Mittwoch, den 9. November 1898. verde=Verein. ch, den 9. November: hanuie Gduert des larm. Orchesters 8 ektion Kapellmeister Hüttner). onie-dur, Klughardt, 2 nie concertante, op. 82. solo=Violinen, Alard. 3 Herren Concertmeister### ötsch und Victor. 8 Infang 8½ Uhr. rmann hat Zutritt. nementskarten für das salbjahr für) Verson 3 4, für Familien von zu 10 K, von 8 Pers. I. jede weitere Person ehr uund Zehnerkarten sind zu haben bei dem n, sowie in den Cia.= agen der Herren Alb. „Mensendieck, Mende Gutbier). 19684 -Restaurant gischer clot, Brückstr. 39. 3, den S. Nov. 1898: ginal Wiener Damen= Orcheffers schlka. Direktion: ein Marie Peschka. Entree.20+A. E. Poock. sch, den 9. ds. chmittags 3 Uhr: ions=Verein Gemeindehause. hlreichen Besuch wird ebeten. 1. Hülsenrichez chälte Erbsen, ssene ine„ ig=Bohnen, #=Bohnen, ler=Linsen, weich kochend. h. Teigeler, enwall 2½, Hohestr. 8. u Führstuhl ranke Dame auf einig . Angeb. u. E V 19632 an Zt6. F KR 310.— 71. Morgen-Ausgabe 1. en- u. HerrenI. Jacketts und Kostüme inter Garantie tadeltens eingefüttert und besetzt vom rschner=Geschäft Meßling Wwe., stenhellweg 6. 19666 Besätze vorräthig. schöne Besitzung nördl. Stadtteil. fün kinuten v. Hauptbahnhof us 19 Zimmern, Ho Garten, umständehalbe 1. gebote u. M. D. 19 im. Ztg. erb. von zuständiger Seich findet sich die Stimme übert auf dem beit Theaterdirektor Pollog den Wünschen viele de entsprechen, wenna ter Zeit die„Jüdi ubert als„Recha“a Ein Theaterfreund. Nacht im Westenhellwes ragen verloren. Gegen bzugeben Schmiedestr. 2. Unsern lieben Eltec# en Eheleuten Maschine neister.. Albert Schmitz m heutigen Tage### silbernen Hochzeit Glück= und Segen von ihren dankbaret ti Etichen Mdunte verbunden Erscheint wöchentlich zwölfmal. Vierteljährliche Bezugsgebühr 2 M. 25 Pf., durch die Post bezogen 2 M. 50 Pf. Ankündigungs-Gebühren die anspoaltige Grunhzelt in Allgenseinen H.v..18 Hugi se v tt Autliches Kreisblatt für den mit dem OSrrmunder WPHeer Anzeigen=Annahme: Wederstraße 2. Druckerei und Geschäftsstelle: Mönchenwordt 2. Verantwortlicher Redakteur: Rud. Bersen, Amtliches Areisblätt für den W# Stadt= und Landtreis Dortmund.## Sonntags=Beilage:„Für Haus und Hof“, Blätter für Unterhaltung, gewerbliches und soziales Leben, Haus= und Landwirtschaft. Fernsprecher Nr. 181. und„Illustrirtes Unterhaltungsblatt". Postzeitungs=Preisliste 2048 Für Aufbewahrung und Rücksendung unverlangt eingesandter Manuskripte, sowie für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen wird keine Verantwortung übernommen. Hierzu ein zweites Blatt, zusammen 8 Seiten. 4 Prinz Georg von Griechenland als Fürst von Kreta. In wenigen Wochen dürfte der Prinz Georg von Griechenland als Gouverneur in Kreta einziehen denn der Sultan soll, die Nutzlosigkeit weiteren Widerstandes einsehend, den Entschluß gefaßt haben, sich passiv zu verhalten. Da auch Deutschland und Oesterreich sich von vornherein der Ernennung des Prinzen Georg nicht feindlich gegenübergestellt sondern nur seine Kandidatur nicht direkt begünstigt haben, so haben diese Staaten natürlich gar keine Veranlassung, türkischer zu sein, als der Sultan, und sie werden die faktische Besetzung des Gouverneurpostens durch Prinz Georg von Griechenland mit Gelassenheit hinnehmen. Mit der Ernennung des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta findet die Herrschaft der Türkei über die Insel ihr faktisches Ende. Dies wird ganz besonders deutlich dadurch zum Ausdruck gebracht, daß eine Reihe von Forderungen, die der Sultan zur Symbolisirung seiner Hoheitsrechte stellte, von den Mächten rundweg abgeschlagen worden sind. Rußland und Eugland haben also die Absicht, den Prinzen nicht etwa als einen von der Pforte abhängigen Beamten einzusetzen, sondern ihm ein großes Maß von Selbständigkeit einzuräumen, so daß Prinz Georg nicht sowohl der Gouverneur von Kreta, als der Fürst dieser Insel sein wird. Selbstverständlich wird aber der Prinz die Insel im griechischen Sinne verwalten, so daß, soweit eine Abhängigkeit bestehen wird, sie nicht vom goldenen Horn, sondern vom Hofe von Athen stattfinden wird. Indem Prinz Georg den Gouverneursposten antritt, befindet er sich in einer schwierigeren und verantwortlicheren Lage, als irgend ein anderer. Es wird ihm nämlich schwerer gemacht, strenge Unparteilichkeit zu wahren, als es etwa einem Belgier oder einem Schweizer geworden wäre. Denn die christlichen Kreter werden ihn nicht nur als ihren Glaubensgenossen, sondern auch als ihren Stammesgenossen ansprechen, und sie werden es als selbstverständlich ansehen, daß er bei einem Konflikte zwischen ihnen und den muhamedanischen Kretern sich stets auf ihre Seite stellen werde. In Voraussicht, der ihnen drohenden Gefahr ist denn auch der größte Teil der in den Städten wohnenden muhamedanischen Bevölkerung bereits aus dem Lande geflohen. Aber die ländliche Bevölkerung kann sich nicht so leicht aus dem Lande begeben, denn ihr Eigentum besteht in dem unbeweglichen Besitz, und da sich dieser gerade jetzt nicht veräußern läßt, so müßten sie als Bettler das Land verlassen. Durch die Flucht der in den Städten wohnenden Muhamedaner und durch die Dezimirung, die die in den Städten zusammengepferchte muhamedanische Bevölkerung infolge von Not und Entbehrungen erlitten hat, ist der Anteil der Muhamedaner an der Gesamtsumme der Bevölkerung noch verringert worden. Vor wenigen Jahren war noch die Hälfte der Bevölkerung muhamedanisch, beim Regierungsantritte des Prinzen Georg dürfte es nicht viel mehr als ein Drittel sein. Um so größer wird die Neigung der christlichen Bevölkerung sein, die verhaßten Muhamedaner zu bedrücken, um so dringlicher wird es aber auch die Aufgabe des Prinzen Georg sein, die Minderheit der Bevölkerung vor jeder Vergewaltigung durch die Mehrheit zu schützen. In dieser Hinsicht kann man immerhin einiges Vertrauen zu dem Prinzen haben, da er der tüchtigste und charaktervollste der Söhne des griechischen Königspaares sein soll. Wenn aber die muhamedanische Bevölkerung auch vor Unbilligkeiten gegen ihre Person und gegen ihren Besitz geschützt werden sollte, so wird sie doch die Bitterkeit durchmachen müssen, daß sie nicht mehr einem Glaubensgenossen, sondern dem Angehörigen eines fremden Glaubens unterthan ist und daß sie, wenn auch nicht formell, so doch thatsächlich zu dem Staate gehören wird, der sich schon mehr als einmal auf unrechtmäßige Weise in den Besitz der Insel zu setzen gesucht hat. Angesichts dieses Resultats werden die Vertreter der vier Großmächte nicht zu laut darüber triumphiren dürfen, daß es ihnen geglückt sei, ihren Willen durchzusetzen: denn so kurz ist das menschliche Gedächtnis doch nicht, daß man sich nicht daran erinnern sollte, daß dieser Wille noch vor 1½ Jahren eine ganz andere Richtung gehabt hat“ Oder zu welchem Zwecke sonst hat man damals die Landung des Prinzen Georg auf Kretch verhindert? Um dorthin zu gelangen, wohin man jetzt glücklich gelangt ist, hätte man damals den Prinzen ruhig landen und die Regierung von Kreta ergreifen lassen können. Es ist richtig, daß man damit eine ungesetzliche Handlung zugelassen hätte, während heute die Ernennung des Prinzen Georg zum Gouverneur die Form eines legalen Aktes hat. Aber das ist doch nur eine Form und lohnte es sich wirtlich, um dieser Form willen ungeheure Aufwendungen zu machen, das Leben wackerer europäischer Soldaten, die die Sache doch garnichts anging, zu gefährden und auf dem griechischen Festlande wie auf Kreta selbst Blutvergießen herbeizuführen. Illos Wort:„Es findet sich der Mensch in ein verhaßtes Müssen weit besser als in eine bittre Wahl“, gilt auch heute noch, und wenn man dem Sultan vor zwei Jahren erklätt hätte, daß die türkische Mißwirtschaft den Verlust Kretas rechtfertige, so würde er sich mindestens ebenso gut darein gefunden haben, wie in den hentigen Zustand, der ihm nur einige klägliche Fetzen einer Scheinsonveränität läßzt. Was ist also die Lehre der Lösung, die die kretischen Wirren gefunden haben? Daß es nicht gut! ist, historische Notwendigkeit aufhalten zu wollen. Wie es vor Jahr und Tag klar war, daß Spanien Kuba verlieren müsse, so war es auch vor Jahr und Tag klar, daß die Türkei Kreta würde verlieren müssen. Die Einmischung der Mächte hat ihnen selbst nur eine Blamage, den Türken, den Griechen und den Kretern eine Menge von Unheil eingebracht. Deutschland. 5) „Der „Manche frohe Stunde, manch ernster Tag und manch ergreifender, tief erregender Augenblick kommt mir in das Gedächtnis zuruck, wenn ich diese Gegend betrachte, in deren Ortschaften unsere Vorposten während der Belagerung von Metz einquartirt war La Maxe, so der General, jenes schrecko Nach zwanzig Jahren. (Clarifsg.) Roman von O. Elster. —.—.(Nachdruck rerbeten.) 4. Kapitel. heutige Tag hat die Erinnerung an jene ernste und doch so große Zeit des Krieges lebhafter denn je in mir wachgerufen“, planderte der General, indem er sein klares, blaues Auge sinnend über die lachenden Fluren der Moselebene schweifen ließ. „Manche frohe Stunde, manch ernster Tag und manch ergreifender, tief in das Gedächtnis trachte, xend der Belagerung von Metz einquartirt war In jenem Gehöft, St. Agathe ist sein Name, habe ich auf Feldwache gelegen, dort in Franclonchamp und St. Remy lagen unsere Piquets und an jenes, jetzt so still und friedlich daliegende Dörfchen, dessen Häuser die neuen roten Ziegeldächer tragen, knüpft sich eine trühe, für die Einwohner sicherlich schreckliche Erinnerung.“ „Erzähle mir, Onkel“, bat Konrad. „Laß uns den kleinen Umweg über heißt jenes Dorf, machen“, entgegnete „dann kann ich Dir gleich die Stelle „Sseiozisses zeigen. Ich bin selbst noch nicht gewesen, obgleich ich fast zwei Jahr schon wieder erkennen werdetz vin licher, daß ich sene Stellel Die Reiter bogen von der Heerstraße ab und verfolgten einen sandigen, von niedrigen Hecken eingezännten Feldweg, der sie nach kaum einer Viertelstunde nach dem freundlich inmitten seiner Felder und Gärten daliegenden La Maxe führte. Konrad war erstannt über die hübschen, teilweise ganz neuen Wohnhäuser und Wirtschaftsbaulichkeiten der einzelnen Gehöfte. In den Dörfern Lothringens trifft man such ss“ih nur alte Gebäude, deren grau geFeusteretr au mit nur wenig Fenstern der früheren Eindruck machen; zersehen, einen recht düsteren uischer# La Maxe glich mehr einem freundHähfern den Dörichen mit seinen roten Ziegelsteinne hohen Maiter blisenden Feustern und den durch kei., 2. 7 i mgnern eingeschlossenen Gärten. „Du bist erstannt über das Aussehen des Ortes? neinte, der General lächelnd.„Hier kann man in der Xyar des Dichters Wort auwenden:„Und neues Leben blüht aus den Ruinen!“ Denn La Maxe ist während der Belagerung von Metz eingeäschert worestiche ezeruus hat den Leuten ihren ches Gsenösie schls“,#.d es ihnen möglich war, ihre Gehöfte schöner und stattlicher, als sie früher waren, wieder aufzubauen. Und weißt Du, wer die Brandfackel in das friedliche Dorf geworfen hat?“ eigenen Landsleutev:,orsen be v Berlin, 7. Novbr. Vom Tage. Während der Jahrt des Kaiserpaares von Beirnt nach Damaskus wurde die Bahnstrecke sorgfältig überwacht, alle hundert Schritte war ein Infanterieposten aufgestellt. An Brücken und Tunnels waren stärkere Posten beordert, für welche besondere Zelte aufgeschlagen waren. In Muabakka war für den Kaiserzug eine FrühstücksStation eingerichtet. Vom Zuge aus hatten die Majestäten einen wahrhaft entzückenden Blick auf Damaskus.— Nach der„M..=Ztg.“ teilte Reichstagsabgeordneter Prinz Arenberg am Sonntag=Abend im katholischen Gesellenverein zu Berlin mit, daß der Sultan den Sterbeort der hl. Jungfrau dem deutschen Kaiser nicht geschenkt habe, sondern daß Kaiser Wilhelm das Grundstück um eine hohe Summe von dem Sultan kaufte. Von anderer Seite werden 8500 türkische Pfund genannt. Die beiden Söhne des Prinzen Heinrich von Preußen werden auf Anordnung des Kaisers das Weihnachtsfest in der kaiserlichen Familie verleben, da ihre Eltern zu dieser Zeit sich in Kiautschou befinden. Grab Davids. Die Mitteilung, daß Kaiser Wilhelm der erste Christ gewesen sei, der in Jerusalem das Grab des Königs David besuchte, wird von dem oberösterreichischen Pfarrer Joh. Winkler bestritten, der im„Linzer Volksblatt“ behauptet, er sei am 29. April d. J. in Begleitung eines jerusalemer Einwohners im Abendmahlssaal gewesen, und der muhamedanische Wächter habe ihm ohne weiteres das Grab Davids aufgeschlossen und gestattet, einzutreten. Pfarrer Winkler(Katholik) erklärt also, er sei der erste Christ, der das Grab Davids besucht habe, gewesen. Die„Hamb. Nachr.“ können aus bester Quelle mitteilen, daß seit Februar 60 Dänen aus Nordschleswig ausgewiesen sind. Eine schlechte Reise hatie das neuerbaute Panzerschiff„Kaiser Wilhelm III.“ Es wurden ihm auf seiner ersten Fahrt von Wilhelmshaven nach Kiel vom Sturm zwei Boote fortgerissen und mehrere andere beschüdigt. Ein dritter Reichskriegshafen? An Kriegshäfen besitzen wir bisher bekanntlich Kiel an der Ostsee und Wilhelmshaven an der Nordsee. Zu diesen beiden soll nun anscheinend ein dritter Kriegshafen hinzutreten, und zwar an der Ostsee. Der graudenzer „Gesellige“ will nämlich von hoher militärischer Seite erfahren haben, daß die Errichtung eines neuen Hafens für Kriegszwecke auf der Reede von Danzig imgange ist und der Militärfiskus sich bereits ein Gelände in der Nähe von Gehdingen gesichert habe. Weiter sei eineTorpedobootsstation bei Plehnersdorf in Aussicht genommen. Die den Reichstag in seiner nächsten Session erwartenden Vorlagen lassen sich jetzt einigermaßen übersehen. Die Einbringung des Etats, für welche alle Vorarbeiten beendigt sind, wird rechtzeitig, d. h. unmittelbar nach Eröffnung der Session erfolgen. Die erste Etatslesung wird dann auch noch vor Weihnachten erledigt werden. Eine größere Anzahl von Gesetzentwürfen ist aus dem Reichsamt des Innern und aus dem Reichtsjustizomt zu erwarten. Aus dem ersteren werden der Invalidenversicherungsgesetzentwurf, der Entwurf zum Schutze der Arbeitswilligen, eine Gewerbeordnungsnovelle und das Fleischschaugesetz kommen. Ob die Vorarbeiten zum Reichsversicherungsgesetze noch so rechtzeitig werden abgeschlossen werden können, daß der Reichstag sich mit diesem Gegenstande noch in seiner ersten Session beschäftigen kann, ist bekanntlich schon seit Wochen ungewiß gewesen und jetzt als direkt ausgeschlossen zu bezeichnen. Dagegen erwartet man mit Recht die Vorlegung eines Hypothekenbankgesetzentwurfs durch das Reichsjustizamt, ebenso die Revision des Urheberrechts. Wahrscheinlich ist es auch, daß der eine oder der andere Punkt aus der Justizgesetznovelle, die vom vorigen Reichstage abgelehnt worden war, in Gestalt einer besonderen Novelle an den Reichstag gelangen wird, nachdem der Versuch, einzelne Bestimmungen, wie z. B. die Entschädigung unschuldig Verurteilter, aus dem Gesetzentwurf herauszugreifen und ihnen Gesetzeskraft zu verleihen, gegluckt ist. Das auswärtige Amt wird eine Vorlage wegen der Uebernahme Neugnineas an den Reichstag gelangen lassen. Die Forderungen endlich, welche die Militärverwaltung an den neuen Reichstag schon in dessen erster Session stellen wird, sind bekanntlich nicht geringe und werden zweifellos zu den lebhaftesten Erörterungen der bevorstehenden Tagung Anlaß bieten. Zu den preußischen Landtagswahlen lesen wir in der„Kreuzzig.“ eine Auslassung, in der es heißt, daß sich aus den Ergebnissen der sozialdemokratischen Wahlbeteitigung der Schluß ziehen lasse, die Sozialdemokratie werde dem Freisinn auf noch recht lange Zeit hinaus viel gefährlicher sein, als dem Konservausmus, gegen den man den roten„Samiel“ zuhülfe gerufen hälle. In den ländlichen Wahlkreisen hat sich die Sozialdemokratie nur ganz ausnahmsweise geruhrt; in der großen Mehrzahl der Fälle sind die konservativen Mehrheiten dort so bedeutend, als ob es eine Umsturzpartei gar nicht gäbe. Es sei damit nicht gesagt, daß es gut wäre, die Hände nunmehr in den Schoß zu legen. Im Gegenteil: fortan werde erst recht gearbeiket werden müssen, denn die Erfahrung des Wahlkampfes habe gelehrt, daß die Konservariven, wenn sie überall so eifrig auf dem Platze gewesen wären, wie die Gegner, die absolute Mehrheit im preußischen Abgeordnetenhause hütten erringen können, so schwach habe sich der kombinirte Angriff vergleichsweise erwiesen. Fürst Herbert Bismarck hat, wie bereits mitgeteilt, bestimmt, daß die feierliche Beisetzung der Leiche des Fürsten Otto v. Bismarck in dem neuerbauten Mausoleum am Sonntag, 27. November, erfolgen soll. Hierzu wird der„Voss. Zig.“ aus Friedrichsruh geschrieben: Bismarcks Leiche, die einbalsamirt und eingesargt ist, steht seit dem Todestage noch immer im Sterbezimmer des Schlosses, wo eine ständige Totenwache gehalten wird. Aus dem Schlosse wird der Sarg mit Bismarcks Leiche am 27. November in den neun Förstern des bis dahin vollendete Mausoleum übergeführt werden. Das Gebäude ist schon jetzt äußerlich vollendet; es steht unter Dach, und der Sarg mit Bismarcks feierlichem Zuge, getragen von Sachsenwald=Reviers. in das „Die eigenen Landsleute?“ selbst, mein Junge.“ ich in eigener Person, das heißt meine Kom„Ja, pagnie, aber ich habe den Befehl gegeben. Höre nur! La Maxe lag zwischen unserer und der französischen Vorpostenlinie, welch letztere sich dort drüben an den Gehöften hinzog. Die Franzosen versuchten oft, unsere Vorposten und Feldwachen zu bennruhigen und in La Maxe, vor allem in jenem einzelnen Gehöft, welches La Petite Maxe heißt, festen Fuß zu fassen. Fast jede Nacht fand eine Beunruhigung unserer Vorposten statt; kleinere Gefechte mußten geliefert werden, in denen nutzlos Menschenleben geopfert wurden. Und alle jene Unternehmungen richteten sich gegen das Dörschen La Maxe. Es war deshalb dem Oberkommando nicht zu verdenken, wenn es dieses strittige Objekt aus der Welt schaffen wollte. Es wurde beschlossen, das Dorf abzubrennen, damit es den Franzosen nicht länger als Stützpunkt dienen konnte. Mit der Ausführung dieses Befehls ward ich, betraut. Ich war gerade nicht erbaut von dem Befehl, denn es ist keine angenehme Sache, friedlichen Einwohnern die Häuser über den Köpfen anzuzünden. Aber dem Befehl mußte gehorcht werden. In einer stürmischen, dunklen Septembernacht rückte ich mit meiner Kompagnie, die mit allerhand brennbaren Materialien, Pechkränzen u. s. w. versehen war, nach dem in tiefer Ruhe daliegenden La Maxe, umstellte das Dorf, sandte einen Zug zur Beobachtung des Feindes in das Vorterrain und begab mich zu dem Bürgermeister des Ortes, den ich aus tiefem Schlaf wecken mußte, um ihm das traurige Schicksal, das seines Dorfes harrte, mitzuteilen. Der Bürgermeister, ein alter, weißhaariger Bauer, suchte mich durch Bitten zu bewegen, von meinem Vorhaben Abstand zu nehmen. Natürlich konnte ich seine Bitte nicht erfüllen. Ich ersuchte ihn, den Einwohnern mitzuteilen, daß binnen einer Stunde die Häuser geräumt sein müßten. Unterkunft würden die Einwohner in den weiter zurückliegenden Dörfern finden. Nach Verlauf einer Stunde würde das Dorf an allen vier Ecken angezündet werden. Du kannst Dir das Jammern der Einwohner denken, die so viel als möglich von ihren Habseligkeiten zu retten suchten. Ich mußte all mein soldatisches Pflichtgefühl zusammen nehmen, ich ihrem Flehen, ihren Bitten gegenüber hart Klieb.„Um ein Ende zu machen, gab sch den Befehl, Brennmaterialien, Pechkränze, Fackeln und so die Häuser und Scheunen zu werfen. Minuten flackerten an verschiedeStellen die Flammen auf, die, vom Winde gefaßt, in kurzer Zeit ssich über das ganze Dorf ausbreiteten.— Da knallten von La Petite Maxe her Schüsse. Mein Schützenzug war angegriffen und rasch ritt ich nach Petite Maxe, um mich über den Stand des Gefechtes zu unterrichten. Die Franzosen drangen in dichten Schützenschwärmen gegen uns vor. Selbst schweres Geschütz brachten sie in das Gefecht und krachend schlugen die Granaten in das noch unversehrte Gehöft Petite Mare, aus dem mir ein Mann und ein Weib jammernd entgegenstürzten.„Retten Sie uns— retten Sie unser Kind, Herr Kommandant!“ flehten sie mit emporgestreckten Armen.„Unsere Tochter — unsere arme Tochter— ihr Gatte ist in Metz— bei der Armee— sie ist vor einigen Tagen Mutter eines Mädchens geworden-- retten Sie uns, Herr Kommandant!“— Immer häufiger schlugen die französischen Granaten in das Gehöft, dessen Dach schon in Flammen stand.— Um die Leute zu beruhigen, sandte ich einige Mann in das Haus, in dem die junge Wöchnerin lag. Auf ihrem Bette liegend, ihr kaum eizige Tage altes Kind im Arm, wurde sie von den Soldaten aus dem brennenden Hause getragen und auf meine Anordnung nach Rt.=Remy gebracht.— „Das heftiger entbrennende Gefecht nahm mich dann ganz in Anspruch; die nächstliegenden Feldwachen unserer Postenlinie griffen in das Gefecht ein, die Franzosen wurden zurükgeschlagen, wir selbst zogen uns auch in unsere Bereitschaftsstellungen zurück, das unglückliche Dorf seinem Schicksal überlassend, dessen brennende Gehöfte fast die ganze Nacht hindurch die Gegend mit unheimlichem, rotem Licht übergossen. Die schweren Geschütze von Plappeville und St.= Quentin wählten sich das brennende Dors, welches sie wahrscheinlich heiß umstritten wähnten, zum Zielpunkt, Granate auf Granate prasselte in den Flammen; als der Morgen dämmerte, war La Maxe ein rauchender Trümmerhaufen.“ „Eine traurige Erinnerung Onkel.“ „Der Krieg ist grausam, rücksichtslos hart. Jene Nacht werde ich niemals vergessen.— Doch siehe da! Das muß das Gehöft von La Petite Maxe sein, aus dessen Flammen meine Leute die junge Mutter retteten. Wie stattlich es wieder aufgebaut ist! Es scheint ein Gasthaus zu sein— wahrhaftig, da ist das Schild: Herberge von St.=Agathe.— Da wollen wir einen Schoppen Wein trinken.“ Vor dem freundlichen Hause erhob sich ein alter Lindenbaum, in dessen Schatten ein Tisch und eine Bank standen. Es war ein einladender Ruheplatz.— Man genoß von ihm aus eine herrliche Aussicht auf die Moselberge und die Stadt Metz. Als sich die Reiter dem Hause näherten, erhob sich von der Bank unter der Linde eine etwa vierzigjährige Frau, legte die häusliche Arbeit nieder und trat den Offizieren freundlich entgegen. „Wünschen die Herren ein Glas Wein?“ fragte sie. „Allerdings, Madame. Haben Sie Scy=Wein?“ „Nein, mein Herr. Wir schenken nur eigenes Gewächs aus unseren Weinbergen bei Lorry. Aber ich denke, die Herren sollen zufrieden sein.“ „Gut, gut, Madame. So bringen Sie uns Ihren Wein von Lorry.“ Der General und Konrad sprangen aus den Sätteln und nahmen auf der Bank Platz. Die Frau eilte in das Haus. „Wenn ich nicht irre, ist diese Frau die junge Mutter aus dem Jahre 1870“, sprach der General lächelnd. „Es würde mich interessiren, zu erfahren, was aus ihrem Kinde geworden ist.“ In diesem Augendlicke trat ein junges Mädchen in der kleidsamen ländlichen Tracht der Lothringerinnen aus dem Haus und breitete ein sauheres Leinentuch über den Tisch. Erstaunt blickten die Ofsiziere auf die schlanke und doch kräftige Gestalt des Mädchens, dessen frisches Gesicht, große blaue Augen und welliges dunkelblondes Haar von entzückender Anmut und Schönheit war. „Sind Sie die Tochter des Hauses, Fräulein?" fragte der General, der das junge Mädchen mit Interesse beobachtete. „Ja, mein Herr“, entgegnete das Mädchen lächelnd, wobei eine Reihe kleiner weißer Zähne zum Vorschein kam. „Und wie alt sind Sie, wenn ich fragen darf?“ „Zwanzig Jahre, mein Herr.“ „Heißen Sie nicht Madeleine?“ „Allerdings!“ „Nun, dann kennen wir uns, mein Fräulein!“ „Sie kennen mich, mein Herr? Ich entsinne mich nicht...“ „Ich glaub es wohl,“ lachte der General. Als wir uns kennen lernten, lagen Sie noch in den Winoeln Es war im Jahre 1870— nicht war, da waren Sie noch sehr, sehr jung— aber ich erinnere mich der kleinen Madeleine noch sehr gut! Freilich waren Sie damals nicht hier in La Maxe, sondern in St.= Remyz: „Wir wohnten damals in St.=Remy, da unser Haus verbrannt war“ „Ja, und in demselben Hause zu St.=Remy wohnte ein deutscher Offizier, der Sie, kleine Madeleine, oftmals auf den Knieen geschaukelt hat.“ „Sie— Sie wären der gütige Offizier gewesen, von dem meine Mutter mir so oft erzählt hat?“ „Wenigstens bin ich der Ossizier, der mit Ihrer Mama und Ihren Großeltern in St.=Remy in einem Hause wohnte.“ „O, mein Herr, wir haben Sie nicht vergessen! Wie freue ich mich, Sie kennen zu lernen! Wie oft habe ich gewünscht, Sie kennen zu lernen, um Ihnen zu danken!“ „Aber mein Kind, von Dank kann ja nicht im geringsten die Rede sein!:. 6 „Gewiß, mein Herr!“ Sie eilte ihrer Mutter entgegen, welche soeben mit dem Wein aus dem Hause trat. „Mama, denke Dir— jener Herr— er ist der Offizier, der uns im Jahr 1870 aus dem brennenden Hause gerettet, der uns in St.=Remy so freundlich behandelt hat.“ Die Frau ließ vor Ueberraschung fast die Flasche und die Gläser fallen. Rasch stellte sie diese auf den Tisch und ehe der General es verhindern konnte, hatte sie dessen Hände ergriffen und an die Lippen gepreßt. „Mein teurer, lieber Herr!“, rief sie mit Thränen im Auge.„Endlich kann ich Ihnen für Ihre Liebe, für Ihre Freundlichkeit danken, die Sie mir damals in jener schrecklichen Zeit erwiesen haben.— Rasch, Madeleine, rufe den Vater! Er ist im Garten! Er soll den Wohlthäter seiner Frau und seines Kindes kennen lernen und ihm danken.“ Madeleine eilte fort, um bald darauf mit einem etwa 45jährigen, breitschulterigen Bauersmann, ihrem Vater, zurückzukehren.(Forts. folgt.) der Abputz der Mauern ist fertig. Dagegen wird an der Errichtung der hochgewölbten Kuppel, die das ganze Gebäude krönen soll, noch gearbeitet. Im Inneren des Mausoleums fehlt es noch an allem. Jedoch hat der Unternehmer sich verpflichtet, die Gruft für die Aufnahme des Sarges des Fürsten bis zum 27. November fertigzustellen. Die künstlerische innere Ausschmückung des weiten Mausoleumsraumes, die Auslegung des Fußbodens mit Mosaiken, wie die Einsetzung der kunstvoll gemalten Glasfenster 2c. wird erst im nächsten Frühjahr erfolgen können. Ebenso wird die gärtnerische Ausschmückung des Mausoleumshügels erst zum Frühjahr vorgenommen. Der Hügel aber am 27. November schon vorläufig ausgeschmückt sein. Da der Tag der seierlichen endgültigen Bestattung Otto von Bismarcks auf einen Sonntag fällt, so wird die Feier vermutlich unter großer Beteiligung des Publikums stattfinden. Offiziell sind bisher zur Teilnahme nur die Vertretungen der deutschen Studentenvereine angemeldet. Ein Gerücht will wissen, daß auch Kaiser Wilhelm zur Bestattungsfeier des Altreichskanzlers wieder hierherkommen werde, allein das Gerücht wird wohl kaum Bestätigung finden. Viele, die den Kaiser vor einem Vierteljahr, als er zur vorläufigen Beisetzung des Fürsten hier war, abreisen sahen, sind der Meinung, daß Kaiser Wilhelm UI. niemals wieder nach Friedrichsruh kommen wird.— Oberpräsident von Ostpreußen, Graf Wilhelm Bismarck, ist nach kurzem Aufenthalt von hier nach Schönhausen weitergereist. . Die„Berl. Volksztg.“ berichtet über eine Preisnste, welche die„Schlächterei vereinigter Landwirte“ in Rosenberg in Westpreußen, gebildet von den Herren von Dewitz, genannt von Krebs, Rugenstein, Graf v. d. Gröben=Ludwigsdorf und von Hindenburg=Neudeck, versenden. Darin ist wörtlich zu lesen:„Infolge der anhaltend hohen Schweinepreise mußten reten Vostenguuen einen kleinen Aufschlag eintreterin gefunden hatte. Die junge Künstlerin hatte sich nicht ui: den Inhalt ihrer Partie völlig zu eigen gemadt, sie fuhrte dieselbe auch sonst mit ganzer Hingebung durch. Welch zu Herzen gehende Töne wußte sie anzuschlagen als liebende Tochter, als „Mütterchen“ ihres kleinen Schwesterchens, wie fortreißend, das Publikum zum Mitfühlen zwingend war sie, als sie ihr Erkennen zum Ausdruck brachte, welch großer Astand noch den Begriffen mancher Leute zwischen einer Zirkuskünstlerin und einer Grafen familie besteht, und daß sie ihre Liebe aus dem Herzen reißen müsse. Es war die Leistung der Dame eine ganz hervorragende, an Beifall fehlte es nicht. Die zweite Hauptpartie war dem Komiker Herrn Hans Felbinger zugefallen, der, als Zirkusgymnastiker und . der„Lilli“, eine treffliche Leistung bot. Frau Tinghaus, die überall verwendbare Künstlerin, fand sich mit ihrer Partie als abgetakelte Kunstreiterin aufs beste ab, ihre Maske war köstlich, zum Lachen anM„Als Gräfin Lehrbach war Frau Hanni Meher recht gut, zu nennen sind noch die Herren Balthyni als Graf Robert, Herr Ambronn als Baron Bultara und Herr Sternfeld als Agent Lehfeld. Auf die Ausstattung des Stückes war großer Wert gelegt. Bei den folgenden Wiederholungen dürften die„Zirkusirnte“ ein vollbesetztes Haus finden. Standesamtliche Nachrichten. Anmeldungen vom 7. November 1898. Eheschliefungen. Kesselheizer Heinrich WischEmil Valther mit Emma Wehrmann. Gärtner ics Maluszak mit Josefine Feldewert. Maurer Max Wolfgart mit Katharine Gücke Fahrikarheiter Wolsgart iit Kutharine Göcke. Fabrikarbeiter Heinrich Wehmeier mit Henriette Manns geb. Tönies. mit Wilhelmine Thomas. Theater. i Dortmund, 8. Nov. Gestern fand die erste Aufführung des Schönthanschen Lustspiels„Zirkusleute“ statt, es erfreute sich die Novität einer recht beifälligen Aufnahme. Wie schon der Titel besagt, hat der Autor den Stoff für das neue Lustspiel aus dem Zirkus geholt und denselben höchst geschickt verwertet. An manchen Unwahrscheinlichkeiten leidet der Aufbau allerdings, insbesondere geht das Verlieben und das Vermand in Jun.. schuell wie eine selbst hiunterließ einen vor sich. Die Aufführung aue wuins, inen vortrefflichen Eindruck, indem aue Mitwirrenbe bestrebt waren, ihr bestes zu bieten. Der Autor stellt insbesondere große Anforderungen an die Darstellerin der Zirkuskünstlerin„Lilli“, welche Partie in Fräulein Josié Diener eine vorzügliche VerBergmann Wilbelm Strate mit Wilhelmine Thomas. Ressetheizer Friedrich Thiemann mit Wilhelmine Witt. Fabrikarbeiter Johann Frauenkron mit Helena Maibaum. Fuhrknecht Heinrich Melchert mit Johanna Klaas. Dreher Heinrich Wienke mit Maria Böttcher. Hülfsbremser Heinrich Buschmeier mit Auguste Ferlmann. C Geburten. 1 Sohn: Schneider Hermann Kowa56. Fabrikarbeiter Josef Gutschau, Aachenerstraße 13. Schneider Karl Klemp, Ackerfraße 2. Rangirmeister Ferdinand Knepper, BaumObermeister Lüdwig Hesse, Paulinenstr. 1a. Buchhalter Karl Grüttner, Hamburgerstraße 14. Ingenizur Paul, Mack, Schwanenstraße 38. Stuckateur Fendrich Schuster, Bornstraße 31. Schlosser Karl Hamann, Kirchenstr. 18. Tagelöhner Ludwig Nowaczyk, Oesterholzstraße 18. Kaufmann Heinrich Olfers, Münsterstr. 22.— 1 Tochter: Fabrikarbeiter Thomas Formanowitz, Robertstraße 29. Fabrikarbeiter Gottieb Buse, Oesterholzstraße 115. Bäckermeister Friedrich Atthoff, Münsterstraße 176. Oberlehrer Heinrich Stratenberg, Beurhausstraße 18. Fabrikarbeiter Karl Zorchert, Verl. Heroldstraße 21. Fabrikarbeiter Emil Eranninghaus, Marschallstraße 17. Techniker Gottfried Kühndahl, Heroldstraße 47. Werkmeister Wilh. Hufnagel, Burgholzstraße 36. Bergmann Kaver WübNordstraße 61a. Fabrikarbeiter Karl Behler, Herzzanzstraße 8. Bierverleger Peter Schuy, RobertFriedhofsarbeiter Friedrich Zumsprekel, Stahlmertitraie Johann Gembarski, Preiterweg 2uhe“; vabrikarbeiter Hermann Mescher, Todesfälle. Walter Kreis, Westwall 23, 1 M. Gustav Babiel, Kirchdernerstraße 115, 4 M. Erna Lagemann, Münsterstraße 154, 5 M. Franziska Witt, Schützenstraße 111, 1 J. Johannes Gelhard, Jägerstraße 30, 6 M. Wilhelm Frendel, Oestermärschstr. 27, Feldsieper, Leopoldstraße 56, 10 T. Gustav Holtmann, Huckarderstraße 186, 1 M. Elfriede Oesterholzstr. 80, 5 M. Wilalisten füir Grünverwerd. Ein in Dortmund ansässiger Bürger sucht für die Erwerbung einiger werthvoller Grundstücke einen kapitalfesten Kapitalisten als stillen oder thätigen Theilhaber, da ihm selbst die Baarmittel hierzu fehlen. Es brauchen nur 30—50000 M, welche hypothekarisch sichergestellt werden, vor und nach gezahlt zu werden. Schriftl. Angeb. unter D. B. 19646 an die Dortmunder Zeitung. Büchertisch. (Zu beziehen durch die C. L. Krügersche Buch= und Musikalienhandlung in Dortmund.) #n#., Nr..45 der„Jugend“, münchener illustrirte Wochenschrift für Kunst und Leben(G. Hirths Verlag in München, Preis 3 K pro Quartal, 1 c pro Monat exkl. Porto), enthält unter anderem: Titelblatt von A. Münzer.—„Allerhand Liebe“, Skizzen von Johann Schlaf.— Landschaft von Emil Orlik.— „Warum es Haus Faust nie zu etwas gebracht hat“. Skizze von Arthur Holitscher.— Fischweiberl und Ganymäderl“ von A. Hoffmann v. Vestenhof.—„Die Präsenzliste" von P. Renouard.—„Die Artischocke“ von Hialmar Söderberg.—„Scheibenbild“ von J. R. Witzel.—„Zoologia heraldica“ von A. Mo., mit Zeichnungen von Jul. Diez.—„Fluch dem Tramway von Eos.—„Was einem so einfällt“ von Paul v. Schönhan.— Geduld“, Karrikaturzeichnung von J. 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Se Setz“ derzinsen u. s.., deren Abzug sie beanspruchen, und die Berns:—“ sristlich oder mündlich bei uns anzumelden Beläge(Zine zur Entrichtung derselben durch Vorlegung der weisen, Mündliche 30; Prämienquittungen, Policen u. s..) nachzuwordtstraße a. uumelbungen werden in unserem Bureau 5, Berswoldistraße 2, Zimmer 130, entgegengenommen. Der Magistrat: Schmieding. klassischen und modernen Kunst" zu bilden, deren handliche und äußerlich vornehme Form in kunst= und hat###e benden Kreisen ungeteilten Beisall gefunden einer zugleich auzu sehr schäbenswerte Vorzug mein verständlichen aoastlich grundlichen und allgelung unterstützt durch eine reiche, glänzende Illustrieeigenartigen, feinen äußeren Ausstattung der Bände wird jeder Bücherliebhaber seine Freude haben. äußerst niedrige Preis der Bände ist darauf berechnet, diete Sammlung in die weitesten Kreise zu bringen ermnsglichen.=scheidenen Miteln die Vorsicht beim Einkauf von Migränin. 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Der Verfasser weist besonders auf die Gewichtszunahme hin, welche dem Gebrauche der Somatose regelmäßig bei schwächlichen Personen, bei Kindern und hauptsächlich bei bleichsüchtigen Mädchen folgten, und die sich auf durchschnittlich zwei Pfund pro Woche belaufen. Dr. Drews schreibt dieses uberraschende Resultat zu nicht geringem Teile der Appetitanregung zu, welche den Gebrauch der Somatose fast ausnahmslos begleitet. Die genauer angeführten Einzelfälle verdeutlichen in einwandsfreier Weise den Wert der Somatose für die Behandlung der Bleichsucht, sowie zur Hebung des Körpergewichts. Beste ist immer das Billigste, und Das Deste Iot dies trifft ganz besonders zu bei dem in allen Haushaltungen beliebten, anerkannt besten Wasch= und Reinigungsmittel Dr. Thompson's Seifenpulver. Man achte aber genau auf die Schutzmarke„Schwan“, da minderwerthige Nachahmungen angeboten werden. Sie alles und kaufen Sie das Beste. Probieren Sie Wascholin! ½ Pfd.=Packet 15 J überall zu verlangen. 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Bekanntmachung. # Vom 1. November d. Is. ab ist die bahnamtliche An= und Abfuhr ., Lu= und Fracht=Stückgüter nach und von der Station Wickede=Asseln Ortschaften Wickede und Asseln dem Fuhrunternehmer Diedrich Heiling übertragen worden. Ausgenommen von der Zustellung bezw. Abholung sind die Chausseestraße von Nr.—26 und das Wickeder Holz von Nr.—25 der Gemeinde Wickede, sowie die Vororte Fleier und Renussein der Gemeinde Asseln. Als Rollgeld kommen zur Berechnung für je 50 kg: a) für Eilgüter 20 J1 mit einem Mindestsatze b)„ Frachtgüter 15„I von gleicher Höhe. Diejenigen Empfänger, welche ihre Guter selbst abholen oder sich anderer Fuhrunternehmer bedienen wollen, wollen dies der Güterabfertigung Wickede=Asseln schriftlich anzeigen. s 7349 4 Dortmund, den 2. November 1898. Königliche Eisenbahn=Verkehrs=Inspektion. DortMünder nur Wissstrasse 36, Fernsprecher 724. Größtes und feinstes Geschäft dieser Branche am Platze. der Großes Lager in Metall=, Eichen= und Tannen=Särgen. 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Beschreibung: Alter 24 Jahre, Statur schlank, Größe 1,68 Meter, Haare schwarz, Augen braun, Nase gewöhnlich, Gesichtsfarbe gesund, besondere Kennzeichen Sommersprossen im Gesicht. Der unterm 24. September cur. gegen den Arbeiter August Zwarg, geboren am 9. Oktober 1858 in Bochum, wegen Uebertretung des § 361, 5.=St.=.=B. erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgenommen.[E 855 98½. Dortmund, den 5. Nov. 1898. Königliches Amtsgericht. 1 schöne Besitzung im nördl. Stadtteil, fünf 224 Minuten v. Hauptbahnhof, bestehend aus 19 Zimmern, Hofraum und Garten, umständehalber zu verkaufen. Schr. Angebote u. M. D. 19501 an die Dortm. Ztg. erb. Herrsch. Wohnhaus, im Osten gelegen, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Gefl. Angebote unter an die Dortm. Ztg. erb. Ein Fahrstuhl für eine kranke Dame auf einige Zeit gesucht. Schriftl. Angeb. u. E V 19632 an die Dortm. Ztg. f Für Bäcker! 12 Mieten Buchenklafter Holz hat abzugeben 19685“ Wirth E. Marre, Oespel. 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(Ohne Gewähr.) 33.182 250 879 92 459 537 648 54 800 991 13631300) 466 557 88 737 849 75 937 2229 329 582 91(3000] 670 843.985„3024 316 22 28 57 432(300 71 506 730 4139 54 250 88 301 18 88 496 11000) 689 825 5143 340 460 10048 211 15 390 504 26 669 93 830 79 916 50 54 91224 381 628 59 786 917 18 12114 306 523 50 676 A3070 140(3000) 69 280 455 517 956 14020 80 113 343 51 94 534(1000) 90 651 74 796 15045(1000) 73 172 200 83 307 429(300) 629 44 68 83 753(300) 846 925 96 16089 147 66 216 379 80 680 719 25 35 995 17119 38 59 836 42 43 18025 61 268 372 498 501 36 53 691 748 52(1000) 81(3000) 803 19123 223 33(300) 353 58 90 (500) 575 618 757 979 1500) 20092 237(500] 85 386 422 36 70 515 609 783 840 952 97 21083 59 206(1000) 316 580 22185 211 12 77 385 37 816 23099 195 282 318 98 410 509 18 45 666 130001 895 980 84 90 97 24001 35 91(500) 139 65 284 306(300) 621 868 25233 84 804 6 85 26223 337 39 491 629 81 776 874 974 27015 215 335 405 581 89 96 782 84 28333 68 434 70 619(1000) 734 824 60 1300) 90230(500) 329 95 933 61(500). 30022(1000) 37 137 301 38(500) 47 444(300) 72 84 621 47 717 897 937 31042 101(300) 57 242 807 437 8000 32010 185 267[3001,90 302 634 95 903 33167 506 66 90 763 864(3000) 97 908 16 31008 237 369 77 472 98 669 756 811 34 48 910 85015 870 98 439 87 1300) 513 789 821 48(10001 60 97 923 30 91 30034 74 126 53 284 349 72(300) 75 503 600 754 56 87 878 952 37089 173 92 236 884 440 94 540 627 907(500) 33 906 10001 67 428 62s de 721 816 64 76/3000 8e 36147 40156 285(1000) 370 418 762 74 825 917(300) 21 85 41213 60 312 613 925 63 73 42092 274(500) 86 525(1000) 896 973 1300) 433023 157 249 856 459 722 942 84 44027 97 232 43 359 74 78 440 91 754 80 849 936 67 45182 86 493 541 92 617 79(3000) 814 918 46144 66 524 52 88 47001(1000) 27 169 243 46 377 89 437 95 523 35 89 878 48057(1000) 62 264 361 593 734 801 70 925 49120 331 474 522 52 685 99(3000) 870 959 „ 50174,76 239 78 411 572 607 85(300) 878 960 51038 115 44 257 823 26 457 531 50 646 751 957 82 52079 125 219 45 46 868 450 54 59 626(500) 45 725 59 930 76 53029(500) 207 59 82 90(300) 444 650 891 54122 377 571 608 74 75 817 952 61 55008 52 212 538 1500) 51 91 625(5001 882(3001 56103 229 34 378 532 610 95 854(500) 971 79, 57025 87 550 758 923 70 58113 880 59093 182 83 288 362[300) 833 60095 189 69 239 387 497 771 893 916 61000 542 00) 51(1000) 82 789 95(500) 934 63(500 62004 44 18000) 230 356 439 56 83 531 694 03135 58 80 254 0001 414 586 775 925 64151 230(500) 385 90(30001 415 585 645 819 88 957 65003 79 400 40 69 770 87 60123 24 61 233 465 96 07060 156 277 338(1000 495 568 686 764(3000) 85 93 903(1000) 70 68003 32,(1000) 211 21 695 794 829 109018 143 98 590 92(500) 708 838 957 70119 4913001 69 504 9 863[500) 998 71047 80 308 16 66 420 70 510 784 875 72296 388 90 95 588 49 833 73140 535 688 798 879 74096 151 262(300) 367 846 75093 109 242 406 559 78 808 15 41 T6040 106(500 68 354 488 539 629 827 77117 54(3000) 64 83 279 98 563 13000] ,654 755 839 85(500) 78068 379 701 18 847 70013 312 49 97 703 48 972 8# 9074 426 288 542 892 938 54 81108 202 84 301 54 553 97 724 834 85 903 79 82228 68 471 974 83065 384 7577,312 63 409 61 573 608 811 58[500) 841/14 42 191 409 606 87 85007 150 365 420 36 63 577 79 890 N71 91 588 432 93 549 1500) 78 166d dos%,P Pooi 162 814 80061 191 296 16 435 6 294/5.306 28 26 427 515 51 949 01037 87 185 258 402 936 13001 95 02020[300) 29(3000) 392 440 42 743 (300) 814 63295 833 439 684 711 970 94086 89 186 96 451 660 708 41 96 937 95266 437 535 694 739 69 92 865 96568 716 27 808 57 980 97051 138 1800) 95 837 812 926 08002 17 161 66 282 97 333 75 487 559 753 818 29 69003 4 199 1300) 269 377 402 548 623 96 710 50 96 100063 176, 201 71 824 92 419 732 971 101146 (3000) 577 94 732 804 54 947 102054 61 215 78 339 611 804(9000) 35 55 72 929 103003 32 36 248 335 80 487 594 708 6 17 866 90 962 104161 64 283 562 1000) 648 727 802 29(300) 87 936 84 90 105190 231 1300) 45 64(500) 379 421 502 56 98 660 726 915 18 106056 104 308 613 93 808 973 98. 107008 166 812 (300 788 949 108009 235 490 504(500) 701 801 948 109345 526 620 95 99 913 110114 387 476 690 788 97 1112433 333 521 54 95 712 905 97 112025 188 234 52(3000] 317 669(3000 782 827(10001 53 948 64 A13066(1000) 528 728 1800 87 808 60 11 4008 1300) 125 378 480 90 7 * Boderbronner ist der einzig praktische Ofen für jede Familie, weil sich zu demselben alle Sorten Kohlen oder Coaks verwenden lassen. 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In der Liste vom 29. Oktober vormittags lies 197 693 statt 195 693; in der Liste vom 5. November vormittags 48 732 84 statt 48 332 49. 14. Ziehung d. 4. Klasse 199. Kgl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 7. November 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über•30 Mark sind den betressenden Rummern in Parenthese beigefügt. (Ohne Gewähr.) 386 643 710 806 18 88 966 1021 60 422 61 71 518 697 82.794,3300) 95 901 12 S6 2155(500) 62 262 91 362 447 541 703 946 3105 28 327(3000) 92 537[3000 269 838 89. 74639 355„J018 87 107 11 208 387 77 92 451 030 TTIt10#j 95, 502 142 63 310 57 80 94 446 534(300) 644 897 922 23 91 6041 80 147 303 449 58 74 88 7043 149 87 97 334 53 439(1000 71 600.25 762 887 977, 8025 75 77 233 58 68 928 93 220 36 89 92 367 77(10001 571 814 88 9005 72 103 995 15000 aag 1 01035 125(500) 275 414 512 648 90 711 18 44 801 11447 80 556 868 947 12983 1 3054 129 716/3000 866 14071 205 8 58 306 480 548 57 58 64 86 746 95 803 935(300), 15017 108 520 58 618 784 16002 4 39 1500.114 18 286 399 620 964(3000) 17160(500) 264 84 346 552 92 671 875 908 18053 59 173 468 637 805 95 500) 99.956 61 130001 19259 369 565 641 65 737 75 1000 97. 266 29%8 91 325 418 066 70 722 845 75 80 21250 559 as„„82009 18 150(500) 210 66(500) 82 776 936 23680 89 718 845(1000) 84 85 93 94(1000] 24026 32 93,335 492 557 81 756 70 25145 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Nr. 310.— 71. Jahrgang. Drucker und Verleger: &. L. Krüger(G. Krüger) in Dortmund. Kreisblatt für den StadtMittwoch, den 9. November 1898. Verantwortlicher Redakteur: Rudolf Versen in Dortmund und Landkreis Dortmund. w Kretas Zukunft. Die seit verschiedenen Jahren von inneren Unruhen so arg zerrüttete Insel Kreta ist mit den Ernennung des Prinzen Georg von Griechenland, des zweiten Sohnes des Königs der Hellenen, wie der offizielle Titel auch heute lautet, nicht dem Namen, wohl aber der That nach, von der türkischen Oberhoheit losgelöst worden. Die türkischen haben die Insel verlassen, die türkischen Beamten werden folgen, der griechische Prinz, und wer ihm aus Athen folgt, werden mit einer kretischen Volksvertretung die Insel regieren. Wie sie regieren werden, das bleibt abzuwarten. Bis zur Stunde gibt es im Orient keinen einzigen Musterstaat, auch Rumänien ist noch nicht so weit, das doch sonst am weitesten noch vorgeschritten ist, und auf Kreta wird man wohl auch nicht durch den Schaden und die jahrelange türkische Mißwirtschaft klug geworden sein. Sultan Abdul Hamid II., der soeben erst das deutsche Kaiserpaar als Gäste bei sich gesehen hat, dessen Soldaten im Vorjahre die Griechen so jammervoll schlugen, ist natürlich nichts weniger als damit einverstanden, daß ein griechischer Prinz der erste Mann auf der Insel wird. Aber er hat sich doch dem von den vier Großmächten, die sich als Schutzfirma der Insel Kreta etablirt haben, ausgeübten Drucke nicht entziehen können. Die Insel Kreta war schließlich einen Krieg, der die Zukunft des Osmanenreiches infrage stellen konnte, nicht wert, einem Krieg, der wohl nicht gerade von den vier Großmächten, aber von allen christlichen Balkanstaaten ausgegangen wäre, sobald diese die tiefe Verlegenheit der Türkei erkannt hätten. Die vier Schutzmächte für Kreta, Rußland, Frankreich, England und Italien, sind ja längst nicht mehr einig, aber sie haben das kretensische Abenteuer begonnen, und mußten es zu ende führen. Sie werden froh sein, wenn sie die Geschichte vom Halse haben. Was wird nun aus Kreta? Der Prinz Georg von Griechenland hat sich bisher als nichts weniger, denn ein fähiger Mann erwiesen. Und auch nicht als ein unerschrockener und ehrlicher. Seine Rolle im vorjährigen Kriege war einfach komisch. Er war Kommandeur der Torpedoflotte und fuhr ab, ohne Sprengstoff und Torpedos zu besitzen. Griechenland hatte kein Geld, aber der Prinz hätte angesichts der Unmöglichkeit, etwas zu leisten, dann zu Hause bleiben sollen. Er fuhr indessen auf dem Meere spazieren. Später kam er zur Landarmee. Leistungen: bescheiden! Es ist also nur ber Umstand, daß er griechischer Prinz ist, was ihm den Posten als Gouverneur von Kreta gibt. Sonst hat er nichts gethan! Die Bewohner der Insel Kreta sind als überaus träge, verlogen und diebisch im ganzen Orient bekannt, es gilt das für Christen wie für Muhamedaner. Beides Natiqnalität, und der zwischen den An..4 nicht al gier, al die Ob ohne a die Ch sagen werder aber die Haupturfachr.. digkeit ihrer Bewohner. Kreta als selbständiges Vasallenstaatswesen des Sultaus wird nicht lange bestehen bleiben. Nun, wo man die Türken nicht mehr zu fürchten braucht, wird erst recht ein jeder haben, niemand aber geben wollen. Das Ende ist, daß sich die Selbstverwaltung nicht lebensfähig zeigen und eines schönen Tages die Vereinigung mit Griechenland ausgesprochen wird. In Athen regt sich heute bereits eine so starke Agitation in diesem Sinne, daß kalte Wasserstrahlen dorthin gesandt werden. Aber sie werden wenig nützen, um Kretas willen wird der Sultan, nachdem er heute schon die Insel verloren hat, keinen Krieg anfangen. Wenn den vier Schutzmächten für Kreta auch daran gelegen war, im Orient den Frieden zu bewahren, dann war die Wahl eines griechischen Prinzen zum Generalgouverneur das thorichste, was sie thuen konnten. Das ist die Einleitung zur Vereinigung von Kreta und Griechenland, dem wieder das Gezeter der anderen Raubstaaten folgen wird. Man hätte die Insel einer Großmacht zur Verwaltung geben sollen, dann war Ruhe und Ordnung gesichert. England hat Malta und Cypern, Italien etwa konnte Kreta nehgemacht? Griechenland, Bulgarien 2c. können aber noch nicht erziehen, die müssen erst erzogen werden. Deutschland. C Berlin, 7. November. Die künftige natio liberale Fraktion des Abgeordnetenhauses wird, nun feststeht, aus folgenden Mitgliedern beste! (Ein“ vor dem Kreis bedeutet bisheriger Besitzst vor dem Namen bisheriger Abgeordneter.)*Kön berg: Justizrat Dr. Krause, Berlin. Tilsit:*R ner von Sanden, Tilsit.*Pr. Stargard:*Sta minister a. D. Hobrecht, Groß=Lichterfelde.*Gul Rittergutsbesitzer Reimnitz, Reichersdorf. Inow law: Amtsrat Seer, Nischwitz.*Hirschberg: Le gerichtsrat Seydel, Hirschberg i. Schl. Hoyerswe Fabrikant Nischwitz, Niesky.*Genthin: Prof. Paasche, M. d. Reichst., Berlin.*Magdeb Stadtrat Reichardt, Magdeburg. desgl.: P van der Borght, Aachen.*Halberstadt: Ritterg slarschen:=Dr. med. Martens. Burg. i0e marschen:„Peutner Kahlcke, Mitgl. des Re Heide i. H. Diepholz=Syke: Amtsr. Meyer, Die Nienburg:*Hofbesitzer Heye, Wulzen." Senator Baurat Wallbrecht, Hannover, de Sachigper. Dr. Sattler, M. d.., B unnoder=Springe:*Hofbesitzer Hische, M. d Beunigsen.*Linden: Steinbruchbesitzer Mai Liuden.*Hameln: Bürgermeister Hausmann, L Fabrikant und GutsbRaut Horn, Goz“ Marienburg=Goslar: Minden: Laudgericherat Ostcrade. ut1 „Dannenberg=Lichom.=Dute besitzer Thies, Habig Lüneburg:„Amtsrat Hosbesitzer Puttsarken, Stie Bremervörde: Senator Hof;, Horburg.: Geestemünde: Hofbesitzer Echelm, Kappel. holz=Blumenthal=Achim: Hofbes. Weidenhöfer, A Herbers, Iserlohn, desgl. Landrichter Noelle, Iserlohn. Dortmund=Bochum: 8Geh. Bergrat Dr. Schultz, Bochum, desgl.“Landger.=Rat Schmieding, Dortmund, desgl. Ehrenamtmann Westermann, Lütgendortmund. *Kassel: Sanitätsrat Dr. Endemann, M. d.., Kassel. *Landkreis Kassel: 3Gutsbes. Beinhauer, Vollmershausen. Melsungen=Fritzlar: Fabrikant Gleim, elsungen.*Hanau:=Rentner Junghenn, Hanau. Dillkreis: FAmtsger.=Rat Hofmann, M. d.., Rennerod.-Unterlahnkreis:„Fabrikant Schaffner, Diez.*St. Goarshausen: Dr. Lotichius, St. Goarshausen.*Biebrich=Höchst: Bürgermeister Wolff, Biebrich.*Gummersbach:*Fabrikbesitzer Krawinkel, Vollmerhausen.*Lennep=Remscheid=Solingen:*von Eynern, Berlin, desgl. Kommerzienrat Fritz Beckmann, Solingen, desgl. Rechtsanwalt Dr. Schnitzler, Köln. *Elberfeld=Barmen:-Rentner v. Knapp, Elberfeld. * Mettmann: Direktor Dr. Böttinger, Elberfeld. Duisburg:*Kommerzienrat Th. Möller,..., Brackwede. desgl.:„Generalsekretär Dr. Beumer, Düsseldorf. *Altenkirchen=Neuwied: Gutsbes. Osthaus, Ariendorf, desgl.: Bergwerksbesitzer Krämer, Kirchen(Sieg). *Krenzuach=Simmern=Zell:* Weingutsbesitzer Engelsmann, Kreuznach, desgl.: Pfarrer Hackenberg, Hottenbach.*Saarbrucken: Reg.=Rat Danb, Saarbrücken, desgl. Bergrat H. Lohmann, Neunkirchen. Dazu kommt dann noch Prof. Dr. Friedberg, der in zwei Wahlkreisen, Halle=Saalkreis und Obertaunuskreis, gewählt ist. Bisher zählt also die nationalliberale Fraktion bereits 72 Mitglieder. Aus einem dieser beiden Wahlkreise wird sie das 73. Mitglied erhalten. Weiter bezeichnete das Wolffsche Telegraphenbüreau den in Wongrowitz gewählten liberalen Abg. Landgerichtsrat Peltasohn als nationalliberal. Bezüglich dieses Mandates wäre danach, ebenso wie für Mörs noch die persönliche Entscheidung der betreffenden Ab geordneten abzuwarten. Die zweimalige Beschlagnahme des„Simplicissimus“ hat die Aufmerksamkeit weitester Kreise auf das erwähnte politische Witzblatt und seinen Verleger gelenkt. Der letztere hat sich, wie jetzt verlautet, schon wiederholt der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht und dadurch eine härtere Bestrafung verwirkt, es heißt, daß das Maß jetzt so weit angelaufen sei, daß ihm zwei Jahre Gefängnis mit Sicherheit bevorständen. Am 27. Oktober bekam der Verleger Langen eine Vorladung nach Leipzig für den nächsten Tag, nachdem die munchener Behörde einen Haftbefehl gegen ihn angeblich abgelehnt hatte. In München sollte er verhaftet werden. Da wandte er sich auf den Rat seiner beiden Anwälte sofort ins Ausland, erst nach Oesterreich und dann, als ihm das als nicht sicher bezeichnet wurde, nach Zürich. Da Zürich bekanntlich wegen politischer Vergehen niemanden ausliefert, so durfte Herr Langen seinen„Simplicissimus“ fortan in der freien Schweiz verlegen und erst nach Verjährung seiner Strafthat nach Deutschland zurückkehren. England liegen beunruhigende Meldungen wastlichen Militärbezirke Alexandria in seinen Besig gu mutung, daß demnächst ein englisch=russischer Zusan menstoß in Ostasien erfolgen wird, gewinnt dah immer mehr an Wahrscheinlichkeit. Das Motto der französischen Regierung in de Dreyfus- und Picquart=Angelegenheit lautet, trotz allgegenteiligen Meldungen,„immer langsam voran“ Weder Dupuy noch Freycinet wollen es mit dem G neralstabe und dessen Anhängern verderben. Dahe wird weder die Rückberufung des Exkapitäns von di Teufelsinsel, noch die Haftentlassung Picquarts schnell erfolgen, als vielfach gemeldet wird. Zum Prozeß Luccheni, der am Donnerstag be ginnt, wird aus Genf berichtet, daß dem Mörder di Kaiserin Elisabeth übergeben wurden: Die Abschri des Beschlusses der Anklagekammer, der L. am 10. No vember vor die Strafkammer verweist; die gegen gerichtete Anklageakte des Generalprokurators: d Zeugenliste und die Anzeigeakte dieser Stücke. Lucche wünschte alsdann zu wissen, wieviel Zeugen man seinen Prozeß hören würde. Zweiundfünfzig, hieß er „So viele!“ erwiderte L. mit bösem Lächeln. Lu# cheni schien übrigens sehr befriedigt zu sein, neu Papiere zum Lesen zu haben. Der Anwalt Morian setzt die Prüfung der Untersuchungsakten fort. Esi wahrscheinlich, daß der Generalprokurator mit Rück sicht auf den Rang des Opfers sein Plädoyer lese wird. Es ist möglich, daß der Generalprokurato seinerseits mit der Anklagerede es ebenso halten wir! Man glaubt, daß Luccheni darauf bestehen wird im laufe der Debatten, vor oder nach der Rede seine Advokaten, das Wort zu nehmen; jedoch dürfte de Präsident des Gerichtshofes ihm für den Fall, daße sich in Injurien und Großsprechereien, wie sie in de an ihn gerichteten Briefen vorkommen, ergehen wil das Wort entziehen. Luccheni wird alle Freihe haben, sich zu erklären, sogar seine anarchistische Theorien zu entwickeln: aber man wird nicht dulder daß er Personen angreift und verunglimpft. Uebrigen ist keiner der Zeugen in Wien domizilirt. Man ha darauf verzichtet, Personen aus der Umgebung de unglücklichen Kaiserin als Zeugen nach Genf zu zitirer Ihre seinerzeit vor Gericht deponirten Aussagen sin als ausreichend befunden worden. Berlin, 7. Novbr. Hätten die Nationalliberalen so schreibt die„Nationalztg., sich zu einer Kartell wahlparole verleiten lassen, so wurden sie die jetzt al die freisinnigen Gruppen eingebüßten Mandate einige großen Städte, welche 1893 durch Zufallsmajoritäte erlangt waren, ganz ebenso verloren haben; sie ware dann aber, vermöge einer von neuem eingetretene bitteren Verfeindung unter den Liberalen, in alle zweifelhaften Wahlkreisen auf die Konservativen an gewiesen, und welcher Verlaß auf diese ist, hatten di schon im Anfang der Wahlvorbereitungen hervorge tretenen Anläufe, nationalliberale Wahlkreise zu er obern, dargethan; von dem bromberger Vorgang ga zu reden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß d Nationalliberalen unter einer Kartell=Wahlparo mehr Mandate, als am 3. d. M. geschehen, nat rechts und nach links würden eingebüßt haben aber ohne daß die konservative Mehrheit vereitel bass räussar“::.„Was thatsächlich geschehen is kreisen die Liberglen beschränkten Anzahl von Wah zusammengingen, war ein küm merliches Auskunftsmittel, welches von Anfang a worden ist. In erster Paits unegserach, der erreich .. eoster Reihe und so fruh, daß recht zeitige Vorbereitungen dazu möglich waren, hatte die konservative Machistellung umfassenden Reform=Programms aufgefordert. Manch Anzeichen sogar aus der nun beendeten, wegen di Buntscheckigkeit der Wahlkonstellationen lahm und a regungslos gebliebenen Wahlbewegung sprechen dafü daß ein solches Vorgehen Erfolg gehabt hätte. Nick nur in den vereinzelten liberalen Siegen über d Konservativen, auch und vielleicht noch mehr in eine Anwachsen der liberalen Minderheiten in zahlreiche Wahlkreisen ist selbst in dieser Wahlbewegung ein Wiedererstarken des Interesses liberal gesinnter Volkskreise an den preußischen Wahlen zu erkennen“. h Frankfurt a.., 7. Nov. Der„Frankf. Ztg. wird aus Konstantinopel gemeldet: In den Beziehungen zwischen der Türkei und Frankreich ist eine bedenkliche Spannung eingetreten. Der französische Botschafter Cambon beschwerte sich wiederholt über die Bevorzugungen der deutschen und die vollständige Nichtberucksichtigung der französischen Interessen durch den Sultan. Abdul Hamid versicherte dagegen Herrn Cambon in seiner letzten Audienz, daß die Ansicht des Botschafters auf Mißverständnissen beruhe. Da der Urheber der Ermordung des Paters Salvadore, Oberst Mussa Bey, plötzlich in Freiheit gesetzt und ein aktives Kommando in Syrien erhalten hat, teilte Cambon der Pforte mit, daß Frankreich bis auf weiteres keinen neuen Botschafter ernennen und sich durch einen Chargé’affaires vertreten lassen werde. Auch lege das pariser Kabinett keinen weiteren Wert auf die Anwesenheit des türkischen Botschafters Munir Bey in Paris, solange nicht die dringenden Forderungen Frankreichs erfüllt werden. Ausland. h Budapest, 7. Nov. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte Bauffy auf das nachdrücklichste, daß die ungarische Regierung die Erneuerung des Zoll= und Handelsbündnisses mit Oesterreich wunsche, weil sie im Interesse Ungarns liege. Nun, wenn die Verhandlungen der Quotendeputation resultatlos verlaufen und jede Aussicht auf Verständigung geschwunden sei, werde die ungarische Regierung dem Hause andere Anträge unterbreiten und zur Quotenfrage Stellung nehmen. h Paris, 7. November.„Petite republique“ ver öffentlicht Einzelheiten über den Ursprung der BlancheTelegramme. Das Blatt sagt, am Tage, wo der Ministerrat beschlossen hatte, Paty de Clam außer Dienst zu stellen, verlas General Zurlinden seinem Kabinett einen Bericht, worin die Maßregel gegen Paty de Clam begründet wurde. In dem Bericht hieß es, daß Paty der Urheber der unrichtigen Telegramme an Picquart sei, ferner, daß Oberst Henry seinen Vorgesetzen vorgeschlagen hätte, Fälschungen anzufertigen, um Dreyfus zu zerschmettern, daß aber die Vorgesetzten hierauf nicht eingegangen seien. h Turin, 7. November. Gegenüber dem durch die Meldung der Möglichkeit der Akkupation von Tripolis seitens Deutschlands und des Ueberschreitens der tunesischen Grenze im Einverständnis mit England seitens der Franzoseu hervorgerufenen Eindruck bringt die„Stampa“ Erklärungen einer hohen Persönlichkeit — wahrscheinlich Carevaros selbst— welche diese ermächtigen, eine solche Möglichkeit entschieden zu dementiren. Es wird hinzugefügt, daß Abkommen Italiens und Englands zur Erhaltung des Gleichgewichts im Mittelmeer würde England zwingen, gemeinschaftlich mit Italien einzuschreiten. Die italienische Regierung *== nicht nur keine Besorgnisse, daß England den n könne. sondern habe stationirt werden solle. Die Wahl einer Kommission zur Prüfung der Stadtkassenrechnung pro 1897/98 fiel auf die Herren H. Bäumer und A. Quitmann. 7. Nov. Im Gemeinderate wurden die Arbeiten fur das bei dem städtischen Schlachthaus zu erbauende Kühlhaus nach den eingegangenen Angeboten übergeben dem Bauunternehmer Herrn Vellener die Erd=, Maurer= und Eisenarbeiten, dem Dachdeckermeister Herrn Radhoff die Dachdecker= und Klempnerarbeiten, dem Anstreichermeister Herrn Dawin die Anstreicher= und Glaserarbeiten.— Die gestellten Anträge auf Vermehrung der Zahl der GemeindeVerordneten entsprechend der gewachsenen Einwohnerzahl, auf Oeffentlichkeit der Gemeinderats=Sitzungen, und auf vorherige Bekanntmachung der Tagesordnung wurden mit Hinweis auf die LandgemeindeOrdnung abgelehnt.— Für den Gefängnishof beim Amtsgericht soll der Schreinermeister Herr Börboom ein hölzernes Thor mit Eisenbeschlag anfertigen.— Zur Prüfung der Gemeinde= und Schlachthausrechnungen wurden die Herren Gemeinderäte Wintgen, Brinckmann und Schencking und zur Prüfung der Sparkassenrechnung die Herren Anweiler, Schiffer und Cohen gewählt. Schwerte, 5. Nov. Im Rathaussaale hierselbst fand gestern eine öffentliche Sitzung der Stadtverordneten statt. Der Antrag auf Herstellung einer neuen Decke auf der Schützenstraße von der Rektoratschule bis Niederstadt und die Chaussirung der Schützenstraße bis Weischede wird nach dem vorliegenden Kostenanschlage des Herrn Stadtbaumeisters in Höhe von 2550 M und 5100 M genehmigt. Die Beträge sollen aus den Sparkassenzinsüberschüssen gezahlt werden. Desgleichen wird der Antrag auf Chaussirung der Linthgasse bis unterhalb der Einfahrt zum Gaswerk nach dem vorliegenden Kostenanschlage in Höhe von 1300 M, ebenso nachträglich der am 7. Oktober 1896 mit der Eisenindustrie zu Menden und Schwerte abgeschlossene Grunderwerbsvertrag genehmigt. Die Fluchtlinienpläne für einen Teil der Bahnhofstraße, für den Holzenerweg, Dammstraße, Rosenweg und Hellwegstraße werden genehmigt. Die Revisionsprotokolle der Spar= und der Kämmereikasse für 2. Quartal 1898/99 werden zur Kenntnis der Versammlung gebracht. Von der Verfügung des Bezirksausschusses zu Arnsberg betreffend die Besoldung des neu anzustellenden Bürgermeisters nimmt Versammlung Kenntnis. Der Antrag auf Aenderungen am Schlachthause wird nach dem vorliegenden Projekt und Kostenanschlag des Herrn Stadtbaumeisters genehmigt. Der Verkauf der Parzelle Flur 6 1461/274 an den Kaufmann Homel wird genehmigt, ebenso der mit dem Stations=Assistenten Bergmann abgeschlossene Grunderwerbsvertrag. Der Beschluß der Schuldeputation betreffend die Erhöhung des Grundgehaltes für die mit einer Schulstelle bei der hiesigen eoangelischen Schule organisch verbundene Organistenstelle der reformirten Kirchengemeinde auf 1700 A wird genehmigt. Die Anschaffung der für den städtischen Landmesser erforderlichen Bauutensilien wird beschlossen, die vorliegenden Grunderwerbsverträge mit 14 Besitzern an der Bismarckstraße werden genehmigt. Der leat den Kommissionsbeeingeschiffe.r. Abteilungen begaben sich nach Krr.. Schuldigen festzunehmen. Gemeinderat. o Lünen, 7. Nov. Der heutigen ordentlichen Stadtverordnetensitzung wohnten unter Vorsitz des Herrn Bürgermeisters Becker an die Herren H. Bäumer, Tönnis, Bach, Endemann, G. Wortmann, Hilburg, F. Schultz, Horlohe, Thiemann, Goormann, Potthoff, Plagge, F. Meier, Robbert, Engelke, I. Nolle, G. Quitmann und A. Quitmann. Vor Eintritt in die Tagesordnung trägt Herr Schultz eine Beschwerde vor über das Wasser, dasselbe sei oft trübe, habe einen unangenehmen Beigeschmack und es fehle auch sehr oft der nötige Druck. Der Herr Vorsitzende verspricht, bei der Direktion in Unna dieserhalb vorstellig zu werden. Hierauf wird in die Tagesordnung der heutigen Sitzung eingetreten und zunächst zwei Kommissionen gewählt und zwar eine, bestehend aus den Herren Thiemann, Goormann und Hilburg, zur Prüfung der Schulddokumente der Sparkasse und eine andere zur Einschätzung der Bürgen bei der Sparkasse. Es wurden für einheimische Bürgen die Herren Thiemann und Engelke und für auswärtige die Herren Hilburg und Waldschmidt gewählt. Hierauf fand die Ergänzungswahl eines Kreistagsabgeordneten gemäß § 52 der Kreisordnung für den mit Ende dieses Jahres ausscheidenden Fabrikbesitzer Herrn Ferd. Schultz statt. Da dieser eine Wiederwahl abgelehnt. so wurde Herr Bürgermeister Becker gewählt. Auf ein Immobil der Sparkasse in der Zimmerstraße zu Dortmund waren vom Kupferschmied J. Kraft zu Dortmund 25000 q geboten, nachträglich sind aber von Herrn H. Bäumer für die Besitzung 25 500 M offerirt, worauf dieselbe einstimmig dem Herrn Bäumer zugeschlagen wurde. Nach dem Vorschlage der Schlachthaus=Kommission wurde die Ausführung der maschinellen Einrichtung des Schlachthauses der Firma Schüchtermann u. Kremer zu Dortmund übertragen zum Preise von 34750 M Sodann wurde der Ankauf der in Flur VI befindlichen Spließparzellen Nr. 94 und 95 in Größe von zweiundzwanzig Ruten zur Erbreiterung des Klöterheideweges zum Preise von 616 K beschlossen. Die chausseemäßige Ausbauung des Hellweges von Heil über Beckinghausen nach der kamer Chaussee ist projektirt und wird einen Kostenaufwand von 32000 M verursachen, wovon ¼ der Kreis und ½ die Provinz trägt. Da die Stadt Lünen ein lebhaftes Interesse für den Ausbau des alten Hellweges hat, so erklären sich die Stadtverordneten bereit, zu den Kosten einen Zuschuß von 3000 M zu leisten, welche Summe später den Zinsüberschüssen des nächsten Jahres zu entnehmen ist. Der Herr Vorsitzende teilt mit, daß beabsichtigt sei, eine 0,75 Meter breite Kleinbahn vom Fredenbaum über Brechten nach Lünen und Waltrop zur Beförderung von Sand und Schutt 2c. zu bauen. Die Stadtvertretung spricht sich ganz entschieden gegen die Anlage aus. Fur Anpflanzung einer zweireihigen Kastanien=Allee an dem Bürgersteige des Christinen= thores bis zur evangelischen Volksschule wurden 300 M bewilligt. Ueber eine Muldenanlage östlich der Stadt berichtet der Herr Vorsitzende, daß Herr Beigeordneter Coers mit den Interessenten der Schiffahrtsweide wegen Ankaufs einer Parzelle verhandeln und in nächster Sitzung darüber referiren werde. Herr Goormann regt an, eine Neunummerirung der Häuser und Benennung der Straßen demnächst vorzunehmen, worauf vom Magistrat mitgeteilt wird, daß ein vollständiger Plan hierfür bereits ausgearbeitet sei. Herr Horlohe bringt in Anregung, baldigst die Anstellung eines Feldhüters wieder in Aussicht zu nehmen, weil die Diebstähle in der Feldmark überhand nähmen. Der Herr Vorsitzende ersucht, bis zur Fertigstellung der Kolonie davon Abstand zu nehmen, weil in der Kolonie ein Polizist und in der Klöterheide außerdem noch ein Gendarm sammlung nicht will. Der Surl. wurde ermächtigt, die verfaßte Eingabe nach nochmaliger Anhörung der Kommission an den Bezirksausschuß in Arnsberg einzusenden. Versammlung ist mit der Beschäftigung eines Landmessergehülfen mit einer monatlichen Remuneration von 120 e und eines Lehrlings mit einer monatlichen Remuneration von 45 Mn einverstanden, gibt aber dem Magistrat anheim, zu erwägen, ob nicht unter diesen Umständen der am 30. September 1898 gefaßte Beschluß, betreffend Vermessung verschiedener Straßen durch den inzwischen angestellten Landmesser ausgeführt werden kann. Die städtischen Rechnungen sollen bis auf Widerruf durch einen vom Magistrat zu bestimmenden Revisor revidirt werden, die erforderlichen Kosten werden bewilligt. Vereins=Nachrichten. s Dortmund, 7. Novbr. Eine schöne Feier hatte am Samstag=Abend der Turnverein„Tremenia“ zu Ehren seines derzeitigen Vorsitzenden, des Heren Kaufmanns H. Schwabe, im Hotel=Restaurant„Reichskrone“ in der Mühlenstraße veranstaltet. Der genannte Turnverein beging bekanntlich in diesem Jahre sein 25. Jubiläum und übergab bei dieser Gelegenheit der Stadt ein Denkmal des Turn=Vaters Jahn. Herr Schwabe, der sich um die Denkmals=Angelegenheit in so hervorragender Weise verdient gemacht hat und dem es wohl in der Hauptsache mit zu verdanken ist, daß der Gedanke, dem Begründer der deutschen Turnerei in unserer Stadt ein Denkmal zu setzen verwirklicht wurde, gehört zu den Gründern des Turn=Vereins„Tremonia“ und ist von dieser Zeit an ununterbrochen Mitglied und seit langen Jahren Vorsitzender des Vereins gewesen. Er feierte also sein 25jähriges Jubiläum als Mitglied des Turn=Vereins„Tremonia". Die Mitglieder des Vereins hatten es sich denn auch nicht nehmen lassen, ihren Vorsitzenden in einer schönen und zweckentsprechenden Weise zu ehren. Im Saale des obengenannten Lokals hatten sich die Mitglieder des TurnVereins„Tremonia“ in stattlicher Zahl versammelt. Bei seinem Eintritt mit einem dreimaligen kräftigen „Gut Heil" empfangen, begrüßte der zweite Vorsi tzende, Herr Kaufmann Refflinghaus den Jubilar mit einer kurzen Ansprache und überreichte ihm dann namens der Mitglieder eine prachtvolle Ehrenurkunde. Dieselbe, von Herrn Giesbert Umbach gemalt, ist ein wahres Kunststück. In der Mitte befindet sich die Widmung, an der einen Seite erblickt man die„Tremonia“ versinnbildlicht, auf der anderen Seite sieht man das bei Gelegenheit der 25jährigen Jubelfeier des Vereins enthüllte Jahn=Denkmal. Das Ganze umschließt ein prachtvoller vergoldeter Barok=Rahmen. Der Jubilar sichtlicht überrascht, dankte für das ehrenvolle Geschenk und führte aus, daß er auch fernerhin dem Turn= Verein „Tremonia“ seine Kraft soweit es möglich sei, widmen werde. Dann trat die Fidelitas in ihreRechte. Manch treffliches Wort wurde noch gesprochen. Herr Buchdruckereibesitzer Moritz feierte den Jubilar als einen Mann, der stets in selbstloser Weise die Interessen des Turn=Vereins„Tremonia“ vertreten habe, und nun das Ziel seines Wunsches verwirklicht sehe in dem Gedanken, daß der Name des Turn=Vereins „Tremonia“ durch das Jahndenkmal immerfort an die Geschichte Dortmunds geknüpft bleibe. Der Jubilar bemerkte, es sei zuviel des Lobes, alle hätten bei der Schaffung des Denkmals mitgewirkt, namentlich auch die Damen, denen ein besonderes Lob gebühre. Die Feier verlief in schönster Weise. h Dortmund, 7. Nov. Der kaufmännische Verein „Hansa“, feierte Samstag=Abend im„Köln. Hofe“ in althergebrachter würdiger Weise das 13. Stiftungsfest, wozu sich die Mitglieder nebst Familienangehöriger. und geladenen Gästen in stattlicher Anzahl eingefunden I hatten. Tiie Damen wurden beim Empfang durch den Direktor und andere Personen von jener Bank ist Ueberreichung eines zierlichen Blumensträußchens über= Anklage erhoben worden. Nachdem that sich Hagedes philharmonischen Orchesters war sehr gediegen, steuer von 1602.97 24 Die Wege verlangten eine Ausgabe von 46 757,12 M. Der Armenetat belief sich auf 4708,20#4. Die Gesamteinnahme betrug 119327,39-44, die Ausgabe 102 367,66 zchite üriz0: Im abgeschlossenen Etatsjahr Mark 1g ge an Kommunalstenern 32 293 nerein fa.###: der Hörder Bergwerks= und Hüttenverein taut Uebereinkommen 4500 Mark. Für Wegewurden allein ausgegeben 12021 Mark 7 Pf. für Armenzwecke 3459 Mark 41 Pf. Die Gesamt=EinM3ams as Fis 89 248 Mark 74 Pf., die Ausgabe 52 647 meist au erk Fenagg: Die letzte Jahresrechnung 923 88 er ngch. &ae nach Papen ist die Schule! steiligt. Die Gesamt: Ei 71,34 M, die Ausgabe 522 brozent des Kapitals wus Greve.. Rovember. In dem le Tgeiser, ia dem Glauen, asgerchz inpisenr Cepende=Ler=ol. aun Komuntatr, eine ba#rs#an## egengenoennen. Der Gschisehäicte Ver Dacketz)su beoseted.“ de Auddizus zus dhen Verichie, Worte die idealen Zwecke und Ziele des Verbandes uchern in Verbindugg zu treiten. Sternberg ist nach geir den Borteg,„ Die Dauen“, welchen er ein schgeidiges sgeforbert. Die Agenten, in den Glauben, eoslengen in uierer Geneüde terra 4. an Honuun.! Hoch, brachte. Was die Auführung des Theater=(handle sich um eie hochrespektable Fi die ergern erhgven, Die Gesant Die Darsteuung war vonseiten aller Mitwirkenden Eifer in das eine geradezu müstergülige, urd hatte aich dea schzgsten Seister.u 96. Zues, ungezangt, so ging dieselbe schnell vonstaten. die besten Verbindungen habe, stürzten sich mit die Ausgabe 5878.90 44. Einnahme betrug Guse#“uergutuig, und Erfolges zu erfreuen. Auch die u, aller Mitwirkenden Eifer iu das Geschäft und brachten biunen kurzem storbene Maschinist Jop gutte na oes schonsen(zahtreiche Antäge von Personen ein, die auf ihre katholischen Kirchhofe zur uutetpacht erin auf dem! wulge Ve Ssienl Pieder Heiühizgen Geld zu leitsenfuchten. Den Antragtellern! Verdichene war ein Kriegspes Der! Sisungseldes kafsndunichen Vereinse.Hansa= dere Hiten den Keuten sagse, es unsetlige feigen Duna= Biedeten Kaneraden und treien Migiedebas ebren, dem Verein zu boher Ehre gerei.) haßz, sie. dgs Geld erhalten würden, es wurde ihnen I Boray 7. Bey, sveie chender Ves. Jugar goch, mache in Auescht gestelt, als se Geld grit—.—.0n, Ktzeg Auishen Schultwaben. hatten. Manchem siel es wohl auf, demn am g; Sountagen nuden sich nachmittags auf daß der Herr Tarator ziemnlich oberflächlich verfuhr Samms Schennes o tfeld belegenem Felde(bei Trrcchtliche Enttscheibungen. suund mit der Besichtigung eines Hauses schon nach gu.akp Gurschen bis au go de Jaht Schultzaben und Vor dem # D o r t m u n d, 8. Schwurgericht wurde Jungen. und mit der Besichtigung eines Hauses schon nach auch Burschen bis.: 30 8. November. Letwa 10 Minuten fertig war; am meisten verschnupfte Dortmund, aus Dorstfeld und de heute in erster es aber, als der Taxator gleich die Taxgebühren mit höften ein und führen dort d vom Leierwege in Sache verhaudelt aeszen den Fabektaebeter Hernan /40 bie 60 K verlangte Viele hoben besahit, andere Vsiten eni und Tuxeporen von dier vegen verschter Rotzuchtund vor,=weigerten sch, auf eine so in der Lust schwebende Kn= Siscke, uben einen Arig bei den ale Plosen sätzcher Körperverletzung. Der Angeklagte ist am gabg, hin, das Geld zu geben. Diese haben klug ges werden. Toscheurevoliver benus“ 8. Jguli 1868 in Hörde geboren, noch unbestraft.(handelt, denn der Herr Taxator war Havemann selbst, Knoben auf s ve pondenen Sonniage waren etwa 150 in 2. Zu. Sieset, Hahres wurde in einen Hausesx or Taxatoer und Vermitter und Iuhober deit Ge bei den ar ein= bede Ponneniockauten iund uute Trezosraße Kindtaufe gefeiert; gegen 11 Uhrsschästs in einer Person. Den Leuten hatte er jedoch Bursche der in 2 sdar beschossen wodurch en 8. Novbr. Der Bahnhofsvorsteher von Challerange fahrenden Personenzuge Nr. 31 Aberzwei Sticke Herschnilen.e Rom, 8. Nov. Wie die Blätter melden, ist der Saimstugup Deviry zum Nachfolger des erugunt.4 Panizzardi als Militärattachee in Paris Heute abend vor Beginn des dart enzzlegen. Der Ministerrat beschloß, wenn sich se Meldung bestätigen sollte, das spanische Geschwader zum Empfang dorthin zu senden. Petersburg, 8. Nov. Heute vormittag fand in Gegenwart der Marine=Behörden der Stapellauf des „Amurs statt.=Asliatsas und des Trausportschifes * Kairo, 8. November. Kommandant Marchand hat an den General Greenfell ein Schreiben gerichtet, worin er diesem für das währrnd seiner Reise von ##arthum bis Kairo erwiesene liebenswürdige Entgegenkommen„der Offiziere seinen Dank ausspricht. Er har dem General einen Besuch abgestattet. (Hirsch Telegraphen=Bureau.) Wien, 8. November. In deutschen Abgeord netenkreisen besteht die Absicht, da die Regierung und die mit ihr verbündete Parlamentsmajorität selbst den berechtigten Forderungen der Deutschen sich rücksichtslos„idersetzt, ihre Mandate niederzulegen und den Reichsrat zu verlassen. „In. Fraustadt in Mähren wurde ein Individuum verhaftet, welches allem Anscheine nach mit dem steckbrieflich verfolgten Raubmörder Albert Wegener aus Verlin idenisch ist.—— Weoe * Krakau, 8. November. Nach einem Telegramm der„Reforma“ soll heute die Aufhebung des Ausnahmezustandes in Westgalizien stattfinden. Die Unterhandlungen der österreichischen Regierung mit den sind beendigt, angeblich mit gutem Re" Brüssel. 8. Non Eeich ie scit Bid iet, auf den Vsder lageri dicer. Hopotzelen Haruter. Denn die Dahelchisicher eingen schwaren Anzeu 1 Wieter groh us halt Schlamm, Orlowsky geriet deshalb in die Gefahr, zu drängten, dann bekamen sie schließlich die Mitteilung gestoßen ist, konnie ertrinken, da ihm das Wasser bis an den Mund reichte, von der Bank, ihre Anträge seien abgelehnt. Bochum, 7. Nov. Dm a ie destelt werden. doch hat er sich glücklich aus dem Teiche herausge] Die Verhandlung wurde mittags bis auf 3 Uhr Stadtpark ist, pack du Sewpart erspossen. Der arbeitet. Inzwischen hatte der Mann das Mädchensvertagt. Schaup e u— dem=Kärk. Spr., geigrn der gefaßt, um es ebenfalls in den Teich zu wersen: halb Püthe einer unseligen That gevesen. ais um die Angegrissene wehrte sich aber energsch, indem Prohinziolles sien useer Wärter seinen Kundgaug durch die sie sich an den Menschen anklammerte. Dieser JPLubinzieuet. 1 gen Anlagen machte, hörte er von der nach dem hat dann das erste Vorhaben aufgegeben und ein an V Dortmund 91Mann schon vorher weggelaufen war, eilte auch der die schönsten aller bei uns sichtbaren. Sternbilder erstere, als er seinen Zweck nicht erreichte, in der Rich=scheinen über dem östlichen Horizont und bilden eine tung nach der Treibstraße davon. Das Mädchen will mächtigen Kranz heller Lichtpunkte, der von den es haesceiche dant, Aashen ie e. aceihn lesle seäie e eihe sichtbaren. Sternbilder er= dem Verletzten. Außerdem fand man am Boden ein .3 t und bilden einen Häufchen Asche, von Papierstucken herrührend, die der gan= matten Schimmer der Milchstraße; v dem muglückliche jungg Mensch vor Begehung der That sen Pesehen= achesen einen der umliegenden Werke Hoch über uuserem Haupte fnden wir das w der eilgedrugaez und auf der010t6 den Kassiopeja. Im, Süden steht die Androweda, ünter, traten Man schaffte den gecpesgecte wieher ausgeher„Nachtarbeit weggelaufen sein mußte, den Kassiopeja. Im, Süden steht die Andromede Angeklagten ganz bestimmt erkannt haben. Es hatte halb sehen wir Widder und Fische während de“8 den Mann des öfteren von der Weberschen Fabrik, llichsten#pizont der## wahrend den subwo er beschäftigt war, gesehen. Als Orlauts mit Südmest, sch einnimmt. Gegen dem Mädchen nach dir Treiptraße:. mit Sudwesten haben wir die Bilder Pegasus und Wasser#. kem an.3„der Treihstruße zurückkehrte und auf mann. Im Westen glänzt der Daueb im Schwan Wege an der Weberschen Fabrik vorbeigingen, und der Atair im Adler. Nach Nordwesten zu finden sahen sie angeblich, daß in dem Fabrikraume zwei wir die strahlende Wage in der Leyer und darunter Männer sich mit einander beschäftigten und einer den das Bild des Herkules. Im Norden stehen der kleine anderen in der Weise umfaßte, als wie dieses der und der große Bär; im Nordosten funkelt die Kapella Mann vorher mit dem Mädchen gemacht hatte. Es im Fuhrmann, und tief am Horizonte erblickt man die machte auf beide den Eindruck, als wenn die beiden Zwillingssterne Kastar und Pollux, ferner gegen Osten den eben stattgehabten Vorgang bei dem Teiche der den Stier mit dem Aldebaran und der lichten Gruppe Union markirten. Der Angeklagte Tuxhorn ist auf der Plejaden. Hier ist auch die prächtigste Region dem Weberschen Walzwerke beschäftigt gewesen, er des Himmels mit dem Sternbilde des Oreon im Aufwar auch in jener Nacht auf der Arbeit; da gehen begriffen. Von den Planeten ist allein der aber während der Arbeitszeit hin und wieder Mars in einer der Beobachtung günstigen Stellung; Pausen eintreten, so soll es, wie die Anklage annimmt, er wandert durch das Sternbild des Krebses. Zum sein, daß Tuxhorn sich auf einige Zeit Schluß sei noch auf die November=Sternschnuppen entfernte.„Der Thatort liegt gut zehn Minuten von hingewiesen, welche alljährlich um den 12. herum der Weberschen Fabrik entfernt.(wiederkehren. Da in diesem Jahre die Neumonds" Der Angeklagte selbst stellt entschieden in Abrede, phase(am 14.) mit dem genannten Termin nahe zuder Thäter zu sein, er will in jener Nacht die Fabrik sammenfällt, so wird das Phänomen unter besonders nicht verlassen haben. Eine Anzahl Zeugen, Arbeits= günstigen Umständen zu sehen sein. genossen des Angeklagten, bekundeten auch, es sei y Dortmund, 8. November. In Bezug auf den unmöglich gewesen, daß der Angeklagte den Fabrik=[Mietsthaler, der dem Dienstmädchen beim Abschluß raum habe verlassen können, ohne daß es bemerkt des Dienstvertrages gegeben wird, scheint eine falsche o Der Vertreter der Staatsanwaltschaft.u aum m[Rechtsauffassung zu herrschen. Man begegnet oft der Herr Assessor Anschauung, daß dieser Mietsthaler vom Lohn nur Ge5ieer- cerg Pesitsaumastu. während der Ver= abgezogen werden dürfe, wenn das Dienstmädchen Wr. z aumalt Carthaus, in wärmster schon vor dem Ablauf eines Vierteljahrs ihrerseits Weise für das Nichtschuloig eintrat. Die Herren Ge= den Dienst wieder verläßt. Das ist unrichtig. Die Shsiten berieten nur kurze Zeit, sie hatten die Vorschriften der Gewerbeordnung sind in dieser Bei igerneit weshalb Freisprechung erfolgte.( ziehung vollständig klar, sie lauten:„Zur Annehmung Die zweite Sache begann erst gegen 2 Uhr. des gemeinen Gesindes bedarf es keines schriftlichen 2 Sorme# memmter(Vertrages. Die Gebung und Annehmung des Miets„## Dortmund, 8. November. geldes vertritt die Stelle desselben. Das Mietsgeld rammer. Das Prädikat„trauriger wird der Regel nach auf den Lohn abgerechnet, insoGeselle“ erteilte der Vorsitzende, Herr Landgerichts= fern ein anderes bei der Vermietung nicht ausdrückSuis Pichage maher. dem Bergmann Martin Rega lich ausbedungen wird.“ Daß der Mietsthaler nicht ein freventliches Spiel trieß. Dep Lekeit des Eides jabgezogen,werden soll vom Lohn, wird wohl niemals Pape von dort war treten. Man schaffte den Schwerverwundeten, der nur noch schwach röchelte, in einem schnell herbeigeholten Krankenwagen ins Krankenhaus, wo er um 6 Uhr starb. Aus einem Löhnungszettel ersah man, daß man es in dem Erschossenen mit dem noch nicht 20 Jahre alten Schlossergesellen O. N. von hier zu thun hatte. Was den jungen Mann zu dem traurigen Schritt veranlaßt hat, ist nicht bekannt. Ueber seine Mutter, die seit längeren Jahren Witwe ist, und mehrere Geschwister hat er namenlosen Kummer gebracht. Bochum, 7. November. Ein unglücklicher Sturz that am Samstag der Anstreicher Schultes. Er war im Begriffe, eine hohe Leiter zu besteigen. Oben angekommen, brach dieselbe, und der Unglückliche stürzte hinab. Der ganze Hinterkopf war zertrümmert. Das Blut quoll ihm aus Ohren und Mund. Tödlich verletzt wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er verschieden ist. Bochum, 7. November. Verdächtige Korrespondenz. Ein hiesiger Einwohner erhielt kürzlich aus einem nordamerikanischen Staate ein angeblich im Auftrage seiner vor etwa fünfzehn Jahren ausgewanderten Schwester abgefaßtes Schreiben, in welchem er um Uebersendung eines größeren Geldbetrages ersucht wurde. Dieses Geld sollte seltsamerweise dazu dienen, ihr zwei ihrer Kinder wieder zu verschaffen, die von einem Geheimpolizisten entfernt worden seien. Absender des Briefes ist ein Notar mit deutschem Namen, der auch einen Briefstempel mit dieser Amtsbezeichnung führt. Klingt das, was über den Verviel trier###er, Bergmann Joh. ausdrücklich ausbedungen; also kann der Abzug erangeschuldigt, die Bergleute Rega,sfolgen, und die Dienstherrschaften thun sich selbst den wid Sehn Wißhandelt zu haben und zwar den meisten Schaden damit, wenn sie den Abzug unterRega jun sei selbst ein Messerheidg gnp i lassen. Denn damit erleichtern sie den Dienstnädchen zur Wehr gesett Ve sstit dieses dade sich nur den Wechsel in ihrer Stellzung, indem sie die Gebühr, daß ihm kürz vor der“Autlage““ lengnete auch, die die Mädchen an die Stellenvermittlerin eigentlich —.#. zur Inttage stehenden That aus ihrem Gelde zahlen müßten, selbst zahlen. Sare sie hbssnomigiet m den sei, mit dem er einen; 88 Bei der Installation einer Gasleitung im nördle. Rega hielt auch so mit der Wahr=(lichen Stadtteile stürzte der Schlossergehülfe Franz beit zzurzick, daß die Verhanotung kürzuich seinetwegen Krämer infolge eines Fehltritts von der Leiter herab r Srchandlung aussetzen mußte, um weitere Zeugen und erlitt einen linksseitigen btippenbruch. hest so daß dersggeszzede mite au dem] p Wegen des Verhaltens der dortunnder Zeusolches strumspartei bei der Reichstagswahl in diesem Son wendungszweck des Geldes gesagt wird, schon wenig plausibel, so kommt noch der befremdliche Umstand hinzu, daß die in Amerika weilende Schwester vor einigen Monaten selbst an ihren Bruder ein Schreiben gerichtet hat, in welchem sie das Geld unter einer ganz anderen Begründung verlangt. Auch in sonstigen Angaben zeigen die beiden Briefe auffällige Verschiedenheiten. Es liegt daher die Vermutung nahe, daß es sich um ein Schwindelmanöver handelt, von jemandem unternommen, der auf irgend eine Weise den Kenntnis von Familienbeziehungen in Deutschland Ziesienaurtäide bielt es. der Gerichtshof für be, mit dem Hrgan der bochumer Zentrumspartei Erken5 Aussage des Rega hin ein verur= wickelt worden. Das bochumer Blatt hält nach wie wütrede deshalb freigesorochen. Papes vor daran fest, daß die nationaliberalen Wahlsiege in Mit der Rzeschaktung van Wankagstaliag, hefassen Hamm=Soeft, Bochum und Duisburg eine Folge des ihrer der Beschafsung von Baurapitalten befassen sich bei einer so umfangreichen Bauthätigkeit, wie sie in den letzten Jahren sich hier entwickelte, sehr viele Personen, teils im Neben=, teils im Hauptamte. Es mag ein lohnendes Geschäft sein, das seinen Mann ernahrt,„wenn er leistungsfähige Banken und Kassen yinter sich hat, die gute Objekte ohne weiteres beleihen. Wie eine heute vor der Sirafkammer anstehende Verhandlung ergab, verdienen aber diejenigen am meisten, „die Besorgung von Kapitalien versprechen, elsche geic nicht besorgen, auch gar nicht die Absicht Pase, enges u. Hou. De dacse Blise i. 1596h isburg eine Folg dortmunder Kompromisses gewesen seien. In Erwiderung bemerkt die„Tremonia": Die Thatsache, daß die bochumer Zentrumspartei es verschuldet, daß das Zentrum des Riesenwahlkreises Bochum=Witten=Dortmund sich diesmal leider wieder der Wahl enthalten hat, wiegt zehnmal schwerer als die Stichwahlparole der dortmunder Zentrumspartei. Auch in der Versammlung des Provinzialkomitees der westfälischen Zentrumspartei wurde dieses Verhalten der bochumer Parteifreunde haben, wird dem Geschästsmatter mgaiz ppernrt zu a Verefs der Einweihung des Bürgerhospiges aus Allong bei Samburg(bemerken wir noch, daß das wohlgelungene lebenswegen Betruges zu verautworten halle. Der 185age, Heah; Vortrait des Herrn Pastors Uiute, welches wesen, hat aber sein, Gut gegen ein Haus in Stettin verrauscht, wo er auch als Gerichtstaxator vereidet worden ist. Als nach einiger Zeit in Hamburg ein Geld=Institut unter dem Namen„Handelsbank“] errichtet wurde, wurde Havemann als Taxator bei dieser Bank bestellt. Es scheint ein sonderbares Institut gewesen zu sein, diese Handelsbank, denn als Prokurist war ein Mann namens Scharin angestellt, der von kaufmännischen Geschäften keine blasse Ahnung hat. Die Bank ist den Weg aller solcher auf Sand gebauten Gründungen gegangen, sie ist verkracht, gegen erhalten und vielleicht nicht nur an die in Rede stehende Adresse, sondern auch noch an andere Schreibebriefe ähnlichen Inhalts gerichtet hat. In solch zweifelhaften Fällen thut man jedenfalls gut daran, bei der deutschen Konsularbehörde Erkundigungen einzuziehen, bevor man dem Ansuchen Folge gibt und vielleicht einem Gauner Geld in die Hände spielt. Oeynhausen, 4. Nov. Kaiserlicher Gruß. Den Damen, welche bei Anwesenheit des Kaisers in Oeynhausen Sr. Majestät ein Feldblumenbouquet überbrachten, hat Graf Wedel, der Oberstallmeister des Kaisers, Ansichtspostkarten mit„Grüßen aus dem gelobten Lande“ gesandt. Düsseldorf, 5. Nov. Die große silberne Bowle, welche die Stadt Düsseldorf dem„Malkasten" bei seinem 50jährigen Jubiläum widmete, wurde gestern feierlich eingeweiht. Der Herr Oberbürgermeister überreichte dabei mit einer launigen Ansprache einen silbernen Bowlenlöffel. ..— Dortmund, 8. November. Wie wir erfahren, besteht die Absicht, den drei oberen Knabenklassen der hiesigen katholischen Volksschule in Zukunft in der heißen Jahreszeit statt des Turnunterricht die Wohlthat des Badens in den städtischen Babeanstalten zu teil werden zu lassen. Bei der evang. Volksschule ist eine ähnliche Einrichtung bereits getrossen, die sich sehr bewährt hat. s Brackel, 7. Nov. Das letzte Etatsjahr ergab eine Kommunalsteuer von 54 709,49 M, eine UmsatzDraht=Nachrichten. (Wolffs Telegraphen=Bureau.) * Wetteraussichten für Mittwoch, den 9. Novbr. Zunächst keine wesentliche Aenderung der Temperatur und des Wetters. * Schillingsfürst, 8. November. Der Reichskanzler, Fürst Hohenlohe, ist heute vormittag nach Berlin abgereist.“ * Wien, 8. Novbr. Die„Wiener Ztg.“ veröffentlicht ein Handschreiben des Kaisers an den Erzherzog Rainer, welches diesen auf eigenen Wunsch von seiner Stellung als Protektor des österreichischen Museums für Kunst und Industrie enthebt und ferner mit dankbaren Worten die besonderen Verdienste des Erzherzogs um die Errichtung und Entwickelung des Museums und den hierdurch erzielten Aufschwung der öffentlichen Bildung und des gewerblichen Wohlstandes anerkennt. Dem„Fremdenbl.“ zufolge bestätigte der Kaiser die Wahl des Dr. Graf zum Bürgermeister von Graz. * Gmunden, 8. Norember. Maria Autonia, Prinzessin von Toskana, ist heute nacht gestorben. weussel, 8. Nov. In der Nähe von Wiesme wurde vergangene Nacht ein Entgleisungsversuch gemacht, der zahlreiche Verluste an Menschenleben hätte zurfolge haben können. Ein mit Pflastersteinen schwer beladener Schubkarren war auf die Schienen gestellt und alle Signallöcher gelöscht worden. Als bald darauf ein dichtgefüllter Personenzug herannahte und der Maschinist keine Signallichter sah, brachte er den untersuchte die Bahn. Der Zug befand sich 5 Meter von dem Schubkarren. Zwei dieses„ Attentates beschuldigte Arbeiter sind verhaftet. Pe nar„Weisele 8. Noobr. Der Anarchist Willeme, der —.- ger zzpei Monaten einen Polizeioffizier und zehn an### Personen mit Revolverschüssen verwundet hatte, wird sich nächste Woche vor dem Schwurgericht zu verantworten haben. cwurgericht u * Brüssel, 8. November. Am nächsten Freitag reist ein Ausschußz belgischer Ingenieure über Genua Bohrungen zur Ausnutzung von wichtigen Kohlengebieten vorzunehmen. .„Prüssel, 8. Nov. Die Gerichtsbehörden haben die Schließung aller hiesigen Spielbuden, in denen die Arbeiter in jedem Maßstabe an den Pferderennen teilnahmen, angeordnet. Die Zahl dieser Buden war hier eine ungemein große und die Spielwut hatte infolgedessen in allen Kreisen täglich mehr Opfer ge* Antwerpen, 8. Novbr. Die Diamantschleifer, Anstreicher, Zigarrendreher, Schuster, Schneider, Zimmerer, Klempner und andere Genossenschaften haben sich mit den ausständischen Setzern und Lithographen versammelt und diese zur Ausdauer angespornt, in der Absicht, gegebenenfalls auch den Ausstand zu proklamiren, um ihre Forderungen durchzubringen. Paris, 8. November. Die Kammer wird sich demnächst über einen Besserungsantrag des Finanzgesetzes für 1900 auszusprechen haben, worin die Forderung gestellt wird, jedem französischen Unternehmer, für jeden von ihm angeworbenen fremden Arbeiter eine jährliche Steuer von 60 Franks zu zahlerz:.„Dieser Antrag hat alle Aussicht, mit großer Mehrheit angenommen zu werden. * Paris, 8. Nov. Die sozialistische Gruppe der Kammer hat einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des Militärstrafgesetzbuches, sowie der Kriegsräte in Friedens= und Kriegszeiten eingebracht. Die betreffenden Abgeordneten stützen sich hauptsächlich in ihren Argumenten auf die Vorfälle des Dreyfus=Prozesses. * Paris, 8. November. Die Regierung wird sich nächsten Donnerstag im Senate über eine vom Senator Provost de Lannay eingebrachte Interpellation zu rechtfertigen haben, worin sie aufgefordert wird, zu erklären, auf welche Weise sie gedenkt,„die Ehre der Armee zu verteidigen". Derselbe Senutor interpellirt den Kriegsminister über die zwecklosen Strapazen, die den Reservetruppen in den letzten Sommermonaten auferlegt worden sind und infolge derer mehrere Soldaten gestorben sind. * London, 8. Nov. Große Erregung herrscht in den hiesigen Militärkreisen dadurch, daß ein englischer Offizier auf der Eisenbahn in der Nähe von Waterloo einen mit geheimen für England wichtigen Dokumenten gefüllten Koffer verloren hat und bis jetzt diese Dokumente nicht wieder aufgefunden sind. Die Regierung bietet einen hohen Preis für die Wiedererlangung dieser Dokumente. Die„Morning=Post“ meldet aus Wien, in dortigen politischen Kreisen sehe man mit einer gewissen Unruhe den fortgesetzten Rüstungen Englands zu. Denn jetzt, wo die Faschoda=Frage gelöst ist, sind diese Rüstungen außer Verhältnis zu den jetzigen Umstän, den und man mag annehmen, sagt das Blatt, daß England noch dunkle Pläne hege. „Daily Chronicle“ kommentirt die Ansprache, welche Marchand in Kairo gehalten und erklärt, daß dieser Ansprache nicht allzuviel Wert beizumessen sei. Es sei für England nicht erfreulich, zu hören, daß Marchand seinen Freunden gegenüber behauptet, daß er drei Jahre gefochten habe, um ihnen die Hand reichen zu können. „Daily Mail“ berichtet aus Kairo, daß der Khalif Mohamed Effendi, Hauptführer der Sudanesen, sich den englischen Truppen ergeben hat und daß er demnächst durch das Nilthal nach Khartum gebracht werde. * Rom, 8. Nov. Die„Italie“ versichert offiziell, daß in maßgehenden italienischen Kreisen keinerlei ernste Besorgnisse über einen Kriegsausbruch herrschen. — Ein Kardinal erklärte gestern abend einem Journalisten gegenüber, daß es unbegründet sei, daß Graf Murawiew eine Note an den Vatikan über das Orientprojekt gesandt habe. Der Vatikan glaubt, des Kaisers Reise könne die katholischen Interessen keineswegs schädigen. Der Kardinal fügte hinzu, die Kurie habe das größte, Interesse daran, vortreffliche Beziehungen mit Deutschland zu unterhalten.— Der Papst befindet sich sehr wohl. * Rom, 8. November. Canevaro erhielt anonyme Briefe, in welchen gedroht wird, daß das Gebäude, in welchem die Kouferenzen gegen die Anarchisten stattfinden, während der Verhandlungen in die Luft gesprengt werden sollen. Ein königlicher Gnadeuerlaß zu gunsten der politischen Gefangenen ist bevorstehend. Dem„Secolo“ wird aus Messina gemeldet, daß sämtliche Forts der Meerenge neu armirt werden und das Kriegsgeschwader in den sizilianischen Gewässern vereinigt wird. * Athen, 8. Nov. Das griechische Ministerium überreichte gestern seine Entlassung mit der Begrün=, durtg daß dia gueßargndautl'chen Verhältnisse loung, daß die außerorbentliche: erhältnisse, welche seine Einberufung zurfolge hatten, vorüber seien. Dieser Beschluß des Ministeriums wurde nach einer Unterredung des Premier=Ministers mit dem Könige. gefaßt. Der König wird wahrscheinlich die Entlassung: annehmen. Stenographisches. s Unna, 7. Nov. Unsere Stadt stand gestern unter dem Zeichen der Stenographie. Im großen Saale des Herrn Dröge fand eine Bezirks=Versammlung westfäl.=märkischer Stenographen(System Gabelsberger) statt, zu welcher sich eine große Anzahl von Jüngern Gabelsbergers aus dem ganzen Bezirk eingefunden hatte. Gegen 3 Uhr wurde die Delegirtenversammlung von dem Bezirksvorsitzenden, Herrn Strunk=Dortmund, eröffnet. Die Feststellung der Stimmenzahl ergab, daß 14 Vereine mit zusammen 570 Stimmen vertreten waren. Der Verein zu Witten ist einem anderen Bezirk zugeteilt worden, während dem westfäl.=märkisch. Bezirk neu beigetreten sind die Vereine zu Soest, Werl und Dortmund, Damenverein. Als Ort der nächsten Bezirksversammlung wurde Aplerbeck ausersehen. Zu Preisrichtern für das vorzunehmende Wettschreiben wurden gewählt die Herren Ortmann=Stockum, Leis=Hörde und KoßDortmund. Die von den einzelnen Vereinsvertretern erstatteten Berichte waren sehr erfreulicher Art. Sie zeigten, daß überall frisches Leben in den Vereinen pulsirt und daß gute Fortschritte gemacht werden. Während der Delegirtenversammlung hatte inzwischen das neue Wettschreiben unter starker Beteiligung und in den Abteilungen zu 60, 90, 120, 160 und 200 Silben pro Minute begonnen. Nach dem Wettschreiben wurde die Hauptversammlung unter herzlichen Begrüßungsworten wiederum von dem Bezirksvorsitzenden eroffnet. Herr Burgardt=Dortmund erstattete den Bericht über die Delegirtenversammlung. Sodann ergriff der geprüfte Lehrer der Stenographie, Herr Jos. KrausWitten, das Wort zu seinem Vortrage:„Die Stenographie in ihrer Bedeutung für das öffentliche Leben". Redner verstand es, sein Thema in gedankenreicher, formvollendeter Weise zu behandeln, weshalb ihm auch am Schlusse seiner Ausführungen ungeteilter Beifall gespendet wurde. Nach dem Vortrage fand noch die Verteilung der Preise aus dem letzten in Dortmund abgehaltenen Bezirks=Wettschreiben statt, während das Resultat des diesmaligen Wettschreibens in etwa acht Tagen bekannt gemacht werden wird, worauf man zur Fidelitas überging. Der Vorsitzende des unnaer Vereins, Herr Lehrer Nölle, brachte in schwunghafter Form das Kaiserhoch aus. Bei Gesang und Spiel blieben die Teilnehmer noch einige Stunden in bester Stimmung fröhlich vereint. dem Jubelpaare in 25 Jahren auch der goldene Kranz beschieden sein. In dem am Mittwoch am Fredenbaum stattfindenden Konzert der Giesenkirchenschen Kapelle kommt u. a. zur Aufführung: Ouverture„Oberon" und„Don Juan“, Chor der norwegischen Matrosen aus der Oper „Der fliegende Holländer“, v. R. Wagner,„Venetia“, Walzer von Lowthian.„The Mikado“ Walzer von Bucalossi, Fantasie aus der Operette„Donna Juanita“ von Suppe 2c. Silberne Hochzeit. Die Familie Kassenbote H. Mersmann, Feldstraße 7, feiert am Mittwoch, den 9. November, in voller Rüstigkeit das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Im nachsten Jahre wird der Jubilar auch sein Jubelfest als städtischer Beamter feiern können. Möge Sprechsaal. (Für Artikel unter dieser Rubrik ist die Redaktion dem Publikum gegenüber nicht verantwortlich.) Wie immer bei öffentlichen Wahlen, so hat auch diesmal zu der bevorstehenden Knappschafts=Aeltesten Neuwahl die Rührigkeit der Parteien schon früh begonnen. Da mit diesem Posten eine kleine Remuneration verbunden und dazu nur eingeschriebene Mit glieder gewählt werden, so verursacht diese Wahl immer einen gewissen Reiz und stille Wünsche. Es glaubt sich folglich jeder fähig und berechtigt, gewählt zu werden. Ganz besonders aber und mit ängstlicher Besorgnis bemüht sich eine Partei, nur ihrer beglückten Idee auch hier mal zu verwirklichen, eine Partei deren Ziele und Wünsche nur auf Umsturz der bestehenden Ordnung gerichtet; eine Partei, für welche die so alte und so gut bewährte Knappschaftskasse in der letzten Zeit ein Hindernis in ihren Bestrebungen gewesen ist. Denn mancher Bergmann macht vor den Thoren ihrer Versammlungen kehrt und lieber das Gewissen für sich und seine Angehörigen zu versichern, als ihren sozialdemokratischen Phrasen und Windbeuteleien Gehör zu schenken. Eine Partei, von der einige der führenden Mitglieder, welche auch Mitglieder der Knappschaftskasse sind, öffentlich erklärten: Ihretwegen könne die Knappschaftskasse morgen am Tage kaput gehn. Und aus dieser Partei, deren heißspornige Mitglieder noch zu jung und beim Verlust der Knappschaftskasse wenig oder gar nichts zu verlieren haben. Nimmermehr! Sie versprechen viel, ohne zu beachten, daß sie von denen, die die Einrichtungen der Kasse besser kennen, mitleidig belächelt werden, da die jenigen Punkte ihres Reform=Programmes nie zur Ausführung gelangen können ohne das Ganze zu gefährden. Durch Unzufriedenheitsähen blüht der Weizen deren Führern. Pflicht eines jeden besonnenen Aeltesten war es für das nun mehr seit 6 Jahren in Arbeit befinden und jetzt fertig gestellte Knappschaftstatut zu stimmen, da nach unsere er Ueberzeugung dasselbe eine bedeutende Verbesserung, besonders unsere Pensionsverhältnisse in sich birgt. Es mußtesumsomehr für das neue Statut gestimmt werden, da man vorläufig kein anderes wußte zu bekommen, und dieserhalb dasselbe als Abschlagszahlung annehmen und hier nach wieder mit Ruhe und Besonnenheit weiter arbeiten. Es gebührt dieserhalb alle denjenigen Aeltesten der größte Dank, die ihre Zustimmung zum neuen Statut gegeben haben. Es können daher die Mitglieder, namentlich die älteren, den der Invalide teilweise schon im Nacken sitzt, sowie alle übrigen, deren sehnlichster Wunsch der Fortbestand der Kasse und die Hoffnung auf dereinstige Unterstützung in alten und kranken Tagen am Herzen liegt, keinen unverzeihlicheren Streich zu machen, als bei der jetzigen kritischen Lage diejenigen Aeltesten, die sich von dem Wohl ihrer Wähler haben leiten lassen und für das Statut gestimmt haben, solche zu beseitigen.— In wohlverstandenem Interesse werden alle Mitglieder daher freundlichst ersucht, dafür zu sorgen, daß die Amtsperiode aller derjenigen Aeltesten, welche für das neue Statut gestimmt haben, wieder um sechs Jahre verlängert resp. daß eine Wiederwahl herbeigeführt wird. Mehrere alte Bergleute. Statt jeder besonderen 3" Anzeige! " Marie Strater . Einrich Kempken : verlobte. 2 Aplerbeck, im November 1898. Westf. Bezirks-Verein deutscher Ingenieure. Donnerstag, den 10. November 1898, abends 8 Uhr, im Gartensaale des„Kölnischen Hofes“: 1. Vortrag des Herrn Oberingenieur Vogt aus Barmen über: „Einrichtung, Zweck und Ziel der Kesseluberwachungs=Vereine“. 2. Beratung betreffs Gründung eines Kesselüberwachungs=Vereines. KTT Velklrantenlasse des Amtes Bradel. Einladung zur Generalversammlung, welche am Sonntag, den 20. November er., Nachmittags 3 Uhr, im Locale des Wirthes Herrn W. Schübbe hierselbst stattfindet. Tagesordnung: Ergänzungswahl des Vorstandes. Es scheiden aus die Herren Wirth Wilhelm Schübbe=Brackel, Schreinergeselle Anton BuseAsseln und Kesselschmied Anton Brackhane=Cörne. Wahl einer Commission zur Revision der Jahresrechnung pro 1898. Abänderung bezw. Ergänzung der mit den Angestellten der Ortskrankenkasse(Aerzte und Rechnungsführer) abgeschlossenen Verträge nach Maßgabe höherer Verfugung. Abänderung der Statuten. Verschiedenes. Brackel, den 7. November 1898. s 7344 1. 2. 8. 4. 5. *:* -BeestenPeesfenlle#teePte##te Am 14. November 1898, abends 8 Uhr. im„Kölnischen Hofe“. Lieder-Abena von Karl Mayer. Nummerierte Karten à 9,—, Nichtnummerierte à 2,—. F in der Köppen=schen Buch*##gelg::(Hans Hornung), z C o n c e r t f l ü g e l R. I b a c h S o h n P a. d. Niederlage von W. Hohrath, Burgwall 21. 37121 4 Der Vorstand. Tatser Tischbutter Pfd. 100 Pf. fl. Süssrahm„ 110 ff. Tafel„ 120 99 29 nur Westenhruweg IZ. Dortmund. Zur Beerdigung des Kameraden Heinr. Dalkmann in Kirchderne tritt der Verein Mittwoch, den 9. November, Nachmittags 2½ Uhr, am Gronau=Enscheder Bahnhof an. s 7347 Der Vorstand. 5 Sugung Bei dem uns so schwer betroffenen Hinscheiden unseres unvergeßlichen Sohnes und Bruders sind uns so viele Beweise aufrichtiger Theilnahme zugegangen, daß wir Allen, besonders der FirmaS. Freund & Pels, Hamburg=Dortmund, auf diesem Wege unsern herzlichen Dank aussprechen. sesche Geir Seiber. a feientnlachung. Am Mittwoch, den 9. Nov. Nachmittags 3 Uhr, Wierch Here 1 Waggon Kartoffeln, 200 Ctr.(magnum bonum) für Rechnung eines Dritten, öffentsich meistbietend gegen Baarzahlung versteigern. Dortmund, den 7. Novbr. 1898. Wenke, 10720 Gerichtsvollzieher. Kimachung. Am Donnerstag, 10. Nov. er., " Nachmittags 3 Uhr, werde ich zu Lindenhorst, Versammlungsort Wirthschaft Hagedorn, die zur Konkursmasse Oberhaus gehörigen Gegenstände, als: Eisschrank, ca. 2 Mille Igarren, Cognac, div. Meine, Parthie SpezereiSsenttag... meistbietend gegen Baar. zahlung versteigern. Dortmund, den 8. Novbr. 1899. Hiller, voo 1 Gerichtsvollzieher. Todes-Anleige. Sonntag Nachmittag 5 Uhr entschlief sanft, nach kurzem, aber schwerem Krankenlager, unser einziger, lieber Bruder und Schwager, Eremrien Bahn im Alter von 19½ Jahren. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Hulda Abendroth geb. Samm. Ottilie Samm. Johanna Samm. Hermann Abendroth. Barmen-Wupperfeld, den 7. Nov. 1898. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4½ Uhr in Dorstfeld vom Hause Emscherstrasse Nr. 1 statt. 19784 *• nir, Auxy Hohestraße 14a, liefert frei ans Haus zu billigsten Tagespreisen: Alle Sorten Anthracit-Nüsse II u. III,„Langenbrahm für Amerikaner= und Cads=Oefen, Koks für Centralheizungen. Lierbrikets. * und Anskunstsvulrau erung, Arorikel=Vereins, bisher Rheinischestraße 1, befindet sich jetzt im evangelischen Burger hause, 1. Kampstraße 67, und ist geöffnet an Wochentagen: Vormittags—1 Uhr, Nachmittags—6 Uhr. 8 7215 — An Sonn= und Feiertagen geschlossen. S. 0 Heute, Mittwoch, sowie Tonnerstag, Freitag und Samstag werden cn. 1000 Weeler unzug, Sosen u. Palekir=Slbsse, ferner: Ein gröster Töstenförtiger Herren Söberzicner und Hosen, räumungshalber zu enorm billigen Preisen in der Wolters'schen Wirthschaft, 1. Kampstraße 43, zu Dortmund, zahlung verkauft. J..: Küster, Gerichts=Vollzieher a. Süßrahm. TafelMargarine, Preis TOTH 10 Hervorragend feine Qualität. 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Krüger(G. Krüger), beide zu Dortmund. „Für Aufbewahrung und Rücksendung unverlangt eingesandter Manuskripte, sowie für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen wird keine Verantwortung übernommen. Leben, Haus= und Landwirtschaft. Postzeitungs=Preisliste 2048 Hierzu ein zweites Blatt, zusammen 8 Seiten. Deutschland. weich=sdur: Rov. Zu der Meldung, der im Partei hat ein solches Telegramm bezw. solche Weisungen überhaupt nicht ergehen lassen. Uebrigens war Fr. is Pstaug ded Part gehandelt, daß der Wahliu Sphe.. bendrein von der Sozialdemokratie geliefert wirde tischen Gegner nicht aus#e###er#iu, 7. November. Gegen die Ausführungen Puund irte wert der Dung der Landwirte verfügt für seine Bestrebungen treffend den Schutz der Augestellten des Haubels=) der Bund der ud; eine sichere Masorität, gewerbes werde eine Regelung dieser Materie ohne Erfolge vollkommen.au uis seiutem Bestinmungen über den Ladenschluß und ohne Fest= nun auch konservative Pläter K wesden sich setzung eines#rimalarbatg: Jest unis Tesctrishen. Pizuarbeitlstages anstreben, wird uns geschrieben: Die nahezu einstimmige 9. v. gelize, Varies unh); Laus souveräin über die konser, nicht mehr in soiche gar um Bunge betracht, sondern nur noch, soferg sie zum Bunde der Landwirte gehört, sodaß ihr Sieg ohne weiteres ein Sieg des Bundes ist. So kann sich eskapnotirer laisen, als der Des Landes. uxpsotbeniger MF S nahezu einstimmige Annahme, welche eine Resolution zugunsten eines solchen Gesetzentwurfs am 7. April v. J. im Reichstage gefunden, bep Sieepa b, alseitig die Ueberzeugung besteht, den i#gem, Hebiet unleugbar vorhandenen Mißständen ein Ende zu machen. Mit Ausnahme der SozialLenokraten, welche einfach einen mogichst kurzenleskamolten lassen, g Laundes umsobezder Bezelarbeistag verlaugten, war man weiterspolische Partei ist, die konsernd der Laudwite teäte sich von selbst verbiete. Den gleichen Eindruck hat Partei aufrecht zu halten den Vorsclag der Kommison füe Arbeitersäsit Veisk Feriag, ee auch das preitsische Abgenrdneienbans in den Ver, on Schenckendgesf(gsten de elderigen Verreiter Ghlaslgen Zeiundngesr Zabe=Redertauzgoder eue sehzuise.ist betout worden dah die bliesoen Preid. das.....gen der Gewverveoronung auf gen während der Wahlke den 33““ Freisinnissi, Seshesisgsewerde unmndigsich set; für werichedenesale brei Mondate aesins hesenunseg seien die Nleien Veriebe diretslüberalerkits abgelehatedeien bitet, vos votonat Säache Sesie en. Gescslsche besileslele le Aichtugen ud Gerischasten, sovie die Arbeitszgetl vorden. Dad Aagebol der Freisaugen Faite adber SeisPschse ldisScheseutersatplichibes Prinzwalsz Bahlanuse Verbesen muhze der dersiuider in bassenige Blatt, das unter sämtlichen in Rheinland= kennen. Hamm= will sie nicht Westfalen erscheinenden Zeitungen durch die größtel durch zwei nationaliberale Abgeordr Joore 1896 auszeichnet. Bei der Wahl im Mckeis i..-esier beckel e. geben hat, war fast ausnahmslos der bare Unsinn. Es genügte, daß in der„Kölnischen Zeitung" oder einem anderen Blatte eine bestimmte Ansicht über diesen oder jenen Wahlkreis geäußert wurde, um zu esssichien adaß anderntags in der„Rheinisch=Westtratung sZeitung“ die gegenteilige Meinung ihre Vertretung fand. Nur in einem blieb sich die„RheinischWestsälischen Zeitung“ auch jetzt wieder konsequent: falsch zu erklären, was jeweils die nationalliberale Partei zu thun sich entschloß. Ob darin den unzweifelhaftesten Thatsachen Gewalt angethan werden mußte oder nicht, blieb sich für die zöcheinisch=Zeeitfälische Zeitung“ vollständig gleich. die Gegner der Nationalliberalen an irgend einem Orte behaupteten, war unter allen Umständen richtig, was die Nationallberalen sagten, Presien hei umständen falsch. In nationalliberalen Weitfäl,. Zte gan sich an diese Haltung der„RheinParteiangete schon so gewöhnt, daß man ihr in Macht eihmege gheiten gauein Beachtung mehr schenkt. Macht einmal eine örtliche Parteileitung eine Ausnahme und verweist die Redaktion des Blattes auf absolute Unrichtigkeiten, dann kann sie sicher sein, ihre Sch sar Meiehel uscht“ mmen mit dem Bemerken, daß ch### Arnret nicht decke mit den von der essener Redaktion vertretenen Anschauungen. Ehe nicht die Nationalliberalen sich dazu verstehen, zu allen ihren Beschlüssen die vorherige obrigkeitliche Genehmiauna der nationalliberalen soester Wahlmänner von dem zweiten Kandidaten Schmeltzer ab und stimmte für den freikonservativen soester Landrat von Bockum=Dolffs. Von einem„Kartell" war gar keine Rede, mithin konnte ein solches jetzt auch nicht„gekündigt“ werden, denn es hat gar keins bestanden. Es gibt auch keine freikonservative Partei in dem Wahlkreise, von der den Nationalliberalen ein Bündnis hätte angetragen werden können. Die nationalliberale Partei that einfach, was sie immer gethan hat, und stellte selbstständig zwei Kandidaten auf.„Selbstmord“ wäre es gewesen, wenn sie das nicht gethan hätte. Der„großliberale“ Plan, von dem die„Rhein.=Westf. Zeitung“ besteht nur in deren eigener Phantasie. Thatsächlich haben denn auch die dreißig freisinnigen Wahlmänner nicht für die Nationalliberalen gestimmt, wie die„Rheinisch=Westf. Ztg.“ fälschlicherweise behauptet, sondern sie stimmten zweimal für Träger, dann verdufteten sie zum größeren Teil, während ein anderer Teil für, den ultramontanen Hochadligen stimmte. Den Nationalliberalen ist irgend ein Kompromiß weder von Freikonservativen noch von den bündlerischen Lonservativen angeboten worden. Den letzteren diente Herr v. Bockum=Dolffs nur dazu, zunächst ihre Stimmenzahl kennen zu lernen, speziell der soester Landwirte wegen, dann schlugen sie sich auf die klerikale Seite, weil es ihnen in Wahrheit um Sümmermann und nicht um Bockum=Dolffs zu thun war. Die „Rheinisch=Westf. Ztg.“ weiß das alles ganz genau, eschlüisn die vorherige, oorgkeitiche Genehmigung Selbst in Bochum=Dot gemacht worden. Auch hier wieder sieht sie ihre linkstreten. Die Sache hat neben der komischen aber auch eine recht widerwärtige Seite. Es ist kein Zweifel, daß zu den Verlusten, die die nationalliberale Partei zu verzeichnen hat, gerade die„Rhein.=Westfäl. Ztg.“ durch die von uns gekennzeichnete Haltung ihr redlich Teil beigetragen hat. Es gibt kein Blatt, von der die naashen. Sier uich Veintag anerschder Leitdor= auit der Kounternaldten auis us uidt berden! mäße Ansbendung des S 155d der Geverbegehadgr belt werden tömten, dah stalt des Konse glieder und Abgeorduete der nationallideralen Pariei gehören bei ihm nachgerade zum guten Ton. TrotzPharisiers:„Hot, ich Plat hente in der Rolle des esche ehsice als dio, Saslge. b. Dad iürder eluiche e Man wieder einem liberalis schsches e e Lesch Setoaer Seobgadsce, duch eliche der., Anhängern der Kandidatur Volckens bestimmte citungsz, für, den Fall der Stichwahl erteilt worden u der Dentralvorstond der hationaliberalen s. Zigarren und Zigarrenhandel. Serush dis berihute Schlahselt luad Mistirlate! verbieten oder einschränten, es sei entsezsten Nauchen lante Minister erklärte sich sofort bereit. Der 90die Dame einen anderen Gegenstand daßp. könne, der dem Staate über 400 Migi: neuuen einbringe:... Madame schwieg.“uionen jährlich der Staat, mag der Privatmann treten. Frankreich, Oesterreich=Unai; Dandter aufvon kleineren Staaten zu schweidar u Stalien, Staats=Einnahmen zum erheblichen ee“ nutzen ihre baks=Monopole, und an ihren Gren geie au die TaZolbeauten mit peinlicher Schärfe nach dem den Kraut gefahndet. Es heißt aber auch bir schlechter die Finanzen, je schlechter deru vert se“ Zigarren. Wer einmal in einer richti Regovol;Tabaks=Wolte gesteckt berden talienichen! noch nach vier Wochen. de riecht den Sedauert. gird, die Parielfreunde zu unterliegen, als wortbrüchig Das„Kartell“ der„Rhein.= Man scheicht ugeen Zeitung“. wie dieser Zölner dort“; auch babe es sa auch immer gesagt:„Haltet fest am alten Bismarckschen Kartell die Zsheinischegn die zguten Ablichten“, von denen lberale Pariei gst satiscbezähitung gegen die nationalliperate Partei allezeit exfnut ist, voll und ganz würzigen au.zönneg, einige Beispiele herausgreifen. Das erlatanteste ist Hamm=Soest. Dort hat bekanntlich die nationalliberale Partei zwei Landwirte aufgestellt. Trosdem gingen die Bauernbündler einen Pakt mit dem Zentrum ein. Sie stimmten nicht etwa für den bisherigen freikonservativen v. Bockum=Dolffs, sondern Frückten gzit zultramontaner Hülfe ihren Sümmermann läge auch für die„Rheinisch=Westfälische Zeitung" nahe, zu fragen, was denn die nationalliberale Partei noch mehr thun könne, um die Wünsche der Landwirtschaft zu befriedigen? Aber nach einem solchen der Kritik des bündlerischen Vorgehens sucht man in der„Rheinisch=Westfälischen Zeitung" vergebeus. Geschieht auch ganz recht, wird ja den Nationalliveraten gesagt, warum habt ihr das„Kartell gekündigt?“ Die„Rheinisch=Westfälische Zeitung" kennt Sshseseuishe, Bseshruse uit shzide Seaick usden de autan aud Gradanrston! von einem Zigarren=Rauch=Versuch, bei dem von dem an. 205, Ende geschmiert, zur Erleichterung des Brar, Aexe, ocngalse ein Stick atgebisen.—.86 Vreit, und vann brannte sie und duftete sie— wie ein genachs, und den Kashentferics die„Bude wieder zu der Sonntagsruhe seiführung RAOsshlsuen die sigare de aumer. Von u besonders sozialisztischeen, thaten untwardt gehörte in Zane Parteileute hervor. Herrn heute aber nicht mehr erstirender Priedrichstraße ein allerneuestens kommen die Pauufahzerauf mit Zigarren. Der Reuue an den Handel sele; vas Strampeln auf den Vith drend it der sagen, aber Zigarren rauchen die Leute un ve“ alsertenerten Mietsen Leie imner, Sisi en. Saster, Suvericden Getcht, u“ dis zu 35 cho i4 bezahlt werden Bohmung— del Paris und London werden Uebrigens kann nun bald jeder Arbeiter Sonntags uteu Billeneure tCtang e möglichen Zigarrenschund, die dann Karrger, garden.,„ Auch bier wiedersieht se ihe linlsliberalen Gespenster und weil sie sonst nichts auszusetzen weiß, zeiht sie die nationalliberalen Wahlmänner der„Illoyalität“ gegenüber Westermann, weil dieser nur 1686 Stimmen erhalten hat. Die geringere Stimmenzahl des Herrn Westermann erklärt ganz ungezwungen aus der langen Dauer des Wahlaktes. Auch Dr. Schultz erhielt schon 171 Stimmen weniger als Schmieding;“) kein Wunder, daß nach dem zweiten Wahltage, der erst spät abends zu ende war, die Reihen der Wahlmänner erst recht sich lichteten. Im Jahre 1893 erhielten im ersten Wahlgange Schmieding 1922, im zweiten Dr. Schultz 1838 im drittez. Schulze=Wellinghausen 1594 Stimmen, was soll also, dieser Vorwurf. Es soll mit aller Gewalt und mit allen Mitteln Stimmung gegen die nationalliberale Partei gemacht Das zeigen auch die geradezu kindlichen Betrachtungen über Hagen=Schwerte. Daß die allgemein parteipolitische Lage der hagener National= liberalen nicht günstig war, ist richtig. Ein großer Irrtum aber ist es, wenn die„Rhein.=Westf. Ztg.“ glaubt, gaß.das durch die nationaliberale Partei hätte gemi„werden können. Die nationalliberale Partei so argumentirt die„Rbein.=Westf. Ztg.“— hätte uuß dses sasies“s dauken hochzubalten nötig gehabt und alles, alles wäre anders geworden. mit dem Harielt naigd(con viel anders. Es geht mit dem Kartell wie mit dem Heiraten, es gehören zweie dazu. Das alte„Bismarcksche Kartell", zu dem auch wir uns bekannt haben, war eine Vereinigung der gemäßigten Konservativen mit den gemäßigten escschaske e se de Ssiehlsctelcb den ganze Uebelwollen des Blattes gegen die National9452., von der„Rh, Westf. Ztg,“ angegebenen ##eu guszfalsch. Schmieding erhielt 2404, Schultz 2233, Westermann 1686 Stimmen. Lisei Zebageb an, Veamter zu sein und seit Monaten kein Gryult hekommen zu haben. Er sei nicht mehr in der Lagr, sich und das Kind zu erhalten und wollte mit seinem Schritt wenigstens dieses retten. Der Sultan, vom Resultat des Verhörs sofort verständigt, gab Auftrag, daß dem Manne noch am selben Abend das ganze rückständige Gehalt bezahlt werde. Das Kind aber wurde auf des Sultans Befehl dem Daireh(Haushalt) des Prinzen Abdel Kader zugeteilt. Die Körpergröße bei den verschiedenen Natienen. Die durchschnittliche Statur bei den einzelnen Völkern Europas ist sehr verschieden. Die größten Personen finden sich, wie die„Romanwelt" schreibt, ist solch Geschäf wein ist denn Wresr Tetis PFalgichen Becz Ganden werden. Ud wean gerade Pagteicghen, Laute wudet nat ues eslte aen en a an en ae eals tene Aer iuer Manie Aandug u. eireneu ue euiun e e. er III. lieh es Haus heinlich ferigselen und enfsihete Vörperlinge des weidlichen Geschlechts anbelangt, so neg vortyin am Hochzeitstage seine, junge Frau in einem beträgt sie bei den französischen Frauen 5 Fuß und Bastarg den er selbsz, geurte. Das war alles so ver= während die.... Joll größer, eis Ssr sasche eicen Lalsck uasen gur bich and Vi. Jar“ Allerlei. gart wird der„Hrf.3ig; berichtet: Diesel ein Mann über den Gartenzaun des königl Palais gekleitert, hatte sich durch ein offenstehendes in das Parterre geschwungen und gelangte unbemerkt in das erste Stockwerk. Dort fand er Thüre zu dem Gemach einer fürstlichen Person offen, die eben abgereist war. der„Ferf. Zig“ ersähet hierüber nuns halb deß mit ihr ankoreiie. G folgendes: Trotz des Truppenkordons und der den schlaflosen Nacht, in de 9. Wagen des Sultans umgebenden Eskorte, gelaug es ängstigten, hätte Fe sich...... einem Manne, ein großes Leinwandbündel dem er= bindung gesatt a mit, seinem„Gcstrn in Verschreckten Sultan vor die Füße zu werfen. Der Wa= nach gar gesetzt und von ihm die Weisung erhalten, gen bielt, und Brinz Abbel Kader erhob sich(100 Canenne zu reisen und Hrentus zu tröiten. Ses Man".. 299 10 und wies auf die utag... zPeiten, Pes rief:„Man will meinen Varer ermorden:“. Ein be Da er“#e entgegenstehenden Schwierigkeiten bin. Bündel an sich. In die- I7##### widerte sie:„Sie kennen unsere Theosophie herzter Adjutant nahm das Bündel an sich. In die(Erkenntris Galizs,„#i kennen unsere„Theosophie sem Augenblicke fingen die Windeln, denn solche bil=E des Willens des beien das Bündel, sich zu bewegen au und man fährkt, werde ich mit solcher Zuber o betentdeckte darin ein schreiendes Kind. Der Mann, der Willen mit solcher Kraft uigpeuruue e. mit dieser Demonstration dem Sultan sein Leid vor Geist denjenigen Doran unennehnen, dad weis Augen führen wollte, stellte sich sofort selbst der Po=Ifahren wird“. Und sie that, was sie gesagt hatte. uberalen dazu, wenn man nichtdie Schwenkung schon will, die in der konservatives###artei einschließlich der Freikonservativen in den letzten Jahren einKostifr ut keine Badeein gegöbialen konservativen Politik ist keine Rede mehr. Der Vertreter des alten Bismarckschen Kartells auf der konservativen Seite, Herr von Helldorf, ist längst aus der Partei hinausgeorangt, die konservativen Martführer sind heutr. von Heldorf, ist längst gus der Pa K22 3 55 Die konserbanden Worlführer sind heute erstärte Feinde dur 9 der Fryr. v. Manteufsel, beides sortschrittes. Den Pudutrie und sedweden Verkehrs.ächäen Dschrg den ui. am liebsten wieder zuschütten, möchte der eine, Enten darauf schießen der andere. Mit einer solchen industrie= und 1 Die„Genossen“ unter sich. aus Seiteridse Leldosclantade Beiescsäiälste ne sie listig gekapert, doch allmählich zu stürmisch wird nd es an der Zeit ist, den Hafen der Versöhnung zu erreichen, ebe sie durch ihre jugendliche Unerfahrenheit in dem schnell heranein elendes Wrack geschassen und ein elendes Wrack geschaffen und von dem schnell heran„Mrlezngt, evon dem die GeVriseseiglichen fzachse aiuer selcken iodoitrie 1ud Zia* ein Saries bicht nuag die„Rhein.=Westf. Ztg.“ ein Kartell abschließen, das alte Bismarcksche Kaxtell aber ist das nicht. Biswarcsche ehen war die schwierige Stellung der nationalliberalen Partei in diesem Wahlkampfe, daß sie gezwungen war, zumteil mit veränderter Front zu kämpfen, weil die Aufrechierhaltung des alten Kartells zur einmöglichkeit geworden war. Sie war zur Unmöglichkeit geworden durch die Schuld der KonserPatep anersene. ie chberechligung der Nationallibeverlangten deren Unterwerfung puit Vert zud genau vasselhe ist auch der Stand. P5.„Rhein.=Westf., Zig“. Die Konservativen nisch=Phestr, gröhten, Thorheiten begehen, die„Rheiu.###ie Zig.“ findet nie ein Wort des Tadels für sie. Es ist noch nicht lange her, da brachte das Blatt einen ganz verständigen Artikel über das Wahlrecht und verspottete darin mit recht die Drittelung in den Urwahlbezirken, verschwieg aber darin natürlich, daß diese großartige Erfindung von ihren konservativen Freunden in Gemeinschaft mit den Ultramontanen bos Woszigeseseingesiher worden zsaui Zeitung, thut sich immer wer weiß wieviel auf ihre alle Tage in ihren Spalten vor, von dem Bismarckschen Geiste aber ist nicht eines Hauches Spur dabei zu finden. Dem Fürsten Bismarck wor gieu.d kommenden Schiff der Majorität. span dem die Genossen von nah und sern in hellen Scharen gleich Piasohrt ei derübersenden, in den Grund Pöhöi ein werden. Ja, hageldicht fliegen die Geschosse und man kann es den hiesigen Obergenossen daher wohl kaum verübeln, wenn sie, ein Handgemenge beizugeben versuchen. Das hatten sie doch nicht erwartet, daß nicht allein die dortmunder Genossen, sondern auch die von Bochum Veriar st mieuch', die von Magdeburg und verin u. s. w. sich so eingehend mit den hiesgen Partei=Streitiakeiten befos ien Kintereisanten“ Purrgg###renigresten rassen würer Boden umder und es gelang ihm, ein Mandat zu ergattern in einem Kreise, den andern zuvor nügend beackert hatten. Hätte er's nur nicht zu bunt eben nur die Kunst des Run ist er für den Meistbietenden zu be den. Dem Fasse ausgeschlagen, daß ur der Bod die essener aber dadurch zu finden. Dem Fursten Bismarck war nichts meyr als, des, Hescgwas polischer Dilettauten. Rutherdem besaß Fürst Bismarck gegenüber den KonFerativer, und ganz besonders gegenüber derjenigen urt von Konservativen, wie sie, heute in der Partei Psspizirtede# Mut, der eigenen Meinung, während die „Ryein.=Westf. Ztg.“ nur immer mit dem Hute in der Halten, Pauduns“ Das muß man sich gegenwärtig über die„Wahshildungn aucdh ihren neiuesten Krikel Weitolen und Pagu,; des Rationalliberalismus in niste lesen und Rheinland“ mit dem rechten VerständGerichtliche Entscheidungen. bevölterten Orten ist vom Frit Mause aus Eichlinghosen zu 5 serurteilt worden, außerdem aber noch wegen Polizeiöhertretung zu 80 Jc. Geldstrafe. Mause war eines Abends infolge einer Verwechslung mit einer Frau in„eine wenig erquickliche Unterhaltung geraten. Als dann der Mann dieser Frau hinzukam, schlug er den Mause mehrere Male mit einem Stocheisen über den Kopf. Darauf zog Mause seinen Revolver und schoß auf Kastrop, dem er eine Verletzung beibrachte. Das Gericht hat „.daß Mause zwar aus Notwehr handelte. aber dieselbe überschritt, also unbefugt schoß.— Auf die, Verision des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urteil auf, soweit es, wegen unbefugten Schießens der Notwehr sei vom Landgerichte verkannt worden. Niemand sei verpflichtet, zu bertzrzute, Zeit, hindurch zu fliehen. Die Verteioigung sei unter Umständen notwendig, und das scheine auch hier der Fall gewesen zu sein, da dem Angesich erdreistet haben.„Sohatte, die„Arbeiter= Zig.“, die„Dortmunder Ztg.“ erklärt, eine Rubrik:„Die Genossen unter sich“ zum Jeuer“Genosene ühren und uun sind es die unter diesen Rae mi Versammlungsbericht „Jich= Ziei Uubrum zuerst siguriten.“ Daß die die Streitigkeiten als„breit getreten und estell, zumel sogar ersuden erlärt, st weier verwundern, wir warten aber darauf, die weiler diesen zu er bezeichnet zu sehen, um bann daraufn bör: Jeugierig sind wir aber darauf, zu horen, was die Genossen Ostkamp und Hue, die die Entfernung der gesamten Preßleitung von der„Arbeiter=Ztg.“ und von Dortmund verlangen, auf die gesperrt gedruckte, geheimnisvolle Anzapfung sagen werden:„Auch steht es dem Redakteur der„Vergarbeiterzeitung" wahrlich schlecht zu Gesicht, wenn er die Maßregelung fordert.“ „Damit aber auch in der Flucht der Erscheinungen das erheiternde Moment nicht fehle, geben wir hier auszugsweise aus einem Blättchen,„Armer Konrad“ gewesene übertrift. Den Aert:der ales bisher dasigener, Vehauptung ie nach Stimmung bald Genose, bald Auarchist ist. Die Quittung für das Eintreten zugugsten der Prügelstrafe, lautet: Stutreiten „Endlich! Sang= und klanglos ist ein.... von der sozialdemokratischen Partei abgewimmelt worden, Arbeiterversammlungen seine widerwärtige Verson in auf Kongressen und im Parlament tummeln konnte. Der ehrenwerte Dr. Franz Lütgenau. Ueberflüssiger Weise versichert man, daßes nicht etwa der bekannte Prügelartikel war, der dem Biedermann den Hals gebrochen. Eine Versicherung, auf die man besonders stolz zu sein wenig Ursache aseshech eie ce eie se e el. Sschalstee diäsheschaice bsigheiheien de Harauf, wohin das uch führei wosed. u di boch e oPvvinzieues. Dortmund, 8. November. Ein Patent merk Zweck der Debatte über dessen Ansichten(er selbst helßitrie als Journalist hie und da in der bürgerlichen Presse) und bekundete dabei nichts als ejue äußergewöhnliche Unerfahrenheit. Einige Tage später stand er auf der Tribüne einer Volksversammlung und warf mit sozialdemokratischen! zu.ic. Er war Genosse. Das war roch, das die Gesen Gall des Sozialistengesetes. Er As das Gese= sel ie: Und mit Recht, das Gesetz fiel, strömten, die stellenhungrigen guch hier der Fall gewesen zu sein, da dem Angezten die anfangs ergriffene Flucht nichts genutzt habe. Habe er aber zu seiner Verteidigung schießen dürfen, dann habe er nicht unbefugt gehandelt. trate: die Unabhängigen die iestaco..ssldemoKern der Bewegung gebildet hatten schwenkt, de Paug der“sitzen, vie vielfach,.! den Kern der Bewegung gebildet hatten,, schwenkten ab 27) an Inieligenz herrschte großer Mangel. Da züngiger Schpaße pitsige Lütgenau, der ein glat. 831-“ cgoroneur war, mit anderem in die Höhe. Die Reichstagskandidaturen lagen fast auf der Straße eshche escs ce bise scd e inbd üithrmacher Brefeld hier auf eine Weckerube mit hat hesissmngrnte chönen Witererung unserem Alerlassen, daß sowohl die Bodenbesiger zu bedenten“ Zuch elgenden Mestage baben wenig zuai, Auch mehrere Taschendiebe haben auf unsere Messe zu arbeiten persucht, doch hat die Polizei mehrere auf, frischer. That ertappt und in die „Spiegelburg“ geschafft. Andere sind aber auch entGaitmirt Dohue. Vesetlschaft, die nächtlicher Weise bei sen—— Herr von Krapas zsimmer teilweise ausräum: ten.— Herr von Krofigk, ein Haupt der hiesigen Abteilung des, Bundes der Landwirte, findet die Vorgänge bei der letzten Abgeordnetenhaus=Wahl, wo die mit den soester Wahlmännern getroffenen Vereinversetzendersicht iurgegehalgn.„sogar ohne Grund in und uns sgsp eise gHaßime Herrn von Bockum=Dolfs stabo Pester Fraptmännern des Bundes, umgestoßen wurden, nicht schön und erklärt mit obiger Begründung seinen Austritt aus dem Bunde der LandMinden, 6. Nov. Protektorat. Unser Kaiser mittels allerhöchster Kabinettsordre der Kaiserin die Eenehmigung zur Uebernahme des Protektorats über den Verein zur Erhaltung alter Volkstrachten in unserem Nachbarkreise Lübbecke erteilt. 7. Nov. Ein entsetzliches Unglück hat sich is der, Wohnung der Wilkeschen Eheleute, Lorettoerser Iinzugetragen.„Frau W. hatte etwas zu besorgen und ließ ihre fünf Kinder— das älteste zählt neun Jahre. während das jüngste erst einige Monate ist— allein zurück. Eines der Kinder, ein siebenjähriger Knabe, ergriff die Petroleumkanne und begann in das Ofenfeuer Petroleum zu gießen. Plötzlich exxlodirte die Kanne, und der Kleine stand in hellen Flammen. Sein neun Jahre alter Bruder sprang hinzu, um das Feuer zu löschen— im Augenblick an##er auch er in Flammen. Auf das Geschrei der Kunder eilten Hausbewohner herbei, denen es gelang, das Feuer zu ersticken. Im Krankenhause, wohin Seschics sais Liseeilden die der 1ch „Tüsseldorf, 6. November. Eröffnung der Rheinbrücke und der Kleinbahn Düsseldorf=Krefeld. Für die am 12. d. Mts. stattfindende Eröffnung der Rheinbrücke und der Kleinbahn Düsseldorf=Krefeld ist folgendes endgültige Programm aufgestellt worden: segem“ tssse."“ Uhr: Festakt und Einschlagen einer „Kiete am Oberbau der Brücke neben dem rechtsseitigen Portal. Vormittags 11½ Uhr: Festfahrt giteger Kleinbahn nach Krefeld. Mittags 1213 Uhr: Greield, in desPhoten von der Vertretung der Stadt Frefeld, in den Räumen der Gesellschaft„Union“ zu gleinbat-Nachmittags 1¼ Uhr: Rückfahrt mit der Kleinbahn von Krefeld nach Düsseldorf bis zum Ratingerthor. Nachmittags 2½ Uhr: Festmahl in der städtischen Tonhalle zu Düsseldorf. Abends 7 Uhr: Festvorstellung im Stadttheater zu Düsseldorf. „Vereins=Nachrichten. schelechet Gerits anch Al. Karsi. Keigsilsh. en ud dier stältete sich zu einer währhaft großartigen für dieselben. Die Reden der Herren Pfarrer Ulmke, Zrackhaus,„Werner Goldberg, ferner der Herren zpotheker Hermann und Meyer, welche teils auf den gt des eogugelischen Burgerhauses, auf die SegJSzi, ou“(ermation, auf das evangelische Be.#„Der Beamten=Verein„Vorusia“ hielt an s s. Bulcl, stende F ungeren„Vorusior deit an Präses, des Heren Polizei=Wachtmneisters K in seinem Vereinslokale„Turnhalle“ eine stark besuchte Leneralgessamgltgung ab. Der Verein zähik eintchitz erwa 400 Meitglieder und weist ein Vermögen i auf, welches zinsbar bei der hiesigen Sp der Verein wieder einen Ueberschuß von mehr als 500 M zu verzeichnen. Den hinterbliebenen Witwen, welche in Dortmund wohnen, wird beim Ableben ihres Mannes eine Unterstützung von 120 K bar ausgezahlt. Denjenigen, die außerhalb der Stadt Dortmund wohnen, wird auch das Musikgeld von 30 M4. bezahlt, mithin erhalten dieselben eine Unterstützung „Kaise, des Vereins von 150 M. hiesigen Mitglieder werden vom Vereine mit Musik beerdigt. Nach dem Jahresberichte wurde zur Vorstandswahl geschritten. Vor der Wahl erklärte der Präses, Herr Polizei=Wachtmeister Hoffmann, daß er eventuell eine Wiederwahl nicht annehmen könnte, da Ge Siueaei Shtichher estuisse nicht mehr erlaubten. Es wurde dann Herx Hoffmann gegen drei Stimmen wiedergewählt, er blieb jedoch fest auf seiner Ablehnung bestehen. Obgleich er von fast sämtlichen Mitgliedern gebeten wurde, die Wahl als Präses wieder anzunehmen, weigerte er die Wiederannahme. Da aber kein Zureden half, so stellte Herr Andernach den Antrag, heute die Wahl auszusetzen und in vier Wochen eine Neuwahl des ersten Präses vorzunehmen. Die Mitglieder glauben, daß Herr Hoffmann dann annehnen wied. Es wurde daune ge dosten wieder gewählt Herr Geyer, Ssechescälche elchchschele Lasch eiscein den Herren Kassenrevisoren Neuhaus und Libbert beantragt, dem Kassirer Herrn Tillmann Entlastung zu erteilen, welches auch einstimmig geschah. Die Versammlung dauerte ungefähr bis ¾12 Uhr und as Kase Moiceherite Büistens ult duern. Das beste del Gegellwart! Gebrauchen Sie für Ihre Wäsche nur Grümer& Neu echten Panama-Holz-Wasch-Ertract. — Ohne Bleiche— Schönste Wäsche.—'s8s19 Das Beste der Gegenwart.— Ueberall à 15 Pf. erhältlich Sie gern billig und bequem waschen Wenn wollen, dann verwenden„Sie für Ihre Wäsche Wascholin. 1 Special-Geschäft für Damen- und Kinder-Mäntel. Essen, Limbeckerstrasse 36—38. Dortmund, Westenhellweg 41. hatten Gelegenheit in Gemeinschaft mit unserem Essener Geschäst " Posten Bumen-Schsctien bedeutend unter Preis einzukaufen und lassen wir um schnellstens wieder damit zu räumen dio POrCRUT unserer werthen Kundschaft zu Gute kommen. Wir offerieren Einen großen Posten hocheleganter Jaquettes aus bestem Aachener Double und Satin zu 15, 13, 10, 8, 5 und 38 Mark, aus Ia. Plüsch, Kammgarn=Rips, Satin zu 25, 22, 20, 18 und 16 Mark, auf Seide wattirt, in großartigster Ausführung zu 75, 60, 50, 45 und 35 Mark. 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Biehl, Eilenberg, Hanisch, Krug, Morten, Spindler, Wegener u. A. C. L. Krüger'sche Buch= und Musikalien= Handlung, Dortmund, Westenhellweg 48. BB00 1— Nachmittags=Ausgabe II. Nr. 310.— 71. Jahrgang. Orrmnnser Mittwoch, den 9. Rovenber 1838. Drucker und Verleger: & L. Krüger(G. Krüger) in Dorimund. 6 Verantwortlicher Redakteur: Kreisblatt für den Stadt= und Landkreis Dortmund. A. Die lippische Frage und die Aeuderung des Reichstagswahirechts. Man schreibt uns: Bekanntlich hat Preußen in der lippischen Frage dahin Stellung genommen, daß der Bundesral für die Entscheidung des von der bückeburger Linie gegen i die Regelung der Erbfolgefrage in Lippe durch die gesetzgebenden Faktoren des Landes selbst erhobenen Einspruchs zuständig sein soll. Zu gleicher Zeit wird gemeldet, daß in konservativen Kreisen des Großherzogtums Sachsen=Weimar die Absicht besteht, durch Vermittelung des weimarschen Landlages und der großherzoglichen Regierung den Bundesrat anzuregen, einen das gleiche Reichstagswahlrecht beseitigenden Gesetzentwurf beizubringen. Man wird auf den ersten Blick meinen, daß diese beiden Dinge herzlich wenig miteinander zu thun haben. Und doch besteht zwischen beiden ein tiefer innerer Zusammenhang, und es soll gezeigt werden, wie gerade das Vorgehen Preußens in der lippischen Frage eine Aenderung des Reichstagswahlrechts, so sehr sie an sich wünschenswert sein mag, doch zurzeit als inopportun erscheinen läßt. Die Haltung Preußens in der lippischen Frage ist, woran kein Zweifel sein kann, auf die persönliche Willensmeinung des preußischen Königs zurückzuführen. Der König hat mehr wie einmal deutlich zu erkennen gegeben, daß er seinen Schwager und dessen Nachkommenschaft auf dem lippischen Throne sitzen sehen möchte. Das Eintreten des Kaisers für die bückeburger Linie steht nun in Widerspruch zu den Wünschen des lippischen Landes. in Widerspruch zu der Meinung des weit überwiedenden Teiles der deutschen Bevölkerung, in Widerspruch insbesondere zu der Volksmeinung in Süddeutschland. Selbst so gemäßigte Blätter wie die„Augsburger Abendzeitung“ sehen eine schwere Gefahr für das Reich darin, wenn großpreußische Tendenzen zu einer absoluten Herrschaft im deutschen Reiche gelangen sollen, eine Gefahr, die allerdings um so größer ist, wenn diese großpreusischen Tendenzen, wie es hier der Fall ist, nicht einmal vom preußischen Volke selbst gebilligt werden. Denn das preußische Volk hält fest an dem Wahrspruche, der Preußen großgemacht hat, dem Wahrspruche„suum cuique“. Jedem das Seine— einerlei, ob es ein Großstaat ist wie Preußen oder ein Kleinstaat wie Lippe. Wie Preußen jederzeit für sich das Recht in Anspruch nehmen würde, selbständig Thronfolgerfragen zu erledigen, so sollen auch im kleinen lippischen Staate die ordnungsmäßigen Faktoren das Recht haben, die Thronfolgefrage festzustellen, ohne Gefahr laufen zu müssen, durch eine Entscheidung des Bundesrats gefesselt zu werden. #ie Zgzi##man daran zweifeln, daß Fürst Hohenlohe gefuhren klar erkannte, die die Einmischung in sich trägt, die Preußen begeht, indem es den Bundesrat mobil zu machen sucht? Er ist baierischer Miis sigen undzpeit noch jetzt öfter in Vaiern und weiß darum sehr genau, wie ein Heraust der Zurückhaltung, die gerade ihm als größten Staate angemessen ist, in Baiern wirken muß. Auch die übrigen preußischen Minister haben staatsPiostrices Geie genug= um die Bedentlichteit des Setrrerug. Preußens, in den lippischen Streit würdigen zu können. Und doch gehen sie nicht darauf aus, eine Aenderung des Willeus ihres Königs herbeizuführen zu suchen, sondern sie betrachten sich lediglich als Vollstrecker des königlichen Willens. Und so liefert der lippische Fall wieder einen eklatanten Beweis dafür, daß in den hohen Staatsämtern die Steifnackigkeit eines Stein oder eines Bismarck nicht mehr zu finden ist. Es ist, als seien heutzutage bei den oberen Zehntausend die Köpfe zu voll und zu schwer und die Glieder zu schwach geworden, sodaß die Häupter sich wie die reifen Aehren neigen, wenn auch nur ein leichter Wind von oben einherweht. Und dies eben läßt eine Aenderung des Reichstagswahlrechts im gegenwärtigen Momente als nicht erwünscht erscheinen. Denn eine Beseitigung des gleichen Wahlrechts läuft doch schließlich darauf hinaus, daß den oberen Zehntausend höhere Rechte von den unteren Millionen delegirt werden. Diese Bevorzugung des oberen Zehntausend hätte aber nur dann eine innere Berechtigung, wenn sich die geistig und gesellschaftlich hochstehenden Klassen nicht u prung geleistet worden ist. Die Konservativen werden sich für alle künftigen Fälle diese nationalliberale Großthat zu merken haben. 9 De eher de chis den Geic. Vereinbarung rechtsgültig ist, so muß, fallen und verbanden sich der Herr von Dolffs ihnen der Landwirte des soester ihre Stimmenzahl kennen Wahlgang auf 140 belief, dem Zentrum mehr für sich heit der Konservaliven Eine Mehrheit der konservativen Parteien würde mit der übrigen Minorität auch die nationalliberale Partei zur völligen EinKußhlesigkeit perurteilen. Wie der nationalliberale Wahlaufruf klipp und klar besagt, wäre „Berliz,., Nov. Alnarchistische „Armen Konrad“ wird ein Artikel aus Peeik reproduzirt, der für die Ideale, „Gleichheits"=Schwärmer huldigen, sehr Speale. Imligenacht uicht einnal von den Landosten des steses us dem„Labour= Soest, die doch von ihrem Landrat nicht lassen zu Hülfe der Nationaliberalen welchen die1 bezeichnend onalliberale sist. Wir beschränken uns darauf, die folgenden Sätze können. Die Einmütigkeit vielmehr mit welck gelssent zraditionen des preußischen Staates ersprießlich weiter entwickelt werden können. Die Abwehr einer konservativen Mehrheit ist, wie nochmals hervorgehoben sei, nicht Selbstzweck, sie ist lediglich das Mittel zum Zweck, die im einzelnen sorgfältig ausgeführten wirtschaftlichen und politisschen Forderungen des Programms der nationalliberalen Partei ihrer Verwirklichung entgegen zu führen. Dies ist, aber nur dann möglich, wenn die nationalliberale Vertretung im künftigen Abgeordustenhause so stark ist, daß, die konservativen Par= einige wenige 96l Miete an die mehr oder weniger degenerirten Abkomm=flosigreit. Schimpansen, welcher sich zuerst in ihren— nicht, ein, eine P Je Auch entrichteten sie für ihre Bäume keine seitigsten Intereses zund die an die mehr oderweligerdegeseriten Astimnzllozgen Iutersie und linge des Schimpansen, Wäldern Geasce Sas e. e der politischen GesinnungsKliaue„.chrsd tice ter suffent ihnen nicht ein, eine Klique rechtsgelehrter Affen zu ermächtigen, inbezug auf Eigentums= und Besitzrechte eine allgemeine Begriffsverwirrung herbeizuführen, damit auf solche Weise wenige Auserwählte in den Stand Herusaten nachben Kaisertagen. Von Georg Paulsen. Die heilige Stadt war so schön„reingemacht“ Dies ist aber zur dann möglich, wenn die werden, von allem und jedem Besitz zu ergreifen. hohen Gäste, das heißt diesenigen Straßen eord= Auch würden die Affen es für äußerst thöricht halten, Passage u.203 gverst, vesenigen,. etraheg, deren Affen ihnen teien auf sie nuter allen Umständen entsprechend zu betrauen und denselben Rüicksiche zui nehnen gewungen sind; so sigrk. daß sund eine gretliche Mizgieischafe eese Sone und Ron von vornherein die Talik austhöten mnuß, die in die würde ihlen nicht im Trauue iusag ader nie ein füichiger politische Auseinandersetzung der letzten Sessionen Affenstadt zu erbauen und dann de eine so große Verbitterung hineingetragen hat; die den Grund und Boden, über die Straßen und alles andere einer kleinen Anzahl alter Gorillas oder Paviane zu übergeben, welche, während die übrigen mit Bauarbeiten beschäftigt waren, auf einen Baumstamm saßen, sich die Soune auf den Bauch scheinen ließen und aus Langeweile nicht wußten, was sie anfangen sollten.“ Wenn die konservativen Parieien aufrichtig sein(g. ine wirkugsvollere Selbsironie ist, wie die„C. ua auf einer mistiaraz tigs uf, ho:.) Die schnellsten Schiffe der Welt, sind die von der schädigt, sich der was bei Strafe der Prugel während der Reisetage im Hause aufgespeichert werden mußte, wird nun mit doppelter Gewalt auf die Straße hinaus eine so große Verbitterung hineingetragen hat; die Taktik: statt in verständigerem Entgegenkommen gegen berechtigte Forderungen des liberalen Bürgertums den Weg ausgleichender, praktischer Politik zu beschreiten, auf den extreinen Forderungen zu beharren und lieber zu versuchen, auf jede erdenkHcs ösierngn den Nationaliberalen einen Bruchteil im offiziellen Programm stand. Das sind In die anderen scheint ond hinein, in ihnen ertuchtiger Besen. Es muß auch Wie lange wird nun die Propperität in Jerusalem andauern? Wer gute Wünsche hat und selbst von orientalischer Reinlichkeit das beste glaubt, der wird sagen: drei Monate oder noch mehr. Wer im Orient war, wer das Leben und die Menschen kennt, wie sie sindnicht wie sie in Reisebeschreibungen malerisch geschildert werden mitunter, der wird sagen: Wenn hächitengsunis Witterung kommt, drei Wochen Verständigung auf einer mittleren Linie zu suchen. sich in den letzten Sessionen durch die Hoffnung auf diese Weise eine schwache Mehrheit für eine extreme Gesetzgebung zustande zu bringen, über alle Gebühr haben hypnotisiren lassen. Daher ist es eine That im Dienste des nationalen Gedankens, nun durch die Wahlen allen Hoffnungen, solche Versuche in der nächsten Legislaturperiode zu erneuern, von vornherein den Garaus zu machen und durch die Stärke der nationalliberalen Fraktion die Gegner zu zwingen, in loyalem Entgegenkommen die Mitwirkung der nationalliberalen Partei sich zu verdienen und zu erhalten. So nur wird es möglich sein, alle Kräfte der Nation zu wirksamer Zusammenarbeit zusammen zu halten, was doch so not thut, Umsturz bereits an die Pforten der preußischen Volksvertretung klopft und um seinen Zielen näher zu kommen, zunächst in den Landtagswahlen die Entscheidung über die Mandate der bürgerlichen Parteien anstrebt. Dieser Gefahr entgegenzuwirken, das sagen wir rückhaltlos, ist eine noch größere sticht, als die Abwehr reaktionärer Versuche. Aber diese Pflicht würde auch durch nichts mehr erschwert, als wenn die Reaktion die Oberhand gewänne. Darum erfüllen die Wahlmänner, die am 3. Nov. über die künftige Zusammensetzung des Abgeordbelhe a Dic, ichneliten Schiffe der Welt sind die nan der Schichauschen Werft neu erbauten Torpedoboot=Zerstörer, welche in der vergangenen Woche bei Pillau ihre Probefahrten gemacht haben. Sie machten dabei eine Geschwindigkeit von 65 Kilometer in der Stunde, also eine solche, welche über die der Schnellzüge hiausgcht., die der Schreltzige r Halle=Herford=Bielefeld. Der Gegenstand usgeworfen. gesagt, er ist auch heute lebAllah hat früher nichts dazu damit einverstanden. Die Geldeinnahmen sind sicher während der Festtage keine geringen gewesen. In allerlei Handelsnetenhauses zu entscheiden haben, eine nationale Aufgabe allerersten Ranges, wenn sie bis zum letzten Mann zur Stelle sind und den Erwartungen ihrer Wähler gemäß dafür sorgen, daß das liberale und nationalgesinnte Bürgertum so stark vertreten bleibt. estie als es nur irgend möglich ist, 6104 durch ein höheres Wissen— denn das Wissen allein auszulassen... dgrüber macht den Mann undvollends den Volksvertreter noch zu entlsige“, ob es möglich ist, in„schamloserer Weise“ Bicht, gu sondern durch ein hohes Maß von Falle die u glschen, als es in vorstehenden Selbständigkeit und Festigkeit auszeichnen. Diese denn es m orrespondenz“ unternimmt, Festigkeit auch gegenüber der höchsten Person imlich g gpor zwecklos, bei den Mitteln parteipolitiStaate aber findet sich zurzeit mieder bei den 2ach scher Taktik sich aufzuhalten, wo es darauf ankommt, diese, selbst zu kennzeichnen. Diese Auslassungen der Alsce Kbhce Kack lie haier lasch dlschae sie ganz ruhig gestehen, jedem, der zum erstenmal im zrient zilz passirt das, und bei einem olchen Menschentrubel erst recht. Wenn da zum rechten Preise gekauft werden soll, muß etia der zehnte Teil des Geforderten halsce ese ece ecsch sche ien von den herforder Nationalliberalen mit dem Freisinn abgeschlossenen Kompromiß beizutreten. Der Wahlausfall hat jedoch die bielefelder Taktik als die richtige erwiesen. Neben 13 christlich=sozialen Stimmen erhielt im ersten Wahlgange der nationalliberale bielefelder Kartellkandidat Kaselowsky 449 Stimmen, während für den freisinnigen herforder Kompromiß=Kandidaten nur 365 Stimmen abgegeben wurden. Es zuverlässige Angaben darüber, wieviele eigene hlmänner die bielefelder Nationalliberalen gewählt hatten. In der Stadt Bielefeld war das Kartell wie immer stark in der Minderheit geblieben, es waren gewählt worden 143 freisinnig=sozialdemokratische und nur 39 Kartellmänner. Im Landkreise Bielefeld war Staate aber findet sich zurzeit weder bei den rechtsstehenden Parteien, die sich doch eben aus den bei einer, Aenderung des Reichstagswahlrechts zu begünstigenden Schichten rekrutiren, noch auch bei den ohen„Stellungen befindlichen Staatsmännern. Bedauern muß in Mit lebhaftent Ihexvativeg, Parteistellung sind nur ein Teil der Preßkanonade, die jetzt aus den konservativen Organen jedersSchattirzug, gleichnäßig gegen die nationalliberale Partei unterhalten wird, und zwar um die gesamte m Eindruck, daß sie im preußischen Mandate verloren, womit aber Landtagsfraktion gegen früher garist— aus der in sich geschlossenen, age bedagrlicherweseden Atgendieten Aicher sher, Muadhülggen ud daram unangesbaten Siclug tanen.„Run mischen ja die radikalen Rednerltagaus zu manövriren, die sie auf den letzten ParteiReoner tagen eingenommen, und, wenn dieses gelungen ist, mit allen Mitteln den Bruchteil abzusprengen, der die Haniser vatP Fiserichaft im preußischen Abgeordnetenhisalicher: Jer nacgten fünf Jahre zu stabiliren erviel Spreu unter den hetzerische Unwahrheit hebung der in Wahrheit zu Aber es ist in sehr viel Weizen, d. h. sehr unter die Hervorrügenden Mißstände. mnter Sutistestunge eser, daß die Wahrheit selbst verschwiegen wird. und Lut“als daß den leitenden Staatmär“ slauge bei schen Verteieu her uern und bei den Parianenta. der Veidehaltusg des seichenie Pe son sehlt, in wendiges Korrelat zu diesem Maugel sehen. in der öden demokratischen Gzargu gemacht, daß wir gegenwärigen Reichstagswahlrechev an sch eine Schädigung des Sie vu gruude liegt, Pahizecht, ist Gist für einen gesand.“=Ler. Bises aver Alkoholika und sogar dirckte ständen bei gewissen Kraustheilen die Pos unter umaus notwendigen Arzueimitteln spielen. des gleichen Wahlrechts solange als Arznet das Gist als der Körper der oberen Zehntausend nicht fest kräftig genug ist. um das Vertrauen beanspruche rechtfertigen zu können, daß er die Geschick mit fesier Hand zu leiten instande ist. viste des Voltes L Berlin, 7. Deutschland. Nov. 9 9e hest wird, Hekundet nachtehende Aluslastune de die von der ter ihrem unmi Als eine nationalea st bezeichnet die zugsig,usgabe allerersten Rlauges Sorge der Wahlmänner daß das liberale und nationale stark vertreien bleibe, wie aer vesrute Bürgertum so In schamloserer Weis: s nurirgend möglich sei“., keiner Seite mit Peise ist noch niemals und von Sepaligen Roresondenzt ionPurrenteitung als das unter i von der konservativen Zuß siebende Organ bezeichnelieu sumitectbauren Cir Sor das 50 noch niemals und keiner Seite mit der Bezeichnurrggi brauch getrieben worden. Dem e ür stellt es sich ohne Bedenten an die Seite der sgogticht. Jeden Zweifel beseitigen die agrarischen Organe, die am selben Strange ziehend in dankenswerter Offenherzigkeit erklären:„Der Nationallibera= lismus birgt in sich grundverschiedene Elemente; sie werden sich scheiden müssen und den Anfang zur hat man jetzt schon gemacht". Nützen wird ebensowenig, wie ihr in der verflossenen Legislaturperiode Erfolge beschieden gewesen, gegen ist es unausbleiblich, daß sie verbittern und das Grsete Seichseden asen Lasite euenie au duns sie Verautmgrtung jenen„kovservativen Organen zu und den weitschauenden Politikern, die dahinter stehen. Berlin, 7 Nov.„Kauf bricht Miethe“. Bekanntlich ist im bürgerlichen Gesetzbuch aus Rücksichten der Sozialpolitik und des allgemeinen Iu Grundsatz„Kauf bricht nicht Miete“ zur Anerkennung gelangt. Gleichwohl ist nicht zu bezweifeln, daß die Parteien befugt sind, durch Vertrag das Gegenteil zu ereinbaren. In einer soeben bei Duncker u. Humblot Dase Pis.„Eelcbieneneg.„sostematischen Darstelung lietrecht nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch' Lhrsibt hierüber Rechtsanwalt Dr. L. Fuld u. a folbertrag Hestintget wich in Wege, daß in dem MietGrundstücks siebe der“ imfalle der Veräußerung des zu, den Mselgepirg neuen Erwerber die Befugnis ien Kündigungsfeist zu kündigen oder auch be ergerher rgtrais ohine 915 ber 915 aus Grundsatz„Kauf bricht nicht Miete“ unter der des öffentlichen Rechts hat gestellt werden fo“ daß die Abänderung desselben im Vertragg en“ zulässig wäre. Der Umsland, daß für seine Aufnahme das öffentliche Interesse maßgebend war, bildet für sich noch keinen genügenden Anhalt zur Annal es sich hierbei um eine mit. 4e, daß Vorschrift des öffentlichen Rechts handelt, das Verhältnis ungefähr umgekehrt, 41 freisinnig=sozialdemokratischen Wahlmännern standen 150 Kartellwahlmänner gegenüber. Wieviele Wahlmänner die Konservativen für sich allein aufzubringen imstande gewesen wären, um wieviele Stimmen dieffreisinnig=sozialdemokr. Liste sich verstärkt hätte, wenn noch die Nationalliberalen hinzugekommen wären, darüber, wie gesagt, fehlt es an genauen Angaben, es entzieht sich das auch jeder zuverlässigen Berechnung. Ueberwiegend ist das Land mit Ausnahme der stark sozialdemokratisch durchsetzten Umgegend der Stadt(Gadderbaum, Brackwede, Schildesche 2c.) konservativ gesinnt. Dies im Auge behalten, zeigen die Ziffern des ersten Wahlganges zusammengehalten mit den Urwahlergebnissen der Stadt Bielefeld über allen Zweifel, daß ein Abweichen von dem Kartell mit den Konservativen auch das eine bisherige nationalliberale Mandat mindestens stark gefährdet haben würde, während so wenigstens der Besitzstand für die Partei behauptet geblieben ist. Zu bedauern bleibt natürlich, daß nicht wenigstens über die Person des nationalliberalen Kandidaten zwischen Herford und Bielefeld ein Einverständnis herbeigeführt werden konnte und dadurch die Wahl des Bügssrsueisters„Quentin vereitelt wurde, aber die bielefelder Taktik an sich hat als die richtige sich bewährt. Quentin blieb im zweiten Wahlgange mit 370 Stimmen in der Minderheit gegen den konservativen Rudorf, der 449 Stimmen erhielt, und alsdann im dritten Wahlgange von den Liberalen aus Halle und Herford Quentin noch einmal aufgestellt wurde, ging das liberale Kompromiß überhaupt in die Brüche, indem die bielefelder Freisinnigen samt ihren, sezialgemokratischen Anhang absprangen und „öhrdr dsscr Jumnten, der 110 Stimmen erhielt, während für Onentin noch 264 Stimmen abgegeben wurden. Der dritte bielefelder Kartellkandidat. Dr. 451 Stimmen gewählt. Die ChristWeihe, wurde mit lichsozialen stimmten „„ kleidete 1. Stimmen gewählt. Die Christen zummten im zweiten und dritten Wahldem Kartell, die haller Nationalliberalen zuerst für Kaselowsky, dann für Quentin. Es wird dieser Wahlkreis infolge seiner unglücklichen Zusammensetzung immer wieder dieselben Schwiebereiten, wenn nicht Konservative und Nationalliberale zu einer gegenseitigen, auch auf das herforder Reichstagsmandat sich erstreckenden Anerkennung des gegenwärtigen Besitzstandes gelangen und dadurch den Freisinn aus allen weiteren Kombinationen, gänzlich ausschalten. Der bielefelder Freisinn hat nichts besseres verdient und den herforder Freisinnigen, die trotz der lumpigen 1800 Stimmen, über die sie bei der Reichstagswahl verfügen, jetzt von den 3 Landtagsmandaten nicht weniger als 2 für sich beanspruchten, konnte eine solche Lektion ebenfalls nur nützlich sein, während andererseits die Konservativen irgendwelche Aussicht auf Zurückgewinnung des herforder Reichstagsmandats in absehbarer Zeit doch nicht haben, wogegen ihnen bei der Reichstagswahl in Bielefeld die fernere Unterstützung seitens der Nationalliberalen von großem Werte sein muß. empfehlen unseren Vorschlag den beteiligten Kartellparteien schon jetzt zur Ueberlegung. E Hamm=Soeft. Aus dem Wahlkreise Hamm=Soest wird uns geschrieben: Das Resultat der Landtagswahl Hamm=Soest hat wohl allgemein überrascht. Man erwartete entweder zwei nationalliberale Abgeordnete, oder wenigstens einen nationalliberalen und einen freikonservativen Abgeordneten. Statt dessen ein Zentrumsmann und ein bündlerisch Konservativer. Warum ließen die Bündler ihren aufgestellten Kandidaten, werden soul, muß erwa der geboten werden, dann mag es am Ende stimmen. Aber wer will bei solchen Gelegenheiten die Zeit zu einem langs Hadel uehgnenz 0 die 3et zu enen Was die Kosten des Großreinemachens in Jerusalem und Umgebung betrifft, so haben die armen Teufel, die dazu kommandirt werden, sicher etwas von dem, was ihnen zukommt, erhalten. Vielleicht auch alles, wenn die Ansätze ganz niedrig waxen. Generalabrech= nungen gibt es im Orient nicht. In Stambul können die Beamten schon monatelang auf ihre Gehälter warten, nun erst in Palästina und sonstwo! Es gibt einen dicken Strich durch die Rechnungen und dann heißt es: unser Schuldbuch ist vernichtet! Die musterhafte Haltung der ganzen muhamedanischen Bevölkerung während der ganzen Kaiserreise könnte selbst dem Europäer zu denken geben. So ohne jedwede zudringliche Belästigung, wie in Palästina, ist das Kaiserpaar noch nie gereist! Ehrlichkeit, Höfsichkeiz, gegen den Gast, freundliche Aufnahme ist dem Moslem Religionssache; eine andere nachahmenswerte die ungemein gute Behandlung der das gebietet der Koran. arg bis ht guiterardentlich bezeichnend für die türkischarabische Höflichkeit gegenüber den Gästen, daß sich keine Stimme gegen den Besuch des David=Grabes durch den Kaiser und sein Gefolge ausgesprochen hat. Das will außerordentlich viel bedeuten, denn in Glaubenssachen kennt der Moslem keinen Respekt vor einem Wink von„oben“. Nur der Gast des Padischah und damit jedes Moslem konnte diesen Besuch unternehmen. Jedem anderen wird der Weg nach wie, vor versperrt bleiben. Im übrigen haben auch der Kaiser und die Kaiserin muhamedanischen Gebräuchen Rechnung getragen, sie haben das Verbot des Betrsteus, heiliger Moschen in Stiefeln respektirt und besondere Ueberschuhe angelegt. Wird nun der Kaiserbesuch für Jerusalem einen dauernden Vorteil haben, etwa in der Beziehung, daß der ansehnlichen Stadt wenigstens einige moderne Einrichtungen und Neuerungen zuteil werden, die ihr heute so gut wie ganz fehlen? Es ist nicht anzunehmen, der türkische Schlendrian ist zu groß. Es wäre nur dann etwas zu erzielen, wenn die einsichtigen christlichen Elemente unter den Orientalen sich vereinigten, um auf ihre eigene beschaffen, denn von dem türkischen Belchab ist nichts zu erwarten. In manchen orienta#schen Städten, beispielsweise in dem europäischen Alexandrien. ist das vorzüglich gelungen. Aber Jerusalem ist kein Alerandrien und wird es nie werden. Was über die Uebernahme der Reisekosten durch den Sultan, über den Wert der Geschenke gesagt und geschrieben wird, beweist, daß die orientalischen Sitten den Berichterstattern nicht bekannt sind. So höflich der Moslem ist, er vermeidet dem Gast gegenüber steis das„Zuviel“, welches dieser vermieden will. So auch diesmal. wissen Gerichtliche Entscheidungen. eus uine G erisch eg zueiteu. Sache der Bergmann Heinrich Scheidler ans Kleinholthausen wegen des Verbrechens der versuch#ie### Verhandlung wurde schließlich vertagt, da die Frau des Angeschuldigten noch als Zeugin geladen werden soll.(digten noch Al. Stusse Dortmund, 8. November. Erste Strafkammer. In der Anklagesache wegen Betruges gegen den Geschäftsmakler Adolf Havemann aus Altona wurde des Nachmittags weiter verhandelt. Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte mit seinen Agenten den Darlehnssuchern das Gelo geradezu aufdrängte. d. h. im Wege des Versprechens, in Wirklichkeit hat niemand einen Pfennig erhalten. Die Taxe der Häuser wurde in der Weise vorgenommen, daß Havemann einen flüchtigen Blick in den Keller, einen zweiten in die oberen Räume warf, das war die ganze Taxe, die Gebühr von 40 und mehr war fällig. In einem Falle klopfte er in Neubauten mit dem Stocke an die Wände und sagte: Es ist alles gut, Sie können soviel Geld erhalten, wie Sie wünschen! Dieses Gebahren erregte an manchen Stellen doch Mißtrauen, man sagte dem Havemann ins Gesicht. das, was er sage, sei Schwindel, er selbst sei ein Schwindler. Einzelne der Darlehnssucher waren aus Freude darüber, daß ihnen das Geld geradezu zum Fenster hereinregnen solle, so erfreut, daß es ihnen auf ein gutes Frühstuck oder eine seine Flasche nicht ankam. Bemerkt sei, daß die Darlehnssucher außer der Taxgebühr auch Provision an die Agenten zu zahlen hatten; diejenigen, welche gezahlt haben, sind auch um diese Summe geprellt worden, denn keiner der Antragsteller hat einen Pfennig Darlehen erhalten. Der gerichtliche Bücherrevisor Herr Richard Tellering hat die bei dem Angeklagten beschlagnahmten Papiere durchgesehen und festgestellt, daß die seitens des Angeklagten ausgeübte Thatigkeit zu gunsten der Antragsteller in den meisten Fällen darin bestanden habe, die 10 M Antragsgebühr einzuziehen. In 29 Fällen ist nach Ausweis der Bücher auf die Anträge hin garnichts geschehen. In einigen Fällen hat der Angeklagte versucht, die Anträge zu realisiren. Herr Kar! Prümer, der Vertreter der Hypothekenbank in Meiningen bemerkte gutachtlich, die Aufnahme der Taxe eines Hauses nehme wohl einen ganzen Tag in Anspruch, das, was der Angeklagte als Taxe angegeben habe, sei als eine solche nicht zu bezeichnen, keine einzige Bank würde sich auf eine solche Taxe einlassen. Die Taxgebühr von 40# sei auch verhältnismaßig hoch, hier würden seitens der Gutachter 20 bis 25 M für eine eingehende Taxe gezahlt. Nachdem die Verhandlung bis 6 Uhr abends gewährt hatte, überreichte der Angeklagte ein nach Provinzen geordnetes Verzeichnis von einigen 100 Banken, die angeblich sich zum teil bereit erklärt haben sollen, mit ihm zu arbeiten. Der Angeklagte beantragt, alle diese Firmen zu vernehmen. Der Herr Vorsitzende bemerkt, der Antrag diene doch wohl nur zur Verschleppung der Sache; der Angeklagte habe doch Zeit genug gehabt, die Sachen vorzubringen. Es wird dem Angeklagten aufgegeben, diejenigen Firmen zu nennen, die sich bereit erklärt, mit ihm in Verbindung zu treten und zwar mit Bezug auf die zur Anklage stehenden Fälle. Der Angeklagte konnte dieses nicht, er zog schließlich den Antrag zurück. Der Gerichtshof nahm an, die Agenten des Angeklagten hätten in gutem Glauben gehandelt, es sei ihnen erst später klar geworden, daß sie es mit Schwindeleien zu thun hätten; sie wurden vereidet bis auf einen, der sich allzu arg für die Sache des Angeklagten ins Zeug gelegt hat. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Herr Assessor Perger, beantragte die Verurteilung des Angeklagten wegen vollendeten Betruges in 13 und wegen versuchten Betruges in 8 Fällen, 9 Monate Gefängnis. Der Verteidiger, Herr Rechtsanwalt Bauer au, F e r e N e c h l s a n w a n B ä l l e r a u s Aliona, beantragte hingegen, den Angeklagten freizusprechen. Wenn Betrug vorliege, so hätten sich desselben in erster Linie die Agenten, wenigstens einzelne derselben, schuldig gemacht, denn sie hätten wissen müssen, daß dem Angeklagten„hunderte von Banken mit ihren reichen Mitteln“ nicht zur Verfügung standen. Das Urteil lautete auf 6 Monate Gefängnis. Der Gerichtshof nahm an, der Angeklagte habe von vornherein nicht die Absicht gehabt, den Antragstellern Geld zu verschaffen, es ware ihm nur um die Erlangung der Taxgebühren zu thun gewesen. Die Verhandlung ging erst um 7 Uhr abends zu ende. i D o r t m u n d, 8. N o v b r. S c h ö f f e n g e r i c h t. W e g e n Hausfriedensbruchs, begangen in der„Herberge zur Heimat“, wurde der Schlosser Ernst Schröder von hier zu 6 Wochen Gefäugnis verurteilt. Desgleichen Vergehens und der Sachbeschädigung hat sich der Bergmann Heinrich Schulte=Mäter aus Derne schuldig gemacht, er bekam vier Wochen Gefänguis. Weil er einem hiesigen Milchhändler Milch geliefert hatte, die mit 18 Proz. Wasser verdünnt war, wurde der Landwirt Wilhelm Lehmann aus dem hiesigen Gerichtsbezirke zu 30 M. Geldstrafe und Tragung der Kosten der Untersuchung der Milch verurteilt. — Aus dem Reichsversicherungsamt. Der Bergarbeiter Heinrich N. zu Huckarde erlitt am 31. Juli 1897 auf Zeche„Zollern“ einen Betriebsunfall, an dessen Folgen N. an demselben Tage gestorben ist. Der Sektionsvorstand bewilligte den Hinterbliebenen die gesetzlichen Renten unter Zugrundelegung eines Jahresarbeitsverdienstes von 1299,90 M, Die Hinterbliebenen beantragten der Rentenberechnung ein Arbeitsverdienst von 1444,20 K nach 343 Arbeitstagen zu Grunde zu legen, wurden jedoch mit den Rechtsmitteln der Berufung und des Rekurses abgewiesen. Gründe: Dem Rekurse der Kläger mußte der Erfolg versagt bleiben, da, wie eine eingehende Prüfung des Inhalts der Akten ergeben hat, die Rente von der Beklagten den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend berechnet ist. Der Verunglückte hat in dem dem Unsall voraufgehenden Jahre 338½ Schichten verfahren und, wie die Lohnnachweisung vom 3. August 1897 ergibt, an Lohn nach Abzug des Gezähes insgesemmt 1484,52 Mk. eingenommen. Die 338¼ Schichten verteilen sich auf 297 Arbeitstage. Der anrechnungsfühige durschnittliche Tageslohn ist daher mit 4,333 Mark sichtig berechnet. Dieser Betrag war gemäß§ 3 Absatz 2 des Unsall=Vers.=Gesetzes, um den Jahresarbeitsverdienst, der der Rentenberechnung zu Grunde zu legen war, zu ermitteln, mit 300 zu multipliziren, wie dies in der Berechnung der Beklagten geschehen ist. Das Verlangen der Kläger, einen höheren Multiplikator als 300 einzusetzen, ist nach Lage der Sache unberechtigt, da nicht nachgewiesen ist, daß die übliche Betriebsweise des Wertes, in dem N. thätig war, eine hohere Zahl von Arbeitstagen als 300 ergibt; denn für die Beurteilung der üblichen Betriebsweise kommt es auf die Zahl der Arbeitstage, die durch sie veranlaßt sind, d. h. der Kalendertage, an denen gearbeitet wird, nicht auf die Zahl der verfahrenen Arbeitsschichten an. ud war auch bereit, mit seinem Herrn dorthin zu gehen, um die Sachen wiederzuholen. Auf diesem Wege nahm der Junge reißaus und ist seitdem verschwunden. Die Eltern sind ebenfalls ausgezogen und ist deren Wohnung unbekannt. * Ueberfahren von seinem eigenen Fuhewerke wurde gestern auf der unteren Rheinischestraße der Fuhrknecht V. In auswärtigen Blättern lesen wir: Dr. Lütgenau beabsichtigt neueren Nachrichten zufolge eine neue Zeitung ins Leben zu rufen und den Kampf gegen den sozialdemokratischen Partei=Vorstand aufzunehmen.— Die Nachricht erscheint wenig glaubhaft. Wenn sich allerdings die alten Genossen, von denen viele sich eines großen Wohlstandes erfreuen, um Herrn Lütgenau scharen, so wäre die Inslebenrufung eines solchen Unternehmens wohl möglich. # In einem Hause in der Burgholzstraße entstand gestern zwischen mehreren Kostgangern eine blutige Rauferei, wobei zwei Personen durch Messerstiche erheblich verletzt wurden.— Bei einer Witwe in der Schützenstraße mietete sich vor einigen Tagen ein gut gekleideter junger Mann ein, welcher auf einem größeren Werke als Techniker beschäftigt sein wollte. Derselbe wollte seine Koffer mit Kleidungsstücken noch auf der Bahn haben und bat die Frau um ein Darlehn von 30 Mark, welche Summe er in einigen Tagen, da er Geld von den Eltern zu erwarten habe, zurückzahlen wollte. Die Witwe ließ sich auch auf den Leim führen und borgte dem Menschen das Geld, womit derselbe dann auf Nimmerwiedersehen verschwand. § Asseln, 7. November. Unter dem Vorsitz des Herrn Pfarrers Hilburg fand gestern nachmittag ½8 Uhr in der alten Schule eine Sitzung der Presbyter und Repräsentanten der evangelischen Gemeinde statt.“ Durch den Tod des Aufsehers Herrn Karl Lähnemann war eine Repräsentantenersatzwahl notwendig geworden und wurde Herr Betriebsführer Pohlmann an dessen Stelle gewählt. Weiter wurde beraten über eine einmalige Abfindungssumme mit dem„Hörder Bergwerks= und Hüttenverein" und Ueberschreitung des Etats der vorigjährigen Rechnung. Schließlich wurde die Anlage neuer Brücken über die durch die Separation entstandenen Gräben zu den Pfarrländereien beschlossen. e Oespel, 8. Nov. In der am vergangenen Sonntag in dem Lokale des Wirts Heuerbauer hierselbst abgehaltenen Bergarbeiterversammlung wurden Provinzielles. I Dortmund, 9. Nov. Im Süden der Stadt in der Richtung nach dem Kaiser=Wilhelm=Hain wird sich in der nachsten Bausaison wiederum eine große Bauthätigkeit entfalten. An der Kaiser=Wilhelm= Allee werden die Herren Pötter u. Co., Schewe, Döring u. Niehörster mehrere herrschaftliche Häuser errichten; an der Knappenbergerstraße hat die Baufirma Karl Fritz hier den Neubau von 4 Einfamilien= häusern begonnen. Daselbst haben auch einige Private mehrere Baustellen angekauft um darauf herrschaftliche Wohnhauser zu errichten. §§ Eine öffentliche Sitzung des Stadtausschusses im Verwaltungsstreitverfahren fand am DienstagVormittag statt. Zur Verhandlung und Entscheidung gelangten zwei Verwaltungsklagen, nämlich des Restaurateurs Heinrich Meier=Ebert aus Brackel und des Flaschenvierhändlers Johann Bienenlücke von hier. Beide hatten die Erteilung der behördlichen Erlaubnis zum Betriebe der unbeschränkten Gast= und Schankwirkschaft, ersterer in dem Hause Bleichmärschstraße 29,letzterer in dem Hause Adlerstr. 36beantragt. In beiden Fällen hatten sowohl der Magistrat als auch die Polizei=Verwaltung die Bedürfnisfrage verneint. Im gestrigen Verhandlungstermine wurden die Kläger unter Auferlegung der Kosten mit ihrer Klage zurückgewiesen. a Ein im südlichen Stadtteile wohnender Kaufmann hatte seit mehreren Monaten einen noch schulpflichtigen Knaben zur Besorgung von kleineren Ausgängen und Bestellungen engagirt. In der letzten Zeit bhemerkte derselbe, daß ihm wiederholt Sachen us seinem Laden verschwunden waren, ohne daß er gußte, wer der Dieb war. Als der Kaufmann nun als Kandidaten für die bevorstehende Knappschaftsältestenwahl die Bergleute Heinrich Munsbeck, Dietrich Buhle und Heinrich Kamp von hier aufgestellt. 's Annen, 8. November. Gestern abend in der Dämmerung entstand in einem Hause auf der Roonstraße auf bisher unaufgeklärte Art und Weise ein Stubenbrand, wobei der Inhalt eines Mantelstocks im Werte von 120 A verbrannte. Ein Glück ist es, daß das Feuer nicht einige Stunden später zum Ausbruch gekommen ist. m Hombruch, 8. Nov. Zu der am 19. d. M. stattfindenden Knappschaftsältestenwahl sind von der Oppositionspartei hierselbst aufgestellt worden: für den nördlichen Teil Bergmann Heinrich Pähler, für den südlichen Teil die Bergleute Anton. Bredenbeck und H. Scheimann. Die genannten sind Mitglieder des alten Verbandes. Von den Anhängern der bisherigen Aeltesten Diedrichs und Pohlmann wird deren Wiederwahl angestrebt, doch wird auch von seiten der Oppositionspartei nach dem Bekanntwerden des Inhaltes der aus dem Fusangelschen Verlage jüngst herausgekommenen Broschüre über die Stellungnahme der Aeltesten zu dem neuen Statut für die Wiederwahl des Aeltesten Pohlmann gearbeitet. Die Agitation ist bereits im gange. i Schwerte, 7. Nov. Aus dem hiesigen Stadtverordneten=Kollegium scheiden mit Schluß dieses Jahres folgende Herren aus: Werkmeister Eduard Hüsecken und Obermeister Th. Dinkloh, gewählt von der 3. Abteilung, Dr. med. Haver und Kaufmann L. Weinberg, gewählt von der 2. Abteilung, Fabrikbesitzer Landsberg und Fabrikdireltor Bädeker, gewählt von der 1. Abteilung. Die Neuwahl findet für die 3. Abteilung am Donnerstag den 24. November, vormittags von 9 bis nachmittags 1 Uhr, für die 2. Abteilung am 25. November von 9 bis 12 Uhr und für die 1. Abteilung an demselben Tage von 12 bis 12½ Uhr statt.— Der Bau der elektrischen Straßenbahn von Hörde nach hier schreitet rüstig vorwarts. Die Geleise liegen schon bald bis zum Freischütz, auch in den Straßen unserer Stadt sind die nötigen Schienen schon angefahren.— Für den Amtsgerichtsbezirk Schwerte sind für das Jahr 1899 zu Schöffen resp. zu Hülfsschöffen bestimmt: Gutsbesitzer Fr. Kötter=Holzen, Gutsbesitzer Friedr. Schulte=Lennings=Holzen, Stellmachermeister L. Fund=Geisecke, Oekonom L. Wever in Garenfeld, Kaufmann O. Davidis in Westhofen, Fabrikant Fritz Theile jr. in Villigst, Kaufmann K. Lethaus, Buchdruckereibesitzer C. Saatmann, Rechnungsführer Th. Dahlmann, Wirt und Landwirt H. Eckey, Kaufmann H. Haver, Werkmeister Ed. Hüsecken, sämtlich zu Schwerte; zu Hülfsschöffen die Herren Kaufmann E. Homel, Direktor W. Bädeker, Uhrmacher A. Kaufhold, Kaufmann W. Happe, Brauer A. Ostermann und Kaufmann E. Klein, sämtlich in Schwerte. #53 zuverlässige Nachricht widerlegt erscheine, N„Hohenzollern“ in Cadiz anlegen wird. Die „Kölnische Zeitung" fährt dann fort: Von Cadiz wird die Weiterfahrt durch den atlantischen Ozean und die Nordsee ausgeführt, sodaß die Ankunft in einem deutschen Hafen schwerlich vor Ende dieses Monats zu erwarten ist. Jedenfalls erfolgt die Ankunft so, daß am 29. November den Reichstag persönlich eröffnen wird. Schon durch diese Reisebestimmungen wird übrigens bewiesen, wie unbegründet die englische Ausstreuung ist, daß die Abkürzung der Reise in Syrien irgendwie mit politischen Angelegenheiten zu thun habe. Aus allen inzwischen aus Jerusalem vorliegenden Privatnachrichten geht unzweidentig hervor, daß die körperlichen Anstrengungen aller Teilnehmer an den dortigen Festlichkeiten infolge der ungewohnlichen Tropenhitze außerordentlich groß gewesen sind. Das trifft naturlich auch für die Kaiserin zu, die mehrere Tage über sieben Stunden bei glühender Sonne hat im Sattel zubringen, auch bei langen Wagenfaheten wegen des unbeschreiblichen Staubes und der mangelnden Luftbewegung schwere Strapazen hat durchmachen müffen. Die Kaiserin hat dieselben allerdings vorzüglich überstanden, es ist aber eine selbstverständliche ärztliche Vorsicht, daß das Kaiserpaar Aus der Morgenpost. * Berlin, 8. November. Telegramm aus Damas= kus von heute nachmittag: Ihre kaiserlichen Majestäten besuchten heute vormittag die vor einigen Jahren abgebrannte, jetzt in der Restauration begriffene prachtvolle Omajaden=Moschee, sowie drei der interessantesten vornehmen arabischen Häuser, darunter das Haus, in welchem Kaiser Friedrich als Kronprinz im Jahre 1869 wohnte, und das deutsche Konsulat. Der Enthusiasmus der hiesigen Bevölkerung ist ganz unbeschreiblich. Das Wetter prachtvoll, mittags heiß, nachts frisch. Alles wohl. h Berlin, 8. Nov. Graf Paul v. Hoensbroech hat die Herausgeberschaft der„Tägl. Rundschau“ niedergelegt. * Berlin, 8. Nov. Die„Berliner Korrespondenz“ meldet: Auf Anordnung des Kultusministers D. Dr. Bosse tritt hierselbst am 23. d. Mts. die durch Vertreter der Aerztekammern erweiterte wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen unter dem Vorsitz des Ministerialdirektors D. Dr. von Bartsch zu ihrer diesjährigen Sitzung zusammen. Die Beratungen werden, wie in früheren Jahren, voraussichtlich mehrere Tage dauern und sich diesmal mit einem besonders wichtigen Gegenstande aus dem Bereiche der Gewerbehygieine beschäftigen. Bekanntlich hat die Beteiligung der Medizinalbeamten bei der Errichtung und Veränderung gewerblicher Anlagen, sowie bei der Beanssichtigung des Betriebes derselben seit Erlaß der preußischen Gewerbeordnung vom 17. Januar 1845 mehrfache Wandlungen erfahren. In neuerer Zeit werden die Medizinalbeamten nur noch in besonderen Fällen und in beschränktem Umfange zur Mitwirkung herangezogen, und es fragt sich daher, ob nicht die bestehenden Vorschriften einer Abänderung in dem Sinne bedürfen, daß den Medizinal= beamten auf dem bezeichneten Gebiete eine weitergehende Mitwirkung eingeräumt wird. Da es sich hierbei um wichtige Fragen der öffentlichen Gesundheitspflege handelt, so ersieht man, daß die bevorstehenden Beratungen der wissenschaftlichen Deputation eine Angelegenheit betreffen, welche für weite Kreise von nicht geringem Interesse ist. Berlin, 8. November. Der„Germania" zufolge beschloß die Bischofskonferenz in Fulda, eine DankAdresse an den Kaiser wegen Schenkung des Grundstückes„La Damition de la St. Vierge" in Jerusalem zu übersenden. * Köln, 8. Novdr. Die„Kölnische Zeitung" weist darauf hin, daß die Meldung, die deutschen Masenun nicht in wenigen Tagen direkt von dem heißen Süden nach dem kalten Norden zurückkehren, sondern durch eine längere Seefahrt um Spanien, Portugal und Frankreich herum sich für den Eintritt in den Winter körperlich stärken soll. * Plauen, 8. Nov. Der„Vogtländec Anz.“ meldet: „Die demnächst erscheinenden und mit Spannung erwarteten„Gebanken und Erinnerungen“ des Fürsten Bismarck werden, wie wir mitteilen können, dem Geschichtsforscher auch insofern neues bieten, als eine größere Anzahl von wichtigen Briefen, die zwischen dem Fürsten Bismarck und dem König Ludwig II. gewechselt worden sind und von denen bisher in der Oeffentlichkeit noch nichts bekannt war, zum erstenmal mit ihnen zum Abdrucke gebracht werden. * Paris, 8. Nov. Deputirtenkammer. Das Haus ist sehr gut besucht. Es wird zunächst zur Wahl der beiden Vizepräsidenten geschritten, die anstelle der nunmehrigen Minister Leygues und Krantz treten sollen. Nach der Wahl wird das Wort dem Deputirten Brunet zur Begründung seiner Interpellation betr. Faschoda erteilt. Brunet erklärt, er ziehe einfach seine Interpellation zurück.(Beifall auf allen Bänken.) Das Haus geht alsdann zur Tagesordnung über. Paris, 8. November. Die Kommissare zur spanisch=amerikanischen Friedeuskouferenz teilten dem Minister des Auswärtigen, Delcasse, mit, daß heute keine Konferenz=Sitzung stattfinden würde. Sie fügten hinzu, sie würden den Minister, sobald sie den nächsten Sitzungstag festgestellt, davon in Kenntnis setzen. * Paris, 8. Nov. Der Kassationshof vernahm heute nachmittag Mercier, Billot und Cavaignac. Ueber die Verhandlung wird strengstes Stillschweigen beobachtet.„„„ h London, 8. Nov.„Daity Chronicle- bringt die sensationelle Meldung, daß in Paris bei der Verkündigung eines günstigen Urteils für Dreyfus durch den Kassationshof ein Krawall geplant sei. Es sei der Sturz der Regierung und die Ermordung aller revisionsfreundlichen hervorragenden Männer beabsichtigt. Der Polizeipräfekt habe bereits zahlreichen höheren Staatsmännern Warnungen zugehen lassen. Pressensé, Trarieux und Clemenceau bestätigten diese letztere Meldung. Trarieux sagte, er trage stets einen Revolver bei sich; im Generalstabe befänden sich ein oder zwei Individuen, die vor nichts zurückschreckten. * Madrid, 8. Novbr. Blättermeldungen zufolge teilt Montero Rios„in einem gestern im Ministerrat verlesenen Briefe mit, die spanischen Kommissare würden in der heutigen Sitzung der Friedenskonferenz die genaue Innehaltung aller Klauseln des Friedensprotokolls verlangen und sich weigern, auf eine Debatte über die Frage der spanischen Oberhoheit über die Philippinen einzugehen. * Damaskus, 7. Novbr.(Von einem besonderen Korrespondenten.) Der Kaiser und die Kaiserin verließen heute früh mit Gefolge Beirut, um sich mit der Eisenbahn nach Damaskus zu begeben. An dem ersten Halt auf der Station Aleih wurden die Majestäten von dem Generalgouverneur des Libanon, Naum Pascha, begrüßt. Die Gemahlin Naum Paschas, eine Tochter von Franki Pascha, der 1869 als Gouverneur des Libanon den Kronprinzen von Preußen empfangen hatte, überreichte der Kaiserin ein Bouquet. Die Wachen waren von der libanischen Miliz gestellt. Die von allen Seiten herbeigestromten Drusenscheichs des Gebirges brachten Ovationen dar. Se. Majestät verlieh dem Generalgonverneur Naum Pascha den roten Adlerorden 1. Klasse. In Muallaka meldete sich der General=Gouverneur von Damaskus, Naszim Pascha. Auf allen Stationen, welche der Eisenbahnzug berührte, war die Bevölkerung in Scharen versammelt und wiederholte unaufhörlich den arabischen Gruß:„Gott möge den Kaiser segnen und ihm langes Leben verleihen.“ Der Enthusiasmus der Menge in ihren mannigfachen Typen und Trachten machte einen unbeschreiblichen Eindruck. Die Ankunft in Damas= kus erfolgte kurz nach 5 Uhr. Se. Majestät ritt zu Pferde in die Stadt. Die Begeisterung erreichte hier ihren Höhepunkt. Die Spalier bildende türkischeTruppe ließ unaufhörlich ihr„Tschog Jascha“(viele Jahre) erschallen, während eine nach hunderttausenden zählende Menschenmenge den Kaiser mit freundlichen Zurufen begrüßte. Die Majestäten stiegen im Militär( Serail ab. Der Weg dorthin konnte nur mit Mühe freigemacht werden, da die Menge Kopf an Kopf alle Straßen füllte. Trotz des ungeheuren Menschenzusammenflusses herrschte musterhafte Ordnung. Die Wohnung der Majestäten war von vornehmen Arabern in fürstlicher Weise mit Möbeln und Stoffen aus Damaskus ausgestattet worden. Um 7 Uhr fand bei den Majestäten ein Diner statt, zu welchem die Spitzen der Behörden zugezogen waren. Gewerbliche und Verkehrszeitung Wagengestellung für den Kohlen= und Koksverkehr ier. Essen, 8. November.(Königl. Eisenbahn=Direktion.) zur, Dienstag, den 8. November. kr. grofe 12.755 Wagen, 10 Tonnen angefordert, gesteut 18 705, gefehlt haben keine Wagen.— Dortmund, 8.„November.(Dortmund=Gronau=Enscheder Eisen102 Fur ven 2, Higrggprden angefordert 524 Wagen 2 10 Tonnen, gefegtt huben keine Wagen. „.p Unna, 8. November. Im Monate Oktober d. I. sind im hiesigen städtischen Schlachthause geschlachtet worden: 109 Kühe resp. Ochsen über 250 Kilo Lebendgewicht, 5 Rinder unter 250 Kilo Lebendgewicht, 448 Schweine über 70 Kilo Lebendgewicht, 28 Schweine unter 70 Kilo Lebendgewicht, 53 Kälber, 42 Schafe, 13 Ziegen, 18 Pferde. Von auswärts wurde ein Rinderviertel eingebracht. Zur menschlichen Nahrung ungeeignet waren 1 Kalb, ferner 26 Lungen, 9 Lebern, 3 Eingeweide mit Gekrösfett, 19 Kilo Fleisch. Unter Deklaration wurde ein Schaf verkauft. * Neuß, 8. Nov. Frucht=Markt. Weizen neuer kleiner 17,00, engl. la. 16.80, do. Ila. 15,80 JK. Roggen Fihö l“ 14.20, do. Ila. 18.20 K, Hafer 13.40 Ml. 51,00, do. faßweise 52,50, gereinigtes Oel 4400% Jur 100 kg.„Heu.00—.00, Luzerner Heu 3,70 in bie 50 kg. Preßkuchen 104 4 fur 1000 kg, Kleien 5,20 4 für 50 kg. Raps la. 22,50, la. 19,50. Aveel(Rübsen) la. 21,00, lla. 18,50 f die 100 kg. 59 Pfd. St., strong sheets 66 Pfd. St. Zinn stetig, Straits 83 Pfd. St. 12 sh. 6 d, 3 Mt. 84 Pfd. St., engl. 86 Pfd St. 10 sh. Blei willig, span. 13 Pfd * New=York, 8. Nov.(Feiertag.) Draht=Nachrichten. (Wolffs Telegraphen=Bureau.) * Eschwege, 9. Nov. In Groß=Burschlao herrscht eine große Feuersbrunst. Bisher sind dreißig Gebäude eingeäschert. Fiensburg, 9. Novbr. Im Kreise Sonderburg wurden neuerdings bei dänisch gesinnten Einwohnern dienende dänische Unterthanen ausgewiesen. In Christiausfeld und Umgegend wurden bisher insgesamt 36 Dänen ausgewiesen. * Breslan, 9. November. Die hiesigen slavischen Oesterreicher wurden polizeilich aufgefordert, binnen 14 Tagen Preußen zu verlassen. * Rom, 9. November. Die Anarchisten=Konferenz tritt am 24. November der„Italie" zufolge im Palais Orsini zusammen. Das Blatt fugt hinzu: Die italienische Regierung werde fünf Punkte vorschlagen, die den Mächten bereits mitgeteilt seien. Letztere nehmen diese im allgemeinen an. Es erübrige noch, diese Punkte für ein internationales Gesetz festzustellen. * Damaskus, 9. Nov. Nachdem die Majestäten auch das Grab Saladins besichtigt hatten, nahm der Kaiser nachmittags in Tropenuniform mit Buruns unter großem Andrange der Bevölkerung und überall jubelnd begrüßt, die Parade über die Garnison auf dem Exerzierplatz am Fuße des Berges ab. Unter den Klängen der deutschen Hymne erfolgte der Frontabtritt, wonach der Kaiser den Vorbeimarsch von zwei Insanterie=Regimentern mit Kavallerie und Artillerie abnahm. Die Kaiserin unternahm einen Ausflug nach es Salahije, welches ebenfalls reich geschmuckt war. Abends fand auf Anordnung des Sullaus ein Galadiner, sowie Illumination und ein JFackelzug statt. Das Kaiserpanorama Brückstraße 49, dortmunder Automaten= Ausstellung, bringt augenblicklich eine Serie von landwirtschaftlichen Bildern Nord=Amerikas, welche sich als bei heiterem Himmel gewonnene Natur=Aufnahmen qualifiziren und alsdann die Details und die Perspektive der jeweiligen Landschaft in voller Klarheit zur Erscheinung bringen. Wild zerklüftete, durch Sturzbäche und Hochfluten unterwaschene Felsen, bilden im Verein mit diesen eigenartige Szenerien, an welchen sich das Auge nicht satt sehen kann. Die gewaltigen Gebirgsformationen Kaliforniens, die riesigen Wasserfälle und Stromschnellen, kühn überbrückte Ströme und Flüsse, Urwaldbilder, mit Jahrtausend alten Baumriesen, pittoreske Felsbildungen, Städte=Bilder(darunter die Marmonenstadt), Indianer im Lager, sind im Bilde festgehalten und kommen in regelloser und darum nicht ermüdender Weise zur Darstellung. Die Serie bleibt nur bis Samstag, den 12. November. Musikalisches. Sri 1- Im. Carteulggle des„Kölnischen Hofes“ gab Fri. Softe Mrichior unter Mitwirkung des Herrn Musikdirektors Seipt und des philharmonischen Orchesters ein äußerst anregendes Konzerl. Nachden die Sängerin hier ihre Gesangsstudien begonnen, hat sie dieselben unter Leitung des hochgeschätzten Sangers und Lehrers A. Schulze am Sternschen Konservatorium in Berlin beendet und ihre Darbietungen zeugten von dem Besitze einer trefflichen Schule. Ihr Sopran ist klar und hell, von weitem Umfange, leicht ansprechend, und hat durch fleißige Uebung eine große Biegsamkeit erhalten. Weniger das Ueberwältigende einer großen Fülle, als vielmehr das zarte, eigenartig Reizvolle der klar ansprechenden Stimme ist es, was den Hörer besticht. Mit Leichtigkeit und Eleganz gelangen ihr die Verzierungen in der Arie aus der„Schöpfung“. Glockenreine Tongebung, welce zuweilen noch die Untersekunde unbegründet einschmeichelte, und volle Sicherheit bis zur höchsten Höhe vereinigten sich mit großer Sauberkeit und mit solch deutlicher Aussprache, daß es der Texte kaum bedurfte. Auch in den mittlern Lagen war die vorsichtig ausgeglichene Stimme noch ausgiebig geuug, den Saal auszufüllen. Diese schätzenswerten Eigenschaften sind der Sängerin nicht Selbstzweck, sondern sie braucht sie im Dienste der Kunst. Ist ihr Vortrag auch weniger durch Leidenschaft zwingend, als durch seinen Geschmack anmutend, so ist die Innerlichkeit des Ausdruckes doch voll Empfindung und Leben, sowohl bei sinnig=ernster Hingabe, als auch bei neckischem Trotz und Uebermute. Alles aber bleibt natürlich, und so weiß die Sängerin durch die feine Vortragsweise auch dem einfachsten Liede einen eigentümlichen Reiz zu verleihen, und die Konzert=Arie von Mendelssohn, sowie die Lieder von Wagner, Brahms, Rubinstein, Strauß und Schumacher, die von Herrn Musik=Direktor Seipt feinsinnig begleitet wurden, erweckten bei den animirten Hörern einen reichen Zoll des Dankes. Das philharmonische Orchester zeichnete sich unter Hüttner durch besondere Spiellust aus. Die Ouvertüren„Sommernachtstraum“ und„Oberon“ wurden mit einer Akuratesse, die Einleitung zum III. Akt der„Meistersänger“ mit einem Klangwohllaut zu Gehör gebracht, wie wir sie lange nicht von diesem ausgezeichneten Orchesterkörper gehört haben. § Am 23. November, abends 8 Uhr, findet hier im Gartensaale des„Kölnischen Hofes“ ein von der bekannten Violinvirtnosin, Fräulein Klara Schwartz und der Konzertsängerin Fräulein Therese Mengelbier aus Köln, veranstaltetes Konzert statt. Es wird auf diesen musikalischen Abend schon heute mit dem Hinweis aufmerksam gemacht, daß Fräulein Schwartz zu den bedeutendsten Virtnosinnen Deutschlands zählt und im Verein mit der Altistin Fräulein Mengelbier, welcher sehr schöne Stimme und warmer Vortrag nachgerühmt werden, dem musikliebenden Publikum gewiß einen recht genußreichen Abend bieten wird. Silberne Hochzeit. Die Eheleute Hermann Koch, Sunderweg 85, feiern heute das Fest ihrer silberne Hochzeit. Moge es dem Jubelpaar vergönnt sein, auch die goldene zu feiern. Anregende Spiele. Die Sorge um ein passendes Weihnachtsgeschenk für Knaben wird für den Familien= vater immer größer, je näher das Weihnachtsfest rückt. Die Auswahl ist außerordentlich groß, mit ihr wächst aber auch die Schwierigkeit, das richtige zu treffen. Doppelt wertvoll erscheint ein Geschenk, daß mit dem Spiel zugleich eine belehrende Unterhaltung und Beschäftigung bietet. Diesen Zweck zu erreichen, ist wohl kaum ein Spielmittel geeigneter, als eine ModellDampfmaschine. Der Knabe lernt die wichtige Konstruktion der Maschine kennen. Er sieht mit eigenen Augen die Wirkung des Dampfes. Die Dampfmaschine wird den Knaben zur Thätigkeit anregen, er wird sich aus Holz und Pappe und anderem Material kleine Modelle anfertigen, die er durch die Kraft der Maschine in Bewegung setzen kann. Der Knabe erlangt eine gewisse Handfertigkeit, sein Geist wird zu nützlichem Schaffen und scharfem Denken angeregt. Welche Freude aber erst die selbstgefertigten kleinen Modelle Alt und Jung bereiten, wenn sie durch die Maschine in Bewegung gesetzt werden, weiß nur der, welcher jemals nach solch einer Probe die glänzenden Kinder= und stolzen Vaterangen gesehen hat. Wer eine gute und preiswerte Modell=Dampfmaschine kaufen-will, der lasse sich die U. Abteilung des neuen Weihnachts=Katalogs von der leipziger LehrmittelAnstalt von Dr. Oskar Schneider, Leipzig, Schulstraße 12 kommen. Genannte Anstalt versendet den Katalog auf Verlangen umsonst und postfrei. A Eugenie Würz Alfred Gerhold : Gerlo Dortmund, im November 1898. 2 Verlobungringe, sowie alle sonstigen Juwelen, Gold- und Silberwaren findet man in schönster und grösster Auswahl zu billigsten Preisen bei Max Semmler, J 80 Westenhellweg 80 (schräg gegenüber der Petrikirche). Gleichzeitig bringe ich mein grosses Lager vorzüglicher silberner und goldener Damenu. Herrenuhren in empfehlende Erinnerung. 8532 Htte Heute Abend 8½ Uhr verschied plötzlich infolge eines Blutsturzes meine innigstgeliebte, gute Frau, unsere innigstgeliebte, gute Mutter, Schwiegermutter, Großzmutter, Schwiegerin und Tante, jiette Ensing gen. Giesenbauer, geb. Baake gen. Nierhaus, im Alter von 67½ Jahren. Alle die die Verstorbene gekannt haben, bitten wir um ein stilles Beileid. Brüninghausen, Mengede u. Oestrich, 7. Nov. 1898. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilh. Emsinghoff nebst Kinder. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 10. Novbr., Nachmitt. 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Klllttttt Heute Abend ½9 Uhr findet im neuen Festsaale Hotel„Lindenhof“ der Vortrag des Herrn E. v. Hesse-Wartegg statt. Redner spricht über das Thema: s 7359 „Das moderne China und seine Bedeutung für Deutschland“. Der unterzeichnete Verein erlaubt sich die Herren Mitglieder auf diesen wichtigen Vortrag nochmals aufmerksam zu machen und um zahlreichen Besuch zu bitten. Kaufmännischer Verein „Kanlsa(Kreisverein des Verbandes Deutscher Handlungsgehülfen). T Säle 1 schöne Besitzung im nördl. Stadtteil, fünf #satt# Minuten v. Hauptbahnhof, bestehend aus 19 Zimmern, Hofraum und Garten, umständehalber zu verkaufen. Schr. Angebote u. M. D. 19501 an die Dortm. Ztg. erb. Eine gut gehende Schlosserei zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres zu erfragen in der Dortmunder Ztg. 197727 Einsitziges Pult nebst Stuhl, sowie Bücherschrank, enthaltend Gefächer für Briefe und Bücher, in Nußbaumfarbe gestrichen, fast neu, zu verkaufen. 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Zur Vornahme der Neuwahl für die Wahlperiode 1899/1900 bis einschließlich 1901/1902 habe ich Termine unberaumt. 1. für Klasse III auf Donnerstag, den 17. November d.., nachmittags 4 Uhr, 2. für Klasse IV auf Donnerstag, den 17. November d. Is., nachmittags 5 Uhr, im Vereinssaale des Kölnischen Hofes, Kölnischestraße Nr. 7. Es sind zu wählen: a) für Klasse III: 9 Mitglieder, 9 Stellvertreter, o) für Klasse IV: 15 Mitglieder, 15 Stellvertreter. „Wählbar sind nur solche mannliche Mitglieder der betreffenden Klasse, welche das 25. Lebensjahr vollendet haben und sich im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Von mehreren Inhabern eines Geschäfts ist nur einer wählbar und zur Ausübung der Wahlbefugnis zu verstatten. Aktien= und ähnliche Gesellschaften üben die Wahlbefugniß durch einen von dem geschäftsführenden Vorstande zu bezeichnenden Beauftragten aus; wählbar ist von den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes nur eines. Minderjährige und Frauen können die Wahlbefugniß durch Bevollmächtigte ausüben, wählbar sind letztere nicht. Wahlberechtigt sind sämmtliche zur Zeit der Wahl zur Gewerbesteuer veranlagte Gewerbetreibende des Veranlagungsbezirks in ihrer Klasse. Wiederwahl der Mitglieder des Steuerausschusses sowie der Stellvertreter ist gestattet. Wer jedoch 3 Jahre lang eines dieser Aemter bekleidet hat, kann die Wiederwahl für die nächsten 3 Jahre ablehnen. Die Steuerpflichtigen der betreffenden beiden Gewerbesteuerklassen lade ich zur Wahrnehmung des Termins unter der Verwarnung ein, daß, wenn die Wahl der Mitglieder und Stellvertreter seitens einer Steuergesellschaft verweigert, oder nicht ordnungsmäßig bewirkt, oder vie Gewühlten die ordnungsmäßige Mitwirkung verweigern, die dem Steuerausschusse zustehenden Befugnisse für das betreffende Steuerjahr auf den unterzeichneten Vorsitzenden übergehen. Zur Legitimation wolle jeder Wähler den Steuerzettel mitbringen. Dortmund, den 5. November 1898. Der Vorsitzende der Steuerausschüsse der Gewerbesteuerklassen III u. IV des Stadtkreises Dortmund. I..: Ottermann, Stadtrath. Bekanntmachung. .. Für den Stadtbezirk Lünen und die Gemeindebezirke Recklinghausen, Gühmen, Horstmar, Hostedde und Lippholthausen sind Gerichtstage von eintägiger Dauer und von 10¾ Uhr Vormittags auf den 14. Jannar 1899 11. März„ 6. Mai„ 8. Juni„ 8. Juli.„ 7. October„ 4. November„ 9. December„ auf dem Rathhause zu Lünen festgesetzt, was hierdurch zur Kenntnißnahme des Publikums gebracht wird. Dortmund, den 7. November 1898. 9 Unter dieser Rubrik Preis per Zeile 15 Pf. Arbeitsmarkt u. Wohnungs=Nachweis Auskunft nur Mönchenwordt 8, an der lath. Kirche osene Sielen. Suche auf sofort einen tüchtigen Schachtmeister mit 20 bis 30 Mann. (Winterarbeit.) Näh. in der Dortm. Ztg. 219760 „Vortmunder Zeitung“. Haushalterin! 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Der Bezirksschornsteinfeger Karl Raulf aus Annen ist durch Verfügung des Herrn Landraths zu Hörde vom 28. September 1898 auf Widerruf als Bezirksschornsteinfeger für den Amtsbezirk Aplerbeck angestellt und von dem Unterzeichneten in sein Amt eingeführt worden. Aplerbeck, den 1. November 1898. Der Amtmann: Gutjahr. Dee„Halfe, nur Bruckstraße 34. Heute Abend von—9 Uhr: Hasen-Pfeffer vom ganzen Hasen, &a Portion 50 Pf. Leinste Horrmunder 1/10 Liter 10 J. Dortmunder Pilsenèr, (Ritterbrauerei), Stange 10 J. Echt Münchener Spaten, à Glas 10 4, 1/ Liter 25 4. 19 763 5 Grosste Auswahl Schnittchen 10 Pf. 30000000 08 2 tüchtige Stellmachergesellen gesucht. P. Henkel, Dorstfeld. Schneidergeselle gesucht. Prinzenstr. 18. Ein erster Bäckergeselle gesucht. Wißstr. 50. Lehrling mit guter Schulbildung gesucht. Bei guten Leistungen sofortige Vergütung. Selbstgeschriebene Angebote unter „Lehrling“ 19771 bes. die Dortm. 3. Zwei evangel. - Lebrinnge sofort gesucht. 87356“ Evang. Bürgerhaus u. Hospiz, 1. 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Für Stellensuchende empfiehlt es sich, die Zeugnisse nur arscheiftlich den durch uis zu vermittelnden Bewerbungsschreiden beizufügen, da wir für die Wiedererlangung der bezüglichen Papiere keinerlei Bürgschaft leisten Lönnen Die Geschäftssteue der„Dortmunder Zeitung“. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Feilenhauer Heinrich Erdbrügge, Vortmund Januar 1878 zu Hoselbst mar atlebzt Rheinischestr. 98 baselost wohnhaft gewesen, welcher sich verborgen hält, soll eine durch Urtheil des Königl. Schöffengerichts zu Dortmund vom 3. August 1898 erkannte Geldstrafe von 40 4 event. 10 TageGefängniß vollstreckt werden. : Es wird um Strafvollstreckung und Benachrichtigung ersucht. Dortmund, den 1. November 1898. Königliches Amtsgericht. Beschreibung: Derselbe ist von kräftiger Statur, hat blonde Haare, blaue Augen, gewöhnliche Nase, gesunde Gesichtsfarbe und keine besonderen Kennzeichen.(4 D 451—98.) Geg Steckbrief. den Arbeiten##en unten beschriebenen Arbeiter Josef Duczmal von Dortmund, geboren am 27. November 1872 zu Jankowprzygodzki, Kreis.### bird ersucht, denselben zu verAdelnau, welcher sich verborgen hält, gusten und in das nachste GerichtsAufruf! 1. Der Bergmann Josef Sycha, zuletzt(April 1898) hier Burgweg 57 wohnhaft, 2. der Bergmann Theodor Porzuletzt(Mai 1898) hier Langestr. 185 wohnhaft, sollen als Zeugen vernommen werden. Da deren Aufenthalt unbekannt ist, so werden die Genannten selbst, sowie jeder, welcher über deren jetzigen Aufenthalt etwas angeben kann, ersucht, hierher oder der nächsten Polizei=Behörde Mittheilung zu machen.(1 6 M 62/98) Dortmund, den 31. Oktbr. 1898. Der Erste Staatsanwalt. Steabrief. Gegen den unten beschriebenen Knecht Friedr. Reckling von Hörde, geboren am 9. Mai 1877 zu Dortmund, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Vergehen gegen§§ 223, 2235 Str. .=B. verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verGemuse=Sonserden. ## Billigste Preise! tr Nur beste Qualitäten! Gastat-Rousse. Fataren an Fahrradern und Nahmaschinen, n, welche nicht von mir bezogen, prompt und billig auch an solchen. 19751 2319 glach welche nicht v.., g 6, Frrungg und bilgst. Mechunische Wertstalt Junas Kartung, Dortmuna, Schwanenwall 53. ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls in wiederholtem Ruckaue verhängt.(5 J 1156/98.) Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichtsgefängniß abzuliefern. Dortmund, den 1. Novbr. 1898. Königliche Staatsanwaltschaft. Beschreibung: Alter 25 Jahre, Statur schlank, Größe 1,62 Meter, Haare dunkel„lond, Augen braun, Nase gewöhnech, Gesichtsfarbe gesund.“ Zeugen=Aufruf. In der Strafsache gegen Flaßhoff und Genossen, 4 D. 102 96, soll der Knecht Theodor Quast, zuletzt zu Annen, Ardeystraße 33 bei Wittwe Vahle wohnhaft gewesen, als Zeuge vernommen werden. Da der jetzige Aufenthalt desselben nicht zu ermitteln ist, wird der 22c. Quast, sowie Jeder, der den Aufenthaltort anzugeben vermag, ersucht., die jetzige Adresse zu den hiesigen Akten schleunigst anzuzeigen. Tortmund, den 5. Novbr. 1898. Königliches Amtsgericht. abzuliefern, und nach yier zu den Akten I 4 M 88/98 Mittheilung zu machen. Dortmund, den 2. Novbr. 1898. Königliche Staatsanwaltschaft. Beschreibung: Alter 21 Jahre, Statur gesetzt, Haare blond, Augen blau, Nase gewöhnlich, Gesichtsfarbe gesund. Besondere Kennzeichen: Auf dem rechten Arme ein Turnerwappen tätowirt. bietent grner.P WWwertinane, neserl Drucksachen aller Art, als: Plakate, Etiquetten, Rechnungen, Visitenkarten 2c. gut und billig. Lager Wein= und Liqueur=Etiquetten. Druckerei und Kontor Alsenstraße 42. AET „, erich. Gegen vie unten beschriebene Ehefrau Bergmann Wilhelm Bergmann, Caroline geb. Dickmann, geboren am 2. März 1876 zu Dortmund, zuletzt daselbst Bruckstr. 57 wohnhaft gewesen, welche sich verborgen halt, ist die Untersuchung wegen Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen schleifer Ludwig Bauer aus Dortmund, geboren daselbst am 1. Oktober 1875, zuletzt Zinkstr. 8 wohnhaft, welcher sich verborgen hält, , die Untersuchungshaft wegen Korperverletzung verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichtsgefängniß abzuliefern, und nach hier zu den Akten 5 J1272—98 Mittheilung zu machen. Dortmund, den garantirt ächten Mosel= und Rheinweinen gebrannt, à 2,50, 3, Preisliste franco. Probesendungen von 2 nac. Cognacs, ohne Zusatz, rein aus 3,50, 4,— J per Flasche Flaschen an. Johannes Lehmann, Weinbergbesitzer und Dampf=Cognac=Brennerei, Remagen a. Rhein. und in das nächste Gerichtsgefängniß abzuliefern. 4 D 630—98 Dortmund, 3. Nov. 1898. Königliches Amtsgericht. " Beschreibung: „Dieselbe ist untersetzter Statur, blonde Haare, gewöhnliche Nase, gesunde Gesichtsfarbe und blaue, kranke Augen. 3. Novbr. 1898. Königliche Staatsanwaltschaft. Beschreibung: Alter 28 Jahre, Größe 1,64 Mtr., Haare dunkelblond, Augenbrauen dunkelblond, Augen grau, Nase stark, Gesichtsfarbe gesund. Steckbriefs=Erledigung. Der gegen den Metzger Andreas Reimann, geboren am 10. Mai 1858 zu Scharnigk, wegen Diebstahls unter dem 12. Dezember 1893 erlassene Steckbrief ist erledigt und wird hiermit zurückgenommen. Dortmund, den 28. Oktober 1898. Der Erste Staatsanwalt. Toocben erichhen: Der Landsknecht von Cochem. Preis elegant gebunden 6 A Vorrätig in der C. L. Krüger'schen Buch= u. Musikalienhandlung Dortmund Westenhellweg in Dortmund, er., zu AusMart gegen hohe Zinsen auf 1 Jahr von Beamten zu leihen gesucht. Größte Sicherheit. Schriftliche Angebote unt. A. 19742 an die Dortm. Ztg.s eni EEnuchnug. Am Mittwoch, den 9. Novbr. Vormittags 10 Uhr, werde ich bei G. Sporbeck Barop, Baroperheide 68: 1 Plüschsopha, 2 Sessel, 1 ziehtisch, 1 Säulenspiegel Console, 1 Regulirfüllosen 1 Sopha öffentlich meistbietend zwangsweise gegen Baarzahlung versteigern. Dortmund, den 8. Novbr 1898. Kann, 19761: Gerichtsvollzieher. Veraegen“ an# u cuttz. ven Stellmacher Anton 16. Juniestergz 8u Theiningsen am —. Jnni 1872, wegen Diebstahls Januar 1892 erlassene Steckbrief ist erledigt und wird hiermit zurückgenommen.(4 J4013—91.) Dortmund, den 29. Oktober 1898. Der Erste Staatsanwalt. Neue Sendung Ia. gewalzten Poknsch eingetroffen. L. Mecklenbeck, 1. Kampstraße 109. Apoth. Otto Klement’s EdelweissCrème entfernt unbedingt Sommersprossen und Ausschlag, bewirkt einen wunderschönen reinen Teint und verhindert Faltenbildung. Es ist das einzige Mittel, welches vollste Garantie f. Erfolg u. Unschädlichk. bietet. Zu beziehen à Dose 2 Mk. durch R. Spaeth, Ravensburg, Würtbg., General-Depôt für Deutschland. 87022 In Dortmund nur bei Ed. Stehmann, Ostenhellweg. J. Altmann, Friseur, Westenhellweg 5. Wiederverkäufer gesucht. Lehrer ertheilt Klavier- u. Nachhülfestunden. 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Kgl.Preuß,.Lotterie. vom C. November 1898, nachmittags. die Gewinne über 220 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. (Ohne Gewähr.) 21 616 39 885 dic 2041 107 50 238 40(500) 420·70 817 5019 60 103 367 87 88 403 fi0ggs 81 41 690 806 900 668 719 809 970 7012 153 70 594 759 67 817 999 1300) 8092 108 230 55 331 535 600 81 741 82.833 906 19 30 9169 295 376(300) 94(300) 489 620 19974 165 230(3000) 66 469 706 24 929 11015 60 8i 300 50 95 388530 33 670(1000 796 863 12003 73 3b bhfe 388se Nle he 4 1ic 0 305 2r Bis. 96 65 809 331 834 970 17010 64 125 20052 90(1000) 303 34 412 38 562 936 88 21060 4 68 77·688 790P 8 33 517. 85 8 4 817 944 98 28146 Ro F. Nie Tu. 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KO 580002 25 964 29056 76 841 919 72 30144 59 246 651 57 715 939 45 76 40221 69 98 300 502 66 688 738 41 41031 45 91 100 41 277 333 543 68 764 993, 422066 377 524 707 43021 260 300 76 585 801 19 44114 65 93 258 426 95 520 69 634. 45341 62 505 917 61 46119 31 67 277 401 30%% 0 833 81(39s9 220 48(1010) 90 364 508 „#„., 11000 der er Rovbl vto 48098 129 320 39 513 893 1500s 6a4 82 13.08 64 320 47 458 1000 77 1300) 803 12000) 28 Si6 62 52021 73 15 15000) 82 84 98 121 396 335 /399 448 94(500, 826 79 53008 241 438 541 ##.#ot 1500) 54013 31 319 83 533 628 807 41 62 942 55169 70(3000) 72 221 342 452 71 738 842 81 987 56212, 53, 200 69 402[3000) 39 609 19 706 988 57448 ##.#### esv 53 681(26 874 80 97 59177 310 425 539 0os 905 60107 98(3000) 216 89 509 63 61019 58 62 157 72 420 531 62002 490 502(1000) 23 609 45 74 767 825 32 103 848 67 83 8 4. 97 820 958 b. 38 4. s 41 ich ls gasch dis dchd öre 3116 10 80 782 86 93182 244 /3000 825 79 91 110 288 478 17 96 052 58,„ 74089 190 00(1000) J0 1° 602 704 1. 937 88 71 vo1lo 346 55 80 585 207006 B 100/74 60 429 97 707 11 33 1300) 67 219 52 471 5001 743 842 66 911012 110 203 913019 108 19 97 328 457(300) 649 61 795 817 214049 S8 648 58 8 S2150.8 992 305 4711662 841 3f8 381 488 606 52(300) 971 87 218006 08 608 32%78 663 860, 19005 64 3000 140 88 243 290316 424 75 589 697 806 928 53 62 821400 10 508 925 F3½ 00 25 56 944(500) 57 68 B82047 90 449 rai 55s“ 91 546 97 685 975 923170 83 331 55 os 285153 530 18%) 304 70 551 1900) 946(900) 79 97 zu 5000 Mt., 845 zu 3000 Mt., 405 zu 1000 Mit, 96 99 204 727 832 86 57016 171. 89 219 345 61 562 Kd4 842 78117 /30 519 30 3Jof 839 948 89 86 035 117 267 82 89 378 401 aen 89 2/8 998 81091 197 292 307 406 49 91 06 695 900 681 gus Ss 87 8 1080(500) 115 368 420 51 1500 %, 6 80 3 0 8 64(3000 248 68 371 422 26 39 563 657 87 817 982 90 99“ B33180 N 876 532 90 606 14 39 788 Fottsse er 5„8 210 327 39 769 92 927 88014 26 1 5001 Inv oi 22o 412 564 623 879 89047 175 77274 379431 #S 99%53.88 89(500) 124 87 249 512 32 70 626 711 21 Li2 19 931 51 91434 567 660 755 76 92117 239(300 58 411 22 631 742 848 88 03011(500) 89 128 30 254 449(300) 50 536 73 646 92 819 35.1055 139 43 328 78 491 643 69 81,712 804 86 05074 142 86 441 661 740 71 811 901 96039 122 87 316 67 487 623 30 48 47 719 77 984(500) 97096 111 203 313 68(1000] 422 73 94 502 763 74 O 08044 85 178(300).441 72 547 74 99014 408 509 638 67 776 934 09 74 99 100037 441.72 547 742 98 95 935 47 56 96 49(1000 424 636 56 187 258 61 891 495 509 983391(8001 85 859 957 66 93 101002 11 879 /30%), 49:(39001 22 936 46(500 102039 494 i 1 ttcho 991 103041 187 218 44 505 24 62 78.84 859 104025 280(300) 463 82(1000) 518 34 54 96 55 702(5000) 825 105107 67(300) 221 441 909 100035 3382 44 423 642 96 780 903 107056 329 44(3001 51 706 601 108104 574 644 85 742 810 100069 92 478 84 # 85(300) 86 872 92 928 .10009(300) 155 83 238 423 507 651 744 857 992 659 (500) 111081 188 204 301 10 77 409 79 98 542 696 700 34 99s4 80 112018 60 70 209 579 710 808 97 eglis i 805 55 e 1oll. 2a0 dse 716 55 8ite 85 099 191 B51%48 482 45 568 74, 76/500 859 89 71e 129033 44 66 115 401 G04 (3000) 133055 63 265 81 84 815 442 610134170(300 93 813(3000) 47 982(300); 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