Nr. 5. Siegen, Sonntag, den 7. Januar 1900. Fir Kaiser Die Zeitung„Das Volk“ erscheint an jedem Wochentage abends. Bestellungen sind bei dem entsprechenden Postamte(Nr. 7728 der Zeitungsliste) oder beim Landbriefträger anzubringen Bestellungen für Siegen nimmt außer der Post die Geschäftsstelle entgegen Preis vierteljährlich für die Stadtabonnenten M. 1.25 frei ins Haus 40 Pf. mehr, für alle Postabonnenten M. 1,35 frei ins Haus 40 Pf. mehr. Siegen: Schriftleitung und Geschäftsstelle: Sandstraße 18. Fernsprech=Anschluß Nr. 205. Berlin: Agentur: NN Klopstockstraße 7. (D. v. Oertzen.) Durch die Zeitung„Das Volk“ finden Anzeigen weiteste Verbreitung im kauffähigen Publikum des ganzen Reiches. Preis der 5 gespaltenen Petitzeile für die Provinzen Rheinland und Westfalen, Hessen=Nassau und das herzogtum Hessen 10 Pfg.; für das übrige Reich 25 Pfg. Aufträge sind gesälligst der Geschäftsstelle oder durch ein Anzeigen=Vermittelungs=Geschäft zu erteilen. * Samstag d. 6. Jan. abends 8 Uhr in Weidenau bei Gastwirt Robert Bredenbeck, Siegstraße 78. Sonntag, Jan nachm. 3 Uhr in Truppach bei Gastwirt Friedr. Müller. Montag8 San abends 8 Uuhr in Altenseelbach bei Gastwirt Christian Gaumann. Dienstag d. 9. Jan, abends 8 Uhr in Siegen bei Gastwirt Demandt, Marburgerthor. Boktrag des Herm Dr. Burckhardt 44588 Die Aufgaben des neuen Jalrhunderts. Jedermann ist freundlich zu obigen Versammlungen eingeladen. Gehen wir energisch gegen England vor, so setzen wir ja Vom=Gebiet der inneren Politik ist aus der abgelaufenen Woche kaum etwas zu melden. Nur daß die Bewegung zu Gunsten einer Verstärtung unserer Flotte fortgeht und nicht uur dierch heimische Perstic ud Blätter geförden n sondern vor allen Diugen durch die Ereignisse in indischen Ozean Mit brutoler Rücksichtslosigkeit bemächtigten sich die Engländer unserer Postdampfer, durchstchen sie legen die Kette, zwingen sie soganin dem absollt neuticgten Gewässer von Aden zum Löschen der Ladung während bisher schlechterdings gar nichts bekamnt geworden ist, wves ausreichte, diese Unverschämtheiten zu erktchten ud zu echt seitigen Dieser trgurige und dentütigende Stand der Bige en zwei Fragen nähe warum ist gar nichts geschehen, durch die Kriegsschifte deren ir dech eine ganze Anzahl besitzen unseren Handel in Ostaftik in erwas zu schützen Und zweitens giebt es ein Mittel auch gußerhalb der diplomatischen Aktion um die Engländer zu einem bescheidenen undanständigen internationalen Verhalten uns gegenüber zu zwingen Was die erste Frage betrifft, so kann daran erinner werden, daß Deutschland während der Unruchen in Chile 1891 das ganze Kreuzergeschwaden von Ostasien nach der westameritanischen Küste beorderte, ebenso erschien beim japanischchinesischen Kriege ein ansehnliches deutsches Geschwader Ostasten Während der Kämpfe der Anerikauer mit den Spaniern auf den Philippinen war fast das ganze Kreuze# geschwader vor Manila anwesend. Endlich waren nach dem Jameson=Einfallzwei deutsche Kreuzer mongtelhug in Lon#enen Marquez vor Anker, setzt aber obwohl der Krieg schon beinahe drei Monate im Gauge ist, hatsichnochein den sches Krn Belagonbar sehen lassen Die Ankunft eines kleinen Krenzers daselbst ist eist fur die stächsten Tage in Aussicht gestell Ertichrungsgrund diese miktähpische uind diplomgte sche Sorglosigkeit liegt oftenbatin dem Vertuchten#useres auswärtigen Amts auf die durch den deutschenglischen Vertrag geschaffene Lage. Man#te, daß E#####nd, well es### wescntliches Interesse habe, seine eigen b# Lage nicht noch zu verschärfen und Deutschland zu reizen die üblichen uterugtiongten Rücksichten nehmen werde Aber diese Rechnung hat sich als ganz falsch ern England##cht darnnf daß wr ihm so leicht den Krieg sucht eeklaren werden uch wenes tsete Flagge beleidigt und es bethächt sich geradennee als es glaubt dies ungestas n dursen De rechzeitige Vorsorge paß Bleiht Ash die Stage hrig gieh eden omatischen Verhansen bei denen gas nichts Verauskommen nd dn die VerSeihaltigstug unseren Schife#nnan eine Bßge e noch irgend ein auf dem Gebiet de Gewalt begendes Mittel, um England zum Einleten zu zwingen Denn u Snch ee en Pri wrde nni Saden A n n naueren= Meberblick über Die Verteitg dserer Soiteinden wetschtedeste Meeren in Widerstandstraf haben man mßte auch genauer ube di Mäglichteiten unseren den enchtischen Haudel und enen entschen# in schädigen unterrichtet en ais dies bei#berftächlichen Ueberblick möglichin wenn man die Aussichten ies dploatischen Bruchs bezechnen#ill. Mutmäßlich urde##ein energisches Atinigtum#ofort den ertwinschten Zusten stellen Aber auf solche Hoffnung hin durste man nicht##rgehen, wenn nicht der feste Gutschluß hinter der Drehung stäüde, an Stelle der Feden, falls sie vensagen sollte die Waffe ohne Zweifen, ie die Ding ti eitmgt ltegen, der Oiptomatische Weg zu Ende gegaugen #werden Aber wenn er versagt was dann Wagen win iu viel oder zu wenig, wenn wir jetzt, obschon nur mt eie Defensivftotte ausgerustet, unsere gerechten Fordentügen mit der Force des Schwertes,(ontentierene Afrika aufs Spiel Aber wird dieser Vertrag jemals perfek werden? Und ist es nicht vielleicht ebenso klug, auf die Karte der Vereinigten Staaten von Südafrika, als auf die Karte der englischen Herrschaft in diesem Weltteil zu setzen? Von Portugal scheinen ja freilich erhebliche Schwierigkeiten nicht mehr zu drohen. In der portugiesischen Pairskammer ist es zu einer sehr bemerkenswerten Aussprache über Portugals Stellung zu dem Kriege in Südafrika gekommen. Der Minister des Auswärtigen erklärte auf eine Aufrage, die Linie, auf der Portugal sich bewegt habe, sei die gewesen, zu sehen, daß weder der eine noch der andere der kriegführenden Teile in Louxenco Marques Hilfe oder Unterstützung finde. Er der Minister habe keine Mitteilung betreffend die Durchfuhr von Mannschaften und Kriegsmaterigt, und jedes Vergehen der Beamten wider ihre Weisungen würde in verdienter Weise geahndet werden. Der Minister fügte hinzu, Portugal habe keinen Grund an der Loyalttät und der korrekten Haltung Englands zu zweifeln. In Beantwortung einer weiteren Aufrage erklärte der Minister, es sei nur möglich gewesen zwei verschiedene Haltungen gegenüber dem Krieg einzunehmen man konnte sich daran beteiligen oder ihm ferubleiben. Portugal habe sich nicht daran beteiligt und habe im Einklange mit Präzedenzfällen seine Neutralität nicht erktärt. Der englisch=deutsche Vertrag sei ausschließlich von zwei fremden Nationen abgeschlossen worden, und Portugal habe, wie bereits in den Cortes mitgeteilt worden sei von beiden Nationen gaut, bihdige Zusicherungen hinsichtlich der Wahrung seinen Sonvercuetct erhalten Portugal könne überhaupt keinen Vertung abschließen, ohne daß die Cortes davon Kenntuts n n Mn n aeer leugnung des viel besprochenen dentscheenglischeporeügiesischen Vertrags über die Delagogbai und den afrikanischen Kolontalbesitz Pertugals Vermutlich haudett es sich dabei aber um ein Spiel mit Worten Ein Vertrag mag nicht bestehen wochl aben ein Pratskoll oder welchen Namen soust man i ciuten Vertingsentiite wahlen will, aus dem unter betimmten Voranssetzungen von eiem Tag auf den anderen ein regeltechter Verttag werden#nn dessen Genehmigung von den Gones zu eilangen nach dem Ausfall der jungst vollZogenen Neutbächlen der portugiesischen Regierung kaum Schwie#igkeiten bereiten durfte Portuigea hat alte eie Rüchtitzig, gemacht. Es wird gegen Geld seine ankauschen Kolomen abtreten zur nus ergiebt sich. Dauchus dcs fteilich noch eine Frage deren Antwort unsere Steitling zu Eugland velleicht entscheidend werden cönte Ist es möglich oder nicht daß wir uns die Vorteile des Heitsch eucgschen Venttäges Slch, Achne dissen=Vertrag und R Die stschtiett. Sage mtisen die Awort e diese hcen üen I R R ES ist, autfallend, Daß in uiscerer ozigl sobewpegten Zeit bei der Erhöhltug der Beamtengehälter nie der soziale Gesanke eit, geworden ist, endlich mit dem Systemd Altens ##lacghen zue brechen Ein Beamter der ein Anfangsgehalt von 1800 Marrve Zieht tann veransgesetzt, daß er#verheiigter bleibt, zufrieden ein wenne nach 30jährigen Dienst auf 2400 Mark gestiegen i denn von Billigkeiswegen müßte#n gelinde Gehaltskürzung erfahren weil der Nöte und Sorgen des Ehestandesund der Kindererziehng überhoben Aber A nach guter Führnug gewährt werden Andersi es schon, wenn ein Beamter ai Weib= Sticklich nacht Dan gebüchrt ihm ein ensprechendes Ehegehalt Von# 406 Mark und dies nag trotz Kinderlosigten bis Ud 50 c een Steilen fich dagegen Kder ein, dann ist beim ersten=Kinde Zunächst eine eimmglige gesetzliche Uuterstützitug von 150 Mark u gewähren den so viel kester bei den bescheidensten Aus#rüchen ein Kind bis zur Taufe mit der ersten Ausstattung e edem folgenden##ude mag die Unterstützung auf 100 Mark ermäßigt werden Außerdem ist eine jährliche KinderZulage von 200 Mark füllig, die von Zeit zu Zeit steigt, bei den Kindern# des Shsten der Alterszulagen durchaus an sovigler Junggeselle mit entsprechendem Dienstalter. Wäre unere Königlich##nßische Landesbiuche mit etwas##alem Dere gesalbt, dann hätte sie gerade bei der Gehaltserhöhung der Geistlichen mit gutem Beispiele vorc## steht Statt dessen versündigt sie sich in der denkbar unsozialsten Weise gegen die Waisen der Geistlichen Eine solche erh## 200 Wer jächrlich Waisengeld Sind 5 Waisen in Alten bis Jahren vorhanden## erhalten alle zuscmmnen 000 M sind aber mehr vorhanden s# halten diese oder9 Waisen als Schreiber dieses seinen Vater verlon wwaren Kinder in Alter von bis 15 Jahren zurückgeblieben ziscmmen guch sctr 1000 M. Es wäte zu shänschen,##ß in diesen R Der Aerich in Sidafric Man cht, das, Bestreben der Briten, Den. Stchsbachstag isceie Achecgec h annektieren begreiflich finden, wenn man sich an Hand der Statistik vergegenwärtigt, welchen Wert Transvaal eigentlich besitzt. Das Brüsseler„Mouvement Geographique“ hat nun nach der neuesten Statistik den Wert Transvaals berechnet, Die Zahlen, die der französische Generalkonsul in Pretoria für das Jahr 1898 zusammengestellt hat, geben ein Bild von der gegenwärtigen Bedeutung der südafrikanischen Republik. Die Einfuhr betrug im Jahre 1883 wenig über 9 Millionen Franken, stieg beinahe fortgesetzt bis zum Jahre 1896 bis auf über 352 Millionen und ging dann in den beiden letzten Jahren auf etwg 266 Millionen zurück. Dieser Rückgang war eine Folge der politischen Beunruhigung und hat sich auch in einer Mindereinnahme der Eisenbahnen ausgesprochen. Immerhin wuchs die Ausfuhr ganz bedeutend 1895 betrug sie erst 8½ Millionen Kilogramm, im Jahre 1898 sechs Mal mehr, nämlich nahezu 51 Millionen Kilogramm. Mehr als die Hälfte der Ausfuhr ging über das Kapland, mehr als ein Drittel über Lourenco Marquez und etwa ein Zehntel über Natal Die Hauptausfuhr besteht in Steinkohle. Im Jahre 1896 wurden 3880, im Jahre 1898 schon 38777 Tonnen Kohle ausgeführt. Die Kohle ist vielleicht der kostbarste Reichtum Transvaals Die Kohlenausfuhr Transvaals unterhält schon jetzt in Loureuco Marquez mehrere Schiffahrtslinien und wird wahrscheinlich eines Tages der Hauptlieferant aller afrikanischen Eisenbahn=Gesellschaften werden. Die Kohlenminen beschäftigen amn 1 Januar 1899 391 Weiße und 6901 Neger. Die Erzeugung betrug für das vorige Jahr fast 2 Millionen Tonnen im Werte von etwa 14 Millionen Mark Seit 1893 hat sich die Kohlengewinnung fast um das Vierfache gesteigert. Neben den Kohlenbergwerken kommen die Diamanten= und GoldMinen am meisten in Betracht. Auch Kupfer= Silber= und Blei=Bergwerke haben schon eine vielversprechende Entwickelung genommen. Von der Diamanten=Gewinnung Transvaals ist zu jüngster Zeit begreiflicher Weise mehr als sonst die Rede gewesen, und es sei daher nur kurz erwähnt, daß im 1898 eine außerordentliche Steigerung des Ertrages zu verzeichnen war, dem Gewichte nach von 5792 auf 22 843 Karat und dem Werte nach von 287.500 auf 1.093 250 Franken. Die wichtigsten Diomantdistrikte sund die Lager von Bloemhof und Pretoria. Dem Ertrage nach sind die Goldminen bis jetzt die wertvollsten Nach dem staatlichen Bericht erreichte die Produktion im Jahre 1898 einen Wert von über 406 Millionen Franken und übertraf die des Vorjahres um nicht weniger als 115 Millionen. Die Goldausbeute warf im vorigen Jahre einen Reingewinn von fast 155 Millionen ab, dessen größerer Teil an enropäische Aktionäre ging. Und nach diesen gold= und kohlenreichen Lande sehnt sich der Briten Herz mit tann zu beschreibender Gier Ueber dieser Gier vergessen sie Recht und Gerechtigkeit, nur auf das eine Ziel ist ihr Blick gerichtet und dieses Ziel heißt Gold. Freilich, der edle Ehamberlain macht sich kein Gewissen über sein verbrecherisches Treiben Während alle Welt die geballte Faust ihm entgegenstreckt, geht er hin und läßt sich feiern im Kreise gleichgesinuter Kumpane, mimmt entgegen das„Ehrendiplom welches jedem auderen, nur nicht ihm gebührt. Aber die Briten werden noch geraume Zeit krebsen müssen, bis sie in den Besitz der Goldmmnen Transvaals gelaugen. Der Weg dahin gehr über Leichenhaufen und Blutlachen, davon ist man in Eigland selbst überzeugt Jnteressant sind die Auslaffüngen der Daich Mail, die unumwunden zugeben, daß uac in Auslande über die englischen Zustände besser unternichter is wie in Eugland selbst. Wir geben diese Auslasstngen im Auszuge wieder Einige der unwissenderen Helfer des Kriegsantes beschweren sich darüber, daß einige der Briefe, die in unserer Korrespondenz erscheinen, für das Land gefährlich seien weil sie das Ausland mit dem Zustande oder dem Mangel unserer nationalen Verteidigung bekannt machen Zweifellos bilden sich diese Würdigen ein, daß Rußland. Frankreich, Deutschland und andere freinden Mächte so wenig von uuserer Stärte wissen, wie Lord Wolseley eingestandenermaßen von der Stäute der Buren wußte. Unfere Leser sollten sich über diesen Pmnkt= keine Illusiqnen machen. Unsere Stärke und unsere Schwächen sind mindestens vier Mächten genau bescht viel genauer, als man in England glaubt. Etwa meunzehn Jahre lang hat das deutsche Nachrichtenburegu seine Regiernug mit Meßtischaufnahmen von England versorgt mit Karten= userer Küsten, Pläuen von jedem pasen jeder Eisenbahn jedem Weg und Steg und jeder Quelle der WasserverDiese Kare werden jedes Jahr auf dem Laufenden Ke Saen n cen #uderei auswärtigen Militarblittern mehr über uusere nationale Vertasdigtg ans de heimischen Presse Sier eine Besprechuug eines ausländischen Blattes von der Verteidigug des Gateway von London So antiquiert sind die Sclischen Vereidignugswerte daß Haurison Poin Fort Sheerneß das wichtigste Fort n der Theuse der wahre Schlüsse zu Lenden mit alten Vordertadergeschützen armier s Meititärische Seschulen solltelterichteeschee, dase dieses## sowohl die Themte als den Medrat veherischt Es nehl sehr imposchit aus he# aber nicht den gerngsen#rarhschen WerNeugierig die Genanigken dei Zeitng zu prüfen, machten ## Recherchen. Wi fonden einge Schwierigkeiten im Erl#ngen von Juformationen aber wir haben uns vergewissert, Hat die Konstatierungen des beireffenden Blattes absclüt richtig waren sogar bei dem weiteren P#nte daß die wenigen Hiterladetandnen St#in Freien sind. Die Juvasion in England ist eies der stehenden mittärischen Themate in Deutschland, nicht so sehr vom seindseligen Standpunkt aus #ls von dem der militärischen Diskussion Jeder dertsche Generalstäbler hat sein Stückchen von Eugand#if das er geprüft würde. Aber das deutsche Nachichtendure gleiche Weise auch vertraut mit allen in Nußland, Frankreich und im allgemeinen mit den Verleidigungsrräften der ganzen e teasene Lesenr Schen, denssluslchnde nichts über usete Situation sagen. Diesewissen mehr davon, als unser eigenes Kriegsamt zu wissen scheint.“ Vom Kriegsschauplatze wird gemeldet, daß die Buren sich nach einem kurzen Geplänkel mit den Truppen des Generals Gatacre von Molteno zurückgezogen haben und zwar in dem Augenblick, als General Gatacre mit erheblicher Verstärkung, bestehend aus Infanterie, berittenen Kapschützen und Artillerie vorrückte. Die Buren erkannten sogleich, daß sie dieser Uebermacht nicht gewachsen waren. Die Räumung Moltenos durch die Buren erweist sich jedoch keineswegs als ein Erfolg der Engländer General Gatacre selbst kann sich die Bewesung des Gegners nicht erklären und wittert dahinter offenar Unheil, wie die folgende Depesche aus Sterkstrom vom 4. ds bekundet:„Der Feind hat sich jetzt vollständig von Molteno zurückgezogen. Die Ursache seines gestrigen Vorrückens ist unbekannt, er beabsichtigt möglicherweise, die Aufmerksamkeit der englischen Truppen von einer andern Bewegung abzulenken oder Gatacre eine Falle zu stellen. Von den vorliegenden Meldungen teilen wir noch die nachstehenden mit: London, 5. Jan. Der Korrespondent des„Standard meidet aus Kapstadt vom 3. Januar: Ich erfahre aus dem Oranjefreistagt, Präsident Steyn erließ eine Kundgebung, daß jeder weiße Mann, der sich in der Republik aufhalte, ohne Rücksicht auf seine Nationalität als vollberechtigter Bürger angesehen werden muß, den verpflichtet ist, zur Verteidigung der Republik die Waffen zu ergreifen. London, 5. Jan. Der Parnellitenführer Redmond erließ einen Aufruf, in welchem er die Irtänder zu offenem Aufstande auffordert London, 5. Jan.„Daity Telegraph berichtet der deutsche Dampfer„General“, der von den Engländern bei Aden beschlagnahmt worden war, ist wieder freigegeben. London, 5. Jan. Die heutigen Morgenblätter euthalten keine neuen Mitteilungen vom Kriegsschauplatze, drücken jedoch die Hoffnung aus, daß General Buller Ladyfmith bald entsetzen werde. Brüssel, 5. Jan. Die„Independance Belge verspricht für heute die Veröffentlichung von Dokumenten, welche das ganze Komplott, das Chamberlain gegen Transvaal sowohl zur Zeit des Jamesonschen Raubzuges, wie auch vor Beginn des gegenwärtigen Kriegs geschmiedet hat, aufdecken werde. Von diesen Papieren war bereits im englischen Parlament die Rede; doch konnte man damals ihrer nicht habhaft werden Man befürchtet, daß der Dampfer Herzog mit der deutschbelgischen Ambulanz an Bord das Schicksal des„Bundesrat“ geteilt habe. Dieser Dampfer war bereits am2 Januar in der Delagoabai fällig. Bis zur Stunde aber fehlt jede Nachricht von seiner Ankunft. — Frau Menzel in Antwerpen empfing einen Privatbrief aus Pretoria, wonach die beiden Gikel Krügers Rickert und Eloff nach immer in Capetown als gefangen zurückbehalten sind. Beide waren in der hiesigen Transvaalgesandtschaft thätig und bei Ausbruch des Krieges nach Südafrika abgereist. Brüssel, 5. Jan Unter dem Vorsitz des früheren Justizmministers Le Jeune hielt gestern abend der Ausschuß der gebildet worden ist, um in Belgien eine Petitionsbewegung einzuleiten zu dem Zwecke an den Präsidenten Mac Kinley eine Adresse zu richten mit der Bitte um seine Vermittelung im südafrikanischen Kampfe, seine erste Sitzung ab. Die Adresse drückt das niefe Bedauern aus über den zwischen zwei zivilisierten Völkern in Südafrika entbrannten blutigen Kampf und richtet an Mac Kinley das dringende Ersuchen, in dem Konftikt zu vermitteln. Der Sitzung des Ausschusses wohnten zahlreiche Joumnalisten, Deputierte und andere hervorragende Persönlichkeiten bei. Es soll eine öffentliche Aufforderung ergehen Zustimmungserklätungen an das Sekretariat der Friedensgesellschaft zu richten In Brüssel und in der Provinz sollen Listen zur Sammlung von Unterschisten ausgelegt werden. 5. Jan. Die„Independance Belge meldet, daß England den Zwischenfall mit dem Dampfer„Bundesrat“ nur provozierte, um einen Anlaß zur Besetzung der Delagoabai zu haben. Die hiesige Gesandtschaft von Transvaal teilt vollkommen diese Ansicht und glaubt, man müsse sich auf einen Gewaltakt seitens Englands in der Delagoafrage gefaßt machen. Washington, 5. Jan. Im Repräsenkantenhause brachte Sttarkes (Demokrat) einen Beschlußantrag ein wodurch den beiden Schwesterrepubliken in Südafrika die höchste Sympathie anläßlich ihres edlen, patriotischen und tapferen Kampfes ausgesprochen wird, den sie jetzt ausfechten, um ihre Regierungen vor Vemichtung durch die Monarchte zu bewahren. Rendsburg. Jan. Die Buren guissen bei Tagesanbruch plötzlich die linke Flanke der Engländer an, wurden aber zurückgeworsen, besetzten sodann die Flügel im Norden von wo sie schließlich nach mehrstündiger Beschießung ebenfalls verdrängt wurden. Die Buren stehen noch immer auf den Hügeln in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt und hindern die Engländer am Vormausch längs der Eisenbahn. Die Verluste der Engländer sind leicht. Die Buren sollen eich 100 Mann verkoren haben, darunter 26 Gefangene Colesberg selbst ist von General Freuch noch nicht besetzt. Berlin, 5. Jan Das Kleine Journal melder aus Paris. Die gesamte Presse von Paris bezeichnet die Kaperung des Reichspostdampfers Bundesrat“ als eine unverschämte englische Herausforderung und man fordert zugleich die französische Regierung auf, die Aktion Deutschlands gegen England zu unterstützen Man glaubt in Paris allgemein England bereite die gewaltsame Besetzung der Belagoabai vor. Die deutsche Proteftnote in der„Bundesvar Frage ist ungewöhnlich scharf gehalten Salisbury konferierte lange im Koroniclant mit Chamberlam. Berlin, Jan. Das Centalkomitee den deutschen Vereine vom Roten Kreuz giebt bekannt: In der seitens der Rolonialgesellschaft gegen die Beschlagnahme des Dampfers„Bundestat in der Messe veröffentlichten Verwahrung wird irrtümlicherweise erwähnt, daß die in Hamburg gebildete vom Centralkomitse der deutschen Bereine vom Roten Kreug nach dem judafritanischen Kriegsschauplatz entsandt zweite Abordnung sich auf diesem Dampfer befande. Dieselbe befinder sich vielmehr auf dem Dampfer„Herzog“ der am 2. de in Loureneo Marquez eintreffen sollte. Der„Herzog ist bis jetzt nicht eingetosfen man vernutet, daß auch er der Beschlagnahme verfallen ist. Au dem Dampfer befindet sich außer der zweiten deutschen Abordnung des Raten Kreuzes auch eine belgische Mission, die schon vor ihrer Ausseise beanstandet worden war. Stessce dei e. chh Die Aufregung über die Beschlagnahns seutschen schiffe und die Belästigung des Seeverkehrs muuch die Engländer wachst mit jeder neuen Nachticht von der Nuchsichtslosigkeit der britischen Behürden und jede Widerlegung englischer Tanterentachtichte üder die Verletzung der Neutnalitätspflichten durch die Deutschen. Die deutsche Ostatrich=Line in Hamburg hat soehen die Schiffspapiere des Bundes#a veröffentlicht. Diese Papiere beweisen#### eit bisher eisechen ist, die vollkommene Hifälligkei der englischen Drahtneldingen wontich an Bord des Bundesrat sunf große füinzig Soen Geschosfe und 180 Mcgn Artitter#un die Buren aufgefunden wirden seien. Das Verzeichnis der L#dung weist nichts auf, ugs als eigentliche Kriegskoutsebande bezeichnet werden tcmte. Dis oisiziöse Walfsiche SelegmphenN Aen n getücc In Sachen der Beschlagniachnie des Postdampfers Bndessat' veröffentlichen die Hautb.=Nache eine auchentische# stellung, welche ihnen von der deutschen Ostafrichtiute zugegangeni Daraus gehr hervon, daß die Linie um alle und jede Einwürfe die von seiten der Engländer infolge ds Krieges in Südafrika erhoben werden konnten zu vermeiden, genommen hat, alles, was als Friegskont##bande angesehen werden konnte, von der Bescrderntug aufihren auszischließen. Sie hat deshalb##otzden sie ein e#lichtung dazu in keiner Weise anerkaunte nur um Schwiengteiten vorzubeugen und die Verlader auderer Guter nicht in Unannehmlichkeiten zu bringen, sofort nach Ausbruch des Krieges u Se e Me e nn nnn an Bord ihrer Schiffe verladen waren nicht au den Bestimmungsort gebracht, sondern in Dar=es=Salaam und in Port Said gelöscht. Aus dem gleichzeitig mitveröffentlichten Manifeste über die Ladung des„Bundesrat“ ist ersichtlich, daß unter der darin verzeichneten Ladung sich nichts befindet, was als Kriegskoutrebande angesehen werden könnte. Alles, was die Zeitungen über an Bord befindliche Sättel oder sonstige, den Buren für die Kriegsführung nitzliche Kriegsmaterialien gesagt haben, die an Bord sein sollten, ist daher vollständig unwahr." Ergänzt wird die vorstehende Meldung durch eine weitere Meldung, die der„Voss. Zig aus Hamburg zugeht und wie folgt lautet: „Die Deutsche Ostafrikalinie erklärt, daß auf den beschtagnahmten Postdampfern„Bundesrat" und„General“, sowie auf dem dieser Tage in der Delagoabai eintreffenden Herzog“, soweit der Rhederei bekannt ist keine Waren sich befinden, die als Kontrebande anzusehen seien. Die Rhederei veröffentlicht auch sämtliche Manifeste der Ladung die Stückzahl, Absender und Inhalt, nach deven Durchsicht keine Möglichteit vorhanden ist, daß darunter zu beanstandende Dinge sich befinden. Die ebenfalls mitgeteitte Passagierliste des„Bandesrat weist für Delagog zweinndvierzig Namen auf darunter zwölf Portugiesen, vier Missionare, drei Landwirte, zwei Kaufleute, zwei ehemalige österreichische einen früheren deutschen Offizier, je einen Bäcker Bergmann Ingenieur, Isnmnalist, Arzt, endlich sieben in Antwerpen Aufgenommene unberamnten Beruss. Inzwischen melder der affiziöse Draht caus Acitwerpen bon eengen Pritag, golgenter Man ist hier in Unnuhe wegen des Dampfens der Deutschen Ostafrikhline„Herzog der die belgische, sün Framsongl bestimmte Abteiluung vom Roten Kreuz an Bond hat und am 2 Janitau in Vonrenco Manaues eintieffen llte, von dem man aber ohne Nachpicht ist.“ Aus Neapel ist seiner gemeldet worden, daß der sortige entglische Generalkonful den Kapitan des Herzog venicdigt habe, es würde die Ausschiffung der auf dem Schiff befindlichen Angehörigen des rüssischen und beigischen Roten Kreuzes in Detaggabai nicht gedulber werden Davin lige ohne Zweifel ein Buuch des Völkerr#chls In Heeblichk auf die Vorgänge in Ostafrich ist der deutsche Kon Walter der sich auf Urlaub m Schliesten aufhielt veranen orden auf seinen Posten in Louenes Marques zurichitehren hat sich in Neapelan Bord des„Kauzten eingesch s Verhalten der Engläuder ven deiauchamenianischenndn betroffen werden, wird zueien grindiichen Prftgdes Seeineg rechts nittigen, das noch vielfich unbestimmtund dehnb Insbesondere muß der Begunf der Konttebande nächer bestchmgt und die Frage gelöst werden inwiewett der Handel der Neutralen zwischen neutecten Hafen gestört und das Durchstuchnngsrecht geubt werden dauf In Englaud weiß un das V##gehen der britischen Kriegsschiffe uu mit Schauengeschichten zu beschönigen scheint aben für den Fall, daß sich diese Merchen nicht bewahrheiten einen Ruckzug schon venzubereiten So wird vom gestrigen Tage aus London gemeldet. Eine Durbauer Drahtung des„Staudaud behauptet der „Bundesrat habe nicht nur eine große Sendung Sättel eigens für die Burenpferde gefertigt, sondern sunf#ange Toms mit Munition und eine Anzahl geubter Autilleristen an Bord Standerd schreibt Wir müssen hofen daß die Meldungen, die den Bundestat beschnidigen, solche merkwpürdig konzpnomitherende Ladtug zu tengen mubegrunder #ind. In diesem Falle wird das Schiff schleunigst freigegaben werden, dessen Eigner Anspruch auf Gutschädigung haben. Wird es verurteilt so wird dies nach bittigem Prozesse erst geschehen, nachdem senne Schald durch solche Beweise festgestenl worden ist, wie sie uuharteiische deutsche Innisten wenn sie Richter des Durbauer Puisengerichts wären, befriedigen wurden. Nur der absolute Beweis, daß das fremde Schiff Kriegskontrebande für den Gebrauch der Buven beförderte werde seine Verurteituing rechtfeitigen unen. Die deutschen Patrioten mtögen sich über diesenn beruhigen erden ihre Rcheder sicherlich keinen Verl und keiner Unbegnemlichteit aussetzen, wenn sie nicht diese Folgen seiber herbeifichren, i Sem sie sich bestreben die Frichenischen###ionen#sches Feindes zu unterstützenGauz wohl fühlen sich also die Beiten bei der Angelegenheit doch nicht. Es schein uns aber dringend nörig, daß mit der Beibringung der Beweise für die Schuild der Deutschen oder mit der Freigebung der Schiffe und der Gewährung vollen Schadenersatzes und ausreichender Genugthrung nicht wehr dies 86 perloren weche Lieferung von Stahtgrangten für England durch die Firma Krupp in Essen. Ein Leipziger Blatt berichtet, daß die Firma Krupp größere Lieferungen von Stahlgrangten für England übernommen habe, die im Kriege gegen die Buren Verwendung finden sollen. Der Leipziger Rechtslehrer Prof. Friedberg aber erkläut, die deutsche Regierung sei berechtigt, die Ausfuhr der Geschosse zu verhindern auf Verlaugen der Transvaal=Regierung sogar verpflichtet, die Lieferung zu verbieten Völterrechtlich ist auch diese Frage in hohem Maße ü Daß Prinz Prasper vom Arenberg, schohn vor seiner #nsendung in die Kolonien veranlaßt worden sei, seinen Abschied zu nehmen, weil er sich in Miiunster einer Mißhandlung schuldig gemacht habe wird von der„Tägl. Rundschaus wiederholt festgestellt. Das Blatt fügt dann hinzu Aus diesem Grunde erhab auch Kolonigldirektor v. Buchka Einspruch gegen die Enitsendung des Prinzen iu die Kolonien, aber dem Prinzen standen so mächtige verwandtschaftliche Verbindungen zur Seite daß er auch gegen den Willen des Kolontaldirettons in Die Schutztrup eintreten durste Und diese mächtigen verwandtscheftichen Sinslüsse machten es sogar mäglich, das der Prinz in der Schutztruppe bleihen konnte nachdem er in Windh#e einen hestigen Zusammenstoß mit Mazor Müller provoziert hatte. Nach der nunmehr ven ihm berühten Unthat dürften dem Prinzen allerdings seine einflußreichen verwandtschaftlichen Beziehungen nichts mehn helfen, da iu hiestden maßgebenden K#eisen der Abschen über die des Prinzen ebenso heftig wie allgememn ist. Sehr bedrückt durch das Verbrechen seines Veiters zeigt sich der Reichstagsabgeordnete Prinz Frauz von Arenberg, der bisher seine mächtige Hand über ihn gehalten hat und nun wegen seiner, wenn auch indirekten Beteiligung an dem neuen Kolonialskandale Bedenten trägt, das Kolonigtreferat, das er seit mehreren Jahren im Reichstage übernommen hatte, beizubehalten. Mlch #l er gewillt sein, die Vorstandschaft der Abteilung VerlinCharlatteiichurg der Seutschen Kolonialgesellschaft nieder##legen Die Neuregelung der Beamtenvenhälthisse der Reichspost= und Telegraphenverwaltung ist soeben durch eine Ver#igung des Staatsserntärs datiert vom Januar 1960 ers#lgt. Die Anwärter der höheren Lausbahn, die das Zeugnis der Reise von einem Gymnasium, einen Realgyntnasium oder einer Oberrealschule besitzen müssen, haben sich einem mehrjächrigen akademischen Studtum zu unterziehen und haben zwei Prütungen zu bestehen die näheren Bestimmungen bleiben vorbehalten. Anwärter werden vorläusig sicht angenommen. Wdas die Aenniachme der. Amwärten der mnitleren, Lauschähn betifft, so erfolgt die Annahme von Zivilanwärtern ausschließlich als Post= oder als Telegraphengehilfen. Die Telegraphengehilfen sind für den Dienst bei Telegraphenämtern der größern Telegraphenbetriebsstellen von Postämtern bestimmt. Die Stellen des mittlern Dienstes für Assistenten, Postverwalter und Postverwalter=Sekretäre, Obersekretäre, Postmeister, Bureauund Kassenbeamte, die zum Teil vorerst noch mit Anwärtern der höhern Laufbahn besetzt werden, sind in Zukunft ausschließlich den Anwärtern der mittleren Laufbahn vorbehalten. Die neuen Annahmnevorschriften gelten vom 1. Januar 1900 an. A Sekretärstellen gelten künftig lediglich solche Stellen des technischen Post= und Telegraphendienstes, die eine erhöhte Wichtigkeit und Verantswontlichkeit in sich schließen. Eine Erneulnng etatsmäßig angestellter Assistenten zu Bureauassistenten oder Oberassistenten erfolgt nicht mehr. Oberassistenten oder Assistenten und Postverwaltern wird fortan nach längerer vorwurfsfreier Dienstzeit der Titel Oberpostsekretär oder Telegraphensekretche und Kanzlisten der Titel Kanzleisekretär verliehen Während der Uebergangszeit bleibt die Laufbahn der bereits augenemmenen Posteleven unveränder Beamten dieser Laufbahn welche die höhere Verwaltungsprüfung ablegen wollen wird zur Meldung eine wenigstens 2jährige Frist gewächr. Sämtliche aus der Klasse der Zivilanwärter hervorgegangenen etatsmäßig angestellten Affistenten und Postverwalter, die sich im Kündigungsverhältnis besinden, sowie diejenigen gleichartigen Beamten aus der Klasse der Militäranwärten welche Ende Dezember 1899 ein zweijährige oder läugere Dienstzeit bei der Post vollendet haben sind mit Wirkung vom Januar 1900 unkündbar auzustellen sofern im Einzelfalle nach dem Gesamtverhalten der Benmten keine Bedenken obwalten. Vom 1. Januar 1906 an sind ferner die aus Zivilanwärtern hervorgehenden Assistenten sogleich unkündbar anzustellen, bei Militäranwärtern nach zwei Jechren Aur Sektetchnp#üftng knnen die Zivilanwärter der mittleren Laufbahn zugelassen werden, aber diese nur einmal wiederholen. Sie kennen nach Wahl die Prüsuunig zum Postoder zum Telegraphensekretär machen Militäranwärter, die schon angenommnen ind legen die Sekuetarprüfung nach den bisherigen Bestimmungen ab. Den jetzigen Bureau=Assistenten ist die Antsbezeichnung Oberpost=Assistent beizulegen In Frankreich hat der Staatsgerichtshof, der in wochenlanger Arbeit die gegen den Bestand der französischen Republik gerichteten Kompkotte aufzuhellen hatte seine Arbeit gethau. Die meisten der Angeklagten sind, wie schon gestern gemeldet freigesprochen worden Deroulede und Buffet wurden Bagegen zu ie zehn Jahren Verbaunung verurkeilt, Guerin zu zehnjährigem Gefänguis Mit diesen Urteilssprüchen hat sich das ohnehin#ur geringe Juteresse der breiten Oeffentlichkeit an den Verhandtungen des französischen Senats als Staatsgerichtshofes bis zur Reige erschöpft, die Strafen sind von keinem Belang mehr gegenüber der Thatsache, daß der Staatsgerichtshof auch diesen als schuldig Erkannten„mildernde Unstände zuerkannt hat. In wenigen Monaten sollen sich die Pforten der Weltausstellung aufthun, da muß reiner Tisch gemacht werden Die nationalistische Presse nennt das Ergebats der Staatsgerichtsverhandlungen den Zusammenbruch der Anklage„Gaukois bedroht die Regierung mit unerbittlicher Heimzahlung am nahen Tage des Sieges seiner Partei Man erwartet, daß die drei Verurteilten sofort an die Greuze geschafft werden um jeder Kundgebung vorzubeugen. Daß grade der Chauvinist Deronlede aus seinem Vatertande verbamt wird, ist jedenfalls eine Ironie des Schichae Velschte. Kichimt un Mn ech, scha Bechnh Aus der Reichsh (Von unserer Agentun.) Verlin,5 Jan. Unter den Ausghaben des Landtags der am nächsten Dienstag zur zweiten Tagung des 19. Gesetzgebnngsabschnitts zusammentritt, stehen in erster Linie der Staatshaushaltsetat und die Kanalvorlage. Ueber die sonstigen ihner Erledigung durch den Landtag harrenden Aufgaben geben. die B. P.N die folgende Uebersicht: Aus der letzten Tagung ides Landtages uind an gesetze geberischen Aufgaben unerledigt geblieben Erstens das Gemeindewahlrechtgesetz zweitens die Neuordnung der Polizeiverwaltung für Berlin und Umgegend, drittens der Gesetzentwuc wegen Gewährung von Zwischenkrediten bei Rentengutsbildungen Während die letzterwähnte Varlage im Abgeordnetenhause unter uuwefentlicher Abänderung mit großer Mehrheit angenommen wurde, aberim Herrenhause liegen bließ sind die beiden anderen Gesetzentwürfe auf erheblichen Widerstand gestoßen, sodaß schon aus diesem Grunde eine sachliche Nachprüfung der damaligen Vorschläge sich empfahl. Durch die in erweiterter Form in Aussicht stehende Nebenbahn=Vortage soll das Ausbleiben einer solchen in der vorigen Landtagstagung ausgeglichen werden. Zugleich werden dadurch dem Fonds zur Fürderung des Kleinbahnbaues, der zur Zeit nahezu erschöpft ist neue Mittel zugeführt werden können. Wie in dem Staatshaushaltsetat die erste Rate des Staatsbeitrages zur Regulieruug der schlesischen Gebirgsflüsse ausgebracht werden soll, so wird auch in der nächsten Tagung die gesetzliche Grundlage für die Ausführung des Unternehmens durch die Provinz und die sachgemäße Unterhaltung der regulierten Wasserläufe zu schaffen sein. Dem Herrenhause endlich wird bald nach dem Zusammentritt des Landtages die Vorlage wegen Erweiterung der Zwangserziehung zugehen, bei der die seit längerer Zeit, namentlich auch im Herrenhause selbst, öfter berührte Frage zum Austrag kommen wird, inwieweit den Provinzen neue Aufgaben ohne Erhöhung ihrer Staatsdotation übertragen werden sollen Allein schon die hier erwähnten Gesetzentwürfe stellen fur den Landtag eine umfassende gesetzgeberische Thätigkeit in Aussicht. Indessen dürfte damit der sestreis ders hoi ichm zu erledigenden Geschäfte nöch, teineswegs abgeschlessen ein RSR R cäche ehe sche schece schee cchee spondenz Meyne, Hamburg aus Kiel, 3 Januar:„Wie in Marinekreisen verlautet, werden die Linienschiffe Kaiser Wilhelm Kaiser Friedrich##I. und zwei kleine Kreuzer imt Mai oder Juni für eine Kaiserreise nach Franbreich Verwendung finden. Der Kaiser schifft sich auf Kauer Wilheli ein lander aller Wahrscheinlichkeit nach in Habre und fährt dann zur Pariser Weltausstellung. Wir halten diese Nachricht für absollit unglaubwürdig Wenn die Schiffe mobtl, gemacht, swerden, hat das mntwraßlich gans, andere Schce Aus dem neuen Flottenplan war bisher noch nicht antchentisch bebaunt die Zahl der kleinen neze und der Torpedoboote die bis 1916 erreicht werden soll. Aus einem Jlugblatt des Ftoutenvereins Die deutsche Flotte an der Schwelle des Jahrhuinderts gehi hervor, daß nach dem neuen Flottenplan die Zahl der klemnen Kreuzer, die nach dem Ftottengesetz von 1898 20 betragen soll, aufs zu erhöhen ist. Die Zahl der Torpedoboate die 1900 84 bettägt, soll cu gesteigen werden Danach soll im Johre 1946 die Flotte zächlen 40 Linienschiffe, 20 große Kreuzer 48 klemne Kreuzer und Kanonenboote und#4 Torpedoboote. Ueber die gewerbliche Thätigkeit in Deutschd teiten Werch, en achrge Sendelschen e e 1899 der man schon ein gutes Urteil zutrauen darf: Die wirtschaftliche Flutwelle, die seit dem Jahre 1894 anschwellend die gewerbliche Thätigkeit Deutschlands gehoben hat, hat sich im verflossenen Jahre nicht allein auf ihrer Höhe gehalten, sondern einen noch höheren Stand erreicht. Deutschland erntet die Früchte seiner von allgemein anerkannter Friedensliebe getragenen, weitblickenden, den Unternehmungsgeist stärkenden Politik, sowie der gründlichen Bildung seiner Bürger besonders auf wissenschaftlichem und technischem Gebiete, die sich immer mehr als die beste Rüstung für den wirtschaftlichen Wettstreit bewährt. Die Kammer fühlt sich aber auch zu der Hoffnung berechtigt, daß die günstige Lage von längerer Dauer sein werde, und daß wir von einem so jähen Rückschlage, wie er früher mehrsach ächnlichen Verioden fülgte, verschönt bleiben werden.“ Zahlreiche Blätter wenden sich gegen das gerichtliche Erkenntnis, welches den„Ulk verurteilt, weil er in einem recht rohen Gedicht Einrichtungen der katholischen Kirche beschimpft habe. 3. B. schreibt die Vossische:„Die Erklärung des Staatsanwalts Romen vor der vierten Strafkammer des Berliner Landgerichts 1, daß die Väter der Gesellschaft Jesu eine Einrichtung der katholischen Kirche seien und daher unter dem Schutz des§ 166 des Strafgesetzbuchs stehen, hat nicht nur für theologische sondern auch für politische Kreise Bedeutung. Daß die Jesuiten eine Einrichtung der katholischen Kirche seien, wird die meisten Lehrer des Strafrechts und Kirchenrechts überraschen. Sie wußten wohl, daß nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts die Konzile, die Messe der Marienkultus, der Ablaß, der Cölibat, das Mönchswesen als Einrichtungen des katholischen Kirche angesehen werden Wir wissen auch, daß das Reichsgericht ausgesprochen hat der heilige Rock zu Trier sei„notorisch eine Religute und dürfe daher nicht beschimpft werden wogegen der Leipziger Rechtslehrer Wach, wie gegen die ganze Handhabung des§ 166 lebhaft Einspruch erhoben hat, unterstützt von tausend und abertausend Protestanten. Aber daß ein einzelner Orden, der von anderen Orden derselben Kirche zeitweilig bekämpft, von Staaten unterdrückt, sogar päpstlich aufgehoben worden ist, eine Einrichtung dieser Kirche sei, ist neu, und daß die Kritik dieses Ordens in einem Staate, dessen Mehrheit sich zum Protestantismus bekennt, unter Umständen strafbar ist, wird vielfach um so größeres Befremden erregen, als nach verschiedenen Urteilen des Reichsgerichts die lutherische Kirche, deren Bekämpfung die wesentliche Aufgabe des Jesuitentums ist, durch die Bekämpfung Martin Luthers als ihres Stifters nicht selber beschimpft wird. Die Kritik an Luther also ist grundsätzlich erlaubt, die Kritik an den Jesuiten ist durch§ 166 des Strafgesetzbuchs beschränkt. Soweit das freisinnige Blatt, das ohne einen beklagenswerten Zustand aufdeckt. Immerhin braucht man diesen Stand der Dinge auch nicht zu überschätzen. Es handelt sich bei der Strafandrohung nicht um Kritik, auch nicht um Beleidigung, sondern erst um„Beschimpfung“ Schimpfen kann man aber vermeiden, und es ist sogar sehr gut, wenn es venmieden wird. Evangelische Christen müsen guch ohne das auskommen. E. K. in B. Wir nennen Ihnen„Nationalstenographies. Ausführlichen Lehrgang können Sie durch Herin Chr. Pahin, Köln a. Nh., Chlodwigsplatz 17 zum Preis von Mi beziehen B. H. schreibt:„Wo findet ein junges Mädchen, das an der rechten Hand gelähmt ist, fonst aber geschickt und geweckt, in irgend einem Berufe Ausbildung, damit sie später ihren Unterhalt erwerben kann? Die Eltern würden gern etwas dran wenden, wenn die Zukunft des Kindes, das jetzt, 14 Jahre alt ist, einigermaßen gesichert werden Wante, ier hund wohchabende, Laute Kann ein Feigdlcher Seser Auskanft gebens C) Siegen, 6. Jan. Gestern abend hielt der Geflügelzucht und Tierschutzverein seine erste Monatsversammlung in neuen Jahre und Jahrhundert ab. Der Besuch derselben war leider sehr schwach und konnten aus diesem Grunde über wichtigere Fragen keine Beschlüsse gefaßt werden. Am Freitag den 16. Februar, soll die Jahreshauptversammlung abgehalten werden. Die regelmäßige Versammlung am ersten Freitag im Monat sällt im Februar aus. O Siegen, 6. Jan. Unter überaus zahlreicher Beteiligung seitens der Bürgerschaft wurde gestern nachmittag die sterbliche Hülle des Herrn Professor Dr. Ernst zur letzten Ruhe gebettet. Es schien fast, als wollte der Leichenzug gar kein Ende nehmen; gewiß waren es mehr als zweitausend Personen, die vor und hinter dem Saige einhergingen, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Ungezählte wertvolle Kranz= und Blumenspenden wurden dem Sarge nachgetragen, die ein beredtes Zeugnis ablegten von der allgemeinen Wertschätzung, deren sich der Verblichene hienieden erfreute. Er rühe in Frieden und das ewige Licht leuchte ihm Christlich=sozialer Verein in Breslau. den 10. Januar, abends 8 Uhr, findet im Vereinslokal, Hotel„König von Ungarn“, Zimmer 4a im 1. Stock, eine Vereins=Versammlung statt. Tagesordnung:„Christlich=soziale Rückblicke und Ausblicke an der Jahrhundertwende.“ Wir bitten unsere Freunde herzlich und dringend, sich ihrer Vereinspflicht zu erinnern und recht zahlreich zu erscheinen. Gäste herzlich willkommnen. Der Vorstand. gez. Küntzel, P. Besichtigung der Werkräume und Magazine erbeten. Album, Abbildungen kostenfrei. Dittmar's Möbelfabrik Berlin C Molkenmarkt#. Gegründet 1836. Die Abonnements auf Unterbringung. erkrankter Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, sowie Handlungslehrlingen und Dienstboten für das Jahr 1900 sind bei dem Unterzeichneten oder bei dem Herrn Rendanten Kandt anzumelden. Bei den bisherigen Abonnenten wird eine Liste zum Einzeichnen zirkulieren. Abonnementsbettag für Handlungsgehilfen 2ce. 6 Mark, für Diensthoten 4.50 Mark jährlich. Weidenau(Sieg), den Nes Kaontent un Kgl. Lehranstalt für Obst= und Weinbau, Wir bringen hienmit zur allgemeinen. Kenntnis, daß in nächsten Frühjahr und Herbst folgende Kurse an unserer Anstalt abgehalten werden und zwad: #I. Winzerkursus vom 17. Januar (vorm 9 Uhr bis 9. Februar Lehrhonorar wird von preußischen Unterthanen nicht erhoben, vom Nichtpreußen dagegen ein solches von 10 M. 2. Obstbaukursus für Geistliche, Lehrer, Gartenbesitzer und Landwirte vom (vorn 9 Uhr) bis 23. Marz Nachkurfus, von. 16 bis 22. August. Das. Honorar für beide Kurse beträgt 20 M., für Nichtpreußen(auch Lehrer) 30 M. Lehrer aus Preußen nehmen, ursenicgelte. 1ch 88 3 Banmwärterkursus vom I.(vormitt. /78 Uhr bis 23 März. Nachkursus vom 16 bis 22 August. Lehrhonovar wird von preußischen Unterthanen nicht erhoben, von Nichtpreußen dagegen ein solches von 10 M. für beide Kurse. Anmeldungen zu den Kursen sind bis spätestens 8 Tage vor Beginn derselben an die Direktion der Anstalt zu richten nach diesem Terming einlaufende Meldungen tönnen nicht mehr berücksichtig werden Wohntung beforgt au Wansch der Anstaltsdienen RRn Der Direttor Goethe. eegte. Scande Oekonomiert. Kesscküiche Geenenh iu der Gemeinde Stegen. Sesenseanch, den 3., Jcnuüchte. 1800. #I. nach Spiph. 8 Uchh, Bonit We. Aichen bach 9 Rleisuitat S teber nachn. Vortaenden sie Schen Resdssch ce ac chehc Echer#ld am Montag, Mittwoch und Donnerstag, aise am 8, 10. undM. in neuen Saale des Wints#. Prinz, Uhtern nenes Kae en halten. Redornstatit isce= herzslich eitngefahen Verein Christes fünger Kadtseute u. Büreaubeamten A Boges SSthscde, Seiti8, Fartuce, masche 8 d Sr Vereins-Versammlung e Aasecce R nns Scer en e Es werden, hierzu die Mitgieder des Ressius Sonie Kade usees Sch KM Der Borstand. Barmen. Hotel Vereinshaus. Gegenüber Beht, Bahrhofsund der Bost Feste solide Preise. Monst, Pinik, Venaater. Tutnverein Kaan=Maritenbort. Sonntag, den 7. d. Mts., Nachmittags 114 Uhr JahresHauptversammlung im. Vereinskotas(Wirch Wiche), mos gchen eniche Der Vorstand. Preitag d# 18. d8. Mte Schie 5 ucchee Seecne Wagen ine Rumof Ketten, Seile, Jauchepumpe, Egge, Häckseimaschine. Waschmaschine, seiner 2 Kühe, wovon eine jetzt melt wird Rind, im Mai mell werdend und 1 Kalb, 9 Monate an ferner ein Quontum Heu, Grumimet, Stroh, Kartoffeln, Kahlraben u. w. Rch üicer Kchns echhene Wigershar With. GräfMüähe lstchfte Gardichen esen Ischdecken Biegen, Siesbräcke RS chnn WAMN Wolle mräcn sich mit Vertraten an Wilhl. Bosch II., Jünal.-Bereinädirigent in Freudenberg b. Siegen wenden. zügliche Fabrikate zu Original=Fabrikpreifen. Listen sowie alles Nähere kostenlos Instrumente werden sauber und bilig gestimmt Austräge eicbeten Sschce sschsche Cal Gust Gerolt Hoslieseraut, Ste, Mafestat des Kaisers u. Königs, Berlin N. 64. 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Arbeiteh, VVesehus 8i Berlin INRF c obenchuchend 10. Arbeiter. 8 wulste Sschiee Rchcbuchk iie uche aee bearbeitungsnaschinen, sowie 1 tücht Schreinergesellen Siegen Carl Hees, Mchech s een S tüichtige Schteinergesellen hahen dauernde Arbeit bei Sill. Kapzpestz, Geisweid b.s Sieheh Stellimachergeselle 14565 Sc Besdott Joh Heinz. Geburten: Ein Sohn Rechtsanwalt Urban in Pirna. Hauptassistent Miedes in Köln. Eine Tochter RegierAffessor Tausch in Thorn.— Leutant Heinrich von Rohr in Neu=Ruppin. Hauptmann Graf von Mandetsloh in Bisse Verlobungen: Fel., Klara=Alerandtg von Kaltreuth mit Leutnant=Wilhelm von Kaltseiitch in Kunzig. Frl. Elisabeth Kappler mit Stabsarzt Dr. Ssw Seeger in Wahlstatt. Frl Marie Weineck init Oberförster Par Höfling in Wasungen. # Ae Tpauo gist. Beiereinr Manin Goler un 261oe 1 8e ecüpepl mnit, Kaufmchn uund. Sberteitn. d R. Karl Kühne in Magdebuiig. Werbiudungen Mes ch 86. J#l Maragrete Bille in Bromberg. Todesfälte Freifran Anna v. d. Borch in Schwerin Amitsgerichtsrat a. D Sutis Buchwald in Freienwalde euter Mücheh Holler 18. Berlin Hr Rudolf Rasch in Berlin, Zu amck Mche ges Maur 1. Beilmn Stadttat Dr. Karl August Emi Biereyin Dresden Oberleiitu #. D Leopold von Frankenberg und Ludwigsdorf in Nieder=Schütlau. Rittmeister a. D Richard Freiherr von Herman in Wain Ober=Medizinatrat Dr. Adolf Rudolphi in Neustrelit Frau Sanitähtsrat, Laufther, geb von Michalkowska in Windheim. Raun cn che ce schsch Nu i Mmien e Mm Ntr. 5 12. Jahrgang. Beilage zur Zeitung Sonntag. den 7. Jannar 1900. Aus Die„Kölnische Zeitung“ meldet aus Apin vom 1. Dezember v. Js.:„Mit großer Befriedigung ist hier die Nachricht von der Zuteilung von Upolu und Savaii an das Deutsche Reich aufgenommen worden. Auch die Anhänger von Tanu=Malietoa und Tamasese geben ihrer Zufriedenheit Ausdruck. Die Lage ist ruhig. Eine amtliche Kundgebung ist bis heute nicht erfolgt. Die Flaggenhissung wird wohl seiner Zeit in Mulinuu erfölgen, der Tag ist noch nicht bestimmt. Des weiteren sind nunmehr die ersten Nachrichten eingetroffen, welche von dem Freudentaumel Kunde geben, der die Samoaner bei dem Eintreffen der Nachricht ergriff, daß die heiß umstrittenen Inseln endlich in deutschen Besitz gelangt sind. Ein Berliner Blatt läßt sich darüber von seinem Berichterstatter in Apig unter dem 30. Dezember berichten: . Der Postdampfer welcher in Apia erwartet wurde, blieb lange aus. Hatte er so schwerwiegende Nachrichten vom Kriegsschauplatze, daß er zu spät kam? Endlich, am 25. November 1899, mit zweitägiger Verspatung, traf er ein. Die Nachricht, daß Apia deutsch würde, hatte niemand erwartet. Die Wirkung welche dieselbe hervorrief läßt sich kaum schildern. Der erste welcher Kenntnis davon erhielt, war der Hafenlotse, ein geborener Irländer, der größte Feind der Engländer in Samoa. Er war vor Freude so erregt, daß den Postdampfer so unglücklich verankerte, daß jeden Augenblick ein Zusammenstäß mit uuserem Kriegsschiff Cormorau eintreten konnte. Aber es ging noch einmal gut. Der Zahlmeister des Postdampfers begrüßte den Präsidenten der Munizipalität Dr. Solf mit den Worten:„Ich bin ein Engländer, aber ich freue mich, Sie zur Besitzergreifung Samogs beglückwünschen zu können. Der Präsident fuhr sofort auf unseren Kreuzer„Cormoran" und rief schon von weitem„Samoa ist deutsch, Samoa ist deutsch! Aber ruhig Blut — amtliche Depeschen abwarten Es dauerte nicht lange, so sah man, den deutschen Kousitl in Uniform zu den Vertretern der anderen Mächte fahren, während der Kommandant des„Cormoran sich auf das englische Kriegsschiff begab, um von der erhaltenen Nachricht amtliche Mitteilung zu machen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Gerücht über die Insel. Das deutsche Konsulat war belagert von Alt und Jung beiderlei Geschlechts. Die Freude fand keine Grenzen; überall zeigten sich die deutschen Farben. Jeder bereitete einen Trunk vor, wer es sich leisten komnte, forderte Seit, wer es sich nicht leisten konnte traut auch Seit. Ein Schriftzug auf dem Check giebt Kredit. Die Kneipen machten glänzende Geschäüfte. Der Streit zwischen den Nationen tan nirgen## gtoßer sein als auf Samoa, Unruhen waren bekanntlich nicht ausgeschlossen Sie wurden unterdrückt durch das Gerücht, daß der deutsche Kreuzer„Cormoran gefechtsklau sei und das Landungskorps des Kriegsschiffes bereit sei sofort mit Gewalt einzuschreiten, um Streitigkeiten zu unterdrücken Der englische Kommandant hatte selike Hilfeleistung angeboteg Die EngAnam Mae Die M de engmutige egelung, der Sc-ucsiegenheit. Das Verhalten unserer deutschen Landsleute war ein würdiges. Natürlich mußte sich der Patriotismus Luft machen, aber es geschah in taktvoller Weise Die MataafaPartei wan freudig erregt. Die Häuptlinge gingen sofhrt auf den„Cormoran“ um den Kommandauten um Auskunft i bitten. Sie sind schon so kultiviert, daß sie den Gerüchten nicht ohne weiteres glauben, sie verlängen Beweise Baten flogen über das ganze Land zu Matgafa und den übrigen Häutptlingen Ihre Augen glänzten, und voller Stotz naunten sie sich zalli Silli siamanis, d. h. hoher deutscher Häuptling Die Tann=Leute machten dumme Gesichten sie hatten den Einfluß Englands zu hoch geschätzt. Sie behaupten, das Gauze wäre eine deutsche Falle, der englische Kommandaut und der engtische Konsul hätten keine Depeschen erhalten die deutschen Depeschen wären falsch. Tanu ist zum Glück in## Ewig kann nicht gefeien werden nach einigen Tagen trat Ruhe ein und die Angelegenheit wurde weise besprochen. Reichtümer wird Deutschland durch die Einverleibung Samogs nicht ernten, aber das Land wird in wenigen Jahren sich selbst erhalten können und Gelder abwersen. Welch Kind koster kein Geld? Aber das neue Kind kann doch wenigstens schon stehen es wird nicht lange dauern, dann kann es laufen. Eine Stimme hört man: Nur keine Beamtenwirtschaft, nur ganz allmähliche Entwickelung Deutschland braucht nicht von vorne anzifangen, Sampa ist bereits kultiviert. Zunächst schickt uns einn Staatsanwalt und bringt Zucht und Ordnung und ein Gesetz ins Land Der Staatsauwalt wird alle Häude voll zu thun haben; Raub Mord, Meineid, Unterschlagung von Mündelgeldern, Betrug, alles wartet auf ihn. Zolldefraudationen zählen uberhaupt nicht, das ist hierzulande schon eine auständige Beschäftigung. Gebt uns einen Landeshauptmann mit gesundem Menschenverstand, einen Mann, der im Leben gestanden hat, keinen Bureaukraten! Gebt uns so wenig Beamte wie möglich und laßt Samog sich selbst entwickeln Welche Beamten gebraucht werden, wird sich mit der Zeit herausstellen e weniger, desto besser. Wir haben Zeit und wollen langsam aber sicher arbeiten. Gebt uns einen Oberrichter und einen Unterrichter, einen gewitzten Zollinspektor und einen schneidigen Polizeidirektor! Gebt uns keinen Stab von Beamten Laßt den Botaniker den Forstassessor den Wasserbauuspektor zu Hause Seht euch die hiengen Pflanzungen an und ihr werdet sagen:„Eine batanische Versuchsstation ist ein Luxus. Die Pflanzer wie Hufnagel Raßmussen Kruger, Tiederme#n und Schmidt wurden den Botaniter und Forstaffessor lächelnd begrüßen. Er könnte höchstens sein Wissen bei diesen Herren bereichern. Wollt ihr erfähren, wie Gemüse zu pflanzen ist, so besucht den deutschen Stellmacher in Mulifanng Vort seht ihr neben den Bienenstöcken Kohl Schnittlauch Radieschen, Rettig, Gurken Bohnen und Wursterant. Frische Wutst ißt man auch in Samog gern und den sonntäglichen Gäusebraten füllt man gern mit Beisuß. Ihr Deutschen, die ihr nimmehr nach Sampa kommt, bringt euch deutsche Frauen mit Heiratet nicht die Sambauerinen, trotzdem sie hübsche und niedAie mer 1d Aus der Reichshauptstadt Berlin, 4. Jasi. Das Semina,#ü# örtentächische Sprachen an der Berliner Universitcht hat in diesem Winter eine bisher unerreichte Besuchsziffer aufzuweisen. Die Zahl der Semmansten unter denen sich auch eine Lehverin befinder betragt 186 gegen 18 im vorigen Halbjahr. Aus dem Auslande stammen 8 Dem Berufe nach sund 102 Assessoren Reserendar und Augehörige der juristischen Fatiktät, damumter 62 Dragomanats=Aspiranten von denen 4 bereits die Oplouprüfung bestanden haben. 35 sind Lehren, Gelehtte und Angehörige der philgsophischen Fakultät Weiter reiben sich 25 Beamte, Privatpersonest und Kaufleute an sodann Offiziere( Hauptmann 3 Mediziner, 5 Theologen und2 Techniter Aus einer Uebe sicht nach den einzelnen Klassen ergiebt sich, daß die Vorlesungen über Realien von 69 Semmanisten und die sprachlichen Kurse wie folgt besucht werden: Russisch 34, Arabisch 32, Chinesisch und Spauische Sugeheli 26, Tünkisch 25, Neugriechisch und Versisch je 9. Japanisch Rmnn c R Runse uns Namase chnn n Spanischen 49 Fremde. Als Hospitantinnen nahmen 3 ci Untersich teil. Die Gesamtzahl der Seitinarbesucher stellt sich also auf 341. Einem Kinder garten glich gestern vorübergehend der Sitzungssaal der vierten Stiaftammer des Landgerichts#eiwa 20 kleine Mädchen im Alter von Jahren drängten sich in den so emnsten Raunte und brachten ein ungewöhnliches Leben bucen. Die begleitenden Mitter hätten alle Müche, die vom langen Warten ungeduldig gewordenen Kleinen guf die Wichtigtei ihrer solle die sie dier zu spielen hatten, h#z## Die Ruder traten ais Belasngszellgen gegen eine noch iugendliche Schindlerin und Diebin, die Arbeiterin Eise Meyer auf die übersüchtt wunde in 20 Fallen in der dreistesten Weise den kleiten N#een die von ihren Eltem zu keinen Sttäufen #usgeschickt waren die Gelder abgeschwinden i#nen auch bei passender R aa Jahren Gefäugnis veme Der Mau= Stundenlohn zt gemaß dem Eimgungeper strage und den Beschlüssen der Achtzehner=Kommssion t. Janar auf gestiegen. Die Verhandsleitung erläßt einen Auftüf au die Mchures Beis und der Umgegend mit der Aufforderuung chitf stritter Sunechslttug, des Stundenlohnes zu bestehen arnt sie aber gleichzeitig bei Uebertrelung der Bestimmungen Bausperren zu verhängen. Dem Schiedsspruch des Gewerbegerichtes zufolge haben sowohl der Vergleich wie die weiteren Beschlüsse der Achtzehner=Kommission auch für Nicht=Mitglieder des Arbeitgeberbundes volle Geltung. Ein Pistolenduell hat zwischen Weihnachten und Neujahr im Grinewald stattgesunden. Es standen sich ein Jurist und ein Dr. W gegenüber. Dr. W ist früher, als er noch Student war, in den Zeitungen schon einmal genannt worden. Von jüdischer Abstamm gehört er der evangelischen Kirche an und spielt sich gern als Antisemit auf. Bei einer solchen Gelegenheit kam es in einer Gastwirischaft zu einem Austrit, der zu dem Zweikampf führte. Einem Juristen gestel das Auftreten des Dr. W nicht und er erinnerte ihn nicht gerade in den höflichsten Formen an seine Abstammung Dr. W. ohrfeigte seinen Geguer und wurde daraufhin von diesem auf Pistolen gefordert. Die Foiderung wurde unter schweren Bedingungen im Grustewald ausgefochten. Der Jnrist erhielt einen Schuß durch ein Bein und mußte in eine Privatklinik gebracht werden. Die Beleuchtung des Kaiser Wilhelm=Denkmals auf der Schloßfreiheit durch elektrische Scheinwerfer in der Sylvesternacht bildete einen der packendsten Momente in den Festveranstaltungen der Residenz zur Jahrhundertwende. Um das Denkmal entsprechend effektvöll von der Ballustrade des alten Schlosses aus zu beleuchten, waren nämlich jene mächtigen Scheinwerfer ersorderlich, welche an Bord unserer Kriegsschiffe und Postdampfer gebräuchlich, in Berlin aber augenblicklich nur in vier Exemplaren vorhanden sind, die vier großen und äußerst kostspieligen Scheinwerfer des Zirkus Busch, die in dessen Pantomime allabendlich Verwendung finden. Direktor Busch erklätte sich sofort bereit, seine Scheinwerfer zu dem Zwecke unentgeltlich samt seinen Elektvikern zur Verfügung zu stellen. Ein französischer Registrierballon ist am Sylvestertage in Neurahnsdorf gelandet. Schulkinder, die sich auf dem Eise befanden, sahen, wie ein riesiges Ungetüm sich in wirbelnden Bewegungen aus der Luft hinabsenkte und in einem Baume hängen blieb Selbstverständlich war bald der ganze Ort alarmiert. Unter Anteilnahme des Ortsvorstehers wurde das dickbäuchige Ungetüm behutsam aus den Aesten des Baumes herabgeholt. An Stelle der Gondel befand sich ein Korb aus dem zwei größere Streifen Papier herabhingen, auf denen in französischer Sprache der Finder des Ballons gebeten wurde, dem meteorologischen Observatorium in Trappes bei Paris sofort teleFraphisch Kunde zu geben. Zur Entschädigung waren für 10 Mark Marken in einem Konvert beigelegt. Der Korb aber wurde uneröffnet durch den Gemeindediener dem Amtsvorsteher der Oberförsterei in Köpenick übermittelt, welcher sich unverzüglich an den Landrat des Nieder=Barnimer Kreises, von Treskow, mit der Anfrage gewendet hat, was in der Sache weiter zu geschehen habe. Eine diesbezügliche Verfügung ist noch nicht getroffen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird dem Berliner meteorologischen Central=Institut der Ballon sowohl als auch der Korb zur Prüfung und Begutachtung überwiesen werden Der meteorologischen Absende=Station in Frankreich ist von der Auffindung des Ballons bereits auf telegraphischem Wege Kenntnis gegeben worden. Das Centralkomitee für den deutschen Katholibentag wird demnächst einen Aufruf zu einem deutschen Pilgerzuge nach Rom veröffentlichen. In einer am 29 v. M. abgehaltenen Sitzung des Komitees wurde Rechnung über den Katholikentag in Neisse abgelegt; es ergab sich ein Ueberschuß von etwa 3000 M. Mit dem diesjährigen Katholikentage, als dessen Sitz Bonn gewählt ist, soll eine größe Ausstellung von Werken katholisch kirchlicher Kunst verbuchen Mee Die aus, den Rheinland mitgeteite Nachricht, die Staatskegierung beabsichtige, in den westlichen Provinzen die Zahl der Domanen zu steigern, trifft zu Andererseits aber beabsichtigt sie Domänen im Osten zu veräußern. Ueber die Gründe und Ziele ihres Vorgehens lesen wir in den Berl. Pol. Nachr. Bei der Neuordnung der preußischen Finanzen und des Staatsschuldenwesens im Jahre 1820 ist durch die Verordnung vom 17 Jaquar desselben Jahres die Summe der verzinslichen Staatsschulden auf 80.091 720 Thaler festgestellt und bestimmt worden, daß dieser Stagtsschuldenetat für immer geschlossen werden sollte. Wenn der Staat iünftighin zi Aufnahme einer neuen Schuld schreiten müßte so sollte dies nur unter Zuziehung und unter Mitgarantie der lünftigen reichsständischen Versammlung geschehen können. Zügleich wierden die samtlichen Domänen Forsten und sätnlarisserten Güter im ganzen Unsange der Monarchie für diese Schulden verpfändet. Infolge dieser Verpfändung war die preußische Regieruug in der sreien Verfügung über ihren Domanialbesitz so lange behinden, bis die Staatsschulden, für welche die Forsten und Domänen zur Garantie dienten, getilgt waren. Dieser Zeitpunkt ist mit dem Januar d I eingetreten und damit die Möglichkeit gegeben, freier mit dem großen Besitze des Staates an Domanen zu wirtschaften. Bekanntlich ist dieser Besitz sehr ungleich über den Staat verteilt. In einer ganzen Reihe von Provinzen hat der Stagt einen weit über das Bedurfuis higausgehenden Domaniglbesitz und darunter auch solche Rovelle aus Rußland von Erust Schrill een Von der Hauptstraße der Zarenstraße an der Newa, dem Newsk=Prospekt, biegen links und rechts viele tige Verkehrsadern ab in die Tiefe der Stadt hinein. Eine der längsten und volkreichsten unter ihnen ist die Große Gartenstraße. Es ist, das so recht eigentlich die Handelsstraße; an ihrem Eingang der Hauptkaufhof, neben Gostinnur Dwor mit eleganten Kaufläden hinter mächtigen Spiegelscheiben; einige hundert Schritt weiter folgteine Reihe Läden, die etwas einfacher und billiger sind, dann kommt gegen die Mitte der Straße der berüchtigte Acptarinoder Alexandermarft, wo allerlei verdachtiges Gesinde un den zum Verkauf ausgestellten Schund schleicht und an ihrem Ende riecht man den Nikolstimarkt mit seinen FischFleisch= Leder= und Theerbuden schon von weitem Aehndiesem absteigenden Wer der Buden ist das Publikhm das sich auf dieser einzigen Straße Petersburgs bewegt, der man mit Recht den Vonpurf machen kann, daß sie u schmal sei. Um ihren Eingang slutet noch die bunte Menge des Newekt, wo glänzende Gardeoffiziere, breite b#rtige Vollblutrussen und viel europctischecharakterlos gekleidere Le# die Mehrzahl ausmachen. Je weiter hinein man in die Straße geht, desto einfachen, armlicher gekleidet sind meist die Passanten, bis am Apratzinmarkt einem allerlei Gaunergesichter, allerlei verkommene Genies und veramte Lebemänner begegnen Weiter hin hat sich offenbar die Blutmasse der tecten Ader ziemtich enschhhsh, deit der tolen markt ist schon leerer, wenn morgens dort die Arbeiter geitietet und die Eintchufe von Vichualten besorgt sind Unweit vom Apraxinmarkt, da wo der Wenessenst Prespekt die Große Gartenstraße durchschreiter, stehr ein dirtel angestichenes Haus zwischen lauter helleren Kaneraden Ein häßlichen, langer Thor#es fihr auf einenengen dunsten Hof Links im Parterre sind die unteren Scheiben aller Fenster auf Mannshöhe schwarz, gestrichen und die überall herabhängende Eisenstange dient nachts zum Verschluß der eisenbeschlagenen Feusterläden. An der Thür war ein kleites unscheinbares Metallschild zu sehen, auf dem ganz, schlicht„Somptolf- von Moschen& Comt. grauiert war. Was für Geschäfte aber alles hinter diesem Schild sich bergen mochten, erbe verbreitete sich der alte glatzköpfige Moschen auch nicht gegen seine Angestellten wenichleichschats Ahs,. Mise, che he e ebe denklich genug warR ne dampfende in entsprechender Tenperatur halten mußte,###it er allezeit ein Glas heißen Shees präsentieren konnte, wenns verlangt ward lag ein kleines Wartezimimter danzi wehrere große Sale mit Schreibtischen und Stehpulten, in sazimme nd ds Kahinet Heren Moschens, das war die ganze Wohning Inden Salen saßen und standen allerlei Angestellte von zuristisch gebildeten aber ingendwie veskommenen Vorsteher der Kanzlei bis zum ofifügen Kommissicnhn der eben von einem Gange heingerehrr seie roswentchenen Hände am Theeglss wariite, das dam####d chn sand es 8 bleicher Mann, der offenhar nicht ganz zu seiten Kämeraden patzte, sich guch von ihren Gesurächen ud Witzen erschielt. Sein Anzug, wak, gegen, die Modische affektiette 8echg der anderen geradezu dürftig i nennen Sein bläisses Gesich auf welches Hiuger und Elend dentliche, noch tugerhschte Schrif geschrieben hatten, ttug einen schwerzlichen, fast bösen Ausdruck, und trotz der hohen schlanken Gestalt machte die ganze Erscheinung einen kräntlichen, schwachen Eindruck Ein Schwindsüchtiger, der in das intörderische Petersburge na zu seinem Verderben gekommen und mit dem Thauen des Eises wohl auf den Armentärchhor gebeitet wird so hätte wohl jeder auf den ersten Btick geusteilt. Sien muchte ei üirgend eine Arbeit beendigt haben. Wenigstens schob er einen beschriebenen Bogen bei seite und zog eit anderes Blatt= hervor, auf dem er offenbar schon vorher begonnen hatte, zu zeichnen. Die Hand fuhr mechanisch über das Papier, während der Kopf in der anderen Hand ruhte und sich mit andern Bildern beschäftigte, als mit den der Zeichnung Schärfer und häßlicher traten die schmerzlichen Züge hervor und im matten Blick der braunen Augen lag Verzweiflung. Dachteer über sich selber nach und sein Unglücks Leo Blating war von einem Jahre nach Rußland, gekommen, um sein Glück zu machen. Nach dem frühen Tode der Eltern hatte er bis zum Abiturientenexamen bei einem alten Onkel gelebt, der viele Jahre in Rußland zugebracht hatte und nicht müde ward das Land zu rühmen, in dem erssich seine behäbige Altersversorgung fast mühelos verdient hatte. Der Ontel starb, als Leo die Universität bezog, und leider hatte ihn derselbe nur mit einem kleinen Wbie das ähnlich, sogan bei Kaisetichen Behörbden der Fallaist. Legat bedacht, sodaß die Summe zum Studium nicht zureichte Darum beschloß der Jungling lieber seinem geheimen Hange zur Malerei und zur Architektur folgend, das Studium der Medizin aufzugeben und mit dem kleinen Erbteil eine Reise nach Dresden, München und Italien zu #nternehmen. In jungen Jahren mit munteren Kameraden ist solch eine Römerfahrt köstlich genug sein Vermögen dran zu setzen. In Rom ging das Geld bald aus und unter allerlei Müchsalen tchn er wieder bis in seine nordheutsche Heimat zu seinen entfernteren Verwändten, um sich bei ihnen zu einem schweren Nervenfieber hinzulegen. Man pflegrichn undals ergenas, wünschte der Familienrat, er solle sich als Zeichner in einer größeren Kunsttischlerei anstellen lassen. Als Preis des Gehorsams winkte ihm ein Baschen von einigen 26 Jahren mit einer hlauen Brille und einer zu karzen Oberlippe, sodaß man immer ihre breiten weißen Zähnchen jah. Dem allen zu entgehen, borgte er sich Reisegeld von einem alten Freunde seiner Eltern und zog nach Rüßland, um sein Glück zu machen. Aber wie war es doch so ganz anders gekommen, als der stolze Jugendmut gewollt und ersehnt Hatte er doch gemeint, wenn er sich einmal ernstlich mit allem Fleiß anstrenge, würdeer sich schon eine Stellung im Leben erobern und sein Glück machen Andere um Hilfe ansprechen, das mochte er nicht und wie er kühn in seinen Höffnungen und stolz in seinem Auftreten sich um passende Stellungen bemühte, mochte gerade das ihm viel geschadet haben, daß er nicht demättig verbindlicher sich benahm. Und wie er jetzt so Monat um Monat ohne Anstellung in peinlicher Not dahinlebte,#äumte sich in ihm immer wieder die Stimmung auf, wie sie in Goethes Prometheus vorkommt, den er so gern leise vor sich hinsang, auch wenn er am elendsten war. Vor allen Dingen war es der Umstand, daß er nicht ordentlich Rüssisch verstand, der ihm manchen Posten, dem er sonst ausreichend gewachsen gewesen wäre, verschloß oder, wenn er ihn bereits erlangt hatte, in Bälde wieder entriß. So mußte er in seinen Ansprüchen heruntergehen und auf die paar Empfehlungen aus Berlin an gute Handlitngshäuser verzichten, weil es überall hieß.„Ja, wenn sie Russisch könnten. Die kleine geborgte Summe war verbraucht und Rot bricht Eisen Betteln mochte er nicht, sonentschloß er sich, jede Stelltug anzunehmen, die er finden wirde, und wäre sie nöch io niedtig (Fortsetzung folgt.) 80 Kutschwagen, neue speziell gebr. S# heusch. Landauer, Phastons, Coupes, Kutschir, Jagd= u. Ponywagen, Dogcarts, beste Berl. Firm. u. Geschirte, Verlin, Luisenstr. 21, Hoffschuilte. e Seaicesensege secdheder Bes aird= Braschäcscscrngen epfehe ich mein reich sortittes und äußerst übersichtliches Gocosteppiche Ocosläufen MAE Magane ei, ce a= Sinen sondie eintzeinte Möbel in sectberstehe esthd gediegeniscetes Büisfiährung und billigster Preisnoterung aes e e ien. ihe in Dickel. Sppseh e e e e e e ee sie Peische Rindieder iue Keichen, Bescen liefert Carl Hoffmann, Lederhandlung, Kaiger Besitzungen, deren Uebengang in Privatbesitz uun vorteilhast sein könnte, während in anderen Landesteilen, namentlich auch in den westlichen Provinzen, nur wenige oder zum Teil sogar gar keine Staatsdomänen bestehen. Es liegt daher in der Absicht, einen Teil der altländischen Domänen zu veräußern teils in ganzen teils zur Verwandlung in Rentengüter, und dafür in denjenigen Landesteilen, in welchen eine Vermehrung des Domanialbesitzes sich aus wirtschaftlichen Gründen enwfiehlt, für den Staat geeignete Besitzungen zu erwerben. Briefkasten. A. F. in D. Ihren Arikel„Das Kollektenwesen“ betr können wir in der von Ihnen gewünschten Fassung leider nicht zum Abdruck bringen. Es sind lediglich persönliche Reiseerlebnisse, die Sie berichten, die aber für die Leser des„Volr kein Interesse bieten und keine praktischen Vorschläge zur Verbesserung oder Regelung des Kollektenwesens enthalten. Wenn wir Sie recht verstanden haben, sind Sie mit dem Einsender des ersten Artikels in dieser Sache insofern einverstanden, als Sie die Kollekten an jedem Orte von einer ortsansässigen Person eingesammelt wissen wollen, etwa durch einen Invaliden oder eine ältere Frau, nicht aber durch Berufskollektanten, was wir an dieser Stelle gern mitteilen wollen. F. in G. Die Polizeibehörde kann in dieser Angelegenheit keine Abhilfe schaffen, daher auch Eingaben an dieselbe nutzlos sind. Ueber die erwähnte Frage hat allein die Gemeindevertretung zu entscheiden. Antworten auf die Frage nach praktischen Vervielfältigungsapparaten. 1. Das Neueste und Bequemste für das Vervielfältigen von Schrift= und Notenstücken ist meines Wissens„Hektographenblätter von Leonhardi“ in Dresden, à Blatt 35—40 Pfg., Tinte 50 Pig. Käuflich in fast allen Schreibwarengeschäften, sehr empfehlenswert. 2 Betr. Ihrer gefl. Anfrage im Briefkasten das„Volk“ wegen Vervielsältigungsapparat, kann ich Ihnen„Edisons Mimeographen, zu beziehen durch Hugo Garthe=Elberfeld, oder Croyen& Richtmann in Köln, Preis etwa 60 M., als ganz vorzüglich empfehlen und ist derselbe nach meiner Ueberzeugung der bisher einfachste, handlichste und bequemste Apparat und liefert bei einiger geübter Handhabung 500—1000 vorzügliche Abzüge Der Mimeograph wird hier im Barmer Missionshaus täglich gebraucht zum Herstellen aller möglichen Drucksachen und Lieder 2c. und hat sich vor allen anderen Systemen, die bei uns erprobt wurden, als das Beste bewährt. P. S. Ihre Auftage beantwortet ein langjähriger Leser wie folgt: Urkundenmappen und Aktensammelapparate mit Patent=Selbstbinder, wie sie auch im„Deutschen Pfarrerblatt“ besprochen sind,(genau dieselbe Qualität) liefent das Papierversandtgeschäft von J. Pasche in Raundorf=Reidebeng(Halle). Siegen, 5. Jan. In der letzten Vorstandssitzung des Armen=Unterstützungs=Vereins wurden laut S Zig. nachträglich in vier Fällen Mark 85 pro Dezember und neu pro Januar in 5 Fällen Mark 75 an Unterstützungen bewilligt. Sodann wurde dem Beschlusse des Mietzinssparkassen=Kuratoriums beigetreten, wonach an Sparer 335 Mark an Prämien zur Verteilung gelangen. Für das Jahr 1900 werden dieser Kasse Mark 250, wie im Vorjahre, aus der Hauptkasse überwiesen. Dem Berichte des Vorsitzenden ist zu entnehmen, daß Herr Anstreichermeister Fischer dem Verein Mark 35 zur Verteilung an Waisen überwiesen hat und das Konzert des Männergesangvereins einen ausehnlichen Betrag zum Besten der Abgebrannten ergab wofür beiden bester Dank auszusprechen ist. Dem Monatsberichte ist weiter noch zu entnehmen, daß der aus der Rechnungslegung des aufgelösten Siegener Pfennigsparkassen Vereins dem Armen= Unterstützungsverein zufallende Vermögensrest (nach§ 24 der Grundbestimmungen bis Ende des Jahres noch nicht eingegangen ist und somit erst im neuen Jahre in Einnahme kommen wird. Die Volkskuche hat ein ganz außerordentlich günstiges Ergebnis aufzuweisen gehabt, denn es wurden im 1 Quartal 1899 5626 im 6434, im 3. 7290½ und im 4 6258 Portionen insgesamt 25 608½ Portionen Mittagessen verkauft gegen 19.916 in 1898. 16.560½ in 1897 und 14 422 Portionen in 1896. Es ist ein großer Erfolg, welcher der uneigennitzigen Thätigkeit der Vorstan#s damen zu danken ist. Auf der Naturatverpflegungsstation wurden im Dezember 182 Wanderer unterstützt gegen##5 im Dezember v. J. Nicht unterstützt wanderten 184 durch gegen 176 im Dezember v. J. Auf dem Arbeitsnachweisburean wurden 9 Gesellen gesucht und konnten zugewiesen werden Die diesjährige Haupt=Versammtung fider Montag den 19. Febricht, in der Krme bei Heirn, Koch, Marhnigensträße, stat. Oberschelden, 5 San(Enngesandt.) Vor nicht langer Zeit sprachen die Bergleute von Niederndorf der dortigen Gemeindevertretung öffentlich ihren Dank dafur aus, daß sie den Weg nach Gosenbach in Stand gesetzt hatte, den die Bergleute früh und spät zu passieren haben Zugleich ließen sie den Wunsch laut werden, die Gemeinde Oberschelden möchte doch dasselbe thun, soweit genannter Weg durch deren Gemarkung geht. Und in der That, sieht man sich den Weg an so muß man sagen, daß dieser Wunsch nicht unberechtigt ist. Die Erfüllung desselben wäre auch ohne große Kosten möglich und wir geben uns deshalb der Höffnung hin, daß die Oberschelder Gemeindevertretung bald dem Beispiele Niederndorfs folgt. Die Klagen der Niederndorfer Dirlenbacher u. w. Bergleute sind vollkommen berechtigt, man sehe sich doch nur einmal den Weg an, den die Bergleute von Lindenberg Nieder= und Oberhäuslingen, Bottenberg, Büschergrund, Bih und Holzklau gehen müssen, wenn sie nach Gosenbach wollen man muß wirklich Mitleid mit demelben fühlen. Denn der Weg ist von dem Oberscheldener Feld bis Lindenberg ganz unpassierbar Nicht bloß, daß derselbe fast grandlos ist, sondern es haben sich im Laufe der Zeit wahre Schlammweiher auf demselben gebilder die bei Regenwetter bis 2 Fuß Tiefe haben. Diesen Weg müssen die Ber leute von morgens 5 Uhr und abends bis 12 und 1 Uhr passieren, und im Wiuter wohl stets im Dunkel Wo bleibt angesichts solcher Zustände die Gemeinde bezw Wegebauverwaltung? Weiß dieselbe nichts von diesem Weg Dies letztere ist wöhl nicht gut anzunehmen da die Bergleute schon jahrelang Klage geführt haben ohne daß irgend ettpas gethan worden wäre Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, daß endlich Remedur geschaffen wird. Ein Arbeite####nnd Bochum, 3. Jan. Der hienige laudwvirtschaftliche Kutturverein beschäftigte stich in seicer shgsten Versammchtug mit den auch uuter den Schweinen hiesiger Gegend so verheerend wirkenden Rotlauf. Nach den Ausführungen des Tierarztes Altfeld stellt sich der durch die Seuche vernrlachte Schaden seit 1895 allein im Kreise Bochum auf fächrlich 40 50.000 Mark. Die Versammlung beschloß nach eingehender Besprechttug, die von den Verein deutscher Schweinezichter empfohlene Smpfung der Tiere mit Serum und dem sogenaunten Reaticaufgifte einzuführen Ju Sstpreußen#ll mit dem=Verfahren durchweg ein guter Erfolg erzielt worden sein und soll sich die Wirtung der Impftug in allen Fallen auf die Dauer von einem Jahre erstreckt#aben Die Beseitigung von Vo#urteilen gegen das Verfahren soll auf dem Wege der Belechrung geschehen, wosir die, Sessamnlung, eine entsprechende Smme ettiche Ueber einen Eisenbahnbrand wird unter dem Jantär aus Bischweiler(Elsaß=Lochringen gemeldet Heute nachmittag Uhr 55 Min, fuhr der D= Zug Nr. 76 auf einen Guterzug infolge falscher Weichenstellung und setzte den letzten Wagen desselben, der mit Spiritts beladen war, in Brand. Die Lokomotive und der Postwagen wurden in Brand gesetzt. Drei Postbeamte sind verbrannt, der Lokomotioführer und der Heizer schwer verletzt. Mehrere Personen erlitten leichte Verletzungen Eine weitere Meldung besagt Der O=Zug fuhr in den in der Station haltenden Güterzug hinein. Hinter der Lokomotve des D=Zuges befand sich der Postwagen der Spiriuskesse platzte sofort und ergoß seinen brennenden Inhalt auf den Postwagen, der alsbaldin Fammen stand schwer verletzte Lokomotioföhrer und der Heizer liegen hoffnungskos, danieden. Die toten Postbeanten Prattikant Behnecke, Assistent Menkel und Bote Wenger sind bis zur Unkenntlichkent verbrannt. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Jutefabuik. Beim Zusammmenstoß wurde ein Knall wie bei der Erploston eines Pulvertiumes vernommen. Der Verkehr wird vollftändig auftrecht erhalten, doch haben die Züge beträchtliche Verspättingen. Nem Siegerländer Eisenmurnt wbird der in Benlin und Essen erscheinenden Zeitschpift Industrie ein Jahresbericht gegeben, dei wir folgendes entnehmen Wohl kaum zemals zuvor hat die Industie im allgemeinen und die des SiegerM un ene ecene K landes in sweziellen — am Jahresschluß auf eine so glänzende ktür seitückhlich connen, ais sie sich diesmal bei der Jahres= und Jahrhunder=Wende gepräsentiert. War man bei Beginn des nun abgelaufenen Jahres auch allseitig der guten Zuversicht, daß sich die damals schon günstige Lage noch lange behaupten werde und gab man dieser Stimmng in nicht unbedeutenden Vorauskäufen von Roh= und Fertigfabritaten Ausdruck, so hat damals aber doch selbst der größte Optimist nicht jene große Hebung der Industrie vorauszusehen gewagt, wie sie für das letzte Jahr des 19 Jahrhunderts zu verzeichnen gewesen ist.— Vom Jahresanfang an hatten sowohl Gruben wie Hütten= Puddelund Walzwerke wie alle Werke für Fertigfabrikate, reichlich und zum Teil mehr Arbeit vorliegen, als sie zu bewältigen im Stande waren. Das führte zunächst zur Bedingung ungewöhnlich langer Lieserfristen und— nachdem Arbeiter= und Rohmaterialmangel den einzelnen Betrieben in Bezug auf ihre Erzeugung eine Grenze setzte sogar schließlich zur Absehnung mancher sonst willkommenen Austräge. Die Sorge der Werte ihren starken Bedarf in Rohstoffen ja rechtzeitig zu decken, drängte die Preisfrage in den Hintergrund und so konnten fortgesetzte Preissteigerungen nicht ausbleiben. Ist auch, speziell in pessimistischen Kreisen, wiederholt die Frage atut geworden, ob nicht der Gipfelpunkt der Konjunktur bereits erreicht wäre es mögen atich zeitweilig Symptome vorgelegen haben, die eine Ventilierung dieser Frage rechtfertigten so sind diese Befürchtungen bisher indessen stets durch zunehmende Rohmaterialnot und weitere Preiserhöhungen beantwortet worden Für alle Erzeugnisse haben daher die Preise unterdessen einen außerordentlich hohen Stand erreicht, aber man darf es unserer Industrie dank dem kräftigen Einwirken der Synditate dennoch nachrühmen, daß sie von Preisübertreibungen, wie sie z B vom amerikanischen Markte gemeldet worden sind sich sern gehalten hat. Hoffen wir, daß gerade in dieser Hinsicht die bestehende gesunde Haltung bei uns auch weiter herrschen und trotz der für das neue Jahr zu erwartenden noch größeren Knappheit an Roystoffen eine etwaige zu schnelle Aufwärtsbewegung vermieden wird. Was die Aussichten jür das Jahr 1900 anbetrifft, so können an dieses mindestens die gleichen guten Erwartungen gestellt werden, wie sie zu Anfang des abgelaufenen Jahres vorhanden waren. Schon die Thatsachen, daß die Erzeugnisse unserer Gruben und Hütten bis Ende des Jahres zu lohnenden Preisen ausverkauft sind, daß die bereus gethätigten Abschlüsfe der Puddel= und Walzwerke bis in das 4 Quartal hineinreichen und daß überhaupt bei allen Industriezweigen mindestens ebenso viel Arbeit vorliegt, als zu Anfang des vergangenen Jahres, berechtigen zu der Hoffnung auf einen längeren Fortbestand der günstigen Lage. Es dar nicht verhehlt werden, daß das Siegerland nicht cüf so große wirtschaftliche Erfolge des letzten Jahrhunderts zurückblicken kann, wie andere Industriebezirke. Unsere hiesige Industrie köunte jedenfalls heute weit mächtiger dastehen, wenn sie mit den Zeiten besser vorwärts geschritten und ihr diejenige Unternehmungslust eigen gewesen wäre, die sich in der letzten Zeit mehr und mehr zeigt. Die Erfolge der jungsten Zeit, in der noch manches neue Wert entstanden ist und die bestehenden Betriebe u. a. auch die vielen Maschinenfabriken und Eisengießereien, eine ganz bedeutende Ausdehnung erführen haben der hiesigen Industrie ein solches Gepräge verliehen, daß unser Bezirk heute gegenüber anderen schon kaum mehr zurücksteht. Für die Zutuuft wird jedenfalls das Siegerland mit seinen reichen Eizbergen seine Stellung auf dem Eisenmarkte um so mehr zu behaupten in der Lage sein, als ihm einige recht fleißige, im großen ganzen auch zufriedene Arbeiterschaft zur Verfügung steht, die von gut chüfstliche wie pawiotischer Gesiunung beseelt und weit davon entfernt ist, sozialdemokratischen Auschauungen zu huldigen. Möge das neue Jahn und das neue Jahrhundert unsere Industrie weiter erstaten lassen vedaktionellen Teils. „Nur 3 Pig, täglich kostet Sie meine Kur mit unserem Natron Lithion. Wasser gegen Instuenza u. Folgen, Heiserkeit, Verschleimung, Husten Verstopfung, Hämorrhoiden, Griesbildung, Rheumatismus, Blutanmut, Bleichsucht, Migräne, Neuralgie und dergl. Selhst diesen geringen uus gezahlten Bettag erhalten Sie zurüchk, falls unsere Kür erfolglos bleiht. Hent Ddr. Günicher schreibt in seiner Analyse. Der Geschmack des Wassers ist rein, erfrischend, sauerlich, prickelnd, schwach eisenartig. 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Das ist der Wunsch der Majorität. Es sind grobe Genüsse oder feinere, ästhetische Wgerüien iie unian gstrcherihe an. 8.2 nießen. Irdische Dinge, auch die feinsten, können keine unsterbliche Seele befriedigen. „Schau an die Welt mit ihrer Lust Und alle, die an ihrer Brust In heißer Liebe liegen Sie essen und sind doch nicht satt, Sie uhunten uunid bos Hesodleh u Denn es ist lauter Trügen. Ein Menschenherz verlangt nach etwas Besserem und Höherem, als die Welt bieten kann. Im tiefsten Grunde dürstet doch ein jedes Herz nach Gott, nach dem lebendigen GottAber das ist traurig, daß man nötig hat, es ven Khovern Goptes, guch benteptage mmmen cke Ach, wie viele Christen lassen sich durch diesen oder jenen Köder des Fürsten der Welt fangen Wie traurig ist das z. B, wenn Kinder Gottes geizig sind! Oder wenn sie nach eigner und eitler Ehre trachten Sie wollen ihre Nummer, die sie bei der Welt haben, doch nicht verlieren. Sie wollen doch nicht für Dummköpfe gelten. Lieber Bruder, ich bitte dich, prüfe einmal genau dein Trachten und seine Ziele Du glaubst, ganz los zu sein von der Welt und du bist es nicht in Wirklichkeit. Wenn die Srache, Poh iun nenen ohye 150 im neuen Jahrhundert voran gehen soll, dann müssen alle, die den Herrn lieb haben, ihre Schuldigkeit thun. Und die Hauptsache ist unser Wandel. Darauf sieht die Welt Wenn die Welt sieht, wir trachten geradeso nach irdischen Dingen wie sie, dann hat sie keinen Respekt vor dem Herrn, den wir nur mit dem Munde bekennen Das Maulchristentum stößt so viele ab. dem es am Thatbeweis fehlt. Darum möchte Paulus es jedem Kinde Gottes ernstlich ins Gedächtnis rufen und ins Gewissen schreiben: Trachtet nach dem, das droben ist, nicht nach dem, das Kampf mit den Wechseln. Prschung un 6 ee i Suen ver ucg schstiggh. Stichen. 1 Quartier latin“ zu Paris wohnte in einem der Hintergebäude ein armer Blechschmied mit seiner Fayilie. Die Fenster seiner kleinen niedrigen Wohnung boten die Aussicht auf ruinenhafte Hofgebäude, die so nahe standen, daß man fast der gegenüber liegenden Partei die Hände reichen konnte Trotz Meister Cotins Fleiße und der Tüchtigkeit seiner Hausfrau vermochte er durch seiner Hände Arbeit mit seinen sieben, zum Teil noch im zarten Alter stehenden Kindern auf keinen grünen Zweig zu gelangen. Cotins Wohnung bestand in einem gepflasterten Stübchen mit einem Kamin und einem Kämmerchen unter dem Dache Möbel besaß die Familie so gut wie keine, die Kinder waren kaum zur Notdurft bekleidet, man schlief auf halb faulem Stroh, lebte von Wassersuppen, Hülsenfrüchten und schlechtem Brot. Und doch blühte hier die Wunderblume Zufriedenheit, und die goldnen Hallen der Reichen blendeten unsre Leutchen nicht und ließen nicht die bittere Pstange des Respes iu Aren Heisen ouget tasler. Eines Tages erschien in Cotins Wohnung Herr Delon, ein kleiner kahlköpfiger Mann, brachte einen Kessel in den er einen neuen Boden eingesetzt haben wollte und noch einige kleine Sachen zur Reparatur. Er hätte gehört, meinte er Cotin sei ein tüchtiger strebsamer Mann, er habe deshalb beschlossen, ihm seine Kundschaft zuzuwenden. „Nußerdem Meister, fuhr er fort, sich im an cn r Bodlicen Bemmgsügen i engcn#cen b helfen, die zu einem Hausrate doch unumgänglich öttg tud uund eg Hem gst behggsich machen“ Die Gatten sahen sich vielbedeutend an. „Herr“ nahm dann Frau Cotin das Wort, „Sie erscheinen wie ein vom Himmel gesandter Engel unter uns, ein ähnlicher Wunsch hat bisher wie ein Traum in uns geschlummert, wir glaubten aber nicht, daß er noch einmal zur Wirklichkeit werden könnte. „Ja, ja setzte der Blechschmied die siede seines Weibes fort, er witterte ebenfalls einen Engel in dem Fremden, trotzdem eher ein teuflicher Glanz in dessen Augen funkelte, hauptsächlich für meine Würmchen könnten wir ein paar alte Matratzen und ein paar warme Decken benötigen, sie haben kaum ein paar Lumpen, ihre Blöße damit zu bedecken Herr Delon meinte, das wolle er alles, auch einige Möbel auf billigste Weise beschaffen; schon in einigen Stunden werde er die Sachen herschicken Das Spottgeld, für das er sie dem Blechschmied verkaufe, brauche er auch nicht alles bar zu bezahlen, sondern könne ganz nach seinem Vesteben eimnen eit ver Schuld gnatbeiten. Mit Freuden willigten Cotins in diesen Plan, und wirklich noch an demselben Tage brachten ein paar Männer, von Delon auf dem Fuße gefolgt, die Sachen Es waren drei Matratzen, drei Strohsäcke, drei Bettstellen, einen Tisch und sechs Stühle, vier Steppdecken und mehrere Kissen. Die Augen mit dem Teufelsglanze fragten, noch ehe der Mund dasselbe that, ob man nicht ehrlich Wort gehalten? Nachdem die Träger fort waren, staunten die Kinder voll Entzücken die Herrlichkeiten an uud wälzten sich mit Behagen auf den weichen Steppdecken. Der Wohlthäter aber sagte:„Ich habe die Effekten zwar nicht so billig, wie ich anfangs glaubte, von dem mir befreundeten Tapezierer, Herrn Pinard, bekommen, derselbe versichert jedoch, sie besäßen unter Brüdern einen auf 460 Franken berechneten Wert. Delon überreichte nun den armen Leuten die mit „Pinard“ unterzeichnete und quittierte Rechnung. Freilich kratzte sich Cotin hinter den Ohren und bangte, je eine so große Summe heimzahlen zu können, Delon aber beruhigte ihn Ein so fleißziger Mann wie Sie, lieber Cotin, vermag in Jahr und Tag noch weit mehr. Ich mache Ihnen den Vorschlag, wir teilen die Summe in kleinere Posten. Sie geben mir vier Billets a lordre, wovon das erste in vier Monaten und die folgenden immer zwei Monate später zahlbar sind. Ich erleichtere Ihnen ja die Abzahlung indem ich Ihnen Arbeit gebe Sotin zögerte anfangs etwas verlegen, er hatte noch nie etwas mit derartigen Billets zu thun gehabt, aber auf die weitere Vorstellung des neuen Freundes, daß die Sache so am besten auszugleichen sei, und durch das Zureden seiner Frau bestimmt, willigte er endlich mit Handschlag ein Er unterzeichnete die schon auf Stempelpavier ausgestellten Billets und letztere in seinem Portefeuille wohl verwahrend empfahl sich Delon aufs freundlichste Cotins Frau ktonnte es am nächsten Morgen nicht unterlasen, die Schneiderfrau, ihre Nachbarin von der Verbesserung ihrer häuslichen Lage in Kenntnis zu setzen und sie betreffs des praktischen Verteilens der Sachen in den engen Räumen um Rat zu fragen Die Schneiderfrau musterte,#ritisierte, tadelte und schätzte die Sachen und fand sie ihrer Meinung nach kaum hundert Franken wert. Cotins, die ihre Nachbarin als eine ktuge Person kannten, die etwas von der Sache verstäande wollten iu den Boden sinken vor Entsetzen. Daß die Gegenstände nicht neu waren, sahen sie ja dieselben zeigten sich beim Lichte des neuen Tages sehr verlegen und abgenützt, und nähere sachverständige Bekannte hielten die Kritit der Schneiderfrau für nicht übertrieben, sie schätzten alles zusammen höchstens auf 150 Franken. Der unerguickliche Handel benahm dem armen Blechschmied fast allen Mut zur Arbeit, und als Delon nach etwa vier Wochen wieder einige alte Kannen und Kessel zum reparieren brachte, klagten Mann und Frau ihm ihren Kummer. Er that höchst erbost auf den Tapezierer und schwor er wolle es dem Hallunken schon eintränken„Gott ist mein Zeuge, lieben Leute, rief er,„daß ich Euch nicht in diese Verlegenheit bringen wollte, aber fürs erste ist nichts zu thun, der Satan hat mein schönes Geld nun einmal weg, das ich gegade sett sehy entbehge“ „Ader könnte man denn nicht klagens“ warf R#on Kosint 8 „Gute Frau,“ der Wohlthäter warf sich in die Brust,„wissen Sie, was es heißt, in Paris Prozesse führen? Jedem Advokaten einen Strick, das wäre angemessen! Wir füllen nur die Danaidenfässer der schwarzröckigen Herren und erzielen für zehn Franken hundert Franken Kosten! Nein, so unsinnig wollen wir nicht wuchern! Zudem trägt das Geld auch Zinsen. Wir müssen die Zinsen von einem Jahr zu etwa zehn Prozent dazu rechnen, und dann sind die Effekten auch absolut nicht so schlecht, als Sie dieselben machen. Ich wünschte, ich hätte nie schlechtere Geschäfte in meinem Leben gemacht, dann wäre ich nicht ein so armer Teufel. Leider hat mir mein ernster Wille, mich in der ewigen Bruderliebe meinen Mitmenschen gegenüber zu bethätigen, schon oft arge Verlegenheiten bereitet.“ Cotins glaubten den überzeugungskräftigen Worten des Ehrenmannes und er empfahl ihnen beim Gehen noch aufs eindringlichste, ja den ersten Termin innezuhalten und die Billets a Vordre, die nicht mehr in seiner Hand seien, einzulösen. Der arme Blechschmied machte nun fortan eine rich tige Maschine aus sich, ver nachlässigte Essen, Trinken und Schlaf, nur um den Verpflichtungen gegen seine Familie nachkommen zu können. Von seinen sieben Würmchen hatte sich die fünfzehnjährige Mathilde, die gern bereit war, die auf der Familie lastenden Sorgen wenigstens zu erleichtern, schon lange vergebens nach einer Beschäftigung außer dem Hause umgesehen. Schon ein Blick auf ihre halb zerlumpten Kleider genügte für viele als Abschreckungsmittel. Cotin, der ab und zu einige Arbeit von Delon gesandt erhielt, nahm dieselbe immer zuerst vor Als jedoch der erste Wechsel von hundert Franken fällig war, hatte er trotz aller Anstrengung erst dreiundfünfzig Franken erübrigt. Er hatte unter der Hand erfahren, welchen Verlegenheiten und Kosten er sich aussetzen könne, wenn er den Wechsel nicht zur rechten Zeit einlöse um sich zu helfen, griff Cotin zu dem Mittel, den größten Teil der erst erstandenen Mobilien gegen gehörige Zinsen zu verpfänden, und brachte so mit genauer Not die Summe zusammen, mit der er das erste Billet einzulösen vermochte. Aber den Flug der Zeit hemmt keine Schranke; die beiden folgenden Monate waren um, und erhatte noch keine dreißig Franken für den nächsten Termin zurückgelegt. Diesmal erbot sich der Menschenfreund Delon, da es ihm gelangen war, etwas Geld aufzutreiben das Fehlende gegen einen neuen Wechsel auf vier Monat, den Cotin unterzeichnen mußte, zu ergänzen. Der neue Wechsel wies jedoch statt der bar zu erhaltenden siebzig, die Summe von 120 Franken auf, denn Delon mußte, wie er bei Anrufung Gottes beteuerte, selbst noch zweimal soviel zahlen. Beim dritten Termin war es noch schlimmer. Cotin hatte fast nichts gearbeitet; die furchtbare Anstrengung bis in die tiese Nacht, das Enthalten von Schlaf und Nahrung hatten seine Gesundheit gefährdet, daß er kaum im Stande gewesen, noch eine Hand zu rühren. Der Termin kam heran und er wußte nicht, woher er schnell mehr als verdoppelt und die Mobilien waren nun bis auf eine Matratze, ein paar Decken und Stühle längst dem Pfandleiher verfallen und dazu Cotin noch genötigt gewesen, seinem Wohlthäter manche Arbeit, sogar einiges neue Blechgeschirr für die erwiesenen großen Dienste umsonst anfertigen zu müssen.(Schluß folgt.) Chinelenviertel in Hongkong. Deutsches Waisenhaus in Marasch. das Geld nehmen sollte. Und wieder half der Menschenfreund, jedoch mußte Cotin diesmal für 100 Franken 180 verschreiben. So nahte der vierte Termin mit 160 Franken, und der Wechsel von 160 Franken war auch fällig. Auch diesmal half Delon ein neues Billet auf zwei Monat von 500 Franken. Als der andere Wechsel von 180 Franken fällig und trotz Arbeit und Sparsamkeit nur 15 Franken zur Einlösung vorhanden waren, unterstützte Delon den Blechschmied wieder mittels eines neuen Wechsels von 350 Franken versicherte aber zugleich, das sei das Letzte, das er für den Freund thun könne. So hatte sich denn Cotins ursprüngliche Schuld Chinesische KeiseSkizzen aus der Inspektionsreise des Barmer Missionsinspektors Dr. Schreiber in Süd=China. 5 Von Pastor Th. Kriele im Berliner Findelhaus zu Hongkong. (Nachdruck verboten. Nach zweistündiger Rast brach unsere Karawane, wieder ein Stück Weges von den Dorfinsassen begleitet, nach Longhau, einer Baseler Missionsstation, auf. Es galt noch 4—5 Stunden zurückzulegen, eine Leistung, der meine aus Hongkong mitgenommenen Sänftenträger sich nicht gewachsen zeigten. So war ich genötigt, den größten Teil des Marsches zu Fuß zurückzulegen, eine Aufgabe, die bei der nicht zu heißen Temperatur und den trockenen Wegen nur Angenehmes bieten konnte. Nach zweistündiger Wanderung hatten wir das Punti=Gebiet verlassen und waren ins HakkaGebiet hineingekommen, in dem die Baseler Mission ausschließlich arbeitet. Der Unterschied ist recht augenfällig; während die Punti, als die Ureingesessenen, die brei ten Ebenen und die Hügelländer in Besitz genommen haben, wo die Bebauung der Felder weniger beschwerlich ist, sind die zugewanderten Halbo(Shalto 11655) „Fremde“) auf die engen Gebirgsthäler angewiesen. Hier bauen sie unter größten Mühen und mit bewunderungswerter Arbeitsamkeit, den Abhängen jedes nur irgend kulturfähige Fleckchen abgewinnend, ihren Reis. Für den Reisenden, der an den steilen Bergabhängen hinreitet, gewähren diese durch die Schluchten sich hinziehenden saftig grünen Reisfelder einen wunderhübschen Anblick. Die Hakka erfreuen sich auch des Rufes größter Reinlichkeit; mit welchem Recht, vermag ich nicht zu konstatieren. Die Frauen unterscheiden sich durch ihre kleidsame Kopftracht, einen tellerförmigen Hut, an dessen Rand ein handbreiter ausgezackter schwarzer Zeugstreifen herunterhängt, recht vorteilhaft von ihren Schwestern aus den Punti. Auf unserer Wanderung machten wir an einem kleinen Dorfe Halt, das nur aus einer Reihe niedriger Lehmhütten bestand, aber doch circa 300 Insassen zählte. Natürlich waren wir alsbald Mittelpunkt allgemeinen Interesses. Die liebe Dorfjugend, im Osten der Welt gerade so teilnehmend interessiert für Fremde wie in dem Abendlande, erfreute uns natürlich durch den lieblichen Anblickweit aufgesperrter Mäulchen und Herr Genähr eingedenk dessen, daß der Weg zum Wohlwollen der Alten durch die Herzen der Kinder geht, begann alsbald mit den mitgebrachten Kuchen die Mäulchen unserer kleinen Gaffer zu stopfen. Nun wurde es auch lebendig bei den Alten, die bisher mit der Verachtung ganz Chinas auf uns herabgesehen hatten. Auf einem Feuer brodelte alsbald Theewasser(Thee führten wir stets bei uns), eine angeknüpfte Konversation machte die Leutezuthunlich, sogar ein über hundert Jahre altes Mütterchen kam angehumpelt und schaute wohlwollend unserem Treiben zu Uebrigens wurde uns ernsthaft berichtet, daß außer dieser Alten noch zwei andere hundertjährige Personen am Ort seien, was wir in Ermangelung eines Geburtsregisters als Wahrdort eine Gattung dieser Sumpfbewohner mit einer Stimme begabt hatte, die wie der silberhelle Klang kleiner Glöckchen tönt. Hier wurde das eintönige Gequake allerdings weniger melodisch durch die langgezogenen Klagetöne des sog. Ochsenfrosches unterbrochen, dessen Stimmorgan in der That mit dem sentimentalen Gebrüll eines ausgewachsenen Wiederkäuers konkurrieren konnte.(Forts. folgt.) Berlin vor einem Vierteljahrtausend. (Stadtplan.) m Schlusse des ereignisreichen neunzehnten Jahrhunderts ist ein Rückblick auf vergangene Zeiten und auf die allmähliche Entwickelung der heutigen Zustände gewiß von besonderem Intereinen Wasserarm davon getrennten Nordhälfte, des heutigen Lustgartens und des Museumsdreiecks; Berlin wurde durch die Niederlassung auf dem rechten Spreeufer gebildet Welche von beiden Städten die ältere ist, läßt sich nicht mehr ermitteln. Von der älteren Stadt ist nur bekannt, daß die Pfarrkirche St. Nikolaus schon vorhanden war, und daß der Marktplatz sich dort befand, wo heute der Molkenmarkt ist. Zuverlässige Angaben erhält man erst durch den beistehenden von dem holländischen Ingenieur Johann Gregor Memhardt 1650 entworfenen Plan. Derselbe läßt außer Mauer und Graben noch einen Erdwall und äußeren Graben erkennen. Der Mauergürtel folgte auf der Berlinischen Seite genau dem Zuge der heutigen neuen Friedrichstraße. Die Waisengasse zwischen dem grauen Kloster und dem Stralauer Thor ist aus dem schmalen inneren Berlin von heut und vor einem Vierteljahrtausend. heit allerdings nicht ergründen konnten und deswegen gutmütig zu glauben hatten. s Noch drei Stunden, die unseren Trägern nach der bereits absolvierten Leistung recht schwer wurden, und die reizend gelegene Station lag vor uns. An dem Abhang eines grünen Hügelrückens auf halber Höhe gelegen, hoben sich die schneeweißen Baulichkeiten äußerst freundlich von dem Hintergrunde ab Bei den Baseler Geschw. Lörcher, die diese Station seit kurzem inne haben, fanden wir die liebenswürdigste Aufnahme. Bald saßen wir, gemächlich der Ruhe pflegend, auf der breiten luftigen Veranda, die sich ganz um das Haus herumzieht. Dem schönen Tage war ein herrlicher Abend gefolgt; am Himmel funkelten die Sterne in jener wunderbaren Pracht, wie wir Nordländer sie höchstens in bitterkalten klaren Winternächten zu sehen bekommen. Aus der Tiefe herauf tönte tausendstimmig der melodische Gesang von Fröschen, der hier zu Lande gerade so wie drüben trotz seines bösen Rufes am stillen Abend anheimelnd wirkt. In Südamerika gewährt Froschmusik geradezu einen musikalischen Genuß, da die Mutter Natur esse, und so bringen wir denn heute unseren Lesern einen Stadtplan der deutschen Reichshauptstadt Berlin aus dem Jahre 1650, welcher also das damals bebaute Gebiet von Berlin und Köln vor genau einem Vierteljahrtausend darstellt, und bemerken erklärend zu demselben folgendes: Die Gründung der Stadt Berlin fällt in die Regierungszeit der beiden Enkel Albrecht des Bären, Johann I. und Otto III., welche 1230 den Spreegau, d. h. die Lande Barnim auf dem rechten und Teltow auf dem linken Spreeufer erwarben. Wie Berlin heute der Mittelpunkt eines weitverzweigten Eisenbahnnetzes ist, so war es zur Zeit seiner Gründung schon ein wichtiger Kreuzungspunkt vieler Verkehrswege, und erhielt als Umladeplatz der die Elbe heraufkommenden Güter schnell besondere Bedeutung, wenn auch die damaligen hauptsächlichsten Handelsartikel nur aus Holz, Getreide und Häringen bestanden. Im Mittelalter bestand die jetzige Hauptstadt des deutschen Reiches aus den beiden Orten Köln und Berlin mit gesonderter Verwaltung und zwar umfaßte das Gebiet von Köln die heutige Spreeinsel mit Ausschluß der durch Mauergange entstanden. In der Mitte des Mauerringes im Zuge der Königstraße lag das alte Georgenthor. Von dort führte, links neben dem kleinen Georgskirchlein und Spital die Straße nach Bernau(Neue Königstraße), rechts nach Alt=Landsberg(Landsbergerstraße). Im Norden bei der heutigen Garnisonkirche lag das alte Spandauer Thor. Diese 3 Thore hatte Berlin damals nur Auf der Kölnischen Seite folgte die Stadtmauer den Wasserläufen, die Köln zur Insel machten. Die Regulierung dieser Wasserarme, besonders des den Werder von Köln trennenden Schleusengrabens erfolgte erst mit der Neubefestigung der Residen unter dem Großen Kurfürsten. Genau bekannt ist, das Stück der Stadtmauer von dem runden Turm an der Fischerstraße bis zu einem Rundturm an der Jungfernbrücke von dort folgte sie wahrscheinlich dem Mühlengraben und ging von der Nordwestecke des jetzigen Schlosses quer über den Lustgarten. Köln besaß damals nur 2 durch Türme verstärkte Thore, das Köpenicker= und das Gertrauden=Thor Thorthüren mit Zugbrücken und Fallgattern sperrten auch die Passage durch die Erdwälle, sowie die Vorplätze jenseits des äußeren Grabens Andere Türme dienten zur Verstärfung der Mauer. Den ältesten Sitz der Landesherrschaft bildete das heutige Lagerhaus in der Klosterstraße, das gleichzeitig der Wohnsitz des markgräflichen Vogtes und dementsprechend befestigt war. Erst Kurfürst Friedrich II. erbaute zwischen der Stadtmauer und der Spree seine Burg und erhob damit Berlin zur Residenz der Hohenzollern. Diese mittelalterliche Burg wurde durch Kurfürst Joachim II. durch vollständigen Neubau in ein imponierendes Fürstenschloß umgewandelt und dann unter seinen beiden Nachfolgern allmählich bis auf den heutigen Umfang vergrößert. In dieser Zeit wurde auch der Lustgarten(damals Kurfürstlicher Fruchtgarten) und der Tiergarten angelegt. Sumpfiges Wiesengelände füllte die Gegend südlich vom Landwehrkanal bis zu den Schöneberger und Wilmersdorfer Höhen, und Weinpflanzungen(!) bedeckten damals die Nordabhänge des Kreuzberges bis zur Hafenhaide. Die Ackerflächen und die Gemeindeweide reichten bis an die Stadtgräben. Der heutige Friedrichswerder bildete eine inselartig abgeschlossene Anlage zwischen den Wasserläufen der Spree. Die Befestigung Berlins nach damals modernem System wurde erst 1658, also 8 Jahre nach dem Erscheinen unseres beistehenden Stadtplanes, in Angriff genommen und mit eiserner Konsequenz in 25 Jahren durchgeführt. Die Bevölkerung wird von P Clauswitz, dem besten Kenner der Geschichte Alt=Berlins, für 1650 auf 20.000 Köpfe angegeben. Heute, nach einem Vierteljahrtausend, beträgt sie fast das Hundertfache. Aus Armenien (Fröhlicher Fontgang des Wersenn Marasch. Marasch, 9. Ott. 1899 Moch immer mit gleicher Freude kann sch Ihnen über die Knaben berichten; ich habe noch nie mit solcher Freude und Hoffnung wie gerade bei diesen Knaben gearbeitet. Die Knaben sind so gänzlich verändert gegen früher und nehmen Gottes Wort so einfach auf, wie es ist. Alle sind bereit zu arbeiten, keiner scheint hohe Gedanken zu haben Eine ganz besondere Freude ist es mir, eine Zeit in Amasia zu leben, die Knaben schließen sich jetzt auch so warm an, aber das macht, der Herr ist unter uns Schön wäre es, lieber Herr Pastor, wenn Sie einen tüchtigen Geistlichen nach Amasia schickten, es ist, doch schwierig, von hier emand zu bekommen. Nun haben wir ein Haus für die Mädchen gemietet, es ist das, welches wir vorigen Winter zusammen befahen, und grenzt an unser Grundstück. Wir nahmen es für 5 Jahre, es kostet an Miete 180 L und wir müssen sie gleich bezahlen. Jetzt nehmen wir aus der Mauer, welche diese beiden Grundstücke trennt, ein Stück heraus und haben diese Arbeit so nahe zusammen, daß es fozusagen nur ein Grundstück ist. Für die Mädchen ist nun alles recht nett geordnet. Wir entinehmen diesen Brief den Miteilungen aus dem Orient. Monatlich ein schon illustviertes Heft mit gründlichen Originalartikeln zur Einführung der Verhältnisse des Orients, politischen Notizen, interessanten Reiseerlebnissen, Briefen Schilderungen Berichten aus der Arbeit des„Deutschen Hilfsbundes für christl. Liebeswerk im Orient(Centr. Frankfurt a. M.) Jahresabonnement Okktober bis September 1#50 M. Herausgeber P'. Loh(mann Schildeschei Westf Verlag von Joh. Schergens, Frankfut a. We., Taumüsstr. 35., Probenummern uumsohst mnd postfrei Inhalt von Hest? Neueste Nachrichten, Anstellung eingeborener Prediger. Politische Nachrichten Fröhlicher Fortgang des Werkes in Marasch Farbige Lichtbilder. Vorwärts, immer vorwärts. Aus der Arbeit des Berliner Centralkomitees. Die Verhaftungen und die Finanznot in der Türkei. Gesehlt ForschungsReise von Dr. Lehmann und Dr. Belck nach Armenien. Dr. Lehmann und Dr. Belck über das christliche Liebeswerk in Armenien Ein Toter, der nach 3 Jahren wieder gefunden ist Oringende Bitte Bittgesuch des syrischen Bischöfs in Charput an den Deutschen HüfsPu etscennn Herr Spieker bittet mich, Ihnen die Sache wegen der Knaben zu schreiben. Wir finden keine passenden Häuser, die wir zur Miete nehmen könnten. Die ganze Stadt haben wir abgesucht, da ist kein passender Patz zu finden, und niemand würde uns etwas zurecht bauen lassen, und das Handwerk sollte doch nicht vom Waisenhaus getrennt werden Können Sie, lieber Herr Pastor, uns nicht die Erlaubnis erteilen, für die Knaben auch ein eignes Grundstück zu kaufen, welches wir uns dann selbst zurecht bauen ließen. Wenn Sie uns 1000 Lira zurVerfügung stellten, könnten wir wohl so ziemlich alles haben. Bis zum Frühling schlagen wir uns wohl durch, aber zu der Zeit muß alles arrangiert sein. Wir sehen uns nach größeren Bauplätzen, die wir vielleicht kaufen können, um Dann nehmen wir Beth=Schallum als Industriehaus, dafür ist ein Platz dringend nötig. Die Frauen kommen jetzt immer in die Waisenhäuser, aber das muß dringend geändert werden. Diesen Winter bleibt es natürlich so. A. R Gemeinnütziges. Um das Eindringen der kalten Winterluft durch die Fensterritzen zu verhindern, fülle man lange, enge Säckchen, die man aus altem Möbeloder Portièrenstoff je nach Breite des Fensters näht, mit Holzwolle, kleinen Flicken oder Seegras und presse sie zwischen den Winterfenstern und Außenfenstern dicht an den Unten und Seitenschluß bis zur halben Höhe des letztern. Sie halten prächtig jeden schädlichen Luftzug ab. Gegen Frost wollen wir hiermit den Lesern des„Volk einige gute und billige Heilmittel angeben. Zehn Tropfen Salpetersäure und 30 Gramm Spiritus Mit dieser Mischung werden vor allem die gefrorenen Hände bestrichen (abends). Es darf aber keine Wunde da und der Frost nicht aufgesprungen sein oder 2. Frost an den Füßen wird mit einer Mischung von Gramm venet Texpentin und 15 Gramm Collodium bestrichen, morgens und abends oder 3 offene Frostwunden und gesprungene Hände reibt man morgens und abends mit einer Salbe von 10 Gramm Goldcream und Gramm Perubalsam ein oder 10 Jodtinktur und 10 Gramm Kampferspiritus helfen auch oft, wenn der Frost nichtoffener, damit abends bepinselt wird. Rostflecke aus der Wäsche zu entfernen. Man weiche etwas Bittersalz zu einer breiartigen Masse auf, bestreiche mit diesem Brei die Flecken, lasse sie einige Minuten liegen reibe sie alsdann und bestreiche sie nochmals mit Bittersalz. Nach einigen Minuten setze man ein mit kochendem Wasser gefülltes zinnernes Geschirr auf die Flecken, nehme es nach einigen Minuten wieder weg und wasche die Flecken in weichem Wasser aus. Sind die Flecken noch nicht alt, so werden sie nunmehr bereits verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, so wiederhole man das Verfahren. Es ist sehr ratsam, die so behandelten Wäschestücke sofort in die Wäsche zu geben, damit das Bittersalz keine Flecke frißt, was bei sofortiger Wäsche gänzlich ausgeschlossen ist. Kreuzrätsel. Um Familientilch. Wortspiel. Eier Gas Leder Liste ieer Buch Wege Weihe Dan Leer Sund Marne Bart Meier Rum Achen Haar loben Lage Aus jedem der vorstehenden Wörter ist durch Einschalten eines Buchstabens an beliebiger Stelle ein anderes Wort zu bilden. Die zur Verwendung gelangten Buchstaben bezeichnen, im Zusammenhang gelesen einen deutschen B Nuadraträtsel. a a d. d. Lebensbedürfnis. m 2 9. 9 5 8 Mädchenname. Gottheit. Ss a a a a a b d * 78 h h k. k k k m### d h * 8 1 u 0 u. u 1 Die Buchstaben obiger Figur sind so zu ordnen, daß die einzelnen wagerechten Reihen bezeichnen: 1. einen Fluß in Rußland, 2 eine biblische Person, 3 einen Körperteil 4 einen deutschen Lustspieldichter, 5. eine deutsche Stadt, 6 einen Teil von Westfalen, ein Haustier, 8. einen Vogek, 9., eine alte Waffe. Die sich kreuzenden Mittellinien nennen dasselbe Wort. Sternrätsel. altrömischer Feldherr. Wettergelehrter. Musikstück. schpschote ch ****** **** **** ****** ** An Stelle der Punkte sind die Buchstaben A.44, B. EEE, F. I, LLL, MM, N. O, RRRR, SS, U derart zu setzen, daß die beiden langen senkrechten Reihen zwei berühmte Maler nennen, während die wagerechten Reihen Wörter von der beigefügten Bedeutung biden. Silbenhucdrat. In die neun Felder des nebenstehenden Quadrats sind neun Silben derart einzutragen, daß die senkrechten Reihen gleichlautend mit den wagerechten sind und Wörter von folgender Bedeutung bilden 1. Teil der Erde. 2. Gestalt der griechischen Sage. 3. Thal in Tirol. Zur Bildung der Silben sind die Buchstaben A. B. EPEEER O. 1, MONN, RB, S8 zu verwenden. Tausichrätsel. Heller Blei Rand Sagen Sorte Art Kinn Kelle Beil Hund Braten Odes Arm Mode Wanne Bier Von jedem der vorstehenden Wörter ist durch Umtausch eines Buchstabens an beliebiger Stelle ein neues Wort zu bilden(wie„Eier aus„Bier“). Die neu eingefügten Buchstaben bezeichnen im Zusammenhang ein Gebiet, auf dem sich folgenschwere Greignisse abspielen. Bilderrätsel. Mianet c Ruslölungen Lösung des Neujahrstätsels a. Tapir, Erde, Vorneo, Ilse, Kain, Vater, Angel, Relte, Braun, Tajo, Elba, Mehl, Dirne. b. Pirat, Rede, Oberon, Seil, Inka, Trave, Nagel, Unkel, Prbch, Voch, chelz slelsh, Kindei Prosit Neifsäht, Rsch sce chceschche. Sywpesten(Sylt, Vetter, Sessel, Erle, Esel, Vel). We ech echch Bogen Pesuchddes Böchershichch Machssopsentabhue. Rcäiche chete ie echhs.— Kusch uch estaick den Mschaschcen Besiashetich Kesde u hesche eh, Shen