*! AEKEN!. 7 A 2 In.„— ege eeeermises Rlisterianbischr Vollslhin wer ANITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Soumabend dun 85. Stoder 190 b —. 5— Arie ½ Hergcopte 4, Hustprcher Nr. u5; Gusghrainhum. a. ter. 1. J aa. puche Nr. 1A, Gergdorg;: Gmidenun. gesn hernsprachen Nr. 304; Oälmon: Uholf.-Gulen ggrnge g Seutprucher Nr. 23; Cooofeld: Hindenburgplag 6 r un e er i etun Sastsaotenten. Muns heuntemr i. i. mu. Cae 1. egrc. Uestcseter din i. Hursienute Kr ui S g. eis. eten. ge. er ischetpsch. A. Hunsgucten dr Wd uhete Hateuostr.1 Jdgt imn Singelgerko kauf Mechtist. vie. Cetestentgetenr besenden Vrtalsten Vomichectonta: K4le Nr. 41“, Rehm Bachtläste. vie Optekdantgester besonden Vertalisten. Vorricheatonto: 5 in Nr. 611. Unser Gauleiter vollendet sein 49. Lebensfahr teichstathaster Somand vollendet unser Gauleiter, ein 4ch, Letzengsaße. ur sdent Dr. Alsfted Mever, 49. Lebensjahr. Wenn wir ihm zu diesem Tage hölterung des engeren Pe=sondern die der gansen Ve. beten, so züingt Faen und weiteren Münsterlandes enteien, so klingt darin auch der Dank wieder, der ihm Die Segegnung um Brenner Mehrständige Unterredung Führer-Duce— Herzliche Russprache in Rnwesenheit der beiden Außenminister— Alle interessierenden Fragen erörtert Am Brenner, 4. Oktober männer Beralungen abhalten, oder wenn gar der Führer Rohmnen des regelmäßigen deuschestate, und der Dige sitz, zu geschichlichen Enscheldugen benischen Meinungsauslausches haben sich der daß Erei edermann auch im neutralen Ausland, Führer und der Duee hale an Dermaerspese an Lasle ven aicsaltselier Frag. getrossen. In einer im Geise der Achse gesühelen worung oieleich besonderg gron die elbeneine Erherzlichen Unterhaltung von dreistüändiger Dauer, samer denn se die Iniialive bei den Achsenmächten liegt die if Anwesenheil der beiden Außen=speze Weilergang des Krieges auf dem B. anfA Aufn.: Hans Weber, Münster für die nun fast zehnjährige Führung des Gaues entgegengebracht wird. Wir alle wissen, welch ungeheures Maß von Arbeit unser Gauleiter in dieser Zeit bewälHetz eie Arbeit, die ihren schönten Lohn sand in der a Leis en Pehner einichoste dbeder Gaun Weisalen=Bod F— Tes eischer upge nationalsozalistischen Großdeutsch7 Ryd bildet und die sich gerade in diesem Krieg so herrlich bewährte. Der Krieg selbst brachte, vor allem durch die Berufung zum Reichsverteidigungskommissar, neue, verantwortungsschwere Aufgaben. Wenn der Gauleiter trotzdem immer noch Zeit gefunden hat, sich um die persönlichen Röte und Sorgen seiner Volksgenossen zu kümmern, so beweist auch dies, wie eng er sich mit der Bevölkerung seines Gaues verbunden fühlt, die ihn als den treuen Gefolgsmann des Führers verehrt und ihm ihr uneingeschränktes Vertrauen enigegenbringt. Als Vorbild eines nationalsozialistischen Kämpfers wird er mit uns weiter marschieren in eine siegreiche Zukunft. minister stattfand, wurden sämtliche beide Länder interessierende Fragen erörterl. Bei dem letzten Teil der Unterhaltung war Generalfeldmarschall Keitel anwesend. Die Besprechung wurde während eines Frühstücks im kleinen Kreise sorlgesetzt. * der Führer traf zu seiner Begegnung mit dem Zuss. im Sonderzug um 11 Uhr in der stalienischen Grenzstation Brennero ein. Der Duce begrüßte den auf dem mit den deutschen und italienischen Fahnen geschmückten Bahnsteig auf das herzlichste. Der italienische Außenminister Graf Ciano= hieß Reichsaußenminister von Ribbentrop herzlichst willkommen. Während ein italienischer Musikzug die deutschen und italienischen Nationalhymnen intonierte, sgrüug, der Führer und der Due die Front der Wisggnigen des Heres und der Weilergang des Krieges auf dem Brenner enlsciegen worden sein dürfte. Dabei sehlt es nicht an den üblichen Kombinationen jener Leute, die stels so kun, als ob sie das Gras wachsen hörten. Sie besonen aber vorsichSeise Gahech beziesenpomalte eis ein sesonderes Geschick dabei entfaltei habe, ihre wahren Absichten geheimzuhalten bis zur Stunde der Entscheidung. In London hat die Nachricht von der Zusammenwie schwedische Meldungen aus der englischen Hauptstadt besagen, großes Aufsehen erregt, besonders im Hinblick auf das Verbleiben dea sponschen Innenminsters Sounzl. geriechen des schulb seiner Heimreise, so wird in englischen außenpolitischen Kreisen orakelt, könnte vielleicht mit einer Aendehar shand,Spaniens Haltung zusammenhängen. Bisher Jund Beg Pamich behaupiet, Spanien habe keine Reieiner ähnschen Wes.) eserpatt beizutreten oder sch in lische Oeisentschzei wird die engzi275 Fellen hkeit, schonend dgrauf vorbereitet, daß diese Rechnung nicht aufgehen könnte. Gleichzeitig wird, wie das Stockholmer Astonbladet au3 London meldet, mit besonders begreilichem Inter515.57 Pelisth des amerkanschen Boschasters SteinDeuschan, Woskau gereilot, Sovsetruhland gegen Reuiermgeshn Japan einzunehmen. Eine Reutermeldung aus Wasthington sagt daher nicht besonhoffnungsfreudig, die amerikanische Regierung Sowjet*— ders nehns eine reaisische Hallung“ gegenüber der Sow 9ich Boze= 2ö ese hisen Sagten wollen nicht ters Suner in Rom. Der 5es burz Ku. ,ereinioten Staalen wollen nicht eina Aase suchen,. cgpsebiskeilt die Gunst Moskaus zu gewinnen Rüstungswerke in Trümmer gelegt Erfolgreiche Fortsetzung der deutschen Vergeltungsangriffe Bis zum totalen Endsieg Rom, 4. Oktober. Zu der neuerlichen Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce, die vollkommen das Bild der römischen Abendpresse beherrscht, erklären„Tribuna“ und„Lavoro Faseista“ in ihren Spätabendausgaben, daß man hierin den Beweis für den solidarisch geführten Kampf der Achsenmächte bis zum totalen Endsieg über England zu erblicken hat. Wir wissen, so schließt„Lavoro Faseista“, daß einer Begegnung der beiden, großen Führer harte Schläge für den gemeinsamen Feind folgen werden, die den endgüligen Sieg näher heranbringen werden.„Tribuna“ sagt, wie Hitler und Mussolini die absolute Gleichheit ihrer Ideale, ihrer Aspirationen und ihrer Pläne festgelegt hätten, und wie in den beiden Völkern kein anderer Gedanke als der an den Sieg lebe, so erneuere sich mit der Begegnung der Pakt. bis zur vollkommenen und unausbleiblichen Niederlage des Hauptfeindes zu kämpten. Diese Klarstellung genügt, um die Gewißheit zu verstärken, daß der Geaner binnen kurzem Gelegenheit haben werde, die Bedeutung des heutigen Ereignisses zu erkennen. Der Duce geleitete den Führer sodann zu seinem auf der anderen Seite des Bahnsteiges stehenden wo die Besprechung im Salonwagen des in Anwesenheit der Außenminister beider Länder m. Nach der Besprechung geleitete der Duce den Führer an seinen Sonderzug zurück und verabschiedete Glagsen der heasiger bersichte, Veleikel von der verließ der Sondau Rationalhpmnen den Preise Fährers gegen 14.30 Uhr alt, wast Gra...(Sisusg u u. Chele, Nue Weir blickt zum Brenner Weitere-erfolgreiche Angrisse. Von unserem ständigen Vertreter(schiedene Flugpläßze im m. hu Stecholm, 5. Otlober. schai. 31plah pr. wie jedesmal, wenn deutsche und italienische Staats# Die Beurschen=ratnen Rohden Bundesgenosse Schlechtwetter versagt— London völlig überrascht— Bis Freitag mittag zwei Klarme— Ferngeschosse auf Geleitzug Berlin, 4. Oktober. Dns Ganstennate iun Betnatz oit eiant. uu e iiessangeisse an conden und die Angrisse auf wehrwichtige Ziele in Süd= und Mittelengland wurden trotz Saoloesk i. Maerluese ersoilgrich berigesetzt. Iu enen im Nordwesten von London folgle der Bombenexplosion eine hohe Stichslamme. Kampfflugzeuge grifsen mit besonderem Schneid zwei Rüstungswerke in Coventry und bei Chester an. Volltrefser vernichMonlagehallen und Maschinen. narüsse richtelen sich gegen ver„Fluggläße, im Weichbild von London sowie gegen den Flugplatz von St. Eval in der Grafschaft Cornwall, wo Hallen, Unterkünfte, Rollfelder gen, ein Tesl der Unterkünfte geriel in Brand. Rördlich Londons griffen einzelne deutsche Kampfflugzeuge EisenIe. eseilsenihenenn Sichz e aud urshgung Im Gegensatz zur deutschen Luftkampftätigkeit hiell sich die seindliche Luftwasse bei Tage und in der Nachl fast ganz zurück. Nur ein einzelnes Flugzeug griss im Westen Deutschlands ein Industriewerk an, ohne nennenswerlen Sachschaden anzurichten. Einige brilische Ilugzeuge flogen die norwegische Küste an. Die hier abgeworfenen Vomben blieben ohne Wirkung. Ein Angreiser wurde durch Jäger abgeschossen. Die gestrigen Gesamtverluste des Gegners belausen sich auf drei Flugzeuge. Vier eigene Fiugzeuge sind nicht zurückgekehrl. Bei den Angriffen auf die Rüstungswerke in Mitlel„„„„„„„„„„ Bischoff durch besondere Kühnheil aus. Nummar 70 Hlistorische Gespräche gos Le-=3er Abschluß des Verliner Dreimächtepaktes hat die britische Politik in einen Lähmungszustand versetzt, der in eklatanter Weise die Hilflosigkeit der LonPlutokraten bezeugt, denen nicht nur auf militärischem, sondern auch auf diplomatischem Gebiet jede Möglichkeit zur Initiative entrissen wurde. Seit dem kläglichen, Scheitern des Handstreiches gegen Dakar beschränkt man sich in Whitehall darauf, zu warten. mierend enslische Zeitung schilderte dieser Tage deprimierend die Geistesverfassung der an die Wank gedrücksen brtichen Voltiker, de außerstande seien, noch eiwas und der Prmnen. Sie warteten darauf, was der Führer teie wier die un würden, ob Spanien in den Krieg einpat reggiere, Vereinisgten Staaten auf den Dreimächte. werde. Nichts fennzeg ossen werde. Richts kennzeichnet deutlicher die jetzige Lage Saabsfs. bnb(33112) vortet— dse ucf: Am 27. Septemder aegleagent und schnell. „ Ag. 21, Sepender wurde in Verin ein Pakt zui. h95or Vinargan daien und Japan abgeschlossen, der unter Anerkennung der Lebensräume der drei Nationen in den ter, Vonterschast Fhesung einer Neuocdung Gleichzeilig hoßr Cchdie Sphären regel. ichzeitig haben sich die Pariner dieses epochemachen###, Vertrages, perpflichtet, sich gemeinsam mit alen Kräften gegen jede Einmischung raumfremder Mächte, die eine Kriegsausweitung anstreben könnten, zu verteidigen. Der Dreimächtepakt schließt keine Nation aus, die zur Mitarbeit an diesem Aufbauwerk bereit ist. uhcsfonde Pattes wellte der des Caudillos, Spaniens Innenminister, Serrano Suner, in Berlin. Seine Besprechungen mit dem Führer und dem Reichsaußenminister ergaben die völlige Übereinstimmung der Ansichten, wie sie in der Solidaxtätzserklärung Spaniens gegenüber der Achse ihren sinnfälligsten Ausdruck fand. Anschließend begab sich Suner nach Rom, wo er mit dem Duce und Graf Ciano Fragen klärte, die sich aus der Stellung der beiden Staaten als Mittelmeermächte ableiten. Es ist ein besonderes Merkmal der Erfolge der Achse bei allen ihren Unternehmungen, daß diese stets im richtigen Augenblick geplant, durchgeführt und vollendet werden. Da der Führer und der Duce immer in engster Zusammenarbeit nach der Erreichung des gemeintümen Zieles streben, genügte auf Grund des völligen Gleichklanges aller weltanschaulichen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren und der Identität der Interessen in allen Fällen ein kurzer Meinungsaustausch, um zur Tat zu schreiten.ausch un zür Fatz Nachdem der Besuch des Reichsaußenministers in Rom und der Aufenthalt des Grafen Ciano in Berlin bereits Gelegenheit gegeben hatten, alle aktuellen Probieme zu prisen, murden jetzt bei der Dusaanuen=2. Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 5. Oktober. #. 255 Londong, Lustsahriministerium ist unangenehm überrascht, daß die deutsche Lustwaffe sich auch bei ir Sasiche gen.sgz sege abhalleg Ust. ihre Schläge gegen England systematisch fortzusetzen. Die englischen Bomber haben nämlich, wie die amtlichen Londoner Berichte besagen, in der Nacht zum Freiag keinerlei Flüge unlernommen— die deulschen kamen troßdem. Sie kamen auch im Lause mehr.- Lehie Hofinung lane Happlstadt scheint nunmehr die letzte Hoffnung zu verlieren, daß Stürme, Nebel und Regen ihr einigen Schutz gewähren könnten. Mitten aus den Wolken heraus stießen in der Nacht zum Freitag die deutschen Bomber. Der zweite Angriff kam so überraschend, daß die Flak keine Gelegenheit hatte zu feuern, ehe die ersten Bomben niederhagelten. Das einzige, was die Engländer als„Erfolg“ dieser Sturmnacht zu melden wissen, ist, daß die Londoner „Wie nach einem Fahrplan“ London muß erneut ausgedehnte Tag- und Nachtangriffe eingestehen Stockholm, 4. Oklober. Tag für Tag und Nacht für Nacht gehl der Bombenhagel der pausenlosen deutschen Vergeltungsangriffe auf England nieder. Er rust immer empfindlichere Siörungesamten össentlichen Leben hervor und beeinGrächligt ngturgemäß auch die allgemeine Stimnung. Reuter muß in seinem Bericht vom Freitag, der l merkenswerlerweise noch kürzer und zurückhallender.8 in J6hlss Tagen IX., elngesiehzen, doß die englische Hauptstadt auch am Donnerstag drei Lufialarme erleble, denen der dritte anscheinend ungewöhnlich lang war. über 9 Stellen des Londoner Weichbildes wurden Vomben abgewocsen. und während des ganzen Nachmitlags hörle man ununterbrochen aus dem herzen der brilischen Hauptstadt heraus den Lärm der Geschüße, begleitel von Bombenexplosionen, Maschinengewehrgeknatter und dem Furen der Flugzengmolore. Habel hebf Neuler hervor, Eah in eigem Stadtiel Ost=Condons das Flal=Zeuer geso heflig war, wie es nachts zu sein pflegt, was bei planiosen und nervösen, nächtlichen Flakseuer der X Zuder bemerkenswerte Rückschlüsse zuläche. zupausenlose Regelmäßigkeit der deutschen VergelOhnuriffe kommt auch in den amerikanischen Presse####is London deulsich zum Ausdruck. Es. heißt -Bie Loschen Ien Fahrplan flieriengen in westender England an und Redner, dielm Payn. durchgesihrten Volasigne der sei Pradgesantene Stimnng der Arsers. beitälien ebrigls in hren unseiwillg die überagg schwierige elich drchl er A. 4% Donnerstagabend zur Kriegslage und äußerte dabei nächst in einem Anfall, verzweifelten Galgenhumors, wenn Deutschland sehen könnte, in welch guter Verfassung sich die Bevölkerung Englands befinde, dann wäre es davon bestimmt sehr beeindruckt. Im weiteren Verlauf der Rede wurde dieser krampfhafte Zweckoptimismus allerdings durch einen ausgesprochen weinerlichen Ton abgelöst. Joubert gestand ein, daß die deutschen Angriffe„manchmal allerdings die innerenglische Produktion gestört hätten“. Das britische Volk dürfe aber nicht die Nerven verlieren und somit Deutschland helfen. Jeder im Landa so rief der Luftmarschall beschwörend aus, müsse unte allen Umständen dafür sorgen, daß seine Nerven intakt blieben und das normale Leben seinen gewohnten Gang nehme. Diese Forderung wird allerdings bei der Bevölkerung Londons, die Tag und Nacht die Wucht der deutschen Vergeltungsangriffe spüren muß, wie blutiger Hohn wirken, während die Plutokraten in den luxuriösen Luftschutzräumen ihrer Landhäuser und Schlösser den von ihnen heraufbeschworenen Krieg vorläufig noch von der leichteren Seite zu uehgen geriachen.—— er lechen Stite u wenigstens ein paar Stunden lang, wenn auch mit Unterbrechungen, in ihrem Bett liegen konnten. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die letzten vier Wochen mit ihren beinahe ununterhrochenen nächtlichen DauerBis Freitag nachmittag hatte London bereits zwei Tagesalarme. Vor allem die Vororte mußten die Wucht der Angriffe aushalten. Bomben im Osten und Westen Londons zerstörten„Gebäude“. Ein einzeln operierendes deutsches Flugzeug warf im Themsegebiet 10 Bomben auf„Marschgelände“. (Die Engländer tarnen, wenigstens in ihren Berichten, Flugplätze und Fabriken vortrefflich.) Mehrere Küstenstädte im Südosten mußten Stukgangriffe über sich ergehen lassen. Bezeichnenderweise ist den Engländern diesmal sogar die Lust zum Lügen vergangen. sie wagen nicht, mit den üblichen Phaniasieziffern aufzuwarien. Sie verzeichnen ferner Angriffe auf mehrere Bahnstrecken mit Zügen in Wales, und auf Liverpool. geutsche Ferngeschüßze nahmen nach englischen geigungen einen englischen Geleitzug vo Dover aufs Korn. Diese Parasiten werden zweifellos auch die Zumutung des Direktors des britischen Sparausschusses, Sir Robert Kindersley, mit Entrüstung von sich weisen, der Donnerstagabend die britische Offentlichkeit flehentlich um „größere finanzielle Spenden“ anbettelte. Die Steuereinnahmen reichten zur Finanzierung des Krieges nicht aus, und England sei daher in größerem Umfange auf freiwillige Spenden und die Zeichnung von Anleihen „Sir Robert schloß seinen Erguß mit der pathetischen Aufforderung:„Schlagt die Deutschen mit dem zurück, was wir alle besitzen— Geld!“ Ob der Appell dieses typischen Plutokraten, der offensichlich nur in den engen Begriffen seiner Kaste denken kann, und für den Geld das Höchste ist, was ein Mensch besitzen oder opfern kann, Erfolg haben wird, ist stark zu bezweifeln. Bomben trotz dichten Nebels Tagesangriffe auf London am Donnerslag— Die schwersten seil Beginn der Lufkoffensive Madrid, 4. Oklober. Am Donnerstag mußte London zum ersten Male erleben, daß auch der dichle Nebel, auf den man so große Hoffnungen gesetzt hatte, die deutschen Angrisse nicht aufzuhalten vermochte. Der Londoner Korrespondent der Zeitung„ABC“ berschtel, daß am Donnerslag der erste Rebellag gewesen sei, wo Londons Straßen in Nebel gehüllt gewesen selen und die Sonne die dichte nebelschicht, die über Londons Hänsermer lagere, nicht 12. duchdringen vermöge. Die deuschen Vomber setzten jedoch troß des Rebels ihre Arbeit fort, die Abwehrgeschüßze erlönlen ebenso wie in der Nacht, die Luftglarme waren häusig und lang und Explosionen hörte man überall. Auch der Londoner Berschterstatter der Heitung„Ba“, sagl, daß er beim Schreiben seines Berichtes vom dritten Alarm überrascht wurde. Unised Preß berschiet sogar, daß die Tagesangrisse am Donnerstag die schwersten seil Beginn der Luffoffensive waren. Die Luftabwehr gegen den insolge des Rebeis unsichtbaren Angreiser war so schwer, daß der Verkehr vollständig lahmgelegt wurde. Aus anderen Berichten geht hervor, daß in mehreren Lordoner Vororten eine beträchtliche Zahl Häuser zerstört wurde. Auch ein erfolgreicher Bombenangriff auf einen von London kommenden Eisenbahnzug wird zugegeben. „ Daß unter solchen Umständen der ganze englische Eisenbahnverkehr in Unordnung geraten ist, liegt auf der Hand. Ein fast totsicheres Zeichen dafür ist es aber. wenn Reuter die in England herrschenden Verhältnisse auf Devischland überträgt. Denn nur durch derartige Behauptungen glaubt man, den Optimismus hochhalten zu können. Die von Neuter erzählte Fabel aber lautet: Reisende, die in Bukarest aus Leipzig ankamen, erklären, daß die deutschen Eisenbahnen derart in Unordnung sind, daß sie zwischen Leipzig und Wien nicht weniger als 15mal den Zug england zeichnelen sich Kampflugzeuge unter der Jüh er." Ptutes, wurden seti, vei der Zusammenkunft rung nan Oderleninaut Neumau, und Leutnanf des Führers mi dem Duce diesenigen Beschlüsse gefaßt, die zur Herbeiführung der notwendigen politischen und militärischen Entscheidungen gegen die Plutokratie erforderAuch jetzt schleicht durch den internationalen Blättersoweit er auf jüdisch=plutokratischem Boden wächst— das übliche Raunen: Was wird wohl auf dem Brenner besprochen, worden sein? Die unsinnigsten Kombinationen und lächerlichsten Lügen werden an diese nur mit Bangen gestellte Frage geknüpft. Auch hierauf wird zur richtigen Zeit die Antwort erteilt, wenn der Führer und der Duee den Zeitpunkt für gekommen halten. Vorläufig wird man sich mit der im amtlichen Communigué erteilten Auskunft begnügen müssen, daß alle Deutschland und Italien angehenden Fragen erörtert wurden. Daß diese sowohl politischer wie militärischer Art waren, eraibt sich aus der Zielsetzung der Achse. England zu Boden zu zwingen und die Neuordnung der europäischen Sphäre zu verwirk: lichen. In diesem Sinne kommt allerdings den Entschlüssen größte Bedeutung zu, die jetzt vom Führer Großdeutschlands und Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht und vom Duce Italiens und Ersten Marschall des Imperiums gefaßt wurden. „sWitend über die in der letzten Zeit mehr denn ie evident gewordene Ohnmacht Großbritanniens stellte sich dieser Tage ein Mr. Croßmann an das Mikrophon und erklärte unter Hinweis darauf auf die Aktivität der Achse:„Wir halten solche Mäßchen für Zeitverlust= Gna land hat eine derartige Geschäftigkeit nicht nötig.“ Mr Croßmann irrt, und er will seine eigenen Landsleute ebenfalls irreführen. Gewiß hat London eine politische Geschäftigkeit nicht nötig, da sie vergebliche Liebesmühe wäre. Es gibt heute für die britischen Kriegshetzer keine Geschäste mehr zu machen. Die„Mäßchen“ der Achse— das können wir ihnen auf das bestimmteste versichern— werden England und seinem Empire die Existenz kosten. wechseln mußten. Reuter führt das natürlich auf die Tätigkeit der britischen Bomber zurück. Wenn auch in Deutschland jeder leicht feststellen kann, daß die Züge regelmäßig verkehren, so stört das natürlich die Londoner Illusionisten nicht; denn sie brauchen solche Meldungen biter nötig, um die gesunkene Stimmungimeigenen Lande zu heben. Engländer als Saboteure Eine amtliche rumänische Erklärung Bukarest, 4. Oktober. Im Zusammenhang mit verschiedenen falschen, auch von anderen Radiosendern verbreiteten Behauptungen über angeblich mißbräuchliche Verhaftungen und über die schlechte Behandlung einiger englischer Staatsbürger erklären amtliche rumänische Kreise, daß bei diesen englischen Verhafteten im Zusammenhang mit dem Prozeßverfahren Beweisstücke gefunden wurden, aus denen ersichtlich ist, daß sie Sabotagehandlungen begangen haben. Die verhafteten Engländer befinden sich in Untersuchungshaft. Der Justizminister befaßt sich persönlich mit der Entwicklung der Untersuchung. Umbildung noch nicht beendet! Chamberlain ein„politisches Gespenst“— Kritik an Halifax wächst „Times“, für weitere Aenderungen Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 5. Oktober. Churchills jüngste Kabineltsumbildung hat in der englischen Oeffentlichkeit hauptsächlich ein Ereignis gezeitigt: Andeutungen über eine Fortsetzung der Kabineltszumbüdung, scharse Ruse nach neuen energischen Maßnahmen. Vergeblich läßt Churchill die Preisgabe Chamber= lains als einen ganz gewaltigen Erfolg, als eine Stärkung Englands und seiner Regierung, hinstellen. Einige der englischen Propaganda zugängliche amerikanische Zeitungen gehen wilig auf diese Parolen ein. So verkündet die„Newyork Post“ beispielsweise:„Seit Chamberlain die politischen Zügel an Churchill überlieferte, war er ein politisches, Gespenst. Jetzt hat sich das Gespenst schlafen gelegt.“ Aber gerade aus Amerika ist auch ein peinlicher Mißion gekommen. Der englische Marristenschrifisteller Wells hat in Newyork vor amerkanischen Journalisten die wüstesten Ausfäle gegen Außenminister Lord Halisax von sich gegeben. Halfar verkörpere in seiner Person alles das, was das patriotische England fürchte. Ganz England wünsche seinen Abgang. Auch Sir John Anderson wird von den liberalen Blättern heftig auf die Hörner genommen. Seine Verdienste um die Leitung des Sicherheitsprogramms für England hätten ihn, so sagt„News Chroniele“ ironisch, für ausgesprochene Schutzräume der Zurückgezogenheit qualifsiziert. Statidessen habe er die traditionelle englische Belohnung für Inkompetenz erhalten: eine Beförderung. Der„Daily Herald“ macht ein ganzes Sünden register für Lord Halifax auf: servile Politik gegenüber Japan mit niederschmetternden Ergebnissen: eine Spanienpolitik, die Francos Respekt für die Achsenmächte nur noch erhöht habe: Rumähiens Loslösung von der Sache Englands; das Fiasko des Dakar=Abenteuers infolge mangelnder Informationsweise: Rußlands feindselige Haltung auf Grund verpaßter Annäherungsversuche. Der polische Korrespondent des Londoner Blattes erklärt, er habe niemand getroffen, der froh darüber war, daß Halifax einer weiteren Kabinettsumbildung entgangen sei. Im Leitarikel des Labourorgans heißt es. die große Masse des Volkes hätte Chamberlains Abgang mit dem Gefühl der Erleichterung begrüßt, aber warum habe Churchill den Bruch mit dem Chamberlainsostem nicht durch die Entfernung Lord Halifar volendetf Seine Arbeit unter Cburchl sei, nicht erfolgreicher gewesen als früher. Die„Times“ hält es angesichts der allgemeinen Stimmung für ratsam, neue Kabinettsänderungen nach der Dakar=Debatte im Unterhaus in Aussicht zu stellen.# ste Lord Halisax als Sprecher; Stockholm, 4. Oklobez, Außenminister Lord Halisax ist zum Sprecher englischen Oberhauses ernannt worden. 14 Man kann sich für diese Versammlung gerzuhsa Plutokraten keinen besseren Häuptling vorstell S4t frömmelnden Kriegsstifter, diesen Protate“. Arroganz und Engstirnigkeit, diesen Heuchlbsr anlagung 2484 5. Oktober 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 273 — Der Eselstritt für Chamberlain Er ist an allem schuld!— Churchill w ill die Schuld an allem von sich abwülzen Stockholm, 4. Oklober In den ersten englischen Kommenlaren zu der nicht unerwartet gekommenen Kabineltsumbildung wird nicht einmal die konventionelle Form des Taktes gewahrt, um das Ausscheiden der Familie Chamberlain aus der englischen Politik etwas weniger auffällig zu machen, als das nunmehr der Fall ist. Es wird erklärt, nicht nur Chamberlain gehe, sondern mit ihm auch der Kreis um Chamberlain, den man nunmehr für die Lage verantwortlich macht, in der sich das Inselreich befindet. München, Narvik und sogar Dünkirchen und Dakar werden auf das Konio des 71jährigen geschrieben, während gleichzeitig erklärt wird, der Wegder Churchillisten sei nun frei. Der Einfluß der Familie Chamberlain auf die englische Politik wird, wie„Aftenbladet“ aus London meldet, plötzlich als katastrophal bezeichnet, und man neigt dazu, die Arbeit Neville Chamberlains zu vergleichen mit dem Burenkrieg seines Vaters Joseph Chamberlain und der Locarnopolitik Sir Austen Chamberlains. Sowohl Locarno wie München hätten zu einem neuen Krieg geführt. Es hat den Anschein, als ob die englische Propaganda zum Teil darauf abzielt, aus den drei Chamberlaine die Sündenböcke für die gegen wärtige Lage Englands zu machen. Allgemein erblicken englische Beobachter nach der Ausbootung„der für München verantwortlichen Männer“. eine Verstärkung des Kabinetts, wobei allerdings nicht gesagt wird, daß diese Verstärkung ausschließlich auf das Konto der sozialistischen Opposition geschrieben werden muß. Churchill hat das Übergewicht der Konservativen im inneren Kabinett dadurch beizubehalten versucht, daß er die Zahl der Mitglieder von 6 auf 7 erhöhte. Mitglieder sind nunmehr Sir Kingsley Wood, Lord Halisar und Beaverbrook als Konservative sowie Bevin, Greenwood und Attlee als Oppositionelle. Falls die in London umlaufenden Gerüchte über die Ausbootung des Außenministers wahr werden, verliert das innere Kabinett damit einen der bekanntesten konservativen Politiker und gleichzeitig die entscheidende Vorherrschaft der Konservativen Partei. Arbeitsminister Bevin ist ganz offensichtlich das Zünglein an der Waage geworden und der Vertreter von mehr als 5 Millionen Arbeitern und damit der größten Organsation Englands.97 Chamberlain als Vertreter der Konservativen ist gegangen, und Bevin als Vertreter des englischen Sozialismus ist gekommen. Darin liegt ganz offensichtlich die innere Bedeutung der heutigen Umformung, von der neutrale Beobachter bereits vor Wochen sagten, sie werde die innere Revolution in England vorwärts bringen. Es ist eine echt englische Handlungsweise, daß der alte Chamberlain, der den Krieg an Deutschland erklärt hat, von Churchill jetzt noch einen Eselstritt erhält und für alles verantwortlich gemacht wird. Wir Deutschen brauchen für Chamberlain wirklich nicht einzutreten; wir wissen, was wir von diesem Weltverbrecher zu halten haben. Aber es ist doch eine typische englische Gemeinheit, wenn jetzt Churchill, einer der Hauptschuldigen am Ausbruch und der bisherigen Führung des Krieges, diese Schuld von sich abzuwälzen sucht, indem er sie auf Chamberlain häuft. Churchill hat zweifellos diesen Regierungswechsel vorgenommen, um die öffentliche Aufmerksamkeit von der prekären Lage, in der sich England befindet, auf, andere Dinge abzulenken. Innenminister gemacht hat und wie wenig er es verstanden hat, London auf den verschärften Luft krieg vorzubereiten, während Sir Kingsley Wood als schwacher Mann bezeichnet worden ist, seitdem er ein Kriegsbudget ausgearbeitet hat, das nicht im geringsten den wahren Bedürfnissen entspreche. In ausländischen Kreisen der britischen Hauptstadt ist man immer mehr davon überzeugt, daß Churchil! mit seiner Kompromißlösung wenig Erfolg haben wird. Das Tauziehen zwischen der Opposition und den Konservativen, also der Kamp umdie Macht, geht weiter, ohne daß an dem Kräfteverhältnis der beiden sich bekämpfenden Parteien irgend etwas wesentlich verändert worden wäre. Londons geheimnisvoller „Gehirntrust“ Illusion um jeden Preis Madrid, 4. Oktober Die geheimnisvolle neue Erfindung, mit deren Ankündigung man den Optimismus der Engländer stärken will, dient den Londoner Illusionspropagandisten noch nicht für ihre Zwecke. Sie haben nun sogar einen ganzen„Gehirntrust" ins Leben gerufen, auf den England seine Hoffnungen setzen soll. Dem Londoner Berichterstatter der Zeitung„ABC“ zufolge setzt sich der in London gegründete„Gehirntrust“ aus„sieben Leuchten“ der Wissenschaft zusammen. Ihre Aufgabe sei es, das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen auf allen Gebieten gegenseitig auszutauschen, um dann auf Grund ihrer„überlegenen Kenntnisse" das große Rätsel Englands zu lösen und den Krieg dadurch zu Englands Gunsten zu entscheiden. Dem „Gehirntrust“, komme die Kategorie eines zweiten Kriegskabinetts zu. Die Mörderseelen Unzufriedenheit in weiten Kreisen Krilik an der Regierungsumbildung Von unserem.-st.-Berichterstatter Stockholm, 4. Oktober. Die Londoner Morgenpresse steht völlig unter dem Immer noch Zuschriften an die„Daily Mail“ Genf, 4. Oklober. „Daily Mail“ schreibt, die Briefe, in denen Vergeltung gegen Deutschland gefordert werde, seien immer noch sehr in der Mehrzahl. Das Verhältnis sei am 1. Oktober eiwa:1 zugunsten wahlloser Bombardierung gewesen. Frau Rosa Keoghoe aus Wood Green schreibt: „Warum bei Bombardements so herzliche Gefühle gegen deutsche Kinder?" A. Tomes aus Hanley Stoke=on=Trent schreibt:„Wie lange sollen wir eigentlich noch die Geschichte anhören, daß die Bombardierung deutscher Munitionsfabriken besser ist als die deutscher Städte? Ich sage: Bombardiert die deutschen Städte.“ Geo W. Reed aus Coombe Martin schreibt u..:„Man solle auch mit der Bombardierung Roms beginnen. Der Anfang würde am besten mit dem Palazzo Venezia gemacht.“ T. T. Catling aus Beckenham(Kent) schreibt:„Obwohl wir uns seit Monaten mit Italien im Krieg befinden, wurde keine einzige Bombe auf Rom geworfen. Warum?“. G. C. Spence aus Dollar schreibt:„Brücken, öffentliche Gebäude und alles, was die Nazis in Berlin und anderswo gebaut haben, sollten zerstört werden.“ S. E. E. aus Surbiton schreibt:„Werft Bomben, bis die von Hitler hochgepriesene Reichskanzlei und andere Regierungsgebäude in Berlin vollkommen zerstört sind. Die Haugebäude in Berlin vollkommen zerstört sind. Die Hauser von Goebbels und Göring sollten auch in die Bombardierung einbezogen werden.“ Den Einsendern dieser brutalen Zuschriften scheint die bisherige Bombardierung Londons, Liverpools und anderer englischer Städte noch nicht zu genügen. Sie scheinen es provozieren zu wollen, daß London und Liverpool ausradiert werden. Uebel macht schwere Sorge Nebel macht den Engländern Sorge Madrid, 4. Oktober. Große Sorge befällt die Londoner Oeffentlichkeit wegen der nun seit zwei Tagen herrschenden schweren Nebel. Während man sich in politischen und militärischen Kreisen bisher in der Hoffnung wiegte, daß der Nebel einer der besten Verbündeten Englands im Kampf gegen die deutsche Luftwaffe sei, hat sich nunmehr die Meinung völlig geändert. Man mußte feststellen, daß in diesen ersten schweren Nebeltagen die britische Luftabwehr ziel= und planlos schoß, weil sie nicht in der Lage war, den Feind auszumachen. Infolgedessen sieht man mit größter Sorge den weiteren Kompfhandlungen entgegen, da die ausgezeichnet funktionierenden Blindflüge der deutschen Luftwasfe erfolgreich ihre Ziele bombardieren, während die Luftabwehr nahezu erfolglos blieb. Feldlager bombardiert Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 4. Oklober Der lialienische Wehrmachlbericht vom Freitag hal folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im englisch-ägyptischen Sudau haben unsere Luftformationen Jeldlager und Verleidigungsanlagen in der Zoue Rozeires sowie ein seindliches Feldlager und einen wichtigen Stützpunkt in der Gegend von Gallabat bombardiert. Die seindliche Lustwaffe hal Angriffe auf Berbera, Afmadn, Es Uak und auf die Eisenbahnstationen von Afordat und Aiscia unternommen. Ein neuer Angriffsversuch gegen die letztgenannten Brischaften ist von unseren Jägern zurückgeschlagen worden. Man zählt drei Tote, darunler eine Eingeborenenfrau und fünf Verwundete. Die Materialschäden sind beschränkl. Suner an Ribbentrop 5. L Berlin, 4. Oktober. Der Mord an Codreanu Nachforschungen des Führers der Legionärsbewegung bringen Aufklärung Auch der Herausgeber des„Curentul“ ermordet Von unserem st-Berichterstatter Bukarest, 4. Oklober Der Führer der Legionärsbewegung Horia Sima hal Nachforschungen über die früher an Legionären begangenen Morde angeordnet. Mit der Leilung der Nachforschungen wurde Pfarrer DumisrescuBorsa, ein alter Legionär, beauftragt. Die Bemühungen Dumitrescus um Aufklärung der Ermordung Codreanus haben bereits durch ein Verhör des Gendarmeriemasors Dinulescu zum Erfolg geführt. Von Dinulescu war bekannt, daß er die Ermordung Codreanus und der mit ihm ums Leben gebrachten übrigen 13 führenden Legionäre leitete. Dinulescu wurde eines Tages zu dem früheren Ministerpräsidenten Calinescu befohlen, in dessen Arbeitszimmer, er auch General Bengliu, den Kommandanten der Gendarmerie, vorfand. Calinescu teilte ihm mit, aus staatspolitischen Gründen müßten Cordreanu und seine 13 wichtigsten Helfer getötet werden, was auch der Wunsch des Königs sei. General Bengliu gab ihm Auftrag zur Ausführung. Um 10 Uhr abends, am 29. November 1938, ließ er dann im Gefängnis von Rimnik=Sarat Codreanu und die übrigen 13 auf ein Polizeiauto laden, dessen Aufbau aus mehreren Bankreihen bestand, so, daß die Insassen nach vorn sahen. In jede zweite Bankreihe wurden drei bis vier Legionäre gesetzt, mit schweren eisernen Fußfesseln an die Bänke angekettet, die Ellbogen= hinter dem Rücken zusammengebunden, und die Leute so an die Bänke gefesselt, daß sie sich einerseits unmöglich bewegen konnten, andererseits den Kopf sehr hoch halten mußten. In den übrigen Bankreihen nahmen Gendarmeriefeldwebel Platz, hinter jedem Legionär ein Gendarm, also insgesamt 14 ausgesuchte Leute, nur Rumänen. in weit größerem Ansteigen der britischen Schiffsverluste durch deutsche-Boote von der britischen Admiralität zugegeben Eindruck der Kabinettsumbildung. Es ist selbstverständlich, daß sowohl die konservativen Blätter wie auch ein Teil der Londoner Massenblätter hervorheben müssen, daß die Umbildung der Regierung und die Einbeziehung „neuer Kräfte“ ein sicheres Zeichen für die„Entschlossenheit der Regierung" darstelle, ihre Kriegspolitik zu„aktivieren“. Aber schon in den ersten Kommentaren zeigt sich, wie unzufrieden man in weitesten Kreisen über diese Umbildung des Kabinetts ist. Die Blätter verhehlen ihre Enttäuschung nicht und wersen die Frage auf, warum denn Churchill nicht die Gelegenheit benutzt habe, eine wirkliche Neugestaltung der Regierung durchzuführen, die den Erfordernissen der Lage entspreche. Vor allem zeigen sich die meisten Blätter peinlich berührt über die Tatsache, daß Churchill trotz aller Kritit weder Herrn Kingsley Wood noch vor allem Sir John Anderson hat fallen lassen, ja, daß beide Minister sogar ins Kriegskabinett ausgenommen worden sind. Offensichtlich kann die englische Presse nicht vergessen, wie wenig beliebt Sir John Anderson sich als Berlin, 4. Oklober. Nachdem bisher englische Regierungskreise, die sich über die Gründe für das plötzliche Ansteigen der Verlustziffern durch den deutschen-Bootkrieg den Kopf zerbrachen, als Entschuldigung für die gefährdete Versorgungslage angaben, daß Deutschland„französische und italienische-Boote in seinen Dienst gezwungen" habe, bequemt sich jetzt die britische Admiralilät dazu, die wahren Tatsachen zuzugeben. Sie erklärt wörtlich:„Deutschland hatte in letzter Zeit in weil größerem Maße Erfolg bei seinen-Bootangrissen gegen die Handelsschiffahrt als bisher seil Kriegsbeginn. Dieser Umstand war nach dem Zusammenbruch„Frankreichs und der Besetzung der französischen unantrhasen durch die Deutschen vorauszusehen. Die .Boote, die von diesen Häfen aus operieren. sind in der Lage, während eines längeren Zeitraums die Handelswege des Ozeans zu bedrohen, als wenn sie von den alten deutschen weit rückwäris gelegenen Stützpunkten aus operierten.“ Man sieht also jetzt klar, worauf die in der letzten Zeit von der britischen Propaganda aufgebrachten Behauptungen, daß französische-Boote mit deutscher Besatzung britische Handelsdampfer versenkt hätten, eigentlich hinausliefen. Es sollte damit die Weltöffentlichkeit darüber getäuscht werden, daß die aussichtslose strategische Lage der britischen Seeverbindungen sich allmählich unerbittlich auszuwirken beginnt. Britische Rômiralitäl„bedauert“ Die Jacht„Sappho“ und ein Hilfskriegsschiff gesunken Stockholm, 4. Oktober Churchill hat sich wieder einmal dazu bequemt, einen kleineren Kriegsschiffsverlust bekanntzugeben. Der von Reuter verbreitete amtliche Bericht der Admiralität lautet in der üblichen Weise:„Die Admiralität bedauert, mitteilen zu müssen, daß die Jacht SM „Saupho“ gesunken ist, wahrscheinlich durch eine feindliche Mine.“ Die„Sappho“ war nach den Angaben von Reuter 327 Tonnen groß und ist einige Jahre vor dem Kriege erbaut worden. Die britische Admiralität gibt weiter den Verlust eines Hilfskriegsschiffes bekannt. Es sei überfällig und müsse als verloren betrachtet werden. Wie„Daily Mail“ aus St. Johns(Neusundland) berichtet, gingen dort 83 Überlebende der englischen Dompfer„Blai Rangus“(4409 BRT) und „Elwood“(7098 BRT) an Land. Die Dampfer waren 500 Meilen westlich von Irland am 29. 9. torpediert worden. Auf der Straße zwischen Plösti und Bukarest gab Major Dinulescu ein verabredetes Zeichen mit der Taschenlampe, worauf jeder der 14 Gendarmen um den Hals des vor ihm sitzenden Legionärs einen Lederriemen warf und mit beiden Händen so lange zuzog, bis dieser erwürgt war und kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Die Fahrt des Wagens wurde dabei nicht unterbrochen. Gegen 4 Uhr morgens traf der Wagen in Bukarest ein und fuhr in das als Militärgefängnis dienende Fort Jilava; wo bereits eine große Grube vorbereitet war. Als der Wagen im Hof des Forts Jilava eintraf, schoß man noch mit Revolvern und Karabinern wiederholt in sämtlichen Leichen und warf sie in die Grube. Dinulescu erklärte den 14 Gendarmeriefeldwebeln in einer kurzen Ansprache, daß sie hiermit ein Kriegsgericht und eine patriotische Tat vollzogen hätten. Am nächsten Tage wurden die Leichen wieder ausgegraben und außerhalb des Forts in eine andere Grube geworfen, mit 20 Flaschen Schwefelsäure übergossen, mit einer Betonschicht und erst darüber mit Erde bedeckt. Schließlich erklärte Major Dinulescu noch, daß auch die 14 Gendarmeriefeldwebel trotz anfänglichem Sträuben die Todesurkunden unterschreiben mußten. Auf diesen war natürlich, entsprechend der Regierungsverlautbarung, angegeben:„Bei Flucht versuch erschossen.“ Von den Gendarmeriefeldwebeln hat jeder 20000 Lei erhalten. Major Dinulescu soll angeblich 200000 Lei erhalten haben. Des weiteren konnte Pfarrer Dumitrescu=Borsa bei seinen bisherigen Untersuchungen einwandfrei feststellen, daß Professor Nae Jonescu, der seinerzeitige Herausgeber des„Curentul“, der unerwartet im Frühjahr 1940 starb, vergiftet wurde. General Buillemin zurückgetreten Von unserem ständigen Vertreter osch Bern, 5. Oktober. General Vuillemin, der Oberbefehlshaber der französischen Luftwaffe, hat freiwillig seinen Rücktritt genommen. Der französische Luftfahrtminister, General Bergeret, hat aus diesem Anlaß einen Tagesbefehl an die französische Luftwaffe erlassen, in dem er ein Loblied auf die 36jährige Tätigkeit General Vuillemins in der französischen Luftwaffe singt. Dabei wird u. a. auch erwähnt, daß General Vuillemin 5000 Flugstunden hinter sich legte. Chautemps nach Portugal geflohen Genf, 4. Oktober. Aus Lissabon wird berichtet, daß vorgestern am Ufer des Tago ein kleines Schiff aus Casablanca landete, welchem der ehemalige französische Ministerpräsident Chautemps sowie seine Frau und eine Anzahl anderer Franzosen entstiegen. Diese hatten vor sieben Tagen trotz der polizeilichen Überwachung in Casablanca die Flucht ergriffen. Die Fahrt von Casablanca nach Portugal wurde unter den schwierigsten Umständen zurückgelegt, so daß sie bei ihrer Ankunft vollkommen erschöpft waren.nersch= Chautemps war bekanntlich lange Zeit der Leiter der Radikalen Partei und ist Hochgradfreimaurer. Im Kabinett Pétain, das den Waffenstillstand abschloß, figurierte er noch als Vizepräsident des Ministerrates. Hierauf verlautete, daß er im Auftrage der französischen Regierung zu Propagandazwecken sich nach Südamerika begebe, was aber später dementiert wurde. Allem Anschein nach hat sich Chautemps dann nach Marokko zurückgezogen und ist nun von dort, wo er sich nicht sicher fühlte, geflohen. Der spanische Innenminister Serrano Suner hat“ Ueberschreiten der Reichsgrenze an den Reichsmini### des Auswärtigen von Ribbentrop folgendes Telegram gerichtet: „Im Augenblick des Verlassens Ihres Landes brin ich Ihnen, Herr Reichsminister, nochmaks ni### sönliche Zuneigung zum Ausdruck, sowie meine tigsten Wünsche für das Wohl und das fernere## des deutschen Volkes und seines Führers. Rodolfo Serrano Sun Reichsaußenminister von Ribbentrop hat. stehendem Telegramm geantwortet: „Für Ihre freundlichen Worte, die Sie beim Ue schreiten der Reichsgrenze an mich richteten, danke Ihnen aufrichtig. Ich bitte Sie, meine besten Wünsche für Ihr persönliches Ergehen, für die glückliche Zukunft des spanischen Volkes und das Wohl seines Caudillo entgegenzunehmen. Ribbentrop.“ Keine Beflaggung am Erntebanktag Berlin, 4. Oktober Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gehenbekannt: Die am Erntedanktag übliche Beflagfung und Ausschmückung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre. Im Laufe des Monats Oktober werden in Berlin Abordnungen von in der Kriegsernährungsschlacht verdienten Bauern und Landarbeitern durch einen Empfang der Reichsregierung geehrt. Von #hr seil wischen de Ausläufern Arke Abtei zu und zet Peeressäuler Lein. Der PEreignis, de Rande der! des Marsch der Sieger Oberst. Da in einem un sollten, war Denkwürdiger Tag der Geschichte hapans Tokio, 4. Oktober. — Der Sprecher des Außenamtes, Ministerialdirektor Suma, sprach im Rundfunk über die Bedeutung des Dreierpaktes. Er bezeichnete den Tag, an dem der Vertrag abgeschlossen wurde, als einen der denkwürdigsten in der Geschichte Japans und darüber hinaus der gesamten Welt. Der Pakt überrage alle bisherigen Bündnisse oder Verträge der Weltgeschichte und gebe Japan die unverrückbare Orientierung für seine Mission im Fernen Osten. Bedauerlicherweise sei zu beobachten, daß gewisse Mächte, z. B. Amerika, sich der Neuordnung widersetzen wollten und die Auswirkungen des Paktes“ zu verkleinern oder zu bespötteln suchten. Demgegenüber sei unleugbar, daß der Dreierpakt Amerika einen Schock versetzt habe. Suma betonte ausdrücklich, daß der Pakt unmißverständlich die vollkommenste Uebereinstimmung der Vertragspartner in allen politischen und wirtschaftlichen Fragen ausdrücke. Japan sei von Deutschland und Italien als der führende Staat im Fernen Ostensanerkannt, und werde alle militärischen Kräfte aufbieten, falls eine dritte Macht sich auf Seiten Englands stellensollte Japaner in Hanoi einmarschlert Tokio,.=Hktober Japanische Truppeneinheiten, die am 26: September in Haiphong —.gung landeten, marschierten am Döyperstag. Hauptstadt Französisch=Indochmas, Hun###, Hauptstag. Franzestsch=unbbugnus, Hanzi, ein. Gleichzeitig landeten japanische Formationen auf Hanois Flughafen Jiaram. Nach erfolgreichem Abschluß von Verhandlungen zwischen den Militärbehörden Französisch=Indochinas und der japanischen Truppenführung wurden bei Beginn der Operationen in zwei Bezirken von den Jas## panern festgesetzte Angehörige der französisch=indo chinesischen Armee freigelassen und beschlagnahmtes der Oberst werden soll Ein Wu Taten gesche mandeur in Geglaubt. zum Advok ##chr, studier ein Mann v mit dem sch auf der Un Stern verri er mit nicht nant.. Abei leutnant, ur von Italier # Church Kriegsmaterial zurückgegeben. In Kürze Der Vizekönig von Italienisch-Ostafrika— zugleich Oberkommandierender der Truppen In Ostafrika— Herzog von Aosta, besichtigte in Massaua und in der Gegend von Astara stehende Abteilungen deutschei Kriegsfreiwilliger. Er äußerte seine Befriedigung über den guten Eindruck, den die deutschen Freiwilligen machten. Der USA-Senal nahm gestern die letzte ihm vorliegende Militärvorlage an, die insgesamt.482 Milliarden Dollar zur Ausrüstung und Unterhaltung einer Friedensarmee von 1 399 441 Mann vorsiehl. Verlag: Westlällsche Tageszeilung G. m. b.., Münster(Westl.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 2t. im Felde). 1. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anion Elckhoft(z. Zt. im Felde): Stellvertreter Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Max Hiemisch(z. 2t. im Felde). I. V. August Hollweg: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl, Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Petler (z. 21. in Felde): Sport: Allred Strobel(z. Zt. im Felde). 1. V. Peler Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichteretattung: Ciemens Hillsbusch: Anzeigenleiter: Horst Entere (z. Zt. Wehrmacht). 1. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendoriische Buchdruckerei. Alle di schen Bezi Wenn aue gen zeitw und verspi kaischeks so hat die Parlamen ihre Ferr Straßen ü schall führ Wege übe England durch die ven sind Indochina nach Dü über Ra Birma britischem auf der### Laufe vor 20 Millic zu zahlen tung der überlassen salle gem für Indi Ragenars. Dr. arunat ROMAN VON ROLF KROHMBECK (10. Fortsetzung.) Doktor Grundts erste Fraul, ging es durch Hans Bürkners Gehirn. Wieso ist sie plötzlich da... und was will sie ausgerechnet von mir? Sie hatte sich nach ein paar Sekunden schon umgedreht und sah ihn wieder an. „Wollten Sie nicht gehen, Herr Doktor? Sie haben den Mantel schon an...“, sagte sie— und hatte wieder jenes eigenartige Lächeln um den schön gezeichneten Mund, das Hans Bürkner verwirrte. „Wenn es Ihnen recht ist, gnädige Frau... ich meine... ich weiß zwar nicht...“ Hans Bürkner hätte sich selbst ohrfeigen mögen wegen seines ungeschickten Benehmens. Da steht man schon einmal einer Dame aus der— hm!— aus der großen Welt gegenüber, und dann benimmt man sich wie ein dummer Junge; der scheinbar noch nie etwas mit einem weiblichen Wesen zu tun hatte. Hm... na ja... die Begleitumstände waren ein bißchen eigentümlich... die Dame war immerhin die erste Feau seines Chefs, wenn sie auch, genau genommen, nichts mehr mit ihm verband als zufällig der gleiche Name „Es ist mir recht!“. Sie lächelte— und Hans Bürkner hatte den Eindruck, als mache sie sich ein ganz klein wenig über seine offensichtliche Verlegenheit lustig. Sie machte eine Bewegung, die ihm verriet, daß sie den Mantel abzulegen wünschte. Er sprang hinzu und half ihr, legte die Kostbarkeit sorgfältig über einen Stuhl und schob ihr einen Sessel hin. Als er sich umwandte, sah er sie ohne Mantel vor sich stehen und hätte beinahe das Atmen vergessen. Herrsottl, hatte die Frau eine Figur! Das war ja... flank war sie, aber diese Schlankheit hatte in ihren Beegungen die Weichheit einer burmanischen Katze! Alle leskas, Hertas, Susis, Hellas... alles, was ihm je den Weg gekommen, verblaßte vor seinen Augen zu heutungsloser Wesenlosigkeit. Sie setzte sich, schlug ein Bein übers andere. ans Bürkner spürte deutlich sein Blut in den Schläminern. Und von so einer Frau hatte sich Doktor scheiden lassen! * Sie schon lange hier im Hause tätig?“ fragte aufblickend. bei Jahre, gnädige Frau...“ „Ich möchte von Ihnen etwas über die Ehe meines Mannes erfahren!" begann sie nach einer kurzen Pause wieder. Sie öffnete ihre Handtasche und entnahm ihr ein schmales goldenes Zigarettenetui.„Rauchen Sie?“ Er griff beinahe ein wenig hastig zu. Gab ihr Feuer. Er bewunderte ihre Hände, während sie die Zigarette zum Munde führte. Gepflegte weiße Hände mit rotgefärbten Nägeln. Hans Bürkner glaubte noch nie so schöne Hände bei einer Frau gesehen zu haben. „Wie sieht die Frau aus?“ fragte sie. „Welche... ach so! Frau Doktor Grundt? Ja, gnädige Frau... ich... ich weiß nicht, wie ich sie Ihnen beschreiben soll. Sie ist blind...“ „Blind?“ „Ja!“ Hans Bürkner begriff nicht ganz, warum Doris Grundt auflachte. So besonders heiter war es doch nicht, wenn einem Menschen das Augenlicht fehlt. „Ist die Ehe glücklich?“ Hans Bürkner antwortete nicht sofort. Wo hinaus wollte sie mit ihren Fragen? Was bewog sie eigentlich, zu ihm zu kommen und sich nach der zweiten Ehe ihres geschiedenen Mannes zu erkundigen? Hatte sie etwa die Absicht, in diese Ehe einzugreifen, sie zu stören... vielleicht sogar zu zerstören? Eigentlich gab es doch gar keinen anderen Grund für ihre Neugier. Und im selben Augenblick meldete sich so etwas wie Abwehr in Hans Bürkner. Er hatte eine Schwäche für Frauen... für schöne Frauen sogar besonders... aber diese Schwäche ging nicht so weit, daß er sich zum Werkzeug irgendwelcher Pläne machen ließ. Er war leichtsinnig, ja... er wußte, daß er es war, und fühlte sich ganz wohl dabei. Nur hatte dieser Leichtsinn gewisse Grenzen und glitt nicht in das Gebiet irgendeiner Schurkerei hinüber. Ob die Ehe glücklich war, wollte sie wissen? Hans Bürkner sah Matthias Grundt vor sich, diesen großen, starken Mann, der in den sieben Monaten seiner Ehe ein ganz anderer Mensch geworden war. Und er sah Renate Grundt vor sich, diese wundervolle Frau, wie sie manchmal, von dem Diener Karl geführt, in die Klinik kam, um ihren Mann abzuholen. Er sah ihr Gesicht, wenn sie ins Zimmer trat und die Nähe ihres Mannes fühlte. Es war, als falle von diesem Gesicht plötzlich ein Schleier, als nähme eine Hand mit einem Schlage alle Züge daraus hinweg, die eben noch ein wenig dunkle Schwere über das Gesicht gebreitet hatten. Sie irrte sich nie. Doktor Grundt mochte im Zimmer stehen, wo er wollte— mit einer Sicherheit, die Hans Bürkner verblüffte, fand sie den Weg zu ihm. Und Doktor Grundt? Mit welcher Zartheit, mit welcher Behutsamkeit kam er ihr entgegen! Wie verriet bei ihm jeder Schritt, jede Bewegung, jedes Wort, daß sein ganzes Leben angefüllt war von der Liebe zu dieser blinden Frau. Ob die Ehe glücklich war? „Ich glaube, gnädige Frau, darüber kann Ihnen am besten Herr Doktor Grundt Auskunft geben!“ hörte sich Hans Bürkner sagen, eine Antwort, die er dieser Frau gegenüber vor zwei Minuten noch für unmöglich gehalten hätte. Sie zog die Augenbrauen hoch und sah ihn erstaunt an. „Und warum nicht Sie?“ „Weil ich wohl nicht das Recht habe, darüber zu sprechen!“ erwiderte er und wunderte sich, daß diese schöne Frau auf einmal gar nicht mehr so dicht vor ihm zu sitzen schien. Irgend etwas war da aufgewachsen zwischen ihnen, das dem Erlebnis dieses Besuches den Reiz nahm. Sie lächelte ihr bezauberndes Filmlächeln. „Man kann nicht über eine Ehe sprechen? Darf nicht sagen, ob sie glücklich oder unglücklich ist?“ Trotz stieg in ihm auf. Ein richtiger Jungentrotz, der sich nicht einfangen lassen wollte. „Und warum möchten Sie das wissen, gnädige Frau?“ Sie schnippte die Asche von ihrer Zigarette und sah ihn von unten herauf an mit einem Blick, der auf Wirkung berechnet war. „Nur so...“, kam es leicht von ihren Lippen. Hans Bürkner fühlte plötzlich den breynenden Wunsch in sich, klarzusehen. „Verzeihen Sie, gnädige Frau... warum hm!... warum wenden Sie sich gerade an mich, um etwas über die Ehe Ihres früheren Gatten zu erfahren?“ Sie hob mit einem Ruck den Kopf. Er bemerkte auf einmal ein Glitzern in ihren Augen. „Weil...“. eine kurze Pause folgte diesem ersten Wort, und in dieser Pause lag es wie eine versteckte Drohung,„... weil von dem Verlauf einer Unterredung mit einem Menschen, der mir über diese Ehe Auskunft geben kann, meine weiteren Schritte diktiert werden!" Das war nicht mehr mit dieser weichen, mit einem eigenartig gurrenden Unterton verbrämten Stimme gesprochen— an eine burmanische Katze hatte Hans Bürkner vorhin denken müssen, als er sah, wie sie zu dem Sessel ging... die burmanische Katze schien auch über Krallen zu verfügen! Und wenn nicht alles täuschte, hatte sie die Absicht, sie zu gebrauchen! Gegen eine Wehrlose, deren Leben getragen wurde von einem grenzenlosen Vertrauen zu dem Manne, den sie liebte, obwohl sie ihn nie mit ihren Augen gesehen. Eine schöne Frau saß ihm da gegenüber... eine berückend schöne Frau— aber auch eine gefährliche Frau! Hm! Vielleicht waren die Gründe, die Doktor Grundt bewogen, sich von ihr scheiden zu lassen, schwerwiegend genug! Alle Befangenheit, die die glanzvolle äußere Erscheinung Doris Grundts in ihm ausgelöst hatte, war weggewischt. Man durfte sich nur nicht bluffen lassen... und, genau genommen, dachte er, wenn man die Fassade abkratzte, blieb vielleicht noch weniger übrig von dem glänzenden Rahmen, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte! Aber ganz gleich... gefühlsmäßig erfaßte er, daß diese Frau irgendeiner Gemeinheit fähig wäre! Warum kam sie wieder, obwohl sie wußte, daß Doktor Grundt wieder verheiratet war? Warum erkundigte sie sich so angelegentlich nach dieser Ehe? Doch nur, um... „Ich sehe...“, zerriß sie seine Gedanken,„daß es vielleicht doch besser ist, einen anderen Weg zu gehen!" Sie stand auf. „Jedenfalls danke ich Ihnen, Hers Doktor... das Wenige, das ich von Ihnen erfahren habe, genügt mir schon!“ Sie machte einen Schritt zu dem Stuhl, auf dem ihr Mantel lag. Er kam ihr zuvor, nahm den Mantel. „Gnädige Frau, gestatten Sie mir noch ein paar Worte..., stieß er hervor, und seine Stimme klang ein wenig erregt.„Ich weiß nicht, welche Gründe Sie haben, plötzlich hierher zu kommen und... und sich nach der Ehe Ihres früheren Gatten zu erkundigen. Soweit ich meinem bißchen Verstand vertrauen darf, haben Sie die Absicht..“ „Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf über meine Absichten, Herr Doktor!“ sagte sie, und in ihrer Stimme war ein etwas spöttischer Unterklang. Sie schlüpfte in den Mantel, nickte ihm zu und verließ das Zimmer, bevor er noch etwas hatte sagen können. Er stand ein wenig benommen und starrte auf die Tür, die sich eben hinter ihr geschlossen hatte. Schade.. die Sache hatte angefangen wie ein richtiges, nicht alltägliches Abenteuer: Eine schöne Frau kommt unerwartet hereinspaziert, er ist Feuer und Bamme, erwartet krgend eimos Besonderes. und Na, nicht zu ändern! Jetzt mußte überlegt werden, was zu tun war! Der Ehe Doktor Grundts drohte irgendeine Gefahr. Nicht erkennbar, nicht greifbar, aber una####islich! Diese Frau sah nicht so aus, als begnüge sie# mit einer bloßen Frage nach dem Wohlergehen chres früheren Mannes. Sie hatte irgend et### vor#. vielleicht... vielleicht wollte sie wieder den Platz###hmen, der jetzt Land. Zwi kaischeks be fahrt=Sachv Renate Grundt gehörte? Auf jeden Fall brachte ihr Wiederauftauchen Unruhe in das friedliche Haus in Dahlem... und diese Ehe konnte keine Unruhe gebrauchen!“ Es mußte verhindert werden..“. Ja, was? Eigentlich war doch noch gar nichts geschehen. Er konnte nichts unternehmen weil ihm jeder Beweis für die schlechten Absichten dieser Frau fehlte. Vielleicht war sie nur zufällig wieder nach Berlin gekommen und wollte ihren früheren Mann einmal sehen, einmal sprechen... vielleicht handelte es sich um eine ganz harmlose Angelegenheit, aus der er in seiner Phantasie ein Schauerdrama machen möchte.“. Er nahm den Hut vom Haken und verließ das Zimmer. Schwester Valeska stand vor ihm und sah ihn an. In ihrem klaren Gesicht war ein Ausdruck einer gewissen Sorge. (Fortsetzung folgt.) Heitere Ecke Frech sind die Weiberleute oft. Ich saß in einem Bräu, die Kellnerin trug einen Schweinsbraten vorüber, eine ungeschickte Handbewegung und die ganze Soße schwappte mir über meine graue Hose. Wütend sprang ich auf: „Passen Sie doch auf! Jetzt ist meine Hose g Fett?“ Die Kellnerin antwortete seelenruchig:„ „Ja mei— und nit amal a Fettmarken hergeben müssen!" Eius Zeilung verautgft“ Bücher haben Ihnen jo e holfen?".. 4 Leser Darauf schriel#erm:„Daz Mutter und dag#enduch meines Nachde Sporen v Stadttheat öffnung. J (i einer Das zugkr den Melo Instrumen kommt da flissener, graßen 3 ratsgrcf u das übrige rette zu g An St. heim, der Daue ve übernomm und Abwder Spiell er recht a Die musik bewährten der Weise schmissig einder #ie eine Umst Ihrem Leben dann 4 Der Poidnerr-Kirikus Rodolfo Graziani, der Marschall Italiens— Inhalt des Lebens: Afrika und Soldatentum=„Dagahbur, vorwärts, vorwärts, vorwärts!“ Von Wolfdieter von Langen-Rom selben Stunde eines heißen Oktobertages, da pischen, den steinigen Abhängen von Jefren in den „.„ern. der libyschen Wüste italienische Stoßtruppe Arke Abteilungen der Senussi=Rebellen erreichten, stellin und zetschlugen, zogen 1200 Kilometer nördlich die czeeressäulen des Fischismus am 28. Oktober in Rom Lein. Der Einmarsch in Rom war ein geschichtliches Fteignis, das Gefecht von Jefren ein Geschehnis am * nande der Peripherie der Geschichte. Der Befehlshaber des Marsches auf Rom war Benito Mussolini, der Sieger von Jefren ein unbekannter italienischer Oberst. Daß der Duce des Faschismus und der Sieger in einem unbedeutenden Wüstengefecht zusammenkommen sollten, war damals höchstens eine Prophezeiung; daß Marschall Graziani der Oberst aber 18 Jahre später der Feldherr des Duce werden sollte, glich einem Wunder. Ein Wunder? Wenn in der Geschichte Wunder ohne Taten geschehen, wäre die Geschichte müßig. Der Kommandeur in dem Gefecht von Jefren hat nie an Wunder geglaubt. Als er ein Kind war, bestimmte man ihn zum Advokaten; als er Student der Rechtswissenschaft #car, studierte er Kriegsgeschichte und Strategie; als er *ein Mann wurde, war er Soldat. Er tauschte die Robe (mit dem schmalen goldenen Streifen des Unterleutnants auf der Uniform. Er traute seinem Stern, und der Stern verriet ihn. Als der Weltkrieg ausbrach, war er mit nicht weniger als 32 Jahren noch immer Leutnant. Aber zwei Jahre später war er bereits Oberstleutnant, und wieder zwanzig Jahre später Marschall von Italien. Das Wunder seines Lebens war die Tat. Wie muß doch ein Mensch im Innersten von den ewigen Gesetzen des Soldatentums, von der Leidenschaft des militärischen Führertums beherrscht sein, wenn er alle Widrigkeiten kalt, schweigend und zäh überwindet, um nur Soldat, um soldatischer Führer zu sein, wie es der jetzige Marschall Italiens, der Feldherr des Faschismus, ist: Rodolso Graziani! Ein schmaler, preußisch zu nennender Mund, harte, kalte Augen, ein Kinn der Energie und eine Stirn des Trotzes, das ist das Gesicht des Feldherrn. Gegenüber Moltke scheint er ein Rebell, verglichen mit Scipio, dem einzigen großen Römer in Afrika vor ihm scheint er ein Landsknecht, gemessen an allen anderen großen Feldherren in afrikanischen Wüsten und Steppen ist er der Typus des ewigen Soldaten, der sich nie verrät, hinter dem wie eine sengende Flamme, die große Leidenschaft, die geradezu„grazianische", Berufung steht: Soldatentum in Afrika. Mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte er in Afrika. Die Sehnsucht nach den Büschen und Steppen, dem kärglichen Leben in gasserlosen Durstgebieten wie das Wissen um die Macht Afrikas, wo der Mann Herrscher ist, wenn er nur wirklich Mann ist, verließen ihn nie. Wenn dieser wahrhaft große Marschall Italiens einst die Augen über den Gefechtskarten schließt, so lebt er weiter in der Elite der italienischen Kolonialoffiziere, dieser„fior dei siori“, der Auserwählte der Allerbesten des italienischen Offizierkorps, in denen das Herrschertum zum Besten ihrer Soldaten gesetzt ist und in deren Augen unvergleichlich die afrikanische Weite leuchtet. Der Sieger in zahllosen afrikanischen Schlachten ist Römer vom besten Schlag. Im Quellgebiet des Aniene in der kleinen Landgemeinde Affile gebürtig. dort, wo seit Jahrhunderten Römer siedelten und sich rein erhielten, vereint er das Soldatentum eines Cäsar mit der Staatskunst eines Augustus. Wenn er gegenüber Scipio Africanus als Landsknecht scheint, dann nur deshalb, weil Scipio Mittel zum Zweck war, was Graziani Inhalt des Lebens ist: Afrika und Soldatentum. Mit römischer Härte hat er die Kämpfe in Libyen bestanden, die einen geradezu ehernen Willen beanspruchten, an denen sich acht Jahre lang die italienische Nation erprobte, die sie dennoch nicht siegreich bestehen konnte, bis der Oberst vor Jefren und Mussolini vor Rom erschienen. Im Kampf hat er nie die Güte gekannt Er hat die Vernichtung in seinen Plänen für die Schlachten immer für sich selbst ebenso eingesetzt wie für den Gegner. Er hat ihn schonungslos vernichtet, da es dem Gegner nicht gelang, Graziani zu vernichten. Afrika ist hart und ebenso hart ist Graziani. Nach dem Sieg gewann er durch seine Persönlichkeit den besiegten Gegner. Den Söhnen der libyschen Rebellen, die gegen Graziani fochten, ist er ein Abgott, der Kriegsgott Afrikas. Seine Befehle sind kalt und klar. Nach Afrika ist ihm die liebste Gewohnheit das Schweigen. Er kennt die Seele des Soldaten wie er die Seele Afrikas kennt. Als er in einer kritischen Situation, während eine mißgünstige Welt Italiens Niederlage in Abessinien erhoffte, den Befehl zum entscheidenden Angriff gab, bestand er in den Worten:„Dagahbur, vorwärts, vorwärts, vorwärts!“ Und dem Sieger von Die Minltertur i Birma Churchills zwiespältige Fernostpolitik— Birma, Ausbeulungsobjekt für die politischen und wirtschaftlichen Interessen Englands Alle die letzten Monate sind die britisch=japanischen Beziebungen von Mißtrauen geleitet worden. Wenn auch London von den japanischen Forderungen zeitweilig zur Kapitulation gezwungen war und versprechen mußte, die Unterstützung Tschiangkaischeks aufzugeben, weil es nicht anders konnte, so hat die britische Regierung doch bald darauf im (Parlament erklärt, daß sie gar nicht daran denke, ihre Fernostpolitik zu ändern. Wenn auch die Straßen über Hongkong, die zum chinesischen Marschall führten, gespert wurden, so blieben doch die Wege über Indochina und Birma offen, auf denen England den chinesischen Widerstand gegen Japan durch die Hintertür speiste. Die japanischen Trupven sind mit dem Einverständnis Frankreichs in Indochina eingerückt, und verriegeln dort den Weg nach Yünan, es bleibt also nur noch die Route über Rangoon(Birma). Birma ist ein halb selbständiger Staat unter britischem Protektorat, jedoch mußte sich Birma auf der Round=Table=Konferenz verpflichten, im Laufe von 45 Jahren einen jährlichen Tribut von 20 Millionen Rupien an das Indische Schatzamt zu zahlen und dem britischen Gouverneur die Leitung der Außenpolitik und des Finanzwesens zu überlassen. Zudem beansprucht England im Kriegssalle gemäß einer Erklärung des Staatssekretärs für Indien die unbeschränkte Herrschaft über das Land. Zwischen Birma und dem China Tschiang= kaischeks bestehen rege Verbindungen. Eine Luftfahrt=Sachverständigenkommission der Engländer hat sich in Birma niedergelassen und der Chef des Generalstabes der britischen Armeen in Indien hatte dem Land wiederholt Besuche abgestattet. In Laschio begannen Tausende von chinesischen Kulis mit dem Bau einer Autostraße, di bis Dünan durchgeführt wird. Auf dieser Straße herrscht ein sehr reger Verkehr, soweit er nicht durch den Monsun behindert wird. Karawanen von Lastautos befördern auf ihr Waffen und Kriegsmaterial für den chinesischen Marschall. Die Autostraße führt über Bhano, wo eine starke Garnison untergebracht ist, deren Offiziere Engländer sind. In Birma ist man mit der Schutzherrschaft Englands wenig zufrieden. In Rangoon, einer Stadt von 350000 Einwohnern, haben oft genug antibritische Kundgebungen stattgefunden, die blutig unterdrückt wurden. Die Birmaner beklagen sich ferner darüber, daß sie ohne jeden Gegendank die Schätze in den reichen Silberminen an die indische Münze liefern müssen, ihre Zinngruben werden für fremde Interessen ausgebeutet, und die durchschnittlich 21000 Karat an Saphiren und Rubinen, die im Lande gefunden werden, gehen ins Ausland. Zudem ist der Zustrom an Chinesen. die auf der Autostraße in das Land eindringen und sich dort niederlassen, nicht sehr erwünscht. So ist denn Birma ein Ausbeutungsobjekt für die politischen und wirtschaftlichen Interessen Englands. die es gegen seinen Willen in die große asiatische Auseinandersetzung einbeziehen. Reghelli dankt Italien für immer den großen psychologischen Wendepunkt im abessinischen Feldzug. Nur einmal im Leben war Graziani der große strategische Vernichtungsstoß in modernem Sinne vergönnt, in Libyen gegen die Senussi=Rebellen. Die Entscheidung in Abessinien fiel an der Nordfront. Die berühmte Südfront in Ogaden, die Graziani kommandierte, war zu Beginn ein fast hoffnungsloses Unternehmen, um späler die strategische Front zu werden, die die Entscheidung vorbereitete. Als dann nach dem Attentat koptischer Nebellen auf den Vizekönig Graziani der eiserne Soldat am nächsten Tage, schwerverletzt, von physischen Schmerzen zerrissen, aber kalt wie immer die Rebellen zurückschlug und wenig später nach Italien ging, gedachte man seiner als eines ruhmreichen Feldherrn, der für immer Abschied von seiner großen Liebe Afrika genommen hatte. Das Geschick wollte es anders. Es stellte den Obersten von Jefren in dieselbe Front mit dem Befehlshaber des Marsches auf Rom in dem letzten entscheidenden Waffengang, der weit über Afrika hinaus die Geschicke der Völker entscheidet. Afrika selbst dankt seinem Feld. herrn, indem es die Entscheidung über den Zusammenbruch des englischen Afrikareiches in die Hände Grazianis legte. Welch ein langer, ruhmreicher Weg durch Blut und Kampf von dem Sieger von Jefren zum Mar. schall Mussolinis, zu dem Mann, dem alle Hoffnungen Italiens wie der Glaube des Heeres folgen, dem auf afrikanischer Erde der Mythos der Unbesiegbarkeit als Gloriole des Ruhmes voraneilt: dem Feldherrn Afrikas: Rodolso Graziani! Die geheimnisvolle Frachtkiste Neulich hatten die brasilianischen Reporter eine große Sensation, deren Mittelpunkt eine riesengroße, auffallend sichtbar viele Stunden mitten auf den Quaianlagen im Hafen von Rio de Janeiro stehende Kiste war. Auf allen Seiten dieses großen Expeditionsgutes, das mehr einem Möbelwagen ohne Räder glich, stand in mächtigen Buchstaben, mit schwarzer Farbe aufgemalt, das Wort„Berlin" und darunter die Anschrift einer deutschen Speditionsfirma. Die so auffallend als deutsches Frachtgut gekennzeichnete Kiste aber war über den Atlantik geschafft worden auf einem englischen Handelsdampfer, der eigentlich schon überfällig war, obwohl er gerade noch kurz vor der deutschen Totalblockade seinen englischen Heimathafen verlassen hatte. Das Einlaufen eines Schiffes aus Europa bedeutet in amerikanischen Häfen schon lange eine Sensation. Nun kam noch dazu die sensationelle Frage: Wie gelangt deutsches Frachtgut auf einen Engländer? Die Zeitungen von Rio brachten Bilder von der mysteriösen Kiste, lange Artikel folgten. Und bald wußte es ganz Rio: Die Kiste bard das Umzugsgut eines Juden, der vor einigen Jahren bereits bei seiner ersten Auswanderung nach England jenen Bretterverschlag als ordnungsmäßiges Frachtgut von der deutschen Speditionsfirma hatte befördern lassen und diesen Möbelwagen ohne Räder auch jetzt wieder benutzt hatte bei seiner zweiten Auswanderung, die ihn von dem so schwer gefährdeten Inselreich nach Brasilien führte. Eine völlig harmlose Angelegenheit eigentlich. Die deutsche Kiste zum Verfrachten von Möbeln nach Uebersee muß von außerordentlicher Qualität sein, und vielleicht reist sie noch nach Nordamerika oder nach dem Nordpol, wo immer ihr jüdischer Besitzer möglicherweise hinwandern wird. Soweit faßten auch die brasilianischen Reporter diese ganze Sensation humoristisch auf. Nur über die Tatsache, daß wieder einmal ein jüdischer Emigrant mehr ihr Land beglückt hat, kamen sie nicht so schnell hinweg. Sie versuchten es auch hier mit Humor; aber es war unschwer zu erkennen, daß ihr frommer Wunsch, die Kiste aus Deutschland möge noch eine lange Lebensdauer haben, um noch viele Reisen machen zu können, in erster Linie gemünzt war auf ihren Besitzer und damit auf alle seine Rassegenossen, welcher europäischen Herkunft sie auch immer sein mögen. Die Uhr von Tilbury Schicksalssekunden über den Themsedocks Von Kriegsberichter Hans Herbert Basdorf. Jugendwo auf einem kleinen Tisch eines Fliegerhorstes in Frankreich liegt eine Armbanduhr. Sie steht, und es ist nichts weiter Außergewöhnliches an ihr. Man könnte es für sehr gleichgültig halten, noch mehr Worte über sie zu verlieren, wenn ihr Stillstand nicht jene Sekunden bezeichnen würde, die in den Bezirk schlagen, in dem das Leben nur noch sehr unwirklich ist. Die Hände des Mannes, der sie vor wenigen Stunden noch trug, zeigen immer wieder auf jenes unscheinbare Ding, das nun auf vier Uhr steht. Mit dem Halt jenes kleinen Mechanismus ist für ihn eines jener nächtlichen„Abenteuer" beendet, von denen er nicht viel Aufhebens macht. Wir lagen schon lange in Bereitschaft. Das Wetter war regnerisch. Ueber dem Kanal und über London selbst herrschten sehr starke Böen. Wir lasen ein Buch, rauchten oder spielten Karten. Aber bei der Sache waren wir nicht. Das Radio spielte Lieder und Tänze aus der Heimat. Für einen Augenblick vielleicht wurde man sich dessen bewußt, weil wir in der großen Spannung vor dem Flug lebten. Ein paar Stimmen wurden laut:„Will der Alte heute nicht?“(der Alte war der Staffelkapitän). Der Sprecher verstummte. Der„Alte“ stand in der Tür. Er lachte über sein sehr junges und von vielen Feindflügen gezeichnetes Gesicht.„Ihr wißt, wie das Wetter ist. Traut ihr euch den Flug zu?“ Die Zustimmung verklang fast in der Eile, zum Startplatz zu kommen. Im Nu war der behagliche Raum leer. Der Regen-peitschte uns ins Gesicht. Schneidender Wind zerrte an uns und den-Maschinen. Das Schüttern der Motore und das Surren der Latten ging unter in dem Lärm dieses nächtlichen Wetters. Der Wind schlug uns beim Einsteigen immer wieder zurück. Ein paar Schrammen am Gesicht und an den Händen. Wer achtet schon darauf... Unsere gute Ju bäumt sich gegen das Wetter auf, das sich wie eine Mauer gegen sie erhebt, als wollte es sie zerreißen. Fest hält der Flugzeugführer das Steuer in den Händen. Der Regen hagelt gegen die Scheiben der Kanzel. Nach der navigatorischen Berechnung haben wir längst in dieser tiefschwarzen Nacht den Kanal passiert und befinden uns über dem heute gesteckten Ziel. Wir können uns nur schwer verständigen. Wir schreien, um den Sturm zu übertönen. Ein flüchtiger Schatten huscht an uns vorbei. Ein englischer Nachtjäger. Unser MG feuert. Wir hören seine Salven nicht in dem Krach dieses Unwetters. Aus dem Tintenbrei der Finsternis. saust uns Leuchtspur entgegen. Unentwegt fliegt der Flugzeugführer weiter. Da, im Augenblick, als für den Piloten die Sturzrichtung erkannt war, geschah jenes Unerwartete. Wir wissen es uns auch heute noch nicht zu erklären. In der Gewißheit, unser nächtliches Angriffsziel, die Tilbury=Docks restlos zu vernichten, lagen oder saßen wir mit wachen Augen und Sinnen in der Maschine. Wir fühlten— jetzt mußte der Sturz kommen. Er kam und mit ihm jener Moment, den wir nie vergessen werden. Das Fenster zur Linken des Flugzeugführers öffnete sich plötzlich. Ein MG=Geschoß des englischen Nachtjägers hatte die Einrastungen getroffen und sie aufgedrückt. Das Unwetter war mit einem Male in unserer Maschine. Der Wind, der Hagel und der Regen schüttelten und warfen uns durcheinander. Mit der Kraft seiner linken Hand versuchte der Pilot das Schiebefenster zu schließen. Allein mit der Rechten steuerte er die Maschine im Sturz. Doch durch den ungeheuren Aufschlag des Windes, der uns wie ein Orkan entgegenschlug und der alles mitnahm, was nicht niet= und nagelfest war, wurde unserm Flugzeugführer die Haube hochgedrückt und die Atemmaske in die Augen gepreßt. Der Bordfunker, der Bordschütze und der Beobachter ahnten nichts von alledem. Sie fühlten nur die Kraft des Sturmes, die unsere Maschine sprengen wollte. Immer noch versuchte die Linke des Piloten das Fenster zu schließen. Durch den ungeheuren Druck und Gegendruck wollte es nicht gelingen. Wir befanden uns noch immer im Sturz. Der Wind zog sich in den Bauch unserer Maschine fest. Da, im Augenblick höchster Konzentration, in dem das Leben nur noch ein blasser Schemen ist, gelang es ihm mit der letzten Kraft, das Fenster zu schließen. Gott sei Dank! Der Wind, der wie ein starker Strom an uns zerrte, hörte plötzlich auf. Wir konnten es nicht glauben. Und jetzt hatte er auch die Linke frei. Die Atemmaske schnell heruntergerissen, die Kopfhaube zurechtgerückt, und dann die Köfferchen fallen gelassen. Das Wort konnte nicht so schnell und optisch sein wie das Geschehen. Wie zufällig sah er auf seine linke Hand! Sie zeigte auf vier Uhr. Das Glas war zerbrochen, aber hielt sich noch. Sein Gesicht entspannte sich etwas. Der Auftrag war erfüllt. Er sah sich ein wenig um. Gottlob, keinem war etwas geschehen. Sicher und wollbehalten führte der Pilot die Maschine mit seinen Kameraden dem Flugplatz in Mittelfrankreich zu. Nach der Landung sahen wir uns alle an. War es ein Spuk oder ein böser Traum? Nein, die Armbanduhr zeigte noch auf vier Uhr. Der Pilot tat sie sorgsam in ein kleines Kästchen.„Die zeige ich später meiner Frau“, sagte er und schwieg. Seine Besatzung und er wissen, daß ihr Stundenschlag Bruchteile von Sekunden umgrenzte, die uns zu Ewigkeiten wurden. Und sie zeichnen sich in die Haltung, in das Gesicht und die Erinnerung eines jeden ein, der es erlebte. So hat jeder Einsatz sein besonderes Merkmal. Jeder Flug ist von andern verschieden. Nur gleich in dem großen Opfermut und Wagnis bleibt der deutsche Kampfflieger. 448N Sond. C Optimist Churchill. Ausgabe von „Lächel“-Masken zur Hebung des äußleren Eindrucks(Zeichnung von Hans Buhr Interpreßl-Scherl-.) Auf Jahwes Befehl Chris A. Thompson aus York ist nicht nur ein ehrenwerter englischer Patriot, sondern darüber hinaus auch ein Mann, der im Alten Testament sehr gut Bescheid weiß. Er schlug das 1. Buch Samuels auf, spitzte den Bleistift und schrieb an die„Daily Mail“ einen Brief, in dem er sich bei seiner Forderung nach wahlloser Bombardierung deutscher Städte auf das bewährte jüdische Rezept bezog, das im 15. Kapitel angegeben wird und das da lautet:„Nun geh und vernichte sie, Amalek, zerstöre vollständig alles, was sie haben und, erspare ihnen nichts, sondern erschlage alle, Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel.“ Das sei nach Thomsons Ansicht Gottes Wort an Saul als Strafe für die Verruchtheit gewesen. Und durch keinen Sophismus könne man Gottes Autorität erniedrigen. Wenn Saul Gottes Instrument zur Rache gewesen sei, könne man dann nicht sagen, daß England sein Instrument sei gegen die um viel größere Verruchtheit Hitlers und Mussolinis? Ein schöner Gott muß das sein, den Mr. Thompson hier anruft! Uns scheint aber, daß sich die britischen Luftpiraten bereits weitestgehend an die Befehle des Judengottes Jahwe gehalten haben. Beweise brauchen wir wohl nicht anzuführen. Es genügt allein, wenn wir das Wort„Bethel" nennen... Die gleiche„christliche“ Auffassung offenbart auch ein Mr. Ellis, der eine 48stündige wahllose Bombardierung Berlins fordert und höchst sachlich dazu bemerkt, daß„humane Gründe einfach ein Nonsens seien". Nun stehen aber diese beiden feinen Herrschaften nicht allein da. Die„Daily Mail“ bemerkt nämlich dazu, daß die Zahl der Forderungen nach wahlloser Bombardierung deutscher Städte allein an einem Tage achtzig Prozent der Hunderte von Briefen betragen haben. Wir haben das Gefühl, als ob sich die britischen Piraten der Tat und des Geistes nicht darüber im Klaren sind, was eine Umsetzung dieser Forderungen in die Tat an Folgen für das gesamte Britentum hüben würde. Stimmen zum Tage „London hat jetzt bereits 100 000 Obdachlose. Viele müssen bis zu 10 Kilometer von Behörde zu Behörde wandern, um auch nur eine Auskunft über Hilfe zu erhalten.“ („Göteborgs Handels= und Schiffahrts=Zeitung") „Ueber die wahren Auswirkungen der Besprechungen Deutschlands und Italiens mit Spanien werden erst die kommenden Ereignisse vollen Aufschluß geben. Heute aber steht schon fest, daß England gleichzeitig vom äußersten Osten Asiens und vom äußersten Westen Europas ausgeschlossen worden ist.“ *(„Gazetta del Popolo“, Turin) allbewahrt Um die Erdal-Blechdosen mehrmals verwenden zu können, gibt es nun auch Erdal-Nachfüllpackungen. Diese setzt man einfach in die leere Erdaldose, die sich auf diese Weise lange Zeit verwenden läßt. Deshalb leere Erdaldosen aufbewahren! Qualität und Menge selbstverständlich wie in der Blechdose. Der Aunsterischen Sperede Gxaf von Luxemburg“ von Franz Lehar in neuer Inszenierung Saschiscegaiscten den es unte behen Sporen verdient, stellte sich am Donnerstagabend im Stadttheater die Operette vor. Man hatte für die Eröffnung Franz Lehars„Graf von Luxemburg“ (in einer neuen Bearbeitung von Wolf Völker) gewählt. Das zugkräftige Werk vereinigt mit seiner einschmeichelnden Melodit und der ebenso aparten wie gediegenen Instrumen##tion alle Vorzüge der Wiener Schule. Dazu kommt das Wiener Walzer=Tempo, das Lehar als beflissener, wenn auch eigenwüchsiger Nachahmer des großen Johann Strauß vollendet beherrscht. Der Heiratsgraf und die lockere Atmosphäre der Handlung tun das übrige, um den„durchschlagenden" Erfolg der Operette zu garantieren. An Stelle des neuverpflichteten Oberspielleiters Gutheim, der einstweilen noch beurlaubt ist, hatte Otto Daue vom Staatstheater Bremen die Inszenierung. übernommen. Es gab einige hübsche Veränderungen und Abwechselungen, im großen und ganzen hielt sich der Spielleiter jedoch an das übliche Operettenbild, das er recht ansprechend und lebendig zu gestalten wußte. Die musikalische Leitung lag bei Hans Eckerle in bewährten Händen. Er brachte die Partitur in zündender Weise zum Klingen. Alles war locker, leicht und schmissig gehalten, mit dem erforderlichen Schuß prikkelnder und erregender Sinnlichkeit, die Lehars Musik Iannzeichnet. Nach der gesanglichen Seite erfreute am die neue Sängerin Anja Elkoff, die ihre uc einer festen, aber zugleich warmbeseelten Schauspielerischen voll Scharm Zusammenspiel gewann auch der der den leichtlebigen Graremburg im gute Verfassung sang und prächtige Type sch.f Kurt Rackelmann kersschwachen und ich so hoffnungslos Basil Basilowitsch, R. verfügt zwar stenzminimum an Simme, aber die par zon einem so oddinellen und Humor, daß Minnur in #. Oer. 9 Peckeven ir Alse ch ### esen, agrchführte, im St 1 Jel, Son — Erik Ronal. mit schauspielerischem Vermögen mimte. Ausgezeichnet fand sich das neue Paar Gina Schaghy und Paul Eduard Bruls zusammen. Bruls, der als OperettenBufso die Nachfolge des vielseitigen Hans Madin übernommen hat, erwies sich in der Rolle des Malers Brissard als leichter und eleganter Spieler mit sein dosiertem Witz. Frl. Schaghy wie immer von quirlendem Temperament. Die Tanzgruppe, die jetzt unter der Leitung von Ellen von Frankenberg steht, hatte wesentlichen Anteil an dem Gelingen der Aufführung, jedoch erreichte sie— wenn man von den Leistungen von Frl. Tona absieht— noch nicht die außerordentlich präzise Schulung des Vorjahres. Dies ist vielleicht eine Frage der Zeit und män wird darum die weitere Entwicklung abwarten müssen. Zu erwähnen sind noch die eindrucksvollen Bühnenbilder von Sepp Nordegg, die in ihrer farbigen Komposition die Atmosphäre der Operette sehr gut trafen. Der Beifall des ausverkauften Hauses, in dem vorzügliche Laune herrschte, dankte allen Mitwirkenden in herzlicher Weise. Wilhelm Vernekobl Wiener Theatergeschichte als Kultu:st'm Im Auftrag des Kulturamtes der Stadt Wien wird gegenwärtig von der Wien=Film ein Kulturfilm über die Geschichte des Wiener Theaters gedreht. Die ganze Entwicklungsgeschichte der Wiener Bühnen wird darin gezeigt, angefangen von den Hanswurst=Spielen über Ferdinand Raimund, Johann Nestroy, Therese Krones bis zu den großen klassischen Namen Mozart. Beethoven, Grillparzer, Lortzing und den Meistern der Wiener Operette Johann Strauß, Millöcker, Suppé, Zeller, Léhar. Auch die heute glücklich überwundenen Verfallserscheinungen des Theaters der Nachkriegszeit, die unsruchtbaren Experimente von„Hamlet im Frack" und„Fliegender Holländer“ im modernen Matrosenkostüm,„Jonny spielt auf“ und dergleichen werden gestreift. Welche Bedeutung Wien für den„Export“ deutscher Theaterkultur zukommt, wird durch Beispiele wie Paula Wessely, Attila und Paul Hörbiger und Hans Moser nahegebracht. Furtwängler, Kempff und Hansen Konzert an drei Flügeln— Berliner Philharmoniker spielten für das DRK Zum Besten des Deutschen Roten Kreuzes gab Wil= tung„Tod und Verklärung“ von Richard Strauß, erhelm Furtwängler mit dem Philharmonischen Orchester schütternd dramatisch, bis zu den äußersten dynamischen und den beiden Pianisten Wilhelm Kempff und Conrad Hansen in der Berliner Philharmonie ein Konzert— das erste in dieser Saison, das in Anwesenheit von Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsminister Funk, sowie zahlreicher bekannter Persönlichkeiten aus dem politischen und künstlerischen Leben ein großer Erfolg wurde. Eingeleitet wurde der festliche Abend mit Bachs „Konzert in=moll für drei Klaviere“. An den Flügeln saßen Kempff, Hansen, der bereits im Sommer im Mengelberg=Konzert der Philharmoniker großen Beifall erntete, und Furtwängler, in dessen Händen zugleich die Direktion lag. Eine Besetzung also, wie sie kaum je geboten wird! In perlender Motorik rollten die kontrapunktisch verwobenen und gebogenen Linien über die Tasten, umgeben und grundiert von den borock=herben Streichern. Schon nach diesem geradezu einmaligen Erlebnis rauschte der Beifall auf. Er folgte die TondichSteigerungen getrieben und zuletzt befreiend ausklingend. Den Abschluß bildete die„Fünfte Sinsonie" Beethovens, die Furtwängler mit kitanischer Bewegtheit darbot. Der Dank der Hörer für den großen Meister am Pult, dem ein Lorbeerkranz des Roten Kreuzes überreicht wurde, wollte kaum enden. Ernst Jüngst Peter Kreuders erste Operette Uraufführung der„Franzi“ in Dresden Peter Kreuder hat mit seinen 35 Jahren schon sehr viel Schönes und Volkstümliches geschaffen, eine Operette aber bisher noch nicht. Nun ist sie da,„Franzi“, ein rechtes„süßes Mädel“ aus dem walzerseligen Wien. In Dresden wurde sie unter begeisterten Beifallsstürmen aus der Tause gehoben und der Komponist gab selbst den Takt dazu an. Man nehme etwas Heurigenstimmung, setze einen guten Schuß Altheidelberger Studentenromantik hinzu, ein kräftiger Schluck Enzian vom Semmering, würze das ganze mit Humor und verzehrt wird das alles zum Schluß inmitten eines ländlichen Hühnerhef=Idylls. Nach diesem Rezept hat der Filmautor Ernst Marischka diese seine neuesten„Wiener Geschichten“ geschrieben. Er hat sie ganz bewußt unkompliziert gestaltet und erzielt damit beste Wirkung, weil dadurch die Musik Peter Kreuders um so stärker hervortritt. Und die riß mit, faszinierte, begeisterte. Mancher wird überrascht sein, von einem so modernen Komponisten, unbestrittener Meister der Tanzmusik des Tages und der dazu gehörigen Instrumentierung, in dieser Operette vorwiegend Walzerklänge zu hören. Melodisch frische Walzer im Stile von Johann und Richard Strauß, aber auch sehnsüchtig, schmeichlerisch langsame Walzer. Alle die vielen schlichten und gradlinigen Melodien sind getaucht in den Wundertopf Peter Kreuderscher Harmonisierungskunst, die wiederum höchste Triumphe feiert. Die Aufführung unter Otto Hennings Spielleitung verhalf dem Stück zum vollen Erfolg. Robert Ullmanns Bühnenbilder wurden ebenso mit lebhaftem Beifall bedacht wie die Leistungen der Hauptdarsteller, von denen sich Phillis Fahr und Hugo Ernst Rucker in den Hauptgesangsrollen die Gunst der Dresdner gleich beim ersten Auftreten erringen konnten. Dr. Erich Leupolt Kleine Kundschau „Die schwedische Nachtigall“. Am 1. Oktober begann der Spielleiter Paul Verhoeven in Tempelhof mit den Aufnahmen zu dem Terrafilm„Die schwedische Nachtigall". Das Drehbuch schrieben Gert von Klaß und Per Schwenzen nach dem Schauspiel„Gastspiel in Kopenhagen“ von Friedrich Forster=Burggraf, das den Aufstieg der berühmten schwedischen Sängerin Jenny Lind und ihre Begegnung mit dem dänischen Märchendichter Hans Christian Andersen zum Gegenstand nimmt. „Theater der Stadt Warschau“. Mit dem 6. Oktober erhält Warschau ein eigenes Theater, das„Theater der Stadt Warschau“, das an diesem Tage mit einem festlichen Gastspiel des Staatstheaters des Generalgouvernements eröffnet wird. In der Millionenstadt entsteh: damit ein neuer Mittelpunkt kulturellen Lebens und gepflegter Theaterkultur. Das Theater umfaßt 1100 Plätze. Neben dem Gastspiel des Staatstheaters des Generalgouvernements und bekannter Bühnenkräfte aue dem Reiche ist auch ein ständiger Spielkörper mit 24 Künstlern vorgesehen. Münchner Philharmoniker auf Reisen. Wie in der letzten Spielzeit wird auch im kommenden Winter das Englische Ansprache Kopf hoch, my boys, wir sind bereits am Siegen, die letzte Runde fängt soeben an. Laßt nur die Germans über London fliegen, wir halten durch auf Brechen oder Biegen, solange man sich eben halten kann. Gewiß, die City hat zwar ein paar Beulen, doch ist der Schaden lächerlich gering: ein bißchen Feuer, ein paar alte Säulen! Man tanzt jetzt Rumba zum Sirenenheulen und singt beim Bombenwurf„God save the King“. Der King hat einen tiefen Luftschutzkeller mit allem nur erdenklichen Komfort, die Treppen nimmt er jetzt schon etwas schneller, er meint, die Nächte werden immer heller, doch vorerst will er wirklich noch nicht fort. Die RAF hat riesige Erfolge, halb Deutschland liegt bereits in Schutt und Trümmern.# Ein Dutzend Heinkel fällt pro Tag aus jeder Wolke, Gott, die paar Toten im gemeinen Volke,.) man kann sich schließlich nicht um alles kümmers. Wir haben Generale jetzt in Massen, „Zeit“,„Hunger“,„Dummheit“,„Winter“ und so weiter, man soll sie nur zum Zuge kommen lassen, s’ gibt keinen Omnibus mehr zu verpassen. Und drüben kommandiert nur ein— Gefreiter. Kopf hoch, my boys, wir sind bereits beim Siegen, die Stunde der Entscheidung ist jetzt da. Laßt doch ganz London in die Lüfte fliegen, wir wissen ja, wo unsre Schiffe liegen— nach Kanada. Franz Moraller Münchner philharmonische Orchester unter seinem Dirigenten Oswald Kabasta zwei Reihen von Gastkon#### ten in Städten des Reiches veranstalten. Vorläufig festgelegt 31 Konzerte, die in der zweiten Hälfte Januar und in der ersten Hälfte des März stattfin werden. Das Programm bringt von Hauptw Bruckners 7. und 8. Symphonie, Richard Strauß, A Pfitzner sowie einige ausländische Komponisten. Japanischer Gastdirigent in Frankfurl. Der sche Dirigent Graf Konoye, der bereits im Frühsa Aufführung von Puccinis„Madame Butte Hessischen Landestheater in Darmstadt wurde jetzt von Generalintendant Ever### eine deutsche Oper im Laufe des Monat### dirigieren. 5. Oktober 1940 Westfalen-Nord und Nachbargoue Westfälische Tageszeitung Nummer 273 Von Dr. med. K. Rothschuh, Sachbearbeiter für Kampf um gesundes Brot Ueberall in den Schaufenstern auf Straßen und Plätzen begegnet uns in diesen Tagen des Erntedankes die korngefüllte Aehre, das Symbol der glücklich bendeten Getreideernte. Das gleiche Zeichen hat sich eine Bewegung gewählt, welche den Kampf um ein reines dochwertiges Brot auf ihre Fahnen geschrieben bat: die deutsche Vollkornbrotür Ernährungsfragen des Gauamtes für Volks gesundheit der NSDAP, Gau Westfalen-Nord „Schen lange vor dem Kriege hatte sich die Erunrd der Fuphseen, dab die Zubereitungstehnit und der Publikumsgeschmack bei vielen Nahrungsmitteln, vor allem beim Brote, einen Irrweg eingeschlagen hat. Mensch und Natur haben eir langen gegeinsamen Weg binter sich, in welch Ratur haben einen enicse Pielanen Wea binter sich, iu, weichen unserer Hanshasenus an die Lebensbedingungen ##er suupshaft, an die Erzeugnisse des Bodens. an das Klima unserer Breiten angepaßt hat. Das Pale-ineliche, Verzältgie des Menschen zur Natur Rauhäusiungd moderne Technit, die „öpitugg großer Menschenmengen in den Städten und die dadurch bedingte Lösung vom Boden, eine tiefgreifende Wandlung erfahren. Anstatt frische Nahrung aus Garten und Feld zu verwerten, sind 50 Prozent der deutschen Bevölkerung angewiesen. abgelagerte, konservierte, getrocknete, geschälte und lonstwie verarbeitete. 3. T. mit Zusätzen künstlich haltbar gemachte Nahrungsmittel zu verzehren. Es unterliegt keinem Zweifel, daß in diesem Zustand Gefahren schlummern, deren Verhütung Aufgabe einer verantwortungsbewußten Staatsführung ist. Zu ihrer Bewältigung genügen nicht passive Schutzmaßnahmen, 3. B. eine Lebensmittelgesetzgebung mit Konservierungsvorschriften und dergleichen, sondern der einzelne Volksgenosse muß auf gewisse vermeidbare Gefahren dieser fortschreitenden Entwicklung hingewiesen und aktin an der Wiederherstellung einer naturnaben Ernährung interessiert werden. Zu den wesentlichen Fehlern in dieser Entwicklung gehört die Art der heutigen Broternährung. An Stelle eines Brotes, in welchem das gesamte Korn verbacken ist, ist der größte Teil unseres Brotes verarmt an wichtigen und wertvollen Bestandteilen die bei der Reinigung des Kornes und bei der Vermahlung entfernt werden und so unserem Körver verloren gehen. Zu diesen Bestandteilen gehören vor allen Dingen die Randschichten und der Keimling des Kornes, welche reich an Vitaminen. Mineralien und Eiweiß, sind Nun sind gerade diese Stofse für eine volle Ausnutzung der Meblnahrung im Brote unentbehrlich und ergänzen einer seinen Nährwert auf das Beste. Um so sinnloser ist Vie Saulseriege, bieter Sos don Siandbount der Ernährungslehre. Schon der große Chemiker Justes v. Liebig bat im vorigen Jahrhundert darauf bingewiesen. Seitdem sind die Stimmen derer schützten Bezeichnung Vollkornbrot nicht verstummt, welche auf die Notwendigkeit einer Resorm in der Broternährung bingewiesen baben. „ Hier setzte schon Monate vor dem Kriege die Vollkornbrotaktion ein, um dieser Entwicklung die Machtmittel des Staates und die Tatkraft der Aemter für Volklsgesundbeit der RSDA Pentgegenzusetzen. Zunächst wurde unter Mitwirkung der Bäcker in langen Versuchen ein wohlschmeckendes Brot „aus vollem Schrot und Korn“ geschaffen, welches alle Bestandteile des natürlich gewachsenen Korns enthält und an Schmackhaftigkeit, Bekömmlichkeit und Naturhaftigkeit allen anderen Broten vorzuzieben ist. Der gesundheitliche Wert dieses Brotes berubt einmal in seinem welentlich böheren Eiweißgebalt. Dann enthält es reichliche Mengen von Vitaminen und wertvollen Mineralien, die als Schutzstoffe und Ergänzungsstoffe von Bedeutung sind. Ferner trägt dieses Brot mit Recht den Ramen eines Jahnbrotes. Denn fast alle unsere Brote sind zu weich, um den Zähnen Arbeit zu geben. Daber stammt zum Teil der zunehmende Gebißversall in der deutschen Bevölkerung mit Zahnfäule und ähnlichen Erscheinungen. Nur krästiges Kauen schafft ein krästiges Gebiß, insbesondere in der Jugend, in der die Grundlage für die spätere Gesundbeit der Zähne gelegt wird. Die Ersahrungen unserer Jahnärzte bestätigen diesen Zusammenhang immer wieder. Das neue Vollkornbrot ist ungebleicht, daber in der Regel dunkler als das übliche Gebäck. Es ist härter und fester als dieses, daber es Kauarbeit und sättigt mehr als das übliche Brot. Das Vollkornbrot ist ferner ein Verdauungsbrot; denn es ist geeignet, der weitverbreiteten Zasriträahest, und ibren Folgerscheinungen Einhalt zu gebieten. Zu einer normalen Darmtätigkeit gehört ein gewisser Gehalt der Nahrung an festen Ballaststoffen, die den Därmen Arbeit geben und sie nicht zur Erschlaffung kommen lassen. Das ähnlich wirkende Obst und Gemüse ist zu manchen Jahreszeiten in unseren Breiten nicht Eichwinglich, um so mehr müssen die vorbandenen Möglichkeiten benutzt werden. Diese stehen ohne Mehrpreis und sogar mit Annebmlichkeiten verbunden im Vollkornbrot jedem Volksgenossen zur Verfügung. Der Reichsvollkornbrotausschuß arbeitet mit. ner ganzen Reibe von Untersuchungsinstituten zusammen, in denen das vom Bäcker eingesandte Brot auf Gehalt und Qualität streng geprüft wird. Wird es für gut befunden, so erhält der Bäcker die Genehmigung, dieses Brot unter der geZu dieser Kennzeichnung erhält er eine besondere „Gütemarke“, welche neben dem Sombol der Aebre, das Zeichen des gesunden Lebens, die Lebensrune erhält. Ein solches Brot genügt allen Anforderungen einer gesunden, natürlichen Ernährung und soll daher auf keinem Frühstückstisch bsw. Abendtisch in der deutschen Familie seblen. Die Umstellung auf Vollkornbrot verlangt eine gewisse Umstellung des Geschmacks und wird, wenn auch langsam, so doch sicher ihren Weg geben. Wir haben nicht nur den Wunsch, sondern auch die Pflicht, gesund zu sein, und dazu ist das deutsche Vollkornbrot hervorragend geeignet. Jeden Volksgenossen biergg zu mahnen, sett sich die deutsche Vollkornbrotaktion insbesondere in dieser Werbewoche zum Ziel. Kontrolle der Beschästigung von Kindern Verschiedentlich haben Gewerbeaussichtsämter die Gegehmiogge, Lux, Einsielung von Kindern ereil, ohne daß diese arbeitseinsatzmäßig notwendig oder erwünscht war. Dadurch können Störungen im Arbeitseinsatz hervorgerufen und außerdem Berufswünsche geweckt werBerücksichtigung der Nachwuchsverhältnisse nicht ersüllbar sind. Wenn andererseits Arbeilsömier der Einstellung von Kindern ohne Betelligung der Gewerdeaussicht zustimmen wird der Jugendschußz bei der Kinderbeschäftigung gefährdet, Kinderarbeit ist nach dem Jugendschutzgesetz grundsätzlich verboten. Aus diesen Vetrachungen heraus hat der Reichsarbeitsminster eine enge Zusammenarbeit zwischen den Akbeitsämtern und der Gewerbeaufsicht auch auf dem Gebiet des Jugendschutzes angeordnet. Stvgzggggng der Funklehrer der RSRK-Gruppen 10 und 12 wusin 8 und 9. Oktober 1940 findet in DortFunsted“„Lindendof', eine Arbeitstagung der I5: Saher., N6U Heusoen 10(Gislialceo liederrhein) statt, an der die Funklehrer teilnehmen werden. Im Verlaufe der Tagung ein Vertreter des Korpsführers des ISeliegerkorvs sowie des Reichslustfahrtministeriums zu den Teilnehmern sprechen. Mütterverschickung der NSB m. 3 Tuaut wurden 190 Mütter aus den Gau Westfalen=Nord in unseren Mütterbeimen Burg Schwalenberg. Bad Meinbero Holzminden und Timmendorf untergebracht. Aus fremden Gauen schs s. e he Jahlen ist wiederum ersichtlich, daß für die Gesunderbaltung unserer Mütter bestens gesorgt wird. vorbildliche Betriebsführer Industrieversammlungen in Ostwestfalen Westsälische Kunst für Deutsche Schule in Rotterdam zu verkaufen. Aus der Gauhauptstadt Ehrenkafel des Reichsarbeitsdienstes Nachstehende Führer aus dem Bereich des Arbeitsdaues 16— Wesisalen=Nord— wurden wegen Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnel: Truppführer Wilhelm Rehberg, 3. Zt. Unteroffizier; Truppführer August Steghaus, z. Zt. Unteroffizier; Truppführer Wühelm Tecklenburg, 3. Zt. Unteroffizier: Truppführer Otto Tiemann, z. Zé. Unteruisser gecher Die Tenam, i. 3. „ Goldene Hochzeit Die Eheleute Josef Schöppner, in Münster(Westf.), Marienthalstraße 87 wohnhaft, feierten das Fest der Goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar wurde von dem Beauftragten des Polizeipräsidenten namens der PreuFischen Staatsregierung eine Ehrenurkunde nebst Geldgeschenk überreicht. ten Fensterscheiben wurden auch die im Schaufenster ausgestellten Waren zum Teil erheblich beschädigt. nsRt Kreis Münster an zweiler Stellet: Das Ergebnis der Reichsstraßensommlung am 21. und 22. September 1940, die bekanntlich erstmalig vom RS=Reichsbund für Leibesübungen durchkgeführt wurde, erbrachte im Vereich des Gaues IX-Wesisalen=Lippe die Summe von 908 537.59 RM. Davon entfielen auf den Gau Westsalen=Nord 528 537.59 RM. und auf den Gau Westfalen=Süd 380000 RM. Unter den 16 Kreisen des Gaues Westsalen=Lippe steht der Kreis Münster mit 83 173 RM; hinter dem Kreis Wittekind mit 95 516.62 RM. an zweiter Stelle. Im Kreis Westmünsterland Pigber.4 3378, 75, R M. und im Kreio Nodmünsterland 37 953,73 RM. gesammelt. Bielefeld, 4. Oktober. Der Ausrichtung auf die großen Ziele und Aufgaden, die uns alle beherrschen und in die die deutsche Wirtschast in besonderem Maße eingespannt ist, dienten mehrere Industrieversammlungen, die die Industrie=Abteilung der Wirtschaftskammer für Westsalen und Lippe in dieser Woche in mehreren ostwestfälischen Städten, so in Bielefeld. Herford und Bünde, veran= 2#. stalete, In Bielesed wohne der Kundgebung auch der ut der Präsident der Wirtschaftskammer, Gauwirtschaftsberater Franke=Münster, bei, der kurz über die Gegenwartsfragen nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik sprach. Er behandelte dobei auch die Ausgaben, die der demnächstigen Friedenswirtschaft gestellt sind, und beionte, daß nach dem Kriege wieder die gesunde Mischung von Groß= und Kleinbetrieben gesördert werde, da sie das Fundament und das Rückgrat der Wirschaft sei. Vorher hatte der Geschäftsführer der Industrieabteilung, Po. Bulk=Bielefeld, über Berufsausbildung und Nachwuchserziehung gesprochen. Er stellte vor allem die Forderung auf, daß jeder größere Betrieb eine Lehrwerkstatt einrichte, alle anderen aber mindestens eine Lehrecke. In Zukunst könnten Lehrlinge und Anlernlinge nur solchen Betrieben zugebilligt werden, die eine gute und sorgfältige Ausbildung gewährleisten. Das Hauptreserat hielt Prosesor Dr. Linhardt (Münster) über„Die Unternehmer=Ausgabe in der heutigen Marktordnung“. Er stellte einleitend das Aufgabengebiet des Unternehmers von heute heraus, der nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale und politische Aufgaben zu erfüllen habe. Der Unternehmer sei Volzseher, des naisonalwirschastsichen Führungswilene und Mithelfer des nationalwirtschaftlichen Gestaltungswillens. Danzben aber finde er ungezählte und unbegrenise, Möglschkeilen, seine schöpferschen Fähigkeiten zu entfalten. Sein Planen und Handeln müsse den vom Staat verfolgten Wirtschaftszielen zur Verwirklichung verhelsen. Kein Markt, einerlei welcher Branche, könne allein durch Gesetze und Verordnungen geregelt werden. Die Betriebe seien so gut oder schlecht, wie der Unternehmer, der sie führt, und ebenso seien die Märkte so gut oder schlecht, wie die Betriebe, von denen sie bedient werden. Deshalb müsse der Betriebssührer in allem das Vorbild seines Beiriebes sein. Die Schulleitung der Deutschen Schule in Rott## dam hatte sich an ale Gauleiter im Reich gewanden der Biüte, ihr bei der Auschmückung der Schulräun die durch die Kampfhandlungen im Mai stark gelitch hatten, behilflich zu sein. Im Gau Westsalen=Nord diese Bitte der Rotterdamer Deutschen Schulechist den stärksten Widerhall gefunden. Der RS=Lehrerbund unseres Gaues konnte schöne Sammlung, die ein Zeugnis westfälischer und Kultur ist, zusommenstellen: Bücher und westfälischer Landschaft, der Industrie= und Haf anlagen aus den 19 Kreisen des Gaues, alles Meisik werke westfälischer Künstler von Rang, Erzeugni, westsälischer Töpferkunst, geschaffen von den Lehrerl. der Meisterschule des deutschen Handwerks in Münster und von Künstlern und Handwerkern. Des weiteren wurden zur Verfügung gestellt: Nachbildungen von vorgeschichtlichen Funden, von germanischen Handwerksgeräten und Gebrauchsgegenständen aus dem Gebiet Westsalen. Die ansprechendste Gabe war das bis in alle Einzelheiten ausgeführte Modell eines altwestfälischen Bauernhofes sowie eine alte Fürstenberger Vorzellanvase. Der stellvertreiende Gauamtsleiter des RSOB, Gau Westsalen=Nord. Direktor der Kunstgewerbeschule in Münster, Pa. Harnacke, überreichte die Spende der Deutschen Schule in Rotterdam in einer schlichten Feierstunde. Landesgruppenwalter Dr. Hansberg dankte dem RS=Lehrerbund des Gaues Westsalen=Nord für die schöne Spende und vor allem dem Gauleiter Dr. Meyer für das Interesse, das er für das Zustandekommen der schönen Sammlung gezeigt habe. •#. keisterMonat sontag u stellen. Nä Bekanntme Hier lernte er das Fliegen Geschwaderkommodore Galland bei den Segelfliegern Zehn Jahre Großstadt Bieleseld Bielefeld. Am 1. Oktober 1930 trat Bielefeld in die Reihe der Großstädte ein, da die dereits seit dem 7. November 1908 schwebende Eingemeindungsfrage mit der neuen Grenzziehung ihren Abschluß„sand. 100 000 Lipper gerönig! Delmold. Die zur Zeit im Lipper Land durchgeführten Röntgen=Reihenuntersuchungen durch den =Rönigen=Sturmbann des tt=Hauptamtes FrankfurtMain hatten das Ergebnis, daß bieher schon über 100000 Lipper vor dem Rönigenschirm standen. Vielfach hoben sich auch alle und älteste Leute untersuchen lassen. In Horn war das Ergebnis 100prozentig. Irgendwo im Münsterland stehen die Fliegerstürme in der Ausbildung zu tüchtigen Segelfliegern. Sturmmänner und die 53 eines Fliegersturms aus dem Best Recklinghausen sind ins Gelände gegangen, um zu fliegen, als ibnen die freudige Mitteilung wurde daß der Fliegergeschwaderkommodore, der Maior Galland, ein Junge aus einer kleinen Ortschaft im Best Recklinghausen, zu der Stätte seiner einstigen AusLibung, im Segelfliegen komme. Die Freude der Durch die Vermehrung der Einwohnerzahl um 30000 Segelfliegerschüler kannte keine Grenzen, als sig, Personen rückte Bielefeld an den 50. Platz in der den tavferen Offizier, der ihnen allen Vorbild ist. 44. Reihe der Großstädte, unter den westfälischen Städten stechi sie an 5. Stelle. zu der vereinbarten Zeit vor sich sahen, mit dem. * Die und ältere im Kreise Amtsbürge Viehmarkt 9 Pla Am komme von 11.45 haus ein zug der St tung: Obe folge: 1. 8 vertüre zur 3. Fröhlich reszeiten“: ein Tromp 5. Jungvol Noack. 6. H. L. Blar 17 bis 18 1 Programm.) höchsten Spanienorden und anderen Auszeichnungen geschmückt. Vor wenigen Tagen war Maior, Galland beim Führer, um für den 40. Lustsieg=“. mit dem Eichenlaub zum Ritterkreus ausgezelchnet zu werden. Maior Galland erzählte von seineme Besuch in der Reichskanzlei. Er begibt sich nach kurzem Urlaub wieder zu dem von ihm befehstas. ten Geschwader„Schlageter“. Viele berzliche Giück“ wünsche begleiteten ihn zu weiteren Erfolgen aof seinen Englandflügen, und alle gelobten, ebenfalls. gute Motorflieger zu werden. Greuelmärchen eines Polen Gefängnis wegen unerlaubter Entfernung vom Arbeitsplatz Wiesbaden, 4. Oktober. Ein polnischer Landarbeiter, der in einem Wiesbadener Vorort beschäftigt war, erzählte einem Landsmann, er habe gehört, daß alle polnischen Arbeiter erschossen würden. Der Pole, dem dieses Greuelmärchen in die Knochen fuhr, überredete nun seinerseits den Landsmann zur Flucht. Beide hielten sich tagelang versteckt in der Umgegend auf. Als sie eines Tages einen Tryer, polnischer Arbeiter sahen, die singend ihrer Arbeit nachgingen, krachen sie aus ihrem Versteck hervor und vergewisserten sich durch Befragen, wie es mit dem „Erschießen“ sei. Ihre Landsleute lachten sie wegen dieses Blödsinns aus. Da ihre Abwesenheit von der zugewiesenen Arbeitastelle der Behörde gemeldet war, Silbernes Dienstsubiläum Buchhalterin Frl. Klärchen Hoefner konnte ihr: 2riöhriges Dienstjubildum bei der Kirma Theodor Pst25jähriges, Dienstjubiläum bei der Firma Theodor Alt=I hoff, Stolbergstraße 4, feiern. In einer Betriebsfeierstunde wurde die Jubiarin durch Ansprachen des stello. Betriebsführers und Beiriebsobmannes geehrt und ihr eine Ehrenurkuade der Arbeitsfront, Urkunde der Handelskammer und ein Geschenk überreicht. Buntes Woltgeschehen wohnender streblamer Arbahter hatte sich im Laufe der Jahre mühsam die Simme eunungunununununurnununununeunununununununununununnechenmn von 100 Rü erspor und bewahrie se in Gestall von wurden de verhastet und halten sch wegen unechacheste Enfernugg von ihrem Arbeitsplatz vor dem Wiestz, badener Schnellrichter zu verantworten, der die beiden: Polen zu se acht Monaten Gefängnis verurteiller In,) der Urteilsbegründung wurde angegeben, daß auf eine exemplarische Strafe erkannt werden mußte, damit sich, solche Vorgänge nicht wiederholen: denn es gehe nicht,“ an, daß auf Grund haltloser Gerüchte einfach die Arbeit“ im Stich gelassen werde. 700 Rm im Ofen verbrann! Recklinghausen. Jeder, der noch nicht die Bedeutung der Sparkasse erkannt hat, möge aus folgenden Vorfall die entsprechende Lehre ziehen. Ein im Sigslteil, Klein=Erkenschwick wohnender strebsamer Arbester hatte sich im Laufe der Jahre mühsam die Sumn Wieder zwei Verkehrsunfälle Tragikomödie eines eifersüchtigen Verlobten ein aus der Satzstraße kommender Radahuer suhe isher zur Trauung konnte er sich nicht enischließen, leich einsaten. Um die zweckmätzigse Konstrution dez= gewanden Versührers an und let sch zu eier Aug.= Eine sehr flotte Wilchpiobnorstaigerung schnschen Tengo einen Aieren Hern an. denr die zathz Volge danon war daß Gerda sich, rict gerade Bisgaugs ausadg ut machen, Hate woen den Gang sahrt nach dom Bozongon Bigiden zinicden wr egnit edbersrigerung s zehn Hundertmarkscheinen im Osen(1) auf, um sich on ihnen zu erfreuen. Run beging er die Unvorsichtigkeit.“ einen noch drennenden Zigarrenstummel in den Ofen zu wersen. Kurz darauf knisterte es, und als er nachsah, waren sieben Scheine restlos verbrannt. Von den übrigen dreien konnte er glücklicherweise noch wenige: stens die Nummern reiten. schnellem, Tempo einen älteren Herrn an, der die Fahlahtnend marhin, var uh Gerda sich, richt gerade gndete Steatenseile u erechen suche Der Kasaner sebiebhnend versielt. wenn ein anderer Man iür der kam mit einigen Hautabschürfungen, davon. Die Schuld tegger tini## Hof machte.„Dies tat in letzter Zeit ell Veu, Tohehagder, Paister, V Thge Barsch. at. frecht eitig der unge Radi. der a kam mit einigen Hautabschürfungen, davon. Die Schuld recht eifrig der tnnnu Perz: ae tat hepteszag Sdeu, umerzogen, wohel festgestell wunde, daß der Kameluh eiegekühlten Rittischnaps gbt. Haste lietz sich trot.“ trist den Faosainger, weiter Die welge Vorsch auser kecht eiris der tenage, Radi, der g derseibden Kon= nur mi einen Druck von wenger dle 1 Klgranm se sieren, saund auch sonst kaen. Poas.3 acht gelassen hat. Auf der Warendarss..o ,ue iditorei wie Gerda tätig war. Sein jugendliches de Wissenautos ausfindig zu machen, hatte man den Gang sahrt nach dem Posporusgrt Büpülkdere einladen, woe ie deieigue meihe esigestes, senschortlichen Brüfung in eimnigen gemütlchen Lokalen ftischen Hummer undj.. Hamm, 4. Otoder Auf der hier abgehaltenen 139. Milchviehversteichaden 3machen. Rudi, der mache ja allen Mädchen den wäder in den lanzam(erine.„ n..ue gpeiden:., 59ß, al bengraben schlummerte. Halil hatte ganze Arbeit ge waren Spitzenkühe aufgetrieben mit schwerstem Gewicht gacheich, Bsi, eei. ache is alen Madten den Bäsher üiden Voten Gusiean und den Sand auwoihen, wachl vund liher Anegesletgne sie alde Mbeld)riugde gosr Kerlchs= osoernsehen ui etpersen Gegzist lagte er, wurde Durchmesser bedeutenz der ger und werigallen Schmuch ge.. Dandiasche; Pisgern uit Milchleistungen von zum Teil über 6000 80m Am 4. 1 rere Bomblände sieler Nähe einer belwand d Stallung zu Draht eine ##ötet. Men # Aunich Beim Fö pgen an den burch bringe .beschäftigten Fönnen erhel #r Stromo Fällen der den. Derart rabe in der gerhen, Wei Freileitunge bedingt ersor trizitätswerk perte- anz ticht: für das Hon. Diese 6 Im Gege wie Gemüse ster„Ausnütz Abfall rez.Abfall ui ex, beim Fle hiks läßt si. Sowohl die ur: Fleisch tem Fleisch kocht man sog Brühe zur 5 ichz gerichten zu Knochen von eiRäucherspeck gleichfalls au von Hülsenfr usw. Wenn Morgenfeler der Wests. Schule für Musik " Die Westf. Schule für Musik eröffnet ihre Vorträge: im Wintersemester am Sonntag, dem 6. Oktober einer Morgenveranstalung, in der Lehrkräfte der Schule Diese wollte er sich beschaffen und sie Gerda als guf dem schwierigen Wip seist gei.; Viomat) und begzan 15 ,. Anr zse Gögolen Volle Diesen Anzgag uutelsheiehz er sesiseg estgesiae erlunige Preszeese Md. Pgsgz, mustaug. denr mntante Belsig Hastenp.2.uheze sehee. Samilenbuc der Stadt Mäaster Fnatürlich mit Rudis Namen. Der Post aber kam grsagarau auei io bab ae einen, für die In der leten Sepienterwoche derschte auf dem Zuigachst seche Testhig vor, Deohalb war Vernbard vleiterliten eroden Aitoensioche beit. der Stadt Minster wieder einmal Hoch= Inen und. ie erschie. Bei Hummer und Rakkl am Bosporus belich Achz weritger aid 6, Neagedorene wuoden an. Saustauchte der in esboite. Nian darleui. gemeldet und 28 Ehen geschlossen. Da 19 Sterbsfäle Wochen hinter Gittern über seine Dummbeit. zu verzeichnen waren, beträgt der Geburtenüberschuß sdie sich wirklich keine Urkundenfälschung lohnte. fachdenken. 8emaugung lobnte, Ins Schausenster gefahren 91 b Walstedde(Kr. Lüdingund erzielte ein Höchstgebot, von 610 RM. händler vor dem sicheren Tode bewahrt gebiseben.„Ders von über 6000 Litern..iuu eine Wilchestung Hander gug m eier Stoße on der Seie Kenes Vler. Hrcg agr. g Siem antoesen kand, Scpet 965 des, das den zweirädrigen, mit Früchte beladenen Karren“ Mlichanlagen aus.####. Der reilende Husschlag Auf seltsame Weise ist in Neapel ein fliegender Frucht= 80.“ die händler vor dem sicheren Tode bewahrt gebiseben. Der: 4u en zweirädrigen, mit Früchte beladenen Karren: zu immerhin 48. 9 Am Dienstag kam es auf der Rothenburg zu einem! Der wüstengängige Kraftwagen ist da! Halit.„der Mann aus Eyup“, Friedhof am Goldenen Horn, und dabel unverbesserlichste buls. Sobald er eine seiner sängnisstrafen abgesessen ha neues, stets wohlhabendes scheute das Pferd, versetzte seinem Herrn; romantischen einen Huschlag gegen die Brust und Rich, alchlichen Verschrzpiel., En, Kraodsahrer mit Auowerte Fia einen Kraiswagen konsteuter, der fütr die bald als welgeresser Schiskopiän au. Neusch machse aul ihn gestüirzt und hälte hn in Ver er. Beswogen sauste dier in ein Schausenster und dabel schwere Schnittwunden zu. Durch die zertrümmerund verhältnismäßig leichter von alten bein urnh a 97, b 55—87, 6 46— Hammel 43. Schafe e 43—4441 ihn in den Tod durch Elektrieje 44. d 36— der Höndler mit dem Schrecken; Schweine: ismäßig leichten Brustquetschungen davon. Id 49.5, Sauen: g1 56—57.5, Alschneider: 50.5. a 575, bi 575. b2 46.5. un a2 48. b2 48—61, 37-P. 9 25-38, 5. e 94.5, d 51.5, Das gute Zusammenwirken der OALLi=Waschmittel Die Ausge und II.(rü Speisefette un nate Oktober. den Stadtbezi aufgeführten? am Montag. —M. am Dienstag, -3. von.30—1 Wenn Sie dies befolgen und sich genau nach den Waschanleitungen richten, dann hoden Sie auch heute nuach sihe öine wesßse Wösche. Wbeigene: Calsch, dan neue Einweich= und Vorwaschmittel, hat eine geradezu verblüffende Wirkung. Der Schmutz wird so gelockert, daß er gewissermaßen aus der Wäsche herausfaut. einon einen teifenden Ausbruck Sesunden in dem Sah Rheine rech Stadtteils lin sabestelle: Wi Aus den DALLi=Werken kommen nur gute Seifen. SHE hen Rheine rech Sschele 20 Ibbenbürenerst Rheine=Alts teils zwischen den.— Ausga Rheine link Stodteils, hini Ausgabestel DALLITA, DALLI-Bleichsode, DALLI-Fix, DALLIT, DALLOT alle kartenfrei und mit Sparmarken! 88:: * Samstag, den 5. Oktober 1940 F Kheitte Stadt und Rheine volsbian Münsterländische volkszeitung Sezeändet 1878 Nummer 273 ** Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine Algt, wie aus einer Bekanntmachung des BürFeisters hervorgeht, im Stadtgebiet Rheine für Monate Oktober, November und Dezember am z und Dienstag in den bekannten AusgabeGesann(ähere Einzelheiten sind in der genannten Lelunntmachung zu entnehmen. diesjährige Körung der vierjährigen id älteren Warm= und Kältebluthengste findet im Kreise Steinfurt, einer Bekanntmachung des umisvurgermeisters zufolge, am 16. Oktober um Viehmarktplatz statt. 4 Platzkonzerte am Samstag und Sonntag. Am kommenden Sonntag, dem 6. Ottober, findet von 11,45 bis 12,30 Uhr vormittags vor dem Rathaus ein Platzkonzert statt. ausgeführt vom Musikzug der SA=Standarte 255(Stadt=Orchester), Leitung: Obertruppführer E. Schmidt. Vortragsfolge: 1. Honneur=Marsch von O. Kockert. 2. OuOper„Martha“ von Fr. von Flotow. 3. Fröhliche Jago, Herbstlied aus„Die vier Jahreszeiten“ von Fr. von Blon. 4. Der alte Dessauer, ein Trompeterstückchen, bearbeitet von A. Franz. 5. Jungvolk marschiert. Intermezzo von Walter Noack. 6. Unter siegenden Fahnen. Marsch von H. L. Blankenburg.— Samstag nachmittag von 17 bis 18 Uhr Konzert am Hl.=Geist=Platz.(Außer Programm.) Bombenabwurf über Rheine Am 4. Oktober warfen seindliche Flieger mehrere Bomben über Rheine ab, die in freies Gelände fielen. Eine Bombe, die in unmittelbarer Nähe einer Notwohnung niederging, riß die Giebelwand des Hauses auf und tötete in der Stallung zwei Ziegen. Eine Kuh wurde durch den %. Draht einer zerstörten Hochspannungsleitung geeiege- Prsten Jod uicht iun Schen gtonnen. „„* Wir schlagen vor: Zum Hockenden Weib bei lbbenbüren aussicht beim Fällen von Bäumen Beim Fällen von Bäumen treten oft Störun#gen an den elektrischen Freileitungen auf. Hierdurch bringen sich die mit dem Fällen der Bäume heshäftigten Leute selber in Gefahr. Außerdem konnen erhebliche Schädigungen und Störungen in der Stromversorgung entstehen, wenn durch das Fällen der Bäume die Leitungen beschädigt werden. Derartige Störungen usw. müssen aber gerahe in der heutigen Zeit unbedingt vermieden wergen. Wenn daher in der Nähe von elektrischen Freileitungen Bäume gefällt werden, ist es unbedingt erforderlich, daß in Frage kommende Elektrizitätswerk— im Stadtgebiet Rheine die Stadtanzurufen, damit von dort aus eine Auf#t: für das Fällen der Bäume gestellt werden un. Diese Aufsicht wird kostenlos gestellt. wtr Herbstwanderungen werden von unseren Naturfreunden mit Recht ganz besonders geschätzt, erst recht dann, wenn der Sommer uns nicht gerade die besten Ausflugsmöglichkeiten bot. Die besinnliche Beständigkeit des Monats Oktober läßt diesen Monat wie kaum einen anderen geeignet erscheinen, und darum wollen wir nicht lange mehr zögern, wollen kurzentschlossen unser Ausflugsziel„ausmachen" u. uns die bunte Herbstlandschaft erwandern. Eines der schönsten Ziele in dieser Jahreszeit ist der sich verfärbende Teutoburger Wald, an dessen Hängen und Ausläufern die Bauerschaft Dörenthe bei Ibbenbüren liegt. Hier finden wir einen wundervollen, von der ursprünglichen Natur kühn hingesetzten Aussichtsturm, das„Hockende Weib“, dessen hohen Felsenstürze uns einen herrlichen Ausblick ins weite münsterländische Land gewähren. Das graue von Jahrtausenden zeugende und von der Geschichte umwitterte Felsgestein, das sich hoch über die Täler, Wälder und Hügelketten reckt und den Formen eines kauernden Weibes ähnlich ist, erzählt uns im Raunen der nahen Föhren und Fichten jene hübsche Legende, von der jedes Kind hierzulande zu erzählen weiß; die wundersame Geschichte von einer Mutter, die auf der Flucht vor dem herausstürzenden Wasser und den immer höher steigenden Fluten ihre Kinder auf den Rücken nahm und die Berge erklomm, ohne ihrem Schicksal entrinnen zu können. In ihrer höchsten Not erstarrte A Das„Hockende Weib“ bei Ibbenbüren Wenzel sie zu Stein, aber ihre Kinder, die sich auf ihren felsigen Rücken geflüchtet hatten, wurden gerettet. Als ein naturgewachsenes Denkmal der Mutterliebe und mütterlicher Selbstaufopferung ragt das legendäre Felsgestein des Hockenden Weibes noch heute zum Himmel empor, und nicht nur die Kinder unserer Zeit sind es, die immer noch den schwierigen Aufstieg auf den Rücken und den Kopf des Hockenden Weibes versuchen, um die nicht ungefährliche Mühe des Aufstiegs durch einen herrlichen Rundblick, der bei klarem Wetter die Türme von Münster deutlich erkennen läßt, belohnt zu sehen. Im Herbst zeigt sich der Teutoburger Wald von seiner schönsten und farbigsten Seite. Eine Sonntagswanderung an einem jener sonnigen und klaren Oktobertage, die uns immer wieder ins Freie ziehen, ist eine ungetrübte Freude und eine willkommene Entschädigung für die vielen Enttäuschungen des vergangenen Sommers. Lassen wir diese Tage und Gelegenheiten darum nicht ungenutzt verstreichen. Sparsamer Kohlenverbrauch Wenn die Heizanlage intakt ist Erfahrungsgemäß sind zu Beginn der Heizperiode die Handwerksleute, welche dabei meist zu Rate gezogen werden, mit Arbeit überhäuft. Es kann daher leicht geschehen, daß man bei einem plötzlichen Kälteeinbruch in ungemütlichen Räumen frieren muß, weil eben die Beheizung nicht klappt. Wer hingegen schon jetzt dafür Sorge trägt, daß sein Kachel=, Eisenofen oder Küchenherd in Ordnung und betriebsbereit ist, der hat neben der Hintanhaltung gesundheitlicher Schäden noch den wirtschaftlichen Vorteil, mit seinem Brennstoffvorrat besser zurechtzukommen, wie einer, der den Winter mit einem schadhaften Kohlenfresser abhalten will. Es sei nur darauf verwiesen, daß schon ein verrustes Abzugsrohr einen um ein Drittel höheren Brennstoffverbrauch verursacht. Solchen Mehrverbrauch an Brennstoff kann man durch sorgfältige und rechtzeitig vorgenommene Instandsetzung der Beheizungsanlagen leicht hintanhalten. Außerdem möge jeder bedenken, daß Brennstoff Volksvermögen ist, das auf keinen Fall vergeudet werden darf Ded i uien Lastelucd Während die britischen Geldsäcke wie wild s gegen die sozialen Errungenschaften des Großdeutschen Reiches toben, geht bei uns trotz Krieg und der dadurch entstandenen vielen neuen Aufgaben auch die Arbeit der NSV zur Gesunderhaltung des Volkes weiter. Ein wesentliches Mittel hierzu ist die Verschickung erholungsbedürftiger Kinder in Heime oder zu einem Erholungsaufenthalt, den ihnen Volksgenossen in deutschen Gauen gewähren. Wenn in diesem Sommer wieder zahlreiche Kinder eine solche Reise ins Glück antreten konnten. so durften wie mit Stolz und Genugtuung sagen: Das ist unser Sozialismus! Nun kommen die nordwestfälischen Kinder aus den Gauen Ostpreußen, Pommern, Schleswig=Holstein und aus der Ostmark zurück in die Heimat. Sie haben sich bei ihren Pflegeeltern wohlgefühlt. Gewichtszunahmen von 10 bis 15 Pfund sind gar nicht selten. Zur Beseitigung der gesundheitlichen Schäden, die der Schandvertrag von Versailles über einen großen Teil er deutschen Jugend heraufbeschworen hatte, konnte das Hilfswerk„Mutter und Kind“ der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt sozusagen in letzter Minute eingreifen. Tausenden und Abertausenden von Jungen und Mädeln ist im Laufe der letzten 6 Jahre durch die Kinderland= und Kinderheimverschickung der NSV gesundheitliche Kräftigung gegeben werden. Und wenn diese echt volksgemeinschaftliche Fürsorge auch im Kriege weitergeht, so ist dies ein Zeichen der Stärke unseres Volkes. in die nähere Umgebung von Rheine Gute Hackfruchternte Salzbergen. Die Ernte der Hackfrüchte ist hier gegenwärtig in vollem Gange. Besonders gut geraten sind die Runkelrüben, die für unsere Viehwirtschaft ein unentbehrliches Futtermittel darstellen. Bei der Hackfruchternte setzt sich besonders die Jugend ein, die durch Kartoffellesen. nachlesen und sortieren usw. ihren Teil an der Einbringung der Früchte beiträgt. Bei Fleisch gibts keine Abfälle Im Gegensatz zu anderen Nahrungsmitteln, wpie Gemüse und Obst, bei denen auch bei sparsamstei„Ausnützung häufig doch Schalen oder andeAbfall ungenützt in den Eimer wandern, gibt es beim Fleisch überhaupt keinen Abfall; denn hieg. läßt sich noch alles irgendwie verwerten. Sowohl die Knochen von rohem als auch gegartem Fleisch werden ausgekocht— rohe Knochen kocht man sogar zweimal aus— um die durchseihte „Brühe zur Herstellung von Suppen und Eintopf= ech gerichten zu verwenden. Sehr gut sollen sich auch 34 Knochen von Rauchfleisch, zum Beispiel dänischem (Räucherspeck(Bacon), verwerten; man kocht sie gleichfalls aus und nimmt sie dann zur Herstellung von Hülsenfruchtgerichten, kräftigen Gemüsespeisen usw. Wenn man Knochen besonders gut ausnutzen will, zerkleinert man sie vorher und röstet sie eventuell noch in ein wenig Fett an. Die Hauptbedingung für die Erzielung einer kräftigen Brühe besteht jedoch darin, daß man die Knochen auch genügend lange auskochen oder besser noch ziehen läßt. Sind Fleischsehnen vorhanden, so werden sie mit den Knochen zusammenausgekocht. auch Schwarten von Räucherspeck können hinzuwerden. Man darf sie jedoch nach dem Weichkochen keinesfalls fortwerfen, kleinwürfelig geschnitten ergeben sie eine schmackhafte Einlage für Suppen, Eintopfgerichte, Sauerkrautgemüse usw. Fettränder von Koch= oder Bratfleisch können abgeschnitten und ausgebraten werden, das Fett und die Grieben werden bei der Zubereitung anderer Speisen verwertet. Gefährliches Spiel Borghorst. Das Spiel mit Feuer wäre einem Kinde in Wilmsberg beinahe zum Verhängnis geworden. Kleine Kinder hatten Papier aufgeschichtet und dann in Brand gesetzt. Die Kleider eines der Kleinen hatten bereits Feuer gefangen, als ältere Geschwister hinzukamen und die Gefahr beseitigen konnten. Jedoch hatte ihr Brüderchen bereits kleinere Brandwunden erlitten. Auf dem Heimweg schwer verunglückt Nordhorn. Als ein auf Stadtflur wohnender Arbeiter auf dem Nachhausewege begriffen war. wurde er von einer die Lingener Straße passierenden Zugmaschine erfaßt und angefahren. Hierbei ging ihm ein Rad der Zugmaschine über das Bein, das vollkommen zerquetscht wurde. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo ihm das Bein amputiert wurde. Sprengbomben richten nur Flurschaden an Bentheim. In der Nacht zum Donnerstag überflogen nur wenige feindliche Flugzeuge die Grafschaft Bentheim. Dabei kam es auch in der Nähe eines Ortes zum planlosen Abwurf einer Reihe von Sprengbomben, die jedoch lediglich Flurschaden anrichteten. * Nicht nachlassen im Verdunkeln. Unzulängliche Verdunkelung erleichtert den feindlichen Fliegern die Zielauffindung und die Bombenabwürfe. Die peinlich genaue Durchführung der Verdunkelungsmaßnahmen ist im Interesse der Landesverteidigung und zur Vermeidung der Schädigung der Volksgemeinschaft unbedingt erforderlich. Auch die kleinste Verdunkelungsstörung beschwört große Gefahren herauf und muß deshalb unter allen Umständen unterbleiben. Ein teures Hausschlachtungsschwein Der nachstehende Bericht, den wir dem Wochenblatt der Landesbauernschaft entnehmen, sollte allen ein dringende Mahnung sein. Danach hatte ein Straßenbaupolier ein Schwein, das er wenige Tage vorher gekauft hatte, hausgeschlachtet. Bei der Kartenausgabestelle hatte er wider besseres Wissen angegeben, er habe das Schwein im eigenen Stalle drei Monate lang gemästet. Dadurch hat er erreicht, daß ihm die Hausschlachtung genehmigt wurde. Der Viehwirtschaftsverband Westfalen bestrafte ihn mit 150 Rm. Das Schiedsgericht für die landwirtschaftliche Marktregelung führte dazu aus: Die Strafe mag vielleicht hart erscheinen. Sie muß es jedoch auch in derartigen Fällen sein. Denn milde Verurteilung würde nur dazu führen, daß diese wichtige Bestimmung auf dem Ernährungsgebiet nicht mehr beachtet würde. Es würden dann Zustände eintreten, wie sie aus dem Weltkriege bekannt sind. Das muß unter allen Umständen unterbunden werden. Strafe für einen„Punktesünder“ Angeklagte H. H. aus Münster, der kommissarisch vernommen war und an der Hauptverhandlung nicht teilnahm, hatte sich bei einem Schneider einen Anzug machen lassen, ohne dafür die erforderlichen 60 Punkte der Kleiderkarte rechtzeitig abzugeben. Später, als er merkte, daß die Sache für ihn brenzlig werden könnte, gab, er die Punkte ab. Da war es aber schon zu spät: Also bekam er wegen Vergehens gegen die Verordnung über Verbrauchsregelung eine Geldstrafe von 40 Rm. zudiktiert. Ist der Mais eine Trachtpflanze für unsere Bienen? In den letzten Jahren wird der Mais bei uns im verstärkten Maße angebaut. Zur Zeit der Maisblüte wurde an einem Maisackerstück folgende Beobachtung gemacht: Zu Beginn der Maisblüte wurden die Blüten von den Bienen beflogen, die in den Rispen Pollen sammelten. Es hörte sich manchmal sogar so an, als ob ein Bienenschwarm sich auf den Maisblüten befände. Der Beflug der Maisblüten konnte aber nur am Vormittag bis etwa gegen 10 Uhr beobachtet werden. Die Bienen beflogen auch die Stellen, wo sich die Maiskolben bilden und nachher die haarstrangähnlichen Fäden herauskommen. Ob Honig dabei gesammelt wurde, konnte nicht festgestellt werden. Auf jeden Fall hat beim Beflug der Maisblüten ein großer Teil der Bienen Blütenstaub heimgebracht. Aus der( Bewegung Deutsches Notes Kreuz. Bereitschaft(w) Steinfurt., Zug I und IV. Der Dienstabend am Montag. dem 7. ds. Mts. beginnt bereits um 19.30 Uhr im Lagardehause. von Altgold- Altsilberaltem vergoldeten Schmuck zu günstigen Bedingungen beim Kauf neuer Ware Bekanntmnachung Die diesjährige Körung der vierjährigen und älteren Warm= und Kaltbluthengste findet im Kreise Steinfurt am 16. Oktober 1940 um 10 Uhr in Burgsteinfurt, Städt. Viehmarktplatz statt. Sämtliche hierfür in Frage kommenden Hengsthalter werden hiermit aufgefordert, ihre Hengste zum vorgenannten Termin dort vorzuführen. Rheine, den 3. Oktober 1940. Der Amtsbürgermeister des Amtes Rheine als Ortspolizeibehörde Breier * Bekanntmachung Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine 1 und„I.(früher Reichsverbilligungsscheine für Speisefette und Konsummargarine) für die Monate Oktober. Novenber und Dezember 1940 für den Stadtbezirk Rheine erfolgt in den nachstehend aufgeführten Ausgabestellen: am„Mextag, dem 7. ds. Mis., für die Buchstaben am Dienstag, dem 8. ds. Mts., für die Buchstaben von.30—12.30 Uhr und von 15—17 Uhr. Rheine rechts der Ems: Für die Bewohner des Stadtteils links der Ibbenbürenerstraße.— Ausgabestelle; Wirtschaft Bräuer, Ibbenbürenerstr. Rheine rechts der Ems: Für die Bewohner des Stadtteils rechts der Ibbenbürenerstraße.— Ausgabestelle: Wirtschaft Brünen, Elterstraße(nicht Ibbenbürenerstraße). Rheine=Altstadt: Für die Bewohner des Stadtteils zwischen Ems und Bahnstrecke Münster=Emden.— Ausgabestelle: Rathaus. Zimmer—10. Rheine links der Ems: Für die Bewohner des Stadtteils hinter der Bahnstrecke Münster=Emden. Ausgabestelle: Wirtschaft Prax, Sprickmannstr. Vorlegung der Kontrollkarte, der Lohnug sämtlicher Haushaltsmitglieder aus vier Wochen, der Mitteilung über die Samilienunterhalts. Stammbücher pp. Pgabe der Reichzverbilligungsscheine gungsscheine werden nur an er## verabfolgt. ind genau einzuhalden, da eine Oht mehr erfolgt. #tobrr 1940 (eter phelnch Gemäß§ 3 der Polizeiverordnung des Herrn Oberpräsidenten der Provinz Westfalen vom 9. September 1930 in der Fassung vom 7. 9. 1939 betr. Polizeistunde in Gast= und Schankwirtschaften und Kleinhandel mit Branntwein, wird der Beginn der Polizeistunde in den Gast= und Schankwirtschaften des Amtes Rheine mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres auf 23,00 festgesetzt. Rheine, den 2. Oktober 1940 Der Amtsbürgermeister des Amtes Rheine als Ortspolizeibehörde Breier. S Lensteisten jede Woche frei Haus schon für 30 Pfennig vom Rheiner Lesezirkel Inh.: B. Holthaus- Thiemauer 44 Mädchen oder junge Frau als bulgehender AtturgETtaft ca. 400 Liter Tagesumsatz) sofort zu verkaufen Angebote sofort Marktstr. 11, Teleion 2629 gesucht.— Näheres Geschäftsst. 19 jähriges Mädchen sucht Stellung im Privathaushalt. Angeb. unt. Nr. 1199 an die Gesch. Beziehen Sie sich bei Ihren Einkäufen auf die Westfäl. Tageszeitg. Größerer Posten gelbfl. Sbenerariossenn abzugeben Bauer Jos. 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Wennung 4 Zimmer und Küche einschl. Zubehör gesucht. Angeb. unter Nr. 1202 an die Gesch. Beamter sucht eine 4·5 Zimmer-Wohnung sofort oder später. Angeb. unt. Nr. 1206 a. d. Gesch. Harnsäure im Adermaß, Gicht, Rheuma, Magen. Darmkatarrh, sowie Arterienverkaltung, Saures Brennen, Gallen= u. Aberen= steine sind Zeichen schlee Magenpflege. Mit bei deeatlen bereitet mansich ein Zeitmalle das übermäßige Harnsäure an schwemmt, das Blut=F E. Säfte reinigt und dei richtig pflegt. Die wo 5. Oktober 1940 Weattallscher Apostanzeiger ###„Angarn ein starker Gegner # am 5. und 6. Oktober der letzte Leichtathletik-Länderkampf in Budapest Mit dem am Sonnahond umd eonte Westfälische Tageszeitung vente Am Sonnawend und Sonntag m der Länderkampt g Tandrrtumpf gegen Ungarn geht ein an großen ErEnde. Noch Smmnal wird in Budapest unsere gesamte Oierstarte Besetzung der deuschen au Start bein. mbedingt ersorderlich, denn Ungar ist ein schwerer 100 und 250 Paeser iu den kurgen Strecken über Keich und kann, Ueber 400 Meter werden Harbig und über 300 Meiter muß es mit den eihen Bomtonsgenung saden. De 10 Maer hnen seiner Leistung im einer Zeit von.53gude ampf gegen Finnland mit sichten hat. gegen Kaindl Siegesausdas Ergebnig“ kann hier etwas aufholen und bessern. Ucher Sogn den Langstrecen weiter verund Nemeth zwei Läufer, die gegen Eitel und gy und Kelen gegen Maushofer und 10 Meter für Ungam und der dd aup 6 der De Mete;„ür gutn uin uuet uud gieter für Dentschland emn Vorteil zu ergeben. und e 2 carsen sind im Kugelstoßen durch Trippe und Plast deutsche Siege erwersen durch Storch bereit über 50.te..osgug t6 einen Werser, der s0 Dieter gervamen ist, und in Kueinen guten zweiten Vertreter. Trippe und einen Punktwoorsprung grode Leistungen bieten, um Sperwersen können.e Unggrn zu verhindern. In Meier kommen, so Zeugarns Vertreter auf 65 bis 66 ersten Plätze an Ungar da de Seriner Weite bieben. Platz, sichern können, so daß sich dann ein deutscher Votsprung ergibt. Im Weitsprung hat Ungarn die besseren Aussichten, wenn Glößzner und König nicht nach der angenehmen Seite überraschen. Im Stabhochsprung kann der Sieg durch Zsuffka fallen, der bereits 4,10 übersprungen hat. Glötzner und Haunzwickel werden diese Höhe kaum erreichen. Im Dreisprung müßten Munding und Schwenke für einen deutschen Vorteil sorgen können. Meter, die 41 geweriel. 100 ud vernal 400 venm teme Aussälle einteten, uit 20 bie 25 Ponien Auch die Handbalter starten spieler wieder an den Start. Wenn auch am ersten Meisterschaftssonntag das Spielprogramm noch als recht wösnsters Sonohastr Munsters Handbausteunde auch während des Winters manch spannenden Handballkampf zu sehen bekommen werden. Als Auftakt der Spielsaison kommen bei den Männern ein Meisterschafts= und ein Freundschaftsspiel zur Durchführung, während vier Frauenmannschaften, wie vorgesehen, ihre Meisterschaftsspiele beginnen. Männer: TV Münster v. 1862— SC Münster 08 „ Die letzten Begegnungen dieser beiden Mannschaften enberen immer recht knapp. In diesem Kampf geht es eps zam)“ als um den Sieg, denn die ersten Punkte Entscheidung, zu die sächrigen Meisterschaft stehen zur noch mehr a. Zweisellos wird darum dieser Kampf mit noch mehr Spannung geladen sein. Die SiegesaussichUhr am Bohimeg. ei Spielanwurs. 10 Tus Westsalen-Jahn— Reichsbahn Münster Zwei alte Bekannte treffen sich um 11 Uhr am Kanal (Saxonenplatz) und wollen, da einige Spieler auf Urahe hin zwischendurch einmal wieder die Handballstiefel Jugend: Reichsbahn Münster— Coesseld Frauen: TB Münster 1862— Reichsbahn Münster Nummer 273 Windhose fegte vier Dörfer weg Naturkatarophe in Südostpreußen —lichsbahn Münster Schwere Aufgaben für die Westdeutschen Der Start zum neuen Reichsbundpokal-Wettbewerb Zichenau, im Oktober. #.# Von einer Naturkatastrophe— wie in dieser Gegend sen Menschengedenken noch niemals beobachtet— wurde die in dem südostpreußischen Kreise Makow gelegene Ortsgemeinde Ploniawy betroffen. Eine gewaltige Windhose segte die Dörfer Rogowo, Chodkowo=Salogie, Chodkowe=Wilkie und Bobino fast völlig vom Erdboden Bese.„#e Katastrophe, die nur etwa fünf Minuten Südmeiten Wucht herein. Aus zunächt das Vorenereichte der furchtbare Wirbelwind zelnen Bestande Rogowo, das buchstäblich in seine einHauswände.te zer(est wurde. Nicht nur Dächer und die Lust, gauchge Wirbel kllometerweit durch Sturm erfaßt, enschen und Bieh wurden don dem Sturm ersuß. und weit fortgetragen. Berschr legen bekannt. Das Unalich de Katastrophe erst nach Tagen artige Auem..—.— konnte vor allem deshalb deraltige Ausnlaße annehmen, weil die halb verfallenen des Ortans keinen Palrnischen Bauernhäuser der Gewalt des Btluns keinen Widerstand bieten konnten. Nach den bisherigen Feststellungen wurde 1 Person getötet, 16 schwer oder leichter verletz. Person geidtet, 16 Der in der Spielzeit 1935/36 zum ersten Male getragene Reichsbundpokalwettbewerb für die FußballAuswahlmannschaften der einzelnen Bereiche erfährt in viesem Winter seine fünfte Wiederholung. An diesSonntag, 6. Oktober, wird zur Vorrunde gestartet der nicht weniger als 20 Mannschaft der nicht..—. 2— Munnschanen Die Sarcis Pneist. Die Enschebung salt danm im Erdspel Riederrhein, Nordmar wann nachelnonder Sachten, PaRögigsberg: Ostpreußen— Pommern— Mitte: in Bersin. a oesenz in Steiin: burg— Mitelshein. Ve inMart Brandensalen; in Nürnberg. Chemmitz: Sachsen— Westin Posen: Wariheland u— Schlesen. Sachsen— Westfalen um den Reichsbundpokal .5, kann gar kein Zweifel darüber bestehen, daß Vorunde um den Reichsbundpokal erhalten hat, zumal KS Ihre Vermählung geben bekannt Franz Hölscher Maria Hölscher geb. Klasing Emedetten g. Zt. Kiel 5. Oktober Emsdetten Schulstr. 27 noch das Treffen auf sächsischem Boden, in Chemnitz, stattfindet. Die Sachsen sind Pokalkämpser von echtem Schrot und Korn und wurden im vorjährigen Endspiel nur von den Bayern in Augsburg besiegt. Zweimal haben Sachsen und Westfalen ihre Kräfte gemessen, vor sechs Jahren auch in einem Pokalkampf, der auf dem mit:1 die Oberhand. Beide Spiele fanden in Sachsen versucht mit einer überwiegenden Zahl von Bielefelder Kräften ,„ei Cemnv. Bende(erh, Bich. mowsti(PSV Chemnitz), Arlt(Riesaer SV). Setlech, Sshe Gleniasgre) edr Bülng minia Bielefeld), Urban(BfB Bielefeld). Granatsplitter nach 22 Jahren entsernt ein in Semtran 3utount(Maiy), in Dtobe. Scangschirae re 1918 Granatspinter verletzt worden. Ein größerer Splitter linken Schulter entfernt werden. Jetzt nach 22 Jahren sputie der Mann Schmerzen am linken Daumen. Ein kleiner Splitter, den man damals in der Schuler nicht mehr sand, war durch den ganzen Arm bis in die Hand gewandert, wo er nun entfernt werden Ihre Vermählung geben bekannt Theodor Hagedorn Marie Hagedorn geb. Kentrup Laer l. W. 0 Darup l. W. den 5. Oktober 1940 S Die Verlobung unserer Tochter Ria mit Herrn Felix Schürmann Appelhülsen, zeigen wir an Hermann Velling und Frau Aloysia geb. Walter Goch, den 6. Oktober 1940 Meine Verlobung mit Fräulein Ria Velling gebe ich bekannt Felix Schürmann Appelhülsen den 6. Oktober 1940 Jledermäuse zerfressen ein Kirchendach München, im Oktober. Kuppel der Kirche pöhee n Tledermäusen Jy. der Kuppel der Kl.che Loulig poräs und durchlässig wie ein Aus Scherz wurde Glück .. ine, Gaisten.. Getza, im Otober. In einer Gaststatte in Gotha konnte der braune licksmann kürzlich ein Los mit einem Gewinn von 1000 Mt. aushändigen. Derselbe Glücksmann hat jetzt wiederum einen Volltreffer über 1000 Mk. verkauft. Der glückliche Gewinner war ein Soldat. Während des Hineingreifens in den Loskasten wurden ihm von einem gereiseng, Sotldaten, Die Augen zugehalten mit der Ba. Sam“:„Ein vilnves Huhn findet auch mal ein #r v. lgelll) deim Avalpen von Schafen abgestürzt Nord Augsburg, im Oktos“ ebist Ein 17 Jahre alter Bauerssohn und zwei unnt Bauern aus Tschagguns im Montafontal(Vorarlbe““. begaben sich auf die Alpe Tilisuna, um dort ihre Scha# eiben. Beim Zusammentreiben flüchtete eins der Tiere über ein Rasenband hinauf gegen die Schwarzguiger ei..“ 1“sährige folgte dem Schaf, das er nach des er. vag Wieze einfangen konnte. Bei der Bergung der Tietes stürzte er aber über eine 80 Meter hohe Lob Zoiont eintrai. Mit 19 Jahren 37 Strafiaten . Zldburghansen, im Oktober. 87 Straftaten hatte ein 19jähriger Bursche aus Erfurt auf dem Kerbholz, als er jetzt vor dem Sondergericht stand. Wahllos stahl er Autos und fuhr damit kreuz und quer durch Deutschland. Konnte er kein Benzin erschwindeln, ließ er den Wagen stehen und stahl steässe, ag D gneben beging er noch weitere DiebSondergericht machte dem Treiben dieses Volksschädlings ein Ende, indem es ihn auf 12 Jahre ins Zuchthaus schickte und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannte. Byzanlinischer Schatz gefunden Bel Ungarschehrads: Peist im dtober. arbeiten ein Fund#sch wurde bei Ausgrabungs. ulbenen ein Fund gemacht, der in wissenschaftlichen Freisen ggoßes Interesse erweckt. Gefunden wurden sind meshastus ender, die byzantinischen Ursprungs eine Grabstiate ause nommen wurde, daß man hier Diese Annahme au rud hristlicher Zeit endeckt habe. schaftlicher umtersrvie un ge de gründlicher wissensich offenbar um einen 2 gundstelle als irig, da es sachr begreaden worden wor, gndelt der vor einer Ger Dem Prinzen wurde der Elchbulle gestohlen Stockholm, im Oktober. an PSaiezte tönigliche Elchsagd in Grönebro(Schwe9dose ze ein aufregendes Nachspiel. Prinz Gustao hatte, konnter seine z Strede gebracht. der Bulle war einfach u ui0t zugestell werden“ natürlic—, wut einsth verschwunden und es, wurde naturtich eine große Suche eingeleitet. Ein Jäger erinnerte sich eines Personenkraftwagens, der zur kritischen Von der Autonummer hast g u schren zwar.“ Zissern.70; erkannt. Diese e uu die deden erten den Dieb zu stellen. gg Augabe genügte aber, bnt Lindesberg: a waren wohlhabende Leute, b zs= in deren neller man auch den Elchbullen## Markenware in allen Sorten und Formen, zur Herbstpflanzung empfichlt Schulze Buschhoft Baumschulen Handorf in Westf. Tel. Münster 401 85 Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Bernhard Hartmaring, Uffz. Helene Hartmaring geb. Hütig Buer Kannerherser lünster Kappenberger Damm 213a 6. Oktober 1940 Der liebe Gott nahm unser liebes Kind und unser gutes Zwillings-Schwesterchen Margret Statt besonderer Anzeige Worgen 1öchrigen hat zz gekallen, heute Schwägerin und Tante, die Schwester, ehrwürdige Schwester Ephräma vom Orden des hl. Franziskus, St. Mauritz Münster geb. Agnes Ahlers Im Namen der Anzehörigen: Familie Hubert Ahlers Billerbeck, Hachen, Albersloh, Rinkerode, den 4. Oktober 1940. morgens 8 Uhr, vom Mutterhan Hospitale St. Mauritz Mönster u. St Pranzisckur desleichen in Bllerbeck am Mitnoch i. euamtz 7 Uhr, Seelenamt in der Propsteikirche. im zarten Alter von 6 Jahren wieder zu sich in den Himmel. Es starb nach kurzem Krankenlager in den Armen der Mutter in der Universitäts-Kinderklinik zu Freiburg i. Br. am 27. September 1940. In tiefem Schmerz: Wilhelm Buschmann und Frau Maria geb. Middeler Mer##e West.), den 4. Oktober 1940 (West.) Das Jelenamt für die Verztordenen Familie Buschmann lindet statt am Dienstag, dem 8. Okt., morgens.30 Uhr, in der St.-Josefs-Pfarrkirche Einmache- Häfen —10 Liter, wieder eingetroffen Bogenstr. 13 TR. Ooger Bogenstr 1 Haus- und Küchengeräte Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sprechen wir unsern herzlichen Dank aus Faau Witwe Josef Maßmann und Kinder Das Sechswochen-Seelenamt für den lieben Verstorbenen findet statt am Montag, den 7. Oktober 1940, morgens 8 Uhr, in der St.-Mauritz-Kirche. Deutsche Reichslotterie " zur 1. Klasse in allen #S Abschnitten zu haben. EUDOUR Münster(Westf.), Domgasse 4 Einzahlung je ½ und Klasse 3 RM. Postscheckkonto Dortmund 24068 genügt als Bestellung KA —2 jüngere Fleischergesellen und 1 Mädchen für sofort oder später gesucht. Eugen Strunz, Schlachterei Lengerich(Westf.) Zum bald. Eintritt gewandter Kellner und ein Büfett= oder Servierfräulein f. d. Wartesaal 1. u. 2. Kl. ges. Bahnhofswirtschaft Rheine Alterer, zuverlässiger Kutscher gesucht. Spedition Winkelhaus Ahaus in Westf. Suche z. 1. Nov. einen jungen Mann, der gut mit Pferden umgeh. kann. Famil.=Anschluß. Kötterssohn bevz. Heinr. Lenfers, Appelhülsen. Eingeführte münsterische KoloBeiusggegar Phandlung sucht z. ster zuverläsigen ust in BünReisenden (wenn auch älter) zu sofort od. gater. Angeb. mit Referenzen u. 112 an die Hauptg. Münster. Statt besonderer Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Heute gachmites i4 Uhr unseren lieben und Onkel, den u. 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