1. Blatt, Nr. 91.— 0. Jahrgang Gelsenkirchener Donnerstag, den 10. April 1008. Allgemeine Zeitun Amtliches Kreisblatt für den StadtGeschäftsstelle Munckelstraße 16/18(beim Amtsgericht), W131 Geöfinet täglich von 8 Uhr vorm. di9 8 Uhr Veill. OeriErCIrBezugspreis für den Monat 65 Pig. mit illustr Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis 15 Pfg. die Vetitzeile. Reklamen 40 Pig die Zeile. Ausw. Inserate 20 Pfg. die Zeile. Beilage=Gebühr pro 1000 Mk. 5. Fernsprecher: Nr. 113. und für den Landkreis Gelsenkirchen. Anzeiger. Probenummern 10 Tage lang kostenfrei verlange man durch Postkarte von der Geschäftsstelle Munckelstr. 16/18. Telegrammadresse: Bertendurg= Gelsenkirchen. Offizielles Organ für Militär=, Gerichts=, Eisenbahn=, Post=, Handelskammer= u. Knappschaftswesen. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Die heutige Nummer umsaßt 12 Seiten. Karfreitag. * Morgen ist Karfreitag. Ein Tag stiller Einkehr, ernsten Insichgehens. Ans Dulden und Sterben mahnt er uns. Die qualvollen letzten Stunden und der Kreuzestod Christi sollen uns hierfür ein Vorbild sein. Ein ermunterndes Beispiel, im Dulden und Sterben nicht zu verzagen. Freilich, wir sind Staub und werden wieder zu Staub. Aber es gibt kein Vergehen ohne ein neues Werden. Die Natur### uns dies gerade in den jetzigen Frühlingstagen auf Schritt und Tritt. Der weise Schöpfer hat dafür gesorgt, daß auch nicht ein Atom in diesem mächtigen Weltall verloren gehen kann. Wohl haben die Denker aller Zeiten das graße Rätsel, das in den beiden Fragen „Woher?" und„Wohin?“ liegt, bis aus den heutigen Tag vergeblich zu lösen versucht.„Ignoramus et ignorabimus“: wir wissen es nicht und werden es nie wissen, das bleibt in diesem Falle der menschlichen Weisheit letzter Schluß. Nur der Glaube hilft über die Zweisel hinweg.„Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“, sagt sich am Karfreitag der christgläubige Mensch, wenn er sich dankbar und verehrungsvoll des sterbenden großen Dulders am Kreuze auf Golgatha erinnert, der seine Lehre durch den Tod besiegelte, um allen Menschen Erlösung zu bringen. Wohl ist die Idee der Befreiung und Errettung der Menschheit durch Liebe und Tod älter als das Christentum. Aber noch nie hat dieser Gedanke einen so mächtigen Ausdruck gefunden. Millionenfach ist der Samen aufgegangen, siegreich bis auf den heutigen Tag ist die christliche Weltanschauung vorwärts geschritten. Ueber 500 Millionen Menschen bekennen sich heute zur Lehre des Nazareners. Glänzend gerechtfertigt ist die werbende Kraft des erst durch das Christentum verwirklichten Gedankens von der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt, von der Pflicht des Einzelnen, den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Das Bewußtsein, daß in jener angstvollen, düsteren Stunde, da der Vorhang im Tempel von Jerusalem zerriß. Einer für die ganze Menschheit sein Leben opferte, um sie zu versühnen, das ist die erschütternde Tatsache, die die Herzen der Völker revolutioniert hat. Daß wir alle Kinder ein= und desselben Geschlechtes sind und alle der Erlösung bedürftig, das ist erst seitdem mit der gunzen Wucht der Wahrheit verstenden worden. Nun ist der Name jenes armen Handwerkerkindes aus Bethlehem über alle Erdteile verbreitet, wie kein Name irgend eines Helden der Vorzeit, und er ist der letzte Trost von Millionen geworden. Niemand, kein Freidenker, kein Gottesleugner, kann sich der Einsicht entziehen, daß das Christentum eine grandiose Erscheinung der Weltgeschichte ist. Die christliche Kultur hat sich Bohn gebrochen und beherrscht die Welt, viel eindringlicher als die gewiß hohe Kultur des klassischen Altertums, der aber die Gewähr der Dauerhaftigkeit sehlte. Griechenlands Untergang war bereits besiegelt, als es Wissenschaft und Kunst zur höchsten Blüte gebracht. Die schützende Macht des romischen Weitsiaates konnte den Verfall nur hinausschieben. In der christlichen Welt dagegen bereitete sich eine neue Kultur vor, die sich zwar viel langsamer entwickelte, aber desto mehr auf Gründlichkeit und Haltbarkeit Anspruch machen konnte, schon deshalb, weil sie sich nicht auf einen engen Kreis beschränkte, sondern auf die ganze Menschheit ausdehnte. Neues Leben blühte aus den Ruinen, Kunst und Wissenschaft fanden eine neue dauernde Heimstätte, neue Mittel wurden ersonnen und erfunden, um die Natur den Menschen untertan zu machen. Ernste Streitigkeiten über Sinn und Wesen der christlichen Lehre blieben freilich nicht aus. Sogar blutige Kriege waren die Folge hiervon. Doch hatten auch alle diese Kämpfe ihr Gutes. Sie dienten dazu, den Gewinn an Wahrheit zu vermehren. Dem Stifter des Christentums, der unter der Regierung des Tiberius auf Besehl des Pontius Pilatus gekreuzigt wurde, erging es aicht anders wie jedem großen Manüe: Jede Ze..„at sein Bild anders ausgesaßt und jede folgende Zeit wird es reiner auffassen. Aber die welterlösende Krasi des christlichen Prinzips wird sich ohne Zweifel auch in Zukunft bewähren, die Menschheit weiter emporführen und die Solidaritat der Völker immer mehr zum Ausdruck und zur Anerkennung bringen. Die Thronfolgefrage in den Niederlanden. Man schreibt uns von wohlunterrichteter Seite aus dem Haag: Allen ossiziösen Ableugnungen zum Trotze ist es eine unbestreitbare Tatsache, daß die niederländische Regierung sich während der letzten Monate nicht nur theoretisch, sondern auch sehr praktisch mit der Regelung der Thronfolge beschäftigt hat,— indem sie den Entwurf eines Gesetzes ausarbeitete, durch das aus der Zahl der erbberechtigten Verwandten der Königin der Prinz Heinrich XXXIII. Reuß j.L. bestimmt werden sollte, einst nach ihr die Krone Hollands zu tragen Die Mutter dieses Prinzen, die verwitwete Prinzessin Heinrich VII. Reuß ist(als Tochter des Großherzogs Karl Alexander von Weimar und seiner Gemahlin Sophie der Niederlande) eine Kufine der Köngin Wilhelmine. Uebergangen wurde durch diese Wahl vor allem des Prinzen älterer Bruder. Prinz Heinrich XXXII., der der deutschen Marine als Offizier angehört. Prinz Heinrich XXXIII. ist preußischer (2.] Gardedragoner=Leutnant und gegenwärtig Attachee der deutschen Gesandtschaft in Paris, und da er als sehr klug und gebildet gilt(er ist Dr. der Staatswissenschaften), suchte man ihn unter den für die Succession in Frage kommenden— sämtlich deutschen— Prinzen aus. hat sich der Wind im Haag gedreht: Prinz Heinrich XXXIII. ist nicht mehr„Favorit“ im Wettbewerbe um die Königskrone von Oranien=Nassau. Der zu seinen Gunsten fertiggestellte Gesetzentwurf wird das Licht des Parlaments vorläufig überhaupt nicht erblicken. Ob das Aufsehen und die Preßerörterungen, die sich an einen längeren Ausenthalt Aes Mrinien su hen Mltonerienhen ner einiaes Deit Julinies Peingei.R Ven Mnir Pranden-der Tinges Feil Anupften, diesen Stimmungswechsel an.„maßgebendster Stelle“ herbeigeführt haben, sei unerörtert—, wir begnügen uns vorläufig mit seiner Feststellung. Der große Wahlrechtsdemonstrationsprozetz. (Von unserem Korrespondenten.) ** Berlin, 14. April. Unter starkem Andrang des Publikums begann heute im großen Schwurgerichtssaal in Moabit die Verhandlung gegen 19 Angetlagte, die am 12. Januar d. J. an den Wahlrechisdemonstrationen teilgenommen haben. Den Vorsitz in der Verhandlung führ: Landgerichtsdirektor Blancmeister, die Anklage vertritt Staaisanwalt Toepser, die Verteidigung liegt in den Händen der Rechtsanwäite Dr. W##inemann, Dr. Kurt Rosenseld, Leonhard Friedmann und Justizrai Dr. Lippmann. Von den Angellagten der erste Angeklagte, nach dem die ganze Strafsache beuannt ist, Ingenieur Adler; die übrigen Angeklagten sind zur Stelle. Eine große Zahl von Zeugen füllt die weiten Räume des Schwurgerichtssaales vollständig aus. Unter den Zeugen befinden sich nicht weniger als 35 Schutzleute, so daß der Flur des Gerichtsgebäudes, aus dem die Zeugen auf ihre Vernehmung warten, sast den Eindruck einer Polizeiwache macht. Seitens der Verteidigung sind die Kriminalschutzleute Trabert und Kasube geladen, um zu beweisen, daß in dem Demonstrantenzug 8 Polizeispitzel tätig gewesen seien. Vom Polizeipräsidenten ist ein Schreiben eingelaufen, in dem diesen Beamten die Genehmigung jedweder Aussage verweigert wird. Die Angeklagten sind: 1. Metallarbeiter Richaid Paschke, 2. Tischlergeselle Bruno Wermuth, 3. Schlossergeselle Otto Luowia, 4. Arbeiter Johann Krause, 5. Schlossermeister Friedrich Oden, 6. Monteur Josef Binder, 7. Tischlergeselle Rudolf Gartheiß, 8. Bäckergeselle Friedrich Neugebauer. 9. Anstreicher Arthur Thube. 10. Arbeiter Bruno Reichel, 11. Metallarbeiter Jacchel, 12. Maurergeselle P renzberg, 13. Arbeiter Eduard Ludwia. 14. Kutscher Karl Kohl, 15. Tischler Hermann Friebe, 16. Zuschneider Otto Vogel, 17. Metallarbeiter Emil Pechmann, 18. Dachdecker Hermann Merlmein. Die Verhandlung beginnt mit der Vernehmung der Angeklagten, die sich wegen Aufruhr, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Beleidigung, Nichtbefolgung von Anordnungen der Schutzmannschaft zu verantworten haben. Die Angeklagten bestreiten durchweg ihre Schuld. Der größere Teil von ihnen ist weder organisiert noch Leser des„Vorwärts“. es hohen Feiertages(Karfreitag) wegen erscheint die Allgemeine Zeitung am Freitag nicht. Die letzte Nummer vor dem Osterfeste gelangt am kommenden Samstage zur Ausgabe. Inserate, welche in dieser Nummer Aufnahme finden sollen, erbitten wir uns rechtzeitig und zwar große Inserate bis heute mittag 1 Uhr, kleinere bis heute nachmittag 5 Uhr. Verlag der Allgemeinen Zeitung. Die Rokokodame. 12 Roman von Ernst v. Waldow. (Nachdruck verboten.) Den Namen des jungen Menschen aber wollte sie nicht nennen, um dessen ehrenwerte Eltern nicht noch im Grabe zu beschimpfen. Die Steuereinneymerswitwe hatte natürlicherweise nichts eiligeres zu tun, als die interessante Neuigkeit weiter zu erzählen, und als dann die behördliche Nachfrage kam, geriet Herr Reichenau in surchtbaren Zorn und verbot seiner Frau den Mund, wie man zu sagen pflegt, wobei er sich in Reden erging, welche der dicken Dame wahre Tränenskröme erpreßten. Aber sie schwieg und nur wenn in ihrer Gegenwart von dem Morde in Karthaus und dem Fundobjekte gesprochen wurde, nickte sie stumm und schlug die Augen zum Himmel aus, als wolle sie Klage gegen den führen, der ihre Zunge in Bann getan. Endlich— nach fast drei Wochen, waren alle Formalitäten erledigt. Forstenberg war zum Vormund seiner Richte bestellt worden, da in dem vorgefundenen, vor Jahren schon versatzten Testamente Layards keine andere Bestimmung in dieser Beziehung getroffen war. Frau Katharina Forstenberg, seiner Stiefschwester, hatte George Layard ein Legat von 20 000 Talerr vermacht, eine im Verhältnis zu dem großen Vermögen ziemlich geringe Summe. Forstenberg fügte sich willig in alle gerichtlichen Bestimmungen, betrefsend die Sicherstellung des Vermögens der Waise. Für ihn war es ia schon genügend, über die bedeutenden Interessen ziemlich unbeschränkt verfügen zu können und sich überhaupt im Besitze großer Kapitalien zu definden. Zudem genügte der Erbanteil Katharinens, die dringendsten Gläubiger zu befriedigen, dann hatte die Firma sogleich neuen Kredit und das war die Hauptsache für das Geschäft Die Villa wurde geschlossen und zum Verkauf ausgeboten, da wenig Aussicht vorhanden war, daß sich Mieter dafür finden würden. Jedenfalls mußte man sich entschließen, das Besitztum weit unter seinem wahren Werte loszuschlagen, um Käufer anzulocken. Nachdem Forstenberg noch bei einem Bildhauer ein prächtiges Grabdenkmal aus schlesischem Marmor bestellt und die Grabhügel der beiden Gemordeten mit frischen Blumenkränzen reich geschmückt worden waren, traf man die Vorbereitungen zu schleuniger Abreise. Maud fügte sich darin, ihr Heim zu verlassen, weil man zur gesagt, daß man eine Spur des Mörders entdeckt habe und dieselbe verfolgen müsse. Nur stellte sie eine Bedingung und zwar die: daß man ihr den Stock mit dem Hufeisen aushändigen solle, den der Mörder am Tatorte vergessen, Es stieß auf Schwierigkeiten, daß dies Verlangen erfüllt wurde, denn der Stock war von Gerichtswegen in Beschlag genommen worden. Doch in Anbetracht der Umstände und weil die Aussicht immer geringer wurde, auf die Spur der Verbrecher zu kommen, ward der Kranken der Stock ausgefolgt, die ihn gleich einem teuren Kleinod verwahrte. An einem milden Abend in der Mitte des April herrschte in dem Forstenbergschen Hause ungewöhnliche Bewegung: man erwartete den Hausherrn nach langer Abwesenheit zurück und mit ihm die verwaiste Nichte und deren Pflegerin. Frau Katharina hatte drei Zimmer im Oberstock, die Gusti vordem bewohnt, für Mand herrichten lassen und es war alles geschehen, um der Wohnung ein freundliches, anheimelndes Aussehen zu geben. Wenn Gusti aus Triest zurückkehrte und Mand noch bei ihnen weilte, mußte sie sich vorläufig damit begnügen, das Schlafzimmer der Mutter zu teilen, sie würde ja auch gern ein geringes Opfer bringen, denn sie war sehr gutherzig, um der bedauernswerten Kranken den Aufenthalt in Wien angenehm zu machen. Die tiefe Ruhe, welche nach des Gatten und der Tochter Abreise gewaltet, hatte den Nerven der erregten Frau wohlaetan und sie würde sich noch mehr erholt haben, wenn die von Liegnitz einlangenden Berichte sie nicht stets aufs neue in Spannung erhalten. Jeti nus., wo der Anamblick, lange erwartet und auch lange gefürchtet, nahte, wo sie der Waise ihres Bruders gegenübertreten, sie an ihr Herz nehmen sollte, fühlte Katharina sich schwach werden und ahnungsloses Bangen, drückendes Angstaefühl trieben sie rastlos umher. Und als nun die Crwarteten kamen und nach der ersten Begrüßung Ferdinand Forstenbera Mands Hand ergriff, um sie seiner Gattin zuzuführen, legte sich ein Nebel über Kalbarinas Augen und sie vermochte nur undeutlich die Züge des blassen Gesichtes zu erkennen, das in dem schwarzen Krepphute, der es wie ein Trauerschleier umrahmte, doppelt leidend und düster aussah. Dann war es wieder, als blickten die großen traurigen Augen der Waise sie vorwurfsvoll an und bebend preßten sich ihre heißen Lippen aus Mands kalte Stirn, die bei dieser Berührung unwillkürlich zusammenzuckte. Wenn Katharina gemeint hatte, der Waise durch kleine Ueberraschungen, was die Einrichtung der Zimmer beiras, eine Freude zu machen, irrte sie. Ohne eine Miene zu verziehen, ließ Mand ihre Blicke über die seidenen, spitzenbesetzten Bezüge der Polstermöbel, über Bilder, Blumen. Nivves aleiten und nur der schöne Steinwan=Flügel erregte ihre Aufmerksamkeit. Sie trat näher und berührte mit der Rechten die Tasten; der Mollakkord jedoch, den sie angeschlagen, machte ihre kranken Nerven erbeben, sie flüchtete in die entsernteste Ecke des Zimmers, schmiegte sich in die Kissen eines kleinen Sosas, das dort stand, und verbarg das Gesicht in den Händen. Mand weinte nicht, sie hatte noch keine Träne seit der Entdeckung des Mordes vergossen, aber ihre Brust hob und senkte ein krampfhaftes Schluchzen, und das hörte sich noch viel trostloser an. Ratlos stand Frau Katharina neben ihrer Nichte, und aufblickend, bemerkte sie, daß Margarete Moorland sich leise genähert hatte. Das blasse Gesicht der Wärterin, mit den herben Zügen, den schwarze Augen, deren Blicke stechend auf ihr ruhten, verursachten Frau Forstenberg unwillkürlich ein Gefühl des Unbehagens, das sich bis zur Furcht stigerte. Sie hatte sich vorgenommen, der Witwe Mooriands einige tröstliche Worte zu sagen, war der Verstorbene doch fast mit zur Familie gehörig gerechnet worden; doch jetzt erschien ihr das plötzlich ganz unmöglich, sie winkte nur mit der Hand, daß Margarete bei der Kranken bleiben möge und schlich leise hinaus. Mand erschien nicht im Speisezimmer, zur nicht geringen Befriedigung des Forstenbergschen Ehepaares. Frau Moorland bereitete den Tee für sich und ihren Pflegling selbst und ließ sich alles Nötige dazu hinauf in Mands kleinen diauen Saion bringen. Ferdinand Forstenberg mußte der Gattin mündlich noch einmal #llgemetne Zeitung. Nach turzem Verhör der Angeklagien wils in die Beweisaufnahme eingetreten. Es wird zunächst über den Fall Kohl verhandelt. Ein Polizeiwachtmeister und ein Schutzmann sagten aus, Kohl halse am 10. Jannor gegen 11½ Uhr nachts in der Schönhauserallee mit 3 bis 4 anderen Personen an der Bordschwelle des Bürgersteiges gestanden und sich geweigert, weiterzugehen. Die Aufforderung, sich zu entfernen, habe er mit heftigen Schimpfworten und Drohungen gegen die Schutzleute beantwortet.„Er werde es den blauen Hunden schon besorgen!“ so habe Kohl gerufen. Ob Kohl bei seiner Festnahme Schläge bekommen hat, können die Zeugen nicht angeben, da bei dessen Verhastung 8 Schutzleute zugegen waren und die Gruppe nicht zu übersehen war.— Der Vorsitzende stellt fest, daß das Polizeipräsidium in diesem Falle Strafantrag wegen Beleidigung gestellt hat. Es werden dann die v der S#atsanwaltschaft geladenen Zeugen über die Vorgänge an der Friedrichsgracht westen zu sichern von ihm fernzuhalten. Gegen 1½ Uhr mittags hörte er einen großen Lärm an der Friedrichsgracht. Er beeilte sich, mit den gesamten Ersatz= reserven gegen den dort anrückenden 6000 Mann starken Demonstrationszug vorzugehen. Die Menge schrie forwwährend: Nieder mit Bülow! Hoch das allgemeine Wahlrecht! Zeuge hatte etwa 46 Mann unter seinem Kommando. Er forderte die Menge dreimal auf, auseinanderzagehen. Die erste Aufforderung blieb unbeachret, die zweite wurde mit Gejohle und die dritte mit dem Gesang der Marseillaise beantwortet. Infolgedessen habe er den Befehl erteilt:„Säbel heraus!“ Er habe aber nicht besohlen, einzuhauen. Gieichwohl würde plötzlich eingehauen und unmittelbar nach den ersten Hieben fiel ein Schuß von der Wallstraße her. Zeuge selbst hat von der Waffe keinen Gebrauch gemacht. Sobald die Menge kehrt machte, wurde Halt! kommandiert. Niemand wurde in den Rücken geschlagen. Schon vorher habe er den Besehl erteilt, Frauen und Kinder rücksichtsvoll zu vehandeln und niemand in die Häuser zu verfolgen. Die Menge bestand hauptsächlich aus Versammlungsbesuchern, wie aus der besseren Kleidung hervorging, doch war auch eine Anzahl junger Burschen von 16 bis 18 Jahren darunter. Nach dem Einhauen zerstreute sich die Menge ehr schnell. Eine Anzahl Schutzleute wurden durch Stöße und Schläge verwundet, Polizeihauptmann Koch auch durch einen Stockhieb verletzt. — Vert. Rosenfeld: Machte nicht die Menge schon vor dem Einhauen den Versuch einer Sektionsschwenkung, um dem Befehl, zurückugehen, Folge zu leisten?— Zeuge Polizeihauptmann Stephan hält ichsgracht Na einer Paüse wird eine große Zahl Enklastungszeugen vernommen, die durchweg Bewohner der Häuser an der Friedrichsgracht und am Spittelmarkt sind. Sie sagen aus, daß die Menge schon im Zurückweichen begriffen war. als die Schutzmannschaft mit dem Sabel einschlug, und daß vor dem Einhauen niemand die Schußleute bedroht oder geschlagen habe. Die Menge habe sich durchaus ruhig und wurdig beiragen. Auf einige Frauen hat der Zug sogar wegen seiner Ruhe anfangs den Eindruck eines Leichenzuges gemacht. Von den Verwundeten, die sich in den Häusern abgewaschen haben, um nicht verhastet zu werden, besaßen meyrere eine Passierkarte von der Polizei. Eine große Anzahl von Gewerbetreibenden und Fabrikanten aus der Gegend dekunden, daß die Demonstranten sich durchweg ruhig und ani Ketten Gafih Zl.sb hefundet: W. i u G stimmt schon stillgestanden und den größten Unfug verubt. Er ist überzeuge, daß erst nach dem Schuß und nach tätlichen Angriffen auf die Beamten von der Wafse Gebrauch gemacht wurde. Schon bei der ersten Annäherung der Polizeibeamten hat er drohende Rufe und Gesten aus der Menge wahrgenommen.— Zeuge Polizeileutnant Thiele: Die Menge sei langsam zurückgewichen, sie konnte nicht schneller zurütweichen, weil die hinteren Reihen auf sie drückten. Erst als euch die Hintenstehenden sahen, daß Ernst gemacht wurde, machten sie auch den vorderen Reihen Raum zur Flucht. Drohungen mit Stöcken und Schirmen oder tätliche Angriffe hat Zeuge nirgends wahrgenommen. — Eine Reihe Schutzleute dekunden mit aller Bestimmtheit, daß die Menge bereits gedroht und angegriffen habe, ebe dlank gezogen worden sei. Douuerstag, den solcher Spareinlagen auf die Sparkasse mit Zeitverlust und sonstigen Umständlichkeiten verknüpft ist, so unterbleibt sehr oft die Rücklage ganz, oder es gibt Gelegenheit, die ersparten Beiräge wieder anderweitig auszugeben, wodurch die Betätigung des Sparsinns nicht zum Ausdruck kommen kann. Diesem Uebelstande hilft die Haus=Spar= kasse ab. Jeder Sparer hat seine Spartasse zu Hause und kann seine Ersparnisse jederzeit auch in kleinsten Beträgen einlegen. Den Schlüssel zur Sparkasse behält die Bank. sodaß dem Sparer sich keine Gelegenheit dieter, die angesammelten Beträge anzugreisen und anderweitig auszugeben. Die Kasse selbst ist so eingerichtet, daß auch durch Schütteln oder Drehen usw. nichts herausgenommen werden kann. Von Zeit zu Zeit bringt der Sparer seine Sparkasse zur Bank, welche die Kasse öffnet, den Inhalt mit dem Ueberbringer seststellt und über den Betrag in einem Sparbuche quittiert. Die Einlagen werden mit 4 Prozent verzinst. Gestohlene Wäsche. In der Nacht vom 9. zum 10. d. M. sind einem Bergmann in der Seidlitzstraße vom unverschlossenen Trockenboden eine Anzahl Kissenbezüge und andere Wäschestücke im Gesamtwert von 20 Mark gestohlen worden. * F r e c h e r D i e b s t a h l. A m 8. A p r i l w u r d e e i n e m B i e r h ä n d l e r in der Rheinischenstraße aus einer unverschiossenen Schublade ein Geldbetrag von 100 Mark entwendet. ** Ergednis der Frühjahrs=Musterung. Beim diesjährigen Musterungsorschaft, welches vom 11. März bis 14. April für den Stadtbezirk Gelsenkirchen stattfand und im katholischen Gesellenhause abgehalten wurde, sind vorgestellt: 9615 Militärpflichtige. Davon das für unmög:. Die ganze Friedrichsgracht war dicht mit Menschen gesüüt und eine Schwenkung daher ausgeschlossen gewessn, Uebriähff's sei die Demonstration vorzüglich organisiert gewesen. Dieselben Radfahrer, die am frühen Morgen die Stellung der Schutzmannschaft ausgekundschaftet hätten, seien noch spät abends im Dienst gewesen. folgedessen hätten die Demonstranten auch ganz richtig die schlechtestStelle der Schutzmannskette an der Petrikirche sich zu ihrem Angriff ausgesucht.— Der nächste Zeuge Musterzeichner Schattenberg wohnt Friedrichsgracht 9 im ersten Stockwerk. Er hat zu der fraglichen Zeit mitten durch den ankommenden Zug ein Automobil hindurchfahren sehen, das mit zwei Herren besetzt war, die anscheinend zum Zuge gehörten. Der Zug war also nicht sehr dicht geschlossen. Unmitlelbar nach dem Einhauen stürzte die Menge, die schon vorher etwa 50 Schritte zurückgegangen war, in wilder Flucht davon. Erst als die Beamten mit der Rettung des ins Wasser gefallenen Mannes beschäftigt waren, fiel ein Schuß. Unmittelbar darauf kam ein Zivilist in Begleitung mehrerer Polizeibeamten vor sein Fenster und rief hinauf: „Aus diesem Fenster ist geschossen worden!“ Es kamen dann zwei Polizeioffiziere mit 8 Schutzleuten in seine Wobnung, einer von ihnen sagte:„Gestehen Sie nur, daß Sie geschossen haben, da unten hat es ein Zeuge gesehen!“ Kurz darauf wurde bei dem Zeugen eine suchung vorgenommen. Zeuge ist jetzt außer allem Verdacht, da einwandsfrei festgestellt worden ist, daß der Schuß von der entgegengesetzten Seite des Wassers non der Wallstraße aus gefallen ist. — Zeuge Leutnant Pusch bekundet weiter, daß bei solchen Vorkommnissen überhaupt die Einbildung eine sehr große Rolle spiele. Ihm seien nicht weniger als 5 Häuser bezeichnet worden, aus denen der Schuß gefallen sein sollte.— Vors.(zum Zeugen Schattenberg): Wissen Sie ganz genau, daß die Menschenmenge schon im Zurückweichen war, als auf sie eingehauen wurde?— Zeuge: Jawohl. Als die Spitze des suges zuerst Halt machte, konnte ich sie garnicht sehen, dann sah ich einer Kirche gefahren. Als er den Demonstrationszug bemerkte, stieg er ab, um zuzusehen. An der Spitze des Zuges ging ein hochgewachsener Jührer mit einem Schild, der bald nach vorn, bald nach rückwärts winkte. Zeuge stand an der Wallstraße, er glaubt genau gesehen zu haben, wie aus dem Fenster der Schattenbergschen Wohnung geschossen wurde.— Zeuge Schattenberg: Jawohl, das ist der Mann, der mich direkt beschuldigt und gesagt hat, er habe mich schießen sehen.— Zeuge Hirche: Ich habe niemanden bezeichnet, sondern nur gesagt, daß ich an dem betreffenden Fenster den Rauch eines Schusses deutlich gesehen habe. Am Schlusse der Sitzung entspinnt sich eine lebhafte Debatte zwischen dem Staatsanwalt und den Verteidigern über die Vernehmung der Kriminalschutzleute Kasube und Tradert sor Kriminalkommissars Deaner. Der Polizeipräsident hat wiederholt die Genehmigung zur Aussage über die Vorgänge Januar verweigert.— Vert. Heinemann: Ich bin der Auffassu mung der Kriminalschutzleute Kasube und Tradert sowie des Der Polizeipräsident hat ihnen am 12. Auffassung, daß diese Verweigerung unzulässig ist.— Der Gerichtshof beschließt, über die Vernehmung dieser drei Zeugen morgen seinen Beschluß zu verkünden. Als letzter Zeuge der heutigen Sitzung wird der Arbeitgeber des Angeklagten Otto Ludwig vernommen. Nach seiner Bekundung hat Ludwig sich nie im Geringsten politisch oder gewerkschaftlich betätigt. Er habe auch mit den übrigen Arbeitern der Werkstatt wenig Verkehr gehabt. Ludwig sei ein stiller, ruhiger Mensch, der nur an der Arbeit Freude habe. In der Werkstatt sei nie von Straßendemonstrationen gesprochen worden. Er selbst hatte auch keine Ahnung, daß solche Demonstration stattfinden soll. Hierauf wirh die Weiterverhandlung auf morgen[Mittwoch) früh vertagt. Lokale Nachrichten. Gelsenkirchen, den 16. April 1908 Landtagswahl. ** Von berufener Seite der nationalliberalen Partei wird uns mitgeteilt, daß die von der„Frankfurter Zeitung" gebrachte und von hiesigen Zeitungen abgedruckte Notiz, die nationalliberale Partei habe Herrn Franken wiederum als Landtagslandidaten aufgestell:, nic: den Tatsachen entspricht, da ein Beschluß über die Landtagskandidatur noch nicht gefaßt worden ist. o. Verständigung in der Knappschaftsfrage. Die Siebenerkommission der Knappschaftsältesten trat gestern in Bochum zu einer Sitzung zusammen und einigie sich aus foigenden Beschluß, der dem Vorstand des Allgemeinen Knappschaftsvereins sowie dem Minister für Handel und Gewerbe und dem Kgl. Oberbergamt in Dortmund zugestellt wurde: Nach Rücksproche mit der Mehrzahl der Aeltesten ist die im September v. J. gewählte unterzeichnete Starutkommission ermächtigt. folgendes zu erklären: Die Mehrheit der Aeltesten ist damit einverstanden, daß in Anbetracht der Sachlage die Streitigkeiten üder das Siatut entweder in der Generalversammlung am 20. Jani d. J 790, davon tauglich befunden: 440, 1887: 858, davon tauglich befunden: 320. 1888: 1655, davon tauglich desunden: 648. Von den tauglichen Militärpflichtigen sind 160 für die Garde, 1176 für Provinzial-Truppen und 87 für die Marine bestimmt worden. Das Aushebungsgeschäft wird, wie verlautet, in der Zeit vom 25. Mai bis 5. Juni stattfinden und ebenfalls im katholischen Gesellenhaus abgehalten werden. Militärischer Vorsitzender der Aushebungskommission ist der Landwehr-Inspekteur, Generalmajor v. Gersdorff zu Dortmund. ln. Falsches Geld. In letzter Zeit wurden hier salsche Fünfzig, pfennigstücke in Zahlung gegeben. Dieselben tragen die Jahreszahl 1906 und das Münzzeichen A. Sie haben einen weitzlichen Glanz und sind scharf geprägt. m. Die Krankenkasse der Bäcker= und Konditor=Junung hielt am vom Rendanten gelegten Rechnung betrug die Einnahme 6474,90 Mk. und die Ausgabe 6446,24 Mk. Dem Rendanten wurde Entlastung erteilt. Hierauf wurde der Erlaß einer Krankenordnung, die durch Vorlesung zur Kenninis der Versammlung gebracht wurde, einstimmi# beschlossen. Nach Besprechung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. In. Unfall. In der Nacht vom 13. zum 14. d. M. wurde der Händier Heinrich V. von hier mit einer Kopswounde besinnungslos in der Klosterstraße aufgefunden. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde der Verletzte in seine„Wohnung gebracht. ** Der 25. Zonentag der westfälischen Zone des Deutschen Gastwirteverbandes findet am 14. Mai in Bochum statt Vereins- und Vergnügungs-Anzeiger. B. Das Osterkonzert des Männergesangvereins Glückauf Ueckendorf. Man schreibt uns: Auf das von dem Verein am Ostersonntag im Stadtgartensaal veranstaltete Konzert sei nochmals besonders hingewiesen. Der Verein hat weder Kosten noch Muhe gescheut, um das Generalversammlung am 20. Jani d. J oder auch früher durch Annahme des jetzigen fünften Vorschlages zu über alle Vorgänge auf eingehende Weise berichten und er fand es auch ganz gerechtfertigt, daß sie selbst die kleinsten Einzelheiten, den Mord betreffend, interessierten. War es doch ihr Stiefbruder, der einzige Verwandte gewesen, der auf so tragische Weise geendet und wenn auch sei: lange die geschwisterlichen Bande gelockert waren, so liegt eine ewige Wahrheit in dem Spruche:„Der Tod versöhnt.“ Nach einer unruhigen Nacht erwachte Katharina erst spät am Morgen. Es herrschte die Sitte im Forstenbergschen Hause, daß jedes der Familienglieder das erste Frühstück allein aus seinem Zimmer einnohm. Der Hausherr, sowie Eduard begaben sich zeitig in das Kontor in der Stadt, während Mutter und Tochter gern lange schliefen. Der alten Gewohnheit getreu, hatte Forstenberg, nachdem er gekrühstückt, sich in die Bäckerstraße begeben, denn es drängee ihn, selbst nach dem Rechten zu sehen. Katharina war heute um vieles ruhiger und selbstbewußter. Die eiserne Willenskraft dieser Frau besiegte jede verräterische Gefühlsbewegung. Geschehenes ließ sich nicht ungeschehen machen, mit dem, mar man so gemeiniglich Gewissen nennt, hoffte Katharina Forstenberg chon fertig zu werden, und nach allem, was der Gatte ihr gestern mitgeteilt, konnte ihr keine Gefahr drohen. Nachdem sie mit Hülfe der Kammerfrau Toilette gemacht, wollte sie sich even in den Oberstock begeben, um nach der Kranken zu sehen, als Margarete Moorland sich bei ihr anmeldete. Die alte Leni ließ die Fremde eintreten und entfernte sich sodann, um ihren Geschäften nachzugehen. „Wie gehi es meiner Nichte heute, Frau Moorland," begann Katharina in englischer Sprache,„hat sie sich beruhigt— war die Nacht gut?“ „Bitie, Frau Forstenberg,“ erwiderte Margarete gemessen,„sich der deutschen Sprache bedienen zu wollen. Mein Vater war zwar ein Engländer, doch er starb früh, ich blieb bei meiner Mutter in Hamburg, verstehe wohl die englische Sprache, doch vermag ich nicht, mich gewandt danin auszudrücken.“ „Wohl— so sprechen Sie deutsch.“ „Sind wir hier auch ungestört— kann uns niemand belauschen?“ „Haben Sie mir so Schlimmes— den Zustand Mauds betreisend, mitzuteilen?“ fragte Katharina. „In dem Zustande des unglücklichen Mädchens ist keigertel Ber änderung eingetreten.“ Fortsetzung folgt.) § 31 in folgender Weise erledigt werden: 1. Die durch die vom Minister gutgeheißene Erhöhung des Zinsfußes erzielte Mehreinnahme von jährlich 265 000 Mk. soll nach dem Grundsatz des letzten bekannten Antrages Schulte=Nobis verteilt und demnach die Steigerungssätze für die Arbeiterklasse im§ 31 des sechsten revidierten Entwurfes wie folgt geändert werden: Der erste Steigerungssatz wird von 43 auf 44 Pfg., der zweite von 81 auf 38 Pig. und der dritte von 26 auf 27 Pfg. erhöht; der vierte von 22 Pfg. bleibt bestehen; der fünfte von 19 auf 15 Pfg., der sechste von i8 auf 17 Pfg. herabgesetzt; der siebente bleibt bei 17 Pfg. und der achte wird von 17 auf 82 Pfg erhöht. 2. Der bekannte Steinbrinksche Vermittlungsvorschlag wird in allen Teilen angenommen und der letzte Entwurf des Statuts dementsprechend geändert. 3. Das so gestaltete Statut tritt rückwvirkend vom 1. Jannar 1908 in Kraft. Alle Differenzbeträge aber, welche nach dem Zwangsstatut für kranke und invalide Mitglieder sowie an Witwen und für Verstorbene in geringerer Höhe ausgezahlt wurden, als sie nach dem in vorstehender Weise geänderten Statut betragen haben würden, werden vom 1. Januar bis zur Beschlußfassung dieses neuen Statuts tunlichst val nachgezuhlt. — Einbruch in eine Trinkhalle. In der Nacht vom 10. zum 11. d. M. sind einem Invaliden aus einer Trinkhalle in der Ueckendorferstraße mittels Einbruchs 1 Kiste Zigarren im Werte von 5 Mark und für 1 Mark Zigaretten gestohlen worden. = Ein Portemonnaie gestohlen. Am 11. d. M. gegen 2,30 Uhr nachm. wurde einer Frau, aus dem Festweg wohnhaft, von einem unbekannten Manne ein Portemonnaie mit 18 Mk. Inhalt aus einem unverschlossenen Küchenschrank entwendet. ** Die Einigungsverhandlungen im Baugewerbe. Aus Berlin wird gemeldet: Die Einigungsverhandlungen im Baugewerde sind vorläufig nicht zum Abschluß geführt, sondern bis Ende April vertagt worden, wo sie vor dem Gewerbegericht weitergeführt werden sollen. Der Aufenthalt ist namentlich durch die Lohnfrage verursacht worden. Mit dem Abbruch dieser Verhandlungen ist noch nicht ohne weiteres der Krieg im Berliner und damit im deutschen Baugewerbe erklärt. Es werden zunächst noch Verhandlungen zwischen dem Verband der Baugeschäfte und den Zimmererorganisationen sowie mit dem Bund vaterländischer Arbeitervereine, Bund der katholischen Arbeitervereine und Bauhandwerkerbund Groß=Berlin stattfinden. Das letzte Wort werden nach den vor dem Berliner Gewerbegericht getroffenen Vereinbarungen die Zentralvorstände der Arbeitgeberund Arbeitnehmer=Oxganisationen in einer neuen Konferenz sprechen. Erst wenn diese Verhandlungen ergebnislos verlaufen, wird es zur Generalaussperrung im ganzen deutschen Baugewerbe kommen. * H a u s= S p a r k a s s e n. D i e W e s t f ä l i s c h e B a n k k o m m a n d i t e, O h m, Hernekamp u. Co., Kommanditgesellschaft auf Aktien, het jetzt, wie wir hören, ein sogenanntes Haus=Sparkassen=Eystem eingeföhrt, wobei seitens der Bank an jedermann auf Wunsch Haus=Sparkassen leihweise abgegeben werden. Diese sehr solide und hübsch aus Stahl hergestellten Sparbüchsen haben sich in verschiedenen Städten des In- und AusViolinsoli von H. Vieuxtemps vortragen. Ueber die mitwirkende Solistin Fräulein Emmy Langenhac=Essen schrieb unterm 20 Januar die„Rheinisch=Westsälische Sängerzeitung" Iserlohn:„Die mitwirkende Soliston, Fräulein Emmy Langenbach=Essen, erfreute durch die Weichheit und Glätte ihrer Tonbildung, sowie durch Feinheit ihrer Vortrags-Nuancen, unterstutzt von ihrem kunstverständigen Vater, der die Begleitung übemommen hatte.“ Auch der Männergesangverein Glückauf, der über ein autes Stimmenmaterial verfügt, wird sein bestes Können einsetzen. Eine recht schwierige Aufgabe hat sich der Verein in dem Chor„Die nächtliche Heerschau“ von Heuser gestellt, ein Beweis, daß der Verein arbeitsfreudig ist und es mit der Kunst recht ernst nimmt. Leistungsfähige Männerchöre seien auf dieses bedeutende, klangschöne Werk ganz besonders aufmerksam gemacht. Wir wünschen dem Verein für sein edles Streben ein recht volles Haus und gutes Gelingen.(Siehé Inserat in heutiger Nummer.) ** Die Theater=Gesellschaft„Maiglöckchen“ veranstaltet am Ostermontag ihr diesjähriges Frühlingsseft unter Mitwirkung geladener Theaten=Vereine. Näheres aus der Anzeige ersichtlich. ** Der M.=G.=V. Germanie Gelsenkirchen 1 veranstaltet, wie bereits berichtet, am 2. Ostertag im Bahnhofshotel ein großes Vokalund Instrumentalkonzert unter Mitwirkung eines italienischen Philharmonischen Blas=Orchesters. Erwähnt sei der Chor„Lenzsturm" von Sturm, mit dem der Verein auf dem Gesangwertstreit in Hordel in der ersten Klasse bei sehr starker Konkurrenz den ersten Preis errang. Außerdem wird der Verein schöne Lieder zum Vortrag bringen von Schauß, Ceuerleber, Weinhardt, Geyl, Richter, Kirchl, Sprenger. Ein Ball wird das Konzert beschließen. ** Gemischter Chor Ueckendors. Unter diesem Namen ist der Verein, der in letzter Zeit von sich reden machte, am Montagabend endgiltig gegründet worden. Die in den Vorstand gewählten Damen und Herren bieten volle Gewähr dafür, daß der junge Verein eine nach allen Seiten hin zielbewußte und gediegene Leitung erhält. Vornehmlich wird sich der Chor der kirchtichen Mufik widmen, daneben, sowmeit die Zeit reicht, auch andere würdige Chorwerke anerfannter Meister einzustudieren versuchen. Die Altersgrenze nach unten hin ist für einiretende Damen auf 17, für Herren auf 20 in den nächsten 14 Togen sich anmeldende Mitglied ist von der Entrichtung eines Einirittsgeldes defreit. Anmeldungen werden im Gemeindehause Ueckendorf entgegengenommen. Daselbst finden allDie nächste Gesangprobe wird durch meinde wöchentlich die Proben statt Inserat bekanntgegeben chiedenen Städten des Inlandes, wo sie bereits eingeführt sind, sehr gut bewährt; stärken sie doch einerseits den bereits vorhandenen Sparsinn und tragen anderseits dazu bei, denselben in den noch nicht sparenden Kreisen zu erwecken. Die Vorteise einer solchen Einrichtung treien klar zu Tage. Gar viele haben die Absicht, durch kleinere Ersparnisse allmählich ein größeres Kavital anzusammetn. Da aber das jedesmalige Verdringen Aus dem Landkreise Gelsenkirchen. Stadt und Amt Wattenscheid. nachm. statifinbenden Schossensitung als Schofsen vie Sattlermeister Johann Hoffken und Konditor Heinr. Leppier. Die Amtsanwaltschaft vertrat Polizeiinspektor Lucas.— Der Sattler Hugo W., ohne festen Wohnsitz, war am 3. April 1908 in den Laden des Sattlermeisters Kaltwasser von hier gekommen, um nach Arbeit zu fragen. Die anwesende Tochter beschied den Fremden, er möge vorbeigehen. Darüder erbost, drohte W., er werde, wenn er nichts bekomme, die Bude anstecken. Wegen Bedrohung erhielt W. 1 Woche Gefängnis. — im Mai 1905 hatte der Tagesarbeiter Peter P. von Günnigseld den Tagesarbeiter Johann van R. mit einem Stocke vernrügest, weil dieser ihm das geliehene Geld im Berrage von 4 Mk. nicht zurückgebe. wollte: nuch sching er dem Wiegemeister Friedr. Sch. gehörige Fensterscheiben ein. Der geständige Angeklagte erhielt 1 Woche Gekängnis und 15 Mk. eoil. 8 Tage Gesängnis.— Am 25. März er. hatte der Knecht Johann Kl. ohne jegliche Veranlassung auf der biesigen 2. Blatt, Nr. 91.— 6. Jahrgang Gelsenkirchener Donnerstag, den 10. Avril 1900. Allgemeine Zeitung Amtliches Kreisblatt für den StadtGeschäftsstelle Munckelstraße 16/18(beim Amtsgericht). 4411110 Seöffnet täglich von 3 Uhr vorm. dis 5 Uhr Rdeuse. Oel Bezugspreis für den Monat 65 Psg. mit Mustr. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis 15 Pfg. die Petitzeile. Reklamen 40 Pfg. die Zeile. Ausw. Inserate 20 Pfg. die Zeile. Beilage=Gebühr pro 1000 Mk. 5. Fernsprecher: Nr. 173. und für den Landkreis Gelsenkirchen. Aoer# Probenummern 10 Tage lang kostenfrei verlange man Azeitler. durch posttarte von der Geschästostelle Munckelstr. 10/18. Telegrammadresse: Bertendurg= Gelsenkirchen. Offizielles Organ für Militäre, Gerichts=, Eisenbahn=, Post=, Handelskammer= u.Knappschaftdwesen. Erscheint täglich mn Ausnahme der Conn- und Festtage. Kurze politische Meldungen. Seit einiger Zeit wird in der Presse der Plan besprochen, eine politische Vereinigung industrieller und gewerblicher Arbeitgeber ins Leben zu rusen mit oem nächstliegenden Zwecke, durch enisprechende Einwirkungen auf die Wahlen eine wirkungsvollere Vertreiung der industriellen und gewerblichen Interessen in den gesetzgebenden Körperschaften herbeizuführen. Diesem Plan steht den„B. P. N.“ zufolge auch der Zentralverband deutscher Industrieller sympathisch gegenüber. Allerdings hat der Zentralverband zu der an ihn herangetretenen Anregung offiziell noch nicht Stellung genommen, das soll erst in einer Sitzung des Direkioriums des Zentralverbandes deutscher geschehen, die zu Beginn des nächsten Monats stattfinden wird. * Justizrat Dr. Bernstein in München erklärt, daß er im Offizialverfahren wegen Beleidigung des Fürsten Eulenburg noch nicht verantwortlich vernommen und auch noch keine Anklageschrift erhalten habe. Für den Herbst ist, wie die„Tägl. Rdsch.“ hört, von Vertretern der Hauptseemächte eine internationale Konferenz zur weiteren Regelung der Seekriegsrechtsfrage beabsichtigt, die aus diesem Gebiete als eine Ergänzung der Friedenskonferenz zu betrachten sein wird. * Eine Gewerbesteuer ist in Deutsch=Ostafrika am 1. April durch Verfugung des stellvertretenden Gouverneurs v. Winterfeld in Kraft getreten. Die Steuer beträgt 4 Proz. des jährlichen Reinertrages des Gewerbes oder, falls die Höhe des Reinertrages nicht zu ermitteln ist. 1½ Prozent des Umsatzes. Ist kein Reinertrag oder ein solcher von weniger als 1500 Rupien erzielt worden, so ist bei den Betrieben, deren Anlage- und Betriebskapital 40 000 Rupien oder mehr beträgt, ein Jahressteuerbetrag von 1 vom Tausend des Anlage- und Betriebskapitals zu erheben. Der Reichs= und Landtagsabgeordnete Zindler aus Schönlanke (deutsch-kons.) ist gestorben. Aushebung der Generalkommission in Bromberg ist von der Regierung beschlossen und wird in der Form einer Gesetzesvorlage den kommenden Landtag sehr bald nach seinem Zusammentritt beschäftigen. Der Grund zu dieser Maßregel liegt darin, daß die wesentlichen Befugnisse dieser Generalkommission auf die Ansiedlungskommission für Posen und Westpreußen übergegangen sind. Die Strafkammer zu Frankfurt a. M. hat, der„Köln. Ztg.“ zufolge, die Arbeiter Reinhold Voiat und Jakob Roth, die die anarchistischen Druckschriften„Krieg dem Krieg" und„Soldatenbrevier“ verbreitet hatten, wegen Aufreizung zu acht und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Vorlage über die Erbauung der Amurbahn wurde von der russischen Reichsduma mit 213 gegen 101 Stimmen in erster Lesung angenommen. Die Bahn soll jedoch nicht von Nertschinsk aus, wie die Regierung plante, sondern über Kuenga gehen. 3. Verbandstag der Vereine akad, gebildeter Tehrer. (Von unserem Korrespondenten.) ** Brannschweig, 14. April. In Anwesenheit des Herzog=Regenten Johann Albrecht und von Vertretern zahlreicher staatlicher und kommunaler Behörden wurde heute mittag der dritte Verbandstag des Verbandes akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands hier eröffnet. In der vorausgegangenen Vertreterversammlung wurde die Aufnahme des bayerischen Realschulmännervereins, des Vereins der Philologen des preußischen Kadettenkorps und des Vereins alademisch gebildeter Lehrer an den höheren Schulen von Mecklenburg-Streliß sowie der Beitritt der Lehrer des sachsischen Kadettenkorps beschlossen. Damit sind sämtliche Korporationen und Vereinigungen akademisch gebildeter Lehrer Mitglieder des Verbandes geworden. Die Gesamtzahl der Mitglieder beträgt 16572. Als höchste Schülerzahl der einzelnen Klassen wurde beschlossen, daß die Schülerzahl der oberen Klassen 25, der Mittekklasse 30 und der unteren Klassen 40 nicht übersteigen solle. Ein Direktor soll nicht mehr als 500 Schüler unter sich haben. Ferner wurde ein Beschluß über die Gleichstellung der akademisch gebildeten Lehrer mit den Richtern an Amts- und Landgerichten gesaßt.— in der Hauptversammlung begrüßte der braunschweigische Justizminister Dr. Trieps im Auftrage des Herzogregenten den Verbandstag. Weitere Begrüßungsansprachen hielten Oberbürgermeister Retemener(Braunschweig), Geh. Hofrat Dr. Oster(Karlsruhe) für die badische Schulverwaltung, Geh. Rat Schaer für die elsaß=lothringische Schulverwaltung, Direktor Schwarz für die Hansestädte Hamburg und Lübeck, Schulrat Dr. Block für die hessische Schulverwaltung und Prosessor Dr. Hülsen als Vertreter des preußischen Kadettenkorps. Auch die Universität Göttingen hatte als Vertreter Professor Dr. Schwarze entsandt, der dem Verbandstage die besten Wünsche der Landesuniversität aussprach— Hierauf wurde in die eigentliche Tagesordnung eingetreten. Den Festvortrag hielt Gymnasiallehrer Dr. Weber(München) über das Thema: Der Anteil des höheren Lehrerstandes an dem Geistesleben der deutschen Nation. Ueber das höhere deutsche Schulwesen im Ausland sprach Direktor Dr. Gaster=Autwerpen. Folgende Thesen wurden angenommen: „Der dritte Verbandstag der Vereine akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands dankt der Reichsregierung für die weitgehende Förderung des deutschen Auslandschulwesens und erhofft für die Zukunft im besonderen eine tatkräftige Unterstützung der höheren deutschen Auslandschulen, für welche dieselben Berechtigungen wie für die einheimischen Schulen gleicher Art zu erstreben sind. Er hofft, daß sämtliche deutsche Bundesstaaten die an den Auslandsschulen verbrachte Dienstzeit bei dem Rücktritte in den heima:lichen Schuldienst aus das Dienstalter und die Pension anrechnen. Er erwartet aus nationalen, wie aus Standesrücksichten, daß sich das Interesse und die Mitarbeit der höheren deutschen Lehrerschaft auf dem Gebiete des deutschen Auslandsschulwesens noch stärker als bisher erweise.“ Ueber die freiere Gestaltung des Unterrichts und der Erziehung auf der Oberstufe unserer höheren Lehranstalten sprach Professor Dr. Scharschmidt=Chemnitz. Er ging davon ans, daß die Frage der Bewegungsfreiheit der Schüler auf der Oberstufe der höheren Lehranstalten eine überaus umstrittene sei und daß bereiis zahllose Experimente vorlägen, über die in Zeitschriften und Broschüren berichtet sei. Drei Wege kämen, abgesehen von der besonderen Beschäftigung einzelner hervorragend begabter Schüler mit Sonderaufgaben, in Betracht, um die freie Betätigung der Schüler auf den Gebieten ihrer Neigung und Befähigung zu vergrößern. Das erste keien die sogenannten Studiertage, an denen sich die Schüler das Fach und unter Umständen auch das Thema der Beschäftigung selbst wählen dürften. Doch da sehlte es meisi an Gelegenheit, die gelieferten Arbeiten mit den Schüllern gründlich durchzugehen, und vor allem störte die wiederhelte Durchlöcherung des planmäßigen Unterrichts. So wurde im Jahre 1903 an den sächsischen Regsanmnasien, die der Vortragende besonders berücksichtigt, im Hinblick auf die bevorstehende Zulassung der Realgymnasialabiturienten zum juristischen Studium ein zweistündiger wahlweiser Unterricht im Lateinischen eingeführt als Zusatz zu dem lehrplanmäßigen Unterricht im Lateinischen. Doch auch diese Einrichtung hat ihre Nachteile, weil die Klassen dabei sehr leicht in zwei stark gesonderte Arten von Schülern zerfallen, deren gemeinsamer Unterricht im Lateinischen dann sehr stark eischwert ist. Viel allgemeiner als diese beiden Hilfsmittel der Bewegungsfreiheit der Schüler wurde für die Oberklassen aller höheren Lehranstalten die Gabelung eingeführt, die seit Ostern 1907 nach einem sächsischen Ministerialerlaß an zehn Gymnasien und vier Realgymnasien Sachsens eingeführt worden ist. Man versteht darunter die Einrichtung von Doppelkursen, die es dem Schüler der Oberstufe überlassen, vorwiegend altsprachliche oder vorwiegend reale Studien in den Oberklassen zu treiben. Raummangel und Mehrkosten läßt der Verfasser bei seinen Betrachtungen vorläufig außer Acht und begnügt sich mit der Behandlung der pädagogischen Seite der Frage. Redner unterbreitete der Versammlung folLeitsätze: „1. Die Gabelung ist bei Gymnasien und Oberrealschulen vor allem aus praktischen Gründen, bei Realgymnasien auch aus inneren Gründen wünschenswert, da das Realgymnasium der durch seinen Lehrplan naheliegenden Zersplitterung entgegenarbeiten muß. 2. Der nötigen Bewegungsfreiheit ist durch die Gabelung noch nicht Genüge getan. Es muß noch wirklich fakuliativer Unterricht hinzutreten, aber nicht— wie an den sächsischen Realgymnasien ohne Gabelung— nur im Latein, sondern auch in anderen Fächern. 3. Die Bewegungsfreiheit ist dadurch zu unterstutzen, daß auch in der Hausarbeit Platz für freiwillige— aber zu kontrollierende — Beschäftigung geschafft wird. Dafür erscheint als Vorbedingung nötig, daß, was auch sonst seine großen Vorteile hat, die Hausausgaben für jedes Fach tunlichst oder ganz auf je einen Tag in der Woche beschränkt werden.“ In der Diskussion wandte sich Dr. Holt Steglitz) gegen eine zu große Bewegungsfreiheit. Die Schule sei doch nicht nur dazu da, ein gewisses Maß von Wissen zu vermitteln, sondern auch die Schüler zur Pflichterfüllung zu erziehen. Deshalb müßten die Schüler von Sexta bis Prima in treuer Pflichterfüllung ihre Arbeiten tun. Schon um unangenehme Begleiterscheinungen zu vermeiden, müsse er sich gegen eine zu große Bewegungsfreiheit aussprechen.— Dr. Lorey(Görlitz): Das Ziel müsse fein, die große Lücke zwischen höheren Schulen und Hochschulen auszugleichen und den Uebergang zu mildern. Deshalb sollte man jedem Versuch einer freieren Gestaltung des Unterrichts sympathisch gegenüberstehen. Denn jede Freiheit mildere diesen Uebergang.— Dr. Prinzhorn(Hannover): Die Freiheii soll nicht erleichtern, sondern die Arbeit vermehren, denn der Schüler wird in den Fächern, die er sich selbst gewählt hat, intensiver arbeiten. Das Griechische darf aber nicht angerastet werden, denn es ist das Rückgrad des Gymnasiums. Dagegen kann man im Lateinischen den Schülern ruhig etwas weniger bieten.— Direktor Schroeder(Hamburg): Dr. Lorey hat gesagt, die Gabelung sei notwendig, um den Uebergang zur Universität zu erleichtern. Das ist eine unbewiesene These. Ich frage jeden, ob er beim Uebergang zur Universität irgend eine Discontinuität empfunden hat.(Rufe: Ja! Nein!) Im übrigen müssen wir darauf achten, daß die Bewegungsfreiheit nicht benutzt wird zu Drückebergereien. Nach weiterer Debatte nahm man von einer Abstimmung über die Theion des Referenten Abstand und es gelangte-folgende Resolution zur Annahme: „Der dritte Verbandstag akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands nimmt mit Dank Kenntnis von den Ausführungen des Reserenten und beschließt, die vorgeschlagenen Leitsätze zunächst dem gemeinsamen Vorstand zur Vorberatung zu überweisen mit dem Auftrage, gegebenenfalls dem nächsten Verbandstag weitere Aeußerungen über diese sehr wichtige Frage vorzulegen.“ Zum Schluß sprach Oberlehrer Dr. Ulrich(Berlin) über die Bedeutung der Lehrerbibliotheken der höheren Schulen für Schule Moderne Ostereier. Von C. Schenkling(Berlin). (Nachdruck verboten.) Es ist eine fast allgemein verbreitete Sitte, sich zum Osterfest mit Etern zu beschenken. Schon bei den Völkern des Altertums gal; das Ei als Sinnbild der Schöpfung und Fruchtbarkeit und ist noch heute bei den Persern das Neujahrsgeschenk. Wenn Ostara, die Göttin der wieder erwachten Natur, aus Himmelshöhen herab zur Erde gestiegen war und wenn unter ihrem Fuß die ersten Frühlingsblumen sproßten, dann frierten unsere heidnischen Vorfahren das Ostarafest und die Priester brachten der Göttin Eieropfer dar. Aber nicht nur Perser und Germanen, sondern auch Inder und Babylonier, Griechen, Römer und Slaven kannten das Osterei, das rot oder gelb gefärbt, ihnen das Symbol des herannahenden Frühlings war. Das heutige Osterei wird zumeist als religiöses Sinnbild am gesehen und ein Kulturhistoriker behauptet von ihm in seinem Werke über christliche Symbolik:„Christus brach am Ostermorgen aus dem Grabe wie das junge Küchlein aus dem Ei, in dem es begraben liegt. Daher in der Christenheit von sehr alter Zeit her der Brauch der Ostereier, die man sich wechselseitig schenkt. indem man sich zur Auferstehung des Heilandes Glück wünscht.“ So bekam die althergebrachte Sitte, sich zu Ostern, wenn die Natur erwacht, and um diese Zeit in manchen Ländern das Jahr seinen Anfang nahm, Eier zu schenken, neuen Halt. Ostereier bildeten zur Zeit, da das Klosterwesen noch in Blüte stand, auch einen Zehent der Mönche. Der Iirchlichen Deurung gemäß versahen diese die Eier mit dem Bilde eines Engels, des Jesuskindes, eines Lammes mit der Friedensfahne und dergleichen und verschenkten die Eier anf diese Wesse verziert an Kinder weiter. Durch ein ganzes Jahrtausend hindurch hat sich das Osterti m dieser Form erhalten, und die Eier, welche wir dereinst als Kinder empfingen, waren noch wirkliche, richtige Ostereier, von Hühnern oder Enten gelegt und bart gekocht und ihre Schale von der Matter mitrels Zwiebelhäuten, jungen Grases oder Eierrot gelb, grun, rot und wer weiß wie gefärbt. Und sollte ihnen ein besonderer Schmuck verliehen werden, so wurde der Schale mit einer Nadel oder einem scharfen Messerchen eine Verzierung, der Name des Empfängers und künftigen Besitzers oder gar ein schönes Sprüchlein eingeritzt. Das war früher. Dann aber ging durch die Welt ein Sehnen und Verlanzen nach neuem und auch das alte geibe und rote Osterei, das sich aus graue: Vorzeit bis in unsere Tage herüber gerettet hatte, wurde moderniste.:. Es blieb nicht jenes Ei, das am Ostermorgen von der kleinen Wel: ir der Buchsbaumfassung der Gartenbeete, unter dem frischgrünen Blattwerk der Veilchenstöcke, in den Ecken und Winkeln der Gartenlaube. in der leeren Gießkanne und unter umgestülpten Blumentöpfen gesucht und gefunden wurde, es drängre sich aus dem Garten in das Zimmer, auf den Frühstückstisch. Auch erschien es nicht mehr in seiner natürlichen, einfachen und doch so schönen Schale: der Konditor hatte ihm eine Hülle aus Schokolade. Marzipan, Fondant und wer weiß aus was für süßen Sachen gegeben und der leuchtend gelbe Dutter wurde durch irgend eine Creme, eine Likörfüllung oder ähnsiches ersetzt. Aber nicht nur Konfiturengeschäfte, auch die Porzellanmanusaktur, die Lederindustrie, die Spielwarenfabrikation bemächtigten sich des Osteretes als eines vorzüglichen Objektes. Als einfach oder kostbar ausgestattete Attrappe gab man ihm die verschiedenartigsten Füllangen. So enthält es heute Schmucksachen aus Gold und Silber, allerlei vützlich: Dinge und für das kleine Volk alle nur erdenklichen Spielsachen. Von nicdlichen Nippes aller Art in Porzellan und Majolika bis zu wahren Kunstwerken in prächtig irisierendem Glas mit Bronzeverzierungen und in Biskuit mit wundervollen Malereien finden wir in den Schausenstern die Erzeugnisse der modernen Industrie und des zu schönster Ofa KHIIITVGrF, Wenn schon bei uns zu Lande mit dem Osterei mehr oder minder Luxus getrieben wird, so geschieht dies in weit höherem Maße in den Ländern der Pfunde und Dollars. Der Preis von 200—30) Mark für eines dieser reizenden Oster=Sonveniers ist in unserem beisderdenen Deukschland schon ein hoher. Jenseits des Kanals und des großen Teiches bedeutet diese Summe aber ein Nichts. Bei der weltberühmten Firma Buszard in der Oxford=Street zu London werden z. B. Ostereier, die mit Malereien von der Hand namhafte: Künstler verziert worden sind, für mehr als 1000 Mark verkauft. Brauch ist auch, daß von Seefahrern, Farmern, überseeischen Kaufleuten usw. Eier von seltenen Vögeln zum Bemalen und Füllen eingeliefert werden; besonders prächtig sollen sich die mit goldglänzenden Arabesken verzierten Emu-Eier ausnehmen. Auch fertigt die Firma auf Bestellung Schokolade- und Marzipan=Eier an, die mit dem besten Konfekt gefüllt sind, in dem ein vom Besteller geliefertes Kleinod verborgen ist. Das größte und eigenartigste Ei, das die Firma je geliefert hat, war entschieden das Osterei, das ein südafrikanischer Diamantenkönig seiner Verlobten als Ostergruß sandte. Dieses Ei hatte einen Durchmesser von 3 bezw. 6 Meter. Zur Schale, die eine Dicke von nabezu 40 Zentimeter hatte, war nur die beste Schokolade verwendet worden. In dem Innern dieses Rieseneies befanden sich an zehn Zentner feinsten Konfekts und außerdem der vollständige Tronssean einer Millionärsbrant. Ohne diese geradezu königliche Aussteuer beliefen sich die Kosten dieses Eies mitsamt dem süßen Inhalt aus 10,000 Mark. Der Transport, den ein Linienschiff vermittelte, verlief zur größten Erleichterung der Versicherungsgesellschaft glücklich. Die Firma hat aver noch kostbarere Eier zum Versand gebracht, unter anderem ein solches im Werte von 400 000 Mark: natürlich lag hier der Wert in den kostbaren Geschenken, die das Ei barg. Ein reich gewordener Luckerbäcker, der sich auf sein Landaut zurückgezogen hatte, sandte seinem Sohne in Kanada ein Osterei, das auf der einen Seite das Bild der alten, auf der anderen Seite das der trug. Die 3 hergestellt und der Preis für die süße Gabe betrug 200 Mark. Die Blumenhändler im Westen Londons haben um diese Zeit gleichfalls Gelegenheit, Proben ihres Geschmacks und Kunstsinns abzulegen. In allen Größen stellen sie Ostereier ber, die sie über und über rift A##lgemeine Zeitung. und Wissenschaft und machte praktische Vorschläge für ihre zwenmätztaste künftige Gestaltung.— Zum Vorort des Verbandes wurde Magdeburg gewählt, wo der nächste Verbandstag Ostern 1910 stattfinden soll. Damit hatten die Verhandlungen des dritten deutschen Oberehrertages ihr Ende erreicht. I. Vertretertag des Preuhischen Lehrervereins. Berlin, 15. April. Gestern tagte hier der erste Vertretertag des Preußischen Lehrervereins, um zur Frage der Lehrerbesoldung und der Schulaussicht Stellung zu nehmen. Die Verhandlungen wurden unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt, doch berichtet die Bossische Zeitung, daß zur Frage der Verkehr zwischen Kollegium und Bedörden ergebenden lenfenden Geschäfte und leitet bie Enstemienferenten besen Gutscheidungen durch Mehrdeitsbeschlüsse herbeigeführt werden. Eine besondere Instruktion regest die Befugnisse des Leiters. In bezug auf Klassenführung dat der Hauptlehrer oder Rektor keinerlei Vorrechte vor seinen Mitarbeitern. Er wird für seine Mehrarbeit durch eine nach Größe der Schule zu bemessende Dienstzulage entschädigt. Die Anwartschaft auf die Hauptlehrer= oder Rektorstelle gibt allein die Bewährung im Dienste. d. Eine nach Maßgabe der besonderen Verhältnisse größere oder kleinere Anzahl von Schulen bildet einen Inspektionsbezirk, der einem mit Revisionsbefugnissen ausgestatteten Schulinspektor unterstellt wird. Der Schulinspektor ist der erste Vorgesetzte des Lehrers. Seine Besoldung wird durch einen besonderen Etat geregelt. Die Ernennung zum Schulinspektor ist allein abhängig zu machen von der Bewährung im Donnerstag, den 16. Abril 1908. Die Zeugen in der Buttersache bekundeten alle, wie bereits ausgeführt. sind 54 Zeugen vorhanden. Der Kaufmann Redfuß=Dortmund bekundet: Er habe einmal bei Loag u. Rick Rotwurst bestellt und als solche ein knochenhaftes schwarzes Zeug erhalten, das er sofort als unverkäuflich retournierte. Der Metzgergeselle Specker sagte a.3, in Rieder=Bergheim die Bassins für die Fleischwaren bei seinem Eintritt schmierig gewesen seien: es habe in idnen eine alte Flüssigkeit gestanden. Aus zwei Fässern im Darmkeller seien die Würmer herausgekrochen. Dann erst habe man den Inhalt(amerikanisches Fleisch), teils verbrannt, teils vergraben. Der Meister habe geglaubt, daß die Fässer Därme enthielten und so habe man vorher nichts gemerkt 9•-.-..— *4 folgender Beschlußantrag angenommen worden sei: „Dis Vertreterversammlung des Preußischen Lehrervereins spricht ihr tiefstes Bedauern darüber aus, daß die König.iche Staatsregierung die in der Thronrede versprochene Besoldungsvorlage für Volksschullehrer dem Landtage nicht vorgelegt hei. Sie erwartet, daß die betrefsende Vorlage dem neuen Landtage sofort nach seinem Zusammentritt zugeht. Bezüglich der Gehaltssätze beharrt der Preußische Lehrerverein auf den Forderungen des 4. Preußischen Lehrertages: Gleichstellung aller Lehrer in Stadt und Land mit den Sekretären der allgemeinen Staatsverwaltung. Der Preußische Lehrerverein gibt auch dem Gefühl bitterster Enttäuschung über die Einschätzung Ausdruck, welche die Arbeit der Volksschullehrer durch die Regelung der Teuerungszulage erfohren hat.“— Sodann begann die Geratung des Themas: Schulleitung und Schulaussicht. Die Beratung wurde eingeleitet durch ein Referat des Lehrers Stolle=Mogdeburg, der namens des geschäftsführenden Ausschusses folgenden Beschlußantrag empfahl: „I. Der Preußische Lehrerverein verharrt bezüglich der Schulaufsicht bei den dem Herrn Minister der geistlichen usw. Angelegenheiten durch die Petition vom 6. Juli 1906 vorgetragenen Wünschen, daß s. die haupiamtliche Kreisschulaufsicht allgemein zur Durchführung gelange, daß b. zu Kreisschutinspektoven nur Männer ernannt werden, die sich im Volksschuldienst bewährt haben, und daß c. die Ortsschulinspektion überall in Wegfall komme. 2. Hinsichtlich der Schulleitung faßt der Preußische Lehrerverein seine Ansichten und Wünsche in folgenden Sätzen zusammen: 1. Der mehrgliedrige Schulorganismus bedarf eines zugleich unterrichtlich tätigen Leiters, dessen Anstellung behördlicherseits unter der gesetzlich geordneten Mitwirkung der Schulverbände erfolgt. 2. Das Amt der Schulleitung soll eine Einrichtung sein, die die Aufgabe hat, das durch die Rücksicht auf das Ganze bedingte Maß von Einheitlichkeit in der Schularbeit und was diese sonst sördern, vertiesen und erfolgreich gestalten kann, zu vermitteln. 3. Da ein Schulorganismus seine Aufgabe aber nur dann wirklich erfüllen kann, wenn sein Leben von der Mitbestimmung und Mitverantwortung aller Lehrkräfte getragen wird und diese ihre ganze Persönlichkeit mit der für den Erzieber und Jugendbildner erforderlichen Autorität einsetzen können, werde das Amt der Schulleitung so geordnet, daß a. mit ihm keine Disziplinardefugnisse verbunden sind und das Verhältnis des Schulleiters zu seinen Mitarbeitern kollegialen Charakter hat; daß b. den Lehrern binsichtlich ihrer erziehlichen und unterrichtlichen Wirksamkeit alle mit der Rücksicht auf das Ganze zu vereindarende Freiheit gewährt wird; daß c. den Lehrern die Mitwirkung und Mitbestimmung bei der Gestaltung des gesamten Schullebens durch Konserenzbeschlüsse gesichert wird,(wozu einerseits für den Schulleiter das Recht des aufschiebenden Vetos gegenüber einem Beschlusse bis zu der sofort nachzusuchenden Entscheidung durch die Kreisinstanz, und andererseits für die Minorität das Recht der Beschwerde an diese kommen müßte), daß d. die Autorität des Lehrers gegenüber den Schulkindern und ihren EEltern gewahrt und daher auch alle nicht durch die Rücksicht auf das Ganze gebotene Zentralisation von Befugnissen in der Hand des Schulleiters vermieden wird. 4. Im Hinblick auf die bestehenden Instruktionen für Schulleiter wird der Wunsch ausgesprochen, daß in den in Aussicht stehenden Dienstanweisungen ein Zuviel an Einzelbestimmungen, sowie solche Vorschriften vermieden werden, die eine engherzig bureaukratische Handhabung der Schulleitung herbeizuführen geeignet sind. Ein Protest der Lehrer von Rheinland und Westfalen, Nachdem die Mehrheit der Versammlung Satz 2 angenommen hatte, erklärten die Vertreter von Rheinland und Westfalen, daß sie an den Weiterberatungen nicht mehr teilnehmen könnten, weil die Versammkung es vorher abgelehnt hatte, sich über die Grundfrage zu entscheiden, ob der Rektor Aussichtsbefugnisse haben soll oder nicht. Den abweichenden Standpunkt der Rheinkänder und Westfalen hatte Schultz=Elberfeld begründet. Ihre Wünsche hatten die Vertreter aus Rheinland und Westfalen in folgendem Antrag niedergelegt: a. An der Spitze eines jeden Kollegiums steht der von der Behörde ernannte Schulleiter; er führt den Titel Hauptlehrer oder Rektor, ist aher den Mitgliedern des Kollegiums nicht öber, sondern nebenzeordnet. Als Vorsitzender des Kollegiums erledigt er die sich aus dem Nachdem unker Ablehnung dieses Antrages die odige Resolution angenommen war, verkleben die Rbeinländer und Westsalen unter Protest den Saai.— Als Vorsitzender wurde wieder Rektor Reißmann=Magdeburg gewählt. Die Versammlung beschloß auch, dem früheren Kultusminister Bosse in Schreiberhau ein Denkmai zu errichten. An den Kultusminister Dr. Holle wurde folgendes Telegramm gesandt:„Eurer Exzellenz sendet die in den Konkordiasälen tagende erste Vertreterversammlung des Preußischen Lehrervereins ehrerbietigsten Gruß mit dem Ausduck des Vertrauens, daß es der Tatkraft Eurer Exzellenz gelingen werde, eine günstige Entwicklung der Volksschule und der Verhältnisse ihrer Lehrer herbeizuführen.“ Eine Nahrungsmittelfälschung vor Gericht. [Von unserem Korrespondenten.) V. Arnsberg, 14. April. II. Die zweite Anklage lautet gegen beide Angeklagte auf Butterfälschung. Im Sommer des Johrss 1906 begann, wie der Haüßtangeklagte angibt, die Firma Loag und Rick den Versand von Butter. Man suchte ein möglichst billiges Fabrikat zu erzielen, und als in der Zeitung ein Rasfinationsverfahren angepriesen wurd., setzte man mit dem Inserenten in Verbindung und erwarb schließlich das Verfahren käuflich. Dann wurden im In- und im Auslande große Posten verdordener Butter aufgekauft und daraus auf folgende Weise eine Prachtbutter erzielt: Die verdorbene Butter wurde geschmalzen und vom Quark defreit, das filtriert und von Säuren befreit. Hierzu wurde Alkali verwandt! Das Fett wurde wiederum filtriert und dann mittels Damx', der durch die Masse hindurch geführt wurde, sterilisiert. Die Masse wurde zekühlt und mit Milch zusammen wieder zu Butter verarbeitet. Go kam die Butter in den Handel. Sie hieß„renovierte Butter“ und auch„doppelt raffinierte Butter". Die Angeklagten vertraten die Meinung, daß ihr Verfahren durchaus zulässig gewesen sei; die Sachverständigen aber sind der Meinung, daß die auf solche Weise gewonnene Butter keines wegs gereinigt, sondern gesundheitsschädlich sei. R. behauptete nun, daß die also raffinierte Butter vornehmlich als Backdutter verkauft worden wäre. Der Preis schwankte zwischen 60 Pfg. und 1 Mark. Die Anklage behauptet, daß es bei dem Raffinationsprozeß an der nötigen Sauberkeit gefehlt habe. Die Rohstoffe seien mit Papierfetzen durchsetzt gewesen, schimmlige und ranzige Bestandteile hätten sich in dem Schmelzkessel befunden und zudem hebe man die Butter künstlich gefärbt. Die gelieferte Butter wurde dann auch beanstandet und der Firma wieder zur Verfügung gestellt durch die men: Reuße=Dortmund, Max Heine=Dresden, Kaufmann UllendorfBerlin, Dirlsen=Essen usw. usw. Kam die Butter auch in brauchberem Zustande an, so war sie, wie die Zeugen bekundeten, jedoch nach einem Tage bereits ranzig. Agenten der Firma Loag u. Rick saßen in allen Städten. Die von den Abnehmern zurückgeschickte Butter will Rick sämtlich an Schmidt u. Co. in Lippstadt zwecks Seifefabrikation abgegeben haben. Hierauf kam in der Verhandlung das Kunstspeisesett an die Reihe. Man bezog von Nymwegen dänisches Schweineschmalz. Dann wurde Apotheker Rademacher aus Belecke in das Geschaft gezogen und war etwa drei Monate bei Rick tatia. Der erste Posten Kunstspeisefett ging an den Keufmann Herbst in Bremen ab. Dort wurde aber festgestellt, daß das Fett mit Natronlauge durchsetzt und zum Genuß nicht geeignet war. Kurzerhand dirigierte Rick das Feit nach Hamburg, wo sich Möller damals gerade befand. Dieser sollte den Posten(50 Zentner unbedingt absetzen, was aber nicht gelang. Die Sachverständigen erklärten das Kunstsveisefett als direkt gesundbeitsschädlich. Rick will wiederum nicht wissen, wie die Natronlauge in das Fett gekommen wäre. Es wurden sodann die Zeugen vernommen. Landrichter Kohauß= Arnsberg war zur Untersuchung in Nieder=Bergheim. Er ließ ein Faß mit Feit öffnen und wandte sich schaudernd ab. Der Prand von Chelsea. Wie wir bereits gemeldet haben, ist die dicht bei Sosion in Nordumerita gelegene Stadt Chelsea von einem surchtbaren Brande heimgesucht worden. Duich das Feuer ist die gesamte Stadt ein Raub der Flammen geworden. Es werden hierüber noch folgende Einzelheiten gemeldet: Newyork, 15. April. Die Stadt Ehetsea, die durch einen Fluß von Bosion selbst getrennt ist und im Westen aus großen Etagenhausern bestehr, ist durch die 18stündige Feuersbrunst vollständig zerstört worden; über 10 000 Personen sind jetzt obdachlos. Das niedergedrannte Areal ist 8½ Kilometer lang, nicht weniger wie 18 Kirchen, 6 Banken, 28 Fabriken, sämtliche Schulen und 2 Krankenhäuser sind außer sämtlichen hohen Häusern niedergehrannt. Zwei Lumpensammler, die beim Sortieren von Lumpen Zigaretten rauchten und den Arbeitsraum in Flammen setzten, sind verantwortlich für den Riesenbrand, der Vermögen im Werte von 90 Millionen Mark zerstörte. Da gerade ein surchtbarer Sturm würete, war das Feuer in wenigen Minuten über die ganze Stadt verbreitet. Eine dreistöckige Fabrik, die sich in der Nähe des Lumpenhändlers befand, war das erste Haus, das Feuer ing, und von dort sprangen die Flammen über auf eine Waggonfabrik. Beinahe eve die Feuerwehr alarmiert werden konnte, war die ganze Stadt in Flammen. Der Sturm war so stork, daß die Feuerwehr es aufgeben mußte, die Flammen zu löschen. Sie mußle sich derauf beschränken, das Feuer von der Flußseite anzugreifen, um zu verhindern, daß es seitwärts weitere Fortschritte mache. Nach vierstündiger Arbeit gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, aber es war bereits der vierte Teil der Vorstadt völlig niedergebrannt. Marinemannschaften mußten aus Boston herbeigeholt werden, um den Plünderern das Handwerk zu legen. Vier Neger wurden von Soldaten erschossen, als sie versuchten, einen brennenden Juwelierladen auszuplündern. Die Marinemannschaften mußten durch mehrere santeriekompagnien verstärkt werden, die scharfgeladen und Instruktion datten, jeden niederzuschießen, der sich in verdächtiger Weise in den Trümmern zu schaffen machte. Der Verlust an Menschenleben ist verhältnismäßig gering, 87 Personen werden vermißt, aber bis jetzt ist es nur gelungen, zwei Leichen aufzufinden. Eine davon war die einer Frau, die von der Feuerwehr daran verhindert wurde, in ihr brennendes Haus zurückzukehren und die darauf einen Revolver aus der Tasche zog umnd sich selbst erschoß. Sämtliche kleinen Kinder wurden im Lause des as#eigen Tages aut den verschiedenen Polizeistationen aufgeliefert, bis jetzt ist es aber wicht gelungen, die verschiedenen Mütter zu finden. Die größte Schwierigteit für die Behörden besteht derin, setzt den 10.000 Obdachlosen Unterkunft und Nahrung zu verschaffen. Gestern abend wuren vom Mititär 1990 Zette zur Verfügung gestellt, ebenso Nahrungsmittel, trotzdem ist die Not noch sehr groß. Vielen Kranken ein grosser Segen! J. K., not. cand., in Stuttgart schreibt: Solange ich denken kann, war ich nur ein halber Mensch. Ich bin stets müde und abgespannt gewesen, hatte, obgleich ich blutarm war, immer Nasenbluten und sah aus wie der Tod. Ich nahm alle möglichen blutbildenden Mittel ern, aber von einer Besserung war keine Spur. Mit der Zeit wurde ich melancholisch. Ein Freund von mir bestellte fur mich 80 Flaschen Lamscheider Stapibrunnen; schon nach der 3. Flasche bemerkte ich eine wesentliche Besserung. Ich wurde frischer, lebhafter. Nachdem ich alle Flaschen verbraucht hatte, war ich ein anderer Mensch. Wenn ich mich abends um 10 Uhr zu Bette lezte, war ich nicht so müde als früher, wenn ich morgens auswachte. Jr. D. in Klausthol: Mit großer Freude teile ich Ihnen mit, daß mich Ihr Lamscheider Stahlbrunnen von meinem mich seit langen Jahren quälenden Nervenleiden befreit hat. Alles ging ohne Berufsstörung; meine Gesundheit hat sich nicht nur gebessert, sondern ich hin jetzt vollständig hergestellt. Geheimrat Prof. Dr. med. 9.: Deutschland besitzt in dieser Eisenquelle einen Heilschatz ersten Ranges, der es verdient, der leidenden Menschheit dauernd zugängig gemacht zu werden. Warm empfohlen dei wiutarmut, Bleichsucht, versch. ürten von Frauenkrankheiten, Magen= und Darmleiden, Nervenkrankheiten, blutarmen Zuständen, bei denen eine Vermehrung der Blutmenge und Verbesserung der Blutdeschaffenheit notwendig ist, z. B. nach großen Blutverlusten infolge schwerer Sperationen, Wochenbetten usw., nach überstandenen erschöpfenden Infeltionskrankheiten wie Influenze usm — Broschüren lostenles durch: Lamscheider Stahlbrunnen in Düsseldorf W. Alumen bedecken, Lilien sind am meisten beliebt, da gerade sie der des Osterfestes am besten entsprechen. Ein junger Aristokrat schenkte einst seiner Gemahkin ein solches Osterei im Werte von 600 Mark: die Blumenfüllung allein repräsentierte 400 Mark. Als besondere Ueberraschung entflogen dem Ei beim Oeffnen zwei trovische Vögelchen in farben=schimmerndem Gefieder, die dem aufmerksamen Gatten auch noch 300 Mark gekostet datten. lieb #rk gekofte Souft liebt man in England, dem Ei kostbare Edersteine als Ge schenk einzulegen. So waren zum Beispiel die Ostergeschenke, die Papst Lco III. aus England erhielt, befonders werwoll. Eine schwärmerische Verehrerin machte einst dem Papste ein Osterei zum Geschenk, das ein recht einfaches Aussehen satte. ie odere Halffe deftand aus Elfendein, die untere aus Gold. In diesem mit weißer Seide ausgefütterten Ei lag ein großer Rubin, der mit Brillanten eingefaß: war. Das sokk einen Wert von 20000 Mark repräsentiert haben. Von einer anderen, gleichfalls urbekannten Seite ging dem Papst alföhrlich ein ähnliches Geschen: zu. Die vierteilige Schale bestand aus Elfenhein. Innen war die ohere Häffte mit weißer Seite ausgelegt, während die unters ein goldenes Etui bildete. Das Eigelb wurde durch ein Käsichen von gebiegenem Golde dargestellt, das akjährlich mit andersfarbigen Edelsteinen gefällt war. Auch ir Nordamerika wirh ein daarfträubender Sstereier=Luxus getrieber. Ein Newhorker Eitenbahn-Magnat ichentte vor Johren seinem Söhnkein ein Esterei in Gestatt einer Miniatur=Equingge. Der schneeweiß emaillierte zierliche Wagen, der ein an der Längsseite zackig ausgedrochenes Ei vorstelkte, war mit zwei akkerliebsten SchottlandsPonys beipannt, die mit threm prächtigen Geschirr aus scharlachrotem MaraRokeder nur reichen Botdrerzierungen überall Bewunderung erregten. Eine kleine Amerikanerin erbielt einst ein Ei, das mehr als Anen Meter hoch man. Es enthielt ein Puppenhaus mit zwei Stock1 werken, jedes Zimmer höchst elegant ausgestattet. Die zärtlichen hatten 600 Mark ausgegeben, um ihrem Liedling eine Osterfreude zu bereiten. Die berühmte amerikanische Marzipan= und Schokoladefabrik Fuller in Newyork hatte vor zwei Jahren ein ebenso schönes wie originelles und kostbares Osterei ausgestellt, das in einem bekannten Dollarfürsten einen Käufer fand. Dieses seltene Attribut des Osterhasen hatte eine Höhe von 1½ Meter und war aus unzähligen kandierten rosafarbenen Centiselienblättern zusammengesetzt, die auf einem Prahtgeflecht besestigt waren, Zwischen diesem kunstvollen urrangement waren an 200 winzig kleine Glühkörperchen angebracht, die der Rofenpyrgmide ein feenhaftes Aussehen verliehen. Das Innere war mit kostbaren Geschenken, Iristallisierten Beilchen und goldenen Cachous angefüllt. Die Besucher der Pariser Weltausstellung konnten seiner Zeit der russischen Sektion zwei reichhaltige Ostereser=Sammtungen bewundern, deren Eigentümerinnen die Witwe Alexanders III. und die Gemahlin Nilolaus II. waren. Es ist nämlich von jeher am russischen Hofe Brauch, daß der Zar seiner Gemahlin zum Ofterfest eine Attrappe in Eiform überreicht, deren Inhalt ein kostbares Präsent bildet, das zu irgend einem Ereignis am Zarenhof in Beziehung steht. Das Geschenf Alexanders besteht in einem prächtigen Jaspis=Ei, das mit Gold und Diamanten reich geschmum ist. Im Innern befindet sich in Minigiurausgabe jenes Schiß, auf dem der einstige Zarewiisch seine reise ausführte. Während der Schiffsrumpf aus einem herrlichen dunkelgrünen Beroll hergestellt ist, sind alle Schiffsteile gus purem Gold angefertigt, kunstvoll und naturgetreu. Ein Pendant zu hiesem Stück ist dasjenige, das Nikokaus II. seiner Gemahlin zum Osterpräsen: machte. Das Ei enthält en miniature die Gala=Gauspage, in der das Zarenpaar die Hochzeitsfahrt nach der Rathedrale zurücklegte. Wie dort, ist auch hier das Gefährt bis ins kleinste, selbst in den Farben, nachgebildet. Das letzte Osterei der russischen Kaiserin zeigt die in Brillanten ausgelegte Inschrift: Das Herz meiner Zarin. Es enthält ein aus vielfarhigen Steinen zusammengesetztes Herz. Innen ist das sonst goldene Ei mit 25 winzigen Porträts von Mitgliedern desKaiserhauses geschmückt. Ein höchst mysteriöses Osterei empfing einst der Expräsident der französischen Republik von einem„anonymen Freunde". Das Paleichen trug die Aufschrift„Privat“ und der Präsident öffnete es selbst. Eben wollte er auf ein in die Schale eingefügtes Knöpfchen drücken, als er einen geheimnisvollen Laut aus dem Innern des Sies vernahm. Der Gedanke an eine Bombe lag nahe und der Empfänger zog alsbald die Glocke. Der erscheinende Diener wurde heauftragt, die„Höllenmaschine“ im Waffer unschädlich zu machen. Nach einigen Stunden glaubte man alle Gefahr der Explosion beseitigt. Das Ei wurde von einem Polizeibeamten geöffnet und enthielt— eine prächtige goldene Uhr, deren Ticken den verhängnisvollen Irrtum veranlaßt hatte. Ein Osterei, das zehn Personen zum Frühstück dient, ist gleichfalls ein seltener Luxus. Der Besitzer einer Straußenfarm aber ladet jede Oftern neun Freunde zum Dejeuner und läßt ein gelochtes Straußene servieren. Einer der Gäste entwirft von dem seitenen Mahl folgende Schilderung: Eine ganze Stunde lang wurde das Ei gekocht und obgleich wir fürchteten, daß es noch nicht gar wäre, frieb uns doch di# Neuziet sazu, die Sihure zu öffnen: ein part gekochtes#l von drei Pfund Schwere lag vor uns au der Schüffef. Das Eiweiß hatte eine bläuliche Färhung wie die eines Tauheneies; auch der Doster erschien in einem anderen Gesh. Der Geschmack glich dem eines Taubeneies, war aber ohne besonders ausgesprochene Eigenart. Da 28 Hühnereier an Gewicht einem Straußerei gleichkommen, war es gut, daß unser Wirt nur ein solches gekocht hatte. Es war jedenfalls das origineüfie Osterfrühstück, das die Gäste in ihrem Leben je verzehrt hatten. iI 1906. ausgeführt. debfuß=Dortsurst bestellt das er sofort er sagte aus, n bei seinem te Flüssigkeit rmer heraussches Fleisch), seglaubt, daß 8 gemerkt 1on NordBrande heimn ein Raub sende Einzeleinen Fluß lagenhäusern zerstört worder gedrannte m. 6 Banken, außer sämtiler, die beim beitsraum in nd. der Verda gerade ein Rinuten über le sich in der 9, das Feuer ine Waggon. nute, war die iß die Feuerie mußle sich reisen, um zu " N a c h v i e r zu bringen, edergebrannt. rden, um den den von SolZuwelierladen mehrere Ind Instruktion Weise in den leben ist verr bis jetzt ist war die einer ihr brennensus der Tasche den im Lause n aufgeliefert, ter zu finden. rin, jetzt den ssen. Gestern zestellt, ebenso gen! iae ich denken müde und abimmer Naseniöglichen blutkeine Spur. von mir been: schon nach g. Ich wurde icht hatte, war m 10 Uhr zu nich morgens ch Ihnen mit, nem mich seit . Alles ging nur gebessert, esitzt in dieser verdient, der werden. z. ürten von inkheiten, blutKutmenge und 9. nach großen ten usw., nach Infkuenze usw. zen in Düsselin zeigt die in n. Es enthält Innen ist das ern des Kaiserxpräsident der Das Paketchen selbst. Eben drücken, als er vernahm. Der zog alsbald die Höllenmaschine“ en glaubte man einem Polizeine Uhr, deren t, ist gleichfalls aber ladet jede tes Straußene Mahl solgende Ei gekocht und ro une doch #l ven brei werz hatte eine Doster erschien e Taubeneies, 28 Hühnereier gut, daß unser das origineliste hatten. 5. Blatt. Nr. 91.— 6. Jahrgang Gelsenkirchener * Donnerstag, den 10. April Amtliches Kreisblait fur den Stadt= und den Landkreis Gelsenkirchen Gemeinderatsstzungen. L. Buer, 1d. April. In der letzten unter dem Vorsitze des Amtmanns de la Chevallerie stattgefundenen Gemeinderatssitzung wurde folgendes verhandelt und beschlossen: 1. Die Beschassung eines Tenders für die Dampsspritzen und die Beschaffung von Mannschaftswagen für die Feuerwehren wurden genehmigt. 2. Die Prüfung einer Berechnung der durch die öffentliche Straßenreinigung pro 1907 entstandenen Kosten wurde vertagt. 3. Die Offerie der Preußischen Zentral-Bodenkredit=Actiengesellschaft mu Berlin, betr. die Kontrahierung von Gemeindeanieihen, wurde abgelehnt. 4. Für die Schlachthauskommission wurden die Metzger Schoßier und Lohmann gewählt. 5. Die Anstellungsbedingungen für den Schlachthausdirektor wurden genehmigt. 6. Die Beseitigung der Markthalle bezw. Wiederaufbau derselben an anderer Stelle, wurde vertagt. 7. Die Festsetzung der Tagegelder für Dienstreisen der Kommissionsmitglieder ist geschehen. 8. Das Grund= und Kapitalvermögen der aufgelösten Firma Gecks und Hülserheine und Veräußerung eines Grundstückes der Westerhasseler Gemeinheit wurde dem Grundstücksfonds überwiesen. 9. Der Antrag betr. Ueberlassung eines steuerfreien Interessenweges an Oberholz wurde genehmigt. 10. Der Antrag des Bürgervereins BuerResse auf Abänderung des Gemeindewahlstatuis wuroe abgelehnt. 11. Der Beitritt zum Verbande Rheinisch=Westfälischer Gemeinden und Mitteilung über die Generalversammlung der größeren preußischen Landgemeinden wurde auf Grund der bevorstehenden Stadtwerdung abgelehnt. 12. Der Antrag des Technikers Kill auf Erhöhung seiner Remuneration wurde abgelehnt. 1d. Jwecks anderweitiger Verwendung der für den Ausbau der Friedrichstraße bereitgestellten aber nicht erforderlich werdenden Mittel sollen dieselben der Baukommission überwiesen werden. 1a. Der Grunderwerb zur Grenzstraße und zur Schleise der elektrischen Straßenbahn bezw. der mit derselben zu verbindenden Platzanlage wurde genehmigt. 1d. Der Antrag auf Uebereignung einer Splißparzelle an den Gastwirt Johann Averdung wurde genehmigt. 18. Die Aenderung des Vertrages mit Beckmann betr. Grundabtretung zur Grenzstraße wurde genehmigt. 11. Die Beschlusse der Baukommission wurden größtenteils genehmigt. 18. Der Antrag des Lehrers Kennermann um Bewilligung der vollen Miets entschädigung wurde genehmigt.. 19. Zum Versorgungsheiminspektor Das wurde der Vollziehungsbeamte Möllers von hier gewählt. 20 Gesuch der Lehrerin a. D. Tigger um Unterstützung wurde gen 21. Die Berechnung des Gnadenquartals für die verstorbene Lehrerin Walter wurdn genehmigt. 22. Der Antrag des Totengräbers Dignaß auf Uebertragung der Instandsetzungsarbeiten des Kirchhoses in BuerErle wurde vertagt. 22. Für Mehrkosten zur Erweiterung des Müllabfuhrbezirkes Buer=Resse wurden 50 Mark bewilligt. 22. Für Leitung der Fortbildungsschule wurde dem Hauptlehrer Althoff eine Entschädigung von 30 Mark bewilligt. 20. Die Unfallversicherung des Gemeindebauführers Kill wurde genehmigt. 20. Der Antrag der Gemeinde Wesierhoft auf Leistung eines Zuschusses gemäß§ 53 K.=A.=G. für das Rechnungsjahr 1907 wurde genehmigt. 27. Die Renderung des Vertrages wegen Ueberweisung einer Dienstwohnung an den Gymnasialdirektor wurde in unveränderter Fassung genehmigt. he. Kray, 1d. April. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Kohlen sand gestern nachmittag um 5½ Uhr im Lokale des Wirts Gantenberg hierselbst eine Sitzung des Gemeinderats von Kray statt. Es wurde wie folgt verhandelt und beschlossen: Zu Punkt 1 der Tagesordnung wurde der Bauunternehmer August Weeke von hier als Meistbegüterter durch den Vorsitzenden in den Gemeinderat eingeführt und verpflichtet. Was die Vergebung der Arbeiten zur Tieferlegung der Lsterfeldstraße und der hiermit zusammenhängenden anderen Arbeiten anbetrifft, so teilte der Vorsitzende der Versammlung mit, daß die Firma Herrlein aus Bochum, welcher vor kurzem als Mindestfordernde der Zuschlag erteilt wurde, nunmehr geschrieben hat, daß sie nicht in der Lage sei, die übertragenen Arbeiten auszuführen. Die Versammung beschloß daher auf Vorschlag der Baukommission, den Auftrag dem Zweitmindestsordernden, der Firma Storck und Pohle in Herne i. W., zu überschreiben, welche der Dringlichkeit wegen die Arbeiten auch schon aufgenommen hat. Die Differenz zwischen dem Angebot des Unternehmers Herrlein aus Bochum und demjenigen der Firma Storck u. Pohle beträgt ungefähr 5000 Mark, welche dem Unternehmer Herrlein belastet werden sollen, weil er die ihm übertragenen Arbeiten nicht ausführen will. Der nun folgende Punkt der Tagesordnung betraf die Uebernahme der Provinzialstraße, welche mitten durch unsere Gemeinde fühl Gnd m direkte Verhindung zwischen den beiden Städten Sieele und Gelsenkirchen herstellt. Diese Straße muß von der Gemeinde übernommen werden, weil in diesem Sommer ein neuer Kanal gebaut wird, der über die Provinzialstraße führt. Der Geweinderat beschloß, diese Straße von der Steeler Grenze bis zum Schwarzbach in unmittelbarer Nähe der Zeche Bonifacius zu übernehmen, weil bis hierhin der Kanal führt. Die ProvinzialstraßenBehörde zahlt hierfür eine entsprechende jährliche Entschädigung an die Gemeinde und hat außerdem die Straße vor Uebernahme instand u setzen. Das verbleibende Wegestück vom Schwarzbach bis zur Rotthausener Grenze, welches die Gemeinde nicht übernimmt, bleibt im Besitze der Provinzialstraßenbehörde und soll demnächst mit Kleinpflaster versehen werden. Was die anderweitige Festsetzung der Straßen= und Trottoirbreiten in der Josefinenstraße anbetrifft, so beschloß die Versammlung, die Straßenbreite auf 6 Meter festzusetzen, da dieser Weg doch wenig oder garnicht zum öffentlichen Verkehr dient. Auf der rechten Seite der Straße verbleibt alsdann ein Trottoir von 2½ Meter und auf der linken Seite ein solches von 6 Meter Breite. Das Trotteir auf der linken Seite soll in der Mitte mit einer Reihe Bäume bepflanzt werden. Für die Einrichtung und Unterhaltung der Begräbnisplätze wurde ein Nachkredit in Höhe von 1500 Mark bewilligt. Als Mitglied der Rechnungsbrüfungskommission wählte die Versammlung an Stelle des ausgeschiedenen Gemeindeverordneten Heinrich Klein den Bauführer Heinrich Werner. Auf einen Antrag TMRTPRTTOPRRR·ITAbADMIAMSSES P12 Sare nschewe Guttsereicung ein=renes K. Einlen“ scheidter= und der jestgelegten Ernststraße an das Westdeutsche Eisenwerk beschloß die Versammlung, die Uebereignung der Eickenscheidterstraße abzulehnen. Gegen die Uebereignung der Ernststraße wurde ein Einspruch nicht erhoben. Was den nun folgenden Punkt der Tagesordnung betr. Klage der Gemeinde Rotthansen gegen die Gemeinden Huttrop, Kray, Schonnebeck und Stoppenberg am Erstattung von Armenkoften aubetrifft, so teilte der Vorsitzende mit, daß die Gemeinde Rotthausen, da deren erste Klage abgewiesen worden ist, nunmehr Privatklage angestrengt hat. Als Prozeßbevollmächtigter und Rechtsbeistand der Gemeinde wurde Rechtsanwalt Ascherfeld in Essen durch den Vorsitzenden bestellt, womit sich der Gemeinderat einverstanden erklärte. Außerhalb der Tagesordnung wurde noch ein Nachkredit zu den Wegebaukosten in Höhe von 1000 Mark bewilligt. Die Sitzung wurde gegen 8 Uhr durch Bürgermeister Kohlen geschlossen. Vermischtes. Von einem Personenzug erfaßt und getötet. Aus Schweidnitz erhalten wir folgende Meldung: Unweit der Haltestelle ReichendachNiederstadt auf der Strecke Reichenbach=Schweidnitz wurde der Buchhalter Konrod Hold beim Passieren der Strecke vom Personenzuge erfaßt und sofort getötet. Beim Abspringen vom Zuge unter die Räder gekommen. Aus Schweidnitz wird gemeldet: Auf dem Bahnhof Schweidnitz=Oberstadt geriet der Güterbodenarbeiter Begander beim Abspringen vom Zuge unter die Räder, die ihm beide Beine zermalmten. Der Verunglückte stard aus dem Transvort nach dem Krankenhause. „Monseigneur Maz“. Die Pariser Boulevardblätter bringen in ihrer Rubrik der gesellschaftlichen Ereignisse folgende Anzeige:„Am Karfreitag, um vier Uhr, wird Monseigneur Max, Prinz von Sachsen, in der Kirche von Saint-Julien=le=Pauvre eine Predigt halten.“— „Monseigneur Max“, Prinz Max von Sachsen, ist des Königs Friedrich August von Sachsen jüngster Bruder. Der Prinz hat sich, wie bekannt, dem geistlichen Stande gewidmet. Er ist Doktor juris und Doktor der Theologie und er wirkt als Professor für kanonisches Recht und Liturgie an der schweizerischen Universität Freiburg. Es ist nicht das erste Mal, daß der Prinz die Gelegenheit eines hohen kirchlichen Feiertages wahrnimmt, um in einer Pariser Kirche zu predigen. Ein neuer Konflikt im österreichischen Kaiserhause? Erzherzog Josef Ferdinand, der zweitälteste Sohn des verstorbenen Großherzogs von Toskana und Erbe seiner Besitzungen(da der älteste Sohn des Großherzogs, Leopold Wölfling, auf das Erstgeburtsrecht Verzicht geleistet hatte), erhielt vom Kaiser einen sechsmonatigen Urlaub als Oberst unter Verzicht auf seine Gage. Es verlautet, daß der Erzherzog nach Ablauf des Urlaubs aus dem Armeeverbande ausscheiden werde, da er in seiner militärischen Karriere nicht befriedigt werde und bei den letzten Avancen nicht zum Brigadier befördert worden sei. Ein jüngerer Bruder des Erzherzogs lebt als Maler in München. Gelsenkirchen. Gründonnerstag. Halb 10 Uhr Beichtandacht und Abendmahlsfeier für die Konfirmanden und ihre Angehörigen, Pastor Voswinckel. 4 Uhr Beichtandacht, Pastor Bönnebruch. Karfreitag. 8 uhr Pastor Leich. Halb 10 Uhr Pastor Deutelmoser (Austeilung des heiligen Abendmahls). 6 Uhr liturg. Passionsgottesdienst, Pastor Voswinckel. Tranungen und Beerdigungen sind für die Altstadt bei Pastor Deutelmoser, für die Neustadt bei Pastor Mückeley anzumelden. Bismarck. Gründonnerstag. 5 Uhr Beichte und Abendmahlsfeier, hauptsächlich für die Konfirmanden der Herren Pastor Bruns und Pastor Schumacher. r P e t e r. 9 U h r B e i c h t e. P a s t o r P e t e r. t mir Abendmahlsseier, Pastor SchuGottesdienst mit Abendmahlsfeier in der Waldkirche am Bleck, Pastor Krahl. 5 Uhr liturg. Gottesdienst in der Christuskirche, Pastor Bruns. Amtswoche hat Pastor Schumacher. Bulmke. Gründonnerstag. Halb 10 Uhr Beichte und Abendmahlsfeier für die Konfirmandenabteilung Viktoriaschule und ihre Angehörigen, Past. Schmidt. 4 Uhr Beichte und Abendmahlsfeier für die Konfirmandenabteilung Karlschule und ihre Angehörigen, Pastor Emde. Karfreitag. 8 Uhr Pastor Schmidt. 10 Uhr Pastor Emde.(Feier des heil. Abendmahls). 8 Uhr voln. Gottesdienst(Feier des heil. Abendmahls). Pastor Schmidt. 6 Uhr liturgischer Gottesdienst, Past. Emde. Hüllen. Gründonnerstag. 5 Uhr Vorbereitung zum heil. Abendmahl mit sich anschließender Abendmahlsfeier. Karfreitag. 8 Uhr Pastor Torhorst. Halb 10 Uhr Pastor Kirchverg, Gottesdienst mit Abendmahlsfeier(für Konfirmanden und deren Angehörige; die Vorbereitung hierzu ist Gründonnerstag 5 Uhr). 5 Uhr Pastor Torhorst. Liturgischer Gottesdienst, im Anschluß hieran Vorbereitung und Abendmahlsfeier. Schalke. Friedenskirche. Gründonnerstaa. 10 Uhr Beichte und Feier des heil. Abendmahls. Pastor Barlen. 5 Uhr Beichte, Pastor Daber. Karfreitag. 8 Uhr Pastor Barlen. 9 45 Uhr Pastor Daher(Feier des heil. Abendmahls). 1 Uhr Beichte und Feier des heil. Abendmahls für die Masuren, Pastor Menzel. 5 Uhr Beichte und Abendmahl, Pastor Barlen. Schalke. Kreuzkirche. Gründonnerstaa. 10 Uhr Beichte und Abendmahl, Pastor Menzel. 5 Uhr Beichte, Pastor Schumacher. Karfreitag. 10 Uhr Pastor Schumacher(Feier des heil. Abendmahls). 5 Uhr liturgischer Gottesdienst, Pastor Schumacher. Amtswoche hat Pastor Schumacher. Wanne. Schumacher. Karfreitag. 8 Uhr Pastor P# Halb 10 Uhr Hauptgottesdienst macher. 9 Uhr masurischer Gott Gründonnerstag. 4 Uhr Gottesdienst mit anschließender Beichte und Feeir des hl. Abendmahls. Pastor Haeseler.(Anmeldungen halb 4 Uhr in der Sakristei). Karfreitag. 8 Uhr Pastor Winter. 10 Uhr Pastor Engel.(Feier Gründonnerstag. 4 Uhr Beichte. Karfreitag. Halb 10 Uhr Gottesdienst(Austeilung des heiligen Abendmahls). 5 Uhr liturgischer Gottesdienst—. Alle Amtshandlungen sind dei Pastor Mittorv anzumelden. Ueckendorf. Gründonnerstag. 9 Uhr Beichte und Abendmahlsfeier für die Neukonfirmierten und deren Angehörigen, Pastor Sewing und Pastor Krämer. 5 Uhr Beichte, Pastor SSewing. Karfreitag. 8 Uhr Pastor Sewina. 10 Uhr Hauptgottesdienst und Abendmahlsfeier, Pastor Krämer. 10,15 Uhr Krankenhaus, Pastor Sewing. Halb 1 Uhr masurischer Gottesdienst und Abendmahlsfeier. Pastor Schmidt. 4 Uhr Beichte und Abendmahlsfeier, Pastor Hußmann.— Amtswoche hat Pastor Krämer. Wattenscheid. Gründonnerstag. 9 Uhr Beichte und Vorbereitung zum heiligen Abendmahl, Pastor Engelbert. Gründonnerstag. 5 Uhr Vorbereitung und Beichte zum heiligen Abendmahl, Pastor Kuhlmann. Wattenscheid. Friedenskirche. Karfreitag. 8 Uhr Frühgottesdienst, Pastor Engelbert. 10 Uhr Hauptgottesdienst, Pastor Kuh.mann(Feier des hl. Abendmahls). 2 Uhr Kindergottesdienst für Knaben und Mädchen, Pastor Bonne. 5 Uhr Abendgottesdienst, Pastor Bonne.(Nachher Beichte. Alte Kirche. Karfreitag. Halb 9 Uhr polnischer Gottesdienst, Pastor Mückeley(Jeier des hl. Abendmahis). 10 Uhr deutscher Hauptgottesdienst, Pastor Engelbert. Kapelle zu Höntrov. Karfreitag. 10 Uhr Hauptgottesdienst. Pastor Middendorf. 5 Uhr Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Krankenhaus. Karfreitag. Halb 10 Uhr Hauptgottesdienst. Pastor Bonne.(Feier des hl. Abendmahis.) Die Kollekte am Karfreitag ist für die Armen unserer Gemeinde 10 Uhr Nebengottesdienst im Gemeindehaus. 2 Uhr masurischer Gottesdienst mit Abendmahlsfeier. Halb 6 Uhr lituig er Abendgettesdienst, Pastor Haeseler.— Amtswoche hat Pastor Haeseler(Kirchstraße). Eickel. Gründonnerstag. 9 Uhr Vorbereitung und Feier des heiligen MTESRTEIT PAIT OM#27. 4——4— * uhr Voldelegung gum Feiligen abendmahl. Karfreitag. 8 Uhr Pastor Beckmann. 10 Uhr Pastor Enzeling (Feier des heil. Abendmahls; Vorbereitung Gründonnerstag 4 Uhr). 5 Uhr liturg. Gottesdienst, Synodalvikar Blase. Günnigfeld. Gxündonnerstag. 5 Uhr Beichte und Abendmahlsgottesdienst. Karfreitag. Halb 10 Uhr Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl. Hordel. Karfreitag. Halb 10 Uhr Gottesdienst. 5 Uhr liturg. Gottesdienst. Röhlinghausen. Gründonnerstag. 4 Uhr Vorbereitung zum heil. Abendmahl und eier desselben, Pastor Tigges.(Das Anschreiben geschieht in der sakristet von halb 4 Uhr ab.) Karfreitag. 10 Uhr Pastor Erfling, Halb 5 Uhr liturg. Feier mit anschließender Vorbereitung zum heil. Abendmahl und Austeilung desselben, Pastor Tigges.(Das Auschreiben beginnt um 4 Uhr.) Erle=Middelich. Gründonnerstag. Beichte und Feier des heil. Abendmahls für die Konfirmanden und deren Angehörige, Pfarrer Rauch. Karfreitag. Halb 10 Uhr Hauptgottesdienst mit nachfolgender Beichte und Feier des heil. Abendmahls, Pfarrer Volkening. 2 Uhr masurischer Gottesdienst mit nachfolgender Beichte und Feier des heil. Abendmahls, Pfarrer Rauch. In beiden Kollekte für die dringendsten Notstände in der Gemeinde. Alle Amtshandlungen sind bei Pfarrer Rauch zu melden. Kraz. Gründonnerstag. 6 Uhr Vorbereitung und heil. Abendmahl(für Konfirmanden und Angehörige). Karfreitag. Früh 6 Uhr Pastor Rüter, masurischer Gottesdienst. Beichte und heil. Abendmahl.) 8 Uhr Pastor Krüssenberg. Halb 10 Uhr Divisionsofarxer May=Metz.(Vorbereitung.) Abends 6 Uhr heiliges Abendmahl. Gründonnerstag. Pastor Augener. Karfreito Königsst iele 4 Uhr Vorbereitung für das heil. Aberdmahl. eitag. 8 Uhr Predigt. 10 Uhr Hauptgottesdienst, Pastor Hoppe. 6 Uhr Predigt und heil. Abendmahl, Ristor Augener. In allen Gottesdiensten Kollekte für das Krankenhaüs. Rott Gründonnerstaa. 9.45 Uhr Beichte und Feier des heil. Abendmahls. Halb 5 Uhr Beichte und Feier des heil. Abendmahls. #mw 1 uh maarischer Gottesdienst, Beichte und Jeier des be Abendmahls, Pastor Rüter. 3 Uhr Kindergottesdienst. Halb 5 Uhr liturgischer Gottesdienst, Beichte und Feier des heil. Abendmahls, Pastor Rüter. Haustaufen Pastor Rüter: Beerdizungen Pastor Rohlsing. Schonnegett. Gründonnerstag. 5 Uhr Vorbereitung zum heil. uvendmahl. 6 Uhr voln. Beichte. Karfreitag. Morgens halb 7 Uhr voln. Notbeichte. 7 Uhr voln. Gottesdienst mit Feier des heil. Abendmahls(Kollekte für das Altarbild). Halb 10 Uhr Hauptgottesdienst mit Feier des heil. Abendmahls. Der Kirchenchor wirkt mit— die Kollekte findet statt für das Altarbild der neuen Kirche). Nachmittags 5 Uhr Vorbereitung und Feier des heil. Abendmahls. Stopn=nberg. Gründonnerstag 8 Uhr abends Vorbereitung und Abendmahl. Karfreitag. 9 Uhr Gebetsvereinigung. Halb 10 Uhr Predigt, Vastor Hützen(Kollekte für unser Gemeindehaus). 10.45 Uhr Vorbereitung und Abendmahlsfeier. 4 Uhr Versammtung im Gemeindehaus. Redner: Inspektor Mandel von Neukirchen und andere Brüder.— Samstag keine Gebetsstunde. Apostolische Gemeinde Gladbeck, Bismarckstraße. Jeden Sonntag nachmittags 4 Uhr und Donnerstag abends 7 Uhr Gottesdienst.— Jedermann ist herzlich willkommen! Eintritt frei! Methodisten=Gemeinoe. Neustraße 1. Karfreitag. Halb 10 Uhr Predigt. Halb 4 Uhr Passions=GesangsGottesdienst.— Jedermann ist freundlich eingeladen. Freie evangelische Gemernde Schalke. Gewerlenstraße 72. Karabends 8 Uhr Gebeistunde.— Bevermann is herziich eingeladen. Epangelische Gesellschaft. Ottilienstraße 5. Karfreitag halb 8 Uhr Bibelstunde.— Samstag 8 Uhr Gebetstunde. Evangelische Gesellschaft. Withelminenstraße 100. Karfreitag 5 Uhr Bibelstunde H V Bekanntmachung. Für die Wahlen zur einundzwanzigsten Legislaturperiode des auses der Abgeordneten habe ich auf Grund der§§ 17 und 28 der erordnung vom 30. Mai 1849(Gesetzsamml. S. 205) als Wahltermin: für die Wahl der Wahlmänner: den 3. Juni ds. Is. für die Wahl der Abgeordneten: den 16. Juni ds. Is. festgesetzt. Wo infolge der Einführung von Frist= oder Gruppenwahlen (Art. 1§§ 3, 4 des Gesetzes vom 28. Juni 1906 Gesetzsamml. S. 318 ff.) die Beendigung der Wahlen an den bezeichneten Tagen nicht möglich ist, sind die Wahlen der Wahlmänner am 4. und 5. Juni, die Wahlen der Adgeordneten am 1:. Juni fort= und zu Ende zu führen. Berlin, den 8. April 1908 Der Minister des Innern. v. Moltke. Wird veröffentlicht. Gelsenkirchen, den 15. April 1900. Der Königl. Landrat. Dr. zur Nieden Wann Hauenntz jef wenn in allen Ecken das große ReinWönn Hausputz iSt machen beginnt: das Putzen, Abwaschen, Fegen, Wischen, Schruben, Kratzen, Scheuern, dann bewährt sich, wie schon seit langen Jahren, dabei am besten der bekannte Buhns asch=Extrakt mit rotem Band. Er macht das Wasser weich wie R genwasser und ergibt eine äußerst milde, sparsame, billige AbwaschLiuge, die zu allem benutzt werden kann. Zweckmäßigeres mie Luhn gibt es bis jetzt nicht. In jedem besseren Geschaft zu haf Wo man etwa versucht, anderes zu unterschieben, schreibe man an Luhns Seisenfabrik in Barmen, dann wird Ihnen sofor nächste Nerfaufaftelle witasteift C.. hon 10 Ssse scht 6—1. dn„ —„„—„*„**„ Allgemeine Zeitung. Donnerstag, den 16. April 1908. Bekanntmachung. Des Karfreitags wegen wird der Wochenmarkt im Stadtbezirk Gelsenkirchen auf Samstag. den 18. d. Mte. verlegt. Gelsenkirchen, 15. April 1908. Die Polizei=Verwaltung. Der Oberbürgermeister. J. B: Antoni. Samötag mittag 1 Uhr: Riudsteisch 40 Pfg. Donnerstag 5 Uhr: Nummerausgabe. Schlachthof Wanne. TE Bekanntmachung. Methodisten=Gemeinde## Exage Schmiedonretlter epaat-runar Welhrsnn Al: 1M91•I WDen. Aoab.— PA. K. 44. Schreiner gesucht. A. Jungmann, Rotthauserstraße 51. u. Fuhrknecht gegen hohen Lohn gesucht. Endemann& Hofmann, Mehlhandlung, Wanne. nvalide oder Halbinvalide sofort gesucht. 3855 Biomarck, Wilhelmstr. 92. genlen oder Reisende. welche Gastwirte auf dem Laude bezuchen, können sehr ins Geld gebende Artikel mitnehmen, wofür 35% Provision sof auszahle. Off. u. B. U. 1043 en Daube& Co., Königsberg i. Pr. Der Schmiedemeister August Warm zu Gelsenkirchen beabsichtigt auf seinem an der Vereinsstraße belegenen Grundstücke, Flur 10, Nr. 363/33, der Steuergemeinde Gelsenkirchen einen Hebelhammer aufzustellen. Auf Grund der§§ 16 und 17 der Reichsgewerbeordnung und der§§ 11 bis 20 der Ausführungs=Anweisung dazu vom 1. Mai 19 14 wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, etwaige Einwendungen nicht privatrechtlicher Natur binnen 14 Tagen nach Ausgabe dieses Blattes bei dem Unterzeichneten schriftlich in zwei Exemplaren oder zu Protokoll anzubriügen; Nach Ablauf der Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden Die Beschreibungen, Zeichnungen und Pläne liegen bis zum Ablauf der Frist aus dem hiesigen Stadtausschutzbureau— Zimmer Nr. 47— des Rathauses zur Einsicht aus. Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin vor dem zum Kommissar des Stadtausschusses ernannten Gerichts. Assessor Ebmeter auf Montag, den 4. Mai d. Is., nachmittags 4 Uhr, im Rathause, Zimmer Nr. 47, mit dem Bemerken anberaumt, daß im Fall des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen und die Entscheidung alsdann lediglig nach Maßgabe der Akten erfolgen wird. Gelsenkirchen, den 11. April 1908. 602 Der Vorsitzende des Stadtausschusses: Oberbürgermeister. I. V.: Klose. Neustraße. Karfreitag, vorm. ½10 Uhr: Predigt, nachm. ½8 Uhr: Passions-Gesanggottesdienst Ostersonntag, vorm. ½10 Uhr: Predigt von Herrn Prediger W. L. Völkner aus Franksurt a. M., 11¼ Uhr: Conntagschule, nachm. ½4 Uhr: Vierteljahrsversammlung. Mittwoch, abends 8 Uhr in Lohrheide Nr. 19: Predigt. Donneretag, abends 8 Uhr: Bibelstunde. Jedermann ist freundlich eingeladen. Prediger J. Schmeißer mit Badezimmer, Speisekammer Mansarde und Zubehör zum 1. Juli zu vermieten. Margarethenstraße 15. part. (Wohn= und Schlafzimmer) sofort oder später zu vermieten. Alleestraße 4. I Zimmer Wir suchen für unser technisches : Bureau:: zum baldigen Elntritt einen Lehrling mit guter bildung. Schul11763 Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Gelsenkirchen belegene, im Grundbuche von Heßler. Band 1, Blatt Nr. 22, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkee auf den Namen des Lokomotivführers August Vatenbröcker zu Gelsenkirchen=Heßler eingetragene Grundstück Flur 2 Nr. 156 19, 28.26 ar groß. Hofraum mit Wohn= und Geschäftshaus, Horsterstr. Nr. 11, 1600 Mk. Nutzungswert, am 12. Juni 1908, vormittags 10 ½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 32 versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 30. März 1908 in das Grundbuch eingeiragen. Gelsenkirchen, den 9. April 1908. Königliches Amtsgericht. Snan hoMUR• Fostgottesdienst Donnerstag, den 16. April, morgene 8½ Uhr. Festpredigt mörgens 9 Uhr. Donneretag, den 16. Aprll, abende 7½ Uhr. Freitag, den 17. Aprll, morgene 8½ Uhr. Festpredigt 9 Uhr. Freitag, den 17. Aprll, abende 7 Uhr. Samstag, den 18. April, morgene s Uur Der Vorstand. (part.) an Herrn oder Dame abzugeben. 3816 Margarethenstr. 26, port. r Mehrere ordentliche Leute erhalten schöne Schlafstelle. Berlinerstraße 5, 2. Etg. links. (Mobelfadru., Feldmark.) Möbl. Zimmer mit Morgenkaffee am Hauptbahnhof zum 1. Mai zu vermieren Dickampstraße 5, 3. Etage. Verdingung der Arbeiten und Lieferungen zur Erweiterung des Empfangsgebäudes auf Bahnhof GelsenkirchenBismarck. Termin am 30. April 1908, vormittags 11 Uhr. Zeichnungen und Bedingungen liegen zur Einsicht auf, letztere sind, soweit der Vorrat reicht, gegen gebührenfreie Einsendung von 1 Mark in bar zu beziehen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Ausführungsfrist 3 Monate. 5962 Essen, 2. April 1908.. Kgl. Eis.=Betr.=Insp. 4. Verding. Gustav Stern, Elektrizitäts-Gesellschaft m. b. H., Munckelstraße 20. Ein Knabe als Maler- u. Anste gesucht. Gute Ausbildung zugesichert. 11769 C. Caterdag. Bismarckstr. 229. Sattler- und Doletororlohrling Peiotorerfonriing auf sofort gesucht. 11806 A. 90 Schalkerstraße 192. Sohn achtbarer Eltern als Klempnerlehrling gesucht. 8076 Wilh. Wegerhoff, Klempnerm. Rotthausen, Brunostr. 116. Sohn achtbarer Eltern als Lehrling auf meinem Bureau gesucht. Baugeschäft Stauch, Wilhelminenstraße 30. 20 Mädchen auch Jüngere erhalten sofort gute Stellen. 3077 Frau Agnes Heidepeter, Stellennachmeisbureau Schalke. Herdstraße 41. eingetragenen Grundstücke Hüllerstr., Hofraum 2c. mit Wohnhaus, Wilhelmstraße 60 mit abgesond. Stall, Auf sofort ein Mädchen für halbe Tage gesucht. Essenerstraße 60, 2. Etg. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Gelsen“ kirchen belegenen, im Grundbuche von Hüllen Band 1, Blat Nr. 54, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerke auf den Namen des Hine kalwässerfabrikanten Bugus Schem berg zu Gelsenkirchen= Hüllen Flur 1 Nr. 1506/145, 9,24 ar groß, Flur 1 Nr. 1507/145, 1,36 ar groß, 1950 Mk. Rutzungswert, am 10. Juni 19U0, vormittags 10¼ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 32— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 14. März 1908 in das Grundbuch eingetragen. 602 Gelsenkirchen, den 6. April 1908. 6 Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Gelsenkirchen belegenen, im Grundbuche von Gelsenkirchen Band Blatt Nr. 125, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau Wirts Gustav Beindorf, Eltsäbeig geo. Den zu Geisentiechen eingerragenen Grundstacke Flur 14 Nr. 1217/260, 1,53 ar groß, Hofraum, Gelsenkirchen Josefstraße 3. WohnFlur 14 Nr. 1218 260, 0,94 ar groß,i und Geschäftshaus, 1690 Mark Nutzungswert, am 10. Juni 1903, vormittags 10 Uhr. durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 32,— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 16. März 1908 in das Grundbuch eingetragen Gelsenkirchen, den 3. Apru 1908. Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Gelsenkirchen belegene, im Grundbuche von Gelsenkirchen Band 1 Blatt Nr. 1, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Firma Gebrüder Freienstein zu Gelsentirchen eingetragene Grundstück Flur 8 Nr. 644129, 8.65 ar groß, Hofraum an der Florastraße mit Wohnhaus Florastraße 74, 1620 Mark Nutzungswert, am 12. Juni 1998 vormittane 10 Uhr N. Jun 1900 Vormittuge 10 n. durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 32— versteigert werden. Der Versteizerungsvermerk ist am 30. März 1908 in das Grundbuch eingetragen. Geisenkirchen, den 8. April 1908. Königliches Amtsgericht. Für die vierklassigen Anbauten an der Augusta= und Vonifaciusschule zu Eickel und Overbergschule zu Holsterhausen sollen nachstehende Arbeiten einschließlich Lieferung der Naterialien, für jede Schule getrennt. im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: 1. Erd= und Maurerarbeiten, 2. Zimmererarbeiten, 3. Dachdeckerarbeiten, 4. Klempnerarbeiten, 5. Schreinerarbeiten, 6. Glaser= und Anstreicherarbeiten. Zeichnungen und Bedingungen liegen hierselbst auf dem Amtsbauamte zur Einsicht auf, auch sind daselbst die Angebotsbogen gegen Erstattung der Schreibgebühren zu haben. Die Angebote sind verschlossen und portofrei, mit entprerhender Aufschrift versehen, bis zum 25. d. Mts. an das Amt Eickel einzureichen. 6018 Eigel, den 19 Uuri 10119 Der Amtmann: Berkermann. ur Leitung einer Filiale der Lebensmittelbranche wird ein überaus tüchtiges, zuverlässiges Fräulein gesucht, das einem derartigen Geschäft bereits vorgestanden haben muß und selbständig disponieren kann. Es wird sehr gute Bezahlung zugesichert, dagegen auf eine nur wirklich üchtige Kraft reflektiert. Antritt 1. Mai. 11812 An jebote mit Zeugnisabschriften unter A. Z. 270 an die Expedition dieser Zeitung Verkäuferin für mein Schuh= u. Mauufakturwarengeschäft zum 15. Mai oder 1. Juni gesucht. Nur solche, welche gute Zeugnisse aufzuweisen haben, wollen sich melden. 11774 Kaufhaus A. Heymann, Gelsenkirchen II1. Ueckendorferstr. 95. Ordentliches 11818 Dienstmädchen sofort gesucht. Essenerstr. 33, 1. Etg. Tüchtige Mädchen 4-räumige Wohnung von ruh. Familie per 1. Juni gesucht. Gefl. Off. an H. Dahmen, Wannerstr. 66, 1 Etg. Gelegenheitskauf! Spottbillig Oberbett 15 Mk., 2 Fahrrädes 25 Mk., Rähmaschine(Schwing= schiffchen), neu, 65 Mk. 3213 Wald= u. Moripstr.=Ecke 14, bi Neubau am Hauptbahnhof. Früher Kaiserplatz 9. Nähmaschine, fast neu, für 40 Mk. zu verkausen. 3851 Czibor. Kronprinzenstr. 49. Eine Pendeltür, auch als Schiebetür zu gebrauchen, steht billig zu verk. Gelsenk.=Hüllen, Hüllerstr. 8. Schönes Schuhmacher werkzeug billig zu verkaufen. 3868 Overhofstraße 9 Plüsch- und Staffsota (neu) äußerst billig zu verkaufen Augustastraße 14, unten. 2 Schaukasten 183X78 cm zu verkaufen. Wilhelminenstraße 137. Spottbillig. Kleiderschränke von 18 Mik an, Glasschränke von 12 Mk. an, Bettstellenm Matratzen von 18 Mt. an. Nahmaschinen von 15 Mk. un, Kommoben von 10 Mk. an, Vertltows, Sosas, Anrichten, Herde, Zische und Stühle sehr billig Bismarckstraße 96. Wohnung von 3 durcheinandergehenden Zimmern, mögl. abgeschlossen, per 1 Juni oder Juli von kleiner Beamtenfamilie in der Nähe der Munckelstraße in bess. Hause gesucht. Offerten unter W. K. 700 an die Exp. dies. Ztg. erb. Zum 1. Juli ds. Is. wird von kinderl. Ehepaar(Beamter) eine bessere Wohnung von 4—5 Räumen, in stillem Hause zu mieten gesucht sieustadt u. Nähe ders. beborz. Gefl. Off. unter A. B. 272 an die Erpd. d. Ltg. erbeten AEGE Geachäftshaus, in der Nähe des Bahnhofes, mit Einfahrt, Hofraum, Lagerräumen, großen Kellern, der Neuzeit entsprechendeingerichtet usw., unter günst. Bedingungen zu verkaufen. 3842 Wo, sagt die Exped. d. Ztg. 2 echöne Güter im Kreise Hamm, zirka 300 bis 600 Morgen groß, preiswert zu verkaufen. Offerten unter A. H. 268 an die Geschäftsstelle d. Ztg. Fahrpad tabelier, spottFanrTau, billig zu verk. Besichtigung bis nachm. 3 Uhr. Vereinsstraße 45, 2. Etg., — Ecke Arminstraße.— Plüsch-Sofa 53 Mk. Leder-Sofa 39 Mk. zu verkaufen. 3074 Bahnhofstraße 70d. 2 grobe Schweine zum Weiterfüttern zu verlaufen Gelsenkirchen 3, Ulmenstr. 22. Zwei schöne. 3075 Schaflämmer zu verkaufen. Schalkerstr. 54 Entlauten. Meine Tochter Frieda Sturm hat sich heute morgen 10 Uhr vom Hause Bulmker Markt entfernt. Eotl. Mitteilung über den Verbleib des Kindes erbittet Heinr. Sturm Gelsenk.=Hüllen, Westfalenstr. 61. Heirat. Junger solider Mann. 30 alt, ev. sucht die Bekanntschaft eines anständig und häuslich erzogenen Mädchens, nicht unter 25 J., zwecks baldige: Heirat. Off. unter A. D. 274, mögl. mit Bild, an die Exped. ds. Bl. bis zum 20. d. M. erb. Kräftiges Mädchen von 15—16 Jahren zum 1. Mai!„„ zur Stutze der Hausfrau ges. serhalten sofort gute Stellung Industriestr. 44, 2 Trepp, I. shier und auswärts durch Stellenvermittlerin Frau A. Böhm. Wanne, Friedhofstraße 5. Achten Sie für Küche und Haushalt sucht per Anfang Mai Frau Bauunternehmer August Stecker. Rotthausen. Aelt., ev. Mädchen oder Witwe ohne Kinder, mit uten Zeugnissen, welche einen haushalt selbständig führen und gut bürgerlich kochen kann, sowie für alle Hausarbeit ges H. te Heesen, Gelsenkirchen, Vereinsstr. 44. Suche sofort oder nach Ostern ein bess. Madchen für alle Hausarbeit inkl. Haushalt. Kreuzstr. 16, I. Eto. Gesucht für eine größere Nebenprodukren-Gewinnungsanlage einer in der Nähe von Bocham belegenen Schachtanlage ein tüchtiger, mit dem Betriebe durchaus vertrauter und energischer Betriebsführer. Bewerbungen sind unter Beifügung eines eingehenden Lebenslaufes, von Zeugnisabschriften, sowie unter Angabe der Gehaltsansprüche und des Eintrittstermines an die Geschäftsstelle dieser Zettung zu richten. Gesucht zum 15 Mai tücht., gesundes, besseres Mädchen, welches auch waschen kann, für kleinen herrschaftlichen Haushalt (2 Personen). Meldungen vormittags od. nachmittags nach 5 Uhr 3849 Hüllen, Dorotheenstraße 15. aut Vchwinkelstr. 14 (nebe in A. Suche für gleich nach Ostern ein in allen Hausarbeiten und Wäsche erfahrenes, sauberes Halbtagsmädchen. Gelsenkirchen=Bismarck, 11808 Annastraße 10. Bess. Mädchen sucht per 1. Mai Stellung als Stütze der Haussrau. Selbiges ist in der Küche erfahren. 3865 Offerten unter A. E. 273 an die Geschäftsst. d. Zig. Ein properes, evgl. Mädchen, nicht unter 18 J., welches alle Hausarb. verst., v. einer kinderl. Familie pr. 1. od. 15. Mai ges. 11818 Gelsenk. 3, Glückaufstr. 42. Ordentliches Dienstmädchen sofort oder 1. Mai mit nur guten Zeugnissen gesucht. 11772 Elisabethstraße 5 Ordentl. Mädchen baldigst gesucht. Frau Wilh Stiepel, Berthastraße 22, Nähe der Möbelfabrik AE Zu vermieten z. 1. 7. ds. Is. zwei abgeschl. 5=Zimmer=Wohnungen mit Badeeinrichtung u. Gaslamven in der Christinenstr. u. Florastraße(am Bulmker Stadtgarten). 5984 Nah in dem Geschäftszimmer Augustastraße 57. Der gemeinnützige Banverein. 3 Zimmer in besserem Hause, abgeschl., sofort oder später zu vermieten. A. Jungmann, Rotthauserstraße 31. Zu vermieten später schöne sofort oder 110 Wohnung von 4 Räumen, in besserem Hause, an ruhige einfache Leute Schalke. Kaiserstr. 73. 0 * 2 6 7 Grösstee Lager in Möholn Kachhordan Möbeln, nschherden, Anzügen, alle Grössen, Damenkragen, Staubmäntein Zut leichteste Abzahlung. Ganze Braut-Ausstattungen Anzahlung nach Vereinbarung. 6 E 57 6 2 10 2 * #9 Allgemeine Grösste und leistungsfähigste Spezial geschäfte im Industriebezirk::.:: Livreen Wollen Sie Ihren Bedarf in Gerren- und Knaben-Garderoben in allen Tellen vorteilhaft und zur vollsten Zufriedenheit decken. so seien Ihnen unsere Spezialgeschäfte, deren bester Ruf weit über die Grenzen des Industriegebietes hinausgeht, auf das Angelegentlichste empfohlen:::: 3::: 3: 3: 3::: 2: Ganz hervorragend grosse Umsätze, gemeinschaftlicher Einkauf mit 15 ersten Spezialgeschäften bringen gewaltige Vorzüge im Einkauf und in der Herstellung und somit unerreichte Preiswürdigkeit und erstklassige Waren mit sich::: Gelsenkirchen, Alter Markt Gegründet 1877. Gegründet 1877. Gelsenkirchen I. Chorleiter: W. Krapp-Escen. Ueckendorf Vlll b. Kreis Ruhraau Dez. Am 2. Osterfeiertage Am II. Ostertelertage, dem 20. April d. Irs. findet im Saale des Bahnhofs-Hotels in Gelsenkirchen ein grosses Gelsenkirchen-Ueckendort. Dirigent: Herr Wilhelm Fröhling, Essen über Sutum, Schloß Berge, Buer nach Horst Abmarsch: 2 Uhr nachm vom Vereinslokale. Rege Beteiligung, auch der passiven Genossen erwartet Der Tururat ::: Vokal- und::: Instrumental Konzert Im Stadtgarten-Saale statt, unter Mitwirkung eines Italienischen philbarmonischen Blasorchesters. Unter anderem gelangt sum Vortras„Lenzeturm“ vor Stuem, mit welchem Chor der Verein auf dem Ge-angwettstreit in Hordel, in der ersten Klasse den ersten Preis errang, ferner Lieder von Schuuss, Ceuerleber, Weinbardt, Geyr, Richter, Kirch und Spreuger. Vech dem Konrert: Anfang 7 Uhr DB∆IIII. Anfang 7 Uhr Karten im Vorverkauf 50 Pig. für Konsert und Ball an der Kasse 75 Pfg. sind zu haben im Vereinslokal Restaurant zur Altstoct C. Simon, Aiter Marh:, Wi:: Toetenterp, Florastrasse. Friseur Scheidt, Hocher ose und bei den Mitgliedern Dr Vorstand. für Niederverkäuler. Empfehle mein Fabrikunter Mitwirkung der Essener Kapelle, unter persönlicher Leitung des Herrn Direktors Langeubach und des Frl. Eumy Langenbach(Mezzo-Sopran). Vortrags-Ordnung I. Tell. 1a. Kaisermarsch b. Ouvertäre z. Op.„Raymond“ 2a Die Kapelle) b. Erste Ross) Männerchöre 3. Lasst mich gehen 4. Fantasie aus Wagner’s Tannhäuser öe. Aufenthalt„ b. Die böse Farbe) Fräglein En c. Von ewiger Liebe) Besen, in Kurz-, Weisse und Wollwaren. Spezialität: Garne, Strümpfe von Vogt „ 4 Thomas „ Kreutzer Richtar „ Ed Nössler „ Hamm " F. Schubert „ F. Schubert " Joh. Brahms C. M v.Weber „ Heuser Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 19, i. Et Blaukreuzverein, Bulmke. An den beiden Osterfeiertagen, abends 7 Uhr, im Gemeindehause, Florastraße 111: Versammlung in welcher der Herr Stadtmissionar Hinn sprechen wird Zu dieser Versammlung sind alle Gemeindemitglieder herzlich willkommen. Der Vorstand. Astersonntau und Ostermontag Patent-Bureau B. K Berlin N. 54, in grosser Auswahl— enorm billig. Schaarwächter, Gesellschaft„Maiglöckchen Gelsenkirchen Hl allen Ratten, Mäusen, Schwaben, Wanzen Ameisen durch den geprüten und kenzessienierten Kammerjäger. Bestellungen brieflich bei Ado Schlüter, Hotel zur Post, erbeten Jocef Stettene. K. Kammerjäger, Duisburg, Ludierplatz 17. Telephon 1887, Amt Duisburg. Referenzen aus ganz Deutsch and. feiert am Oetermoning. nachmittage 5 Uhr, im Lokale des Herrn Timpe, Bochumerstr. 134 vein diesjährigen von Schalkeretr. 20 n. Hochstr. 75. Sprechst. von 9—12 und 2—6 Mittwochs und Sonntags nur bis 12 Uhr. Behandlung veralteter, innerer Krankheiten u. Rheumatiomus. Diagnose nach Pastor Helte Spielplan. Donnerstag. 16. April, 7½ Uhr: „Mignon“ Freitag, 17. April. Charfreitag geschlossen. Samstag, 18. Aprül, 7¼ Uhr: „enchäuser mit nachfolgendem vor Freunde und Gonner herslich eingeiaden sind Gründung 1864. Die stetig steigende Nachfrage Fernsprecher 893. 1= 3• Die Firma widmet der Abteilung Kinder-Stiefel ganz besondere Aufmerksamkeit. Zweckmässige breite Formen. 8 K. nach Wessling-Schuhen veranlasste die Firma, zum Osterfeste die Läger so reich ich mit allen geschmackvollen Neuheiten zu versehen, wie nie zuvor. Die letzten französischen Formen sind bereits für Damen und Herren eingetroffen. Hauptpreislagen für Damen- und Herren-Stiefel: Mk. 8.—, 9.—, 10., 1I.—, 12.50, 15.—, 16.50, 18.— Nur wirklich gediegene Ware, für deren Ilaltbarkeit garantiert werden kann, gelangt zum Verkauf. Moderne Halbschuhe mit breiten seidenen Riemen und grossen Oesen. Alleinverkaus da-„Harz--Schube. Auswahlsendungen können vor dem Fests nicht gemacht werden. Kochgeschirre empheblt bil#g Heinrich Preute bahnh-Istrasse 30. Für die Hausfrauen. die sich noch an da- Wort Nar arine 9192323, smpsel. 2 ich als 59 9 Ersatz für die teure Butter Pflanzenbutter per Pfd. 80 Pig. Dieselbe ist echwach gesalsen, braunt and schaumt in der fanne und ist leschter verdaulich als alle ecnstigen Speiselette und der sorenannten Kochbutter vorsunehen Gustav Kullenberg. Alter Markt und KaIstrasse Farben, Lacke. Bronzen. Pinsel u. Quaste C. A. Brüning, — Marktstr. 3.— * Rutter ist sehr teuer, deshalb versuchen Sie meine vorzügliche Sußrahm=Margarine 9 Pfd. 7.00 Mk. frankd per Nachn. Verlangen Sie Probepaket. 5 Bid. 4 Mk frk. Sie werden alsd. sof. nachbestellen. 11292 Hemmerde i. W., C. F. Husel GALLENSTEINE! Verr5 Apeihener Rinzier. Nuraberg. Bavern Ihre Gallensteinkur hat sich schr gut bewährt, bin ganslich bei gestellt und Ihnen für des Aittel schr verpflichtet; mochte wunschen, dass alle Callensteinkranke bewogen werden, daszelbe an zuwenden. Hunlbeuseni. E., Sypbenstaden: Frau Lehrer Weres Lahlloss Kuterleige, kein: De rutseldrung. Wirtung verbi##e n“. — m##lich viel emptohlen.— Droschüre koetenlos durch Hernans Blagier, Erkrath(Rbein Patentanwalt Sack-Leipzig Besorgung und Verugsturg Fischbach's Tanziehr-Insbinl. KampNr. 35. Die neuen Kurse in meinem Saale beginnen am Mittwoch, den 22. April, nachmittage von 5—7 und abends von 8—10 Uhr. In Hessler Larfas an Aälag, von 27. Aprik, im Saale des Herrn Kornhoff. Saale des Herrn Thiemeyer anfangs Mai. Weitere Anmeldung. erwünscht. Anmeldungen für einen anfangs Mai beginnenden Schüler-Durinn:en 624-1. 1n Grdol= garten werden in meinem Institut entgegen genommen. in Schaike Patente, Gebrauchem üster * Marenzeichen besorgt und verwertet mit Erfolg Fatentbureau H. Holtappels& Cie. Eesen(Ruhr), Lindenallee 91 Koncorvan HUneervon. Erbsen, Spargel, Schneidebohnen, Brechbohnen, dicke Bohnen sehr schon und gart, empfichlt Gustav Küllenberg. Alter Markt und Karlstraße Zlumendünger Pflauzennahrung Pflanzenschut2 gegen Blattläuse empfeh!: Gustav Küllenberg, Alter Meret und Karlstrasse Rotwein (garantiert rein vom Fass EDE Liter 90 M N. Wolff. Bahnbofstraße 65. Waldmeister getron sehr aromatisch, Waldmeister-Essenz Ananas. Pfirsiche etc. sowie alle anderen Artikel zur Ramlo bur BotI. Reine Weine v. 70 8ig bis Mk. 4.00 p. Flasche. Konnak, Liköre gut und billig. Carl Imhausen, Alter Markt 7 u. Kreuzstraße 16. Schokoladen Zum Essen: Extra-Zart, Oeutsche AlpenmiichSchokolade, Tafel 25 und 50 Pfg. Herren-Schokolade, Tafel 50 und 75 Pig. Zum Trinken: Mark-Schokolade, Rhenania-, Adler-Schokolade, Mk. 1.50 bis Mk. 2.50 das ½ Kilo Kakao- Pulver Marke: Adler- Frühstück- FamilienAlle Kakaosorten sind gleich nahrkraftig und unterscheiden sich wie die verschiedenen edeln Weine des Rheingaues nur durch Reichtum an Aroma. Kaka0 2.40 Kaka0 2.— Kaka0 1.80 per ½ ko. Der Name STOEEGERCH auf Schokoladen und Kakaos bürgt für Güte und Preiswürdigkeit. Fussballstiefel Marke„Palmen“ in Grössen 35 bis 46 stets vorrätig. Wilh. Wessling, Gelsenkirchen Alter Markt 11-13. Teilung. Donnerstag, den 18. Adril 1908. Fahrrad he Sie ein üssen Sie undedingt mein Lager esuchen. Preise konkurrenzlos. Zequemste Zahlungsbedingungen R. Roif, Bochumerstraße 164. und Umgegend Ferusprecher 1788. fürchterlichste □ Sportwagen Verdeckwagen, Kinderwagen in denkbar grösster Auswahl. Elasttser.... ven 3.35 Zwelsitzer... von 7.50 Verdeckwagen von an. an. an. Kram Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 4j. ahresverse d 7 000 000 Faschen. Natürliches Aachener Thermalwasser „Kaiserbrunnen“ abresversand 7 900 000 Flaschen abg kühlt und mit Kohlensdare versein.— Talel wasser von hervorregendem Wohlgrechmack. Aachener Kaiserbrunnen!: wurde von Sr. Majestat dem Kalser au seiner Mittelmeerfahrt getrunken. 3: Aachener Kaiserbrunnen s: wird seit 26 jahren an Bord samilit her Schiffe des Norddeutsches Lioyd, de; Red Ste Lisie sovielen anderen Schiffahrtsgesellschaften gefuhrt. s Aachener Kaiserbrunnen#: 1e1 voa vielen Aertten warm empfohles vorden Ueber die Aachener Kaiserquelle sehndel sich im Aschener Stadterchir ein Brief des beruhmte: Gel-hrtse Protessor Or. Justus en Liebig von#n derselbusammen mit Dr. Mochein deren Wesser analvsiert bai und Sasstiutu aus epe Lirtiwasser dus wweii besrichuete. ls malsa besseree W rehatten eingeführt und erhalllich in: Alte Apethehe, am Neumarkt, Behnerts-Apotbar. Hauptniederle.e und #rh ihttolilt ss:: Unter sschgemase: Kontt der Aachener Stadtverwelt. abgefullt. Ven chte bir“. en arser geann Neg-Tellasstel mitde 49otllen Austank #alse brunnen G. Hoffm un, Gelsenkirchen.*“ Feraspr.eher 964 Unwiderruflich! Nur noch bie zum I. Mai. Auf bielseltig Dunsc von der Reise zurüg. Wunderdar! Otaunenerregenal Alles kommt, bört und ethunt. Wer lctet das Dunkei der Zukunst? 3723 Wer gibt eine scharse Kritit des Charaktere! Madame de Ferrand, Phrenelegin, wissenschaftlich gebildete Kopf= u. Handiesecia, drurtet#t Charakter, Fähigkeit, sowie Lebenslauf einer jeden Perion. Sie wurde konsultiert von Mitgliedern fürstl. Hamilien in Wiesbaden. Sprechstunden von nachm. 2 bie Hiung ebsabe 10 Uhr. Sonatage auob Sprechat. Seisenkirchen: Jechumersbusse u. 1tn Glückes. Separater Eingang. Weldenstrasse. Am I. Oeter-Veiertage findet koine Oprechstunde etatt. Die Neu! Neu! Record-Pendel-Waschmaschine. Stahldecken und Wandbekleldungen, für Neu= und Umbauten von Wohnzimmern, Salons, Laden und Restauratiansrdumen geeignet, übertressen an dalibarkeit und Eleganz jede andere Bekleidung In Gelsenkirchen ist im Restaurant zum Amtsgerich: Juh ber Fr. Hoppe) unsere Docken= und Wandbekleidung ausgeführt und ist Besichtigung derselben zu eropfehlen. Deutsche Metalldecken-Fabrik. Gewerkschaft Northren. Giserseld a d. C. Alle bisherigen Pendel= Gaschmaschinen, auch die aus unudertroffen angep riesenen, werden an Vorteil und Beavemlichkeit von der Rererd-Pendel-Koschmaschine weit übertroffen. Die Record=Wasch= maschine ist also die Waschmaschine der Zukunft Adnedmbarer Wäschebeweger. Freier Bortich Bequemes Aussrüien dei Wasche vor dem Durchwringen. Gesten Berschluß. Infoige des abnehmdaren Wäschebewegers kann die Baschine nur vom Eigentuner denußt weiden. Benutzung durch onberusens Fstisnen vollständig ausgeschlessen Garantiert deste Reinigung der Wosche, leicht gehendster Gang Reine andere Maschine lann mit diesen Vorteilen gelieiert werden, nur die Record-Pendel=Waschmaschinen, da diese patentiert und geschitzt sind. Unübertroffen in verschied. Systemen Record=Wasch-Maschinen, wie Wassermotore, Z###ftmaschinen 2c., Mangelmaschinen, Nähmoschinen, Wringmaschinen und Fahrräder. weitgedendste Garantie. Zu Fabrikpreiien, franko Haus. Giets grobes Laget. Fr. Brüss, Gelsenkirchen, Kaiserplatz 6, I. Etage. Oeffentlicher Möbel-Verkauf. Heute und solgende Tage sollen zu Gelsenkirden Ahstraße 25(Unterl ausl, gegenüder dem Rathause, nachtehende noch neue Mövel zu den dobei vermerkten Sport zreisen gegen Barzahlung verkauft werden. und zwar: 2tür. Kleiderschränke mit Schubl. für 25 und 29 Ml. Beitstellen mlt Sprungsebermgtragen 26 u 85 a2 Stühle 2 Ml., Eische 3.50 u 4.50 Mt., Losae 3? Mi. ganz großer Kleiderichrank, zerleaber. S- u. 46 Mi Gert:kow mit Spiegelanises 37 Ml., großer geschl## Spiegel mit Unter.ag 20 Mf., Slarichreut 2n uuk. Rüchenichrant 12 Olt., Aurichte 15 Bit. Lehucdeni 10 Mt., serner engl Schlalzimmer- Pinrichlung. Pluschfofe, Pillich- und Zucgarniinren, Ledersose u Blurgerbereben, somte sonstige Model. Prautleute erhalten 10 Proz. Rabatt.— Lieferung frei B##taufte Möbel können aul Wunsch noch einige Reit aufbewahrt werden. C. Dudt, Gelsenkirchen, Obstraße 26(unsen). gegenüber dem RatbautNeu übernommen. Herm. Liebau Hichl 41 Hochstraße 41 (Nummer beachten) lielert mit kleinster Hnzahlung auf Niegedacht das moderne Wasch= und Bleichmittet#e oder Chlar: kein ten zu Gustav Pieper. Marmors und Granit-Industrie. Säge-, Schleif- und Polier-Werke mit KraftbetriebRbzahlung oder bar Anzöge Damenkonfektion Kleiderstoffe #### S EMöbe! Betten Herde Kinderwagen Sportwagen. Eine Seheuswürdigkeit ist das Laue: Bleichmittel Kein den rur to:alen Ausrottung aller nserten. Bestes Mittel gegen Schwaben Kaker’aken Waagen 16.— Täglich Aberkennun en.— Für Mensches anschädlich! Nur zu haben in der Medizlnal-Dregerie Julius Schmitz. — G.IsenLirche-Be altg.— Kalsereitasee, Sche Cortllostrasee — Teleion Nr. 111g.— Küken gedeihen prächtig, wenn sie Fleischtaser-K'ken utter erhalten. Billigst bei Gustav Külienberg. Altes Markt und Karlstraße a. westfällschen Schinken empfiehlt Bernh. Kortendiet, Augustastraße 19, Hohenzollernstraße 88 Schirme werden repariert und neu über ### in der Schirmtabrik W. Gebauer, Euhr Rochstrasse 39 und Bahnhofstrasse 56. Oberrealschule. Anmeldungen neuer Schüler werde ich Montag. 20. April, vormittags von II—1 Uhr und Dienetag, 21. Aprll, vo mittage von 9 12 Uhr. imn Schalge ande entgegennchmen. Vorzulegen eind das letzte Schallengnis und der Impfachein. Die Aufnahmeprüfung ändet Mittwoch, den 22. April, vormittags von 8 Uh; ab statt. 11529 E. Fritzeche, Direktor. Städt. Gymnasium zu Watienscheid. Beginn des Schuljahres 25 April; Aufnahmeprüfung am Tage no der. Ruf den mittlerenKlssen nach Wahl griechischer veer bealgymnastaler Ersog-Unterricht. Vormittagsunterrich 8—1 Uhr) Anmeldungen nehme ich schriftlich stets ent gegen, mündlich am Samstag, 4. ubru, 9—1 Uhr, und Dienstag. 31. Aoril, 9—1 und 5—7 Uhr. 11566 Der Gymnaei ildirektoe: Prof. Dr. Hellinghaus. Städt. höh. Mädchenschule Wattenscheid. Das neue Schuljahr beginnt Dounerotog, 28. AbrilAnmeldungen werden Samelag, 4. u. Mlllwech, 22. Aoril 85— 5 d#mt, Smgggcmm 11365 Aufnadme finden Schülerinnen vom 9. Lebensjahre an Die trusung de selben findet am 29. Aprtl, nachmittags 3 Uhr statt Die Vorsteherin! Oberlehrerin Gasse. Knaben-Institut Spielwigge bei Lüdeuscheid. Gegründet 1858 Gesund: Lage in ländlicher Stille Schnelle und sichere Vorverelinng für die oheren Klatten bögerer Cchulen, gewissenhaste Heautsichtigung, besie korverliche Pflege. Druhenebreie gertug Broipett frei. Dr. Rentrop. Bad Kiceinnon Hotel Englieoher Hof, Dau Kissingen. nächst dem Kurgarten, den Quellen und Bädern. Komfortabel eingerichtete Zimmer. Auf Wunsch volle Pension. Zivise Preise. Elekrisches Licht Besiper: Ch. L. Zapf. Kunden ohbe Anzahlung Schweine, die schlecht fressen, mülsen Brockmanns Putterkals Marke E ins Futter bekommen. Ragt dis Exsaslust in aullellende: Weise an. Stets zu Originalpreisen zu baben bei 5890 Gustar Köllenberg Alter Markt und Karlstrasse. Abertannt beste Hiausbaltungsseite Großstadtseife 247• mit dem Schmied Geseislich geschutst. Prechtvolle Primien. Gebrauchs- oder Schmuckgegensl#nde. Fr. Schmidt, Seifenfahrik, Geisenkirchen. Auf Teilzahlung " Anzüge nach Mass.“ Für Herren, welche den Stoff selbst liefera, werden Anzuge unter Garantie des guten Sitrens auch Günther Wiegand, Hotthausen. Marktplats O. — Bestellung per Postkarte genngt.— Frische Fische! Gute Fische! erhalten Eie heute nachmittag von 4 Uhr ab u Buttler's Fischhalle Frankenstrasse 3-, Holtesiclle der Straßenbahn Ausweiche Bulmnke Da ich die Fische direkt vom Fangplatze beziehe bin, ich age einer jeden Haustrau etwes vorteilhaftes zu bieten ich empfohle: allerfeinsten grossen Angelschellfisch, sowis Mittel- und Klein-Schellfisch, fl. weisstleischigen Kabeljau, R. Seeaal, fl. Speckschollen, K. Knurrbahn usw. äußenn viunig Pfund Mk. 1.30 Geisenkirchener Dampfmelkerei u. Schweizerhof. in der Lage Sübrahmbutter be4r3 6e: — Bandwurm, Spul- und Madenwürmer. Bluterm., Nerr#s, Sch angn., dunkle Augenringe, Ahmager, Uebelk., Sodbrennen, Magen- u. Dermbesch werden, Kopf, Kreur u. Leid#chme sen, Schwindel,. melsa bei Stimmung Terdsner 2 Mlunden, gans schattos J. Olberg, Spezialist, Gelsenkirchen. Sprechsiunden: Mienstage u. Preitege deo gan: Teg, Soantege v 8—1 Uhr im Rost Walterachend, Pechumeret (Soooofach erprei u In tadelloser Papform aus nur solldesten Stoffen. in bekannt bester Verarbeitung und Formhaltung. Passende Kleidung auch für schlanke und korpulente Herren In jeder Stoffart— In jedem Fasson In jeder Ausführung. Wir fertigen unsere Kleidung nach bestens erprohten Schnittmodellen auf eigenen Werkstellen an und sind In Bezug auf Leistungsfähigkeit und billigen Preis unerreicht. Das Neueste in allen Abteilungen. Hervorragend große Auswahl. Streng feste Preise. Die teure Zeit ist Jetzt vorbel schtung! Haustrauen Achtung Eier! Eier! Eier! Offeriere heute extra große Oldenburger und westsälische Landeier, besonders auch geeignet als **"" Soleier**** für Wirte, zu den billigsten Preisen. 11801 Prima Koch- u. Trinkeier von 8 2. an sowie alle anderen Corten Eier riefig billig. Für jedes bei mir gekaufte Ei wird * G a r a n t i e ü b e r n o m m e n. Ein feiner Osterkuchen ist des Schnells Nur bei Weidenstr. 1, an der Bochumerstr Gallenstein. Krankhei; ihre Ursschen. Polgen und natur. gemaße Heilung. Nach neuesten Erfahrungen bearbeitete Schrift und unentbehrlicher Ratgeber, um selbst ohne große Kosten den Weg zur Bekämpfung des Leidens anzubahnen. Da die Schritt eine Volksschrift werden soll, ist diese zwecks rascher Einführung in den nächsten 14 Tagen gratis und franko erhältlich vom Verlag medizinischer Schriften. Mannhelm O. 69 Nach Ablauf d. Puist nur durch d. Buchhdl. zu Mk 2.30 zu bezienen Hasenbrot. Zutaten: 250 g Butter, 375 g(¾ Pfd.) Zucker, 6 Eier, das weiße zu Schnee geschlagen, 500 g Weizenmehl, 1 Päckchen Dr. Oetker’s Backpalver, 1 Teelöffel voll Zimt, 1 Messerspitze voll gemahlene Neiken, 50 m Sukkade, 125 g Korinthen, 8 Eßlössel voll(50 g) Kakav, 1/8—¼ Liter Milch.— Zubereitung: Die Butter rühre schaumig, gib Zucker, Eigelb, Milch, Mehl, letzteres mit dem Backpulver gemischt, hinzu und zuletzt den Kakao, die Korinthen, Sukkade, Zimt, Nelken und den Eierschnee. Fülle die Masse in die gesettete Form und backe den Kuchen in ca. 1½ Stunden. Anmerkung. Man gibt zu dem Teig soviel Milch, daß er dick vom Löffel fließt. 6014 Empfehle für die Feiertage: Prima Mastkalbfleisch primaRind= u. Schweinefleisch sowieff. Fleisch- u. Wurstwaren zu den billigsten Tagespreisen. Bei Mehrabnahme in Nurst gewähre besonderen Rabatl Arnold Abt, gewerkenstr. 2. 1073. 7—3 Fahrrad- u. Näh# maschin.n-Reparaturen Emaillieren und Vernickein prompt und billig. Grösste Auswahl in Ersatz- u. Zubehörteilen. Empfehle meine Brennabor-, Panther-, Neckaraalmer Pfeil-, Victoria- und Dürkopp-Fahrräder zu reellen Preisen. Simon Mahlert, mech. Werkstatt, Bochumerstr. 93, an der Rheinelbebahn. Filiale: Günnigfeld. Kaiserstrasse 20. Prima Ait ohne Unterschied g1 I, der Stücke, Pfd. 00 PFrimna Schueiueleiseh Schveigez, 65 Pfd. Pig. mager und durchwachsen, Kalbfleiscn.... Pnd 60 Pig. Alle anderen Wurst- und Fleischsorten zu den billigsten Preisen. leh bitte meine Preie-Tafel zu beachten! Prima Aufschnitt von 60 Ig. Gottesleben Ratthansen, Rrunnstr. R1 RUSchrererSSan,——-—— K SGer: Grosser Ausverkauf in Tapeten- Resten zu enorm billigen Preisen. Alep Taug Viktorisstr. 3, direkt am Kaiserplas. EETY) Tel. 1425.— Beschneiden gratt: Möbel Betten Herde Sofas Divans Zum Feste! Liegt es Ihnen daran Kleiderschränke in besten Qualitäten zu undbertroffenen gülnstigen Bedingungen zu kaufen, so decken Sie Ihren Betlarf nur im ersten u. grössten Waren- und Möbel-Kredithaus von J. Silberpfennig H., Evangeliecher Arbelter-Verein Gelsenk.-Schalke. Pananal Unnaammlimn Ccllerar- Ver sammlung Ostermontag, den 20. April 1908, vorm. 11 Uhr, im Vereinslokal Wegener. 1. Zahlung der Beiträge in beiden Kassen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Kassenbericht pro 1. Quartal 1908. 4. Beschlußfassung über die Beteiligung an dem Jubelfest in Herne und an dem 1. Stiftungsfest mit Fahnenweihe in Schalke=W.=Heßler, am 28. Juni 1908. 5. Verschiedenes. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. NB. Ausgabe der Eintrittsfarten für baa Ahellest in Wattenscheid. Verkauf. Wegen Auflösung sollen heute und folgende Tage zu Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 40(Laden Posten inder Glat bessere Möbel, wie: 5728 ARIETAURNT. Aorrschruntk. Gelsenkirchen, 18 Alter Markt 18, nebon Wirtechaft Caepar Simon. Anzahlung Nebensache. Anzüge für Herren u. Knaben. Kleinste Abzahlungen. Kommoden, Glasschränke, Tische, Stühle, Eimerschr Büfetts, Sofas, SpiegelVertikow. mod. Schlaf“ zimmer m. Spiegelu. Marmor, mod Küchen, Wohnzimmer Plüschsofa Plüschgarnituren engl Bettstell. u. Schränke, Tische Stühle Lehnbänke u. dergl. freihändig gegen Bar verkauft werden. Lieferung frei Haus. Siehe Anzeige darüber in u. Zeitung(Morgen). O. Caspar belsenkirchen, Bahnhofstr. 40, (Eingang Glaspassage). Flotte 11635 Tageswirtschaft mit 10000 Mk. Anzahlung (eigenes Geld wegen Krankhett zu verkaufen. Preis 115000 Mk. Sparkassen. taxe 110000 Mk Näheres Undv. Drenner, Aaktionater. Gelsenkirchen, Arminstraße 22. Allgemeine Zeitung. Donnerstag, den 18. April 1903. den Handtungsgehülfen Kart B. rücklings zu Boden gerissen, ihn geohrfeigt und mauterlent eine schwere Schraube an den Kopf geschleudert, infolgedessen er eine klafsende Wunde davontrug. Der Jahre alte Angeklagte erhält wegen gefährlicher Korperverietzung 2 Monate Gesängnis.— Der Monteur Anion W. aus Winlels hatte am 28. März er. dem Kaufmann Heinrich O. 40 Pfg. aus dem Thelenschoß entwendet und sich dafür Eßwaren gekauft. Der geständige Angeklagte erhält 5 Tage Gesängnis. * R ö h l i n g h a u s e n, 1 5. A p r i l. D e r v o n s e i n e r F r a u g e t r e n n t lebende Arbeiter Naujochs erschoß sich gestern nachmittag in seinem Logierzimmer auf der Grabenstraße. Naujochs konnte seiner Arbeit nicht mehr nachgehen und hatte auch einem Freunde gegenüber seinen Lebensüberdruß geäußert. Die Leiche wurde nach Wanne gebiacht. Aus der Umgegend. * Buer, 15. April.: Nach dem Amtsblatt sind in unserem Kreise folgende Personalveränderungen zu verzeichnen: Der Kandi##l des höheren Schulamts Paul Loweg zu Gaesdonk ist zum Oberlehrer an dem Progymnasium i. E. zu Bottrop ernannt worden. Der Seminaroberlehrer Hartmann zu Ruthen ist zum 1. April 1908 in gleicher Eigenschaft an das Lehrerseminar zu Torsten versetzt worden. Der Kandidar des Leyrames an hoheren Schulen Bernhard Schmitz von dem Gymnasium zu Brilon ist zum Oberlehrer an dem Gymnasium i. E. nebst Reglschule i. E. in Buer, Paul Schürholz von dem schule in Recklinghausen, und der Cderlehrer Lindemann von der Oberrealschule zu Beuthen O.=S. zum Oberlehrer an dem Gymnasium i. E. nebst Realschule i. E. zu Buer ernannt worden. * Buer=Resse, 15. April. Der Arbeiter Strangseld beging am Montag abend in seiner wohnung durch Erhängen an der Türklinke seines Schlafzimmers Gelbstmord. Die Leiche wurde in das Leichenhaus gebracht. ** Rotthausen, 15. April. Der Kavallerieverein Kaiser Friedrich III. hielt am Gonntag vormittag eine gut besuchte Versommlung ab, welche vom Vorsitzenden geleitei wurde. Die Tagesordnung haite 12 Punkte aufzuweisen. U. a. wurden die Kameraden, die dem Verein noch nicht angehören und gerne beitreren mochten, auf die Wohisahr kosse des Rheinisch=Westsälischen Kavallerie=Verbandes. welchem der Verein seit 8 Jahren angehört, aufmerksam gemacht. Im Sterdefalle eines Mannes erhält die Ehefrau 200 Ml. und im Sterbefalle einer Ehefrau bekommt der Ehemann 100 Ml. Der Verein stellt einen Leichenwagen 1 Klasse und Musik. Das Vereinslokgl befindet sich bei Niekämper. Versammlungen finden jeden 2. Sonntag im Monat und zwar um 11 Uhr vorm. statt. Sodann schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf den odersten Kriegsherrn die Versammlung. de. Kray, 15. April. Ein 12jähriger Knabe aus Leythe drachte eine Hülse mit Sprengstofsen zur Explosion, wodurch er schwere Verletzungen besonders an den Augen davontrug, auch zwei Zinger stark verstümmelt wurden.— Auf dem hiesigen Postamt wurde ein falsches Fünfmarkstück angehalten. Der Einzahler konnte die Herkunft des Geldstückes nachweisen.— Auf der Eisenbahnstation Krefeld wurde ein 12jähriger Knabe von hier, der in einer leeren Heringstonne im Güterwagen von hier nach Krefeld die Reise unternommen hatte, festgenommen und seinen in der Eisenstraße wohnenden Eltern wieder zugestellt. de. Stoppenberg, 15. April. Eine Anzahl der im vergangenen Herbst von der Zeche Friedrich Ernestine in den Straßen der neuen Kolonie am Salkenberg gepflanzten Alleebäume sind in der Nacht zum 26. Februar von ruchloser Hand abgebrochen. Es gelang bisher nicht, die Täter zu ermitteln. Nunmehr hat die Zechenverwaltung eine Belohnung von 60 Mark ausgesetzt für denjenigen, der die Täter so namhaft macht, daß gerichtliche Bestrafung erfolgen kann.— Am Karfreitag nachmittag 4 Uhr findet im hiesigen Gemeindehaufe eine christliche Versammlung statt, in der Inspektor Mandel aus Neukirchen bei Moers über„Das Kreuz Christi, die Freistatt des neuen Bundes" reten wird.— Ferner findet am ersten Ostertage, morgens um 7 Uhr, eine Auferstehungsfeier auf dem Friedhofe statt. F. Steele, 15. April. Am Karfreitag sind in Steele die Geschäfte wie an Werktagen geöffnet. Gemäß den Bestimmungen des Gesetzes vom 2. Sentember 1899— Gesetzsammlung Seite 161— und der Ober=Präsidial=Polizei=Verordnung vom 22. November 1907— Amtsblatt Düsseldorf Seite 665— ailt der Karfreitag in Gemeinden mit überwiegend katholischer Einwohnerzahl nicht als gesetzlicher Feiertag. Dieses trifft für Steele zu. Erweiterter Geschäftsverkehr im Handelsgewerbe ist hier am 16. und 18. Avril er. bis 10 Uhr abends.— Die Baufsuchtlinie für die in der Königstraße beginnende und durch das Schlansteinsche Besitztum zur Friedrichstraße führende neue Straße, die ebenfalss Königstraße genannt werden soll, ist bereits festgestellt. Weiter wird bekannt, daß auch das Gelsenkirchener Wassermerk für sein in der Oheren Nuhrau an der Rheinischen Eisenbahn belegenes Gelände neue St#abenüge vrriektiert hat. Der Plan der Feststellung der Baufluchtlinie liegt im Rathause offen. Aus Wekfalen und der Rheinprovinz. * Bochum, 15. April. Zu dem im Sommer hier stattfindenden Korpsappell des 16. Armeekorps haben sich bisher 50 Vereine gemeldet. Außer dem General=Feldmarschall Grasen von Häseler hai auch der bisherige Kommandeur des 17. Ins.=Regis. General=Major von Rodewald sein Erscheinen zugesagt. Die einzelnen Regimenter des 1A Armeefarns merden Vertretungen entsenden. " C a s t r o p, 1 5. A p r i l. F r e u n d S t o r c h s c h e n k t e g e s t e r n a u f d e r Eisenbahnfahrt in der Nähe der Siation Courl der Ehefian Wladislaus J. aus Rauxel einen gesunden Knaden. Die Frau setzte die Fahr: bis Rauxel fort und wurde von dort mittels Wagens in ihre Wohnung gefahren. Die Mutter sowohl wie der kleine Erdenbürger befinden sich wohl. * Dortmund, 15. April. Die Reisitzer dee hiengen Gewerbegerichts hatten beschlossen, beim Magistrat zu beantragen, hier allgemein die einwöchige Lohnzahlung in den gewerdlichen Betrieden einzuführen. Zu dem Erlaß einer derartigen Anordnung hat sich der Magistrat wegen der großen Schwierigkeiten gegenüber den Arbeitgebern nicht entschließen können. Die Durchführung einer Aenderung in der Lohnzahlung ist vorab nicht möglich. * Linden a. d. Ruhr, 15. Aprtl. Durch den Kreisarzt aus Hattingen wurden heute bei einem vor einigen Tagen zugereisten russischen Ziegeseiarbeiter die schwarzen Pocken festgestellt. Es wurden sofon umfassende Sicherheitsmaßregeln getroffen. *“ Münster, 15. April.(Priv.=Tel.) Die hiesige Strafkammer verurteilte den Studenten Otto Stille wegen Herausforderung zum Zweikampf mit tödlichen Wassen zu 4 Monaten Festungshaft. Das Pistolenduell sand zu Beginn vorigen Monats zwischen dem Studenten und dem Rittmeister von Zeckau statt und verlief unblutig. Der Rittmeister war vor kurzem von dem hiesigen Kriegsgericht wegen dieses Duells zu 8 Monaten Festung verurteilt worden. ** Essen, 15. April. Der Mörder Elsmann, der wegen Gattenmordes verfolgt wird, hat sich gestern abend halb 10 Uhr der hiesigen Polizei gestellt. * Mülheim=Ruhr, 15. April. Hier wurde gestern der 100 00oste Einwohner angemeidei. Es ist der kleine Hermann Hans Höhborn, Sohn des Schmiedemeisters Robert und das zehnte Glied einer gesunden Kinderschar. Dem jungen Erdenbürger soll von der Stadt ein Geschenk gestiftet werden. * M.- G l a s b o c h, 1 8. A p r i l. D e r e r s t v o r 1 4 T a g e n a u ß d e m Zuchthause entlassene Haustnecht Ziigen wurde unter dem Verdachte verhaftet, in der vergangenen Woche einen Raubmordversuch auf die 70jährige Witwe Schwinges in Overath verübt zu haben. Bt. Bandel und Industrie. Orange Gelsenkirchen=Bulmke. der am fange Gelsenkirchen=Bulmke. In Mittwoch abend in Essen abgehaltenen 30. ordentlichen Generalvereem B sommlung woren unter dem Vorsitze des Kommerzienrats Müser 502 Kure vertreten. Der Vorstand erstattete zunächst folgenden BeNach der auf den 31. Dezeurber 1907 gezogenen Bilanz wurde ahre licht in dem abgelaufenen Geschäftsjahre aus dem Betriebe des Werkes ein Bruttogewinn erzielt von 279 494,64 Mt. Unter Hinzuziehung der aus dem Vorjahre auf das Gewinn= und Verlust=Konto vorgetragenen Rücklage mit 8846,05 Mk. stellt sich die Kreditsumme des Gewinnund Verlust=Kontos auf 288 340,69 Mk. Hiervon sind folgende Ausgaben in Abzug zu bringen: für Zinsen 87·619,96 Mk., für Abschreibungen 44 933,76 Mk., sodaß ein Ueberschuß verbleibt von 206 786,97 Mk. Von diesem Beirage sind den Gewerken 160 Mi pro Kur oder für 935 Kuxe 149 600 Mk. als Ausbeute überwiesen. Ueber den Rest ist wie solgt verfügt: 22 800 Mk. für statuten= und vertragsmäßige Tantiemen und für Graiisikationen an Beamte, 33 386,97 Mk. Reserve-Vortrag aus neue Rechnung. Die finanzielle Lage gestaltete sich am Jahresschlusse wie folgt: 1. Haldfabrikate und Vorräte 431 693,20 Ml., 2. Kassabestand 12 831,55 Ml., 8. Eigen: Kuxe, 65 Stück à 100 Mk. 6500 Mk., 4. Debitoren 687 906,35 Mt., zusammen 1 118331,10 Mk. Hiervon ab: Ausbeute pro 1907 49 600 Mk., Rücklage aus Delcredere-Konto 6611,47 Ml., Rücklag auf Konto für Erneuerungen 7606,72 Mk., Kreditoren 698 925,57 Mi., zusammen 862 543,76 Mk., bleiben 255 787,34 Mk. mobiles Vermögen oder Betriebskapital am 81. Dezember 1907.— Der Umschlag stellt sich pro 1907 auf 2 144 081.,20 Ml. gegen 1 809 299,20 Ml. pro 1906 und das Gewicht der abgelieferten Fabrikate aut 6533 049 Kg. gegen 6345 367 Kg. pro 1906. Mit diesen Zahlen ist der höchste Umschlag seit dem Bestehen des Werkes erreicht, indem er denjenigen pro 1900, welcher heither an erster Stelle stand, um 7638,86 Mk. übersteigt. Das Versandgewicht bleibt hinter dem damals sakturierten allerdings um 180 283 Kg. zurück, dahingegen weist der Bestand der Halbfabrikate eine Differenz zu Gunsten des abgelaufenen Geschätesjahres auf, wodurch der Minderversand ausgoglichen wird. Mit der Uebernahme einer vorliegenden reichlichen Arbeitsmenge am 1. Januar a. c., worunter die Haibjabrikaie einen Selbstkosienwert von 410 614,28 Mk. repräsentieren, sodaß der Gewinn daran lediglich dem begonnenen Geschäftsjahre zufällt, eröffneten sich gute Aussichten für einen weiteren rentablen Betrieb, und, da seitdem größere Aufträge zu lohnenden Preisen hereingekommen, deren Bestand sich gegenwärtig aus ca. 2 500 000 Kg. bezifsert, so hofft der Vorstand, daß auch nächstjährige Bericht sich den früheren günstigen anreihen wird, wobei natürlich der inzwischen leider eingetretone Rückgang der Konsunktur mit seinen Folgen nicht außeracht gelafsen werden darf. In Ergänzung dieses Berichtes teilte der Vorsitzende. Kommerzienrat Müser, noch mit, daß man der Frage der weiteren Modernisierung und eventuellen Verlegung des Werkes noch nicht näher getreten sei, de man rs ab warten wolle, wie der neue Kanal gelegt werde. Zu gegebener Zeit wirde man mit entsprechenden Vorschlägen an die Gewerken herantreten. Für das neue Geschäftsjahr könne man wieder auf ein beriedigendes Ergebnis rechnen, zumal man trotz des höheren Ueberschusses die Ausbeute nicht erhöht, sondern höhere Abschreibungen gemacht und einen bedeutenden Betrag auf neue Rechnung vorgetragen habe. Hierauf wurden Geschäftsbericht und Vilanz einstimmig genehmigt und dem Vorstande Entlastung erteilt. Das ausscheidende Vorstandsmitglied, Konsul Hagedorn, wurde wiedergewählt. Das Kaiserpaar auf Korfn. Achilleion, 15. April.(Telegr.) Der Kaiser und die Kaiserin Enternahmen vormittags einen längeren Spaziergang dis in die Gegend dei Canone. Die Kaiserin empfing alsdann den Besuch der Kronprinzessin von Griechenland. Das Wetter war sehr schön. Achilleion. 15. April.(Telegr.) Heute nachmittag machten die Majestäten und die kaisersiche Familie mit dem Gefolge einen Ausslug in Automobilen nach Peleka, wo der Tee genommen wurde. Der Kaiser und der Brand der Garnisonkirche in Berlin. Berlin, 15. April.(Telegr.) Der Generalfeldmarschall von Hahnie erhielt foigendes Allerhöchste Telegramm aus Achillcion: Ich bin tief betrübt über die Meldung von dem Brande, welchem die alte Garnisonkirche sobald nach der Renovierung zum Opfer gefallen ist. Allen, die sich an dem Rettungswerk beteiligt haben, insbesondere der Feuerwehr, welche bewundernswertes leistete, spreche ich meinen königlichen Dauk und meine Anerkennung ans Fürk Bülow in Rom. Die skalienischen Blätter nehmen die Erklärungen des Reichskanzlers sehr sompathisch auf. Die„Tribuna“ stehr in ihnen einen neuen Beweis der Identität und der friedlichen Absichten der deutschen und italienischen Politik und des erprobten Ginvernehmens des Fürsten Bülow und des Ministers des Aeußern Tittoni.—„Giornale d'Italia“ betont, daß die so herzlichen und freundschaftlichen Trinksprüche, die bei dem gestrigen Diner bei Tittoni beide Minister ausgetauscht haben, von guter Vorbedeutung für die Erhaltung der ausgezeichneten Beziehungen zwischen den Regierungen der beiden verbündeten Staaten seien.— Der König gab gestern zu Ehren des Reichskanzlers ein Diner zu 34 Gedecken. Eine Audienz beim Papst. Rom, 15. April.(Telegr.) Vormittags begab sich der Reichskanzler Fürst Bülow dom Hotel Regina dem interimistischen Sitz der preußischen Gesandtschaft in Begleitung des preußischen Gesandten von Mühlberg nach dem Vatikan, wo er in einstündiger Audienz vom Papste empfangen wurde. Der Audienz folgte der Besuch des Fürsten beim Kardinal=Staatssekretär Merry del Val. Während der etwa % Stunden dauernden Unterredung mit dem Kardinal wurden die Fürstin Bülow und nach ihr der Gesandte von Fletow und der Prescisor von Renvers vom Papste empfangen. Rom, 15. April.(Telegr.) Fürst und Fürstin von Bülow nahmen heute das Frühstück beim Botschafter Gras Mons ein. Es nahmen daren noch teil der Gesandte v. Flotow, Prosessor v. Renvers. der bayerische Gesandte beim Vatikan, Freiherr v. Guttenberg, Baron v. Ritter. Staatssekretär Merry del Val erwiderte nachmittags den Besuch des Richskanzlers im Hotel Regina, wo auch die anderen Mitglieder des päpstlichen Hofstaates ihre Karten abgaben. Zum Morde im Berliner Tiergarten. Berlin, 15. April. In der Untersuchung des Knabenmordes wurde festgestellt, daß der begleitende Freund des Ermordeten bei dem Besuch verschiedener Cafés in der Friedrichstraße kurz vor dem Morde der Mörder Heider selbst war. Bei der Vernehmung gab sich Heider manche Blötzen, namentlich hinsichtlich des in den Aschenresten gefundenen Die ruthenische Bewegung in Galizien. Zar Ermordung des Statthalters Potocki. Lembera. 15. April.(Provat=Telegr.) Wie ein hiesiges Blatt meldet, hat der rnthenische Abgeordnet Budzanswslz Jumitteldar nach dem Attentat auf den Statthalter, Grafen Potocki, an den deutschen Reichskanzler, Fürsten Bülow, eine Depesche mit den Worten gesandt:„Vivat sequens!“ Wien, 15. April.(Privat=Telegr.) Die Bewegung unter den Ruthenen im Lande ist noch im Wachsen begriffen. In Przemost mußten die Sicherheitsbehörden für die Durchfahrt des Zuges mit der Leiche des Grafen Potockl Vorsichtsmaßregeln treffen. Im Bezirke Sokal stellten die Bauern aus Freude über die Ermordung des Statt= halters die Feldarbeiten ein. Sie erzählen einander immer wieder. Tziczynski habe den Landeschef wie einen Hund niedergeschossen. In Hadynkowe veranstalteten ruth nische Radikale für Sziezynski, der als Held geseiert wurde, eine Geldsammlung. Lemberg, 15. April.(Telegt.] Den Blättern zufolge wurden die drei verhafteten Schwestern Szizynokis, der den Grafen Potocki ermordetr, und sein Freund Zamora freigelassen. Letzte Telegramme. Die Feuerbestattung in Reuß j. L. genehmigt. Bersia, 15. April.(Privat=Telegr.] Die Regierung von Reuß L. hat nach längerem Widerstande die Zulassung der Feuerbestattung im Fürstentum genehmigt. Wegen zerrütteter Familienverhältnisse erhängt. Berlin, 15 April. Privai=Teiear.) Gestern nachmittag hat sich er 32jährige Buchhalter der Deutschen Bank, Wilhelm Probst, in der Toilette des Banthauses erhängt. Wahrscheinlich haben zerrüttete Familienverhältnisse den Anlaß zu dem Selbstmord gegeben. Unfall eines deutschen Dampfers. Bremen. 15. April. Der deutsche Dampfer„Kronprinzessin Cecilie" verlor gestern vormittag 9 Uhr, dreißig Seemeilen von Cast Nantucket einen Schraubenflügel seiner Backbordschrande. Er dampft jetzt mit 20 Knoten Geschwindigkeit weiter. „ Gekenterter Dampfer. Goetenbarg. 15. April. Der Dampfer„Goetaefl“ kenterte heute nachmittag. kurz nachdem er vom Kai losgemacht hatte. Von den an Bord besindlichen Personen, deren Zahl auf 30 bis 49 angegeben wird, wurden sleben gerettet. Wisher sind drei Leichen geborgen. Mi Mt Neu. 1d. April Pruchtmarkt. Weizen Ia 20,40, IIa 19,40 Roggen Ia 18,80, Nle 17.80 Mt. Haser Ia 16.20, Na 15,20 für 100 Kilo. Kartosseln 2,80—3,50 Mi. Heu 3.70——,20 Mk. Luzerner Heu 4,60 Mk. für 50 Kilo. Krummstroh 17,00, Breitdrusch= stroh 19.00 Mk. für 500 Kilo. Rüböl 76,00, satzweise 77,00, gereinigtes 70.00 Ml. ka: 100 Kilo. Rübluchen 105,00 Ml. für 1300 Kllo, in kleineren Partien 108,00 Mk. Kleien 6,60 Mk. für 50 Kilo. Köln, 16. Aoril. Kruchtmarkt. Heu 8,00—10,00. Maschinenstroh(Roggen) 8,70, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,00, Krummstroh 8,50. I E A S Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Chefredakteur M. Gerkauser, für den Anzeigenteil Louis Ewold, beide in Gelsenkirchen. Rota ionsdruck und Verlag der„Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung"(Carl Bertendurg jun.) — — J. Scherbel& Co. otenSimbeofter str. 102 S. 102 7 0 1865 eheinischest. 1 u. 8. Grösstes Spesiolhaus für 2Oohnungseinriohtungen und OfLöbef Oeppiche, Carainen Odetten und Ayskorationen. Sländige Cuswast von cn. 500„ODimmer-Oiurichlungen, Gehr wiedrige Jreise. Gohrififiche(Jorantie für sämtliche OlOestonnnungen anna fans ErLaukter Bitiohtung er beten Granne-Siefersung, da: der EILobel gesebicht ehne jede Meaft. komm Einziges Geschüf dieser Art am Platse la. Maschinen- Eis. Lieferbar ab Fabrik und frei Haus. Abonnements vom 1. Mal bis 30. September. Wilh. Rotthauwe, Eisfabrik.— Dampfwasch-Anstalt. Fürstinnenstrasse 52.— Fernruf 246. 11328 billi Am sten Anzüge Möbel Kinderwagen Sportwagen oder bar nur bei Iin en Grösstes Geschäft zum Bergmann u613 K ü CH6 CII II Hauptbahnhof am Westfaelische Bankkomman Ohm, Hernekamn& Co., Kommanditgesellschaft auf Westf. Bankkommandite Ohm, Hernekamp& Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien Antion. Wir besbeichtigen, bier und im Besirk ein Spareystem einzuführen, das eich in einer grossen Ansahl Städten eingebürgert hat und welches, da es die Anaammlung und Rücklage kleiner und kleineter Beträge ermöglicht, auch in biesiger Stadt und Umgersung, in Familien und Vereinen, sowie bei einselstehenden Personen sehr beliebt werden dürfte. Bei Eröffnong eines Sparkontos mit einer ersten Einlage von mindestens M. 5.— übergeben wir le hweise an Jedermann eine solid gearbeitete, patentierte Hauespard aese aus Stahl, wie neben abgebildet, in weicher jeder beliebige Betrag eingelegt werden kann. Von Zeit zur Teit ist die Hauseparbasse zur Bank su bringen, welche den Schlüissel verwahrt, woselbst dieselbe geöffnet und deren Inhalt von einem Beamten mit dem Ueberbringer festgestelt und“ dem Sparkonte gutgeschrieben wird. Die Einlagen werden mit 4 Prozent versinst. Die Ausbändigung der Hauseparkasse und des Einlagebuches erfolgt an unserem Kansaschalter. Wir fordern zu reger Benutzung dieser an vielen Plätzen mit Erfolg eingeführten Einrichtung auf. Westfaelische Bankkommandite Ohm, Hernekamp& Co., Ienmasditgesellschaft auf Aktien. Kreuz. und Bankstrassen-Ecke. PFPIEFNTTNK-CTLTKZET-TC-LCHTKLEI-TITCTEWPLLN•T Prima trock, westf. Rundschnittschinken, in hochseiner Qualität, unter Garantie schlerfreier Ware, per Pid. 1.20 Mk. SOWIe bessische und Thüringer Wurst- u. Fleischwaren in reichilaitiger Auswahl und in bekannt vorzuglichen, haltbaren Qualitäten emplichlt das erste Speztalgeschäft in hess. u. Thür. Wurst- u. Fleischwaren nur Wier Mart 4. gegründet 1897. Der Stolz der Haustrau ist letb: eine g e b l e n d e n d w e i s s e W ä s c h e. Diese erzielen Sie aber nur durch Verwendung von Steinkers Selfenpulver Sohne d. 20. Jahrh. Stemkers Morgenrot-Kernseife. — Ueberall zu haben!— Werner Stemker, Münster i. Westf. der Hotpianofortefabrik Gebr. Knake, A.-G., Wünster i W., Bisptacdef 15/16 Pianos aus Gegründet 1808. Anerkannt bestes Fabrikat. Größtes Lager am Platz. Miet-Planos, gebr. Pianos, billige Planos steis am Lager. Trinkt bei Husten" Honner Prastzucer von J. S Maaß, Gonn. Blatten 15 u. 30 Pfg.(z. Auslösen). In Gelsenkirchen: C. zur Linde, Bochumerstr. 69; Aug. Geund, Weidenstr. 75; Sust. Kallenberg, Alter Markt 24; C. Windmüller, Bahnhofstr. 23; Wilhelm Bischoff, Bochumerstr. 158. Bismarck: Hch. Linden, Bismarckstr. 202; C. Böhler, Bismarckstraße 136. Uecendorf: Aug Müller. Eickel: G. Wilke und Paul Gruhnwald. Schalle: Bernh. Helling, Frd. Hansen, J. Kanter. Hugo Escher. Wanne: F. Blanke. Bochum: Ich. Dustmann, Königstr. 3; Ferd. Schipper, Bruckstr. 13; Fritz Dustmann, Rottstr. 17; K. Dreves, Viktoriastr. 13; Th Howing jr. Kortumstr. 17. Hamme: C. Gotzmann, Wwe., v. d. Recketstr. 55 Herne: Rich. Krause, S. Windmüller, Schuberts Importhaus, Speldorf: E. Schürmann. Wattenscheid: Drog. Heinr. Schmidt. E Zeitung " Bahnhofstraße 41. Gelsenkirchen Donuerstag, den 16. April 1908. billige Oster-Woche enorme Vorteile. Gaa der Andrang an den Nach. 112 mittagen ein seür grosser ist, bitten auch die Vormittage mit zum Einkauf zu benutzen. Geschäftsschluß bis Ostern 10 Uhr abends. Von Donnerstag bis Samstag: Extra-Verkäufe in Knaben-Konfektion u. Schuhwaren. naben-Anzü Posten I: Knaben-Waschblusenu stüek 19, 1.65, 1.25 Nk. 95, 7 8 Plg. Posten u: Knaben-Waschanzüge, Neuhestern- Fo#,# so 33c 4.55; 3.25 M. Postenill: Knaben-Waschanzüge,““ Mochurte z. g5, Szg 250###5, 1.25 M. Anaben-Anzüge in allen Stoffarten, für das Alter 9 0L 1n. von 2-6 Jahren, 8.50, 6.50, 4.50, J. 90 Knaben-Anzüge beste Verarbeitung, für das Alter F O5 in von 6-9 Jahren, 9.50, 7.95, 5.50. 4.30 Mk. Knaben-Anzüge Blusen und Sporttasson, für das K OE Alter v. 9-12 J., 16.50, 7.25, 6.50, J. J0 Mk. Knaben-jackett-Anzüge beste Stoffe und Zutaten 10 50 1n. 19.50, 14.50, 12.50, 10.50 Mk. 1X Knaben-Leibchen-Hosen aus besten Buckskins u. Cheviots 1 15 1.65, 1.55, 1.35, i. 10 Knaben-Leibchen-Hosen a. Manchester 1 65 301. Stück 2.20, 1.95, 1.75, 1.50 Mk. Knaben-Kittel-Anzüge mit Pumphöschen, in Kammgarn, Kord und Sammet. reizende a OH In Neuheiten, 14.50, 11.00, 7.95, 2.30 Mk. Knaben-Stroh-Hüte riesige Auswahl enorm billig. chuhwarem. Dieses Angebet gilt nur bis Ostern. Ein Posten zirka 100 Paar einzelne Herren- u. Damen-Knopf- u. Schnürstiefel von 10 bis 30 Prozent im Preise ermäßigt. kräftige Kinderstiefel Beskal und Ccrggerz. 2.95 M. Damen-Lederbanrofrein, schwarz und farbig. 2.75 M Kinder-Lederpantoffeln...... duchwer 1.65 Ml. Herren-Lederpantoffelm schwer: und durchun 2.95 M Damen-Tuchbantoffeln mit Lege.-. Jurchwgg 1.45 M bastina-Halbschune für Herren... durchweg 2.95 Mk Hierren-Zugstiefel durchwer 3.45 Ml. schwarz und farbig, Ein Posten Ein Posten Ein Posten Ein Posten Ein Posten Ein Posten Ein Posten In allen Abteilungen große Kaufgelegenheiten 1. Blat Amt Geschäftest Geöffnet — Bezugs Anzeige Ausw. J Die hei * Feierlicht des Lsterfeste Herrschaft an. langer 5 verschämten B# der über der Frühlingserw. langer unhei Freude am Le der Auferstehr Christ bringt, die Bi Zeiten im Ba der Gewißheit alle Bölker da hofft, den Fre die Unrast der So auch Gott Balder getragen werd Todesbanden geht denn der hinter dem ei an ein herrlich Göttervater io durch tolltapfe harrend des H Als die Zeit Haine, wo an warfen und Aus Balders dann verkünd zimmerten W herzenbezwing Balder, das E liche Besiegelu Das jähr beseeligende 8 heiligste war Zur Östers Moment war Weltanschauun ver Gott brac in der Mensch über 19 Jah christliche Ide wärts drängte Kulturvölker sonst fühlt sich die gemein und lind, wie die Nöten run Auch im diesem Jahre 13 „Nun, 1 Forstenberg u Statt all und überzeugt kehrte sie tang jede Benegun Spott bemerkt „Diese 1 venn es hande blieben, um W Katharin= von mir, Sie die Behandlun nisse von Mar und das will „Nur auf Bestimmungen jedenfalls balt Heilanstalt üb Damit w mit gestartet „Das wir „Es muß armen Kindes schen Vermög haben wir ar sehen!“ der Witwe et Verlust zu sag üiber die Lipp Miderwillene