Nr. 283. Bezugspreis vierteljährlich M. 2.50. Anzeigenpreis die einfache Spaltenzeile oder deren Raum 15 Pfennig. Freitag den 2. Dezember. 1904. Hagener Zeitung.: Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Festtage. Druck und Verlag: ustav Butz in Hagen. Fernsprecher Nr. 39. Erstes Blatt. Der russisch-japanische Krieg. Die Lage am Schaho. Seit der großen Schlacht am Schabo und Hunho Mitte Oktober sind auf dem mandschurischen Kriegsschauplatze keine größeren Ereignisse zu verzeichnen. Die lange Zeit der auf diese blutigen Schlachten gefolgten Ruhe läßt vielmehr erkennen, daß die beiderseitigen Heere zurzeit infolge des eingetretenen Winters an Overationen größeren Stils verhindert sind. Bittere Kälte, die nachts bis auf 20 Grad unter 0 bereits gestiegen ist, bereitet den Soldaten große Leiden, und der tief liegende Schnee beeinträchtigt jetzt bereits sowohl Truppenbewegungen als das geordnete Zufuhrwesen auf den schlechten Straßen der Mandschurei. Kleinere Gefechte, namentlich auf den beiden Flügeln der Armeen finden allerdings täglich statt. Im großen und ganzen aber halten sich Russen und Japaner in ihren stark befestigten Stellungen, die im Laufe der letzten vier Wochen errichtet worden sind. Ueber diese Befestigungsanlagen, die von den Russen und Japanern errichtet worden sind, wird gemeldet, daß dieselben sich von Tawangapu am Unterlauf des Hunho westlich der Eisenbahn seitens der Russen bis Fantschön auf dem linken Flügel erstrecken, und zwar sind die Hauptvositionen östlich der Eisenbahn auf den rechten Uferabhängen des Schaho errichtet. Hier sind in angeblich trefflichen Positionen schwere Geschütze aufgestellt und Schanzwerke mit großer Sorgfalt, bombensichere Unterkünfte 2c. gebaut worden. Auch die Japaner haben an Stelle ihrer bisherigen Offensive auf diesem Teil des Kriegsschauplatzes sich nunmehr auf die Desensive beschränkt und gleich den Russen ihr gesamtes Heer in festen Lagern hinter mächtigen Schanzwerken postiert. Bei Panjuiputsze am Schabo stehen die beiderseitigen Linien, stellenweise nur 500 Meter von einander entfernt sich gegenüber. Der rechte japanische Flügel unter Kuroki folgt dem Schaho=Flußlauf auf dessen rechter Seite und zeigt das japanische Bestreben, die Russen auch hier wieder zu umfassen. Um ihren rechten Flügel im gegebenen Zeitpunkt entwickeln zu können, sind die Pässe bei Wanfuling und Kaotulina, durch welche die Straße von Panjuiputsze und Pingtaitsze führt, besonders stark befestigt worden. Der linke Flügel, der sich an seiner rechten Seite etwa bei Schahopu an die Eisenbahn stützt, reicht im Westen bis Hohiatschwansze. Kann man sich an der Karte und nach den vorliegenden Berichten ein Bild von der Ausdehnung der beiderseitigen Stellungen machen, so ist es leider ganz unmöglich, die jetzige Gliederung und Stärke der Heere und die Verteilung der einzelnen Korps und Divisionen auf der ganzen Front zu erkennen. Jedenfalls spielt sich in der Mandschurei ein ganz eigenartiges Kriegsbild ab, indem in ungewöhnlich geringer Entsernung auf einem verhältnismäßig kleinen Gebiete 2 äunerordentlich starke Armeen seit Wochen Gewehr bei guß sich gegenüberstehen. n unserer Karte sind die Befestigungen, soweit dies nach den vorliegenden Berichten möglich war, eingetragen. Karte soll nicht bezwecken, ein klares Bild von der setzigen Kriegslage zu geben, sondern nur veranschauTchei, in welcher Ausdehnung die beiden Fronten am Schaho, wo über kurz oder lang doch noch die Entscheidung fallen wird, sich gegenüberstehen. g sende Deveschen berichten von einer Rück#ewegung der Japaner. Es ist das erste „set,#### größere japanische Abteilungen fast kampflos 9#sgehehnteres Gelände räumen. Vielleicht ist dieses en nur die Bestätigung der aus chinesischer stammenden früheren Nachricht, daß die Ersanzung aes japanischen Heeres aus einem nicht ganz Menschenmaterial bestehe, mit dem eine allerdings nicht ohne Bedenken wäre. Tie, sten Lage werden wohl Aufklärung bringen: Teiegrant. 3.2° November.(Meldung der Russischen Tfagrs’ctam Lgertur.) Die Japaner gehen auf zuxück und haben das Gelände zwischen Tsinhetschen und Sintsintin geräumt. granbes....... I: Dezember. Die Russische Telekraphen=Agentur meldet aus Mukden vom 30. Nov., aner gingen ungeachtet vorzüglich angeleater lich% g, augenscheinlich fortdauernd in südöstlicher Richtung zurück. dem Geugralg..: dr. Wie General Ssacharow sich die vom 9“g 1 den 30. November meldet, zog triebene 91a#26 10 Werst südlich von Tsinhetschen verPaß, der 2 Perß..“ Japauer auf einen zweiten nahm eine befes dlich vom ersteren liegt, zurück und 30. Novemiber gring. a tellug eli. nach kurzer, aber kau dis Russen den Feind an, der sich 2og. Meldungen über#** Gegenwehr eiligst zurückslicht eingelaufen. Kämpfe sind am 30. Novhr. Die Kampfe um Port Arthur. von verschiedenen Seitag wve. Nach Mitteilungen angriffe auf die 2 h#ben die jüngsten Sturmangr P##erschiedenen Forts von Port erwartete Wirsnu: nicht die gewünschte und erwartete Wirkung gehabt. Am meisten Erfolg scheinen die Japaner vor dem als 20om##agel bekannten Fort gehabt zu haben. Sie scheinen dort bis auf die Höhe vorgedrungen zu sein, um auch hier noch den Kampf fortzusetzen, während vor andern Werken die Stürme eingestellt sein sollen. Die Japaner behaupten noch zwei weitere von den Nordostforts, im ganzen also ein Drittel von Westkikuan, genommen und sich in bedeutender Stärke bei der Taubenbucht festgesetzt und damit den 203 MeterHügel umgangen zu haben. Gegenwärtig werde von der Schlucht unterhalb Liaotischan ein Tunnel eingetrieben, wodurch man die nötige Zerstörung auszurichten hoffe, um so den Angriff einzuleiten. Eine Meldung des Standard aus Kurokis Hauptquartier spricht ausschließlich von umsichtigen Maßregeln japanischer Befehlshaber, welche die Truppen so gut wie nur immer möglich in Höhlen unterzubringen und ihnen dort die nötige Wärme durch Heizungsröhren und auch gute ausreichende Nahrung zuzuführen wüßten. Die Leute seien warm angezogen und trotz der bei Nacht sehr strengen Kälte im ganzen gut aufgehoben. * Loudon, 1. Dezbr. Daily Telegraph meldet aus Tschifu vom 30. November: Die Japaner eröffucten am 29. November nachts ein neues heftiges Bombardement. Nach in Tschifu eingetroffenen Berichten kam es bei dem Sturm auf die Forts Erlungschau und den 203m=Hügel bei Port Arthur wiederholt zu Bajonettkämpfen. Die Verluste waren sehr schwer. Im Hauptquartier der Belagerungsarmee wird erklärt, daß seit Beginn der Belagerung 25000 Japaner auf dem Schlachtfelde gerotet worden seien. * London, 1. Dezember. Das Reutersche Bureau meldet aus Tokio vom 30. November 10 Uhr abends: Das kaiserliche Hauptquartier macht bekannt, daß die japanische Kolonne, die den 203m=Hügel angriff, am 30. November 10 Uhr vormittags aus den bereits eroberten Verschanzungen in der Nähe der Hügelspitze vorging, und daß zurzeit der Bekanntmachung um den südöstlichen Teil des Forts weiter gekämpft wurde. Um 7 Uhr abends des 30. dauerte auf dem Gipfel des Hügels der Kampf fort. * Tokio, 1. Dezbr. Die Japaner haben den 203m=Hügel crovert und halten ihn besetzt. (Bureau Reuter.) * Tokio, 1. Dezember.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das japanische Hauptquartier vor Port Arthur meldet: Die Belagerungsarmee begann die Beschießung des 203 MeterHügels am Morgen des 30. November. Sie machte bis 4 Uhr nachmittags mehrere Angriffe, die aber wegen des hartnäckigen Widerstandes fehlschlugen. Um 5 Uhr nachmittags rückten die japanischen Truppen gegen den südöstlichen Teil des Hügels vor und gelangten in heftigem Angriffe bis 30 Meter unterhalb des Gipfels. Um 7 Uhr, nachdem Verstärkungen eingetroffen waren, wurde sodann die Spitze des Hügels besetzt. Die gegen den nordöstlichen Abhang vorgehenden japanischen Truppen griffen ebenfalls an und um 8 Uhr fiel das Fort auf der Spitze des Hügels gänzlich in die Hände der Japaner. Die Russen ließen auf der östlichen Seite des Hügels Hausen von Leichen zurück. Die russische Heeresmacht im fernen Osten. Nach den neuesten Erlassen des Zaren sind die Befehlsverhältnisse im„fernen Oster“ nunmehr folgendermaßen geordnet. Oberbefehlshaber zu Lande und zu Wasser: Geueral Kurovatkin. 1. Armee General Lenewitsch; 2. Griepenberg; 3. Kaulbars. Port Arthur Stoessel. Chef des Stabes der 1. General Charkewitsch: der 2. General Rusaki: der 3. General Martson. Die Stärke des Heeres in der Mandschurei kann jetzt 317 Bataillone, 201 Eskadrons, 144 Batterien mit einer Etatsstärke von 350000 Mann und 1116 Geschützen, ohne Belagerungsgeschütze, betragen. Verluste sind nicht abgerechnet.— Als neue Verstärkungen, die bis zum Februar 1905 eingetroffen sein können, werden 106700 Mann und 372 Geschütze angegeben. An verfügbaren Feldtruppen müßte dann Kuropatkin über rund 460 000 Mann und 1500 Geschütze verfügen, also nahezu die Macht, mit der Napoleon nach Rußland ging. Mit Festungs= und Etappentruppen aber wird die Gesamtzahl nach der„Rußkija Wiedomosti“ auf 700000 Mann berechnet. Das russische jährliche Rekrutenkontingent betrug 1904 schon 447302 Mann. Jetzt soll es um 126 750 Mann erhöht werden. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl betrachtet, ist die Belastung an Eingestellten nicht bedeutend und kann die Erhöhung sehr gut ausgebracht werden. Sämtliche Reserveoffiziere sind der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt.(Nach dem„M.=W.=Bl.“) Der Aufstand in Deutschsüdwestafrika. Neue Hiobsposten kommen von englischer Seite. Wie der Londoner„Standard“ aus Kavstadt meldet, wird die Lage der Weißen in Deutsch=Südwestafrika in Telegrammen von der Grenze der Kolonie sehr ernst geschildert. Ein Telegramm aus Uvington meldet, daß die aufständischen Farbigen 50 holländische Ansiedler ermordeten, und daß die weißen Frauen und Kinder nach der Kapkolonie flüchten, wo man Vorbereitungen trifft, die in größtem Elend Eintreffenden aufzunehmen. Von verschiedenen Seiten laufen gleichlautende Berichte über Massenmetzeleien durch die Hottentotten auf deutschem Gebiet ein.— Daß die Lage im Hottentottengebiet nichts weniger als ruhig ist, wissen wir ja selbst. Nach dem jüngsten Erfolge der deutschen Truppen gegen die Witbois durfte man sich aber der Hoffnung hingeben, daß die Aufständischen in die Desensive gedrängt seien und daß neue Ausschreitungen gegen die Ansiedler von ihnen nicht mehr zu befürchten seien. Hoffentlich sind die englischen Nachrichten übertrieben. Von der Hilfstätigkeit. Wie die„Parole“ mitteilt, sind für die in DeutschSüdwestafrika kämpfenden Kameraden von den im Kyffhäuserbunde vereinigten Kriegervereinen bisher 62200 Mk. gesammelt worden(einschließlich 1800 Dik. Weihnachtsgaben). Von dieser Summe sind an die Familien, Witwen und Waisen 20400 M., an das Oberkommando der Schutztruppen durch Vermittlung des Kronprinzen 10000 Mk., desgleichen für die Weihnachtsbescherung 1800 Mk. gezahlt worden. Ferner sind dem Kyffhäuserbund zur Bildung eines Unterstützungssonds für Witwen und Waisen gefallener Kriegervereinsmitglieder in Deutsch=Südwestafrika 30000 Dik. überwiesen worden. Heimgekehrt. “ Kiel, 30. November. Heute erreichten die an der Niederwerfung des Herero=Aufstandes beteiligten Marinemannschaften unserer Stationäre, annähernd 150 Köpfe, die Heimat. Unter der Führung des Kapitänleutnants Gygas fochten die Heimgekehrten siegreich am Lievenberg und bei Groß=Barmen und brachten den Herero die ersten Schlappen bei. Nach dem Emtreffen des Marineexpeditionskorps beteiligten sie sich an den Ausschiffungsarbeiten in Swakonmund. Als Korvettenkapitän Gudewill schwer erkrankte, übernahm Gygas das Kommando des Kanonenboots Habicht. Die Leute vom Habicht waren reichlich sechs Monate, die vom Wolf fünf Wochen im Kriegszustand. Offiziere und Mannschaften haben manchen Kameraden verloren. Die Heimreise ist glücklich verlaufen. Der Transport verließ am 9. November mit dem Dampfer Eleonore Woermann Duala. Die Besatzung des Habicht traf nachmittags in Kiel ein, wo Angehörige und Kameraden die Tapfern festlich empfingen. Die erste Matrosendivision stellte die Musik. Die Heimgekehrten sahen durchweg recht wohl aus. Ein siegreiches Gesecht gegen die Hottentotten. Berlin. 1. Dez. General v. Trotha meldet aus Windhuk unter dem heutigen Datum: Am 29. No vember 4 Uhr 30 Minuten morgens wurde die Kompagnie des Oberleutnant Grüner(zwei Drittel der 7. Kompagnie Regiments 2, bisher Hauptmann Preusker) in ihrem Lager bei Lidfontein südöstlich Hoachanas von von etwa 250 Hottentotten angegristen. Nach dreistündigem Gefecht wurde der Feind aus seinen Stellungen geworfen und floh unter Verlust von 8 Toten nach Süden. Diesseits wurden 6 Gewehre und 7 Pferde erbeutet. Ein Herero=Arzt. Dem Briefe eines Oberarzies in der Schutztruppe, den die„B. B.=Vig. veröffentlicht, entnehmen wir:„Sehr interessant war ein Fund, den ich machte. Ein fliebender Herero hatte sein gesamtes Gepäck, fest in ein Fell geschnürt, auf unserem alten Verbandsplatz devoniert. Ich öffnete das Paket und fand, abgesehrn von dem üblichen Krimskrams, eine ganze Menge von starkriechenden Kräutern, Blättern, Wurzeln, Kernen, alle für sich sogar in Lederläppchen eingehüllt; auch verschiedene Salbenarten in Töpschen aus einem Rinderhorn gefertigt, am Boden mit Lederkappe fest verschlossen, oben mit Holzdeckel. Dazu eine ganze Reihe von eisernen, messerähnlichen Schneiden, Meißeln, Feilen, Haken, außerdem ein Feuerzeug und Schmuckgegenstände. Es war nicht zweifelhaft, daß ich die Have eines Kollegen vor mir hatte. Herbeigerufene Eingeborene kannten auch die Mittel und ihre Wirkung, erklärten mir den Zweck der einzelnen Instrumente. Uebersicht. * Hagen, 2. Dezember. Ein warmes Wort für die Simultauschulen wird in dem soeben erschienenen ersten Heft einer Schriftenreihe„Pädagogische Zeit= und Streitfragen“ aus den Reichslanden eingelegt, das um so größere Beachtung fordern kann, als es den Inhaber des Lehrstuhls für Pädagoait an der Straßburger Universität, Professor Theobald Ziegler, zum Verfasser hat. Die kleine Broschüre will„eine Schutzschrift für die Simnltauschule, eine Streitschrift gegen den auf die Schule Anspruch erhebenden Konfessionalismus in beiderlei Gestalt, der katholischen sowohl als der protestantischen“ sein. Für die weltlichen Fächer der Volksschule soll es darum heißen:„Los von Rom! und Los von Wittenberg!“ Ziegler behandelt die eminent wichtige Kulturfrage unter dem Kardinalgesichtspunkt: Wem gehört die Schule? und kommt dabei zu dem Ergebnis:„Die deutsche Volkeschule ist ein Kind nicht der Kirche, sondern des Staates; und die deutsche Volksschule gehört dem Staat, nicht der Kirche". Der Verfasser fordert die Simultanschule auch weiter aus der Erwägung heraus, daß Protestanten und Katholiken auch im späteren Leben, in Staat und Gemeinde friedlich zusammenleben und zusammenarbeiten müssen, soll anders unser Staat und unser Volk nicht auseinanderfallen und untergehen. „Wenn nun die Schule das spätere Leben vorbildet und als Organismus einen Staat im kleinen darstellt, so müssen auch, so folgert er mit Recht, die Bürger dieses Schulstaates daraufhin erzogen und von Anfang an daran gewöhnt werden, da, wo in der Gemeinde die Eltern konfessionell gemischt sind, auch ihrerseits sich zu mischen und in dieser Mischung sich zu vertragen, sich zu respektieren und menschlich sich nahe zu kommen. Die Schule ist der erste Strom der Welt, in der sich der Charakter bildet, unsere deutsche Welt ist religiös gemischt, ist simultan, daher muß auch schon die Schule religiös gemischt, sie muß simultan sein.“ Der Zar und die Reformen. Aus Petersburg bringt der Draht die Kunde, daß der Zar, dem der Bericht der Kommission der Semstwovertreter unterbreitet worden ist, dem von den Semstwos angeregten Reformwerk weit wohlwollender gegenübersteht als man bisher anzunehmen geneigt war; er hat zwar nicht das ganze Programm, aber doch einen wesentlichen Teil der Reformforderungen gutgeheißen und die Ausarbeitung eines Entwurfes verfüat, der die von ihm genehmigten Vorschläge zur Wirklichkeit machen soll. Der„Berl. Ztg." wird aus Petersburg telegraphiert: Der Zar hat den Bericht der Semstwokommission mit großer Befriedigung entgegengenommen. Die Beschlüsse der Seinstwos begegnen allerdings in gewissen hohen Kreisen und besonders bei der heiligen Synode heftiger Opposition; die letztere namentlich betrachtet jede liberale Reformbestrebung als ein Attentat gegen dre Macht und das Ansehen der orthodoxen Kirche. Der Zar will sich jedoch nicht beeinflussen lassen. Er hat den Bericht dem Staatsrate mit dem Auftrage übergeben, darin die von ihm bezeichneten Aenderungen vorzunehmen. Mit nachfolgend aufgeführten Punkten hat er sich einverstanden erklärt: 1. Vollkommene Preßfreiheit. 2. Vollkommene Gewissensfreiheit.(Dies bedeutet besonders die Erlaubnis, daß Juden sich in allen Provinzen des Landes ansiedeln dürfen.) 3. Gestattung von Vertretungskammern und Stimmrecht für das Volk. 4. Unabsetzbarkeit der Richter. Nur in einem Punkte hat sich der Zar ablehnemid verhalten: Er will nichts von einer Kontrolle des Budgets wissen. Der Staatsrat hat den Auftrag erhalten, so schnell wie möglich den Entwurf vorzubereiten. Gleichzeitig wird in Petersburg, wie von anderer Seite gemeldet wird,„von allerkompetentester Stelle aus“ dem Gerüchte, wonach die Stellung des Ministers des Innern Fürsten Swiatovolk=Mirki erschüttert sei, kategorisch entgegengetreten und positiv erklärt, daß sich derselbe des vollsten Vertrauens des Zaren erfreue. Die Verteidigung der indischen Grenze. Der Oberkommandierende von Indien, Lord Kitchener hat dem englischen Kriegsministerium jetzt einen Plan für die Verteidigung Indiens vorgelegt. Die Kosten der Ausführung sollen etwa 5 Mill. Pfund betragen. Was Kitchener in erster Linie für notwendig hält, ist eine gründliche Ausbildung der indischen Armee und die Postierung der Truppen an Stellen, wo ihre Anwesenheit von bleibendem strategischen Werte ist. Zu diesem Zwecke ist Nordindien durch parallele Linien in eine Anzahl Gebiete geteilt worden, die im Norden die Grenze berühren, während ihre Basis ziemlich tief nach Indien hineinreicht. In jedem dieser Gebiete findet eine Division Aufstellung, deren Avant= garde an der Grenze steht. Die Divisionen werden selbständig sein, d. h. alles haben, was sie für den Krieg brauchen. Sobald der Mobilmachungsbefehl ergeht, glaubt man auf diese Weise 7 bis 8 Feiddivisionen in der Stärke von je 15000 bis 20000 Mann in wenigen Stunden an der ganzen Grenze von Osten bis Westen konzentrieren zu können. Schon im Frieden sollen die Divisionskommandeure innerhalb ihres Gebietes absolute Machtvollkommenheit haben, da Lord Kitchener der Ansicht ist, daß die meisten Generale im Felde deshalb versagen, weil sie im Frieden nicht genügend zur Selbständigkeit erzogen werden. Lord Kitchener schlägt zwar auch die Bildung dreier Armeekorps vor, aber lediglich um dadurch zu bezeichnen, welche Divisionen zu einem gewissen Verteidigungebezirk gevören. Die Armeekorps führen den Namen nördliches, westliches und östliches. Die Divisionen sollen ihr Hauptquartier in nachstehenden Orten haben: I. Peschawar, 2. Ravalpindi, 8. Lahore, 4. Quetta, 5. Mehow, 6. Poona, 7. Meerut, 8. Lucknow, 9. Sekunderabad. Außerdem sollen Truppen in Burma und Rangoon stehen, dagegen würden die kleineren Garnisonen eingehen, damit stets Uebungen in großen Verbänden stattfinden können. Die Armee ernaut neue Geschütze und im allgemeinen eine neue Equipierung. Reich. * Berlin. 1. Dezbr. Der Kaiser traf heute abend 9¼ Uhr auf dem Bahnhof Friedrichstraße ein und begab sich nach dem königlichen Schloß. — Die Kanalkommission begann die zweite Lesung der Kanalvorlage mit dem Großschifffahrts weg Berlin=Srertin. Hierzu liegt ein Antrag des Grafen Strachwitz vor, einen neuen Paragraphen einzuschalten, wonach, wenn durch die Inbetriebnahme des Großschifffahrtsweges die Wettbewerbsverhältnisse der schlesischen Montanindustrie gegenüber anderen Montanerzeugnissen, inländischen und ausländischen, ungünstig verschoben werden, alsbald diejenigen weiteren Maßnahmen zu treffen sind, welche geeignet sind, die vorher vorhanden gewesene Frachtsvannung im Schnittpunkte Berlin zwischen den schlesischen Revieren einerseits und den konkurrierenden Revieren andererseits, aufrecht zu erhalten. Minister Budde führte aus, das Gesetz würde durch Aufnahme dieses Antrages einen neuen Schönheitsfehler bekommen, aber dadurch nicht unannehmbar werden. Grundsätzlich müsse allerdings der Regierung das Hoheitsrecht über das Tariswesen gewahrt bleiben. Der Antrag Strachwitz wird mit 14 gegen 13 Stimmen angenommen. Minister Budde gibt dann eine Uebersicht über das Kanalnetz des Ostens. Das Wassernetz des Ostens müsse einheitlich ausgebaut werden. Von konservativer Seite wurde die Einführung des Schleppmonovols auch für den Großschifffahrtsweg Berlin=Stettin verlangt. Bei der Abstimmung wird die Regierungsvorlage— 43 Millionen für den Großschifffahrtsweg Berlin=Stettin, sowie die Bestimmungen über Verteilung der Lasten— mit allen gegen 1 Stimme angenommen. Sodann werden die auf die Kanalisierung der Oder bezüglichen Paragraphen einstimmig angenommen, ebenso die Regierungsvorlage in bezug auf den Oder=Weichsel=Kanal. Nächste Sitzung Donnerstag, zweite Lesung des Rhein— Haunover=Kanals. Die Kommission hofft die zweite Lesung noch in zwei weiteren Sitzungen, die Freitag und Samstag stattfinden sollen, zu beenden. — Die von der Kaualkommisson vorgeschlagene Bestimmung über das Schleppmonopol lautet wörtlich:„Auf dem Kanale vom Rhein nach Hannover, auf dem Lippe=Kanal und auf den Zweigkanälen dieser Schifffahrtstraßen ist einheitlicher staatlicher Schleppbetrieb eizurichten. Privaten ist auf diesen Schifffahrtstraßen die mechanische Schlepperei untersagt. Zum Befahren dieser Schifffahrtstraßen durch Schiffe mit eigener Tiebkraft bedarf es besonderer Genehmigung. Die näheren Bestimmungen hierüber und die Bewilligung der erforderlichen Geldmittel werden einem besonderen Gesetze vorbehalten. — Bei den Stadtverordnetenwahlen in Mühlhausen r. Th. sind die Sozialdemokraten vollständig unterlegen. Mit welchen Mitteln die Sozial im Wahlkampf arbeiten, ergibt sich aus einem ihrer Flugblätter, in dem es hieß:„Sollte wider Erwarten dieser oder jener kleine Bürger, I Oesterreich=Ungarn. pausnerker oder Cewerbetreibende unserm Abgeordnetenhaus. Kandidaten seine Stimme versagen, so mußlmann(deutsche Fortschri gewärtig sein, daß unsererseits von einer Nationalitäten= A. Unterstützung ihm gegenüber auf dem Gebiete des durch starres Festhalten gegenüber auf dem Gebiete des wirtschaftlichen Lebens fürderhin nicht mehr die Rede sein kann. Denn wer nicht mit uns ist, ist wider würde die Sozialdemokratie sagen, wenn ein derartiger swang auf das Wahlrecht ihrer Anhänger ausgeülbt würde? . Die„Freie Deutsche Presse“ meldet: Die deutsche Lolksparte und die freisinnige Volkspartei beschlossen, im Reichstage eine Interpellation einzubringen, ob dem Reichskanzler bekannt sei, daß seitens des Grafen Pückler und seines Anhanges durch Reden und Flugschriften in Verletzung des§ 180 des Strafgesetzbuches in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise die Bevölkerungsklassen zu Gewaliiaten gegeneinander angereizt werden, und welche Maßnahmen der Reichskanzler zur Vorbeugung S—holung solcher Verletzungen zu ergreisen ge— in Göttingen entließ vor einigen Tagen, wie der„Frkf. Ztg.“ berichtet wird, der Präsident des Schwurgerichts, Landgerichtsrat Herrmann, die beschworenen mit einer Ausprache, in der er ausführte: (bs sei in der letzten Zeit bei sehr vielen Gerichtsstellen Brauch geworden, die Geschworenen bei der Verabschiedung i längerer Rede entweder zu loben oder zu tadeln. Er fühle sich dazu weder berufen noch berechtigt. und ein solches Vorgehen sei auch unwertraglich mit der gewissermaßen neutralen Stellung des Richtertisches beim Geschworenengericht zwischen Staatsanwaltschaft und Geschworenen er aber gern tun wolle, sei, den Herren Geschworenen für ihre verständnisvolle und redliche Teilnahme bei dem schweren Amt des Rechtsprechens den besten Dank aussprechen.(Diese Haltung sticht sehr norteilhaft ab von derjenigen mancher anderer Schwurgerichtspräsidenten, über die in der Presse mit Recht geklagt worden ist. Red.) — Auf eine Ausland. Oesterreich=Ungarn.* Wien, 30. November. ...4nhaus. Freiherr v. OfferFortschrittspartei) erklärt, da der Konaten Bokukateht.en das AufFIE lichen Fraftsanen z.verm ge, müßte sich aus sämtliche...„onen des Hauses eine neue staatserhaltende Partei bilden, um den Ausgleich zwischen den Nationalitäten unter Hochhaltung des zuführaases gder Gleichwertigkeit derselben durchzuugren####umper versucht nachzuweisen, daß echtigten Forderungen der slavischen Völker Oesterreichs auf allen Gebieten einer ablehnenden seitens der Regierung und der Deutschen begegnen. Wenn man den Tschechen Postulaten Moliti vezgerse, sosei die Politik der Linken eine Pöh#### des FTerrorismuß zu nennen. Nicht die Tschechen, sondern die Regierung selbst trage Schuld an der Arbeitsunfähigkeit „ ases und der Verworrenheit der Situation,„Groß(deutsche Fortschr.) stellt fest, daß Frhr. weder im Sinne noch im Auftrage der deutschen Fortschrittspartei gesprochen habe, er habe lediglich seinen eigenen Anschauungen auf eigene Verantwortung Ausdruck gegeben. .. Wien, 30. November. Eine aus gliedern bestehende Abordnung der Preußischer Landtag. (Nachdruck, auch im Auszug, verboten.) a5 ½ Berlin, Dezemver.[Abgeordnetenhaus.] 109. Sitzung. Eröffnung 1 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation der Abgeordneten Cassel(Fr. Vp.) und Brömel(Fr. Vg.) und Genossen betr. den Berliner Schulkouflik: des T.s. Futzrpellation nimmt Bezug auf die Verfügung des Kultusministers vom 17. Nov. 1903 an sämtliche Regierungen, wonach die Verwendung der Elementarals selbst die Landgemeinden(Sehr wahr! links) Man komme uns nicht mit nationalen Rücksichten wegen lehnte der Berliner Magistrat die .#uung polnischen Sprachunterrichts in den Gemeinde schulen ab, obwohl die Regierung auf Anrea v. Koscielskis sich dafür interessierte.(Hört! hört!) Und jetzt zimmt die Regierung Anstoß daran, daß in den (Heiterseit) awan= kasste ausx=Polusch geturnt“ wird! ##el##an sollte doch aufhören, uns in Berlin präfektenmäßig zu schuhriegeln. Die Kommunen sollen eben nur zahlen, aber nicht mitverwalten. Ein solches Vorgehen ist unheilvoll und schadet dem Staat.(Beifall.) Ministerialdirektor zu Berlin vom 4. Oktober 1904 Berliner Gemeindeschulen, die Aulen und Turnhallen der Berliner städtischen Gemeindeschulen für gewisse Vereine geschlossen zu halten.— Die Interpellanten an, aus welchen Gründen die Staatsregierung dese Verfugungen mit der Selbstverwaltung der Gemeinden für vereinbar hält. ### Bu Begründun, mmust, nachdem Kultusminister Studt sich zur sofortigen Beantwortung bereit erklärt Nunmehr vertagt. Schluß 5 Uhr. (Lachen links.) wird die Beratung auf Freitag 2 Uhr Gröstnung 1. es Kirchensteuergesetzes für die evangelischen Gemeinden und Parochialverbände der älteren Provinzen wird fortgesetzt und die Vorlage nach unerheblicher Debatte unverändert angenommen. hat, das Wort Abg. Funck(Frs. Vpt.): iver das lokale Interesse Die Angelegenheit geht weit hinaus, es handelt sich um Eingriffe in die Selbstverwaltung, wozu ja jetzt eine geGaudbat en g Ist. Ich kenne keine juristische Feitich au de des, Vorgebeg. de.—ners, der sich freilich auf das allgemeine Staatsinteresse beruft. Wie soll dies durch die Versammlungen der freireligiösen Gemeinde gefährdet sein? Und wie kommt bei einem algerneinen Staatsinteresse das Provinzialschulkolleginm dazu, so vorzugehen? Die Schulgebäude sind Eigentum der Gemeinden, das staatliche lediglich Aufsichtsrecht .. eine Mitteilung des Ausstellungspräsidenten Francis an den Deutschen Kaiser, daß Präident Roosevelt bei seinem Besuch der A ist und die liebenswürdige Anerkennung des Präsidenten gefunden hat. Ich bin überzeugt, daß dies ein wertvolles Erinnerungszeichen sein wird ur die gute Freundschaft zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Volke. — Nachdem die von Herrn Eduard Klapper herausgegebene Agrarkorrespondenz am Sonnabend in einem Artikel über die Hibernigsache die Vermutung ausgesprochen hatte, daß sich bei der Verstaatlichungs=Transaktion die Direktoren der Dresdner Bank persönlich bereichert hätten, hat nun die Dresdner Bank, wie sie heute mitteilt, obwohl sie gewöhnlich Preßverleumdungen nubeachtet lasse, doch in diesem Falle Anlaß genommen, wegen des öffentlichen Interesses an der Aufslärung des Sachverhalts die Strafverfolgung des Herrn Klapper zu beantragen, damit an der Hand der Bücher der Dresdner Bank nachgewiesen werde, daß während des ganzen Verlaufes der Hiberniaangelegenheit keiner der Direktoren oder ihrer Freunde auch nur eine Aktie gekauft haben. — Die verstärkte Justizkommission des Herrenhauses hat mit 17 gegen zwei Stimmen den Gesetzentwurf betreffend die Errichtung eines Oberlandes. gerichts in Düsseldorf in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen und zugleich folgende Resolution: Die Königliche Regierung aufzufordern, bald möglichst einen Gesetzentwurf über die Errichtung von Landgerichten in Krefeld und M.=Gladbach vorzulegen. Weiter wird die Vorlage betreffs Errichtung eines Amtsgerichts in Langendreer angenommen Hopfenbauer sowie der Hopfeninter Si# en#en sprach bei dem Ministerpräsidenten und dem Ackerbauminister vor und hob die soweren Schaden hervor, welche der Hopfenproduktion und vopfenhandel erwüchsen, wenn der Zollsatz von Hopfen derartig erhöht würde, wie dies in dem h#ntl### Jo##ttarif geplaut werde. Der r. räsident und der Ackerbauminister errlarten, die Regierung habe den geäußerten Wünschen darf nicht zu einen: Narmmastr Wncttstctt schon bei den Vertragsverhandlungen Rechnung ge Gebäude.(Hehn; Vegerecht wverden über die ragen; sie könne bezüglich des Jolsatzes nichts mite schon pie“ Eigentiastck= daven ja freiich teilen, hege indessen die Hoffnung, daß, falls es Ein 9 ur a eine 14=ciches von der Regierung erlebt. zu einer Wiederaufnahme der Vertrags= geb, e u die Rotwenoigkeit des neuerlichen VorBerke„lungen mit Deutschland kommt, es Was für Austände muisgat zuta, nat versucht worden. möglich sein werde, einen Hopfenzoll zu erreichen. LPas ugsstauoe, müssen entsteben, wenn die Rektoren muß die dem das Magistrat abgehaltenen Versammlung, dem Rektor der Universität heute eine Eingabe zu überreichen, in der sie verschiedene Forderungen aufstellen. Unter anderen wird die Bestrafung der Polizeiorgane verlangt, welche in die Universität eindrangen. Die Studenten drohen nicht erfunlt werden, allgemein den Besuch der Vorlesungen einzustellen. udpest, 30. Nov. Nachdem der Rektor der Universität den Studierenden tunliche Berücksichtigung ihrer Beschwerden in Aussicht gestellt hat, herrscht unter denselben vollkommene Ruhe. Die Vorlesungen sind wieder ausgenommen worden. „###sten.* Rom, 30. November. Die Thronrede, mit der der König heute das Parlament erzunachst unter dem Ausdruck der „ die hohe Bestimmung Italiens die erste unter der Regierung des Königs Viktor Emanuel Sähtt#### Esverl erung und gedenkt sodann Geburt des Kronprinzen. Weiterhin wird in Thronrede versichert, daß die der der Regierung ihre Poli — In Stuttgart beschlossen die vereinigten Ge wertschaften mit großer Mehrheit, künftig am 1. Mai keinen Umzug mehr zu veranstalten. Unter den großeren Gewerkschaften, die sich gegen den Umzug erklärten, befinden sich die Buchdrucker und Metallarbeiter. — In einer zahlreich besuchten Versammlung in der Aula des Wilhelm=Gymnasiums wurde nach einem Vortrage Prof. Harnacks eine Vereinigung begründet, die für das humanistische Bildungs=Ideal eintreten und der Mittelpunkt für alle sein will, denen der Fortbestand und die Weiterentwicklung des Gymnasiums in seiner durch das Griechische bestimmten Eigenart ein allgemeines, vaterländisches Interesse bedeutet Zum Vorsitzenden wurde Professor Scholz, Pfarrer an der Marienkirche, gewählt. — Der Provinzialausschuß der rheinischen Zentrumspartei hat nach der„Köln. Volksztg.“ be schlossen, für die Rheinprovinz Parteitage einzurichten, und zwar soll von 1905 an jährlich mit stets wechselndem Orte in jedem der fünf rheinischen Regierungsbezirke je ein Parteitag abgehalten werden. * Leipzig, 1. Dezember. Bei den Verhandlungen u der Lippischen Streitsache vor dem eichsgericht werden, wie verlautet, die Rechtsanwälte Justizrat Erythropel und Justizrat Putzler die Parteien vertreten. Ersterer vertritt die Biesterfelder Linie wie seinerzeit bei dem unter dem Vorsitz des Königs Albert von Sachsen erlassenen Schieds* Leipzig, 1. Dezember. Das Reichsgericht erwerf die Revision des Bankiers Hermann sSulff, der am 11. März er. vom Landgericht in Tortmund wegen wissentlich falscher Darstellung der Vermögenslage der in Konkurs geratenen Dortmunder Handelsbank in drei Fällen zu einer Zusatzstrafe von acht Monaten Zuchthaus und 4500 Mark Geldstrafe verurteilt worden war. Dezember. Landtagswahlen. Die Stät„Detmolk, Lage und Horn haben den bisherigen Vertreter, Amtsgerichtsrat Sieg, mit großer Mehrheit, und die Städte Lemgo, Salzuflen, Blomberg und Barntrup den bisherigen Abgeord5: Whgsurdneta# einstimmig wiedergewählt. Beide Abgeordnete sind regierungsfreund* Karlsruhe, 29. November. Im Markgräflichen Palais wurde heute das Badische Tuberkulose=Museum eröffnet in Gegenwart des Großherzogs und der Großherzogin, als der Protektoren der Minister, Vertreter der Militär= und Zivikbehörden, sowie zahlreicher geladener Gäste. Auf eine Ansprache des Oberregierungsrats Dr. Bittmann sprach der Großherzog seinen Dank dafür aus daß ihm und seiner Gemahlin das Protektorat angeboten sei. Er dankte ferner allen, die an dem Zustandekommen des Museums mitgearbeitet hatten und wünschte, daß das Unternehmen allen volle Befriedigung und die besten Erfolge bringen möge Zum Schluß wandte sich der Großherzog an einige Vertreter der Arbeiter, die seiner Zeit das Charlottenburger Museum besucht hatten, und drückte seine Freude darüber aus, daß sie sich dem wohltätigen Werke widmen wollen. Darauf wurde ein Rundgang durch die Ausstellung angetreten. eancher gender Freihelt in den Kart. gescherten geGrenzen fortsetzen werde. Die Thronrede sht.#odan hervol, daß die gesetzgebenden Körperse sten ihre Sorgfalt besonders den arbeiten„uI. Klassen wiomen müßten, um deren Mittel zur Befriedigung ihrer Lebensbedürfnisse fortschreind Juel hen und billige und friedliche Lösungen der Interessenkämpfe zwischen Kapital und Arbeit Drscharfe Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit werde iu vielen Fällen durch Schiedskönnen, der der Gerechtigkeit .####s sichere, ebenso wie die bürsche Gesellschaft in Fragen zwischen einzelnen Individnen die Gerechtigkeit an die Stelle der Gewalt gesetzt habe, werde auch dieser neue, große Schritt auf den Wegen der Zivilisation die Gerechtigkeit zur errscherin in den Beziehungen zwischen den sozialen Klassen machen. Zu diesem großen Fortschritt werde auch ein weiter ausgedehnter und den neuen Zeitverhältnissen mehr angepaßter Unterricht mächia beitragen, womit die Regierung und das Parlament sich beschäftigen werden. langen und arbeitsreichen Unterhandlungen habe die Regierung neue Handelsverträge mit Deutschland, der Schweiz und Oesterreich=Ungarn abgeschlossen. Damit seien die Schädigungen eines Zollkrieges mit diesen Ländern vermieden. Das amtliche Schriftstück verheißt dann gerechte Behandlung des Eisenbahnpersonals, Ausbau der Schlagfertigkeit des Heeres und der Marine und versichert, die wirtschaftlichen Verhältnisse Italiens seien in offenkundigem Fortschreiten begriffen. Dazu habe „der Friede beigetragen, der durch feste Bündnisse und aufrichtige Freundschaften, die ihre herzlichste Kundgebung in den Besuchen des Deutschen Kaisers, des Königs von England und des Präsidenten der schen Republik in Rom fanden, sichergestellt ist. Mit Frankreich, England und der Schweiz haben wir Abtommen getroffen, um jede Zwistigkeit auf schiedsgerichtlichem Wege zu regeln, und Verhandlungen zum Abschlusse ebensolcher Abkommen mit den Vereinigten Staaten und anderen Ländern sind im Gange.“ Behörden veranlassen, den Berliner Magistrat mehe achten, der für die Welt und die Unsterblichkeit doch eö g#Fe setau hal als das Prorinzalschukollegium. Der Scicstosk goslang, Heiseahe=vsen Lelteln Lerdeng a Ritzister Dr. genor: Die gußerordentliche Schärfe der Augriffe des Vorredners(Lachen links. Rufe: viel zu milde!) läßt sich nur erklären durch Unkenntnis der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse. Ich greife zurück bis auf das Schulreglement von 1763(Gelächter) Schon damals wurde die Schule als Staatsanstalt hinSsahssansiche enrecht feligte dann noch die Staatsaussicht, und in allen neuern Gesetzen und Erlassen wird das Recht des Staates zur Schulaussicht beton vom 17. November 1903 bringt nichts Neues er bestätigt nur die bestehende Praxis. Es scheint mir als wenn man Rechtsgrundsätze, die nicht in ein geamm de.„##### passen, ignoriert und unter den Tisch wirft(Oho! links). Redner beruft sich auf Urteile des Oberverwaltungsgerichts beir. das Aufsichtsrecht des Ke 83id Fadt Schue, Ach beziglich der Gebälde ist dieses Recht anerkannt worden, selbst von AngeBarteien, die die Interpellation einbrachten. So hat sich der Abg. Barth hier im Februar 1900 über Benutzung von Schulräumen zu Agitationszwecken des Bundes der Landwirte beschwert. Die Selbstverwaltung ist überall beschränkt durch behördliche Präventiv= kontrolle, und so auch auf dem Schulgebiet. Ich erkenne voll und ganz die Tätigkeit der Gemeinden auf dem Schulgebiet an und bin der letzte, der die Selbstverwaltung beschränken wollte, wo es nicht not tut. Mein Erlaß ist von den Behörden entsprechend ausgeführt worden, außer Berlin hat sich keine Gemeinde beschwert. Allgemeine staatliche Interessen verbieten die Hergabe von Schulräumen an sozialdemokratische und polnische Turnvereine. Die„Sokols“ verfolgen politische Zwecke, wenn die Herrn nur turnen wollen, dann können sie sich ja den deutschen Turnvereinen anschließen(Lachen bei den Polen). In den Jugendabteilungen der sozialdemokratischen Turnvereine werden aufreizende Lieder gesungen, B.„Stille Nacht, heilige Nack:„ wie zum Maßstab kirchlicher Steuern gemacht werden soll. Sssuseng Die von der Kommission beantragte Resolution auf Herbeiführung gesetzlicher Maßnahmen zur Heranziehung großerer gewerblicher Unternehmungen und juristischer Personen zu Kirchenlasten wird nach längerer Erörterung angenommen. Sodann wird die Vorlage betr. Erhöhung von Kirchensteuern in katholischen Kirchengemeinden en bloc angenommen. Die Vorlage betr. Maßnahmen zur Regelung der Hochwasser=, Deich= und Vorflutverhältnisse an der Sommissar... zing an eine besondere Der Gesetzentwurf betr. die Kosten der Prüfung überwachungsbedürftiger Anlagen wurde in der Fassung der Regierungsvorlage wiederhergestellt, so daß er an das Abgeordnetenhaus zurück muß. Am Freitag stehen kleinere Vorlagen und Petitionen auf der Tagesordnung. Antipathien gegen die Deutschen in Frankreich. ** (Nachdruck verboten.) J. F. Paris, 30. November. igtelle opportune und die radiko=sozialistische Republik ähneln sich wenig, aber in einem Punkt sind sie völlig ein und derselben Ansicht. Sie wollen nichts von der Aussöhnung mit Deutschland wissen, nicht auf Elsaßz=Lothringen verzichten. Noch vor kurzem hat die Rede des Sozialisten Jaurds über diesen ofsiziellen Seelenzustand vollkommen Klarheit verbreitet, oder vielmehr die Kundgebungen, zu denen sein Plaidoyer zugunsten einer Annäherung an Deutschland Anlaß gab. Aber im Privatleben, im Verkehr der in Frankreich ansässigen, oder dort zeitweilig weilenden Deutschen mit den Franzosen hat sich eine gewaltige Aenderuung vollzogen. Ich kann da ein wenig aus eigener Erfahrung reden, denn ich habe die bösen Zeiten noch miterlebt, da der wahnwitzige Deraulsde mit derselben Berserkerwut von Deutschen besetzte Bierhäuser stürmte, wie die Japaner Port Arthur. Damals gab es auch Delatoren, aber es waren nicht die, über welche sich die Kammer kürzlich so aufgeregt hat und die den Sturz des Kriegsministers André herbeiführten. Die Spionage war ebenfalls in ein System gebracht, aber sie unterschied sich von der jetzt geächteten dadurch, daß sie den Beisall so ziemlich aller Franzosen fand, und daß selbst gemäßigt liberale Blätter, von dem politischen Ernste der„Debats" und des„Tempo“ nur ganz schüchtern gegen gewisse Uebertreibungen Einspruch zu erheben wagten. Die Sache war sehr einfach. Die Patriotenliga brauchte nur an den Brotneid der französischen Geschäftsleute zu appellieren, um durchzusetzen, daß die deutschen Berufsgenossen in einer ganzen Reihe von Zeitungen, wie die„France“ auf die Proskriptionsliste gesetzt wurden, mit einem Worte, diese wurden boykottiert. Und um diese Maßregel höchster Unduldsankeit noch wirksamer machen, wurden diejenigen Franzosen zu machen, wurden diejenigen Franzosen verdächtigt, M Stille Dacht heilles Gan: amn wie welche trotzdem mit den auf dem Inder Prangenden in mnacht“ eine Verssfag, auf das ePr#echt ist er Geschästsverbindung blieben. Ihr Patriotismus wurde I5t1s, Verlflaggs, guf das sgöe Weihnachtslied. in Zweisel gezogen. Die Bresse v Großbritannien.* London, 30. November. Von den Londoner Morgenblättern sprechen sich Daily Graphic und Daily Chronicle zu dem Interview mit dem deutschen Reichsanzler aus. Beide Blätter begrüßen die Aeußerungen des Grafen Bülow mit freudiger Zustimmung, Daily Chroniele jedoch zurückhaltender als Daily Graphic. Letzteres sagt, die Entfremdung, die zwischen den beiden Nationen entstanden sei, könne von allen denkenden und patriotischen Bürgern der beiden Länder nur bedauert werden. Die englische solitik gehe dahin, mit allen Mächten freundschaftliche Beziehungen zu pflegen und mit Deutschland auf friedlichem Fuße zu leben, sei besonders wünschenswert. Nicht allein die Bande des Blutes, der Religion und der Geschichte müßten auf Frieden zwischen beiden Ländern hinwirken, sondern auch die Tatsache, daß beide Länder eines von dem andern einen reichen Absatzmarkt besäßen. Das Blatt ist erfreut, daß man in Zukunft sich darauf verlassen könne, daß Graf Bülow alle Bemühungen darauf richten werde, die alte Freundschaft der beiden Länder wiederherzustellen. Amerika. London, 80. November. Der Times wird aus New=York gemeldet, in der BergwerksSr##RZ: Ketater(Illinois) herrsche ein Ausstand, der fast die Gestalt eines kleinen Bürgerkrieges angenommen habe. Die Ausständigen hätten von einem Hinterhalt aus die ganze Nacht über in die Stadt geschossen und ihr Feuer sei mit Gatlingkanonen erwidert worden. Ob Ausständige getötet oder verwundet worden, sei noch nicht bekannt, die Schüsse der Ausständigen aber seien zu hoch gezielt gewesen, um irgend welchen Schaden anzurichten. Die Bergwerke in Zeigler seien Eigentum eines Bruders der Gemahlin des Vizekönigs von Irdien, Gegen die Hergabe städtischer Schulräume an die freireligiöse Gemeinde hat sich 1888 der Berliner Stadtschulrat Bertram ausgesprochen(Redner zitiert Sätze aus der damaligen Rede Bertrams in der Stadtverordnetenverhandlung). Ich hoffe, daß die Mehrheit des Hauses mein Vorgehen billigen wird, im wohlerwogenen staatlichen Interesse und es als gerechtfertigt anerkennt nicht am letzten Ende im Interesse der nationalen Ehre (Beifall rechts. Zischen links). Abg. Hobrecht(ntl.), dem Abg. Funck hat der Minister nnrecht getan(Sehr wahr!), denn jener hat durchaus besonnen und mit großer Zurückhaltung gesprochen Der Minister berief sich auf alte allgemeine Bestimmungen deren Fundamente vollkommen unverändert sind(Sehr wahr!), die heute nur eine beschränkte Bedeutung noch haben können.(Sehr wahr!) Aus den Erkenntnissen des Oberverwaltungsgerichts darf man nicht so ertreme den beir. Fällen das Staatsanssichtsrecht so scharf betont werden? War es klug und nützlich, in dieser Weise vorzugehen? Berlin bestreitet zwar nicht das Aussichtsrecht des Staates, soweit es sich um Unterrichtszwecke handelt. Aber sonst darf die Gemeinde frei über ihre Gebäude verfügen. Das Vorgehen der Regierung muß lähmend wirken auf die Freudigkeit der Organe der Selbstverwaltung(Sehr wahr!). Herr Bertram hätte 1888 nicht so gesprochen wenn ein Zirkular vorgelegen hätte, das die Rektoren auffordert, Front gegen den Magistrat zu machen. Durch unnütze und zu weit gehende Eingriffe lähmen Sie(zum Minister) Ihre besten Freunde(Sehr wahr!), das ist eine prafektenmanige Tätigkeit. Lieber sollte man mal in der Regierung auf den Triumph der Empfindsamkeit verzichten, als in dieser Weise die Grenzen der Staatsaussicht überschreiten(Lebhafter Beifall links, der minutenlang anhält). Minister Dr. Studt bedauert die Ausführungen des Vorredners, der wohl über die tatsächlichen Verhältnisse nicht informiert sei(Oho! links). Sein Erlaß sei tat= 1viel pekuntäre Nachteile gebracht hat. Einmal des sächlich nichts Neues, schon 1897 habe Herr v. Achenbach, bis an die Zähne bewaffneten Friedens halber, alsdann, durchaus kein Bureaukrat, mit dem Berliner Magistrat weil der östliche Noct— Die Presse wimmelte, sowohl im lokalen, wie politischen Teil. von boshaften Verleumdungen und wütenden Angriffen auf die Deutschen, die sozusagen vogelfrei waren. Ich kenne einen sehr bekannten deutschen Schriftsteller, der von einem französischen Blatte beleidigt worden war und es gerichtlich verfolgen wollte. Er mußte davon Abstand nehmen, weil er keinen Verteidiger fand. Das war eine Schreckensherrschaft eigenster Art, welche auf die Dauer allen Deutschen den Aufenthalt in Frankreich verleidete. Wie anders ist es jetzt. Du willst eine Wohnung mieten. Früher sahst Du den Augenblick voraus, wo der Wirt beim Bekanntwerden Deiner Abstammung ein entsetztes Gesicht schnitt und gar auf solche Mieter verzichtete. Heute sagt er sich:„Geld hat keinen Geruch,“ und noch dieser Tage sagte mir meine Wirtin:„Es kommt ja auch nicht mehr zum Kriege, jetzt sind wir sicher davor. Und die Deutschen sind nette Leute.“ Und das hat der Franzose, der nur zu sehr unter der Tyrannei der Hetzer stand, eigentlich immer gefunden:„Er. zog uns von jeher den Engländern vor, die ihm als steif, hochmütig, streitsüchtig und anspruchsvoll, zuwider sind. Ich verkehre mit Frau und Kindern in en#er anderen französischen Familie, die sogar noch den Krieg erlebt hat. Sie denken gar nicht daran, einen dafür verantwortlich zu machen, was ja auch gegen den gesunden Menschenverstand gar zu sehr verstoßen haben würde. Aber die Franzosen verstießen eben gern dagegen und tun es noch heute, wenn sie zu offiziellem Tun im Palais Bourbon versammelt sind.„ Frankreich ist das gelobte Land der Rentner, der großen und kleinen Sparer. Es ist eine fleißige, arbeitssame, geschäftskundige Nation, welche die Segnungen des Friedens auch in dieser Hinsicht zu schätzen weiß. Sie hat am eigenen Leibe erfahren, daß die Feindschaft mit Deutschland, die auf die Spitze getriebene Revanchepolitik der verletzten nationalen Eitelkeit, sehr . Herliner Magistrat i Schulsachen wegen ähnlicher Dinge verhandelt. Die Geduld der Regierung sei endlich erschöpft(Beifall rechts. Zischen links). Abg. Pallaske(kons.) billigt das Verhalten des Ministers. Die Schule sei eine Veranstaltung des Staats, der auch das Schulvermögen beaufsichtige, und zum Vermögen gehörten auch die Gebäude. Abg. Cassel(frs. Vpt.) führt aus, das Eigentumsrecht an den Schulgebäuden gebühre einzig und allein den Gemeinden. diiche Nachbar ein vortrefflicher Kunde ist. Wenn einst eine unbefangene Geschichtsschreibung die Uxsprünge der deutsch=französischen Aussöhnung festzustellen haben wird, so wird sie diese materiellen Interessen, glaube ich, gebührend ins rechte Licht setzen. Nachdem einmal der Anstoß gegeben war, machte sich die Sache ganz von selbst. Da waren die berühmten französischen[Theatersterne, die gern im Ausland viel goldenen Lohn einheimsen. Warum sollte Deutschland ihnen verschlossen sein? suicht war auch hier mächtiger, als Die Selbsttörichtes Vor, d i e d a r ü b e r v e r f ü g e n k ö n n e n, a u c h z u## r. k r u r m c h h t e r m a c h t i g e r, a l s e i n k o r i# o r# m o l 9.pern Zwecken, so weit der Unterricht nicht,dorzuzter##ursen und die allmählich versagende Reklame mit einem leide. Die Regierung hat nur ein bauliches Aussichto.a la Sarah Bernhardt pomphaft zur Schau getragenen recht, sie darf es nicht dulden, wenn gz. B. Schulgebäude salschen Patriotisomus. Tann wagten sich auch denische Scheunen gebaut werden. Da sollte man lieber Schauspieler auf den schlüpfrigen Boden Lutetias, sogar eingreifen, statt sich um die Berliner Sachen zu bekümmern. Wenn erst die Aufsichtsbehörde alles genehmigen muß, dann werden wir bevormundet. Wir in Berlin haben das Gefühl, daß wir aus politischen Gründen bezüglich der Selbstverwaltung mit anderm Maß gemessen deutsche Autoren. Das Münchener Bier revolutionierte die Pariser, trotz aller tragi=komischen Klagen der Presse. Vor allem aber tat es Richard Wagner dem„Erdseinde" an. Im Konzertsaal begann das Werk der Assimilierung, wo sich nun später auch die wanderlustigen deutschen Kapellmeister einfanden, im Theater wurde es vollendet. — stehen. Der arme Mann wird um viel geringerer Verbrechen wegen, als sie Herr Combes begangen hat, in die Acht getan. Er einpört sich, wie dieser, gegen den Papst. Gibt es etwas Zeitgemäßeres im Zeitalter des sranzösischen Kulturkampfes! Und nun erst„Lohen grin"! Lohenarin ist der Ritter par excellence und der Franzose hat sich von jeher etwas auf seine Ritterlichkeit zugute getan, wenn die kindischen modernen Zweikämpfe auch nicht mehr die tragische Größe derjenigen besitzen, die zur Zeit des heiligen Gral ausgefochten wurden. Auch die deutsche Wissenschaft und Kunst haben einen immer größeren Einfluß auf Frankreich ge sponnen. Internationale Aerztekongresse tagen friedlich zusammen und Koch wohnt als hoch geseierter Gast einer Sitzung der Akademie bei. Schopenhauer, Nietzsche, manch moderner deutscher Dichter sind dem französischen Sudenten wohl vertraut. Seit den Tagen Göthes hat man eine solche intensive Wechselwirkung der beiden Nationen nicht mehr beobachtet. Westsälisch=Rheinisches. nachdruck unierer mit Originalzeichen versehenen Korrespondenzen nur mit Quell enangabe gestattet. * H a g e n, 2. D e z e m b e r.[ D a s g r o ß e L o s d e r 211. Preußischen Klassenlotterie,] das auf die Nummer 61 083 gezogen wurde, ist in die Kollekte des Kölner königlichen Lotterie=Einnehmers H. Piel gefallen. Es wurde, wie der„Stadtanzeiger“ mitteilt, in vier Vierteln von verschiedenen Leuten gespielt, und unter den Gewinnern sind auch verschiedene, denen damit eine brauchbare Weihnachtsgabe beschert wurde. ( Vorhalle, 1. Dez.[Die diesjährige Personenstandsaufnahme] ergab eine Bevölkerungszahl von 3180 Personen. Hiervon waren 1020 männlichen, sowie 842 weiblichen Geschlechtes. Außerdem 1268 Kinder unter 14 Jahren. Im Jahre 1903 waren es 3042 Personen, mithin gegen das Vorjahr mehr 88 Personen. * Dortmund, 1. Dezember.[Schreckliche Tat.] In nicht geringen Schrecken wurden gestern nachmittag gegen 1 Uhr die Einwohner des Hauses Kurfürstenstraße Nr. 5 versetzt. Als zwei kleine Mädchen die Wohnung des Schuhmachers Stoltefuß betraten, um Schuhe zur Reparatur zu bringen, fanden sie denselben in der Stube nicht anwesend, weshalb sie sich zu einer auf demselben Flur wohnenden Frau begaben. Als dann trotz des Rufens keine Antwort erfolgte, wurde das dunkle Dachzimmer schließlich abgeleuchtet, man fand Stoltefuß schließlich in einer Ecke, mit dem Gesicht nach unten, in einer großen Blutlache auf dem Boden liegen; sein haarscharfes, spitzes Schuhmachermesser lag unter der rechten Hand. Es wurde sofort Polizei herbeigerufen und festgestellt, daß Stoltesuß sich eine tiefe Schnittwunde am Halse selbst beigebracht hatte, die an der rechten Ohrmuschel begann und bis hinter den Kehllopf reichte. Die rechte Halsschlagader und die rechte Halspartie waren durchtrennt, so daß die Verletzungen unbedingt tödlich wirken mußten. Stoltesuß war alleinstehend und ist es nach den obwalten den Umständen anzunehmen, daß er infolge zerrütteter Vermögens=Verhältnisse Selbstmord verübt hat. Die Leiche wurde nach der Leichenhalle des nördlichen Friedhofes geschafft. Bochum, 1. Dezember.(Tumnlt im Betsaal.] Eine hier bestehende masurisch=polnische evangelische Betgemeinde„Gramatken“ hielt am Sonntagnachmittag in einem Hinterhause an der Klosterstraße Gottesdienst ab, zu dem ein Prediger aus Bismarck gewonnen worden war. Als der Prediger eine Person, die sich ungebührlich benommen hatte, gewaltsam aus dem Saale entfernen wollte, erhob sich ein Tumult. Während ein Teil der Anwesenden den Prediger beistimmte, ergriff der andere Partei für die betreffende Person. Es entspann sich ein Handgemenge, bei demn Stühle, Notenständer und Posaunen als Schlagwerkzeuge benutzt wurden. Mehrere Personen erlitten nicht unerhebliche Verletzungen. Bielefeld, 30. November.[Gaunerstückchen.] Durch einen raffinierten Gaunertrick ist laut Bielef.„G.=A.“ kürzlich ein hiesiges Bankhaus um den Betrag von 1200 Mk. beschwindelt worden. Ein von einem hiesigen Geschäftsinhaber am 1. Ortober d. J. entlassener junger Mann hatte sich Briefbogen, Kuverts und Wechselformulare seines ehemaligen Chefs zu verschaffen gewußt. Er stellte dann einen Wechsel über 50 Mk. her, mit dem Namen seines früheren Prinzipals als Aussteller. Diesen Wechsel diskontierte er dann bei dem Bankhause, mit welchem der Kaufmann arbeitete. Der Betrag wurde ihm auch von dem Vertreter des abwesenden Kassierers ausgezahlt. Letzterer merkte jedoch bei seiner Rückkunft den Schwindel und bei den darauf angestellten Nachforschungen stellte es sich heraus, daß der Gauner vorher schon zwei gefälschte Wechsel in derselben Weise bei dem Bankhause zu Gelde gemacht hatte. Der Schwindler ist jedoch nicht weit gekommen, denn er ist vor einigen Tagen in Hannover verhaftet worden. Von dem Gelde war allerdings nicht viel mehr vorhanden. Vereinsnachrichten und Festlichkeiten. ∆. Hagen, 1. Dezbr.[Lenne=Bezirks=Verein Deutscher Ingenieure.] Im genannten Verein hielt gestern Herr Oberingenieur C. Hase einen Vortrag über die„Wasserwerke der Stadt Geuf“ unter Vorführung einer Anzahl Lichtbilder und Wandzeichnungen. Die auf allen Gebieten, auch auf dem des Verkehrs und der Industrie so hervorragende Stadt Geuf hatte früher unter der sehr starken Vernnreinigung der Rhone zu leiden. Das große Wassergebiet des Genfer Sees einer rationellen Wassergewinnung und Kanalisation dienstbar zu machen, war das Werk des genialen Ingenieurs Durentini. Redner hat aus eigener Anschauung das ältere, bis 1894 reichende Werk kennen gelernt, dem sich ein zweites Wasserwerk bis auf unsere Zeit hinzugesellt. In anschaulicher Weise schilderte Redner die schwierigen Arbeiten der Kanalisation und Turbinenanlagen, auch im Bilde diese Arbeiten und die Maschinenanlagen zeigend. Die Wasserlieferung geschieht durch eine Niederdruckleitung von 80 Kilometern Rohrnetzlänge und eine Hochdruckleitung von 75½ Kilometern Rohrnetz. Die Folge dieser doppelten Leitung ist eine nemlich verwickelte Wassertarifberechnung. Im Jahre 1889 betrug der Wasserkonsum schon 18 Millionen Kubikmeter und seitdem ist er noch gewaltig gestiegen. Den Ausführungen des Redners folgte lebhafter Beifall.— An den Vortrag schlossen sich geschäftliche Angelegenheiten. Aus dem Jahresbericht ergibt sich, daß die Mitgliederzahl seit dem Vorjahre von 186 auf 225 gestiegen ist. Die Kasse schließt mit einem Bestande von 670 Mk. ab. In den Vorstand gewählt wurden die Herren: Oberingenieur C. Hase(Vorsitzender, unter lebhafter Anerkennung vorzüglicher Vereinsleitung), Prof. Dr. Holzmüller(stellvertretender Vorsitzender), Ingenteur Block(Schriftführer), Ingenieur Ee Dr. Lucas(Kassierer), Direktor Röchling, Direktor Lolling und Oberlehrer Benz(Beisitzer). Die nächste Sitzung findet im Januar statt. (.Hagen, 2. Dezember.[Vortrag.] Man schreibt uns: Am Donnerstag, 8. Dezember, abends 8 Uhr, veranstaltet der Deutsche Flottenverein, Kreisstelle HagenStadt und Land, im Weidenhof hierselbst einen Vortrag über Japan und der russisch=javanische Krieg mit zahlreichen Lichtbildern. Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Durch freundliches Entgegenkommen der Präsidialstelle ist es dem Verein gelungen, als Redner den ehemaligen Oberlehrer am Lessing=Gymnasium zu Berlin, Herrn Dr. Wegener, zu gewinnen. Herr Wegener, welcher als hervorragender Redner bekannt ist, machte größere geogravhische Studienreisen, nahm an der ChinaExpedition teil und hält seit einer Reihe von Jahren geographische Vorlesungen im Auftrage des preußischen Kultusministeriume. Es ist hiernach jedem eine nicht wiederkehrende Gelegenheit geboten, sich über die schwebende Tagesfrage, den russisch=japanischen Krieg sowie darüber, inwieweit dieser mit Deutschlands Handels=Interessen in Berührung kommt, eine genaue Aufklärung zu verschaffen. Wir können einen Besuch des Vortrages auch den Damen nur eipfehlen. " O Dahlerbrück, 2. Dez.[Der schon angerundigte Volksunterhaltungsabend) findet am Sonntag den 4. Dezember im Hotel Hencke. nachmittags 4½ Uhr statt. Der Reinertrag ist für wohltätige Zwecke bestimmt. Bei dem abwechslungsreichen Programm dürfte sich eine rege Teilnahme wohl empfehlen. Letzte Nachrichten. W Gelsenkirchen, 1. Dezember. Wie die Gelsen kirchener Zeitung aus sicherer Quelle, gegenüber anderslautenden Blättermeldungen, erfährt, legten die im Gelsenkirchener Wasserwerksprozeß Verurteilten bisher keine Berufung ein. * B e r l i n, 1. D e z e m b e r. D i e K a u a l k o m m i s s i o n des Abgeordnetenhauses begann heute die Lesung des Kauals Rhein=Hannover. Der Antrag, der das Schlepymonovol in der Fassung der ersten Lesung enthält(§ 9h) wird mit allen gegen 7 Stimmen angenommen. Der§ 9i fordert die Schifffahrtsabgaben auch für die Vergangenheit, soweit die Flüsse eine Verbesserung erfahren„haben“. Die Nationalliberalen beantragen, das Wort„haben" zu streichen. Sodann wünschen sie für jeden Strom die Einrichtung einer besonderen Kasse, die bloß für Schifffahrtzwecke verwandt werden dürfe. Die nationalliberalen Anträge werden dann gegen 8 Stimmen abgelehnt, der§ 91 aber mit 18 gegen 9 Stimmen angenommen. Statt„sollen erhoben werden“ wird gesagt„sind zu erheben“. W Apolda, 1. Dezember. In der hiesigen Kraftwagenfabrik von Ruppe und Sohn entstand heute vormittag eine Benzin=Explosion, durch die zwei Arbetter getötet und mehrere verletzt wurden. V Rom, 1. Dezember. Der Papst empfing den Kardinal=Fürstbischof Dr. Kopp. W Tessin, 30. November. In dem benachbarten Helmsdorf ist eine Frau mit ihren beiden Kindern ermordet worden. Der Schnitter Stanislaus Schulz, der die Mordtat begangen haben oll, ist nach Pommern hin flüchtig geworden. “ Madrid, 1. Dez. Seit gestern früh, also schon 32 Stunden lang, herrscht hier ein furchtbarer Schneesturm. Madrid ist mit Schneemassen von einem halben bis zwei Meter bedeckt. Die Stadt erscheint wie ausgestorben. Der Wagenverkehr ist eingestellt; nur wenige Fußgänger begeben sich in die Theater. Viele Läden sind geschlossen. Die Turmuhren blieben stehen. Großer Schaden wurde an Häusern angerichtet, viele Bäume sind zerstört. 20000 Arbeiter sind beschäftigungslos. Der König läßt in allen Kasernen Suppe und Brot auf seine Kosten an die Armen verteilen. Der Telegraphen= und Postverkehr ist vielfach unterbrochen, daher ist bereits eine Steigerung aller Lebensmittel eingetreten und es herrscht großer Notstand. — Valencia meldet Ueberschwemmung; mehrere Orte in der Umgegend sind schwer bedroht. Durch Fernsprecher gemeldet: * Hamburg, 2. Dez. Dem Dampfer„Oriraba“ ist auf der Heimreise das Dampfrohr geplatzt. 5 Heizer wurden getötet. * Wien, 2. Dezember. Die bekannte Schauspielerin Helene Odilon soll entmündigt werden, da sich ihr Leiden verschlimmert hat und ihr die eigene Verwaltung des ¼ Million Kronen betragenden Vermögens unmog lich ist. Kürzlich versuchte sie sich aus dem Fenster des Hotels zu stürzen, konnte jedoch im letzten Augenblick davon abgehalten werden. Wetterbericht über den Monat November. Geregnet hat es an 10 Tagen, geschneit an 3 Tagen, Gewitter an 0 Tagen. Gesamt=Niederschlag im Monate 91,9 Am. Größte Niederschlagsmenge innerhalb 24 Stunden 44,9 Un und zwar am 10. Die höchste Temperatur 3 Meter von der Erde im Schatten betrug 12,0° C. und zwar am 10. Die niedriaste Temperatur betrug— 3,5° C. und zwar am 17. Mittlere Monatstemperatur+ 4,5° C. Bemerkungen: Die mittlere Monatstemperatur liegt 4,80 tiefer als im Monat vorher. Hagen, den 1. Dezember 1904. Dr. E. Fricke. Wetterbericht der deutschen Seewarte in Hamburg. Telegramm vom 2. Dezember, 9 Uhr 37 Minnten. Voraussichtliches Wetter für den 3. Dezember: Trübes, mildes, vielfach nebliges Wetter, stellenweise Regen wahrscheinlich. Verantw. f. d. polit. u. allgem. Teil Karl Maron, für den provinziellen Teil Karl Hartenfels, für die Anzeigen G. E. Krüner, sämtlich in Hagen, Schriftleitung und Geschäftsstelle: Hagen, Mittelstr. 22. Nu brat' mir Einer einen Storch! Fay's ächte Sodener Mineral=Pastillen haben meinen Katarrh wahrhaftig bis auf die letzte Svur verjagt! Man soll's nicht denken, wie viel die prächtigen Dinger nützen. Gestern konnte ich mit jedem Köter um die Wette bellen und heute? Brust, Hals— alles frei, der Magen in Ordnung! Von jetzt ab kommen mir Fay's Sodener nicht mehr aus der Tasche. Per Schachtel zu 85 Pfg. überall zu haben. Man achte auf den Namen„Fay“. 25191 Rochuslose a 2 M. Bn. 1. 1s Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute nachmittag unsere innigstgeliebte Blutter, Schwiegermutter und Schwester Pran W v. Priedr. Heining Maria geb. Lohmann zu sich in die Ewigkeit zu rufen, infolge Herzschlag, im Alter von 54 Jahren. Ruhe in Frieden! Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Hagen, 30. Novbr. 1904. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 2 Uhr, vom Sterbehause, Breddestrasse Nr. 1 a, aus statt. Allen, die uns bei dem schmerzlichen Verluste meines lieben Gatten und unseres unvergesslichen Vaters ihre innigste Teilnahme erzeigt haben, besonders auch dem Herrn Pastor Grawert unseren herzlichsten Dank. Wwe. Sophie Theod. Blasberg baht Kindern. Sonnabend d. 3. Dezbr. von 10 Uhr werde ich im Wege ###treckung in pagen straide 7g Londermann Gestienge Kommoden, 1 Parite 1 Faß Ang der Selbsthülfe öffentlich weisn.Ca. 100 Seslune eriasen.- Gelh Hagen den 2. Bezember 1904 ie erschltnelicher. oer be Sliche eine— Bäckerei und Konditorei zu mieten oder zu kaus u.tv. Angeb. unter P 3205“ 4: Geschäftsst. d. Zte an die 3 Mansardenzimmer per sofort und 2 frezudliche Zimmer Jo: Jebruat zue vermnieten. Se ete Kurzestraße 2. Einfach möbl. Zimmer zu vermieten. 32069 Hochstr. 35, part. Todes-Anzeige. Infolge eines Unglücksfalles starb am Montagmorgen 8 Uhr plötzlich und unerwartet mein teurer, unvergeeslicher Mann, unser treusorgender Vater, der Zimmermann Johann Hoffmann im Alter von 29 Jahren. Diese Trauernachricht Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme. Namens der Hinterbliebenen: Wwe. Maria Hoffmann geb. Konzog. Hagen, Schwenten, den 2. Dezember 1904. Die Beerdigung findet statt am Freitag d. 2. d. M. nachmittags 2½ von der Leichenhalle des Friedhofs in Altenhagen aus. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtisen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, gestern abend 8 Uhr meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter und Tante Frau Gust. Guthoff Murgarete geb. Rüter im Alter von 34 Jahren nach kurzem schweren, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, vorher gestärkt durch die Heilsmittel der römisch-katholischen Kirche, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen, wovon wir allen Vorwandten und Bekannten tiefbetrübt Mitteilung machen. Die trauernden Hinterbliebenen. Hagen- Wehringhausen, Papenburg, Baltimore, den 1. Dezember 1904. Die Beerdigung findet am Sonntag den 4. Dezember, nachmittags 2½ Uhr, vom Sterbehause, Bachstr. Nr. 14, aus statt. Das feierliche Seelcnamt findet Montag den 5. Dezember, 7¾ Uhr, in der St. Michaelkirche statt. Heute nachmittag 3½ Uhr entschlief sanft infolge Lungentzündung unser lieber, unvergesslicher Sohn, Cousin und Neffe, der Reisende Ludwig Kann im Alter von 37 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Hagen-Eppenhausen, d. 1. Dezember 1904. Extra-Offerte 32030 in Die Beerdigung findet Sonntag den 4. Dezember nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause, Eppenhauserstr. 102, aus statt. Nachruf. Am Montag den 28. v. Mts., morgens gegen 8 Uhr starb plötzlich durch einen Unglücksfall der Zimmerer Johann Hoffmann im 29. Lobensjahre. Derselbe war seit einigen Jahren in meinem Geschäft tätig und war steis ein solider und fleissiger Arbeiter. Der Verstorbene hat sich durch sein offenes und ehrliches Wesen bei seinen Kameraden beliebt gemacht, so dass ihm ein treues Andenken bewahrt bleibt. Chr. Vitua Wwe. Baugeschäft und Mechanische Schreinerei. Die Beerdigung findet Freitag den 2. d. Mts., nachmittags 2½ Uhr, von der Leichenhalle des Altenhagener Friedhofs aus statt. 9Dder Haselnüsse Spitze Salonicki Pfd. 30 Pfg. Feinste Taragona Pfd. 35 Pfg. 10 Pfd. 3,25 Mark. Echte Sicilianer Pfd. 40 Pfg. 10 Pfd. 3,60 Mark. 9DDer Wallnüsse gesunde Charente Pid. 28 Pfg 10 Pfd. 2,50 Mark, feinste große Marbots Pfd. 40 Pf. 10 Pfd. 3,50 Mark. Apfelsinen 10 Stck. 1064er Valencia 25 Pfg. „ 714e" 30 „ 420er" 40 Aepte! K 10 Pfd. von 55 Pfg. an. Ferner empfehle: Feigen, Datteln, Krachmandeln, Traubrosinen, Almeriatrauben, Amerikanische Rüsse, Kokosnüsse usw. sehr billig. Für Wiederverkäufer, Vereine u. Gesellschaften billigste Bezugsquelle und Extrapreise. Kölnerstr. 1b. Fernspr. 850. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen nach kurzem Leiden unsern lieben Onkel und Vetter Gustau Tüsfeld zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Dies allen Freunden und Verwandten zur Nachricht, mit der Bitte um stille Teilnahme. Die trauernden Hinterbliebonen. Halden, 1. Dezember 1904. Die Beerdigung findet Sonntag 2 Uhr von Halden aus statt. Spezialabteilung für Trauerkleidung: Kostüme, Mäntel, Jacketts, Blusen, Röcke, Hüte, Schleier, Crêpe, Taschentlicher, Handschuhe, Kravatten, Arm- und Hutflore.— Schwarze Kleiderseide, bestes Fabrikat: „Marke Königin Luise.“— Kaufhaus Hermann Kornblum, Hagen i. W. Aug. Siewert, ie Agentur einer gut eingeführten deutschen Feuer=Versicherungs-Gesellschaft für Milspe und Umgegend mit bestehendem Inkasso ist zu vergeben. Kautionsfähige Bewerber bel. ihre Angebote unter H 32020 in der Geschst. d. Itg. niederzul. Kautionsfäh., gedienter Mann, 24 Jahre alt, unverheiratet, bis jenzt in Lurusfuhrgeschäften tätig, sucht sofort Stellung als Kutscher oder sonstigen Posten. Angeb. u. N 32042 bef. die Geschst. d. Ztg. Folkwang. Dezember= Ausstellung Hagener Künstler. Gemälde von Prof. Rohlfs und E. R. Weise. Außerdem Kopenhagener Fayencen Reifferscheids Radierwerk Alte Bauten der Stadt Hagen. Eintritt wie gewöhnlich. Jahreskarten, bis zum 1. Okt. 1905 gültig, 6 Mk. 23061 Sonntag, 4. Dezember, nachmittags 2—4 Uhr, Eintritt 50 Pfg. Stehbierhalle z. alten Post Wehringhausen. Sonntag, den 4. Dezember, —444 von ½12 mittags vo werden schwer hr an, 82026 Hasen und Gänse ausgehegelt. Pelt-Panorama Kampstr. 24a. Vom 27. Nov. bis 3. Dezbr.: Venedig. Praktisch für Haus und Kontor! Tüchtige Erdarbeiter K 2 — B — Freundlich möbl. Froutzimmer an 1 oder 2 Herren zu vermiet. ####s Neue Friedrichstr. 10. Zwei ordentl. Leute erhalten Kost und Logis. 32055 Gortenstr. 12. II. Etg. Junges Ehepaar sucht per 1. Jannar 3 Zimmer mit Monsarde in der Nähe der Mittelstraße. Angeb. mit Preis unt. C 82062 a. d. Gschst. d. Ztg. Trauerhüte steis grosse Auswahl in jedem Geure Auswahl Im Extra-Trauersalon ausge H. Begemann, Kampstr 8 tellt. 5•3 gesucht. 32053 Meldung Werdestraße 5 a. Ein ordentlicher jugendl. Arbeiter für eine leichte Beschäftigung gesucht. 32064 Hochstraße 21. Katholisches Mädchen 15—16 Jahre alt gesucht. 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Anzeigenpreis die einfache Spaltenzeile oder deren Raum den 2. Dezember. 15 Pfennig. Lagener Zeitung. 1904. Zweites Blatt. A Der „schreckliche Absentismus“ im Reichstag. sich ube. solche Vorgänge und über den Gang der Politik mit der Regierung auseinanderzusetzen und Beschwerden über die Verwaltung vorzubringen. Verkürzt man ihr diese Befugnis, so verlieren viele Klagen und Wünsche o berechtigt sie sind, jede praktische Bedeutung, oder es wird versucht, auf anderem Wege als bei der Etats Gelegenheiten zu, Beschwerden wäre die Stige der VerAuch wir wünschen lebhaft, daß„der schreckliche Der Präsident des Reichstags Graf Ballestre bei Beginn des neuen Tagungsabschnittes die glieder des Hauses eindringlich ermahnt, eifriger als bisher an den Sitzungen teilzunehmen, damit der schrecklime Absentismus, der in den letzten Jahren den Reichstag verfolgt habe, endlich aufhöre. Di Mahnung des Präsidenten fand lebhafte Zustimmung im Hame— bei den Anwesenden, während sie vor allem den Abwesenden galt. Die bald darauf vorgeung ergar, daß nur knapp die Hälfte der Mitglieder anwesend und das Haus nur gerade zur Rot beschlußfähig war. Gewiß hat der Präsident recht. er aussprach, daß jeder Abgeordnete, der ein Mandat zum Reichstag übernommen hat, auch die Vr pflichtung habe, in Berlin zu erscheinen und hier mitzuwirken. Wie aber langjährige Erfahrung lehrt, scheitert der bei allen Mitgliedern sicherlich vorhandene gute Wille, aum Erscheinen in Berlin an der Macht der latsächlichen Verhältnisse. Der„schreckliche Abentismus“ im Reichstag ist in der Hauptsache darauf zurückzuführen, daß ein erheblicher Teil der Mitglieder des Hauses nicht in der Lage ist, sich monatelang in Berlin aufzuhalten, die verhältnismäßig hohen Auf wendungen für Wohnung, Unterhalt und Prä tation in der Reichshauptstadt zu bestreiten und den eigenen Beruf in der Heimat zu vernachlässigen. .. Die Einjuhrung von Diaten würde Wandel chaffen. Das preußische Abgeordnetenhaus, das Diäten inme nicht immer beschlussähig, und wenn wirklich einmal nicht eine ausreichende Zahl von Mitgliedern unn.., anwesend int, was bei wenig belangreichen Verhandlungen wohl der Fall sein kann, so ist es leicht dic in Berliz An, gsenden herbeizurusen und die Beschluß fähigkeit des Hauses wieder herzustellen. Daß die Ein führung notwendig ist im Interesse einer ordnungs maßigen Fortführung der Geschäfte des Reichstaas ist die wohlbegründete Ueberzeugung aller Parteien, der sich heute nur noch wenige Mitglieder der Rechten Auch Reichskanzler Graf Bülow I Msslenh beterteisen.. daß er mich wohlDanach zieht sich der Gerichtshof zur Beratung daß, die, Forderung der Einführung vor Reichstagsdiäten wohl berechtigt ist, hat aber den Widerstand, der an entScheidender„Stelle gegen die Verwirklichung dieser Forderung besteht, nicht zu überwinden vermocht. Vor daß in der bevorstehenden tags eine Vorlage auf Einführung von Diäten erscheinen werde, und der einflußreiche Führer des Zeutrums. Aba. Spahn, der über die in den oberen Regionen herrschende Windrichtung in der llegel gut orientiert ist, sprach in einer Wählervergnulung am Rhein aus, dan die Diätenfrage demB#chst., ut erden wurde. Bis jetzt aber ist nichts Bestimmtes bekannt, was auf die baldige Verwirklichung d.##ätenforderung schließen läßt. Zweisellos ger Leichskanzler demnächst von neuem um Ausluft über den Stand der Angelegenheit ersucht werden. ii Reichstag aus di##n oummen, die den Absentismus ist, daß namentlich b Veratung d. weitschweisige Verhandlunge über alle mäalien, au statfinden, die mit dem Etat selbst mur Plicherzrage“ Beziehung stehen. Nur zu oft har.... oser klappern und sieht kein Mehl. Wäre das H he““ a fähig, so würden durch rechtzeitige Schluskant. Etatsplaudereien leicht Schranken gezaggn.. Andererseits darf nicht„. gezogen werden können. Cookson aus New=York. Von Heinrich Lee. Absentismus“ im Reichstag aushören möge. Wir glauben aber nicht, daß dieser Wunsch Erfüllung finden wird solange nicht den Mitgliedern des Reichstags in von Diäten oder Anwesenheitsgeldern eine Entschädigung 4% Pin„die nicht gexingen Aufwendungen, die #rung an der Gesetzgebung in der Reichshauptstadt auferlegt. Was den Mitgliedern das Bundesratsrechtist, das ist den Volksvertretern billia. Wenn die Staatsweisen, die bisher die Einagaug v; Diaren an die Reichstagsabgeordneten ver. hindert haben, nur einigermaßen Verständnis hätten von #r achteili,### Wirtng,„welche die Diätenlosigkeit je länger je mehr auf den Geschäftsgang des Reichstags und damit auch auf die Erledigung der Regierungsvorlagen ausübt, so hätten sie längst ihren Widerspruch aufgegeben, zumal in polttischer Beziehung die Diätenlosigkeit das gerade Gegenteil von dem bewirkt, was man seinerzeit bezweckt hat. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Festtage. Druck und Verlag: Gustav Butz in Hagen. Fernsprecher Nr. 39. e zurück. Das Urteil. aber i eicättge der fahrlässigen Tötung gen Korperverletzung freigesprochen wperden. f#eigebei der Strafzumessung mußte selbstverständlich die und ihre surchtbaren Folgen außer Betracht In. Namen de. Königs hat der Gerichtshof für echt erkann, daß die Angeklagten Hegeler, Pfudel und Schmitt der Verletzung des Gesetzes des§ 10, Absatz 1 Gesahes###terenz mit dem§. 12, Absatz 1 und . 5g,Sgalg, Lster geiponmtester Aulmersankelt dei Prieste! uhörerraums verkündet der Vorsitzende. Siezete die Bficht halten, das Stichrohr sofort zu ## c e r s e i t s f i e l s t r a f m i l d e r n d i n s G e w i c h t, d a ß das Stichrohr von den Angeklagten vorgesunden wurde; daß es ein Abnsas, d. b. ein allgemeiner st, deß„sie mithin das Stichrohr, da es jahregangen 1„Schaden a g chtet hatt., für unbedenklich halten konnten. Es ist außerdem das einwandsfreie Vorleben der Angeklagten in Betracht gezogen und desnarz pen einer Freiheitsstrafe Abstand genoumen salle zu 20 Tagen Gesänguis zu verurteilen seie gegen Bfu del und a augtlichls der gauten Sacklage, der Ansicht gelangt, daß Wasser ein Nahenngsmittel im Bei Hegel r ist die Geldstert Kansdtel der Wieschlichen Laieng. De Aneilasen asch in Gereusa us Vichel. dar Marld.; wur. 135 und 14 des Gesetzes von 1879, betreffend die Versälschung von Nahrungs= und Genußmitteln, der Angeklagte Kiesendahl der Beihilfe dazu schuldig e.. vonunen, und somit dem Filterwasser robes Ruhrwasser erkaunt. Aus Die Gelsenkirchener Typhusepidemie vor Gericht. (Nachdruck verboten.) IIF. Essen(Ruhr), 30. November 1904. (Dreizehnter Taa der Verhandlung.) Die Verteidigung der Angeklagten. Heute erhalten die Angeklagten das Wort zur Veridigung. Augeklagter Hegeler bemerkt: Er sei nicht technisch vorgebildet. Er habe nicht geglaubt, daß durch Hätte er d2 au. entstchen könnte. patte er dies auch nur geahnt, dann würde er nicht einen Augenblick gezögert haben, beim Anssichtsrat eine Jeisch das Seichrahu eran 0 gleich das Stichrohr schließen zu können. Er sei auch überzeugt, daß der Aufsichtsrat ohne weiteres seinem sechf hoben. Z. 4:: Solie er aber dennoch geGerichtshafe hesarnuwvollen des Gerichtshofes. Ganz besonders richte er diese Bitte an den Gerichtshof betreffs des Angeklagten Kiesendahl, der nur seine Pflicht als Maschinenmeister getan habe. Angeklagter Pfudel: Wenn die behördliche Konzession etreffs der neuen Filteranlagen im Juli erfolgt ware, dann ware das Stichrohr auch schon im Juli geschlossen worden. Alsdann hätte diese Anklage nicht Seich#### konnen. Eine frühere Schließung des Stichrohrs sei nicht möglich gewesen, da alsdann die ndustriellen Werke m ihrer Tätigkeit gehemmt worden . T% gemeine Kalamität entstanden wäre. er konnte jedenfalls nicht annehmen, daß durch das Stichrohr irgend welcher Schaden entstehen werde und zwar umso weniger, da das Wasser von einem Sachkundigen regelmäßig untersucht und für einwandsfrei axz, pude.„Sollte aver dennoch der Gerichtshof zu der Ansicht gelangen, daß er(Pfudel) sich einer Nahrungsmittel=Verfälschung 81“ Nach Lage der Dinge mußte es den Angeklagten beein, daß das Ruhrwasser auch an der Schönfstelle nicht bloß bedenklich, sondern auch gesundbeitsgefährlich ist. Sie mußten wissen, daß dies Mischwasser geeiane war, die menschliche Gesundheit zu gefährden. Sie haber sich somit der Verletzung des§ 10. Absatz 1 und 2 dealer Konkurrenz mit§ 12, Absatz 1 und§ 14 das Nahrungsmittel=Gesetzes schuldig gemacht. Der Gerichtshof hat nichr angenommen, daß die ricktsof in der 31/tg ch gehandelt haben, sa der Oerichtshof ist der Ansicht, daß auch nicht einmal der sogenannte dolus oventualis vorlicgt. Der Gezichtshef ba. aver,„, Ueberzeugung erlangt, daß die Angeklagten fahrlässig gehandelt haben. Der große Keimgehalt des Stichrohrwassers hätte sie bedenklich machen müssen und zwar umsomehr, da son ohl bei lusbruch der Epidemie 1891/92 als auch bei der Evidemie 1901 der Vorwurf erhoben wurde, das Trinkwasser habe di. Epideme verschuldet, Die Angeklagten hätten mindesteus den Angeklaaten die Kosten des Verfahrens auferlegt Asen Be werden die Angerlagten Revision emnlegen. anderMieter n ohnung durch den Hauswirt.] ter. dessen Mietsvertrag bis 1. Oktober lief. eits am 1. Avril seine Wohnung verlassen, somit der Möglichkeit rechnen müssen, daß das Mischrohrwasser gesundheitsgesährlich sei.07ohr: dann bitte er, von einer Freiheitsstrafe abzusehen; eine Stichrohrmatte# nendang swischen dem solche würde ihn und soine Samn 4.298, 1 116 18xohrwasser und der Epidemie nicht festursächlichen Zukamn as einen urfachlichen Zusammenhang zwischen 14) Allgemein erblickte künftigen Gatten, nur mußte erst ihr Scheidungsprozeß erledigt sein. Es war merkwürdig, wie lange Dare ein amerikanisches Gericht dafür aldig gemeren, so ware die Angelegenheit natürlich schon längst aufs beste beigelegt mark habe für sie den Ausschlag gegeben. A das m Ende war der hatte man und sei%##uich gleichgiltig. Erstens ha viel zu seht mit zewvort keine Zeit, dennn ne“# mmst der angeuchmen Gegenwart züre eigene Harrin. weitens— Vell war uwas sie moslte, nuig sie koszc also tun und lassen, "„„sie wollke, wie jede andere freie Amerikanerin Zalgien eeater, tt sel Dauk emn Bürger der Verwar, hatte ihn nach New=Vork gefiührt, zuu etctict erste Mal, daß er„ Je.. Es war das schaftlichen Sitten u#d#u: kam, und die gesellschuldig „ engeklagter Schmitt sucht nochmals den Nachzu fuhren, daß der Schieber K geschlossen war. Angeklagter Kiesendahl: Ich habe das volle Sit-senuesen i g P##han=schen, einige Maie ver sei. Hätten sie das getan, dann u teten vorden, sofort das Stichrohr außer Betrieb .. on dem Umstande, daß die Angeklagten dies unter lassen haben, erblickt der Gerichtshof die Fahrlässigkeit. Gas eui. Sastegeit egschsch ir hesen. 65 Lyphus=Cpidenie verur. # die beeideten Zeugenaussagen: Der Schieber K uc: geschlossen gewesen, mithin sei der größte Teil des worden. Der Gerche“(geleset, konnte nuicht woderiegt ergen.„Der Gerichtshof konnte deshalb ebenfalls einen Sekundung, daß ein bestimmter Teil des Wassers Westfälisch=Rheinisches. R. Hagen, 2. Dezember.[Folgen der weitigen Benutzung der von einem geraumten Wohnung Ein Mieter, hatte bereits daß der Hauswirt keinen Anstand nahm, die freige er Korig aller1 Gererg ir sich zu benutzen, daß er darin allerlei Gegenstände lagerte, auch einen Ver#### und eigen Bekannten darin wohnen ließ u. dgl. Der Mieter erhielt hiervon Kenntnis und verweigerte die weitere Bezahlung der Miete mit der Beeründunng daß er dazu nicht verpflichtet sei, da ja der Besitzer die Wohnung anderweitig verwendet habe. Letterer wandte jedoch ein, daß er jederzeit in der Lage gewesen näte rechtmumgen Inhaber zur Venntzung zu Gssloussa#ggngin hal das Oberlandesacricht Posen endgiltig dahin erkannt, daß der beklagte Mieter aig,##e; g#s bie zum 1. Ottoner zu zahlen habe.— Gibt der Mieter, so heißt es in den Gründen, zu erssnus:nt# seineges über die Wohnung nicht veraen will, indem er sie gar nicht bezieht oder vor der dem, Wuer lsten länutlichen Sachen verläßt, so stelt es seiner Ausprüche auf den Mietszins, frei, während dieser Zeit über die Walmung „Tulgsune ederzelt ustande ist, oem Mieter den Gebrauch wieder au Eäbgss. Der Vermeter muß demnach die Rohnung dem Mieter jederzeit zur Verfügung halten, er kann ber inderweitig bennzen, darf sich durch feste, nicht jederzeit lösbare Verträge #e7en Mietern gegenüber während dieser Zeit binden.— In vorliegenden Falle ist nicht ersichtlich, aus welchem Grunde der klagende Hausmert außer stande gewesen sein sollte, dem Mieter, salls dieser it i hatt, gen Mietgebrauch der Wohnung jederz. eir#stehen Teceingebrachten Gegenstände koumen u hune der giest wieder fortgenommen, und die Venutzung der Wohnung durch andere Personen, die der Wirt lediglich aus Gefälligkeit duldete, konnte jederzeit untersagt werden.—Farnach hatte der Mieter also k. „Warum diese Verzögerung? Nach den( unseres Landes wäre Bell schon zehnmal 1e nicht dann aber doch und er war von der guten Hr mit der sie ihn aufnahm, geradezu entzückt. In Wahrer amüsierte sich in diesem Lande großartig und Newport machte er direkt, wie Mitz Cootson, setzt Freifrau von Schöneck, erst geschieier Phlkesieste PerlieLt.„iu sie selbt, nicht Blods Iu1 ihre Millionen. An das Gerücht daß ihr Vetter net der Nächste dazu wul, daran glaubte er schlechterdings nicht. Denn warum? Es war in wesenschaft einer Dame, einer unverheirateten jungen ume, in Gesellschaft von Frautein Bessie Welling ord. Daß nämlich ein junger Mann mit einem Mädchen, beide aus bester Klasse, tagelange einsame Landpartien machte, auch das war in diesem amusanten Lande ganz unbefangene Sitte. Offenbar die Frau Baronin gans ungefährlichn. der Tat, was hatte diese Reise von Fred und Bessie Wellingford zu bedeuten? wunderte Fad datne Liebezu, einer Cousine kannte wunderte sich darüber. Bessie Wellingford 49ch, 265, 2e. den. lechenswlthgen Angerizeu der un dbieies Leuislaus 9. sle Scech aiser aie heic. le sc eh Wunsche, sie dlseich nach der Tranung zu seiner Pilue Sese se ealcie Sse lie Slsesr ae, Aliceh Sc.,#dere Dinge, zum Beispiel für Politik oder für die unter der New=Yorker Damenwelt so zahlreich auftretenden Mobeliebhabereien Alustedessg geie ler, Absches, Mädchen. Sist war setz; wie Bell in Boston tndiert und lebte, gänzlich von ihrer Familie gee1P3, ais et. dem Beginn des Sommers as ihr Gast. Sie gehörte zu denjenigen ameriMädchen, die nicht sentimental, nd die aus einmal sah, dagegen ihren Vater, der Winter und Sommer von früh bis abends in Wallstreet in seinem hou:““ nscmalg el zu verdienen, über. haupt iemals.„Dem entsprachen auch ihre Vorstellungen von ihrer eigenen künftigen Ehe. Wozu In Eurova allenfal ratete Frau. ie#n i;#r angt es erst als verbeiAber hier im lieben Vaterlande? Wenn die Diebe ihros Rattars; gie erwiderte nämlich setzt münschie, naß ka i wennig wie früher und sie chisesen. ihm befahl, das tat er. Die Reise war nach irgend r. als man ankam, nicht zu Hause. Auch hrer Jacht war sie heute nicht. Robinson, der Bese hatle uicd fusgat sie gzegeritten war. Gerne hatte sich sofort, um Toilette zu machen iyr Zimmer verfügt und Fred sich in seine Wohbegeben, um dort gleichfalls seinen Anzua## auf ihr nung wechseln. A— gleichfalls seinen Anzug zu Ald er eine halbe Stunde später in Bells Haus eintrat und ihm Robinson die Tür aum Gar tensalon offnete, fand er dort, in den Aublick ginaGemäldes von Meissonier versunken. Mister Hp;: Mister Hitchock war Bels Rechlsaunalt. E5 war schon ein ziemlich alter Herr— seinem Wesen nach äußerst schweigsam, daka: etnch en a3 beBells Heirat gehörte junger Männer seines Landes, Freundschaft und Deutschland ließen. Nicht nur der ganze der ganze Hochmut des Fred zu der Klasse die England ihre ihren Haß zukommen Stolz, sondern auch ###e in ihm. Außerdem war er Mitglied Klubs, in dem die chauvinistischen politischen denzen noch ganz besonders stark kultiviert m en Es war gerade um die Zeit, als die ersten An##chen Sohiegen.. Srauien wegen Kuba am Holiiont aufstiegen, und Fred trat in den Versammlu##en Ichuer auser enragiertesten, uber auch keiten Mister Hitchock brummte etmas vor sich hin ungefähr so klang, daß sich jeder um seine erAngelegenheiten bekümmern möchte und daß inn nichts angingen, und Fred gab den diesem Mann etwas herauszubekommen auf. Es war die Stunde, um welche# neuesten Ereignissen, von Vanderbilt in Baden=Baden Varistssängerin am Arm gesehen Tochter, jetzigen Herzogin von Marlboronah. un dem Besuch, den der deutsche Kaiser ihr in Windso gemacht hatte, von einem Be ewundert wurde, von d papiere, von d der Affäre des alten wo man ihn mit einer hatte, von seiner 11d r der jetzt in Newyork dem Stand gewisser Börsenund wartete Fred begrüßte ihn. #nn, wie steht die Sache?“ fragte er dann unjeduldig, womit er den Verlauf von Bells Schei bungsprozeß meinte,„wie lange wird Bell noch zu warten haben? Bringen Sie ihr eine gute Nachr.. og antwortete nicht, sondern verter g lg, Kelsepes. 7.5os Studium des Gemälbes. Fred stampfte mit dem Fuße auf. planderte von dem High=Kicking=Klub, zu dem sich ginige, Damen in Rewport zusammengetan halten, r natüxlich, auch Bessie.„Higb Kicking“— r.as Neuen. eo war eine Kunst für Damen, die varin bestand, daß man, ohne das Kuie zu das Bein hoch warf, so hoch wie möglich. Bessie hatte darin den Rekord errungen. Sie kam auf so und soviel Fuß und soviel Zoll. Herr Westheim, der den Damen wieder viel Stoff zur Heiterkett gab, hätte Miß Bessie gern einmal in dieser Kunst bewundert, aber das ging natürlich nicht, denn Bessie hatte das betreffende Kostüm dazu nicht an. (Fortsetzung folgt.) K 18 BA Recht, die Zahlung des Mietszinses zu verweigern 994. Jachsruc verdosen n.„ zei ein Fatschmünzernest aus. Mehrere Personen wurden verhaftet und bei einer Haussuchung eine Menge falscher Geldstücke, hauptsächlich Zweimark=, Füufmark= und 10 Pfg.=Stücke, sowie Falschbeschlagnahmt. Man kam auf die Spur der Falschmünzer durch die Anzeige eines Herberasaegebeit worhenl wpar. a salsches Geld in Zahlung lediger Herr, von Ver Kaufnann, nahm in den Baderaum eines Hauses, das er erst wohnte, ein Bad., Dem Osen entströnten, durch einen le se, der Bedienung veranlaßt, gilslige Gase, welche allmählich, von dem Badenden unbemerkt, das ganze Zimmer erfüllten. Als der Herr die Wanne verließ ### er betäubt zu Boden. Ein Dienstmädchen hörte ihn vom Flur aus röcheln und rief den im selben Hause ognen en Herrn Leyrer B., der sosort die Michglas. scheibe d..#ug und diese aufriegelte. Mit Hilfe eines dritten Herrn trug man den Verunglückten In ein anderes Zimmer. Bald darauf war ein Arzt zur Heist gewönschien Ersela mann.] Die Ermitelungen der Volizei nach den des Herrn Leyrers Pothmann haben bisher nicht geruht. Der unermüdlichen Tätigkeit unserer Früninalp i#e## es mimmehr gelungen zu sein „cht, mn, die irguxige Angelegenheit zu bringen. In Berlin ist ein Arbeiter Skotarzcak wegen Einbruchs verhaftet. Bei diesem Manne sind nun die bei dem Friseur Fickewirt in Bottrop um die Zeit des Mordes gestohlenen Sachen gefunden, darunter auch eine gleiche mirs% fegachen sie# der Mordstelle aufgefunden s bei ihm gsstabsg. Fickewirt bestimmnt als bei ihm gestohlen wieder. Herrn Fickewirt wurde auch eine Photographie des in Berlin Verhasteten vorgezeigr, nach wi her er genau einen der Leute wieder erkennt, die am Mordtage bei ihm gebettelt haben und die er auch für die Diebe hält. Zudem hat der Ver haftete bei ihm früher in der Nachbarschaft gewohnt, er kennt ihn daher. Es fragt sich unn, ob der Skotarzeak Jedenfalls hat zusar. aueu. t, oder seine #entalls hat unsere Kriminalpolizei nun die Aufgabe, . Jpn. weiter zu verfolgen. Wir bemerken hierbei oaß mir schon vor langer Zeit Kenntnis hiervon hatten, 5###er geschihlegen haben, um der rührigen Vorzecker Keiminalpolizei nicht ins Handwerk zu pfuschen gelingt es nun auch bald, volle Klarheit in die Sache zu bringen zur Sühne für die Freveltat und zur Beruhigung unserer Mitbürger „„Kupferdreh, 30. Nov.(Ein schrecklicher guglsckskalll ereignete sich heute vormitttag auf der Bschenb“ o###: Vorzzigssieven. Der Schäser des Guts. esitzers Ludg. Grotkamp geriet bei dem Bemühen, mehrere Schase, welche auf den Bahnkörper geraten waren, von dort wegzutreiben, unter einen Zechenzug esant eim=Terartige schvere Verletzungen, daß der Tod .. 9chen, 30. Novol.[Ein äußerst gefährlicher Einorecher, der 26jährige Johann Vertram tand ewegen zahlreicher Diebstähle und eines blutigen Der Rlageriagte den Situhau vor der Stralkammer. Der, Angerlagte, der erst kürzlich wegen eines Mordversuichs gegen einen Kriminalwachtmeister zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, hatte ernen Schutzmann im Polizeitransportwagen überfallen und durch Messerstiche verletzt. Der Gerichtshof verurteilte den rabiaten Menschen, der sich während der Verhandlung in den „Beschimpfuugen gegen den Gerichtshof, die Sachverstandigen und Zeugen erging, außerdem noch zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte 6 Jahre Zuchthaus beantragt. Aus anderen Provinzen und Ländern. Berlix, 30. Noobr.[Der Geheim=Tee als mittel.] Wegen unlauteren Wettbewerbs ist am 6. Juni vom Landgericht I in Berlin 255„ehandler Friedrich, Glücks zu einer Geldstrafe von 500 Mark verurteilt worden. Er war früher Sergeant „ Perlin, danz, Nachtwzächter. Später siel ihm ein, daß in seiner Familie ein Tee=Rezepi aus dem 17. Jahrhundert als Geheimnis aufbewahrt worden sei. Er beeuc dar Hechscmutch antgnunstoent urtiachest one Verhandlung und beschäftigte eine große Anzahl non 0#### De. Gesundheits=Tee, der alle Krankheiten heilen sollte sand reißenden Absatz und würde G. zum reichen Manne gemacht haben, wenn nicht die Aerztekammer die Sache angezeigt hätte. Nach dem Gutachten der Sachverständigen hat der Tee keinen Nähr= und Heil wert, dagegen kunn er, weil er abtreibend wirkt, erns Folgen herbeiführen. Der Wert eines Paketes Tee, das der Angeklagte für 3 bis 5 Mark verkaufte, beträgt einige Pfennige. Die vom Angeklagten eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht als zubegründet verworsen nn, 30. November. IIn der Raubmordan dem Pfarrer Thöbes hatten sich die in „en wohnhaft gewesenen Eheleute Fischer, die sich u cm####ch der Mordnacht heimlich aus ihrer Wohnung entfernt hatten und ins Bayrische gefahren ihuen zur Tait in Strastaten u legen waren, veranlaßte das AmtsGapern) die Perge). 906 iu Pappenheim Bayrrn, oi, Verhaftung erfolgen konnte. Nun hat sich Verdacht, an dem Raubmord in Heldenbergen beteiligt zu sein, gegen sie so verdichtet, daß jetzt auch ihre shert szug wegen Raubmords beschlossen und ausgefrisch geröstete Kaffees Jede Hausfrau sollte nür frisch geeonen Künlrr kaufen und alte, minderwertig gewordene Kaffees zurückweisen. Rademnachers Fortuna=Kafsee bietet für frische Röstung unbedingte Garantie. S Hagen is Krefeld's Dortmund's Barmen is Essen is Gelsenkirchen is Oberhausen us Bochum es Herne Schwierige Reparaturen an Uhren werden von mir selbst ausgeführt. Bäumer& Cie. inb. Rud. Lehmkühler Uhrmacher und Goldarbeiter Hagen, Mittelstr. 21, Ecke Marieustr. 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Dezember er., vormittags 11 Uhr, gerschloise# entwrechender Ausschrift versehen an den Kreisausschuß des Kreises Schwelm eingereicht sein. Die Eröff. Schiehengern Sr.au Laudraisamt in Gegenwart eiwa er. Schwelm, den 30. November 1904. Der Vorsitzende des Kreisausschusses. r 31997 Pütters Spekulatius ist mehrfach prämiiert. ist der beste! Pütters Spekulatius wird nach auswärts versandt! Zu haben in allen besseren Kolonial- u. Delikatess-Geschäften. 30916 82005 Eine an der verkehrsreichen Gberfeiderstraße geiegene Besitzung Bohnhaute st aul gleich oder wäter unter günsigen Jadlungs. Rerzte oder Rlechzidamgine. Paus eignet sich besonders für Näheres dei Aug. Friedrichs, Hagen. Karlstr. 15 Gutgehende preisw. Wirtschaften, sowie eine gute, alte 30212 Metzgerei Westfalens sind zu kaufen. W. Vierkämper, Duisburg, „Restaur. Löwenkeller“. schön. Eekladen, worin seit mehreren Jahren ein flottes Spezereigeschält betrieben worden, ist zum 1. Februar 1905 billig zu vermieten. 29403 Zu erfr. in d. 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Nachmitt. 4 Uhr: Bibelstunde in der Schule zu Selbecke. Hülssprediger König. In Eckesey. Morgens 10 Uhr: Gottesdienst im großen Saale der Kleinkinderschule. Predigt Pastor Ackermann. Morgens 11 Uhr: Kindergottesdienst in der Kleinkinderschule. Pastor Ackermann. Nachmittags 4 Uhr: MarienVerein im Pfarrhause an der Lutherkirche. Nachmittags 4 Uhr: Jungfrauen. Verein in Eckesey. Nachmittags 4 Uhr: JungfrauenVerein zu Eilpe. Nachmittags 4 Uhr: JungfrauenVerein zu Wehringhausen. Nachm. 4 Uhr: Martha=Verein in der Kleinkinderschule Böhmerstr. 19. Dienstag den 6. Dezember. Nachmittags 3 Uhr: FrauenNähverein in der Kleinkinderschule zu Altenhagen. Abends 8½ Uhr: Bibelstunde in der Kleinkinderschule zu Altenhagen. Pastor Ackermann. Abends 8½ Uhr: MissionsStrickverein Bergstraße 49. Mittwoch den 7. Dezember. Nachmittags 3 Uhr: FrauenNähverein in der Kleinkinder. schule zu Eckesey. Abends 8½ Uhr: Missionsverein in der Arndtstr. 9. Abends 8½ Uhr: FrauenmissionsVerein in der Kleinkinderschule Böhmerstr. 19. Abends 8½ Uhr: FrauenmissionsVerein im Kinderlehrsaal an der Christuskirche. Donnerstag den 8. Dezember. Nachmittags 2 Uhr: KarolinenVerein Bergstraße 49. Abends 8½ Uhr: Männer= und Jünglingsverein im Kinderlehrsaal an der Christuskirche. Ausfertigung der Tauf= 2c. Atteste im Küsterhause(Kirchplatz 7). In der erang. Kirchengemeinde Eppenhausen. Sonntag den 4. Dezember. Morgens 10 Uhr: Hauptgottesdienst. Predigt Pastor Koetter. Nachmitt. 3½ Uhr: JungfrauenVerein. In der evgl.=resormierten Kirche. Sonntag den 4. Dezember. Morgens 10 Uhr: Hauptpredigt. Pastor August Beyer. Morgens 11¼ Uhr: Kindergottesdienst. Montag den 5. Dezember. Abds. 8½ Uhr: Fraueumissionsverein im Konfirmandensaal. Donnerstag den 8. Dezember. Abends 8½ Uhr: Bibelstunde im Jünglingsverein. Altkatholische Gemeinde. Sonntag den 4. Dezember. Gottesdienst. Hagener Stadtmission. Elberselderstraße 36. (Seitenflügel.) Sonntag. 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Als der Staatssekretar Graf Posadowsky zu Anfang dieses Monats mit seinem Stabe von Räten nach Wien abreiste, um dort die Verhandlungen mit der österreichisch=ungarischen Peaierung über den neu abzuschließenden Handelsvertrag persönlich fortzuführen, sprach er die bestimmte Erwartung aus, daß es ihm gelingen werde, bis zum Wiederzusammentritt des deutschen Reichstags mit den Regierungen von Cisund Transleithanien handelseins zu werden. Aber der alte Grundsatz der Politik„es kommt immer anders!“ hat sich auch diesmal bewährt. An demselben Tage, wo in der deutschen Reichshauptstadt sich der Reichstag versammelte, packte der Staatssekretär Graf Posadowsky in der schönen Donaustadt seine Koffer und reiste mit seinen Räten und mit dem unterschriftslosen Vertrags entwurf nach Spreeathen zurück. Die Abreise des Grafen Posadowsky bedeutet den vorlaufigen Abbruch der Handelsvertragsverhandlungen; ob sie auch deren Scheitern bedeutet, das wird erst die Zukunft lehren. Wenn die Sache zurzeu von beiden Seiten möglichst pessimistisch betrachtet wird, so hat das seinen guten Grund. Damit will jeder Teil dem andern zu verstehen geben, daß er selbst nicht mehr nachgeben könne, und daß mithin der andere nachgeben müsse. Im übrigen hat gerade bei derartigen Verhandlungen die Erfahrung gelehrt, daß nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Mit dem Gedanken freilich muß man sich vertraut machen, daß, wenn, was binnen zwei Wochen zu erwarten ist, die Handelsvertragsentwürse, dem Reichstag zugehen, der Vertrag mit Oesterreich=Ungarn sich nicht unter diesen befinden dürfte. Jedenfalls liegt, wie schon betont, kein Anlaß vor, den vorläufigen Abbruch der Verhandlungen allzu tragisch zu nehmen; vielmehr wird man darauf rechnen können, daß zunächst auf diplomatischem Wege weitere Einigungsversuche gemacht werden. Allerdings wird seitens der Berliner leitenden Kreise betont, daß die Anregung hierzu von österreichisch=ungarischer Seite ausgehen müsse, und daß an ein weiteres Nach geben der deutschen Regierung nicht zu denken sei. Da rüber, welche Streitfragen zum Abbruch der Verhandlungen geführt haben, wird amtlich selbstverständlich illschweigen bewahrt, immerhin kann man folgendes als feststehend erachten. Zunächst erscheint die weitverbreitete Auffassung, als ob die Frage der Weizen= oder Roggenzölle zu ernstlichen Differenzen zwischen Deutschland und Oesterreich=Ungarn geführt habe, nicht zutreffend, da die wachsende Konsumkraft der Bevölkerung Oesterreich= ugarnsund der amerikanische Wettbewerb einen erheblichen Rückgang der Weizen= und Roggenausfuhr nach Deutschland herbeigeführt haben. Während die Weizenausfuhr Oesterreich=Uugarns nach Deutschland im Jahre 1890 noch 1107 Mittionen Meterzentner betrug. ist diese Aus nor im Jahre 1903 auf nur 72177 Meterzentner ge Zeitraum von Szispgan“ 123h mnung in dem gleichen sind verhältnismäßig so geringn surück. Das bei den Verhandlungen keine ansschlaggagurs spielen konnten. ausschlaggebende Rolle Oesterreich=Ungarn nach Deutschla zsichtlich weiter abnehmen wird, ist die Auas.=“ voraugsichtlich Meterzentnern Gerste im Jahre 1890 kand u Mariathie. in Betracht kommenden Streitfragen zum Schluß geeinigt, da von deutscher Seite in bezug auf die Denaturierung der Futtergerste Zugeständnisse gemacht — auf die Frage der : T e i l e d e r H a b s b u r g i s c h e n M o n a r c h i e d a s Recht der Grenzsperre vorbehalten, während die österreichisch=ungarische Regierung verlangt, daß die Sperre st, auf die Einfuhr aus der verseuchten Gegend Die Differenzen, um die es sich hier handelt, sind sehr ernster Natur, und seitens unserer Regierung wird betont, daß der geltende Verrrag am 31. Dezbr. d. I gekündigt werden würde, wenn bis dahin keine Einigung erzielt wird. Trotzdem braucht man bis auf wetteres noch nicht zu befürchten, daß vom 1. Januar 1906 ab die autonomen Tarife in Kraft treten und damit der würoe. In den dreizehn Monaten dürfte sich doch wohl noch der eine oder andere Weg zur Einigung finden oder mindestens ein Vertrag zustande gebracht werden, wonach beide Teile sich gegenseitig die Meistbegünstigung zusichern. Es wird versichert, daß das aute Einvernehmen der befreundeten Reiche durch das Fehlschlagen der Handelsvertragsverhandlungen keine Einbuße zu erleiden brauche, und man läßt durchblicken, daß Graf Bilow und Graf Goluchowski in dieser Hinsicht bereits in einen Meinungsaustausch eingetreten sind, der ergeben habe, daß hüben wie drüben die an sich ja selbstvertändliche Absicht bestehe, die politische Freundschaft, unbeirrt durch die handelspolitischen Gegensätze, weiter so zu pflegen, wie es den beiderseitigen Interessen am zweckmäßigsten entsprechen werde. Aber wenn auch die leitenden Staatsmänner den besten Willen haben werden, so wohnt den materiellen Streitfragen selber ein Gewicht inne, das herabziehend wird wirken müssen. Stadtverordneten=Sitzung. Beterinar=Konvention. Von deutscher Seite will Napoleons Kaiserkrönung. 1804.— 2. Dezember.— 1904. Von Dr. Philipp Murter. H. Hagen, 2. Dezember 1904. Unter dem Vorsitze des Ersten Bürgermeisters Herrn Cuno fand gestern eine Sitzung der Stadtverordneten statt. Anwesend waren die Herren: Altenloh, Bechem, Bisterfeld, Breil, Bueren, Buschhaus, Clever, Dickhut, Emmelius, Fischer, Friedhoff, Hegenscheidt, Helbeck, Jahn, Kruse, Kuhlmann, vom Lehn, Lorenz. Lösenbeck, Neuhaus, Neveling, Oehler, Post, Rombera, Rosenhaum, SchauSTT.„Sc. Fr.„Schnettler, Schnöring, Schramm, Schulte, Dr. Schultz, Schwemann, Soedina, Springmann Steinberg, Steinwender, Tesche, Tucht, Weber, Wolff. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Vorsitzende bez. der in voriger Sitzung durch Herrn Clever gerügten Tierquälereien im Schlachthof mit, daß Vorsorge getroffen sei, in Zukunft solche zu verhüten, gegen Tierquäler würde seitens des Schlachthofsdirektors Strafen vorgegangen werden. Wenn solche Tier quälereien vorkämen, seien sie meistens auf Bequemlich lichkeit der Metzger zurückzuführen. #er Porsige,„de bem rrt sodann zu seiner kürzlich in der„Westd. Volksztg.“ mitgeteilten Verfügung betr. den Kirchenbesuch der katholischen Beamten, das Publikum erwarte, die Beamten auch an katholischen Feiertagen auf dem Rathause anzutreffen. Die katholischen Beamten seien in der Lage, auch vor den Dienststunden ihren religiösen Pflichten nachzukommen, wenn dies aber in bestimmten Fällen nicht möglich sei, so werde einem Beamten von guter Führung auch gern Urlaub erteilt, ohne daß Nacharbeit verrichtet werden müßte. Die Verfügung klinge vielleicht etwas hart, weil sie den Satz betr. die Nacharbeit enthalte. Dies sei geschehen, weil einige Beamten von weniger guter Eschrung„es sic zur bewoynheit gemacht hätten, an solchen Feiertagen zu fehlen. Diese sollten durch die Nacharbeit veranlaßt werden, von dieser Gewohnheit abzugehen und vor den Dienststunden die Kirche zu besuchen. Ein Druck auf die katholischen Beamten sollte keineswegs ausgellbt werden, aber der Dienst müsse in Ordnung erhalten werden. Herr Schulte erklärt, daß die genannte Zeitung kaum die Verfügung aufgegriffen hätte, wenn nicht der Satz betr. die Nacharbeit darin enthalten gewesen wäre und diesen bitte er aus der Verfügung zu entfernen. Nachdem der Vorsitzende die Verfügung in dieser Weise erläutert habe, sei er, Redner, befriedigt. perr Tucht bittet auch den evangelischen Polizeibeamten Zeit zum Besuch der Kirche zu gönnen. Der evangelische Hauptgottesdienst beginne gegen 10 Uhr um diese Zeit häten die Ponzewveamten aber Sonntags Konferenzen zu erscheinen. Hier sei Abhilfe Herr Fischer teilt mit, daß Herr Stadtverordneter nach Vogelsang verzogen sei, was letzterer jetzt auch dem Vorsitzenden mitgeteilt hat Auf Antrag des Herrn Helbeck wird beschlossen, ###e 8 schiedenen demnächst eine Nachwahl statt 1. Wahl der Vertreter für den am 6. und 7. Dez ., Herlin, statfindenden preußischen Städtetag. Als Vertreter auf dem preußischen Städtetag werden gewählt und Repeliugt Vürgermeister Cuno, Altenloh "#trag der Finanzkommission auf Bewilligung des Bahnbesle a. re ugenen betessend den Neubas #ss. Sahnheies Hagen. Di. durch Beschäftigung von Beamten, Stempelkosten 2c. jetzt bereits Kosten für die Vorarbeiten zum Bahnhofsumbau entstanden sind und Speziainer baudtungen zu erwarten sind, werden 2200 M. für diesen Zweck bewilligt. . Auf eine Auregung des Herrn Schwemann, werst der Vorsiga.“ entnebmen, bemerkt der Vorsitzende, daß sich dies nicht empfehlen würde, da eine Bewegung im Gange sei, die Stadt zur stärkeren Tilgung ihrer Anleihen zu zwingen. Wenn sicht geschehe, so würden doch künftige Anleihen von der Regierung scharf geprüft werden. 3. Antrag der Schuldeputation betreffend die Errichtung von zwei neuen katholischen Schulstellen. Es handelt sich nach dem Bericht des Herrn Schulrats die Schute 11 in Wehringhausen und Nr. 6 in Altenhagen. Der Durchschnittssatz der Klassen betrage zurzeit 70 resp. 68 und werde auch nach Einrichtung der neuen Klassen noch 64 resp. 59 betragen. Die beiden neuen Klassen sollen zu Ostern eingerichtet werden, weshalb zu diesem Termin die Anstellung eines Lehrers und einer Lehrerin erforderlich ist. Das Kollegium hat Einwendungen nicht zu erheben. 4. Antrag der Schuldeputation betreffend Vergütung der Umzugskosten an Volksschullehrer. In den 80 er Jahren, wurden den Lehrern Umzugskosten bewilligt, als ater die Gehälter besser wurden, beschloß das Kollegium, nicht mehr zu bewilligen. 1891 hat das Kollegium einen gleichen Antrag abgelehnt. Das Allgemeine Landrecht bestimme aber, daß die Städte diese Kosten zu tragen hätten. Hagen sei, vielleicht mit Lippstadt und Schwerte die einzige Stadt, die solche Unkosten den Lehrern nicht vergüte. Betreffs der zu zahlenden Veraütung soll so gebandhabt werden, daß die hierher gewählten Lehrer vorher eine Aufstellung der ihnen entstehenden Kosten einreichen. Auch soll vorgesehen werden, daß die Lehrer die erstatteten Kosten auteilig zu erstatten haben, wenn sie innerhalb 5 Jahren die Stadt wieder verlassen. Der Antrag wurde sodann angenommen. .. 5. Errichtung e##er neuen Oberlehrer= bezw. Hilfsund Gymnasium am 00. Die notig ge wordene Errichtung der neuen Oberlehrerstelle wird genehmigt. Der Vorsitzende bemerkt zu dierem Punkte, daß die Finanzkommission bez. des Exposés des Herrn Direktor Braun bez. Aus. dehnung der Anstalt der Meinung sei, daß die Stadt sich in dieser Beziebung eine gewisse Beschränkung auf erlegen müsse, Pielleicht sei es richtiger, die jetzt provisorischen Klassen als Grundlage für eine in späterer Zukunft zu errichtende dritte Höhere Lehranstalt zu benutzen. nicht für richtigbatarsau dab er es nicht für richtig halten könne, wenn auch in später Zukunft wie Oderreals. gtalt zu errrauet. Gymnasium auf das Fürsiag I. 6g#ren Lehrvlan m Hinsicht gul. d## kätunge Luvexzuchtsstudium zugeschnitten, sodaß selbst die mit dem Einjährigen=Zeugnis abgebenden zugen seute über Eg#e abgeschlossene Bildung verfügen. Die meisten jungen Leute, die aus den Mittelklassen abgingen, hätten große Lücken in ihrer Bildung, noch groner seien diese bei den Schüllern, die aus der Volksschule in den kaufmännischen Beruf einträten. Diese cheie Lig ait erschue aschen Fortbildungs. schule die oft erschreckend großen Lücken in ihrem Wissen auszusüllen. Was Hagen fehle, sei eine Mittelschule mit einem ganz andern Programm, als es die hiesige böheren Lehranstalten hätten. Der Errichtung solchen Mittelschule müsse man näher treten. ., Lel. Jolhitzende entgegnet, daß schon Herr Lorenz aynlichen Gedanken angeregt habe, als er den Aufbau von Selekten auf die Elementarschule ae wünscht habe. Die Frage sei von so großer Bedeutung, daß es vielleicht ratsam sei, wenn einmal die Kuragrsssage d höheren Lehranstalten sich damit beMan sprick:..(Nachdruck verboten.) ist selten wohl. Jronien der Weltgeschichte, doch gefolgt, als Z. Opposition eine krassere Reaktion gangs des achtrag#en ranzösischen Revolution aus. Vonapartes im Fruen Jahrhunderts das Kaisertum Wer den Gang zuuu d's neunzehiten Jahrhunderts. der wird zugeben. das=sie“t nur eingermaßen kenn., wild gewordene 9#. 2 96g.21 dem es gelang, das Mann von emineuter I.rn."“ derart zu zügeln, ein wenn man allz:: Bedeutung gewesen sein muß, selbst Wagschale wirft, 11.,335###er und Untugenden in die Bonaparte 5. Und dieser Mann war Napoleon „Heute, am 2. 8 Kaiser der slossen, daß der Saharcer; sind hundert Jahre verkrone auf sezz„#ml Napoleon die erbliche KaiserDeutsche auch diras...“htt: Wenn dieser Tag uns so hervorragender, geschstegg. 9e. 0 ist er doch von verdient, der Vergasrchüchtlicher Bedeutung, daß er es wollen diesem Tags“lenpet, entrissen zu werden. Wir Mit dem Werde“ feigenden Zeilen widmen. vor hundert Jahren u#####, Mannes, der sich heute ließ, können wir vier zuga der Franzosen krönen Es ist männiglich her=“ sicht eingehend beschäftigen. sohn Karriere mach.e der korsische AdvokatenHindernisse nahm.er mit wilder Energie alle Traditionen brach, uns Schranken hergebrachter sich zwischen ihn und sein gen.. heilig gau, das stellte. Es ist auch kein an sest ins Auge gefaßtes Ziel Schrecknissen der Revolutigz 2. 100 das von den reich vor dem Manne beugrg zerrissene FrankEurgucz ereitzerg solle“ vor dent waätet das gauzse einzig und aslein aus der Gaicr; alle großen Männer, und zu verstehen. Die Mashicht heraus zu betrachten anf Lebenezeit, die am 11 am; zuvicons zum Konsul sch als der erste Schrit.“1 esolate, ist eigenttrachten. Der Idee der grage Kaiserkrönung zu bewar durch das Geschebutg a ösischen Revolution Napoleon Bonaparte am.. der Todesstoß versetzt. Jetzt ging er mit giser erreicht, was er wollte. nerner Energie daran, das Werk zu vollenden, das er angefangen hatte. Die Regierung des Konsuls Bonaparte wird zu einer Periode der Umienach##r repuvikanischen Regierungsform in eine it einer bewundernswerten Rücksichtslosiakeit geht hierbei der kühne Draufgänger vor. Die Mitglieder der gemäßigten Opposition im Tribunat und im gesetzgebeneche m#n ausgestoßen, ihrer Aemter und Vollmachten entkleidet und durch Beamte oder Offiziere erdurch Ferfastus.d Regierung des Konsuls wird durch Verfassungsänderungen zur Unmöglichkeit gemacht. Jakobiner und Republikaner werden, wenn sich nur der kleinste Anlaß dafür bietet, hingerichtet oder deportiert Royglisten werden unschädlich gemacht, der Herzog von Engyien, das Haupt der Bourbonen, fällt durch Menchelmord. Eine Schreckensherrschaft beginnt 381%„Bonaparte spielt ra banque. Allein die Würfel fallen zu seinen Gunsten. Er gewinnt. Der Senat. rugr, die lebenslängliche Konsulswürde also die höchste Gewalt, die Frankreich zu vergeben, in der Bonaparte'schen Familie erblich zu machen. Napo leon nimmt den Antrag an.„Jetzt beantragen gar Teigunat und gesetzgebender Körper den Konsul als Bislauugg, Eerstomack: dies findet Ravoleons Billigung. Erst noch eine kleine Komödie; das Volk geben 3572329 Kümmrka..... de Abstininung Eir eine in.0sen ihr Votum für eine in der Familie Bonaparte erbliche Thron“ Manalegn 145 sih NRavolcon Vonaparte als Navolcon I. am 2. Dezember 180“ in der Notre Dame=Kirche zu Paris zum erblichen Kaiser der Franzosen Sie- Keppsts Paus VII. wohnte dieser Krönung bei. Kaisertun geworden. Die Krönung wurde mit ungeheurem Pomp beigen. g## alten Chroniken erzählen eine Unmenge davon. Auch wir wollen hier einiges mitteilen. , g i n b u n t e s G e w o g e f ü l l t e d i e S t r a ß e n i n d e r N ä h e # a# ame=Kircht. An der Pont=Neuf=Brücke staute der Menschenurom zu einer schier undurchdringlichen Inthusiasmus der Menge kannte gar keine leigen. Blatter mit dem farbigen Kontersei des ersten Ssacken vor den an pand zu Hand. Lazu läuteten die Glocken von den Türmen. Am Place de l'Hotel de Ville waren Erfrischungsbüfetts aufgestellt, die sich eines Föserten beu=grireu.. Kähne und Barken b# völkerten den Seinestrom. Und alles war festlich Springmann widerspricht diesem, da diese Kuratorien nicht unparteitsch die Sache prüfen könnten. isch frust den S####hm angeregte Mittelschule nicht iden. tisch mit den Selekten an der Volksschule. Er denke an eine Schule, welche die Kinder vielleicht mit 10 Jahren aufn.#.e. beantrage die Wahl einer Deputation zur Prüfung seines Antrages Herr Schulrat Dr. Körnig bemerkt, die Frage sei ### emneuter Bedeutung für das Volksschulwesen, in das die Errichtung einer Mittelschule, vielleicht auch einer fur Mädchen, tief einschneide, denn mit dem Tage #c.2i#ch#, wurden, die besser situierten Bürgerfamilien dazu übergehen, ihre Kinder die oberen Klassen der Mittelschule durchmachen zu lassen und die Volks schulen würden zu Armenschulen herabgedrückt. Im Osten, wo sie besonders blühen, sind die Mitielschulen auf dem Ministerialplane von 1872 aufgebaut, von dessen Haltgosigkest, heute das Kultusministerium über#gr k.,, Den Auforderungen der Neuzeit entsprechende Seisize„esnz im Beugrr., in der Ausarbeitung. Er haite es jedenfalls für wünschenswert, wenn sich die Schuldeputation mit der Frage befasse, da sie das Wohl und Wehe der Volksschule beireffe. Herr Friedhoff ist mit Herrn Springmann einverstanden, wünscht aber, daß die Angelegenheit im Rahmen der Tagesordnung in einer der nächsten Sitzungen beraten wird. Lorenz präzisiert seinen Standpunkt dahin ee Selekta als achte Klasse auf unsere Tklassige Volksschule aufgebaut wünscht, die den Knaben eine obersten Klass ermögliche ugen Beluchs der ###### Vorsitzende will die Angelegenheit zwecks nächten Sitzung senr. Panke sprechend.2 ist für Vewilaune“ n Stelle. Ohne sie würden Aushilfsstunden geleistet werden müssen die teurer seien als der geordnete Unterricht, den sie doch nicht ganz ersetzen könnten. Die neue Stelle wird bewilligt. schule für 1903“ g. Jayr=srechnung der Oberreal. meataiß er 3; Bemängelungen ergibt sich kein Aulas, weshalb fur die Rechnung debattelos Entlastung 7 Enrichtung eine.„I0wochigen Fachfortbildungs. kursus für Maler und Anstreicher vom 10. Dezember an unter Beteiligung des Landkreises. Als Resereut 8 110 Mochen.......u: Der Kursus sol dauern. Es wird für Schüler des Stadtund Landkreises Hagen ein Schulgeld von 25 Mark für d.Taner de, ganzen Kursus, von auswärtigen ein „iches von zu Marr erhoven. Die Stadt hat einen Zuschuß von 500 Mark zu leisten, der aus Ueberschüssen der, Farthilzungsschule, Leckung findet, und der Land„gill Für jeden Schüler des Landkreises 20 Mark Beihilse bis zum Höchstbetrag von 400 Mark zahlen. Es sollen nicht mehr als 80 Schüler Aufnahme finden. Die Unterrichtsräume hat der Direktor der K., hoyeren Maschinenbauschule bereitwillla kostenfrei zur Verfügung gestellt. Redner bemerkt noch daß die Fortbildungsschule etwa 3000 Mark Ersparnis gegen d.,,„Voranschlag erziele, wovon der Stadt die Rtschos getirst wirz. S 1 ien#####perst sicht sich von der Einrichtung nicht .#.#### Gehille., keine 10 Wochen dier seien in der und weil die orgarnisierten Gehilfen selbest solche Kurse einrichten wollen. Diese würden aber wöchentlich 1,25 Mark Schulgeld kosten, für Lehrlinge sogar frei sein. Die Stadt brauche nur einen UgterL zur Verfügung zu stellen. Er wünschte des. halb Vertagung der Vorlage und Zuziehung von Gehilfen zur demnächstigen Beratung. „ gorsitzende weist darauf hin, daß das allBeirehen solcher Fachschulen und ihr Besuch rotz teilweise mangelhafter Lehrmittel und unzureichender r t r i c h t s r ä u m e d a s B e d ü r f n i s f ü r e i n e s o l c h e S c h u l e . Herr Gorrex virter um Bewilligung der 500 Mark. Die Einrichtung kaste Geld, weil ganz vorzügliche Lehr kräfte gewonnen werden sollten. Es lägen Angebote von Lehrern, die die Kunstgewerbeschule besucht hätten. vor er für unzureichend. " Silttel werden bewilligt und der Schulvorstand über die Ausgestaltung des Kursus das Nötige zu veranlassen. Dieser soll auch— einem Wunsche des Herrn Breil folgend— mit den Gehilfen der hier geschmückt, gleichsam in einer freudigen Erwartung, daß mit dem neuen Staatsregime nun auch eine neue Zukunft für Frankreich anbrechen sollte. Wer wollte aus s renolungschtern noch so etwas wie revolutionären Fanatismus lesen? Wer mochte glauben, daß diese Menschen, die vor eineinbalb Jahrzehnten die christliche Religion offiziell abgeschafft hatten jetzt den Papst in den Mauern ihrer Stadt wußten: Eine große Wandlung war vor sich gegangen. Die Repolution hatte ihre läuternde Mission erfüllt. Und dieser Lauterungsprozeß war in eigensüchtiger Weise von dem Manne forciert worden, der jetzt die Kaiserkrone auf sein Haupt drücken sollte. Die Franzosen standen einem Schauspiel gegenüber, einer Sensation, die sie nach den verschiedenartigen Sensationen um die Jahrhundertwende herum freudig begrüßten. Es entsprach freilich wohl weniger ihrem sittlichen Gefühl, als den Neuerungs= reche Ferenen sie sa seitseher offene Herzen entgegen geso drang.. m., sich an jenem denkwürdigen Tezember, ju rechtzeitig und möglichst vollständig 17. Bild von dem zu empfangen, was sich da absoielen hohen und breiten Stirn lagen. In den Huaandiak. glühte ein düsteres Feuer in ihnen. Später bekamen sie einen kalten, menschenverachtenden Ausdruck. Eine sein geformte Nase patzte gut zu dem anmutigen, leicht be weglichen Mund. Nur das etwas hervorstebende Kinn gab vem Gesicht etwas Eckiges. Seinem ganzen Tyous seog, seus Ztaltener, als einem Süd. Gein e g.— 1d das muß ihm selbst der Reid Bezsebung ein Genie Zag strategischer und volitischer Iin Gene, das an seiner eigenen Maßlosigkeit zu Grunde gegangen in. Kin ungeheurer Ehrgeiz. der keinerlei Schranken kannte, beseelte diesen Mann. Dabei gab er sich niemandem gegenüber, wie er war. So nur Fuß ar de Nachen d.“ Ttain““.udemn er heute den vertrauten und seine Größe anbeteten. ester“ Das zeigte er auch, als er die Kaisergewalt über Frankreich endgültig in der Hand hatte. Sein Dessobsruiie Iuern des Landes steigerte sich andauernd. Jede geistige Regung, die ihm nicht in sein Programm paßte, wurde geknebelt und mundtot gemacht. Nur sein Willen neben sich Und in diesem brutalen Vorgehen, das die leicht empranglichen Franzosen mit sich fortriß, sind auch seine iejenerfolge auf strategischem Gebiete zu suchen, die natürlich die Zahl seiner Verehrer andauernd mehrten innd ins Ungemessene steigerten.en ig Mit der Wahl zum Kaiser der Franzosen hatte der fünsunddreißigjährige den Givfel seiner Macht erklommen gus de. er n.ch ein gutes Stück Weges weiter schreiten ... Nun aber, da er festen Fuß gesaßt hatte, da er sah, daß er dort stand, wo ihm niemand leicht etwas Zigel schießen. aturell die Der Kaiserkrönung in Paris folgte am 26. Mai 1805 im Dome zu Mailard die feierliche Krönung mit der Eisernen Krone der Lombardenkönige. Frankreich hat später oft und viel Grund gehabt, die Tat des 2. Dezember zu bereuen. Sein Kaiser wurde seine Geißel. Die imperialistische Periode wurde zu einer Periode der Revolution, die selbst im heutige a. se, nicht i#ren Abschluß gefunden hat. Loch diese Geschichtsperiode ist gleichzeitig ein Beweis dafür wie allmächtig eine Individualität in einer politisch zerrissenen Zeit werden kann. Bonaparte hat von Englands größtem Dichter, Byron, in seiner berühmten Ode ein dichterisches Strophe lauter: erhalten, deren eine kennzeichnende Triumphes Prunk und Prahlerei, Des Krieges wild Entzücken, Ein welterschütternd Siegsgeschrei— Für Deine Brust Erquicken— Das Schwert, der Szepter, dem zu dienen, : Pölker nur geschaffen schienen, Wo ist das nun? In Stücken Ging Alles, Dämon, und zur Qual Blieb Dir nur der Erinnrung Mal.— „—. Dies Strpp,„vzelr an, Napoleons Ende an. Man Eien amnee enien 405 — Kliae vorzuheugen. deud beraten, um einer Zersplitte. einrichtung der Gemeindehrankenversicherung ##„ im Tiefbauamt beschäftigten Arbeiter bezw Frrichtung einer Betriebskrannenkasse für die städtischen 9. Erlaß eines Ortsstatuts betreffend Ausdehnung Kommunaldienste beschäftigten Peronen. Ueber beide Punkte referiert Herr Bürgermeister Vortmann. Die Vorlage führt u. a. aus: Von den im städtischen Dienste oder in städtischen ctrieben beschäftigten Personen unterliegen gegenwärtig er Krankenversicherungspflicht nur diejenigen, für welche icse gesetzlich begründet ist. Es sind dies die Arbeiter es Tiefbauamtes und die Arbeiter der städtischen Be##(des Schlachthoses und der Elektrizitäts=, Gasind Wasserwerke). Erstere gehörten bis zum 1. Januar „ I. zur Ortskrankasse I, letztere gehören zur Ortsankenkasse IV. Bezüglich der Zugehörigkeit der Arbeiter es Tiefbauamtes zur Ortskrankenkasse I, von welcher dieselben seit 1. Januar 1904 ausgeschlossen sind, beauch schon vorher Differenzen, welche in einer verschiedenartigen Auslegung der Statuten ihren Grund hatten. 1904 ab ist das Kassenstatut derart geandert, daß die Kasse zweifellos nicht mehr zur Aufnahme der städtischen Arbeiter verpflichtet ist. Da auch keiner der anderen hiesigen Kassen eine solche Verpflichtung auferlegt werden kann, so bleibt nur übrig eine besondere Kasse für diese städtischen Arbeiter zu Srhssr„Ves-Auzag, der hier in Betracht kommenden Arbeiter beläuft sich auf etwa 100 Personen. Bei dieser Zahl würde indes die Lebensfähigkeit der Kasse nach den bisher bei der Ortskrankenkasse I gemachten Erfahrungen nicht hinreichend gesichert sein. Es empfiehlt sich deshalb zur besseren Sicherstellung der Lebensfähigkeit Kasse auch die Arbeiter der übrigen städtischen Betriebe, welche, wie erwähnt, der Ortskrankenkasse IV angehören— etwa 120 an der Zahl— zuzuweisen.= un ver Hah Es wird vorgeschlagen, zu beschließen: a) den Erlaß eines Ortsstatuts, durch welches die Versicherungspflicht auf die im städtischen Dienste tätigen Personen erstreckt wird und b) die Errichtung einer„Allgemeinen Betriebskranken= kasse der Stadt Hagen“ für sämtliche in ihrem Dienste und in ihren Betrieben beschäftigten Personen. Es würden unter diesen Versicherungszwang fallen: die stadtischen Schuldiener und Schuldienerinnen, die auf Tagesdiäten angenommenen Perionen, Boten etc. und von dem Bureaupersonal die Hilfsarbeiter und Lehr linge, sowie Kanzleigehilfen. Der auf die Stadt entfallende Anteil an den Bei1590 Mark betragen. seoigen Verhaltuisen etwa Eine Anfrage des Herrn Breil, ob die Krankenkassen die ausscheidenden Mitglieder ohne Kündigung aus dem Mitgliedsverhältnis entlassen, beantwortet der Vor„„gende dahin, daß nach dem Gesetz die Kündigung hinfällig werde, wenn die Stadt als Unternehmerin eine eigene Kasse gründe. Um eine Uebergangszeit für die Kass. zu schaffen. kome der Beginn der neuen Kasse bis 1. April hinausgeschoben werden.— Die Beamten in den Versicherungszwang einzubeziehen, liege, wie der Vorsitzende weiter ausführt, kein Anlaß vor. „ne frühere Auregung des Herrn Tucht wegen beschaffung von Gamaschen und Gummimänteln für die städtischen Arbeiter, nach deren Stande Antragsteller sich erkundigt, soll— nach der Auskunft des Vorsitzenden — amf die nächste Tagesordnung gesetzt werden Ohne weitere Debatte beschließt Kollegium die Errichtung einer allgemeinen Betriebskrankenkasse der Stadt Hagen im Sinne der Vorlage. des Jahrmärkteverzeichnisses für Im Jahre 1906 fällt die hiesige Kirmes wieder mit der Wittener zusammen. Verschiedene Redner sind die in Witten übrig gebliebenen Waren bei einem späteren Termine nach hier gebracht werden. Kollegium beschließt Beibehaltung des Termins nach Lem= sisher sener seschuis, das für Hagen den 6. und 7. Septenber 1906 als Kirmestage vorsteht. 11. Bildung eines neuen Armenvaterbezirks für Dis rserehen Rummern der Wittehindstraße und Wahl des Armenvaters. Die Teilung des Bezirks ist keitsgrunven erforderlich. Für den neu gebildeten Bezirk wird Herr Anstreichermeister Wilbelm Schögeberg,„Ritterindstraße 7 als Armenvater gewählt. G. Iucht wunschte außerhalb der Tagesordnung die Zurücksetzung der, der katholischen Kirchengemeinde Altenbagen gehörigen Mauer an der Treppenstraße. „. Derr Stadtbaurat Lamprecht entgegnet, daß der F### vorstand, am gäch en Dienstag darüber beschließe Siumgpriei: Vschläge der Kirchengemeinde prinzen. Dieser zuerst füir die gehelao e 2., füie den Kron Beitrag zuerst für die geheime Sitzung bestimmte Iunrt wurde offentlich verhandelt. Der Vorsitzende berichtet über die bekannte Angelegenheit. Nach dem Ler saggssamt#d# Kosten müßte Hagen 700 Mk. zu gacben, sedenz. Veluig, logen müsse. Se däte man selbst zu wohltätigen Zwecken nicht soviel geben können als man gern getan hätte. en, . Perr Buschhaus will nicht gegen den Antrag sonst isoliert dastehen würde, aber ##b##nklich#ie ihm nicht die Art und Weise, wie der Prsems ar iu ese Sammlung veranstaltet von 50000 g beschlieke nun Prutgeschenkes von 50oh zn. beschließe und dann den Städten anbeimgebe, sich mit 1 Mk. auf 100 Einwohner zu beteiligen sei nicht die Art und Weise, wie man Hochzeitsgeschenke zusammenbringe, das erinnere schon mehr an uur1 d.: Pestit des pe#rn v. Mirbach. Man hätte die „ d. Beteiligung den kommunalen Behörden überlassen können, vielleicht hätte auch manche Verwaltung ne an Hieser Taas de J1.estages gehalten, wenn sie an diesem Tage den Armen eine besondere Zugabe escheen könneg, Bei der jetzigen Sachlage woll den Antrag stimmen, wünsche aber, daß das Geschenk auch in Westfalen angefertigt werde. der Antrag wurde sodann gegen einige Stimmen mit dem Zusatze des Herrn Buschhaus angenommen Eine geheime Beratung schloß sich an. „ Dezember.[Zur Beachtung h Steuergethamat oen Man versäume vor allem nicht die Frist, innerhalb welcher der Einspruch zu erfolgen hat. In den Veranlagungen wird ja immer genau angegeben, bis zu welchem Termin die Reklamation zu erfolgen hat, und Eingaben, die nach diesem zeitpunkte eingereicht werden, sind in der Regel zwecklos. verschiebe abl, auch die Absendung derartiger Schriftstücke, wenn möglich, niemals bis auf den letztenTua. da allerlei nicht voraussehbare Zwischenfälle eintreten können, die dem Steuerpflichtigen zum Nachteil gereichen. So hatte ein Reklamant seinen Einspruch— wie er behauptet, versehentlich— unfrankiert zur Post gegeben. Von der Behörde wurde die Annahme des # berit##et und so verlor der Steuerpflichtige srien Tgg.— di tetzten innerhalb der ihm zustehenden #ne b's die höchsten Instanzen durchgesochtene Klage hatte keinen Erfolg, denn das Oberverwaltungsgericht entschied dahin, daß für den Adressaten keine Verpflichtung bestehe, für einen ungenügend franInländische Staats-, Provinzialund Kommunal-Anleihen. 312¾(fr. 4%) abg. Deutsche Reichsanleihe 10 31#K alte dergleichen 1 dergleichen 512%(krüber 4%) abg. Preuss. Konsol. 3½2% dite dergleichen 3% dergleichen %% Sächsische Rente 8% Brem. Staatsanl. v.1902 Hamb. Staatsanl. v. 1902 Rhein. Provinz.-Anl. Aneg. XXIV 4% dergl. Ausg. XX— Westfal. Provinz.-Anl. 69.00 312% dergleichen 99.23 8 3/% dergleichen 4% dergleichen 3½2% Barmer Stadtanleihe 4% dergleichen v. 1901 102 4% Bielef. Stadtanl. v. 1900102. 315% Bochumer Stadtanl. 98.10 0 4% Krefeld. Stadtanl. v. 1901102.70 br 3½% Dortgunder Stadtanl. 98.60 G 4% Düsseld Stadtanl.v.1899 00 Elberf. Stadtanl. v. 189910 4% Romsch. Stadtanl.v. 1900 101.50 Blk Stett. Stadtanl. v. 1899 95.50 G 3½% Wittener Stadtanl. 96.50 G TE.-AI K-TIO z.-Anl. 69.50 0 Kursbericht Ausländische Anleihen. 412% Bukarester Stadtanl. „ von 1884 4½% dergl. von 1888 4½% dergl. von 1895 4½% dergl. von 1898 5% Chines. Anl. von 1896 5% Mexikan, kons. Anleihe von 1899 4% Oesterr. konv. Rente 4% dergl. Goldrente 4% Russische Staatsrente 00 4% dergl. Anleihe von 1902 91. 4% Rumänische Rente von 1896 5% dergl. amort. Rente 1 4% Ung. Goldrente(1000 fl.) 4% dergl.(500 fl.) 1 4% dergl.(100 fl.) 1 4% dergl. Kronen-Rente kierten oder nicht frankierten Brief das Strasporto zu eutrichten, um in den Besitz des Briefes zu gelange Wer, einen Brief ungenügend frankiert, läuft Gefahr, daß der Adressat ihn nicht annimmt und hat die Folgen zu Fesöi„Sengien zur Geltung gelangten sgrundsätzen bei der Ermittelung des steuerpflichtigen Einkommens sei besonders auf denjenigen dingewiesen, wonach bei einem nur durch Schätzung zu ermittelnden Einkommen die Entbindung von der ziffernmäßigen Angabe des Einkommens in der Steuererklärung mit der Maßgabe zugelassen ist, daß an deren Stelle diejenigen Nachweisungen gegeben werden, deren die bodar““anics k#sion ür Schatzung des Einkommens bedarf. Wird daber ein hierauf gerichteter Antraa von einem Steuerpflichtigen gestellt, so muß ihm insosern Ffolge gegeben werden, als alle zur Ermittelung des mutmaßlichen Einkommens zweckdienlichen Erhebungen angestellt und etwa schon vorhandene Bücher und Aufzeichnungen genau geprüft werden. Wird ein SteuerBeachtung dieser Vorschrift, des Rechts. V#rlustig erklat, so liegt ein wesentlicher Verfahrensmangel vor, der die Erhebung der Bewe ch#%##ertial. Di. gerichtlich, festgesetzte Geldrente, welche ein Eheinann an seine von ihm getrennt lebende S# nichr gescht„ene Ehefrau zu zahlen verpflichtet ist, von dem steuerpflichtigen Einkommen des Ehemannes nicht abgezogen werden. Ebenso sind diejenigen Kosten, welche ein Vater für den Unterhalt seines Sohnes, der als Einjährigdient, aufwendet, nicht abzugsfähig. zegen mißliche Familien= bezw. dadurch bedingte preich gg verhältnisse vor, so scheue man ich nicht, sein Recht energisch zu wahren und es— wenn nötig— durch alle Instanzen zu verfolgen, denn die unteren Steuerbehörden treffen oft genug ganz seltsame, mit dem gesunden Menschenverstande nicht zu be greifende Entscheidungen.— So hatte ein Steuer. pflichtiger mit einem nus reiner Arbeitstätigkeit fließen den Einkommen von 1497 Mark zehn Personen zu unter. ezen, sedaß noch nuicht 150 Mark auf sede Person entsiele Trotz m spar sein Antrag auf Freistellung von er, Stesteßta###sleht worden. Das Oberverwaltungsvon der Steuer frei und außerte sich dahin: Den Berufungskommissionen steht es keineswegs frei, die Rechtswohltat des§ 19 des Einkommensteuergesetzes— der von der Berücksichtigung der die Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen beeinträchtigenden wirtschaftlichen Verhältnissen handelt— nach freiem Belieben zu gewähren oder zu versagen. Der Steuerpflichtige hat vielmehr einen gesetzlichen Anspruch auf Ermäßigung des Steuersatzes, sofern die Voraussetzungen des§ 19 zutreffen, und die Kommissionen ## Fällen zur Gewähruung der Rechtswohliat #t: Tie Amtsstellen haben kein Recht, die Wohltaten des Gesetzes nach ihren wechselnden Anschaungen zu gewähren, sondern sind gehalten, # der in s 19 erwähnten Art festgestellte sind, Ernzessen zu fäden. V Gevelsberg, 1. Dez.[Die Generalver sammlung der Ortstrankenkassel taate unter d e. Schönebeck im Restaurant „Postwagen". Zu Beisitzern wurden die Herren Aug Genr. Meyer und zum Schriftführer Herr Rendant Melcher ernannt. Zur Prüfung der Jahresrechnung wurden die Herren C. Andrei und C. Wehdeking gewählt. In den Vorstand wurden wiedergewählt die Herren C. Schönebeck, Dan. Neukirchen, Ang. Degenhardt jun. und neugewählt Herr Gust. Wupper. Zu Vertretern für die Generalversammlung wurden wieder.9von den Arbeitgebern die perren Wilh. Achtemeier, ng,„Henke, Ed. Wupper und C. Schönebeck. Von den Arbeitnehmern die Herren Ew. Wortmann, Wupper Dan. Brinkmann, Gust. Grünewald, Gust. Frenz, Heiur. Lennever und neuge#it die Herren E., Rosendahl jun. und Aug. Defontaine. Die vom Vorstande ausgearbeitete Krankenwurde vorgelesen und einstimmig genehmigt. Werdohl, 30. November.[Vertagte Jubetrieb„ame.] Die ursprilnglich für Anfang Dezember in Aussicht genommene Eröffnung des Schmalspurbahn verkehrs von hier nach Lüdenscheid kann zu diesem Zei nicht erfolgeg, da die Erdarbeiten für den Bahn. nicht soweit fertiggestellt sind. Man hofft ######s zum Januar den Betrieb auf der Neubaustrecke Lüdenscheld=Augustenthal aufnehmen zu können. Unna, 30. Nov.[Die Konkurrenz beim gahren nach Kohlen] hat den Schmiedegesellen Wilhelm Hartebier aus Hilbeck zu einer Handlung verIu der Nähesagg Freiheitstrafs büßen muß. In der Nähe des Dorfes Dreihausen bohrten zwei Gesellschaften nach Kohlen und mußten bald das Kohlengepir,####en, baben.„Hartebier warf min in der Nacht zuu: 7, Ma. u., das Bohrloch der Konkurrenz=Gesellschaft einen Meißel, um die Arbeiten aufzuhalten, denn wie bekannt, wird der Gesellschaft das Feld zugesprochen die zuerst fündig wird. Die Nichtsnutzigkeit des Hartebier wurde sofort bemerkt und er sowie der Bohrmeister begen Sachbeschädigung bezw. Anstiftung dazu das SSchöslengericht, gestellt. Hartebier erhi 1. Monar, Gefängnis, während Kleff seine Handlungsweise nr„ Monaten Gefängnis büßen muß. Bei letzterem ram bei Ausmessung der Strafe in Betracht daß er als Vorgesetzter des Hartebier eine niedrige Geinnung an den Tag gelegt hatte. "„Wanne, 30. Novbr.[Steinwürfe auf einen Personenzug.] Gestern abend wurde auf einen VerM Recklizgpgusetz=Wanne bei der Ueberführung shrt Trauos,eit Bomggrdement mit Steinen ausge. führt. Ein Fenster am Packwagen wurde zertrümmert. auf dem städtischen im Großhat 50 kg Schlachtgewicht: eneischsreisen wurden im Kleinverrauf geza (Fleisch einschl. Knochenbeilage) Durchschnittspreis. Es kosten je ein Kilo: Festgestellt vom: 7.—30. 11. 04 Die Polizei=Verwaltung. 1.60 bzG Pfandbriefe. 4% Bayer Handelsbank unkdb. bis 1911 103.20 G unkdb. bis 1912 103.20 G 4% Gothaer unkdb. bis 1909 101.50 baG 4% Hamburg. Hypth.-Bank unkdb. bis 1910 101.70 bzG Pr. Bodenkr.-Pfandbr. unkdb. bis 1911 101 25 bz0) der Berline, Börse vom I. Dezember 1904, mitgetellt von der Bergisch unkdb. bis 1909 beG bzG brc ba0 4# dergl. unkdb. bis 1910 102 5 3½% dergl. von 1894 95.30 312% dergl. unkdb. bis 1906 65.40 31% dergl. Komm.-Obl. unkdb. bis 1906 99.00 b20 4% Pr. Pfandbr. Bk. „„ unkdb. bis 1910 4% dergl. unkdb. bis 1912 dergl. unkdb. bis 1908 3½3% dergl. unkdb. bis 1912 4% Rhein.-Westf. Bd.-Kr. unkdb. bis 1910 101.40 G 4% dergl. unkdb. bis 1912 102.30 0l 32 Wä, nat ab. bis 1908 95.800 unkdb. bis 1909 101.40 C 4% dergl. unkdb. bis 1910 102.10 C 3½% dergl. unkdb. bis 1907 96.80 G □ DrG — buG 96.50 bzG Eisenbahn-Anleihen. 315% Berg.-Märk. Prt. 3½5% Dortmund-Gronauer 4½% Iwangor.-Dombr. Prt. Mosco-Rjäsan(gar.) „Smolensk abg.(gar. 4% Warschau-Wien 3% Italien. Eisenb.-Obl 0• A 99.50 98.75 b2 99.50 96.25 br 00.00 99.50 bzB 72.00 U 103.10 Bauken. Barmer Bank-Verein 125 Bergisch Märkische Bank 16 Berliner Handels-Ges. 16 Darmstädter Bank Deutsche Bank Diskonto Kommandit Dresdner Bank Essener Kredit 16 Nationalbank f. Deutschl. 129.25 Reichsbank 155.30 Rheinische Diekonto-Ges. 135.25 Schaaffhausen Bankverein 146.30 Industrie-Obligetionen. 4% Allgem. Elektr. rzb. 100 100.80 G 4% Elberfelder Farbenfabr. rzb. 105, gek. 1. 4. 05. 000.00 412% Elektr. Liefer.rzb. 105 105.10 G 4½% Ges. für elektr. Unt. rzb. 103 102.80 bz6 4% Hag. Text. rzb. 105 101.90 G 4½% Höchst. Farbw. rab. 108 105.75 be6 4½% Köln. Gas- u. Elektr. rrb. 103 103.10 bi0 % Krupp. Gussst.-F.rzb. 100101.30G 4½% Naphtha-Gold rzb. 100 100.40 G 4% Nordstern 102.25 G 4½% Rombacher Hütte rrb. 103 104.40 G % Westf.Draht-Ind. rab. 108 102.40 C Brauerel-Aktien. Bochumer Viktoria 1 Dortmunder Aktienbr 6 Löwenbr. 0 Union 0 Viktoria Germania Dortmund Gevelsberger Isenbeck& Co. Lindenbrauerei(Unna) Müser Langendreer Wicküler Küpper Wiesbadener Kronen Industrie-Aktien Akkumulat.-Fabr. Hagen 2 Allgem. Elektr.-Ges. 2 Annener Gussstahl Aplerbecker Steink. 1 Arenberger Bergb. 7 Baroper Walzw. Bedburger Woll-Ind Bismarckhütte 3 Bliesenbach Bergw. Bochumer Gussstahl 2 Bösperde Walzw. 1 Charlottenhütte Konkordia Bergb. 2 Konsolidation Bergw. Dortmunder Union C. abg. 95 .50 0 Vorz. Akt. 103 25 bzG Düsseldorfer Draht V. „ St. „ Eisenhütte Elberfelder Farbenfabr. Eschweiler Bergw. „ Walzw. Friedrichshütts Geisweider Eisen Gelsenkirch. Bergw. Georg Marienhütte Iiag. Gussstahl Stamm-Akt. „„ Vorz.-Akt. Hamburg-Amerika Paketf. Hansa Dampfschiff. Harkort Bergw. St. Prt. Harpener Bergbau Hasper Eisenw. Hörder St. Pr. Lit. A llösch Eisen& Stahl Kannengiesser Köln. Gas& Elektr. Köln. Müsen Bergw. Königsborn Bergw. Laurahütte Louise Tiefbau " St. Prt. Märk. Maschinenbau-Anst. Magdeb. Bergw. Massener Bergbau Meggener Walzwerk Menden und Schwerte Mülheimer Bergwerk 880 120.25 C 540.00 bze 252.50 026 153.50 Ur6 118.00 20 17050 b3 232.70 bic 111 80 b26 00.00 81.50 540 6.60 bz 141.50 brG 145.50 hr 217.25 b2 201.00 biG 166.50 bzG 240.25 b26 0000 119.00 Uz6 97.50 b2G 152.00 bzl 259.75 br 33.00 bat: 106.25 D0 93.25 0 585.50 G 120 50 06 133 50 b: 101.00 bzl 189.10 b2G Norddeutscher Lloyd Nordstern Kohle Oberschles. Eisen-Ind. Osnabrücker Drahtw. Phönix Bergwerk Rhein. Nassau Rhn.-Westf.(Dornap.) Kalk Rombacher Hütten Schalker Gruben Schulz-Knaudt Siemene& Halske Stadtberger Hütte Stolb. Zinkhütte Westfäl. Draht-Ind. Westfal. Kupferwerke Westfäl. Stahlwerke Wissener Bergw-V. Wittener Glashütten Wittener Gussstahl Wurm-Revier Tendenz: Die Börse verlief bei fester Tenlenr. Auf dem Industriemarkt lauen Eisenwerte recht fest, wahrend Kohlen-Aktien teilwreiso nachgeben. Schluss fest. Bankdiskont 5% Privatdsskont 3%% C. A.KRALL, ELBERFELD 11OUAHR. 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Roer von hier steht unter der Anklage des Konkursverbrechens; sie soll ein Vermögen von etwa 240 000 Mark beiseite geschafft haben. Sie selbst behauptet, sie habe Wertpapiere in dieser Höhe an zwei— trot auler Nachforschungen— bisher nicht ermittelte Geldmänner Theodor Lürding od. Lühring oder ähnlich und Hermann Zarnak oder Jarnek oder annlich, angeblich aus Hannover, gegeben. Neuerdings is der Verdacht aufgetreten, daß die Milius das Geld unter dem Namen Milius, Roer oder unter den anderen Namen, vielleicht auch Franz Koester an eine Kirchengemeinde geliehen hat. Möglicherwerweise ist das Geld auch in Holland(Amsterdam, Alkmaar oder Haag) untergebracht. Ich ersuche um geeignete Nachforschungen, insbesondere bei Bankanstalten, Sparkassen und Geldvermittlern, sowie um Nachricht zu den Akten 6 J. 459 04. Für denjenigen, dessen Angaben zur Ermittelung des verborgenen Geldes oder eines Teiles desselben in Höhe von mindestens 30 000 Mark führen, ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt. Hagen i. W., den 30. November 1904. Der Erste Staatsanwalt. Eine Zierde 32011 für jeden Weihnachtstisch! Die im hiesigen Handelsregister eingetragene Firma Aug Schröder in Volmarstein ist auf die Schloßfabrikanten August Schröder jr. und Paul Schröder, beide zu Volmarstein, übergegangen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. November 1904 begonnen. Die Prokura des August Schröder jr. und des Dietrich Schröder ist erloschen. 32033 Hagen, den ld. November 1908. Königliches Amtsgericht. Sonntag den 4. Dezember in der Tonhalle am Markt: * Großes Konzert der Zithervereine „Edelweiß=Hagen“ und„Eilper Zitherkranz“. unter Mitwirkung des berühmten Zithervirtnosen Hru. Emil Koritzky aus Koblenz und des M.=G.=B.„Eintracht"=Wehringhausen. Ansang 4½ Uhr. Entree 60 Pfg., im Vorverkauf 50 Pfg. Karten im Vorverkauf sind zu haben bei den Herren Wirten Nieberhoff, Elberfelderstr., G. 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Nachher: TANZ. Die Vergntgungs-Kommission. Allgem. Hagener Turn-Verein. Heute Freitag abend nach dem Turnen:##### Sitzung. I. a.: Ausgabe der Festkarten zum Vorverkauf. 32050 Der Vorstand. Briefmarkensammler-Verein. Montag. 5.Dez., abds. 81 2Uhr: Sitzung. Eckeseyer Sterbekasse. Sonntag, den 4. Dezember cr., nachmittags 4 Uhr, General=Versammlung. Tages-Ordnung: Ergänzungswahl des Vorstandes, Wahl der Revisoren. Den geehrten Mitgliedern, sowie denjenigen, die Willens sind beizutreten, zur gefl. Kenntnis, daß vom 1. Januar 1905 ab 100 Mark Sterbegeld bei Sterbefällen für Erwachsene zur Auszahlung gelangen. 32041 Der Vorstand. Herr Direktor von — Bastineller wird gebeien, baldigst 32025 Die Rotte Rorah auch im Abonnement aufzuführen. Mehrere Abonnenten. Am letzten Montag in der Nähe der Södingschen Wirtschaft in Wehringhausen ein langhaar.. schwarzer 31996 hagen=Eilpe. Sonntag den 4. Dezember 1904, nachmittags 4½ Uhr, im Lokale des Herrn Fr. Brüning: . Seene des Geren Hr. Druning! 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