Sonntag, den 29. Juli 1900. 8 0 Die Zeitung„Das Volk“ erscheint an jedem Wochentage abends Bestellungen sind bei dem entsprechenden Postamte(Nr. 7728 der Zeitungsliste) oder beim Landbriefträger anzubringen. Bestellungen für Siegen nimm außer der Post die Geschäftsstelle entgegen Preis vierteljährlich Stadtabonnenten M. 1.25 ftei ins Haus 40 Big. mehr, r#alle Postabonnenten M. 1.35 frei ins Haus 40 Pig, mehr. Siegen: Schriftleitung und Geschäftsstelle: Sandstraße 18. Fernsprech=Anschluß Nr. 205. Berlin: Agentur: NI Klopstuckstraße 7. (D. v. Oertzen.) Politische Wochenschau. Der politische Wochenschauer peilt augenblicklich ziemlich weit von Siegen. Und es pflegen zweimal 24 Stunden hinzugehen bis das, was er geschrieben, im Druck erscheint. Da ist es mißlich, über die chinesischen Wirren zu schreiben, weil die Bilder die der Telegraph entwirft, alle Tage wechselnt, und die eine Nachricht der anderen oft schnurstracks widerspricht. Jede briefliche Mitteilung aber wird rücksichtslos vom Telegraphen überholt. Immerhin kann man ja nicht vonig schweigen, und s# gehen wir heute davon aus, daß im Vordergrunde aller Nachrichten das an den deutschen Kaiser gerichtete Ersuchen des Kaisers von China steht, Deutschland möge als Vermittler zwischen Ching und den anderen Mächten auftreten. Zu diesem Ansinnen etwas zu sagen ist schwierig. Es könnte inofern ein kluger Schachzug der Chinesen sein, als das deutsche Reich durch die Ermordung seines Gesandten die am meisten von China beleidigte Macht ist vorausgesetzt natürlich, daß die anderen Mächte nicht ebenso beleidigt, ihre Gesandten noch am Leben sind und außer Herrn v. Ketteler und einem japanischen Sekretär niemand ermordet ist. Aber einstweilen setzt offenbar auch Graf Bülow noch starke Zweifel in die chinesische Behauptung, daß die Gesandten unversehrt seien, und fonst allgemein wird sie von aller Welt bezweifelt und für eine Lüge gehalten. Wir unsererseits können natürlich dieser Ansicht nicht widersprechen, die mutmäßlich von Kennern Chinas und chinesischen Wesens ausgeht. Allerdings würde jeder Versuch, die Ermordung der Gesandten abzustreiten, während sie dennoch stattgefunden hätte, mit der berühmten chinesischen Schlauheit in starkem Widerspruch stehen und in diesem Augenblick eine besonders große Dummheit sein. Es wäre eine Lüge die eben jetzt besonders kurze Beine haben müßte, denn in wegigen Tagen würde die Entlarvung folgen, und dann eine doppelte und dreifache Entrüstung der ganzen Welt gegen China hervortufen. Jedenfalls aber hat Graf Bülow sehr wohl gethan, vorsichtig zu sein Deutschland hat die allermeiste Ursache, sich nicht vom Konzert der Mächte zu trennen, und denkbar ist es ja immerhin, daß der Brief des chinesischen an denr deitischen Kaiter den Versuch darstalt, uns von den Mächten zu treunen. Im ubrigen ist der Brief des chinesischen Kaisers im Verein mit allerhand anderen Kundgebungen der chinesischen Diplomatie ein erfreuticher Beweis, daß man offenbar in Peting einzulenken wünscht und allmählich der Gefahren sich bewußt wird in die man sich durch den Fremdenhaß hat hineintreiben lassen. Es ist zu wünschen, daß diese Einsicht Fertschritte macht jeder Fortschritt der Art wird die Herstellung geordneter Verhältnisse erleichtern. In Südasri geht es den Engländer schlecht genug. Sie haben starke Verluste und keine Erfolge, denn was nach ihren Meldungen so aussieht wie ein Erfolg ist sehr häufig in Wirklichkeit genau das Gegenteil, denn wenn sie melden, daß sie die Buren zersprengt haben so heißt das in Wirklichkeit sie haben dieselben nicht fassen können und sie sind ihnen entwischt. Ganz schlimm lautet die Meldung daß Pretoria von allem Eisenbahnverkehr abgeschnitten sei. Auch der Telegraph funktioniert nicht mehr und schießen können die Buren ammer noch. Lord Roberts muß bald den Beweis erbringen, daß er mehr kann, als hauptfüchlich von den Fehlern der Buren zu leben sonst werden diese es schließlich doch dahin bringen daß man mit ihnen verhandeln muß England soll gjetzt guch für Ehinn eine Armee mobil machen, und es hat nicht einel Soldaten genug, um in Südafrika Ruhe und Ordnung herzustellen b die Kolmien bereit sein werden, noch mehl Tmuppen mobilzu machen#is sie schon abgegeben haben muß mindestens zweifelhaft eschenen. Englands Lage ist so kritisch wie sie es seit einem Jahrhundert nicht gewesen ist. König Alerander von Serbien hat sich verl##b Nicht mit eier scüberänen Prinzesn, nicht mit der Tochter eines egierenden oder hochftirstlichen Hauses sondern mit der frücheren Hofdaute der Königin Natalhe der Witwe Draga Messchin, u angeblich as einen aten Woodengeschlechte stammenden Dame. Und gleichzeitig mit dieser Meldung kommt die Nachricht, daß das Ministerium Gjorgiewitch seine Entastug eingeeicht hat Offenba##ll dus Ministertüct v#n dieser Eche nichts wissen die musofern alerdings ihre politische Seite hat als die Braut eine alte Schachtel von et Jahren ist von der Kinder voraussichtlich nicht mehr zu erMart###d Es stehen also bei dem inmerhin vielleicht noch seriten Ableben des Königs Thronwirren i Aussicht. Naturlich togt die Vermutung nahe da die Königsbraut vormals Sofdame der alten russisch gestimmten Knigen Natalie war Daßh die Verlobtuig ein Wert der mussischen Diploniatie sein chttte, der mit Thronwirren in Belgrad nur gedien wäreSuzuischen ie das Sistweicen Bestug Die Aüftschtg wird za nicht ausbleiben. Der Vorstand des Ecangelischen Bundes hatte bekashitlich an die Eisenachen Achenduferen die Bitte gerichtet, die Bestellung eine wirhamen Gesamtorganisation des amtlichen deutsch=evangelischen Kirchenwesens herbeizuführen Der Varstend hat eine Mitteilung über das Geschick seines Antages duurch das Präsidium der Kirchenkonferenz noch nicht eschalten In tirchlichen Blättern aber findet sich folgender Bericht über die betreffende Verhandlung: Nach einem Referat des Koufistorialpräsidenten D. Chalybaus aus Kiel trat die Kouferentz, der Bchescheun Horgeschlagenen Resolition in folgender Fassitug bei„Die deutsche evangelische Kirchenkonferenz erachtet es den ihren Beratutügen durch die Geschäftsordnung gestellten Aufgaben nicht als entsprechend, der fraglichen Anregung von sich aus eine weitere Lhlge zu geden. Wie die deutsche enan gelische Kirchenkouferenz schon nach ihrer ganzen Bestimmung Biche echericen hatiakeite ie beschnderet, Weie, die icehe einer engeren Gemeinschaft der deutschen evangelischen Landeskirchen bei voller Wahrung des Bekenntnisstandes und ihrer verfassungsmäßigen Selbständigkeit sich hat angelegen sein lassen, so erwartet sie eine Förderung dieser Bestrebungen, insbesondere auch von den in Ausführung früherer leitungen bei ihrer gegenwärtigen Tagung gefaßten Beschlüssen. In voller Würdigung der hohen Bedeutung einer engeren Verbindung der deutschen evangelischen Landeskirchen beschließt jedoch die deutsche evangelische Kirchenkouferenz die an sie gelangte Anregung den hohen Kirchenregierungen mit der Autheimgabe weiterer Entschließungen zur Kenntuis zu bringen. Wir bezweifeln, daß diese Anregung irgend einen Erfolg haben wird, denn die lutherischen Kirchen verschiedener Bundesstaaten denken gar nicht daran sich mit den unierten Landeskirchen in Preußen und Baden in eine„Gesamtorganisation hineinzubegeben, die eben die evangelische Reichskirche wäre. Nach unserer Ansicht reicht für alle praktischen Zwecke die Eisenacher Konferenz völlig aus, und wenn es doch der Zweck der sichtbaren Kirche ist, die unsichtbare zu bauen, so vermögen wir uns auf keinem Gebiet einen wesentlichen Nutzen zu denken, den die Arbeit am Reiche Gottes von einer Gesamtorganisation der Landeskirchen erringen könnte Wir haben grade genug Politik in der Kirche Man sollte nicht neue Experimente in dieser verkehrten Richtung machen sondern im Gegenteil die Kirche immer mehr von aller Staatsgemeinschaft zu lösen suchen, die dadurch nicht besser wird, daß sie als Reichsgemeinschaft auftritt. Was wir brauchen ist nicht eine Kirche die auf das deutsche Reich begründet wäre und den deutschen Kaiser als Oberbischof hätte des Kaisers Herrschaftsgebiet ist der Staat. Was wir brauchen ist vielmehr eine Kirche, die auf Schrift und Bekenntnis steht und in der evangelische Bischöfe und ebangelische Gemeinden sich in das Regieramt teilen. Was wir brauchen, ist nicht neue aufs Reich begründete Verstagtlichung, spüdern Verselbständignug auf Grund von Schrift und Bekenntuts. D#0.#. Gich u.# sfeiert am Montag, den 30. Juli, seinen 90. Geburtstag. Es geziemt sich daher#h daß auch das Vo### eines der letzten Paladine Kaiser Wilhelms geden Bimenthals Name ist mit der vaterländischen Geschichte eng verknüpft, war er doch einer der hervorragendsten Genetale in den Feldzügen 1849 1863, 1866 und 1870/1874. Vor der Schlacht bei Sedan war er im Hauptquartier König Wilhelms, ebenso während der Pariser Belagernug Bekanntlich wurden auch Kaiser Wilhelm und Moltke über 90 Jahre alt, mögen auch Generalfeldmarschall v. Blumenthal noch schone Jahre beschieden sein Graf v. Blumenthal erfteut sich großer Beliebtheit und ist besonders im Westen weit und breit bekannt. In Schwedt geboren, war er Leutnant in Koblenzspäter vermählte er sich mit einer Engländerin, mit der## lange Jahre in glücklichster Ehe lebte. Beide zeichneten sich dutrch Einfachheit und Ungezwitngenheit aus. Im Jahre 1866 kam v. Blumenthal als Generallentnant und Kommandenr der 30. Jufanteriebrigade nach Düsseldorf##er einen antregenden Freitidestreis besonders bei den Künstlern fand. Von seiner Herzensgüte gab er wiederholt Beweise namentlich konnte er sich von seiner alten Dienerschaft, selbst wenn sie ihre Pflichten vernachläsigte, nur schwer treunen. In diesen Pickt hatte sogar seine Frau keine Macht über ihn, und als sie einst ihn in drang einem widerspeistigen Diener zu kündigen beschwatzte ihn diesen i# sehr, daß er schließlich doch wieder nachgabSn Dieust eeilich werd einen Spaß, da kamiste er keine Nachscht Des nüßte selbst sein eigener Schwiegersohn. der Husaren=Ritthneister Herr von Möllendorf 870 vor Paris erfahren Trotz des ausdrücklichen Verbots schlich sich tämlich der Ofsizie uus Seine=Babel ein und als er zurückkehrte, war der Schwiegerpapa so aufgebracht, daß er den Schwiegersohn nach Deutschland abkommandierte Herr=vont Binntenthalt= w#chr im scher Kriege Generatstabschef des späteren Kaiser Friedrich seit 1888 ist er Geuer## feldmiarschall und Generalinspektor der 4 Armeeinspektion. Gott der Herr schente den deutschen Volte guchin Zustuft so treffliche Soldaten, wpie es Generälfeldmarschall M R Die Mirren in Die heute vorliegenden Meldungen aus dem Reich der Mitte lassen es als ziemlich gewiß erscheinen, daß die Fremden in Peting am 6. Juli noch gelebt haben und die Gesandtschaften sich an 15 Juli noch verteidigten. Die Löndonter Dailh Mail veröffentlicht einen Brief des britischen Gesandten in Peting vom 6. Juli in welchem es heißt Wir erhalten von den Behörden keinen Beistand. Drei Gesandtschaften stehen noch darunter befindet sich die britische wir halten auch einen Teil der Wälle der Stadt. Die Chinesen beschießen uns von der Stadt aus mit einen deeizölligen Geschütze, auch einige kleinere Geschütze bedräugen uns Wir können jeden Tag völlig vernichtet werden. An Munition und Nahrungsmittel herrscht Mangel, auch wurden wir deshalb schon umgekommen sein, wenn die Chinesen nicht Feiglinge wären und einen bestimmten Augriffspian hätten. Wenn wir nicht bedrängt werden, können wir uns noch vierzehn Tage halten, soust höchstens nur noch vier Tage. Das Gutsatzkorps wird wenig Widerstand finden Macdonald schließt das Eutsatzkorps muß entweder durch das östliche Shor oder auf dem Flußwege anrucken. Die Verlüste deFremden bis zum 6 d betrugen 40 Tote und 80 Verwundete. Ferner ttaf am 21. Juli in Tientsin ein Reitecun rn Durch die Zeitung„Das Volkfinden Anzeigen weiteste Verbreitung im kauffähigen Publikum des ganzen Reiches. Preis der 5 gespaltenen Petitzeile für die Provinzen Rheinland und Westsalen, Hessen=Nassau und das Großherzogtum Hessen 10 Pfg.; für das übrige Reich 25 Pfg. Austräge sind gefälligst der Geschäftsstelle oder durch ein Anzeigen Vermitelzngs Geschäft zu eitelch. am 9. Juli aus Peking zu entkommen. Nach der Aussage dieses früheren Angestellten des ermordeten deutschen Gesandten haben die Gesandten am 9. Juli noch gelebt und sind mit Nahrungsmitteln noch für 14 Tage versehen gewesen. Wenn damit auch nicht gesagt ist, daß die Gesandten jetzt noch leben so ist, doch die Möglichkeit nicht mehr ausgeschlossen, daß die Chinesen sie als Geiseln zurückbehalten wollen. Zunächst wird diese Depesche wohl eine allgemeine Empörung gegen die englischen Blätter wachrufen welche die einzigen waren, die aus Seusationssucht Berichte mit allen Einzelheiten über das Bluthad vom 1. Juli fabriziert haben. Leider geht aus der abigen Depesche nicht hervor, ob es sich um einen fremden oder einen chinesischen Pferdeknecht handelt. Ist das letztere der Fall, so wird man seinen Augaben nicht unbedingten Glauben scheuten dürfen Schließlich meldet das Wolffsche Bureau aus Tientsin vom 24. d. Mts.: Heute traf aus Peking vom 15. Juli ein Bote bei einem hiengen Zollbeamten mit der Meldung ein die Soldaten des Prinzen Tsching hätten gegen die Truppen des Generals Tung getämpft und seien geschlagen worden. Die Fremden verteidigten sich in der nördichen Kathedrale in der Nähe der verbotenen Stadt. Diese nördliche französische Kathedrale liegt unmittelbar an der kaiserlichen Stadt im Nordwesten und so weit von den Gesandtschaften entfernt, daß die Annahme die Schutzwachen und das Personal der Gesandtschaften könnten sich nach dieser nördlichen Kathedrale durchgeschlagen haben, nicht viel Wahrscheinlichkeit hat, dagegen ist es möglich, daß sich dort einige Missionate und ein Veil der französischen Schutzwache noch hielten. Zur Gesamtlage liegen heute folgende Drahtberichte vor: Berlin, 27. Juli. Gegenüber der gestrigen Auslassung der „Ageuee Havas als Grundlage für die Verhandlungen zwischen den Mächten werde daran festgehalten, daß die Gesandten in Peting noch am Leben seien und möglicherweise von der chinesischen Regierung als Geiseln zurickbehalten würden, wird an hiesigen maßgebenden Stellen betont, daß deutscherseits wohl mit der Möglichteit der Lebenserhaltung der Gesandten gerechnet werde, man aber wei entferstessei, auf Grid der seithenigen Nachrichten dies als Gewißheit anzunehmen Berlin, 20. Juli. Ueber den Vormarsch nach Peking seitens der Mächte ist kein gemeinsamer Beschluß gefaßt, vielmehr liegt die Entscheidung ausschließlich bei den Führern der verbündeten Truppen in China. Das Gerücht über die angebliche Einbehaltung der Gestgdten als= Geiseln ist aber jedenfalls auf die Entscheidung ohne Berlin, 24. Juli. Die Antwort des Staatssekretäus Grafen Bülow auf die hier überreichte chinesische Verbalnote ist von der hiesigen chinesischen Gesandtschaft an den Vizekönig von Nanting Zzür Weitenbeförderihg an den Staatsrat in Peting übermittel Moien Berlin, 2. Juli. Gegenüber den an die Entsendung von Werstarbeitern nach Kianutschou geknupften Vermutungen erfährt die Post, daß keineswegs die Errichtung eines Kriegswerstes geplant sei, sondern nur Einrichtung einer deutschen Reparaturwerkstätte für Kriegsschiffe, Artillerie und Genietruppen zu Kiautschou beabsichtigt sei. Die Ertichting einer Werftanlage will die Marineverwaltung der Privatinrdustrie überkassen. Berlin, 2 Juli. Der Gedanke der Vermittelung der Vereinigren Staaten in den chinesischen Wirren findet in den maßgebenden diplomatischen Kreisen Deutschlands entschiedene Ablehnung Deutschland verlangt Sühne für die Ermordung seines Gesandten und Gewähr für die dauernde Wiederherstellung geordneter Zustände in China. Erst wenn das geschehen, ist Deutschland in der Lage, an den diplomatischen Verhandlungen über die Wiederherstellung des Status gub sich zu beteiligen. London, 27 Juli. Dem Daily Graphie zufolge überreichte der chinesische Gesandte am 21 d dem auswärtigen Amte ein langes Telegramm, welches vom Kaiser von Ehina herrührt und die Vermittelung Englands nachsucht. Der Inhalt der Botschast ist ähnlich, wie der an die amerikanische und französische Regierung gerichtete. Die englische Regierung hat noch keine Antwort auf die Botschaft erteilt. Shanzhai. 26. Juli. Adstiral Seymon ist hier eingetossen. Die Kriegsschiffe Centurion, Undaunted und Dido sind in Wusung angekommen. In Shanghai liegen bereits die englischen Kriegsschiffe, Daphne Alaerity, Hart und Woodeock, das amerikanische Kriegsschiff Castine, das holändische Holland, das französische Strprse und die japanischen Schiffe Takao und Akazi. Hongkong, 26. Juli. Ein Optuinfarmer erhielt ein Telegrammt, welches besagt, daß Li=Hung=Tschang nicht in der Lage sei, nach Pering weiterzugehen. Er kehre nach Canton zurück, man erwarte, daß er auf der Rückreise Hongkong berühren werde. London, 27. Juli. Central News berichtet Der in Honzkong eingenöffene Pater Sttephan Satti von der katholischen Mission berichtet, im Süden der Provinz Hunan finden entsetzliche Massceres stalt. Am 4 Juli sei der Bischof nebst drei Patres sowie vielen eingevorenen Katholiken hingeschlachtet worden. Satti gelang es in das Gebirge zu entkommen und mit Unterstützung von christlichen Eingeborenen Canton zu erreichen. Brüssel, 2. Juli. Der belgische Bizekonsul in Tientsin weldes über Shangha vom 27. d. Ewwa 10,000 chinesische Soldaten verschanzen sich in Peitfang, 4 Klometer von Tientsin. Das Gerlicht erhält sich, daß die fremden Gesandten unter dem Schutze der chinesischen Regierung wohlbehalten seien. Hongkong, 26. Juli. Ein Privatbrief aus Canion berichtet, daß die als Dreifaltigkeitsbund bekannte Geheimgesellschaft einen Anguiff auf den Stadtteil Schamten plaue; das Gefühl der Unzühe in Kuston eche n Der Brieg in Mitz welchen Mittein Engkand den Krieg zu beenden sucht, zeigt folgende offizielle von der transbaglschen Regierung in Machadodorp veröffentlichte Bekanntmachung, welche mit anderen Mitteilungen der Ttauspaalregierung über die Kriegsereignisse bis zum 22 Jun dem Ansterdamer Handelsbiatt zur Verfüchung gestell wird Das vom 10. Juni datierte Bulletin lauter Bezüglich des hinterlistigen Angebotes, das der Feind unserem Generalkommandanten Louis Botha gemacht## um zu versuchen ihn zu Niederlegung der Wasfen ul vesclaen diene daß der Feind in dieser Beziehung noch sch e sich iche eitslöder hat, dem Generel kommandauten Botha und dem Assistenlgeneig D#ein dieh ein jährliches Einkommen von 10.000 Lstr. anzubieten. Der Staatspräsident zweifelt nicht daran, daß ein ähnliches Angebot auch dem Präsidenten Steiin und ihm selber, sowie dem Kommandanten Christian de Wet gemacht werden wird, da die Engländer sehr gut begreifen, daß sie, wenn erst diese Hauptpersonen unseres Kampfes um die Freiheit ohnmächtig gemacht sind, leichtes Spiel mit dem ganzen Burenvolke haben werden. Es dürfte wohl überflüssig sein zu konstatieren, daß unsere Führer erklärt haben, lieber zu sterben, als Verräter ihres Vaterlandes und ihrer Landsleute zu werden." Zu solchen jämmerlichen Mitteln greift das„stolze Albion“ in seinem Kampfe von zehn gegen einen! Die erbärmliche Ohnmacht Englands könnte nicht besser gezeichnet werden, als durch obige Mitteilung. Das neunt England„gentlemanlike“ und ritterliche Kriegsführung. Vom Kriegsschauplatze liegen folgende Meldungen vor: Maseru, 26. Juli. General Rundle rückte gegen die Buren vor und nahm den Commandonek ein. Die Buren ziehen sich nach Tourisberg zurück; die Engländer folgen ihnen, um sie zu umzingeln. Unter den Truppen herrscht viel Fieber Es sind mehrere Todesfälle vorgekommen. Balmoral, 27. Juli. Auf seinem Marsche ostwärts traf General reuch südöstlich von Balmoral auf 2000 Buren, die jedoch bei einem Herannahen flohen. Die Buren sagen, ihr Feldzugsplan sei, den Kleinkrieg bis zur Präsidentenwahl in Amerika fortzusetzen, da ihnen Einschreiten versprochen wörden sei, falls die Demoktaten siegten. Siegen, 28. Juli. — Die„Kölnische Volkszeitung“ dementiert däs auch von uns in der gestrigen Nr. mitgeteilte energische Dementi der „Nordd. Allg. Ztg. bezüglich der Verleihung des Excellenztitels an den Reichstagspräsidenten Grafen Ballestrem in derselben entschiedenen Weise. Das Blatt schreibt: Die Bestimmtheit, mit der es auftritt, ändert nichts an der Zuverlässigkeit der uns gewordenen Information. An dem guten Glauben der Stelle, von welcher die Mittoilung der„Nordd. Allg. Zig.“ herjührt, zweifeln wir dabei in keiner Weise. Da steht also Behauptung gegen Behauptung Welche ist wahr Avleistung der Wehrpflicht der in Südafrika aufässigen Reichsangehörigen in der Schutztruppe für Südwestafrika. Eine abermalige Eingabe des Präsidenten der deutschen Kolonialgesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, an den Reichskanzler, geht dahin, daß nachdem den in DeutschSüdwestafrika lebenden Deutschen die Möglichkeit gewährt ist, ihre Dienstpflicht im Schutzgebiete abzuleisten, dasselbe auch den in Südafrika überhaupt lebenden deutschen Reichsangehörigen gestattet werde. Die Eingabe weist auf die große Zahl der nach Südafrika eingewanderten Deutschen hin und auf die Notwendigkeit, sie dem Deutschtum zu erhalten. Im einzelnen heißt es in der Eingabe: Die Reise in die Heimat behufs Erfüllung der Dienstpflicht ist nicht nur zeitraubend und kostspielig, sondern sie hat auch durch das völlige Herausreißen aus allen Verhältnissen schwere und dauernde wirtschaftliche Schädigungen zur Folge. Daher haben es beklagenswerterweise viele Deutsche vorgezogen diesen Unannehmlichkeiten dadurch aus dem Wege zu gehen, daß sie ihre deutsche Staatsangehörigkeit aufgegeben und diejenigen eines fremden Staates erworben haben. In Sidafrikg welches in seinen verschiedenen Gebietsteilen einen starken Prozentsatz eingewanderter Deutschen aufzuweisen hat, bietet sich durch die Nachbarschaft unserer südwestafrikauischen Kolanie die Ausfichtzu einem erfolgreichen Versuche diese Elemente dem Vaterlande dadurch zu erhälten, daß man ihnen die Erfüllung ihrer Wehrpflicht erleichtert Mag auch den Angehörigen der gebildeten Stände, welche als Einjährige dienen das Dienstjahr in der Schutztruppe teurer als in Deutschland zu stehen kommen, so wird das doch bei weitem aufgewogen durch die bedeutend kürzere und billigere Reise und den Umstand, daß die Losreißung aus den gewohnten Verhältnissen nicht eine so völlige ist, der Rücktritt in dieselben sich vielmehr leichter zu vollziehen vermag Für diejenigen jungen Leute ferner, welche in Deutschland als Einjährige gedient und dann eine Stellung in Südafrika gesunden haben, wird es eine große Wohlthat sein, wenn sie die fernerhin vorgeschriebenen Uebungen bei der sudwestafrikanischen Schutztruppe ableisten können und nicht mehr vor die Wahl gestellt werden wegen Ableistung dieser Uebungen in der Heimat ihre Stellung draußen verlieren oder auf die deutsche Staatsangehörigkeit verzichten zu müssen. Dazu kommt noch daß durch die beantragte Maßregel unseren Landsleuten in Südafrika Gelegenheit gegeben würde uuser südwestafrikanisches Schutzgebiet und dessen Verhältnisse kennen zu lernen und sich daselbst einzuleben Auf diese Weise können wir hoffen, daß ein Teil von ihnen nach Beendigung ihrer Dienstzeit in der Kolonie verbleiben und derselben dadurch ein Stamm tüchtiger Ansiedler gewonnen wird. — Eine große Zahl englischer Kriegsberichterstatter hat jetzt den südafrikanischen Staub von den Füßen geschüttelt und ist in der Heimat angelangt. Wenn ihre Berichterstattung mehr geeignet war, die Vorgänge auf dem Kriegsschauplatze zu verdunkeln als aufzuklären, so ist daran zum größten Teit nur die Zensur schuld. Diese hat mit der Dauer des Krieges. keineswegs nachgelassen, vielmehr einen derartigen Umfang angenommen, daß selbst einer der ersten englischen Militärschriftsteller zu behaupten wagte, die Unterdrückung der Wahrheit habe in diesem Feldzug eine größere Rolle gespielt, als in irgend einem Kriege der modernen Zeit, und man höre eben nur soviel, als Lord Roberts durchzulassen für gut finde. Man muß zugeben, daß die Korrespondenten in einer wenig beneidenswerten Lage sich befanden. So hatte beispielsweise auf der einen Seite Mr. Balfour in seiner Verteidigung gegen die Angriffe auf die Lazarettverwaltung die Unverfrorenheit, das Schweigen der Korrespondenten über diese Skandale als Gegenbeweis anzuführen während andeverseits Roberts die in den Mitteilungen der Berichterstatter enchaltenen Schilderungen jener Skandale einfach ausmerzte, wie der„Morning Leader durch Veröffentlichung des Fakstmites einer Korrespondenz seinen Lesern vor Augen führte. In Anbetracht dieser Zustände hat man auch von der Untersuchungskommission, die jetzt zur Prüfung der Lazarettangelegenheit nach Südafrika geht, nichts zu erwarten. Die Regierung hat dafür gesorgt, daß die Kommission nicht das Recht hat, Zeugnis zu erzwingen, und die Armeeverwaltung wird dafür sorgen, daß sie unter den freiwilligen Zeugen keine findet, die den iteressierenten Depaxtamenits gefährlich Ner Von unserer Agentur.) Berlin, 26. Juli. Zur augeblichen Kaisenreise nach Wien schreibt die Kreuzzig.„Die u verschiedenen Blättern erneut aufgetauchte Nachricht, daß Kaiser Wilhelm am 8 August dem Koiser Franz Joseph zu seinem 70. Geburtstage seine Glückwitnische persönlich überbringen werde, begegnet begründeten Zweifeln Der Festtag wird vielmehr duütch eine Festäsfel bei Ihuei koiferlichen, Maiestcstest, Hefeient, obon die zu ladenden Herren bereits in Keinitte gesetzt sind. Wie der„T. R. drahtlich berichtet wird, ist der Plan des Frhru. v. Hertling, in München eine Nuntiatur für ganz Deutschland zu schaffen, also aus der Münchner Nuntiatur eine soiche erster Klasse zu machen infolge des Widerspruchs der maßgebenden Stellen in Berlin und München endgültig gescheitert. Der§ 30, Abs. 2 des Fleischbeschaugesetzes überläßt die Inkraftsetzung gewisser Bestimmungen des Gesetzes der besonderen Verordnung des Kaisers und des Bundesrats. Dementsprechend veröffentlicht der„Reichsanz, eine kaiserliche Verordnung vom 30. Juni, die folgendes bestimmt: Der§ 12 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Schlachtvieh= und Fleischbeschau, vom 3. Juni 1900, tritt am 1. Ottober 1900 in Kraft. Gleichzeitig treten die Vorschriften des § 26 Nr. 1, 2, des§ 27 Nr. 1 und der§§ 28, 29 in Kraft, soweit sie die Zuwiderhandlungen gegen den§ 12 Abs. 1 und das Verbot betreffen Fleisch, das den Vorschriften des§ 12 Abs. 1 zuwider eingeführt worden ist, als Nahrungs= oder Genußmittel für Menschen in Verkehr zu bringen. Wie die„Post erfährt, wird sich der Reichskanzler=Fürst zu Hohenlohe demnächst nach Werli begeben, um seinen dortigen Haushalt aufzulösen. Unter den Linden hier hat er bereits für seinen Sohn ein Palais gemietet, wo die Einrichtung des Schlosses in Werki und die umfangreiche Sammlung von Jagdtrophäen Aufstellung finden wird. Zu der Aenderung in Bezug auf das Oberkommando der Schutztruppen, welche mit Einführung der neuen Militärstrafprozeßordiuung eintreten sollz ist nach den„B. N.94 folgendes zu bemerken. Der Reichskanzler verliert vorläufig nur die militärische Jurisdiktion über die Schutztruppen in strafrechtlichen Fällen hat er keinen Einfluiß mehr auf die Berufung des Kriegsgerichts alle diese Anordnungen gehen ferner von den militärischen Oberen aus Dagegen behält der Reichskanzter beziehentlich seine Vertreter aus der Kolonialverwallung die Disziplinargewalt über die Schutztruppen, auch kann der etwaige Zivilgonberneu die Schutzteu#pe beliebig hiusenden, wohin er will. Die bevorstehende Aenderungin Sachen des Oberkommandos hat keine praktische Bedentung in denjenigen Schutzgebieten, no ein Offizier Ge#erenis mie in Ostafrika und in Sitdwestafrik Vorerst wird sie sich uur in Kamernn fühlbar machen. Togo kommt nicht in Frage, weil dont nach keine kaiserliche Schutztruppe, sonden#k eine Polizeitruppe bestehl. Der Minister für Handel und Gewerbe har entsprechend den vor einigen Monaten im Abgeordnetenhaufse abgegebenen Erklärungen etwa 120 Gewerbetreibenden Handwverkern Arbeiter sowie außerdem eine größeren Zahl von Lehren und Beamten aus dem Bereiche seiner Verwaltung Beihülfen zum Besuche der Par##se Wei Ausstellung bewilligt. Mehr als die deppelte Zahl der stagtlich Unterstützten wird voraussichtlich durch Gemeinden und Vereine Beihilfen erhalten. Um diese Personen die Orientierung auf der Ausstellting zu erleichtern und soweit dies möglich ist, eine sachverständige Führutg zi teil werden lassen sind von der Handels und Gewerbeverwaltung zwei Sachverständige ge einer für das Kunstgewerbe#nd die Technik) berufen worden, welche sich den während der Möngte August und September die Ausstellung besuchenden aus öffen lichen Mitteln mit Beihilfen ausgestatteten Personen zur Verfügung stellen sollen. Als Ausweis für die Berechtigung zur Teilnahme an der Führung sind den Gemeindevorständen LeHitinationsscheine zur Aushändigung an die Teitahmeberechtigung zugesandt worden welche gleichzettig die naheren gaben über die Führung entchälten. Es ist zu haffen, daß die angeordneten Maßnahmen dazu beitragen werden, das Stildium der Weltausstellung den deutschen Besuchern namentlich aus dem Handwerke und Arbeiterstande zu erleichten Aus Nordschleswig Das bekannte Däuenbtatt„Dannewirke das in der letzten Zeit eine versöhnliche Richtung ein geschlagen hatte und seitdem mit den übrigen Danenblättern in heißer Fehde lag ist zetzt an ein ousortin für die Stchlte von 52.000 Ml verkauft worden, un mit dem gleichfalls iu Hadersleben erscheinenden Blatte„Modersmaalet die(Muttersprache verschutolzen zu werden Durch Kopenhagener Geld wurde die„Dannevirke einst gegrüdet und durch Kopenhagener Geld wird sie jetzt beseitigt. Wie die„Schlesw Grenzpost zu dieser Angelegenheit noch erjährt, soll der Verkauf ohne Wissen des bisherigen Besitzers durch die genugsam bekannte diische Follebank in Apenrade abgeschlossen worden sein. Diese nuter besonderem Einstisse des preußischen Abgeordnetenhausmitgliedes Haussen stehende Bank, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die deittschseindliche Bewegung in nördlichen Schleswig zu unterstützen, soll größere Forderungen an den seitherigen Besitzer der Danevirke den Tierarzt Biornshauge in Apencade, gehabt haben. Diese Kapitalien wurden uu kürzlich Herrn Bjorushauge gekündigt. Als er den Bettag nicht zahlen konnte s## die„Folkebauk als erster Prioritätsmuhaber die Damnevirke das Eigentum des Herrn Bfornshauge nun ohne weiteres verkauft haben Wahrend„Modersmaalet am Samstag seinen Lesein den Verkauf anzeig und sich als den Eigentümer der„Dannevirke bezeichnet, bringt letztere über einen Verkauf kein Wort sondern erscheint noch in Verlage des Herrn Biörushauge und unter redaktioneller Leitung der Frau v. Wildentadt=Krabbe. Die weitere Entwickelung dieses Kaufes des„Modersmaalet bleibt abzuwarten Soldaten als Erntearbeiten Der Kriegsminister hat dem Vorstand der Landwirtschaftskammer für die Provinz Schlesien auf einen Antrag geautwortet, daß die Beurlaubung von Mannschaften während der aktiven Dienstzeit zur Erutealbeiteit schont setzt, ünie Früher, in nicht unerheblichen Unfange erfolgt. Sie iste, so heitßte de im, Wescheide des Ministershen Sache der Kommandobehörden. Wo solche Beurlaubungen nicht in einem der Landwirtschaft erwünschten noch ausgedehnteren Maße stattfinden, liegt der Grund in den Anforderungen der kriegsmäßigen Ausbildung der Truppen, die wie wohl allseitig zugegeben wird Anbedingt voranstehen muß. Die zweijährige Dienstzeit spricht hierbei entscheidend mit Alljährlich wird an die Generalkommandos usw. verfügt, daß die Interessen der am meisten beteiligten bürgerlichen Berufstreise namentlich die Ernteverhältnisse in den einzelnen Korpsbezirken bei der Wahl des Zeitpunktes für die Uebungen des Beurlaubtenftandes möglichst zu berücksichtigen sind. Wo dennoch die Uebungen des Beurlaubtenstandes mit den landwirtschaftlichen Arbeiten zusammenfallen, ist es daher wegen der zahlreichen sonst hierbei mitsprechenden Umstände nicht möglich gewesen sie anderweitig anzusetzen. Ueber Sachverständigen=Beiräte bei verschiedenen Behörden giebt eine Zusammenstellung der B. P. N. Mushunse In Reich sind eigentlich mir das Auswärtige Amt und das Reichsant des Innern mit Beiräten versehen. Das erstere hat den erst vor einiger Zeit eingerichteten Beirat für das Auswanderungswesen und den schon länger bestehenden Kolonialrat In Reichsamt des Junern sind die Beiräte zählreicher Derzenige Beinat, der hier wohl die ausgebreitetste Thätigkeit entwickelt hat und noch weiter entwickeli wird, ist der Wirtschaftliche Ausschuß für die Vorbereitung und Begutachtung handelspolitischer Maßnahmen. Es kommen ferner in Betracht der Börsenausschuß und die Kommission für die Ausarbeitung des deutschen Arzueibuches. Man wird dahin auch die Kommission für Arbeiterstatistik in gewissem Sinne rechnen können, da sie zur Hälfte wenigstens aus Reichstags=Mitgliedern besteht Schließlich wird hier auch noch die Reichsschulden Kommission in dem gleichen Sinne Erwähnung finden müssen. In Preußen giebt es noch mehr solche Beiräte. Der umsassendste Apparat auf diesem Gebiete ist wohl der Eisenbahnverwaltung in dem Landeseisenbahurat und in den Bezirkseisenbahnräten angegliedert Neben ihr haben aber noch Kultus= HandelsLandwirtschafts=Ministerinn und Ministerium des Innern solche Beiräte. Im Kultusmiuisterinm finden sich die Wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen, der Apothekerrat, die Technische Kommission für pharmazentische Angelegenheiten, die hauptsächlich die Taxfragen begutachtet und der Aerztekammerausschuß im Handelsministeriun die ständige Kommission für das technische Unterrichtswesen, im Ministchim des Jnnern der Versicherungsbeirat im LandwirtschaftsMinisteriu das Landes=Oekenomie=Kollegium, die technische Deputation sür das Veterinärwesen die Central=Moor=Kommission und die Schiedsgerichte zur Eutscheidung von Rennen. Schließtich wirs entsprechend der Reichsiustitution auch die Staatee Kommission nöch erwächnt werden ssen. Ans Berlin Der##ltusminister beanstragte des Statistische Amt mit der Sammlung und Bearbeitiug von Mitteilungen Zür genauen Bensteilliung der Schädigungen des Wirtschaftslebens und der Volksgesundheit durch die Trunksucht ###ouprinz Wilcheln wird sich wie die SchlesZig berichtet, Somitag 29. Juli von hier über Mochbern nach Oels begeben Ein uffizieller Empfang findet sicht stattDie Abreise ist für den 2. August in Aussicht genommen. Der Verhand deutscher Lahnfuhrunternehmer bereitet eine Perition an den Reichstag vor betreffend die Ha##pflicht der Straßenbahnen für Sachbeschädigung. Herr v. Wißnann tritt in der deutschen Koloniatzeitung für die Bildung einer standigen Kolonialtruppe ein Bremerhaben 27 Juli. Der Kaiser und Prinz und Priuzessin Heintich von Preußen besichtigten heute früh um 8 Uhr die Dampfe, Batzbig und Dresden und begaben sich sodann wieder an Bord der Hohenzöllern. Um 8 Uhr 25 Min. traf der erste Mititärzug hier ein Homburg Juli Der=Kaiser trifft ummehr bestimgit am 10. August hier ein die Grundsteizlegung zum Prätorium erfolgt am AugustBremerhaven 2 Juli Kurz vor der Abfahrt der heite ausreisenden Schiffe wurden die Truppen vor der Batavia versammelt Der Kaiser begrüßte die einzelnen Abteilungen und hiell von einer impropiterten Tribüne herab eine Rede etwa folgenden Juhalts Neue überseeische Aufgaben träten au das deutsche Reich heign, früher als viele Landsleute erwartet haten. Ihr habt die Verpflichtung, eure Brüder im Austande zu schützen eine Aufgabe, die das alte Reich nicht bar ersüllen kennen. In 30jähriger Friedenszett ist die Armee nach den Grundsätzen meines großen Größbaters ausgebildet worden, an euch ist es jetzt, die Probe zu liefer ob diese Grundsätze richtig und. Eure Kameraden von der Marine haben die Probe bestanden, sie haben das Lod auch der auswärtigen Führer geemutet Ihr habt die Aufgabe, schweres Unrecht zu sühnen einen unerhörten Bruch des Völkerrechts Ihr zieht gegen ein Volk das auf eine uratte Kultun stolz ist bewahrt euch in der alten Tüchtigkeit, bewährt im Leiden euch als Christen und knupft Ehre und Rühm an die deutschen Waffen und die deutschen Jahnen Ihr werdet fechten gegen ein gut bewaffnetes, verschtagenes und grausames Volk. Kommt ihr an den Feind, so wißt: Pardon wird elich nich gegeben Gefangene werden nicht gemacht. Führt die Waffen 10, daß noch nach tausend Jahren kein Ehinese wagt, einen Deutschen scheel anzusehen Euch begleitet der Segen Gottes und die Gebete des ganzen Volkes und meine Gedanken folgen jedem einzelnen von euch Oeffnet der Kultur für alle Zeit den Weg und nun reise; glücklich. Adien Kameraden. Die Batavic giug um die Halle um 2 und die Dresden um 2 Uhr inter begeisterten Kundgebungen einer gtoße Menschenmenge in. See. Kirche, Schule und Posen, 28. Juli. Wie das Posener Tageblatt erfährt, hat der Kultisminister verfügt, daß der auf der Ober= und Mittelstufe in samtlichen Schulen der Stadt Posen in polnischer Sprache erteilte Religionsunterricht aufhört, nur auf der untersten Stufe bleibt der Religionsunterrich in polzischer Sprache bestehen. Auch der polnische Leseund Schreibuntertich hört auf Diese Verfügung tritt sofort mit Schluß der Ferien in der Siadt Posen in Kraft. Duisburg, 24 Juli. In einer hier gestern abend abgehaltenen zut besuchten Maurervensamm ng wurde der Ausstand beschhossen Derselbe soll heute beginnen. 24. Jili. Der Ausstand auf den SreuzotWerken ist beendet. Eine ganze Anzahl Arbeiter mußte Creuzot verkassen, da sie nicht wieder angenommen wurden. Siegen. 28 Juli. Eine Ofsente### als unwider#uflich nach den Bestimmungen des§ 145 des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches lautend:„Wer einem andern die Schließung eines Vertrages anträgt ist an den Antrag gebunden, es sei denn, daß er die Gebundesheit ausgeschlossen hat. Diese Bestimmung ist eine so entscheidende Neuerung, daß sie verdient, zur allgemeinen Kenninis gebracht zu werden. Jeder vorsichtige Kaufmann oder Fabrikant sollte daher keine Offerte abgeben, ohne einen entsprechenden Vorbehalt gemacht zu haben. Nur bei Anwendung dieser Vorsicht hat er das Recht, seine Offerte so lange zurückzuziehen, als keine Annahme derselben erfolgt ist. Siegen, 28. Juli Die Reisezeit hat ihren Aufang genommen. Der Strom der Reiselustigen ergießt sich zu dieser Zeit ganz besonders nach zwei Richtungen, nach Süden in das Hochland und nach Norden an die See. Für beide Richtungen hat die königl. Eisenbahnverwaltung eine neue günstige Verbindung durch den Schnellzug Emmerich Oberhausen Hagen Siegen Betzdorf Gießen— Frankfurt und umgekehrt geschaffen ohne Umsteigen. In der entgegengesetzten Richtung nimmt der in Franksurt vormittags 8.40 abgehende Schnellzug die Anschlüsse der Main=Neckarbahn aus Hessen, Baden, Württemberg, Bayern Schweiz und Italien sowie des Schnellzuges aus Bayern und Oesterreich über Aschaffenburg Hanau auf und hat in Hagen nachmittags 2,10 sofortigen Anschluß nach Hamm, Münster, Norden, Bremen, nach Elberfeld und Düsseldorf sowie nach Bochum, Essen, Mülheim a. d. Ruhr, Oberhausen und Holland. O Siegen, 28. Juli. Der Kleisausschuß beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung u. a. auch mit der Frage der Anlage einer elektrischen Bahn durch die Stadt Siegen Wenn unn auch, wie es den Auschein hat, der Kreisausschuß eine entschieden gegnerische Stellung nicht einnimmt, so ist man im Kreisausschuß doch der Meinung, daß die Bahn nicht durch die Stadt, sondern um dieselbe herumgefährt werden müsse. Gegen dieses letziere Projekt Stellung zu nehmen war der Gegenstand einer Besprechung, die gestern abend in einer von etwa# Bürgern besuchten, von Verein zur Wahrung der Ge samt=Intereisen der Altstadt in das Gasthaus Mäaken einberufenen Versammlung. Der Vorsitzende, Herr Dr med. Hell mann, eröffnete dieselbe und erteilte Herrn Buchhändler Montanus das Wort. Derselbe führte in klaver und sachlicher Weise aus, daß die Rentabilität der Bahn nur dann gesichert sei, wenn sie vom Bahnhofe aus durch die Oberstadt geleitet werde. An der dem Vortrage sich anschließenden Debatte beteiligten sich die Herren Rechtsanwalt Coßmann, Stadtverordnetenvorsteher Marx, Kaufmann Ax, Stadtverordneter Schuß Redakteur Steinhaus u. a. Die Besprechung führte schließlich zur Annahme folgender Resolution„Die auf heute abend in das Hotel Maaßen vom Verein zur Wahrung der Gesamtinteressen der Altstadt zu Siegen einberufene, von ca. 90 Bürgern aus der gesamten Stadt besuchte Versammlung erklärt es einhellig für unbedingt notwendig, daß die geplante Kleinbahn auch durch die obere Stadt geführt werde, da sonst eine bedeutende Schmälerung der Rentabilität der Bahn und schwere geschästliche Schädigung insbesondere der oberen Stadt zu besorgen ist. Sie bittet die städtische Vertretung, bei ihrer seitherigen dankenswerten Haltung in dieser Frage zu beharren und unentwegt für die Durchführung der Bahn auch durch die obere Stadt ihren Einfluß einwlchen. Siegen, 28. Juli. In der G.schen Fabrik hierselbst gerieten am verflossenen Mittwoch zwei Former in Streit, der zu Thätlichkeiten führte. Einer der beiden Streitenden schlug mit einem Formermesser auf seinen Kollegen ein und brachte ihm eine zwei Zentimeter tiefe Wunde in den Unterschenkel bei. Anzeige ist erstattet. Wetterbericht. Die nördliche Depression zieht ostwärts abIndessen machen Ausläufer, welche sich von ihrem Centrum über das Ostseegebiet sowie Polen und Galizien bis nach Schlesien herein erstrecken, ihre Einwirkung auf das westliche Deutschland geltend, sodaß dort vielfach trübes Wetter besteht. Weitere flache Depressionen liegen über der Biscaya=See und Nordwestfrankreich, sowie im südlichen Teile des Mittelmeerbeckens. Das übrige Europa steht andauernd unter der Herrschaft hohen Druckes. Kerne desselben sind über der Nordsee und Nordost=Deutschland sowie über Süd=Bayern vorhanden. Auf unserem Gebiete ist das Wetter fortgesetzt heiter und sehr warm Voraussichtliche Witterung: Meist heiten und warm, jedoch Reigung zu lokalen Gewittern. Rheiuprovinz Barmen, 27. Juli. Die Wasserftage ist seit kurzen eine „brennende“ geworden; es handelt sich um die von der Stadt in Aussicht genommene Abgabe und Berechnung des Wassers durch Wassermesser, was die Gemüter der Bürgerschaft, sei es daß sie zu den Mietern oder Vermietern zählt, in einige Aufregung versetzt hat. Eine Aussprache über diese Frage fand gestern abend in der Versammlung des Haus= und Grundbesitzervereins statt. Dieselbe verbreitete sich über die Kosten der Anlage der Wassermesser über die zu entrichtende Miete und darüber, ob jeder Mieter oder jedes Haus einen Wassermesser erhalten solle. Angestellte Versuche haben den Beweis geliefert, daß es noch keine genau sunktionierenden Wasseruhren giebt, also wird die Kontrolle dadurch sozusagen illusorisch. Man glaubt durch die Wassermesser der Wasserverschwendung Einhalt thun zu können und dadurch zu verhüten, daß bei anhaltendem Regenmangel die in den höher gelegenen Stadtteilen Wohnenden nur bei größter Sparsamkeit Wasser haben. Es wurde der Vorschlag gemacht, die Summe von 360.000 M. anstatt für Wassermesser für Maschinen und Ausgleichsbassins für die zu bauende Herbringhauser Thalsperre auszugeben. Die am Schluß angenommene Resolution wunscht, die Einführung der Wassermesser solange hinauszuschieben, bis genügende Erfahrungen mit der Thalsperre gemacht seien, und Maßregeln zu treffen, die die Wasserversorgung der höher gelegenen Stadtteile regeln. = Elberfeld, 2 Juli. Die Stadthalle Johannisbergund der bereits gemeldete Beschluß der Stadtväter, dieselbe allen politischen Versammlungen und auch den Festlichkeiten der Sozialdemokraten zu verschließen, bilden hier das Tagesgespräch. Die vom Allgemeinen Bürgerverein gestern abend nach der Stadthalle einberufene ProtestVersammlung lieferte in den Reden aller Sprecher den Beweis, daß man sehr ungehalten über obigen Beschluß ist, und mit scharfen Worten wurde die Art und Weise kritisiert, wie man sich jetzt von dem seinerzeit gegebenen Versprechen zu entbinden versuche. Die einstimmig angenommene Resolution hält die Stadtverordneten sowohl materiell als moralisch für verpflichtet zur Freigabe der Stadthalle an albeParteien und betrachtet es nicht für angemessen, daß die Stadtverwaltung die mit der Entgegennahme freiwillig geleisteter Beiträge zum Johannisbergfonds übernommenen Verpflichtungen nachträglich und einseitig verneint und nur aus Billigkeitsgründen zur Herausgabe der Beiträge ftaglicher Art sich berei erklätt. Es bleibt hiernach also abzuwarten, wie sich die Stadtverwaltng aus diesem Dilemma herauswinden wied. Vermischtes. Allen an Rheumatismus Leidenden kann das in Kreise Tecklenburg in schöner Gegend reizend gelegene Schweselbad Ledde nicht warm genug empfohlen werden. Nach der Untersuchung des Wassers durch die agrikulturchemische Versuchsstation in Münster(Westf.) steht dieses an Gehalt den stärksten Schwefelbädern Deutschlands nicht nach, und übertrifft sogar manche derselben. Die zahlreichen großartigen Erfolge der Badekuren haben dieses auch glänzend bewiesen Denn Fälle, wo Rheumatsmuskranke u Krucken zum Bade kamen und sich nur mühsam langsam fortbewegen nach dem Gebrauch der Badekur aber weite Spaziergänge unternehmen können, stehen nicht vereinzelt da. Der Aufenthalt im Hause des Herin Badebesitzers A Hannzigbrinck in Ledde mit vollständiger guter Verpflegung wird einschliäßlich der Bäder auf 3.50 M. täglich berechnet, sodaß auch Minderbegüterte die gußerordentliche Heilkraft dieses Bades benutzen können. Die Badegäste erhalten ihre Postsendungen wochentäglich zweimal, sonntäglich einmal von dem 2 Kilom entfernten Postamt mit Telegraphenbewiebsstelle in Velpe(Wests.) zugestellt. Velpe ist auch Eisenbahn=Station GCraf Zeppelin über seinen Nufsticg. Graf Zeppelin hat an die Interessenten seines gerongutischen Unternehmens einen eingehenden Bericht gelangen lassen, der in seiner ruhigen Sachlichkeit sympathisch berührt. Das B. teilt einige Details von allgeAuf, Grtund, des 8. 2 der Prüftiungs Ordyung für Hufschmiede bringe ich hieldurch zur öffentlichen Kenntnis, daß der nächste Prüfungstermnin bei der zu Alten bestehenden Kommission auf Dienstag d. 25. September d. J. anberattt werden ist. Die Meldungen zu dieser P###ung sind mindestens Wochen vorher uner Eineichung ein Gebirtsscheines und etwaiger Zeugnisse über die erangte technische Ausbildung sowie unter Einsendung der Prüfungsgebüihr im Betrage von 10 Mark an den Vorstzenden der betreffenden PrüsungsKommision Herrn Kreistierarzt Grebe Altenn zu tichten welcher demnächst N g n 899 Wersehen nn 50 Rezierungs=Präsident. Städt. Krankenhaus in Siegen. Kranke, die nicht MitKlied einen fü sie zahlenden Krantenkasse ind müssen vor der Aufnahme einen aligemessenen Vorschuß zahlen oder eine Beschein gung des Vorstandes ihrer Heimatgemeinde vorlegen, wonach die Gemeinde die Zahlung der Kosten Siogen, ders n= B. 90 Der Mazistrat. 1900 neinethm Interesse aus diesein Schkeibeni.„Die Unterbringung des Fahrzeugs in der auf dem See schwimmenden Halle hat sich bewährt; die Aus= und Einführung ging glatt von Statten Das Fahrzeug hat, trotzdem die teilweise Füllung mit nicht reinem Gase einen Minderauftrieb von ungefähr 300 Kilogramm und die Wärmeabnahme von etwa 10 Grad seit der Füllung einen solchen von rund 300 Kilogramm ergab, noch eine genügende Menge von verfügbarem Ballast mit hochheben können: 350 Kilogramm, von welchen es 270 Kilogramm zurückbrachte. Auch die Ausgabe von 80 Kilogramm war wohl nur durch künftig vermeidbare mißliche Umstände geboten. Sobald die Schrauben in Gang gesetzt waren, folgte das Fahrzeug der Steuerung willig. Die wagerechte Lage konnte immer wieder eingenommen werden, obgleich der bald eingetretene Bruch einer Kurbel die fernere Verwendung des zu diesem Zwecke vorhandenen Laufgewichtes verhinderte. Das Herabschweben auf den See erfolgte trotz bedeutender und rascher Gasund dann nur geringer Ballastausgabe so sacht, daß die Landung auch auf festem Boden unbedenklich erscheinen muß. Es erwies sich, daß eine Entzündungsgefahr mit dem gewöhnlichen Gebrauch des Fahrzeuges nicht verbunden ist. Sonach wäre mit dem Bau schon, wie er jetzt ist, ein verwendbares Fahrzeug geschaffen, wenn dieses eine für den Gebrauch an einer genügend großen Anzahl von Tagen ausreichende Geschwindigkeit besitzt. Letztere aber konnte bei dem stattgehabten Versuch nicht ermittelt werden. Sobald die Taue losgelassen waren, wurde das Laufgewicht nach vorwärts gebracht. Das Fahrzeug sprang gegen die wagerechte Lage zurück und erreichte, in ihr angelangt, da nun auch die Schrauben vorwärts arbeiteten, seine größte Geschwindigkeit während dieses Versuchs. Es kam gegen den ihm gerade entgegenstehenden Wind in diesem Augenblick rasch vorwärts. Das Fahrzeug schoß jedoch, well bei diesem Bemühen, das Laufgewicht wieder in die Mittellage zurückzubringen, die Kurbel brach, alsbald mit der Spitze nach unten. Nun mußte der drohenden Gefahr des Ueberschlagens alsbald durch Stoppen und Rückwärtslauf der Schrauben begegnet werden. Von da ab bestand das ganze Fahren in einem Wechsel von Vor= und Rückwärtsgang der Schrauben, um damit zu große Neigungen zu hemmen. Jeglicher Anhalt für die erlangte Geschwindigkeit fehlt. Vor allem ist daran zu erinnern, daß die Schrauben in ihrer jetzigen Gestalt und Drehungszahl bei ihrer Erprobung am Wasserboot die beste Wirkung ergeben haben. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die bei dem ersten Versuch eingetretenen Hindernisse für die Ermittelung der Fahrgeschwindigkeit(Bruch der Kurbel, leichte Verbiegungen usw.) für einen nächsten Versuch vermieden werden können. Es ist hierfür insbesondere die Verlegung der Aufhängung des Laufgewichtes von den Fahrzeugenden mehr nach der Mitte und eine krästige Versteifung der unteren Längsträger zwischen den beiden Gondeln vorgesehen. Schließlich plant Graf Zeppelin bei ferneren Aufftiegen auch noch eine andersartige Anordnung des Laufgewichtes, dessen Tiefgang beim Auflassen und Landen des Fahrzeuges sich als unbequem erwiesen haf. Doch ist, wie er selbst gesteht, nicht ausgeschlossen, daß das Fahrzeug dann zu wenig Beharrung in der wagerechten Lage Pocgr 9 Mietalls und Amsterdam, 25. Juli. Bankazinn 84½ London, 25. Juli. Chili=Kupfer 73 per 3 Monat 73¼ Glasgom 25. Juli(Schluß.) Roheisen Mixed numbers warrants 70 sh. 9 d. Warrants Middlesborough III. 69 sh. d. #. a Kase 16.5 Tetzte Post. Berlin, 27. Juli. Der nach dem Süden abgereiste frühere Staatsminister von Delbrück ist bei Tegernsee abgestürzt. Er hat dabei verschiedene Verletzuüngen erlitten, die jedoch nicht lebensgefährlich sein sollen. Berlin, 27. Juli. Im Architektenhause fand heute eine aus allen Teilen des Reiches zahlreich besuchte General=Versammlung des Vereins deutscher Zeitungs=Verleger statt, in welcher angesichts der noch immer steigenden Papierpreise beschlossen wurde behufs Gründung der am. September d. J. in Berlin zu eröffnenden Papier=Einkaufsstelle für die gesamte deutsche Presse eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu bilden. Das ersorderliche Kapitgl wurde in der Versammtung sofort durch Zeichnung aufgebracht. An die Spitze der Einkaussstelle tritt als Synditus ein bewährter Papier=Fachmann, Herr=Rudolf Lehmann, der Direktor der bekannten Papier=Fabrik Ph. Knoeckel& Söhne. Der Syndikus wird auch bei Errichtung neuer Papier=Fabriken mitwirken und insbesondere auch dahin thätig sein, daß Fabriten, die Zeitungs=Rotationsund Format=Papiek troch nicht heistellen, diese Fabrikaton=demmächst gufeKehe Die Wirren in Petersburg, 27. Juli. Ein Telegramm des Generals Grodekow aus Ehabarowsk vom 26 ds meldet Am 22. ds erreichte eine 200 Mann starke Kolonne des Generals Sacharow den Posten Lauschi am linken User des Ssungari. Der Dampfer„Gazimur erösfnete das Feuer gegen die Wälle. Die Chinesen verteidigten sich mit unregelmäßigem Schießen und flohen schließlich gegen Norden. Die Truppen des Generals Alexejew wurden drei Werst nördlicher ausgeschifft. An den Erdwällen fand man einige Gewehre, eine Menge Papiere, Dokumente und Siegel, die Wälle des Forts Lauschi wurden zerstört, die Bauten verbrannt. Die Bewohner des Dorfes Auti, oberhalb von Lauschi, flohen. Das Eigentum des zu dem Dampfer„Odessa“ gehörenden Bootes wurde geraubt. Die Chinesen flohen von Vanlichau in der Richtung auf Siannn. Es wurde eine Kosaken=Sotnie entsandt, um das Dorf Godzen zu entwaffnen sie fand das Dorf leer. Die Stadt Aigun steht in Flammen. Die dortigen chinesischen Stellungen wurden mit Geschlitzen und Infanterie besetzt. General Jarow telegraphiert aus Taschkent vom 26. ds Der Konsul in Kuldsha meldet, daß der Sicherheit wegen die Post im chinesischen Gebiete nur am Tage gehen werde. Die Beziehungen zu den Chinesen sind zufriedenstellende. In Suidun herrscht mehr Unruhe als in Kuldsha. Den Kirgisen wurde befohlen, sich am Illflüsse zu sammein. Die Kalmiken von Vartalinsk sind kriegsfertig ausgemustert. Nachrichten, welche dem Finanzminister durch den Ingenieur Swiagin von der Station Progranitschnaja vom 25. 96 zugegangen sind, besagen: Das östliche Detachement hatte ein Schar mützel mit den Chinesen bei dem Fort Jecho, bei dem die Chinesen 200 Mann verloren. Ein Pulvermagazin mit dem Artilleriezubehör wurde in die Lust gesprengt. Unter den Chinefen herrscht eine Panik; die Arbeiter und Einwohner fliehen. Alle Beamten befinden sich dagegen in ihren Stellungen. Der Eisenbahnverkehr von Grodekowo bis Mureni ist frei. Gegen 10.000 chinesische Arbeiter sind geflohen: der Eisenbahnverkehr mit Charbin ist gestört. Washington 27. Juli. Die Vereinigten Staaten haben die Anregung Chinas abgelehnt die militärischen Operationen gegen Peking einzustellen, falls die Gesandten nach Tientsin ausgeliefert werden. Tientsin, 27. Juli. Die 10.000 Chinesen, die nördlich von Peitfang eine befestigte Stellung eingenommen haben, werden von russischer Kavallerie beobachtet. 28. Juli. Die französischen Konsuln in Shanghai und Hankau melden telegraphisch unter dem 25. ds.: Zwei christliche Niederlassungen in Szetschuan seien geplündert und die Niederlassungen der Lazaristen in Kiangsu in Brand gesteckt worden. Der Bizekönig habe Maßregeln zur Wiederherstellung der Ordnung geiwassen Berlin, 27. Juli. Ueber die Einschiffung des deuschen Expeditionskorps wird aus Bremerhaven gemeldet: Der Kaiser besichtigte schon von 7 Uhr morgens ab die auslaufenden Transportdampfer, noch ehe die Einschiffung begonnen hatte. Zunächst besuchte er mit dem Prinzen Heinrich den Dampfer„Batavia“, der die Mehrzahl, über 2200 Mann aufnehmen soll. Später wurden die Schiffe „Dresden und„Halle besichtigt. Nach Beendigung des Rundganges durch die Schiffe begab sich der Kaiser auf die„Hohenzollern“ zurück, während die Kaiserin mit den Prinzen an Land kam, um ihrerseits die Dampfer zu sehen. Hierauf begann die Einschiffung der Truppen, die in einer Anzahl von Militährzugen eingetroffen waren. Um 12 Uhr fand an Bord der„Hohenzollern“ Frühstückstafel statt. Brüssel, 27. Juli. Der belgische Vertreter in Tientsin berichtet vom 27. ds, der belgische Gesandte in Peking habe ihm geschrieben, daß er vom 4 ab darauf beschränkt gewesen sei, von Pferdefleisch zu leben, daß er jedoch noch einige Tage anhalten könne. London, 27. Juli. Ein Shanghaier Telegramm der Daily Mail berichtet, daß als die Unruhen in Mukden ausbrachen, der dortige Bischof sich mit 200 eingeborenen Christen bewaffnete und Vorkehrungen zur Verteidigung traf. Als die regulären chinesischen Truppen herankamen, glaubten die Christen es wurde ihnen Schutz gebracht. Als die Truppen jedoch kaum in die Nähe der Christen gelangt waren, gaben sie auf diese Feuer und machten gemeinsame Sache mit den Boxern. Alle Christen, mit Ausnahme des Bischafs, wurden getötet. Der Bischof selbst wurde zum Vizekönig geführt und nach langen Foltern enthauptet. Sein Kopf wurde am Eingang der Wohnung des Vizekönigs aufgesteckt. Das Telegramm fügt hinzu, daß 15,000 Japaner in Shung=han=kawn gelandet sind. Die Chinefen nachten Miene, Widerstand zu leisten, gaben aber nachher niech. Berlin, 28 Juli. Der Ehef des Admiralstabes der Marine, Admiral v Diederichs, hat sich nach der NationalZeitung mit dem Ehef der Ceutral=Abteilung dieser Behörde am Donuerstag abend nach Bremerhaven begeben, um dem Kaiser Vortrag zu halten. London, 28. Juli. Der hiesige chinesische Gesandte teilte mit, ein kaiserliches Tekret vom 24. ds besage, daß alle fremden Vertreter in Peking, außer Ketteler, wohlbehalten seien. Lebensmittel verschiedenster Art würden in die Gesandtschaften geliefert, um die Gefälligkeit der chinesischen Behörden darzuthun. London, 28 Juli. Ein Telegramm aus Shanghai berichtet, daß trotz der wiederholten Versicherungen Lider Dinge in Beking unterrichtet seien, wie die Europäer. London, 28. Juli. Das indische Truppen=Kontingent ist in Tientsin angekommen. Auch japanische Verstärtungen sind gelaudet. Die Sitnation in der Mandschurei wird als äußerst gefährlich geschildert. Die russische Agentur in Hankau berichtet, dort sei die Erregung im Wachsen. Unter den Suropäern herrsche eine große Panik. Petersburg, 28. Juli. Der hiesige chinesische Gesandte berichtet seiner Negierung, saß der Aufruhr in der Mandschurei eine für China bedrohliche Wendung angenommen habe und daß schleunigst energische Maßregeln zur Untersrückung des Aufstandes zu ergreisen seien, um die Ruhe wieder herzustellen, da China andernfalls schwere Nachteile zu gewärtigen habe. Petersburg, 28. Juli. Der Kommandeur der verschiedenen Kosaten=Regimenter meldet aus Kuldscha, das Verhältnis mit den Chinesen sei im allgemeinen leidlich, aber sie tauschten im geheimen Waffen aus und haben den Kirkisen die Aufforderung zugeschickt, sich am Fluße zu versammeln. des redaktionellen Teils. Für die heiße Jahreszeit. Das Teinken bazillenhaltigen Wassers ist oft der Grund verschiedener Krankheiten. Um dieses zu verhüten, macht man das Trintwasser bazillenstei und zwar durch Zusatz von etwas garantiert reinem alkoholfreien Zuronenfast(nur solcher besitzt die Wirkung) dieser ergiebt zugleich ein ersrischendes Getränk, was besonders bei großer Hitze erwunscht ist. Es ist daher Trülßzschs natüblicher Zitronensaft Berlin N., Voyenstaße 36a, bestens zu empfehlen. Herr Ttülltsch versendet Sest von ea. 60 Zitronen für 3.50 M., von ca. 120 Zitronen 6 M. ftanko, ohne Berechnung der Flaschen und Kisten. Bei Gicht, Rheumatismus, Feitsucht u. w. hat derselbe die größten Heilerfolge außzuweisen, was die Dankschreiben Geheitter beweisen Auch wurde Trültzsch Zironensäst elfina mit der goldenen Medaille preisgekrönt. ISEIS Die Stange 1658. 1958 1. reinem Leitungswasser hergestellt, kostet ab Schlachthof 25 Pfg, frei ins Haus geliefert 35 Pig. Bestellungen sind zu uichten an Heren Schlachthof=Inspektor Tiemann. Tandwirtschäftlicher für Stadt und Ait, Hilchenbach. Sonntag, den 29. d. Mts., nachmittags 4 Uhr im Gasthof Deutscher Sst ehge ereh. Tagesordnung Rechnungslage für 1899. 2 Beschlußfassung über das diesjährige Erntefest, verbunden mit Tierschau, Ausstellung landwirtschaftlicher Produkte und über Verlosung event. Wahl von Kommissionen. 3. Vortrag des Herrn Kommunal=Obersörsters Zinden aus Weidenau über Versicherung gegen Waldbrandschäden. Hilchentbach, den 20. Juli. 1900 Der Vorstand Pocte Bingemteilter Vorsitzender. Feuerfester Schrank, gebraucht, gut erhalten, sucht zu kaufen. Off. unt K I. 2100 a. d. Geschältsstele## Bienenzuchtverein für Niederschelden und Umgegend Sonntag, den 29. Juli nachiitags 3 h Versammlung beim Wirt Faust Seshrechug Aber nis Halte tracht. Rtutsiahme vör Mitgzlieders und Sihe ziehung der Beiträge. Zur zahlreischen Beteiligung ladet ein Der Vorstand. Ich bin Willens mein invorigen Jahte neu Schaufes Wehnhaus mit oder ohne Kolonialwaren= Geschäft aus der Hand zu verkaufen. Neuer Backofen befindet sich im Hause. Ferdinand F. 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Kalterborn und Helsbach, nachtitägs Uhr für den Besbauh Auf dem Bogen, Raschntstags de Ache süite hecht, Verbahds Heugsbach 2) in der Gemeinde Niederschelden in der Gastwirtschaft Atsch am Dienstag den 14 August er, nchan stags uin tichr zur den. Veiband. Bsereuberg, steinigte niund schuts Wiesen, Gerhardsseisen und Dreiborn, KRa e a Semwice Ssche eatflüche die Wiesenintereschiten u den angesetzten Temmmen sich zahllreich einzufinden und mache derauf aufmertsam daß die Wahl von den Erschienenen ohne Rücksicht auf deren Zahl, rechtsgutig vorgenommen werden kann. cn ce Der Ainthrchtu ThielEngelswerk S Amgee i geche 8 Shn Grösste Stahlwarenfabrik mit Versand an Private. esice ic, Sscen, ike ui. sche En gros 8 en detäll: Kocomecenmg ca# 800 Preise und Meisterschaften Reparaturwerkstätte. in der Gemeinde Siegen. Sonntag, den 29. Juli 1900. 7. nach Trinitatis. Vorm. 7½/8 Uhr: Pfr. Winterhager 9¼ Uhr: Pfr. Vorländer. Nachm. 2 Uhr: Kandidat Hof=Siegen. Kollekte für den Kirchbau in Wellinghofen bei Dortmund. Siegen, Sandstraße 34. Am Fonntag, den 29. d. nachmittags von 3 Uhr an. det bei der Grube St. Mathias Freien Sonntagsschulfest mit Gesangvorträgen stat. Redner: Predigen G. Nagel Jedermann ist freundlichst eingeladen. Methobisten=Gemeiner, Sandstrase 55. Sonntag, den 29. Juli. Morgens 9 Uhr: Prediger F. Brändle. Abends 8¼ Uhr: Derselbe. Mitwoch, Abend, 818 Uhr: Misionsbetstunde. Samstatz Abende8/, ührs Blauksenge Verein. In Weidenau, auf der Meinhardtsnachmittags 3 Uhr, Versamütlung im Freien. Sedernschit ish Heiähdlich eingeladen. Städfische Badeanskall, Siegen. Wannenbäder und Schwimmbäder täglsch zu haben. Preise. Einzelbad 16 Kotten: Wonpensader: 589 8 290 Heilbäder Salchchen Schwefelbider. 0.85 Mg hn 8 Schunmmtücher: Wusio 10 Karten 300 Abennement für Erwachsene. S Astonote 1 Acsuneshent sür der Ne Moche 18 Sschzbmuummtersichh Welturhtest in. Bezir# indet Sthh 85. Augustin aseäten auf demt. 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Verlebungskarten, Rochseitseinladungen Menukarten, Rochzeitsanzeigen, Glückwunschkärten, Geburtsanseigen Prcherkantershe Danksagungen, Briefpapiere und Briefumschlage mit Aushruc des Namens Geschstessunere 8 Iuunahuus Geschäftsbriefbegen, Eireittate in jeder Ausführung ltitheiktutchen, Fakturen, Rechnungsformular##in jseder Größe zu. biligstem 918ss Preislisten, nn Sch Mschäe uch che Eintrittstatten, Pestkarten, Pesiecsstasten 1 Gach= pfehlungsanzeigen, Adress und Geschäftskarten, Wechsel, Guittungen, Rechnuntgsauszüche, Souusprreute Postpackstadressen, Dacketchüftlebegdressen, Fachshrfene Adressen für Aerbe. Astisansemäten 85.56 ohne Gesen, Muster=Düten, Eigarren=Beutel, Waaren-Düten, Kieterüchene: Bestellzettel, Viel=Stiquetten, Wein Stiqnetten, Paste Seuheen 8 KRR Se stasfenatzstagen Mesdest iuit Küfe eihe= Koshestfsheraschehe it kürzester Frist geiiefere Seischutch soaile Ahsersächuig unrde Keiskticiste, Beselangs Bich Bcchche westdeutsche Verlagsanstalt E. G. m. b. H. Siegen i. 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AnmmMM Für die Monate und September werden Bestellungen auf de Zeitung lke Gs. 1595 ies Sehungesöte sit Sonntagsblatt, vollkswirtschäftlicher und Beilage vost allen Postanstalten, den Zeitungshoten und in der Geschäftstelle in Siegen, Sandstraße 18 entgegen genommen. Der Bezugspreis bettägt für diese beiden Monate für die Postabonnenten 90 Pfennig, dütche deint. Brtsesträger srei unrs Haus=30=sestnig niehn, für die Stadtabonnenten 85 Pfeunig, Butch, den, Voten frei ins Haus 25= Vsenuig wehr. Probenummern überallhin kostenfrei. Rtedaktion und Geschäftstelle. des Siegen, Sandstraße 18. Eine Erinnerung. Folgende Erinmertug an China, die wir im„Reichsboten= lesen ist vielleicht in gegenwärtiger Zeit von einigem Jnteresse da sie von Unruhen handelt, in denen Herr v. Ketteler eiste hervorragende Rolle spielte, mit glücklicherem Ausgange, als leider vor kurzem in Peking. Es war im September 1883 in Canton Man erwartete jeden Augenblick den Ausbruch des chinesisch=französischen Krieges, der dann erst 1884 erfolgte. In Süd=China waren Flugblätter verteilt folgenden Inhalts. „Die Europäer gehören nicht zu den Menscheu, sie uund die Nachkommen von Affen. Ihr Herz ist teuflisch, daher werden sie fremde Teufel genannt. Dieser Stamm von Wilden betet weder Himmel noch Erde an. Sie ehren ihre Eltern nicht haben auch keine Ehrfurcht vor ihren Ahnen Außerdem ist die Heiligkeit der Familienbande ihnen unbekannt. Es ist eine wahre Herde von Hunden und Schweinen ihr Gespräch ist nur über Gleichheit. Sie haben keinen Begriff von gesellschaftlichen Stufen und wissen keinen Unterschied zwischen Vater und Sohn König und Unterthan Du sagst: Aber wenn dieser Stamm aus Wilden besteht, wie können sie denn Dampfer und Eisenbahnen bauen und Uhren machen, was wir, Söhne des himmlischen Reiches, nicht können Du Dummkopf Weißt du denn nicht, daß diese Europäer, welche in unser Land kommen und vorgeben Religion zu predigen, in Wahrheit nur kommen, un die Augen und das Gehirn der Sterbenden auszunehmen und den Kindern Blut abzuziehen? Mit diesen Augen diesem Gehirn und Blut machen sie medizinische Pillen, welche sie in ihr Land hin verkaufen, und so erlaugen sie die Geschicklichkeit, alle diese Dinge zu thun. Nur diejenigen, welche von unseren chinesischen Wesen gegessen haben, denen sind die Augen genügend geöffnet, um solche Entdeckungen zu machen aufwelche sie so stolz sind Aber denke was unsere heiligen Bücher sagen„Der stolze Feind wird unsehlbar besiegt werden Ihr größtes Vertrauen setzen sie auf ihre Dampfer Mit diesen Dampfern haben sie so oft den Meeresgott beleidigt. Laß mich nur voran, und ich schwöre dir ich will sie alle bis auf den letzten ausrotten und niemand soll mehr nach Hause zurückkehren. Wenn der Kaiser nur niöchte eintige Regimenter gegen sie schicken. Wenn diese unzureichend sind, dann laßt doch die ganze Armee gegen sie ziehen Ihr Glück wird unbeständig sein, unsere Geduld wird es müde machen und wir werden siegreich sein. Du sagst: „Aber wenn sie so gefährlich sind, warum dulden denn uusere Mandarine, daß sie in unserem Lande wohnen? Hört nur Unsere Mandarine dulden das Uebel, das sie nicht ändern können, nür mit Murren. Sie warten nur auf eine Gelegenheit, diese Pest auszurotten. Und in der That, das kann leicht geschehen Wahre europcische Barbaren sind nur wenige im Lande umher. Die meisten sind falsche Barbaren#d#i chinesische Christen), Auhänger ihre Religion. Wohlan, laßt jede Provinz, jeden Kreis unter ihrem Oberhaupt anfangen, alle diese Wilden zu verfolgen wir werden Sieger sein. Derartige Aufreizungen waren nicht vergebens. Viele Missionsstationen in Canton wurden zerstört. Die Missionare konnten sich, da ihre Häuser am Flusse lagen, meist mit genaner Not auf Kanouenboote retten. Eine wilde Bande von Aufrührern zog gegen den inselartigen Stadtteil Schamien, wo die europäischen Konsulate und Geschäftshäuser liegen. Da war es Herr v. Ketteler, der als früherer Offizier die Deutschen, welche meist Soldaten gewesen waren, zu einer Schutztruppe organisiert hatte, welcher die Aufrührer in die Flucht schlug. Die Hougkonger Zeitungen erkannten es unumwunden rühmend an, daß die Deutschen Schamien gerettet hätten. Außer Herrn v. Ketteler haben nachher noch zwei andere Herren einen deutschen Orden bekommen. Auch auf Hongkong machten unruhige Banden in jener Zeit auf mehrere Tage die Straßen ünsicher, sodaß die Truppen schließlich scharf schießen mußten. Während sich sonst in jenen Tagen kein Europäer auf den Straßen Hongkongs blicken ließ begab sich einmal ein Missionar auf einen großen Platz, wo für gewöhnlich Wahrsager, Gaukler Händler u. a allabendlich unter großen Zulauf ihr Wesen trieben, wo aber in jener Zeit den ganzen Lag Banden unruhiger Leute zu finden waren. Als sie den Europäer sahen, schrien Dutzende Ein fremder Teufel, schlagt ihn tot Als er sie aber anredete. Ihr lieben Leute, was macht ihr doch für Unsinn Euer Beginnen gereicht euch doch selbst zum Schaden= ustwy., dat wiefen sie. Den laßt lebent, Das ist eith ch e Berlin, 26. Juli., Der=Achtstiendentas#nd der Stundenkohn von 80 Pfg, soll vom Anfang nächsten Jahres ab im Berliner Steinsetzergewerbe Geltung haben. Das ist der Beschluß der öffentlichen Steinsetzerversammlung, die sich mit der Lohnftage zu beschäftigen hatte. Die Versammlung ist damit noch über das hinausgegangen, was die Gesellen=Ausschüsse in Vorschlag gebracht hatten, denn diese wollten 8½/ Stunden Arbeitszeit bei 15 Pf. Lohn eingeführt wissen. Nachtaubeit soll mit M. und Sonntagsarbeit mit 1.80 per Stunde bezahlt werden. Die Gesellenvertreter sollen einen Tarif mit der Verhuer Steinsetzer=Jutituicg gut, dieser Grutndtage aute die Scher von zwei Jahren abschließen. Eine treffliche Gelegenheitz sich mit dent inr eisten Zweigen christliche weiblicher Liebesthätigkeit betangt zu machen, bietet Frauen und Töchtern gebildeter Stände ein für die Zeit vom 8. September bis 23 Oktober vom Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend geplanter Kursus Charlottenburg, Savignyplatz 5. 11. Anmeldungen werden bis zum 22. August erbeten an die Leiterin des Kursus, Fräulein A. v. Müller, Vessen(Roswyt in Holland. Dieselbe ist zu mündlicher Auskunft in ihrer Wohnung, Uhlandstr. 194. Gartenhaus, vom 4 bis 6 September, vormittags 9. 11 Uhr bereit. wärtige Teitnehmerinnen zahlen für volle Pension monatlich 120 M. welche Summe für wenige Bemittelte ermätzigt werden kann Verlisterinnen zahlen nur üh Stwo zu nehmende Tagesbeköstigung, Mitagbrot 1 M., Nachm=Thee 25 Pf., Abendbrot(5 Pf. Die Mietssteigerungen Berlin und den Vororten wurden gestern abend in einer Versammlung von Mietern besprochen. Das Resultat der Debatten war folgende Resolution:„Die Mieterversammlung erkläut es, angesichts der unerhörten Mietssteigerungen und der Uebergriffe der Hausbesitzer, für die Pflicht der Mieter, sich zu organisieren Nu der Zusammienschliß der Mieter ermöglicht einen solchen Einfluß auf die Stadtverwaltung, wie auf die Gesetzgebung, daß endlich die Uebermacht des Hausbesitzers gebrochen wird.“ Der finanzielle Zusammenbruch eines großen Baugeschäfts in Spandau, dessen Inhaber der Baumeister V. Perrin ist, erregt dort großes Ausseben. Derselbe hat Jahre lang bedeutende Lieferungen für Heereszwecke ausgeführt, unter anderen für Schießstands= und Barackenbauten Nachden schon seit mehreren Tagen zwangsweise Verkäufe gepfändeter Gegenstände der Firma stattgesunden, ist jetzt der Konkurs angemeldet worden Gestern traf ein Berliner Anwalt in Spandau ein, um zur Sicherung einer Forderung von 130000 M. einen Arrest durchzusetzen; er fand indes bereits alles versiegelt. Die Passiva sollen die Aktiva um ein Bedeutendes übersteigen es sind besonders größere Holzfirmen in Mitleidenschaft gezogen. Kirche, Schule und Mission. Ein Lehrgang für kirchliche Kunst und evangelischen fand am 19 und 20. Juli zu Kreuznach für die evangelischen Geistlichen der oberrheinischen Synode statt. Schon seit Jahren ist darauf hingearbeitet worden, solche Kurse ins Leben zu rusen, um dadurch ein lebendigeres Interesse für diese Sache in der evangelischen Geistlichkeit zu wecken. Es ist nicht zu verkennen, daß gerade in unserer Zeit die kirchliche Bauthätigkeit besonders rege ist, und daß sich überall das Bestreben nach einer würdigeren Ausschmückung der vorhandenen evangelischen Kirchen geltend macht. Außerdem ist in den letzten Jahrzehnten das bessere Verständnis für die Denkmalpflege, die Erhaltung der künstlerisch und kunstgeschichtlich wertvollen Bauwerke und deren noch vorhandenen alten Ausstattungsstücke gewachsen. Dem rheinischen Konsistorium war es gelungen, in der Person des Konservators der Rheinprovinz Professors Dr. Clemen zu Düsseldorf einen ganz hervorragenden Leiter für diese Kurse zu gewinnen. In fesselnder Weise gab Pros. Clemen zunächst eine Uebersicht über die Entwickelung der kirchlichen Baukunst unter besonderer Berücksichtigung der Rheinlande. Am zweiten Tage folgte eine Besprechung des evangelischen Kirchengebäudes in seinen einzelnen Teilen und Ausstattungsstücken. Den Schluß machte ein Bericht über die modernen Fragen des evangelischen Kirchenbaues. Ueber 80 Geistliche aus den Gemeinden des Mittel= und Oberrheines nahmen an dem Kursus teil. Im Herbst wird ein zweiter Kursus in Düsseldorf für den Niederthein folgen; überhaupt soll die Einrichtung dieser Kurse eine dauernde sein. # Potsdam, 26. Juli. Das Jahresfest des Kürmärkischen Kreisverbandes der Evangelischen Männer= und Junglingsvereine vereinigte am letzten Sonntage eine große Schar Streiter unseres Herrn Jesum Christum in Neuendorf bei Potsdam. Schutliche Vereine des Verbandes(es gehören 3 mit ca. 800 Mitgliedern dazu hatten Deputierte entsandt. Das Pfalmwort,Pf. 92, 1, 5, welches der Ortsgeistliche, Herr Pastor Schlun, der Versammlung zurief versetzte die Teilnehmer in die rechte Lob= und Dankstimmung. Unter Vorantritt der vereinigten Posannenchöre, welche unter der Leitung des Missionars Herrn P Hickel standen, bewegte sich der Zug um 10 Uhr nach der eist kürzlich geweihten Bethlehemskirche. Das Textwort Lasset euch niemend das Ziel verrücken welches der Festprediger, Herr P. Wagn=Pritzerbe seinen Ausführungen zu Grunde legte, war durch die Fülle der Gedanken, welche es in sich birgt, besonders geeignet, die Herzen der Zuhörer nach dem hinzulenten, der der einzige Weg zum Himmelreich ist, Joh. 14, 6. Um 12 Uhr eröffnete dann der Vorsitzende, Herr Pastor Müller=Potsdam die Konferenz. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten ergriff Herr Pastor Dessin=Nowawes das Wort, um über das Thema Die besonderen Mittel, durch welche das religiöse Leben der Vereinsmitgsieder vertiest werden kann zu referieren Leider ist der Raun zu beschränkt um auf die einzelnen Thesen näher eingehen zu können. In der Nachversammlung um Uhr gedachte der Präses in seiner Eröffnungsansprache dreier heimgegangener Miütglieder, des Lehrers Hut#o#ff Brandenburg, welcher dem Verein 49 Jahre angehörte, des Lehrers Heinrich und des Schreibers Alfred Schleucher=Nathenow. Der letztere, ein gläubiger Jungling von 22 Jahren, sand seinen Tod am 15. Juli beim Baden in der Havel Weitere Ausprachen hielten noch die Herren Paster Wagner=Pritzerbe, Vierbaum=Poisdam und Bundesagent Rauch. Mit. Gebet, wie begontten, wurde sodann um Uhr die Jeier beee #0 Speyer, 26. Juli. Die im Anschlusse an die südwestdeutsche Konserenz für innere Mission in Speyer und Landau stattgesundenen Nufführungen des Reichstag 1529 von Frl. Luise HesseMarbung haben für die Speyerer Protestations=Gedächtniskirche einen Reingewinn von 2944 M. eingebracht. In Wiuter soll das SchauFraäch nricht, wo in bei=Khnzen Welt Es besser für dich wäre. Da, wo der Herr dich hingestellt, nd uc Ser ahe Pergshnich Ronan von A. Linden. Nachuich ussen Ssch weiß, Frculkein Gerkrud, ich glaube, daß ichs den Grund kenne. Ja ja, es kommt wohl manchmal ganz anders als wir gedacht haben“ sagte er bitter auflachend. „Nuch ich habs erfahren. „Wiesos Bringen die Bohrversuche kein Fünstiges Resiltcte e,shieß, ich algemein, Sie swürden sich, sehe Kchhe de, Getäuscht hab ich mich, wenn= Küch nicht damitEs geht mit den Versuchsbohrungen den erwarteten Gang, viel verspreche ich mir nicht davon, aber es ist einmal der Herzenswunsch des Mannes, der sein Leben und Streben drangesetzt hatt erwiderte Karl, sich gewaltsam zwhingend, Rede zu stehen.„Möglich istes sa immer, daß Mühe und Kosteit einst belohnt werden Vorläusig haben wir ja auch Nur erst ängefangen Aber wenn seine Erwertungen fehlschlagen2 Das wird allerdings doppelt hart für ihn sein S# etwas ist bitter, fügte###inzn, indes es herb um seine Liunen zuckte. Sie schaute ihn an und reichte ihm dann R Karl ich seh es. Ihnen an, Sie haben einen großen Kusimer erfahren ich will mich nicht in Ihr Vertrauen drängen, aber glauben Sie, daß es mir leid thut und ich aufrichtig teilnehme, wenn Schweres Sie betroffen hatSsch scnte. Shmenz Pränsein, Gentruche sische. pcree herztiches Wort thut wohl Kne e rer nc sc ee eceen Augestblick, sich ohne, Aussehen zu verabschieden, und erst, als er dtaußen stand und seine Schritte dröhnend widerhalten auf der stillen Sträße zwischen den schlaferfülten Häuserin, dat ware, als ab die ganze Wucht seines Schmerdes erst jetzt echt fühlbar auf ihm laste. Sie hat mich getäuscht, verraten, mich betrogen, sie ists slicht wert, daß ich unglücklich bin um ihretwillen. scote er sich ihiter wieder Aber dann war Doch eine eeche Stimmein seinem Herzen, die ihm vorredete Verdamtte sie nicht, es ist ihr Verhängnis eine unheitvolle Verbleudung hat sie befallen, sie spird eines Tages ereschne e esein Barn un Berisen eehn Norwig hatte seinen Besuch in Bergfriede gemacht und war sehr herzlich aufgenommen worden. Frau Rotlands seines Wesen, über dem noch immer ein Hauch der Schwerinut lag, war ihm ebenso sympatisch wie ihre anregende, von echter Bildung zeugende Unterhaltung. Auch ihr schien der geistvolle, allezeit fröhliche Gesellschafter wohlzu gefallen. „Wenn ich Anlage hätte, eiserfüchtig zu sein, so würde sichs jetzt, meinte ihr Verlobter scherzend.„Es ist nur gut, daß Du schon meine Braut bist! Die Damen in sollen= ich scähitlich wehe oder swrinder für. Gecen Röhhig Pmhumen llnfere, Ghertrüde Hagesgken, scheist, eite, Rusnahireui mnachen, sie ist uie kälten und steifer als in seiner Gegenwart, entgegnete Frau=Rotland lächelnd. Bei seinem ersten Besuche erzählte Norwig, daß vielleicht demnächst sein Freund, Doctor zuris Roweck, auf einige Zeit seine Bergeinsamkeit teilen werde, derselbe habe sich bei der Bearbeitung eines juristischen Werkes, wozu er fast nur die Nachtstunden verwenden könnte, so überangestrengt, daß, obgleich er sonst gesund aussahe, seine Nervenvöllig in Unordnung geraten seien und die Aerzte ihm dringend eine längere Zeit ganzlicher Ruhe in gesunder Wald= und Berglut angeraten hatten. Sobald er dies erfahren, habe er dem Freunde den Vorschlag gemacht, auch hierher zu kommen, da die hiesige Gegend in jeder Beziehung dem Zweckentspreche und sie beide dann destomehr von einander hätten. Er habe noch keine Antwort erhalten, hoffe aber, daß sein Freund zusage Vielleicht dürfeer sich gestäiteinte enselbeiie chiche chtüiche, Güife Beigfriede. eithe führen des eis iche ch Ahhgsiechh ch ed h Tennen zu lernen, erwiderte Hartmühl höflich. „Gewicß bestätigte Frau, Rotland, aber es lag eine steise Zurückhaltung in ihtem Tone. Schon in der nächsten Woche machte Norwig von der erteilten Erlauhnis Gebrauch. Er kam in Begleitung einesFreinden, dener als Doktor Roweck vorstellte. Ein noch junger, hagerer Mann mit etwas vorgebeugter Haltung, blaßgelbem, bartlösem Gesicht und schwarzen, kurz geschorenem Haar, Sein Neußeres schien nicht gerade sehr sumpathisch, die Augen waren meist zu Boden gerichter, als suchten sie dort etwas, wenn er sie aber erhob was während der Unterhaltung schnell, blitzesgleich geschah, spielte ein schaufes stechendes Funkein darin Auch um die schmalen, festgeschlossenen Lippen lag ein eigentümlich hauter Zug; das ganze Gesicht hatte etwas Gekniffenes, nicht gerade Vertrauenerweckendes So wenig bestrickend seine Erscheitung, s anziehend und fesselnd war seine Unterhaltung, mit derer eine bescheidene, seine, liebenswürdige Art verband. halten, neinte Frau Rotland, eher auch für einen Schriftsteller oder Künstler, Ihren Ansichten nach Vielleicht habsrich gtüch nticht gerade viel Veruf zu dem ergriffenen Fach entgegnete er lächelnd.„Und ich glaube, die Dame Justitia zählt mich nicht zu ihren besten Jungern ich werde mich ihrem Dienst auch mehr in der Theorie widmen als in der Praxis. Ru bsie ni u Ae Mc ie wog 1ch eben ein Vergnügen sein den dunklen, verschlungenen Pfaden des Verbrechens nachzuspüren. sun, intereschit mutß, das doch oft= sein, sagte Hartmüchl, und verdienstpoll, fügte er ernst hinzu. Aber auch nanchmal bitter und grausam entgegnete Roweck Wenn z. B einer den der Fluch des Verhängmüsses oder die erdrückende Macht der Umstände zu einem Fehltritt gedrängt hat, aus schwerertämpfter Ruhe und Sicherheit durch den eisernen Arm der unerbittlichen Justiz herausgenissen wird in Tod und Verderben Ftait.= Rotland haätte das Gesicht abgewandt Rowecks Blick stel von ungefähr guf sie und wie ein verhülltes Erschtisten. hsckessse blicheshsisch überes setice, Büche, eie ihr jsäches Erhleichen bemerfte. Kassen wir wiesen unengticklichen Gegenstand sagte Rorwig, hast jetzt Deiner Herrin für drei bis vier Wochen den Rücken gekehrt und sollit= Deine Freiheit recht genießen, viel umherschweifen in Berg und Wald. Ja, wenn ich nur besser gehen konnte. Es muß wohl eine Art Nerventheumatismus seih, mit dem ich behaftet bin, daß ich nach jedem, auch kurzen Ausflug die heftigsten Schmerzen eipfinde, leider is der Wirtshausgarten## ttein, sontst, würde ich mrüch, dort viel gauschalten und an Bewegnng in der srischen. Berglüst gewöhnen. Ssce wüächte ich einte Alitcshilfe iete, chrwighch stein, es würe zu unbeschelden, darum bitten Was meinen Sie erbiderte Hartntühl Aich ich errate und es wird Ihnen und Ihrem Freunde sicherlich gern gewährt. Nicht wahr, Du gestattest den Herren, den Parr von Bergfriede um Stiztergang zu benutzen swandte er sich an seine Brant. RR RRRREEE kommen Sie nur so ost Sie wollen, entgegnete Frau Rottand ch will Fräulein Merz bitten Ihnen den Schlüssel bom hinter Parithor zu geben, da können Sie ganz ungeniert ein= und ausgehen #sch bin Ihmen sechr Batchst für, diese, Ghöshe Güte, Knädige Frau, ich habe schon in Vorübergehen Ihren Park bewundert und die beneidet, denen es vergönnt ist, unten diesen dichten tatten Baumkronen und in diesen lauschigen, schätigen Gangen füchle Ruhe und friedvolle Erholung zu spiel in verschiedenen pfätzischen, badischen und hessischen Städten zur Aufführung gebracht werden. vrogramm der Wupperthaler Festwoche vom 5. bis 12. August. Sonntag, den 5. August. 52. Jahresfest des Westdeutschen Jünglingsbundes, vormittags 9½ Uhr, in der ersten resormierten Kirche in Elberfeld. Festpredigt: Professor Schöler aus Friedberg. Gleichzeitig in Barmen in der alten Wupperfelder Kirche. Festpredigt: Pastor Niemöller aus Lippstadt. Nachmittags 3 Uhr: Nachversammlung im großen Saale des Evangelischen Vereinshauses zu Barmen.(Die Generalversammlung findet Samstag, den 4. August, nachmittags 2½ Uhr, im Elberfelder Jünglingsvereinshause, Bergstraße Nr. 50, statt. Thema:„Die Aufgabe christlicher Männer und Jünglinge im Lichte des 1 Korintherbriefes. Referent: Pastor Dr. Busch aus Elberfeld.) Nachmittags 4 Uhr Jahresfest der Missions=Jungfrauen=Vereine von Barmen in der Kirche in Unter=Barmen. Festredner: Pastor User aus Oberhausen. Inspektor Dr. Schreiber und Pastor Culemann aus Barmen. Gleichzeitig Jahresfest der Missions=Jungfrauen=Vereine von Elberfeld im großen Saale des Jugendhauses in Elberfeld, Bergstraße Nr. 50. Festredner: Pastor Potz aus Rheydt, Inspektor Spiecker aus Barmen und Pastor Keeser aus Elberfeld. Montag, 6. August, vormittags 8½ Uhr, im Evangelischen Vereinshause zu Barmen: Erbauliche Versammlung der Evangelischen Gesellschaft mit den Freunden und Boten unter Leitung von Pastor Cörper Text der Besprechung: Hebr. 10, 19— 25. Nachmittags 4½ Uhr: Achtes deutsches Bundesfest des „Blauen Kreuzes“ in der reformierten Kirche zu Barmen. Festprediger: Pastor Blackert aus Zwesten bei Kassel Nachversammlung im Evangelischen Vereinshause, ohne Kaffeetrinken. Nachmittags 5 Uhr: Jahresfest der Bergischen Bibel= Gesellschaft in der ersten lutherischen Kirche zu Elberfeld. Festprediger: Professor D. von Nathusius aus Greisswald. Nachversammnlung imn Evangelischen Vereinshause zu Elberfeld. Dienstag, 7. August vormittags 10 Uhr: Jahresfest des Westdeutschen Vereins für Israel in derreformierten Kirche zu Barmen. Bericht: Pastor Stolle aus Köln Festpredigt: Pastor G. Fuchs aus Arheiligen Abends Uhr Versammlung der Freunde Israels im großen Saale des Evangelischen Vereinshauses zu Barmen. Nachmittags 4 Uhr 52. Jahresfest der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland in der ersten reformierten Kirche zu Elberseld Festpredigt Pastor Herbsi aus Barmen. Nachversammlung im Evangelischen Jugendhause Bergstraße Nr. 50 zu Elberfeld. Mittwoch 8 August Jahresfest der Rheinischen Missions=Gesellschaft vormittags 9 Uhr in der Kirche zu Unterbarmen Festpredigt: Pastor Huyssen aus Essen Ordination durch Superintendent Hermann aus Barmen Abordnung durch Inspektor Spiecker und Abschiedswort von einem der ausgehenden Brüder— Gleichzeitig in der ersten reformierten Kirche zu Elberfeld Festpredigt: Pastor Siebold aus Gütersloh Ordination durch Superintendent Koch aus Elberfeld. Abordnung durch Inspektor Dr. Schreiber aus Barmen und Abschiedswort von einem der ausgehenden Brüder Nachmittags 3½ Uhr in der Kirche zu Unterbarmen Bericht durch Inspektor Dr. Schreiber und Ansprachen verschiedener Missionare. Abends 8 Uhr im Evangelischen Vereinshause zu Barmen Gesangvorträge des christlichen Gesangvereins von Eiberseld (gemischter Chor) mit biblischen Ansprachen der Pastoren Hohagen aus Barmen und Röhrig aus Dümpten, sowie gleichzeitig abends 8 Uhr im großen Saale des Jugendhauses in Elberfeld, Bergstraße Nr. 50. Gesangvorträge des Missions=Gesangvereins(gemischter Chor und eines Männerchors aus Barmen mit biblischen Ansprachen der Pastoren Rothweiler aus Elberfeld und Wolf aus Grunau. Donnerstag den 9. August, vormittags 9 Uhr in der Kirche zu Unterbarmen Allgemeine kirchliche Konserenz. Reserent. Pros. D. König aus Bonn. Thema:„Das Berufungsbewußtsein der alttestamentlichen Propheten. Nachmittags 3 Uhr in den Sälen des Evangelischen Vereinshauses zu Barmen(Vorsitzender Pasto Schreiner) sowie gleichzeitig im Evangelischen Vereinshause zu Wupperfeld(Vorsitzender Pastor Meyer): Freie Versammlungen mmit Ansprachen der Vertreter verschiedener Vereine und auswärtiger Festgäste. Nachmittags 2½ Uhr in Elberfelder Vereinshause Generalversammlung des RheinischWestfälischen SonntagsschulVerbandes. 3½ Uhr SonitagsschulKonferenz Einleitendes Wort Pastor Herbst. Thema Des Warten in der Sonntagsschularbeit. Reserent Pastor Dr. Busch aus Elberjeld. Freitag, 10. August, vormittags 8½ Uhr im großen Saale des Evangelischen Vereinshauses zu Barmen: Pestoral=Konferenz. ReserentPastor 1). Kähler aus Halle. Thema Die christliche Erfahrung Nachmittags 4 Uhr in der Friedenskirche zu Barmen Jahresfest der Wupperthaler Traktat=Gesellschaft Festpredigt Senior Schwarz aus Gallneukirchen in Ober=Oesterreich. Nachversammlung im Evangelischen Vereinshause zu Barmen mit Bericht von Pastor Haußleiter über:„Neue Ausgaben Sonntag, 12. August, vormittags 9½ Uhr in der Friedenskirche Jahresfest der Evangelischen Gesellschaft fun die protestantischen Deutschen in Amerika. Festpredigt: Pastor Pechmann aus Novo Hamburgo(Brasilien) Nachmittags 3 Uhr Nachversammlung i Evangelischen Vereinshause. Arbeiterinnenschutz in Königreich Sachfen. Nachden wiederholt die Befürchtung laut geworden ist, daß in Fabriken mit weiblichen Arbeitern Mißstände in sittlicher Beziehung vorhanden sind, hat das Königliche Ministerian des Imeren mit Rücksicht darauf, daß die Arbeiterinnen sich schenen den männlichen Gewerbeinspektoren und deren Assistenten von dem Bestehen solcher Mißstände Anzeige zu erstatten beschlossen zur Fördernug der Gewerbsaufsicht vom Jlli ds.#s ab Rtaurtz ioe wil ich glesich, Vorääshe, däch. Site, den. Schtüssel echatten: Frau Rotland schellte und ließ Fräulein Menz bittenSie kam wie immer schwarz gekleide. Nur ein schmaler weißer Linnenkragen hob sich ab von dem dunklen GewandGanz glatt, schwanz und glänzend lag auch das Haar um die niedere Stimn. Alls der Fremde ihr vorgestellt wurde, hob sie sowohl wie er die gesentten Augen, beider Blicke begegneten sich, forschend und fragend, als vermate jeder etwas Unausgesprochenes, Geheimnisvolles in dem Andern Fräulein Merz, begann Frau Rotland, und in ihrem Ton lag mehr eine zaghafte Bitte, als der Beseh einer Herrin gegen eine Dienende,„mnein Bräutigam har Heren Romeck eingeladen im Park spazienen zu gehen, der Herr ist hier zur Kräftigung seiner Gesundhei schaltete sie wie entschuldigend ein Drunten in Gasthaus iste ihm zu unruhig, und der Garten ist#u klein, möchten Sie nun die Freundlichkeit haben, ihn den Schlüsse zum hintern Thor zu geben, daß Herr Roweck ungentert ein= und aus Sehen 16 „Wie Sie befechlen, Frau Rotland eutgeguete Fräulein Merz in dem gewohnten leisen unterwürsigen Ton und doch bemerkte Roweck den schauf fragenden Blick, der unter ihren gesentten Lidern hervorschießend, ihre He##m raf „Ich will den Schlüsse sogleich holen, setzte sie hinzu. „Es hat nicht so Eile und ist später noch Zeit Wollen Sie nicht ein wenig bei uns Platz nehmen Oder sind Sie augenblicklich gan zu sehr von Haushaltungssorgen i Anspruch genommen fragte Frau Rotland und fuhr zu. den Herren gewandt fort Fräulein Merz meine frühere Pflegerin und jetzige langjährige Freundin, hat mir alle Lasten des Haushalts abgenommen und mich sehr verwöhnt. Ich wüßte nicht, wwas ich ohne sie anfangen sollte, fügte sie mit einem bittenden Blick auf ihren Verkobten hinzu Dieser gerade im Begriff, den Herren eine Zigante anZubieten, schien ihre Worte übenhänt zu haben. weihliche Vertrauenspersonen für die letzteres zu bestellen. Deren Aufgabe besteht darin, Beschwerden, Wünsche u. w., welche Arbeiterinnen den Gewerbeaufsichtsbeamten nicht direkt vortragen wollen, mündlich oder schriftlich entgegenzunehmen und sie der Königlichen Kreishauptmannschaft zu übermitteln. Der internationale Kongreß für gesetzlichen Arbeiterschutz tagt gegenwärtig in Paris. Es soll eine private internationale Vereinigung zur Förderung des gesetzlichen Arbeiterschutzes gegründet werden, nachdem in Deutschland, Frankreich, Oesterreich und Belgien zu diesem Zwecke sich bereits nationate Sektionen gebildet haben, in Deutschland auf einer im Mai v. J. in Berlin tagenden Konferenz unter dem Vorsitze des früheren preußischen Handelsministersv Verlepsch. Die deutsche Sozialdemokratie, die noch auf dem 1897er Züricher Kongreß vertreten war, ist in Paris nicht vertreten. Die sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Auer Bebel und Liebknecht waren eingeladen worden sich an dem Arrangemen des Kongresses zu beteiligen, und ihre Namen als Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Sie haben aber geantwortet, daß sie bei aller Sympathie für eine wirksame Arbeiterschutzgesetzgebung die Einberufungsschreiben nicht gemeinsam mit Angehörigen bürgerlicher Parteien unterzeichnen könnten, die im „Klassenkampf“ für die Befreiung der Arbeiter ihnen als Feinde gegenüberständen. In Zürich haben die Sozialdemokraten an dem Zusammenarbeiten mit„Angehörigen bürgerlicher Parteien keinen Austoß genommen und nach der Absage, die sie neuerdings auf dem Berliner internationalen Textilarbeiterkongreß von den Engländern erhalten haben, sollten sie doch den alten Ladenhüter Klassenkampf endlich wegpacken. Es wird aber auch so gehen. Die badische Regierung hat eine Verordnung erlassen, welche die Einrichtung und den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien regelt. Die Bestimmungen erheischen die größte Reinlichkeit in sämtlichen Geschäftsräumen. Das Ausspucken auf den Boden, das Rauchen, Kauen und Schnupfen von Tabal in den Backräumen ist untersagt. Die Arbeitsraume müssen einen festen, ebenen und dichten Fußbeden, die Wände und Decken, soweit sie nicht mit einem abwaschbaren Oelfarbenstrich oder mit eine abwaschbaren jugen und ritzenfreien Holzvertäfelung versehen sind einen Anstrich von Kaltmilch haben welcher mindestens einmal jährlich zu erneuern ist. Bei Neuanlagen ist die Anbriugung von Holzvertäfelungen in den Backräumen untersagt. In allen Arbeitsräumen müssen Sitzgelegenheiten sir die Arbeiter in genügender Zahl vorhanden sein. Die Schlafsticben der Gesellen und Lehrlinge sollen gesund sein und namentlich genügend Luft haben. Die Arbeitgeber haben auf den Gesundheitszustand#ud die Reinlichtei ihrer Arbeiter genau acht zu geben Arbeiter, welche an aufteckenden oder ekelerregenden Krausheiten iusbesondere u Hautkrankheiten (Ausschlägen Schwindsucht usw.) leiden, sind ohne weiteres von der Arbeit auszuschließen. Backwaren, Mehl und dergl. sind jederzen#lüstigen und treckenen Räumen aufzubewahren, die dem Siuflusse schlechter Diste oder dumpfer Luft nicht ausgesetzt und Untersiehmer=Brutalität Unter dieser Spitziante schreibt der Barmer Lok=Anz Veranlaßt durch den augenblicklichen schlechten Geschäftsgang sah sich ein Arbeitgeber veranlaßt, für einen ei seine Arbeiter sog Ferien einzuführen, d h. Ddie Arbeiter mußten abwechselnd eine Woche feiern Als nun am Saiustag wiede zwei Arbeiter an die Reihe kamen, wagte der eine derselben, der schon ein paar Jahre im Geschäft thätig ist, dem Prinzipal vorzustellen, daß er mit der ihm von seiner Organisation gewährten Arbeitslosen=Unterstützung allein nicht gut auskommen könne, was der Arbeitgeber auch einsch Mit anderen Woxten gesagt der Arbeiter stellte es dem Prinzipal auheim, ihn für die„Ferien wenigsteus i etwa zu entschädigen Die Antwort sollte nach Rücksprache mit dem Betriebsleiter erfolgen Dieselbe erfolgte dann auch und lautete folgendermaßen Sie brauchen nicht zu feienn sondem müssen Tagen aufhören Sie haben in letzter Zeit Ihre Pflicht nicht gethan. Eine derartige brutale Antio### eine Anfrage hin erteilte nicht etta König Stumm von dem man so ettas im Notfalle erwarten könnte, sondern der sezieldemokratische Dreuckereibesitzer Hermann Grimpe in Elherfeld, der frühere Besitzer und Redakteur jetzige Prucker der Freien Presse Organ des werkthätigen Volkes von Rheinland und Westfalen, welches nie genug über die Brutalitäht der Arbeitgeber à a Stumm u. w zu berichten weiß. Was sagen die„Genossen zu dieser Handlungsweise eines M e Altena, 26. Juli. Ueber des Eisenbahnprosekt LetmatheSchweite=Dortnund läßt sich der hiesige Handelskammerbericht folgendermaßen aus. Die Linie ist dazu bestimmt, die Ruhr=SiegEisenbah#linie von Letmathe ab mit dem Kohlen= und Hüttengebiet zu Dortmumnd zu verbinden. Durch den Ausbau dieser Strecke erfährt die Linie Leinathe=Hagen=Dortmund die gebührende und driugend wünschenswerte, notwendige Entlastung und die Entfernungen von Leimathe erhalten nach Schwerte eine Abkürzung von 5 Kilometer nach Hörde B.= M. 18, Kllom. Rh.=B. 10, Kilometer, nach Dortmrund Ach.=B. 15.9 und B=M. 171 Kilometer. Es ist eine allgemein bekannte Thatsache daß seit dem Ausbau der Nuhr=Siez=Eisenbahnlinie sich im Leune= und Sieggebiet eine vielseitige Industrie entwickelt hat welche zu einer nie geahnten Ausdehnung gelangt ist. Diese Industrien leiden aber seit Jahren unter der erdrückenden Konkurrenz der andern Eisenbahntnotenpunkten und im Kohlenrevier errichteten gleichartigen Werke und deshalb ist das Bestreben beider Gebiete Lennegebietund Siegerland um Gewährung von Notstandstaufen ein berechtigtes und teilweise von der königlichen Regierung anerkanntes. Neben diesen Notstandstarifen sind die direkten Verbindungen zur Eereichung der Absatzgebiete fur die hergestellten Waren und Mengen und zur Erlangung der erforderlichen Verbrauchsmaterialien ein unbedingtes Erfordernis wenn die einst blühenden Industriezweige erhalten und wieder zu lohnender Entwickelung gelangen sollen. Diesen Ausgleich wird die Eisenbahnlinie Lennathe=Schwerte=Dortmund in erheblicher Weise fördern was um so erforderlicher, als nach Fertigstelltzng des Kanals der merkantile Centralpunkt der Industrien in Dorimund zu suchen sein wird Das Bestreben, die Nuhr Siegbahn mit Dortmund zu verbinden, erhält außerden noch eine erhöhte Bedentung dadurch daß die beiden industviell bedeutenden Städte Schwerte und Hörde in Mitbeziehling gebracht und dasuich der Wert der Anlage für das Lennegebiet und das Siegerland bedeuend erhöht wird. Sütersloh, 26. Juli. Zur Feier der Einweihung des Martenfelder Bahnhofs suhr gestern ein festlich geschmückter Zug von hier nach Marienfeld. Die Marienfelder hatten, wie die G. Zig. meldet, des Dampfroß, welches des morgens erst die Arbeiter nach dort beförden, mit Kränzen und Fähnchen sehr schon geschmückt. Außer einigen Herren vom Vorstande der Gesellschaft und den Herren der Bauleitung schlessen sich noch eine Anzahl Gutersloher an und in slotter Fahrt gings zum festlich geschmückten Marienselder Bahnhofe. Böllerschüsse verkundeten auch den entfernter Wohnenden das für den Ort so bedeutsamte Ereignis. Die Feier bestand in Ansprachen und in Bewirtung der Arbeiter, ca. 70 an der Zahl. Gegen 9 Uhr traf der Zug hier wieder ein. Der Vorstend des hiesigen###ottenvereins hat in seiner vorgestrigen Sitzung beschlossen, 200 M. für nusere Truppen in China zu spenden. Dieser Beizag ist durch Vermitelung der Reichsbautstelle dem Hauptkomitee in Bertin übenwiesen. Koblenz, 25. Juli. Gestern fand hier unten den Vorsitze des Oberpräsidenten Nasse eine zahlreich besuchte Generalversammlung des Rheinischen Provinzialvereins vom Roten Kreuz statt. Aus dem vom Schiftführer erstatteten Bericht ziung hervor, daß zur Zweigvereine bestehen in allen Kreisen der Provinz unik Ausnahme des Landkreises Nachen und der Kreise Schleiden, Geilenkirchen, Wipperfürth, Gummersbach, Ottweiler und Daun Die Zahl der Sanitätskokonnen ist auf 168 mit 4872 Mitgliedern gestiegen Zur Unterstützung der Thätigkeit des Roten Kreuzes in China bewilligte die Versammlung 10.000 M. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, für drei verstorbene Mitglieder traten Beigeordneter Ortmann und Bergassessora. D. Oswald, beide in Koblenz, und Oberpräsidiglrat a. D. Frhr. v. Schorlemer=Lieser in den Vorstand ein. 25. Juli Gelegentlich des hier abgehaltenen Gesangwettstreites kam es, wie Lokalblätter berichten, zu unliebsamen Austritten. Ein Verein aus einem Landort unweit Bonn war für die Sängerklasse bestimmt und zeigte sich hiermit sehr unzufrieden, sodaß er seinem Unwillen in drohender Haltung schreiend Luft machte. Einer der Kampfhähne rückte den Preisrichtern mit einem Knüppel zu Leibe. Feuerwehrleute und Polizeidiener eischienen im Saale, um die Preisrichter zu schützen und dem Skandal ein Ende zu machen Gestern sollte der Verein auftreten, aber man beschloß, ihn nicht zuzulessen, bevor der Knuppelschwinger Abbitte geleistet. Nun stellte es sich heraus, daß der Radaumacher kein Mitglied des betreffenden Vereins war, sondern nur als„Freund“ und„Gönner mitgereist war. Köln, 26. Juli. Der Schah von Persien traf heute morgen 7.40 mit großem Gefolge in einem stattlichen aus Salon= und Schlafwagen bestehenden Sonderzug von Berlin kommend, auf dem hiesigen Hauptbahnhofe ein Zum Empfang waren erschienen die Herren Oberbaurat Jungbecker als betriebstechnischer Deeernent der hiesigen Eisenbahndirektion und Herr Generalkonsul Stollwerck, letzterer in persischer Konsulunisorm. Etwa eine halbe Stunde nach der Ankunft entstieg der Schah dem Salonwagen und fuhr dann in Begleitung eines kleinen Gesolges nach der Stadt Sowohl der Schah als auch sein Gefolge trugen Zivilkleidung. Ersterer ist nur dadurch zu erkennen, daß er einen braunen Ueberrock trägt, während seine Begleitung in schwarzen Gehrock gekleidet ist. Der Schah ist im Hote Großer Kurfürst abgestiegen und wird bis morgen mittag in Köhn bleiben um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Heute vormittag erschien der Großvezier im Dome, um sich zu erkundigen ob die Vorbereitungen für die Besichtigung des Domes getroffen seien. Auf die Frage, ob er nicht die Kopfbedeckung abnehmen wolle, erwiderte der Großvezien, das sei bei ihnen nicht üblich, und als ihm erklärt wurde, man müsse hier auf der Beobachtung dieser Sitte bestehen antwortete der Großvezter„Dann wird Se. Majestät nich kommen.„Dann müssen wir zu unserem Bedauern auf die Ehre verzichten, wurde ihm erwidert, und bald nechher traf die Meldung ein, daß der Schah vorläufig von dem Besuche des Domes Abstand nehme. 25. Juli. Durch eine Süistung ist die Stadt M.=Gladbach in den Stand gesetzt worden, eine große Lungen Heilstätte zu errichten. Das am Samstag im Alter von 46 Jahren verstorbene Fräulein Luise Gueury hat eine Reihe von Legaten für Verwandte, sowie für Vereme und Wohlthätigkeitsanstalten ausgesetzt und den gesamten Rest ihres Vermögens der Stadt M.=Gladbach zum Zwecke der Errichtung und Unterhaltung einer Lungen=Heilstätte in unmittelbarer Nähe der Stadt vermacht. Da das Vermögen der Verstorbenen zur Zeit nicht genau zu übersehen ist, läßt sich die Höhe der der Stadt hinterlassenen Summe noch nicht bestimmt angeben. Sie wird auf etwa 500.000 M. geschätzt. Nachen, 26. Juli. Die Tuchfabrik Bimberg u. Vertaut ist heute nacht größtentels wiedergebrchnt. 78 Webftühle sind vernichtet. Biedenkopf. 26. Juli. Hier wird vom 16 bis 18. August ein Volkofest, das alle sieben Jahre stattfindet, gefeiert. Es ist dies der berühmte dreitägige Grenzgang. Bei diesem Fest begeht thatsächlich die gesamte Einwohnerschaft Biedenkopfs die Stadtgrenze, die vorzugsweise durch die der Stadt erb= und eigentünmlich gehörenden prächtigen Waldungen läuft. Hier giebt es auch noch lebende Zeugen aus altgermanischer Zeit, wie die große Linde bei Frohnhausen a. d. Lahn; sie hat in Monneshöhe den vielleicht in Deutschland beispiellosen Umfang von 9.80 Meter ist innen hohl und ganz durchwachsen. VerBaum, der über 1000 Jahre alt sein soll, zeigt noch keinen dürren Aft. Die sogenannte Weibereiche in dem Gemeindewald von Horbach Kreis Unterwesterwald, die einen Umfang von 8.95 Meter hei, wird über 700 Jahre alt sein. Den Beinamen„Weibereiche“ hat sie im Jahre 1848 erhalten, da eines Tages die Frauen von Horbach, mit Aerten ausgerüstet, in den Wald zogen, um sie zu sellen. jedoch wegen des ungeheuten Umfanges davon abließen Aus Thüringen und Sachsen, 26. Juli. Der Schaden, welche durch das letzte Hochseuer veursacht worden ist, beläuft sich nach ungefähren Schätzungen gegen 40.000 Mark. Oldisleben. Zwei Zigennerknaben badeten in der Unstrut und kamen dabei an eine tiefe Stelle, aus der sie sich nicht retten konnten und so mußten die„braunen Knaben eririken. Lobenstein Hier wurde ein Jagdpächter tot aufgesunden Bequemlichkeitshalber ließ er seine Flinte steis im Walde zurück. So trug es sich zu, daß er selbige unter einem überdeckten Graben verborgen hatte. Als er sie hervorziehen wollte, ging das Geschoß los und traf ihn in das Bein, oberhalb des Kniees in die Schlagader. Dadurch hat er sich verblutet.— Küllstedt Eine 23 jährige Magd hatte sich auf dem Schützenfeste mit Tanzen vergnügen wollen. Kaum hatte sie den Aufang gemacht, als sie wegen Unwohlsein den Tanzsaal verlassen mußte. Sie stürzte sofort zusammen, denn ein Lungenschlag hatte ihrem Leben ein schnelles Ende gesetzt Seebach. Die bedeutende Hitze der letzten Zeit sorden auch fortwährend ihre Opfer So traf einen Musiker beim Zapfenstreich ein Hitzschlag, woran er trotz soforiger ärztlicher Hilfe am andemn Morgen verstarb. Altenburg. Aus einer Familie in Sonneburg giugen vier Söhne als Soldaten auf den Kriegsschauplatz nach China ab. Aerzen, 25. Juli. Großes Aufsehen hat die vor einigen Tegen erfolgte Verhaftung unseres Bürgermeisters Prött und dessen Abführung in das Gefängnis zu Hameln erregt. Prött hat die Gemeindekasse um cn 6900 Mi und verschiedene andere von ihm verzwattete Kassen um 18 20.000 Mi. verkürzt. Der Vorsall ist, wie das„West Volksbl.“ dazu bemerkt, um so auffallender, als Prött einschließlich seiner Untereinnahmen ein Einkommen von 4000 Mk. besaß wonit man in einem Flecken, wie Aerzen, doch recht gut leben konnte, auch ohne Defiei und Schulden zu machen. Zur Konitzer Morbangetegenheit schreibt der„Reichsbote Konitz ist für die zreußische Justi zur Zeit etwa dasselbe, was China für die Reichsdiplomatie ist, die Stelle, an welcher sie bisher den Bejähigungsnachweis schüldig geblieben ist, aus sich die vorliegenden einsten Probleme befriedigend zu lösen Seit Mitte März wichtt die Untersüchung des ebenso grausigen wie mysteriösen Mordes an dem jungen Winter zahllose Vernehmungen Haussuchungen, Lokaltermine haben stattgefunden, die Stoße der Akten schmellen immer meh an, aber ein wirtliches Licht ist noch immer nich in den Fall gebracht worden obwohl es an Entdeckungen wunderbaren Zwischensallen, Detalls jeder Art, Zeugenaussagen der verschiedensten Richtlingen wahrlich nicht gefehlt hat. Woran liegt dies, da doch auch die Konitzer Verhättnisse, unter denen der Mord geschah, leicht übersehbar sind und nach der Oertlichkeit und Beschaffenheit des Leichenfundes doch gauich nur wenige Möglichkeiten der Ausführung des Verbrechens in Frage kommen Offiziöse Auslassunge haben seinerzeit ais Hauptgrund für die Fehlschtage der Untersuchnug die durch die 10 Ritnalmordfrage verursachte Erregung der Bevolkerung angeführt, das ist ein schwaches Auskünftsmittel Eine schachfinnige Justi muß diesen Punkt zu überwinden wissen, der nah unsere Meinung techtlich zunächst überhaupt unter geordne ist. Die Frage nach der Person des oder der Mörder ist die erste, die nach den Motiven die zweite. Der güßte Fehler wäre es, wenn man die eiste unter die zweite pressen wollte. Auch die Zeugen dürsen zunächst zur nach ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit, nicht nach der Probabilität ihrer Aussagen für den Richter eingeschätz werden. Und dach schein das einzelten Stadte der Unsterstichung wenrigstens, geschehen zu sein. Daras, wdie aus der zu sehr in die Breite gehenden Spirenverfolgung die sich nachweislich nehrinäls und zwgr recht emnseitig in die Irre verläufen hat, erttärt sichezuachst das niegattve Ergebnis, das nicht den gerechten Verlangen des deuschen Volkes nach voller Sühnung gerade dieser eitsetzlichen Mordihe# entspricht und immer wieder den Ruf nach endlicher beldiger Kickting hervorrufen wird. Mit einen Non satten, im Touiene Prozeß, wo das unschuldige Blut des armen kleinen Knaben Hocnnann noch immer ungerächt zum Himme schreit läst sich diesmel die Oeffentlichteit nicht abfinden; darauf ta#n sich die Jusitz uerlessen. Welche Irriümer bei dem bisher durchgeführten Verfahren möglich ge wesen sud, das zeig#n schagendsten die Spisode des chitlichen Schlichtensceiceres Hostiche esen auich icen, sielenes Inserat daß Aubencie 8n Ssen 8 che cnrn empfohlen. bis 62 die 50 Kil. Schlachtgewicht, In Kälbern ziemtlich sebhaftes, in Schafen ruhiges Geschaft geräumt Eingeführtes frisches geschlachtetes (Buchhauslunts der Berliner Stadtmissien R am n Drediger-Opnate, Autependien eic.##11 Weriskungen von Müene Talare vost=Ruschnin in Halbwon Talare von Kaschi Wolle Solate 990 50) Salare nSaen vorschteiftsmäßig, von gutem Samste Bosets n Sne Varetts Luther u. Huß— von guten Sammer Busetss e Bässchen jede Art. Bei schtlichen. Sachent Kaichiticrent, wie siüte Gucen, Sitzuthd, Haltbarkeit, dg die Glegenscähnde eis iutrseder eigenen Wertstat hergestellt, werden Stähstliche Ueberschüsfe steßen der Berliner Stadtstission Gscosläufen Cocosmäften Wachstache Muflegestoffe emptiehlt BISSEE CLNSSCAMS CAHETEETRSESSG ##DEr. C. ErASE, BerLUN NE 8. K LORGRSE 4 Versendet ihren S-Ahie elicies teloes che ses ees e eec eecen ee- n une ares Auschaffung von Kirchengerathene bents Einie Mittelitähg über die gewtünscht. 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Juni 1900 ist die Ermordung des Gymnasiasten Winter zwischen 3 und 4 Uhr und bis spätestens halb 5 Uhr nachmittags erfolgt. Danach erscheint es aber völlig ausgeschlossen, daß der Angeschuldigte der Thäter gewefen ist, weil der Angeschuldigte am Sonntag, den 11. März 1900, sich nachmittags zunächst in der Kirche und sodann mit seiner Tochter Anna, Pfarrer Reimann, Amtsvorsteher Fengler und Fräulein Feugler in dem Hause der Fleischermeister Ziebarthschen Eheleute bis nach 6 Uhr aufgehälten hat. Ueberdies ist es nach dem Gutachten der Sachverständigen Dr. Müller und Bleske völlig ausgeschlossen, daß der Thäter die That ohne Ueberlegung ausgeführt hat, vielmehr sprechen die Beschaffenheit der Leiche, die Art der Zerstückelung und die Art der Beiseiteschaffung der Leichenteile dafür, daß die That von mehr als zwei Personen und nach einem wohlüberlegten Plane ausgeführt ist. Der angeschuldigte Hoffmann kann daher auch aus diesem Grunde als Thäter nicht in Frage kommen. Selbst wenn man auch die Möglichkeit zugeben wollte, daß die That nach 4½ Uhr in den Abend oder Nachtstunden vollführt sei, so würde der Angeschuligte Hoffmann gleichfalls der That nicht verdächtig erscheinen, weil nach den durchaus glaubwürdigen Aussagen der Hausgenossen des Hoffmann, der Fleischerlehrlinge Lougear, Mysikowsk und Welte und des Dienstmädchens Kaudetzki, weder an den Abend des 1. März, noch an späteren Tagen irgend verdächtige Umstände oder Spuren der That bemerkt worden sind. Die Voruntersuchung hat sonach die Nichtschuld des Angeschuldigten ergeben Demgemäß war der Angeschuldigte gußer Verfolgung zu setzen. Die Kosten des Verfahrens waren gemäß§ 499 der Str. P. O. der Staatskasse aufzuerlegen. Diese Begründung zeig selbst, auf wie schwachen Füßen der gesamte Verdacht gegen den angesehenen christlichen Bürgersmann gerüht hat. Wenn er trotzdem von den Kriminalisten besonders dem Inspektor Braun und dem damaligen Untersuchungsrichter in dieser scharfen Weise und bis zu diesen für Hoffmann und sein Haus überaus schmerzhaften Konsequenzen verfolgt worden ist, so steht man vor einem gewissen Rätsel, das auch der loyalste Untenthanenverstand nicht M an Standesamt Siegen. Aestches uar de. 16. r. 25 Gehurten. Ernst Erich, S. d. Schmieds Rug. Weiel, en Margarete, T d. Fabrikarb Karl=Reuter eo Chriftian Friedrich S. d. Erdarbeiters Christian Klein, ev. Dina Emilie Erna,### Kaufmanns Robert Fiebach kath Fides Katharina Minna,####. Malers und Anstreichers Bernhard Geisen ev. Erna# d Metzgers Georg Ludw. Heinr, Saßmannshausen ev. Johanna d. Lokomotipheizers Rudolf Beier eo. Elisabeth d. Modellschreiners Heinrich Ludwig Fuhrmann eo. Ana Margarete, 2. d. Zimmermanns Karl Wihelin Otto Mönch, ev Katharina Anna Erna, T. d. Hüttenarbeiters Christian Krämer, er Anna, T. d. Buchhalters Heinrich Alexander Christion Kan Nies,## Wilhelm August Johannes, Sd Kauffnanns Klaus Wilheln Westphalen ev Friederike Auguste Elisabeth, 2 d. Fabrikarbeiters Adam Eberh, Paul Hatzig, kalh. Friedrich, S. d Metgers Joseph Friedrich Goldschmidt, ev. Aufgebote. Röhrenschmried Heinr, Aug, Achenbach mit Aucgüfste Otto hier Schlosser Louis Reinhard Bickel mit Elisabelh Schwunch, hier Schlosser Franz Peter Karl Meiswinke in Base(aus Siegen) mit Maria Zunkehr in Bern. Kaufmann Klemens Wiese in Reheim mit Anna Katharina Büdenbender, hier Lederfabrikant Wich Heinr. Aug. Hüttenhain in Obernetphen mit Elisabeth Amalig Ida Orch hier — Kesselschmied Kauk, Wih. Ab. Müer, hier, mit Suma Katharing Grebe in Weidenau. Eheschließungen Buchhalter Konrad Wilh. Karl Grimm mit Lisette Elisabeth Katharine Vogel er Lokomotivführer Heinrich Jakob Adrian de Haan in Altenhundem mit Franziska Friederike Bosch, hier, kath. Sterhefälle. Ehefrau Schneider Friedr, Müller, Luise geb= Habicht, 30 J. alt, ev. Schieferdecker Johs genannt Ludwig Adams, 55##. alt, ev. Frieda Emilie, T. d. Hüttenarbeiters Friedrich Wilhelm Müssener, 3 M. 14 T. alt, ev. Emilie Ottilie Martha,##d. Bergmanns Eduard Karl Remmel, 3 M. 5 T. all, kath. GerberJupalide Heinrich Bemfert, 66 J. alt, eo Minna Schweitzer, 19 J. alt, ev. Pensionierter Lokomotivführer Friedr Sassenscheidt, Berlin, 27. Juli. Die Spekulation zeigte große Zurückhaltitnig. Bei den Vorbereitungen zum bevorstehenden Ultimo stellte sich Stückbedarf fur einzelne Papiere, namentlich für Oesterreichische Werte und Aktien der Deutschen Bank heraus, der kurssteigernd wirkte. Eisenindustriegesellschaften bevorzugt auf die Eowartung günstiger Jahresabschlüsse Kohlenaktien teilweise besser Ultimogeld 4 ProzentPrivatdiskonto 4 Prozent. Anfangs waren Kreditaktien 208.25 Diskonto=Komm. 175,50, Deutsche Baul 189,60, Dresdner Bank 147,75, Darmstädter Bank 132.50, Handelsgesellschaft 1##40 Staatsbahn 139.50 Lombarden 25,25, Marienburger Gotthard 136 10, Schweizer Central 140.70, Schweizer Nordost 88.60, Jura=Simplon 86,70 Prince Heuri 112.10, Bochumer 199,— Dortmunder 101, Lausa 216.50 Gelsenkirchener 193,/60, Harpenter 186,70, Hibernia 207.20, 3proz. Reichsanleihe— Italiener 93 Hproz. Mexikanten Tünkenlose 108.50, Spanier Kahen 95 Berlin, 27. Juli Aufsleidlich festes Nordamerita und Engkand war das Angebot vorsichtig und die Kauflust im Uebergewicht. Die Preise für Weizen und Roggen im Lieserungshandel waren beischwachem Umsatz M. bis besser Hafer ruhig Rüböl eine Kleinigteit höher.#de Spiritus N. 50.40. Der Umsatz beirug. 6000 Weber Mettes 188995 Vesichten uih een nn r nnn per Sept. 156.00 Roggen per Juli 138.20, per Aug. 13½.00 ver Sept. 137.50. Hafer per Juli 133.25 per Aug 127.50. Mais, amerik Mixed loko, niedrigster Preis 1#1 1.50, do. höchster Preis 108.25 per Jui. Rüböl per Juli 58,30, per Mar 56.70. Spiritis 5oer 7der 50.40 Wetter Schön. Köln, 24. Juli.(Fruchtagkt.) Weizen, alter M. Roggen neuer 14 25, Hafel, alter Hen, neies M. bis 8.50 Maschinenströh Röggene) 2.90, Nchtstoh(iegeldrusch) 8.20, Krumimstooh M. 2.20 die 100 Kilo. Neufz, 2 Jli scFrüchtmart.) Weizen, I. Soue M. 16/70, 2 16.20 3. 15.70 Roggen, Soite M. 15.30 2 14.50 3 14 Hafer Sorte 15 alles die 100 Kilo. Neue Kaxtoffeln M. 3. bis Hen M. 3.40 3.90, Luzemenheu M. 4.40 die 50 Kilo Maschinenstroh N. 12. Flegeldrüisch, Ne. 15. die 500 Kllo. Kleie N. 5.20 die 50. Klo. Prese umperichen RN RR RR Re chche schches cchs trieben d##r Kälber M. 15 Doppellende bis 88 b. 70. 72. c. 65 66 d. b4 60 240 Schafe, M 70 b. 65—61 bis 62 die 50 Kil. Schlachtgewicht. In Kälbern zientlich Fleisch aus Holland in der Zeit von 15. bis 21. Juli betug 182 Viertel Großvieh, 21 Kälber. Hannaver, 26. Juli Biehmarkt Aufgetrieben 531 Stück Schweine, 242 Kälber, 105 Hammel. Schweine 1. Sorte 52— 53, 2 Sorte 46 50 für 100 Pfd. Kälber Sorte 70—72 Pfg., 2. Sorte 60—65 Pfa., 3. Sorte 50. 55 Pfg. Hammel 1 Sorte 65 68 Pfg, 2. Sorte 60 Pfg, das Pfd Handel langsam. Schluß des redaktiouellen Fü unsere Unsere Zeit steht im Zeichen des Weltverkehrs, des Welthandels, der Weltpolitik, und in solcher Zeit ist es Bedürfnis eines jeden, die Tagesereignisse zu verfolgen. Diesem Iutereste trägt, die von einem hervotragenden kartographischen Institit, heigestellte Weltkarts steich Möglichteit Rechnung: dieselbe zeigt die Transportwege utnd die Entfernungen der einzelnen Staaten nach dem chinesischen Kriegsschauplätze, die Größenverhältnisse der einzelnen Staaten und der Kolonialbesitzingen der hauptjächlichen Mächte. Die Weltkarte ist ¼ m breit und 87 cm hoch, in 8 Farben bergestellt, mit Stäben und Oesen versehen, fertig zum Der Preis beittägt für, die Fteunde und Abenjenten uuseres Blattes nur Mark 1.50. Bestellungen auf die Wandkarte werden möglichst bald Sbeten elr citstschiets, fitnd bis ait, II. Jone 35 Wig,(von der II, Zone ab 60 Pfg.) für Porto und Verpackung beizufügen. Den Betrag nebst Porto bitten wir bei Aufgabe Bestellung per Pestantzeisung einzusenden, da durch die Nachnahmegebühr die Expedition wesentlich erschwert und verteutert wird. Die obige Beigänftighung gewähren wir zur unsern Abonmenten. Nichtabortneiten indes geben wir diese Wandkarte zumn Preise 806s ar 8 Die Geschiststale der Veitug ,.2905, Volk) Siegen, Sandstraße 18. „Gutes Weiter ist besondens für Land= und Gartenwirte, Ausftügter und Sommerftischlinge usw von größter Wichtigkeit, hängt doch davon Eunte, Ausftüge, der Besuch ihrer Lokale ab, und müssen daraufhin so mannigsache Vorbeteitungen getroffen werden. Wenn man es auch noch nicht so meit gebracht hat, das Weiter zu beeinflussen, so ist es doch schon von großem Vorteil über das kommende Wetter im voraus unterrichtet zu sein. Ein solcher Prophei ist das Wetterhäuschen von Fris Abel in Kierspe i. West(siehe nach phyfikalischen Gesetz Witterungs=Veränderungen anzeigt und durch seine geschmackvolle Ausstattung jedem zur besonderen Zierde gereicht. Die Anschaffung eines wicd jedentnahtu große Freude bereiten und daher nur bestens Fritz Abel. Scherdrecgnn Reparaturen schnen und dinign SIRGEN Koststrasse und Wanderer. Brennabor. Schladitz PlanetFahrräder Oliver- u. Victoria-Schreibmaschinen. sind genigesidh bekansit und bedürfen einer weiteren Empfehlung siche SchladitzMotor-Zweifäder ind von Interesse lich und Zubalidsenräder Kinderräder Krankenfahrfühle Sportwagel Phönix(Spstem, Rundschift), vollkommenste Nähmaschine. Schladitz- diebes- und feuersichere Geldschränke u. Geldkassetten. 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