m Beweis dafür au Schicksal des Zink. rweisen. Nicht wen, nuch der Hinweis au das schärfstgeschlif genug. Es genüge ein paar Formeln angeeignet habe, 1 Nationalsozialisdanach zu handeln Brot: leiner Not! mm Einkaufs, 's Beste aus. 8 II uft werden. I Nie abgegeben, nend ist. Kravatten ten Preisen n Damen3.50 RM erzweireihig agen kann. n Formen enen 91. Jahrgang. Nr. 27. AusgabeA die nationalsozialist, ung auch seit der facher Weise als rich deutsche Wirtschaf dritte Reich sei ich die Wirtschaft m rn umgekehrt sei die gelaufen. Der Red. nsicht, daß der Naeigentlichen Volks. „ Werte aufgezeigt tischen Zeitalter alegeben worden sei Paft,un, Welthan chland habe bis 1933 er keine Volkswirt Nationalsozialismu die ihr gebührende Als„bedeutende Nationalsozialismus dner die Umstellung die Volkswirtschaft zirtschaft nicht etwa gesprochen werden ägen ebne den Weg ing in das Spie der ellung komme nan e Berechtigung anhaft sei eine stetige mehr man sich mit chtungen der Wirtbesser sei das für e der Wissenschaft forderlichen Untervir den Grundsatz ennutz" entschlossen schär“ Nachrichten“ erscheint werk Monat 2.00 RM. ausschließlich Postzustellungsgebühr. höherer Gewalt oder Betriebsstörung haben weder die Bezieher noch der Anzeigenkunde Anspruch auf Nachlieferung ode schädigung, Erfülungsort für Lieserung u. Jahlung ist Hersord. Hersorder Sonnabend, den 1. Februar 1936 aume ller u. Einfahrt Straße sofort iser Straße 14 I Strolo, reundlich möbl. er Bad, Klaviere. Nachzufragen rf. Kreisbl. ull= 75,4 82.33 m etter Bla Anzeigenpreis: Für die Ausgabe A u. B. Die 1=spaltige Zeile mm Oite 24cgd Vio. Die. Milhtmeterzeise im Tertel von Jelle von 1 mm Höhe 5 Pfa, die Milimeterzelle im Tertell mm Höhe 20 Pfg. Nachlaßz nach Stafel a. de Jwanasvergleichen u. Konkursen kommt ein jeglich. Nachlaß in Wegfall. Engerscher Anzeiger u. Spenger Nachrichten Welt und Ieimatblatt. Die— Siegs Wersenussiez: Mil den amtlichen Mitteilungen des Siadt= und Landkreises Herford sa deltt. Srtit.“ Größte Auflageaile.„ Sundureises Ioersord. Fernruf=Sammelnummer 3241 0 „* F emmerhummer 5241 er regeszeltungen der et uuu ue ae! -nben des Stadt- und Landkre s e S Hertord Munitionslager in die Luft geflogen Die abessinische Friedenslage Rückläufige Bewegung zum Stehen gekommen DNB. Addis Abeba, 31. Jan. Die abessinischen Berichte von der Südfront lassen erkennen, daß die rückläufige Bewegung zum Stehen gekommen ist. In diesem Zusammenhang melden die Abessinier auch den Stillstand der italienischen Vorstöße der letzten Tage, die über Neghelli hinausgin gen. Die Vorstöße auf Uardara seien ledig ich Unternehmungen zur Aufklärung gewesen. Man betrachtet hier überhaupt die Lage der italienischen Südarmee für den Fall daß die Gebirgszüge nordwestlich von Neghelli mit dem Blick auf die Seenplatte angegriffen werden sollten, hinsichtlich der Nachschubfrage für schwierig. Ein solches Unternehmen erfordere bei der überaus langen Front von Dolo bis Neghelli außerordentlich umfangreiche Deckungsmanöver. In abessinischen Kreisen ist man ferner der Ansicht, daß diese Gebirgszüge fast unpassierbar sind. Gleichzeitig damit hört man, daß die einzelnen Abteilungen, die während der Gesechte die Verbindung mit ihren Armeeführern verloren hatten, jetzt sämtlich wieder gesammelt sind und dem Gros der Armee Ras Destas wieder eingegliedert werden konnten. Die Nachschübe aus dem Norden und dem Westen sollen den Bestand der Armee wieder aufgefüllt haben. Nach abessinischer Darstellung soll die Armee Ras Destas einschließlich der ihr jetzt zur Verfügung stehenden Reservekräfte auf doppelte Stärke gekommen sein. Man spricht auch von einem Kommandowechsel an diesem Frontabschnitt und glaubt, daß Kriegsminister Mougougeta den Oberbefehl über den Westabschnitt der Südfront übernehmen werde. #Den letzten Erfolg der Italiener an der Südfront schreibt man auf die Rechnung eines taktischen Fehlers, der Ras Desta unterlaufen sei. Er sei mit seinen Truppen angriffslustig aus seinen Bergstellungen durch die Harar=Wüste nach Dolo herabgestiegen, um von dort die Italiener anzugreifen. Hier liege der Fehler. 2 enn bei den italienischen Gegenangriffen habe er infolge der motorisierten Abteilungen und der Tanks der Italiener ins Hintertreffen geraten müssen. Er habe den schnellen Bewegungen des Feindes nicht genügend schnelle Bewegungen entgegensetzen können. „ Di#, ttauenische Besatzungsstärke von Neghelli schätzt man hier auf 3000 Mann motorisierte Truppen. Schweres Eisenbahnunglück Acht Tote geborgen I. S####cpe: soille(Pensylvania), 31. Jan In der Nähe des Städtchens Sunburn entgleiste ein Schnellzug beim Ueberfahren der Brücke über den Susquehanna=Fluß. Die Lokomotive, der Gepäckwagen und ein Schlafwagen stürzten in das eisige Wasser. Drei weitere Wagen stürzten von der steien Böschung ab und blieben am Bahndamm liegen. Die Schwellen fingen Feuer, und bald war die ganze Eisenbahnbrücke in Brand gesetzt. Die Rettungsarbeiten werden durch die starke Kälte— es wurden 27 Grad Celsius unter Null gemessen— sehr erschwert. Gegen 1 Uhr früh etwa eine Stunde nach dem Unglück, waren acht Todesopfer geborgen. Die Zahl der Verletzten beträgt nach den bisherigen Feststellungen 30. Man befürchtet, daß sich in dem in den Fluß aestürzten Wagen noch weitere Tote befinden Großflugzeug der Lufthansa, um nach dem im Eise steckenden Fahrzeug zu suchen. In kurzer Zeit hatten die Flugzeuge das Fischerboot gefunden, dessen Besatzung sich in hilfloser Lage besand. Der Eisbrecher des Wasserbauamtes Labiau erreichte, von Flugzeugen geführt, das Fischerbot, das vollkommen vom Eis eingeschlossen war, und es gelang ihm, das Boot freizumachen und mit der Besatzung wohlbehalten nach dem Hafen Nemonien zu schleppen. Munitionslager in die Luft geflogen Flugzeuge retten ein Fischerboot DNB. Königsberg, 31. Jan. Ein Fischerboot aus Tawe am Kurischen Haff wurde seit Montag vermißt. Die Wasserbaudirektion Königsberg erbat daher zwei Flugzeuge des Luftkreiskommandos und ein 50 Tote, 100 Verletzte. DNB. Moskau, 31. Jan. Wie die Taß aus Schanghai meldet, sollen in diesen Tagen die Munitionslager von Nendoukau in der Nähe von Peiping aus bisher unbekannten Gründen in die Luft geflogen sein. Bei der Explosion sind 50 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 100 Personen wurden verletzt. An 250 Häuser wurden zerstört. Italienischer Einspruch Die neue Protestnote Italiens gegen Agyptens Beteiligung an den Sühnemaßnahmen. „o. Londo.., 31. Jan. Einer Meldung aus Kairo zufolge hat Italien an die ägyptische Regierung eine Note gerichtet, in der gegen die Beteiligung Agyptens an den Sühnemaßnahmen Einspruch erhoben wird. In der Note macht Italien die ägyptische ReMaßnahme verantwortlich und behält sich das Recht vor, eine Ersatzleistung für den moralischen und sachlichen Schaden zu fordern, den italienische Staatsangehörige erleiden. Die Note weist ferner saxc# hin, daß unter den Nichtmitgliedern is1 Zölterhundes Kaypten der einzige Staat lien anmende een ItaKönig Carol nach Paris gereist „33B Paris, 31. Jan. König Carol traf rstagabend in Paris ein. Man scon cnfern die Ankunft des bulgarides wutriegs, d# turnischen Außenministers, u gussischen Volkskommissars Litwinow Storbemt oste Teichischen Vizekanzlers Fürst in verigperg. d#e sich samtlich mehrere Tage Parie aufhalten werden. diesen Assigen volitischen Kreisen mißt man en Besuchen besondere Bedeutung bei. 1% Stimmen Mehrheit für Sarraut „ Paris, 31. Jan. Die Abstimmung Regiansa hat 361 Stimmen für die Perrna und 165 Stimmen gegen die Reeine Mehekarg uaer. Die Regierung hat also ###### von 196 Stimmen bekommen. lange me zantung dauerte ungewöhnlich namanen den Abgeordneten etwa 1200 waranettel abgegeben worden n. um die Abstimmung zu erschweren. beneral Kondylis gestorben an Aegypten DNB. Athen, 31. Jan. General Kondylis ist am Freitag einem Schlaganfall erlegen. Kondylis litt an Angina pectoris. Gerüchte um den Tod Kondylis DNB. Athen, 31. Jan. Das Haus des verstorbenen Generals Kondylis ist das Ziel des Besuches zahlreicher Persönlichkeiten einschließlich der Mitglieder des diplomatischen Korps und einer großen Volksmenge, die sichtlich ergriffen war. Die Leichenfeier wird am Sonntag nachmittag in der Kathe drale von Athen stattfinden. Da Gerüchte im Umlauf sind, die den Tod des Generals auf Gift zurückführen, wurde eine gerichtliche Leichenöffnung angeordnet. Deutsch-polnische Verhandlungen über den Durchgangsverkehr von und nach Oltpreußen DNB. Rom, 31. Jan. Die neue Protestnote Italiens an Aegypten wegen Teilnahme an der Sanktionspolitik weist, wie man von zuständiger italienischer Seite hört, Punkt für Punkt die einzelnen Maßnahmen zurück, die bisher von Aegypten gegen Italien auf diesem Gebiet getroffen worden sind. Sie geht somit wesentlich weiter als die erste Protestnote. In ihr hatte sich Italien besonders dagegen verwahrt, daß Aegypten als Nichtmitglied des Völkerbundes an den Sühnemaßnahmen teilnimmt. In hiesigen politischen Kreisen gibt man zu verstehen, daß sich Italien genötigt sehe, die zweite Note an Aegypten zu richten, obgleich Italien nicht die Regierung von Kairo für die Sanktionspolitik Aegyptens verantwortlich machen wolle. DNB. Berlin, 31. Jan. Das polnische Verkehrsministerium hat der deutschen Reichsbahn mitgeteilt, daß wegen der noch nicht erfolgten Regelung der aus dem Durchgangsverkehr nach und von Ostpreußen bzw. Danzig aufgelaufenen polnischen Guthaben am 7. Februar eine erhebliche Einschränkung dieses Verkehrs eintreten müsse. Die polnischerseits beabsichtigte Maßnahme steht in Zusammenhang mit den Schwierigkeiten der Transferierung derjenigen Beträge, die die deutsche Reichsbahn der polnischen Staatsbahn für den Durchgangs verkehr durch polnisches Gebiet schuldet. Zurzeit schweben Verhandlungen zwischen der deutschen und der polnischen Regierung über Möglichkeiten, durch die die Transfer schwierigkeiten behoben werden könnten Die zuständigen Stellen sind bemüht, die nötigen Vorkehrungen im Zusammenhang mit einer etwaigen Einschränkung des Durchgangsverkehrs zu treffen; sie glauben aber erwarten zu können, daß die von volnischer Seite angekündigten Maßnahmen im Hinblick auf die schwebenden Verhandlungen nicht in Kraft gesetzt werden. Die Goethemedaille für Emil Strauß Nr. 111 DNB. Rom. 31. Jan. Der italienische Heeresbericht Nr. 111 hat folgenden Wortlaut: „An der Somalifront nehmen die Organisationsarbeiten im Abschnitt von Neghelli hren Fortgang. Die Einrichtung der neuen Verpflegungsämter ist bereits durchgeführt. Viele Aufklärungsabteilungen haben zwischen Neghelli und dem Daua Parma feindliche Gruppen zerstreut und dabei Gefangene gemacht. Die Führer und Notabeln der Gallas Borana fahren fort, bei unserer politischen Behörde in Neghelli ihre Unterwerfung anzuzeigen. Von der Eritreafront ist nichts bedeutungsvolles zu melden. Die Flugstreetkräfte haben an beiden Ironten zahlreiche Erkundungsflüge durch geführt". DNB. Berlin, 31. Jan. Der Führer und Reichskanzler hat mit Urkunde vom 31. Januar 1936 dem Dichter und Schriftsteller Dr. Emil Strauß in Freiburg im Breisgau in Anerhennung seiner Verdienste um das deutsche Schrifttum die Goethemedaille für Wissenschaft und Kunst verliehen. Der Führer dankt DNB. Berlin, 30. Jan. Dem Führer und Reichskanzler sind zum heutigen Jahrestag der Machtübernahme so zahlreiche Glückwünsche, Dankschreiben und sonstige Bekundungen der Anhänglichkeit aus allen Schichten der Bevölkerung zugegangen, daß es ihm leider nicht möglich ist, darauf im einzelnen zu antworten. Der Führer spricht daher allen Volksgenossen, die seiner am 30. Januar in Treue gedacht haben, insbesondere auch den Einsendern der ihm aus diesem Anlaß gewidmeten Gedichte, auf diesem Wege seinen herzlichen Dank aus. Ein ernster Zwischenfall an der mandschurisch=sowjetrussischen Grenze. DNB. Moskau, 81. Jan. Die Telegraphen= Agentur der Sowjetunion veröffentlicht folgende Meldung aus Chabarowsk: Am gestrigen Donnerstag bemerkte eine Sowjetgrenzpatrouille drei Kilometer von der Grenze entfernt auf sowjetrussischem Gebiet im Bezirk von Grodekowo vier unbekannte Japaner und Mandschuren in Zivilkleidern. als die Patrouille versuchte, sie festzunehmen, eröffneten die vier Unbekannten das Feuer. Gleichzeitig tauchten noch zwei Gruppen bewaffneter Japaner und Mandschuren in Stärke von 30 Mann auf und eröffneten gleichfalls das Feuer. Vom Sowjetgrenzposten herbeieilende 25 Mann Verstärkung begannen unter Kämpfen, die auf Sowjetgebiet eingedrungenen Japaner und Mandschuren gegen die Grenze zurückzudrängen. Während dieser Zeit kamen am Ort des Zwischenfalls auf Sowjetgebiet neue Abteilungen Japaner und Mandschuren an, so daß die Gesamtzahl der Eingedrungenen eine Kompanie überstieg. Nach einem längeren Kampf, bei dem es zeitweilig zum Handkan., wurden die Japaner und Mandschuren gezwungen, sich auf mandschurisches Gebiet zurückzuziehen. Wie die Telegraphen=Agentur der Sowjetunion hierzu weiter berichtet, hat der Stellvertreter des Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten. Stomanjakow, bei dem japanischen Botschafter in Moskau. Ota entschiedenen Protest wegen dieses Vorfalls erhoben. Fackelzug der SA zieht durch das Brandenburger Tor Ku K e Ten 10 —— Griechische Offiziere gegen den Wiedereintritt von Revolutionären in das Heer. Ein gewaltiges Erlebnis für alle, die dabei schen Fackelzuges der SA am Abend des 30. Jaein dursten, war die Wiederholung des histori= nuar. Man sieht auf unserem Bilde den FackelDNB. Athen, 31. Jan. Der Unterstaatssekretär im Kriegsministerium Platis. der Führer eines Armeekorps. Pitsikas. und der Kommandant von Athen, Demestikas, haben Tsaldaris aufgefordert, dahin zu wirken, daß den Revolutionären der Wiedereintritt in das Heer verweigert werde. Angeblich sollen die Offiziere, die Anhänger von Kondylis sind. gedroht haben. in Massen zurück zutreten, falls Revolutionäre in das Heer eintreten dürften. Poetischer Wochensalat elt in Unruh’ hrodolt o 71 zug beim Marsch durch das Brandenburger Tor (Scherl=Bilderdienst=M.) Indes die Welt in Unruh' brodelt, Umgürtend sich mit Stacheldraht, Wird jetzt in Garmisch fest gejodelt, Weil bald die Olympia naht Will Petrus keine Flocken senden, Dann wird der Altschnee konserviert Von tausende flinken Helfershänden Und mit Ammoniak umgerührt. Man tanzt und schwebt auf blankem Eise Und dreht sich wie ein Wirbelwind. Daß selbst dem müden Schlummergreise Das Leben durch die Adern rinnt. Zapanischer Personenzug verunglückt DNB. Tokio. 31. Jan. Nördlich von Tsuruga in der Provinz Fukui verunglückte ein Personenzug durch den Absturz von Schneemassen. Drei Wagen wurden durch den Anprall umgerissen. Nach den ersten Feststellungen wurden 50 Tote und Verwun dete gezählt. Man hüpft gar munter von der Schanze Und segelt fröhlich durch die Luft. Indes die Kolonialromanze Des Negus ihren Hauch verpufft. Schon nahen sie aus allen Zonen, Des Sportes friedliche Armee, Darunter manche Amazonen. Kraftvoll vom Scheitel bis zur Zeh. Der 30. Januar im Spiegel der dänischen Presse DNB Kopenhagen, 31. Jan. Die Kopenhagener Blätter berichten ausführlich über die Berliner Feiern anläßlich des dritten Jahrestages der nationalsozialistischen Revoluton. Unter er Balkenüberschrift„Einzig dastehende Huldigung des Dritten Reichs für seinen Schöpfer Hitler“ weist der Berliner Berichterstatter der„Dagens Nyheder" u. a. darauf hin, daß es schwer falle, die große Japanischer Verein besichtigt das Winterhilfswerk DNB. Berlin. Der japanische GeschäftsBotschaftsrat Inoue, stattete am Mittwoch mit 35 Mitgliedern des Japani schen Vereins in Deutschland der Reichsführung des Winterhilfswerks am Maybachufer sowie der Kleider= und Möbelkammer des Gaues Groß=Berlin einen mehrstündigen Besuch ab. Das Verständnis der Gäste für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes fand lebendigen Ausdruck in einer Sammlung, die von den sapanischen Besuchern in ihren eigenen Reihen veranstaltet wurde. Wühlarbeit in den französischen Kolonien Der Geist vermählt sich mit dem Bizeps Und durch das abgrundtiefe Nichts Saust mancher Held mit seinen SchiZepps Vermöge seines Gleichgewichts Die Völker reichen sich die Hände Aus Nord und Süd. aus West und Ost Soviel Nationen— das spricht Bände! Millionen Grüße funkt die Post. Zahl der geschichtlichen und umwälzenden Ereignisse der letzten drei Jahre in einem Fast ist es wie beim Turm zu Babel, Jedoch statt daß man sich entzweit— (Die Muskeln sind das Bindekabel) Herrscht Harmonie und Einigkeit. Ein international Geschlurfe Allüberall, wohin man blickt: Mit 80 in die Bobsleighkurve! Rekord! Rekord! Ick wer' verrückt! Sie alle haben einen Willen: Als Sieger vor dem Volk zu stehn. Da denkt die Erde selbbst im Stillen: Welch eine Lust sich umzudrehn! Manch Mädchen kam mit strammer Wade Zum Eiskunstlaufen nach Berlin: Zu werben für die Olympiade Sieht Sonja man die Kreise ziehn. Es zeigt die blonde Herber Maxie Der Waden anmutvolles Rund. Die Eleganz entquillt dem Taxi. (Der Negus steht im Hintergrund). Des Leibes Kraft ist losgelassen Und stürzt sich voller Muskelgier — Der Laie kann es kaum noch fassen Vom Pflichtlauf federnd in die Kür. Wer zählt die Völker, nennt die Mienen! Die Sonne sieht verwundert zu: Ich habe lange schon geschienen, Doch dieses ist der größte Clou! Ja selbst die alten Griechengötter Sehn neidvoll vom Olymp herab Und voller Arglist sagt ein Spötter: Mein lieber Zeus, der Bart ist ab! Wir sind zwar immer noch Olymper (Indem er das Gesicht verzieht), Doch was in Deutschland jetzt geschieht: Dagegen sind wir reine Stümper! Ueberblick zusammen zu fassen. Der festliche Verlauf des gestrigen Tages habe wieder einmal bewiesen, daß Hitlers Regierung sta. 2 sei und baß sie von einer einzig dastehenden Volksstimmung getragen werde. Ueber den abschließenden Fackelzug heißt es u. a.:„Ein neues Deutschland marschierte, ein mächtiges Deutschland, von dem wir glauben wollen, daß es eine neue Einstellung gegenüber seinen Nachbarn und deren Rechten hat.“ Italienische Presseberichte — zum 30. Januar DNB Mailand, 31. Jan. Der dritte Jahrestag der Machtergreifung wird in der norditalienischen Presse zum Gegenstand ausführlicher Schilderungen gemacht. Die Blätter berichten über die Feiern in der Reichshauptstadt, insbesondere über den Aufmarsch der Alten Garde im Lustgarten mit der Rede des Führers, sowie über den historischen Fackelzug. Darüber hinaus geben sie auch einen Ueberblick über die großen Ereignisse, die in den letzten drei Jahren für die Entwicklung des Reiches von Bedeutung gewesen sind. Die Pariser Presse sigt die Berliner Feiern. Der Fackelzug der SA am 3. Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung Weitere Mitteilungen des„Jour“ zum Fall Eberlein. DNB Paris. 30. Jan. Der„Jour“ kommt am Donnerstag noch einmal auf den Fall des Sowjetagenten Eberlein zurück, dessen Prozeß in letzter Stunde aufgeschoben Das Blatt will jetzt die genauen Bründe kennen, die diesen Aufschub veranaßten. Der Straßburger Untersuchungsrichter habe bei Eberlein so wichtige Schriftstücke über die kommunistische Wühlarbeit in den französischen Kolonien beschlagnahmt, i Veröffentlichung unbedingt zu mit Sowjetrußland geführt haben würde. Durch die Vertagung der Gerichtsverhandlung wolle man, so erklärt das tei, erreichen, zunächst die Ratifizierung des französisch=sowjetrussischen Abkommens durchzuführen, die hier nach Bekanntwerden der sowjetrussischen Pläne in den granzosischen Kolonten ein Ding der Unmoglichkeit werden würde. 34 . Das angebliche Ausmaß der geplanten britischen Wehranleihe 3B, Lessoo., 81. Jan. Bem„Daily wird die geplante, aber noch nicht beschlossene britische Wehranleihe den Betrag, von 250 Millionen Psund Sterling erheblich überschreiten. 3 Den Höhepunkt der Feiern am 30. Januar bildete die Wiederholung des historischen Fackeliges d#rch die Straßen der Reichshauptstadt an vorve:. Man sieht auf unserem Vild den Führer auf dem Balkon der Reichskanzlei beim Gruß an seine SA. Rechts neben in, Reichsmmister Ruoolf Heß und links Reiche. minister Dr. Goebbels und Reichskriegsminister Generaloberst v. Blomberg.(Scherl=Bilderd.=M.) S Haths, bie—— 31. Jan. Die großen Feiern anläßlich des dritten Jahres der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus werden in der Pariser Morgenpresse eingehend gewürdigt. Obgleich die Blätter sehr stark durch die gestrige Regierungserklärung in Anspruch genommen sind, widmen sie den Berliner Vorgängen in spaltenlangen Artikeln ihrer Sonderberichterstatter große Aufmerksamkeit. Die Rede des Führers sowie die Ansprachen von Reichsminister Dr. Goebbels und Stabschef Lutze werden in mehr oder weniger langen Auszügen wiedergegeben. Der Berliner Sonderberichterstatter es„Journal" stellt u. a. fest, daß das deutsche Volk wieder einmal mit seinem Führer ein unzertrennbares Ganzes dargestellt habe. Der Sonderberichterstatter des„Matin“ ist von der Dauerhaftigkeit des nationalsozialistischen Regimes voll und ganz überzeugt. Die Worte Hitlers seien die eines Thefs zu seinen Männern gewesen. Man visse nicht, ob die Meckerer und Kritikaster ich bei derart. Gelegenheiten unter das Volk mischten oder es vorzögen, an Hand von Statistiken nachzuweisen, daß das Regime nicht mehr lange dauere. Was man aber wisse, sei, daß sie sich täuschten. Der Anzlick dieser begeisterten Menge, die stundenang und unermüdlich ihrem Führer zugeübelt habe, müsse sie davon überzeugen. Ingeachtet der schweren Opfer, die auf dem deutschen Volk lasteten, werde es seinem Führer folgen. Der Sonderberichterstatter des„Jour detont, daß das Dritte Reich noch nie auf o feierliche Weise den Jahrestag der Machtergreifung gefeiert habe Gestern habe die nationalsozialistische Regierung einen zufriedenen Blick auf das Jahr 1935 werfen können. Die Fädt Der schi undenkliche Stelle an? mer neben steht, ist vo ventarstück wesen. Die Leinenrollei geben ihm das er bis halt noch z wieder aufe haben Kind des häuslich hat wirklick gene Möbel men. Es 1 Brande des Jahren unse leuten geret sonst vernich Leinen hatt ganz unten Kasten lag. Mottenfraß das war es, hätte bringe und Akten: ligtum.. E Sie sind heute. Nur holt. Ein nicht hinein zufassen, d Schätze anv unveräußer abendstunde er wohl vo Kammer, ü Blatt um B das Vermät der zu bem an zu spreck Ja— Grof lichtiger rau ihn uns gan cher Sorgfa ter zu eine Vor 100 Ja ernfaust da Monat für Wenn si. Ruhe begebe Ställen an lag, dann n geleierten 2 führte ihn Papier. 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Der Andie stundenührer zugeüberzeugen. die auf dem es seinem Ausdem Tagebuch einesravensbergischen Bauern Zu unterst in einem alten Koffer-- vergilbte Blätter voll Herz und Gemüt- Der schwere, eichene Koffer, der schon seit undenklichen Zeiten immer auf derselben Stelle an der niedrigen Wand in der Kammer neben dem Himmelbett des Bauern steht, ist von jeher wohl das kostvarste In ventarstück des Hofes und der Familie gewesen. Die vielen. im Hause selbst gewebten Leinenrollen, die in ihm verwahrt liegen geben ihm ein recht ansehnliches Gewicht, das er bis heute behalten hat, da sein Inhalt noch zu Großmutters Zeiten immer wieder aufgefüllt worden ist, und seitdem haben Kind und Kindeskinder diese Schätze des häuslichen Fleißes sorgsam gehütet. Man hat wirklich Mühe, das mit Eisen beschlagene Möbelstück von der Stelle zu bekommen. Es war ein Glück, daß bei einem Brande des alten Hauses vor mehr als 100 Jahren unser Koffer von starken Nachbarsleuten gerettet werden konnte. Was wäre sonst vernichtet worden! Gewiß, auch das Leinen hatte seinen Wert, aber das, was ganz unten im Koffer versteckt in einem Kasten lag, von Staub überzogen und durch Mottenfraß etwas unansehnlich geworden, das war es, was einen bedeutenden Verlust hätte bringen können. Denn die Schriften und Akten waren besondere Schätze... Heiligtum. Erbe... alten Geschlecht, einfach in seiner Lebenshaltung und seinen Ansprüchen überhaupz, plichtherußt und treu in seiner harten Arbeit, unbeirrt seinen Weg durchs #un ttimn. Ug## steht wahrlich in Rapenst rg nicht allein. Ueber seinem Einzelle hinaus werden wir hingeführt zu ss# der ravensbergischen Landbevölhants F##em Charakter. Das mag uns heute Veranlassung genug geben, einmal den ### im Kiffer zu öffnen und das Tage buch durchzublättern. „Ein Gedankenbuch für mich“— so selbst auf die Titelseite des kleinen Büchleins, und darunter vermerkt er den Hauptzweck seines Vorhabens: Von die Kühe angeschrieben, wann ehr sie bei dem Bullen gewesen sind. Ja, ja- das liebe Vieh! Sie sind es heute noch und besonders heute. Nur selten werden sie ans Licht geholt. Ein Fremder darf mit seinen Augen nicht hineinsehen oder gar mit den Händen gufassen, dem Bauern allein sind diese Schätze anvertraut, er ist Sachwalter eines unveräußerlichen Besitzes. In den Feierabendstunden, am Sonntag nachmittag, sitzt er wohl vor dem niedrigen Fenster seiner Kammer, über den Kasten gebeugt, holt Blatt um Blatt hervor, um in stiller Andach das Vermächtnis seiner Ahnen immer wieder zu bewundern. Und die Dinge fangen an zu sprechen, eindringlich, stark, lebendig. Jsa— Großvater war auch ein Bauer, ein lichtiger rav. Bauer. Sein Tagebuch zeigt ihn uns ganz, wie er wirklich war. Mit wel cher Sorgfalt hat er diese graugelben Blätter zu einem Büchlein zusammengeheftet! Vor 100 Jahren ging seine schwielige Bauernfaust darüber hinweg, Jahr für Jahr, Monat für Monat, und fast Tag für Tag. Wenn sich des Abends das Gesinde zur Ruhe begeben hatte und das Vieh in den Ställen an der Tenne gesättigt im Stroh lag, dann nahm Großvater den etwas ausgeleierten Tintenstecher in die Hand und führte ihn gelassen über das verstaubte Papier. Hiermit war eigentlich sein Tagewerk erst vollbracht. Oft hat er lange im kärglichen Schein der unruhig flackernden Oelfunzel gesessen und niedergeschrieben, was ihn bewegte. Seine wenigen Mußestunden, die ihm in seinem arbeitsreichen und sorgenschweren Leben verblieben, hat er ausgefüllt mit dem Inhalt seines Denkens und Schaffens.— Längst liegt er unter kühlem Rasen. Es war sicherlich nicht seine Absicht, durch diese Aufzeichnungen den Anfang mit einer Hof- und Familiengelchichte zu machen, wie wir das etwa heute bewußt pflegen und tun, er wollte auch der Nachwelt nichts Besonderes hinterlassen oder gur vielleicht allgemein gültige Lebensweisheit niederschreiben. Und doch war sein Lebensraum groß und vor allem auch lebendig genug, um ihn immer wieder zu veranlasen, seinen Gedanken und Anschauungen schriftlichen Ausdruck zu geben. War auch diese Arbeit zunächst vor allem Abrechnung mit sich selbst, so wurde sie doch bald zu einer heiligen Verpflichtung, zum Dienst an Familie und Scholle. Immer ist unter Tagebuchschreiber bemüht, in das Vielerlei des Lebens eine Ordnung hineinzubringen, die richtig zu sehen, zu beurteilen und schließlich auch zu meistern. Nichts will er aus dem Gedanken verlieren, was vielleicht einmal Wirtschaft, Haushalt und Familie aus dem Gleichgewicht bringen konnte. Darum ist es sehr wichtig, nach dem Grundsatz „Wer schrift, der blift“, auch die scheinbar kleinsten Dinge anzumerken, man könnte doch nie wissen, wofür es gut ist. So hat denn unser Tagebuchschreiber mit diesen Blättern seinen Erben nichts anderes Übergeben wollen als ein durch peinliche Sauberkeit ausgezeichnetes und zuverlässiges Nachschlagebuch, das sie nie im Unklaren ließ, wenn einmal Rechenschaft von ihnen gefordert wurde, dessen Quell aber auch nie versiegen konnte, wenn die Familie Rat und Beistand benötigte. Und doch ist dieses schlichte Büchlein mehr als nur ein Nokiksel, vom Großvater übernommen, mehr als Ratricht, die meiste Sorge, mit ihm fuhlte er sich immer eng verbunden. Wohnte er doch mit dem gesamten Getier unter Dache und jeder Zen, bei Tag und bei Nacht. war es ihm möglich, es zu beobachten und ihm seine liebevolle Pflege angedeihen zu lassen. Es mußte auch aufgepaßt werden, wenn die Wirtschaft weitergehen sollte. Längst waren die Zeiten vorbei, wo man mit Spinnen und Weben fast ausschließlich den größten Teil seines Lebensunterhaltes bestreiten konnt.. Die englische Maschine hatte bereits grausame Folgen getätigt, und so kam es, daß die Flachsfelder weniger wurden, der Anbau von Getreide und Kartoffeln lohnenswerter erschien und auch die Viehwirtschaft sich besondere Beachtung verdiente. Unser Tagebuchschreiber hält gewissenhaft seinen Viehbestand immer auf derselben Höhe. Pferde, Kühe und Schweine können nur durch gute Behandlung dem Hofe erhalten bleiben. Darum vor allem Sauberkeit in den Ställen.„Heute haben wir den Pferde= und Kuhstall ausgemestet und beide durchgeleicht"(d. h. den Abzug gereinigt); das mußte man sich genau anmerken, weil diese Arbeit mehrere Male im Jahre zu geschehen hatte. Auch sonst war es gut, über alles, was im Viehstall passierte, Buch zu führen. Und so sind denn die einzelnen Vorfälle in der Zeit ganz genau angegeben, oft auf Tag und Stunde, ja— bei besonderen Ereignissen setzt der Schreiber noch hinzu: Am Tage vor Ostern— nach Mariä Lichtmessen— als Oldendorfer Kirmessen war— auf Johannes des Täufers Tag.„Am 9. Tage nach Martini ist das Rind oben im Stalle mehrere Male bei dem E. seinen Bullen gewesen, hat gu: gestanden, und die schwarze Stute hat gut gesprungen, ich habe dem E. 8 Mariengroschen getan für seinen Hengst“. Und dann„hat die braune Mutter das kleine Fohlen gekriegt, hat bekommen ein Mutterfohlen mit der Blessen und 3 weiße Füße“. Das waren immer freudige Tage, wenn es Zuwachs gab im Stalle: aber nicht immer lief das so glatt ab:„neulich hat die gruise Kuh umgebullet, da bin ich nach Bünde in den Schulvorstand gewesen, in der Zeit hat sich das Tier umgetan". Es kam auch vor, daß der abergläubische Zauber durch die Ställe ging und sein Unwesen trieb.„Wir haben heute Mallör gehabt, die schwarze Mutter und das kleine Fohlen waren verhext, als ich dabei war, das Land am Busche abzueggen, da habe ich sie mit Not ins Haus gekriegt und ihm was eingegeben, das hat geholfen". Ja— unser Bauer wußte wohl immer um die Krankheit(und besonders um diese und ihre Behandlung. Die Rezepte, vom Großvater übernommen und immer wieder angewendet, verfehlten nie ihre Wirkung. ist z. B.„Gut für ein Pferd, das Leibein Lot Pfeffer und etwas Salz, für 10 Pf. Alweh, 10 Pf. Rabarver,— und oas alles in eine halbe Kanne Wasser, dann rühren und saufen lassen!“ Eben so sorgsam aber wie Pserde und Kühe werden auch die Schweine in Obacht genommen. Der grunzende Stallbewohner muß hierzulande schon lange heimisch gewe sen sein und sich das Hausrecht mit besonderer Anerkennung erworben haben. Denn er wird mit geradezu herzlichster Liebe oft umhegt. Da ist von den 11 kleinen Ferkeln eins recht„minne“, d. h. in der Entwicklung zurückgeblieben, was hilft es anoers, als daß man es in einem Kasten am Herd in der Küche auf Häcksel niederlegt und nun den zarten Borstenträger wie ein kleines Kind mit Milch aus der Flasche großfüttert. Sicherlich ist das öfter vorgekommen, man mußte auf das Vieh aufpassen,— wenn es auch nicht immer gelang, einen Schaden abzuwenden. Da ist neulich die großen Sugen im Stalle doll geworden, sie hatte 11 Ferkel bekommen, 6 davon waren tot. Dieses Mallör ließ sich nicht abwenden, unser Tagebuchschreiber gibt dazu folgenden Kommentar,(der in der Satzform eines gewissen Humors nicht entbehrt): das kam davon, da ich um die Friedrichs nach Bünde mußte, sie wollte nicht aus dem Kotten. und des Nachts bekam sie Ferkel. Das nächste Mal hat er der Sau etwas eingegeben, als sie verzaubert war, das hat geholfen. Ja— so ein Schwein durfte sich bei dem Menschen einer besonderen Wertschätzung erfreuen, und wenn auch niemand mehr seit den. Tode des alten Schweinehirten Thomas die grunzenden Stallbewohner in die Freiheit auf die Gemeindewiese hinausführte, wo sie einer besonderen Pflege befohlen gewesen waren, so wurde diese Ablösung mit guter Fütterung im Stalle(wovon unser Bauer berichtet) vergolten. Der Borstenträger ist im Tagebuch oft genug genannt seiner Lecherbissen wegen. die er spendet. Und wenn sich„das Schwein gut geschlachtet hat, der Wiemen mit Wurst, Schinken und Speck wieder ausgefüllt ist, und weiter Großvater über einen neuen Tobaksbuil in Gestalt einer mit einem roten Faden eingesaßten Schweineblase verksigt.— dann kann man sorglos und beruhigt in die Zukunft blicken. Dank der aus ihm spri atgeber. Der Geist, zeigt uns, wie einer Stift Quernheim bar und stolz quittiert unser Tagebuchschrei ber immer das, was die Tiere für den Haushalt eingebracht haben. Aber nicht nur nüchterne Ueberlegungen rein wirtschaftlicher Art haben ihn veranlaßt, den Stallbewohnern seine Sorgfalt zuzuwenden, auch das Gemüt hat dabei mitgewirkt. Das kam besonders zum Ausdruck in dem Besprechen von Krankheiten im Stalle. Diese Art der Fürsorge wird oft deshalb angewendet, weil sie so unmittelbar den mitfühlenden Menschen an das bedauernswerte Vieh heranführte. Ich hätte lieber 5 Taler verloren, schreibt er, als den Hund, den der Schäfer auf dem Felde hat totgeschossen, weil er meinte, er ware doll und es war garnicht so. Ja— das liebe Vieh: Bei ihm allein aber ist es nicht geblieben. Bunt ist der Inhalt des Tagebuches. Sorgfältig aufgeführt sind Einnahmen und Ausgaben. Besonders betont werden die Preise der Produkte: des Getreides, des Moltgarns oder Leinens. Unser Bauer kalkuliert. Warum sollte er mit seinen Schweinen zum Oldendorfer Markt fahren, wenn der Schlachter Gräve in Bünde die Tiere besser bezahlte. Gewissenhaft vermerkt er weiter die Ausgaben, und wenn sie noch so gering gewesen sind. Die Ziegeln, die an Stelle des mürbe gewordenen Strohdaches aufgehängt worden waren, sind heute bezahlt. Die auf dem Hofe einige Tage beschäftigt gewesenen Handwerker haben— die Kost abgerechnet — ihr Geld erhalten. Von einem entliehenen Geldbetrag ist heute ein Teil zurückgezahlt. „Auf der Auktion der Pastörsken habe ich gestern eine Hagenschere gekauft...“ Und o geht das weiter. Wer schrift, der blift. Man könnte nie wissen, wofür es gut ist. Böse Menschen gab es ja auch. Und doch— wer einmal das Vertrauen dieses Mannes hatte, der hatte es ganz. Dort war nichts schriftlich gemacht, hier hatte er keine Quittung verlangt. In diesem Falle gab er seine onst so starke Zurückhaltung auf andern zegenüber. Ein Mann, ein Wort! Und er selbst war gewiß zuverlässig genug, um in allen Fällen das ihm entgegengebrachte Vertrauen auch zu rechtfertigen. Damit zusammen hängt ein ausgesprochenes Rechtsgefühl. Der Feldhirte hatte den Schäfer in diesen Tagen dabei gefaßt, wie dieser seine Schafe auf das große Feld trieb. Er„will wohl am letzten Ende eine Gerechtsame daraus machen, ich werde ihm einen Prozeß an den Hals werfen! Und dem Thomas seinen Sohn sah ich dieser Tage mit Eschen= und Wiesenholz aus dem Schlage kommen, er will daraus Forkenstiele machen, ich werde ihn verklagen!“ Was Recht ilt, muß Recht bleiben Mit großer Hartnäckigkeit wird verteidigt. An Beispielen dafür läßt ser Tagebuchschreiber nicht fehlen. Er sicht einen Standpunkt durch bis zum letzten, da es nun es UnOder welen einer Wegegerechlsumkeit geltend macht oder auch irgendwelche Verkäufe nicht anerkennt,— immer geht er bis zum Aeußersten. Friedrich der Große hatte auch für ihn das Wort geschrieben:„Ich will in Preußen keine Advokaten mehr wissen, aber den Westfälingern, die von Gott und der Vernunft entfernt zum Zank geboren sind, muß man soviel Advokaten lassen, als sie wollen". Allerdings muß hier hinzugesetzt werden, daß das Urteil des großen Königs nur soweit Geltung hat, als in der Hartnäckigkeit des Bauern dessen unbeugsames Rechtsgefühl zum Ausdruck kommt. Denn wie lange hatte er schon mit seinem Nachbarn den Prozeß um die Wegebenutzung zeführt, oder mit ihm um die Durchfahrt über seinen Hof gestritten. Termine über Termine waren gewesen, aber keine Einigung konnte erzielt werden. Und doch saßen die beiden oft einträchtig vor ihrem Hause auf der Bank und erzählten andere, fröh liche Dinge,— ohne böse zu sein. Dafür war seit altersher die Pflege des Gemeinichaftsgedankens nnerhalb der Nachbarschaft zu sehr schon übernommenes Erbe geworden, als daß durch irgendwelche Auseinandersetzungen Mißstimmung in das Verhältnis dieser Menschen zueinander hineingekommen wäre und das Band der Zusammengehörig keit zerrissen hätte. Man war tatsächlich aufeinander angewiesen und lebte diesem Gebanken. In diesem Sinne berichtet unser Bauer von vielen Ereignissen, die ihn zwar zunächst nicht angehen, die er aber dennoch S 1T 1032 Dun. Nu ratt 2 11 PIRIRNCE A W Rkeit erzählt: äfer seine kleine mit besonderer Ausfü Meine Frau hat dem Schafer feine kleine Tochter gehalten in der Kirche und nicht hingeworfen, ich habe dem Schäfer 1 Scheffel Roggen getan für das Kind. Bei dem Sturm auf Johannes des Täufers Tag ist der Kotten umgeweht, der geschädigte Nachbar erhält Holz und andere Materialien. schwere Gewitter, das vor einigen Tagen besonders durch Hagelschlag gewaltigen Schaden getan hat, hat auch dem B. sein Haus dem Brande verfallen lassen, er bekommt aus der Brandkasse 1 500 Taler, wir werden ihm helfen.(Später hat der 54jährige, als er bei einem Brande im Nach bardorfe Hilfe leistete und bei dieser Ge legenheit, tödlich verunglückte, uns durch seinen Dienst am Nächsten das leuchtende Beispiel seines Opfermutes gegeben.) Er beweist seine Nächstenliebe, als es gilt, die Armen des Dorfes zu versorgen, er sammelt und überreicht dem Pfarrer diese Spenden zur Verteilung. Immer ist er zur Stelle, wenn sein Mitgefühl herausgefordert wird Besonders wichtig war ihm auch die Teil nahme an den Beerdigungsfeiern seine: Verwandten und Bekannten, dabei spielen Entfernungen, Wetter und Jahreszeit keine Rolle. Wie sehr ihm das gerade Herzenssache war, erkennen wir daraus, daß er jeden einzelnen Todesfall auf Tag und Stunde, mit Alter der Person und Todes ursache angibt. Da ist der L. in den Brunnen gefallen, hatte sich„vorn Kopp stott und ist nicht wieder lebendig herausgekommen“. #dere####id an Brustkrankheit, Kolik, Schwachheit, Halsbräune, Kinderschrecken oder im Kindbett gestorben. Doch das Leben geht weiter. Am Tage der Buerschen Kirmeß wurde dem E. ein Junge geboren, da mußte ich den Brautwagen fahren, habe die Flasche bekommen. Aus alten Zeiten Zur Hochzeit haben wir einen langen Stuten mitgenommen. Felttage gab es auch, und daß, was der Knecht vor einigen Tagen an Tabak und Korn aus Herford mitgebracht hatte, genügte, um im Hause selbst eine gewisse Behaglichkeit herbeizuführen. Man mußte ja so etwas zu Hause haben, wenn mal jemand hereinguckte. Das sich gegenseitige Besuchen galt als vornehme Pflicht. Unser Bauer vermerkt diese Tage und setzt die Termine für einen Gegenbesuch gleich darunter fest. Man könnte nun dieses Kapitel des dörflichen Gemeinschaftslebens um manches Beispiel bereichern, das Tagebuch ist in dieser Hinsicht unerschöpflich. Ein Vorf erzähltdä oule Belius'ke boern Nur ein Zyrenenbaum zeugt von verschwundener Pracht Joa, soa is et wiern, votellt Hiermhinerks Chronik! Wennt nu son schönen Sunndag was, dann ging dä Kaupmann Delius met siener Froaben in sienen Goern spa: ren. In denn Sommermonaten wörn sei Sunndags un mangens auk Olldags hier In'n Goern woche Kaffee drunken un dann güngen sei Arm in Arm denn Oebernhölder weg herunner. Links lag dat schattige Holdt un rechterhand dä Huiser dä Linnewebera lut. An'n Heckebrinke vowielen sei jümmer recht lange, met denn Blick in't Jammerdal! Ein We Zum Schlusse sei noch auf eins hingewiesen, was in der Charaktere der rav. Landbevölkerung so besonders schwer wiegt, das ist die religiöle Einltellung. Bei aller sonst praktischen und nüchternen Veranlagung unserer Bauern hierzulande, zeigt sich ein immer großer Interesse für religiöse Fragen. Der Tagebuchschreiber erwähnt an einer Stelle, daß sie heute mit einem geschmückten Wagen den Pastor von der Dorfgrenze abgeholt und ihn ins Pfarrhaus geführt haben, wo dieser nun seine Tätigkeit für seine neue Gemeinde aufnehmen will. Wir haben, so berichtet er dann weiter, ihn heute mit dem Superintendenten eingesetzt, der Predigttext handelte vom Splitter im Auge(auch die Gesangbuchverse veifellos hat ibt er hier kurz an). unser ter kurz an). Zweifellos auer über einen ganz beträchtlichen Schatz Gedächtnisstoff verfügt. Bibel an religiösem wh. Stedefreund, 81. 1. 36. Trüber Januar=Nachmittag! Vom Teuto her rast ein unbändiger Sturm mit Schnee und Regen über die Felder und Wiesen und fährt ächzend und stöhnend durch die hohen Bäume und durch die Tannenschonung am Lubbenbrinke in Stedefreund. Mit unserer „rzaglung stehen wir mitten im Winter 1935 36. Schöne Tage wechseln mit unfreund lichen, die mit Sturm und Regen auch der Landschaft ein anderes Gepräge verleihen. Und doch, auch an solchen Tagen verleugnet das Landschaftsbild hier oben am Lubbenbrinke im Obernholz nicht seine Schönheit und Eigenartigkeit. Ein liebliches Wiesental breitet sich zu Füßen des Lubbenbrinkes und den gegenüberliegenden Höhen aus Wenn hier oben in der Tannenschonung im Sommer die Drossel schlägt, die Nachtigall ihr liebliches Lied in den Abend erklingen läßt, dann offenbart sich die Schönheit dieses eimischen Winkels von Stedefreund. Noch ern ist der Sommer, die Nüchternheit eines unfreundlichen Januartages ruft zur Erkenntnis zurück. Und fern sind die Zeiten in der einstmal in der kleinen Dorfgemeinde Land und Leute in einer anderen Welt leb ten. Schwer war der Broterwerb, den sich die Bewohner als Leineweber verdienten. Hiervon wollen wir heute erzählen und kund tun von dem, was viele nicht wissen gegeben, es mögen an die 100 und mehr Jahre her sein, als ein schöner Garten, umgeben von Wald und Höhen, das Obernholz zierte. Das war der alte schöne Delius'sche Garten, zwischen Herford und Bielefeld. igiosem Gebachtnisstoff verfügt. und Gesangbuch waren die Bücher, in denen er eifrig las, und aus ihnen entnahm er oft Verse, die er gelegentlich im Tagebuch irgendeiner Sache anfügte, sei es, daß er um den himmlischen Segen bat für die aufgehende Saat oder für den reichen Ertrag der Ernte dankte, oder daß er ein Geschehnis, das auf sein Gemüt wirkte, mit Innerlichkeit begleitete. Sagen hätte er so etwas nie können, sein religiöses Leben war tief innerlich(ganz verrät er es nie), wie er überhaupt wohl Zurückhaltung anderen gegenüber gekannt hat und so recht erst dann, wenn die Tiefe seines Gemütes aufgedeckt werden sollte. Diese Scheu vor Gefühlsäußerungen hat sich auch auf seine Kinder übertragen, die ihm und seiner Frau beispielsweise zum Geburtstag oder zum Jahreclrechsel Glückwünsche besonderer Art übermittelten. So sind dem Tagebuch angehängt fein ausgeschmückte, mit Liebe und Sorgfalt angefertigte Glückwunschschreiben der Kinder, wobei wiederum die Texte der Bibel und des Gesangbuches reichliche Verwendung finden. Das letzte Blatt des Tagebuches hat zu uns gesprochen. Der müde Alte ist längst heimgegangen. Ueber die Feder zog sich bald ein rostiger Schimmer,— doch das, was sie in der harten Hand des Bauern aufgezeichnet hat, das ist unvergänglich geblieben. Heute darf er beruhigt auf dem Gottesacker sich für den großen Feierabend bereithalten und sich freuen über das Werk, das er begonnen, weil auch die letzten Worte, die er im Tagebuch verzeichnet hat, von seinen Erben wohl verstanden werden: „Dein Leben fließe rein und silberhelle durch Blumen, so wie diese Quelle und sieh, dieses Herz verspricht: es bittet Dich, vergiß mein nicht" Von Linnewebers und Spinnern Vo hunnert Joahrn doa was dat ganz anners hier innen Doarpe. Up'n Steiberinke (Stedefreund) wörn viele Linnewebers knd Spinner. In jeiden House wörn twäi, mangens auk dräi Würkestöhle(Webstühle). Dä Lui mössen dat fiene Laken met dä Hand maken. Auk dä Spinners spönnen dat Gorn met de Hand. An denn langen Winderoabenden spönnen und würken dä Lui dann bie dä Tranlampe. Wenn son Stücke Lahen serg was, dann kam't in dä Holster(Kiepe) un üp'n Nacken wocht noa Builefeld drärgen, twäiunäinehalbe Stunne wuit. In Builefeld wörn etliche Kauplui, dä dat Linnen upköfften. Doa was Prigge, Gante, von Laex, Delius usw. Faaken woche dann derbe bie düssem Geschäft handelt. Kümmt Kaspar Heckemann no Builefeld:„Guten Morgen Herr Gante!“ Kiek sui, ne Morgen Heckemann! Herr Gante, kaupt Sei mie dat Stücke Laken af? Joa, Heckemann, worumme nich, langtet man her. Dann bekeih Gante dat Linnen und bläddere äine Bahn umme de annere. Dann sedde hei siene Lupe up un frögt Heckemann, wat et von'n Gang is? O, seggt Heckemann, n Nienzinger(Neun ziger). Joa, mennt Gante, dat könne son bierdken fester sien! Herr Gante, wie hät doan, wat wie können. Nu ja, wat sollt dann kosten? Füftein Dahler! Nei, Heckemann, dat is tou düer, twölf Dahler fürt sie hebben. Nei nei, dat geiht nich, Herr Gante, dann mut eck n'Hüsken wiedergoahn. Na, Heckemann, dann deilt wie us denn Unnerscheid. Gout, seggt Heckemann, wat sien mout, mout sien, tog! Nu goht man noa dä Legge, Heckemann, un load't dat Laken mierden. Up dä Legge stimme dann auk dä Länge un dat Laken woche affstempelt. Heckemann güng noa Gante un hale sick dat Geld, dröttein Dahler un fief Sülbergroschen dreizehn Mark und 50 Pfg.). Dann verabschiede hei sick. Atjüß, Herr Gante, atjüß Heckemann! Nu geiht et noa Crüwell. doa wärt ärs 1 Pund Tobak kofft. Dä Piepen draf hei sick ümmesüß stoppen un dann geiht't met Domp dä Nieernstrode herunner. Bie Maddenklaud wärd erst n' Stouden kofft un onnik äinen uppe Lüchten goarden. Hiermhinnerk un Frittken von'n Steiberinke wörn auk oll doar. Un dann geiht tohaupe denn Pöttkerbrink herup. Boarben in'n Fräin (Frehen) wärt dä leste Köm drunken un dann geiht et noa Hiuse. bestiegen den Kutschwagen urd los ging es über den Pöttkerbrink Brake=Stedefreund zu. Hinterm Brakerbaume an der Heerstraße, auf der Braker=Stedefreunder Grenze gind es linhe nh 21. Gah. h.. Am Heckebrink und Jammertal dort ist es lieblich, wunderbar da sind der Stufen hundert! Das hat manch Fremder schon gesehn er blieb da vor Erstaunen stehn und hat sich sehr verwundert! ging aa linhr ak uum auf“#### prenge! Wenn Delius met siener Froaben „#s lin s ab zur Höhe des Obernholzes. trügge kam, wörn dä Weberslut olle ur der Höhe angekommen, dort oben nahe Düer. Olle nichen kröndlick un immer dem Gehöft Oberhokamp, ließ Herr Deliug hait=“: m.44— f.*..* alsdann den Wagen halten. Beide stiegen aus. Sieh, sagte Herr Delius dann zu seiner Frau, das hier ist ein herrliches Fleckchen Dort unten am Lubbenbrinke ein liebliches Wiesental, hier rechts der schöne Hochwald, dort am Hange der Tannenwald und schau einmal in die Runde, dort drüben liegt Brake. weiter links Milse und Altenhagen und schau dort hinten im Westen zu Füßen der Sparrenburg unser Bielefeld und längeseits windet sich die Bergkette des Teutoburgerwaldes, inmitten das kleine liebliche Oerlinghausen. Ja, sagt da die Frau, hier ist es wirklich allerliebst, hier möchte ich wohl wohnen dann vo dä un immer wieer heit et:„Gudden Dag, Herr Delius— Gudden Tag, Heckemann, Köster, Holtkämper usw. Sou ging dat bet noa Oberhokampe Houfe. Doa stond dä Kutskwagen un dann förn beide nogneugt noa Builefeld trügge. Ein kleines Paradies Und so ist es denn gekommen. Der Kaufmann Delius ließ sich hier oben im Obern holze in Stedefreund ein kleines Paradies herrichten. Ein kleines Sommerhäuschen inmitten eines Gartens, der mit Liebe und Sorgfalt hergerichtet war, umgeben von Wald und Höhen, hatte das Gepräge eines wirklichen Paradieses. Hin geht die Zeit In den hundert Jahren hat sich in Stedefreund im Zuge der Zeit viel verändert. Der Delius'ke Goern ist verschwunden. Das Obernholz, der schöne alte Wald. ist nicht wo einst der schöne Garten seinen Platz gefunden, erinnert nur noch ein Iyrenenbaurg(Türkischer Flieder) an längs Verblühtes. Keine Tranlampe spendet mehr klägliches Licht. Wenn sich die Nacht über das Dorf senkt, dringt heller Lichtschein aus den Kärggrg,„Dann, hört man in den Ställen die Melkeimer klappern, ein Zug donnert über die nahe Eisenbahnstrecke vorbei und von de nahen Heerstraße(Bielefelder Straße) schrillt warnend die Hupe eines Autgs durch das Obernholz in den Abend Lang' lang' is et niu oll hiär— dä oale Tuid, dä is nich mähr! Das goldene starrenzeitalter Ein kulturgelchichtlicher Rückblick zum Falchingsbeginn Sommerfahrt nach Stedetreund vor 100 Jahren Es mag vor hundert Jahren an einem schönen warmen sommerlichen Tage gewesen sein. als der Kaufmann Delius in Bielefeld zu seiner Frau sagte:„Liede Frau, wie wäre es, wenn wir heute ein wenig ausfahren würden?" O ja, sagte seine Frau, mir ist's schon recht. aber wohin? Ach. sagt Herr Delius, ich dachte nach dem Steiberink(Stedefreund), denn da ist es wunderschön. Beide Die reiche und buntbewegte Vielfalt des deutschen Kulturlebens offenbart sich nicht iur in ernsten und weihevollen Dingen, ondern auch im fröhlichen und herzhaften leberschwang eines gesunden Humors, der seit jeher zu den besonderen Eigentümlichen deutscher Wesensart gehörte. Heute, n Deutschland an allen Ecken und Enden im Zeichen der Wiedergeburt der deutschen Nation ein traditioneller und humorsprühender Fasching gefeiert wird, lohnt es sich wohl, die geschichtliche(intstehung jenes harmlos heiteren und ungezwungenen„Narrentums“ zu verfolgen, das in die letzten beiden Jahrhunderte des Mittelalters fällt allmähliche soziale und gesellschaftliche Umschichtung bedingt war. Die höfisch ritterliche Welt einer überzüchteten Unnatur und eines sich und seine Ritter eine Geckengesellschaft Diese Gecken hatten ihre besonderen bunten Ihre Insior erzüchteten n„ unerträglichen gesellschaftlichen Dünkels wurde abgelöst von der gesunden und natürlichen Lebensauffassung der deutschen Bürger und Bauern, die in ihrer unverbrauchten und unverbildeten Kraft machtvoll nach vorne drängten. Wie ein Strom, der lange Zeit durch einen künstlichen Staudamm in seinem mitreißenden Lauf gehemmt ist und plötzlich alle Schranken überwindet, brach sich das volkhufte Element Bahn. Das echte deutsche Gemüt triumphierte über alle krankhafte und snobistische Verseinerung einer dekadenten und immer mehr in sich zerfallenden Welt. Siegreich entfaltete ein übermütiger und manchmal hemmungsloser Humor sein Banner. So entstand allmählich jene Atmosphäre eines köstlichen und volksgebundenen„Narrentums“, in der heute noch ein großer Teil anserer überlieferten Faschingsbräuche verselbst, ankert ist. In der deutschen Sprache in zahllosen originellen Redewendungen, in vielen Städtenamen und Sprichwörtern, finden wir Spuren, die auf das„Narrenzeitalter" verweisen. Es war der Sieg des gesunden Hausverstandes, der übermütigen und ungebrochenen Laune über einen gesellschaftlich emanzipierten Feudalintellektualismus. Durch das ganze Volk ging dieser Zug einer ulkhaften und humorseligen Lebensfreude, einer Weltbejahung, die sich manchmal in den sonderbarsten Verkleidungen, Scherzen und Volksspielen gefiel. . In diesem Zusammenhang verdienen die ogenannten„Narrengenossenschaften", beondere Beachtung. Die Geschichte hat mehrere Beispiele aufbewahrt, wie sich in jener urwüchsig ironischen und satirischen Zeit ganze Gesellschaften mit der„Kultur der Narrheit" besaßten. Damals wurden in ganz Deutschland zahlreiche Vereine gegründet, die der heiteren Lebenslust frönten und wohl zu den merkwürdigsten kulturellen Ercheinungen gehören, die uns überliefert sind. Es gab sogar Fürsten, die nicht davor zurückscheuten, sich als ordentliche Mitglieder in einem solchen Narrenverein aufnehger, ut lossen. So stiftete zum Beispiel ein Graf Adolf von Cleve im Jahre 1381 für Uniformen. Ihre Insignien waren Narrenkappe, Schellen und Kolben. In Ulm gab es im 15. Jahrhundert große Narrenfeste auf offener Straße, die in der Nacht abgehalten wurden und an denen sich die gesamte Bevölkerung beteiligte. Man kann sich unschwer vorstellen, wie es dabei zugegangen sein mag. Eine der letzten alten Narrengilden bestand in den Jahren von 1514. als der große Bauernaufstand ausbrach in dem württembergischen Amte Schorndorf. Sie nannte sich den„Armen Kuonrat", setzte sich nur aus Bauern zusammen und bildete eine Art Staat, in dem man allen Ernstes über die Güter disputierte, die der Gemeinde auf ungerberge“ in„Nirgendheim“, in „Fehlhalden" und„Bettelrein“ gehören sollten. Der erste deutsche Fürst, der den Hofsonger durch den Hofnarren ersetzen ließ, war Rudolf l. von Oesterreich. Solche Hofnarren finden wir auch bei den Fürsten Albrecht und Leopold, besonders aber bei Otto dem Fröhlichen, der 1339 starb, nachdem er durch seine lustigen Fastnächte, Weinlesen und Veilchenfeste berühmt geworden war. Für jene Zeit tollster Schwänke, Schnurren und Possen ist keine Gestalt bezeichnender, als die im Volk wurzelnde Figur Till Eulenspiegels, der eine Art Ahnherr unserer heutigen Faschingsfröhlichkeit geworden ist. Sehr beliebt waren damials im Volk Lügenlieder, Lügenmärchen und kräftige Fastnachtsspiele voll Unsinn und derber Laune. In den Ratskellern konnte man manchmal Trinklieder vernehmen, daß einem allzu keuschen und züchtigen Gemüt Hören und Sehen vergehen mochte und von den Kanzeln wurden manchmal die übermütigsten Schnurren gepredigt. Ein klassischer Vertreter dieser urwüchsigen und volkhaften Richtung war der berühmte Wiener Predigermönch Aoraham a Santa Clara. Diese Beispiele ließen sich um unzählige vermehren. Man ersieht aus ihnen, daß unere heutigen Faschingsbräuche in ihren tiefsten Quellen auf eine sehr alte Tradition zurückgehen, eine Tradition, die aus einer esellschaftlichen Umschichtung entstanden ist. rs handelt sich hierbei um jene zweite Seite des deutschen Wesens, um den köstlichen und unsterblichen Humor, der im Laufe der Geschichte reiche literarische Früchte gezeitig hat. Es war alles andere als eine ätzende und zersetzende Ironie, die aus einer pesstmistischen Weltanschauung entspringt, sondern ein durch und durch kraftvoller und produktiver Humor, der naive Ausdruck einer lebensbejahenden Einstellung. dr. th. r. Wir ewige L müssen: Vertrösten i Vertrösten erso erfordert Tatei um wieviel sitt vertrösten, so etwas Unsittlich eine Tatsache nicht einmal wi Tatsache ist. 9 diese Tatsache wahr halten. bewesen, daß Was nützt unterwegs na ragt, zu sagen, tung, wenn wir glauben? Ist sen, das wir ih nur daran glat nicht in die Irr her herausstellt, sondern in ein liegt? Keiner vi Falle des Nich auf sich nehmen möglich einen sa ein Verantwort Deswegen sa einander nicht sten!“ Denn ke dieses ewige Le und die Seligke einander auf's ist es daher bess einander helfen, glücklich werden sogar in eine Fr sen wir glückli Dieser Satz## mal, daß es fo könnten nicht sd dieses Leben ei „Kummerhöhle“ sei. 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L ler: votellt Hiermhinson schönen Sunnkaupmann Delius nen Goern spazie. onaten wörn sei iuk Olldags hier drunken un dann nn Oebernhölder. at schattige Holdt dä Linnewebersvielen sei jümmer in't Jammerdal! sammertal, nderbar, dert! er schon gesehn, nen stehn undert! r Froaben dann erslut olle vo dä un immer wieer Delius— Gudter, Holtkämper oa Oberhokampe kwagen un dann Builefeld trügge. sat sich in Stedel v e r ä n d e r t. D e r chwunden. Das Wald. ist nicht höne Garten seirt nur noch ein lieder) an längst pe spendet mehr die Nacht über Lichtschein aus an in den Ställ. ein Zug donhnstrecke vorbei aße(Bielefelder sie Hupe eines in den Abend U hiär— ich mähr! er sckengesellschaft onderen bunten waren NarrenIn Ulm gab es Narrenfeste auf acht abgehalten ie gesamte Bekann sich unbei zugegangen alten Narrenvon 1514, als isbrach in dem horndorf. Sie irat“, setzte sich nd bildete eine n Ernstes über Gemeinde auf gendheim“, in “ g e h ö r e n s o l l der den Hofersetzen ließ, h. 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Geht schon hieraus hervor, um wieviel sittlicher es ist, zu helfen als zu vertrösten, so wird Vertrösten geradezu zu etwas Unsittlichem, wenn wir jemanden auf eine Tatsache vertrösten, von der wir gar nicht einmal wissen, ob sie auch wirklich eine Tatsache ist. Wenn wir auch vielleicht an diese Tatsache glauben, das heißt: sie für wahr halten, so ist damit noch keineswegs bewesen, daß sie auch wahr ist. Was nützt es dem Wanderer, der uns unterwegs nach einem bestimmten Dorf fragt, zu sagen, das Dorf läge in jener Richtung, wenn wir es nicht wissen, sondern nur glauben? Ist dem Wanderer damit geholsen, das wir ihn vertrösten, auch er möge nur daran glauben? Wird der Wanderer nicht in die Irre gehen, wenn es sich hinterher herausstellt, daß das Dorf nicht in jener sondern in einer ganz anderen Richtung liegt? Keiner von uns wird in einem solchen Falle des Nichtwissens die Verantwortung auf sich nehmen wollen. dem Wanderer womöglich einen falschen Weg zu weisen. Nur ein Verantwortungsloser wird so handeln Deswegen sagt auch Goethe:„Wir wollen einander nicht auf's ewige Leben vertrösten!" Denn keiner von uns weiß. ob es dieses ewige Leben gibt, und ob das Glück und die Seligkeit dort wohnt. Statt uns einander auf's ewige Leben zu vertrösten, ist es daher besser, weil sittlicher, wenn wir einander helfen, auf daß wir hier schon glücklich werden. Goethe kleidet seine Worte sogar in eine Forderung:„Hier schon müs sen wir glücklich sein!“ Dieser Satz schließt zweierlei in sich. Einmal, daß es falsch ist, anzunehmen, wir könnten nicht schon hier glücklich sein, weil dieses Leben ein„Jammertal“ oder eine „Kummerhöhle" oder nur ein Durchgang sei. Nein: wir sind von Gott in dieses Leben gestellt, um es froh zu bejahen, um in ihm glücklich zu sein. Dazu bedarf es aber des Zweiten: daß wir einander helfen! Jedes Volk. auch unser Volk. ist eine Lebens= und Schicksalsgemeinschaft, deren Glieder Brüder und Kameraden sind. Aus dieser Bruderschaft, aus dieser Kameradschaft erwächst jedem die Pflicht, dem andern zu helfen, wie das Wort„Gemeinnutz geht vor Eigennutz", es besagt. Das bedeutet aber: sich abwenden vom bequemen Vertrösten und sich hinwenden zum Helfen mit der Tat! Das aber heißt nicht nur, beispielweise zum Winterhilfswerk etwas geben, obwohl diese Forderung miteingeschlossen ist, sondern es heißt, eine Wende vornehmen. eine Zeitwende herbeiführen. Diese Wende besteht darin, daß wir nicht mehr unser Ich in den Mittelpunkt alles Tuns stellen, sondern unsere Brüder und Kameraden, das Volk, dem wir entwachsen sind. Dann erreichen wir auch unser Ziel. Denn wir müssen nicht nur glücklich sein, wir wollen ja auch alle glücklich sein. Dr. By. Wechsel in unserer Verlagsleitung dem heutigen Tage scheidet unser langjähriger Verlagsleiter. Herr Friedrich P#c######s der Verlageleitung und der Schriftleitung des Herforder Kreisblattes aus. Herr Beck wird in einem auswärtigen Verlage weiterhin im Dienste der Deutschen Presse tätig sein. Beck, der nunmehr an die zehn Jahre im Betriebe des Herforder Kreisblattes auf führendem Posten tätie gewesen ist, hat sich in unserem Leserkreis und darüber hinaus zufolge seines stets zuvorkommenden Wesens viele Freunde erworben stand er auch mit der Gefolgschaft des Herforder Kreisblattes in engster und echt kameradschaftlicher Verbindung. Er war es auch, der zufolge seines sehr umfangreichen Wirkungskreises zu dem Ausund Aufbau unserer Tageszeitung wertvolle Bausteine geliefert hat. Alle. die mit ihm arbeiten mußten, haben in ihm einen Menschen kennen gelernt, der sich immer für das Gedeihen des Kreisblattes eingesetzt hat. Wir vom Kreisblatt verabschieden uns von unserem ehemaligen Verlagsleiter mit den besten Wünschen für seine Zukunft. Gern dürfen wir hoffen, daß in diesen unseren Wunsch so mancher Herforder mit einstimmen wird. liche Requisiten dabei sind der schwarze, lange Stock mit erweitertem Knauf, ein schmaler, hoher Zylinder und der wallende schwarze Umhang. 5.— Jauberkünstler Kaßner in Herford Es gibt wirklich keine Zauberei.— Dunkle Geheimnisse und ihre Erfolge.— 10 000 Gepäckstücke? Der bekannte Zauberkünstler Kaßner gastiert von Freitag, den 31. Januar bis Donnerstag, den 6. Februar im Lichtspielhaus Wittekind. Zauberei gibt es nicht, aber zur Freude Tausender gibt es eine Zauberkunst von verblüssender Wirkung. Kaßner ist heute wohl der gefeiertste Vertreter dieser der Artistik so nah verwandten Kunst, welche— aus Intelligenz geboren— ein Unmaß von Geschicklichkeit, Ausdauer, Fleiß, Energie— und Liebe erfordert. Ehe Kaßner sich im Glanze seines Erfolges sonnen konnte, hatte er eine harte Jugend und bittere Jahre der Enttäuschung zu durchleben. Der erste Zauberkünstler, den Kaßner sah, begeisterte ihn so, daß er sein Zettelträger und Handlanger wurde. Aus diesem primitiven Anfang reifte der Entschluß in Kaßner, selbst Zauberer zu werden. Durch die Wellen des Lebens hin= und hergeworfen, kam Kaßner nach Hamburg. Mit einem Zauberer, bei dem er in die Lehre gehen durfte, arbeitete er dort und hatte schon nach zwei Monaten die Ehre, in öffentlichen Vorstellungen mit aufzutreten. Achtzehnjährig ging Kaßner selbst auf Engagement. In den Kriegsjahren stellte Kaßner seine Kunst in den Dienst der Wohltätigkeit. Nach dem Umsturz begann er mit Vorstellungen in Berlin. Von da ab begann der Ruhm des Illusionisten Katzner wie Lauffeuer zu wachsen. „Vor allem die Mittelstraße, nur nicht die Kunst“, sagte Kaßner, und stellte an sich die höchsten Anforderungen. Auf beiden Seiten des Atlantischen Ozeans, vor allem aber auf dem alten Kontinent, machte er sich einen bedeutenden Bühnennamen. In Deutschland gibt es wohl kaum eine größere Stadt, die Kaßner noch nicht bereist hätte, und das will was heißen— auch technisch. Kaßner soll ein Reisegepäck haben, das aus 10000 Stücken besteht, von denen die Sage geht, daß jedes Stück in Flanell eingehüllt und nur vom Meister selbst ein= und ausgepackt würde. Glücklicherweise versetzt ihn die Vielgestaltigkeit seines Programms, das mehr als 100 Nummern enthält, in die Lage, Gepäck nur bedarfsweise in Anspruch zu nehmen. Gerade in der Vielgestaltigkeit der Kaßnerschen Darbietungen liegt der entzückende Reiz seiner abwechslungsreichen Vorstellungen. Lassen sich Zauberkünste patentieren? Gewiß, zum Beispiel auf seine OriginalWürfelillusion besitzt Kaßner das DRP, ebenso auf das Verschwinden von zwölf Personen aus dem Publikum. Viel nachgeahmt und nie erreicht ist mancher Trick seiner Illusionen, wie die„schwebende Dame“.„Die Flucht aus der Kiste" u.a.m. Katzners Gattin und seine beiden Töchter haben auch Illusionsblut, der Vater hat auf sie abgefärbt und sie zu seinen Mitarbeitern gemacht, deren Troß 48 Beine und 40 Augen zählt, wozu neuerdings ein leibhaftiger Ele fant gehört. Wo Kaßner war, ruft man ihn wieder, Aber ohne Zauberei, denn die gibt es nicht, sondern mit Illusionen, mit köstlichen überraschungen, die staunen und auch lachen machen und angenehme Stunden ungebundenen Heiterseins bereiten. „Eine Nacht in Chikago.“ Am heutigen Sonnabend lädt die Spielvereinigung Union zu ihrer Karnevalsveranstaltung„Eine Nacht in Chicago“ ein. Das .., in der„Neuen Welt“ abgehalten, wird sicherlich zu einem Ereignis sportinteressierter Kreise werden. „Der Vogelhändler“ Theater=Veranstaltung„Kraft durch Freude“. Die Kreisdienststelle Herford bittet, die Fahrkarten für den Theaterzug bis Sonnabend mittag, 13 Uhr, im Haus der deutschen Arbeit abzuholen. Teilnehmer, die hierzu keine Gelegenheit haben, nehmen die Fahrkarten kurz vor Abgang des Zuges(14.25 Uhr) im Bahnhof in Empfang. Volksgenossen! Eure Jugend beginnt am morgigen Sonntag mit der großen Eröffnungskundgebung ihren dritten Reichsberufswettkampf. Dieser Kampf hat seine Bedeutung für das gesamte Volk. In ihm drückt die gesamte Jugend Deutschlands ihren unbedingten Willen zur Tat, zur Leistung aus. Zeigt, daß ihr Anteil nehmt, an diesem Olympia der deutschen Arbeit, dieser Großtat der deutschen Jugend. Kommt zur Kundgebung auf dem Hindenburgplatz! Beginn 11,30 Uhr. Auch der Reitersturm sammelt. Wie wir erfahren, werden bei der am Sonntag durch die SA durchgeführte Winterhilfssammlung auch Angehörige des Reitersturms 2oo zu Pferde teilnehmen.— Das geeignete Pferdematerial hierzu wird der Führer des Sturmes, Stallmeister Paul Roll, Herforder nnn, freundlicherweise zur Verfügung HJ. Achtung! Am Sonntag, den 2. Februar 1936 tritt der gesamte Standort Herford um 11 Uhr am HJ.=Heim an. Heil Hitler! Der Führer des Unterbannes(/183. gez. Friedrrich Kusch, Scharführer. Im Film gibtes leit geltern: Eröffnungsappell berufswettkampfes! Der diesjährige Reichsberufswettkampf beginnt am Sonntag, dem 2. Februar d. Irs. einer Eröffnungskundgebung, die um 11.20 Uhr auf dem Rathausplatz stattfindet und in der der Kreisleiter, Parteigenosse Nolting zu den Teilnehmern am Reichs. berufswettkampf sprechen wird. An die Betriebsführer, Handwerksmeister und die Einwohnerschaft unserer Stadt ergeht die Bitte, an dieser Kundgebung regen Anteil zu nehmen. Der Kreispropagandaleiter für den Kreis Herford: Bruno Otto Schulze. Er fährt! Der angesetzte Sonderzug nach Berlin zur „Grünen Woche" fährt, wie uns von der gahrkartenausgabe mitgeteilt wird, bestimmt. Eröffnungskundgebung des Reichsberufswettkampfes 1936 am Rathaus um 11.15 Uhr. nußer den zur Kundgebung aufgeforderten Bettkampfteilnehmern werden die Bevölkeung der Stadt Herford, insbesondere die ##n der schaffenden Jugend, die Handeister, die Betriebsführer usw. zur inahme an der Eröffnungskundgebung, Lis am morgigen Sonntag um 11.15 Uhr auf gen Rathausplatz stattfindet, eingeladen. ekundet durch euer Erscheinen, daß ihr Jugend und ihrem Schaffen steht. Platzkonzert. achstehend veröffentlichen wir das Profur das Platzkonzert am 2. Februar ##S von 11,30 bis 12,30 Uh., am Alten Markt: 1. Marsch„Feuert los!“ H. Holzmann; : Zupertüxe,„Friderieiana“, K. Zimmer; „Stolzenfels am Rhein“, J. Meiß„„# 4. Walzer„Wiener Mad'ln“, C. M. g###rer; 5. Potpourri„Der Vogelhändler“, „ a# 6. Marsch„Florentiner Marsch“, Wittekind: Wo blieb Toto? Im Lichtspielhaus Wittekind tritt zur Zeit der Zauberkünstler Kaßner auf. Er gehört in die Reihe derjenigen seines Faches, die alle Mittelmäßigkeit längst überwunden haben. Zum Teufel noch einmal, was geht da auf der Bühne alles vor sich... aus einer einfachen Wasserflasche werden Getränke aller Art hervorgezauber..... ein Coktail... ein Bananenlikör... alle diese leckeren Dinge tauchen da von irgendwoher auf. Woher, weiß natürlich kein Mensch. Kaßner ist mit einem riesigen Gepäck zur Stelle. Er hat geheimnisvolle Koffer und Kisten mitgebracht... Kanarienvögel... Tauben... einen Elefanten. Es ist ein buntes Durcheinander, das man mit Spannung auf der Bühne verfolgt. Mit einem Worte gesagt, Kaßner vermag es, sein Publikum außer Atem zu halten. Jede Nummer, die er bringt, wird lebhaft beklatscht. Mitunter war es sogar der Fall, daß man vor lauter Sensation das Klatschen ganz einfach vergaß. Als vollends der Elefant Toto. eh man sich versah, von der Bühne verschwand, da war der Höhepunkt des Programmes er reicht. Auch der Film. der in dieser Woche im Lichtspielhaus Wittekind läuft, durchbricht den Rahmen der üblichen Lustspiele. Mit soviel verlender Leichtigkeit und echt filmischer Umsicht und Einsicht ist man selten bei einem Lustspiel zu Werke gegangen. Peter. Paul und Nanette heißt die Komödie. Wie gesagt, es finden sich nicht alle Tage soviel gute Schauspieler und Schauspielerinnen zusammen, die aus einem an und für sich nicht gerade aufregenden Textbuch so brauchbare und spritzige Filmkunst machen. An erster Stelle steht Hermann Thimig in einer Doppelrolle. Besser als er wird sich keiner in die Partie eines Juweliers hineinversetzen können. Auch Paul Henkels und Paul Heidemann stehen wie immer ihren Mann. Der Film verdient es, ein großes Publikum zu finden. Dr. Rr. * Helipa: „Der Student von Prag“. Nach dem Roman von Hans Heinz Ewers. Der Roman wurde um jenes bekannte Spiegelmotiv geschrieben, das schon Oscar Wilde bewegte und veranlaßte, ein Buch wie den„Dorian Gray" zu verfassen. Noch früher erfand E.T.A. Hoffmann seine unvergänglichen Gestalten, Peter Schlemihl, den Mann ohne Schlagschatten und Erasmus Spihher, dem das Spiegelbild verloren ging. Dieses Grundthema hat auch den Schriftsteller H. H. Ewers gefesselt, literarisch läßt sich natürlich keine direkte Parallele ziehen. Der Student von Prag verkauft sein Spiegelbild gegen eine„glückliche Hand", welche ihm Reichtum, Glück und die Liebe der schönen Sängerin Julia bringen soll. Er weiß nicht, daß ihm dieselbe längst gehört, er steht unter dem verhängnisvollen Einfluß des„dämonischen Abenteurers“. Und dieser ist es, der die Menschen hin und her schiebt wie Figuren auf einem großen Schachbrett. Niemand weiß, wer er ist, das Mystisch= Unwirkliche seiner Persönlichkeit besiegt jeden Eigenwillen der Menschen um ihn. So gewinnt er Macht über Julia und hetzt den Studenten Balduin einem ungewissen Ende zu. Der ersticht im Duell seinen Gegner Waldis. Die Schuld bedrückt ihn und wie das böse Gewissen verfolgt ihn bald überall sein unheimlicher Doppelgänger, das Spiegelbild. Er greift, dem Wahnsinn nahe, zur Pistole— aber nicht sein Gegenüber, sondern er selbst sinkt zu Boden. Der Film bemüht sich um die dichterische Lösung im Stil einer Erzählung E. Th. A. Hoffmanns. Milieu und Zeit sind gut getroffen, die Wahl der drei Hauptdarsteller sicherte von vornherein den großen Erfolg. So ist der Zuschauer unvermutet in ein „Callotsches Phantasiestück“ versetzt, wie es der„Reisende Enthusiast“ so oft aus seinem Tagebuch mitgeteilt hat. Und wenn der Schluß dee Films irgendwie hart und übertrieben angespannt wirkt, so liegt es nicht an der Regiearbeit, sondern am Manuskript, welches sich sehr auf den realistisch=dramatischen Abschluß versteift. Adolf Wohlbrück als Balduin in der Titelrolle zeigt eine große schauspielerische Leistung. Dorothea Wieck spielt die Julia! und ist ihm ebenbürtig. Zwischen ihnen bewegt sich Theodor Loos, ein dämonischer Abenteurer, der mit finsterem Blick und untergeschlagenen Armen in Hausecken und Theaterlogen lehnt. Von Geheimnis und Spannung umwittert ist er die eigentliche, die romantische Figur im Spiel. UnentbehrBrieftaubenzüchter aus Herfork Stadt und Land stellen aus: 6 Die Brieftauben=Reisevereinigung Herford und Umgegend hat heute Sonnabend und morgen Sonntag im großen Saale des Ev. Vereinshauses zu Herford zu einer großen Brieftaubenausstellung eingeladen. Die Züchter haben für diesmal nur ihre Lieblinge ausgestellt, die schon viele Preise errungen haben. Hier stellen sich Siegertiere vor, die erfolgreich 200 bis 900 Kilometer geflogen haben. Eine ganze Anzahl von diesen ausgestellten Tieren hat die gewaltige Strecke von Budapest und Mohrungen bewältigt Man kann wohl sagen, daß sich in dieser Ausstellung die Elite der Herforder Brieftauben zusammengefunden hat. Für die besten Tauben sind schöne Preise ausgesetzt, die vor einigen Tagen bei der Firma Bollhöfer(Steinstraße) ausgestellt waren. Für die beste Gesamtleistung hat die Stadt Herford ein Bild des Führers ausgesetzt. Der Reisevereinigung Herford und Umgegend sind 20 Brieftaubenvereine angeschlossen und zwar aus Herford selbst und aus dem gesamten Landkreise Herford, sowie aus Schötmar und Bad Salzuflen. Alle Züchter stellen sich wieder in den Dienst der Sache, damit die Schau zu einem vollen Erfolge wird. Die Ausstellung dauert bis morgen Sonntag 19 Uhr. Alsdann werden sich die Züchter und Gäste zu einer Kameradschaftsfeier vereinigen. Nunmehr wird auch die Preisverteilung der Siegertiere vorgenommen. Und dann beginnt der Tanz und zwischendurch wird eine große Verlosung für Abwechslung des Abends sorgen. Sechs gegen einen Die siegreiche Schlacht, die sechs mutige Helden in der Nacht vom 12. zum 13. Oktober in Herford geschlagen, fand vor der 2. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts ihr notwendiges Nachspiel. Auf den Verlauf der Kampfeshandlungen in den einzelnen Phasen einzugehen, erscheint nicht erforderlich. Es genügt, die Tatsache zu vermerken, daß der spätere Führer der Gefechtshandlungen, ein gewisser Paul N.— der Polizei und den Gerichten längst kein Unbekannter mehr— sich zunächst angegriffen gefühlt haben will. Und dann versammelt er seine Mannen, um mutig und tapfer ans Werk zu gehen: Sechs gegen einen! Als Waffen dienten Bierflaschen, Stuhlbeine, Matratzenfedern und andere harte Gegen stände. Der„Erfolg“ konnte denn auch nicht ausbleiben. Vor Gericht wollte Paul N. von seiner Führerrolle nichts mehr wissen. Aber da wird er durch seine Mitstreiter und andere Zeugen belastet. Alle Angeklagten haben sich somit der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Das Gericht erkannte gegen den Angeklagten Paul N. auf eine Gesängniestrafe von drei Monaten und gegen die anderen Beteiligten auf Gefängnisstrafen von zwei bzw. einem Monat. Bei der Strafzumessung sei auch be rücksichtigt worden, daß der Verletzte wahrscheinlich auch nicht ganz unschuldig an den Vorgängen sei — „Es ist sehr seltsam,“ sagte die Gräfin mühsam. Sie wollte sagen: sehr schrecklich.„Aber was ist das für eine Krankheit?“ „Oooo,“ überlegte Karl etwas gedehnt.„Ich glaube, man bezeichnet diesen Zustand so etwa wie eine verkehrte Mondsucht.“ Die Gräfin hatte den merkwürdigen Ausdruck noch nie gehört, was ja schließlich kein Wunder war, stammte er doch aus dem frei erfundenen Wortschatz, den die Verzweiflung unserem tapferen Adjutanten zugeraunt hatte. Er sah die Verwunderung auf dem Gesicht der Schlettow und beeilte sich hinzuzufügen: „Ich glaube, es hängt mit Nachtwandel zusammen. Schon als Kind bin ich, wenn Mondschein war, aufgestanden und habe in der Vorratskammer den Rhabarber gegessen...“ Die Gräfin lachte. S#ine sa gund jetzt... Glasin, hat sich das ins Tobsüchtige verändert. Merkwürdig, wie?!“ Von der straße tönte ein greller Pfiff. Dann war Stille.„Karls, letzte Worte standen noch hörbar in der Luft.„Vielleicht war draußen nur ein Raubvogel vorbeigestürzt. Aber das Unbehagen blieb im Raume. Die Gräfin hatte einen fröstelnden Schauer in den Augen. Sie spähte dem Graf Lieben, diesem seltsamen Mondganger, etwas ratlos ins Gesicht. Wenn das so war Unwillig stand sie auf und empfahl sich. Karl blieb allein in der Gaststube zurück. Der Wirt kam und sprach mit ihm von den Zeiten und was anders werden müßte. Karl sagte zu allem ja und trank vom Wein. Zwischendurch kam ihm fast ein Lachen an, daß er der Gräfin einen Grusel eingejagt hatte. Würde er nun vor diesen gefährlichen Augen etwas Ruhe haben? Beileibe, es war nicht einfach! Und wäre nicht alles so sinnlos und unmöglich gewesen, vielleicht hätte er durchaus keinen Wert darauf gelegt, sich bei der Gräfin auf gewaltsame Weise unsympathisch zu machen. Als er eine Weile später in sein Zimmer hinaufstieg, e. ym seine„Mondsucht“ ein und er dachte, es könnte nützlich sein, einmal eine Probe seines unangenehmen Talentes vorzuführen. Im Zimmer Karls begann eine halbe Stunde später ein dumpfes Poltern. Die Gräfin erschrak und lauschte. Der Wirt kam über die Stiegen gestolpert. Eine Dienstmagd zog knarrend die Bodentüre auf. Das nächtliche Haus geriet in Aufstand. Da legte sich das gefährliche Rumpeln in Karls Kammer. Die Mondsucht hatte ausgekämpft. Der Wirt schlürfte, kopfschüttelnd über den seltsamen Gast, von dannen. Die Magd knurrte. Die Gräfin hatte ein böses Gesicht, als sie einschlief. In der Nähe bellte ein Hund. Karl löschte die Kerze und seufzte. Wäre man schon in Petersburg! Er ahnte ja nicht, daß er jetzt erst seinen Ereignissen entgegenging. ** 9. Fortsetzung. URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCH VERLAC OSKAR MEISTER, WERDAU 7 SA. Prinzeß Maria hatte einen glühenden Kopf. Ihre Augen, die sich mit so milder Innigkeit in das Gesicht Walters hatten versenken können, diese Augen funkelten jetzt. Vize gand gelassen vor ihr.„Verzeihung, aber das Volk selbst ist in diesem Fall der Befehlshaber. Monario muß seinen Hafen haben, wenn es nicht vom Weltverkehr abgelöst sein will. Der Gmundener besitzt mit seinen Wäldern nun einmal den Schlüssel zur geeigneten Küste. Einen Kauf lehnt er ab. Grundsätzlich betont er seine Liebe zu... „Liebe!?“ lachte Maria gepreßt auf.„Was weiß dieser Freibeuter von Liebe?! Regierung spielen in Monario! Das ist es. Daran liegt ihm was. Wehe dem Volk von Monario! Was liegt schließlich an mir?“ Mustachow, der Volksbeauftragte, stand bärtig im Hintergrund. Wenn er sprach, klang das oft tonlos und hatte doch eine verwundende Schärfe. „Es läßt sich,“ sagte er,„nicht für das Leben der Prinzessin garantieren, wenn wir zu dritt heimkehren, ohne die große befreiende Lösung für Monario mitzubringen. Unbesonnene Elemente könnten, wenn der Vertrag „Der Vertrag ist eine Sklavenschande!" blitzte Maria zürnend auf. vn1g „Er ist das Bestmögliche für unser Land!“ kam die Stimme aus dem Hintergrund. Maria glitt wortlos ans Fenster und schwieg. Ein Diener stand in der Tür:„Der Herzog von Gmunden!“ Maria nickte. ruckte Mustachow einen Schritt vor.„Die Abgesandten der Handelsmarine Monarios werden heute eintrefsen und die Prinzessin an die„Aufgabe erinnern. Für Maria und Monario! lautet ihre Devise. Sie könnte morgen lauten: Gegen Maria für Monario!“ Maria lächelte kühl.„Oh, Ihr habt eure Schachfiguren trefflich gestellt! Gardez la dame!“ Da erschien der Herzog. Sein Degen flog galant neben ihm. Seine Hand eilte schwungvoll voraus und griff geschmeidig nach der lässigen Hand Marias.„Dann waren wir, liebste Prinzessin, also bis dahin, daß wir die lästigen Vertragspunkte beiläufig abtun können und ich in der Lage bin, ungehindert durch alle Markterei Euch meine Verehrung darzubringen!" Die Prinzeß fand im stillen diese Einführung steif und unehrlich. Warum sagte er nicht, daß der Vertrag das Wichtigste und die Prinzessin nur das Siegel dazu sei? Nun, gewiß, die Ehrlichkeit konnte man eigentlich nicht verlangen. Sie sah mit einem halben Blick, wie draußen im Schloßhof die Wache antrat, beobachtete einen Offizier, der Aehnlichkeit mit Walter hatte, träumte einige Gedanken lang, schrak dann auf und ging auf den Herzog zu. „Der Vertrag wird unterschrieben, wenn die Gesichtspunkte zutreffen, die ich von ihm fordere.“ „Sind das Bedingungen?“ forschte der Herzog mit galanter Miene, die in merkwürdigem Gegensatz stand zu der Verhaltenheit Marias. „Ja, es sin", Bedingungen! Vorerst dies: Schicken Sie die Zose Anny zur Gräfin Schlettow! Nach Petersburg! Heute oder morgen soll sie auf die Fahrt! Anny wird mir von Petersburg aus Nachricht geben. Eher unterschreibe ich nicht. Auf keinen Fall, Herr Herzog!“ Während sie dies sagte, rannen ihr blitzschnelle Gedanken zu: Zeit gewinnen! Zeit gewinnen! Zeit gewinnen! Sie hörte draußen den Marschschritt der Wache: Zeit gewinnen!— Zeit— gewinnen! Trommel wirbelten auf. Das war wie ein Wirbel von neuen, irgendwie hoffnungsvollen Tagen. Der Herzog nagte an seiner Lippe. Der Vize hatte ein zerknittertes Gesicht. Der Bart des Volksbeauftragten zitterte vor Aufregung. Der Gmundener verbeugte sich.„Nicht um des dummen Vertrages willen sondern um Euch meine Verehrung zu beweisen, nehme ich diese Bedingung auf mich. Die Zose Annu wird reisen. Der Herzog ging. Am folgenden Tage kam die Zose Anny, in ihren Augen standen Tränen.„Tausend Dank, Prinzeß! Wenn es nur auch diesmal kein Hinterhalt ist.“ Maria nahm ihre Hand.„Nein, er bürgt dafür! Ich habe ein starkes Pfand in meiner Hand,“ lächelte die Prinzeß. Anny wurde heiterer. Sprach davon, wie es wohl in Petersburg sei. Und ob man mit der Gräfin Schlettow ein gutes Auskommen habe? Wie lange die Reise dauere? Ein Schwall von Fragen türmte sich über der Abschiedsstunde zwischen den beiden so verschieden gestellten Frauen. Als der Reisewagen aus dem Park rollte, sah Maria ihm nach. Eine Stille blieb in den Zimmern, die sie ängstigte. War die Zose Anny nicht ihr letzter treuer Freund gewesen? Nun war sie fort. Ein Horn blies aus der Ferne. So. acht alles. daßirgunt wir träumen ihm nach Einmal waren die Stunden im Prater, und die Soldaten bliesen den Hochzeitsmarsch. „Einmal waren die Stunden in Grinzing, und die lustigen Leute an den Tischen sangen: Nein, soweit durfte es nicht kommen. Wenn sich auch Walter darüber klar war, daß die Sache eines Tages ins Donnerwetter fahren würde. Er glitt zum Schreibtisch hinüber. Belanglose Briefstücke häuften sich in einem Ständer. Der Federkiel lag trocken über den Büchern, die noch so lagen, wie er sie verlassen hatte. Walter fuhr zusammen. Er hörte Schritte im Flur. Sie näherten sich der Tür Zwei Stimmen schollen auf. Der Gesandte schien bei guter Laune. Der andere war ihm unbekannt. Lautlos huschte er zu dem dunklen Bettvorhang, der im schattigen Hintergrund des Zimmers seine grauen Wolken schlug. Die Wellen nahmen ihn auf. Verbargen ihn. Die Tür knirschte leise. Der Gesandte trat mit kurzem festem Schritt ins Zimmer, wandte sich über die Schulter zu seinem Begleiter zurück.„Tja, lieber Hochstein, im Zimmer des Grasen Lieben liegt dieselbe stille, schwüle Gewitterspannung, die über der Mission der Gräfin Schlettow zu Petersburg liegt. Sie dürfte bald drüben sein. Ihr wißt ja, die Rolle Preußens gegenüber Rußlano... Die weiteren Worte verloren sich undeutlich weil der Gesandte mit seinem Begleiter für einen Augenblick auf die dem Zimmer vorgelagerte schmale Terrasse hinausgetreten war. Walter erwog in diesen Sekunden, ob er nun schleunigst sein Versteck verlassen und sich in den Hof retten sollte, ehe es zu einer peinlichen Begegnung kam. Aber kaum, daß er den Gedanken ins Auge gefaßt hatte, standen die beiden schon wieder im Türrahmen. Der Gesandte schlenderte an den Tischs„Graf Liebens Arbeitsmappe sieht ordentlich verwaist aus. Vielleicht, oder vielmehr wahrscheinlich, hat ihm die Gräfin unterwegs Wiener Musik vorgemacht, damtt ihm das Zuzweit nicht Heimweh nach Wien einflüstert. Ich glaube, sie gibt auf den Rheinländer, der übrigens Besitz im Preußischen hat. Vor zwei, drei Tagen kamen ein paar kurze lakonische Zeilen von ihr, die mich stutzen ließen. Sie müsse= diesmal Glück mit ihrer politischen Aufgabe haben. Am Walde von Podjor habe ihr Adjutant sie geküßt. Ob das nicht ein gefügiges Zeichen des Schicksals en.!— Oh, sie ist manchmal etwas ungebärdig! Vielleicht treibt Lieben mit ihr so etwas wie ein galantes Spiel. Aber sie wird gefährlich, wenn sie es merkt glaube, sie ist rachslichtig. So hat sie einmal aus solchen Gründen einen Baron Oppen in schwierige Hände verwickelt, die ihn böse einspannen.“ „Am Ende will sie den Adjutanten heiraten?“ lächelte der andere. „Schöne Mädchen wird es geben! Doch wir werden nicht mehr leben! Wachsen wird ein goldner Wein! Doch wir werden nicht mehr sein!" Kein Weg führte zu Walter. Alle Pfade endeten nennen maste, d beim Vertrag, wenn man es so Die Bäume rauschten. Ein Vogel sang. Was sang er? Seben irng Pe.###er Liebe set. Man müsse nur Ein.F#n„rief dazwischen. Das klang wie„Suchen! weinen Zu tmüise, Tlchen zwischen die Zähne, eider nicht nur in den Romanen, sondern auch I. zeven. 10, daß diesenigen, die sich finden sollten, zugleich einander nah und fern sind. So wußten auch Maria und Walter nicht, wie nahe sie sich eigentlich waren, daß es nur eines geringen Zufalls bedurfte, sie übringen. Freilich, dieser Zusall kommt meist in Romanen vor, nicht aber in unserer Geschichte denn wir sehen den Grafen Lieben, jetzt Küfergesellen Walter, noch immer beim Meister Loidl schaffen. hal. se, zum zweiten Male den Auftrag eralten, den Keller des preußischen Gesandten aufzuu.n, m. dem dort herrschenden Küfer, der zahlreiche Häuser Wiens bediente, Abmachungen zu treffen. Bedenren, un dennoch zog Förheft 5o troutu sich denn an den beiden Löwen Feimes Bissches ganndb.oisthin gefaßten Beschluß Ssuses, Büickes Spttchtaten, und trat in den Hof. Zur Linken, sah er die Gartentür geöffnet. Er wußte, von dieser Türe aus brauchte er zwölf Schritte, um in sein Zimmer zu gelangen. Ob Briefschaften dort lagen? Wie ging es dem Küfer=Adjutanten Karl? Was berichtete die Schlettew? Gab es in diesem Hause eine Aufklärung über alle diese Fragen? Unbewußt fast öffnete er die Gartentür. stand im breiten, blaß erhellten Vorflur, faßte an die Klinke gab nach. Er stand in seinem alten Arbeitszimmer war wieder der Adjutant Graf Lieben. Freilich, er war sich der Gefahr des Augenblicks bewußt. Was nun, wenn der Gesandte eintrat?„Graf Lieben?! Von der Rußlandreise zurück?! Schon zurück?!“ „pex. Gesa d., besann sich.„Eben das ist es, was ich aus ihren Zeilen irgendwie schmecke. Graf Lieben ist ein gerager..n#., e# könnte ein Preuße sein, wenn er kein Rheinländer ware. Warum soll sie ihn nicht heiraten? Ihre großen Güter in Ungarn...“ „Walter verstand das Ende des Satzes nicht mehr. Die Stille kreiste um den Schreibtisch. Es war wohl sehr gewagt, daß er fallen ließ, der schräg vor dem Arbeitstisch stand. A in nun jemand kam. Aber darüber dem Gehörten noch ganz benommen. Was geschah da? Was wurde da? War Karl, der Küter, närrisch geworden? Am Wald von Podsor hatte gr. 115, gerußt. Der Karl war keck! Tollkühn! LeichtGräfin Schlettow den Grafen Lieben geheiratet und der Graf Lieben selbst wußte verens Wann Lus ronnte passieren. Konnte das vas„a aver geschehen konnte, dann fingen 6.le Tollheiten an zu tanzen. Das gab ja einen Wirrwarr, der nicht zu Ende zu denken war!— rücksichtslos, daß es überlaut „Zimmer widerhallte. Das brachte ihn zur Vorsicht Vorsicht?! Hatte es denn noch einen Sinn, vorsichtig zu sein? ria war verschwunden. Der große Adjutantenritt deschiche Ke afte, sich in eine verzwickte LiebesJustl halste ihm jeden Tag zärtlicher ihre haste Pepett. 4138.2 Meister Loidl gab ihm ehrenhafte, Vertrauensaufträge. Wo, aber wo soll denn nach frischer Luft,ging umschau gehalle schnell, nachdem er meg und Rchakt im a“ über das barocke Geländer hinInnenhof führte e 9tses tees g: geraumen Zeit in die Wohnung Eincg piel# wiederum einen nachdenklichen mi Pperfurgst, erct,s ihm Gustl entgegen.„Karl, du haft Rhand Ga in. 2. Un in den Prater, heut auf den Seprn, 52,(st. etue Musik dort. Geb her, mach net so „Tas errzegelte Gesicht versuchte zu lächeln, sagte sonur auf den Abaug u.“ denn eine Musik gibt, wolln wir auf den Abend zum Prater...“ sei en Arm.„Und in das russische Rad nteign wir ein und nachher“ „Walter sah, im Geiste sehr viele Räder kreisen. Sie aunder und mirheltiria und verwirrend, liefen durcheit: 1#nd wirbelten rundum. Aber davon wußte Gultl (Fortsetzung folgt.) Erlebni eines Deutsch im fernen Unvors eine Wie in jed sich auch in Licht und Sch. in keinem an gensätze so al wie gerade große Land, i Verhältnisse k Inneren ein ten unseres wäre, an der übermodernste gen auf allen hier wunderv armselige Kuli oder dürftige licher Kitschi die an Schönh dastehend sind. tastischen Rei anlagen, umge Ehrgeiz, mögli wagen modern fahren zu kön armselige Bett deren Morgen liegend findet vorstellbares C Es ist eine in China gena: in Europa gen Trauerfarbe m gesprochene Gl finden zum 9 rote Plakate zeichen„fu“. 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Dieses ungeheuer große Land, in seiner Größe für europäische Verhältnisse kaum vorstellbar, hat in seinem Inneren ein Gesicht, das etwa mit den Zeiten unseres Mittelalters zu vergleichen wäre, an der Küste dagegen findet man die übermodernsten amerikanischen Einrichtungen auf allen Gebieten des täglichen Lebens: hier wundervolle Prachtbauten, und dort armselige Kulihütten aus Matten und Lehm oder dürftige Blechbuden. Hier ein unglaubdenen nachts zahllose elektrische Lampen brennen. Solch ein Umbau ist auch üblich bei einer Geschäftseröffnung, besonders in Peking. Kommt man nach China, so fällt einem auf der Straße und überhaupt überall dort, wo Menschen zusammentreffen, der große Lärm auf. Im Anfang vor allem glaubt man, daß die Leute, die sich für ihre Begriffe ruhig unterhalten, sich in der nächsten Minute in die Haare geraten werden, denn sie vollführen bei der für ihre Begriffe freundlichen und liebenswürdigen Unter redung einen derartigen Lärm, daß der Fremde, der ihre Worte nicht versteht, be stimmt meint, sie zankten sich energisch! Ein merkwürdiger Anblick! Wie in Deutschland jedes Handwerk ein besonderes Zeichen hat, durch die Tradition überliefert, so vollführt in China jeder Handwerker, der seine Ware anbietet, einen ganz bestimmten Lärm: der licher Kitsch im Baustil, dort alte Bauten, oing#at# bung oxlimmten Larm: der die an Schönheit in Farbe und Form einzig sander####n dlechscheiben, die aneindastehend sind. Paläste als Zeugen phan tastischen Reichtums, märchenhafte Park anlagen, umgeben von hohen Mauern, der Ehrgeiz, möglichst frühzeitig mit dem Kraft wagen modernsten Typs durch die Straßen fahren zu können— auf der anderen Seite armselige Bettler, die man vielleicht am an deren Morgen verhungert auf der Straße liegend findet... So sieht China aus, un vorstellbares China! Es ist eine eigenartige Sache, daß vieles in China genau gegenteilig dem ist, was wir in Europa gewöhnt sind! So ist z. B. die Trauerfarbe weiß, nicht schwarz. Als aus gesprochene Glücksfarbe gilt rot, und wir finden zum Neujahrsfest an allen Türen rote Plakate mit dem chinesischen Glückszeichen„fu". Der Chinese fährt nicht„links“ oder„rechts“ um die Ecke, sondern er fährt „nach Westen“ oder„nach Osten", d. h. also I er gibt die Himmelsrichtung an. Für uns Europäer wirkt es seltsam, wie schnell ein Asiat über die Himmelsrichtungen an jedem Ort, an dem er sich aufhält, Bescheid weiß Will man einen Rikscha=Kuli heranwinken, so kann man dies nicht auf europäische Art mit der entsprechenden Handbewegung tun, denn der Kuli würde dann fortlaufen, anstatt zu kommen: der Chinese winkt nämlich jemand zu sich heran, indem er eine Bewe gung macht, die nach unseren Begriffen ein Abwinken bedeutet. Ebenso bedeutet unser Nicken mit dem Kopf eine Verneinung, wäh rend die Bejahung durch Schütteln des Kop ses ausgedrückt wird, also auch hier genau umgekehrt wie bei uns. Allerdings verliert sich gerade letztere Eigenart des heutigen Tages schon mehr und mehr, vermutlich durch die Berührung mit den anderen Völ kern beeinflußt. Will der Chinese etwas als gut loben, so streckt er zur Bekräftigung seines Lobes den Daumen der rechten Hand senkrecht in die Höhe, bei geballter Faust, und sagt dazu: „Ding hau!“, das bedeutet„sehr gut“. Dies ist ein ganz allgemein gebräuchlicher, ständig im Munde geführter Ausdruck, den sogar schon die europäischen Firmen für ihre Reklame ausgenutzt haben. Das Gegenteil dazu ist der in gleicher Weise nach unten gesenkte Daumen und die Worte„Bu hau!", das heißt„nicht gut“. Es trifft nicht zu, wie man vielfach noch in Deutschland annimmt, daß die männlichen Chinesen Zöpfe tragen. Diese wurden ihnen in der Revolution im Jahre 1911 abgeschnitten. Damals wurde von der Revolutionsregierung Anweisung gegeben, daß, wenn ein Chinese zum Friseur kam, dieser ihm befehlsgemäß den Zopf abzuschneiden hatte. Lamit fiel also der alte„Zopf“! Für den Chinesen stellte sein Zopf ein Zeichen der Bürde dar. Die Frauen in China halten es wie unsere europäischen Frauen, einige von ihnen tragen Zöpfe, andere Bubiköpfe, aber die Chinesinnen, die noch nicht von der Zivilisation gefangen sind, pflegen sich ihr paar stark zu ölen. Das Ansehen einer Firma in China wird geschätzt nach der Zahl der Lampen, die sie innen oder außen hängen hat. So kommt es, daß man in Schanghai z. B. die größte Lichtreklame der Welt hat, denn jede egt Wert darauf, möglichst viele„Lampen“. fur sich brennen zu haben. Es gibt Warenhauser, deren ganze Fassade ein einziges Lichlermeer ist. Auch bei Beerdigungen und Dochzeiten beleuchtet man das Trauer=, bzw. Zochzeitshaus in der Dunkelheit völlig. Reichere Chinesen, die es sich leisten können, stellen in solchen Fällen einen besonderen Umbau um ihr Haus her, meistens aus weiß oder rot umkleideten Bambusstähen an ander klirren, der andere hat ausgehöhltes Bambusrohr, auf das er mit einem Stab klopft, wieder ein anderer benutzt eine Art Trompete zum Lärmen, kurz, jeder ist tatsächlich an seinem charakteristischen Geräusch zu erkennen. Selbst des Nachts hört man das Rufen und den Lärm der handwerklichen Kennzeichen, besonders der Lebensmittelverkäufer, die auf der Straße kochen. Der Chinese schreibt von oben nach unten, wobei er auf der rechten Seite des Blattes anfängt und nach links hinübergeht. Ein Buch wird also für unsere Begriffe von hinten nach vorn gelesen. Wie schwierig die chinesische Sprache ist, geht daraus hervor, daß es etwa 10000 Schriftzeichen gibt, und daß man mindestens 1000 Schriftzeichen kennen muß, um nur einigermaßen eine ge wöhnliche Zeitung lesen zu können. Mo derne Bestrebungen, ein europäisches Al phabet einzuführen, müssen daran scheitern daß die chinesische Sprache eine Silben sprache ist. Jede Silbe läßt sich mit verschiedenem Tonfall aussprechen und bedeutet dann jedesmal etwas anderes. So kann z. B. die Silbe„ma“ bedeuten: Getreide, Mutter, Pferd, schelten und anderes, je nach der Art, wie man sie ausspricht und in welchem Zusammenhang sie gebraucht wird. Man unterscheidet im Nordchinesischen vier Töne, das ist die leichteste Sprache, in Kan ton dagegen hat man sogar neun Töne Wenn man nur zwei oder drei Silben hört, kann man deshalb nicht immer wissen, was es sich handelt, sondern es ist notwen dig, die entsprechenden Schriftzeichen niederzuschreiben, die dann den Zweifel beheben. Für die verschiedenen Bedeutungen, die also eine gleiche Silbe, bzw. ein gleiches Wort haben kann, gibt es stets verschiedene Schriftzeichen, die jede Verwechselung, die etwa das gesprochene Wort an sich mit sich bringen könnte, ausschließen. Der einfache Chinese hat keine Begriffe für große Zahlen; für alles, was zahlenmäßig über seinen Verstand geht, sagt er einfach„wan“, ein Wort, das in Wirklich keit„10 000“ bedeutet, das aber für jede große Zahl als Sammelbegriff angewendet wird. So sagte im Chinesisch=Japanischen Kriege 1932 ein Boy eines Tages zu seinem Master:„Heute nacht eine Million Japaner tot.“ Jede Aufklärung darüber, daß diese Zahl unmöglich stimmen könne, war vergeblich, denn der Begriff für eine solche große Zahl fehlte eben vollkommen. (Fortsetzung folgt.) Politische Wochenschau handgreifliche Demonstrationen daran zu erinnern, daß Agypten vertragsmäßig ein souveränes Staatsgebilde sein solle. Die Londoner Regierung dürfte wohl bereit sein, das bisherige Abhängigkeitsverhaltnis durch ein Bündnisverhältnis zu ersetzen, aber die ägyptische Uneinigkeit selbst verhindert einstweilen ein geordnetes Home Rule und damit die Wiederherstellung verfassungsmäßiger Zustände. Es ist daher auch nicht zu erwarten, daß die immer wieder aufflackernden Unruhen sich zu einem allgemeinen Brande erweitern, der diesen Stützpunkt der britischen Weltmacht zerstören könnte. Aber die Feuerwehr, die England in Gestalt des Besatzungsheeres in Agypten unterhält, kann doch noch keinesfalls entbehrt werden. Der Ruf der Jugend. Volkstrauer und hohe Politik in London.— Die ägyptische Wunde.— Griechische überraschung. in einem Wohn Jahren durch und Im Norden Berlins, gebiet, das noch vor drei durch kommunistisch verseucht war und in dem sich kaum ein alleingehender Mann als Nazi zu erkennen geben konnte, ohne sein Leben aufs Spiel zu setzen, hier im ehemals roten Beusselkietz hat der Eroberer Berlins, Dr. Goebbels, am dritten Jahrestag der Machtergreifung Hitlers zur deutschen Ju gend, auch zu den Kindern seiner einstigen Gegner und darüber hinaus zum ganzen Volke über die politische Umgestaltung Deutschlands gesprochen. Nichts konnte tref. fender den ungeheuren inneren Abstand zwischen dem Gestern und Heute aufweisen, als die Wahl dieses Ortes mitten im trost losesten„Proletarierviertel". Nichts konnte besser den Sinn unserer Revolution verdeutichen, als diese Ansprache des Reichsministers in der schlichten Aula einer abgelegenen, unbeachteten Volksschule. Wo einst Klassenkampf und Klassenhaß gepredigt wurde, spricht nun die Stimme der Liebe und Versöhnung unter den Volksgenossen. Aber es ist keine tönende Moralpauke, die hier angeschlagen wurde, sondern der Jubel ruf der Fanfaren, die zu harter und freu diger Mitarbeit auffordern. Der dritte Jah restag der deutschen Revolution ist kein Anaß, um in selbstzufriedener Ruhe zu verinken. Denn so groß auch die Erfolge der nationalsozialistischen Regierung bisher gewesen sein mögen, größer noch sind die Aufgaben, die vor uns liegen. Gerade der Jugend ist solche Einstellung, die nur rückwärts und nicht vorwärts blickt, im Grunde ihres Herzens fremd, und Dr. Goebbels hat ich zum Wortführer deutscher Jugendsehnucht gemacht, als er sagte, daß der Kampf die Aufgabe jeder lebenden deutschen Generation sei und daß die Jungen von heute päter als Erwachsene bereit sein müßten, das Schicksal des Volkes in ihre Hände zu nehnen. * Für das englische Volk als einer durch und durch politisierten Nation war der Tod König Georgs V. nicht nur ein tiefes Geühlserlebnis, sondern auch ein Anlaß, in machtvoller Demonstration die Weltstellung des britischen Imperiums den versammelten Trauergästen vor Augen zu führen. Eine Woche lang hat die Presse des ganzen Erdballs kaum von etwas anderem berichtet, als von den Vorgängen in London. Selbst wichtige Themen wie der abessinische Krieg. die Genfer Ratstagung oder die japanische Chinapolitik traten in den Schat ten des englischen Thronwechsels. Um so leichter fiel es den Briten, von der Begräb nisfeier unmittelbar in den politischen All tag zurückzukehren und die Probleme der Zeit mit neuer Energie anzupacken. Die Zusammenkunft so vieler Staatsoberhäupter und bedeutender Politiker in der britischen Metropole mag die schnelle Wiederaufnahme der politischen Praxis begünstigt haben. Das englische Kabinett hat seine Arbeit bereits wieder begonnen und über die Frage des Ol=Embargos beraten, die durch die italieni schen Siege in Abessinien wieder an Aktua. lität gewinnt. Die bisherigen Sanktionen reichen offenbar nicht aus, um die Schlag kraft der italienischen Truppen genügend zu lähmen und den Krieg einem baldigen Ende entgegenzuführen. Fast zu gleicher Zeit ist die Flottenkonferenz in London wieder zu sammengetreten— ohne japanische Beteili gung. Aber auch die übrigen vier Mächte (Großbritannien, USA., Italien, Frankreich) können sich augenscheinlich nicht einig werden. Man rechnet in London damit, daß der englische Vorschlag einer fühlbaren Herabsetzung des Tonnengehalts und des Geschützkalibers der Kriegsschiffe sowie der Begrenzung der U.=Boote von den drei anderen Konferenzmächten endgültig abgelehnt wird. So bliebe denn höchstens eine Vereinbarung über die gegenseitige Mitteilung der jährlichen Flottenbau=Programme. Ein recht mageres Ergebnis dieser letzten„Abrüstungskonferenz". Auch an dieser wie an allen vorhergehenden Abrüstungspleiten ist Deutschland völlig unschuldig. Die Bereitschaft zur Rüstungsbegrenzung, die die nationalsozialistische Regierung durch ihr Flottenabkommen mit England bewiesen hat, fand bei den anderen Seemächten keinen Anklang. * Eine nie ganz verheilte Wunde im britischen Reichskörper bildet die ägyptische Frage. Diese empfindlichste Stelle der imperialen Überseeverbindungen Englands muß besonders dann Schmerzen verursachen, wenn auf sie von außen her ein Druck ausgeübt wird. Der abessinische Krieg hat es mit sich gebracht, daß über Agypten dauernd die stille Drohung marschbereiter italienicher Divisionen schwebt. Diese militärisch und strategisch schwierige Lage des englischen Besatzungsheeres haben die ägyptischen Nationalisten— ohne deshalb mit den Italienern zu sympathisieren— weidlich ausgenutzt, um die englischen Behörden durch Als vor etwa einem Vierteljahr, am 3. November 1935, bei der griechischen Volksabstimmung von rund 1,5 Millionen Wählern nur etwa 32000 sich für die Republik und alle übrigen für die Rückkehr des Königs aussprachen, da schien es so, als ob mit dieser Absage an das republikanische Regime auch eine Ablehnung des griechischen Parteiensystems, insbesondere der Republikanischen Partei der Venizelisten, verbunden gewesen sei. Diese Ansicht wurde durch die letzten Parlamentswahlen am 26. Januar schlagend widerlegt. Es ist die zunächst verblüffende Tatsache zu vermerken, daß die Republikaner den bei weitem größten Proum zentsatz aller Stimmen für sich buchen konnten, während die Männer, die eigentlich die monarchische Bewegung zum Siege geführt haben, nur eine zersplitterte, verhältnismäßig geringe Gefolgschaft hinter sich vereinigten. Ist das Pendel der Volksstimmung nach der Gegenseite ausgeschlagen? Ist man mit dem heimgekehrten König unzufrieden? Nichts wäre verfehlter als eine solche Deutung des Wahlergebnisses. Im Gegenteil! Der eigentliche Sieger dieses Abstimmungskampfes war der König und seine kluge Versöhnungspolitik, die alle Kräfte des Landes ohne Unterschied der Parteirichtung für den Wiederaufbau Griechenlands gewinnen will. Die Außerungen des republikanischen sarteiführers Sophulis lassen denn auch klar erkennen, daß ihm und seinen Anhängern nichts ferner liegt, als eine Obstruktionspolitik gegen das königliche Regime. die Partei, an deren Spitze jetzt Sophulis teht, hat eine grundlegende Wandlung durchgemacht; sie ist heute„republikanisch“ und„venizelistisch“ eigentlich nur noch dem Namen nach. Venizelos, der kretische Revolutionsmacher, ist politisch ein toter Mann und wird es auch bleiben, wie er selber erklärt. Mag nun die Regierungsbildung auch wegen der unklaren Mehrheitsverhältnisse im Parlament sehr schwierig sein, revolutionare Unruhen nach altem Muster sind jetzt keinesfalls mehr zu erwarten. Bei den innergriechischen Auseinandersetzungen handelt es sich heute weniger denn je um einen Streit der Weltanschauungen oder politischen Grundsätze, sondern nur um den Wettlauf ehrgeiziger Persönlichkeiten. Die hierin liegende Gefahr aber ist weitgehend neutralisiert durch die Autorität des Königs, der, vom Willen des Volkes getragen und in seinem Auftrag, Parteien und Parteiführer zu positiver Regierungsarbeit zusammenfügen wird. Wieweit unter diesen Umständen die parlamentarische Verfassung noch daseinsberechtigt ist, das kann nur das griechische Volk selbst entscheiden. Um die Sicherung der Feldlazarette auf abellinilcher Seite DNB Addis Abeba, 29. Jan. Die Mitglieder des schwedischen Feldlazaretts, deren Ausrüstungsgegenstände in die Hände der Italiener fielen, sind jetzt nach Addis Abeba zurückgekehrt. Die Fahrzeuge des Lazaretts sollen, bevor sie an die Italiener fielen, unbrauchbar gemacht worden sein. Die Mitglieder des Lazaretts sollen in Addis Abeba neu ausgerüstet werden. Sie sind inzwischen abgelöst worden von Mitgliedern des norwegischen Roten Kreuzes, die eben erst in Abessinien eingetroffen sind. Die abessinischen Feldlazarette haben inolge der ständigen Bombardements, denen ie, wie hier gesagt wird, dauernd ausgesetzt waren, nicht mehr die Rote Kreuz=Flagge gezeigt. Sie sind jetzt von dem Leiter des nternationalen Roten Kreuzes, dem Schweizer Brewn, angewiesen worden, die Lazarette mit doppelt soviel Rotkreuz=Flaggen kenntlich zu machen wie bisher. Außerdem muß in Zukunft über jedes Feldlazarett ein Fliegerzeichen gespannt werden, das auf einer Fläche von 16 Quadratmeter das Rote Kreuz zeigt. Das schwedische Rote Kreuz, das durch das Bombardement der Italiener durch den Verlust des Feldlazaretts bedrückt ist, erhielt am Mittwoch ein Telegramm des Prinzen Karl von Schweden. Das Telegramm enthält die Anordnung. nach erfolgter Neuausrüstung sofort wieder an die Front zu gehen. „Geliebt und unvergessen“ Heute morgen um 7 Uhr verschied plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit unsere innigstgeliebte Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Martha Huck im blühenden Alter von 24 Jahren. In tiefem Schmerz: Herford, den 31 Januar 1936 Weberstraße 1 Familie Wilhelm Huck nebst Angehörigen. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Februar nachmittags 2½ Uhr von der Leichenhalle des Hauptfriedhofes, Mindenerstraße, aus statt. deutsches Frauenwerk Abt. Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft Lichtbilder=Vortrag Pan. Senta Dinglreiter=München Wann endlich kommen die deutschen wieder? Eine Reise durch unsere afrikan. Kolonien. Donnerstag, 6. Jedr. 20¼ Uhr im Vereinshaus Denken Sie daran, daß heute abend 10.40 Uhr eine einmalige Eintritt 50 Pfg. Vorverkauf bei Wolff— Otto— Kortkamp Mesters Parkettsaal ist. „Congorilla“ Sundern. Sonntag nie gesehene Aufnahmen aus Atrika. Nur heute abend 10.40 Uhr Vorverkauf ab 4 Uhr Theaterkasse. Anfang 4 Uhr: Erstklassige Musik Zb-m Gute Sohlen in der Schuh-Reparatur R. Krone, Hämolingerstr. Im Tagesprogramm unser Großerfolg: Tretet ein in die NSB Für die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen erwiesene liebevolle Teilnahme sprechen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Nachruf Der Student von Prag Am Freitag verstarb plötzlich unsere liebe Arbeitskameradin mit Adolf Wohlbrück Spielzeiten: 4.00, 6.20 und 8.10 Uhr. Hermann Helling und Kinder. Enger, im Februar 1936. Fräulein Martha huck „Pfennigskrug- Strasse Jeden Sonntaa Tanz: Stimmungskapelle Während ihrer siebenjährigen Tätigkeit hat sie sich durch ihr stets freundliches Wesen die Sympathien aller erworben. Wir verlieren in ihr eine vorbildliche Mitarbeiterin und werden ihr Andenken stets in Ehren halten. hotel Heitmann, Spenge Herford, den 1. Februar 1936. Betriebsführer und Gesolgschaft des Lichtspielhauses„Wittekind“ Herford. Morgen— Sonntag, 2. Februar 4 Uhr: Groß. MilitärKonzert ausgeführt vom ges. Musikkorps Pionier=Batl. 6 Minden(20 Manny, Leitung: Obermusikmeister Händel. Streich= und Blasmusik— Ianfaren— Kesselpauken. Ab 8 Uhr Gr. Milltärball! Zum Tanz spielt das gesamte Musikkorps. Gumnastik und Canz zum Besten der Winterhilfe: Sonntag, den 9. Februar vormittags 11 Uhr, Hellpa. ausgeführt durch die Fachschaft Gymnastik und Tanz. Ortsgruppe Herford: Marianne Epselo, Stiftberg 21, Friedel Meyer, Hermannstraße 18. I, Maria Köhler, Lübbertorwall 2a, außerdem Tänze: Ellsabeth Schmieke, Nationaltheater Mannheim am Flügel: Iranz Szembeck, Nationaltheater Mannheim Iuene Preesonsne wolinel 16. Tubeesore und reserviert sich diesen Tag! Einjähriger mittlere Re ger Lehrgang für Schüler und Schülerinnen, die mindestens die mittlere Reife besitzen. Die höhere Fachschule, die zeitgemäß mit den neuesten Hilfsmitteln(Uebungskontore u. a. m.) ausgestattet ist, vermittelt die heute so notwendige wirtschaftliche Allgemeinbildung, sowie alle kaufmännisch= technischen Fertigkeiten. Die Schülerinnen erhalten außerdem eine hauswirtschaftliche Ausbildung.(Schulgeld der höheren Schulen). Beginn des neuen Schuljahres am 20. April 1936. Anmeldung beim Direktor, Adolf=Hitler=Wall 41. Ttt. utsres aen Zweijähriger Lehrgang mit dem Ziel der mittleren Reife. Aufnahmeprusung am 9. März, vormittags 8.15 Uhr. Untertertianer und Volksschüler werden zugelassen. Vorherige Anmeldung beim Direktor, Adolf=Hitler=Wall 41. Stromabnehmer! Unser Arbeitsbeschaffungs-Programm 1936 bietet wieder außergewöhnliche Vortelle. Unsere Milglieder nehmen Anträge auf wenn Sie den repräsentativen OPEL-Typ Olympiat bis zum 14. Februar kaufen und zulassen. 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Hauptschriftleiter und verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Dr. Gustav Röttger; Anzeigenleiter und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Herbert Lohse: sämtlich in Herford. Durchschnittsauflage für den Monat Dez. 1935: Ausgabe A(Herford) 3820 Ausgabe B(Enger) 846 Gesamtausgabe 4666 Nr. 413, Postscheckkonto Hannover Nr. 46257. Achtung! seute Sonnabend und morgen Sonntag veranstaltet die Reisebriestauben= Vereinigung Herford und Umgegend im Evgl. Vereinshaus zu Herford eine große Reisebrieftauben-Ausstellung Sonntags ab 19 Uhr Gr. Festball. Verlosung. Siegertiere Militär-Großkonzert zum Besten der Winterhilfe am 5. Februar 1936, 20 Uhr im Schützenhof. Ausgeführt von allen Kapellen des Inf.= Rats. 58(80 Musiker) und den Spielleuten des I. Bataillons. Leitung: Musikmeister Meister, Korpsführer Feldw. Mehlhorn Armeemärsche, Charakterstücke, Märsche mit Heroldsfanfaren und Kesselpauken. Am Schluß: Großer Zapfenstreich Karten zu 1,50 RM numerierter Platz, 1.— RM und 0,50 RM in den Vorverkaufsstellen. 1. Buchhandlung Kortkamp, Alter Markt, 2. Zigarrenhaus Gentemann, Rennstraße 4, 3. Zigarrenhaus Wessel, Gehrenberg, 4. Sporthaus Lehmacher, Radewigerstraße. Schadet viel Ereme den Schuhen? Diele Leute meinen— se mehr creme auf der Bürste— desto besser für die Schuhe. Das Gegenteil ist richtig. Wenn man viel creme nimmt, muß man ersteno länger putzen, um die Schuhe blank zu kriegen. Zweitene werden dadurch die Doren des Ledero verstopft, das Leder wird hart und spröde. Nehmen Sie lieber Olamantine mit Sparsieb. Dann bekommen Sie nur so viel Creme auf die Bürste, daß gerade die Vorsten benetzt werden, und das genügt völlig, um rasch einen Hochglanz zu erzielen. Sie vermeiden außferdem Krusten, die die Geschmeidigkeit des Ledero beeinträchtigen. Wiamantine w Tpo#rsend Hersordl 91. Fahraat Dr. R—r. Leser schon n gemacht, daß Maßnahmen Reichspresseka Engerschen# Tage eine Aen Diese Um ern, als der Gesamtausgab laß dieser bede gestattet, eine schichte des En Es wird de uns noch hinr Herr Gottlieb Initiative der 1900 sein En mann war es zunächst für di lag verantwor Wenn wird schen Anzeigerauf einen gro die Ueberschrift heißt an der be „Der Enger ersten Male in damit einem dringenden Bed Wallenbrück ur Der Engerst zweimal wöche und Sonnaben! scheinen. Der für das Vierte Zustellung. Al Postämter neh entaegen. Der Engerse jeder Art an 10 Pfennigen net. Bei größ holungen tritt ein. So beginner ternehmen mit Hoffnung des 6 unsere Mitbürg liche Bitte, uns wendung von! ments zu unter möglich, unseren eine eigene Lol bescheidenen Gr Es dar Engersche große Oef in der Ta Da außer! und der wurde, wi der Umfal man die a gemäß sch. daß die Blatte in auch betei Artikeln, dazu beig nehmen ei Gar be des Enger Heideman bringt, an Herford— Enger Strasse spenge : Groß. Militärorps Pionier=Batl. 6 nusikmeister Händel. - Kesselpauken. Ab spielt das gesamte g veranstaltet die ird und Umgegend große ung osung. Siegertiere nzert se . es Inf.= sielleuten hlhorn rsche mit latz, 1.— fsstellen. Markt, straße 4, serstraße. n7 r Bürste— in richtig. teno länger zweitene 1, das Leder Slamantine viel Creme kt werden, schglanz zu n, die die Hersorder Kreisblatt 91. Jahrgang. Rummer 27 Zweites Blatt Herforder Kreisblatt Sonnabend, 1. Februar 1936 der Engersche Rnzeiger geht in das Herforder kreisblatt über Dr. R—r. Wir haben unsere Engerschen Leser schon wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß im Zuge der einschlägigen Maßnahmen seitens des Präsidenten der Reichspressekammer in der Geschichte des Engerschen Anzeigers mit dem heutigen Tage eine Aenderung eintritt. Diese Umgestaltung vollzieht sich inso sern, als der„Engersche Anzeiger“ in die Gesamtausgabe des HK. übergeht. Aus An laß dieser bedeutsamen Wendung sei es uns gestattet, einen kurzen Blick auf die Ge schichte des Engerschen Anzeigers zu werfen Es wird der älteren Generation unter uns noch hinreichend bekannt sein, daß es Herr Gottlieb Niemann war, dessen Initiative der Engersche Anzeiger im Jahre 1900 sein Entstehen verdankt. Herr Nie mann war es auch, der seit dem Jahre 1900 zunächst für die Schriftleitung und den Verlag verantwortlich zeichnete. Wenn wir die erste Nummer des„Engerschen Anzeigers“ aufschlagen, so stoßen wir auf einen groß aufgezogenen Artikel, der die Ueberschrift„An unsere Leser" trägt. Es heißt an der bezeichneten Stelle u. a.: „Der Engersche Anzeiger tritt heute zum ersten Male in die Oeffentlichkeit und hofft damit einem langersehnten Wunsche und dringenden Bedürfnissen von Enger, Spenge Wallenbrück und Umgegend zu entsprechen. Der Engersche Anzeiger wird vorläufig zweimal wöchentlich, und zwar Mittwochs und Sonnabends, in vorliegender Form erscheinen. Der Abonnementspreis beträgt für das Vierteljahr 75 Pfennige, bei freier Zustellung. Alle Landbriefträger und die Postämter nehmen jederzeit Bestellungen entaegen. Der Engersche Anzeiger nimmt Anzeigen jeder Art auf und werden dieselben mit 10 Pfennigen für die einfache Zeile berechnet. Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen tritt ein entsprechender Rabatt ein. So beginnen wir denn unser neues Unternehmen mit frohem Mute und in der Hoffnung des Gelingens und richten an alle unsere Mitbürger die dringende und herz liche Bitte, uns nach Möglichkeit durch Zuwendung von Anzeigen und durch Abonne ments zu unterstützen, denn nur dann ist es möglich, unserem aufblühenden Gemeinwesen eine eigene Lokalpresse, wenn auch nur in bescheidenen Grenzen, dauernd zu erhalten. Es dauerte nicht allzu lange, bis daß der Engersche Anzeiger auf seinem Wege in die große Oeffentlichkeit zu Erfolgen kam. Und In der Tat, das Blatt machte sich heraus. außerdem die Anzeigen nicht ausblieben und der lokale Teil sorgfältig redigiert wurde, währte es nur kurze Zeit, bis daß der Umfang ein größerer wurde. Blättert man die alten Bände durch, die heute naturgemäß schon arg vergilbt sind, so spürt man, daß die Bevölkerung Engers mit ihrem Blatte innig verbunden war. Nicht selten auch beteiligten sich die Leser mit eigenen Artikeln, ein Unterfangen, das wesentlich dazu beigetragen hat, in das junge Unternehmen einen frischen Zug hineinzutragen. Gar bald knüpften sich die Beziehungen des Engerschen Anzeigers mit dem Verlag Heidemann, der ja unser Kreisblatt herausbringt, auf das innigste. Enger—Herford.. verford-Enger... diese Jahrhunderte alten Relationen wurden auch von dem Verleger und Schriftleiter Gottlieb Niemann propagiert. Nicht zuletzt dadurch, daß er sein Blatt bei uns in Herford drucken ließ. Man sieht also, daß der Engersche Anzeiger, wenn auch zunächst nicht redaktionell, so aber doch technisch mit dem Herforder Kreisblatt verbunden war. Die Zeiten gehen weiter... Das Engersche Heimatblatt nimmt erneut einen großen Aufschwung und siehe da, bald ist der Augenblick gekommen, an dem das Blatt zufolge des großen Interesses der Leserschaft vom zweimaligen zum mehrmaligen Erscheinen in der Woche übergehen kann. Mit dem aufblühenden wirtschaftlichen Leben der Stadt hat also Engers älteste Heimatzeitung sehr wohl Schritt gehalten. Von Montags bis Sonnabends... an jedem Tage flatterte das Blatt auf den Tisch der Mehrzahl aller Engeraner, immer bemüht, besonders die bodenständigen Belange der Wittekindstadt und ihre große historische Bedeutung würdigend. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts ist dann in der Geschichte des Blattes die erste große Wendung zu verzeichnen. Im Zuge eines erneuten Ausbaues der Engerschen Heimatzeitung kommt das Blatt als selbständige Tageszeitung zu unserm Verlag. Weil dieses Unternehmen technisch gut ausgerüstet war, konnte es nicht ausbleiben, daß der Engersche Anzeiger als Schule zu Besenkamp. den noch unabhängig von einander bestehenden Tageszeitungen zu Schwesterblättern wurden, war es doch neben anderen wichtigen Punkten vor allen Dingen das gleiche technische Personal, das den Engerschen Anzeiger und das Herforder Kreisblatt herstellte. Unterdessen war in Enger eine eigene Geschäftsstelle eingerichtet. Sie ist seit 1930 in der Buchhandlung„Wittekind“ und wird jetzt von Herrn Naul Kolbe, Enger, ge leitet. Mit dem heutigen Tage geht nun eine Entwicklung ihrer Vollendung entgegen, die sich infolge der Bestimmungen der Reichspressekammer nicht umgehen läßt. Der EnSchule zu Westerenger II. amtliche Zeitung für Enger und Spenge viel profitierte, denn die neu angeschafften Setz maschinen, die in Herford in der Brüder traße so silberhell tickten, waren dazu in der Lage, auf dem schnellsten Wege das Engersche Material zum Druck fertig zu stellen. Seit diesem Augenblicke, also seit jenem Moment, in dem der Herforder Verlag den immer noch vollkommen selbständigen En gerschen Anzeiger herstellte, kann in jeder Hinsicht mit Bezug auf die Engersche Heimatzeitung als von einer wirklichen, allen Ansprüchen gerecht werdenden modernen Tageszeitung gesprochen werden. Unter den obwaltenden Umständen ist es zu verstehen, daß aufgrund dieser Maßnahmen des nunmehr vom Engerschen Anzeiger zurücktretenden Herrn Gottlieb Niemann abermals das Verhältnis zum„Herforder Kreisblatt“ fester wurde. Naturgemäß ließ es sich nicht umgehen, daß die beinantine Schule zu Dreyen. gersche Anzeiger hört auf, als selbständige Tageszeitung zu erscheinen. Vielmehr wird er mit dem Herforder Kreisblatt zu einer Einheit verschmolzen. Verlegerisch nimmt sich die Sache jetzt so aus, daß das Herforder Kreisblatt eine Ausgabe B herausbringt, die wie bisher auf Enger und Umgegend gemünzt ist. Für den Leser bleibt im Grunde genommen alles beim alten, nur daß der Kopf der Tageszeitung ein anderes Gesicht trägt. Wir dürfen gern hoffen, daß unsere Leserschaft auch der neuen Tageszeitung ihre Treue hält, werden wir doch bemüht sein, stets mit besonderer Aufmerksamkeit die Ereignisse in Enger und Umgegend zu verfolgen. „Im Lande Widukinds“ Auch die Herforder Heimatbühne wirkte mit. Der von der Ufa gedrehte Kultur=Film „Im Lande Widukinds“ ist kürzlich in Berlin mit starkem Erfolge aufgeführt worden. Er hat von der Reichsfilmkammer das Prädikat„Künstlerisch sehr wertvoll“ erhalten. Die Aufnahmen sind größtenteils im Ravensberger Lande gemacht worden. z. B. auf dem Hofe Meyer=Johann in Olding= hausen. Auch im Bielefelder Bauernhausmuseum wurde drei Tage hindurch gefilmt. Der Produktionsleiter der Kultur=Filmabteilung der Ufa. Dr. Nikolaus Kaufmann. war begeistert von der Raumwirkung der stilechten großen Deele und der Stuben des Museums. Hier sind alle Innenaufnahmen gedreht worden. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der großen Szene, die drei Generationen. die Großeltern, die Eltern und sechs Kinder sowie Knechte und Mägde beim Abendbrot vereinigt. Die Herforder Heimatbühne, bekannt durch ihre vorbildliche Darstellung plattdeutscher Bühnenwerke, sowie Kinder aus Bielefeld und Umgebung wirkten dabei mit. Der Tonfilm„Im Lande Widukinds“ ist in drei Sprachen synchronisiert. Der englische Teil lautet:„Amongst the peseants of Lower Saxony". Die französische Ueberschrift heißt:„Au pays des Saxons". Bei der Komposition der musikalischen Begleitung haben Ravensberger Volksweisen zugrunde gelegen. Ricarda huch schreibt über Enger aus Ricarda Huch„Im alten Reich, Lebensbilder deutlcher Städte“ Mit gütiger Erlaubnis des Verlages Grethlein& Co., Leipzig entnehmen wir aus dem oben genannten Werk den Anfang dessen, was die gefeierte Schriftstellerin über die alte Wittekindstadt berichtet. Mitten in einem unscheinbaren, abseitsgelegenen Städtchen, das in eine hügelige Landschaft von bescheidener Anmut eingebettet liegt, erhebt sich eine mächtige, romanische Kirche. Altertümlich steht ein Glockenturm daneben, und die Einheitlichkeit im Stil zeigt an, daß nicht fortwachsendes Leben des Gemeinwesens nach jeweiligem Geschmack und Bedürfnis das Gotteshaus verändert hat. Einsam unter weitem Himmel liegt das Denkmal da, das die Gebeine eines sagenhaften Helden, Wittekind, des Sachsenherzogs, umschließt. Im Süden und Westen Deutschlands knüpfen die alten Ortschaften ihr Dasein gern an den geheiligten Namen Karls des Großen; in Westfalen außerdem an den Wittekinds, seines stolzen, endlich versöhnten Gegners. Im Gedächtnis seines Volkes, das noch lange nach der gewaltsamen Unterwerfung und Bekehrung dem Glauben der Väter anhing, mag sich sein Bild hauptsächlich als das des angestammten Führers, des unbeugsamen Kämpfers und Verteidiaers der alten Götter erhalten haben. Er und das weiße Sachsenroß waren die Symbole germanischer Freiheit: waldumrauschter, einsamer Höfe, im Winde sausender Eichen, flüsternder Quellen, und es ist sinnvoll, daß sein Andenken im allgemeinen mehr mit Wald, Strom und Heide als mit Domen und Burgen verbunden ist. Erst allmählich, wie der neue Glaube eingewurzelt war, feierte man ihn mehr als den bekehrten Christen, wo man ihn nicht vergaß. Auch das alte Enger hat die Natur wieder an sich gezogen; es hat sich, wer weiß warum, nicht zur betriebsamen Stadt entwickelt, obwohl die Anlage dazu gegeben war. Nachdem Wittekind die Taufe über sich hatte ergehen lassen, dem siegreichen Gott der Franken sich beugend, und seine Besitzungen ihm infolgedessen zurückgegeben worden waren, ließ er sich in Enger nieder. Warum er es seinem Heimatort Wildeshausen vorzog, ist nicht bekannt; vielleicht, daß er das neue Leben in neuer Umgebung beginnen wollte. Enger wird als Angaria urkundlich zuerst zur Zeit Karls des Großen genannt. Vermutlich gab es in Enger, als Wittekind sich dort niederließ, nur einzelne Höfe, kaum eine Burg; Wittekind gründete, seinen neuen Glauben betätigend, im Jahre 789 eine kleine Kirche oder Kapelle mit einer Wohnung für die ihr zugeordneten Priester. Hatte er den Glauben gewechselk, so blieb er doch seinen Ahnen treu; er ließ ihre in Wildeshausen bestatteten Gebeine ausgraben, nach Enger bringen und dort in Urnen in einem Grabe beisetzen, das er als Ruhe stätte für sich hatte herstellen lassen. In den Urnen fanden sich, als sie 1870 geöffnet wurden, verbrannte Knochen. Wie er es gewollt hatte, bettete man den toten Sachsenherzog neben seine Väter; später aber, als man anfing ihn als Heiligen zu verehren, wurden seine Gebeine erhoben und in die Stifts kirche versetzt, wo sie sich noch in einem Sei tenaltärchen befinden. Als Kaiser Karl IV. sich in Bielefeld aufhielt, erfuhr er dort, daß nicht weit entfernt sich das Grab Wittekinds befinde. Der Sammler von Reliquin hatte so viel Inter esse für Heilige und wohl auch für die Altertümer seines Reichs, daß er Enger aufsuchte und befahl, es solle ein würdiges Grabmal für den Helden errichtet werden. Das Grabmal befindet sich im Chor der Stiftskirche; auf einer reichverzierten Tumba liegt der jugendliche König mit Krone und langem Mantel, der mit Edelsteinen verziert war. Merkwürdig ist es, daß die rechte emporgehobene Hand des Bildes den gekrümmten Mittelfinger zeigt, an dem man, wie erzählt wird, den Herzog erkannte, sonst ist an keine Aehnlichkeit zu denken.“ Soweit der Auszug aus Ricarda Huchs anziehender Schilderung. Daß Kaiser Karl IV. von Bielefeld aus Enger besucht habe, ist wohl kaum richtig. Der Kaiser weilte 1377 in Herford, wo er im Kloster der Franziskaner an der Mönchstraße Wohnung nahm. Er verlieh damals Stift und Stadt die Reichsfreiheit in so fern, als er beide von jeder fürstlichen Oberhoheit befreite. Bei der engen Verbindung, welche durch die in der Abtei Herford erzogene Königin Mathilde, die Gemahlin Heinrichs I. zwischen Herford und Enger entstanden war, liegt es sehr nahe, daß Karl IV. während seines Aufenthaltes in Herford au diese Beziehung und das Grab Wittekinds aufmerksam gemacht wurde. Von der Königin Mathilde handelt auch die Verfasserin weiterhin, besonders von ihrer Mildtätig keit und Nächstenliebe, die sich so verschwen derisch betätigte, daß sie in ihrem Witwenstand darüber mit ihren Söhnen, Otto dem Großen und Heinrich, in Zwist geriet. Sie verließ deshalb ihre von ihrem Gemahl ererbten Güter am Harz uno zog sich auf ihre väterlichen Besitzungen nach Enger zurück, wo sie ihre Mildtätigkeit, wenn auch in engeren Grenzen, fortsetzte. Die angelsächsische Gemahlin Ottos d. Gr. Edith führte dann aber eine Versöhnung zwischen der Mutter und den Söhnen herbei. Otto bat die Mutter zurückzukehren. Fröhlich folgte sie seinem Rufe(vergl. Rotherts Kirchengeschichte von Minden=Ravensberg S. 64). Es ist nicht richtig, was Ricarda Huch sagt, daß Mathilde auch nach der Aussöhnung in Enger geblieben sei. Nach dem Tode seiner Mutter(968) schenkte Otto d. Gr. das Stift Enger dem Erzbistum Magdeburg. Als Magdeburgisches Lehen kam es an die Grafen von Schwalenberg und nach deren Aussterben an die von Lippe(vergl. Rothert). Im Jahre 1300 ist der Edle Herr Simon I. zur Lippe im BeGefallenen=Ehrenmal 1914/18 in Spenge. sitze von Enger, wo er eine feste Burg erbaute. In einer Fehde gegen die Herren von Minden, Osnabrück, Paderborn und Ravensberg unterlag Graf Simon und mußte, um sich aus der Gefangenschaft des Bucks turms in Osnabrück zu befreien, die Befestigungen der Burg Enger schleifen. Die Stiftsherren verlegten deshalb 1414 ihren Sitz nach dem festen Ort Herford, wo das Dionysius=Stift mit der Johanniskirche vereinigt wurde. In dieser sind die Gebeine Wittekinds bewahrt worden, bis sie im Jahre 1822 von den Sattelmeiern im feierlichen Zuge nach Enger zurückgeholt wurden. Der von den Stiftsherren s. Zt. gleichfalls nach Hersord überführte Dionysiusschatz ist gegen Ende des vorigen Jahrhunderts bekanntlich in das heutige Schloßmuseum in Berlin gewandert. B. Eingesandt Kriegerdenkmal von 1870/71 in Spenge. (Ohne Verantwortung der Schriftleitung.) Zu dem Artikel„Herford in den siebziger Jahren“ in Nr. 26 vom 31. 1. 36 möchte ich ene kleine Ergänzung in bezug auf ein Wanderziel für den Sommer bringen. Obgleich ich fast 50 Jahre in Herford wohne, bekam ich erst durch die freundliche Einladung eines geschätzten Herforders einen Einblick darin, wie schön unsere engere Heimat ist. Der Einlader besitzt als alter Nimrod auf der Saalegge— eine bewaldete Erhebung zwischen Winterberg und Bornstape! ein Jagdhaus. Dieses Jagdhaus war am letzten Sonntag bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel das Ziel unserer Reise Mit drei Kraftwagen und wohlversehen mit Butterbroten und Kaffeebohnen ging die Reise los. über Exter, Valdorf fuhren wir in schön angelegten Serpentinen vorbei an herrlich gelegenen Einzelhöfen zur Saalegge herauf. Kurz vor dem Walde mußten wir den Wagen verlassen und wurden im letzten Gehöft von dem Besitzer freundlich empfangen, mit Trinkwasser für unseren Kaffee versorgt und mit Brennholz. Bevor wir zur Jagdhütte emporstiegen, zeigte uns der reundliche Landwirt ein auf einsamer Höhe errichtetes Grabmal eines evgl. Pfarrers, der vor 100 Jahren in dem Gehöft wegen seines Glaubens verhaftet war und dort seine letzte Ruhestätte gesunden hat. Es ist der Tote ein Vorfahr des früheren Reichsministers Michaelis und des Bielefelder Pfarrers Michaelis. Die Grabstätte wird von dem Landwirt sehr gut unterhalten. Während der Besichtigung holte der Bergbewohner zwei Bilder aus dem Hause, eins stellte den Verstorbenen kurz vor seiner Verhaftung, oas andere den früheren Reichsminister Michaelis dar. Nach Worten des Dankes verabschiedeten wir uns, um den Wald und das Jagdhaus aufzusuchen. Welch herrlicher Anblick belohnte den Aufstieg, und alle Mitwanderer staunten über die Lage und Einrichtung der Jagdhütte. Vor uns lag das Wesertal und die Stadt Blotho, weiter Bückeburg. Nach der anderen Seite Bielefeld mit seinen Bergen. Keiner von uns 14 Personen— alles alte Herforder— hatten (1. Fortsetzung.) Herford in den siebziger Jahren Von Bahrenholz führt die Landstraße über Stemmen nach Möllenbeck. Der Weg ist nicht ohne Reize. Zur Rechten der Abhang des Bergwaldes, zur Linken die im reichen Blumenschmuck prangenden Weserwaiden. Der Pächter der Domäne Bahrenwelcher die Waide wieder verpachtet hat, soll hieraus eine jährliche Einnahme von 33000 Mark erzielen. In Möllenbeck fesselt die eigentlich ziemlich nüchterne Klosterkirche. Aber sie ist deshalb von Inter esse, weil sie(1493 erbaut) aus spät gothischer Zeit herrührend, doch nicht an der in jener Periode beliebten Ueberladung leidet. Das Langhaus besteht aus drei gleich hohen Schiffen, die durch fünf Paar achteckiger Pfeiler von einander getrennt werden. Romanisch sind die beiden schlanken runden Thürme. Neben der Kirche befindet sich ein weitläufiger Komplex von Klostergebäuden gothischer Zeit. Mönche vom Orden des heiligen Augustinus bewohnten einst das Kloster. Heute gehören die Gebäude zu der Domäne Möllenbeck.— Lieber Leser, mich ruft die Pflicht im raschen Fluge nach der Heimath zurück. Aber ich lasse dich da nicht ohne Unterweisung stehen. Ich rathe dir, schaue dir das freundliche Hameln an und wenn du dann zurückkehrend dein Haus wiedersiehst, so denke, daß ich Dir nahe bin, um dich an einem anderen Sommertage wieder in unsere schönen Berge zu führen. Ist doch das Entzücken an den Herrlichkeiten der unvergänglichen. freien Natur ein besonderer Genuß und das bevorzugteste Vergnügen aller derer, quibus ex meliore luto dedit praecordia Titan. Der Berg= und Touristenklub hat gestern eine Bergfahrt ausgeführt, deren Ergebnisse zum Theil auch für weitere Kreise von Interesse sind, die gewonnene Erfahrung nämlia,„aß die Ersteigung des Bonstapels.— dieselbe bildete einen Abschnitt der gestrigen Expedition— auch dem sonntäglich wandelnden gutgebürsteten Bürger und dem zartfüßigen Mägdelein möglich ist. Wenn diese ehrenwerthen und liebenswürdigen Glieder unseres Gemeinwesens ihren Feiertag zu einer Wanderung durch schattenreiche Wälder und duftige Wiesen benutzen wollen so empfehlen wir Ihnen. einmal den höchsten Punkt des heimischen Hügellandes als Zie zu wählen. Von Vlotho führt ein schöner Weg an uppig bewachsenen Bergen vorüber in einer halben Stunde nach der Horst. Die alte Niederlassung gehört ebenso wie die be nachbarten Ortschaften Hollwiesen, Wehren dorf(Dorf des Wero) Bründorf(Dorf des Bruno) zu der Gemeinde Valdorf. In dem freundlichen Wirthschaftsgarten findet der Wanderer gastliche Aufnahme. Der intelligente Wirth weiß außer guten Speisen und Getränken willkommene Belehrung über Land und Leute zu bieten. Er erzählt dir tuch von der Schlacht, die während des 30ährigen Krieges Herzog Bernhard von Weimar hier den Kaiserlichen lieferte; vor wenigen Wochen noch wurden in einem nahen Felde Kanonenkugeln aufgeackert. Dem Freunde der heimischen Geschichte rathen vir, die Bekanntschaft des Dorfpfarrers zu uchen. Er wird in dem geistlichen Herrn einen tüchtigen und glücklichen Forscher kennen lernen. Den Mineralogen interessiert die Fortsetzung des Weges, der bei bedeutenden Ablagerungen von Tuffalk vorüberführt. von überraschender Schönheit: Blätter, Zweige, ganze Stämme sind inkrustiert. Unweit der Kirche von Valdorf betreten wir eine enge, waldreiche Schlucht, die von einem murmelnden Bache durchzogen wird. Die Blätter der vielgestaltigen Weiden, die über den Bach sich beugen zeigen weißen Glanz. Oft fällt dann ein Blatt in das Röhricht, auf die Wellen hinab. Das tanzt auf ihnen fort, viele Meilen weit an den träumenden Büschen vorüber, bis es endlich die Kalkfluth im Schlamm begräbt. Dann wird einmal in späteren Jahrtausenden der Abdruck seiner Nerven im Gestein gefunden. Von uns, die wir eben die Blät ter der Vorwelt im Tuffalk untersucht, ist dann kein Stäubchen mehr übrig und über die aufgesogene Krume unserer Kultur ist vielleicht ein neuer finsterer Wald gewachsen, oder es ist, was wir gelitten und gedacht haben, in eine unsägliche Wüste verweht.— Bei einem alten. verfallenen Eisenhammer wird der Bach verlassen. In wenigen Minuten ist das Bad Seebruch erreicht. Der einfache, noch ziemlich primitive Kurort ist fast nur von ländlichen Badegästen besucht. (Das hat sich wohl inzwischen geändert. Die Redakt.) Nach kurzer Rast wird die Wanderung wieder aufgenommen, sie führt in einem großen Bogen zum Bache zurück. Die Buchenwälder ind von den Hügeln herabgestiegen und nehmen unseren bescheidenen Bach in die ab führt in ihrem Schatten Wenn dieser Wald sich ichtet, liegt Bad Senkelteich vor uns. Ein geräumiges Hotel birgt die Gäste. Es heißt etwas mehr tenue annehmen, denn hier haust schon vornehme Welt. Aber das ganze Anwesen sieht so behaglich daher, die idyllische Umgebung ist so einladend, daß der janze Klub dem von einer Seite ausgesprochenen Wunsche beipflichtet, hier einige Sommerwochen verträumen zu dürfen. In dem hohen Speisesaale werden bereits Vorkehrungen für die Mittagstafel getroffen. Aber ich rathe Dir, vor Tisch noch den Bonstapel zu ersteigen. Deine Wanderung war nur kurz bisher und in einer Stunde kannst „ G i p f e l d e s B e r g e s e r r e i c h e n. D a s treffliche Mahl, welches man Dir zu billigen Preisen nach der Rückkehr serviert, wird dann um so besser munden. Ziemlich steil wendet sich die Straße jenseits den Berg hinan. Wenn sie die erste Höhe erreicht hat, durchschneidet sie einen kleinen Weiler. sinter diesem eröffnet sich eine prächtige Waldlandschaft, mit den herrlichsten An= und Aussichten. Da siehst Du gen Süden die unbeschreibbaren Züge der Berge, die hier oben gan., anders über das vor ihnen gelagerte Hügelbollwerk hervorunten. Im Südosten schauen die Höhenzüge des Teutoburger Waldes herüber. Aber die rechte Aussicht, das Panorama, welches uns das Heraufklimmen reichlich belohnt, das ist im Ost, im Nord und Nordwest. Da liegen tief unten, gerabe vor die waldigen Schluchten der Berge, welche das linke Ujer der Weser von Hameln bis nach Blotho begleiten, dann kommt die weite, blaue Fläche des Flußthales, in der Städte und Dörfer sichtbar sind, dort hinter ihr die Kette des Wesergebirges, die Porta, die Luhdener Klippen, die Paschenburg, der Hohenstein. Diese wieder überragt von den verschwimmenden Linien des Delstergebirges, weiter im Osten der Köterbers und endlich der Brocken. Wi, habe, einen herrlichen Tag; ers ein glückverheißendes Augurium zu unserem weiteren Zuge. Dir aber, lieber Lesek, empfehle ich, zum gastlichen Senkelteich zurück zukehren, denn zu beschwerlich wäre Dit die viele Stunden lange Wanderung, die über Steinbrüntrup. Brümmersiek, Pehlen, Krautheide und durch den Ufler Forst heimwärts führt. (Fortsetzung folgt.) Sonnaber Zwei M der Termit Sonntag, ur Hochstraße der SpVg. Interesse de stadt wachru Beckum kor ersten Mal und die sich serie unter Trainers gei ten Teil der sich die BePlatz geholt geschlagen w Siege gegen Schildesche, Spielvereinig wozu noch e Bielefeld kor Für die Kampf einer sie ihn gewir Aber bei stärke Beckr große Leistut noch nicht Schwarz=Wei füllen werde sterschaftsspie und Sportl mehr einen belle nach ol über jene Me Morc Sportplatz Hochstraf ormittags der Punktele ist. Von dies die Spiel und spiele ohne ir stiegsgefahr d Spiel und D0 Meier H Sackewitz W. Ersatz: Luckon Sackewitz streit eine er aber am S ben wird. Pi Seite mehr ül uflen und die Schneid und uflen nur eir volle Spielzeit Herfor Ergebn Alterskl Wilhelmspl. Mittelschule 2 Mittelschule Sport ist, hat spiel in ersten E 6:0 übe eigenem zuwetzer gelingen Büscher sen, vor Sieg me Heut Hildebro mit kar paai werden. tragen. 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Beckum wird den Ehrgeiz haben. es besser zu machen, als BfB Bielefeld und Teutonia Lippstadt sich auf dem gefürchteten Platz an der Hochstraße gehalten haben. Aber immer noch, wenn es galt, gegen einen starken Gegner anzutreten, haben die Spiel und Sportler die volle Kampfkraft und unermüdliche Zusammenarbeit in allen Gliedern der Mannschaft in die Waagschale geworfen und schon oft gelang das Meisterstück. Zwei Meisterschaftsspiele nur verzeichnet der Terminkalender der Bezirksklasse am Sonntag, und das Herforder Treffen an der Hochstraße zwischen Spiel und Sport und der SpVg. Beckum wird daher das ganze Interesse der Fußballanhänger in der Werrestadt wachrufen. Mit der Spiel=Vereinigung Beckum kommt eine Mannschaft, die zum ersten Mal in der Mindener Gruppe spielt und die sich seit Beginn der Meisterschaftsserie unter der umsichtigen Leitung ihres Trainers gewaltig verbessert hat. Den größten Teil der errungenen Pluspunkte haben sich die Beckumer allerdings auf eigenem Platz geholt. auf dem sie bisher noch nicht geschlagen wurden. Immerhin sprechen ihre Siege gegen Borussia Lippstadt. Union. Sus Schildesche, Brackwede und die Hammer Spielvereinigung eine deutliche Sprache wozu noch ein Unentschieden gegen Arminia Bielefeld kommt. Für die Spiel und Sportler kann dieser Kampf einen Wendepunkt bedeuten. wenn! 4—— sie ihn gewinnen———...! Am Sonntag herrscht in der 2. Kreis Aber hai einam Gaanan uan a.„ sntusse nur mäßiger Spielbetrieb, da urär““ Bechums in use a. P#sa at pi=1sprünglich hier Meisterschaftsspiele nicht vor starne„Zeckumzs vor de. Erfolg eine gesehen waren. Nun sind aber inzwischen #####forderung gesetzt, von der einige Spiele ausgefallen, von denen zunoch nicht gesagt werden kann, ob die nächst die Begegnung Schwarz=Weißen von der Hochstraße sie er= Hunnebrock 1.— Sundern 1 lüllen werden. Die Bedeutung dieses Mei= nachgeholt wird. Bekanntlich fiel das für sterschaftsspieles liegt darin, daß die Spiel den 19. dieses Monats angesetzte Meister ### zwei Gewinnpunkten schaftsspiel wegen der schlechten Platzverhältmehr inen deutlichen Sprung in der Ta= nisse aus. Beide Mannschaften haben nun (at„ Nuchen können, und zwar Gelegenheit, bei hoffentlich günstigerem Wetüber jene Mannschaftsgruppe im Mittelfelde ster zu Punkten zu kommen. In der Tabeile stehen die Vereine ziemlich hintenan. Bei Die Aufgabe der Herforder ist eine große. Handballlport: aber auch für die SpBg Beckum ist die Hochstraße eine Klippe. an der sie leicht stranden kann. Der große Wettstreit dieser beiden Gegner wird dem SuS=Platz an der Hochstraße wieder ein volles Haus bescheren. Handball im BfB Verford Weitere Spiele: SuS Reserve— Friesen Löhne(Punktespiel) SuS 1. Jungmannschaft in Lippinghausen SuS 2. Jungmannschaft—. BfB Herford 1 Jungmannschaft(Hochstr.) SuS 1. Jugend in Sundern Su S 2. Jugend in Sundern SuS 1. Schüler in Lippinahausen SuS 2. Schüler— Oetinghausen 1. Schüler Hochstr. 7 Meisterschaftsspiele der 2. Kreisklasse Morgen 1938 Uhr Hochstrass 8 SuS-Beckum Vormittags Handballspiel SuS- MSV den Sunderanern scheint sich der Leistungs standard immer noch nicht zu heben, denn am letzten Sonntag erlebte man in Eilshau gehen? Wir wollen nicht allzu schwarz sehen, doch sollten die Sunderschen Stürmer im kommenden Kampf alle Register ihres Könnens ziehen, will man nicht mehr und mehr in die Gefahrenzone des Abstiegs hinein. Die Hunnebrocker hatten im letzten spiel mehr Glück, denn es reichte wenigstens noch zu einem Unentschieden, wodurch ein Abstand von zwei Punkten bis zu der Position der sonntäglichen Gäste geschaffen wurde. Die Sunderaner werden sich hier bis zur Schlußminute für einen Sieg einsetzen. Sollte nun endlich das„große Los“ gezogen werden und damit auch gleichzeitig die Pechsträhne reißen? Na, dann würden auch die Hunnebrocker zugleich von sechsten Tabellenplatz verdrängt, da das Torverhältnis beider Mannschaften momentan dieselbe Quote ausweist. In der Sunderschen wird sich eine Umstellung kaum vermeiden lassen, wir hoffen aber, daß die Punkte mit nach Sundern rollen. ** B/B— BfL Mennighüfsen Zum fälligen Verbandsspiel müssen die BfB=Spieler am Sonntag nachmittag nach Mennighüffen. Ob der Gegner auf eigenem Platze den Gästen gefährlich werden kann, bleibt abzuwarten. Da Mennighüffen in der Rückserie an Spielstärke etwas zugenommen hat, so glauben wir kaum, daß sie den Blau=Weißen, die am Sonntag noch nicht mit stärkster Mannschaft antreten, die Punkte abnehmen werden. Im ersten Spiel wurde Mennighüffen hoch geschlagen. BfB— MTV Bünde 2. Das Spiel der 2. Mannschaft gegen Union findet nicht statt, da diese beim Kreisführer um Verlegung des Spieles gebeten hat. Als Ersatz spielt eine Mannschaft von MTB Bünde. Die 2. Mannschaft, welche eine lange Ruhepause durchgemacht hat, kann am Sonntag beweisen, daß das Aussetzen kein Nachteil für sie war. Spielbeginn vormittags 10 Uhr an der Elverdisser Straße. BfB Jugend—MTV Bünde Jugend. Ein weiteres Meisterschaftsspiel steigt auf dem Platz der Ennigloher, wo die Rotweißen aus Kirchlengern sich als Gegner stellen. Diese Begegnung ist im Wege der Vorverlegung zustande gekommen. Hier entscheidet sich für die Gäste, ob sie das Zeug für einen guten Mittelplatz haben, zumal die Platzmannschaft als eine der besten der Gruppe anzusehen ist. Die Mannen aus „unI Enshau=[Kirchlengern haben trotz ihrer letzten Er-.. sen eine arge Enttäuschung. Wie wird es folge immer noch den 8. Tabellenplatz inne. nachmittag auf dem B/8=Platz die ersten a.et, wenn noch als zwei Punkte verloren sie sind mithin noch nicht der Abstiegsgefahr Faiuingsspiele statt. Es werden hiermit entronnen, da nur noch die Mannschaften alle Aktipen gebeten, am Sonntag zu eraus Ahle und Bustedt ihre Nach dem Spiel der 2. Mannschaften am Vormittag steigt das Verbandsspiel der Jüngsten. Falls die Jugend ohne Ersatz antreten wird, sind ihr zwei weitere Punkte sicher. Achtung Damen=Handballer! Bei gutem Wetter finden am Sonntag nachmittag auf dem VfB=Platz die ersten der Punkteleiter, wo noch alles ungeklärt ist. Von dieser höheren Stelle aus könnten die Spiel und Sportler die weiteren Punktespiele ohne irgendeine Hemmung durch Abstiegsgefahr durchführen. Spiel und Sports Mannschaft: Heine R. Heine H. Wulfmeier Meier Heitmann Stukenbröker Sackewitz W. Kirchhoff H. Kirchhoff Schiepek Pörtner Ersatz: Luckow, Klingsiek. „Sackewitz hate im Salusser Bankte. 110 die Hunmebracker dugleich von den streit eine Verletzung davongetragen, die## Emm B 0** er aber am Sonntag wohl überwunden ha- Am 14. Februar: Boxgroßkampf im Schiftenhoflaa! ben wird. Pörtner wird auf der linken Seite mehr überzeugen müssen als in Salzuflen und die ganze Angriffsreihe muß den Schneid und die Sicherheit. die in Salzuflen nur eine Halbzeit währten, auf die volle Spielzeit ausdehnen. Sonst würde die ihre Nachfolger bilden. Gewiß kann und wird sich bis zum Schluß der Meisterschaft noch vieles ändern. doch ist, wenn am Sonntag nicht zumindest ein Unentschieden erzielt wird, die Gefahr noch größer geworden. Die Ennigloher sind auf eigenem Platz besonders kampffreudig daneben werden sie von einem begeisterten Publikum unterstützt. Es liegt für die Blatzmannschaft stark im Bereich der Möglichkeit. daß sie die Oetinghauser in der Tabelle übertrumpfen, doch langt auch diese Position noch nicht dafür, entscheidend in die Kämpfe um die Gruppenmeisterschaft einzuwirken. scheinen. Dem Vfe, welcher als einziger das Damen=Handballspiel in Herford pflegt, können sich— da in nächster Zeit ein weiterer Ausbau der Damen=Abteilung gedacht ist— noch weitere Damen, die Interesse haben, anschließen. Herforder Schulfußball Borring 28 bladbeck gegen D. s.C. herford Der Sieger über BE. Kasenheide Hamburg und Polizei Bochum im Herforder Ring. Am 14. Februar findet eines der größten boxsportlichen Ereignisse statt, die Herford je gesehen hat. Der Herforder Verein hat keine Kosten gescheut, um die zurzeit stärkste Mannschaft Westfalens nach hier zu verpflichten. Nachstehend veröffentlichen wir Iden Mannschaftsrekord der Gäste. Mittelschule— Höhere Handelsschule 2•2 murden 3g gaadae kcmpfen im. Jahr., 1935 wurden 36 gewonnen, nur einer verloren und 2 gingen unentschieden. Gewonnen über: Köln=Brühl Ergebnisse vom 29. 1. 1936. Altersklasse C(Zwischenrunde) Wilhelmsplatz— Falkstraße 4:2 Mittelschule— Oberrealschule 1:3 Altersklasse B Sport der SpVg.„Wittekind“ Enger Während die erste Mannschaft spielfrei 1, hat die Reserve das fällige Verbandsviel in Schweicheln auszutragen. In der ersten Serie wurden die Schweichelner mit 0 überfahren. Morgen werden sie auf genem Platze versuchen, diese Scharte ausSsten. Es sollte ihnen nicht allzu leicht da auch erstmalig seit einem Jahr Züscher 1 mit von der Partie ist. Wir hofsen, von der Reserve endlich wieder einen melden zu können. abend findet im Vereinslokal Lildebrand der diesährige Vereinskommers mit karnevalistischem Einschlag statt. Für . p a a r S t u n d e n s o l l d e r S p o r t v e r g e s s e n Festausschuß wird dafür Sorge ragen, daß keiner sich langweilt und in den Genu kommt, ein paar schöne Stunden zu haben. Freunde und Gönner herzlichst eingeladen. . Köln=Brühl 15:3; BC. Herne 9:7; BC. Dülken 17:3; Werksportverein Hoesch 12:4; Rückkampf BC. Dülken 11:7; BC. Mülheim 11:5; Astoria Beeck 13:5: Märkischer BC. Linden 11:5; Rot=Weiß Buer 13:3; Sportmann Hamborn 12:8; Boxring 23 Essen 11:7 und 13:5: DSC. Herten 10:6; ABC. Emmerich 11:7; BC. Bocholt 8:4; Post Köln 15:1; Polizei Barmen 13:5; BC. Hagen 15:5; BC. Schalke 11:5 und 12:4: BC. Lütgendortmund 11:9 und 8:6; BSC. Herne 14:4; ABC. Emmerich 13:7 und 14•4; Dortmund=Hörde 12:8; BC. Steele 15:3; Faustkämpfer Marl 9:7; Siegfried Lothringen 16•4; Polizei Bochum 16:4; Dortmund=Korne 11:7; Hasenheide Hambura 9:7; BSCH. Solingen 14:6: BC. Köln=Mülheim 11:5; Castrop=Rauxe 14•4: BC. Leu Braunschweig 11:7: BC. Scherlebeck 14:4; D SC. 19 Bochum 13:5; TuS. Helene Altenessen 12:4; BC. Greven 14:4. Unentschieden gegen BC. Schalke; BC. Leu Braunschweig komb. Verloren gegen BC. Sportmann Hamborn komb. Es sieht fast so aus, als hätte Herford hier überhaupt keine Chancen. Man muß aber abwarten, ob die neue Mannschaft, die kürzlich gegen Oeynhausen gewinnen konnte, den Kampfgeist hat, der zu einem Siege auch„ I ahns sin über einen haushoch überlegenen Geanerl a## der Hochstraße, Spielbeginn im Au verbelfen kann.(Zigarrengeschäft Heitmann) ersichtlich. Die Herforder können jetzt auch durch einen zugezogenen Boxer ihre Schwergewichtsklasse wieder ausfüllen. Soldaten der Herforder Garnison, die beim letzten Städtekampf hielten, was sie versprachen, werden die DSCer Boxstaffel verstärken. —wilpo jun.— Auf dem Sportplatz Hochltraße: Spiel und Sport- Militär. sportverein Am Sonntagmorgen steigt an der Hoch straße ein großes Handballtreffen. Die junge aufwärtsstrebende Elf der SuSler trifft auf den bisher in den Verbandsspielen noch nicht geschlagenen hiesigen MSV. Die Schwarz=Weißen sind für diesen Kampf besonders gerüstet, wir glauben jedoch nicht. die Soldaten geschlagen nach der Vlothoer Straße zu schicken, denn dafür ist die körverliche Ueberlegenheit der Soldaten zu groß. In den bisherigen Spielen gewannnen die„roten Teufel“ meist zweistellig. nur der Turngemeinde gelang es, sich mit 7•4 bezw. 9:4 noch recht günstig aus der Affäre zu ziehen. Vor drei Wochen wurde die Turngemeinde an der Hochstraße aber auch 6:4 geschlagen, so daß die Soldaten ausrechnen können, daß sie an der Hoch straße mit stärkstem Geschütz auffahren müs sen, wenn sie keine Ueberraschung erleben wollen. Für jeden Sportanhänger lautet die Parole: Auf zum Handball=Großkampf an der Hochstraße. Spielbeginn im Aushang Fußball-Sport. im FC. Rot=Weiß Kirchlengern Kirchlengern 1.— Bahnhof Bünde 1. Am kommenden Sonntag weilen die RotWeißen in Ennigloh, wo sich obige Mannschaften gegenüberstehen. Ob die RotWeißen auf dem dortigen Gelände gut abschneiden, wird schwer halten, zumal man es mit einem Gegner zu tun hat. der auch sein äußerstes daransetzen wird. Trotzdem wird Kirchlengern versuchen, den Sieg zu erringen. Sport in Lenzinghausen Nachdem die Turner von Lenzinghausen in dieser Serie gute Erfolge erringen konnten, stehen sie am kommenden Sonntag vor der schwersten Aufgabe. Der Gegner ist der BfR Jöllenbeck, der die Tabelle anführt. Die Jöllenbecker haben besonders in ihrem Torwart und in ihrer Hintermannschaft die Hauptstützen. Die Turner von Lenzing= hausen müssen ihre ganze Kraft anwenden. wenn sie gegen die körverlich starken Rasensportler von Jöllenbeck ein achtbares Resul tat erzielen wollen. Die Bürgerschaft des Ortes ist herzlichst eingeladen. Ein jeder möge kommen und die Verbundenheit mit dem Sportverein unter Beweis stellen. Vorher Jugendspiel Lenzinghausen gegen Spenge. Ericoson sprang 71 Meter. Die Jungliga des B/B. Bieleseld S## in Dreyen. Die„Spielvereinigung Rot=Weiß Dreyen“ veranstaltet am morgigen Sonntag ihr Winterfest im Saale des„Hotel Pörtner“ in Enger. Um auch den sportlichen Teil der #cen Teil der Veranstaltung zu seinem Recht kommen zu lassen, hat sich die Vereinsleitung bemüht eine aute Zubhallmennfchef.„.! die Vereinsleilung eine gute Fußballmannschaft nach hier zu bekommen. Dieses dürfte ihr mit der Verpflichtung der Jungliga des VfB. Bielefeld gelungen sein. Als Gegner dieser Elf wird sich die 1. Mannschaft des Platzvereins bemühen, ehrenvell zu bestehen. Allen Fußballfreunden dürfte jedenfalls ein interessantes Spiel geboten werden. Anschließend nimmt dann der gesellschaftliche Teil der Veranstaltung mit einem Festball seinen Anfang. Herringhausen 1.— Löhne(Reserve) Zum letzten fälligen M.=Spiel empfangen die Hecringhauser die Reserve=Mannschaft von Löhne=Obernbeck. Im ersten Treffen in Löhne blieben die Herringhauser mit 1:0 knapper Sieger. Wenn die Herringhauser mit denselben Leistungen wie im letzten Spiel gegen Union aufwarten, müßte auf eigenem Platze eine Wiederholung des Sie ges in Frage kommen. Doch darf der Gegner nicht unterschätzt werden, denn die Löhner verstehen zu kämpfen. Dr. Schlösser Ministerialrat Vor dem Spiel hat die 1. Jugend gegen die gleiche Jugend von Dreyen das Pflichtspiel auszutragen. Die Handballjugend empfängt die Jugend aus Besenkamp zum fälligen Punktekampf. Beim Skispringen der Olympia=Teilnehmer auf der Kochelberg=Schanze bei Garmisch=Parten= urchen erzielte der Schwede Sven Ericsson mit 71 Meter einen neuen Schanzenrekord, womit er den bisherigen Rekord des Norwegers Birger Rund, der nicht teilnahm, verbesserte. (Scherl=Bilderdienst=M.) Ein Zubiläum deutschen Erfindergeistes R 16 136 Start zur 3. Vorrunde Der Führer und Reichskanzler ernannte am 30. Januar den Präsidenten der Reichstheaterkammer, Regierungsrat Dr. Rainer Schlösser, zum Ministerialrat. Ferner sprach der Führer im Propagandaministerium noch zwei weitere Ernennungen aus.(Scherl=Bilderdienst=M.) 5 Kämpfe um den Vereinspokal Am Sonntag werden die Spiele um den Vereinspokal des Reichssportführers im Kreise Minden fortgesetzt, um die Teilnehmer für die erste Zwischenrunde. in die die Vereine der Bezirksklasse eingreifen, zu Aus der Vielzahl der Mannschaften haben sich sieben Vereine herausgeschält, die nun die dritte Vorrunde bestreiten. Nur drei Mannschaften haben da Möglichkeiten, mit einem Vertreter der Bezirksklasse die Klinge zu kreuzen. Die Paarungen lauten für Sonntag: An alle Betriebsführer und Handwerksmeister! An alle Betriebsführer und Handwerksmeister ergeht die Bitte, alle Wettkampfteilnehmer und=teilnehmerinnen an den Wettkampftagen zu beurlauben. Entstehenden Lohnausfall bitten wir zu vergüten. Heil Hitler! Nordmeier, Kreiswalter der DAß. zeugur 1935, das der deutscher der unern Bauern un die Idee de Arbeit diese Auf allen baues, der V der Rohstoff Fortschritte deckung aus Aber noch i gültige Ziel, kes, völlig er Bilder: Bloloalsc anstalt für Lan ForstwirtschaftA Minden 05— SB Löhne Rödinghausen— Oetinghausen Alswede— Wehdem Das Großkraftwerk Golpa=Zschornewitz Wit Vor dem Termin der Zwischenrunde— dem 1. März 1936— hat noch der Sieger aus dem Spiel Alwede— Wehdem gegen den Oppendorfer Sportverein anzutreten. Der Sieger aus diesem Kampf— der am 9. Februar steigt— wird dann zur weiteren Teilnahme gemeldet. Aus dem sonntäglichen Programm entnehmen wir, daß alle Klassen des Kreises beteiligt sind. Zweifellos haben die beiden Vertreter aus der 1. Kreisklasse die größten Aussichten auf Gewinn, doch kann auch einer niedrigen Klassen=Mannschaft das Glück win ken. auf eigenem Platze gegen die Bezirks klasse zu spielen. Die Spielvereinler aus Minden treffen nur auf eine Mannschaft, die stark und nicht ohne Berechtigung zur obersten Stufe in der Tabelle strebt. Außerordentliches haben letzthin die Löhner geleistet. Nun ist die Mannschaft durch Neuerwerbung eines „Sturmtalentes“ neu aufgefrischt. Gewiß stellen die Mindener auf eigenem Platz einen ernsthaften Gegner. Doch vermuten wir in der Gästemannschaft die besseren Torschützen Beide Mannschaften werden sich nichts schenken, zumal ohnehin das Bestreben nach der Bezirksklasse hinzugeht. Sollte es nun den Löhnern gelingen„in Minden zu trium phieren? Volpai Ischornewin im Raume zwischen Dessau, Bitterfeld und Wittenverg kann in den nächsten Tagen auf ein 20jähriges Bestehen zurückblicken. Es ist also mitten im Kriege erbaut und sollte ursprünglich den Kraftstrom für das Piesteritzer Stickstoffwerk liefern. Das gigantische Werk, das in wenigen Monaten entstand, ist heute ein Mittelpunkt der Stromversorgung nicht nur Mitteldeutschlands, sondern auch Berlins, wohin es den Strom für die Stadtbahn liefert. Unser Bild zeigt das Großkraftwerk Golpa=Zschornewitz.(Scherl=Bilderdienst=M.) Rödinghausen stellen sich die FCer aus Oetinghausen vor, die die zweite Vorrunde mit einem glänzenden Endspurt eredigten. In dieser Vorrunde haben sie jedoch einen Gegner, der ihnen, zumal au eigenem Platz, den Erfolg aufgrund seiner überragenden Leistungen streitig macht. Die Rödinghauser Elf ist stark im Kommen, was de günstige Tabellenstand beweist. Gleichzeitig kann hier festgestellt werden, welch eine Differenz im Leistungsvermögen beider Gruppen der 2. Kreisklasse besteht Da auch die Oetinghauser in der Bünder Gruppe an führender Stelle stehen. Noch am letzten Sonntag konnten sie einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg an die Fahnen heften. Wir wünschen darum dieser Mannschaft, daß sie bei den stark favorisierten Rödinghausern mit einer achtbaren Leistung aufwarten. Die Hauptstützen der Rödinghauser. Mannschaft stehen im Sturm. Hier wurde dafür gesorgt, daß teils durch Neuerwerbungen eine Fünferreihe steht, die „vor einer stärnsten Hintermannschaft kein Halt macht. Die Torziffern in der Ta#eisen so rech, mit welchem Schneid die Rödinghauser zu Werke gehen. Hinzukommt der Vorteil des eigenen Platzes, der sich sia., auswirken hann. Die Gästemannschan sieht in diesem Kampf die Lösung einer schweren Aufgabe. Man wird sich alle Mühe geben, um in die Zwischenrunde zu kommen, wo ihnen dann eine Bezirksklassenmannschaft Gelegenheit gibt, die Farben des FE würdig zu vertreten — Im Kreise Lübbecke treffen sich die Varische# von Alswebe und Wehdem. Hier läßt sich der Sieger nur schwer voraussagen. Elektrogemeinschaft beim EmR schafft strbeit Der Erfolg des vor einem Jahr von uns veröffentlichten Arbeitsbeschaffungsvorha bens der Elektrogemeinschaft beim E MR war ein über Erwarten guter. Wie wir erfahren, konnte vom 2. 1. bis 30. 6. 1935 für über 100000 RM. zusätzliche Arbeit für die Elektroindustrie und das Installateur=Hand werk geschaffen werden. Zahlreichen Strombeziehern konnten zurückgestellte Wünsche auf ausgiebige Verwendung der Elektrizität erfüllt werden. Auch im Jahre 1938 können die Stromabnehmer bei Wahrung ihres eigenen Vorteils ant dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit erfolgreich teilnehmen. Wir geben nachstehend den ersten Ab## des Arbeitsbeschaffungsvoryabens be Das Arbeitsbeschaffungsvorhaben der Elektrogemeinschaft ir. d.s, Sepergung gebiet des EMR in der Arbeitsschlacht 1936 erstreckt sich auf das 936. um eine laufende, mog lichst gleichbleibende, zusätzliche Auftragserteilung an Industrie, Handel und Gewerbe zu ermöglichen, und ist deshalb in mehe„Abschnitte unterteilt, wodurch die gründliche und zeitgerechte Bearbeitung aller Anträge sichergestellt wird. Für die Zeit bis 31. März 1936 gelten nachstehende Bestimmungen des ersten Zeit abbschnittes. . 2. a) Häuser, die vor dem 1. Juli 1935 ertiggestellt waren und noch nicht mit elektrischer Inneninstallation versehen sind werden bevorzugt behandelt. Der verlorene Baukostenzuschuß für den Hausanschluß vird vom EMR von 75 auf 40% herabgesetzt. Inbetriebsetzungsgebühren für die Installation werden vom EMR nicht erho ben. .1. b) Neue, vollektrische Haushaltungen haben gleichfalls Anspruch auf bevorzugte Behandlung. Die Vergünstigungen werden von Fall zu Fall festgelegt. Im günstigsten Falle, können der Baukostenzuschuß sowie die Inbetriebsetzungsgebühren und Zähleranbringungskosten erlassen werden. Vollelektrisch ist ein Haushalt, in dem für Küchenzwecke nur ein elektrischer Herd zur Verfügung steht und das für Küchen= und Badezwecke benötigte warme Wasser. soweit es nicht„durch die Zentralheizungsanlage erzeugt, über elektrische Heißwasserspeicher entnommen wird. 1. e) Neue Kraftabnehmer, die ihre bisherige Energiequelle aufgeben und durch elektrischen Antrieb erseten, zahlen an das EMR weder Motorauschluß= noch Inbetriebsetzungsgebühren und Zähleranbringungskosten. Die Ergänzung des Hausanschlusses 9P. atg oder 4 Leiter=Anschlußz bis zu 32 Meter Länge wird vom EMR. kostenlos vorge ommen, darüber hinaus und bei Neuanschlüssen wird der verlorene Baukostenzuschuß vom EMR von 75 auf 40% herabgesetzt. Die Installateurmitglieder gewähren auf die normalen Kosten der Installation und des Motors 100 Nachlaß. #.. d) Um die Beschaffung von RundfunkVolksempfangern zu erleichtern, finanziert die übe, ein Elektrogemeinschafts. WietP d,#shgzisten..„ Retzanschlußgeräte ###t in 18 Monatsraten zu den zwischen der WEV und der Reichsfunkkammer vereinbarten Einheitsbedingungen, die bei jede. Elektro=Gemeinschafts-Mitglied zur Einsichtnahme ausliegen. Alle Anträge sind seitens der Stromabnehmer auf vorgeschriebenem Formularblatt Durch Normittlung eler. Omi Das Ergebnis der zweiten Winterhilfs. Veranstaltung des Deutschlandsenders. Der Erfolg des ersten Abends weit übertroffen. DRB Berlin. 31. Jan. Das zweite Wunschionzert, das der Deutschlandsender zu Gunder Winterhilfe veranstaltete, ergab einchließlich der von den mitwirkenden KünstWinterhilfsaktion des Deutschlandsenders, die bekanntlich fortgesetzt wird, da wegen der ungeahnt starken Beteiligung der Hörerschaft noch lange nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten, bisher rund 18000 RM eingebracht, eine Summe, die sich zum überwiegenden Teil aus kleinsten Spenden, angefangen bei der Zwölfpfennigbriefmarke, zusammen setzt. Der Deutschlandsender bittet seine Hörer nochmals, bis auf weiteres von der Uebermittlung weiterer Wünsche Abstand zu nehmen, da zunächst einmal die noch vorliegenden Wünsche berücksichtigt werden müssen. Im Rahmen der zweiten Veranstaltung kamen übrigens 77 Stücke zur Sendung, und es wurden insgesamt 958 Namen der jeweiligen Spender durchgegeben. Zu dem Janu gungsschlacht Eine in Deutse toffelkrankheit der Knollen rungen. Anfä später werden vorgerufen wir der durch den und den Boder Kartoffelkrebses Ernteverluste Verschleppung maßnahme geg krei unend! Jahren schaft gilt es Kleina schaftsg durch Vermittlung eines Mitgliedes der Elektrogem. tschaft bei der Werbeabteilung des EMR einzureichen. Der Antragsteller erhält inerhalb 14 Tagen schriftlichen Bescheid, der auch die Angabe der Vergünstigungen enthält. Die in 14 Tagen nicht eredigten Anträge gelten als abgelehnt. Anträge nach 1. a) und 1. d) werden nur bis zum 29. Februar 1936, solche nach 1. b) und 1. c) bis 31. März entgegengenommen Die Arbeiten müssen zu dem im Genehmigungsschreiben angegebenen Zeitpunkt ausgeführt sein. der de Ueber! freihei Richtu werder men,? werder Zweig Erfolg den ka der Hausfrau Auf dem hiesigen Wochenmarkt wurden olgende Preise(in Pfennigen) gezahlt: Rindfleisch ab 75. Schweinefleisch ab 80 Hammelfleisch ab 75, Leber 60—100, Eisbein 65—75. Kleinfleisch 20—25, Sülze 40—100 Suppenknochen 25—85, Nieren 70—80, Flomen 80.—90„Schmalz 90—100, Talg 50, Nie50, Bratwurst 100, Dauerwurst 140 Wari- Se, S onstige frische Wurst 60—120, Schinkenspeck 100—130 Speck zum Auslassen 100. Schinken 140 bie 100, Molkereibutter 160, Apfel 10—85, Bananen 30, Tomaten 40, Höhere Leistun 19., 15. Weintgauben 60, Stechrüben 5, Rote gen 30, Zitronen 4—8. Apfelsinen 6—10 .10, Ghieort 5a, Fxösgensalet Preise, die der Führer stit##tett. Der Führer und Reichskanzler hat fi ür die Deutsh“ land=Schau der Kaninchen Leipzicg 1936 eine“ Preis gestiftet(Bild oben), dessenu Ausführung von Professor Lettré stammt. Fernger stistete“ einen von demselben Künstler geschangfesten preis für die Reichosieger=Ausstell=ung, für Die Hunde aller Rassen in Köln 1 1935. (Deutsche=Presse=Photo=Zentral sterialrat zler ernannte am der Reichstheaterainer Schlösser, zum ch der Führer im zwei weitere Erzilderdienst=M.) hrer ister! und Handwerkse Wettkampfteilen an den Wettn. Entstehenden vergüten. 11 Hitler! walter der DAF. n Winterhilfs. inds weit übers zweite Wunschdsender zu Gunaltete, ergab einsirkenden KünstHonorare einen Somit hat die utschlandsenders, wird, da wegen gung der HörerWünsche erfüllt und 18000 RM e sich zum übern Spenden, annnigbriefmarke, andsender bittet uf weiteres von Pünsche Abstand al die noch vorsichtigt werden eiten Veranstalstücke zur Senamt 958 Namen gegeben. Der zweite Teil der Erzeugungsschlac Vermehrung der Er= maßigster Form zu beseitigen. Nicht mehr zeugung auf Teilgebieten hersen: Jesha) a.ber sche Kuh lel vich 2410. 1935, das erste Jahr der Erzeugungsschlacht der deutschen Landwirtschaft ist vorbei Dank der unermüdlichen Schaffenskraft des Bauern und seines selbstlosen Einsatzes für die Idee des Reichsnährstandes war die Arbeit dieses Jahres von Erfolg gekrönt. Auf allen Gebieten, auf denen des Ackerbaues, der Viehhaltung, der Futterwirtschaft der Rohstoffversorgung kor beträchtliche Verichritne in Richtung e ue Bedarsz, eigenem Boden gemacht werden. Aber noch ist man weit entfernt, das endgültige Ziel, die Nahrungsfreiheit des Volkes. vollig erreicht zu haben. Es wird noch für die deutsche Volkswirtschaft! Diese zu verhindern und das Erhaltene der deutschen „enuhrung dienstbar zu machen, ist Aufgabe dieses Kampfabschnittes sondern 2800 Liter Milch im Jahr liesern, s;#nhn sog nicht 90, fonvern 120 Zahlen beweisen schon, nichts Unmögliches verlangt wird, son„u, er dem großen Durchschnitt lie„.“# tungen sollen nur dem aulgemeiFrühjahrsarbeiten Und als Ligtes und Wichtiges die Frühten! Sie so durchzuführen, daß sie die Grundlage für Höchsternten bilden können, ist Aufgabe des letzten Abschnittes schritten zu werden fand... Erzeugungsschlacht 1936 Sese gliest, in.8r Pris 2etlsc.de Lerelten Bisernoahetsenten, Hor alen eine Bilder: Blologische Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft M dem Januarprogramm der deutschen Crzeugungsschlacht 1935/36:„Schädlingsbekämpfung". Eine in Deutschland bereits weit verbreitete Kartoffelkrankheit ist der Kartoffelkrebs. An den Augen der Knollen bilden sich korallenförmige Wucherungen. Anfänglich sind sie hellbraun und fest, später werden sie dunkelbraun und zerfallen. Hervorgerufen wird die Krankheit durch einen Pilz, de durch den Zerfall der Mißbildungen frei wird ##d gen, Bode, verseucht. Die Bekämpfung des Erntenerfuse.... Verhinderung der Rerichlenputne einer Verschleppung des Krebses erstrecken Die Hauptmaßnahme gegen Ernteausfälle ist der Anbau krebsfester Kartoffelsorten. gnendlicher„Mühe und einer Reihe von Jahren bedürfen, bis die deutsche Landwirtschaft melden kann: Es ist geschafft! Vorerst 6½, er. Jah fur Jahr in unermüdlicher Kleinarbeit Neuland auf diesem Wirttsgebiet zu gewinnen. A. hrend i# Jahre 1935 versucht wurde, der deutschen Landwirtschaft einen großen üb die Wege zur freiheit zu geben, indem man nach allen ###rungeg gleichmaßig vorzustoßen begann, #rden, 1936 nur Teilgebiete herausgenomdie ber umjo eingehender bearbeitet en. Und zwar sind es besonders die Zweige der Landwirtschaft, auf denen ein Erfolg verhältnismäßig schnell erzielt werden kann, bzw. erzielt werden muß. Höhere Leistungen durch wirtschaftseigenes Futter wichtigste Zweig der Landwirtschaft, auf dem 1936 eine Vermehrung der Erzeugung a zestreht werden muß, in die Viehwirtschaft: höhere Leistungen durch wirtschaftseigenes Futter ist in kurzen Worten Leitgedante. Das bedeutei zweierlei: „umgl die Schaffung genügender Mengen „aftseigenen Futters und zwar nicht oviel, baß die bisher aus dem Ausengeführten Mengen ersetzt werden onnen, sondern darüber hinaus noch Bereitstellung zusätzlicher Futtermengen, die eben er####ten Leistungen hervorbringen solUnd zum anderen: Bessere Ausnutzung ####erwertung dieser Futters, um auch em Wege eine Leistungssteigerung zu reichen. Dabei ist nicht nur an das Futzu de ken, sondern auch an die Tiere . Hal ung und Pflege, Fütterung nach Leistung und strengste Zuchtwahl sind einige # Wege, die beschritten werden müssen ## wie wichtig gerade diese Maßnahmen werden, zeigt die Tatsache der wnsweisen Einführungsmöglichkeit der Rilchkontrolle, die ja letzten Endes nur dazu dient. alle die Fehler aufzuzeigen, die im lehstalle gemacht wurden und sie in zweckwährten Methoden sich überall einbürgern. Gesunde Tiere können wir aber von nieren Tieren nur dann verlangen, wenn gesund sind. Deshalb heißt die geit: Foroerung, der Erzeugungsschlacht 1936: Gesunde Tiere. Gerade auf diesem Ge# es aver bekanntlich noch vielkach recht, traurig aus Ungezähltes Jungp#., geht jährlich an den verschiedensten ###cankheiten zugrunde Hunderte llionen Mark gehen durch die Tuberkulose, durch das seuchenhafte Verkalben durch den Gelben Galt und andere Krankheiten im Kuhstall verloren Ferkelgrippe, Rotlauf, Schweinepest und andere Seuchen richten. u. geneu en.„chaden im Schweine. Essamte Stein. Pferde, Schafe und das Kleinvieh werden durch die verschiedensten Krankheiten und Seuchen bedrabt.„I, diese Verluste müssen so weit wie möglich vermieden werden, vor allem un aufzucht, zweckmäßige HalSchädlingsbekämpfung und Vorratsschutz „ob nso notwendig ist es. die Schmarotzer und Schädlinge zu bekämpfen, die unsere Pflanzen und Vorräte dauernd bedrohen und angreifen. Deshalb stärkere SchädlingsFung und Vorratsschutz. Schon auf dem Felde versuchen Insekten, Pilze und Bakterien die wachsenden Pflanzen zu befallen und zu vernichten. Erinnert sei hier gefährlichen Kartoffelfeinde, den Kartoffelkrebs, die Kartoffelfäule, an die Fußkrankheiten, den Rost und Brand des Getreides, an die verschiedenen Fäulen der Hackfrüchte und an die Käser, die Rüben, Raps und Rübsen befallen. Legion ist ihre Zahl und Millionenwerte werden durch jede einzelne Art vernichtet. Aber selbst, wenn die Früchte schon geerntet sind, droht ihnen noch Gefahr. Ratten und Mäuse greifen Getreide und Vorräte an, der Korn= und andere Getreidekäfer machen sich in ungeheurem Maße breit, Motten zerfressen Gewebe, Bakterien dringen in die Rüben= und Kartoffelmieten ein und bringen die Hackfrüchte zur Fäule. Ueberall ein Angriff der Kleinlebewesen auf die Erzeugnisse der fleißigen Bauernhände und überall Verluste □ Eine Krankheit, die den Hafer anfällt, und die große Werte ver nichten kann, ist der Brand des Hafers. Undere Abbildung zeigt I den völligen Befall einer Haferrispe durch Flugbrand, L. ei teilweisen Befall. 3. bis 6 die S: ren des Haferflugbrandes den einzelnen Entwicklungsstadten(1000fach vergrößert). Krankheit zeigt sich schon beim Schossen des Hasers. Die Aehrchen sind nicht gran und länglich, sondern braun und tugelig Nach dem Herausschießen der brandigen Riwven beginnt braunes Pulver ustäuben. Bei der Ernte sind meist nur noch die leeren Rispenauszu auszuständen. Gei der Ernie nno meist nur noch die leeren Rispenäste vorhanden. Zu den Hauptbekämpfungsmitteln des Haserflugbrandes gehören das Tauchbeiz=, Benetzungs=, Kurznaßbeiz= und das Trockenbeizverfahren. Senlenwahrheiten. Vor allem eine Bearbeitung, die eine gute Ausnutzung des Bodenwassers gewährleistet Welche Folgen Wassermangel haben kann, zeigten die beiden letzten Jahre Dann nur bestes Saatceichliche Düngung, gute Saatenpflege Besonders aber den Futterpflanzenanbau fördern(Luzerne), Flachs und Hanf nicht vergessen, auch Wiesen und Weiden pflegen und düngen! Und bei jeder Arbeit #4n denke.: Wie ist es moglich, mehr aus dem Boden herauszuholen, nicht allein im Interesse, sondern vor allem im Hinblick auf die Ernährung des deutschen Volkes. Dr. K S. Behandlung des Ackers sichert reichen Ertrag Je schwerlöslicher ein Düngemittel ist umio größer sind die Gefahren einer verpäteten Wirkung Gerade die beiden Trocken= jahre 1934 und 1935 haben unserer Landwirtschaft viele Lehren gegeben. Manch wertvoller Dünger konnte sich infolge zu geringer Löslichkeit nicht zum Nutzen der Pflanzen auswirken Die Frühjahrsdüngung soll daher so zeitig wie möglich vorgenommen werden Zunächst gilt es, den Herbstsaaten, die bei der Bestellung noch keine Düngergabe erhalten haben, diese nachträglich zu verabfolgen. Dabei darf kein Nährstoff fehlen Kali, Phosphorsäure und Stickstoff müssen den Ansprüchen und dem Kulturzustand des Bodens entsprechend ausgestreut werden Vielfach wurde die Kali=Phosphatgabe schon im Herbst mitgegeben. In diesen Fällen kommt nur eine Stickstoff=Kopfdüngung in Frage Wer aber Kali und Phosphorsäure jetzt noch geben muß, dem ist zu raten, die Phosphorsäure in wasserlöslicher Form, wie sie uns im Superphosphat zur Verfügung steht, zu geben, damit auch bei geringen Niederschlägen noch eine gute Wirkung erreicht wird Die wasserlösliche Phosphorsäure des Superphosphats steht den jungen Pflanzen sofort zur Verfügung und kann die gerade zu Beginn des Frühjahrswachstums besonders hohen Nährstoffansprüche von Anfang an voll befriedigen Wer alle Nährstoffe in einem Arbeitsgang geben will, wendet zweckmäßig den Volldünger Am=Sup=Ka 8+ 8+8 an, der ebenfalls alle Nährstoffe in wasserlöslicher Form enthält Bei der Düngung des Sommergetreides dürfen wir nicht vergessen, daß dessen Wachstumszeit sehr kurz ist In wenigen Wochen müssen kräftige Pflanzen ausgebildet werden, die hernach hohe Erträge bringen sollen Dies ist nur möglich, wenn die Getreidepflanzen vom Tage des Keimens an alle für ihr Wachstum notwendigen Nährstoffe in gelöster Form vorfinden. Auch in diesem Falle ist daher der Anwendung des Superphosphates neben den entsprechenden Gaben von Kali und Stickstoff das Wort zu reden Besonderer Nachdruck muß darauf gelegt werden. d. h also, daß einseitige Düngung vermieden wird Die Düngemittel müssen ihrem Nährstoffgehalt entsprechend im richtigen Verhältnis ausgestreut werden. Wenn wir aus Bodenuntersuchungen und Berichten landwirtschaftlicher Versuchsstationen immer wieder ersehen, daß noch annähernd 70% aller deutschen Böden phosvhorskurearm sind, so haben wir eine Erklärung für die häufigen Klagen über zu leichte Getreidekörner, die nicht den Anprüchen der Müller genügen. Die Phosphoraure hat die besondere Aufgabe, die Qualitat des Getreides sowie die gute Backfähigkeit der daraus gewonnenen Mehle zu steigern Wir werden daher der Versorgung unserer Böden mit Phosphorsäuredüngemitteln viel größere Aufmerksamkeit zuwenden müssen als bisher Von den verschiedenen Phosphorsäuredüngemitteln, die der Landwirtschaft zur Verfügung stehen, bietet die Anwendung des Superphosphates wegen seiner Leichtlöslichkeit, sowohl bei den Frühjahrssaaten, als auch bei den im Herbst ohne Kali=Phosphat= gabe verbliebenen Wintersaaten, selbst bei geringen Niederschlägen die Gewähr, daß die Pflanzen ihren Phosphorsäurebedarf decken können. Dr. W. Meimberg Vollelektrische Dörfer Der Wirtschaftsaufschwung und die Anforderungen der Erzeugungsschlacht haben den Elektrizitätsbedarf auch auf dem Lande wieder anwachsen lassen Wenn wir die landwirtschaftliche Stromversorgung des Deutschen Reiches mit der anderer Länder vergleichen, so können wir einige wichtige Unterschiede feststellen. Die deutschen ländKX57 Die verbreitetste Krankheit unseres Kernobstes ist der Schorf An den befallenen Früchten zeigen sich rundliche braunschwarze Flecken Bei sehr starkem Befall entstehen wogai Risse Die Früchte bleiben klein und krüppelig Auch die Blatter und Zweige zeigen Krankheitserscheinungen Die beste Bekämpfung geschtehr durch Vorbeugen Bei schon befallenen Bäumen sind chemische Mitte', wie Kupfer= und Schwefelkalkbrühe am wirksamsten Rat und Auskünfte aus dem Gebiete der Schädlingsbekämpfung erteilen sämtliche Stellen des Reichsnährstandes. lichen Gebiete sind mit Stromversorgungsnetzen höher durchsetzt als die Mehrzahl der anderen wirtschaftlich hoch entwickelten Länder Nach einer Erhebung sind in Deutschland bereits vor Jahren vier Fünftel aller landwirtschaftlichen Betriebe mit Elektrizität versorgt worden Der Stromverbrauch des einzelnen landwirtschaftlichen Betriebes ist dagegen bisher verhältnismäßig klein geblieben Nach der Erhebung des Statistischen Reichsamts wurden 1933 in Deutschland zu landwirtschaftlichen Zwecken 443 Millionen Kilowattstunden verbraucht Das waren 1,9 Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauchs. Die ländliche Stromversorgung von 1929 bis 1934 stellt sich in Zahlen folgendermaßen dar: Stromabgabe je ländlichen Kleinabnehner in k un 2.39 210 222 217 220 228 einen n Die Werecmersfer. 1900 Wieder etwas zugenommen 1934 ist der Tiefstand des Jahres 1932 um rund 5 Prozent überschritten. Im Jahre 1935 hat sich der Verbrauchsanstieg ebenfalls verstärkt fortgesetzt Trotz dieses Anwachsens des ländlichen Stromverbrauchs ist die Stromabgabe an den Einzelnen im Durchschnitt noch so gering, daß eine recht erhehliche Zahl der ländlichen Kleinverbraucher auch heute noch mehr Kosten verursacht als ste einbringt Es kommt also darauf an, beim einzelnen Abnehmer einen höheren Verbrauch zu erzielen. Nach den Versuchen mit vollelektrischen Dörfern, die gezeigt haben, daß eine böhere Elektrizitätsverwendung auch bei den bestehenden Stromtarifen wirtschaftlich ist, kann man die Hoffnung haben, daß der ländliche Stromverbrauch bald den Stand erreicht, der volkswirtschaftlich rentabel ist. Touns Lenis Ami Rödinghaulen Amt Herford-Hiddenhaulen Hebetermine der Amtskasse Zur Hebung der fälligen Steuern für das vierte Jahresquartal hat die Amts kasse des Amtes Herford=Hiddenhausen fol gende Hebetermine für die zum Amtsbezirk gehörenden Gemeinden angesetzt: In Stedefreund Wirtschaft Oertmann am 3. Februar, 9 bis 12 Uhr; Hollinde, Wirtschaft Höner am 3. Fe bruar, 14 bis 16 Uhr; Laar, Wirtschaft Käm permonn am 4. Februar, 9 bis 11 Uhr Eickum, Wirtschaft Heidlindemann am 4. Febr 12 bis 15 Uhr; Elverdissen, Wirtschaft Ehrler am 5 Februar 9 bis 13 Uhr; Falkendiek, Wirtschaft Stille am 6. Februar 9 bis 11 Uhr: Diebrock, Wirtschaft Kiel am 6. Februar 14 bis 16 Uhr; Schwarzenmoor. Wirtschaft Hüffmann am 10. Februar 9 bis 11 Uhr; Schwarzenmoor, Wirtschaft Vinke 13 bis 15 Uhr und in Eilshausen in der Wirtschaft Bringewatt am 11 Februar von 9 bis 13.30 Uhr. Zur Hebung gelangen die Staats= und Gemeindesteuern, Kirchensteuer, Bürgersteuer und sonstige Abgaben. In der Gemeinde Eickum wird außerdem der Umlegungsbeitrag erhoben. Eilshausen=Brandhorst. Gutes Zuchtergebnis. Einem hiesigen Landwirt warf eine Sau 20 Ferkel, von denen noch 13 Stück am Leben sind. Aus diesem Grunde wollen wir auch unseren Lesern dieses gute Zucht ergebnis nicht vorenthalten. in= und außerhalb Hiddenhausens gilt am Sonntag die Parole:„Auf zum Vereinswettkampf, helft mir am großen Werk des Führers!" Die Eintrittspreise sind so niedrig gehalten, daß es jedem möglich ist, diese Veranstaltung zu besuchen. Da es unserer HI schon seit Jahren an einem geeigneten Heim fehlte, wurde der hiesige Bürgermeister auf der letzten Tagung der Gemeinderäte beauftragt, auf Kosten der Gemeinde einen geeigneten Raum zu pachten. Bisher fanden die Heimabende der HI in der Schule statt, deren Raume aver den Ansprüchen nicht gewachsen sind. Mit Einsatz des Bürgermeisters Wellmann ist es nun gelungen, daß der HI ein Raum bei dem hiesigen Einwohner Helle zur Verfügung gestellt werden konnte. Hiermit ist ein langgehegter Wunsch der HI in Erfüllung gegangen. Bieren. Hilfe am Grabe. Der Leiter Werkmeister Möntmann eröffnete die Jahreshauptversammlung der Unterstützungskasse in der hiesigen Schule. Eine geldliche Beihilfe wurde bei fün Sterbefällen gewährt. Von 535 Mitgliedern sind 380 beitragspflichtig. Sechs Ortskassierer werden beschäftig: E. Oberschmidt K. Hoffmeister, H Oesterreich, H. Maschmann, H. Schulte, H. Auf demgarten. gestohlen. Nachdem man vor einigen Wochen Diebesnest ausheben konnte, scheint nun das Uebel wieder auszubrechen. Hoffentlich gelingt= bald, der Täter habhaft zu werden. bis auf den I gen dies her Amt Kirchlengern Sundern. C. Diebe am Werk. In einer der letzten Nächte ist bei einem hiesigen Einwohner ein Fleischdiebstahl verubt worden. Den Dieben fielen drei Schinken und zwei Seiten Speck in die Hände. Die örtliche Gendarmerie hat die Ermittlungen ofort ausgenommen. Sladt Bünde Kirchlengern. (s) Luftschutzschulung. Am Dienstag begann die Luftschutzschulung, die blockweise fortgesetzt werden soll. Als Schulungsabend ist der Dienstag vorgesehen. Bei der ersten diesbezügl. Veranstaltung sprach der Reviergruppenführer Niedergassel an Hand eines Filmstreifens über die Luftgefahr und den zivilen Luftschutz. Anschließend verbreitete sich der Führer des Sanitätstrupps, Feldkötter, über die Funktion der Lunge und über die Wirkung der Giftgase. Eickum. Schmetterlinge fliegen. Die Sonne hatte sie hervorgezaubert, die fünf Schmetterlinge, es waren Faunaugen, die da um unseren Redaktionstisch flogen. In Eickum auf dem Hofe oroimer hatte man sie eingefangen; das waren die ersten Frühlingsboten des Jahres 1936. Hiddenhausen. Großes Vereinswetturnen des Turnvereins „Eintracht“, Hiddenhausen für das Winterhilfswerk. Am Sonntag, dem 2. Februar 1936, veranstaltet der Turnverein„Eintracht“ unter Mitwirkung der ersten Riegen der Turnvereine Kirchlengern und Bischofshagen im Saale des Gastwirts Gustav Meyer ein großes Vereinswetturnen zu Gunsten der Winterhilfe. Man kann bestimmt mit einem spannenden Kampf rechnen. Beginn 5 Uhr. Für jeden Volksgenossen Die Gedenkstunde der nationalen Erhebung. Im schön mit Fahnen und Girlanden geschmückten Saal des Stadtgartens and ein schlichter Gemeinschaftsempfang statt, zu dem die Organisationen der Bewegung erschienen waren. Die Versammelten hörten die Rede des Führers und die Ansprache an die alten Kämpfer in der SA.— Abschließend verlas Ortsgruppenleiter gruber ein Gedicht, das dem 30. Januar gewidmet ist. Das Treuebekenntnis sowie der Gesang der Nationalhymnen beschloß den Abend.— In Hunnebrock veranstaltete der Stützpunkt im Saal der Wir aft Meyer eine Feierstunde, zu der sich zahr che Volksgenossen eingefunden hatten. Stützpunktleiter Gustav Höpfner eröffnete dieselbe. Ein gemeinsam gesungenes Kampflied sowie ein Vorspruch von Pg. Heilmann„Dem Führer" leitete über zu der Bedenkrede, die #u. Gunheider(Herford) als Kreisschulungsleiter hielt. Der zweite Teil der Kundgebung war durch Musikstücke und gemeinsame Lieder. ferner durch Gedichtvorträge reich ausgeschmückt. Das Schlußwort sprach der Stützpunktleiter. Stift Quernheim. Preisschießen. Zum Besten des WHW veranstaltete die Kameradschaft ehemaliger Frontsoldaten in der Gastwirtschaft Knefelkamp ein großes Preisschießen. Schöne Preise wurden für die Sieger ausgesetzt: 1. Preis 10 RM. in bar, 2. Preis 6 RM. in bar, 3. Preis 4 RM. in bar und 4. Preis ein Hahn.. Am Sonntag wird der Wettbewerb fortgesetzt, und zwar von morgens 10 bis abends 22 Uhr. Das Stechen um die Siegespalme wird von 22 bis 24 Uhr stattfinden. □ Wirtevereinigung. Der Wirteverband des Amtsbezirkes Kirchlengern tagte am Montag im Lokal des Berufskameraden Knefelkamp. Es wurden einige geschäftliche Mitteilungen gemacht Zwecks Teilnahme und Berichterstattung wurden zwei Begleitpersonen für die Verbandstagung in Bielefeld ernannt. Im Anschluß besprach man interne Fragen. Amt Gohfeld-Mennighüffen Löhne. Der RSLB, Ortsgruppe Löhne, führte 29. Januar die erste Pflichtversammlung deJahres durch. Der neue Ortsgruppenführer P Schürstedt aus Löhne stellte sich den anwesen. den Vertretern des hiesigen Erziehungswesens vor Ab 1. Februar 13 Uhr gelten folgende neu Rufnummern im Bereich des Selbstanschlußnetze Löhne. Fernamt Bad Oeynhausen 00, Fernam Bünde 09, Fernamt Herford 03, Störungsstelle 07 Auskunft im Ortsverkehr 08. Die bisherigen Rufnummern(sie wurden im amtlichen sprechbuch Ausgabe April 1935 Seite 144 ausge. verlieren mit diesem Augenblick ihre Gültigkeit Amt Vlotho Vlotho. Die fälligen Steuertermine fallen in die Zei vom 3. bis 6. Februar 1936 für die Bauernschaften der Gemeinden Valdorf und Exter. Es handelt sich um Bürger=, Grund= und Kirchensteuer. I. der Gemeinde Vlotho sind dieselben Steuern von 7. bis 10. Februar zu zahlen. 2 Prozent Säumniszuschlag erfolgen bei einer Zahlung nach dem 15. Februar. — Der linke Zugangsweg zum Sportplatz neben der Adolf=Hitler=Brücke wird mit eine Grünanlage geschmückt. Mit der Anpflanzung wurde bereits begonnen. Volksschule Klosterbauerschaft gegen Volksschule Quernheim 4:0(1:0). Am Dienstag nachmittag fand auf dem Sportplatz in Stift QuernZur Plakettensammlung am Sonntag stehen 2500 Leder=Plaketten mit der Treuerune zur Verfügung. SA und SS werden die Sammlung mit allen Kräften durchführen. Valdorf. Die Provinzialstraße Vlotho=Exter wird i der Kurve bei Bauer Hermeyer eine Erweiterung und Neugestaltung erfahren. Mit der Anfahrt des Baumaterials wurde bereits begonnen. Keun, gas erne Punktespiel, der„Schule„Kloskter:„Die Kameradschaft ehemaliger bauerschaft gegen Quernheim statt. Während Quernheim über die körperlich stärkere Mannschaft verfügte, zeichneten sich die Klosterbauerschafter durch bessere Technik aus und siegten 4:0 wird sich am kommenden Sonnabendabend beim Gastwirt Ellermann zu einem gemütlichen Beisammensein versammeln. Die Gemeindestraße Dornberger Heide erfährt augenblicklich eine Instandsetzung. Zu diesem Zweck wurden viele Wohlfahrtserwerbslose beschäftigt, u. a. wird die Straße mit einer neuen Steindecke versehen. mals durchwa ein Blotho un Senkelteich Bänke aubring weite Fernsich Sonntag war eine weite Fe Jagdhütte, der ausgestattet i gestärkt hattei Kamm des 9 Wanderung; n gelegene Berg Winter von Zeichen, daß ein Reisezieli Bergrücken ei es bot ein un Häusern im To ter auftauchten brachen, erschi Rudeln und fl dungen vom F Wieber na freundlichen B bewacht hatter Harz bietet niKreise Herfrod Wie uns un herr erklärte, die rund 2400 drei Jahren? Jagdhaus. Fü keine Kur ini Reichssender Köln Welle 455.9 m Köln: Sonntag, 2. Februar 6 00: Bremen: Hafenkonzert. 8.00: Zeit, Wetter Wasserstand 8.05: Funk ins Blaue. 9.15: Das Licht der Welt zum Feste Maria Lichtmeß) 9.45: Sendepause. 10.00: Aus Mettmann: Unser Blut ist wach. 10.30: Musik am Sonntagmorgen. 11.25: Sendepause. 11.30: Vom Deutsch 70% Reichssendung: Olympische Feierstunde 12.%9, Berlin;„Musik am Mittag. Dazw. 12.55: Glückwunsche 13.00: Ein Wort an die Hörer. 14.00: Allerlei schnurrige Lieder und Märchen. 14.30: Lustiger Rät18. 15.00: Unser ist das Land 5.00; Sette Sachen aus Köln 18.00: Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten. 18.30: Wir sagen den neuen Monat an. 19.15: Das Kammerquintett spielt. „.#5 15 Syortvorbericht 20.00: Großer Johann=Strauß=Abend 22.00: Zeit, Wetter. Nachr. 22 30: München: Nachtmusik. Köln: Montag. 3. Februar 6.00: Stuttgart: Choral: anschl.: Leibesübungen. 6.30: rankfurt;. Frübkonzert. Dazw. 7.00: Frankfurt: Nachr., mm... Morgenruf 8.00: Kalenderblatt: anschl.: Zeit, Wetter, Wasserstand 8.10: Frauenturnen. 8.25: Senderause 10.00: Zeit. Nachr., Wasserstand 10.15: Hamburg: Prinzeß Naseweiß Hörspiel 10.45: Rich Heinemever: . grachte der Svortsonntag? 11.00: Sendevause 100. Zum ersten Male: Die Werkpause des Reichssenders Poln 13.00: Meldg., Glückwünsche. 13.15: Hamburg: ##.##ronzert. 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15: Kleine Nusik 14.45: Schlachtviehmarktberichte, anschl.: Sende„ v a u s e 1 5. 4 5: W i r t s c h a f t s m e l d u n g e n. 16.00: Deutsche erleben fremdes Land. 17.55: Gemüsenotierungen 1800: Stuttgart: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert 19.45: Dr. Geiß: Die Richtlinien für die Einkommensteuerveranlagungen 1935. 20.00: Meldungen 20.10: Montagabendausgabe. Und zwischendurch(gegen 20.30 und gegen 21.15) bört man die westdeutsche Wochenschau. 22.00: Zeit, Wetter, Nachr. 22.30: Das Schatzkästlein. Köln: Dienstag, 4. Februar Choral: anschl.: Leibesübungen. 6.30: Sog-S Dazw. 7.00: Nachr., Choral, Morgenruf. 8.00: Kalenderblatt: anschl.: Zeit, Wetter, Wasserstand. 8.10: Frauenturnen. 8.25: Sendepause. 10.00: Zeit, Nachrichten, Wasserstand. 10.15: Breslau: Das Goldene Prag. Hörfolge. 10.45: Sendepause. 1%9 Mi tagskanzert. Dazwischen 13.00: Meldungen. Glückwünsche. 14.00: Meldungen. 14.15: Vom Deutschlandsender: Allerlei von zwei bis drei. 15.00: Sendepause. Wirtschaftsmeldungen. 1o,0%, Ver. Erzähler. Zwei Stunden Plauderei und Musik. 18.00: München: Musik am Feierabend. 19.45: Momentaufnahme. Melda. 20.10: Lebensmelodien. Ein Funkabend. 22.00: Zeit, Wetter, Nachr. 22.20: Kurzschriftdiktat.— Spanische Unterhaltung.— Englische Unterhaltung. 23.00: Funkstille. Köln: Mittwoch, 5. Februar 6.00: Stuttgart: Choral: anschl.: Leibesübungen. 6.30: Berlin: Frühkonzert. 7.00: Berlin: Nachr.: anschl.: Choral, Morgenruf 8.00: Kalenderblatt: anschl.: Zeit, Wetter.„Wasserstand. 8.10: Frauenturnen 8.25: Sendepause. 10.00: Zeit, Nachr., Wasserstand 10.15: Hamburg: Heb5 55, 2F7Ags.„10.45: Kindergarten 11.15: Sendevause 12.0,## Werkpause 13.00: Meldg., Glückwünsche. 13 15: Mittagskonzert 14.00: Melda 14.15: Vom Deutschlandsender: Allerlei von zwei bis drei 15.00: Allerlei Sang und Klang 15 45: Wirtschaftsmeldungen 16.00; H. Schünemann: Wir treiven Familienforschung. g.2g: Lebendiges Wissen und freundliche Unterhaltung. 18.00: Frankfurt: Buntes Nachmittagskonzert. 19.45: Momentaufnahme. 20.00: Melda 20.10: Sendepause. 20.15: Köln: Reichssda.: Stunde der jungen Nation: Wir ziehen durch die goldene Brücke. Jungmädel singen und erzählen. 20.45: Mit Mudurch die Welt. Serenissimus und Kindermann auf Reisen 22.00: Zeit, Wetter, Nachr. 22.30; 1. Nachtmusik 2. Tanzmusik Deutschlandsender Deutschlandsender: Sonntag, 2. Febanar 6.00: Bremen: Hafenkonzert. 8.00: Der Bauer spricht— ger Bauer hört. 9.00: Sonntagmorgen ohne Sorgen. Als Einlage: Besuch bei Fröhlichs. 10.00: Nicht nach dem Opfer sehen, sondern nur nach dem Ziel. Eine Morgenfeler. 10.45: Musikalische Kurzweil.(Aufn. der RRG.) ## kehr und Aufbruch. Gedichte von Artur Max 11.10: Seewetterbericht. 11.30: Reichssendung: Olymvische Feierstunde. 12,70;,B.„n„en„Stanomull!— Dazw.: 12.55: Zeitzeichen. 13.00: Glückwünsche 13.10: München: Musik zum Mit14.00: Kinderfunkspiel: Ein Wassertropfen reist durch die Welt, 14.30: Leichte Kost.(Aufn der RRG.) 15.00: Schircks: Ratschläge zur Sippenforschung. 15.15: Un#### Land' Ein Hörspiel vom Kampf um die bäuerliche 16.00: Musik am Nachmittag. Emanuel Rambour spielt. In der Pause 17.00: Herr Meister, lebet wohl. Auf einem wandernder Handwerksgesellen 18.00: Die große Sünderin. Operette in drei Akten. Musik von Ed Künneke. Querschnitt.(Aufn.). 19.30: DeutschlandSportecho 200; Leuchtender Schnee. Ein großer bunter Abend. 22.00: etter=. Tages= und Sportnachr. 22.20: Deutschlandecho. Traftfahrzeug=Prüfung 1936. 22.30: Kleine Stücke von Schauß, Luig und Debussv. 22.45: Seewetterbericht. 23.00: Adalbert Lutter svielt zum Tanz Deutschlandsender: Montag, 3. Februar 6.00: Guten Morgen, lieber Hörer! Glockenspiel, Tagesspru„, Cborai, Wetter. 6.10: Berlin: Gymnastik. 6.30: Fröhliche Morgenmusik.— Dazw.: 7.00: Nachr. 8.30: Morgenständchen für die Hausfrau. 9.00: Sverrzeit 9.40: Sendepause 10.15: Grundschulfunk: Alle Kinder singen wit 10 45: Senbepause 11.15: Seewetterbericht. 11.30: Frauen und Mütter an der Saar. 71.40: Wir entrümveln ### Ohstgarten— Anschl.: Wetter. 12.00: München: Musik zum Mittag.— Dazw.: 12.50: Zeitzeichen 13.00: Glückwünsche 13.45: Nachr. 14.00: Allerlei- von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter, Börse, Programm. 15.15: Basteln und Bauen. Heime entstehen. u olr singt 16.00: Musik am Nachmittag. Frederie Hippmann spielt.— In der Pause 17.00: Besuch in der Berufsschule für Verkäuferinnen 18.00: Ferdinand Oppenberg: Rufer der Ingend 18.10: Moderne Klaviermusik. 18.35: Hinein in den Löwenkäfig! 18.50: Letzte Vorbereitungen der Reichsbahn für die Olymvischen Winterspiele Gespräch 19.00: 905,. die Berliner Luft. 19.45: Deutschlandecho. 20.00: Kernspruch: anschl.: Wetter und Kurznachr. 20.10: ücken: Allerlei abergläubige Leut" Lustige Hörbilder 2..00: Wetter=, Tages= und Sportnachr. 22.20: zeutschle ndecho Kraftfahrzeug=Prüfung 1936. 22.30: Nachtmusik. 22.45: Seewetterbericht. 23.00 Robert Gaden spielt zum Tanz shn Werke omnn diuseldorf Weiß=Lack, 160 Zentimeter br., billig abzugeben. Eimterstr. 100. Küche ältere Form, 1 Kleiderschrank (2 tür.), 1 Waschtisch, billig zu verkaufen. Nachzufr. unt. 3 297 im Herforder Kreisblatt. Herren-Mantel neu, Gr. 48, prima Stoff, billig zu verkaufen. Teilz. gestattet. Besichtigung Sonntag morgen. In der Ottelau 23. Gut erh. 2schläf. 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Wa zählt, ist uns wenigstens die wird, in jenen des Himmelse als hundert Pl ner Schönheit.! kaum zu überbi Sachen Am Mittw abends 8 Uhr, Herford, Mönc menkunft der stände statt. Das Refera Oestreich üt ist Gele ben. Alle Vo stände werden sammenkunft Kaufmi und Re Wegen des per Unterricht schule am Mon aus. Es wird und Schülerini kampf der HJ. Schülerinnen, keichsberufsw haben oder d nicht, teilnehn Lehrfirma. TELEFUN Klengvo als Rundfonk Instrumeni!F Röhren RM 23 Wechselstr. m vor einigen Wochen ei# ite, scheint nun das n. Hoffentlich gelingt# zu werden. shüffen Löhne, führte an Fflichtversammlung deOrtsgruppenführer Pa stellte sich den anwesenErziehungswesens vor gelten folgende neu des Selbstanschlußnetze; eynhausen 00, Fernam d 03, Störungsstelle 07 08. Die bisherigen im amtlichen Tern1935 Seite 144 ausge. diesem Augenblick ihre tine fallen in die Zeit für die Bauernschaften io Exter. Es handelt ind Kirchensteuer. In dieselben Steuern von en. 2 Prozent Säumter Zahlung nach dem weg zum Sportplatz rücke wird mit einer Kit der Anpflanzung g am Sonntag stehen r Treuerune zur Vern die Sammlung mit lotho=Exter wird i leyer eine Erweiteahren. Mit der Ande bereits begonnen. liger Soldaten Exter onnabendabend beim einem gemütlichen berger Heide erfährt etzung. Zu diesem ihrtserwerbslose beiße mit einer neuen son Artur Max Reichssendung: 55: Zeitzeichen. kusik zum Mitopfen reist durch RRG.) 15.00: g. 15.15: Unn die bäuerliche kambour spielt. ohl. Auf einem erksgesellen ei Akten. Musik 0: Deutschland: A b e n d. 2 2. 0 0: Deutschlandecho. ne Stücke von rbericht. 23.00: ruar nspiel, Tagesmnastik. 6.30: Nachr. 8.30: sverrzeit 9.40: Kinder singen bericht. 11.30: Zir entrümveln Dazw.: 12.55: Nachr. 14.00: 2r. Börse, Proime entstehen. nann spielt.— schule für VerRufer der Ju35: Hinein in en der Reichsspräch 19.00: landecho. znachr. 20.10: Lustige Hörtnachr. 22.20: 136. 22.30: bericht. 23.00: bis auf den Jagdherrn und seine Angehöri gen dies herrliche Stückchen Bergkette je mals durchwandert. Der Verschönerungsverein Plotho und die Badeorte Seebruch und Cenkelteich hatten an gewissen Punkten Bänke anbringen lassen, von denen man eine weite Fernsicht hatte. Gerade am letzten Sonntag war bei dem klaren Sommerwetter eine weite Fernsicht. Nachdem wir in der Zagdhütte, deren Inneres mit allem Komfort ##ausgestattet ist, uns bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, unternahmen wir über den Kamm des Berges durch den Wald eine Wanderung: man staunte, daß dieser einsam gelegene Bergrücken an diesem Sonntage im Winter von Ausflüglern belebt war. Ein Zeichen, daß die Saalegge vielen Sonntags * ein Reiseziel ist. Abends hatte man von dem Bergrücken einen herrlichen Blick ins Tal; es bot ein unvergeßliches Bild, als in den Hausern im Tal und an den Bergen die Lichter auftauchten. Als wir vom Berge aufbrachen, erschienen die Rehe in einzelnen Rudeln und flüchteten vor uns in die Wal I dungen vom Felde. Wieder nahmen wir Abschied von den freundlichen Bergbewohnern, die die Wagen bewacht hatten. Der Thüringer Wald und Harz bietet nicht mehr als dieser Berg im Kreise Herfrod. Wie uns unser lieber Einlader und Jagdherr erklärte, besitzt er schon seit 10 Jahren die rund 2400 Morgen große Jagd und seit drei Jahren das idyllisch schön gelegene Jagdhaus. Fürwahr ein Jungbrunnen, den keine Kur in irgend einem Badeorte ersetzt. W. Strunk. Der Untergau gibt noch einmal folgendes bekannt: Seit Wochen kommen täglich ungeheuer viel Anfragen und Bitten betr. Aufnahme in den Bund Deutscher Mädel oder in die Jungmädelschaft. Von dieser Stelle aus weise ich noch einmal ausdrücklich darauf hin, daß die Sperre besteht und kein Mädel aufgenommen werden kann. Wahrscheinlich # nird diese Sperre im Monat April 1 Tag aufgehoben, doch hierüber wird noch näheres bekanntgegeben. Im Augenblick werden also nur noch die Mädel ausgenommen, die schon seit Monaten in der Probezeit stehen und sich bewährt haben. „Flieger sehen die Welt“. Bekanntlich am kommenden Freitag, dem 7. Februar, findet im Evgl. Vereinshaus ein vom Gewerbeverein veranstalteter Lichtbildervortrag statt, den Dr. Peter Supf unter dem Titel„Flieger sehen die Welt“ hal ten wird. Peter Supf, der in sich die seltsame Verbindung eines durchaus neuzeitlichen, erlebnishungrigen Luftpassagiers mit einem empfindsamen Romantiker verkörpert, er hielt bei seinen Vorträgen empfehlende Kritiken, von denen wir die von Paul Eipper in der„Woche“ wiedergeben: „Soviel ist sicher, dieser deutsche Schrift teller hat den Flugwillen des Menschen seelisch ganz erobert, hat das Neue. die Welt von oben. die Welt dort oben, wirklich erlebt, mit Auge. Ohr und allen Schwingungen Seele. Was er uns von den Wolken erzählt, ist uns so hinreißend, daß bei mir wenigstens die Sehnsucht nie mehr enden wird, in jenen Luftozean, in das Gebirge des Himmels einzudringen. Es sind mehr als hundert Photographien, Bilder von einer Schönheit, die auch in der Zukunft wohl kaum zu überbieten sein werden.“ Auf Wittekinds Spuren in Herford und Enger Eine biographische Studie unlerer Altvorderen Welcher Herforder denkt nicht bei dem Namen Wittekind sogleich an die mächtige Sachsengestalt hoch zu Roß auf dem Wilimsplatz in Herford, die wir der Kunst des Bildhauers Wefing verdanken. .„uy Wittekind wohl so aus? Die Ansichten der Historiker weichen da sehr von einander ab. Der eine schildert ihn als eine außergewöhnlich große Germanengestalt, ein anderer als klein und gedrungen, Neubers arzem Haar und verschlagenem Wie sein Aeußeres, so hat die Ueberlieferung sein Leben und seine Taten nur verschwommen auf uns gebracht. Nur wenig historisch Verbürgtes ist uns bekannt. Die Sage hat sich seiner zu sehr bemächtigt— u. d Dichtung verschmolzen. Wittekind ist und war die verkörperte Idee, die Seele der immer wieder aufflammenden Aufstände der Sachsen gegen Karl den Großen. Er ist, wie Löns sagt, der Ueberall und Nirgendwo, der lebendige Racheruf und das eilende Hetzwort. Als Krämer verkleidet, eilt er von Hof zu Hof. von Gau zu Gau. Sein ganzes Leben und Wirken gilt der Freiheit. seiner Heimat, seines Volkes. Von H. W. Wiesen. meldet es. Wir wissen jedoch, daß er es sich nach seiner Bekehrung angelegen sein ließ, Kirchen zu gründen— ob aus Bedürfnis, oder ob diese Tatsache seine Taufe, die vielleicht eine Scheintaufe war, unterstützen, seine geheime Tätigkeit verschleiern sollte, es bleibt jedem zu seiner Deutung überlassen. Noch lange Jahre blieb Wittekind, der verschollene Herzog, die Sehnsucht der Sachsen. Die Hoffnung, durch ihn wieder zu freien Männern zu werden, glomm in den Herzen aller. Sein Name hat sich mit unauslöschlichem Ruhme im Marksteine der Geschichte eingegraben. Der tapfere und schwer zu überwindende Führer der Sachsenstämme ist noch heute unbestritten im nordwestlichen Deutschland die volkstümlichste Heldengestalt. Deshalb lohnt es sich gewiß, einmal die Stätte aufzusuchen, die Wittekinds Heimat bedeutet und das zu betrachten, was uns daran erinnert: Enger, seine Residenz, umgeben von den Höfen der Sattelmeier, die ihre Abstammung der unmittelbaren Ge folgschaft Wittekinds zuschreiben. Außer seiner Burg wird Wittekind in Enger allem Anschein nach auch ein Gut besessen haben, dessen Gebäude wahrscheinlich in den Gärten der jetzigen Besitzer „ Phot. Ufe Paul Richter ale Haymo Im Peter-Ostermayr-Film der Ufa„Der Klosterjäger“ en att on Sachen des städtischen Jugend amtes. Am Mittwoch, den 5. Februar d. abends 8 Uhr, findet im Ev. Jugendheim, verford, Mönchstraße 3, Saal 9, eine Zusam menkunft der Vormünder, Pfleger und Bei stände statt. Das Referat hat Herr Amtsgerichtsrat estreich übernommen. ist Gelegenheit zur Aussprache gegeben. Alle Vormünder, Pfleger und Beitände werden zur Teilnahme an dieser Zusammenkunft eingeladen. Kaufmännische Berufsschule und Reichsberufswettkampf. Wegen des Reichsberufswettkampfes fällt der Unterricht der kaufmännischen Berufsschule am Montagvormittag und nachmittag erwartet, daß sich alle Schüler Schülerinnen an dem ReichsberufswettImpf der Hö. beteiligen. Die Schüler und Saüülexinnen, die sich von der Teilnahme am Rleichsberufswettkampf selbst ausgeschlossen haben oder die infolge ihrer Jugend noch Lehrsirne“ können, arbeiten in der Aber zu zersplittert sind die Sachsen stämme, um immer gemeinsam zu gehen. Jedoch ruht Wittekind nicht, er verbrennt die Kapellen, die Karl bauen ließ und hängt seine Priester und Verwalter an die Bäume. Wenn es ihm gelingt, die zersplitterten Kräfte zu einem Ganzen zusammenzuschmieden— wie am Süntel, wo er das mächtige Heer Karls aufrieb, dann heftet sich gewiß der Sieg an den halben schwarzen Adler im blutroten Felde seines Sturmfähnleins. Jauchzend warfen dann die Bauern, Jäger und Fischer, von der ragenden Gestalt auf weißem Hengste angefeuert, die Speere den schwarzharigen und dunkeläugigen Feinden in Hals und Brust. Als dann Karl der Große, erbittert von diesen ewigen Aufständen, im Jahre 782 an der Aller 4500 Sachsen an einem Tage köpfen läßt— da geht einige Zeit später, im Jahre 785, die Kunde durch Sachsens Gaue: Wittekind ist Karls Freund geworden, hat sich taufen lassen. War Wittekind aus Ueberzeugung Christ geworden? War es der verschlagene Staatsmann, der Karl täuschen und seine Landsleute vor seiner weiteren Rache bewahren wollte, indem er sich taufen ließ, wer weiß es? Ruhe wurde nie wieder im Lande, immer wieder gärte es. Wie weit Wittekind daran beteiligt war, keine Kunde Baumgarten, Heinrich Gröppel und Müller Riepe lag. Hier ist Wittekind der Ueberlieferung nach am 7. Januar(Heiligenlexikon der Bollandisten) nicht vor 794 und wahrscheinlich auch nicht nach 800 gestorben. Als das Timpkenfest wird sein Todestag noch heute jedes Jahr in Enger gefeiert. Die Sage läßt Wittekind seinen Tod im Kampfe infolge Grenzstreitigkeiten mit Gerold von Schwaben finden. In der Kirche, die zum ersten Male von Wittekind wahrscheinlich 788— errichtet wurde, ruht dieser Recke nach seinem Leben voller Unrast und Kampf. Aber ruht er dort wirklich? Sind die Gebeine, die in einem Glasschrein (aus Lindenholz aus dem Jahre 1525) allen Blicken zur Schau liegen, wirklich die seinen? Es sind Fragen, die wohl nie eine Antwort finden. Urkundliche Beweise für das Vorhandensein dieser Gebeine in Enger reichen nur bis ins 12. Jahrhundert zurück. Vielleicht war die Leiche an bevorzugter Stelle der Kirche beigesetzt und als dann der Heiligenkultus begann, hat man die Geeine ausgegraben und zur Reliquie erhoben. Und nicht einmal diesen Gebeinen war die so wohlverdiente Ruhe bestimmt. 1414 kamen sie, weil Enger entfestigt war, nach Herford in die Neustädter Kirche und für kurze Zeit in die Münster=Kirche. Nachdem sie 1673 Bernhard von Galens General von Nagel für ein Jahr mit nach Münster genommen hatte, fanden sie nochmals in der Neustädter Kirche eine Ruhestätte, bis sie auf Befehl Friedrich Wilhelms III. 1822 in die alte Heimat Enger zurückgebracht wurden. Sie sind natürlich der Hauptanziehungspunkt bei einem Besuch von Engers Sehenswürdigkeiten. Es sind allerdings nur noch dürftige Reste, die nach so vielen Wanderungen übrig geblieben sind. Das Grab Wittekinos, das es ja nun nicht mehr ist, ist ein im Renaissancestil ausgeführter Sarkophag hinter dem Altar. Auf diesem liegt eine Sandsteinplatte mit dem in Stuck gebildeten Relief des jugendlich ideal gehaltenen Verstorbenen, im königlichen Kostüm aus gotischer Zeit stammend. Lübke beschreibt die Figur in seinem Buche„Die mittelalterliche Kunst in Westfalen":„Der Fürst ist in langem Gewande der byzantinischen Hoftracht dargestellt mit strengem, einfach würdigem Faltenwurf. Der Kopf ist bartlos von fast jugendlichem, edlen Ausdruck; die Augäpfel sind vertieft und waren ohne Zweifel durch edle Steine bezeichnet... Die eine Hand hält das Szepter, die andere ist in konventioneller, etwas gezierter Haltung mit ausgestreckten Fingern, von denen der mittlere sich dem Daumen nähert, usw.“ Alt ist diese Platte nur mit der Figur, die mannigfache Spuren von Bemalung aufweist, alles andere stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ringsum auf der Sarkophagplatte befinden sich Inschriften, bestehend in lateinischen Initialien. Jede Interpunktion fehlt. Eine, die wohl am meisten interessiert, lautet: Monumentum Wittekindi Warnechini filil Angrivariorum regis XII. Saxoniae procerum duci fortissimi. (Denkmal Wittekinds, des Sohnes Warnichin, des Königs der Engern, des tapfersten Führers der zwölf Häuptlinge Sachsens.) Da nun aber Wittekind spätestens Anfang des 9. Jahrhunderts starb, die Kirche und Grabfigur mehrere Jahrhunderte jünger sind, spiegeln die Figur und Inschrift nicht den geschichtlichen Wittekind, sondern den bereits zum König, Heiligen und Wundertäter erhöhten Helden der Sage. Die Grabitätte Wittekinds Der sogen. Dionysiusaltar vor dem Sarkophag zu Anfang des Chores ist ein herrliches, aus Lindenholz gefertigtes Kunstwerk aus gotischer Zeit mit reichem, figürlichen Schnitzwerk. Eine Beschreibung derselben würde zu weit führen. Auf einer Tafel hat sich der Künstler verewigt, der Renovater hat seinen Namen zugefügt: 1525 Mester: hinrick stavoer: hans hampke. Allein dieses Kunstwerkes wegen, das uns einen Begriff von der Kraft, Schönheit und Pracht des Kunstgewerbes unserer Vorfahren gibt, ist ein Besuch Engers unbedingt zu empfehlen. Die Kirche selbst stammt aus spätromanischer Stilzeit. Das Querschiff mit dem Chor und der Apsis gehört der spätromanischen, das Langschiff der spätgotischen Zeit an. Der vier Meter vom Hauptgebäude entfernte Turm stammt gleichfalls aus spätromanischer Zeit. Ausgemalt wurde das Innere der Kirche zuletzt vor dem Kriege von Rüter, einem Schüler Gebharts. Ein Relief von Wefing„Die Taufe Wittekinds“ und eine Dionysiusfigur(15. Jahrhundert) erwecken sicher Interesse. Zwei uralte Kunstwerke des ehemaligen Kirchenschatzes, die sehr wohl aus der Zeit Wittekinds stammen können, ein der letzten Epoche der merowingischen Goldschmiedekunst angehörender, taschenförmiger Reliquienbehälter und der sogen.„Trinkbecher Wittekinds“ kamen 1414 nach Herford und befinden sich jetzt im Kunstgewerbemuseum in Berlin. Vor der Kirche grüßt uns das Denkmal Wittekinds von Bildhauer Wefing, eine stehende Sachsengestalt mit Ger und Schild, gleich prächtig gestaltet wie das Herforder Denkmal desselben Meisters. Erwähnenswert sind noch zwei Gemälde m Wittekindhause aus dem Sagenkreis Wittekinds. TELEFUNKEN•T 523• der Klengvollkommene— mehr als Rundfunkempfänger: MusikInstrumen11 Für Wechteistrom mit Röhren RM 233,—, für Gleich- und mit Röhren RM 264.— bringen ihnen beide, denn sie sind jo von TELEFUNKEN TELEFUNKENSUPER•T 543. der schwundtreie Kleinzeper. mit obenliegander 90- Sender: Skolo Nur für Wechselstrom mit Röhren 20 269.— Etwas Besonderes: * Ein Posten reinwollene Kleiderstoffe außergewöhnlich billig 90 cm. breit 1.95 130 cm. breit 2.95 Herm. Ottensmann Goebenstrasse Bad Salzuflen Suche zum 1. 4. 36, evtl. 1. 5. 36 eine 3 Zimmer Umständehalber ist in d. Prinz—-bgeschlossene Gesacht wiro für sofort oder später Adolf=Str. 32, die abgeschlossene 1. Etage, 4 Zimm., Küche, Bad, Heiz. u. fließ. Wasser z. 1. 4. zu verm. Bes. 11—12 u. 15—16 Uhr in der Stadt oder in unmittelbarer Nähe(2 Personen). Schriftl. Angeb unter C 304 an das Herf. Kreisbl. 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