— Fünfter Jahrgang. Linden=Dahlhauser Tagebla In E. mit Ausnahme der Sonn= u. Feiertage) mindestens 8=seitig mit Beilage„Jamilienfreuno“ Bezugspreis: 70 Pfg. monatlich, 2.10 Mk. pro Quartal im voraus zahlbar. Insertions-Gebühr: die Petitzeile oder deren Raum 15 Pfg. Reklamen pro Zeile 60 Pfg. Bei Wiederholungen Rabatt, der jedoch bei getichtlicher Beitreibung und im Konkurs:: falle fortfällt..:#:: Amtlicher Anzeiger für die Gemeinden Linden=Dahlhausen verbunden mit dem Antlicher Kreisblatt für der Kreis Hattingen. Geschäftsstelle in Linden: Königstraße 77. Annabme von Inseraten und sonstigen für die Zeitung bestimmten Einsendungen. Fernsprecher für Linden: Nr. 328. Jernsprecher der Hauptgeschäftsstelle: Amt Hattingen Nr. 367 und 368. Rotations=Druck und Verlaa von C. Hundt sel. Wwe., Hattingen. Nummer 179. Kaiser Mutsuhito ist seinem schweren Leiden erlegen, und der älteste Sohn seiner Nebenfrau, die er heirate e, da die Ehe mit der ersten kinderlos blieb, Prinz Yoshihito, bat den Thron seiner Väter bestiegen. Keine Dynastie der Erde ist so alt wie die japanische; läßt sie sich auch, wie die Japaner behaupten, nicht bis in das Jahr 660 v. Chr. zurückverfolgen, so ist sie doch seit dem vierten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung nachweisbar. Der verstorbene Kaiser Mutsuhito, der 121. seiner Dynastie, hat die Mauern niedergerissen, mit denen sich Japan gleich China umgeben hatte, der abendländischen Kultur Eintritt in sein Reich gewährt, mn diesem politische und wirtschaftliche Reformen von weittragender Wirkung ins Leben gerufen. Mit Recht wurde seine Regierung von den dankbaren Japanern die glänzende oder die erlschtete Aera genannt und wird als solche fortleben in der weschichte des alten Inselreiches. Als Kaiser Mutsuhito mit 15 Jahren im Januar 1867 den Thron bestieg, war er der ohnmächtigste Herrscher der Welt. Sein Reich zerfiel in 271 Kleinstaaten, von denen jeder einen eigenen Fürsten an der Spitze hatte, die ritterliche Kriegerkaste hielt die Macht in den Händen, und der Kaiser war das Werkzeug seines ersten Ministers, dessen Stellung erblich und in siebenhundertjähriger Dauer so stark wie die der Dynastie selber befestigt war. In langwierigen und heißen Kämpfen unterwarf der junge Kaiser, der trotz seiner Jugend tüchtige Männer zu seinen Beratern zu berufen verstanden hatte und über ein treues Herr verfügte, alle seine Gegner, trotz des fanatischen Widerstandes der ihres Einflusses beraubten Ritter. Nach Beendigung des Bürgerkrieges und der Sicherstellung der kaiserlichen Gewalt begann die Aera der Reformen. Obwohl der Verstorbene noch ganz im Geiste des alten Japans erzogen wor en war, zeigte er einen genialisch weiten Blick. Mit Hilfe seiner ausgezeichneten Minister Okubo und Ito, die beide ermordet wurden, schloß er mit Preußen, später dem deutschen Reiche, mit Frankreich und England Handelsverträge ab und empfing bereits 1869 zum ersten Male die Gesandten der fremden Mächte. Bis dahin hatte sich kein japanischer Kaiser von einem Fremden sehen oder sprechen lassen. Um 800 Millionen Mark kaufte er dem Adel seine Vorrechte ab, schuf freie Bauern mit erblichen Besitz, hob das Kastenwesen au fund gab im Jahre 1889 aus freien Stücken dem Lande eine Verfassung nach europäischem Vorbilde. Zug um Zug folgten segensvolle Neuerungen: Einführung der allgemeinen Schulpflicht, der Reichspost und Telegraphie, der Eisenbahnen, der abendländischen Zeitrechnung usw. Vor allem aber wurden Heer und Flotte reorganisiert, mit denen dann 1894—95 die Siege über China und zehn Jahre später die über Rußland davongetragen wurden, die Japan zur Weltmacht erhoben. Der neue Kaiser Yoshihito hat eine durchaus mo derne Erziehung genossen, kennt die Geschichte Europas u. beherrscht die englische und deutsche Sprache. Er ist trotz seiner 33 Jahre bisher wenig hervorgetreten. Gerühmt werden die Dankbarkeit und das weiche Gemüt des neuen Herrschers, der ein ausgesprochener Tierfreund ist und die Bestrebungen der Tierschutzvereine seit Jahren unterstützt. Kaiser Yoshihito, der mit der japanischen Prinzessin Sadako vermählt ist und drei Söhne besitzt, wird zweifellos die Regierung im Sinne seines großen Vaters fortführen, das von diesem angeknüpfte Band mit Europa und Amerika unterhalten und seinem Lande ein fürsorglicher Herrscher sein. Die milde Sinnesart des neuen Kaisers bürgt dafür, daß Japan leichtfertig nicht in neue triegerische Verwicklungen gestürzt werden wird. worden seien, wobei ste. 6. v. T.—d, Weei barung erfolgt Seschsthese ecaes bei, echechere eane li eaien Penatelihen Siane a. Kentschn. Domkavitular an der Metropolitankirche in Köln, die am 16. November 1888 ersalgte un. 2ag Lehrkörvers am bervorhebt, zum größten Bedauern v.„anzen bzurgerschaft Esener Gynnalum, vr. A24achteten und in weiten den Lehrtätigkeit des hochgeachteten und v. gehichgt Kreisen geschätzten Mannes ein Ende, lepte.,„ertrauen. Dr. Krementz ernannte zum Zeichen besonderen M#ns,#e0 den neuen Domkapitular zum Hilfsweihbischof. Pap 15. bestätigte unter 14. Feorugt ue ishaf von Juliopolis. nennung des Herrn Dr. Fischer zun„######### das neuen Moltke und Herzog Ernst II. von Sachsen= Koburg=Gotha. Das 50. Deutsche Bundesschießen in Frankfurt scsceschescee mert verdet, in De1112,9r61 zu. hoien. Bok:: ese echte escher e e eie ei e. mit der Führung eines Armekorps. Du Lzt bedenflichen ErtraBoaueg. in. Grade doch liht etarerihse aesien Porade andte daut bersgeoliche, Scse n.. Worte:-Bst HSt-lulne Inkejde sia Mistiaete 8. 14. L=s3. 5 des dur erizehies Saz: bt mehr zurückgekommen, und ss be er vin Moltte die so dringend gewünschte„Genug tuung“ niemals erhalten. tatt. Als Weihbischof Dr. Baudri 245, 3 trat Weihbischof Dr. Fischer in seine Stelle Sesche e eiscchsce scecie Krementz Kardinal Erzbischof Dr. Fischer F. Kardinal Erzbischof Dr. Fischer ist Dienstag nacht ½12 Uhr in Neuenahr sanft verschieden. bestandenem Abiturienteneramen am Vrterezr,gischer sich dem nasium zu Köln im Herbste 1959 bie P 1662 im Konpikt zu Studtum der 1. 1963 an der Akademie zu Münster oblag. eich, bate;, gewpeiht. Am 23. Januar 1864 erfolgte Tagesbegebenheiten. Deutschland. Gemeinsames Vorgehen gegen die Sozialdemokraten. Ter bayrische Minister des Innern Freiherrn von Soden hatte kürzlich erklärt, daß die bayrische Regierung in der Frage der Bestätigung von Sozialdemokraten sich in erfreulicher Uebereinstimmung mit der preußzisch Auffassung befinde. An diese Erklärung anknüpfend, macht heute die„Teutsche Tageszeitung“ auf die Tatsache auf merksam, dak. während früher, namentlich mn Süddeutschland, oin und wieder sozialdemokratische —### r d i n g s v o n f a s t a l l e n d e u t s c h e n S t a a t e n. ig grundsätzlich glaubt darans A P Voreinal. d Escher wierigen Leidens nach und nach die Deiser, Lax den Hirtenstab verlagen. Da ergriff, Weihblchgg, Dr. B°lor.i prüfend und und wanderte von Pfarre zu. V.—.. 1.2(zinux unermädlichen ordnend. In wenigen Jahren waren dank seinge,ugezzhpligen Mitwirkung wieder geordnete Zustände in Ais am 6. Mai 189 Kardnual Dr. Krementzer Gchsf. des Hl. Maternus in Betrac“. Das Domkapitel hatte, ihn Seschce hschtesie eschese e se e e ie, eschchäice- sesicechee dies. Wiannes, Auf gestichen und, soiglen, Gebete, hat der die Bflege der dem auch außer durch die Verleihung hoher Orden durch die Verufung in das Herrenhaus aus. Der italienisch=türkische Krieg. Im tripolitanischen, Kriege sind Hitzezgr jg graggef. Saes else besce eschscheche e e beAun, ue eet uil Bernch becben. Ni. 16h. lien einen für die Türkei günstigen Frt,##rtzu alseschlosen deir Troz der riger ez, er die gsesfhe ie die Ernennung zum Religionslehrer am Gymnasium in F er, mit grotem Eiser wirkte. Als im Sommer 1868 ein Lehrstuhl an der Universität Bonn durch den Staat und Torgzis L., von Köln zu besetzen war, brachte Erzbischof wischen dem Kultusministerium Kienen eanbhele ne de Vaesile Auich Kulan ldg aenr Die letzten Stunden des Kaisers von Japan. an denen Priester Dosgsastes aufgerichtet, an dem unter groauch innerhalb des Palayes ausye.„X4, Kaiserin, die nur d““ Stunden täglich schlief, war unausgesetzt am Krankenhatt an dem auch Hofdamen, die aus dem russischen Kriege praktisch= Kenntnisse hatten, Krankenpflegerdienste taten. Am Techmiee„mächtigten die Kaiserin und der Kronprinz die zu subkutanen Einspritzungen. Das ist für die als Halhgättin betrachtete Person des Kaisers ein Prazedenzfall. Seit dem ersten Bulletin vom 20. hatten die Aerzte nur ehr wenig Hoffnung. Die leichte Besserung, die zu Beginn der verflossenen Woche sich bemerkbar machte, täuschte die Aerzte nicht darüber hinweg, daß jede Aussicht auf Genesung ausgeschlossen war. Gestern trat nun die entscheidende um 5 Uhr nachmittags meldeten die Aerzte der kaiserlichen Familie, daß der Patient einem raschen Ende eurgeg gehe. Er war völlig besinnungslos. Die Glieder schwollen an, und es traten Lähmungserscheinungen auf. Der To bn Dues Aieh- eich, ie ies. l. e. c.. K S erwartet, daß am Beisetzungsort ein Tempel errichtet werden wird. Tieganzeenglische Presse m überzeugt, daß der Tod des Kaisers keine Wendung in der Politik Japans beveun:„Wird Japan mit der bisherigen Weisheit und Vorsicht weiter geleitet“, so sagen die„Times“. „so kann der neue Kaiser ohne Furcht in die Zukunft schauen.“ 3 5:*Wes„finden, daß der Kaiser viele Eigenschaften mit Kaller, Wer: 1. gemein hatte und vieles tat, um der wirzlogitlichen Rot zu steuern. Der neue Kaiser kam im Jahre 1909 nach England, bei welcher Gelegenheit er öffentlich seiner Sympathie für das englische Volk Ausdruck gab. In Japan, sagte er, seien alle Leute stolz auf das Bündnis mit England. "„Vom Palais der japanischen Botschaft am Königsplatz Wefoeicien webti zum Zeichen der Trauer die Fahne des ostasiatischen Inselreiches, der rote Sonnenball im weizen. Felde, auf Halbmast. Die in der Vorhalle ausgelegte Kondolenzliste ist mit zahlreichen Namen bedeckt, und die japanischen Schriftzeichen sind darunter besonders bemerkbar „N umn des Auswärtigen Amtes hat sich Unterstaatssekretär Zimmermann eingetragen. Aus der Heimat. Der Nachdruck unserer Original=Lokal=Berichte ist nur mit Quellenangabe gestattet. mer. den 1. Aug. Veränderliche Bewölkung, geringe Regenfälle, etwas wärs. Lmden=Dahlhausen, 31. Juli. vom Taar. Fruy um fünfe, hieß es einstens,— Montagsmorgens aus dem Bette:— Nach dem Sonntag geht es freudig.— Doppelt schnell zur Arbeitsgalte.— Heute ist der Mensch verschlafen:— Kommt die Arbeit für die Woche.— Gähnend, kreuzverdrießlich schleicht er—„Endlich aus dem Schlummerloche.— Sonntagsruhe, die, be immen.— Viele hundert Paragraphen,— Feiern, mußt Du. Freund, stets heute.— Kannst auch durch den Sonntag schlafen.— Praktisch ist es freilich anders,— Sonntagsruhe ist verschwunden.— Immer gibt es etwas Neues.— Und Vergnügen füllt die Stunden.“— Ueberall ist was zu sehen,— Lustig sind die Feiertage.— Will es einer uns nicht gönnen?— Ganz gewiß doch, ohne Frage! — Froh der Mensch sei und zufrieden.— Kommt er... heim mit heilen Knochen.— Denn die Sonntagsunfallchronir— Ist bedeutend alle Wochen.— Sonntagsruhe ist das heute:— Aber dann am Montagmorgen.— Fehlt das Geld oft in der Tasche,— Und der Kopf ist voller Sorgen.— Laut den vielen Paragraphen.— Michel, mußt Du Sonntags feiern.— Aber was der Sonntag kostet,— Das sind oft die höchsten Steuern. — Der militärische Ernteurlaub wird in diesem Jahre so umfangreich wie nie zuvor gewährt. Der Mangel an Landarbeitern ist so groß, daß die Landarbeiter wegen der bevorstehenden Ernte in die größte Verlegenheit geraten. Auf ministerielle Anordnung hin sollen soviel Mannschaften wie nur irgend möglich zur Leistung von Erntearbeiten beurlaubt werden. Es gibt wohl nicht einen einzigen Truppenteil, der nicht hundert bis zweihundert Mann beurlaubt. Die betreffenden Landwirte müssen sich natürlich vorher verpflichten, nicht nur einen angemessenen Lohn zu zahlen, sondern auch für alle Unfälle aufzukommen, die sich während der Arbeit ereignen sollten. Von dem gewährten Lohn fließt ein geringer Teil in die Truppenkassen und dient bei großen Uebungen oder während der Manöver zur Beschaffung von Erfrischungen aller Art. Im allgemeinen dauert der Ernteurlaub eines Mannes 10 Tage. Dann wird Ablösung ent landt. Ballonaufstiege finden am 1. August statt. Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballone in den meisten Hauptstädten Europas auf Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig B#echrich tens, die angegebene Adresse sofort telegraphisch Handwerkskammer Dortmund für Gehülfinnen und weibliche Lehrlinge. Der Minister für Handel und Gewerbe hat der Handwerkskammer für den dr. u, eingerichteten Stellennachweis für weibliche Handwerker(Ostwall 27) zur anteiligen Deckung der Kosten für das laufende Geschäftsjahr einen Zuschuß von 650 Mark 500 P#ten de. Handwerkskommer beträgt 150.Kark. Fern., hat die Stadt Dortmund eine Beihülfe von 150 Mark geleistet. Die Benutzung des Arbeitsnach(weibliche Abteilung) sei allen Geschäftsinhabern, die weibliches Personal(Damenschneiderinnen, Putzmacherinnen usw.) beschäftigen, sowie den stellensuchenden weiblichen Handwerkern bestens empfohlen. Die Benutzung ist für beide Teile kostenfrei. Die Tätigkeit des Stellennachweises erstreckt sich auf den ganzen Handwerkskammerbezirk Dortmund. — Vom Nürnberger Sängerfest. Der Westfälische Provinziallangervuno errang beim gestrigen zweiten Hauptsingen große Erfolge. Er sang unter der Leitung des Musikdirektors Robert Laugs„Loreley“ von Silcher wilde Jagd“ von Weber. Als das letzte Lied stürmisch da capo verlangt wurde, erklang mit gleicher Bravour„Einkehr“ von Zöllner als Zugabe.(Siehe den besonderen Bericht.) Das Konzert des Dahlhauser M.=G.=V. Eintracht(Dahlhausen) erfreute sich eines so zahlreichen Besuches, daß der Scheidtmannsche Saal schon zu Beginn besetzt war. Der Verein leistete unter der kunstverständigen Leitung seines Dirigenten. Herrn Gustav Boos. Gutes. Mit dem Chor „Der Rhein“. von Steinhauer, wurde die abendliche Veranstaltung gut eingeleitet: das klangvolle Stimmenmaterial erwies sich von feiner Ausgeglichenheit. Lebhafter Beifall wurde den Sängern zuteil. Auch die folgenden Chöre fanden eine wohlverdiente warme Aufnahme. Nach dem Chor „Drei Rosen“ von Kahl, womit der Verein im vorigen Jahre in Gräfrath den Kaiserpreis exrang, war der Applaus so gewaltig, daß das Publikum erst durch eine Zugabe„Der kleine Rekrut", beruhigt werden mußte. Ein musikalisches Ereignis war das Auftreten der 12jährigen Geigenkünstlerin Grete Eweler, Essen; ihr Violinkonzert Nr. 9 von De Beriot bedeutete eine Glanzleistung. Man wußte kaum, was man mehr bewundern sollte, die elegante sichere Bogenführung, oder das seelenvolle Spiel der kleinen Künstlerin. Auch die beiden Geigensolis„Romanze“. von Svendsen, und „Serenade“. von Drdla, bezeugten ihre vorzügliche musika lische Bildung. Der rauschende Beifall veranlaßte auch sie zu einer Zugabe, und zwar spielte sie„Träumerei" von Schumann. Die kunstsinnige Begleitung am Klavier lag bei der größeren Schwester, Fräulein Marta Eweler. Fräulein Grete Eweler. eine Schülerin des Geigen Virtuosen und Städtischen Kapellmeisters Herrn Alexander Cosmann, Essen, winkt eine hoffnungsvolle Zukunft. Eine angenehme Unterhaltung bot auch das Soloquartett des Essener Konservatoriums(früher Professor Patzig) mit dem heimischen Geiger Herrn Achenbach als Leiter. Die Musiker berech tigen zu großen Hoffnungen. Es kamen zum Vortrag„Er tuse“, die Fantasie aus„Tiefland“ und„Tristessa“. AlsCello=Solist bewährte sich Herr Menn wieder, nament lich in der Wiedergabe von Liszts„Rhapsodie“. Wie ihm so wurde auch dem Klavier=Soiisten Herrn Ronig rau chender Beifall gespendet. Zum Schluß mochten wir noch dem Wunsche vieler Konzertbesucher Ausdruck c##in. der dahin geht, beim nächsten Konzert in Dahls.:, die tunge Geigenkünstlerin Grete Eweler, Essen, nicht sehlen zu lassen. „ v#r. Arbeiter Alb. Schulz kneipf, der Scheidtmannschen Wirtschaft, weigerte sich aber, die Zeche zu bezahlen. ie frische Luft gesetzt worden war, an der Steinwurf getroffen....... von dem — Die Vortragsvereinigung Hatingen hat für die bevorstehende Vortragszeit die Herren Dr. Alb. Pohlmeyer Berlin, Professor Memve, Oldenburg, Als er infolgedessen an die frische Luft gesetzt worden zertrrinmerte er mit einem Ziegelstein ein Fenster a Wirtschaft. Die Gäste wurden zum Glück nicht von Berlin, Prosessor Wempe, Oldenburg, Prof. Erichsen, Hamburg, und den wohlbekannten westfälischen Schriftsteller Herrn, Luowig Schröder, Iserlohn, gewonnen. Voraussichtlich werden die Vorträge in den Monaten Oktober, November, Februar und März gehalten werden. Der bekannteste unter den Vortragenden, Herr Professor Wempe, spricht 18. November über:„Der Kinematograph im Dienste der Wissenschaft — Evang. Kirchenchor. Die heutige Probe ist von besonderer Wichtigkeit für den Chor; es sollte daber kein Mitglied fehlen. e Cerbede. 31. Juli „Gußstahlwerk Witten. Die Verwaltung teilt auf Anfrage mit, daß eine höhere Dividende als im Vorjahre (9 Prozent) zur Verteilung gelangen wird. . I. Königssteele, 31. Juli. Der vaterländische Frauenverein, sowie die ev. Frauenvereine von Steele und Königssteele hatten im Verein mit dem katholischen Frauenbund in Steele unter dem 9. April ds. Is. eine Eingabe an die Regierung zu Düsseldorf betr. Gefahren des Kinematographen gemacht. Darauf ist gestern folgende Antwort eingegangen: Seit längerer Zeit sind bereits Maßnahmen in gezogen, um den Gefahren, welchen die jugendlichen Personen durch die Kinematographen ausgesetzt sind, mehr als bisher entgegenzuwirken. Entsprechende Bestimmungen werden voraussichtlich in einiger Zeit erlassen werden können. Auch stimmen wir der Ansicht der Frauenvereine zurchaus bei, daß eine strengere Handhabung der Filmzenur geboten ist. Sollten in einzelnen Fällen Bilder vorgeührt werden, welche die öffentliche Sittlichkeit zu gefährden geeignet sind, so geben wir anheim, dem Polizeipräsident unter Bezeichnung der Bilder Kenntnis zu geben. Endlich wird auch gegen das Plakatunwesen mit aller Strenge eingeschritten, soweit es die Gesetze ermöglichen. „— Horst, 31. Juli. Zu dem folgenschweren Brande auf der Besitzung des Landwirts und Wirts Fritz Großjung wird uns noch gemeldet, daß Herr G. sich bei Ausbruch des Feuers auf einem in Buer stattfindenden Korps=Appell befand. Er wurde telephonisch herbeigerufen, fand aber nur noch eine rauchende Trümmerstätte. .... k. Steele, 31. Juli. Seit längerer Zeit sind die ca. 1 Meter tiefen Senkchächte an der Einmündung der Bachstraße ohne Verschlußdeckel und bilden eine Gefahr für das Publikum. Ob die Polizei nichts hiervon weiß? * Sprockhövel, 31. Juli 100jährige Regiments=Jubiläen. Das Jahr 1813 brachte dem preußischen Heere einen starken Zuwachs neuer Regimenter. So ist der 1. Juli 1813 der Gründungstag der Inft.= Reg. Nr. 12 bis 29. Demnach feiern diese im nächsten Jahre ihr 100 jähriges Jubiläum. Zu den Jubilar=Regt. gehört auch das Inft.=Regt. Graf Barfuß(4. Westf.) Nr. 17, und das Regiment fordert alle ehemaligen aktiven Reserveoffiziere, Sanitätsoffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften auf. an der Feier teilzunehmen. Die Vereinigung der Vereine ehm. 17 er, zu welcher Vereine in Berlin, Breslau, Barmen, Bochum, Krefeld, Tüsseldorf, Dortmund. Essen, Gelsenkirchen. Hörde, Langenberg, Mühlhausen i. Els., Remscheid, Schwelm, Sprockhövel und Witten gehören, hält am Sonntag, den 4. August, vormittags 11 Uhr, bei dem Wirt Herrn Ew. Hilgenstock in Sprockhövel einen Telegiertentag ab. und ladet alle ehem. 17 er hierzu kameradschaftlich ein. Eine Kommission, die bereits mit dem Regiment persönlich verhandelte, wird in dieser Versammlung Bericht darüber erstatten, wie die Feier gedacht ist. Den Mitgliedern der Vereinigung sind bedeutende Vergünstigungen(FahrpreisErmäßigung. Freiquartiere 2c.) in Aussicht gestellt. Die Teilnehmerliste soll möglichst bis zum 15. August bei dem Regiment eingereicht sein. Die Vorstände der Vereine ehem. 17 er nehmen Anmeldungen—. Unteroffiziere und Mannschaften mit Angabe von Dienstzeit und Kompagnie— gerne entgegen, auch zu weiteren Auskünften sind sie gerne bereit. zung der Heime einem Notstand abzuhelfen. Wir haben nur ein Werk aus der gesegneten Arbeit des Jünglingsbundes herausgegriffen, wir könnten deren viel nennen, die der größten Beachtung wert sind, und von deren Wirken die anwesenden Vertreter ergreisende Berichte erstatten. Möge die öffentliche Meinung den Widerhall verstärken, mit dem die Festteilnehmer ihre Freude an dem Wachstum der Sache bezeugten. Sie ist es wert. Westfalen=Rheinland. Seinen Verletzungen erlegen ist der Kaufmann v. Sch. in Hagen, der sich vor einigen Tagen in einem Hotel am Hauptbahnhof erschießen wollte. Er hinterläßt Frau und inder. " Aus dem Fenster gestürzt ist ein zweijähriges Kind in Haspe. Der Sturz war so unglücklich, daß das Hirn bloßgelegt wurde. Wenige Stunden später gab das kleine Wesen seinen Geist auf. Folgenschwere Tat. Als die Arbeiter Schulte und Preetz in Kirchhundem von der Nachtschicht heimkehrten, geF lie wegen einer geringfügigen Sache in Streit, in dessen Verlauf der Schulte dem Preetz zurief:„Du kommst nicht lebend an unserem Hause vorbei!“ Letzterer hatte unterwegs noch einige Besorgungen zu machen, während welcher Zeit Sch. voraufgeeilt war. Als Pr. sich nach kurzer Zeit dem Hause de Schulte näherte, feuerte dieser aus einer .*„„** ie Näheric, senlerte bieser aus einer Pirschbüchse auf erstgenannten und schoß ihn nieder. Ein Arzt war schnell zur Stelle und veranlaßte die Ueberführung dem Tode Ringenden ins Krankenhaus. Der Täter des mit.—. wurde verhaftet. Auf eigenartige Weise ist in Lobfeld ein etwa dreijähriges Kind ums Leben gekommen. Es spielte vor dem Hofe des väterlichen Hauses, als es durch einen großen ofhund, der einen anderen Hund verfolgte, angerannt und durch einen Biß in den Hals verletzt wurde. Durch den wurde die Halsschlagader getroffen, so daß der Tod infolge Verblutung eintrat. Bei einer Schlägerei wurde in Düsseldorf der Arbeiter horczuak von den Arbeitern Boich und Blöbaum durch Messerstiche in den Rücken getötet. Die Täter sind verhaftet. Kommunales. In der jüngsten Gemeinderatssitzung zu Halver wurde beschlossen, die Fischereigerechtsame im Kerspegebiet, soweit sie sich im Besitz der Gemeinde Halver befindet, an die Stadt Barmen gegen eine Entschädigung von 5000 Mark abzutreten. Der Kreistag des Landkreises Münster hat einstimmig beschlossen, den Kreis mit elektrischer Kraft zu verorgen unter Anschluß an das kommunale Elektrizitätswerk Westfalen. Der Kreis Münster übernimmt für 100000 Mk. Aktien des Elektrizitätswerks zum Kurse von 160 Prozent unter einer Bürgschaftsleistung von 300000 Mark. Langerfelder Gemeinderat haben 14 Mitglieder ihr Mandat niedergelegt, so daß nunmehr der Bestand des Kollegiums von 18 auf 4 Mitglieder zusammengeschrumpft ist. Hierdurch ist der Gemeinderat dauernd beschlußunfähig. Der Kreisausschuß muß nunmehr in Tätigkeit treten und die Verwaltung übernehmen. Turnerisches. Das 64. Bundesfest Westdeutschen Jünglingsbundes fand in diesem Jahre in Elberfeld und Barmen statt und nahm in diesem mit der Geschichte des Bundes eng zusammenhängenden Städten bei großer Beteiligung einen schönen Verlauf. Begrüßt von den kirchlichen und kommunalen Behörden vereinigte der erste Tag die Teilnehmer um die ausgezeichneten Ausführungen des süddeutschen Bundessekretara Wfarrer Gchler aus latuffanst ührs. CL.:s41:n„4 ausgezeichneten Ausführungen des süddeutschen Bundessekretärs Pfarrer Kohler aus Stuttgart über:„Christliche und moderne Jugendbestrebungen“. Eine Aussprache schloß sich an, in der manche wertvolle Anregung gegeben wurde. Näher darauf einzugehen ist hier nicht Raum, nur das sei hervorgehoben, daß der Bund mit voller Zuversicht in der Arbeit an der Jugend steht und den staatlichen und kommunalen Jugendbestrebungen in der Vielseitigkeit seiner Arbeit nichts nachgibt, ja, es wurde festgestellt, daß Kriegsspiele schon vor Jahrzehnten in den Jünglingsbünden gepflegt worden sind, und daß ihnen auch die Pfadfinderbewegung nichts Neues ist, von Turnen und Musik ganz abgesehen. Der Pflege der körperlichen Uebungen wird der Bund treu bleiben, wie in Jahrzehnten wo er noch neben der Turnerschaft der einzige Verein war, der Sammelarbeit an der Jugend betrieb. Ebensowenig wird er sich von seinem Mittelpunkt, der Pflege des religiösen Lebens, abziehen lassen. Taß dies Programm unveraltet uno zugkräftig ist, bewiesen nicht nur die Festgottesdienste des nächsten Tages und die Versammlung in der bis zum letzten Platz gefüllten Barmer Stadthalle, sondern vor allem der Jahresbericht des Direktor Pastor Meyer=Barmen. Obwohl der Bund heute nicht mehr wie früher alkein in der Jugendarbeit steht, sondern neben ihm Jungdeutschlandsbünde. Wehrvereine und solche Organisationen durch den bekannten Erlaß des Kultusministers mit großzügiger Werbearbeit eingesetzt haben, zu denen er selbstverständlich in freundschaftlichem Verhältnis steht, ist er wiederum um 33 neue Vereine gewachsen. Ueber 52000 Mitglieder sind in ihm vereinigt. Besondere Beachtung verdienen seine Soldatenheime. Wer in die Gefahren hineingesehen hat, denen der Soldat in den Garnisonstädten ausgesetzt ist, der weiß, wie nötig es ist, daß er seine Freizeit in gemütlichem Heim zubringen kann, wo ihm auch geistige Anregungen geboten werden. Die Heeresverwaltung erkennt die Notwendigkeit dieser Einrichtungen an und weist auf sie hin. Naturgemäß bedeuten die 36 Heime eine starke Belastung der Bundesfinanzen. Allen, denen das geistige und sittliche Wohl der Söhne unseres Volkes am Herzen liegt, die im Dienst des Vaterlandes stehen, ist hier Gelegenheit geboten, durch UnterstütDas Gauspielfest in Altendorf am vergangenen Sonntag sah die Turner vom Hattinger Turnklu b in Front. Im Fünfkampf(Weithochspringen, Kugelstoßen, Gewichtsheben, Dreisprung, 100=Meter Laufen) siegten: Zwilling mit 80 Punkten den 5. Kranz, Niederdräina mit 76 Punkten den 7. Kranz, Klaucke mit 75 Punkten den 8. Kranz, Kersting mit 74 Punkten den 9. Kranz. Schmitz mit 71 Punkten den 11. Kranz. Weusthoff mit 71 Punkten auch den 11. Kranz. Wenand mit 68 Punkten den 13. Kranz.— Im Dreikampf(Weitsprung, Kugelstoßen, 100=Meter Laufen) siegten die jugendlichen Turner: Bodde, Heller, Krua mit 45, 44, 41 Punkten.— Als Höchstleistungen seien erwähnt: im Gewichtsheben Zwilling und Niederdräing je 20 Punkte, beim Kugelstoßen Keksting 22, Bodde 20 Punkte. Beim 100Meter Laufen erzielten die vom Turnklub die besten Zeiten: 23, 20, 19, 18 Punkte zeigte die Uhr, als die Läufer durchs Ziel sausten. Alles in allem wahrlich ein schöner Erfolg für den strebsamen Verein.— Am kommenden Sonntag ist das Harkortbergfest in Wetter, die vom Turnklub hoffen auch da Hattingen aufs Beste zu vertreten.(Möge dieser Wunsch und diese Hoffnung sich erfüllen! Die Red.) Frauen=Runsschau. Frauen=Kongreß in Düsseldorf. Brauereibesitzer Martha Dönhoff in Crengeldanz Telegierren=Versammlung veruen-Be Frau Brauereibesitzer Martha Dönhoff——— bei Witten, die 1. Vorsitzende des Rhein.=Westf. Frauenverbandes, schreibt uns: Im Anschluß an eine Telegierten anstaltete der rheinisch=westfälische Frauen=Verband einen zweitägigen Frauen=Kongreß in der Städte=Ausstellung. Entsprechend dem Grundgedanken der Veranstaltung, möglichst vielen Frauen umfassende Eindrücke der Ausstellung, in der die Frauenarbeit so reiche Berücksichtigung gefunden hat, zu vermitteln, galt ein großer Teil beider Kongreßtage dem durch Führungen und KinoVorstellungen noch besonders interessant gemachten. Besuch der Ausstellung.— Am Mittwoch abend fand im Rathaussaale eine öffentliche Versammlung statt. Nach herzlichen Begrüßungsreden— u. a. durch Vertreter der Regierung und der Stadt Tüsseldorf.— hielt Herr Beigeordneter Dr. Most einen Vortrag:„Der Beruf der Frau zum gemeindlichen Ebrenamt.“ Der Redner kam nach eingehenden Erörterungen über die soziale und wirtschaftliche Entwickelung zu dem Ergebnis, daß die Kommunen im Interesse des Gemeinwohles die Pflicht haben, die Mitarbeit der Frau in kommunalen Ehrenämtern mit Freuden anzunehmen und zu fördern und auf diese Weise auch dazu beizutragen, den Gegensatz der Geschlechter mehr —— Frau im sound als srheiauf diesem Gebiete behandelte Frau Elsbeth Krukenberg(Kreuznach). An der Hand eines reichen Zahlenmaterials wies sie nach, daß sich die Frauen überall, wo sie m kommunalen Eh, Fei Orpensdn Uer We und mehr zu überbrücken, damit Mann und zialen Kampfe der Gegenwart Schulter an Schulter gute Kameraden stehen können.— Die Arbeit der nisch=westfälischen Frauenverbandes au Rednerin empfahl fern den zur Einführung Arbeit.— Am Dor al der Ausstellung -ung statt. Das. von Thema lautete:„D in.“ Die Vortragen entätigkeit in der kor nungsfürsorge i den betonte ferner die N an Bodenreform, Ba allen Elends, dem skann.— Endlich fo Frauen an allen 2 terlichen Einfluß en Abschluß der Festessen und ein vor Frauenkongresses verDie Rennbahn des list in ihrer ganzen großen Unebenheiten Geläuf ist mit frisch den sind 400 bezw. Ziel ist ca. 500 M sehr schwach, eine 7 eine gerade Länge Sprünge sind so ang stens 200 Meter vo Fiiens 400 Whelre„ Galoppvermögen de wickeln ermöglicht wi Gidkeiner hecke eingefriedigt, treten des Geläufs läuf ab. Es ist al stehenden Platz in b es eben möglich gen nem Gelände eine B Rennbahn zu stellen läufs. in jeder Wei dem das ganze E findet am Mittwock statt. Es werden 6 2 Herren= und 3 v. sehr gut ausgefaller gerechnet werden. Die Ner werden durch die so Verhaftung unter der Anklage Rosenthal im höch ständnis des berücht Befehl Beckers und vier Bowery=Apache mehrere Spielhöllen Mark, nicht nur Mord ausführten. nacht von den Ba Mörder nach der 2 kamen. Bisher ist 1 Die Furcht v daß mehrere gestän die Knie fielen mit Apachen schützen. T lung von 40 000 M Steuer zum Verte es war, sie zum 6 Becker verhaftet w Das Schrecke york dauert fort.: rüchtigter Apache, 3 len schoß er die 1 stand leisteten, und regender Jagd dur Bei der Feststellur daß es ein Indivil dem Deutsch=Amer gangenen Raubmor Letzte Nac Duisbura. letzte Kämpfer K. W. Strut im 2 Die Beile aus Anlaß des Ei den sie telegrapise Kreisen der an d Ein Teil der Opfe ker Teilnahme de bezw. in ihre Heir heutigen Mittwoch — renämtern wirken, vollkommen bewährt haben. tete die Kapelle? schloß“, ein Wo Hinterbliebenen d nen Gemeindedien junger Damen, Strand und in de üben. Die GemWege geleitet, u dem Unglück geft Wir haben Jünglingsbuninnen, die der Wirken die tatten. Möge ken, mit dem um der Sache nann v. Sch. m Hotel am t Frau und iges Kind in is Hirn bloßkleine Wesen te und Preetz mkehrten, geStreit, in „Du kommst rer hatte unihrend welcher h kurzer Zeit er aus einer nieder. Ein Ueberführung s. Der Täter in etwa dreielte vor dem einen großen ngerannt und Durch den daß der Tod orf der Arnd Blöbaum äter sind veru Halver same im einde Halver e Entschädihat einstimzaft zu verElektriziübernimmt zum Kurse eistung von en 14 Mitaß nunmehr Mitglieder Hemeinderat muß nunübernehmen. am verganjer Turnringen, Kuter Laufen) 5. Kranz, 7. 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Sie bstante ferner die Notwendigkeit der Teilnahme der Frauen an Bodenreform, Baugenossenschaften usw., damit der Quelle allen Elends. dem Wohnungselend gesteuert werden kann.— Endlich forderte Frau Voß die Teilnahme der Frauen an allen Aufgaben der Gemeinde, um den mütterlichen Einfluß segensreich zur Wirkung zu bringen.— en Abschluß der glänzend verlaufenen Tagung bildeten ein Festessen und ein von der Ausstellungsleitung zu Ehren des Frauenkongresses veranstaltetes Feuerwerk. Sport. ale Rennbahn des Essen=Steeler Rennvereins zu SteeleRuhr ist in ihrer ganzen Länge umgebaut und geändert. Die großen Unebenheiten und Vertiefungen sind beseitigt, das Heläuf ist mit frischem Rasen eihgedeckt worden. Die Geraden sind 400 bezw. 450 Meter lang, der Einlauf bis zum Ziel ist ca. 500 Meter. Die Kurven sind verhältnismäßig sehr schwach, eine Diagonale ist angelegt, welche ebenfalls eine gerade Länge von 450 Meter hat. Fünf lebende Sprünge sind so angeordnet, daß sie in den Geraden stens 200 Meter voneinander entfernt stehen, wodurch das Galoppvermögen der Pferde in bester Weise sich zu entwickeln ermöglicht wird. Die Bahn ist mit niedriger Ligusterhecke eingefriedigt, eine Drahteinzäunung hindert das Betreten des Geläufs und sperrt alle Zuschauerplätze vom Geläuf ab. Es ist alles geschehen, um den zur stehenden Platz in bester Weise auszunutzen; man sieht, das eben möglich gewesen ist, auch auf verhältnismäßig klei nem Gelände eine Bahn zu schaffen, die den an eine moderne Rennbahn zu stellenden Anforderungen, besonders des Geläufs, in jeder Weise gerecht wird. Der zweite Renntag, an dem das ganze Geläuf in Benutzung genommen wird, findet am Mittwoch, den.7. August, nachmittags 3 Uhr, statt. Es werden 6 Rennen gelaufen und zwar 1 Offizier=, 2 Herren= und 3 von Jockeys geritten. Da die Nennungen sehr gut ausgefallen sind, so kann auf stark besetzte Felder gerechnet werde. Die Enthüllungen im Polizeiskandal werden durch die soeben erfolgte Verhaftung des Polizeileutnants Becker unter der Anklage des Mordes an dem Spielhöllenbesitzer Rosenthal im höchsten Maße sensationell. Nach dem Geständnis des berüchtigten Spielers Jack Rose hatte dieser auf Befehl Beckers und nach Zusicherung polizeilichen Schutzes vier Bowery=Apachen gedungen, die unter Aufsicht Roses und mehrere Spielhöllenbesitzer gegen ein Honorar von 20000 Mark. nicht nur 6000 Mark, wie es anfangs hieß, den Mord ausführten. Der Mordlohn wurde noch in der Mordnacht von den Banditen verspielt. Es steht fest, daß die Mörder nach der Tat unter dem Schutze der Polizisten entkamen. Bisher ist noch keiner von den Mordbuben verhaftet. Die Furcht vor den Avachen ist in Newyork so groß, daß mehrere geständige Spieler vor dem Staatsanwalt auf die Knie fielen mit der Bitte, er möge sie vor der Rache der Apachen schützen. Drei verhaftete Spieler hatten gegen Zahlung von 40000 Mark Honorar den berühmten Anwalt Max Steuer zum Verteidiger gewonnen, dessen erste Handlung es war, sie zum Geständnis zu bewegen, auf Grund dessen Becker verhaftet wurde. Das Schreckensregiment der Avachen in New york dauert fort. In der Nähe der Bowery versuchte ein berüchtigter Apache, zwei Geschäfte zu berauben. In beiden Fällen schoß er die Ladeninhaber nieder, weil sie ihm Widerstand leisteten, und verletzte sie tödlich. Nach längerer aufregender Jagd durch die Straßen konnte er verhaftet werden. Bei der Feststellung seiner Persönlichkeit stellte sich heraus, daß es ein Individium ist, das seit Monaten wegen des an dem Deutsch=Amerikaner Wilhelm Meseritz in Brooklyn begangenen Raubmordes gesucht wird. einer von den wenigen noch Ueberlebenden, die bei den Märzunruhen in Berlin anwesend waren. Köln. 31. Juli. In großer Lebensgefahr schwebten ein Herr und eine Dame, die in einem Boot auf dem Rhein fuhren und umkippten. Die Insassen waren beide des Schwimmens unkundig. Die Dame klammerte sich an die Ankertrosse eines Bootshauses, wpährend. Derr iich an der Dame festhielt. In dieser Situation mußten die beiden eine volle Viertelstunde verbleiben, ehe sie gerettet werden —; alich verunglückt ist ein sechsjähriger Knabe, der auf einem Holzlager spielte. Ein Holzbalken kam ins Rutschen und rollte dem Jungen auf den Leib. Der Tod trat sofort ein.„— Rhendt, 31. Juli. Gestern abend wurde die Feuerwehr abermals alarmiert. Es brannte in der Spinnerei von Karl Schmölder u. Co. am Hohenberg. Das Feuer wurde indes vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Der Schaden Koblenz. 30. Juli. Die Unterschlagungen des Stadtrentmeisters haben Anlaß gegeven zu einer fründlichen Revision der Stadtkasse. Es hat sich herausgestellt, daß außer den von ihm gezwanzdten, Peghzischen Stiftungspapieren, im Werte von 55000 Mark reine Papiere Bad Tönnisstein bei Koblenz, 31. Juli. Das Kurhaus ist avgebrannt. Die Ursache des Feuers ist noch Elsenborn, 31. Juli. Auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn ist ein Soldat an Nuhr,=.ven. eine Anzahl anderer sind erkrankt oder krankheitsverdächtig Arbeiterbewegung. Der Dortmunder Hafenarbeiterstreik. der noch immer andauert, hat für die beteiligten Großkauf leute und industriellen Betriebe rechte Nachteile im Ge folge. In erster Linie sind Zechengesellschaften, die die bestellten Kohlen nicht abgehen lassen können, von dem Streik betroffen worden. Die mit Erz, Getreide oder andern Gütern nach Dortmund beorderten Frachtdampfer können wegen des Streikes nicht entladen werden und demzufolge auch keine neuen Frachten an Bord nehmen. Die Zechen haben ihre Kohlen rechtzeitig geliefert, der Streik der Hafenarbeiter aber hat den regelmäßigen Versand sehr erschwert. Letzte Nachrichten aus Westdeutschland. Duisburg, 30. Juli. Hier starb der älteste Bürger und letzte Kämpfer aus dem badischen Feldzuge, Herr K. W. Strut im Alter von 86 Jahren. Der Verstorbene war Draht=Nachrichten. 9 Personen bei einem Bootsunglück ertrunken Hamburg, 31. August. Ein schweres Boots unglück, bei dem 9 Personen den Tod fanden, ereignete sich gestern nachmittag auf dem Einfelder See bei Neumünster. Dort machte eine aus 13 Personen bestehende Baptistengesellschaft eine Segelbootfahrt, als plötzlich eine heftige Bö einsetzte, das Boot erfaßte und zum Kentern brachte. Alle 13 Personen fielen ins Wasser. Die Hilferufe wurden vom Ufer gehört. Obgleich man sich sogleich zur Rettung aufmachte, konnten nur vier Personen ge rettet werden. Unter den Ertrunkenen befindet sich der Baptistenprediger Clasen aus Kiel mit zwei Kindern. Ei nige Leichen sind bereits geborgen. Greifswald. 31. Juli. Obgleich amtlich festgestellt wor den ist, daß das Unglück in Binz nur 14 Todesopfer gefordert hat, scheinen doch noch zwei weitere Personen ertrunken zu sein. Wie sich jetzt herausstellt, werden noch vermißt die Studentin Margarete Grabowski und der Student Chien, beide aus Greifswald. Ein weiterer Student, der bisher vermißt wurde, ist gestern bei seinen Eltern angekommen Augsburg. 31. Juli. Der verheiratete Schreiber Karl Kramm aus Unter=Glauheim wurde im Jahre 1909 vom Augsburger Schwurgericht wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. Jetzt gelang es ihm, das Wiederaufnahmeverfahren durchzusetzen. Dabei stellte sich heraus, daß er unschuldig ist, Kramm wurde durch ministerielle Verordnung für unschuldig erklärt und wieder in Freiheit gesetzt. 3 Jahre seiner Strafe hat er bereits verouon„ Hofrat Professor Dr. von Neusser j. Wien. 31. Juli. Der berühmte Kliniker Hofrat Edmund von Neusser ist an Nierenkrebs gestorben. Hofrat von Neusser war nicht nur eine wissenschaftliche Autorität, sondern auch ein bekannter Kunstfreund, besonders auf muDie Beileidskundgebung der Kaiserin aus Anlaß des Einsturzes des Landungsstegs bei Binz, über den sie telegrapischen Bericht gefordert hatte, hat in den Kreisen der an dem Unglück Beteiligten tröstlich berührt. Ein Teil der Opfer wurde am Dienstag in Binz unter groker Teilnahme der Kurgäste zur letzten Ruhestätte geleitet bezw. in ihre Heimat übergeführt, der andere Teil wird am heutigen Mittwoch beerdigt. Am Dienstag abend veranstalDas Unglück auf Rügen. 0L sikalischem Gebiete. Er war seit 1900 mit einer ehemaligen Hofopernsängerin vermählt. Herr von Neusser erkrankte vor mehreren Monaten an Nierenkrebs und sollte operiert werden, doch nahm man im letzten Augenblick Abstand von der Operation, da die Krankheit zu weit vorgeschritten war. Als Kaiser Franz Joseph die letzte schwere Erkrankung durchmachte, wurde von Neusser zur Behandlung hinzugezogen. Man mißt seinen Eingriffen zum großen Teil die Genesung des Kaisers zu. Brüssel. 31. Juli. Ueber die Ostender Juwelen=Diebstahlsangelegenheit wird noch berichtet, daß die Diebe hofften, in den Besitz von Juwelen im Werte von 5 Millionen Franken zu gelangen, von denen sie wußten, daß die Prinzeslin von Thurn und Taxis sei auf ihrer Reise bei sich führte. Es ist estgestellt worden, daß eine Helfershelferin der Diebe nach London abgereist ist, um dort die Juwelen zu ver bubern. Maris, 31. Juli. Schon wieder ist ein selbstmörderischer Absturz vom Eiffelturm zu berichten. Eine unbekannte, etwa 30jährige, elegant gekleidete Frau war gestern mittag auf die oberste Plattform zinaufgefahren. Dort fiel ihr unruhiges Wesen auf. Die Unbekannte benutzte einen Augenblick, als sie unbewacht war, rückte einen Stuhl an das Fenster der Plattform und schwang sich hinaus. Ihr Körper schlug auf die Eisenteile auf und fiel, vollkommen zersetzt und in zwei Stücke gerissen, auf die 157 Meter tiefer gelegene zweite Plattform nieder. Neavel. 31. Juli. Das Transportschiff Ville di Catane landete in Neapel eine Summe von 1250000 Franks in englischem Gelde. die im Roten Meere an Bord des ägyptischen Dampsers Ismail beschlagnaymt worden war. Das Geld war für die türkischen Truppen in Arabien bestimmt. Blitzschlag in eine Gruppe Soldaten. London. 31. Juli. Die Uebungen eines Teiles der territorialen Armee bei Skipton in Jorkshire wurden gestern durch die Elemente gestört. Gegen mittag brach ein fürchterliches Gewitter, wie man es selten in England erlebt, über dem Manöverfelde aus. 100 Mann suchten Schutz hinter einer Gartenmauer in der Nähe eines riesigen alten Baumes. Die Leute sangen gerade ein lustiges Lied, als der Blitz in ihre Mitte fuhr. 4 Mann stürzten zu Boden; ein Mann starb wenige Minuten später infolge des Blitzschlages und ein halbes Dutzend andere mußten nach den benachbarten Hospitälern gebracht werden. Im ganzen wurden 40 Mann von den Hundert verletzt. Citanie. London. 31. Juli. Die Sammlungen für die Hinterbliebenen der Opfer der Titanic=Katastrophe haben insgesamt die Summe von 9 250000 Mark ergeben. Der Bericht des Lord Mersey über die offizielle Untersuchung der Titanic=Katastrophe liegt heute vorl. Danach erfolgte das Unglück, weil das Schiff zuschnel! die Eisbergregion passierte. Auch waren die Rettungseinrichtungen, insbesondere die Zahl der Boote und die Möglichkeit der Flottmachung derselben unzureichend. Deutschland und England. London. 31. Juli. Das Komitee für auswärtige Angelegenheiten der radikalen Partei ist gestern im Unterhause zusammengetreten. Das Komitee nahm einen Beschluß an, worin es die Regierung auf die Wichtigkeit hinweist, die notwendigen Maßregeln zu treffen, um den schlechten Eindruck zu verwischen, der in Deutschland namentlich bezüglich der Haltung Englands dem Deutschen Reiche gegenüber vorhanden ist. Das Komitee ist der Ansicht, daß die berechtigten Wünsche Deutschlands nach einer kolonialen Macht anerkannt werden müssen und daß England dieser Nation zeigen muß, daß das Bestehen eines franko=englischen Einvernehmens in keiner Weise das Bestehen herzlicher Beziehungen zwischen den Mächten zweier europäischer Nationengruppen ausschließe. Eine Aerztekonferenz in Binz, an der sich etwa 30 Arzte des In= und Auslandes beteiligten, hat in Gegenwart des Badedirektors den Einsturz des Landungssteges besprochen und welche Lehren für die Zukunft daraus gezogen werden können. Einige Punkte sollen dem zuständigen Minister übermittelt werden. Das Rote Kreuz, das allen ohne Unterschied Hilfe leistete, hat sich auch in Binz wieder bestene bewährt. Ebenso hat der Unterricht in der Marine über Garnbusch Studbenkunn tete die Kapelle des Flaggschiffes„Preußen“ im Hotel„Seeschloß“, ei Wohltätigkeitskonzerr zum Besten der Hinterbliebenen des bei dem Anglück ums Leben gekommenen Gemeindedieners Paeper. Auch sonst sieht man eine Reihe funger Damen, die durch eine Armbinde kenntlich sind, am Strand und in den Etablissements das Wohltätigkeitsamt ausüben. Die Gemeindeverwaltung hat bereits Schritte in die Wege geleitet, um für die Abstellung der Mängel, die zu dem Unglück geführt haben, zu sorgen. Zum Enstunz der Landungsbrücke in Binz. Für die Redaktion verantwortlich I. Zänker, Hattingen. sachmundere das echte SicherheitsBackpulver, Erklärang ## Feuerschuf Leuchtfeuen Unfallstelle Eisenbahnan Masstab **— 44 Blometer Wiederbelebungsversuche schöne Erfolge gezeitigt, denn den Bemühungen einzelner Matrosen gelang es, einige Personen wieder ins Leben zurückzurufen. Die für sie gesammelten Gelder sollen dem Fonds für die Witwen und Waisen der Hinterbliebenen der im Dienste der Kriegsmarine Gestorbenen zugeführt werden. Die letzten Preis=Inserate 10000 erscheinen bis Ende Oktober! Mark barl Suche zum 1. oder 15. Sept. ein ordentliches Dienstmädchen mit guten Zeugnissen. Frau Bürette, Hattingen, Kirchplatz. Zwei Damen suchen z. baldEintr. ein ordentl., in Küche ersahrenes Mädchen m. guten Zeugn. geg. hoh. Lohn. Große Wäsche wird ausgegeb. 5401 Adele Moser. Elberfeld, Poststr. 14. Ein zuverlässiges 538 Dienstmädchen für kleinen Haushalt von 3 Personen, wegen Krankheit des jetzigen, auf sof. od. später gesucht. Frau Niedereichholz, Hattingen, Sprockhövelerstr. Zweitmädchen mit guten Zeugnissen zum 1 Okt. gegen hohen Lohn gesucht Frau Dr. Bickenbach, Elberfeld, Virgrünev. 5. I. 4.58 Schlachthof Hattingen. Preitag u. Samstag: Verkauf v. minderwertig. Rind= u. Schweinesleisch. Linden-Dahlhausen. Die Ausführung von Die aud ahrung von Anstreicherarbeiten GEHMAMAAPPA EISSTETZSS, HINA in den Volksschulgehäuden an der Blankensteiner= und Oststraße soll in zwei Losen öffentlich vergeben werden. Die Verdingsunterlagen können auf dem Stadtbauamte eingesehen werden. Verschlossene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind vis Montag, den 5. August d. J., vormittags 11 Uhr, dortselbst einzureichen. 5377 Hattingen, den 30. Juli 1912. Magistrat. J. A.: Der Stadtbaurat: Epping. Mittwoch, den 31. Juli, und[L 834 Donnerstag, d. 1. August, nachmittags 2 Uhr: * Verkauf von minderwertigem Schweinesleisch. Bekanntmachung. Die diesjährigen Urlisten derjenigen im diesseitigen Amtsbezirke wohnhaften Personen, die zu dem Amte eines Schöffen oder Geschworenen berufen werden können, liegen vom 5. August 1912 ab eine Woche lang zu jedermanns Einsicht offen und zwar die der Gemeinde Dahlhausen auf dem hiesigen Amtsbüro Zimmer Nr. 8 und die von Linden in der Wohnung des Herrn Gemeindevorstehers zu Linden. Einsprüche gegen die Richtigkeit ooer Vollständigkeit der Listen müssen während dieser Auslegungsfrist bei dem betreffenden Herrn Gemeindevorsteher angebracht werden. Dahlhausen(Ruhr), am 29. Juli 1212. l 835 Der Amtmann: Falke. Junge Mädchen und Frauen, die infolge ungenügender Ernährung, mangelhafter Blut= u. Säftezirkulation, Bleichsucht u. Blutarmut wenig leistungsfäh., leicht reizbar, schwach u. hinfällig sind, müssen Altbuchhorster Marksprudel Starkquelle trinEine Kur von einigen Wogen genügt zumeist, um die angen zu röten, Kraft und Wohlbehagen, Frobsinn und Lebensmut wieder einkehren zu Kopfwaschen u. 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Die d ferenz zunäch K. 900 Mar wurde K. neb wohnt, zur E Am Schli immer umrat Seele mit Ent Gärtchen auf de welche Seligke stus mich liel lein, es geht nichtig erschei all die kleinen zu meinem Vi wissen wollte. würk ein Verlanger ihm immer gen, mit den Leider, leider Justus erhiel lichen GründWir werden? sten Weg übe Euch dies mi lieber Papa, Rückweg zu: halten kann. dahin müsse ein rechter E geht, ich he zeugen möge Aber Ihr u es ja auch liebten Mar ben. Mit t Euch innig Cilly fal „Da hal „das ist ja icht halten jetzt kischestraße 2. hofstraße. un rberg. iren. 1d 2. August onn. klerdeJesamtwert Mk. 1e Mk. ewinne Mk. Wert „ 11 Lose sortiert * 10 Mk. 10 Pfg. versendet 1. Schäfer Düsselddorf 24. # allen kenntlich ukaufsstellen. „Heinat“ eagerstr. 22 n v. 70—90 Pf., 0—80 Pf., Kost 30—2.10 M. süche: 0, Abendb. 50— is 1.80—1.90 M. antoffel, ieliert, edergarnitur e=Kappen estiftet 250 — Mk. n=Linden. n vone Bürg. 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Novemoer vor. Jahres abgetretene westafrikanische Gebiet, ist ee*.###.#ri#t des Reichskolonialamts erschienen. Der Steh eur„Lastanr Lawiler von. der, Arbelsterbeinrich M. bei seinem Sohne in Hamm. Der Grund Ganmasten Lithungt für. Lebengretter. Em Arbeiter der Carnegte=Suttung#= bes Siegen war mit Revaratur Geisweider Eisenwerke.. beschäftigt. Auf nicht ausgearbeiten in emem Gaabehälter beschftrg Arheiter Hewußilog klärte Weise trat Gas Lusga gher-Petungsversuch durch Arwurde. Nach einem mißglugtsn, A4er Achtermann. die beitskollegen stieg der Venerstzrnhp int den Behalter, um ihm drohende Gefahr nicht acten“, 111te er seinen mutigen einen Mitarbeiter zu retten..— A..5 an Gasvergiftung. Entschluß mit dem Tode br,a41en. uind Walwerks=Berufs.Aaunsheiss#esgeg abft der Witwe für sich und ihre gissen der neuen Kolonie. Die Levensbeoingungen vr“„F genossenschaft in Essen zahlt der Wilch—- allen westafrikanischen Urwaldländern, besonders Un zwei Kinder eine Jahresrente PTr#,###, den Imnerenternr die Stechfliegen, Pocken, Lepra, Geschlechts- Bemühungen der Berufsgenossenschaft N. ug dar Car Sase eshschele e escheie ce esect. hte i, es.. Richtung. Die Kautschukbestände sind scon ziemlich gelc tei, auch die Lianenbestände haben stark Das zweite Kapitel schildert den Sangavorsprung oder Kongozivfe.. Auch bier ist die Luft mit Waslerdampf bis aur Sättigung angefüllt, die Schlafkrankheit in sehr breitet, der dauernde Aufenthalt für Weiße unmöglich; sogar ein vorübergehender von wenigen Monaten wirkt mörderisch. leder verischt dier die Schlaftanshest zu hrchibgren, unente Eehotgng, Dier freibt sodoach wochenlang der Hoarnagten .— 4 Wacdmind Mültenland aus der Sahara in, das ∆ durchgeganwei Kinder eine Jahresrente von vut den Hinterbliebenen Zemühungen der Verufsgenossenschatag Mark aus der Car* ein einmaliger Betrag von 2007,—.— e=Stiftung für Lebensretter überwiesen worde. Truthütten und Dermbach verunglückte der Zwischen Truthutren und.# nach Dermbach Potwagen, der jeden Wioroe, Setensprunges des Bferdes der 57 Jahre Wlte Tttrtes...“r zngrhetratet und b Hochemmerich. Der Ertrunkene war jverhetrater und auf Schacht 1 der Esrgprang. gesellschaft Diergardt zu Hochemmerich der Förderauf Des Aagerisc asie e. Besgeische wbie und Bich euidle suchstäblich in zwei Stücke gerissen. 70000 Mark schenste der Kommerzienrat Jos. Kaiser in Viersen dem dortigen katholischen kaufmännischen Verein aus Anlaß seines sübernen Jubelfestes. Ssch sce ehiescechl.s ecte eche Ere Kerte eite Wdaesleibereit. it den Ponist. Amsterdam aus eme Arezöch=mntont von dort nach LisLads und Verdiül de Sonte, Sechte gnoes ir euicd der Müit s###. Verkehr und Arbeiterfrage heißt es, daß man die Bevölkerungsziffer wahrscheinlich unterschäße, und daß die Eingeborenen megen der vielen Seuschlag der Arbeiterenfahtr aug Vritsch=ndien ode China ist undurchführbar. Europäisches Kapital hat in dem Gebiete bisher nur sehr mäßig Anlage gefunden, woraus es daß die Ausfuhr aus Neukamerun größer ist als abbar ar ven d. Aiser Gereciensähe se früher und nur in einigen wenigen Teilen des Landes be se Sarct, derin de Vrnich lesd Dl. Bloszsrige iche nien, Denn einmal Setrcch. Westfalen=Rheinland. fall von hängendem Gebirge auf eine Strecke von 45 Meter verschüttet. Die Rettungsarbeiten Luxb= g., Lithrr; er hebliche Angriff genommen, erfuhren aber durch Nachsturs erhebiige Erschwerungen. Bis jetzt war es noch nicht gelungen, Verschütteten zu befreien, die wobl, kazune grgune hmen sind sein werden, da keinerlei Lebenszeichen wahrzunehmen sind Einen Totschlag und Selbstmord versuchte in einem Kornher den nötigen Mut angetrunken. Deul. 2o ei. Sschursen id Leidse Kar Berig. heln. kassieren wollte, weigerren sich beide, den Befrag a rad munsächft Pozsch. Lel. be Kel. berz. 13. Bies eiet wirde Ka. neht seiden Polgen G. der in Lütgendortmand wohnt, zur Strafanzeige notiert. u vet Wbiese lieggz, Hifme Johann“ Köhler aus Derm davon gekommen. Die Wirwe D. Hazisfan saß, flog bei dem aufgefunden. Das Bferd war so schwer verlett, daß& sofort getötet werden mußte. Der Charakter als Kommerzienrat wurde dem Fabrikanten Albert Klinke in Altena verlieven. leute besonders erregen. In dieser Versgurte-jnright Herr Otto Götze=Köln über Sonntagsruhe und Herren geht der Ruf vorzüglicher Redner voraus. Wegen einer unbedeutenden wußtsein wiedererlangt zu haben, kurz darauf im Zur Zpece der Gründung eimes Instutzs der Kasser Seschch ss sce Die Seile er5i er i. d-Pasger. Alse und Gerla.“ Pon abon und weiter nach Tgnger, autschen Gesangverein stattdi eigenartige Sängerfahet mit heim nach Köln am 25. August ihren Abschluß. befunden wurde, telle sie ühren Enischlaß aus dem Leben zu scheiden, mit. Nach den Geud von Bücsenbohnen und, Gersge, die Familie des Bäckers Salomon m Köln sgmie###### sellen und das Dienstmädchen unter bedenklichen Erschernungen erkrankt. Der Zustand des Dienstmädchens ist Ein Vater Wtet und begräbt seine Kinder. In dem luremburgischen Grenzort Rodingen, erschoß sich, wie aus hatte setne beide 8 Verrungspräsidenten von Düsseldorf Wünstertsopi, der tech esce ese eschcese se e ligten Landräte und Oberbürgermeister ½. u... Grundzüger der Organisation einverstanden. mitnalvolizei hat sich der Erpedient Es. aus Röln geTrier gemeldet wird, der Arbeiter Laffincur, haftung erfolgen sollte; der Mann hatte seine beiden Kinder getötet und im Walde begraben. Einen tödlichen Unfall erlitt der„Sraßenoyuerg, pers in Randerath, der mir einem Dchleg., Jetz. Gerzerge einfahren wollte; er gerier durch,„Stahregt„och vor Einunter lein Fuhrwerk und wurde überfahren. Noch#—72#7 treffen eines Arztes starb der Verunglückte. Er vinterläßt eine Frau und drei unmündige Kinder. Für die Kinder in den Tod gegangen. Zwei Kinder eines Sanitätsrates aus Godesberg spielten in Remagen a Rheinüfer. Durch den starken Wellenschlag eines Rhe damosers wurden die Kinder von den Wellen, Hertogilg. Bei dem Versuche, die Kinder zu retten, ertrank das Dienst mädchen. Die bereits bewußtlosen Kinder wurden gerettet. Der„Tag“ des Deutschen Tiedes. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Nürnvera, 30. Juli. Wo kann der Sangesbruder einen besseren Eindruck von h mitrihseg, Do Vor. echen Hoiez, Reate. eu. Pezier, elieg Chormeistern die seit langem sorgsam geprobten Weisen gen Himmel steigen? Uebereinstimmend konstatieren die, Pgsikzgesanges sich durchweg gehoben hat. Vielfsach ten überraschend schöne Leistungen konstatiert werden, und die Befürchtung, daß die verschiedenen Gesangvereine Deutsch lands nur noch zu den Kaiserpreiswettsingen ernsthaft Vorbereitungen treffen und sich anstrengen würden, erscheint glücklicherweise ganz hinfällig. Gerade für Nürnberg haben sich die meisten Vereine so wohl vorbereitet, daß die Notwendigkeit der Abhaltung von Bundesfesten aufs neue dargetan ist. Die schärfsten Kritiker sind noch immer in den Reihen der GeRa ae. eur e. ähslie. esihsce. schkälsge. lie Wohlgemuth komponiertes Lied durch den Leipziger Män Goldene Ketten. Roman von Clarissa Lohde. Am Schluß des Briefes hieß es dann weiter:„Noch immer umrauschen mich seine Worte Seele mit Entzücken wie damals, als sie zuerst in unser Gärtchen auf der Fraueninsel an mein Ohr klangen. nach, mein Schwesterentzückte, lein, es geht doch nichts darüber, verheiratei zu sein.„Wie nichtig erscheint mir jetzt alles, was mich früher so all die kleinen Triumphe der Eitelkeit, von denen meine Cilly zu meinem Ve wissen wollte. Jetzt würde sie mit mir zufrieden sein, Habe ich doch nurnoch ein Verlangen, meinem Justus zu gefallen, ein Bestreben, von ihm immer dieselben berauschenden Huldigungen zu empfan gen, mit denen er jetzt mein Leben mir zum Paradiese macht. Leider, leider geht unsere schöne Einsamkeit hier bald zu Ende. Justue erhiel beite rkere.a3s Getahe, dorthin zurückrufen. Euch dies mitzuteilen. Du möchtest nicht böse darüber sein lieber Papa, daß Justus sein Versprechen, über München den Rückweg zu nehmen, und dort einige Tage zu halten kann. Er hofft auf ein Wiedersehen im Frühlina, bis bahin müssen wir uns schon vertrösten. Mir in es auch ein rechter Schmerz, daß diese schöne Hoffnung zu Schei geht, ich hätte Euch beide gern durch den Augenschein überzeugen mögen, daß ich die glücklichste Frau auf der Welt bin. Aber Ihr wißt es ja auch ohnedem, und so füge ich mich, wie es sa auch meine Pflicht ist, in die bessere Einsicht meines ge liebten Mannes. Auch verspreche ich, jetzt häufiger zu sch ben. Mit tausend Grüßen auch von Justus allezeit Eure Euch innig liebende Katharina.“ Eilly faltete den Brief zusammen. „Da haben wir's,“ stieß der Professor tngrtmaig vervor, „das ist ja gleich ein schöner Anfang. Er kann sein Versprechen nicht halten!— Er will nicht, so hütte er das Kind wahrer reiben lassen sollen. Zum Kuckuck! Warum kann er nicht? senn er im Oktober in Berlin sein muß, mag er einige Tage früher von Gmunden aufbrechen und Mit solchen Gründen kann er wohl einem Kinde, wie der aun Stil. Bava, stilli“ bat Eily, den Vater die setzt gusge aber werde ich mie verbiten, rief der Prosesor Sodchenle, ei. risgk. doßi se uch einen Vater ha, demn sie einige Rücksicht schuldet. Das wäre in diesem Augenblick wohl kaum ratsam, da wechen wird ja doch kommen, und dann wird sie ja auch z uns wieder den Weg finden.“ Der Professor antwortete nicht. Ziemlich schweigend wurde das Mahl eingenommen. Dann griff er nach Hut und Ueberzieher und ging nach dem Gasthaus hinauf Auch Killn fühlte sich in der Seele zu tief bewegt, um ies esen Bens Lach und die Schalten Ignd, Kandseite hinunter zum See, wo die Mauer des Klosterans enaer de de Kasikeice Kedie dseienesih, Bscher I Welle lese keüaseln Drübe ar Gstad erhober sich ttenbalt die Umrise der Wellen. Von dort war das VerSenomnnene. Der dare ie Gilk und Re s ide ihre Katbi! Sie fühlte dem Vater alles nach, was er an Binertait über diesen Brch rur Lasenue ie eunis Häte 8. chens empfand. Was aber war bagegen zu tun:..— Samald wanr nicht so schpall seine Bamiüligung zu dieler Wors Vorwürfe gemacht, oaß habe. Und wenn sie nur glücklich eim Heimweg ging sie am Gasthof vorllber.„Sie, sah die kleinen Scheiben der erleuchteten Fenster in die hindung gegeben! Und doch, wie Kathi nun einmal war, hätte er wohl kaum anders handeln können. Sie hätte ihm wohl alle Zeit ihres Lebens Vorwürfe gemacht, daß er sie an ihrem Glück gehindert bliebe!— ja, wenn!—— Beim durch die kleinen Scheiben der erleuchteien Hems. stube. Der Vater laß dort ganz asteir, Hds gaste gpelitgerzhinge nen Kopf mit finsterem Ausdruck über das alte weitveruhmte Chronitvuch gebeugt. Ob er darin las? Oder grübelte er nur: Sie ging über den Rasen hinüber und klopfte ans Feuster. Du, Eio- Kommst Du mich schon zu holen? Istes Abend ist noch so schön.“ Er trat hinaus und reichte ihr den Arm. Du kamst zur rechten Zeit,“ sagte er.„Es war etwas beklommen in der Stube, die frische Luft wird mir gut tun. weißt Du, was ich mir eben beim Blättern in der Chronik überlegt habes— Ich werde Hans Gunzbachers Ruse folgen, und mit Dir den Winter in Italien verleben.“ „Mit mir, Papa““ fragte Cilly freudig überrascht. Ja. mit Dir! Glaubst Du etwa, ich werde auch von meinem letzten Kinde mich trennen, und wär's auch nur auf Monate“ Nein, jetzt bin ich klug geworden. Früher, als Deine Mutter lebte und wir noch rechnen mußten, ja, da ging es nicht anders, als daß die Familie daheim blieb, wenn ich die Romfahrt antrat. Jetzt aber, da ich nur noch Dich habe ist das anders, und Du wirst mein braver Kamerad sein, nicht wahr? Wir wollen fleißig zusammen studieren, und di nächstjährige Ausstellung soll, so Gott will, Bilder von Vater und Tochter aufweisen, deren wir uns beide nicht zu schämen brauchen.“ „O, Du guter Papa,“ rief Cilly bewegt.„Ja, so ist es das beste. In der anderen Umgebung wirst Du Dich daran gewöhnen lernen, daß wir nur noch zu zweien sind, und Katbi einem anderen gehört.“ 1— nerchor zum Vortrage gelangte. Einigen Chormeistern gefiel die Komposition wohl nicht und sie zischten desalb. Darauf drehte sich der temperamentvolle Wohlgemuth um und rief den Kollegen zu:„Meine Herren. Sie haben die Partitur nicht studiert!" Natürlich erregte diese Kritik der Kritik große Heiterkeit und man trug sie Wohlgemuth um so weniger nach, als er unstreitig einer unserer bedeutendsten Dirigenten ist und seine Sängerschar wohl zu leiten versteht. Taß es dem Dirigenten im allgemeinen nicht leicht wird, ihre Scharen zum Siege zu führen, ist bei der allgemeinen Festesstimmung nicht weiter verwunderlich. Die große Hitze hat doch an die Kehlen ganz gewaltige Anforderungen gestellt und wenn sie dann erst mit diversen Litern nachgespült werden müssen, so geschieht es leicht, daß der schönste Tenor einen Gickser macht und des Basses Grundgewalt um einen halben, oder einen ganzen Ton zu tief endet, was dann einen schmerzlichen Mißklang im Chorus gibt. So haben denn eine Anzahl Vereine die Tenöre auf die Dauer des Festes unter Verschluß genommen; das Nürnberger Bier erhalten sie überhaupt nur in Apotheker=Quantitäten und von Lenz und Liebe werden sie in diesen Tagen völlig abgesperrt. Das ist vor allem den Nürnberger Mägdelein sehr schmerzlich gewesen, die sich schon darauf kapriziert hatten, die verschiedenen Carusos der Deutschen Männergesangvereine für die Festtage einzufangen. Auch sonst sind den Sängern Fallen aller Art gestellt, in die sie manchmal leicht und ganz gern hineingehen. Da ist zunächst das samose Bürgerquartier, in dem sich gar leicht Fäden anspinnen, von den Bekanntschaften auf dem weiten Festplatze ganz zu schweigen; denn ganz Nürnberg ist in diesen Tagen da draußen versammelt und freut sich mit den Fröhlichen. Was in diesen Tagen an Getränken und Lebensmitteln in Nürnberg umgesetzt wird, geht ins Aschgraue. Doch hat die Verpflegung der Hunderttausend durchaus geklappt und die Nürnberger Hoteliers, Wirte, Metzger und Kleinkaufleute reiben sich vergnügt die Hände. Gehen doch ganze Waggons voll Nürberger Pfefferkuchen, Spielzeug und anderem Nürnberger Tand in die deutschen Lande hinaus, durch den die Sangesbrüder die Herzen der Daheimgebliebenen zu erfreuen gedenken. Erfreulich war vor allem das starke Zusammengehörigkeitsgefühl der einzelnen deutschen Stamme. Mit Staunen sahen es die Amerikaner, wie präzis die Verkehrsmittel Nürbergs arbeiteten und welche Disziplin die Massen in den beiden gewaltigen Festhallen hielten; obwohl manchmal an die 60 000 in einer Halle beieinander waren, ging alles gemütlich und fröhlich her, keineswegs wie etwa bei einer amerikanischen Präsidentenwahl. Und wie man die deutschen Brüder aus Oesterreich aufgenommen hat, verdient immer wieder unterstrichen zu werden. Nach ihnen waren es vor allem die Schwaben, die als Träger des Bundesgedankens gelten dürfen und deren zahlreiche Beteiligung am Feste allgemein lebhaft begrüßt wurde. Die heutige zweite Hauptaufführung wurde eingeleitet durch einen von Karl Hirsch(Nürnberg) dirigierten Männerchor mit Orchester„Das Deutsche Lied“ von Wendel. Sänger und Dirigent waren bemüht, nicht hinter den Leistungen des Vortrages zuruczubleiben. Und sie blieben auch nicht zurück, wie der stürmische Beifall zeigte. Unter Leitung des Bundeschormeisters Viktor Keldorfer trug sodann der Niederösterreichische Sängerbund das vom Chormeister Kremser komponierte Lied„Im Winter“ vor. Die Sänger wußten sich den Intentionen des Komvonisten und Tirigenten in vortrefflicher Weise anzupassen und sie trugen in gleich meisterhafter Weise unter Direktion von Bundeschormeister Adolf Kirchel auch Lafite's„St. Michel“ vor. Allgemeinen Jubel und Beifall lösten die folgenden zwei gemeinsamen Vorträge aus, die Professor Förstler (Stuttgart) dirigierte, nämlich die„Liebesklage“ von Wörz. eine Komposition im Volksliedton und„Im tiefsten Wald“. von Speidel. In einer geradezu musterhaften Weise trug die Freie Vereinigung der Sächsischen Sängerbünde sodann das vom Komponisten Wohlgemuth selbst dirigierte Lied „In der Fremde“ und Jüngst's„An die Mägdelein“ vor. Der rauschende Beifall, der den Vorträgen folgte, entlohnte den Komponisten und seine wackere Sängerschaft für den Aufwand an Fleiß, den sie zur Einstudierung dieser Lieder gemacht hatten. Im Mittelvunkte der heutigen Hauptaufführung stand der Pilgerchor von Richard Wagner. den dieser im Jahre 1861 dem Wiener Männergesangverein gewidmet und den der Wiener Männergesangverein dem Deutschen Sängerbunde zur Verfügung gestellt hatte. Der Chor, der unter Leitung von Musikdirektor Gustav Wohlgemuth(Leipzig) mit tiefer Innerlichkeit und freiem Empfinden vorgetragen wurde, fand durch die geravezu künstlerische Wiedergabe begeisterten Widerhall bei den Zuhörern. Breus„Frühling am Rhein" und„Lützows wilde Jagd“ von Weber, bei dem sich namentlich die Dirigenten HirschNürnberg und Laugs=Hagen besonders hervortaten, erregten einen Beifallssturm auf den der Westfälische Provinzial=Sängerbung mit Recht stolz sein kann. Petschke's„Neuer Frühling“. fand unter Leitung des Musikdirektors Wohlgemuth(Leipzig) eine ausgezeichnete Interpretation. Die sechs altniederländischen Volkslieder für Soli, Männerchor und Orchester von Kremser kamen trotz der Feinheit der Durchführung, um die sich der Königliche Musikdirektor Hans Schneider(Prag) hervorragend verdient gemacht hat, bedauerlicherweise bei der im Saale herrschenden Unruhe nicht zur Geltung. Die Solisten, Kgl. Kammersänger Wolf(München) als Tenor und Kammersänger Alfred Kase(Leipzig) als Bariton litten so auch unter der Unruhe. Der Dirigent wußte aus der gewaltigen Sängerschar und aus dem Orchester das Beste herauszuholen und sie zu einer Begeisterung und einem Schwung fortzureißen, die einen rauschenden Beifallssturm auslösten.— Damit schloß die zweite Hauptaufführung, die einen würdigen Abschluß der Hauptfestlichkeiten des Sängerbundesfestes bildete. Heute Abend findet der dritte Kommers in der städtischen Festhalle statt, dem morgen im Rathaussaale der Sängertag folgt. Zur Rückkehr des dänischen Polarforschers Mitkelsen. Ter bekannte dänische Polarforscher Mikkelsen, der seit fast einem Jahre für verschollen galt, ist jetzt von einer ExKapitän Einar likkelsen dänischer Polarforscher. pedition gerettet worden und befindet sich, wie wir bereits melden konnten, auf der Rückreise nach Tänemark. Mikkelsens Expedition verließ im Juli 1909 Kopenhagen und hatte zum Ziel, die Leichen der Forschers Mylius Erichsen und seines Begleiters Hagen zu suchen, ferner sollten sie den Pearykanal erforschen. Am 3. März 1910 verließen Mikkelsen und Iversen mit vier Hundeschlitten das Expeditionsschiff.„Alabama“. Seitdem batte man nichts mehr von gehört. Die übrigen 5 Mitglieder der Expedition, die eine Hilfsmannschaft bildeten, erreichten dagegen den Hafen. Das Expeditionsschiff ist aber dann während des Sturmes gescheitert und Mikkelsen unternahm einen ungemein schwierigen Vorstoß in das grönländische Binneneis, wo er jetzt aufgesunden wurde. Allerhand. Infolge des starken Nebels, der im Kanal und an der ganzen englischen Küste herrscht, haben sich in den letzten Tagen viele Schiffsunfälle ereignet, von denen die Strandung des Liverpooler Dampfers„Duna“ bei Head umso beklagenswerter ist, als dabei in der stürmischen See ein Rettungsboot mit 9 Personen unterging, während die übrigen zwölf Mann der Besatzung gerettet werden konnten. Selbstmord. Der Wechselmakler Engelmann in Rudolstadt hat sich erschossen. Er hinterläßt etwa 200000 Mk. Wechselschulden. Die Gefängnis=Zellen sollen nun besser ausgestattet werden als bisher, nicht etwa in Amerika, sondern in Preußen. Wie die„L. N. N.“ mitteilen, hat u. a. der lehnenlose Schemel aufgehört zu existieren, dafür erhalten alle Zellen einen Schemel mit Lehne. Ferner soll das Tintenfaß dauerndes Inventarstück der Gefängniszellen, das hölzerne Eßbesteck durch ein solches aus Eisen mit Holzgriff ersetzt und ein Spiegel neu eingeführt werden. Im ganzen wird in Zukunft jede dem preußischen Ministerium des Innern unterstellte Zelle ein Inventar von 35 Stücken aufweisen. In der Newyorker Mordaffäre wurden drei neue Verhaftungen vorgenommen. Es sind der Spieler Louis Weber, der Apachenführer Sam Paul sowie ein Mitglied der Bande des Paul, namens Jack Sullivan. Die beiden ersten. sind des Mordes angeklagt, die Anklage gegen Sullivan lautet auf Beihilfe. Wie die Untersuchung des Staatsanwalts Whiteman ergeben hat, sind eine halbe Stunde vor der Ermordung Rosenthals sämtliche in der Nähe des Metrovoltheaters, wo die Bluttat ausgeführt wurde, haltenden Automobile entfernt worden, um die sofortige Aufnahme der Verfolgung zu erschweren. Gerade im Sommer haben viele Kinder ein Stärkungsmittel nötig, gerade im Sommer erweist sich ihnen Scotts Emulsion als eine Wohltat; denn sie können nichts Besseres finden als diese Zubereitung, welche ihnen alle Vorteile des Lebertrans bringt und sich in der warmen Jahreszeit ebenso gut nehmen läßt wie in der kalten. Also auch im Sommer befördert sie die Entwicklung kräftiger Muskeln und vor allem den Aufbau fester Knochen. Wer Scotts Emulsion — doch nur die echte— gebraucht, der wird auch im Sommer nur die allerbesten Erfahrungen mit ihr machen. Bestandteile: Feinster Medizinal=Lebertran 150,0, prima Glyzerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 120,0, Alkohol 11.0. Hierz aromatische Emulsion mit Zimt=, Mandel= und Gauttheriaöl je 2 Jede echte Osram-Lampe muss die Inschrift„GORAM“ tragen.— Ueberall erhältlich. Auergesellschaft Berlin O 17 8. Kapitel. Ein Winter in Berlin— in einem großen, glänzenden Bekanntenkreise,— Diners, Bälle, Feste aller Art ohne Ende. Justus und seine junge Frau schwammen lustig in diesem Meere des Vergnügens. Zur Anbetung wie im stillen Schlosse Waldfried am Traunsee gab es keine Zeit mehr. Justus hatte sich, wenn auch seufzend in die Notwendigkeit gefunden, und bald gewährte es ihm auch Vergnügen, seine schöne Frau von anderen bewundert zu sehen. Ist sie doch noch immer seine weiße Taube, mmitten der bunten Schar all der Zugvögel, die unter den strahlenden Kronleuchtern die Gesellschaftsräume durchschwirren. Kathi— oder jetzt auf allerhöchstes Gebot nur noch Katharina, nur zuweilen in stillen Stunden zärtlichen Beisammenseins: Käthchen— schwelgt in allem Neuen, was sich ihr bietet, hat an allem, was glänzt und gleißt, wie Cilly ihr mahnend vorgehalten, ihre helle Freude. In Gmunden war sie sich wie ein Dornröschen in ihrem Zauberschloß vorgekommen, hier aber erst trat das Leben, das wirkliche Leben an sie heran. Justus gefiel sich darin, sie mit durchdachter Besonderheit zu schmücken. Er bestimmte selbst Farbe und Schnitt der Kleider, wählte die Brillanten, die sie tragen sollte, und freute sich an ihrer Erscheinung, wenn sie gut darin aussah. Von allen Seiten empfing er Glückwünsche über die reizende Frau, sie sei gerabezu der Stern der Wintersaison. Selbst seine still vornehme Schwägerin Leonie, mit der er sonst immer ein wenig gespannt gestanden, da ihre beiderseitigen Lebensanschauungen zu weit auseinandergingen, schien sich mit seiner Heirat auszusöhnen, obwohl sie ihr ein Treubruch an ihrer Freundin bedeutete. Gern erfüllte sie des Schwagers gegen sie geäußerten Wunsch, mit Katharina des Morgens auszureiten, und während der Abende, die er in seinem Klub zuzubringen nicht umhin konnte, unter ihren Schutz zu nehmen; denn er mochte sein Käthchen nicht allein lassen. Sie sollte nicht wieder wie im Schlosse Waldfried aus Langeweile dem Gerede der Jungser ihr Ohr leihen. Was konnte die Person, die bei der Generalin Breidenstein manches erhorcht hatte, nicht auch über ihn alles ausschwatzen, was die unschuldigen Ohren seiner Frau nicht zu hören brauchten? Seinem Käthchen etwas zum Lesen zu geben, dafür war er ebensowenig. Gelehrte Sachen! Puh! Was würde aus seinem Frauchen werden, wenn sie, wie die anderen jungen Damen Berlins, eine tiessinnige Miene aufsetzen, und wie diese über allerhand gelehrtes Zeug konversieren wollte, das aus Vorträgen und Büchern aufgelesen war,— dann wäre sie eben sein Käthchen nicht mehr, sein liebes, naives, reizendes, wie in einem schönen Morgentraum dahin lebendes Käthchen, das noch vor der Welt wie vor einem Rätsel stand. Und das war's ja, warum man ihn gerade beneidete. „Ja, wenn man Glück hat wie der Markwald!“ hatte noch neulich einer seiner Freunde, gleichfalls ein reicher Junggeselle, zu ihm im Klub geäußert.„Solch Weibchen ließe ich mir auch gefallen, da hat man doch sein Vergnügen daran — alles Natur, Natur! Hat Deine Frau nicht eine Schwester? Wenn sie ihr gliche, lohnte sich schon der Versuch, die Freiheit zu opfern.“ „Ja, sie hat eine Schwester,“ lachte Justus,„aber da fällst Du herein, lieber Junge. Gerade das Gegenteil meiner Frau. Eines jener selbstbewußten Frauenzimmer, das jeden Mann mit kritischen Augen mustert,— malt übrigens auch wie der Alte. Es ist geradezu merkwürdig, wie zwei so grundverschiedene Sprossen auf einem Stamme wachsen können.“. „Malerin? Nein, da hast Du recht, das wäre nichts für mich, und noch selbstbewußt dazu! Wie gewöhnlich hast Du wieder das beste Los aus dem Glückshafen gezogen, wir andern haben das Nachsehen.“ Um indessen einigermaßen die müßigen Stunden auszufüllen, die Justus auf der Bank zubringen mußte, hatte er Katharina geraten, Gesangstunden zu nehmens Sie besaß eine kleine, aber wohlklingende Stimme, und hatte schon in München einige Stunden genommen. Justus richtete ihr in seiner Villa einen schönen Musiksaal ein, mit einem Flügel von Steinway,— denn sie spielte recht artig Klavier— und Sessel mit vergoldeten Lehnen, in denen die Köpfe aller Musikgrößen in vergoldeten Bronzereliefs prangten. Dem Flügel gegenüber stand ein Divan mit orientalischem Teppich beeckt. Dort ausgestreckt hörte er zu, wenn sie ihm des Abends, so oft er einmal allein mit ihr zu Hause war, vorsang, um ihre Fortschritte zu zeigen. Frau von Atting verlebte den Winter fern von Berlin im Süden, weil die Gesundheit ihres heranwachsenden Töchterchens ihr Sorae bereitete. So hieß es in den mit ihr bekannten Kreisen. Ihre beste Freundin, die Kommerzienrätin, widersprach dem nicht, obwohl sie innerlich überzeugt war, daß andere Gründe sie fortgetrieben. Einer allein kannte die volle Wahrheit— daß sie auf sein Geheiß fortgegangen war — Justus. Gleich als er zu ihr in nähere Beziehung getreten, hatte er die Ordnung ihrer Finanzen in die Hand genommen. Das hatte sie in Abhängigkeit von ihm gebracht, die er jetzt ausnutzte. Sie stand vor der Wahl, entweder ihre Lebensführung ganz umzugestalten, aus der Welt, in der sie zu leben gewohnt war, auszuscheiden, oder seinem Willen sich zu fügen. Und sie hatte sich gefügt. Justus sagte sich das mit innerer Befriedigung. Sie war ein Vollblutweib voll heftiger Leidenschaften, er aber hatte sie gebändigt, und leitete sie jetzt, wie er sein Käthchen leitete, das liebe, unerfahrene, unschuldige Kind.— Justus hatte wieder seinen Klubabend. Die Kommerzienrätin kam, seine Frau abzuholen. Sie wollte mit ihr bei ihrer Mutter, der Generalin von Breidenstein, den Tee nehmen. Das war schon öfter geschehen, und Katharina weilte gern bei der alten Dame, die ein so liebes, sanftes, ehrwürdiges Gesicht hatte, und dabei doch so lebhaft und unterhaltend war. Die Generalin konnte mancherlei erzählen. Sie war viel gereist, hatte auch während der Okkupation an ihres Gatten Seite einige Monate in dem Herzen Frankreichs geweilt. Eine große Lebenserfahrung machte sie mild in ihrem Urteil, doch nicht schwach. Gegen Böses und Unreines konnte sie heute noch sich leidenschaftlich erzürnen, und das gefiel Katharina. Es erinnerte sie alles, was die Generalin sagte, so sehr an den geliebten Vater und an Cilly, die gute. treue Cilly, nach denen in stillen Stunden doch zuweilen ein Sehnen in ihr ausstieg.— Beide weilten jetzt in Rom, und Cilly schrieb glückliche, begeisterte Briefe von all dem Schönen, das sie gesehen, von den Studien, die sie mache, und wie sie sich so ganz in die Campagna mit ihren wunderbaren Beleuchtungen vertieft habe.— (Fortsetzung — E S G7 #DSS. on.E *∆ E„BEGESSS GBgETE EFBMEMER- GTETS Sang BazaRGS UGn.— ETAÄUNTnOR SOoTTA FRFTOLWR ODSFTTE S S 3 *** Der alte Delfauer schrieb sehr viel und gern, aber seine Handschrift war um so schwerer zu lesen. als er sich seiner eigenen Orthographie bediente. Eines Tages hatte er an seinen Adjutanten eine Order gesandt. Dieser konnte sie nicht entziffern und eilte zu dem alten Brummbären, wie ihn das Volk nannte, und bat sich eine Erklärung aus. Leopold sah sich das Schriftstück an, aber er wußte es nicht zu deuten. Da fuhr er auf einmal hen zu vermeiden,—— sich endlich einen Sekretär. Im Jahre 1740 trat der bekannte Dichter Ludwig Gleim in seine Dienste. Als der Dichter seine Antrittsvisite machen wollte, traf er ihn im Hemd am Ofen. Leopold fuhr den zukünftigen Sekretär an:„Ist Er der Kerl?“ Gleim war betroffen, aber rasch gefaßt erwiderte er:„Ja, ich bin der Kerl. Euer Durchlaucht. der selbst unter schwierigen Verhältnissen schreiben kann.“ Der Fürst stutzte.„Nun. was will Er?“ lautete seine Frage. Der neue Sekretär legte ihm seine Papiere briülle: Techer. Fr Jc, aum Teuselt Jetzt begann auch Gleim zu lärmen: „Das ist nicht in der Ordnung, Durchlaucht! Sie können mich fortschicken. dann aber fordere ich mein Abzugs. attest. Dazu bin ich berechtigt, und ich weiche nicht eher, und drobte mir der Teufel und seine Großmutter!" Der Fürst blickte den Furchtlosen erstaunt an, dann sagte er ruhig:„Er bleibt mein Sektretär. Halt Er das Maul!“ Gleim entfernte sich. Als dieser am folgenden Tage seinen Dienst antrat, sagte der alte Dessauer zu ihm:„Gleim. Er gefällt mir: ich glaube. Er wäre ein tüchtiger Korvoral geworden!“ Sin unnötiges Gedicht. Klaus Groth, der vortreffliche Interprei plattdeutscher Dichtungen, hatte immer den Wunsch, auch von dem einfachen Volke verstanden zu werden. Um den Eindruck seiner Dichtungen auf das Gemüt eines schlichten Bauern festzustellen, las er einem Alten eines seiner innigsten Gedichte vor. Es wird darin beschrieben, wie das Knarren einer alten Stubentür bei einem Manne die verschiedenartigsten Erinnerungen aus der Kindheit und der Jünglingszeit. fröbliche und traurige Gedanken wachruft. Der alte Bauersmann hörte mit Aufmerksamkeit dem wohlmeinenden Vorleser zu. Als ihn dieser zum Schlusse erwartungsvoll anblickte und an ihn die Frage stellte, wie ihm das Gedicht gefallen habe, überlegte sich der Alte die Antwort einige Sekunden und erwiderte dann:„Wenn be de Dör doch man eenmal ordentlich fmeert bätt', denn wär dat ganze Gedicht nich nödig west!“ dem Lierieben Die Kinderstube der Ciere. Sehr interessant ist die Beobachtung weigen Ver Prütertete fnd Tuer bleiben. Ein neugeborenes Flußpferd ähnelt einem antiken Säulenstumpfe mit viereckigem Kopfe an dem einen Ende und mit vier kurzen Gliedern, die mehr Rollen oder etwa Zylinderhüten gleichen. Bei der Geburt wiegt ein Flußpferd segen 45 Kilogramm.— Von allen Tierbabys eines zoologischen Gartens ist das interessanteste aber der weiche, flaumige. gelbe Wurf einer Löwenmutter, deren sunge ganz einer größeren Katze gleichen. Deren Augen sind zuerst noch dicht geschlossen, und die Kleinen drängen sich stets an ihre Mutter. Nach fünf bis sechs Tagen öffnen sich die Augen der Jungen, und sie beginnen langsam um ihr ziemlich hoch mit weicher Unterlage gefülltes Lager umherzutappen. Im Alter von sechs Monaten werden dann die Kleinen entwöhnt und erhalten nun das erste Knochenfutter, an dem nicht viel Fleisch haftet, daneben aber etwas gekochtes Fleisch und eine Suppe, die sie wie eine zahme Katze begierig auflecken. Wenn man aber eine wirkliche Musterfamilie sehen will, muß man "“ gehen und den zu beobachten —.— belingt das kaum, denn dessen Mutter schmiegt ihn gar so dicht an sich und verbirgt seinen winzigen Körper eifersüchtig auch vor den anderen Affen, die sich um sie drängen, um den Neugeborenen zu sehen. Eins der seltensten, aber hilflosesten Geschöpfe ist das neugeborene Känguruh. Der betreffende Wärter muß sehr scharf aufpassen, um zu entdecken, daß ein solches überhaupt zur Welt gekommen ist, denn es ist in den ersten Stunden seines Lebens fast mikroskovisch klein: von der Spitze der Nase bis zu der des kleinen Schwanzes kaum 2½ Zentimeter lang! So schwächlich wie das ganz junge Kängurub ist wohl kaum ein anderes Tier. durchaus nicht viel größer war, als in unseren Tagen der vervollkommneten Hygiene. Sin merkwürdiges Gesetz wurde im Jahre 1770 von dem englischen Parlament zum Schutze der Männer erlassen. Durch dieses wurde bestimmt, daß alle Frauen, was immer ihr Alter, Rang, Gewerbe oder Grad sein möge, ob Mädchen oder Witwe, die nach Erlaß dieses Gesetzes irgendwelche britische männliche Untertanen betrügen und durch Parfümerien, Schminke, kos metische Waschwasser, künstliche Zähne, falsches Haar, spanische Wolle, eiserne Schnürleiber und hohe Hacken zur Ehe verleiten würden, dieselbe Strafe erleiden sollten. die gegen Hexerei oder ähnliche Verbrechen bestimmt sei, und die unter solchen Umständen geschlossenen Ehen sollten, nach Überführung der schuldigen Partei, null und ungültig sein. Wenn ein solches Gesetz heute noch Anwendung fände, würde es wohl etwas dürftig um die Ehelustigen aussehen. Steuerfreie Väter. Der aufgucht gung faupe.—.meisten der Muttertiere sind zwar ibren Jungen gegenuber sehr sorgsam und zärtlich, dennoch brauchen die kleinen Tierbabos— in den zoologischen Gärten — unausgesetzt die Hilfe ihrer Pfleger. Wenn u. B. ein Flußpferd geboren worden ist, muß ein Wächter einen Monat lang Tag und Nacht bei ihm Im Jahre 1666 machte Ludwig XIV. von Frankreich den Vorschlag, Familienvätern, die zwölf lebendige Kinder aufweisen konnten, eine Pension von 1000 Livres zu bewilligen. Sein Berater Colbert machte aber darauf aufmerksam. dab eine solche Freigebigkeit den Staat zu sehr belasten würde, denn im alten Frankreich wußte man noch nichts von dem heutigen Zweikindersostem. Man half sich nun damit, daß man den fruchtbaren Vätern die Steuerlast erleichterte oder ganz von den Schultern nahm. Die Intendanten wurden ersucht, auf solche Väter ihr besonderes Augenmerk zu richten. Ein Händler aus der Gegend von Livarot gab sich 1770 als Vater von 12 lebenden Kindern zu erkennen: ein dreizehntes. so fügte er hinzu, sei bereits unterwegs. und er bitte deshalb um eine Unterstützung und eine Pension. Familien mit zwölf Kindern waren etwas ganz Alltägliches. Ein Krämer aus Argentan wies zu den zwölf lebendigen Kindern, die er„deklarierte". noch fünf bereits verstorbene nach. Er wurde jedoch von einem gewissen Poupard aus Alencon, der gar zwanzig lebendige Kinder nachweisen konnte, glänzend übertrumpft. Es gab im Jahre 1772 in dem Verwaltungsgebiet von Alencon mindestens zwanzig Familien, die mehr als zehn Kinder hatten: wobei noch in Betracht zu zieben ist, daß der Intendant sich nur mit den ärmeren unter den kinderreichen Familien zu befassen hatte. denn die reichen und wohlbabenden nahmen staatliche Hilfe nicht in Anspruch. Beachtenswert ist die Tatsache. daß die Kindersterblichkeit in jener Zeit Sin sonderbares Legat. Ein mit irdischen Gütern reich gesegneter Bühnenstern im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten, Amerika, hat in ihrem Testament 400000 Mark für die Gründung eines amerikanischen Nationaltheaters ausgesetzt. Jedenfalls hat es damit noch gute Weile, denn nach dem Tode der Schauspielerin sol jene Summe so lange mit Zins und Zinseszins in Staatspapieren angelegt werden, bis das Kapital auf 20000000 Mark angewachsen ist. Für dieses projektierte Nationaltbeater ist nur die Mitwirkung amerikanischer Schauspieler und Schauspielerinnen in Aussicht genommen worden. Gleichfalls sollen die Stücke, die einst zur Aufführung kommen werden, echt amerikanisch sein. Die Billettpreise dürfen nicht höber als 1 Dollar sein. Ole verschmähte Davanna. Seit längerer Zeit soll. w. aus Havanna bekannt wird. die Ausfuhr von Zigarren aus Kuba erheblich zurücksehen. Während beispielsweise im letzten Jahr 18829 185 Stück in kaum 2 Monaten ausgeführt wurden, waren es im vorigen Jahre noch 22230 906 Stück, das ist also ein Minus von 8 401721 Stück. An dem geringen Havanna=Zigarren=Import## nächst England hauptsächlich Deutschland beteiligt; in beiden Ländern raucht mar jetzt weit weniger Havanna=Zigarrei als früher. Eine furchtbare Drobung. Vater: „Das sage ich euch. Mädels, wenn ihr mir in diesem Sommer wieder alle drei unverlobt aus dem Seebade zurückkommt. so schicke ich euch im nächsten Jahre ins— Gebirge!“ Triftiger Grund. Frau(ziemlich korpulent) nach einem ebelichen Zwiste: „Das ist also derselbe Mann, der mir als Bräutigam versprach, Händen tragen zu wollen?!“— Mann: „Ja, liebes Kind, seitdem bist du aber auch doppelt so schwer geworden. Ebrlich.„Nun, Fritzchen, bast du dich denn sehr gefreut, daß der Storch dir einen kleinen Bruder gebracht hat? — Fritzchen(nachdenklich):„Ja, aber ein kleiner Hund wäre mir doch lieber gewesen!“ Unterhaltungsblatt für die Stunden der IIluße am häuslichen Rerd. Für die Redaktion verantwortlich H. hundt, hattingen. 88— Druck und Verlag von C. Hundt sel. wwe. NDr. Gordons seltsame Fahrt (Schluß.) Ich erklärte so schnell wie möglich die Situation, und des Hauptmanns Augen funkelten. Ich hätte den Kerlen einen bösen Augenblick bereitet, wäre ich zehn Minuten früher hier gewesen!“ brummte er. „Meine Leute hätten das Schurkengesindel zusammengeritten! Ich sah, den Haufen, als wir herankamen, und hätte ich gewußt, was sie tun wollten, so hätte ich ihnen eine Salve gegeben.“ Dann ging er auf Herrn Camp zu und sagte: „Geben Sie mir die Briefe!“ Ich habe die Briefe in Händen auf Grund eines gerichtlichen Befehls...“ begann Camp. „Geben Sie mir die Briefe!" unterbrach ihn der Hauptmann. „Beabsichtigen Sie etwa mit Gewalt in die Anordnungen der bürgerlichen Behörden einzugreifen?“ fragte „i bähle fagte der Uöstoter erst.„Sie haben sich mit Gewalt in Besitz von Eigentum der Vereinigten Staaten gesetzt. Was Sie da von bürgerlichen Behörden reden, ist leeres Geschwätz, und Sie wissen das selber recht gut!“ „Niemals gebe ich...“ rief Herr Camp. „Korporal Janson!“ unterbrach ihn des Hauptmanns Stimme.„Lassen Sie sechs Mann absitzen!“ Offenbar lag in der Stimme oder in dem Befehl etwas, was auf Herrn Camp überredend wirkte, denn hastig zog er die Briefe hervor und übergab sie Singer, der sie sofort mir einhändigte. Ich wandte mich, die Briefe in der Hand, zu den Cullens und zitierte lachend: „Ende gut, alles gut!“ Aber es schien ihnen gar nichts daran zu liegen, daß wir die Briefe wieder hatten; sie drängten sich nur heran, um mir wegen meiner glücklichen Errettung aus der Todesgefahr die Hand zu schütteln. Sogar Lord Ralles sagte: „Freut mich, daß wir uns ein bißchen nützlich machen Er wies auch meinen Dank nicht zurück, obwohl dieser, der Kuckuck weiß es, recht stotternd zum Ausdruck kam, denn mich plagte das böse Gewissen wegen des Streiches, den ich ihm mit seiner Hose gespielt hatte. Zu meiner Schande muß ich ferner bekennen, daß ich, als Fräulein Cullen mir ihre Hand hinhielt, mich stellte, als sähe ich sie nicht. Ich verstehe mich aber auf dergleichen schlecht, und Madge mußte jedenfalls bemerkt haben, daß ich ihre Hand absichtlich übersah, denn sie wurde dunkelrot. Schließlich rief der Hauptmann mich auf die Seite, um mit mir zu beraten, welche Anordnungen noch weiterhin notwendig sein könnten. Ich empfand durchaus keine Liebe für Camp, Baldwin oder Wilson; anderseits konnte ich aber auch nicht einsehen, was es für einen Zweck haben sollte, wenn sie in militärische Haft genommen würden. Nach etlichem Hin= und Herreden kamen wir daher überein, sie laufen zu lassen, und da wir die Sieger waren, so konnten wir uns diese Großmut schon leisten. Nachdem dies alles in Ordnung war. sagte ich zum Eine Wildwest=Geschichte von O. L. Ford. (Nachdruck verboten.) Hauptmann:„Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie meinen Wagen mit einer Schutzwache umgeben wollten. Und wenn Sie dann mit Ihren Offizieren zu mir hineinkommen wollen— ich habe da etwas in einer Flasche, was ein sehr gepriesenes Mittel ist, um Alkalistaub von menschlichen Kehlen abzuspülen.“ „Sehr erfreut, Ihr Rezept mal auszuprobieren!“ sagte Hauptmann Singer gemütlich.„ Ich ging mit ihm nach meinem Wagen, konnte mich aber nicht enthalten, mich noch einmal zu Herrn Camp und dessen Freunden umzudrehen und zu sagen: „Meine Herren, die G. S. ist'n großes Ding, aber doch nicht groß genug, um es mit den U. S.(United States) aufnehmen zu können!“ 16. Kavitel. Von diesem Augenblick an wurde die Rolle, die ich persönlich in dieser Geschichte spielte, recht unbedeutend. Herr Camp mußte eingesehen haben, daß das Spiel für ihn verloren war; er ersuchte im Lauf des Vormittags Herrn Cullen um eine Unterredung, kam, nachdem die Schildwache ihm die Erlaubnis dazu gegeben hatte, an das Trittbrett von Nr. 218 heran und fragte:„Vielleicht können wir einen Vergleich zwischen der West=Missouri und der Großen Südbahn zustande bringen?“.. 8 E..7 „Das können wir versuchen", erwiderte Herr Cullen. „Kommen Sie mit in meinen Wagen!“ Er ließ Herrn Camp eintreten und wollte ihm eben folgen, als Madge ihn am Rockärmel festhielt und ihm etwas ins Ohr „Was für einen Platz denn?“ fragte Herr Cullen lachend. „Einen guten!“ erwiderte seine Tochter. Ich glaubte die Bedeutung ihrer Bitte zu verstehen: sie wollte keine Verpflichtungen gegen mich haben, und die Beförderung sollte der Lohn sein für das, was ich getan hatte. Der Gedanke machte mich mit den Zähnen knirschen, und am liebsten hätte ich Fräulein Cullen zur Rede gestellt und ihr frei heraus gesagt, was ich von ihr dachte.„„ Über die Besprechung, die in Nr. 218 stattfand, kann ich nur vom Hörensagen berichten. Übrigens ist es ja allgemein bekannt, daß der folgende Vergleich geschlossen wurde: die K. und A. kam unter die Leitung der WestMissouribahn, das Gebiet von Südkalifornien wurde teils der Interessenspohäre der Peignpischen, Zeutzalbahn, teils derjenigen der Großen Südbahn zugewiesen, und der Frachtentarif wurde den Wünschen der Großen Südbahn gemäß umgeindert. Am selben Nachmittag winde ohne Opposition ein Verwaltungsrat der K. und A. gewählt, worin nur Interessenten der West=Missouribahn saßen, und dieses neue Direktorium ernannte Herrn Cullen zum Präsidenten der Gesellschaft. Er hatte daber das Vergnügen, in dieser Eigenschaft den Bericht zu lesen, den ich betreffs des Überfalls einreichte. Am Schluß dieses Berichtes bat ich um Instruktionen, die ich jedoch niemals erhielt, und damit war die Geschichte aus. Ich lieferte die Berichte dem Spezialagenten des Generalpostmeisters aus, als er nach Flagstaff kam, und dessen Bericht schlummert wahrscheinlich in irgendeinem Aktenfach zu Washington: denn wären Schritte zur Bestrafung der Schuldigen unternommen worden, so hätte ich es erjahren müssen. Herr Cullen hatte sich auf ein großes Wagnis eingelassen, aber es brachte ihm ein gehöriges Stück Geld ein. Die ausgestandene Angst war indessen eine gute Lehre für hn, dem er ist seitdem in seinen Ansichten über Finanzoperationen sehr konservativ und neuni jeden Kapitalisten, der mehr als fünf Prozent verdienen will. einen Dummkopf: was Eisenbahnen anlangt, so kauft er keine Aktien nehr, sondern nur noch gute Obligationen. Ich selber wurde einen Monat nach den geschilderten Ereignissen zum Betriebsdirektor der West=Missouribahn ernannt. Es war ein gewaltiger Sprung für einen so jungen Mann, und ich verdankte die Beförderung natürlich nur Herrn Cullens Einfluß. Ich blieb übrigens nicht lange in dieser Stellung, denn zwei Jahre darauf wurde ich zum Präsidenten der Chikago= und St. Paul=Bahn gewählt, und ich glaube, dieses neue Vorwärtskommen hatte ch meinem eigenen Verdienst zu verdanken. Jedenfalls bekleide ich diese Stellung noch jetzt, und es ist mir gelungen, selbst zur Zeit des großen Eisenbahnkrachs eine gute Dividende für meine Gesellschaft herauszuwirtschaften. Doch ich bin mit diesen Mitteilungen den Ereignissen ein wenig vorausgeeilt. Die Aussichtsratswahl zögerte sich so lange hin, daß wir nicht am Nachmittag mit Zug Nr. 4 abfahren konnten und daber die Nacht über noch in Asb Forks liegen bleiben mußten. Ich mußte mich bei den Offizieren entschuldigen, daß ich sie von Cullen fernhielt: ich wünschte jedoch dringend eine Begegnung mit Madge zu vermeiden. Die Kovallerie blieb noch die Nacht bei uns. Ich gab ihnen ein gutes Frühstück, und um sechs Uhr in der Frühe schüttelten wir uns die Hände zum Abschied, die Trompete schmetterte— und da ritten ste hin! Zum erstenmal in meinem Leben verstand ich, wie ein junger Bursche durch unglückliche Liebe dazu kommen kann, unter die Soldaten zu gehen. Als ich mich umdrehte, um wieder in meinen Wagen zu gehen, sab ich Madge auf der Plattform von Nr. 218 stehen und ein Taschentuch schwenken. Ich tat, als sähe ich sie nicht, und sprang die Stufen zu meinem Wagen hinauf. „Herr Gordon!“, rief sie da, und als ich sie ansah, bemerkte ich, daß sie errötete.„Herr Gordon, was ist denn mit Ihnen?“ Ein anderer würde wohl irgendeine Ausrede gefunden haben, aber ich konnte das nicht, und wenn es mein Leben gegolten hätte. Mit Mühe und Not brachte ich dervor:„Ich möchte lieber nicht davon sprechen, Fräulein Ihren Grund sagen!“ Das machte mich ärgerlich und ich entgegnete: „Den Grunds Als ob Ihnen der Grund nicht sehr gut bekannt wäre! Nur das wissen Sie wohl nicht, daß vorvorige Nacht das Gespräch zwischen Ihnen und Lord Ralles mit angehört habe.“ „Mein Gespräch mit Lord Ralles!“ fragte Madge ganz verblüfft. „Ja“, antwortete ich bitter.„Bleiben Sie nur bei Ihrem Komödiespielen. Das macht sich gut, wenn auch sich mehr dadurch täuschen läßt.“ „Ich verstehe kein Wort von allem, was Sie da lagen“, entgegnete sie. Offenbar wurde sie jetzt ebenfalls ärperlich.„Sie sprechen, als bitte ich irgend was Unrechtes getan, als hätte ich... ich weiß nicht was; und ich dabe eir Recht darauf, zu erfahren, was Sie mit Ihren Aaspielungen sagen wollen.“ Ich, wühte, nicht, wie ich mich noch klarer ausdrücken könnte“, sagte ich verdießlich.„Ich lag unter der Diele des Bahnsteigs, wo ich mich vor den Cowboys versteckt hatte, und oben über meinem Kopf gingen Sie mit Lord Ralles auf und ab. Ich hatte nicht die Absicht, Ihr Gespräch zu belauschen, aber ich hörte manches von dem, was Sie sagten.“ „Aber ich ging ja gar nicht mit Lord Ralles!“ rief sie.„Die einzige Person, mit der ich auf und ab ging, war Hauptmann Ackland.“ Diese Erklärung kam mir sehr überraschend, denn ich hatte nie anders gedacht, als daß ihr nächtlicher Begleiter Lord Ralles gewesen sei. Nach dem, was sie mir sagte, mußte ich indessen mir selber eingestehen, daß die Stimmen der beiden Brüder in der Tat sehr ähnlich klangen und daß ich mich getäuscht haben konnte, da ich Fräulein Cullens Gesellschafter nur in einiger Entfernung und durch die hölzernen Dielen hindurch gehört hatte. Einen Augenblick war ich sprachlos. Dann erwiderte ich kühl:„Es kommt nicht darauf an, wer Ihr Begleiter war. Das Wesentliche war das, was Sie sagten.“ „Aber wie konnten Sie auch nur einen Augenblick annehmen, daß ich die Worte, die ich gebrauchte, dem Lord Ralles sagte?“ „Natürlich dachte ich, daß Sie sich gerade an ihn und nur an ihn allein wenden würden, um sich über mein „beleidigendes" Benehmen zu beschweren!“ Madge sah mich einen Augenblick an, als wenn sie ganz geistesabwesend wäre; dann lachte sie laut auf und rief:„O, Sie— Dummkopf!“ Ich sah sie ganz verblüfft an; sogleich fuhr sie fort: „Ich bitte Sie um Verzeihung, aber Sie sind so töricht, daß ich dies Wort gebrauchen mußte. Ich— ich sprach ja gar nicht von Ihnen, sondern von Lord Ralles.“ „Von Lord Ralles?!“—„Ja.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Nun, Lord Ralles hatte... er wollte... o, er drobte mir, wenn ich nicht.. „Sie meinen, er...!“ fragte ich, aber ich unterbrach mich selber, denn ich konnte meinen Ohren nicht trauen. „O“, rief sie,„natürlich konnten Sie mich nicht verstehen, und jetzt verachten Sie mich wohl schon; aber wenn Sie wüßten, welche Vorwürfe ich mir mache, und was ich von dem Menschen habe ertragen müssen, so würden Sie mich nur bedauern!“ Mit einemmal wurde mir alles klar. „Sie wollen doch nicht sagen, Fräulein Cullen“, rie ich in heißem Zorn,„daß er so niederträchtig gewesen ist, Sie durch Drohungen zur Duldung seiner Aufmerksamkeiten zwingen zu wollen?!“ „Ja. Zuerst mußte ich sie mir gefallen lassen, weil er uns helfen sollte; und von dem Augenblick an, wo die Tat begangen war, hat er gedroht, alles zu verraten. Ach, wie habe ich gelitten!“.—„ Hierauf sagte ich etwas sehr Albernes:„Fräulein Cullen, ich gäbe alles darum, wenn ich Ihr Bruder wäre.“ Aber in dem Augenblick dachte ich wirklich so. „Ich durfte nicht wagen, einem von meinen Brüdern etwas zu sagen“, fuhr sie fort,„denn ich wußte, sie hätten Lord Ralles sein Benehmen nicht hingehen lassen, und damit würden sie seine Rachsucht gereizt haben; er hätte uns verraten, und Papa wäre ruiniert gewesen. Es schien ein so geringes zu sein, um meines Vaters willen dies zu ertragen; und doch, es war... O, gewiß verachten Sie mich!"„„„ „Das ist mir niemals auch nur im Traum eingefallen“, antwortete ich.„Ich dachte nur, und das war ja ganz natürlich— denn ich habe doch meine Augen— und daß Sie ihn gern hätten— nein— das heißt— ich meine— hm— der Kerl!“ rief ich zuletzt. „O“, rief Madge errötend und mit fliegendem Atem, o. Sie dürfen nicht denken, daß wirklich... Es war nur ein Zufall, daß Sie... Für es so einzurichten, daß Papa es mir, rüder bei mir verabredet gehabt, a das war durchaus nicht der Fall... ich konnte ihm gerade noch entgehen. Nur in der Nacht, wo der Überfall stattgefunden hatte, da war ich gedankenlos... und dann in der Schlucht... da versperrte sein Maultier mir den Weg. Er hat niemals... es war wirklich nichts... und das einzige Mal, wo er... wo er tatsächlich zudringlich war, da kamen Sie zum Glück dazwischen; und ich bin Ihnen so dankbar dafür. Herr Gordon!“ Ich war nicht in der Stimmung, mich durch Fräulein Cullens Dankbarkeit aufheitern zu lassen. Ohne ein weiteres Wort von ihr abzuwarten, stürmte ich in Nr. 218 und rüttelte Albert Cullen aus seinem gesunden Morgenschlummer auf. Er war halb schlaftrunken und konnte infangs nicht verstehen, was ich mit meinem Toben und Fluchen auf Lord Ralles eigentlich sagen wollte. Schließlich aber dämmerte ihm doch der Sachverhalt, und es amüsierte mich trotz meiner Wut, zu sehen, wie auf einmal sein englisches Näseln verschwand, und wie behende er sein konnte, wenn er wirkich mal in Feuer kam. Während Albert Cullen eilig in seine Kleider ging ich in meinen Wagen, um den Auftritt mit Ralles nicht mit ansehen zu müssen, denn ich befürchtete, mich bei seinem Anblick nicht beherrschen zu können. Ein paar Augenblicke darauf kam Albert zu mir in Nr. 97 und sagte mir, die beiden Engländer würden, sobald sie angezogen wären, ins Hotel gehen; denn der Hauptmann hätte sich dafür entschieden, bei seinem Bruder zu bleiben. „Hätt' ich nicht von Ralles gedacht. Bin wirklich ganz paff über ihn!“ näselte Albert. Er hatte seine Orforder Sprechweise bereits wiedergefunden. Nachdem Albert wieder gegangen war, verließ ich ebenfalls meinen Wagen; ich war so glücklich, auf dem Bahnsteig Madge allein zu finden. Ich fühlte, daß ich ihr eine Erklärung schuldig war, und sagte daber: „Fräulein Cullen, ich habe mich mit meinem Mißtrauen nicht vornehm benommen, und ich schäme mich meiner selbst so sehr, daß ich am liebsten in den Großen Kanon springen möchte. Ich will Sie nicht um Verzeihung bitten, denn ich kann mir selber nicht verzeihen. Aber Sie sollen wissen, wie ich von mir denke, und wenn es irgendeine Genugtuung gibt, oder wenn Sie eine förmliche Abbitte wünschen, so bin ich.......... Madge unterbrach mich, indem sie mir die Hand hinhielt, und sagte:„Sie glauben doch nicht etwa, daß ich nach all dem, was Sie für uns getan haben, Ihnen wegen eines bloßen Mißverständnisses böse sein kann?“ Am selben Morgen ließen wir unsere Wagen an Zug Nr. 2 anhängen und fuhren gen Osten. Diesmal war Herrn Cullens Wagen der letzte. In Nr. 218 herrschte wilder Jubel, wie es auch ganz natürlich war; nur ich allein geriet allmählich in eine immer katzensämmerlichere Stimmung. Am Abend, kurz vor unserer Ankunft in Albuquerque, wurde mir zu Ehren ein Abschiedsmahl in Nr. 218 gegeben, und nach Tisch gingen Fräulein Cullen und ich hinaus auf die hintere Plattform und plauderten über alle Ereignisse der letzten Tage. „Ich habe so viel Abenteuer erlebt, daß sie mir für ein ganzes Jahr Gesprächsstoff geben“, sagte Madge,„und Sie können nicht länger damit prahlen, daß die K. und A. noch niemals einen Überfall zu verzeichnen gehabt — wenn Sie auch dabei freilich nichts verloren „Doch, ich habe etwas verloren“, sagte ich mit einem kläglichen Seufzer. Madge warf einen schnellen Blick auf mich, den Mund, zögerte dann einen Augenblick und schließlich:„O, Herr Gordon, weim Sie nur wu welche Gewissensbisse mir das gemacht hat, und wie ich Ihnen Ihr Opfer anrechne!“ Ich hatte nur sagen wollen, daß ich mein Hers verloren hatte, und es war mir nicht in den Sinn gekommen, eine so unzarte Andeutung machen zu wollen, daß ich um der Cullens willen ein Opfer an meinem guten Gewissen bringen müßte. Das wäre ja nicht viel besser gewesen, als wenn ich für meine Dienste eine Belohnung in barem Gelde von ihr verlangt hätte. „Sie müssen nicht glauben... begann ich. „Ich habe gefühlt“, fuhr sie fort,„daß Sie, getrieben von dem Wunsch, uns gefällig zu sein, etwas getan haben, was Sie sonst nicht getan hätten, denn... nun, ja... jeder Mensch kann sehen, wie ehrenhaft und aufrichtig Sie sind, und darum ist es mir so schwer aufs Herz gefallen, daß wir... o, Herr Gordon, kein Mensch auf der Welt darf unrecht handeln,— das bringt solches Leid mit sich Und Sie sind so edelmütig gewesen...“ Diese Sprache konnte ich nicht länger mehr mit anhören.„Ich habe nichts weiter getan“, unterbrach ich sie, „als Feuer mit Feuer bekämpft, und dafür ist kein Mensch verantwortlich als ich ganz allein.“ „Ich wollte, ich könnte auch so denken— aber das ist mir nicht möglich. Ich weiß, wir alle haben etwas unternommen, was nicht ehrenhaft war, nur Sie selber haben zwar nichts getan, was gegen das Recht verstieß, aber ich glaube, Sie hätten doch nicht so gehandelt, wie Sie's taten, wäre es nicht um unsertwillen gewesen! Und ich fürchte, es kommt einmal der Tag, da Sie es bereuen, daß Sie... „Nie, nie!“ rief ich.„Und ich dachte gar nicht daran, Ihnen andeuten zu wollen, daß ich meine Selbstachtung verloren hätte. Ich wollte auf ganz was andres anspielen.“ Ihre verlorne Zeit?“—„Rein.“ „Was denn!“ Etwas andres, was Sie mir gestohlen haben! „Ich? Nicht daß ich wüßte!“—„Doch. „Meinen Sie den Romanband! Den habe ich doch abends nach Nr. 97 geschickt.“ „Ich spreche nicht von dem Buch." 8 „Dann weiß ich nicht, was Sie meinen. Oder sind es vielleicht die Stücke von dem versteinerten Holz! Die schenkten Sie mir aber doch! Sie hahen mir ganz gewiß alles, was ich etwa sonst noch von Ihnen habe, gegeben, ohne daß ich Sie darum bat, und wenn Sie es haben wollen, brauchen Sie's nur zu sagen.“ „Ja, das wäre gewiß für mich da stöhnte ich. „Ich kann Leute nicht leiden, die einem erst ein weschenk aufdrängen und dann, wenn man gerade anfängt, Gefallen daran zu finden, es zurückverlangen!“ Und bevor ich auf diese Bemerkung antworten konnte, fragte sie hastig:„Wie oft im Jahre kommen Sie nach Chikago?“ Ich dachte, das wäre für mich eine Art Befehl, daß ich noch zu warten hätte, und so sehr mich danach verlangte, gleich auf der Stelle mir einen Bescheid mit Ja oder Rein zu holen, so nahm ich mich doch zusammen und antwortete ihr auf die Frage. Jetzt sehe ich wohl, was für ein Tölpel ich in jenem Augenblick war,— wie Madge mir später sagte, stellte sie die Frage nur, weil sie so in Angst und Verlegenheit war, daß sie mich unbedingt für einen Augenblick zum Schweigen bringen mußte. Ich unterhielt sie nach besten Kräften, bis der Pfiff der Lokomotive mir das Zeichen gab, daß der Zug dicht vor dem Bahnhof von Albuqueraue war. Dann stand ich auf und sagte, ganz, wie sich's gehört:„Leben Sie wohl, wieder das allerbeste!“ Fräulein Cullen!“ Aber ich sagte das in einem Fon, wie,wemn ich auf nähme, und sie „Leben Sie wohl, dem Totenbett Abschied von der— antwortete, ebenfalls wie sich's gehört: Herr Gordon!“ Ich hielt ihre Hand in der meinen; es wurde mir unendlich schwer, sie loszulassen, und auf einmal da platzte ich heraus: „Ich wollt, ich hätte das Geld von diesem Lord Ralles!“„„—#ibf 514 „Ich nicht!“ lachte sie.„Denn wenn Sie's hätten, so würde ich Ihnen nicht erlauben, mich zu... Und was sie mir nicht erlauben wollte, und warum sie den Satz nicht zu Ende sprach, das geht niemand an außer Richard Gordon und Frau. — Ende.— etwas Ich glaube, das hat gesponnen die Lieb' mit ihrer List. weiß nicht, wie es gekommen. ie's zugegangen ist. forden. zugegangen ist. du so lieb mir gewo du mein alles bist. sch habe schon oft gesungen. Gegrübelt her und hin. Wober doch das gekommen. Daß ich so lieb dir bin. Ich glaube, das bat gesponnen Die Lieb' mit ihrer List— Drum will ich weiter nicht forschen: Mir g'nügt, daß es so ist.