* NE SEE der Stadt uns dns Amtsgerichts Hobenlhaburg Ganz Spanien in Francos Hand Ende des roten Spuks Burgor, 30. März. Nachdem sich sämtliche Provinzhauptstädte unterworfen haben, steht am Mittwoch um 14,30 Uhr fest, daß sich mit diesem Zeitpunkt ganz Spanien ien Besitz Francos besindet. Die nationale Armee setzt ihren siegreichen Einzug in die einzelnen Orte fort und wird überall festlich von einer jubelnden Bevölkerung als Befreier empfangen. 00 Eindrücke aus dem befreiten Madrid Madrid, 30. März.(Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Nach den Jahren der Unterdrückung durch die Roten wurden die Truppen Francos von der Bevölkerung der spanischen Hauptstadt in stundenlangen Freudenkundgebungen als Befreier gefeiert. Die Aufräumungsarbeiten haben bereits begonnen. Es verschwinden die Barrikaden und die Sandsackwälle um die bekannten Madrider Denkmäler, die vor der Einwirkung von Geschossen geschützt werden sollten Die Bevölkerung ist völlig ausgehungert. 90 vH. der Einwohner sind seit Jahren un Weitere Bombenanschläge in England Von den Tätern fehlt jede Spur. London, 30. März. In der Nacht zum Mittwoch wurden die Bewohner des Londoner Stadtteils Hammersmith durch zwei Explosionen aus dem Schlaf gerissen. Zwei Höllenmaschinen waren gegen 1 Uhr nachts auf der Themse=Brücke von Hammersmith exterernährt, so daß die Hilfszüge der Falange mit Tränen der Rührung empfangen werden. In Madrid trafen 1000 Falangistinnen ein, die bisher im natkonalen Gebiet tätig waren, um das soziale Hilfswerk zu übernehmen. General Espinosa de Los Monteros, der Chef der Befreiungsarmee, bezog Quartier im Theater„Capitol". Man ist daran gegangen, die roten Waffenlager zu übernehmen. Militärkreise betonen, daß die roten Verteidigungsanlagen bei Madrid nach den Grundsätzen modernster Kriegskunst erbaut sind, wobei der Materialverbrauch so gut wie keine Rolle spielte. Deutlich könne man die Anleitung ausländischer Sachverständiger beim Bau der Werke bemerken. Zum großen Teil ist Madrid unterminiert. Die Roten wollten auf diese Weise jedenzeit die Möglichkeit haben, ganze Stadtteile in die Luft zu sprengen. Glücklicherweise konnten aber alle Zündleitungen rechtzeitig übernommen werden, ohne daß irgend welches Unheil passierte. Allein das Madrider Modell=Gefängnis ist mit 30000 Kilo Spreng stoff„gesichert". Aus in Madrid vorgefundenen Papieren ergibt sich, daß am Dienstag die Funktionäre Ausweise erhielten, um ihre Flucht nach Valencia bewerkstelligen zu können. Alle roten Bonzen sind im letzten Augenblick geflüchtet, mit Ausnahme einiger Mitglieder des„Verteidigungsraten",„General“ Miajas Wohnung ist völlig leer vorgesunden worden. Er hat seine gesamte Wohnungseinrichtung mitgenommen. Wie es heißt, befindet er sich unterwegs nach Cartakena, von wo er Französisch=Marokto erreichen wolle. Bezeichnend für den roten Terror ist das Verhalten eines kommunistischen Hausmeisters in Madrid. Er hatte sich ein besonderes Erpressungssystem für seine Hausbewohner ausgeklügelt. Von jedem Mieter des Hauses verlangte er monatlich einen hohen Betrag Trinkgeld und außerdem 25 vH. der Lebesnmittel des betrefsenden Mieters, die er dann weiter verkaufte. Die Mieter, die auf seins Vorschläge nicht eingingen, wurden von ihm als Faschisten angezeigt und dann bestraft, einige sogar mit Erschießen. Dieser Verbrecher konnte glücklicherweise festgenommen werden. 00 Der Fall Madrids in russischer BeleuchtungMoskau, 30. März. Die Zeitung„Prawda“ bemüht sich, den Sowjetlesern den Fall von Madrid„zu erklären“ und richtet in diesem Zusammenhang heftige Angriffe gegen England und Frankreich, die als Hauptschuldige an der endgültigen Niederlage Sowjetspa niens bezeichnet werden. Ostrau, 30 Geschwindigkeit, mit der Ostrau sich der neuen Lage anpaßt. Das äußere Bild Ostraus ist plodiert, ohne allerdings allzugroßen Schaden das gleiche wie in den Städten Brünn, Olanzurichten. Auch diesmal fehlt, wie bei al= mutz, Pilsen, Prag:„Arisches Geschäft“,„In len bisherigen Anschlägen dieser Art, von den 1Ari zerung begriffen“.„Unter kom. Leitung". len bisherigen Anschlägen dieser Tätern jede Spur. Spät nachts hat die Polizei eine Mitteilung veröffentlicht, in der es heißt, aus den Untersuchungen gehe eindeutig hervor, daß es sich um einen Versuch handelte, die Brücke in die Luft zu sprengen. Falangisten-Handstreich in Cuenca Alle roten Bonzen verhaftet. Madrid, 30. März. Die Truppen Francos drangen am Dienstag in die Provinz Cuenca ein und besetzten den Ort Tarancon, 80 km südöstlich von Madrid. Auf die Kunde von brach in der 70 km von Tarancon ent fernten Provinzialhauptstadt Cuenca unter den roten Bonzen eine Panik aus, und der größte Teil von ihnen floh Sogleich machte eine Gruppe von entschlos senen Falangisten einen Hanostreich. Sie brachte alle Verwaltungsstellen und Kasernen überraschend in ihre Hand, verhaftete die zurückgebliebenen woten Bonzen und rief die Aufruf heißt es: nationale Herrschaft aus. Die Bevölkerung schloß sich begeistert dem Aufstand an, so daß sich schon in der Nacht zum Mittwoch ganz Cuenca für Franoo erklärte, ohne daß bisher auch nur ein nationaler Soldat in die Stadt eingedrungen war. Auf den Verwaltungsgebäuden wehen die nationalen Farben Ostrau im Zeichen des Umbruchs Stimmungsbild aus einer alten deutschen Stadt in Mähren. März. Staunenswert ist die sellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben die Kaffeehäuser von nichts zu leben haben würden, kann man mit Genugtuung feststellen, daß die Ostrauer Kafseehäuser und Vergnügungslokale einen Massenbesuch wie kaum zuvor aufweisen. Die Nachtlokale, früher ausschließlich von Juden und deren Anhängerschaft besucht, weisen einen weit besseren Basuch auf als früher. Ueberall auf der Straße steht man Angehörige der Wehrmacht, die freundlich Auskunft geben über dies und jenes, was gerade im allgemeinen Interesse liegt. Auch unter der tschechischen Bevöllerung merkt man langsam ein erwachendes Verstehen und einen glimmenden Glauben an eine schönere und bessere Zukunft. Arisierung begriffen“,„Unter kom. Leitung Manche können es wohl noch nicht begreifen, daß sie nicht in einem jüdischen Geschäft kaufen dürfen, manche sehen noch immer mit Staunen auf die Hakenkreuzfahnen, die in der Stadt an fast jedem Haus hängen und wohl der beste Beweis dafür sind, daß Ostrau im Grunde genommen doch immer eine deutsche Stadt gewesen ist. Entgegen einer düsteren Prophezeiung einer gewissen Presse, die öfter die Behauptung aufgestellt hatte, daß nach Ausschaltung der Juden im Ostrauer ge Sportappell der Betriebe 1939 Aufruf Dr. Leys und Tschammer=Ostens an alle Schassenden. Berlin, 30. März. Der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der Reichssportführer von Tschammer und Osten haben einen gemeinsamen Aufruf an alle Betriebe Großdeutschlands erlassen, in dem alle Schaffenden zur Beteiligung an dem großen Sportappell dieses Jahres aufgerufen werden. In dem „Zum zweitenmal rufen wir— diesmal auch die Frauen— zum Sportappell der Betriebe. Wie im vergangenen Jahre so wird dieser Appell wieder eine gewaltige Demonstration des Lebens= und Gemeinschaftswillens aller Schaffenden werden, ein neuer großer Beweßs für die Einsatzbereitschaft und Einsatzfähigkeit der Betriebssportgemeinschaften, wenn es gilt, für den Führer ein starkes, gesundes und frohes Volk zu schaffen. Wir grüßen besonders die Kameraden der Ostmark, die auch bei dieser Leistungsprüfung nicht zurückstehen wollen. Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder! Wetteifert, die gesündeste und körperlich leistungsfähigste Betriebsgemeinschaft Großdeutschlands zu sein!“ (gez.) Dr. Robert Ley (gez.) von Tschammer und Osten Die Stappen des Sieges Hohenlimburg, den 30. März Am 12. Juli 1936 wurde in Madrid der rechtsstehende politiler Calvo Sotelo ermor, det. Der bolschewistische Klüngel wollte Spanien verproletarisieren. Am 18. Juli wurde die„Bewaffnung des Proletariats" durchgeführt, am 19. Juli erhob sich General Franco in Marokko. Ueberall, im Norden und in Madrid, im Süden und in den Mittelmeerstädten wurden Befreiungsversuche der nationalen Spanier unternommen, die jedoch meistens im Blute erstickt wurden. In den ersten Augusttagen sah es um die nationalspanische Sache verzweiselt aus. Aber Franco und seine Anhänger verzagten nicht. Aus Marokko kamen neue Truppen, Badagoz wurde genommen, Toledo, wo der Oberst Moskardo sich heldenhaft im Alkazar verleidigte, befreit. Am 6. November 1936 standen Francos Truppen vor Madrid. Aber als diese zum Sturm antraten, zeigte sich, daß französische und sowjetspanische Waffenlieferungen so stark gewesen waren, daß Madrid von den Roten gehalten werden konnte. Im März 1937 war die strategische Lage für die Roten ausgesprochen gut. Da setzte Francos Stoß an einer ganz unerwarteten Stelle ein: am 1. April 1937 startete er die Offensive im Baskenlande, nach drei Monaten war Bilbao genommen. Aber Miaja, der rote„Oberbefehlshaber von Madrid“, wollte das Baskenland durch eine strategisch außerordentlich geschickt gedachte Gegenoffensive retten. Von Osten, also von Madrid aus, und von Norden aus, sollten drei rote Armeekorps vorgehen und sich in Navalcarnero treffen. Zwar scheiterte der Stoß von Osten nach Westen an der Wachsamkeit der Nationalspanier, aber bei Brunete errangen die Roten einen Sieg, der jedoch ohne Auswirkungen blieb. (Fortsetzung Seite 2, Spalte 4). Kurz berichtet: Die Unterdrückung der Iren. London, 30. März. In London wurde wieder eine Reihe Iren für Sprengstoffattentate 5 bis 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Iren nahmen die Urteile tapfer auf, einige erklärten offen, sie würden weiterkämpfen. Immer noch verbohrt. Washington, 30. März. Zur Frage der Anerkennung Francos nach der erfolgten Befreiung Madrids erklärt man im Staatsdepartement nach wie vor, man müsse erst ein genaueres Bild über die Gesamtlage abwarten, bevor man eine Entschließung treffen könne. Ein Baum siel anf eine Pferde=Droschke. Warschau, 30. März. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich in dem Städtchen Pulawy in Mittel=Polen. Auf eine Pferde=Dwoschke, in der sich fünf Personen befanden, stürzte ein vom Sturm umgerissener Baum. Er erschlug zwei Fahrgäste und verletzte die drei übrigen Insassen des Gefährtes lebensgefährlich. Daladier über slotverordnungen und Hußenpolitik versteifung der haltung gegenüber Italien Paris, 30. März. Ministerpräsident Daladier hielt am Mittwochabend eine Rundfunkansprache, die von allen Sendern übertragen wurde. Daladier beschäftigte sich insbesondere mit dem französisch=italienischen Verhältnis; seine Ausführungen verrieten, daß die diesbezüglichen Erklärungen des Duce in jüngster Zeit nachhaltig gewirkt haben. Der französische Ministerprüsident schob die Initiative von sich aus wieder Rom zu und meinte, die italienische Note vom 17. Dezember habe nicht„konkrete Forderungen“ enthalten. Daladier erklärte dann recht unverbindlich, daß Frankreich bereit sei, die loyale Durchführung der italienisch=französischen Abkommen fortzusetzen, und es nicht ablehne, Vorschläge zu prüfen. Zu Eingang seiner Ansprache an das französische Volk beklagte Ministerpräsident Daladier die Schwierigkeiten der Gegenwart: Unsicherheit, Rüstungswettlauf und wie die durch Versailles bezw. die Versailler=Mächte verschuldeten Notstände alle heißen. Diese Lage mache es ihm, sagte Daladier, zur Pflicht, heute abend zu sagen, was Frankreich wolle, worin seine Kraft und seine Entschlossenheit bestehe. Frankreich wolle den Frieden freier Menschen. Die Kraft Frankreichs bestehe in seiner materiellen und moralischen Einheit. Frankreich sei entschlossen, sein Joeal und seine Rechte zu verteidigen. Die Einigkeit Frankreichs sei noch nie so tiefgehend und vollständig gewesen wie heute. Frankreich hoffe jedoch, daß der Friede gerettet werden könne, denn es hasse den Krieg. Aber die Verteidigung von Frankreichs Freiheit sei gesichert. Mehr Arbeit, eine gesunde und rigorose öffentliche Finanzgebarung, die Annahme von notwendigen Opfern hätten bereits nützliche Ergebnisse gezeitigt. Die wirts haftliche Lage Frankreichs bessere sich. Gestern noch habe der Franken sich gegenüber allen übrigen Währungen der Welt gefestigt. Daladier betonte in seinen weiteren Ausrungen— welche den innerpolitischen Grund seiner Rede besonders klar erkennen ließen,— daß die Regierung durch die kürzlichen Dekrete, die die im Herbst vor. Jahres ergriffenen Notverordnungen vervollständigten, nur noch die Arbeitskraft des Landes zu erhöhen und die Sonderinteressen dem öffentlichen Wohl unterzuordnen beschlossen habe. Der Redner malte die Vorteile beredt aus und verband das mit einer Betrachtung der natürlichen Schätze Frankreichs. Diese Stärke lasse Frankreich der Aufgabe eines riesigen Weltreiches gewachsen erscheinen. Der afrikanische Block bilde dessen Zentralgerüst. Die franzöösische Stärke liege weiter in den Freundschaften Frankreichs, wie sie in den Verträgen festgelegt seien, und in denjenigen,„die spontan Frankreich mit den freien Völkern und denjenigen Völkern, die leiden, verbinden“.„ Zur internationalen Politik bekräftigte Daladier gerade in diesem Zusammenhang Grundsätze, deren Verwirklichung Deutschland z. B. 20 Jahre vergeblich forderte: Regelung der Beziehungen von Nation zu Nation durch die Gerechtigkeit und das Recht.„Erst, wenn diese Begriffe verschwinden und Gewalt entfesselt wird, wird die Gewaltanwendung eine unerläßliche Pflicht.“ Anschließend kam Daladier auf die französisch=italienischen Beziehungen Rückkehr Dr. Leus aus Ialien Empfang der Wirtschaftsführer. Berlin, 30. März. Am Mittwochabend gab der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der soeben von seiner Italienreise zurückgekehrt war, im NS.=Gemeinschaftshaus„Kraft durch Freude“ einen Empfang für die führenden Männer der deutschen Wirtschaft. Der Reichsorganisationsleiter und Frau Ley konnten die Leiter aller Reichswirtschaftsgruppen sowie zahlreiche Mitglieder des Generalrates der deutschen Wirtschaft mit ihren Damen begrüßen. Ferner nahmen an dem Empfang der Geschäftsführer der Deutschea Arbeitsfront, Hauptamtsleiter Marrenbach, Stabsleiter Simon und mehrere Hauptamtsleiter der Reichsleitung sowie sämtliche Leiter der Fachämier der Deutschen Arbeitsfront und endlich eine Reihe namhafter Künstler der großen Berliner Bühnen teil. Der Abend gab Dr. Ley und seinen Gästen Gelegenheit zu einem regen Gedankaiaustausch über die gemeinsamen Arbeitsgebiete. Ein ausgezeichnetes künstlerisches fand die freudige Zustimmung der Gäste. zu sprechen und erwähnte in diesem Zusammenhange die französisch=italienischen Abkommen vom 7. Januar 1935. Diese Abkommen hätte Frankreich durchzuführen begonnen. Unter Außerachtlassung der gegen Italien seinerzeit verhängten Sanktionen meinte der Redner, weder während der Eroberung Acthiopiens noch später seien die Abkommen in Frage gestellt worden. Erst durch einen Brief vom 17. Dezember 1938 habe Italien durch Graf Ciano Frankreich wissen lassen, daß man diese Abkommen vom Jahre 1935 nicht mehr als gültig betrachte. Daladier gav zu, daß in der italienischen Note vom 17. Dezember die italienischen Probleme Frankreich gegenüber klar dargelegt worden seien. Diese Probleme hießen Tunis, Tschibuti und Suezkanal.— Der Ausspruch Mussolinis habe aber trotzdem jetzt in der internationalen Oeffentlichkeit große Ueberraschung hervorgerufen. Der Brief vom 17. Dezember werde darum jetzt veröffentlicht werden. Er habe„keinerlei Präzisionen“ enthalten. Daladier polemisierte nun ernsthaft gegen den Brief vom 17. Dezember und verwahrte sich nicht sehr geschmackvoll dagegen, diesbezügliche Forderungen im einzelnen durch Presseartikel oder„durch das Geschrei der Straße“ vorzubringen. Er selbst habe gesagt und bleibe dabei, daß Frankreich keinen Zollbreit seines Gebietes und kein einziges Recht abtreten werde. Im Geist und im Sinne der Abkommen von 1935 lehne Frankreich aber nicht ab, die Vorschläge zu prüfen, die ihm unter breitet werden sollten. Dann machte Daladier einen Versuch, die bekanntlich Pöbelüberfälle und Drangsalierungen von Italienern verzeichnenden Verhältnisse in Tunis zu beschönigen: Man behaupte, daß die Italiener schlecht behandelt oder sogar verfolgt würden. Das seien Fabeln. Die Italiener genössen im Gegenteil in dem ganzen Gebiet die„liberalste“ Behandlung, sowrehl was sie selbst, als auch, was ihre Kinder anbetreffe.(?!) Auch in Frankreich selbst hätten die Italiener sich über mangelnde Gastfreundschaft nicht zu beklagen. Dasselbe gelte auch für ein anderes großes Nachbarvolk, mit dem Frankreich so viele Kon8 LGROSS- POLEN Om UNd. (Fortsetzung von Seite 1). Franco, der diese Gegenoffensive zum Stehen gebracht hatte, konnte seine Truppen wieder gen Norden wersen und die Eroberung des Baskenlandes, die Befreiung Sautanders und Bilbaos vollenden. Im Besitz Nordspaniens hatte er die notige Basis an Menschenkraft und Materialien, um den Roten mit wachsender Stärke begegnen zu können. Im Februar 1938 nahmen die heldenmütigen Truppen General Francos den Sowjetspaniern Teruel wieder ab, 3 Wochen später brach die entscheidenden Offensive gegen Katalonien los, nicht gegen Valencia oder Cartagena. Lerida wurde genommen, bei Vinaroz das Mittelmeer erreicht. Rotspanien war in zwei Teile, um Madrid und um Barcelona zerschnitten. Das Frühjahr 1938 brachte dann zähe Stellungskämpfe um Sagunto, der Sommer solche südlich Leridas. Im Dezember standen sieben Armeekorps des Generals Franco zur zweiten Offensive auf Barcelonas drei Festungsgürtel bereit. Aber gerade dort, wo die roten Verteidiger Kataloniens es nicht erwartet hatten, im Süden und im Norden, packte Franco zu. Am 10. Januar 1939 wurden die beiden Straßenknotenpunkte Borjas Blancas im Süden und Artesa im Norden genommen, das Verteidigungswerk stürzte damit in sich zusammen. Das rote Gesindel flüchtete im Januar und Februar über die französische Grenze, am Mittag des 26. Januar 1939, 33 Tage nach Beginn der katalanischen Offensive, drangen die Truppen Generals Francos in Barcelona ein. Mit der katalanischen Offensive hatte Franco ein Meisterstück nationalspanischer Stategie geliefert. Was nun von Rotspanien übrig blieb, waren Trümmer. Am Montag, dem 27. März, setzte eine neue Offensive an, am Dienstag bereits kapitulierte Madrid. Damit hat Rotspanien, von den Sowjets, von England und Frankreich unterstützt, ein ruhmloses Ende gefunden. Der Mut, die Energie und die Genialität General Francos haben das nationalspanische Heer gewissermaßen aus dem Boden gestampft, es organisiert und so allmählich die Uebermacht der Roten gebrochen, bis das Banner Nationalspaniens nunmehr nach 32 Monaten von allen spanischen Bastionen weht. Italiens Forderungen an Frankreich. Weltbild=Gliese(M.) Der italienische Regierungschef Mussolini hat in seiner letzten bedeutsamen Rede die Forderungen Italiens an Frankreich klar umrissen: Tunis, Dschibuti, Suezkanal! Tunis, in dem erheblich mehr Italiener als Franzgsen wohnen und schaffen, dratkilometern und 2608 313 Einwohnern, Dschibuti, das„Tor nach Athiopien“, Salseshsch heate e eschehetese hesheehchen und England gemacht wurden. flikte gehabt habe. Indessen hätten der deutschfranzösischen Verständigung„die Eroberung der Tschecho=Slowakei und die Besetzung Prags durch die deutschen Armeen“ einen schweren Schlag zugefügt.(???) Der Ministerpräsident betonte jedoch erneut, daß der Krieg eine Katastrophe für alle Nationen sein würde. Im Namen seines Landes rufe er alle Mächte, die so dächten, zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auf, und zwar„alle die Mächte, die so wie wir bereit sind, auf dem Wege des Friedens zu bleiben, die aber in einem einzigen Schwung sich gegen jeden Angriff solidarisch erheben würden.“ Nach freundlichen Worten für die französisch=britische Zusammenarbeit brachte Daladier zum Schluß die Hoffnung zum Ausdruck, daß alle vernünftigen Menschen die Sprache der Vernunft verstehen würden. Frankreich stelle alle seine Kräfte in den Dienst des Friedens. Ruch Valencia und Lartagena in nationaler hand Madrid, 30. März. Um 16 Uhr MEZ. gab Mittwoch der Rundfunksender Cartagena die Uebergabe der Stadt und des Kriegshafens von Cartagena an General Franco bekannt. Die Verwaltung der Stadt wurde von dort ansässigen Falangisten vorläufig übernommen, die sich zum Teil in Gefangenschaft befanden und von einer riesigen Menschenmenge im Triumph befreit wurden. Der sowjetspanische Militärkommandant von Cartagena, der sich bis zuletzt geweigert hatte, die Uebergabe der Stadt vorzunehmen, wurde verhaftet. Wie überall herrscht auch in Cartagena unbeschreibliche Begeisterung. Die bisherigen sowjetspanischen Miliztruppen der Provinz Murcia, die sich in der vergangenen Nacht bereits für General Franco erklärt haben, rücken unter dem Jubel der Bevölkerung in Cartagena ein. In Valencia trafen Mittwoch um 16,30 Uhr die Vorhuten der nationalen Truppen ein, die in Eilmärschen von der bisherigen Valencia=Front herbeigeeilt waren, ohne auf irgendwelchen Widerstand zu stoßen. Die Truppen, die auf ihrem ganzen Marsch durch die fruchtbare Ebene von Valencia von der Landbevölkerung stürmisch umjubelt wurden, drangen durch das Serranos=Tor in die Stadt ein und marschierten durch ein unübersehbares Spalier der Bevölkerung unter fröhlicher Marschmusik durch die Gran Via, die Hauptstraße der bedeutenden Hafenstadt. Kurz vor dem Einmarsch der Truppen in Valencia hatten bolschewistische Elemente noch einmal versucht, in der Stadt Unruhe zu stiften, die roten Verbrecher wurden jedoch von falangistischen Freiwilligen überwältigt. Im übrigen werden am Donnerstag schon wieder sämtliche Zeitungen Valencias als nationale Blätter erscheinen. Die Besetzung der Provinzhauptstadt Guadalajara durch nationale Truppen ist bereits beendet. Die Stadt ist außer sich vor Begeisterung. Sämtliche roten Milizleute sind mit allen Zeichen offener Freude zu den Nationalen übergelaufen. * „Alles ist zu Ende!“ Massenflucht der roten Bonzen nach Oran, Paris, 30. März.= Unter den aus Valencia geflüchteten und an Bord von roren Flugzeugen in Oran eingetroffenen Rädelsführern befindet sich, wie Havas meldet, auch„General“ Miaja. Er wurde von zahlreichen rotspanischen„Offizieren" bei seiner Landung begrüßt, die kurz vorher ebenfalls mit Flugzeugen eingetrossen waren und erklärte melancholisch:„Alles ist zu Ende!“ Im Laufe des Mittwochs sind in fast ununterbrochener Reihenfolge mehr als 25 wote Flugzeuge aus Spanien auf dem Flugplatz von Oran gelandet. * Rote horden plünderten den Eskorial Gemälde spanischer Meister ins Ausland verschleppt. Bilbao, 30. März. Nach der Einnahme Madrids werden jetzt Einzelheiten bekannt über die Plünderung des weltberühmten Eskorials, der von Philipp II. erbaut wurde und den spanischen Königen als Grabstätte diente. Die Roten raubten alle Gemälde der spanischen Meister, unter denen sich auch Werke von Greco und Velazquez befinden. Man nimmt an, daß alle Kunstschätze ins Ausland gebracht wurden. Sämtliche goldenen und silbernen Meßgeräte des Klosters sind ebenfalls verschwunden. Die Königsgräber wurden von den Bolschewisten größtenteils geschändet und zerstört. 76/ 2. Blatt 70. Jahrzang Der Gemeinnützige Donnerstag, den 30. März 1939 Aus der Heimat Hohenlimburg, den 30. März. Versammlung des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland Wetter-Bericht des Reichswetterdienstes Essen=Mälheim. Milderung. Vorhersage für Freitag und wahrscheinliche Weiterentwicklung: Vorwiegend heiter und am Tage schon recht mild. Schwache Winde. 00 Gedenkausstellung „Weltkrieg 1914—18“ Nach einem glänzenden, beispiellos dastehenden Vormarsch tief in Frankreich hinein mußte das deutsche Heer mit seinem rechten Flügel in den Tagen des 9. September 1914 den Rückzug an der Marne antreten, von den Franzosen das„Wunder an der Marne genannt. Es war die erste Tragödie, die die Hoffnung auf eine schnelle Beendigung des Krieges zerstörte. Es sollten ihr im Laufe der nächsten vier Jahre noch manche auf beiden Seiten folgen. Denken wir nur an den großen Kampf um Verdun im Jahre 1916, der mit der Eroberung des Forts Souville wahrscheinlich den Frieden gebracht hätte; an die Meutereien im französischen Heere im Sommer 1917 nach ihrer vollständig fehlgeschlagenen Offensive am Chemin des dames; an den zu spät eingesetzten und dann zu früh abgebrochenen U=Bootkrieg; an die Tankschlacht bei Cambrai und die Schlacht in Frankreich Frühjahr 1918, als das Frontheer die Wirkung des ersten Dolchstoßes und Verrats der Heimat zu.spüren bekam. Nicht zuletzt auch an die deutsche Erfindung der Elektro=Brandbombe, deren Anwendung wahrscheinlich den Krieg zu unseren Gunsten beendigt hätte, aber aus Gründen der Menschlichkeit untersagt wurde. Alles Ereignisse von größter Tragik. Und doch, trotz allem haben wir Deutsche einen großen Gewinn aus dem Kriege zu verzeichnen, den der Dichter Schauwecker mit den Worten umreißt:„Wir mußten den Krieg verlieren, um die Nation zu gewinnen“. Im Schützengraben, im blutigsten Kampf wurde der Nationalsozialismus geboren, der unter der Führung unseres Volkskanzlers das deutsche Volk in seinen Stämmen und Ständen wieder geeint hat. Von diesen Geschehnissen hören und sehen wir in der Gedenkausstellung„Weltkrieg 1914— 18“, die im Volksheim stattfindet und täglich geöffnet ist von 10— 13 Uhr und von 15— 21 Uhr. (0 ∆ Hohes Alter. Der Invalide Carl Grote, wohnhaft Neuer Weg 7, vollendet am heutigen Donnerstag, 30. März, sein 78. Lebensjahr. Er ist geistig und körperlich noch recht rüstig und schon lange ein treuer Leser des„Gemeinnützigen.“ Wir gratulieren herzlich! Bekämpfung der Tuberkulose Die öffentliche Versammlung, zu der der VDA.(Volksbund für das Deutschtum im Ausland) eingeladen hatte und die gestern abend im Gwote'schen Saale in Oege stattfand, war leider nur schwach besucht. Auch der Bezirksleiter des Volksbundes, Pg. Vielhaber=Letmathe, der die Versammlung eröffnete, bedauerte dies. Er ging dann kurz auf die Aufgaben des Volksbundes ein und wies auf die rund 20 Millionen Deutsche hin, die jenseits der Grenzen einen harten und oft bitteren Kampf um die Erhaltung ihres Deutschtums zu führen haben. Wie schwer dieser Kampf oft ist, das zeigte der Redner des Abends, Va. Martens, der als geborener Deutscher aus der Ukraine aus eigener Kenntnis der Dinge von dem Schicksal der Deutschen in Rußland zu erzählen wußte. Es war ein einfacher, ungeschminkter Bericht, den der Redner gab, der deutsches Bauernschicksal ergreisend schilderte. Er begann mit dem Zeitpunkt vor mehr als 100 Jahren, als Deutsche als Kulturt äger in den Osten kamen, die dort ihr Volkstum hochhielten. Bis Krieg und Revolution dem ein Ende setzten und Tausende der deutschen Beuern dem furchtbaren und mitleidlosen Bolschewismus zum Opfer fielen. Der Jude nahm die„Liquidierung“ mißliebiger Fremder, zu denen auch die Deutschen zählten, vor, und die verheerenden Folgen der Kollektivierung. des Stachanow=Systems und der GPU.=Methoden wurden an Einzelbeispielen nachgewiesen. Wo war, so fragte der Redner mit Recht, die sonst immer vor Wehmut triefende demokratische Weltpresse, als diese tierischen Greuel zum Himmel schrien? Demgegenüber betonte Martens die historischen Taten des Führers und rief alle Deutschen auf, ihre Aufgaben noch ernster zu nehmen als bisher, um mit dem Führer Großdeutschlands die Einheit der 100 Millionen immer mehr zu festigen. Ortsgruppenleiter Pa. Boecker, der das Schlußwort sprach, unterstrich besonders die bedauerliche Tatsache, daß so viel ausgewandertes deutsches Blut dem Volkstum verloren cehe und erklärte demgegenüber für wesentlich, auf eigener Heimaterde geschlossene germanische Siedlungsgebiete zu errichten, um die Bewohner dem großen Mutterland zu erhalten. Er schloß dann die Veranstaltung mit dem Führergruß. Erfreulicherweise hat sich bereits gestern eine Reihe von Mitgliedern in die umlaufenden Listen eingezeichnet, um die hiesige Ortsgruppe des BDA. zu verstärken. Wir wünschen dem Volksbund, daß er im Laufe des Jahres — für den Mai ist wieder eine größere Werbeveranstaltung geplant— seinen Wunsch, eine ansehnliche Mitgliederzahl auch in unserer Stadt in seinen Reihen zu sehen, erfüllt sehen wird. Schulentlassen! Ein Wort an unsere Jungen und Mädel. Ein Hilfswerk des NS.=Lehrerbunkes für Lehrersamilien. Wenn ein Lehrer das Unglück hat, von der Tuberkulose befallen zu werden, so bedeutet es, da er täglich durch den Unterricht mit vielen Kindern Umgang pflegen muß, eine Gefahr für seine Umgebung. Der NS.=Lehrerbund führt deshalb ein Hilfswerk für solche Lehrer durch. Es werden vor allem geldliche Unterstützungen an Erkrankte und an deren Familien gezahlt, damit Heilkuren ohne finanzielle Sorgen für die Beteiligten durchgeführt werden können. Neuerdings ist ein Abkommen mit der NSV. getroffen worden. Zusammen mit dem Tuberkulose=Hilfswerk der NSV. soll dafür gesorgt werden, daß alle Gefahrenherde verschwinden. Bei dieser Betreuung werden nicht nur Lehrer, sondern auch deren Hausmitglieder, sogar die Hinterbliebenen, bedacht. Zentral=Futterküche des Ernährungshilfswerkes entsteht. In Hagen ist die Einrichtung einer Zentral=Futterküche für Zwecke des Ernährungshilfswerkes geplant, an die auch die umliegenden Städte angeschlossen werden sollen. Der Bestand an Schweinen soll von 450 auf 1000 Tiere erhöht werden Schulentlassen! In diesem Worte kann unendlich viel liegen: Einerseits die Freude, den Abschluß eines Zeitabschnittes erreicht zu haben, der entscheidenden Einfluß hatte auf Eure gesamte Entwicklung. Die Freude, nun aus einer bewußten Führung herauszukommen in ein Neuland, in dem die Freiheit eine größere Rolle spielt als bisher. Bei dem Worte„schulentlassen“ wird bei manchem auch ein trauriger Unterton mitklingen, denn es gilt Abschied zu nehmen von der Kameradschaft, in die man so stark hineinwuchs, Abschied zu nehmen von den Erziehern, die Freunde und Lebenshelfer waren, so sehr man vielleicht manchmal an Aeußerlichkeiten Anstoß nahm. Das Vergangene liegt nun klar und offen hinter Euch jungen Menschenkindern, während die nahe Zukunft noch verschlossen ist. Nur der glückliche Landjahrjunge weiß, daß das kommende Jahr ein bedeutungsvoller Auftakt zur Berufsarbeit wird, daß es den Körper stählen, den Geist lebendig machen wird und dem Charakter eine Form geben kann, die die Gewähr für Lebenstüchtigkeit in sich trägt, wenn er froh auf all das eingeht, was ihm die Landjahrführer zu geben haben. Wer nun unmittelbar in den Beruf kommt, der steht an einem Scheidewege. Entweder wird er das bleiben, was das beste am Pimpsen oder dem Jungmädel war, ein Mensch, der dem Führer nachleben und seine hellen Augen behalten will, und das Jahr der Gesundheitspflicht ist besonders dazu angetan, ihm das Jungbleiben zu erleichtern. Oder er wird so schnell wie möglich versuchen, einem falschen Männlichkeitsideal nachzujagen, das allzusehr abweicht von all den neuen hier spricht die Off. Betr. KF. 239,39 Wilhelmshaven. Die Fahrkarten für diese Fahrt können heute in der Zeit von 18.30—19.30 Uhr ab geholt werden. Erkenntnissen, die uns die große Revolution brachte, die auch den Genuß unter nationale Gesichtspunkte stellte. Das, was im Großen im deutschen Volke an Unwälzung nötig war, muß ständig auch vom Einzelmenschen vollzogen werden, die Wende vom Nur=Ich=Sein zum Kameradsein, zum Gleichsein, die Wende vom Genießen zum Dienen und Opfern. Wir hoffen, daß alle Eltern unserer jungen Kämpfer bereit sind, mit ihren Kindern weiterzuwachsen, daß sie die Sehnsucht haben, mit ihnen jung zu bleiben. Und daß sie ihnen Treue und WahLaftigkeit, Dienen und Opfern vorleben müssen, das versteht sich wohl von selbst. Kinder wollen vor ihren Führern Achtung haben. Wir hoffen auch, daß Ihr jungen Menschen Euch die rechten Freunde sucht, mit denen Ihr Euch herzlich freuen könnt. Am rechten Lachen werdet Ihr erkennen, wer echt oder unecht ist. Wir sind nicht bange um Euch junge Menschen: Ihr werdet einfach mitgerissen von der Größe der Zeit, alles ebnet sich und ordnet sich im großen deutschen Vaterlande auf fast wunderbare Art, ein großer Segen ruht auf dem Werke unseres Führers, und wenn Ihr recht oft die Augen Eures großen Führers auf Euch ruhen fühlt, dann werdet auch Ihr das Leben beherzt und froh ergreifen, jedes Tagewerk für wichtig nehmen und so handeln, daß Euer Führer stiller Zeuge sein darf. So mag Euch die Schulentlassung, die Ent lassung in die Freiheit des harten Lebenskampfes, in eine neue große Bindung führen, in die Bindung und Verantwortung, die Ihr dem deutschen Volke gegenüber in den herrlichsten Jahren seines Aufstieges habt. In diesem Sinne Heil Hitler! Weltbild(M.) Der Befreier Madrids. Staatschef General Franco, dessen siegreiche Truppen Madrid von dem bolschewistischen Joch befreiten und durch ihren weiteren Vormarsch den Endsieg des nationalen Spaniens sicherstellten. sleues vom Tage Dank für unermüdliche fürsorgerische Arbeit. Berlin, 30. März. Der Führer hat der um den Aufbau der NS.=Volkswohlfahrt sehr verdienten Frau Eva von Schroeder vom Hauptamt für Volkswohlfahrt zu ihrem 60. Geburtstage sein Bild mit persönlicher herzlicher Widmung überreichen lassen. Luftschutzunder stände in Kaivo. Weltbild(M.) Bewohner von Kairo besichtigen die neuen Luftschutzunterstände, die in den meistbevölker. ten Stadtvierteln an gelegt worden sind. Reichsführer SS. Himmler in Stuttaart. Stuttgart, 30. März. Am Mittwoch sprach der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei, Himmler, im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart vor dem gesamten Offizierskorps der württembergischen und badischen Polizei in mehr als zweistündigen Ausführungen über Sinn und Aufgaben der Polizei im nationalsozialistischen Deutschland. Mittwochsitzung des britischen Kabinetts. London, 30. März. Das britische Kabinett trat am Mittwoch unter Vorsitz von Premier= minister Chamberlain zu einer Sitzung zusammen, der— wie die Agentur Preß Association schreibt—„erhebliche Bedeutung“ zukomme. Es sei Großbritanniens Haltung zu den gegenwärtigen europäischen Problemen und die Basis seiner künftigen Politik behandelt worden. Keine Aenderung der polnischen Außenpolitik. Warschau, 30. März. Die polnische Außenpolitik wird, wie man in Warschau mit Nachdruck erklärt, in ihren Richtlinien in keiner Weise geändert werden. Die Regierungspresse stellt fest, daß Polen sich in keine Blocks einspannen lasse. Verstärkung der englischen Territorialarmee Freiwilligensystem wird beibehalten. London, 30. März. Premierminister Chamberlain gab am Mittwoch im Unterhaus bekannt, daß die Territorialarmee von der gegenwärtigen Stärke von 130000 Mann um 40000 Mann erhöht und damit auf den Kriegsstand gebracht würde. Die Territorialarmee würde daraufhin verdoppelt und für eine Gesamtstärke von 340000 Mann eingerichtet werden. Dieser Beschluß werde eine Reihe von neuen Maßnahmen für die Unterbringung, die Ausbildung und die Ausrüstung der Territokialarmee zur Folge haben. Der Premierminister fügte hinzu, daß in Zukunft eine stärkere Anspannung aller nationalen Kräfte notwendig sein werde, um die erhöhte Zahl der Territorialarmee zu erreichen. Er sei überzeugt, daß alle Mitglieder des Hauses sich bereitwilligst für die Erreichung dieses Zieles zur Verfügung stellen würden. Der Labour=Abgeordnete Grecnwood begrüßte den in der Erklärung des Primierministers zum Ausdruck gebrachten Entschluß, an dem bisherigen Freiwilligensystem festzuhalten. Chamberlain erklärte darauf, daß alle Mittel des Freiwilligensystems bisher noch keineswegs erschöpft seien. Die Regierung sei überzeugt, daß das Freiwilligensystem allen Bedürfnissen entsprechen könne. 1 Kunst- Wissen= Forschung Das erste musische Gymnasivmn. Die Stadt Frankfuri a. M. errichtet mit Genehmigung des Reichserziehungsmi nisters Rust zum 1. Juli 1939 das erste mu sische Gymnasium im Reich. Diese neue Bildungsanstalt stellt eine völlig neue Erziehungssorm dar, die die musikalisch be fähigte Jugend aus dem ganzen Reich sam melt und ihre musischen und künstlerischen Anlagen fördert. Neben der wissenschaftlichen und körperlichen Ausbildung hit das musi sche Gymnasium das besondere Ziel, die musi schen schöpferischen Kräfte unseres Volkes ihrer naturgegebenen Bestimmung zuzuführen. Durch das musische Gymnasium in Frank furt am Main wird erstmalig eine AusleseAnstalt geschaffen, in der die musikalisch be fähigten Jungen ohne Rücksicht auf den Stand und die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Eltern von frühester Jugend an gemeinsam erzogen und ausgebildet werden. Das musische Gymnasium ist eine in allen wissenschaftlichen,„körperlichen und künstlerischen Fachgebieten voll ausgebaute höhere Lehranstalt, die die in Musik, Sprache und Rhyth m kleonders hochbegabten Knabei umfassend und vorbildlich ausbilden soll. Die Ausbildung schließt mit einer musischen, gymnasti schen und wissenschaftlichen Reizeprüfung ab. die den Zugang zu jedem sonstigen Beruf ermöglicht und beim Studium an Hochschulen für Lehrerbildung, Hochschulen für Musik und insbesondere Hochschulen für musikalische Er ziehung besondere Erleichterungen gewährt. Für die Aufnahme in die Schule am 1. Juli 1939 können nur solche Jungen aus dem dritten und vierten Schuljahr der Grundschule und aus den ersten drei Klassen einer Oberschule in Betracht kommen, die muika lisch außerordentlich begabt sind und in ihren bisherigen unterrichtlichen und körperlichen Leistungen über den Durchschnitt herausragen. mädel, leiste Dein Pflichtjahr auf dem Lande ab 700 Mädel finden in 40 wohnlichen Heimen in Westfalen Unterkunft. Anfang 1938 erließ der Reichsjugendführer die„Anordnung über die hauswirtschaftliche Ertüchtigungspflicht des B2M.“; kurze Zeit darauf folgte die Anordnung des Beauftrag ten für den Vierjahresplan. Generalfeldmar schall Göring, über den verstärkten Einsatz weiblicher Arbeitskräfte in der Land= und Hauswirtschaft. Dieser Erlaß erwei erte den Kreis der Hauswirtschaftspflichtigen über den Bund Deutscher Mädel hinaus auf alle weib lichen Jugendlichen unter 25 Jahren, soweit sie neu in das Berufsleben eintreten. In den Ausführungsbestimmungen zu die sen Anordnungen wird der Mädellanddienst als erste Möglichkeit zur Ableistung des hauswirtschaftlichen Pflichtjahres genannt. Mit seinem kameradschaftlichen Zusammenleben gleichaltriger Mädel im eigenen Heim unter einer erfahrenen BDM.=Führerin erleichtert er den Uebergang von der Schule in den Beruf. Wer kann sich für den Mädellanddienst melden? Lur Teilnahme am Landdienst ist jedes Mädel im Alter von 14 bis 21 Jahren berech tigt, sofern es körperlich den Ansorderungen der Landarbeit gewachsen ist. Eine ärztliche Gesundheitsbescheinigung, po lizeiliches Führungszeugnis und der qusge füllte Fragelogen zur Anmeldung geben die nötigen Aufschlüsse über die gesundheitlichen und charakterlichen Voraussetzungen Wo kann man sich anmelden? Die Anmeldesormulare für den Mädelland dienst sind an allen Untergaudienststellen des B2M., an den Arbeitsämtern und beim Reserat Landdienst in der Gebietsführung Westfalen der HI.(9), Münster, Diepenbrockstk. 30, erhältlich. Letzter Meldetermin ist der 4. April 1939. Wann erfelgt die Einberufung in ein Lager? Die Einberufung in ein Mädellanddienstlager erfolgt im Laufe des Monats April durch das Reserat Landdienst. Kampf der Rachitis-Gefahr! Maßnahmen im Gau Westsalen=Süo. Im Rahmen der dem Reichsinnenministerium angeschlossenen„Reichsarbeitsgemein. schaft für Mütter und Kind“ ist ein Fachaus schuß zur Rachitisbekämpfung gelildet worden, in dem alle interessierten Stellen der Praxis und Wissenschaft zusammengefaßt sind Der Fachausschuß hat in erster Linie die Auf gabe, der Rachilis, die noch immer jährlich 10—15% der Säuglinge erfaßt, vorzubeugen. Als wirksamstes Mittel hat sich die Zuführung von Vitamin D erwiesen, das in zahlreichen Präparaten, ua. auch in Lebertran verarbeitet, in den Apothelen erhältlich ist. Die Reichsarbeitsgemeinschaft für Mutter und Kind erstrebt für die Zukunft die Erfasung sämtlicher Säuglinge zur Behandlung gegen Rachitis im dritten Monat, ähnlich dem Impfzwang. Die NS.=Volkswohlfahrt im Gau Westfalen=Süo hat bereits große Mengen Vigantol=Lebertran, in dem sich das Vitamin D be,indet, ausgegeben. Ruszeichnung durch den Stabschef Vesörderung der westfälischen Meisterboper. Von den am vergangenen Wochenende ermittelten deutschen Boxmerstern gehören drei der Voxstaffel der SA.=Gruppe Westfalen an. Für ihre vorbildliche Leistung ließ ihnen Stabschef Lutze durch den Führer der SA.= Gruppe Westfalen, SA.=Obergruppenführer Schramme, besondere Anerkennung aussprechen. Gleichzeitig beförderte der Stabschef die drei erfolgreichen Boxer der SA.=Gruppe Westfalen, und zwar SA.=Sturmmann Michel Murach(Marine=Standarte 52) zum Rottenführer, SA.=Sturmmann Erwin Mancyk (Standarte 17) zum Rottenführer und SA.= Oberscharführer Erich Schnarre zum Trupp führer Wer will Schristleiter werden? Meldungen beim Gaupresseamt Westf.=Süd. In diese Jahreszeit fällt die für viele junge Menschen entscheidende Berufswahl. Ueberall finden die Abschlußprüfungen statt. Für diejenigen, die nach bestandenem Abitur die Absicht haben, Schriftleiter zu werden, sei besonders darauf hingewiesen, daß sie sich möglichst bald beim Gaupresseamt WestfalenSüd in Bochum melden müssen. In allen Gaupresseämtern der NSTAP. sind eitene Nachwuchshauptstellen eingerichtet, die nach den Richttinien der Reichspressestelle der NSDAP. arbeiten. Es ist notwendig und wichtig für alle Abi urienten aus dem Gau Westfalen=Eso. die den Schriftleiterberuf er greisen wollen, sich sofort beim Gaupresscamt zu melden. Dort werden ihnen Ratschläge erteilt, welcher Weg am besten beschritten wird; dort wird für den Schriftleitemachwuchs überhaupt jede Hilfe gewährt. Rus aller Welt Hier sind Kühe zu vermieten! In Ameri ka gibt es die sonderbarsten Geschäfte und Beruse. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob man von der Sache etwas versteht oder nicht. Es wird gehandelt und gearbeitet mit allen möglichen Dingen, ganz gleich, was es ist und ob man damit Bescheid weiß— Hauptsache ist das Geldverdienen. Da kann es wohl kaum wundern, daß ein Mann in Nord=Karolina auf eine ganz aus gefallene neue Idee gekammen ist. Er hat ein Geschäft aufgezogen, in dem Kühe an Interessenten vermietet werden. Die Kuy wird ihnen frei Haus geliefert und eingestellt. Selbstverständlich besteht dabei ein Nutzungsrecht an der Milch, denn das ist offenbar der Zweck der Sache und das Schlagwort:„Jedem seine eigene Milchkuh— jedem seine eigene Kuhmilch.“ In dem„Geschäft“ soll sogar eine„Vorführmagd" vorhanden sein, die solchen Kuhentleihern, die weder eine Ahnung vom Melken noch von dem Umgang mit Rindvieh haben, in einem Schnellkursus dergleichen Dinge beibringt. Die armen Kühe können einem leid tun. Der„Fachmann“, der liee sonderlae Kun-Vermictungs-Anstalt aufgezogen hat, ist natürlich kein Landwirt— er ist ein Lebensversicherungs=Agent. Man sollte die Kühe gegen ihn versichern. Ausschußredner verlor die Stimme. Die Gewohnheit viel, wenn auch nicht schön, und lange, wenn auch nicht immer ge rade gehaltvoll zu reden, ist allen sogen. demokrali chen Körperschaften eigen. Sogar im Staatsausschuß zu Ceylon ist das der Fall : N e u l i c h t r a t d o r t d e r V e r t r e t e r d e r e i n g e b o r e nen„Tamilen“ auf, um für die Rechte der von ihm vertrelenen Gemeinschaft zu sprechen. Er sprach sehr lange und eindringlich am ersten Tag, und er sprach noch länger und eindringlicher am zweiten Tag; diesmal waren es geschlagene sechs und eine halbe Stunde die er redete. Am dritten Tag wollte und sollte er weiterreden. Wieder war der Staatsausschuß versammelt, wieder erhob sich der Tamile und öffnete den Mund, um zu sprechen— aber es ging nicht. Er hatte sich an den vorhergehenden Tagen so heiser geredet, daß kein Laut mehr seiner Kehle entschlüpfte. Die Anwesenden nahmen es teils mit Entsetzen, teils mit Freude zur Kenntnis. Da der Redner des Tages nicht sprechen konnte, fing man beileibe nicht etwa eine Vom Standesamt. In der Woche vom 19. März bis 25. März 1939 wurden folgente Personenstandsfälle im Standesamts bezirk Hohen limburg registriert: Geburten: 1. Sundermann, Heinr. Eucen Ernst, Berchum, Burhof 1(1. Kind); 2. Jung, Hermann Otto, Oegerstraße 58 (9. Kind); 3. Schäfer, Wolfgang, Lahmenhasen, Gemeinde Wiblingwerde Nr. 2(1. Kind.) Heiraten: Bönner, Johannes Marimilian, Alfred=Rosenberg=Straße 21 mit Büchler, Olga Magdalena, Psorzheim, Kreuzstraße 1. Sterbefälle: 1. Kiebeler, Theod., Brauhausstraße 41(73 Jahre); 2. Till mann, Reinhold, Jägerstraße 21(1 Monat); 3. Humme, Friedrich Wilhelm, Reh D 8, (77 Jahre); 4. Rauhe, geb. Behrendt, Amalie Marie Luise Elsa, Freiheitstraße 26 (45 Jahre). # W i e d e r s e h e n s s e i e r d e r G r ü n r ö c k e v o m ehem. Res.=Jäger=Batl. 5(Hirschteeg). Am Sonntag, 2. April d. J., findet in Dortmund eine Wiedersehensfeier aller ehem Ancehörigen des Res.=Jäger=Batl. 5(Hirsch berg) in der Gaststätte zur Körnerhalle statt Die Veranstaltung beginnt vormittags um 11 Sitzung nach gutem altem Brauch unter allge meinem Beifall. Sie hatte ganze fünf Minuten gedauert Zwei Jahre lang umsonst die Untergrundbahn benutzt. Zwei Jahre lang war„Monsieur Paracis“ eine auf der Pariser Untergrundbahn äußerst bekannte und beliebte Persönlichkeit. Sehr viele Kassierer, Schaffner und Kondukteure kannten ihn. Denn Monsieur Paradis war, das stand für sie fest, ein höherer Angestellter einer jener Gesellschaften, die durch Pacht mit der Untergrundbahn geschäftlich verbunden waren. Niemand weiß, wie Uhr. Das Res.=Jäger=Batl. 5 rekrutierte sich in der Hauptsache aus Westsalen und rückte am 2. Mobilmachungstage 1914 mit über 800 Mann von Dortmund aus. Es ergeht deshalb an alle Westfalen, die Grünröcke beim Res.=Jäger=Batl. 5 waren, die lerzliche Einladung, diese 2. Wiedersehensfeier seit da.n Kriege zu besuchen. Günstice Entwicklung der Spareinlegen bei den westfälischen Spar= und Darkehnskassen. Der Verband ländlicher Genossenschaften der Provinz Westsalen e. V., Münster, gibt das Ergebnis der Spareinlagenentwicklung bei den westfälischen Spar= und Darlehnskassen für das 2. Halbjahr 1938 bekannt. Danuch ist ein weiteres erhebliches Anwachsen der Spareinlagen festzustellen, das piozentual die Zugänge in der gleichen Zeit des Jahres 1937 nennenswert übersteigt. Die Gesamteinlagen der Spar= und Darlehnskassen in Westfalen sind in dem 2. Halbjahr 1938 um RM 20 100000,— auf nunmehr RM 301000000,— gestiegen. Pwozentual beträgt die Steigerung 7,15% gegenüber 6,07% der gleichen Zeit des Jahres 1937. Diese Entwicklung ist ein Beweis für die seit 1933 anhaltende wirtschaftliche Gesundung auch in den ländlichen Bezirken Westfalens. Weltbild(M.) Sorge um das Wohl seines Landes. Die er Tage hatte er kinderreiche Familien aus jeder der befreiten General Franco als echter Landesvater. Kennzeichnend für das Wesen des siegreichen Feldherrn Franco ist seine Provinzen eingeladen, die der Generalissimus persönlich begrüßte und beschenkte. Diese Familien hatten alle zehn und mehr Kinder unter 14 Jahren Frauen kochen das Mittagessen. Für den NSV.=Kindergarten in Schwerte haben während des Monats Februar täglich zwei Mitglieder des Deutschen Frauenwerks für die Kinder das Mittagessen gekocht. Auch in einem Kindergarten des Kreises Lippstadt kochen drei Frauen des Deutschen Frauenwerks täglich für die Kinder. unterstützte ihn Monsieur Paradis heftig. So genoß er ohne weiteres Freifahrt auf dem Liniennetz, ohne daß er jemals nach einem Ausweis gefragt wurde. Andererseits gab es zahlreiche Arbeitslose, denen Monsieur Paradis als„Vertreter der Pariser Untergrundbahn" bekannt war. Leider zu ihrem Schmerz, denn Monsieur Paradis versprach ihnen Arbeit, pumpte sie an und kam nicht wieder. Das sollte ihm zum Verhängnis werden. Von einem der Betwgenen wurde er wiede verkannt, seine Festnahme geschah auf der Stelle. Da er 11 Vorstrafen hatte, wurde er zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt. Er bat höflichst,— seinen alten Posten als Koch im Santé=Gefängnis wieder aufnehmen zu dürsen. Die Bitte wurde gewährt. Müllkasten als Juwelenschatulle. In Nimes in Südfrankreich ist eine Hausfrau für ihr recht eigenartiges und leicht. sinniges Verhalten schwer bestraft worden. Sie hatte ihre Juwelen im Werte von 40 000 Franken ausgerechnet im— Müllkasten versteckt. Warum sie diesen in jeder Hinsicht ungeeigneten Ort wählte, steht leider nicht fest. Jedenfalls vergaß sie, den versteckten Schatz rechtzeitig vor der Leerung wieder aus dem Müllbehälter zu entsernen, und so sind die Juwelen der Madame nun mit den anderen Wirtschaftsabfällen in das große Meer des Mülls der guten Stadt Nimes gemündet Ungewöhnliche Jagdbeute. Eine ungewöhnliche und völlig unblutige Jagd fand auf einem westpolnischen Gut statt. Ohne einen einzigen Schuß wurden 1120 Hasen zur Strecke gebracht. Die Tiere wurden nach einem Kesseltreiben in einem riesigen Netz gefangen und nach einer tierärztlichen Untersuchung in Kisten nach Deutschland, Frankreich und Holland versandt, wo sie zur Auffrischung des Wildbestandes in großen Jagdgebiesen Verwendung finden. Bei dieser ungewöhnlichen Netzjagd arbeiteten die Jäger mit Hand= und Gesichtsschützern, da die Hasen beim Herausnehmen aus den Maschen des Netzes beißen und kratzen. Es ging nochmals um die„Rothilfe“ Eine interessante Gerichtsverhandlung Tliegende Spauferke. Lasttesnen mit 69 Ferkeln rau gegen Chausseebaum Grelen. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich euf der Reichsstraße zwischen Beelen und Ciarkolz in der Nähe der Station Hemfeld. Ein eus Rheda kommender Lastkraftwagen, der im Cmsland 60 Ferkel aufgeladen hatte, erlitt eine Leisenpanne, da der hintere linke Reisen platzte. Dadurch verlor der Fahrer die Gewalt üler den Wagen, der gegen einen Chausseebaum raste. Das Auto wurde vollkommen zertrümizert. Bei dem Zusammenprall wurde der Wageglasten in den Graben geschleudert und eine Reihe von Ferkeln wurde über die Straken und die Eisenbahnschienen hinweg in die Felder geschleudert. Eines der Tiere mußte notgeschlachtet werden. Weitere 7 Ferkel wurden leicht verletzt. Die Insassen erlitten lediglich wenig gefährliche Schnittverletzungen. In Kirchen und Schulen und bei jeder Gelegenheit gestohlen Münster. Ein vielseitiger Dieb konnte jetzt von der Kriminalpolizei festgenommen werden. Der Mann hatte seit längerer Zeit in den hiesigen Kirchen die Opferstöcke geplündert. Außerdem hatte er in den Schulen Mäntel, Handschuhe, Schals usw. gestohlen. Auch ein Fahrrad= und ein Aktentaschendiebstahl konnte dem Manne nachgewiesen werden. Die gestohlenen und noch vorgefundenen Gegenstände wurden von der Polizei sichergestellt und stehen den Eigentümern zur Verfügung. Da der Mann, der in Untersuchungshaft genommen wurde, auch eine Serie von Einbruchswerkzeugen aller Art in seinem Besitz hatte, scheint er noch mehr auf dem Kerbholz zu haben. Personenwagen gegen Lastkraftwagen Ein Toter Münster. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Reichsstraße Münster.— Hamm in der Nähe von Hiltrup. Hier fuhr morgens gegen 4.30 Uhr ein mit diei Personen besetzter Kraftwagen aus Hiltrup auf einen parkenden Lastzug. Einer der drei Mitfahrer wurde auf der Stelle getötet Zwei Geschwister erlitten schwere Verletzungen und mußten ins Franziskushospital in Münster gebracht werden. Der Fahrer des Wagens stand, wie der Befund ergab, stark unter Alkohol. Jude wollte Schmucksachen über die Grenze schmuggeln Elten. Im Grenzabschnitt Elten=Babberich unternahm ein Jude aus Wien den Versuch. wertvolle Schmucksachen über die Grenze ins Ausland zu schmuggeln. Bei dem Versuch des unerlaubten Grenzübertritts wurde der Jnde aber von deutschen Zollbeamten gestellt und verhaftet. Vor Gericht wird er sich wegen seiner Tat zu verantworten haben. Friedrich=Hebbel=Woche in Bochum Bochum. Die Friedrich=Hebbel=Woche in Bochum, die erste umfassende Würdigung des Dichters mit sieben Festspielabenden und einer Reihe von Vortragen und kulturpolitischen Veranstaltungen, die die Bedeutung dieses Dichters für unsere Gegenwart sichtbar machen soll, findet unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels vom 23. bis 30. April statt. Verbunden mit der Hebbel=Woche ist die Gründung der Westfälischen Schauspielschule am Mittwoch, dem 26. April, mit Ansprachen des Oberbürgermeisters Piclum=Bochum und des Präsidenten der Reichstheaterkammer, Ludwig Körner. Im Rahmen der Hebbel=Woche findet am Sonntag, dem 23. April, im Bochumer Stadttheater eine Kulturtagung statt, auf. der Reichsdramaturg Ministerialdirigent Dr. Rainer Schlösser, Chei des Kulturamtes der Reichsjugendführung, den Festvortrag halten wird Am Montag, dem 24. April, wird in der Städtischen Gemäldegalerie die Ausstellung „Hebbels Leben und Werk". durchgeführt von der Stadt Bochum in Zusammenarbeit mit der Hebbel=Gemeinde und dem Hebbel=Museum in Wesselburen, mit einer Rede des Geschäftsführers der Hebbel=Gemeinde e. V., Detlef Cölln. eröffnet. Am Dienstag leitet Universitätsprofessor Dr. Koch=Berlin die Vortragsreihe über den Dichter Hebebl mit seinem Vortrag„Welt und ich— Das Grundproblem Hebbels" im Ernst=Moritz=Arndt=Haus ein. Ihm folgen an gleicher Stelle am Donnerstag Wilhelm von Scholz=Berlin mit„Hebbel und der Ruhm" und am Freitag Professor Dr. Friedrich von der Leyen=München über„Das Nibelungenlied und Hebbels Nibelungen“. Vor der Westfälischen Schauspielschule sprechen am Donnerstag nachmittag Gauleiter Frauenfeld=Berlin und am Freitag nachmittag Ministerialrat Scheffels=Berlin. Die Städtischen Bühnen Bochum bringen am Sonntag abend„Genoveva“, am Montag abend„Maria Magdalene“, am Dienstag„Agnes Bernauer“, am Mittwoch „Gyges und sein Ring". am Donnerstag„Demetrius“, am Freitag„Die Nibelungen“(1/2) und am Samstag„Die Nibelungen"(3). Für die Teilnehmer der Hebbel=Woche gibt die Reichsbahn ermäßigte Fahrkarten nach Bochum aus. Herford. Vor geraumer Zeit fand eine Gerichtsverhandlung, die in Herford durchgeführt wurde, weit und breit Beachtung, stellte sie doch einmal mit aller Deutlichkeit heraus, was der neue Staat unter„Nothilfe“ versteht. Der Verhandlung lagen damals folgende Ereignisse zugrunde: In der Nacht zum 19. Januar waren am Bau der Herforder Umgehung unweit der Vielefelder Straße zwei Arbeiter schwei verunglückt. Einer der Arbeitei fand den Tod Der Schachtmeister machte sich auf den Weg. um Hilfe herbeizuholen Zu diesem Zwecke suchte er eine nahe Tankstelle auf. Nun hat der Tankstellenbesitzer den Hilfesuchenden an ein Teleion in der Nachbarschaft in einer Gastwirtschaft verwiesen. Darüber hinaus soll er keine Anstalt gemacht haben. den Schachtmeister in sein Geschäftszimmer einzulassen oder sonstwie behilflich zu sein. Das Herforder Gericht sah in diesem Tatbestand, der durch die eidliche Aussage des Schachtmeisters beweiskräftig war eine Verweigerung dei Nothilfe Nothilfe ist ein Gesetz, das in dieser Form erst unsere Gegenwart schuf und die Hilfe in allen Fällen der Not zur selbstverstandlichen Pflicht-macht. Der Angeklagte wurde aus diesem Grunde zu drei Monaten Gefangnis verurteilt. Der Verurteilte hatte Berufung eingelegt, so daß jetzt vor der Kleinen Strafkammer in Bielefeld der Fall erneut verhandelt werden mußte. Es wurden drei weitere Zeugen gehört und ein Ortstermin in Herford durchgeführt. Zwei der Zeugen sagten aus, daß sie in der fraglichen Nacht im Geschaftszimmer des Tankstellenbesitzers zwei Manner gesehen hätten. ein Leumundszeuge kann dem Angeklagten nur das beste Zeugnis ausstellen. Der Schachtmeister bleibt bei derselben Darstellung die er unter Eid bei der ernen Verhandlung gegeben hat. Eine umfangreiche Beratung kam zu folgendem Urteil: Das in der ersten Verhandlung gefundene Strafmaß wird geandert. Die Strafe wird von drei Monaten Gefangnis auf einen Monat herabgesetzt. Im übrigen wurde die Berufung des Angeklagten zurückgewiesen. In der Urteilsbegründung wurde die Uebereinstimmung mit der Einstellung des Herforder Gerichts dargelegt Auch jetzt kam das Gericht zu dem Schluß daß in der besagten Nacht der Fernsprecher dem Hilfesuchenden nicht zur Verfügung gestellt sei Auch die neuen Zeugen vermögen diese Auffassung nicht zu ändern Zu berücksichtigen sei. daß der Angeklagte aus dem Schlafe gerissen sei Ferner sprach für ihn der Umstand, daß Leumundszeugen ihn sonst nur als hilfsbereiten Menschen kennen. Leuchtende Sterne waren Irrlichter Köln. Im Vorjahre reiste der 31jährige verheiratete Rudolf H. durch ganz Deutschland und besuchte in Wuppertal, Kolberg, Bad Ems, Hannover, Mannheim. Trier, Frankfurt a. M., Rhöndorf. Neustadt a. H. Dortmund. Letmathe. Essen. Neuß und Köln ausschließlich gute Casés und Restaurants, um mit den Inhabern einen Vertrag über eine großartige Filmschau in Verbindung mit Kostüm=. Modeoder Tanzrevue abzuschließen. Großspurig führte H. an. daß er mit der Tobis=Filmgesellschaft in Verbindung stehe„Es leuchten die Sterne“, so sollte der Titel der großartigen Revue lauten. U. a. wurde die Mitwirkung von dem Filmschauspieler Alexander zugesagt. der selbstverständlich auch Antogramme spenden wurde. Selbstverstandlich fehlte auch nicht ein Tanzgiriensemble. Von den Versprechungen des gewandt und sicher auftretenden H. beeindruckt. nahmen 22 Gaststätteninhaber keinen Anstand. die Unterschrift unter den vorgeschlagenen Vertrag zu setzen und die anfallenden Gebühren für den Werberat und die Fachschaft im voraus zu bezahlen. Aber um diese Gebühren ging es dem H. ausschließlich, denn alles andere war vurer Schwindel. Weder mit der Tobis noch mit dem Filmschauspieler Alexander hatte der Betrüger auch nur versucht, in Verbindung zu treten. Es kam. wie es kommen mußte— seine „leuchtenden Sterne“ führten H vor den Kadt. Vor dem Schöffengericht in Köln stand er jetzt wegen Betruges und Unterschlagung. Insgesamt hatte sich der Angeklagte durch sein schwindelhaftes Manöver über 4000 RM. bares Geld in die Hande gespielt. Er war wenigstens vor Gericht restlos geständig Er habe schon 14 Revuen gemanagt. habe Schulden gehabt und schließlich in seiner Bedrangnis nicht mehr ein und aus gewußt. Die Reisen von Stadt zu Stadt hatten das meiste Geld verschlungen. Der Staatsanwalt bezeichnete das Vorgehen des Angeklagten als planlosen Schwindel. Gesetzesverächter wie der Angeklagte gehörten möglichst lange Zeit hinter Schloß und Riegel. Er beantragte wegen Betruges in 22 Fällen und Unterschlagung in zwei Fällen eine Gesamtstraje von 3 Jahren und 27 Wochen Gefängnis. Das Urteil erging mit 2½ Jahren Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Auf einen römischen Kanal gestoßen Köln. Bei Kanalbauarbeiten stieß man nördlich der Rampe der Hindenburgbrücke kurz vor der Rheinuferstraße auf altes Mauerwerk das nach den bisherigen Untersuchungen a#s ein römischer Kanal angesprochen wird. Dei Kanal ist aus Tuffsteinen gemauert und schließt oben mit schön geschnittenen Keilsteinen aus Tuff ab. Der Gewölvegang ist etwa 70—80 em breit; die Tiefe ist noch nicht ermittelt, da man bisher in 1.80 m Tiefe noch nicht auf Grund gestoßen ist. Zum größten Teil war der Kanal mit Schlammresten gefüllt, in denen man bisher allerdings nur mittelalterliche Gefäßscherben gefunden hat übrigens ein Beweis dafür, daß dieser Kanal auch noch im Mittelalter benutzt wurde. Die von der römischen und germanischen Abteilung des Wallraf=Richartz=Museums vorgenommenen weiteren Untersochungen werden wohl genaue Klarheit über die Kanalanlage bringen. Am Karfreitag wieder Dampferver kehr auf dem Rhein Köln. Die Köln=Düsseldorfer Rheindampf= schiffahrt wird auch in diesem Jahre wieder am Karfreitag, 7. April, ihren Verkehr und zwar mit dem im Vorjahre in Dienst gestellten neuen Expreßzmotorschiff„Köln“, und dem Dampfer„Juliana“ in den durchgehenden Schnellfahrten von Köln nach Mainz(erste Fahrt schon am 6. 4. mit M. S. Köln) und von Mainz nach Köln aufnehmen. An den Feiertagen und Sonntags ist der bis zum 6. Mai geltende 1. Frühjahrsfahrplan verstärkt durch eine Personenfahrt Bonn—Mainz und Mannheim—Mainz—Köln. Schnell= und Personenfahrten bedienen natürlich die entsprechenden Zwischenstationen. Zuchthaus für Betrüger Saarbrücken. Vor Gericht hatte sich der#0. jährige Julius Mann aus Saarbrücken wegen fortgesetzten Betruges im Rückfall zu verantworten. Eine 52jährige Frau aus Saarbrücken beschäftigte sich aus Liebhaberei mit Chemie. Sie hatte sich die Idee in den Kopf gesetzt. ein Gas zu erfinden das als Ersatz für Helium zur Füllung von Luftballons verwandt werden könnte. Sie setzte sich mit Mann in Verbindung. der ihr als„Chemiker“ empfohlen worden war, in Wirklichkeit war er einmal Lavorant gewesen. Mann erklarte, die Sache machen zu wollen, wenn ihm das notwendige Geld zur Verfügung gestellt werde. Das war nämlich die Hauptsache. Im Laufe von drei Monaten verstand es Mann. nicht weniger als 800 RM aus der Frau herauszulocken. In Wirklichkeit dachte er gar nicht daran. irgendwelche Versuche zu machen. Mit allen möglichen Einwänden versuchte er die Frau hinzuhalten. bis schließlich Anzeige erfolgte Mann wurde zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt Achtzehnjähriger Brandstifter Feuerwehrmann kam zu Tode— Motiv gänzlich unverständlich Bieleseld. Vor dem Bielefelder Schwurgericht begann die dritte diesjährige Tagung mit der Verhandlung gegen den 18½ jahrigen Werner Ravenschlag aus Dortmund, dem vorsätzliche Brandstiftung zur Last gelegt wurde Der Angeklagte zündete in der Nacht zum 21 November vorigen Jahres Scheune und Wohnhaus des Bauern Knehans in Oldendorf bei Halle in Westfalen an. Es entstand ein Brandschaden von rund 20000 RM. Bei den Löscharbeiten wurde der Feuerwehrmann Steinmann von einer einstürzenden Giebelwand getroffen und getötet. Nach Feststellung der Personalien schilderte der Angeklagte die Vorgänge an dem fraglichen Tage, wobei er für die Tat ein absolut unverständliches Motiv angab Er wai im Herbst 1938 von dei Fürsorge bei dem Bauern Knehans untergebracht worden, wo er es nach seinen eigenen Angaben gut hatte. An dem fraglichen Sonntag verließ er kurz nach Mittag das Haus und besuchte zunächst ein Kino. Später tra# er ein junges Mädcen Agnes W. die er als seine Freundin bezeichnet. Die Agnes schien sich auch über das Zusammentreffen zu freuen. Am Lindenplatz begegnete das Parchen abei mehreren jungen Leuten aus Halle die das Liebesidyll auf eine für den Angeklagten schmerzliche Weise störten. Die Haller Jungen kannten Agnes ebenfalls, sie gaben sich Mühe. dem Ravenschlag das Mädel„auszuspannen“, was ihnen auch vollauf glückte Agnes ist später mit den neuen Freunden ins Bahnhofsrestaurant gegangen Ranenschlag mußte draußen stehen bleiben da er kein Geld hatte und das Mädchen sich zudem nicht mehr um ihn kümmerte Er hat längere Zeit draußen gewartete und will überlegt haben wie er das Mädchen„wiederbekommen“ könnte Doch schließlich habe er nicht mehr ein noch aus geLebenslänglich Zuchthaus wegen versuchten Mordes und schweren Raubes Bochum. Das Bochumer Schwurgericht verurteilte den 30jährigen Josef Theis aus Erkenschwick wegen Raubmordversuchs an dem Arbeiter Buckmann aus Ahlen zu lebenslänglichem Zuchthaus und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Am 20. Dezember v. J. wurde der 52 Jahre alte Arbeiter Buckmann in der Haard auf dem Wege von Erkenschwick nach Ahlen schwerverletzt und bewußtlos aufgefunden. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, daß ein Verbrechen vorlag. Obwohl die Polizei zunächst keine Spur von dem Täter hatte. gelang es nach wenigen Tagen. den ledigen 30jährigen Josef Theiß in Erkenschwick festzunehmen, der nach langerem Leugnen die Tat eingestand. Der Verbrecher, der seine Arbeitsstelle aufgegeben hatte, lernte Buckmann auf einer Sandkuhle bei Erkenschwick kennen und kam zu dem Entschluß, ihn zu überfallen und zu berauben. Am Nachmittag des gleichen Tages traf er Buckmann, der gerade seinen Lohn empfangen hatte und sich auf dem Nachhausewege befand. Unterwegs lockte er den Ahnungslosen vom Wege ab und versetzte ihm mebrere Hammerschläge auf den Kopf. so daß dieser bewußtlos zusammenbrach. Dann raubte Theiß seinem Opfer einen Fünfzigmarkschein und begab sich, nachdem er noch eine Wirtschaft aufgesucht hatte, nach Hause. Theiß, der kurz vor seiner Verlobung stand, fuhr am Tage darauf nach Recklinghausen und kaufte dort von dem geraubten Geld seiner Braut eine Handtasche. Als er abends nach Erkenschwick zurückkehrte und in der Wohnung des Mädchens das Geschenk überreichen wollte, ereilte ihn sein Schicksal. Er wußt. Er hätte eine furchtbare Wut auf die Jungens gehabt, die ihm das Mädchen„genommen“ hätten. Am liebsten hätte er ihre Häuser angesteckt, da er aber die Leute nicht näher kannte, sei ihm der Gedanke gekommen. die Scheune seines Bauern anzuzünden. Ravenschlag ist gegen Mitternacht zum Bauernhaus Knehans gekommen. Er aß sich zunächst satt und setzte dann in der Scheune die mit dem Wohnhaus verbunden ist, einen Strohhausen in Brand. Er lief noch in der gleichen Nacht zu Fuß bis Münster wo er den Tag über durch die Straßen bummelte Er stellte sich in Münster selbst der Polizei und gab dort die Tat unumwunden zu Die Zeugenaussagen ergaben keine besonderen Einzelheiten. Der medizinische Sachverständige, Medizinalrat Dr. Ulrich, wies darauf hin, daß der Angeklagte von seiner Familie her belastet ist. Aus der Erziehungsanstalt rißz er mehrmals aus: im vergangenen Jahre unternahm er einen merkwürdigen Selbstmordversuch, indem er eine Flasche Terpentinöl trank. Mit Hinblick auf diese Triebhaftigkeit sei dem Angeklagten der§ 51 Abs. 2(verminderte Zurechnungsfähigkeit) zuzubilligen. Der Staatsanwalt betonte, daß der Brandstiftei immer ein gemeingefährlicher Verbrecher sei. Mit Hinsicht auf das Gutachten des Sachverständigen lautete sein Antrag auf 4 Jahre Zuchthaus und Unterbringung in einer Heilanstalt. Nach kurzer Beratung verkündete der Vorsitzende des Schwurgerichts das Urteil. Der Angeklagte wird wegen vorsätzlicher Blandstiftung zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Unterbringung in einer Heil= und Pflegeanstalt wird angeordnet. wurde von Kriminalbeamten, die ihn erwarteten, festgenommen. Zum kömmissarischen Bürgermeister von Wattenscheid bestellt Wattenscheid. Der Regierungspräsident in Arnsberg hat mit Wirkung vom 27. Mäcz den Bürgermeister der Stadt Wattenscheid, Osenbrück, vorläufig seines Amtes enthoben. Mit der kommissarischen Vertretung ist der Amtsbürgermeister Düsterloh in Winz=Baak bestellt worden. Amtsbürgermeister Düsterloh wird die Amtsgeschäfte sofort übernehmen. Ueberall lauert der Tod Dillingen. Ein erst wenige Monate verheiratetes Ehepaar, das in den allerbesten Verhaltnissen lebte, wurde tot im Badezimmer aufgefunden. Als Ergebnis der Untersuchung wird Einwirkung von Kohlenoxydgas als Todesursache angenommen. Nach den Verhältnissen zu urteilen, ist Freitod gänzlich ausgeschlossen Gusterath(Hochwald). Neben dem Bahnkörper der Strecke Trier—Hermeskeil wurde nahe Gusterath der in den 50er Jahren stehende Arbeiter Johann Triererweiler aus Lonzenburg mit einer schweren Kopfverletzung tot aufgefunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat der taubstumme Mann in der Nacht den Bahnkörper überschritten und das Herannaben eines Zuges nicht bemerkt. Bingerbrück. Eine 55jährige Frau stürzte beim Kartoffelholen rücklings die Kellertreppe hinunter, wobei sie schwere innere Verletzungen erlitt. Die Frau wurde in ein Kreuznacher Krankenhaus gebracht, wo sie bald nach der Einlieferung starb. Be Walter Stein Kampftr. 10, erhalten sie düre S CHALEERE sauber, gul und schnel reparier! Rösselsprung. Kreuzworträtsel. Waagerecht: 1. weiblicher Vorname, Dichter, 9. Teil des Gartens, 10. linker Nebenfluß der Elbe, 11. Wasserfahrzeug, 12. Lotterieanteil, 13. Trauerspiel von 15 waagerecht, 15.großer deutscher Dichter, 20. Mädchenname, Kurzform, 21. Gewebe, 23. arabischer Volksstamm, 24. deutscher Kunstflieger, 25 bayer. Stadt in Oberfranken. 26. Verpackungsgewicht. 15 70 16 Senkrecht: 1. eine der Gezeiten, 2. gebirgige Landschaft und Provinz in NordwestAltkastilien(Spanien). 3 Männername, 4. Zeugnis. Bescheinigung. 5. italienischer Strom, 6. europäische Hanntstadt, 7. Stadt in England(bek Schule), 8. nsychol. Prüfungserperiment 14. indische Stadt am oberen Ganges, 15 Trinkgefäß. 16. rechter Zufluß der Seine, 17. englischer Adelstitel. 18. Bühnenmerk. 19 weihl Vorname, 22. Kreidegebirge auf der Insel Kreta. Silbenrätsel. Aus nachstehenden 63 Silben: be— burg— däm— dan— dat— de de— del— der— di— di— dog— e e— ch— ei— eis— feind— gans— ho 1— in— im— kan— kar— kar— lab— ma— mann— mo— mer— mI mo— mon— nA— nach— nat— nis 0— Dan— re— ren— 70— rIIT— rIg se— stand— strich— te— tei— tel ter— then— tod— tun— un— ver weiss— wild— zeit— 2et— zu sind 22 Wörter zu bilden, deren Anfangsund Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, eine Spruchweisheit ergeben.(à— ae, ch= 1 Buchstabe.) Die Wörter bedeuten: 1. Bewußtseinstrübung, 2. Hautflügler, 3. geachteter Mensch, 4. Anschriftensammlung, 5. Vogel der Polarländer, 6. Fleischton, 7. grimmiger Gegner, 8. Norne, 9. Fußbekleidung, 10. Stadt in Franken, 11. Halbwelt. 12. Alpenblume, 13 Würze, 14. Glaubenssatz, 15 Wäschestück. 16 Gedenkwort, 17. Prüfling, Bewerber, 18. Behältnis, 19. fade, kraftlos, 20 unbemohnte Gegend 21 Abschnitt der Erdgeschichte, 22. weibl. Vorname. Bilderrätsel. Geleitet von W. Koppe. Aufgabe Nr. 63. Vorhand: Mittelhand: Rumme 2 0 24 76 Weg damit: Balusch. Bilderrätsel: Limonade. Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Kiesz Eber. 7. Leere, 9. Standarte, 12 Sonne, 13 Gas, 15. Ana. 17. Arosa. 20. Leinsamen, 22. Diana, 83 Trot. 24. Prei.... en# Saume g 9 g 9. V, g. Pies, s. abe, 10. Lonne. 1 Tasse. 14. Brand. 15. Alma, 16. Aida, 17. Asa, 18. Omar, 19. Anni. 21. Nil. Rösselsprung: Ach, das ist es, was ich klage, Daß vom alten Traum umwebt Mir das Herz mit jedem Schlage, Statt ins Frühlicht künft'ger Tage, Rückgewandt ins Spätrot strebt: es stets nach einem Glücke Bingt. das mimmer wiederkehrt. Und, wie reich die Weit sich schmücke An der eingestürzten Brücke Stumm in Heimweh sich verzehrt. Emannel Geibel Silbenrätsel: I. Dragge, 2. Egoismus, 3 Racke wild. 4. Abendröte, 5. Rasur 6. 7 Urania. 8. talab. 9. Famulus, 10 Erlau, 11 Hederich, 12. Landesverrat. 13. Tarragona. 14. Varel. 15 Jdol. 16 Eingeweide, 17. Labskaus. Der Armut fehlt vieles, der Habsucht alles“ 1. Da 8—11! Bb 5; 2. 116: Bb6: 3. Da 1 tt. Wrae Hinterhand ** *• Partieaufgabe Nr. 90: Vorhand spielt Grand und hat nach den ersten sechs Stichen 54 Augen erreicht. Vorhand ist weiter am Spiel. Wer gewinnt das 8888 HendensP. Danksagung Für die uns erwiesene überaus große innige Antellbahme beim Heimgang unseres lieben Verstorbenen sacen wir auf diesem Wege allen unsern herzlichen Dank. Besonderen Dank sei dem Betriebs führer und der Gefolgschaft der Firma Becker, Cramer und Römer hiermit ausgesprochen Frau Wwe. Heinrich Hartmann und Kinder Hohenlimburg, den 29. März 1939 Bekaglich- Dohne: mit duffigen Gardinen, neuzeftlichen Dekordlionen und solden leppichen Bekanntmachung Amtsgericht Hohenlimburg 27. März 1939. H. R. A. 275. Gebrüder Bongardt& Co., Hohenlimburg. Fabrikant Kurt Bongardt ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. In die Gesellschaft sino als Gesellscha eingetreten Fräulein Marianne Bongardt Hagen=Emst. Diese beiden Gesellschafter sind von der Vertreiung der Gesellschaft ausgeschlossen. Den Kaufleuten Wilhelm Tucht in Hagen=Emst und Johann Carl Bongardt in Hohenlimburg ist Protura erteilt. Pianos-Flügel Roth& Junius usd udla, Feahzseie, Ralchenten. Gebrauchte Instrumente. Kundendienst Stimmungen, Reparaturen, Transporte duren zuverlässige Fachtechniker. Leihinstrumente. Tellzahlung 20 Monate. Lieferung frei Haus. Das Haus Ihres Vertrauens Ragen, Bahoboteteate u Leupin-Creme u. Seife r. auljucken- Ekzem Geeichtssschles Mundsen unn Bannn.-Drog. H. Feldnege Mehrere gute gebr. Vianos and 450, zul verlautg., Kaler zahlung. Garantie u. freie Lieferung Piano-Gehr. Hagen, Humboldtstr. 6 3•43immerWohnung von pünklichem Mietzahler sofort oder später gesucht. 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Ein lustiges Märchen — Glück16.00 18.00 18.15 19.00 19.10 19.55 20.00 20.10 22.00 22.15 22.30 24.00 2.00 Musik am Nachmittag darin: 17—17.15 Uhr: Die Bauernwiege Eine Viertelstunde Sport Stadt=Drillinge Spiegel des Lebens Neue deutsche Unterhaltungsmusik Und heute? Nachrichten April, April Nachrichten Musik von Schallplatten Tanzmusik Zur Unterhaltung und zum Tanz —3.00 Nachtmusik zur Unterhaltung Schuhhaus Hämel Ruf 2562 Roosevelt und der jüdische Kommunismus Amerikanischer General leuchtet in den Abgrund hinein.— Eindringliche Warnung„an alle patriotischen Amerikaner.“ Philadelphia, 30. März. In einer großen Versammlung, die in Philadelphia zur Besprechung der nationalen Verteidigung einberufen worden war, richtete der amerikanische General a. D. van Horn=Moseley„an alle patriotischen Amerikaner“ einen kraftvollen Appell. Er forderte sie auf, die Vereinigten Staaten vom jüdischen Kommunismus zu retten, der die Noosevelt=Regierung als ein williges Werkzeug gebrauche, um Amerika in einen Krieg gegen Deutschland hineinzuzerren. Amerika, so sagte Moseley, habe schon einmal versucht, die Herrschaft„der großen Demokratien“ über die Welt zu sichern, und dieser unsinnige Versuch sei fehlgeschlagen. Heute werde nun ein neuer Weltkrieg geplant, um die jüdische Weltherrschaft zu errichten. Diese Tatsache, so betonte der General, müsse in Amerika endlich einmal offen ausgesprochen werden. Vor kurzem erst habe ein prominenter Jude vor einer jüdischen Versammlung in Atlanta(Georgia) offen erkklärt: „Das organisierte amerikanische Judentum wird die gegenwärtige amerikanische Regierung soweit bringen, daß sie Deutschland zwingt, die Emigranten wieder in ihre frühere Machtstellung einzusetzen, selbst wenn dies einen Krieg kosten sollte.“ Moseley fügte hinzu, daß solche und ähnliche Parolen im ganzen Lande ausgegeben werden. Die Juden würden in ihren diesbezüglichen Bemühungen von Rorsevelt und seiner Frau allerdings außerordentlich ermutigt. Der jüdische Kommunismus habe unter Roosevelt riesenhaft zugenommen, und der Prästdent habe überall Kommunisten oder Kommunistenfreunde in leitende Stellungen eingesetzt. Moseley erwähnte ua. die kürzliche Ernennung des Kommunisten Amelie zum Leiter der zwischenstaatlichen Handelskommission.„Ist es nicht auch ein trauriges Schauspiel“, so fragte er weiter,„daß sich der jüdische Oberbundesrichter Frankfurter vor dem Untersuchungsausschuß des Senates gegen die Beschuldigung verteidigen muß, Kommunist zu sein?“ Es gäbe heute nur eine Möglichkeit, so sagte der Redner, den Frieden für die Vereinigten Staaten zu sichern, und diese sei, den Kommunismus zu vernichten! Amerika müsse unter patriotischer, christlicher Führung geeint werden. Andernfalls, so warnte Moseley, werde sich die Geschichte wiederholen. „Wir werden den Juden als Herrscher einsetzen und von ihm Geld leihen, um Krieg zu führen. Wir werden das bolschewistische Rußland, das sich, um die Amerikaner zu täuschen, Demokratie nennt, als Verbündeten haben“. Moseley schloß seinen eindringlichen Appell mit dem Hinweis auf die Tatsache, daß ein Teilhaber der jüdischen Wallstreet Bank, Loeb& Co., die bolschewistische Revolution im Jahre 1917 finanzierte und sich auch noch damit gebrüstet habe. Moseleys ehrliche Warnungen werden in Amerika leider nur wenige erfahren, da die jüdische Presse selbstverständlich diese Rede völlig unterschlägt. Das neue Erziehungsideal im Sport Berlin, 30. März. Vor 600 Leibeserziehern der Hitler=Jugend, die zum erstenmal zu einem großen Lehrgang in die Reichsakademie für Leibeserziehungen auf dem Reichssportfeld in Berlin einberufen worden sind, sprach am Mittwoch im Kuppelsaal des Hauses des deutschen Sports Reichsleiter Alfred Rosenberg über die politische Aufgabe der Leibeserziehung. Der Chef des Amtes für Leibeserziehungen in der Reichsjugendführung, Obergebietsjührer Dr. Schlünder, begrüßte den Reichsleiter im Namen des Reichsjugendführers. In seiner von den HJ.=Führern begeistert aufgenommenen Rede entwickelte Alfred Rosenberg aus einer Gesamtschau der weltanschaulichen Revolution d.s Nationalsozialis nus die Erziehungsgrundsätze, die heute auf allen Lebensgebieten der Nation, für die geistige Schulung genau so wie für die berufliche und körperliche Ertüchtigung, bestimmend sein müssen. Reichsleiter Rosenberg wies den jungen Sportlehrern und Stellenleitern für Leibeserziehung, denen überall in den HJ.=Einheiten in Stadt und Land, in den HI.=Führerschulen und Reichssportschulen die Jugend anvertraut ist, drei große Ziele: Es gilt durch die Weckung der gesunden Lebensinstinkte und durch Entfaltung der natürlichen Körperkräfte entgegen allen Vorurteilen und falschen Anschauungen vergangener Jahrhunderte ein neues Schönheitsideal zu prägen, das unserer Erkenntnis von der unlösbaren Einheit von Körper, Geist und Seele entspricht und einen neuen Typ kraftvoller Männlichkeit und schönen Frauentums schafft, wie es an unserer Jugend bereits vielen Millionen zum Erlebnis zu werden beginnt. Daneben steht die große Aufgabe, durch die Leibesübungen alle mutigen und einsatzfreudigen Menschen zu mobilisieren, so wie die Bewegung vom ersten Tag der Kampfzeit an die Mutigsten aufgerufen hat. Schließlich aber soll neben der Leistung im sportlichen Wettkampf als härtestes Ausleseprinzip die Kameradschaft der Jugend in einer edlen und sauberen Haltung sich bewähren. „Wer sich in den Leibeserziehungen erprobt hat, wird sein Höchstes auch im Leben einsetzen und dafür sorgen, daß es niemals mehr in unserem Volk satte Bequemlichkeit und Feigheit gibt“, faßte Alfred Rosenberg diese Gedanken zusammen. Er richtete an die jungen Leibeserzieher den dringenden Aufruf, die Sportkameradschaft der Jugend hinüberzutragen ins berufliche und politische Leben und sie zur Kampfkameradschaft der ganzen Nation zu machen. Denn davon hänge der Erfolg der für Jahrhunderte bestimmten nationalsozialistischen Revolution ab. Dazu schreibt der„Reichsjugendpressedienst“. na.: Der Wandel, den die Leibeserziehung der deutschen Jugend unter der Führung der HI. erfahren hat, kann nicht besser gekennzeichnet werden als durch diesen Appell des Beauftragten des Führers für die gesamte gelstige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP. am Anfang eines Lehrganges, in dem die gesamte Erzieherschaft des Jugendsports ausgebildet wird. Vor drei Jahren schon hat die Neuordnung des Jugendsportes mit dem Abkommen zwischen dem Reichsjugendführer und dem Reichssportführer begonnen. Was in dieser kurzen Zeit durch die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem RSRB. für Leibesübungen und der HJ. erreicht worden ist, haben Schlag auf Schlag die großen Sportveranstaltungen der HJ. gezeigt. Auch der Arbeitsplan des ersten Reichslehrganges läßt die neue Zielsetzung deutlich erkennen. Die HI.=Stellenleiter und Sportlehrer werden in der Reichsakademie für Leibesübungen nicht nur in ihrem Fach von bedeutenden Lehrkräften des deutschen Sportes gründlich geschult, sondern sie erhalten auch durch führende Männer der Bewegung, bedeutende Wirtschaftsführer und Wisenschaftler genauen Einblick in alle weltanschaulichen, politischen und wirtschaftlichen Fragen unserer Zeit. Bereits 11 Todesopfer der Lütticher Explosionskatastrophe. Brüssel, 30. März. Die Explosionskatastrophe in der Nationalen Waffenfabrik von Lüttich hat bisher 11 Todesopfer gefordert, nachdem noch drei Schwerverletzte ihren Wunden erlegen sind. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf 29, darunter 12 Frauen, die in der Patronenabteilung beschäftigt waren. Das Gebäude, das der Herstellung von Leuchtspur. patronen diente, ist vollkommen zerstört worden. Geschäftliches. Der heutigen Ausgabe ist eine Beilage der Firma Gebr. Sinn, Hagen, beigefügt. Verlagsleitung: Wilhelm Schulte. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Hauptschriftleiter Ulrich Eck; für den Auzeigenteil: Wilhelm Schulte. Druck u. Verlag: Verlag des Gemeinnützigen, Wilhelm Schulte, sämtlich in Hohenlimburg. D.=A. II./39: Ueber 3200.— Zur Zeit ist Liste Nr. 7 gültig. Preis der Einzelnummer 10 S#### Wir stricken und häkeln für Groß und Klein ins Frühjahr hinein! Schon wird es draußen wieder grün und wir ziehen zu ersten fröhlichen Wanderungen hinaus. Noch weht hin und wieder ein frischer Wind. da ist es gut. wenn wir schön warm angezogen sind. Und wieviel mehr Freude haben wir an diesen warmen Dingen, wenn wir sie selbst arbeiten! Die toten Winterfarden werden wir dabei restlos begraben und uns auch mit den Farden der Sonne zuwenden. Ein dunkelblaues Strickkleid wird leuchtend rot, grün und geld durchtopft. Für eine schlichte Häkeljacke wählen wir tomatenrot mit dunkelblauem Paspel. Der durchbrochene Pullover wird kupferfarben gehätelt und die Crachten= sacke weiß und dann bunt bestickt. Den Herrenvestover häbeln wir braun und grün. Das Kinderkleidchen wird weiß, blau und rot und die kleinen Anzüge werden kornblumenblau oder dunkelblau mit weiß und rot gestricht. P. 657. Gehäkelte Crachtenjacke mtt aufgestickten Billten. Dullover in der Beyer=Cüte Pl. 057 für 92, 100 cm Obw. Pl. 049. Gehäkelte Damenjacke mit dreiviertellangen Armeln. Pullover in der Beyer=Tüte Pl. 049 f. 104, 112 cm Obw. Pl. 030. Gehäkelte Bluse im Durchbruchmuster. Pullover in der Beyer=Cüte Pl. 050 für 88 und 96 cm Oberweite. K 06908. Im doppelten Derlmuster gestricktes Kleid mit eingezogenem Karomuster. Beyer=Schnitt f. 88 cm Oberw. PI. 054. Gehäkelter zweifarbiger Herrenvestover. Dullover in der Beyer=Tüte Pl. 054 für 92 und 100 cm Oberweite Pl. 958. Kinderkleid im Kunststrickmuster. Pullover in der Beyer=Tüte Pl. 058 für 2 und 4 Jahre erhältlich. K K 06705. Gestrickter Russenanzug mit aufgestickten Börtchen. Bunter Beyer=Schnitt für 2 und 5 Jahre erhältl. Pl. 089. Gestrickter zweiteiliger Knabenanzug. Dullever in der Beyer=Tüte Pl. 069 für 4 und 6 Jahre erhältlich beichnungen: Beyer=Rteller, Leipzig zu haben im Textilhaus Kornbluhl Hagen Markt Die Männer, a mit den härten Herzen 3 Owaß VOR EXAT KOSSAR HTTERAC Covoriabt bo Prometbeus=Verlag. Gröbenzell bei München „Wenn ich aber das Mißtrauen überwinden kann und eine der Fabriken mitmacht, ist die Schlacht fur mich schon halb gewonnen! „Hust du neue Nachrichten?“ „Nein und ja. Inge! Hauptmann depeschiert mir aus London, daß gestern im Verwaltungsgebände der Oel Co. eine Geheimsitzung stattgesunden hat... es waren Hobbs. White und Nollau anwesend... Inge hob die Augenbrauen hoch. „Oh! Sogar Mister Nollan?“ „Eben! Wenn der mal aus dem Bau kriecht, dann handelt es sich gewiß um kein Butterbrot, das ist sicher!" „Es war also die ganze Oelgesellschaft beisammen... „Alle, bis auf Thomson... aber der seckt gegenwärtig in Batu oder Batavia... jedensalls ist die Sache verdächtig.. „Hast du Sorgen Papa?“ Isserloh lachte bekümmert auf. „Soigen? Rein. mein Kind! Sorgen habe ich deshalb nicht, aber— und auch deshalb bat ich dich zu mir— wir müssen sehr vorsichtig sein! Ich weiß daß du verschwiegen bist...“. er lächelte ihr zu,„du bist eben auch da eine Ausnahme deines Geschlechtes aber ich bitte dich, sei es noch mehr! „Ueber das Werk spreche ich mit keinem Menschen!“ „Recht so! Aber auch m Suse nicht! Sie ist in dieser Hinsicht wirklich ein Kind! Weiß Gott, wer die Leute sind, mit denen ne Tennis spielt, schwimmt und so weiter... teils gewiß Gentlemen... iin will es wenigstens annehmen, immerhin vielleicht nur teils! Man weiß ja was in Nizza. Monte und so weiter an Menschen zusammenkommt... nicht immer die besten! Erzähle und schreibe ihr also nichts, was das Werk betrifft, eine Falte stieg in sein Gesicht,„sehr viel Interesse am Werk hat sie ja so nicht!“ „Dafür. Papa, hat ne den Preis der Riviera gewonnen! Das können wieder wir nicht! Sie ist berühmter als wir beide! Isserloh lachte schon wieder. Du hast recht! Man soll von seinen Mitmenichen nicht dasselbe verlangen wie vor sich selbst! Nun. jedenfalls bitte ich dich, sei vorsichtig! In meiner Abwesenheit werden die Versuchsfahrten innerhalb des Weites eingestellt und du. Inge, sorgst mir dafür, daß der Kontrolldienst klappt!" Inge Isserloh sah ihren Vater etwas er„Du kannst dich darauf verlassen. Papa, aber“, sie überlegte einige Sekunden und fragte dann entschlossen,„geschieht das alles nur aus Vorsicht— oder hast du einen bestimmten Grund... weißt du irgend etwas .. ist etwas vorgefallen?...“ Isserloh stand rasch auf.„Nein, Inge, nichts, es ist alles in Ordnung. aber ich vergesse nicht, daß hinter unseren Gegnern einige Milliarden Tollar stehen, und daß wir es mit Menschen zu tun haben, die, aeht es um Geld. um Busineß, nicht übermäßig zart besaitet sind! Da ist es besser vor- als dann nachzusehen!“ Er reichte ihr die Hand.„Wiedersehen, mein Kind! Du bekommst lausend Nachricht... ja, nun hätte ich bald das wichtigste vergessen... offiziell bin ich etwas angegrifsen und für niemanden zu sprechen! Niemanden! Sanitätsrat Hivpel ist informiert... Wiedersehen. Inge!" Inge Isserloh trat näher, küßte ihren Vater auf die Stirne, sah ihm dann in die Angen und drückte ihm die Hand.„Wiedersehen. Pava! Komme bald und munter und viel Erfolg!“ Als ne die Türe hinter sich geschlossen hatte, setzte sich Isserloh nieder, nahm einen Brief aus einer Lade, überflog ihn, dachte einige Sekunden nach und schloß ihn dann in einen Stahlschrank ein: hätte er Inge vielleicht doch sagen sollen, daß dieser Brief, den er heute erhalten hatte, die Drohung enthielt, ihm. für den Fall, daß er die Absicht habe, das Oelgeschäft zu rumnieren, einen tödlichen Schlag zu versetzen? Für eine Sekunde legte er die Hand auf den Apparat, zoo sie dann aber lächelnd ab. Wozu sollte er sie beunruhigen? War die Drohung ernst— sie konnte ebensognt Scher; oder Bluff sein—, so mußte er den gamp allein ausfechten... ganz allein! Er öffnete eine Lade und steckte einen Browning ein. Auf alle Fälle wollte er von heute an au der Hut sein... die Augen scharf offen halten. Wenn die Oelleute, die Männer mit den harten Herzen, wie man sie nannte, den Kampf wollten, er, Georg Heinrich Isserloh, war noch keinem ausgewichen. Er war berei: Als der Laboratoriumsdiener eintrat, sah Inge Isserloh flüchtig auf, setzte ihre Analyse fort und fragte dann nebenher:„Was gibt es denn, Hempel?“ Der Diener hielt ihr eine Besuchskarte hin „Der Herr möchte die Frau Doktor sprechen. Hoer uchmn Die Nartr und uant dum bauau! Max Bolle. Reporter der Berliner Weltpost Kaum hatte Inge das Wort„Reporter“ gelesen, so zog nie die Stirne unwillig in Falten und reichte Hempel die Karte zurna. „Sagen Sie dem Herrn, daß ich ihn leider nicht empfangen kann! Grundsätzlich nicht! Ich gebe keine Interviews! Ich habe absolnt nichts zu sagen. nichts mitzuteilen! Schaffen Sie ihn fort, Hempel! Journalisten sind mir zuwider. ich mag neugierige Leute nicht leiden.. will mit Zeitungsmenschen in dieser Form nichts zu tun haben... fort mit ihm. Hempel... gehen Sie Hempel nickte bedeutungsvoll.„Das habe ick voch gesacht! Wissen Se. was ick ihm jesacht. Mensch. Mensch, wir lassen uns nich ausfragen, nee, wir nich! Wir haben da reell zu arbeiten, habe ick ihm jesacht, ton zu tun, und wir sind nicht dazu da. habe ick ihm jesacht, um Jeschichten zu erzählen, habe ick ihm jesacht... Inge war schon etwas ungeduldig, hatte aber für Hempel. der fast dreimal so alt war wie sie selbst, nicht mehr richtig arbeiten konnte, sich aber auf keinen Fall pensionieren lassen wollte und besonders an seinem weißen Kittel hing, eine Schwäche und lächelte. „Nun, was hat der Herr daram gesagt?“ Der Alte kratzte sich den fast kahlen Schädel und sah Inge ein wenig vorwurfsvoll an Wat er jesacht hat? Nun, es wird wohl so sein. Frau Doktor, daß der olle Hempel verschwinden muß, denn ick globe, ick höre nun doch nicht mehr janz richtig! Denn wissen Sie, was er jesacht hat? Großer Scheich, ha er jesacht, dessen weißer Burnus flattert, hat er jesacht, ich muß deine erhabene Herrin von Anjesicht zu Anjesicht bekicken, hat er jesacht! Eile, o Sultan, hat er jesacht, und bringe meine Botschaft und lasse mich in die Pforten des Paradieses, hat er jesacht! Und wenn du mich einläßt, o großer Scheich, hat er sesacht, wirst du ein seistes Backsisch, oder ha: er gesaat Backsisch, bekommen, und hat mich dann ohne Pardong in det Labor jeschoben! Aber det kann er doch nicht jesacht haben! Aber er hat es doch jesacht! Wat soll ick nur mit ein Backsisch tun. Frau Doktor? Was das wol ist?" Iuge Isserloh hatte mit steigender Verwunderung zugehört. Sie lachte auf, nahm nochmals die Karte, überlas sie und gab sie zurück. Ja. mein lieber Hempel, das verstehe ich auch nicht! Aber es scheint mir, als ware der Herr falsch gegangen! Der wollte gewiß nicht zu uns, sondern in ein Kabaren! Sor aen Sie jedenfalls dafür, daß er schleunigst wieder aus dem Werk verschwindet... merrwürdig genug, daß er bis zum Labor gekomnist!“ Hempel drehte die Karte mit den Fingern herum.„Und wat soll ick ihm sajen vons wejen den Backsisch? Ick habe mir mein Brot all die Zeit ehrlich vadient. Frau Doktor! Nee. da jebt's jewiß nichts zu sajen, saie ick. warum, saje ick, soll ick mir von diesem Menschen da ein Backsisch geben lassen, Frau Doktor? Nee, das ist nicht in Ordnung! Inge war nahe daran, ihre Geduld zu verlieren. Sie hatte noch einige Analysen iu machen, ihrem Vater zu berichten, wollte abends auf eine Stunde Schwimmen gehen und hatte über jede Minute des Tages versügt! Wenn sie aber der alte Hemvel noch lange aufhielt, war die ganze Einteilung erledigt! Sie wandte sich zu ihrem Arbeitstisch. „Natürlich müssen Sie sich nichts gefallen lassen. Hemvel, durchaus nicht aber das mit dem Backsisch ist nicht so,schlimm...] mußte doch lachen.„es heißt jedenfalls Back schisch, das ist arabisch und bedeutet an deutsch Trinkaeld! So, und nun los Hempell Sie wissen, daß ich viel zu tun habe.... der Herr ist erledigt, ich habe keine Minute Zeit. Hempel drehte sich zur Türe. wandte sich dann nochmals um und fuhr sich mit der Rechten über die Glatze:„Ach nee! Een Trinkgeld heeßt der Backfisch! Wat es doch für kuriose Namen aibt! Dann ist er won ein Araber, nich? Ach nee! Wenn der aber man so weit jelaufen ist, Frau Doktor, kann er mir ejal leid tun, nicht?“ er schüttelte den Kop nee, es is nich von wejens den Backfisch, der olle Hempel is nich so, aber wenn ick so be denke Inge wurde ernstlich unwillig.„Hempel jetzt gehen Sie aber und lassen Sie mich arbeiten! Der Mann ist so wenig ein Araber, wie Sie... im Gegenteil... und jetzt ist Schluß... fort mit ihm!“ Sie war schon wieder in ihre Arbeit vertieft, prüfte eben sorgfältig ein Gemisch von Oel und Sprit, als Hempel klopfte, wieder eintrat und ihr die Karte abermals hinreichte. Ick habe ihm jesacht, daß es janz ausjeschlossen ist. Frau Doktor! Ick habe ihm sesacht, dat Sie jesacht haben, dat Sie mit Reportern und so Zeugs nichts zu tun haben wollen, ick habe ihm jesacht... Also due. Hempel. war wieder nich notwendig!“ Inge ärgerte sich ein wenig. Je manden zu kränken. lag ihr gänzlich ferne. Sie kannte eine Reihe bedeutender Journalisten hatte eine Zeit sogar die Absicht gehabt, sich diesem Verufe, der so recht mitten in das Leben führte und einen ganzen Menschen verlangte, eine Persönlichkeit, zu widmen und wenn sie es doch ablehnte. einen Reporter zu empfangen, dann nur deshalb. weil es für das Werk. für die Arbeit ihres Vaters lebenswichtig war, daß nichts. keine Zeile vor der richtigen Zeit in die Presse kam! Immerhin war das alles kein Grund. einen Mann. der wohl nichts tat als seine Pflicht, heftiger abzuweisen, als es eben notwendig war, und sie tadelte Hempel nochmals.„Es hätte durchaus genügt, wenn Sie dem Herrn gesagt hätten, daß ich keine Zeit habe... beschäftigt bin... nun, Hempel, merken Sie sich das für das nächstemal... aber so schnell wird er wohl nicht wieder kommen! Nun es ist gut! Sie können gehen! Hempel trat von einem Fuß auf den andern.„Er ist nämlich noch draußen, Frau Waas?“ Inge war maßlos erstannt.„Er ist nach dem, was Sie ihm sagten. noch immer draußen? Das ist aber doch wirklich allerhand! Was will er denn eigentlich, Hempel schwenkte die Bisitenkarte wie eine kleine Fahne.„Er sacht, die Anjelegenheit ist großartig. dringend... et ist sich wejen det „Wegen meiner Schwesterk: Sie wurde unruhig. War Suse vielleicht etwas zugestoßen? Sie trainierte in St. Moritz, und bei ihrer Waghalsigkeit konnte man nicht winen. vas los war... Jnge überlegte. Es war wohl doch am besten, den Mann selbst„zu sprechen! Mehr Zeit, als sie bereits bisher verloren hatte, konnte ne auch dies nicht kosten, und sie bekam wenigstens eine ordentliche Auskunft!„Führen Sie den Herrn in das Empfangszimmer, Hempel, und bestellen Sie. daß ich sofort kommel“ Sie stellte die Gasslamme, über der ein Gemisch kochte, ab. notierte noch schnell einige Ziffern auf einem Block und ging dann in das Empfangszimmer: ins Labor sollte dieser Herr Volle oder wie er hieß, auf keinen Fall einen Blick tun! Vorsicht und nochmals Vorsicht... das konnte nicht schaden!. Mar Volle hatte sich mit besonderer Vorsicht gekleidet; aus tadellosen Schnitt seiner Anzüge, einwandfrei abgestimmte, diskrete Krawatten, sah er immer, und sein Schuhwerk konnte Frau Bumke nie schön genug Wie er nun so dastand, etwas weniger als mittelgroß, dem runden, frischen Gesicht, hellen Augen, leichten Himmelfahrtsnase, zurückgekämmten. brünettem Haar, der korrekten Haltung. der man den früheren Oifizier ausah. wirkte er durchaus seriös, als Gentleman, und es konnte. betrachtete man ihn auch kritisch, nicht überraschen, daß er vo häufig dort noch Erfolg hatte, wo andere Au“ Iina Isserloh war angenehm enttänscht; sie reichte ihm die,„Hand, und versuchte dann, nicht ohne gewisse Befangenheit. ihre ablehnende Haltung zu motivieren. Sie werden beareisen, Herr Volle, daß wir, wie viele andere Werke auch, ein bißchen sehr stark von der Presse überlaufen werden! Hätte ich aber gewußt, daß Ihr Besuch nicht dem Werk, sondern meiner Schwester oilt, so ware K einfacher gewesen! Ich hofse, eie bringen mir keine schlechte Nachricht! Volle zupite an seiner Krawatte und hätte gut und gerne lieber einen benaalischen Tiaer interviewt als diese Dame. die vor ihm stand und nicht vo aussah, als ob man sie allz lange hinters Licht führen könnel Ja, wenn er nur gewußt hätte, wie es der Nach der Frage zu schließen, mußie sie krank gewesen sein! Er nahm alle seine Gerstesgegenwart zusammen und legte die Stirne in winzige ernste Falten.„Ich kann Sie vollkommen beruhigen.. Ihre Schrrster, das anädige Fräulein, ist bereits am Wege der Besserung...“ Inge schrak zusammen.„Ja. aber um Gottes willen was ist ihr denn zugestoßen? Spresie doch! Ihre letzte Karte war doch noch lnstig... ich bitte Sie. spannen Sie mich doch nicht auf die Folter... sagen Sie mir doch schon die Wahrheit... Bolle wurde etwas schwül zumute. Wie gerne hätte er die Wahrheit gesagt! Aber sie zu wissen das war eben die Sache! Er wußte von Suse Isserloh nur, was er schon Holl erzählt hatte, keinen Ton mehr! Er sah auf die Handschuhe, die ebenfalls von den fünftausend Mark stammten. und meinte dann kummervoll:„Es ist„wirklich kein Grund zur Aufregung. meine Gnädige! Das Training... die Hitze... die Riviero hat es nun eben einmal in sich... Inge sah ihn groß an.„Aber meine Schwester ist doch in St. Moritz! Ich verstehe ttiaft Bolle schlug sich auf die Stirne.„Aber natürlich! Natürlich! Verzeihen Sie... ich meinte natürlich St. Moritz... die anormale Hitze diesma.... er lächelte verbindlich...„die berühmte Sonne von St. Moritz! Aber wie gesagt, es ist weiter nichts los . ein bißchen viel Tennis... Fräulein Isserloh ist eben zu ehrgeizig... das in die Sache...“ Inge Isserloh stand jäh auf und sah Mar Volle. der sich gleichfalls erhoben hatte, vorschend an.„So. beim Tennistraining in etwas passiert? Das ist allerdings interessant. sogar sehr. denn meine Schwester schrieb mir noch gestern, daß sie jetzt Eis läuft keine Spur von Tennis Bolle zerfingerte seinen wundervollen Binder.„Natürlich... verzeihen Sie, aber man ist so gejagt wie ein Kolibri und bringt mitunter die Dinge ein wenig durcheinander ... es ist also...“ ... ein Schwindel, nicht wahr, Herr Bolle? Sie haben keine Ahnung von meiner Schwester. Sie wissen nicht einmal, wo ne ist. nicht was sie treibt. Sie wollen nur das eine: mich ausholen! Ist das richtig! Ja oder nein?“ Bolle senkte den Kopf, hob ihn dann und lächelte Inge Isserloh froh und vergnügt an a. es ist so!“ So? Und Sie schämen sich aar nicht ein bißchen? Sie finden das scheinbar noch in Ordnung? Was wollen Sie denn eigentlich Ich weiß nichts, gar nichts, Herr! Wir arbeiten, und wenn wir glauben, daß es Zei ist, die Oeffentlichkeit zu unterrichten, wird es geschehen— nicht früher! Hier. Herr Bolle, sind keine Filmhelden zu interviewen. keine Filmdivas. Sie befinden sich in einem wissenschaftlichen Betrieb... wir benötigen keine Reklame... ich will nicht weiter böse sein, aber ich denke. Sie sind nun im Bbe Max Bolle war schon wieder obenauf und nickte. Ja, das bin ich, aber Sie, verehrte, dige Frau, verkennen die Lage! Es ist daß Sie keine Filmdiva sind, obwohl“. wark ihr einen bewundernden Blick zu. J0gs gewiß nur Ihre Schuld ist— aber die Wel interessiert sich heute auch für Wissenschaftl Jeden Tag Nelly Nolly und Hans Jordan verträgt die Menschheit nicht mehr. Wir haben jetzt in Teutschland doch auch ander Sorgen. Fräulein Isserloh! einen Schritt näher an sie heran.„Die Menschheit, meine Gnädige, interessiert sich Asserloh! Und natürlich Inge Isserloh: Sie interessiert sich sogar brennend, ungeheuer dafür. und ich habe die Aufaabe, den Hunger zu stillen! Die Welt hat ein Recht auf und Ihren Vater!“ Wir sind Wissenschaftler! Das sagte ich Ihnen schon, und wir wollen nur eines: Ruhe zur Arbeit! Wir sind nicht hier, um Sensationen zu liefern!“ Max Bolle zog die Stirne hoch.„Was aber, wenn Ihre Arbeit zur Sensation wird! Er sah Sie entschlossen an.„Ja, vielleicht schon eine Sensation ist... eine ungeheur Inge errötete.„Ich verstehe Sie nicht, Herr Volle! Hier gibt es keine Sensation.. durchaus keine... Sie können es mir gla e(Fortsetzung folat) kängenFriedrich der Große sah bekanntlich das Kaffeetrinken als einen staatsfeindlichen Lurus an. Wenn schon die braven Tanten sich diesen Lurus gestatten wollten und gutes preußisches Geld dafür ins Ausland gäben, dann sollten sie auch ordentlich Steuern für Da sind dann einige Verlinex Lassertiate rinnen auf einen seltsamen Einfall gekommen, um ihren Zorn auszulassen Königs Kaffeesteuer. Sie wußten, daß der Alte Fritz oft recht empfindlich sein konnte, wenn man ihm gegen die Haare kämmte. Die gehässigen Kaffeetanten ließen sich nun ein Zerrbild des Königs zeichnen. Darauf war der König dargestellt, wie er eine Kaffeemühle zwischen den Knien hält und zu sich sagt:„Das ist alles für mich allein.“ Dieses Bild wurde in ein Schaufenster gehängt, ein wenig hoch zwar. aber es zog trotzdem alle Welt an Eines Tages reitet der König an dem Schaufenster vorüber. Er sieht die gaffende Menge und schickt seinen Adjutanten fort, um sich zu erkundigen, was denn seine lieben Berliner da wieder zu gaffen hätten. De Adjutant kommt zurück, aber er wagt dem König nicht die Wahrheit zu sagen. Erst auf nachdrückliches Befehlen des Königs gibt er einen harmlosen Bericht. Friedrich lächel weise. Er steigt vom Pferd, geht an der Menge vorüber schnell in den Laden und sagt zu dem Besitzer:„Monsieur, placiere er diese Gravüre ein wenig tiefer, damit die wackeren Leute da draußen mehr Vergnügen haben.“ Die Ladentür war offengeblieben. Einige Leute erkannten den König an der Stimme. Plötzlich bricht es los:„Es lebe der König!“ und die Menge läuft hinter ihrem Friedrich her und freut sich über seine Größe.