Anzeigenpreise: 46 um breite Anzeigen je mm Höhe 8 Pfg. Anzeigen im Textteil 15 Pfg: je mm für die Tertspalte, Kleinanzeigen 4 Pfg. die 46=Millimeter=Zeile. Die Geschäftsst. sind werktags von 8 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet. Geschäftsstellen: Bets### a. d. Sieg, Adolf=Hitler=Str. 12. Nuf 431 und 432; Wissen a. d. Sieg, Mittelstraße 11. Ruf 271. Bezugspreis: Monatl. durch unsere Träger einschl. Bestesgeld 2.00 RM. Im Postbezug 2,09 RM u. die Zustellgebühren Nr. 7 Freitag, den 9. Januar 1942 71. Jahrgang Lüge Molotows widerlegt Die Wahrheit über das Schloß von Tolstoj DNB Berlin, 8. Jan. In seiner Greuelnote. in der er sich so häufig auf internationale Kriegsbräuche und Verträge beruft, selbst aber jedem internationalen Brauch durch die Verwendung unflätigster Ausdrücke und Bezeichnungen ins Gesicht schlägt hat Molotow u. a. auch behauptet, daß das weltbekannte Gut Tolstojs, Jasnaja Poljana. das zu einer Gedächtnisstätte umgewandelt ist. von den Deutschen geplündert und zerstört worden sei. Diese abgefeimte, echt bolschewistische Lüge wird durch das unumstößliche Tatsachenmaterial, von Augenzeugen= und Bildberichten widerlegt. Bei den Tolstoischen Schlössern handelt es sich um zwei völlig erhaltene weiße Gebäude. von denen das Hauptgebäude als Museum eingerichtet war. Was aber die Lüge Molotows insbesondere ungeheuerlich macht, ist die Tatsache, daß dagegen der Park, des Gutes mit dem Grabe Tolstoi's völlig unterminiert worden war. Auf diesem Minenfeld haben zahlreiche Einwohner" des Ortes den Tod gefunden, da die Minen unter Schnee lagen und nicht zu erkennen waren. Mit dem Eintreffen der deutschen Truppen wurde sofort jede Sicherungsmaßnahme getroffen, so daß weitere Opfer verhindert werden konnten. Ueber den Zustand der Schlösser wie auch insbesondere der Innenräume während der Besetzung durch deutsche Truppen liegen zahlreiche Bilddokumente vor. Wie es dagegen in Wahrheit um die Behandlung solcher Erinnerungsstätten durch die Bolschewisten bestellt ist, beweist der Fall des Turgenjew=Museums in Orel. Dieses Museum enthielt u. a. sämtliche Turgenjewschen Möbel, seine Bibliothek usw. Von diesen Gegenständen waren beim Einzug der deutschen Truppen lediglich ein paar Bücher und Möbel sowie etwas Wandschmuck(Photos Inschriften u. ä.) übriggeblieben. Das gefamte übrige Inventar, vor allem die originalen Möbel, haben die Bolschewisten nach Aussagen der Ortseinwohner in zwei Waggons aus. Orel weggeschafft, Das Museumsinventar haben die Bolschewisten fast ausschließlich aus Jasnaja Poljana verschleppt, so daß bei der Besetzung des Ortes: durch deutsche Truppen nichts mehr vorhanden war, mit Ausnahme von etwas Wandschmuck, das heißt einigen Tolstoj darstellenden Gemälden. Ferner waren noch die Wandinschriften mit den üblichen Lenin=Zitaten und ähnlichem zu sehen. darunter auch die Abschrift einer Sowjetverfügung, nach der die Betreuung des Tolstojschen Nachlasses und des Museums in die Hand des Instituts für Weltliteratur in Moskau— einer bolschewistischen Institution— gelegt sei. Hier und dort sah man noch einige Möbel, die Tische mit den Glaskästen waren jedoch leer. Die in dem Haus vorhandenen Reste des Museumsinventars sind von der deutschen Wehrmacht sichergestellt worden, und zwai im zweiten Gebäude, das zuletzt als Wohngebäude diente. Es handelt sich vor allem um Möbel und dergleichen. Diese Gegenstände sind in einem einzigen Raum vereinigt worden, worauf die Tür verschlossen und plombiert wurde. Darüber hinaus hat der letzte bolschewistische Museumsverwalter Boris Jermak die Anordnung getroffen, daß alle restlichen Museumsegenstände verbrannt werden söllten, sobald ie deutschen. Truppen den Ort besetzten Daß dies nicht geschah, ist lediglich dem schnellen Einmarsch der deutschen Verbände zu danken. In der Zwischenzeit haben jedoch unlautere Elemente sich aus dem noch vorhandenen Inventar einzelne Stücke angeeignet und ihr Unwesen in den Räumen getrieben, die dann erst von den deutschen Truppen gesäubert werden mußten. Der Schutz solcher Kulturstätten ist jedem Deutschen eine Selbstverständlichkeit Und zwar umsomehr, als Tolstoj— ebenso wie Turgenjew Schewtschenko. Tschechow Rimski=Korssakow. Tschaikowsky" von deren Wirkungsstätten die Bolschewisten ähnliche Greuelmeldungen verbreiten— in Deutschland mehr Menschen bekannt sein dürfte, als in der ganzen gepriesenen Sowjetunion zumal seine Werke in deutscher Sprache eine größere Verbreitung gefunden haben als je in seinem eigenen Vaterlande. Verluste brachte, erreichte das Infanteriebataillon die eigenen Linien. Kühnes Unternehmen eines Oberleutnants Im Zuge der wechselvollen Kämpfe in der Mitte der Ostfront drangs ein deutscher Oberleumant mit fünf Panzerkampfwagen in eine gut ausgebaute bolschewistische Stellung ein und kämpfte sich bis zu einer wichtigen Eisenbahnlinie durch. Trotz zähen bolschewistischen Widerstandes rollten die Panzer durch das tiefgegliederte System von Graben und brachten nacheinander mit dem gut liegenden Feuer ihrer Geschütze drei bolschewistische Batterien zum Schweigen 3 feindliche Panzeravwehrgeschütze die die vordringenden deutschen Panzerkampswagen auf=uhalten versuchten wurden überröllt und vernichtet, bevox die Bedienung einen Treffer erzielen konnte. Als die Bolschewisten darauf den deutschen Panzerkampfwagen zwei eigene Panzer entgegenwarfen erlagen auch diese den wohlgezielten deutschen Panzergrangten. Die schweren Kolosse blieben als brennende Wracks liegen während der Oberleutnant mit enen Panzern gegen eine Esenbahnlinie vorst eß Ein sowietischer Panzerzug der das Feuer auf die deutschen Panzerkampfwagen eröffnete wurde nach hartem Kampf vernichtet. Dann sprengten deutsche Panzernioniere die Gleise der Eisenbahnstrecke und legten sie damit für den Nachschubverkehr der Bolschewisten lahm. Heldenmütige Infanterie Hervorragende Leistungen eines DRB. Berlin, 8. Jan. Ein vorgeschobenes deutsches Infanterie=Bataillon hielt im Südteil der Ostfront einen kleinen Ort an der Bahnlinie. In der Neujahrsnacht wurden unsere Infanteristen von zahlenmäßig überlegenen Feindkräften angegriffen Die Bolschewisten stießen beiderseits des Bahnhofs vor. umgingen die Flankensicherung des Bataillons und schlossen es ein. Ganz auf sich allein gestellt, hielt das Bataillon in heiden: mütiger Abwehr seine Stellung, obwohl der Gegner seine Angriffe mit Panzerunterstützung während mehrerer Tage und zum Teil auch in der Nicht, wiederholte. Erst als Mangel an Munition und Verpflegung eintrat, mußte sich der Bataillonskommandeur entschließen, sich mit seinen tapferen Soldaten zu den eigenen Truppen durchzuschlagen In der Nacht zum 4. Januar-trat er. zum Angriff an, der zum Durchbruch des Umschließungsringes führte. Nach heftigem Kampf, der— wie schon an den Vortagen— den Bolschewisten schwere blutige deutsche Luftangriffe auf den Hafen von Feodosija DRB Aus dem Führerhauptquar= tier. 8. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wiederholte der Feind auch gestern unter blutigen Verlusten seine Angriffe. An einzelnen Stellen sind die Kämpfe noch im Gange. Die Luftwaffe griff Kaianlagen und Schiffsziele im Hafen von Feodosija erfolgreich an. An den übrigen Frontabschnitten setzte sie die wirksame Bekämpfung der angreifenden Sowjets fort und bombardierte rückwärtige Verbindungen des Feindes. Vor der schottischen Küste versenkten Kampfflugzeuge bei Tage ein Handelsschiff von 6000 Ein weiteres Schiff wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt. In Nordafrika lebhaftes feindliches Artilleriefener im Raum von Sollum. An den übrigen Abschnitten der Front keine wesentliche Kampftätigkeit. Die Luftangriffe auf britische Flugplätze auf der Insel Malta wurden mit Erfolg fortgesetzt. In den frühen Morgenstunden des 7. Januar warfen einige britische Flugzeuge wahllos Bomben auf Orte in Westdeutschland und im norddeutschen Küstengebiet. Schaden entstand nicht. Neue DRB Berlin, 8. Jan. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an Generallentnant Schlieper Kommandeur einer Infanterie=Division Generalmajor Martinek. Führer einer Infanterie=Division. Oherstleutnant i. G Bayerlein Chef des Generalstabes Deutsches Afrika=Korps. Masor Herrmann, Bataillonskommandeur in einem Infanterie=Regiment Leutnant Martin im Stab eines Infanterie=Regiments. Obergefreiter Schöpfer in einem Infanterie=Regiment. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Meyer. Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader. gesunken Schlachtschiff im Hafen von Alexandria schwer beschädigt DRB. Rom, 8. Jan. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 8. Dez. griffen Sturmkampfmittel der Kriegsmarine, die in den Hafen von Alexandria eingedrunaen waren; zwei vor Anker liegende engtische Schlachtschiffe an. Erst jetzt trifft die Bestätigung ein, daß ein Schlachtschiff von der Valiant=Klasse sschwer beschädigt und ins Trockendock übergeführt wurde, wo es sich zurzeit noch befindet. Auf Grund von schwimmenden Schiffsteilen, die von unseren Einheiten aufgefunden wurden, konnte man feststellen, daß der englische Kreuzer„Phoebe“, der vor Tobruk von italienischen Torpedoflugzeugen durch drei Torpedos getraffen wurde(siehe Wehrmachtbericht vom 2. Dezember 1941), gesunken ist. * Der heftia blasende Ghibli verhinderte bedeutende Operationen in der westlichen Cyrenaika. Auf die Stellungen von Sollum und Halfaya übte der Feind weiterhin einen starken Druck aus. Wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse geringe Fliegertätigkeit auf beiden. Seiten. Unfère Luftwaffe griff militärische Ziele an, wo Brände verursacht wurden. Die Luftwaffe des Feindes warf Bomben auf Tripolis, die nur unbedeutende Schäden verursachten. Die Luftangriffe der Luftwaffe der Achse auf Malta wurden fortgesetzt. Hervorragender Schneid In allen Frontabschnitten der langen Ostfront sind deutsche S.päh= und Stoßtrupps standig am Feind In ungünst gem Gelände, bei Kalte und Frost erkunden sie fortlaufend die Bewegungen der Bolschewisten und beunruhigen sie durch kühne Einbrüche in bolschewistische Stelllungen. Ungezählte deutsche Soldaten haben in diesen immer wiederkehrenden Unternehmungen hervorragenden Schneid bewiesen. Einen besonderen Erfolg dieser Art konnte am 7 Januar ein deutscher Insanteriestoßtrunn im Südteil der Ostfront melden Ueber das Eis eines Flusses hinweg brach dieser deutsche Stoßtrupp in die bolschewistischen Linien ein und vernichtete dort in heftigem Nahsampf sieben vollbesetzte Unterstände und Wderstandsnester Mit einer Anzahl Gefangener und wertvollen Erkundungsergehnissen kehrte der Stoßtrupp in die deutschen Linien zurück. Vergeblich gegen die deutschen Stellungen angerannt Am Nachmittag des 7 Januar wehrte ein deutsches. Infanterie=Regiment im Südabschnitt der Ostfront mehrere bolschew stische Augriffe erfolgreich ab Der Feind versuchte vergeblich, gegen das von dem Regiment besetzte Höhengelände anzurennenVon ihren günstig gelegenen Stellungen herab emnfingen die deutschen Soldaten die Bolschewisten jedesmal mit gut liegendem Abwehrfeuer das dem Feind schwere Verluste zufügte. Nach der Abweisung des Angriffs wurden deutsche Spähtrupps angesetzt, die mit einer Anzahl Gefangener in ihre Stellungen zurückkehrten. vereiteln Sowjetangriff DRB. Berlin, 8. Jan. Im mittleren Teil der Ostfront erkannten am 7. I. vorgeschobene deutsche Beobachter und Sicherungen stärkere Bewegungen bei den Bolschewisten. die auf Angriffsvorbereitungen schließen ließen. Auf Grund dieser Beobachtungen wurden sofort VanzerkampfEine gewonnene Schlacht Trotz des strengen östlichen Winters sind die Kämpfe im Osten nicht erstarrt. Täglich meldet der deutsche Wehrmachtbericht von örtlichen Kampfhandlungen an allen Teilen der Ostfront. Sie mögen uns wie Sternchen erscheinen und bilden doch in ihrer Gesamtheit, das Bild eines gigantischen Kampfes zwischen dem Weißen und dem Schwarzen Meer. Wir. die wir in der Heimat diese täglichen knappen Berichte lesen, machen uns wohl kaum eine Vorstellung von dem zähen und harten Ringen das ohne Unterbrechung an allen Fronten anhält. Oder täuschen wir uns? Ist die Geschlossenheit des deutschen Volkes nicht noch mehr als das Bekenntnis eines Volkes zum deutschen Volkstum unter einer überragenden Führung, ist sie nicht vielmehr eine geistige und seelische Gemeinschaft aller Deutschen, innerhalb der jedes einzelne Glied die Empfindungen Bestrebungen und Taten der anderen und damit das Leben des Ganzen verlebendigtt Die deutsche Volksgemeinschaft ist heute Leben, Streben, Glauben und Kämpfen einer Nation. Das Herz dieser Nation aber ist der Führer, der dem Leben der Nation Impuls Ziel und Inhalt gab„Wer für das Leben seines Volkes, für dessen tägliches Brot und für seine Zurunft kämpft wird siegen.“ Dieser Satz in seinem Neujahrsaufruf ist der Inhalt seines Lebens Er kennt die Sorgen und Nöte seines Volkes wie kein anderer er kennt aber auch die ungeheuren Leistungen der deutschen Wehrmacht wie kein anderer Deshalb wandte er sich an das deutsche Volk. daß es ihm warme Winterkleidung für seine Sotdaten spende. Das Ergebnis dieses Aufrufes bedeutet eine gewonnene Schlacht Der Führer rief, und alle stellten sich zur Verfügung Der Wille des Volkes seinen Soldaten einen kleinen sichtbaren Dank für ihr Kämpfen Siegen und Bluten abzustatten erschöpft sich nicht damit Kasten, Kisten und Schränke auf geeianeten Inhalt zu durchsuchen Deutschlands Frauen und Mädchen wollen durch ihrer Hände Fleiß und Geschicklichkeit beweisen daß sie ihren Soldaten mehr geben wollen ihre Liebe ihre opferbereite Verbundenheit mit der kämpfenden Wehrmacht. Was hatte man in Moskau London und Washington beim Erscheinen des FührerAppells zur Wintersachensammlung hämisch triumphiert:„Der Ostwinter zwingt die deutschen„were auf die Knie.“. Sie haben nicht nur die Anvassungsfähigkeit und die Widerstandskraft des deutschen Soldaten unterschätzt sie haben die Opferbereiitschart der deut##chen##mat in ihrer Verzweiflungsrechnung nicht in Ansactz aebracht Die Schlacht gegen den harten Ostwinter hat die deutsche Heimat gewonnen Aus der Verbundenheit von Front und Heimat des deutschen Volkes in Kampf Arbeit= Opfer und Sieg gestaltet sich der Endsieg des neuen Eurova über den jüdisch=vlutokratisch=bolschewistischen Vernichtungswillen einer niederbrechenden Welt. wagen zum Angriff auf die feindlichen Truppenansammtungen angesetzt. Die deutschen Panzer stießen vor und nahmen die bolschewistischen Einheiten unter zwirksames Feuer das dem Feind hohe Verluste zufügte. Der Vorstoß der deutschen-Panzerkampfwagen verhinderte damit die Durchführung des bolschewistischen Angriffs. Gegen einen in deutscher Hand befindlichen Brückenkopf im Südteil der Ostfront unternahmen die Bolschewisten am 7. 1. mehrere heftige Angriffe, die die Zurückgewinnung dieses Brückenkopfes zum Ziel hatten Die deutschen Soldaten, die den Brückenkop besetzt hielten, wehrten hartnäckig jeden Ansturm der bolschewistischen Kräfte ab und fügten dabei dem Feind oschwerste Verluste zu. Die Bolschewisten verloren bei ihren Angriffen ach deutschen Feststellungen mindestens 950 Tote und Verwundete. Zur Unterstützung der Angriffe auf den Brückenkopf richtete der Feind heftige örtliche Angriffe gleichzeitig auch gegen die Nachbarabschnitte. die jedoch ebenfalls an der zähen Abwehr der deutschen Infanteristen scheiterten. Die Bolschewisten erreichten an keiner Stelle ihr Ziel, und nach Abschluß der Kämpfe, die bis in die Abendstunden andauerten, waren alle deutschen Stellungen fest in der Hand der Truppen des hier eingesetzten deutschen Armeekorps. Nach einer Reutermeldung gab Attlee im Unterhaus bei einem Ueberblick über die Kriegslage bekannt, daß Wavells Oberbefehl sich nicht auf Indien und Australien erstrackt Europaden Bolschewiken Brände auf dem Flugplatz Rangun Erfolgreiche Angriffe japanischer Fliege: DNB. Tokio. 8. Jan. Das Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt, daß Flugzeuge am 4. Januar und in der Nacht zum 6. Januar Angriffe auf Mingoladon, einen Flugplatz 10 Meilen nördlich von Rangun, unternahmen und Treffer auf Schuppen, Vorratslager und andere militärische Ziele zu verzeichnen hatten, wobei Großbrände entstanden. Am 4. Januar stellten die Flugzeuge sechs Spitfire=Maschinen zum Kampf und schossen alle sechs ab. Sämtliche japanischen Flugzeuge sind unbeschädigt zurückgekehrt. Ein amtlicher Bericht des Kaiserlichen Hauptquartiers meldet, daß Armeeflugzeuge in wiederholten Angriffen auf das Singapurer Gebiet seit dem 29. 12. die Flugplätze von Tengah, Kalang und Sembawan bombardiert haben. Militärische Anlagen wurden zerstört. Wichtige Stadt von den Japanern genommen Japanische Stoßtrupps naymen am Mittwochnachmittag eine nicht näher bezeichnete Stadt in der Malaia=Provinz Selangor. Ein Bericht von der Fiont besagt, daß diese Stadt von den Briten stark befestigt war zur Verteidigung einer bestimmten Stellung von höchster strategischer Bedeutung. Durch die Einnahme dieses Punktes hatten die Operationen nun auch in Selangor einen äußerst günstigen Verlauf für die japanischen Streitkräfte genommen. Die Japaner befänden sich nunmehr in weiterem Vormarsch nach Süden durch hügeliges Gelände. Ob es sich bei der ungenannten Stadt bereits um Kuala Lampur handelt, ist nicht bekannt. Falls dieser strategisch wichtige Knotenpunkt noch nicht eingenommen sein sollte, dürften sich aber die Kämpfe bereits in nächster Nähe abspielen. „Hawai, Guam, Wake, Hongkong und Manila sind fünf Siege“, schreibt„Japan Times and Advertiser“ am Mittwoch, die in 1 Monat die Welt veränderten“. Das Blatt bringt die epochemachenden Ereignisse in Erinnerung, die sich während dieser kurzen Zeit abspielten: Erstens die praktische Vernichtung der amerikanischen Pazifikflotte in der Schlacht von Hawai, die das Ende der amerikanischen Macht im Pazifik, zumindest für eine lange Zeit, bedeutet und mit einem Schlag die unmittelbare Gefahr eines amerikanischen Eingreifens beseitigt.“ Zweitens die Vernichtung der britischen Asienflotte, wodurch die Sicherheit der sapanischen Verbindungswege nach der malatischen Front gewährleistet und Singapur von allen äußeren Hilfen abgeschnitten wird. Dadurch wird der Erfolg der japanischen Feldzüge im Süden gesichert. Drittens die Uebergabe Hongkongs, die den endgültigen Abschluß eines Jahrhunderts des britischen Imperialismus in China bedeutet und„allen freiheitsliebenden asiatischen Völkern zur Freude gereicht". Viertens die Einnahme von Manila, die den ersten Gegenschlag gegen die amerikanische Expansionswelle im Atlantik und Pazifik bedeutet und die„als die Morgenröte einer neuen Zeit für das philippinische Volk bezeichnet werden kann" Fünftens die Besetzung von zwei Dritteln der Malaiischen Halbinsel und die ernste Bedrohung von Singapur. Damit wird der Knoten, mit dem die halbe Welt von Großbritannien in Fesseln gehalten wurde, gelöst werden. Das Blatt schreibt hierzu weiter:„Unsere Siege haben eine Veränderung im Status der astatischen Völker zur Folge Trotz aller überwältigenden Siege hat aber die Aufgabe erst jetzt begonnen. Das Ziel unserer Anstrengungen ist die Schaffung einer neuen Weltordnung, durch die wirtschaftlicher Wohlstand und politisches Selbstbestimmungsrecht durch die Zusammenarbeit aller vom Joch der englisch=amerikanischen Vorherrschaft befreiten Nationen gewährleistet werden soll.“ Roosevelts Aufrüstungsbluff Die schwerwiegenden Ausfälle an Kautschuk, Zinn, Mangan usw. Churchills Politik geht seltsame Wege. Er zog in den Krieg, um neben Afrika dem Orient. Indien, Asien und Australien auch Europa restlos zu beherrschen. Heute schreibt er Europa„freiwillig" ab, nachdem das britische Empire zu wanken beginnt War Churchills Verzicht auf Euröpa wirklich freiwillig? Es ist noch kein Jahr her, da tobte Churchill in Rundfunk und Presse gegen den Bolschewismus, die Teufelsgeißel der Menschheit. Inzwischen hat sich Churchilt auf Tod und Verderben mit dem Bolschewismus verbündet, damit er hetfe. den deutschen Würgegriff von der Lebensader des britischen Empire zu lockern. Deshalb schickte er Eden zu Stalin, damit er seine Armeen gegen die deutsche Front im Osten anrennen lasse. Nach einem englischen Wort fällt mit dem Osten auch England. Dafür versprach er Stalin nach dem Kriege ganz Europa Churchill kennt das Blut= und Elendsregime des Bolschewismus. Er weiß von den Millionen Morden, die über 20 Jahre in der Sowjetunion zur Lebensform der Machthaber des Kreml wurden er kennt die Zerstörung aller Sitte und Kuttur durch die jüdische Schreckensherrschaft und ist sich auch darüber ktar, was die Auslieferung Europas an den Bolschewismus nicht nur für Europa, sondern für die ganze Menschheit. nicht zuletzt für England selbst bedeuten würde. Aber Eden mußte Stalin dieses Angebot machen, weil Churchill keinen andern Ausweg mehr aus der sich vollziehenden britischen Katastrophe sieht. So weit ist es mit England: Dort, wo angeblich die wahre Religion zu Hause ist, wo man nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern in prunkvoller Aufmachung öffentlich„betet". schließt man einen Teufelspakt mit dem Teufel aller Teusel. Und Roosevelt sagt dazu ja und amen. „Europa den Bolschewisten“— dieser neueste Kriegsruf Churchills und Roosevelts soll der Geschichte nicht verlorengehen, er soll den Schlußstein in der 300jährigen gewinnreichen Raub= und Eroberungspolitik des Britischen Reiches bilden. Von Ribbentrop in Budapest Herzliche Begrüßung durch Regierung und Bevölkerung DRB. Budapest, 8. Jan. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop. traf heute vormittag nach einem zweitägigen Besuch beim Reichsverweser des Königreichs Ungarn. Nikolaus von Horthy, aus dem Lande mit den Herren seiner Begleitung in Budapest ein. Der Reichsaußenminister wurde auf dem Bahnhof vom Königlich Ungarischen Ministerbräsidenten und Außenminister von Bardossy empfangen und herzlich begrüßt. Zum Empfang des Reichsaußenministers waren auf dem Bahnhof die Mitglieder der Königlich Ungarischen Regierung, Vertreter der Königlich Ungarischen Honved, die Gesandten und Missionschefs der Mächte des Antikomintern= paktes und des Dreierpaktes, die deutsche Geandtschaft mit dem Gesandten von Jagow owie die Vertreter des ungarischen öffentlichen Lebens und der reichsdeutschen Kolonie erschienen. Nach der Begrüßung schritt der Reichsaußenminister in Begleitung des Ministerpräsidenten und Außenministers unter den Klängen der deutschen und der ungarischen Nationalhymnen die Front der angetretenen Ehrenompanie der Honved ab. Darauf wurde der Reichsaußenminister vom Königlich Ungarischen Ministerpräsidenten und Außenminister in das Hotel geleitet. Die Bevölkerung von Budapest, die an den fahnengeschmückten Straßen der ungarischen Hauptstadt Spalier bildete. bereitete dem Außenminister des Führers eine herzliche Begrüßung. In stürmischen Kundgebungen gaben die Budavester ihrem Bekenntnis zur deutsch=ungarischen Waffenkameradschaft und Freundschaft Ausdruck. in Aegypten Drei Minister DRB. Rom, 8. Jan. Der ägyptische Finanzminister Abbel Ahmid Pascha hat zusammen mit wei weiteren Ministern, wie„Popolo di Roma“ erfährt, als Protest gegen die Einbeziehung Aegyptens in das Leih= und Pachtsystem der USA. seinen Rücktritt erklärt. Der Washingtoner Beschluß, auch Aegypten mit Pacht= und Leihmaterial zu bedenken, hatte bereits zu englandfeindlichen Kundgebungen in Kairo und einem Studentenstreik geführt. Unwetter in Rio DRB. Rio de Janeio, 8. Jan. Die brasilianische Hauptstadt wurde in der Nacht zum Mittwoch von einem Unwetter heimgesucht, das die ganze Nacht andauerte und die Stadt vollständig überschwemmte. Es ist das größte Unwetter der letzten Jahre. Wolkenbrüche verursachten den Einsturz zahlreicher Häuser, die mehrere Menschen unter sich beruben. Erdrutsche legten den Verkehr lahm. er erst im Laufe des Tages langsam wieder in Gang kam. Der berühmte Botanische Garten, der vor Jahren nach einem ähnlichen Unwetter lange Zeit geschlossen werden mußte, erlict erneut schwere Beschädigungen. Ein Todesurteil vollstreckt DRB. Berlin, 8. Jan. Am 8. Januar 1942 ist der am 6. August 1909 in Kuurne(Belgien) geborene Noe Bandorpe hingerichtet worden, den das Sondergericht in Kiel als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat.— Vandorpe hat aus Rache eine Frau erschlagen von der er annahm, daß sie seinen Beziehungen zu einem deutschen Mädchen im Wege stehe, und dann auch noch dieses Mädchen zu töten versucht. DNB. Berlin, 8. Jan. In seiner Rede an den Kongreß hat Präsident Roosevelt auch den Versuch gemacht, sein eigenes Volk und die Welt mit einem wahrhaft„phantastischen“ Rüstungsproduktionsprogramm zu bluffen. Genau wie Churchill und Beaverbrook bereits seit mehr als zwei Jahren immer wieder von der angeblich die Achsenmächte erdrückender Mobilisierung aller Produktions= und Rohstoffkräfte des britischen Empire sprachen, malte auch Robsevelt ein gigantisches Bild von großen. kleinen und kleinsten Fabriken und Werften, die Kriegsmaterial und Schiffe in amerikanisch riesenhaften Ziffern erzeugen und den Sieg der angelsächsischen Juden uind Plutokraten herbeiführen sollen. Nur bescheiden in einem Nebensatz streifte der große Demagoge die immerhin entscheidende Tatsache der Rohstoffversorgung, ohne deren Sicherung das schönste Programm ins Wasser fallen muß Wohlweislich hat er es vor allem unterlassen, dem amerikanischen Kongreß die aktuellen Gründe für die von ihm bereits angekündigte Notwendigkeit einer völligen Sperrung des Verbrauchs gewisser kriegswichtiger Rohstoffe für zivile Zwecke zu benennen. Er fürchtete wohl mit Recht, daß die Kriegsbegeisterung des Kongresses keine allzu hohen Wellen schlagen würde wenn den Volksvertretern genauer bekannt würde, daß die bisherigen Erfolge Japans im Pazifik nicht nur zum Verlust wertvoller amerikanischer Kriegs= und Handelsschiffe. Flugzeuge und amerikanischer Gebiete sondern auch zu schweren und nicht auszugleichenden wirtschaftlichen Nachteilen für die Vereinigten Staaten führten Unter diesen wirtschaftlichen Nachteilen fällt zunächst vor allem der schwerwiegende Ausfall in der Kautschukversorgung der Vereinigten Staaten ins Gewicht. Der ostasiatische Raum lieferte mehr als 90 Prozent der Weltkautschukerzeugung und gab bisher regeimäßig mehr als die Hälfte seiner Gesamtausfuhr an die Vereinigten Staaten ab die im Jahre 1940 insgesamt 818000 Tonnen in der Hauptsache aus Britisch=Malaia Ceylon und Niederländisch=Indien einführten. Es dürfte den Vereinigten Staaten sehr schwer fallen den Ausfall des größten Teils dieser Lieferungen durch anderweitige Bezüge oder synthetische Produktion zu ersetzen und für das bombastische Rüstungsprogramm Roosevelts ergibt sich bereits hier eine bedeutende Durchführungsschwierigkeit. Auf gleiche Weise unangenehm dürfte sich für die amerikanische Rüstungsindustrie der Ausfall der Zinnlieferungen aus dem ostasiatischen Raum auswirken. Von der amerikanischen Gesamtzinneinfuhr der letzten Jahre wurden regelmäßig 90 Prozent aus Britisch=Malaia, China, Hongkong Niederländisch=Indien und Australien gedeckt. wobei gut zwei Drittel auf Lieferungen aus Britisch=Malaia entfielen Von der Welterzeugung an Zinn stellten im Jahre 1937 Britisch= Malaia 37.5 Prozent, Niederländisch=Indien 18.7 Prozent, beide zusammen also 56,2 Prozent wozu noch weitere 10.4 Prozent aus Burma Indochina und Thailand kommen, so daß also heute in unmittelbarem japanischen Macht= und Einwirkungsbereich 66,6 Prozent der Weltzinneczeugung liegen. Allein Britisch=Malaia hat 1940 von seiner sich auf 133000 Tonnen belaufenden Zinnausfuhr 78 Prozent nach den Vereinigten Staaten geliefert, die als weitaus größter Zinnverbraucher der Welt bisher etwa 50 Prozent des gesamten Weltangebots benötigten und seit dem Anlaufen ihres Rüstungsprogramms noch erheblich darüber hinaus gehende Mengen in Anspruch nahmen. Auch auf diesem Gebiete wird sich also ein Engpaß ergeben, der die phantastischen Produktionsziffern Roosevelts zurückschrauben wird. Selbst die Herstellung hochwertigen Stahls, wie er von der Rüstungsindustrie überwiegend benötigt wird, dürfte künftig in den Vereinigten Staaten auf einige Schwierigkeiten stoßen, da die Versorgung mit Wolfram, Mangan, Antimon und Chrom durch die neueren Ergebnisse nicht mehr ausreichend und reibungslos möglich sein wird. Das amerikanische Produktionsamt hat vor einiger Zeit infolge der Ausdehnung der Stahlversorgung den Bedarf an Wolfram für 1941 auf 16·000 Tonnen und für 1942 auf 19000 Tonnen geschätzt, wovon aus eigener Inlandserzeugung 1940 nur etwa 4800 Tonnen gedeckt werden konnten, so daß ungeföhr 60 Prozent des Bedarfs durch ausländische Zufuhren gedeckt werden müssen Von diesem Auslandsbedarf sollte in erster Linie China den Hauptanteil decken dazu aber auch Britisch=Malaia noch einen nennenswerten Teil beitragen. Durch die Unterbindung der Zufuhren aus China und BritischMalaia dürften mindestens 30 Prozent des gegenwärtigen amerikanischen Bedarfs ungedeckt bleiben. Aehnlich liegen die Verhältnisse hinsichtlich der Manganerzversorgung der amerikanischen Industrie. Auch die Lieferungen von Chromerzen von den Philippinen, deren Vorkommen noch außerordentlich ergiebig und aufschlußfähig sind und die vor allem nach den wachsenden Schwierigkeiten des Chrombezuges aus der Türkei stark an Bedeutung gewonnen haben: werden von der amerikanischen Industrie künftig schmerzlich vermißt werden. Roosevelt hat bei seinen bombastischen Ziffern über eine„künftige" amerikanische Flugzeugproduktion sicherlich auch die Tatsache völlig unberücksichtigt gelassen, daß die amerikanische Eigenförderung an Bauxit. dem Grundstoff für das Aluminium im Jahre 1940 nur 445 958 Tonnen erbrachte und daß Niederländisch=Indien dazu noch 100000 Tonnen zulieferte und sich erst unlängst verpflichtete, im Jahre 1942 500 000 Tonnen Bauxit. also mehr als die amerikanische Eigenförderung zu liefern, ein Versprechen dessen Einhaltung nunmehr reichlich problematisch geworden sein dürfte. Alle diese unbestreitbaren Tatsachen beweisen zur Genüge, daß Roosevelts großartiges Rüstungsprogramm keineswegs so reibungslos und glatt zur Verwirklichung kommen kann. wie er dies wohl wünschen möchte. Auch in den Vereinigten Staaten hat die Industrie Grenzen der Leistungsfähigkeit, die sie nicht wird überschreiten können, erst recht nicht wird überschreiten können, wenn es ihr an den notwendigen Rohstoffen fehlt. Ueberdies sollte man jenseits des Atlantik nicht übersehen, daß auf der Gegenseite zusammengefaßt fast die gesamte Produktionskraft des europäischen Kontinents sowie diejenige Javans. Mandschuknos und Nordchinas steht, eine Leistungskraft, die es in ihrer Zusammenballung recht wohl mit angelsächsischen„Programmen“ aufnehmen kann. Wie Reuter meldet, wurde der bisherige USA=Botschafter in der Sowietunion Steinhardt als Nachfolger MacMurrays zum Botschafter in der Türkei ernannt. Beide befinden sich gegenwärtig in den Vereinigten Staaten. Auf dem festlich mit den italienischen und deutschen Fahnen, geschmückten Anhalter Bahnhof traf am Donnerstagvormittag auf Elnladung des Reichspostministers Ohnesorge der Königlich Italienische Verkehrsminister Host Venturi zu einem mehrtägigen Besuch in der Reichshauptstadt ein. das neue Europa entschieden“ Ansprache des flowakischen Staatspräsidenten Preßburg, 8. Jan. Der slowakische Staatspräsident Dr. Josef Tisö empfing am Mittwoch in mehreren Audienzen die Repräsentanten des slowakischen Staatslebens, die Mitglieder des in Preßburg akkreditierten Diplomatischen Korps unter Führung des Gesandten des Großdeutschen Reiches, Elard=Ludin, die slowakische Regierung mit Missionschefs zur Entgegennahme der Neujahrswünsche. An seiner Ansprache gedachte Gesandter Ludin des gewaltigen Kampfes, der die Zukunft des europäischen Kontinents für Jahrhunderte entscheiden werde, und hob im besonderen die Tavferkeit der slowakischen Truppen hervor. die Schulter an Schulter mit den verbündeten Sotdaten im Kamvi gegen den bolschewistischen Weltfeind stehen, während in der Heimat zielstrebig und fleißig am Aufbau des jungen Staates gearbeitet werde. Der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso erwiderte u. a.:„Wir Slowaken haben uns für das neue Europa entschieden, weil es uns stets klar war, daß nicht nur die Erreichung der Selbständigkeit, sondern auch deren Erhaltung von uns nur in dem Europa errungen werden kann, das aus dem natürlichen Gesetz des ethischen Prinzips und der sozialen Gerechtigkeit errichtet wird. Unser durch die Konsequenz unserer inneren Staatsverwaltung durchgeführter Entschluß bringt die Klärung auch dort, wo man bisher in tendenziöser Weise daran zweifelte, daß der Slowake immer Europäer war und dafür in der Vergangenheit auch immer sich solidarisch am Kampf beteiligte. Unsere Entscheidung bringt eine Klärung auch in dem Sinne, daß wir unsere staatliche und nationale Selbständigkeit den großen dafür gebrachten Opfern entsprechend werten und daß wir für sie stets auch weiterhin die größten Opfer zu bringen bereit sind. Nichts konnte unsere Abwehrfront so rechtfertigen, wie der britisch=sowjetischer Vertrag, nach dem Moskau Mitteleuropa als Interessensphäre zugesprochen wird. Dies überrascht uns nicht, ist beiden doch der Geist des großen Materialismus und der niedrigen Geldsucht gemeinsam.“ Der Massenmord von Abbeville Zeugenaussagen widerlegen die Aussagen der Angeklagten DNB. Brüssel, 8. Jan. Der zweite Verhandlungstag im Prozeß gegen die Hauptverantwortlichen des Blutbades von Abbeville brachte am Mittwoch in Amiens die Vernehmung der Angeklagten Leutnant Caron und Sergeant Mollet. Die beiden versuchten. bei dem Verhör jede Verantwortung von sich abzuwälzen, und machten ihrerseits den inzwischen verstorbenen Hauptmann Dingeon für die Ermordung der 21 Zivilgefangenen am 20. Mai 1940 verantwortlich. Im übrigen setzten sich die Aussagen von Caron und Mollet aus den unglaublichsten Widersprüchen zusammen. Auch widerriefen die beiden ihre bereits früher gemachten Aussagen zum größten Teile. So behauptete Mollet einmal, bei der Erschießung überhaupt nicht zugegen gewesen zu sein, während er dann wieder angesichts des erdrükkenden Beweismatetials zugeben mußte, daß er nicht nur selbst mitgeschossen hat, sondern auch den Soldaten den Befehl gab. auf die an die Wand gestellten Zivilisten zu feuern. Caron behauptete sogar, er habe die Hinrichtung verhindern wollen, sei aber leider einige Minuten zu spät gekommen. Es sei ihm jedoch gelungen, die Ermordung der restlichen 57 Deportierten zu verhindern. Obschon der Leutnant sich völlig reinzuwaschen versuchte, mußte er schließlich doch zugeben, daß er kurz vor dem Massaker in den Keller des Kioskes gegangen sei. um, wie er sich ausdrückte, die gequälten und vor Schmutz wimmernden Zivilisten zu beruhigen. Worin diese„Beruhingung“ bestand, enthüllte die Vernehmung einiger Zeugen. Danach war Caron in trunkenem Zustande in den Keller eingedrungen und brachte durch sein wildes Gebaren, dem er mit gezogenem Revolver und der Drohung, die Gefangenen alle niederzuschießen, noch Nachdruck verlieh, die Panik auf den Höhepunkt. Zur endgültigen Klärung der Vorgänge am Morgen des Bluttages und der Rolle, die die beiden Angeklagten dabei gespielt hatten, wird sich das Kriegsgericht am Freitag zu einem „Lokaltermin nach Abbeville begeben. Die Unsicherheit auf den iranischen Transportwegen und die sich immer wiederholenden Ueberfälle gegen britische Materialtransporte haben die den Briten und den Sowjets hörig gewordene Regierung Furughi veranlaßt, die Gendarmerieposten an den Strazen zu verdoppeln. Martha Musilek am Ziel Kunstlaufmeisterschaft der Frauen entschieden Im Wettbewerb um die Deutsche Kunstlaufmeisterschaft der Frauen ist am Mittwochabend in Wien die Entscheidung gefallen. Martha Musilek, die nach der Pflicht schon einen klaren Vorsprung hatte. enttäuschte auch in der Kür nicht und eroberte sich ziemlich eindeutig die Meisterkrone und tritt damit die Nachfolge der fünfmaligen Meisterin Lydia Veicht(München) an. Wien. die Stadt die dem Kunstlauf schon so viele Spitzenkönner und Meister geschenkt hat kam damit erstmals zu großdeutschen Titelehren auf diesem Gebiet. Unter den fürsorglichen Händen.von Karl Schäfer hat sich Martha Musilek zur Meisterläuferin entwickelt. Erst in respektvollem Abstand folgte die Münchenerin Inge Jell, die sich durch eine gute Kür noch einige Plätze vorarbeiten konnte und mit ihrem zweiten Platz die Münchener Tradition in der Frauen=Meisterschaft einigermaßen wahrte. An die große Leistung der neuen Meisterin, die effektvolle und schwierig, Sprünge bot. kam sie aber nicht beran Aus dem Heimatgebiet Freitag, den 2. Januar 1912 Leitgedanke für heute Was der Führer in der Kampfzeit in einem unerhört harten Ringen an fast übermenschlicher Leistung und Arbeitslast auf sich nahm, um der Bewegung den Sieg zu erkämpfen, daß konnte er mit Recht anch von jedem einzelnen seiner Nationalsozialisten verlangen. Wus er heute an Opfern und Hingabe von sich selber fordert, das kann er auch von jedem einzelnen seiner Volksgenossen erwarten, für deren Existenz er sein ganzes Dasein opfert und für die seine Soldaten Tag für Tag ihr Leben einsetzen. Nur noch 3 Tage! Viele Tausende von Volksgenossen waren erfreut, ais die Verlängerung der Sammlung von Woll=, Pelz= und Wintersachen an die Front bekanntgegeben wurde— nicht weil sie saumselig waren, sondern weil viele Frauen die Verarbeitung der Wollsachen mit dem besten Willen nicht schaffen konnten und doch ihren Beitrag abliefern wollten. Während die ersten Waggöns längst nach Osten gerollt sind, melden die Sammelstellen noch immer neue Spenden. Wir haben uns in den letzten Tagen an den verschiedenen Arbeitsplätzen dieses gewaltigen Einsatzes etwas umgesehen: es übertrifft wirklich alle Erwartungen. Wohl selten hatten eine Sammlung einen so durchschlagenden Erfolg aufzuweisen. Mit geradezu leidenschaftlicher Hingabe setzen sich all die freiwilligen Helfer und Helferinnen für diese große Sache ein. Das goldene Herz der deutschen Volksgemeinschaft hat sich wieder einmal selber übertroffen. In eine der vielen Sammelstellen des Kreises kommt in diesen Tagen als erste am frühen Morgen ein Mütterchen mit einem Paket unter dem Arm. Ob sie da zur Wollsammlung für die Soldaten recht sei, fragt sie, sich etwas verschnaufend, und schnürt dann das Pabet auf. Eine prächtige Kamelhaardecke kommt zum Vorschein.„Ich habe nur die eine“, meint die alte Frau,„aber ich brauche sie wirklich nicht so nötig“. Und dann setzt sie. als sie merkt, welche Freude ihre Spende auslöst, froh hin zu:„Jetzt bin ich nur froh, daß die Sammlung per längert worden ist. Ich war nämlich auswärts, mein Enkel war auf Urlaub da.. Bevor nun am Sonntag die Sammelstellen ihre Pforten endgültig schließen, halte, lieber Leser, liebe Leserin, zum guten Schluß noch einmal eine kurze, über gründliche Gewissensforschung: Habe ich wirklich nichts mehr zu spenden? Habe ich alles getan. was in meinen Kräften steht? Die Skier, ja, die snd tängst abgeliefert, denn unsere Soldaten brauhen sie ja in den weiten Schneefeldern des Ostens. über wie steht es mit den warmen Sachen?— Siehst du: die Pulswärmer, die Socken, der überhählige Schal... Heute noch, spätestens morgen wollen wir noch einen letzten Gang zur Sammelstelle machen! Die Plakette aber, die dann eines Tages das Familienarchiv zieren wird, soll Kindern und Kindesindern künden, daß Deutschlands Söhne und Töchter in großer Zeit auch groß und edel gedacht und gebandelt haben. jedem Fall sich einzusetzen wissen und die Aufgaben freudig und zuversichtlich erfüllen, die ihnen durch die Erjordernisse des Krieges gestellt werden. Der Versuch ist strafbar Die Verbrauchsregelungs=Verordnung ist in verschiedenen Punkten geändert worden. Durch diese Neufassung, wird die Volksgemeinschaft geschützt, die die gerechte Verteilung der lebensnotwendigen Verbrauchsgüter durch ihr Verhalten und ihre mangelnde Disziplin gejährden. Es ist vor allem folgendes wesentlich: Bisher war nur die vollendete Tat des Verbrauchers strafbar. Jetzt ist bereits der Versuch strafbar. Das bedeutet also, daß z. B. ein Verbraucher, der durch unrichtige Angaben sich einen Bezugschein zu beschaffen sucht, jetzt bereits bestraft werden kann, wenn er diesen Bezugschein noch nicht erhalten hat, weil man bei einer Nachprüjung seine jalschen Angaben feststellte. Ordnungsstrafen, deren Beitreibung nicht möglich ist, können jetzt durch das Amtsgericht in Haftstrafen umgewandelt werden Hierdurch werden böswillige Nichtzahler angehalten, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Außer dem wird der Mißbrauch von gewerblichen Erzeug nissen, die zur Ausübung eines Gewerbes oder Beruses zugeteilt oder bestimmt sind, besonders unter Strafen gestellt. Eine seltene Begegnung In den späten Abendstunden torkelte gestern abend ein Mann auf der Göringstraße nächst das „Aeuchen" zu und suchte am„Kleinbahnhof“. Aus dem zusammenhanglosen Gerede des schwer angesäuselten Mannes konnte man entnehmen, daß er nach Gebhardshain wollte und völlig in der Gegend irre geworden war. Passanten die zum Bahnhof gingen, setzten ihn nach dort in Bewegung. damit ihm in der kalten Nacht nichts zustieß.— Begegnungen mit total Betrunkenen sind jetzt eine große Seltenheit. Unfall durch Ausgleiten Auf dem Weg vom Friedhof kam eine ältere Frau am Mittwoch an einer glatten Stelle zu Fall und zog sich einen Bluterguß im rechten Knie zu. Sie mußte in ärztliche Behandlung genommen werden. Amt Betzdorf Jahrgang 1931/32 wird jugenddienstpflichtig Im neuen Jahr wird wieder ein Jahrgang von ehnjährigen jugenddienstpflichtig und in den näch en Wochen erfaßt und zur Aufnahme angemeldet lach dem Erlaß des Reichsjugendführers umjaßt der abrgang 1931/32 die zwischen dem 1. Juli 1931 und em 30. Juni 1932 Geborenen. Eine kleine Reichswohnungszählung Der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsau hat den Gauwohnungskommissaren Uebersichten ber den Bestand an Wohnungen und Haushaitungen n den Gemeinden mit 10000 und mehr Einwohner ngestellt. Er weist in seinem Erlaß darauf hin, daß iese Angaben auf der Volkszählung von 1939 beühen. Eine Ergänzung der Statistik durch eine gejeue Wohnungsbestandsaufnahme sei dringend notvendig, weshalb zu gegebener Zeit eine Reichspohnungszählung sein werde. Da eine solche gröge Reichswohnungszählung gegenwärtig nicht möglich sei, oll wenigstens eine kleine Reichswohnungszählung durchgeführt werden, die sich im wesentlichen aus die Zahl und Größe der vorhandenen Wohnungen und ihrer Belegungsstärke erstreckt. Besuch in einer Nähstube In allen Haushaltungen wurde in der Weih nachts= und Neujahrszeit genäht, gestrickt und gehäkelt, damit alle Wollsachen frühzeitig zum Abtransvort an die Front fertiggestellt waren. Trotzdem blieb noch manches Wollteil liegen, das gestopft, verändert, ausgebessert oder zerschnitten für andere Teile verwendungsfähig war. So entstanden aus dem Augenblick der Notwendigleit heraus überall Nähstuben des B0M, in denen geschickte und fleißige Hände unermüdlich an der Arbeit waren. Gibt es etwas Schöneres, als unseren Soldaten zu helfen? Es waren die rechte§ ende und der Erfindergeist der Mädel, die aus dem scheinbar Nutzlosen schöne, warme und brauchbare Dinge herstellen ließen. Da waren aus einem Stück Samt herrliche Fausthandschuhe, aus weißen Wollresten eine Leibbinde entkanden. Strickwesten u. Muffs wurden ausgebessert, Ohrenschützer und Kniewärmer aus Wollresten gestrickt, und die schon überall bekannten Wolldecken aus 15 mal 15 Zentimeter=Wollquadraten wurden am laufenden Band zusammengenäht. Man kann nur einen kleinen Ausschnitt aus den Arbeiten wieder geben, die man in einer Nähstube des BDM entstehen lah. Es zeigt aber schon, daß die Mädel in Heute verdunkeln von: Freitag 9. 1. von Sonnenuntergang 17,45 Uhr bis Samstag 10. 1. Sonnenausgang 9.33 Uhr. Amt Wissen Ein selten genußreicher Abend *) Das gestrige Gastspiel der zur Zeit durch Ver mittlung der DAF NS=Gemeinschaft„Kraft dura,, Freude“ in unserem Kreise weilenden Künstlertruppe „Die fünf Sorgenbrecher“ eröffnete den Reigen der diesjährigen Veranstaltungen in Wissen. Und, das sei vorweg gesagt, mit außergewöhnlichem Erfols, denn die den großen Saal des Wissener Hof bis auf den allerbescheidensten Platz füllenden Besucher kamen in eine solch frohe Stimmung, wie sie bei ähnlichen früheren Darbietungen kaum jemals erlebt wurde. Die Leistungen der Künstler und Künstlerinnen, eben den fünf Sorgenbrechern, waren aber auch in all ibrer bunten Vielseitigkeit überragend. Das mußte chon ein ausgemachter Griesgram sein wer da nicht in Heiterkeit versetzt, in den Bann herzlicher Freude gezogen wurde. Eine solche Freude dürfen wir uns auch in der heutigen Zeit gönnen, sollen wir uns sogar gonnen denn sie entspannt und gibt Kraft zugleich in unserem Schafsen und Wirken des Alltags. Die, oft dröhnenden Lachsalven, die staunende Bewunderung der Besucher über das Gebotene mögen der Künstlerschar bewiesen haben, wie sehr das Publikum den Darbietungen folgte und der stürmische Beifall, wie dankbar jede Nummer des Programms aufgenommen wurde. * Zwei Hochbetagten zum Geburtstag *) Am morgigen Samstag gilt es in Wissen zwei Hochbetagte zum Geburtstag zu beglückwünschen und zwar Frau Fritz Wingendorf, Pauline geb. Bender(In der Hüll) und Frau Witwe Karl Hochhardt, Helene geb. Heer(Hockelbachstraße 42). Erstere vollendet an diesem Tage ihr 76. und letztere ihr 75. Lebensjahr. Während sich Frau Wingendorf dank ihrer guten Gesundheit noch mit allen häuslichen und landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigen kann, ist Frau Hochhardt körperlich nicht mehr in dem Maße auf der Höhe. Beide Greisinnen erfreuen ich in der Bevölkerung größter Beliebtheit. Wir übermitteln ihnen herzliche Geburtstagsgrüße und wünschen beiden noch manches Jahr bei bestem Wohlergeben im Kreise ihrer Jamilien. 500.— RM vom grauen Glücksmann *) Eine große Ueberraschung und Freude zugleich brachte gestern abend der graue Glücksmann der Kriegswinterhilfslotterie. Am Stammtisch des Hotel Theis gewann ein Soldat auf ein Los RM 500.—. Man sieht, daß der Glücksmann neben vielen kleineren Gewinnen auch solche von beträchtlicher Höhe immer noch unverhofft bringen kann. Umgezogen *) Die Geschäftsstelle der Gemeindegruope Wit sen des Reichsluftschutzbundes wurde von der Mit telstraße in das Haus Adoli=Hitler=Straße 66(Ehlgen) verlegt. Oberbergischer Kreis Lichtenberg über Morsbach(Sieg) =) Lichtenberg. Am 15. Januar wird die Pesthilfsstelle mit Fernmeldedienst Lichtenberg. die dem Postamt Morsbach unterstellt ist, in ein Poststelle 2 Land umgewandelt. Sie wird dem Postamt Morsback, zugeteilt und erhält die nung„Lichtenberg über Morsbach(Sieg). Tie Poststelle erhält volle Annahme= und Ausgabebefugnis, den Zustelldienst in Lichtenberg führt jedoch, wie bisher, das Postamt Morsbach aus. Die Empfänger von Militär= und Versicherungsreuten der Orte Lichtenberg, Kömpel, Rom, Frankenthal und Böcklingen haben nach dem 15. Januar 1942 ihre Renten nicht mehr beim Postamt Morsbab sondern bei der Poststelle Lichtenberg abzuholen. Die Anschriften für Postsendungen nach Lichtenberg haben ab 15. 1. 1942 zu lauten:„Lichtenberg über MorsAus Nah und Fern Ein unglaublicher Vorsall Hamm. Ein kaum glaublicher Vorfall spielte sich vor kurzem im Schleppweg ab. Dort bezog eine Familie für ein kleines Kind täglich Vollmilch. Seit einigen Tagen lehnte das Kind die Milch wegen des unangenehmen Geschmackes ab. Für die Eltern stand es bald fest, daß irgend etwas mit der Milch geschehen sei. Um Gewißheit zu erhalten, nahm der Vater zu der Zeit, in der die Milch von dem Händler in den im Hausflur stehenden Topf geschüttet wurde, einen Beobachtungsposten ein und machte dann folgende Feststellung: Kurz nachdem der Milchhändler das Haus verlassen hatte, erschien ein in der Nachbarschaft wohnender älterer Mann und.. schüttete den Inhalt eines Nachtgeschirres in die Milch. Der unsaubere Patron bezog zunächst eine gehörige Abreibung und wurde dann der Polizei übergeben, die ihn in das Gerichtsgefängnis ab lieierte. „An zwei Tagen in der Woche wird künftig in allen deutschen Gaststätten außer dem Stammgericht nur eine einzige Mahlzeit auf der Speisekarte stehen, das Feldküchengericht. Es wird nach Rezepten des Instituts für Kochwissenschaft hergestellt werden, das vor einigen Monaten gemeinsam vom Oberkommando des Heeres und der Forschungsgemeinschaft für Fremdenverkehr in Frankfurt gegründet worden ist. Jeder Gast soll sich an den beiden Tagen mit dem Bewußtsein an den Tisch setzen, daß seine Mahlzeit die gleiche ist, die zur gleichen Zeit für Millionen von Soldaten angerichtet wurde, einfach und bekömmlich. Jeder wird sich in dem Bereich seiner gewohnten Gaststätte unter den Verpflegungsgrundsatz gestellt sehen, der für alle Soldaten gilt, nämlich zu essen,„was es gibt“. Die fundamentale Wahrheit, daß eine Armee, nach einem Ausspruch Napoleons,„mit dem Magen marschiert", die Tatsache ferner, daß der Soldat über keine oder nur sehr bescheidene Ausweichmöglichkeiten in der Ernährung verfügt, haben die Truppenverpflegung zu einer ganz besonders verantwortungsvollen Tätigkeit und den Feldkoch in der langen Kette vom Verpflegungsmagazin bis zur Feldküche zum wichtigsten Manne gemacht. Wenn man die „einzeilige Speisekarte", nun auch aus das zivile Leben überträgt, so ergeben sich daraus für die Gaststätten offensichtlich ähnliche Folgerungen wie für die Truppenernährung. Gerade die Kennzeichnung als Feldküchengericht verpflichtet jeden Koch zu besonderer Sorgfalt, selbst wenn ihm die Grenzen hier enger gesteckt sein mögen als sonst. Sie verpflichtet aber auch jeden Gast zur selbstverständlichen Einsicht in die Notwendigkeiten dieses Krieges. Daß die neue Einrichtung eine besonders ergiebige, aus die Jahreszeiten und die jeweilige Versorgung abgestimmte Verbrauchsregelung gestattet, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Die Entlastung ferner, die die Gaststätten mit ihrem starken Personalmangel durch die Feldküchentage erfahren, muß schließlich in irgendeiner Form auch dem Gast wieder zugute kommen. Die Einführung des„zivilen“ Feldküchengerichts Der Sammler kam auch zu Herrn Birnc, und der erklärt mit dreister Stirne, er hätte selbst nichts anzuziehln! Und dabei sah man heute ihn mit der Frau Weich zusammenstehln. Als soll es gleich zum Nordpol geh’n, sie und er in dicken Pelz gehüllt, haben nicht des Führers Wunsch erfüllt, dankbaren Sinnes Warmes zu spenden, all denen, die mit starken Händen, als Frontsoldaten wacker streiten, und, weiß Gott, auch für die beiden, die niemals Not und Kälte spürten uund ein bequemes Leben führten! Hier sagen wir, wer will's uns wehren, die zwei soll'n sich zum Teufel scheren. heinke. hat aber noch eine andere, für die künftige Entwicklung der Ernährungspraxis nicht unwesentliche Bedeutung. Es bietet sich die erste größere Gelegenheit, einiges von dem, was die Wehrmacht an prattischen Ergebnissen aus ihrem seit Jahren intensiv betriebenen Studium der Ernährungslehre und Verpflegungstechnik gewonnen hat, auch für den nichtmilitärischen Bereich nutzbar zu machen. Die Richtlinien umschließen im einzelnen ein für den Fernstehenden kaum übersehbares Programm, vom Ausbau der Keimlingswirtschaft und der Gewinnung von Milcheiweiß, von Fischeiweiß, Bierheje und Tomatenmark bis zur Förderung der Geftier= und der Trockenkonserve in Pulverjorm. Die Essenz aus einer umfangreichen wissenschaftlichen Literatur, aus einer langen Reihe von praktischen Versuchen hat man, soweit dies für die Bedürfnisse eines Feldheeres als brauchbar erschien, in ein kleines handliches Buch von knapp über hundert Seiten gegossen, das Feldkochbuch, das einzige seiner Art in allen Armeen. Man wird das, was für den Soldaten als nchtig und nützlich erkannt worden ist, gewiß nicht auf alle anderen übertragen können. Vieles wird sich heute auch noch gar nicht übertragen lassen. Die hervorragenden Erfahrungen, die man in der Soldatenernährung zum Beispiel mit der Anreicherung der Speisen durch Sojamehl gemacht hat, können anderen so lange nicht zur Verjügung gestellt werden, wie das Sojamehl nicht in ausreichenden Mengen da ist. Die große Nährmittelindustrie, die aus dem Bedürfnis der Truppenverpflegung nach neuartigen, vollwertigem Nahrungsmitteln entstanden ist, wird auch noch in der nächsten Zukunft vor allem für die Wehrmacht und nicht für den zivilen Bedarf arbeiten müssen. Aber solche Korrekturen und Einschränkungen ergeben sich von selbst; sie vermögen den Wert der Arbeit nicht zu vermindern, die in den militärischen Forschungsstätten und Lehrküchen schließlich auch für die allgemeine Ernährungspolitik, früher oder sräter sogar für den Haushalt des einzelnen, geleistet ward. Langfinger an der Airbeit Siegburg. Auf dem Adolf=Hitier=Platz wurde aus einem dort abgestellten Kraftwagen eine Aktentasche mit 300 RM und anderen Papieren gestohlen. — Einer Frau aus Siegburg wurde in einem Kassenraum eine Geldtasche mit 83 RM entwendet.— In einem Troisdorfer Geschäft gab eine Frau ihre Handtasche für einige Augenblicke aus der Hand: diese kurze Zeit genügte einem Spitzbuben, aus der Tasche einen Geldbetrag von 163 RM verschwinden zu lassen. Dummheiten, die im Gesängnig endeten Plumpe Bezugscheinfälschungen wurden auf den ersten Blick erkannt Remscheid. Geradezu töricht handelte eine erst 27jährige Frau aus Lennev, als sie eines Tages nach dem Erhalt von je einem Bezugschein für eine Schlajdecke und ein Bettuch diese Ausweise fälschte und aus der Zahl„ein“ eine„zwei“ machte. Die Fälschung war aber so grob begangen, daß sie auf den ersten Blick erkannt wurde. Wegen Urkundensälschung hatte sie sich nunmehr vor Gericht zu verantworten. Straferschwerend fiel ins Gewicht, daß die Frau erst vor einem halben Jahr wegen Diebstahls zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Andererseits berücksichtigte das Gericht aber auch, daß die Angeklagte, deren Mann im Felde steht, drei Kinder zu versorgen hat. Das Urteil lautete auf eine Gejängnisstrafe von vier Monaten. Ihre Kinder vier Tage allein gelassen Wiesbaden. Eine 22jährige Frau hatte vor Jahresfrist den Vater von drei Kindern im Alter von 9, 8 und 7 Jahren geheiratet, doch lernte sie eines Tages einen anderen Mann kennen, dem sie sich anbot, dessen kranke Mutter zu pflegen. Sie ging sofort mit dem Mann nach dessen Wohnung und blieb dort vier Tage, die ihrer Obhut anvertrauten Kinder ihrem Schicksal überlassend. Die Kinder waren in der Wohnung eingeschlossen, hatten nichts zu essen, und konnten bei einem Fliegeralarm sch licht in Sicherheit bringen. Die pflichtvergessene Mutter wurde zu vier Monaten Gejängnis verurtei#t. Liefere Deine Wollsachen und Ekier zeitig ab Drei Tage noch sind die Sammelstellen in allen Orten unseres Kreises geöffnet. Je schneller die Spenden eingehen je eher gelangen sie an die Front. Darum nicht bis zum letztn Tag warten, aber bis zum letzten Tag nühen und ansertigen und Umschau halten nach Brauchbarem. Ein Schwein im Stall vertauscht Kirchberg(Hunsrück). Ein sonderbarer Betrus wurde dieser Tage an einem hiesigen Landwirt verübt. Dieser hatte zwei Schweine im Stall, die sich eut entwickelten. Doch wie groß war das Erstaunen des Landwirts, als er eines Morgens die Feststellung machen mußte, daß eines der Schweine über Nacht plötzlich ganz abgemagert war: Irgendein Gauner hatte zur Nachtzeit eines der gutgenährten Tiere gegen ein kleines Ferkel ausgetauscht, das so schwach war, daß es bereits nach einigen Tagen einging. Bisher gelang es noch nicht, dem seltsamer Betrüger auf die Spur zu komm Aus der Bewegung NSKOV, Abteilung Kirchen. Monatsappell am Samstag. den 10. 1. 1942, abends 8 Uhr bei Heikaus Du warst so gut, Du starbst so früh, Wer Dich gekannt, vergißt Dich nie. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb am 28. November 1941 unser lieber, guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Josef Brestt!. Gefreiter in einem Inf.=Regt. im blühenden Alter von fast 22 Jahren, bei den Kämpfen um Rostow den Heldentod sürs Vaterland. In stiller Trauer: Familie Paul Nolden, Familie Otto Brenner, Familie Hermann Heusler. Familie Alons Brenner, Familie Linus Brenner, Familie Arnold Heusler, Antonie Brenner, Cäcilie Brenner, Helene Brenner, Oswald Brenner, Hommelsberg. Nauroth, Siegen, Steinebach, Betzdorf=Bruche, Köln u. z. Zt. im Felde, den 9. Januar 1942. Seelenamt für den lb. Verstorbenen findet statt Montag, 12. Jan., 9 Uhr i. Gebhardshain Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, gestern nachmittag 16 Uhr, meinen lieben Gatten, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Felir Weller nach langem, schwerem Leiden, im Alter von fast 59 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Frau Felix Weller I. Maria geb. Hüsch, und Kinder, gleichzeitig im Namen aller Anverwandten. Steinebach, den 8. Januar 1942. Die Beerdigung mit anschließendem Seelenamt ist am Montag, den 12. Januar 1942, vormittags um 9,30 Uhr in Gebhardshain. Verlag Hacker& Co., häuptschriftleiter August Schmidt, Verlagsleiter Joh. Limper, Betzdori.— Anzeigenpreisliste Nr. 9 z. Zt. gültig. Ihre Vermählung geben bekannt: Willibald Brenner Gertrud Brenner geb. Hammer Elkenroth/Ww. z. Zt. im Felde MolzhainlWw. 10. Januar 1942 Suche tüchtige Hausgehilfin zum sofortigen oder baldigen Eintritt. Für Ostern einen brauchbaren Bäckerlehrling. Bäckerei Eugen Koch, Siegen Ruf 3522 Goethestraße 31 TTäuerbriele liefern in kürzester Frist und preiswert: Jotenzeitel Siegerland Druckerei, Betzdorf Dankkarten Sieg-Post, Wissen Der Reichtum an erbgefunden kindern ist die deste Garantie für die Jukunst eines Volkes. Somit hat der„Reichsbund Deutsche Somilie“ eine hervorragend nationalpolitische Aufgabe zu erfüllen und kann dabei stets der Unterstützung des nationalsozialistischen Staates sicher kein. Or. GOEBSELS Wissener Lichtspiele Freitag bis Donnerstag Germania-Lichtspiele Betzdort IMAK Mit Lilf Murati, Karl Ludwig Diehl, Irene von Meyendorf, Theo Lingen und Luci Englisch Ein spritzig- witziger Film ganz großen Stils, hervorragender Besetzung. Beiprogramm: Kulturflm Michelangelo und die neue Wochenschau Jugendliche haben keinen Zutritt. L 2 Mit Paula Wessely, Peter Petersen, Altlla Hörbiger, Puth Hellberg, Karl Raddatz und Otto Wernicke. In diesem Film begegnen wir allen Leiden und Bitternissen wie sie nur ein Menschenherz tragen kann, in ihm schwingt aber auch der Jubel, lebt die Freude des Gerechten und der schlichte Stolz erfüllter Opfer. Freitag bis Montag Eine prickelnde Ehekomödie voller Witz und zündender Melodien. Beiprogramm: Die neue Wochenschau Jugendliche haben Zutritt. Für die Lachmuskeln sorgen Johannes Riemann Paul Hörbiger Georg Alexander Grethe Weiser Jane Tilden Auf Ostkurs Ufa-Wochensehau Jugendliche über 14 Jahre haben Zutritt. E## Neue Fülme „Was geschah in dieser Nacht?“ Ein Labyrinth von Verwechslungen, die mit der Versöhnung und Verlobung dreier Paare enden, schilvert und entwirrt— viel amüsanter und spannenser, als es sich erzählen ließe— der neue MajesticFilm der Tobis„Was geschah in dieser Nacht?“ den Theo Lingen mit Lili Murati(Julia). Irene von Reyendorff(Marion), Karl Ludwig Diehl, Hous Grausewetter, Lucie Englisch(und sich selbst) in ten Hauptrollen inszeniert.(Zentral=Theater „Heimkehr“ Der einzigartige Wien=Film der Ufa 1941. Sein großes Thema, die Notzeit, Befreiung und glückliche Heimkehr der Wolhyniendeutschen, das mit der Herrausschälung einiger unerhörter Schicksale, mit der erschütternden. Erlebensdarstellung deutscher Männer und Frauen verdichtet ist, wächst in seiner Bedeutung als Schauspiel, als dramatische Handlung hinaus, wird Dokumentarbericht, wird Zeitgemälde. Mehr noch— dieser Film, dieser Sehnsuchtsgesang von der Mutter Deutschland, erhebt sich als ein flammendes Symbol, als ein stolzes, starkes Glaubensbekenntnis. Mit bebenden Herzen werden Millionen von Zuschauern diesen Film erieben. Er spricht in der Sprache eines zutiefst menschlichen Abbildes, das die schildernde, die seelenberührende Kunst des Films zum Leben erweckte. Millionen werden erleben, neu erleben, welches Glück im Wissen um den Reiz der Heimat liegt, welches unsagbare, Glück und welcher heilige Sto'z uns in dem Gefühl geschenkt ist, Deutscher zu sein.(Wissener Lichtsviele.) Kann eine Frau allein ins Kino gehen? Eine Frage, die sich von selbst beantwortet Jede alleinstehende Frau, die heute schwere Pflichten und Aufgaben zu erfüllen hat, möchte sich dann und wann entspannen, teilnehmen am Geschehen der Zeit, ein vaar frohe oder erhebende, auf jeden Fall aber erholende Stunden— im Kino verleben. Spät kommt man von der Arbeit heim, der Wunsch ist groß— groß aber sind oft auch die Bedenken. Kann ichs mir leisten? Ists nicht schon zu spät wegen der Verdunkelung? Ists auch richtig, daß ich ins Kino gehe, wo der Mann, der Verlobte, im Dienst des Vaterlandes fern ist? Diese Bedenken wollen wir wegwischen. Die Pflicht zur Erholung, so gemütlich es daheim sein mag, man muß auch einmal heraus! Man muß sich etwas gönnen, wenn man etwas leistet. Der Kinobesuch ist doch kein Luxus. Schon der Wochenschau wegen sollte man ihn nicht auslassen. Denn das hieße auf ein lebendiges Miterleben der grozen Geschehnisse unierer Zeit verzichten, das hieße Verzicht auf eines der Mittel, das uns vieles verständlich macht über den Kampf, in dem unser Volk, in dem wir alle stehen. Ganz davon abgesehen, daß mancher lehrreiche Kurzfilm, mancher Kulturfilm gerade. den Frauen viel, sehr viel gibt, für ihre Lebensführung, für Haushaltsvraxis und für den Schatz ihres allgemeinen Wissens. Ob wir nun unserem versönlichen Geschmack nach den grosen weltanschaulichen Film. den heiteren Lustspielfilm, die Filmoperette oder den abenteuerlichen Film lieben, immer wirduns der Film Entspannung, Erheiterung und Erhebung spenden und uns dem Alltag entrücken. Die„Verdunkelung" ist heute eigentlich längst kein Argument mehr gegen den abendlichen Kinobesuch der Frau.- Ueberall gibt es Luftschutzräume und geschultes Personal, und den Weg durch die Dunkelheit zu finden haben wir längst gelernt. Zudem wacht in der Dunkelheit die deutsche Volkspolizei für und über uns, so daß niemand Angst vor lichtscheuen Elementen zu haben braucht. Wer aber wollte der alleinstehenden Frau einen abendlichen Kinobesuch übelnehmen? Das könnte nur einer der aussterbenden Exemplare der Mucker sein. Das deutsche Lichtsvielwesen erfüllt heute eine hohe kulturelle Aufgabe dem entsprechend sind seine Darbietungen, die jedem Freude und Gewinn bringen. Wer nicht allein gehen mag. findet leicht eine gleichgeüinnte Freundin oder Nachbarin, die sich gern anschließt. Auch der ferne Ehecatte oder Verlobte wird als vernünftiger, in unserer Zeit lebender Mensch laum etwas dabei finden. Nach Schluß der Vorstellung kommt man beglückt und erfreut nach Hause mit frohem Herzen: Man hat zwei wunderbare Stunden erlebt, einen bunten Einschnitt in den Lauf der Tage. Ehrentafe! Aus Afrika senden herzl. Grüße an alle Bekannten in der Heimat die Soldaten: Bernhard Euteneuer, Elemens Schuhmacher, Heinr. Bender, Aloys Köhler und Artur Schneider aus Niederfischbach; Paul Quast und Franz Müller aus Wingendorf und Rudolf Huhn aus Weitesesk.— Wir danken und erwidern die Grüße mit herzl. Wünschen der Heimat. Uffz. Willib. Rosenthal, Fischbacherhütte, EK 2. Kl. Gefr. Joh. Rödder, Köttingen, EK 2. Kl. Verwischtes Lautsprecher zeigt den Tod eines Greises au Auf eigenartige Weise wurde kürzlich der Tod eines Bewohners eines grosen Hauses im Nordwestens Berlins seinen Hausgenossen bekannt und ofsenbar. Nachbarn bemerkten zu ihrem größten Erstaunen, daß in der Wohnung des 80jährigen Otto H. Tag und Nacht der Lautiprecher lief. Da eine so übermäßige Freude an den Darbietungen des Rundfunks sonst nicht den Gewohnheiten des regelmäßig und einsam lebenden Greises entsprach, so fürchtete man, daß ihm ein Anglüc zugestoßen sein könnte. Man benachrichtigte die Polizei. Die Wohnung wurde geöffnet. Man fand den Greis ha.bangekleidet auf seinem Bette liegend vor. Er war tot.: Die nähere Untersuchung ergab, daß er wahrscheinlich einen Schwindelanfall erlitten hatte, als er an seinem Gasherd gestanden. Dabei muß er den Schlauch des Gashahnes abgerissen haben. Infolge des ausströmenden Gases fand er dann den Tod, von dem der Lautsprecher den Hausbewohnern Kunde gab. Sterbefälle in der Heimat Ww. Emmy Auen geb. Luyken, Hamm(Sieg), 69 Jahre alt. Otto Reusch, Herdorf, 29 Jahre alt. Das Postfräulein von Greith Frauen= und Liedesroman von Walter Rainer Verlagsrecht: Prometheus= Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell b. München 21. Fortsetzung. Der Baron schläft in der Wirtsstube, wo die Leute illm ein Notbett ausgestellt haben. Der Anderl, und der Wirt aber haben sich die Küche zum Nachtquartier erkoren. „Glaubst, daß er sie wirklich heiraten wird?“ frag: der Almwirt kuapp vor dem Einschlafen. Der Anderl schupft grimmig die Achseln.„Dem is alles zuzutrauen.“ Und dann läßt er sich auf der Osenbank nieder. Im Laufe des späten Abends hat sich der Sturm ganz gelegt, aber in dicken und schweren Strähnen fällt noch immer Schnee und die Greither Alm hat bereits ihr Winterkleid angelegt. Nach dem Tosen des nachmittägigen Sturmes ist es nun toten still und schwer und nasse Falten legt die Nacht über den Greither Boden. Nur der bläulich schimmernde Schnee mildert ihre Finsternis. Laut Familienchronik der Ferlini erwarb erstreckte. Er starb 1693 in Venedig und sein Sohn Giovanni, legte das Familienbuch an, das heute noch im Besitze des Schloßherrn von Greitth ist. Francesco Ferlini, der Sohn des Giovanni, heiratete eine Deutsche und in seinem Testament ermahnte er seine Nachkommen, sie möchlen wenigstens so weit seinem Beispiele folgen, daß zumindest einer von den jeweiligen Söhne eine Deutsche beirate, denn diese Bluttmischung würde dem Hause Ferlini nur zum Segen gereichen, Er hinterließ außer drei Mädchen nur einen männlichen Erben, namers Carlo, der sich aber nicht an den in der letztwilligen Verfügung seines Vaters ausgesprochenen Wunsch h#elt, sondern eine Kratin heivatete, mit der er, soweit aus einer Bemerkung der Chronik ersichtlich ist, mindestens ein Dutzend Kinder hatte. Das Familienbuch## schäftigt sich aber nur mit einem Nachfolger. Anionio Ferlini, der 1772 geboren wurde und in ner ganzen Ahnenreihe des Geschlechtes der einzige Sodat war. Er nahm als Reiteroffizier in österreichiichen Diensten an den navolconischen Feldzügen teil und starb 1844 als General im Ruhestand Dieser Ferlini erfüllte den testamentarischen Wunsch seines Großvaters und heiratete eine Deutsche. Und dieser Ehe entsprossen sieben Buben und sechs Mädchen, die er alle gut versorgte, weil wührend seiner Lebenszeit die drei Nebenlinien der Ferlini von Osanna ausstarben und ihm damit auch die Besitzungen in Venedig und Adine. in Kärnten und Bayern und zwei Häuser in Wien zufielen. Mit seinem Tode fiel, dieses vereinigte Fürstentum der Ferlini wieder auseinander. Sein ältester Sohn, den er seiner Gattin zuliebe Werner taufen ließ, bekam das Stammschloß Osanna, das Gut in Bayern und die zuletzt gekaufte Herrschaft Greith, die er dem derzeitigen Baron Hermann bei dieser Hochzeit überließ. Und erst seit dieser Zoit, man schrieb das Jahr 1890, ist ein Ferlini ständig in Greith. Weihnachten, das Fest des Friedens, ist vorbei, aber der Krieg geht weiter. Wohl sitzen in Brest Litowik die Vertreier der Zentralmächte mit den Delegierten des neuen Rußland zusammen, um den Kvieg im Osten zu beenden; aber im Westen und Süden tobt noch immer der Kampf. Auch auf Schloß Greith sind die Festtage vorbei, die diesmal für Herrschaft und Gesinde von ganz besonderer Bedeutung waren, denn sie dra##ten die Verlobungsseler des Barons mit seiper Sekretärin. Und aus diesem Anlaß gab es heuer nach langhang an Zuckerwerk und Schokolade vor allem den Kindern des Dienstpersonals zugute kam. Außerdem erhielt das ganze Gesinde im Schloß schöne Geschenke und Geldzuwendungen. Und deshalb. gibt es heute, am Sonntag nach Weihnachten, nur zufriedene Gesichter auf Schloß Greith. Dieser Tag bringt eine ganz große Ueberraschung: den Besuch des jüngeren Sohnes, der direkt von der Front her auf Urlaub nach Hause kommt. Edith geht gerade in Straßenkleidung zum Tor hinaus, als der zweispännige Schlitten mit dem jungen Baron Oskar vor dem Einfahrtskor hält und der schlanke, hochgewachsene Offizier sich ihr als Oberleutnant Ferlini. vorstellt. Dabei spricht er sie gleich mit ihrem Namen an, als seien sie alte Bekannte. In schwerer Befangenheit bringt sie kaum einige. Worte hervor und will dann sogleich ins Haus zurückgehen, um die notwendigen Anordnungen für seine Bequemlichkeit zu treffen. Als er aber hört, daß sein Vater auf einer Geschäftsreise in Wien sei und voraussichtlich erst in zwei oder drei Tagen zurückkommen werde, bittet er sie, ihren Spaziergang zrm Forsthaus nicht seinelwegen aufzugeben. Wenn sie es gestattete, würde er sie gerne begleiten. Er beginnt das Gespräch damit, daß er ihr Grüße von Oberleutnant Hofer ausrichtet. der seit zwölf Wochen mit ihm beim gleichen Bataillon ist und ihm viel Gutes und Schönes vom ehemaligen Greither Postfräulein erzählt hat. „Und' ich glaube, daß die Grüße, die er mir mitgab, sehr, sehr herzlich gemeint sind“, fügt er mit w##elsagendem Lächeln hinzu. Edith lauscht betroffen. Dann sagt sie:„Zwischen mir und dem Oberkentnant Hofer haben nie andere Beziehungen bestanden, als die einer gusen Freundschaft und großen Dankbarkeit, denn ihm verdanke ich es ja in erster Linie, daß sich mein Schick al zum Besseren gewendet hat. Außerdem ist er doch verheiratet und ich— seit Weihnachten verlobt und zwar mit Ihrem Vater. damit Sie es gleich wissen!“ stößt sie in jäher Erregung hervor. Ihr Herz schlägt zum Zerspringen bei diesem Geständnis. Der Oberleutnant bleibt überrascht stehen und sieht sie einen Augenblick lang sprachlos an. Dann aber reicht er ihr lächelnd die Hand.„Papa ist wirklich ein Glückspilz. Aber auch ich bin entzückt davon, eine so junge und reizende Stiefmama zu bekömmen.“ Und dann scherzt er, er werde sich nun wohl recht brav aufführen müssen, damit seine junge Mama keine Gelegenheit bekäme, ihn noch zu erziehen. Sie sieht ihn lächelnd an. Er trägt nun die Kappe in der Hand und die blanke Wintersonne liegt. gleißend auf seinem hellen Blondhaar, daß es wie„Geld funkelt. Seine blauen Augen leuchten. Gar keine Aehnlichkeit mit seinem Papa. denkt sie flüchtig. Er aber sagt soeben:„Welch ein herrlicher Tag!" Und dabei wirft er einen frohen Blick in die weite Runde der Berge. Nur zwei Farben beherrichen sie jetzt; das strahlende Blau des Himmels und das blendende Weiß der Schneeflächen „Wenn mir nicht der Hofer soviel Eutes von Ihnen erzählt, und ich nicht das Vergnügen hätte mit Ihnen zu sprechen, würde ich mir vielleicht nach Erhalt der Verlobungs= oder Vermählungsanzeige gedacht haben, daß Sie Papa etwa wegen seines Vermögens heiraten“, sagte der junge Baron nach einer längeren Pause, wobei er Edith lächelnd ins Gesicht sieht. „Das können Sie auch jetzt noch denken", erwidert sie trotzig und mit brennenden Wangen. „Bevor ich nach Schloß Greith kam, war ich ja nur eine Art Dienstmädchen beim Postmeister in Greith und ich habe dabei viel Hunger gelitten und ein miserables Dasein geführt, so daß—“ „Das alles hat mir der Hofer erzählt und es gereicht Ihnen nur zur größten Ehre, daß Sie um Ihrer Mutter willen alles so tapfer ertrugen. Sie haben mich offenbar mißverstanden. Ich wollte Ihnen ein Kompliment machen mit meiner Bemerkung und Sie haben das anders aufgefaßt. Ich bin schon einmal so, daß ich immer gleich mit der Türe ins Haus falle, wie die Leute sagen“, fügt er hinzu und sieht sie dabei so treuherzig an, als wollte er ihr Abbitte leisten. Und dann beginnt er gleich von seinem Leben, seinen Neigungen, Wünschen und Hoffnungen zu erzählen. Daß er so gerne heiraten möchte, aber bisher noch keine gefunden habe, die ihm gefalle. Er wolle eine Frau, die ihn nur aus Liebe heiratete, nicht des Geldes wegen, eine Frau, die gut sei und auch Kieder liebe, denn er möchte mindestens ein halb Dutzend Kinder haben. Und natürlich müsse sie auch hübsch sein, denn eine andere würde er nicht lieben können. So wis seine Stiefmama dürfte sie schon aussehen. Fortsetzung folgt,