Eigene Vertretungen Shaus: van=Delden=Straße 8. Fernsprocher 450; Ahleu: Adolf=Hitler=Straße E5, Fernsprecher 444, Docholt: Roalschulstraße 14, Fernsprecher 3247; Vorten: Kapuzinergasse 4, Fernsprecher Nr. 131: Borghorst: Emsdettener Str. 6. Fernspescher 222; Burgsteinfurt: Lindenstraße 73, Fernsprecher 222, Coeofeld: Hindenburgslatz 9, Fernsprecher 304; Oelmen: Adolf=Hitler=Straße 11, Fernspr. 670; Emsdetten: Münsterstraße 1, Fernsprecher 976, Greven: Münsterstraße 1, Fernsprecher Nr. 225, Sronan: Adolf=Hitler=Straße 36, Fernsprecher 200; Jobenbüren: Adolf=Hitler=Stu. 7, Fernspr. 343; Deugerich: Adolf=Hitler=Platz 11, Fernspr. 516; Bädinghausen: Markt, Fernsprecher Nr. 203 Bahnhofstraße 18, Fernsprecher Zuh, Dun Gcherfrnbe 1 Pentgrcher Nr. und e„ P ANTLICHES ORGAN DES GADES WESTFALEN-NORD DER NSDAP UND SRTLIGIER BEMORDEN Preais Ant imn Emebernen Verlag u. Haupigeschafteselle: Mkumien I 2. Prinztpalmart 13/14, Fernspr.Sammel=Nr. 24321. Hauptschriftlettung: Münster, Gallizinstr. 12. Oezugspreié: Ausgabe à.20 MM., Ausgabe# (mit Jünstrierter Wochenschau).45 RM. monatl. (dei Bostdezug einschl. Bostgebühr, ader ausschl. Bestellgeld) Die Westsältsche Tagesgeitung erscheine wöchentl. Zmal. Die Gebtuderung den Bieferung mchtfertigt keinen Auspruch au Rachliferung oder Rückzahlung des Bezugspreised Ansrigen: Das un döhe 22 mm dret kosten 15 Koto. for ZamtAmmanzeigen 10 Rpfg., für Steklengefuche 10 Rose. Achlatz unch Dreislishe. Grfüälungdert Mänstes M. Temtanzeigen: Des mm, 120 Nm. du Spaltendrette von 72 mm. Betlagen. Preis Gramm RM. 12.—. — 91 zu 59 Gramm Nachlüsse. Freie Aulieferung, Pesidediente: AbIn Summm anl 14. einer Svaltendrette von 72 mm N 1000 Betlagen b4s zu 20 S. 546 zu 25 Scamm RM. 15.—. #N. 17.— ehne Nochläste 1.(89.) Fahrgang Dienstag, den 3. September 1940 Rummer 241 FP Aer Somrechhag.. Unsere Kampf= und Jagdverbände über Südengland— Flughallen und Unterkünste zerstört Wieder 86 Feinöflugzeuge in Lustkämpfen abgeschossen Berlin, 2. September Der Oberbefehlshaber der Luftwafse gibt bekannt: Auch am heutigen Tage griffen unsere Kampf= und Jagdverbände wieder seindliche Ilugplätze in Südostengland an. Sie zerstörten Hallen und Unterkünfte durch Bombentreffer, die zum Teil starke Brände im Gefolge hatten. Es kam dabei zu verschiedenen Luftkämpfen, in deren Verlauf unsere Jäger 86 feindliche Ilugzeuge abschossen. 23 eigene Flugzeuge werden vermißt. britische Zerstörer versenkt 62 Jeindflugzeuge am Sonntag vernichtet Berlin, 2. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannl: Deutsche Unterseeboole versenkten in der Nordsee zwei britische Ferstörer. Am 1. 9. setzten unsere Kampf= und Jagdverbände die Angriffe auf Anlagen der englischen Luftwasse in Südost-England fort. Hallen und Unterkünfte der Flugplätze Abingdon. Kenley, Biggin-Hill, Detling. Hawkinge, Lympne erhielten Volltreffer und wurden zum Teil in Brand gesetzt. Im Verlauf der Angriffe kam es zu verschiedenen Lufkkämpfen, in denen unsere Fliegerverbände erneut ihre Überlegenheit bewiesen. In der Nacht belegten Kampfverbände die Seehäfen von Liverpool, Swansea, Bristol und Chatham erfolgreich mit Bomben. Das Verminen brilischer Häsen nahm seinen Fortgang. Jeindliche Flugzeuge versuchten in der letzten Nacht wieder Berlin und andere Städle anzugreisen. Dank der starken Flakabwehr gelang es ihnen nicht, im Raume von Groß-Berlin Bomben zu wersen, An anderen Stellen im Reichsgebiet wurden nur Schäden an Wohnhäusern, nirgends jedoch militärischer Sachschaden angerichtel. Die Gesamtverluste des Jeindes betrugen gestern 62 Flugzeuge, von denen 52 im Luflkampf abgeschossen und 10 am Boden zerstört wurden. Demgegenüber werden nur 9 eigene Flugzeuge vermißl. Die letzten Wehrmachtsberichte haben die deutschen Erfolge zur See und in der Luft wieder einmal besonders deutlich werden lassen. Wenn man einige Additionen vornimmt und sich die Verluste Englands an Flugzeugen, Sperrballonen und Schiffsraum errechnet, ergeben sich stolze Zahlen. Da finden wir beispielsweise, daß vom 6. bis 30. August 1432 englische Flugzeuge und 103 englische Sperrballone bei einem Eigenverlust von 374 Flugzeugen abgeschossen worden sind; daß die Royal Air Force in der letzten Woche allein 441 Flugzeuge und 80 Sperrballone verloren hat und daß der deutschen=Bootwaffe in der vergangenen Woche innerhalb von drei Tagen über 100.000 BRT und jetzt noch zwei Zerstörer zum Opfer gefallen sind. Die Bedeutung dieser Zahlen erschöpft sich aber nicht in der darin zum Ausdruck kommenden Überlegenheit und Wirksamkeit der deutschen Waffen und der deutschen Schläge. Hinter diesen Zahlen stehen vielmehr auch die ungeheuren Produktionswerte, die dürch die siegreiche deutsche Luftwaffe vernichtet worden sind, die schweren Schädigungen der englischen Rüstungsindustrie, die fortschreitende Einengung der Abwehrbasis des Empire, der starke Verbrauch der englischen Luftflotte, die ständige Schmälerung des Rohstoff= und Ernährungspotentials und die furchtbare Zermürbung der Nerven des englischen Volkes, das jeden Tag sehen muß, daß der deutsche Zugriff immer kräftiger und bedrohlicher wird und daß es kein Ausweichen gibt. Die Engländer ahnen heute schon, daß England selbst das Vielfache von dem abbekommt, was die englischen Nachtflieger in Deutschland an Bomben abwerfen. Eines Tages wird man es ihnen aber nicht mehr verheimlichen können, daß im gleichen Zeitraum, in dem zur Nacht einige zwanzig englische Flieger in das deutsche Gebiet einfliegen, viele Hunderte deutsche Flieger England aufsuchen und seine militärischen Ziele bombardieren. Die stolze Zahlenparade, die das Oberkommando der Wehrmacht jeden Tag vor dem deutschen Volke aufmarschieren lassen kann, reiht sich würdig den einzigartigen, einmaligen und monumentalen Ergebnissen an, die unsere wunderbare Wehrmacht seit dem Tage, an dem vor einem Jahre der englische Plutokratenklüngel das deutsche Volk gezwungen hat, zum Kriege anzutreten und für seine Freiheit zu kämpfen, erreicht hat Noch nie in der Weltgeschichte hat es dergleichen gegeben. Millionen von Kriegsgefangenen, Beutezahlen von unvorstellbarer Größe, die Besetzung eines schier unübersehbaren Gebietes, eine gigantische Produktion der deutschen Volks= und Kriegswirtschaft sind nur einige der Rubriken in dieser fast astronomischen Zahlenreihe der Erfolge. Zielbewußt und unbeirrbar in unerschütterlichem Vertrauen auf seinen genialen Führer und seine siegreiche Wehrmacht sieht das deutsche Volk auch der weiteren Entwicklung entgegen. Es weiß, daß die stolzen Zahlen, die ihm Kunde von der Kampfkraft und der Sieghaftigkeit der deutschen Waffen geben, das Unterpfand des deutschen Endsieges sind. Gritische Lustgangster über Italien Planlose Bombenabwürfe auf dialienische Dörser Rom, 2. Sept. Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Jeindliche Flugzeuge haben in der vergangenen Nacht Sardinien überflogen, wobei sie planlos Bomben auf freies Feld abwarfen. Drei feindliche Flugzeuge sind von der Luflabwehr abgeschossen worden. Es hal weder Opfer noch Malerialschaden gegeben. Andere Flugzeuge, die wiederun von der Schweiz her kamen, haben Teile von Piemout und der Lombardei überflogen und sind durch das sofortige Eingreisen der Abwehr in der Luft und am Boden empfangen worden. Nachdem es ihnen somit nicht möglich war, die wahrscheinlichen Ziele zu erreichen, warsen sie vier Bomben auf ein Dorf bei Barese und Leuchtraketen über verschiedene Orlschaften ab, ohne Opfer zu fordern oder nennenswerten Schaden anzurichten. Zwei unserer Aufklärungsflugzeuge sing nicht zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Im Laufe des im Heeresbericht vom Samstag gemeldeten Luftangrisseg auf Tobruk ist ein Feldlazarett getrossen worden, wobei es einen Schwerverwundelen gab. Ein seindliches Flugzeug ist von der Marineflak abgeschossen worden. In Ostafrika haben seindliche Flugzeuge Angriffe auf die Insel Harmil(80 Meilen von Massaug entfernt) versucht. Ein feindliches Flugzeug ist abgeschossen und die aus drei Mann bestehende Besatzung gesangengenommen worden. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde in Assab im Verlauf eines Luflangriffes abgeschossen, der geringen Schaden verursacht und acht Tole unter den Italienern und Eingeborenen zur Folge halte. Unsere Flugzeuge haben im Tiefflug ein feindliches Lager südlich von Marman senseils Kassala erfolgreich unter Maschinengewehrfeuer genommen. Aus weiteren Jeststellungen ergibt sich, daß in den im Heeresbericht vom Mittwoch gemeldeten Gefechten vor Adardé der Jeind 22 Tole auf dem Kampfplatz zurückgelassen hir und wir einen Panzerwagen erbeuteien. volle Uebereinstimmung Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR über die Rechtsverhältnisse an der Grenze Berlin, 1. September. Am 31. August 1940 ist in Berlin ein Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR über ∆ 1 14 RAR Der Löwe hat— Hunger!—„Sei still— heut’ bekommst du zwei Knochen (Zeichnung von Erik/Scherl) die Regelung der Rechtsverhältnisse an der Grenze unterzeichnet worden, die durch den deutsch=sowjetrussischen Grenz= und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 festgelegt worden ist. Die Verhandlungen verliefen in gutem Einvernehmen und wurden im Verlauf eines Monats zu einem erfolgreichen Abschluß gebracht. Den Vertrag unterschrieb im Namen der Reichsregierung der Gesandte Reinhardt von Saucken und der Ministerialrat Dr. Walter Conrad, in Bevollmächtigung der Regierung der UdSSR Herr Alexander Michailowitsch Alerandrow und Herr Alexander Michailowitsch Leontjew. Aeersit Cagrucer Lonsel Sechzehn Klarme in 72 Stunden—.53 Stunden im Schutzraum— Die Lustabwehr versagt— Beträchtliche Schäden sogar amtlich zugegeben Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 3. Sept. London erlebte während der 72 Stunden vom Freitag bis Montagmitlag 16 Alarme, wobei die Bevölkerung insgesamt 53 Stunden im Schutzraum verbringen mußte! Gleiches gilt, wie skandinavische Meldungen aus der englischen Hauptstadt bestätigen, für Südengland und die mittelenglischen Industriegebiete. Churchill will auf die Zerstörung von Verteidigungsanlagen und die Störung der Flugzeugproduktion mit Bomben auf die deutsche Zivilbevölkerung antworten, aber, die gemeine Waffe erweist sich auch in diesem Falle als Bumerang. Die Kampfmelhoden, die England schon vor dem jetzigen verschärften Luftkrieg anwandle, um die deutsche Bevölkerung zu demoralisieren, haben sich als völlig erfolglos erwiesen. Zwangsläufig aber brachten die Bombardemenks in London und anderswo in England Leiden auch für die Zivilbevölkerung mit sich, die sich ebenfalls bei Churchill bedanken muß. Die verlogenen Darstellungen des englischen Premiers, durch die er die Verantwortung von sich abzuwälzen sucht, finden in der neutralen Welt Europas keinen Widerhall mehr. Es ist bezeichnend, daß die schwedische Presse sein Telegramm an das Bombenkommando, das neue Nachtflüge gegen friedliche deutsche Städte verheißt, nur ganz kurz verzeichnet. Völlig totgeschwiegen werden aber die geradezu grotesken BeAeder Kihemasan nfZeinlert! Greuellüge über ein torpediertes Kinderschiff— sentimentale Tanten WC's letztes Märchen für San Sebastian, 2. Sept. Seil Sonntag bearbeitet die englische Reuteragentur die neutrale Offentlichkeit mit einer neuen, üblen Greuellüge. Es wird behauptel, ein englischer Dampfer mil evakuierten Plutokratenkindern an Bord sei auf der Jahrt nach Kanada von einem deutschen-Boot torpediert worden. Bezeichnenderweise wird der Name dieses Schiffs verschwiegen. Schon daraus, wie auch aus anderen mysteriösen Begleitumständen gehl hervor, daß Churchill einen neuen Coup gestartet hat, um jenseils des Ozeans den deutschen Gegner in Verruf zu bringen. Selbstverständlich wird die Schauergeschichte so rührselig wie möglich aufgemacht. Sämtliche Kinder hätten, während der Dampfer gesunken sei, keine einzige Träne geweint, sondern Volkslieder gesunken.„Ein kleiner Junge von acht Jahren“, weiß Reuter zu melden,„schrie: Wir wollen nicht, daß Hitler glaubt, daß er uns so leicht schlagen kann.“ Schlecht gelogen! So spricht kein achtjähriges Kind! Das hat ein alter Reuterjude zusammenphantasiert. Sollte diese geheimnisvolle Geschichte wahr sein, dann würe es nicht damit abgetan, den Plutokratenhäuptlingen rtwa deshalb Verantwortungslosigkeit vorzuwerfen, weil sie ein Schiff mit Kindern ins gefährdete Gebiet geschickt haben. Dann gibt es nur eine Erklärung: Kriegsverbrecher Churchill hat in selner Verzweiflung diesen„Fall“ inszeniert. Es ist doch sehr verdächtig, daß alle Kinder gerettet sein sollen. Schon daraus kann man schließen, daß der Schiffsuntergang ein Theater gewesen ist. Es geht den Engländern sehr schlecht, und in ihrer Verzweiflung sind sie zu allem fähig. Sehr wählerisch war Churchill noch nie in seinen Mitteln. Er hofft immer noch, durch eine solche Greuellüge in den Vereinigten Staaten moralisch den Boden für spätere materielle Hilfe vorbereiten zu men. Dar allein ist der Zweck dieses unbörten Mansvers. Wahrscheinlich ist es ihm unangenehm, daß nicht einige Kinder ins nasse Grab gesunken sind. Denn dann hätte er seine verbrecherische Agitation noch größer aufziehen können. Skrupel kennt dieser Desperado nicht. Das hat alle Welt seinerzeit im Atheniafall feststellen können. Bekanntlich hat Churchill diesen Dampfer, an dessen Bord sich 300 USA=Bürger befanden, versenken lassen und dieses gemeine Verbrechen rasch den Deutschen in die Schuhe geschoben. Der Schwindel ist damals herausgekommen, und dieser neue„Fall“ ist dem alten zu ähnlich, als daß es über den Attentäter irgendeinen Zweifel geben könnte. Wer einmal einen solchen Anschlag verübte, ist immer wieder dazu bereit. Karge Trostsprüche Die„Times“ zum Jahrestag der englisch=französischen Atiegserklärung Genf. 2. September. Zum Jahrestage der Kriegserklärung Englands und Frankreichs sucht die„Times“ die geknickten Hoffnungen der Engländer wieder aufzurichten, indem sie schreibt: „Wir haben ein Jahr der dramatischsten und in ihrem Charakter tragischsten Ereignisse hinter uns. Die deutsche Führung Europas ist durch eine Kombinierung neuer militärischer und politischer Methoden verwirklicht worden. Wir haben jetzt eine Vorstellung von der deutschen Strategie und den deutschen Waffen.“— Nach dem kargen Trost, daß Großbritannien noch nicht erobert ist, muß die„Times“ feststellen, daß die Insel von dem eisernen Ring der Blockade umgeben ist, eine Feststellung, die sie durch einen Appell an die Zusammenfassung aller Kräfte zu mildern sucht. Mit den bombastischen Worten, daß die„Karte Europas von nun an nicht mehr von der brutalen Hand Hitlers gezeichnet werden wird“, gibt sie nur zu, daß bisher die Neuordnung eines besseren Europas das Werk des Führers ist. hauptungen, die englischen Flieger, die bei Bewölkung ihre Ziele in Berlin nicht hätten finden können, seien auftragsgemäß mit ihrer Bombenlast nach England zurück gekehrt... Mit solchen Märchen kann vielleicht nur noch die englische Bevölkerung belogen werden. In einer Anwandlung von Wahrheit gab das Londoner Luftfahrtministerium zu, daß die deutschen Flugzeuge bei dem am Sonntag erfolgten Angriff auf Croydon gegen alle Verteidigung sicher an ihr Ziel gelangten. In London zirkulieren, wie schwedische Zeitungen berichten, zahlreiche Aeußerungen über die Verheerungen des Luftkrieges. Während die englischen Behörden die Zahl der Schäden siets als sehr gering hinzustellen suchen, um einer Panik vorzubeugen, ergibt sich hier ein ganz anderes Bild. Die Anzahl der Familien, die kein Dach mehr über dem Kopf hat, wird immer größer, meldet der Londoner Vertreter von„Nya Dagligt Allehanda“. Am Sonntagnachmittag waren für viele Londoner, die den schönen Septembersonntag zu einem kurzen Spaziergang benutzt hatten, deutsche Flugzeuge klar am Sonnenhimmel sichtbar. Nach einem einigermaßen ruhigen ersten Teil der Nacht zum Montag gab es in den frühen Morgenstunden einen Alarm von etwa 40 Minuten. Das Luftfahrtministerium teilt mit, daß die Lufttätigkeit während der Nacht zwar eingeschränkt gewesen sei, aber trotzdem ein wachsendes Gebiet umfaßt habe mit hauptsächlicher Stoßrichtung gegen den Bristol=Kanal und Südwales. Hier seien Brände und Schäden an Wohn= und Geschäftsgebäuden entstanden. Ausnahmsweise wird sogar von beträchtlichen Schäden und Todesopfern gesprochen. Auch in einer Stadt an der Südostküste seien ähnliche Schäden entstanden. Bei dem Angriff von Montagmorgen hat es sich nach englischer Darstellung um einen Vorstoß gegen Verteidigungsanlagen an der Themsemündung gehandelt. Hierbei entwickelten sich lebhafte Luftkämpfe. „Tag und Nacht kein Schlaf!“ Abernächligte Gesichter in London Madrid, 2. September. Im Mittelpunkt der Madrider Presse stehen die Berichte über die pausenlosen Angriffe der deutschen Flieger auf London. Der Londoner Berichterstatter des „ABC“ schreibt, daß man in den Londoner Straßen viele Leute mit übernächtigten Gesichtern sehe, welche sich vor Übermüdung kaum auf den Beinen halten könnten. Die Nerven der Londoner Bevölkerung seien bereits angegriffen. Die englische Presse gebe den Sirenen daran die Schuld und füge hinzu, wenn die Sirenen das Londoner Leben eine Stunde lahmlegten, seien allein sieben Millionen Arbeitsstunden verloren. Der Londoner„Evening Standard“ schreibt, in Zonen, welche von den deutschen Bombern heimgesucht würden, sei das häusliche Leben vollkommen gestört. Dann unterstreicht der Bericht, daß während der Nacht zum Sonntag kein Auge geschlossen werden konnte und daß auch tagsüber infolge des ständigen Fhegeralarms keine Gelegenheit bestand, den Schlaf nachzuholen. Dies dauere schon seit Tagen an, so daß die Abermüdung und seelische Erregung auf den Gemütern der Londoner Bevölkerung schwer lasteten. Kaum wäre man eingenickt, ertönten von neuem die Sirenen und der ohrenbetäubende Lärm der Flak=Geschütze. Die Explosionen der Bomben und das Motorengeräusch ließen niemanden schlafen. Inder der eisernen Ration Verschleierung der wirklichen Lage— Neuer Trick Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 3. September. Die englische, Regierung beschäftigt sich, wie schwedische Meldungen aus London besagen, mit sehr ernsten Maßnahmen gegen die drohende Inflationsgefahr. Der Arbeitsminister plant hierbei eine revolutionäre Neuerung, nämlich die Abschaffung des alten, allzu verräterischen Lebenskostenindex und sein Ersatz durch einen neuen Inder auf der Grundlage voneisernen Rationen. Mit diesem neuen Begriff soll die Nahrungsmenge umschrieben werden, die unbedingt für jeden Engländer notwendig ist. Von jetzt ab sollen die Preise durch staatliche Zuschüsse stabilisiert werden. Ungeachtet der übrigen Teuerung soll dann mit Hilfe dieses, wie man hofft, einigermaßen festbleibenden Index die allgemeine Lohn= und Preissteigerung bekämpft werden. In gleichem Zusammenhang erwägt die Regierung Churchill eine Kontrolle über die Eisenbahngesellschaften. Hier handelt es sich jedoch offenbar um eine stark propagandistisch gehaltene Überlegung, denn ein wirklich energisches Vorgehen gegen die großen Gesellschaften, aus denen die Londoner Plutokraten ihre Hauptgewinne ziehen, ist schwerlich zu erwarten. Die Regierung sieht sich anscheinend jedoch vor der Zwangslage, gegen die hohen Frachttarife vorzugehen, die einen erheblichen Bestandteil in der Entwicklung zur Inflation darstellen. „Die Rômiralität bedauert“ Stockholm, 2. Sept. Die britische Admiralität gab am Monlagabend, wie Reuter meldet, die Versenkung des brilischen Kanonenbootes„Penzance“ bekannt. Der amtliche Bericht der Admiralität lautet:„Der Sekretär der Admiralität bedauert, mitteilen zu müssen, daß das Kanonenboot„Penzance“ von einem Unterseeboot torpediert wurde und sank. Die nächsten Angehörigen der Opfer wurden unterrichtet.“ * Das Kanonenboot„Penzance“ war 1930 von Stapel gelaufen und hatte eine Wasserverdrängung von 1025 Tonnen. Seine Bewaffnung bestand aus zwei 10,2=em=Luftabwehrgeschützen, zwei 4,7=cm=Kanonen und acht MGs. Die Friedensbesatzung war 100 Mann stark. Piolie IIr Enigland F. S. Hells Corner, Höllenecke!— das ist die Bezeichnung, die man in London erst für Dover und nun für das ganze Südostengland geprägt hat. Ein Jahr nach Kriegsbeginn hat die englische Regierung die Hölle im Lande. Stimmung läßt sich nicht zaubern. Der Erzbischof von Canterbury mag noch so siegesgewiß predigen, und Reuter mag die Lage noch so sehr verfälschen,— mit dem Ausblick auf explodierte Gaswerke, zertrümmerte Eisenbahnknotenpunkte und mit dem Wissen um tagelange Brände in fast allen Gegenden der Insel ist— damned hells— eine verdammte Hölle ausgebrochen. Da muß man schon die freche Schnauze eines Hore Belisha haben, um noch so zu tun, als ob es um Englands Schicksal wohl bestellt ist. Die deutschen Luftangriffe haben aber selbst diesem Oberhetzer die Sprache verschlagen. Er fühlt sich bemüßigt, Lehren aus den 12 Kriegsmonaten zu ziehen und bekommt dafür, obwohl er für den Krieg und das Versagen Englands zu einem kräftigen Teil verantwortlich ist, noch das volkstümlichste Londoner Sonntagsblatt zur Verfügung gestellt. In England muß einer erst als Minister völlig versagt haben, wenn er Ansehen gewinnen will. Das hat schon Hore Belishas geistesverwandter Kollege Churchill erfahren. Drum bringt der ehemalige Kriegsminister es auch fertig, ein bißchen von dem Schleier zu lüften, in den der Durchschnittsengländer eingewickelt wurde. Für die englische Regierung war Adolf Hitler seit Kriegsausbruch ein hilfloses Opfer der von England gelenkten weltpolitischen Strömungen. Auf diesen Ton waren die Londoner Reden meist abgestimmt. Wenn jetzt Hore Belisha der englischen Bevölkerung auseinandersetzt, daß Adolf Hitler, seit er den Widerstand der Polen brach, also seit dem ersten Tag des Krieges, militärisch immer in der Offensive lag und die Engländer kein Rezept dagegen wissen, so muß dies für einen im Laufe von 12 Monaten systematisch dummgehaltenen Durchschnittsengländer eine bittere Erkenntnis sein. Aber es kommt noch deutlicher! Hore Belisha bestätigt, daß Deutschland nicht nur durch Waffengewalt, sondern auch durch überlegene Diplomatie gesiegt habe. Ruhm und Weisheit der vereinten französischen und englischen Diplomatie hatten nicht ausgereicht, Deutschland Schach zu bieten. Der Jude Hore Belisha scheint den Deutschen auf einmal alles zuzutrauen. Gestern hatte man in London noch über die deutsche Gegenblockade gespöttelt; heute spürt man schon, was für ein neuer, ernster Faktor sie im jetzigen Stadium des Krieges ist, und der ehemalige Kriegsminister ist mindestens schon so weit, in aller öffentlichkeit Deutschland zuzugestehen, daß es die von England angestrengte Blockade durchbrochen hat. Deutschland verfügt heute in Europa, so rechnete er aus, über 340 Millionen Tonnen Kohlen und über 28 Millionen Tonnen Eisenerz jährlich.(Tatsächlich ist die Deutschland zur Verfügung stehende Eisenerzproduktion Europas weit höher.) Die Metallversorgung habe sich zu seinen Gunsten stark verbessert. Verglichen mit der Rohstoffbasis zu Kriegsbeginn verfüge Deutschland über dreimal soviel Zellulose, Flachs und Wolle. Noch klammert er sich an die dürre Hoffnung, daß Deutschlands Benzinversorgung unzureichend sei und übersieht, daß die rumänischen Erdölquellen heute nur den Achsenmächten zur Verfügung stehen. Hore Belisha möchte uns nämlich gern andichten, daß wir Pläne zur gewaltsamen BeFortsetzung auf der 2. Seite MRRRRM Juliane gratuliert Wilhelmine Ereignisse angeblich an den Tag gelegt habe, und versicherte hoch und heilig. Wilhelmine von Holland hat Geburtstag gehabt. Juliane hat der Mutter selbstverständlich gratuliert. Das wäre eine interne Familienangelegenheit, wenn sich Juliane dabei nicht des Londoner Rundfunks bedient hätte, den man ihr bereitwillig zur Verfügung stellle. Daraus ersieht das holländische Volk wieder einmal, daß die Londoner Nachthaber tun, was sie können; denn viel mehr als den Rundfunk können sie heute beim besten Willen nicht mehr zur Verfügung stellen. Dabei sällt rugunsten Londons noch ins Gewicht, daß die Agilation und ihr Apparat Englands stärkste Wasse in diesem Krieg ist oder mindestens werden sollte. Julianes Beitrag dürfte die Wirksamkeit dieser Waffe allerdings nicht gerade verstärkt haben, denn was sie ersählte, war so blöd, daß selbst die berühmten Hühner gelacht hätten, wenn sie die Ansprache hätten hören können. Juliane pries vor dem Mikrophon nämlich den Mut und die Unerschrockenheit der holländischen Königin, die sie während der furchtbaren daß sie sich diese Eigenschaften auch weiterhin bewahrt habe und die Sache ihres Volkes mutig vertreten werde. Das holländische Volk und vor allem die holländischen Soldaten dürften über diese Rede Julianes einigermassen verwundert sein und sich sagen: nicht sie also, die den Kopf hinhalten mußten für die Folgen der verbrecherischen Politik ihrer Regierung, die sie an England verriet, waren die Mutigen, sondern diejenigen, die, nachdem sie ihr Volk leichtfertig ins Unglück gestürzt hatten, seige ausknissen und die sie verführt hatten ihrem Schicksal überließen. Was die holländische Armee und das holländische Volk taten, war nicht der Rede wert im Verhältnis zu den Proben von „Unerschrockenheit“, die die holländischen Emigranten auf der Flucht und in London ablegten. Man mus alle Holländer wohl für Idioten halten, wenn man ihnen, wie Juliane es jetzt getan hat, so etwas überhaupt vorsetzt. 3. September 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 241 ***pewerunf...„ Schwacher Trost für das englische Volk—„Times“ assistiert dem Lügner natürlich Berlin alles getroffen haben wollen Berlin, 2. Sepl. Da Churchill dringend Trost für das englische Volk braucht und da er merkt, daß man die phantastischen Er. folgsmeldungen über die Nachtangriffe auf deutsche und italienische Städte höchst mißtrauisch betrachtet, hai er zu einem neuen Täuschungsmanöver gegrifsen. Er hal am Sonntag eine Botschaft an den Oberkommandierenden der britischen Bombengeschwader gerichlet und „Genauigkeit" beglückwünscht, mit der „militärische Ziele in Deutschland und Italien“ getrofsen worden seien. Eine Lüge wird freilich nicht dadurch wahr, daß man sie ständig wiederholt. Churchills heißt es:„Das Kriegskabinett hat mich aufgefordert, die Bombengeschwader zu beglückwünschen, welche die kürzlichen Langstreckenangriffe gehen militärische Ziele(!) in Deutschland und Italien unternommen haben. Es erfüllt uns mit Befriedigung, daß so viele Tonnen britischer Bomben mit einer solchen Genauigkeit(!) unter schwierigen Bedingungen und auf solche Entfernungen abgeworsen wurden, und daß so viele wichtige militärische Ziele(!) in Deutschland und Italien hart getrossen wurden. Alles dies ist ein weiteres Zeichen und ein weiterer Beweis salür, daß mon nun dabei ist, langsam aber sicher die Luftyerrschaft den Naziverbrechern zu entreißen.“— Wie der keisende Lügner betont:„Militärische Ziele!" Als wenn die Royal Air Force dadurch genauer treffen könnte als bisher und als ob der seiste Verbrecher nicht schon längst den Besehl gegeben hätte, es beim Bombenabwersen nicht so genau zu nehmen, um dadurch, wie es bei den Engländern schon immer Brauch ist, Frauen und Kinder zu morden. Nun ist ihm auch das bei den Angriffen auf die Reichshauptstadt nicht gelungen, aber schon findet er eine rührende Ausrede.„Die Tatsache“, so botschaftet er weiter,„daß gelegentlich der Operationen in der Verliner Gegend am letzten Sonntag(gemeint ist: in der Nacht zum Sonntag) die große Mehrzahl der Piloten ihre Bomben lieber zurückgebracht hat(!) als sie unter atmosphärischen Bedingungen abzuwersen, die ein genaues Zielen erschwert hätten, zeigt den hohen Stand von Gleichmut und Zurückhaltung, den die britische Luftwaffe bei der Erfüllung ihrer gefährlichen Pflicht bewahrt hat.„Ueberwältigt von so viel edler britischer Humanität könnte man Tränen vergießen, wenn man nicht genau wüßte, daß„der hohe Grad von Gleichmut und Zurückhaltung" den britischen Fliegern durch die deutsche Flak beigebracht worden ist.“ Pflichtschuldigst lobt die„Times“ die Botschaft Churchills und schreibt dazu in einem Kommentar:„Unsere Bomber haben ihre Aufgabe perfekt durchgeführt, aber sie haben niemals bombardiert, ohne ihre Ziele auszumachen.“ Sicherlich! Gie haben— wie über dem übrigen Reichsgebiet auch— ihre Bomben erst abgeworsen, als sie Wohnviertel, Krankenhäuser„ausgemacht" hatten. Das also nennt man in London„persekt durchgeführt“. Die„Times“ stellt dann die englischen Luftangriffe den deutschen gegenüber und meint:„Die Angriffe auf Großbritannien verursachen unvermeidlich einige(1) Lokalschäden, haben jedoch keinen Fortschritt für das strategische Ziel, die Produktion zu zerstören, gebracht.“ Genau das Gegenteil schreibt zur gleichen Zeit die Zeitung„Evening Standard“, die ihre Informationen vom Flugzeugproduktionsminister Beaverbrook direkt bezieht. Sie gesteht:„Hitler hat die Produktion stören können.“ In dem Lügenkonzert sehlt natürlich auch der Londoner Nachrichtendienst nicht. Er schlägt alle Rekorde. Auf Grund einer„amtlichen Mitteilung" erzählt er seinen erstaunten Hörern, während des Luftangriffes auf Berlin in der Nacht zum Sonnabend seien ein Elektrizitätswerk, eine Flugzeugmotorensabrik und gleich zwei Flugplätze getrossen worden. Auch ein Oellager sei angegriffen worden.„Zwei Satz Bomben“ seien auf dieses Oellager abgeworfen worden. Sie seien auch explodiert und hätten riesige Brände erzeugt.„Die Explosionen“ so rief der Ansager des Londoner Nachrichtendienstes begeistert aus,„sind so schlimm gewesen, daß man gemeint hat, das Ende der Welt sei gekommen.“ Hier hat ein alttestamentarisches Traumbild die Phantasie beflügelt. So hätten sie sicherlich gern Berliner Betriebe und Anlagen zugerichtet. Aber kein einziger Berliner, und kein einziger neutraler Beobachter hat trotz aller Bewegungsfreiheit die englischen Wünsche verwirklicht gesehen. So viele lebende Zeugen gegen die britische Lügnerei auf einmal und an einem einzigen Ort vereint hat man noch nicht beieinander gehabt. Schwere Lustkämpfe über London Bezeichnendes Eingeständnis von Explosionen Englische Abwehr machtlos Von unsegem ständigen Vertreter osch Bern, 3. Sept. Zu den nächtlichen Einflügen der deutschen Luftwaffe nach England schreibt der Londoner Korrespondent der „Basler Nationalzeitung", die britische Luftwaffe habe nachts kaum eine Möglichkeit, sich zu entfalten. Sogar die Bodenabwehr sei bisher nur selten in Funktion getreten. Der britische Nachrichtendienst Exchange muß zugeben, daß die britische Luftwaffe und abwehr auch Der„siegesgewisse“ Erzbischof Erzbischof von Canterbury stellt„Fehlschläge“ der deutschen Luftangriffe fest— Uble Salbadereien des britischen politisierenden Kirchenfürsten geheure Stärke der deutschen Angriffe und beträchtliche Schäden an wichtigen Industrieanlagen und militärischen Objekten zuzugeben, faselt dieser sehr ehrenwerte Vertreter der britischen Geistlichkeit von einem„deutschen Fehlschlag.“ Wenn er mit phrasenhaftem Wortschwall die„erstaunliche Tapferkeit" der britischen Piloten preist, dann denken wir an die seigen nächtlichen Ueberfälle dieser Luftgangster auf die friedliche Zivilbevölkerung. Seine Feststellung, daß in diesem Kriege „moralische und geistige Werte“ auf dem Spiele ständen, von denen die Zukunft der ganzen Welt abhänge, können wir nur unterstreichen. Allerdings verstehen wir unter diesen moralischen und geistigen Werten nicht das, was die britischen Plutokraten und Kriegsverbrecher darunter verstehen. Seine mit frecher Stirn aufgestellte Behauptung, daß ausgerechnet England Steckholm, 2. Sepl. Die seil Tagen nicht mehr aussetzenden wuchtigen Schläge der deutschen Luftwasse auf die britischen Inseln und die dadurch erzielten bedeutenden Erfolge, die selbst von den britischen amtlichen Stellen nicht mehr zu verheimlichen sind, veranlassen den Erzbischof von Canterbury, an das Mikroson zu eilen und den stark erschütterten Glauben der britischen Oeffentlichkeit in den guten Ausgang des von seiner Regierungsklique so leichtfertig vom Zaune gebrochenen Krieges wieder etwag aufzufrischen. „Ueber uns allen“, so salbadert er.„schwebt, wie Sie wissen werden, die Drohung der Invasion. Vielleicht hat sie schon in der Luft begonnen, wenn ja, so ist sie schon fehlgeschlagen. Die erstaunliche Geschicklichkeit und die Tapferkeit unserer Luftwafse haben jeden Angriff zurückgeschlagen. Wenn es das Ziel des Feindes war, Furcht in unserem Volke zu erregen, so hat er auch dieses Ziel verfehlt. Ich kann Ihnen nur das versichern, was ich jeden Tag sehe und höre, daß jeder Luftangriff in uns allen den Geist der Einigkeit, des Mutes und der Entschlossenheit nur verstärkt hat. Wir fechten nicht nur für unsere eigene Sicherheit, wir glauben ganz ehrlich, daß wir eine Festung für die anderen Nationen wie für die ganze Welt halten. Wir sind des Glaubens, daß moralische geistige Werte in diesem Kriege auf dem Spiele stehen, von denen die Zukunft der ganzen Welt abhängen kann. 1. sind wir der Ueberzeugung, daß wir die Welt gegen das wirklich Böse verteidigen. Und 2. glauben wir— und ich denke, Sie werden es auch glauben— daß wir für die christliche Zivilisation kämpfen.“ * Während das britische Luftfahrtministerium und das Ministerium für die innere Sicherheit, der Londoner Nachrichtendienst und selbst Lügenreuter unter der Wucht der Tatsachen nicht mehr umhin können, die unWas die Engländer in am Sonntag nicht in der Loge waten, die deutschen Flieger am Eindringen in die Umgebung Londons zu hindern, obwohl, wie Exchange erklärt, der deutsche Luftangriff am Sonntag einen kleineren Umsang gehabt hätte als am Tage zuvor. An verschiedenen Stellen der Themse sei es den deutschen Fliegern gelungen, Bomben abzuwersen. In einer Stadt im Nordosten der Grafschaft Kent sei u. a. auch ein Bahnhof beschädigt worden. Beim zweiten Einflug, an dem mehr als 150 deutsche Flugzeuge teilgenommen hätten, hätten— so schreibt Exchange— die deutschen Flieger die südlichen Vororte Londons erreicht und dort ebenfalls Bomben abgeworfen. Dabei hätten sich schwere Luftkämpfe abgespielt. „Endgültige Befriedung" Telegrammwechsel Claue—Ribbentrep Berlin, 2. September. Nach der Rückfahrt von Wien hat der KöniglichItalienische Minister des Außern, Graf Galeazze Ciano, beim Überschreiten der Reichsgrenze an den Reichsminister des Auswärtigen, von Ridbentrop, folgendes Telegramm gesandt: „In dem Augenblik, in dem ich nach Italien zurückkehre, drängt es mich, Ihnen mit meinen kameradschaftlichen Grüßen den herzlichsten Dank für Ihre Gastfreundschaft zu übermitteln. Ich bitte Sie, den Ausdruck meiner Ergebenheit an den Führer weiterzu. leiten. Ich war glücklich, in voller Übereinstimmung der Auffassungen und Absichten, mit Ihnen an der Verwirklichung eines Werkes der Gerechtigkeit und Befriedung zusammenarbeiten zu können, welches wieder einmal die hohe Aufgabe bewiesen hat, welche die Achsenmächte zur Schöpfung jener neuen Ordnung ausüben, die der Führer und der Duce Europa geben werden. Empfangen Sie, lieber Ribbentrop, den Ausdruck meiner Freundschaft. Galeazzo Ciano.“ Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, hat mit folgendem Telegramm geantwortet: „Ich danke Ihnen für die kameradschaftlichen Grüße. die Sie mir bei Ihrer Rückkehr nach Italien geschickt haben. Auch ich teile Ihre Freude und Genugtuung, daß wir gemeinsam in Wien eine wichtige europäische Frage lösen konnten. Die Achse hat damit eine endgältige Befriedung im Donauraum geschaffen und durch den Schiedsspruch von Wien der Welt erneut vor Augen geführt, von welch hohem Verantwortungsgefühl die Entscheidung des Duce und des Führers bei der Neugestaltung Europas getragen sind. Ich bitte Sie, dem Duce meine aufrichtigsten Gefühle übermitteln zu wollen. Ihnen, lieber Ciano, meine herzlichsten Grüße. Joachim Ribbentrosp.“ Hitler hat einen Sieg gewonnen“ Notschrei im„Evening Standard“— Blatt Beaverbrooks fordert Neuorganisation des britischen Luftschul, Stockholm, 2. September. Die ständigen deutschen Luflangrisse auf Mittel= und Südengland haben bereits jetzt die Arbeit der britischen Industrie so gestört, daß das Londoner Abendblatt „Evening Standard“, ein Blatt des Ilugzeugproduktionsministers Beaverbreek, eine sofortige Neuorganisation des britischen Luftschutzes und des Flugalarmdienstes fordert. „Evening Standard“ habe am Sonnabend, wie „Stockholms Tidningen“ aus London meldet, glatt herausgesagt, was viele bereits früher in vorsichtiger Form zum Ausdruck gebracht hätten:„Hitler“, so erklärte „Evening Standard",„hat in diesen Tagen einen Sieg gewonnen. Laßt uns das einfehen!“ Er hat ihn billig gewonnen. Hiermit ist gemeint, daß Hitler, indem er in relativ kleinen Mengen Flugzeuge über London und die britischen Industriegebiete beinahe jede Nacht sandte, die Produktion hat stören können. Gleichzeitig hat er Millionen Menschen die Nachtruhe geraubt und stiehlt dadurch ihre Kräfte und ihren=Lebensmut. Besucht man die Hallen und Fabriken, wo Tausende von Menschen damit beschäftigt sind, Waffen herzustellen, die so wichtig für unsere Verteidigung sind, dann wird man sicher auf Zeichen stoßen, daß Hitler begonnen hat, eine Saat auszustreuen, die ernstlich die Auflösung bringen kann. Die Zeitung fordert daher nicht nur neue Regeln bezüglich des Luftalarms, sondern darüber hinaus eine vollkommene Umorganisierung der zivilen Verteidigung. die Welt gegen„das wirklich Böse“ verteidige, muß selbst jedem anständigen Engländer die Schamröte ins Gesicht treiben, wenn er an die„guten Taten“ der Briten, die den Burenkrieg. die Unterdrückung des indischen Volkes usw., die ja Musterbeispiele britischer Humanität und Moral darstellen denkt. Den Vogel allerdings schießt der Herr Erzbischof mit der mehr als frechen Behauptung ab, daß England für die„christliche Zivilisation“, kämpfe. Das ist echt britische Heuchelei, Herr Erzbischof! Vergessen Sie bitte nicht den Fall„Baralong“, den Fall„Cossack" die seige Mordtat von Oran! Denken Sie auch an die gemeine und brutale Ablehnung des deutschen Vorschlages auf Humanisierung des Krieges, der deutschen schnellen Motordooten erlauben sollte, in den Gewässern, über denen dauernde Kämpfe stattfinden, unter dem Abzeichen des Roten Kreuzes Samariterdienste zu leisten. Wenn das Ihr„Christentum" ist, dann verstehen wir unter Christentum wirklich etwas grundsätzlich anderes! Siegreiches Fasten statt Gebet Gens, 2. Sept. Nachdem es der englischen Regierung nicht gelungen ist, durch die zahlreichen Bet=Tage die Hilfe für den von der englischen Regierung heraufbeschworenen Krieg herab zuflehen, soll nunmehr nach einem Vorschlag aus englischen Kirchenkreisen, den die„Times" veröffentlichen, zum Beten auch noch das Fasten treten. Der nächste Bet=Tag am 8. September soll, so wird von den Geistlichen vorgeschlagen, gleichzeitig auch als Fasttag begangen werden. Das Kabinett Churchill steht diesem Vorschlag nicht seindlich gegenüber, weniger weil es sich davon irgend einen Einfluß auf den Himmel verspricht, sondern weil ein solcher Fasttag einige Lücken in der immer knapper werdenden englischen Nahrungsmittelversorgung schließen würde. Gesandter Valer Pop, der auch der Delegierte Rumäniens bei den Verhandlungen in Turn=Severin mit den Ungarn war, erklärte, bei den Verhandlungen in Turn=Severin hätten die Forderungen Rumäniens und die Forderungen Ungarns einander gegenübergestanden. Pop erklärte weiter, daß dann in Wien Rumänien sich zwar für ein kleineres Rumänien entscheiden konnte, dessen Grenzen aber von der stärksten Militärmacht der Welt garantiert würden. Er habe in Wien zwar nichts unterzeichnet, müsse jedoch klar sagen, daß, wenn er allein für Rumänien die Entscheidung hätte fällen müssen, er nicht anders gewählt hätte. Jeder Rumäne hätte in dieser Lage bei genauer Kenntnis der Tatsachen diesen Entschluß fassen müssen. Weiter erklärte Pop, daß Rumänien etwa 42.000 Quadratkilometer mit 1,2 Millionen Rumänien verliere. Rumänien dürfe in Zukunft nie mehr eine gefühlsmäßig bestimmte Politik betreiben. Zum Schluß richtete er einen Aufruf an die Nation, im Schutze der nunmehr gesicherten Grenzen an die aufbauende Arbeit und die Erneuerung zu gehen. Nur so sei auch die Zukunft der Volksgenossen zußerhalb der Grenzen zu verbürgen. Hölle in England Fortsetzung von der 1. Seite sitzergreifung der Petroleumselder des Irak und der Iran hegen. Er scheint dabei einen unbegrenzten Respekt vor der Kraft der deutschen Wassen zu haben, was er schließlich als britischer Kriegsminister, der England in den Krieg hetzte, weil es sich stärker wähnte, am besten wissen muß. Aber Hore Belisha wäre nicht der lügengewaltige Kriegshetzer, wenn er nicht mit einem kühnen Salto kc. Kriegslage in ihr Gegenteil umzusälschen verstände. England scheint ihm noch nicht verloren zu sein. Mit dem gesamten Regierungsklüngel spekuliert er darauf, daß Teile von Französisch=Aquatorial=Afrika gegen Vichy rebellieren werden; das dünkt ihm strategisch von gewaltigem Vorteil. England würde dann eine direkte Landverbindung zwischen dem Südatlaniis und dem Indischen Ozean besitzen! Nach 12 Monaten Krieg scheint dies für England offenbar der einzige Lichtblick zu sein— während italienische Verbände bereits der größten ostafrikanischen Kolonie Kenia ein Stück nach dem anderen abnehmen. Armes Albion! Die schwache Aussicht, auf Wüsten= und Urwaldpfaden von einer Afrikaküste zur anderen marschieren zu können, ist der einzige Trost, den der Mann auszusprechen vermag, der England am 3. September vorigen Jahres in den Krieg führte. In der Höllenecke von Südengland wird dies niemand als ein angemessener Ausgleich erscheinen. Schwerlich kann heute noch ein Engländer damit beschwichtigt werden, daß allnächtlich ein paar englische Flieger nach Deutschland fliegen, während er zu jeder hellen Tageszeit die deutschen Bomber und Jäger über London Tageszit die deutschen Bomber und Jäger über London kreisen sieht. Nur zögernd, aber doch schon merklicher, werden die wachsenden Schäden bekanntgegeben, die Englands Industrie und Verkehr durch die zielsicheren deutschen Bombenabwürfe erlitten haben. In den Rüstungswerken aber, die noch intakt sind, ruhte zu vielep Stunden die Arbeit, weil die Belegschaft aller Tagund Nachtschichten in den Schutzräumen sitzt. Die Arbeitsunterbrechungen wirken sich wie ein anhaltender großer Streik aus, hat Lord Beaverbrook eingestanden. Was nützen in solcher Lage noch die Lügen? Wenig sollte man meinen. Aber England klammert sich an dieses Mittel der Stimmungsmache und des Selbstbetruges wie nie zuvor. Die Berliner Wohnhäuser, auf die englische Bomben fielen, werden als militärische Ziele bezeichnet. Indem England darauf verzichtet, so fügt man unverschämt hinzu, friedliche Wohnstätten zu bombardieren, bringe es der Welt ein schweres Opfer, aber England könne nicht anders. England sei, wie die „Sunday Times“ predigt, so human veranlagt, britische Gefühl verbiete Gewalttaten! Frecher— die Heuchelei nicht mehr getrieben werden. Rundsunk und Presse Londons sabulieren hemmungslos über englische Bombenabwürfe auf militärische Ziele in Deutschland, um die schweren Schäden, die schon in England entstanden sind, erträglich zu machen. Es bewährt sich wieder die erprobte Erfahrung dieser letzten 12 Monate: Je toller England lügt, desto größer ist die Gefahr, in der es sich befindet— wie sich täglich deutlich zeigt. So sicher, wie der Zeiger um die Uhr kreist, geht England seinem Schicksal entgegen. AnglanerIi. Das stolze Portsmouth nach den deutschen Angriffen— Englische Häfen unbrauchbar Rumänsen vor neuem Aufbau Gesandter Valer Pop zum Wiener Schiedsspruch Bukarest, 2. Seotember. Nach der gestrigen Rundfunkansprache des Außenministers Manoilescu gab am Sonntagabend nunmehr auch der zweile Delegierte Rumäniens in Wien, Gesandter Valer Pop, ebenfalls im Rundfunk Erklärungen über den Wiener Schiedsspruch ab. Von unserem mus-Berichterstatter Mailand, 2. Septe nber. „Portsmouth, die Hauptstadt der Flotte des stoigen Englands, das gigantische Panzerbollwerk einer Mact, die seit Jahrhunderten herrschte“, sei ohne die Flote geblieben, stellt der„Popola d' Italia“ fest, da sie sich unter den hämmernden Aktionen der deutschen Flugzeuge auf den Rückzug begeben und in anderen Schlupfwinkeln Zuflucht gesucht habe. Die ganze große unbesiegbare Flotte seiner britischen Majestät sei nicht mehr die Beherrscherin der Meere, nicht nur des Mittelmeeres, sondern auch nicht einmal mehr des Meeres vor der eigenen Tür. Portsmouth mit seinen ungeheuren Verteidigungsanlagen genügte nicht mehr, die Flotte zu schützen, während die Flotte ihrerseits nicht mehr imstande gewesen sei, Portsmouth zu schützen. Portsmouth, die Hauptstadt Nr. 2, sei eine strategische Basis geworden, die keinen Zweck mehr besitze. Die letzten deutschen Luftangriffe gegen England haben auch zahlreiche englische Häfen ganz oder teilweise außer Betrieb gesetzt, ganz abgesehen davon, daß die unablässig erneuerten und erweiterten deutschen Minensperren das ihre für die Lahmlegung der Häfen tun. Nur auf Umwegen wird der Umfang der angerichteten Schäden offenbar. So wird z. B. interessanterweise bekannt, daß die englische Regierung Sondermaßnahmen getroffen hat, die die Verwendung von Hafen= und Dockarbeitern neu regelt. Diese Maßnahmen bezwecken, daß diese Arbeiter„aus einem Hafen, in dem sie nicht mehr gebraucht werden, in einen anderen versetzt werden können". Dazu wird aus London noch eine Begründung mitgeteilt, die außerordentlich aufschlußreich ist. Man erklärt nämlich, diese Maßnahmen erfolgten, zur Sicherung der Verschiffung und Löschung der Ladungen in Häfen, die vorübergehend lahmgelegt sind. Diese Maßnahmen und ihre Begründung sind vielsagend genug und stellen das erste britische Eingeständnis dafür dar, daß englische Häfen unbrauchbar gemacht worden und so außer Betrieb gesetzt worden sind, daß die Regierung eigens gesetzliche Maßnahmen für eine Verpflanzung der Dockarbeiterschaft aus den jeweils betroffenen Häfen anordnen muß. In Kürze Für den Reiseverkehr mit dem Regierungsbezirk Danzig ist der Passierscheinzwang mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden. Das gleiche gilt für Teile des Regierungsbezirkes Kattowitz ab 1. 9. 1940. Nähere Auskünfte erleilen die zuständigen Kreispolizeibehörden (Paßbehörden). * Roosevelt berief 60 000 Mann der Staatsmiliz zi Ableistung der einjährigen Dienstpflicht ein. Verlag: Westtälisebe Tageszeilung G. m. b.., Münster(Westf.) Verlagslaiter: Erich Frintrop(z. 2t. im Felde), I. V. Arthur Peisch. Hauptschriftleiter: Dr. Anion Eickholl(z. 24. im Felde): Stellvertreter Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Max Hiemisch(z. 21. im Felde). 1. V August Hollweg: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otte Pefler (z. Zt. im Felde): Sport: Allred Strobei(z. Zt. im Felde). i. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horst Entere (z. Zt. Wehrmacht). 1. V. Hans Wollmaler. Sämtlich in Mönster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Hochzeit in Mutarara ROMAN VON HANSRICHTER (10. Fortsetzung.) Nach zehn Tagen bringt ein Bote den ersten Brief von Heinrich Gallaß. Ein langer Bericht an Onkel Wilhelm liegt dabei, der von günstigem Verlauf der Unterhandlungen mit den benachbarten Jumben erzählt und auch die Tatsache berichtet, daß das Haus bereits stehe, daß die Arbeiterwohnungen in Angriff genommen seien, daß der Zementfußboden aber erst trocken sein müsse, ehe man an den Einzug denken könne. Onkel Wilhelm schmunzelt.„Siehst du wohl, Nichte Gertrud, ich habe schon gewußt, wen ich mir heranholte.“ Natürlich bleiben Unterhaltungen über gefährliche Themen nicht aus. Onkel Wilhelm ist in Deutschland selber Bauer gewesen, und er geht mit bäuerlicher Gründlichkeit an alles heran. Aber Gertrud und ihr Mann haben sich alles zurechtgelegt. Nach der Lesart, die allgemein aufgetischt wird, haben sie sich bereits in Deutschland gekannt, und Gertrud hat schon lange den Plan gehabt, dem Manne nach Afrika zu folgen. Daß ein Kind einmal auch vor der Hochzeit da sein kann, ist für einen Bauern nicht so unbegreiflich, und wenn nachher geheiratet wird, fällt kein Makel auf Mutter und Kind. Außerdem hätte Wilhelm Hoffmann den sehen mögen, der etwas gegen seine Nichte und seine Großnichte hätte sagen wollen. Dem wäre er die Antwort ganz gewiß nicht schuldig geblieben „Natürlich brauchen die Leute hier nicht alles zu wissen“, versichert er Gertrud.„Wer erst einmal im Kolonialklatsch drinsteckt, der kommt schwer wieder heraus. Die Beamtenfrauen hier in Tanga haben zu wenig zu tun.“ Gertrud weicht der Gesellschaft in der Europäerkolonie nicht aus, aber sie hält sich doch zurück. Nur dem Onkel gegenüder wird sie das Gefühl einer Unehrlichkeit nicht los. Wenn sie jedoch an das Kind denkt, werden alle diese Fragen belanglos. Und ebenso in Gedanken an ihren Mann. Zwischen ihm und ihr ist es nicht so, wie es mit Friedrich Karl gewesen ist, nein, so nicht. Immer wieder steht ihr erster Tag mit Lasien vor ihr, immer von neuem durchlebt sie die gemeinsame Zeit von damals. Und ganz genau weiß sie, daß sie keinen Tag, keine Stunde dieser Zeit missen möchte. Und daneben steht dann die stille Art, in der Heinrich Gallaß sie umworben hat, und zuletzt seine fast scheu herausgebrachte Frage. Sie hat Friedrich Karl lieb gehabt, ihren Mann liebt sie in anderer Weise. Es steckt viel Hochachtung und viel Dankbarkeit in dieser Liede. Und viel Pflichtgefühl. Sie sieht einen Weg vor sich und ist bereit, ihn zu gehen. Und so viel an ihr liegt, soll es ein gerader und ein guter Weg werden. Das hat sie ihm einmal versprochen, und das wird sie halten. Karla sieht in Heinrich Gallaß ihren rechten Vater. Auch über diese Frage haben sie offen miteinander gesprochen, und sie sind übereingekommen, daß es so bleiden soll. Vielleicht später einmal, wenn Karla erwachsen ist und wenn sie die Dinge begreifen kann: dann soll sie die Wahrheit erfahren. Vielleicht auch nicht. Aber nie soll es so sein, daß durch diese Wahrheit etwas zwischen Gertrud und ihren Mann treten soll, den Mann, der die Vaterstelle freiwillig übernommen hat. Das Kind lernt die Suaheliworte spielend leicht, und Onkel Wilhelm schmunzelt, wenn Karla den Boys in ihrer kindlichen Art Vorwürfe macht oder den Maskatesel schilt, weil er wieder einmal die Blumen angefressen hat. „Abdallah ist sehr ungezogen“, sagte Karla. Und sogar Abdallah schämt sich. * Als ein zweiter Brief eintrifft, in dem Heinrich Gallaß von Möbeln berichtet, die er anfertigen läßt, und von Fenstern, die nun sogar schon verglast sind, ist Gertrud nicht mehr zu halten. Und in einer langen Unterhaltung mit Onkel Wilhelm überzeugt sie ihn, daß die Safari ins Innere— Onkel Wilhelm nennt die geplante Reise ins Innere nie anders— bald angetreten werden muß. Und einige Tage ist es so weit. Onkel Wilhelm läßt es sich nicht nehmen, seine Schützlinge zu begleiten. „Ich muß doch auch einmal sehen, was da in Kianga geschieht“, erklärt er.„Schließlich din ich ja für die Gelder verantwortlich.“ Eine kleine Überraschung für Karla kann er sich nicht verkneifen. Wer ihm einmal gesagt hätte, daß er sich jemals von seinem Maskatesel Abdallah trennen würde, dem hätte er mit allerlei Deutlichkeiten geantwortet. Als sie dann aber nach mehrstündiger Eisenbahnfahrt ihren Fußmarsch nach Kianga antreten, ist Abdallay plötzlich da, und einen besonders konstruierten Sattel, aus dem Karla nicht herausfallen kann, trägt er auch. Und die Safari, die erste, die Gertrud Gallaß in afrikanisches Land hinein macht— es soll ihr noch manche folgen— beginnt. Voran geht der schwarze Führer, der als Zeichen seiner Würde nur einen Stock trägt. Ein paar Askaris, die der Sekretär von der Boma in Mombo geschickt hat, folgen. Dann kommen Onkel Wilhelm und Gertrud, beide in Tragestühlen, und zwischen ihnen Karla auf Abdallah. Folgt die lange Trägerkolonne, die Onkel Wilhelm sachgemäß mit all den Dingen, die er für notwendig hält, beladen hat. So geht es stundenlang durch den Busch, bis sie in die freie Ebene kommen. Rechterhand neben ihnen steigt das Gebirge steil auf, weit auf der anderen Seite drüben kann Gertrud den Fluß erkennen, und als sie sich aufrichtet, sieht sie in der Ferne eine Regershamba und nicht weit davon ein einzelnes Haus. „Das ist Kianga“, sagt Onkel Wilhelm. Ein paar Negerkinder stehen staunend am Wege, stieden aber davon, als der Zug sich nähert. Es dauert auch nicht lange, und die Ankömmlinge haben die ganze Pflanzung mobil gemacht, und als sich die Safari nun dem Hause auf etwa eine Meile genähert hat, kommt ihr Heinrich Gallaß entgegen. Gertrud erkennt ihren Mann zuerst kaum wieder, so verändert sieht er aus. Er trägt kurze, schilfleinene Hosen, die seine Knie freilassen, darunter Wickelgamaschen. Oben ist er mit dem üblichen Safarihemd, das den Arm bis weit über das Ellbogengelenk freiläßt, bekleidet, und den Tropenhelm hat er in den Nacken geschoben. Als er Frau und Kind sieht— die Ankunft ist ihm von Onkel Wilhelm nicht gemeldet worden, denn sie ist seine größte Überraschung— strahlt er über sein ganzes gutes Gesicht. „Das ist hübsch von dir, Gertrud“, sagt er leise. Und dann kommt jener Augenblick, den Gertrud, und wenn sie hundert Jahre alt werden sollte, nie vergessen wird: die Träger haben ihre Lasten niedergelegt und laufen in das Dorf hinüber; Onkel Wilhelm hat sich plötzlich sehr wichtig, er muß dies und das mit den Jumben bereden; und Heinrich ist mit den Seinen allein. Vor dem Hause, es ist noch ein sehr einfaches Haus, und viel Unterschied zwischen ihm und den Negerhütten besteht eigentlich noch nicht, nimmt er die Frau an der Hand. Das Kind trägt er auf dem Arm. Mit dem Fuß stößt er die Tür auf und läßt Gertrud eintreten. „Das ist nun dein Haus“, sagt er. Sie lächelt ihn an.„Es ist unser Haus, Heinrich.“ Und er:„Es soll unsere Heimat werden, deine Heimat, Karlas und die meine, und wir wollen uns gegenseitig dabei helfen, daß es wirklich eine Heimat für uns wird.“ Gertruds Finger gleiten, ohne daß sie sich dessen bewußt wird, über die einfachen Möbel, die schon dastehen, und es ist, als müsse sie gleich von jedem Stück Besitz ergreisen. „Ich danke dir, daß du gekommen bist“, sagt Heinrich Gallaß. Viele Worte sind nun einmal nicht seine Art. Gertrud versteht ihren Mann auch ohne viele Worte. * Mit einer Energie, die vom ersten Tage an hohe Anforderungen an den Mann und an die Frau stellt, trotzen die Gallaß dem afrikanischen Busch ihre neue Heimat ab Gertrud hat ihren Pflichtenkreis vom ersten Tage an übernommen, und sie sieht, wie notwendig sie hier ist. Es ist nicht leicht für eine Frau, sich einzugewöhnen. Natürlich, man kann nach Mombo gehen, aber Mombo ist nicht viel anders als Kianga, ein Negerdorf und eine Boma, in der der Sekretär mit einer Handvoll Polizeiaskaris regiert. In der Nähe gibt es eine Pflanzung, auf der ein Schwede sitzt, ein schweigsamer, wenig zugänglicher Mann, der jedem Verkehr ausweicht. Ein Süddeutscher, der mehr nach dem Panganifluß zu Sisal und Kautschuk baut, ist umgänglicher, und man kann sich wenigstens Rat bei ihm holen. Hin und wieder kommt er auch einmal herübergeritten und sitzt mit den Gallaß auf der Veranda. Die Männer reden dann vom Burenkrieg, und der Gast hört gern zu, was Heinrich zu berichten hat. Zeitungen gibt es ab und an, Neuigkeiten aus Europa und Neuigkeiten aus aller Welt. Der deutsche Gesandte in Peking ist ermordet worden, und ein rasch aufgestelltes Expeditionskorps hat die chinesische Hauptstadt besetzt, während die Schiffe der Großmächte die Kanonen von Taku zum Schweigen bringen. Herr Müller, der Nachbar, redet gern wie ein geborener Feldherr. Er ist Soldat gewesen, Olga=Grenadier, wie er stets hervorhebt, und er hat es bis zum Gefreiten gebracht. „Ich sage Ihnen, Nachbar=Gallaß, ein Regiment von uns auf burischer Seite, und die Sache wäre anders ausgegangen Es sieht nicht gut aus für die Buren unten in den beiden kleinen Republiken. Lord Roberts hat Pretoria und Johannesburg besetzt, und ein Dekret Kitcheners erklärt jeden, der noch die Waffe gegen England erhebt, für einen Rebellen. Die Zeitungen sind voll von den Schilderungen der Zustände in den Konzentrationslagern, in die Frauen und Kinder verbracht worden sind, und von der brutalen Gewalt der Engländer überhaupt. Kommt die Rede auf diese Dinge, dann steht Gertrud meist leise auf und geht ins Haus. Und ihr Mann weiß, daß die Wunde noch nicht vernarbt ist, und er rührt nicht daran. Oft muß Heinrich an das ungewisse Schicksal Serdaus und des stets lustigen Pieter Schmitz denken. Es soll einige Gefangenenlager in Indien geben; andere, und die sollen besonders schlimm sein, auf St. Helena. Wenn Gertrud nicht dabei ist, erzählt Heinrich gern von den letzten Kämpfen, an denen er teilgenommen hat, vom Spioncop und von Ladysmith, und er wird in solchen Stunden sogar gesprächig. Es geht ihm wie so vielen Männern, die einmal im Kriege waren: der Krieg verliert in der Erinnerung manchen seiner Schrecken. Und da unten hat es für ihn auch noch etwas anderes gegeben, eine Kameradschaft, an die er gern zurückdenkt, denn ihr verdankt er Gertrud. Gertrud hat Mann und Kind, aber bald hat sie viele Kinder das ganze Negerdorf gehört zu ihren Schützlingen. Es ist nicht leicht gewesen, das Vertrauen der Schwarzen zu gewinnen, aber sie ist mutig in das Dorf hinübergegangen und hat zugegriffen, wo es notwendig war. Wenn ein Kind krank wurde oder wenn ein Mann sich eine Verletzung zugezogen hatte. Dabei ist sie doch selber noch ein Neuling. Der Nachbar Müller steckt voll von Schauergeschichten über Löwen und Schlangen, und wenn er diese Geschichten behaglich und nicht ohne Humor— afrikanische Siedler tun das gern— auspackt, dann muß Gertrud immer wieder an die Gefahren denken, die ihrem Kinde drohen. Und— sie weiß es nach einigen Wochen— einem zweiten Kinde, das sie hier zur Welt bringen soll. Seit auch Heinrich Gallaß es weiß, ist er ein anderer Mensch geworden. Gertrud sieht ihm oft zu, wenn er am Morgen die Schwarzen zur Arbeit einteilt, wenn er auf den Rodungen und im Pflanzgarten anordnet, was zu geschehen hat. Der Bauer in ihm ist wieder wach geworden, und der Bauer nimmt von dem Lande Besitz. Und fast vergißt er, daß es nicht sein Land ist, sondern das der Kompagnie. Sie reden jetzt oft von dem Kinde, das sie erwarten. Wenn Heinrich es tut, dann spricht er von seinem Sohn, etwas anderes kann er sich überhaupt nicht vorstellen. Und dann wieder meint er, es sei nicht recht von ihm, nur an das Zukünftige zu denken, und es ist ihm, als müsse er Karla etwas abbitten. Eins ist klar, hier auf Kianga kann das Kind nicht zur Welt kommen. Heinrich bespricht sich auf der Boma, und es wird beschlossen, daß Gertrud in einigen Monaten hinauf ins Gebirge nach Wilhelmstal gehen soll. Dort gibt es schon mehr Siedler, dort oben ist das Land geeigneter für den Großbetrieb, oben gibt es auch Kleinbauern, und während es hier unten oft sehr heiß ist, weht oben die Luft kühler, und besonders die Nächte sind angenehm Gertrud schiebt den Termin immer wieder hinaus. Heinrich drängt. Er ist oben im Gebirge gewesen und hat alles vorbereitet. Schließlich setzt er seinen Willen durch, Gertrud reist ab. Und sie reist doch nicht früh genug ab: oben in Wilhelmstal bringt sie ein Kind zur Welt, aber das Kind ist tot. (Fortsetzung folgt 3. September 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 241 Poien, der Omige Vemd Beutschlande Zur Erinnerung an den Bromberger Blutsonntag= 60000 volksdeutsche Brüder und Schwestern wurden von den Polen in jenen Tagen bestialisch hingemordet—.„Letzte Station eines zwanzigjährigen Leidensweges In diesen Tagen jährt es sich, daß Tausende und aber Tausende von Deutschen in Polen die Straße des Todes gingen oder ein Martyrium auf sich nehmen mußten, das so grauenvoll war, wie man es sich gar nicht ausdenken kann. Im Mittelpunkte dieser entsetzlichen Tragödie stand als„letzte Station eines zwanzigjährigen Leidensweges“ der Blutsonntag von Bromberg, dessen Gedenken wir am 3. September begehen. 60000 volksdeutsche Brüder und Schwestern wurden von den Polen in jenen Tagen des vorigen Jahres bestialisch hingemordet. Die deutsche Sprache ist zu arm, um alles das ausdrücken zu können, wie grauenhaft polnischer Mob gegen alles, was deutsch war, wütete und wie viehisch und entmenscht polnische Horden hausten. Perverser Sadismus und satanische Blutgier feierten Orgien. Im Blutsonntag von Bromberg fand dieses Untermenschentum seinen Gipfelpunkt. Ein für allemal hat sich das polnische Volk damit selbst aus der Reihe der Kulturnationen gestrichen. Was sich in den Septembertagen des vorigen Jahres in Polen abspielte, war aber nur der Schlußstrich unter der tausendjährigen Periode ständiger Verfolgung und Unterdrückung des deutschen Elements in Polen. Diese Tatsache ist auch der Schlüssel zu den Bestialitäten, die In dem Blutsonntag von Bromberg gipfelten. Diese 90000 ermordeten Volksdeutschen haben eine Blutreihe ebgeschlossen, wie sie in der Geschichte kein Beispiel hat. Uns Deutschen muß der Blutsonntag von Bromberg als der Inbegriff des volksdeutschen Martyriums in Polen aber eine heilige Verpflichtung sein. Er muß uns immer wieder aufrütteln und mahnen. Das deutsche Volk ist leicht geneigt, sich von der Erinnerung an Vergangenes loszulösen und ist in seiner Gutmütigkeit nur zu schnell bereit, alles zu vergeben und zu vergessen. Das wäre aber ein-Verbrechen gegen die Blutopfer, die der polnische Terror dem deutschen Volke auferlegt hat. In der Erinnerung an diese Blutopfer müssen wir hart bleiben, dürfen wir nicht weich werden in unserer Einstellung gegen das Polentum. Mit einem Volke, das sich so gegen die primitivsten Gesetze der Menschlichkeit vergangen hat und schlimmer wie ein wildes Tier seinem blutrünstigen Haß die Zügel schießen ließ, kann es für uns niemals mehr ein Paktieren geben. Polen ist der ewige Feind der Deutschen, er muß es auch für uns bleiben. Dann gebietet uns die Erinnerung an die hingemordeten Volksdeutschen, dort, wo sich eine Berührung mit Angehörigen des polnischen Volkes nicht umgehen läßt, unsere Würde zu wahren und uns immer vor Augen zu halten, daß polnische Henker und Schergen hilflose deutsche Männer, Frauen und Kinder unsäglich gemartet, gequält und schließlich ermordet haben. Von einem so minderwertigen Volke müssen wir uns in Verachtung abwenden. Das sind wir denen schuldig, die die Opfer dieses Volkes geworden sind. Und schließlich enthält der Blutsonntag von Bromberg für jeden Deutschen die heilige Verpflichtung, dem deutschen Vaterlande und Volke alle Kraft und, wenn es sein muß, auch das Letzte zu schenken. Die 60000 Volksdeutschen, die ihr Deutschtum mit dem Tode besiegeln mußten, sind hingemordet worden, nur weil sie Deutsche gewesen sind. Ihr Opfertod muß uns Beispiel sein und uns der Pflicht bedingungsloser Hingabe am deutschen Vaterland bewußt werden lassen. Den Opfern des Blutsonntags von Bromberg und ihren Angehörigen muß der unauslöschliche Dank des deutschen Volkes gehören. Sie waren sich selbst und ihrem Volke getreu bis in den Tod. Das deutsche Volk wird auch ihnen die Treue halten. Wenn das Letzte von ihnen verlangt worden ist, so haben sie es nicht umsonst gegeben. Sie marschieren in der Reihe derer mit, die für die Freiheit des deutschen Volkes in dem uns aufgezwungenen Kriege geblutet und gesiegt haben. Ihnen nachzueifern und uns ihrer würdig zu erweisen, sei das Gelöbnis, das wir in der Erinnerung an den Blutsonntag von Bromberg ablegen. Das neue Rumänien Ein völkisch abgeschlossener Staat— Die Bei gutem Willen läßt sich Rumänien hatte vor der Rückgabe Bessarabiens an Rußland einen Gebietsumfang von nicht ganz 295 000 gkm mit einer Bevölkerung von schätzungsweise 20 Millionen Menschen. Rund 50000 gkm, also ein Sechstel des früheren Gebietes, sind davon durch Bessarabien in Fortfall gekommen. Weitere 10.000 gkm durch die Abtretung der Nordbukowina. Nach dem jetzt verkündeten Wiener Schiedsspruch, der Ungarn von Siebenbürgen 45000 gkm zurückgibt, und nach der rumänisch=bulgarischen Einigung über die Süddobrudscha umfaßt das neue Rumänien noch etwa 185000 gkm, nimmt also gebietsmäßig eine Mittelstellung zwischen Jugoslawien einerseits und Bulgarien und Griechenland andererseits ein. Der Bevölkerungsverlust ist, prozentual umgerechnet, nicht ganz so hoch und dürfte nach der angekündigten Umsiedlung im siebenbürgischen Raum sich auf rund 5 Millionen Menschen belaufen, einschließlich der bessarabischen Bevölkerung. Sicherlich sind diese Verluste schwer und bedeuten eine starke Beschränkung des bisherigen rumänischen Machtanspruches im Südostraum. Es muß aber darauf hingewiesen werden, daß Rumänien durch den Weltkrieg von einem Staat mit nur 138 000 gkm und 8 Millionen Menschen auf 295 000 gkm und 20 Millionen Einwohner angewachsen war, an Gebiet und Bevölkerung also mehr als das Doppelte zugenommen hatte. Aus einem Nationalstaat wurde dadurch ein Nationalitätenstaat mit über 25 v. H. Minderheiten. Sicherlich wären die jetzt eingetretenen Verluste geringer ausgefallen, wenn die rumänischen Staatsmänner der Nachkriegszeit eine andere Politik betrieben hätten. Statt mit Realitäten zu rechnen, bauten sie jedoch auf Illusionen. Trotzdem aber ist das Rumänien von heute immer noch um ein Wesentliches größer als das„Altreich“ von 1916 und wird auch zukünftig allein durch das Gewicht seiner verbliebenen 15 Millionen Menschen immer noch eine bedeutende Rolle im Balkanraum spielen können. Und wenn man Gewinn und Verlust gegeneinander abwägt, so darf nicht vergessen werden, daß das neue Rumänien ein Der furchtbare Bromberger Blutsonntag. Vor einem Jahr, am 3. September 1939, offenbarte sich in der grauenvollsten Weise die Vertiertheit der Polen. In der grausamsten Weise schlachteten sie viele Tausende von Menschen dahin, unschuldige Männer, Frauen und Kinder. 60000 Ermordete wurden im Laufe der Zeit festgestellt. Einmal in der Geschichte ist dieses ungeheure Verbrechen, an dem die ganze polnische Nation die Schuld trägt.— Unser Bild zeigt Angehörige der hingeschlachteten Opfer, die bereits begonnen hatten, mit eigener Hand die Gräber für ihre Toten zu schaufeln, bis die deutschen Soldaten einmarschierten und ihnen diesen letzten Dienst für die unschuldigen Opfer des Polenhasses abnahmen(Scherl-.) wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes der Verlust leicht aufholet. völkisch in sich abgeschlossener Staat darstellt, in dem nur noch wenige Hunderttausend Nichtrumänen, zumeist Deutsche, leben. Die Rumänen haben den großen Fehler begangen, die Lehren der Geschichte nicht zu beachten, aber die Zukunft steht ihnen dennoch offen und die reichen Schätze, über die das Land verfügt, bürgen dafür, daß das neue Rumänien vielleicht glücklicher sein wird, als das von gestern. Die Petroleumquellen, die den Hauptreichtum des Landes ausmachen, sind Rumänien verblieben und die seit kurzem begonnene Verstaatlichung der Quellen bietet den Rumänen künftig eine Garantie dafür, daß dieser Reichtum ihnen selbst zugute kommt und nicht mehr wie bisher ausschließlich in die Taschen ausländischer Kapitalisten fließt. Auch die übrigen Bodenschätze Rumäniens sind bisher nur zu einem Bruchteil ausgewertet worden und harren noch der Erschließung. Einer weitsichtigen Staatsführung, die zudem noch die Unterstützung der Achsenmächte in Anspruch nehmen kann, dürfte sich daher ein unabsehbares Betätigungsfeld eröffnen. Dasselbe gilt aber auch für die rumänische Landwirtschaft, deren Hektarerträge bei weitem noch nicht dem entsprechen, was bei systematischer Bodenpflege und=ausnützung zu erzielen ist. Rumänien ist heute noch arm— wenn man das Lebenshaltungsniveau der breiten Masse in Betracht zieht und nicht etwa dasjenige seiner jüdischen Ausbeuter—, aber morgen schon kann es zu den reichsten Ländern Europas gehören. Allein im Donaudelta harrt eine ganze Provinz der Erschließung und kann Ersatz für vieles bieten, was jetzt verloren gegangen ist. Die Reichtümer sind vorhanden, sie brauchen nur hervorgeholt zu werden. Die zwischen Deutschland und Rumänien geschlossenen Handels= und Wirtschaftsverträge stellen schon einen Beginn dar. Sie sind auf Gegenseitigkeit aufgebaut: Das Reich liefert Rumänien Maschinen und Werkzeuge, die es benötigt, um seine Bergbau= und Landwirtschaftsproduktion zu erhöhen; Rumänien findet in Großdeutschland ein sicheres und ständiges Absatzgebiet, das es von allen Schwankungen des Weltmarktes und allen Einflüssen fremder Kapitalisten unabhängig macht. So darf Rumänien auch in seinem gegenwärtigen verkleinerten Umfang der Zukunft getrost entgegensehen. Es verspürt heute am eigenen Leibe, was es heißt, 20 Jahre lang falsche Politik gemacht und sich falschen Illusionen hingegeben zu haben, aber seine Aussichten sind so groß, daß es bei gutem Willen und Einsatz aller Kräfte den ihm jetzt aus seinem bisherigen Fehler entstandenen Verlust leicht wieder aufholen kann. W. M. Czernowitz Wien: SOWDET- RUSSLAND Preisde Budapest 33 Füntkirchen n und Söchge eelchet P, Konstodt:. Kischinen i odessa X N un Belgrad C e Muofarl. utet? Donau Bukarest . Auchchr 0— 45 Sofia BULGARTEN FELIFHO N— PWutnia. Philippopel Martza TURKET GRIECHENL Durch den deutsch-italienischen Schiedsspruch in Wien ist die Grenze zwischen Ungarn und Rumänien neu festgesetzt worden. Die dicke Linie unserer Karte zeigt in großen Zügen den Verlauf der neuen ungarisch-rumänischen Grenze. Die gestrichelte Linie bezeichnet die bisherige Grenze(Scherl-.) 'n Leben für Motoren und Automobile Professor Dr. ing. e. h. Ferdinand Porsche 65 jahre alt Am 3. September begeht Professor Dr. ing. e. h. Ferdinand Porsche, der erfolgreiche Konstrukteur und Schöpfer des Volkswagens seinen 65 Geburtstag, Maffersdorf bei Reichenberg im Sudetengau ist die Heimat des heute 65jährigen Konstrukteurs Ferdinand Porsche. Von dort ging der Weg des jungen Klempner=Lehrlings in die Welt der Technik, in der er als einer der Großen berufen war, entscheidend an der Entwicklung der Autoindustrie mitzuarbeiten. Die Autokonstruktion steckte in den Kinderschuhen. Sie reizte den jungen Porsche sehr, und bald beschäftigte er sich wissenschaftlich mit den Fragen der richtigen Kraftübertragung vom Motor auf die Räder. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris erregte der Lohner=Porsche=Elektrowagen großes Interesse. Der damals 25jährige Konstrukteur mag nicht wenig stolz gewesen sein, als er im gleichen Jahr als „Rennfahrer“ mit der damals unerhörten Geschwindigkeit von 20 Kilometer in der Stunde mit einem selbstkonstruierten Elektromobil ins Rennen ging. 1910 sitzt Ferdinand Porsche wieder auf einem selbstkonstruierten viersitzigen Rennwagen. Diesmal sind es keine 20, sondern 140 stdlkm. die geschafft werden. Die hervorragenden Konstruktionseigenschaften seines Wagens haben sich erwiesen. vorsteis am Kadolrsce Kleiner Uberblick über das afrikanische Seengebiet In Ostafrika haben italienische Streitkräfte ein englisches Fort in der Gegend des Rudolfsees besetzt. Der Rudolfsee gehört zu der nördlichen Gruppe der ostafrikanischen Seen. Er schneidet mit seinem Nordende in das Gebiet von Italienisch Ostafrika, das frühere Abessinien, ein, während der größere Teil des Sees sich südlich in den anglo=ägyptischen Sudan und in die englische Kolonie Kenia erstreckt. Es ist eine überraschende Tatsache, daß in Ostafrika, das so große Wüstenstrecken birgt, doch eine Reihe von Seen von einer Größe und Ausdehnung liegt, wie man sie in der ganzen Welt selten findet. Das gilt besonders für den Viktoria=Nyanza mit über 68000 gkm, der in seinem Nordende vom Aequator durchschnitten wird, und ebenso für den Tanganjika oder Langen See, der 650 km Länge und mit mehreren kleineren, aber immer noch beträchtlichen Seen im Norden die geschlossene südliche Gruppe der großen ostafrikanischen Seen, während der Rudolfsee der nördlichste dieser Seenkette ist. Die ostafrikanischen Seen haben heute fast alle dieselbe politische Zugehörigkeit. Nachdem das deutsche Kolonialgebiet Ostafrika noch immer unter englischer Beherrschung steht, gehören sie sämtlich zu England. Nur bei dem jetzt vielfach genannten Rudolfsee, der 10.000 glm Fläche umfaßt, hat Italienisch Afrika Ost im Norden einen Anteil, während der übrige, nur 60 km breite See in nordsüdlicher Richtung den englisch=ägyptischen Sudan und die Kolonie Kenia trennt. Etwas westlicher liegen der 5300 akm große Albert=, der kleinere Edward= und der Kiwo=See, die bereits an das belgische Kongogebiet grenzen. Der gewaltig tiefe Tanganjika=See bildet die Westgrenze des einstigen Deutsch=Ost=Afrika gegen das Kongogebiet. An seinem östlichen Ufer, also auf ehemals deutschem Gebiet, liegen die beiden Städte Kigoma und Bismarckburg. Auch der schmale und tiefe NjassaSee mit der Stadt Wiedhafen an seinem Ufer bildet in seinem nördlichen Teil noch die Westgrenze DeutschOstafrikas, während nach Süden etwa die Hälfte des Sees schon in Nord=Rhodesien und Portugiesisch=OstAfrika(Mozambique) gelegen ist. Von dem gewaltigen Viktoria=See gehörte die ganze Südhälfte zu DeutschOstafrika, mit dem Hauptort Muansa im Süden. Die gewaltigen Gewässer Ostafrikas sind zu einem großen Teil mit dem einstigen deutschen Kolonialgebiet eng verknüpft. Im Norden, wo Italien jetzt mit harten Schlägen gegen britisches Kolonialgebiet vorstößt, hat die britische Kolonialmacht bereits fühlbare Einbuße erlitten. Als die Austro=Daimler=Werke an Skoda übergingen, geht der ehemalige Klempner=Lehrling. der sich in 17jähriger Tätigkeit bis zum Generaldirektor des Werkes emvorgearbeitet hatte, zum Stammwerk nach Stuttgart=Untertürkheim. Zwei deutsche Hochschulen haben ihn bereits mit den Ehrendoktoraten für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiete der Automobilkonstruktion geehrt. Die von ihm konstruierten Flugmotoren sind der Ausgangspunkt für die Entwicklung der deutschen Flugzeugtechnik geworden. Doch die 1923 übernommene Arbeit bei der Daimler=Benz AG bringt neue Erfolge. Ein Jahr ist vergangen, da schickt Dr. Porsche einen neuen Rennwagen auf die Reise. Der Mercedes=Kompressor heult über die Rennstrecken und bringt unter Christian Werner den ersten deutschen Sieg im Ausland nach dem Kriege heim. Die neuen Typen der Mercedes=Wagen, konstruiert von Porsche, sind auf der Deutschen Automobilausstellung zu sehen, füllen den berühmten„Salon“ an der Seine und rollen bald über die Straßen der ganzen Welt. Die Lastwagenfabrik Gaggenau, zur Daimler=Benz A6 gehörend, baut nach seinen Anweisungen. Die Welt kennt nun den Namen Porsche sehr genau. 1930 ist es soweit, daß Dr. Porsche ein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart=Zuffenhausen eröffnet. Von dort aus gehen nun die genialen Pläne dieses immer fleißigen Mannes in die Welt. Die Auto=Union baut 1933 den neuen Porsche=Rennwagen. Er weiß, was er seinem Namen schuldig ist. Bereits 1934 beginnt die große Siegesserie der Auto=Union=Wagen auf allen Strecken. Ins Jahr 1934 fällt auch der dankbarste Auftrag für Dr. Porsche. Der Führer entwickelt seine Gedanken über einen Volkswagen. Dr. Porsche. der Mann mit der großen Erfahrung, soll ihn konstruieren, keiner ist dazu besser berufen als er, der sein Leben den Motoren. Automobilen, der Technik überhaupt gewidmet hat. Der Plan gelingt. der Nationalvreis 1938 ist der offizielle Dank an den Konstrukteur, der damit den schnellsten, billigsten und wirtschaftlichsten Wagen geschaffen hat, der je über Straßen gerollt ist. Das technische Genie feiert hier seinen größten Triumph. GERMOUAN gegen Koptschmerzen und Neuralgien Erhältlich in allen Apotheken s. Preise von RM-.41 u..14 Das gresse Wrnene. Von Kurt H. Kauffmann Viele Stunden zuvor, ehe der Regen beginnt, nehmen die Wälder auf den Uferhügeln rund um den * Bodensee eine dunkle, blauschwarze Färbung an. Man sieht unerhört weit. Gleichzeitig treten die Umrisse der Voralpen, bislang im Sonnendunst kaum sichtbar, in immer schärferen Umrissen hervor. Auch der See selbst, diese unendlich gebuchtete, gleißende Schale voller Licht und Wasser, wechselt völlig die Farbe. Lag er eben noch wie übersät von Milliarden funkelnder Kristalle in einem grellen, den Augen schmerzhaften Geglitzer, so überzieht er sich jetzt mit einem immer dunkler werdenden stählernen Blau, das allmählich in ein fahles, stumpfes Grau übergeht. Der überirdische Glanz von vorhin, in dem die ganze Welt auf Meilen in der Runde erstrahlte, ist erloschen und verging wie Licht und Leuchten eines Auges, das brach. Schemenhaft und kaum wahrnehmbar wie die Gespinste überzarter Schleier huschen ab und an leise Schatten über das riesig gedehnte Gewässer. Sie sind die Vorboten der von Osten, von den hohen Alpen heraufziehenden Wolken, die sich wie Fittiche und Schwingen gigantischer Urweltvögel über die Gebirge breiten. Diese mächtigen Vorhänge kommen nun ins Schweben und Gleiten. Die bislang dichtgeschlossene, mit einem blaugrauen Saum gerandete Wolkendecke, die vor kurzem noch wie eine ewig unzerstörbare Mauer im Osten stand, lockert sich immer mehr. Der Wind, der in den Höhen um die Grate und Wipfel heult und aus den kalten Tiefen der Schluchten und Schründe pfeifend heraussaust, reißt Bresche um Bresche in die auf dem Gebirge klastende Wolkendecke. Es ist, als würfen die Berge, dieser drückenden Last überdrüssig, sie von sich gleich erstickenden Tüchern. Einzelne Wolken erst, dann immer mehr lösen sich aus der kompakten Masse und treiben nun, ein Spiel aller Winde, über den noch freien blauen Himmel gen Westen wie Eisschollen in einem weiten Meer, das uferlos und ohne Grenzen ist. Im Ziehen über den Himmel hin wandeln sie ständig ihre Form und nehmen bald die vertraute, wenn auch ins riesige vergrößerte Gestalt uns bekannter Tiere an und sind einen Wimpernschlag später schon unförmige Fabelwesen und apokalyptische Ungeheuer, wie furchtbaren Alpträumen entstiegen. Das große Wolkenspiel beginnt! Der Wind hat sich stärker aufgemacht und bringt die Elemente, bringt Himmel und Luft, das Wasser und die Erde in Bewegung, daß sie allesamt zu leben scheinen gleich Wesen, denen aus den unerforschlichen Urzellen der Natur geheimnisvolle Kräfte zuströmen. Wie auf ein geheimes Zeichen lösen sich in immer größerer Zahl Wolken und Wölkchen aus dem den Osten bedeckenden Komplex. In ganzen Schwärmen machen sie sich wie gigantische Zugvögel auf, die fernen, unbekannten Zielen in schnellem Fluge zueilen. Ihre Schatten huschen, wenn sie die Lichtbahn der Sonne streifen, gespenstisch wie eine formlose Geisterhand über die Wälder, wie mit dunklen Tüchern verhängen sie zuweilen die Landschaft. Und das Wasser im See, über das sie gleiten, tönt sich dunkel, als wären ihm plötzlich flüssige Mischungen fremder Farben beigesetzt. Phantastisch geformte Wolkengebilde mit weißgoldenen gebauschien und wulstigen Rändern von unermeßlichen Dimensionen, die so groß scheinen wie ganze Provinzen und die majestätisch und ruhevoll ihre Bahn ziehen, spiegeln sich über unerhört weite, viele Meilen messende Entfernungen in ihrer ganzen Ausdehnung im See, diesem gewaltigen Reflektor und Lichtfänger, dessen Strahlung noch tief im Lande drinnen, wo man seine Nähe noch nicht einmal ahnt, die Augen blendet. Und jetzt treten auch die Alpen immer deutlicher hervor— Glärnisch, Säntis, Drei Schwestern, Schesaplana, Zimbaspitze, Widderstein. Von der Schweiz bis zum Allgäu in riesig gedehnter Front schält sich in abenteuerlichen Gebilden die schneeglitzernde, eisfunkelnde Mauer der fernen Zwei= und Dreitausender in immer wechselnden Bildern und Visionen. Manche sind so traumhaft und unwirklich, daß man glaubt, Zeuge einer unfaßboren, märchenhaften Verzauberung dieser Welt zu sein. Wolken, die wie der giftige weiße Dampf rauchender Vulkane um die Hochgipfel einzelner Berge brauen, sinken, von geheimnisvollen plötzlichen Winden getrieben, gleich niedergleitenden, aufgelüfteten Fallschirmen die Steilhänge hinab der Tiefe und den Tälern zu— und wenn die Strahlen der Sonne sie treffen, beginnen sie von innen her zu glühen in bronzener Färbung und goldenen Tönen, daß der See von ihrem Widerschein übergossen scheint. Das ganze weite Rund des Sees erstrahlt in wahrhaft festlichen Akkorden von Gold und Grün und Blau und Silber. Und in einer Erhabenheit und Entrückung ohnegleichen betrachtet man fassungslos und mit frommem Staunen die von Minute zu Minute wechselnde Szenerie dieses grandiosen Naturtheaters. Deutscher Sängerbund tagte in dresden Rechenschaftsberichte über den Kriegseinsatz— Nächstes Sängerfest in Wien Zum 35. deutschen Sängertag waren die Vertreter aller Sängergaue am Wochenende nach Dresden gekommen, wo vor 75 Jahren das erste deutsche Sängerfest gefeiert wurde. Nachdem am Sonnabend in internen Tagungen die Richtlinien für die nächsten zwei Jahre besprochen worden waren, gab eine Chorfeier im Gewerbehaus mit Darbietungen eines Männerauswahlchobes und eines Frauenchores Zeugnis von der erfolgreichen kulturellen Arbeit des DSB im Gau Sachsen. Am Sonntag eröffnete der Stellvertretende Bundesführer des DSB, Oberbürgermeister Memmel, Würzburg, im Ratsherrensitzungssaal des Dresdner Rathauses den eigentlichen Sängertag. Den musikalischen Rahmen schuf unter Leitung von Gauchorleiter Geilsdorf, Chemnitz, ein Dresdner Auswahlchor. der zwei bei dem Wettbewerb des Reichsstatthalters Mutschmann preisgekrönte Werke junger Komponisten darbot. Danach erstattete der Geschäftsführer des DSB, Plonka, Berlin, den Rechenschaftsbericht. Hervorzuheben daraus ist, daß die deutschen Sänger bei allen Veranstaltungen der Partei und für das Rote Kreuz sich sreudig in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben, wobei er den Gau Schwaben besonders erwähnte. Durch Versendung von Noten an die Fron sei eine ständige Verbindung mit den Soldaten hergestellt worden. Der Leiter der Auslandszentrale, Rektor Braune, gab dann einen Bericht über die Tätigkeit der deutschen Gesangvereine außerhalb der Reichsgrenzen. Er wies auf das für 1941 in Washington geplante deutsche nationale Sängerbundesfest hin, für das sich bereits 4000 Sänger aus ganz Nordamerika angemeldet hätten. Mit einer großen Teilnehmerzahl aus allen Erdteilen sei auch beim nächsten Sängerfest in Wien 1942 zu rechnen. Anschließend waren die Teilnehmer des Sängertages Gäste des Oberbürgermeisters im Rathaus, wo sie Bürgermeister Dr. Kluge auf die große musikalische Tradition Dresdens hinweisend herzlich willkommen hieß. Dr. E. L. Bergische Musiktage 1940 Eine seit Jahren mit großem Eifer betriebene Musikpflege hat dem Bergischen Land nicht zu Unrecht den Namen der„klingenden und singenden Berge“ gegeben. Nun ist die Tradition erneut befestigt worden durch die erstmals in Remscheid abgehaltenen„Bergischen Musiktage". Sie wollen, wie am Beginn der Tage der Remscheider Oberbürgermeister Kraft betonte, Spiegelung der gesamtbergischen Musikkultur sein, die alljährlich in anspruchsvollen Leistungen ihren höchsten Ausdruck finden soll. An der Durchführung der Veranstaltung sind neben Remscheid die Städte Opladen, Leverkusen, Gummersbach, Burscheid und Burg beteiligt. Auch die RSG„Kraft durch Freude", wie die Hitlerjugend werden mitmachen; Die Konzerte, die teils im Remscheider Theater, teils im Rittersaal von Schloß Burg, aber auch in der Maschinenhalle eines dergischen Industriewerkes stattfanden, bescherten Orchesterwerke von Engelbert Humperdinck, Max Bruch(Chorwerk „Fridtjof"), ferner von Schumann, Graener und Pfitzner, dem eine Sonderveranstaltung in Opladen eingeräumt war. Als Uraufführung hörte man in den Tagen die VI. Sinfonie des im Bergischen Land beheimaketen Otto Leonhard, dessen IV. Sinfonie bereits früher an dieser Stelle erklang. Das mit gefühlsstarker Wärme geschriebene Werk, oft an Regersche Schreibweise erinnernd, erfuhr durch das Bergische Landesorchester und seinen organisatorisch fähigen Dirigenten H. Tanu=Margras eine klare, ausdrucksvolle Wiedergabe und von seiten des Publikums eindeutige Zustimmung. Eine Anzahl tüchtiger Chorvereinigungen und Solisten machte sich um die Darbietungen sehr verdient. Das Pfitznersche Cello=Konzert=Dur spielte Professor Adolf Steiner. Mit einer Chorveranstaltung„Die Heimat singt“ auf dem Remscheider AdolfHitler=Plätz erfuhren die von allen Schichten der Bevölkerung besuchten Tage eine im besten Sinne volkstümliche Ausweitung. k. G. Fellmann Kleine Kundschau „De Brügge“ in Hamburg. Das preisgekrönte niederdeutsche Volksstück„De Brügge“ von Franz Mehring in Münster wurde von der Niederdeutschen Bühne Hamburg zur Aufführung in der neuen Spielzeit angenommen. Eine vernichtende englische Selbstkritik stellt ein farbig illustrierter Aussatz von Ottomar Starke dar. Der Verfasser hat eine Reihe von schlagenden Karikaturen aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesammelt, die im Septemberheft von Velhagen u. Klasings Monatsheften farbig wiedergegeben werden und die beweisen, daß die englische Selbstkritik durchaus nicht stumm gewesen ist. Im Gegenteil hat sie immer wieder, wenn auch, wie wir erfahren mußten, völlig vergeblich versucht, das britische Gewissen aufzurütteln, indem es ihm die Grausamkeit, die Hinterhältigkeit, die Selbstsucht und die Verlogenheit der englischen Politik vorhielt. Der Beitrag ist ausgezeichnet geeignet, das besonders durch die fernere Vergangenheit immer noch oft verblendete Urteil. über unseren Hauptfeind richtigzustellen. Ausländer feierten Elly Ney. Im Rahmen der Veranstaltungen des Sommerlehrgangs der Deutschen Akademie, Abteilung Goethe=Institut, gab aus Einladung des Präsidenten der Deutschen Akademie, Ministerpräsident Ludwig Siebert, Frau Professor Elly Ney ein von der zahlreichen ausländischen Zuhörerschaft mit begeisterten Huldigungen für die deutsche Meisterin aufgenommenes Konzert mit Werken von Boch, Beethoven Mozart, Schubert und Brahms. Aschaffenburg eröffnet eigenes Theater. Am 14. September beginnt das Stadttheater Aschaffenburg nach langjähriger Unterbrechung seine erste Spielzeit als Schauspiel=Theater in eigener Regie. Intendant Hans Möbes wird nach vorliegendem Spielplan vor allem das klassische Drama(Goethe, Grillparzer, Hebbe') und die wertvolle Dichtung der Gegenwart pflegen. Als Eröffnungsvorstellung wurde Julius Maria Beckers Schauspiel„Auge um Auge“ gewählt. 13 Leonardos beschlagnahmt. 13 Meisterwerke Leonardo da Vincis oder seiner Schüler, die bisher im englischen Besitz waren und als solche auf der Mailän= der Schau der Werke da Vincis im Sommer 1939 gezeigt wurden, sind jetzt auf Anordnung der italienischen Regierung beschlagnahmt worden. Diese im englischen Besitz befindlichen Werke wurden auf Grund der englischen Besorgnisse vor deutschen=Booten nicht nach England zurücktransportiert. Von italienischer Seite wurden die Werke daraufhin der englischen Botschaft in Rom zugestellt, die sie jedoch wieder nach Mailand zurücksandte. In Anbetracht der englischen Interessenlosigkeit nahm Italien jetzt diese Werke Leonardos zurück. Neuberufungen an die Staatsoper Wien. Der neue Leiter der Staatsoper Wien, Generalintendant Strohm, hat den Kreis der künstlerischen Vorstände des Instituts durch Berufung von einigen seiner alten Mitarheiter ergänzt: Oskar Fritz Schuh als Oberspielleiter, Helga Swedlund als Ballettmeisterin und Leiterin der Tanzschule, Wilhelm Reinking(ab Herbst 1941, vorher gastweise) als Chef des gesamten Ausstattungswesens. Die drei Genannten waren in der ganzen siebenjährigen Hamburger Tätigkeit des Generalintendanten Strohm dessen enge Mitarbeiter. 3. September 1940 Westjalen-Nord und Nachbargaus Nummer 241 Was bringr friecht eurch Freuee M0sI. Eine Vorschau auf das Veranstaltungsprogramm des kommenden Winter: Wie stets in den verflossenen Jahren hat die NSG „Kraft durch Freude“ auch in diesem Kriegssommer die Vorarbeiten„für die Veranstaltungen im kommenden Winterhalbjahr auf allen Gebieten des kulturellen Lebens, der Unterhaltung und der Volksbildung mit größter Sorgfalt in die Wege geleitet. Unbeschadet der sonstigen Aufgaben, die der Krieg der RNSG„Kraft durch Freude“ gestellt hat, ist die Veranstaltungsplanung in einem Umsang durchgeführt worden, wie er selbst in den vorhergehenden Friedenssahren nicht zu erreichen war. Neben dem verstärkten Einsatz der in der Heimat verbliebenen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Abteilangen Feierabend und Deutsches Volksbildungswerk ist besonders anerkennenswert die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Trotz der erhöhten finanziellen Anforderungen, die der Krieg an sie stellen muß, sind die von KdFf benötigten Mittel zur Sicherung der örtlichen Kulturpflege durchweg in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt worden. Es ginge über den Rahmen dieser Vorschau hinaus, wenn hier alle die Veranstaltungen aufgezählt werden sollen, die von den stehenden Theatern und den städtischen Orchestern des Gaugebietes für die RSG„Kraft durch Freude" durchgeführt werden. Dabei ist selbstverständlich zu berücksichtigen, daß neben den direkten gaueigenen Theatern auch die Bühnen benachbarter Städte wie Osnabrück, Krefeld und Duisburg regelmäßig zum Einsatz gelangen. Ein Großteil der Theaterarbeit in den mittleren und kleinen Orten wird von unserer gaueigenen Wanderbühne, dem Westsälischen Landestheater, getragen. Zur Aufführung gelangen hier die Schauspiele„Thron zwischen Erdteilen“, „Kabale und Liebe“ und„Kampf um Afrika“, sowie die bekannten Lustspiele„Raub der Sabinerinnen“, „Mann in den besten Jahren“,„Großer Herr auf kleiner Insel“,„Der verkaufte Großvater“ und„Die Prinz.=palin“ mit rund 140 Aufführungen. In weitestgehendem Maße sind außerdem die örtlichen gemischten und Männerchöre innerhalb des Musikprogramms eingeschaltet. Neben den zahlreichen Laienspielgruppen der RSG „Kraft durch Freude“ gelangt die Traunsteiner Bauernbühne mit einem dreimonatigen Gastspiel zum Einsatz. In Rulffs Künstler=Puppenspiele, Bad Pyrmont, die im Dezember und Januar im Gau gastieren werden, begrüßen wir einen alten Bekannten, der mit seinen Handpuppenspielen für Kinder und Erwachsene bereits viele Freunde im Gau erworben hat. In der Zeit vom 1. bis 20. Februar 1941 läuft in unserem Gau das von Verlin zusammengestellte Reichstournee„Die heitere Oper“. Dieses Ensemble bestcht aus acht Künstlern Verliner Opernhäuser und bringt in zeitgenösschen Kostümen einen Querschnitt durch die Entwicklung der Oper von Bachs„Kasseekantate" bis Richard Wagners„Meistersinger“. Einen besonderen Höhepunkt des Musiklebens bilden zwölf Gastspiele des RS=Symphonie=Orchesters, die Mitte Januar zur Durchführung geiangen. In dem Proersinen Vsier, Srohveranstaltungen sind u. g. die bedentendsten Werke Richard Wagners mit vorgesehen. Die letztjährige Staatspreisträgerin Rösl Schmidt=München ist im November für vier Klavierabende verpflichtet. An. Peieren mustalschen Verartalungen fnden stalt Gostsosele mit dem Mesezezgu Jobbaender und Gastspiele mit dem Bielefelder Kinderchor, sowie Rahmen der nächstjährigen Gaukulturwoche Kammermusikabende mit dem Dresdener Streichquartett und siecben Abende mit dem Verliner Klarinetten=Trio Flentsen=Görtz=Gräse. Die Tanzkunst ist vertreten mit Gastspielen der Geschwister Höpfner und des Tanzpaares Manon Erschr=Rolf Jahnke von der Staatsoper Berlin. Den bunten Reigen unserer Unterhaltungsveranstaltungen eröffnet das Vord=Orchester des Köß=Schiffes „Wilhelm Gustloff“ im September mit einem 14tägigen Gastspiel. In dem großen Oktober=Programm„Sterne vom Variets“ werden Höchstleistungen deutscher Artistik Zum Jahrestag der RSG„Kraft durch Freude“ ist für die zweite Novemberhälfste ein bunter Abend unter dem Titel„Die große Parade“ zusammengestellt. Die Linie der großen Unterhaltungsveranstaltungen findet nach dem Jahreswechsel ihre Fortsetzung mit einem Groß=Varieté im Februar und einem weiteren bunten Abend mit Künstlern von Film und Funk im März. Neben diesen Spitzenveranstaltungen kommen allmonatlich Barietch=Programme mit wirklich gutem Niveau zur Durchführung. Um die Weihnachtszeit bringt, das bekannte Deutsche Märchen=Theater Seib=Bayreuth für unsere Kleinsten ein gemütvolles Märchenstück. Die Auswahl der Vortragenden im Deutschen Volksbildungswerk für den kommenden Winter ist wesentlich darauf ausgerichtet, den Teilnehmern, dieser Abende einen„Blick in die Welt“ zu bieten. Es ist zu erwarten, daß gerade unter den jetzigen Verhältnissen derartige Themen besonderem Interesse begegnen, zumal fast sämtliche Vortragenden chre Ausführungen durch interessante Lichtbilder und Schmalfilme ergänzen. Es sprechen der bekannte Weltreisende Colin Roß über „Neues Asisen“, Journalist Hans Kderlen über„Amerika=Tatsachen und Träume“, Will Aureden über„Mit Hagenbeck auf Weltreise“, der Kokteenjäger Kurt Backeberg über„Deutsche am Stillen Ozean“, die Schriftstellerin Mau Mac Lean über„Zukunftsland Afrika“, der bekannte Forschungsreisende Dr. Hugo Vernatzik über„Unter Goldgräbern und Kannibalen“, Dr. Paul Ticsler,„über„Der Mittelmeerraum in der Weltgeschichte“. Carla Bartheel über„Abenteuer an der Eismeerstraße" und Diplon=Ingenieur Vergassessor Kurt Herdmerten über„Grönland=Expedition 1938 der Hermann=Göring=Stiftung“. Ferner gelangen zum Einsatz Konsul Soeder mit dem Thema„Deutschlands Wehr zur Se“, Dr. Wichern=Bieleseld mit ExperimentalVorträgen, der bekannte Rennfahrer Paul Schweder mit dem technischen Thema„Männer und Motor“ und Kunstfliegerin Lola Schröter in ihrem interessanten Erlebniebericht„Mit Flugzeug und Fallschirm“. Aus ihren Werken lesen die Dichter Will Vesper, Karl, Haus Strobi Georg von der Bring und Hendrik Jeiusch und Ba, Zachmen der Gautulturwoche Mirkto :#5 und Pörries von Münchhausen. Ferner gelangt im Rahmen der Gaututurwoche eine Reise konitge, schichtlicher Vorträge mit Timotheus Kroeber, DüsselMarquardt Bochum, sowie dem Meister bildes, Kurt Hielscher, zur Durchführung. Diese tugeg„dez Deuschen Volsbilbungswertes nen Pegr rsiche gaueigener Redner erLesen Grede=anestendere Di. Holo, Deimnad, nit seinen Grabbe=Vorträgen zu nennen It. bereits im vergangenen Jahr, dem ersten taltungssahr im Kriege, die Feststellung getrofsen me ess.d,s nach dem durchaus vertändlichen Stilstand sichgese, Kiesegonat schon im Dioder 1350 ein zu. friedenstellender Besuch erreicht wurde, der sich von Monat bis zu Rekordbesucherzahlen für einso kann heute gesagt werden, daß die kaum angelausene Werbung für die gemischen Binge Der vene. Soselez— mischten Ringe der neuen Spielzeit bereits außer326Usc Pinüite Retalate etbracht hat Dese Talsche Asthal de wach Sraf den und ergansatorichen Atbeit der NSG„Kraft durch Freude“ als der Veranstaltungs= Organisation der Partei das beste Zeugnis aus, sandern beweist darüber hinaus eindeuig, daß ir glen.Kreisen unserer Bevölkerung das Bedürfnis nach Veranstaltungen kultureller und unterfafsender Art unvermindert wachgehalten wird. Der Kriegseinsatz der Partei im neun Bessere Cigaretten sind kein Luxus*) ATIKAH 50 Die Mädel taten mehr als ihre Etwas über den Kriegseinsatz der westfälischen Mädel und Jungmädel onsesch er chnte denst echent. los zu passen, sondern— für das gleiche Geld— lieber etwas weniger, dafür aber wirklich gute Eigaretten mit Bedacht zu genießen. Als der Führer am 1. September 1939 in seiner historischen Reichstagsrede voll Vertrauen vom Einsatz der deutschen Jugend sprach, da war bei allen Mädeln der unbändige Wille vorhanden zu helfen. Mit einer großen Bereitschaft kamen alle und taten freudig den Dienst, der ihnen aufgetragen wurde. Die Jungmädel begannen in den ersten Tagen des Kriegsausbruches sofort mit der Sammlung der Heilkräuter und Blätter. Für die Mädel galt es, zuerst auf ihrem Arbeitsplatz den erhöhten Anforderungen, die durch die Einberufung vieler Arbeitskameraden notwendig wurden, zu entsprechen und den vielen Frauen und Müttern, die nun neben ihrer häuslichen Arbeit auch noch die Kraft des Mannes, der ins Feld gezogen war, ersetzen mußten, eine gute Stütze zu sein. So halsen, die Mädel in den kinderreichen Famillen, in den Küchen der RSV, beim Einkochen von Obst und Gemüse, bei der Versorgung der Kinder und durch die Abnahme von Besorgungen. Die Ernte stand reif auf den Feldern, und jede hilfreiche Hand wurde auf den westfälischen Bauernhösen willkommen geheißen. Die Mädel griffen überall freudig zu und halfen besonders bei der Bopp.Sb=haf 4 Mechen hainmutuig ed d. westfälische B0M=Mädel 4 Wochen lang eingesetzt wurde. Schnell rückte das Weihnachtsfest näher. Und wenn die Mädel und Jungmädel in den vergangenen Jahren in dieser Zeit ganz besonders eifrig bei der Sache waren, so galt 5 öndesem Jche das Doppelte für de ReH und das zu schaffen. Aus alten Sachen entstanden in unermüdlicher Arbeit neue Kleider Anzüge, Strümpfe, Vunsenzes) Hanschafe,„Ait Heuerser sonmelten Jungmädel altes Spielzeug, das unter ihren flinken Handen wieder neu wurde. In insgesamt 162 Ausstelkonnten die Mädel und Jungmädel der Oeffentdas Material konnte übergeben werden zur Veiterlitung an die Famiten Aus der Gauhauptstadt Unfall auf der Moltkestraße. Auf der Moltkestraße, Ecke Hermannstraße, ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Personenstatwagen und einem Radfahrer. Der Radsahrer erlit leichte Verletzungen. An beiden Fahrzeugen entstand leichter Sachschaden. Die Schuldfrage konnte noch nicht einwandfrei geklärt werden. Lastwagen fuhr auf einen Anhänger. An der alten Reitbahn fuhr ein Lastkraftwagen auf einen Anhänger, wobei eine Person erhebliche Verletzungen erlitt. Der Verletzte mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sachschaden ist nicht entstanden. Die Schuld hat der Verletzte, weil er im Verkehr die nötige Vorsicht außer acht gelassen hat. „Kraftverkehr Westfalen“. Die Verkehrsgesellschaft Münsterland m. b. H. hat ins ihrer Gesellschaftsversammlung beschlossen, ihren Namen; in„Kraftverkehr Westfalen“ umzuändern. In der Aufsichtsratssitzung wurden die planmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Landesrat Dr. Kühl und Landrat Gärtner wiedergewählt. Neu hinzugewählt; wurde an Stelle des verstorbenen Aussichtsratsmitgliedes Landrat Simon der kommissarische Landrat Regierungszal Dr. von Kropfs.egerungs; bedarfs nicht allen Anforderungen der Wirtschaft auf Wagenstellung entsprochen werden konnte. Die Betriebseinnahmen betrugen 6043571 RM., für Verbesserung, Erweiterung und Neubau bzw. Neuanschaffung von Anlagen sind insgesamt 89.375 RM. ausgegeben worden, die nach Abzug der Betriebsausgaben einen Rohüberschuß von 718496 RM., ergeben. Nach Abzug der Unkosten verbleibt ein Reingewinn von 37528 RM., der zusammen mit dem aus dem vorhergehenden Jahre in Höhe von 72686 RM. auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Auf die von Gesellschaft selbst zu zahlenden Renten und Pensionen wurden auf die bestehenden Anwartschaften in 1939 wiederum 40.000 RM. zurückgestellt. Für Wohlsahrtszwecke wurden 64.961 RM. aufgewand..—e wurden 64961 Nür. auz. Die Kulturarbeit der Mädel erhielt in den zahlreichen Lazarett= und Krankenhaussingen, den Mütterabenden und Kindernachmittagen ihren schönsten und tiefsten Ausdruck. Vielen verwundeten Soldaten spendeten die Mädel und Jungmädel durch ihre frohen und frischen Lieder und nicht zuletzt durch die vielen Blumen und Gaben Stunden voll Frohsinn und Freude. Keine Grenzen fanden die Mädel und Jungmädel in der Betreuung der Soldaten. Tausend und aber tausend Päckchen, Zeitungen und Zeitschriften und viele Briefe fanden den Weg an die Front. Die Dienststellen der Partei und ihrer Gliederungen greifen immer gern auf die zuverlässige Hilfe der Mädel zurück. Mädel des BOM=Werkes„Glaube und Schönheit“, die bereits die Ausbildung als Gesundheitsdienstmädel Echalsen haben, stehen in ihrer sillen und bescheidenen Hilfeleistung neben den Helferinnen des DRK und der RSV auf den Bahnhöfen und in den Lazaretten. Ueber 120 hauptamtliche B0M=Führerinnen ersetzten in den vergangenen Wochen erholungsbedürstige Mütter in den Fabriken und ermöglichten ihnen dadurch einen zusätzlich bezahlten Urlaub. Daneben schaffen viele hundert Mädel als zusätzliche Arbeitskraft in den Fabriken und erfüllen da ebenlo wie viele ihrer Kameradinnen ihre harte und schöne Pflicht. Ueberall sind die Mädel gern gesehene Hilfen, denn mitz einer inneren Vereischaft und Selbstverständichkeit helfen sie, wo sie gebraucht werden. Dieser Einsatz kann mit großen Zahlenangaben herausgestellt werden. ##liegt in der Art und Aufgahe der Mädel, still und serder Kon h in der goßen Gemeizshast des schofsiader Git'es ihre Pflicht zu erfüllen. In einer unbändigen Liebe und im Vertrauen auf den Führer und seine siegreichen Soldaten leisten sie ihren Einsatz. Filmpropaganda planmäßig Welcheliche Die Gaufilmstelle Wests.=Nord im Kriegsjahr 1939/40 „.#i5„Filmprovaganda wurde trotz mancherlei kriegsbedingter Schwierigkeiten planmäßig weiter wurcasihzetz und es kann mit Freuden festoektell werden, daß die Filmfreudigkeit der Bevölkerung ga Kriegsade sam wesentlich ugenommen 40 Tonfilmwagen mit den entsprechenden Apparaturen wurden täglich eingesetzt. In rund 10.000 Veranstaltungen wurden etwa 3 Millionen Besucher erfaßt. Die eingesetzten Filme fanden überall großen Beifall. Darüber hinaus wurden die aktuellsten Wochenschauen über die großen kriegerischen Ereignisse im Westen eingesetzt, die ganz besonders großen Anklang fanden. Neben der Betreuung der Bevölkerung im Gaugebiet wurde auch ganz besonders an die Betreuung der Wehrmacht, der Lazarette, der Gemeinschatzlager der DAß. und des Reichsarbeitsdienstes gedacht. Für diese Einheiten wurden planmäßig Sonderveranstaltungen durchgefühbrt. Die Straße der„Linnenrümpkens“ Bielefeld, 2. September. „ Das Ravensberger Land und vor allem der Kreis Bieleseld haben in den letzten Jahren wieder in starkem Maße Flachs angebaut und fußen damit auf alter Tradition. An diese Tradition erinnert auch das Leineweberdenkmal an der Niedernstraße in Bielefeld. Niedernstraße und Obernstraße haben Bieleselde Entwicklung vom unbedeutenden Marktflecken zur weltbekannten Leinenstadt aus nächster Nähe miterlebt. Viele Häuser haben ihren Besitzer in den letzten hundert Jahren gewechselt, doch die alten Giebel und Dächer mit ihren krummen Rücken sind geblieben. Früher wurden diese beiden Straßen sast ausschließlich von den„Linnenrümpkens“, wie man die Leinen= und Wäschehändler scherzhast nannte, bewohnt. Die Kontorräume lagen geitens zur Straße bin ein Bündel Flachs oder Garn oder ein graues Stück Leinen auf der Fensterbank ersetzte Firmenschild und Schaukasten. An bestimmten Wochentagen erschienen hier die Leineweber mit ihrem Holster auf dem Rüken, im langen weißen Leinenrock, mit Schnallenschuhen, um das gewebte Leinen abzuliefern. Ein solcher Leinenweber, Heinrich Heienbrock aus Jöllenbeck, stand auch„Model“ zu dem vor rund dreißig Jahren eingeweihten Leineweberdenkmal an der Niedernstraße. Vom Förderkord ersaßt. glschte dur: Saie 2# ppe. Auf der Zeche Weme verunder Schießsteiger Paul Resch in Ausübung seines Der Unfall ereignete sich in dem Gegenturm Ein Bilöhauer aus dem Mänsterlande August Walerbeck 65 Jahre alt Eine der markantesten Persönlichkeiten der hannoverschen Bildhauer, August Waierbeck, vollendete am 1. September in ungebrochener Schaffenskraft das 65. Lebensjahr, Waterbecks Geburtsort ist ein kleiner Bauernhof in Amelsbüren. Gelegentlich eines Atelierbesuches erzählte er uns, daß sich unter seinen bäurischen Ahnen nicht wenige autodidakisch als Zeichner, Schnitzer und Plastiker betätigt hätten. Unter ihnen war auch seine Berufes. des Blindschachtes. Der Verunglüickte wurde von dem herunterkommenden Gegenkorb ersaßt und erlitt dabei eine tödliche Verletzung. Unter umstürzende Mauer geraten. Holzwickede. Im Bahnhof von Holzwickede kam der 65 Jahre alte Maurer Lemke bei Ausübung seiner Berufsarbeit zu Tode. Er geriet unter die Massen einer umstürzenden Mauer, wobei er so schwere Verletzungen erlit, daß er auf der Stelle getötet wurde. Der„punklefreie“ Stofflieferant wurde gesaßt Nordhorn. Buchstäblich durch seine eigene Dummheit brachte sich ein Mann selbst zur Strecke, der sich nach Genuß größerer Mengen Alkohols in einer Wirtschaft in einem Bekannten gegenüber zur Lieferung punktfreier Hemdenstosse erbot. Dieser, ein Amtsträger, schöpfte aber Verdacht und übergab den Fall der Polizei Kaum hatte sich diese den sonderbaren„Kaufmann“ näher angesehen, da gelang es auch, Licht in das Dunkel zu bringen. Der Verkäufer der„punkffreien“ Stoffe hatte, wie sich jetzt herausgestellt hat, einen„Seitensprung“ in das Lager eines Texilwerkes gemacht und dort 40 Meter Zephir gestohlen. Mit dem leichten„Nebenverdienst“ ist es also nichts und in absehbarer Zeit wird der Strafrichter ihm beibringen, daß unrecht Gut nicht gedeiht. Verzweiflungskat einer unglücklichen Mutter. Eine blutige Familientragödie spielte sich in Irabitede ak. Eine Frau, die mit ihrem Manne in unglücklicher Ehe lebte, schnitt ihren beiden Kindern im Alter von zwei und vier Jahren, während sie schliefen, die Kehlen durch und brachte sich dann ähnlich schwere Verletzungen bei. Als die Tat nach einigen Stunden entdeckt wurde, waren die Kinder tot. Die Muter gab sich und wurde ins Krankenhaus geschafft. Ihr Zustand ist lebensgefährlich. Wieder Saarbrücker Sender Saarbrücken. Der Saarbrücker Reichssender wird etwa Mitte September seine Arbeit in vollem Umfange wieder aufnehmen. Der offizielle Start wird durch einen großen Bunten Abend in den historischen Räumen der Wartburg erfolgen. Westfälischer Sportanzeiger Gen dene en uneh künstlerisch begabte Mutter, von der er den schon sehr früh sich regenden Trieb nach vielseitiger plastischer GeGestaltung erbte. In August erst, den seine, Amelsbürener Lehrer scherzend ihren„kleinen Bildhauer“ nannten, erhob sich dann die im Blute so vieler westfälischer Geschlechterreihen lebendige Anlage zur Kunst. Waterbeck ist später über Wien, wo er bei seinem, großen westfälischen Landsmann Kaspat v. Zumbusch studierte, und Danzig nach Hannover(1903), gekommen und hat hier in fruchtbaren Jahrzehnten ein bildnerisches Werk geschaffen, das aus Stadt und Provinz Hannover nicht mehr wegzudeken ist. Zu seinen hervorragendsten and bekanntesten Werken zählen der wuchtige Wisent vor dem hannoverschen Zoo, der hochragende Hirsch am Lister Turm, die machtvolle Symbolik des Pormonter Kriegerdenkmals, das souverän gestaltete Reiterdenkmal in Lüneburg und das Denkmal der 79er in Hildesheim, das mit seinen architektonischen Ausmaßen einen Gipfelpunkt des Waterbeckschen Alterswerks darstellt. In allen seinen Arbeiten dokumentiert sich ihrer Kraft bewußte, keiner Konzession zugängliche westfällische Art. die auch in den übererealen Dimensionen manchen Kunstwerks sich ihrer Wurzeln bewußt bleibt. Werner Schumann W WW F Deutschland—Schweden—Finnland Deutschlands Mannschaft für den Dreiländerkampf in Helsinki itschlands starkes Aufgebot für Helsinki lautet: 100 und 200 Meter: Mellerowicz=Berlin, Kersch=Frankfurt om Main. 400 Meter: HarbigDresden, Ahrens=Berlin. 800 Meter: Harbig=Dresden, Brandscheit=Berlin. 1500 Meter: Kaindl=München. Mehlhose=Berlin. 5000 Meter: Eitel=Eßlingen, Eberlein=München. 10000 Meter: Soring=Wittenberg. Haushofer=München. 110 Meter Hürden: Leitner=Wien, Becker=Berlin. 400 Meter Hürden: MayrMünchen, Brand=Berlin. 3000 Meter Hindernislauf: Kaindl=München, Seidenschnur=Kiel. WeitFönie=Steting,„Klözger=Weiden. Hochsprung: Nacke=Jena; Schlegel=Jena. Dreisprung: SlsinesFsäshert RlähnertHalle. Stadbochprung: Glötzner=Weiden, Haunzwickel=Wien. Kugelstoßen: Diskuswerfen: TrippeBerlin, Wotavek=Wien. Sveerwerfen: Berg=Leipzig, Loose=Halberstadt. Hammerwersen: Blask=Ber4 mal 100 Meter Staffel: Poenecke=Berlin. Mellerowicz, Scheuring=Gaggenau Ottenau, Kersch, 4 mal 400 Meter Staffel: Abrens, Wieland=Halle, Linnhoff=Berlin, Harbig. „Die densche Mannschaft trift bereite nerstag in Stockholm ein, wo übernachtet wird. Am gistag wird die Reis mit den Flugzeug nach fortgesetzt. Die Einzelübungen vom 1. bis 6 Platz werden mit 7, 5. 4. 3, 2, 1 Punkten und die Staffeln mit 8. 5, 2 Punkten gewertet. Neuer Sieg von Preiskeit Der. Chemnitzer Straßenamateur Preiskeit hat Buntes Weltgeschehen sich in Finnland in den vergangenen acht Tagen in die Herzen der Radsportanhänger gefahren. Nachdem er vor einer Woche bereits das Borga=Rennen gewonnen hatte, spielte er auch in dem am Wochenende uo unmmmmmmmerDas„Geister-Kasino“ wieder in Venedig In Venedig munde dor im Mast einean Kugsünhern.... In Venedig wurde der im Besitz eines Engländers dersitz sich zurückwandte Dalatmnastera eien an Funtanberng, fhalasr g. Pagze, r au hele Jese enteiget Der Paechen des Sotendie 4z.5d gztpiege und der sBenzioner Palrigersomite und per machen die Spielgemeinschaft der Städtischen stigen Gärten und seiner aus dem 16. Jahrhundert stamBasenuer die harshzeshen Lanh sch die Henzen darzsalt dial Valesies lieg dad zsauisch sasone hn danan an u doen ernd neue Pollelmeiserin nach Münser veroflichlet worden, Srarsche und ga iu. vo mn feüiherer Zeit große üter. durchgeführten Straßenrennen„Rundfahrt von Nokia“ eine überlegene Rolle. Ebenso wie die erste Tagesfahrt am Samstag gewann er auch am Sonntag die Schleifenfahrt überlegen und holte so im Gesamtergebnis mit einer Zeit von 15:12.20 Stunden fast 17 Minuten Vorsprung gegen die heiden nächstplazierten Finnen Forsberg und Merihioto heraus. Für die Schwere der Prüfung spricht am besten die Tatsache, daß von 27 gestarteten Fahrern nur fünf das Rennen beendeten. Unter den Ausgeschiedenen befanden sich auch die beiden anderen Deutschen Kitsteiner und Saager(Berlin), die wegen Hautentzündung infolge der ansangs überaus großen Staubentwicklung aufgaben. Hordspanien- Rundfahrt beendet „Dien sich über 8 Tage erstreckende Radrundfahrt durch Nordspanien wurde mit einem Rundstreckenrennen in Bilbao abgeschlossen. Es war eine Runde von 19 km Länge dreimal zu durchfahren. Die ersten Punkte nach der wieder eingelegten Wertung holte sich Hackebeil(Chemnitz). Er fiel aber im weiteren Verlauf des Rennens zusammen mit Weckerling und Kijewki zurück. Sieger wurde der der die insgesamt 57 km in Jfuhr. Esquerra ging mit einer Zeit von 29:11:02 auch als Gesamtsieger vor Delio Rodriques in 29:11:23 durchs Ziel. „Westtaten“ Münster Geietmeiter in Reuachtier Am Sonntag fand in Herdecke=Ruhr die diesjährige' Gebietsregata der 53 des Gebietes IX statt. Zu dem Achterrennen mußten zwei Vorrennen gefahren werden; das erste gewann Münster mit einer guten Länge "s Vorsprung vor Hamm und Mülheim, im zweiten Vorlguf siegte Gelsenkirchen vor Hüttenverein Dortmund. s Das Hauptrennen bestritten dann Münster, Gelsenkirchen und Hamm. Der erste Start ergab ein totes Rennen s zwischen Münster und Hamm; Gelsenkirchen lag weit s zurück. In der Wiederholung siegte die Ruder=Jungwannschaft„Westfalen“ Münster in inster in ausgezeichneter wast k is er anden in ici aileitete uüthz Keag ineg Peunghonden Ait. dsd iue utz, Kritslost 34 Toi. a. T47. 8. st am Rande deir Lagme, Schsrte früher ainer ihm Hesig mit der Hand auf die Schuler schig, Er an deren Stele sg e Pepsteg, uod und 3., chgezgegoet, St: Beder un dr (Venezianer Barinzeramie und st wegen seiner präch, Helt an und steg ab und sach nun den Arzt mit auge werte ktaten, so eilsg derauschen se chre Mohr„.3Grund deses Sieges wied die Ruder Zungmannschalt seseente ohen iur eane Achale, eisine Gehelntbn ie ben blih. wie. Jn der„Rlsgn, Breise, am Ausgang des Limsord= N. K. Hamm, in Doppelzweter R. B. Herbece. der iu. der Noroseg, zinden sich große Sandhänke, von verEr hältnismäßig tiefem Wasser umgeben. Da die Gewässer Die ersten Eer senseie, Saiaes äckr P iacd Die Behl lichher S. eien eüier Peischen geie ssen ier Pans rschern, dunr die Sin, de Frauaden die Has. uziug eier Sachansolane K ag) Jr eischeunz in eidauthe ur in un eiseteeei an b es chn e. aschschiche Bäsclhaisesciseh Eiae Aate Kag daen Jen uis 54 fir Apselhüsen. Nienberge wor ein opserer Zu den verbenigen Wondern gehsren eie Todesduch Esmnagter zun vur Spielchuß de Gelegentel, Sesbenume ing u eren ud in Just neider laden ungnschen Ouschet. Versien der a silcd das det. Veraer gasi un u. Ctar e ache Al. eahk ier herne Kollegen von dem nervösen Schock zu heilen, daß er die Sprache wiedererlangen wird. hossen, Von der Wests. Landeseisenbahn. Die Weltsalische Landesesndahn Helt unter dem sHoltes bemächligte sich des gtutischen Boso Borsitz des Landeshauptmanns Kolbow ihre General= Zso entstand die Bezeich...22avomens. und verlammlung gb. Dem Geschästsbericht für 1939 st zu Edas S Jusitz.,uund„beister=Kosng.— Auch entnehmen, daß der Personenverkehr auf den Strecken Smenden u de nach Venedig komder Landeseisenbahn im Jahre 1939 weiter zugenommen zist als Eigentum ein, seindlichen geesene Hei, Par. de Jetlder besboriezen, Verogen steg oegen das Fahmt wonhen u wichen Shate beichior Sarsche un 32 123 au, 32I1 99. Dagegen geicgte ders“du woden. Güterverkehr eine Verminderung um 36575 k auf Sießz ein Gespenst und wiel Der elgne Haleage ongen Arnten, ur kn eanr Versgans vodn. wunden uich de Suszeu I ae, miltrlicher Aiode, vlerding but un kene Scor estst ue eiste, alselce ait Aalsle echer e ran ui Soheg id, Vershroch gr iu der. eisen Plihesan, Fadele auf einem Tanden ui des Jahres 1939 fort, obwohl wegen des ständigen Hoch= bes schon dunket war. Als der Lehr seder. ie Kch vich in gertuter, Pbern, an Noh= mit zur Katze. Sie Kuod— u. P. wungeische u geien, Leioniase Lann mntrig—eseter muit zur Kaye. Sie sungt mun das kleine Wesen miz grl al muitte sch von Appelhzulsen as mi 51 Toren — mitz Keschlagen bekennen. Nach dieser so sportreichen Veranvie.: hahigs gesen sich de Zugendwarte. Mannschastsührer % * Dienstag, den 3. September 1940 Rheiner volssbiat Münsterländische Volkszeitung Segrünbet 167 Nummer 241 9( 2 Aus Rheine Stadt und Amt Standa belördert wurde der rett#.(arst und„Thefarst in einem Reservelazareit, Dr. Sunder=Plazmann aus Rheine. gzücher dem E. K. I ansgeeichnet. Der Unter144, ist für besongg.. dier Lingenerdamm ## in: beigndere Tavserkeit in Frankreich mit der Eisernen Kreuz II. Kl. ausgezeichnet worden. Xc Das Auto im Straßengraben. Ein PersoSurpe bei Hänineside gefährlichen Kurbe dei Hopings Mühle an der Mesumer Landstraße die Herrschaft über den Wagen verlor, geriet von der Fahrbahn und stürzte an der Brücke in den Graben. Von den beiden Insassen wurde nur eine Person leicht verletzt. Männer der Technischen Nothilfe aus Rheine brachten das stark beschävigte Fahrzeug wieder auf die Straße. G Emslandschule Rheine. Die einheimischen Schülerinnen der Klassen—5 einschl. treten am Mittwoch(4..) um 10 Uhr an der Emslandschule zum Sammeln der Heilkräuter an. Größere Sammelgeräte und Scheren mitbringen. Rückkehr spätestens 2 Uhr. * Kündigung von Rundsunkempfang. Es ist immer noch nicht genügend bekannt, daß Rundfunkteilnehmer, die auf den Rundfunk vorübergehend verzichten wollen, ihre Teilnahme am Rundfunk ordnungsmäßig kündigen müssen. Die Kundigung muß spätestens am 20. des Monats, zu dessen Kündigung wirksam werden soll, vorliegen. Vor Wiederaufnahme des Rundiunkemp= sangs muß die Rundfunkgenehmigung neu beantragt werden. * Urlaubszuschuß— kein Entgelt. Das Reichsversicherungsamt hat in einem Bescheid die Frage, ob der den Gefolgschaftsmitgliedern gewährte Zuschuß zum Urlaub als entgelt im Sinne der RBO anzusehen ist, verneint. Dieser Auffassung nach sind solche Reisekostenzuschüsse dann kein Entgelt, wenn sie ohne jede rechtliche Verpflichtung nach freiem Ermessen des Betriebsführers im Einzelfalle gewährt werden. ### 777„Am Samstag und Sonntag trafen sich die Schutzen des Kreises II aus dem Schießstand der Fa. F. A. Kümvers. Bismarckstraße, um den Wanderpreis des Kreises auszuschießen. Teilnahmeberechtigt waren sämtliche Mannschaften und Eirzelschützen, die die Bedinaung im Unterkreisschießen erfüllt hatten. Die Rheiner Schützen schossen am Samstag nachmittag. Die 1. Mannschaft der Fa. F. A. Kümpers ging als erste Mannschaft an den Start und erreichte 540 Ringe. Diese Ringzahl wurde im Laufe des Tages nicht mehr überhatez Hart bedrängt wurde diese Mannschaft von ; a zannschaft der gleichen Firma und von der 1. Mannschaft der Fa. Hermann Kümvers. Die 2. Mannschaft erreichte ebenfalls 540 Ringe. währen%ndie„Mannschaft der Fa. Hermann Kümpers 523 Ringe erzielte. Für die besten Schützen ihres Kreises hatten der Landrat des Kreises Steinfurt und der Landrat des Kreises Tecklenburg je einen wertvollen Preis, gestiftet. Als bester Einzelschütze lag der Schutze Mar Holl mit 148 Ringen lange in Führung, wurde aber später von dem Schützen Maßmann vom SC Borussia um 3 Ringe überboten. Maßmann erhielt mit 151 Ringen den Preis des Landrates des Kreises Steinfurt. Der Sonntag brachte die auswärtigen Schützen an den Start. Unter ihnen hatte vor allen Dingen die Mannschaft der Prinzen=Schützen=Komp. Borghorst, die schon einmal den Wanderpreis gewonnen hatte, die beste Aussicht. Diese Mannschaft erzielte 533 Ringe und belegte damit den 3. Platz. Der beste Einzelschütze des Kreises Tecklenburg wurde der Schütze Fritz Meier mit 137 Ringen und errang damit den vom Landrat des Kreises Tecklenburg gestifteten Preis. Die Siegerehrung nahm der Kreisschützenführer Ochse vor. U. a. gab er seiner Freude Ausdruck, daß trotz des Krieges die Beteiligung so hervorragend gewesen sei und erwähnte, daß viele ältere Schützen für die eingezogenen Kameraden eingesprungen seien. Der Hauptzweck dieses Kampfes sei gewesen, daß Schießen innerhalb der Schützen= und Schießvereine lebendig zu halten, um sich immer wieder an die Verpflichtigung zu erinnern, mitzuhelfen an der schießsportlichen Ausbildurch unseres Volkes. Weiter dankte er dem Kreisschießwart, den Schießwarten und dem Schützen Kreimeier für die vorzügliche Abwicklung des Wettkampfes. Dann übergab der Kreisschützenführer der Siegermannschaft der Fa. F. A. Kümvers den Preis, der durch dreimalige Erringung nacheinander in den endgültigen Besitz dieser Mannschaft übergeht. Er wünschte der Mannschaft auch am kommenden Sonntag bei der Gaumeisterschaft in Gelsenkirchen ebenfalls einen guten Erfolg Mit der Führerehrung wurde der Appell beendet. * Die Berechtigung zur Teilnahme an der Gaumeisterschaft am kommenden Sonntag in Gelsenkirchen erkämpfen sind: die 1. Mannschaft der Fa. F. A. Kümpers, Rheine, die 1. Mannschaft der Fa. Hermann Kümpers, Rheine, und die 1. Mannschaft der Prinzen=Schützen=Komp., Borghorst.— Außerdem nahmen 2 Einzelschützen an der Gaumeisterschaft teil. An dem Wettkampf nahmen teil: 1. Mannschaft F. A. Kümpers, 510 R.(Sehliger, Koch, Holl, Vier„alte Zungsern.... Kreis=Schützenwettkampf Steinfurt=Tecklenburg F. A. Kümpers endgültiger Gewinner des Wanderpreises Duesmann); 2. Mannschaft F. A. Kümvers, 540| verbrachten— was immerhin nicht jedem Ringe: 1. Mannschaft Prinzen=Schützen=Komp., 533 Sterblichen in der Kriegszeit beschieden ist. Ringe: 1. Mannschaft Hermann Kümpers, 523.: Sie unterhielten sich fünf Minuten angeregt Sie saßen an einem Sonntag vormittag im Omnibus und waren strahlender Laune. Sie konnten sich auch über nichts beklagen, denn F aus ihren Reden ging hervor, daß sie gesegnete Urlaubswochen im schönen Sauerland Betriebssportgemeinschaft Gebr. Kock, Borghorst, 517.: 2. Mannschaft Hermann Kümpers, 513.; 3. Mannschaft F. A. Kümpers. 498.: Schützenverein Schotthock, 484.; 3. Mannschaft Hermann Kümvers, 474.; Sellen=Veltrup=Schützen=Komp., Burgsteinfurt, 468.; Schützengilde Lengerich, 462 .; 4. Mannschaft Hermann Kümpers, 456.; Betriebssportgemeinschaft Tacke, 450.: C. Kümpers Söhne, 444.: Vereinigte Bürgerschützen u. Junggesellen, Rheine, 438.; Schützen=Komp. Hollich, 434 R. Außerdem nahmen 19 Einzelschützen an dem Wettkampf teil. leuchtet die Königskerze Ihre Heilkraft wird auch heute noch sehr gerühmt Die Königskerze steigt bis zu eineinhalb Metern Höhe an sandigen, sonnigen Halden oder Bahndämmen. Ueber all den vielen Kräutern und Unkräutern hebt sich die dichte, givfelständige Traube voll kleiner Flammen zum Himmel. Wegen des filzigen Haarkleides der Blätter auf Ober= und Unterseite wird sie im Volksmund auch Wollblume genannt. Die drei oberen Staubsäden der gelben Blüten sind weißzottig. Man kennt in Deutschland verschiedene Arten dieser Pflanze. Auf der Schwäbischen Alb findet sich auch die sogen. Schwarze Königskerze, deren gelbe Blütentraube verlängert. deren Staubfäden durchweg violettfarbig sind. Eine andere Spielart, die lichtnelkenartige Königskerze, findet sich gerne in steinigen Lichtschlägen im Wald, auf Sandfeldern der Heide. Schon die Alten waren * Nähmittel auf die neue Kleiderkarte. Die neue Kleiderkarte enthält vier besondere Abschnitte, die für den Einkauf von Nähmitteln bestimmt sind. Der erste dieser Abschnitte wird gleichzeitig mit der neuen Kleiderkarte ab 1. September für den Einkauf gültig, die übrigen folgen jeweils in Vierteljahresabständen. Auf Grund einer Bekanntmachung der Reichsstelle für Kleidung werden auf den Abschnitt für 25 Pfg. Nähmittel abgegeben. Nähseide kann aber für 50 Pfg. abgegeben werden. Die Schlachtung von Kleintieren In den Herbstmonaten wird die Schlachtung von Kleintieren in erhöhtem Maße vorgenommen. Leider geschieht das Schlachten noch nicht überall in der Weise, wie es das Gesetz und die Verordnung über das Schlachten von Tieren vom 21. Avril 1933 für das ganze deutsche Reich vorschreiben. Hiernach müssen alle Tiere vor Beginn der Blutentziehung nachhaltig betäubt werden. Dies gilt nicht nur für die Schlachtung großer Tiere, sondern auch für Kleintiere wie Lämmer, Kaninchen und Geflügel, sofern dem Geflügel nicht mit einem Hieb der Kovf abgetrennt wird. Es ist auch gleich, ob die Schlachtung in einem gewerblichen Betrieb oder in einem Privathaushalt erfolgt. Die Schlachtung dürfen nur von erwachsenen Personen vorgenommen werden, die des Schlachtens so kundig sind, daß jede Tierquälerei vermieden wird. Kinder unter 14 Jahren dürfen beim Schlachten nicht zugegen sein. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des Gesetzes können mit Gesängnis bis zum 6 Monaten und mit Geldstrafe bis zu 10000 RM bestraft werden. Blick in die nähere Umgebung von Rheine Mesumer Dorschronik m) NSB=Mitarbeiter. Am Mittwoch. 20 Uhr, findet in der Geschäftsstelle eine wichtige Sitzung sratt. Die Organisation des kommenden zweiten Kriegswinterhilfswerkes wird besprochen. d. m) Autounfall. Am Samstag abend fuhr ein von Mesum kommender Personenkraftwagen an der bekannten Kurve bei Hövings Mühle gegen die Brückenmauer, überschlug sich und landete im Mühlengraben. Der Fahrer des Wagens war angetrunken. Er erhielt erhebliche Kopfverletzungen und wurde nach Anlegung eines Notverbandes ins Rheiner Krankenhaus geschafft. Die Mitfahrerin kam mit dem Schrecken davon. Der Wagen ist stark beschädigt.(0) der RSDAP Oreierwalde Dreierwalde. Ortsgruppenleiter Weiß hatte die Parteigenossen sowie die Block= und Zellenleiter der Partei, der DAF und der NS=Frauenschaft zu einer Mitgliederversammlung einberufen, in welcher der Ortsgruppenleiter zu verschiedenen Fragen unserer Zeit Stellung nahm. Mittelpunkt der Versammlung war der Vortrag des Pg. Jordan, Ibbenbüren, von der Ortsamtsleitung der NSV. In klaren und überzeugenden Worten verbreitete sich der Redner in längeren Ausführungen über die Leistungen und Aufgaben der NS=Volkswohlfahrt, die sich das Wohl eines jeden deutschen Volksgenossen angelegen sein lasse. Es müsse darum jeder es als seine Ehrenpflicht betrachten, der NSV als Mitglied anzugehören. Zu diesem Zwecke werde in allernächster Zeit eine große Werbeaktion durchgeführt werden, der in Dreierwalde ein guter Erfolg beschieden sein möge. Nus der lobfip eiheine Tschenert, Die Ortsgruppe der NSDAP Rheine=Eschendorf hielt am Sonntagmorgen im Eschendorfex Hof eine Mitgliederversammlung ab, in der mehrere neue Parteigenossen und=anwärter ihre Mitgliedsbücher und Karten in Empfang nehmen konnten. Im Laufe der Versammlung gab Ortsgruppenleiter Kornrumpf einen Ueberblick über die gegenwärtige Lage, wobei er abschließend betonte, daß Deutschland den Krieg gegen England siegreich beenden werde. Nachdem der Ortsgruppenleiter die Anordnungen des Gaues zur Kenntnis gegeben hatte, zog er einen Vergleich zwischen den Verhältnissen während des Weltkrieges und heute, und betonte dabei, daß die RSDAP jedem Volks= und Parteigenossen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehe. Hierauf hielt der Ortsschulungsleiter Hundorf einen interessanten Vortrag über Ungarn und Rumänien. Er beendete seine Ausführungen mit einem Hinweis auf die Ende September in Münster abgehaltene Ausstellung„Der Westfälische Friede", die wahrscheinlich auch in Rheine gezeigt werde, um jedem Volksgenossen eine Möglichkeit der Besichtigung zu geben. Die Schulungsbriefe der NSDAP gehören in jedes Haus; das war die Mahnung, die der Ortsgruppenleiter an alle Parteigenossen richtete, denn sie vermitteln jedem Volksgenossen das notwendige Wissen um die deutsche Geschichte. Zum Schluß richtete der Ortsgruppenleiter einen dringenden Appell an alle Parteigenossen, sich hilfsbereit in den Familien umzusehen, deren Vater im Felde stehe. Fällige Reichssteuern 5. September Abführung der im August 1940 einbehaltenen Lohnsteuer, der im August ersparten Lohnanteile, und des im August 1940 einbehaltenen Kriegszuschlages bzw. der einbehaltenen Wehrsteuer durch den Arbeitgeber, soweit sie nicht für die bis zum 15. August 1940 einbehaltenen Beträge am 20. August 1940 abzuführen waren. 10. September Fälligkeitstag der vom Arbeitslohn einzubehaltenen Bürgersteuer. Sie ist bei der nächsten auf den 10. September 1940 folgenden Lohnzahlung vom Arbeitgeber einzubehalten. Umsatzsteuervoraumeldung und=vorauszahlung. Vorauszahlungen auf die Einkommenund Körperschaftssteuer mit einem Viertel der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld(3. Vierteljahresrate). Einreichung, Nachweisung und Zahlung der Besörderungssteuer für den Personenverkehr mit Kraftfahrzeugen für den Mönat August 1940. 15. September Zahlung der Lohnsummensteuer, sofern diese erhoben wird. Zahlung der Grundsteuer. Abführung der im August 1940 einbehaltenen Bürgersteuer durch den Arbeitgeber. 20. September Abführung der in der Zeit vom 1. bis 15. August 1940 einbehaltenen Lohnsteuer, der ersparten Lohnanteile, sowie der Wehrsteuer, wenn die abzuführende Lohnsteuer (Lohnteile, Wehrsteuer) mehr als 200 Nm. beträgt. Abführung des in der Zeit vom 1. bis 15. September 1940 einbehaltenen Kriegszuschlages durch den Arbeitgeber. Einreichung, Nachweisung und Zahlung der Beförderungssteuer für den Güterverkehr (Werkfernverkehr) mit Kraftwagen für den Monat August 1940. 24. September Fälligkeit der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Bürgersteuerrate bei Wochen= oder Tagelohnempfängern. Sie ist bei der nächsten auf den 24. September 1940 folgenden Lohnzahlung einzubehalten. Der Vortrag, wofür der Ortsgruppenleiter dem Redner seinen Dank aussprach, fand den Beifall aller Zuhörer. Hierauf schloß der Ortsgruppenleiter die Versammlung mit einem Treuegruß an den Führer. h. Der Fuchs auf Hühnerjagd Borghorst. Füchse sind in Borghorst keine Seltenheit und alljährlich wird eine Anzahl Hühner ihre Beute. In den letzten Tagen suchte Reineke Fuchs mehrere Bauernhöfe in Ostendorf heim, ohne daß es gelang, des Hühnerdiebes habhaft zu werden. Durch heißes Wasser verbrüht Vorghorst. An der Altenburger Straße griff ein zweijähriges Kind mit der Hand in einen Kaffeekessel. Durch das heiße Wasser wurde die Hand verbrüht, so daß sofort ein Arzt herbeigerufen werden mußte. Bei der Arbeit verunglückt Ibbenbüren. Als auf einer Wirtschaft der Rheiner Straße ein landwirtschaftlicher Arbeiter mit dem Strohstaken in der Schenne beschäftigt war, fiel er unglücklicherweise durch einen Fehltritt durch die Luke auf die Tenne und zog sich schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen zu.— Weiter rutschte ein Arbeiter bei einem Möbeltransport aus und zog sich Quetschungen zu. Betrunkener Radfahrer überfahren Steinbeck. Auf der Kreisstraße unweit des Dorfes Steinbeck wurde ein Radfahrer, der im betrunkenen Zustande mit seinem Fahrrade gestürzt und dann eingeschlafen war, in der Dunkelheit von einem Motorradfahrer gestreift. Der Betrunkene mußte mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Aus dem Zuge gestürzt Nordhorn. Ein aufregender Vorfall ereignete sich auf der Bentheimer Eisenbahn. Kurz hinter der Bedarfshaltestelle Frenswegen stürzte ein Junge, der sich verbotswidrig auf der Plattform des Wagens befand, aus dem Zuge. Die Notbremse wurde gezogen, doch kaum war der Zug zum Halten gebracht, als der Gestürzte wieder angelaufen kam. Es war ihm nichts geschehen. Doch mag dieser Vorfall zur ernsten Warnung dienen; nicht immer läuft ein Sturz aus dem fahrenden Zug so glimpflich ab. Förderung des Fremdenverkehrs Bentheim. Der Verkehrsverein Bentheim, dessen Bestrebungen gerade in der Kriegszeit darauf hinausgehen, nicht nur den Fremdenverkehr nach Bentheim zu fördern, sondern auch den heimischen Volksgenossen die Schönheiten der engeren Heimat zu erschließen, hat in Verhandlungen mit dem Fürstlichen Forstamt in Bentheim erreicht, daß dieses einen Weg durch den Bentheimer Wald für den Radfahrverkehr zwischen Bentheim und Schüttorf nunmehr freigegeben hat. Bisher war der Bentheimer Wald für Radfahrer verschlossen, so daß diese, sei es auf dienstlichen oder privaten Fahrten, entweder die Fernverkehrsstraße benutzen oder große Umwege machen mußten. Der Weg, der selbstverständlich von Motorradfahrern nicht benutzt werden darf, führt unmittelbar hinter dem Bahnhof Bentheim=Nord in den Wald und endet in der Nähe des Ausflugslokals„Waldschlößchen“ in der Stadt Schüttorf. Sowohl die zahlreichen Volksgenossen, die diesen Weg auf ihrer täglichen Fahrt zur Arbeitsstelle benutzen müssen, als auch die Spazierfahrer werden erfreut sein, nunmehr auch einen Radweg durch den Bentheimer Wald freizuhaben. Die zahlreichen persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bentheim und Schüttorf werden durch diesen neuen öffentlichen Verkehrsweg noch enger gestaltet. r. greechtetten sich funf Minuten angeregt # über die wartende, gewiß kalt werdende Suppe und das in der Pfanne schreiende Sonntagsschnitzel, sie sprachen vom Wetter und gemeinsamen Bekannten. Fast färbte ihre gute Stimmung auf die übrigen Mitreisenden ab. die geduldig einige Warteminuten im Ouanidus verbrachten. Dann aber passierte der munter schwätzenden Dame ein kleiner Fehltritt. Die eine meinte zum Hut einer vorbeieilenden jungen Frau, daß er bestimmt ein „Irrtum“ sei(welch merkwürdiges Gebilde) und sie an gewisse Hauben aus früheren Jahrhunderten erinnere. Die zweite gab das ihre dazu mit den Worten:„Egal, wie sie aussieht, wenn die Mädchen nur unter die Haube“ kommen, sind sie zufrieden!“ Worauf die dritte immerhin optimistisch und versöhnend meinte: Na, dann haben wir es eben noch vor uns.“ Darauf die vierte:„Schweigt mir still! So S ist uns viel erspart geblieben!“ Peng..., das saß aber! Schade, schade, daß niemand in der Nähe war, der sich ge2 troffen fühlte! Es war eine Kriegserklärung an die ganze Männerwelt. Ob sie auch einem „ungerechten“ Schicksal galt, konnten wir feststellen. Wir wünschten in diesem Augenblick nur, daß eine Reihe kleiner minderjähriS ger Gäste unseren Omnibus bestiegen und diese „Tanten" belästigt hätte. Vielleicht hätten sie auch da erleichtert aufatmend festgestellt, daß ihnen auch dies„erspart“ geblieben sei... Wir dachten immer,„alte Jungfern“ gäbe es nicht mehr, denn wir sind uns ja klar darüber, daß jede Frau, die in ihrem Herzen mütterlich denkt und fühlt, nicht unter diese Kategorie fällt. Diese kleine Plauderei belehrte uns eines Besseren. Vielleicht fühlen sich diese vier Damen von irgend etwas 2 ausgeschlossen, dem doch ihre Sehnsucht gilt, = oder vielleicht haben sie zu wenig Sorgen... Wir geben ihnen den Rat: Niemand fühle sich s vernachlässigt, der sich nicht selbst ausschließt. hohe Verehrer der stolzen Pflanze, die auch Fackelkraut und„Unholdkerze“ genannt wurde.„Flamme“ nannten sie die Griechen, die die Pflanzen in Pechtauchten und als Fackel benutzten und aus ihren Blättern Lampendochte machten.„Himmelsbrand" nannten sie unsere Vorfahren. Die Heilkraft der Königskerze wird gerühmt und heute noch wird das Gesundkräutlein fleißig gesammelt für die, so an Brust= und Lungenleiden krank sind. Zu Gurgelwasser wird es gemischt bei Halsleiden. Die Tiere verschmähen die Pflanze bis auf die Bienen, die süßen Met aus der Königskerze saugen. Der Spork vom=Sonntag Fußball BS6 Hammersen— C. Kümpers Söhne(Jugend) Bereits am Samstagabend trugen obige Mannschaften auf dem ViL=Platz ein Freundschaftsspiel aus, das die Platzmannschaft mit:1 gewann. Hammersen konnte nicht mit der besten Mannschaft antreten, doch hatten die CKSer zum ersten Spiel einen starken Gegner gefunden. Das Spiel war abwechslungsreich und fair und endete mit einem verdienten Siege der Gastgeber. BS6 Hammersen— BSc Salzbergen Am Sonntag nachmittag sah man dann seit längerer Zeit wieder die erste Fußballelf auf eigenem Platze spielen. Gegner war die neuerstandene BSG aus Salzbergen. Leider war dieses eine ungleiche Paarung der Mannschaften. Salzbergen hatte fast alles Jugendliche in der Mannschaft, die in keiner Phase der Platzelf das Wasser reichen konnte. Hammersen war äußerst svielstark und konnte sich überhaupt nicht voll entfalten. So wurde das Treffen fast als ein Lehrsviel hingenommen. Schade darum, denn die Platzelf hätte in dieser Besetzung gegen starke Mannschaften bestehen können. Nach dem Seitentausch gelang es den Gästen den Ehrentreffer zu erzielen. Dieser Treffer mag den Jungens aus dem benachbarten Salzbergen als Ansporn für weiteres Training sein, denn mancher Junge, vor allem der Torwart, verriet gute Veranlagung. Hammersen hatte folgende ausgezeichnete Einheit zur Stelle: Meier, Klavers, Reekers, Karzewski, Gering, Albers, Klavers I. Ziegler, Baars, Kamphues, Dücker, die, falls sie zusammenbleiben kann, einen gefürchteten Gegner abgeben wird. Handball BSc Hammersen— C. Kümpers Söhne Im Frauenhandball ist bei den Hammersenspielerinnen wieder neuer Geist eingekehrt. Es ist eigentlich schade, das eine so lange Pause eintreten mußte, wenn jedoch jetzt mit neuem Mut begonnen wird, dann sitzt noch alles„drin". Das Training ist jedenfalls eine ernste Angelegenheit und es ist eine Freude, mit welcher Begeisterung die Mädchen dabei sind. Das erste Spiel fand also wieder am Sonntag statt und man kann wohl sagen, daß es keine Enttäuschung gab, sondern einen recht vielversorechenden Anfang. Alle Spielerinnen gaben sich redlich Mühe, man sah hübsche Kampfszenen und sogar technische Leistungen, die fernerhin zu guten Aussichten berechtigen. Dieses erste Sviel wurde sicher gewonnen. Die Mädel von CKS scheiterten an der svielerischen Ueberlegenheit und dem besseren Wurfvermögen der Hammersenmädel, die einen sicheren:=Sieg einheimsen konnten. B. Aus der Reichsbahn=Sportgemeinschaft Wie wir erfahren haben, hat die ReichsbahnSportgemeinschaft(Abt. Fußball) den Sportlehrer Werner als Trainer zum Einüben der Fußballmannschaften verpflichtet. Das Training findet jeden Freitag ab 17 Uhr auf dem Reichsbahnsportplatz(Saß) statt. Aus der Bewegung Rheine.=Gruppe 2/205. Der Führerinnendienst der=Gruppe 2/205 fällt am Dienstag aus. Verantwortlicher Sehriftleiter für den heimatlichen Text- u. Bildteil: Eduard Wenzel-Rheine. Gott der Herr nahm heute nachmittag 3,15 Uhr meine innigstgeliebte, gute Mutter, meine liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Raguste=Eege geb. Othmer im 90. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Frau Marie Kliffken geb. Wege Frau Emma Glehn geb. Othmer Rheine, den 1. September 1940. Salzbergener Straße 12. Die Trauerfeier findet statt am Mittwoch, dem 4. September, 15 Uhr, in der Friedhofskapelle Königsesch, daran unchließend erfolgt die Beisetzung. Guterh. leichter Bäckerwagen zu kaufen gesucht. Angebote mit Preis unt.„Bäkkerwagen“ an die Gesch. ds. Bl. Fast neues Kostüm Größe 44, und neue versenkbare Nähmaschine zu verkaufen. Pappelstr. 4, I. Et. 3 Zimmer-Wohnung zu vermieten. 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