* 2. Blatt, Nr. 70.— 6. Jahrgang Gelsenkirchener Montag, den 50. März Allgemeine Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Stadtua General= Seschäftestelle Mauckelstraße 16/18(beim Seoffuet täglich von 8 Uhr vorm. bis und für den Landkreis Gelsenkirchen. Anzeiger. Prodenummern 10 Tage laug kostenfrei verlange man durch Posttarte von der Geschäftestelle Mundkelstr. 10/18. Gezugsdreis für den Monat 65 Vfg. mit ilustr. Unterhaltungsblatt. 15 Pfg. die Petitzeile. Reklamen 40 Vig. die Zeile. Ausw. Inserate 20 Pfg. die Zeile. Beilage=Gebühr oro 1000 Mk. 5. Fernsprecher: Nr. 173. Telegrammadresse: Bertendurg= Gelsenkirchen. Offizielles Oraau für Militäre, Gerichts=, Eisenbahn=, Post=, Handel skammer= u. Knappschaftswesen. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Abonnements-Einladung. In wenigen Tagen beginnt das 2. Quartal 1908. Wir verfehlen 5.P Rifse 9.1n A banbsman: B..i bi Klleut Eoonnenent Suf Eir Kurze politische Meldungen. Dem Reichstag ist von der Reichspartei und den Konservativen eine Resolution zugegangen, die verbundeten Regierungen zu ersuchen, in einem Nachtragsetat zu außerordentlichen Beihilfen für die mittlich befreundet ist, hat einem Korrespondenten über seinen Besuch an Bord der„Hohenzollern“ Mitteilungen gemacht. Mit seiner Gattin war der Graf zu dem Kaiserschiff gejahren, um sich in die Besucherliste einzutragen. Der Kaiser erkannte##### von der Kommandobrücke aus und lud ihn sofort zu sich. Er sa.####e seine Freude über Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung ergebenst einzuladen. Unser umsangreicher Spezial=Nachtdepeschendienst, die Reichhaltigkeit unseres lokalen Teiles und die rasche, zuverlässige Berichterstattung aus dem Landkreis Gelsenkirchen, sowie aus der Umgegend, werden hoffentlich auch im neuen Quartal die Anerkennung unserer Leser finden. Abgesehen davon empfiehlt es sich, schon mit Rücksicht auf die bevorstehenden Landtagswahlen ein Biaii zu haiten, das über alle Vorgange in der Wahlbewegung rasch und objektiv berichtet. Daneben werden wir weiterhin vorzügliches Unterhaltungsmaterial in unserm Blatte bieten und auch unser illustriertes wöchentliches Unterhaltungsblatt nach wie vor nur mit erstklassigen Beiträgen ausstatten. Mit Ansang des nächsten Quariais beginnen wir mit der Veröffentlichung des hochinteressanten und fesselnden Romans „Die Rokokodame“ von Ernst von Waldow, und hofsen mit der Wahl desselben dem Geschmack unserer Leser zu entsprechen. an M Wit gossen#####ndih#äfosten## Stßj.— beste und verbreitetste liverale Zeitung Westfalens, die gegenwärtig in einer garantierten Auflage von 21 000 Exem= plaren erscheint, zu erhalten und zu befestigen und uns auch im neuen Quartal zahlreiche Freunde zu erwerben. Der Abonnementspreis beirägt für den Monat, einschließlich des wöchentlichen Unterhaltungsblattes, 65 Pfg. Außerdem bietet ein Abonnement auf die Zeitung den Vorteil, daß jeder Abonnent gegen Unfall mit tödlichem Ausgang mit 300 Mark versichert ist. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß unsere Leser auf die wöchentlich Donnerstags in einer Stärke von 24 Folioseiten erscheinende Wochenschrift „Der Volksgarten“. durch unsere Boten oder bei der Expedition abonnieren können. Jede Nummer kostet nur 10 Pfg. Außerdem ist jeder Leser des„Volksgarten“ noch mit 300 Mk. gegen tödlichen Unfall versichert, sodaß Jeder, der neben der„Gelsenk. Allgemeinen Zeitung“ auch auf den „Volksgarten“ abonniert, insgesamt mit leren Beamten und die Kanzlei= und Unterbeamten der Reichsposi- das begeisierte Willkommen, mit dem die Vene, aner ihn empfangen und Telegraphenverwaltung in der preußischen Provinz Posen und hätten, und beklagte sich über die Ungunst des wetters. Zwei Stunden den gemischtsprachigen Gebietsteilen von Westpreußen 690000 lang lustwandelte er mit seinem Gaste aus dem Verdecke, in fröhMark zu sordern. flichem, zwangiosem Geplauder. Seine Ncoeweise dabri ist lebhaft und *[zugleich gewählt; hin und wieder unterbricht ein Zitai oder ein engWie die„N. Fr. Pr.“ meldet, wird Kaiser Wilhelm zwischen dem lisches Sprichwort den Fluß seiner Rede. er fühlt sich in Venedig 8. und 7. Mai für einen Tag in Wien zum Besuch des Kaisers Franz außerordentlich wohl und spricht von der Absicht, seinen Aufenthalt zu Josef eintreffen. Die diesjährige Sommertagung der Deutschen Kolonialgesellschaft findet am 11. Juni und folgende Tage in Bremen statt. — Kriegsminister d. Einem hat sich, wie er dem Abg. Freiherrn von Gamp aus Assuan mitteilt, ausgezeichnet erholt. Er will jetzt, um der verlängern. Dem Grasen Jacini schlägt er einige zwanglose Spazierfahrten vor, aber es wiirde ihm wohl kaum gelingen, in Venedig, wo jeder ihn kennt, inkognito zu bleiben. Plötzlich bleibt der Kaiser stehen und deutet lachend nach dem Marcusplatz. Dort drängt und schiebt sich eine dichte schwarze Menschenmenge und laute Hochrufe klingen über das Wasser.„Wissen Sie, was das ist?“ sagt der Kaiser immer lachend.„Das ist meine Frau, die glaubt, inkognito in Venedig Hitze zu entgehen, in das nördliche Aegypten sich zurückbegeben. Der szazitren gehen zu können und die nun die ganze Stadt auf den Fersen Kriegsminister wird seine Rückreise nach Ostern antreten, sie wird hat.“ Bald darauf tressen die Kaiserin und die Prinzessin etappenweise wegen des Klimawechsels ersolgen, so daß er eiwa Mittelwieder an Bord ein. Sie erzählen die Episoden ihres Spaziergangs. mai wieder in Berlin eintressen wird. Sie waren ganz müde und erschöpft von all der Popularität und all den Hochrufen. Im Museum, das sie aufgesucht hatten, wollten sie Die Regierung hat der beantragten Niederlassung von vier neuen Bilder sehen; aber sie sahen, nach ihrer Aussage,„viele Deutsche". Als Klöstern, darunter zwei französischen Kongregationen, im Reichsland sie den Königspalast verließen, umringte sie eine jubeinde Menge und die Genehmigung versagt.ssie mußten sich in die Gondel flüchten. Die Prinzessin war entzückt *„ svon allem und besonders von Venedig, das sie noch nicht kannte. Der Die Luxemburgische Kammer erklärte sich mit der Einsetzung der Kaiser hatte sie mitgenommen mit der Freude eines bürgerlichen Großherzogin als Statthalterin einverstanden. Eine Abordnung reist Familienvaters, der seinem Töchterchen die Märchenstadt zeigen kann am Dienstag nach Sania Margherita zur Entgegennahme der Eides= und ihre Freude mit genießt....“. Am Nachmittag gegen vier Uhr leistung. Auf die Behauptung des Sozialisten Weiter, der wroßyerzog gingen die Kaiserin, Prinz August Wilheim, die Prinzessin Luise mit sei nicht mehr regierungsjähig und es müsse eine Regentschaft, nicht der Gräfin Rantzau auf dem Marcusplatz spazieren, als sie von jemand Siatthalterschaft, eingesetzt werden, erklärte Staatsminister v. Eyschen, erka der Zustand des Großherzogs sei nicht derart, daß er die Einsetzung einer Regentschaft bedinge. Don Carlos, Prinz von Bourbon, Herzog von Madrid, der erkannt wurden. Sofort umdrängte die Menge die Herrschaften und von allen Seiten tönten Hochrufe. Mit Mühe und Not konnten die Fürstlichkeiten sich mit Hilfe eines Polizeikommissars den Weg in die Marcuskirche bahnen, die dann geschlossen wurde. Die Kaiserin verlangte zunächst die Pala dioro zu sehen, bat um geschichtliche Daten Prätendent, der sich als das legitime Oberhaupt des spanischen Reiches über die Fertiastellung der Kirche, besuchte dann die Sakristei und ansieht und der in der„Verbannung“, in Venedig, im Palazzo Loredan schließlich das Baptisterium. Vor dem Basrelief in Bronze von lebt, begeht am Montag, dem 30. d. M., die Feier seines 60. Geburtstages. Er wurde am 30. März 1848 in Laibach geboren und man weiß, daß er nicht nur in politischer Hinsicht, sondern auch in privater, in seiner Familie viel Unglück durchzumachen gehabt hat. Segala äußerte sie ihre Freude darüber, diese schönen Kunstwerke sehen zu können und sprach von der Absicht, in ruhigerer Stunde wieder zu kommen. Während vor dem Haupttor der Kirche die Menge wartete, gingen die Fürstlichkeiten durch eine Seitentür direkt in den Hof des. Dogenpalastes, besuchten den großen Ratssaal, wo die Kaiserin sich besonders für das Fresko von Guariento interessierte.... Ein italienischer Journalist hatte inzwischen Gelegenheit gehabt, an Bord der Hohenzollern die Privaigemächer des Kaisers zu besuchen. Von den drei Räumen des Kaisers ist sein Arbeitszimmer 600 Mark versichert ist, ohne daß der Abonnementspreis eine Erhöhung erfährt. Bestellungen auf unser Blatt und den„Volksgarten“ nehmen unsere Boten und Botinnen, sowie die Geschäftsstelle, Munckelstraße 16/18(Fernruf 173), entgegen. Redaktion u. Verlag der Gelsenk. Allgem. Zeitung. Gentleman. Skizze von Georz Ruseler(Oldenburg). (Nachdruck verboten.) 1. Ein sonniger Spätsommertag. Die Straße ist eine gut gehaltene Grandchaussee. Sie wird wenig befahren; kein Fuhrwerk ist zu sehen. So geht es im Fluge dahin durch die weite, blühende Heide, die sich in langsamen Wellen hebi und senkt, durchsetzt von ernsten Wacholdern und leichten, fröhlichen Birken. Das neue Auto ist vortrefflich, ein bequemer, zweisitziger Wagen. Es arbeitet so geräuschlos wie möglich und hindert nicht die beiden Menschen, die darin sitzen, zu träumen und zu dichten. Sie könnten miteinander plaudern; aber sie träumen wirklich, auch er, obgleich er mit seinem Auge gewohnheitsmäßig das Feld beherrscht und die Hände fest am Steuerariff hat. Er mag etwa dreißig Jahre zählen und ist ein mitteldeutscher Gutsbesitzer mit energischem Gesicht und blondem Spitzbart; sie ist eine brünette Schönheit von fünfundzwanzig. Sie weilte längere Zeit in seiner Nachbarschaft bei einer verheirateten Freunv#n. Luüge dat er um sie geworben und um ihren Besitz gerungen; gestern endlich hat sie ihr Jawort gegeben, und heute durchfliegt er mit ihr halb Deutschland, um auch die Einwilligung ihrer Eliern zu holen. Es ist aber gar nicht daran zu zweiseln, daß er sie erhalten wird. Und sie träumen beide. Vorüber fliegen rechts und links Wachholder und Birken und blühende Heide. Dann und wann taucht ein ganz zerfallener Schaflofen auf oder ein einsames, strohgedecktes Bauernhaus. Sie hören nicht das Rattern der Maschine; die Straße ist glatt, und der Wagen scheint die Erde nicht zu berühren, er flieg: Ihre Seelen schwimmen in einem eigentümlichen Rausch: weit unter ihnen ist die Erde, die Brust hebt sich in stolzer Freude, alle Macht des Jahrhunderts ist in ihren Händen, und es geht dem Himmel entgegen. „Ein Knabe auf der Straße!“ ruft sie da plötzlich. „Ich seh's,“ erwidert er und gibt das Zeichen. Der barfüßige Junge vorn sieht sich um und läuft flink nach der rechten Seite. In der einen Hand trägt er einen Kessel, der mit einem Die Münchener„Allgemeine Zeitung“, die im 111. Jahrgange steht, wird, wie mehrere Blätter melden, vom 1. April ab nicht mehr als Tageszeitung, sondern nur noch als Wochenschrift erscheinen. Die „Allgemeine Zeitung“, die früher in dem Besitz der bekannten Firma J. G. Cotta war, gehört einem Konsortium, an dem hauptsächlich der persönlichste. Das Gemach ist mit geblümtem Cretonne bekleidet; Exzellenz v. Bürklin=Karlsruhe beteiligt ist. Von diesem Konsortium nur wenige Möbel, ein großer Ahorntisch ist mit Büchern und Karten T GIAMEKNT HaNAM L.. LEIK SE. A..“" C— hatte sie vor einiger Zeit August Scherl gepachtet, der aber, nach der „Frankf. Ztg.“, jährlich etwa 400000 Mk. zuschießen mußte Aus den Kaisertagen in Venedig. (Eigener Bericht.) Die italienischen Blätter widmen dem Kaiserbesuch in Venedig bedeckt, an den Wänden zwei Schränke mit je 20 Fächern, in denen dir Papiere der lausenden Geschäfte eingeordnet sind. Dann ein paar Drehstühle und an der Wand noch ein Bücherstand, auch aus Ahornholz. Es ist über und über mit Büchern vollgepfropft; diese liegen nicht gerade in guter Ordnung, sie stehen nicht so intakt und unangreifbar, wie in den meisten Bibliotheken berühmter Herrscher, sondern sie sind ohne Ordnung durcheinander geworsen und verraten, daß ihr Besitzer sie oft benutzt und nicht nur eines am Tage. Ein seltsames lange Spalten, und sie wissen dabei manche Einzelheiten zu berichten, Zusammentreffen; das Alte Testament liegt hier unmittelbar unter dem die die offiziellen Schilderungen der Festlichkeiten anschaulich ergänten. Zolaschen„Rom“ und den„Barrack room ballads“ von Rudyard Der Graf Jacini, der seit vielen Jahren mit dem Kaiser persön= Kipling. Die Wände und Möbelflächen sind von Familienphotographien Tuch umwickelt ist, in der andern einen Krug. Die Hupe ertönt zum zweiten Male, wie um die Warnung zu verstärken— und der Führer träumt schon weiter. Aber der Knabe sieht sich wieder um— Noch nicht recht, Du Unding? Ja, links ist mehr Platz da ist's sicherer!— und will hinüber. „Junge, Junge!“ Der junge Gutsbesitzer ruft es; jäh ist er erwacht, er bremst mit voller Kraft— ein markerschütternder Schrei— zu spät! Der Wagen geht langsam. Ernst Waldau hat die Automobilbrille hochgeschoben und wirft einen Blick rückwärts. Der Krug ist zerbrochen, und ein großer dunkler Fleck bebt sich ab von der hellen Straße. Der Junge rafft sich gerade wieder auf und langt nach seinem Kessel,— er muß ihn doch seinem Vater bringen!— dann sinkt er klagend zusammen. „Aussteigen! Helfen!“ sagt der totenbleiche Mann mit heiserer Stimme. „Erusi, sieh hin, nach lins! Ds sind Arbeiter in der Ferne, se werden aufmerksam!“ „Helfen!“ ruft er zum zweiten Male. „Um Gotteswillen,“ fleht sie,„Du wirst entdeckt! Schande und Strafe! Weiter!" Immer noch schleicht der Wagen. Noch einen Blick rückwärts— der Knabe liegt regungslos— einen nach links auf die Heide— die Arbeiter nahen— dann preßt er die Lippen entschlossen zusammen, zieht die Schutzbrille über die Augen und gibt volle Fahrt, und wie ein Pfeil entflieht das leichte Fahrzeug in die Ferne. 2. Es ist am nächsten Morgen in aller Frühe. Im weiten Par: ihres elterlichen Hauses schreitet Ernst Waldau unter den hohen, leise rauschenden Bäumen ruhelos auf und ab. Er trägt einen eleganten, grauen Jacketanzug: sein Gesicht ist bleich; die Augenbrauen hat er zusammengezogen und die Lippen fest aufeinander gepreßt. Die Hände hält er auf dem Rücken: aber die schlanken, leicht gebräunten Finger zucken und haschen unausgesetzt nach etwas Unfordarem, Verdorgenem. Da tritt sie ihm entgegen, bleich und übernächtigt. Sie ist hastig angezogen und nachlässig frisiert; aber das bemerkt er nicht.„Wie hast Du geschlafen?“ fragt er, und streckt ihr die Hände entgegen. Gar nicht,“ erwidert sie und schaudert unwillkürlich zusammen, „und Du?“ „Ich habe geschlafen, aber ich habe gerräumt. Es ist auch wahrscheinlich, daß dieser Traum noch wiederkommen wird. Mag er kommen! Trotz alledem— ich bin entschlossen.“ „Wozu entschlossen?“ „Entschlossen zu schweigen.“ „Wir müssen sühnen.“ „Wir?“ „Auch ich. Du wolltest halten, wolltest der ersten, heiligsten Menschenpflicht genügen und helfen. Ich habe Dich daran gehindert. Ich begreise jetzt nicht mehr, wie ich dazu kam. Ich fühlte nur eine sinnverwirrende Angst, hatte den einen unwiderstehlichen Trieb, all dem Schrecklichen da hinter uns zu entfliehen. Fort, nur fort! Aber nun bin ich zur Besinnung gekommen und weiß, was unsere Pflicht ist. Lies!“ Sie reichte ihm die Morgenzeitung hin und beuiel auf die neuesten Tagesnachrichten. Er liest:„Automobilunglück. Gestern Mittag wurde in der Großen Heide unweit Wagendorf ein Schulknabe überfahren. Das schwerverletzte Kind ward vom eigenen Vater aufgefunden und starb in seinen Armen.“ Ernst Waldau läßt das Blatt sinken und seufzt tief auf; dann faltet er es langsam zusammen, blickt seine Braut an und sagt, während ein leidenschaftlicher Klang seine Stimme durchbebte:„Und trotzdem muß ich schweigen. Soll ich Dir sagen, weshalb? Ich hatte meine Hand ausgestreckt und faßts den vollen Kranz des Sieges. Und nun sollte ich Dich lassen? Ich kann das nicht!“ „Du Lieber,— aber wer spricht davon?“ „Schande und Strafe müßie ich auf mich nehmen, und Du könntest mir dann noch die Hand reichen? Es war zwar ein Unglücksfasl und die unbegreifliche Wendung des Knaben kaum vorauszusehen. Trotzdem— mein zweites Signal! Es ist möglich, daß ich ins Gefängnis muß, und dieser Schande darf ich Dich nie und nimmer aussetzen.“ Sie erwidert ruhig:„Du weißt, daß ich Dir erst nach langem Zögern und Schwanken mein Wort gegeben habe. Nun aber habe ich Zeitung. Montag,den 30. März 1908 ns den Aufnohmen deutscher Fürsten bedeckt; sast alle zeigen handchristliche Widmung. In einem großen roten Lederrahmen sieht man ein prachtvolles Bildnis der Herzogin=Witwe von Aosta, der Prinzessin Letizia, in einem wundervollen Decolette, das die junonische Schönheit der Gestalt zu voller Geltung bringt. Wenn der Kaiser die„Hohenzollern“ verläßt, um am Land Aufenthalt zu nehmen, so pflegt er dieses Bild immer mitzunehmen und in dem Arbeitszimmer seines Schlosses auszustellen. un Bord der Hohenzollern pflegt sich der Kaiser stets um sieben Uhr zu erheben. Nach einem Bade geht er an Deck. um die Gäste und Offiziere zu begrüßen und dann beginnt eine Viertelstunde gymnastischer Uebungen, die der Kaiser unter allen Verhältnissen streng inne hält. Inzwischen sind die eingelaufenen Nachrichten durch den„Sleipner“ an Bord gebracht, die Radiotelephen arbeiten und der Kaiser widmet sich in seinem Arbeitsdie unermüdliche Herzozin von Robau steht und die Vorträge an Nachmittagen zwischen 5 und 6 Uhr im Grand Palais organisiert. Man könnie glauben, die Ohren seien auf die nuge eisersüchtig geworden. Es herrscht jetzt in Paris eine wahre Rasere dem five o' clock=Tee ein intellektuelles Zubehör zu schaffen. Zu den loasts, mussins plum=cakes etc. muß man den Geist in Kunst, Poesie und Schönwissenschaft einstippen.. 4. J. B. Silberhochzeit im bayerischen Königshause. tag, land Fe 187 Am nächsten Donnerstag, dem 2. April, feiern der Prinz und die Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Prinz Ludwig Ferdinand, ein Nesse des Prinzregenten 875 verstorbenen Prinzen Adalberi von nse Luitpold und Sohn des u. er Uhr ernotar em leichtes Frühstü“ v ein Uhr das Teseuner Bayem aus dessen Ehe mit der Insantin Amalie von Spanien, ver= der Zuchthä und um sieben Uhr das Mittagessen. Nach dem Dejeuner und nach dem iählte sich am 2. April 1883 in Madrid mut der Insantin Maria sich spinnef Gasien zu unterhanenfe Dun von Seumen, mner Cousine, Vatereschwefter—„p#z wie sich en „„„ P„ak Aü.n GrlahsA YIII Bein: Oubemie Errhinawh nf ernerlo Mittagessen liebt es der Kaiser, sich mit seinen und der fröhlich ungezwungene Ton, der dabei herrscht, streift alles Zeremonielle ab. Mit Vorliebe erzählt der Kaiser dabei kleine Scherze und Witze, im Berliner, Münchener oder sächsischen Dialekt, und in diesen Stunden macht manche Aneldote die Runde, die sonst auf dem Hofparkett als unmöglich gelten wurde. Auf der letzten Fahr: erzahlte der Koiser lachend eine etwas derbe Geschichte vom greisen Feldmarschall Wrangel, der bei einem Hoffeste eine sehr stark dekolletierte Dame unausgesetzt anschaute. Die Dame wird ärgerlich:„Was schauen Sie denn so dumm?" Der alte Wrangel aber antwortet: „Nicht dumm, nur gerührt; Sie erinnern mich an die Tage, da ich noch eins umme hatte."... Venedig, 29. März. Beim Verlassen der Gondel am Frarikanal stürzte der Chef des Militärkabinetts, General v. HülsenA 5laler ana Wailer. Er wurde aber sogleich durch einen der Gendelführer wieder herausgezogen. Korfu, 29. März. Ueber die Dauer des Aufenthalts des KaiserKares auf Korfu sind wrlnsig Aeine Brposiniolal=Berlegsen. Pr. Aufenthalt sollte ursprünglich vier Wochen dauern, doch dürfte er wegen der verspäteten Ankunft kürzer ausfallen. Das Kaiserpaar wird voraussichtlich nur bis Ende April auf Korfu bleiben. Pariser Allerlei. Aus dem Die Soiree im Domino.— Vom Lustschiffer Farmann. Saion. Man schreibt uns aus Paris: Eine neue und wirklich origirelle Idee, igre Gäste zu unterhalten, hat eine Pariser Hausfrau, die Gattin eines bekannten Porträtmalers, gehabt. Zu den bevorstehenden Mitfasten sind an alle ihre Bekannten Einladungen ergangen, einer Soiree beizuwohnen,„ou ily aura une surprise". Die„furprise" besteht darin, daß vierzehn Damen von der Hausfrau gewählt worden sind, die ohne Wissen ihrer Gatten, Väter oder Brüder in gleichen Dominos, gleichen Kapuzen, gleichen silbernen Schuhen und silbernen Handschuhen am Abend in den Salons erscheinen und die Anwesenden an der Nase herumführen werden. Damit niemand eine der Vermummten an den Füßen oder Händen erkennen kann, sind deren Schuhe und Handschuhe alle gleich groß und ausgestopft. Die erwählten Damen kennen sich ebenfalls nicht untereinander, und damit durch irgendwelche Indiskretion keine Ungebetene sich unter die vierzehn mischt, sendet die Hausfrau am Vorabend der Soiree einen speziell für diese Geiegenheit angefertigten Fächer an die Geladenen. Die Vorbereitungen zu dieser eigentümlichen kleinen Maskerave sind streng geheimgehalten worden. Die Wirtin hat Dominos und sonstige Requisiten bestellt und sie den Damen zugesandt. Eine Schneiderin fertigte die vierzehn veilchensarbenen Atlasdominos an: Die vierzehn Maskierten gehören zu den geistvollsten Frauen der Pariser Gesellschaft, die nicht nur alle intimen Herzensangelegenheiten der Gäste kennen, sondern die auch von allen politischen und haute finance=Intrigen Wind haben. Das ist wichtig, denn es werden bei dieser Soiree einige der bekanntesten Persönlichkeiten aus den höchsten Regierungskreisen anwesend sein.— Von den neuesten Kotillontouren ist die allerhübscheste in diesem Jahr ein lenkbares Luftschiff, das durch den Ballsaal fliegt und aus dem ein niedlicher Engel(gewöhnlich ein hübsch gelocktes Portierkind) Buketts und rote Ehrenlegionen auf die tanzenden Paare wirft. Durch diesen„dernier er'“ wird das vorjährige, bereits veraitete Biumenautomobil ersetzt.— Herr Farmann, der im Begriff steht, den Vögeln Konkurrenz zu machen, hat sich bei einer großen hweizerischen Gesellschaft in folgender Weise versichert: Er zahlt bei jedem Aufstieg 800 Francs und die Gesellschaft verpflichtet sich, ihm, ollte er sich Arme und Beine brechen, 40000 Francs auszuzahlen. regierenden Königs Alphons XIII. Prinz Ludwig Ferdinand ist einer der populärsten Fürsten des Hauses Wittelsbach. Er übt, als Dr. med., die ärztliche Praxis aus und ist ein begeisterter Freund des Theaters und der Musik; bei den Wagnerfestspielen im Münchener Prinzregenten-Theater hal er selbst im Orchester mitgewirkt. Seiner Ehe mit der Insantin Maria de la Paz, die sich als Schriftstellerin in streng kirchlichem Sinne betätigt hat, sind drei Kinder, eine siebzehnjährige Tochter und zwei Söhne entsprossen, von denen der ältere, Prinz Ferdinand, die Insantin Maria Teresa, Schwester des Königs Alphons XIII., geheiratet hat und in Spanien als Infant naturalisiert worden ist. ltung mich entschieden und bin nicht gesonnen, mein Wort zurückzuziehen, auf keinen Fall. Ich halte zu Dir, was auch kommen möge.“ „Aber Deine Eltern?“ „Ich bin Dein auch ohne das Jawort meiner Eltern. Uebrigens denkt Vater größer und freier, als Du ahnst. Geh und zeig' es an, gleich auf der Stelle. Heute ist es noch Zeit, heute können wir noch die Ehre retten.“ „Kein Mensch hat's gesehen, und wir müssen es tragen können.“ „Hast Du auch den Schluß gelesen? Sieh her und ließ:„Vom Täter keine Spur. Das Auto entkam, ohne Hilfe zu leisten. Feigheit!“ Dürsen wir uns das bieten lassen,— vor uns selber bieten lassen?— Ich bitte Dich, geh!“—Er stampft leicht mit dem Fuße auf und will antworten; aber da läßt sich eine tiefe Stimme hören:„Ei sieh, frühe Morgenvöge!! Mit den Hühnern aus dem Bette!“ und ein hochgewachsener Mann mit grauem Bart tritt zu den beiden. Er küßt seine Tochter und schüttelt dem jungen Manne herzlich die Hand. „So früh schon zusammen?" fährt er lächelnd weiter fort,„da werde ich sie beide wohl kaum wieder trennen können.— Erschrecken Sie nur nicht. Sie sehen, ich habe alles erraten, war ja auch nicht besonders schwer nach den Briefen und dem letzten Telegramm meiner Tochier. Rehmen Sie es mir nur nicht übel, daß ich Ihnen alle wohlgesetzte Rede ersporte, aber Sie sind mir und meiner Frau herzlich willkommen.“ „Glauben Sie nicht, daß Sie mich erst noch genauer kennen lernen müssen?“ fragt der junge Mann leise und mit eigentümlichem Ton. „Würde kaum nötig sein. Ich finde, wer sein Leben für andere in die Schanze schlägt, der hat Charakter, der hat mehr als gewöhnlichen Mut. Ja, seben Sie mich nur nicht so verwundert an. Ich weiß noch ganz genau, daß seinerzeit eine gemine Notiz durch alle Zeitungen ging. Eine Brücke brach zusammen, und ein junger Mann zog eine Frau mit ihrem Kinde aus den Fluten des angeschwollenen Baches. Wehren Sie nicht ab. Seit der Zeit weiß ich, daß Sie ein Gentleman sind.“ Gentleman! Als der junge Gutsbesitzer dies Wort bört, richtet er sich entschlossen auf und sagt: „Ich danke Ihnen. Herr Masor, ich kam zwar, weil ich um Ihre Tochter werben wollte, aber ich weiß nicht, ob ich ihrer noch würdig bir. Ich hare Ihnen noch ein Geständnis zu machen...“ Eine Gerichtsverhandlung im Zuchthaus. (Von unserem Korrespondenten.) Nawitsch, 28. März. Das wohl noch nicht degewesene Schauspiel einer Gerichtsverhandlung groben Stils spielte sich in zweitägiger Verhandlung hier in dem weit bekannten großen Zuchthause Rawitsch ab. Wegen Beteiligung an einer blutigen Schlägerei, bei der ein Zuchthäusler den Tod fand, hatten sich nicht weniger als 13 Insassen des Rawitscher Zuchthauses vor der Strafkammer des Landgerichts Lissa wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten, während die drei Hauptbeteiligten in den nächsten Tagen vor dem Schwurgericht wegen gefährlicher Körperverletzung mit tödlichem Ausgange abgeurteilt werden. Da der Transport der 18 angeklagten Zuchthäusler und von 36 geladenen Zeugen, auch sämtlich Insassen des Zuchthauses, nach Lissa mit sehr großen Schwierigkeiten und Gefahren verknüpft gewesen wäre, hat das Lissaer Gericht den Ausweg gewählt, sich seinerseits nach Rawitsch zu begeben, wo die Verhandlung sich seit gestern im Zuchthaus abspielt. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Schlütor, die Anklage vertritt der erste Staatsanwalt des Landgericht Lissa. Verteidiger stehen den Angeklagien nicht zur Seiie, und sie bedürfen meistens auch keines Verteidigers. Denn eine große Zahl der Angeklagten hat in ihrem Leben schon so häufig mit den Gerichten zu tun gehabt, daß sie sich selbst sehr geschickt zu verteidigen wissen. Der Schauplatz der Gerichtsverhandlung ist die große Schneiderwerkstätte des Zuchthauses, gleichzeitig der Ort, an dem die verhängnisvolle Revolte der Gefangenen stattgefunden yar. Sie befindet sich im ersten Stock des alten Gebäudes, während das neue Gebäude mit den Schlafräumen der Zuchtbäusler weiter nach hinten im modernen Rohsteinbau aufgeführt ist. Die Werkstätte ist ein niedriger, aber durch 20 Fenster erleuchteter heller Raum. Ein Herd, auf dem sonst die Bügeleisen glühend gemacht werden, strömt unerträgliche Hitze aus. An der linken Wand hat an einem provisorisch errichteten Podium der Gerichtshof nebst Staatsanwalt Platz genommen. Durch rohe Kistenbretter ist der Raum dann in drei Teile geteilt, von denen der eine den Zuschauerraum bildet, der zweite den Platz für die Zeugen und der dritte die Anklagebank abschließt. Vor dem Richtertisch liegen die Werkzeuge, die am 6. Juli vorigen Jahres bei der Schlägerei gebraucht wurden. Es sind ein großer viereckiger hölzerner Hammer, mehrere Scheeren, Huseisen, außerdem viele Schneiderwerkzeuge. Für die Presse ist so gut wie gar nicht gesorgt. Es steht zwar im Zuschauerraum ein großer Tisch, den jedoch der Direktor des Zuchthauses für sich mit Beschlag belegt hat. Die Pressevertreter sitzen auf Holzstühlen und müssen auf den Knien schreiben. Ein Blick auf die Anklagebank löst zugleich Mitleid und Entsetzen aus. Man sieht 18 meist stupide Gesichter mit gelber Gesichtsfarbe und glattrasiertem Haupt und Barthaar. Sie tragen sämtlich die dunkelbraune Zuchthauskleidung. Der Blick haftet zuerst auf einem Gefangenen, der an der äußersten Ecke rechts oben Platz genommen hat. Es ist ein früherer katholischer Geistlicher, der wegen Sittlichkeitsverbrechens eine längere Zuchthausstrafe verbüßt. Er spricht in wohlgebauten Sätzen und vermeidet es, immer wie die andern, sich nur zu entlasten, und die andern zu belasten. Neben ihm sitzt ein echter Verbrechertyp, der Hauptbelastete in dieser Verhandlung, ein Mann, der über einen phänomenalen Schädel verfügen muß. Wie nämlich in der Verhandlung zur Sprache kam, sind ihm mit dem großen diereckigen Holzhammer mehrere Schläge mit voller Wucht auf den Hinterkopf versetzt worden, ohne daß der Schäde! Schaden gelitten hätte. Ein dritter Angeklagter mit frechem, jedoch nicht unsympatischem Gesicht besitzt ein wunderbares juristisches Geschick und erinnert in mancher Beziehung an Hennig. Gespannt folgt er dem Laufe der Verhandiung und greift wiederholt ein. Den ihn belastenden Zeugen kündigt er Beleidigungsklagen an.— Sehr interessant ist die Zusammensetzung der Zeugenbank, die aus allen Lebenslagen und allen Bevölkerungskreisen stammt und *„n Jumiyunner=n zujammensest. peeven einem 60 Jahre alten Greis, der wegen Brandstiftung eine längere Strafe zu verbüßen hat, sitzt ein 25 Jahre alter Mörder, dessen Eltern hingerichtet sind, währen6 er selbst wegen Beteiligung an dem Morde zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Der Zeuge geht langsam der Verblödung entgegen. Sowohl der Direktor des Zuchthauses wie Medizinalrat Kleinert, der als medizinischer Sachverständiger den Verhandlungen beiwohnt, halten ihn übereinstimmend für schwachsinnig. Zeuge zittert am ganzen Körper und stiert fortwährend ins Leere. Auf Fragen gibt er entweder überhaupt nicht oder nur stotternd und unzusammenhängend Antwort. Sein Auftreten im Gerichtssaal macht selbst auf abgehärtete Gemüter sichtlichen Eindruck. Erheiternder wirkt in dieser dunklen Atmosphäre das Auftreten eines Zeugen, der wegen Meineid zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Er hat nämlich unter seinem Eide bestritten, der Vater eines unehelichen Kindes zu sein und beteuert in langem Wortschwall, daß er wirklich nicht der Vater dieses Kindes sei. Sein Trost ist, daß er jetzt einen Gendarm sei dem Kriegsgericht in Posen wegen Meineids denunziert hat, von dem er annimmt, daß er der Vater des betreffenden Kindes ist. Den rüheren Gentleman verrät ein Gefangener, der wegen schweren Einbruchsdiebstahls mehrere Jahre Zuchthaus absitzen muß. Andererseite schwebt gegen ihn augenblicklich eine Anklage wegen Meineids. Er dittet deshalb den Gerichtshof mit einer leichten Verbeugung,„in jeder Beziehung schweigen zu dürfen.“— Den Gegenstand der zweitägigen Verhandlung bildete eine blutige Schlägerei, die am 6. Juli vorigen Jahres in der Schneiderwerkstätte des Rawitscher Zuchthauses stattfand. Der Anlaß war, wie das meistens bei solchen Prügeleien der Fall ist, ein geringfügiger. Ein Zuchthäusler hatte seine Hände in dem Wasser gewaschen, in dem sonst nur die Bügeleisen abgekühlt werden durften. Das hätte an und für sich wohl noch nicht den Anlaß zu einem solch blutigen Ausgang gegeben, wenn nicht in der Schneiderwerkstätte, wie es übrigens in allen Werkstätten der Zuchthäusler der Fall sein soll, zwei Parteien existiert hätten, die nefeind waren. Nun sah ein Angehöriger der einen Partei, in Mann der anderen Partei dort die Hande wusch. Dem Wortgefecht folgten bald Tätlichkeiten. Der Zuchthäusler Walter erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er bald darauf starb. Mehrere andere Gefangene wurden mehr oder minder schwer verletzt. Die Schlägerei verlief so blutig, weil die Schneider infolge ihres Berufes über Scheeren, Messer und Eisenstücke verfügten, die sie kräftig bei der Schlägerei gebrauchten. Die Decken und Wände wurden dabei so mit Blut bespritzt, daß der ganz Saal neu getüncht werden mußte.— Bei der Vernehmung der Angeklagten, die sich gegenseitig belasteten, wie bei der Zeugenvernehmung kam es wiederholt zu lebhaften Zusammenstößen. Im Allgemeinen aber stimmten ihre Bekundungen über Ursachen und Verlauf der Schlägerei überein, nur baß niemand geschlagen haben wollte. Ein Zeuge gab seiner Ansicht dahin Ausdrusk, daß n Kampf zwischen den beiden Parteien schon wochenlang vorher geplant war und daß das unbefugte Händewaschen nur den Anlaß zum Zuschlagen geboten habe. Der Aufseher, der die 16 Mann starle Abieilung der Zuchthäusler beruhigen wollte, wurde selbst von ihnen angeariffen. Als ein Zeuge diese Aussagen machte, griff der oben erwähnte Angeklagte mit dem juristischen Geschick ein und suchte die Aussage zu widerlegen.„Das seien alles Illusionen, die ja gar nicht zur Sache gehören.“ Viele Angeklagte und Zeugen sind übrigens dem Vorsitzenden wohlbekannt, der mit ihnen in seiner langjährigen Praxis am Lissaer Landgericht wiederholt zu tun hatte. Weiter kam zur Sprache, daß der Kampf der beiden Parteien sich ständig um Tabak drehte, den sie sich auf irgend eine Weise zu beschaffen suchten. Die meisten Zeugen schilderten den einen der Angeklagten als den gefährlichsten. Sie bekunden, sie hätten ihn zurückgehalten, sonst wäre der Ausgang noch viel schlimmer gewesen und der Mann würde heute ein mehrfacher Mörder sein.„Er ist ein Unmensch,“ sagten sie. Mit gegenseitigen Belastungen sind die Zuchthäusler sehr rasch bei der Hand. Sagt jemand etwas Ungünstiges gegen sie aus, so werfen sie ihm sofort Schimpfworte, wie Lügner, abscheulicher Mensch, Schurke, an den Kopf. Der Vorsitzende ist gegen diese fortwährenden Unterbrechungen der Verhandlungen so gut wie machtlos. Am Schlimmsten wird einem Zeugen zugesetzt, der gelernter Schmied ist. Von ihm behaupten mehrere Angeklagte, daß er wegen seiner Kenntnis im Schmiedefach von den Aufsehern bevorzugt werde. Da er zu ungunsten der Angeklagten aussagt, so rufen sie ihm zu: Unredlicher Mensch, Freund der Aufseher usw. Ein Angeklagter behauptet, der Zeuge habe ihn einmal mit einem Huseisen bedroht. Ale der Zeuge das unter dem Eide bestreitet, beschimpft er ihn mit den Worten: Schwindler, Verleumder. Vergeblich verweist ihn der Vorsitzende zur Ruhe, der Angeklagte ruft:„Er will sich mit seinen Bekundungen nur rächen, der Berufsschwindler, der gemeine Lügner. Ein anderer Angeklagter sagt von dem Zeugen: Er ist ein rachsüchtiger Mensch, Herr Gerichtshof das erlaube ich mir als Gesangener zu sogen. Heiterkeit.) Der Vorsitzende ermahnt den Zeugen, nicht etwa falsch auszusagen, weil er dem Mitgefangenen gram sei Der Zeuge bleibt bei seiner Bekundung. Er wird dann mit neuen Schimpsworten: Abscheulicher Lügner usw. von der Anklagebank bedacht.—Komplizierter gestaltet sich die Vernehmung eines Zeugen, der wegen Erpressung mehrere Jahre Zuchthaus verbüßen muß. Er erklärt stereotyp, er könne nicht aussagen, weil, wenn er die Wahrheit sagte, er bestraft würde. Der Vorsitzende ermahnt ihn, auszusagen, da ihm niemand etwas anhaben könne, wenn er vor Gericht die Wahrheit sagt.„Ich bin zu ängstlich“, sagt der Zeuge,„der Direktor des Zuchthauses hat mich beschimpft. Ich habe schon wegen meiner Aussagen in der Voruntersuchung Strafe erlitten und bin in Einzelhaft gebracht worden!"— Der Direktor des Zuchthauses bemerkt hierzu, daß die Einzelhaft keine Strafe sei. Er setzt dem Gerichtshof auseinander, daß nach der Zuchthausordnung alle Gefangenen, die unter dem Verdachte eines Verbrechens stehen, isoliert werden müssen. Auch dieser Zeuge stand anfangs unter dem Verdacht der Mittäterschaft und sei deshalb isoliert worden.— Der Zeuge läßt diesen Einwand nicht gelten.er sagt: Der Direktor hat mich beschimpft, ebenso der Inspektor. Er sagt, ich sei ein Stinker und deshalb würde ich in Einzelhaft gesteckt. Es tut mir leid, ich will gern die Wahrheit sagen, wenn der Direktor mich in Ruhe läßt.— Der Direktor verläßt den Saal.— Vors.: Nun können Sie ruhig aussagen, der Direktor hat den Saal verlassen.— Zeuge: Meinetwegen kann er drin bleiben, ich mache mir nichts draus.— Andere Zeugen bekunden, daß sie nicht an der Schlägerei teilgenommen, sondern sich versteckt haben. Im äbrigen werden von dem Angeklagten die Aussagen derjenigen Zeugen, die eine längere Zuchthausstrafe zu verbüßen haben, wie sie selber, für unglaubwürdig gehalten. So wird die Aussage eines Zeugen, der 12 Jahre Zuchthaus zu verbüßen hat, von dem Angeklagten damit abgetan:„Das ist ein 12jähriger, ein jähzorniger Mensch, der keinen Glauben verdient."— Damit ist im allgemeinen das Ergebnis der Zeugenvernehmung mitgeteilt. Angeklagte und Zeugen werden ständig von mehr als zehn Aufsehern bewacht, die mit geladenen Revolvern ausgerüstet sind. Die Zeugen machen ihre Aussagen teils mit halblauter Stimme, teils schreien sie überlaut.— Die medizinischen Sachverständigen machen oann eingehende Angaben über die Art der Berießung des getöreten Walter und die Verletzungen der anderen Gefangenen.— Hierauf wurde die Beweisaufnahme geschlossen. In der weiteren Verhandlung gegen 18 Insassen des Rawitscher Zuchthauses wegen Teilnahme an der blutigen Schlägerei beantragte der erste Staatsanwalt Gefängnisstrafen von einem Jahr bis zu drei Monaten. Nach längerer Beratung verkündete der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor SchIn ——.——"-- UUr Urteil dahin, daß die Angeklagten mit Gefängnis von sechs Monaten bis zwei wochen zu bestrafen seien. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen. Kinder. mehl Krankenkost. Herverragend brwürfe Nahrung. Die Kinder nertelhen verroglieh ate u. Jelden nicht en Verdabungastürung Blatt, Nr. 76.— 6. Gelsenkirchener * Montag, den 30. März 1906 1— Amtlichee Braichlatt fün dan Stadt, und den Tandbreig Kollonbirchen Amtliches Kreisbial für drn Bindl= und den Tündkreis Gelsenkirchen Furchtbares Erdbeben. Eine ganze Stadt zerstört. Ueber ein furchtbares Erdbeben, durch das wahrscheinlich eine ganze Stadt zum größten Teil zerstört wurde, liegt folgende Meldung vor: Newyork, 29. März. Aus Mexiko wird gemeldet: In der vergangenen Nacht ist die etwa 15 000 Einwohner zählende Stadt Chipala im Staate Guerrero(Süd=Mexiko) durch Erdbeben vollständig zerstört worden. Nachdem infolge der Erdstöße die Häuser eingestürzt waren, eutntand in den Trümmern Feuer, und nun steht die ganze Stadt in Fiammen. Von der Bevoikerung sucht jeder, der am Leben geblieben ist, in Verzweiflung sein Heil in der Flucht. Bis jetzt ist es unmöglich, die Zahl der Umgekommenen auch nur annähernd zu bestimmen. Das Erdbeben hat auch in anderen Orten Mexikos großen Schaden ungsrichtet, wie folgendes Telegramm besagt: London, 29. März.(Privat=Telegr.) Nach einer Meldung aus Newvork stehen die Ruinen der Stadt Chilapa in Brand. Das Erdbeben verursachte auch in der Stadt Meriko heftigen Schrecken. Die Leute stürzten entsetzt auf die Straße. Viele Häuser erhielten klassende Risse, und alle Uhren standen still. Auch in Sankt Thomas verursachte das Erdbeben große Erregung; zwei starke Erdstöße wurden wahr. genommen. Der zur Zeit in der Stadt Mexiko weilende Gouverneut der Provinz Guerrers erhielt ein Telegramm aus Chilpa, wonach dort keine Menschenleben zu beklagen seien. In Ometepec stürzte infolge des Erdbebens das Gesängnis ein und 30 Gefangene entflohen. Eingesandt. Für die unter dieser Rubrik veröffentlichten Nachrichten übernimmt die Redaktion nur die preßgesetzliche Verantwortung.) Von einem unserer Leser, der, wie er uns schreibt, die Vorgänge bei dem Streik bei der Firma Küppersbusch und Söhne„objektiv“ beurteilen möchte, werden wir um Aufnahme folSAi unP E G 1 M*••• 44?."„„„ Fiun! Mühnung zur Einigung ersücht! Die am vergangenen Freitag stattgehabte Versammlung der Streikenden der Firma Küppersbusch war seitens der Organisationen nur deshalb einberusen worden, um den Leitern der Bewegung Gelegenheit zu geben, über die Lage und über die Aussichten des Streiks Bericht zu erstatten. Es wurden also diejenigen enttäuscht, die da der Hoffnung waren, daß man vorwärts gekommen sei, und daß man vielleicht irgendwelche Vorschläge zur befriedigenden Lösung der Difserenzen hören werde. Unter denen, die mit dieser Hoffnung zu der Versammlung gingen und sich nach der Sache zu den Enttäuschten zählen müssen, gehörte auch der Schreiber dieser Zeilen, der im Interesse der Solidarität geschwiegen hätte, wenn die Aussichten der Bewegung einem objektiven Beobachter auch nur halb so rosig erscheinen könnten, als sie die Redner der Versammlung uns erscheinen ließen. Allein es liegt nicht nur im Interesse der Wahrhest, sondern vor allem auch im Interesse der streikenden Kollegen, daß sie nicht über Tatsachen ungenügend unterrichtet werden, die dadurch nicht aus der Welt geschafft werden, daß die Führer der Bewegung nicht daran glauben. Und deren scheinen mir wirklich solche von Bedeutung vorhanden. Schon dieser Tage hatte sich ein Blatt im Anschluß an einen Artikel zu der objektiven Bemerkung aufgeschwungen, daß die Lage des Gesamtwirtschaftsmarktes keine günstige sei. Diese Bemerkung wird durch Berichte verschiedener Tagesblätter und industrieller Werke bestätigt. Es sei hier nur an die Massenkündigungen bei Krupp erinnert. Daß von dieser ungünstigen Lage, die speziell den Eisenmarkt beherrscht, die Firma Küppersbusch verschont geblieben wäre, ist kaum anzunehmen, zumal, wenn man bedenkt, daß bereits vor dem Streik mit gekürzter Arbeitszeit gearbeitet wurde. Es dürfte aber kaum zu bestreiten sein, daß die Zeiten einer niedergehenden Konjunktur sich nicht gerade für einen Streik eignen. Dank dieser Konjunktur wird die Firma, und vielleicht nicht einmal ohne Einklang mit den Tatsachen, behaupten können, daß es ihr nicht mehr möglich ist, bis auf weiteres die frühere Zahl der Arbeiter zu beschäftigen. Und wenn dann die letzten Dinge schlimmer sind, als die ersten, wenn statt 15 Schleifer einige Hunderte brotlos werden, so könnte man der Begründung, daß dies eine Folge der Konjunktur und nicht des Streiks sei, kaum etwas stichhaltiges entgegenhalten. Von, den Führern der Bewegung müssen aber die Kollegen den weiteren Blick für derartige Möglichkeiten wohl voraussetzen. Angesichts solcher Eventualitäten sei es doch auch einem in der Bewegung stehenden Kollegen gestattet, zu sagen, daß der Streik doch schließlich nicht um seiner selbst willen, sondern doch nur dann geboten ist, wenn genügend Anzeichen für einen Ersolg vorhanden sind. Diese Aussichten aus einen Ersolg werden aber dadurch nicht erhöht, daß man sie uns in Versammlungen rosig ausmalt. Was soll es z. B. heißen, wenn man die Zahlen, die die Firma auf Grund ihrer Nummernkontrolle der Presse mitteilt, anzweiselt, ohne dafur eine andere Begründung zu haben, als daß man die urbeitswilligen auf der Straße gezählt habe. Jeder der Kollegen wird beim Lesen dieser Berichtigung der Meinung gewisen sein, daß die Zahlen der Nummernkontrolle wohl zuverlässiger sind, als ein Zahlen auf der Stkaße, wobei den zählenden Kollegen doch auch die Tatsache nicht unbekannt sein wird, daß viele Arbeitswillige nicht den Portier passieren, sondern andere Eingänge. Daß sich übrigens die Firma durch unrichtige Zahlen so leicht desavouieren ließe, wie es hier geschehen könnte, ist auch kaum wahrscheinlich. Ferner kommen für den Streik doch nur die Betriebsbeamten, also ca. 80 Meister und Vorarbeiter, und nicht die 200 Beamten in Betracht. Wozu also die„Berichtigung“ von Zahlen, die kaum falsch sein dürften, deren richtige Darstellung aber den streikenden Kollegen sehr wichtig ist. Denn wer die von der Firma verössentlichten Zahlen verfolgt hat, wird bemerki haben, daß sich die Zayl der Arbeitswilligen von Schicht zu Schicht mehrt. Das ist an und für sich ein sehr bedauerlicher Mange! an Solidaritätsgefühl, zumal wenn man, was man kaum erwarten großzten Nutzen für sich und die Seinen aus dem Platenduche ziehen kann. Neben der Behandlung aller akuten und chronischen Leiden. der Gewerbekrankheiten, Insektionskrankheiten usw. usw. und Teil den Fr. 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Und doch, wie schnell kam meine Gesundheit wieder.“ ——„Ich bin entzückt über den raschen ausgezeichneten Erfolg, den ich erzielt; habe ich doch nach kurzer Zeit einen herrlichen Appetit erhalten, alle lästigen Magenbeschwerden sind verschwunden, und die alle Tatkraft lähmende Schwäche nimmt immer mehr ab.“——„Der Lamscheider Stahlbrunnen hat mir meine Kraft und meinen Mut wiedergegeben. Auszüge aus ärztlichen Gutachten: Ein ganz vorzügliches Eisenmanganmedikament ist das Lamscheider Wasser, die Lösungsverhältnisse der hauptsächlich wirksamen Stoffe stimmen mit denen des Blutes überein, das Wasser ist wohlschmeckend und gut bekömmlich.— Das Lamscheider Stahlwasser ist hochgradig eisenhaltig, leicht bekömmlich und gut verdaulich. Die Patienten, die es genommen haben, haben sich stets wohl gefühlt, haben es gern getrunken und haben an körperlichem und seelischem Wohlbefinden zugenommen.— Glänzende Kurerfolge bei Blutarmut, Bleichsucht, versch. Arten von Frauenkrankheiten, Magen= und Darmleiden. nach erschöpfenden Krankheiten, Operationen, Blutverlusten usw.— Trinkkuren im Hause ohne Berufsstörung.— Weitere Auskunft über Gebrauch der Kur, ärztl. Gutachten usw. kostenlos durch Lamscheider Stahlbrunnen in Düsseldorf O. 126. Bekanntmachung. Am Donnerstag, den 9. April dieses Jahres, abends 6 Uhr beginnend findet die Schlußfeier in den gewerblichen Fortbildungsschulen, und zwar in Gelsenkirchen=Alt in der Kirchschule, Abstraße, in Gelsenkirchen=Schalke in der Schule an der Herdstraße, in Gelsenkirchen=Bismarck in der Wilhelmschule, Marschallstr., in Gelsenkirchen=Ueckendorf in der Parkschule, Bochumerstr., statt. Die beteiligten Handwerksmeister und die Eltern der Schüler werden zur Beiwohnung hiermit eingeladen. Gelsenkirchen, den 24. März 1908. Der Oberbürgermeister. I. B.: Klose. Bekanntmachung. Seit November 1907 sind hier drei Fälle zur Kenntnis gekommen, in denen sich jemand in Zeitungsinseraten erbot, Vertrauensposten und Stellungen als Wirtschaftsverwalter zu vermitteln. Von den sich meldenden Bewerbern verlangte der Inserent, bevor er ihnen die zu besetzende Stelle genau bezeichnete, Hinterlegung einer Kaution bei einer Bank. In Gegenwart der Bewerber fertigte er dann ein Schreiben an die betreffende Bank, in dem mitgeteilt wurde, daß das Geld als Kaution hinterlegt werden solle. Die Schreiben unterzeichnete er mit dem Namen der Bewerber. Diese Schreiben sandte er jedoch nicht ab, sondern andere, durch deren Inhalt die Banken zur Rückzahlung der Kautionen veranlaßt werden sollten. In zwei der bekannten Fälle ist es ihm gelungen, sich auf diese Weise in den Besitz der Kautionen zu setzen. Nach den bisherigen Feststellungen ist mit Sicherheit anzunehmen, daß in den bekannten Fällen dieselbe Person der Täter ist. Es wird daher um Mitteilung ähnlicher 118/08 ersucht. Essen, den 16. März 1908. Der Erste Staatsanwalt. Fälle zu den Akten 3. J. Stadtheater Gelsenkirchen. 925 sind bei dem reichen Plantagenbesitzer Lagardes zu Besuch. Lagardes hat vor kurzem die zweite Frau genommen, eine Freundin Marie Der Dieh“ von Henry Bernstein, bearbeitei von Rudolf Lothar. Louisens. Der erst 19jährige Fernand, Lächtorv eister Der Dies von Arach Srinen,.####### 1 ljunger Schwärmer, verliebt sich in die schöne Marie Louise. Doch * Gelsenkirchen, 29. Marz“,#hiele wehrt den unreisen Zudringling ab, der indes später für sie der Dic Narstellung am Freutag ging bei voll besetziem Hause vor Helfer aus der Not werden soll. Im Hause Lagardes herrscht nämlich Das war freilich nicht anders zu erwarten an dem Abend, da halb große Aufregung. Man verfolgt die Spur eines Diebes, s tüchtiaste und=pietseitiaste Mitglied unseres Ensembles, Frl. der der Frau des Hauses aus verschlossenem Schrein über 21 000 M. u. Urm Amnesia eingeiaden halts. Die Franes gestohlen bat. Ein angeblicher Gast des Hausherrn— in routiniert= Künstlerin hatte sich noch dazu für ihren Ehrenabend eine Wirklichkeit ein Deiektiv— wird mit der Ermittlung des Diebes enicht gumählt, ein Zugstick der Saison. Und wenn ich auch, wiel beauftrags. Resultat: Fernand, der Sohn des Hauses, ist der VerRovität gewählt, ein Jugtug v Astischen und literarischensbrecher: Tableau! Soweit der erste Akt. neuen Sansationsstüickes nur eine geringe Meinung habe,] Zweiter Aufzug: Es ist holb 2 Uhr nachts. Botzsin und seine d#ch die Aufführung mancherlei Interessantes und Fesselndes Frau betreten das Schlafzimmer. Ein Zusall liefert Voysin beim Benefiziantin Gelegenheit, ihr Können in äußer=, Oeffnen einer Schublade ein Täschchen mit 6000 Francs in die Hände. lich mui.-kanaswaller Meise au betätigen....(Argwohn steigtz in ihm auf und bestätigt sich. Marie Louise gesieht ch wirkungsvolle: ziu e en z Auszügen— zu meidet latonisch ihr Verbrechen. Sie hat die 21 000 Francs gestohlen„aus Liebe zu Se gb m„ Stück“? Zum eigentlichen ihrem Mann, um iom zu gefallen“ und der junge selbstlose Fernand Drama fehlt ihm sozusagen alles, zum Schauspiel ermangelt es ihm haii vor Serem Rater die Schuld auf sich genommen, um die heiß geBistchr, Ausereichesianege Dos aum gigng ien der. Der bise Aisenz enr schen. Pe arier seik. Nan daste Kr Ssieng Nongen duic ais und die Schone alchnr asengang..... deursche Bühne, Budo)) güg, 4e zutagf#as nzichen“ sollte. Der Schon ist der Abschied vorüber und das Schiff sieht beweit, den jungen W. Beuk als Fernand. M. Winter bätte den Plantagenbesitzer osenbar emas auf dir Duchns. V 3½9 2.— Luchnaht man sicherlich Auswanderer aufzunchmen; da kann Marie Lonise ihr Gewissen nicht mit ettras mehr Pärme und Empfindung spielen können, Eigenschaften. Iback nrnßte die Mittel geilge.:.122: MA##staltung, ein Stück= länger berubigen und gestehl vor versammelter Familie ihr Verbrechen. nicht strupellos war. Prunikdol;, bemicr und Bussleidezuane müssen Lagordes, albtlich über die Ehrenreitung seines Sohnes, übt Misde dem sensationellen kranzösischen Milienwerk vs, vy,. Zramatischen 4Jvornand bestimmte 2os für sich zu wählen und nach Brasilien auszuverschaffen und über den Mangel eines einheitlichen oramatichetge 4.= Mit einer innigen Begegnung zwischen Fernand und Marie nursbaues herweghelsen... 7.1—, 8au Mar“: Lauise, ein Louise findet sodann das Stück einen wenig befriedigenden Abschluß. in bescheidenen, aber auskömmlichen Verhältnissen lebendes Ehepaar,! Man sicht, es handelt sich um ein echtes Pariser Genrestück mit Lagardes hat Dort soll er auf all seinen Vorzügen und all seinen Schwächen: prickelnde Sprache, straffe Dialogführung, sensationelle Aufbauschung, schlechter dramatischer Ausbau, kokette Pikanierie, spekulative theatralische Aufmachung sind die Signatur dieser Diebesgeschichte, die, wie ich mich wohl schwerlich täusche, nur für den Augenblick geschaffen sind, um, nachdem sie Spekulanten die Taschen gefüllt, für immer in den Orkus zu verschwinden. Gerne sei indessen festgestellt, daß unser Ensembie mit großem äußeren Erfolg sich der Sache annahm. Sorgsalt war vor allem an die Regie verwandt worden. Die Inszenierung war sinngemäß und vor allem im zweiten Akt, wobei die hübsche Zimmerausstattung von einem bekannten hiesigen Möbelgeschäft geliefert worden war, recht ansprechend. Wahre Triumphe der Anerkennung ernteie die Benefiziantin Lina Genesius. Eine ganze Reihe herrlicher Blumenspenden legte Zeugnis davon ab, welch großer Beliebtheit und Hochschätzung sich die gewandte Künstlerin erfreut. Die Kritik konstatiert dies um so bereitwilliger, als man mit der Art und Weise, wie Lina Genesins die Marie Louise spielte, sast durchweg einverstanden sein konnte. Nicht ganz gewachsen seiner Aufgabe war ihr Pariner, E. Marion, dem noch zu viel Maniriertes anhaftet und dessen künstlerische Eigenschaften zur restlosen Lösung der ihm angewiesenen Aufgabe nicht ausreichten. Vortrefflich und klug reserviert hielt sich ermöglichen, daß der Beginn ein präziserer letwa 8¼ Uhrj und die Vorstellung im allgemeinen um 11 Uhr, wie der Theaterzettel angibt Rügrmeine Zeitung. Montag,den 30. März 1908 Statt Karten! Die Verlobung meiner Tochter Marte mit dem Kauf mann Herrn Otte Kl-ffmann in Röblinghausen beehren wir uns ergebenst ansureigen Gelsenkirchen-Schalke, Im Märs 1908. Geergod deimans u.Fral geb. Sterp. Marie Dördelmann Oiio Kleffmann VERLOBTE. Gelsenkirchen- Schalle Röblinghausen — im Mär: 1908.— * Für Verlohte! Spezialbausf. Innendekoration Reb. Tigges, Gelsenkirchen, Hohensollernstr. 35, Feruspr. 1459.— Ausstellung kompl. Mustersimmer.— Besichtig. gerne gestattet.— Kostenanschläge und Zeichnungen eut Wunsen gratis. Der Arbeiter Friedrich Budda, geboren am 12. Jan 868 zu Trappendorf, zur Zeit unbekannten Aufenthalts, entzieht sich der Sorge für seine Familie, sodaß öffentliche Armenhülfe eintreten mußte. Wir ersuchen ergebenst, im Betretungsfalle der hiesigen Armenverwaltung von dem Aufenthalt des Duoda Mitteilung zu machen. 3148 Gelsenkirchen, 17. März 08. Städt. Armenverwaltung Klose Suche auf sofort oder später ein älteres Dienatmadchen oder Frau. Offerten unter A. G. 310 an die Exp. d. Zta. Zum 10. April ein kräftiges, properes Dienstmädchen als Zweitmädchen gesucht Fr. M. Groß, Bahnhofstr. 13, am Neumarkt. Zugelaufen 2 Hunde. Die Eigentümer werden hiermit aufgefordert, innerhalb 14 Tagen ihr Eigentumsrecht bei der unterzeichneten Behörde geltend zu machen Gelsenkirchen, 28. März 08. Die Polizeiverwaltung misdiener gesucht. Zur Bedienung der Central= heizungs=Anlagen, sowie für die einigung pp. der Amislokale wird eine geeignete Person gesucht. 3145 Schriftliche Meldungen mit Gehalts=Ansprüchen werden bie 20. April entgegen genommen Eickel, 26. März 1908. Der Amtmann Berkermann. Preiviliger Verkauf. Am Dienstag, den 31. März, vormittags 11 Uhr, werde ich in der Wirtschaft Eickelkamp, hierselbst, Arminstraße, im Auftrage der Firma Gebrüder Friedrich in Dirschau folgende Gegenstände: Kleiderschrank. Vertikow, I Sofa, 3 Stühle, I Spiegel Konsole, 1 Kinderwagen und ein Bett gestell mit Matratze bentlich meistbietend gegen Barzahlung verkaufen. Keppke. Gerichtsvollzieher Kr. A. UAE * ertreter von leistungsfah. Zigarrenfabr!? gesucht. Stroof, Aachen. Suche per 15. April ein tucht., zuverlässiges Mädchen. 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Marz. vormittags 8 Uhr, vom Sterbehause, Weidenstrasse 11, aus stalt. Die Mitglieder versammeln sich Dienstag morgen 7½ Uhr im Vereinslokale. Um recht rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung follen die in Gelsenkirchen belegenen, im Grundbuche von Ueckendorf Band 4 Artikel 48, zur Zeit der Eintragung des Sersteigerungsvermerkes auf ven Namen des Bergminns Hermann Breder in Ueckendorf eingetragenen Grundstücke Flur 17 Nr. 466/39, groß 1,94 ar, Hofraum, Schüfflerheide, Flur 17 Nr. 468/39 pp., groß 1,14 ar, Hofraum, Schüfflerheide, 2) Wohnhaus, Heidstraße 1, 1500 Mark Nutzungswert, am 22. Mai 1908, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 32, versteigert werden Der Versteigerungsvermerk ist am 28. Februar 1908 in das Grundbuch eingetragen Gelsenkirchen, den 17. März 1908. Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Gelsenkirchen belegenen, im Grundbuche von Bismarck, Band 3 Blatt Nr. 138, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Architekten Alex Hohmann zu Gelsenkirchen=Bismarck eingetragenen Grundstücke Flur 8 Nr. 1024/28 2c., groß 4,11 er, Hofraum usw. Luisenstraße 12, a) Wohnhaus und Hausgarten, 1040 Mark Nutzungswert, Flur 8 Nr. 1025/28 2c., groß 5,59 ar, Hofraum usw. Luisenstraße 12, a) Wohnhaus und Hausgarten, 1680 Maik Nutzungswert, am 20. Mai 1908, vormittags 10 Ubr. durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 33 versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 28. Februar 1908 in das Grundbuch eingetragen Gelsenkirchen, den 14. März 1908 Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Gelsenkirchen belegene, im Grundbuche von Ueckendorf Band 4 Artikel 48. zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Bergmanns Hermann Breder in Reckendorf eingetragene Grundstück Flur 17 Nr. 469 39 pp, groß 4,66 ar. Hofraum, Schüfflerheide, a) Wohnhaus, Heidstraße 3, 1200 Mark Nutzungswert, b) Stall und Waschküche, 36 Mark Nutzungswert, am 22. Mai 1900, vormittags 10¼ Uhr. durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Overwegstraße— Zimmer Nr. 32 versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 28 Februar 1968 in das Grundbuch eingetragen. Gelsenkirchen, den 17. März 1908. Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Gelsenkirchen belegene, im Grundbuche von Schalke, Band 3, Blatt Nr. 150, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Bauunternehmers Alerander Hohmann in Gelsenkirchen=Bismarck eingetragene Grundstück Flur 7, Nr. 1360/16 usw., groß 3,27 ar, Hofraum, Mönting= platz, am 20. Mai 1908, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle Overwegstraße— Zimmer Nr. 32— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 4. März 1908 in das Grundbuch eingetragen. Gelsenkirchen, den 14. März 1908. Königliches Amtsgericht. Zum 1. Mai eine Wohnung von 3 Zimmern nebst eingefriedigtem Hofraum, Stall und Land zu vermieten. Bismarck, Agnesstraße 11. Viktoriastraße 42. Ein solider 11436 der selbständig arbeiten kann, iuf sofort gesucht. Gelsenk. 3, Bergmannstr. 15. m 15. April ein im Hauserfahrenes Mädchen getacht. 11432 Krau R. Kohn, Erle, Birchstr. 7, 1. St Ein Zimmer vermieten. 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Unterrichtsfächer: Deutech, Französisch, Eaglisch, Handelswin#en schaften, Kaufmännisches Rechnen, Wirtschafts- und Verkehre Geographie, Stenographie. — Honorar Mk. 30.— jährlich.— Anmeldungen neuer Schüler sind unter Vorlegung des Abgangs-Zeugnissen der zuletzt besuchten Lehranstalt am Donnerstag, len 16. April, vormittage 0—12 und nachmittags 3—6 Uhr im Schulgebäude, Kirchplats 7, persönlich bei dem Leiter der An stalt, Herrn Professor Fritseche zu machen. 11454 Das Kuratorium. Ernet Reinhard. i. Vorsitsender. eine Dienstag, den 31. März, abends 8“ Uhr findet grosse öffentliche Bürger-Versammlung im Saale des Germania-Hotel, Arminstraße, statt. Tagee- Ordnung: 1. Die Ursachen des Arbeiterausstandes bei der Firma Küppersbusch& Söhne. 2. Freie Aussprache. Unterzeichneter erlaubt sich hiermit die Bürger Gelsenkirchens zu dieser Versammlung inzulaben und sieht einem recht zahlreichen Besuche entgegen. 4 11456 Hochachtend! A.: A. Pieper, Gelsenkirchen. Die Herren Mitglieder des Landwirtschaftlichen Kulturvereins des Stadt= und Landkreises Bochum sowie der Stadtkreise Witten und Herne werden zu einer Die sich immer schwieriger gestaltenden Lebensbedingungen der erwerdenden Stände lassen bei jedem Familienoater die Frage aufsteigen:„Was soll dein Sohn oder deine Tochter werden, damit sie nicht nur möglichst bald durch eigenen Erwerb dich unterstützen, sondern auch selbst so viel verdienen können, um dir die Last für ihren Unterhalt von den Schultern zu nehmen?“ Die Beantwortung dieser Frage steht heute im Vorvergrunde eines jeden Familienlebens und ist nicht leicht zu beantworten, weil die Talente und die besonderen Neigungen der Kinder Berücksichtigung finden sollen. Sind die Kinder geistig rege und haben sie ein gutes Schulzeuguis aufzuweisen, so bringen sie meistens den Wünsch zum Ausdruck, daß sie am liebsten in einem kaufmännischen Bureau tätig sein möchten. Diesen Lieblingswunsch können die Eltern ihren Kindern auch unbesorgt erfüllen, denn der Kaufmannsstand in seiner heutigen Ausdehnung mit seinen immermehr erforderlichen Hülfskräften ist ein Feid, wo das Angebot gut vorgebildeter Hälfskräfte weitgehendste Berücksichtigung findet In heutiger Zeit verlangt man aber nicht nur ein gutes Schulzeugnis sondern jett schon eine gewisse Vorbildung für den Beruf voraus, z. B. eine geläufige Handschrift, Stenographie, Schreibfertigkeit auf der Schreidmaschine, sicheres Rechnen, Kenntnisse in der Buchfüdrung, Fertigkeit in der Abfassung kaufmännischer Briese, die Grundzüge des Wechsel=, Check= und Bankwesens, Vertrautheit mit den Kontorarbeiten, saudere und richtige Ausführung der Arbeiten, und vielsach auch Sprachtenntnisse Sind der Sohn oder die Tochter mit diesen Kenntnissen ausgerüstet, so können sie vom ersten Tage ihrer Tätigkeit an Geld verdienen, bringen somit die Kosten ihrer Ausbildung wieder reichlich ein, tragen zur Unterstützung des Hausstandes bei und schaffen sich im Lause der Zeit eine ehrenwerte Berufsstellung. Wer sich veranlaßt fühlt, sein Kind dem Kaufmannsstande zuzuführen, der wird sich nun die Frage vörlegen:„Wö finde ieh das, was meinem Kinde für seinen späteren Lebensberuf fehlt, wo wird ihm eine Vor= und Ausbildung zuteil, die ihm auch wirklich später zum Nutzen gereicht?“ Es ist ein wichtiger Schritt den der sorgende Vater machen will, und darum wende er sich an eine Anstalt mit ehrbaren Grundsätzen, an der erfahrene und bewährte Fachlehrer wirken, an eine Anstalt die bei der Geschäftswelt Vertrauen genießt, und deren Schüler erfahrungsgemäß auch etwas leisten. Es ist nicht gleichgültig, wo der Sohn oder die Tochter die erste Ausbildung erhält; gerade diese wirkt bestimmend auf das spätere Fortkommen und bildet das Fundament, worauf die jungen Leute weiter bauen müssen, Die Schüler sollen zu treuer Pflichterfüllung, guter Arbeitsleistung, strenger Gewissenhaftigkeit usw. angehalten werden, und darum soll man auch eine Schule wählen, deren Lehrkörper diese Eigenschaften bei den Zöglingen weckt und pflegt. Mit gutem Gewissen kann ich meine Anstalt als den genannten Bedingungen entsprechend empfehlen. Hunderte ihrer Schüler und Schülerinnen haben das erstrebte Ziel erreicht und sind in hiesigen wie auswärtigen Bureaus beschäftigt. Die zentrale Lage der Anstalt, Kettwigerstraße 14, kaum 2 Minuten vom Essener Hauptbahnhof, mit elektrischer Bahnverbindung nach allen Richtungen ermöglicht es den hiesigen wie auswärtigen Schülern, sie —— leicht—— Stadt-Theater * in Gelsenkirchen. (Weißer 8 Dienstag den 31. März Im Abonnement. Die Ehre. 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Vortrag des Direktors Wellershaus aus Brügge über das Thema:„Die Elektrizität in der Landwirtschaft", mit Lichtbildern. Verschiedenes. Bochum, den 19. März 1908. Der Vorsitzende Gerstein, Königlicher Landrat. Sparkasse der Bürgermeisterei Stoppenberg (mündelsicher) verzinst Einlagen in jeder Höhe mrr gebrauchen sur Ernäbrung ihrer Kinder nur Kinder-Nährbisquit von 4783 Vonditen Juling Kohaftel Julids Breiner, Gerschkirchen. Diese Bisquits eind eigens für Sau linge hergestellt, vom rsten Chemikern untersucht und begu#schtet und von Aertten estens empfohlen, weil selbige v. von seinstem Wohlgeschmack, leichter Verd=ulichkeit, g. Blut und Knochen bildend. 4. von öchstem Nährwert, fast glei b der Muttermilch. 1 Paket mit Analyoe 13 Pfa. Zu haben bei: Aug. Braun, Bochumerstrasse 55, D. Herrmanne, Weidenstrasse 38. Gustav Küllenberg, Alter Markt und Karlstrasse, Aug. Hoch. kirchen, Elisabethplats, C. Imbausen, Alter Markt, Fr. Gückler K. Viemann. Bergmennstr. 50, Aug. Schlatter, W. Wiemes. 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PFLUGK-HARTTUNG Archivrat am Königlichen Geheimen Staats-Archiv zu Berlin, unter Mitwirkung der hervorragendsten Geschichtsforscher Reich illustriert Keine Weltgeschichte im altes Sinne des Wortes will dieses Werk sein, keine b’osse Aulzähluns von Kriegen und Schlachten, von Fürsten und Königen erc. will es bieten.— Waa es gibt, ist unendlich mehr, ist eine Darstellung des gesamtes mensehlichen Strebens und Wirkene nach Jedr Richtung hin, ist schlechthin die„Grschichte der Menschhelt“. Von der Urseit, die der Beitrag von Ernst Haeckel veranschaulicht bis zur unmittelbaren Gegenwart, die in Karl Lamprecht ihren Darsteller gesunden hat, werden sämtliche Epooben der Menschheitsgeschichte von ihren berufensten Kennern geschildert. Unterstützt und veranschaulicht wird die Darstellung durch Tausende ven IIIastratienen bauteund einfar bige Tafela, Derstellungen nach alten zeit genössischen Kupferstichen und Holsschaitten, Flugblättere, Keribeturen, Karten, Munsen etc. Langjährige eitrige Arbeit in Bibliotbeken, ArchivenKlöstern und Museen, im In- und Ausland hat es den Leitern dar Illustration: Arbeit ermogicht, ein Material au veröffentlichen, wie es in solche, und Volkommenheit voch Die genoien vurde. Auleins Weligeschichte erscheint in zwei Gruppen:„Aeltere Zeit“,„Neuere Zei““ u. umfaßt 6 Bände à 20 M. in dem von Prof. Franz Stuck entworfenen Original: einband. Von der„Neueren Zeit“, die zuerst zur Ausgade gelangt, ist der erse Band kürzlich erschienen. Die weiteren Bände erscheinen in 6monatlichen Um Jedermann Gelegenheit zu geben, sich von der Gediegenheit des Werkes aus eigener Anschauung zu überzeugen, bin ich auf Verlangen der Weltgeschichte portofrei ohne Kaufzwang zur Ansicht zu senden und bitte von dieser Vergünstigung mittels untenstehenden Verlangzettels Gebrauch zu machen. ich liefere das Werk ohne Preiserhöhung gegen bequemste monat. liche Teilzahlungen von nur Mark Mark Verlangzettel: Bitte Ausschneiden! Couvert. 3P.-marke. Die Buchhandlung Karl Block, Brealau I. Dohr“ auerstrasse s ersuche ich unter Bezugnahme auf ihr Angebot in der Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung um sofortige portofreie Zusendueg des 1. Bandes der„Neueren Zeil“ von Ullsteins Weltgeschichte auf einige Tage zur Ansicht, ahne Kaufzwann Or und-Daium: Name und Stand: Karl Block Buchhandlung E BRES PUR * B V T CAU Bohrauerstrasse 5, am Hauptbahnhef. 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Nicht vollsinnige, kranke, schwächliche oder geistig zurückgebliebene Kinder können, nbtigenfalls nach Anhörung des Kreisarztes, zurückgestellt werden. Von den außerhalb des betr. Schulbezirkes geborenen Kindern ist bei der Zufüdrung der Tausschein vorzulegen. Die Einteilung der Schutbezirke in folgende: A. Schuibezirk der alten Siadi Katholisch. I. Alistadt. 1. System A(nur Knaben): Ah., Armin=, Augusta=, Bahnhof, Bank=, Dickamp=, Elisabethstraße, Elisabeihplatz, Georgstraße, Hibernia, Johannes=, Kamp=, Karl=, Kirchstraße von 1—47, Kirchplatz, Kloster=, Knie=, Kreuz=, Moritz=, Munckel=, Neustraße, Neumarkt, Ringstraße 1—99, Sellhorst=, Theresien=, Teut=, Vereins=, Bohwinkelstraße 1—31. Wald-, Wasserwerk=, Weststraße und Wittekindstraße. Anmeldung bei dem Rektor Jütte in der Liboriusschule(Kampstraße 40). 2. System B.(nur Madchen): Dieselben Straßen wie bei dem System A. Anmeldung bei dem Rektor Vonderhagen in der Marienschule (Georgstraße). 3. System C. Bismarckstraße von 1—93 einschl. und 2—100 einschließlich, zudem 102a, Emilien=, Florastraße von 19 bezw. 42—94, Grenzstraße von 46—130(gerade Nummern), Hochstraße von 23 bezu. 84 bis Ende, Industriestraße von 19—71, Kronprinzenstraße von 1 bis 53, Liboriusstraße von 53 bezw. 56—113 bezw. 122, Ringstraße von 105 bis Ende, verl. Ringstraße, Roon=, Schulte=, Steinmetz=, Waldemar=, Walpurgisstraße von 37—45(ungerade Nummern] und Wanner= straße von 1—42. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Schröer in der neuen Schule an der Industriestraße(Nr. 52). 4. System D. Altermarkt. Essenerstraße von 1—25. Florastraße von 1—19 bezw. 42 ausschl., Gabelsberger=, Grenzstraße von 30—44 (gerade Nummern), Hochstraße von 1—21 und 2—32, Hof=, Industriestraße von 1—12, Kais riusstraße von 1—54, Rolandstraße, E von 1—47 bezw 2—62. Anmeldung bei dem Lehrer Oberdick in der Heinrichschule(Industrieftraße). II. Neustadt. 1. Alle Knaben werden in der Augustinusschule(Josephstraße) von dem Rektor Rhode ausgenommen. 2. Alle Mädchen werden in der Elisabethschule(Stolzestraße) von dem Hauptledrer Kußmann ausgenommen. Crangelisch. I. Altstedt. I. Wilbelm=Augusta=Schule: Abstraße. Alter Markt, Bahnhof=, Bank=, Dickamp=, Essenerstraße 1—88, Florastraße 1—15 und 2—18, Grenzstrate von 30—60(gerade Nummern), Hidernia, Hochstraße 1 bis21 und 2—32, Hofstraße, Industriestraße von 1—14, Karlstraße, Kirchplatz, Kloster-, König=, Freuz=, Markt=, Munckel=, Neustraße. Neumari, Overhofstraße von 1—20, Overweg=, Roland=, Teur, Theresien-, Vereins., Vattmann=, West= und Wilhelminenstraße von 1 bis 47 bezw. 52, Witiekindstraße, Anmeldung bei dem Rektor Reppekus in der Augustaschule(Gabelsbergerstraße). 2. Lutherschule: Florastraße von 17 bezw. 20—71 bezw. 94. Gabelsberger=, Grenzstraße von 60—130(gerade Nummern), Kaiserplatz, Kaiserstraße von 1—43, Liboriusstraße von 1—125, Ringstraße von 107 bis Ende. verl. Rina=, Roon=, Schalkerstraße von 1—98, Steinmetz=, Viktoriastraße von 1—47 bezw. 58 und Waldemarstraße. Anmeldung bei dem Rektor Adam in der Lutherschule(Schalker= straße). 8. Luisen=Schule: Armin=, Augusta=, Bismarckstraße von 1—51 und 2—58, Elisabethplatz, Elisabeth=, Emilien=, Georg=, Hochstraße von 23 bezw. 34 bis Ende, Johannes=, Kamp-, Kirchstraße von 1—47, KnieMoritz=, Ringstraße von 1—106, Schulte=, Sellhorst=, Vohwinkelstraße von 1—81, Wald=, Wannerstraße von 1—25 und Wasserwerkstraße. Anmeldung bei dem Rektor Rode in der Luisenschule(Ringstraßes. 4. Kronprinzenschule: Bismarckstraße von 53—93 und von 62—100 einschl., zudem 102a, Industriestraße von 15—71, Kronprinzenstraße von 1—49, Walpurgisstraße von 87—45(ungerade Nummern). Anmeldung bei dem Rektor Lenzmann in der Krouprinzenschule (Industriestraße). II. Nenstadt. 1. Friedrichschule: Allee-, Bochumerstraße 1—91, Dessauerstraße 1 bis 25, Joseph=, Martinstraße, Moltkeplatz, Molike=, Ottilien=, Peier=, Rheinelbestraße 1—24. Stolze=, Wickingstraße. Anmeldung bei dem Rektor Reuter in der Friedrichschule(Ottilienstraße). 2. Viktoriaschule: Acker=, Bach-, Breite=, Schwanenstraße, Weidenstraße, Knappen=, Mühlen- und Zechenstraße. Anmeldung bei dem Rektor Schümer in der Viktoriaschule(Bachstraße). B. Schulbezirk Schalke=Heßler. Evangelisch. I. Schalke. hule: Blumenstraße 6/1.—28/49. Grenzstraße 109 bis # n v o n 1— 2 3/ 3 0, H e r m a n n= kronprinzenstraße von 49 bis Ende, ahon- 1 2 unn 3 straße von Sojel dis enn, ennn Anmeldung bei dem Reltor Potthoff in der Viktoriaschule(Vikzehrichschale: Alsenstraße, Am Schalter Bahahof, Blumenstraße von 80—74 und 51—77, Garten=, Gas=, Gertrud-, Grenzstraße von 57—91. Grillostratze von 26—53 und 30—66, Kaiserstraße von 44/45 bis Ende, Königgrätzerstraße(gerade Nummern). Könia Wilbelmstraße 1—41, Möntingplatz, Mönting=, Nachod=, Oststraße von 1—20/31, Prinzenstraße, Schalker Markt, Schul-, Viktoriastraße von —1, Ortubstraße von 115—188 und R—Ji, Tete,—* Gerbert=, Herdstraße von 16—30 und 37—47, Herzog=, Wörth=, Helmut=, Iha, Mathias=, Hellkamb=, Rheinische=, Schmiede=, Schlosserund Wilhelminenstraße von 49—125 und 56—102. Anmeldung bei dem Rektor Klamer in der Herzogschule(HerzogAm Stadtaarten. Berliner=, Bertha=. Essenerstraße von 57/68 bis Ende, Fürstinnen=, Karolinen=, Kurfürsten=, Kurze=, Lange=, Rotthauserstraße, Schillerplatz, Schiller=, Schwarze= 3 und 4 Querstraße, Schallerstrade von 106—147 und 100—156, Steinund Schäferstraße. Anmeldung bei dem Rektor Siekmann in der neuen evangelischen Grilloschule Grillostraße). II. Heßler. Alle Kinder(mit Ausnahme derjenigen der Arenberg= und Feldstraßes der früheren Gemeinde Heßler werden in der Lutterschule an der Reichstraße von dem Rektor Schnatmann aufgenommen. Katholisch. I. Schalle. 1. System A: Am Schalker Bahnhof, Arenbergstraße von 33/44 bis Ende, Funkenburg, Gas=, Gertrud=, Gewerkenstraße 1/2 bis 53/46, Gricbstraße von 57/88 bis 89/100, König Wilhelmstraße von 1—41, nan*“ 00 1., 2., 5. und„ Ouerstraße, Schaller Mark: Schalkerstraße von 100 bezw. 105 bis Ende, Schulstraße, Vogelheide, 1., 2. und 3. Walzwerkstraße, Herdstraße 1—7. Anmeldung bei dem Reltor Vehre in der Schule an der Schulstraße. 2. System B: Bäcker=, Brauer=, Brunnengasse, Feld=, Gewerkenstraße von 48—90 und 55—107, Gießer=, Goor=, Grenzstraße von 1 bis 57 und 2—30. Grillostraße von 89—121 und 100—142, Haldenstraße 133 und 54—114 und Wörthstraße. der kat schule an der Kurze-, Lange=, Rotthauserstraße, mühlen- und Stiftstraße. Anmeldung bei dem Rektor I Ischerland in der Fürstinnenschule Fürstinnenstraße 5. Grilloschule: Arenbergstraße, Bäckergasse, Brauer=, Brunnengasse, Feldstraße, Funkenburg, Gewerkenstraße von 2—88 und 91—107, Gießer=, Grillostraße von 53—119 und 88.—139, Ooot,. 2—16 und 1—87, Halden=, Hauergasse, Overhofstraße von 61—90, 1., 2., thias=, Overhofstraße von Wilhelminenstraße von 49— Anmeldung bei dem Hauptlehrer Schmale in der katholischen Grilloschule(Grillostraße). 3. System C: Alsen=, Blumenstraße von 6 ab, Garten=, Grenzstraße von 57—119(ungerade Nummern], Grillostraße von 21—66, Hermann=, Kaiserstraße von 44/45 bis Ende, Königgrätzer=, Kronprinzenstraße von 53/64, Möntingplatz, Mönting=, Nachod=, Ost=, nzeue, Sedaustraße, 1., 2. und 3. Sophienaustraße, VBiktoriastraße von 59 bis Ende. Anmeldung bei dem Rektor Wirtb in der Schule an der Königgrätzerstraße. 4. System D: Am Stadtgarten. Berliner=, Bertha=, Essenerstraße von 27/30 bis Ende, Fürstinnen=, Korolinen=, Kurfürsten=, Kurze=, Lange=, Munckelstraße von 51—55, Rotthauser=, Schäferstraße, Schillerplatz, Schiller=, Schwarzmühlen=, Stein=, Stift= und Wilhelminenstraße von 116 bezw. 135 bis Ende. Anmeldung bei dem Haupklehrer Kraume in der Schule Fürstinnenstraße. II. Hebler. Sämtliche Kinder der früheren Gemeinde Heßler, mit Ausnahme der Arenberastraße von 34 bis Ende, werden in der neuen Schule an der Grimmstraße durch den Hauptlehrer Pieper ausgenommen. Zum Schulbezirk Heßler kommt die Haldenstraße von 41 bezw. 52 bis Ende. C. Schulbezirk Bismarck=Bulmke=Hüllen. Katholisch. I. Bismarck. I. Annaschule: Bismarckkolonie, Blücher=, Caub=, Freiligrath=, Haumannstraße Nr. 18, 20, 33, Hochkamp=, Hubertus-, Hülsmann=, Josephinen=, Kapellen=, König Wilhelmstraße von 43 ab, Löchte-, Luisen=, Parallelstraße Nr. 90, 92, 94, 96, Rottstraße 168, Sutumerund Werkstraße. Anmeldungen bei dem Hauptlehrer Videnz in der Annaschule(König Wilhelmstraße). 2. Franziskusschule: Anna-, Bismarckstraße von 116—242 und 147 bis 229, Bornstraße 1—17, Cäcilien=, Christinen=, Ferdinand=, Franziskus-, Friedhof=. Gneisenau=. Grabenstraße von 1—15 und 2—18, Haumannstraße 72 und 74. Kanalstraße von der Leopold. bis Marienstraße, Kronen=, Leopoldstraße 1—72, Marschall=, Olgastraße 1—11 (ungerade Nummern), Oststraße 64—72(gerade Nummern), Otto-, Pluto=, Roberg=, Sophien=, Theodor= und Uhlandstraße. Anmeldung bei dem Rektor Rath in der Franzislusschule(Franziskusstraße). 8. Marienschule: Adalbert=, Agnes=, Amalien=, Anton=, Bruno=, Deich=, Eva=, Ewald-, Grün=, Haverkamp-, Hüllerstraße Nr. 99 und 109, Leopoldstraße von Nr. 92 an, Magdalenen-, Marien=, Plutostraße 167, Schloßstraße, Wilhelmstraße von Kanalstraße dis Ende. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Schmies in der Marienschule (Marienstraße). 4. St. Paulschule: Andreas=, Bismarckstraße von Nr. 235 bezw 244 bis Ende. Bleck=, Bredde=, Bürger=, Klarastraße, Emscher=, Goethestraße, Grimberger Allee, Jäger=, Jakob-, Kleist=, Lenau=, Oswald=, Parallelstraße mit Ausnahme der Nr. 90, 92, 94, 96. Paul=, Rottstraße mit Ausnahme von 153, Rückertstraße, Waterloo= und Wilhelmstraße von Bismarck- bis Kanalstraße. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Buchholz in der St. Paulschule (Paulstraße). II. Bulmke. 1. Martin= und Barbaraschule: Almastraße Nr. 31, Augustastraße 66a, Bulmkerstraße 132—138. Erich=, Franken=, Franz=, Gustav=, Hammerschmidtstraße Nr. 7, Heinrichplatz, Heinrich=, Hertastraße von Wanner= bis Helenenstraße, Hohenstaufen=, Hohenzollernstraße von 1—59 bezw. 76 bis Ende. Kessellolonie, Kessel-, Lutberstraße(nur die Westseite), Oskar=, Reginenstraße 37—43, Richard=, Udo=, Bohwinkelstraßze von 33 bezw. 40 bjs Ende, Wannerstraße von 59/66 bis 195/202. Anmeldung bei dem Rektor Niclas in der Martinschule(Wanner= straße nur Knaben] und in der Barbaraschule(Hohenzollernstraße, nur Mädchen). 2. Hohenzollernschule: Bismarckstraße von 95 bezw. 102 bis 1435 bezw. 112, Blumenstraße von 1—4 bezw. 1—9, Bornstraße von 17 bis Ende, Bulmkerstraße von 1—130. Elfen=, Emma=, Florastraße von 91 bis Ende, Grabenstraße von 17 bis Ende, Grenzstraße von 125 bezw 130 bis Ende, Hammerschmidtstraße von 13 bis Ende. Helenen=, Hertastraße(mit Ausnahme der Nr. 2 und 4), Hildegordstraße, Hohenstaufenallee, Hohenzollernplatz. Hohenzollernstraße 61 bezw. 78 bis Ende, Liboriusstraße 111 bis 125(ungerade Rummern), Margarethen=, Olgastraße von 2 bezw. 13 bis Ende, Walpurgisstraße mit Ausnähme der ungeraden Nummern 87 bis 46, Wannerstraße 41—61, Wassergasse, Schützenstraße(ungerade Nummern). Zimmerstraße, Anmeldung bei dem Rektor Böddeker in der Hohenzollernschule (Hohenzollernstraße). III. Hüllen. Alle Kinder der früheren Gemeinde Hüllen(Bulmkerstraße Nr. 180 und Wannerstraße von Nr. 197 an bis Ende) werden von dem Rektor Koch in der Lenschule an der Westfalenstraße aufgenommen. Edangelisch. I. Bismarck. 1. Luisenschule: Adalbert=, Amalien-, Anton=, Bruno=, Deichstraße von Nr. 13 bis Ende, Eva=, Ewald=, Grün=, Haverkamp-, Hüllerstraße von 99 bis Ende, Magdalenen=, Marienstraße von Nr. 16 bis Ende, Plutostraße von 100 bis Ende, Schloßstraße, Wilhelmstraße. Anmeldung bei dem Rektor Konsemüller in der Luisenschule(Wilhelmstraße). 2. Bismarck=Luther=Schule: Blücher=, Caub=, Freiligrath=, Hochkamp= Huhertud, Hülámann, Oofenhines, Oanallen, Cäni. 90:1. helmstraße von Nr. 43 bis Ende, Löchte=, Luisen=, Sutumer= und Werkstraße. Anmeldung bei dem Rektor Morhenn in der Bismarckschule(König Wilhelmstraße). 8. Friedrichschule: Bismarckkolonie, Gneisenau=, Haumann=, Barallelstraße von 90—94. Rollstraße von 12 bis Ende, Theodorstraße von 37—46, Waterloostraße von 70—84. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Diederich in der Friedrichschuse (Gneisenaustraße) 4. Augustaschule: Andreasstraße, Bismarckstraße von 260 bis Ende, Blech., Breode=, Bürger=, Deichstraße von 1—12, Emscher=, Goetbetraße, Grimberger Allee, Jäger=, Klara=, Kleist=, Lenau=, Marientraße von 1—12, Parallelstraße, Paul=, Rückert=, Rottstraße von 1 sis 12, Waterloostroße von 1—68. Anmeldung dei dem Rektor Wiesel in der Augustaschule(Lenaustraße). 5. Wilhelmschule: Agnes=, Andreasstraße von 1—15(nur ungerade Nummern], Anno=, Beeidoven=, Bismarckstraße von 114 bezw. 145 bie 200, Bornstraße von 1—15, Cäcilien=, Christinen=, Ferdinand=, Frauziskus-, Friedhof=, Grabenstraße von 2—18 und 1—15, Jakob=, Kanal=, Kronen=, Leopold=, Marschall 1 Isotig“, Söppien=, Tuosstaln nnn Binon Anmeldung bei dem Rektor Kattwinkel in der Wilhelmschule(Mar schallstraße). II. Bslmke. I. Körnerschule: Bulmkerstraße von 42 bezw. 45—138, Elsen=, Florastraße von 117 bezw. 138 bis Ende, Franken=, Franz=, von 63a, Hammerschmidt=, Helenenstraße, Hohenstaufenallee, Hohenstaufen=, Hohenzollernstraße von 70—100(gerade Nummern), Irmgardstraße, Kesselkolonie 1, 2, 3, 4 und 5. Kessel-, 69—195 und von 86—202. Anmeldung bei dem Rektor Lieber in der Körnerschule(Irmgardstraße). 2. Karlschule: Augustastraße 65, Franzstraße von Anfang bis 63, Gustav=, Heinrich=, Hohenzollernstraße von 1—68, Hütten=, Kirchstraße von 47 bis Ende, Reginen=, Richard=, Udo=, Vohwinkelstraße von 32 bis Ende, Wannerstraße von 66—84(gerade Nummern). Anmeldung bei dem Rektor Grasreiner in der Karlschule(Hohenzollernstraße). 3. Viltoriaschule: Bulmkerstraße von 1—41 und 2—38, Florase von 108—136, Helenenstraße Nr. 7, Herthastraße von 1—25 und 2—22, Hildegard., Hohenzollernstraße von 59—83 und 104—114, Schützenstraße, Wannerstraße von 41—67. Anmeldung bei dem Rektor Asbeck in der Viktoriaschule(Florastraße). 4. Hohenzollernschule: Bismarckstraße von 95—143 und 102—112, Blumenstraße von 1—5, Bornstraße von 19 bis Ende, Emma=, Florastraße von 91—111, Grenzstraße von 121 bezw. 132 bis Ende. Graben straße von 17—29 und 22—32, Herthastraße von 27—39, Liboriusstraße 113—125, Margarethen=, Olgastraße von 2—22 und 13—25. Walpurisstraße mit Ausnahme der ungeraden Nummern 37—45, Wassergasse, im merstraße. Anmeldung bei dem Rektor Klapproth in der Hohenzollernschule (Hohenzollernstraße). III. HSilen. 1. Falkschule: Bulmkerstraße von 139—180. Germanen=, Hedwig=, Hüllerstraße von 20—77. Märkische=, Neuhüller=, Plutostraße 181, Westsalenstraße von 23 bis 63, Dorotheenstraße Nr. 30. Anmeldung bei dem Rektor Wiente in der Falkschule(Hedwigstraße). 2. Bosse=Harkort=Schule: Albert=, Cherusker=, Dorotheenstraße ausschl. Nr. 30, Elfrieden=, Erich=, Friesen=, Hansa-, Hüllerstraße von —19, Ilse=, Konrad-, Landgrafen=, Luthenburger=, Sachsen=, Tor=, Turm=, Wannerstraße von 197 bis Ende, Wattenscheiderstraße von 1 bis 20, Westsalenstraße von 1—21. Anmeldung bei dem Rektor Sievert in der Bosseschule(Wannerstraße). D. Schulbezirk Ueckendorf. Sbängetisch. 1. Alte Schule: Bühl=, Busch=, Fest=, Kistenweg, Lazarett-, Metzer=, Nordstraße von 28—60 und 23—53, Osterfeld=, Schlachthof=, Spichern=, Südstraße von 26—54, Ueckendorferstraße von 84—193, Wattenscheiderstraße von 147—288, Weißenburger= und Ziegelstraße. Anmeldung bei dem Rektor Klauhammer in der Alten Schule (Ueckendorferstraße). 2. Almaschule: Alma=, Bergmannstraße von 28 bezw. 87 bis Ende, Dessauerstraße von 26 bezw. 47 bis Ende. Leuthenstraße, LuthenburgMockern=, Roßbach-, Seidlitz=, Ueckendorferstraße von 6a—82/83 und Ziethenstraße. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Favorke in der Almaschule(Ueckendorferstraße). 3. Rheinelbeschule: Bahnweg, Bergmannstraße von 1—26 bezw. 35, Bochumerstraße von 93—178, Breil=, Bülow=, Friedrich=, Körner=, Lützow=, Mathildenstraße von 31 bis Ende, Nordstraße von 1—27, Scharnhorst=, Schill- und Dorkstraße. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Schürmann in der Rheinelbeschule(Vorkstraße). 4. Parkschule: Bochumerstraße von 172 bis Ende, Glückauf=, Knappschafts-, Leithe=, Markgrafen=, Mathildenstraße von 1 bis Breilstraße Nr. 29, Mittel=, Ottilienaustraße, Park=, Rheinelbestraße von 30 bis Ende, Stephan=, Südstraße von 1—24 bezw. 51, Ueckendorferstraße von 95—244 und Ulmenstraße. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Seewald in der Parkschule Wochumerstraße). 5. Hollan#schule: Am Ueckendorfer, jetzt Gelsenkirchen=Wattenscheider Bahnhof, Bergstraße, Lohrheide= und Ueckendorferstraße von 244 bis Ende. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Helmich in der Hollandschule (Lohrheidestraße). Katholisch. 1. Alte Schule: Bübl=, Busch=, Fest=, Kistenweg, Lazarett=, Osterfeld-. Soichern=, Südstraße von 84—54, Schlachthof=, Ueckendorferstraße von 105—195, Wattenscheiderstraße von 174—276, Weißenburger und Ziegelstraße. Anmeldung bei dem Rektor Ricken in der Alten Schule(Ueckendorferstraße). 1 2. Almaschuke: Alma=, Bergmannstraße von 28 bezw. 87 bis Ende, Dessauerstraße von 26 bezw. 47 bis Ende, Körner=, Leuthenstraße, Luthenburg, Lützow=, Metzer=, Möckern=, Rößbach=, Schill-, Seidlitzund Ueckendorferstraße von 1—105. Anmeldungen bei dem Rektor Fick in der Almaschule(Ueckendorferstraße). 3. Rheinelbeschule: Bahnweg, Bergmannstraße von 1—26 bezw 35, Bochumerstraße von 92—171, Breil=, Bülow=, Friedrich=, Mathilden=. Nord=, Ottilienaustraße von 18—24, Scharnhorst=, Stephan=, York= und Ziethenstraße. Anmeldung bei dem Rektor Lichte in der Rheinelbeschule(Dorkstraße), 4. Parkschule: Bochumerstraße von 171 bis Ende. Glückauf=, Knappschaft=, Leithe=, Markgrafen=, Mittel-,Ottilienaustraße von 1 bis 12, Pork=, Rheinelbestroße von 25 bis Ende, Südstraße von 1—82 bezw. 51, Ueckendorferstraße von 196—244, Ulmenstraße. Anmeldung bei dem Hauptlehrer Ishorst in der Parkschule(Bochumerstraße). 5. Hollandschule: Am Ueckendorfer jetzt Gelsenkirchen=Wattenscheider Bahnhof, Berg-, Leithestraße 192, Lohrheide=, Ueckendorfer#k I. 01o Ein 78.1. Wont Uon Unf Tin Ener. Anmeldung bei dem derzeitigen Leiter der Hollandschule(Lohrbeidestraße). E. Israelitische Schule. Sämtliche Kinder werden von der Lehrerin Neumann in der israclitischen Schule, Ringstraße 44, ausgenommen. Gelsenkirchen, den 20. März 1908. Namens der Schulvorstände. Der Oberbürgermeister. J. B.: Klose. J. Scherbel& Co. sstes Spezialkaus für 2ohnung seinrichtungen und L)!Löbet Oeppiche, Gardinen — ochen 3311a M)ssorationen. Standics uswant von 6a. 300 SSRcunenen, Sianalse=Sruswonn Uon Sis. Se. Vienbseberst. 1on m. 107 8 □ G#. 1865 en. 8. 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F. ist gestern aus seinem verschlossenen Zimmer eine Hose, in deren Tasche er ein Portemonnaie mit 360 Mark Inhalt verwahrt hatte, entwendet worden. Auffallend ist, daß in diesem Hause im Laufe eines Jahres 400 bezw. 1000 Mark wurden, ohne daß der Täter ermittelt worden wäre. Da man den Bügel, an dem die Hose gehangen, im Hause wiebergefunden hat, besteht der dringende Verdacht, daß der Täter im Hause zu suchen ist. as wäre zu wünschen, daß die sofort eingeleitete Untersuchung So: WTug geiront sein möchle.— Gestern wurde an der Bochumer Sirafkammer gegen den Berginvaliden Ernst Kn. zum zweiten M in der Berufungsinstanz wegen Beleidigung des hiesigen Polizeiinspektors verhandelt. Die Verhandlung ergab dasselbe Resultal, wie im vorigen Termin. Die von Kn. geladenen Zeugen belasteten ihn so, daß das Gericht wiederum zur Verurteilung des K. zu 10 Tagen Gesängnis gelangte. W. Wattenscheid, 28. März. Einige Rowdies überfielen in der Vödestraße ohne jeden Grund einen hiesigen Handlungsgehilfen und bearbenieten ihn derart, daß er erheblich verletzt wurde. Die gemeinen Täter sind noch nicht gesaßt.— Am 5. April ist die Prüfung der Konfirmanden des Pfarrers Engelbert, am 12. April deren Konfirmation. An den gleichen Tagen findet die Prüfung bezw. Konfirmation in Höntrop statt. B. Wattenscheid, 28. März. In der gestrigen ersten Sitzung der städtischen Schuldeputation gingen aus der Ergänzungswahl der Mitlieder die Herren Rektoren Förster und Krumme und Kaufmann dockerhoff hervor. Zum Vorsitzenden der Deputation wurde Herr Beigcordneter Bietor ernannt. Herr Bürgermeister Wibberding machte von der gesetzlichen Besugnis, in die Schuldeputation einzutreten und den Vorsitz mit vollem Stimmrecht zu übernehmen, einstweilen Gebrauch. Die Deputation setzt sich nunmehr aus folgenden Herren zusammen: Bürgermeister Wibberding, den 3 Beigeordneten Urvor, Kampmann und Beckhaus, den Piam#### und mer und Hausmann, den Rektoren Förster und Krumme und den Stadtverordneten Dyckerhoff, Vennebusch, Küpper und Fuchs. AlsStellvertreter fungieren fur Pfarrer Kuhlmann Pfarrer Engelbert und für Propst Hausmann Vilar Huker. B. Wattenscheid, 28. März. Vor der Strafkammer in Bochum wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen die Ehefrau Stephan Jazic von hier wegen schwerer Kuppelei im Sinne des§ 180 Str.=G.= D. verhandelt. Das Urteil lautete aus einen Tag Gesängnis. R Wattenscheid, 28. März. Die Besitzung des Lederwarenhändlers Anton Arns, Oststraße 24, ging durch Kauf in den Besitz des Kaufmanns Strauscheid über. Die Kaussumme beträgt 65 000 Mark. ** Wattenscheid, 28. März. Das neue Schuljahr am Gymnasinm beginnt am 23. April. Die Aufnahmeprüfung findet am Tage vorher statt. W. Westenfeld, 28. März. Dem Kutscher des Zechendirektors Beckmann scheuten gestern die Pferde und gingen durch. Der Wagen, der ohne Insassen war, raste mit aller Wucht gegen einen Baum und wurde zerstört. Der Kutscher flog hoch vom Bocke auf die Erde und trug zum Glück nur wenige Verletzungen davon.— Gestern feierte oer Rachnungsführer müller von Zeche Morgensonne sein 25jähriges Dienstjubiläum. Er erhielt von der Direktion der Zeche ein nanthaftes Geldgeschenk. Auch die Beamten stifteten Geschenke. Abends sand noch eine Feier statt. □ Leithe, 28. März. Während die Frau des Bergmanns K. auf dem Felde arbeitete, schlich sich ein Bettler in ihre Wohnung, die er unverschlossen fand. Sein langes Verweilen machte die übrigen Hausbewohner aufmerksam. Mittlerweile hatte der Bettler das Hasenpanier ergriffen. Als die Frau ihre Wohnung betrat, sand sie das Vertikow erbrochen und aus demselben waren 19 Mark entwendet. Man nahm sofort die Verfolgung des Diebes auf; es gelang auch, einer habhaft zu werden. Der herbeigeholte Polizeisergeant sand i der Untersuchung das Geld nicht. Wahrscheinlich hat der Dieb bei der Verfolgung das Geld weggeworfen. Er wurde verhaftet und der Polizeibehörde vorgeführt, die ihn vorläufig in Gewahrsam genommen hat. □ Leithe, 28. März. Eine Frau kaufte von einem Gemüsehändler Apfelsinen und gab ihm ein Zwanzigmarkstück. Der Händler gab ihr ein Zehnmarkstück zurück. Als dann die Frau den Rest des Geldes verlangte, behauptete er, nur 10 Mark bekommen zu haben, zugleich sein Pferd in Trab setzend. Die Frau verfolgte den Wagen und es gelang ihr, auf den Wagen zu springen. Laut schreiend und rufend fuhr sie mit dem Händler durchs Dorf bis zur Krayer Bahn. Dort soll der Mann die Frau vom Wagen geworfen und mißhandelt haben. Als sie zurückkam, hatte sie einen ganz geschwollenen Arm. Ein Mann, der Zeuge dieser Szene gewesen, hat den Mann festgehalten und bis zur Wirtschaft Kampmann zurückgebracht. Hier sammelte sich im Nu eine große Menschenmenge, die den Wagen festhielt und den Besitzer wiederholt aufforderte, der Frau das Geld zurückzugeben. Nach langen Hin= und Herverhandlungen ließ man ihn endlich ziehen. Das gerichtliche Nachspiel wird wohl Wahrheit in die Sache bringen. d. Eickel, 23. März. Die Zahlstelle Eickel der christlichen Baubandwerker hielt beim Wirt Feldhege eine Versammlung ab, in der der Vorstand wie folgt gewählt wurde: 1. Vorsitzender Maurer Warweg, dessen Stellvertreter Maurer Schulze; 1. Schriftführer Maurer Frische, 2. Schriftführer Maurer Franke; 1. Kassierer Maurer Schultz und Stellvertreter Maurer Hagemeister.— Wirt Beukenberg kaufte die Hellermannsche Wirtschaft in Günnigfeld. B. wird die Wirtschaft mit der Konzessionserteilung übernehmen. d. Hordel. 28. März. Geplant ist, daß die neue evangelische Kirche am 28. Mai(Christi Himmelfahrt) ihrer Bestimmung übergeben wird. Der Turm hat nun auch das Uhrwerk bekommen. ** Wanne, 28. März. Der hiesige Polizeihund„Wolf von Bismarck"(Besitzer Herr Abendroth), der zur Aufsuchung der verschwundenen Frau des Rabbiners Auerbach nach Elberfeld gebracht worden war, hat wirklich die Spur der vermißten Dame entdeckt. Er verfolgte ihre Spur bis zur Wupper, wo er den Schirm fand und ihn m. 0EA! denn auch wie bereits berichtet, in der apportierie. Du Aill. m.), Wupper gesunden worden. Aug. Kusus. Hch. Köpper, Wilh. Koch, Ludwig Riepelmeier, Herm. Ruhl, Nik. Prächder, Hch. Schlitt, Ferd. Schulemann und Karl Brandt. de. Kray, 28. März. Mit Rücksicht daraus, daß bei Begenwetter sich das Wasser, das aus der eiwas abschussigen Kort= und Hauptstraße zusammenläuft, unter der Bahnunierfuhrung am Norddahnhof ansammelt, so daß hier zuweilen ein wahrer See gebildet wird, soll in der Kortstraße ein Kanal zur Aufnahme von Regenwasser gebaut werden.— Am kommenden Diensiag findet im evangelischen Gemeindehause eine Sitzung der Pfarrwahlkommission und Repräsentation der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde statt.— Als stellvertretender Schiedsmann wurde der Rentner Bernhard Vienken gewählt. ∆ Eiberz, 29. März. In der Totschlagssache Flug fand am Samstag nachmittag Lokaliermin durch den Untersuchungsrichter aus Essen start. Um 4 Uhr erfolgie die gerichtliche Leichenöffnung durch eine Gerichtskommission aus Steele. Die Beerdigung deo bedauctuswerten Opfers sand am Sonntag vormitag statt. Der Täter ist Freitag früh durch den ihn versolgenden Polizeisergeanten Pusbach in Essen zur Haft gebracht. ∆ Königssteele, 28. März. In der am 24. d. M. stattgehabten Generalversammlung des Verkehrs= und Verschönerungsvereins wurde unter dem Vorsitze des Herrn Amimanns Bodk folgendes verhandelt: Der vom Kassenfuhrer erstattete Rechnungsbericht zeigte das erfreuliche Ergebnis eines Barbestandes von 682 Mark, von dem 300 Mark dem Denkmalsfonds zugeführt wurden; dieser steigt dadurch auf 1582 Mark. Dim Kassenfuhrer wurde für seine sorgsame Arbeit unter Dank Entlastung erteilt. 6 ausscheidende Vorstandsmitglieder wurden wieder= und 1 neugewählt. Der Arbeitsplan für das lausende Jahr wurde festgestellt und beschlossen, in Rücksicht auf die Denkmalserneuerung Beschränkung zu üben. Der Vorsitzende referierte über den Stand der Vorarbeiten für den Denimaisbau, wobei allen. die sich an den bisherigen Sammlungen be##i#ig haben, Dank gezollt wurde. Er gab den bisherigen Gang der Verhandlungen beir. Schiffbarmachung der Ruhr bekannt und teilte den ablehnenden Bescheid der Eisenbahnbehörde auf die Anträge betr. Ueberleitung von SchnellzugAnschlüssen über Sieele-Nord mit. Es wurde beschlossen, mit aller Energie die ietzigedachte Frage zu verfolgen und zur Erreichung des Zieles die Mitwirkung der kaufmännischen Vereine und Korporationen der Nachbarorte Dahlhausen, Hattingen, Kupferdreh, Langenberg usw. zu gewinnen zu suchen. ∆ Königssteele, 28. März. Der Kreisausschuß zu Hattingen hat in seiner gestrigen Sitzung die Wahl des Bäckermeisters Demes zum Gemeindeverordneten für ungiltig erktärt. Die 2. Abteilung hai also Neuwahl vorzunehmen. eg. Caternberg, 28. März. In der Zeit vom 1. April bis 30. September wird an den Dienstagen die Bücherausgabe in der evang. Gemeindebibliothek ausfallen. Ausgabestunden sind dann nur Donnerstags von 6—7 Uhr und Sonntags nach dem Hauptgottesdienste. — Ein hiesiger Schüler entpuppte sich als Dieb. Er ging nachts auf Diebstahl aus und stahl einmal aus verschlossenem Stall 7 Tauben und ein anderes Mal an der Meerbruchstraße 11 Tauben.— An der Ecke der Bahn= und Rotthausenerstraße erbaut Herr Apotheker Quensell, Inhaber der jetzigen Luisenapotheke, eine neue Apotheke. Die Ausschachtungsarbeiten sind in vollem Gange.— In der Wohnung eines Steigers wurde eingebrochen und ein Ueberzieher, eine Damenuhr mit Kette u. a. m. entwendet. Der Dieb hatte sich bei Anbruch der Dunkelheit eingeschlichen und ist nachher unerkannt entkommen. Aus Westfalen und der Rheinprovinz. * Linden a. d. Ruhr, 28. März. Ein Holzscheit, mit dem der 17jährige Pferdetreiber Wolff auf der Zeche Baaker Mulde sein Pferd antreiben wollte, drang dem jungen Meuschen in den Leid, sodaß der Tod dadurch herbeigeführt wurde. * Hagen, 28. März. Vor dem hiesigen Schwurgericht steht am 7. April der Prozeß gegen den Waldarbeiter Franz Hesse an, der bekanntlich dringend verdächtig ist, den Lustmord an der 15 Jahre alten Kantoristin Hedwig Hartmann verübt zu haben. Mit Rücksicht auf den umfangreichen Zeugenapparat— es sind 126 Zeugen und Gutachter geladen— sind für die Verhandlung drei Tage angesetzt worden. ** Bonn, 28. März. Die Hinrichtung der dier Kroaten Baic, Milor Kantar, Daniel Belac und Kotovic, die am 19. Juli v. J. die Eheleute Daniel Naab und die 83jährige Witwe Lohmar in Durbusch durch Dolchstiche ermordet haben und im Oktober v. J. vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurteilt worden sind, findet am Dienstag morgen um 6 Uhr statt. Der fünfte der Mörder, Rupric, hat sich bekanntlich am Abend des Urteilstages erhängt. Der Kaiser hat von seinem Rechte der Begnadigung keinen Gebrauch gemacht. " Trier, 29. März. Der Arbeiter Esch in Remich hat seine Frau erschlagen. Beide waren dem Trunke ergeben. ** Saarbrücken, 28. März. In den unter der Leitung des Vorsitzenden des Gewerbegerichts stattgehabten Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern des Gypsergewerbes im Saargebiet wurde eine Einigung erzielt. Die Aussperrung von etwa 600 Gehilfen ist damit beendet. Die Einigung geht dahin, daß 1908 zu den bisherigen Lohn= und Akkordsätzen weiter gearbeitet wird. die Staatsanwaltschaft sowie von allen gegen ihn erhobenen Klagen stets durch einen Polizeiinspektor Nachricht erhielt. Der Polizeiinspektor wurde verhastet. Das Raiserpaar in Venedig. Benedig, 29. März.(Telegr.) Der deutsche Kaiser und die Kaiserin unternahmen heute vormittag eine längere Gondelfahrt: Prinz August Wilhelm und Prinzessin Viktoria Luise machten einen Spaziergang. Im weiteren Verlause des Vormittags hielt der Kaiser an Bord der Hohenzollern Gottesdienst ab und hörte später die Vorträge des Chefs des Militär= und Marinekabinetts und des Geheimen Regienastaiß son Grig som Zioikasine!. Die Meiterfahrt nach Syrakus erfolgt voraussichtlich worgen nachmittag 2 Uhr. Gestern abend hörten die Majestäten eine Serenade von Volkssängern, die in Gondeln vor der Hohenzollern erschienen waren.(S. auch den bes. Artikel an anderer Stelle. D. Red.) Die Neuwahlen zum Abgeordnetenhaus. Berlin, 29. März. Als Tag der Neuwahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus ist von der Regierung jetzt bestimmt Mittwoch, der 3. Juni, in Aussicht genommen. Aus der Amgegend. 9 Buer, 28. März. Gestern morgen wurde das Haus des Händlers Stegemann durch eine Feuersbrunst vollständig eingeäschert. Die rasch erschienene Feuerwehr konnte nur einen Teil des Mobiliars retten. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.— Der Obersekretär Larisch ist zum Rendanten der neuen Gerichtskasse vom 1. April d. J. ab ernannt worden.— In vergangener Nacht hat man das Firmenschild der Firma Gebrüder Kaufmann ganz mit schwarzer Farve überstrichen, ebenso einige Schilder in der Wittekindstraße und am Neumarkt. Hoffentlich werden die Täter erwischt, damit ihnen für diesen zemeinen Bubenstreich eine gerechte Strafe zuteil wird. de. Rotthausen, 28. März. Das Schuljahr beginnt am Mitwwoch den 1. April. Schulpflichtig sind alle diesenigen Kinder, welche bis dahin das 6. Lebensjahr vollendet haben oder es bis zum 30. Sept. d. J. vollenden werden. Die schulpflichtigen Kinder sino am ersten Tage des neuen Schuljahres morgens 2 Uhr anzumelden. Der Anmeldung muß ein Impfschein und bei auswärtig geborenen Kindern außerdem ein Geburtsschein vorgelegt werden.— Bei der Erneuerungswahl der größeren kirchlichen Gemeindevertretung wurden folgende 15 Herren gewählt: Ludwig Berg, Heinrich Bollmann, Heinrich Groppel, Heinrich Heinrichs, Peter Happel, Johann Handel und Indukrie. * ** Der Bankverein Gelsenkirchen hielt am Samstag im Restaurant Westend seine zweite ordentliche Generalversammlung ab, die von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Fabrikdirektor M. Großbüning=Gelsenkirchen, eröffnet und geleitet wurde. Die Versammlung verzichtete auf Verlesung des Protokolls, worauf der Vorsitzende den Punkt 1 der Tagesordnung zur Diskussion stellte, da sich niemand zum Wort meldete, sollte Punkt 2 besprochen werden, der dasselbe Schicksal erlitt. Dem Vorstand wurde hierauf Entlastung erteilt. Durch das Los schieden aus dem Aufsichtsrai Bankdircktor Neuberth=Duisburg und Kaufmann Theodor SteinGelsenkirchen. Beide wurde einstimmig wiedergewählt. Der Vorstand teilte mit, daß die Dividende, 48,75 Mark pro Aktie, von Montag ab zahlbar ist. Für die vorläufig als Depositenkasse gegründete Filiaie in Manne wurde Gutsbesitzer Fritz SchalkeWanne einstimmia in den Aufsichistat gewählt Vermischtes. Zwei Soldaten verschüttet. Aus Berlin wird uns telegraphisch berichtet: Am Samstag vormittag wurden auf dem Pionier= Uebungsplatz in der Hasenhaide zwei Pioniere beim Bau einer Gruhe verschüttet und getötet. In eine Kalkarube gefallen und ertrunken. Ein Telegramm meldet uns aus Greifswald: Beim Spielen fiel am Freitag mittag ein 3 Jahre altes Mädchen in eine mit Wasser gefüllte Kalkgrube. Hilfe kam leider zu spät. Stundenlange Wiederbelebungsversuche blieden vone Erfolg Wieder eine Explosion einer Pulverfabrik. Telegraphisch wird uns aus Dijon gemeldet: In der staatlichen Pulverfabrik in Vonges sand eine Explosion statt. Ein Leichnam wurde gefunden. Weitere Einzelheiten fehlen noch. Der Schwindler Rochette. Ein Telegramm meldet uns aus Paris vom gestrigen Tag: Bei einer Durchsuchung der Rochettschen Bureauraume wurden mehrere Papiere vorgefunden, aus denen hervorgeht, daß Rochette von allen gegen ihn eingeletteten Schritten durch Ausbellerung der Beamtengehälter. Berlin. 29. März.(Telegr.) Zur dritten Etatsberatung im Reichstage beantragen alle bürgerlichen Parteien, den sämtlichen Bureaudeamten der dem Reichsamt des Innern nachgeordneten Mittelbehörden ein Gehalt von 2100 bis 4800 Mark zu gewähren. Ein neuer Bankkrach in Amerika. 2 500 000 Dollar unterschlagen Newyork, 29. März.(Privat=Telegr.) Große Bankunterschleife sind in der Pitsdurger Farmer Deposit National=Bauk settgestellt worden. Zwei Angestellte wurden verhaftet. Bisher sind 2 500 000 Dollar Unterschleife festgestellt worden. Man befürchtet, daß die Verluste der Bank noch größer sind. Das Vertrauen des Publikums zu den großen Banken ist schwer erschüttert, da die Farmer Deposit National=Bank als eine der vornehmsten galt. Letzte Telegramme. Eine Ehrung des Kronprinzen. Königsberg, 29. März. Der Kronprinz hat sich bereit erklärt, die Wurde eines immerwährenden Rekiols Magnisicentissimns der Albertus=Universität zu übernehmen. Arbeiter=Aussperrungen. Lübeck, 29. März. Die Lübecker Maschinenbaugesellschaft sperrte gestern abend 150, Kochs Schiffswerft 100 Arbeiter aus, wegen des Ausstandes auf den Kieler Howaldtwerken. Selbstmord? Balel, 29. März.(Privat=Telegr.) Der Generalmajor z. D. v. Barnowski in Posen, dessen Gattin in einem hiesigen Hotel mit Schnittwunden am Halse und an der Brust tot aufgefunden wurde, ist in Haft genommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem er eine Kaution von 1000 Franks gestellt und sich ehrenwörtlich verpflichtet hatte, Basel nicht zu verlassen Die ärztliche Untersuchung der Toten ergab als Todesursache Seibstmord. Frau B. hatte sich nach einem heftigen Wortwechsel mit ihrem Gatten durch acht Schnitte mit einem Rasiermesser in Hals und Brust getötet. Fürst Bülow in Wien. Wien. 29. März. Der Reichskanzler Fürst Bülow ist hier eingetroffen und vom deutschen Botschafter und sämtlichen Herren der Botschaft empfangen worden. Er begab sich sodann mittels Automobil in das Palais der deutschen Botschaft in der Metternichgasse, wo er Wohnung nahm. Das zahlreich vor dem Bahnhof versammelte Publikum begrüßte den Reichskanzler ledhaft. Ein Segelschifs in die Luft geflogen. Mandal, 29. März. Das Segelschiff Inglewosd aus Larwik, 978 Registertonnen beladen, mit Naphta von Newyork nach Stockholm, das mehrere Tage auf der hiesigen Reede gelegen hat, fleg heute nachmittag in die Luft. 20 Minuten nach der Explosion sank das Schiff. Der Kapitän war in Larwik, als die Explosion stattsand. 13 Mann sind umgekommen: zwei Mann wurden gerettet, indem sie durch die Gewali der Explosion ins Wasser geschleudert und von einem vorbeifahrenden Kutter aufgenommen wurden. Ein Mann ist schwer verletzt. Die Berufung Nasis. Rom, 29. März. Der oberste Gerichtshef verhandelte heute über die Berufung Nasis. Der Generalprokurater playdierte für Zurückbeisung der Berufung, de sie unzulässig sei. Der Spruch wird in emigen Tagen verkündigt werden. Realgymualium zu Gelsenkirchen. Das neue Schuljahr beginnt Donnerstag, den 23. April. Anmeldungen neuer Schüler nehme ich vom 30. März bis 8. April täglich von 11—12 Uhr, und Dienstag, den 21. April. von 9—12 Uhr, im Anstaltsgebäude(Weststraße entgegen. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und das letzte Schulzeugnis. Die Aufnahmeprüfung findet Mittwoch, den 22. April, statt und beginnt um 8 Uhr. Gelsenkirchen, den 80. März 1900. Der Direktor: Prof. Dr. Kohlschein. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Chefredakteur M. Gersauser, für den Anzeigenteil Louis Ewald. beide in Gelsenkirchen. Rotationsdruck und Verlag der„Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung"(Carl Bertenburg jun.) Wir hatten Gelegenheit, die Lagerbestände einer ersten Gardinenfabrik für die Halfte des Wertes zu erwerben und bringen diese Waren von Montag ab zum Ausverkauf. Es tietet sich für den Umzun eine nicht wiederkehrende Gelegenheit, gute Gardinen zu staunend billigen Preisen au erwerben. Bahnhofstrasse 49. Ecke Kampstrasse. In dieser Woche ardinen-Ausverkauf. 61 Erbstüll-Halhsteres mit volant, Band-Stores u. Randhettdorken Vnlant -Glunt, in 8 Serien. trüherer Wert bis 7.00 Mk. Serie I früherer Wert bis 10.00 Kk jetzt 8 Mk. 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