Anzeigenpreise: Ilnaltign 46 mm breite Anzeigen je mm Höhe 8 Pfg. Anzeigen im Textkeil 15 Pfg. je mm für die Textpalte, Kleinanzeigen 4 Pfg. die 46=Millimeter=Zeile. Die Geschäftsst. sind werktags von 8 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet. Seschüftsstellen: Ve###### a. d. Sieg, Adolf=Hitler=Str. 12. Ruf 431 und 432; Wissen a. b. Sieg, Mittelstraße 11. Ruf 271. Bezugspreis: Monatl. durch ausere Träger einschl. Beitelgeld 2.00 RM. Im Postbezug 2.00 RM u. die Zustellgebühren Seit 1871 Tokalanzeiger für den Kreis Altenlirchen, für Siegerland, Westerwald und Amt Morsbach Beilagen: Heilige Heimaterde, Sonntagsglocken von der Sieg Nr. 60 Donnerstag, den 12. März 1942 71. Jahrgang Feindliche Massenangriffe abgeschlagen Britische Kolonnen bombardiert- Brandenburgische Infanterie=Division zeichnet sich aus 68 Flugzeuge vernichtet DNB. Aus dem Führerhaupt au tier, 11. März. Das Oberkommando ar#mando der Wehrmacht gibt bekannt: Im füdlichen Abschnitt der Ostfront wurden feindliche Massenangriffe unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Auch an einzelnen Stellen des mittleren und nördlichen FrontabKmitts, führten die Sowiets erfolglose In unausgesetzten schweren Abwehrkämpfen hat sich die brandenburgische 76. Infanterie=Division besonders bewährt. In Nordafrika wurden im Gebiet von Mechili britische Spähtrupps zurückgeworfen und motorisierte Kolonnen des Feindes bombardiert. Bei Luftangriffen auf Flugstützpunkte der Insel Malta wurden Bombentreffer in Hallen und auf Abstellplätzen erzielt. Der Feind verlor in Luftkämpfen fünf und durch Zerstörung am Boden sechs Flugzeuge. In den Gewässern der Shetlands versenkten Kampfflugzeuge bei Tag ein Handelsschiff von 2000 BRT und belegten Flugplatzanlagen der Inselgruppe mit Bomben schwerster Kaliber. In der Zeit vom 1. bis 9. 3. verlor die britische Luftwaffe 68 Flugzeuge, davon 43 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 19 eigene Flugzeuge verloren. Der Feind flog in der vergangenen Nacht nach Westdeutschland ein und warf Bomben vorwiegend auf Wohnviertel. Einige Zibilpersonen wurden getötet oder verletzt. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden Bomber ab. In den Kämpfen des 5. März zeichnete sich der Oberleutnant Cabanis, Kompaniechef im Infanterieregiment Großdeutschland, durch besondere Tapferkeit aus. Für entscheidende Waffentaten Neue Ritterkreuzträger des Heeres DRB. Berlin, 11. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Walter Haarhaus, Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment; Oberleutnant Theodor von Lücken, Bataillonsführer in einem Infanterieregiment; Oberfeldwebel Josef Dörfel, Zugführer in einem Infanterieregiment:.. Gefreiter Willibald Unfried in einem Infanterieregiment. Major Walter Haarhaus verteidigte— mit nur schwachen Kräften aus der Abwehr. immer wieder zum Gegenstoß übergehend— mit seinen tapferen Infanteristen mehrere Tage einen taktisch wichtigen Stützpunkt im Südabschnitt der Ostfront. Es gelang ihm, den von den Sowiets eingeschlossenen Ort vom 18. 1. an gegen sowietische Massenangriffe solange zu behaupten, bis durch herangeführte Verstärkungen die Bedrohung des gesamten Kampfabschnittes behoben war.— Major Walter Haarhaus wurde am 14. 5. 1904 als Sohn des Werkmeisters Eduard Haarhaus in Kiel geboren. Oberleutnant Theodor von Lücken gelang es, sich mit seinem Bataillon aus der vorübergehenden Einschließung durch die Sowiets zu lösen. Auf dem Marsch zur Division bemerkte er, daß die Bolschewisten mit starken Kräften in ein Dorf einzudringen und die deutsche Besatzung zu überwältigen versuchten. Aus eigenem Entschluß drehte Oberleutnant von Lükken sein Bataillon ab, um den kämpfenden Kameraden zu helfen. Mit großem Schneid griff das Bataillon von Lücken die Sowjetarmisten an, nahm die Ortschaft und sicherte sie gegen wiederholte starke Angriffe. Das Halten dieses Stützpunktes war für die deutsche Abwehrfront von entscheidender Bedeutung.— Oberleutnant Theodor von Lücken wurde am 24. 4. 1914 als Sohn des Landwirts Achim von Lücken in Zahrensdorf. Kreis Hagenow(Mecklenburg), geboren. Oberfeldwebel Josef Dörfel war mit einem verstärkten Zuge als Nachhut seines Regiments eingesetzt. Nach Erfüllung seines Kampfauftrages, in dessen Verlauf die frontal angreifenden Sowiets unter blutigen Verlusten immer wieder avgewiesen wurden, erkannte Oberfeldwebel Dörfel, daß er mit seinem Zuge eingeschlossen war. Trotz„Schneesturms, strenger Kälte und heftigen Feindwiderstands wurde durch die geschickte Führung des Oberfeldwebels Dörfel der nachtliche Durchbruch durch die Linie der Sowjetarmisten erzwungen. An der befohlenen Aufnahmestellung stellte sich dem deutschen Infanteristen erneut ein starker Feind entgegen. Oberfeldwebel Dörfel riß durch sein Vorbild zum zweitenmal seine fast erschöpften Kameraden erfolgreich zum Angriff vor und erreichte so die Wiedervereinigung mit seinem Bataillon.— Oberfeldwebel Josef Dörfel wurde am 2. 3. 1915 in Buchheiden geboren. Gefreiter Willibald Unfried. ein besonders unerschrockener, tapferer Soldat. hat sich als Schütze, oft ganz allein gegen zahlenmäßig überlegene Gegner kämpfend. stets hervorragend geschlagen. Am 9. Januar blieb er in selbständigem Entschluß trotz stärkerer Feindangriffe mit seinem Maschinengewehr liegen und vernichtete starke Kräfte der immer wieder angreifenden Sowiets. Sein großer Abwehrerfola wirkte sich auch über den Rahmen seines Bataillons hinaus in hervorragender Weise aus.— Gefreiter Willibald Unfried wurde am 26. 6. 1919 in Großenried geboren. Ein wahres Wunder an Organisation Eingeständnis der deutschen Ueberlegenheit DRB. Stockholm, 11. März. Der Londoner Nachrichtendienst enthält in seinem Ueberseedienst am Dienstagvormittag das folgende bemerkenswerte Eingeständnis der Unterlegenheit der Plutokratie gegenüber dem autoritären System des nationalsozialistischen Deutschland: „Wir kämpfen gegen eine riesige, rücksichtslose Kriegsmaschine, die ein wahres Wunder von Organisation, Leistungsfähigkeit, Geschwindigkeit und einheitlicher Führung darstellt. Das gesamte strategische System kann Hitler in Stunden umdisponieren. Deutschland besitzt außer dem einheitlichen Befehl und der einheitlichen Lenkung der Heimat eine Waffe, die immer noch einen Vorteil bedeuten würde, wenn auch England und die USA bessere Pläne, bessere Kämpfer und bessere Ideen hätten als Deutschland. Diese Waffe ist die Schlagkraft des autoritären Systems. Mit diesem Vorteil könnte Deutschland selbst eine an Macht überlegene feindliche Kombination besiegen. Wir sind immer noch in unserem Bürokratismus verwickelt, und solange hier nichts geändert ist, werden wir mit Sicherheit jede Gelegenheit verpassen. Rohstoffe und Kräfte im besetzten sowietischen Raum NDZ. Berlin, 11. März. Durch den Abwehrkampf des Führers gegen den Bolschewismus sind der deutschen Kriegswirtschaft große Räume bisherigen Sowjetlandes als neue Aufgabe und Verpflichtung hinzugefügt worden. Wie Ministerialdirigent Dr. Rachner, zurzeit Kriegsverwaltungschef im ASA verliert erneit 50000 BRT Erfolgreiche Tag= und Nachtangriffe gegen Malta DRB Rom, 11. März. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Feindliche Spähtrupps, die im Gebiet von Mechili auf einen unserer Spähtrupps stießen, wurden unter Verlusten in die Flucht geschlagen. Unsere Luftwaffenabteilungen griffen Panzerkampfmittel mit Erfolg an und beschädigten eine große Anzahl. Bei einem Nachteinflug englischer Flugzeuge auf Benghasi entstand weder Gebäude= noch Personenschaden. Die Tag= und Nachtangriffe gegen Malta gingen weiter. Flugplätze, Lager und Magazine wurden mit Bomben jeden Kalibers getroffen. Ausgedehnte und lang anhaltende Brände brachen in den zu wiederholten Malen getroffenen Zielen aus. Der Feind verlor elf Flugzeuge, davon fünf im Luftkampf mit deutschen Jägern. Sechs Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Einer unserer von Flotten= und Luftwaffenverbänden geschützten Geleitzügen wurde auf der Rückfahrt von Libyen von Torpedoflugzeugen angegriffen. Durch geschicktes Manövrieren und wirksames Feuer wurde der feindliche Angriff abgewiesen. Der Geleitzug gelangte an seinen Bestimmungsort, ohne irgendwie Schaden genommen zu haben. Im Verlauf der Kampfhandlungen wurden zwei englische Flugzeuge getroffen, die ins Meer stürzten. Die Torpedoboote„San Martino" und „Solferino“ haben unter ihrem Kommandanten, Kapitänleutnant Angelo Pievatolo bzw. Mirko Vedovato, zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Punkten je ein feindliches Unterseeboot versenkt. In den letzten vier Wochen verloren die Engländer mit Sicherheit sechs Unterseeboote im Mittelmeer. Unsere an den Küsten der USA tätigen Unterseeboote haben 23.500 BRT feindlichen Schiffsraums versenkt. Im Verlaufe einer Woche haben damit die Versenkungen in diesem Gebiet 50700 BRT erreicht. Bei diesen Unternehmungen zeichneten sich besonders die unter dem Befehl der Korvettenkavitäne Longanesi Cattani. de Giacomo, Giudice und Fecta di Cassato stehenden Unterseeboote aus. Wirtschaftsstab Ost, hierzu zusammenfassend im Reichsarbeitsblatt ausführt, steht nach dem vorgefundenen Zustand fest, daß auf den meisten wirtschaftlichen Gebieten durch Kriegshandlungen und planmäßige Wirtschaftszerstörung zwar schwere Schäden entstanden sind, daß aver Rohstoffgewinnung und landwirtschaftliche Erzeugung, auf die Dauer gesehen, eine wesentliche Eurlastung der Gesamtlage bilden werden. Eine sofortige bedeutungsvolle Verstärkung der deutschen Kriegswirtschaft ist weiter in den Arbeitskräften gegeben, deren Arbeitsplatz im Sowjetraum durch die Zerstörungen fortgefallen und deren neuer Einsatz daher möglich ist. Die vom Reichsmarschall angeordneten Maßnahmen zum Einsatz sowjetischer Kriegsgefangener und freier Kräfte im Reich sind im Gange und versprechen erfolgreich zu verlaufen. Die Arbeitsämter sind der Truppe meist schnell bis dicht hinter die Front gefolgt. Bereits im Juli und August konnten die Dienststellen in Litauen zusammen mit Werbekräften binnen zwei bis drei Wochen 12000 Kräfte für die ostpreußische Landwirtschaft einsetzen. Zur allgemeinen Lage, die auf dem Gebiet der einheimischen Bevölkerung angetroffen wurde, sagt der Bericht: Eine organisatorische Flüchtlingsbewegung war im allgemeinen nicht festzustellen. Die Hauptkampfhandlungen und insbesondere die Mehrzahl aller Zerstörungen haben sich in den Städten abgespielt. Die einheimische Bevölkerung der Städte mit ihrer immer zunehmenden Industrialisierung durch die Fünfjahrespläne stammt zum erheblichen Teil vom Lande und ist größtenteils erst in den letzten Jahren in die Städte gezogen. Wenn also durch die Einziehung der Sowjets und die bolschewistischen Verschleppungsmaßnahmen ein Manael an Kräften auf dem Lande hatte drohen konnen, so wurde dieser bald durch die stark einsetzende Flucht aus der Stadt auf das Land mehr als behoben. Schon die Durchführung der Ernte zeigte, daß von einem Mangel an Arbeitskräften nur in wenigen Ostlandgebieten gesprochen werden konnte. Der Bericht geht davon aus, daß vor Beginn der Kampfhandlungen in dem jetzt besetzten Ostgebiet 75 Millionen Einwohner vorhanden waren, wovon etwa 50 Millionen auf das Land entfallen. Es bleiben also 25 Millionen für die Städte des besetzten Sowjetlandes. Nach allen Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, daß im Durchschnitt höchstens die Hälfte der Bevölkerungszahl der Städte noch vorhanden ist, also etwa 12.5 Millionen. Da aber die Arbeitsmöglichkeiten in den Städten wegen der Zerstörungen sehr gering sind, ist hier auch nach Abzug des eigenen Bedarfs der Ostgebiete und der nicht einsatzfähigen Teile der Bevölkerung noch ein erheblicher Ueberschuß geblieben, dessen Ausnutzung für die deutsche Kriegführung vom Wirtschaftsstab Ost schon frühzeitig angeregt wurde. In den meisten Orten sind außer den Arbeitslosen bereits die in den Betrieben und Aemtern beschäftigten Kräfte nicht nur karteimäßig erfaßt, sondern auch nach Berufsgruppen und Berufsarten schon aufgegliedert. Dr. Frick 65 Jahre Am Donnerstag vollendet Reichsminister Dr. Wilhelm Frick sein 65. Lebensjahr. Das deutsche Volk entbietet diesem treuen Mitarbeiter des Führers, dessen Arbeit auch in den Stürmen des Krieges an der Leitung der Staatsführung einen beträchtlichen Anteil hat, seine herzlichsten Glückwünsche. Wilhelm Frick wurde am 12. März 1877 in der pflälzischen Stadt Alsenz als Sohn eines Lehrers geboren. Nach Abschluß seiner Gymnasial= und Studienjahre trat er als Rechtspraktikant in den bayerischen Staatsdienst. Von 1917 bis 1925 wirkte er als Oberamtmann bei der Polizeidirektion München. Schon früh hat Dr. Frick in der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung die berufene Organisation und Willensgemeinschaft zur Wiederaufrichtung Deutschlands erkannt. Unerschrocken setzte er für die Partei seine Existenz aufs Zum 65. Geburtstag Reichsministers Frick Am 12. März begeht Reichsminister Frick seinen 65. Geburtstag. Weltbild. Spiel, wie er denn auch nach der Erhebung vom 9. November 1923 ebenso wie der Führer zu einer Festungshaft verurteilt wurde. Der Neuaufbau der Partei sah Wilhelm Frick wiederum in den ersten Reihen. Er wurde dann Reichstagsabgeordneter, Fraktionsführer, Reichswahlleiter und schließlich 1929 nach dem Wahlsieg der NSDAP. in Thüringen der erste nationalsozialistische Minister in einem deutschen Land. Nach der Machtübernahme am 30. Januar 1933 berief der Führer Dr. Frick in das Reichsministerium des Innern, mit dessen Leitung er auch die Führung des preußischen Innenministeriums übernahm. Als Reichsminister des Innern führte Dr. Frick die Um= und Gleichschaltung der Reichs= und Länderregierungen durch. Auch hatte er die Initiative zur Reorganisation der Verwaltung der Polizei und des deutschen Beamtentums. In den weiteren Jahren leitete Dr. Frick die Durchführung der Reichsreform in die Wege, auch war er federführend bei der Gesundheits= und Rassengesetzgebung. Der Wirkungskreis des Reichsministers Dr. Frick ist von Jahr zu Jahr eigentlich immer nur größer geworden. Besondere Aufgaben erwuchsen für ihn auf gesetzgeberischem Gebiet, durch die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich, die Heimkehr des Sudetenlandes, die Rückgliederung des Memelgebietes und schließlich durch die Errichtung der Protektoratsverwaltung in Böhmen und Mähren. Nach der Errichtung des Ministerrats für die Reichsverteidigung am 30. August 1939 wurde Dr. Frick zum Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung bestellt. Auch wurde er Mitglied des Reichsverteidigungsrates. Eine nochmalige Ausdehnung erfuhr der Arbeitsbereich Dr. Fricks mit dem siegreichen Vordringen der deutschen Heere nach Ost, Nord und West. Das Bestreben Dr. Fricks war, die Tradition des Bismarckschen Reiches mit dem revolutionären und kämpferischen Geist des Nationalsozialismus zu verbinden. Heute können wir feststellen. daß die von Dr. Frick betreute Verwaltung des Reiches auch im Krieg ihre Bewährungs. probe voll bestanden hat. Dr. Frick ist Träger des Blutordens und des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP., des höchsten Ordens der Partei. Fliehender Kreuzer versenkt Ein Tanker und ein Handelsschiff torpediert DRB Tokio, 11. März. Ein Verhand japanischer Kreuzer versenkte im Indischen Ozean westlich von Australien am 2. März den USAKreuzer„Marblehead“, der auf der Flucht nach Australien war, so meldet das Kaiserliche Hauptquartier am Mittwochvormittag deutscher Zeit. Der Kreuzer„Marblehead“ hatte eine Wasserverdrängung von 7050 Tonnen. Seine Friedensbesatzung belief sich auf 560 Mann. Im Jahre 1923 war er vom Stapel gelaufen. Seine stärkste Artillerie waren zehn 15,2=cm=Geschütze. Ein USA=Tanker torpediert DNB Stockholm, 11. März. Das Marinedepartement in Washington gibt nach Reuter bekannt, daß der USA=Tanker„Gulftrade“ (6776 BRT) im Nordatlantik torpediert wurde. Die Ueberlebenden seien in einem Hafen der Atlantikküste gelandet worden. Nach einer weiteren Meldung aus USA schilderten 16 Ueberlebende, wie das U=Boot, nachdem der Tanker entzweigebrochen war, aufgetaucht und durch die zwei Hälften des Schiffes gefahren sei. Man glaube, daß 18 Mann der Besatzung ihr Leben verloren haben.„Gulftrade“ gehörte der Gulf Oil Company in Philadelphia. Bereits wenige Stunden später sah sich das kanadische Marineministerium gezwungen, die Vernichtung eines weiteren amerikanischen Handelsschiffes vor der amerikanischen Ostküste mitzuteilen. 38 Schiffbrüchige des von deutschen U=Booten versenkten Dampfers wurden von der kanadischen Marine an Land gebracht. Ueber das Schicksal der übrigen Besatzungsmitglieder sowie über den Namen des versenkten Schiffes wird noch nichts mitgeteilt. Christmas=Insel von den Japanern beschossen DRB. Tokio, 11. März. Eine japanische Flotteneinheit beschoß, nach Mitteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers, am Morgen des 7. März die Christmas=Insel südlich von Java. Schwerer Schaden an militärischen Anlagen wurde angerichtet. Japan warnt Australien Widerstand bedeutet Unglück und Leid DNB Tokio, 11. März. Tsutschiya. ein Sprecher des Informationsamtes, erklärte, daß Australien das Schicksal Niederländisch=Indiens erwarte, wenn es seine jetzige Haltung Japan gegenüber beibehalte Die Fortsetzung des Widerstandes könne über die australische Bevölkerung nur Unglück und Leiden bringen, wie es die Niederländer soeben erfahren hätten. Der Sprecher fuhr fort: Premierminister Toio zeigte am 21. Januar im Reichstag den besten und einzigen Weg für Australien, als er erklärte, daß, falls das australische Volk jetzt seinen Widerstand gegen Japan fortsetze, Japan keine Gnade kennen und es zermalmen werde. Wenn Australien dagegen Japans wahre Absichten verstehen und seine Bereitwilligkeit zeigen sollte, mit Japan zusammenzuarbeiten, werde Japan nicht zögern, verständnisvoll dem australischen Volke zur Wohlfahrt und zum Fortschritt zu verhelfen. Tsutschiya erklärte weiter:„Das gleiche Schicksal, das über Schonan(Singapur) und Java gekommen ist, erwarte auch Australien, falls die australische Regierung versäume, diese Ratschläge zu befolgen.“ Der Sprecher erinnerte an„den pathetischen Hilferuf" Australiens, den der australische Gesandte in den USA erhob, als er öffentlich geltend machte, daß auch das äußerste, was Australien aus eigener Kraft tun könne, nicht genügen würde. um die Japaner aufzuhalten Englands Antwort auf diesen Appell sei die kühl überlegte Auflösung des alliierten Oberkommandos gewesen. Damit habe man die Holländer, in Niederländisch=Indien und Australien in der kritischen Stunde ihrer Geschichte allein gelassen. Finnlands Verteidigungskampf Rechenschaftsbericht— Waffenbrüderschaft mit Deutschland DRB. Helsinki, 11. März. Dem finnischen Reichstag wurde am Dienstag der Rechenschaftsbericht der Regierung für das Jahre 1941 unterbreitet, in dem alle wichtigen innen= und außenpolitischen Ereignisse sowie Maßnahmen der Regierung, des Reichstages und der einzelnen Ministerien ausführlich wiedergegeben werden. In dem außenpolitischen Teil wird zunächst ausführlich auf die Entwicklung der Beziehungen zur Sowietunion eingegangen, die durch die fortwährende Spionage= und Wühlarbeit der Bolschewisten in Finnland gekennzeichnet war. Nachdem am 22. Juni der Krieg zwischen Deutschland und der Sowietunion ausbrach, begann die Sowietunion auch Kriegshandlungen gegen Finnland. Die finnischen Proteste hierüber wurden nicht beantwortet. Die Kriegshandlungen der Sowietunion erreichten schließlich am 23. Juni Ausmaße, die die Finnen zu einem erneuten Verteidigungskampf zwangen, zumal sich herausgestellt hatte, daß die Sowietunion das im Moskauer Frieden abgetretene Gebiet zur Ausgangsbasis für einen neuen Angriff gegen Finnland ausgebaut hatte. Finnlands Verteidigungskampf hat, wie es in dem Bericht weiter heißt, die Beziehungen zu Deutschland weiter gefestigt. Die gemeinsamen militärischen Erfolge und die Waffenbrüderschaft haben der schon vorher vorhandenen aufrichtigen Freundschaft und gegenseitigen Wertschätzuna ein besonderes Gepräge gegeben. Finnland hat von Deutschland besonders wertvolle Unterstützung sowohl in Form von Waffen wie in Lebensmittellieferungen bekommen. Auch der kulturelle Austausch zwischen den beiden Ländern und Völkern ist noch reger geworden. Von den nordischen Beziehungen ist das Verhältnis zu Schweden aus natürlichen Gründen das wichtigste gewesen. Zwischen beiden Regierungen konnte ein gutes Verhältnis aufrechterhalten werden. Im außenpolitischen Teil des Berichtes werden weiter die Beziehungen zu den anderen Staaten im einzelnen gewürdigt, wobei betont wird, daß die Beziehungen zu den Staaten, die an der Seite Deutschlands im Kampf gegen den Bolschewismus stehen, besonders eng und freundschaftlich seien. Ferner werden in einem weiteren Abschnitt die Beziehungen zu England erwähnt und es wird nachgewiesen, wie die fortschreitende Verschlechterung des Verhältnisses zu England trotz besten Willens der finnischen Regierung allein durch die Haltung Großbritanniens hervorgerufen wurde. Als Großbritannien unter Androhung des Krieges Forderungen an Finnland stellte, hat Finnland in seiner Antwortnote nachgewiesen, daß es seinen einmal beschrittenen Weg nicht verlassen könne. Der Verteidigungskampf Finnlands gegen die Sowietunion hat sich dann auch auf die Beziehungen zwischen Finnland und den Vereinigten Staaten ausgewirkt. In dem Bericht wird dann hervorgehoben, daß man in Finnland mit besonderer Genugtuung festgestellt habe, daß das verwandte Volk der Esten durch die militärischen Operationen Deutschlands von dem Joch der Sowietunion befreit worden ist. Zu Finnlands Anschluß an den Antikominternpakt wird schließlich erklärt, daß diese Handlung ein neuer Ausdruck für die grundsätzliche bolschewistenfeindliche Haltung Finnlands gewesen sei. Durch seinen Beitritt habe Finnland seine Beziehungen auch zu Japan, Spanien, Bullgarien und der Slowakei befestigt. Vollstock=Beflaggung am kommenden Heldengedenktag DRB. Berlin, 11. März. Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt, daß am Heldengedenktag— 15. März 1942— die Beflaggung vollstocks zu erfolgen hat. will zur Luftwaffe? Einstellung neuer Offizieranwärter DNB Berlin, 11. März. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe gibt bekannt, daß die Einstellung der Offizieranwärter der Fliegertruppe und des Ingenieuroffizierkorps am 1. Juli und 11. November 1942, die der Flak und Luftnachrichtentruppe am 1. August 1942 erfolgt. Die Einberufung erfolgt zeitgerecht durch die zuständigen Wehrbezirkskommandos. Bewerbungen(für alle Offizierlaufbahnen der Luftwasse) für obige Einstellungstermine sind sofort, spätestens aber bis sechs Wochen vor dem betreffenden Einstellungstermin bei der dem Wohnort des Bewerbers am nächsten liegenden Annahmestelle einzureichen. Annahmestelle 1 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Berlin=Charlottenburg 2, Uhlandstraße 191; Annahmestelle 2 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Hannover, Escher Straße 12; Annahmestelle 3 für Offizierbewerber der Luftwasse. München 23, Franz=Joseph=Str. 1; Annahmestelle 4 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Wien 110, Schopenhauerstraße 44/46. Die Einstellungsbedingungen sind aus dem bei allen Wehrbezirkskommandos sowie den oben genannten Annahmestellen für Offizierbewerber der Luftwaffe erhältlichen Merkblatt„Der Offiziernachwuchs der Luftwaffe im Kriege", Ausgabe Oktober 1941, zu ersehen. Auf deutsche Mine gelaufen Vorstoß bolschewistischer Panzer zum Erliegen gebracht DRB Berlin. 11 März. Durch ihre Ruhe und Entschlossenheit brachten deutsche Pioniere vor einigen Tagen einen überraschenden Vorstoß bolschewistischer Panzer zum Erliegen. die eine Bereitstellung deutscher Truppen in einem Kampfabschnitt in der Mitte der Ostfront zu stören versuchten Die Pioniere waren gerade mit dem Bau einer Minensperre beschäftigt, als plötzlich 3 Sowjetpanzerkampfwagen aus einer Mulde vorstießen. Von den Besatzungen der heranrollenden Panzer noch ungesehen, bauten die Pioniere die letzten Minen ein, tarnten sie mit Schnee und Gestrüpp und sprangen dann schnell in Deckung, als der erste feindliche Panzerkampfwagen über eine Bodenwelle klomm. Wenige Sekunden später sahen die Pioniere, daß der schwere Koloß wie von unsichtbarer Gewalt emporgehoben wurde und nach heftigen Explosionserscheinungen mit zerrissenen Gleisketten liegen blieb. Durch diese Minenexplosion abgeschreckt, drehten die übrigen Panzerkampfwagen ab, so daß die deutschen Truppen sich dann ungestört zu einem Gegenangriff bereitstellen konnten. Ein niederländischer Minensucher versenkt DNB Tokio, 11. 3. In der Lombokstraße(östlich von Bali) versenkte ein japanischer Zerstörer den niederländischen Minensucher„Jan von Amstel". Das Schiff war 525 Tonnen groß und 1937 vom Stapel gelaufen. Schneidiges StoßtruppUnternehmen Vier schwerste Feindpanzer erledigt DRB. Berlin, 11. März. An der Front nordostwärts des Ilmensees griffen die Bolschewisten in diesen Tagen eine von ostpreußischer Infanterie zäh verteidigte Stellung an. Durch das vernichtende deutsche Abwehrfeuer wurde der Panzerangriff zurückgeschlagen, wobei vier schwerste Feindpanzer etwa 50 Meter vor der deutschen Stellung bewegungslos liegenblieben. Da die Bolschewisten ihre Panzerkampfwagen weiterhin besetzt hielten und als Deckung für Unterstände, die sie darunter anlegten, benutzten, ging ein deutscher Stoßtrupp vor, um die Feindeinwirkung aus diesen gutgedeckten Stützpunkten zu beseitigen. In kühnem Ansturm wurden zwei dieser Panzer in hartem Nahkampf genommen, während der deutsche Stoßtrupp bei den übrigen Sowjetpanzern'auf schwersten Wioerstand stieß. Obwohl der Feind bereits aus seiner nahegelegenen Stellung zum Gegenstoß ansetzte, stürmte der Stoßtruppführer mit seinen Soldaten noch einmal gegen die beiden Panzer an. Diesmal gelang es, die feindlichen Besatzungen mit Handaranaten und Maschinenpistolen niederzukämpfen und die bolschewistischen Stützpunkte zu sprengen. Im Gegenstoß mehrere Bunker genommen DRB. Berlin, 11. März. Von einem kühn durchgeführten deutschen Stoßtruppunternehmen im Nordteil der Ostfront werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Als der Feind einen vorgeschobenen Stützpunkt zwischen Wolchow und Ladogasee angriff, warf sich ein Oberfeldwebel aus eigenem Entschluß mit einem kleinen Stoßtrupp den Bolschewisten entgegen. Der Feind wurde aus der Stellung, in die er vorüvergehend eingedrungen war, hinausgeworfen und vernichtet. Ohne einen Befehl abzuwarten, benutzte der Oberfeldwebel den Augenblick der Verwirrung beim Feind zu einem Gegenstoß, stürmte an der Spitze seiner Infanteristen feindbesetzte Stützpunkte, nahm im heftigen Nahkampf mehrere Bunker und kehrte mit mehr als 20 Gefangenen zurück. Gewohnheitsverbrecher erschossen DRB Berlin, 11. März. Der Reichsführer und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 5. 3. 42 wurde der Gewohnheitsverbrecher Andreas Lochner erschossen. DNB Stockholm, 11. März. Eine Londoner Reutermeldung besagt:„Amtlich wird mitgeteilt, daß Stafford Cripps im Sonderauftrag nach Indien geht. Cripps wird mit dem Vizekönig von Indien und dem Oberbefehlshaber über die militärische Lage beraten. Der offizielle Zweck des Besuches Cripps' in Indien ist es, eine Zustimmung für die Verfassungsvorschläge der britischen Regierung zu erhalten, um die Lage in Indien zu meistern.“ * Schon seit Wochen sorgt man sich in London darüber, mit welchen neuen Versprechen man Indien zu neuen Blutopfern für England bestimmen kann. Mit der Ankunft der Japaner in Rangun, also mit dem Aufmarsch vor dem Tor nach Indien, ist die Besorgnis der britischen Unterdrücker noch gewaltig gewachsen. So richtete der englische Vizekönig eine Botschaft an die indische Nation, in der sich folgende Sätze finden:„Während der nächsten Wochen werdet ihr zum Eintritt in die nationale Kriegsfront aufgefordert werden. Das Land, in dem wir leben, steht in Gefahr.“ Tatsächlich aber sind nicht die Bewohner Indiens gefährdet, sondern gefährdet sind nur die britischen Unterdrücker dieser großen Nation. Es ist eine ungeheuerliche Anmaßung, wenn ein Engländer in Indien davon zu sprechen wagt, wie es der Vizekönig in seiner Botschaft getan hat, daß es jetzt darauf ankomme. sich der Stunde würdig zu erweisen. Die Geschichte der britischen Herrschaft in Indien ist eine einzige Geschichte der Grausamkeit,(der Ausbeutung. des Wortbruchs und der Knechtung. Soll Stafford Cripps etwa die Versprechen wiederholen, die Indien seit dem Jahre 1857 von Zeit zu Zeit gemacht worden sind? Seit beinahe hundert Jahren hat das britische Königshaus, hat die englische Regierung den Indern die Freiheit versprochen. immer aber sind diese Verheißungen unerfüllt geblieben. Vielleicht aber hat Churchill bei der Entsendung eines Sonderbeauftragten nicht einmal Indien selbst im Auge, sondern ihm liegt nur daran. in Stafford Cripps seinen Hauptkonkurrenten loszuwerden. Auf alle Fälle zeigt dieses Manöver, wie kritisch die Lage Englands ist. Zwei englische Flugzeuge zusammengestoßen DRB Vichy, 11. März. Ein Aufklärungsflugzeug und ein Bombenflugzeug, beide englischer Nationalität, sind Dienstagmorgen über der Bucht von Gibraltar zusammengestoßen. Das Aufklärungsflugzeug ist ins Meer gestürzt. Der Bomber geriet durch den Zusammenstoß in Brand und fiel ebenfalls in die See. Keiner der Insassen der Maschinen konnte gerettet werden. Weitere 600 wallonische Freiwillige DNB Brüssel, 11, März. 600 wallonische Freiwillige nahmen am Dienstag Abschied von Brüssel, um sich der wallonischen Legion, die bereits mit über 1000 Freiwilligen im Kampf an der Ostfront steht, anzuschließen. Die Abreise der neuen Freiwilligen gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung für den Kampf der europäischen Völker gegen den Bolschewismus. England am Pranger Mit einem gewaltigen Stimmenaufwand ist in London eine Greuelhetze gegen Japan gestartet worden. Im englischen Unterhaus erstattete der Außenminister Eden Bericht über angebliche japanische Grausamkeiten in Hongkong. Danach sollen 30 englische Offiziere und Mannschaften von den Japanern erstochen worden sein, nachdem man ihnen vorher Hände und Füße gefesselt hatte. Eine ähnliche Erkiärung gab der Staatssekretär für die Kolonien, Lord Cranborne, im Oberhaus ab. Wer die Engländer kennt, weiß, daß sie schon immer, wenn sie Prügel bekommen haben. den überlegenen Gegner sofort wildester Greuel beschuldigen. In Deutschland kennen wir diese Methode der Briten zur Genüge aus dem vorigen Krieg, in dem die Engländer, wie sie später selbst eingestanden haben, versuchten, durch erlogene Behauptungen Haß gegen Deutschlano zu erzeugen. In ähnlicher Weise haben die Engländer auch in diesem Kriege in den Tagen der Kampfhandlungen in Polen, Frankreich und Dänemark die Welt mit Greuelnachrichten überschüttet, doch passierte ihnen dabei immer wieder das Mißgeschick, daß ausländische Journalisten sich an Ort und Stelle von der Erfindungskraft der Briten überzeugen mußten. Es ist geradezu wunderbar, wie die Briten aus einem Gebiet, aus dem sie Hals über Kopf hinausgeworfen worden sind, Tausende von Einzelheiten zu berichten wissen. Was die Greuel selbst betrifft, brauchen die Engländer sich dabei nicht einmal den Kopf anzustrengen, sondern es genügt, wenn sie in ihrer=eigenen Geschichte ein wenig nachblättern. Der Weg des britischen Empire ist durch Blut und Grausamkeit gekennzeichnet. Vor allem haben die Engländer im Laufe ihrer langen Herrschaft über Ostasien auch in jenem Gebiet Greueltaten verübt, die geeignet sind. Menschen das Blut in den Adern erstärren zu lassen. Wahllos wurden in den Jahren 1857/59 bei der Unterdrückung des indischen Aufstandes die Inder hingerichtet. Da wurden z. B. Menschen einfach deshalb hingerichtet, weil sie, als man ihnen unterwegs begegnete, das Gesicht abgewandt hatten. Plündern. Sengen, Morden und Brennen war damals in den von den Engländern terrorisierten Dörfern an der Tagesordnung. Aber selbst in unserem Jahrhundert noch hat sich an diesem Regime des Schreckens und des Grauens nichts geändert. Bekannt ist das Blutbad von Amritsar im April 1920, bei dem der englische General Dyer ohne jede Warnung wahllos in eine indische Versammlung hineinschießen ließ und so innerhalb von zehn Minuten an die 500 Menschen, nicht gerechnet die große Zahl der Verwundeten, das Leben nahm. Gefragt, ob ihm das nicht fürchterlich gewesen sei, meinte der Engländer trocken, er habe nur seine rauhe Pflicht erfüllt, im übrigen aber denke er, daß es „eine dankbare Sache gewesen sei“. Eine weitere britische Grausamkeit aus unserem Jahrhundert stellt das Vorgehen gegen die Araber dar und dann das Terrorregiment gegen die Buren. Nach offiziellen englischen Angaben ist ein Viertel aller Insassen der von den Engländern in Südafrika eingerichteten Konzentrationslager zugrunde gegangen. und darunter nicht weniger als 4100 Frauen, 22000 Kinder und 1600 gebrechliche Männer. Während damals die Sterblichkeitsziffer in England 18 auf 1000 Menschen betrug, belief sie sich in den Konzentrationslagern auf 264 und die der Kinder sogar auf 433. Und dieses England nimmt sich heraus, anderen Völkern, deren ritterliche Kampfesweise bekannt ist. Greuel anzudichten. Allerdings hat Eden den Zweck seiner Hetze selbst verraten, indem er ebenso wie Lord. Cranborne im Oberhaus zum Ausdruck brachte, es sei der Wunsch der britischen Regierung, daß sein Bericht in die breiteste Oeffentlichkeit gelange und der Menschheit in allen Sprachen zugängig gemacht werde. Von Japan militärisch geschlagen, will England also nunmehr durch erlogene Behauptungen Haß gegen dieses tapfere Volk säen. doch hat man dabei anscheinend vergessen, daß britische Worte heute in der Welt kein Gewicht mehr haben. Aerzte vom Operationstisch ins Gefängnis geworfen DNB Rom, 11. März. Ueber die Schrekkensherrschaft der Engländer während ihrer kurzen Anwesenheit in der Cyrenaika erfährt man immer neue Einzelheiten. So geht aus einem in der Presse veröffentlichten Bericht eines einfachen Handwerkers aus Derna hervor, daß die Engländer auch dort wie die Wilden hausten und die Wohnungen und Geschäfte der Italiener plünderten. Der Verfasser des Berichts wurde zusammen mit seiner Frau und seinen fünf kleinen Kiedern 14 Tage lang ins Gefängnis gesperrt, wo jede Schlafoder Sitzgelegenheit fehlte. Man ließ die Unglücklichen nahezu verhungern und verdursten. In dasselbe Gefängnis wurden neben anderen Einwohnern Dernas auch der Leiter des Krankenhauses von Benghasi, der Leiter und ein Arzt des Krankenhauses von Barce gebracht, die von den Offizieren des Intelligence Service vom Operationstisch und von den Betten der Kranken weggeschleppt worden waren. Dankschreiben des Reichsverwesers an Bardossy DRB. Budapest, 11. März. Reichsverweser von Horthy richtete anläßlich des Scheidens von Bardossys aus seinem Amt ein herzlich gehaltenes Handschreiben an den bisherigen Ministerpräsidenten, worin er diesem seinen Dank aussyricht für die erfolgreiche Lösung schwerer Aufgaben. Der Reichsverweser gibt der Hoffnung Ausdrun, daß von Bardossy seine außerordentlichen Fähigkeiten nach Wiederherstellung seiner Gesundheit in Kürze wiederum in den Dienst des Landes stellen könne. In Anerkennung der hervorragenden Verdienste verleihe er dem bisherigen Ministerpräsidenten und Außenminister das mit der Heiligen Krone geschmückte Großkrenz des Ungarischen Verdienstordens. Aus dem Heimatgebiet Donnerstag, den l2. März 1942 Leitgedanke für heute Die Erkenntnis der bluts= und schicksalsverbundenen Volksgemeinschaft läßt uns heute die Gesundheit nicht mehr als individuellen Einzelbesitz erscheinen, sondern als wertvollsten Gesamtbesitz des Volkes. In drei Erscheinungsformen seines artgebundenen Seins tritt uns der Mensch entgegen: als Blutsträger in der Familie, als Arbeitsträger im Beruf, als Freiheitsträger im Volk. Als Ahn, Arbeiter und Soldat der Mann, als Mutter und damit Trägerin der Geschlechter die Frau. Für die Kraft der Enkel, Leistungsfähigkeit der Arbeit und Stärke der Wehr ist Gesundheit die Grundlage. Unsere deutschen Küchenkräuter Leider neigt die deutsche Hausfrau immer noch dazu, die Speisen mit solchen Gewürzen schmackhaft zu machen, die wir aus dem Ausland beziehen müssen; selbst im Kriege können viele sich nicht dazu verstehen, unsere guten alten deutschen Küchenkräuter anzuwenden. Und doch bringt unsere Heimaterde genügend Pflanzen hervor, die ebenso gute Gewürze und dabei für unsere Gesundheit zuträglicher sind, als die aus fremden Ländern. Dabei sind die fremden Gewürze erst seit etwa 450 Jahren in unseren Küchen zu Hause. Aber auch heute kennen wir noch neben Zwiebel, Petersilie, Sellerie und Boretsch manche Pflanze, die als Gewürzkräutlein in den Gärten der Vorstädte und auf dem Lande gezogen wird, wie Dill, Kümmel, Majoran, Bohnenkraut, Pimpernelle, Knoblauch, Breitlauch und Schnittlauch. Die Petersilie gehört neben den Sellerie zu den ältesten Gewürzktäutern schon des klassischen Altertums. Ihre eigentliche Heimat ist Sardinien. Heute wird die Pflanze, kenntlich an den dunkelgrünen dreifach gefiederten Blättern, überall zum Küchengebrauch angebaut. Kraut und Wurzeln finden wir geschnitten im Suppengrün und Beigabe zu Salaten, Gemüsen, Kartoffeln und Fleischgerichten; ungeschnitten verwendet die Hausfrau die Blätter gern als Verzierung beim Anrichten von Fleisch= und Wurstplatten. Ein Absud der frischen Wurzel ist ein altes Hausmittel bei Blasenleiden und Wassersucht isw. Wie die Petersilie, so sollten auch die übrigen vorerwähnten Gartenkräuter wieder ihren Platz in jedem Hausgarten finden, denn wir werden auch in diesem Jahre noch auf fremländische Gewürze verzichten müssen. Amt Beszdorf Eine Kohlenhändlerversammlung Morgen vormittag um 10 Uhr findet auf Veranlassung des Kreisleiters eine Kohlenhändlerversammlung bei Brabeck in Betzdorf statt, an der alle Händler teilnehmen müssen. Die Durchführung der Eierverteilung Wertscheine für W5W=Betreute! Am Dienstag, den 17. März findet am der Geschäftsstelle der NSV in Betzdorf(Sieg), Adolf=Hitler=Str. Nr. 48 die Ausgabe der Wertscheine für die W5W=Betreuten statt. Die Ausgabe erfolgt an die Betreuten mit den Anfangsbuchstaben A—M von 14,30 bis 16 Uhr und an diejenigen mit den Anjangsbuchstaben N bis Z von 16 bis 17,30 Uhr. Die festgesetzten Zeiten wollen genau eingehalten werden, um Verzögerungen in der Ausgabe zu vermeiden. Eine nachträgliche Ausgabe der Wertscheine findet nicht statt. Wie durch den Rundfunknachrichtendienst bereits bekannt gemacht wurde, dürfen Wertscheine, die für das Kriegswinterhilfswerk 1941=42 bestimmt sind, nur bis zum 31. März 1942 in Zahlung genommen werden. Spinnstoffwaren für Jugendliche Aprilfälligkeiten sind jetzt schon gültig Da die Ausgabe der bereits vor einigen Tagen angekündigten Zusatzkleiderkarte für Jugendliche zur dritten Reichskleiderkarte voraussichtlich erst Ende März erfolgen kann, andererseits aber die für eine Zusatzkleiderkarte in Frage kommenden Jugendlichen, insbesondere die Schulentlassenen und die erstmals in einen Beruf eintretenden Jugendlichen, schon jetzt vielfach einen dringenden Bedarf an Bekleidung haben, hat der Sonderbeauftragte für die Spinnstoffwirtschaft zur Erleichterung der Deckung dieses Bedarfs die Fälligkeit der mit dem Aufdruck„Gültig ab 1. April 1942“ und„Gültig ab 15. April 1942“ versehenen Bezugsabschnitte der dritten Reichskleiderkarte der zwischen dem 2. September 1923 und dem 1. September 1928 geborenen Verbraucher auf den 10. März vorverlegt. Vom 10. März an können also diejenigen Jugendlichen, auf deren dritter Reichskleiderkarte als Geburtsdatum ein in die Zeit vom 2. September 1923 bis zum 1 September 1928 fallender Tag angegeben ist, beim Kauf kleiderkartenpflichtiger Spinnstoffwaren diese 20 Bezugsabschnitte mit verwenden. Die Durchführungsanordnung ist im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 58 vom 10. März 1942 veröffentlicht worden. Jungpsanzen bestellen, Saatgut sparen! Det Haus= und Pachtgartenbesitzer kann nicht alle Gemüsejungpflanzen selbst heranziehen, sondern muß dies dem Erwerbsgärtner überlassen, der die notwendigen Erfahrungen und Hilfsmittel besitzt. Durch die Verwendung der Jungpflanzen, besonders von Salat und Kohlrabi, aber auch von Frühkohlarten, wird es möglich, frühere Ernten zu erzielen, weil die Jugendentwicklung im Frühbeet oder Gewächshaus zurückgelegt wurde, und es wird Saatgut eingespart. Deshalb sollen, wie das Reichsheimstättenamt der DAF rät, Gemüsejungpflanzen von Kopfsalat, Kohlrabi, Kohlarten, Tomaten, Gurken(frühe Sellerie, Sommerendivien, Pflanzenzwiebeln und Porree umgehend, wo noch nicht geschehen, beim Gärtner bestellt werden, damit die Gärtner einen Ueberblick über den Bedarf bekommen und genügend Amt Wiffen Wer nicht richtig verdunkelt hat hatte Strafe zu erwarten *) Aus gegebenem Anlaß muß den Verdunkelungsündern noch einmal kräftig auf den Busch geklopft werden. Es hat sich gezeigt, daß sich gerade in der allerletzten Zeit eine ganze Anzahl Wohnungsinhaber den Verdunkelungsvorschriften zum Schutze gegen feindliche Fliegergefahr gegenüber unerhört leichtsinnig verhalten. So waren gerade in den vergangenen Nächten eine ganze Anzahl Einzelzimmer und ganze Stockwerke zeitweise hellerleuchtet und es mußte in vielen Fällen sogar die Polizei aufmerksam gemacht werden, da sich die Schuldigen auf die Mahnungen wohlmeinender Nachbarn noch aufregten und teilweise ruppig wurden. Wenn sich in Zukunft die regelmäßig durchgeführte Kontrollen Mißstände in der Verdunkelung entdecken, dann haben die Schuldigen mitleidlose Härte und ganz empfindliche Strafen zu erwarten. Und dies mit Recht, denn es geht nicht an, daß durch den bodenlosen Leichtsinn Einzelner ein ganzer Ort in Gefahr gebracht wird. Darum sollte jeder, wenn es nun gar nicht anders zu machen ist und wenn es sich dabei um den nächsten Nachbarn handelt, bei Zuwiderhandlungen gegen die Verdunkelungsvorschriften die Polizei zu verständige, Nachrichten aus dem Handwerk Die Gesellenprüfung im Schuhmacherhandwerk bestanden vor der zuständigen Prüjungskommission die Lehrlinge: Heinz Marenbach, Werkhausen, Karl evenich und Willi Wenner, Wissen. Der starke und ungewöhnlich langanhaltende Frost sowie die umfangreichen Schneefälle in den letzten Wochen haben die Eier=Einfuhr aus dem Ausland und die geregelte Erfassung der Eier im Inland erschwert Dadurch ist in einzelnen Gebieten eine Verzögerung bei der Auslieferung der aufgerufenen Eier eingetreten. Die Belieferung der restlichen Abschnitte erfolgt baldigst, sowie dies die Verhältnisse es zulassen. Die Abschnitte der Reichseierkarte, die bisher aufgerufen, aber noch nicht beliefert worden sind, bleiben bis zur Auslieferung der Eier gültig. Die noch nicht belieferten Verbraucher werden also in ihrem Lieferungsanspruch nicht geschädigt. Jungpflanzen heranziehen. Längere Fertigungsfristen bei Reichszuschüssen für Bauarbeiten Es hat sich gezeigt, daß ein erheblicher Teil der mit Reichszuschüssen zu fördernden Bauarbeiten auch bis zum 31. März 1942 nicht zu beenden ist. Der Reichsarbeitsmanister hat daher diese bisher gesetzte Beendigungsfrist für die seit März laufenden Reichszuschußzmaßnahmen bis zum 31. März 1943 verlängert. Ist eine Durchführung nicht möglich, dann ist unter Zurücknahme bereits erteilter Vorbescheide die spätere Wiederholung der Zuschußanträge gegeben. Amt Daaden Unglücklich gefallen Herdorf. Auf dem Kirchweg kam am Montag eine Frau aus der Adolf=Hitler=Straße zu Fall und erlitt einen Beinbruch. Sie mußte ins Krankenhaus überführt werden. Amt Gebhardshain Starke Wildschäden an Obstbäumen im Westerwald Der Hunger hat das Waldwild heraustreten lassen, um die nötige Aesung zu finden. Aus vielen Orten des Westerwaldes, besonders denen, die in der Nähe von Waldungen liegen, kommen Meldungen über starken Wildverbiß an den Obstbäumen. Eine große Anzahl junger Bäume sind vernichtet, da die Stämme bis auf das Herz angefressen sind. Auch in den sonstigen Obstgärten werden große Schäden an Beerensträuchern festgestellt. Amt Kirchen Zum 83. Geburtstag Brachbach. Morgen kann eine geschätzte Mitbürgerin, Frau Ww. Philipp Bär ihren 83. Geburtstag feiern. Mit ihren 7 Kindern, 40 Enkelund 31 Urenkelkindern gratuliert die Dorigemeinschaft der betagten Frau. Den großen Ereignissen des Krieges steht sie noch mit regem Interesse gegenüber, denn 11 Enkel tragen den Soldatenrock und mehrere von ihnen erlitten im Kampf schon Verwundungen. Zum Wiegenfest nrüßt sie auch die Heimatzeitung mit den besten Wünschen. Heute entbieten wir unsere herzlichsten Glück= und Segenswünsche: Zum morgigen 73. Geburtstag unserer alten Leserin Frau Ww. Heinr Samen in der Herm.= Löns=Straße zu Betzdorf. Aus Rah und Fern Ausverkaufter Markt in Sachenburg Sachenburg. Auf dem Markt am Montag waren aufgetrieben 55 Schweine im Alter von 6 bis 13 Wochen. Der Auftrieb war ausverkauft. Der Maritbe= such war gut. Auf dem Krammarkt hatte sich ein Stand mit Kurzwaren eingefunden, der einen sehr guten Umsatz zu verzeichnen hatte. Der nächste Markt findet am 30 März statt. An die falsche Flasche geraten Ottweiler(Bezirk Trier). In Merchweiler geriet eine junge Frau, als sie etwas trinken wollte, aus Versehen an eine falsche Flasche, die Essigessenz enthielt. Die dadurch hervorgerufenen inneren Verbrennungen führten unter furchtbaren Schmerzen schon nach kurzer Zeit zum Tode; auch ein sofort herbeigerufener Arzt hatte keine Rettung mehr bringen können. Kriminalbeamte bei der Wahrsagerin Erfurt. Zu einer„Wahrsagerin" kamen zwei biedere Männer, um sich bei ihr ihre Zukunft deuten zu lassen. Während ihres halbstündigen, sehr auischlußreichen Besuches entpuppten sie sich als Kriminalbeamte, die gekommen waren um der Zukunftsdeuterin das Handwerk zu legen. Vor Gericht mußte die Frau ihre verbotene Tätigkeit mit drei Monaten Gefängnis büßen. Das Bett fing Feuer Dülmen. Ein älteres Fräulein, das seit Monaten krank zu Bett lag, versuchte ein Streichholz anzuzünden, um die Uhrzeit festzustellen. Dabei fing das Bett Feuer. Der Kranken gelang es noch, sich in das Wohnzimmer zu schleppen, doch hatte sie bereits so schwere Brandwunden erlitten, daß der Tod eintrat. Die Koffer schwammen im Neckar Seidelberg. In den letzten Monaten wurden auf südwestdeutschen Bahnhöfen, besonders in Frankfurt, aber auch in Darmstadt, Mainz, Mannheim und Heidelberg, Reisenden ihre Koffer gestohlen. Nun gelang es die Kofferdiebe zu verhaften, einen Mann und eine Frau, die sich auf diese Diebstähle spezialisiert hatten. Die Koffer brachen sie auf und verkauften den Inhalt, während sie die leeren Koffer in den Main, Rhein oder Neckar warfen, wo sie sich eben gerade befanden. Im Lauje der Zeit wurden allein acht Koffer vom Neckar angeschwemmt. Das Pärchen hatte vergessen, aus einem dieser Koffer seine Hotelrechnung und andere Papiere herauszunehmen. Das wurde ihm zum Verhängnis, denn auf Grund dieser Papiere konnten die Kofferdiebe in München verhaftet werden Am Küchenkrümel erstickt Kopenhagen. In Heu auf Jütland hatte eine junge Bäckereigehilfin ein Häuschen knuspriger Krümel von Kuchen und Zwieback zusammengelesen, die sie sich einverleibte Vermutlich ist sie dabei etwas stürmisch zu Werke gegangen, denn ein Teil der trockenen Krümel gelangte in die Luftröhre und verursachte in kurzer Zeit eine tödliche Erstickung. des Herzens Roman von Marie Schmidtsberg. Urheber=Rechtsschutz: Drei=Quellen-Verlag, Königsbrück(Bez. Dresden) 12. Fortsetzung. Wenn er nun jemand von den jungen Leuten traf? Aber sie waren wohl in der Küche, denn die große Diele lag still und dunkel, als er sie betrat. Er drehte das Licht an. Friedlich kauend standen die Milchkühe zu beiden Seiten. Die beiden Braunen äugten mit klugen Blicken über die Futterkrippen. Er streichelte die Köpfe der Pferde immer wieder. Er hatte sie so geliebt... Nero, der Hofhund, kam aus einem Haufen Stroh getrochen und wedelte freudig mit dem Schwanze. Sein Herr zum Ausgehen bereit— ob man da mit durfre? Dieter klopfte und streichelte ihn. „Nein, Nero, nein, nein Kerl, du mußt hierbleiben, du kannst nicht mit.“ Ach, es gab so vieles, von dem man sein Herz losreißen mußte! Sieben Monate gehen nicht spurlos vorüber. Man schlägt Wurzeln, man wächst hinein in den Boden, der Heimatboden werden sollte!— Leise klappte die große Dielentür, Dieter Westerholt stand draußen. Dunkelheit umfing ihn. Der Mond war wohl da, aber er schien in einem Meer von Nebel zu ertrinken und erhellte die Nacht nur wenig. Die Blicke des Mannes tasteten zurück. Unklar hob sich der mächtige Giebel des alten Niedersachsenhauses aus der Finsternis heraus. Auch die Amrisse der andern Gebäude verschwammen. Der Nebel troff in schweren Tropfen von den Bäumen. Vorwärts, nicht immer zurückschauen! In der Nähe winkte ein freundliches Licht. Es kam aus den Wörmannschen Stubenfenstern. Auch hier, bei diesen biederen Leuten, blieb ein Stück seines Herzens zurück. Gern hätte er ihnen noch einmal die Hand gedrückt, aber er vermochte es nicht. Der Schmerz und die schmach dieser Stunde vertrugen keine Zeugen. Dennoch zog es ihn hin zu dem friedvollen Licht. Er ging näher, bis er zu den Fenstern hineinspähen konnte. Da saß der alte Wörmann am Tisch und ließ den kleinen Enkel auf den Knien keiten. Dieter Westerholts Herz brannte. Süßer, kleiner Kerl. Wie oft hatte er seinem Anblick, davon geträumt, daß er einmal auch an seiner Hand ein solches Glück spazierenführen würde. Vorbei! Der einsame Mann drehte sich hart auf dem Absatz herum. Da ging er nun hin, ein Heimatloser. Die Heimat seiner Väter hatte er aufgeben und eine neue, schönere dafür einzutauschen gehofft.—„„„„„ Dieser Westerholt legte aufstöhnend die Hand über die Augen. Er hatte plötzlich eine Vision. Ganz deutlich und greifbar nahe sah er eine Stunde vor seinen Augen. Eine Stunde im Frühjahr, wenige Tage vor seiner Hochzeit. Er stand mit Helga im Garten seines Vaterhauses. Die zartgrünen Schleier der Birken wehten im lauen Wind. Primeln und Aurikeln blühten, und die Fliederbüsche hatten schon Knospen. Verträumt hatten seine Augen auf diesem lieben, trauten Bild geruht. Helga mochte es sehen, denn sie schmiegte sich innig an ihn. Lieb und verheißungsvoll kam es von ihren Lippen:„Wird es dir schwer, Liebster, deine Heimat aufzugeben? Sei ruhig. Du wirst bei mir eine andere schönere Heimat finden: eine Heimat des Herzens!“ „Heimat des Herzens! Heimat des Herzens!“ klang es wie Hohn in den Ohren des Mannes, der in der Dunkelheit einer ungewissen Zukunft hinausging. Ein Heimatloser! „Helga stand aufgerichtet, als die Tür hinte: ihrem Manne ins Schloß fiel. Sie starrte auf diese Tür, dann neigte sie plötzlich den hochmütig zurückgeworfenen Kopf, ihre Schultern sanken nach vorn. Langsam wendete sie sich nach der Mutter um. Frau Torbeke rang weinend die Hände. „Kind, Kind! Was hast du getan?! Laß ihn nicht gehen! Ruf ihn zurück!“ Sie schüttelte den Kopf schleuderte mit einer heftigen Bewegung die Mütze in die Ecke. Sie hate den nichtigen Anlaß zu dieser schicksalsschweren Stunde noch immer in der Hand gehabt. Schwer ließ sie sich auf einen Stuhl sinken. „Tu es!“ flehte die Mutter. Hol ihn zurück Schnell, sonst ist es zu spät! Sonst geht er weg! „Er wird nicht weggehen!". Helga glaubte, was sie sagte. Eine jähe Ernüchterung hatte sie überfallen. Dieter wußte so dachte sie— daß sie furchtbar erregt gewesen war. Er konnte unmöglich ihre Worte für bare Münze nehmen. „Er wird es tun! Er muß es ja! Er kann gar nicht anders! Geh zu ihm, geh!" Weinend, verzweifelt schüttelte Frau Torbeke ihren Arm. Aber in Helga sprang jäh wieder ihr unseliger Stolz auf. „Nein! Wenn er wirklich gehen will, um ein paar unbedachter Worte willen, dann mag er! „Mein Gott, bedenkst du denn nicht, daß du dein ganzes Leben zerstörst? Bedenkst du nicht die Schande vor den Leuten, wenn dein Mann dir davonläuft? Was willst du ihnen sagen, wenn er weg ist?" Helgas Gesicht erstarrte in Hochmut. „Glaubst du, daß es einer wagen wird, mich zu fragen? Nichts werde ich ihnen sagen! Mögen sie meinetwegen denken, was sie wollen!“ Frau Torbeke starrte die Tochter an. Sie glaubte sich plötzlich fünfundzwanzig Jahre zurückversetzt, glaubte ihre Schwester vor sich zu sehen. So wie Helga jetzt, genau so hatte damals sie ausgesehen, wenn die Mutter ihr Vorhaltungen über die Ehe gemacht hatte. O diese unglückselige Veranlagung, dieser Hochmut und diese Herrschsucht, die ihnen von Helgas Großvater her im Blute lagen! Der Schwester hatten sie die Ehe zerstört, und nun würde sich das bei Helga wiederholen. Nur ein Unterschied war dabei: die Schwester hatte ein Kind, einen Sohn, und dadurch ihr Dasein Wert und Inhalt, während Helga— Frau Torbeke begann davon zu sprechen, rollte noch einmal die Geschichte von damals auf, beschwor die Tochter, Vernunft anzunehmen. Aber Helga saß stumm und starr. Heimlich, horchte sie wohl hinaus, glaubte jeden Augenblick Dieters Schritt zu hören. Aber sie selbst ging nicht. So kam es, daß Dieter längst das Haus verlassen hatte, als Helga endlich aufstand, um sich um das Abendbrot zu kümmern. Sie ging zuerst in die Küche. Dort saßen nur Luise und Rudolf, beide still und sehr bedrückt. „Ist Anni schon weg?“ fragte Helga. Luise bejahte. „Hat sie gesagt, warum sie wegging? „Sie sagte, daß ihr gekündigt sei.“ „Ja, es sind da Dinge vorgefallen, über die ich im Interesse des Mädchens nicht sprechen möchte. Wißt ihr, wohin sie gehen wollte?“ Luise sah erstaunt auf. „Ich denke doch zu ihren Eltern.“ „Ja, das wird sie wohl.— Also du kannzt gleich mit dem Melken anfangen, Luise.“ Helga rückte den Topf mit der Milchsuppe, die sie vorhin gekocht hatte, an eine warme Herdstelle. Dann ging sie hinaus. Ein Blick auf die große Diele zeigte, ihr, daß diese still und dunkel lag. Dort war Dieter nicht. Also wohl im Schlafzimmer, wenn er noch da war. Natürlich war er noch da! Man ging nicht gleich weg. wenn man sich mal gestritten hatte!... Aber auch im Schlafzimmer war es dunkel, und als sie— mit einem seltsamen Schwächegefühl in den Knien— das Licht anmachte, sah sie, daß es leer war. Ob er zu Wörmanns— aber da lag ja die Hausjoppe, die er vorhin noch getragen hatte, da standen seine Hausschuhe! Helgas Blick irrte weiter. Ein Schublade stand halb offen, und auf dem Schrank der Koffer fehlte. Also doch— weg! Helga schloß die Augen. Sie hatte das Gefühl als ob sie in einen Abgrund zu versinken drohte. Sie war keines klaren Gedankens fähig und mußte sich gewaltsam zusammenreißen, um den lähmenden Bann abzuschütteln. „Es ist nicht wahr!“ dachte sie.„as kann nicht wahr sein! Er will mich strafen. Er wird wiederkommen— nachher oder morgen. Sie wiederholte sich immer wieder den letzten Satz. Sie klammerte sich daran fest, um ihre Selbstbeherrschung wiederzufinden. Nur jetzt nicht schwach werden! Nur jetzt äußerlich die Haltung bewahren, damit nicht die Dienstleute unnötigerweise alles erfuhren. Aeußerlich ruhig betrat Helga die Küche wieder. Sie stellte das Eßgeschirr für sich und die Mutter auf ein Tablett, um es mitzunehmen in die Stube. Es war nicht nötig, daß jemand das verstörte Gesicht der Mutter sah. Wie beiläufig sagte sie: „Na, da sind wir heute abend und wahrscheinlich auch in den nächsten Tagen nur zu vierer, Der Bauer mußte plötzlich verreisen, da sein Vater krank geworden ist.“ Fortsetzung folgt. Der Holzhandel im Dienst an der deutschen Wirtschaft Wohl bei keiner anderen Wirtschaftsstufe sind die Auffassungen über ihre Aufgaben und damit über ihr Berufsbild überhaupt von jeher so umstritten gewesen, wie beim Handel. Die Deutsche Hanse, deren Einfluß während ihrer Blüte weit über das rein Wirtschaftliche hinausging; die Fugger und Welser trieben Handel: sie waren große Herren,„königliche Kaufleute". Handel trieb aber auch der Jude innerhalb und außerhalb des Ghettos, durchaus nicht nur als kleiner Schnorrer mit den Dingen des täglichen Gebrauches. Oft genug erstreckten sich seine Geschäfte weit über die Grenzen des Landes, in dem er zufällig gerade ansässig war, und gefährdeten nicht selten die Interessen und das Wohl der betroffenen Länder und ihrer Menschen, Bindungen schaffend, auf die wir auch heute noch in Gestalt der verhänignisvollen internationalen Verpflechtungen des jüdischen Kapitals überall stoßen. Handel und Handel können sich also höchst verschieden auswirken und fließen aus ganz verschiedenen Quellen. Unternehmungsgeist, oft verbunden mit einem der deutschen Wesensart entsprechenden Wagemut, war die Triebseder da, wo der Handel politische Macht und darüber hinaus kulturellen Einfluß gewann, Sucht nach Gelderwerb da, wo schnell die eigentliche Aufgabe der wirtschaftlichen Dienstleistung in den Hintergrund trat. Wenn Vertreter der letzteren Einstellung— es seien hier nur als Beispiel die Rothschilds genannt— ihrerseits politischen Einfluß gewannen und kulturelle Bestrebungen unterstützten, so diente das im Endzweck auch immer nur wieder dem möglichst wagnis= und hemmungslosen Gelderwerb. Zwischen diesen beiden äußersten Polen hat sich auch der Holzhandel jahrhundertelang abgewickelt, Auch seine Berufsgeschichte ist im tieferen Sinne ein Spiegelbild des ständigen Kampfes zwischen dem verantwortungsbewußten Kaufmann einerseits und dem nur gewinnstrebenden jüdischen Händler andererseits. Erst der Nationalsoztalismus hat dem deutschen Holzhandel mit seiner Eingliederung in den berufsständischen Aufbau der deutschen Wirtschaft ein klares Ziel und seine Berufsaufgabe zugewiesen. Der deutsche Holzhandel ist heute geschlossen ausgerichtet auf die Pflichten, die ihm die deutsche Wirtichaft, insbesondere aber die Kriegswirtschaft, auferlegen. Die Größe der ihm damit übertragenen Verantwortung ergibt sich aus der Bedeutung des Werkund Rohstoffes Holz als einem der wichtigsten und # Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen. gestern abend 7.30 Uhr, unsern lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Dasbach nach längerer schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, vorbereitet durch ein echt christliches Leben, im Alter von 69 Jahren zu sich in ein besseres Jenseits zu nehmen. Um ein Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Wissen(Am Biesem 1), Lübeck, Brückhöfe, Köln=Kalk, Frechem, Betzdorf. Altena, den 11. März 1942. vielseitigst verwendbaren Rohstoffe überhaupt; neben der Bauwirtschaft, der vielverzweigten holzverarbeitenden Industrie und dem holzverarbeitenden Handwerk stellen Bergbau, chemische Industrie, Zellstoffgewinnung und nicht zuletzt, als jüngster Holzgroßverbraucher, der Generatoreneinsatz immer größere Ansprüche an das Holz. Bei zahlreichen Holzbedarfsgebieten hat der Holzhandel volkswirtschaftlich notwendige Aufgaben zu erfüllen, so daß eine Einschaltung hier nicht nur voll berechtigt, sondern sein fachkundiges Wirken unentbehrlich ist. Die zahllosen holzverarbeitenden Klein= und Mittelbetriebe, denen es an Lagerraum und Hilfskräften, nicht selten auch an Kapital, vor allem aber vielfach an den erforderlichen Fachkenntnissen in der Zurichtung und Pflege des Holzes fehlt, haben im Handelslager die Werkund Rohstoffgrundlage ihres Betriebes. Aber auch die Bedürfnisse verschiedener Großverbraucher verlangen sachverständige Behandlung, so daß sich im Laufe der Jahre zahlreiche Holzhandelsfirmen auf bestimmte Sonderaufgaben eingestellt haben. Es gibt Firmen, die sich ausschließlich mit dem Handel von Grubenholz, von Schwellenholz, Papierholz oder auch Bauholz befassen. Sie kennen aus oft jahrzehntelanger Erfahrung die Bedürfnisse ihrer Kunden genau; sie beherrschen z. B. die heutige Technik der Bergbaues und richten sich danach in ihren Bereitstellungsmaßnahmen in Einkauf und Lagerhaltung. Hier findet der Verbraucher nicht nur seinen regelmäßigen Bedarf in der erforderlichen Sortierung in gut gepflegtem Zustande, sondern auch ein Lager, auf das er in außerordentlichen Fällen zurückgreifen kann; so kann der Holzhandel durch seinen Ueberblick oft auch durch einen zweckmäßigen Sortenausgleich helfend eingreifen. Müßte sich der Verbraucher in jedem Fall selbst für allen möglichen Bedarf eindecken, so würden die Lager= und„Manipulierungs= kesten". vor allem aber der unvermeidliche gelegentliche Verlust und unverwertbare Restposten bei weitem das überschreiten, was der verantwortungsbewußte Holzhandel an Nutzen für sich in Anspruch nimmt. So bildet der Holzhandel die Brücke vom Holzerzeuger zum Holzverbraucher und hilft durch die Uebernahme des Wagnisses und der Bürgschaft für Güte Verluste für die Wirtschaft vermeiden. Das Zusammenströmen von Holz aller möglichen Arten und Güteeigenschaften auf den Lägern des Handels ermöglicht es, jedes Stück Holz derjenigen Verwendung zuzuführen, für die es am besten geeignet ist, so Gott der Allmächtige nahm heute morgen 4.30 Uhr meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwagerin und Tante Frau Josef Schmidt Maria Anna geb. Jünger Trägerin des goldenen Mütterehrenkreuzes nach kurzer, schwerer Krankheit, im Alter von 67 Jahren, zu sich in die Ewigkeit. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Feusdorf uno z. Zt. im Felde, 11. 3. 1942. Die Beerdigung findet am Samstag, morgens 9 Uhr in Selbach statt. Daran anschließend das Seelenamt. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, morgens um 10 Uhr vom Krankenhause aus in Wissen, daran anschl. das Seelenamt.— Totenandacht Samstagabend 6.30 Uhr. Verlag Hacker& Co., Hauptschriftleiter Aug. Schmidt, Verlagsleiter Joh. Limper, Betzdorf.— Anzeigenpreisliste Nr. 9 z. Zt. gültig. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heldentod unseres lieben Sohnes und neines guten Bruders Clemens sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Familie Martin Langenbach. Betzdorf, im März 1942. Germania-Lichtspiele Betudorf Wegen des starken Andranges zeigen wir den Ufa-Film: Der Edelweistkönig heute, Donnerstag, 16 Uhr und 19,15 Uhr. Kirchen AnzeigenAnnahmestelle der Siegblätter Buchhandlung Chr. Oecku daß auch dadurch Verluste für die Gesamtwirtschaft vermieden werden; damit erschließt er oft Holzquellen, die sonst der Industrie verschlossen bleiben würden. Wenn der Handel Wagnisse übernimmt, die sich auch der größte Holzverbraucher, dessen Aufgaben auf dem Gebiete der Warenherstellung liegen, nicht aufbürden darf, so bedeutet das, verbunden mit der Kreditgabe an den weniger kapitalkräftigen Verbraucher und Verarbeiter, eine Sicherung der Wirtschaft bei möglichst geringer Fehlleitung, weil ja das Eigeninteresse dem Handel dabei höchste Sorgfalt gebietet. Seine weitverzweigte, große Räume überspannende Organisation hilft Märkte ausgleichen und ist somit von hohem Einfluß auf die reibungslose Abwicklung der nationalsozialistischen Marktordnung. All diese grozen Aufgaben verbergen sich hinter dem Worte Handel, das leider noch häufig im Ohr der Oeffentlichkeit einen falschen Klang hat. Der verantwortungsbewußte Holzhandel hat den Händlertyp, dem Holz nur Ware und Mittel zum Verdienen war, überlebt. Das festzustellen, ist besonders erfreulich in einer Zeit, in der der Rohstoff Holz zu solch überragender Bedeutung für die deutsche Wirtschaft und Wehrhaftigkeit gelangt ist. RAH. Soziales Verbesserung für Kriegsteilnehmer in der Rentenversicherung Die Renten in der Invaliden=, der Angestelltenund der knappschaftlichen Pensionsversicherung werden bekanntlich nur auf Antrag gewährt, und zwar beginnt der Rentenlauf grundsätzlich nicht vor dem Zeitpunkt, in dem der Antrag gestellt worden ist. In der Kriegszeit hat diese Vorschrift zu Härten geführt, da die Verhältnisse es häufig mit sich bringen, daß der Antrag ohne Schuld des Betroffenen nicht rechtzeitig gestellt werden kann. Infolgedessen war schon in dem Kriegsgesetz vom 15. Januar 1941 zum Schutze der Hinterbliebenen von Versicherten vorgesehen, daß deren Renten ohne Rücksicht auf die Zeit der Antragstellung mit dem Ablauf des Sterbemonats beginnen. Eine entsprechende Vergünstigung wird nunmehr in einer demnächst erscheinenden Verordnung des Reichsarbeitsministers für Soldaten und sonstige Personen getroffen, die durch Kampfhandlungen oder militärische Maßnahmen invalide oder berufsunfähig geworden sind. Die Rente soll dann schon mit dem Ablauf des Monats beginnen, in dem dieser Umstand eingetreten ist. Die Angestelltenversicherungsrate des Soldaten Als der Angestellte zum Kriegsdienst einberufen wurde, war seine Angestelltenversicherungskarte fast ausnahmslos natürlich noch nicht voll aufgeklebt, und so ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorschrift, daß jede Angestelltenversicherungskarte gleichgültig, ob vollgeklebt oder nicht, binnen drei Jahren nach dem Ausstellungstage zum Umtausch eingereicht werden müsse, mit einer ungeheuren Arbeit der Versicherungsbehörde verknüpft, falls diese Millionen von Karten jetzt vorgelegt werden. Deshalb legt die Reichsversicherungsanstalt keinen Wert darauf, daß während des jetzigen Krieges Versicherungskarten, die noch nicht mit Marken gefüllt sind, allein wegen der erwähnten Vorschrift zum Umtausch vorgelegt werden. Die zum Heeresdienst Einberufenen können die Frist ohnehin nicht einhalten, ihre Angehörigen aber sind nicht verpflichtet, die Karten umtauschen zu lassen. Demgemaß kamm jeder Einberufene den Umtausch seiner Karte bis nach Kriegsende wieder aufschieben. Gebirgstruppe der Waffen=44 In den Gebirgstruppen der Waffen=s werder Freiwillige im Alter von 17—45 Jahren aufgenommen. Allen Skifahrern, Bergsteigern und Bergfreunden ist damit die Möglichkeit gegeben, ihren Wehrdienst bei diesem Truppenteil abzuleisten, Sofort eingestellt werden Freiwillige auf Kriegsdauer, oder mit Dienstverpflichtung auf 4½ bezw. 12 Jahre. Außer bei den Gebirgstruppen werden auch be allen anderen Truppeiteilen der Waffen=!(Infanterie, Artillerie, Pionier, Panzer, Nachrichtentruppe, Kavallerie, Panzerjäger, Kradschützen und Sanitätstruppe) laufend Freiwillige eingestellt. Auskunft erteilt und Meldungen nimmt entgegen Ergänzungsstelle(Rhein(12) der Waffen=s, Wies baden, Hindenburgallee 59. ferner sämtliche 1, Po lizei= und Gendarmerie=Dienststellen. Sparsamkeit im Gasverbrauch Gas ist als veredelter Brennstoff für die wichtigsten und kriegsentscheidenden Industrien unentbehrlich. Hier wird es heute mehr als vor dem Kriege gebraucht und muß deshalb in erster Linie dafür vorbehalten bleiben. Uebersteigerte Anforderungen des Haushalts gefährden die Versorgung der Rüstungsindustrie. Daher kann dem Haushalt Gas nicht unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden. Wenn jede Hausfrau sparsam mit Gas umgeht, hilft sie mit, die Rüstungsbetriebe voll zu versorgen, so daß diese alle Anforderungen, die an sie gestellt werden, erfüllen können. Darum beachte folgende Regeln beim Gasverbrauch im Haushalt: 1. Stelle die Gasflamme am Gasherd so ein, daß die Flamme nicht über den Boden der Kochtöpfe herausschlägt! 2. Mache von der Möglichkeit, Töpfe übereinanderzustellen, weitgehend Gebrauch(Turmkochen)! 3. Auf jeden Kochtopf gehört ein Deckel! 4. Halte Gasgeräte sauber, reinige die Gasbrenner so oft wie möglich! 5. Achte auf straffe Gasflamme! Flackernde Gasflammen zeigen an, daß der Brenner nicht in Ordnung ist. In diesem Fall wende dich an das Gaswerk. 6. Die Benutzung von Gaskochern und Gasbadeöfen zum Heizen der Räume ist eine Verschwendung von Gas, eine richtige Durchwärmung der Räume kann damit doch nicht erzielt werden. Wer Gas spart, dient der deutschen Wirtschaft! Vor der Gründung der Rés in Luxemburg Luxemburg. Am 1. April wird nach dem Willen des Chefs der Zivilverwaltung die NS=Volkswohlfahrt auch in Luxemburg als Organisation erichtet, nachdem sie ihre soziale Betreuungsarbeit unter Einsatz von Tausenden von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen bereits seit mehr als einem Jahr ausübt. Am Sonntag nach Ostern wird aus diesem Anlaß der Hauptamtsleiter der NSV, Pg. Hilgenfeldt, in Luxemburg sprechen. Zur Vorbereitung dieser großen Kundgebung werden zur Zeit in allen Ortsgruppen Schulungsappelle der NSV=Amtsleiter durchgeführt. Fürsorgesprechtage Freitag, den 13 März, nachmittags 15 Uhr int Mütterberatung in Brachbach. Schule: um 16 Uhr in Mudersbach, Hilfsstelle„Mutter und Kind“. Radium Ufa-Wochenschau Jugendliche haben Zutritt. Freibank Betzdorf Bis auf weiteres können keine Aufträge im Reinigen und Färben angenommen werden. Nur noch Trauersachen. Rudolf Panthöfer, Färberei, Betzdorf. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischlas, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nervenund Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfg. Erhältl. in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! Triaeral Gmblf., Mdachen J 27 514 Verkauf minderwertigen Rindfleisches am Freitag, den 13. März 1942, vormittags 9—10 Uhr zum Preise von 0.50 RM pro ½ kg. Betzdorf, den 12. März 1912. Der Amtsbürgermeister als Ortspolizeibehörde Wo kann Pflichtjahrmädel restliche drei Monate ab 1. April eotl. 1. Mai erfüllen. 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