Nr. 262. Siegen, Donnerstag, den 8. November 1900 Fier Kaiser) 12. Jahrgang. Volk. Die Zeitung„Das Volk“ erscheint an jedem Wochentage abends Bestellungen sind bei dem entsprechenden Postamte(Nr. 7728 der Zeitungsliste) oder beim Landbriefträger anzubringen Bestellungen für Siegen nimmt außer der Post die Geschäftsstelle entgegen. Preis vierteljährlich für die Stadtabonnenten M. 1.25 frei ins Haus 40 Pfg. mehr, für alle Postabonnenten M. 1,35 frei ins Haus 40 Pfg. mehr. Berliner P##### Berlin, 5. November. Ledebour hat einen stillen Sieg gefeiert. In den Versammlungen, wo das Resultat verkündigt wurde, ist es nach den Berichten des„Vorwärts“ zum Teil beäugstigend still gewesen. Man muß die Helden vor der Schlacht gesehen haben, lärmend und tobend, dann versteht man erst recht dieses stille Gefaßtsein! Man hatte gehofft mit rasenden Reden gegen Kalikultur gegen Brotwucherund gegen die Panama=Regierung die sich mit 12000 M. Gesetze bezahlen läßt, die Volkswut zu nie geahnter Flamme zu entfachen und nun— diese Enttäschung Während im Jahre 1898 von 142226 wahlberechtigten Wählern des 6. Wahlkreises 58778 den alten Liebknecht wählten, erhielt der rabiate Ledebour jetzt von 154921 Wählern nur 53896 Stimmen.— Ueber 100000 Wähler blieben ungerührt von all dem Ledebourschen Toben und gaben ihm ihre Stimme nicht 77.460 Stimmen waren nötig, um die absolute Mehrheit zu erreichen und Ledebour erhielt 24.000 Stimmen weniger Während die Wahlberechtigten seit der letzten Wahl um 12.000 spuchsen, en die sozialdemokratischen Stimmen um 5000 Ledebour an hat Grund auf seinen„Sieg" stolz zu sein.— Mit der gewähnlichen Lässigkeit der Nachwahl möchte der„Vorwärts dies Resuiltit entschuldigen, aber das glaubt ihm keiner. Hier bat sich eine Gelegenheit, um den Abschen des Volkes gegen die Chinapolitik=leuchten zu lassen und das Resultat der Hetze vorzuführen, die der alte Liebknecht selbst so meisterhaft gehässig eingeleitet hatte, und— nun dieses müde Resultat Eutweder die Partei, die auf ihre Disziplin so stolz ist, leidet gerade in ihrem Musterwahlkreis an unerhörter Diszilinlosigkeit, oder sie hat den Beweis geliefert, daß nicht einal ihre Hochburg wirklich ihr unbestreitbarer Besitz ist — Wie unangenehm der prahlerischen Partei das Resultat ist zeigt am besten die amüsante Siegessanfare des Vorwärts“, der man aumerkt, daß es eine gefätlschte Chamade“ ist Er tröstet sich— mit dem Wahlresultat der anderen Parteien. Der Freisiun war überhaupt zu Hause geblieben und der Kandidat der Rechten hatte von vornherein darauf verzichtet etwa Liebtnechts Sitz stürmen zu wollen Wenn es den„Vorwärts“ tröstet, daß Ulrich 5000 Stimmen weniger erhielt als vor 2 Jahren Stöcker,— den Trost wollen wir ihm gönnen. Das Interesse der Berliner ist auf den Prozeß Sternberg gerichtet. Der Lokalanzeiger hat wieder Gelegenheit, dramatische Stimnmunasberichte zu zeichnen, die Seusationslüsternheit kommt zu ihrem Recht, aber auch die ernsten Menschen können an diesem Prozeß nicht vorbei. Am 28 März des Jahres wurde gegen den Baukier Sternberg den Besitzer von 18 Millionen, die Anklage er hoben, daß er sich gegen Kinder vergangen Drei Kinder werden vorgeführt. Das eine war zur Zeit der That schomn 14 Jahrealt, das andere war zur Zeit der That schon nicht mehr unbescholten, wegen des dritten Kindes Frida wurde Steruberg zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Diese drei Kinder waren aus einer größeren Anzahl von untersuchten„Fällen zurückgeblieben, die nicht als erwiesen erachtet wurden.— Eine Freundin des Sternberg war die Masseuse“ Fischer von ihr heißt es in einem für Sternberg wohlwollenden Stimmungsbericht:„Der Vorsitzende stellte durch Befragen fest, daß unter dem Aushängeschild der Massage die Wohnung der Fischer zu einer Stätte zügelloser Unzucht gemacht wurde.“ Dieser Sternbeus hat Revision gegen seine Verurteilung eingelegt, hat zwei Detektivbureaus mit Maßnahmen beauftragt und 6 berühmteste Rechtsanwälte für seine Verteidigung gewonnen.— Es ist ja sein Recht, die große Macht die Geld auch vor Gericht giebt auszunutzen Zwei seiner Helfershelferinnen hat er nach Amerika fahren lassen, aber mittlerweile sind sie zurückgekehrt. Es kommt darauf an, auch wegen der Frida eine Freisprechung zu erzielen. Mit der Recherche in dieser Sache war von der Kriminalpolizei ein Schutzmann beauftragt, der jetzt vor Gericht un geheuerliche Enthüllungen gemacht hat. Bisher ist davon vom Gericht das Folgende festgestellt: Wie Sternberg zugiebt, hat ein Berliner Polizeidirekter bön ihm 18.000 Mk. Hypotheken auf sein Haus erhalten. Das Geld ist in diesem Jahre zurückgezahlt.— Derselbe Sternberg giebt von demselben Polizeidirektor an:„Er ist mir seit Jahren bekaunt. Er verkehrt seit langer Zeit als Freund in meinen Hause. Als solcher habe er ihm stets gerne aus der Verlegenheit geholfen, wenn er pekunichrer Hilfe bedurfte Wechsel hät er mir deshalb nicht erst zu geben brauchen.—— Sobiel vom Polizeidirektor, dem Freunde des Sternberg. Untergebener dieses Direktors ist ein Kriminalkommissar Aus seiner Aussage das Folgende: Er hat zu seinem Gebüutstag den Schutzleuten seines Dezernats ein Faß Bier endiert. Auch der Schutzmann, der die Recherche gegen Steinberg hatte war dazu geladen. Er hat sich,## lecht der Kommissar selbst aus an jenem Abend### sechi übernommen, daß er sogar Blut spie Bei einer Oebürtstagsfeier eines Vorgesetzten!— Kurze Zeit darauf dar der Kommissar den Schutzmann aufgesucht, um zu ehen,„wie ihm die Sache bekommen sei. Da habe der Schutzmann darüber geklagt, daß er an jenem Abend eigent2ch zu wentig gehabt habe; infolgedessen habe er ihm gesagt, Taß er darunter nicht leiden solle, habe ihn aufgefordert, mit m in ein Lokal zu kommen und auf seine Kosten etwas zu Veiteßen. Sie seien dann beide zu Tucher gegangen.“— So sagt der Kommissar selbst aus! der Schutzmann behauptet Argeetzter Stelle aus eingewirkt have, die ch 10 scharf zu behandeln. Der Schutzmann selbst ist auch Schriftleitung und Geschäftsstelle: Sandstraße 18. Fernsprech=Anschluß Nr. 205. Berlin: Redaktion: NW Klopstockstraße 7. durchaus nicht einwandsfrei, er giebt zu unlautere Beziehungen zu Frauen gehabt zu haben, bei denen er amtliche Untersuchungen anstellte. Aber die oben skizzierten gerichtlichen Feststellungen genügen, um die Erregung zu verstehen, die sich hier weitester Kreise bemächtigt hat. Kinder, darunter ein Waisenkind, den gemeinen Launen eines Jobbers ausgesetzt sehen, ist unerträglich; die Frida war als„Assistentin" zu der Massense gekommen; solche Masseusen preisen sich im Annoncenteil des„Lokalanzeigers spaltenlang an Unerträglich auch ist der Gedanke, daß mit Gold die Freundschaft und Nachsicht der Diener der blindwägenden Justitia erkauft werden könnte. Eberlin. Ein Gang durch Jammer und Not. (Lieber(„S. v. S.9) Bielefeld). I. öfter es heißt, hier mit der Feder das wieder zu geben was ich, auf einer Wanderung in die dunklen Stätten unseres Volkes, nur in flüchtigen Abrissen dem Taschenbuch anvertrauen konnte— je öfter die Notwendigkeit an mich heran tritt, noch einmal das Gesehene zu durchleben, wenn auch nur in der auszüglichen für diese Stelle bestimmten Form je mehr muß ich in meinem Jnnern einen Widerstand überwinden: Das Gewissen drängt haltlos, unbarmherzig zur That und eine Art Feigheit möchte mir anderseits wieder die Feder aus der Hand nehmen jedenfalls die Niederschrift von einem Tage zum andern ausschieben. Wie man den Besuch bei einem geliebten schwerkrauten Freunde wohl aufschiebt, den man, aus eigenen Kräften, nicht zu helfen, kaum einmal zu trösten im Stande ist.... Und was ists denn weiter daß wenn ich mich so zum Schreiben zwinge plötzlich wohl das Haupt jenes krankhaften Dämons(Napoleon der Geister!) Nietzsche in meiner Seele auftauchen läßt und höhnen Fluch Eurem Christentum, wenn diese Religion der Nächstenliebe nur für den Himmel schafft und wohlseil auf den Himmel tröstet, aber hier Tausend und Abertausend am nötigsten darben läßt, daß sie an Seel und Leib zu Schauden werden müssen— 1teber den Sehlen eines inichen Mecheneremnbele müßte schönt ein bloßer Volkswirt stolvern, aber Ener Christentan het in der Allgemeinheit, eben nur leere Worte für Himmel und Erde keine durchgreifende That für den Erdenmmer Und begreifen lerne dann, wie ein anderer Phildsoph und Gottesleugner zu dem grausigen Worte kommen konte:„Gäbe es einen Gott im Himmel ihmn müßte längst das Herz über den Jammer seiner Menschenkinder gebrochen sein Es ist nicht bloß das dann wahrhaft teuflische Verlangen, unbehelligt vom Gewissen sündigen zu können was mehr Glieder der oberen Zehntausend als„Uebermenschen sich vom Christenttum abwenden läßt vielmehr in der Masse ein gewisses, wenn auch unbewußtes Gerechtigkeitsgefühl, das kurzer Hand über eine Religion nach ihren unwürdigen Vertretern nach nüserer Lauheit, uusern nahezu von Früh bis Abend erbärmlichen Thatchristentum aburteilen läßt und für heillose soziale usw. Schäden verantwortlich macht Schäden die freilich nie in Erscheinung treten können wenn wir Christen (alle wie ein Mann) in Denken und Handeln uns nur vom Heilande führen ließen. Gewiß ist hier schon viel geschehen soviel, daß ein Christ und sonderlich(ich muß das nun einmal wieder sagen) Deutscher auf dem Gebiete der Nächstenliebe, in die ich auch alle soziale staatliche Einrichtungen mitbegreife ohne zu verzagen weiter kämpfen darf Aber ist doch auch nur gerade soviel geschehen, daß wir auf der Schwelle des Jahrhunderts festen Juß fassen dürfen auszubanen ist noch alles Und dazu seqne Gott auch unser Volk und seine FührerBochum zu dem wir heute kommen eine sich schnell entwickelude Eisen wie Vergindustrie Stätte von ungefähr 60000 Einwohnern, zählt zu den Orten, von denen wir sagen müssen, daß viel geschehen ist, das soziale Elend und dessen Hauptquelle, den Wohnngssammer zu lindern Namentlich hat ja das großindustrielle Unternehmen, der Bochumer Gußstahlverein, den Kampf mit der Wohnungsnot seit lange, in großartiger und sehr freundlich ansprechender Art aufgenommen. Freilich betrifft diese Abhilfe nur die Arbeiter= und Beamtenschaft des betreffenden Werkes und auch nicht völlig. Die Arbeiter aus anderen Betrieben kommen hier nicht in Betracht. Es wäre daher unser Herzeuswunsch wenn diese bescheidenen Zeilen die Veranlassung gaben, daß die Stadt selbst vielleicht die Lösting der Wohltngsfrage in die Haud nähne#.#B nach dem schon öster betonten Vorgang von Uhn der benachbarten Stadt Unna usw, in denen sich ein Privat=Bau= usw. Verein begründete, bei dem indes die Stadt Sitz und Stimme und eine Beaufsichtiguung der Bauant usw sich vorbehalten hat. Hierfür aber der Alters= und Invaliditäts=VersicherungsAnstalt gegenüber, volle Bürgschaft übernimmt, sodaß es dem Verein nie an Baugeldern fehlt. Kann doch bis zu einem gewissen Grade von Vollkommenheit nur die Behörde und hier zuerst(zumal wir noch keine andere zuständige haben die Stadt die Wohnungsfrage lösen auch schon in vieler Hinsicht, wenn sie Wohnungscufpektoren, wie die Erfahrung lehrt, einsetzt, eine gesunde Bauordnung durchführt us Sie eben allein hat die Macht zu der segensreichen wechselwirkenden Thätigkeit, die schlechten Wohnungen zu schließen, und für entsprechende Zahl besserer(durch Bauvereine usw.) zu sorgen Bochum ist z. B wie erwähnt, eine Stadt, die sich ziemlich schnell ausgedehnt hat, daher auch zum größten Teile aus neueren Häusern besteht. Sind nun auch wohl die traurigsten Wohnungen des kleinen Mannes in den alten noch aus früherer Zeit stammenden Stadtteilen, so schließt bekgnutlich das gewöhnlich in gewinnsüchtiger Absicht errichtete Massenquartier bei dem die traurig treibende Kraft meist schon der ausgewucherte Durch die Zeitung finden Anzeigen weiteste Verbreitung im kauffähigen Publikum des ganzen Reiches. Preis der 5 gespaltenen Petitzeile für die Provinzen Rheinland und Westfalen, Hessen=Nassan und das Großherzogtum Hessen 10 Pfg.; für das übrige Reich 25 Pfg. Aufträge sind gefälligst der Geschäftsstelle oder durch ein Anzeigen Verzu erteilen. Baugrund ist, den Wohnungsjammer wahrlich nicht aus. Man braucht z. B. nur nach Breslau(Berlin, München usw.) zu gehen, um dies aufs eingehendste bestätigt zu finden. Je größer ein Ort wird und namentlich, je schneller sich ein solcher entwickelt, je weniger bleibt es einer weitsehenden Stadtverwaltung erspart, sich mit der Wohnungsfrage zu befassen sei es wie gesagt, auch zuerst nur durch Einrichtung von Wohnungsinspektoren. Es ist dabei eigentlich überflüssig zu bemerken, daß endgültig, wie bei allen ähnlichen Wohlfahrtseinrichtungen, die eine sittlichwirtschaftliche Hebung des Arbeiters bezwecken die Stadt doch im eigensten Nutzen schafft. Asyle, Gefängnisse, Armenpflege werden da immer am meisten in Auspruch genommen, wo der größte Tiefstand obiger Eigenschaften hinsichtlich des Arbeiters zu verzeichnen ist. In einem solchen alten Stadtteil und seinen engen oft übelrtechenden Gäßchen, mit alten größtenteils Holzfachwerkhäusern, vor denen die Kinder und darunter manch sieches, hockten Mütter mit ebenfalls elenden Säuglingen auf dem Arm uns mißtrauisch betrachteten, saß vor seiner Hausthür, in Hemdärmeln ein alter ziemlich dicker Mann mit fahlem Haupthaar und borstigen Bartstoppeln Auf unsere Bitte zeigte er uns sofort seinen„Sommer=Salon D. h. ein rechts am engen Hausstur gelegenes sehr niedriges und ungefähr 3 Meter langes 2 Meter breites Nestchen. Außer einem Bett waren noch einige andere Einrichtungsgegenstände (Kommode, Tisch eingezwängt. Alles sah sehr elend aus. Zwei kleine Mädchen von ungefähr zehn bis zwölf Jahren drückten sich bei unseremn Eintritt scheu an uns vorüber und huschten hinaus. Zu diesem„Sommer=Salon gehörten noch zwei darüber unterm Dache gelegene Löcher, zu denen man auf einer leiterartigen Stiege vom Flur aus gelangte Diese beiden Löcher dürsten zusammen die Größe des Stübchens darunter gehabt haben, waren aber noch niedriger, man war nicht im Stande in diesen dunkelen Nestern aufrecht zu stehen. Jedes wurde durch ein ammseliges Bett ziemlich völlig ausgefült. Die Luft war böse böse hier! Der erwähnte dicke Mann bewohnte augenblicklich nur mit seinen beiden Mädchen den Raum Zwanzig Kinder hatte der Mann gehabt! Achtzehn und seine Frau waren ihm gestorben. Wir wollen gewiß keine zu einer Schlußfolgerung irgendwie berechtigte ausstellen aber uamentlich die wir noch weiter sehen werden, diese schauerliche Begleiterscheinung des Wohngseende, ist uns doch auch hier sofort wieder vor Augen getreten Der Mann war Händler d. h. stand auf dem Markt mit Bändern und anderem„Krimskrams wie er meinte. Er war ein hoher Sechziger und konnte keine großen Sprünge mehr machen sondern klüngele“ nur so für das nackte bischen Leben. Die Miete 108 Mk.! Draußen traf ich das eine der kleinen Mädchen wieder Es sah mich aus seinen Lümpchen scheu und doch so kindlich treu an daß ich(im allgemeinen hierbei ja sehr vorsichtig) nach Rücksprache mit meiner sachkundigen Führung, getrost eine Kleinigkeit aus dem„Oelkänuchen fischte und in die kleine schmutzige Hand gleiten ließ uno zwar so, daß es der Vater sah. Als wvir darauf aus einem der nächsten Häuser kamen, sprang uns das kleine liebe Ferkelchen, schnell etwas gewaschen und die Haare etwas geglättet, mit ausgestreckten Händen, entgegen Ich danke auch schön Ich glaube, das kleine Wesen freute sich in diesem Augenblick ordentlich, sich auch einmal gewaschen zeigen zu können. Es ist ja eine, hier des öftern berührte Thatsache daß unter den traurigen un vielmehr: außerordentlichen Verhältnissen der Wohnungsnot, auch schließlich Sinn für Ordnung und Sauberkeit abhanden kommt, selbst wenn hier und da die Umstände dies noch gut gestatteten. Man kann diese gleichen Erscheinungen sittlich wie körperlich, beim Soldaten im Feldzuge machen Es gehört eine ganz seltene Widerstandsfähigkeit dazu unter so gußerordentlichen Umständen regelrech zu bleiben. Dennoch werden wir uns schwerlich je zu der Ansicht eines lieben Freundes in Bochum bequemen, der nun freilich auch schon längst, wenn auch anders und dort oben, rein gewaschen sein wird:„Ach lassen Sie sich durch den Dreck nicht genieren Dreck wärmt! An diesem Troste hätte man sich freilich bei der ganzen Wanderung aufrichten dürfen wenn man unter„Dreckig"(anstandslose westfälisch=rheinische Bezeichnung für das schüchterne Schmutzig des Ostens, auch alles was ungehörig schwarz ist, begriffen hätte. Hier über Bochum lagert dank der unzähligen Fabrikschlote jahrein, jahraus eine die Sonne ständig verhüllende Rauchschicht macht dem Neuling das Atmen schwer und reizt Auge und Atmungswerkzeuge, sodaß manche die„Lust überhaupt nicht vertragen. Kein Wunder, daß die üblen Gerüche schlechter Behgusungen usw. doppelt beklemmend wirken. Und das auch selbst für eine Nase die doch auf diesem Gebiete wirklich nicht verwöhnt ist. Wann werdet Ihr Herren Erfinder endlich einen brauchbaren Rauchverzehrungs=Apparat entdecken? Die Wirren in China. Spät kam sie, doch sie kam, nämlich die Antwort Rußlands hinsichtlich des deutsch=englischen Abkommens. Nach dem „Russischen Invaliden lautet dieselbe wie folgt:„Das zwischen Deutschland und Englaud geschlossene Abkommen ändere nicht vom russischen Standpunkte aus in wesentlicher Weise die Lage der Dinge in China. Der erste Punkt des Abkommens, welcher bestimmt, daß die sich an den Flüssen und Meeresküsten befindenden Häfen überall, wo die beiden genannten Regierungen einen Einfluß ausüben, frei und offen für den Handel bleiben sollen kann von Rußland sympathisch angenommen werden, indem diese Bestimmung in keiner Weise den durch die gegenwärtigen Verträge bestehenden status quo ändert. Der zweite Punkt entspricht um so mehr den Absichten Rußlands, da bei dem Entstehen der gegenwärtigen Verwickelungen Rußland zuerst die Aufrechterhaltung der Integrität des himmlischen Reiches als Grundprinzip seiner Politik in China proklamiert hat. Was den dritten Punkt betrifft, der die Möglichkeit der Verletzung dieses Grundprinzipes voraussieht, so kann die russische Regierung ihre Erklärung erneuern, daß eine derartige Verletzung Rußland zwingen würde, die von ihr eingenommene Haltung je nach den Umständen zu verändern. Der vierte Punkt erfordert keine Kommentare.“ — Erfreulich ist eine Meldung aus Peking, welche besagt, daß zwischen den Gesandten vollständiges Einvernehmen herrscht und daß eine Verständigung zu Stande kommen wird. Die Gesandten sind völlig einig in der Frage der Bestrafung der Schuldigen und auch in anderen Fragen. Bis jetzt ist noch keine Austrengung gemacht werden, um mit der chinesischen Regierung direkt zu verkehren, da das endgültige Programm noch nicht festgestellt ist. Zur Lage liegen heute folgende Drahtberichte vor: London, 6. Nov. Die„Times“ melden aus Peking, 4. November: Soviel wir wissen, ist bis jetzt von der chinesischen Regierung keine Anstalt getroffen worden, um die Ernennung des berüchtigten Yutschang zum Gouverneur der Provinz Hupeh rückgängig zu machen. Diese Ernennung verursacht im ganzen Yangtsegebiet große Beunruhigung, und die Thatsache, daß die chinesische Regierung solch einen Mann, der die Boxer öffentlich unterstützte und die Fremden vertrieb, aus einen so hohen Posten gestellt hat, beweist, daß die Gepflogenheiten und Ansichten der chinesischen Regierung sich noch nicht geändert haben. Man hofft, daß die englische Regierung die Zurücknahme dieser Ernennung durchsetzen wird. London, 6. Nov. Die„Times“ melden aus Peking über Taku vom 5. d.: Admiral Alexejeff richtete an Lihungtschang eine Mitteilung, in welcher er ihn über die Absichten Chinas bezüglich der munoschurei befragt; er fordert hierin gleichzeitig China auf, die Verwaltung dieser Provinz unter dem Schutze Rußlands wieder zu übernehmen. Dies würde, so versichert Admiral Alexejeff, den beiden Ländern zum Vorteil gereichen. St. Petersburg, 6. Nov. Nach Berichten, welche dem russischen Generalstab zugegangen sind, wurden am 29. September in der Nähe von Schantschiaguang französische Missionare mit einem Bischof durch eine halbe Kompagnie Schützen und einige Kosaken aus den Händen der Boxer befreit. Hongkong, 6. Nov. Meldungen aus Canton zufolge sind die Chinesen noch erregt über die Anwesenheit der großen Anzahl fremder Kanonenboote in Canton. Es ankern jetzt elf Kriegsschiffe gegenüber Schamin Krieg in Südafrika. scheint nun doch endgültig festzustehen, daß Feldmarschall Lord Roberts allen Ernstes an die Heimreise denkt, und nach den letzten Berichten von Pretoria soll er sich am 20. d. M. in Durban mit Frau und Töchtern nach England einschiffen. Der alte Soldat hat vorher noch einen schweren Gang gethan, indem er in Begleitung seiner jüngsten Tochter das Grab seines einzigen Sohnes bei Chiveley in Natal besuchte. Leutnant Roberts von der Schützenbrigade fiel bekanntlich bei dem Versuche, einige der bei Colenso von den Engländern im Stich gelassenen Geschütze in Sicherheit zu bringen wofür ihm von der Königin noch nach seinem Tode das Viktoriakreuz zugesprochen wurde, das der alte Feldmarschall jetzt neben seinem eigenen, welches er sich vor langen Jahren in Indien erwarb, trägt. Es müssen bittere und traurige Gedanken gewesen sein, die dem britischen Obergeneral am Grabe seines Stalzes und seiner Hoffnungen die Seele bewegt haben; er hatte nur den einen Sohn und Stammhalter zu verlieren und kann also den Tausenden und Abertausenden nachfühlen, die auf beiden Seiten um die Opfer dieses fluchwürdigen Krieges trauern. Die Verlustliste wird von Tag zu Tag länger, wie aus den soeben vom Kriegsamte veröffentlichten Zahle hervorgeht Hiernach weist die Verlustliste bis einschließlich Oktober solgende Ziffern auf: Getötet 3204 verwundet 14 666(davon in Südafrich verstorben 982, Vermißte und Gefangene 7704, zusammen 24634; an Krankheiten verstorben 6230, invalidiert nach Hause gesandt 34 499. Zusammen mit anderen Verlustursachen beträgt der Totalverlust 48.026 Mann. Von einzelnen Affären forderten die größten Verluste die Kämpfe um Ladysmith in der Woche vom 19 bis 27. Februar 1782, am Spionkop 1651, Paardeberg 439, Nicholsons Neel 1227, Belmont 1059, Maggersfontein 903, Stormberg 702. Die größte Zahl von Toten gab es bei Spionkop, 280, Ladysmith 263, Paardeberg 258. Bei Nicholsons Neek gab es 970 Gefangene, bei Stormberg 633 von 702 Totalverlusten, 32 Todesfälle, 58 Verwundungen; kein Offizier getötet bei Reddersburg gab es 409 Gefangene bei einem Totalverluste von 440. Vom Kriegsschauplatze liegen heute folgende Meldungen vor: London, 6. Nov. Das Reutersche Bureau meldet aus Maseru vom 31. v. Mis.: Die Zahl der an der Grenze des Basutolandes sich sammelnden Buren wächst. Ein Kommando von 1400 Mann dicht bei Ladybrand. Die Stadt und der Distrikt von Ficksburg (auf der Grenze des Oranjefreistaats und Basutolandes) sind in den Händen des Feindes. Die Buren, welche Ficksburg besetzten standen unter Hermanus Steifn. Der Gouverneur der Stadt war Bodenbach. Bei der Besetzung wurden die Magazine von Ficksburg gänzlich ausgeplündert, auch in den Privathäusern wurden Plünderungen vorgenommen. Die englische Fahne wurde heruntergeholt und in Stücke zerrissen, welche die Buren in die Schweife ihrer Pferde banden Mehrere Eingeborene wurden erschossen, andere auf offener Straße brutal(?) geprügelt. Ein angesehener Kaufmann wurde verhaftet und in das Burenlager transportiert, um dort vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden. Ferner wurde ein Postbeamter gefangen gesetzt. Die von den Engländern in Ficksburg zurückgelassene Munition wurde von den Buren entdeckt. London, 6. Nov. Lord Roberts telegraphiert aus Johannesburg vom 5. d.: Während unzweidentige Zeichen vorliegen, daß die Buren entmutigt(2) sind und Mangel an Nahrung und Munition leiden, thut Steim das Aeußerste, um seine Landsleute zur Fortsetzung des hoffnungslosen Kampfes zu ermutigen, indem er dieselben täuscht mit salschen(?) Nachrichten von Erfolgen. n 6. N o v. D a s K r i e g s s c h i f f G e i d e r l a n d m i t d e m Präsidenten Krüger an Bord ist gestern hier eingetroffen; dasselbe wird hier drei Tage verweilen. In Vort Said soll die Gelderland die erforderlichen Anweisungen über die Landung in Europa erhalten Präsident Krüger, dessen Gesundheitszustand sehr gut ist äußerte, als er von den jüngsten Burensiegen hörte lebhafte Freude Doktor Heymanns erklärte, Präsident Krüger komme nur im Urlaub nach Surgne. Tagesrundschan. Siegen, 7. November. Zur Steuereinschätzung schreibt nus ein im Steuerwesen erfahrener Leser: Die Steuereinschätzung durch die betreffenden Kommissionen steht vor der Thüre aber das macht „en wentanen etwas zu schaffen. Die meisten warten ihre Einschätzung und Veranlagung ab und schelten dann wenn sie ihrer Meinung nach mit einem zu hohen Steuersatze belegt worden sind. Der eine will dann Schuldenziusen Lebensund Unfallversicherungs=Prämien und sonstige Kassenbeiträge bei Feststellung des steuerpflichtigen Einkommens berücksichtigt haben der andere möchte neben diesen auch wegen Krankheiten in der Familie oder persönlicher Krankheit in der Steuer ermäßigt werden und was der Wünsche noch mehr und. Nun muß reklamiert werden, soust fürchtet man schon für das nächste Jahr eine noch höhere Besteuerung. Trotz öffentlicher Bekanntmachungen seitens der Gemeindebehörden und der auf den Formularen zur sonenstandsaufnahme enthaltenen Belehrungen können sich die meisten nicht dazu verstehen, die oben gedachten Abzuge vom steuerpflichtigen Einkommen vor geschehener Steuereinschätzung bei den Gemeindebehörden anzumelden, auch über Krankheits= oder sonstige auf die Einschätzung bezüglichen Verhältnisse eingehende Mitteilung zu machen. Geschähe solches alles zur rechten Zeit, dann würden viele Reklamationen vermieden, die für die Steuerpflichtigen wie die Behörden sehr lästig sind und beiden Teilen viele Arbeit verursachen. Die Wenigsten können sich solche Reklamationen selbst anfertigen, betrauen vielmehr damit irgend einen Winkelkonsulenten und müssen dafür 2 oder 3 Mark bezahlen. Auf diese Weise stehen sich viele Leute selbst im Licht. Indes soll es nicht an wiederholten Aufklärungen und Hinweisen fehlen, es werden sich doch wohl immer wieder welche finden, die sich zu ihrem eigenen Besten aufklären und belehren lassen. Wer also die oben erwähnten gesetzlichen Abzüge vom steuerpflichtigen Einkommen nicht schon auf den Hauslisten (Personenstandszetteln) angegeben hat, was allerdings der kürzeste Weg ist, der versäume doch nicht, die fraglichen Abzuge unter Vorlage der Beläge bei den Gemeindebehörden (Bürgermeisteramt oder Verwaltungsamt) anzumelden und zwar schleunig, damit die Angaben vor beginnender Voreinschätzung vorliegen. Alles dieses bezieht sich allerdings nur auf Steuerpflichtige mit einem Einkommen bis zu 3000 M., diejenigen welche ein höheres Einkommen haben, sind zur Abgabe einer Steuererklärung bei dem Vorsitzenden der Veranlagungskommission verpflichtet. Der Gewerbetreibende kann auch Angaben über sein gewerbliches Einkommen machen, ovwohl die Steuerkommission nicht daran gebunden ist, wenn sie sicheren Anhalt hat, daß ein höheres Einkommen vorhauden sein muß. Das Einkommen aus Gebäudebesitz kann zumeist in bestimmten Beträgen angegeben werden, was sich sehr empfiehlt, dabei können dann auch die gesetzlich zulässigen Abzüge an Gebäudereparaturkosten, FeuerversicherungsPrämien der Gebäude, sowie die Abnutzungsquoten festgestellt werden. Mehr Entgegenkommen kann der Steuerpflichtige nicht von den Behörden verlangen wenn er nun diese Vorrechte zu seinen Gunsten nicht ausnutzt, dann hat er die daraus sich ergebenden Folgen auf sein eigenes Konto zu schreiben. Es ist ein wahres Wort: Nach dem rechten Ueberlegen folgt der rechten Segen. S., X — Der preußische Handelsminister hat am 19. Januar 9 J. an die Regierungspräsidenten eine Verfügung ergehen lassen, sie möchten bei den Gemeindebehörden Innungsvorständen oder dergleichen die Errichtung von Lehrlingsheimen anregen, in denen die Lehrlinge Sonntag nachmittags oder abends zwanglos sich versammeln können und wo ihnen Lesestoff, Spiele und Vorträge belehrender und unterhaltender Art geboten werden sollen. Beim Lesen dieser Verfügung kann man den Eindruck gewinnen, als kenne die Behörde die evangelischen Jünglingsvereine gar nicht oder diesen Vereinen soll durch eine neue Einrichtung Konkurrenz gemacht werden. Beim Ministerium eingezogene Erkündigungen haben ergeben, daß diese beiden Annahmen unberechtigt sind, nur aus paritätischen Gründen sind die kenfessionellen Veranstaltungen dieser Art nicht genannt worden. Es wurde von der Behörde vielmehr dem zugestimmt, daß es das natürlichste wäre, wenn die bestehenden Einrichtungen für die Jugend von den kommunalen Behörden usw. zunächst unterstützt und zu größeren Leistungen befähigt würden. Es liegt nun bei den verschiedenen Jünglingsvereinen die Gelegenheit auszunützen, und sich der neu gestellten Aufgabe der ganzen Jugend des Ortes zu dienen gewachsen zu zeigen Im Osten haben Eingaben der Vereine an die Manite schon wiederholt Erfolg gehabt, und es sind den Vereinen kleinere oder größere Summen zur Verfügung gestellt worden Sind die evangelischen Jünglingsvereine zu bequem oder zu kurzsichtig, un in der vorgeschlagenen Weise vorzugehen dann verdienen sie nichts Besseres, als daß sie an die Wand gedrückt werden von neueren Einrichtungen Solche sind allerdings im Anzuge Von humaner Seite aus plant man solche Heime einzurichten Man scheint dafür die weiteste Unterstützung aus allen Kreisen und Behörden zu finden Es wird in der That hohe Zeit, daß unsere Vereine aus ihrer Verborgenheit hervortreten und hier die äußere Seite ihrer Arbeit(Vereinsräume Bücherei, Spiele) die Unterstützung wweiteier Kreise, auch der Behörden, energisch beauspruchen. Wer bittet, der empfängt. Die Gemeinden und Pfarrer, die noch keinen Junglingsverein haben, müssen sich nun entschließen, sonst werden sie bald das Nachsehen haben. Andere Leutewerden die Jugend pflegen aber natürlich m ihrem Geiste. Ganz gewiß aber hat die Pfiege der schulentlassenen Jugend noch die Entwickelng vor sich und wer die Jugend behält, der hat die Zuk#nft E. W. 1 Berlin, 6. Nov. Eine Statistik der Majestätsbeleidigungs=Prozesse. Um darzuthun, daß die Prozesse wegen Majestätsbeleidigung nicht zugenommen haben wird in der„Nordd. Allg Zig. die Reichsstatistik heraugezogen, wonach sich ergiebt, daß in einem Zeitraum von drei Jahren jedesmal verurteilt wurden: 1882/84 430 Personen 1891/93 547 Personen 188 5/87 437 Personen 1894196 594 Personen 1888/90 514 Personen 1897/99 437 Personen Vergleicht man für jedes Jahr seit 1882 die absolutten Zahlen mit der Volkszahl, wie solche von dem kaiserlichen statistischen Amte berechnet zu werden pflegt, so ergiebt sich, daß aufi eine Million strafmündiger Persoren der Zivilbevölkerung verurteilt sind 14 Personen 1882 17 Personen 1888 17 Personen 1894 1883 9 1895 18845 1896 18855„ 189 1897 12 1886 15 1892 1898 6 1887 1893 1899 Es wird in dem genannten offiziösen Blatt dann noch weiter dargethan, daß die Verbrechen und Vergehen gegen Staat, Religion und öffentliche Ordnung in demselben Zeitraum erheblich gewachsen sind und mit den Worten geschlossen: #ie bedauerliche Thatsache, daß die gegen Staat und öffentliche Ordnung sich richtenden Verfehlungen seit einiger Zeit ein erhebliches Wachstum zeigen wird allgemein zugegeben. Daß bei den Majestätsbeleidigungen in einem erfreulichen Gegensatze dazu, die Straffälle eine Abnahme erkeinnen lassen, ist nicht so bekannt und wird vielfach durch irreführende Mitteilungen verschleiert. Wenn Zahlen beweisen, so beweisen sie hier, wie einseitig die Vorwürfe sind welche unter Anknüpfung an einzelne Verurteilungen wegen Majestätsbeleidigung immer wieder in der Presse erhoben werden. Der Gegenstand verdient nach unserer Meinung weniger eine Untersuchung nach der Zahl als nach der Art der Vergehen. Es ist ja erfreulich wenn falschen Beschuldigungen gegenüber nachgewiesen wird, daß die Zahl solcher Prozesse nicht zugenommen hat. Die vernünftigen Beschwerden haben sich aber stets nur gegen einzelne Fälle gerichtet und da läßt sich mit einer Statistik nichts beweisen. Berlin, 6. Nov. Eine Gedächtnisfeier für Gutenber der bekanntlich vor nunmehr 500 Jahren geboren wurde, findet# Donnerstag, den 8. November, abends 8 Uhr, im Stadtmissionshau Johannistisch 6, statt. Es soll an diesem Gutenberg=Abend einma weiteren Kreisen ein Bild davon gegeben werden, wie sehr die Buchdruckekunst von Anbeginn bis jetzt im Dienste des Reiches Gottes gestande hat. Hier in der Heimat und draußen in der Heidenmission. Unendic groß ist die Bedeutung Gutenbergs mit seiner Erfindung in dies Beziehung, und es wird an dem genannten Abend dieselbe ihre von Würdigung finden durch kurze Ansprachen, welche die Herren prediger Ohly, Missionsinspektor D. Merensky, P. Heunig, sowie di. Herren Verlagsbuchhändler Meyer und Warneck aus ihrer reichen## fahrung heraus halten werden. Unter anderen musikalischen Da# bietungen wird eine besonders für diese Feier von Frau Rengt, Pfannschmidt=Beutner gedichtete und von Heinrich Pfannschmidt u Musik gesetzte„Festhymne" zum Vortrag gebracht werden von i gliedern des Pfannschmidtschen Chors. Alle diejenigen, welche e# reges Interesse haben an dem steten Aufblühen einer gesunden, christlichen Presse, und denen die Verbreitung christlicher Litteratur als ein wichtige Sache am Herzen liegt, seien auf diesen Festabend, desen Eintritt völlig kostenlos ist, aufmerksam gemacht. Der Verein Dienst anurbeitlosen(Eingetragener Veein) Ackerstraße 52, hat in seinen beiden Schrippenkirchen in Monat Oktober an vier Sonntagen 3064 Obdachlosen mit je zue Schrippen und einem Becher Kaffee bewirtet und Gottesdienste mi Choralgesang und Predigt dabei veranstaltet. Die Jugendhilfe des Vereins hat im Monat Oktober 699 Besuche von Obdachlosen erhalten, Die jungen Leute wurden nach jeder Richtung hin beraten, nach Möglichkeit auch unterstützt, in Arbeit gebracht und den Eltern wieder zu geführt. Der Schwerpunkt der Jugendhilfe liegt in der Seelsorge, den Entschluß zu einem neuen Leben in den Schützlingen wachzurufen Aus dem jüngst herausgegebenen 18. Jahresbericht entnehmen wir, daß die Schrippenkirche im letzten Winter von 23334, seit Beginn der Arbeit(1882) von 226,529 Obdachlosen besucht war. Die Jugendhilfe konnte in den 7 Jahren ihres Bestehens 13,010 Obdachlosen dienen, im letzten Jahre hat sie 2524 beraten oder unterstützt und davon 421 durch ihre Unterbringung bei Eltern oder Arbeitgebern aus dem Elend gerissen. Die Geschästsstelle(Generalsekretär M. Gilwei Ackerstraße 52) nimmt Beträge zur Unterstützung des Werkes, sowie alte Männerkleider und Stiefel an, die auf Verlangen auch gern abgeholt werden. Der Andrang ist jetzt größter als je. Unterstützung dringend erwünscht. #0 Die Gesellschaft zur„Fürsorge für die zu ziehende männliche Jugend" seierte am Sonntag, den 7. Oktober in Berlin ihr drittes Jahresfest durch einen Gottesdienst in der ChristusKirche, in welchem Prediger Fischer(von der Stadtmission) die Predig hielt. Jährlich ziehen über 20.000 junge Männer im Alter von 14—21 Jahren nach Berlin Groß sind die Gefahren, die ihrer hier warten. Die Männer des Umsturzes, der Trunksucht, der Unzucht usw. wenden durch Wort, Schrift und Beispiele großen Fleiß an, diese Fremdlinge ihre Heimat in der Sünde und Schande finden zu lassen. 1200 Artikel hat die Gesellschaft im vorigen Jahre an viele deutsche Zeitungen gesandt, in denen vor dem Zuzug nach Berlin dringend gewarnt worden ist. Die Gesellschaft hat ferner dahin gewirkt, daß im vorigen Jahre 16.886 junge zugezogene Männer durch 166 ernste Mitglieder aus 35 Berliner Jünglingsvereinen besucht wurden, um ihnen freundlichen Rat zu erteilen und sie zum Besuch der Jünglingsvereine emzuladen. 456 sind der Einladung gefolgt und 182 sind Mitglieder geworden. Auch hat die Gesellschaft dahin gewirkt, daß diese„FremdenMissionsarbeit bereits in 40 deutschen Städten aufgenommen worden ist, von denen 15 sich zu einem Verbande zusammengeschlossen haben. Vorsitzender der Gesellschaft ist Pfarrer Berlin, Ramlerstr. 35, Sekretät: Herr Pohlmann, Sophienstr. 19. Beide Herren nehmen dankbar Gaben der Liebe für die Arbeit an den heimatfremden jungen Männem entgegen Die Gesellschaft hat über 1000 M. Schulden. Unser Heiland erwecke offne Herzen und Hände, damit die jungen Männer in der Großstadt ihre Heimat am Herzen des himmlischen Vaters finden und behalten. Den Jahresbericht, sowie praktische Winke zur Ausführung der Arbeit sendet die Gesellschaft auf Wunsch jedem zu. Die Geschäststelle ist Berlin C., Sophienstr. 19. dem Reich. Berlin, 6. November. Die Kaiserin begab sich heute früh mit Umgebung nach Belzug und besuchte die in der Nähe gelegene Lungenheilstätte des Berlin=Brandenburger Heilstätten=Vereins. Von dort kehrte sie nach dem Neuen Palais zurück. Gestern stattete sie in Berlin der Prinzessin Friedrich Karl und der Fürstin zu Wied Besuche ab. — Der Reichskanzler begab sich nach Liebenberg, um dem Kaiser Vortrag zu halten. — Die Eröffnung des Reichstages findet am 14. November, mittags 12 Uhr im Rittersaale des Schlosses statt. Vorher wird Gottesdienst abgehalten für die evangelischen Mitglieder in der Dom=Interimskirche um 11 Uhr, für die katholischen in der Hedwigskirche um 11½ Uhr. — Die im Ministerium des Innern herausgegebene Berliner Korrespondenz teilt mit: Die Vorkommnisse in dem Sternbergprozesse insbesondere das Verhalten der beteiligten Kriminalbeamten werden von den vorgesetzten Instanzen eingehend verfolgt. Das Polizeipräsidium erteilte den betreffenden Beamten unter Entbindung von der Pflicht der Amtsverschwiegenheit die Ermächtigung zu uneingeschräntter Aussage Im Auftrage des Polizeipräsidenten nimmt der Chef der Kriminglabteilung Regierungsrat Dieterici an den Prozeßverhandlungen teil. Der Kriminalschutzmann Stierstätter und der Kriminalkommissar Thiel üben dienstliche Funktionen gegenwärtig nicht aus. Die zu ergreifenden Disziplinaumaßregeln müssen um dem Gange der gerichtlichen Verfahren nicht vorzugreisen einstweilen vorbehalten bleiben. Nach Klärung der Sachlage im gerichtlichen Verfahren wird im Disziplinarwege sofort unnachsichtlich eingeschritten Die erforderlichen Ermittelungen sind sofort eingeleitet Weiter meldet die„Nordd Allg. Ztg.“ Infolge der Vorgänge in Prozesse Sternberg hatte heute der Ministerpräsident v. Bülow den Minister des Innern, v. Rheinbaben, zu eine Besprechung eingeladen — Die Blättermeldung, daß von der Reichsverwalt#g Vorschriften über die Einrichtung und den Betrieb der Bäckereien vorbereitet werden, stellen die Berliner Neuesten Nachrichten dahin richtig, daß der preußische Handelsministel den Entwurf einer Backstubenverord nung aufstellen und den Jnteressentenkeisen zur Begutachtung unterbreiten ließ. Die zuständige Reichsbehörde sei allerding gegenwärtig der Abänderung einer vom Bundesrate inen Bäckereiund Konditoreiverordnung beschäftigt berreffe letztene lediglich die Festsetzung einer Maximalarbeitszeit. — Der Kolonialrat, der bekanntlich in dieser Woche zusaimmenberufen ist, soll sich gußer mit den Etats der Schützgebiete auch mit einer Verordnung beschäftigen welche die Ausfuhr Farbiger zum Zwecke der Schaustellung verbietet. Eine solche Verordnung wäre gewiß mit Freude zu begrüßen. — Nach der Meldung eines schlesischen Blattes soll eine Reorgauisation des preußischen Eisenbahnwesens bevorstehen. Es wird beabsichtigt, die bisherigen Eisenbahndirektionen aufzuheben und dafür fünf Generaldirektionen e zusetzen. An die Stelle der Eisenbahndirektionen treten Einrichtungen, die eine weit geringere Zahl von Beamten beschäftigen sollen. — Im Gegensatze zu den Blättermeldungen, wonach dis preußische Wohnungsgesetz bereits fertig sei, wil die National=Zeitung wissen, daß die Staatsregierung sich zwal mit der Wohnungsfrage angelegentlich beschäftige aver Arbeiten noch nicht soweit gediehen sind, daß der zu beschreitende Weg mit Sicherheit festgelegt ist. Die Einbringung des Ge setzes im Landtage in diesem Winter ist somit fraglich. Eine prüfende Hausfrau wird von den verschiedenen angebotenen „Malzkaffees“ den Kathreinerschen wählen, denn er allein besitzt Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees, ist ergiebig und sehr wohlschmeckend. Diese Eigenschaften fehlen den offen ausgewogenen Malzkaffees, die nur geröstete Gerste oder gebranntes Malz sind. Der„Kathreiner" kommt ausausschließlich in plombierten Paketen zum Verkauf. Losen Kneipp=Malzkaffee giebt es nicht! □ Geisweid, 6. Nov. Gestern ereignete sich auf den Geisweider Eisenwerken ein bedauerlicher Unglücksfall Ein wetach gurs empfohlen, als wirklich wirksames Hausmittel bei Jufluenza, Brustverschleimung und Husten. In allen Droguen und den meisten besseren Kolonial= geschäften zu erhalten. (Preis 40 Pfennig.) Nur allein echt hergestellt von Plate& Dichl, G.m.v.H. Eiserfeld(Sieg). nämlich Freitag, den 8 Uhr abends, be Klafeld. 10 Zentner hiesige □ Straßburg(Elsaß), 6. Nov. In Nr. 259 des„Volk“ vom 4. November wird aus Essen berichtet, daß Herr Hofprediger Stöcker dort am 24. Oktober drei Reden(am Vormittag, am Nachmittag und am Abend) gehalten und man es dem unermüdlichen Herrn Hofprediger nicht angemerkt habe, daß er die Nacht vorher von Berlin— soll wohl heißen von Wiesbaden aus?— durchgefahren sei. Denn Herr Hofprediger sprach, soweit meine Kenntnis reicht, am 18. Oktober in Bonn und Godesberg, am 19. Oktober nachmittags 2½ Uhr traf er hier ein begrüßt von treuen alten Anhängern, sprach abends im gedrängt besetzten Evangelischen Vereinshause über „Großstadt und Aberglaube“ und fesselte wie immer durch seine prachtvollen Ausführungen. Nach dem Vortrage ließ sich die Frau Statthalter Fürstin Hohenlohe=Langenberg, Herrn Hofprediger vorstellen und unterhielt sich längere Zeit mit ihm. Hierauf versammelten sich etwa 40 Verehrer um den Herrn Hosprediger und begleiteten ihn gegen 2 Uhr zur Bahn denn er wollte nach Wiesbaden weiterfahren, wo er am 20. Oktober zum Vortrag erbeten war. Er ist denn also in der Nacht vom 20 zum 21. Oktober wieder durchgefahren. Wenn man dies erfährt, wird man immer mehr erstaunen, wie Herr Hosprediger diese Strapazen aushält. Wie sehr müßte ihm Staat und Kirche für sein segensreiches Wirken dankbar sein. K Schweiz. Bern, 5. Nov. Das Resultat der eidgenössischen Volksabstimmung weist folgende Ziffern auf Das Volksbegehren um Einführung des proportionalen Wahlsystems für die Wahl des Nationalrates wurde mit 242.004 gegen 163 548 Stimmen und 11½ gegen 10½ Kantonsstimmen verworfen Das Volksbegehren um Einführung der Wahl des Bundesrats durch das Volk erfuhr eine Ablehnung mit 264.087 gegen 134 167 Stimmen und 14 gegen 8 Kantonsstimmen. Kirche, Schule Stuttgart, 6. Nov. Heute vormittag wurde die evangelische Landessynode durch einen Gottesdienst in der Stiftskirche eröffnet, dem der König mit Gefolge beiwohnte. 5. Nov. Der Grubenarbeiterausstand im Becken von Pas=de=Calais ist beendet: die Arbeit ist überall wieder aufgenommen worden. Arbeiter wollte ein Geleise überschreiten. In diesem Augenblicke kamen gerade von beiden Seiten Wagen heran. Die von der einen Seite kommenden bemerkte er nicht, und als er den anderen ausweichen wollte, geriet er zwischen die Puffer der zwei einander entgegenfahrenden Wagenreihen. Seine Brust wurde zerquetscht und er war sofort eine Leiche. Ein erwachsener Sohn, der dort arbeitete, sah das Unglück, ohne helfen zu können. Der Mann stammte aus dem Hessischen. Letzte Nachrichten und Telegramme. Berlin, 7. Nov. Das Berliner Tageblatt meldet aus lauen im Vogtlande: Fast sämtliche in den Stickereien P. in I. Am Donnerstag, den 8. November er. findet in Neumünster eine Versammlung der kirchlich sozialen Konferenz statt Bei dieser Gelegenheit wird Herr Hofprediger Stöcker in Neumünster anwesend sein und nachmittags 1½ Uhr einen Vortrag über„Der diemchren“ halten und am gleichen Tage nachmittags ½4 Uhr predigen Siegen, 7. Nov. Am 12. vor. Mts wurden einem Milchhändler in der Nähe der Kochschen Wirtschaft an der Frankfurterstraße ca. 4 Pfund Butter gestohlen. Nachdem man den Dieb längere Zeit vergebens gesucht hatte ist er nun doch endlich in der Person des wegen Diebstahls vorbestraften achtzehnjährigen Arbeiters Rudolf Saßmannshausen ermittelt worden. Derselbe hat die Butter zum Preise von 1,50 Mark, unter der Angabe, er sei Butterhändler aus Oberdielfen, verkauft. werden. jetzt im Ausstande. Berlin, 7. Nov. Die Mergenblätter melden: In einem Walde nahe bei Clausthal fand ein Duell zwischen den Berabeflissenen Fischer und Engelhard statt. Ersterer trug eine schwere Unterleibsverletzung davon. Berlin, 7. Nov. Der„Berliner Lokal=Anzeiger“ meldet aus Kopenhagen: Die aus 13 Mitgliedern stehende dänische Expedition zur Erforschung unbekannter Gebiete auf Island ist wohlbehalten nach Kopenhagen zurückgekehrt. Die seitens der Expedition auf Island gesammelten Kenntnisse sind von hohem wissenschaftlichen Werte. Berlin, 7. Nov. Blättermeldungen zufolge wird sich der Kaiser voraussichtlich am 23. November zur Vereidigung der Marinerekruten nach Kiel begeben. Paris, 7. Nov. In der Kammer erklärte WaldeckRousseau es für notwendig, daß zunächst das Budget der Getränkesteuer beraten werde; sodann seien die Gesetzentwürfe betr. das Vereinsrecht und betr. die Alters= und Invaliditätsversicherung der Arbeiter zu erledigen(Lebafter Beifall links.) Die Reformen der Kriegsgerichte und Kriegsschulen würden einstweilen zurückgestellt. Gesetz über die fakultativen Schiedsgerichte habe nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Die Regierung werde einen neuen Entwurf vorlegen, welcher die Klausel der obligatorischen Schiedsgerichte gestattet. Waldeck=Roussean fragt die Kammer, ob sie mit all diesen Reformen einverstanden sei.(Lebhafter Beifall.) New=York, 7. Nov. Die um Mitternacht vorliegenden Wahlresultate weisen einen glänzenden Erfolg der Republikauer auf. 7. Nov. Reuters Bureau meldet: Me Kinley wurde wiedergewählt. Die Wirren in Ehing. London, 7. Nov. Hiesige Abendblätter melden aus Shanghai: Nachrichten aus chinesischen Quellen zufolge verlangten die Verbündeten von Li=Hung=Tschang, daß er an den Kaiser telegraphieren und ihn ersuchen solle ein Edikt zu erlassen, durch das die Hinrichtung des Schatzmeisters der Provinz Tackili, Tingjung, angeordnet wird. Weiter wird aus Shanghai gemeldet, daß ein auswärtiger Beamter gestern ein Telegramm aus Peking erhalten habe, welches besagt, die fremden Gesandten seien nicht gewillt, mit der eingetretenen Verhandlung zu beginnen, bevor nicht die Bestrafung der Urheber der jungsten Frevel gesichert sei. London, 7. Nov. Ein Telegramm des General Campbell besagt: Ich bin in Wangkiakon südlich von dem Sumpfgebiet des Paotingsu mit Tientsin verbindenden Flußlaufes eingetroffen. Alles ist wohl. Ich habe hier im Yamen Schriftstücke beschlagnahmt, die überzeugend darthun, daß die Bewohner der Stadt Wenngantsien südwestlich von Wangkiakou den Boxern in jeder Weise Beistand geleistet haben. Ich habe es für nötig gehalten, einen möglichst nachhaltigen Eindruck bei en Chinesen zu hinterlassen Demgemäß habe ich die nordöstlichen und nordwestlichen Bastionen zerstönt, ebenso die nördliche Grenzmauer der Stadt Heute früh habe ich das stark besestigte Boxerdors Liuhotschwang nördlich von Wangkiakon niedergebrannt, in dem sich große Massen von Waffen und Munition befanden. Die Boxer hatten diese Stellung vor unserer Ankunft aufgegeben, ihre Waffen vergraben und sich in der Umgegend zerstreut. Die eingeborenen Christen sagen, daß die Zerstörung dieser Boxerveste im ganzen Bezirk einen guten Eindruck machen und dazu beitragen werde, ihr Leben und Eigentum zu schützen. London, 7. Nov. Der„Standard“ meldet aus Langtschoulu, Prinz Tuan sei daselbst durchgereist und habe Ningsanfu am oberen Gelbflusse erreicht. Prinz Tuan reist in der Verkleidung eines buddhistischen Priesters und genießt den Schutz eines höheren Beamten, der von der Kaiserin=Witwe einen längeren Urlaub erhalten hat. Der Krieg in Südafrika. London, 7. Nov. Die Morgenblätter melden aus Durban: Die Buren brachten einen aus Pretoria kommenden Zug zum Entgleisen, wobei in Heizer getötet wurde. 7. Nov. Nach Privatmeldungen aus Koffyfontein ist der Ort, der von den Buren besetzt war, am 3. ds. von den Engländern wieder genommen worden. Christlich=soziale Versammlungen. Vorträge des Herrn Dr. Burckhardt über: wollen die Christlich=Sozialen? Sonntag, den 11. November, nachmittags 4 Uhr, in Oberholzklau bei Wirt Katz. Montag, den 12. November, nachmittags 3 Uhr in Hagen, im kleinen Saal des evangelischen VerWeststraße, 3 Minuten vom hof. Zugleich Zusammenschluß der Freunde in der Mark. Nach den Vorträgen Der Maurer Hermann Klein zu Siegen hat am 9. August 1900 die Ehefrau Schneider Wilhelm Achtermann zu Siegen aus der Weiß vom Tode des Ertrinkens gerettet. Für diese schnelle, entschlossene That spreche ich ihm öffentlich meine Anerkentung aus. Arnsberg, den 29. Oktober 1900. Der Regierungs=Präsident. I. V.: Müller. Bekanntmachung. Das neuangefertigte Flurbuch und die dazu gehörigen Karten, sowie die Grundsteuer=Verteilungsnachweisung des Gemeindebezirks Hommelsberg liegen während des Zeitraums vom 1. November bis 1. Dezember er. in dem Geschäftslokale des Kataster=Kontrolleurs in Betzdorf offen. Die Beteiligten können dortselbst an drei Tagen in der Woche, Dienstag, Mittwoch und Samstag, in den Stunden von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags die Verhandlungen einsehen. Siegen, den 1. November 1900. Der Magistrat. Delius. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nachgenannten Straßen folgende Bezeichnungen erhalten haben: Die rechts von der Rosterstraße liegenden Straßen, an denen z. Z. der gemeinnützige Bauverein Glückauf Häuser errichtet, und zwar der frühere Aehlweg: ### e h l s t r a ß e; die über dieser liegende und mit dieser gleichlaufende Straße: „Glückaufstraße“; .— die Verbindungsstraße zwischen diesen Gläserstraße“ #e von der Marienbornerstraße zur Weiß hrende Straße, an der der genannte Bauverein z. Z. ebenfalls baut: Annastraßer; De mit dieser gleichlaufende, auf dem Sleichweg neben dem Hause des Ludwig Breitenbach endende Straße: Helenenstraße“ ##m blauen Wunder führende QuerBlauwunderstraße“ # die Raesfeldschen und MeinhardHen Grundstücke führende, mit der Wiesenstape gleichlaufende Straße: nerscheidstraßet; ### alls mit der Tiergartenstraße am Haardichen entstehende Straße: „Obenstruthstvaße". Stegen, den 3. November 1900. Der Magistrat. Delius. Verein christl junger Kaufleute und Bureaubeamten in Siegen. Heute Mittwoch, den 7. November er, abends 8¼ Uhr: Versammlung im Konfirmandenhaus. Die Mitglieder werden dringend gebeten, vollzählig zu erscheinen. Auch Freunde unseres Vereins sind herzlichst eingeladen. Der Männer- und Jänglings verein Siegen-Hammerhüfte gedenkt, so Gott will, Sonntag, den 11. November er. nachmittags 2 Uhr anfangend, im Vereinshause zu Hammerhütte, sein diesjähriges zu feiern. Festprediger: Pastor Stein von Rödgen. Jedermann ist herzlich eingeladen. X Mein der Neuzeit entsprechend eingerichtetes Zahn-Atelien befindet sich jetzt " Bahnhofstrasse 3, 1. Etage(Calé Sommer). a Empfehle unter Garantie künstliche Zähne, mil und ohne Gaumenplatte. X Gold-, Silber=, Kupfer-, Emaisle=, Cement=, Vorzellan=Plomben u. s. w.# Schmerzloses Zahnziehen mit und ohne Narkase. Eb. Hunde, Zahntechniker. Sprechstunden: Vorm 1/#9. /1 Uhr Nachm.2 Uhr in Freudenberg, Kreis Siegen. Unterrichtssächer Deutsch— Französisch u. Englisch n. Wahl— allgem. Handelslehre, Handelsgeographie u. Warenkunde; Kontorpraxis; Korrespondenz, Arithmetik, einfache und doppelte Buchführung 2c. Jede weitere Auskunft erteilt der Leiter der Anstalt: J. W. J. Weiland. 9er leiht einem treuen GlaubensT genossen auf ein Jahr gegen 5% Zinsen 500 Mark. Angebote unter H. S. 3028 besorgt die Exped. d. Bl. Hoffmannlügel, kreuzsaitig, Eisenbau, Nußbaum od. schwarz, liefert unter 10 jähr. Garantie zu Originalpreisen in bequemer Zahlweise, nach auswärts franco, ohe Georg Hoffmann Verin, Lehneineerntr Soll. An einem Privathause in der Nähe des # Eiserfelder Bahnhofs erhalten zwei anständige solide Leute Kosthaus. Zu ersragen in der Expedition d. Bl. Evang. Jünglingsverein im Konfirmandenhause zu Siegen. Hauptvereinsabend am Sonntag von 8¼ 10 Uhr Evangelische Jünglinge ladet herzlich ein Der Verstand. N. d Kühm, Pfr. Versamtmlung der Berg und Hüttenarbeiter in Nieder 9. November er., bei Wirt Bock in Niederschelden. 1. Vortrag über das Unfall=Vers=Gesetz. 2. Vereinsangelegenheiten. Kursus. Ich beabsichtige vom 10 d. Mts ab einen u. Zuschneidekursüs abzuhalten. Anmeldungen nimmt entgegen Frau Karl Stein in Klafeld, Sohlbacherstraße 39/4. „Alle schlesischen Leser insbesondere aber die werden herzlich gebeten, uns ihre Adressen anzugeben, damit wir sie zu unseren Versammlungen einladen können, die alle 3—4 Wachen Mittwoch abends von 8 Uhr an im Hotel„König von Ungarn“, Bischofstraße, gehalten werden.— Soll unsere christlich=soziale Sache gefördert werden, so thut Zusammenschluß der Gleichgesinnten not Der christlich=soziale Verein für Pastor Küntzel, Vorsitzender. (Adresse: Breslau, a. d. Magdalenenkirche 6/7 III.) Für Raucher! Offerier abgelagerte gute Cigarren franco per 100 Stück 2.60 3.25, 3.80, 4 4.60 5. 5.25, 6. 6.607.— 7.25, 7.60,8. 8.25 8.80, 9.— 9.25 9.80 10 10.25, 10.60, 11. bis 15.— Mark per 100 Stück. Bei besseren Qualitäten 2 Mark Ersparnis gegen Einzelpreis. Gust. Meckel. Herborn, Bahnhofstraße. empfiehlt und versendet unter Garaniie lebender Ankunft Siegener Geflügel=Hof Herm. Prinz, Siegen i. Westf. (Preisliste umsonst.) Auf ein sehr rentables Geschäftshaus mit Hintergebäude werden als erste Hypothek bis zu 30.000 Mk. zu leihen gesucht. Angebote unter K. B. 2808 besorgt die Expedition dieser Zeitung. Hauskauf. Von einem Selbstreflektanten wird in gut gelegenes, mit geräumigem Un haus versehenes Haus mit Vorkaufsrecht zu mieten eventl. in Siegen sofort zu kaufen gesucht. Ausführliche Offerten unter C. S. 3012 an die Expedition des 2 schöne Schweine (Läufer) stehen zum Verkauf. Kochsich, Ziegelmeister. Siegen, Sieghauswen 4. Zeitungs=Makulatur zu haben Sandstr. 18. Pariser Welt-Ausstellung 1900. Von der Internationalen Jury wurde den Original SINGER Maschinen der GRAN der höchste Preis der Ausstellung zuerkannt. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Siegen, Coblenzerstrasse 1. In unserem Verlage erschien soeben als Erinnerungsblatt an unseren heimgegangenen Parteiführer: Rede zur Beisetzung Seiner Erlaucht des Grafen Friedrich zu Solms-Laubach, gehalten am 5. September 1900 von Pfarrer Aebel zu Taubach. Preis 15 Pfg., 4 Expl. 50 Pfg. Die Gesamt=Einnahme fließt der Agitationskasse zu. Den Bestellungen bitten wir die entsprechenden Beträge in Briefmarken beizufügen. Westdeutsche Verlagsanstalt, Siegen. in Untel dicht am Rhein, Bahn= und KahnStation, wird bestens empfohlen. Man verlange Prospekt. Robert Schulz. Direkt an liefert das Christl. Versandhaus Eduard vom Berg, Barmen, Größe Betten (Oberbett, Unterbett, 2 Kissen) mit garant. neuen Bettfedern von 16 Mark an. Einzelne Oberbetten von M. 6.— bis 20, und höher. Einzelne Unterbetten von M. 5. bis 18, und höher. Einzelne Kissen von M. 175 bis 4.50 und höher. Einzelne Pfühle von M. 4 bis 16,— und höher. Versand gegen Nachnahme. Verpackung und Preisliste frei. Streng reell. Garantie Zurücknahme Westdeutsche Verlagsanstalt e. G. m. b. H. nach Bauernart tr. geräuchert:„Pfd. ff. Cervelatwurst i. Fettdarm M. 1.20 F Plockwurst Mettwürst„ 070 ff. Speck, Rücken oder Bauch,„ 0,62 Unbekannt gegen Nachnahme, empfiehlt Aug. Heidemann, Rödinghausen b. Bünde i. W. I. Nissen. Unterredungen über die biblischen Geschichten. 2 Bde. Gebd. M. 8.— J. Nissen. Unterredungen über Luthers kleinen Katechismus. Gebd. M. 4,50. Von dieser Originalausgabe sind bereits annähernd 100000 Bände verkauft worden. Beide Werke zusammen für unsere Leser M. 10.— Versmann. Das Haus. 12 Betrachtungen Gebd. M. 1,60. Prachtausgabe M. 3.(Bestes Geschenk für Verlobte und junge Eheleute.) Decker. Die Passion des Herrn in synoptischer Darstellung. Gebd. M. 2.—. O. Liebscher. Tägliche Andachten. Gebd. M. 1.—. C. Ruhsert. Der kleine Katechismus Luthers für Schule und Haus erklärt. Zweites Tausend. Gebd. M. 2.—. Galdkörner Wahrheit und vom Wandsbeckerboten gesammelt von Propst W. Becker, Kiel. M. 1.25. Miniaturausgabe einfach gebd. M. 80, elegant gebd. M. 1.25. P. G. Heims, Marinepfarrer. Lebensfragen. Allerlei Alltägliches Gebd. M. 1.80. — In stillen Winkeln. 2 Bände Novellen. Gebd. à M. 1.25 komplet M. 2.— W. Jacger. Erinnerungen eines niederländisch-indischen Offiziers. Gebd. M. 4.50(Geschenk für Herren und für die heranwachsende männliche Jugend.) Was sellen wir trinken? Die Genussmittel haben eine wesentliche Einwirkung auf unsere Gesundheit. Man sei deshalb besonders vorsichtig beim Gebrauch von Kaffee-Ersatzmitteln. Als ein vorzüglicher nahrhafter Kaffe-Ersatz kann Paster Felkes Nährkaffee empfohlen werden. Diesem Nährkaffee kommt kein bis jetzt in den Handel gebrachtes Kaffes-Ersatzmittel an Güte, Wohlgeschmack, Bekömmlichkeit, Nährgehalt und Sparsamkeit im Gebrauch slteich Auch als Zusatz zu Behnenkaffee kann dieser Nährkaffee verwendet werden auf ein Pfd. Nahrkaffee 18t dann## Bohnenkaffee zu nehmen. Zuhaben in Paketen 100 Tassen Inhalt zu 30 Pfg. per-Paket. Wo noch keine Niederlage wende man sich direkt an die alleinige Fabrik Rheihs- Malzkaffea-TGdustrie Mülheimn-Rühl Engros-Verkauf für Siegen und Umgegend Karl Hansberg, Siegen Verkaufestellen in Weidenau: Ed. Breombach, Ferndorf: Fr. Münker P. Sohn, Betzdorf: E. Henrich, Haiger: O. Menk, Herborn: F. Bähr, Dillenburg Frau H. Steioff, A. G. Cutbrod, Frohnhausen: H. J. Bastian. erhält man in emnigen Minuten aus der tägl. #ngesemmelten Milch mit der gesetzl. gesch. Naushaltungshuttermassbige # Jährliche Ersparnise ca. 100 Mk. Preise in soilder, hocheieganter Aus4 führung mit Glasges#se von Inhalt 4 Liter etzt nur noch 3 75 5.50 7 9 Mk. ###rhältl. in bess. Haushaltungsgesch # Verlangen Sie aber auserlieklich die Schutzmarke„mit dem Bären“ nehmen Sie keine andere). Wonicht, direkt ##egen Nachn vom alleinigen Fabrikanten R. v. Hünersdertf Nacht., Stuttgart. ## Prospekte, such über grosse Butterfässer ## von unübertroffener Leistung in Holz und Metall, gratis und franco. Familien in Gebrauch Geldschänke absolut sicher, zunz besonders billig. Diebessichere Stahlkassetten von M. e an H. Nickel, Ober=Dreisbach bei Daaden, Lieferant der preußischen Staatsbahn 2c. Damen und Herren beziehen Kleiderstoffe am vorteilhastesten direkt von der allbewährten Firma Wagner& Söhne Fabrikanten in Greiz. Grosse Auswahlls Sehr billig Glas und Ponzellan waren Lampen, Laternen, Messer, Gabeln, Löffel, Blech-Emaillewaren, sowie alle Holz, Haus- und Küchengeräte, Fussmatten u. Bürstenwaren, Broschen, Portemonnales, Geschenkartikel aller Art. Kurze und lange Tabak-Pfeifen. Alle Colonialwaren. Eingemachte Gurken und Sauerkraut, stets seinste frische Landund Süßrahmhutter. Außer den schon sehr billigen Preisen erhält jeder Käufer noch extra Rabatt. Carl Utsch, für Anstreicher und Wiederverkäufer zu den billigsten Preisen. Siegerländer Farbwerke, d m. b. H. Siegen. von Kernseifenpulber aus gemahlener Kernseise W. Fries Jr., Seifenfabrik Siegen hat nach den mehrfachen chemischen Untersuchungen durch den Chemiker Herrn Husschmidt aus Siegen von allen angepriesenen Seifenpulvern, Waschertrakten ete. den höchsten Fettgehalt— nach der letzten Analyse vom 23. März dis. Is. 46.47 Prozent.— Soich hoher Gehalt an Fett beweist die Güte und den Vorzug dieses Fabrikates vor allen anderen. Jeder Versuch wird dessen vorzügliche Waschkraft bestätigen. Für Magenleidende! Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magneis, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschkeimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies der hübert Ulleich'sche Kräuterwein. Dieser Kräuterwein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den Verdanungsorganismus des Menschen. Kräuterwein beseitigt Verdauungsstörungen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuterweines werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, ihn rechtzeitig zu gebrauchen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen veralteten Magenleiden um so heftiger auftreten, verschwinden oft nach einigen Mal Trinken. Stuhlverstaufung und deren unangenehme Folgen, wie BeStühlderstopfung kemmung, Kolikschmerzen, Herzklopfen, Schlastosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber Milz und Pfortadersystem(Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuterwein oft rasch beseitigt. Kräuterwein behebt Unverdaulichkeit und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. bleiches Aussehen, Blutzangel, Eutkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelKruftung hafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber. Bei Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen ost solche Personen langsam dahin Kräuterwein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuterwein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel an beschleunigt die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. Zahlreiche Auerkennungen und Dankschreiben beweisen dies Kräutersein ist zu haben in Flaschen à Mk. 1,25 und 1.75 in den Apotheken von Siegen, Weidenau, Netphen, Eiserfeld, Ferudorf, Krombach, Freudenberg, Kirchen, Wissen Hilchenbach, Neunkirchen, Daaden, Burbach, Haiger, Hamm aS., Gebhardshain, Rosbach, Straßebersbach, Dillenburg, Laasphe, Olpe, Marienberg, Altenkirchen, Hachenburg, Waldbröl usw., sowie in ganz= Deutschland in den Apotheken. Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich hubert allrich'schen Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind Malagawein 450,0, Weinsprit 10010, Glycerin 100,0, Notwein 240,0, Ebereschensaft 150.0. Kirschsaft 320.0. Manna 30.0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerikan. ∆ SEST Käufen Sie kein Planino. wenn Sie sich noch nicht den Katalog von Roch& Junius, verm. August Roth, Hofpianofabrik, Hagen i. W. No. 107 gratis haben kommen lassen. IX Pferde=Lotterie. Nächste Woche sicher Ziehung 12./10. 1900. 1000 31.000 Seshaes T. O00, S00G # Loos 1 Mk., 11 Loose 10 Mk., (Porto u. Liste 25 Pfg. extra) empfiehlt sowie alle genehmigten Loose I. Stäpmer n Strassbürg. Rich. Verlet, O. Dessel, M. Lück, Herm. Montanns, Fr. Oevel in Siegen. Wiederverkäufer werden gesucht. 1 Polsterlehrling sucht Carl Hees, Siegen, Möbelfabrik. Aunor 33 J. verheitatet, Garrnrr, sucht per 1. Januar oder später Stellung. Gute Zeugnisse vorhanden Gefl. Offerten erb. Schröder, Schwedt a. Oder, Monplaisir. Pflasterer gesucht Franz Strohecker, Oberrad. Einige propere Mädchenn Jungen für Morgens zum Austragen gesucht; zu erfragen Exped. d. Bl. Kcweine. u. Schche befördert die Freßlust und sichert ein schnelleres Fettwerden. Paket 50 Pfg u. 1.00 Mk. Zu haben bei H. Grosskopf, Siegen, Markt 25. Stellen-Gesuche und-Angebote Ich suche per sofort für meine Bauund Maschinenschlosserei in einer rheinischen Kreisstadt einen mit landwirtschaftlichen Maschinen vertrauten, im Schmieden e Boarcstheit, behchee fleißige Leute wollen ihre Gehältsansprüche mit Zeugnissen unter V. G. 3001 an die Exp. d. Blattes einsenden. Durchschnittliche Arbeiterzahl 3—4. Ein tüchtiger Bausengler und Installsteur findet sofort dauernde Arbeit. Corpinus, Spengl. u. Installat., Friedberg(Hessen). Ein Schmiedegeselle und ein Lehrling sucht Jos. Dornseifer, Huf= u. Wagenschmied Geisweid. 10.15 Manrer auf sofort gesucht. Dohmeier& Nolting, Baugeschäft, Rinteln a. d. W. Familien-Anzeigen Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unser innigstgeliebtes Töchterchen Hedwig im zarten Alter von 7 Monaten zu sich in die himmlische Heimat zu nehmen, welches wir allen Freunden, Verwandten und Bekannten hierdurch mitteilen mit der der Bitte um stille Teilnahme. Weidenau Christian Rink und Frau, Karoline geb Schmidt. Geburts=Anzeigen. Ein Sohn: Pastor Johannes Voysen=Todesfelde. Eine Tochter: Bürgermeister Steinke=Kreuzburg. und VermählungsAnzeigen. Verlobt: Johanne Eliasmöller August StecherBarmen. Rosette Stolz, Ernst Duesberg=Biersdorf Todes=Anzeigen. Dr. Augustin Förster=Münsterberg. Apotheker Fritz Rüdiger=Berlin. Ludwig Krumnow=Köln, 56 J. Bertha Beckhaus=Bielefeld. Kaufmann Friedrich Heller=Werther i. W., 2 Frau Professor Paul Händlet=Berlin. Für die Schriftleitung verantwortlich: O. Beckmann— Unterhaltungsteil: Dr. Burckh Druck und Verlag der Westdeutschen Verlagsanstalt, E. G. m. b. ardt=Godesberg— Anzeigen Chr. Schlünz. Siegen, Sandstraße 18. Hierzu eine Beilage. Lokales. O Siegen, 7. Nov. Der Verein zur Wahrung der Gesamtinteressen der Altstadt Siegens hielt gestern abend von 8½ Uhr ab im„Hotel Viktoria“ seine Jahreshauptversammlung ab, an welcher etwa 50 Mitglieder teilnahmen. Der Vorsitzende, Herr Dr. med. Hellmann, eröffnete die Versammlung mit begrüßenden Worten und widmete sodann dem verstorbenen zweiten Vorstzenden, Herrn Effmann, einen ehrenden Nachruf, wobei er auf die Verdienste hinwies, die sich der Verstorbene um den Verein erworben hat. Die Mitglieder erhoben sich zu Ehren des Dahingeschiedenen von ihren Plätzen. Sodann wurde die Tagesordnung wie folgt erledigt: Der Vorsitzende teilt mit, daß der Vorstand im verflossenen Jahre 18 Sitzungen abgehalten hat und erteilt sodann dem Schriftführer Herrn Buchhändler Monramu das Wort zum Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes in abgelaufenen Vereinsjahre. Herr Möntanus verliest die zientlich ausführlichen und umfangreichen Berichte der einzelnen Vorstandssitzungen und erläutert dieselben des näheren Aus den Berichten geht hervor, daß der Verein bezu der Vorstand eine umfangreiche Thätigkeit im Interesse der Altstadt entfaltet hat, die nicht ohne Erfolg geblieben ist. Herr Montanus bedauert, daß die Mitglieder den Vorstand zu wenig unterstützen und bittet um regere Mitarbeit für die Zukunft. Lobend anerkannt wurde die Thätigkeit des Landtagsabgeordneten Herrn Macco bezüglich der Förderung der verschiedenen für den diesseitigen Bezirk in Frage kommenden Bahnprojekte, die für die Stadt Siegen von einschneidendster Bedeutung sind Aus dem Kassen= und Rechnungsberichte den der Kassierer, Herr Reichwald, erstattet ist zu entnehmen, daß die Kassenverhältnisse günstige zu neunen sind. Der gegenwärtige Bestand beträgt 443.57 M. Da die Ausgaben in kommenden Jahre voraussichtlich die vorjährige Höhe nicht erreichen werden, so ist Aussicht vorhanden, daß der nächstjährige Kassenabschluß ein noch günstigeres Bild bieten wird. Die Jahresrechnung wurde durch die Herren Karl Thilmann#und Eberhard Wurm geprüft und für richtig befnden woran die Entlastung des Rechnungsführers ausgesprochen wird Es fölgt nunmehr die Vorstandsersatzwahl. Satzungsgemäß scheiden aus die Herren Eff man(der inzwischen verstorben ist), Montanus, Kunz Krmeng und elingspor. Es wurden gewählt: Die Herren Monranus zum zweiten Vorsitzenden Sparkassenkontrolleur Müller zum Schriftführer KunKensting und Klingspor zu Beisitzern. Zum 4. und letzten Punkt der Tagesordnung wurde an den Vorstand die Anfrage gerichtet, ob und wieweit der Verein zu den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen Stellung zu nehmen gedenke. Her Montanus erwidert, daß der Vorstand bezüglich dieser Angelegenheit bereits Verhandlungen gepflogen habe und der Ausicht sei daß die Altstadt wohl auf mindestens drei Stadtverordnete Anspruch machen könne. Im übrigen sei er der Ansicht, daß die heutige Versammlung nicht kompetent sei, um in dieser Frage endgültige Beschlüsse zu fassen. Der Vorsitzende schließt sich den Ausführungen des Herrn Montanus an und schlägt vor in Kürze eine öffentliche Bür erversammlung einzuberufen in welcher die Stadtverordnetenwahl erschöpfend erörtert und definitive Beschlüsse gefaßt werden könnten. Die Versammlung erklärt sich mit diesen Vorschlage einverstanden Herr Wildau richtet an den Vorstand die Anfrage, ob in der Stadt Stegen eine Altertunnssammlung bestehe Falls dieses der Fall sei, würde es im Interesse der Altstadt liegen, diese Sammlung möglichst in das Centrum der Altstadt zu verlegen, wie das auch in vielen anderen Städten der Fall sei Eine solche Maßnahme würde zur Hebung des Verkehrs beitragen. Der Vorstand giebt die Erklärung ab nach dieser Richtung hin Schritte thun zu wollen soweit das Gesamtinteresse dabei in Betracht komme Herr Buchdruckereibesitzer H. Schneider hält es für ratsam, daß der Verein auch sein Augenmerk auf die postalischen Verhältnisse in hiesiger Stadt richte und bei Eine Kuh wohlgepflegt ist besser als zwei, die hungern. Sein guter Engel. Original=Erzählung von A. Kleine. (Nachdr. verboten.) Voran schritt in roter Schärpe und Federhut ein Mitlied des neuen Wohlfahrtsausschusses:„Hinweg, Ihr verdammten Perrückenstöcke, brüllten die Arbeiter Ihr Steuereintreiber und Gerichtsvollzieher. An die Laterne mit den Helchlern, schrien kreischende Stimmen,„Hunde, das hättet Ihr Euch nicht träumen lassen, daß Ihr heute abend hier zum letzten Male in Euren Atlasroben tagen würdet? Flintenkolben, Säbel und Bajonette funkelten im roten Fackellicht durcheinander und unter den wilden Gesichtern zeigten sich schreckliche Köpfe. Oberbürgermeister Eisenstein und seine paar Stadträte waren totenblaß, er sammelte sich endlich und frug den Führer, einen rothaarigen gemein aussehenden Menschen. „Was sie wollten?“ „Die Schlüsseln, altes Hausl Zu den Weinkellern der Stadt und Euren Geldspinden— nicht, Genossen? Wer nicht liebt Wein und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang Jawohl, Du alte Nachteule, die Schlüfseln zu den Weinkellern und Euren Geldkasten, oder wir hängen Dich, Du Leuteschinder, an Deiner eigenen goldenen Ordenskette auf Hurra, Hurra! Heute wollen wir mal den Ratstanz feiern, wird's bald, Du Strohkopf!“ „Um Gotteswillen gebt die Schlüsseln hin, oder es kostet uns das Leben, flüsterte Stadtrat Vogt, des Bürgermeisters nächster Nachbar. in dem Augenblick tönte von der Saalthür her das Aufstoßen von Kolben der Gewehre einer neuen Truppe Dürch deren Reihen schritt, gefolgt von seinem Stabe, der ähsiden Ehrenreich Sein Auge glühte vor Siegesfreude, die goldgestickte rote Bluse zeigte seine breite Brust und auf dem Charakterkopf saß der mit roten Federn geschmückte Hüt Seine mächtige Kommandostimme rollte durch den göldenen Saal:„Was geht hier vor?“ #Na Genosse Ehrenreich! Nur nicht gleich aufgemuckt, sägte der Rotkopf.„Wir fordern eben in Namen des souvetanten, Volkes die Schlüsseln zum Weinkeller und die Kassen. „Ihr habt nichts in Namen des souveranen Volkes hier sondern begebt Euch auf Eure Posten, marsch Damit winkte der Präsident nach der Thür „NRanu!“ rief das Mitglied vom Wohlfahrtsausschuß. glt das die Sprache eines Genossen?“ der zuständigen Postbehörde besonders dahin wirke, daß die Briefkästen vermehrt würden. Es wurde festgestellt, daß in einzelnen Stadtteilen die Briefkästen zu weit voneinander entfernt liegen; der Vorstand verspricht, in dieser Sache sein Möglichstes thun zu wollen. Am Schlusse der Versammlung spricht Herr Eberhard Wurm namens der anwesenden Mitglieder dem Vorstande Dank und Anerkennung aus für seine umsichtige und erfolgreiche Thätigkeit und schließt mit einem freudig aufgenommenen Hoch auf den Gesamtvorstand. Hierauf wurde die Versammtung geschlossen. Geisweid, 6. Nov. Trotzdem die hiesigen Werke ihren Betrieb eingeschräukt haben, hält der Zuzug fremder Arbeiter an. So traf laut„Sieg. Zig." am vergangenen Freitag abend mit dem 11 Uhr=Zuge über Köln wieder eine größere Anzahl belgischer Arbeiter, einige mit ihren Frauen, im ganzen 18 Personen hier ein. Sie fanden auf dem noch im Bau befindlichen Stahlwerk der Bremerhütte Beschäftigung und wohnen in den von genannter Gesellschaft erbauten Baracken. Lagsphe, 2. Nov. Gestern gab ein Mann auf dem hiesigen Bahnhof eine Kiste mit der Aufschrift:„Zuckerwaren auf. Da Verdachtsmomente vorlagen, wurde die Kiste gerichtlich beschlagnahmt. Beim Oeffnen waren in derselben 6 Rehe eingepackt. Da der Betreffende über die Herkunft derselben widersprechende Angaben machte, so wird die eingeleitete Untersuchung eine Aufklärung der Sache herbeiführen. Berleburg, 3. Nov. Dem Vernehmen nach beabsichtigen die beiden fürstlichen Verwaltungen und event auch der Fiskus in der Nähe des Ortes Erndtebrück eine Imprägnier= anstalt für Telegraphenstangen anzulegen. Diese Stangen mußten bisher nach der Imprägnier=Anstalt in Lagsphe=Friedrichshütte gebracht werden, was mit erheblichen Frachtkosten verbunden war. Durch die beabsichtigte Anlage tritt eine Verringerung der Kosten ein zudem erhalten viele Arbeiter lohnende und dauernde Beschäftigung. S Aus Minden=Ravensberg und Umgegend, 6. Nov. Die Weser ist infolge der anhaltenden Regenfälle während der letzten Tage ganz erheblich gestiegen. Die Wasserhöhe am Pegel zu Blotho betiug am Freitag abend gerade Meter über Normalpunkt Der Oberweserschiffahrt kommt dieser hohe Wasserstand bei den sowohl thalwärts wie bergwärts reichlich vorhandenen Ladegütern sehr zu statten.— Der Maurermeister Geise aus Bensingsen hat im Streite mit dem Arbeiter Rohe diesen durch zwei Revolverschüsse in die Brust lebensgefährlich verletzt. Gese wurde verhaftet und in das Gerichtsgesäugnis zu Steit transportiert Der Schwerverletzte mußte in das Krankenhaus nach Neuengeseke geschafft werden Rieche, Schule und Missian. Stöcker in Wiesbaden. Unter dieser Ueberschrift berichte das„Wiesbadene Tageblatt"„Der„Evangelische Verein im Konsistorialbezirk Wiesbaden" beging gestern sein Jahresfest verbunden mit einer Gesteralversammlung und der Feier seines fünfzigjährigen Bestehens Es wurde ein Gottesdienst gehalten bei dem Stöcker sprach, es wurde eine allgemeine Versammlung abgehalten, bei dieser sprach auch Stäcker, und es wurde eine Volksversammlung abgehalten und wieder sprach Stöcker. Man sieht der Hosprediger a. D. der uns in seinem gewiß gut gemeintem Wirten für die Hebung des Volkswohles durch christlich=soziale Bethätigung recht sympathisch ist, war die Hauptperson bei den gestrigen Festlichkeiten. Er ist ein allerwärts bekannter Mann, und deshalb sammeln sich viele um ihn, wenn er sich hören läßt. Gestern abend sprach er in dem Evangelischen Vereishaus an der Platterstraße über das Thema„Scmumlung zu ichesozialer Awveit. Die Zuhorerschan war groß, aber wie ast ausnahmslos bei Vortragen besonders bei solchen, die ins Religiöse hineinspielen, bestand sie diesmal zu vier Fünsteln aus Damen, alten und jungen und ganz jungen Das Erscheinen des Herin Stöcker wurde von einigen Pofannenbläsern mit schmetternden Faufaren angekündigt, und nach seinem Eintritt verlas Herr Konfistorialrst Jäger aus Bierstadt den 46. Pfalm. In der Bibel— in der meinigen wenigstens steht in Petit über diesem Pfalm„Eine feste Burg ist unser Golt.“ Und in der That rühmt der Sänger dieses altzüdischen Liedes die Stärke der Frommen und Gottseligen Luthers Kraftlied: Aber Ehrenreich packte ihn an der Gurgel und warf mit starker Hand den Lümmel zum Saal hinaus Murrend folgten seine Gesellen, aber das ganze Treppenhaus war besetzt von ernsten Männern mit aufgepflanztem Bojonett und überall hieß es:„Macht, daß Ihr fort kommt, es ist das Hauptquartier des Parteichefs. Herr Bürgermeister!“ redete der Präsident den entsetzten Eisenstein an,„Ihr Walten hat hier ein Ende gebt die Schlüsseln ab, wir sind das neue Regierungskomitee. Zitternd übergab sie der Stadtgewaltige „Sie können unbehindert gehen meine Herren, es wird Ihnen nichts geschehen, wir werden die Ordnung in der Stadt aufrecht erhalten.“ Der Magistrat verließ bebend den Saal. Auf dem Marktplatz loderten Wachtfeuer und lagerten brüderlich vereint, Rebellen und die meuterischen Soldaten Auf einen Wink Ehrenreichs wurden einige kleine Fäßer Wein hinaus geschafft, die nächsten Bäcker= und Fleischerläden mußten gegen Bezahlung alles Brot und Fleisch hergeben, die Sieger hielten den Siegesschmauß Der Präsident ließ vier Bevollmächtigte mit hundert auserlesenen Männern zurück und begab sich zu dem vormarschierenden Hausen. Alles schob instinktiv nach dem Schloßberg auf dessen steiler Felsenhöh das Schloß, halb Palast, halb Burg thronte. Eine große Bestürzung hatte auch hier Platz gegriffen, der ganze Hofstaat war ein wildes Durcheinander Man konnte sich gar nicht hineinfinden, daß die gute treue Residenzstadt Wolkenstein in hellem Aufruhr sich befände. Die ganze arme Bevölkerung war nach gelungenem Handstreich im Aufstand und hatte sich den organisierte Nebellen angeschlossen, der Mob brüllte durch alle G. en und Straßen und während Ehrenreich mit seinem Stahe und ergebenen Mannen nach dem Schloße zog, wütete in einzelnen Gassen plündernd der Pöbel. Der Größherzog Maximilian hielt im Schlosse Kriegsrat. Der Beschluß desselben war sofortige Abreise des Fürsten und Zurückziehung der gesamten militärischen Macht, da dieselbe höchst unzuverlässig mit Ausnahmen der Husaren sei. Der Regent wollte unter den Umständen Blutvergießen vermeiden und gab Befehl zum Rückzuge aller vorhandenen Truppen. Die Hofwagen fuhren vor, der ganze vor, das gesamte Ministerium, dessen Mitglieder flüchtend auf Umwegen das Schloß erreicht hatten, reiste ab. In der Burg verblieben die anderthalb Bataillone, die geflüchtete Polizei und Gendarmerie, den Hofzug eskortierten die treuen Husaren Endlos rollte das Cortege dahin, den felsigen Weg am Schloßberg hinunter auf die Landstraße. Wolk den 8. November 1900. „Ein' feste Burg ist unser Gott“, das mit Posaunenbegleitung gesungen wurde, reihte sich gut dem tapferen Gesange der Schrift an. Darauf sprach Stöcker etwa eine Stunde lang. Ein paar Bruchstücke aus seiner Rede seien hier wiedergegeben:„Wenn wir“ begann der Redner, „den schönen Festtag mit einer christlich=sozialen Abhandlung schließen, so handeln wir ganz im Sinne des großen Apostels der inneren Mission(der große Apostel der inneren Mission war der 1886 verstorbene Johann Heinrich Wichern), der nicht bloß die einzelne Seele und einzelne Notstände vor Augen hatte, sondern das ganze Volk und die neue aus den Lebenskräften des Christentums hervorgehende Gestaltung unseres Volkskörpers.“ Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, sei die soziale Frage von ungeheurer Wichtigkeit. Der gottlose Sozialismus sei nur zu überwinden durch den christlichen Sozialismus, der böse Sozialist nur durch den guten. In dem Kampf gegen Umsturz und Atheismus sei es nicht Sache der Laien, für die christliche Weltanschauung öffentlich aufzutreten, deshalb hätten Pastoren diese Mission übernommen in Verbindung mit Laien. Niemals habe die Sozialdemokratie so weite Kreise der Arbeiterschaft an sich reißen, niemals habe der Atheismus so überhand nehmen können, wenn sich die Gebildeten mehr um die unteren Volksschichten bekümmert hätten. Seit 22 Jahren habe das die kirchlich=soziale Konferenz in Gottes Namen versucht und einiges damit erreicht. Der Redner stellte die gesetzliche Durchführung des Neunuhr=Ladenschlusses als Beispiel dafür auf, daß nicht eine persönliche, individuelle Hilfe, sondern eine allgemeine, soziale Hilfe zum Ziele führe. Auch dazu würde es kommen, meint er, daß die Wohnungssrage einmal im groß. sozialen Sinne aufgefaßt wird. Wenn die Notstände volksmäßig aufgetreten, müsse auch die Hilfe volksmäßig geschaffen werden. Die kirchlich=soziale Konferenz wolle nicht durch Vorträge, durch Resolutionen wirken, sondern durch eine Gemeinschaft der Arbeit, eine Verbindung von Arbeitern, die an der sozialen Frage sich bethätigen Stöcker mag. hierauf Ausführungen über das, was die kirchlich=soziale Konserenz ist, was sie bisher vollbracht hat und was sie noch zu vollbringen gedenkt. Eine Kommission bearbeitet Presse, Kunst und Litteratur. Hier müssen wir einige Bemerkungen Stöckers ziemlich wortgetreu wiedergeben „Presse, Litteratur und Kunst, das sind die Dinge, welche die öffentliche Meinung in Deutschland bestimmen. Wir haben eine schlechte öffentliche Meinung. Wir haben zum großen Teil eine Presse, welche bewußt über Menschen und Dinge die Unwahrheit sagt. Sie sagt nicht, wie es ist, sondern wie die Redakteure und die die hinter ihnen stehen, es haben wollen. Wir haben auch eine unmoralische Presse, welche die sittlichen Begriffe des Volkes zu verwirren sucht. So hat der große Kampf gegen die sittenlose Litteratur damit geendigt, daß in Berlin in einer Versammlung von mehreren Tausenden ein sittenloser Schriftsteller gegen die Weltanschauung zu Felde zog und für seinen Hetzruf gegen die Pfaffen riesigen Beifall erntete. Auch die chinesischen Wirren haben gezeigt, daß wir eine lügnerische Presse haben. Der evangelischen Mission werden die Wirren in die Schuhe geschoben, die doch unschuldig ist, wie ein neugeborenes Kind. Die Regierung hat allerdings einige Fehler gemacht, indem sie auf die Ergreifung der Mörder einiger Missionare Geldprämien setzte und drei katholische Kirchen baute. Durch Märtyrerblut wächst die Kirche aber wenn man Geldstrafen drauf legt, unterliegt sie. Die evangelische Mission ist der Prügelknabe, auf welcher liberal=protestantische Redakteure herumhauen. Die Presse, Kunst und Litteratur ist viel zu viel vom orientalen Leben beherrscht. Wie die Sozialdemokratie von Juden gemacht wurde, von Marx und Lassalle, so wird auch die öffentliche Meinung von Juden gemacht und der gute deutsche Michel zieht sich die Schlafmütze über die Ohren und schweigt.“ Nach diesen Worten gings an einen Mann, der in der letzten Zeit vielfach die Geister beschäftigt und große Unruhe in kirchlich und christlich gesinnte Kreise gebracht hat An den berühmten Professor Häckel in Jena, dessen Buch„Das Welträtsel“ von gotteslästerlicher Gemeinheit strotze, und trotzdem es ganz und gar unwissenschaftlich sei, bereits in sechs Auflagen erschienen sei.„Die echte Wissenschaft“, sagt Stöcker,„ist keusch, die leichte Beschäftigung mit der Natur führt von Gott ab, die tiese Beschäftigung mit der Natur führt zu Golt hin.“ Der Angriff auf Professor Häckel war ziemlich der Schluß der Stöckerschen Rede, für die Herr Konsistorialrat Jäger dem sofort nach Berlin zurückreisenden Hofprediger a. D dante.“ Der Zug nach dem Süten, der sich im Herbst allenthalben fühlbar mach bringt auch in den deutschen Missionskreisen eine lebhafte Bewegung hervor. Es dürste kaum ein größerer Passagierdampfer die Westküste Afrikas entlang fahren, oder den Suez=Kanal passieren, der nicht Missionare an Bord hätte. In den letzten Wochen sind, um nur einige größere Missionsgesellschaften zu nennen, folgende Reisegesellschaften auf ihre in den Tropen liegenden Missionsfelder bgegangen Die Leipziger Mission entsandte 13 Personen nach Ostindien. Von Basel gingen imn August und September 11 Missionsleute an die westafrikanische Küste, davon ein beträchtlicher Teil nach Kamerun. Die alte Berliner Gesellschaft,(gewöhnlich Berlin I genannt), schickte Keine Volkshaufen zeigten sich hier frei war der Weg, nur die vielen Feuer in der Stadt und das brausende Getöse, welches die Tausende machten, waren die äußeren Anzeichen, daß es eine Schicksalsnacht war, die auf Wolkenstein ruhte. General Sturmfeder hatte seine Truppen um die ganze Burg aufgestellt in einem weiten Kreise, jetzt sah er, daß die Rebellen nach dem Schloßberg marschierten, auch der Artilleriepark war in ihre Hände gefallen Immer stärkere Haufen Meuterer erstiegen den Felsen, die an sich unzuverlassige Soldateska wich langsam zurück und stand endlich gesammelt auf dem weiten Plateau vor der Burg Der Kommandant ritt vor die Front. „Soldaten,“ sagte General Sturmfeder,„deckt und rettet zum wenigsten das uralte herrliche Schloß mit seinen Kunstschätzen. Die meisten sind von Euch doch Wolkensteiner, Ihr konnt unmöglich wollen, daß Eures Fürsten Sitz durch betrunkene Plünderer und Rebellen—“ Mitten aus den Reihen erscholl grell der Ruf:„Dem Schlosse geschieht nichts, es wird Sitz der Volksregierung!“ Dann marschierten wie auf Kommando, sämtliche Zugsunteroffiziere vor, salutierten vor der Excellenz und sagten: Halten zu Gnaden, Herr General! Aber alle Mannschaften erklären, sie könnten nicht auf ihre Verwandten schießen.“ Unter handertfachem Siegesgebrüll Trommelschlag wie Hörnermusik kamen die bewaffneten Volkshaufen auf den Schloßplatz. Die Batterie, von lauter alten Artilleristen bedient, protzte ganz regelrecht ab, und die Mündungen der Feuerschlünde richteten sich auf die Thore und Gitter der Burg General Sturmfeder einen Trompeter zur Seite, ritt den Aufständischen entgegen. Der Hornist gab ein Signal, daß der General zu reden wunsche, es trat einigermaßen Ruhe ein Der alte Soldat, im Innern voll grimnigem Zorn, konnte kaum reden, er bezwang sich endlich und sagte: „Seine Königliche Hoheit haben befohlen, daß sämtliches Militär abziehet und den Bürgern das Schloß mit allen einen Kunstschätzen anvertraut wird— wo sind Eure Führer, daß ich mit denselben verhandeln kann?“ In dem Augenblick kam der Präsident durch die Volksmassen daher gesprengt, an der Spitze eines großen Teiles der Arbeiterführer. Er ritt auf die alte Excellenz grade zu und sagte „Eure Truppen können unbehelligt abziehen, wer aber zu uns überzutreten wünscht, dem darf kein Hindernis in den Weg gelegt werden. Das Schloß ist Nationaleigentum, darum jedem Bürger heilig. Ich gebe Euch zehn Minuten Bedenkzeit, also eilt Euch(Fortsetzung folgt) 8 Missionsgeschwister nach China und Afrika und Berlin III 6 Personen nach Deutsch=Ostafrika. Das sind 38 Personen im Verlauf weniger Wochen. Für deutsche Verhältnisse sind das viele, die englischen Missionsgesellschaften rechnen freilich mit noch größeren Zahlen.Eine von ihnen, die große Kirchliche Missionsgesellschaft zu London, läßt im gegenwärtigen Herbst nicht weniger als 137 Missionsleute in die verschiedensten Teile der Erde, soweit sie noch heidnisch sind, ausgehen. Die Zahl würde noch größer sein, wenn nicht 15 nach China bestimmte neue Missionare noch in letzter Stunde zurückgehalten worden wären, um die Klärung der Verhältnisse in Ostasien abzuwarten. □ Ueber die Lage der Rheinischen Mission in der südlichen Provinz in China, der Cantonprovinz, wo bekanntlich auch die Unruhen ausgebrochen sind, schreiben die Rheinischen Missionsnachr.:„Unsere Leser werden nach der kurzen Mitteilung in Nr. 9 unserer Berichte gespannt sein, Näheres über die Lage unserer Mission zu hören. Nach den jetzt troffenen brieflichen Nachrichten haben sich unsere Missionare, nachdem sie anfänglich nur daran gedacht hatten, ihre Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen, nur mit Widerstreben entschlossen, dem Befehl des Tungkuner Kreismandarins nachzukommen und ihre Stationen zu verlassen. Am 6. August sind sie alle nach Hongkong übergesiedelt. Wir dürfen jetzt doppelt dankbar sein, daß unsere Mission nun auch in Hongkong ein eigenes Heim hat. Unter diesen Umständen wäre ein längeres Verbleiben der Missionare auf den Stationen nicht nur zwecklos gewesen, da sie ihre Christen doch nicht hätten schützen können und sie begreiflicherweise als Missionare sehr dagegen angingen, sich gegebenenfalls mit den Waffen in der Hand uwehren; ja die chinesische Regierung erklärte geradezu sie könne ie Christen viel besser schützen, wenn die Missionare fort wären. Schließlich hätte man ihnen auch bei einer Katastrophe den Vorwurf machen können, daß sie eine rechtzeitige Warnung eigensinnig in den Wind geschlagen hätten. Im übrigen wird die Arbeit so gut es geht fortgeführt durch die eingeborenen Gehilfen, unter anderem auch die Hospitalarbeit in Tungkun. Auch stehen unsere Missionare in beständigem Briefwechsel mit ihren Gemeinden. Noch war sonst auf unseren Stationen alles ruhig, nur daß hier und da aufrührerische Plakate angeklebt wurden, in denen den Boxern die unglaublichsten Heldenthaten zugeschrieben werden. Auch die Baseler und Berliner Missionare haben ihre Stationen verlassen müssen, ebenso viele englische und amerikanische, sodaß Hongkong augenblicklich voll von Missionaren ist. Mehrere Berliner Stationen sind bereits zerstört und ausgeraubt. Wie bitten unsere Freunde wiederholt um treue Fürbitte!— Auf einer Karte vom 27. August schreibt Missionar Rieke:„Gestern abend kam mein Knecht von Kangpui zurück. Gehilfe Koch und zwei Chrinen bewachen die Station. Sowohl Christen als auch der Gehilfe bitten mich dringend, jetzt doch nicht zurückzukehren; die Heiden in den beiden Räubernestern Titkong und Keschek seien sehr aufgeregt und würden Unheil anrichten, wenn ich käme. Gerne hätte ich noch einige Sachen aus Kangpui geholt, aber kein Boot wagt es sie mitzunehmen, weil meine Kisten als„Teufelskisten" kenntlich seien!" Durch die Zeitungen geht neuerdings die aus der Times stammende Nachricht, daß unsere Mission in Tungkun zerstört sei und daß die Unruhen im Gebiet des Ostflusses zunehmen Uns fehlen selbstredend noch briefliche Nachrichten. Wir wissen also nicht, was daran Wahres ist, müssen aber die Befürchtung haben, daß die Nachricht sich bestätigt. Gott schütze unsere bedrängten Christengemeinden!“ Vermischtes. Im Konitzer Meineidsprozesse mußten am Samstag die bereits vernommene Frau Hellwin und ihr Sohn Besitzer Hellwig, in Gegenwart der aus Berlin vorgeladenen Familie des Kaufmanns M. Meyer ihre Aussagen vom Mittwoch wiederholen. Fran Hellwig bekundete: Ich bin im November 1899 im Meyerschen Laden gewesen, als ein Mann mit Akten kam und mit dem alten Meyer ins Hinterzimmer ging. Ich fragte:„Der Mann will wohl die Steuern holen? Frau Meyer antwortete:„Steuern nicht, aber er wird soviel bekommen, daß er zufrieden ist. Es handelt sich um die Verschwörung gegen einen jungen Herrn. Präs.: Wurde gesagt, wer der„junge Herr“ sei? Zeugin Frau Hellwig. Ja, sie sagte: Ernst Winter. Präs.: Hat Frau Meyer Sie nicht gesragt, ov Sie Ernst Winter kennen? Zeugin: Jawohl. Der Sohn der Frau Hellwig, der Zeuge dieser Unterhaltung gewesen sein soll, wiederholt die Aussagen seiner Mutter. Die Meyerschen Familienmitglieder versichern übereinstimmend, daß an der ganzen Sache kein wahres Wort sei. Zwei Amtsvorsteher und ein Pfarrer stellen der Hellwigschen Familie ein gutes Leumundszeugnis aus.— An der nächtlichen Lokalbesichtigung auf dem Lewyschen Grundstück, welche in der Nacht von Freitag auf Samstag während der Zeit von 8 bis nach 1 Uhr stattgefunden hat, beteiligten sich alle Gerichtspersonen, die Geschworenen, die Angeklagten und ihre Verteidiger Seitens der königl Staatsanwaltschaft war Erster Staatsanwalt Dr. Settegast anwesend, während der Oberstaatsanwalt Lantz dem Termine fernblieb. Wie es heißt, soll ihn die Angelegenheit Nosseck=Eisenstedt lebhaft beschäftigt haben, welche den Vater des ermordeten Ernst Winter, den Bauunternehmer Winter, bereits veranlaßt hat, den Tempeldiener Nosseck und den Schlächtermeister Eisenstedt aus Prechlau, dem Wohnorte Winters, bei der Staatsanwaltschaft der Beihilfe zum Morde und des wissentlichen Meineides zu bezichtigen und ihre Verhaftung zu beantragen. Ein Pestfall in Bremen. Dank der sorgfältigen Beobachtung, welche allen von England kommenden Schiffen in deutschen Häfen zu teil wurde, war es bisher gelungen, die Pest von Deutschland fern zu halten Es blieb bisher bei den vor längerer Zeit festgestellten Erkrankungen in Hamburg, die bekanntlich weitere Folgen nicht gehabt haben. Jetzt wird nun plötzlich wieder von einer Pesterkrankung berichtet, die diesmal in Bremen vorgekommen ist. Die bezügliche Meldung lautet wie folgt:„Laut Bekanntmachung des hiesigen Medizinalamtes wurde bei dem am 27. Oktober hier mit dem Dampfer„Marienbur von Buenos=Ayres angekommenen Seemann Kunze durch bakteriologische Untersuchung Pesterkrankung festgestellt Der Erkrankte wurde in die Isolierbaracke der Krankenanstalt überführt nachdem er drei Tage in einem Privathause und seit dem 30. Oktober im Dianissenhause gelegen hatte. Alle erforderlichen Maßnahmen zur Verhütung und Ausbreitung der Krankheit sind getröffen. Alle mit dem iken in Berührung gekommenen Personen sind unter ärztliche Beobachtung gestellt.— Nach einer weiteren Meldung ist der Seemann Kunze bereits gestorben Alle unter Beobachtung gestellten Personen sind bis jetzt bekannt. Standesamts-Nachrichten. Standesamt Eiserfeld. Angemeldet vom 29. Oktober bis 4. November 1900. Geburten. Wilhelm, S. d. Bergmanns Franz Langer zu Eiserfeld.— Robert Karl, S. d. Bergmanns Julius Rosenberger zu Niederschelden— Katharina Dorothea, T. d. Bergmanns Eduard Rosenthal zu Niederschelden.— Bertha Margareta Helena, T. d. Kaufmanns Johann Aloys Hubert Mündtrath zu Niederschelden. Aufgebote. Bergmann Karl Kunz zu Niederschelden und Elise Maria Heinbach zu Niederschelderhütte. Eheschließnugen Schlosser Johann Jakob Spies zu Gosenbach und Wilhelmine Schneider zu Oberschelden.— Dreher Ludwig Karl Brück zu Siegen und Ida Elisabeth Schäfer zu Eiserfeld. Schluß des redaktionellen leset die Erfahrung ein Verzweifelten und wie er gerettet wurde. Neuburg a d. Donau. erkrankte im Jahre 1896 an Lungenentzündung, und verblieb mir als Nachfolger Bronchialkatarrh und darauf solgte Emphysem mit hochgradigem Asthma, welches so stark auftrat, daß ich lange Zeit gänzlich bettlägerig war und drei volle Jahre lang von mehreren Aerzten behandelt wurde, aber ohne Linderung zu finden. Ich war so stark leidend, daß ich gänzlich die Hoffnung aufgab, meine Arbeit noch einmal verrichten zu können. Ich glaubte nicht anders, als wie daß ich den Erstickungstod erleiden müßte. Durch die starke Atemnot trat der Blutandrang so stark auf, daß ich oft gänzlich geisteszerstört war und oft Dinge verübte, die förmlich den Anschein hatten, ich sei geistesverwirrt. Nun aber, seitdem ich Zematone=Asthma=Pulver gebrauche, kann ich meine Arbeit wieder verrichten wie vor drei Jahren. Sogleich auf die erste Schachtel hatte ich große Linderung, ich wartete aber drei Monate mit der Dankeserstattung, daß ich genau wußte, wie es mit der Länge der Zeit geht, und kann mit Freuden schreiben, daß mit diesem Pulver der überraschendste Erfolg erzielt werden kann. Ich rate daher jedem, der mit Asthma behaftet ist, ZematonePulver, bestehend aus 30,0 Grindelia, 12,0 Stechapfel, 8 Lerchenschwamm, 5 Mohn und 22 Salpeter, sofort zu gebrauchen. Dieses bestätige mit größter Freude für den Ersorg mit Zematone=Pulver. Jakob Gehring, Korbmacher. Zematone=Asthma=Pulver ist in den meisten Apotheken erhältlich oder zu beziehen von: Einhorn=Apotheke und Engelapotheke in Frankfurt am Main und Sternapotheke in Kassel. Schnee-weisse Wäsche Lettermann's Salmiak-Terpentin- Fettlangenmehl oder Lettermann’s Wasch-Extract„Wasch-Bär“ unter grösster Schonung der Stoffe, à Packet 15 Pf. 1 Bitte an die Interesse unseres Plattes bitten wir, bei Wareneinkäufen den Inseratenteil des„Volk in erster Reihe zu berücksichtigen und bei Einkäufen, Anfragen 2c. 2c. 5 sich stets auf das„Volk“ zu beziehen 14. Ziehung der 4. Klasse 203. Königl. Preuß. Lotterie. vom 5. November 1300, Nur die Gewinne über 220 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Ohne Gewähr.) — 15 189 261 70 333 756 62 64 930 46(300) 1044 93 145(500) 445 649 730 960 80 2071 117 284 96 332 409 13 90 609 26 856 81 958 3006 211 56 67 453(1000) 76 662(300) 68 807(300 4191 346 446 60 741 996 5071 140 360 412 34(1000 576 837 930 98 6179(300] 245 66 366 79 99 423 39 90 693 857 7236(500) 323 65 75 542 43 971 8041 256 65(300) 549 610 95 844 955(10001 62 9143 68(10001 98 213 61 306 509 29 63 615 50 68 856 10055 181 33 245 93 371 629 32 783 817 972 11026 89 98 195 96 1000) 296 340 447 544 50 740 852 941 12076 306 18 437 578 733 36 82 826(500 13029(300) 107 312 86 539 56 80 620 700 22 73 865 78 1000) 92 957 14161 215 660 89 830 47 15094 181 401 589 600 864 933 16228 46(1000) 662 769 880 939(3000) 17288 1500) 427 67 5100 84 517 87 719 18265 317 453 575(30000) 19031 127 218 98 307 45 90 503(3000) 658(500 870 917 20074 116 29 79 288 651 706 27 21128 257 378 501 615 724(500 971 22229 308 532 666 755 23009(300) 16 231 386 522 727 73 24031 232 437 542 63 667 958 25098 282 324 79 450 593 610 17 904 44 95 26104 206 56(300) 370 573 94 642 99 702(500) 63 855 938 27136 47 28016(500) 114 95 390 779 810 73 29035,167 215 386 424 56 75 778 835 901 56 30428 48 581 31051 375(500)431 32045 200 l1000) 74 95 402 300 724 25 912 33024(3000) 49(300) 574 774 935 61(500) 34010 78 157 76 84 260 479 93 549 694 700(300) 58 88 35227 321 52 65 587 96 623 76 713 38 836(1000 48 64 959 36040 62 427 36 66 555 73 930 81 37005 1300) 67 100 335 520 619 50 835 88 38078 99 143 220 21 360(300) 422 526 614 18 60•83 736 38 59 87 89 39007 501 2 13000 36 640 65 736 43 854 913 24 94 40188(300 222 354 645 1500) 52 702 41009 95 112(1000) 39 70 241 349(3000) 65 80 483 691 708 851 967(300) 42076 470 545(300) 628 79 770 910 43144(300) 549 628 94 95 800 77•914 44004 51 128 34 69 219 381 534 769 936 67 93. 45053 77 121(1000) 421 524 1000 51 659 845 92 943 46018 168 91 339 578 640 72 787•95 897 945 47149 1500 57 228 431(1000) 518(300 699 746 806 32 903 16 31 42 48103 323 461 623 714 24 71 835 49395(300) 409 39 682 5001 777 50130 303 702 60 63 923 51281 309 476 525(3000) 59 692 721 1000 57 893 912 38 44 52023 227 332 489 556 629 828 39 53071 275 429 560 870 54360 469 84 519 98 605(500) 39 710 45(500) 55158 220 76 396 460 62 537 922 56010 11 100 252 58 470 74 540 643 705 1500) 896 909 57200 52 321(1000) 55 407 93 528 731 870 982 58001 118 216 78 768 846 48·951 11000) 59008 93 104 19 77(500 230 47 474 85 573 738 818 68 914(3000) 17 46 60164 206 45 66 70 344 72 435 70 13000) 678(300) 80 834 61012 95 97 262(10 600) 419 90 669 740 52 971 62392 94(500) 458 72 76 548 86 695 778 893 15001 917 63041 110 12 208 24 62 649 708 66 3001812(3000) 44 64137 99 438 655 65196 746 858 994 66033 139 273 539 43 666 775 835 67265 345 469 504 41 826 68008 30 142 361 440 510 22 38 635 75 714 911 1000) 96 69108 41 239 62 326(300) 65 517 70017 57 127 315 85 472 543 606 88 881(500) 98(300) 946 71094 123 43 44 78 294 432 505 49 59 610 757 820 67 922 72080 170 284 568 73246 63 345 66 482 510 31 69 627 829(300) 956 74117 110000 60 525 29 708 979 75158 85 268 625 51 66 729 904 65 76016 28 200 81 755 896 925 35 77275 1000) 606 96 735 810 74 86 78069 92(3000 112 301 49 697 13000) 99 880 79170 595(300) 921 80049 216 412 89[3000) 534 92 731 839 43 957 81218 37 63 88 378 3000 83 555 83(10001 84 778 899 82342 342 452 64 528(1000) 624 773 801 933 83049 201 306 623 716 904 27 84008 15001 92 191 204 33 381 542 732 883 969.78 85023 109 25 42 211 464 538 60 86 626 (500) 968 95 86040 129 48 269 402 19 32 545 710 827 928 87011 84 211 392 472 692 95 784 888 994 88033 235 48 57 412 32 681 750 89006 206 494 548 644 725 41(3000) 89 804 31 916 30222 44 99 310 52 526 46(500) 62 923 91265 326 446(3000) 633 767 74 858 938 60(300) 92040 41 99 100[500) 17 229 46 63 91 1300 382 411 93001(10000) 232 419 658 722 63 94066 519 29 43 724 842 95061 175 99.237 501 20 30 52(300) 600 60(500) 96 870 96002 72 202 30001 12 361 401(1000) 506 17 68 833 97042 49 74 632 826 30 972 98264 367 401 81 13000) 642(1000) 94 99177 237 317 489 97 611 30 801 941 190039 224 467 816 96 101059 245 391 632 66 991 102301(1000) 430 840 82(3000) 993 96 103041 168 358 472 510 42 622 72(300) 707 9 77 828 38 94 948 104012 241(500) 69 370 600 3 105195 440 561 646 723 49 916 106083 141(500) 216(300) 488(300 523 678 197019 56 1300) 243 324(1000) 40(3000) 692 995 108063 211 302 66 402(1000 3 51 848 926 47 169082 212(1000) 476 1500) 635 844(3000) 953 72 110046 1300 116 258 76(300) 306 34 421 561 656 769 827 93 111129 252 448 11000) 680 807 130091 32 72 986 112067 140 84 367 14. Ziehuung der 4. Klasse 203. Königl. Preuß. Lotterie na vom 5. November 1900, nachmittags. Nur die Gewinne über 224 Mark sind den betressenden Rummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) 98 265 301 489 599 647 843 902 63(300) 1006(1000) 61 116 227 32 59 79 513 54 624 2310 435 93 538 44(3000) 656 3057 202 7 436 587 670(1000) 748 83 936 70 4012 224 40 80(500) 465 79 580 85 660 782 99 917 5030 42 121 1500) 201 87 334 61 96 97 408 17 18•21 68 636(3000) 6068(3000) 105 412 34 696 710 923 54 58 78 7081 132 300) 230 314 83 521 602 72 8254 336 579 743 842 925 43 9207 84 467 10044 73(300 144 338 593 623 51 73(300) 98 807 984 11933 48 108 54 327 407 93 608 52 824 59 95 951 70 12489 41000) 617(3000 839 989 13081(3000] 159 64 92 250 507 969 74 14108 279 448 876 500 15033 96 224 33 345 75 400 18 522 96 611 732 44 815 16007 543 87 655 56 761 802 17010 301 33 402 601(3000) 60 733 45 921 18096 455 876 994 19176 201 31 331 662 728 855 84 20068 308 64 620(3000) 750 79 13000) 869 79 21015 146 97 487 514 722 37 82 96 990 22156 63 345 96 785 846 23029 162 357 92 438 40 73 564 65(30001 71 651 736 960 15001 85 13000). 24243 392 469 559 649 66 762 803 903 56 25105 13 218 45 484 752 817 45 976 83 26469 628 35 950 27317(300) 473 699 707 79 855 916 28041 67 131 79 85 201 495 660 811 29048 78 143 78 218 383 505 36 855 30029 98 173 92(5000) 387 416 514 895 57 957 81063 200 70 339 583 874 32075 309 478 85 620 809 61 913 33030 76 252 346 401 579 97 697 924 34060 142 228 45 300 76 441 651 56 88 768 812 938 35104 17(300) 251 484 531 40(3000) 36047 51 170 89 310 54 510 621 719 29 61 826 53 925 55 37060 146 315 68(1000 81(15000 499 656 67 704 940 38124 233 348 531 627 994(1000) 39458 781 978 40167(300) 225 367 551 714 836 1500) 955 41029 119 426 1500 628 830 971 42179 417 41 809 43046 262 65(3000 330 31 52 456 10001 97 705 41 804 15 44100 367 417 574 611 28 941 58 45031 282 310 29 429 78 525 691 768 990 46216 329 407 548 633 731 47114 50 52 54 74 85 295 334 770 48147 371 479 510 53 638 775 828 36 40 59 49163 253 363 412 20 25 545 744 883 50493 681(5001=931 83 51408 676 781 86 960 52080 264 87 379 701 826 75 999 53008 238 74 466 552 98 605 30(1000) 816 54035 186 442 826(1000) 92 95 913 75 55222(300 74 370 98 583 721 832 961 56149 240 454(500) 600 20 733 92 838 976 57065 425(1000) 27 57 587 602 20 49 834 58089 201 351(300) 421 539 42 705 57 984 50004 54 157 248 519 673 762 60027 377 571 616 716 94 836 110000) 61034 53 89 199 225 404 67 567 618 93 62124 409 14 87 597 764 941 91 63042(300) 184 259 61 63 640 774 904 64016 178 80 353 97 404 551 95(300) 624 731 811 17 65075 319(3900) 409 782 846 91 927 29 72 95 66018 44 88 168 288(500) 388(500) 431 34 523 30 610 27 792 823 99 926 97 97032 99 151 80 214 305 74 94 463[300) 563 715(500] 845 919 68006 410 539 70 610 74 96 97 898 951 69149 86 256 448 787 943 70217 302(1000) 05 97 411 582 657 834 80(1000) 71087 266 348 468 561 821 959 93 72016 26 226 45 98 331 462 77 757 913 42(500 73208 9 328 63 434 584 615 49(3000) 84 948 79 74235 49 95 365 514 728 811(5000 75085 410 555 711 59 850 85 990 76282 403 869 961 80(3000) 77037 48 103 62 83 201 30 302 498 503 11 80 899 943 51 75(300) 78017 145 363 75 498 517 30 49 636 40 73 789 79028 222 533 607(300) 18 710 61 963 66 78 85(1000) 80292 301 628 859 961 95 S1283 304 61 82007 98 172 209 40 69 71 324 60 72 635 858 942 83027 63 104(3000) 17 308 97 479 624 93 95 845 84024 55(3000) 69 180 396(300) 417 28 652(3000 707 1500 8 874 90 977 85037 320 f1000 434 797 86099(3000) 46 182 259 67 300 78 85 715 26 999 87914 518 796 895 88092 225 317 471 360 506 56 651 834 53 917 89037 527 40 77 660 774 956 90000 454 73(3000) 611 809 922 91004 43 262 324 497 619 792 842 998 92414 1500) 42 68 756 935 93041 84 223 56 485 540 622 40 500 85 755 856 68 75 78(300) 957 76 94073 123 33 250 93 683 88 708 130001 8 95031(3000 55 1300) 243 343 687 753(300) 820(1000 964 96341 516 81 91 622 768 82 880 97136 491 587 130001 622 784 846 91=976 98013 142 13001 76 299 11000) 589 746 94 881(1000 912 99938 134 211 312 61 761 812 89 938 60 70.80 100096 1300 122 76 214 53 70 397 426 97 665 707 844 954 101091 372 580 641 849 102939 82 154 337 577 648 807 193139 51 331 66 446 501 557 768 851 104113 25 334 59 472 711 945 105037 118 221 554 32 701 842 169232 356 70 626(300) 768 86 848 922 107297 432 613 57 805(300) 42 929 38 108012 82(1000) 113 61 80 1000 91 212 628 709 88 833 905 78 96 109018 163 90 217 82(500) 332 430 503 97 610 65 826 76 918 74(30001 110097 111 89 246 341 586 660 949 65 111006 126 32 96 246 92 334 419 60 508 745 864 112080 254 322 52 417 675 796 78 806 25 37 77 928 58 858 950352 0•97.5 30 70 266 543 500) 419 507 888 113003 23(300) 40 253 85 90 373=601(30001 922 114193 271 78 364 441 539 53 633 821 28 40(300) 115081 111 78 215 382(1000) 591 754 116327 418 55 79(3000) 548 645 82 99 826 944 117035 60 499 528(300) 81 696 768(1000) 894 931 118002 11 71 436(300) 968 119044 59 93 140 208(500) 336 65 404 48(3000) 824 945 120184 282 495 97 571 620 961 121033(500) 187 351 83 438 538 811 68 122104 27 407 676 77 738 57 883 908 25 76 123072 177 232 38 590 91 99 755 908 74 124018 38 95 178 280 327 456 73 518 24 904 125264 72 416 38 584 632 88 917 82 /500) 126390 454 532 699 705(300) 28 1227082 1500) 196 234 420 46 69 546(300) 668 74 901 29 128044 154 207 93 1500)333 469 97(500 680 718 75 864 91044(1000 50 129030 68 80•91 127 35 286 379 403 8 11 96 587 648 753 56 95 825 130117 327(1000) 42 78(5000 409 25 74 81 735 40(3000) 54 849 953 69 131000 125 263 93 325(300) 663 933 132164 431 514 632 862 973 133003 196 381 545 63 134059 92 252 325 48 66 565 864 907 49 90 135082 87 166 229(300) 346 531 856 50001929 136111 288 620 85 767 77 94 841 924 77 84(500) 86 137044 64 200 97 328 582 741 74 76 864 88 958 138065 67 501 605 710 18 813 41 139040 1000) 161 328 51 860 140112 218 52 91 1500) 99(500) 385 870(500) 931 1500) 141008 264 395 1000) 862 975 78 142012 99 185 602 829 143008 159 98 296 813 16 935(1000) 41 53 75 144115 87 201 305 16(500) 575 145260 86 416 18 629 61 704 96 823 97 912 146377 610 79(3001 147026 73 293 454 557 77 93 702(500 942 52 84 148106 203 12 360 508 666 897 149000 36 306 58 454 629 1500 804 41 61 944 150119 315 489 514 87 685 723 44 151192 208 10 71 316(1000) 7 73 645 80 748 43 70 80 875 957 85 152110 242 386 577 643 705 51 984 153000 146 47 237 396 408 508 35 750 879 916 154137(3001 450 549 71 80 704 56 99 851 71 155468 607 87 718 156047 138 219 525 666(300) 712(50601 61 895 92 157078 237 398 1000) 505 3001 649 701(1000 50 1500) 863 158127 29 271 337 618 725 848 57 76 159060 97 159 201 55 62 384 922 770 95 941 160036 41000) 214 593 628 786 87 161104(3000 221 30 84 320(300 528683 864 900 53 80 162007 117 61 87 237 396 656 99798823 163158 217 443 68 597 604 798 941(1000) 164012 97 121 83 369 505 71 15001 627 751 902 28 165003 153 13000) 63 214 57 309 16 72 78 553 85 785 166017 59 13001 67 77 378(300) 467 549 601 23 713 938 60 79 167103 202 92 349 579 653 716 65(1000) 80 168066 75 101 40 1500) 308 476 502 55 76 82 725 821(3000) 22 50 169013 314 438 65 67 657 700 898 916 170023 77 158 313 85 416 548 683 813 50 929 39 171107 85 348 424 54(300) 550 71 13000) 620 786 844 172 06 7 119 621 60 84 828 173027 83(300) 253 369 570 741 832 76 174000(3000) 43 54 100 253 475 925 93 99 175079 108 351 456 82 510 916 176119 130001 346 447 845 96 924 177030 274 428 44 82 597 814 936 178125 93 307 67 645 822 942 179065 109 53 633 758 180031(3000) 88 161 357 528 642 181106(3000) 38 227 492 599 609 71 780 832 86 182053 121 37 44 74 283 306 612(500) 858 183103 71 632 744 94 826 30 965 184092 107 38 80 84 231 44 369 78(5001 602 30 737 48 854 75(3000) 936 185003·855(300) 934 57(300) 186040 3000)73 446 566 719 24 66 92(300) 831 53 80 187045 54 63 90 277 84 94 375 82 636 841 188068 185 399 438 899 986 189191 1300) 444 69 604 61 88 794 864 993 190106 525 80(300) 779 857 924 191012(500) 430 33 677 192013 41 149 276 650 55(500) 69 73 193107 29 89 319 558 995 115000) 194103 24 67 336 72 529 72 92 809 72 994 1950 312 626 755(3001 80 196018 102 54 84 233[3000) 45 377 1500) 712 29 13000) 975 197010 107 213 35 405 591 740 74 973 198007 171 317 447 651 722 50 199046 167 70 90 221 447 87(300) 689 748 78 500 200104 69 250 395 425 63 863 72 932 201027 109 12 258 317 46 709 70 925[3001 28 202027 109 89 278 703 78 835 40 73 203162 215 27 92 366 469 669(3000) 769 812 57(300) 901 29 204082-299 582 619 857 205007 118 37 59 64 208 44 421 57 61 563 763(300) 895 983 206258 314 33 441 556 86 620 773 842 207035 173 80 341 589 3000) 636 95 1300) 713 76 832 208149 95 363 75 95 514 614 733 917 299105(3000) 239 479 588 619 28 89 834 210046 432 500 49 837 934 211080 96 202 349 74 450 80 778 92 884 942 212152 310 19 94(3000) 483 545 695 213066 104 12 20 69 225 880 535 44 622 86 716 214228 93 634 215250 457 570 737 84 216012 66(3001 68 120 55 74 214 385 487 502 621 33 759 217013 251(3000) 77 400 11 766 927 67 218017 179 312 64 403 632 939 219325 54 516 679 725 904 220263[3000) 64 379 92 521 726 829 22 1079 131 35 98 389 437 73 93 643 925 222056 1300) 63 77 344 778 806 12 42(300) 82 85 970 223005(300) 271 365 797·910 11 15 86 224146 275 329 617 964 225192 306 31 36 565 Im Gewinurade verblieben: 1 Gewinn zu 50.900 Ml., 1 zu 30.000 Mk., 5 zu 15000 M, 18 zu 10.000 Mk., 38 zu 5000 Mf., 419 zu 3000 Mk., 444 zu zu 1000 Mf., 518 zu 500 Mi. 993 113274 369 416 55 577 790(3000) 818 35 114262 35 62 73 425(3001 28 84 683 836 921 33 77 115037 203 369 89 622 56 767 898 116044 187 244(500) 426 528 601 49 887 117395 409 59 534 764 804 983 118087 262 98 35 536 712 881 923(300) 43 119091 117 27 355 435 615 120102 32 94 203 59 97 405 762 74 98 974 89 121058 93 151 58 209 440 69(1000 525 614 780 925 122080 157 87 91 232 35(300) 71 374 503 704 15 25 830. 123056 77 82 197 280 305(300 454 501 37 500 124208(1000) 42 321 54 444 586 92 905 7 125537 732 50 126160 291 444 616 46 721 59 77 859 94 96 908 127045 135 295 345 574 629 919 36 128037 121 353 88 543 625 36 54 708 860 129022 231 52 374 429 94 6451815 16 30 130061 144 226 347 63 440 540 56 764 955 131101 319 520 769 838 82 905 132075 117 94(3000) 202 92 374 403 506 18 24 640 722 84 841(1000) 49 974 133060 127 290 353 422(300) 691 714(300) 848 958(1000) 134055 242 84 89 342 98 605(3000) 718 135311 477 682 809 33 900 1 70 136040 112 28 211 313 49 409 31 528 38 44 775 869 3000) 89 968 137241 57 314 412(3000) 44 81 804 928 138019 22 40 323 76 520 606 7 38 1300) 756 130034 352 69 408 1500) 63 543 624 34 976 146032 70(3000 87 118 223 656 737 67 834 141048 53(150001544 30001 737 970 142061 97 158 228 56(500) 561 92(300) 143175 235 300) 36 351 52(3000 404(500) 614 766 810(300) 933 144007 15001 106 257 356 533 799 809 145068 81 324 448 60 518 99 618 783 146019 180 323 402 50 702 954 78 147365 443 504 61 78 659 73 81 15001 770 811 961 148028 61 80 204 343 97 400(3000) 64 86 586 702 50 15001 83 830 81 149021 55 76 488 529 603 711 876 150110 224 333 417 78 696 712 65 151031 63 349 75 80 442 753 866 152472(3000 525 613 56 869 153103 208 365 510 646 68 98 845 955(1000) 94 151056 304 65 436 65 691 761 155011 182 441 565 94 661 711 871 920 66 156015(3000) 93 117 22 555 76 748 88 832 952 59 157048 74 141 52 239 49 82 382 418 50 817 158062(300) 259 1500 306 48 428 47 699 978 159004 113 45 557 73 648 87 741 75 915 67 180018(300) 34 143(3000 291 512 44 68 722 997 1300) 161131 45 312 44(1000) 417 893 995 1500) 162008 77 78 116 214 313 73 492 503.20 26 710 12 89 163046 126 288 331 450 622 37 /3000 793 164077 370 477 673 79 819 57 905 165032 96 109 44 32 207 75 743 859 78 166168 297 381 474 98 537 693 894 932 167126(1000) 88 252 82 400 3000 13 547 85 954 168478 549 60 88 706 71 869 917 86 169105 276 320 609 778 851 992 170081 267 307 528 71 690 701 9 23 48(300) 831 171015 519 743 57 862 910 95 172056 125 95 228 56 597 647 90 950 173068 143 3000 67 80 325 45 426(10000 35 887 94 1300) 947 17•4007 28 31 224(30001 93(300) 330 524 96 607 798(300) 989 175045 215 460 678 950 79 176005 16 135 859 62 900 66(3000) 177241(3009 96(300 325 598 838 50(1000 178494 620 755(5001 882 92 179067 300 4L 82 417 39 624 619 300 844 48 75 80 907 57 91 180196 242 53 305 11 86 428 96 520(500) 624 820 35 181130 202 52 388 874 919 74 182009 23 98 131 68 420 75 93 512 737 867 948 183006 65 71 83(1000 213(3000 99 314 484 979 184129 445 734 880 185210 307 37 85 958 186022(300 175 258 64 82 356 429 50 57 872 942 187007 68 89 643 819 71 914 188950 79 199 366 498 536 642 752 54 836 43(300 189071 89 113 49 52 227 54 344 443 49 587 812 37 190010 116 209 34(3000) 355 65 502 700 864 191131 41 289 423 777 192021 52 157 99 462 193028 263 309 56 536 704 194093 128 206 352 80 438 43 594 640 195002(1000) 5 131 37 548 821 96 932 196023 29(1000) 137 374 553 634 754 197023 36 57(3000) 166(300 275 346 562(3091 689 736 198133 99 535 603 56 840 199106 208 38 413 98 557 683 740=87 98 200001 281 474 512 79 853 76 201009(500) 184 739 63 815 929 202016 56 316 23 406 23 74 744(1000) 878 97(500) 944 203212 24 69 541 701 6 808 954 78 204068 135 204 583 724 48 806(300) 205003 109•82 275 332 60 466 99 1000 600 800 923(500) 47 79 203029 110 88 337 439 691 876 297079 215 35 40 696 883 932 43 49 81 208026 85 194 321 32 451 69 567 636(300) 56 934 42 67 85 209206(300) 32 544 605 23 836(300 210032 575 618 763 948 98. 211329 31 76 98 400 504 76 93 672 781 98 845 93 212023 289 84 342 57 11900) 406 85 504 701 27 58 808 950 213106 230 307 540 214227 315 564 676 796 916 215124 335 484 501 604 7 216951 427 55 702 887 91 217178 312 98 559 622 54 590 807 29 72 96 218115 81 386 419 605 39 51 719 29(30001892 219646 195 419 48 585 602 758 1300) 812 29 220051 59 129 336 39 444 1500) 92 688 712 110001 839 934 221113 57 205 17 541 42(3000) 599 677 883 822066 115 356 78 90 814 15 32 223092 235 49 424 567 633 831 224137 50 221 390 94 450 58 625 38 84 745 49 899(500 225153 480 612 16 Im Gewinurade verblieben: 1 Gewinn zu 50.000 Mk., 2 zu 30000 Mk., 3 zu 15000 Mtr. 17 zu 10.000 Ml., 33 zu 5000 Mt., 381 zu 3000 Ml., 411 10 zu 1000 Mk, 486 zu 500 Mi. No. 262. 12. Jahrgang. Volkswirtschattliche Beilage zur Zeitung„Das Volks Donnerstag den 8. November 1900. Handels-Nachrichten. Getreide. Central-Stelle der Preussischen Landwirtschafskammern Notierungsstelle, 29. Okt. 1900. b) Nach privater Ermittelung: 755CrpL. 712 Gr.pL. 573 Or. p.L. 450 Gr. p.L. 151 14. 151 Stadt Berlin Stettin(Stadt) Königsberg i. Pr. Breslau Posen Hannover Neuss Mannheim Hamburg e) Weltmarkt auf Grund heutiger Depeschen per To. incl. Fracht, Zoll u. Spesen, aber ausschlieslich der Qualitäts-Unterschiede Von New-Vork n. Berlin Weizen Ootenen Liverpool„ Odessa„„ In Paris Amsterdam n. Köln New-Vorkn. Berlin Roggen Odesse„ Amsterdam n. Köln 5 3111 Loko 79 3/8 Cents= M. 17825 177.75 Nov. 1725/8 Cents 1809 177.00 Dez. i5 sh. 11 ½/8 d.—„ 18025 8075 Loko8S Kop173207325 „ 89 Kop„ 172 25 17225 Nov. 19,80 Frcs. Nov. 177 hl. fl.—„ 166,7516675 Loko 55½ Cents=„14775 147/75 68 Kop.„ 146.50 146,50 März 68 Kop. 128 h. fl. 46/2 S 1 45.00 Berlin, 3. Nov(Marktpreise nach Ermittelungen des Königl. Polizei-Präsidiums. Höchste und medrigste Preise.) Per 1 dz für Weizen Roggen —.—— Futtergerste 15,50, 14,80.— Hafer, gute Sorte. 16/20 15,20, Mittelsorte 14/70, 1460, geringe Sorte 14,10, 120.— Richtstroh 7,50, 6,82.— Heu 7,50, 5,20.— Erbsen, gelbe zum Wirtschaftlicher Wochenbericht. Das loyale Vorgehen der sogenannten Stempelvereinigung in der Börsenregister-Angelegenheit hat leider zu einem Fiasko geführt Wollte sich die Vereinigung nicht auflösen, so musste der dissentierenden Minderheit volle Freiheit gewährt werden, mit nicht eingetragenen Firmen auch fernerhin Zeitgeschäfte abzuschliessen. Namentlich an Provinzplätzen war der Widerstand der Bankiers gegen die Eintragung unbesiegbar Man giebt sich dort der Hoffnung hin, dass durch den passiven Widerstand der Beteiligten diese verhasste neue Einrichtung zu Fall gebracht werden könne, und immer wieder tauchen Gerüchte auf, wonach in den Mehrheitsparteien des Reichstages die Stimmung für eine„gründliche Revision des Börsengesetzes immer günstiger werde. Auch an juristischen Gutachten gegen das Gesetz ist die liberale Presse wieder sehr fruchtbar, diese gehen meist weit über die Forderung, das Register zu beseitigen, hinaus und bekämpfen namentlich auch die Bestimmung des Bürgerlichen Gesetzbuches über das Differenzgeschäft Solange der Reichstag keine demokratische Mehrheit hat, ist indessen an eihen solchen Rückschritt unserer Gesetzgebung zu denken, und wir empfinden nicht das Bedürfnis, uns immer wieder mit den Sophistereien der Verteidiger des Börsenspiels auseinanderzusetzen Welche Folgen die Niederlage der grossen Banken in der Stempel-Vereinigung haben Wird, können wir ungefähr voraussagen Die Fälle werden nicht selten sein, dass eine Aktienbank durch den Differenzeinwand eines nicht eingetragenen Kunden geschädigt wird Gewöhnlich erfahren die Aktionäre davon nichts, Wenn es einem Aktionär aber einmal einfällt, die BankverWaltung für solche Verluste haftbar zu machen, dann kann eine schöne Reihe von Prozessen daraus entstehen, in denen die Direktoren unzweifelhaft verlieren werden und ebenso unzweifelhaft in unliebsame straftechtliche Weiterungen verwickelt Werden. Es sind nur einige wenige Aktienbanken. die sich solchen Gefahren eines Martyriums für die Börse aussetzen, aber diese werden ihrem Schicksale nicht entgehen Sicht man freilich, wie geduldig die Aktionäre der jetzt in Senmerigkeiten er Hlypothekenbanken den Geschäften ihrer Verwalgegenüber stille halten, dann wundert man sich nicht über das, was die Aktionäre von SpekuKochen 40,00 25,00.— Speisebohnen, weisse 45,00, 20,00. Linsen 70,00, 30,00.— Kartoffeln 6,00, 4,00.— Per 1 kg: Rindfleisch von der Keule 1,60, 1,20, do. Bauchfleisch 1,30, 100.— Schweinefleisch 1,60, 1,10.— Kalbfleisch 1,80, 1,00.— Hammelfleisch 1,60, 1,00.— Butter 2,80, 2,00.— Eier 60 St. 4,80, 3.00.— Per 1 kg: Karpfen 2,20, 1,20, Aale 2,50, 1.40. — Zander 2,60, 1,00,— Hechte 1,80, 1,00,— Barsche 1,80, 0.80,— Schleie 3,00 1,20.— Bleie 1,40, 0,80.— Krebse, 60 Stück 12,00, 2.50. Hamburg, 3. Nov.(H. B.-H.) Weizen ruh. Deutscher Shirriff 129—130 Pfd. M. 150—152, Elber und Holsteiner 125 bis 128 Pfd. 144—147, Ost-Holsteiner und Mecklenburger 127 bis 130 Pfd. 147 151, unverzollt ex Schiff loko und schwimmend: Kansas II M. 130-138, La Plata 125—138, Northern Spring 1— per 10 dz.— Roggen still. Holsteiner 118 bis 125 Pfd. M. 132-142, Mecklenb. 122 127 Pfd. 140150. feine Sorten über Notiz, unverzollt ex Schiff: Nord- u. SüdRuss. 107—110 per 10 dz.— Gerste ruh. Holsteiner und Mecklenburger Mk. 140—150, Westpr., Oderbruch und Schles. 140—155, Saale 150—190, unverzollt ex Schiff: Süd.-Russ. M. 105—110, Amerikan. 107—100, Donau, Bulgar. u. Rumán. 115—116, Böhm., Mähr. und Ungar. 160—200, feine Sorten über Notiz, per 10 dz.— Hafer ruhig. Pommerscher 148 bis 156, Holsteiner und Mecklenburger 148—158, Russischer 135150, seine Sorten über Notiz.— Mais fest, unverzoilt ex Schiff: Amerik mixed. M. 103-104, Einquantin auf Abladung 122, La Plata schwimmend 98.— Buchweizen knapp, unverzollt ex Schiff: Amerik. Prima State 150—160, Russ. 135—138, Holsteiner im Zoll 150—160.— Weizenmehl ruhig. Per 1 dz Brutto incl. Sack, Nr. 00 hiesige Marken 21,00—22.50, do. fremde Marken 19,00—20,50, Nr. 0 16,00 bis 19,00. Oelsaaten und Fettwaren. Breslau, 3. No Oelsaaten. Winterraps bei schwacher Zufuhr höher, per dz 25/70 26,70 28,20 feinste darüber. Winterrübsen ohne Angeb., 25,20 26,20—27/70. Hanfsaat ruh. Preise nom Schlagleinsaat umsatzlos, 24,00 25,00 26.75 Dresden, 3. Nov. Rüböl raff. mit Fass M. 67,00. Rapskuchen, pro1 dz. lange M. 12.50, runde 12.00. Leinkuchen I. 18.00 H. 17,00. Leipzig, 3 Nov. J. G. Stichel.) Rüböl ruhig, per-1 d2 63.50 bz. Neuss, 3. Nov. Rüböl M. 66,75, do. fassweise 68,25, ge reinigtes Oel 69.75 per 1 dz. Hamburg, 3. Nov. Rüböl ruhig, loko 48. Spiritus. Stettin, 3. Nov. Spiritus loko 42.50 bez. Danzig 5. Ner.(#. v. Morstein, Spiritus fester. Nicht kentingentirter loko 44 Br. Prag, 3. Nov. Triplo ist unter 113 nicht erhältlich. Zücker. Magdeburg, 5. Nos. 3. Nor. 5. Nov. Kornzucker exkl. 88 pCt. Rendement 10,20-10.30 10,20=10,30 Nachprodukt„ 75pEi Rendement 8.00 845 8.00-8.45 Schwach. Ruhig Gem. Raffinade mit Fass 2779½ 27/72½ Gem. Melis-mit Fass. 2722½ 27,22½ Ruhig. Ruhig Rohzucker#. Predukt Transito f. a. B. Hamburg per November 9.52½ G., 9.55 B, per Dezember 9.60 G., 9,62½ B. per Januar-März 9/75 bz. 9/821 C. per Mai 9/92½ bz. 990 G. per August 10,10 G., 10,12½ B. Ruhig. Kolonialwaren und Landesprodukte. Hamburg, 5. Nor. Kaffee. Goed average Santos per Dez. 30½ per Mätz 40, per Mai 40½, per Sept. 41 ¼ Alles Geldpreise Provisionen. Hamburg.(H. B.H. Schmalz. Amerik. Steam M. 38.00, de. in Tierces Marke Armours Special 38.50, do do. Shamberlain, Roe u. Co. 38.50, de. do Cheice Grocer) latiensbanken ihren Geschäftsführern alles erlauben. Wir haben über die Sicherheit der Hypotheken und die Güte der Pfandbriefe dieser beiden Banken kein Urteil, die Untersuchung Sachverständiger wird darüber erst Klarheit schaffen. Aber die Verwendung des Aktienkapitals zu indirekten Grundstücks- und Bauspekulationen, Wie sie hier beliebt wurde, hätte die Aktionäre doch längst bedenklich machen sollen. Wie es scheint, ist die Mehrzahl der Aktionäre von den Enthüllungen der letzten Tage vollständig überrascht worden, sonst hätte der Kurs der Aktien nicht so mit einem Schlage auf ein Minimum sinken können. Das-Hauptorgan der Berliner Hypothekenbanken, der„Deutsche Oekonomist“, nimmt die Geschäftsthätigkeit der Preussischen Hlypotheken-Aktien-Bank grundsätzlich in Schutz Diese Bank habe, wie die meisten anderen Hypothekenbanken, früher die Bauunternehmung in umfangreichem Masse unterstützt, sich aber schon seit langer Zeit von dem direkten Verkehr mit den privaten Bauunternehmern zurückgezogen. Es sei ein an sich durchaus richtiger Gedanke, Baugesellschaften mit Kapital zu versorgen, geschäftsmännisch durchaus richtig auch, die Verwaltung solcher Baugesellschaften unter eigener Kontrolle zu halten; mit den Vorschriften des Hypothekenbankgesetzeslasse es sich jedenfalls vereinigen. Das alles mag ganz gut gemeint sein, wird aber bei dem Besitzer von Aktien oder Pfandbriefen solcher Banken gewiss nicht das Gefühl der Sicherheit erhöhen. Unter Kontrolle hält man eine Baugesellschaft nur, wenn man zwei Drittel ihrer Anteile besitzt Also übertiimmt die Muttergesellschaft fast das ganze Risiko der Bauspekulation und es kommt schliesslich auf dasselbe heraus, ob sie selber Grundstücke kauft und bebaut, oder ob sie es durch ihre Filiale besorgen lässt. Das sind aber keine Geschäfte für eine Hlypothekenbank, die ihren Hypothekenbesitz in kleinen Antellen(Pfandbriefen unter die Leute bringt und also Anspruch auf unbedingtes öffentliches Vertrauen in Bezug auf Solidität der Verwaltung und sachverständige, unbeeinflusste Abschätzung der verpfändeten Hhpotheken machen muss. Die Bank beleiht ihren eigenen Besitz und holt das Geld dazu durch Ausgabe von Pfandbriefen aus dem offenen Markt! Das ist kein vertrauenswürdiges Geschäft. In der Presse wurde in Aussicht gestellt, dass diejenigen Hypothekenbanken, die sich streng auf das Hypothekengeschäft beschränken und keine 38,25, div. Marken 38,00 a 38,25, alles per 50 kg Netto transito. In Firkins zu 50 kg 50 Pf. teurer. In Eimern zu 12½ kg M. 1,50 teurer als Tierces. Hamburger in Dritteltonnen: Marke Radbruch 47,00, do. Imperial 46,00, do. Kreuz 45,00, do. Schaub 45,00, alles per 50 kg, Netto verzollt. Pure Lard Kingan 40,75 für Tierces per Netto-Cent., unverzollt. Choice Grocery Lard der North Packing u. Provision Company in Boston für Tierces loco 39,75, Halfbarrels zu 50 kg Netto loco 40,25, Buckets zu 25 kg do. 41,25, Pails zu 12½ kg do 41,75 Pails zu 10 kg do. 42,25, alles unverzollt. New-Vork, 3. Nov. Schmalz Western steam 7,45, do. Rohe& Brothers 7.70. Chikago, 3. Nov. Schmalz per November 7,02½(7.00). per Dezember 6,80(6,82½) Speck short clear 6,75(6,75), Pork per November 10,75(10,62⅛). Kartoffeln und Kartoffelfabrikate. Breslau, 2. Nov. Speisekartoffeln pr. 2 Ltr. 10—12 Pfg. pr. 50 kg M. 1.40—1,80. Stärke ruh. Kartoffelmehl pr. 1 dz inkl. Sack 19.25. Kartoffelstärke 18,75. Preise bei 100 dz. Nordhausen, 3. Nov. Kartoffeln Mk. 3.50—4,50 für 1 dz. Säesaaten. Breslau, 3. Nov. Lupinen nmsatzlos. Wicken still, 12,00—13.50, feinste darüber. Kleesamen ruhig, roter 50—55 bis 60, feinster darüber, weisser 40—50—60-63, feinster darüber. Hamburg.(H. B.-H.) Kleesaat per 50 kg. Brutto, weiss fest, gering und mittel M. 25—45, sein und hochfein 58 bis 72 rot still, ungar. 62—70, russisch. 63—72, amerik. 46 bis 55; Alsike fest, gering und mittel 25—50, fein und hochfein 63—82, Tymothee fest, amerik. 21 25, deutsche 25,00 bis 33,00. Wicken, inländische, kleine 145—160, do. grosse 160 175. Rapssaat, fehlt. Leinsaat. La Plata auf Abladung 278—283 Hanfsaat. Russ. und Galiz. 225—245 Lupinen, gelbe 125—135. Toledo, 5. Nor. Rothklee stetig,(Bushel) loco 5,00, Nov. 5,22½. Vor. Cours 5,00 resp. 5,10. Wolle. Antwerpen, 3. Nov. Deutscher La Platazug Kontrakt B. Bezahlt per Juni Frcs. 3.75 Käufer per Juli 3.75. Baumwolle. New-York, 3. Nov. Baumwolle New-York 9 9/16, do. für Lieferung Nov. 9,01, do. für Lieferung Jan. 9.05, do. NewOrleans 9 1/16. Liverpool, 5. Nov.(Anfang.) Baumwolle. Mutmasslicher Umsatz 8000 B. Tendenz: ruhig Tagesimport 7000 B. Hopfen. Nürnberg, 3. Nov. An den beiden letzten Tagen war das Geschäft am Markte äusserst ruhig, es kamen zusammen nur 8000 Ballen zum Verkauf. Die Preise mussten etwas nachgeben. Vom Lande waren 300 Ballen, durch die Bahn etwa 500 Ballen an den beiden Tagen zusammen abgeladen worden. Die Tendenz war gedrückt. Futtermittel. Hamburg, 3. Nov.(H. B.-H. Weizenkleie ruhig. Gute gesunde loko M. 9.009.20, gute gesunde grobe 9.20 bis 9.60, feine loko 8.60 9.40 per 100 kg. Netto in Leihsäcken Roggenkieie still, feine und grobe loko und auf Lieferung 9.30 10.25 per 100 kg. Netto in Leihsäcken. Oelkuchen fest. Rapskuchen 105 bis 130 per 10 dz. Leinkuchen 145—155 per 10 dz. Palmkuchen Deutsche 110 per 10 dz. Cocos 120-130 per 10 dz. Erdnusskuchen 190—155 per 10 dz. Baumwollsaatkuchen 135—140 per 10 dz. Petrolenm. New-York, 3. Nou. Petroleum Stand white in NewYork 7.45, do. do. in Philadelphia 7.40, do. Refined(in Kases) 8.75 do. Credit Balances at Oil City 110. Baugesellschaften„überwachen“, eine Erklärung hierüber erlassen wollten. Dieses Vorgehen scheint auf grosse Schwierigkeiten zu stossen, und wir können uns den Grund wohl denken. Die spekulierenden Hypothekenbanken dürften verzweifelte Anstrengungen machen, um diesen Schritt, der sie diskreditieren muss, abzuwenden. In dieser Zeit grosser Aufregung auf dem Effektenmarkt möchte man allerdings beinahe wünschen, dass neue Alarmierungen fern gehalten werden Indessen hoffen wir doch, dass die Zahl der weniger soliden Hypothekenbanken gering ist. Wenn es der Mehrheit der Gesellschaften gelingen sollte, diese gefährlichen Mitbewerber ebense wie jetzt die Preussische Hypotheken-Aktien-Bank und die Deutsche Grundschuldbank zu verpflichten, dass sie ihre Filialen zur Liquidation bringen, dann würde sich eine solche öffentliche Erklärung vielleicht erübrigen Wir zweifeln aber daran. Denn nach dem angeführten Spezialorgan für Realkredit- und Hlypothekenbankwesen“ geben sich vielmehr die nach dem Muster jener gefährdeten Banken arbeitenden anderen Hypothekenbanken der Hoffnung hin,„dass dieser Fall die Erkenntnis reifen werde, dass die Hypothekenbanken die Erfüllung einer umfassenderen sozialen Aufgabe(gemeint ist die Förderung des Baues kleiner und mittlerer Wohnungen, nur dann übernehmen können, wenn sie die Bauthätigkeit durch von ihnen überwachte Baugesellschaften in aller wünschenswerten-Offenheit und Oeffentlichkeit pflegen können, ohne deshalb dem Misstrauen zu verfallen.“— lierüber muss unseres Ermessens völlige Klarheit geschaffen werden und ängstliche Rücksichtnahme auf die Börse ist nicht mehr am Platze. Ein Gutes hat der Krach im Pfandbriefmarkt gehabt die Kapitalisten haben sich überzeugt, dass doch ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen den Obligationen der Hypothekenbanken und den Staatspapieren. Der Kurs jener Obligationen wurde zwar stets systematisch in Schutz genommen, sodass er nur verhältnismassig geringe Schwankungen aufwies Damit ist aber nur der Sehein einer grösseren Sicherheit erweckt worden. Was den inneren Wert betrifft, so können sich diese Pfandbriefe nicht im geringsten mit den landschaftlichen Pfandbriefen und den Staatspapieren messen. Davon hat man sich jetzt in weiten Kreisen überzeugt, wie die Kursbewegung der letzten Woche beweist. IN. Preussische Kreuz-l Zig) Nr. 262. 12. Jahrgang. es Fabrikantenglück! Eisenach. 50 M. Ein Weg, der dazu führen kann, von Heinrich Freese. Verlag von M. Wilckens. 86 S. Preis 1, Der bekannte Großindustrielle Heinrich Freese legt in diesem Buche seine Erfahrungen mit dem System der Gewinnbeteiligung der Arbeiter an den Erträgen der Fabrik seinen Standesgenossen und auch den Arbeitern zur Prüfung vor und spricht sich für dasselbe mit so überzeugender Wärme aus, daß wir nicht umhin können, dieses Buch allen Interessierten, und das sind sehr viele, nicht bloß auf das Angelegentlichste zur Prüfung der weittragenden Sache zu empfehlen, sondern hier einige Gedanken des Buches mitzuteilen. Am 1. November 1876 ist in Paris das Denkmal von Jean Leclaire enthüllt worden, dem Vater dieses Gedankens. Es zeigt ihn, wie er einen zu seinen Füßen stehenden Arbeiter väterlich zu sich heranzieht, um ihm behilflich zu sein von der Stüfe des einfachen Lohnverhältnisses aufzusteigen zu der höheren Stufe der Gewinnbeteiligung Die Inschrift lautet A. Jean Leclaire ses Ouvriers(Jean Leelaire seine Arbeiter) und ist das Zeugnis einer Dankbarkeit, die den Tod überdauert. In Frankreich und England hat der Gedanke und das Werk Leclaires viel Nachahmung gefunden; in Deutschland ist die Zahl der Versuche, die Arbeiter prozentugl an dem Gewinn des Fabrikanten zu beteiligen sehr zurückgeblieben. Freese aber ist fest davon überzeugt, daß hier der Weg ist, auf dem der Fabrikant wie der Arbeiter sein Glück machen kann. Er spricht sich darüber also aus: Von fast allen Unternehmern wird Klage darüber geführt, mit welch geringer Sorgfalt und Lust die Mehrheit der von ihnen beschäftigten Arbeiter die ihnen übertragenen Obliegenheiten ausführen. Die Arbeit werde langsam und wo die Aufsicht fehlt, sorglos ausgeführt Das Material werde besonders, wo der Arbeiter auf Stücklohn gestellt sei, in unverantwortlichste Weise vergendet. Die Arbeitgeber sind dann sehr geneigt, diese geringe Zuverlässigkeit ihrer Angestellten gegenüberzustellen der Sorgfalt und dem Eiser mit denen sie selbst ihre Obliegenheiten elfüllen und mit der sie ihren Angestellten ein Beispiel geben. Sie übersehen aber leicht dabei, was diese graße Verschiedenheit in der Arbeitleistung hervorruft. Wie kann der Arbeitgeber verlangen, daß der Angestellte mit dem gleichen Eifer die Geschäftsiteressen wahrnimmt wieer, da er für sich=selbst, die Angestellten aber für einen anderen arbeiten müssen Der Verzicht auf einen bescheidenen Teil des Reingewinnes kann den Eiser hervorrufen, der ihn selbst beseell Er erheht damit gleichzeittg seine Angestellten von der einfachen Stüfe des Entlohnten zu der höheren des Mitarheiters und Beteiligten von dem er gndere Leistungen beanspruchen kann und erreichen wird. Die große Mehrzahl aller mit der nötigen Ausdauer unternommenen Versuche hat bewiesen, daß er dabei nicht mal ein Opfer bringt. Jast alle Berichte bezeugen glaubhaft, daß der abgetretene Teil seines bisherigen Reingewinns mehr als vollständig eingebracht worden ist durch den größeren Eiser seiner Mitarbeiter Man kann sogar sagen daß der eigene Gewinn um so größer geworden ist e höher die Gewinnanteile und somit der Ansporn war den die Angestellten dadurch erhielten Nicht wenig zahlreich sind sogar die Fälle in denen Betriebe, die ehedem unrentabel waren, mit dem Tage der Einführung des Systems ein anderes Aussehen gewannen und zu einer Blitte kamen, die sie ohue die Gewähg von Gewinnanteiten an ihre Angestellten nicht erreicht hätten. Alle die genauen Zahlen nun, die Freese aus seiner brik heibringt, alle die Winke, die zur Einführung dieses Syhsteins giebt, sind so lehrreich, daß wir wirklich winschen michten alle Beteiligten scheuten die genaue Prüfung des hier Dargebotenen nicht sondern ließen es sich zu einem Anreiz werden, die eigenen Verhältnisse darauschin anzusehen ob nicht vieles des Gesagten in dem eigenen Betriebe Anwendung finden könnte. Es würde uns zu weit führen hier alle diese Angaben für die Praxis wiederzugeben. Wir müssen uns begnügen auf das Kapitel 7 und 8. Die Ausführung und Staatsbetriebe hinzuweisen. Aber vielleicht trägt doch diese Anregung dazu bei, daß mancher sich das Büchlein kommen läßt und der Sache näher tritt. Wir glauben allerdings, daß der hier beschriebene Weg da, wo er gangbar ist, viel Segen stiften könnte. B. Z. Verlag von E. Bertelsmann in Gütersloh# 1. Aus dem Leben einer evangelischen Gemeinde. Von Hermann Dalton XII und 325 S. Preis brosch 3.60 M. geb. 4.20 M. Bei der überall in unserer deutschen evangelischen Kirche bemerkbaren Entfaltung und Kräftigung des Gemeindelebens mit seinen Rechten und Pflichten kommen diese Bilder aus dem biühenden Leben einer deutschen Auslaudsgemeinde rechten Zeit. Auf der breiten, gesunden Unterlage einer Sondergemeinde und einer jahrzehntelangen Arbeit in derselben zeichpraktischer Theologie für jedes Gemeindeglied, das sich seiner Rechte und Pflichten bewußt wird und nach einem kundigen Führe zu ihrer Erfüllung ausschant. Der heimgegangene Generalsuperintendent Max Frommel hatte die Ausarbeitina kommt erst lange nach seinem Heimgang, aber doch noch zeitig genug um in unseren Tagen die Aufgabe auszürichten die Froumel bei seinem Wunsche im Auge hatte. Das Buch ist in erster Linie den jugendlichen Berufsgenossen des köstlichen Amtes und ihren Mitarbeitern aus der Gemeinde gewidmet. 2. Katechismus für Väter und Mütter von dem berühmten und bekannten seligen Fr. Wilh. Dörpfeld. 30 PfgSehr empfehlenswertes Heftchen mit Erziehungsregeln 3. Offener Brief an Herrn Bischof von Anzer über die Stellinng der Mission zur Politik, zugleich eine Denkscheift an die deutsche Regierung Von Pfarrer em. Horbach in Marburg a. d. L. 90 S. Preis 1 M. Die unter diesem Titel soeben erschienene sehr zeitgemäße Schrift weist die Richtigkeit des Satzes nach„Die christliche Mission hat nichts mit Politik zu thun, und die Politik soll sich nicht in die christliche Mission mischen. Dabei stellt sich jedoch heraus, daß dieser an sich richtige Satz in der Praxis nur auf die ebangelische nicht auch auf die katholische Mission Anwendung findet Bei letzterer ist vielmehr die Verquickung von Mission und Politik sowie die durch die Allianz der Mission mit weltlichen Mächten gesicherte Gewaltanwendung.— Idea und System. Dieses weist der Verfasser— mit absolut unwiderleglichen Beweisen auf Grund der authentischen Quellen— speziell dem Adressaten des Offenen Briefes, dem Missionsbischof von Anzer, für seine chinesische Mission nach. 4. Quer durch Kleinasien. Von Ferd. Brockes. Mit 138 schönen Abbildungen. 4 M., geb. 5 M. Ein kleines, hübsches Werk, Bilder von einer Winterreise mit dem bekannten P. Lohmann durch das armenische Notstandsgebiet bietend und recht anziehend geschrieben Wir können es nur empfehlen. Dr. B. Unter dem Johanniterkreuz. Von Anastasia Gräfin von Pappenheim Skizze aus dem Leben einer dienenden Schwester Eleg kart. 60 Pfg. Buchhandlung der Berliner Stadtmission, Berlin SW. 61, Johanniterstr. 6. Ein allerliebstes Büchlein, welches seines anmutigen Inhalts und seiner steundlichen Ausstattung wegen nicht bloß im Kreise der dienenden Schwestern und deren Angehörigen, sondern auch in all den weiten Kreisen, in welchen man die weibliche Diakonie zu würdigen weiß freundliche Aufnahme finden wird. In neuer Auflage ist soeben erschienen: Um freien Glauben. Erzählung aus Südrußland. Von Ernst Schrill(Pastor S. Keller in Düsseldorf). 4—5 Tausend. Broschiert 1.50 M., eleg geb. 2.50 M. Verlag der Buchhandlung der Berliner Stadmission, Berlin SW. 61, Johanniterstr. 6. Der Verfasser ist einer der bedeutendsten Evangelisationsprediger Deutschlands, seine weit bekannten christlichen Erzählungen haben sich allenthalben viele Freunde erworben. Das vorliegende Buch ist seiner Zeit in Rußland verboten und wird darum in Deutschland un so mehr gelesen werden, dasselbe zeigt die Macht des weltüberwindenden Glaubens, es ist voll lebensvoller Wahrheit und muß befruchtend wirken, wo es immer empfängliche Herzen findet Nicht vergeblich! Von F. Riemer Erfahrungen aus dem Amt und aus dem Leben. Brosch 1 M. eleg geb. 1.80 M Verlag der Buchhaudlung der Berliner Stadtsion Berlin SN. 61, Johanniterstr. 6. Der in der Reichshauptstadt wohlbekannte Prediger hat in diesen Buche eine Reihe von Erlebnissen niedergelegt, welche es bezeugen daß des uralte Evangelinn doch nach eine Kraft Gottes ist, und daß die Arzenei, welche das Gotteswort bieter, ihre Wirkung noch nicht verloren hat. Der Verfasser##hlt Thatfachen und halt sich fern von Schönfärberei. Sein Buch wird nicht bloß von Pastoren s#udern auch von gläubigen Gemeindegliedern gern gelesen werden und wird in seiner schönen= Ausstatng as Weichnachtsgeschent für die Familie allenthalben illkommen sein Der Arzt. Von Rober Wendlandt Erzählungen. Brosch ##50 M. geb 2.20 M. Verlag der Buchhandlung der Be#tis Stadtuisstion, Berlin SN. 61. Johanniterstr. 6. Der Verfasse# in weiigen Jahren als tichtiger Volksschriftsteller weit bekamt geworden. Dies jungste Werk desselben#ird besonders uch in der gebildeten Familie als Gesche# fr die ewachenen Shzu enpfehlen sein d#8 gegen den Materialismus und Näturalismus gerichtet ist und diesen Kampf shr nicht mit Worten, die in Kanzelton geredet###ud, sondern die sich viel eher wie Professorenweisheit anhören und deshalb in maschen Kreisen um so wirkungsWülle Ka Das Buch des Lebens. Dramatische Dichtungen von Oitto ie Weihnch VorspielineinenAuge Selbstverlag Leipzig=Rendnitz Eichorins=Str. 14. 32 Schhn bch Diess=Amche Tichtung zeugt vom höchsten Wollen und nicht unbedentendem Konnen. So jung der Dichter noch zu sein schen in seinen dramatischen Sichtungen, wie es scheint die hüchsten Fragen des Meuschenlebens behandelt Dieses Vorielin dem Erde Sonne, Gatt und Christus=guftreten lüßt das schließen, aber schwer über das Werk ein endgultiges Unteil zu fällen ehe man weiß, wo das Ganze hinansil B Deutsch=Evangelisches Jahrbuch für 1901. Heransgegeben it. Autshrage de freien eischlich= len Koneren Verbindun mit P. Dammann, Dr. Dennert, Geh. ResRat Dr. Duncker Gymnastaldirekter Dr. Lütgert u a. voit. P. Lie Weber. 3. Jahrgang Berli SM, Buchhandlung de. Bertiner Stadtmisston Preis eiegant geb.3 M. Das deutsch=evangelische Jahrbuch ist fü die Hand des gebildeten Christen bestimmt Hosprediger Stöcker redet in ihm vom Fiele seiner Lebensarbeit, von der Neubelehtug der Volkskiiche Pros Lütgert belegt aus der Schriff daß=Jesus nicht viele einzele gläubig machen sondern das Reich Gottes bringen wollte nach dem biblischen Gemeindebild hat nicht nur der Pfarrer sondern jeder Christ ein Lebenswerk. Stadtpfarrer Dr Wurster zeichnet ein Lebensbild Gustav Werners deisen tirchlichesozigles Wirken in Württemberg eine beachtenswerte Antwor auf die großen Fragen für die gegenwärtige Innere Mission bietet: Wie bringen wir dauernd die Mittel auf? Wie schaffen wir halben Kräften Arbeitsgelegenheit. Wie kommen uusere Missionsgedanken in die Fabrikbevölkerung hinein?— Dr. Paulsen stizziert den modernen Pessimismus und Optimismus und giebt den biblischen Grund und Ungrund beider„Der brenuende Durst unserer Seele wird eest völlig gestillt werden weiin wir gauz in unserem Gott ruhen Heinrich Fliedner schildert das Wirken seines Vaters für die Frauenwelt, Frau Wilms=Wildermuth beantwortet die Frage Warum soll die christliche Frau an der Frauenbewegung teilnehmen und giebt hierbei einen keitischen Ueberblick über die Frauenbewegung der Gegenwart. Zwei umfangreiche litterarische Rundschauen, dem Zusammenarbeiten vieler Kräfte entsprungen, schließen das Werk ab Bei überaus billigem Preis und reichem wertvollen Inhalt darf das Jahrbuch ebense wie die Hefte der freien kirchlich=sozigten Konferenz hoffen, von vielen ehangelischen Christen willkommen geheißen zu werden. Wenn bewährte Männer über brennende Fragen reden lohnt es sich ihnen 6775 leste des Meuscheutums. Zeitbild aus dem Hintergrunde der Des Heinze“ von Ferdinand Strunck. Dresden und Leipzig E Piersons Verlag Preis 2.50 M. 174 S Der mit gewandter Feder gezeichnete Roman ist aktuell. Der sittenlose Held ist ein stönmmender Heichler. Die Abzweckung des Romans geht aus dem Schlußwort hervorDas Weib in seiner Gesamtheit muß den Kampf aufnehmen gegen die beutale Art des Mannes. Das ist die Losung der Zukunft. Aber dieser Kampf ist schwer. Die moderne Entwickelung unsere Zeit hat die sittlichen Ziele verrückt unsere besprochenen Bücher, sowie auch alle von auderer Seite angezeigten Werke sind von der Westdeutsch von Mk. 3, aufwärts liefern wir portofrei durch Deutschland und Oesterreich. Für die Schriftleitung verantwortlich: O. Beckmann den 8. Nov. 1900. Erziehung kenut nur den Genuß und nicht das Entsagen, sie fährt schnurstracks dem allgemeinen Sündenfall entgegen. Alle Schuld allein trägt nicht der Mann. Mit Arbeitsordnungen und hinter Schutzaltersgrenzen hält man die Krankheit nicht auf, die Liebe arlern vermag es.— Die Nächstenliebe. Gewiß vermag es allein die Liebe— und doch, das Gesetz ist ein Riegel für die welche diese Liebe nicht kennen und auch nicht wollen. B. Z. Die Ursachen der Wirren in China und die evangelische Mission von Karl Maus, rheinischem Missionar in Ching.(Kassel, Ernst Röttger.) Preis 0,40 M. Partien billiger Eine ausgezeichnete Ergänzung der bekaunten Warneckschen Schrift. Maus ist ein gründlicher Kenner Chinas, ein Mann mit weitem Blick und ruhigem, nüchternem Urteil. Die Entstehung des Krieges wird hier einleuchtend dargestellt, und die evangelische Mission wirksam verteidigt. Abreißkalender für das christliche Haus auf das Jahr 1901. Buchhandlung der Berliner Stadtmission Berlin SW, Johanniterstr. 6. Preis 75 Pfg.(Porto extra 20 Pfg.) Der Kalender erschien in fünf verschiedenen Ausgaben. Die Rückwände stellen in farbenprächtiger, wahrhaft künstlerischer Ausführung Jakobs Kampf mit dem Engel dar #. Mos. 32) mit den Sprüchen:„Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn und„Siehe Ie# bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende dann die Schwestern in Bethanien mit dem Spruche:„Eins ist not“, ferner Christus am Jakobsbrunnen", Herr bleibe bei uns und ganz neu:„Der auklopfende Heiland“ Der Block ist in origineller Weise in Kreuzform ausgeschnitten. Die täglichen Losungsblätter sind mit größter Sorgfalt ansgewählt und sollen uns auch schon durch die Form mahnen an unseres Heilandes Kreuz und an uusene Erlösung. — Wir empfehlen den Kalender als sinnige Festgabe aufs wärmste. Westerwaldführer Herausgegeben vom Westerwald=Klub. Mit eine den ganzen Westerwald umfassenden Karte und vier Spezialkärtchen. 3. Aufl. Pr. M. 2.(Koburg, Dietz 1901 Als Zeichen daß der„Westerwaldführer sich in der Reiselitterat eingebürgert hat und fleißig von deuen benutzt wird, die als Wandertutige oder Erholungsbedurftige die Reize des Westerwaldes genießen wollen, ist die 2. Austage schneu vergriffen gewelen. Die Neuguflage, die sich uötig machte wurde unterder=Leitung des Pfarrers Heyn=Marienberg von einer Kommission besargt, der die Vorstandsmitglieder des Klubs. Forstmeister Lhucker Selters, Landrat Büchting=Marienberg, Postverwalter Worsdorfer= Rausbach, Direktor Meister=Höhr angehörten Der Tert des Führers hat im allgemeinen nach Ferm und Jnhalt nur wenige Veränderungen erfahren Hinzugekommen ist je eine Wanderung durch die Kroppacher Schweiz und das Gelbachthal. Eine Neuerung enthält der Führer in den beigegebenen Spezialtärichen für die Orte Hachenburg, Marienberg Rennerod und Westerburg und ihre Umgebung. Für Mitteilungen über unrichtige Augaben des Führers ist der Vorsitzende des Westerwaldklubs, Forstmeister LynckerSelters dankbar. Pastoralblätter für Homiletik, Katechetik und Seelsorge Beg#ider von G. Leonhardi und C. Zimmermenit, weil= Lieentiaten der Theologie und evangelisch=lutherische Bartern i Kongreiche Sachen Heransgegeben i Verbindung mit Oberhofprediger#und Vizepräsidenten des Landeskonsistoriums O. the#l et phil. AckermannDresden Gey. Kirchenrat 9. Dieffenbach=Schlitz, Generalsuperintendenten D. Manrer=Wiesbaden, Superintendent und 1 Direktor des Predigerseminers D. Ouandt=Witteuberg Oberkonsistorialrat D. Reichard=Posen, Oberhofbrediger Schaubach=Meiningen, Generalsuperintendent H Schister=Hannover und vielen anderen namhäften Geistlichen von Lick theol. Wilhelm v. Laugsdorff, Pastor bei Kiebitz Sa. 43. Jahrgang 1900101. Verlag von Fr Richter in Leipzig Preis halbjährö 2 Die in weiten pfarramtlichen Kreisen bekannten und geschätten Pastoralblätter beginnen soeben ihren 48 Jahrgang, der folgendes homstetische Material bringen wird: Meditationen über die altkirchlichen Evangelien die 1 Evangelienreihe des Eisenacher Perikopenbuchs dieI sächsische und 1 württembergische Evangelienreihe sowie die alttestamentlichen Terte des Eisenacher Verikopenbuchs Das Gebiet der Casualrede wird durch Reden verschiedenster Art vertreten sein. Für besondere Tage und Feste werden Entwürfe gebracht werden. Au seiner Spitze wird jedes Heft einen besonderen längeren Aussatz bringen den Schluß werden Bücherbesprechungen durch bewährte Rezensenten bilden. So bietet diese theologische Zeitschrift den Geistlichen für alle Gebiete ihrer Amtsführung ein unerschopflich reiches Material und eine in hohem Maße Sankenswerte Handreichung II. B. Zeitschriften. Das Land, Zeitschrist für die sozialen und volkstümlichen Angelegenheiten auf dem Lande, Organ des Ausschusses für Wohlfahrtspflege auf dem Lande.(Herausgeber heinrich Sohnrey. Verlag von Trowitzsch u. Sohn in Berlin.) Nr. 3 enthält: Mitteilungen des Ausschusses für Wohlfahrtspflege auf dem Lande.— Wie den Nagelschmieden im Hunsrück geholfen wurde. Von Pfarrer Dr. Houn— Volksunterhaltungsabende in kleineren Städten und auf dem Lande. Vortrag von Dr. med. Hermann Nörrenberg. Wie sich die Sozialdemokrane die Organisation der Landarbeiter denkt.— Umschau: Arbeiterverhältnisse in Ostpreußen. — Die Sammelstelle für Material über Arbeiter= und Kleinwohnungswesen zu Frankfurt a. M.— Stellenvermittelung für entlassene Reservisten.— Förderung von landwintschaftlichen Verkaufsgenossenschaften in Bayern Moskereigenossenschaften. Gründung einer„Deutschen Webere=Genossenschaft Böhmerwald".— Erträgnisse einer Pfirsichbuschobstanlage Genossenschaftliche Krankenfürsorge auf dem Lande in Frankreich.— Die öffentliche Schlachtviehversicherungsanstalt in Sondershausen.— Die Bedeutung des Skioptikons für die Volksunterhaltung und Belehrung. Unterhaltungsabende im engsten Rahmen. Von Lothar Meyer.— Freigabe einer Privatbibliothek zur allgemeinen Benutzung— Heimat und Volkstum: Ein Held der Heide. Von Otto Sommer Pfarrer usw. Deutsch=Soziale Blätter Nr. 637, herausgegeben vom Reichstagsabgeordneten Liebermann von Sonnenberg, enthält: Rudolf Vogel.— Gefühlspolitik und Verstandespolitik.— Modernes Sklavenleben.— Die Wirkungen der Landflucht auf die Industriearbeiter.— Aus Konitz Ausland.— Mosait. Im Kampfe ums Dasein (Roman)— Unser Sieg in Rinteln=Hofgeismar=Wolfhagen.— Darlehensvermittler.— Partei=Nachrichten.— Israel im Konflikt mit den Landesgesetzen.— Israel auf dem Wege zum Kommerzienrat. Empfangsbescheinigung— Brieskasten— Probenummern sind kosten stei durch die Geschästsstelle Berlin NW. 52 oder durch jede Buchhandlung zu beziehen.