Ausgabe 1 NS.Volksblatt für Westfalen Die„Westt Neuest Nachr“ mit unterhaltenden und unterrichtenden Beilagen erscheinen wöchentl. 6mal und kosten monatlich 2 RM., im Postbezug 2.36 RM., einschließl. 18—22.8 Plg.(= Im Durchschnitt 20.01 Pfg.) Zeitungsgebühr, aber ohne Bestellgeld. Im Falle böherer Gewalt oder inf Betriebestörung hat der Besteller keinen Anspruch auf Lieferung od. Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Besugspreises. Geschäftestelle u. Schriftleitung in Herford, Alter Markt 8 Herford. Donnerstag. Herforder Kreiszeitung Anzeigenpreis: Der 1 Millimeter hobe, 46 Millimeter breite Anzeigenraum in der Ausgabe 0— Herford 8 Pfennig, in der Gesautausgabe 40 Pfenng Der 1 Millimeter hobe. 70 Millimeter breite Textraum# ier Ausgabe C— Herford 80 Pfennig. in der Gesamtausgabe 1 Reichsmark. Beilagen Aufträge werden nicht ausgeführt. Anzeigen-Annahme und Bestellungen in Hertord, Alter Markt 8, Fernsprecher Nr. 3666 Nr. 1/ 41. Jahrzang Amtliches Organ der NSOAP und sämtlicher Behörden Einzelnummer 10 Via. Aufruf Adolf Hitlers an die Deutsche Nation zum Jahreswechsel nd. Berlin. 2. Januar. Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Aufrul erlassen: „Nationalsozialisten. Nationalsozialistinnen, Parteigenossen! Ein inhaltschweres Jahr deutscher Geschichte ist zu Ende. Die gewaltige Einmaligkeit der Ereignisse, ihre umwälzende Bedeutung für die künstige Entwicklung der Menschheit. wird in vollem Ausmaß erst späteren Generationen bewitt werden. Wir, die wir die Geschichte dieser Zeit aber erleben, können uns des Eindrucks nibt erwehren, daß das Walten der Vorsehung stärker ist, als die Absicht und der Wille einzelter Menschen. Die Götter schlagen nicht nur di zu ihrem Verderben Bestimmten mit Blindhet. sondern zwingen auch die von der Vorsehng Berufenen. Ziele anzustreben. die zunächstist weit außerhalb ihres ursprünglichen eigenn Wunsches liegen. das eutsche Volk nach jahrelangem Zusammenbrut moralisch auf das Tiefste gedemütigt. wirtschaftlich verelendet und verkommen. durch den Nationalsozialismus geeint. den Weg seiner Wiedergenesung fand, waren Führung und Volk entschlossen, die Zukunft der Nation mit den Mitteln friedlicher Arbeit und durch den Avvell an das Rechtsgewissen der anderen zu gestalten. Aber schon ebe im Jahre 1933 die Machtübernahme stattfand. verkündeten die Feinde des Reiches in zahlreichen schriftlichen und rednerischen Kundgebungen ihren Entschluß, jede Wiederaufrichtung des deutschen Volkes mit allen Mitteln veryinoern zu wollen. Sie setzten nach dem 30. Januar 1933 diese Warnung auch sofort in die Tat um. Ohne jeden Grund, nur aus ibrem infernalischen Haß gegenüber dem deutschen Volk. begannen sie mit ihrer neuen, wüsten Hetze und riefen zum Boykott nicht nur der deutschen Waren, sondern vor allem auch des deutschen Menschen auf. Die demokratischen Zeitungen— selbst kleinster Länder, sahen es als ihr Vorrecht an. die größte mitteleuroväische Macht Taa für Tag zu beschimpfen, die führenden Männer dieses Volkes mit beleidigenden Ausdrücken zu belegen. das Regime entweder zu verspotten oder zu verleumden und zu militärischen Gewaltakten gegen das Reich aufzunutschen. Jeder Versuch einer Verständigung oder gar einer Rüstungsbegrenzung wurde von den verbrecherischen Elementen der kapitalistischen Demokratien mit Zorn oder Hohn zurückgewiesen. Jede Forderung nach Gleichberechtigung des deutschen Volkes mit unverhülltem Zynismus avgelehnt. Fünfzehn Jahre lang haben sie vorher das demokratische Deutschland. das ohnehin nur um Gnade winseln— statt sein Recht zu fordern— verstand. niedergehalten und mit der ganzen Rücksichtslosigkeit plutokratischer. politischer und wirtschaftlicher Schieber ausgeplündert und ausgepreßt. Das neue Deutsch= land, das entschlossen war. diese das Volk und Land zum totalen Ruin führende Ervressung nicht mehr länger zu dulden, erweckte daher ihren besonderen Zorn und Haß. Charakterlose Emigranten verbanden sich mit den das Reich verlassenden jüdischen Parasiten. verdächtigten das deutsche Volk und seine Führung und halsen somit, jene Psychose zu erzeugen, die früher oder später zum Kriege führen mußte. „Weltreiche“ aus Blut und Tränen Jahrhundertelang haben nun einige Völker — an deren Spitze Englanoer— die Welt mit ihren Kriegen überzogen und mit Gewalt zusammengeraubt, wessen sie habhaft werden konnten. große Millionenvölker unterjocht und verelendet und solcher Art iore sogenannten Weltreiche aus Blut und Tranen gebaut. So richteten sie jene Weltordnung auf. die seitdem nach ihren eigenen ebenso eiskalten wie spottvollen Erklärungen aus Besitzenden und Habenichtsen bestebt. Trotzdem sie nun selbst tatsächlich im Besitz der größten Bodenschätze der Welt sind. gelingt es ihnen dabei noch nicht einmal. der Rot in ihren eigenen Völkern Herr zu werden. Fortsetzung auf Seite 2 )( Müner, 2. Januar. Die Erinnerung an das zehnjörige Bestehen unseres Gaues würde in norman Zeiten sestliche Aufmärsche und riesige Mssenkundgebungen nicht nur gerechtfertigt, sadern sogar gebieterisch gefordert haben; din aus der Pflege der nationalsozialistisän Tradition und aus dem kameradschaftliche Gedenken an die schweren Zeiten des Kampfes ud des Aufbaues erwächst uns eine Kraftquel, aus der wir für die mühsame Kleinarbt des Tages schöpsen können und die unsere Ganken und unsere Arbeit wieder auf das groß Ziel ausrichtet, dem die Bewegung ch verschoren hat. Im Rege gelten andere Maßstäbe. Unserer hirne m Hände Arbeit ist auf den Sieg geellt un der Vergangenheit nur ein kleiner Platz voönnt. So dienen denn auch die Erinnerungage des Gaues Westsalen=Nord, die am Sonag im historischen Rathaussaal in Münster eierlich eröffnet wurden, allein der Stärkum unserer Kampfkraft im Kriege und der Domentierung des Leistungswillens der Partei,Ze als Führerin der inneren Front lebenswitige Aufgaben zu erfüllen hat. Neberden Männern der Partei und den Führerier Gliederungen hatten sich zahlreiche Vertret der Wehrmacht und des Staates, unter inn der stellv. Kommandeut des General= kommans und der Befehlshaber des Luftgaues, F Eröffnungskundgebung eingefunden. Braun,seldgrau und fliegerblau waren die Farbendie den hochgewölbten gotischen Saal beherrsen, goldumkränzte Hakenkreuzhanner und Wpentücher schmückten die Stirnseite mit der Bis des Führers, leuchteten aus den spitzbogigesischen unter den Emblemen einer ehrwürdig Vergangenheit. Nachem Verklingen der rauschenden RienziOuverse, die unter Generalmusikdirektor Rostuds Leitung zu einer Offenbarung bimmehrmenden Kraftbewußtseins wurde entbot destellv. Gauleiter Pg. Stangier dem Gaules und den Gästen seinen Gruß und hieß u besonders herzlichen Worten SA.= Obergspenführer Schramme willkommen, der irker Uniform eines Hauptmanns der Fallschtijäger sich zu seinen alten Kameraden gesellt hite. Wenn sich auch jetzi mitten im Kriegestoße Feiern und Kundgebungen verböten 1 wolle der Gau doch in einer Reihe von Genktagen seine tätige Leistung unter Bewetstellen die aus der Tradition seiner Kampfi erwachsen sei und heute sich im Sektor denneren Froni erweise In den schlichten und nüchternen Rechenschaft s#icht kleidete dann Gauleiter Pa Dr. sver seine Eröffnungsrede. eine Ansprache, die nicht durch rauschende is Pathos wirken wollte, sondern in der festliches Pathos wirken wo Sprache der Tatsachen den Siegeszug der nationalsozialistischen Bewegung im Gau WestfalenNord würdigte und in der Ankündigung eines großen zusätzlichen sozialen Hilfswerkes, die Partei als Helferin des Volkes und Wegbahnerin einer neuen Gesinnung herausstellte. Selten wohl ist es einem so klar zum Bewußtsein geworden, wie in dieser Rede des Gauleiters, daß die NSDAP. ihren Kampf nicht mit äußeren Machtmitteln gewann und bis heute führte— wie gering ist doch der Besitz der Partei an eigenen Gütern!— als allein durch die zwingende Macht der Idee und den Opfermut ihrer Kämpfer. Wohl sind die Erfolgszahlen, die der Gauleiter aus allen Arbeitsgebieten der Partei. ihrer Gliederungen und Verbände melden konnte. groß und imponierend, aber ihr Gewicht liegt nicht, so bedeutend die Leistung auch immer sei, in dem materiellen Erfolg. sondern in der Summe der Arbeit, der Pflichterfüllung und der Selbstverleugnung der Männer und Frauen, die als meist ehrenamtliche Helfer dieses Werk tragen. Was könnte diesen Geist des Opfermutes und des Gemeinnutzes besser und tiefer kennzeichnen, als die Verkündung des neuen sozialen Hilfswerkes der HinterbliebenenBetreuung, die der Gauleiter an den Beginn der Erinnerungstage stellte? Er sagt es nicht, aber fühlten es nicht alle: Tradition und Erinnerung gelten wenig, wenn nicht der Wille und die Kraft zu neuer Tat und größerer Leistung daraus erwächst? So und nicht anders will der Gauleiter das Gedenken an die ersten zehn Jahre Kampf aufgefaßt wissen und mit Stolz und heißem Herzen haben ihm alle Nationalsozialisten dafür gedankt. Die kommenden Tage werden erhärten, was der Gauleiter in seinem Rechenschaftsbericht nur andeuten konnte. Sie werden zeigen, daß jeder Der Führer bei seinen Soldaten Der Führer und(rechts) Reichsminister für Bewaffnung und Munition Dr. Todt bei der Besichtigung von Befestigungsbauten. Presse-Hoffmann, Zander(K) einzelne Abschnitt der Parteiarbeit von der gleichen Gesinnung helfender Bereitschaft beherrscht wird. Der stellv. Gauleiter Pg. Stangier machte sich am Schluß der Kundgebung zum Dolmetsch der Gefühle aller Partei= und Volksgenossen, als er dem Gauleiter den Dank seiner Mitarbeiter für die kameradschaftliche und vorbildliche Führung entbot, mit der Gauleiter Dr. Meyer den Gau Westfalen=Nord zu einem Bollwerk der nationalsozialistischen Bewegung Minnumm „1941 wird den Sieg bringen!“ Neujahrstelegramm von Heß an den Führer nb. Berlin, 2. Januar. Der Stellvertreter des Führers der RSDAP., Reichsminister Rudolf Hek, hat an den Führer zum Jahreswechsel folgendes Telegramm gerichtet: Mein Führer! Im Namen Ihrer nationalsozialistischen Bewegung, mit der Sie die Grundlagen schufen für die unerhörten Erfolge des neuen Reiches, grüße ich Sie in Dankbarkeit und Verehrung an der Schwelle des Jahres, in dem Deutschland unter Ihrer Führung die gewaltigsten soldatischen Leistungen seiner Geschichte vollbrachte, die ihre Krönung fanden in dem Sieg einmaliger Größe im Westen. Das ganze deutsche Volk, vor allem Ihre alte Parteigenossenschaft aus der Zeit des Aufbaues und des Kampfes der NSDAP., begleiten Sie mit heißen Wünschen ins neue Jahr, das den endgültigen Sieg und die Sicherung Deutschlande bie in serne Zukunft briugen wird. Möge Ihnen Gott auch in diesem Jahr seinen Schutz und Segen verleihen. M machte. Immer habe er dar Hakenkreuz als Zeichen eines neuen Werdens seinen Mitkämpfern vorangetragen, habe durch die Geradlinigkeit seiner Entschlüsse und die Fähigkeit, alle seine Forderungen politisch und weltanschaulich zu begründen, gesiegt, das Notwendige getan und das Ueberflüssige vermieden Als Zeichen seines und aller Mitarbeiter Dank überreichte er dem Gauleiter eine künstlerisch gestaltete Urkunde, die ihn immer an die Treue und Anhänglichkeit der Politischen Leiter im Gau Westfalen=Nord erinnern soll Das Treuegelöbnts zum Führer war wie immer der glaubensstarke Ausdruck nationalsozialistischer Kampfbereitschaft. Walter Goch Große Leistungen aus stolzer Tradition Erinneungslage des Gaues Westfalen-Nord durch den Gauleiter in Münster mit der Verkündung eines sozialen Hilfswerks eröffnet Aufruf Adolf Hitlers Fortsetzung von Seite 1 In Staaten. die kaum zehn Menschen auf den Quadratkilometer zu ernähren haben, die alle Rohstoffe der Welt ihr eigen nennen, sind zehn und zwölf Millionen Erwerbslose. d. b. vom menschlichen Glück ausgestoßene, und das alles. nur weil die Gewinnsucht. Korruption. Trägheit, aber auch Dummheit der Herrschenden in diesen plutokratischen Demokratien alle Methoden und Maßnahmen ablehnen, die dem schrankenlosen Egoismus des einzelnen Hemmungen auferlegen könnten zugunsten des Lebens der Gesamtheit. Diese Elemente. die als führende politische Persönlichkeiten in den demokratischen Ländern zugleich auch Inhaber und Aktienbesitzer der Rüstungsindustrien sind. glaubten außerdem— und glauben es auch heute noch—, daß der Krieg die größten Geschäftsmöglichkeiten mit sich bringt. Vor allem ein langer Krieg. Denn es liegt in ihrem kapitalistischen Interesse, die Investierungen ihrer Gelder eine möglichst lange Zeit auswerten zu können. So ist es zu begreifen, wenn z. B. einer der Hauptrüstungsindustriellen in England. der nunmehr verstorbene Mister Chamberlain. vom ersten Tag an sofort erklärte, daß dieser Krieg für England mindesteus drei Jahre dauern müsse. So ist es zu verstehen. wenn andere demokratische Machthaber wiederum in der wirtschaftliche Seite der Beteiligung am Kriege die größte Chance für ihre Länder erblicken und kein Hehl daraus machen, daß ihnen jeder Friede der Verständigung. d. b. ein vernünftiger Ausgleich der Völkerinteressen verhaßt ist. weil dies den dividendenhungrigen Rüstungsinteressenten die substantiellen Voraussetzungen entziehen würde. Die Völker selbst aber sind diesen demokratischen Heuchlern wie früher so auch heute gänzlich gleichgültig. Die Plutokraten brauchen den Krieg Unsere Friedensschritte waren keine Schwäche So ist es auch zu verstehen, daß mein Versuch im Jahre 1939, den Ausbruch des Krieges mit Frankreich und England zu verhindern, in der ganzen demokratischen Welt nicht nur eine eisige Ablehnung erfuhr, sondern einen geradezu wütenden Entrüstungsiturm auslöste. Für sie stand nur das unterdes in Rüstungsbetrieben investierte Kavital auf dem Spiel. sowie die Sorge, durch das Ausbleiben weiterer Aufträge die Gewinne wieder zusammenschmelzen zu sehen. Um ihre Absichten dabei zu maskieren, mußten sie mit Hilfe ihrer Presse einen Lügen= und Verleumdungsfeldzug ohnegleichen organisieren. Denn wenn die Völker begreifen würden, daß dieser Krieg überhaupt nicht notwendig war, daß weder England noch Frankreich die geringste Forderung erhalten hätten, dann könnte die Gefahr entstehen, daß die sehend gewordenen Bölker ihre demokratischen Verderber selbst zur Verantwortung und Rechenschaft ziehen. So mußte man und muß auch heute noch den Völkern mit der ebenso dummen wie insamen Lüge kommen, das Deutsche Reich oder Italien wollten die Welt erobern, während in Wirklichkeit die tatsächlich schon bestehenden Welteroberer Kriege brauchen, um ihre Kavitalien noch höher als bisher zu verzinsen. Diese Welteroberer sind aber gerade jene Staaten, die an Deutschland den Krieg erklärten. Deutschland selbst hat weder an Frankreich noch an England die geringste Forderung gestellt. Noch am 6. Oktober 1939 habe ich Frankreich und England eingeladen, gemeinsammit Deutschland die Wafsen nieverzulegen und statt den europäischen Kontinent im Interesse außereuropäischer Faktoren zerstören und ausbluten zu lassen, in gemeinsamer Arbeit einen vernünftigen Wiederaufbau anzustreben. Es blieb dies vergeblich. Damit traten wir in das nunmehr abgelausene Jahr ein. Es gehörte deshalb auch zu den Praktiken der demokratischen Kriegsverbrecher, jeden deutschen Friedensschritt ihren Völkern von vornherein als Schwäche hinzustellen. Als wir jahrelang die unausgesetzten demokratischen Hetzangriffe unbeantwortet ließen, erklärte man, Deutschland wage nicht, auch nur in eine Kontroverse mit den mächtigen Staaten des Westens einzutreten. Als die fortgesetzten Kriegsdrohungen von Deutschland keine Erwiderung fanden, sagte man, dies sei das Zeichen. daß Deutschland unfähig sei, infolge seiner inneren Schwäche überhaupt einen Krieg zu führen. Als wir die Boykotthetze, die fortgesetzten Angriffe auf deutsche Konsulate, das Herabreißen deutscher Fahnen usw. unbeantwortet ließen, versuchte man, dies als ein Zeichen der Ablehnung des heutigen Regimes durch das deutsche Volk zu erklären. Als endlich der Krieg beginnen sollte, da wurden meine letzten Bemühungen, den Frieden zu erhalten, abgetan mit dem triumphierenden Geschrei, es sei nunmehr bewiesen, daß Deutschland ungerüstet wäre und daß man es daher jetzt oder nie mit Leichtigkeit vernichten könnte. Ja. als endlich der erste der von den demokratischen Brandstiftern vorgeschickter Staaten. Polen. in 18 Tagen zusammengeschlagen und vernichtet war und Deutschland abermals seinen Wnusch nach Frieden aussprach. da wurde gerade in dieser Friedenssehnsucht der Bewies erblickt, daß Deutschland selbst im Zweifel sei und mit schlotternder Angst den britisch=französischen Angriffen im Westen entgegensehe. So war es und so ist es noch heute. Ob wir nun aus Angst oder aus Verantwortungsbewußtsein 1939 und 1940 unsere Friedensschritte unternommen hatten, ist unterdes weltgeschichtlich bereits zur Genüge ge: klärt worden. 1940: Entscheidungen ohne Beispiel Das Jahr 1940 hat Entscheidungen gebracht, wie sie in der Geschichte der Völker in äbnlichem Ausmaß und Tempo noch nie stattgesunden hatten. Der Versuch Mr. Cburchills, durch eine Hilfskreuzer jagt vor Singapur Neuseeland muls Ertolge eines deutschen Handeiszerstörers zugeben nd. Berlin, 2. Januar. Ueber die erfolgreiche Tätigkeit deutscher Kriegsschisse im Pazichen Ozean liegt eine neue Meldung aus 1 Manila vor. Danach haben 40 norwegische Seeleute, die in Hongkong ankamen, über die Tätigkeit eines deutschen Hilfskreuzers berichtet, der ungefähr in der ersten Dezemberwoche drei englische Frachter und einen Tankdampfer versenkt hat. Das Jagdgebiet des deutschen Hilfskreuzers besand sich damals im Seegebiet von Singavur. Das deutsche Schiff habe in See seine Brennstoff= und Lebensmittelvorräte aufgefüllt. Nach Angabe der norwegischen Seeleute hatte der deutsche Hilfskreuzer ungefähr 10 000 Tonnen Wasserverdrängung und eine Bestückung von 15- und 20,3=Zentimeter=Geschützen. Wie Reuter berichtet, teilte der Premier= minister von Neuseeland, Fraser, mit, da man auf einer Insel im Bismarckarchipel 50 Engländer, Franzosen und Norweger ausgenommen habe, die ein deutscher Handelszerstörer bereits vor einiger Zeit dort abgesetzt hatte. Es handele sich dabei um Ueberlebende von zehn Schiffen, die das deutsche Kriegsschiff versenkt habe, und zwar der englischen Schiffe „Rangitane“(16712 BRT.),„Turakina“(9691 BRT.),„Triadie“(6378 BRT.),„Triaster“(6932 BRT.),„Triona“ (4413 BRL.),„Mumara“(3900 BRT.) und „Felmwood“(2156 BRT.), sowie der in englischen Diensten fahrenden Norweger„Ring= wood(7203 BRT.) und„Benni“(5181 BRT.) und des Franzosen„Torou“(2489 BRT. Ueberrumpelung sich in Norwegen festzusetzen, der vor allem dank seiner eigenen Schwatzhaftigkeit noch gerade zur rechten Stunde zu unserer Kenntnis kam. führte zum Zusammenstoß in diesem Lande. In wenigen Wochen hat die deutsche Wehrmacht, haben unsere Soldaten diese Frage gelöst. Trotzdem die französischen und englischen Invasionstruppen auch dort— unter den ungünstigsten Bedingungen für Deutschland — überall vernichtend geschlagen und endlich aus Norwegen hinausgetrieben worden sind. brachte es vor allem die britische Provaganda fertig. den Kampf um Norwegen als einen deutschen Mißerfolg hinzustellen, ja geradezu in ihm einen Beweis zu sehen für die mangelnde Ausrüstung des deutschen Soldaten. für die fehlende Schlagkraft der deutschen Verbände, für die schlechte Führung der deutschen Wehrmacht und für die nachlassende Moral des deutschen Volkes. Die Briten flohen als erste So belogen und beschwindelt, schickten sich die Alliierten Anfang Mai an, zunächst Belgien und Hollano zu besetzen, um so den Krieg an die deutsche Grenze zu tragen. Am 10. Mai trat die deutsche Wehrmacht diesen Machenschaften entgegen, erfüllt von dem Entschluß, nunmehr im Westen die endgültige Entscheidung zu erzwingen. Fünf Tage schon brachten Holland zur Kapitulation, nach teren zehn Tagen hat die belgische Armee die Waffen gestreckt. Sechs Wochen nach Beginn der Westoffensive aber gab es keine französische Armee mehr, die in der Lage gewesen wäre, noch irgendeinen Widerstand zu leisten. Wenn britische Propagandisten die Lage so hinzustellen versuchen, als ob Frankreich den Krieg gänzlich unnötigerweise abgebrochen habe, dann ist dazu nur folgendes zu sagen: Die ersten Verbände, die den Kampf abbrachen, waren die englischen Diviionen. Vom Moment unseres Angriffes im Westen an hatte diese britische Armee nur den einen Gedanken, schleunigst das Festland zu raumen und zu dem Zweck die notwendige Deckung durch Holländer, Belgier und Franzosen sicherzustellen. Genau so, wie sie wenige Wochen vorher in Norwegen die norwegische Armee nur als Schutztruppe für ihren eigenen Rückzug ansah, so nunmehr ihre Verbündeten in Frankreich und Belgien. Als die französische Regierung um Frieden bat, gab es keine französische Truppe mehr, aber vor allem: es gab schon lüngst keine englische. Gerade diese hatte, während Frankreich noch kämpfte, als erste beschleunigt versucht, über Dünkirchen zu fliehen. Auch sonst brach im Zug dieser Auseinandersetzung das propagandistische Lügengebäude der demokratischen Kriegshetzer zusammen. Während sie noch wenige Wochen vorher versicherten, daß über eine Million Engländer auf dem Kontinent seien, stellte es sich nun heraus, daß es statt einer Million nur 12½ Divisionen gewesen sind. So haben sie ihre eigenen Angehörigen und die Völker ihrer Verbündeten betrogen. Der Feldzug im Westen hat nicht nur für eine andere sehende Welt, sondern auch für die deutsche Führung und des deutsche Volk die Güte der neuen deutschen Wehrmacht erwiesen. Das deutsche Volk bewährle sich Der deutsche Soldat ist in erhöhtem Ausmaß heute wieder das, was er stets gewesen war. Heer, Marine, Luftwasse und#1=Verbände wetteiferten miteinander im Einsatz und in den Leistungen. Die Führung genügte den höchsten Ansprüchen. Die Tapferkeit des deutschen Mannes war wie zu allen Zeiten über jedes Loberhaben. Allein, auch die Heimat hat einen großen Anteil an diesem gewaltigen Erfolg. Alle Organisationen der Partei und des Staates bewährten sich auf das höchste. Zahlreiche Helfer und Helferinnen standen im Dienste unserer Kriegführung. Zu den Riesenorganisationen des Reichsarbeitsdienstes, der Organisation Todt, der SA., des Reichsluftschutzbundes usw. kamen die minder großen des Roten Kreuzes sowie der nationalsozialistischen Fürsorgeverbände. Das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 ist ein Dokument einer sozialen Volksgemeinschaft, wie es etwas Aehnliches auf der Erde nicht gibt. Das Kriegswinterhilfswerk 1940/41 wird— das kann heute schon erklärt werden— diesen Eindruck nur verstärken. Allein auch die Arbeitsfront in der Heimat hat ungeheure Leistungen vollbracht. An der Spitze stehen hier die Millionenarmeen unserer Rüstungsarbeiter und unseres Landvolkes und über allem die Millionenarmee der im Kriege tätigen deutschen Frau. Die Kriegsverbrecher blieben stur Sofort nach Beendigung des Feldzuges im Westen habe ich neuerdings— diesmal an Enalang— den Wunsch gerichtet, den an enden un sich sinnlosen Krieg zu be und Europa und seinen Bewohnern das weitere Leid eines solchen Kampfes zu ersparen. Die Antwort entsprach den Interessen derer, die sie gaben. Eine Welle von Wut und Empörung erfaßte die kapitalistischen Kriegsverdiener aller Demokratien, der Gedanke an eine Völkerverständigung, die mit einem Schlage ihre Kriegs= und Rüstungsgeschäfte beendet haben würde, regte sie dermaßen auf, daß ihre britischen Hauptredner mit jenem Haß und Zorn den Gedanken einer Kriegsbeendigung abtaten, den zu allen Zeiten die Finanzgewaltigen dann bekämpfen, wenn am heiligen Gut, das sie auf dieser Welt besitzen, gerührt wird, nämlich an den Interessen ihres Kapitals. Und wenn sie heute ihren allmählich unruhig werdenden Völkern versprechen, daß sie nach dem Kriege auch nicht abgeneigt seien, für so etwas wie Volksgemeinschaft einzutreten oder sich um die Interessen der verblendeten eigenen Massen zu kümmern, dann beweist das nur die Skrupellosigkeit dieser demokratischen Kriegsverbrecher, mit der sie wenigstens für die Zukunft etwas versprechen, was sie in der Vergangenheit nie gerannt haben, und in der Gegenwart nicht nur nicht kennen, sondern so assen, daß sie schon deswegen Deutschand den Krieg erklärten. Damit findet nun der Krieg seine Fortsetzung bis zur Vernichtung dieser verantwortungslosen Elemente! Daß die deutsche Wehrmacht gut ist, hat sie bewiesen, daß sie aber in den kommenden Monaten noch besser sein wird, ist unser Entschluß. Er wird mit sanatischer Gewissenhaftigkeit und mit unermüdlichem Fleiß verwirklicht. Deutsche Wehrmacht gewaltig verstärkt Das Jahr 1941 wird das deutsche Heer, die deutsche Marine und Luftwasse in gewaltiger Verstürkung und in verbesserter Rüstung antreten sehen. Unter ihren Schlägen werden dann die letzten Phrasen der Kriegsverbrecher zusammenbrechen und damit endlich die Voraussetzungen eintreten für eine wirkliche Verständigung der Völker. Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen! Ihr kennt die Geschichte unseres inneren Ringens. Auch hier mußten erst gewisse Schichten beseitigt werden, ehe eine wirkliche Zusammenarbeit der Menschen in unserem Land stattfinden konnte. Es ist nach außen leider nicht anders. Die demokratischen Kriegsinteressenten, die seit vielen Jahrzehnten die Welt in Unruhe versetzen und die Völker in immer neue Krisen stürzen, müssen vernichtet werden! Es ist unser unerbittlicher Entschluß, dieses Gericht stattfinden zu lassen, auf daß Europa wieder seinen inneren Frieden findet. Was immer auch eintreten mag, Deutschland wird mit kühler Entschlossenheit alle Schritte vollziehen, die zur Erreichung diees Zieles notwendig sind. Jede Macht, die von diesen Demokratien ißt, wird daran sterben. Wenn Herr Churchill und seine internationalen demokratischen Genossen heute erklären, daß sie ihre Welt verteidigen und daß ihre Welt neben der unserigen nicht sein kann, dann ist das nur ihr eigenes Unglück. Die deutsche Welt hat genau so wie die italienische das Zeitalter der Vorrechte einiger plutokratischer Kapitalisten überwunden und an ihre Stelle das Zeitalter des Volkes gesetzt. Wenn die Herren Churchill und ihr kapitalistischer Anhang nun erklären, in einer solchen Welt zscht leben zu können, dann werden sie dadurch nicht die deutsche Welt vernichten, sondern früher oder später ihre um auch dort den eigenen Völkern die Freiheit zu geben. Im Kampf Vorrechte gegen nationalsozialistische Volksrechte werden die letzteren ersolgreich sein! In diesem Glauben treten wir in das Jahr 1941 ein. Ian Sahns: Tese, siebt seit Anfang Juni dieses Jahres das saschistische Italien. Es ist genau so entschlossen, wie wir es sind, dem von einer bornierten demokratischen Oberschicht dem italienischen Volke noch besonders erläuterten Krieg aufzunehmen und durchzuführen. Sein Kampf ist auch unser Kampf. seine Hoffnungen sind die unseren. Der Glaube der Kriegsmacher, durch einzelne Aktionen am Ausgang des Ringens etwas ändern zu können. ist kindli Herr Churchill hat schon eine große Anzahl von sogenannten„Siegen“ erzielt, die sich später noch immer als seine Krisenersolge herausstellten. Herr Churchill war ja auch der Mann. der plötzlich den unbeschränkten Luftkrieg als das große Geheimnis des britischen Sieges ersand. Dreieinhalb Monate lang hat dieser Verbrecher deutsche Städte durch Nachtangrisse wahllos mit Bomben bewerfen lassen, Brandplättchen aus Bauerndörser geschüttet— wie es die Bewohner der Reichshauptstadt wissen— besonders Lazarette als Ziele angegeben. Daß die deutsche Wehrmacht dreieinhalb Monate nicht antwortete. befestigte im Gehirn dieses Mannes die Meinung, er hätte nun endlich die Methode gefunden, in der er Deutschland überlegen sei. und mit der die deutsche Wehrmacht ihm nicht antworten könnte. Ich habe dieser menschlichen Grausamkeit, die militärisch nur ein Unfug war, dreieinhalb Monate lang zugesehen. Allerdings immer wieder mit der Warnung. daß eines Tages die Vergeltung kommen werde. Die demokratischen Brandstifter hatten für diese Warnung nur ihr altbekanntes Gelächter übrig. Sie sprachen vom„reizenden Krieg". der„fröhlich stimme“ und„u dem man nur jeden beglücken könne“. Sie brachten eingehende Schilderungen der Wirkung ihrer Bomben auf die deutsche Bevölkerung und auf die deutsche Wirtschaft usw. Nun war die einzige Wirkung dieser Angriffe nur die sich allmählich steigende Verbitterung im deutschen Volk, die Hoffnung, daß einmal die Vergeltung kommen würde und bei der Führung der Entschluß, mit dieser einseitigen Kriegführung endlich Schluß zu machen. Im Monat Mai hat England mit seinen Angriffen gegen die Stadt Freiburg begonnen. Monatelang höhnte man seitdem in den Kreisen der britischen Kriegshetzer über die Unfähigkeit Deutschlands, etwas ähnliches zu tun. Seit Mitte September wird ihnen nun wohl klar geworden sein, daß es nur Menschlichkeit gewesen ist, die uns solange zurückhielt, die Churchillschen Verbrechen zu beantworten. Krieg bis zur letzten Konsequenz Nun aber wird auch dieser Krieg geführt werden bis zur letzten Konsequen:— werden bis zur letzten Konsequen:— das heißt: solange, bis die auch dafür verantwortlichen Verbrecher beseltigl sind. Und es ist keine Phrase, sondern blutiger Ernst, wenn wir versichern, daß auf jede Bombe zehn oder wenn notwendig bundert zurückgeworfen werden. So mögen sie auch heute wieder vorübergehend schon aus propagandistischen Gründen wie schon so oft von der „Wendung des Kriegsglücks“ reden. Sie mögen sich aber eines merken: in diesem Krieg siegt nicht das Glück, sondern endlich einmal das Recht! Und das Recht ist aus der Seite der Völker, die um ihr bedrohtes Dasein kämpfen. Und der Kampf um dieses Dasein wird diese Völker zu den ungeheuersten Leistungen der Weltgeschichte anspornen. Wenn in den Demokratien die treibende Kraft für die Produktion der Gewinn ist. den einzelne Industrielle. Bankleute und bestochene Politiker einstecken, dann ist es im nationalsozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien die Erkenntnis der Millionen Schaffenden, daß in diesem Krieg gegen sie gekämpft wird, daß die Demokratien, wenn sie jemals Sieger wären, mit der ganzen kapitalistischen Grausamkeit wüten würden, der diejenigen fähig sind, deren einziger Gott das Gold ist. die keine andere menschliche Regung kennen als die Sucht nach Gewinn und die bereit sind, diesem Trieb jeden anderen edleren Gedanken ohne weiteres preiszugeben. Das nationalsozialistische Deutschland, das faschistische Italien n6 das mit uns verbündete Javan wissen, daß in diesem Krieg nicht um eine Staatsform gekämpft wird, sondern ausschließlich darum, ob diese Erde nur für die einen und nicht auch für die anderen da sein soll. Ein amerikanischer Politiker hat die geistvollen Begrife geprägt, daß es im Grunde genommen eben der Versuch der Habenichtse sei. etwas zu bekommen. Uns kann das nur recht sein. Während sich die andere Welt anschickt. den Habenichtsen das wenige, was sie noch besitzen. so wie vor der Machtübernahme, wegzustehlen, treten wir der besitzenden Welt gegenüber mit dem Entschluß, den Habenichtsen die allgemeinen Menschenrechte zu erkämpfen und ihnen jenen Anteil am Leben sicherzustellen, den sie auf Grund dieses Rechtes beanspruchen können Dieser Kampf ist nicht ein Angriff nur gegen die Anmatzung und Habgier einer dünnen kapitalistischen Oberschicht, die nicht einsehen will, daß die Zeit vorbei ist, in der das Golo die Welt regiert, daß im Gegenteil eine Zukunft anbricht, in der die Völker. d. b. die Menschen, die bestimmende Kraft im Leben der Nationen sind. Diese Erkenntnis war es, die die nationalsozialistische Armee im vergangenen Jahr beflügelt hat. Sie wird ihnen auch im kommenden Jahr den Sieg bereiten. Indem wir aber für dieses Glück der Völker kämpfen, glauben wir uns auch am ehesten den Gegen der Vorsenung au verdienen. Der Herrsott hat bishe: unserem Kampf seine Zustinmung gegeben. Er wird uns— wenn wit treu und tapfer unsere Pflicht er füllen— auch in Zukunft nicht verlassen! gez. Adolf Hitler. Berlin, 2. bels sprach funk zum de genden Wor Meine de genossinnen! Eines Jahre der Ende. In se Reich, sonde ändert. Ine Staaten. Lö den, machtr sich, die man geschweige e r einen r einen er hätte ich ar dieser Stelle Volke sprach dieses damo die deutsche reichen wür 5000 Kilom Soldaten al in ihren si wegen dann Obhut geno vollkommen deutsche Gein seine L geltungsan Herz getrof unter den mühsam un don in alle wenn auch existieren z Man hät Derd!— denn über Wo sind d keiten dazu Franzose Seine Art ausgerüste! Landes. se die Magin den Weltk. wo wir un wochenlang Erde mit Das alles haben und Und heu Vergangen noch. Wir m Ernst nd. 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Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Silvesterabend über den Rundfunk zum deutschen Volk. Seine Rede hatte folgenden Wortlaut: Meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen! Eines der entscheidungspollsten abre der deutschen Geschichte geht heute zu nde. In seinem Verlauf haben nicht nur das Reich, sondern ganz Europa ihr Gesicht verändert. In erdbebenartigen Erschütterungen sind Staaten. Länder und Völker umgeformt worden, machtpolitische Umschichtungen vollzogen sich, die man in einem Ablauf von Jahrzehnten, geschweige eines kurzen Jahres. nicht für möglich gehalten hätte. Man hätte mich wahrscheinlich für einen Narren und Phantasten, nicht aber für einen ernst zu nehmenden Politiker gehalten. hätte ich am Silvesterabend 1939. als ich von dieser Stelle aus zur Jahreswende zum deutschen Volke sprach, propbezeien wollen, daß am Ende dieses damals eben anbrechenden Jahres 1940 die deutsche Front von Kirkenes bis zur Biskaya reichen würde, daß dann überall diese ganze 5000 Kilometer lange Grenze herunter deutsche Soldaten auf der Wacht ständen, um das Reich in ihren sicheren Schutz zu nehmen, daß Norwegen dann bis an den Polarkreis in deutsche Obhut genommen sei. daß Frankreich militärisch vollkommen zerschmettert und England durch die deutsche Gegenblockade und durch Tag und Nacht in seine Lebenszentren hineingetragene Vergeltungsangriffe der deutschen Luftwaffe ins Herz getroffen sein würde. so daß es. taumelnd unter den schweren Schlägen unserer Wehrmacht. mühsam um sein nacktes Leben ränge. daß London in aller Welt um Hilfe betteln würde, um. wenn auch nur für Monate, überhaupt weiter existieren zu können. Man hätte mir wahrscheinlich— Hand aufs Herz!— entgegengehalten:„Wie wollt ihr denn überhaupt bis Kirkenes heraufkommen? Wo sind die Schiffe, wo die Transportmöglichkeiten dazu? Und was Frankreich betrifft: Der Franzose ist ein zäher und tapferer Soldat. Seine Armee ist vorbildlich ausgebildet und ausgerüstet. Dazu kommt der Reichtum dieses Landes. seine unerschöpflichen Hilfsquellen und die Maginotlinie nicht zu vergessen! Wir hahen den Weltkrieg noch in schmerzender Erinnerung. wo wir um einen halben Kilometer Landgewinn wochenlang kämpfen mußten und die französische Erde mit Strömen deutschen Blutes düngten.“ as alles würde man mir entgegengehalten haben und mehr noch dazu. Und heute gehören diese Einwände längst der Vergangenheit an. Wir erinnern uns ihrer kaum noch. Wir können nicht mehr verstehen, daß sie im Ernst überhaupt einmal vorgebracht worden nd. So schnell lebt diese Zeit, und so großzügig nd wir alle geworden im fast selbstverständlichen Hinnehmen von Erfolgen und geschichtlichen iegen, wie sie in dieser atemberauben: den Dynamik noch niemals in der Geschichte zu verzeichnen waren.. Es ist also ein undankbares Geschäft. den Provheten zu spielen. Die Zeit holt immer noch werter aus als unsere Phantasie. Sie ist nun einmal im Zuge und greift in diesem geschichtchen Umbruch mit harter, aber auch ordnender Hand in die Vorurteile. Verbogenheiten und tödlichen Komolikationen der Vergangenheit binein. Wer wollte sich unterfangen, zu sagen. was morgen sein wird, da unsere Vorstellungskraft kaum dazu ausreicht, das Heute ganz zu begreifen! Es ist das aber eine der wesentlichsten Voraussetzungen für ein klares politisches Urteil. die Zukunft aus der Vergangenheit verstehen zu lernen. nicht am Heute zu kleben. sondern mutig über den Tag hinaus zu denken, hinaus zu forschen, aber auch hinaus zu handeln. Nur die Ehrfurcht vor dem Gewesenen gibt die Kraft. das Kommende zu erkennen und mitzugestalten. Der Spießer hat meist Angst vor der Aktion. während sein Mut sich an den errungenen Erfolgen und Siegen berauscht. Er vergißt die gewonnenen Schlachten und vollbrachten Leistungen deshalb so leicht, weil er an ihrer Vorbereitung und Durchführung meist ziemlich unbeteiligt gewesen ist. Vor der Aktion kann er nicht genug Furcht und nach der Aktion nicht genug Courage haben. Als wir uns am Silvesterabend 1939 Rechenschaft ablegten über die ersten vier Monate dieses gigantischen Krieges, da konnten wir zwar schon auf große. stolze und einmalige Siege der deutschen Wehrmacht verweisen. Das ehemalige Polen lag zerschmettert, am Boden. Die deutschen Armeen standen bis an die Grenze des heutigen Generalgouvernements. Die Bedrohung des Reiches aus dem Osten war beseitigt. der Gedanke des Zweifrontenkrieges gehörte endgültig der Vergangenheit an. Aber die Kernfrage der militärischen Auseinandersetzung blieb noch ungelöst. In dumpfer rwartung harrten die Völker der Dinge, die ch wie ein fern anrollendes Gewitter in langsam sich heranziehenden Erschütterungen anzukündigen begannen. Waffenstarrend und finster drohend in Gesten und Reden stand uns der es Westen, der das Reich zu seinem Schicksalskampf herausgefordert hatte, gegenüber. Hätte man den damals in Frankreich regierenden Staatsmännern Glauben schenken wollen. so handelte es sich nur noch um Wochen, und das Reich zertel in seine Bestandteile. An den französischen eldküchen, so schrieben die Pariser Zeitungen. ollten wir Schlange stehen und um Essen betteln. Reden heute Mr. Cburchill und seine Trabanten etwa anders? Bedienen sie ihrer wilden Verzweiflung und lähmenden Hilflosigkeit nicht desselben frivolen, Jargons, um ihre Angst vor den kommenden Dingen zu überschreien, und greifen sie in ihren vagen Hoffnungen nicht nach denselben Strobhalmen fader Wunschträume, die an dem Tage verbrechen werden, an dem sie wirklich ernsthaft glauben sich daran halten zu können? Unsere Gegner haben immer mehr geredet als wir. Sie haben vor den Aktionen den Mund stets sehr voll genommen, um während der Aktionen plötzlich ganz zu verstummen. Vor allem in Zeiten, in denen scheinbar nicht viel geschah. stellten sie sich dreist vor die Oeffentlichkeit bin und ergingen sich in prahlerischen Drobungen gegen uns. Es ist immer— auch früher schon im Kampfe um die Macht im Reich— ihr fast tragikomisches Schicksal gewesen. den Führer nicht ernst zu nehmen, seine warnenden Worte in den Wind zu schlagen und aus seinem zeitweiligen Schweigen zu schließen, daß er nichts zu sagen wüßte oder gar nichts täte, Drei Wochen vor der Uebernahme der Macht im Reich noch erklärte der damals regierende Reichskanzler, daß Hitler eine Größe von gestern sei. Schuschnigg prahlte gegen das Reich noch zwei Stunden. bevor er mit Schimpf und Schande aus dem Wiezer Bundeskanzlervalais herausgejagt wurde. Benesch hatte schon seine Koffer gepackt. als er noch behauptete. er habe einen Plan in der Tasche, um die ausweglos scheinende Situation zu retten. Die volnischen Staatsmänner träumten noch von einem Sieg vor den Toren Berlins. als die deutschen Geschütze schon Warschau beschossen. Zwei Monate vor Frankreichs Zusammenbruch noch hausierte Monsieur Reynaud nichtsahnend in Diplomatenkreisen mit seiner neuen Eurovakarte herum und erklärte umständlich und in aller Gemütlichkeit wie Deutschland in seine Bestandteile aufgeteilt werden müsse. Verfolgt Mister Churchill heute etwa eine andere Methode? Er spricht in seinen Reden und Zeitungen von den Friedensbedingungen, die er dem Reich nach gewonnenem Kriege auferlegen will, während die britischen Inseln in Wirklichkeit bereits aus allen Pulsadern bluten und mühsam um Atem ringen. Alle unsere Gegner haben. scheint es, von den Anfängen der nationalsozialistischen Bewegung an bis heute nur den einen Ehrgeiz gehabt, an sich die Wahrheit des Wortes zu erhärten:„Wen der Herr strafen will. den schlägt er zuvor mit Blindheit.“ Ist es da nicht erlaubt, die Frage aufzuwerfen. was wohl Monsieur Reynaud vor zwölf Monaten getan haben würde, wenn er gewußt hätte. was das Jahr 1940 für Frankreich bringen sollte und weiter. was Mister Churchill heute tun würde, wenn er wüßte, was Englands Schicksal im Jahre 1941 sein wird? Wir Nationalsozialisten haben zwar selten. aber noch niemals falsch prophezeit. Hätte man dem Führer beizeiten geglaubt und Gehör geschenkt. der Welt wäre wahrscheinlich viel Leid erspart geblieben. Aber es muß wohl so sein, daß eine neue Ordnung von den gigantischen Ausmaßen wie die heute sich vollziehende nur unter Schmerzen geboren werden kann und daß die geschichtlichen Sünden der westlichen Demokratien auch ihre geschichtliche Sühne finden müssen. Sei dem, wie ihm wolle: das neue Deutschland ist als Vollstrecker dieses historischen Schicklals bereit. Wir bilden als Front und Heimat eine große. starke 90=Millionen=Gemeinschaft, die jeder Gefahr und jeder Bedrohung gewachsen ist. Wir haben das Glück. einen Führer zu besitzen, der uns, aus kleinsten Anfängen beginnend. immer den geraden. Weg nach oben führte. Er kann sich auf seine Soldaten, auf seine Arbeiter. Bauern. Beamten und Geistesschaffenden verlassen. Sie verstehen ihn, so wie er sie versteht. Bei uns zulande gibt es in diesen harten Monaten des Krieges nur noch einen Gedanken: den an den Sieg. Dafür arbeiten und kämpfen wir. bis der Angriff auch des letzten Feindes gebrochen sein wird. In dieser bewegenden Stunde kurz vor der Jahreswende wollen wir uns das alles noch einmal vor Augen halten. wollen wir in dankbarer Erinnerung an die großen Siege, die das Schicksal uns im abgelaufenen Jahre vergönnte. vor aller Welt feierlich geloben: Niemals wollen wir müde werden und niemals verzagen. Die Opfer. die wir für den Krieg bringen müssen. legen wir freudigen Herzens unserem Vaterlande zu Füßen. Keine Macht der Welt kann uns dann dazu zwingen, unsere Pflicht zu verleugnen und die große geschichtliche Aufgabe der Rettung der Freiheit unseres Volkes auch nur einen Augenblick zu vergessen. So grüße ich denn in dieser letzten Stunde eines zu Ende gehenden großen und geschichtlichen Jahres unser ganzes deutsches Volk. Ich grüße seine Männer, die in der Heimat in harter Arbeit den Krieg durchführen helfen. seine Arbeiter auf den Werften und in den Munitionsfabriken. Ich grüße seine Frauen. die alle Beschwernisse und Mühsale des Krieges willig auf sich nehmen. die überall da eingesprungen sind, wo die Männer an die Front mußten, und die in einem Heroismus ohnegleichen in dieser harten Zeit der Nation auch noch Kinder schenkten. Die Kinder grüße ich. die ungezählten deutschen Kinder, die auch schon vom harten Zugriff des Krieges mit angefaßt werden, die vielfach in den häufiger luftbedrohten Gebieten ihre Mütter und ihr Vaterhaus verNeues vom Jage Vollireffer in Rüstungswerk in Esser Kühner Einzelangrift aus nur 100 m Höhe London wurde nicht vergessen no. Berlin. 1. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 31. Dezember erzielte ein deutsches Kampfflugzeug bei einem kühnen Einzelangrirr nur aus 100 Meter Höhe mehrere Volltreffer in ein Rüstungswerk der Grasschaft Esser. Auch in London wurden kriegswichtige Ziele mit Sprengbomben belegt. Weitere Angriffe richteten sich gegen einen Bahnhof sowie gegen einen Hafen im Südosten der Insel, wobei erheblicher Schaden an kriegowichtigen Anlagen und mehrere Brände in Lagerhäusern beobachtet wurden. Vier keindliche Flugzeuge versuchten, im Schutze der Wolken in das westdeutsche Industriegebiet einzudringen. Von ihnen wurden zwei Flugzeuge vom Muster BristolBlenheim schon im Küstenvorland von der Flatartillerie abneschossen, die anderen vor Erreichen des Zieles zur Umkehr gezwungen. Eigene Verluste sind auch gestern nicht eingetreten. In der Neujahrs nacht wurde die deutsche Luftwafse nicht eingesetzt. Auch der Gegner unterließ Angriffshandlungen. * no. Berlin. 31. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 30. 12. grifsen, wie bereits gemeldet, stärkere Kampffliegerverbände London an. Sie warfen eine große Anzahl von Bomben aller Kaliber auf kriegswichtige Ziele. vor allem im Stadtkern. Es entstanden viele und außerordentlichstarke Brände, die bis zur Kanalküste sichtbar waren. Im Laufe des 30. 12. beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwasse auf einige Angrisse gegen Flugplätze und Industrieziele in Norsolk und Cambridgeshire. Dabei wurden auf dem Flugplatz Mildenhall durch Angriff aus niedriger Höhe mehrere Flugzeuge am Boden zerstört. In der Nacht zum 31. 12. fanden keine Kampfhandlungen statt. Der Führer ordnet Umgestaltung Memels an Die Stadt Memel. die äußerster Vorposten im Kampf für deutsche Freiheit war, wird auf Grund des Gesetzes über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 ein neues Antlitz bekommen. Mit der Durchführung wurde der Gauleiter des Gaues Ostpreußen der NSDAP.. Erich Koch. beauftragt. Neujahrsaufruf Gauleiter Bohles Zum Jahreswechsel erließ der Leiter der Auslandsorganisation. Gauleiter Bohle, einen Aufruf an die Auslandsdeutschen und die deutschen Seefahrer. Pekonen lehnt Kabinettsbildung ab Der designierte finnische Ministerpräsident Pekonen hat dem Staatspräsidenten Ryti mitgeteilt, daß er nicht in der Lage sei. die Kabinettsbildung zu übernehmen. USA.-Botschafter für Vichy In Lissahon Der neue Botschafter der Vereinigten Staaten in Vichy, Admiral Leahy, dem Roosevelt für die Ueberfahrt den Kreuzer„Tuscaloosa“ zur Verfügung gestellt hatte, traf in Lissabon ein. nunmmmmmmmmm AmM lassen mußten. Ich grüße unsere Arbeiter, unsere Bauern, unsere Geistesschaffenden, die in ihrer Gesamtheit als Volk sich der großen Zeit. die wir durchlehen, würdig erwiesen haben. Mein besonderer Gruß gilt dabei unseren Auslandsdeutschen. all denen. die über die Grenzen hinaus in fremden Ländern und fernen Kontinenten, manchmal durch Ozeane von uns getrennt, für das Reich denken, leiden und arbeiten. Unsere heißesten und dankbarsten Grüße und Wünsche aber geben in dieser Stunde zu unseren Soldaten. Es sind Wünsche und Grüße der ganzen Heimat, die ich hier aussoreche. Aus tiefstem Herzen kommend. richten sie sich an unser tapferes Heer, an unsere glorreiche Luftwasse und an unsere sieggekrönte deutsche Kriegsmarine. Heimat und Front wollen in dieser Stunde, da wir Abschied nehmen von einem Jahr voll von Sorgen. aber auch voll von großen geschichtlichen Siegen. eine große, Familie bilden. Wir verneigen uns als deutsches Volk in dieser Stunde in tiefer Ehrfurcht vor dem Allmächtigen. der uns in diesem abgelaufenen Jahr so sichtbar seinen Segen gegeben hat. der über unseren Schlachten stand und unsere Waffen mit Sieg krönte. Er weiß, daß wir diesen Krieg für einen besseren Frieden führen, daß wir eintreten für das Glü“ der Menschen, das bisher so oft von den Regierenden mit Füßen getreten wurde. Die ganze deutsche Nation aber. Front und Heimat. vereint sich in dieser Stunde in einem heißen Dankgefühl für den Führer. Sie grüßt ihn aus 90 Millionen glühenden Herzen. Sie ist bei ihm in den schweren und in den glücklichen Stunden unseres Volkes, so wie sie das Gefühl hat, daß der Führer gerade dann auch immer bei ihr ist. Wir Deutsche alle wünschen ihm Glück und Segen für das neue Jahr. eine starke, feste, sichere Hand. Gesundheit und Kraft in allen seinen Werken. Lang möge er leben, lang möge er über dem Volke stehen als des Reiches Schutz und Schirm. als der erste Kämpfer für einen wahren, echten Frieden und für das Glück, die Ehre und den Ruhm seines Volkes. Die Welt bewundert ihn, wir aber sind bevorzugt, ihn lieben zu dürfen. Reichen wir uns alle die Hände und schließen uns fest und unzertrennbar um ihn zusammen. Das alte Jahr ist zu Ende. Ein neues steigt herauf. Möge es dem scheidenden nicht nachstehen an Glück. Segen und stolzem Sieg! Roosevelt fälschte Worte des Führers Gefährlicher rednerischer Einmischungsversuch /USA, sollen durch Lügen kriegsreit gemacht werden Dr. k. G. Berlin, 2. Januar. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat in einer„Rede am Kamin“, wie die Provaganda des Weißen Hauses sagte, sich mit den amerikanischen Lieferungen an England beschäftigt und eine von Unwahrheiten und Haß strotzende Rede gegen das nationalsozialistische Deutschland geyalten. Roosevelt erklärte: „Wir müssen England alle Waffen in genügender Meuge und ziemlich schnell zukommen lassen, damit die Schrecken und die Leiden des Krieges, welche andere zu ertragen haben, uns und unseren Kindern erspart bleiben.“ Roosevelt hat mit dieser Formulierung den Versuch zu einer Ankurbelung der amerikanischen Rüstungsindustrie gemacht und diese sehr aktive Unterstützung Englands damit begründet, daß sich die Vereinigten Staaten in einer wirklichen Gefahr für den Fall eines Sieges des nationalsozialistischen Deutschland befinden. Roosevelt fühlt sich nach seiner dritten Wiederwahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika offenbar als der eigentliche Gegenspieler Adolf Hitlers. Der Präsident. der an seiner Rundfunkansprache noch in der Nacht gearbeitet und sie mehrmals geändert hatte, ist von dem verhängnisvollen Ehrgeis ergriffen. die Rolle des Schiedsrichters im euroväischen Kriege zu spielen, was seiner so oft verkündeten Theorie von der Nichteinmischung Nordamerikas in fremde Angelegenheiten aufs kraffeste widerspricht. Tatsächlich kann man Roosevelts Rede, die am Montagmorgen mitteleuroväischer Zeit über 500 Rundfunksender gesprochen und angeblich von 100 Millionen Menschen gehört wurde, zum mindesten als einen beispiellosen rednerischen Einmischungsversuch der Vereinigten Staaten in die europätsche Entwicklung bezeichnen. Die Ansprache, die ursprünglich nur 20 Minuten dauern sollte, tatsächlich aber über 40 Minuten in Anspruch nahm und fast 4000 Worte umsaßte, ging über die Grenzen des offiziellen Stils weit hinaus und hat mit Neutralität und internationaler Korrektheit nichts mehr gemein. Die Bemerkung amerikanischer Berichterstatter, daß Roosevelt„langsam. ernst und traurig“ gesprochen habe. illustriert deutlich die Richtung der Agitation, wie sie heute in den USA. getrieben wird. Das amerikanische Volk soll kriegsreif gemacht werden! Man erinnere sich der Stelle in der letzten Fühverrede. an der es wörtlich heißt:„Die deutsche Arbeitskraft, das ist unser Gold. und das ist unser Kapital. und mit diesem Gold schlage ich jede andere Macht der Welt" Jeder. der au Willens ist, liest aus diesem Satz den Willen des Führers beraus. die Arbeit als den einzigen Wertmaßstab allen menschlichen Lebens zu betrachten. Dies ist eins der fundamentalen Prinzivien der nationalsozialistischen Weltanschauung. der zentrale Gedanke nationalsozialistischer Volks= und Staatsführung. Was aber konstruiert, Roosevelt mit geradezu jüdischer Rabulistik daraus? Er leitet aus der ganz eindeutigen Feststellung des Führers vom Segen und von der Macht der Arbeit einen Welt.herrschaftsanspruch Deutschlands ab. verdrebt also den Sinn der Worte Adolf Hitlers auf die gemeinste Weise mit dem offensichtlichen Zweck. durch diese vlumve Fälschung die Haßinstinkte des amerikanischen Volkes gegen Deutschland zu schüren, um es kriegsbereit zu machen. Noch niemals hat Noosevelt so offensicht lich gelogen, doch begnügt er sich nicht mit dieser einen Skrupellosigkeit, sondern steigerte sie mit einer ebenso niederträchtigen wie albernen Lüge, indem er die von der englischen Provaganda erfundene und verbreitete Fabel von angeblichen Angriffsabsichten der Achse auf die Vereinigten Staaten wiederholte und sie mit raffinierten Phrasen auszuschmücken versuchte. Dabei verfälschte er die Weltgeschichte wieder mit der Bemerkung, daß Amerika seit Verkündung der Monroedoktrin(„Amerika den Amerikanern“) niemals mehr angegrissen worden sei. Jedes Geschichtshuch straft Roosevelt Lügen, denn die Einmischung Enalands in den amerikanischen Bürgerkrieg und die französische Expedition nach Mexiko sind historische Tatsachen, die der Präsident im Weißzen Hause glatt unterschlug, weil sie ihm nicht in sein Manuskript zu passen schienen. Immer wieder haben Deutschland, Italien und auch Japan erklärt, daß sie keine territorialen Ansprüche in der westlichen Hemisphäre erheben, und wenn Roosevelt den Dreierpakt als Beweis dafür ansieht. daß dieses Bündnie das Signal für Angriffspläne gegen die Vereinigten Staaten sei. lo kann man nur nüchtern seitstellen, wie sehr er sich die Aaitationsmethoden seines enalischen Kollegen ChurchilI angeeignet hat. Das trifft auch auf einen anderen gehässigen Gatz seiner Rede zu. der mit ausgeklügelter Sophistik behauptet, Deutschland wolle Italien gerdrosseln". Dieser Angriff auf die Festigkeit des Bündnisses der Achsenmächte erinnert an die bekannten Bhrasen in der jüdischen Weltvresse. Roosevelts gefährliche„Plaudexet am Kamin" läßt uns Deutsche kalt. Die Ansprache pi heiten und bar jeder Objektivität. besonders was die infamen Lügen vom Weltherrschaftsanspruch Deutschlands und die sogenannten Angriffsabsichten der verbündeten Mächte des Dreierpaktes auf amerikanische Gebiete anbelangt. worunter Roosevelt bekanntlich auch Südamerika versteht. Nicht wir mischen uns in die amerikanischen Verhältnisse ein, sondern umgekehrt spielen sich die Vereinigten Staaten als Weltvolizisten auf. wobei mit Nachdruck an die Einmischung Nordamerikas in Eurova während des Weltkrieges vor 25 Jahren erinnert sei. Man muß sich fragen, welche Gründe Roosevelt bewogen haben mögen. diese Serie von Beschimpfungen durch das geduldige Mikrofon auf das amerikanische Volk loszulassen. Weshalb zeigte er sich so nervös? Der Grund für sein unqualifiziertes Verhalten ist offensichtlich sein schlechtes Gewissen! Roosevelt fühlt sich am Untergange Englands mitschuldig und versucht nun. die Stimme der Vernunft mit lautem Geschrei zu erwürgen! Eine kleine plutokratische Herrenschicht mit Roosevelt an der Svitze will das amerikanische Volk gegen seine nüchterne Ueberlegung und gegen seine wahren Lebensinteressen für ein gefährliches Abenteuer mobilisieren. Soll wirklich gegen den Willen des amerikanischen Volkes diese jüdische Clique in New Vork und Washington die Möglichkeit haben. die Vereinigten Staaten zum Opfer einer maßlosen Hetzkampagne zu machen? Will wirklich das sonst so klar denkende amerikanische Volk sich einer Haßstimmung gegen Deutschland und Italien ausliefern. die durch die unverschämtesten Lügen genährt wird? Die leichtfertige Politik Roosevelts hat die Vereinigten Staaten seit 1936 immer stärker in Verbindung mit der sterbenden britischen Plutokratie gebracht. Roosevelt hat sich niemals bemüht. sachlich die Entwicklung Eurovas zu erkennen oder gar zu begreifen. Die vernünftigen Bürger Amerikas wissen aber, daß die Achse mit allen Menschen des Kontinents jenseits des Atlantischen Ozeans in Frieden und Freundschaft leben will und sie werden begreisfen, daß ihr Präsident auf ein falsches Pferd setzt. Die alte Ordnung der Dinge verbricht. Die Revräsentanten dieser morschen Welt alauben, so sagt der Führer in seiner Neujahrsbotschaft, im Jahre 1941 vielleicht doch noch erreichen zu können was ihnen in der Vergangenheit, mißlang.„Wir sind bereit! Das Jahr 1941 wird die Vollendung des größten Sieges unserer Geschichte bringen!“ Statt Karten Die Verlobung unserer Tochter Lotte mit Herrn Bernard Brackhane zeigen wir an August Peter und Frau Paula, geb. Poggenpohl Herford, Lübbertorwall 8 Meine Verlobung mit Fräulein Lotte Peter gebe ich bekannt Bernard Brackhane Oberzahlmeister in ein. Inf.-Rat. z. Zt. im felde Neujahr 1941 Dem Herrn über Leben und Tod hat es getallen. am Neujahrsmorgen unsere liebe Mutter. Schwiegermutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Wwe. Friederike Steffen geb. Brünger nach langer, schwerer Krankheit im Alter von fast 74 Jahren zu sich in sein Reich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen Hertord, den 1. Januar 1941. * Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 4. Januar 1941, nachmittags 14.30 Uhr, vom Trauerhause, Falkstraße 15. aus statt. Ab 2. Januar 1941 sind wir dem Fernsprechnetz unter JammeLnummer 2757 angeschlossen. Stadtwerke Herford Gaswerk. Wasserwerk, Gaslehrküche Kaufmann für allgemeine Verwaltungsarbeiten gesucht Angebote unter A S 7886 an die Westfälischen Neuesten Nachrichten. Kraftfahrer für 1-To.-Lielerwagen, kräftig und ehrlich, für alle vorkommenden Arbeiten für solort gesucht. Blergroßhandlung Hermann Rathmann Brackwede, Osningstraße 5 Fernruf 1182. Für meine Abteilung Einkauf suche ich für sofort oder später eine tüchtige Stenotypistin Schriftliche Bewerbungen mit Zeugnisabschriften an WILHELM Ellers fr., Bielefeld, Falkstraße 9. 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Union-Klause Fettverbilligungsscheine Die Ausgabe der Fettverbilligungsscheine für die Zeit von Januar bis März 1941 an die bezugsberechtigten Nichtunterstützungsempfänger der Stadt Herford findet an folgenden Tagen im Rathaus. Zimmer Nr. 68. statt: Montag. den 8. Januar 1941: Buchstabe A—E. von 8 bis 12½ Uhr und von 15 bis 17½ Uhr: Dienstag. den 7. Januar 1941: Buchstabe F—H. von 8 bis 12½ Uhr und von 15 bis 17½ Uhr: Mittwoch. den 8. Januar 1941: Buchstabe J. K. L. von 8 bis 12½ Uhr: Donnerstag. den 9. Januar 1941: Buchstabe M—R. von 8 bis 12½ Uhr und von 15 bis 17½ Uhr: Freitag. den 19. Januar 1941: Buchstabe S—T. von 8 bis 12½ Uhr und von 15 bis 17½ Uhr: Sonnabend. den 11. Januar 1941: Buchstabe U—8. von 8 bis 12½ Uhr. Die Ausgabe erfolgt nur gegen Vorlegung der grünen Ausweiskarte und die Einkommensbescheinigung(Lohnabrechnung). Außerbalb der vorstehenden Reihenfolge ist eine Abfertigung aus technischen Gründen nicht möglich. Es ist unbedingt erforderlich, daß die Ausgabezeiten innegehalten werden. Der Oberbürgermeister. Diehleuchenpolizeiliche Knordnung Nachdem die Maul= und Klauenseuche unter dem Viehbestande 1. des Bauern Heinrich Lepelmeier. Ostkilver Nr. 19. 2. des Händlers Wilhelm Hellmeier. Ostkilver Nr. 21. amtstierärztlich festgestellt worden ist, wird zum Schutze gegen diese Seuche auf Grund der§§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 25. Juni 1909(RGBl. I S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten in Minden folgendes bestimmt: I. Der durch Sperrschilder örtlich gekennzeichnete Bezirk ist Sverrbezirk. II. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Herford. den 28. Dezember 1940. Der Landrat. Diehleuchenpolizeiliche Rnordnung Nachdem die Maul= und Klauenseuche unter den Viehbeständen des 1. Bauern Wiegmann in Lenzinghausen Nr. 2. 2. Landwirts Hermann Möller in Westerenger Nr. 4. 3. Viehhändlers Heinrich Gläsker in Hunnebrock Nr. 138. 4. Bauern Wilhelm Ploghaus in Holsen Nr. 6 wieder erloschen und die angeordneten Desinfektionen ordnungsmäßig durchgeführt und abgenommen worden sind. hebe ich die mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten in Minden auf Grund der§§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 25. Juni 1909(RGBl. I S. 519) seinerzeit verhängten Sverrmaßnahmen hierdurch auf und setze die dafür erlassenen Sonderbestimmungen außer Kraft. Herford. den 27. Dezember 1940. Der Landrat. Wegen Ausgabe der Lebensmittelkarten sind die Geschäftsräume der Kartenausgabestelle des Ernährungsamtes(Feuerwehrhaus) am Donnerstag. Freitag und Sonnabend dieser Woche geschlossen. An diesen Tagen werden auch keine Schlachtgenehmigungen erteilt. Svenge, den 31. Dezember 1940. Der Amtsbürgermeister. Herrenwäschefabrik in Süddeutschland sucht zum sofortigen Eintritt: 1. 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Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr. in der Wirtschaft Plaßz: Besenkamp: Sonnabend von 14 bis 17 Uhr in der Schule: Dreven: Sonntag von 9 bis 12 Uhr in der Schule: Herringhausen(Ost und West): Sonnabend von 14 bis 17 Uhr in den bisherigen Ausgabestellen: Oldinghausen: Sonnabend von 14 bis 16 Uhr in der Schule: Pödinghausen: Sonntag von 10 bis 13 Uhr in der Wirtschaft Weber: Siele: Sonntag von 9½ bis 12 Uhr in der Schule: Westerenger I und Westerenger II: Sonnabend von 14 bis 17 Uhr in den bisherigen Ausgabestellen. Die neu ausgegebenen Karten sind sofort auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen. Spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt.„ Zur Entgegennahme der Bezugskarten bat aus jedem Haushalt eine erwachsene Person zu erscheinen. Enger, den 2. Januar 1941. Der Amtsbürgermeister. Bekanntmachung Die Fettverbilligungsscheine für Januar bis März 1941 werden im Amtsbezirk Kirchlengern am 8. Januar 1941 ausgegeben. mit Ausnahme der Gemeinde Kirchlengern, wo die Ausgabe am 7. Januar stattfindet. Die genauen Ausgabetermine sind in den Gitterkästen der Gemeinden veröffentlicht. Kirchlengern. den 31. Dezember 1940. Der Amtsbürgermeister. Die Ausgabe der Lebensmittelkarten für die Zeit vom 13. Januar bis 9. Februar 1941 findet in den bisherigen Ausgabelokalen wie folgt statt: Freitag. den 3. Januar 1941. in der Gemeinde Quernheim. beginnend um 14 Uhr. in der Gemeinde Stift Quernheim. beginnend um 14½ Uhr. und in der Gemeinde Rehmerlob. beginnend um 15 Uhr: Sonnabend. den 4. Januar 1941. in den Gemeinden Kirchlengern. Häver und Klosterbauerschaft. beginnend um 14 Uhr. Wegen der Reihenfolge der Ausgabe und der Dauer derselben wird auf die Bekanntmachung in den Gitterkästen verwiesen. Kirchlengern, den 31. Dezember 1940. Der Amtsbürgermeister. Ausgabe von Lebensmittelkarten am 4. Januar 1941 Die für die Zeit vom 13. Januar 1941 bis 9. Februar 1941 gültigen Lebensmittelkarten werden am 4. Januar 1941 ausgegeben. Die Ausgabebezirke. Ausgaberäume und Ausgabezeiten sind die gleichen wie bei der Ausgabe am 7. Dezember 1940. Am Sonntag findet grundsätzlich eine Kartenausgabe nicht mehr statt. Lediglich in dringenden Fällen. in denen die Abholung der Karten am Sonnabend nicht möglich war. kann eine Ausgabe am Sonntag. dem 5. Januar 1941. in der Zeit von 11 bis 12 Uhr stattfinden. Die neu ausgegebenen Karten sind sofort auf Vollständigkeit zu prüfen. Spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt. An Haushalte. für die an den Ausgabetagen eine erwachsene Person mit den erforderlichen Unterlagen nicht erscheint. können frühestens am Donnerstag der nächsten Woche im Rathaus die Lebensmittelkarten ausgegeben werden. Die Zusatzkarten und Zusatzberechtigungsscheine für Kranke. werdende oder stillende Mütter werden am Dienstag und Mittwoch. den 7. und 8. Januar 1941. in Rathaus— Sitzungssaal— ausgegeben. Herford, den 31. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister— Ernährungsamt Abt. B. Ausgabe der Zusatzseifenkarten Die neue Zusatzseifenkarte für Kinder. Hautkranke und berufsmäßig in der Krankenpflege tätige Personen wird ab 2. Januar 1941. jedoch nicht vor Ablauf von drei Monaten seit der Ausgabe der letzten Zusatzkarte. im Sitzungssaal des Rathauses ausgegeben. Der Stamm der letzten Zusatzkarte. außerdem für Kinder das Familienstammbuch und für Kranke eine ärztliche Bescheinigung. sind vorzulegen. Herford. den 31. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister— Wirtschaftsamt. Bekanntmachung des Amtes Ennigloh Lebensmittelkartenausgabe Die Lebensmittelkarten für die Versorgungsveriode vom 13. Januar 1941 bis 9. Februar 1941 werden wie folgt ausgegeben: Hunnebrock: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 18 Uhr. in der Schule: Hüffen: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 15 bis 17 Uhr. in der Schule: Wersen: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr. in der Schule: Able: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 15 bis 18 Uhr. im Haus der Gemeinschaft: Holsen: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 18 Uhr. in der Schule II: Muckum: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 15 bis 17 Uhr. in der Schule Muckum: Dünne: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr. in der Schule Dorf: Spradow: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr. in der Schule: Südlengern(Heide): Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr. in der Schule Heide: Südlengern(Dorf): Sonntag. den 5. Januar 1941. von 9 bis 12 Uhr. in der Schule Dorf: Ennigloh: Sonntag. den 5. Januar 1941. von 9½ bis 12 Uhr. für die bisherige Ausgabestelle„Schützenhof“ in der Bahnhofschule(oberer Flur): Ennigloh: Sonntag. den 5. Januar 1941. von 9½ bis 11¾ Uhr (Ausgabestelle wie bisher). in der Bahnhofschule: Ennigloh: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr, in der Turnhalle: Ennigloh: Sonnabend. den 4. Januar 1941. von 14 bis 17 Uhr. in der Schule Oberenniglob. Für alle Ausgabestellen gilt die bisherige Einteilung. Die Bestellscheine einschl. des Bestellscheins 19 der Reichseierkarte sind in der Woche vom 6. bis 11. Januar 1941 bei den Verteilern abzugeben. Die Verwaltungsbüros des Amtes Enniglob einschl. ErnähWirtschaftsstelle sind am Sonnabend. dem 4. Jannar 1941. ab 11 Uhr geschlossen. Enniglob. den 2. Januar 1941. Der Amtsbürgermeister. Nr. 1 Zweites Blatt Herford Stadt und Land Donnerstag, 2. Januar 1941 Das Geburtshaus Weddigens Die stolzen Heldentaten unserer neuen deutschen U=Bootwaffe rufen immer wieder die Waffentaten der Männer des Weltkrieges in uns wach Einer ihrer tapfersten war der Kommandant Otto Weddigen. Besonders stolz Foto: Walter Kleinewächter waren die Westfalen auf ihren U=Bootkommandanten, war er doch ein Sohn der Stadt Herford. Weddigen wurde am 15. September 1882 als Sohn eines Herforder Webereibesitzers geboren. Er war der jüngste unter den elf Geschwistern. — Seine Laufbahn und sein Opfertod sind für die junge deutsche Wehrmacht Vorbild kämpferischen Einsatzes und treuer Pflichterfüllung bis zum letzten. Unser Bild zeigt das schöne Portal des aus dem Jahre 1591 stammenden Bürgerhauses der Familie Weddigen. herford in Kleinzeilen Denkt an die Verdunkelung! Sonnenuntergang heute 17.23 Uhr, Sonnenaufgang morgen 9.37 Uhr. Herforder, denkt an die totale Verdunkelung während dieser Zeit! Es gibt neue Lebensmittelkarten Am kommenden Sonnabend werden im Stadtbezirk Herford die für die Zeit vom 13. 1. bis 9. 2. gültigen Lebensmittelkarten ausgegeben. Die Ausgabezeiten und Ausgaberäume sind die gleichen wie bei der letzten Ausgabe im Dezember. Es wird besonders daran erinnert, daß eine Kartenausgabe am Sonntag nicht mehr erfolgt. Der erste Tausender war fällig Der„Ewiglachende“, der Glücksmann Nr. 413, konnte am vorletzten Tage den ersten Tausender auszahlen. Wie schon so oft, fiel ein größerer Gewinn nach außerhalb. Diesmal war der glückliche Gewinner ein Gast einer Salzufler Gastwirtschaft. Hitler=Junge gewann 50 RM. Bei einer Weihnachtsfeier eines hiesigen Unternehmens gewann ein Hitler=Junge auf ein bei einem grauen Glücksmann gekauftes Los 50 RM. Den Betrag stellte der glückliche Gewinner der Hitler=Jugend zur Verfügung. Hohes Alter eines Herforders Seinen 75. Geburtstag konnte körperlich rüstig und geistig frisch der Ziegelmeister i. R. Hermann Hanke, Herford, Salzufler Straße 5, seiern. Keine Winterschlußverkäufe 1941 Auf Grund eines Paragrafen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb in der Fassung des Gesetzes zur Aenderung gegen den unlauteren Wettbewerb vom 26. Februar 1935 ist vom Reichswirtschaftsminister angeordnet worden, daß die Winterschlußverkäufe des Jahres 1941 nicht durchgeführt werden. Der letzte Herforder Wochenmarktbericht Folgende Preise wurden vorgestern auf dem Wochenmarkt gezahlt(die Preise gelten, falls nicht anders angegeben, als Verbraucherhöchstpreise für 500 Gramm): Blumenkohl 42, 37, 23, 13; Wirsing 8; Schwarzwurzeln 21; Porre 18; Steckrüben 6; Endiviensalat 10; Rosenkohl 30; Weißkohl 7; Rotkohl 8; Rote Beten 7; Suppengrün, Bündchen 9: Grünkohl 9; Zwiebeln, deutsche, 10; italienische 17; Kürbis 8; Kartofseln, gelbe, 5 Klg. 41; Spinat 12; Knollensellerie 18, 15, 10: Kopfsalat 17. 6; Möhren 8; Feldsalat, großblättrig 40 kleinblättrig 50. Auszeichnung für 40jöhrige treue Dienste Dem Prokuristen Fritz Brinkhof. der— wie bereits vorgestern berichtet— heute auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Firma F. W. Berren Nachfolger in Herford zurückvlicken kann. wurde durch den Betriebsführer ein Diplom der Industrie= und Handelskammer Bielefeld überreicht. „Mutter und Kind“ Ortsgruppe Deichtor Die Sprechstunden der Hilfestelle„Rutter und Kind“ der Ortsgruppe Deichtor finden ab Januar jeden Mittwoch in der Zeit von 10—12 Uhr in Herford, Engerstraße 8, statt. Jahrdes Erfolges und der Bewährung Jahresschlußappell der Politischen Leiter der Ortsgruppe Herford-Bismarck Am Abend vor Silvester hielt die Ortsgruppe Herford=Bismarck einen Jahresschlußappell der Politischen Leiter ab. Als Gäste waren einige Kameraden erschienen, die den braunen Rock seit Beginn des Krieges mit dem feldgrauen vertauscht haben. Nach herzlichen Begrüßungsworten, die insbesondere an die feldgrauen Kameraden gerichtet waren, hielt Pg. Berger einen Rückblick auf das verflossene Jahr. Er führte aus, daß das verflossene Jahr ein stolzes Jahr des Sieges und der Erfolge auf allen Gebieten war. Das, was der Führer in jahrelangem, zähem Kampf geschaffen, aufgebaut auf den Erfahrungen als Frontsoldat des Weltkrieges, hat sich auf das beste bewährt. Front und Heimat haben ihre Bewährungsprobe glänzend bestanden. Die großen Erfolge des Jahres 1940 wären nicht möglich gewesen, wenn nicht der Führer die Grundlage dafür geschaffen hätte. Er hat durch die NSDAP. das Volk aufgerufen zur Opferbereitschaft, Pflichttreue und Kameradschaft. So entstand die große Volksfamilie— Front und Heimat wetteifern miteinander und sind zu jedem Einsatz bereit. Nach den Worten des Führers ist die NSDAP. der Garant der inneren Front. Wir wollen uns glücklich schätzen, in dieser großen Zeit Mitarbeiter des Führers zu sein. Das vergangene Jahr hat uns neben der laufenden Parteiarbeit neue Aufgaben gestellt. Pg. Berger erinnerte an die Betreuung unserer Soldaten und deren Familien. So wurden von den Politischen Leitern unter anderem 67 Gärten umgegraben und zum Teil bepflanzt. Für unsere feldgrauen Kameraden wurden Bücher gesammelt, rund 3000 Päckchen, viele Zeitschriften und Briefe an die Front geschickt. Für diese Arbeit sind wir durch den Erfolg reichlich belohnt worden, das beweisen Hunderte von Briefen, die wir von unseren Frontkameraden erhielten, die wir persönlich nicht einmal kennen. Alle diese Arbeiten haben wir freudig und in treuer Kameradschaft miteinander geleistet und wir sind gewiß, daß auch die Aufgaben des neuen Jahres ebenso gemeistert werden. Wir wissen, daß uns das kommende Jahr viel Arbeit bringen wird. Noch ist unser letzter Feind nicht zerschmettert. Eins aber wissen und glauben wir: Am Ende dieses Krieges wird der größte Sieg der Weltgeschichte stehen. Das ist das Wort des Führers und unser felsenfester Glaube. Diese Siegesgewißheit soll uns aber nicht dazu verleiten, in unserer Arbeit nachzulassen. Die Parole für das neue Jahr heißt wieder: Arbeiten und schaffen am Werk unseres Führers. Jeder von uns muß dereinst mit ruhigem Gewissen sagen können, ich habe in dieser großen Zeit nicht nur gelebt, sondern auch gearbeitet und mitgeholfen, das Deutschland der Zukunft zu schmieden. Der Ortsgruppenleiter dankte seinen Mitarbeitern für die kameradschaftliche Mitarbeit im verflossenen Jahre und wünschte ihnen Kraft und Gesundheit zur weiteren Arbeit für Führer und Vaterland. Mit dem Treuegelöbnis zum Führer wurde der Appell beendet. Anschließend folgte ein wohlgelungener Kameradschaftsabend— Kampflieder wurden gesungen und auch der Humor kam zu seinem Recht. h. Ehrung alter Soldaten Jahres-Hauptappell der Kriegerkameradschaft von 1884 Kameradschaftsführer Seekamp hatte in üblicher Weise den letzten Avvell für den letzten Sonntag des Jahres angesetzt. Im„Haus der Väter“ konnte er die gut angetretene Kameradschaft begrüßen. Des zur großen Armee abberufenen Kameraden August Steinmeyer wurde in ehrender Weise gedacht. Dann berichtete der Kameradschaftsführer über den letzten Kreisappell in Löhne. Er stand im Zeichen des 50jährigen Gründungstages des Kreiskriegerverbandes. Schriftführer Läge gab den ausführlichen Jahresbericht. Zur großen Armee abberufen wurden im laufenden Jahre 12 Kameraden, darunter ein Kamerad vor dem Feinde in Frankreich, so daß jetzt die Kameradschaft 296 Mitglieder zählt. Auf eine 50jährige Mitgliedschaft konnten in diesem Jahre zurückblicken die Kameraden Karl Schönfeld. Karl Mayer und Karl Wilke. Kamerad Stäritz erhielt für 40jährige Mitgliedschaft das Führerbild verliehen. Das Jubiläumsabzeichen für 50jährige Mitgliedschaft besitzen 11, für 40jährige Mitgliedschaft 47 und für 25jährige Mitgliedschaft 188 Kameraden. Das KyffhäuserEhrenabzeichen tragen 50 Kameraden, davon 13 I. Klasse und 37 II. Klasse. Von den Gründern der Kaemradschaft weilen noch unter Ans Karl Nolting und Richard Pilgrim. Die Zahl der Ehrenmitglieder der Kameradschaft beträgt 16. Der Kameradschaftsführer dankte den zahlreichen Kameraden für die Treue. die sie dem NS.=Reichskriegerbund gehalten haben, besonders auch in der Zeit zwischen dem Weltkrieg und der Machtübernahme. Als Jubiläumsabzeichen wurde ihnen eine Nadel mit der Zahl 50 bzw. 40 nebst Urkunde überreicht. Kamerad Riechmann gab den vorläufigen Kassenbericht. Zu Kassenprüfern wurden die Kameraden Strakeljahn und Böske gewählt. Kameraden, die 70 Jahre alt sind und Frontkämpfer waren, haben Anspruch auf den Veteranensold und wenden sich deswegen an den Kameradschaftsführer. Die Fahne erhielt einen Nagel zur Erinnerung an den 1. Großdutschen Reichskriegertag in Kassel im Jahre 1939. als der Führer den NS.= Reichskriegerbund als die einzige Organisation ehemaliger Soldaten bestimmte. Mit großem Interesse folgten die Anwesenden den Ausführungen des Kameraden Rittmeister Huchzermaier, der von seinen Erlebnissen im jetzigen Kriege erzählte. Sein mit viel soldatischem Humor gewürzter Vortrag fand reichen Beifall. Kameradschaftsführer Seekamp gedachte zum Schluß dankend des Führers und der deutschen Wehrmacht, die uns vertrauensvoll ins neue Jahr geben lassen. 5J. und BOM. Standort herford Teiknahme an der JugendVersammlung Am morgigen Freitag findet im Schützenhof in Hersord anläßlich des„Tages der Jugend“ eine Versammlung statt. Alle Jungen sämtlicher Einheiten der Hitler=Jugend und alle Mädel des BDM.(Ring Herford) treten um 18.30 Uhr vor dem Schützenhof an. Die Führermannschaft der HJ. und des Deutschen Junavolks tritt bereits um 18 Uhr am HJ.=Heim Clarenstraße an. Achtung! Jahrgang 1923 der HJ.! Der erste Dienst des zur Pflicht=HJ. ersaßten Jahrgangs 1°33 ist die Teilnahme an der Versammlung der Jugend morgen abend im Schützenhof Hersord. Antreten um 18.30 Uhr pünktlich vor dem Schützenhof. heute abend in der Kreisschule Kreisleiter Nolting spricht Ich weise hierdurch noch einmal auf die heute abend um 18,30 Uhr im Saale der Kreisschule Herford, Adolf=Hitler=Wall 34, anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Gaues WestfalenNord stattfindenden Eröffnungsseier hin, in der der Kreisleiter Pg. Nolting die Eröffnung aller im Kreise Herford stattfindenden Veranstaltungen vornehmen wird. An der Veranstaltung können alle Parteiund Volksgenossen eintrittsfrei teilnehmen. Der Kreispropagandaleiter für den Kreis Herford: Bruno Otto Schulze Jubiläums-Betriebsappell 75 Jahre Firma Angenete& Scholle Am heutigen Tage kann die Herrenkleiderfabrik Agenete& Scholle in Herford auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß findet ein Jubiläums=Betriebsappell statt, der heute um 10.30 Uhr die gesamte Gefolgschaft zu einer Morgenfeier im Lichtspielhaus Wittekind vereint. Nachmittags findet eine Veranstaltung im Schützenhof statt. Verlängerte Amtsdauer der Ekrenämter Mit Rücksicht auf den Krieg hat der Reichswirtschaftsminister die Amtszeit des Leiters der Reichswirtschaftskammer und der Leiter von Reichs= und Wirtschaftsgruppen bis zum 31. März 1942 bzw. Ende 1941 verlängert. Das gilt auch für die Leiter der übrigen Kammern. Auch die von den Leitern der Reichs= und Wirtschaftsgruppen und der Kammern berufenen Träger von Ehrenämtern sollen entsprechend in ihrer Amtszeit verlängert werden. Wir sahen auf der Zeinwand Kers modern möbliert Capitol Ein echter Theo=Lingen=Film: viel Kunterbunt, eine saftige Pointe! Wer bestellt für wen eine Wohnung? Es werden nämlich Wohnungen eingerichtet, für Frauen, denen die Männer nachlaufen und für Frauen, die man heiratet. Daß die füße, aber zu leicht befundene Daisy, ein hübsches Varietégirl, zum Schluß auch noch im Hasen der Ehe landet... aber es wäre schade, wann man die Pointe verriete. Der Innenarchitektin Lore Klemm. der Hilde Krahl alle Liebreize einer kleinen braven Frau leiht, gönnen wir das nette Nest; sie ist auch die Frau, die dem Schwerenöter Thomas Ostenhoff alias Gustav Fröhlich das„Herz modern möblieren" wird, weil Liebe und Treue ihre besten Eigenschaften sind. Daß Theo Lingen, der, nebenbei bemerkt, auch Regie führt, das Karnickel ist, das an dem Aus dem Gau Westfalen-Nord Münster. Sozialgewerke des Handwerks gegrundet. Im letzten Kriegshalbjahr 1940 wurden im Gau Westfalen=Nord vier Sozialgewerke des Hanowerks gegründet. Die dadurch bedingte wirtschaftliche und sozialpolitische Zusammenfassung von fast 200 Handwerksbetrieben zeigt deutlich den Weg. den das Deutsche Handwerk in der Erfüllung seiner großen Aufgaben gebt. Münster. Betriebe unterstützen in Not geratene Gesolgschaftsmitglieder. Eine Baufirma und eine Stuhlfirma des Gaues Westfalen=Nord haben Beträge bis zu 40000 RM. für eine Unterstützungskasse ausgeworsen, deren Mittel notleidenden Gefolgschaftsmitgliedern zusätzlich gewährt werden. Eine Stuhlfirma stellte eine reichhaltige Weihnachtskiste für die Wolhyniendeutschen und die Grenzlandkinder zur Verfügung. Der Inhalt der Kiste wurde von den Gefolgschaftsmitgliedern in freien Stunden gebastelt. Lippstadt. Vom D=Zug überfahren und getötet. Bei Arbeiten an einer Weiche übersahen zwei Eisenbahnarbeiter auf dem Bahnhof das Herannahen eines D=Zuges. Sie wurden von ihm erfaßt und auf der Stelle getötet. Lippstadt. Zwei Tote bei einem Autozusammenstoß. In einer Kurve der Reichsstraße bei Oeventrop stieß ein Personenkraftwagen mit einem Lastkraftwagen zusammen. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden zwei Insassen des Personenkraftwagens, ein Regierungsreferendar und ein Angestellter, die sich auf einer Dienstfahrt für ein Werk befanden, auf der Stelle getötet. Ein dritter Mitfahrer, ein Kantinenverwalter, kam mit leichteren Verletzungen davon. Werne. Ehrenpatenschaft des Führers. Der Führer hat die Ehrenpatenschaft über die als neuntes lebendes Kind geborene vierte Tochter der Eheleute Heinrich Bäter in Werne übernommen. Kamen. An einem Tage gestorben. Daß an einem Tag und sogar innerhalb von zwei Stunden zwei Mitglieder einer Familie auf natürliche Weise sterben, dürfte sicherlich zu den Seltenheiten gehören. Hier war am Weihnachtstage die 82 Jahre alte Frau Henriette Lindemann gestorben. Schon zwei Stunden später erlag im Stadtkrankenhaus der im Alter von 52 Jahren stehende Sohn Emil einer Krankheit. Einbes. Kind durch Geistesgegenwart gerettet. An einer Straßenecke ereignete sich ein Zwischenfall, der sehr böse Folgen haben konnte. Ein etwa fünfjähriger Junge kam vom Bürgersteig ab. Im nächsten Augenblick lag er vor einem Hinterrade eines Lastzuges. Ein Mann sah das, sprang geistesgegenwärtig hinzu und rettete den Jungen im letzten Augenblick. losen Vogel hängen bleibt,— nun, wir wollen ja nichts verraten...! Wir immer, läßt uns Theo Lingen einen Blick hinter die Kulissen tun, entzückende Girls umnebeln unsere Sinne— wir lachen, lachen und merken auf einmal, daß wir über uns selbst lachen. Denn so sind wir nun mal, wir Männer! Gusti Huber spielt das kleine Luderchen Daisy, und zwar köstlich. Paul Henckels, Hans Richter, Ewald Wenck und viele andere bekannte Gesichter helfen mit. Peter Jgelhoff schrieb eine passende Musik dazu, Ursula Deinert zeichnet als verantwortliche Ballettmeisterin. Wer die Wahrheit mit lachenden Augen genießen will, für den ist der Majestic=Film der Tobis das Richtige. Josef Knodt Schweicheln. Hohes Alter. Vor einigen Tagen konnte die älteste Einwohnerin der Gemeinde Schweicheln, Frau Anna Tare. Schweicheln Nr. 59, ihren 90. Geburtstag feiern. Trotz ihres hohen Alters ist die Greisin noch rüstig und frisch.— Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch!(60) Ortsgruppen der NSDAP. Herford— Altstadt, Otto Weddigen und Renntor. Morgen findet im Haus der Deutschen Arbeit (Heidbreder) eine gemeinsame Besprechung der Politischen Leiter statt. Herford— Deichtor. Heute Dienstbesprechung aller Politischen Leiter um 20 Uhr bei Deppe, nicht wie berichtet um 21 Uhr. Verantwortlich: Werner Hansen Die Partei Garant der Einheit und Geschlossenheit Rechenschaftsbericht des Gauleiters Dr. Alfred Meyer] Große soziale Maßnahmen im Gau Westfalen-Nord] Stiftung eines Hinterbliebenen-Fonds, der bestehende Gesetzeslücken schließt Im historischen Rathaussaal zu Münster begannen, wie wir bereits auf der ersten Seite der heutigen Ausgabe berichten, am 1. Januar 1941 die festlichen Veranstaltungen, die der Gau Westsalen=Nord aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens vorbereitet hat. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Stellv. Gauleiter Pg. Stangier und der RienziOuvertüre von Richard Wagner, meisterhaft zum Vortrag gebracht durch das Orchester der Stadt Münster unter Leitung von Generalmusikdirektor Haus Rosbaud, ergriff Gauleiter Dr. Alfred Mener das Wort zu einer Rede, die nicht nur Rechenschaft über die gewaltige und unermüdliche Arbeit der Partei und ihrer Gliederungen in den letzten zehn Jahren gab, sondern die auch einen Einblick in jene riesigen Vorbereitungen gewährte, die auch im Gau Westsalen=Nord getrossen werden, um aus Deutschland einen neuen Sozialstaat zu machen. Zu Beginn seiner Ausführungen zeigte der Gauleiter den schweren und mühevollen Weg der NSDAP. im Gau Westfalen=Nord seit jenem 4. 1. 1981 auf, an dem auf Befehl des Führers in Hamm aus organisatorischen Gründen der damalige Gau Westfalen in die Gaue WestfalenNord und Westfalen=Süd aufgeteilt wurde. Bei der Gründung des Gaues am 4. 1. 1931 zählte der Gau Westfalen=Nord 3877 Mitglieder; die heutige Zahl beträgt 165 147. Die Anzahl der Ortsgruppen betrug damals 105, sie beträgt heute 906. Der Gau ist heute durch ein engmaschiges Netz von 17 366 Blocks. 3362 Zellen, 914 Ortsgruppen und 19 Kreise durchzogen. „#t Hilfe dieser Blocks und Zellen“, so führte der Gauleiter aus, ist die Partei in der Lage, sch'agartig und in größter Eile alle vom Führer befohlenen Aktionen und Aufgaben durchzuführen. Das gewaltige Heer der Hoheitsträger, Walter und Warte und der im Dienste der Partei stehenden Parteigenossen und Parteigenossinnen ist das Auge und das Ohr der Bewegung. mit dem die Sorgen und Nöte des Volkes. seine Wünsche, seine Stimmung. kurz alles, was das Leben des Volkes ausmacht, ersaßt werden kann. Das große Heer dieser im Dienste der Partei stehenden Nationalsozialisten versieht ehrenamtlich seinen Dienst. Die Anzahl der hauptamtlich angestellten Mitarbeiter der Gauleitung und der Kreise des Gaues Westfalen=Nord beträgt zusammen nur 420 Parteigenossen oder Parteigenossinnen. Auch der Grundbesitz der Gauleitung und der Kreise des Gaues WestfalenNord ist klein. Gaueigen sind nur drei Kreisschulen, ein Kreishaus und drei Ortsgruppenhäuser mit einem Wert von insgesamt 370 000 Mark: eingeschlossen in diese Zahlen sind nicht die Gliederungen und angeschlossenen Verbände. Daß die Organisation der Partei auch im Gau Westfalen=Nord nicht nur auf dem Papier stand, sondern lebendig war und lebendig ist, das haben die zahlreichen erfolgreichen Wahlkämpfe und Aktionen bewiesen, das Gelingen der großen Aufgaben, die auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiete gelöst werden mußten, über die der Gauleiter ebenfalls ausführlich berichtete. Besonders anschaulich waren seine Ausführungen über die parteipolitische Entwicklung im Gau Westfalen=Nord und den unaufhaltsamen Vormarsch der NSDAP. Der Gau WestfalenNord hatte die Möglichkeit, in den beiden Ländern Lippe und Schaumburg=Lippe von Zeit zu Zeit wertvolle Stimmungsbarometer der politischen Haltung und Einstellung der Bevölkerung zu sehen. Jede der Wahlen in diesen beiden Ländern hatte nicht nur für die parteipolitische Entwicklung im Gau Westfalen=Nord ihre Bedeutung, sondern gab der gesamten Bewegung ee2 E T-HI im Reich auch von den Judenzeitungen nicht abzuleugnende Beweise des Wachsens der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. „Lippe muß ein Sieg werden“ Darum waren die Landtagswahlen, die am 15. Januar 1933 in Lippe stattfanden, auch von besonderer Bedeutung. Der Gauleiter schilderte, wie der Führer ihn damals zu sich gerufen und ihm gesagt habe:„Lippe muß ein Sieg werden". Noch einmal gab der Gauleiter ein Bild von dem gewaltigen Wahlkampf, der damals in Lippe durchgesochten wurde und in dem fast alle namhaften Redner der Partei zur Verfügung standen. Die Wahl endete mit einem gewaltigen Siege der NSDAP. Dieser Sieg zwang vierzehn Tage später die Reichsregierung zur Demission und führte zur Machtübernahme der Bewegung. Der Gau Westfalen=Nord kann mit Recht stolz darauf sein, so betonte der Gauleiter, an dieser Durchbruchsschlacht entscheidend mitgewirkt zu haben. Wie schwer aber der Kampf zunächst auch noch nach dem Machtantritt der Bewegung gewesen sei, davon legten die Reichstagswahlen vom 5. Dezember 1983 ein beredtes Zeugnis ab. Gerade der Gau Westfalen=Nord sah sich im letzten Ringen der Parteien vor große Schwierigkeiten gestellt. Er hat diese Aufgabe aber voll und ganz gelöst. Die imposanten Ergebnisse der Volksentscheide in den späteren Jahren, die auch im Gau Westfalen=Nord immer über 98 Prozent aller Stimmen erbrachten, sind der sichtbarste Beweis des gewaltigen Umschwungs, der sich unter Adolf Hitler in Deutschland vollzogen hat. Ausführlich berichtete der Gauleiter dann über die Arbeit der verschiedenen Aemter der Partei im Gau WestfalenNord. Sie gelte in den verschiedensten Formen der Erziehung des deutschen Volkes zum Nationalsozialismus. Es sei das Ziel des Führers, so führte der Gauleiter weiter aus, einen neuen Sozialstaat aufzubauen. Seit der Machtübernahme habe er unermüdlich daran gearbeitet. Es sei klar, daß dieses große Werk nicht mit den überalterten Methoden des neunzehnten Jahrhunderts begonnen und seiner Verwirklichung entgegengeführt werden könnte. Die Voraussetzung war die Einigung des deutschen Volkes. Von der Grundlage dieser Einigung aus sei dann Schritt für Schritt mit neuen kühnen Methoden und Mitteln der soziale Neuaufbau durchgeführt worden. Das Volk kenne die Stufen dieser Entwicklung: angefangen von dem umfassenden Arbeitsbeschaffungsprogramm und dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit, der Neuordnung des Arbeitslebens, der Fürsorge für Mutter und Kind, dem Winterhilfswerk, dem Aufbau und Ausbau der NS.=Volkswohlfahrt, der großzügigen sozialen Betreuung aller Schaffenden durch die Deutsche Arbeitsfront bis zu den heutigen großen Sozialgesetzen und Vorbereitungen der Altersversorgung des deutschen Volkes und des Wohnungsbauprogramms. Die Hinterbliebenen-Betreuung des Gaues gewaltigen NSV. einNachdem der Gauleiter auf die sozialen Leistungen der DAF. und gegangen war, gab er bekannt, daß der Gau Westfalen=Nord eine Hinterbliebenen=Betreuung eingerichtet hat. Diese Hinterbliebenen=Betreuung soll noch bestehende Lücken in den Gesetzen schließen, bei plötzlich eintretenden Notfällen sofort einspringen und mit Rat und Tat helfen. Es sei ein Arbeitsausschuß gebildet worden, der unter Führung des Gauschatzmeisters stehe. Diesem Arbeitsausschuß gehören folgende Parteigenossen an: 1. Gauschulungsleiter Pg. Rosenbaum für die Betreuung der Hinterbliebenen von Parteigenossen und für die Betreuung der Patenkinder des Gauleiters. 2. Gauobmann der DAF., Pg. Schürmann für die Betreuung der Hinterbliebenen von verunglückten Arbeitern. 3. Gauamtsleiter Pg. Meinert für die Betreuung der Hinterbliebenen von gefallenen und gestorbenen Soldaten. 4. Gauamtsleiter Pg. Degenhard für die Betreuung der Hinterbliebenen von verunglückten und gestorbenen Volksgenossen. Die Betreuungsstelle soll folgende Aufgaben haben: 1. Rat und Hilfe gewähren bei der Erlangung der gesetzlichen Renten. Lebensversicherungssummen und Sterbegelder. 2. Bestellungen von Vormundschaften. 3. Nachprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse. 4, Die Sicherstellung der weiteren Ausbildung der Kinder sowie einmalige jährliche Nachprüfung des Standes der Entwicklung der Kinder. 5. Vermittlung von Lehrstellen und Arbeitsplätzen für Kinder. 6. Bei plötzlich auftretenden wirtschaftlichen Notfällen sind Unterstützungsanträge an die in Frage kommenden Stellen wie Adolf=Hitler= Dankfonds. Sozialfonds des Führers. Arbeitsopfer der DAF. oder an die NSV. zu stellen. Um bestehende Lücken jedoch auszufüllen, wird bei der Gauleitung ein Hinterbliebenen=Fonds gebildet. Für den Hinterbliebenenfonds sind folgende Richtlinien maßgebend: 1. Der Hinterbliebenenfonds wird als zweckgebundener Betrag im Vermögen der Gauleitung geführt. 2. Die Anweisung zur Auszahlung von Unterstützungen aus dem Hinterbliebenenfonds müssen vom Gauleiter und Gauschatzmeister gemeinsam erfolgen. 3. Unterstützungsanträge müssen von den zuständigen Arbeitsausschußmitgliedern geprüft worden sein. 4. Aus dem Hinterbliebenenfonds sind einmalige Unterstützungen und monatliche Unterstützungen bis zum Schluß des laufenden Kalenderjahres zu zahlen. Darlehnsgewährungen imd im allgemeinen abzulehnen. 5. Die Unterstützungsbeiträge können den empfangsberechtigten Hinterbliebenen direkt ausgezahlt werden, oder die Betreuungsstelle übernimmt die Regulierung der Schulden. Ueber alle Betreuungsfälle sowie die Bewachung der Kinder von Hinterbliebenen, der Patenkinder des Gauleiters wird eine Kartei geführt. Die Mitglieder des Arbeitsausschusses haben sich einmal monatlich über den Stand der lausenden Fälle zu informieren. Die Mitglieder treten einmal monatlich zigeiner Arbeitstagung zusammen. Der Gauleiter hofft, daß durch diese Hinterbliebenen= Betreuungsstelle manche Not abgewehrt werden kann, so daß sie eine weitere segensreiche soziale Einrichtung des Gaues Westfalen=Nord wird. Die Arbeit der Gliederungen urd Verbände Anerkennende Worte fand dann der Gauleiter für die geleistete Arbeit der Gliederungen und angeschlossenen Verbände der Partei, die alle in zehn Jahren Kampf und Arbeit dazu beigetragen haben, die deutschen Menschen des Gaugebietes. Arbeiter der Stirn und der Faust. Bauern, die deutsche Frau und die Jugend zu erobern und dem Nationalsozialismus zuzuführen und so zu jeder Aufgabe bereit zu machen. Der Führer könne sich auf den Gau WestfalenNord verlassen. Er begänne das Jahr 1941 im unerschütterlichen Glauben an den Führer. die nationalsozialistische Bewegung und die nationalsozialistische Idee und Weltanschauung. Zum Schlusse seiner Ausführungen sprach der Gauleiter über die augen'blickliche Lage. die militärisch, politisch und wirtschaftlich gesehen so günstig sei wie sie zu Beginn des Krieges wohl kaum einer erwarten konnte. Nach dem Siege aber würden all die großen Werke verwirklicht werden, um Deutschland schöner und seine Menschen glücklicher zu machen. Mitten im Kriege habe Dr. Ley mit Genehmigung des Führers fünf grobe soziale Werke, an deren Verwirklichung z. T. auch schon im Gau WestfalenNord begonnen würde, aufgezeigt: den sozialen Wohnungsbau, das Berufswerk. die deutsche Lohnordnung, das Gesundheitswerk und die NS.= Altersversorgung. Auch große kulturelle Aufgaben zur Beglückung des deutschen Menschen warten auf ihre Verwirklichung.„Noch aber“. so führte der Gauleiter wörtlich aus.„ist Krieg und höchster Einsatz und höchste Opferbereitschaft sind erforderlich. Die Partei im Gau Westfalen=Nord wird auch weiterhin ihre Pflicht tun. Sie ist in der Heimat der Garant der Einheit und Geschlossenbeit.“ Die Ausführungen des Gauleiters wurden mit großem Beifall ausgenommen. nag. Druck und Verlag: Zeitungsverleg für Westfalen Ombhi. Bielefeld, Schulstr. 20, Fernruf 851—353, 313. Verlagsleiter: Walter Wittenberg Hauptschriftleiter: Herbert Weisheit Verantwortlich für Innen- und Außenpolitik und Vermischtes: Wollgang Thomas(verreist), I. V. HansJochen Zenker. für Wirtschafts- und Sozialpolitik: Herbert Weishelt. für Gemeindepolitik, Kunst und Kultur: Dr. Walter Goch. für Provinz: Josef Knodt, für Sport und Unterhaltung: i. V. Herbert Weisheit, sämtlich in Bielefeld.— Berliner Schriftleitung: Dr. Heinrich Goltech, Berlin.— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Heinrich Erdmann, Bielefeld.— Zur Zeit gut die Anseigenpreisliste Nr. 4. Mit NIEA Hout ist geschmeidig, glett und wetterfest. Sumpforgelweib Roman von Maria Berchtenbreiter= 10)(Nachdruck verboten) „Weiß ich selber!“ knurrte die Walv und schickte den mürrischen Knecht zum Pflügen auf die Aecker— auf jene dem Moor abgerungenen Aecker. die dem Vater soviel Schweiß gekostet hatten. Spürte das Moor, daß sein Herr und Keister tot war? Oft schie es der Walv. als wäre ein heimliches Regen und Bewegen da draußen im Moor. besonders am Abend. wenn die frühen Herbstnebel zogen. Und schloß sie mit Einbruch der Dunkelheit die schwere Türe ihres Hauses. so warf sie noch einen düsteren Blick in die dämmerig verhangene Weite, als läge da draußen ein seindliches Heer. das dem Moorhof ans Leben wollte. Tagsüber freilich trug sie den Kovf hoch. Der widerborstige Knecht. der seit seinem letzten Wirtshausbesuch im Dorf hämische Mundwinkel mit heimgebracht hatte und einmal gegen die „Weiberherrschaft“ aufzutrumpfen wagte, probierte es kein zweitesmal. Die Walv hatte ihm mit lo zornheißen Augen ins Gesicht gesehen. und eine Wildheit war in diesen Augen ausgebrochen, daß der Mann zurückzuckte, als hätte ihn eine Natter angesprungen. Seit jener Stunde war Haß in ihm. Aber es war ein merkwürdiger Haß. der ihm den Kopf herumriß. wenn er nur den Schritt der Waln hörte. Sengend brannte ein Funken in ihm. Er wäre gern gegangen und hätte sich einen anderen Dienstplatz gesucht, aber er brachte es nicht fertia. Walps Augen hatten einen Sieg errungen. von dem sie selber nichts ahnte. So ging Hartl. der Knecht, wie ein Höriger unter dem Joch seiner Arbeit. knirschte beimlich. war wütend. mürrisch und wortkarn. aber wenn die Walv hochbeinig und biegsam übers coor einberschreiten sah. wenn ihr merkwürdig ables. von Sonne und Negen ausgebleichtes Haar in windgeveitschten Strähnen si“ aus dem Knoten löste, dann verschlang er sie mit den Augen. Den Lorenz hatte die Stadt blind gemacht. Hartl. der Knecht. sah noch, daß die Walp schön war. Die alte Rake mochte den Knecht nicht leiden. Sie hatte, seit sie im Hause war. noch kein Wort mit ihm gewechselt. Aber sie beobachtete ihn scharf. Sie sab seine Blicke. die der Walv auf Schritt und Tritt folgten. Blicke. die diesen schmalen gestrafften Rücken abtasteten und denen kein Wivven der Röcke entging. Die Alte schüttelte unwillig den Kopf:„Brennt schon wieder einer! Ist aber ein unheilig Brennen...“ Auf ihrem braunen Holzgesicht stand Sorge. Wenn sie allein den Hof hütete, strich sie behend mit ihrer Eidenchsenflinkheit rings ums Haus. witterte gegen den Wind wie ein wachsames Hündlein und war so ruhelos. als spürte sie Gefahr. An einem Spätnachmittag kam die Walp unerwartet früh von der Feldarbeit nach Hause. Da sah sie die alte Rake mitten auf der Birkenstraße stehen. starr wie ein Bildstöckl. den Kopf vorgeneigt. als hörte sie etwas. Und als die Walv nähertrat. geriet ihr Fuß in lauter raschelndes Laubwerk. das die Alte quer über die Straße gelegt hatte. Zweig an Zweig. „Was machst denn da?“ fragte die Walv unwillig.„Du hast ja Birkenzweige abgerissen?“ Rake wandte das Gesicht und heftete zwei blicklose, leere Augen auf die Walv. Sie antwortete lange nicht. Als hätte sie sich selber in alle Winde zerspellt. mußte sie erst wieder ihre Sinne sammeln und die ganz an das Lauschen und Horchen verlorene Seele einholen, zurück in ihr Gehäuse. „„Viel Unruh ist auf dem Weg zu uns“. flüsterte sie endlich.„Ein Böser. Hassender kommt auf schweren Rädern. Da hab ich unsere Straße gesperrt!“ Sie begann mit ihren schmalen. erdbeerfarbenen Livven allerlei Unverständliches zu murmeln. Und als ihr die Walv begütigend die Hand auf die Schulter legen wollte, fauchte sie los:„Stör' mich nicht! Du wirst sie noch nötig haben, meine Sprüche und meine Zweige! Bannen muß ich. alles Ungute bannen, was da berankommt— dem Unglück ist keine Straße zu schlecht.“ Die Walv bekam es mit der Angst zu tun. „Rake. bist noch bei Verstand? Komm doch ins Haus. Rake!“ Da ließ sich die Alte willig hineinführen. Nur unter der Türe wandte sie sich noch einmal um und blickte mit rätselhaftem Ausdruck im kleinen. versorgten Gesicht die Birkenstraße entlang. Kopfschüttelnd und nachdenklich setzte die Walp Kafseewasser aufs Feuer. Sie batte bei der Alten eine Vorliebe für den braunen Trunk entdeckt und tat ihr gern die kleine Freundlichkeit. Jeden„Nachmittag bekam Rake jetzt die dampsende Tasse vor die Nase gestellt und manchmal auch, wenn der Bäckerbursch, der allwöchentlich einmal kam. gerade dagewesen war. ein knusperiges Kivfl. Die Walv wußte nicht, was für ein Fest sie der Alten damit bereitete. Und sie sah auch nicht den Blick voll stummer, uferloser Dankbarkeit, den ihr die Rake oft nachschickte. Ein einziges Mal sagte die Alte. und ihre tiefe Stimme zitterte dabei:„So gut hab ich es meiner Lebtag nicht gehabt!“ #no die Walv antwortete freundlich:„Vielleicht hast deswegen so alt werden müssen, damit ich jetzt nicht ganz allein bin.. Seit jener Stunde durfte die Rake nun auch im Ohrenstuhl der verstorbenen Weidachermutter sitzen. Sie hielt es freilich nie lang darin aus. Dazu war sie trotz ihres hohen Alters zu lebhaft und zu flink auf den Beinen. Heute aber saß sie wie ein Häufl Elend zwischen den leise muffelnden Polstern, die jahrelang nimmer an die frische Luft gekommen waren. Saß darin und harchte, und das ganze eingeschrumpelte Holzgesicht bestand nur noch aus zwei ängstlich geweiteten Augen. „Was hast denn?“ fragte die Walv. die den Kaffee brachte.„Komm doch ber!“ und setzte die Tasse auf den Tisch. #per die Alte rührte den geliebten Trank. der ihr das Blut sonst rascher durch die Adern trieb. heute nicht an. Da begann auch die Walv einen ruck zu verspüren. eine düstere Belastung des emüts. und sie ertappte sich dabei, wie sie gleich Rake ängstliche Blicke auf die Birkenstraße hinausschickte. Eine Viertelstunde später donnerte es. Ein Septembergewitter war rasch und unversehens im Westen aufgezogen und stand nun dort als ungeheurer Wolkenturm. hinter dessen Zinnen die jählings eingeschluckte Sonne verschwand. Da warf der Turm nach allen Seiten die seingefilterten Strablenbündel des Lichtes. silbern troff das Moor von diesem Sonnenregen. und ein herbes. unendlich düftereiches Weben kam von weither über das Land. Befreit lachte die Walv:„Ein Gewitter. Rake! Das bast du gespürt. Das hat dir in allen Knochen gelegen und dir das Hers schwer gemacht.“ Beinahe ließ sich die Alte beruhigen. Sie ging noch einmal hinaus auf die Birkenstraße und schaute dem anrückenden Wettersturm entgegen. Und als die Walv neben sie trat. besonders groß im fahlen Licht. wußte die Rake schon wieder einen guten Spruch, den sie ihr sagte:„Donner im Scheiding propbezeit— recht vielen Schnee zur Weibnachtsseit!“ Sie hatte noch nicht ausgesprochen. als ganz fern im Osten. wo noch der Himmel wolkenlos blaute, ein Punkt auftauchte, der sehr schnell näherrückte und rasselnd und ratternd die vielen Krümmungen der Birkenstraße entlangrollte. Ein tiefer, brummender Ton zog vor ihm ber. Die Walv erkannte, daß es ein großer Lastkraftwagen war. der zu ihrer Verwunderung auf der schlechten, schmalen Straße in einer wahren Höllenfahrt heranvolterte. Sie stand und starrte und vergaß ganz. die Straße freizugeben. Da hörte sie neben sich einen spitzen Schrei: „Weg! Weg!“. Und der dürre Arm der alten Rake riß sie mit erstaunlicher Kraft zur Seite. Der klobige Wagen war schon bis auf wenige hundert Meter herangekommen. Er schwankte und schaukelte auf der Straße, die keinen festen Unterbau hatte. die gewaltigen Dovvelräder zermahlten den nassen Boden, daß das Wasser im hohen Bogen wegspritzte, und selbst die Birken schienen sich ängstlich wegzubiegen vor dieser roh anstürmenden Wucht. Aber sie waren nicht weit genug vom Strahenrand entfernt. Die auslodenden Kotflügel streiften sie und rissen tiefe Wunden in ihre silbernen Leiber. (Fortsetzung in der nächsten Rummer) Westfälische Neueste Nachrichten Der Sport Donnerstag, 2. Januar 1941 Am 12. Jan. Start zur zweiten Serie Gelsenguß spielt am 12. Januar, Schalke am 19. in Bielefeld Gauklasse: 12. 1. Schalke 04— Union Gelsenkirchen Arminia Marten—. V/B. Bieleseld BsB Bochum 48— Westfalia Herne Borussia Dortmund— Preußen Münster Arminia Bieleseld— Gelseng. Gelsenkirchen 19. 1. Arminia Bieleseld— Schalke 04 Gelsenguß— Borussia Dortmund Preußen Münster— VfL. Bochum 48 Westsalia Herne— DSC. Hagen SpVg. Röhlinghausen— Arminia Marten 26. 1. Schalke 04— BfB Bielefeld Union Gelsenkirchen—. SpVg. Röhlinghaus. Arminia Marten— Westfalia Herne DSC. Hagen— Preußen. Münster VfL. Bochum 48— Gelsenguß Borussia Dortmund— Arminia Bielefeld 2. 2. Borussia Dortmund— Schalke 04 Arminia Bielefeld— VfL. Bochum 48 Gelsenguß— DSC. Hagen Preußen Münster— Arminia Marten Westfalia Herne— Union Gelsenkirchen SpVg. Röhlinghausen— VfB. Bielefeld 9. 2. Schalke 04— SpVg. Röhlinghausen VfB. Bielefeld— Westfalla Herne Union Gelsenkirchen— Preußen Münster Arminia Marten— Gelsenguß DSC. Hagen— Arminia Bielefeld VfL. Bochum 48— Borussia Dortmund 16. 2. VfL. Bochum 48— Schalke 04 Borussia Dortmund— DSC. Hagen Arminia Bielefeld— Arminia Marten Gelsenguß— Union Gelsenkirchen Preußen Münster— VfB. Bielefeld Westsalia Herne— SpVg. Röhlinghausen 23. 2. Schalke 04— Westfalia Herne SpVg. Röhlinghausen— Preußen Münster VfB. Bielefeld— Gelsenguß Union Gelsenkirchen— Arminia Bielefeld Arminia Marten— Borussia Dortmund DSC. Hagen— VfL. Bochum 48 2. 3. Schalke 04— DSC. Hagen VfL. Bochum 48— Arminia Marten Borussia Dortmund— Union Gelsenkirchen Arminia Bielefeld— VfB. Bieleseld Gelsenguß—. SpVg. Röhlinghausen Preußen Münster— Westfalla Herne 9. 3. Schalke 04— Preußen Münster Westfalta Herne— Gelsenguß SoVg. Röhlinghausen—. Arminia Bielefeld VfB. Bielefeld— Borussia Dortmund Union Gelsenkirchen— VfL. Bochum 48 Arminia Marten— DSC. Hagen 16. 8. Schalke 04— Arminia Marten DSC. Hagen— Union Gelsenkirchen VfL. Bochum 48— VfB. Bielefeld Borussia Dortmund— SpVg. Röhlinghausen Arminia Bielefeld— Westfalla Herne Gelsenguß—. Preußen Münster 28. 3. Gelsenguß— Schalke 04 Preußen Münster— Arminia Bielefeld Westfalia Herne— Borussia Dortmund SpVg. Röhlinghausen—. VfL. Bochum 48 VfB. Bielefeld— DSC. Hagen 90 3. Union Gelsenkirchen— Arminia Marten DSC. Hagen— SpVg. Röblinghausen 6. 4. VfB. Bielefeld— Union Gelsenkirchen Spielbeginn im Januar um 15 Uhr, im Februar und März um 15.30 Uhr. Auch die 1.Klasse startel am 12.Januar In Bielefeld gleich ein Ortstreffen Ebenso wie in der westsältschen Gauklasse werden auch in, der 1. Klasse am 12. Januar die Pflichtspiele förtgesetzt. Auch in der Staffel Minden Hersord beginnen mit diesem Tag die Begegnungen der zweiten Serie. Während der Tabellenführer 06/07 den nicht leichten Gang nach Herford zur Eisenbahnbrücke zu machen hat, steigt in Bielefeld sogleich ein Die Bielefelder Fußballfreunde freuten sich, am ersten Sonntag des Jahres 1941 aus dem Platz der Bielefelder Rot=Weißen endlich wieder einmal einem Treffen beiwohnen zu können. Jedenfalls sah man unter den 250 Besuchern, die sich unseren Hinweis des Montags gemerkt hatten, durchweg die alten bekannten Sportfreunde. Die Bieleselder Vereinigten hatten sich vorgenommen, dem VfB., der ohne Strothmann und Düding, dafür aber mit zwei„Neuen" antrat, alles abzuverlangen. Das Spiel der beiden Lokalrivalen ließ sich auch für eine lange Zeit so an. Beim Wechsel der Seiten war jedenfalls für den Endverlauf noch nichts Bestimmtes vorauszusehen. Nach einer ganz kurzen Drangperiode, nach Seitenwechsel brachen die Vereinigten allerdings zusammen und mußten bis zum Schluß noch die hohe Niederlage hinnehmen. Der VfB. beherrschte mit dem Ersatzmann Dreier, der sehr wacker mithielt, und den neuen Spielern im Lauf, Henn und Goklnest, die ein vielversprechendes Debut gaben, in der zweiten Hälfte völlig die Lage. Soweit die Platzverhältnisse überhaupt ein Urteil zulassen, braucht man um die Aussichten der Rot=Weißen in der zweiten Serie wohl nicht zu bangen. Die Vereinigten haben trotz des hohen Verlustes wacker gestritten und unterlagen dem weitaus besseren Gegner. Bei dem Sieger waren Schuster. Schielmann und in der zweiten Hälfte Wörmann die aktivsten Stürmer. In der Drangperiode der RotWeißen bewachte Henn allein den eigenen Hinterraum. Die Bielefelder Vereinigten wurden zanächst mit den Platzverhältnissen besser fertig als der Bereichsklassenvertreter. Schon in der 5. Minute schlug es zum erstenmal bei VfB. ein,„Pinz“ Wörmann hatte sein ins Schwarze getrossen. Erst in der 32. Minute konnte der sehr aktive Schuster durch prächtigen Flachschuß von Halblinks den Gleichstand herbeiführen. Tormann Brune ließ als Mittelstürmer für VfB. verschiedene Führungsmöglichkeiten aus, und Boedeker mußte erst durch schönen Kopfball die verdiente Führung herstellen. Schäfer kam aber bald nach einer Steilvorlage(nicht abseits!) zum Ausgleich. Brune brachte denn doch Ortstressen zwischen der BSG. Dürkopp und der Sportvereinigung Schildesche. Die Leute von der Hochstraße haben bei den Kamphofer Kickers zum Rückspiel zu erscheinen. Am 12. Januar spielen: Union Hersord— 06/07 Bielefeld(Rust, Löhne) Grün=Weiß Bielefeld— SpSp. Hersord(Schulze, Gütersloh) BSG. Dürkopp— Sportva. Schildesche(Kürpik. Neuhaus) Die weiteren Termine lassen wir noch folgen. Vorrunde um den Tschammer-Pokal Vier Spiele am 5. Januar Arminia Gütersloh— SV Avenwedde(Sprang) TV Ummeln— Eintracht Sieker(Barth) SV Übbedissen—. BSG Ruhrstahl(Gollenbeck) Tus Brake— Friesen Milse(Winkler) Barthel, stellv. Kreissußballfachwart. die neue Führung bis zum Wechsel für BfB. fertig. Fünf Minuten der neuen Hälfte gehörten den Vereinigten, dann aber kam BfB. ganz. Rechtsaußen Wörmann machte innerhalb weniger Minuten drei Tore, womit er bewies, daß er von seiner Verletzung wieder völlig geheilt ist. Schließlich kam auch der unermüdliche Schielmann noch zu seinem Treffer, und als der Unpartetische Winkler wegen Handspiel auf Strafstoß von der Elfmeterlinie gegen die Vereinigten entschied, brachte es Tormann Brune fertig. Brinkmann zum achtenmal zu schlagen. Tritz Winkler sprang wieder einmal als Schiedsein und machte seine Sache gut. Daß er die zweite Hälfte„kürzte", war nur wenigen unwillkommen. VfB.: Kranzmann; Hoffmann, Garske; Dreier, Henn, Gollnest; Wörmann, Boedeker, Brune, Schielmann, Schuster. Spielvergg. 06/07: Brinkmann; Grube, Hesse; E. Meike, Wippich, Brindöpke: Gubert, Wörmann, Schäfer, Wörmann, Weißgerber. V/B. Bieleseld— SVg. Schildesche Am nächsten Sonntag stattet SVg. Schildesche dem VfB. aus dem Sportplatz an der Heeper Straße einen Besuch ab. Fußball im Reich Köln: Bereichskampf Mittelrhein— Niederrhein 1:0 Stuttgart: Bereichskampf Württemberg— Ostmark 2:6 Mailand: Städtespiel Mailand— Berlin.. 2:2 Rom: Städtespiel Rom— München. 5:2 Frankfurt a. M.: Städte viel Frankfurt— Metz 5:1 Spiele in den Bereichen Breslau 02— Hertha Breslau(Pokalendspiel) 3:1 Norden Nordwest— Tennis Borussia(GS).. 1:9 Hamburger SV— Holstein Kiel(Meisterschaftsp.) 8:1 Wilhelmshaven 05— VfL/VfB Oldenbura(Gé) 9:1 Werder Bremen— Eimsbüttel Hamburg(GS). 0:4 Rotweiß Oberhausen— 1. FC Styrum(GS), 3:2 BV Altenessen—. VfB Ruhrort(ES) ausgefallen Tura Leipzig— SK Bratislava Preßburg(GS) 1:2 München in Rom 5:2 besiegt Die Bayern hatten viel Pech Im Zeichen herzlicher Kameradschaft stand wie in Mailand das zu der gleichen Zeit am Neujahrstag veranstaltete zweite deutsch=italienische Fußballstädteel zwischen München und Rom. Die durch die ereinself von Lazio, Rom, gut vertretene italienische Hauptstadt kam mit 5:2(2:1) zu einem neuerlichen Sieg, dessen Höhe jedoch der Leistung der deutschen Mannschaft in keiner Weise gerecht wird. Dem Spiel wohnte der Präsident des italientschen Fußballverbandes, General Vacare, bei. Die besten Leistungen bei München zeigte der linke Angriffsflügel Fiederer— Siemetsreiter und der allerdings stark gedeckte, Mittelstürmer Krückeberg sowie der Mittelläufer Baierer. Für das gute Feldspiel der Deutschen, das allerdings zu sehr in die Breite ging. zeugt der Eckenstand 11:4 für München. Städtespiel Mailand-Berlin 2: 2 Fünf Minuten vor Schluß zog Mailand gleich Der Rückkampf der Fußballstädtemannschaften von Mailand und Berlin am Neujahrstag endete vor 20 000 Zuschauern in der Mailänder Arena 2:2. Die Berliner Els führte zur Pause noch mit 2:1 und hielt diesen Vorsprung bis fünf Minuten vor dem Abpfiff. Es ist den Mailändern also nicht gelungen, die im Herbst in Berlin erlittene Schlappe durch einen Sieg wieder wettzumachen. Klar für die Endrunde Westfalenmeisterschaft der Amateurboxer Nach der letzten Sichtungsrunde in Hagen am Sonntag ist nun alles für die Westfalenmeisterschaft der Amateurboxer klar. Die Titel werden am 12. Januar im traditionsreichen Bochumer Schützenhof, der schon so manche große Auseinandersetzung sah. vergeben. Es haben sich zur Endrunde„durchgehauen“: Fliegen: Kämmerer(Lüdenscheid)— Strang= seld I(Herten).— Bautam: Erwin Manzcyk (Bochum)— Kleinschmidt(Dortmund)— Feder: Schlüter(Dortmund)— Quabeck Hagen).— Leicht: Mainzer(Dortmund)— Schmedes(Dortmund).— Mittel: Pepper(Dortmund)— Schmidt Gladbeck).— Halbschwer: Umar(Dortmund)— Wessely(Buer).— Schwer: Schmidt(Witten)— Kosche(Altena). Im Weltergewicht ist Heint Norek(Gladbeck) bereits Meister; er wird aber trotzdem in Bochum boxen. Sonst vermißt man auch den einen oder anderen guten Mann: Theo Kubiak aus Herne, der aber vielleicht eine Einlage in Bochum bestreiten wird, Karl Knorr, den schlagstarken Wischnewskt, Michel Murach und schließlich den schwarz= lockigen Kramer aus Gütersloh, der auch heuer wieder eine ernste Chance hatte. Eishockey=Dreiländerkampf in Bukarest In Bukarest besteht der Plan eines EishockenDreiländerkampfes mit Teilnahme der Nationalmannschaften von Rumänien, Jugoslawten und der Slowakei. Das Länderturnier soll in der Zeit vom 15. bis 17. Januar abgewickelt werden. Sportamtliche Bekanntmachung! Heute, Donnerstag, 2. Januar 1941, finden sich zur gewohnten Stunde im Restaurant Heitmann, Heeper Straße, die Schiedsrichter zur Pflichtsitzung ein. Kamerad Jochheim ist auch da! Sötemann, Schiedsrichter=Obmann. VIB. in Neujahrs-Schußlaune Die Blelefelder Vereinigten unterlagen 2:8(2:3) Von der, Rauchwlle“ des Indianers zu der heute äusserst * verfeinerten Art, den Tabak zu geniessen, führt ein weiter Weg. Am Ende dieser Entwickelung steht als jüngstes Beispiel niemals rastenden Fortschritts eine Zigarette mit Omsichtbarem Mundstück: GULDENRING mit GMUNDSTUCK CULDENRING heisst die Zigarette, bei der erstmalig das Mundstück, ohne wesensfremde Zutaten, aus dem Zigarettenpapier selbst entwickelt wurde. Da es Gnsichtbar ist, könnte man Güldenring auf den ersten Blick für einemundstücklose Zigarette halten. Sie ist aber mehr als das; denn ihr neuartiées OtKundsteick schützt die Lippen vor Verletzungen und zugleich den Tabak vor nachteiliger Durchfeuchtung. Nr. 1 Westfälische Neueste Nachrichten 2. Januar 1941 He t0 Weger uche Nadt A St Dera' kämpft gegen zehn Spitfires Heldenhatter Einsatz eines deutschen Autklärungstliegers über dem Kanal rd.. 2. Januar.(PK.) Die„Tora“ ist startklar. In wenigen Minuten wird sie gegen England fliegen Der Oberleutnani umreißt noch einmal die wichtigsten Punkte des Auftrages. Der Bordschütze hört aufmerksam zu. Er macht heute seinen ersten Feindflug. Die Zeit der Ausbildung ist vorbei. Nun kann er zeigen was in ihm steckt Kein Wöllchen stehr am Himmel. Die Sicht ist klar. Wie eine Reliefkarte liegt das Land dort unten. Höher! Der Unteroffizier zieht die Maschine an. Es gehi dem Kanal zu. Schon von weitem erkennt man die glitzernde Oberfläche des Wassers. Die französische Küste bleibt zurück. Drüben liegt England! Hier die breite Bucht. dort die große Hafenstadt,— nun wird die Flak bald ihre Grüße heraufschicken. Jetzt hat man die deutsche Maschine bemerkt. Die Abwehr setzt ein. Nach wenigen Minuten ist der Himmel übersät mit den grauen Sprengwölchen der Geschosse Die Herren dort unten schießen nicht schlecht. Aber der Unteroffizier steuert seine„Ju; sicher durch die Sperre. Die Abwehrmauer ist durchstoßen. Nun eine leichte Kurve. Gleich sind wir über dem Ziel. Der Auftrag ist durchgeführt. Der Flugzeugführer nimmt Gegenkurs. Nach Hause! Schon ist die Küste wieder erreicht. Plötzlich deutet der Oberleutnant nach vorn. Vier Punkte sind auf dem Wasser zu erkennen.„Wollen wir uns einmal näher ansehen!“ Der Unteroffizier kurvt ein. Die Punkte werden größer. Nun sind sie deutlich zu erkennen. Es sind vier Schiffe, die in hoher Fahrt den Hafen zu erreichen suchen. „Na, wartet, ihr werdet nicht ungerupft bleiben! Dafür wird unsere Meldung sorgen!“ Der Oberleutnant schaut sich um. Plötzlich stößt er den Flugzeugführer an.„Dort drüben das sind doch..." Da hört er auch schon die Stimme des Funkers:„Zehn feindliche Jäger greisen an!“ Teufel auch! Zehn gegen einen! Jetzt muß die Besatzung ihr Können beweisen Der erste Jäger ist heran. Versucht die Maschine von hinten anzugreifen. Da jagen ihm Funker und Bordschütze Feuer aus ihren MGs entgegen. Durch einen Abschwung entgeht er den Garben. Aber schon sind die anderen Tommies da. Von allen Seiten kommen sie. Die Fäden ihrer Leuchtspurgeschosse kreuzen sich. Wie Raubvögel stürzen sie sich auf ihr Opfer. Aber die Besatzung der„Ju" behält ihre Nerven. Ihr Abwehrfeuer liegt gut. Der erste Angriff der Gegner mißlingt. Schnell legt der Bordschütze eine neue Trommel auf sein MG. Die Spannung, die der erste Feindflug brachte, ist wie weggewischt. Ein Engländer ist eingekurvt, setzt zum zweiten Angriff an. Nun hat ihn der Bordschütze im Visier. Sein MG hämmert los. Die Schusse liegen gut. Der Tommy zieht seine Maschine hoch. Da gerät er in die Geschoßgarben des Funkers. Ein Krachen und Bersten. Die linke Tragfläche löst sich vom Rumpf. Senkrecht stürzt die Spitfire nach unten. Die nächste versucht, den Aufklärer von oben anzugreisen. Schon ist der Funter wieder feuerbereit. Der Engländer schießt schon von weitem. Kaltblütig läßt ihn der Unteroffizier herankommen. Dann zieht er ab. Der Gegner bäumt sich auf. Geht dann in engen Spiralen nach unten. Jetzt zeigt sich eine schwarze s sch Ein Krachen und Bersten, und dann stürzte der Gegner eb, eine schwarze Rauchfahne hinter sich herziehend. Zeichnung: Interpreß. Pk.-Dudda Rauchfahne. Immer schneller wird der Sturz. Die Maschine schlägt auf dem Wasser auf und versinkt. Der zweite Gegner ist abgetan. Die übrigen verdoppeln ihre Anstrengungen, der„Ju“ den Heimweg zu verlegen. Aber sie kommen nicht heran. Sie müssen zusehen, wie ihnen die Beute, die sie schon sicher zu haben glaubten, im letzten Augenblick noch entgeht. Resigniert drehen sie schließlich ab. Kurze Zeit später kann der Oberleutnant die Aufklärungsergebnisse übergeben. Nur wenige Einschüsse in den Tragflächen der „Ju“ zeugen von dem schweren Kampf, der dem Gegner zwei Jäger kostete. Fahnenträgerin der Neuordnung Axmann erklärt für die HJ. 1941 als Jahr des Autbaues in neuen Gebleten nb. Berlin, 2. Januar. Am Neujahrstage 1941 brachte der großdeutsche Rundfunk die traditionelle Neujahrssendung der HitlerJugend mit einer Ansprache des Jugend. führers des Deutschen Reiches, Artur axmann. Die Jugend grüßt mit dieser Sendung zugleich die Kameraden und Führer im Felde sowie die Jungen und Mädel in den Lagern der weiteren Kinderlandverschickung. Er erklärte das Jahr 1941 für die HJ. zum Jahr des Aufbaus in den neuen Gebieten. An den Beginn seiner Ausführungen stellte Reichsjugendführer Artur Armann den Gruß der Jugend an den Führer. Die Neujahrsansprache des Reichsjugendführers brachte zugleich das Arbeitsprogramm der HitlerJugend für das Jahr 1941. An erster Stelle steht die Auslese und Ausbildung des jungen Führernachwuchses für die unteren Einheiten. Diesen Führern wird dann die Ausbildung des jugenddienstpflichtigen Jahrganges übertragen. Der hauptamtliche Jugendführer soll organisch in die Funktion und Lebensbereiche der Partei und des Volkes hineinwachsen. nachdem auch der Stellvertreter des Führers diesen Berufsweg des haupiamtlichen Jugendführers in einer Anordnung zum Ausbruck gebracht hat. Die Notwendigkeiten der Auslese und Bildung des Führernachwuchses müssen besonders in den neuen Gebieten, die im bisherigen Verlauf des Krieges zum Reich gekommen sind. berücksichtigt werden. Zwar ist in ihnen bereits ein allgemeiner Aufbau vollzogen, doch lautet die Zielsetzung für das kommende Jahr. ourch besondere Bemühungen in kürzester Frist Jeder feindliche Einflug beobachtet Kein Feindflugzeug bisher unangemeldet über dem Reichsgebiet ndz. Berlin, 2. Januar. Was geschieht, bevor die Sirene heult? Diese Frage hat in den letzten Wochen und Monaten immer wieder weite Kreise der Oefsentlichkeit beschäftigt, die Frage besonders, wie der Einflug seindlicher Flugzeuge erkannt und weiter verfolgt wird bis zu dem Zeitpunkt, in dem es notwendig wird, den Knopf der Alarmsirene zu drücken. Auch hier ist eine Organisation aufgebaut, die mit der Präzision eines Uhrwerks arbeitet. Es handelt sich um die verantwortungsvollen Aufgaben des Flugmeldedienstes, der wenig im Blick der Oeffentlichkeit steht, aber doch von überragender Bedeutung für die Luftverteidigung ist. Hauptmann Schroeter führt in der„Wehrmacht" dazu aus, daß über das ganze Reichsgebiet, bis weit auf das Meer hinaus zu den Vorpostenbooten, ein Netz von Flugwachlinien gezogen ist. Mit Auge und Ohr überwachen die Männer der Flugmachen lückenlos den deutschen Luftraum, bei jedem Wetter, zu jeder Tages= und Nachtzeit. Sehr häufig befinden sich die Flugwachposten in sogenannten Horchgruben, da in dunklen Nächten das Beobachten des Himmels mehr oder weniger überflüssig ist. Die Horchgruben reichen bis zwei Meter tief in die Erde, da die Erde bekanntlich den Schall schneller fortpflanzt als die Luft, so daß herannahende Flugzeuge unter Umständen in der Tiefe der Grube früher wahrgenommen den gleichen Stand der Entwickelung gegenüber dem Altreich herbeizuführen. Besonders verwies der Reichsjugenoführer auf die Bauerngaue und Kornkammern des Reiches. das Wartheland und Danzig=Westpreußen. Die Sendung der Jugend in diesem Raum altdeutscher Kolonisation heißt. Bauer zu sein. Zur Behebung der Landflucht wird die HJ. gemeinsam mit dem Reichsnährstand in den neuen Ostgebieten die bäuerliche Berufsertüchtigung zu verwirklichen haben, wozu sie in ihrem Landdienst bereits ein geeignetes Instrument besitzt. Für die neuen Gebiete wird die HI. besonders Führer und Führerinnen bereitstellen, die sich im Altreich bewährt haben und die durch ihren Einsatz im Osten oder im westlichen Grenzland eine Auszeichnung erfahren sollen.„Wir entsenden unsere Fahrtengruppen, unseren Landdienst, unsere Musikzüge und unsere Spielscharen. In die Planung unserer Heime. Herbergen und Führerschulen sollen besonders die neuen Gebiete einbezogen werden. Die Jugend des Reiches soll auf die neuen Gebiete ihre Ausrichtung erfahren.“ Im Jahre 1941 wird die HJ. weiterhin die Bande der Kameradschaft festigen, die mit der Jugend des faschistischen Italiens und der Jugend des fernen Landes der aufgehenden Sonne verbindet. Gerade in diesen Tagen hat eine Abordnung der Hitler=Jugend beim japanischen Volk eine begeisterte Aufnahme gefunden. Auch mit der Jugend der uns umgebenden Staaten, die eine Neuordnung Europas bejahen, stehen wir in guter Zusammenarbeit und guter Freundschaft. Wenn Europa neugestaltet ist, dann wird die Jugend die Fahnentragerin dieser Neuordnung sein. Von Purenäen bis zum Nordkap ein Millo zum nd. Berlin, 2. Januar. Zwischen dem nördlichsten und südlichsten deutschen Korpe sand folgender Grußaustausch anläßlich des Jahreswechselo statt: „Das Gebirgskorps Norwegen grüßt vom höchsten Norden das südlichste Korps der deutschen Wehrmacht zum Jahreswechsel. SiegHeil! gez. Dietl. General der Gebirgstruppen.“ „Dank für Gruß. Von den Pyrenäen zum Nordkap ein einheitlicher Wille für 1941! gez. Kauvisch. General der Artillerie.“ Neuer Oberbürgermeister Kölns Hauptschriftleiter Winkelnkemper berufen nb. Köln, 2. Januar. Auf Vorschlag des Gauleiters und mit Zustimmung des Reichsmarschalls hat der Reichsminister des Innern die Berufung des bisherigen Hauptschriftleiters des „Westdeutschen Beobachters". Dr. rer. vol. Peter Winkelnkemper, zum Oberbürgermeister der Hansestadt Köln vorgenommen. Dr. Winkelnkemper, 1902 in Wiedenbrück (Westfalen) geboren, trat am 1. September 1930 als Schriftleiter der Redaktion des„Westdeutschen Beobachters“ bei, dessen Hauptschriftleitung er seit dem 1. April 1931 bis zu seiner jetzigen Berufung ausübte. Er hat sich sowohl als Hauptschriftleiter wie auch als Gauredner vor und nach der Machtübernahme große Verdienste um die nationalsozialistische Bewegung erworben. Jugendwehr in Schweden Für die Schuljugend vorgesehen Eigene Meldung rd. Stockholm, 2. Januar. Die von der schwedischen Regierung eingesetzten Sachkundigen für die Wehrdienstausbildung der Schuljugend haben dem Kultusminister einen Vorschlag unterbreitet, der eine Wehrdienstausbildung der gesamten männlichen und weiblichen(!) Schuljugend vorsieht. Die Ausbildung, die dem Alter und Können der Schüler angepaßt wird, sieht Unterrichtung im Handgranatenwerfen, Schießen und Waffenlehre, Luftschutz und Krankenpflege vor. Ferner sind obligatorische Ausbildungskurse für die Leiter des Jugendwehrdienstes in Aussicht genommen. Für die Ausbildungskurse, die für die älteren Schüler obligatorisch sein sollen, wird die Einrichtung von Ferienlagern vorgeschlagen. Schweigender Protest der 20 000 Aktion der Italiener in Argentinien Eigene Drahtmeldung hn. Rom, 2. Januar. 20000 in Argentinien lebende Italiener zogen in Buenos Aires schweigend und mit entblößtem Haupt am Denkmal des argentinischen Generals Belgrano vorüber, der aus Italien stammt, um gegen die britische Provagandahetze zu protestieren. Die in würdiger Form ohne jeden Zwischenfall verlaufene Kundgebung, die der Bevölkerung in Erinnerung rief, was das Land den italienischen Einwanderern verbankt, hat in Argentinien starken Eindruck gemacht. Den eigenen Vater totgefahren. In einer Ortschaft bei Passau holte ein Kraftwagenbesitzer seinen Wagen aus der Garage. Dabei lief ihm sein 85 Jahre alter schwerhöriger Vater über den Weg. Der Greis wurde überfahren und so schwer verletzt, daß er bald nach dem Unfall starb. Handgranate riß beide Hände ab. In Burghausen bei Apolda beschäftigte sich ein auf Urlaub befindlicher Arbeitsdienstler mit einer Handgranate, die sein Bruder aus dem Polenfeldzug mitgebracht hatte. Die Granate explodierte und riß ihm beide Hände ab. werden können als draußen. Ständige Uebung und Gewöhnung befähigen die Flugwachposten, lediglich nach dem Gehör Entfernung, Höhe und Richtung von Flugzeugen mit überraschender Genauigkeit anzugeben. Jede Flugwache ist durch eine unmittelbare Fernsprechleitung mit dem Flugwachkommando verbunden, das einen Flugmeldebereich umfaßt. Dort werden ankommende Flugmeldungen aufgenommen, ausgewertet und das Ergebnis mit Fernsprecher oder Flugmeldefunkspruch an die Dienststellen der Luftverteidigung, Luftschutzwarnzentralen und Nachbarflugwachkommandos weitergegeben. Vom Augenblick des Einfliegens in deutsches Reichsgebiet wird jedes feindliche Flugzeug erfaßt. Bei den Dienststellen der Luftverteidigung wird der Flugweg eines jeden Flugzeuges mit genauer Uhrzeitangabe auf Karten aufgezeichnet. Die Führer der Luftverteidigung können somit zeitgerecht, je nach Beurteilung der Lage, ihre Entschlüsse über Alarmierung der Luftverteidigungskräfte und Benachrichtigung der Luftschutzwarnzentralen zur Warnung der Bevölkerung treffen. Jur Verhinderung der irrtümlichen Bekämpfung eigener Flugzeuge werden durch die Flugwachkommandos Start und Flugwegmeldungen der eigenen Verbände und Einheiten an die in ihrem Bereich liegenden Fliegerhorste, Flugplätze, Flakartillerie sowie an benachbarte Flugwachkommandos gemeldet. Kein einziges feindliches Flugzeug hat bisher des deutsche Reichsgebiet unerkannt und unangemeldet überflogen. Gliederreißen Gicht-Schmerzen Frau Marie Lorenz, Private, Wien 23. Fischamend I. W. 227, schreibt am 25. 1. 40:„Seit Jahren litt ich an Gliederreißen und gichtischen Schmerzen in den Kniegelenken so stark, „.### ich zeitweise einen Stock benützen mußte. Schon nach Verbrauch weniger Trineral=Ovaltabletten konnte ich nachts wieder schlafen u. heute nach wenigen Monaten sind die Schmerzen bereits ganz verschwunden u. ich kann mit meinen 62 Jahren u. 106 kg Körpergewicht marschieren wie früher. Bei Gicht, Rheuma, Ischias, Hexenschuß, Erkältungskrankheiten, Grippe, Nerven= und Kopfschmerzen helfen die hochwirksamen Trineral=Oval= tagletten. Sie werden auch von Herz=, Magen= und Darmempfindlichen best. vertragen. Machen Sie sof. einen Versuch! Ortavackg. 20 Tabl. nur 79 Pfa. In all. Apotb. erhältl. o. Trineral GmbH., München O 27/0 Verlangen Sie kostenlose Broschüre„Lebensfreude durch Gesundbett"! Lehrte Freitag.10. Januar 1941. 10 Uhr wieder über 450 Liere davon ca. 150 ftl. gen. Zuchtbullen, über 300 jge. 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