Nachrichtenblatt für die Kreise Bocholt und Borken. Freitag, 16. September 1927 Flottenmanöver der deutschen Reichsmarine. Linienschiff„Schleswig-Holstein“, auf dem der Reichspräsident die Manöver begleitet. Minensuchboole im Hasen von Swinemünde. Der„Vorken=Becholter Anzeiger“ wird allen Beziehern des„Münstertschen Anzeigers“ in den Kreisen Borken und Bocholt wochentäglich außer Montags zusammen mit dem„Münsterischen Anzeiger“ zugestellt. Anzeigen: Das mm Höhe bei einer Spaltenbreite von 29 mm kostet für Anzeigen aus dem Kreise Borken und Bocholt 5 Pig. bei einer Verössentlichung m „Borken= Bocholter Anzeiger“ im„Steinfurter Anzeiger“, im„Warendorfer Anzeiger" und im„Westmünsterländer Anzeiger“ Reklamen: Das mm 75 Pig(Spaltenbreite 90 inm). Verlag: Aschendorfische Verlagsbuchhdlg. Münster i. W. Vertreter: Bläser& Rehms Borken Buchdruckerei Nr. 172 Aus dem Kreise Borken. Borken, 16. September. V Personalien. Lehrerin Frl. Reckels von hier wurde von der Regierung zu Münster zur Konrektorin an der hiesigen kath. Mädchenschule ernannt. * Anlage einer Heizung in der Pfarrkirche. Wie bereits vor kurzem berichtet, war die Anlage einer Luftheizung für die Pfarrkirche beschlossen worden. Da die Kesselanlage der Heizung unter der Sakristei zu stehen kommt, mußten umfassende bauliche Veränderungen an der Sakristei vorgenommen werden. Mit diesen Arbeiten hat man nun begonnen. Da auch gleichzeitig die Sakristei erweitert werden soll, müssen das Dach und ein Teil der Seitenmauern abgerissen werden; jedoch bleibt der Eckturm stehen. Mit der Anlage der Heizung geht ein langgehegter Wunsch der Pfarreingesessenen und Kirchenbesucher in Erfüllung. Die Arbeiten werden von der Firma Schweers hierselbst ausgeführt. V Große Waldbrandübung. Am kommenden Sonntag findet in den ausgedehnten Waldungen zwischen Velen und Reken eine große Waldbrandübung statt, an der außer den Feuerwehren des hiesigen Kreises auch solche der Nachbarkreise teilnehmen. Verschiedene prominente Persönlichkeiten werden der gesamten Veranstaltung beiwohnen. Mehrere Flugzeuge sollen mitwirken. Die hiesige Feuerwehr wird mit dem 12=Uhr=Zuge nach Velen fahren. Die übung soll spätestens 2,30 Uhr in Szene gehen. V Amtsverwaltung Marbeck-Raesfeld. Am Montag, den 19. September 1927 soll die diesjährige Schau der kleineren Wasserläufe und Abzugsgräben in den Gemeinden des Amtes Marbeck abgehalten werden. Die beteiligten Grundbesitzer werden hierdurch aufgefordert, die Wasserläufe an ihren Grundstücken vorschriftsmäßig zu räumen und alle Hindernisse, welche den freien Wasserabfluß hemmen, aus dem Flußbett zu entfernen. Die Räumung muß bis zum Schautage vollständig ausgeführt und im Schautermin jeder Räumungspflichtige persönlich anwesend oder durch einen Bevollmächtigten vertreten sein, widrigenfalls Bestrafung bzw. Zwangsräumung auf Kosten des Räumungspflichtigen erfolgen wird. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Schaukommission besonders genau prüfen und alle Mängel unnachsichtlich beanstanden und verfolgen wird.— Bei der hiesigen Amtsverwaltung ist eine Annahmestelle zur Hindenburg=Spende eröffnet. Die Amtseingesessenen werden gebeten, die gute Sache nach Kräften zu unterstützen und Beiträge hier zu zeichnen. V Amt Liedern-Werth, 16. Sept.(Anträge auf Ausstellung von Wandergewerbescheinen) für das Jahr 1928 sind bis zum 10. Oktober d. Is. auf dem Amtsbüro in Bocholt, Hohenstaufenstrafe 2, Zimmer Nr. 3, zu stellen. Diejenigen Antragsteller, die bereits im Besitze eines Wandergewerbescheines für 1927 sind, haben diesen bei Stellung des Antrages mit vorzulegen. Aus dem Stadttreis Bocholt, 16. September. en Fußgänger, benutzt die Bürgersteige! Alle Fußgänger sollen stets rechts gehen und sich einander beim Begegnen auch rechts ausweichen. Das schreiben die Verkehrsordnungen vor. Auch ist vorgeschrieben, daß Fußgänger die für sie eingerichteten Fußwege zu benutzen haben. Diese Fußwege sind in der Stadt die Bürgersteige. Oft sieht man mehrere Fußgänger nebeneinander, eine Mutter mit ihren Kindern oder ein Mädchen mit ihren Schützlingen mitten auf der Straße gehen, obschon der Bürgersteig völlig frei ist. Ja, aber der Bürgersteig ist doch viel zu schmal? Gewiß, an manchen Stellen ist der Bürgersteig leider viel zu schmal, aber benutze ihn dennoch, du findest schon noch Aufnahme und schützest dich gleichzeitig vor vielen Gefahren. Aber auch andererseits sind die Bürgersteige nur für die Fußgänger da. Eine Ausnahme bilden die Kranken= und Kinderwagen. Diese dürfen einzeln, aber nicht zu zweien nebeneinander die Bürgersteige befahren. Fahrräder, Fahrradständer, Arbeitskarren der Handwerker usw. gehören nicht darauf. Es geht auch nicht an, daß die Bürgersteige, wie man es hin und wieder beobachten kann, mit Stühlen besetzt werden, weil man dort sein Mittagsschläschen oder Plauderstündchen halten will. Merke: Als Fußgänger immer den Bürgersteig benutzen und immer rechts gehen! Die Straße nie schräg, sondern immer rechtwinklich überqueren! Vorher erst nach links, dann nach rechts Ausschau halten, damit man nicht vor ein Fahrzeug läuft! Gefahren der Straße sind groß! ch Fundsachen. Auf dem Fundbüro, Rathaus Zimmer 3, wurden als gefunden angemeldet bzw. abgegeben: 1 Herrenfahrrad und 1 Dackelhund. ch Betriebsunfall. In einer Schreinerei an der Weidenstraße geriet der Schreiner Wilhelm Wieling von der Hagestraße mit der linken Hand in die Fräsmaschine. Dabei wurde ihm der Daumen und ein Glied des Zeigefingers ausgerissen. Von Sanitätsmannschaften wurde der Verunglückte nach Anlegung eines Notverbandes mittels Sanitätsauto zum St. Agnes=Hospital gebracht. Durch einen ähnlichen Unfall verlor der Verletzte im vorigen Jahre den rechten Daumen. der Stadt Münster Münster, 16. September. a Sperrschilder. Für die Schilder über Verbote und Verkehrsbeschränkungen auf den Straßen sind, wie schon für die Warnungstafeln der Kraftfahrzeuge, neue Vereinbarungen zwischen den Ländern getroffen worden. Für alle ist weißer Grund und signalrote Umrandung gewählt, damit sich die Führer daran gewöhnen auf sie zu achten. Die Sperrschilder erhalten Pfeilform Die Geschwindigkeitsschilder sind viereckig Ein schwarzer Punkt sperrt für Räder und Motorräder. 2 nur für Kraftfahrzeuge ohne Motorräder, 3 für Kraftfahrzeuge aller Art, 4 für solche über 5,5 Tonnen, 5 für Fahrzeuge aller Art Ringe sperren nur Sonnund Feiertags von 8—20 Uhr. Die Geschwindigkeitsschilder enthalten die Bezeichnung der Kraftfahrzeuge und die große Zahl der Höchstgeschwindigkeit, u. a. mit der Angabe über 5,5 Tonnen. Langsames Fahren vor Schulen und Krankenhäusern wird durch diese Worte vorgeschrieben. Dazu kommen Richtungsschilder und solche für Einbahnstraßen als Pfeiler liegende Rechtecke für Straßen 1. und 2 Ordnung. P heißt Parkplatz. Die Ortstafeln und Wegweiser sind viereckig schwarz auf gelbem Grund. nit schwarzem Rand, Angabe der Entfernung usw. * Der Provinzial-Verband rheinisch=westfälischer Mietervereine hält am 17. und 18. September 1927 in Wanne=Eickel seinen 21. Vertretertag ab. Am 17. September findet im Handelshof eine große Kundgebung statt, in der der Vorsitzende des rheinischen Mieterschutzverbandes Stübig=Köln über das Thema„Sozialer Wohnungsneubau und Mietervereine“ sprechen wird. Am Sonntag sind als Vorträge in der geschlossenen Versammlung vorgesehen„Mieterschutz in Vergangenheit und Zukunft", Referent Verbandsvorsitzender Hotten=Bochum,„Ländliche Mietwohnungen und Mieterschutz" und„Die Gefahren für die Mieter von Werkswohnungen“, Referent: HalverFriemersheim. Der Landesverband Westfalen Nord-Lippe Ortsgruppe Münster des Vereins für deutsche Schäferhunde hat auf Sonntag, den 18. dieses Monats, eine Ankörung zur Zucht von Schäferhunden für den Sicherheitsdienst angesetzt. Dazu sind bis jetzt schon etwa 50 Meldungen erfolgt. Der Körausschuß setzt sich wie folgt zusammen: Major Berth, B. Laumann, W. Zuttermeister=Münster, A. Meerbroth=Soest. Die Körung beginnt um 8 Uhr. Freunde der Sache haben Zutritt. Daß da nur das beste Rassenmaterial vorgeführt wird, ist wohl anzunehmen, denn aus den schon geprüf ten Tieren sollen nun wieder ganz einwandfreie Zuchttiere ange kört werden. Sämtliche Tiere werden einer nochmaligen eingehenden Prüfung auf die zur Zucht notwendigen Eigenschaften von der Körkommission untersucht. □ 10er Jußartilleristen. Alle Vorbereitungen für den 1. Wiedersehenstag des ehem Nieders. Fußartl.=Regts. Nr. 10 (Straßburg i E.) am 1. und 2. Oktover 1927 in Hannover sind getroffen. Die Verbände laden hierzu nochmals alle ehem. Angehörigen dee Regiments einschließlich der Kriegformationen sowie alle Fußart. der übrigen Regtr. mit ihren Familienangehörigen herzlich ein. Gseichzeitig feiert der Verein ehem. Fußartilleristen in Hannover sein 31. Stiftungsfest. Anzug beliebig. Unterkunft wird bei vorheriger Anmeldung sichergestellt. Anfragen sind an Friedrich Mensing, Hannover, Isernhagenerstr. 19 D. zu richten. Aus den Provinzen. 4 Greven, 14. Sept.(Zu der Grundsteinlegung des neuen Jugendheims) hatten sich, wie wir bereits in Nr. 929 kurz mitteilten, die Mitglieder des Jugendvereins an der alten Schule versammelt. Mit den Herren des Kuratoriums zogen sie unter den flotten Klängen der Trommler und Flöter in stattlichem Zuge mit ihrer Fahne, der sich auch die Fahne der Jüng lingssodalität und des Arbeitervereins zugesellt hatten, über die Königstraße zum Bauplatze. Nachdem dort die Feier mit einem Marienlied eröffnet war, nahm Pfarrer Schlothmann die Weihe des Grundsteins vor und richtete dann eindrucksvolle Worte an die zahlreich versammelten Jünglinge. Er wies sie auf die hohe Bedeutung des Jugendheims hin und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß nun endlich dieses Haus, dessen Errichtung schon so lange gewünscht werde, im Bau begriffen sei. Zugleich ermahnte er aber auch die Jünglinge, ihre schöne Jugendzeit fromm und rein zu verleben; denn eine gute Jugenozeit sei notwendig, weil auch die Jugend Gott gehöre; sie sei notwendig der Eltern wegen, damit die Jugend der Stolz und die Freude der Eltern würde, sie sei notwendig ihrer selbst wegen, denn auf eine gute Jugenozeit baue sich ein glückliches Mannesalter auf; sie sei endlich notwendig der Gemeinde und des Vaterlandes wegen, denn in der Jugend müsse durch Fleiß und Gewissenhaftigkeit der Grund gelegt werden, um später tüchtige und brauchbare Mitlieder der Gemeinde und des Volkes zu werden. Diesen großen lufgaben=solle das Jugendheim dienen. Nachdem sodann der Präses des Jugendvereins die Urkunde verlesen hatte, wurde diese zugleich mit dem Namensverzeichnis der 262 Mitglieder des Jugendvereins, einem Bericht über den jetzigen Stand der marianischen Jünglingssodalität in Greven und einem Bilde mit dem Verbandsgrundgesetz in eine Kapsel gelegt und dann eingemauert. Nach diesem feierlichen Akte richtete der Jugendpräses, Kaplan Bohnenramp, Worte des Dankes an alle, die bisher für die Errichtung des Jugendheimes geopfert und gearbeitet haben, besonders an die Herren des Kuratoriums. Mit dem Dank verband er die Bitte, weiter zu helfen, denn der Sorgen und Schwierigkeiten seien noch viele. Die Jugend forderte er auf zum Danke für das schöne Heim allezeit tapfer und treu ihre Pflicht zu erfüllen. Dies versprachen die Vereinsmitglieder, indem sie laut und feierlich gemeinsam das schöne„Fuldaer Bekenntnis“, das Grundgesetz des Verbandes der katholischen Jugend- und Jungmännervereine sprachen. Mit dem gemeinsamen Liede„Fest soll mein Taufbund immer steh'n!“, fand die erhebende und schöne Feier ihren Abschluß. w Everswinkel, 15. Sept.(Waghalsiger Autofahrer.) Am Mittwochabend versuchte ein Autofahrer auf der Chaussee seinen Wagen zu wenden. Er bog zu diesem Zweck kurz bevor der von Münster kommende Triebwagen den Weg passierte. in einen Seitenweg ein. Der Führer des Triebwagens bremste sofort und gab Notsignale. Der Geistesgegenwart des Führers ist es zu verdanken, daß der leichsinnige Autofahrer nicht mit seinem Wagen zermalmt wurde. Als er zum zweiten Male das Gleise überquerte, war der Triebwagen euf einen halben Meter herangekommen. In rasendem Tempc, wur das Aute in der Richtung Telgte davon. w Everswinkel, 16. Sept.(Missionsparamenten Ausstellung.) Aehnlich wie im September vorigen Jahres soll auchjetzt wieder hier in der Wohnung des Landwirtes Joseph Overlöper, Müssingen(an der Chaussee, 20 Minuten von Klauenberg und 30 Minuten vom Bahnhof Raestrup=Everswinkel) eine Missionsparamenten=Ausstellung stattfinden. Sie ist geöffnet vom Sonntag, den 18. bis Sonntag, den 25. September einschließlich. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine MissionsparamentenAusstellung, da ja die Paramente bestimmt sind zur Ausrüstung von neuen Missionaren, die im Laufe dieses Jahres das Missionshaus Steyl verlassen, um sich dem hohen Werke der Heidenmission zu widmen. Nicht weniger als 50 Patres, 33 Brüder und 53 Schwestern sind es, die in diesem Sommer vom hochw. Herrn Runtius Pac elli das Missionskreuz erhielten. Aus nah und fern sind alle zu dieser Missionsveranstaltung herzlich eingeladen. Möge ein zahlreicher Besuch beweisen, daß auch auf dem Lande der Missionssache reges Interesse entgegengebracht wird. G Ibbenbüren, 15. Sept.(Verschiedens.) Das Fest der Goldenen Hochzeit konnten die Eheleute Bernh. Adick, Westfeldmark Ibbenbüren, in bester Gesundheit feiern.— Die Ausmalung der hiesigen katholischen Kirche ist in vollem Gange. Schon jetzt kann man sich ungefähr ein Bild von der schönen Ausführung, die erst in einigen Monaten vollendet sein wird, machen. Billerbeck, 15. Sept.(Brand.) Mittwochnachmittag brach am Wohnhause des Kötters B Wahlers, gen Rottermann, Bauerschaft Bockelddorf, Feuer aus. In kurzer Zeit war das Haus, in dem die ganzen Erntevorräte aufgespeichert waren, die dem Feuer reichlich Nahrung gaben, bis auf die Umfassungsmauern eingeäschert. Ein Teil des Mobiliars konnte durch die Feuerwehr von Billerbeck und Nachbarn gerettet werden. 2 Billerbeck, 15. Sept.(Das Konzert der Bredener Stadtkapelle), welches für den kommenden Sonntag, 18. September im Hoppenbergschen Saale stattfinden sollte, ist für Sonntag im Gasthaus zu den Baumbergen(Reuter) verlegt worden. Beginnn des Konzerts nachmittags 3 Uhr. * Ermelinghof, 14. Sept.(Todinfolge Aufregung.) Der 70 Jahre alte Fahrradhändler Franz Kampmann aus Berge hatte sich beeilen müssen, einen Zug auf der Reichsbahnstrecke Hamm—Münster in Ermelinghof rechtzeitig zu erreichen. Noch im letzten Augenblick konnte er in den abfahrenden Zug einsteigen. Kaum aber hatte er im Abteil Platz genommen, da fiel er tot von seinem Sitz. Ein Gehirnschlag hatte seinem Leben ein Ziel gesetzt t Recklinghausen, 15. Sept.(Gartenbauausstellung.) Bei der am 17., 18. und 19. September in den Räumen des Städtischen Saalbaus stattfindenden großen Gartenbauausstellung beabsichtigt die Ausstellungsleitung, einzelne Räume als Musterbeispiele für derartige Ausstellungen auszugestalten. Insbesondere der große Saal und der Saalbaugarten sollen zu diesem Zwecke künstlerisch hergerichtet werden. Der Saalbaugarten wiro zu einem Muster=, Nutzund Ziergarten ausgearbeitet, in dem weder das Wochenendhaus noch früchtevolle und blumengeschmückte Beete fehlen. Selbst ein besonderer Sommeraufenthaltsraum in tief gelegener und schattiger Lage soll geschaffen werden. Da in diesem Mustergarten auch der Bienenstand zur Ausstellung kommt, dürfte dieser Teil der nach jeder Richtung hin sehenswerten Ausstellung der lebendigste sein. Lembeck, 16. Sept(80 Geburtstag.) Die hier allgemein bekannte und beliebte„Tüsker Moder“, Frau Ww. Bernhard Tüshaus, feiert heute im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel in seltener Rüstigkeit und Geistesfrische ihren 80. Geburtstag. Dorsten, 14. Sept.(Von einem Flaschenzug das Bein avgeschlagen.) Beim Zurückschnellen eines Flaschenzuges in den Sand= und Tonwerken der Gemeinde Gahlen traf ein schweres Gewichtstück einen Schmied an den rechten Oberschenkel oberhalb des Knies. Die Wucht des Schlages wer so start, daß der Unterschenkel glatt vom Körper getrennt wurde. — Hervest-Dorsten, 14. Sept.(Der Todin der Grube.) Bei einem Revisionsgang fand der Steiger im unterirdischen Betrieb der Zeche Baldur in einem Aufhau des Reviers 7 den Reparaturhauer Schulz und den Schlosser Ehlert besinnungslos auf. Er veranlaßte den sofortigen Transport der beiden zutage, wo Wiederbelebungsversuche vorgenommen wurden. Nach kurzer Zeit gelang es, den Schlosser Ehlert wieder zum Bewußtsein zu bringen, während die Wiederbelebungsversuche bei dem Hauer Schulz ergebnislos blieben. Die Verunglückten waren in dem Aufbau mit dem Einbauen von Wetterlutten beschäftigt. Dortmund, 14. Sept.(Der neue Leiter des städt Verkehrs= und Presseamtes.) Als Nachfolger des verstordenen Magistratsrats Bickhoff ist Magistratsrat Dr. Steigleder, der bisher das Steuerdezernat innehatte, zum vorläufigen Leiter des Verkehrs= und Presseamtes bestimmt worden. 1 Dortmund, 14. Sept.(Böser Abschluß des ersten Schultages.) Der erste Schultag nach den Ferien fand für das achtjährige Söhnchen einer Familie von der Rheinischen Straße einen gar traurigen Abschluß. Das Kind lief beim Überqueren der Strafe, ohne genügend Ausschau zu halten, direkt vor einen Personenkraftwagen. Mit schweren Quetschungen und einem Agenturen im Kreise Borken u. den Stadtkreis Bocholt: Bocholt: Hugo Ressing. Buchhandl. Ravardistr 48. Borten und Gemen: Bläser& Rehms. Buchdruckere Groß=Reken: Friedrich Hilgenheger, Buchhandlung. Raesfeld: Aloys Heying. Dorf 49 2. Oeding: Frau Wwe. Dirksen Nichternstraße. Rhede: J. Gebding's Buchhandlung Ramsdorf: Frau Wwe Seltina Stadt 43. Belen: Wilhelm Böckmann Wesecke: Peter Dautzenberg. Buchhandlung. 2. Jahrgang Bruch des linken Armes wurde der Knabe von dem Autoführer zum Arzt gefahren. * Schwerie, 14. Sept.(Ein gefahrlicher Muckenstich.) Das Kind einer an der Hörder Straße wohnenden Familie war dieser Tage von einem Insekt in die Oberlippe gestochen worden. Die Lippe schwoll an und wurde dicker. Dazu kraßte sich das Kind die Wunde nachts im Schlafe offen. So entstund eine Blutvergiftung Trotzdem sofort im Krankenhaus eine Operation vor-, genommen wurde, besteht wenig Hoffnung für das Leben des Kindes * Hagen, 14. Sept.(Vorsicht bei Kinderluftballons.) Als ein kleines Mädchen einen Luftballon aufblasen wollte, platzte plötzlich die Hülle, und ein Stückchen des blauen Gummis flog dem Kind ins Auge. Am anderen Morgen war das Auge sehr start angeschwollen und das Kind konnte nichts mehr sehen, so daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Es steht noch nicht fest, ob das Auge seine Sehkraft behalten wird. Vermischtes. * r Mord an einem Mühlenbesitzer. Berlin, 15. Sept. Heute früh wurde der Mühlenbesitzer Märker in Glienicke(Kreis Beeskow=Stortow) abseits von seiner Windmühle in einer Erdvertiefung mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Die Feststellungen der Berliner Kriminalpolizei ergaben, daß Märker in der Nacht noch auf seiner Mühle tätig gewesen ist und von der Arbeit weggelockt worden ist. Ob ein Raubmord vorliegt, steht noch nicht fest, ebenso wenig, ob es sich um einen oder mehrere Täter. von denen jegliche Spur fehlt, handelt. Nach einer späteren Meldung ist noch keine Spur der flüchtigen Tater zutage gefördert worden. Beim Absuchen des Tatortes fand man in der Nähe der Treppe, die zu der Windmühle führt, drei Patronenhülsen und einen Ladestreifen. In die Mühle ist in der letzten Zeit schon dreimal eingebrochen worden Trotzdem hatte sich Märker nicht mit einer Waffe versehen. Vermutlich hatten es nun auch in der Nacht zum Donnerstag wieder Einbrecher auf die Vorräte in der Mühle abgesehen. Wahrscheinlich wurde Märker durch ein Geräusch auf sie aufmerksam und ging hinaus. Als die Verbrecher ihn anschossen, setzte er sich, wie Kampfspuren am Tatort zeigen, zur Wehr Jetzt griffen die Verbrecher zum Messer und töteten hn. Das Mordmesser ist noch nicht gefunden Wahrscheinlich haben die Mörder es mitgenommen. In der Ortschaft wurde der Verdacht auf Leute gelenkt, die in der Umgebung beschäftigt gewesen sind. Die Mordkommission und die Landjägerei, die diesen Leuten nachgingen, haben aber bisher keinen Anhalt für einen bestimmten Verdacht gefunden. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß wieder Berliner Verorecher ihre Hand im Spiel haben. *m Opfer eines Raubüberfalls. Halle a. S., 15. Sept Heute vormittag ist der 25jährige Bankbeamte Werner Scheil seinen Verletzungen, die er bei einem Überfall erlitten hatte, in einem hiesigen Krankenhaus erlegen. Scheil wurde in der Nacht zum Montag in der Nähe der Bahn beim Neumarkt blutüberströmt mit schweren Kopf= und Fußverletzungen aufgefunden. Er konnte nur noch angeben, daß er von drei Männern überfallen worden war und darauf das Bewußtsein verlor, das er nicht wiedererlangt hat Es ist anzunehmen, daß die Täter bei dem Ermordeten einen größeren Geldbetrag vermuteten * Auf seltsame Weise tödlich verunglückt. Geltendorf, 14. Sept. Bei Geltendorf in Bayern sprang dem Schlossermeister Franz Stangl ein vom Lichtkegel seiner Motorradlampe geblendetes Reh in die Maschine. Das Rad kam ins Schleudern und stürzte. Der Fahrer blieb mit einem schweren Schädelbruch liegen und starb kurz darauf. * Den Vater und Bruder getotel. Kattowitz. 14. Sept Am Dienstag tötete der 36jährige Rosek in Bujakow, Kreis Ryb nik, nach einem vorangegangenen Streit wegen Erbschaftsangelegenheiten seinen Vater und einen jüngeren Bruder durch meh rere Revolverschüsse Nach der Tai flüchtete der Mörder in den nahen Wald, wo er sich durch mehrere Schüsse selbst entleibte. *&a Zusammenstoß zweier deutscher Dampfer in Cherbourg. Paris, 15 Sept. Im Hasen von Cherbourg erfolgte in der vergangenen Nacht ein Zusammenstoß zwischen der„Resolute“ der Hamburg=Amerika=Linie und der„München“ vom Norddeutschen Lloyd, wobei die letztere vier Meter über der Wasserlinie Havarien erlitt. Die„München“ konnte nach provisorischer Reparotur die Reise nach Newyork antreten * Eisenbahnunglück in Italien. Rom, 14. Sept. Popolo di Roma berichtet: Heute nacht gegen 12½ Uhr entgleiste der Schnellzug Rom—Mailand in der Nähe von Bologna bei der Durchfahrt durch eine kleine Station. Die elektrische Maschine, der Gepäckwagen und zwei Personenwagen sind umgestürzt. Eine Reihe von Personen wurde verletzt; getötet wurde niemand. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Aus Bologna wurde sofort ein Hilfszug abgesandt. 111 Stunden über dem Abgrund. * München, 14. Sept. In den letzten Tagen hat sich eine Tragödie in den Bergen ereignet, die wohl einzigartig dastehen dürfte. Es ist bereits berichtet worden, daß man tagelang aus der über tausend Meter hohen Nordwand des Deckelwurfs an der Südostseite des Karwendel Notsignale und Hilferufe vernahm, und zwar von verschiedenen Stellen der Wand aus. Eine wohlausgerüstete Expedition von 25 tüchtigen Alpinisten versuchte mehrmals in den letzten Tagen vergeblich, die Unglücksstellen zu finden bzw. an sie heranzukommen. Nun hat man endlich einen Mann geborgen, der an einer furchtbaren Stelle in der Wand hing und zwar, wie sich nachweisen ließ volle 11° Stunden lang. Es handelt sich um den Sprenglergehilfen Kutschera aus Wien. Vier Nächte, von denen glücklicherweise keine eine Temperatur unter 0 Grad hatte, mußte er überstehen, ohne jedweden Proviant, noch dazu mit mehreren Verletzungen, die er sich durch einen Absturz in eine exponierte Rinne zugezogen hatte. Kutschera vermochte nur dadurch die fürchterlichen Tage zu überleben, daß er einen außerordentlich widerstandsfähigen durchtrainierten Organismus besitzt. Er wai zwar übermäßig geschwächt, aber immerhin noch bei voller Besinnung und relativ guter körperlicher Verfassung. Was Kutschero berichtete, hörte sich wie eine Fabel an Er war mit zwei junger Reichsdeutschen zusammen, die man auch bei den Bergungsarbeiten verschiedentlich aus der Wand heraus rufen hörte. Diese beiden Begleiter haben ebenfalls lange Zeit hilflos in der Wani gehangen. Scheinbar ist es ihnen gelungen, die Wand zu durch klettern. Auffallend ist jedenfalls, daß man bis jetzt nirgend ein Spur von ihnen gefunden hat Kutschera lernte die beiden unter wegs kennen und weiß ihre Namen nicht. Bei den außerordent lich schwierigen Bergungsarbeiten haben verschiedene der bekannte sten Alpinisten Außergewöhnliches geleistet. Auf dem Gipfel der in der Nähe von Kufstein gelegenen, etwa 1600 Meter hoher Brünnstein, eines der berühmtesten Aussichtsberge in den östlicher Voralpen, wurden gestern vier Personen durch ein Gewitter über rascht. Ein Blitz schlug plötzlich in die Touristengruppe ein un traf den Schmied Stubenvoll aus Oberaudorf Stubenvoll wurdvom Wege hinweggerissen und stürzte ein Stück weit ab. Nebei mehreren Brandwunden erlitt er leichte Verletzungen beim Ab sturz. Durch eine Rettungsexpedition wurde er zu Tal gebracht. 50 Jahre Niederwald-Denkmal. Am 16. September 1877 wurde von Kaiser Wilhelm I. der Grundstein zu dem National=Denkmal auf dem Niederwald gelegt Das Denkmal ist ein Werk des Dresdner Bildhauers Schilling un befindet sich auf dem Niederwald gegenüber von Bingen. Es is zur Erinnerung an den siegreichen Krieg 1870—71 geschaffen wor den und stellt eine Germania dar, die sich in einer Höhe von 10, Meter erhebt, auf einem Sockel, der selbst eine Höhe von 25 Mete hat. Der Niederwald, das südwestliche Ende des Taunus, auf den sich das Nationaldenkmal erhebt, hat eine Höhe von mehr als 30 Meter und zeichnet sich dadurch aus, daß sich die beiden welt berühmten Weinberge von Rüdesheim und Aßmannshausen al seinen Abhängen befinden. Die bekannten Weinstädte Rüdeshein und Aßmannshausen sind durch Zahnradbahn mit dem Nieder walddenkmal verbunden. Die Grundsteinlegung des Denkmal erfolgte unter großen Feierlichkeiten unter Anwesenheit ider Für sten und Generäle, die an dem großen Kriege teilgenomme hatten. Das Denkmal wurde sechs Jahre später, am 28. Septembe 1883 enthüllt Der Tag der Enthüllung ruft noch eine unange nehme Erinnerung wach, denn für diesen Tag war von den A nar chisten ein furchtbares Dynamitattentat geplant, das aber mißlang da der Regen, der an diesem Tage unaufhörlich niederging, die Explosion verhütete. Die beiden Hauptattentäter waren die bei den Anarchisten Reinsdorf und Küchler. Gegen sie wurde ein Gerichtsverfahren eröffnet, das mit ihrer Verurteilung zum Todendete, worauf sie im folgenden Jahre in Halle hingerichte wurden. Tagung Deutschen Groß= und Ueberseehandels. Psychologie der Reklame. Das Programm der Barmer reklame=psychologischen Woche. In Barmen findet z. Zt. eine reklame=psychologische Woche(Barewo) statt, die aus mehr als einem Grunde Beachtung verdient. Die Veranstalter wollen einem breiteren Kreise von Interessenten die Bedeutung, die Methoden und die Wirkungsweise einer psychologisch richtig begründeten Reklame zeigen. Weiterhin sollen aber auch die Fragen: Wie und woher bekommt der Kaufmann einen tüchtigen fachlich begabten Mitarbeiter und wie kann er seinen Büro= und Geschäftsbetrieb zweckmäßig und kräftesparend gestalten? Interesse verdient die Form, in welcher diese Probleme der Offentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Es findet nämlich eine Vortragsreihe anerkannter Fachgelehrten und Praktiker und eine Ausstellung statt. Daran schließen sich Besichtigungen in den verschiedensten Instituten und Betrieben. Auch werden Werbefilme vorgeführt. Der Emzelhandel veranstaltet einen Schaufensterwettbewerb, kurz es werden auf vielseitige Weise alle die modernen Fragen zielbewußter und rationeller Wirtschaftsführung dem Publikum vor Augen geführt. Von den zaylreichen Vorträgen erwähnt sei der grundlegende Vortrag des Universitätsprosessors Dr. Lindworsky=Köln über Grundprobleme der Reklame=Psychologie, der die Seelenvorgange beim Anpreisen der Waren und beim Kauf klarlegt. In Wort und Bild wird Dozent Dr. Schulre=Berlin die Arbeitswissenschaft und Psychotechnik im Wirtschaftsleben behandeln. Dr. Bernfeld=Berlin behandelt die unbewußten Gefühle beim Kaufentschluß und ihre Beeinflussung durch die Reklamemaßnahmen. Der bekannte Führer des Einzelhandels, Dr. Tiburtius=Berlin, wird über Berufsberatung und Berufsauslese im Einzelhandel sprechen. Der Schriftleiter der deutschen Buchhalterzeitung, Karl Fluhme, wird über Erziehung des Buchhalternachwuchses sprechen, Diplom=Ingenieur Wittig über die Lichtwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Schaufensterreklame. Dr. Porstmann referiert über Papiernormung und Menschenbeeinflussung. Ferner wird Dr. Hans Roloff über Plakate und ihre Wirkung mit experimentellen Untersuchungen sprechen. Schließlich wird Prof. Freuzei=Berlin die interessante Frage beantworten, ob die amerikanische Reklame sich auf deutsche Verhältnisse übertragen läßt. Der Reigen der Vorträge wird geschlossen durch Vorträge über Städtewerbung und interne Betriebsreklame, aufgezeigt an dem Beispiel der Reichsbahn. Der bekannte Vorkämpfer der Rationalisierung, Prof. Wallichs=Aachen wird über die Rationalisierung der Arbeit in privaten und Großunternehmungen einen mit Interesse erwarteten Vortrag halten. Aus den Nachbar=Drovinzen. + Oesede, 14. Sept.(Eine Winterlandschaft im Sommer.) Dieser Sommer ist wahrlich an Überraschungen nicht arm gewesen. Neben Sturmkatastrophen, folgenschweren Gewittern und ewigem Regen, konnte man hier jetzt auch den für diese Zeit seltsamen Anblick einer vollendeten Winterlandschaft genießen. Die Ursache war ein Hagelschauer von fast einhalbstündiger Dauer Dächer und Straßen und Feld und Flur waren mit re instem Weiß, mit einer mehrere Zentimeter hohen Hagelschicht bedeckt. Doch lange währte der seltene Anblick nicht. Denn bald darauf öffneten sich die Schleusen des Himmels zu einem wolkenbruchartigen Regen, so daß jetzt bald die Wiesen einem einzigen See bildeten. Das Unwetter hat, zumal auch noch einbösartiger Sturm einsetzte, erheblichen Schaden, besonders an der Obsternte angerichtet. 9 Haselünne, 14. Sept.(Günstige Bauentwicklung.) In der Nachkriegszeit und besonders in den letzten Jahren hat die alte Hansestadt Haselünne, die sich einer mehr denn 650jährigen Stadtgeschichte rühmen kann. in städtebaulicher Beziehung ein wesentlich verbessertes Gesicht erhalten. Eine große Anzahl von Neubauten ist erstanden, viele Häuser haben eine gründliche Erneuerung erfahren. Eine Reihe von Straßen hat eine Kopfsteinflasterung erhalten. Mehrere in die Fluchtlinie hineinragende Gebäude sind zurückgesetzt worden, wodurch die Bürgersteige angelegt bezw. erbreitert werden konnten. Am günstigsten tritt das in der Neuen Bahnhofstraße in die Erscheinung. Überall sind Baumpflanzungen geschaffen, die zur Belebung und Verschönerung des gesamten Stadtbildes nicht unwesentlich beitragen. Besonders ansprechend ist die Allee am Haseufer zum St. Vinzenz=Krankenhause Zur Zeit werden noch manche Bauten ausgeführt, u. a. die Neubauten des Bauvereins an der Bödikerstraße, mehrere Privathäuser, die Bauten des Ursulinen=Klosters. Der Erweiterungsbau der Volksschule an der Gartenstraße wird in Kürze in Angriff genommen. Seit einiger Zeit ist man auch mit den um fangreichen Arbeiten für den Neubau der Hasebrücke beschäftigt, die ganz in Eisenbeton hergestellt wird und eine Breite von acht Metern erhält. Im Frühjahr soll die Nachbargemeinde Andrup durch eine Chaussee mit Haselünne verbunden werden. Das vor zwei Jahren angelegte städtische Elektrizitätswerk(Überlandzentrale) arbeitet neben dem schon seit 20 Jahren bestehenden Gaswerk der Stadt gan., zufriedenstellend. Eine gesunde Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens ist überall wayrzunehmen. □ Aus dem oldenburgischen Münsterlande, 13. Sept.(Die Prozession) von Kloppenburg zum Wallfahrtsorte Bethen hatte am Sonntag eine solch' starke Beteiligung aufzuweisen, daß die neue, geräumige Kirche und der Kirchenplatz kaum alle Menschen fassen konnten.— Auf dem Montagsmarkt trat ein Pferd einem Mann aus Lindern derart vor den Leib, daß die Därme dadurch mehrere Risse erhielten. &a Oldenburg, 13. Sept.(Zwei Bluttaten und ein Unfall.) In der Arbeiterkolonie Dauelsburg stieß der im Kriege durch ein Nervenleiden reizbar gewordene Arbeiter Steffen dem Aufseher Schumann ein Messer tief in die Brust, durchschnitt so die Herzschlagader und Sch. stürzte als Leiche zu Boden.— Am Pier in Brake kam der Arbeiter Schodde zwischen die Puffer, erlitt eine Brustquetschung und starb jetzt— Auf der Braker Straße holte ein Arbeiter im Streit ein Beil aus dem Hause und hieb seinem Gegner einen Spalt durch den Hinterkopf tief in den Nacken. Die Verwundung läßt am Aufkommen zweifeln. Köln, 14. Sept.(Opfer des Rheins.) Ein 26jähriger Arveiter ist bei dem Versuch, den Rhein von einem Ufer zu anderen zu überqueren, ertrunken. Mitten im Rhein hatten den jungen Mann die Kräfte verlassen tu Hannover, 15. Sept. Unter überaus zahlreicher Beteiligung begannen gestern die Beratungen des Großhandelstages. Heute fand die Zentralausschußsitzung des Reichsverbandes des Deutschen Groß= und Überseehandels statt. Der Ausschuß befaßte sich mit dem Stand der Arbeiten auf dem Gebiete der Verwaltungsreform, den Strukturveränderungen der Nachkriegszeit im Großhandel und mit den aktuellen Steuerfragen. „Über die bisherigen Arbeilen aus dem Gebiele der Verwaltungsreform“ berichtete Herr Oberregierungsrat Dr. Adametz und zeigte, welche Reformen im Wege der jetzt bestehenden Verfassung vorgenommen werden könnten. Sodann sprach Adametz über den Stand und die Entwicklung des Verfassungsproblems und die Aussichten einer Verfassungsreform. Redner führte aus, daß die schwierige deutsche Finanzund Wirtschaftslage außer einer Verwaltungsreform in Reich und Ländern, die sich im Rahmen der gegenwärtigen Verfassung halte, eine möglichst baldige Verfassungsreform zur unabweisbaren Notwendigkeit mache. Das Ideal sei auch seiner Ansicht nach der dezentralisierte Einzelstaat mit freier Selbstverwaltung seiner Reichsstelle und unter Wahrung der wirklichen Stammeigentümlichkeiten, insbesondere auf kulturellem Gebiet. Über das Ziel sei man sich im deutschen Volke einig, aber über die Wege, die zu diesem Ziele führen, gingen die Meinungen weit auseinander. Nach Aufzeigung der verschiedensten Möglichkeiten fand der Redner den Plan der Schaffung eines Reichslandes Preußen am beachtenswertesten. Dieser Plan verdiene seiner persönlichen Ansicht nach ernste Beachtung aller Wirtschaftskreise. Die Aussichten für eine Verfassungsreform seien nicht so ungünstig, wie allgemein angenommen werde. Einmal werde die traurige Finanzlage von Reich und Ländern sehr bald zu einer solchen Reform zwingen. Auch der Druck des Reparationsagenten werde das Problem fördern. Das Referat über die „Strukturveränderungen der Nachkriegszeit im Deutschen Groß- und Überseehande!" hielt Herr Prof. Dr. Ad. Lampe, Freiburg i. B. Der Redner untersuchte die Fragen, ob es Möglich sei, eindeutige Richtlinien für eine volkswirtschaftlich möglichst zweckmäßige Großhandelspolitik zu ziehen. Im einzelnen behandelte der Vortragende die Frage der Übersetzung des Großhandels, für die nach dem vorläufig bearbeiteten Material der Betriebs= und Berufszählung im Jahre 1925 kein Nachweis erracht ist. Das zweifellose Vorhandensein der Überfüllung mit unwirtschaftlich arbeitenden kleinsten Betrieben könne nicht durch Ausschaltungstendenzen, sondern nur durch allmähliche Rationalisierung der an sich lebensfähigen Großhandelsunternehmungen beseitigt werden. Der Redner behandelte dann im einzelnen das Verhältnis des Großhandels zur Industrie, den Genossenschaften, dem Einzelhandel und betonte, daß Organisationsmacht, die lediglich auf bedingungslose Erhaltung gegebener Wirtschaftsreformen abzielt„zu Mißerfolgen führen muß. Reichstagsabgeordneter Otto Keinath, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Reichsverbandes des Deutschen Groß= und Überseehandels, erstattete sodann Bericht über die „Aktuellen Steuerfragen unter besonderer Berücksichtigung des vorliegenden Gesetzentwurses über die Vereinheitlichung des Steuerrechtes". zu dem er folgendes ausführte: Wenn schon der ursprüngliche im Reichsfinanzministerium ausgearbeitete Entwurf eines Steuervereinheitlichungsgesetzes die Hoffnungen, die sich an die in dem FinanzausTennis. Irl. Außem geschlagen. Die deutsche Tennismeisterin Frl. Cilly Außem=Köln, die augenblicklich an dem internationalen Tennisturnier in Le Touquet teilnimmt, mußte in der Endrunde die Überlegenheit der Spanierin D'Alvarez mit 6:3, 6:3 anerkennen. Im gemischten Doppel war Frl. Außem mit ihrem Partner Boussus über das Paar Coleman=Mayes mit 6:3, 6:3 erfolgreich und gewann auch das Endspiel gegen D'Alvarez=Aron mit 6:4, 2:6, 7:5. Frl. Boumann erfolgreich. Die holländische Tennisspielerin Frl. Thea Boumann, die an den amerikanischen Meisterschaften mit wenig Glück teilgenommen hatte, wurde zusammen mit Mrs. Mallory im Damendoppel Meisterin der nordamerikanischen Mittelstaaten. Boumann=Mallory konnten im Schlußspiel die Geschwister S. und M. Palfrec mit 7:5, 6:3 schlagen. Tennis-Länderkämpfe. Der Österreichische Tennis=Verband bringt in nächster Zeit zwei Tennisländerkämpfe zum Austrag. Am 17. und 18. September spielen die Österreicher in Budapest gegen Ungarn und am 1. und 2. Oktober in Prag gegen die Tschechoslowakei. Die Tennis-Meisterschaft von Süd-England. Die Meisterschaft von Südengland im Tennis, die in Eastbourne ausgetragen wurde, wurde im Herreneinzel von Austin gewonnen, der im Finale Powell 6:4, 6:4 schlug. Die Damenmeisterschaft holte sich Mrs. Watson, die Mrs. Cocell glatt 6:2, 6:2 besiegen konnte. Bela von Kehrling ungarischer Doppelmeister. Bei den in Budapest ausgetragenen Tennis=Meisterschaften von Ungarn siegte im Final des Herren=Einzelspieles der ungarische Altmeister B. von Kehrling über den in Frankreich lebenden Armenier Aslangul mit 2:6, 6:4, 6:4, 6:4. Von Kehrling gewann außerdem mit von Peterey als Partner die Herren=Doppelmeisterschaft gegen Landry=Kelemann mit 6:2, 0.6, 6:2, 6:4. gleichsgesetz vorgesehene Reichsrahmenregelung der Gewerbe= und Grundsteuern und Neuregelung der Hauszinssteuer anknüpften, bei weitem nicht erfülle, so hat der jetzt nach den Verhandlungen mit den Ländern erschienene Gesetzentwurf eine schwere Enttäuschung hervorgerufen. Selbst den Regierungsstellen scheint es große Mühe zu machen, die Begründung für den Entwurf zu formulieren, weil die beiden Ziele des Gesetzgebungswerkes fast vollständig aus dem Gesichtskreis verschwunden sind, nämlich 1. die dringend notwendige „Vergleichbarkeit“ der staatlichen kommunalen Besteuerung durch Vereinheitlichung sicherzustellen und 2. eine tatsächliche Lastenerleichterung herbeizuführen. Die Vereinheitlichung hat unter dem Einfluß der Länder so viele Löcher bekommen, daß insbesondere das„Gestrüpp“. der Gemeindefinanzen nach wie vor die gründliche Durchleuchtung unmöglich machen wird. Die Lastenerleichterung ist, wenn sie überhaupt vorhanden ist, so minimal, daß demgegenüber einige tatsächliche Verschlechterungen für bisher steuerliche relativ begünstigte Bezirke schwer ins Gewicht fallen. Wenn man sich auch mit dem Gedanken einer Gebäudeentschuldungssteuer noch für einige Jahre notgedrungen wird abfinden müssen, so muß doch die Werterhaltungssteuer, also eine einseitige Sondersteuer auf das im bebauten Grundbesitz angelegte Kapital schwere Bedenken hervorrufen. Wesentliche Verschlechterungen, denen sich die Reichsregierung auf Verlangen der Länderregierungen gefügt hat, haben den Gesetzentwurf fast wertlos gemacht. Die kommenden Verhandlungen im Reichswirtschaftsrat und im Reichstag müssen durch grundlegende Abänderungen dem gesunden Grundgedanken dei Vereinheitlichung bei gleichzeitiger Lastenerleichterung wieder Durchbruch verschaffen. In diesem Sinne kann auch nur eine Mitarbeit des Verbandes in Betracht kommen. Die Teilnehmer der Ausschuß=Sitzung waren am Donnerstag, dem 15. September 1927 Gäste des Magistrals der Stadt Hannover in den Sälen des alten Rathauses. Der stellvertretende Präsident des Reichsverbandes des Deutschen Groß= und Überseehandels, Herr Kommerzienrat Dr. Leo Lustig, dankte dem Magistrat für die reiche Gastfreundschaft, die die Stadt Hannover dem Groß= und Überseo handel bewiesen habe. Er führte u. a. aus: Wir pflegen unsere Mit gliederversammlungen nicht unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit abzuhalten, vielmehr sind wir den Behörden und der Presse dankbar, wenn sie unseren Verhandlungen beiwohnen und unsere Bestrebungen fördern, denn, meine Herren, wir haben nichts zu verheimlichen; unser Schild ist blank. Wir beanspruchen in keiner Weise Sonderbegünstigung, sondern nur vorurteilsfreie Kritik für unsere Wünsche und Beschwerden. Weltkrieg und Revolution mit ihrer Begleiterscheinung haben auf unseren Erwerbsstand verhängnisvoll gewirkt. Zahlreiche, im Kern gesunde Unternehmungen hat die Wirtschaftsnot von der Bildfläche verschwinden lässen, viele andere zur Unrentabilität verurteilt. Dabei ist nicht abzusehen, wo die Besserung herkommen soll; unsere augenblickliche Konjunktur ist eine Scheinkonjunktur, eine Inlandskonjunktur auf Pump, unser Vaterland nur zu vergleichen mit einem verschuldeten Kaufmann oder Industriellen, der so lange pumpt, als er gepumpt erhält, das gepumpte Geld in seine Unternehmungen steckt, ohne Rücksicht darauf, ob es rentabel ist oder nicht und ob die Rückzahlung möglich ist und schließlich die Hauptsache vernachlässigt, nämlich den Export, und doch ist das Wesentliche, daß rationell und rentabel in allen wirtschaftlich dauernd konkurrenzfähigen Zweigen der Wirtschaft ohne jede künstliche Hilfe produziert und in angemessenem Umfange exportiert wird, denn nur so kann die gesamte Kapitalbildung angeregt werden.“ ". Die Berufs=Tennismeisterschaften. An den Berufstennismeisterschaften von Deutschland, die in den Tagen vom 16. bis 18. September ausgetragen werden, nehmen folgende Professionalspieler teil: Najuch, Richter, Bartels, Abens, Hermann, Hopfenheit, Rohrlack, Förster, Rauch, Messerschmidt, Buchholz, A. Becker, K. Becker, O. Bartels, Lang und Färber. Dr. Kleinschroth geschlagen. Auf dem internationalen Tennisturnier am Lido wurde Dr. Kleinschroth von dem Engländer Cazalet mit 7:5, 6:1 geschlagen. Kazalet gewann auch das Endspiel gegen Graf Salm mit 6:0, 6:0, 6:1. Die amerikanische Tennismeisterschaft im Herren=Einzelspiel begonnen. Die amerikanische Tennismeisterschaft im Herren=Einzelspiel, an der sich entgegen früheren Meldungen nicht nur Lacoste=Frankreich als Titelverteidiger, sondern auch der französische Meister Cochet beteiligen, während die Amerikaner George Lott jr. und M. Williams abgesagt haben, hat soeben in Forest Hills begonnen. Die Ergebnisse der ersten Spiele waren: Cochet=Frankreich— Kynaston=Amerika 6:3, 7:5, 6:3; Lacoste=Frankreich— Frank Owen=Amerika 6:0, 6:4, 6:2; Manuel Alonzo=Spanien— F. G. Hall=Amerika 5:7, 8:6, 6:4, 6:3; H. L. Bowman=Amerika— Ryuki Miki=Japan 6:4. 6:1, 6:2. Schwimmen. Hellas Protest abgelehnt.— Die Wasserfreunde Hannover bleiben Deutscher Meisier. Hellas Magdeburg hatte nach dem Endspiel um die deutsche Wasserballmeisterschaft gegen den Ersatzschiedsrichter Protest eingelegt und beantragt, das Spiel für ungültig zu erklären. Die Wasserfreunde=Hannover haben das Treffen bekanntlich 5:4 für sich entschieden. Der Wasserballausschuß des Deutschen Schwimmverbandes hat sich in seiner letzten Sitzung mit dem Protest beschäftigt und ihn nach sorgfältiger Erwägung abgelehnt. Es wurde festgestellt, daß ein entscheidender Regelverstoß des Schiedsrichters nicht vorliegt und die übrigen Einwände nicht Argument genug sind, um eine Annullierung Turnen, Wandern. des Spieles zu rechtfertigen. Die Wasserfreunde sind also endgültig Deutscher Meister. Pferdesport. Reunen zu Mannheim. k. Mannheim, 15. Sept.(Eig. Drahlbericht.) Die heutigen Rennen führten zu folgenden Ergebnissen: Wachenburg-Hürdeurennen. 3000 Mark. 2800 Meter. 1. Röslers Herzkönig(Weber); 2. Amper; 3. Glärnisch. Tot. 19, Pl. 12, 11. Unpl.: Freimut, Delusiou, Belisaire.— Preis vom Neckar. 3000 Mark. 1600 Meter. 1. Deutsch Zeltmanns Petronius(v. Egloffstein); 2. Theokrit; 3. Diavolo. Tot. 80, Pl. 22, 14. Unpl.: Aviator, Laxenburg.— Murg-Rennen. 2400 Mark. 1450 Meter. 1. Denikes Miami(Saria); 2. Terrakotta; 3. Manon. Tot. 220, Pl. 40, 26, 13. Unpl.: Eifel, Eleonore, Metis, Struga, Idol, Metropolis.— Preis von der Psalz. 5400 Mark. 4000 Meter. 1. Liebrechts Le Challenge(Schnitzer); 2. Kritischer Tag; 3. Sturm. Tot. 72, Pl. 16, 12, 14. Unpl.: Le Gerfaut, Tango, Snob, Virradat.— Donau=Ausgleich. 4100 Mark. 2400 Meter. 1. Opels Kairos(Narr); 2. Taugenichts; 3. Manitou. Tot. 27, Pl. 17, 15. Unpl.: Sphaira, Glockner.— Holck=Jagdrennen. 3000 Mark. 3400 Meter. 1. Friedigers Dojan(v. Noreau); 2. China; 3. Centrifugal. Tot. 73, Pl. 26, 17. Unpl.: Donnerwetter.— Kinzig-Jagdrennen. 3000 Mark. 1200 Meter. 1. Weigangs Excellenz(Gaboa); 2. Farmerin; 3. Guscha. Tot. 18, drei liefen. Motorsport. Teutoburger Wald-Rennen 1927. Der Bielefelder Automobil= und Motorrad=Club(ADAC.), dem die Renndurchführung übertragen wurde, dürfte nunmehr nach mühevollen Vorarbeiten sichere Gewähr dafür geschaffen haben, daß das diesjährige„Teutoburger=Wald=Rennen“ einen glanzvollen Verlauf nehmen wird. Das Rennen findet bekanntlich am 25. d. Mts. statt und ist offen für Wagen und Motorräder. Sofort nach dem Herausgang der Ausschreibungen zeigte sich ein derartig außerordentliches Interesse, wie man es am Schluß der Sportsaison eigentlich nicht mehr vermutet hätte. Die zahlreichen Nennungen bekanntester Fahrer legen ein beredtes Zeugnis ab, welchen Wert dem T.=W.=R. beizumessen ist. Die ideale Rennstrecke, die den Teutoburger Wald durchschneidet, und wohl als die schönste im Gau V anzusprechen ist, hat an Zugkraft nichts verloren. Für die im Anschluß an das Rennen angesetzte Geschicklichkeitsprüfung sind derart viele Nennungen eingegangen, daß diese nur in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt werden können. Nennungen für das Rennen sind an den Sportleiter, Herrn B. Vienhues, Bielefeld, Herforderstraße 169a, zu richten. Soziales. I Der Verein für Säuglingsfürsorge und Wohlfahrtspflege im Regierungsbezirk Düsseldorf wird in Gemeinschaft mit der Niederrheinischen Verwaltungsakademie, Düsseldorf, am 2. November 1927 den 1. Nachschulungslehrgang für männliche Beamte und Angestellte der Wohlfahrts=, Gesundheits=, Jugend=, Wohnungs= und Unterstützungsämter, der Arbeits= wie Berufsämter, des Versicherungswesens eröffnen. Vorbedingung zur Zulassung ist eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tötigkeit auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege. Die Dauer des Kursus beträgt vier Monate. Er schließt mit einer staatlichen Prüfung ab zur Erlangung der staatlichen Anerkennung als Wohlfahrtspfleger(Fürsorger, Sozialbeamter). Anfragen und Meldungen sind zu richten an den Verein für Säuglingsfürsorge und Wohlfahrtspflege im Regierungsbezirk Düsseldorf, Düsseldorf, Regierung, Cecilienallee. Reise und Verkehr. Oberweser-Dampfschiffahrt. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß die Oberweser=Dampfschiffahrtsgesellschaft am Sonntag, den 18. 9. 1927, ihre Fahrten zwischen Hann.=Münden und Hameln einstellen. Ab 19. September finden nur noch Talfahrten statt. Wer in diesem Jahre noch keine Fahrt mit den Oberweser Salondampfern gemacht hat, der sollte nicht versäumen, die letzte Fahrgelegenheit wahrzunehmen. dem Reiche des Rundfunk. Rundfunkprogramm der westbeutschen Sender Freitag. 16. Sept. 11.30: La, Mü. Do:-Uebertr. aus Hannover. Reichsverkehrsminister Crome: Die Bedeutung und Entwicklung der Luftschiffahrt.# 13.10: Dortmund(Do, La, Mü): Kapelle Mario Iseglio. Mitw.: Jeanne Koetsier(Sopran). Rossini: Ouv. Semiramis.— 3 alte Volkslieder.— Bruch: Kol-Nidrei. — franz. Volkslieder für„Sopran.— Mascagni: Fant. Cavalleria rusticana.— 3 flämische Volkslieder.— Dvorak: Slav. Tanz.— Leuschner:„Wolgageister.# 16.30: Köln(La. Mü. Do): Kinderfunk. Zwei Märchen von Eichendorff. v 16.30: Köln(La, Mü, Do): Kinder= und Jugendfunk. Balladen in Wort und Ton. Solist: Hein= Holwe(Bariton).“ 17.30: Köln(La, Mü. Do): Teemusik. c 18.40: Köln(La, Mü, Do): Jonny Behm: Neue Frauenberufe, c 19.15: Köln(La, Mü, Do): Dir. Probert, Köln: Englisch. m 19.40: Münster(Mü, La. Do): A. Lübke: Kulturreich der Kohle. o 20.10: Köln(La, Mü. Do): Vollstüml. Konzert. Leit.: Dr. Buschkötter. Weber: Ouv. Oberon.— Schubert: H=moll=Sinfonie.— Tschaikowsky: Nußfnacker=Suite.— Liszt: Präludien.— Strauß: Geschichten aus dem Wiener Wald.— Anschl. Köln(La, Mü, Do): Letzte Meldungen und Sportbericht. — Anschl.: Köln(La. Mü. Do): Tanzmusik. Verantwortlich für den allgemeinen Teil Paul Koene, für Politik Heinrich Heilemann, für Feuilleton Dr. Gollfried Hasenkamp, für Lokales und Provinzielles Franz W. Vernekohl, für Handel und Sport Josef Engbers, für Inserate Anton Busch, sämtlich in Münster. Druck und Verlag der Aschendorffschen Verlagsbuchhdl., Münster i. W. Chinosol verhütet Katarrhe und Entzündungen. Zu haben In allen Apotheken und Fachdrogerien. 50 uiligs ei braves ehrl., durchaus gesundes S Albeiterverein St.Paulus, Rheine## s Hans v. Beesten Das Drama der Sindt Rheine — Mädchen— für Küche und Haush. —((3 Erwachs., 1 Kind). = Vorstellung nur nachmittags. Frau Studienrat Schepper, Junkerstr. 22, I. 2. Aufführung Freitag, 3.„ Sohntag, 16. Sept., abends 8 Uhr 25 Sept, abends 8 Uhr wegen der Wallfahrt nach Kovelaer. Zurück Dr. Bauer Facharzt für Frauenkranitheiten und Geburtshille. 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