—— Eigene Vertretungen Albanbs nen-Delben-Straße 6. Seruspracher Nr. 40; Sühlen: Ubelj-Oillen-Strabe 65, Berutprecher Nr. 444: Bechem: Ratschustraße 14 Femspeacher Nl. 141: Gorten; Kopnztuergasse4. Fauspucher Nr. 121; Vorodorn:e Hentsprurchen Nr. 944;: Ohlmen: Abolfschülen=Crmutze 5b. Heraspercher Nr. 515;, Emedenten: Minsterstraße I. dereSoeimaher g. Dig abartunon. ge. S 1. P. Lee. F..h eienrchen r. 25, udene: Lahush. Semisenchen Nr. 2453: Werenbonf: Ophraße 24. Samipascher Nr. 511; Apbermet Mluchplog&a. Samiz; Trrrttrrnnhche Bonsgeiiterg 10 Rpf. im Einzelverkauf R. Shngnn AMTLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN dag und Dauptgsschansepelle: Bäufter 1.###., Oeinzipelmentt 11/14, Hernsprech=Sammel-Nr. 2 42 81. Haupostlettung: Münster( M. Galiztustr. 14. Bezugoprets: Antgate à.20 uM. Ansgabe B(mit Ulustrierten hunschen) 145 Ku mmatlicg guscht Zustellungtgebage und Versandtosten. dei Bostbezug ansch. 245 bis 25 Pos. 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November deutsche Kampfgeschwader militärische Ziele in der westenglischen Hasenstadt Liverpool und in den benachbarten Dockanlagen von Birkenhead an. Die Angrisse erstreckten sich über mehrere Stunden. Die abgeworsenen Bomben hallen zahlreiche Sxplosionen und Brände zur Folge.— Ein deuisches Ilugzeug wird vermißl. * Nach den am Freitagvormittag vorliegenden englischen Meldungen waren die Angriffe auf Liverpool selten so hartnäckig, wie in der Nacht zum Freitag. Die Stadt hat ihre bisher schwerste Angriffsnacht seit Kriegsausbruch durchgemacht. Stunde um Stunde haben deutsche Verhände eine sehr große Anzahl von„Brand= und Sprengbomben aller Kaliber über den kriegswichtigen Anlagen der Stadt abgeworsen. Die Angriffe der deutschen Flieger waren durch gutes Wetter begünstigt. Die Zahl der Brände im Hasen, bei den Dock= und Speicheranlagen war sehr groß, wenn auch englischerseits am Freitagmorgen die übliche Behauptung aufgestellt wurde, sie alle hätten„begrenzt“ werden können. Aber nicht nur die Hasenanlagen des eigentlichen Liverpool wurden angegrifsen, sondern fast alle Orte, die längs dem Mersey=Ufer liegen und praktisch einen Teil der gewaltigen Hafenanlagen Liverpools darstellen, wu den die ganze Nacht über mit Bomben belegt. Allein an diesen Angrifsen haben Hunderte von deut: schen Maschinen teilgenommen, die nach den ersten englischen Darstellungen wiederum nach der den Engländern bekannten Taktik angrifsen: die erste Welle warf große Mengen von Brandbomben ab und kaum waren die Angriffsziele durch die Brände hell erleuchtet, da ## ggassellen, von neuen Bomberwellen abgeworsen, kettenweise Sprengbomben aller Kaliber auf die kriegswichtigen Anlagen dieses englischen Riesenhafens nieder. Anders deutsche. Verbände haben in der gleichen Nacht eine zweite B her ungenannte Stadt in Nordwestengland mit einer)großen Anzahl von Brand= und Sprenabomben belegt. Sehr hefige und anhaltende Angriffe richteten sich gegen die westlichen Midlands, wo praktisch die gesamteenglische Flugzeugindustrie untergebracht ist. Hier wurde eine Stadt besonders hart mitgenommen, deren Name wiederum verschwiegen wird. Die Zahl derjenigen deutschen Maschinen, die diese Stadt angrifsen, sei, so wurde in London ausdrücklich beiont, sehr groß gewesen. Am Freitag verbreiteten die Engländer dann eine neue erweiterte Darstellung über die deutschen Angriffe, bei denen das engische Lustfahrtministerium diesmal anscheiend überhaupt nicht gewußt hat, was man zugeben sollte und was nicht. Die amtliche Berichterstatlung scheint diesmal vollkommen desorganissert. Im Lause des Tages wurden immer mehr Gebiete Englands als betroffen erwähnt. Im Anschluß an die Vormittagsberichte hieß es in dieser Mitteilung vom Mittag, Vomben seien auf so viele Plätze Südenglands abgeworfen worden, daß es unmöglich sei, ein spezielles Gebiet als besonderes Angriffsziel zu neunen. Schäden seien an vielen Stellen entstanden. In einer weiteren Mitteilung sagte dann das Sicherheitsministerium, der große Umsang der Nachtangrisse habe sich bestätigt. In zwei Städten im Südwesten seien die Schäden größer als zunächst angenommen worden Der Bericht vom Freitagabend besagt nunmehr, daß drei Städte im Nordwesten Englands und werden. Es sollen zu Weihnachten Chöre gesungen und zwei Städte im Südwesten Englands bombardiert an die Kinder Bonhons und Papierhüte verteilt werFend Kondon eine elatin ruhige dom Maitdan=2d. au u2 Popierd), sei. worden seien, während London eine„relativ ruhige Nacht“ gehabt habe.(„Nur“ sieben Stunden Alarm.) Liverpool, das auch nach den jetzigen Schilderungen das Schwergewicht der Aktionen auszuhalten hatte, sei, so heißt es, mehrere Stunden trotz des heftigsten bisher hier gehörten Abwehrseuers angegrifsen worden und zwar mit einem„Schauer von Brandbomben Auch die Hauptstadt des Landes erlebte aufs neue einen sehr heftigen anhaltenden Angriff, der von Einbruch der Dunkelheit bis m die frühen Morgenstunden dauerte. Zahlreiche Brand= und Sprengbomben wurden aufs neue in die verschiedensten Stadtviertel und Vororte Groß=Londons abgeworsen, vor allem auf die am Themse=User liegenden Industrie=, Hasen= und Dockanlagen. Das englische Gesundheitsministerium gab am Freitag bekannt, daß 370.000 Londoner Schulkinder jetzt aus der Hauptstadt nach den Sicherheitsgebieten gebracht worden sind, 80.000 seien noch in London verblieben. Immerhin, die Londoner Plutokraten haben auch ein Herz fürs Volk. Sie planen— es klingt wie ein Hohn— für die fürchterlichen Massenzufluchtstätten der Londoner sogar„Bergnügungen“, die vortrefflich passen zu den Verheerungen und Leiden, die Churchill und seine Clique über England heraufbeschworen haben. Die=Bahnhöfe mit den hunderttausenden unglücklichen Schutzsuchenden sollen nach dem Geschmack dessen, was die Plutokraten für„Volksbelustigung“ ansehen. mit bunten Lampen, Papiergirlanden usw. dekoriert den:„Weihnachten im Schutzraum so vergnügt und angenehm wie möglich!“, das ist die Parole eines Komites, dem Lords und Labourvertreter in einträchtiger Gemeinschaft angehören. Ein widerliches Schauspiel, daß sich die Leute, die das Fest irgendwo in Sicherheit verbringen, in die Rolle des Wohltäters kleiden, nachdem sie selbst das Unheil heraufbeschworen haben. Die Schläge saßen! 50 v. H. der Kapazilät der englischen Werften durch den Lufikrieg verloren Newyork, 29. November. In fachmännischen Kreisen schätzt man, daß elwa 50 v. 5. der Kopoziät der englischen Wersien durch den Lusikrieg verloren gegangen sind. Das Bauprogramm der Regierung, das sich für dieses Jahr auf 1250000 Tonnen belause, werde nur zu kleineren Teilen durchgesührt werden können, und auch dies nur unter der Voraussetzung, daß nicht wellere Zerstörungen ersolgen. Dieser Umstand sei, so erklärt man, um so bedenklicher, als selbst das ursprüngliche Bauprogramm nicht ausreiche, um die Verluste durch feindliche Aktionen auszugleichen. In sachverständigen Kreisen warnt man vor den durch gewisse englische Stellen hervorgerufenen Hoffnungen auf den Schiffsbau in den britischen Dominien. Es sei eine Irreführung, wenn der englische Nachrichtendienst behaupte. in Kanada würden zahlreiche Schifse für englische Rechnung gebaut. Die kanadischen Anlagen reichten längst nicht aus, um ein umfangreicheres Bauprogramm durchführen zu können. Das gleiche gelte in noch höherem Maße für Australien. Auch die Baukapazitcät der USA sei durchaus beschränkt. England könne also auf dem Gebiete des Schiffbaues vom Ausland in absehbarer Zeit keine große Hife erwarten. „Englands Lage ernster als je“ Pessimistische Urleile kanadischer Politiker Newyork, 29. November. Wie aus Ottawa gemeldet wird, erklärte im kangdischen Parlament der konservative Führer Hanson es für unbedingt notwendig, daß der Ministerpräsident dem Parlament und dem Lande sage, wie ernst die Lage sei und was Kanada zun könne, um England mit Menschen, Material und Rüstung zu helfen. Die Lage zeigesichernster als jeseil dem Zusammenbruch Frankreichs. Die tatsächliche Zerstörung Coventrys, Bieming. hams, Bristols, Southampions, der Verlust an Schiffen, die Erklärung Lothians über die englischen Finanzen— alles dies deute auf den Ernst der Lage hin. Ministerpräsident Mackenzie King stimmte zu, die Lage seiernst, und bald werde er zu ihr eine Erklätung abgeben. Der letzte rettende Strohhalm Churchills Hoffnung auf die Hilse Amerikas. Stockholm, 29. November. Nya Dagligt Allehanda bringt eine UnitedPreß=Meldung aus Newyork, in der die Lage Englands als immer verzweifelter bezeichnet wird. Die Berichte der amerikanischen Korrespondenten in England zeigten deutlich, daß die englischen Kriegsindustrien entgegen den optmistisch gefärbten amtlichen britischen Kommuniguss allmählich immer schwerer beschädigt werden durch die deutschen Bombenangriffe. England strenge sich an, Amerika verstehen zu lassen, daß es sich an die amerikanische Hiülfe wie an einen letzten Strohhalm klammere. Sensationelle Enthüllungen aus Kairo Wer ist Mister Lampson?— Beim Tode Yunis Paschas und Sabry Paschas anwesend— Bekannter Feisals und Ghazis— Das verdächtige Büfett— Auf den Spuren des Intelligence Service Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. L. Rom, 30. November Zu dem geheimnisvollen Tod des ägyplischen Verteidigungsministers Zunis Pascha Saleh werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Aus Anlaß der Einweihungsfeierlichkeiten in Medinet el Faxum war dem Minister für die 113 Klm. lange Eisenbahnsahrl von Kairo ein Sonderwagen reserviert worden, der, wie es bei der ägyplischen Eisenbahn in Sonderwagen üblich ist, über ein kleines Bussel versügte, das Ersrischungen enthiell. Bunis Pascha Saleh wurde auf der Reise von seinem Sekretär beobachlel, wie er eine Erfrischung zu sich nahm. Einige Zeit späler wurde der Minister aus dem Boden des Ableils liegend aufgesunden, ohne daß er ein Lebenszeichen von sich gegeben hälle. Auf der nächsten Station wurde ein Arzt herbeigerusen, der in Gestalt eines englischen Militärarzies augenblicklich zur Stelle war. Der englische Arzi erklärte, daß der Tod infolge Herischlag eingelreien sei. Das Gulachlen des englischen Arzies wurde als hinreichend befunden, worauf die Lesche des Ministers im Salonwagen ausgebahrl und der Wagen selbst bis zum Rücktransvort nach Kairo auf ein Rebengleis rangierl wurde. Dem englischen Inlelligence Seroice war natürlich der Besuch des ägpplischen Verleidigungsminsters in Medinel el Jaxum ebenso self langem „Die Hölle muß los sein!“ Englands Rohstoffsammelplatz Liverpool im Feuer deutscher Bomben Von Kriegsberichter Albert Klapprott anb..., 29. November.(PK.) In der Nachl von Donnerstag auf Freilag haben deutsche Flieger nnn auch nach Liverpool Vergeltungsangrifse geiragen. Eine ganze Nacht lang, von den sodsen Abendstunden bis zum grauenden Tag, rolle Angrifswelle auf Angriffswelle über diese wichlige Hasen. stadt, die Englands bedentendster Rohstoffsammelplatz ist. Schon am Nachmittag vor dem Start lag bei den Besatzungen unserer Kampfgruppe etwas in der Luft. Am Abend bei der Chefbesprechung bestätigten sich die Vermutungen.„Unternehmen X“ wird heute nacht abrollen.— Chefbesprechung. Die Staffelkapitäne sind um den Gruppenkommandeur versammelt. Mit sachlichen Worten erklärt der Meteorologe die Wetterlage; das Wetter ist für das Unternehmen nicht ungünstig. Der Kommandeur bespricht die Lage. Einzelheiten des Angriffs, Angriffshöhe, Lage der Hauptziele“ werden sestgelegt.„Meine Herren, es steigt also heute wieder ein Großeinsatz unserer Lustwaffe. Liverpool ist für die Briten ein wichtiger Zufuhr: platz, es muß gelingen, dieses Nachschubventil lahmzulegen.— Hat einer der Herren noch eine Frages— Also alles klar.“ Bald darauf springen drüben auf den Liegeplätzen der Stasseln die Motoren an, die Besatzungen sind an Bord, die Einstiegluken klappen zu. Da geistert eiligst Doch ein Licht heran, ein Mann springt zu den Maschien. Was ist los? Eine ausgeregte Stimme:„Soeben noch durchgekommen, klores Wessterüber dem Hel und Ziel drennt.“— Na also, da haben neraden von anderen Gruppen mit dem Vernichsreiereie begonnen. wve, erste Maschine segt über das weite, von den Ern der Platzbefeuerung umrandete Feld. Die anlolgen, deweils im vorgschriebenen Abstand. Nord. von London führt der Flug vorbei. In Lonheute nacht auch etwas los, weit nach backbord h ischer Folge Lichtbüitze aus, das werden #leig Auch die englische Haunstadt kommt r nicht dur, Ruhg 880 Scheinwersers### De esallen den kende Flakgrchs Polkenbänken gergebens de poi heute zen Weg den am #esch sich Nachthimmel absuchen. In der großen Höhe ist es empfindlich kalt. Weiter voraus taucht Feuerschein auf. Das muß Liverpolsein, wo die Angriffe schon seit Stunden im Gange sind. Um Mitternacht herum liegt die befohlene Angriffszeit für die Gruppe. Es sind noch gute zwanzig Minuten zu fliegen, ehe das Ziel unter den Maschinen liegt, so weit voraus ist der Feuerschein der bereits lodernden Brände zu sehen. Jetzt ist es so weit. Die Zielgebiete haben sich alle fest eingeprägt. Mächtige Wollen ziehen tief unten, verdecken oft das Ziel, aber trotzdem wird peinlichst genau angeflogen. Die schweren Brocken, die die Maschinen gerade heute an Bord haben, müssen unbedingt sicher sitzen. Flak schießt, es müssen zahlreiche Batterien sein, aber auf einen solchen Großangriff ist man bei der Liverpooler Flak wohl nicht eingerichtet gewesen. Auch Schiffsflak scheint dabei zu sein. Aus der Mündung des Mersey=Flusses blitzt es ebenfalls lebhaft herauf. An den Ufern des Mersey lodern an vielen Stellen helle Flammen, dort liegen Docks und Speicher in langer Reihe dicht beseinander. „ Die schweren Kaliber lösen sich vom Rumpf, der ziemlich heftige Wind ist genau berücksichtigt worden, sie müssen guf liegen. Sekunden vergehen, dannspringen unsen Detonalienen hoch, schlagen Flammen au, Sauber hingekriegt die Dinger in Ziel, das im Licht mehrerer Leuchldomben stehl. In Liperpool muß in dieser Nacht die Hölle los sein. We ei. 5sd ghesise eaisen ie Tusch uichte weir u lsigen werten uc ia fae, Covenig und Virminghan werden sich auch in Liverpool die Trümmer zu Bergen beim Abflug kann die Flak den Maschinen scie, Te den. Lange uoch beibdt der Geuerschen r gen nachfolgenden Kampfverbänden das Ziel sinrdern 25, Licht“ rückt. Als in den frühen Morgengelizsge Peschinen msenrg, Grupe nachernander leichlar a. in deg horst hereinlanden, sprüht leichter Regen nieder. Das Bodenpersonal, das nur einige wenige Stunden Ruhe gehabt hat, nimmt die chinen in Empfang und beginnt schon, sie für den näcsten Tag sertig zu machen. „##11 metsen gehle biedernach eng: bekannl, wie die Talsache, daß der Minister zur Hiareise einen Salonwagen benutzen würde. Nach den ägyptischen Informationen steht weiter fest, daß der so jäh aus dem Leben geschiedene Ministerpräsident Sabry Pascha kurz vor seinem Tode im Restaurant der ägyptischen Kammer einen Kaffee zu sich genommen hatte, während Pascha Saleh kurz vor dem„Herzschlag“ eine Erfrischung getrunken hatte. Im ersten wie im zweiten Falle scheinen die Giftverständigen des Intelligenee Service ihr Opfer bewirtet zu haben, während im zweiten Fall der engliche Geheimdienst darüber hinaus noch für das„zufällige Vorhandensein eines„Vertrauensarztes“ sorgte, der vor aller Oeffentlichkeit unverzüglich die Todesursache feststellte. Die Hintergründe werden noch klarer, wenn ägyptische Informationen feststellen, daß im selben Zug, in dem der ägpptische Minister reiste, auch ein Engländer mit dem angeblichen Namen Lampson fuhr, der erst vor einigen Wochen in Aegppien ankam. Seine Gegenwart scheint für die in seiner Nähe befindlichen Staatsmänner wenig Glück zu bringen, da„Mister Lampson“ auch bei dem überraschenden Tode des ägyptischen Ministerpräsidenten Sabry Pascha zugegen war und ein naher Bekannter König Feisals und König Ghazis vom Jrak war, die durch den Intelligence Seroice zum Tode verurteilt wurden. Ueber die Gründe, die die Agenten Englands zum Mord an Dunis Pascha Saleh hatten, besteht kein Zweifel. Wenige Tage vor seinem Tode hatte sich die Kairoer Zeitung„Al Valagh“ scharf gegen die von den Engländern gewünschte Kriegspoltik gewandt mit den Worten:„Aegypten denkt nicht daran, sich am Krieg zu beteiligen, da es ein friedliebendes Land ist und freundschaftliche Beziehungen mit allen Staaten unterhalten will“. Der Besitzer dieser Zeitung war Dun:s Pascha Saleh: seine Freundschaft zu dem verstorbenen Ministerpräsidenten war in ganz Aegypten bekannt, weshalb als Zeichen der Fortsetzung der Politik Sabry Paschas der jetzige dapptische Ministerpräsident Dunis Pascha Salch in sein Kabinett berief. Bemerkenswert ist schließlich, daß vor einiger Zeit mit dem Zweck, den lastenden englischen wirtschaftlichen Terror In Aegypten zu brechen, in Kairo eine angeblich französische„Gesellschaft für technische Dienste in Niederägppten“ gegründet wurde, die sich zum Aerger der Engländer auf dem Baumwollmarkt sehr aktio zeigte. Der Vorsitzende dieser Gesellschaft war Dunis Pascha Saleh, der Direktor ein Franzose nomens Quenal. Quenal kam vor einigen Monaten ebenfalls ganz überraschend ums Leben, da er nach englischen Meldungen Selbstmord begangen hat. Punis Pascha Saleh zog sich daraufhin von der Gesellschaft zurück, die nun von den Engländern gekauft wurde. Der geheimnisvolle Tod führender ägyptischer Politiker, die für die Friedenspolitik Aegyptens eintraten und nach englischen Angaben durch Schlaganfälle aus dem Leben schieden, hat in der ägpptischen Oeffentlichken die Vermutung enistehen lasen, daß diese„Schlaganfälle“ augenscheinlich eine ansteckende Krankheit mit epdemieartigem Charakter darstellen. Böse Zeichen für die Briten Neue Prämienerhöhung für die englische KriegsrisikoVersicherung Berlin, 29. November. Das britische Handelsministerium haf amtlich bekanntgegeben, daß die Prämie für die staatliche Warenversicherung gegen Kriegsrisiko für die mit dem 3. Oezember 1940 beginnenden drei Monate auf.5 Schilling se 100 Pfund Wers erhöhl wird, während der bisherige Sayz 5 Schilling beirug. Mit dieser Maßnahme hat die britsche Regierung erneut eingestehen müssen, daß sich das Kriegsrisiko in und um England gegenüber dem Zeitpunkt der letzten Prämienfestsetzung vor einigen Monaten wieder bedeutend erhöht hat. Mit der Stille und Ruhe des Winters, von der Churchill und seine Kriegshetzerklique noch vor wenigen Monaten träumten, ist es also, wie man nun immer wieder zugeben muß, nichts geworden. Deutsche Zerstörer greiten an! Von unserem EG-Marinemilarbeiter Im Kanal haben deutsche Zerstörer neue Erfolge errungen. In einem Seegesecht dicht unter der englischen Küste sind am Westausgang des Konals zwei seindliche Zerstörer torpediert worden. An anderer Stelle haben unsere Zerstörer vier seindliche Handelsschiffe— zwei größere und zwei kleinere— mit über 12.000 BRT Rauminhalt vernichtet. Auch dieser Angriffserfolg ist ganz in der Nähe der englischen Küste erzielt worden Der Kanal ist für die Zerstörerwaffe unserer Kriegsmarine ein altes Kampfgebiet; denn im Kanal haben im Weltkrieg die ersten deutschen Torpedofahrzeuge, die den Namen Zerstörer führten, sich hohen Ruhm erworden. Es war die Zerstörerslotille„Flandern“, die besonders in den Jahren 1917 und 1918 von unseren damaligen Stützpunkten Ostende und Zeebrügge aus immer wieder kühne Vorstöße in den Kanal hinein volführte. Mehrsach war damals in nächtlichen Unternehmungen die englische Kanalsperre vor der Straße von Dover und Colais aufgerollt worden, um den Untersebooten der Flandernflotte freie Fahrt zum Auslausen durch den Kanal zu schaffen. Heute freilich steht die deutsche Kriegsmarine nicht nur vor dem östlichen Ausgang des Aermelkanals, wie damals an der Küste von Belgsch=Flandern, sie hei vielmehr an der gesamten Kanalküste bis zum Westausgang und darüber hinaus im Atlantischen Ozean ihre Stütpunkte. Richt allein die=Bootwasse bedient sich der französischen Häfen mit nachhaltigem Erfolg, auch die Torpedowafse hat gerade in der letzten Zeit mehrmals sehr eindringlich bewiesen, daß sie die Möglichkeiten zu nutzen versteht, die ihr in all ihren Teilen die neuen Stützpunkte am Kanal bieten. Das gilt insbesondere für die Schnellboote wie für die Torvedoboote und schließlich auch für die Zerstörer, die größten der Torpedofahrzeuge. Bei den Kämpfen um Narvik hat die deutsche Zerstörerwasse, die schon vorher in diesem Kriege große Leistungen vollbracht hatte, sich tief in die Herzen des deutschen Volkes geschrieben. Die Zerstörerbesatzungen hoben damals auch an Land bewiesen, daß sie nicht nur als Seeleute ihren Mann zu stehen wissen. Der Name des gefallenen Führers der Zerstörer, Kapitän und Commodore zur See Bonte bleibt unvergessen. Winston Churchill hat damals die deutsche Jerstörerwasse totgesagt. Inzwischen hat sie aller Welt sehr deutlich bewiesen, wie lebendig und aktio sie ist. Weit draußen im Nordmeer waren deutsche Zerstöter ersolgreich im Seegesecht bei Jan Maien. als der englische Flugzeugträger„Glorious“ und fünf weitere Kriegs= und Transportschiffe durch deutsche Seestreitkröste, darunter die Schlachtschiffe„Scharnhorst“ und„Gneisenau“, versenkt wurden. Dieneuesten Ersolge der deutschen Zerstörer im Kanal sind eine weitere Antwort an Churchil, deren Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Er kann sicher sein, daß England noch oft den Angriffeschwung deutscher Zerstörer zu spüren bekommt. Kanadischer Frachter gesunken Stockholm, 29. November. Der kanadische Frachtdampfer„Lisieux“, der mit einer Ladung Holz nach England unterwegs war, ist nach Neutermeldung im Atlantischen Ozean untergegangen. Das Schiff hatte am Donnerstag SOS=Ruse ausgesandt. Ein Teil der Besatzung konnte durch ein norwegisches Schiff geborgen werden. Im eisernen Ring der Blockade Ernährungsminister Woolton muß weitere Einschränkungen ankündige Stockholm, 29. November. Neben den pausenlosen Großangriffen der deutschen Lustwaffe gegen die Häfen und Industriezentren der britischen Insel ist es vor allem die ständig zunehnende Wirksamkeit der deutschen Blockade, die in England mit der allergrößten Sorge verfolgt wird. Besonders auf dem Gebiete der Nahrungsmittelversorgung macht sich diese Abschnürung von den lebensnotwendigen Einfuhren in immer bedrohlicherer Weise bemertbor. So mußte der britische Ernährungsminister Woolton in seiner Rede vor Vertretern der Kühlmaschinenindustrie die unangenehme Mitteilung machen, das britische Volk müsse für die Kriegsdauer seine Ernährungsweise ändern. Die Regierung brauche die Kühlschiffe für Kriegszwecke. Desbald müßten die Engländer auf frische Kost verzichten. Auch die Fleischeinfuhr werde vielleicht weiter verringert werden müssen. Wieder Gefahr für Irland! Dunkle Pläne in London— Schiffsverluste erheblich höher als 1917 Jellicoes Memorandum zitiert Von unserem sländigen Vertreter hw. Stockholm, 30. November. Die Unterhausdebatte über den UI=Boot= und Lufttrieg hat in der englischen Presse neue Auseinandersetzungen ausgelöst, in denen vor dem düsteren Hintergrund dieser Sorge noch schwarze Prophezeiungen und Pläne laut werden. Der„Manchester Guardian“ bestätigt Greenwoods fatale Definition der Seekriegslage mit dem Hinweis, daß die Schiffsverluste während der letzten vier Wochen„selbst nach der englischen Rechenmeihode" betröchtsich höher seien als die vom Oktober 1917, denen zufolge Jellicoe sein berühmtes Memorandum an die Admiraliät richtele, in dem es hieß:„Die sehr ernste und ständig steigende Bedrohung der Sefahrt durch seindliche.=Boole ist zweisellos das jetzt bedeutungsvollste Problem“. Das englische Blatt empfiehlt eine ganze Reihe von Gegenmaßnahmen, vor allem eine„ständige Nachprüfung der Möglichkeiten zum Erwerb der nach wie vor notwendigen irischen Häsen“ Die Lustbombardements sind die große Sorgenquelle für die„Portshire Post“. Sie hält es für ratsam, einzusehen, daß ein Mittel gegen Nachtbombardements wahrscheinlich nicht gefunden werden könne— während dieher die englische Offentlichkeit immer wieder mit Versprechungen gefüttert worden war, daß eine Serie von Gegenmitteln bereits unterwegs sei. Zur Aufrechterhaltung der Produkion trotz der Vombardements empfiehlt dieses Blat: Ersatz größerer Fabrikkomplere durch verstreute kleinere Gedöude, Vorbereitungen zum raschen Auslausch von Arbeitern zwischen den einzelnen vombardierten Fabriken, geschützte Schlafräume für die Belegschaften.„Daily Telegraph“ wiederholt im Chor mit einer Fülle anderer Blätter den Ruf, die Zeit der halben Maßnahmen müsse jetzt endgültig vorbei sein. Neue Rationierungsmaßnahmen seien zu erwarten, umnd zwar würden davon besonders Kantinen, Fabrikspeisesäle, Schulen und Restaurants betroffen werden. Auch der„Daily Herald“ unterstreicht, daß das Ratonierungssostem in Zukunst verschärft werden müßte. Ferner würden die Lebensmitteleinkäuse in übersee verringert werden müssen, um den Schifsraum für diese Zwecke weniger in Anspruch zu nehmen. Dieser Ankündigung kommt besonders schwerwiegende Bedeutung zu, wenn gleichzeitig von amtlicher britischer Seite zugegeben wird, daß„in einigen Teilen Englands Lebensmittellogerhäuser von deutschen Vomden zerstört worden seien.“ Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang ein überblick, den der bekannte englische General Sir Walter Kirke über die militärische Lage Englands gibt. Der General hebt hervor, es sei für England unbedingt lebenswichtig, die See für seine Geleiszüge offen zu halten. Gelinge es Deutschland wirklich, England von den überseeischen Einfuhren vollkommen abzuschneiden, dann seien Englands Zukunstsaussichten verzweifelt. Ein seltsamer Umweg Post zwischen Gibraltar und Madeira über England. Von unserem schm.-Berichterstatter Madrid, 29. November. Der Postverkehr zwischen Gibraltar und Madetta wird, wie bekannt wird, in Zukunst erst über England geleitet. Dadurch ersolgen wochenlange Verzsgerungen und, infolge der häufigen Versenkungen der englischen Schiffe, nicht selten Verlust der gesamten Korrespondenz, was bei den Angehörigen der vielen nach Madeira evakuierten Frauen und Kinder gkoße Ber, stürzung und Beunruhigung ausgelöst hat. Auf Madeira befinden sich mehrere tausend Gibraltarflüchlinge, die in zwei großen Schüben dorthin geschafft wurden. Die Presse veröffentlicht zur Beruhigung der Bevölkerung eine Rote, in der es heißt, daß man augenblicklich die Gründe untersuche, welche zur Umleitung des Postverkehrs zwischen Gibraltar und Madeirg öber London geföhrt hoben. K 29. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 328 Immer nur Tügen als Ausweg Die Märchen über die„Coventrierung“ Kölns wollen nicht verstummen Bristol und Coventry im Hintergrund Berlin, 29. November. Je stärker die Schläge sind, die die deutsche Luftwasse England versetzt, desto unverschämter werden die Lügen der englischen Amisstellen, die diese über angebliche Erfolge der RAF in Deutschland verbreiten. Zweisellos liegt in diesem erbärmlichen Verfahren ein System, das von der bitteren Notwendigkeit diktiert wird, den deutschen Massenangrifsen auf englische Produktionszeutren und Hasenstädte elwas Gleichartiges entgegensetzen zu müssen. Da aber die planlosen und vom militärischen Standpunkt aus fast kindisch zu nennenden Bombenabwürfe der brilischen Flugzeuge dazu gar nicht in der Lage sind, muß die Lüge ersetzen, was der Wirklichteit mangelt. So phantasievoll nun diese Lügenmärchen auch erscheinen mögen, so dürftig sind sie in Wahrheit. Denn sie sind nichts anderes als die Reflexe der Ereignisse, die England unter der Wucht der deutschen Luftangriffe durchmachen muß. Darum stellen sie den gewaltigen Zerstörungen in Bristol und anderen Städten die„Coventrierung Kölns" entgegen. Was die Engländer in ihren Zwecklügen der Stadt Köln andichten, ist jedoch nur ein Abglanz dessen, was sie etwa in Birmingham und Coventry selbst erlebt haben. Wie plump und phantasiearm sie aber dabei vorgehen, zeigt z. B. der letzte Bericht des britischen Luftfahrtministeriums, der die schon am Vortage über Köln verbreiteten Lügen noch weiter ausspinnt. Wenn darin von der Bombardierung von Kais und Docks(!) gefaselt wird, so ist das direkt ein Beweis dafür, daß die amtlichen britischen Lügner an Bristol und andere englische Häfen dachten, als sie Köln sagten. Dieser Eindruck vertieft sich noch, wenn man die Einzelheiten liest, die dieser erbärmliche Lügenbericht gibt. Da ist außer Docks und Kais von Eisenbahnanlagen, Güterschuppen, Bahnhöfen, Warenlagern, Depots und Industriewerken die Rede— gerade wie in einem deutschen Bericht über die Wirkung eines deutschen Luftangriffes, nur mit dem Unterschied, daß die englischen Angaben völlig erdichtet sind und nur der Irreführung der unter dem Eindruck der deutschen Erfolge stehenden Bevölkerung dienen. Newyork Times contra Churchill „Rheinische Industrie nicht beeinträchtig!“ Newyork, 29. November. Gegenüber den Behauptungen Englands über Luftangriffe auf Köln bringt„Newyork Times“ einen Bericht, demzufolge amerikanische Korrespondenten den Luftangriff miterlebt haben. Ihrem Bericht nach hat sich der Angriff auf außerhalb liegende Bezirke begrenzt. Beim Flug über die Hauptindustriestädte des Westens wären keine Anzeichen von Schäden an den großen Industrieanlagen festzustellen gewesen. Rheinbrücken wie Kanalbrücken seien noch intakt. Zwar möchte örtlich geringer Schaden angerichtet sein, aber die rheinische Industrie wäre nicht beeinträchtigt. Auch die Städte seien unversehrt. Britenbomben auf Kirche und Wohnhäuser Umsangreiche Verwüstungen in einer Kirche Amsterdam, 29. November. In der Nacht zum Donnerstag griffen Churchills Flieger wieder mehrfach nichtmilitärische Ziele in Holland an. Ein großer Teil der Bomben fiel auf freies Feld und richtete keinen Schaden an. Einige Wohngegenden haben jedoch gelitten. Dabei sind ungefähr 24 Häuser mehr oder weniger schwer beschädigt worden. In einem Schulgebäude wurden umfangreiche Verwüstungen angerichtet. In einem Ort Südhollands sind zahlreiche Brandbomben auf eine Kirche und die umliegenden Wohnhäuser abgeworfen worden. Die Kirche brannte zum größten Teil ab. In den Wohnhäusern entstanden Brände, die jedoch schnell gelöscht werden konnten. Eine Person wurde schwer verletzt. Englands zweitgrößter Hafen Liverpool— wichtiges Zentrum der englischen Wirtschaft Berlin, 29. November. Der Angriff der deutschen Luftwaffe auf Liverpool hat mit dieser Stadt ein hervorragend wichtiges Zentrum der englischen Wirtschaft getroffen. Liverpool ist mit seinen 850 000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Englands. Sein Hafen ist der zweitgrößte der britischen Insel. Dieser Hasen ist deshalb von lebenswichtiger Bedeutung für England, weil über ihn die Versorgung des englischen Industriegebietes der Midlands erfolgt. Damit ist Liverpool die Hauptversorgungsquelle für ein hochindustrialisiertes Gebiet, in dem rund 10 Millionen Menschen leben. Die im Hasen von Liverpool angerichteten Zerstörungen müssen also zu empfindlichen Versorgungsschwierigkeiten im industriellen Herzen Englands führen. Liverpool verfügt im Hafen= und Stadtgebiet über ausgedehnte Lageranlagen. Charakteristisch sind die riesigen Getreidesilos und Lagerhäuser für die verschiedenen Güter. Ueber ein Viertel der gesamten Lagerkapazität Englands für Getreide ist in Liverpool konzentriert. Außerdem befindet sich rund ein Achtel der englischen Getreidevermahlungskapazität im Hafen= und Stadtgebiet von Liverpool. Auch rund ein Sechstel der gesamten Lagerkapazität aller englischen Kühlhäuser ist in Liverpool vertreten. In den Speziallagerhäusern von Liverpool können ferner 150000 Ballen Wolle und 200000 Fässer Tabak gelagert werden. Von großer wehrwirtschaftlicher Bedeutung sind die Erdöllager von Liverpool. Der Hafen besitzt ein Spezial=Lagergelände für Erdöl von 12 ha Größe. In diesem Gelände befinden sich zahlreiche Erdöltanks mit einem sehr großen Fassungsvermögen. Die Zerstörungen in diesen Erdöllagern dürften sich für die Midlands überaus nachteilig auswirken. Wichtig für die Versorgung ist auch die im Gebiet von Liverpool beheimatete Margarineindustrie, die rund ein Drittel der gesamten englischen Friedenskapazität kontrollierte. Wie wichtig der Hafen von Liverpool für das Industriegebiet der Midlands ist, geht aus der Tatsache hervor, daß der einzige Großkanal Englands, der mit großen Schiffen befahren werden kann, bei Liverpool seinen Anfang nimmt. Dieser Kanal führt nach Manchester. Seine Zerstörung oder Beschädigung dürfte für Manchester schwerste Auswirkungen haben. Im Stadtbezirk von Liverpool ist auch die englische Rüstungsindustrie mit einigen Werken vertreten. Am wichtigsten dürften die Montage werke für Flugzeuge sein. In diesen Werken werden insbesondere die Lockhead=Bomber montiert. In der Nähe von Liverpool befindet sich die größte englische Glasscheibenfabrik. Bekanntlich konnte England schon im Frieden seinen Glasscheibenbedarf nur zu 75 v. H. aus eigener Herstellung decken. Der riesige Glasbedarf, der sich im Kriege durch die deutschen Bombenangriffe ergeben hat, kann naturgemäß zu einem wesentlich geringeren Bruchteil befriedigt werden. Zerstörungen in der größten Glasscheibenfabrik Englands müssen zu einer weiteren Verschlechterung der englischen Versorgung mit Glasscheiben führen, die jetzt natürlich sehr wichtig ist. Abtransport unmöglich Alle Landstraßen in Mittelengland mit Aulokarawanen vollgepfropft Stockholm, 29. November. Die außerordentlichen Zerstörungen, die die wuchtigen deutschen Vergeltungsangriffe auf die britischen Industriezeniren in den Midlands verursacht haben, gehen auch aus einem Londoner Eigenbericht der Zeitung„Nya Dagligk Allehanda“ hervor, der die rosig gefärbten Meldungen Duff Coopers Lügen straft. Der schwedische Berichterstatter schildert in eindringlichen Worten das schwierige Problem, wie man die ihrer Arbeitsstätte in den kriegswichtigen Betrieben beraubten Arbeiter und ihre Familien aus den zerstörten Gebielen abtransportieren soll. Der Berichterstatter, der im Kraftwagen diese Gebiete in Mittelengland und den übrigen Zentren der Waffenschmiede Englands befahren hat, schreibt, daß er auf allen Landstraßen Massen von mit Menschen vollgepfropften Autobussen und Karawanen von Automobilen beobachtet habe, die bemüht waren, aus der Zone der durch die Bombenflüge angegriffenen und zum Teil zerstörten Industriestädte, die noch fortgesetzt weiteren Angriffen ausgesetzt seien, herauszukommen. Vergebens warteten unzählige weitere Personen an den Haltestellen der Autobusse auf freie Plätze zur Beförderung.„Obgleich alle Wege auf der Strecke zwischen den mittelenglischen Industriestädten und der Provinz Warwickshire mit Kraftwagen und Autobussen vollgepfropft waren, reichten diese Transportmittel nicht aus, die in Bewegung geratene Masse der aus dem Gebiet der Städte flüchtenden Einwohner zu befördern.“ Leichtfertige Schlußfolgerungen Deutschland läßt die Zeit des Warlens nicht ungenußt verstreichen Berlin, 29. November. Der Londoner Rundfunk hat darauf hingewiesen, daß die deutschen Truppen„von Norwegen bis Spanien, von der Bretagne bis Polen arbeitslos“ geworden seien, und daraus die Schlußfolgerung gezogen, Deutschland habe die Initiative verloren, seine diplomatische Tätigkeit sei im Sande verlaufen. Man sollte eigentlich annehmen, daß gerade die englische Agitation mit derartigen Werturteilen vorsichtiger umgehen würde, denn die britische Armee hat im Frühjahr dieses Jahres am eigenen Leibe erfahren, welche Folgen eine sogenannte„Arbeitslosigkeit“ des deutschen Heeres hervorzurusen vermag. Der Londoner Rundsunk kann sich darauf verlassen, daß Deutschland die Zeit des Wartens ebensowenigunbenutzt verstreichen läßt, wie die Monate, die der großen Westsoffensive dieses Frühjahrs vorausgingen. Auch dürften die Einwohner der täglich bombardierten Städte Großbritanniens kaum der Auffassung sein, daß die deutsche Luftwaffe derzeit nicts zu tun habe. Dasselbe trifft für die brittsche Handelsflotte zu, deren Schiffe Angriffen der deutschen Kriegsmarine und deutscher Kampfflugzeuge in großer Zahl zum Opfer fallen. Inwiefern der kürzlich erfolgte Beitritt der drei Staaten zum Dreimächtepakt ein diplomatischer Mißerfolg sein soll, bleibt der Intelligenz des Londoner Rundfunks vorbehalten. Die deutsche Wehrmacht wird jedenfalls zur gegebenen Zeit wieder handgreiflich vor Augen führen, wie sie die Periode eines beschränkten Einsatzes zu nutzen verstand. Statiens Lastwaft greist un Erfolgreicher Großeinsatz an der griechischen Front— Wieder Volltreffer auf britisches Schlachtschiff Rom, 29. November. Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Worklaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Front haben die Divisionen Ferrara, Siena und Centauro von der 11. Armee im Verlauf des gestrigen Tages Gegenangriffe unternommen und jeden seindlichen Eindringungsversuch gewaltsam unterbunden. An der Front der 9. Armee kein besonderes Ereignis. Rund 300 Flugzeuge unserer Luftformationen haben die Zentren und die Verbindungswege bombardiert und dabei insbesondere in der Zone von Erseke und Sopiki die Ziele wiederholt getroffen, wobei Explosionen und Brände hervorgerufen wurden. In Erseke ist ein Brennstofflager unter MG=Feuer genommen und in Brand gesteckt worden. In den Lufkkämpfen sind vier feindliche Jäger abgeschossen worden. Zwei eigene Ilugzeuge sind nicht zurückgekehrt. An der Froni der 9. Armee hal unsere Flak zwei Flugzeuge brennend abgeschossen. Ein Bomber landete im Flußbett des Devoll; die aus einem Offizier und zwei Unteroffizieren bestehende Besatzung wurde gefangengenommen. Andere Luftformationen haben die Ziele von Korsu bombardiert. Die militärischen Anlagen dieses Stützpunktes wurden von unseren Streitkräften am Morgen des 28. Nov. aus kurzer Entfernung einer längeren Bombardierung unterzogen. Dabei wurden folgende Ziele mit offensichtlich zerstörender Wirkung getroffen: die Batterien von S. Salvatore, S. Stesano, Culkura und Roda, ferner die Verteidigungsanlagen sowie die Kaserne von Sidari, die Rundfunkstation von Tignola sowie ein Beobachlungsposten. Die seindliche Abwehr war plan= und wirkungslos. Unsere Einheiten haben keinerlei Schaden erlitten. Eine in der Nähe von Malta gesichlete feindliche Marineformation wurde von unseren Luftstreitkräften Anirgesehlen=Er Ppstaggen heimwarts Der Vorstoß unserer Zerstörer gegen die englische Küste Berlin, 29. Nov. Wie durch unsere Meldung und OKW-Bericht bereits bekannt wurde, haben deutsche Zerstörer einen erfolgreichen Vorstoß gegen die englische Küste unternommen. Hierzu erfährt das dnb folgende Einzelheiten: Der Gegner hat die langen und unsichtigen Novembernächte dazu benutzt, den Verkehr unter der englischen Südküste in größerem Umfange wieder aufzunehmen. Aus diesem Grunde entschloß sich der MarineGruppen=Befehlshaber West, Zerstörer gegen die wiederbelebten feindlichen Verkehrswege anzusetzen. Aehnliche Ueberlegungen führten bereits früher zu einem Vorstoß in die südwestenglischen Seegebiete, bei dem— wie der OKW=Bericht vor einigen Wochen meldete— ein feindlicher Kreuzer durch einen Torpedo getroffen wurde. Bei einem neuen Vorstoß einiger unserer Zerstörer unter dem Führer der Zerstörer gelang es den Angreifern in der Nacht zum 25. November, zwei vollbeladene feindliche Dampfer von 9000 bzw. 3000 BRT zu versenken. Außerdem wurden in der gleichen Nacht drei Bewachungsfahrzeuge vernichtet. Durch diesen kühnen Vorstoß sowie durch das frühere Unternehmen gewarnt, zog der Gegner starke Sicherungsstreitkräfte am Westausgang des Kanals zusammen und glaubte dadurch eine ausreichende Sicherung gegenüber der Wiederholung solcher deutschen Zerstörer=Raids geschaffen zu haben. Von neuem liefen deutsche Zerstörer aus und vernichteten in der Nacht zum 29. 11. einen Schleppzug und einen Dampfer mittlerer Größe. Dieses nächtliche Vernichtungswerk wurde in gespenstischer Weise durch starke, von riesenhaften Stichslammen durchzuckte Brände, die von dem bombardierten Kriegshafen Plymouth herrührten, beleuchtet. Mehrere Stunden späler kamen unsere Zerstörer mit einem stark überlegenen seindlichen Verband großer englischer Zerstörer ins Gesecht. Der Gegner drehte zum laufenden Gesecht auf, das sich auf Nordkurs entwickelte. Der eigene und der Gegnerverband liefen höchste Fahrl. Unsere Zerstörer schossen Torpedos. Um.44 Uhr wurde ein feindlicher Jerstörer neuester Bauari von 1900 Tonnen Größe, mit achl 12=em=Geschützen bewassnet, von zwei Torpedos getrossen, brach unter gewalliger Jeuerentwicklung auseinander und versank sofort. Ein anderer Zerstörer erhielt mittschiffs einen Volltreffer und kam sinkend außer Sicht des mit hoher Fahrt weiterlaufenden Verbandes. Anschließend entwickelte sich ein Artilleriegesecht auf Südkurs, das um 7,05 Uhr infolge Außersichtkommens der englischen Zerstörer abgebrochen wurde. Am Freitag gegen Mittag liefen unsere Zerstörer nach dem siegreichen Gefecht mit gesetzten Toppflaggen unversehrt in ihren Stützpunkten ein. erreicht und angegrissen. Ein großes Kriegs schifferhielt durch eine Bombe schweren Kalibers einen Volltreffer. Bei den folgenden heftigen Luftkämpfen zwischen unseren von Jagdflugzeugen begleiteten Bombern und feindlichen Jägern wurden fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen und vier ernsthaft beschädigt. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Während der Nacht haben unsere Flugzeuge den Hasen von Valetia(Malta) bombardiert. In Ostafrika blieben seindliche Luflangrifse auf Tessenei ohne Folgen, während in El Uak zwei Personen verwundet und in Comar(Metemma) einige Eingeborene verwundet und ein Kind getölet wurden. Unser-Booi„Marcon!“ hat im Aklanlik einen beladenen englischen Transportdampfer von 10 000 BRT versenkl. Feindliche Ilugzeuge versuchten, die Städte BrindisI und Tarent zu erreichen. Auf Grund des heftigen Sperrfeuers der Flak konnle der Gegner nur in der Nähe von Brindist Spreng= und Brandbomben abwersen, die auf freies Feld und ins Meer sielen. Das ist Englands Generalvollmacht für die Kontrolle der gesamten griechischen Schiffahrt Gens, 29. November. Wie der amtliche Londoner Funkdienst meldet, hat die griechische Regierung dem griechischen Schiffahrtsausschuß in London Generalvollmacht für die Kontrolle über die gesamte griechische Schiffahrt außerhalb der östlichen Gewässer des Mittelmeeres sowie über griechische Schiffe von mehr als 4000 Tonnen innerhalb der östlichen Gewässer des Mittelmeeres erteilt. Die Maßnahme wird damit„begründet“, man wolle sicher gehen, daß die griechischen Schiffe dem Bedürfnis der Kriegsanstrengungen der„Alliierten"(lies: der Engländer!) entsprechend benutzt werden. Die britischen Seeräuber haben es also verstanden, sich mit Hilfe der bezahlten Strohmänner des sogenannten„griechischen“ Schiffahrtsausschusses in London in den Besitz fast der gesamten grtechischen Handelsflotte zu setzen, die allerdings auch bisher schon fast ausschließlich für England gefahren ist. Das Hauptziel der britischen Hilfeleistungen für Griechenland, der Raub der immerhin nicht unbeträchtlichen griechischen Handelstonnage, ist damit jedenfalls eindeutig entlarot. Verschleppt und erschossen Streuge Bestrafung der Schuldigen angekündigt Bukaresi, 29. November. Die rumänische Presse veröffentlicht folgende Mitteilung des Ministerpräsidiums: „Am 26. November wurde der gewesene Minister Madgearu von Unbekannten aus seiner Wohnung geholt. Nachmittags fand man ihn erschossen in einem Walde auf. Am Abend des 27. November wurde Professor Jorga von Unbekannten aus seiner Wohnung geholt. Die zu seiner Auffindung und Befreiung rasch getroffenen Maßnahmen blieben ohne Erfolg. Am nächsten Morgen wurde seine von sechs Revolverkugeln durchbohrte Leiche in der Nähe von Ploseschti aufgefunden. Die Regierung ist auf der Suche nach den Schuldigen, die strenge Strafen auf Grund der bestehenden Gesetze zu erwarten haben.“ Vergeltung Neue Bründe in London— Der erfolgreiche Vorsloß anderer Ferlihrer iin Kang! Berlin, 29. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannl: Deutsche Zerstörer unternahmen einen Vorsloßz in den Westausgang des Kanals bis dicht unter die englische Küste. Hierbei kom es zu einem Gesecht mit englischen Ferstörern. Es gelang, zwei seindliche Zerstörer zu torpedieren. Andere deutsche Zerstörer versenklen an der englischen Südküste zwel Dampfer von 9000 und 3000 BRT und zwei weilere kleine seindliche Jahrzeuge. Die Luftwasse sehzle in der Nacht zum 28. November ihre Vergeltungsangriffe gegen kriegswichtige Ziele im Stadtgebiet von London fort. Neue Brände und starke Detonationen wurden beobachtet. Stärkere Kräffe griffen in der Nacht zum 28. Rovember, wie bereits gemeldet, Stadt und Hasenanlagen von Plymouth konzentrisch an und verursachten mehrere starke Explosionen, sowie größere und kleinere Brände. Außerdem wurden Bahn. und Industrieanlagen einer anderen größeren Stadt in Schottland wirkungsvoll mit Bomben belegt. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine beschossen auch gestern seindliche Schiffe und andere Ziele im Raum von Dover. In der Nacht zum 29. November warsen mehrere britische Ilugzeuge in Nord= und Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. An einigen Häusern wurden erhebliche Sachschäden verursacht. Dachstuhlbrände konnten bald gelöscht werden. Eine Bombe traf ein Reservelgzaretl. Die Verluste des Gegners betrugen gestern insgesamt 13 Flugzeuge, davon 1 1 im Luftkampf und 2 durch Flak. und Marineartillerie. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. der Dank des Reichsschatzmeisters München, 29. November. Reichsschatzmeister Schwarz teilt folgendes mit: „Die außergewöhnlich große Anzahl der mir zu meinem 65. Geburtstag übermittelten Glückwünsche hat mich mit dankbarer Freude erfüllt. Es wäre mir ein aufrichtiges Bedürfnis, jedem einzelnen dafür persönlich meinen Dank zum Ausdruck bringen zu können. Mit Rücksicht auf die besonderen Zeitumstände bitte ich jedoch alle Volksgenossen und Volksgenossinnen, die mich durch ihr Gedenken geehrt haben, auf diesem Wege meinen tiefempfundenen Dank entgegennehmen zu wollen. Meine Dankbarkeit für die zahlreichen Gedenken soll ihren Ausdruck finden in dem Gelöbnis weiterer treuer Pflichterfüllung für Führer, Bewegung und Volk.“ Bereit zur vollen Mitarbeit Reichsjugendführer Axmann auf einer Großkundgebung der Straßburger 53 Straßburg l.., 29. November. Die Straßburger Jugend stand am Donnerstag im Zeichen des Besuches des Reichsjugendführers Axmann. Der Reichsjugendführer wurde vom Chef der Zivilverwaltung, Reichsstatthalter Robert Wagner, empfangen. Am Abend fand eine Kundgebung der elsässischen Jugend statt. Reichsjugendführer Axmann stellte in seiner Rede fest, daß die bisher bereits geleistete Arbeit im organisatorischen Aufbau der Jugendbewegung im Elsaß reiche Früchte getragen habe. Er habe aus der Bereitwilligkeit und der inneren Bereitschaft dieser Jugend den Schluß Ziehen können, daß sie mit ganzem Herzen von der Mitarbeit an den Zukunftsaufgaben des Großdeutschen Reiches beseelt sei. In Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei Dr. Cammers empfing am Freitag in der Neuen Reichskanzlei die zur Zeit auf Einladung des Reichsministers des Innern in Berlin weilenden Elsässer und Lothringer. * Der sapanische Reichslag wurde Freitag vormiktag seierlich eröffnet. Im Hinblick auf das erste Jusammentreten des Reichslages vor genau fünfzig Jahren war auch der Kaiser persönlich erschienen. Die Milglieder des Oberhauses und des Unterhauses, der Regierung und des diplomalischen Korps waren vollzählig erschienen. * Wie Reuter meldet, gingen die britischen Vorpostenschiffe„Dungeneß" und„Jonlenoy“ auf Grund ihrer Beschädigung durch ein feindliches Flugzeug verloren. Verlag: Westfälische Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westl.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. Zt. im Felde), i. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eickhoff(z. Zt. im Felde); Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl; Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Max Hiemisch(z. Zt. im Felde), I. V. August Hollweg: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheek: Kommunalpolitik: Otto Peffer (z. Zt. im Felde): Sport: Allred Strobel(z. Zt. Im Felde). I. V. Peter Jurascheck; Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horst Enters (z. Zt. Wehrmacht), i. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Das glückliche Jahr Von Hans Wörner (4. Fortsetzung.) Der Jochen mußte zweimal Luft holen, um Frau Ackermann einmal zu begrüßen.„Ich habe aber keine Zeit, lieber Herr!“ „Ja, Sie wollen verreisen!“ sagte Jochen. Frau Ackermann war gerade mit den Kontermuttern fertig, nahm einen großen Schirm, eine Handtasche, einen verschnürten Pappkarton mit Holzgriff und eine große Tüte und kam hinter dem Ladentisch hervor. „Es ist nicht gerade eine Reise“, sagte sie.„Ich will zu meinen Schwestern nach Ostheim. Die Grete hat so'n Pech mit ihren Zähnen; ich muß da mal ein paar Tage den Laden machen, damit sie nicht mit Schmerzen hinter der Theke sich quält. Lina, ich gehe jetzt!“ rief Frau Ackermann. Sie ging jetzt. Ein bißchen trieb sie den Jochen Meierhoff dabei vor sich her. Zur Tür. Durch die Tür. über die drei Stufen. Auf die Straße. „Nach Ostheim, da fahren Sie..., na, wie fahren Sie denn da, Frau Ackermann?“ „Mit der Bahn über Windecken, dann mit dem Post### omnibus nach Odeheck und mit der Lokalbahn nach Ost# heim“, antwortete Frau Ackermann. „Ostheim liegt hinter diesem Berg da drüben, und Sie fahren ganz im Bogen herum. Lassen Sie mich zn mal eben auf die Karte sehen. Ich glaube doch, ich bringe ### Sie schnell mit dem Wagen hin!“ rief Jochen. Er hatte sich das gar nicht erst überlegt. Es war auch wirklich ein Katzensprung. Elf Kilometer. Frau Ackermann mochte nicht recht, aber während sie noch nicht mochte, freute sie sich schon. Sie stellte den Karton vor dem Auto auf die Erde, legte die Tüte und die Handtasche darauf, lehnte den Schirm dagegen und stieg dann gemütlich ein. Hinten auf die Rücksitze setzte sie sich, genau in die Mitte.. * Der Jochen lud das Gepäck hinterher. Frau Acker#mann überließ ihm alles. Er baute die Sachen auf den # f r e i e n V o r d e r s i t z; n i c h t e i n m a l n a c h d e r H a n d t a s c h e v e r lange Frau Ackermann. Der Jochen konnte unmöglich sein Auto über diese Fuhre ins Bild versetzen. Er blinkerte ihm nur mal zu, vorsichtig, beschwörend, auf ein Hinterher=alles=Erklären vertröstend. Das kleine Auto verstand den heimlichen Wink und ließ sein eisernes Motorchen anschnurren, wie „Ra, denn man los!“ Jochen fuhr langsam. Ganz langsam durch das Dorf. Vor der Kirche ließ Frau Ackermann noch einmal anhalten und schickte einen Jungen mit der Nachricht in ihr Haus zurück, sie sei nicht mit der Bahn gefahren, sondern mit Herrn Meierhoff, mit dem Auto.„Gelt, das Auto ist neu?“ fragte sie den Jochen. Und auch das hörte der Junge noch, ehe er sich in Trab setzte. Diese Fahrt war schön. Jochen Meierhoff, wenn er in den Rückspiegel sah, hatte das zufriedene Gesicht der tüchtigen Frau Ackermann vor sich, die roten Backen, die gerade Nase, die biederen Augen, die dichten Augenbrauen, den komischen Hut, die langen Nadeln und die Messingdrecker von Kontermuttern. Die Uhr war Elf. die beste Tageszeit für einen Vormittag im Januar; die Straße war fest, mit leichten Steigungen, langen Kurven um abschüssige Wiesen herum; am Wegrand standen deftige Bauernhöfe, mal eine Bauschule mit artigen Schulknaben von Tannenstämmchen, und dann Wald, gesunder Mischwald aus Fichten, Birken und schweren Eichen. Schon um den noch neuen Wagen zu schonen, fuhr der Jochen langsam, gleichmäßig und so richtig einen braven Striemel, was der Frau Ackermann gefiel. Sie erzöhlte... Wie alles an dieser Fahrt, hatte die Erzählung der Frau Ackermann Hand und Fuß. Da war sie..., da war ihre Schwester Grete..., da war Frau Ackermanns Schwager... Die Grete mußte mal ein paar Tage jeden Morgen zum Zahnarzt; der Schwager mußte zur Kleinbahn, da war er Maschinenschlosser im Lokomotiv= schuppen. Die Grete hatte einen Laden, wie ihn die Leute brauchen. Gießkannen, Schulfibeln, Wecker, Schnürsenkel, alles. Den Laden also wollte Frau Ackermann ein paar Tage besorgen, dieweil bei ihr daheim die Lina die Tür offen hielt. Frau Ackermann fragte auch. Sie war nicht neugierig, sie wollte nur wissen, daß dieses kleine Auto hier nicht dem Seifengeschäft gehört, sondern dem Jochen Meierhoff, der es auf einen Ratsch bezahlt hat— daß der Jochen Meierhoff zu Hause eine Frau hat, die Ursel heißt und zu sparen versteht. Und als diese Fahrt vor dem vielseitigen Laden der Grete Weber in Ostheim zu Ende ging, war gerade zwischen der Frau Ackermann und dem Jochen Meierhoff alles gehörig klar, gehörig rund und gehörig verläßlich. Es konnte also der Jochen Meierhoff ruhig mit zu Frau Ackermanns Schwester gehen, damit die für alle drei ein Butterbrot und eine Tasse Fleischbrühe mache. Da saßen sie dann also in einer richtig zurechtgewohnten Küche und waren untereinander gut bekannt. Die Grete war froh, daß ihre Schwester angekommen war, und froh, daß dieser Herr sie so einfach, gemütlich und schön zu ihr brachte. Sie konnte ganz echt und aufrichtig bleiben, während sie dem Jochen erzählte, daß sie ihre Schmierseise, Waschpulver und Kernseife bislang von einem Grossisten bekommen habe, der immer zuerst die Rechnungen schickte, nie selber kam— weil es ihn selber sozusagen gar nicht gab, vielmehr war er eine GmbH.—, niemand mitbrachte und immerzu große Reklameschilder an den Hausgiebel pinseln wollte. „Probiere mal die Kernseife vom Herrn Meierhoff. Grete!“, sagte Frau Ackermann. Und die Grete Weber brauchte sich das erst gar nicht zu überlegen. Also verabredeten sie eine kleine, handliche Probekiste, ein appetitliches Probekistchen mit etwas von allem, zwanzig Riegel Kernseife, zwölf Pakete Waschpulver, sechs Pakete Einweichpulver, drei Pakete Scheuerfix und drei Dosen Bohnerwachs. Kurz gesagt, ein Kistchen wie aus einer Weinkellerei, eine Geschenkpackung von Kistchen, aus weißem Fichtenholz, mit gehobelten, abgekanteten Stoßleisten und sauberen Reihen neuer Nägel. Was hat die Fahrt mit Frau Ackermann doch für merkwürdige Folgen! Noch am selben Abend unterhandelte Jochen Meierhoff mit dem Herrn Dr. Schulz wegen dieser kleinen Überraschungskiste, und der Chef rief den Fabriktischler herbei und knobelte mit ihm die Maße aus. Es wurde ein goldiges Format, quadratisch im Querschnitt, etwas länger im Grundriß, genau auf das Packen des kleinen Sortiments eingerichtet. Der Deckel wurde versenkt und bekam zwei blanke Scharniere; es sah zuletzt fast aus wie eine kleine Truhe. Jochen hatte gleich den Einfall, diese Dinger auf Vorrat zu fertigen, und richtig!— in zwei Monaten verteilte er davon vierzig Stück. Ursels Tante war ganz wild darauf, solch ein Kistchen zu bekommen. Ihr fiel auch der rechte Name ein, sie nannte das Ding eine„Kleine Seifentruhe", und unter diesem Namen wurde es ein prächtiges Reißerchen. Die„Kleine Seifentruhe“, die es bald in verschiedenen Sortimenten gab, führte den Jochen in fast jeden Laden ein, den er damit betrat. Hausfrauen bezahlten gern den Aufschlag, hielten Treue zu Jochens Seifen und geduldeten sich, bald eine zweite der kleinen Truhen zu bekommen, die sie daheim lackierten und als Möbelchen in die Küche stellten. Einzig dem Geschäft der Schmierseife war damit nicht nachzuhelfen; aber zur Zeit der sechstausendsten Seifentruhe kam Jochen Meierhoff mitten zwischen zwei Dörfer auf einen erstklassigen Sprung. Er hielt vor Schreck den Wagen an, kletterte hinter seinem Rad hervor und stef vor Aufregung dreimal vor dem Kühler hin und her. „Nein“, rief er in das runde Kühlergesicht,„daß wir beide darauf nicht längst gekommen sind! Wie bewahren die Leute ihre Schmierseife auf? Hinten in der Speisekammer! In einem Wrack von einer halbzerschlagenen Steingutschüssel, in einem verrosteten Krüppel von Konservendose, scheußlich! Ein Angang, daraus Schmierseife zu nehmen! Und das wird jetzt anders!“ Also brachte der Jochen die Woche darauf die ersten „Seifenfäßchen“, kleine Witze, zwei Handbreit hoch, aus schmalen Dauben von Buchenholz, angebeizt, mit zwei Leichtmetallstreifen als Faßreifen. Der Kofferraum des kleinen Autos sah damit manchmal aus wie ein Bierwagen. * So ein kleines Auto schaukelt einem im Kopf die Ideen zurecht. Die Gedanken laufen leicht hinter der Stirn herum und verbinden sich an den richtigen Stellen. Natürlich soll man nicht grübeln, während man steuert. Man grübelt auch nicht, hinterm Rade ist gar nicht der Platz dazu. Grübeln tut ein Mann, der in seiner Wohnung im Sessel sitzt. Beim Autofahren ist man offen, wach und lustig aufgelegt; alles geht so leicht, der Motor wirbelt, die Räder rollen, die Straße gleitet unten durch, die Dörfer rücken heran, der Wald rauscht vorbei, der Himmel dreht sich langsam. Es ist gar kein Wunder, daß einem Mann, der so seines Weges fährt, eine Lösung, ein Ausweg, ein Vorschlag für das Geschäft oder eine runde, neue Sache, eine gute, handfeste Sache Ursel, froh über Jochens arbeitsame Munterkeit, tat dem kleinen Wagen für seine Hilfe so nur konnte. Sie war seine Pflegemutter wie sie Jochens Hausfrau war. Also hatte sie nicht nur einen Waschkalender in der Küche hängen, sondern einen Wasch=Abschmier=Olwechsel=Kalender. Sie schrubberte dem Jochen in der Badewanne Samstags den Rücken und dem Wagen Sonntags morgens das Dach. Sie wusch ihn; so viel unterwärtige, ganz versteckte, sehr unbequeme Stellen konnte das kleine Auto gar nicht haben, wie die Ursel Lust hatte zu finden und zu wienern. Sie baldowerte auch das aus: daß man ein Auto über der Grube einer Reparaturwerkstatt von unten mit einem teerigen, Olnebel anspritzen, von diesem teerigen Ol einen millimeterdicken Überzug antrocknen lassen und die Federn, Gestänge und Lenkhebel mit harzigen Bandagen umwickeln lassen kann. Genau so wurde das also gemacht. Und dann— was freilich keiner von Jochens Kunden und der Herr Dr. Schulz erst recht nicht erfahren durfte — braute sie dem braven Auto ein Bohnerwachs aus echtem Bienenwachs, drei Teile, farblosem Paraffin, ein Teil, und Terpentinöl. Davon bekam der Kleine eine Paradehaut, eine Regenpelle, eine Lichthamt, i, hen kaufseffekt, eine Augenweide für jeden verständigen Menschen. Freilich wurde die Ursel Meierhoff nach all dieser ehrlichen Mühe dennoch rot, als sie neben Jochen im Auto, als sie mal abends zur Tante fuhren— die hatte im Februar Geburtstag—, den Herrn Schmidthenner auf der Straße sah und der Jochen anhielt. Sie begrüßten sich, sie bildeten dabei ein Dreieck von lustigen Gesichtern. Dann horchte Herr Schmidthenner auf den Motor, Jochen mußte mal Gas geben; Herr Schmidthenner nahm eine Speiche des Steuerrades zwischen zwei Fingerspitzen und prüfte den toten Gang. „Das ist noch mal ein Wagen, der mit Liebe und Verstand eingefahren ist. Der Motor geht wie eine elektrische Nähmaschine! Und die Schale— sagen Sie bloß, mit was wienern Sie den Kleinen? Das fuhlt sich ja an wie Schleiflack, wie hundertjähriges Parkett! Also hier am Kotflügel kann ich die Dreckspritzer mit der Fingerkuppe abschnippen, und es bleibt nicht mal eine blinde Stelle auf dem Blech! Da rutscht einem alten Fachmann die Socke!" „Gelernt ist gelernt!“ lachte die Ursel,„wenn der Kleine Geburtstag hat, soll er noch genau so aussehen wie heute!“ (Fortsetzung folgt.) Heitere Ein junger unbegabter, aber anmaßender Schauspieler kam nach Jena, um durch Schiller eine Anstellung beim Theater zu erhalten. Der junge Mann prahlte: „Ich werde in kurzer Zeit jede Rolle spielen können!“ Schiller lächelte zweifelnd: „Irren Sie sich auch nicht?“ „Irren? Wieso?“ fragte verwundert der Schauspieler. „Nun, Ihres Kopfleidens wegen, das mir weit gschristen scheint!“ „Ich Kopfleiden? Ich verstehe nicht...“ „Dann will ich es Ihnen sagen: Sie tragen ihn. wenig zu hoch, und so etwas ist für die Bühne gut!“ sagte Schiller und ließ ihn stehen. Peter seufzte:„Malwine, ich din totel vorrü dir— mein Herz zittert vor Sehnsucht— ich sessen, toll, verdreht, trr, mahnsinnig!“ Malwine nickte ihm zu:„Endlich verwünttigl“ Samstag, den 30. November 1940 Rheiner voisbias Münsterländische volkszeitung Gegrändet 167 Nummer 329 4 Rus Eihelne Stadt und Amt Besörderung. Der Hauptscharführer Kurt Junker der Waffen= ist zum Untersturmführer befördert worden. „Unter Goldgräbern und Kannibalen auf Neuguinea“ lautet der Titel eines Vortrages, den Dr. Bernatzik am Dienstag auf Veranlassung der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ in der Oberschule für Jungen halten wird. Es handelt sich um einen jener Lichtbildervorträge, von denen die Zeitungen schrieben, daß sie nur so strotzten von Schilderungen packender Erlebnisse, die durch vortreffliche Lichtbilder noch anschaulicher wurden. Wir können den Besuch dieser Veranstaltung des Volksbildungswerkes der DAF sehr empfehlen. e) Tankausweiskarten werden ausgegeben. Wir verweisen auf untenstehende Bekanntmachung des Landratsamtes, und bitten unsere Leser, die Ausgabetermine zu beachten. Fern der Heinar und erch Zuhaut! Rundgang durch ein DAF-Gemeinschaftslager, das eine Stadt im Kleinen ist Imker, herhören! Die Imker werden darauf hingewiesen, daß bei der am 3. Dezember d. J. stattfindenden Viehzählung u. a. auch die Bienen— völker gezählt werden müssen. Sollten die Zähler dies in einzelnen Fällen vergessen, so ist es notwendig, daß die Imker daran erinnern und die genauen Angaben machen, da diese für die kommende Zuckerversorgung von großer Wichtigkeit sind. Wir verdunkeln heute von 17,19 Uhr bis.41 Uhr * Wer will Nevierförster werden? Junge Männer zwischen 15 und 19 Jahren, die Interesse für den Privatrevierförsterberuf haben, müssen sich in diesem Jahre bis zum 1. Dezember bei der Landesbauernschaft melden. * Löschwasserbehälter aus dem Dachboden. Der Löschwasserbehälter auf dem Dachboden kann nur dann seinen Zweck erfüllen, wenn das Wasser auch wirklich verwendungsfähig ist. Da in der Winterzeit das Wasser leicht friert, kann mit Viehsalz nachgeholfen werden. Auf den Sandvorrat ist besonders Wert zu legen. wr. In unzähligen Teilen des Reiches erfordern staatspolitische Notwendigkeiten einen Großeinsatz von Arbeitskräften. Weder die in RADLagern zusammengefaßten Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes noch die ortsgebundenen Kräfte der freien Wirtschaft würden ausreichen, alle die großen Arbeitsprojekte auszuführen und zu verwirklichen, die im Interesse des Reiches und damit des Volkes liegen. Ein großzügig organisierter Arbeitseinsatz ist notwendig, um den Kräftebedarf sicherzustellen. Außergewöhnliche Umstände verlangen und rechtsertigen auch außergewöhnliche Maßnahmen wie etwa die der Arbeitsdienstverpflichtung, deren Ruf jeder arbeitsfähige deutsche Mensch zu folgen hat und ihm auch willig Folge leistet, weil er die Bedeutung seiner Arbeit für das Gemeinwohl klar erkennt. Auch diese Erkenntnis ist wieder ein Beweis für den Erfolg der seit vielen Jahren geleisteten nationalsozialistischen Eiziehungsarbeit. fühlen können. Die Betreuungsarbeit wird somit pflegung im Nahmen der allgemeinen Zuteilung auf kulturellem, politischem, und vor allen Dingen keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Der gut venDie Deutsche Arbeitsfront, die man die große Mutter aller schaffenden Menschen nennen möchte, hält ihre betreuende Hand auch über solche Gemeinschaftslager, in denen die Männer der Arbeit aus allen Gebieten des Reiches zusammengekommen sind. Ans wurde in diesen Tagen durch Vermittlung des Kreisobmanns der DAF, Pg. Rentmeister, Gelegenheit gegeben, eines dieser DAFGemeinschaftslager zu besuchen und hineinzuschauen in das Leben und in die Ordnung ein: Unternehmens, das viele Schaffende aus unterschiedlichen Lebensaltern und Bezirken in Arbeit und Kameradschaft vereint. Als oberster Grundsatz gilt bei jedem DAF=Gemeinschaftslager der Wille, den hier zusammengefaßten Volksgenossen ein Stück Heimat zu schaffen, wo sie sich, fern der Heimat, wie zu Hause auf sozialem Gebiete geleistet. Ein tüchtiger Lagerführer, dem zuverlässiges Hilfspersonal zur Seite steht, kommt dem Bürgermeister eines kleinen Städtchens gleich, der stets um das Wohl seiner Gemeinde besorgt ist. Dieser naheliegende Vergleich drängte sich uns unwillkürlich auf, als wir dem Lagerführer auf einem Rundgang durch das DAFGemeinschaftslager folgten. Auch hier sanden wir als Spitze der Gemeinde die Verwaltung, in der alle Fäden zusammenlaufen. Hier ist— um bei der Sprache der Vergleiche zu bleiben— das„Einwohnermeldeamt“, von hier aus geschieht der Einkauf und geschehen alle die anderen tausend Dinge, die das Lager verwaltungsmäßig in Fluß halten. Daneben verfügt das Lager über eine Krankenstation und eine seigene Posthilfsstelle, die wie jedes Postamt funktioniert. Beide Stellen werden von einem durchgebildeten Sanitäter„in Personalunion“ verwaltet. Ueber dieses kleine Postamt fließen in jeder Woche namhafte Geldbeträge von der Lohntüte in die Familie des Arbeiters daheim. Für die Reinigung der Unterkunftsräume sorgen eigene Wärter. Waschräume, Brausebäder, Trockenräume und sonstige hygienische Anlagen stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung, und in der sauberen Gemeinschaftsküche walten die Köche ihres Amtes und bereiten einen reichhaltigen Speisezettel. Jeder Tisch im geräumigen Speisesaal ist stets mit Blumen geschmückt, und mit bestem Appetit verzehrt hier jeder seine reichlich bemessenen und schmackhaft gekochten Portionen. Das Essen kann in der Tat zu Hause nicht besser sein. Ein Blick“ in die Vorratsräume hat genügt, um uns davon zu überzeugen, daß die Verund Kolonialfrage. Vortrag vor den Schülerinnen der Emslandschule Gestern fanden sich die Schülerinnen der Deutschen Oberschule für Mädchen(Emslandschule) im Lagardehaus ein, um einem Vortrage des Gauverbandsredners des Reichskolonialbundes, Pg. Schneidermann, zu lauschen, der es verstand, seine jungen Zuhörerinnen in das Wesen und die Bedeutung der deutschen Kolonien einzuführen und bei ihnen das Interesse für die deutsche Kolonialfrage zu wecken. In einleitenden Worten schilderte er das blühende Leben, das sich unter deutscher Führung vor dem Weltkriege in unseren Kolonien entwickelte, bis durch das Versailler Diktat der größte Kolonialraub der Weltgeschichte unter, fadenscheinigsten Begründungen vorgenommen wurde. Vor dem Kriege war Deutschlands Kolonialbesitz fünfmal so groß wie das Mutterland und stellte einen Goldwert von 130 Milliarden Mark dar. Eines der großen Ziele unseres gegenwärtigen Kampfes, zu dem uns England herausgefordert hat, ist die Wiedergewinnung dieses kostbaren Kolonialbesitzes. In zahlreichen schönen Lichtbildern schilderte der Redner, der 20 Jahre lang in deutschen Kolonien tätig war, insbesondere das koloniale Leben in der Südsee, dessen Inseln große Reichtümer an pflanzlichen Fetten hervorbringen. Der höchst interessante Vortrag fand die Aufmerksamkeit und den Beifall aller Schülerinnen. 1. Dezember rotes an Fahrrädern müssen bei Dunkelheit oder plöslich auftretendem Nebel das rote Schlußlicht „igend Der Fachhandel verfügt zur Zeit über genugeno Vorräte an Rücklichtern, so daß die FahrDezemder 1gcgu geristet werden können. Ab 1. die Polizei rücksichtslos durchHer sein Faherad Rodschter zur Anzeige bringen, und abgedunkelt hat. ungsmäßig beleuchtet! Die verteufelten Punkte Schlau verteilte Punkte- Passende Wintertreude Es ist manchmal verteufelt mit diesen Punkten auf der Kleiderkarte. Da meint man, wer weiß wie schlau gewesen zu sein und etwas gekauft zu haben, was nur wenige Punkte kostet und findet hinterher heraus, daß man es noch„billiger“ hätte erstehen können. Es gibt manchmal in den Geschäften Reste oder angestaubte oder fehlerhafte Waren zum halben Punktpreis oder Waren, die man sich bei einigem Geschick bequem selbst herstellen kann, die aber verarbeitet eine Menge Punkte verschlingen. Blusen zum Beispiel kosten bis zu 20 Punkten, aber vielleicht ist mancher Frau damit gedient, wenn sie ein paar Punktfreie Bänder oder Spitzen ersteht und sie in geschmackvoller Weise zusammennäht. Die Nachmittagsbluse ist dann fertig. Oder wie ist es, wenn man sich vor dem Kauf einer Sache genau die beiden Kleiderkarten ansieht und miteinander vergleicht. Man benützt dann die Karte, die die wenigsten Punkte erfordert. Bei gleicher Punktzahl ist es ohne weiteres möglich, beide Kleiderkarten„in Zahlung" zu geben, während bei verschiedener Punktzahl genaue Bestimmungen einzuhalten sind. So bei Abgabe von Strickgarn. Jetzt vor Weihnachten wollen viel Müttek ihren Lieben eine warme Jacke, einen Pullover oder Strümpfe strikken. Auch der Aufenhalt im Luftschutzkeller ist dazu angetan, die fleißigen Hände weiter zu regen und zu stricken. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, daß man dieses Strickgarn auf die neue Karte billiger erwerben kann als auf die alte, auf der 100 Gramm Strickgarn auf jeden Fall 7 Punkte kosten, während die gleiche Menge, je nach Material (Wolle, Baumwolle, Zellwolle) 4 bis 6 Punkte erfordert. Sind auf der alten Karte noch vier Punkte vorhanden, dann wird eine 50=GrammDocke dafür abgegeben, sind es dagegen nur noch drei, dann können sie mit der zweiten Karte zusammen in Zahlung gegeben werden. Mit dem Nähgarn kann man allenthalben sparen, wenn man auch die anscheinend kürzesten Fädchen noch benutzt, für eine kleine Naht usw. reichen sie oft noch bequem. Bei der Zusammenstellung von Seiden= und Baumwolltwist reicht man meist gut bis zur nächsten Zuteilungsperiode aus. Für Flickarbeiten wird man manchmal wohl auch ganz kleine Restchen kaufen können, die man verwertet, ohne die Kleiderkarte zu belasten, oder noch besser ist es, einen Flicken, schon bevor ein Loch entstanden ist, unterzusetzen. Denn einen solchen, in der Farbe auch abweichenden Flicken findet jede Hausfrau in ihrer Flickenkiste. Wie manche Frau hat sich zu helfen gewußt, wenn sie keine 75 Punkte für einen Wintermantel opfern konnte. Sie hat dafür eben einen aus Pelzwebstoff oder einem anderen Gewebe erstanden, der nur 40 Punkte erforderte. Als passende Winterfreude und zu Weihnachten wird auch, immer Dekorationsstoff für Tischdecken, Kissen usw. willkommen sein, der im Rest bis 2 Meter keine Punkte kostet. Allerdings sind solche Reste ja auch nicht gerade reichlich vorhanden, so daß nur wenige Frauen so glücklich sein werden, einen Dekorationsstoff„punktefrei“ einzukaufen, denn im anderen Fall muß ein Bezugschein vorgewiesen werden. Es ist also möglich, bei geschicktem Aussuchen und Zusammenstellen Punkte zu sparen und trotzdem alles, was man für sich und seine Familie benötigt, zu kaufen. Stammkunde darf bevorzugt werden Beim Absatz von Erzeugnissen, die nur in beschränktem Umfange zur Verfügung stehen, hat sich in der Praxis eine unterschiedliche Belieferung von Stammkunden und Laufkunden als richtig erwiesen. Diese Praxis ist von den zuständigen amtlichen Stellen anerkannt worden. Auch die Rechtsprechung bestätigt die Richtigkeit der Unterscheidung zwischen Stamm= und Laufkunden. In einem Verfahren vor dem Landgericht Liegnitz wurde betont, daß eine unterschiedslose Belieferung der Stamm= und Laufkunden das Hamstern von Mangelware begünstige. Es sei deshalb richtig, wenn die Laufkundschaft von der jeweiligen Mangelware nur etwas zu kaufen erhält, während die Stammkunden bevorzugt bedient werden. Es könne nicht davon gesprochen werden, daß in diesem Verfahren ein Vertilierte und freundlich gestrichene Speisesaal dient gleichzeitig als Theatersaal, er enthält auch eine kleine Bühne, und in jeder Woche bringt eine Theatergruppe oder eine Filmvorführung eine schöne Abwechslung in das Lagerleben. Am Wochenende steht es den Arbeitern frei, über Sonntag nach Hause zu fahren, und von dieser Möglichkeit machen sehr viele Gebrauch, wenn sie nicht allzu fern der Heimat sind. Dieser Besuch eines DAF=Gemeinschaftslagers hat uns erneut bewiesen, daß die Deutsche Arbeitsfront überall, wo deutsche Menschen schaffen, den Menschen eine Arbeitsheimat gibt und ihnen in jeder Beziehung eine Pflege angedeihen läßt, die eines deutschen Arbeiters würdig ist. Wieder drei verkaufsfreie Sonntage vor Weihnachten In einem Erlaß des Reichsarbeitsministers wird bestimmt, daß auch in diesem Jahre an drei Sonntagen vor Weihnachten die Geschäfte offengehalten werden. Der., 15. und 22. Dezember sollen für den Verkauf freigegeben werden. Diese auch in den vergangenen Jahren gültige Regelung ist aufrechterhalten, um der Bevölkerung vor Weihnachten ausreichende Einkaufsgelegenheit während der Tagesstunden zu geben. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, daß für größere Verwaltungsbezirke von der höheren Verwaltungsbehörde im Einvernehmen mit den zuständigen fachlichen Organen und unter Zustimmung des Hoheitsträgers der NSDAP die Geschäfte nur am 15. und 22. Dezember geöffnet werden. Das soll nur dann geschehen, wenn eine entsprechende Regelung schon bisher gegolten hat und wenn die Bevölkerung damit wirklich ausreichende Einkaufsgelegenheit hat. Die Ende vorigen Jahres verfügte Offenhaltungspflicht gilt auch für die Sonntage vor Weihnachten. Die Betriebe müssen also während der festgesetzten Verkaufsstunden an diesen Tagen offen bleiben. Von dieser Regelung sollen allerdings die Lebensund Genußmittelgeschäfte ausgenommen werden. dein Schuhwerk! Einer unserer wichtigsten Rohstoffe ist das Leder Jeder weiß, daß Schuhe nicht in unbegrenztem Maße hergestellt werden können und die Beschaffung eines Bezugsscheines oft Schwierigkeiten macht. Besonders in ländlichen Gegenden ist der Verschleiß an Schuhen durch schlechtere und weitere Wege zur Arbeitsstätte oder Schule größer als in der Stadt. Wir haben daher die Pflicht, die LeBedermann gebt aus Kathaus Herr Jedermann geht aufs Rathaus. Er # braucht eine neue Hose. Man will sie ihm in der Kartenstelle nicht bewilligen und verweist ihn auf die Kleiderkarte. Der Bürgermeister 8 persönlich solls nun machen. Das geht aber auch S nicht glatt. Herr Jedermann erfährt da den Unterschied zwischen Arbeitskleidung und Berufskleidung. Er erfährt von dem Bürgermei= ster, daß die Gemeinde die Kriegswirtschaft im Auftrage des Reiches durchführt, an feste Richt# linien gebunden ist und diese aus wohlerwogenen Gründen gefügte Ordnung nicht durchE brechen darf. Fast tut ihm der freundliche * Mann hinter dem Schreibtisch leid, die Aktenstöße— der Papierkrieg fordert nach wie vor seine Opfer— sind von achtbarer Dicke. Die kriegswirtschaftlichen Dinge sind dabei noch zusätzlich neben der Friedensarbeit zu leisten. Für die verdoppelte Arbeit steht nur ein stark ver2 mindertes Personal zur Verfügung. Jeder wird an seinem Platz bis zum äußersten beansprucht. Der Bürgermeister muß, will er seine VerwalS tung auf Draht haben, in allen Abteilungen Bescheid wissen. Er muß die verschiedensten Dinge auf einen Nenner bringen. Da ist z. B. s eine größere Anlage fertigzustellen. Der Bürgermeister muß entscheiden, ob das geht; denn Sparsamkeit ist oberstes Gebot und die pünktliche Abführung des Kriegsbeitrages an das Reich erste Pflicht. Herr Jedermann will dem Bürgermeister die Zeit nicht länger stehlen. Ihm ist jetzt klar geworden, daß er in dieser angespannten Zeit nicht wegen jeder Kleinigkeit aufs Rathaus gehen darf. Er wird es auch seinen Freunden sagen. Sinmmmmmmmmmmm bensdauer der Schuhe durch sachgemäße Pklege zu verlängern. deutsche Hausfrau, beachte folgende Darum, Punkte: 1. Nasses Schuhwerk sofort von den Füßen. Mit nassem Lappen den Schmutz abwaschen und mit trockenem Lappen abreiben. 2. Mit zusammengeknülltem Zeitungspapier nasses Schuhzeug ausstopfen. Das Papier saugt die Feuchtigkeit auf und erhält dem Leder die Form. 3. Nasses Schuhzeug in der Nähe des Ofens trocknen, niemals aber im Herd selbst oder auf dem Herd. Die Gefahr des Verbrennens ist beim Leder außergewöhnlich groß. Außerdem wird Leder, zu schnell getrocknet, brüchig. 4. Sobald das Schuhwerk trocken ist, muß es eingefettet werden. Nicht nur das Oberleder darf allein gepflegt werden, auch die Sohlen bedürfen einer guten Pflege. Neuerdings gibt es Leder=Imprägnierungsmittel, die zum Wasserdichtmachen, wie zur Pflege der Sohlen gute Dienste leisten. Diese Mittel sind in allen Schuhgeschäften zu haben, sie helfen mit, die Haltbarkeit der Schuhe zu verlängern. Blindgänger im Körper Eine nicht alltägliche Operation- Beispiel fapferer Einsatzbereitschaft eines Militärarztes kunst veranstattet, der sich auf der Bühne des Metropoltheaters in flottem Tempo abwickelte und das bis auf den letzten Platz besetzte Haus bestens unterhielt. Das Programm stand unter dem vielversprechenden Titel„Die große Parade“. Es war eine Parade namhafter Künstler von Varieté und Film, denen Kurt Stolzenfels als angenehm plaudernder Ansager den Boden für ihre Auftritte bereitete. Stolzenfels ist um Worte und Pointen nie verlegen. Mit sprühendem Humor plauderte er von den kleinen Dingen des Lebens und verstand es, selbst der Tasse Kaffee„halb und halb“ mit ihren dreifachen Merkmalen noch einen guten Geschmack abzugewinnen. Zu seiner Gefolgschaft zählte eine ganze Schar von guten Künstlern, die in bunter Reihenfolge die Besucher unterhielten. Charlotte Ander, die bekannte Filmschauspielerin, sang mit echtem Soubrettentemperament Berliner Schlager und Wiener Liestoß gegen den S 1 der Kriegswirschaftoverode= guoßer Sichzerheit arbeitende Schleuderbrettakroba. ig läge. /ten vor, denen jeder Trick präzise gelang. Beson„„ee„einntergarten „Die große Parade“ füllte einen schönen KdF-Abend Gemeinchaft Sraited. sand der zweisache Salto vom lichen Unterbaltung Fren einen vortresse Schleuderbrett in den Fangsesel. Eine anspre##ssabend mit deutscher Klein= chende„Rummer“ war auch Siffi, die hübsche Rollschuh=Balletteuse. Einen sensationellen Luftakt boten die 3 Flakoris, besonders bemerkenswert in ihrer Zahnakrobatik und Körperbeherrschung. Bruno Wiesner betätigte sich mit größtem Erfolg als Imitator verschiedener Filmgrößen, u. a. Hans Albers, Benjamino Gigli, Hans Moser; aber auch der Walzerkönig Strauß wurde vortrefflich imitiert. Urkomisch wirkte der Auftritt Willi Dettas als Musikkomiker mit den drolligen Verwandlungen eines Fiedelbogens und dem störrischen Saxophonmundstück. Wo viel Licht ist, bleibt der Schatten nicht aus. Das„Lemona=Prunkballett“ war ein Fremdkörper im Fleische dieses vollsaftigen Programms, dem die Kapelle Kurt Weigel die musikalische Begleitung gab. Man hätte auf das„Ballett", das nicht einmal diesen Namen verdient, getrost verzichten können. Die Zuschauer ließen sich aber dadurch den Blick für die anderen reifen Darbietuigen nicht trüben und zollten für den genußreichen Abend herzlichen Beifall. Eduard Wenzel. (PK) Es ist schon später Abend. So richtiges Fliegerwetter. Da gellt es aber auch schon die Küste entlang:„Alarm!“ Flink wie die Wiesel sind die Männer in diesem Augenblick. Noch unterwegs zu den Geschützen wird das Koppel geschlossen, der Stahlhelm zurechtgestülpt, nur schnell, schnell auf die Gefechtsstationen, um dem Tommy einen würdigen Empfang zu bereiten. Plötzlich das Surren von Motoren. Dazwischen das Tacken einer Schnellfeuerkanone und das Hämmern von Maschinengewehren. Verflucht, der Bursche greift die Stellung an. Schnell in Deckung, bis der Ueberfall vorbei ist. Einen der Männer erwischt es. Er spürt plötzlich einen harten Schlag auf die linke Schulter, und schon wird er zu Boden gerissen. Da sind aber auch schon Kameraden da, ihm aufzuhelfen. Er weiß eigentlich gar nicht, was geschehen ist. Der harte Schlag hat ihn benommen gemacht. Alles ging so schnell. Wo ist der Ausschuß? Behutsam betten ihn die Kameraden in den Krankenwagen. Die Wunde schmerzt eigentlich gar nicht so sehr, wenn nur dieses dumpfe Gefühl im Kopf nicht wäre. Mühsam sucht der Kamerad seine Gedanken zusammen, als der Oberarzt ihn nach dem Hergang der Verwundung fragt.„Plötzlich einen Schlag auf die Schulter— dann umgefallen weiß nicht recht, was es war.“ Stockend nur Iringt er seinen Bericht hervor. Manches Wort Ipmmt noch von seinen Lippen, aber der Arzt kann uch noch kein rechtes Bild machen. Wohl ist der ###ß klar zu sehen. Aber wo ist der Ausschuß? isam drehen sie den Kameraden. Nichts ist decken. Also Steischgleich 9 Arst: Bönia, geic Livergsug überlegt Arht. Rontgenal# tasten den ganzzu arbeitet Reingespielte Aptztende Flakgranathaftsdien#####, zula# Polkenbänken brch wenigen gergebens den was vorköntgenaufeschoß befindet sich im Körper. Es ist nicht explodiert. Deutlich sind Geschoß und Hülse als Ganzes zu erkennen. Und noch mehr: Es ist nicht ein gewöhnliches Geschoß, es ist eines der hochexplosiven=em=Schnellfeuerkanone. Wohl ein Blindgänger, aber ein gefährlicher. Und doch, der Mann muß gerettet werden, das Geschoß muß entfernt werden. „Neußerste Vorsicht geboten.. Die Vorberettungen zur Operation werden getroffen, und währenddessen ruft Oberarzt Dr. G. zwei Waffenoffiziere an, um ihren fachmännischen Rat zu hören. Das Urteil des Waffenoffiziers ist knapp, aber um so inhaltsreicher:„Tochexplosives Geschoß. Aeußerste Vorsicht geboten. Keinesfalls an die Spitze des Geschosses kommen, vor allen Dingen nicht mit den Instrumenten. Es kann nicht garantiert werden, daß bei der operativen Entfernung des Blindgängers durch irgendwelche Einwirkungen eine Explosion erfolgt. Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt erforderlich.“ — Der Arzt schreitet zur Operationssaal. Die Worte der Waffenoffiziere der Flak beherrschen seine Gedanken. Hat er nicht zu Hause Frau und Kinder? Darf er sich in eine solche Gefahr begeben? Gut, er kann sich schützen, den Körper, die Brust, einigermaßen. Aber Gesicht und Kopf sind der Gefahr ausgesetzt. Und seine Hände, die er braucht als Arzt wie das tägliche Brot? Aber wartet vielleicht nicht auch zu Hause auf den Kameraden, den es zu retten gilt, Frau, Kinder und Eltern? Ist er nicht sein Kamerad, dem er seine Hilfe geben muß? Fort mit all den Gedanken! Er muß helfen, so will es das Gesetz der Kameradschaft. Und dem Tapferen hilft Gott. Stahlschilde um den Arzt. dem Operationstisch liegt der Kamerad. Die Schwester, die die Narkose gab, ist aus dem Saal. Nur zwei Sanitätsdienstgrade bleiben bei dem Arzt. Keine Assistenten, keine Helfer sonst. Alle hat der Oberarzt hinausgehen lassen. Er will keinen Menschen mehr, als unbedingt notwendig, der Gefahr aussetzen. Vor dem Arzt und seinen zwei Helfern sind die Stahlschilde aufgebaut, die den Körper der drei einigermaßen schützen. Der Stahlhelm deckt den Kopf. Und nun sind sie ganz allein in dem Raum, allein mit ihren Gedanken und der Gefahr. Das scharfe Operationsmesser bahnt sich den Weg zum Geschoß. Ganz ruhig arbeiten die Hände des Arztes. Seine Gedanken übertragen sich auf sie.„Nicht an die Spitze kommen, das Geschoß von hinten angehen, so haben die Waffenoffiziere geraten, und dieser Rat ist Leitstern der Operationshandlung des Arztes. Dick schießt das Blut aus der Wunde. Es zu stillen versuchen, nein, das muß später gemacht werden, nur möglichst schnell das Geschoß entfernen— so denkt der Arzt und handelt. Es fällt kein Wort. Fast unerträglich lastet die Stille im Raum. Um Millimeter am Herzen vorbei Nun ist der Rundschnitt vollendet. Langsam schiebt sich die Hand des Arztes nach dem Geschoß vor. Wenig entfernt pulst das Herz, Dort ist das Geschoß um wenige Millimeter vorbeigegangen, hat seine Spitze der Außenseite des Körpers zugewendet. Das erschwert für den Arzt das Herankommen seiner suchenden Finger an den Boden der Geschoßhülse. Langsam, ganz langsam tastet die Hand vor. Kleine Schweißperlen stehen auf der Stirn des Arztes. Die Anspannung der Nerven ist aber auch zu groß. Da— die Hand faßt die Hülse, und langsam kommt das Geschoß hervor. Wie ein tiefes Aufatmen geht es durch den Raum.„Wir haben es geschafft“, denken die drei, und ein stilles Leuchten steht in ihren Augen. Noch ist die Operation nicht abgeschlossen. Aber was nun kommt, braucht nicht mehr unter dem lastenden Druck der Lebensgefahr gemacht zu werden. Still tun sie ihre Pflicht Am nächsten Morgen steht der Arzt am Bett des Kameraden, und nun erst sagt er ihm, in welcher Gefahr er geschwebt hat. Fast ungläubig sehen seine Augen zu seinem Retter auf. Dankbar streckt er ihm die Rechte hin und er ist glücklich. Mit ihm freut sich sein Retter. Wie draußen in den Kämpfen, auf den Schlachtfeldern, auf den Verbandsplätzen deutsche Aerzte still und einsatzbereit ihre Pflicht tun, so steht auch der Militärarzt im Lazarett jederzeit bereit, sein Leben einzusetzen für den Kameraden von der kämpfenden Truppe. Ein Beispiel nur von Tapferkeit, doch eines, das nicht alltäglich ist. Kriegsberichter Dr. Ernst Bayer. Lon und Takt Botanik in der Musik. „Ist es wahr“, wurde Furtwängler einmal von einem Konzertbesucher gefragt,„daß man in Haydns„Jahreszeiten“ das Gras wachsen hört?“ —„Bedauere, Ihnen hierüber keine Auskunft geben zu können“, lautet die Antwort,„bis zur Botanik ist meine Kenntnis in der Musik noch nicht gelangt.“ Gut pariert. Während eines Besuches in Weimar 1889 war Bülow sehr verstimmt und gereizt. In einer Orchesterprobe fiel er während des Adagios des Beethovenschen Es=Dur=Konzertes, das er spielte, mit der Mahnung an die Geiger ein:„Mit Sardinen in Oel, meine Herren!“—„Aber ohne Essig, bitte“, ergänzte der Dirigent, worüber Bülow so sehr lachen mußte, daß seine üble Laune im Nu verflog. Der Muemotechniker. „Fabelhaft", begeistert sich ein Theaterbesucher bei der Erstaufführung einer neuen Oper,„mit welcher Technik diese Partitur geschrieben ist!“— „Sie meinen wohl Mnemotechnik?“ wirft sein doshafter Logennachbar ein. Rossinis Urteil über Liezt. Der Komponist des„Barbiers von Sevilla“ besuchte einmal mit einem Freunde ein Konzert, das in der Hauptsache von Franz Liozt bestritten wurde. Nach einer Weile fragte der Begleiter Rossini, ob er das Klavierspiel des Virtuosen nicht ganz hervorragend finde.„Das kann ich nicht sagen“, erwiderte der berühmte Tonschöpfer.„Liozt tut so viel, damit man ihn betrachte, daß ich bis jetzt noch keine Zeit gefunden habe, ihn zu hören.“ Plattdeutscher Humor. „So mäck man datt!“ Vüör kuorten häff ick van Schulte Natz un dat Jagdiätten nao de Driewjagd vetellt. Up Natz sinen Hoff gönkt manks wunnerlick un dull her. Natz spielde so'n bietken den Härbuern, Anton moß kuoken un Janbernd dat Veeh versougen. Slachten konn he auk. kaim enes Dags de Naober Pipenbrink in de Küök. Schulte Natz satt in sinen Aohrenstohl an de Müer, stuokte dat Hiärdfüer und Anton wäör an kuoken. „Natz, wao is Janbernd?“ frögg Pipenbrink. „Ick mott jäben mett em küern.“ „Janbernd is up de Diäll. He is all ne halwe Stunn ant Swinslachten“, sägg Natz. „Dat Quieken häf ick wull höert, owwer ick dachde, de hadden wier Schmacht. Wi willt äs hengaohn und kieken, wat he mäk“, giff de Naober trügg. Se göngen up de Diäll. Marjo— wat’n Spetakel. De Suegg hadde üm de Achterbeen'n#el knüppt, un Janbernd swung'n aollen Säöbel, at weet ick, wo he den här hadde, un wull dat Swin affmuorksen. Dat Swin wull sick dat nich gefallen laoten, un manks wöär Janbernd unnern, manks dat Swin. He kregt un kregt nich dart. De Sweet laip em van'n Kopp. „Laot mi äs daobi und haol du fast, Janpernd“. schree Natz tiegen dat Swin an. He snappde sick den Säöbel un—— rumms— rin int Swin. Dé Sueg schreide— und Janbernd noch härre. Natz hadde twiärs de düör stuokken un Janbernd in't Knei. „Süste, Janbernd“, segg Natz.„so mäk man dat. Du moß de Sueg nicht so viell ästimeern. n ruhig'n bietken nietsker dran gaohn.“ „Du häß wat Netts makt. Natz“, klagde Janbernd, un trock de rechte Bucksenpiep haug, üm den Schaden to bekieken. He bluott äs dat Swin un hümpelde in de Küök, üm dat Lock to verbinnen. „Is jä män'n Ritzken, dao de män Plaoster up. Haupsak is: dat Swin to daut.— So mäk man dat“, lachede Natz. Piepenbrins schüettelde den Kopp. Th. Samstag, den 30. November 1940 Munsterläudische Voltszeitung Nummer 320 Interessantes über die Karpfenzucht in Geeste Seines wohlschmeckenden Fleisches, des schnellen Wachstums und der außerordentlichen Fruchtbarkeit halber wird der Karpfen häufig gezüchtet. Er ist so recht das„Haustier“ unter den Fischen. Der Karpsenzüchter legt zum mindesten zweierlei Teiche an, flache und tiefere. Im ersteren befinden sich Eier und Junge. Im letzteren die für die Mast bestimmten Tiere. Beide Arten von Teichen müssen jedoch einige tiefere, frostfreie Stellen eusweisen, wohin sich die Karpfen während des Winters zurückziehen und Winterruhe halten können. Die Karpfen vermehren sich durch Eier, wovon ein Karpfenweibchen 300 000 bis 700000 bei sich trägt. Diese setzt es im Mai oder Juni an seichten Stellen zwischen Gras und Pflanzen ab: es leicht. Aus dem Ei schlüpft der junge Karpfen heraus. Er wächst schnell heran und erreicht unter Umständen ein hohes Alter und Gewicht. Im Jahre 1868 wurde ein Karpfen gefangen, der 25 Klg. schwei war. Am Schwanz war ein Ring befestigt mit der Inschrift:„Losgelassen 1697, wiegt 2 Pfund.“ Das Wachstum des Karvfens geht schnell vor sich. Im ersten Sommer wächst die Brut bereits bis zu einer Länge von 10—12 cm heran. Im dritten Jahre kommen die jungen Fische in die Hauptoder Fett=Teiche zur Mast. Hier wühlen sie in dem schlammigen Grunde nach Larven, Käfern und allerlei Wassertieren umher. Daneben frißt er aber auch faulende Pflanzen. Während des Winters wühlen sich die Karpfen in den Schlamm und leben meist ohne Nahrung. Sind die Teiche zugetroren, so werden Löcher in die Eisdecke gehackt, un den Tieren Luft zuzuführen. Jetzt sind in Geeste die großen Fischtage. Die drei größten Karpfenteiche werden abgefischt. Wer sich für die Fischzucht interessiert, besuche einmal die Teichanlagen nahe der Station Geeste. Sie suchen in Nordwestdeutschland an Ausdehnung ihresgleichen. Von der Kanalbrücke hat man den schönsten Ueberblick über die großen Karpfenteichanlagen. Bis an die Sandhügel, die der Emsvorgelagert sind, eine große glitzernde Wasserfläche, nur unterbrochen von Grünland. Die Fische tummeln sich in den pflanzenreichen Teichen zwischen alten holzigen Heidestenaeln oder zwilhen Teichgewächsen, die aus dem Wasser hervorragen. Die ursprüngliche Anlage war folgendermaßen: Viele vollständig kultivierte und besamte Flächen wurden erst„bespannt“, wenn der Grünwuchs 1 bis 1½ Fuß hoch war. Man ließ das Wasser auch nic,t zu lange stehen, damit der Grünwuchs•51 ausging. Die einzelnen Partellen dieser„Wechselwiesen“ waren 1 Hektar groß und dienten zugleich als Versuchsflächen für Düngung. In lauwarmen Nächten kamen die großen Laicher in die Laichteiche, die vom„Vorwärmer“, einem flachen Teiche, in dem das Wasser an sonnigen Tagen eine höhere Temperatur erreicht, gespeist wurden. Wenn die jungen Karpfen acht Tage alt sind, kommen sie in die„Streckteiche“, wo sie sich„strekken“, d. h. in die Länge gedeihen. Die Ueberwinterung der jungen Karpfen gehört zu den wichtigsten Fragen der Anlage. Krähen, Elstern, Eisvögel und besonders Teiher umschwärmen die Teiche. Sogar Seemöven gehören zu den ständigen Gästen. Im Sommer sieht man zahlreiche Uferschwalben über die Wasseroberfläche flitzen, um dort schwärmende Insekten zu verzehren. Die ganze Meliorationsfläche war früher eine unfruchtbare, von hellen Sandbergen eingesäumte Heidefläche. 9. Die gefährliche Fußbank Hausfrauen— keine Akrobatik beim Fensterputzen. Beim Fensterputzen ereignete sich vor einiger Zeit in einer Außiger Schule ein ernster Unfall, der unseren Hausfrauen eine Warnung sein sollte, sich leichtsinnig Gefahren auszusetzen. Die Verunglückte, eine Reinmachefrau, konnte die oberen Scheiben der sehr hohen Fenster nicht erreichen. Sie stellte deshalb eine Fußbank auf den etwas abfallenden Fenstersims, stieg darauf, verlor bei einer unbedachten Bewegung das Gleichgewicht und stürzte herunter. Das Reichsgericht erklärte zwar die für die Reinigungsarbeiten verantwortliche Schulgemeinde zu zwei Dritteln für schadensersatzpflichtig, doch muß die Verunglückte wegen Mitverschuldens für den restlichen Schaden selbst aufkommen. Mit Rücksicht auf die Höhe der Fenster und ihren Abstand von der Straße bezw. dem Fußboden des Schulganges hätte ein Sicherheitsgürtel von der zur Beschaffung geeigneter und ausreichender Geräte verpflichteten Schulgemeinde gestellt werden müssen. Die Verunglückte machte sich mitschuldig. Sie nahm die erkennbar gefährliche Arbeit vor, ohne auch nur zu versuchen, einen Sicherheitsgürtel zu erlangen oder wenigstens durch ein Halteseil oder dergleichen zu ersetzen.— Also, liebe Hausfrauen, keine unnötige Akrobatik beim Fensterputzen und ähnlichen Arbeiten. Unfälle kosten Zeit, Geld und oft noch mehr! Neuenkirchen meldet: n) Außerordentliche Generalversammlung des MGV Neuenkirchen. Zu einer wichtigen Generalversammlung hatte die Vereinsführung im Einvernehmen mit der Ortsgruppe der RSDAP die aktiven Sänger im Lokale Rohling zusammengerufen. Es galt, festzustellen, ob die noch vorhandene Sängerzahl genügen würde, um im Monat Januar 1941 mit einem Konzert an die Oeffentlichkeit zu treten. Trotzdem auch aus den Reihen des MGV bereits zahlreiche der Kameraden den grauen oder blauen Rock angezogen haben, sind bis jetzt die Probeabende noch nicht ausgefallen. Der MEV Neuenkirchen ist sich als kulturtragender Verein unserer Gemeinde bewußt, daß bis zum Acußersten zusammengehalten werden muß. Das dezeugte wieder einmal der Versammlungsbesuch. Der zur Zeit aktivste Verein Neuenkirchens konnte feststellen, daß die Arbeit unbeirrt weiter gehen kann und das Winterkonzert im Januar zusammen mit einer Musikkapelle abgehalten werden muß. In einer kurzen Ansprache des Vereinsführers Pg. Hudert Klein wies dieser darauf hin, daß es Pflicht eines jeden Sängers sei, gerade jetzt, wo viele Kameraden im Felde stünden, deren Platz doppelt auszufüllen und daß die noch zu Hause Gebliebenen es den Soldaten schuldig sind, daß der Verein hochgehalten wird. Diese Ansicht fand einstimmige Anerkennung. Das nächste Konzert wurde danach auf den 5. Januar 1941 festgelegt. Nachdem noch verschiedene begeisterte Soldatenbriefe verlesen waren, konnte die wichtige Versammlung nach Bekanntgabe neuester Eingänge geschlossen werden, wobei noch gesagt wurde, daß auch im Dezember das übliche Liebesgabenpäckchen an die Soldaten abgesandt werden würde. Nach der Führerehrung wurde dann die Probestunde ausgenommen. kl. n) Büchersammlung der Ortsgruppe der NSDAP Neuenkirchen. Im Laufe der nächsten Woche werden die Hitlerjungen bezw. das DI in den Haushaltungen vorsprechen, um eine Büchersammlung zu veranstalten. Wie im Vorjahre, so wird auch jetzt jeder Volksgenosse ein Buch zur Verfügung stellen, das den Soldaten an der Front oder in der Garnison in Mußestunden Erbauung und Erholung sein kann. Wir helfen damit alle, die Kameraden innerlich zu erbauen und ihnen über stille Stunden hinwegzuhelfen. Sehe daher jeder einmal seinen Bücherschrank nach und lege ein gutes Buch zur Seite, das dann den Pimpfen ausgehändigt werden kann. Eine schöne Widmung auf der ersten Seite kann dem Soldaten zeigen, von wem er die Gabe erhielt. kl. n)„Trockenkursus“, Lustspiel von Kurt Vortseld. Bei dem am Sonntag, dem 1. 12. 1940 pünktlich um 19 Uhr bei Niehues aufzuführenden Stück handelt es sich um eine Geschichte, die sich in einer reizenden Schihütte abspielt, wohin zwei Menschlein verschlagen wurden, die sich ansonsten„nicht riechen“ konnten. Wie sich doch noch alles wendet, erfahren die Besucher am Sonntag abend, falls man sich hierfür zeitig Karten gesichert hat! kl. Bir t H el-ernichchen Manche Verbraucher, die sich jetzt ein paar Handschuhe kaufen oder zu Weihnachten verschenken wollen, wissen manchmal nicht, ob sie dafür Punkte brauchen oder nicht, da die Punktfrage der Handschuhe bei Einführung der zweiten Kleiderkarte neu geregelt wurde. Nach diesen neuen Vorschriften sind nur die gestrickten Handschuhe und Fäustlinge sowie die gewirkten Futterhandschuhe punktepflichtig, alle anderen dagegen können punktfrei gekauft werden. Punktfrei sind insbesondere auch die Segelruchhandschuhe der Skifahrer und die Fausthandschuhe für die Arbeit, sofern es sich dabei nicht um gefütterte Wirkhandschuhe handelt. Frei verkäuflich sind nach wie vor auch Lederhandschuhe sowie Arbeitsschutzhandschuhe aus Asbest, Leder, verschiedenen Geweben und Gummi. Der Sport am Sonntag Borussia 08- Sportvereinigung 09. Am kommenden Sonntag, dem 1. Dezember 1940, haben die Borussen im 3. Pflichtspiel in der Bezirksklasse auf eigenem Platze gegen Sportvereinigung 09 Rheine anzutreten. Nach Aussprache der Vereinsführer beider Vereine mit dem Kreisfachwart für Fußball findet das Spiel statt. Es wird erwartet, daß auf Grund dieser Aussprache das Publikum und die Spieler die Bemühungen der Vereinsführungen zur kameradschaftlichen Zusammenarbeit durch sportlich einwandfreie Haltung während des Spieles unterstützen. Nur so wird jeder Zuschauer am Sonntag wieder mit Freuden diesem großen Ortstreffen zusehen. Dem Spiel, das um 15 Uhr beginnt, wünschen wir einen fairen, anständigen Verlauf und wollen hoffen, daß sowohl Zuschauer als auch Spieler es zu würdigen wissen, was sie dem deutschen Sport schuldig sind. Der Bessere möge das Spiel für sich entscheiden. Die Zuschauer werden nochmals darauf hingewiesen, daß keiner von ihnen etwas auf dem Spielfeld, sei es in der Pause, sei es nach Beendigung des Spieles, zu suchen hat. Den Platzordnern ist strikte Folge zu leisten. Die Spiele der Sportvereinigung 09. Neben der 1. Fußballmannschaft, die bei Delsen gegen Borussia spielt, sind noch die 1. Handballmannschaft und die 1. Jugendelf beschäftigt. Die 1. Handballmannschaft ist vormittags Gast beim Ballspielverein und dürfte hier auf einen starken Gegner stoßen. Die 1. Jugendelf nimmt die Gelegenheit wahr, dem Deutschen Meister Schalke 04 bei seinem Meisterschaftsspiel gegen Preußen Münster zuzusehen und von ihm zu lernen. Sie bestreitet das Vorspiel gegen die 1. Jugend von Preußen Münster. Das Meisterschaftsspiel Preußen Münster gegen Schalke 04 wird übrigens von einem Rheinenser, dem Schiedsrichter Josef Huesmann, geleitet. Aus der) Sewegung Hitlerjugend. Gefolgschaft 1/205. Am kommenden Sonntag, dem 1. Dezember, fällt der Dienst aus. Der nächste Dienst ist am Sonntag, dem 8. Dezember, an der Diesterwegschule. B9M.=Gruppe 1/205. Die gesamte MGruppe tritt am Sonntag, dem 1. 12. 40 um 11 Uhr am HJ=Heim an. Alle Mädel der Mädelgruppe 2/205 treten am Sonntag dem 1. Dezember, um 10 Uhr zum Gruppenappell am HJ=Heim an. Alle Führerinnen um .30 Uhr ebenfalls am HJ=Heim. .=Gruppe 5/205. Am Sonntag. dem 1. Dezember. treten alle Mädel der.=Gruppe 5/205 um 10.45 Uhr am HJ=Heim zum Gruppendienst an. Die Mädel, welche mit der Werkarbeit begonnen haben, können diese mitbringen. Verantwortl. Schriftleiter für den heimatl. Textund Bildteil: Eduard Wenzel; für den örtlichen Anzeigenteil: Gottfr. Schürmann; beide Rheine. Terhorst Naturheil-Reform Rheine Wir suchen für den Bezirk Rheine einen Bezirksinspektor Geboten werden: Direktionsvertrag.(iehalt Spesen, Abschluß- und Superprovision. Außerdem suchen wir lüchlige Mllarbeiler und Inkassovertreter an allen Plätzen. Wir gewähren: Direklionsvertreg. bei bignung jeste Bezüge. Gründliche Einarbeilung noch besonderem Werbesystem. Bewerbungen an: EOS und EXELSIOR Deutsche Volks- und Lebensversicherungs-G. 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Die Ausgabe der Tankausweiskarten und Mineralölbezugscheine für Vergaser= und Dieselkraftstoff sowie Treibgas für den Monat Dezember 1940 erfolgt am: Montag, dem 2. 12. 1940 von 8½—9½ Uhr in Neuenkirchen, Gasthof Niehues; für Stadt und Amt Rheine in der Wirtschaft Flügemann, und zwar für die Fahrzeughalter mit den Anfangsbuchstaben —G von 10—11½ Uhr —L von 11½—13 Uhr —R von 14½—16 Uhr é—T von 16—17½ Uhr —3 von 17½—19 Uhr Dienstag, dem 3. 12. 1940 #von 8¾—12 Uhr in Emsdetten, Wirtschaft Düsterbeck, von 123—1335 Uhr in Altenberge, Wirtschaft Beuing, von 15¾—16¾ Uhr in Nordwalde, Wirtschaft Watermann, 9n 17—19 Uhr in Vorghorst, Wirtschaft Grautmann. Mittwoch, dem 4. 12. 1949 für Burgsteinfurt, Landratsamt, Zimmer 5. Donnerstag, dem 5. 12. 1940 von 88—11 Uhr in Ochtrup, Hotel Pröbsting, von 11½—12½ Uhr in Wettringen, Hotel zur Post, stcl 1436—15½ Uhr in Metelen, Hotel Brink, von 16¾5—17¾ Uhr in Horstmar, Hotel Erins, von 18—19 Uhr in Laer, Gasthof Jsfort. Vorzulegen sind Zulassungspapiere Reifenkarte, Fehrtenbuch und die letzten Stammabschnitte. Die Termine sind unbedingt einzuhalten. Späteren mündlichen oder schriftlichen Anforderungen kann nicht entsprochen werden. # Burzsteinfurt, den 28. November 1940. Der Landrol. Sshh Beachien Sie bilfe unsere Fenster-Auslagen In kranken Lund gesünden Jagen kräftigt Nerven, Herzund Magen Dr. Custodit ch das VitaminHormonKrduter-Prüpare Erhältlich in den Drogerien: Theed. Nlenkemper. Münsterstr. 4 willv Preiz. Münsterstr. 27 Fraaz Rochel, Poststt. 19 1 h aten dussenut er Westlällschen Tageszellung gann jeder Nutzen zieben M Altgold Au. Ccgians Altsilber haufen Dublee wir zu pesetzl. Höchstoresen Mönster, Bogenstraße 2 Rheine, Emastraße 2 .5 ZimmerWohnung gesucht. Angebote mit Preisangabe unt. 5878 an die Geschäftsstelle. Ertolgswerbung durch Anzeigen! Wiechrmahte=ngsteülter schl 8 Himmer u. Rache Angebote unter 888 an die Gesch. 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Uhren: Goldwaren: Juwelen II20nster, Bogenstr. 2 Kheine, Emsstr. 2 Zum Weißnachtsfesfe in jeden Feldpostbrief Folos von daßeim Pataran Fus— Pahsschugschens Wenning Aufträge baldigst erbeten. Beste Aufnahmezeit während der hellen Tagesstunden. Münster Straße 26 Schützen=Verein Dutum Versammlung am Sonntag, dem 1. Dezember, morgens 11.30 Uhr beim Wirt Prax. Erscheinen ist Pflich“ der Vorstamrih Großfirme sucht -5 Bürdrkume und eine gute 4 Zimmer4Woh möglichst Hog. ur 4 30. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 329 Weatielen-Roed und Nachbargene Guter Besuch der Im Schuljahr 1940/41 wurde die bisher höchste Schülerzahl erreicht rhe die bisner nochste Schufel. Münster, 29. November. Es ist erfreulich festzustellen, daß der Krieg dem von jseher sehr starken Andrang zu den westfälischen Landwirtschaftsschulen keinen Abhruch hat tun können. Die Erkenktnis von der Notwendigkeit einer gediegenen Berufsausbildung gerade unter den heutigen Verhältnissen hat im Gegenteil zu einem eher noch gesteigerten Zustrom geführt. Das westfälisch=lippische Bauerntum hat damit bewiesen, daß es sich seiner hohen staatspolitischen Aufgaben wohl bewußt ist. Während im Winter 1939/40 von den 46 Landwirtschaftsschulen infolge der Kriegsverhältnisse zwei(nämlich Lemao in Lippe und Weidenau a. d. Sieg) und von den 36 Mädchenabteilungen drei(Lemgo. Borken und Dorsten) den Unterricht nicht aufnehmen konnten, haben nunmehr wieder alle Schulen ihre Pforten geöffnet. Wegen der Einberufung zahlreicher Fachkräfte zum Wehrdienst hat der Stundenplan an den meisten Schulen zwar eine gewisse Einschränkung erfahren müssen. Es ist jedoch dafür gesorgt worden, daß der eigentliche Fachunterricht nahezu ungekürzt erteilt werden kann. Durch Ausdehnung der Unterrichtszeit bis Ende März und Abkürzung der Weihnachtspause wird die eingeschränkte Wochenstundenzahl im wesentlichen wieder ausgeglichen und die vom Reichserziehungsminister geforderte Mindestzahl an Unterrichtsstunden überall glatt erreicht, ja noch überschritten. Zahl der Schüler sämtlicher Landwirtschaftsschulen: 1940/41 1939/40 Unterklasse: Oberklasse: Gesamt: Gesamt: 2184 1689 3873 3596 Mit 3873 Schülern ist die Gesamtzahl des Vorjahres um annähernd 300 überschritten. Dek Besuch der Unterklasse ist sogar noch stärker als in dem letzten Vorkriegswinter(2184 gegenüber 2176). In Münster, Borken und Eslohe bestehen Doppelklassen. Einen ausgezeichneten Besuch haben auch die Mädchenabteilungen an den Landwirtschaftsschulen aufzuweisen: Jahl der Schülerinnen 1940/41: 1072, 1939/40: 833 Um den zahlreichen Anmeldungen gerecht werden zu können, haben 8 Mädchenabteilungen bereits im Sommerhalbjahr 1940 einen Lehrgang vorwegnehmen müssen und sind trotzdem auch im Winter voll besetzt. In Lübbecke und Lüdenscheid mußte eine Parallelklasse eingerichtet werden. So erklärt es sich, daß die Schülerinnenzahl in Westfalen erstmalig über 1000 hinausgekommen ist. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 29 v. H.(Borken, Dorsten und Lemgo unterrichteten im 1. Kriegsjahr nicht.) Fassen wir die Schüler und Schülerinnen dieses Jahr zusammen, so ergibt sich die erfreuliche Feststellung, daß wir mit 4945 die höchste Besucherzahl erreicht haben. Der bisher stärkste Jahrgang 1938/39 liegt mit 4741 gar nicht mehr fortzudenken sind. Sie allen Erfordernissen entsprechend noch weiter auszubauen, ist mit eine der Aufgaben, die es nach siegreich bendetem Kriege zu lösen gilt. Steuerabzüge bei Weihnachtszuwendungen In der Frage der steuerlichen Behandlung der Weihnachtsgeschenke 1940 hal der Reichsfinanzminisser verfügl, daß Zuwendungen eines Arbeitgebers an seine Arbelinehmer aus Anlaß des Weihnachtssestes als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu gelten haben und zur Lohnsteuer heranzuziehen sind. Jedoch bleiben die Weihnachtsgeschenke für den Kriegszuschlag zur Einkommenstener außer Beiracht, soweit sie im Einzelfall den Belrag des vor dem 1. November 1940 zulehzt gezastlen Monalslohnes(vierfachen Wochenlohnes) nicht übersteigen. Weihnachtsgeschenke des Arbeitgebers an seine zur Wehrmacht oder zu ähnlichen Dienstleistungen einberusenen Arbeitnehmer bleiben für die Einkommensteuer(Lohnsteuer) und für den Kriegszuschlag zur Einkommenstener außer Betracht, sowelt sie im Einzelfall den Belrag des vor der Einberusung zuletzt gezahllen Monatslohnes (viersachen Wochenlohn) nicht übersleigen. Sozialgewerke des Handwerks Zusammenschluß der Klein= und Mittelbetriebe zur Lösung sozialer Fragen. Bielefeld, 29. November. In Bielefeld, Minden und anderen Orten Westfalens wurden in diesen Tagen auf Anregung der DAß, die Sozialgewerke des Handwerks ins Leben gerufen. Es handett sich dobei um den sozialen Zusammenschluß der Klein= und Mittelbetriebe des Handwerks auf genossenschaftlicher Grundlage, mit dem Zwecke gemeinschaftlicher Förderung sozialer Einrichtungen und Maßnahmen, deren Verwirklichung dem Einzelbetriebe nicht in dem wünschenswerten Maße möglich ist. Im Vordergrund der Arbeit der Sozialgewerke wird, wie bei allen nationalsozialistischen Fürsorgemaßnahmen, der schaffende Mensch stehen. So wird die Bildung von Betriebskassen zur Förderung von KdF. in Zukunft große Bedeutung erlangen. Auch die Aufgaben auf dem Gebiete der Gesundheitsführung werden sich innerhalb einer großzügigen Gemeinschaftsarbeit besser lösen lassen. Die Errchtung von Wohnheimen und Siedlungen, die Werkraumgestaltung im Zuge von„Schönheit der Arbeit“. die Schaffung von Gemeinschaftsräumen, Fachbüchereien, Erholungsheimen und Sportmöglichkeiten sind Programmpunkte, die den Umsang der sozialen Neuordnung erkennen lassen. Es ist auch an die Unterstützung von Meistern und Gesellen gedacht, die unverschuldet in Not geraten sind, ferner an eine verstärkte Durchführung des Mutter= und Jugendschutzes. Neuartig ist die Schoffung von Urlaubs(3949 Schüler und 792 Schülerinnen) um 200 niedriger. möglichkeiten für Meister und Meisterfrau durch StelDie stetige Zunahme des Schulbesuchs dürfte ein Be= lung von Ersatzkräften und Auehilfen. weis„dafür sein, daß die Landwirtschaftsschulen als In den Gründungsversammlungen des Handwerks Ausbildungs= und Erziehungsstätten der Landjugend in Bieleseld und Minden sprach zu diesen Fragen u. a. Bilck ins klunsteriand Waldbrand konnte schnell gelöscht werden Telgte. Ein Waldbrand, der leicht großen Umfang hätts annehmen können, entstand in der Bauerschaft Raestrup, nicht weit vom Bahnhof Raestrup=Everswinkel entfernt. Die schnell alarmierte Motorspritzenabteilung der Telgter Feuerlöschvolizei war in Rekordzeit am Brandherd und konnte das Feuer rasch löschen. Motorrad fuhr gegen Faherad Ahlen. Hier ereianete sich auf der Warendorfer Straße ein schwerer Unfall. Ein im Westenstadtteil wohnender Volksgenosse befand sich abends in der Dunkelheit mit seinem neuen Fahrrad auf dem Wege zu seiner Wohnung. Auf der Mitte der (HKB Zuckerkrankheit Seit 10 Jahr. leide ich an Zuckerkrankheit. Nachdem ich ihren Kerlssprudel regelmähig gelunken habe. zeigte die brzil. Unlersuch. ca.%ich trinke dieses Wesser weiler. Hens Busch, Buchdr.-Besitzer, Arnsberg(Westf.), JSgerstr. 30..36. 10 giohe Flaschen Aitischener Reiguele Katinguscel En 1149, 15 Grote Flachen But 1a., Hlederage! Brunnenzentrale W. Ferd. Meyer, Münster i. W. Salzstraße 50— Ruf.5080 Straße wurde er plötzlich von einem hinter ihm berkommenden Motorrad angefahren und auf den Bürgersteig geschleudert, wo er mit schweren inneren und äußeren Verletzungen liegen blieb. Der Motorradfahrer kam auch zu Fall und erlitt: schwere Verletzungen im Gesicht und an den Händen. Die Räder sind erheblich beschädigt. gefahren und schwer verletzt. Das Kind lief beim Spiel plötzlich auf die Straße gegen einen langsam fahrenden Wagen. Obwohl der Fahrer des Kraftwagens sein Auto sofort zum Stehen brachte, konnte er nicht verhindern, daß das Kind angefahren und schwer verletzt wurde. Man schaffte den Jungen sofort in das Krankenhaus, wo der Arzt außer zwei Beinbrüchen einen leichten Schädelbruch feststellte. Unsere lieben Alten In Coesfeld feierte die Witwe Feldmann, Klinke, ihren 86. Geburtstag. Oma Feldmann ist trotz ihres hohen Alters noch sehr frisch und rüstig. Sie schenkte 6 Kindern das Leben und ist bis jetzt viermal Urgroßmutter. 80 Jahre alt wurde Herr Josef Lechtenfeld in Bork. Hörsterheide. Auch Herr Lechtenfeld ist noch sehr gesund und rüstig. Länger als 50 Jahre gehört er dem Borker Gesangverein an, dessen Uebungsstunden er auch jetzt noch allwöchentlich fleißig besucht. Im Volksmund wird der Jubilar „Josepp von de Hei“ genannt. Ein Doppel=Jubiläum gab es in Velve (Kreis Tecklenburg). Hier feierten die beiden Schwägerinnen Frau Christine Röwer und Frau Ww. Johanna Wesselmann an einem Tage ihren 80. Geburtstag. Wir wünschen allen Geburtstagskindern viel Glück und Freude für alle Zukunft. der Geschäftsführer des Reichsamtleiters Sehnert, Dr. Graßhoff=Berlin. Auf Vorschlag des Gau=Handwerkswalters Raub=Münster wurde zum 1. Vorsitzenden der„Sozialgewerke für das Handwerk des Stadt= und Landkreises Bielefeld e. V. m. b..“ der Präsident der Handwerkskammer Bieleseld, Pg. Otto Greiner, gewählt. Von Lokomotive überfahren und getötet Der Schrankenwärter wegen fahrlässiger Tötung verurleilt Hamm, 29. November. Auf dem Uebergang der Reichsbahnstrecke Hamm— Nordbögge über die Kreisstraße Wiescherhöfen—Bönen in Wiescherhöfen ereignetegsich am 17. August dieses Jahres ein tödlicher Unfall. Der Bergmann Sch., der nach der Vorbeifahrt eines Güterzuges und der Oeffnung der Schranken die Ueberfahrt überqueren wollte, wurde von einer aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lokomotive erfaßt und getötet. Wegen fahrlässiger Tötung hatte sich der Weichenwärter Karl Düsing aus Wiescherhösen, der auch die Schranken bediente, zu verantworten. Der fast G0jährige Beamte hat seinen Dienst ein Menschenalter hindurch stets tadellos versehen und in diesem Falle einen schwachen Augenblick gehabt. Sein Verteidiger schilderte den etwas komplizierten Dienst auf diesem Posten Die vielseiigen Vorrichtungen in dem Augenblick, als der Güterzug aus der Richtung Nordbögge den Uebergang passierte= häten es mit sich gebracht, daß D. die aus Richtung Hamm kommende Lokomotive übersehen und daher die Schranken vor deren Durchsahrt geöffnet habe. Das Gericht wies darauf hin, daß zwar ein Menschenleben durch die Fahrlässigkeit des Angeklagten vernichtet worden sei: aber es sprächen doch in diesem Falle allerhand Milderungsgründe für den Angeklagten. Da sich D. zudem bisher nicht das Geringste habe zuschulden kommen lassen, habe das Gericht geglaubt, von einer Gefängnisstrafe absehen, zu können. Das Urteil lautete auf die vom Staatsanwalt beantragte Geldstrase von 150 RM. an Stelle einer an sich verwirkten Gesängnisstrafe von einem Monat. Frühjahrsmesse in Utrecht Amsterdam, 28. November. Wie wir aus Utrecht erfahren, wird dort Mitte März nächsten Jahres wieder eine Handelsmesse als Mittelpunkt des niederländischen Wirtschafts= und Geschäftslebens veranstaltet. Schon jetzt ist eine lebhafte Teilnahme der niederländischen Industrie sichergestellt. Um die Zustimmung des Arbeitsamtes Grundsätzliche Stellungnahme des Arbeitsgerichtes in einem interessanten Kündigungsstreitverfahren Hamm, 29. November. Das Arbeitsgericht Hamm hatte sich mit folgender interessanter Kündigungsstreitsache zu beschäftigen: Die Klägerin K. war am 19. Januar 1940 bei der beklagten Firma in L. gekündigt worden, nachdem zwischen ihr und einem Meister der Firma unliebsame Vorfälle vorgekommen waren. Es war aber keine fristiose Entlassung ausgesprochen worden, sondern eine fristgemäße. Die beklagte Firma stellte sich selbst auf den Standpunkt, daß ein Grund zur fristlosen Entlassung nicht vorgelegen habe. Die Behauptung der Beklagten, daß eine sofortige telephonische Zustimmung des Arbeitsamtes in L. zu der Kündigung gegeben sei, konnte nach einer Auskunft des Arbeitsamtes nicht festgestellt werden. Am 27. Januar hat das Arbeitsamt die Zustimmung zur Kündigung erteilt, aber unter der Auflage, daß eine Schuld der Klägerin festgestellt würde. Diese Zustimmung ist am 7. März durch das Arbeitsamt widerrusen worden. In dem betreffenden Schreiben hat das Arbeitsamt erklärt, es behalte sich die Zustimmung zur Lösung des Arbeitsverhältnisses bis zur Entscheidung des Gerichtes vor. Mit einem Schreiben vom 16. März hat das Arbeitsamt dann seine ursprüngliche Entscheidung vom 27. Januar wieder in Kraft gesetzt, wonach der Beklagten die Zustimmung zur Lösung des Arbeitsverhältnisses unter der Auflage erteilt wurde, daß durch das zuständige Gericht die Schuldfrage geklärt werde. Das Arbeitsgericht Hamm erklärte in der Verhandlung, daß sowohl die Entscheidung des Arbeitsamtes in L. vom 7. März, als auch vom 16. März nichtig seien, da das Arbeitsamt als Verwaltungsbehörde nicht von sich aus die einmal getrofsene Anordnung vom 27. Januar wieder abändern könne. Das Arbeitsgericht wies auch darauf hin, daß derartige Entscheidungen der Arbeitsämter klar sein müßten, und daß vor allen Dingen die Zustimmung des Arbeitsamtes aus arbeitseinsatzmäßigen Gründen heute das A und O einer jeden Entlassung, sei sie fristlos oder fristgerecht, sei. Da nach der eigenen Erklärung der Beklagten und auch aus den beigezogenen Akten festgestellt werden konnte, daß die Klägerin irgendein Verschulden an ihrer Entlgssung nicht trifft, konnte auch die Voraussetzung der Zustimmung des Arbeitsamtes vom 27. Januar zu der Kündigung nicht als gegeben angesehen werden. Das Arbeiteverhältnis. so führte der Vorsitzende weiter aus gelte daher als fortbestehend, mindestens bis zum 27. März, da an diesem Tage nach der eigenen Darstellung der Klägerin diese ihre Zustimmung zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben habe. Die Rechtslage sei also die, daß an sich von der Entlassung aus bis zum 27. März der Lohn zu zahlen sei. Fraglich könne nur noch sein. ob nicht die Klägerin verpflichtet gewesen sei, nicht zwischenzeitlich anderweitig vermitteln zu lassen. um den Schaden an Lohnausfall zu mindern. Das Arbeitsgericht ließ jedoch erkennen, daß es auch hier eine Verpflichtung der Klägerin deshalb nicht erblicke, weil ihr im Betriebe Vorwürse gemacht worden seizn, deren Klärung sie abwarten konnte. Klärung sie abwarten konnte. Lehrer schreiben Heimatgeschichte. Löhne. Lehrer aus allen Schlugemeinden des Amtsbezirkes Löhne haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine für alle Schulen des Heimatbezirkes zu benutzende Heimatgeschichte zusammenzustellen. Lastzug„knickte“ Straßenbäume Brakel. Ein von Gütersloh kommender schwer beladener Lastzug verunglückte zwischen Istrup.—Riesel dadurch, daß der Fahrer auf dem durch Ackerlehm glitschig gewordenen Straßengrund die Gewalt über den Zug verlor und in den Straßengraben geriet. Dabei wurden einige Straßenbäume wie Streichhölzer geknickt. Das schwerbeladene Fahrzeug legte sich dann auf die Seite. Die Insassen kamen ohne Schaden davon. Für drei Hühner und zwei Hähnchen ein Jahr Zuchthaus Hoeimar(Kr. Warendorf). Hermann E. war im Jahre 1939 einige Jahre bei der Witwe Becker beschäftigt. Er stahl seiner Arbeitgeberin drei Hühner und 2 Hähnchen, die er frühmorgens nach Beckum brachte. Der Einzelrichter in Warendorf verurteilte ihn wegen Diecbstahls in strafverschärsendem Rückfall zu einem Jahr Zuchthaus. Valer mißhandelte Säugling. Duisburg. Mit 19 Jahren war Albert Schmitz durch die Geburt eines Kindes in eine Ehe gezwungen worden, für die er durchaus noch nicht reif war. Seinen Mißmut hierüber ließ er fortgesetzt an dem Säugling aus. Wenn er schrie, wurde er geschlagen, und se mehr er schrie, se schlinmer sausten die Schläge auf den kleinen Körper herab. Schließlich erstatteten die Nachbarn wegen der Westfälischer Sportanzeiger Aus der Sauhauptstadt Tageschronik Bei der Schutzpolizei Münster begingen ihr 25jähriges Dienstjubiläum der Revier=Leutnant der Schutzpolizei Martin Rudek und Polizeimeister Georg Hoffmann.— Sein 85, Lebensjahr vollendete Rechnungsrat 5. Schmidt, Breul 11. Seit 1873 im Justizdienst an verschiedenen Gerichten tätig, zuletzt als Oberlandesgerichtssekretär in Hamm, schied er 1910 krankheitshalber aus. Beim Ausscheiden aus dem Dienst wurde ihm der RoteAdler=Orden 4. Klasse verlieben. Wir wünschen dem Jubilar noch viele frobe und glückliche Jahre. — Am Donnerstagnachmittag wäre es auf der Hammer Straße in Höhe des Duesbergweges bald zu einem schweren Unfall gekommen. Der Fahrer eines sich in voller Fahrt befindlichen Personenwagens erhielt einen Blutsturz und sank ohnmächtig zusammen. Knapp einen halben Meter vor einem Baum brachte er den Wagen in seiner letzten Geistesgegenwart noch zum Halten.— Auf dem Albersloher Weg. Ecke Hafenweg, fuhr ein Straßenbahnwagen der Linie 1 einen Lastzug an. Glücklicherweise wurde niemand bei diesem Zusammenstoß verletzt. Auch der Sachschaden ist nur gering. Kameradschaft„Widukind“ erhielt ihren Namen Der Reichsstudentenführer hat der Kameraschaft „Widukind“ der Hochschulgruppe der Universität Münster im Nationalsozialistischen deutschen Studentenbund ihren Namen verlieben. Zur feierlichen Uebergabe der Urkunde durch den Gaustudentenführer, Gauamtsleiter, Pg. Hachmann, hatte sich die Kameradschaft dieser Tage zu einer Feierstunde zusammengefunden. Die Kameradschaft stellte durch Sprecher und Redner die hohe Verpflichtung beraus, die der Name„Widukind“ ihr auferlegt. Sie gelobte, treu seinem Kampfe und gebunden an das Vermächnis von Langemarck, sich stets für das Leben und die Ideale unseres Volkes einzusetzen. Die Kameradschaft hatte daher die Verpflichtung ihrer neuen Jungkameraden mit in diese Feierstunde hineinbezogen. Der Gaustudentenführer wies in seiner Rede besonders auf die Bindung an unsere alte germanische und deutsche Weltanschauung hin, die mit dem Namen„Widukind“ zum Ausdruck käme. In ernster politischer Arbeit solle die Kameradschaft den Schleier, der noch den Namen„Widukind“ und seinen Träger umhüllt, durchdringen und so ihren Teil dazu beitragen. den deutschen Menschen der Jetztzeit zu formen und zu gestalten. esernererrrssrrsssernarserrensrssersere fortgesetzten Mißhandlungen des Kindes Anzeige gegen den unnatürlichen Vater. Vor Gericht gestellt, bestritt er die Mißhandlungen und führte die blauen Stellen am Körper des Kindes auf schlechte Pflege zurück, die ihm seine um mehrere Jahre ältere Frau angedeihen ließ. Schmitz wurde aber durch die Zeugen einwandfre. überführt und zu sechs Monaten Gefängnis verurtell. Deutschmeister Schalte in Münster Preußen hofft mit verstärkter Elf den Kampf aufnehmen zu können Alle Mannschaften an Bord, heißt am ersten Dezember=Sonnlag die Parole im westfälischen Jußball. In der westfsälischen Gauhauptstadt aber heißt die Parole: Deutschmeister Schalke 04 in Münster! Damit komml das Spiel des Jahres zur Entscheidung, das die Jußballfreunde zu Tausenden ins Preußenstadion locken wied. Eiwas wehmütig denkt man an die Begegnungen der letzlen Jahre zwischen Preußen Münster und Schalfe 04 zurück. Wie schwer halte es da der Deutschmeister, ungeschlagen aus dem Preußenstadion zu kommen. Was aber wird die neuerliche Begegnung zwischen diesen beiden Gegnern bringen? Gelsenguß Gelsenkirchen erledigt in Herne seine Generalprobe für den acht Tage später stattfindenden Kampf mit Schalte. Um einen der Vorderplätze kämpfen in Dortmund Borussia und der BfB Bielefeld. Röhlinghausen wird in Bielefeld gegen Arminia nicht bestehen und weiter zurückfallen, auch Marten sollte in Hagen kaum etwas ausrichten können. In Bochum hat der BfL gegen Union Gelsenkirchen den Beweis zu erbringen, daß er das Siegen noch nicht verlernt hat. Preußen Münster— JC Schalle 04 Die münsterische Sportgemeinde steht am Sonntag wieder einmal vor dem bedeutendsten fußballsportlichen Rreignis des Winters, das durch den Besuch des Großdeutschen Fußballmeisters FC Schalke 04 gekennzeichnet wird, der im Preußenstadion zum Meisterschaftsspiel gegen den SC Preußen O6 antritt. Wie immer sieht man allerseits dem Auftreten der Meisterelf mit großer Spannung entgegen. Die Schalker Fußballkunst wird am Sonntag wieder Tausende begeistern und in ihren Bann ziehen, wie es überall der Fall ist, wo die Schalker bisher gespielt haben. Es dürfte sich erübrigen; auf die Erfolge und die Großtaten der Schalker Mannschaft im einzelnen einzugehen. Obwohl einige StammBuntes Weltgeschehen Der Koffer des„steinreichen Gefangenen“ spieler heute nicht mehr dabei sind, hat die Mannschaft dank der ausgezeichneten Nachwuchsspieler von ihrem Können bisher noch nichts eingebüßt. Man kann nur sagen, daß Schalke 04 eben Schalte 04 geblieben ist, denn dafür liefern die Erfolge in der letzten Zeit den besten Beweis. und nicht zu Unrecht bezeichnet man die Schalker als Deutschlands beste Vereinsmannschaft. Sie hat in Fritz Szepan und Ernst Kuzorra zwei überragende Führer, wie sie so leicht kein Verein aufweisen kann. Weiter nennen wir aus der Mannschaft den Nationaltorwart Klodt, ferner Gellesch und Tibulsti, die schon zu internationalen Ehren kamen und als Könner von großem Format bekannt sind und nicht zuletzt auch Schweisfurth, Hinz, Füller, Eppenhoff, Kallwitzki und der jugendliche Schuh, der sich längst zu einem vollwertigen Ersatz für Urban entwickelt hat. Für die Preußenelf bedeutet der Kampf mit dem FC Schalke 04 eine große Belastungsprobe. Wenn auch die Preußen augenblicklich nicht auf der Höhe ihres früheren Könens sind, so werden trotzdem alle Spieler sich die größte Mühe geben, um die Meisterelf zur Herausgabe ihres ganzen Könnens zu zwingen und ihr den Sieg so schwer al seben möglich zu machen. Hülsmann und Koch werden in alter Frische verteidigen, wobei wir nur wünschen, daß Scherer im Tor einen guten Tag haben möge. Die Preußen hoffen, daß Dr. Althoff diesmal bestimmt dabei sein wird, so daß die Läuferreihe mit Ausberg und dem Gastspieler Sewing, früher Meiderich 06, als sehr spielstark anzusprechen ist. Falls Dr. Althoff nicht spielt, wird Dittert eingesetzt werden. Der münsterische Angriff. in dem auf halblinks Schneimann, früher Duisburg 99, spielt, wird es ohne Zweifel sehr schwer haben, sich gegen die starke Hintermannschaft der Schalker zu behaupten. Alles in allem hoffen wir, daß der sonntägliche Kamof zwischen dem FE Schalke 04 und dem Sc Preußen Münster sich würdig seinen Vorgängern anschließen wird. Beide Mannschaften werden voraussichtlich wie folgt antreten: Schalke 04: Klodt; Hinz, Schweisfurth: Füller, Ti. mu bulsti, Gellesch: Eppenhoff, Szepan, Kallwitzkl, Auzorre, s Schuh oder Burdenstl. 1. Preußen 06: Scherer: Koch, Hülsmann; Ausberg, 5 Dr. Althoff, Sewing oder Diliert; Sleiskamp, Letzgus, 5 Jedreyczak, Schneimann, Penkrup. s„Spielbeginn 14.30 Uhr im Preußenstadion an der 5 Hammer Straße. Ibbenbürens älteste Einwohnerin gestorben: Ibbenbüren. Kurz vor der Vollendung des 97.5 Lebensjahres starb Fräulein Beermann, die ältestes Einwohnerin von Ibbenbüren, die die letzten: Jahre ihres Lebens im Krankenhaus verbracht hat.: Auch Schwindel und Betrug haben ihre Moden. auf einen verwilderten Weißen traf, der ganz wie aber wenn man die Zoologie aus diesem Gesichts; Bis in ihre letzten Tage hinein erfreute sich die sGegenwärtig blüht in Teras wieder einmal der weiland Robinson in Felle gekleidet und mit winkel betrachtet, müßte man mit Austern, die ins Twei Punktespiele der Handballer Verstorbene einer guten Gesundbeit. Trick mit dem sogenannten„steinreichen Gefange, einem wilden Bart= und Haarwuchs versehen war, den letzten hundert Jahren verzehrt wurden, unds meisiasen=Jok- marc ne .atef ur der Oeitune den Saeurizeliamten Wr#ner fnen“. Es soll nach den Ermittlungen der Polizei Der„Waldmensch erklärte, daß er ein ehemaliger mit den Bögeln, deren Federn seit einem Jahrhun=: Westsalen=Jahn Mänster— Polizel=SB Mänster Wechsel in der Leitung des Hauptzollamtes Gronau shauptsächlich eine Gruppe charmanter Damen sein. Kavitän und gebürtiger Schwede sei und am 18. dert Damenhüte schmücken, noch viel mehr Mites Auf dem Westfalen=Jahn=Y Gronau. Regierungsrat Dr. Krause, der seit idie in dieser Beziehung ihr Unwesen treibt. Eine Januar 1912 diese Insel betreten habe, um sich leid haben. Sdie beiden obigen Gegner am Samstagnachmittag bereits dem 1. August 1939 Vorsteber des Hauptzollamtes Dame von vertrauenerweckendem Aeußeren erhält von der Zivilisation vollständig zurückzuziehen. Ehirurgenhumer zum Rückspiel gegenüber. Zweifellos war diese Auseinnit Mirkung vam 25 Nonem: svon, einem reichen Verwandten, der in einem meri Seit jener Zeit hahe.er oöllig abgeschlossen von der. Jandersetzung während der Hinspiele die spannendste, denn Brief, in dem, von Welt gelebt und keinen einzigen Menschen mehr. Als vielbegehrter Arzt und Chirurg war vonznach beiderseits gleichmeriger Koitungen hieß es beim Rußbaum eine stadthekannte Versänlichkeit im da=s Schluknfiff nur:4 für Westfalen=Jahn. Wird den Gronau war, wurde mit Wirkung vom 25. Novem=#p ber d. I. nach Saarbrücken, berufen. Seinikanischen Kerker sitzt, einen Brie ber,., J, nach, Saarbrüchen, herufen. Seinitgnischeg Ferker sitzt, einen Brief, in dem von Welt gelebt und keinen einzigen Menschen mehr. Als vielbegehrter Arst und Chirurg war von snach beiderseits gleichwertigen Leistungen hieß g; bei Willsel aus.]. amf Montag, dem 2 kentbalten solle und irgendvo devoniert worden sei. auf dem Erdhall dat er wuste nichts maligen München Eriauue Verlönlichleit im da nux 54 für Wessalen=Jahn,„Wiod den Dezember, seinen Dienst antreten wird. Wenn man nun gewisse Spesen für die Auslösung vom Weltkrieg, geschweige denn von dem gegen= tiger Brauereibesitzer auf. Auf die Frage, wo sssind durchaus vorhanden. Die Tagesform beider Mannglsche Unsaelt ereianete sah dier SAlzelslong 1Lichft Zie hemsig, Jgelmacht zur Vllen, er wuste nichts von der Ersindung des habs in den Veinen= m Faobetarienscasles“ Deis; Handlungeressenbe— lesc sot der jeweisige imagigäre, Gesan= Flugzenges und des Radios und was,Die letten„Aba, in den Beigen, haben Sie; alol Ras““; enndtteht, Spieteamn 1648 Deltenbaß ang Münner der in isergesahit ast: So werden leichtgläubige Personen drei Jahrzehnte sonst der Welt an Neuerungen da schauns:„Wenn Sies im Knie haben, nachaf Reichobahn=56 Mänster— To Mönster v. 1462 Phants Abernachtet hatte und im Pearit war eing; Veranzret einen ganz erklecklichen Betrag gegen gebracht haben, Der Waldmensch erklärte sich mit ists die Gicht. Wenn Sies aber in den Jebenz Tahrkatte Richtung Stadlsahn, Freden zur sösen das Verwrechen auszugeben, von den Reichtümern seinem Los zufrieden und beteuerte, daß er keine habeg, nacha ists das Zipverlein““ wurde nlätzlich vom Herzschlag gstroffen und saniin gewissen Prozentsatz abzubekommen. Meist Sehrlucht nach einem anderen Leben habe. Er bat„In den Knien hab ich's. Herr Geheimrat.“ wurde plötzlich vom Herzschlag getroffen und sank zist es dann so, daß in irgendeiner entfernten Zoll= den Piloten lediglich um ein paar Schachteln tot zu Boden. Astation tatsächlich ein alter Koffer ausgehändigt Streichhölzer und einige Bücher. station tatsächlich ein alter Koffer ausgehändigt Streichhölzer und einige Bücher. 1105 Pferde zu ¼ Millionen RM versichert fwird, der aber nur wertloses Zeug enthält. Die Dag Pillardsrtsf— der Slesanten##d Aüdinehausen. Der Pferdeverscherungsverein zdel watgzisg da sich die Betrüger eweis techleitig(in Züxiea.. 4 Lüdinahausen hielt in dieser Woche seine ordentDurch zahlreiche Freundschaftsspiele schien der 2U Münster 62 für die Punktekämpfe bestens gerüstet. Uns Na— dann zeigen Sie.as— natürlich ists goxhergesehene Spieleraussälle, schwächten Hann aber dit Gicht“e.. Zut Wesserschast suad für de Tirner aber noch keiness Natürlich wollte der Patient ein gutes Mittelz weag datte Bli., gist im aleischen Maße für die Reichsliche Generalversammlung ab. Aus dem umsangreichen Geschäfts= und Jahresbericht ist erwähnenswert, daß der Verein 3. Jt. 385 Mitglieder zählt, die insgesamt 1105 Pferde mit einer Gesamtsumme von 745000 RM versichert haben. Im Berichtsahre wurden 32 Schadensfälle mit 13.450 RM Bergitet. Kind vom Auto überfahren del machtlos, da sich die Betrüger jeweils rechtzeitig Ein dänischer Naturforscher ist der Frage nachsaus dem Staube machen konnten. gegangen, inwieweit die Begeisterung für das Bil28 Jahre als einziger Mensch auf einer Insel Bod=Z. henng 3e dariser— wal nach unditaharr Die zwar erst eimn Messerschasepsel hinter enn Sie ein richtiges Pitel wissen, dann sin Sesnem Siege benden keonnten. ler Leoner swegs bahin. Dies gilt im gleichen Maße für die Reichs nenr mit lardspiel den Elefanten zum Verhängnis geworden mir alle zwaa in einem Jahr Millionär“,„igen aus beiden Seiten verteillt. Spielbegunn 10 Uhr auf. Was eingn entlegenen Insel.2 czug 2 ist. Er erklätt nämlich, daß nach seinen Berech. Der Patient weiß keineg, er schüttelt den Kov's dem Rlatz der Peichabg. Seinn 10 Uhr auf auf einer entlegenen Insel des Stillen Ozeans. nungen in den letzten hundert Jahren auf der und sieht fragend, fast flebend seinen ärztlichen dem Platz der Reichsbahner. etwa 100 Meilen von dem Kermadec=Archivel ent: Welt ungefähr 2 Millionen elfenbeinerne Billard= Berater an...„„ Richard Poat gegen Aldolni kernt, mußte kürzlich ein Postflieger notlanden. kugeln bergestellt wurden. Wenn man annimmt.„Na, da trinken's halt wenig und halten's Bein: Richard Begt gegen Oldolni da er sich im Nebel verirrt hatte. Das kleine daß aus einem Paar Elefantenzähnen sieben Paar schön warm."„. J. Für den 26. Dezember ist im Hanseatenring in HaiEiland, welches nur auf guten Karten angegeben Billardlugeln hergestellt werden können. mußten. Der andere bedankt sich und fragt nach der burg ein Kampfabend der Boxer vorgesehen. Im Mischelt. Auf der Werider Straße in Bochelt lhteil is#t sernab jeglicher Damvferlinie, und man also in bundert Jahren nahezu 300.000 brave Schuldigkeitz,„.....„ telpunkt dieses Voxabends steht das Zusammentresen sste#nt einem####cen spielt sie dis jetzt für gänslich unbewohnt. Groß Dichäuter ihr Leben zugunsten des Billardspiels„Dös kost' nit, mein Lieber, aber's nutzt auch von Richard Vogt mit dem italienischen Halbschwerbirde ein dreijähriger Junge von einem Auto an=kwar daber das Erstaunen des Piloten, als er lassen. Dies ist fürwahr eine tragische Tatsache, nix.“ 3 gewichtler Alfreedo Oldoini. 1 Menschen glauben, daß sie für ihre Rheumatismus= und Gicht=Leiden keine gründdauernde Hilfe finden. Das ist aber ein Irrtum. Kein Rheumaleidender, kein Gichtraucht sich heute mehe mit seinen Schmerzen mutlos abzusinden. Es gibt ein Mitel, #ielen Tausenden geholfen hat. Immer wieder wird berichtet, daß bei der Behandlung ..n Hochlas mit Gichtosint sehr gute Erfolge erzielt wurden, und das sondern gerade auch bef langjährigen, chronischen Leiden. # Franz Mika, Werkmeister a. D. Friedenshütte O/S. Here# 1940:„Telle Ahnen ergebenst mit das Jo., DuajohntEin bewährtes Mittel gegen Rheuma und Gichr. smus, Gicht und pu. Beschmerh „Teile Ihnen ergebenst mit, daß Ihre GichtosintTabletten mir gute Dienste geleistet haben. Die Geschwulste am linken Fußgelenk habe ich verloren, sowie die Schmerzen und kann auch wieder gut lausen. Ich kann dem Rheumatiker Ihre Gichtosint=Tabletten aufs beste empfehlen, was ich auch schon getan habe.“ Ferner schreibt Frau Rosina Frei, Landwirtschaftsehefrau, Memprechtshofen, Kr. KehlBo den, Hauptstr. 19, am 24. Juli 1940:„Ich war längere Zeit von Rheumatismusbeschwerden befallen und war nicht mehr in der Lage, selbständige Arbeiten auszuführen. Ich kann bestätigen, daß ich nach 4 Packungen Gichtosint ausgeheilt bin.“ Gichtosint enthält Mineralsalze, wie sie auch in den bekannten Heilquellen zu finden sind, in besonders wirksamer Konzentration und erprobter Dosierung. Hierauf deruht hauptsächlich die vorzügliche Wirkung, welche Gichtosint seit 30 Jahren immer aufs neue bestätigt hat. Hinzu kommt, daß die Behandlung mit Gichtosint keine Berufsstörung oder sonstige Umstände erforderlich macht und daß es absolut unschädlich und preiswert ist. Sie können kostenlos und portofrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung erhalten, wenn Sie Ihre Adresse senden an: Max Dulß, Abt. Gichtosint, Berlin Nr. 93. Friedrichstraße 19. Gichtosint ist in allen Apotheken zu haben. * 30. November 1940 Tuxemburg wird kreisfreie Stadt Neuordnung der kommunalen Verwaltung in Luxemburg Luxemburg. im November Mit dem 1. Dezember tritt für Luxemburg eine Neuordnung des kommunalen Verwaltungswesens in Kraft, die von größter Bedeutung für die zukünftige Selbstverwaltung der Gemeinden sein wird. Die bisherigen Distrikte werden in Landkreise umgewandelt, von denen der bisherige Distrikt Luxemburg=Land als Landkreis Elsch seinen Sitz in Elsch=Alzig erhält, während die Stadt Luxemburg zur kreisfreien Stadt erklärt wird. Die bisherigen Verwaltungskommissare werden Landräte, der Kommissar für die kommunale Verwaltung der Stadt Luxemburg ist Oberbürgermeister der Stadt. Den Landräten stehen als beratende Instanz Kreisräte zur Seite, den Gemeindebürgermeistern Gemeinderäte. Die Verantwortung für die Führung des Gemeindewesens liegt jedoch bei den Landräten bzw. Bürgermeistern, so daß dem deutschen Muster nun auch für Luxemburg das Führerprinzip in kommunaler Angelegenheit in Kraft tritt. Räuberlager in einer Erdhöhle Celle, im November. Durch Zufall entdeckte ein Bauer im Walde bei Celle eine Erdhöhle, in der ein seit einiger Zeit gesuchter verwegener Einbrecher sein Domizil aufgeschlagen hatte. Das unterirdische Räuberquartier war mit Wintervorräten und mit Betten und Decken ausstafsiert Der Gashahn war ossen München, im November. In Rosenheim wurden in einer Wohnung drei Greisinnen gasvergiftet aufgesunden, von denen zwei, eine 78jährige und eine 85jährige Frau, bereits tot waren. während die dritte, eine 80 Jahre alte Frau, noch lebend angetroffen wurde. Sie wurde in das Krankenhaus übergeführt, doch ist auch mit ihrem Ableben zu rechnen. Das Unglück dürfte sich infolge eines Versehens ereignet haben, da bei Auffindung der Opfer einer der beiden Hähne des Gasherdes noch offen war. Der Kochherd und die Leitung waren nach amtlichen Feststellungen vollkommen in Ordnung. Acht Zeniner Butler schwammen davon Goldap, im November. Mit einem eigenartigen Prozeß beschäftigte sich jetzt das ostpreußische Sondergericht. Ein Molkereidirektor in Goldap(Ostpreußen) war angeklagt, die kostbare Fetlmolke, ein Nebenerzeugnis der Käseherstellung, die aus der Butter gewonnen wird, in der Angerapp wegfließen zu lassen, anstatt durch ordnungsmäßige Verarbeitung der Ernährung nutzbar zu machen. Es Nummer 329 wurde dadurch die Herstellung von mindestens acht Zentnern Butter verhindert. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 12000 Mark. Kino beim Jahnarzt Prag, im November. Ein Zahnarzt, der sich besonders mit der Behandlung von Kindern abgibt, ist auf den Gedanken gekommen, den Kindern während der Behandlung einen Kurzsilm aus dem Leben der Zwerge vorzuführen, um sie abzulenken. Diese Methode hatte den Erfolg, daß die Kinder tatsächlich still und ruhig sich alles gesallen# ließen, während sonst auch ein Erwachsener bei diesen Prozeduren oft unruhig wird. KEAUNNS Ihre Vermählung geben bekannt Dr. Werner Obermelt Diplom-Volkswirt Lill Obermeit geb. Stein Dortmund 30. 11. 40 Münster z. Zt. Niemers Weinstuben " Die glückliche Geburt ihres ersten Kindes, eines kräftigen Stammhalters, zeigen in dankbarer Freude an Agnes Rump geb. Gronotte Georg Rump Billerbeck(Westf.), 29. November 1940. Das Jahres-Seelenamt für unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Wwe. Sophie Marschall findet statt am Montag, dem 2. Dez., morgens 8½ Uhr. in der St.Antonius-Pfarrkirche zu Münster, wozu freundlichst eingeladen wird. Familie Marschall Statt Karten Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlich Heinrich Dieckmann-Letterhaus und Frau Emmy geb. Fallbrügge Empte über Dülmen, im November 1910. Heute morgen verschied unerwartet mein lieber Mann und treuer Lebenskamerad, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Hleinrich Deitenbach In tiefer Trauer: Auguste Deitenbach geb. Förster Münster(Westf.), den 28. Nov. 1940 Plusallee 153 Die Beerdigung findet statt am Dienstag dem 3. Dez., 15.30 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus, Trauerfeier eine Vierteistunde vorher. Von Belleidsbesuchen bitte ich Abstand zu nehmen. Zu kaufen: Eschen-Bohlen 90—100 mm, abgelagert, und Eschen-Rundstämme Ia. Qualität Eichen-Bohlen 90—100 mm, nur trockene zöhe la. Qual. Wilhelm Karmann, Fahrzeugfabrik Osnabrück— Tel. 3454 noch nevenberuflich die Interessen unserer Kasse zu vertreten und für uns tätig zu sein? Sie können sich Ihr Einkommen Lequem erböben. Ausführliche Bewerdung wolle man richten an die Deutsche Mittelstandskratkenkasse „Volkswohl“ V. a.., Dortmund Bezirksdirektion Bezirksdirektion R. Soeding. Osnabrück, Adolf=Hitler=Platz 1, Ruf 6912.Po" AL-=--1 F M „Es war bei mir schon ganz zum Ersticken. Der Husten ließ mich überbaupt nicht mehr aus und ich war der Verzweiflung nahe. Ee handelte sich bei mir um einen sehr schweren Fall, daich schon mebr als 40 Jahre an Bronchins leide. Ich kann Ihnen mein Lebtag nicht genug danken für die rasche Hilfe. Schon nach 14 Tagen war der Husten verschwunden. Ich werde die Dr. Boether=Tavietten jedermann empfeblen und jeder kann sich bei mir darüber erkundigen.“ Co schrieb uns Frau Maria Kleesattl, Private, Adlwang Nr. 10, f. Oktober 1939. Harmactig Pronchito, guchlender Hutzen, chronische Verschiuimung, anoma werden seit Jahren mit Dr. Böether=Tabletten auch in alten Fallen erfolgreich bekampft. Unschadliches, krauterhaltiges Cpezial= mittel. Entbalt 7 erprobte Wirkstosse. Ctark schleimlosend, auswurffordernd und gewebefestigend. Zahlreiche Anerkennungen dankbarer — Patienten u. zufriedener Arzte! In Apotheken M.43u.-50. K L. es Rehchäche Kaufe laufend Pappeln, Weiden, Erlon, Birken, Ulmen, Buchen Zopf 18 cm ü.., gegen Kasse Joh. Dües, Schuhfabr., Ahaus i. W. Ruf 209 Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit. Verschleimung. Bronchialkatarrh. Asthma den bewährten Bergona Brust- u. Lungentee Mk..19— In allen Apotheken zu Laben. K Eichen, Eschen, Buchen u. Pappeln sowie alle Sorten Obstbäume gegen Kasse oder Vorauszahlung zu kaufen gesucht heinr. Wehmeyer jr. Westf. Holzkontor Münster(Westf.) Havixbeck(Westf.) Teleion 4 19 70/71 Teleion 120 Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute abend 5½ Uhr meine liebe Frau. unsere gute. treusorgende Mutter, Schwisgermutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, die Ehefrau Josef Volle Ida geb. Neuhaus im 56. Lebensjahre nach kurzer Krankheit zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Sie starb in Münster, wo sie zu Besuch bei ihrer Tochter weilte, versehen mit den Heilsmitteln unserer hl. Kirche. Intiefer Trauer: Josef Volle Hubert Deittert u. Frau Elisabeth geb. Volle Josef Volle u. Frau Toni geb. Surholt Josef Surholt u. Frau Gertrud geb. Volle Agnes Volle Heinrich Volle u. Frau Amalle geb. Stürmer Josefine Volle Selm. Münster. Datteln und im Felde, den 27. November 1940. Die Brerdigung findet statt zu Selm am Montag, dem 2. Dezember, morgens 9½ Uhr, von der Pfarrkirche aus, gleich darauf das feierliche Levitenamt. 145. Zucherien Verstolgerung in Paderborn Nutz- und Zuchtviehversteigerungshalle„Paderborner-Land“, Wollmarktstr. 119) Donnerstag, den 5. Dezember 1940 Zur Versteigerung gelangen: e a e ut! 3e schwarzuunte, angekörte Bullen sowie einige schwarzbunte hochtragende Rinder 15 rotbunte, angekörte Bullen Zeiteinteilung: Prämiierung:.00 Uhr. Auktionsbeginn 12.00 Uhr. Sämtliche Tiere stammen aus seuchenfreien Beständen und sind gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Katalog mit Stamm- u. Leistungstafeln kostenfrei durch die: Westfälische Herdbuchgesellschaft für die Zucht des schwarzweißen Tieflandrindes. Hamm i.., Haus Kentrop. Westf. Rinderstammbuch der Rotbuntzüchter Münster i.., Engelstraße 40. Elegante Ladeneinrichtung aus Edelholz. mit sämtl. Zubehör— Theken, Schränke, Kasse, Schaufenstereinrichtung— gegen sofortige Kasse zu verkaufen. Näheres unt. 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