Nr. 293. 12. Jahrgang. Siegen, Samstag den 15. Dezember 1900. Karsen Die Zeitung„Das Volk“ erscheint an jedem Wochentage abends. Bestellungen sind bei dem entsprechenden Postamte(Nr. 7728 der Zeitungsliste) oder beim Landbriefträger anzubringen. Bestellungen für Siegen nimmt außer der Post die Geschäftsstelle entgegen. Preis vierteljährlich für die Stadtabonnenten M. 1.25 frei ins Haus 40 Pfa. mehr, für alle Postabonnenten M. 1,35 frei ins Haus 40 Pfg. mehr. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Sandstraße 10. Fernsprech=Anschluß Nr. 205. Berlin: Redaktion: NW Klopstockstraße 7. Durch die Zeitung„Das Volk“ finden Anzeigen weiteste Verbreitung im kauffähigen Publikum des ganzen Reiches. Preis der 5 gespaltenen Petitzeile für die Provinzen Rheinland und Westfalen, Hessen=Nassau und das Großherzogtum Hessen 10 Pfg.; für das übrige Reich 25 Pfg. Aufträge sind gefälligst der Geschäftsstelle oder durch ein Anzeigen=Vermittelungs=Geschäft zu erteilen. lichen Dank! Zu meinem 66. Geburtstag sind mir aus dem ganzen Vaterlande so viele Grüße und Segenswünsche zugegangen, daß ich nicht jedem einzelnen, der mich damit erfteut hat, besonders danken kann. Ich thue es in unserem lieben „Volk“ und sage hiermit allen christlich=sozialen Freunden und Freundinnen herzlichen Gegengruß. Stöcker. Sczialpolitische Wochenschau. Vor uns liegt die Probenummer eines neuen BlattesDie Heimarbentenin Organ des Gewerkvereins der Heimarbeiterien für Kleider und Wäschekonfektion Erscheint zunachst dreimonatlich. Fur Verlag und Redaktion verantwortlich Generalsekretär L#ie Mumm, Berlin N, Bergstraße 39. Für Mitglieder unentgeltlich Für andere bei direkten Bezug durch den Verlag oder die Post jährlich 50 Pfg. Der Leitartikel:„Was wir wollen“ führt folgendes aus: In Berlin giebt es wohl 25.000 Frauen und Mädchen, die auf ihrer Stube für Geschäfte der Kleider Mäntel= und Wäschesobrikation arbeiten ungezählte Tausende giebt es im deutschen Reich Fur das Interesse dieser großen Schar will unser Blatt eintreten. Es will ein Wechruf sein Schließt Euch aneinander Einigkeit kann auch die Schwachen stark machen Seufzt nicht einan auf=Euren Stühchen im Hinterhautse, im Kelter oder im höchsten Stochwent nein stehet zusammen, alle für eine, eine für alle Eine Reihe Kolleginnen haben sich jüngst in Berlin zu einem Gewerkverein zusammengeschlössen. Die Mitglieder soll jede Nummer enger zusammenschließen, die Fernstehenden soll jede Nummer mahnen Bleibt nich länger der gemeinsamen Sache fern organisiert EuchAber ma vengg solch kleines Blatt? Freilich ist's unbedeutend gegenuber der„Konsel# der Wochenschuift der Textilindustrie. Aber es ist das erste Blatt nur für Heimarbeiteriunen Es kann Großes wirken, wenn es dem neuen Gewerkverein der Heimarbeiterinnen siegreich Bahn bricht. Der Gewerkverein hält monatliche Sitzungen imn Norden und Süden, bald auch im Osten Berlins. Seine Satzungen versendet postfrei die Geschäftsstelle Berlin N. Bergstraße 39 11, 1 100 P=u Sich er Beeete bietet seinen Mitgliedern für einen Monatsbeittag von 20 Pf. 1 Unentgeltlichen Rechtsschutz in allen gewerblichen Streitigkeiten. 2 Auskuuft beim Verkehr mit den Behörden. 3. Ein Jahr nach dem Beitvitt einen Krankengeldzuschuß von 3 in der dritten uud vierten bei mehrjähriger Zugehörigkei auch in der fünften und sechsten Woche der Krankheit Vorträge und geselliges Beisammensein 5. Eine kleine Bibliothe und dies Vereissorgan Spareinlagen werden von 20 Pf. an angenommen, von5 Mi an mit 3 Prozent verziust. Kunz der Gewertverein uterstützt alle Maßnahmen, die eine Förderung der Bernfsinteressen erwarten lassen. den Heimarbeiterinnen nor thut wird in folgende Säthze zuschmintengefa 1 Zitschnittentschließ der Heintarbeiteniunen 2. Beschrnng der durch die Saisonarbeit entstehenden Meißzstcn hg von Schutzmarten zur Empfehlung guter Geschäfte wie überhaubt Beeinstastung der Arbeitgeber zur Bessenng des Arbeitsverhältisses durch verscliche## und durch Benntzung der Deffeilichkeit Gründng von Arbeitsstuben, die zugleich Lehrinstikte für Aufüngerien#d 5. Alsbeitsnachtes bei steitndlich gescunten Meisten 6 Aufstelling detaillierter Lohntarise in den Betriebswerkstätten der Meister. A u s d e h n n g d e r K r a n k e n= I n v a l i d e n= u n d U n f a l l b e r sicher die as Ausdehnung des gesetzlichen Arheitsschuitzes auf die Mdusteie 1. Gewerbeinspertion 2 Wohnungsispektion ee Heimarbeiterinnen. 1#.Ausscheiden der bescheirgteten Faen aus der ErwerbsAlbeit überall da, wo der Mann= die Familie#hren kann. #Erziehng der Töchter von Heimarbeiterinnen zu anderen Berufen I##g und Stärten des christlichen Geistes in Heiz und Haus der Heimarbeiterinnen Wie en neuen Sgan dese chuistlschen Gewer die der Sene e chlich eien Koneren ihr Men Verdautt ein ftähliches Gedeihen Möge in eiler Sudlisce Von=den Ahesers ds ###chte Wer Ausbentnng an dielen Stellen ir Recht Gebrh ersen tanen Wen zur Besserung der Zustände nachdbuchtiech hen Veisch der##ialen Lageist leider den Augenbleieder ein recht trübes. Es wird bezeichttet Aurch die Worte Wohmngsn# und Kohleunor bei geschäftlicher As und Aende Arbeisgelegnhen der und da o eitslongten Gegen die Wohnungsnes gelungen den Staat und die Städte mobil zu machen er gends n As n diesen Gebier Gegen die Kohlenug haben auchin Sellte StidteBesch Fron Rohtenmengen ehasn billig und u Sien an die kleinen Lente bügeben llegt in der Natar der Diuge daß nuch e hen en konnen abgeen g S# gegangen siud. Am schwersten aber lastet jetzt, wie immer, die Arbeitslosigkeit auf den davon Betroffenen. In der bedeutendsten süddeutschen Industriestadt Mannheim ist man schon wieder im Begriff Notstandsarbeiten von den Arbeitslosen ausführen zu lassen, um nicht die Armenlasten ins Ungemessene anwachsen zu lassen. An der Arbeitslosigkeit, die mit den Kriegen in Afrika und Asien in Verbindung steht sind diesmal auch andere Erdteile sogar Anstralien beteiligt. Es har daher viel Wahrscheinlichteit für sich, daß wir diesmal, wo die Geschäftslage der verschiedenen Weltteile nicht mehr, wie frühen ausgleichend wirkt, eine Weltkrisis bekommen die an Stärke und Nachhaltigkeit alle früheren übertreffen wird. In Berlin hat ein Tag der Gasthofbesitzer stattgesunden, der sich mit den Arbeitsverhältnissen im Gasthofsgewerbe beschäftigt hat. Wie offtziös verkündet wird ist der Stand dieser Frage der, daß zur Zeit Verhandlungen zwischen den zuständigen Stellen im Reichsamt des Innern und denen des betreffenden preußischen Ressorts über die Vorschläge der Reichskommission für Arbeiterstatistik stattfinden Seit nunmehr fast 8 Jahren ist diese Regelung in Vorbereitung, die durch Spezialgesetz zu treffen bereits 1891 von Seite des Vertreters der verbündeten Regierungen verheißen wurde. Da die Verhandlungen immer noch schweben, wird der Reichstag sich auch in dieser Session nicht entschlagen dürfen, seine Stimme abzugeben Aeußere Veranlassung dazu bietet ihn eine Petition der Fachkommission der Gastwirtsgehilfen an Bundesrat und Reichstag Es werden in dieser Eingabe die hauptfächlichsten Forderüugen vorgebracht, die der „Erste allgemeine Fachkongreß der Gastwirtsgehilfen Deutschlands“ am 6 bis 9. März 1900 in Berlin ausgestellt hat Um diese Wünsche der Gehilfen noch einmal kurz zu wiederh#len so gehen sie auf Erl##es Spezialgesetes n ale Hilfspersonen in Gast= und Schautwintschaften als Auhang zur Gewerbeordnung die tägliche Arbeitszei der erwachsenen Gehilfen soll höchstens 15 Stunden einschließlich der Pausen betragen jugendliche Personen unter 16 Jahren dürfen nachts voll 10 Uhr bis 6 Uhr nicht und tagsüher nur 10 Stunden beschäftigt werden weibliches Hilfspersonal darf von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens nicht in den Gasträumen verwendet werden unter 8 Shren sind Kellneriunen überhant nicht zuzlassen Jede Hillsperson hat wöchentlich eine ununterbrochene Arbeitsruhe von mindestens 36 Stunden diese muß alle Wochen auf einen Sountag fallen. Die Hoelbesitzer setien ihre aufängliche Forderung Sstündiger Arbeitszeit im Laufe der Verhandlung auf 16 herunter Daß es im Deutschen Reiche nicht nur lange Arbeitszeiten sondenn auch minninale Löhne giebt, beweist eine Verurteitung in Gustrow Ein Kaiserliche Landbriesträger bekan dort dienst des 26jährigen Mannes belie s#en##f M.150 täglich also M. 550, für das gauze Jahr Heimgellehrt. Am Mittwoch herchte in iel großzer Jubel Ein großer Trupp Ehinatampfer war mit dem Dampfer Köln zudückgekehrt Zum Empfange waren die Prinzes Heintich it dem Prinzen Waldemar sowie der Generainspeten der Mrie Admiral Köster der Oberbürgermeister he Offizier und Deoutationen aller Marinereite ischienen Adntiral er helt eine Aprachein welche keit dei. Geittcherehrien Ae eiche en achee bürgereteru de Heimtehrenden iim Namen der Stadt begchthate ließ sich die Prinzen Heinrich mehrene Verwundeten vorstellen und erkundigte sich nachihren Beninden und ihren Verslthissen Sdanaschierte der Zug uh die beich bestaggten und glenzend merten Straßen der Sn von der Menge begleite Die Verwundeten und Krauten slgtenin it Bhen=eschuchten Wagen denen sich de Krieger= und A##n nn richtenen waren. as wird eine Frende sein für die Solbetenund nich zum enignen ch deren Angehorgen wein sie nun nuter dem Weihnachtsbaum stehen im traulichen Stübchen dahein um gen das Weihnachtssest zu feie Aber schreid sien uun dectischen Batersahe di Priedens Flcke ertönen, wird draußen in fernen China weiter geA und##nd heute llegt eine Depesche aus Houskong Bant. 8 Sezenber vor welche besccht, daß in der Städt zahlbeiche Plarate Augeschlagen und eiche die Bevlker reizen und een die geheimen Gesellschaften würdenich L cüch zuschenschließen um die Fremden zu verzagen St= wird es allo noch diel Arbeit geben sun die Truppen und ein Ende des Kampfes ist noch gar nicht abzusehen G# wvolle geben d#uh in Reich der Mitte der Frieden Secht bald= wieder hergestell An Ar Rucennunkast. Von uuserem Berliner Mitarbeiter. Berlin, 13. Dez. In allen Blättern wurde noch über die Rede des Grafen B#####n vom 11. d. M. debattiert, Als er bereits dieser ersten Krüger=Rede eine zweite hat #en lassen, die im deutschen Reichstage den größten Beisall Se#cden dar. Das wesentliche aus dieser Rede ist des dan #ger in der That versucht die deutsche Regierung dunch telegraphische Anmeldngeies ganz undorbereiteten Bestichs zu überrumpeln und daß sehr ertlärlicherweise der Reichskanzler sich gegen dies Vorgehen gewehrt hat. Giaf Bilolb lleß übrigens dem guten Necht und der großen Tapferkeit der Buren alle Gerechtigtei widerfahren erktärte aber wieder das b wenn Rech anf Seite der Buren und alles Unrecht bei den Eucander sich nich zum Nichter zwischen beiden berufen ue nennehr nur= seine Pilcht## erkenne deutsche Inter#n zu wahren. Für die Lage d#s Aens uur. Sie Buthn uch erer Aufag die Vergangenheit umeilen ir auders. unserer Zwangslage liegt im deutsch=englischen Vertrag. Aehnlich wie wir urteilt auch die„Grantf Ztg.", wenn sie schreib Seither haven dieselben Leute(die Köln. Ztg. u. s. w.) die so gesprochen haben(d. h. Trausvaal für unentbehrlich erklärt haben), die Transvaal=Republiken preisgegeben ohne mit der Wimper zu zucken und ohne daß sie es für nötig finden, dem alten Krüger wenigstens persönlich ihr Bedauern auszudrücken Warum? Was ist vorgegangen Weshalb hat sich alles geändert? Wir vermuten das Geheimnis des Umschwungs liege in dem deutsch=englischen Abkommen von dem einmal sehr viel die Rede war, von dem es aber seit einiger Zeit merkwürdig stille geworden ist. Man weiß nicht bestimmt, was das Abkommen enthielt; man glaubt indes aus guten Gründen amehmen zu können, daß die Hauptbestimmung dahin ging Deutschland und England sind übereingekommen, daß falls Portugal sich entschließen sollte, eine Anleihe für seine Kolonien aufzunehmen, diese Anleihe von Deutschland und England unter gleicher Beteiligung beider Länder gedeckt werden solle, gegen Verpfündung der Einkünfte der vortugiesischen Kolonien in Afrika. Das wäre also ein fianzielles eugltsch=deutsches Protektorat über die vortugiesischen Kolonien gewesen, und dasselbe erklärte sich dadurch, daß man allgemein glaubte, Portugal werde die ihm im Belagoabahn=Konflikt, dessen Entscheidung bevorstand auferlegte Entschädigung nicht bezahlen können. Um diesen Preis vermuten wir ließ die deutsche Regierung die Buren im Stich sie meinte, mit dem halben Protektorat über die vortugiesischen Kolonien für ihre Interessen so viel gewinnen zu können, daß sie den Engländern die Buren überlassen durfte Wider Erwarten konnte jedoch Portugal die ihm auferlegte Entschädigung bezahlen es bedurfte keiner Kolonial=Anleihe und das ihm iett eng verbündete England wird wohl dafür sorgen, daß es auch in Z#uuft keiner solchen bedürfen wird. Das deutsch=englische Abkommen ist somit gegenstandslos ge#worden wir haben die Buren umsonst im Stiche gelassen und wir sind von den Engländern wieder einmal übers Ohr gehauen worden. So stellt sich heute das Faeit unserer#dafrikanischen Politik dar. Diese Darstellung der Lage halten wir für richtig Graf Bülon hat in seiner neuesten Rede zwar gesagt, von der Preisgebung der Buren sei in jenem Vertrag nicht die Rede. Aber das beweist sichts Preisgebungen dieser Art vertraut man ucht dem Papier an, auch wenn sie thatsächlich vollzogen sind Wollte jetzt unser auswärtiges Amt für die Buren auch nur andentungsweise eintreten, so würde es mit seiiten eigenen Vergangenheit in Widerspruch treten. Diese Zwangslage muß man bektagen aber vorhanden ist sie In übrigen beweist die letzte Rede des Grafen Bülow chrerseits wieder, daß unser neuer Reichskanzler ein ganzer Mann ist. Und man darf sicher sein, daß er aus dem ersten neunenswerten Mißerfolg seiner Amtsführung für die Zuk#ust die Lehren ziehen wird, die daraus gezogen werden KöA Der Prozeß Sternberg hat wieder neue Feststellungen von Wichtigkeit gebracht Die Hauptkupplerin Fischer die nach Amerika gestichtet war und mit freiem Geleit zurückkehrte hat nunmehr zugestanden daß der angebliche Maler, der bei ihr verkehrte Steinberg gewesen und an dessen verbrecherischem Treiben mit halberwachsenen Kindern ist nicht nehr zu zweifeln Weiter hat die Fischer bekundet, daß ihr große Summen geboten seien wenn sie falsch aussage zu Be Sternbergs.— Vollends hineingelegt ist auch der beiannte Justizrat D Sello. Der verhaftete KriminalKommissar Thiel sagte folgendes aus: Ich will bekunden, daß ich mit Heren Luppa zusammen beim Jnstizrat Dr. Sello war.— Vors.: Wann ist das gewesen und wie ist es gekommen?— Zeugen Herr Luppa hatte mich veranlaßt ihn an einem Sonntag Anfang März an der Herkulesbrücke zu erwarten, da er mit mir in der Sternberg=Sache zu Dr. Selle gehen wolle. Wir gingen in die Privatwohnung des Justizrats Dr. Sello, trafen diesen Zulch ncht zu Hause und trafen ihn später in der Wohnung an Bupd stellte nich vor als„Kriminalkommissar Thiel, sagte, daß ich der Freund sei, der die Mitteilungen brächte und der große Unbekannte aus der Callis=Sache Justiziat Dr Sello holte sofont das Strafgesetzbuch herbei und zeigte s#mg mit wie auch Heren Luppa die auf die Strafen für Bestechung ausgesetzten Bestimmungen An dem Tage wurde nichts weiter verhandelt. Dr. Sells sagte es würden noch weitere Kouferenzen in seinen Bureau notwendig werden. Mit war die Sache außerordentlich peinlich daß der Justizrät sich gleichuf den Rechtsstandpunkt stellte Luppa hatte nich mit der Faupage des Heren Steinberg erwartet und wir waren zusammen zu Dr. Selto gefahren Verselbe sagte bei der Unterredung zu mir Wenn Sie aber Herr v. Trescko# in der Sternbergschen Squipage neben Herrn Luppa steht dann wird er wohl Bescheid wissen Ich ging denn ch u Pferdebah D. Sello sagte ferner um die Sache nch guffälligzu machen sollte ich ihn igend eine Nechtsngelegberen Nmichig im Burean erscheinen Lonnte und da war mi der Gedanke gekommen ihn die ganz aussichtslose Erbschaftssache meiner Frau zu überträgen Die Zoltenhochnng au dentsches Vier in Frankreich als Aur an den dentschen Flotten# zonschen Schaen den Annn den der mehmstische c anzösischen Deputertenkanmer eing es in der ersten Meldung e Der Autteg Plichon will den Zoll n erdoppelnndern von auf e mehr als Deutscher Reichstag. Berlin, 13. Dezember. Am Tische des Bundesrats: Graf Bülow, Graf Posadowsky, v. Thielmann, Frhr. v. Richthosen, v. Goßler, v. Tirpitz, Dr. Stübel, Schulz, Brefeld, Halley. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 20 Min. Die erste Beratung des Etats wird fortgesetzt. Abg. Hug(Centr.): Das interessanteste aus der Etatsdebatte ist für uns die Frage der Matrikularbeiträge und Ueberweisungen. Nun reichen die Reichseinnahmen zur Deckung der Ausgaben nicht aus. Man muß daher erwägen, wie der Etat wieder zu balancieren ist. Dazu giebt es drei Wege: Sparsamkett, schärfere Heranziehung der Einzelstaaten und Eröffnung neuer Steuerquellen. Die baldige Vorlegung des Zolltarifs ist dringend erwünscht. Die Landwirte fordern mit Recht höhere Getreidezölle und einen Doppeltarif, denn für sie kommt schon in Frage, ob sie überhaupt noch eine Rente herauswirtschaften. Abg Frhr. v. Hodenberg(Welse): Das Verhalten dem Präsidenten Krüger gegenüber hat dem Ansehen der Regierung sehr geschadet. Die hochherzige Königin von Holland ist gegenwärtig der einzige Mann auf Europas Fürstenthronen.(Heiterkeit.) Dr. Hasse hat gestern ruhig und sachlich gesprochen, der Reichskanzler erregt. Der Reichskanzler hat sich geärgert und ist daher auch in der Form aus der Rolle gefallen. Eine Politik ohne Herz ist auch eine Politik ohne Treue; und unter Umständen auch ohne richtiges Ehrgefühl. Abg. Dr. Hahn(Bund d. L.): Der Reichskanzler hat eine Erbschaft cum beneficio inventari angetreten. Ich will ihm einmal n, welches Inventar Fürst Bismarck hinterließ: Nationale Politik, Sozialpolitik und den Grundsatz, daß auswärtige und Wirtschaftspolitik scharf getrennt werden müssen. Der jetzige Reichskanzler hai mir bisher nicht den Eindruck gemacht, daß er das für nötig hält; ich hoffe, daß er sich danach richtet, was Fürst Bismara als Grundsatz bethätigt hat. Fürst Bismarck hat den Hauptwert auf gute Beziehungen zu Rußland gelegt; ich hoffe, daß der Reichskanzler bemüht ist, sie wiederherzustellen und nicht allzugute Beziehungen zu England zu unterhalten, die mir große Besorgnis einflößen. Ich nehme den Reichskanzler in Schutz gegen die Angriffe des Freiherrn v. Hodenberg. Gefühlspolitik dürfen wir nicht treiben. Aber ein so kluger Staatsmann, wie es der Reichskanzler ist, sollte doch auch mit Imponderabilien rechnen. Der gesunde Menschenverstand sagt doch, daß eine andere Behandlung des Präsidenten Krüger das Burenvolk erfreut hätte, es ihm leichter gemacht hätte, sein Unglück zu tragen Unser Verhalten zu den Buren hat nicht nur Bedeutung für unsere südafrikanischen Kolonien, sondern auch für unser Verhältnis zu den niederländischen Nachbarn, Holland und Belgien. Auch das ersuche ich den Reichskanzler zu beachten. Unsere Sympathie für die Niederländer müssen wir bezeugen, auch wenn formale Schwierigkeiten zu überwinden sind, vor allem, damit im Volke der Glaube wieder lebendig wird: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts in der Welt. Abg. Werner(Antis.): Ich habe nicht den Eindruck, daß unsere Regierung ganz ohne Furcht vor England ist. Dem alten Präsidenten Krüger konnte man freundlicher entgegenkommen. Wir müssen die Interessen der Deutschen gegen die Engländer vertreten. Möge diese Aufgabe voll und ganz erfüllt werden. Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts in der Welt! Abg. Graf Roon(dk.): Die zweijährige Dienstzeit ist volkswirtschaftlich dem Lande nicht nützlich. Ich glaube, dem Bauer ist es lieber, wenn er einen Sohn drei Jahre im Dienst hat, als zwei Söhne zwei Jahre. Ich halte Herrn Bebel für einen sehr wohl beredten und sehr temperamentvollen älteren Herrn, der in einer etwas übertriebenen Weise Anspruch macht, hier gehört zu werden(Mutren bei den Sozialdemokraten und uns unsere Zeit sehr oft verschwendet und das gefällt mir nicht.(Heiterkeit.) Wenn diese Tribüne fortgesetzt benutzt wird, um die Leute, die zur Leitung der Staatsgeschäfte berusen sind und unverdrossen ihre Pflicht erfüllen, fort und fort in der unerhörtesten Weise anzugreisen, dann muß sich das Herz jedes Mannes, in dem nur ein Funken Gerechtigkeit lebt, auss tiesste empören. Ich glaube, Herr Bebel müßte sich schämen, daß er so ungerecht ist.(Große Unruhe.) Präsident Graf Ballestrem: Das dürfen Sie von einem Kollegen nicht sagen. Abg. Graf Roon: Die Lektüre des Neuen Testaments hat ihm sehr swenig genutzt. Wenn er sich weiter damit beschäftigt, wird er sich bessern und ich werde ihm dann die christliche Bruderhand mit Vergnügen reichen.(Unruhe.) Den Reichskanzler bitte ich recht dringend, auch auf dem Gebiete des Militärpensionswesens die Einheitlichkeit der Ressorts zum Ausdruck zu bringen. Gott gebe es, daß unser Reichskanzler ein Mann ist, der überaus seinen Mann steht. Abg. Stöcker(christl=soz.): In seinen Weihnachtsbetrachtungen sagte Herr Bebel, das Latein der bürgerlichen Gesellschaft sei zu Ende, sie könne die Gegensätze nicht lindern. Ja, ist das denn die Absicht der Sozialdemokraten? Sie haben gar nicht die Absicht, Latein zu lernen, weil Friede nicht auf Erden ist. Und wo das sittlich=religiöse Moment fehlt, auch an Menschen kein Wohlgefallen ist, sind die Dinge ja so schlimm. Das Bild aus den ekelhaften Prozessen muß uns in tiefster Seele betrüben und zum Nachdenken stimmen. Wer wie der Philosoph Kant an das radikal Schlechte in der menschlichen Natur glaubt, und das deckt sich mit der christlichen Lehre, der wundert sich nicht über solche Dinge aber wer diese Philosophie nicht ha, dem ist nicht zu helfen.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) In der Presse breit zu treten das Anwiderndste, was es in der Welt geben kann, das ist eine Unart. Das Große Edle soll man abhandeln, aber nicht wochenlang diese ekelhaften Dinge. Den breiten Raum, wie in der Zeitung nehmen diese Dinge doch nicht in unserm bürgerlichen Leben ein Aber das Traurige ist, daß das Geld diese hundsgemeine Rolle spielt Im deutschen Volke, das früher anders stand, hat sich eine Mammonsgier breit gemacht.(Singer rust: Getreidezölle Lachen rechts.) Präsident Graf Ballestrem: Wir sind am vierten Tage der Beratung solche Unterbrechungen halten nur die Beratung aufAbg. Stöcker(fortfahrend) Ich bedaure, daß durch die Affäre der 12.000 M. der Schein entstanden ist, als ob auch in der Verwaltung ein mammonistischer Geist herrscht. Das ist nicht der Fall und daher bedaure ich, daß der Staatssekretär die Sache schöner darzustellen versucht hat, als sie ist. Im Reichsamt des Innern ist der beste Wille vorhanden Ich bitte den Reichskanzler aufs dringendste, sich mit der Wohnungsfrage ernstlich zu beschäftigen, das ist mit die wichtigste soziale Frage. Wir sollten weiter nicht nur für einen Tei des Volkes sorgen, für hohe Dividenden in der Industrie während die Landwirtschaft daniederliegt. England sollte uns abschrecken. Wir haben den politischen morglischen rechtlichen Zwang, fur die Landwirtschaft zu sorgen. Ich könnte, soweit mein kleiner Besitz reicht, mit den jetzigen Verhältnissen ganz zufrieden sein. Aber das kann mich nicht abhalten, an das Ganze zu denken an zu hohen Zousorderungen soll man sich nicht stoßen; das wird vorgeschlagen, um wenigstens etwas zu bekommen,(Heiterkeit haben Sie schon erlebt, daß man Landwirtschaft gründet, in Form einer Aktiengesellschaft betreibt? Da ist eben nichts zu holen. Diesen Standpunkt der materiellen und geistigen Interessen auf die Weltpolitik angewandt, möchte ich ihnen folgendes erzählen. Mir ist dieser Tage von einem der hervorragendsten Chinakenner erzählt worden, auf dem Tische des Kaisers im Palast in Peking habe ein Soldat ein Neues Testament gesunden; und der Grund wesyalb die Kaiserin und Prinz Tuan den Kaiser nicht nach Peting lassen, soll der sein, daß der Kaiser dem Christentum zuneigt. Ja, da können Sie sagen, was Sie wollen: Ueber das Christentum wird die Weltgeschichte entscheiden, es geht seinen Gang durch die Welt und die Jahrhunderte und auch durch alle Kämpfe. Das Schumme ist, daß die Politik seit Jahren sehr wenig von diesem positiv christlichen Geiste geleitet wird. Christentum bedeutet doch in der Auffassung unserer Zeit nicht mehr eine Masse von Lehrsätzen. Ich bin glücklich zu sagen, daß diejenige bloße Orthodoxie, die nichts hat wie Buchstaben, nichts mehr bedeutet. Was heute in Zeitungen steht über das Benehmen des Generals Chaffee gegenüber unserm Oberkommandierenden in China, läßt vom Christentum nicht gerade viel bemerken. Diese nicht gerade christliche Art macht den Chinesen Mut, in ihrem Wesen fortzufahren. Was haben die christlichen Großmächte in Armenien und Kleinasien gethan? Ganze blühende Provinzen sind zerstört worden und es wurde gar nichts gethan, das zu verhindern Man hat im Gegenteil die Greuelthaten lange vertuscht, während über den einen Mann Dreyfus zwei Jahre hindurch jeden Tag die Zeitungen berichteten. Was ist das für ein Zeichen, was ist das für eine Welt? Das kommt einsach daher, daß Dreysus ein Jude war. Ich bedaure seine ungerechte Verurteilung, aber daß man 100.000 Armenier hinrichtete, war doch noch schlimmer Die Burensache ist vom Volksgemüt deshalb so aufgenommen, weil die Erinnerungen an jene von den christlichen Mächten nicht verhinderten Greuel noch fortlebten. Nach dem alten Verse: Ich bin groß und du bist klein, gehis im innern und so im äußem Staatsleben Kein treffenderes Symbol als die Welttugel auf dem neuesten Warenhause in Berlin mit dem Namen des Besitzers darauf Die Welt ist ein Warenhaus geworden. Mit Recht sagt der Dichter: Drum sieben Tage Müh hat Gott gemacht die Erde, daß sie für Lump u. Komp ine Aktienbörse werde(Heiterkeit und Beifall rechts. Wenn die Buren weiter nichts gehabt hätten als ihre Farmen und ihr Vieh hätten die Engländer niemals daran gedacht, sie zu betriegen(Beisall. Sie wollten aber das Geld und die Diamanten. Der Reichskanzler normiert in der Politik den Gegensatz von Verstand und Herz. Damit ist es aber nicht erschöpft. Der Gegensatz heißt Verstand und Gewissen. Der Abg. Richter lacht. (Lachen links.) Sie lachen Her Richter(Richter: Ich finde das so mystisch.) Nun ich will Ihnen einmal sagen, wie man in England darüber denkt.(Heiterkeit. Der ausgezeichnete William Stead schrieb: Der Schrei des mit dem Tode ringenden Volksstammes hallt in meinem Ohre nach Das Brüllen der Kanonen, die wehklagenden Frauen, das Seußen der Kinder welch grausames Bild und was für ein grausames Unternehmen Wenn unser Voll wieder zu sich selbst gekommen ist, dann wird es anders darüber denken. Dann vergleicht er Ehamberlain mit dem Hohenpriester Kaiphas und die englischen Zeitungen, die auf die Buren gehetzt haben, mit den falschen Zeugen vor dem hohen Rate. Er spricht von Barbaren und nichtsnutzigen Leuten und sagt: Ich glaubte, die Buren seien wirklich so schlecht, wie die englischen Zeitzingen und meine Freunde sie mir geschildert haben. Aber ich habe bei ihnen eine außerordentliche Schlichtheit gefunden, Großmut gegen ihre Feinde, Wohlwollen gegen ihr Gefinde. Bescheiden fährt der erste Staatsminister auf der Straßenbahn, während jeder ftemde Vertreter im eigenen Wagen daherkommt. Ferner schreibt er:„Dieser Krieg ist ein heiliger Krieg". Das ist doch ein Beweis wie englische Gewissen durch diesen Krieg berühr werden, und so ist es auch bei uns. Deshalb kommen wir auch mit so kühlen politischen Erwägungen allein nicht über diesen Zustand hinweg und es wäre doch gut gewesen, wenn man die Sache so arrangier hätte, daß Krüger empfangen werden konnte. Oder, wenn später noch die Möglichkeit bestände es zu thun.(Gelächter Ich würde das allerdings für den Zusammenhaug zwischen Regierung und Volt zwischen Kaiser und Nation wünschen. Wir, die wir das Kaisertum lieb haben, können nicht wünschen, daß in solchen tiefgehenden Dingen der sittlichen Beurteilung ein klassender Zwiespalt ist.(Beifall.) Nun hindern ja die Ausspruche des Reichskanzters gewiß nicht, daß wir uns im tiessten Innern eins fühlen, aber es ist doch ein großer Mißton hereingekommen Auch ich habe Briese erhallen von der schmerzlichsten Betrübnis bis zur wildesten Erbitterung und Wut Aeußerungen sehr tüchtiger nüchterner christlicher Leute. Das ist doch von großer Bedeutung In einem christlichen Blatt steht„Niemand dachte daran, als der Krieg begann, daß er sich so lange Sahinschleppen würde und zur Mordbrennerei ausarten würde. Trotzdem fügt der Briesschreiber naw hinzu Warum sind auch die Buren so hartnäckig: Das ist eben das Lasterhafte an der Conclusion, daß man sagt. Um die Grausamkeiten zu beendigen, muß man zu Grausamkeiten schreiten Weich ein Hohn auf die Haager Friedensverhandlungen Wie muß das Verhalten der christlichen Großmächte wirken auf die tausend Millionen Heiden, die es noch giebt, und wie muß es wirken gegenüber den Elementen, die in unserm innern Staatsleben Recht und Gerechtigkeit mit der Revolution beseitigen wollen Zu Gott bitte ich(Lachen bei den Sozialdemokraten), gewiß, das ist mein Weihnachtswunsch daß der Reichskanzler in dieses Konzert der Großmächte nicht nur Instrumente bringe, sondern auch erwan uun der christlichen Harmonie, von dem weihnachtlichen Lobgesang. Als wir den Krieg mit Frankreich führten, war England sehr wenig auf unserer Seite. Die Königin Viktoria empfing Herin Thiers. Da war es Cariyle, der große Engländer, welcher schrieb:„Ich habe noch nie etwas so Mertwurdiges gesehen als diesen Krieg. Gott gebe, daß die Resultate des Krieges so großartig so herrlich sein mögen, wie dieser Krieg selbst Cariyle dachte daran, daß Deutschland, welches er so überaus hoch verehrte, wenn es eine große Macht gewonnen hätte, ein Element des Rechts und der Gerechtigkeit im europäischen Völker=Konzert sein möchte. Mein Weihnachtswunsch ist, daß wir das allezeit sein und bleiben möchten. (Lebhafter Beifall rechts und im Centrum.) Möller(natlib.) Der wirtschaftliche Ausschuß wird im Lande vielfach falsch beurteilt. Die Freihändler nennen ihn eine Einrichtung um agrarische Zölle durchzusetzen. Nach mancher Richtung ist das richtig. Ich bin auch ein Vertreter der Richtung, weil wir nur durch die Verständigung der verschiedenen Wirtschaftsstände untereinander zu einer vernünftigen Lösung kommen können. Ich erkenne die Schonungsund Schutzbedürftigkeit der Landwirtschaft an. Ohne dieses wichtige Glied krankt der ganze Volkskörper.(Beifall rechts.) Aber darum müssen die Dinge unter Mäßigung von beiden Seiten in verständigen Grenzen bleiben, und ich bin überzeugt, daß auch auf der Linken Leute austauchen werden für diese Verständigung, wie die Herren David, Schippel und andere schon gethan haben(Beisall.) Abg. Graf Klinckowström(dk.): Ueber die Höhe der Zollsätze in einzelnen werden wir erst verhandeln können, wenn wir den Zolltarif im ganzen kennen. Aber die Herren auf der Linken wissen nichts anderes als„Getreide" und„Agrarier". Damit glauben sie die Sache gemacht. Denken Sie doch 30 Jahre zurück! Haben Sie d# Agrarier gehabt? Warum nicht? Ganz einfach deshalb, weil die Landwirte, wenn sie auch daraus keinen Staat machen konnten, doch bei verständiger Wirtschaft einen Reingewinn erzielten. Niemand hat ein Recht auf billigeres Brot, als die Landwirtschaft mit einem gewissen Reingewinn herzustellen in der Lage ist das schlägt alle Ihre Agitation zu Boden. Wir wollen gar nicht hohe Getreidepreise.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Ihr Lachen ist mir gleichgültig, wir werden es ohne Sie so machen, daß die Landwirtschaft und Industrie zufrieden sind. In der Angelegenheit der Buren können Sie vom Reichskanzler keine weitern Erklärungen verlangen. Was er als leitender Staatsmann erklären konnte, hat er unbedingt erklärt und zwar in durchaus beruhigender Weise. Was wollen Sie noch? Auch in der Frage des Empfangs des Präsidenten hat er eine durchaus überzeugende Erklärung abgegeben. Auf unsere Politik darf auch kein falscher Schein fallen Präsident Krüger ist doch in einer politischen Angelegenheit nach Europa gekommen. Kommt er nur als der alte Soldat, als der Held der bis zum letzten Augenblick gekämpft hat, dann bin ich überzeugt wird er auch freudig empfangen werden. Die Beratung wird geschlossen. Abg Bebel(soz.) erklärt, die Antwort auf die Angeiffe gegen ihn und seine Partei sich für die nächste Gelegenheit vorzubehalten. Abg. Dr. Hasse(natlib. persönlich): Ich fordere Herrn v. Hodenberg auf, mir den Beweis zu erbringen, daß die Alldeutschen für die Einverleibung Hollands eintreten würden. Abg Dr. Hahn(Bund d. L.). Ich habe nicht Herrn Dr. Hasse persönlich in Schutz genommen sondern die Alldeutschen(Große Heiterkeit.) Herr Möller hat mich mißverstanden! Ich habe nicht unsere Forderungen über die Höhe der Zollsätze vorgetragen, sondern die in Versammlungen erhobenen Forderungen. Abg. Richter(Frs. Vp.): Ich habe nicht gelacht über die Buren oder über das Gewissen. Der Lachreiz wurde dadurch in nur erregt daß Herr Stöcker die Buren mit Warenhäusern in Verbindung brachte Abg. Stöcker(christl.=soz.): Diese Bemerkung zeigt mir, daß Hen Richter über das Gewissen nicht nachdentt und nichts versteht. Abg Richter: Ich habe schon eben bemerkt, daß ich gar nich gelacht habe über seine Betrachtungen von Gewissen und Verstand, sondern über die Form seiner Kapuzinerpredigt, und er hat nicht das Recht, mir irgend etwas Falsches zu unterstellen. Allerdings innerhalb und außerhalb des Hauses sind wir das von ihm gewöhnt. Der Etat gehi in seinen Hauptteilen in gewohnter Weise an die Budgetkommission. Nächste Sitzung: Dienstag, den 8. Januar, 2 Uhr: Gesetzentwur über das Urheberrecht. Präsident Graf Ballestrem: Ehe Sie abreisen, möchte ich noch allen verehrten Kollegen ein recht frohes gesundes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr wünschen, daß Sie alle und andere mi Ihnen hier am 8. Januar frisch gekräftigt zur Arbeit zurückkehren. Schluß 4½ Uhr. Nachrichten und Hannover, 14. Dez. Der Kaiser besuchte gestern abens das königliche Theater und wurde bei seinem Erscheinen mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Die Ovationen wiederholten sich, als er nach beendeter Vorstellung das Theater verließ. Nach dem Theater fuhr der Kaiser zum Oberstleutnaut und Flügeladjutant v. Heyben=Linden, um dort den Thee eingris, 14. Dez. Bei der Beratung über di in der Deputiertenkammer stellt der Vorsitzende zunächst einen Antrag Vazeilles zur Abstimmung der in seinem ersten Teil die wegen der Verbrechen des Verrats und der Spionage Verurteilten von der Amnestie ausschließen will. Dieser Teil wird mit 200 gegen 248 Stimmen angenommen. Mit 329 gegen 244 Stimmen kommt sodann der ganze Artikel 1 der Amnestievorlage zur Annahme. Dieser Artikel verfügt, volle und ganze Amnestie für alle mit dem Dreyfushandel verknützsten Thatsachen, die sich vor der Veröffentlichung des gegen wärtigen Gesetzes zugetragen und keinen endgültigen ge richtlichen Abschluß vor dieser Veröffentlichung gesunde haben. Die Weiterberatung wurde auf Moutag vertagt Die Wieren in China. Washington, 14. Dez. Nach hier eingegangene Meldung haben die Verhandlungen der Mächte über die an Ehina zu richtende gemeinsame Note einen befriedigenden Abschluß gefunden und alle Regierungen haben sich über den Wortlaut geeinigt. Der Krieg in Südafrika. London, 13 Dez. Nach den gestern abend im Kriegsamt ein getroffenen Nachrichten ist es De Wet trotz der Bemühungen der englischen Generalität gelungen, den Caledonflu zu überschreiten. De Wet überschritt den Fluß nicht vor Smüh field, sondern 20 bis 25 Meilen nördlicher. Er befindet sich augen blicklich in Helvetia und scheint sich nicht, wie angenommen, nach De Wetsdorp sondern nach Reddersburg begeben zu wollen. In Kriegsamt glaubt man, daß De Wet sich in vollständiger Sichen heit befindet. Kapstadt, 13. Dez. Die Ernennung Sir A. Milners zum Administrator der Oranjekolonie und von Transvaal wurde heute wirtschaftet die Hausfrau mit„Maggi zum Würzen“ wovon wenige Tropfen genügen um jeder schwachen Suppe oder Fleischbrühe Saueen Nageuts und Gemüsen einen überraschenden, kräftigen geschmack zu geben und die Verdauung wohlthuend anzuregen. In Originalstäschaen von 25 Pig an.— Zur augenblicklichen Herstellung von Fleischbrühe— ohne weitere Zuthaten als kochendes Wasser— nehme man dagegen MAGGl's Bouillon-Kapseln, womit eine Einzelportion vorzüglicher Fleischbrühe auf 6 Pfg und extra starker Kraftbrühe auf a Pig zu stehen kommt(Die Maggi=Erzeugnisse sind in allen Kolonialwaren=Geschäften käuflich. G.M tag. Ven=Kr. 8 vormittags 9 Uhr anfangend, will ich den Nachlaß des Zahntes Heren Mrra Koblenzerstraße 10. Uhren, Spiegel, 4 vollständige Betten, Sophas, Tische, Rohrstühle, Brettstühle, Schränke Konsolen, Mangel, Glas und Vorzellan, Haus= und Küchengerätschaften meistbietend gegen bare Zahlung versteigern Weidenau. Stähler, Nukt=Kommistar für die Bezirke Siegen und Weidenan. Wer unzufrieden ist mit seinem Bruchbana, der wende #ichan E. W. Spiekermann, erthopäd. #telier Siegen i.W., Markt###. Geeschreibung des Bruches und Beckenumfeng##orderlich Wie schon früher mitgeteilt, findet Blaulkreuz-Konfetenl Sonntag, 16. Dezember statt. Anfang 2 Uhr Text 2. Timothe## 2 Vers und weiter. Um zahlreiche Beteiligung wird# beten. Nach der Versammlung stets große Ausmahl C.BONNSieGe NB. Auswahlsendungen zu Diensten Kanarienvögel! Harzer Roller, mit schönen langen versendet zu 6— 12 M. p. Nach nahme Weibchen 1 M. Luckhardt Esch### N3. Aus Markt 21 76. I. Fracnke Grosse Huswahl, güte Qualitäten und billige Preise. Niederschelden Bahnhofstrasse. Fernsprecher Nr. 504. Sonntags bis 8 Uhr Abends geöffnet. Trinkerinnen-Asyl ägt die jährliche Pension im Durchschnitt 300 Mk. Weni Im beträgt die jährliche Pension im Durchschnitt für 120 Mk. jährlich Aufnahme. Adr. P. Goebel bezw. Schwester Ida in Bienowitz, Kr. Liegnitz, Schles. zu Bienowitz (Bahnstation) enig Bemittelte finden schon F. W. Flender Freudenberg empfiehlt sein reichhaltiges Lager in: kurzen und langen Pfeifen aller Arten, echte Meerschaum- u. Bernstein-Cigarrenspitzen, Stöcke, Mundharmonikas. Große Auswahl in Messern, Scheeren, Portemonnales, Cigarren-Etuis, Regenschirmen und Broschen in allen Preislagen, sowie sämmtliche Bürsten, Parfümerien und Kammwaaren. Mache noch besonders auf meine gut abgelagerten Cigarren aufmerksam. Gebr. Körting, Köplingsdorf bei hannober, Zweigburean Vortmund, am Kondel 2. Körting's MLHOtO für Gas= Benzin= und Petroleum=Betrieb das Neueste auf dem Gebiete der Klein- Gasmotoren. Billigster Preis Enfachste Ausführung! Erhst Killer Sandstr. 14. Siegen, Sandstr. 14. und= Oekorationsgeschäft, empfiehlt: Gardinen, Stores, Teppiche, Portièren, TischDivan- und Reise-Decken, Felle, Läufer, Linoleum, Vorlagen, Matten. Uhrmacher, Weldenau, Wilhelmstr. 85. Großes und reichhaltiges Lager in Taschenuchren, Regulateitren, Wonde= Stcad, Weckeruahreit. AUhrketten in großer Auswahl Rathenower Brillen. Aneifer, Barometer, Thermometer und Goldwaaren. Für guten Gang der Uhren leiste mehrjährige schriftliche Garantie. Reparaturen an Uhren Brillen, sowie auch an Goldsachen in nur guter Ausführung bei billigster Berechnung Sonntags bis 8 Uhr Abends geöffnet. Direkt an Private liefert das Christl Versandhaus Eduard vom Berg, Barmen, Greie Betten (Oberbeit Unterbeit, 2 Kissen) mit garant neuen Bettfedern von 18 Mar an. Einzelne Oberbetten von M. 6.— bis 20, und höher. Einzelne Unterbetten von M. 5. bis 18, und höher. Einzelne Kissen von M. 1.75 bis 4,50 und hoher. Einzelne Pfühle von M. 4.— bis 16— und höher Versand gegen Nachnahme. Verpackung und Preisliste stei Streug reell. Garautie Zurücknahme. 20 Pfg. 40 Pfg= u. 80 Pfg., Postkolli 1,80 Mark gegen Nachnahme franko ab hier inkl. Verpackung, ruhumbrod für Diabetikerd Stück 25 Pfg. u. 50 Pfg. liefert Aug Köster, Pumpernickel=Bäckerei, Gütersloh i# W. wegen Geschäftsveränderung, darunter viele passende Weihnachtsgeschenke. 10 Prozent Nahatt bei Baarzahlung Richard Krämer, vis à vis der Eintracht. Weihnachts-Kusstellung in Galanterie- und Spielwaaren eröffnet. Bringe gleichfalls mein Lager in schön garnirten Damen- und Mädchenhüten in empfehlende Erinnerung. Gutsitzende Capotthüte stets vorräthig. Siegen Markt 11. C. BORN Siegen, Markt 11. F.DORN Schulwasven-Geschäft Weidenau, Friedrichstraße 54 empfiehlt in schönster Auswahl alle Sorten Herren- Damen- u. in guter Qualität zu billigen Preisen. Groffe Auswahl in Winterschuhen. Reparaluren prompt Anferligung nach Evangelischer in der Gemeinde Siegen. Sonntag, den 16. Dezember 1900. 3. Advent. Vorm. 8 Uhr: Pfr. Winterhager. „ 9½ Uhr: Pfr. Vorländer. Nachm. 2 Uhr Vitar Hartop. Kollette für die Auferstehungskirche in Braunau(Böhmen). Nach der Hauptkirche findet im großen Saale des Evangelischen Gesellen=Vereins (Bungstr.) die Ersatzwahl der RepräsenBandstraße 55. Sonntag, den 16. Dezember. Morgens ½10 Uhr: Pred. F Brändle. Abends 8 Uhr Hilfspred. K. Kunde. Mittwoch, abends 8 Uhr: In Weidenau, Gartenstr 22 Sonntag. nachm 3 Uhr Hifspred. K. Kunde. In Betzdorf, Wilhelmstr 209 b, Sonntag, abends je 8¼ Uhr Prediger F. Brändbe. Jedermann ist freundlich eingeladen Verlag der Buchhandlung des Erziehungsvereins in Neukirchen Kreis Moers. pro 1901. Ein Abreiskalender mit bibl. Betrachtungen auf den Vorder und kurzen Erzählungen, Gedichtenuf den Rückseiten der Tagesblätichen. 1 Expl.= 75 Pfg., 13/12 Expl.=0 M. Um möglichste Verbreitung und Bekanntmachung wird herzlich gebeten. Zu beziehen durch jede gute handlung oder direkt von obigem Verlag. und evangelische Gesangbücher zu sehr billigen Preisen empfiehlt EBOrN. selbständiger Arbeiter bevorzugt, gesucht von Georg Hagedorn, Küfer, Hersfeld. Schreitergesellesn auf dauernde Arbeit und einen Lehrling Philipp Busch, Schreinermeister, Krombach, Kr. Siegen. S MRcen von 14 bis 16 Jahren für Hausarbeit zu Weihnachten gesucht. Von wem, sagt d. Exped. d. Blattes. Familien-Anzeigen Nachuf. Dem in China verstorbenen Seesoldaten Eenst Winke aus Niederndorf, Kr. Siegen. Du ruhst nun, Freund, in Chinas kühler Erde, Noch weiß man nicht, was Deines Todes Ursach war, Ob Du gefallen durch der Feinde Schwerter Ob Krankheit Dich gelegt zur Totenbahr Genug, Du hast gekämpft um heilge Rechte, Wourist rächen Chinas Frevelthat, O daß Dich Gott gemacht zu seinem Knechte Da er auch Dich geliebet hat. Gewidmet von seinem Freunde. Geburts=Anzeigen. Ein Sohn: Dr. med. Ritter=Salzbrunn. Pastor Schott=Geischen. Eine Tochter: Assessor Lange=Berlin. Verlobungs= und VermählungsAnzeigen Verlobt Charto#=Reisacker, Baurat Rudolf Schech Neisse Klara Niecke, Rentmeister August FranzkeHerentichs Elly Schild, Dr. jur. Willy Dülcke=Bittenfeld. Else Hermann, Pastor Otto HartmannWittlage. Berehelicht: Kaufmann Fritz Neugebauer Helene Heyse=Breslau. dabei feinen und milden Cigarre empfehlen wir Allen Rauchern einer würzigen, unsere Kollektion„ „Unsere Lieblinge 1900er Habana. „Rema Fictoria.“ Verpackt in Kisteben von 50 Stück, per Mille Mk. 90. Packung per „„rechonen Verpackt in Kistchen von 50 Stück, per Mille Mk. 80.—. Packun 20 Packung per Mille Mk. 120. 10 Packung per Mille Mk. 85 Launa“ atische und äusserst preiswerte Cigarre. on 100 Stück, per Mille Mk. 65.—. „ S i n P a r e s t prachtvolle, sehr beliebte Mexike-Habana-Cigarre. Verpackt in Kistchen von 50 und 100 Stück per Mille Mk. 75.— So##te Fein Portorico No. 1//5 /8 Klo-Paket „ u. Kilo Cardusen ce „„„2u Kilo Gardusen Kllo Paket Unter Ausschuss wolle man nicht etwa rampenierte Cigarren verstehen, nur die unreinen Farben geben den Anlass zu dieser Benennung. Qualität ist von gleicher Güte wie die der reinen Farben, jedoch 25- 30% billiger eignen sich deshalb besonders für soiche Herren Raucher, welche viel rauchen und mehr Wer auf Qualität als auf Aussehen der Eigarte legen. Rue Pe „Rauchers Freude“ ist eine beliebte und vo kostet Mk. 52.— per Müle Verpacht in st u. 1 Kilo Cardusen e Paket 2 u.1 Kile Cardusen Kle Paket Holl- Canaster Fein Orosoco ein gelb a#land Eein arland Blau Relange 1. Tanak F Holl. Canaster Bit ing, eine#er Blaust, leicht Kilo Paket e Varinas 1a 8 mit Bills, Rechteine grosse Diner-Cigarte. aus feinsten Hiabanablättenn und mit einer f. SumatraVernackt in Kistchen von 25 Stück, per Kistchen M4. Packung 125 Gramm Packung Moesrese 8es 16 Gold Flake Nuster- oder Auswahllisten bieten den Herren Rauchern die Annehmlichkeit,#ich von den in diesen Auswahllistchen vereungten Soien eine oder mehrere Marken als standige###eblingseigarren zu wählen. i emgehlen Stück Mk. 6.— Velländer Ses#imen 43 bem 12 Stück Mk. 340. Bornss-Sertimen 5 20 Stück Ar. 11.50. Voraus-Sortimen 5# 20 Stück M. 10.— ee Stück A 759 Unsere S M. bieten den Herren Rauchern die Annehmlichkeit sich von den in diesen Auswahlkistchen vereinigten###en eine oder mnehrere Marken als Ständige Lieblingseigarren zu wählen. Wit empfehlen: Sumama Nabana-Auswahl 4 25 Stück Mk. 6.50. Eisüh-e 425 Stück Mk. 7. 25 Stück M. 5.75. No e Sies Mie 19.—. Sines- Auswahl S. 758 Stück Mr. 7.40. Fler de Munder mit Ring. ganz herzorragende prachtvoll schmeckende Habana-Sumatts. In Kistchen von 25 Stück verpach, eignet sieh als Geschenk und als Ausserst feine DinerEigarre.####nge der Eigaue 140 mm. Preis für 1 Kistchen unt 25-81.. 0.25. Die letzten 3 Marken eignen sich infelge ihrer geschmachtollen Packtung seh für Präsente und für den Weihnachtstisch bedeutet mit Papier-Ring Gegründe Unsere Versandbedingungen sind: Cigarren-, Tabsk- und Theesen von 20 Mark an aufwärts gehen Frei nach allen Postorten Deuts halb 30 Tagen nach Ausstellung der Rechnung gen Höhe von 25 Mark an aufwärts 5 HOt. Nachlass. 3 Preisbü Ergebenst Hierzu eine Beilage. Nr. 293. 12. Jahrgang. Beilage Ueber die Stellung des Christen zur Politik spricht sich der Herausgebe der Evangelischen Volksschule Lastor a. D. Zillessen in Berlin u. a. wie folgt aus: Bedenken wir doch die gegen früher ganz veränderten Verhältnisse Die modernen Staatsverfassungen verleihen den Bürgern nicht nur Rechte s#ndern sie legen ihnen ganz in Reichem Maße guch Pflichten auf Zur Zeit der absoluten onarchie war das anders. Da hatten weder die„Stillen in Lande“ noch die Lauten in Betrefde öffentlichen Angelegenheiten ein Mitbestimmgsrech. Wein aber jetzt die ersieren auf Ausübung ihres Staatsbürgerrechts verzichren und sich um Port## nicht kümmern,### die Cnrscheidung in allen, auch den wichtigsten, allenwichtigsten Fragen. die das Wohl und Wehe unseres Volkes und Vaterlandes angehen, lediglich den nicht oder halbchristlichen bezi den auflösenden und zersetzenden Elementen. Und welcher#l#ubige Christ kann dies für Gottes Willen halten# es nicht so wo sich uns eine Möglichteit bietet, dem Nuhe zu wehren da sollen wir es thun? Und wo wir es nicht chnn wo wir das Gute das wir thun könnten rn da sollen wir uns nicht dem Wahn hingeben, als oo wir unsere Schuldigkeit gethan hütten Sollen dürfen können die gläubigen Christen nun aber für sich eine politische Partei bilden? Wir verneinen diese Frage nach allen Seiten hin. Es wäre eine vollständige Verkennung des Wesens der politischen Arbeiten und Ausgaben und es würde auch dem Reiche Gottes den schwersten Schaden zufügen, wenn sie das thäten Zudem würden sie bei ihrer verhältuismäßig geringen Zahl(zu allen Zeiten werden sie gar start in der Minderheit sein auf diesem Wege nichts oder nur wenig ausrichten Was also bleibt übrig? Nur der Auschluß an eine der besteheuden politischen Parteien oder richtiger an diejenige unter ihnen, die am meisten für das eintritt, was nach christlichenn Urteil zu den unerläßlichen Grudlagen des Volksund Staatswohls gehört. Uus kommt es darauf an das ins Licht zu stellen, daß die„Stillen im Lande nicht für sich eine politische Partei bilden können und daß es ebenso keiner politischen Partei einfallen kann und darf sich aus lauter gläubigen Christen" zusammensetzen zu wollen. Letzteres wäre in nseren Augen die größte Thorheit, deren sich eine politische Partei schuldig machen könnte. So halten wir dafür, daß ein gläubiger Christ nicht sagen darf„Ich will von keiner Politik etwas wissen“, sondern daß er aus Liebe zu Volk und Vaterland und auch zum Reiche Gottes die Pflicht hat, auf politischem Gebiet hervorzutreten und diejenigen Mächte zu stärken, die— seis in noch so großer mnenschlicher Schwachheit und Unvollkommenheit,— darauf bedacht sind, das Gute das wir durch Gottes Güte in umerem Volks= und Staatsleben noch haben, zu erhalten und zu pflegen. zur 5 den 15. Dezember 1900. Priefkasten. S. K. in P. Wenden Sie sich an den Evangelischen Verein in Berlin dort können Sie die gewünschten Bilder beziehen. C. H. Ein Leser teilt mit, daß die Firma August Schwarzkopf, Erfurt, Marktstr. 21 Sandalen für Damen und Herren zur Reise von 3,.50—9 M. liefert. K. in R. 1. Bis jetzt sind keine Klagen über die Qualität der elieferten Waren eingegangen 2 Fremdwörter sollen auch in Zukunft nach Möglichkeit vermieden werden.— Im nächsten Quarta erscheint im eine spannende Erzählung: NSie 5 von Dietrich von alte Erzählung von E.—r. (Nachdr verboten.) Ach, ich hatte eben keine Ahnung davon, was es heißt, mit der Nadel zu beschaffen, was zum Lebensunterhalt gehörtz ich hatte das Geld stets gering geachtet, weil ich trotz der dürftigen Verhältnisse meiner Eltern Dank der Güte meiner Verwandten auch vor meiner Verheiratung nie Mangel gekannt hatte. Ungehindert gelang ich denn auch in die französische Hauptstadt, ja man behandelte mich wohl um des Passes willen, der auf eine Marquise N. N. lautete mit ausgesuchtester Höflichkeit. Zu dem war ich ja kein schüchternes junges Mädchen, und die Resignation, die sich bald meiner bemächtigte, verlieh meinem Auftreten erst recht völlige Sicherheit Niemand erlaubte sich auch nur ein freies Wort, geschweige denn eine Zudringlichkeit. auch will mich nicht dabei aufhalten, Euch die nucucherlei Irrfahrten in Paris zu schildern, das Herumlaufen in den von Kriegsgetümmel erfüllten Straßen nach einem Logis, mit der Angst im Herzen, dem Verhaßten zu begegnen, der mich trotz des dichten Schleiers, den ich trug, sofort erkannt haben würde. Zu Tode erschönft befand ich mich spät abends in Meintem Fürftigen Dachstübchen g#ücklich, eine sichere Unterkunft gefunden zu haben, denn es war eine deutsche Herberge, welche mich aufgenommen Nachdem ich den ganzen Tag vergeblich nach einem deutschen Gasthofe geförscht, geriet ich endlich in ein abgelegenes Viente und ein Polizist wies mich auf meine Frage hierher Wie die schönste Musik tönte die rauhe Stimme in meine Ohren, denn es waren ja die ersten deutschen Laute die ich niehch langer Zeit vernachn Eine deutsche Madame fragte er nachdem ich mein Anliegen um Logis vorgebracht,„uus hat eine deutsche Madame in diesen unduhigen Zeiten in Paris zu suchen. Hätte eher die dentschen Soldaten hier#are, muß eine eigene Bewandtnts haben, wenine sich Frauenzihtie zu 101 u Nie e e Er unterwarf dabei meine ganze Person einer genauen Besichtigung. Es gelang zr jedoch, den Mann zu beruhtgen der mir gerade wegen seiner rauhen Außenseite als ein ehrlicher Deutscher erschien, indem ich ihn sagte, daß ich durch unglückliche Verhältnisse hierher verschlagen sei, er möge Mitleid haben und mit ein stäberes abgeschiedenes Plätzchen Lokales. Siegen, 14. Dez. In der Provinz Westfalen bestehen zur Zeit 1125 organisierte Krankenkassen mit einer Mitgliederzahl von 342000, sodaß alb auf eine Kasse imn Durchschnitt 350 Mitglieder kommen. Der Regierungsbezirk Münster nimmt in Bezug auf die zahlreichen Erkrankungen an Tüberb#lgse die ungünstigste Stelle in ganz Deutschland ein. In den Jahren 1894—97 sind in diesen Bezirk durchschnittlich 000 Personen an der Tuberkulese gestorben.— Unter den preußischen Provinzen nimmt Westfalen in Bezug auf die Zahl der approbierten Aerzte die achte Stelle ein. In unserer Provintz#d 1075 approbierte Reizte vorhanden, davon sind 956 bürgerliche Aerzte mit Privatpraxis, 65 Anstaltsärzte 80 Militar##t und 24 Homöopathen 2900 Einwohner kommen auf einen Arzt. Westfalen. Münster, 10. Dez. Gestern nachmittag waren hier im Papeschen Saale Vertreter der westfälischen Schuchmacherinnungen beisammen, um über verschiedene Angelegenheiten des Unterverbandes Westfalen, der ein Glied des Verbaudes deutscher Schuhmacherinnungen ist, zu beraten. Da der erste Vonbende sen Aut niedergeleg hat, so leitete der zweite Varsitzende Herr Schuhmachermeister Rettig(Münster), die Verhaudlungen. Der Unterverband wunscht, daß die neu geSeitirdeten Handwensstammern sich aus Männern zusammensetzen welche die Haudwerksinteressen wirksam vertreten. Zu diesem Zwecke müssen in den Verbänden die Meinungen sich klären und ein einheitliches Vorgehen herbeigeführt werden. Auch weitere Kreise sind davon zu überzeugen, daß die Haudwerksongansation u christlicher Grundlage aufgebaut ist. Der Verband, als die einzige und geeignetste Organsatton müß nich allein erhalten sondern stets neu belebt und gebäftigt werden Die heutige Zuscmmen der InnungsBotstäde##ll eine=Art Vorbesprechung sein für den in nächsten Jahre in Paderbo## oder Soest stattfindenden Verbandstag. Der Unterverband soll bestehen bleiben, die Agitation pflegen bestehende Junzugen bei ein in Aussicht stehenden Auflesting zu erhalten suchen und Neugründungen von Junungen unterstützen. Ferner wurde über Centralisterung der Rohstoffgenossenschaften Kreditwesen und Schutzinstitute gesprochen Diese Punkte sollen auf die Tagesordnung des nächsten Verbandstages gesetzt werden. Rheinproninz. Essen, 12. Dez. Bei der gestern hierselbst stattgesundenen Gewerbegerichtswahl an der sich 3583 Arbeiter beteiligten stegten ot den eiseigen Austreugungen der Gegner die christlichen Kandidaten mit 800 Stimmen Mehrheit. In einer letzthin stattgehabten sozialdemokratichen Bersammtung hatten bekauntlich die„Genossen es für nötig gehalten einen dreimaligen Pfüiruf auf die Mitglieder der christlichen Gewerkschaften auszubringen Nun haben die„Roten eine treffliche Antwort bekommen auf diese Frechheit. Elberfeld, 13. Dez. In der Trunkenhei warf der in der Paradestraße wohnende Austreicher Wilhelm Wild seine Frau aus dem im ersten Stock gelegenen Feuster. Die Frau Erlitt so schwere Verletzungen, daß wenig Hoffnung vorhanden ist ie am Leben zu erhatten Was doch dieser Akkohol für Unheit anrichtet. Hessen-Naslan VallendarDer Der Bergench bei Urbar be# sich abermals wrederholt sodaß der eehnverh tener Stelle nur durch Umsteigen aufrecht erhalten werden kann. in seinem Hause gewähren, denn ich sei ganz schützlos in Paris jedoch in der Lage ihm seine Unkosten zu veraüten. Ich nahm ein Goldstück aus meiner Börse und wollte es ihm als Angeld reichen Er aber wies das Geld zurück, er mochte wohl die meiner Worte in meinem Gesichte esen auch mein Aeußeres ihm nicht den Eindruck eines vagabondierenden Frauenzimmers machen, genug, er sagte bedeutend fteundlicher Ein ehrlicher Mann verläßt seine Landsleute auch in der Fremde nicht, glaube aber kaum, daß es in meiner ärmlichen Herberge einer so feinen Madame gefallen wird. Ich beschwichtigte indessen auch diese seine Bedeuten inden ich ihn versicherte, daß ich mit allem zufrieden sein wölle So führte er mich denn endlich durch ein großes, niedriges#ucheriges Gastzimmer in ein enges, dumpfes Gemach, welches er als das Wohnzimmer seiner Familie bezeichnete Aber allerdings es gehörte die ganze Verlassenheit und Hilflosigkeit meiner Lage dazu, mich nicht auf der Schwelle zurückschrecken zu lassen, so wenig einladend sah es in dem Zimmer aus. Schmutzig zervisene Vorhänge die keine Spur des ehemaligen Weiß mehr zeigten, hiugen an den kleinen, niedrigen Fenstern, die mit Kalt getunchten Wände und die Decke waren ebenfalls braun geräuchert, die Ueberzüge der Possterstühle verwaschen und zerrissen, ließen die Hede durchscheinen, die ganze Einrichtung aus den verschiedensten Holzarten schien eine Numpelkammer entnominen. Sitte Luft schlug mir entgegen, daß ich unwillkürlich dem Atem anhielt und auf dem ebenfalls schmutzigen zerrissenen Kanapes walzten sich zwei struppige kleine Kreaturen, die erstaunt mit Kobolzen inne hielten, als ich eintrat. H## unterbrach Atichen die esende Schwester, das war ja die nichtige Zigennerherberge.„Ja sagte die Großmama, wenn man dazu die peinliche Akkuratesse und den fast übertriebenen Sauberteitssinn bedenkt, den meine Mutter besessen hat so ertennt man wohl, welch schwere Brüchug, ihr schon gleich hier auferles Elisabech las weiter. Ja, ja, vief der Wirt, der o# mein unbewuctes Zandern bemerkte, die Madame ist es wohl besser gewohnt, meine Frau hat nicht Zeit zu putzen, nuß den ganzen Tag am Herde stehen kochen und braten für die Gäste bis spät in die Nacht In em Hundeleben, aber es kommen auch für uus mal bessere Zeiten möcht selbst mein Leben hier nicht beschließen. Heda Jeah, Franzielc Ihr könnt diese Madame unterhalten bis die Mutter kommt rief er schon wieder in der Thür den Kindern auf dem Sofa zu, die noch immer wie kleine Bären auf allen Vieren mich mit großen Augen staunend anstarrten herunter da, daß es sich die Madame begien machen kann. Damit gingen wandte sich aber nochmals wieder um Sind Sie auch hungrig und durstig, es wird bei uns spät mit dem Abendessen Hessen. Mainz, 13. Dez. Die von allen Seiten gegen die aufgelegten Pläne für die neuen Bahnlingen Mainz=Wiesbaden und Mainz=Bischofsheim erhobenen Proteste haben bereits, wie der„Rh. Cour mitteilt, zur Folge gehabt, daß das gesamte Material über das Projekt von dem Ministerium fü öffentliche Arbeiten in Berlin eingefordert worden ist. Vermischtes. Fünf Schiffbrüchige gerettet. Die Rettungsstation Mellneraggen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert am 10. Dezember: Von dem deutschen Seeleichter Korrespondent, Kapitän Meyer(Leer), von Flensburg nach Memel bestimmt, fünf Personen durch das Rettungsboot der Station gerettet. Ein neuer„hayerischer Hies!“. Oberbayern und die angrenzenden Bezirke von Schwaben befinden sich seit einigen Tagen in einer Aufregung, die nur in der Geschichte des bayerischen Hiesl oder des Schinderhannes ihr Seitenstück hat. Seit einer Woche macht der flüchtige Räuber Kneißl die Gegenden bei Aching Maisach, Bruck, Aichach Dachau unsicher. Die Furcht der Bauern ist so groß, daß sie nur noch uupoweise größere Wege machen, und daß abends sich niemand unbewaffne aus dem Hause wagt. Am 2. Oktober verübte Kneißl der erst 25 Jahre alt ist, in Oberbirnbach einen Raub bei welchem ihm Pfandbriese von 2500 M. und bares Geld in die Hände fielen. Am vorigen Dienstag wurde er in Paar von einem Gütlerssohn(Seitz) bei einem Diebstahl überrascht und gab auf diesen einen Schuß ab. Seitz ist inzwischen gestorben. Tags vorher hatte der Räuber sich unbehelligt in Aichach herumgetrieben, einen Hundertmarkschein wechseln lassen und sogar einen Varbierladen aufgesucht. Da er ein dreiläufiges Gewehr bei sich führt, das er niemals aus der Hand legt, scheint man ihn für einen Jäger gehalten zu haben. Kneißl hat augenscheinlich viele gute Bekannte und Helfershelfer in weitem Umkreise, denn er ist in verschiedenen Bauernhäusern beherbergt und beköstigt worden, soll auch an mehreren Orten gestohlene Fahrräder bereit stehen haben. Mitten in der Nacht von Sonntag an Montag kam er zu Rad vor einem einsamen Bauernhause nahe bei Bruck an und ließ sich Kaffee machen. Der Besitzer schickte einen Nachbarn zur Gendarmerie, aber der Räuber war mittlerweile schon im nahen Gehölze verschwunden. Am Freitag abend kam Kneißl nach dem eine Stunde von Altomünster entfernten Weiler Irchenbaum und klopfte bei dem ihm bekannten Flechlbauer an. Der Bauer beschaffte reichlich Essen und Tinken aus dem Wirtshause, ließ den Räuber mit der Bäuerin allein und holte selbst in Altomünster die Gendarmen. Als dieselben mit einer Anzahl leider unbewaffneter Burschen ankamen, drangen sie trotz der Warnung der Bäuerin sofort ins Haus ein der Räuber erschoß den Kommandanten Brandmayer und zerschmetterte dem Gendarmen Scheidler den Unterschenkel. Die Gendarmerie machte große Streifzüge durch die betroffenen Gegenden, hatte aber bisher keinen Erfolg 1000 Mark Belohnung sind ausgesetzt. Der Flecklbauer wurde verhaftet, weil er verdächtig ist, die Gendarmen aus Rache für frühere Strafanzeigen in die Falle gelockt zu haben.(2). Auch ein Bauer in Unterschweinbach wurde wegen Verdachtes der Begünstigung verhaftet Mathias(Hiesl) Kneißl stammt aus der Schachenmühle am Steindlbach bei Sülzemoos, die schon früher als Räubernest verrufen war Baron Schäzler von Augsburg, der sie ankaufte, ließ sie dem Erdboden gleichmachen Die Kneißlbuben, der jetzige Raubmörder und sein Bruder, hatten schon mit 16 17 Jahren verschiedene Schandthaten berübt, auch auf Gendarmen geschossen Wegen ihres jugendlichen Alters wurden sie damals nur zu längeren Gesängnisstrafen verurteilt. Steinkohlenfund. In Lntern bei Bramsche wird auf Veranlassung des Dortmunder Oberbergamts nach Steinkohle geochrt und zwar mit bestem Ersolge. Zehntausend Stesheiefe, oder doch annähernd so viele, schweben gegenwärtig im Deutschen Reich und harren der Erledigung Ossiziel m Gendarmen ind Polizisten— ein enommes Gedächtnis haben, denn jede Neueinttagung in das amtliche Steckbriefregister wird ihnen durch Rundbesehl behufs Fahndung bekannt gegehen. Die Ich dankte, ich hatte eben erst in einem Bäckerladen meinen knurrenden Magen befriedigt und es erschien mir dazu fast unmöglich, in dieser Umgebung einen Bissen zu genießen Ich setzte mich still an das blinde Fenster, welches in einen kleinen düsteren Hof ging, der an allen vier Seiten von hohen Gebäuden umgeben war, und kam nun erst recht zum Bewstsein meiner trostlosen Lage Ich, die ein liebevoller Gatte stets mit der zärtlichsten Fürsorge umgeben verwohnt und verhätschelt von Jugend auf, nun aus einen wohleingerichteten bestsituierten Hause in eine solche Schmutzhöhle versetzt. Doch behielt die dumpfe Resignation noch bei mir die Oberhand es sollte ja nur ein Uebergang, ein vorläufiges Obdach sen ein besseres würde sich bald finden, so tröstete ich nich dennoch graut mir vor dem bloßen Gedanken, wieder in das Straßengewühl hinaus zu müssen Aber nicht lange überließen nich die Kinder meinem trüben Sinnen, das größte, ein derber untersetzter Bursche von etwa neun Jahren kam bald von seinem Sofa herab, stellte sich herausfordennd vor mich hin und sagte verdrießlich„Di was willst Du hier in dieser Stube, Fremde gehören nebengn, aber Madamen kommen überhaupt nicht bei uns. Er ballte dabei seine kleinen Fäuste und schien nicht wenig Lust zu haben, mich hinaus zu vombardieren. „Laß doch, Jean, beschwichtigte das etwas jüngere, kleine Mädchen den Bruder Vater hat sie doch hereingebracht und es ist solche seine Madame.“ Bei diesen Worten kam es auch näher und strich schüchtern mit der Hand über mein seidenes Kleid. Es dämmerte bereits in dem Zimmer deshalb konnte ich die Zuge der Kinder nicht genau unterscheiden aber aus dem blassen Gesicht des kleinen Mädchens schienen mich hellblaue deutsche Kindergugen zutraulich anzublicken. Ich verscheuchte meine trüben Gedanken und sing ein Gesch mitden Kindern an, ja in der Erinnerung an mein emnes Beschen daheim zog ich das Mädchen zu mir heran teille das Bachwert wvelches sich noch in meiner Reisetasche besand unter sie und machte auch den Knaben dadurch bald zu meinem Freunde. Nach Kinderart wollte er nun gleich wissen, wdie ich heiße und woher ich komme, wo ich wohnte und vergleichen Als ich ihnen denn erzählte, daß ich aus Deutschland käme, horchten sie auf Nach Deutschland, fagte der Knabe reise ich auch wenn ich groß bin und besuche meinen Großvater den kennst Du doch?“ Ich=schüttelte den Kopf und fragte, wo denn der wohnte und wie er heiße „Müller heißt er, wie wir erwiderte er und in Deutschland wohnt er wo unser Friedrich Wilhelm auch uung folgt.) für die Ermittelungen ausgesetzten Belohnungen belaufen sich auf insgesamt 80000 M., eusschließlich der auf die Ermittelung der Mörder des Ernst Winter=Konitz amtlich ausgesetzten Belohnung von 20000 M. Ueber das Eisenbahnunglück bei Offenbach bringt jetzt die offiziöse„Berliner Korrespondenz“ auf Grund der verwaltungsseitig geführten eingehenden Untersuchungen, die nunmehr zu einem gewissen Abschluß gediehen sind, eine längere Auslassung, der wir die nachstehende Darstellung des schrecklichen Vorfalles entnehmen: Die Lokomotive stand auf ihren Rädern im Geleise und bis zum Führerstande zwischen den etwas aufgehobenen und abgebogenen Wagenwänden, über sich das Wagendach, das zum Teil von dem Dampsdom des Kessels ausgespalten war. Die Trümmer des Fußbodens, der Zwischenwände und der Sitzeinrichtungen, also Holzsplitter, Möbelstoffe, Kokosdecken, Wandbekleidungen, Wachstuch und Linoleum müssen sich vor, neben und über dem Vorderteil des Kessels aufgestaut haben. In diese wirre Masse sind die 600—700 Grad heißen Feuergase aus dem Schornsteinloch der Rauchkammer geströmt und haben den Raum alsbald mit glühendem Qualm erfüllt und alles Brennbare entzündet. In den Feuerherd, der sich sofort nach dem Zusammenstoß im Innern des Wagens gebildet haben muß, ist Gas aus den Gasbehältern von unten aufgestiegen, vielleicht ist auch aus den zertrümmerten Lokomotiv=Laternen Gas ansgeströmt— der Gasbehälter für diese Laternen liegt hinten am Tender. Mit einem Knall bildete sich eine große Flamme, die den Wagen zu durchziehen und auch bald wieder zu verlöschen schien, während der Brand im Innern sich verbreitete, sodaß dann nach einigen Minuten die Flammen aus der Decke und zu den Seiten aus den geöffneten und zertrümmerten Fenstern emporschlugen. Es kann wohl angenommen werden, daß der Knall ziemlich bald nach dem Zusammenstoß gehört wurde, wogegen der volle Brand etwa erst nach 4 bis 5 Minuten ausbrach, denn inzwischen haben mehrere Zugbeamte dicht an den Wagen herankommen und auch Rettungsversuche anstellen können, da die Flammen dies noch nicht behinderten, auch haben sich die im letzten Wagen befindlichen Personen, soweit sie nicht erdrückt oder in den feurigen Rauchgasen erstickt oder ihrer Bewegungsfähigkeit durch Einklemmen, schwere Verwundung usw. beraubt waren, retten können. Die Gasbehälter waren bis auf das eingestoßene Loch und die abgerissenen Rohre unversehrt, es hat also keine Explosion der Gasbehälter stattgefunden, dagegen hat sich wahrscheinlich ein Teil des ausgeströmten Gases im Innern des Wagens mit den Rauchgasen und atmosphärischer Luft gemischt und sich dann am entstandenen Feuerherd plötzlich entzündet. Diese Flamme hat sicherlich zur schnelleren Verbreitung des Feuers beigetragen; aber es ist nach der ganzen Sachlage unzweifelhaft, daß auch ohne Gas der Brand hätte entstehen müssen. Wollte man bei künftigen Neubeschaffungen schmälere Wagen mit Seitenthüren bauen, so würde die Zahl der Plätze so verringert werden, daß die Verwendung derartiger Wagen ausgeschlossen und damit DZüge ohne erhebliche Erhöhung der Fahrpreise überhaupt unmöglich wären. Abgesehen davon würde durch Einbringung von Seitenthüren die Festigkeit der D=Zugwagen erheblich beeinträchtigt werden. Der jetzige D=Zugwagen ist, weil die Seitenwände durch die eingeschnittenen Thüren nicht geschwächt sind, außerordentlich steif und widerstandsfähig, wie sich dies nicht nur in früheren Fällen von Zusammenstößen, sondern auch bei dem Offenbacher Unglück auf das klarste gezeigt hat. Der letzte Wagen hat den ganzen enormen Stoß aufgefangen, ohne daß dieser noch auf den zweiten Wagen zerstörend eingewirkt hat. Außerdem hat jeder Wagen in dem Vorbau und dem Abort vorn und hinten einen Schutzraum. Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß wenn das Unglück bei Offenbach nicht einen D=Zug sondern einem gewöhnlichen zug betroffen hätte, die Folgen noch viel schrecklicher gewesen wären während jetzt trotz des gewaltigen Stoßes nur die Hälfte des letzten Wagens zerstört wurde. 5 Aus Thüringen und Sachsen, 13. Dez. Das vor einiger Zeit in Kalbe a. M. verstorbene Fräulein Eugenie Schildt hat ihrer Vaterstadt Kalbe ein Kapital von 60.000 M. vermacht. 40.000 M. sind zur Erbauung eines stadtischen Krankenhauses bestimmt. Die Zinsen von 10000 M. sind jährlich an Arme der Stadt zu zahlen— Aus der Saale wurde zwischen Peißnitz und Thalstraße eine männliche Leiche entdeckt und gelandet.— Bei dem Bahnübergange bei Waplar fand der Wärter eine 60jährige alte Witwe namens Gülzer aus Kösen schwer krank auf. Trotzdem sie über ihren Unfall keine Auskunft geben kann nimmt man an daß sie vom vorbeifahrenden Zuge verletzt worden ist.— In Langensalza ist am 10. Dezember das Hotel Kaiserhof“ niedergebrannt. Abonnements und Anzeigenpreis Nachdem die Herstellungskosten der Zeitungen in den letzten Jahren infolge der Steigerung der Löhne und Redaktionsunkesten, der Preise von Schriftmaterial und Maschinen insbesondere aber des Zeitungspapierpreises um etwa 30—40 Prozent eine sehr große Höhe erreicht, haben sich san allerorts im Deutschen Reiche die Zeitungsverleger zu Preiserhöhungen gezunr gesehen. Wir führen in aller Kürze folgende auf In Hildesheim haben die dortigen vier Zeitungen vom 1. Oktober ab den Bezugspreis um 50 Pfg. das Vierteljahr erhöht; ebenso die drei in Liegnitz erscheinenden Blätter um einen geringen Prozentsatz. Einen gleichen Beschluß auf Erhöhung hat am 24. September in Allenstein die Generalversammlung des Vereins der Drucker und Zeitungsverleger von Ost= und Westpreußen einstimmig gefaßt. Die Berliner Zig erhöhte vom 1. Oktober ab von monatlich 1 M. auf 1,30 M.; Badischer Landesbote, Badische Landeszig., Badische Presse und Volksfreund um monatlich 10 Pfg.; in Düren haben die Zeitungen den Bezugspreis um 40—50 Prozent erhöht, den Rabattsatz für Anzeigen bedeutend ermäßigt. Görlitzer Nachrichten und Anzeiger Görlitzer Anzeiger und Niederschles. Ztg. in Görlitz haben die bisher fünfmal gespaltene Anzeigenseite vom 1. Oktober ab sechsmal gespalten. In Mainz haben 20 Druckereifirmen eine Bekanntmachung erlassen, daß bei ihnen eine Preiserhöhung von Drucksachen eintritt. Der General=Anzeiger für Elberfeld=Barmen kostet seit 1 Oktok monatlich 50 Pfg., statt früher 40 Pig.; die Ruhrorter Volksz und Ruhrorter Zig. haben mit dem 1. November den Abonnemen preis um 30 Pfg. pro Quartal erhöht. In Oberhausen haben die Neue Oberh. Zig. und die Oberh Volksztg ihren Preis um 5 Pfg. per Monat erhöht eine weitere Erhöhung ist in Aussicht genommen. 16 Verleger aus Bochum Essen Gelsenkirchen, Hattingen, Herne, Recklinghausen Wattenscheid, Witten, die sich zu einem Verband der Zeitungsverleger des rhein=westt Industriebezirks zusammengethan, beschlossen, das Abonnement zu erhöhen sowie die Rabattsätze auf Annoncen herabzusetzen. Die Krefelder Bürgerzeitung erhöhr den Insertionspreis von 20 auf 25 Pfg. und den Abonnementspreis von 1,50 M. aus 2.25 M. vierteljährlich, die Halversche Zeitung erhöhte ihren Anzeigenpreis von 12 auf Der Dresdener Anzeiger hat den Zeitenpreis von 15 Pfg auf 20 Pfg. erhöht und in der nach Sonn= und Feiertagen erscheinenden Nummer soll die Zeile jetzt sogar 30 Pig kosten. Etwa 150 Zeitungsverleger aus Sachsen und Thüringen beschlossen am 26. August eine Erhöhung der Abonnements= und Insertionspreise vom 1 Januar 1901 ab. Einen ähnlichen Beschluß faßte eine in Stuttgart stattgehabte Versammlung Württembergischer Zeitungsverleger, desgleichen beschlossen 20 Zeitungsverleger des Württembergischen Schwarzwaldkreises einen Abonnementsaufschlag für ihre Zeitungen. Die Verleger der Wormser Tagesblätter beschlossen eine Erhöhung der Abonnementsgebühren und Kürzung der Rabattsätze auf Anzeigen. Der Westsälische Volksfreund in Hamm i. W. berechnet vom Dezember an 20 Pfg., statt wie bisher 15 Pig. Der Berliner Lokal=Anzeiger erhöhle seit dem 20 Oktober den Preis der kleinen Anzeigen von 10 auf 2 Pig, pro Wort und des settgedruckten Stichwortes von 30 auf 40 Pfg. Im Abendblatt koster jetzt die Zeile 1 M. gegen 75 Pfg vorher und im Morgenblatt müssen die Inserenten nun 75 Pg. statt 60 Pia. pro Zeile bezahlen. Das Berliner Tageblatt hat vom 1 November ab den Zeitenpreis von 50 auf 60 Pfg. und den Reklamenpreis von 1#50 M. auf 2 M. erhöht. Die Thorner Zeitingen erhöhten den Anzeigenpreis von 10 auf 15 Pfg. Bis jetzt ha##n#im Deutschen Reiche bereits 117 Zeitungen und Zeitschriften eine Erhöhung der Abonnements oder Anzeigenpreise eint- buu müissen. wurde zur Selbsterkenntnis geführt und tief gedemütgt. Aber nun weiß seine kluge Frau ihn durch freundlichen liebevollen Zuspruch vor dem moralischen Zusammenbruch zu bewahren und zu neuer, ernsteren Thätigkeit zu begeistern Der Roman ist frisch und packend geschrieben, die in demselben auftretenden Persönlichkeiten sind lebenswahr gezeichnet, sodaß der Leser seiner Entwickelung mit Interesse und Spannung folgen mutz. Wir empfehlen ihn als schönes Geschenk auf den Weihnachtstisch. l. B. Blicke in das Seelenleben der Tiere. Von A. W. Grube. Dritte vermehrte Auflage. Vertag von I W Steinkopf Stuttgart. Freunden der Tierschutzbestrebungen kann dieses Büchlen. bestens empfohlen werden. Es bietet anziehende Geschichten und Scharserschungen u der eine 500 Angemeldet vom 1. bis 14. Dezember 1900. Geburten. Abrecht S. d Mühlenbesitzers August Heinrich Jost zu Wilgersdorf#— Emil S. d. Bergmanns Heinrich Meiswinkel zu Wilgersdorf ev.— Elfriede T. d. Bergmanns Albert Roth zu Eisern ev.— Walter S. d. Bergmanns Wilhelm Fuhrmann zu Oberdielsen, ev.— Robert, S. d. Bergmanns Ludwig Plaum zu Unterwuden, ev.— Maria, T. d. Bergmanns Simon Müller zu Obersdorf kath. Rudolf, S. d. Metzgerm Robert Kuipp zu Niederdielfen ev.— Gustav Ewald, S. d. Maurers August Heinrich Becker zu Eisern, ev.— Ida, T. d. Fabeikarbeiters Avolf Klein zu Oberdielsen, ev. Aufgebote. Schuhmachermeister Heinrich Frank mit Helene Nees zu Wilgersdorf Eheschließungen. Maschinenwärter Albert Roth III. zu Eisern mit Friederike Reinschmidt zu Eiserfeld, ev. Ern bedeutender Mann. Roman von Hauns von Joheltitz 2 Bände. Jena Hermann Cestenobte Brosch 6M. Eigentlich war er kein bedeutender Mann, der Dr. phil Moritz=Merlenberg sondern nicht#el besser als ein gewöhnlicher Durchschnittsmeusch. Aber ine Familie, die voll Hochachtung zu ihm aufsah und ihn als Genie vergötterte hielt ihn für einen solchen und so kan es daß er auch selbst sich für etwas Großes hiell und m mit einem gewissen Nimbus zum umgeben pflegte. Da er dazu über ein vornehmes Exterien verfügte erschien er der unverheirateten Damenwelt als eine glänzende Partie. Seine Wahl fiel auf Hedwig von Herret deren Brud Hasso ein Offizier mit seiner Schwester Dora verheirgt war Schon nach#urzem Ehestand erkannte Hedwig eine geistreiche und wissensbegierige Dame, daß Moritz nicht das Feal war für das sie ihn gehalten hatte. Diese Gideckung lastete als ein schwere Bruck auf ihrem Gemitt. Endlich wird Moritz durch eine gradezu ##ischtende Besprechung die aus der Feder eines wirklich lehrken einem von ihm verfaßten Wenke Berliner Evaugelischer Arbeiter=Verein Gruppe Osten Montag, den 17. Dezember Versammlung in der Germanjahrauerei Frankfurter Allee 53—56. 8½ Uhr. Gäste besonders auch Mitglieder benachbarter Gruppen herzlich willkommen. Unsere Weihnachtsfeier findet am Donnerstag den 27. Dezember in den Gesamttäumen der Germaniabrauerei statt. Herr Hosprediger Ohly hat die Festrede gütigst Abennamtkses. Achern Waldhornwin Fridol. Schnurr in Ottenhöfen. AugsKaufm Georg Wiedemann Böblingen Korbmacher Gotthilf Bauer. Brieg Kaufm Mar Mohaupt, i. F. M. Mohaupt. Burg b. M. Kaufm. Nathan Mathews. Camburg a. S.: Dampfmolkereibes. Aug. Noack in Molau Chartottenburg Kaufm. Rich. Thiele Eisenberg Steinmetz Frz Jul. Gäbler in Kraftsdorf A. A. Fidsschow Handelsm. Herm. Croner. Fran“ KatzF Louis Katz früher Fichtler u. in Franksurt M=Oberrad Friedland, Ennig. Geestemunde: Kaufm. Joh. Diedr. Schlobohm Gumbinnen: Restraurateurssan Emma Stenzel, geb. Krieg Hannsser Kaufm. Jul. Lindenbaum, i. F. M. Gottheiner Kempen(Rhein) Kleinhändter Nit Lehnen. Königstein a. E. Bäckerm Karl Pau Ullrich in Königsstein=Halbestadt Künzelsan: Nachlaß des Lohnmetzgers Simon Messerschmidt in Braunsbach. Leipzig Schuhwarenholt Herm, Paul Deckner in L=Gohls Mainz Nachlaß der Witwe des. Möbelfabrikanten Herm Höchster, Eva Elis geb. Zitt. Plauen i. V. Bauuntern Joh Christ. Schubert in Thiergarten Pulsns: Bäckerm. Paul Osl. Körner in Ohorn. Remscheid Ehel Wirt Emil Becker und Aine geb. Wiedenhoff, zu Remsch=Bliedinghausen Riesa: Nachlaß des Kaninengächters Karl Gottlob Funke in Haidehäuser Schleswig Nachlaß des Tischlers Haus Friedr Wilh. Kock, zuletz in Neubörm. Segeberg Hotelbes. Karl Friedrich Richard LeupenKarol Abicht gev Höring. Tarnowin: Kaufm Bernt. Zeinick in Georgenberg. Weiße Heichelbech in Leibach. senburg(Els.) Ziegeleibesitzer Schluß des redaktionellen Teils. Snmmmmmm Shrich Maenstrsr Fernsprecher N. 189 hält stets auf Lager und empfiehlt: und Winden in vorzüglicher solider Konstruktion. Meinen werten Kunden und Gönnern bringe ich meine Kinder Spielwas in gütige Erinnerung. Meine Spielwagren sind in dauerhafter und abselnt solider Arbeit ausgeführt bis aufs kleinste übersichtlich geordnet und bietet sich jedem Gelegenheit, preiswürdig zu kaufen. Gleichzeitig mache ich auf mein Möbel=Lager aufmerksam uund Asache Stehpalte mit oder ohne Aufsätze in seinster Ausführung und stehen solche, zur gesl. Ansicht in meinem Geschäftslager Hochachtend Weldenaua Fender Den geehrten Bewohnern von Deuz und Umgegend die gefällige Mitteilung, daß ich von jetzt an auch Se Lager in fertigen Schusen h#lte von den einfachsten bis zu den seinsten Sortimenten und bitte um geneigten ast Heitse Große Auswahl Gute Waare. Billige Preise. Schreib-, Gakanterie und Lederwaaren. Gesellschafts und Meschäftigungsspiele = Jugendschriften, Bilderbücher etc. Die Sröffug meiner mit vielen Neuheiten ausgestatteten 90 22 zeige hiermit ergebenst an. Helfer! Siegen Dampf=, Heißlüst= u. elektrische Maschinen nebst Modellen. Läterna magica. Photograph Apparate für Amateure von M. 1.50 an nebst Zubehör. Paustauen STTHei den Sie selbst Uck versuchen SeScrautnaemanene Salmiak-Cervenun-Seite, aas beste WaStPulder der Welt. Blendend weisse Wäsche, Sarantikts reite Böchster Feitgehalt Nur echt mit Schutzmart in überall=Käuflich. a Packer 15 J9 Rheinwbein eigener Kelternug Als besonders beliebte Marken offeriere Eischwein à 65 Pfo. Rheinwein à 80 Pra. Rheingold à 100 Ofg. per Lur oder Flasche int Glas. Pobefäschen 20—25 Liter, Probeiiste 20 Ftaschen Oberwinter a. Rhein. Für Käucher! Offeriere abgelagerte gute Cigarren franco per 100 Stück 2.60 325 3.80. 6.607— 825 8.80 9 9.25 98010 10.25 10.60 bis 15 Mark per 100 Stück. Bei besseren Qualitäten 2 Mark Ersparnis gegen preis. Gust. Meckel, Ss Boasr Aug. Clemens Suer Machnenkischen Nr. 45. Musikinstrumente und Mus##e Verzüglichste und billigste Benienn TötiS * A aseen und Ainngn liesert — en e einsn und ens in belegen sowie einge unter günstigen Bedingungen zu vercause Ober 16 Carl Heifer ir., 2. Löhrstrasse 2.— SIEGEN,— 2. Löhrstrasse 2. Beste Waare Bekannt billigste Preise! Grösste Auswahl! ss u. Heinrich Schuss, Siegen, anstn empfiehlt in reichhaltigster Auswahl und den verschiedensten Preislagen: Damen-Jacken, Kragen, Capes, Golfcapes, Mänkel, Ain sowie Neuheiten! in den verschiedensten Qualitäten fürHerbSLAa mter billigst gestellten festen Preisen Märkt 4. Markt ladet zum Besuche seiner separaten Weihnachts-Ausstellung, bestehend aus den neuesten Erzeugnissen in Tafel- u. Kaffeeservicen, Waschsarnituren Bowlen, Bierserricen Nickelwaaren Niekeltischenen, hochfeinen Majolika-Vasen, Jardinièren, reizenden Wandtellern, Rauchtischchen, Figuren u. Büsten in Verracotta, Porzellan- und Elfenbeinmasse, künstliche Blumen und Palmen etc. etc. ergebenst ein. Reiche Auswahl! Villigste Preise! Herren-Paletots zu 185 30 Mi. und höher. Nerren-Mänte zu 16 18 27 Mi. und höher. Herren-Anzuge zu 20 23. 30 ME. und höher Herren-Hoseh B Knaben-Paletots 450 5.50 6.50 7.50 Mark und höher. Khaben-Mäntel 2.50 3 350 45 Mark und höher. Khaben-Aunge 2.50325 3.50 4 Mark und höher 08en 75, 2 Mark und höher ROS 3.50 4.50, 5.50 6.50 Mark und höher Sech in undvertroffener Auswahl Siegen secht Köllerchor: Bahnhofswasse 16. empfiehlt zu Weihnachten eine schöne Auswahl in Übernen u. goldenen Damen= u. Gerren= Achren. Konsol=Uhren, Regulateuren, allen Sorten Wester=Uhren in geschmackvollen Mustern unter mehrjähriger Garantie Uhrketten in Gold Charnier, Double, Silber und Nickel in schönen neuen Mustern und jeder Preislage A Schull#en Geschaft Wiederscheiden Gesenbacherstrasse 15. Empfehle in größter Auchwa alle Sorten Schulnren, Ledrn S Sibri Strumpfbander, Schuh=Anzieher, Schuhknöpfer, Lederfett, (Laval Ne. Aalichse Wagners PeentSchmammsehlen, Filzsohlen 2. Revaraturenin eigener versstatt schuell, gut und billig. NV. As Fachmann kaufe keine alte verlegen sowie auch keine Schuudaare ein Gau besonders mache au eine große Auswahl in Winterschüoren aufmerhaut Preise der Qualität entsprechend, ebenso billig wie bei jeder Sons — Grö Minerdls u. Chemnische P arben für Anstreicher und Wiederverkäufer Sieserländer Panbwerke. A mb. H. Siegen. Robert Winterssach WODEN empfichlt sein reichhaltiges Lager von: in vielen neuen Desins und Auaben=Anzüge sowie Röcke, Hosen und Westen eigene Konfettion und nach Maß u e Kleiderstoffe, schwan und fanbig, in großer Auswahl; selbst der verwöhnteste Geschuite#indet Passendes zu Beithezugen und Vorhängen, ganz neue Muster Unterrochtose in Woll und Baunwolle. Hemdensauelle, weiß und farhig, sehr gut im Waschen. Leinen, echt mdige blau und weis. Ressel und Ehisson in schmal und doppelbreit, zu Beittüchern Bethnöbe Barchen und Drelle von den billigsten bis zu den seinsten Qualitäten. Als Spezialität empfehle: Bettfedern, Halbdaunen und Daunen hochsein und vollständig gereinigt sowie bei langjähriger Garantie zu billigen Weisen Trikotagen und Wollwaren, wie Kanntzen, Sücher ### in den allerneuesten Mustern. beste englische und deutsche bekannt gute Qualität für Herren, Burschen und Knaben in großer Auswahl und modernen Facons. Kolonialwaren, nur gute Qualität zu billigen Preisen. arzellan und Glaswaren in großer Auswahl. ielwaren, die allerneuesten Sachen, sehr billig. Bemerke noch, daß mein Geschäftsprinzip strengste Reellität bei billigsten Preisen ist und bitte ich um zahlreichen Zuspruch. Hochachtungsvoll Robert Wintersbach Gasthof Wilhelm Wied. SIEGEN Koblenzerstrasse 3. 3 Minuten vom Bahnhof. Anerkannt gute Küche. Reine Weine, gute Biere. Schöne Logierzimmer mit guten sauberen Betten bei mässigen Preisen. Siegen, Kampenstr. 23. Vorm. 8½—12. Nachm. 3½— 7. Weidenan: Abends von 7 Uhr ab; in Eilfällen Sonntag Vormittag. Rat und Scheiftsätze, Forda.= N. . Auttiesen, Ersteilungen, Sesicamente, Venn geus Verzeichnsse, Srunncnen etc. Hammer, Verwalter, ftüher Königl. Gerichtsschreiber. Franzestsch. Um das Honorar für den einzelnen ermäßigen zu können eröffne ich Anfang Jaunar einen Kursus zum Erlernen der franSprache. Gebe auch noch einige Peivatstunden. Nach Wunsch Vorlesen su Schriftsteller und Dichter. Anneld erbeten Kornmarkt 20. Siegen Gaston Dirhei. französ Lehrer aus Nancy. Nähmaschinen nur anerkannt Qualstat taufen Sie am vortheilhaftesten engnes u. betalt Lodis Hees, Siegen, Bahnhofstraße Preisliste gratis. Vertreter R. Krommes atdrarzt (nicht approbirt). Erfolgreiche Behandlung aller. besonders chronischer Leiden. Sprechstunden Montags und Dienstags im Gasthause zur Heimath in Betzaorf. gewaschene Außkohlen 1 u. 11. prima melierte Kohlen, raßfreie Auchracktkossen sowie Auß-Schmiedekohlen und Vraunkoblenbritetts empfehlen in bester Qualität Gimbel, Wurm& Cie., G. m. b. H. Koblenzerstr. 4. Eiserfelverstr. 8. seite Soe Schöne bunte Hausäpfel 6#50 M. Bohnäpfel Weihnachtsapfel 7. 8.9 Dii= Wein=Reinetten9„ 12— Heiufte Gold=Reinetten 12 Tafel=Birnen, haltbar 10 Winter=Birnen8 per 100 Pfd. sowie diverse andere Sorten Aepsel in haltbarster weinsaurer Ware versendet unter Nachnahme Emballage billigst. Peter Mader, Boppärd## Nermann Sand liefert als Spezialität aus prap Oelstoff von Mark 9. inel. Südwester. Gummianzüge billigst unter Garantie. Wenfeld= Reusrirchene in seinster Eifenheinmasse „„ 30 inelusive Emballage. Konsolen zu den verschiedenen Größen in Eifenbeinmasse oder Holz(schwarz poliert) billigst. Für nur feinste Ausführung u. tadellose Ankunft übernehme jede Garantie. G. H. Feldhaus Köln a. Rh., Luxemburgerstr. sind und Forster STEGEN: Kölnerstr. 25. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in bestgearbeiteten goldenen, silbernen, Nickel- und Stahl- ox. aschenuhren für Damen und Herren, sowie in Regulateuren, Stand- und Wecker-Uhren unter Garantie für guten Gang zu billigsten Preisen. Reichhaltige Auswahl in Schmücksachen und Uhrketten aller Art. SIEGEN Kölnerstr. 25. für Kinderanzuge und Hofenl. Gladbacher und Bocholter für Kinderkleidchen, Höschen und Unterrösle Preise □ überraschend billig. Sie werdenes bereuen wom Sie eie Harsonika, Columbig=Zither, Biolin=StreichZither Mund=Harfe, Guitarre=Zither=Harmonika, Dreh####rgel, Polyphon=Spieldose bestellen, vevor Sie unseren neuesten Katalog gesehen haben. Unsere an # voller Ausführung unübertroffenen Concert=Zugharmonikaß mit gesetzlich geschützten, garantirt unzerbrechlichen Spiralsedern, nicht allein für die Tasten, die Besse und Lustklappen, 10 Tasten, 2 Rezistern, 2 Bässen, 2 dreitheilig starken kenschonern, Zuhaltern, besten Stimmen, offener mit Nickelstad umlegter Nickel#rkstem Orzelten, 35 cm hoch kosten in garantirt 2 chörig bei uns nur noch zu solchen stannend billigen Preisen abgeben zu können. Scutliche Haumonikas Schüle, die gratis heigelegt wird, sind diese Iustrumente sofert zu spielen. Nur nech 8 ½ Mark hochseinen, gesetzlich geschützten Guitarre=Columbiau n d C a r t o n m i t derbar schöner Ausführung in der Lage, dieses prachtHausmusik c# zu wvielen. Kaufen Sie nicht die eumente von 7 bis 8 Mk., da solche Etwas einfachere Columbis=Zithern sämtl. Zubehör kosten bei uns schon zu 4½ Mk. Columbiagenau nach dieser Abbildung, kleinere 9 Mk., Lhra=Columbia=Zithern cordzithern 50-52 cm lang 5 Mk., 8 mannalige 10½ Mk., Biele tausende AnerSchute Schlüssel, Ring= Stimmvorrichtung, Stimn 10 Notenblätter im Werte ven 1 Mi., in wunderbar und=heitlichem Von. Jeder, selbst Kinder, And uan gessuns volle Familien=Insteument mit seiner gediegenen pausmun nag der Schule und den Rotenblätiern sofort nicht geschützten oder kleineren Iustrumente von bei uns nur noch 6½ Mk. kosten. Etwas eber auch mit 41 Saiten, 5 Accorden u. sum nuch nur 5½ Ml. Noch kleinere liesenn wir schon zu Harfen=Zithern mit Säule und Harfenkopf genaune äußergewöhnlich schöne Instrumente 101/2 Mi., etwas kleinere mit 2 Säulen und Harsenköpfen 13½2 Mk. Hochseine 6 mannalige Acit schmtlichem Zuhehbr 6.Mi., ertra schöne 8 Mi, keinere statt Henan Bithaten tihen uihe Sarte#.- Harmoniums Umtausch oder Geld zurück wenn uusere In dayer kein Risiko. Versandt gegen Nachnahme, Porto versäume gratis und franke unsern lustirten Kekalog kommen zu lasen, verrelde geeignetsten prachtvollsten WeIHNA Größtes Spezial=Geschan am Ilaschenkörbe Wäscheputste, Staubtuchsörbe Bumentische Puppentwächen von 75 Mi. an. Zithern koßten unr 18½ M. PIaiomanennungsschreibe Garantie #lassen derfelbe enthält auch die Seignetsten prachtvoulen Weihnachtsgeschente. Herteld& Compagnie, Neuenrade 796(Westialen.) hatsächlich gröst= und leistungsfähigste Harmonikafabrik am Platze. Arbeitstanden#inderkörbe Owbe ämtliche Korbwaren zu bekannt reellen Preisen. 1 Pahrikatten, mehrmals prämtiert. Sagher und Tieferung sämmtlicher Baumaterialien u. Kanalisationsartikel 2c.2c. Großes Lager in Thon= Cement= und Drainageröhren, sowie die dazu compl. Sand= und Fettfänge mit sämmtlichem Zubehör nach Vorschrist. Urinals= und Appartementstrichter aus Porzellan und Steingut. Sandsteintreppen, Fensterbänke, Gesimse, Schleifsteine, Kuh= und Schweinetröge, Ecksteine, Quadern 2c. Eement, f. Steine, Chamottemörtel. Dachsfannen glasiri und gesämpft, Asphalt, Asphaltisolirplatten. escsche e tcte. Thoniench Gementplatten, farbigen sesehen, Worzellanwandplatten in mehreren geschmackvollen Mustern zu äußerst billigen Preisen vorräthig und stehen Musterzeichnungen sowie Kostenanschläge gerne zu Diensten. Alle Sorten Verblendsteine aus den Fabriken Hangelar, Dollendorf 2c. 2c. zu Fabritpreisen Grab und Firmenschilder billigst. 133. GOtHWASDAT Cömer passende Weihnachtsgeschenkesenpfiehl Pelzwaren, Hüte, Mützen, Schirme und Stöcke ie, ii.#cchee, c Mas Seidel, Siegen, Goblenzerstraße 11. Neuanfertigungen u. Reparaturen werden prompt, sauber zut und billig ausgeführt. Zur Lieferung von Carl Horn, Smdittes EiA MHES Anu aenns in allen Preislagen Memstkrier eehn Viblinen, Zieh= und Mund=Harmonikas in großer Auswahl Fesseln aller Art, von der einfachsten bis zur seinsten Ausfüchrung, bei igsten RE r. Blecher Schmiedemeister. Kölin Schauerte, Gelsweid(neben Wiuth Fückert) empfiehlt alle Arten Uhren, Resulateure. Wecke- und Taschenuhren B nur erstklassige, git abgezogene und genau regulierte Uhren, wofür ich mehrjährige Garantie lesten kann Schund führe ich gar nicht Ferner icht goldene Trauringe, Brochen, Ohrringe etc. etc. onW Fucherner man mehr führen, und verkaufe dies um dumn zu raumen, zu jeden nur annehmbaren Preise.— Alle Reparaturen an Uhren und Goldwaaren werden gut und billig unter Garantie ausges Streng reelle Bedienung. ard: Godesberg.— Anzeigen Chr Schlunz. Carl Hern Siegen roch reinschmeckend, Poststr. 29 KANA ver Psund 7 80, OSS erann reinschmeckend, per Pfd. 90 100 120 140 Pg. us# w. Candis=. Würfel-, Hut-, Stampfaucker billigst, eipfiehlt Herm. Wolschenderh Posamentier. Anfertigung und Tager in allen Arten Posamenten, Kordeln, Quasten, Pranzen etc.