch“ stieß Anstetten veraus.„Ich glaube, da mein Vetter beute oder morgen wieder auftaucht „Glauben Die!“ Dr. Setyland maß ion etwas mißtrautsch.„Gestatten Sie eine Prage. Herr i Sie sollen sich doch so lächerlich äbnlich jeden. nächsten aus. Baron Bie sollen sich—“—. 10 don daß nicht einmal Züre nächsten Angevörigen Sie einander zuertennen vermögen!— Stimmt das! Anstetten vermochte nur zu nicken. „Würden Tie. um der Wichtigleit der Sache willen. sich entschließen können. nach Indien zu reisen, um dem Hindu gegenübergestellt zu werden?“ Und als Anstetten ion verständnislos anblickte fuhr er weiter:„Leute wie Akub sind zuweisen von einer zanz eigenartigen Seelenkonstitution. Da Die Ihrem Veiter so äbnlich ieben würde er vielleicht ein Geständnis ablegen. „Unter keinen Umständen,“ fndr Anstetten auf. „Zu derlei„Machenschaften gebe ich mich nicht der.“ „Schade!“ Dr. Sethland bob sich aus dem Stuhl. „Würden Sie mir eventuell ein Bild Ihres Betters einen Aat geben können? Die Bebörden wollen einen Aufruf in den Zeitungen erlassen, daß *-baupt no meldet— falls es überhaupt noch Irgend etwas warnte Anstetten, ndes Baron Günter sich möglich ist das Anfu des Freundes abzulehnen. Er bat um einige Minuten Geduld, bis er das gewünschte Photo aus seinem Zimmer geholt habe. Da er sich nicht mehr umwandte, konnte er den eigentümlichen Blick, mit dem Dr. Sethland ihm nachsah, nicht gewahren. Der Engländer saßz auf den Wulst des Stuhles gestützt und blickte vor sich bin.„Sonderbar! Irgendwie bestanden da Zusammenhänge zwischen dem verschwundenen Baron, dem Hindu und Baron Hans Peter, dom Besitzer von Anstetten. Irgendwo kreuzten sich hier die Fäden, die er bis setzt nur lose in den Fingern hielt. Der Baron war unsicher! Sehr unsicher sogar!— Sollie er7— Gott. wohin sich die Gedanken gleich verirrten. wenn man anfing Schlüsse zu ziehen und Netze um einen Menschen zu spinnen! Wenn er zurückkam, würde er ion über sein Verhälines zu dem Vetter ausforschen. Sie sollten wie Brüder zusammen gelebt daben. Seit den Kindertagen eins in ihrem Tun und Wollen, bis dann Hans Peter eine Frau beimführte, was den Verschwundenen nach Indien ir das ian## zu verdenten! trieb— Schließlich war das ja nicht zu vr Junge Ebeleute wollen allein sein „Entschuldigen Sie, wenn es etwas I dauert hatte,“ sagte der Baron. durch die weiße Schiebetüre kam ange der von rückwärts 98= les eine Bild.“ Er reichte dem Detektiv ein kleines. nicht sonderlich Mann in nur Ich sand nur die— Detektiv ein kleines. scharf entwickeltes Pboto. das einen der Mitte der Dreißiger zeigte. und zwar im Prosil „Ein anderes besitzen Sie nicht. Herr Baron?“ „Nein!“ „Es tut mir aufrichtig leid, aber es muß genügen.“ Und ihn von der Seite betrachtend, setzte er genbild sein. n. hinzu:„Es könnte gerade so gut Ihr Eigenbild seit Herr Baron. Sie daben sicher auch in psochischer Hin sicht Übereingestimmt.“ „Vollkommen!" Ve Haden Sie s10 nie Gedanken Zepgglg, tier sich so auffallend lange in Schweigen hülli?“ „Eigentlich nicht!“— Der Mensch bringt, mich ch zum Wahnsinn, dachte Anstetten und ließ seine koongruppe haften, die aus einem noch Augen auf der wollen mächtigen Marmorsockel placiert war.„Wann Sie die Aufruse in die Zeitungen geben?“ „Jetzt sofort, und zwar in alle Tagesblätter des In= und Auslandes.“ „Und wenn mein Vetter sich nicht meldet?“ „Dann muß man eben dem Hindu die Schlinge enger anziehen Uebrigens glaube ich, daß es gar nicht so weit kommt.“ Er wollte weitersprechen, besann sich aber noch rechtzeitig, daß er seine Karten nicht zu früh aufdecken durfte, und empfahl sich, indem er das Photo behutsam in seine Brieftasche gleiten ließ. Anstetten ging mit ihm bis zur Türe, sah draußen die Livree Friedrichs und almete auf. als das Schloß einklappte. „Akad! Du Getreuer aller Getreuesten!“ Wer hätte das gedacht! Mochte nun sein, was immer. — P 1ch so. Hilfe zu sel es nicht Sie nicht es war seine Pflicht, dem Bedrängten„ kommen. Ueber das„Wie“ konnte keinerlei Zwei bestehen. Er mußte dinüder. Aber nicht so. wie dieser Dr. Sethland gemeint hatte. Ganz zsgebeim mußte er reisen! Ohne daß irgend temand davon wußte, mußte er von dier fort, sich in Benares melden und dann wieder verschwinden. Es handelte sich a eigentlich nur darum, daß man wutzte. er lebe noch Kopfzerbrechen mußte es immerdin machen. die Geschichte so zu arrangieren, daß niemand dinter sein Geheimnis kam. Ohne Brunbilde gina— mutzte von seinem Reiseziel wissen. Es würde schwer sein. ihr das Wort o übei schwieg. Aber was sollte er ihr für Gründe angeden? Das war also schon der erste Stein, der ion stolpern machte. Ob sich die englische Behörde auch in Dardschiling erkundigte? Vielleicht bei Alswortd!— Aber wer wußte Überhaupt, daß Alsworid bei Hans Peters Sterben zugegen gewesen wark Keiner als Akab. Er machte ein paar rasche Schritte nach dem enster hin, dorchte und verließ dann durch die weiße lebetür den Raum. Bo sehr war er mit seinen anken von dieser Angelegenbeit in Anspruch genommen, daß er statt in sein Arbeitszimmer in Br abzunehmen, daß sie dar Frunbildes Boudoir trat. Er schrak förmlich zusammen, als er sie auf dem kleinen Ruhebette liegen sah:„Was war das für ein Fremder, der da vor Minuten nach dem Gutsdof ging? Du könntest dem Gärtner sagen, daß er das Parktor schließt! Ich sebe nicht ein, warum jeder Nächstebeste den Weg vier durch nehmen soll.“ „Es war ein englischer Detektiv. Brunbilde." „Ein Detektiv?— und noch dazu ein englischer Was hai der dier zu suchen?" Anstetten hatte sich wieder gesaßzt und schob einige der Seidenkissen belseite, um neben ihr Platz zu sinden„Er zog bei mir Erkundigungen über Günter ein“ „Ueber Günter?— Was hat das zu bedeuten „Er wird vermißt.“ „Möglich!“— Sie gähnte und legte den Kob gegen seine Schulter.„Wohin soll er denn gekom men sein?" Ansteiten vergaß zu antworten.„Du interesstern dich nicht für die Sache?“ „Doch!— Aber das Ganze lächert mich! Günter und vermißt!" Brunstränge, fieberte.„Das Ernsteste an der Angelese st, daß sein Diener beschuldigt wird, ion beiselte geschafft zu daben. Man ist drauf und dran, ion bin ter Schloß und Riegel zu setzen? 1. 2 „Kannst du ihm das nicht ersparen. Peter?“ Sie hatte sich in den Ellendogen dochgestützt und sab! Ihm auf. Er vergaß in seiner Eregung jede Vorsicht dir denn überhaupt etwas an Günter, Hildek“.. „Mir?—“ Sie dob die Achseln„Gost. schließlich ist er doch dein Vetter! Verwandtschaft verpfischte zu Gefüdlen. Es wäre mir natürlich leid, wenn eine — sagen wir dieser Akad— ion so mir nichts bir nichts aus dem Wege geräumt dätte“ Dann g### sle plötzlich sehr ernst:„Veter. willst du mich bißchen klarer jeben lassen und mir dein Ver####g# schenken?—— Bin ich dir nicht ein treuer nb merad gewesen, drei Jahre lang?— Ja. Peier?“— Sie hatte ihren Arm in den seinen geschoben un ließ keinen Blick von ihm. „ Ich verrate mich, schrie es in seinem In#n Er fühlte, wie die Farbe seines Gesichtes von sablen. Geld zu blutendem Rot umschlug und ihm 3. Blatt Straß Die 1 E. Die Sch hausen stand in großer Ereigni Westerholterweg dium mit seinen 1. Inspektion be Interesses. Am um 11 Uhr in A schen Staatsregi alt. Es ist erfrei lzei Schutzpolizei alle nete Unterkunfts Dienste im Inte lichtvolle Seiten steht mit seinen wahrlich nicht an Im Rahmnen Veranstaltung ste Sträßen Recklinghausen, Gelsenkirche sel zum ersten M 11.2 Kilometer I zum Präsidium spektionen stellt Strecken sind nac 400. 1500, 800. 40 800. 2X200 Mete preis wurde im und Offizierkorps D. sta Ls ch Br ech 3. Blatt. Nr. 292. 27. Jahrgang. Gelsenkirchener Allgemeine Seitung Dienstag, den 22. Oktober 1929. DER GELSENKIRCHENER AllGEMEINEN ZEITUNG ten die Siegerzeit des Vorjahres um fast eine gesamte Minute unterbot. Bottrop, dem man den zweiten Platz zugesprochen hatte, war vom Pech verfolgt: nachdem es die ganze Strecke sicher den zweiten Platz verteidigt hatte, wurde es kurz vor dem Ziele von dem Schlußzmann der Recklingbäuser. die alänzend ausgeholt hatten. abgefangen und auf den dritten Platz verwiesen. An vierter Stelle lag Gelsenkirchen; den Schluß bildete Gladbeck. Unter anerkennenden Worten überreichte der Kommandeur dem Schlußläuser der siegenden Inspektion Buer den Wanderpokal. Nun bedarf es noch einmal einer gewaltigen Anstrengung im nächsten Jahr, wenn Buer sich den Preis endgültig sichern will. Eintressen der Läufer. Die Spannung des Wartens wurde etwas gemildert durch die fröhlichen Weisen, die die Kapelle der Schuppolizei erklingen ließ. Auf dem erhöhten Vorhofe des Prästdiums hatten sich bereits die Teilnehmer an der Einweihungsfeierlichkeit versammelt, um dem Durchlauf durchs Ziel zuzusehen. Als Vertreter der preußischen Staatsregierung sah man den ehemaligen Landrat von Recklinghausen Ministerialrat Dr. Klausener. Nach kürzerer Zeit, als man erwartet hatte, bog der erste Schlußläufer in die Endgerade ein. Es war Wachtmeister Dickhut von der Inspektion Buer, der als Schlußmann der Siegermannschaft das Ziel passierte. Erfreulicherweise konnte man seststellen, daß die Zeit für die Gesamtstrecke mit 33,13,2 MinuAm Schluß der ersten Hansballserie. Wie stehen die Mannschaften?— Erfolge und Enkläuschungen. Die Vereine der Ersten Bezirksklasse haben nun die eiste Serie hinter sich und so läßt sich doch jetzt schon ein kleiner Schluß auf das vermeintliche Aussehen der Tabelle am Ende der Spielzeit rechtfertigen. Wenn die Röhlinghauser in der zweiten Serie nicht abbauen, sollten sie ihre erste Stelle nicht mehr abgeben. Ihr ernstester Geaner bleibt immer noch der alte Meister Preußen Wanne Die Wanner haben ihre Hoffnungen noch nicht endgültig begraben. Den dritten Platz werden sich Schalke 04 und Wanne 1911 streitig machen. Die Unionmannschaft ist arg zurückgefallen. Vor der Saison hausbohe Siege über gute Gegner und bei den Meisterschaftsspielen ein ganz allmählicher, aber sicherer Abbau Was Mißverständnisse in einer Mannschaft doch nicht alles fertig bringen können! T. B. Eickel hat sich nach einem äußerst schlechten Start doch besonnen. Das zeigt der Sieg über die Unionmannschaft und das Unentschieden gegen Wanne 1911 am letzten Sonntag. Im Essener Bezirk hat sich die Favoritenmannschaft der Essener Preußen deutlich aus dem Niveau herausgeschält. Sie werden die erste Stelle auch nicht meor abgeben. Wer die zweite Stelle einnimmt, läßt sich im Augenblick noch nicht ersehen Werden 08 hat wohl die größten Aussichten. Den dritten Platz werden sich Polizei Buer und Sparta Essen streitig machen. In der Gruppe 3 läßzt der Meistername noch ein großes Fragezeichen offen. Unsere heimische Mannschaft. BuerBeckhausen, die Essener Polizisten und Rellinghausen 08 machen sich gegenseitig die Siegeslorbeeren streitig Wer am Schluß das bessere Ende bei sich hat. läßt sich jetzt noch nicht erkennen. Ob der B. V. Altenessen den dreien noch ein ernsthafter Gegner wird? Was haben nun die Vereine der Gauklasse Gelsenkirchen=Buer bis jetzt gezeigt? Es freut uns, daß sich zwei Gelsenkirchener Vereine in der Spitzengruppe eingefunden haben: Gelsenkirchen 07 und Horst=Emscher. Die Gelben werden wohl die erste Stelle nicht mehr abgeben. Allerdings dürfen sie nicht derartige Spiele wie am vergangenen Sonntag vorführen. Die Disziplin muß bei noch so ungünstigen Umständen immer gewahrt werden. 07 hat das Zeug zum Meister bestimmt in sich Die vorster dürften wohl die zweite Stelle einbehalten. Allerdings sollte man das mit etwas mehr Vorsicht behaupten, denn Wattenscheid 09 drängt mächtig nach vorn und es ist nicht ausgeschlossen, daß sich diese zielbewußte Mannschaft bis zur zweiten Stelle vorschiebt. Welche Rolle Schalke 96 am Schluß der Spielzeit gegeben haben wird, läßt sich jetzt noch nicht erkennen Die alten Schalker hatten durch die Leichtatbletiksaison einen sehr späten Start. Was die Mannschaft bisber gezeigt hat, ist nichts Ueberragendes. Achtbare Erfolge erzielten noch die Preußen aus Gladbeck Sie werden ein wichtiges Wörtchen mitreden. Schonnebeck und Schwarz=Gelb Gladbeck sind gleichwertige Mannschaften Sie sind noch zu jung als daß sie schon jetzt eine erste Flöte spielen könnten. Es steckt aber viel gutes Zeug in ihnen. Die Spiele am Sonntag. lI. Schalle 04— Röhlinghausen 3:4. Beinahe wäre den Schalkern der große Wurf gelungen. Ein Mißverständnis in der Verteidigung verscherzte ihnen einen Sieg. Die Röhlinghauser können von Deutschland—Finnland. Horn(Deutschland) umspielt die finnische Verteidigung Aus einem Zusammenspiel Zepan—Sackenheim entsteht das zweite Tor im Länderkampf Deutschland gegen Finnland 4:0 Straßenstaffel der Polizeisportler im Präsisialbezirk Recklinghausen. Die Inspektion Buer gewinnt zum zweitenmal den Wanderpreis. E. Die Schutzpolizei des Präsidiums Reckling= hausen stand in den letzten Tagen unter dem Zeichen großer Ereignisse. Der gewaltige Neubau am Westerholterweg in Recklinghausen, der das Präsidium mit seinen Nebenstellen und die Beamten der 1. Inspektion beverbergt. stand im Mittelpunkt des Interesses. Am gestrigen Montag fanden vormittags um 11 Uhr in Anwesenheit der Vertreter der preußischen Staatsregierung die Einweihungsfeierlichkeiten Es ist erfreulich, daß man den Beamten der Schutzpolizei allenthalben in unseren Städten geeignete Unterkunftsräume schafft, die ihrem schweren Dienste im Interesse der Allgemeinheit auch einige lichtvolle Seiten geben. Das Vest Recklinghausen Einrichtungen für die Schutzpolizei etzter Stelle in st mit seinen Einrichtungen für dir e rlich nicht an letzter Stelle in Preußen. Im Rahinen der Feiern fand auch eine sportliche Veranstaltung statt, die jährlich wiederkehrende Sträßenstaffel der fünf Inspektionen Recklinghausen, Buer, Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen. Im Jahre 1927 wurde die Stafsel zum ersten Mal ausgetragen. Sie führt über eine 11.2 Kilometer lange Strecke vom Polizeiamt Buer zum Präsidium Recklinghausen Jede der fünf Inspektionen stellt für die Staffel 20 Läufer. Die sind nach folgendem Plane verteilt: 2X200, 400. 1500, 800, 400. 800, 1500, 2X600, 5X400, 600, 400, 800. 2X200 Meter= 11.2 Kilometer. Als Wanderpreis wurde im Jahre 1927 vom Polizeipräsidium und Offizierkorps ein wertvoller Pokal gestiftet, der dreimal nacheinander oder viermal außer der Reibe gewonnen werden muß, bis er in endgültigen: Besitz übergeht. Im ersten Jahre konnte die Inspektion Recklinghausen sich die Trophue sichern; im vergangenen Jahre war die Inspektion Buer Erster. Auf Grund des besseren Durchschnitts im Läufernunterial konnte man auch dieses Jahr wieder Buer die besten Siegeschancen zuerkennen. Das Rennen zeigte säußerst spannende Momente. Es war von vornherein klar, daß die Staffelmannschaft, die in den langen Strecken über gutes Läufermaterial verfügte, erhebliche Vorteile hatte. Bottrop hatte seine beiden 1500Meter=Strecken mit Spezialisten besetzt; aber auch Buer hatte hier gute Leute eingesetzt. Nach 2300 Meter, als die erste 1500=Meier=Strecke absolviert war, hatte die Inspektion Buer bereits einen klaren Vorsprung von 100 Meter herausgearbeitet. Scharf nach folgte Bottrop: Recklinghausen lag am Schluß Vor dem Schloß in Herten erreichte die zweite 1500Meter=Strecke ihr Ende. Buer hatte seinen Vorsprung erheblich auf annäbernd 200 Meter vergrößert und ließ Bottrop noch immer hinter sich. Ganz wider Erwarten hatte sich aber nun Recklinghausen auf die dritte Stelle vorgearbeitet und überließ Gelsenkirchen und Gladbeck die letzten beiden Stellen. Mit vollem Tempo der Mittel= und Kurzstrecken ging es nun durch die belebten Straßen von Herten auf Recklinghausen z“. Erbittert wurde um jeden Meter Differenz gerungen. Hartnäckig schob sich Recklinghausen nach vorn und wurde den Bottropern immer gefährlicher. Buer aber war nicht mehr einzubolen. Vor dem Präsidium in Recklinghausen wartete bereits eine stattliche Menschenmenge auf das Kalbied.-Spangenschuh neue Herbftf., neuartig komb., LXV. u. Trott.-Abl. Wildl.-Spangenschuh schwarz m. Lack komb. LXV. und Trotteurabf. Komb. Spangenschuhe m. LXV. u. Trotteuroblotz begehrte Herbstfarben Damen-Spangenschuhe starke Verarbeitung 90 gute neuen 10 billige Tage für Schuh und Strumpf K 129 a Mastbox, mit Zwischensohle 1X. Echt-Boxkalf-HerrenLack-Spangenschuhe F90 stietel enice Formen, Ia. 4## chice Formen. 7.90 O Rahmenarbeit.... 14.90 gen Boxkalf-HHialbschube g mahagonl, ers blaseige Ver### arbeitung, In vielen Formen 90 Braune Spangenschuhe echt Boxkalt, neue Formen 90 Damen-Strümpfe Waschseide, in allen Farben Damen-Strümpfe ia. Benbergeeide, Flor mit Seide, neue Farbenauswahl Herren-Socken schöne neueste Musterung.. 1.93, 1.45 2. Oktober 1929. irSt bi größere Folgen h auf der hiesicen näberte sich aus n zusammen. Die igt, aber auch die zen, daß sie sich in en. des am Ende der Der Wärter des eben im Begriff. junge Mann verklossenen Schranke, schnellen Tempos ils auch schon der blick konnte er sich so dem schon fast Pfeise. Passanten onntag in den ihrer, dem Rauchim gemacht, mußte rennende„Mutze“. schuld daran war, Sonntagskleidung en wird man klug. der Bendellinie ist die Endhalteahnbof Horst=Süd Anschluß an die rst. Am Dienstag mit dem Kirchenlatt. Beginn 8.30 eten. pünktlich zu *. Die Monatsntag eines zadl orsitzenden, Herrn rmationsseler sol nsamen Kirchgang den. Das Nähere Zeitung" bekanntim 22. Dezember. na sonl am SonnWittringen stattkondol Horst=Süd. 1.— Unter Verorsiedende Stadturde begrüßt, daß kandidat für den und darum nur ei) zu wädlen sei. ergarbeiter Hors. itgliederversammd 2) bei Kröschel er Tagesordnung als Schachtrevierwerkschaftsbeamte ck und die Tätigich einer lebhaften vorgeschlagen. Antwort erteilt Bir haben Idren terhaltung herantnissen dürfte ein vohl das Höchste Wenn der Sohn einer Ausbildung dann besteht die eigeren Satz vornd bereits beantVerlag Fricke. ch dem Gutsdof gen, daß er das u. warum jeder imen soll.“ Brunbilde." u ein englischer und schob einige n ihr Platz ndigungen über s zu bedeuten?“ legte den Kopf er denn gekom„Du interessierst rt mich! Günter dabei. Brunverlevie es don. r seiner Nervender Angels rd. ion beiseite d dran, ion dinen, Peter?“ Sie ützt und sad zu einem„Japzen hies von fablem und ibm die CENE IIEL 7 90 Rindbox-Herren-Halbschuhe, besonders preiswert, gute Vererbeitung Verkaufestelle Conred Tack& Ge., G m. b. M. Gelsenkirchen Bahnhofstraße 19 Herrenfliefel in prima Rindbos, eine beiondere Leittung Eine selten-interessante Aufnahme Mantelstoffe Dienstag, den 22. Oktober 192. 4. Blatt. 90 Mark bis zu den feinsten Qualitäten Oedenken Sie, daß angefertigte Kleidungsstücke besser. bfiliger und Individveller sind Eine Mitgliedsliste der Schneiderinnen-Innung liegt in meinem #use auf. S. WINTER „Das Haus der Dame“ Gelsenkirchen Bahnhofstraße 54 es ionen gelang, beide Punkte z nehmen. Die Schaller ndesten ebenbürtig. Der sohr an Durchschlagskraft gescher um——— waren ihnen zum min Schalker Sturm dat sohr an Durchschlagskraft gewonnen. Auc dir Verthitigung in SOrtet geworden Röblinghaufen zeigte das bekannte gute Spiel. „ T. B. Eickel— Wanne 1911 1:1. Die Eickeler bescherten den Wannern eme mitsebsamelleberraschung. nopften den savorisierten Wennern auf ihrem Platze einen der beiß umstrittenen Puukie av. Die Eickeler Mannschaft scheint sich nach Frem, schlechten Start doch besonnen zu haben. Die Mannschaft zeige von Sonntag iu Sonntag ein besseres Bild. O SSen= Buer 97 1:1. Auch hier gab es in Unentschieden. Die Buerer Hintermannschaft zeigte besten Seite. Gegen diese Güte konnte rm nichts ausrichten. Die Funkt noch einmal sehr verauch der gute Essenen— Polizisten werden diesen missen. Reutanhaufer Bnersche Verein tete ein mschern 82 8r. Mirgren iuS den! Seeie. 1 Spiel noch 1:1. Ader nit der Esfener dur zellig gubeegede. A#ucd der andere mu einem Achstarken Relling= 5 Sturm zeigie Turnerschaft 1874 2.— 2. T, S. V. Schalker Ber ein Selsenkirchen 1. 5:3. Die 2. Mannschaft des Turncrud 1874 schlug die 1. Mannschaft des L. T. S. V. sicher mit 5:3 Toren. Bis zur Halbzeit stand das Spiel 2.0 für die stegessicheren L. T. S. V.er, die sich dann aber nicht weniger ars 5 Tore von den jungen und eifrigen 74ern aufbrumuren ließen. et. Handball im Gelsenkirchenen Bézirk per D. T. Wurden am Sonntag auch nirr enige Spiele aue getragen, so gewann dieser Tag doch durch den Kampf Tv. Frillenvorf gegen Tv. Schalte 77 außerordentlich an Bedeutung, galt es doch, gewissermaßen den zu der Wismarckhalls, Hochstraße 25. eine Zusammenkunft aller Frauen und Mütter geplant, die Leibesübungen zu treiben dir Absicht haven. In dieser Zusammenkunfr soll über Einzelheiten. wie Turnstunde, Uebungsstoff. Leitung der Abteilung usw Auskunft gegeben werden. Alle Frauen und Mütter, die sie vierfür interessieren, werden gebeten, zu dieser Zusammenkunft und Besprechung zu erscheinen. Scklagwechsel folgt, er wird schwer get nd In den Seiten häugend, ebenfalls in etroffen, und — muin-Emschen 5•3. Den GelWutf celungen. Die zahlden in der ersten Hacpzeit oh ein— S W5 haben dis Wattense schäft. Nach hart aber erkaubten, ist der Schiebsrichten...! 9 sich den Betrieb an den Slabbegk 313. Wir nscheider voch viotie ingeKampfe ein vervienter Erfolg. Die Wartenscheider Mannschaft Veweat s#d auf auffeigenden Zinie. Zngend Schalkes erste Jugend Regte in Watten ceid sicder mit Fel Toren. Die zweite Zugend der Schallet mußte eine mappe Niederlage von 5•6 A winne Wienken einstecke senlischen und Resse es tilte mit einem Etasvnis von 3·3. Gegner trennten sich mit einem unentschiedenen Ergebnis von 1:1 Toren. Das Spiel Tklb. Gelsentirchen 74 gegen Tdv. Beckhausen verlief ebenfalls unentschieden, und zwar trennten sich die Gegner mit 4•4= Toren. Auch dier darf man sagen, wird das Ergebnis dem Verlauf und dem Stärkeverhältnts der beiden Mannschaften durchaus gerecht Die zweite Rannschaft vom Tölb. Gelsenkirchen 74 schlug den T. S. U. Gelsenkirchen 5:3, Halbzeit 0:2 gegen Tv. er 3 mußte sich auf eigenem Platz deu besseren lker Zwetten mit 1:3 Toren beugen. Das Ergebkauttels bereits beim Wechsel so. Tuenableilung für Frauen umnd Mütter. Ein zu begrüßendes Vorhaben des TCk. Geisenkirchen 1874. Es ist heute so bitter nötig, sich die Zeit zu nehmen. einmal an einem Tage tud in der Woche, wenn auch nur für ein bis zwei Stunden, seinem Körper einen Ausgleich zu schaffen in dem Einerlei der täglichen Berufsardeit. Das kommt besonders für die Frau und Mutter in Frage. Auf der Schulter der Mutter ruht viel mehr als vie tägliche Arbeitslast. Zur Frau und Mutter kommt jeder seinen Sorgen und Leiden. Die Erziebung der Ev. Jünglingsverein Röhlinghausen— Ev. Fünglingsverein Recklinghausen=Süd 7:0(1:0). Die Röhlinghauser trugen am Sonntag ein Gesellschaftsspiel gegen Recklinghausen=Süd dortselbst aus. Trotzdem die Mannschaft mit drei Ersatzleuten antrat, zeigte sie ein vorzügliches Spiel, da sich den Ersatz dem Mannschaftsrahmen gut aupaßte. Von Anfang au beberrschten die Röblinghauser das Feld und gaben das Heft nicht mehr aus der Hand. Nur vereinzelt kam der Platzverein durch. Die meisten Angriffe erstickten schon in der Läuferreibe der Röhtinghauser. Daß diese bis zur Halbzeit nur ein Tor warsen, lag daran, daß alle noch so gut gemeinten Torwürfe mapp das Ziel verfehlten, oder eine Beute des Torwarts wurden. Nach der Halbzeit dasselbe Bild. In schönent Kombinations zuge zog der Stürm gegen das Tor des Platzvereins vor. noch sechsmal mußte sich der Hüter geschlagen bekennen. Die Recklinghauser spielten fedr bart: Der Mittelstürmer mußte sogar wegen einer groben Unsportlichkeit den Platz verlassen. Der Schiedsrichter leitete gut. ilten Toren 1nien: G sich die Punkte Deutsche Curnerschaft. An 2 7 8 Nagennd der T. 2. Lv. Währens die Vereine der Gauklasse am Sonntag einen Ruhetag datten, gav es in der Essener Bezirksklasse vier Punktespfele, die sämtlich annehmbaren Sport brachten. L. T. u. Sp. Geisentirchen— Verussig Essen 1•3. Die Essener Borussen hatten alle Hände voll zu tun, um zu einem Siege zu gerangen. Besonders in der ersten Halbzeit zeigten die fangen Gebsenerchener gutes Können. Daß es dennoch zu einem 1# Ergebnis für die Gaste kam, wer reine Glücksfache; vann die Platzbesitzer hatten mnk ihren Torschüssen reichlich viel Pech unn verschossen außerdem noch einen Eljmeter. In der zweiten Helbzeit allerdings hatten die Borussen moer vom Spiel und siegten dann auch zum Schluß vervient. Preußen Bismarck— Hoisterhausetz 93 3=1 Adler Dewwig— Pesesportverein Essen 125. Kruppschr Tmngemeinds.— Margsteiendo## Essen 1:4. heribel. Turnerschen 1874 1.— Tuenverein Beckhausen 1. 4:4. Auf vom Hindenburgplatz in Rotth#isen slanden sich obige über. Es Kampf. lich überl brach“ di Nach der bittert um mal der a die 74er gemeinten gegnerischen machte der ein Ende. karte, scheitertei ldigung. 1 richter deme doch usgleich. beiden Seiten erwas mal der einen Otwurt sehten mit Dise Erziebung der Kinder, die Sorgen des Mannes, alles muß sie mittragen. An sieh seibst kann sie fast nicht denken. Darum kann gerade ihr die Turnstunde so viel Gutes geben. Alles Trübe und Drückenve wird sie vergessen, sobald sie mit den Leibesübungen begonnen bat. Die Praxis lehrt, daß die Frauen, wenn sie zur Turnstunde kommen, zuetst noch ruhig und gesetzt sind. Aber nicht lange. Allnäblig werden #eimmer freiet und lephafter. Die Augen glänzen, wenn ihnen eine Körverbewegung gelingt, die sie sich selber nicht mehr zugemutet hätten. Sie fühlen sich dann noch einmal io frisch und traftig. Das Turnen ist für sie der schönste Junabrunnen. Es gibt Frauen, die 60 und mehr Jahre alt sind und noch turnen. Wie gestattet sich eine solche Frauentarnstunde. In der Frauen turnstunde wird mit einem frischen Liede angefangen: ein kleiner Umzua. ein kurzer Dauerlauf an den sich leichte, den Körper vurcharbeitende aber nicht überanstrengende gymnastische Uebungen ansietzen, nehmen den großten Zeitraum in Anspruch Vor allen Dingen werden hierbei Muskeln und Bänder in Tätigkeit geserzt, die auch gründlichste Hausarbeit vernachlässigt. Ausziebige Becken= und Rumpfübungen, die die Bauch= und Rückenmuskeln erfassen, sollen ein natürliches Korsett heranbilden, welches das Tregen eines wirklichen übergassig macht Dann in es sehr wichtig die Bein= und Fußmuskulatur zu stärken. Denn derdurch, daß die meisten Frauen im Laufe der Jahre korp##lenter werden, ist es notwendig, ihre Fud= und Beinmuskeln zu kräftigen, damit diese ohne An schwerer werdenden Kbeper nagen 19 en kann sich Neulenkorm oper leichtes GeI8tän3e ode m * ener solchen Itunde Tninen genügt den nenpeitäus, daubtsächlich vann noch, wenn biese Stunde gründlich ausgenüt wltt. Zweimal wöchentlich## eine Stunde de Abends, oder zusammenhängend zwei Stunden, am Turnen Leil zunehmen, ist vielen Brauen möglich. Der Tarnerklub Gelsenlirchen 1874 bat sich die Ansgabe gestekt, eine. FTenen g.h12slung einzurichten, in der unr Frauen und Müttern Gelegenbeit gegeben werden soll. einmal in der Woche diesen Anforderungen ver täglichen Lebens gerecht werden. Um festzustellen, wie weit dieses Beinis zur Gründung einer soichen besonderen Ab9.m Frauen und Mütter neden der schon über bestebenden Frauenabteilung vorhanden ist, Donnerstag, den 24. Oktober, um 18 Uhr, in Jubiläumsschwimmfest der Schwimmvereinigung. Am heutigen Dienstag beginnen die großen Ausscheidungsschwimmen für die Staffelbesetzung der einzelnen Schwimmwetttämpfe, an denen die Schwimmvereinigung veilnimmt. Es werden ausgeschwommen: für die 2. Seniorlagenstassel, für die Juniorstaffel und für die große Staffel. Alle hierfür in Frage kommenden Wettkämpfer werden gebeten, heute abend pünktlich zu erscheinen.— Die Wasserballmannschaft absolviert dann noch ein Probespiel gegen den Waffersport Essen 06. Es ist dieses das letzte Spiel vor dem großen Wasserballspiel am Sonntag. Das Spiel beginnt um 8.15 Udr. Die Mannschaft spielt in der bekannten Aufstellung, Zuschauer haben Zutritt. Voxsport. 12•4. Die Voxer von F. Cl. Scholle##4 wiederum Sieger. Am Sonntag standen sich in einem Klub= und Trainingskampf in Dorsten die Dorsteuer„Faustkämpfer 1927“ und die„Boxabteilung F. C. Schalte 04“ gegenüber. Die Sportgemeinve in der übersallten Dorstener Turnhalle mußte zusehen, wie die wackeren Schalte# ihre Punkte einpackten. Im emzelnen gestalteten sich die Kumpfe wie folgt. Junend-Papiergewicht: List(Schalke 61) gegen Weinrich 1(Dorsten)., Beibersetts flotter Kampf. Gegen Weinrichs körperlichen Vorteil gleicht Lists Techuls aus. Genaus Halen zum Kinn auf beiden Seiten Ein Unentschieden. Meschgewicht: Nickel(Schalle 04, Fliegengewicht) # Schoersenen, Dolk.I. Veratgwpicl), al. pel üverlogene Schlicht ist der Techmik Nickels nicht gewachson und muß schon in der ersten Runde r#chts und lints reichlich einstecken. In der zweiten Runde muß sich Schlicht meyrfach fast bis zum„Aus“ angeschlagen, der Ueverlegenheit des Schalkers durch Aufgabe beugen. Federgewichr: Rogalla(Schalte 04) gegen Komella(Dorsten). Letzierer technisch gut im Boxen, Rogalla sehr leicht auf ven Beinen. Dauernder levhafter Schlagwechsel nurch die Runden bei leichter Ueberlegenheit Rogallas. Dieser siegt nach Punsten. Leichtgewicht: Sarnown(Schalte 0) gegen Möhring(Dorsten). Nach kurren Schlagwechsel landet Tarnow#tt einen Schrvinger genau auf den Punkt und bringt Mödring für die Zeit zu Boden gueg ne. Satttés ant un uunl essen 1(Dorsten). Schöller gent gleich gui zum riff über, bringt rechts und links schwere Landungen anl und schlägt den Gegner an der Seilwand Verressen er er wird so muß sich, stehend In den Seiten bi der ersten Runde auszählen lassen. Mittelgewicht: Brintmann(Schalle 04) gegen Schnitz(Dorsten). Ersterer springt aus der Schalter Reserve im letzten Augenblick ein. Er stebt gegen den schwereren Dorstener Gegner seinen Mann, verliert jedoch knapp nach Punkten. Mittslgewicht: Wessolv(Schalle 04) gegen Zerressen 2(Dorsten). Zwei starte, varte Gegner liefern sich einen erbitterten Kampf mit beiderseits guten Leistungen. Unentschieden. Halbschwergewicht: Niedzolka(Schalke 04) gegen ren Bulte(Dorsten). Der schönste und beste Kampf des Abends. Niedzolka, sehr schnell im Schlag gegen den einen Kopf größeren Gegner. landet seine Treffer, wie er will. In der zweiten Runde wird der Dorstener schwer angeschlagen. Der Schalker gebt aber nicht rechtzeitig nach, wodurch K. o. vermieden wurde. Nur der Umstand, daß ren Bulte äußerst hart im Nehmen ist, kann diesen dadurch weiter über die Runden bringen. Hoher Punktsteg für Niedzolka. Schach. schwer groggy. rressen erholt sich ein neuer Schachlehrgang im G. d. A. Es ist gelungen, den Stadtmeister von Gebsenkirchen=Buer, W. Ornst, langjähriges Mitglied des S. d. A., zu einer Reihe von Vormägen zu verpflichten, die den Zweck haben, die weoretlich. Die Di Rotthauserstraße, statt. Die erste Vortragsretbe wird die Elementarkenntnisse des Schachs behandeln. Die Teilnahme ist tostenlos und nicht nur G. d. A.-Mitgliebern, sondern allen kaufmännischen Angestellten gestattet. * H. Schach Union. Der Spielbetrieb im Heim der Bismarcker Schachfreunde, Restaurant Koppers, der anfänglich vielversprechende Formen annahm und in den Sommermonaten fast ganz einschlief, lebt nunmehr wiever auf. Nach der durchgreifenden Umorganisatton der Schach-Union, Verschmelzung der bisher sebbständigen Untergruppen, nimmt die Ver einsseitung den Schachverkehr in Bismarck in eigene Regie. Gespielt wird, wie bisher, Dienstags abends ab 8 1h:. Die Mitgliedschaft der Schach=Union kann durch Einzeichnung in eine im Lokal aufliegende Liste erworben werden. * einer Sitzung des Spielausschusses am Sonn tag wurde eine aus den stärksten Spielern bestehenbe Studiengemeinschaft gevildet, welcher die Abhaltung von Schach=Lehrkarsen obliegt. Die Leitung wurde dem Westtalenmeister E. Skowronnek übertragen. Der erste Vortrag findet Sonntag morgen 10.30 Uhr im Restauran: Butzmann statt und wird von W. Ernst gedalten. Als Anfangstermin der diesjährigen Meisterschaftsturniere der Schachk=Union wurde Mittwoch, der 6. November, bestimmt. * 10 Jahre Gladbecker Schachklub. Der Schachverein Buer war der Einladung zu einem friedlichen Wettkampf an den 64 Feldern gefolgt, leider mit nur 13 Vertretern, sodaß Buer durch Abschätzung nur eine Partie gewinnen konnte. Spieler wie Gleixner, Schemberg und Ortmann wurden vermißt. Zwei Partien Böhnkamp und Wilczek sowie Gehner und Frühling endeten remis. Sämtliche anderen Partien gingen verloren. Auch der gesellschaftliche Moment sam zu Ehren. Vorsitzender Redakteur Borth verteilte an die Sieger der Winterturniere, sowie an Puzicha als Stadimeister die Urkunden, ebenso solche für die drei Gründer des Vereins: Suran. Noll und Taureg. Letzterer wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Vereinsnachrichten. F. C. Gelsenkirchen=Schalke 04. —. Eie Ligamannschaft Eufttir 04. Spiele vom Sonntag: Die Ligamannschaft errang gegen Castrop= Rauxel 02 einen 4:0=Sieg Reservemannschaft gegen Union Geisenkirchen 3:2. 2. Mannschaft gegen Rasensport 08 3:1. 3. Mannschaft gegen Union Gelsenkirchen 420. 1. Handballmannschaft gegen Röhling hausen 3:4. 1. Jugendmannschaft gegen Wattenscheid 09 3:1. 2. Jugendmannschaft gegen Preußen Wanne 5:6. 1. Fußballfugend gegen BV. 12, B3. nicht angetreten. 2. Jugend gegen Horst=Emschet, Horst=Enischer keine Anstoßzelt bekannt gegeben. 3. Jugend gegen Hüllen 07 2. Jugend 1:0. 4. Jugend gegen Rasensport 08 2. Jugend 3:4. „Das Vol Veranstaltung des lonialgesellschaft, Vergangenheit an. einem wirklichen 1 setzte das Leben 1 stunde waren die 9 füllt und ein frot alle, die da waren suches überhaupt: Sonntag festzu allen Kreisen der Treiben in„Swat so seine Studien Preise glaubte, lich annehmbare P durchaus nicht üb gingen. Und tats alles, was es gab alles recht praktisc recht froh machte, boten wurde. Und Veranstaltern haben, ein Wort Sie waren dog ab bis zur Früh erfüllen, und sie tan. Daß zunäck ganisation des Ga muß vorausgesetzt hat hier nicht nur ist allen anderen n das aufrichtige B lichsten Dank ersor pflanzte sich auf a Tagen so unermüd sie alle mit ganzer bewies das frohe einen Augenblick di Und so wie die bei einen vollen Erfolg dem Schlußtag, de schen Kräften trate 17 Schaufenster an der Rathenaustraße und am Theaterplatz vermitteln Ihnen die neuesten und schönsten ZimmerEinrichtungen, Teppiche und Vorhangstoffe und unterrichten Sie über unsere Leistungsfähigkeit. Beachten Sie auch unsere 9 Schaufenster am Saalbau. Möbelhaus Kramm, Essen Rathenaustraße- Theaterplatz — Schon für wenige Marie Anuschlung. und beiganz kleiner Abzahlung liefern wir Ihnen wos Sie um gul uwarm gekleidet zusein brauchen. 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A.=Mitschen Angestellten rieb im Heim der ant Koppers, der annahm und in tschlief, lebt nunechgreisenden Umerschmelzung der urnunt die Ver ismarck in eigenc Dienstags abends schach=Union kann aufliegende Liste chusses am Sonn pielern bestehende er die Abhaltung e Leitung wurde onnek übertrattag morgen 10.30 t und wird von termin der dieser Schack=Union der, bestimmt. Der Schachvereinem friedlichen st. leider mit nur cätzung nur eine wie Gleixner, vermißt. Zwei wie Gehner und anderen Partien haftliche Moment eur Borth verrniere, sowie an den, ebenso solche Suran. Noll und mitglied ernannt. vom Sonnsen Castrop= schaft gegen egen Rasenion Gelsenzu Röhling in Wattenen Preußen S. 12, BV. rst-Emscher, I1 gegeben. 4. Jugend Die Bühne bot ein besonders glanzvolles Bild: im Hintergrund die Tropenlandschaft: rechts das angekommene Schiff„Watussi“ „Das Volksfest in Swakopmund“, die große Veranstaltung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft. Ortsgruppe Gelsenkirchen, gehört der Vergangenheit an. Die drei Festtage wirkten sich zu einem wirklichen Volksfest aus. Schon am Samstag setzte das Leben und Treiben ein. Bis zur Polizeistunde waren die Räume der Stadthalle dauernd überfüllt und ein frohes Leben und Treiben beherrschte alle, die da waren. Wenn eine Steigerung des Besuches überhaupt noch möglich war, so war dieses am Sonntag festzustellen. Hier erschienen alle, aus allen Kreisen der Bevölkerung, um das Leben und Treiben in„Swakopmund" zu erleben. Man machte so seine Studien über die Besucher. Wer an hohe Preise glaubte, sah sich getäuscht: es waren wirklich annehmbare Preise, die gefordert wurden und die durchaus nicht über die sonst zu zahlenden hinausgingen. Und tatsächlich waren die Gewinne und alles, was es gab, recht schön, recht erfreuend und alles recht praktisch. Was die ganze Sache aber so recht froh machte, war die ganze Art, wie alles geboten wurde. Und da muß man ehrlicher Weise den Veranstaltern und allen, die mitgewirkt haben, ein Wort aufrichtigen Dankes sagen. Sie waren doch fleißig, mußten vom Beginn ab bis zur Frühstunde froh übernommene Pflicht erfüllen, und sie haben das alles gern getan. Dat zunächst eine große Arbeit in der Organisation des Ganzen geleistet werden mußte, daß muß vorausgesetzt werden. Frau Direktor Walther hat hier nicht nur keine Mühe gescheut, sondern sie ist allen anderen mit einem Beispiel vorangegangen, das aufrichtige Bewunderung veranlaßt und herzlichsten Dank erfordert. Und diese freudige Arbeit pflanzte sich auf alle anderen sort, die an den drei Tagen so unermüdlich tätig gewesen sind. Und daß sie alle mit ganzer Liebe bei der Sache waren, das bewies das frohe Leben und Treiben das auch nicht einen Augenblick durch einen Mißklang gestört wurde. Und so wie die beiden ersten Tage der Veranstaltung einen vollen Erfolg brachten. so auch mit dem dritten, dem Schlußtag, dem gestrigen Montag. Mit frischen Kräften traten die zahlreichen Helferinnen an, Eine besonders besuchte Ecke war dieses Kassee, das mit koftbaren Teppichen usw. ausgeschmückt und fast dauernd besetzt war In der Glücksbude versuchte mancher sein Glück, gewann oder verlor, je nach der Laune des Glücksrades. bald stellten sich die ersten Gäste ein, und es dauerte nicht lange, da war wieder die große Gemeinde versammelt, um an dem Hilfswerk für das bedrängte deutsche Schulwesen in den Kolonien, die ehemals deutsch waren, teilzuhaben. Das muß immer wieder allen Neidern gegenüber zum Ausdruck gebracht werden, um was es sich handelte. Es ging nicht um Interessen, die im Vaterland liegen, sondern darum, das zu halten, was einst vom Deutschen Reiche in unseren früheren Kolonien eingerichtet worden ist. Wir wissen, welcher Segen von dem Geld ausging, das vor einigen Jahren bei Gelegenheit der Vorläuferin dieses Volksfestes gesammelt wurde. Welche Hilfe war es für die Männer und Frauen. die die Verantwortung dafür tragen, daß die deutschen Schulen in unseren trüheren Kolonien nich: untergehen. So betrachtet, darf man sich aufrichtig über den Erfolg dieses Hilfswerkes freuen. Mit dem Dank an alle Hilfskräfte sei auch der an alle Bürger und Bürgerinnen verbunden, die persönlichen Anteil an dem Wohlgelingen u. dem guten Verlauf gehabt haben. Deutsch-Südwestafeika, anderthalbmal so groß wie Deutschland, entwickelte sich nach schweren inneren Kämpsen mit den Eingeborenen immer mehr zu einer ausgesprochenen Sierlungskolonie. In har e Ringen war es in dreißigjähriger Kulturarbeit den Deutschen gelungen, den Ertrag ihrer Siedtungen, soweit sie dem Ackerbau dienten, in erfreulicher Weise zu steigern; in der Viehzucht waren die Erfolge sogar über Erwerten gut: die Zahl der Farmen, die der Viebhaltung dienten, wuchs von Jahr zu Jahr: sie belief sich im Jahre 1913 auf nahezu 1500. In den ersten zwanzig Jahren hatte sich die Kolonie freilich nicht nach Wunsch entwickelt. Die vielen Kämpfe mit den Eingeborenen (Hottentotten. Hereros) ließen das Land nicht zur Ruhe kommen: die Bahnbauten erforderten viel Geld: sie machten sich auch durch Abbau der bei Otawi gefundenen Erze nicht recht bezahlt. Da anderte sich die wirtschaftliche Lage durch Ausbeutung der im Jahre 1908 entdeckten Diamantfelder im Hinterland von Lüderitzbucht. Jetzt konnte man an eine großzügige Aufschließung der Kolonie herantreten. Diese Entwicklung hat der Krieg jäh unterbrochen. Die Südafvikanische Union, deren Einmarsch nach DeutschSüdwest zu Beginn des Krieges durch das Zugeständnis späterer Zuerteilung von Deutsch=Südwest von England erkauft worden ist, ist zur Mandatsträgerin geworden. Damit ist unseren deutschen Siedlern, die bier bisher auf eigenem Boden unter der Hoheit des Reiches standen, ein Hauptreiz für freudige Arbeit genommen. Trotzdem sind mehr als 10000 Farmer, gestellte— Kaufleute und Angestellte im Lande geblieben, um unter den ganz anders gearteten Verhältnissen ihrer alten Arbeit treu zu dienen. Alles, was wir aus Unserer ehemaligen Kolonie hören, stärkt uns die Ueberzeugung, daß die dort woynenden Deutschen wie früher an deutscher Sprache und Sitte festhalten. In Lüderitzbuchi, Karibib, Tsumeb bei Karibib, Swakopmund und Windbuk bestehen heute wieder deutsche Schulen. von denen vor allem die in Windhuk mit dem Charakter einer deutschen Realschule bald wieder ihre alte Bedeutung erlangt hat. Auch Internate sorgen dafür, daß die im Lande verstreut lebenden Deutschen ihren Kindern eine deutsche Erziehung angedeihen lassen können. Ein großer Teil der Deutschen hat im Jühle 1925 die „automatische Naturalisation“ über sich ergeben lassen. Der Deutsche Bund für Südwest=Afrika hat bei dieser Gelegenheit die Erklärung abgegeben, daß dieser„Schritt von Männern geschehe, die nicht daran dächten, ihre Gesinnung zu ändern, die weiter für die deutschen Interessen und Ansprüche kämpfen wollten und die sich ihrer hohen Verantwortung bewußt seien“. Der Ausklang des Kolonial-Wohltätigkeitsfestes. Auch der dritte Tag ein voller Erfolg für das Hilfswerk an den deutschen Schulen in den Kolonien. Aheinlans=Westfalen. Ein Kauschgift-Schwindler in hagen verhaftel. Er war noch nicht schlau genug. Hagen, 21. Okt.(Drabtv.) Die Hagener Polizei verhaftete auf Veranlassung eines Apotbekers einen jungen Mann, der auf ein Rezept eine größere Menge Nauschgift abholen wollte. Die Ermittlungen ergaben, daß das Rezept gesälscht war. Bei dem Verhafteten wurden noch zehn mpullen mit Rauschaift gefunden, außerdem Re zepte eines Hagener Arztes, die der Verhaftete mit täuschend äbnlicher Schrift des Arztes ausgefüllt hatte. In einzelnen Apotheken hatte der Schwindler bereits auf derartig gefälschte Rezepte Rauschgift erhalten. Der Apotbeker hätte ebenfalls keinen Verdacht geschöpft, wenn dem raffinierten Schwindler nicht doch ein großer Fehler unterlausen ware. Um das bgist auch kostenlos zu erhalten, bezog er die Rauschgiff auch kostenlos zu er Rezepte auf die Ortskrankenka den seltensten Fällen und dann Mengen ib . die aber nur in dann nur in ganz geringen n Rauschgift bewilligt. Bei es sich um einen 19jährigen ngen ihren Mitgliedern dem Verhafteten handelt es uo 2.——.—— Erwerbslosen, der nach seiner Verhaftung einen Selbstmordversuch unternahm, indem er sich die Putsadern öfinete. Sofortige ärztliche Beyandlung vervinterte Lebensgefahr. Die Untersuchung wird ergeben müssen, ob der Schwindler das Rauschgift weiter verkauft oder Helfer gehabt hat. Mord oder Unglücksfall? Ein Junge erschossen aufgefunden. Bochum, 21. Oktober. Gestern abend gegen 7,30 Uhr wurde im Stadtteil Hordel, 200 Meter vom Bahnhof Hordel=Eickel entfernt, ein elfjähriger Junge erschossen aufgesunden. Er hatte von hinten einen Schuß durch den Hinterkopf erhalten. Als man ion entdeckte, war der Tod bereits eingetreten. Die Ermittlungen der Kriminalder Leiche fand man einen Revolver, aus dem effenbar der Schuß abgegeben worden ist. Es bandelt sich um den Sohn des Koksmeisters Duschnewséi von der Zeche Hannival. Wetter, 21. Olt.(Nach einem Antounfall vor den Zug geworfen.) Ein fuiger Mann aus Bochun, der eine Autotour gemacht hatte, fubr auf der Rückfahrt auf der Herdeckerstraße gegen einen Baum, wobei der Wagen stark beschädigt wurde, der Fahrer aber ohne Schaden davon kam. Der Unsatl brachte den Fahrer aber derart aus dem Gleichgewicht, daß er sich kurze Zeit darazif in Wetter vor einen herannabenden Zug warf. Der erst 18jährige Bursche wurde am Kopfe erfaßt und totgedrückt. Hamborn, A. Ost.(Zwei ninder verunglückt.) Heute nachmittag wurden an der Ecke Sand= und Ottostraße zwei neun= und zehnjährige Mädchen von einem Personenaute beim Ausweichen vor einem anderen Kraftwagen derart an die Hausmauer gedrückt, daß dem jüngeren Kinde der rechte Fuß abgequetscht wurde. Das ältere Mädchen kam mit leichteren Verletzungen davon. Witterungsbericht. ordwesten her nuien ausgebr Großbritanni Von Nor Großbritan stern über südwärts Mitteleuro verhältnis land im Fordrbesten ziemlich Osten trübe und vielfach re Morgentem Der Kahle und 3 Grad Wetterau allgemeinen. tr bis zu lei# hat sich hofer Luftdruck über breitet, während sich das gekbritannien liegende Tiefdruckgebiet Frankreich verlagert hat. Auch über ist der Luftdruck weiter gestiegen und ig hoch. Heute früh war es in Deutsch—.—. sonst, wolkig, im Die heutigen früh heiter, eris nl. 1 und 10 Grad. ubwestwind. Nebel sichten dis Mittwoch: i4er und Tal vielsach kest. heiter und kälter, na Im C6 Ankünsigungen. Städt. Veranstaltung Gessenkirchen-Buer „Die andere Seite". Das Düsseldorfer Schauspielhaus bringt morgen— Mittwoch— abend in der Stadthalle zum zweitenmal das dreiaktige Drama „Die andere Seite“ von Sheriff zur Aufführung. Spielbeginn 19 Uhr, Ende gegen 22,15 Uhr. Vormietegruppe blau. Karten zu 1, 2, 3 und 4 Mark im städt. Bildungsamt(Hans=Sachs=Haus, Zimmer 228) in den Verkaufsnebenstellen und an der Abendkasse. * 25 Jahre Kaninchenzucht Volkswohl Jubiläumsfeier mit Kaninchen= und Pelzproduktenschau. Vor 25 Jahren, am 23. Oktober 1904, erkannten die Herren Christian Brato, Gustav Melzer, Friedrich Melzer, Ernst Herzig und Will den Wert der Kaninchenzucht und beschlossen, um die Zucht zu beben, einen Verein ins Leben zu rufen, der diesem Grundsatz nachgehe. Unter dem Namen K.Z.V. Volkswobl=Heßler wurde der Verein ins Leben gerufen. Er nahm eine äußerst gute Entwicklung und zählte nach kurzer Zeit schon zwanzig Mitglieder. Beinahe in jedem Jahre wurde neben den Veranstalgen des Kreisverbandes eine Lokalschau abge u. an denen die Oeffentlichkeit rege Anteil nahm. Krieg legte alle Arbeit nieder. Fünf Herren ten das Vereinsschiff hoch. Seit 1919 steht der Verein unter der Leitung von S. Melzer und befindet sich wieder in voller Blüte. Aus Anlaß des Silbersjubiläums soll nun eine große Schau veranstaltet werden. Der Stadtkreisverband hat dem Jubelverein die Schau übertragen, die bei Bonnkamp stattfindet. Gemeldet sind 400 Tiere und ein großer Posten Pelzsachen, die von den Züchterfrauen in Pelznähkursen verarbeitet wurden. Ferner haben die Firmen Elke, Gelsenkirchen, sowie Friedrich und Luotwin, Leipzig, sich bereit erklärt, die Ausstellung durch Pelzsachen aus Kaninsellen zu bereichern. Die Ausstellung selbst findet am 26. und 27. Oktober in Heßler im Saale Bonnkamp statt. Die ganze Bevölkerung wird dazu eingeladen. * Filmschau. Tivoli=Lichtspiele. Der mit Begeisterung aufgenommene Douglas=Fairbanks=Film: Der Mann mit der Peitsche, in der Hauptrolle Douglas Fairbanks, wird bis einschließlich Donnerstag verlängert. An zweiter Stelle des neuen Programms für die nächsten drei Tage steht ein echter Wild=West=Film: Im Kampfe mit Pferdedieben. 5 Akte wilder Rauferei, Kämpfe und Verfolgungen auf Pfer. den, die wie wilde Tiere durch die Steppen rasen. Die Verbannten ist der dritte Hauptfilm und führt uns dieses große russische Filmwerk, wie sein Untertitel sogt, in das Land ohne Hoffnung, nach Sibirien. Alljährlich wandern 55000 Menschen, die Peitsche im Rücken, den Tod vor Augen, in diese schmachvolle Stätte des 20. Jahrhunderts— die Verbannung. Ein Dokument menschlicher Grausamkeit rollt an unseren Augen vorüber. Dieser Millionenfilm der HegewaldFilm=Gesellschaft ruft eines der traurigsten Kapiteln der russischen Gewaltherrschaft aus der Vorkriegszeit wach Die Bilder und der Aufbau sind herrlich. Die Szenen sind sehen wir Maciste, den Sensationsdarsteller. Wieder das sicherlich ungeteilten Aus den Parteien. Frauengruppe Schafte der DBP. Mittwoch, 8¼ Uhr, im Saale Grillostraße 110: Probe der Gesangabteilung. Alle müssen pünktlich erscheinen. scheinen. Frauengruppe Heßtler der 2BP. Am Donnerstag um 4 Uhr nachmittags bei Bonnkamp besondere Versammlung, wozu alle Frauen aus Heßler eingeladen werden. Der Geschäftsführer wird einen Vortrag über die soziale Not und die soziale Gesetzgebung halten. Alle Frauen sind willkommen. Jugendgruppe Ueckendorf der 2BP. An Stelle des vorgesehenen Werbeabends ist am Mittwoch, 8¼ Uhr abends, bei Stens, Ecke Bochumer= und Südstraße, eine sportliche Veranstaltung. Turnkleider sind mitzubringen. Es wird um allseitiges Erscheinen gebeten. Jugendgruppe Neustadt der 2BP. Heute Dienstag. 8 Uhr: Vortragsabend bei Petri(früher Matten), Bochumerstraße. Dr. Mebring wird uns einen Vortrag halten. Um allseitiges pünktliches Erscheinen wird gebeten. Gäste herzlich willkommen. Auguste-Vitioria-Bund. Der Auguste=Viktoria=Bund Gelsenk.=Buer veranstaltet heute Dienstaa* Oktober, ab 7,30 Uhr abends. im Saale der Libelle. Alter Markt 6, eine Gedenkfeier zu Ehren unserer gestordenen Kaiserin Auguste Viktoria, verbunden mit einem Lichtbildervortrag, gehalten von Frau Emilie Mever, Saarbrücken. ländischen Bedeutung dieses —— 11 der großen darerichtbildervortrags, der sinnung im Herzen des deutschen Volkes einnimt, werden alle vaterländisch gesinnten Kreise hierzu freundlichst eingeladen. Umrahmt wird die Feier von künstlerisch hochstebenden musikalischen und gesanglichen Darbietungen. Ein lebendes Bisd„Friedricus spricht" und die Schlußansprache von Pfarrer Jordan beenden die Feier. Königin-Luise-Bund. Ortsgruppe Gelsenkirchen. Am Donnerstag, den 24. Oktober, abends 7 bei Schenk, Wilhelminenstraße, veranstaltet die Bezirksgruppe Schalle einen gemütlichen Abend, zu gleicher Zeit soll des Geburtstages der Kameradinnen gedacht werden. Es wird gebeten, daß die Kameradinnen aller Bezirksgruppen zahlreich an dieser Feier teilnehmen. Tassen bitte mit ngen. Karten sind an der Abendkasse zu haben. Jungdeutscher Orden. Bruderschaft Gelsenkirchen. Gefolgschaft Ueckendorf=Neustadt. Heute Dienstog, abends 8,15 Uhr: Gefolgschaftsabend bei Platte, Bochumerstraße. Turnen* Spiel= Sport. Sport in Wanne=Eickel. seglt hat durch Halblinks den Ausgleich erzielt. Ein erner orstoß bringt den Röhlinghausenern Spiel reißt Alemannia die Führung an sich. Doch währt die Freuve nicht lange und Röhlinghausen den Mittelstürmer den zweiten Treffer. Spielvereinigung Röhlinghausen 3. Mannschaft— Sportverein 02 Castrop 4:1. Spielvereinigung Röhlinghausen 1. Jugend— Herne 16 2:0. Spielvereinigung Röhlinghausen 1. Schüler— Reichsbahn Wanne 2:0. h. Sportverein Preußen 04 Wanne— Sportverein Hattingen 0:1. Trotzdem die Preußen leicht überlegen spielten. kam der Platzverein zum Tor, dem einzigsten des Tages. b. Turn und Sport Reichsbahn Wanne 1. Gauklasse— Ballspielverein Herne Süd 2:3. Der dieuling lieferte den Hernern ein ebenbürtiges Spiel, hätten ein Unentschieden verdient gehabt, doch kann Herne das dritte Tor anbringen, infolge eines Mißverständnisses zwischen Torwart und Verteidigung. h. Fortuna Wanne 1. Gauklasse— Schwarz=Weiß Herne 1:3. Der eigene Platz und der große Eiser ist verantwortlich für die Niederlage der Wanner. Handball. h. Die Wanner Preußen schlossen die erste Serie mit einem eindrucksvollen 13:1=Sieg über Union Gelsenkirchen ab. Spielvereinigung Röhlinghausen schlug Schalke 04 knapp mit 4:3, und führt weiter die Spitze der Tabelle. Turnerbund Eickel und Wanne 1911 trenten sich mit dem Unentschieden 1:1. Spielvereinigung Röhlinghausen 2. Mannschaft— Castrop 02 10:1. Ttl. Wanne— Tem. Eintracht Bochum 2:2. Tv. 85 Wanne— Tb. Herne=Vöde 14:0!!! Ae. Festseier des Turnvereins Wanne 1885. tannig Tanne 1885. Nach den mannigfaltigen Erfolgen auf Turnboden und grünen Rasen kam am Samstaa abend im Kurhaus der Frohsinn und die Gemütlichkeit zu ihrem Recht. Turnerin Meier leitete mit einem Vorspruch: „Wir Turner“, die Feier ein. Ein lebendes Bild folgte. Dann dieß Turnlehrer Meier die Gäste herzlich willkommen. Er sprach von den vielen Aufgaben der Turnerschaft und vor allem auch von der Notwendigkeit der Pflege der Geselligkeit. Die Festansprache hielt der 2. Vereinsvorsitzende Schmidt, der zugleich eine Ehrung des Turnbruders Carl Schulte vornahm, der dem Verein nunmehr in 25jäkriger treuer Mitgliedschaft gedient habe. Turner und Turnerinnen wetteiserten dann in bunter Folge um die Gunst des Publikums. Pfersesport. Saink-Clond. 1. Rennen: 1. A. Prevosts Bois de Rose Daire), 2. Argos, 3. Misstssippt 2. Tot.: 31, 1 42:10. Ferner: Kali Carb, Syrius. Nesle, Perl“ pont, Sunstroke, Astersy. 2—1½ Lg. 2. Rennen: 1. I. Duvernovs Sapor(M Brissac), 2. Rogistan, J. Sans Peur 7. Tot.: 11, 24, 29:10. Ferner: Mimizan, Le Canderquet, Louptot, Kilfare, Oronte. Forct le Roy, Roi k“ Monde. 36—1 Lg. urie(3. keine des Tireurs, Ensgleuse, Sylphide. Licinln, Beau Page. Fric. 2—3 Lg. 4. Rennen: 1. A. Saints Illico(Semblat). Cocyte, 3. Stick. Tot.: 38, 16. 23, 17:10. Ferner: A des Ensers. Le Paillon. De Simoun 2, Gold Tip. minator, Pilicar, Gratitude, Koenigsmark 2, RumCeline. 1—1 La. 0 5. Rennen: 1. J. Ginzbourgs Rodos(Vincent).= Tectotaler, 3. Barfleur. Tot.: 170, 48, 30, 5 u. Ferner: Meeting, Vive la Joie, Valeur Or, Aragon. Hamelet 2. La Biche 2, Coco Cheri, Stone Broiz Mecano, Bettv. Youang Si, La Rivicra, Volga Regron, Raymond. Madame Teddy, Repegie; Estrella 2. Hat Lo. Isturits, Espagnolita, Rastel“. —½ L0. 6. Rennen: 1. L. Goulberts eMdaille(A. Rabbe) 2. Urgach, 3. Sonpeur. Tot.: 79, 22, 20. t; Ferner: Paragraphe, Be Cheristen, Kildare, kenes 2, Pomereu, Quelfonds, Oiseuse, Rosobels, Gabrielle 2. ½—¾ Lg. Dienstag, den 22. Oktober 1929. Allgemeine Zeitung „Ich weiß, daß der Zar lebt!“ Neues zu den Gerüchten über die Zarenfammilie. Von DR. H. KERSTEN. Geheimnis um den Zaren! Lebt Nikolaus, der ehemalige russische Zar noch! Sein ebemaliger Sekretät, der plotzlich in Berlin auftauchte, bestätigt es. Die Erregung, die diese Sensationsnachricht unter den fern der Heimar weilenden, monarchisttschen Russen auslöste, ist um so größer, als man die gesamte Zarensamilie mitsam ihrem Sekretär, eben jenem Mann, der die gebeimnisvolle Auskunft gtbt, seit dem blutigen Tage in Jetaterinburg, dem 16. Juni 1918, ermordet glaubt. Väterchen Zar und alle Mitglieder der kaiserlichen Familie leben, mit Ausnahme des an Tuberkulose gestorbenen Großberzogs Alexis, sagt der Sekretär. Denn die Rotgardisten, die seinerzeit Besehl zur Ermordung der Zarenfamilie erhielten, daben den Leichen fremder Soldaten zaristische Untformen angelegt und sie bis zur Untenntlichkeit entstellt, sagt der Setretär. Er ist auch gern bereit, Briese und Mitteilungen an den Zar zu befördern, jedoch wo sich die Familie mit ihrem kaiserlichen Oberhaupt aufhält, das sagt er nicht, der Sekretär. Ihn sowohl als seine Begleiter verpftichtet ein Gelübde zu streugstem Schweigen. Und warum das Gebemnis um den Zaren 11 Jahre streng bewahrt wurde, um plötzlich aus so wenig feierliche Weise entbüllt zu werden, das sagt er auch nicht, der Sekretär. Es bedarf wohl keiner Erwägung, daß man den Mittellungen ebenso sleptisch gegenüberstehen darf, W au ammteeN wie der gesamten Persönlichkeit des lebenden Leichnams dieses zaristtschen Sekretärs.... und während die Großherzogin Olga, die in Kopenhagen im Eril lebt, den Präsidenten der Kopenhagenex internationalen russischen monarchtstischen Organisation um Einziehung autbentischer Berichte bittet, während die sensationelle Nachricht die in alle Welt verstreuten russischen Anhänger der Zarenfamtlie in größte Erregung versetzt, ersteht vor meinem geistigen Auge ein Bild, das mir auf meiner vorjährigen Reise durch Rußland tiefsten Eindruck machte. Es war bei einem Besuch im Museum der Tscheka in Moskau. Der Führer— nur mit Mühe hatte ich die Erlaubnis der Behörden zur Besichtigung erlangt— zeigt mir bereitwilligst die Zimmerflucht, deren erste Räume fast nur Photographien enthalten. Bilder der Konterrevolutionäre, die zum größten Teil erschossen wurden. In einem der letzten Zimmer umsäumen Glasschränke, die Wände. Regale, Marterinstrumente enthaltend, die an die spanische Inquisition erinnern. Man nahm ste den Partisanenführern Machno und Wrangel ab. Nagaikas, Kosakenknuten mit Bleistücken. Handschellen. Schuhe mit spitzen Nägeln.... Ein paar Schritt weiter— Damenwäsche, weiße Spitzen.„Wem gehörte diese seine Wäsche?“„Erraten Sie es nicht? Die Bekleidungsstücke der Zarin Alexandra Romanowa, die sie trug, als sie im Hause Ipatiews erschossen wurde. Die Wäsche wurde uns vom Jekaterinburger Exekutionskomitee zugesandt. Und dort ist noch ein interessantes Museumsstück, die Weste, die Nikolaus II. am Tage seiner Ermordung trug Eine einfache, graue. gestrickte Wollweste. Der Einsatz an vielen Stellen mit dunklen Blutflecken bedeckt, seitlich Schnitte, Bajonettstiche. „Auch vier noch ein Geschenk der Jekaterinburger“, erklärt der Führer,„der Uniformrock, den der General Koltschak bei seiner Erschießung trug. Sie sehen hier noch auf der linken Seite das Georgienkreuz, das er nie ablegte, und die Stelle, wo die tödliche Kugel eindrang Lebt der Zar noch? Ja, bebauptet sein angeblicher Sekretär in Berlin und ist bereit, dem im VerborGeschäftliche Milteilung. Die Bremer Zigarettenfabrik Lesmona erhielt bei der 4. Westdeutschen Messe(Pressa=Köln) für hervorragende Qualität ihrer Fabrikate die„Goldene Medaille" verltehen. Diese Auszeichnung ist um so bemerkenswerter, weil die Firma auch bei der westfälischen Messe in Dortmund im vergangenen Monat ebenfalls die gleiche Auszeichnung erhalten hat. gegangen.—— Sensation nur skeptisch gegenüberstehen, zumal ziemlich einwandfrei festgestellt worden ist, daß ri sichtslose Abenteurer hinter diesem Gerücht steh d genen lebenden Fürsten Botschaften zu übermitteln. Und eine durchlöcherte Wollweste, ein zersetzter Waffenrock im Museum der Tscheka in Moskau sprechen ein stummes Nein. Intervien mit dem Rittmeister Brandt. Das Aufsehen erregende Gerücht, daß die Zarenfamilie am Leben sei, ist durch die Presse der ganzen Welt gegangen. Selbstverständlich darf man dieser I es rück— stehen, em allzu leichtgläubige russische Emigranten volles Vertrauen geschenkt haben. Als Ursprung der sensationellen Botschaft wird, wie bekannt, eine Frau Wischnewska bezeichnet, eine geheimnisvolle Person, die vor einiger Zeit im Hause des Großfürsten Andrei Wladimirowitsch in Varis ausgenommen worden war und die Großfürstin bestohlen hat. Rittmeister Brandt, Führer der russischen Monarchisten in Kopenhagen, ein russischer Offizier, der in Dänemark sich als Geschäftsmann niedergelassen hat, hält trotzdem an dem Glauben, daß der Zar am Leben sei, unweigerlich fest. „Ich habe niemals an das Blutbad in Jekaterinburg geglaubt", erklärte mir der Rittmeister.„Kein einziges Moment in der Geschichte der Ermordung der Zarenfamilie trägt den Stempel der Glaubwürdigkett. Im Gegenteil, alles deutet darauf hin, daß die Sowjets die Ermordung erfunden haben, um das Verschwinden des Zaren dem Volke auf ihre Weise zu erklären. Welches sind nun die Beweise, die man anführte? Mehrere Korsettstangen sind irgendwo außerhalb der Stadt gefunden worden, an der Stelle, wo die Leichen der Zarenfamilie nach der angeblichen Ermordung hingebracht worden sind. Außerdem wurde noch ein Ledergürtel aus dem Be sitze des Zaren, einige Schmuckstücke und ein falsches Gebiß, das dem kaiserlichen Leibarzt Dr. Botkin gehört haben soll, gefunden. Auf solche Kleinigkeiten wird der Beweis aufgebaut, daß die Zarenfamilie ausgerottet ist. Selbst wenn die Juwelen und Kleiderreste wirklich aus dem Besitz der Zarenfamilie stammen, so ist das lange noch kein Beweis. Es besteht ja die Möglichkeit, daß diese Gegenstände wäbrend der Flucht verloren worden sind. Die Meldung von dem Gebiß finde ich besonders kompromittierend, da, wie bekannt, falsche Zähne bedeutend schneller verbrennen als echte, und da das Gebiß angeblich gerade in den Resten eines Scheiterhausens gesunden wurde. Sehr viele russische Emigranten teilen von Anfang an meine Ansicht über den Bericht der Sowjetregierung anläßlich des Untergangs der Zarenfamilie.“ Auf meine Frage, weshalb seine#. dare Behauptung nicht früber bekanntgegeben wurde. erwidert Rittmeister Brandt:„Ich habe die authentische Nachricht über die Rettung der Zarensamilie seinerzeit erhalten und habe mich ehrenwörtlich verpflichtet, nur mit Eingeweihten darüber zu sprechen. Nachdem der russische Emigrant Bechtejew die ganze Geschichte in seinen Flugblättern veröffentlicht hat, habe ich keinen Grund mehr, länger zu schweigen. Ich abe allerdings noch keine Vollmacht des Zaren, die Bahrheit zu verkünden. Was meine Unterredung mit der Großfürstin Olga, der Schwester des Zaren (die zur Zeit in Kopenbagen lebt) betrifft, so hatte ste einen rein privaten Charakter. Die Großfürstin erklärte, sie würde sich freuen, wenn das Gerücht der Wahrheit entspreche, sie sei aber vorläufig noch im Zweifel." Auf den Hinweis, daß Bechtejew in Verbindung mit Frau Wischnewska stand, die als Schwindlerin entlarvt und sogar von der Berliner Polizei verhaftet wurde, erzählte der Rittmeister weiter:„Es ist selbstverständlich sehr traurig, daß Bechtejew mit solchen Leuten in Verbindung gekommen ist. Ich halte es für nicht ausgeschlossen, daß sowohl Frau Wischnewska wie der Mann, der sich für Mr. Johnson, den Sekretär des Großfürst Michael ausgibt, in Wirklichteit Agenten der Tscheka sind, die das Ziel verfolgen, die Tätigkeit der russischen Monarchisten lahmzulegen und die Leiter der russtschen Monarchisten nach Rußland zu verlocken. Außerdem haben sie vielleicht die Aufgabe gebabt, in Verbindung mit russischen Monarchistenkreisen zu treten, um den Aufenthaltsort der Zarensamilie auszukundschaften. Was Bechtejew betrifft, so betrachte ich ihn als einen ehrlichen Menschen und halte eine Provokation von seiner Seite für vollstandig ausgeschlossen. Ich selbst habe der Polizei geholfen, Frau Wischnewska als Schwindlerin zu entlarven. Es war ein schwerer Künstlich erzeugte Träume. Von Profeffor Dr. M. H. Daeae-Oberursel. Jahrtausende lang war der Traum Gegenstand einer rein spekulativen Behandlung und gab bäufig den Boden ab für allerlei Phantastik des Dentens und abergläubische Vorstellungen. Erst in neuester Zeit ist man dazu übergegangen, auch die Traumvorgange mit den Mitteln exakter Forschung zu untersuchen, und dabei spielt auch das Experlment eine große Rolle. sso hat man z. B. gegen das Fenster des Schlafraums kleine Steinchen geworfen. Der Gehörreiz, der dadurch entstand, löste bei den Schlafenden den Traum von Linem Gefecht aus, in dem fortwährend Schüsse fielen. Ein anderer wurde im Schlaf leicht mit einigen Tropsen Wasser bespritzt, und er träumte von einem gewaltigen Regenschauer. Wieder einem anderen hielt man eine stark duftende Rose unter die Nase, und im Traum bewegte er sich in einem wunderbaren, blütenreichen Garten. Was hier nun in mehr gelegentlichen Experimenten als Beweis dafür erbracht werden konnte, daß während des Schlafes dem Gehirn zugeführte Sinnesreize Träume erzeugen, ist von dem gestorbenen norwegischen Psychologen Mourley Vold In sein erdachten und mit peinlichster Sorgfalt durchgeführten Versuchen einer ganz systematischen experimentellen Erforschung unterworfen worden. Schon die Traumforscher früberer Zeiten waren auf den Zusammenhang aufmerksam geworden, der zwischen Schlaflage und Trauminhalt besteht. Man wußte schon, daß jede Lagcänderung im Schlafe zugleich ein neues Traumbild schafft. Dieser Umstand beruht darauf, daß wir auch während des Schlafes— und zwar um so eindringlicher, je leichter der Schkaf ist— Eindrücke von unserer Körperlage erhalten; jeder neue Eindruck bringt neue Vorstellungen und Gruppierungen von solchen bervor und ändert damit das Traumbild. Vor allem sind es die von unseren Muskeln und Gelenken ausgehenden sogenannten kinästbetischen Empfindungen, die uns im Wachzustande über die Lagebeziehungen des Körpers und seiner Gliedmaßen zueinander sowie zu seiner Umwelt ortentieren, und die Berührungs= und Druckempfindungen, welche uns über die Beschaffenheit unserer Umwelt unterrichten und auch während des Schlafes auf unser Gehirn einwirken und damit wesentlich den Inhalt unserer Träume beeinflussen. Vold begann seine Experimente mit Untersuchungen über den Einfluß von Reizungen der unteren Gliedmaßen auf die Gestaltung der Träume. Zu diesem Zwecke veranlaßte er 23 seiner Studenten unmittelbar vor dem Schlafengeben das linke Fußgelenk unter dem Knöchel mit einem Band zu umbinden. An sich selbst machte er natürlich immer die gleichen Experimente. Durch das Band empfanden die entsprechenden Haut= und Muskel=Partien eine dauernde nächtliche Reizung, hauptsächlich durch die leichte Abwärtsbeugung des Fußes. Mit der Fußreizung waren natürlich auch leichte Beinbeugungen, besonders im Knie, verbunden. Eine schwierige Aufgabe der Versuchsperson bestand nun darin, nach dem Erwachen die Schlaflage des Körpers genau„beizubehalten, also sich nicht zu rühren, um vor dem Aufstehen exakt feststellen zu können, welche Gelenk=, Muskel= usw. Weize während des Schlafs von den Beinen ausgingen. Um sich außerdem genau darüber versichern zu können, ob die Träume bzw. Teile von diesen auch wirklich von den in der Versuchsnacht durch das Band ausgeübten Reizungen hervorgerusen worden waren, hatte man Kontroulversuche in der unmittelbar vorbergebenden Nacht oyne Bandreizungen gemacht. Ein Vergleich zwischen den Träumen aus der Kontrollnacht(also ohne Bandreizung) und der Versuchsnacht ergab, daß letztere rund 2½ mal mehr auf Bewegungsempfindungen in den Füßen und Unterschenkeln berubende Traumvorstellungen enthielten als sonst die Normalträume. In der Versuchsnacht zeigte sich bei fast allen Versuchspersonen das Vorberrschen von Vorstellungen über aktive Fußbewegungen der eigenen oder einer anderen Person, d. b. der Traum enthielt viel Bilder, in denen ein Sitzen, Steben, Gehen, Laufen oder Kriechen vorkam. sowie auch von passiven Bewegungen, so z. B. vom Fahren und Reiten und von sonstigen mit gußbewegungen verknüpften Tätigkeiten. Wir sind deshalb wobl berechtigt, die durch die Umbindung der Fußknöchel in der Versuchs nacht hervorgerufene Reizung der unteren Gliedmaßen als die Ursache dieser Zunahme an Bewegungsvorstellungen im Traum anzusehen. Dieser Schluß wird durch die Beobachtung bestätigt, daß bei jenen Versuchspersonen, deren Band sich während des Schlafs verschoben hatte, um die Hälfte weniger Traumvorstellungen, die sich auf Fußbewegungen bezogen, vorkamen. Daß Ubrigens auch in den zum Vergleich herangezogenen Normalträumen der Kontrollnacht Traumbilder auftraten, die auf Muskel= und Hautempfindungen in den unteren Gliedmaßen zurück zuführen sind, wird uns sofort verständlich, wenn wir uns erinnern, daß ja unsere Füße nach Lagerung bzw. Umlagerung im Schlafe immer bestimmte Berührungs= und Druckreize empfangen und in bestimmte Haut= und Muskelspannungen gelangen, die natürlich auch entsprechende Haut= und Muskekempfindungen auslösen und damit den Anlaß zur Entstehung von entsprechenden Traumvorstellungen geben. Tatsächlich konnte bei all den Normalträumen, die eine stärtere Zahl von geträumten Fußbewegungen als andere Normalträume zeigten, unmittelbar nach dem Erwachen festgestellt werden, daß die Beine irgend eine sonderbare Lage einnahmen, z. B. die Knie= und Fußgelenke gebeugt oder nach dieser oder jener Richtung hin gedreht waren. Aehnliche Versuche hat Vold mit den oberen Gliedmaßzen gemacht, um festzustellen, in welcher Weise die von diesen ausgehenden Haut= und Muskelempfindungen auf die Gestaltung der Traumbilder einwirken. Zu diesem Zwecke ließ er seine Versuchs personen(bald an einer Hand, bald an beiden Händen) lederne Knopfhandschuhe nachts tragen. Bei 80 Prozent der Versuchspersonen zeigten sich nun Träume, in denen Handbetätigungen besonders stark auftraten. Geträumt wurden folgende Betätigungen: Ergreifen und Verteilen von Gegenständen. Heben von Gegenständen und Personen, Hantieren mit allerband Dingen, Händeklatschen, Händewaschen, Begrüßung durch Handreichen, Handverletzen, Klettern unter besonders starker Benutzung der Hände, Rudern usw. Der Handschubreiz hat demnach dieselben motorischen Traumanreize für Hände und Arme erzeugt wie der Bandreiz für Füße und Beine, nur in einer der Eigenart der Hände angepaßten Weise. Schlag für Bechtejew, zu erfahren, daß die Frau, zu der er das allergrößte Vertrauen hatte, verhaftet ist. Trotzdem beruht seine Behauptung, daß der Zar lebt, auf anderen unerschütterlichen Beweisen. „Sie glauben also, daß die Zarenfamilie am Leben seil“ fragte ich den Rittmeister. „Nein“, lautete die bemerkenswerte Antwort,„ich glaube es nicht, ich weiß es mit Bestimmibeit.“ Auf die Frage, ob der Rittmeister Brandt mit der Zarenfamilte in Verbindung gestanden habe, erwiderte er:„Nein, das nicht, ich habe aber, wie ich Ihnen bereits gesagt habe, unerschütterliche Beweise, daß die Zarenfamilie lebt. Es ist aber vollständig ausgeschlossen, daß ich Ihnen auch nur eine Andeutung über die Art dieser Beweise gebe, denn ich habe mein Ehrenwort verpfändet, in diesem Punkt absolutes Schweigen zu bewahren. Ich will auch nicht wissen, wo die Zarenfamilie sich befindet, um mich nicht bei irgend einer Gelegenheit zu versprechen und so den Feinden des Zaren Gelegenheit zu geben, ihn auszufinden.“ Ich stellte dem Rittmeister die Frage, ob er Leute kennt, die über den Aufenthalt der Zarenfamilie unterrichtet seien. Darüber verweigerte der Rittmeister die Auskunft und fuhr fort:„Alle diejenigen. die dem Zaren bei seiner Flucht verholfen haben, wissen, daß er lebt. In Europa gibt es noch mehrere Personen, die gleichfalls über die Rettung des Zaren vollkommen im Klaren sind. Ich weiß außerdem, daß Großfürst Michael, sowie sein Sekretär, von denen es heißt, ste seien von den Bolschewisten ermordet, in Wirklichkeit sich am Leben befinden.“ So lauten die Ausführungen des Rittmeisters. Es bleibt abzuwarten, ob diese geheimnisvolle Geschichte nicht doch einmal restlos aufgeklärt wird. König Alfons und Prinzessin Ena. Von dem englischen Schriftsteller E. Grabam, der bereits mehrere Biographien gekrönter Häupter veröffentlicht hat, ist kürzlich ein Buch erschienen über die Königin von Spanien, der einstigen Prinzessin Ena von Battenberg. Sehr hübsch wird darin erzählt, wie König Alfons von Spanien die englische Prinzessin kennen lernte und wie er sich nach seiner Verlobung als ein äußerst aufmerksamer, romantisch veranlagter Bräutigam zeigte. Der König sah zuerst eine Photographie der Prinzessin. Er war so entzückt von dem Bild, daß es sein sehnlichster Wunsch war, die Prinzessin kennen zu lernen. Er fuhr nach London. Bei einem Hofball im Buckingham=Palast wurde ihm die Prinzessin vorgestellt. Aus der gegenseitigen Sympathie entwickelte sich schnell eine starke Zuneigung. Als der König England verließ, nahm er die Gewißheit mit, daß Prinzessin Ena die künftige Königin von Spanien sein wurde. Die offizielle Verlobung folgte. Der König überhäufte seine Braut mit Geschenken und Aufmerksamkeiten. Einmal bei einem Besuch in San Sebastian sagte die Prinzessin, wie entzückt sie sei von den herrlichen Orangen aus Südspanien, die die königliche Tasel schmückten. Kurz darauf reiste die Prinzessin nach Paris. Da richtete der König ein Telegramm an die spanische Botschaft, man möge vom Bahnhof eine Anzahl Orangen, die er für die Prinzessin bestimmt habe, abholen. Man war nicht wenig erstaunt, als aus einem besonderen Güterwagen ein ganzer, sorgfältig verpackter Orangenbaum, voll von den herrlichsten Früchten, zum Vorschein kam. Einige Wochen später ging der König mit der Prinzessin im Garten des Madrider Schlosses spazieren. Die Prinzessin fragte, ob der König Blumen sehr liebe.„Ich liebe nur eine Blume." sagte Alfons.„Und das ist?" fragte Prinzessin Ena. „Die Orangeblüte,“ war die galante Antwort. Nach der Hochzeit wurde der Königin eine Bittschrift der Bevölkerung von Badajez überreicht. Es handelte sich um die Begnadigung eines zum Tode Verurteilten. Sie ervat den Gnadenakt von dem König als nachträgliches Hochzeitsgeschenk. Alsons erfüllte ihre Bitte, obgleich er damals solchen Gnadenakten nicht besonders geneigt war. Denn gerade an seinem Hochzeilstage war ein Attentat gegen ihn versucht worden. als er mit seiner königlichen Gemahlin durch die Straßen Madrids fuhr, wurde eine Bombe geschleudert. Sie traf aber nicht den Wagen, sondern nur eines der Pferde, das auf der Stelle getötet wurde. Das Skelett des Pferdes sieht man noch heute in dem„Attentats-Museum“ des Königs. Gegen kein Staatsoberhaupt sind wohl so viele Anschläge versucht worden, wie gegen den König von Spanien und Alfons bat die eigenartige Liebhaberei, von jedem Attentat irgend ein„Erinnerungszeichen" in diesem Mutseum aufzubewahren. Von der Milchflasche an, mit der man ion vergisten wollte, als er noch ein Baby war, bis zu dem Revolver, den man in Paris, ohne ihn zu treffen, auf ihn abgefeuert hatte. Bei dieser Gelegenheit wurde eine hübsche Anekdote erzählt als Beweis für die unerschütterliche Ruhe, die der König bei solchen Attentaten zu bewahren pflegt. „Aber Sire,“ fragte man ihn nach dem Attentat, „es muß doch entsetzlich für Sie gewesen sein, als sie saben, wie der Mann mit dem Revolver so plötzlich vor Ihnen stand.“ „Ach nein,“ erwiderte der König lächelnd.„für mich war es ja nicht das erste Attentat, aber für ihn. Sie hätten nur sehen müssen, wie der arme Kerl am ganzen Leib gezittert hat.“ Ein Geistlicher ermahnte ein verheiratetes Paar, in deren Hause Zank und Streit ständig zu Gaste waren. Bei seinen Worten zeigte er auf einen kleinen Hund und eine kleine Katze, die vor dem Fenster des Hauses friedlich nebeneinander lagen. „Nun, Peter, steh dir doch diese beiden kleinen Tiere an. Welch ein Beispiel köstlicher Eintracht geben sie! Sieh nur, wie friedlich und freundlich sie sind“, so sagte der Pfarrer.„Ach ja“, erwiderte Peter,„das ist alles sehr schön. aber binden Sie die Tiere mal zusammen, Ehrwürden, und sehen Sie dann, was herauskommt!“ 1— Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl eines Teppichs Bei uns können Sie unter einigen hundert Teppichen wählen. Es macht uns Freude, Ihnen recht viel zu zeigen. Die Preise sind nirgendwo niedriger MOBELHAUS KRAMM, ESSEN RATHENAUSTRASSE— THEATERPLATZ Allgemeine Zettung Stat Karten. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. Franz Kleinebrockhoff Helene Kleinebrockhoff geb. Asbeck Münster I. Westf. Gelsenkirchen Augustastreße 17 22. Oktober 1929 Bekangimachung. 22. Oktober, 5 Uhr, wird auf dem hiesigen Güterschuppen ein gebrauchtes Motorrad 1X 41671 öffentl. meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Güterabfertigung Gelsenkirchen=HauptSTATT KARTEN. 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Die Zusammenschlußbewegung und die Einflußnahme ausländischer Firmen. Das Ziel der Bankenlusion. Der Monatsbericht der Direktion der Disconto-Gesellschaft beschäftigt sich eingehend mit der Zusammenschlußbewegung in der Wirtschaft. Wir entnehmen den Ausführungen: Soweit die deutsche wirtschaftliche Zusammenschlußbewegung der Gegenwart Im Dienste der Rationalisierungsidee steht, ist sie, im strikten Gegensats zur Vorkriegszeit, ein Zeichen der Not. Herbeiführung einer rationelleren Betriebsführung mit entsprechenden Gewinnvorteilen war auch früher Ziel jeden Zusammenschlusses. Gegenwärtig ist es so, daß die rationellere Betriebsführung um jeden Preis durchgesetzt werden muß, wenn der Kampf gegen die Steigerung der Selbstkosten und um die Senkung der Selbstkosten auf den zur Erhaltung der Betriebe und zur Erzielung ausreichen ler Gewinne erforderlichen Stand mit Erfolg geführt werden soll. Se ist allenthalben in der“ Wirtschaft eine größere Bereitwilligkeit, auf die bisherige Selbständigkeit der Betriebsführung zu verzichten, ausgelöst worden. Die Milderung der Wirkungen von Kapitalmangel und Kreditnot; die Bekämpfung der aus stouer-, lohn- und sozialpolitischen Belastungen unerträglich gewordenen Unkostensteigerung; der Wunsch oder die dringende Notwendigkeit, den technischen und organisatorischen Apparat zu vervollkommen bzw. den gegebenen Verwertungsmöglichkeiten anzupassen, also die vorhandere Uebersetzung der Produktionsanlagen und der Betriebskapazität su beseitigen; bier und da sogar die Notwendigkeit, verloren gegangene oder doch slark gefährdete Rentabilitätsgrundlagen neu zu schaffen: Anl das sind die treibenden Kräfte de: deutschen Zusammenschlußbewegung. Nur politisches Uebelwollen kann hier als Ausfluß des Strebens n#ch Machtkonzentration ansehen, was in Wahrheit nur der durch die deutsche Gesamtlage bedingte Zwang zur Zusammenfassung der Betriebe und der Kräfte ist. Rationalisierung durch Zusammenschluß ist ein Teil des großen Umstellungsprozesses, dem sich die deutsche Wirtschaft unterwirft, nicht im Zuge eines von stärksten Kräften getragenen expansiven Vorwärtsdringens, sondern im Kampf um die Erhaltung der vorhandenen Grundlagen und getragen von der Zuversicht, so am besten den Boden für neuen Aufstieg zu bereiten. Auch im Bankwesen sind es nicht mehr allein die Motive, die früher für die Bankenkonzentration den Ausschleg gaben Die Steigerung der Emissionskraft, das Streben nach Erweiterung des Plazierungsbereichs für große Effektenmengen wird nicht Vordergrund der Ueberlegungen stehen zu einer Zeit, da der inländische Kapitalmarkt in einem derartigen Zustande der Erstarrung liegt und zunächst so beschränkte Aussichten für eine stärkere Wiederbelebung bietet Auf die längere Dauer wird indessen auch dieses Moment der verstärkten Plazierungsfähigkeit hoffentlich wieder eine Rolle spielen. Viel bedeutsamer und naheliegender ist volkswirtschaftlich gesehen ein anderes: Die Zusammenfassung großer Bankinstitate, wie sie jetzt in Gestalt der Verschmelzung der Deutschen Bank und der Disconto-Gesellschaft geschieht, ermöglicht eine rationellere Sammlung und Verteilung des vorhandenen Kapitals, die im Endergebnis auch wieder auf mannigfache Weise der Kapitalbildung des Landes zugute kommt Im Zeichen der Kapitalarmut wird die Ratlonalisierung des Bankenapparates zu einem Problem von besonderer Dringlichkeit, wiederum im Interesse der Gesamtwirtschaft, wie in dem der beteiligten Institute. Ging zu Zeiten des Kapitalreichtums der Vorkriegszeit das Streben der großen Banken dahin, ihren Saugapparat durch Errichtung neuer Filialen und Angliederung bestehender Banken und Bankfirmen zu vergrößern, um möglichst viel von diesem ständig und reichlich fließenden Kapitalstrom an sich zu ziehen, so liegt es heute eher umgekehrt. Je geringer das Kapitalaufkommen ist, das der Saugapperat verarbeiten kann, umso dringlicher wird die Notwendigkeit, den Apparat auf eine Anpussung an die verminderten Geschäftsmöglichkeiten hin zu revidieren. Berliner Börsenstimmungsbild. Der Umschwung. # Berlin, 21. Okt.(Drahtb.) Am Wochenbeginn zeigte sich zum ersten Mal seit längerer Zeit die Börse als durchaus freundlich eingestellt. Die Kurse wiesen durchweg kleine, zum Teil sogar recht beachtliche Besserungen auf Aus der Provinz und aus dem Auslande, von dem letzteren allerdings größtentells limitiert, lagen verschiedentlich Aufträge vor, da die stark gewichenen Kurse nunmehr eine durchaus angemessene Rendite gewähren Diese freundlicbe Stimmung nahm ihren Ausgang von der Haltung des Stützungskonsortiums, das sich zu energischeren Maßnahmen bereit erklärt hatte und ferner von den optimistischen Ausführungen des Geheimrats Klöckner und schließlich von der erfreulichen Besserung der Außenhandelsziffern. Außerdem stimulierte die allerdings noch unbestätigte Version, daß der Abschluß der Schwedenanleihe urmittelbar bevorstehe. Die Baissepartei sah sich daher zu Deckungen veranlaßt, und die Spekulation tätigte auch vereinzelte Meinungskäufe. Größcres Interesse bestand für Dessauer Gas, auf die Meldung, daß die Ansprüche der Gesellschaft gegen Polen von dem Schiedsgericht genehmigt seien. Die Entspannungserscheinung am Geldmarkt gab gleichfalls eine Anregung. So blieben die scharfen Kurseinbrüche an der letzten Neuyorker Börse und die Nachricht von dem drohenden Zusammenbruch der Hornegruppe in London fast eindruckslos. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu dem ermäßigteren Satz von 7½ bis 9½ zu haben. Monatsgeld war mit 9 bis 10 Prozent erhältlich. Am Devisenmarkt lag der Dollar weiter schwach. Webstoffe. Offizielle Notierung der Bremer Baumwollbörse. 19,79(19.74) Dollar-Cents lbs. X Annener Gas A.G., Annen 1. W. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 1928/29 mit einem Reingewinn einschließlich Vortrag 3938 RM. von 14 920 RM. Die Bilanz enthält bei 45000 RM. A.K. Gläubiger mit 771 RM. Darlehen mit 1 636 RM, demgegenüber Schuldner mit 17144 RM., Grundstücke sind mit 6397 RM., Gebäude mit 19740 RM., Rohrnetze mit 21784 RM. ausgewiesen. X Der Absatz des Rhein.-Westf. Kohlensyndikats Im September zeigt folgendes Bild: Der reine Syndikatsabsatz(auf die Verkaufsbeteiligung in Anrechnung kommend) ging von 7719766 im August auf 6 887 890 im September zurück. Im einzelnen wurden 3 464 545(3836 919) in das unbestrittene und 3423 345 (3 882 847) t in das bestrittene Gebiet abgesetzt. Der Gesamtkohlenabsatz zeigt eine Verminderung von 10 669 944 t im August auf 9729 607 t im September. Der Absatzbericht für das zweite Vierteljahr 1929/30(Juli einschließlich September) weist eine Erhöhun, des reinen Syndikatsabsatzes von 20 776 740 t im ersten Vierteljahr auf 22 158 475 t Im Berichtsquartal auf In das unbestrittene Gebiet wurden 11 223 197(10 770 739) t, in das bestrittene Gebiet 10 935 278(1000i001) t abgesetzt. Der Gesamtkchlenabsatz erhöhte sich in der Berichtsperiode auf 30 941 386 t gegen 29 664749 t in dem vorigen Quartal (arbeitstäglich 391 663 t gegen 402 234 t). Im ersten Halbjahr 1929/30(April 1929 einschließlich September 1929) erreichte der reine Syndikatsabsatz 42935 215 t. In das unbestrittene Gebiet wurden 21 993 936 t. in das bestrittene Gebiet 20 941 279 t abgesetzt. De. Gesamtkohlenabsatz betrug 60 606 135 arbeitstäglich 396 767) t. was gegenüber dem zweiten Halbjahr 1928/29 ein Mehr von 15 185 t oder 3.98 Prozent und gegen das erste Halbjahr 1928/29 ein Mehr von 42178 t oder 11,89 Prozent bedeutet. * Wirtschaftspsogramm der Reichsgemeinschaft der Eisen-, Stahl- und Metallwaren-Industrien. In der Sitzung des Vorstandes der Reichsgemeinschaft der Eisen-, Stahl- und Metallwaren-Industrien hat der Vorstand auch ein Wirtschaftsprogramm aufgestellt, welches er nunmehr der Oeffentlichkeit übergibt. Es lautet: Die Reparationszahlungen sind auf die Schultern der Gesamtbevölkerung zu verteilen. Dabei mag die Leistungsfühigkeit der verschiedenen Bevölkerungsschichten berücksichtigt werden. Auf dem Gebiete der Rohstoffversorgung fordert die Reichsgemeinschaft eine billige Beschaffung der Rohstoffe zu Preisen und Bedingungen, die den Industrien ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkte gewährleisten. Dem protektionistischen Zollsystem des Auslandes ist entgegenzuwirken Die Beseitigung der Handelshemmniese ist zu fordern Dabei wird die Reichsgemeinschaft alle Arbeiten, welche auf eine internationale Verständigung auf dem Gebiete des Zollrufbaues und der Zollhöhe hinzielen, laufend verfolgen und unterstützen. Neben der Handelsvertragspolitik wird zielbewußt jede zweckdienliche Maßnahme der Ausfuhrförderung unterstützt. Des weiteren wird sie auf eine beschleunigte Vereinfachung der Steuergesetzgebung und eine wesentliche Herabsetzung der Steuerlasten dringen. Insbesondere wird sich die Relchsgemeinschaft dafür einsetzen, daß bezüglich der verschiedenen Steuern Senkungen und Abschaffunger durchgeführt werden. Die Tarifund Beschaffungspolitik der Reichsbahn verlangt gebieterisch die Rückkehr zu den bewährten Grundsätzen der Vorkriegszeit, welche den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Industrie, des Handels und der Landwirtschaft Rechnung trugen. In der Frage der Kartellpolitik geht das Bestreben der Reichsgemeinschaft nach einer vernünftigen Handhabung der Kartellgesetzgebung. Viehmärkte. * Essen. 21. Okt. Es waren aufgetrieben: 932 Großvieh. 154 Ochsen, 287 Bullen, 298 Kühe, 85 Färsen, 108 Fresser. 511 Kälber, 71 Schafe, 2759 Schweine. Es wurde bezahlt für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 56—60. b) 50—54, c) 45—48; Bullen: a) 49—52, b) 46—48, c) 42—45, d) 27—40; Kühe: a) 51—54, b) 46—49, c) 38—44. d) 25—32; Färsen: a) 55—57, b) 48—53. c) 40—44; Fresser: a) 36—42; Kälber: a) 98—125. b) 85 bis 92. c) 70—80, d) 60—68; Schafe: a) 55—58, b) 49 bis 52, c) 40—44; Schweine: a) 87—89, b) 89—91, o) 89—91, d) 86—88, e) 81—85, f) 77—82. Marktverlauf: mittel, Kälber lebhaft. * Elberfeld. Zl. Okt. Es wurden aufgetrieben: 855 Großvieh, 421 Ochsen, 45 Bullen, 146 Kühe, 174 Färsen. 69 Fresser. 408 Kälber, 22 Schafe, 2319 Schweine. Es wurde bezahlt für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 57—59. b) 52—56, c) 42—50; Bullen: a) 52—54, b) 46—50. c) 40—45; Kühe: a) 48—52, b) 44—48, c) 30—38. d) 20—30; Färsen: a) 52—56, b) 46—50, c) 40—44: Fresser: a) 40—45; Kälber: a) 85—88. b) 70 bis 80, c) 45—65; Schweine: a) 86—88. b) 88—90, c) 88—90, d) 85—87, e) 83—85. f) 72—80. Marktverlauf: Großvieh schleppend, Ueberstand. Kälber mittel, Schweine langsam * Dortmund 21. Okt Es waren aufgetrieben: 1315 Großvich, 431 Kälber, 72 Schafe, 2499 Schweine. Es wurde bezchlt für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 51—60. b) 54—56. c) 52—54, d) geschäftslos. e) 46 bis 50. f) 40—45; Bullen: a) geschäftslos, b) 30—53, c) 45—49, d) 40—44; Kühe: a) 50—53, b) 46—48, c) 40 45. d) 25—30; Färsen: a) 55—57, b) 50—54, c) 45—49: Fresser: a) geschäftslos: Kälber: a) geschäftslos. b) 70—95. c) 75—89, d) 60—74; Schafe: a) geschäftslos. b) geschäftslos, c) 50—55, d) 4.—49, e) 38—43; Schweine: a) 89—91, b) 90—92, c) 90—92, d) 80—90, e) 85—87. f) geschäftslos. Marktverlauf: Großvieh schlecht, Kälber gut, Schafe mittel, Schweine gut. + Köln 21. Okt. Es waren aufgetrieben: 1581 Großvich. 639 Ochsen, 175 Bullen, 498 Kühe, 178 Färsen, 91 Fresser, 879 Kä'ber, 205 Schafe, 5451 Schweine. Es wurde bezahlt für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 57—62, b) 50—55, c) 52—56, d) 42—48. e) 35—38; Bullen: a) 50—55, b) 45—48, c) 40—44: Kühe: a) 50—55, b) 44—48, c) 36—42. d) 30—35; Fürsen: a) 53—58, b) 45—50, c) 40—44; Fresser: a) 40—50; Kälber: a) 90—110. b) 82—88. c) 79—80, d) 58—68; Schafe: a) 56—60. b) 48—53: Schweine: a) 84—88. b) 85—88, c) 85—88, d) 83—87, 1) 78—83, g) 72—80. Marktverlauf: Großvich beste Tiere auch noch höher bezahlt, ruhig, geräumt, Kälber und Schweine ruhig, geräumt. ämtliche Devisen-Kurse. Für je 1 der Landeswährung in Reichsmark. Berlin, den 21, Oktober 1929 Schiffahrts-Aktien vorize in RM Hapag Hamburg Süd Lloyd 113.00 106.00 in RN 116.87 173.00 Bank-Aktien Bank el. Werte Bank für Erauindustr. Barmer Bant Barme: Kreditban. Berliner Handeleges. Boch.-Gels. Straßenb. Commers Privatbank Darmstädter Banl Deutsche Bank Diecoste Komm. Dresdser Bank oth.-Ban. ME Hamb. Hypot! Reichsbank 140.00 145.00 120.50 36.75 8 50 154.50 160.00 140.25 275.75 141.12 147.00 122.75 37.50 195.00 171.50 260.50 160.50 160.50 163.50 143.00 268.00 Brauerel-Aktien Dortmunde: Aktien 1 214,00 123.50 Dortmand. Ritterbräu 272.00 278.00 Dortmunde: Unlon 230.00 242.00 Glückaul Gelsend 134,00 124.25 Schlegel Sebarpene 175.00 185.00 Schaltheiß Patsend 274.00 284.50 Wickäle: Könl 240.00 241.50 Industrie-Aktien 110.00 116.50 37.00 38.50 38.00 38.75 173.90 177.50 77.75 81.00 117.75 118.30 5.00 1 74.00 33.00 41.00 alatore. Sdurwerke Mlesanderwerhe Ak G Bember Bergmans Berger Juliu: Berl.-Karleruhe ind. Bielefeld Mec. Bösperde Wal: Breunkohlen Briket! Braunschw. Kohlen Braunschw Jute Brornschw. Masch Breme: Volhar Badern: Busch Lödenscheic Büttnerwerke Chem. Bechse Chem. Heyden Chem. Ind. Celsen Conti Ceoutch Daio lei Woto: Deutsche Conti-Gss Deutach Babcoc Destech Erdö Otech. Kabelnerde Diech Pascl inen Dtsch. Reichst ah: Disch. Schachtbe: Doloritwerke Dbsseld. Ferbötte Düsseld. Kammgarn Dösseld. Maschinen Dynemit Nobe Eintr. Breunkoblei Elekts. Lieferungen Elehts. Licht a. Krait bsche. Be ssene: Steinkohle Fahlberg-Liet I. G. Farbenincustne Feiter" Celle Friedricheb Kall Caggenaven Eise Celsenk. BerGermanie P. C. Gerresbeim Gl. Ges. elektr. Unterm. Glaemanal. Schalle Goldschmidt Essener Börsen-Tendenz Die Tendenz ,war, bei Beginn der neuen Wocho allgemein etwas beruhigter und zuversichtlicher. Dringendes Angebot war nicht vorhanden, und geringe Nachfrage genügte auf den einzelnen Märkten. um teilweise erhebliche Kurssteigerungen herbeizuführen. Rhein.-Westt Kall Rütverswerke Sschsenwerk Salzdetfartb Stollwerck Stolberger Zind Schuekert El. Schweimer Eisen Siegen-Solinger Guß Siemene Gles Siemene Halrke Ver. Gothanie Ver. Portl. Zement Verein. Stahlwerke Ver. Stahl v. d. 2. Ver. Diech. Nichel Ver. Elenzstof Wanderer-Werke Warsteinen Gr. Wasserwerk Gelsenk. Westd. Hand C Westeregein Alkall Westl. Dirmendah Westt. Draht Westt. Kupfe: Wiching Portl. Wittener Guß Zellstoff Waldho. 73.00 97.00 700 60 107.75 135.50 184.87 138.00 7.00 110.00 316.00 106.50 200 50 108.62 164.00 152.00 223.00 47.00 114.00 124.00 50.00 217.00 67.50 53.30 112.00 206.50 110.00 75.00 100.00 358.00 111.75 141.50 193.50 138.00 7.00 113.50 336.50 111.00 205.75 111.50 164.00 158.00 267.00 54.00 114.00 127.00 50.00 222.00 67.25 55.12 19.50 41.00 214.00 Essener Wertpapierbörse 21. Oktober 1929 Name 9132 ur trage gebot Name Kure a) Steinkohle 310 Alte Haase i. Liqu. Blankenburg— Caroline I 2700 Carolus Magnusl 8000 ver. Constantin d. Gr. 1 8700 Deutschland1 290 Ewald l 19000 GottessegenI 2300 Grai Schwerin 3300 leinrich I 5800 Joh. Deimeleburg"— König Ludwigl 37500 Langenbrahm f 17000 b) Braunkohle Bruckdor Nietleben Glimmerode Gute Hoffnung Loonhardt Miche Veste 3700 4700 12750 8300 9100 20560 6200 41000 19000 4100 5100 12750 14000 730 o verschiedene Werke Bernbardshall a Kall 1850 1— Beienrode Barbech Carishal Desdemons Güntershall Hildasgläch HonentelNeustaßfurt Salsmünden Siegtriee 1 u. L Volkenrode Walbeer Wilhelmshall-Oeleb Wintershal! 300 10500 1700 3300 11000 23000 13500 4700 II. Aktien Adler Dahlbasch a) Kohle 2400 4500 11200 12500 14200 76.00 112.00 Nachtrage 39.50 101.00 159.00 Angebot Name gebot Essener Bergw.-Verein Lothringen Magdeb. Berrw.-Verein Mülh. Bergw.-Verein Phoeniz Roddergrabe Zukunft b) Kall Kell-Shemie Hallesche Kali Barbach Kali Niedersachsen Salsdelfurtb Wittekind c versch. Gasellschaften 42.50 224.00 Balcke-Maschiner Dorstener Eisengieß. Düsseldorter Maschb Losenhause: Quisb. Bankverein Eisenwerk Heerdt Essener Akt.-Bierbr. Glas- und Spiegelman. Hochtiel Hauben-Werse Kabel rheydt Köln. Hauebes. A.-G. Lüdenscheider Metall Papiertabrik Reicholz Rb.-W. Boden-Creditbanh Köln alte Akt. unge Akt Schlegel-Scharp.-B. Uerdlager Waxror Ver Rumpus 119.00 128.30 86.00 45.00 90.00 135.00 108.00 122.00 99.00 47.90 203.00 113.00 172.00 III. Festverz nsliche Werte und Sachwert-Anleihen Düsseldorter Stadtanleibe 1926 7 Pst. Ouisburger Stadtanleihe 925 8 Pat. Essener S1 80.60 lösch Tellschuldverschr. 8 Prt. Klöchner-Wers 8 Pat. Pr. Krapp A.-G. 3 Prt. Fried. Krapp Goldanleihe 1924 6 Pst. 1927 6 Pzt. Landesbank der Rheinpr. Goldpfandbr. 8 Pzt. 7 Pa. „ 6 Pzt. Gold-Komm. Schuldverscht. Pat. 6 Pat. Landssb. Westfäl. Goldanleihe v. 1927 6 Pxt. Rh.-W. Boden-Creditbank Köln Goldhypothpfandbriete 1923, Serie 5 Pat. 1924, Serie II 10 Pst. 1924, Serie III 1924, Serie 1V 925. Serie V 1926. Serte VI 1926. Serie VII 1926. Serie VIII 1927. Serie 1X 1927, Serte X Goldkom 1923. Serie 1924, Serte 1 1925. Serie III 1926. Serie 10 1926, Serte V 19 7, Serie UT Bedlungsverband Ruhrsoblenbezirk Essen, Aneibe von 1926 1 Pat. Verein, elektr. Fabrihate Busch-Jägen 8 Pat. Westt. Pfendbriefemt für Hausgrdsteuer Münster Goldpfandbrief 6 Pst. Oberbens. Stadtenleihe — 22.00 87,00"— 85.00— 101.00 101.00 91.50 91.00 88.75 63.50— 68.00 101.00 101.00 94.00 101.00 91.00 83.75 95.00 83.75 82.00 85.00 101.00 90.75 63.50 2.00 65.00 71.00 Dienstag, den 23. Oktober 1923. Lagerreinigung bei Goffesleben Beachten Sie unser morgiges Inserat Wohnunsseinrichtungen Ph. Gottesleben Nachf. Gelsenkirchen Bochumerstr. 94-98 Ueber unsere post vor sechzig Jahren") Nach amtlichem Material bearbeitet von Reinhold Grasreiner. Pfleger für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer. Zwei„Menschenalter sind ja im großen Weltgesriebe eine recht turze Zeitspanne. Wenn man aber bedentt, was alles an Entdegungen ischen 3a— n Galbegungen, Ersindungen, technischen Fortschritten in den letzten paar Jahrzeonten geleistei wurde. so bedeuten sechs Jahrzeynte schon einen beirächtlichen Zeitraum. Vergegenwärtigen wir uns auch die postalischen Vervälinise aus der Zeit vor sechzig Jahren. so muten sie uns noch manchmal recht primitiv an. Aus den folgenden Aufzeichnungen, die sich auf amtliches Material stützen und im wesentlichen den Regierungsbezirk Arnsberg betreisen, dürfte das zur Genüge vervorgeben. Unterm 6. November 1868 forderte die Oberpostdirektion zu Arnsberg erneut die Versender aus. von der undellarierten Verpackung in Briesen und Pateien Abstand zu nehmen.„Zur Uebermittelung von Celd durch die Post vietet sich unter Garantie die Versendung des detlarierten Wertbetrages in Briesen und Paleten oder die Anwendung des Verfahrens der Posanweitung dar“ Neven der Angabe des Pertbetrages wurde außer dem tartmäßigen, nach Entiernungsstusen, sowie nach dem Gewicht zu berechneuden Fabxpostporto eine Aneturanzgebühr erboben. Diese betrug bei Zendungen, welche nach Orten des Norddeutschen Postbeziris, sowie nach Unterm 16. Juli bekannt. dan„be auch im Verkehr 16. Juli 1869 machte die Oberpostdirektion 6 das Verfahren der Postanwetsung... erkehr mit Dänemark, den Niederlanden, auch im Verkehr mit Dänemark. Norpegen. Schweden, der Schweiz ten Staaten von Nordamerika zulä taaten von Nordamerika zul benutzte die Postbedorde diese Ge auf die Verwendung der Posta binzuweisen: das undeklarierte Verpacken von und den Vereinigstig; sei. Zugleich elegenheit, wiederum stanweisung dringend wurden die Tienststunden dieser Postanstalt im Verkehr mit dem Publitum festgesetzt: an den gewöhnlichen Wochentagen im Sommer von 7—12, 3—7 Uhr, im Winter von 8—12, 3—7 Uhr, an Tonntagen 6 bezw. 5 Stunden. an den gesetzlichen Feiertagen 7 bezw. 6 Stunden. Einige Aufregung in den Amtsstunden der Oberpostdirektion in Arnsberg scheint die„Fama“ hervorgerufen zu haben, die Post wolle keine Palete mehr befördern. De Da sah sich der neue Oberendungen über 360 big 362 Eilder. Silbergroschen groschen. Bei Sendungen über 50 bis 100 Taler eihöbte sich der Beirag bei den beiden ersten Entsernungszonen aus das ooppelte. bei der dritten Zone auf 3 Silbergroschen. Die Anwendung der Postanweisung war zulässig innerhalb des Cosamigebietes des Norddeutschen Postbezirks. sowie im Verkehr mit Bavern. Württemderg. Baden und Luxemburg. Die Gebühr für die Vermittlung der Zahlung durch Postanweisung betrug bis 25 Taler: 2 Silbergroschen, über 25 bis 50 Taler: 4 Silbergroschen. Die Oberpostdirektion sab sich veranlaßt, die Verwendung der Postanweisung wie folgt zu empfeblen:„Beim Gebrauche einer Postanweisung wird das zeitraubende und müdsame Verpacken des Geldes. die Awrendung eines Kuverts und die fünsmalige Versiegelung völlig erspart. Auch bietei das Verfähren der Postanweisung den Vorteil, daß zwischen Absender und Empfänger Dilterenzen über den Besund an Geld niemals erwachsen können.“ „Toppelt genäht dält besser, dachte die Oberpostdirettion in Arnsberg, und so veröffentlichte sie nach vier Monaten nochmals dieselde Versügung. Das dochverehrte Publitum schten sich also nicht aut an die„Postanweisung" gewöhnen zu wollen. Nach zwei Monaten erneute die Postbedörde abermals ihre Aufforderung an das Pubtikum, immer mit dem Schlußsat:„Um so mehr darf die Postbehörde an. die Versender die erneute Aufforderung richten. sich einer undeblarierten Verpackung von Geld in Briesen oder Paketen zu enthalten, vielmehr von der Versendung unter Wertangave oder von dem Verfahren der Postanwetsung Gebrauch zu machen.“ Vom 1. Jgnuar 1869 an sollten„noch ferner verbsweise“ für gewöhnliche Briese, die nack ts= oder Landbestellbezirk verselden Postan vo sie eingeliefert worden— gerichtet waren K"—„—"— uchsweise“ für gewöhnliche Briese, die nach dem erts= oder Landbestellbezirk derselden Postanstalt— vo sie eingeliefert worden— gerichtet waren, im Regierungsbezirk Arnsberg statt des Tatzes von 1 Silvergroschen der Tatz von&1m Silbergroschen angewendet werden. Für einfache Trucksachen und Warenproven war 4 Silbergroschen zu entrichten.(Ter Silbergroschen datte 12 Psennig.) Postanweisungen seln. Die Gedüdren für Bemußzten stets frankiert seln. Die Gedüdren füx sorgung dieser Gegenstände an Adressaten im Landbestellbezirk der Ausgabe=Postanstalten betrugen Postanmeisungen, obne Rücksicht darauf, ob zue der Geldbetrag dem Adressaten von dem Landbrief träger mit überbrachmu*:: er mit überbracht wurde. 2 Sülbergroschen om 1. Zebruar 1869 an wurde die PersonenzwIschen Bochum und Castrog,auf8 von.„„„ geboben. Für Schwerte wurde vom 1. April 1869 an die Station für Extrapost ausgeboben. Die Station für ordinäre Posten. Beichaisen und Extraposten in Castrov. sowie die Beichalsen und Extraposten in Schweim wurden im Mai 1869 ausgehoben. Im Laufe des ersten Quartals 1869 wurden die invaliden Füsiliere Elend und Weder II als Brieftrager in Gelsenkirchen angestellt. Auf die Verfügung betreffend Anwendung der Postanweisung usw. wies die Oberpostdirektion im Juni 1869 wiederum din. Zum 1. Juli 1869 wurde„in dem Orte Wilnsdorf im Kreise Siegen versuchsweise eine Post=Briefsammlun„eingerichtei und deren Verwaltung dem Gastwirt Vitt übertragen.“ *) Aus dem Verkehrsturm. Heft 11/1923. „ n Besörderung von Paketen durch die Post mit dem 1. November 1869 aufricht ist unbegründet. Inpostdirektor Schultze veranlaßt, folgende Bekanntmachung unterm 25. Oktober 1869 zu erlassen:„Es ist im Kreise des korrespondierenden Publikums die Nachricht verbreitet, daß die keten durch die Post mit hören werde. Tiese Nachricht in a... ge zahlreicher an die Postbebörden gerichteter en bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß die esörderung von Pakeien durch die Post nicht aufbört. vielmehr Päckereien in der bisherigen Weise auch ferner durch die unverändert bestebenden Posteinrichtungen befördert werden.“ Im Oktober 1869 wurde der Post=ExpedientAnwärter Jung in Gelsenkirchen zum Postervedienten ernannt. Um dieselbe Zeit kamen nicht wenige Versetzungen auf große Entsernungen vor, so von Tanzia nach Arnsberg(der Oberpostdirertor Schulve). von Lüdenscheid nach Magdeburg=Burg. von Hamm nach Görlitz. von Breslau nach Soest, von Frankjuri a. M. nach Soest. von Berlin nach Bochum. von Hildesbeim nach Hagen, von Unna nach Danzia. von Braunschweig nach Unna von Soest nach Uuben, von Bochum nach Muskau, von Soest nach Münster usw. Also großes Revirement! Bei den versetzten Personen dandelte es sich meist um höhere Postheamte, aber auch ein Postassistent. sowie ein Postexredient und ein Briefträger waren darunter. Mit dem 1. Dezember 1869 wurde die Olpe—Kirchener Personenpost auf der Strecke Olpe—Freuden= berg, sowie die Botenpost zwischen Freudenberg und Kirchen ausgehoben. Dieser Ausfall wurde aber reichSo stehls im Kochbuch: „I nicht nur überbrühen, den Kathreiner ondern eunge Minuten kochen lassen“ So kommt nämlich erst der— richtige Kathreinergeschmack zur Geltung! lich wettgemacht dadurch, daß bei edört, zug„Rüstzeuge des Lehrers wie des testräger oder durch sonstige Postboten bestellt wurden: Als Bestellgebühr wurde festgesetzt: für Patete über 15 Lot(— 250 Gamm) bis zum Gewicht von einschließlich 15 Pfund„für das Stück 4 Eilbergroschen. für Pakete über 15 Pfund das Stück 1 Silbergroschen: für Pakete bis zum Gewicht von 15 Lot einschließlich wurde eine Bestellgebühr nicht erhoben—— Abso wie gesagt; das war vor sechs Jahrzehnten. Und beim Lesen oder Ueberdenken mancher der vorstedenden Einzeldeiten taucht bin und wieder vor dem geistigen Auge der Postillon auf, wie ihn schon Lenau besang: Rauder war mein Postillon, Ließ die Geitel knallen, Ueder Berg und Tal davon Frisch sein Horn erschallen. Und von flinken Rossen vier Scholl der Huse Schlag Scholl der Die durchs bl gen. tühende Revier Trabten mit Behagen. Weiter ging's durch Feld und Hag Mit verhängtem Zügel———. Zeilungswissenschaftliche Arbeit der Universität Münster i. W. Immer stärker wächst die Erkenntnis, daß die große kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Presse auch an unseren Hochschulen mehr gewürdigt werden muß. Die Wissenschaft sann nicht mehr umhin, die inneren Gesetze dieser Weltmacht, die heute fast alle Schichten des Volkes umfaßt, eingehend zu beobachten und zu erforschen. Dieser Aufgabe sollen die Zeitungsinstitute, die an verschiedenen deutschen Universttäten im Lause der letzten Jahrzehnte errichtet worden sind. dienen. Sie sollen neben der eigen lichen Forschungsarbeit, die sich auf Geschichte und Wesen der Zeitung erstreckt, dem Studenten Einblicke verschaffen in die geistige, wirtschaftliche und technlsche Struktur der modernen Tageszeitung. Vorlesungen und Uebungen, die in diesen Instituten über die gerade heute so orennenden Fragen gebalten werden, gehen deshalb nicht nur den Journalisten oder Verleger an, sondern nicht weniger alle Beruse, die einmal mit der Presse zusammenarbeiten müssen. Es gibt aber heute kaum mehr einen akademischen Beruf. der sich dieser Notwendigkeit entzieben könnte. Man kann, ja soll Zeitungswissenschaft studieren. auch ohne Journalist werden zu wollen, weil Zeltungswissenschaft als akademische Disziplin Allgemeinbildungsfach ist, zur staatsbürgerlichen Bildung schaftlers, des Staatsbürgers kultät die Zusammenhänge von Wirtschaft mit großem Erfolg. Aber ein selbständiges titut muß natürlich über diese Sepezlalters, wie des Beamten, wie jedes Die univerllict Wünster dat die Bedentung zeitungswissenschaftlicher Vorlesungen swon früb erkannt. Der verstorbene Geheimrat Meister und Prosess den bistoris# gelegt. Prose. Zeitungsseminar mischen Fakuliät und Presse mit g Zeltungsinstimt fragen hinausgeben und alle Bereiche der Presse umfassen: Politik und Nachrichtenwesen. Feuillzion und Kritik. Gerichtsberichterstattung, Kommunal= volitit und Wirtschaftsteil. Technit und Organisation des Verlagswesens ebenso gut wie das Gebiet der Geschichte und der Massenpsychologie. Deshald wird das eigentliche Institut für Zeitungswesen an der Universttät Münster, das setzt im alten Lehrerinnenseminar am Domplatz untergebracht ist und zu dessen Leiter mit Wirkung vom 1. Oktober d. Is. ad der Lektor für Zeitungswesen Dr. phll. Heinz Bause ernannt worden ist. mit besonderem Nachdruck alle mit dem Wesen der Presse zusammenhängenden Fragen behandeln. In diesem Semester werden zwei Vorlesungen gehalten werden. die über einen engeren Interessenkreis weit hinausgeben dürften:„Geschichte der deutschen Presse in den letzten fünfzig Jahren mit besonderer Berücksichtigung der Konzentrationsbewegung im deutschen Zeitungsgewerde“ und„Organisation und Technik der modernen Tageszeitung". An die letztere Vorlesung sollen sich prattische Uebungen anschließen, die durch eine Besichtigung einer biesigen Zeitung und eine Exkursion ins Industrie= gebiet sowie durch Vorträge bekannter Persönlichkeiten der deutschen Presse erweitert werden. So werden Sondervorträge halten: Cdefredakteur Paul Baecker(Deutsche Tageszeitung), MdL. und MdRWR.: Cbefredakteur Geora Bernhard(Vossische Zeitung), MdR.: Professor Dr. Dovisat. Direktor des Deutschen Zeitungslnstituts In Berlin. und Dr. Martin Carbe. General= bevollmächtigter der Firma Mosse=Berlin. Wagen eines Vortrages über Zustiz und Presse wird urch verhandelt. Zu den Einzelvorträgen sind Gäste stets willkommen Für die Institutsmitglieder selbst steht ein eigener Leseraum mit einer guten Auswahl der Großstadtpresse sowie sämtlicher niederrheinisch=westsälischer Zeitungen außerdem eine Fachblbklotbek üder Geschichte der Zeitung, Zeitungswesen, öffentliche Meinung, Verlagswesen, Rekkame, Drucktechnik usw. zur Verfügung. Anfragen drieflich oder telesonisch unter Nr. 20173 Münster an das Institut für Zeitungswesen, Domplatz 4, erbeien Der Leiter des Instituis ist persönlich wochentags zwischen 11 und 12 Uhr zu sprechen. Amerikanische Geschmacklosigkeit SI F „AEIPERIZ In der amerikanischen Armee ist jetzt man kann wohl sagen, die Unsitte eingerissen, Episoden des Weitkrieges in kleinem Maßstabe vor einem großen Publikum nachzuspielen. Naturgemäß werden dabei immer solche Szenen herausgegriffen, die die Tapferkeit der amerikanischen Truppen In besonders hellem Lichte erscheinen lassen. So wird jetzt an vielen Plätzen eine Szene aus der Argonnenschlacht vorgeführt. in der der amerikanische Sergeant Vork angeblich 132 Deutsche gesangen nahm Im großen und ganzen eine etwas kindliche und eigenartige Propaganda des„friedsertigen“ Amerikas für seine Armee. Unser Bild zeigt den Schluß der erwähnten Episode: Feldwebet Vort läßt die gesangenen Deutschen an sich vorüberzieben. Trosen von der Stirn nach den Wangen derabsickerten. „Sieh. Peter!" Der duftende Körver schmeichelte sich an seinen schweißgebadeten.„Wenn man so ganz eines Wesens geworden ist wie du und ich—— und wenn ein Weib so ganz in Liebe zu dem Manne aufgebi und sich ihm so ungeteilt zu eigen gibt wie ich mich dir—— muß da nicht auch noch die letzte Schranke fallen?—— die allerletzies Peter?“ Sein Leib zitterte, daß es ihn wie im Schüttelfroste din und der zu wersen begann.„Ich——— weiß nicht— was du— meinst. Brunbilde!" „Nichts———“ Ihre Hand löste sich aus der seinen, und ihr Gesicht wurde wieder kübl und nach dentlich.„Ich fürchte, daß dem armen Hindu nicht mehr zu helfen sein wird.“ „Es muß ihm zu velsen sein!“ Anstetten taumelte mit schweren Fützen vom Divan auf. Er wankte, ohne daß Brunbildens Arm lom zu Hilfe kam „Cünter kann nicht tot sein!—— Ist nicht von ihm ermordet worden.— Ich—— du wirst begreisen. Hilde, daß ich hinüber muß, die Unschuld Akabs zu beweisen. „Kannst du denn das!“ „Ja.“ „Wie willst du denn das machen. Peter?: Die Sprache versagte ihm vollkommen. „Vielleich———“ Brunhildes Stimme schuf eine Pause von Sekunden———. indem du dich für Güntei ausgibst?“ „Ja——— das will ich tun!“ Sie bielt das Gesicht erwas vornübergeneigt, als sie jetzt sprach.„Komisch!—— An diesem Hindu scheint dir viel mehr gelegen zu sein als an Günter selbst. Du willkt ion um jeden Preis vor der Strafe bewahren, nährend es dir scheinfar gar; gleichallltig ist, deinen vermodert und verscharrt zu wissen“ Ansteiten vermochte nichts zu erwidern, preßte nur die Lände an die Schlälen und verließ das Zimmer Auf dem Korridor stieß er gegen Friedrich, der ihm flüsternd berichtete: „Herr Baron, der Siephan Würz wartet oben in Ihrem Arbeitszimmer Es wäre sehr dringend, lüßt er bitten.“„ „Würz!“ Auf den hatte Anstetten vergessen. Es gab noch einen, der außer Alsworth und Akab um Hans Peters Sterben wußte. Ob er zum Verräter an ihm wurde oder schon geworden war?" Sein Schritt wurde schleppend langsam, als er letzt nach dem Westflügel ging um in sein Arbeitszimmer zu kommen. Würz stand nahe der Türe und drehte den Hut in der Linken. Guten Tag. Herr Baron!—— Aus is und gar! Zwölfe hat's geschlagn! Ein Spürhund is heut bei mir gewesn" „Du hast mich— verraten?“ * S t e p h a n s G e s i c h t f l a m m t e a u f.„ N a. H e r r B a r o n! Bei unserm Herrgott am Kreuz! Kein Wörtl hab ich raus lan, das Ihnen belasin! Aber davon müssn mir uns machn, alle zwei! Der laßt nimmer aus! Der nimmer! Gfragt hat er mich! Gfragt, als wenn ich den Herrn Baron Günter umbracht hätt!“ „Glaubst du. Würz, daß er von Hans Peiers Tod weiß?“ Ein Achselzucken.„Nix Gwiß laß sich net sagn, Herr Baron. Der gnädan Frau müsin S' halt was vormackn, daß Ihnen auslaßt Zu Schiff dauert's eine Ewigkeit, dis wir nüberkommen Müsin wir schon das Flugzeug nehmen, das grausliche! Is gut, daß ich net gbeirat hab! Jevi sitzei ich schön fest!“ „Du mußt dier bleiden, Stephan!“ gebot. Anstetten.„Wenn du mitkommst, ist es zu verdächtig.“ „Nachher bleib ich halt da, wan S' meinen, Herr Baron!“ Anstetten maß lon mit einen langen Blick.„und eines Tages wird der Engländer dich docd so weit haben, daß du— alles bekennst— und für mich ist alles verloren.“ Würz schüttelte bodächtig den Kopf.„Ich weiß von nix, Herr Baron!— Ich kann grad sagn, daß ich den Herrn Günter das letztemal gesehn hab, wie wir von Dardschiling weggjahrn sind. Seither dab ich Auch nir mehr — Da is von gleich lon nimmer zu Gesicht kriegt ihm gbört! Kein Sterbnswört! net! ause ragt.“ Anstetten drückte die Fäufte gegen die Augen. „Würz. ich werde alles wieder verlieten, was ich mir zu Unrecht angeeignei habe.“ „War net übl. Herr Baron! Zu Unrecht? Daß ich net wüßt! Das is wirklich ehrlich verdient gwesen: die Witwe vom Herrn Peter und das finderl und die Liab vom Herrn Bernd. Wann einer sein Leben einsetzt für ein Weib. nachher ghört's ihm auch. Und der Herr Peter hat's ja selber so wolln! Sie habn ihm's Sterbn damit leichter gmacht." „Von dem war keine Rede, daß ich seine Frau als die meine betrachten soll.“ „Von was nachber sonst, Herr Baron! Vaterund Gattenrechte hat er Ihnen zugestandn. Das hab ich in meine eignen Odrn neighört. Wenn er heut redn könnt, müßt er's bestätign.“ Anstetten war nach seinem Schreibtisch gegangen und zog die Lade heraus, die seinen Revolver entdielt.„Wenn es nicht glückt, Würz, bleibt immer noch dieses eine" In Stephans Gesicht verblaßte die gesunde Farbe. „Damit warin S' bis zu allerleti, Herr Baron!— Eine Frag, wann S' erlaudn möchtn: Glaub S', daß die Frau Baron einen Skandal machn tät, wann S' ihr alles eingstehn?“ „Das ist ganz unmöglich, Würz! Das hiede soviel, wie schon verloren haben. Denke dir doch— ich brauche dir ja gar nickts vorzumachen, du weißt da alles— wir sind nicht einmal verbeiratet. Das Kind ist— illegitim!“ „Mich tät das nix geniern, Herr Baron! Mich nei!“ unterbrach ion Stephan mit Ueberzeugung. „Aber ich begreif's schon, bei Ihnen is das was anders.— Zweihundert Fesmmeter wärn noch zum Schlagn am Hundsruck obn. Der Herr Forstmeister laßt fragn, ob wir gleich damit anfangen dürftn.“ Anstetten wandte sich rasch herum und sah Bernd im Rahmen der Türe stehen. „Es ist gut. Stephan,“. Er nickte ihm lässig zu. „Ich komme morgen früh selder noch hinauf.“ Dann klappte die Türe binter Stephan zu. „Ich bitte dich, Brunhilde mir Verständnis entgegenzubringen.“ Anstetten sah nach seiner Frau hin, die in dem gemütlichen Teezimmer an dem ovalen soschlene. Der. Laing, Laund deur vien die 9u. das rasch in seinem Mäulchen verschwand. Die Baronin wandte das Gesicht nach dem Gatten, ohne ihn eigentlich anzusehen.„Der braune Hindu steht dir demnach näher als Frau und Rind?“ die in rem gemutlichen Teezimmer an dom ovalen Tische stand und Backwert in eine„Stiberschale schichtete. Der kleine Hans Perer hien die Händchen empor und bekam ab und zu ein Stück dineingelegt. „Hilde, ich bitte dich!“ „Mach nicht viele Worte! Deln Verhalten beweist, daß es so ist. Wenn du dir irgendwelchen Erfolg versprichst, dann reise.“ Er war mit ein paar Schritten bei ihr, umsaßte sle von rückwärts und drücke ihr Gesicht an seine Brust.„Ich danke dir!— Und meine andere Bitte, daß du über das Ziel meiner Fahrt Stillschweigen bewahrst“— Darf lch auch diese erfüllt hossen!“ Er gab sie hastig frei, so hart und mapp hatte dieses„Ja“ geklungen. Am andern Tage stand er reisefertig. Der Wagen sollte ihn nach Wien bringen, und von dort woule er mit dem Flugzeug das Schiff erreichen, das nach Bombay ging. Die Reise nach Benares doffte er wieder im Flugzeug zurücklegen zu können. Brunbilde schlug die Klappen ihrer Lederyaube verab und knöpfte den Pelzmantel übereinander. Sie wollte den Gatten bis Wiens begleiten. Aus dem Kinderzimmer kam Klein=Hans=Peiers Lachen herüver und eine Minute darauf ein so fläglich hilfloses Weinen, daß sie durch die beiden Zimmer hepte, welche sie von der Kinderstube trennten. Sie mußte sich an der Portiere halten, um nicht schwach zu werden. Aus dem Boden kniete ihr Mann und hielt den Knaben mit beiden Armen an sich gedrückt, das schmale Kindergesicht immer und immer wieder mit Küssen bedeckend:„Wenn ich dich nicht mehr seben sollte, mein Junge— vergiß deinen Vater nicht!— Vergiß mich nicht!“ „Vaterle!" ichluchzte der Kleine. „Werde ein guter Mensch, mein Bub, und mach deiner Mutter Freude!— Klein Peter, solch einen unglücklichen Vater hast du.— Solch einen unglücklichen Vater!" Brunbilde hörte ein würgendes Aufschluchzen und ließ die schweren Sammervorhänge zusammenfallen. Lautlaus drückte sie das Gesicht binein. Fünf Minuten später ging sie nach der Halle, vor deren Eingang der Kraftwagen stand. Man wollte in Wien Bernd noch besuchen, der schon seit einer Woche wieder an der Hochschule war. Brunhilde unterrichtete Friedrich, daß sie morgen abend wieder zurück sein werde. Der Herr Baron wolle nach Krösolyi zur Jagd und denke Wochen zu bleiben.(Fortsetzung folgt) M 4 i KA Angemeine Zeitung Dienstag, den 22. Oktober 1323. den Guus unserem Staôt Wattenscheid. Es wird weiter demonstriert! Gestern morgen mutten wir abermals einen De„. Kinder— monstrationszug der Kinder der durch Ministerial= erlaß ausgehobenen Magdalenenschule über uns ergehen lassen. Voran wurde ein Schild getragen „Hoch die Magdalenenschule!" Den Schluß des Zuges bildete wiederum ein Wagen, auf dem noch nicht schul pflichtige Kinder untergebracht waren. Die Kinder befanden sich in Begleitung ihrer Mütter. Alle hatten un dem Rücken, und den Schulranzen auf dem Rücken, und so ging es durch der Stadt. Wir haben b die Straßen der Stadt. Wir haben bereits vor acht Tagen zu einem gleichen Vorgang Stellung genommen und zum Ausdruck gebracht, daß Kinder unter keinen Umständen als Demonstranten auf die Straße gehören. Dabei ist es vollkommen gleich, ob die zu verfechtende Sache zu Recht besteht oder nicht. Wir fragen uns heute nur, wie weit die zuständige Behörde diese durch die Demonstrationen in die breite Oeffentlichkeit getragene Sache wenigstens in der heute wieder gezeigten Form noch verantworten kann. Jedenfalls machen diese Kinderdemonstrationen gerade keinen erhebenden Eindruck.(Wa) Ihr zwanzigjähriges„Dienstjubiläum konnte die Leiterin des hiesigen Schuhwarenhauses Böhmer, Fräulein Johanna Kirchhofs. in diesen Tagen seiern. Mehr Beleuchtung. Gebt man abends durch die Sommerdellenstraße nach Günnigfeld, dann ist die obere Straße aufs Hellste erleuchtet. Aber ausgerechnet dort, wo an der Beisenkampftraße die Häuser aufhören berrscht tiefste Dunkelheit. Es stehen wohl drei bis vier Lampen, aber nicht eine einzige brennt, da sie sämtlich defekt sind. Dieser Weg wird von Fußgängern sehr viel benutzt, es wäre an der Ordnung, daß er in der Dunkelheit auch beleuchtet ist, ede sich dort unliebsame Vorfälle ereignen.(Wa) Die Vereinigung ehem. Artilleristen für Wattenscheid und Umgegend veranstaltete am Samstag im Stadion Beckmannshof ein Preisschießen. Einen Preis erhielten die Kameraden Sonnenscheid, Schalle, Lenzen, Hagedorn, Brune und Ueberfeldt mit 33 bis 38 Ringen. Abends fand im Vereinslokal Hagedorn die Jabreshaupiversammlung statt, die gut besucht war. Der Vorstand wurde zur Entlastung des Vorsitzenden durch einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden erweitert. Es wurden auf die Dauer von zwei Jahren gewählt die Kameraden Schalke zum Vorsitzenden, Hagedorn und Dr. Olthoff zu Stellvertretern, und Hake, Wiemer und van Kotben zu Beisitzern. Dann erstattete der Schriftführer, Kamerad Drever den Jahresbericht: Kamerad Dr. Olthoff den Kassenbericht. Dem Kassierer, Kamerad Ueberfeldt. wurde Entlastung erteilt. Es wurde beschlossen, in diesem Winter ein geschlossenes Fest mit Damen zu veranstalten.(Wg) Der Krieger. und Landwehrverein Westenfeld hielt am Sonntag bei Gottschalk seine Monatsversammlung ab. die vom 2. Vorsitzenden Runte eleitet wurde. Einen breiten Ruum in der Berechung nahm das für den 16. November geplante interfest ein. Die Gesangsabteilung des evangelischen Volksvereins Westenfeld bat ihre Mitwirtung zugesagt: ferner wurde die Beteiligung des Humoristen Fr. Frank, Gelsenkirchen, gesichert. Ein Antrag. am Volkstrauertage die Ehrung der Gefallenen ber eingeladen werden. Den Bericht über die letzte Stadtkrieg Stadtkriegerverbandssitzung erstattete Kamerad Witt kämper.(Wg) Der Schlesierverein„Harmonie“. Günnigfeld hielt ei am Sonntag eine Generalversammlung im Vereinsheim Gondermann ab. Es wurde beschlossen, eine Weibnachtsfeier mit Kinderbescherung zu veranstalten, und zwar am zweiten Weibnachtsseiertag. Die Zeitungsfrage wurde noch einer lebhaften Kritik bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt.(B) Frauenausschuß der DBP. Es wird schon jetzt darauf hingewiesen, daß am 6. November, 15 Uhr, im Saale Stock(Wintergarten) eine Frauenversammlung Frauenversammlung stattfindet. Als Rednerin wurde die Generalsekretärin, Frau Käthe Rahmlow, Dortmund. gewonnen. Ferner wird eine Lichtbildvorführung *erten zu 0.60 Mark „Der deutsche Osten“ gezeigt. Karten zu 0.60 Mark sind bei allen Mitgliedern des Frauen=Ausschusses zu haben.(Wg) Staôt Wanne=Eickel. Licht- und Werbewoche. Auch in diesem Jahre wieder eine Korsofahrt. Der Kaufmännische Verein Wanne=Eickel veranin* hiesigen Gewerdes aufmerksam gemacht werden soll, daß es nicht um zu beweisen, daß es nicht notwendig ist, seinen Bedarf außerbalb der Grenzen unserer Stadt zu decken. Berechtigt zur Teilnahme ist jedes Geschäft, welches seine Schausenster bis zum 5. November bei Herrn Issels. Hindenburgstraße 248, angemeldet hat. Die Anmeldungen zum Wagenkorso. der am Sonntag, 1. Dezember, stattfindet, sind bis zum 5. November Herrn Franken, Hindenburgstraße, bekannt zu geben. An diesem Sonntag dürfen die Geschäfte in Wanne=Eickel zum Verkauf geöffnet werden. Der Preis für den Korso beträgt je Fuhrwerk 3 RM., je Auto 4 RM. Das Ele“ rizitätswerk hat sich bereit erklärt, allen Teilnehmein an der Licht= und Werbewoche einen Rabatt von 3. Prozent auf den während der Veranstaltung verbrauchten Strom zu gewähren. Bedingung ist, daß sämtliche Fenster bis 22.30 Uhr während sämtlicher Tage der Veranstaltung beleuchtet sind. Wieder ein Ueberfall im Stadtteil Röhlinghausen. Während erst vor kurzer Zeit eine Lebverin auf der Wilbe von einem Unbold angefallen wurde, übersielen am Samstag abend zwei Personen auf der Plutostraße einen Arbeiter, schlugen und mißhandelten ihn. Als der Ueberfallene B. um Hilfe schrie, verschwanden sie in der Dunkelbeit.(br) Hohes Alter. Wir beglückwünschen unseren alten. treuen Abonnenten. Knappschaftsältester Georg Fischer. im Stadtteil Röblinghausen zu seinem 74 Geburtstag. Mögen alle Wünsche, welche ihm an seinem gestrigen Ehrentage zu teil wurden. in Erfüllung geben..(br) Von der Schönheit unserer Heimat Ein stiller Winkel in der Nähe des Schlosses Westerholts Das neue Polizeipräsidium. Feierliche Einweihung des Präsidlums, des Polizelkrankenhauses und der Polizeiunterkunft. Recklinghausen, 21. Oktbr. Unter zahlreicher Beteiligung der Spitzenvertreter r Behörden„— der Behörden des Vestes Recklinghausen und in Anwesenheit des Ministerialdirektors Dr. Klausener wurden heute die Polizeiunterkunft, das Polizeikrankenhaus und das Polizeipräsidium Recklinghausen seierlichst eingeweibt. Der eigentliche Weiveakt sand im Dachgeschoß der Unterkunft statt, das zu einem Tonsaal umgearbeitet war. Nach einer musikalischen und gesanglichen Darbietung übergab Regierungsbaurat Kiß als der Erbauer mit schlichten Worten den Schlüssel der Gebäude dem anwesenden Ministerialdirektor. Polizeipräsident Dr. Wiesner warf einen bistorischen Rückblick auf die Geschichte und Entwickelung des Präsidialbezirks und der heute zu übergebenden Baulichkeiten. Ministerialdirektor Dr. Klausener sprach für den Innenminister und den Staatssekretär Dr. Abegg deren Bedauern aus, nicht hier sein zu können. Er selbst komme umso lieber nach Recklinghausen, als er hier Landrat gewesen sei. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß die getroffenen Einrichtungen dem Woble des Volkes dienen würden. Darauf wurde eine eingehende Besichtigung der neuen Gebäude vorgenommen, worauf Oberbürgermeister Hamm in prägnanten Ausfübrungen die Bedeutung dieses Tages würdigte. Im Anschluß an diese Besichtigung fand ein Staffellauf aus allen füns Polizeiinspektionen statt um einen Wanderpreis, der von Buer verteidigt wurde. Den ausführlichen Bericht darüber finden unsere Leser an anderer Stelle dieses Blattes. Der Nachmittag sah in der Reitbahn der Schutzpolizei gute reitsportliche Veranstaltungen. Silberne Hochzeit. Die Ebeleute Gustav Niedbof. Magdeburgerstraße, standen gestern unter dem Kranz der silbernen Myrte.(br) 25 Jahre Bäckermeister. Sein 25jähriges Berufsjubiläum feierte Bäckermeister Horstmann aus der Dorstenerstraße. Horstmann entstammt einer alten Holsterhausener Familie und konnte die Entwickelung unserer Stadt miterleben. Die allgemeine Beliebtheit sicherten ihm zahlreiche Glückwünsche und Aufmerksamkeiten an seinem Ehrentage. Die Bäcker=Gesangabteilung erfreute ihn durch ein Ständchen.(Ae) Neue Bauprojekte in Holsterhausen. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft beschloß in ihrer am Sonntag stattgefundenen außerordentlichen Versammlung, In Holsterhausen weitere 71 Wohnungen zu errichten. Das erforderliche Gelände von zwei Morgen sei bereits zu einem Preise von 24000 Mark erworben. Im nächsten Frühjahr soll mit dem Bau begonnen werden.(Ae) Wasserbuch=Eintragungen. Der Vorsitzende des Bezirksausschusses(Wasserbuchbehörde) In Arnsberg teilt mit, daß die Zahl der in den letzten Monaten vor Ablauf der Antragsfrist(30. April 1929) bei der Wasserbuchbehörde eingegangenen Anträge aus Eintragung von Wasserbenutzungsrechten in das Wasserbuch derartig groß ist, daß ihre Bearbeitung nur schrittweise erfolgen kann, insbesondere müssen die allein im Monat April 1929 eingegangenen rund 6000 Anträge einstweilen noch zurückgestellt werden. Diese unvermeidliche Verzögerung, die nur für die Anträge auf bloße Wasserbucheintragung, nicht aber für solche auf Verleihung und Sicherstellung von Wasserrechten Platz, greift, hat keine rechtsnachteiligen Folgen für ntragsteller. Krap. Evangel. Frauenhilfe Röhlinghausen. Nächste Zusammenkunft erst Mittwoch, 30. Oktober, im Gemeindehaus.(br) haus.(br) Vaterländischer Frauenverein Röhlinghausen. Das Jahresfest findet morgen nachmittag 3,30 Uhr im Saale Peter Trausch, ochumerstraße, statt. Die reichhaltige Vortragsfolge und eine Verlosung bringen genußreiche Stunden.(br) Volksbildungsverband Wanne=Eickel. Auf den Leisner=Liederabend am Sonntag, 20 Uhr, in der Stadthalle weisen wir nochmals hin. Dem SchumannZyklus„Frauenliebe und Leben“ folgen die „Zigeunerlieder“ von Joh. Brahms. Am Schluß dres Programms wird Emmi Leisner außer mehreren internationalen Volksgesängen auch einige plattdeutsche Volkslieder aus ihrer schleswig=holsteinischen Heimat singen. Die Begleitung liegt in den Händen von Studienrat Helm. Kramer. Die Monatsversammlung des evangelischen Arbeitervereins nahm einen fruchtbringenden Verlauf. Durch den Tod verlor der Verein Johann Schindewolf. dessen Andenken geehrt wurde. Am 3. November, nachmittags 3.30 Uhr, bat der Verein im Körnerschen Saale seine Reformationsseier unter Mitwirtung des Posaunenchors. der Gesang= und Theaterabteilung. Pfarrer Engel hält die Festrede. Das Programm kostet 30 Pfennig und wird durch die Vertrauensleute an die Mitglieder vertrieben werden. Hauptlehrer Jancke hielt dann einen fesselnden Vortrag über„Welche Folgen hat der Geburtenrückgang ide“, dem die Mitglieder unter eit folgten und spa unser Vaterland spannendster Aufmerksamkeit folgten und an dem sich eine rege Aussprache anschloß. Im Anschluß hieran berichtete Pfarrer Lic. Raunin über Kommunal= wahlen. (a) Zusammenschluß alter Krayer Bürger. Auf Veranlassung einiger, alter Kraver Bürger, hauptsächlich alter Sänger, fand am Sonntag nachmittag im Lokale Gröne eine Besprechung statt, mit dem Ziel, einen Verein zu gründen, in dem sich alle alten Kraver Bürger zusammenfinden können. Versammlungsleiter war Herr Joh. Fischer, Nach langem Verhandeln wurde von den Anwesenden mit 17 Stimmen die Gründung eines Kraver Bürgervereins beschlossen Als provisorischer Vorstand wurden Johann Fischer, August Bisler und Heinrich Münnig bestimmt. Der Verein will Jugendzeit und Heimat im Alter zu ehren und von neuem in Erinnerung bringen. Die nächste Versammlung ist am 9. November 17 Uhr bei Gröne. Alle 50 Jahre und älteren Kraver Bürger sind herzlich eingeladen.(ch) Der Turnkluv Kray(D. T.) wird am Sonntag im Vereinsheim sein 37. Gründungsfest festlich begehen. Mit Darbietungen musikalischer und deklamatorischer Art und turnerischen Vorführungen wird er seinen cher „ einen Freunden einen genußreichen Abend bieten.(ch) Der alte Krieger= und Landwehrverein hat am Sonntag 17 Uhr bei Maul, Leitherstraße, eine wichtige Versammlung.(5) Katernberg. Zehn Jahre Deutsche Volksparkei. Eindrucksvolle Feier im Saale Coburger. Die Jubelfeier der Katernberger DBP am Sonntag bewies den Aufschwung, in dem die hiesige Ortsgruppe begriffen ist. Voll besetzt war der reichgeschmückte Saal, als die Wenzsche Kapelle den Reig der Festfolge eröffnete. Nach einem gemeinschaftlich Kaffeetrinken nahm Frau Stadiverordnete Ida Meiners. Essen, das Wort zu einer Ansprache. Die Koloratursängerin Fräulein Graef. Essen, fand mit ihren Liedern reichen Beifall: ebenso der Quartettverein Katernberg unter seinem Dirigenten Neul. Der Parteivorsitzende. Studienrat Dr. Eckhardt. brachte in seiner Begrüßungsansprache seine Freude über den guten Besuch zum Ausdruck. Nach Liedersenträgen, von Franz Waamer von der Städtischen Oper Duisburg ergriff Oberingenieur Sachtleben, Essen, das Wort zu seiner Festansprache, in der er eingangs den Tod des Parteiführers und Außenministers streifte. In umfassender Form schilderte er die Arbeit des Führers und Staatsmannes nach dem Kriege. Seine Gedanken zu verbreiten, sei unsere Aufgabe. Weitere Liederdarbietungen leiteten zu Unterhaltung und Tanz über.(So) Stoppenberg. 39. Jahre Tv. Stoppenberg. Die Stiftungsfeste v. Stoppenbergs sind dafür bekannt, daß ste ihren des Tv. Skoppenbergs sind dafür bekannt, Besuchern immer viel Schönes bieten. So war es auch am Samstag abend wieder. Nach Freiübungen der Turnerinnen ergriff der 1. Vorsitzende Nassau das üßungsansprache. Die Hoffnung, dieses n. sei Wort zur Begrüßungsansprache. Die— Fest in der neuen Turnhalle zu feiern. zwar nicht gaumeistertitel erzielt habe, und gab der Hoffnung We Sc## guch weiterbin blühen, Ausdruck, daß der Verein auch weiterhin blüben. wachsen und gedeihen möge. Der Abend wurde ausdurch Vorführungen der Bezirkswerberriege. gefüllt durch Vorführungen der Bezirkswerberriege. Ueberaus reichen Beifall erzielten die Turnerinnen mit der Vorführung von Volkstänzen.(0t) Schonnebeck. 25jährige Jubelfeier des Jungmädchenbundes. Eine besonders schön verlaufene 25jährige Jubelseier konnte am Sonntag der Schonnebecker Jungmädchenbund begehen. Im Festgottesdienst predigte Pastor Altenpohl(Essen) über:„Siehe, ich mache alles neu!“ Frau Rasche, ein ehemaliges Vereinsmitglied, sang das„Gebet“ von Geibel, die Katernberger Chöre bereicherten ebenfalls den Festgottesdienst durch ihre Lieder Am Nachmittag war der große Saal des Gemeindehauses bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach gemeinsamem Gesang begrüßte der Ortspfarrer die Festversammlung und gab einen Ueberblick über die Entwicklung des Vereins. Dann hielt Pastor Böttcher(Essen=Borbeck) die Festansprache an Hand von Galater 5. 25 und sprach über das Fruchtbringen in der Vereinstätigkeit. Sei das Ziel auch bochgesteckt. mit aller Krast müsse darum gerungen werden, es zu erreichen. Nach der Kaffeepause sprach Frl. Quambusch über den Wert und die Berechtigung der wahren, reinen Freude. Nun erfreuten die benachbarten Vereine durch ihre Darbietungen. Sehr schön waren die Reigen, besonders der des Altenessener Vereins. Ebenso fand der Wabetanz viel Beifall. Der Kraver Verein bot ein sehr hübsches Festspiel:„Die goldene Gans“. Der festfeiernde Verein selbst beschloß den Abend mit sehr schön dargestellten lebenden Bildern, die Szenen aus dem Vereinsleben wiedergaben. Pastor Dünhof sprach zum Schluß allen recht herzlichen Dank aus und ermunterte zu treuer, gemeinsamer Weiterarbeit. Glaöbeck. Zehn Jahre Giadbecker B. K. Elternabend im Realgymnasium. Der Gladbecker Bibelkreis konnte am Samstag mit vielen Freunden. Alt=B. Klern und Eltern, das Fest seines zehnjährigen Bestehens begehen. Es war eine schlichte aber würdige und geschmack= und stilvolle Feier, die mit Mustworträgen des evangel. Schülerorchesters(Leitung Rektor Eickmever) und des Doppelquartetts sowie Deklamationen eingeleitet wurde. Sologesänge von Mendelssohn. Brahms und Hugo Wolf, von Frau Dr. Rotzberg meisterhaft vorgetragen. leiteten über zu einem seinen Laienspiel„Die Bürger von Calais“. das von der Spielschar des B. K Recklinghausen trefflich zur Darstellung gebracht wurde. Dann sprach Pastor Dr. vom BergRecklingbausen über die Ziele des B. K. Er stellte in begeisternden Worten klar und eindringlich das Wesentliche beraus: nicht Aufgeben im äußeren Betrieb. nicht reines Aestbetentum. der Bibelkreis will eine Erziebungs= und Lebensgemeinschaft sein, dessen Mitglieder alles, ihr ganzes Leben. Suchen. Kämpfen und Wollen unter den Gedanken an Jesus Christus stellen, ihn zum Leitstern und seine Lebre zum allein maßgebenden Gesichtspunkt ihres Handelns machen. Der Abend zeigte, daß die im Bibelkreis zusammengeschlossene Jugend unter ihrem Führer Fritz Labs es ernst meint mit dem Christentum: dabei kann man. ohne in Duckmäusertum, recht froh sein, wie der Abend bewies. Was man beim Pilzesuchen finden kann. Zwei Gladbecker junge Leute waren auf die Pilzsuche gegangen. Auf einer in Overbage gelegenen Wiese fanden sie einen Revolver, mit dem sie mehrere Schüsse abgaben und die ganze Gegend in Aufruhr brachten. Landsägerbeamte wurden von dem Treiben in Kenntnis gesetzt und brachten die schießlustigen Pilzsucher zur Anzeige. Die Waffe, sowie mehrere Patronen wurden beschlagnahmt.(7) Die Einfriedigungsarbeiten bei den Werkswohnungen der Zeche Mathias Stinnes an der Roßheidestraße, worüber wir bereits berichteten, sind nunmehr fertiggestellt. Die Vorgärten, die mir Eisenrohren umzäunt sind, machen einen guten Eindruck. Hoffentlich werden auch die Arbeiten am Bürgersteig dort bald zu Ende geführt.(W) Mieteinigungsamt. Als Beisitzer des Mieteinigungsamts Gladbeck sind für das Kalenderjahr 1930 bestimmt worden aus den Kreisen der Vermieter: Stegemann, Penkert. Hoffmann und Büscher. Mieter: Opitz. Schirrmacher, Klippel und Frau Raesfeld.(W) Fünfzig Jahre Ehegemeinschaft. Am heutigen Dienstag begeben die Eheleute Waldarbeiter Jobann Seine und seine Ebefrau Anna geb. Menker, Schützenstraße 80. das Fest der goldenen Hochzeit.(7) 34./260. Preußisch=Süddeutsche Staatslotterie, 1. Klasse (1. und 2. Ziehungstag). In die Lotterie=Einnahmen von Gelsenkirchen=Buer sielen folgende Gewinne zu 60 RM(Einsatzgewinne): 15 775 17020 1703% 21 466 21 492 27487 31831 34539 37923 37950 42 265 42 267 62568 62589 62690 62 726 63 428 80 003 83130 83791 84 055 112572 112 718 112722 112797 114 277 114 251 114 277 114 335 114 367 158643 169 586 169594 187566 188 815 188 847 190 896 203 820 205 717 205 780 205 858 209 356 213432 213 445 213446 218 101 218 119 218 123 223085 224601 227251 231 232 231 316 234373 240822 290 488 309 152 320 291 333 748 341 908 347232 348137 348 786 369 866 369874 369887 370 580 370610 377337 377348 388 050 Die höheren Gewinne werden den Spielern sofort durch verschlossenen Brief mitgeteilt. Die Erneuerung der Lose zur 2. Klasse beginnt am 28. Oktober 1929. Jagen Jie es auch Ihren Freunden: Es gibt keine bessere Finna für gediegene Wohnungseineichtungen, Jeppiche u. Dekorationen als: Gebrüder Schürmann, Essen Röln, Teppelinkaus Geöhres Spezialnaus Deutschlands füe Wohnungseinrichtungen, Jenviche u. Dekocationen. Große 1 Rich Der Teilhaber Autofirma Jakob Fan mit seiner Famil is. hat aus Ben gerichtet, in dem von 100000 Mar leitung der Firn für noch nicht ab Wald Neue schwere durch Durch den fl# anwalt Dr. Sieg denburg schwer sanden sich für ni furter Obligation Depot. die seinerz Aron an die Sta gezahlt wurde. von der Frankfur einer Million M werden sollte und rückgeben sollte. abend abgewickel! Flucht Arons u rechnen, daß die lust von rund 500 die Papiere nac wert. Der aus Berl fried Aron hat in geteilt, daß die auf über zwe Die Ursache d Berliner Notar 1 gekommen ist. sol schäfte. und. zwar munalanleih sinanziellen Tätig und dem Kaufm gekommen sein. Finanzskandal e Rathko und Reig andere Verfahren tars Aron soll a schuld sein. Aror bewohnte im Gri eine Mietsvilla. 1 als recht solide haben, wobei ihn wesen ist. Kont Fortse Montag vorm versteigerung der schluß. Für die kauf gekommenen rationsgegenftänd wieder gute Prei der Höhe der Vo Käufer hatte nack 15000 Mark erzie Mobiliarversteige stellt, eine Summ übertrifft. Am steige versteigert. Konkursbeschwe einer Meldung de des Landgerichts Sklarek gegen den Berlin=Mitte zurl sind 200 000 Mark den. Der von de immer wieder an Stadt Berlin desi n der er von Stadt Eine Gasvergistung In einem Woh vork wurden ein Knaden und dre Jahren tot aufge Nacht durch ausgest Englands Ho Wie aus Lon! Ateliers der Briti British Sound Fll Montag früh durc ein neues mit ei Pfund errichtetes vollkommen niede einem Atelier aus. marionetten befant Henne 1 Bei einem in Mür dermochte der B2 Kubikzentimeter=Kl. keit von 196.421 Weltrei I der-471°“. Cremes beruht auf ihrer Eizenschaft, die Haut vor Schäditzungen zu bewahren und in ihrer Aulbautätigkeit zu unter. stützen. Der fettfreie Matt-Creme- das edle 74711“-Erzeußnis ist für die Anwendung am Tate bestimmt und wird mortene und jedesmal vor dem Auszehen leicht in die Haut verrieben. Dadurch bildet sich eine unsichtbare, zuverlässitz wirhsame Schutsschicht getzen äulsere Gefahren, während gleichzeitit der Teint blar, blütensart und sammetweich erscheint. 4711“ Cold Cream daßegen hat die Aufgabe, der Haut die erforderlichen Aufbaustoffe zuzuführen. Dieser vorbildliche Haut. Nahr-Creme wird allabendlich vor dem Schlalengehen gut in die Haut einmasaiert, damit sein Gehalt an hochwertizem Fett während der Nachtruhe das Gevebe durchdrinzen, festiten und schmietsam erhalten hann. Retelmältizer Gebrauch der beiden 4711"„Cremes verhütet vorzeitiges Erschlaffen der Haut und bewahrt ihr auf lange Dauer die Anmut lrischer Juzend. (SSp*)) un kucut#raus ur uund die blesdoldenen i#uferben. Cold Cream wendet werden sollten. Ausrüstungsgegenstände aller Art. Kameras, Beleuchtungslampen. Lautsprecher usw. sind zerstört worden. Ein Behälter, der 20 bis 30 noch nicht entwickelte Filme enthielt, flog mit ungeheurem Getöse in die Luft. Ein Fischkukter gestrandel. Vier Eischer ertrunten. Vor der Einfahrt zum Eischereihafen Neukubren an der ostpreußischen Samlandküste Krandete am Sonntag bei hohem Seegang ein Fischkutter, wobei vier Fischer ertranken. Die Unglücksstelle in von jeher als besonders gefährlich bekannt und schon mehrfach Fischerbooten zum Verhängnis geworden. Von den am Sonntag zum Fischfang in See gegangenen Booten aus Neukuhren sind noch zwei weitere Boote überfällig. * In den frühen Morgenstunden des Montags lagerte über Hamburg dichter Nebel, der bis in die Vormittagsstunden andauerte und stellenweise eine Sicht selbst auf kürzeste Entfernung unmöglich machte. Der Verkehr in den Straßen wickelte sich nur langsam ab. Der gesamte Schiffsverkehr erlitt erhedliche Verspätungen und mußte vorübergehend ganz eingestellt werden. Vorzeichen des Winkers. Schneefall im Schwarzwald. Nachdem es in ganz Oberbaden während der beiden letzten Tage nabezu ununterbrochen geregnei hatte, traf in den Abendstungen des Sonntags plötzlich ein Witterungsumschlag ein. Bei sternenklarem Himmel wurde in der Nacht zum Montag der Gefrierpunkt erreicht, stellenweise sank die Temperatur noch tiefer. Im Hochschwarzwald herrschte bei ähnlichen Temperaturen Schneefall bis zu etwa 700 Meter berad. Auf dem Feldberg liegt eine Schneedecke von ungefähr 5 Zentimeter, die allerdings durch starke Verwehungen sehr unregelmäßig ist. Auch aus den benachbarten Schweizer Gegenden werden ähnliche Wetterverhältnisse gemeldet. Auf dem Rigi, dem Pilatus und dem Gotthardt llegt bereits eine etwa 50 Zentimeter hohe Schneedecke. Kurze Cagesneuigkeiten. Der Prinz von Viemont wird mit Gefolge am Mittwoch inkognito in Brüssel eintreffen. Die offlzielle Ankündigung seiner Ankunft gibt nunmehr die Gewißheit, daß die italienisch=belgische Verlobung in dieser Woche offiziell bekanntgegeben werden wird. Stadttheater Duisburg. Dienstag, 22. Okt., 20 bis geg. 22.15 Uhr: Der Lügenbeutel. Donnerst., 24. Okt., 18,30 bis gegen 23,30 Uhr: Tristan und Isolde. Freitag, 25. Okt., 20 bis geg. 22,45 Uhr: Die andere Seite. Samstag, 26. Okt., 20 bis geg. 22.30 Uhr: Mona Lisa. Sonntag, 27. Okt., 19,30 bis gegen 23,15 Uhr: Margarete(Faust). Montag, 13. Okt., 20 bis geg. 22.30 Uhr: Oktobertag. Dienstag, 2. Okt., 20 bis geg. 22.45 Uhr: Der Schauspieldirektor.— Der Toreador. Gelegenheitskauf! Elegant schweres Schlafzimmer best. aus Kleiderschrank. 120 em dr., mit Innenspiegel, außen Glastür mit eleganter Holzver. sprossung und Gar. dine, Flächen voll abgesperrt Tür. auf Klavierdand, innen engl. Züge, Waschkommode, 3 Bettstellen, 2 Matraßen, 2 Schonerdecken, 2 best. Steil. 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Weber, der die Geschäftsleitung der Firma innehatte, hat die Anzahlungen für noch nicht abgelieferte Wagen an sich genommen. Waldenburgs Pech. Neue schwere Verluste der Stadt Waldenburg Rechtsan benburg schwer geschädigt worden. fanden sich für nominen 1.86 Million furter Obligationspapiere der Stadt Depot. die seinerzeit lombardiert wur durch Rechtsanwalt Dr. Aron. Durch den flüchtig gewordenen Berliner Rechtsanwalt Dr. Siegfried uron ist auch die Stadt Waldenburg schwer geschädigt worden. Bei Aron be1.86 Millionen Mark Frankadt Waldenburg im wurden, wofür von Aron an die Stadt Waldenburg eine Million Mark gezahlt wurde. Inzwischen hatte sich Waldenburg von der Frankfurter Pfandbriefbank die Summe von einer Million Mark besorgt, die an Aron gezahlt werden sollte und der dafür Obligationspapiere zurückgeben sollte. Dieses Geschäft sollte am Sonnabend abgewickelt werden. Dazu ist es durch die Flucht Arons nicht gekommen. Es ist damit zu rechnen, daß die Stadt Waldenburg einen neuen Verlust von rund 500 000 Mark erleidet, denn soviel sind die Papiere nach Abzug des Lombardgeldes noch wers. Der aus Berlin verschwundene Notar Dr. Siegfried. Aron haf in einem Brief an Dr. Alsberg mitgeteilt, daß die Schuldenlast, die er zurückläßt, sich auf über zwei Millionen Mark beläuft. Die Ursache dafür, daß dieser viel beschäftigte — ese Ebene Berliner Notar und Anwalt aus die schiefe gekommen ist, soll darin liegen, daß er private Geschäfte. und. zwar die Vermittlung von Kommunalanleihen vorgenommen bat. Bei dieser sinanziellen Tätigkeit soll er mit dem Bankier Rathko und dem Kaufmann Leo Reichmann zusammengekommen sein, die bei dem Waldenburger Finanzskandal eine große Rolle spielten. Gese Rathko und Reichmann schweben gegenwärtig noch andere Verfahren. An den Verfehlungen des Notars Aron soll auch sein privater Aufwand schuld sein. Aron war im Besitz eines Autos und bewohnte im Grunewald in der Humboldtstraße 33 eine Mietsvilla. Aron soll, obwohl er im allgemeinen als recht solide galt, ziemlich doch gespielt haben, wobei ihm das Glück nicht immer hold gewesen ist. Konkursmasse Joubkoff. Fortsetzung der Versteigerung. Montag vormittag sand in Bonn die Mobiliarversteigerung der Konkursmasse Zoubkoff ihren Abschluß. Für die am Samstag nicht mehr zum Verder Höhe der Vorwoche. Auch der Andrang der Käufer hatte nachgelassen. Im ganzen wurden etwa 15000 Mark erzielt, so daß der Gesamterlös aus der Mobiliarversteigerung sich auf über 440000 Mark ellt, eine Summe, die bei weitem die Erwartungen wurde die Bibliothek über trifft. Am Nachmittag eigert. versteigert. * Konkursbeschwerde der Sklareks abgesehnt. Nach einer Meldung der„G. Z.“ hat die Zivilkammer 3 des Landgerichts 1 die Beschwerde der Brüder Sklarek gegen den Konkursbeschluß des Amtsgerichts Berlin=Mitte zurückgewiesen. Als Streitgegenstand sind 200000 Mark in jedem Falle angenommen worden. Der von den Vertretern der Brüder Sklareks immer wieder angeführte Monopolvertrag mit der Stadt Berlin besitze nur einen imaginären Wert, da er von der Stadt gekündigt worden sei. Eine Familie umgekommen. Gasvergiftung einer siebenksptigen Famikie. In einem Wohnhaus im Armenviertel von Neuhork wurden ein Vater und seine sechs Kinder, drei Knaben und drei Mädchen. im Alter von 8 bis 17 Jahren tot aufgefunden. Sie waren während der Nacht durch ausgeströmtes Leuchtgas vergiftet worden. Englands Hollywood niedergebraunk. Großer Sachschaden. Wie aus London gemeldet wird, sind die FilmAteliers der British Tälking Pictures Ltd. und der British Sound Film Production In Wemdlen am Montag früh durch Feuer vernichtet worden. aluch ein neues mit einem Kostenaufwand von 100 000 Pfund errichtetes Atelier für Klangfilmaufnahmen in vollkommen niedergebrannt Das Feuer brach in einem Atelier aus. in dem sich Hunderte von Wachsmarionetten befanden, die für einen neuen Film verZeitung Die Professoren Marion und Gosset haben am Montag vormittag die zweite Operation an dem früheren Ministerpräsidenten Poincare vorgenommen. Die Operation wurde vom Patienten gut überstanden. Besonders die Herztätigkeit gab zu keinerlei Besorgnissen Anlatz. Die Gattin Poincares hat das neben dem Kranken gelegene Zimmer bezogen. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat das Prändium des Vollzugsausschusses der Kommunistsschen Internationale den ehemaligen Führer der Tro####Premterminister Bruce. der Führer der bei den letzten Wahlen geschlagenen nationalistisch=agrarischen Koalltion in Australien, hai dem Generalgouverneur seine Demission überreicht. Der Führer der Arbeiterpartei, Sculliz, wurde, wie erwartet, mit der Kabinettsbildung beauftragt. Rundfunk Besthoven Dienslag, den 22. Okiober. 6.45—7,00 Leibesübungen 7,00—800 Morgenkonzert 9.25—10,00(auch über den Deutschlandsender Königswusterhausen): Schulfunt für Volksschulen. Willy Speck. Funkoffizier von„Graf Zeppelin": Mit dem Luftschiff über dem Ozean 10.15—11,55 Schallplattenkonzert(Homocordplatten) 12.10 Mechanische Musik(Homocordplatten) 13.05—1430 Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks, Leitung: Buschkötter: Solisten: Rhein. Ringnalda(Violine) 1. Ouvertüre zu„Egmont“ 2. Doppelkonzert für zwei SoloViolinen mit Orchester. Spohr Rudi Rbein— Regnerus Ringnalda 3. Aus galanter Zeit, Ballettsuite für Kammerorchester Klaas Einleitung— Sarabande— Gavotte Menuett— Rigandon 4. Rumänische Rhapsodie Enesco 14.30 Funkwerbung: Ratschläge fürs Haus 15,00—15,30 Els Vordemberge: Kinderspielstunde: Mal= und Zeichenstunde 16.30—17.55——— Alfred 17,00—17.30 Fun der Lehrer an P 5 Dr. Mader: Grammatische Fragen aus dem altsprachlichen Unterricht 30—18.30 Besperkonzert 1. Einzugsmarsch aus der Oper „Die Königin von Saba“. Goldmark 2. Register=Arie aus„Don Glovanni“. Mozart lungen von Feodor Sgallapi Heuberger Puccin: gesungen von Feodor Schaljapin 3. Ouvertüre zur Operette„Der Opernball" 4. Aus der Oper„Tosca“ a) Und es blitzten die Sterne b) Wie sich die Bilder gleichen gesungen von Enrico Caruso 5. Totentanz Saint=Saens 6. Violinsolo: Romanze in Fedur Beethoven 7. Vorsp gespielt von Jacques Thiband piel zur Oper„Lohengrin“ Electrola=Schallplatten Wagner 18.30—18.50 Dr. Albert Ehrenstein: Die Gotamo Buddhos 19.15—19.40 Frar 19.40—20 9.40 Lek 95 65 ektor Le Bourgeois Lektor G. Perrot; de Unterhaltung Bespräche über Menschentum mos- 2055. Dentco Abendwr über die Sender der Funkstunde Berlin, estschen Funkstunde. Breslau, des Südchen und des Süddeutschen Rundsunks der Schles westdeutschen und des Süddeutschen Rundsunks Frankfurt und Stuttgart, des Mitieldeutschen Rundfunks Leipzig und der Deutschen Stunde München) Urauffüdrung Musik fur Rundsun! Es war einmal Hans Ebert Großmutter erzählt— Rottkäppchen und der Wolf— Klein=Däumling— gr nlite im alten Sill für Nachmerorchester Bettinger Ouvertüre— Allemande— Courante 21,00 Uebertragung aus Frankfurt a. M.: Konzert Umberto Urdano (Bartion) 1.„Vien Leonora“ aus der Oper „Die Favoritin“*. Donizet## Trinklied aus der Oper„Hamlet“. Thomas aus„Ernani“. Verdi * aus der Oper „Ab! Dei verd' annika talie Bericht über das a Aart Der oeto unnt Enp 4. Italienische Volkslieder Anschließend: Letzte Meldungen.— geistige Leben, Sportbericht Anschließend: Funkwerbung: Mitteilungen aus der Geschäftswelt Suaikille Hauptschriftleiter: Otto Bodel. Verantwortiich eütr Politik und Handel: K. H. Hamp: für betliche Nachrichten und Sport: Ch. Redn: für Kommunalpolitik und Feuilleton: Dr. Wild. Brepodl: für Musik sewir Umgedung: De Wild. Reemöller: für den AnzeigenteilWilh. Ehlersing; sämtlich in Geisenkirchen. Berliner Schriftleitung: Dr. Curi Meiger. Berlin SeS 61.— Druck und Verlag der„Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung", Car! Vertendurg. VisienKarlen in tadelloser Ausführung liefert Buchdruckerei 6 Verienburg Geisenkircben Wilder brecbetz 17 Ss Henne fährt Weltrekord Allgemeine Zeitung. Dienstag. den 2. Oktober 192.. Ein schlagender Beweis unserer Leistungsfähigkeit ist unser großer Oktoberverkauf zu. Preisen, die jedem Möbelkäufer außergewöhnl. 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Die Spitzenkleider werden mit Chiffon oder Georgette zusammenverarbeitet. Der Spitzenstoff bildet dabei meist eine Passe mit Aermeln. Dem Rock wird ein breiter Spitzenvolant An Stoffen werden Crepe Satin, den Farben. Rot, marineblau, nachtblau. neue Dahliaitze Crepe de Chine und Marokain viel verwendet. Die heutige Mode verzichtet auf großen Aufputz an den Kleidern, verlangt aber gute Stoffe und tadellose Verarbeitung und erzielt dadurch eine schlicht=vornehme Eleganz. Gertrud Heimann. all.n O. d.I( J N 3 : t 907 44 8 e 3 90 K 4452. Schwarzes Crepe=Satinkleid in der beliebten Jäckchenform. Vorn ist die Jacke leicht gezogen und hat einen großen Einsan aus weißzem Crepe=Satin. Der Rock bestehl aus zwei großen Glockenvolants. des kleine K 4410. arbeitet. Dem engenltegenden Lelbchen Festkleid Unser Modell k der Rock bogenfhrmig angesetzt. 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Systematik und Gründlichkeit gestellten Zeit: Immer noch ist die Zahl der Hausfrauen. die kein Wirtschaftsbuch führen größer als die Zahl derer, die eins führen Und doch vermag uns ein Wirtschaftsbuch Helfer, Berater und Freund zu sein. Aber noch mehr. Nicht nur uns persönlich nützt es, sondern auch denen die um uns sind und die uns oft aus Unkenntnis mißversteben und Unrecht tun. Das Wirtschaftsbuch der Hausfrau! Ein Stück Leben ist zwischen seine Seiten gebannt. und wer es mit Bedacht durchblättert der bekommt eine Abnung davon mit welchen Sorgen und Müben sich die Hausfrau tagtäglich abzuplagen hat Hier liegt die Quelle des Mißverständnisses das so oft zwischen der Hausfrau und dem Ebeherrn besteht, der nicht einieben kann, daß die Frau„schon wieder Geld“ braucht und sie hat doch„aar keine nennenswerten Unkosten“ zu bestreiten! Des Mißverständnisses auch zwischen Müttern und etwa ihren erwerbstätigen Töchtern, die es nicht begreisen können warum Mutter so„kleinlich“, so voller„Psenniasuchserei“ in sich um ein paar Groschen so anstell:——— Der Mann und die berufstätigen Kinder haben eben niemals so mit allerkeinsten Summen zu rechnen wie die Hausfrau und sie haben deshalb im viel geringeren Maße ein Gefübl dafür, wie diese kleinsten Summen sich verarökern.„ins Geld lausen“ durch ihre stete Wiederkehr. Ihnen, als nur gelegentlichen Käusern, erscheint es belanglos, wenn das Ei zwei oder drei Pfennige mehr kostet, anstatt zehn und wenn das Liter Milch, das Pfund Zucker um Pfennige teurer werden Das bringt doch nicht viel, so meinen sie, aber die Hausfrau, die im Monat so und soviele Liter Milch. Pfunde Kartoffeln oder Zucker und auch eine ganze Anzahl Zitrnoen braucht, die weiß, was das bedeuten will. Und wenn der Monat um ist, so geht sie zu ihrem lieben Mann und zeigt ihm das Wirtschaftsbuch—— „Sieh mal im vorigen Monat habe ich noch so und soviel für Milch, für Zucker. für Butter etc. ausgeben müssen, und in diesem Monat bei gleichem Verbrauch so und soviel— es isteben alles teurer geworden!“ Aber auch für die Hausfrau selber weiß es Wertvolles und Nützliches zu vermelden Es ist sa nicht das Entscheidende, daß man weiß, wo das Geld geblieben ist und ob die Kasse stimmt— ebenso wichtig oder noch wichtiger ist es, zu wissen, ob das Geld richtig angewandt ist. Und da zeigt das Wirtschaftsbuch klarer und eindringlicher, als es das nicht unsehlbare Gedächtnis vermag, daß man beispielsweise im letzten Monat mehr Fleisch, mehr Wursi. mehr teuren Aufschnitt verbraucht hat, als sich mit der Rentabilität des Ganzen verträgt—.—. Es zeigt auch die Gefahr auf. die in dem so großen Reiz der„Gelegenbeitskäufe“ oder des Einkausens von größeren Vorräten zu verlockend billigen Preisen liegt. Zuguterletzt, so sagt das Wirtschaftsbuch ist die Ausgabesumme größer, als wenn man regulär oder kleinweis gekauft hätte, denn, weil es ja„so billig“ war wurde mehr erstanden, und weil„so viel da war“, wurde mehr verbraucht als sonst...“ Und ebenso zeigt das Wirtschaftsbuch das große Aber bei dem Verfähren, auf Monatsrechnung zu kaufen. Das ist sicherlich sehr bequem und angenehm, aber—„o weh“. meint das Wirtschaftsbuch.„nun kommt am Monatsende die große Rechnung und gleich das große. große Loch in der Wirtschaftskasse!" Manchmal weist uns das Wirtschaftsbuch auch nach. daß Ausgeben nützlicher sein kann, als Sparen.. Da ist z. B. die große Wäsche, die im Hause, mit Hilfe der Waschfrau bewältigt wurde. So und soviel Seife und Seisenpulver. Stärke und Waschblau eic. war dazu nötig, vermeldet das Wirtschaftsbuch, ferner so und soviel für Feuerung. für Licht, für Verpflegung und Arbeitsloyn der Waschfrau... Und obendrein kommt ein paar Tage später die unangenehme Arzt= oder Apothekenrechnung als Folge der in der zugigen Waschküche„eroberten“ bösen Halsenrzundun....„Bitte vergleiche", sagt das Wirtschaftsbuch im nächsten Monat,„wir haben diesmal die Wäsche zur Waschanstalt gegeben, und die Gesamtsumme der Kosten ist bei weitem geringer als vorigesmal, als Du meintest, mit dem Selberwaschen soviel sparen zu können!“ Dies und noch vieles andere erzählt uns das getreue Wirtschaftsbuch. Es ist unser wohlmeinender, aber unbestechlicher Freund und Berater, und darum, liebe Hausfrau, weg mit dem Widerstand, dem Vorurteil oder der Bequemlichkeit! Führen auch Sie ein Wirtschaftsbuch! Annemarie Schlüter. Die Höflichkeit der Frau- und ihre Logik. Logik.— so erklärt der Mann— ist nicht gerade die stärkste Seite des ohnehin schwachen Geschlechtes. Es scheint aber, daß die veränderte Stellung der Frau im modernen Leben auch einen Wandel auf diesem, bisher unumstritten dem Manne zuerkannten Gebiet, mit sich gebracht hat. Den Beweis führte kürzlich, noch dazu in höflichster Form„durch die Blume“. Frau Snowden, die Gemahlin des Jetzigen englischen Schatzkanzlers. Sie sprach in der Festversammlung der Londoner Radioausstellung und begann ihre Rede mit den Worten:„Meine Herren und Damen!" Begreiflicherweise löste diese Wendung, die ja so kraß von der althergebrachten Höflichteltsform abweicht, große Heilerkeit aus, die aber nach geraumer Zeit stürmischem Beifall wich. Frau Bnowden führte nämlich aus:„Ich din der Meinung. meine Herren und Damen, daß sich die Voranstellung der Herren in diesem Falle gebört. Die Umdrebung der Anredeform ist eine Folgeerscheinung der veränderten Verhältnisse im öffentlichen Leben, und es bleibt uns Frauen die logische Konsequenz aus der Geste zu ziehen, mit der die Herren uns Frauen— mehr oder minder liebenswürdig— das Recht einräumten. auf so vielen Gebieten neben ihnen den Wettstreit aufzunehmen. Der Mann erwies uns durch Jahrhunderte die Ehre der Voranstellung in der Anrede, er tut es noch heute. Ist es nicht selbstverständlich daß Frauen in meiner Lage, wenn sie das : Oeffentlichkeit richten— Ge 18 Höflichkeit, daß Frauen in uniner Wort an die Oeffentlichkeit richten, und auch von den Herren Aufmerksamkeit erwarten, den Herren den Vorrang lassen?“ Höflichkeit gepaart mit Logik. Der Mann wird sich bemühen müssen, ein neues Gebiet zum Schutze der ganz persönlichen Reservatrechte seine zu finden. Sind Frauen kapferer als Männer? Frauenseinde, wie etwa Schopenhauer oder der Wiener Otto Weininger, haben immer wieder behauptet, daß die Frau an scharfem Denkvermögen und schöpferischer Phantasie weit hinter dem Manne zurückstehe. Aus diesen Mängeln glaubt nun die englische Psychologin Helen Bryant einen Vorzug des weiblichen Geschlechts berleiten zu können, nämlich seinen größeren Mut. „Wenn auch die Frau nicht notwendig tapferer sein braucht als der Mann“, schreibt sie.„so wird i es doch leichter gemacht. Mut zu zeigen, denn d Folgen eines kühnen Schrittes treten ihr nicht so deutlich vor die Seele und schaffen ihr nicht so große Hemmungen. Man steht dies östers schon bei Kindern, wenn sie z B. zum ersten Mal ins kalte Wasser sollen. Das kleine Mädchen läuft ganz vergnügt in das nasse Element, während der Knabe davor zurückschaudert Er verbinbet eben bereits schärfere Vorstellungen mit der Kälte und Nässe. die ihm eine allzu nade Bekanntschaft unangenehm erscheinen lassen. Immer wieder erhalten wir im täglichen Leben dafür Beweise, deß Frauen bei Krankheitsfällen sich mutiger und gesaßzter zeigen als das sogenannte stärkere Geschlech: Männer, die sich mit einem Lächeln auf den Lippen dem Tod entgegenstellen. sind verzweifelt, wenn ihnen ein Finger weh tut, und ihre Phantaste macht daraus gleich einen vergifteten Finger. aus diesem einen veraifteten Arm und daraus eine allgemeine Blutvergistung. Wenn es gilt, großen Gefahren entgegenzutreten, dann dürften beide Geschlechter gleichen Mut Allgemeine Zeitung Dienstag, den 22. Oktober 1929. Maßgebend In Qualltäten Maßgebend im Preis ist Betten-Neuwald wie jede Hausfrau weiß Bitte beachten Sie nur Sute Bellen Nauht man nur AE Aumeinefpoße AE Einene Polsierel-Vertsihlen Iür i8 Verkksten und Wrökter io KrininStTaue 15 Matrstzes u. Relormbelles. Eigase Spezlalgeschüft Teleion 23162 Bettiedern- u. Bellen-Reinigung färbt, wäscht alles bekannt Qualltätsarbelt Läden in allen Stadtteilen Pabrik: Knappenstr. 22 Ruf: 23530 seigen: auch die Frauen haben während des Krieges In der Gefahrzone nicht mit den Wimpern gezuckt: sie sind ebenso bereit, gefährliche Dinge zu unternehmen, und die Geschichte kennt eine ganze Reide von Frauen, die es an Heldentum und Tapferkeit den Männern gleichgetan haben. Dabei ist immer zu bedenken, daß die Frzu durch Fahrtausende als das„schwächere Geschlecht“ geradezu gelehrt wurde, Gefahren zu vereinen und sich zu änastigen, daß ihr also die Uebung in der Tapferkeit, die dem Manne so reichlich zuten wurde, früher gefehlt hat.“ Was Männer und Frauen lesen. . In einer Statistik der Lübecker Oeffentlichen Bibliotbeken werden interessante Angaben über die Unterschiede im Geschmack der männlichen und der weiblichen Leser gemacht. Die Zahl der ständigen männlichen Entleider, die berücksichtigt wurden, beläuft sich auf 2700, die der weiblichen auf 17.9. Im ganzen wurven von den männlichen Lesern 50741, von den weiblichen 32709 Bände entDie Männer bevorzugten Bücher, die Erdund Völkerkunde sowie Reisen enthalten: von dieser Gruppe entfielen 6168 Bände auf Männer, 1321 auf Frauen. Ebenso überwog bei weitem der männliche Geschmack bei Werken der Geschichte(1791 Bände von Männern entliehen, 210 von Frauen), bei Abenteurerromanen(2518 gegen 1260 Bände), bei bistorischen Romanen(4847 gegen 1916) und bei sozialen Romanen (4241 gegen 2513). Die Frauen dagegen bevorzugten Biographien. Heimatromane. Bauernromane, besonders Familien= und Frauenromane, von denen 7934 Bände an weibliche Leser, nur 2738 an männliche entlieben wurden: auch Weltanschauungs= und Sozial romane fanden mehr Beifall bei den weiblichen Lesern, die mit 3044 Bänden beteiligt waren, während die Männer nur 1899 Bände entnahmen. Da gegen ist der Sinn für Humor wieder mehr bei den Kännern ausgebildet, die 2524 humoristische Schriften entnahmen gegen 1701 bei den Frauen. Vom Typ zur Persönlichkeit. Von Josefine Schult. „Fürst und Volk und Ueberwinder, sie gested'n zu aller Zeit: höchstes Glück der Erdenkinder sei nur die Persönlichkeit.“ Goethe. Alles fließt. Was uns gestern neu und erstrebenswert erschien, ist uns schon heute zur Alltäglichkeit geworden, Ideale, die vor kürzester Zeit erstanden und unwandelbar schienen, sinken in sich zusammen und entlocken uns nur noch ein mitleidiges Lächeln — das Lächeln einer Menschheit, die aus den Trümmern des Gestern ein neues Morgen schafft. Forderungen über Forderungen stellt uns das Heute, und um ihnen gerecht zu werden, heißt es alle Kräfte anspannen und den ganzen Menschen einsetzen. Besonders von den Frauen hat ja die Kriegsund Nachkriegszeit eine fast ungeheuerliche Umstellung gefordert und es ist immerhin erstaunlich, in wie verhältnismäßig kurzer Zeit sich diese Umstellung vollzogen hat.„Sie ist der Typ der modernen Frau“ konnten wir in den letzten Jahren so oft hören, und diezer„Typ der moder nicht nur auf die damals zum Ideal erhobene überschlanke Linie, auf die garconne, sondern man konnte ihn gut und gern auch auf die geistige Einstellung der Frauen anwenden. Das amerikanische Girl triumphierte. Es triumphierte in seiner schlanken Knabenfigur, in seiner Sporttüchtigkeit und wurde Europa leuchtendes Vorbild. Ein Idealtyv schwebte unserer Frauenwelt vor, die den ersten Schritt aus it in Welt und Berufsleben bi behüteter Häuslichkeit in Welt und er Ht aus getan hatte: Die schlanke, sehnige Figur, kürzester Haarschnitt und Smoking. Aber fast scheint es uns ber fast schein: jetzt, als hätten viele von uns in jenen Jahren der verflächlichte::* großen Umstellung auch die Oberflächlichkeit dieses ersehnten Typs mit übernommen, dessen Interessen seinerzeit über Sport und den Wunsch des Modernseinwollens nicht weit hinausgingen. Extreme sind selten beständig. Der„Typ der modernen Frau“ war ein Extrem. Niemand wundert sich, daß er sich nicht halten konnte. Wo stehen wir heute? Wir sind abgerückt vom und wieder Frau geworden. Die Pe wertung ist das beste, was uns die und die Gegenwart schenkten. Kein weibliches Wesen von Kultur und Individualität strebt noch danach. einer Norm zu entsprechen, in seinen Interessen und seiner Kleidung sich einer Masse anzugliedern. Wir haben gelernt aus den Forderungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten unserer Zeit, daß nur die Frau, die im Rahmen ihres eigensten Wesens und ihrer individuellen Fähigkeiten höberen Zielen nachstrebt, im geistigen und wirtschaftlichen Sinne vorwärtskommt. Auch in der Mode machen sich in letzterer Zeit derartige Bestrebungen mehr und mehr bemerkbar. Nicht einmal dier. ein wenig vo wir als Evastöchter uns rsch ins gern Uen wir Persönwenia tyrannisch beherrschen ließen, wo uns etwas aufzwingen lassen, das unserer ischreit nicht entspricht. Die Frau kleidet sich heute nicht mehr unter Verücksichtigung lediglich des letzten Modeschreies— sie will aucd in ihrem Anzug ihre Eigenart zum Ausdruck bringen— sie lehnt sich auch hier auf gegen den Top. Wenn wir sprechen von der neuen Einstellung der Frau zur Frage der Pexsönlichteitswertung, so muß auch gleichzeitig an die erziebungsfragen gedacht werden. Es hat immer— leider!— Mütter gegeben, die versuchten, ihre Kinder in eine gewisse Schablone zu pressen. Tie sollien erzogen werde Tie sollten erzogen werden— Kindes! Wie oft hat sich das Menschen, la chablone zu pressen zum Tpp des artigen gerächtl Menschen, auch ganz junge Menschen, lassen sich wohl erzieherisch beeinflussen, aber ein Modeln nach einem vorgestreckten Idealbild ist immer gefahrvoll. Wie sagt Schleiermacher in seinem Katechismus der Vernunft“„Ehre die Eigentümlichkeit und die Willkür Detner Kinder, auf daß es ihnen wohlgehe und sie kräftig leben auf Erden!“ Erzieht Eure Kinder zu Persönlichkeiten. Ihr Mal##— werden Euch danken! lichkeiten. Ihr Mütter, sie werden es Wie verhält sich das Kleinkind zu den Eltern? Von Professor Karl Bühler. Das richtige Verständnis es Kleit fülr das Geelenleben des Kleintindes bai erst die moverne Psychologie erschlossen. Welche reichen Anregungen den Eltern eine genaue Beopachtung des Kindes bieten kann, zeigt Pros. Büblers „Abriß der geistigen Entwicklung des Kindes“, dem wir nachstehenden Abschnitt entnehmen.(Geb. 1.80 Mark. Verlag von Quelle& Meyer in Leipzig.) Der Mensch in seiner Eigenschaft als Mensch spielt für das neugeborene Kind noch so gut wie gar keine Rolle. Die Mutter, die da meint, tor schreiendes Kind beruhige sich, wenn sie es auf den Arm nimmt oder ihm beschwichtigend zuspricht, weil es irgendwie die Näbe des andern Menschen spüre, ist ganz und gar im Iertum. Es ließ sich im Experiment nachweisen, daß durch das Hochheben des Kindes samt dem Bettchen, in dem es ruhig liegenelassen wird, wobel es also gar nicht mit dem Erenen in Berührung kommt, oder durch ein ganz eicht ode achse! liebi beliebiges Gerdusch ebenfalls Berubigung errei wird, weil es dabei auf die Lageveränderung o# den Gebörsreiz ankommt, aber durchaus nicht e abelsein des andern Menschen. as al Ganz derselbe „übelsein des andern... all liegt vor, wenn das Kind beim Streicheln utter, aber auch wen er Mutter, aher auch wenn man ihm ein weiches kissen oder eine Wärmeslasche hinlegt, ruhig wird. Die bekannte Schreiübertragung bei ganz. jungen Säuglingen, die vor allem in Anstalten häufig zu beobachten ist, in denen mehrere Kinder In einem Zimmer gehalten werden, ist ähnlich zu erklären. Wenn ein Kind zu schreien beginnt, schreien nämlich gewöhnlich bald aucb alle übrigen Zimmergenossen, und das einzig deshalb, weil das Ge'— genossen, und das einzig deshalb, weil das des Kameraden das Kind, als ein unangenehmer Schaflreiz stört. Das Kind in den ersten Lebenswochen, bei dem sich alle hier beschriebenen Tatsachen beobachten lassen, zeichnet den Menschen noch in keiner Weise vor andern Reizen aus, mit denen es in Berührung kommt. Es befindet sich noch in der vorsozialen Verlode seines Lebens. Im zweiten Lebensmonat wird das aber bereits ganz anders. Hier können wir schon von spezifischsoziälen Reaktionen sprechen. Das Kind reagiert nun in ganz verschiedener Weise, ob es die Stimme des Menschen hört, oder ob irgendein anderer Gehörsreiz sein Ohr trifft. Den Klang der Stimme beantwortet es nämlich mit einem Lächeln, während auch der lieblichste Klang eines Glöckchens ihm ein solches noch nicht zu entlocken vermag. Daß das Lächeln anfangs eine spozifisch=soziale Reaktion ist und nur durch Menschen ausgelö auf bunte Farben, glänzende Gegenstände, eine lebendige Katze lenkt. Die erste spezisische Reaktion des Kindes auf den Menschen, die wir in diesem Läc Kin cheln vor uns haben, ist also eine positive. Das nd. das deim Klang der Stimme des Erwachsenen. eim Anblick seines Gesichtes lächelt, ist sozial reaktiv. n Kontakt, den der Erwachfene och nicht von s kann an einem Kontart, anreat. teilnehmen. Es kann aber sich aus artiv einen derar Daber entsteht wohl ein dem Erwachsenen und dem Viermonattind, in dem Viermonat anlallte und einem man es in aber nochn fartigen Kontakt verstellen. sozialer Kontakt zwischen n Viermonat 455, dem er schledt, so berühren die Kinder einander, schauen einander an, aber keines entdeckt noch in seinem Gegenilber den Menschen. Nur wenn kann er Das mehr au des Blickes—#### Ant vom Erwachsenen ausgebt, angewsesen. Es ist sozial aktiv und kann dader schon von sich aus einen Kontakt herstellen. Es lenkt die Ausmerksamtelt de Erwachsenen, der es undeachtet läßt, dur — 1— Laute und Berührung auf sich. Es stürzt geradezu auf den Altersgenosset los, der in seine Nähe gebracht wird und es entwickeln sich zwischen den beiden Kindern, die einander anschauen, anlallen, anlächeln und berübren, bald lebhafte Beziehungen. Das Dreimonatige. ——— dbri, Dreimonatige, das lächelt, wenn es den Menschen reven vört, wenn es sein Gesicht steht, beachtet den Ausdruck des Erwachsenen noch in keiner Weise. Es lächelt, wenn dieser es freundlich anblickt. ebenso wie es lächelt, wenn er ihm ein erzürntes Gesicht zeigt, weil es ansangs nur das Auge des Erwachsenen mit seinem Blick auffaßt, in dem der freundliche oder seindliche Ausdruck sehr viel weniger bervortritt, wie in der übrigen Gesichtsmuskulatur. Erst wenn das Kind auch weitere Bestandstücke der Mimit beobachten lernt, ändert sich sein Verhalten. Das Fünfmonatkind reagiert in keinem einzigen mehr positiv auf ein zorniges Gesicht, sondern eantwortei diesen Reiz mit, Fgenteiner, negativen Reaktion. Das freundliche Gesicht löst nach wie vor „* eine positive Reaktion aus. Und zwar ist es so, daß das Fünf= bis Siehenmonatige die positive und negative Mimit des Erwachsenen einfach reflektiert, -. 2s wiederholi die vom das heißte hervorgebrachten####. sintenlassen, Mundschließen, Stirnrn wegungen, das rwachsenen Mundwinkelenlassen, Mundschließen, Unterlippe vorschieben, tirnrunzeln beim erzürnten, das Lächeln. Mund nd Augen weit öffnen beim freundlichen Gesicht. rst im achten Monat treten derartig reflektierte eaktionen gegenüber einer neuen Gruppe von Reaktionen, die bis dabin nicht zu beobachten waren. zurück. Beispielsweise wendet das Achtmonattind sich vom Menschen, der es böse anblickt, ab, trachtet, von ihm fortzukommen, umgekehrt strebt es zu ihm, wenn er es freundlich anschaut, reicht ihm Spielzeug hin. Das heißt, es reaglext nicht mehr einfach, mit anderen Worten, es verstehi jetzt den andern Menschen, es versteht die Situation. Und darin drückt sich aus, daß es nun schon den Menschen sinnvoll im Zusammenhang mit der Ge voll im Zusammenhang mit der Gelamtsituatlon und die Außbrucksbewegungen Innvoll aus der Situation erfaßt. Entsprechend dem Verhalten des Kindes angesichts der Mimik ist sein Verhalten gegenüber der mensc. luch da wird zuerst Stimme ohne Anseben auch Stimme. Ruch r.#.##.# e oone Ansebe, ihres Ausdruckes als spezisischer Reiz wirksam, und daher anfangs unter allen Umständen positiy auf sie reagiert. Erst in einem späteren Stadium wird dann zwischen Schelten und freundlichem Zuspruch unterschieden. das Am Ende des ersten Lebensjahres ersaßt Kind, das der Erwachsene scherzhaft bös anfährt oder finster anblickt, die Situation schon als Spiel. Es nie Mimis anfänglich negativ. „Angere Kind. usdruck in ein reflektiert die er genau so. wie da sein unglücklischer üder. E## frahlende üüder. Es beginnt zu verstehen, daß der Erwachsene etzt nur so bös getan dat und es im Grund gar nicht so schlimm meint. Verständn! enden 2 rsen wir des dr rusens, der Gebärde, beispielzweise egjagens oder lockenden Heranerst zu einem Zeitpuntt erwarte bursen wir erst zu einem Zettpuntt erwarten. in dem das Kind das reflektorische Widerspiegeln der Mimit bereits überwunden hat, alie fruhestens beim lese Annahme wird auch durch das nicht entsprechend Gelegenheit hat, mit Menschen in Berührung zu kommen, bereits in diesem Alter im ständnis Verständnis des Ausdruckes zurückbleibt. ein Rückstand, der sich später auch im Verständuis der Sprache und in der Fähigkeit des Selbstsprechens auswirkt. F geian und winer, auch nicht die Multer oder Pflegerin, die sich ständig mit dem Kind beschäftigt, wird im Anfang irgendwie ausgezeichnet. Erst das Dreivierteljährige und etwas ältere Kind beginnt in dieser Beztehung Unterschiede zu machen. Es in freundlich mit Menschen, die es gut kennt, hält sich aber Fremden gegenüber recht scheu, in auch die Scheu, die es dem unbekannten Besu entgegenbringt, oft noch in verhältnismäßig kn Zeit überwunden weufall, daß zu de ind sich durch das erblüffen läßt, weil heine Weziehung zum Ern über die augenblickliche„Sizugtion binausr machen. I. verwenn ekannten esucher oft noch in verhältnismäßig kurzer en werden kann. Es ist sicher kein demselben Zeitpunkt, zu dem das aig fi Verethefik Genich uehk uute ätzt, weil seine Beziebung zum Erwachber die augenblickliche Sieuation hinausreicht, nd auch ein anderes Verhältnls zu. Menschen at, mit denen es dauernb in Kontakt steht, als zu Fremden es e augenblickliche Steugiton binqusre ch ein anderes Verhältnis zu Mense ######inen es dauernb in Kontalt steht, als den, denen es das erstemal begegnet. Handelt doch auch hier um eine dauernde Einstellung, die von der Einstellung, die nur von der augenblicklichen Situation der bestimmt wird, völlig verschieden in, Menschen, die es gleich auf kennt, behandelt dar Anderthalbishrige meist gleschmäßig, freundlich. Es bevorzugt keinen Unter(onen in d##londerer Weise. Ebensowenis wie von der Bevorzugung eines bestimmten Menschen kann bei hm auch von einer feindlichen Haliung gegenüber em Erwachsenen die Rede sein. as steht ihm undelnat vertrauensvoll gegenüber und Hedarf seiner ringender denn je zuvor und dringender als Zeit nachder. Denn der Erwachsene muß in lier allen sozialen Ansprüchen des Kindes gen a Alterskameraden als Epielgesährien, wie ofort seden werden, joctisch noch kgum in jährigen sind aber weltaus hobere„Al8 bis des Säuglings, der sio mit einem gelegentlichen Lächeln, mit einem Spiel, das die Pfleßerin nevenher durchführte, wenn sie lon wickelts, badete, fütterte, bi. Wie sezilalein Hnsbrüche dae Linz bisz, Zueltaus böbere als bis des ange esem oi: Zwel: führte, wenn sie lon wichelte, badete, gnügte. Das Kind im zweiten Lebensjahr fordert mehr als gelegentliche Beachtung vom Erwachsenen, verlangt nach Gesellschaft überhaupt und nach Gesellschaft Im Spiel, will, sobald es einmal zu sprechen beginnt, fragen, erzählen und Auskunft erhalten. Ford über die berufskätige Frau. Henry Ford, der reichste Mann der Welt, der auch mit seinen Büchern einen so starken Einfluß auf die wirtschaftlichen Anschauungen der Gegenwart ausübt, hat in einem Aussatz der„Pictorial Review= seine Anschauungen über die Eignung der Frau zur beruflichen Tätiakeit niedergelegt. Er erweist sich als ein scharfer Kritiker und rät den Frauen, wenn sie klug sind, wieder in das Reich des Hauses zurückzukehren, wo ihre wahre Macht liegt und wo sie so lange segensreich geschaffen haben. Er sagt voraus, daß die Frauen wieder aus der Wirtschaft verschwinden werden, weil sie„nicht gewohnt sind, über mechanische und industrielle Angelegenheiten nachzudenken und im allgemeinen auch garnicht wünschen, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen.“ Frauen haben nach seiner Ansicht keinen schöpserischen Geist und sind mehr dazu geeignet, Befehle zu empfangen und auszuführen. als solche zu erteilen. Die Frau ist nach der Meinung Fords nur berufen, die Stellung des gewöhnlichen Arbeiters einzunehmen, der eine sichere und gleichbleibende Arbeit der Verantwortlichkeit an einem leitenden Posten vorzieht. Frauen fällt es schwer. Entschlüsse zu fassen, weil sie nicht die Erfahrung besitzen, die dazu notwendig ist. Nach dieser strengen Beurteilung der weiblichen Fähigkeiten fordert Ford beide Geschlechter auf. in enger Gemeinschaft zusammen zu arbeiten und nicht gegeneinander, wie es jetzt so vielfach der Fall ist. Durch eine vollständige Gemeinschaft, in der Männer und Frauen ihre individuellen Rechte zurückstellen, würde eine neue Kraft geschaffen werden. Frankreich, ein Land der Wilwen? „Frankreich scheint das Land der Witwen zu se * Enen zu sein“, länder, der einige Tage in äußerte kürzlich ein Englän.— Paris zugebracht hatte. Er war aufs Höchste erstaunt, so vielé Französinnen in tiesem Schwarz mit wallenden Kreppschleiern zu sehen. Er hätte sich bei Einheimischen belehren lassen können, daß die französtschen Frauen selbst dann tiese Trauer tragen, wenn auch nur ein entfernter Verwandter gestorben ist. Ebenso dat sich in gewissen Bevölkerungsschichten die Sitte erhalten, daß Witwen noch lange nach Ablauf des Trauerfahres lange Kreppschleier tragen. In letzter Zeit macht sich aber unter den französischen Damen eine lebhafte Opposttion gegen diese Tradition bemerkbar. Man hat in diesen Tagen eine der vornehmsten= Frauen von Paris, die Herzogin von Uzes, dieserbalb interpelliert und sie gebeten, sie möge ihre überragende gesellschaftliche Stellung und ihre anerkannte Autorttät dazu benutzen, um einige notwendige Reformen durchsusetzen.“ Die greise Herzogin lehnte aber den Vorschlag, eine Verkürzung der offiziellen Trauerzeit zu propagieren, brüsk ab.„Soll es etwa dabin kommen, daß die französischen Frauen zum Begräbnis ihres Gatten in farbigen Kleidern erscheinen? Ich selbst bin seit fünfzig Jahren Witwe, habe aber seit dem Tod meines Gatten nur schwarze Kleider getragen. Ich bin jedoch bereit, der neuen Zeit ein Zugeständnis zu machen. Es ist möglich, daß die wallenden Trauerschleier besonders bei windigem Wetter hinderlich sind. Es würde sich darüber reden * Iranan diese Trauerschllassen, daß die Frauen diese Trauerschleier nur am Begräbnistage selbst zu tragen brauchen. Jede andere Reform würde gegen die selbstverständliche Pflicht der Pietät verstoßen.“ Wollen Sie Ihr Geld richtig anlegen? Dann kaufen Sie Pelzbesatz nur beim Fachmann Ich bürge für nur auserlesene Quallêten. Die rlesigste Auswahl, die niedtigsten Preise finden Sie bei mit Besatzfelle ab 90. Kostenlos verarbeite ich ihnen bei mit gekaufte Felle fechkünstlerisch. lederfertig zu modernen Mantelkragen und Besätzen. Besichtigen Sie meine Spezlalfenster Dienstag, den Me Glückli Wie man " Eine Million sun sen, Sängerin zu m vielleicht ein wenig Hälfte, sagen wir e men, und dunder sängerinnen. Aber: weltbekannten Nam . Viele Leute sager bin dagegen der An chluß und auf die ich nicht zugeben, das eines Künstiers best wenigstens berechtig Ich rann glückliche Kreignisse von unter für die ich eine vern Der Künstler solltee trebt sein, glückliche liche möglichst doc Ich bin nicht a stimmte Zeichen noch Ich lehne es nicht welche Bedeutung 5 guch, wenn es and lolche Omina bereite sichkeiten. Hier ein Eine Tages traf sammen auftreten so Theater ein:„Ich b etwas in meinem A hech geben, um es aben? Sicher genehmes zu.“ . Ich wunderte mie vernünftig sein konn Neine Bemühungen mmmt ein Unglück" meine Stimme wird mübte sich, eine klare fur mit dem Ergeb sändig beiser war. llagte er. als wir a Mensch“, antwortete und nicht deshalb 5 Immer zurück geder Übertriedene Gedank Ein anderer Um Lngia bezeichnet wi Zünstler, mit den atte ich Glück we ranz Schalt und mstand allein wurd Pepgart mit Ausdau 10 schon sagte. ause Man darf weder tegen sich selbst nach Lerlegung einer Dr Lurch persönliche Un Lühne dindern lasse #r. Sklave me ur ihn. Warum sol Ein bezeichnender Srooston zu. Ich geschicke, die jedem: ktober 1929. Dienstag, den 22. Oktober 1929. Aulgemeine Zeitung se Frau. Welt, der auch influß auf die enwart ausübt, diew; seine Anzur beruflichen als ein scharfer sie klug sind, 8 zurückzuund wo sie so #r sagt voraus, haft verschwinid. über mechan nachzudenken nschen, sich mit keinen schöpeignet, Befehle solche zu erteiFords nur beIrbeiters einzuhbleibende nem leitenden der. Entschlüsse ia besitzen, die en Beurteilung ord beide Gesammen zu arjetzt so vielfach lemeinschaft, in duellen Rechte chaffen werden. Lilwen? itwen zu sein“. inige Tage in döchste erstaunt, darz mit walte sich bei Eindaß die franr tragen, wenn gestorben ist. igsschichten die se nach Ablauf tragen. In u französischen en diese Trar vornehmsten— von Uzes, sie möge ihre und ihre aneinige notwenreise Herzogin zung der offiIst ab.„Soll sischen Frauen sigen Kleidern Jahren Witwe, i nur schwarze it, der neuen st möglich, daß bei windigem darüber reden Aleier nur am 1. Jede andere iche Pflicht der ann QuaI. die ei mit Keinestalls eine aufsehenerregende Neuigkeit Geld brauchen wir alle, angefangen vom Reichsfinanzminister bis zu dem auf seine Unterstützung angewiesenen Erwerbslosen. Was neu ist, ist das ehrliche Eingeständnis in breitester Oeffentlichkelt unsererselts, daß wir keine Ausnahme darstellen, sondern auch Geld brauchen. Ab heute veranstalten wir einen Extra-Schuhverkauf Ohne Rücksicht auf Verkaufs- oder Einkaufspreis, nur unter der Devise, daß wir Geld unter allen Umständen schaffen müssen, findet dieser Verkauf statt. Worauf wir besonders hinweisen: Es handelt sich nur um einwandtrele, zum größten Tell seit Jahren geführte und bewährte Qualltäten. Machen Sie einen Versuch! Mengenabgabe vorbehalten. Verkauf nicht an Wiederverkäufer 4 Anzohlung, 4b-20 Wochenroten den koufen Sie natürlich bei uns, donn sind Sie fein herous, denn Sie zohlen kleine Raten ganz noch Ihrem Einkommen! Unsere beliebten Preislogen: 46. 56. 66. 8c. 96. 106. Gebrüder Sech SJuchs Bahnhofstraße 17 Bahnholstraße 64 Wirksam zus Kleinen Anzeigen amp Algemeinen Zeilung! Nähmaschinen f neu w. gebt versenfh., bill. zu verk. Ringstr. 8. Geschäft. Glückliche Zufälle in meiner Laufbahn. Wie man aus Pech Kapital schlagen kann.— Der Zwischenfall mit der neuen Hose. Von Maria Jeritza(der weltberühmten Sängerin) ein Künstler vorsichtig sein. uigebt!. Ich war eben nicht halb plötzlich, daß ich jeden rlich ist entschlosIntel hiervon Eine Million junger 2 sen, Sängerin zu werden. Eln Zehntel hiervon val vielleicht ein wenig Talent für diese Laufbahn. Die Hälfte, sagen wir einmal, beginnt Unterricht zu nehmen, und dundert von allen werden Berufssängerinnen. Aber nur eine hiervon erwirbt sich einen weltbekannten Namen. Viele Leute sagen, alles hänge vom Glück ab. Ich bin dagegen der Ansicht, daß es auf den festen Entschluß und auf die Ausdauer ankommt. Daher kann ich nicht zugeben, daß Glück oder Unglück die Laufbahn eines Künstters bestimmen soll. Meine Erfabrungen penigstens berechtigen nicht zu einer anderen Ansicht. Ich. kann glückliche oder unglückliche Zufälle nur als kreignisse von unterg ür die ich eine vernd Der Künstler so alfenster oder unglückliche Zufälle nur als rgeordneter Bedeutung bezeichnen, vernünftige Erklärung zu finden suche. Künstler sollte eben, wie jeder andere Mensch, besrebt sein, glückliche Zufälle auszunutzen und unglückliche möglichst doch zum Besten zu kehren. Ich bin nicht abergläubisch weder was bestimmte Zeichen noch was bestimmte Tage anbelangt. Ich lehne es nicht nur ab. solchen Dingen irgend welche Bedeutung beizumessen, sondern ärgere mich auch, wenn es andere tun. Durch den Glauben an oiche Omina bereitet man sich selbst nur Unanneymlichkeiten. Hier ein Beispiel: Eine Tages traf ein Künstler, der mit mir zusmmen auftreten sollte, in ziemlicher Verwirrung im Theater ein.„Ich bin schrecklich aufgeregt. Ich habe eiwas in meinem Ankleideraum vergessen und mußte zurück gehen, um es zu holen. Konnte ich wohl mehr Dech haben? Sicher stößt mir heute noch etwas Unangenehmes zu.“ . Ich wunderte mich, daß ein kräftiger Mann so undernünftig sein konnte, und suchte ihn zu beruhigen. Neine Bemühungen waren vergeblich.„Es ist besiimmt ein Unglück“, stöhnte er.„Sie sollen sehen, meine Stimme wird mich im Stich lassen!“ Er bemübte sich, eine klare Stimme zu bekommen, natürlich zur, mit dem Ergebnis, daß er im dritten Akt vollländig beiser war.„Habe ich es Idnen nicht gesagt““ llagte er, als wir abtraten.—„Gie unvernünftiger Mensch“, antwortete ich.„Sie sind seldst schuld daran und nicht deshalb heiser, weil Sie in Ihr AnkleideIimmer zurück geden mußten, sondern well Sie sich Übertriedene Gedanken über Ihre Silmme machten. Ein anderer Umstand, der oft als vom Glück abLngia bezeichnet wird. ist die rlchtige Wadl der Funstler, mit denen man zu arbetten hat. Sicher datte ich Glück weil Männer wie Richard Strauß kranz Schalt und Puccini mir dalsen, aber dieser Umstand allein würde nicht genügt haben. Intelligenz, Epgart mit Ausdauer und festem Entschluß, ist. wie 10 schon sagte. ausschlaggebend Man darf weder mit seiner Pflicht spielen noch Egen sich selbst nachgiebig sein Ich habe nie um die Zerlegung einer Prode gebeten, weil ich mich nicht Bc versönliche Unpäßlichkeit am Erscheinen auf der Olldne dindern lasse. Während der Saison din ich Ler Sklave meines Berufes. Ich lebe nur far ion. Warum sollte ich es auch nicht? „. Ein bezeichnender Zwischenfall stieß mir einst in Lrooflon zu. Ich hätte elnes lener kleinen Miß leschicke, die jedem Künftler widerfahren können, der in seiner Rolle ganz aufgeht. Ich verstauchte mir den Knöchel so schwer, daß ich nicht geben konnte. Das Konzert war für den nächsten Tag angesagt, und ich wollte, wie es Zeitungen und Plakate verkündet batten, trotz meines Unfalles singen. Einige Kulissen wurden deshalb auf der Bühne aufgestellt. Mein Mann trug mich dortbin und setzte mich auf einen Stubl neben den Flügel. So zwangen wir das Mißgeschick, ein Erfolg zu werden. Das Publikum war nämlich entzückt, weil ich Wort gehalten hatte. und empfing mich begeistert. Noch von einem anderen Unglück, das sich in Glück verwandelte, sei hier erzählt: Wir probten in der Neuvorker Metropolitan=Oper „Carmen“, die am nächsten Tage gespielt werden sollte. Da kam der Assistent des Spielleiters mit verzweifelter Miene auf die Bühne. Er war bleich und sichtlich erregt.„was ist geschehen?“ fragte ich idn. — Er rang die Hände:„Ich habe kaum den Mut. es zu sagen“— Ich drang in ihn, und schließlich gestand er mir, daß die Hauptdarstellerin im„Rosenkavalier". der am Tage nach„Carmen“ aufgeführt werden sollte. krank geworden war und nicht auftreten konnte. In Curopa hatte ich den„Rosokavalier“ schon öfters gesungen, mich in der Hosenkölle aber niemals wohl geführt. Deshalb war mir auch gar nicht der Einfall gekommen, diese Rolle in Amerika zu spielen und mir ein entsprechendes Kostüm mitzubringen. Dieses alles hatte ich dem Spielleiter Gatti Casazza gleich nach meiner Ankunft gesagt, und deshalb wagte er nicht, mich um Vertretung der erkrankten Sängerin zu bitten. Ich schätzte Casazza sehr. Er hatte viel für mich getan und mich nach Carusos Tod nach Amerika gebracht. Kein großer Künstler wirkte damals mehr an der Metropolitan=Oper. Als man aber Casazza fragte, wer wohl Carusos Nachfolger werden würde. antwortete er:„Das kann ich Ihnen jetzt schon sagen. Es wird eine Frau sein: Marla Jeritnem ersten Auftreten gaden die Krit satzas Voraussage eingetroffen und folgerin Jet. An alles dies dachte ich. als Casazzas Assistent mir anvertraute, und ich erklärte mich bereit. lbernehmen. falls man mir das nötige sen würde. Der Assistent ledte geradezu wieder auf und versprach, die Kostüme zu besorgen. „Wie wollen Eie das anfangen?“, fragte ich ion.„Sie glauben doch nicht, daß ich in anderer Leute Kleidern austreten werde?“—„Nein. nein. Die Kostüme sollen neu sein.“ Er tat sein Bestes. Zwei Schneider arbeiteten achtundvierzig Stunden lang Taa und Nacht, um e die für einen Herrn bestimmt war. lich groß din. Io Vorsichtig!. Wie kann ein Künstler vor in er in selner Rolle ausg vorsichtig und merkte deshalb— Augenblick meine Hose verlieren konnte. Vermag sich jemand für eine Primadonna etwas Schrecklicheres zu denken, als mitten aus der Bühne die Hose zu verlieren! Aber was sollte ich machen? Ich konnte doch nicht abtreten und die Szene unterbrechen. So versuchte ich. die Hose mit dem Knie festzuhalten, bewegte mich dabei so wenig wie möglich und sana weiter. Meine Partner konnten sich mein Verhalten nicht erklären. Ich beendete meine Arie, lo gut es ging. und war in der Lage, im rechten Augenblick abzutreten. Jeder kann sich meine Erleichterung vorstellen. Aber mein Pech sollte noch nicht zu Ende sein Das Publikum hatte von dem Zwischenall nichts gemerkt, begann nun zu klatschen, und ich konnte doch nicht erscheinen. Es ailt als grode Unhöflichkeit den Zuschauern gegenüber, wenn ein Künstler dem Hervorruf nicht Folge leistet. Desbald ellten die Journalisten in die Kulissen, um zu erfahren. weshalb ich nicht kam. Innerhalb fünf Minuten war meln Ankletderaum überfüllt. appellierte nun an die Ritterlichkeit der Jourund erklärte ihnen, daß eine Sängerin unnoch einmal auf der Bühne erscheinen könne, wenn ihre Hosen jeden Augendlick zu fallen drobten. Die Zeitungsleute ließen diese Entschuldigung voll gelten.„Um Himmelswillen“, dat ich sie noch,„verössentlichen Sie nichts über diese Geschichte. Orfinden Gie irgend eine Erklärung, wie sie Ihnen gerade einfällt, aber sagen Sei nichts von der Hose!“ Sie versprachen, meinen Wunsch zu erfüllen. Nalich erzählten am nächsten Tage alle Zeitungen ein nali mög türliche unter gro Schlagzeilen von meiner Hose. Die meisten Menschen werden meinen, so etwas sei für temanden in meiner Stellung ein großes Pech. Aber das Gegenteil war der Fall. Das amerikanische Publikum liebt alles, was einen„sportsmäßigen“ Anstrich hat. und mein kleines Mißgeschick auf der Büdne drachte mir in Wirklichkeit nur Vorteile. un aues bir seine Sorge an die Rolle zu ud Kostüm beschaffDie erste Teekosterin. Der Beruf des Teekosters, der in England recht n###### einträglich ist, wird meist nur von Männern aus1 gucs 958#- geübt: aber es glbt auch eine Frau, die eine solche id ich Carusos Nach= Steilung seit 16 Jahren inne hat und sich in ihr vorresslich besährt. In einer Unterredung erklärte sle. stets noch Bleselbe Laufbabn einsola, oürt einmal vor der Berufswahl stände. ung erklärte sle. aufrieden sel, daß agen würde, wenn ne 44 war das Reitdose die für einen Herrn ändern: aber da ich ziemlich groß din.— Kleidungsstück in der Taille zu kurz. Unglücklicherweise entdeckten wir dies aber erst in der letzten Minute, und es war unmöglich, eine andere Hose zu finden. Die belden Schneider ließen ihre Nadel Jleberdast arbeiten und hefteten das Kleidungsstück am oberen Teil des Kostümes fest. Dann stürzte ich auf die Bühne, odne mich viel um den Rat zu kümmern. deim Aufsteden ja recht vorsichtig zu sein. „Teekosten ist eine überaus interessante Tätigkeit. bei der man siets noch etwas Neues Lernt“, führie anderen schmack natürlich vermieden werden, wenn es gilt, die proden durchzukosten, Aus diesem Grunde darf man der Arbeit niemals gepudert oder geschmint eren. Ich habe gesunden, daß das Essen eines s den Gaunen wieder frisch macht, wenn man an einem Tage 200 oder 300 verschiedene Teesorten dat durchprobieren müssen.“ Für die Prode läßt man den Tee sechs Minuten v. Die Bküfungen erfolgen mit verschieerforten aus den einzelnen Tellen Engjede Mischung gus ein bestimmtes Wasser zenau berechnet werden mut. Nur so gelingt es, ble beste Mischung für jeden Bezirk herauszubekommen. Die Straßenbahn war ziemlich voll. Zwei Freunde sprachen leise miteinander. Plötzlich sagte r eine dem anderen, welch ein bestürztes Gesicht der Herr neben ihnen mache. Der andere erwiderte seinem Freunde, daß der Herr eben bemerkt haben dürfte, daß ihm seine Briestasche fehlte und deshalb so entsetz: sei. Der erste fragte verwundert, woder sein Freund diese Kenntnis habe, und erdielt zur Antwort:„Ich rabe die Brieftasche nämlich in Verwahrung genommen.“ * Nach einer Vereinssitzung kam Herr Schultze nach Hause in ziemlich zeitiger Stunde kurz nach zwölf Uhr. Am nächsten Morgen fragte seine Frau ion erstaunt, warum er denn so zeitig gekommen sei. sie war der Ansicht, dai er doch in dem technischen Verein einen Vortrag über Akkumulatoren halten wolle. Herr Schultze klärte sie darüber auf. daß er, da es schon elf Uhr nachts gewesen sei, nicht mehr das Referat hätte halten können. Bis er heran kam, war es doch schon zu spät.„Ab“, meinte die Gattin,„da waren die Zuhörer dann schon zu abgespannt durch die vorbergehenden Vorträge".„Nein", lautete die sie etwas überraschende Antwort,„das zwar nicht, aber ich konnte das Wort„Akkumulatoren“ nicht mehr sagen.“ * Müller war mit seinem Auto zum ersten Mal über Land unterwegs. Plätzlich aber verminderte das Behikel seine Echnelligkeit, und obgleich Müller den Motor wieder und wieder andrehte. fuhr der Wagen immer langsamer und blied plötzlich ganz siehen. Es war kein Zweisel. es handelte sich um eine solide Panne. Fluchend untersuchte Müller den Wagen, bis er entdeckte, daß kein Benzin mehr im Behälter war. Nun war guter Rat teuer, denn weit und breit war kein Haus zu sehen und bis zur nächsten Ortschaft waren es noch etwa zehn Kiloemter. Da nahte sich in gemächlicher Fahrt ein Planwagen. Müller bittet den Kutscher, ihn doch ins Schlepptau zu nehmen, was dieser auch bereitwilligst tut. Und in langsamen Zuckeltrad rattert der Planwagen mit dem hinten angebundenen Auto dem Dorse zu. An einer Garage wird das Auto abgekoppelt. Müller drück; dem Kutscher des habe, dort abzuladen". Sprachs. schwang sich auf seinen Wagen, rumpelte davon und ließ den verdurt dreinschauenden Müller zurück. lang, ziehen denin Wast lands, weil Wassermotore s0wie Wasch-Haschinen Mk. 49.liefern auf bequeme Tellzahlung C. Schaals& Co. Hochstr. 25 Tel 27563 T#anfztalls Lillles! Robaratüren und Ereviriele-Bliligal Allgemeine Zeitung. Apollo-Theater K industrieKino Selbst die größten Erwartungen werden übertroffen von unseremn Programm sprechen der und stummer Ellmkunst! Unwiderruflich nur noch 3 Tage der deutsche Großfilm: „Verzeih' mir“ Ein wunderbares Schauspiel von Schuldigwerden und von verstehender und verzeihender Liebe mit Fritz Schulz, Betty Bird, Carole Bartheel. Fritz Schalz singt den neuen Schlager: Das ist der sensationellste Detektiviiim der Gegenwart! Nur 3 Tage noch Sherlock Holmes UHO-Liehlepit Nur 3 Tage! Ab Dienstag, den 22. bis Donnerstag, den 25. Oktob. 1 Verzeih' mir und sel wieder gut mir, das wär nicht recht ven Dirt Ued d.nk nicht schlecht von Verzeih’ mir und sei wieder gut! Ich bin je wirklich nur Dein, des schwör ich. Dir nur allein gebör’ ich. Drum verzeih mir und sei wieder gut. Sonst bist Da scheld daran, daß ich nicht troh seir kann: lco hab’ Dich lieb. se unsäglich lieb. Und eind wir beide allein wirst Du mir schen verzeih’n. Ferner zeigen wir den ersiklassigen deutschen Großfilm: Sturmflut der Liebe Eine Filmromanze aus Rumänien nach dem bekannten Roman von Sadoveanu. Akte mit Marcelle Albanl, Werner Fütlerer. Marien Garlh, Iihelal Mallkenl. Peter Vel und Syhill Marell. Constaam mit seinen berühmten Casinoterransen und seinem gesellechaftlichen isternationalen Leben— Baharest und seine mordäsen Lohale— eis ungebeurer Wald— und Mühlenbrand, Starm und Ueberechwenmangehatestrophen sowie malerieche rumänische Hochseltsteste bilden den abwechalungereichen Hintergrund der epannenden Sprudeind vor Uebermal ist der Lostsptelschleger: MO Der Draufgänger Die tollen Abentener eines jungen Strohwitwers in G entzückenden Akten mit Sv4 Chapien. Batiy Belleur, Clillerd We. Lnsien und den berühmien 12 Plaze-Tliereiris. Syd Chapline Spiel ist von zwechtellerschütternder Komit Tausend Köstlichkeites lansen die Zaschaser nicht ans Die neue Wochenschau. Orchesterleitung: Heinz Damitz. Der Hund von Baskerville * Akte nach dem bekannten Roman von Conan Doyle. Das was Sie hier sehen, ist mehr als nur ein spannendes Werk, das ist die unerhört aufpeitschends Arbeit eines ganzen Mannes, wie sie allein ein Sberlock Holmes zu leisten vermag. Hier führt er den Kampf gegen unsichtbare Gewalten, wo er die verwickelsten Aufgaben in geradezu verblüffender Weise zu lösen vermag Der große Abenteurerfilm: Don Manuel, Bandit G spannende Akte mit Diomira Mac. Die Handlung spielt in Spanien mit seinen heißblütigen Menschen, seiner schönen Landschaft. Don Manuel ist der gefürchtete Anführer einer Bande, die sich in den Höhlen von Blanca Palma verborgen hält Liebesabenteuer! Sensationen! Kämpfe unter dem blauen Himmel Spaniens. Im lostigen Teil die Groteske: „Ferlenreise mit Hinternisser“ Die neue Wochenschau Niedrige Eintrittspreise: RA. 0.40, O.80, 0.80, 1.50 tira jacobini, Karl Platen, Giflord Laglen, Angelo Perrarl, Nico Turoff Selfel Nur noch bis Donnerstag! Ein Großfilm für reile Nenschen, nach einer wahren Begebenkeil von aun Solbad Raffelberg in Mülheim a. d. Ruhr Mittwoch, den 23. Okt. 120 Un Karlel-Nenven der Lnejährigen Mälbeim-Duisburger Renn-Vereis. Straßenbahnverbindungem ab Duisburg(Linie?).a“ Essen u. Mälheim(Linie 18), ab Oberhausen(Linie 19) TIvOLi Lichtspiele. Arminstraße 14-16 3 Filme 3 Tage 1 Im Kampfe mit Pferdedieben Sensatien! 5 Vildwestakte Auf vielseitigen Wunsch verlängert. Douglas irbanks Mann mit der Peitsche — 10 Akte— Die Verbannten Las Land oone Hofnung in 7 Alten. Els Octronat menschcher Grausamh-Il. in der Hauptvolle der eympethische Krattwensch und Seneationedersteller Maciste Belprogramm. Antang 3 Uhr. Leiste Vorstellung 8 Uhr. Stadttheater Dienstag, 22. Okt., 20 bis gegen 23 Uhr: B. 5:„Mig. non“ Mittwoch, 23. Okt., 20 bis gegen 22,15 Uhr: Braun. Ring 2 und Volksbühne Ser. 2:„Sind wir das nicht alle?“ Donnerst., 24. Okt., 20 bis gegen Uhr: C. 5:„Agnes Bernauer“. Freitag, 23. Okt., 20 bis geg. 22.45 Uhr: Zum ersten Male! O. 5:„Der Schauspieldirektor“ — Hierauf:„Der Toreador! Samstag, 23. Okt., 20,30 bis 23 Uhr: Volksbühne Serie 1:„Wie es euch gefällt.“ Sonntag, 27. Okt., 19.20 bis gegen 22,15 Uhr: Außer Vorm. u. Bühnen. volksbund:„Die fünf Fronkfurter" Montag, 23. Okt., 20 bis geg. 22.45 Uhr: A. 5:„Die andere Seite". Militär=Litewken, Hosen, Gamashen, Drellzeug, Stiefeln Schuhe eingetroffen. Gewerkenstraße 5. Veigehen gegen das keimende Leben. Hauptrollen: Leopold v. Ledebour, Margarete Kupfer. Gert Briese, Margarete Schlegel, Erna Morena, Carl Auen, Rudolf Lettinger Eine Menechentragödie, die die Aufmerksamkeit der gansen Wet auf sich lenbte und deren sensationeller Erfeig in spaltenlangen Artiheis der Zeitunges sum Ausdreck gebrecht wurde. Hlerrs ein wetterer Großßim: Lilliandish, Norman Kerry in Annie Laurie Ein Heldenlied vom Hochland. Die Fehde weier schottiecher Adelsgeschlechter aus dem 16. Jehrbundert. Lusispiel Wochenschau Kultartilm Großes Orchester unter Leitung von Kapellmeister Fischer. Antans 3 Uhr. Leizte Verslellung 8 Uhr. Eine lustige, komische Marinegeschichte in 6 Akten, die die Lachmuskeln nicht ruhen lassen. Viel Schwung! Viel Humor! Viel urwüchsige Heiterkeit! Hauptdarsteller: Fräulein Pähnrim— die temperamtv Mary Parker. Leo Peukert, Albert Paulig. Paul Morgan, Fritz Kampers. Ein Bandit von Ehre mit Fred Thomson und seinem Wunderpferd Silberfalke. Der Schinderhannes von Missouri! Der Rächer seiner Mutter 1 100000 Dollar Belobnung— tot oder lebendig! 8 atemraubende Akte. 3in der Hauptrolle der galante Tollkopf Tom Mix mit seinem Tony. Köslliches Lustspiel in 2 Akten. Das interessante BEIPROGRAMM. Orchester-Leitung: Heinz Wetzker. Beginn 2½ Uhr. LetzteVorstellung 8 Uhr. RUNEMIHEEEEHEREHIMMMMMIMMMIMN □0 am Schalber Mark! SSL Ab Dienatag-Donnerstag 1. Moulin Rouge Ein wahrcaftes Kunstwerk vou packendem menschlichem Gehalt mit Olga in 11 Akten. Ernste und beitere Bilder aus dem oesterreichischem Kasernenieben der Vorkriegszeit mit Annv Ondra und Nerl Lamac in 6 Akten. #m Schauburgt Theater# Gelsenkirchen Unwiderruflich die letzten drei Tagel Das gigantische Plimwerk Verstärktes Orcbester ArcheNoah Im Beiprogramm: 21 Schlager-Lustspiele[2 Die neue Ufa-Wochenschau Aufführungszeiten: Täglich 3, 6.30 und 8 Uhr Jugendliche haben Zatill Da hält die Welt den Atem an Ein Film im Rampenlicht nach dem Roman„Schminke“ von Guido Kreutzer 6 Akte. Lustspiel und Einlage Preise: 40. 30. 30 Plennig. Der Herbst ist da und bringt den Ne acht mit dirur Husten mit Schutzmarke Rtforma darum beugen Sie rechtzeitig vor. Versuchen Sie doch Wörisana und Spitzwegerich-Bonbons aus dem Wörishofener Kräuter und Reformhaus Hochstraße 24, Ecke Neustraße otel Hans Sach: Geisenklechen-Buer, Saaleingang C. Munckeistr. Große Gemälde- und Kunstschau der Hofgarten-Galerle Antritt frei und zwanglos wie in einer Offentl. Ausstellung. PRESSE 9„Schon der erste Eindruck ergab eine einheitlich feine Stimmung. Preuen kann man sich STIMMEN: hier an dem Schönen, wenn sich dezu einmal — Gelegenheit bietet, was hler der Fall ist.“ „Das genze ist eine bemerkenwerte Schau. die man gesehen haben muß und in der sich die Freude an dem Altem mit dem Schönen der jüngeren Kunst in guter Hermonie zusammengefunden hat.“ „Die In der Ausstellung vertretenen Namen bürgen für Qualltät und künstlertsche Stärke und zeigen die alte Dösseldorfer Schule in Ihren Hauptvertretern.“ Durch eine Reihe von Meitternamen, denen sich einige außerhalb Dösseidorts schaffende anschließen, wird die Entw.cklung im 20. Jahrhundert angezeigt. Erstaunlich sind die billigen Preise! Für 80 Mk. findet man schon vortreffliche Stücke mit prachtvollem Zahmen, billiger als man gute Reprosuktionen kauten kann. Wer daran denkt. ein gutes Bild zu erwerben, sollte den Besuch der Ausstellung nicht versäumen, da sogar Tellzahlung möglich ist. Eine Ausstellung. mit Geschmack und Verständnis zusammengestellt, wie man sich das nicht schöner und Interestanter denken kann, eine seitene Gelegenheit, ein gutes Bild billig zu erwerben Letzte Verkaufstage: Dienstag. 22., Mittwoch, 2S., Donnerstag. 24. und Freiteg. 25. Ott., durchgenend von morgens 10 bis abends 7 Uhr. Bequeme Tellzahlungen In Monatstaten ohne Preiserhöhung. OFGARTEN-GALERIE Bes. Eise Bertzky, Düsseldorf. Kalserstraße 4 oehischleoriüge der aldlechen Handelslehranstalt Gelsenkirchen-Buer. den 24. Oktober 1929, 20 Uhr. in der Aula der unndi. Handelslehranstalt, Augustestraße 62, Vortrag von Dr. Max Deri-Berlin über das Thema: Rembrandt, der Maler der Menschenliebe. Mit Lichtbildern. Korten zam Preise von 1.— RM. eind Im Büre der städt. Handelelehranstalt, Augustastr. 52. in den Bechhandlungen Lobde. Kirchstr. 12, Scipio Nacht. Schalkerstr. 10. Mammeltbey, Bochumerstr. 22, Diechböner, Bochumereit. 91, Müller. Neumarkt, Reddemann, Schalberstr. 185. im Zigassenhaus Larger. Georyshaus, Abstr. sowie an der Abendhasse zu haben.— Schülerkarten zum balben Preise werden im Büro der städt. Handelslehranstalt ausgegeben.- Die Mitglieder der Vereinigung für Kunet und Wissen haben gegen Vorzeigung inrer Mitgliedskarte freien Zuiritt. Beachten Sie stets die kleinen Anzeigen! Ohne Anza-lung o bis 6 Monate Zei . Arisen Anzug- u. Paletot-Stoffe In besonders großer Auswahl Verkaufs-Niederlage Germania Wannerstr. 4, a. Betriebsbahnh. Durchgeh, geöffnet. Auf Wansch Vertreterbesuch Stadt-Kaffee Buer Das führende Familienkaflee. Heute abend 8 Uhr: Wunschabend unter Leitung des Kapellmeisters Arthur Berthelomt für alle Lwecke an sich. Leute jeden Standes auf Raten. rückzahl d Többen, Wanne. Hammerschmidtstr 9. 1. Ek. Gegründet 1916. Am Stadtgarten Eina. Vereinsstraße Tor links von bis 1½. 3½ bis 7½. Sonntags von 9½ bis 1 Uhr.