Deröffentlichungsblatt der Stadt und des Amtsgerichts Hohenlimburg nreie für die 46 mm breite Geurn eurdtue n engeun# n na Nuchhuuchens und Verlag des Gemeinnütigen. Hohenlimburg, Göringstraße 10— Cernsprecher Honenumpurg Ber. 2222: T. Mittwoch, den 11. Januar 1939. v.e aus hrenge s Oia. in Cemas u. N aun brat Mldiagrgele. 2a. Wassen für Spanien!“[Kommunismus ist Erzfeind von Kultur, besetz und Ordnung Zwischenfälle bei der Abreise Chamberlains. London, 11. Jan. Unter den zahlreichen Persönlichkeiten, die sich auf dem Bahnhof eingefunden hatten, um ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Lord Halifax zu ihrer Romreise zu sagen, befanden sich Schatzkanzler Sir Sinon und Transportminister italienische Geschäftstrager. Als Minister präsident Chamberlain den Bahnsteig betrat wurde er von einer größeren begrüßt. Chamberlain dankte lächelnd. Nach kurzer Unterredung mit Sir John Simon u dem franzö ichen Botschafter begab sich Chamberlain in den Zug. Nicht weit vom Bahnsteig entfernt kam es zu Zwischenfällen, die einen Mißton in die zuversichtliche Abschiedsstimmung brachten. Eine Gruppe Frauen hatte sich u be Peescioce eigshelt und uer in Sech. Waffen für Spanien!“ Sie versuchte, auf dem Bahnsteig vorzudringen, was ihr jedoc nicht gelang startsie daran. Gleichzeitig hatten sich die ur beitslosen, die mit ihrem schwarzen Sarg am Bahnhof erschienen waren, zu ern Gruppe zusammengeschlossen und, den Burz hr, Gotscdon Zihaden, Cieaustendtige haftungen vorgenommen worden waren Moskauer beldsendungen und Befehle in Queber.— Ein kanadischer Staatsmann kennzeichnet den Kommunismus. Montreal, 11. Jan. Der Ministerprasident der Provinz Quebec. Tuplessia, verteidigte einer Ansprache vor dem kanadischen Klub in Montreal das zum Schutze vor kommunisti schen Einflüssen geschaffene„Padock=Zesitz. Er wandte sich hierbei in unmißverständlichen Vorten gegen die Kritiker dieses Gesezes, oie sich in den anderen Provinzen Kanadas und in der Vereinigten Staaten gefunden haben vinz soll daher ein Bollwerk kür Recht. Freiheit, Ordnung und Vernunft sein. Der unerträgliche Zwang des neuen Moskauer Rebeitsgesetzes“ Drotest Leningrader Arbeiter blutig unterdrückt Immer größere Sumpothien für den Musti Britische Terrormaßnahmen führen der aravischen Freiheitsbewegung stänoig neur hänger zu. 11 an Die verschiedenen Zwischenfälle der letzten Tage beweisen die Tatsache, wie wenig die großen Turch sove“.„it jeder antiarabischen MNaßnahme der Engländer, deren Brutalität das britische Kriegsministerium bescheiden mit „gewissen Härten" bezeichnet, wird die Erl hoben sedt den Reg in die Reiden de Nausftis Peieichnand ist es dahr Nr. 94, Sin mung im Lande, daß man selbst für tanen Vergeltungsanschlage der Arab allen Kreisen der nichtfüdischen. Zevölkerung immer stärkeres Verständnis horfinder. So kam es auch heute im Anschluß an ver schiedene Durchsuchungsaktionen einiger ara Dörfer zu Feuerüberfällen auf die kraftwagen auf eine Landmine, mir der an grabisches Dorf seinen Zufahrtsweg vor den Uieberfällen jüdischer Kanden gesichert hart. Tupressia betonte, daß das„Padlock=Gesetz“ von beiden Häusern der Provinz einmütig angenommen worden sei und be eeichnete den Kommunismus als tödlichen Feind der Kultur und der privaten Initiative, der Un urmedenheit selbst, der Erzfeind von Gesetz und Ordnung ebenso ist, wie auch Freund der Ungerechtigkeit und der Diejenigen, die behaupten, er kämpfe gegen GHester, müse er auf die gensgeliche Ergebnisse der Untersuchungen des Dies= Ausschusses in den USA. und auf das französische Beispiel hinweisen. In Quebee geht es voramn und dater sei hier bein, FogHheri,Hämmt, nisten. Der Kommunismus sei der schlimmst Mörder in der Welt, denn er und Seele. Herz und Intelligenz. Der a# munisnus sei mithin eine gefährliche und schlimme Seuche. Der positive Beweis hierfür sei in Quebec erbracht. Hier seien Geldsendungen und entsprechende Moskauer Befehle und gen ans Tageslicht gefördert worden. Quebec habe man die kommunistische Gefahr der Dritten Internationale erkannt, diese Pr. Warschau, 11. Jan. Nach einer Meldung aus Leningrad kam es dort zwischen Arbeitern und sowjetischer Miliz zu einer blutigen. Auseinandersetzung. Sie endete damit, daß 473 Arbeiter verhaftet wurden. Zu dem Zusammenstoß war es gekommen, weil zahlreiche Arbeiter aufgrund des neuen Arbeitsgesetzes ihre Existenz bedroht sahen. Sie empfinden die niedrigen Löhne, das Antreibersystem Stachonows und vor allem die unmöglichen Arbeitsstätten als unerträglich. In der bagen Hoffung, irgendwe, gimftgre Arbeitsplätze zu finden, wandern sie zu Milionen von Ortzu Dr burch be Sopizgeggn. So sind beispielsweise die Kaganowisch=Industriewerke innerhalb weniger Monate von 6000 von den 13000 Arbeitern, die dort beschäftigt sind. verlassen worden. In einer Fabrik der Bauindustrie in Leningrad haben innerhalb des letzten Jahres von den 3722 Arbeitern 3181, also nahezu 100 Prozent, ihren Arbeitsplatz verlassen. Durch das neue Arbeitsgesetz sind Arbeits karten eingeführt worden, die den willkfürlichen Wechsel der Arbeitsstätre verhindern sollen. Wesensgemäßer Einsotz der Frau und Schutz der Jugend Das Streben der DAF. nach dem erfolgbringendsten Einsatz der Arbeitskräfte. Berlin, 11. Jan. Der Leiter des Amtes Soziale Selbstverwaltung in der Reichsamtsleiter Dr. Huptauer, der im Auftrage des Reichsorganisationsleiters eine Steuerung der Arbeitskräfte im Hinblick auf den erfolgbringendsten Einsatz vornimmt, hat den Vertrauensräten für den Monat Januar die Arbeitsparole„Steigerung der Arbeitsund Volkskraft durch wesensgemaßen Einsatz der Frau und Schutz der Jugend“ gegebin. Im Laufe des Monats Januar werden die Vertrauensräte die Parole, die für die Gesunderhaltung und damit für den Leistungskimpf der Schaffenden von entscheidender Bedeutung ist, beraten. Ein verstärkter Einsatz der Frauenarbeit gibt den Betriebsführern eine besondere Verantwortung. Besondere Schutzmaßnahmen und vor allem eine wesensgemäße Arbeitseinteilung unter den Geschlechtern ist notwendig. Bei der Ausarbeitung aller Schutzmaßnahmen, besonders bei einem betrieblichen Arbeitsplatzaustausch, werden dem Betriebsführer die Mitglieder des Vertrauensrates wichtige Unterstützung geben können Die Beratung der Fragen des Jugendschutzes steht unter dem Geleitwort:„Jugendschutz ist Volksschutz." Ziel der Arbeit der Vertrauensräte soll sein,„Leistungssteigerung und Leistungserhaltung.“ Ein neuer Zwischenfall in Tunis Haliener bis zur bewusnogosen bung geschlogen u die olzel hebtsn Militärgericht in Haisa wiever auf voll Touren. in Saia hat eauer om Tohx, Peatalt. n. euri enis eun Lebenszeit in die Kerker geworfen, und em dritter wurde hingerichtet Maisand, 11. Jan. Die norditalienische Presse stellt fest, daß die französische Haßpropaganda in Tunis, die mit Daladiers entfesselt wurde, unvermindert anhält und Tunis vergiftet. Diese Aktion des Hasses werde in der verantwortungsloschten Weise von den französischen und jüdischen Zeitungen in Tunis geschürt, auf deren Konk ein neuer Zwischenfall zu setzen ser, der sich in der Hauptstadt des französischen Protektorats ereignet habe. Ein in einer Aurogarage bechäftigter Italiener, der mit einem Eing: borenen eine Auscinandersetzung hatte, sei von 50 Franzosen angegriffen und bis losigkeit blutig geschlagen worden. er wieder zu sich gekommen sei, sei er Begründung, eine beleidigende Haltung ge gen Frankreich eingenommen zu haben, verhaf ier wordten. Iu Sor sel ene Galen u g. feindliche Kundgebung zu verzeichnen, an v. sich auch französische Funktionare bereiligt hätten. Marxistischer Pöbel sei unter rufen auf Italien und den Duce durch die Straßen und vor das italienische Konsulat ge ####en, ohne daß die Polizei auch nur daru. ge dachr habe, einzugreisen. Zahtegeinher oee Tätlichkeiten von geringerer Schwar#, nicht weniger haßerfüllt, bewiesen, daß in allen Abschnitten des Lebens in Tunis unter dem Woylwollen der Behörden und mit Unterstützung der Polizei ein immer stärker's anti=italienisches Treiben entfesselt wurde. Wenn Herr Taladier in einer seiner Reden von 45000 im Weltkrieg gefallenen Tunesiern gesprochen habe, sei dem entgegenzuhalten, daß nach den offiziellen statistischen Angaben am Ende des Weltkrieges nur 10 000 Tu nesier für Frankreich gefallen seien. Wiener Ehepaar von einer Lawine verschüttet. Salzburg, 11. Jan. Bei einer Skitour auf dem 2400 Meter hohen Gittenstein ist, wie erst jetzt bekannt wird, kürzlich ein Wiener Ehepaar tödlich verunglückt. Es handelt sich den 29 Jahre alten Ingenieur August Huettler und seine 25 Jahre alte Ehefrau, die von der Tappenkarsee=Hütte trotz der Warnung des Hüttenwirts abseits der normalen Aufstiegtour zum Gittenstein aufzusteigen versuchten. Beim Ueberqueren eines Lawinenhanges lösten sie eine Lawine aus und wurden mit in die Tiefe gerissen. Der Hüttenwirt, der mit dem Fernglas das Niedergehen der Lawine beobachtet hatte, machte sich sofort auf die Suche. Er konnte zwar die beiden Verungglückten bergen, aber bei dem verschütteten Mann war der Tod bereits eingetreten und die Frau starb auf dem Transport zur Schutzpirkte. Stärkste Beachtung und Verurteilung findet ferner das Vorgehen der Franzosen gegen die nationalistischen Araber. In der französischen Presse schweige man es tot, daß sich die Masse der Mohammedaner in Tunis deren es dort 170.000 gebe ebenso wie die in der Hauptstadt ansässigen 75000 Italiener von den Kundgebungen zu Ehren Dalaoiers vollständig ferngehalten hätten. Zi stellung der Araber gegen die französische Herrschaft sei aus den zahlreichen Verhaftungen grabscher Frauen deutlsch greruen. Eine junge Mohammedanerin sei 3 Monat und sieben weitere zu zwei Wochen Haft verurteilt worden Ein lebhaftes Echo findet die mutige und überzeugte Prozeßrede des arabischen Verteidi gers Tahar Lakdar, der sich scharf gegen Frankreichs Methoden wandte und erklärte, daß die Tunesier niemals aufhören würden, zu protestieren, solange ihnen nicht die ihnen zukommenden Rechte eingeräumt seien. Kurz berichtet: Das Großkreuz des Mauritiusordens für Reichswirtschaftsminister Funk. Rom, 11. Jan. Der König von Italien und Kaiser von Athiopien hat Reichswirtschaftsminister Funk mit dem Großkreuz des Mauritiusordens, der höchsten Auszeichnung, die er an Ausländer zu verleihen pflegt, ausgezeichnet. Paris. In den letzten Vorbesprechungen der Rom=Reife des englischen Ministerpräsidenten und des Außenministers wird die Bedeutung der Besprechung erneut betont. London. In den umfangreichen Erörterungen über die Hintergründe der Rom=Reise der englischen Minister erscheint als einzige neue Version die Auffassung des diplomatischen Korrespondenten des„Daily Telegraph", nach der es möglich sein könnte, daß man Chamberlain in Rom eine„Liste weitreichender Forderungen“ vorlegen würde. Die Arbeit der Jugend gehört der besundheit Baldur von Schirach und Dr. Ley auf der Reichstagung des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung kommunistischen Idezlogie in di: Sozialdemo München, 11. Jan. Auf der Reichstagung des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung in München sprachen am Dienstagnachmittag Reichsjugendführer Baldur von Schirach und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Der Reichsjugendführer Baldur von Sch.rach ging in seinen Ausführungen zunächt auf die Arbeit der Hitlerjugend im vergangenen Jahr der Verständigung ein und stellte fest, daß eine furchtbare intemationale Zusammenarbeit der Jugendorganisationen der einzelnen Staaten nur dann möglich sei, wenn diese national gesinnt seien und ihre Selbständigkeit gegenüber internationalen Einflüssen aufrecht erhielten. Der Reichjugendführer gedach'e der Zusammenarbet mit der Jugend des Achsenpartners Italiens und würdigte weiter den außerordentlich herzlichen und eindrucksvollen Empfang der deutschen Jugend in Japan durch das japanische Volk und die japanisch: Re gierung. Der Reichsjugendführer wandte sich dann an die Sozialableilungsleiter und Gaujugendwalter mit der Mahnung, in ihrer Arbeit, die so verwandt sei mit der Aufgabe des Gesundheitsamtes und der Aerzte, die neue Aktion der H J. im Jahre der Gesundheitspflege zu unterstützen. Baldur von Schirach gedach'e des Führers, der auch hier wie in allen Fragen des Lebens der Jugend schönstes Vorbild sei. Der Reichsjugendführer erklätte sodann, daß die Hitlerjugend im Jahre 1939 k.inen Feldzug aktioistischer Art etwa gegen alle Genüsse des Lebens unternehme. Nur wolle er die Jugeno in ihren Entwicklungsjahren vor dem Gebrauch von Genußmittel bewahren, deren massen hafte Vertilgung allzuoft in der Vergangenheit zum„guten Ton“ gehört habe. Der Reichsju gendführer erörterte dann im einzelnen die Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Zahnkrankheiten und Fuß=Schäden unternommen werden soll und wies den Sozialabteilungsleitern und Gaujugendwallern den Weg, den sie zur Unterstützung dieser Aktion für die Gesunderhaltung der deutschen Jugend einzuschagen hätten. Nach einer kurzen Pause begrüße der Reichjugendführer Reschsorgani ationssleiter Dr. Ley, der inzwischen erschienen war und der sofort das Wort ergriff. Dr. Ley hob zunächst die ungeheuren Erfolge hervor, die in den letzten Jahren auf allen Gebieten des deutschen Lebens eingetreten seien und wandte sich gegen die Behauptung, daß diese Erfolge zu teuer erkauft seien. Wenn diese Gegner behaupteten, daß dadurch, daß wir von der Gemeinschaft Gehorsam, Einsatz und Opfer verlangten, den einzelnen Menschen etwas genommen würde, dann stehen sich hier zwei verschiedene Welten gegenüber. Die eine Welt erkläre, der Mittelpunkt sei der einzelne Mensch und um diesen einzelnen Menschen drehe sich die ganze Welt. Diese letzte Auffassung müßte letzten Endes zum Chaos, 3. Zerstörung und Auflösung aller Dinge führen. Demgegenüber stehe die andere Welt, die sich zu einem sinnvollen Zusammenfügen aller Dinge bekennt, die sich auf Gemeinschaft und Ordnung, auf Rasse und Boden, auf Gesetz, Mäßigkeit, Gehorsam und Leistung aufbaue. Als das vornehmste Symbol der Gemeinschaft bezeschrete Dr. Ley die ordnende Erziehung als ihren ersten Ausdruck der Einheit von Führer und Gefolgschaft. In seinen wei eren Ausführungen wandte sich Dr. Ley gegen die Auffassung, als ob Sozialismus und Wirtschaftlich'eit Gegensätze wären. Heute wisse auch der einfachste deutsche Arbeiter, daß sie sich vielmehr ergänzen. Alles hänge davon ab, die Menschen, unser wertvollstes Gut in der Wirtschaft, gesund und leistungsfähig zu erhalten und zur höchsten Leistung zu steigern. Nach einem Appell an die Sozialabteilungsleiter der Hitlerjugend und die Gaujugendwalter der Deutschen Arbeitsfront, auch ihrerseits dem Volke klar zu machen, daß jeder dem Deutschen Volke geben müsse, was er nur geben könne, betonte Dr. Ley alle 80 Millionen deutschen Menschen müßten eine einzige Leistungsgemeinschaft sein. Unser Sozialismus die Sicherung des deutschm Lebens. Um die Gegenwartsausfgaben zu meistern und damit die Grundlagen für die Zukunft zu schaffen, müßten die Betriebe eine Einheit sein und bleiben. Darüber müsse auch die deutsche Jugend wachen. Die Sozialab#etlungsleiter und die Gaujugendwalter sollten mit den Begriffen Jung und Alt aufräumen. Jung sei das gesamte deutsche Volk. Alt werde nur der, der ncht den Willen zur Leistung und zum Fleiß habe. Die Jugend müßte ihre schönste Aufgabe darin sehen, Vorkämpfer zu sein für die Jungerhaltung unseres Volkes. Zum Schluß sprach Dr. Ley die Bitte an die Hitlerjugend aus, mit der Deutschen Arbeitsfront auch weiterhin wie bisher treu und einig zusammen zu arbeiten. Mit der Hitlerjugend gemeinsam habe er große Werke angefaßt, und es würden noch weitere große Werke vollbracht werden. Was an ihm liege, werde er tun, um diese Zusam menarbeit zu fördern. Die Kommunistische Partei Frankreichs in der Opposition Reichsminister Funt aus Rom zurück. Berlin, 11. Jan. Reichsminister Funk traf am Dienstagabend in Begleitung seiner Gat tin von seiner Romreise wieder in Berlin ein. Zum Empfang war auf dem Anhalter Bahnhof na. der italienische Botschafter in Berlin Attolice erschienen, der den Minister und Frau Funk herzlich begrüßte. Radikalisierung der Sozialdemokratie. Seit der Entscheidung von München, die den europäischen Frieden rettete, sind die französischen Kommunisten eifrig bemüht, ihr erschütterndes Prestige und ihren stark gesun kenen Einfluß auf die Volksmassen wieder aufzurichten. Der Generalstreik vom 30. No vember war entfesselt worden mit dem Ziel, die von allen Kriegshetzern gehaßte Regierung Daladier zu Fall zu bringen. Diese von den Kommunisten bewußt herbeigeführte Machtprobe endete jedoch mit einem kläglichen Mißerfolg und stärkte das Ansehen Dala diers und seiner Umgebung. Das Scheitern der von Moskau inspirierten Gewaltpolitik ließ aber auch erkennen, daß die französische Arbeiterschaft, die eigentliche Massenbasis der kommunistisch=marristischen Einheitsfront, nicht mehr gewillt ist, den bolschewistischen Hepparolen blindlings Folge zu leisten. ies bedeutet, besonders nach dem Zerfall der früheren„Volksfront"=Mehrheit, einen schweren Schlag für die Pläne der Komintern. Die kommunistische Presse hat allerdings versucht, den Zusammenbruch des General streiks zu leugnen und durch bestärkte Agitation die erlittene Schlappe wettzumachen.— Inzwischen sind jedoch die Gegenkräfte auf den Plan getreten und haben die Kommunistische Partei in die Verteidigung gedrängt. Am 8. Dezember forderte der Abgeordnete Dommange in der französischen Kammer die„Auflösung der Kommunistischen Partei. Die Pariser Wochenzeitung„Je suis partout“ veröffentlichte am 6. Dezember einen Aufruf an das Parlament, der in der Aufforderung gipfelt, die Kommunistische Partei aufzulösen und zu verbieten. Dieser Aufruf erregte großes Aufsehen und wurde von bedeutenden französischen Zeitungen aller politischen Richtungen übernommen. In ihm wird unter anderem darauf hingewiesen, daß die Kommunistische Partei erwiesenermaßen vom Ausland abhänge und daß ihr einziges Ziel der Ruin der westlichen Zivilisation sei, den sie durch den Bürgerkrieg, den allgemeinen Krieg bung in Nautes diese„neue Linie“ der Komintern verlündet, und die innen= und außenpolitische Agitation der Kommunisten in Frankreich ist seitdem vorwiegend auf dieses Wie weit der Einbruch der und die Vernichtung allen nationalen Gutes erreichen wolle. Von größtem Interesse ist ferner das Verfahren mit dem Ziel der Auf lösung der Kommunistischen Partei, das die „Vereinigung zur Verteidigun der Nation“ beim Zivilgericht des Sein: departements angestrengt hat. Die Vereinigung stützt sich auf Artikel 3 des Gesetzes vom 1. Juli 1901, demzufolge unter anderem jede Gesellschaft verboten werden kann, die gegen die guten Sitten verstößt, die Unver sehrtheit des französischen Staates oder die republikanische Regierungsform bedroht. Anklagevertreter in der am 11. Januar stattfin denden Verhandlung wird der Rechtsabgeordneie Montigny sein, der in der Bekämpfung des Kommunismus schon häufig hervorgetreten ist. Durch das energische Vorgehen der Kräft: der Ordnung sind die Kommunisten gezwun gen, sich auf die zweite Kampflinie zurück. zuziehen. Die„Volksfront“ früheren Stils scheint endgültig erledigt. Deshalb greifen die Agenten der Kommunistischen Internationale wieder auf ein Requisit zurück, das in ähnlichen Situationen in den verschiedenen Ländern bereits eine große Rolle gespielt hat auf die berüchtigte„proletar ische Einheitsfront". Zurzeit konzentriert die Kommunistische Partei Frankreichs alle verfügbaren Kräfte auf die Radikalisierung der französischen Sozial demokratie mit dem Ziel, die Verschmelzung beider„Arbeiter"=Parteien in eine „proletarische Einheitspartei“ zu erreichen. Der Kommunistenführer Duclos hat bereits Anfang Dezember auf einer Kundgekratische Partei bereits gelungen ist, geht schon allein daraus hervor, daß der kürzlich abge haltene Kongreß der französischen Sozialdemo kratie weitgehend von kommunistischen Ein flüssen überschattei war, und im wesentlichen auf die Frage hinauslief: Für oder gegen Mostau? Es ist bezeichnend für die zunehmende Ra dikalisierung der französischen Sozialdemokra tie, daß in dem tiefgehenden und mit großer Heftigkeit ausgetragenen Meinungsstreit, der auf dem Parteikongreß tobte und fast zu einer Spaltung geführt hätte, die revolutionäre Blum=Richtung mit einer starken Mehrheit die Oberhand behalten hat. In seinem Leibblatt„Populaire“ predigt Blum seither immer wieder, daß es jetzt darauf ankomme, die Regierung Daladier zu stürzen, und die letzten Kammersitzungen standen bereits eindeutig im Zeichen der sozialdemokratisch=kommunistischen Einheitsfront. Die außenpolitische Entschließung, die der sozialdemokratische Parteitag auf Vorschlag des Vorsitzenden Léon Blum verabschiedet hat, ist sogar vom„Temps“ als„aggressin bezeichnet worden. In ihr wurde, so schreibt das Blatt, eine Politik gefordert, die Frankreich zu einer Stellung in Europa führen würde, die ernsteste Verwicklungen und sogar den Präventivkrieg zur Folge haben würde. Man brauche ferner nur die hauptsächlichsten Punkte dieser von Blum vorgeschlagenen Außenpolitik herauszugreifen, um festzustellen, daß sie sich mit der kommunistischen Politik decke. Diese Feststellung sei aber von außerordentlicher Bedeutung. Zwischen der Auffassung Blums und derjenigen von Thorez und Duclos gebe es keinen Unterschied mehr... Lcon Blum, der sich bereits auf dem Gebiete der Wahlpolitik in die Arme der Kommunisten geworfen habe, um gegen Daladier in der Frage der Notverordnungen Stellung zu nehmen, habe dieses Bündnis auf Leben und Tod nunmehr auch auf die außenpolitischen Beziehungen der Republik ausgedehnt. Praktisch verschmelzen sich die zweite und dritte Internationale in der Person Lcon Blums. Diese Ausführungen des„Temps“ treffen den Kern der Sache. In die Opposition gedrängt, versucht die Kommunistische Partei Frankreichs vor allen Dingen eine straffe Zusammenfassung aller linksradikalen Kräfte unter ihrer direkten Führung zustande zu bringen. Dies ist um so notwendiger, als die Flucht der enttäuschten Arbeiter aus den roten Gewerkschaften außerordentlich starke Ausmaße angenommen hat. Für die weitere Entwicklung der französischen Innenpolitik wird entscheidend sein, ob der Kampf gegen die kommunistische Gefahr mit solcher Entschlossenheit fortgeführt wird, daß die geplante Neugruppierung der Roten Front und ihre Konsolidierung rechtzeitig verhindert werden kann. Chamberlain und halifar in Paris Begrüßung durch Daladier und Bonnet— Amtliche Verlautbarung über die Unterredung im Quai d’Orsay. Vom Vormarsch der nationalen Truppen in Katalonien. Ein sowjetrussischer Tank, der bei der Flucht der Bolschewisten aus Castelldans, süowestlich von Borjas Blanca, aufgegeben wurde. Weltbild(M). Paris, 11. Jan. Der engl'sche Ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Halifar trafen am Dienstagabend kurz vor 19 Uhr MEZ. auf dem Pariser Nordbahnhof ein, wo sie vom französischen Ministerprähidenten Daladier und Außenminister Bonnet s. wie dem englischen Botschafter in Paris, Sir Erio Phipps, und verschiedenen hohen Beamten der englischen Botschaft begrüßt wurden. In und vor dem Bahnhof hatte sich eine große Menge Neugieriger angesammelt, die von einem starken Polizeiaufgebot in achtbarer Entfernung gehalten wurden. Als der englische Ministerpräsident mit seiner Begleitung die Bahnhofshalle verließ, um in dem bereitstehenden Kraftwagen Platz zu nehmen, grüßten die Zuschauer durch Hutabnehmen. Zu irgendwelchen Kundgebungen ist es nicht gekommen. Die Kraftwagen wurden auf ihrer Fahrt zum Quai d'’Orsay von Polizei auf Motorrädern begleitet. □0 Von Poris abgereist Ministerpräjident Chamberlain und Außenminister Lord Halifar haben Paris programmgemäß um 20,30 Uhr MEZ. verlassen. Sie wurden vom französischen Ministerpräsidenten Daladier und Außenminister Bonnet zum Bahnhof begleitet, wo sich auch der englische und italienische Botschafter zur Verabschiedung eingefunden hatten. Im Anschluß an die Unterredung im Quai d'Orsay wurde folgende amtliche Verlautbarung ausgegeben:„Auf ihrer Reise nach Rom haben der englische Ministerpräident und Lord Halifar die Gelegenheit ihrer Pariser Durchreise benutzt, um sich am Quai d’Orsay mit Ministerpräsident Daladier und Außenminister Bonnet zu unterhalten. Die Besprechung hat die Bestätigung der vollen Uebereinstimmung der allgemeinen Ansichten erlaubt, die schon früher zwischen den beiden Regierungen vorbanden war.“ In gut unterrichteten politischen Kreisen fügt man hinzu, daß zwischen Paris und London volle Uebereinstimmung hinsichtlich der französisch=ita ienischen Meinungsverschiedenheiten bestehe. Diese Uebereinstimmung sei außerdem schon vorher vom englischen Botschifter in Paris bestätigt worden. Die heutige Aussprache habe sich daher auch weniger auf dieses Thema als auf die Spanienfrage bezogen. Verlagsleitung: Wilhelm Schulte. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Hauptschriftleiter Otto Steinberg; für den Anzeigenteil: Wilhelm Schulte. Druck u. Verlag: Verlag des Gemeinnützigen, Wilhelm Schulte, sämtlich in Hohenlimburg. T.=A. XII. 38: Ueber 3100. Zur Zeit ist Liste Nr. 6 gültig. Preis der Einzelnummer 10 Pfg. Der Mittwoch, den 11. Januar 1939 Nr. 9 2. Blatt 70. Jahrgang Aus der Heimal Hohenlimburg, 11. Januar 19339. Wetter-Bericht des Reichswetterdienstes Essen=Mülheim. Vorübergehend etwa kälter. Wahrscheinl. Weiterentwicklung: Mäßige Südwestwinde, bedeckt, leichter Regen. Temperaturen steigen wieder an. Haustraßensammlung des WHW. im Gau Westfalen=Süd 00 a Letzte Aufforderung an die Parteianwärter. Sämtliche Parteianwärter werden hierdurch zum letzten Mal aufgefordert, ihre Parteianwärterkarten unverzüglich auf der Geschäftsstelle der NSDAP., GöringStraße 9, abzugeben. a Ehrende Auszeichnung. Der Führer und Reichskanzler hat dem Leiter der hiestgen Reichsbanknebenstelle, Reichsbankrat Bornhardt, das Treudienst=Ehrenzeichen in Gold für 40jährige treue Dienstleistung verliehen. Auch wir gratulieren. Ein Verkehrshindernis wird beseitigt. der Wesselbach, etwas oberhalb der Wirt schaft Spieß, ist man augenblicklich damit beschäftigt, das weit in die Straße vorspringende alte Fachwerkhaus abzubrechen. Nur im hinteren Teil war es noch bewohnt. Dem durch die enge Straße an und für sich schon stark behinderten Verkehr wird hierdurch ein großer Dienst erwiesen. Hoffentlich läßt man mit dem weiter oberhalb ebenfalls nicht un wesentlich in die Wesselbachstraße vorsprin genden Haus recht bald dasselbe geschehen. ∆ Wieder 3500 neue NSV.=Mitglieder. Auch im zweitletzten Monat des alten Jahres ist die Mitgliederwerbung für die NS.=Volkswohlfahrt erfolgreich gewesen. Alle Kreise des Gaues Westfalen=Süd verzeichnen einen Zugang. Der Gesamt=Mitgliederbestand im Gau Westfalen=Süd erhöht sich durch den Zugang von 3464 im November von 362121 aur 265 585 im Dezember. Es sind 14,02 Prozent der 2606892 Einwohner des Gaues Westfalen Süd. An der Spitze stehen weiter die Kreise Olpe, Arnsberg und Altena=Lüden scheid. Der Kreis Iserlohn nimmt im Dezember im Rang der Kreise die vierte Stelle ein.(nsg.) kier spricht die Osts. Achtung, Betriebsobmänner u. Amtswalter! Donnerstag, 12. d. M., 20 Uhr, im Volksheim: Betriebsobmänner= und Amtswalter= Sitzung. Es spricht Kreisobmann Parteige nosse Kirsch=Iserlohn.— Wegen der Dring lichkeit ist Erscheinen Pflicht. Schalungskurse fallen aus! Die KdF.=Wagenbesteller werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Schulungskurse auf Anweisung der Kreisdienststelle für die nächste Zeit in Iserlohn und Hohenlimburg ausfallen. Sobald die Kurse wieder beginnen, geben wir jeden einzelnen Volksgenossen Be scheid. ∆ Starke Zunahme der Rundfunkhörer im Dezember. Am 1. Januar 1939 betrug die Zahl der Rundfunkempfangsanlagen im Altreich 10821858 gegenüber 10379 348 am 1. De zember 1938. Im Laufe des Monats De zember ist mithin eine außerordentliche hohe Zunahme von 442510 Rundfunkteilnehmern (4,3 vH.) eingetreten. Die Zahl der ge bührenfreien Anlagen betrug im Altreich am 1. Januar 671431. ∆ Arbeitsdienst sammelte 32000 RM. Te eiste Sammelmonat der WHW.=Aktion des Arbeitsgaues XX, Westfalen=Süd,„Sudeten“ deutsche Not— Volksdeutsche Not“ erbrachte einen Erlös von rund 32.000 RM. Ta in einigen politischen Kreisen des Gaues überhaupt noch nicht gesammelt wurde, steht zu erwarten, daß das Ergebnis des zweiten und letzten Monats dem des Weihnachtsmonats in nichts nachstehen wird. Wer könnte auch einem Arbeitsmann oder einer Arbeitsmaio eine Spende für das große Hilfswerk abschlagen? # W e g f a l l d e r B e z e i c h n u n g E= O f f i z i e r. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat, wie das Marine=Verordnungsblatt mitteilt, befohlen, daß bei den Ergänzungsoffizieren mit sofortiger Wirkung die gemäß früherer Verfügung hinter ihrem Dienstgrad zu führende Bezeichnung(E) in Fortfall kommt. Der Begriff Ergänzungs offizier bleibt vorläufig bestehen. ∆ Buchführungspflicht des Einzelhandels. wird daran erinnert daß die Buchfüh rungspflicht für den Einzelhandel mit dem 1. Januar d J. begonnen hat. Da das Auf holen von Buchungsrückständen mit größten Schwierigkeiten verbunden ist, kann eine gewissenhafte Erfassung aller Geschäftsvorgänge nicht dringend genug anempfohlen werden. (nsg.) ∆ Wer will Hebamme werden? In Beantwortung verschiedener Anfragen über den Hebammenberuf wird mitgeteilt: Die An wärterinnen zum Hebammenberuf sollen zwi schen 20 und 30 Jahre alt sein. Als Vorbildung wird mindestens eine abgeschlossene Volksschulbildung gefordert. Auskünfte über Hebammenlehranstalten und weitere Einzelheiten erreilen die Amtsärzte. Die Aus bildung der Hevammen dauert 18 Monate. Die Ausbildungskosten schwanken zwischen etwa 700 und 1800 RM. Schachmeisterschaft 1939 der Staidt hohenlimburg Die Schachvereinigung Hohenlimburg per anstaltet in Verbindung mit der NS. G. meinschaft„Kraft durch Freude" am Donnerstag das diesjährige Schachtmeisterschafts Tur nier der Stadt Hohenlimburg. Nach den zahlreichen Meldungen ist mit einem interes santen Turnier zu rechnen. Ganz gleich wie die„Auslosung ausfällt, dürften spannend. Spiele zu erwarten sein, zumal jeder der Teilnehmer versuchen wird, die erste Runde als Sieger zu verlassen. Gespielt wird um den von der Stadt gestifteten Wanderpras. Ueber die Sieger der ersten Runde werden wir an dieser Stelle berichten, sowie alle Schachtfreunde von dem weiteren Verlauf des Turniers stets auf dem laufenden halten. 00 Das gute Buch Neueinstellungen der Oeffentl. Bücherei Trenker, Luis, Helden der Berge; Oppeln=Bronikowski, Friedr. von, Der Baumeister des preußischen Staates. Leben und Wirken des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.: Hanstein, Otfrid von, Anker auf! Wie der Allgäuer Bauernsproß Karl auer Seefahrer, Südseepionier und Lloydkapitän wurde: Ingstad, Helge, Pelzjägerleben in Kanada: Fein, Claus, Seeheld Graf Spee: Tschischwitz, Erich von, Blaujacken und Feldgraue gen Lesel— Walter Flex dentod: Thoß, Alfred. Heinrich I Der Gründer des ersten Deutschen Volksreiwes: Zaunert, Paul, Die Stimme im neuen Reich: Hege, Walter und Werner Burmeister. Die westfälischen Dome Paderborn, Soest, Osnabrück, Minden, Münster; Löns, Hermann, Für Sippe und Sitte; Paul, Gustav, Grundzüge der Rassen= und Rassengeschichte des deutschen Volkes: Luzsensky, Br., A., Der Talmud in nichtjüdischer Beleuchtung: Deutsches Spielhandbuch 1. Teil: Bunte Spiele. 4. Teil. Tummelspiele. 6. Teil: Heimspiele; Dwinger, Edwin Erich, Spanische SilLonetten. Tagebuch einer Frontreise; Büscher, Gustav. Das Buch der 100 Basteleien; Kosmos, Handweiser für Naturfreunde. 33. Jahrgang 1936: Theovold, Dorothee, Der Hexenrichter von Lemgo und andere Erzahlungen und Novellen aus dem Lande der Rose: Schröder, Ludwig, Pückelken un annere Geschichten in Sauster Platt; Thule, Ausgewählte Sagas von altgermanischen Bauern und Helden; Chomton, Werner, Heinrich der Löwe: Kranz, Herbert, Die deutschen Volksbücher. Roland.— Der arme Heinrich.— Genoveva. Flos und Blauk flos; Hamsun, Knut, Der Ring schließt sich, Roman: Supper, Auguste, Das Mädchen Peter und der Fremde; Timmermans, Felix, Das Jesuskind in Flandern; Rombach, Otto, Adrian, der Tulpendieb. Ein Schelmenroman: Lühe, Beronika, Die Chronik des Amtsschreibers von Thorshafen. Erzählung von den Far=Oern; Rockenbach, Martin, Hausbuch neuen deutschen Humors; Ettighoffer, P. C., Wo bist Du— Kamerad! Der Frontsoldat im Reichssender Köln: Busse, Hermann, Eris, Heiner und Barbara, Roman: Rucker, Franz, Noldin. Ein deutsches Schicksal; Hadeln, Charlotte von, Deutsche Frauen— Deutsche Treue. 1914 bis 1933. Ein Ehrenbuch der deutschen Frau; Heyden, Reinhold, Wir tragen und bauen das Reich Spruch=Kanons. (0 Was bringt der Film? Im Zentraltheater: „Fracht von Baltimore“ Es ist ein altes Gesetz: Mann und Frau sind die beiden Hauptgestalten aller ernsten und heiteren Spiele, ganz gleich, ob diese Spiele ein Gleichnis des größeren Geschehens oder nur ein Spiegelbild kleiner Schicksale sein wolllen. Ab und zu geht ein„Drama ohne Frauen über die Bretter, dann und wann erleben wir den reinen„Männerfilm", aber das sind Ausnahmen, die nur die Regel bestätigen. Das Drehbuch, das Hans Joachm Bener den Terrafilm„Fracht von Baltimore“ geschrieben hatte, trug zuerst den Titel„Sabine Heitmann". Diese Sabine Heitmann ist die Hauptfigur des Films. Alle anderen, selbst der von Sahme geliebte Mann, sind kleiner an Format, als Rolle und als Mensch. Sabine Heitmann liebt den Steuermann Michael Anders, und sie weiß, daß sie den tüchligen und eigenwilligen Mann nur gewinnen kann, wenn es ihr gelingt, ihm ein Glück an ihrer Seite zugleich im Rahmen eines allgemeinen glücklichen Zustands zu versprechen. Hilde Weißner spielt diese Sabine Heitmann. Es ist eine große Rolle. Unter der klugen Regie von Hans Hinrich wird Sabine Heitmann zu dem Idealbild einer modernen Frau: tüchtig, mutig, zu allem bereit, und doch eine Frau, die nur darauf wartet, daß der geliebte Mann sie m seine Arme reißt und ihr seinen Namen aibt. Aktila Hörbiger ist Michael Anders, u. in anderen führenden Rollen sind Hans BeschBallot, Paul Westermeier, Walter Steinbeck, Walther Werner, Hans Nielsen und viele andere eingesetzt. In diesem Film ist das Rennen zweier Frachtschiffe über den Ozean, der Kampf um die Fracht von Baltimore, die dem Film den Titel gibt, doch alles ist nur von sekundärer Bedeutung neben der großen Tat der Sabine Heitmann, der Frau mit der großen Seele und dem mutigen Herzen. Nliekisch zu lebenslänglichem Juchthaus verurteilt Der Hochverratsprozeß gegen die„Widerstandsbewegung" abgeschlossen. Berlin, 11. Jan. Nach ach tägiger Verhandlung fand am Dienstag das Hochverratsverfahren gegen den 49jährigen Schriftsteller Ernst Niekisch und seine beiden Mitangeklagten vor dem Ersten Senat des Volksgerichtshofes seinen Abschluß. Wegen Vorbereitung zum Hochverrat Verbrechens gegen das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien vom 14. 7. 1933 wurden Niekisch zu lebenslänglichem Zuchthaus und dauelnden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und der 42jährige Joseph Drerel zu drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Der 38jähige Karl Tröger wurde eines Verbrechens gegen das Parteineubildungsgesetz schuldig gesprochm und zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt. Bei Drerel und Tröger wird die Untersuchungshaft von einem Jahr neun Monaten auf die Strafe angerechnet, sodaß die Strafe Trögers als verbüßt gilt und der gegen ihn bestehende Haftbefehl aufgehoben wurde. Die Verhandlung hat ergeben, daß Niekisch mit Hilfe, von beiden Mitangeklagten seine „Widerstandsbewegung“, auch über das Jahr 1933 hinaus trotz gesetzlichen Verbotes weiter zu führen versucht hat. Auch in der Folgezeit hat er in seinen Schriften eine üble Hetze gegen den nationalsozialistischen Staat und seine führenden Persönlichkeiten entfaltet. Er lebte in dem Wahn, durch seine Schmutz= und Schmähschriften ein Chaos herbeiführen und auf diesem Wege seinen„Zukunftsstaat“ errichten zu können. Die Fortführung des„Widerstandskreises“ stellt sich rechtlich als ein Verbrechen gegen das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien dar, während durch die Herstellung und Verbreitung der Hetzschriften der Tatbestand einer Vorbereitung des Hochverrats verwirklicht wurde. (0 lung, die einen Tag gedauert hatte, kam das Gericht zu dem Ergebnis, daß das Verbrechen mit Ueberlegung ausgeführt wurde, halb das Urteil auf Todesstrafe und dauerndem Ehrverlust lautete. Gattenmörder zum Tode verurteilt. München, 11. Jan. Vor dem Schwurge richt des Landgerichtes MünchmI hatte sich am Dienstag der 36 Jahre alte Martin Os kar Zimmerer aus München zu verantworten, der am 1. Dezember vorigen Jahres seine 34 Jahre alte Ehefrau Therese durch Schüsse getötet hatte. Das Eheleben der Beiden wurde schon sehr bald dadurch getrübt, daß der Mann der Arbeit aus dem Wege ging und sich dem Alkoholgenuß hingab, weshalb die Frau die Scheidungsklage eingereicht hatte. Anklage lautete auf Mord. In der Verhand Voller Erfolg der Reichsonleihe 100prozentige Zuteilung. Berlin, 11. Jan. Die Zeichnung auf die 4½%igen auslosbaren Schatzanweisungen des Deutschen Reiches von 1938, IV. Folge, ist am 9. Januar beendet worden. Der vom Reichsanleihekonsortium übernommene und zur Zeichnung aufgelegte Betrag von Reichsmark 1 500000000,— ist in voller Höhe untergebracht. Die gezeichneten Beträge werden voll zugeteilt werden. Eröffnungsundgebung der Julius=Streicher“ Schule in der Berliner Universität. Berlin, 11. Jan. In der festlich geschmückten neuen Aula der Berliner Universität fand am Dienstag die Eröffnung der Julius=Streicher=Schule in der Berliner Universität statt. Auf Vorschlag des fränkischen Gauleiters Ju lius Streicher hat der Forschungsbeauftragte für Fragen des Judentums Dr. Leeg. der Verfasser des rasch bekannt gewordenen Werkes „Hoffuden“ einen Lehrauftrag an der Berliner Universität erhalten. Er wird über das Thema„Juden in der deutschen Rechtsgeschichte“. Vorlesungen halten. Gauleiter Streicher führte ihn in dieser Kundgebung in sein neues Amt ein. „Man verbrennt den Weizen, den wir essen wollen“ Arbeitslosendemostration vor der Internationalen Weizenkonferenz in London. London, 11. Jan. In London trat am Dienstag die Internationale Weizenkonferenz zusammen. Wie bisher bekannt wird, haben die Vereinigten Staaten von Amerika, den Vorsitz der Konferenz niedergelegt, jedoch zu verstehen gegeben, daß ihr Interesse an den Arbeiten der Konferenz dadurch nicht gemindert sei Während der Sitzung demonstrierten Arbeitslose vor dem Handelsamt, in dem die Konferenz tagt. Sie trugen große Plakate mit der Aufschrift„Man verbrennt den Weizen, den wir essen wollen“ und steckten vor dem Handelsamt auf offener Straße eine Weizengarbe in Brand; Zollbeamte eilten herbei und traten das Feuer aus. Zur Pflege der Haut gehört auch die Pflege der Wäsche; persil=gepflegte Wäsche bildet die natürliche Ergänzung richtig verstandener Hautpflege! Shi=Langlauf der Sh. Jeder hilft bei der Betriebsgestaltung Ausscheidungskampf der SA.=Grappe Westjalen. Am Sonntag führte die SA.=Gruppe Westfalen ihren 15 Kilometer=Langlauf trotz der wenig günstigen Schnceverhältnisse in Win terberg durch. Dieser 15=Kilometer=Langlauf war als Ausscheidungskampf für die SA. Kampfspiele in Villach gedacht. Die Strecke war infolge des Tauwetters sehr schwierig: außerdem hatten die Wettkämpfer gegen hes tigen Sturm und Regen anzukämpfen. Der Start erfolgte am Schützenhaus; die Strecke führte dann weiter über den Kreuzberg, die Molbecke, herunter zum Schießstand am Rehberg, weiter zum Katernkopf, zum Lager stein, zum Teufelstreppchen, zurück zum Her loh, alsdann den Kreuzbopf hinauf und zu rück zum Start am Schützenhaus, der auch gleichzeitig das Ziel darstellte. Bester war Adolf Schütz vom Sturm 22 220(Winterberg) mit der Zeit von 1:18:32 Stunden; Zweiter wurde Huhn, Sturm 12.130, mit der Zeit von 1:21:56 Stunden; Dritter: Niehaus, Sturm 21 220(Siedlinghausen) mit der Zeit von 1:22:34 Stunden; Vierter: Karl Schults, Sturm 22 220, in 1:22:40 Stunden; Fünfter: Ewald Leber, Sturm 12 130(Neuastenberg), in 1:22:52 Stunden; Sechster: Spieß, Sturm 12 130, in 1:23:35 Stunden. Außerdem betei ligte sich an dem 15-Kilometer=Langlauf der Reichsarbeitsdienst Gau XX(Westfalen.) Für den Reichsarbeitsdienst erfolgte eine geson derte Wertung. Erster wurde hier Braun von der Abteilung 7 208 in 1:21:16 Stunden vor Blügger aus der Abteilung 7 208 in 1:44:15 Stunden.(usg.) Amt für Berufserziehung und Betriebsführung der DAF. „Ewiges Deutschland“ Das Janaar=Heft. Glückhaftes Schiff, nicht der Wind und das Wetter treiben dich ziellos dahin. Siegessicher und deiner Kräfte bewußt nimmst du deinen Lauf. Schwere Stürme sind im ver gangenen Jahre über Dich hinweggegangen. Du hast ihnen Trotz geboten. Du hattest eine Besatzung, die in der größten Not und Bedrängnis mit ihrer Führung zu einem Manne, zu einer einzigen unzerbrechlichen Gemeinschaft zusammenschmolz, die unerschütterlich und zum letzten Einsatz bereit auf ihrem Posten ausharrte, als schwere Stöße deinen Rumpf erbeben ließen, als es galt, Brüde und Schwestern aus größter Not zu retten. Du bist nun wieder zu neuer Fahrt gerüstet, an Deck ist alles klar. Ein frischer Wind fängt sich in deinen Segeln und ver heißt dir gute Fahrt am Beginn des Jahres. Diese und ähnliche Gedanken werden in dem Leser auftauchen, wenn er die Titelseite der Januarfolge der Zeitschrift„Ewiges Deutschland“ betrachtet. Wir erinnern uns aber dabei wieder der Zeit, die nur wenige Jahre hinter uns liegt, in der eine schwach: Führung ohne Ziel und Auftrag das Kommando besaß. Als Not und Bedrohung ihren Gipfelpunkt erreichten, vollzog sich der groß: Kommandowechsel. Der Tag, an dem dies geschah, war der„30. Januar 1933.“ Auch im vergangenen Jahr hat sich die Zeitschrift„Ewiges Deutschland“ mit Erfolg bemüht, die Geschicke unseres Volkes in Wort Von Dr. Ing. Karl Arnhold. Die nüch'erne Notwendigkeit, die betriebliche Leistung bis zum höchsten nur denkbaren Grade zu steigern, stellt uns vor völlig neue Aufgaben. Darum muß von vornherein Klarheit darüber herrschen, welche Wege begangen und welche Mittel eingesetzt werden sollen. Wir müssen uns bewußt sein, daß uns die Aufgabe wie auch oas Ziel vor eine Entscheidung stellt, wie sie folgenreicher kaum sein kann.— Eine Entscheidung, von der es abhängt, ob unsere Betriebe riesenhaft ausgebaute technische Aggregate bleiben oder ob sie zu den einsatzbereiten und einsatzfähigen„Führungseinheiten“ werden, die der nationalsozialistischen Weltanschauung ent sprechen. Der Betrievsgestalter am Scheidwweg:. Grob gesehen kennen wir zwei Wege, die Betriebsleistung zu steigern: den Weg der Mecha nisierung und Automatisierung der Arbeit und den Weg einer umfassend angelegten Arbeitsführung. Der erste Weg ist gleichbedeutend mit „amerikanischer Rationalisierung“, der zweite aber ist der Weg einer„deutschen Rationalisierung", wie er jetzt von der deutschen Wirtschaft beschritten werden soll. Die„amerikanische Rationalisierung“, macht den arbeisenden Menschen zum Faktor neben und unter anderen Faktoren; die deutsche Rationalisierung wertet ihn als fühlenden und denkenden Menschen, d. h., sie führt ihn zur Leistungssteigerung, indem sie ihm Arbeitshilfen vermittelt und seinen Lei stungswillen anspricht. Die amerikanische Lösung stempelt den In genieur zum Funktionsbeamten, die deutsche macht ihn zum Arbeit führer. Wir wollen keine Mißverständnisse aufkommen lassen: die deutsche Lösung vollzieht sich nicht ohne oder gar gegen die Technik, sie stellt diese vielmehr in eine neue Rangordnung, innerhalb derer sie nicht mehr Selbstzweck ist. Was will die Arbeitsführung? Die Arbeitsführung will den Tatt der Maschine mit dem Rhythmus des Blutes in Uebereinstimmung bringen. Praktisch gesagt: sie will die meisterhaf'e Beherrschung eines hochentwickel'en technischen Apparates, die organische Gestaltung des Betriebes und die Zusammenschweißung der Gefolgschaft zur einsatzbereiten und einsatzfähigen Führungseinheit. Von der Erreichung dieser Ziele ist die Leistungssteigerung und Bild zu begleiten und dem Leser nahe zu bringen. In ihrer Januarfolge gibt sie für das neue Jahr den rechten Auftakt. Sie begibt sich mit dem Leser in die Hauptstadt des Reiches und berichtet von der„sozialpflegerischen Aufbauarbeit" und„Gesundheitsfürsorge“, die dort von der NSV. in zäher und unermüdlicher Arbeit geleistet wird. Sie befaßt sich mit den umfassenden und schwierigen Problemen, die die Großstadt in sozialer und writschaftlicher Hinsicht aufgibt. Sie entwirft ein lebensnahes Bild des Berliners in Wort und Wesen und gibt köstliche Beispiele seines unerschöpflichen Mutterwitzes. Mit all ihren Beiträgen steht sie als rechte NSV.=Zeitschrift ganz im Leben des Volkes, dem sie allein dient.(nsg.) in erster Linie abhängig. Die Aufgabe betrieblicher Arbeitsführung kann nur im Betriebe selb sst.gelöst werden. Sie gliedert sich in drei große Wirkbereiche: 1) die Ausbildung der betrieblichen Mann schaft, aus der Erkenntnis heraus, daß erst in der geformten Mannschaft der Einzelne zum Höchstmaß seiner##istung kommt. Mannschaftserz'ehung in diesem Sinne er streckt sich also nicht lediglich auf je Ausbildung der Facharbeiter, sondern auf die planmäßige Ausbildung aller Schaffenden. Das Mittel hierfür ist die„Deutsche Lehrwerkstatt“, sind die Berufserziehungswerke der DAF.; 2) die organische Gestaltung des Betriebes aus der Erkenntnis heraus, daß die Stätten der Arbeit für den Schaffenden zum Lebensraum werden müssen. Daher steht hinter jeder Betriebsgestaltuntg als Leit##danke, daß der Betrieb kein totes Gefüze von Sachen sein darf, sondern ein lebendiger Organismus sein muß. Von dieser ganzheitlichen Vorstellung aus befaßt sich die „Organische Betriebsgestaltung“ mit der Ar beitsplatzcestaltung, dem Arbeitsbestverfah ren, dem sinnvollen Warenfluß, der klugen Arbeitssteuerung, dem als gerecht empfundenen Leistungslohn und dem artgemäßen Führungsaufbau; 3) die Formung und Erziehung nationalso zialistischer Betriebsführer, aus der Erkenntnis heraus, daß Beispiel und Vorbild für die Leistung des Einzelnen wie der Mannschaft entscheidend sind. Jede Truppe ist das wert, was ihre Führer wert sind. Im Betriebsführer soll sich nicht nur Können und Wissen, sondern muß sich vor allem schöpferische Kraft und Gestaltungswille, Einsatzbereitschaft und Führe verpflichtung verkörpern. Damit steht und fällt jede betriebliche Leistung. Wille und Tat. Die„Deutsche Rationalisierung“ geht also vom arbeitenden Menschen aus und führt zu ihm hin. Sie macht ihn zum Herrn des Werkzeugs und Führer der Maschine. Dadurch macht sie ihn frei. Sie bedeutet die bewußtte und planmäßige Aktivierung des Leistungswillens und die umfassende Mobilisierung der Leistungskraft. Sie ist Erziehung zum bewußten Einsatz der geistigen und körperlichen Kräfte Aller und Formung einsatzberei'er Mannschaften im Betriebe. Der Wille ist die Voraussetzung der Tat, darum stählen wir als Nationalsozialisten zuerst den Willen und schaffen sodann erst die Mittel, womit wir unsere Ziele erreichen. Die 2AF. greift ein! Wir brauchen, um uns als Vol'k zu beharpten und durchzusetzen, eine außerordentliche Steigerung der Produktion. Was an technischen Mitteln hierzu eingesetzt werden muß, ist bereits eingesetzt oder wird noch eingesetzt. Nun heißt es in erster Linie den Leistungswillen und das Leistungskönnen aktivieren. Hier setzt in diesen Tagen die DAF. mit ihrer Aktion„Jeder hilft mit bei der organischen Betriebsgestaltung“ ein, indem sie sich an jeden einzelnen Mann im Betriebe wendet, sei er Betriebsführer, Unterführer oder Gefolgschaftsmitglied. und Spchrallch Wann mianwüll! K S•OUE ITELER * 7957 Diese Aktion bedeutet für jeden schaffenden Deutschen die Aufrichtung der großen Arbeitsziele seines Volkes. In diesem Sinne stellt sie eine Ausrichtung in einem Ausmaß dar, wie wir es bisher noch nicht gekannt haben. Darum wendet sich die DAF. auch nicht an Gruppen, sondern an jeden einzelnen, der irgendwo in einer Führungseinheit steht. Er soll mithelfen, mitüberlegen, mittun. Er soll über den Sinn seines Arbeitens nachdenken, Vorschläge machen und seinen Einsatzwililen praktisch unter Beweis stellen. Die DAF. will so den Boden auflockern für die organische Gestaltung aller lebenswichtigen deutschen Betriebe. Sie will dem Arbeitenden die großen Zusammenhänge aufzeigen, worin er steht, sie will ihm vor Augen führen, wie entscheidend gerade seine Arbeit und sein Arbeitsplatz sind. Sie will vor allem aber bei jedem Schaffenden das Verständnis dafür wecken, daß die organische Betriebsgestaltung für unser Volk bitter notwendig ist und die Gestalter der Arbeitsbestverfahren und Einsatzingenieure nicht als Einpeitscher oder Lohndrücker, sondern als Helfer und Berater in den Betrieb kommen. Sie will in den Betrieben die Voraussetzungen echter Arbeitsfreude schaffen, indem sie die Arbeit leichter, beschwingter, aber auch ergiebiger macht. Nicht zuletzt will sie dem deutschen Arbeiter aber auch das Wertigkeitsgefühl geben, das er für sein Schaffen und Wirken ebenso nötig braucht wie das tägliche Brot. Aktivierung des Leistungswillens, Mobilisterung der Leistungskräfte durch organische Betriebsgestaltung: das ist die Aufgabe und das Ziel, das wir erreichen wollen und erreichen werden. Arbeitsführung ist weniger Angesegenheit des klügelnden Verstandes, als vielmehr Sache des Herzens. Daher will die DAF. die schaffenden Menschten für den Leistungsgedanken gewinnen, indem sie sie überzeugt. Die beste Ueberzeugung gewinnt man dann, wenn man selbst mitschafft. Daher die Parole der DAF.=Aktion: Jeder hilft mit bei der(nsg.) konmenden Betriebsgestaltung! Rus aller Welt Zwei Pariser„Königinnen der Jentral= markthallen. Alter Ueberlieferung gemäß wurde kürzlich in Paris eine neue„Königin der Zentralmarkthallen", im Volksmund„Die Hallen“, ge nannt, gewählt. Die dazu befugten Stadträte wählten ein schwarzhaariges Mädchen mit dem immerhin verdächligen Namen Jacque ine Weßmann. Da die„amtlichen“. Funktionen einer „Hallenkönigin“ diese durchaus nicht überlasten, so beeilte sich„Königin“ Weißmann, die güntige Möglichkeit gehörtg auszunutzen. Sie ließ sich für Reklamebilder aufnehmen und ergatterte auch ein Filmengagement. Dann wurde ihr ein dicker Strich durch die Rechtung gemacht. Einer Anzahl Händler der Hallen hatte diese sonderbare schwarzhaarige Weißmann nicht gefallen. Irgendetwas an ihr fiel ihnen offenbar schwer auf die sonst so robusten Nerven. Die Folge war, daß diese„Rebellen“ in den Hallen heftig gegen die Königin Front machten und eine zahlreiche Anhängerschar sammeln konnten. Sie taten sich zusammen, erhielten immer mehr Anhang und wählten einen Ausschuß, der seinerseits Eugenie Ponty, ein Mädchen aus der Gemeinschaft der Arbeitenden der Hallen, zur „Königin der Händler der Zentralmarkthallen“ wählte und ausrief. Das war für„Königin“. Weißmann ein schwerer Schlag ins Kontor. Jetzt verlangt sie entweder die Abdankung der Rivalin oder— für ihre eigene Abdankung eine hohe Abfindungssumme, die sie notfalls im Prozeßwege„erkämpfen" will. Das läßt die blutsmäßige Herkunft der Weißmann aus der bekannten und aufdringlichen orientalischen Mischrasse fast zur Gewißheit werden. Ein Weltrekord im Haifischfang. In der Nähe von Port Lincoln in Südaustralien, einem wahren Paradis für Angler von Großfischen, gelang es G. R. Cowell aus Adelaide, mit Rute und Angel einen Haifisch von Rekordmaßen zu fangen. Er war ver Meter lang, hatte einen Umfang von 2,10 Meter und wog 580 Kligramm, während die beim Angeln verwendete Leine nicht dicker als das Blei in einem gewöhnlichen Bleistift war. Von dem Klub der Großfischangler von Südaustralien wurde der Fang offiziell als Weltrekord anerkannt. Ueber den Fang erzählte Cowell, daß der Haifisch gegen die Seite des Fischkutters gerannt wäre, während er ein als Köder über Bord hängendes Meerschwein zu fassen versuchte. Der Angler stand in diesem Augenblick am Heck des Bootes, das von dem schweren Anprall wild schaukelte. Ein anderer Köder wurde ausgeworfen, den der Haifisch sofort faßte, um mit ihm in größter Geschwindigkeit über 400 Meter vom Boote fortzuschwimmen. Erst dann begann der heftige Kampf mit dem Haifisch, und es dauerte 45 Minuten, bis dieser Zeichen von Erschöpfung gab. Zehn Minuten später konnte man das Riesentier an das Boot heranziehen und auf den Haken bringen. In einem anderen Falle war der Haifisch zwar nicht ganz so groß. aber der Fang gestaltete sich noch außerordentlich viel schwieriger. Der Haifisch kam längsseits des Bootes und kreuzte in seiner Nähe herum. Bei der Klarheit des Wassers konnte jede Bewegung beobachtet werden. Als der Köder über Bord geworfen wurde, nahm ihn der Haifisch ganz dicht bei dem Boot, dann schwamm er mit erstaunlicher Schielligkeit etwa 200 Meter fort und kehrte zum Boot zurück, das er zwölfmal umkreiste, wobei die Angler größte Schwierigkeiten hatten, ihr Gerät in Ordnung zu halten. Dazwischen machte der Fisch immer wieder schnell Vorstöße vom Boot weg. Als er einmal 400 Meter entfernt war, machte er plötzlich einen Sprung, bei dem sich der eine halbe Tonne wiegende Körper klar aus dem Wasser heraushob. Der Kampf dauerte über drei Stunden, und in der ganzen Zeit schwamm ständig ein viel größerer Haifisch um den anderen herum. Viel Lärm um ein Gericht Wachteln. Als dem Chefkoch von Versailles die Liste der Speisen vorgelegt wurde, die das Frühstück, das König Georg VI. und seiner Gemahlin bei seinem Besuch gegeben werden sollte, im emnzelnen bestimmte, fiel sein Blick auf ein Gericht, das ihm die größten Sorgen machte und er sah, wie aus seiner Schilderung in einer französischen Fachzeitschrift hervorgeht, mit Recht erhebliche Schwierigkeiten voraus. Da das Frühstück nach dem ursprünglichen Plan Ende Juni stattfinden sollte, schien es fast unmöglich, in diesen Zeitpunkt des Jahres Wachteln zu beschaffen. Man durfte sich bei einer solchen Staatsangelegenheit doch nicht der verbotenen Jagd bedienen, es war auch nich daran zu denken, wenn es auf die letzten Feinheiten der Küche ankam, Ware aus Kühlhäusern zu verwenden. Der Koch reichte sofort ein Gesuch beim Landwirtschaftsministerium ein, eire Erlaubnis zur Einfuhr des schmackhaften Geflügels zu erlangen, und der Minister gab zwar diese Erlaubnis ohne weiteres, aber sie bedurfte zu ihrer Rechtskräftigkeit auch der Unterschiift des Generaldirektors des Jagddienstes, der sich als ein treuer Hüter des Gesetzes erw'es und nicht dazu zu bewegen war, das Schriftstück zu unterschreiben. Als auf diesem Wege nich's zu erkeichen war, verlor der Chefkoch noch nicht ganz den Mut, sondern bat um eine Audienz bei dem englischen Botschafter und vertraute diesem sein Leid an. Der Botschafter beruhigte den Koch u. gab sofort Anordnung, daß eine Sonderkiste mit den schönsten Wach'eln aus Aegypten bei Gesegenheit mit dem diplomatischen Gepäck gebracht werden sollte. Jetzt glaubte der Kech endlich seine schwierige Aufgabe gelöst zu haben, aber gerade in diesen Tagen beschloß das ägyptische Parlament ein Gesetz, daß jede Ausfuhr solchen Geflügels bis zum 30. Juni streng verbot. So schien also der Versich endgültig gescheitert, Wachteln auf den königlichen Frühstückstisch zu bringen, als unvermutet eine Wendung in der Lage eintrat. Wegen des Todes oer Mutter der Königin Elisabeth wurde der Königsbesuch in Paris um drei Wechen verschoben, und so wurde es mögl'ch, daß am 21. Juli beim Frühstück in Versailles das Gericht mit den Wachteln auf der Tafel ersch'en, die durch die Vermittlung des englischen Botschafters aus Aegypten geholt waren. Nr. 9 3. Batt 70. Jahrgang Der Gemeinnützige Mittwoch, den 11. Januar 1939 „Na, was habe ich euch gesagt? Was nützt die neue Spritze, wenn's nicht brennt Als der kleine Ort Hendecourt=les=Rausart an der Somme vor einiger Zeit den Errungenschaften moderner Technik seinen Tribut zollte, indem die Gemeinde eine wunderbare, hochmoderne Feuerspritze anschaffte, erfüllte die Ortsbewohner ein solcher Stolz. als habe man Hendecourt zur Hauptstadt Frankreichs ge macht. Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr gingen mit stolzgeschwellter Brust umher und hätten ihre Uniform am liebsten selbst des Nachts beim Schlafen aubehalten. Leider aber währte dieser für die„Pompiers“ angenehme Zustand nicht ewig. Nachdem einige Monate vergangen waren und die hochmoderne Feuerspritze zur Alltäglichkeit geworden war, sprach man kaum mehr davon. Es ist nun einmal im Leben so, daß man sich an alles gewöhnt, und wenn es im ersten Augenblick auch als das Herrlichste, Wunderbarste erschienen wäre. Aber einer der Feuerwehrleute konnte sich nicht damit abfinden, daß sein Nimbus der Gewohnheit zum Opfer gefallen war. Dazu kam, daß die jungen Burschen des Ortes, die sehr wohl wußten, wo den„Pompier“ Ildefonse Nouplain, einem Mann von 50 Jahren, „der Schuh drückte“, ihn zu hänseln begannen. Wenn er seinen Schoppen Wein im Kreise der Bekannten trank und— wie üblich— das Gespräch auf die„fabelhafte“ neue Feuerspritze brachte, meinten sie lächelnd:„Ach was, Ildefonse, was nützt der ganze schöne Zauber, wenn's nicht brennt.“ „Aber, wenn es brennt", antwortete dann Ildefonse Nouplain,„was glaubt Ihr wohl, wie schnell die Spritze das Feuer gelöscht hat!“ Dann geriet er in förmliche Begeisterung und malte in herrlichsten Farben eine gewaltige Feuersbrunst, die mit Hilfe der neuen Spritze innerhalb weniger Minuten niedergekämpft sein würde. Aber die anderen lachten nur dazu und meinten dann abschließend:„Ja, wenn es brennt! In Hendecourt wird es aber niemals brennen!“ Das ließ dem braven„Pompier“ Ildefonse keine Ruhe; niemals— so behaupteten die anderen— würde es in Hendecourt brennen. Ildefonse schmerzte diese Ansicht; sie ging sozusagen gegen seine Berufsehre als Feuerwehrmann. So kam es, daß er sich immer mehr in den Gedanken hineinlebte, wie es sein würde, wenn Hendecourt von einem Feuer heimgesucht würde. Eines Abends, als er sich auf dem Heimweg vom Gasthaus befand, war er in denkbar schlechter Laune. Wie so oft schon hatte man ihn auch an diesem Abend mit seiner stillen Liebe zur neuen Feuerspritze ausgezogen und gehänselt. Da blieb er plötzlich stehen. Vorsichtig sah er sich nach allen Seiten um. Ein Gedanke war ihm gekommen: wie, wenn nun in dieser Nacht in Hendecourt die Feuersirene gellte? Wenn gerade heute, nachdem man im Gasthaus spöttisch zu ihm gesagt hatte, er würde alt und grau, ehe es einmal brenne, ein Feuer ausbräche? Schon war der Entschluß gefaßt. Ildefonse Nouplain stand gerade vor einer Scheune. Kurz entschlossen riß er ein Streichholz an, warf es durch ein Fenster ins Innere. Dann eilte er nach Hause und legte sich zu Bett. Kurz darauf ertönte Feueralarm. Im Nu war Ildefonse aus dem Bett, zog sich die Uniform an und eilte nach dem Spritzenhaus. Aber als man vor der brennenden Scheune ankam. Das Kohlebenzin jubiliert! Vor fünfundzwanzig Jahren flossen die ersten Tropfen.... Von Leo Hamnp=Gelsenkirchen „Kohleverflüssigung“ ist ein Wort, das heute schon jedem Schüler geläufig ist. Er weiß, das man aus Kohle nicht nur Gas, Teer, Farben und Tabletten gegen das Kopfweh und andere Leiden gewinnen, sondern auch Benzin und andere Oele bis zu den besten Fetten erzeugen kann. Die ersten Tropfen verflüssigter Kohle rannen vor fünsundzwanzig Jahren, also schon vor dem Kriege. Leider konnten während des Krieges— wo es so lebenswichtig gewesen wäre— die Großversuche noch nicht ausgenommen werden. Lang war auch dieser Weg, und er verlief nicht ohne Hindernisse. Der Pionier, dem die Weltsensation der Gewinnnung von Benzin aus Kohle zum ersten Male gelang, war der Chemiker Professor Dr. Friedrich Vergius. Sein Name ist weltbekannt. Benzin war vordem nur aus Erdöl gewonnen worden. Infolge der zunehmenden Motorisierung stieg seit der Jahrhundertwende die Erzeugung von 500000 Tonnen jährlich auf etwa 57 Millionen Tonnen in der Gegenwart. Diese Ziffer wird noch weiter steigen— der oeste Beweis dafür, welch große Zukunft auch dem Kohlebenzin bevorsteht, zumal die Erdölvorräte bekanntlich in etwa fünfzig Jahren aufge braucht sein dürften. Zwar ist die Benzolgewinnung aus der Kohle nicht erst Anfundzwanzig, sondern schon fünfzig Jahre alt. Bergius gelang es jedoch als erstem, dem Kohlenstoff experimentell„Wasserstoff anzureichern"— also zu hydrieren— und einen Stoff synthetisch zu erzeugen, der dem Erd= und Mineralöl ver wandt war. Bergius führte seine Versuche un ter hohem Druck durch. Mit 200 Atmosphären preßte er die Kohlenpaste. Das entspricht dem fast unvorstellbaren Druck von 30000 Kilo auf die Größe einer Handfläche. Außerdem benötigte er eine Temperatur von etwa 500 Grad Celsius. In gewaltigen Druckzylindern vollzieht sich die Spaltung der Kohlemoleküle, durch einen Katalysator erfolgt die Anreicherung mit Wasserstoffmolekülen, und über das sogenannte Mittelöl kann dann mit neuen Katalysatoren Rohbenzin gewonnen werden. mußte man erkennen, daß hier selbst die„wunderbare, hochmoderne“ Feuerspritze nichts mehr zu retten vermochte. Untätig mußte die Freiwillige Feuerwehr zusehen, wie die Scheune vollkommen ausbrannte, oowohl die Spritze— die wirklich ausgezeichnet funktionierte, mehrere Stunden lang in Tätigkeit war Kurz darauf wurde der„Pompier“ Ildefonse Nouplain unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftet. Ohne zu zögern, legte er ein Geständnis ab. Aber er schien nicht im mindesten niedergeschlagen, ganz im Gegenteil: als man ihn ins Gefängnis einlieferte, drehte er sich noch einmal zu den Bekannten, die ihm folgten, um, und meinte mit zufriedenem Lächeln:„Na, was habe ich euch gesagt? Fabelhaft hat sie funktioniert, die neue Feuerspritze!" Zeitungsanzeigen aus dem Jahre 1820 Ein Apparat gegen Feuersbrünste— Leider kam die„Erfindung“ nicht auf uns Ein Journalist hat sich das Vergnügen ge macht, eine Sammlung von„Times“=Exemplaren aus dem Jahre 1820 nach Anzeigen und Reklamemitteilungen zu durchstöbern. Von den vielen seltsamen Anzeigen, die er entdeilt hat. seien ein paar hier mitgeteilt: „Für zahnende Kinder! Bei Herrn Bur chells, dem einzigen Besitzer und Fabrikanten der schmerzstillenden Halskette, sind die Original schmerzstillenden Halskeiten für zahnende Kinder zu haben. Die Kinder brauchen diese Halsketten nur eine einzige Nacht zu tragen und die Zähne kommen dann ohne jede Gefahr heraus; das gilt auch für Kinder, die durch Krämpfe, Zahnfieber usw. schon an den Rand des Grabes gebracht waren. Preis usw.“ Daß in der Zeit des Zahnens tatsächlich die Gefahren damals groß gewesen sein müssen, Von der 5. Reichskleintierschau in Leipzig. Weltbild(M). Links: Zuchtziegen erhielten in ihren Ausstellungsboxen Futter. Rechts: Zur Bewertung des Kaninchens für den Preisrichter gehört auch die einwandfreie Feststellung des Gewichts. wird durch die statistische Jeststellung der im Jahre 1820 verstorbenen Londoner Kinder bewiesen. Die Statistik registriert für einen gewissen Zeitabschnitt unter 19098 Todesfällen 109, die auf das Zahnen, 798, die auf konvulsivischen Husten, 101, die auf Bräune, und 1066, die auf Zahnkrämpfe zurückzuführen waren... Gegen eine andere Gefahr, das Feuer, wendet sich eine Reklame, in der ein wunderbare Apparat angezeigt wird. Die Anzeigenden sind edle Lords und andere hochgestellte PersönlichAm Bienenstand auf der Reichskleintierschau Auf dem Bienenstand der 5. Reichskleintierschau in Leipzig wurde ein sehr wichtiges Nebenpwdukt der Bienenzucht, der Wachs, gezeigt.. Weltbild(M). keiten, die eine„Nationale Feuer= und Lebensversicherungsgesellschaft“ gegründet hatten. Sie wandten sich am 3. Januar 1820 in folgender Weise an das Publikum:„Die Mitglieder der unterzeichneten Gesellschaft, die sich vereinigt haben, um die durch Feuersbrünste verursachten Schäden zu verringern und die Versicherungskosten herabzusetzen, haben das Vergnügen, dem Publikumn mitzuteilen, daß sie einige vortreffliche Neuheiten fabriziert haben und zum Verkauf stellen. Es befindet sich darunter ein Apparat, der nachstehende Eigenschaften besitzt:„Im Falle eines Brandes weckt er sofort die Personen, die in dem Zimmer schlafen, in welchem er aufgestellt ist, und zündet unmittelbar darauf eine Lampe an; er zeigt an, wie spät in der Nacht es ist, und meldet nicht bloß, daß Feuer ausgebrochen, sondern auch, in welchem Teil des Hauses es ausgebrochen ist; und diese Meldungen und Weisungen gehen so rasch vor sich, daß die Behauptung nicht übertrieben ist, das Feuer könne in dem Hause, das sich diesen vortrefflichen Apparat gesichert; hat, nur selten größeren Schaden anrichten.“— Schade, daß eine so außerordentliche Erfindung nicht auf unsere Tage gekommen ist, und jammerschade, daß der Erfinder seinen Apparat nicht auch gleich zum Feuerlöschen erzogen hat. Lang war der Weg bis zur praktischen Verwirklichung der theoretischen Erkenntnisse. Das Patentamt registrierte ohne besondere Aufregung auch diese Erfindung, und die Wirtschaft verwandte im übrigen nach wie vor das einfache und in großen Mengen vorhandene Erdöl für seine Zwecke. Es war schon etwas daß Bergius im Jahre 1911 wenigstens ein Großlaboratorium in Essen nud einige Millionen Mark für seine Versuche zur Verfügung gestellt wurden. 1913 tropfte das erste SyntheseBenzin, und 1916, mitten im Kriege, wurde die erste Großversuchsanlage in MannheimRheinau gebaut. Während des Krieges konnte jedoch das Verfahren nicht so ausgebaut werden, daß es unseren Hunger nach Treibstoffen hätte nennenswert stillen können. Erst 1919 wurde ein„Konfortium für Kohlechemie“ gegründet. Es folgte die deutsche Bergin=Gesellschaft, doch schien es lange, als ob der Erfolg den aufgewandten Mitteln nicht entsprechen würde. Neuen Auftrieb gewann die Idec erst. als im Jahre 1925 die Badische Anilin= und Sodafabrik unter Dr. Pier das erste Autobenzin aus Braunkohle herstellte. Im foigenden Jahre wurde mit dem Bau der Hydrieraulagen auf dem Lenna=Werk begonnen, und schon am 1. April 1927 konnte dort das erste Benzin gewonnen werden. Bis dahin hatten nicht nur die Chemiker, sondern auch die Techniker manche Fragen zu lösen. Es war z. B. nicht leicht. 18 Meter lange dickwandige Hochdrucköfen aus Qualitätsstahl mit etwa 110 Tonnen Gewicht herzustellen. Aber Krupp und andere Firmen lösten diese Aufgabe. Im Laufe der nächsten beiden Jahre wurde auch eine Großanlage m Ruhrgebiet geschaffen. jedoch zerschlugen sich die großen Hoffnungen wieder als im Zuge der einbrechenden großen Weltwirtschaftskrise der Benzinpreis so kata strophal sank, daß sich die kostspielige synthetische Erzeugung nicht mehr lohnte. Im Rahmen der Wehrhaftmachung und der wirtschaft lichen Stärke und Unabhängigkeit Deutschlands hat jedoch die Gewinnung von synthetischem Benzin wieder größte Bedeutung erlangt Leuna ist heute nicht zuletzt wegen seiner Benzinproduktion zu einem Begriff geworden, der für den Kraftstoff ebenso beedutsam ist, wie etwa Rüsselsheim für den Kraftwagen, das Ruhrgebiet für den Stahl. In Leuna wird heute mit über 300 000 Tonnen Jahresproduttion etwa ein Drittel des gesamtdeutschen Koblebenzins aus Braunkohle hergestellt. Das sind 1000 Tonnen je Arbeitstag, eine Leistung, die selbst bei dem Riesenverbrauch der Gegenwart stark ins Gewicht fällt und allein durch Devisenersparnis viel zur Durchführung des Motorisierungsprogramms beiträgt. Die Kohleverflüssigung ist inzwischen auch auf andere Weise gelungen. Insgesamt soll es heute in der Welt für Erzeugnisse dieser oder ahnlicher Art an die 700 Patente geben. Am bekanntesten ist in Deutschland noch das FischerTropsch=Verfahren, genannt nach Professor Fischer, dem Direktor des Kaiser-Wilbelm=Instituts für Kohleforschung in Mülheim, und seinem früheren Assistenten Tropsch. an dessen Steell nun Pichler und Kölbel getreten sind. Das Fischer=Tropsch=Verfahren ist seit 1925 bekannt. Der Ruhrbergbau errichtete in Ober hausen=Holten als„Ruhrchemie=AG“ eine Großversuchsanlage, die jedoch ebenfalls wegen der niedrigen Benzinpreise bis 1933 so gut wie stillag. Die Kohlensyuthese gewinnt aus Koh lenoryd und Wasserstoff petrolcumhaltige Koh lenwasserstoffe, und zwar unter normalem Druck bei Anwendung besonderer Katalusatoren Das Verfahren ist von verblüffender Einfach. heit. Wegen dieser„Natürlichkeit" und„Selbst verständlichkeit“, hat es verschiedene Vorteile Im normalen Prozeß fallen etwa 62 v. H. Ben zin, 26 v. H. Dieselöl, 2 v. H. Parafin und 10 v. H. Treisgas an. Wesentlich ist jedoch, daß die Syuthese nach Belieben beeinflußt werden, daß man also nach Laune mehr Benzin oder wehr Oele usw. gewinnen kann. Das nach diesem Ver fahren gewonnene Schmieröl ist besonders hoch wertig. Der Ausgangsstoff für die Sunthe## spielt ebenfalls keine Rolle; es kann sowoh' Kohle als auch Koks sein. Dieses Verfahren wird heute in mehreren Benzinfabriken des Ruhrgebietes für Steinkohle, auch in einigen Betrieben für Braunkohle in Mitteldeutschland angewandt. Das Grundverfahren ist— ebenso wie bei Bergius— nach verschiedenen Richtungen hin entwickelt worden, so zur weiteren Verflüssigung, zur Schwelung, zur Kohlenextraktion. Hierbei haben sich auch die Chef: chemiker Krupps, Pott und Broche, Veidienste erworben. Durch die Kohleverflüssigung wurde eines Guter Rat Stelle nicht stets die Rücksichten, die du dir selber zu schulden glaubst, allzu sehr in den Vordergrund. * Halte dich nicht für ungesehen, weil du niemand sehen kannst. * Bringe nicht Gäste mit, wo du nur allein geladen bist. * Suche nicht nach kürzeren Wegen, wenn du es eilig hast. * Tue nacht immer das, was dir keiner verbieten kann. der größten modernen Wunder eingeleitet. Die Hauptverfahren hat das petrolenmarme Deutschland erfunden und entwickelt, und heute steht das Reich— wenn auch die anderen Staaten auf diesen Gebieten durchaus nicht müßig sind— in der Erzeugung von syntvetischem Benzin und anderen Oelen weitaus an der Spitze. Englische Arbeitslose ketten sich an das Haus des Arbeitsministers Londoner Polizisten verhaften Arbeitslose, die sich an das Eisengitter vor dem Haus des Arbeitsministers anketten ließen, um so die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf ihr trauriges Los zu richten.(Weltbild— M. 0 Grundgebanken der landwirtschaft. lichen Marktordnung Die zur Sicherstellung der Ernahrung uneres Volkes geschaffene Ordnung des landwirtschaftlichen Marktes ist nicht durch eine bloße Festsetzung von Fest=, MindestHöchstpreisen möglich. Aufgabe der Marktotonung ist Erzeugerschutz, eine planvolle Warenbewegung und Be= und Verarbeitung. Das ganze Marktgeschehen wird heute planvoll geleitet und überwacht. In früheren Jahrer wurde der deutsche Markt oft durch Auslands= ware überschwemmt Die Städter— soweit sie nicht arbeitslos waren- hatten zwar zu essen. aber der Bauer litt Not. weil er nicht so billig wie das Ausland erzeugen konnte. Heute ist die Einfuhr im steten Zusammenhang mit der Inlandsversorgung. Was nicht gleich verzehrt werden kann, bleibt im Lager= und Kühlhaus Wenn im Sommer z B. innerhalb weniger Tage und Wochen die Obst=, Gemüse=, EierButter= und Milcherzeugung steil in die Hohe geht, wenn im Herbst das Vieh von den Weiden auf die Schlachthöfr getrieben wird, oder die Fischdampfer riesige Fischmengen an Land bringen, wäre der Verbraucher gar nicht imstande, diese ganzen Nahrungsgüter mit einem Male aufzunehmen und der Verderb würde ungehener sein Zugleich bestände die Gefahr daß im Winter Schmalhans Küchenmeister in Die planvolle Vorratswirtschaft sorgt dafür daß die Versorgung gleichmäßig erfolgt und die Ueberschüsse sorgfältig gelagert oder verarbeitet werden Auf dem Gebiet der Gartenund Obstbaumwirtschaft. der Fischwirtschaft der Milch= und Viehwirtschaft,— ja auf allen Gebieten unserer Ernährungswirtschaft—. erfolgt eine solche planvolle Steuerung der Erzeugnisse. Alle ergriffenen Maßnahmen aber können nur dann von Erfolg sein, wenn jeder Einzelne die Sicherstellung unseres täglichen Nahrungsbedarfes als Gemeinschaftsaufgabe versteht und von sich aus und an seinem Orte an der Erfüllung dieser Aufgabe mitarbeitet Generalfeldmarschau Göring als Ehrenpate Rheine. Der Preußische Ministerpräsident, Generalfeldmarschall Hermann Göring, hat über das nennte Kind der Eheleute Heinrich Terhage in Rheine die Ehrenpatenschaft übernommen. Neven der Urkunde wurde den glücklichen Eltern ein Geldgeschenk des hohen Paten überreicht. Brand in einer Holzschuhfabrik Rheine. In einer Holzschuhfabrik in Neuenkirchen brach ein Brand aus, der in den lagernden Holzvorräten reiche Nahrung fand Obwohl die Feuerwehr energisch den Brand bekämpfte und auch bald die Gefahr bannen konnte, war der Sachschaden beträchtlich. Besonders groß ist dieser Schaden dadurch, daß erst vor kurzem in der Fabrik aufgestellte neue Maschinen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Waltrop zur Stadt erhoben Waltrop. Der Oberpräsident von Westfalen, Gauleiter Dr. Meyer, hat die Gemeinde Waltrop im Kreise Recklinghausen zur Stadt erhoben. Waltrop zählt 11 500 Einwohner und kann auf eine reiche geschichtliche Vergangenheit zurückblicken. Die Gemeinde wurde zum ersten Male im zehnten Jahrhundert erwähnt und hat infolge der industriellen Entwicklung in den letzten Jahren ein durchaus städtisches Aussehen erhalten. Die Vogelwelt nach den Frosttagen in einem Vogelpark- Kein Tier ist umgekommen Aus dem Bergischen Land. Nachdem der erste strenge Frost vorbei ist und die großen Schneemassen abzugehen beginnen, atmet auch die Vogelwelt auf, denn fur sie waren es Tage des Hungerns und des Frierens, Tage 3 schen Leben und Tod. In der freien Natur sind viele gefiederte Geschöpfe umgekommen, denn nicht alle fanden die notige und die geschützte Stelle, wo sie dem Erfrie rungstod entgehen konnten. Wie lagen die Dinge nun in den ausgespro chenen Vogelgärten, zu deren Aufgaben es ja in erster Linie gehört, den Tieren Schutz zu bieten? Wir haben einen solchen Garten, und zwar den bekannten Heide=Vogelpark in Solingen=Ohligs besucht, um die Wirkungen jener wirtlich schweren Tage cherweise kann berichtet werden, daß nicht ein einziges Geschöpf dem Frost oder Schnee zum Opfer gefallen ist. Und so, wie es hier in Solingen der Fall war, so dürfte es auch in de übrigen zahlreichen westdeutschen Vogelgärten Einer Reihe von Tieren, so beispielsweise der Nebelkrähe, dem Kolkraben oder gar dem Adler, kann die Kälte nichts anhaben. Und auch unseren deutschen Waldvögeln bedeutet der Frost innerhalb des Parks, wo sie in geschützten Kästen untergebracht sind, nichts. Allerdings, so muß hinzugefügt werden, ohne die Hilfe des Menschen würden die Tiere elendiglich verkommen sein. So mußte beispielsweise alle zehn Minuten das Wasser, das bald fror, erneuert werden. Warmes Wasser war wegen der Gefahr, daß die Tiere in ihm baden wurden, nicht angebracht. Immer wieder mußten die Futterplätze bestreut werden. Die exotischen Tiere, insbesondere die aus der afrikanischen Heimat, mußten bereits bei dem ersten Anzeichen des Frostes in geheizte Baracken ge bracht werden, um sie vor dem sicheren Frosttod zu schützen. Ständig, auch nachts, mußten die Oefen(Zentralheizung dürften die wenigsten Gartenbaracken haben) geheizt werden. Schon aus diesen kurzen Andeutungen geht die Unmasse der Arbeit hervor, die die meist ehrenamtlichen Betreuer solcher Vogelgärten zu leisten haben. Ihre Arbeit beschränkte sich selbstverständlich nicht auf die Insassen des Vogelparks, sondern auch auf die Geschöpfe in der freien Natur. Ihnen wurden zahlreiche Futterplätze bereitet, geschützte Stellen geschaffen, dem Wilde wurde der Boden freigelent und Weichhölzer gefällt. Und wo es schließlich moglich war, da wurde auch des Raubwilds ebenso gedacht wie der Raubvögel, denn zahlreiche Vertreter dieser beiden Gattungen leisten bei sattem Magen sehr nützliche Arbeit, und es wäre grundfalsch, die Tiere einem elenden Hungertode preiszugeben. Die vorbildliche Betreuung in den Vogelgärten hat jedenfalls das beste Ergebnis gezeitigt: es ist weder ein Tier verhungert noch erfroren Auio rast gegen einen Straßenbaum Ein Toter, vier Verletzte Düren. Auf der Kölner Landstraße zwischen Düren und Golzheim fuhr in der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr ein Personenkraftwagen, der von einem Köner Chau feur gesteuert wurde, und in dem sich au erdem wei Herren und zwei Damen aus Win befanden, mit voller Wucht gegen einen Baum. Wie das Unglück im einzelnen gechehen ist, müssen die polizeilichen Ermittlungen geben. Sämtliche Insassen wurde lebensgefahrlich verletzt in das Dürener Krankenhaus eingeliefert. Einer davon ist noch in der vergangenen Nacht seinen Verletzungen erlegen. „Rheinland in Wort und Bild Spiel mit der Volksgesundheit Drei Monate Gefängnis für einen betrügerischen Kurpfuscher Aachen. Das Schöffengericht Aachen verurteilte einen Heilpraktiker aus Geilenkirchen wegen Betruges und unlauteren Wettbewerbs zu drei Monaten Gefängnis und untersagte ihm auf die Dauer von drei Jahren die Ausübung seines Berufes. Der Angeklagte praktizierte seit zwanzig Jahren als Homöopath. Dabei hatte er im Laufe der Zeit aus allerhand Krautermischungen, denen er in der Hauptsache Kakaoöl hinzufügte, Heilmittel„erfunden", die er unter einem riesigen Aufwand von Reklame und großen Heilversprechungen anpries Eine Pru fung von vier verschiedenen Mitteln ergab aber, daß sie außer dem Kakaoöl als Arzneiträger oder in einem anderen Fall Milchzucker kaum Säuren der auf den Etiketten angetundigten Heilkräuter enthielten. Die Preise der Heilmittel waren dafür um so höher. Der Angeklagte bestritt jede Betrugsabsicht. Vier Sachverständige erläuterten den völligen medizinischen Unwert der angepriesenen Mittel. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen lautete dahin, daß hier ein grober Schwindel vorliege, bei dem eine Gefährdung der Gesundheit der Heilungsuchenden zu befürchten sei. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Kurpfuscher wegen Betruges und unlauteren Wettbewerbs sieben Monate Gefängnis. Das Gericht bescheinigte dem Angeklagten, der wegen Abtreibung vorbestraft ist, daß er ein frevelhaftes Spiel mit der Gesundheit der Volfsge: meinschaft getrieben habe und daß er sich selbst habe sagen müssen, daß seine Mittel keine der vorgetäuschten Heilwirkungen erzielen konnten. Er habe sich daher des Betruges und des unlauteren Wettbewerbs schuldig gemacht. Der Jäger und der Schafbock auf der Viehweide— Interessanter Zivilprozeß Neuer Intendant des Nachener Stadttheaters Nachen. Der bisherige Intendant des Stadttheaters Elbing, Otto Kirchner, ist auf drei Jahre zum Intendanten des Stadttheaters Aachen berufen worden. Demzufolge wird also voraussichtlich mit Ende der Spielzeit 1938/39 Intendant Dr. Edgar Groß von seinem Amt als Leiter der Aachener Bühnen scheiden. Er hat sich während seiner Aachener Tätigkeit große Verdienste um die künstlerische und kulturelle Entwicklung des Aachener Grenzlandtheaters erworben.— Sein Nachfolger gilt als ein überaus erfahrener Theaterfachmann, der a Opern= und Schauspiel=Regisseur einen guten Namen hat und selbst ein Schauspieler von ausgeprägtem Format ist. Er hat das Theater in Elbing auf eine völlig neue und gesunde Grundlage gestellt und ihm zu einem bedeutenden Ansehen verholfen. Auf dem Wege zur Grenze erwischt Köln. Nach Unterschlagung von etwa 10.000 RM. wurde ein 28jähriger kaufmännischer Angestellter flüchtig. Auf dem Wege zur Grenze machte er in Köln Rast, wo ihn sein Schicksal ereilte. Er wurde festgenommen und dem Richter vorgeführt. In seinem Besitz befand sich noch ein Betrag von 3000 RM. Bad Godesberg. Zum Jahresbeginn erscheint das erste Heft der neuen Monatsschrift„Rheinland in Wort und Bild“, das vom Landesfremdenverkehrsverband Rheinland in dem Bestreben, Landschaft und Verkehr, Volkstum und Kultur des Rheinlandes einem weit gezogen Kreise immer wieder nahezubringen, herausgegeben wird. Die Zeitschrift soll den Fremden lenken, ihn veranlassen, seine Reisen zur Erholung, zur Erweiterung seines Wissens, zur Anteilnahme an den großen kulturellen Leistungen des Rheinlandes, schließlich aber auch an dessen sportlichen Veranstaltungen an den herrlichen deutschen Strom und die Landschaften, die seinen Namen tragen, zu führen. Sie eröffnet, geleitet von den Grußworten des Oberpräsidenten Gauleiter Staatsrat Terboven, des Landeshauptmanns Heinz Haake und des Leiters der Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe, Fritz Dreesen, ihr erstes Arbeitsjahr mit einem Gedicht des rheinischen Dichters Otto Brües„Wie immer zieht der Fluß.." Der Träger des Rheinischen Literaturpreises 1938, Heinz Steguweit, schildert in herzerfrischender Weise den Rheinländer, wie er wirklich ist. Ueber den Reichtum des rheinischen Winters gibt Schriftleiter K. H. Bodensiek einen umfassenden Ueberblick. Mancher dürfte auch mit Freude den Aufsatz Rudolf G. Bindings lesen, der als ein Vermächtnis des toten Dichters an den Rhein zu werten ist und Worte findet, die die Zeiten überdauern werden. Nach diesem glücklichen Anfang darf man erwarten, daß die Zeitschrift ihren Aufgaben voll und ganz gerecht wird. Rüdesheim wird größer Rüdesheim. Die Gemeinde Eivingen ist durch Entscheidung des Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen vom 23. Dezember 1938 mit Wirkung vom 1. April 1939 in die Stadt Rüdesheim eingegliedert worden. Die ca. 1100 Einwohner zählende Gemeinde Eibingen ist mit Rüdesheim baulich und wirtschaftlich zusammengewachsen. Andererseits drängen wichtige siedlungspolitische Aufgaben schon längst zu einer Ausdehnung des Stadtgebietes Rüdesheim nach Nordosten. Die Einwohnerzahl der Stadt Rüdesheim wird damit auf ca. 6000 anwachsen. Im morschen Eis eingebrochen und ertrunken Trier. Die Mosel forderte am Mittwoch ein Menschenopfer in einer Trierer Familie, die in den letzten Jahren mehrfach von ähnlichen Schicksalsschlägen betroffen wurde. Der 25jährige Willi Menz, zuletzt in Hannover beschäftigt, der im Weihnachtsurlaub hier weilte, betrat mit einem Freund das bereits brüchig gewordene Moseleis. Er brach dabei ein, versank trotz aller Hilfeanstrengungen seines Freundes und konnte erst am Donnerstagnachmittag als Leiche geborgen werden. Münster. Daß die Sorgfaltspflicht im Straenverkehr zu den obersten Gesetzen eines jeen Volksgenossen gehören sollte, wird durch sie Zahl der sich täglich wiederbelenden ehrsunfälle genügend erhärtet. Tan es aber such abseits der Verkehrszentren Sorgfalt zu iben gilt, davon zeugt ein Zivilprozetz, der ich in erster Instanz vor dem Amtsgaricht in Toesfeld und in der Berufung vor dem Landgericht in Münster abgespielt hat. Die Geschichte liegt zwar schon einige Zeit zurück, da sie aber nicht alltäglich ist, sei ihr gerne Raum gegeben. Auf der Weide des Herrn Heinrich W. in Holtwick weidete ein Schafbock. Und es wollte lom gar nicht passen, daß der Jagdaufseher Bernhard R. und dessen Hund ihn bei seiner Diät“ störten. Der Schafbock bäumte sich ergo auf und überfiel den R., der mit seinem Hund über die Umzäunung geklettert war. Er überfiel ihn tatsächlich, und zwar von hinten, Dreimal hatte er von seinem Gehörn bereits Geersatz und Schmerzensgeld, weil der Bauer Heinrich W. durch ein Schild oder auf andere Weise auf das gefährliche Tier habe aufmerksam machen müssen. Der Beklagte hinwiederum stellte sich auf den Standpunkt, daß er der Sorgfaltspflicht in der Betreuung des durch die Umzäunung der Weide ausreichend genügt habe. Der Kläger habe mit einem Angriff des Schafbockes rechnen und sich darauf mit Rücksicht auf sein hohes Alter##1 Jahre) rechtzeitig einstellen mussen. Das Gericht aber gab der Ansicht des Jagdaufsehers statt und legte dem Landwirt die Zahlung von—50 In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß der Beklagte durch Anbringung eines Wirnungsschildes auf die drohence Gefahr h#tle aufmerksam machen müssen. Wegen Außer eachtlassens dieser Sorgfaltspflicht hafte er für den Schaden des Klägers. Die des Tieres in einer umzäunten Weide allein entspreche der Sorgfaltspflicht nicht selbst wenn der Zaun ganz in Ordnung war Der Klage sei berechtigt gewesen, über die Wior zu ge. fag foien Norsonen über sie geganraug gemack und deißge,. das Gewebr, mit seil berechtigr. Aegsenstgersonen sber sie deggnem R. die Wucht der Stöße zu mildern suchte,1 ben; auch sonst beien„ier gzig zurz anpflecken Der Buch ain S5. Pe, Seigi läige.. hat, von einem weiblichen Tier schlecht ,unter. D e r E i n nsetzte, da ging der Jägersmann wirklich.... r wurde nämlich ernstlich verletzt und nur urch das Hinzukommen Dritter, die auf seine Zilferufe herbeigeeilt waren, wurde er aus einer mißlichen Lage befreit. Der Hund, bahrscheinlich noch nicht abgerichtet, hatte mit ingezogenem Schwanz längst das Weite geDie Folge dieser ebenso ergötzlichen wie trasischen Angelegenheit aber war ein Zivisproeg. Der Jagdaufseher R. verlangte Schaden scheiden könne. Der Einwand des Beklagten, daß es in Kreisen der Landwirte nicht üblich sei, auf eine von einem auf der Weide besindlichen Schafbock drobendg. Gefghr, Pe##g n, Aufklärung eines Raubüberfalles Köln. Am 23. Dezember wurde in Villiprott bei Bad Godesberg eine 67jährige Frau im Flur ihres Hauses von einem Mann niedergeschlagen. Der Täter wurde nunmehr ermittelt. Es handelt sich um den Autoschlosser Frz. Hamburger, der sich durch einen Raub Geldmittel zum Ankauf eines Hauses beschaffen wollte. Senatspräsident Dr. Müller gestorben Köln. In der Frühe des Donnerstags verstarb Senatspräsident Dr. Walter Müller aus Köln im Alter von 61 Jahren. Einer Kölner Juristenfamilie entstammend, bestand er im Jahre 1897 das Referendarexamen und 1903 die Assessorprüfung. 1906 zum Landrichter, 1917 zum Landgerichtsrat und 1919 zum Oberlandesgerichtsrat ernannt, verließ er nur für kurze Zeit von 1926 bis 1928 seine Heimatstadt, um als Senatspräsident beim Oberlandesgericht in Düsseldorf zu wirken. 1928 wurde er in gleicher Eigenschaft wieder an das Oberlandesgericht in Köln versetzt. Während des Krieges hat er als Hauptmann der Landwehr an der Front gestanden. Am Oberlandesgericht leitete er den Rheinschiffahrts=Senat. Er war durch sein aufmerksames und liebenswürdiges Wesen und durch seine großen Rechtskenntnisse ein überall beliebter und geschätzter Rechtswahrer. Den meisten jungen Rechtswahrern ist er auch dadurch bekannt geworden, daß er sowohl stellvertretender Vorsitzender der Justizprüfungskommission für die erste Staatsprüfung in ichen Schafbock drohende Gefahr hinzuweisen, kommission für die erste Staarsprufung in liege neben der Sache. Maßgebend sei, was im Köln als auch im Reichsjustizprufungsam., Interesse der Verkehrslicherbeit, erigdhaft'ch, er= Zweigstelle Düsseldorf, für das zweite große scheine sowie, ov diese Sorgfalt schuldhaft aupe: Staatseramen war. acht gelassen worden sei. Vom Heringssang zurückgekehrt Minden. In den westfälischen Weserdörfern wohnen mehrere hundert Heringsfänger. Der Ursprung des Berufes der westfälischen Heringsfänger ist auf die sogenannten„Hollandgänger“ zurückzuführen. Noch in den 80er Jauren des vorigen Jahrhunderts wanderten die jungen Burschen, für die die Heimat keine Arbeit hatte, im Juni eines jeden Jahres nach Holland und vermieteten sich dort für mehrere Monate als Grasmäher oder Torfstecher. Mit der Zeit fanden sie auch den Weg zur holländischen Heringsfischerei. Dabei blieben sie aber der Heimat treu und kehrten in jedem Winter zu Weib und Kind und zu ihrem kleinen Besitztum im Kreise Minden zurück. Zu den westfälischen Heringsfängern stoßen aber noch viele aus den benachbarten hannoverschen und schaumburg=lippischen Dörfern. Die Heringsfänger aus der Mindener und Bückeburger Gegend sollen überhaupt die ersten Seefischer der deutschen Fischereigesellschaften gewesen In diesen Wochen herrscht nun in den Heringsfängerdörfern an der Weser große Freude. Wie in jedem Jahre um Weihnachten, kehrten die Männer, die in den Sommermonaten den Heringsschwärmen nachgespürt haben, in die Heimat zurück. Ein gutes Stück schwere Arbeit haben sie geleistet. In den Wintermonaten bestellen sie nun ihr kleines Anwesen oder arbeiten in anderen Berufen. Die jungen Seeleute aber besuchen die besonders eingerichteten Schulungslehrgänge und Steuermannskurse, um sich in ihrem Berufe zu vervollkommnen. Lies Deine„Hleimat-Zeitung“ Sportwitz des 90 Gemeinnützigen P#9 □0 „Bitte ein Paar Stier für Schuhgröße 35 (Life) — PEIRK 81A Sicher ist sicher! (Zeichnung: Hans) 7 Der Pechvogel am Was hat denn ihr Mann?“ „Ach, nichts Besonderes! Er trainiert nur für den Boxkampf morgen... er hat einen Platz in der zweiten Reihe!“ (Zeichnung: Bergström) „Das ist die scharfe Kurve, von der ich euch erzahlte!"(Zeichnung: Hänle) Kreuzworträtsel. Zum Ruhesitz bis Lebensend'. Dann weiter man damit benennt Den jungen Mann ganz ungeniert, Der seine Lehrzeit absolviert. Auch diene zum befest'gen ich, Und, setzt man einen Fisch vor mich, So braucht mich jeder mit nem Blatt, Der etwas zu notieren hat. als tief wandte Seite, 18. Göttin der Morgenröte, 21. Gewässer, 24. Himmelskörper, 25. deutscher Komponist, 26. männlicher Vorname, 27. Ein bringung der Feldfrucht. Senkrecht: 1. Versvertonung, 2. Laub baum, 3. ethischer, Begriff, 4. Futterbehälter, 5. Hausvorbau, 6. Zahlwort, 10. Fluß Frankreich, 11. Fisch, 12. griechische Göttin, 13. nordische Gottheit, 14. Brennstoff, 17. männlicher Vorname, 19. Sprechwerkzeug, 20. altes italienisches Fürstengeschlecht, 21. Strick, 22. Nachlaßempfänger, 23. Gesangstück. Bilderrätsel. Rösselsprung. schneitseis Silbenrätsel. a— bach— be— bert— lam— di— e ei— en— gü— jun— ker— kers— Ia mark— na— ne— nu= T1— rich— r0 schwa— strow— uk— vo. Aus vorstehenden 25 Silben sind 10 Wörter nachstehender Bedeutung zu bilden: 1. Flugzeugbauer, 2. Schwiegersohn, 3. rom. Göttin der Jagd, 4. Westgotenkönig, 5. männl. Vorname, 6. Stadt in Mecklenburg, 7. Flachland, 8. bekannter Rennfahrer, 9. Nordteil der Provinz Brandenburg. 10. bayr. Stadt in Mittelfranken.„ Die Anfangs= und Endbuchnaben dieser Wörter, beide von oben nach unten gelesen, nennen einen Ausspruch.(Einmalch= ein Buchstabe, k= c.) Verdrängt. Großreinemachen ist heut' wieder, Der Staub, er wirbelt auf und nieder: Mit Besen, Tüchern, trocken und auch feucht, Wird 1 aus allen 2,3 aufgescheucht. Wer die drei Silben richtig nun zusammenSieht einen Kunstbau, darinnen sich das Wasser sängt. Brüder. Wir sind zwei Brüder, drum innig verwandt, Gehn segenspendend durch's ganze Land. Vom Himmel hoch, da kommen wir her, Getrennt, lieb' ich Blumen, mein Bruder das Und sind wir vereinigt, o welches Glück! Dann führt uns die Sonne zum Himmel zuruck. Beleitet von H. J. Stahn. Skataufgabe Nr. 27. Mittelhand spielt mit folgenden Karten Zahlenbilderrätsel. K Grand: Ra Unentbehrlich. Mein Wort kann mancherlei bedeuten; Zum Beispiel dient's oft alten Leuten Buchstabenrätsel: Schlichten geht über Richten. Silbenrätsel: 1. Dahlie, 2. Indianer.* Eisblume. 4. Taschentuch. 5. Reiher, 6. Eberesche, 7. unproduktio, 8 Echo, 9. Indien, 10 Scharlg, 11. Tahiti, 12. Degen, 13. Abend 14 Serenade, 15. Muselmann, 16. Ahornlaub, 17. Reichenau 18. Karabiner, 19. Donnerstag.„Die Treue ist das Mark der Ehre; von Hindenburg.“ Rösselsprung: 8n. So lang du nach dem Glücke bist du nicht reit zum Glücklichsein, und wäre alles Liebste dein. So lang du um Verlornes klagst und Ziele hast und rastlos bist, weißt du noch nicht, was Friede ist. Erst wenn du jedem Wunsch entsagst, nicht Ziel mehr und Begehren kennst, das Glück nicht mehr mit Namen nennst, dann reicht dir des Geschehens Flut nicht mehr ans Herz und deine Seele ruht Hermann Hesse. Buchstabenrätsel:„S“ in„n“„sp“„(B)ruch“= Sinnspruch. Baukasten: Ei— Sent— Eile= Eisenfeile. Gedrückt hat er Karo 9(Schellen 9) Karo 8(Schellen 8). Vorhand hat folgende Karten: Kreuz (Eichel): 10. Pique(Grün): As. König, (Ober), 8, 7. Herz(Rot): 9. Karo(Schellen): As, 10. Dame(Ober). Pique As(Grün As) wird ausgespielt und der Spieler gewinnt sein Spiel. Wie war der Spielverlauf?. Hannesen=M. Bilder der Woche Ein bedeutsamer Abschnitt in der Neugestaltung der Reichshauptstadt. der Führer spricht auf der Feier zur Einweihung des Neuvaues der Reichskanzlei zu den rund 8000 Arbeitern, die an diesem Riesenbau gearbeitet haben. Sämtliche Aufnahmen: Weltbild(M). Uebergabe sudetendrutscher Gebiete an die Ostmarkgaue. Bei dem Festakt zur Uebergabe der befreiten sudetendeutschen Gebiete Südmährens und Südböhmens an die Gaue Bayrische Ostmark sowie Nieder= und Oberdonau sprachen Gauleiter Reichskommissar Henlein und Gauleiter von Niederdonau, Dr. Jury, die hier vor dem Rathaus in Znaim jubelnd begrüßt werden. Studentenunruhen in Indien. Großer Prozeß gegen kommunistische Bombenattenätter in Lissaben. Vor dem ersten Militärsondergericht in Lissabon begann der Prozeß gegen die Kommunisten, die am 4. Juli 1937 das Attentat gegen den Ministerpräsidenten Dr. Salazar verübten. Unser Bild zeigt einen Blick in den Gerichtssaal während der Verhandlung gegen die 18 Kommunisten. Die Angeklagten versuchen zum Teil, ihre Gesichter zu verbergen. Nach dem ersten großdeutschen Endspiel um den Tschammer=Pokal. Francos große Offensive in Katalonien. Die Wiener Spieler, vorn Raftl und Pesser, dahinter Holec und Binder, freuen sich über Trotz des verzweifelten Widerstandes der Volschewisten schreitet die große Offensive Ger den Wanderpreis des Reichssportführers, den sie nach großartigem Kampf gegen den ral Francos an der Katalonienfront unaufhaltsam vorwärts. Unser Bild: Frauen und K Frankfurter Fußball=Sportverein mit ihrer Mannschaft Rapid=Wien im Olympiastadion ge= der kehren nach der Einnahme Castelldans(südwestlich von Borjas Blanca) durch die wannen. nationalen Truppen wieder in ihre Heimatstadt zurück. * Stolze, aber unbeliebte Gäste Fischreiher raubten 200 Goldkarpfen Aus dem Bergischen Land. Wiederholt sind an den letzten Tagen zahlreiche Fischreiher im Niederbergischen sowie in der Hildener und Obligser Heide gesichet worden. Der Anblick dieser seltenen und stolzen Vögel ist ohne Zwei fel recht schön, doch auch von ihnen gilt das Wort„Wat dem einen sin Uhl, is dem anderen sin Nachtigall". Den Fischteichbesitzern bedeu te die Fischreiher die gefährlichsten Räuber, die rücksichtslos unter den Beständen aufräumen. So haben Fischreiher beispielsweise aus einem Fischeich im Düsseltal nicht weniger als 200 prächtige Goldkarpfen geraubt. Im übrigen sind die Fischreiher gar nicht wählerisch. In den Tagen des Frostes war in den Wassern nichts vor ihnen sicher. Der Storch war an allem schuld Münster. Bei der Familie K. in Ibbenbüren war am 27. Oktober des vergangenen Jahres das vierte Kind angekommen, und Vater Friedrich war ob dieses Ereignisses verständlicherweise sehr erfreut. So erfreut, daß er zwei Tage später, nachdem er das Entbindungsgeld abgeholt hatte, sich prompt in eine Wirtschaft begab und nach Herzenslust zechte. Dagegen wäre an sich nichts einzuwenden gewesen, aber Vater Friedrich begann in der Alkoholstimmung Krach zu schlaaen. Er belästigte das Büffettfräulein und provozierte den Wirt so gröblich, daß dieser die Polizei herbeirief. Als diese angekommen war, sträubte sich Vater Friedrich, mit in den Polizeiwagen zu kommen. Später, als man an der Wache angelangt war, da wollte er nicht wieder heraus, und in die Wache wollte er erst gar nicht. Aber fünf Polizeibeamte brachten ihn schließlich doch dorthin und redeten ihm zu, doch den sinnlosen Widerstand aufzugeben. Vater Friedrich al erklärte in gehobenem Pathos:„Ich leiste Widerstand bis zum Tode!“ Und als er dann in die Zelle befördert worden war, da gab er sich ebenfalls noch nicht zufrieden. Er zertrümmerte vielmehr sämtliche Fensterscheiben und wurde daraufhin in die Zwangsjacke gesteckt. Für seine„Heldentaten“ legte ihm das Schöffengericht Münster eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten auf. Gemeinschaftsschule in Gelsenkirchen Gelsenkirchen. Durch eine Entscheidung des Oberbürgermeisters wird ab 1. April 1939 in Gelsenkirchen an Stelle des konfessionellen Volksschulsystems die neue deutsche Schule eingeführt. Die Genehmigung der Regierung in Münster ist bereits erteilt worden. Damit wird für die Volksschulen der gleiche Grundsatz eingeführt, der seit jeher für die Mittelschulen und für die höheren Schulen bestand. Die neue Schulform hat eine Verbesserung des gesamten Volksschulwesens im Gefolge, können doch unzulängliche Bauten abgelöst und die heute durch Klassenzusammenlegungen usw. sehr zerfahrenen Schulbezirke neu abgegrenzt werden. Im Zuge der Neuregelung können sofort 19 Schulgebäude mit 114 Räumen freigemacht werden. Dazu kommen durch diese Rationilisierung im Unterrichtswesen Ersparnisse persönlicher und sachlicher Art. Anzulässige Kopplungsgeschäfte Verstoß gegen die Zugabeverordnung Si siegen. Im Rechtsstreit der Kolonialwaren großhandlung H. in Dillenburg gegen den Reichsverband für das Zugabeverbot, Berlin, hat letzterer einen Spruch des Einigungsamtes für Wettbewerbsstreitigkeiten herbeigeführt, wo nach der von der Klägerin früher betriebene Verkoptelungskauf von Kaffee und Porzellan als Verstoß gegen§ 1 des Gesetzes ge gen den unlauteren Wettbewerd anzusehen int. Nach Klage und Widerklage hat jetzt der dritte Zivilsenat des Oberlandesgerichts in Hamm Westfalen) die Berufung des Klägers zurückgewiesen und zugleich die Verurteilung auf den erweiterten Widerklageantrag wie folgt ausge dehnt: Die Klägerin bleibt mit der Klage abgewiesen, auf die Widerklage wird die Klägerin verurteilt, bei Meidung einer vom Gericht bei Zuwiderhandlung festzusetzenden Geldstrafe in unbegrenzter Höhe es zu unterlassen, sich in ihrem Geschäftsbetrieb des sogenannten offenen Kopplungsverkaufs in der Weise zu bedienen, daß sie beim Verkauf von Kaffee zugleich mit der Hauptware Gutscheine auf Mitgehartikel mitvertreiben läßt, insbesondere beim Vertrieb von Kaffee in Packungen. Aus der umfassenden Urteilshegründung ist hervorzuheben, daß der Senat das Verfahren der Klägerin nach§ 1 des Gesetzes vom 12. Mai 1933 nicht mehr für statthaft halte. Allerdings trete die Klägerin selbst nach außen nicht als Handelnde auf. Täter nach außen seien die Avnehmer der Klägerin, die Einzelhandelsgeschäfte. Die treibende Kraft des ganzen zu beanstandenden Verfahrens sei jedoch die Klägerin. Sie habe es ausgeklügelt, stelle Hauptware und Mitgehartikel, bereite ihr Verkopplungsmittel des Gutscheinverfahrens durch Beklebung ihrer Kaffeepackungen mit den Gutscheinzetteln vor und lasse dieses Verfahren durch die Einzelhändler im eigenen Interesse anwenden, um den Absatz ihres Kaffees zu st.i gern. Sie sei also Anstifterin ihrer Einzelhändler und zugleich Mittäterin. Das Verfahren der Klägerin komme, wenn es sich nicht mit§ 1/2e der Zugabeverordnung decke, diesem jedenfalls sehr nahe. Sie gehe darauf aus, die Zugaveverordnung zu umgehen und wolle ihr dabei möglichst nahekommen. Schon das deute auf Unlauterkeit hin Gleiche Gegenstände, wie sie sie früher als Zugabe habe verteilen lassen, verkoppele sie nun in Kaufform mit ihrem Kaffee, und zwar wie früher unter Verwendung des Gutscheins systems. Wie früher sollten die jetzt gegen Barzahlung verteilten Gegenstände als Anreißer dienen. Es seien branchefremde, mit der Hauptware in keinerlei Verbindung stehende Gegenstände. Die Klägerin wolle mit ihrem Koppelungssystem die Vorstellung besonderer Vorteile beim Erwerb des Mitgehartikels erwecken; das sei unlauter. Durch die Verteilung der Gutscheine werde weiter eine ganze Anzahl von Kunden zu unwirtschaftlicher Haushaltsführung veranlaßt. Besäßzen sie erst einige Gutscheine, so wollten sie schnell mehr und möglichst viele erwerben, um auch die Lockartikel zu erhalten. Es würden so Käufe getätigt. die unnötig oder voreilig erfolgten. Der Kauf gekoppelter Ware sei an sich nicht wettbewerbsfremd; man finde ihn, ohne daß er auffalle, beim Kauf zusammengehöriger Ware(Zimmereinrichtung, Blumenständer mit Pflanze, Koffer mit eingebauten Körperpflegeartikeln). Befremdend wirke aber immer die Koppelung artfremder Gegenstände. Sie werde beanstandet in mehreren Erlassen und Gutachten Eine hoffnungsvolle Verkehrsbilanz Weniger Straßenverkehrsunfälle in Westfalen. Aber immer noch zu viel Münster. Während die Zahl der Straßenverkehrsunfälle in der Provinz Westfalen aus jahreszeitlichen Gründen im dritten Viertel des vergangenen Jahres zugenommen hat, sind erfreulicherweise weniger Unfälle vorgekommen als in der entsprechenden Zeit des Jahres 1937. Diese Verringerung der Straßenverkehrsunfälle ist um so höher zu bewerten, als in der Zwischenzeit sich eine weitere erhebliche Ausdehnung des Verkehrs vollzogen hat. Es ist innerhalb der Provinz Westfalen im dritten Viertel 1938 zu rund 5025 Unfällen im Straßenverkehr gekommen, das sind rund 200 Straßenverkehrsunfälle weniger als im dritten Viertel des vergangenen Jahres und erfreulicherweise auch nur 250 mehr als im zweiten Viertel 1938. Auf 10000 in der Provinz Westfalen zugelassene Kraftfahrzeuge kamen damit noch 257 Verkehrsunfälle gegenüber 313 in der entsprechenden Vorjahrszeit und 262 im zweiten Viertel 1938. Wenn man diese Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle auch als verhältnismäßig günstig bezeichnen darf, so bleibt Das Lied vom braven Mann Nachtwächter in brennender Fabrik umgekommen Nordhorn. Aus bisher völlig ungeklärter Ursache entstand am Montag morgen um 4 Uhr, 2 Stunden vor Aufnahme der Arbeit, in den Lagerräumen des Textilwerkes Ludw. Povel& Co. ein Brand, der das Aufgevot samtlicher Betriebsfeuerwehren sowie der Freiw. Feuerlöschpolizei erforderlich machte. Das Feuer wurde von einem zur Arbeit kommenden Arbeiter bemerkt, der sofort dem nachst erreichbaren Spinnereinachtwächter Meldung erstattete. Dieser setzte sich mit dem mit der Bewachung der Weberei und des Lagers beauftragten Bookholt in Verbindung. Gemeinsam drangen beide in das brennende. mit undurchdringlichem Qualm angefüllte Lager vor. Während der Arbeiter das Nutzlose ihres Tuns einsah und auch Wessels zurückzuhalten versuchte, drang Wessels weiter vor. Bald verlor man seine Spur. Als die Männer der Feuerwehren, die gegen 430 Uhr alarmiert wurden, mit ihren Motorspritzen dem Brandherde zu Leibe gingen, entdeckten sie den Nachtwächter, der in der Todesangst ein Fenster in der ersten Etage des Lagers eingeschlagen hatte und mit dem Kopf und einem Arm aus dem Fenster heraushing, sich aber nicht zu retten vermo cte, da die Fenster von innen wegen Diebstahlsgefahr mit dicken Eisenstäben gesichert waren. Von innen der an den Mann heranzukommen, erwies sich wegen des brennenden Holzfußbodens als unmöglich. Mit Schweißapparaten hat man schließlich den Wessels befreit, der aber inzwischen an Rauchvergiftung gestorben war. Seine Leiche wurde ins Krankenhaus überführt. Bei den Rettungsarbeiten wurde auch ein Feuerwehrmann noch durch Glassplitter verletzt. Das Feuer selbst konnte dank des schlagartigen Einsatzes der vier modern ausgerüsteten Feuerwehren innerhalb zwei Stunden gelöscht werden. Beträchtliche Mengen Fertigwaren, die der Veredelung harrten, sind verbrannt. Der Fußboden zwischen dem Erdgeschoß und der ersten Etage des Lagergebäudes ist neven de: die beiden Stockwerke verbindenden Treppe verbrannt. Der Betrieb leidet durch den Brand glücklicherweise nur unerheblich. immerhin doch noch diese Zahl von Straßenverkehrsunfällen eine ernste Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer, die weitestgehende Sorgfalt im Straßenverkehr nicht außer acht zu lassen. Das günstige Bild in der Verkehrsbilanz der Provinz Westfalen zeigt sich auch darin, daß erheblich weniger Straßenverkehrsunfälle Todesopfer gefordert haben. Es sind im dritten Viertel des vergangenen Jahres bei Strazenverkehrsunfällen in Westfalen 162 Personen getötet worden, eine Zahl, die zwar etwas höher liegt als die des zweiten Quartals 1938, gegenüber dem dritten Viertel des Jahres 1937 aber um 32 zurückgegangen ist. Im Reich sind im dritten Viertel 1938 2265 Personen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen, das sind 85 weniger als zur entsprechenden Zeit des vorangegangenen Jahres. Im Reich ist auch die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen Verletzten von 57 250 im dritten Viertel 1937 auf 56 250 im dritten Viertel 1938 zurückgegangen, in der Provinz Westfalen gab es 3450 Verletzte gegenüber 3800 in der gleichen Vorjahrszeit und 3350 im zweiten Viertel 1938. Während also die Zahl der Unfälle in der Provinz Westfalen um fast 4 v. H. gegenüber dem dritten Viertel 1937 niedriger war, hat die Zahl der bei diesen Straßenverkehrsunfällen getöteten oder verletzten Personen um fast 10 v. H. abgenommen. Diese Verringerung kommt noch deutlicher zum Ausdruck bei einer Gegenüberstellung der Tatsache, daß im dritten Viertel 1937 auf eine Million Einwohner der Provinz Westfalen 792 bei Straßenverkehrsunfällen getötete oder verletzte Personen entfielen, im dritten Viertel des vergangenen Jahres aber nur 685. Bei den Unfallursachen ist auch jetzt wieder festzustellen daß das„Nichtbeachten der Ohnesorge in Paderborn und Lippstadt Paderborn. Zu der am Dienstagvormittag stattfindenden feierlichen Einführung des neuen Leiters der Postschutzschule in Lippspringe traf am Montagabend der Reichspostminister Dr. Ohnesorge in Padervorn ein. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, der als Gast an der Einführung SA.=Oberführers Schlüter in sein neues Amt teilnehmen wird, hat sein Kommen für Dienstag vormittag angemeldet. Auf dem Bahnhof in Padervorn hieß Gauleiter und Oberpräsident Dr. Meyer den Reichspostminister im Gau Westfalen=Nord herzlich willkommen. Zusammen schritten der Minister und der Gauleiter dann die Front der hier angetretenen Ehrenkompanie des Postschutzes ab. Unter herzlichen Zurufen fuhr der Minister durch die fahnengeschmückte Paderstadt zum altehrwürdigen Rathaus, wo die offizielle Begrüßung durch den Gauleiter stattfand. Für die Stadt Padervorn hieß dann Erster Bürgermeister Kosiek den Minister willkommen. Er überreichte ihm zum Andenken an seinen Aufenthalt in Paderborn eine Radierung von Prof. Scholz=München, die das Paderborner Rathaus darstellt. Minister Dr. Ohnesorge dankte für den herzlichen Empfang und charakterisierte in kurzen Zügen die Reichspost als einen nationalsozialistischen Verwaltungskörper. Von Paderborn aus nahm Reichsminister Dr. Ohnesorge und Gauleiter Dr. Meyer den Weg nach Lippspringe, dem Sitz der Postschutzschule. Hier entbot Bürgermeister Lange dem hohen Gast auf der Terrasse des Kurhauses den Gruß der Badestadt und kredenzte ihm einen Begrüßungstrunk in einem silbernen Pokal. Dann vereinte ein Kameradschaftsabend den Minister, den Gauleiter und alle anderen Gäste mit den Männern des Postschutzes im großen Saale des Kurhauses, wo der Präsident der Reichspostdirektion Münster den Abend mit einer Ansprache eröffnete. Motorspritze war eingefroren Sämtliche Erntevorräte durch Brand vernichtet Neurhede. In den Nachmittagsstunden entstand in der großen Scheune des Bauern Hermann Wessels ein Schadenfeuer, als sich die älteren Familienmitglieder in der Kirche befanden. Hilfsbereite Nachbarn und andere Volksgenossen sorgten unter Einsatz ihres eigenen Lebens dafür, daß der große Viehbestand aus dem brennenden Hause gerettet wurde. was auch gelang. Alsbald war auch die freiwillige Feuerwehr Rhede am Brandplatz. Große Schwierigkeiten verursachte die Heranschaffung des Wassers, da die erst kürzlich angeschaffte Motorspritze eingefroren war und deshalb das Wasser mit Brandeimern herangereicht werden mußte. Während das Wohnhaus gerettet werden konnte, brannte die Scheune vollkommen nieder. Sämtliche Erntevorräte der etwa 30 Morgen großen Besitzung fielen den Flammen zum Opfer. Außerdem verbrannten alle landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte sowie mehrere Wagen. Sieben Schweine, darunter zwei wertvolle trächtige Sauen, mußten notgeschlachtet werden. Der gesamte Sachschaden beläuft sich auf über 50000 RM. Altes Schloß geriet in Brand Moers. Im linken Seitenflügel des Schlosses„Haus Teervoort“, in dem mehrere Familien wohnen, brach in den Morgenstunden des Sonntags plötzlich Feuer aus. Infolge der ungünstigen Wasserverhältnisse gestalteten sich die Löscharbeiten sehr schwierig, doch gelang es, nachdem noch mehrere benachbarte Feuerwehren angerückt waren, durch Einreißen des Dachstuhles das Feuer einzudämmen und das alte historische Schloß, das jetzt der Stadt Moers gehört, vor der Vernichtung zu bewahren. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt. Aus Leichtsinn den Freund erschossen Bitburg. Ein junger Mann aus Rittersdorf hautierte in Gegenwart seines 18jährigen Freundes mit einem Tesching. Plötzlich ging ein Schuß los, und die Kugel traf den Freund ins Herz, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der unvorsichtige Schütze wurde verhaftet. Vorfahrt“ eine überdurchschnittliche Zunahme aufweist. Auch die Ursache„Einschlasen des Fahrers“ weist eine erheblich überdurchschnittliche Erhöhung auf. besonders auf den Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Eine besonders bedauerliche Erscheinung ist, daß auch die Unfallursache„Fahrer unter Alkoholeinfluß“ eine weitere Zunahme zeigt, sie hat auch im dritten Viertel 1938 im Reich zu 3110 Straßenverkehrsunfällen geführt gegenüber 2650 in der gleichen Zeit des vorangegangenen Jahres. Aus dem Zug gestürzt Kurl bei Dortmund. Ein aus Krefeld vom Urlaub zurückkehrender Soldat stürzte am Sonntagavend zwischen Kurl und Kamen aus dem fahrenden Zuge und wurde von einem in entgegengesetzter Richtung fahrenden Zug überfahren. Der schwerverletzte Soldat mußte dem Kurler Krankenhaus zugeführt werden, wo ihm beide Beine amputiert wurden. Amtstracht für Standesbeamte Lippstadt. In einer Tagung aller Standesbeamten des Kreises Lippstadt, an der auch der Gaubeauftragte für die standesamtliche Fortbildung teilnahm, gab der Vertreter des Regierungspräsidenten bekannt, daß in kürzester Zeit eine Dienstanweisung für Standesbeamte erscheinen würde, und daß auch die Verleihung einer Amtstracht für die Standesbeamten zu erwarten sei. Urteil im Schöpwinkel=Prozeß rechtskräftig Düsseldorf. Nachdem er von der Großen Srafkammer zum zweitenmal wegen Untreue und Betruges zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, hatte der Hotelbesitzer Robert Friedrich Schöpwinkel, der seit dem 23. Mai 1936 in Untersuchungshaft sitzt, erneut Revision beim Reichsgericht in Leipzig eingelegt. Diesmal wurde die Revision von dem zuständigen Strafsenat des Reichsgerichts verworfen. Das Urteil der Großen Strafkammer in Düsseldorf ist somit rechtskräftig geworden. Wiesel als Karpfenliebhaber Wiesmoor. Ein Karvfenteichbesitzer, dem die Teiche bei der anhaltenden Kälte zugefroren waren, ließ in die Eisdecke ein großes Loch schlagen, um so seine Karpfen zu erhalten. Ein Wiesel, das am Ufer des Teiches sein Nest hatte, fischte sich aus dem Eisloch Karpfen heraus, tötete diese sofort auf dem Eise und verzehrte sie dann im Nest. Kölner Karnevalsbesuch in Koblenz Koblenz. Wie nunmehr endgültig feststeht, wird an der ersten großen Damensitzung der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft am kommenden Sonntag in der Koblenzer Stadthalle der Präsident der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft, Fritz Maaß, mit seinem gesamten Elferrat, dem größten Teil seines„Gefolges“, den Herolden usw. teilnehmen. Die Sitzung verspricht dadurch zu einem besonderen karnevalistischen Höhepunkt in der alten Jokusstadt Koblenz zu werden. 1 1 um die„Hleine“ Besser für billiges Geld verkauft als verderben lassen! Räumen Sie doch einmal in allen Ecken Ihrer Wohnung mit den Gegenständen auf, die Sie nicht mehr brauchen. Verkaufen Sie alles durch eine „Kleinanzeige.“ Jedenfalls ist es mehr als unsere Kleinanzeigen kosten. Von der Landwirtschaft an die Leinwand Ein Besuch bei Gina Falckenberg Von Dr. Geno Ohligschlacger Spozialistin für„vamp“=ähnliche Geschöpfe auf der Filmleinwand, für überlegene, ihre Gefühle gut im Zaum haltende Frauen, für etwas schnippische, ihres„sex appeal“ bewußte weibliche Wesen— das ist Gina Falckenberg. Wenn man sie kennenternt, kann man wieder einmal feststellen, daß hier Rollentn und Persönlichkeit durchaus nicht immer übereinstim men. Sie wohnt nicht in ultramodernen Räumen, umgeben von Möbeln und Kunstwerken letz ten Stils, sie empfängt einen nicht mit lässiger Zurückhaltung in mondänem Gewand, sie plaudert nicht über Kleider und Mode und versendet keine mit leichter Ironie getränkten, Pfeile gegen ihre Mitmenschen. Nein, ihr Heim im Grunewald atmet Behaglichkeit, zeigt Geschmack und Vorliebe für alte Kunst, vor einem steht ein lebensprühendes, an allem Geistigen interessiertes, warmherziges Menschenkind, und ihre Neigungen sind neben der Kunst Natur, Sport, Tiere. In Fürstenfeldbruck, einer kleinen bayeri schen Stadt, geboren, kam sie früh nach München mit der Atmosphäre Schwabings in Berührung. Schwabing, das ist bekanntlich jene Gegend Münchens, in deren Straßen die Hau ser im Erdgeschoß Künstlerkneipen, Weinstuben, Kabaretts beherbergen und unterm Dach die Boheme, Maler, Schriftsteller, Musiker, Studenten, Schauspieler, die aber im norigen als ganz bürgerliches Viertel wer.: Da stan den in der Augustastraße die„Kammerspiele", die der Vater leitet die aber vor längerer Zeit in das frühere„Schauspielhaus“ in der Mari milianstraße umgezogen sind. Den Hauptteil ihrer Jugend verbrachte Gina auf einer land wirtschaftlichen Schule, von deren Schönheiten sie heute noch schwärmt. Aus dieser Zeit hat sie sich ihre Liebe zur Natur und für das Landleben bewahrt, und die besonderen Kennt nisse, die sie sich dort damals angeeignet bat, verwertet sie heute praktisch. Das ist eine Seite, die die wenigsten an Gina Falctenberg bisher kannten. In ihrer Freizeit ist sie auf ihrem nahe Wittstock an der Dosse gelegenen Gut tätig. Daß sie auch schriftstellerisch arbeitet, ist eher bekannt: eine größere Novelle und ein Roman von ihr sind vor einiger Zeit veröffentlicht worden, und auf dem Schreibtisch liegen Blätter mit ihren Schriftzügen: der Aufang eines Romis, an dem sie jetzt arbeitet. Die Falckenvergs scheinen ihren Namen von Vorfahren abgeleitet zu haben, die auf einem Berg wohnten, um den die Falken kreisten: auf einem alten Stich, den Gina Falikenberg einmal zufällig beim Kramen unter den Schäiteines Kunsthändlers von der Auer Dult in München entdeckte und der jetzt eine Wand ihres Wohnzimmers ziert, erhebt sich auf einem Berg in einer offenvar alpenländischen Gegend ein weißes Schloß, der Gralsburg ähnlich, und der Stich trägt die Unterschrift„Falckenberg". Der Name Fulcenberg hat heute in der Münchener Theaterwelt einen guten Klang: Otto Faickenberg ist der verdienstvolle Leiter der Münchner„Kammerspiele", einer Stätte, an der stets leidenschaftlich um ernste Bühnenkunst gerungen wurde. Es paßt zu dem Wesen Liebe als statistisches Probtem 50 000 Mädchen berichten über ihren ersten Kuß Ein junger Engländer ist kürzlich Doktor der Universität Oxford geworden, indem er eine Kulturgeschichte des Küssens schrieb. Die Zärttichteirsbezeugungen sind auf dieser Welt verschieden. Bei den Kulturvölkern kußt oder umarmt man sich; die„wilden Eingeborenen" aber spuken sich ins Gesicht, reiben die Nasenspitzen aneinander oder versetzen sich gut gemeinte Ohrfeigen. Was lag da näher, als die Kulturgeschichte des Kusses einmal wissenschaftlich zu erforschen? Der Kuß reicht bekannntlich bis ins graue Altertum zurück, war aber damals mehr als ein Zeichen der Ehrerbietung und Freundschaft, als der Liebesbezeugung nedacht. Es küßten sich daher auch ernsthafte Männer, die sich heutzutage höchstens die Hand reichen würden. Später fand der Kuß dann Eingang in das höfische Zeremoniell des Mittelalters, wodurch er zu einer bloßen Förmlichkeit herabsank. Erst in den letzten Jahrhunderten ist dann der Kuß zu dem geworden, was er heute noch ist, eine Liebesbezeugung zwischen zwei Menschen verschiedenen Geschlechts.„ Die Amerikaner sind jedoch mit dieser Feststellung noch nicht zufrieden. Sic haben daher auf einer ihrer Universitäten einen Lehrstuhl für Lebens kunst errichtet, durch den die Studenten beiderlei Geschlechts vor allem darüber aufgeklärt werden sollen, wie sie Fehlschlage in der Liebe vermeiden und dadurch wirklich glückliche Men schen werden können. Wunsch des Backfischs Gina, Scyauspielerin zu werden, zunächst einmal steptisch gegena#er dieses Mannes, wenn er als Vater dem stand. Er wußte als„einer vom Bau“ am besten, wieviel Können, welche Fülle von Energie, welches Maß von Begeisterung dazu gehören, um in diesem Beruf etwas zu leinten und sich durchzusetzen. So ermunterte er ihren Ehrgeiz nicht, sondern riet ihr, etwas zu lerneu und ihm dann zu zeigen, was sie könne. Gina war damals Schülerin des bekannten Landerziehungsheims von Elly Petersen in Dachau. Sie hatte neben dem landwirtschaftsichen Studium, das ihr viel Freude machte, schon manche Rolle gelernt, aber vor keinem Menschen hätte sie ein Wort herausgebracht. Die Scheu, eine Darstellung zu offenbaren, verschloß ihr den Mund. Um diese Scheu zu überwinden und sich rich tig auszubilden, fuhr sie nun von Dachau aus einige Male in der Woche nach dem nahen München und besuchte dort eine private Schauspielschule. Dort wurde weniger Theorie als Praxis betrieben, und sie mußte sich gleich bei Beginn als„Fräulein Julia“ erproben. Der energischen Leiterin dieser Schule sich kann ihr Temperament beurteilen, da ich selbst einmal in meiner Münchener Studienzeit einem ihrer Abende beiwohnte gelang es, Ginas Hemmungen zu üverwinden und ihr den Mut zum freien Sprechen„a geben. Als sie ihr Studium beendet hatte, konnte sie vor den Vater hintreten und ihm vorsprechen. Sie bestand die gestrenge Prüfung und durfte an den„Kammerspielen“ auftreten, zunächst in kleineren Rollen, dann bekam sie grozzere Ausgaben. Nach einem Jahr sah Karl Heinz Martin sie hier und verpflichtete sie an die Volksbühne nach Berlin. Der Führer mit den Bauarbeitern im„Wintergarten“. Lorstallung auch der Führer mit Generalbaugiztguntg, Sperr un... Westzi0d(m), Beil Film mußte Gina Faldlenverg sich langsam nach vorn kämpfen. Es ist ja leicht, die Leinwand zu erobern, wie sich das manche Laien vorstellen: es heißt, sich hier erst bewähren, selbst wenn man auf der Bühne schon„jemand“ ist. So begann ihre Filmlaufbahn mit einer Enttäuschung, die der Schmerz vieler Schauspieler ist: das erste Film=Engagement war zustandegekommen, die erste Rolle gespielt, und dann mußte die ganze Gestalt aus irgendwelchen Gründen beim Schnitt des Films herausfallen. Dafür war dann die zweite Rolle umso dankbarer, die Tochter Zsupans im„Zigennerbaron“. Darauf folgten die Filme„Ferien vom Ich“,„Der Außenseiter", Liebesleute",„Die unmögliche Frau; und „Boccaccio“. Im vorigen Jahr hat sie in dem in Paris gedrehten deutschen Film„Ab Mitternacht“ gespielt, und ihre letzte Rolle war die der Frau des Architekten Hemmsteet(Mathias Wieman) in dem Film„Anna Grandiflora“, der von Erich Waschneck nach dem Roman von Walter von Hollander gedreht murde. Splitter Es ist besser zu sagen, was nie zu denken, was man sagt. man denkt, als Ueberlegener deutscher Stisieg in Frantreich. während des Torlaufs zum 6. Großen Preis von Paris in Mégepe. usun ded. Sodant und uich die Kestbaattnr. wenigstens auf diese Weise Geliebten zu gelanger Weltbild(M). Man ist sich bei keinem Urteil so uneinig wie bei dem Urteil über sich selbst. * Mancher verteidigt unsere Fehler nur, um mit seiner Ueberlegenheit glänzen zu können. * Wer sich mit kleinen Erfolgen begnügt, verdient keine großen. gestelt werden, wie sch, die beutigz. Lerngerzigr dem Problem der Liebe, gegenüber verhält. Nicht weniger als 50000 Frauen und Mädchen berichteten über ihren ersten Kuß, der nach der von den britischen Journalisten aufgestellten Statistik gewöhnlich bereits im alter von— 15 Jahren und drei Monaten „fällig" war. Viele der Befragten wußten noch auf die Minute genau Zeit. Ort und äußere Umstände anzugeben. Die meisten von ihnen— nicht weniger als 76 v. H.— erhielten ihren ernen Kun in der Zeit von abends sechs Uhr bis Mitternacht, während von mittags 12 Uhr bis abends 6 Uhr offensichtlich eine starke„Liebesflaute herrschte. Erst nach Büroschluß begann die „Kuß=Kurve“ wieder anzusteigen. Doch was bedeutet alle Statistik gegenüver den dichterischen und geschichtlichen Ueberlieferungen, die um die„ewigen drei Worte"— ich liebe dich!— entstanden sind! Paris und die schöne Helena, Cäsar und Kleopatra, Romeo und Julia, Tannhäuser im Venusberg. Hermann und Dorothea— sie alle sine uns aus dem Schulunterricht oder vom Theater her genau bekannt. Manchmal gibt es auch heute noch Beispiele einer wirklichen großen Liebe, wie man ne in unserer nüchternen Zeit kaum fur möglich yalten sollte. Da lebt z. B. zu Audubon in Jowa der Engländer William Perry, der vor uzzig Jahren von seiner Braut am Altar verlassen wurde. Er hat seitdem kein Wort mehr gesprochen, hat aber das trenlose Mädchen, Hicmgse vergessen. Perry, der jetzt bereits 70 Jahre alt ist, führt das typische Leben eines vereinsamten Junggesellen. Jeden Sonntag jedoch he### er den schwarzen Anzug hervor, mit dem er einn vor dem Altar stand, reinigt ih sorgfattig und begibt sich dann zur Kirche. Stumm woynt er dem Gottesdienst bei und stumm kehrt er wieder zurück in seine Behausung, wo noch immer alles für den Empfang der treulosen Braut vorbereitet ist. Der Tisch, auf dem ein längst verdorrter und schol fast zu Staub zerfallener Blumenstrauß steht, ist zur zwei Schrank hängen Frauenkleider nach der Mode der achtziger Jahre. Läßt sich eine größere Liebe denken, als dieses endlose Warten auf eine Frau, die niemals wiederkommt: Ein groteskes Gegenstück zu diesem Fall war vor einiger Zeit in Budapest zu verzeichnen. lebte dort eine junge Krankenpflegerin namen Margarete Biel, die zu einem in demselben Krankenhaus beschäftigten Chirurgen eine tiefe Zuneigung gefaßt hatte. Der junge Arzt erwiderte jedoch ihre Liebe nicht, weshalb Margarete, als ihr Angebeteter bald daraut an eine andere Heilstätte versetzt wurde, einfach ihre Stellung aufgab und ihm nachfolgte. Sie konnte aber dort nicht ankommen auf den Ausweg, sich— krank zu stellen, um in die Nahe des Man hatte jedoch das Mädchen, das eine Blinddarmentzündung vorschützte, bald„durchschaut“ und verweigerte ihm die Operation. Auch der junge Chirurg, dem Margarete so gern ihr Leben anvertrauen wollte, war nicht dazu zu bewegen, den Cingriff Lem unglücklichen Mädchen blieb nun nach geben. Als sie auch mit diesem letzten Versuch das Herz ihres Chirurgen nicht erweichen konnte, wandte#ne sich an einen venarzt, der sie von ihrer aussichtslosen NerVerliebtheit durch Hypnose heilen sollte. Leider ist nichts darüber bekannt, ob sich Margarete nun etwa in diesen Mediziner verliebt hat und ihm nun die Hölle heiß macht.. Schließlich sei in diesem Zusammenhang noch der in Amerika erfundene Kußmesser erwähnt, der das Temperament der Küssenden in Kurvenform genau aufzeichnet. Man will damit herausbekommen, ob Küsse ehrlich gemeint sind oder die Liebe etwa nur— vorgetäuscht wird. Wahrlich— eine Einrichtung, die im„Lande der unbegrenzten Möglichkeiten“, gerade noch gefehlt hat und so manche„glückliche„Ehe etwas eigenartigem Licht erscheinen lassen m in mag! Der Tagungsort der ersten Reichstagung des RSRL. uvesag, Iv. De gu ezezannar mit einer richeungweisenden Rede über die nathaszolhtsche usgaben ie. Pisehzhoige uestae ie Richengung Bi, lshgp. sozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen eröffner. der Meriko bleibt hart „Politische Flüchtlinge“ nac wir vor unerwünscht. Mexiko=Stadt, 11. Jan. Bei der merikanischen Regierung liegen rund 10000 Einwanderungsgesuche sogenannter„politischer Flüchtlinge", rerschiedener Slaatsangehö igkeit vor. Diese politischen Flüchtlinge, unter denen sich bekanntermaßen in besonders großer Zahl Juden befinden, sind in Meriko nach wie vor unerwünscht und ihre Einwanderungsgesich: werden dementsprechend nicht bewilligt werden. Auch die Dominikanische Republik wehrt sich gegen die Judeneinwanderung. Newyork, 11. Jan. Wie die jüdische„Newyork Post“ aus Santo Domingo meldet, hat die Dominikanische Republik alle Einwanderer mit einer Kopfsteuer von 500 Dollar belegt, und zwar rückwirkend für mehrere Monate. Diese Steuer, so jammert das Newyorker Judenblatt, wirke sich gegen die jüdischen Einwanderer aus und bedeutet praktisch eine Weigerung, weitere Judenemigranten aus Deutschland aufzunehmen. Eine neutrale Zone bei Munkas. Chust, 11. Jan. Im Zuge der Liquidierung des Zwischenfalles vom 6. Januar, der sich in Orosveg bei Munkas zugetragen hat, ist zwischen der ungarischen und der tschecho=slowakischen Linie eine neutrale Zone geschaffen worden, die vom 11. Januar. 8 Uhr früh, Gültigkeit haben wird. Durch diese Zone, in die keine bewaffneten Abteilungen weder der einen noch der anderen Seite gelangen dürfen, sollen weitere Zwischenfälle verhindert wer den. Tiefe fliedergeschlagenheit der Roten Die rote Entlastungsoffeunsive in Andalusien völlig gescheitert Miaja waren eingesetzt. Vier Divisionen unter Bilbao, 1. Jan. Nachdem die Roten in Andalusien im Abschnitt von Cordoba immer wiecer vergebliche Offensivre sich: unternommen hatten, haben sie ihre Angriffe jetzt endgültig eingestellt und sind in die Ausgangsstellungen zurückgekehrt. Wie nunmehr bekannt wird, hatte die rote Heekesleitung für die Offensive in Andalusien vier Divisionen, die aus den besten verfügbaren Truppen bestanden, unter dem Oberbefehl des Generals Miaja bereitgestellt. Außerdem wurde die Offensive durch einen großen Einsatz von Tanks und Flugzeugen, die erst letzthin in Valencia eingetroffen waren, noch verstärkt. Da ihr trotzdem ein Erfolg versagt Kleine Meldungen Budapest. Außenminister Graf Czaky hat dem Ministerpräsidenten und Außenminister von Mandschukuo telegraphisch mitgeteilt, daß die ungarische Regierung Mandschukuo aner kannt habe. Der japanische Ministerpräsident hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Im redy seine Genugtuung über diesen Schritt ausgesprochen, der auf gründlichem Verständnis der Lage im Fernen Osten beruhe. London. Die fünf palästinischen Araber führer, die in Kairo weilten, haben jetzt die Genehmigung zur Einresie nach Syrien erhalten, wo sie mit dem Mufti verhandeln werden. blieb, nimmt die Niedergeschlagenheit in Barcelona immer mehr zu. Diese Niederlage und der Zusammenbruch der roten Front in Katalonien haben den Oberhäuptling von Katalonien Companys dazu veranlaßt, den roten Befehlshaber in Südkatalonien General Pozas zu sich zu rufen, um mit ihm über die weitere Kriegsführung zu verhandeln. (0 Der Erfolg der Katalonien=Offensive: 3500 glm befreit: über 25 000 G=fangene. Saragossa, 11. Jan. Wie das nationale Hauptquart er bekanntgibt, sind im Verlauf der Katalonienofsensive bis zum Dienstag 3500 gkm. erobert und 120 Orte befreit worden. Die Tiefe des Vormarsches betrug teilweise 80 km. Insgesamt wurden 25323 Gefangene gemacht. Reichssender Köln Mittwoch, den 11. Januar 1939. 15,00 Wir treiben Famisienforschung. 15,20 Musik von Schallplatten. 15.30 Für große und kleine Kinder: Eine kleine Melodie erlebt Abenteuer. 16,00 Musik am Nachtiltag. darin: 17—17,15 Der Erzähler. 18.00„Die bekommt den besten Mann, die am besten spinnen kann". Aus Lommersdorf in der Eifel. 18.20„Von der Volksmusik zur Kunstmusik“. 19.00 Neues aus Techiik und Forschung. 19,15 Musik zum Feierabend. 19.55 Und heute? 20,00 Nachrichten. 20,10 Berhard Ette spielt. 21,10 Volksmusik aus der Ostmark. 22.00 Nachrichten. 22,15 Das Schitzkästlein. 23.00 bis 24.00 von Wien: Musik aus Wien. Donnerstag. den 12. Januar 1939. 8.00 Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt 8.10 Frauenturnen 8.30 Ohne Sorgen jeder Morgen 9.30 Auch die Großstadt soll unserem Kinde Heimatboden sein 9.45 Nachrichten 10.00 Die schönsten Lieder des Jahres 1938 11.45 Jagderinnerungen aus Ostpreußen 11.55 Wetterbericht 12.00 Mittagskonzert 13.00 Nachrichten—. Glückwünsche 13.15 Fortsetzung des Mittagskonzerts 14.00 Nachrichten 14.10 Melodein aus Köln am Rhein 16.00 Musik am Nachmittag 17.10 Das gute Buch 17.30 Altdeutsche Volksweisen 18.00 Jugendstunde: Trotzdem! 18.20 Triomusik 19.00 Spiegel des Lebens 19.55 Und heute? 20.00 Nachrichten 20.10 Aus Lied und Tanz wird Sinfonie (Eine Sendereihe in Verbindung mit der NSG.„Kraft durch Freude") 22.00 Nachrichten 22.15 Musik von Schallplatten 22.35—24.00 Kurz vor Mittemnacht Statt Karten! Ein gesunder, kräftiger Junge angekommen. Dieses zeigen an: Fritz Höckner u. Frau Hildegard geb. Renzing Hohenlimburg, den 10. Januar 1939. Bekanntmachung Amtsgericht Hohenlimburg, 6. Januar 1939. Im hiesigen Handelsregister Abt. A sind folgende Firmen gelöscht: No. 83 H. D. Nettmann& Sohn, Hohenlimburg No. 185 Wieners& Co., Hohenlimburg No. 211 E. H. Andreas& Co., Hohenlimburg No. 216 Paul Engels, Hohenlimburg No. 229 Herbert Schaefer, Hohenlimburg No. 16 Boecker& Haver, Hohenlimburg. Die Firma ist von amtswegen gelöscht. E Slll-lnl IEELLEINECINNILRAMIEKTANLL LENF CINANEA Deutsches Frauenwerk Abteilung: Kinderspielkreis. Mit dem heutigen Tage nimmt der Kinderspielkreis wieder seine Arbeit auf Es findet in jeder Woche wieder regelmäßig ein Nachmittag stait. Zusammenkunft um 3 Uhr an der Elseyer Schule. 2-Zimmer-Wohnung oder 3 Mansarden von älterem Ehepaar per sofort oder zum 1. Februar 1939 zu mieten gesucht. Angebote unter Nr 10040 an die Geschäftsstelle d Bl Kaufmann sucht Nebenbeschäftigung für die Abendstunden mö 1l. schriftl. Art. Schreibmaschine vorhanden. Schriftl. Angebote unter Nr. 10037 a. d. Geschäftsst. d. Bl. Bekanntmachung Folgende im hiesigen Handelsregister Abt. A eingetragenen Firmen sollen gemäß§ 31 Abs. 2 HGB. und § 141 FGG. von amtswegen gelöscht werden: No. 145: Kersberg& Klenke, Hohenlimburg, Inh. Fabrikant Heinrich Kersberg jun. No. 225: Rheinisch Westfälische Gesellschaft für internationale Transporte E. Wiegand& Co., WuppertalElberfeld, Zweigniederlassung Hohenlimburg, Kommanditgesellschaft, Inhaber Spediteur Ernst Wiegand in Elberfeld. Es werden deshalb die Inhaber der Firmen und ihre Rechtsnachfolger aufgefordert, einen etwaigen Widerspruch gegen die Löschung binnen 3 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, widrigenfalls die Löschung erfolgen wird. Hohenlimburg, den 6. Januar 1939. Amtsgericht Eichen wohnzimmer 6 Stühle mit Ledersitz, 1 Auszieh. nis v. 1 T=ppich, Radio mit Tisch, Stehlampe, 2 Ped. Sessel. Zimmerofen, Ledersofa, 1 kl. Rollschrank günstig zu verkaufen. Wo. sagt die Auskunftstafel im Flur des Gemeinnützigen Bekanntmachung über die persönliche Anmeldung der Wehrpflichtigen der beburtsjahrgänge 1906 und 1907 zur Wehrstammrolle Auf Grund des Wehrgesetzes vom 21. Mai 1935 und mit Bezug auf die Bekanntmachung des Herrn Landrat vom 2. Januar 1939 for dere ich hiermit alle Wehrpflichtigen der Stadt Hohenlimburg des Geburtsjahrgangs 1906 und 1907 auf, sich an nachstehend bezeichneten Tagen persönlich unter Vorlage der in der Bekanntmachung des Herrn Landrat aufgeführten Personalpapiere zur Wehrstammrolle anzumelden. Als Anmeldetage werden bestimmt für die Wehrpflichtigen mit den Anfangsbuchstaben: 9— T Montag, 10. Januar 1939 E H Dienstag, 17. Januar 1939 I— L. Donnerstag, 19. Januar 1939 M— P Freitag, 20. Januar 1939 O—S Montan, 23. Januar Sch— T Dienstag, 22. Januar 11— 3 Donnerstag, 26. Jancar 1939 Die Anmeldung hat an den genannten Tagen in der Zeit von 8—12 und von 15—18 Uhr im Bürgermeisteramt— Einwohner= meldeamt— Zimmer Nr. 4 zu erfolgen. Anmeldepflichtig sind alle Reichsdeutschen männlichen Geschlechts. Vorübergehend abwesende Wehrpflichtige haben sich an den genannten Tagen schriftlich und nach ihrer Rückkehr persönlich zur Wehrstammrolle anzumelden. Von der Verpflichtung zur Anmeldung bebildung beim NSK.— Amt für Schulen—. den Reiterschein des Reich inspekteurs für Reit= und Fahrausbildung; k) den Nachweis über Ausbildung beim Roten Kreuz; 1) den Nachweis über Seefahrrzeiten,(Seefahrtbuch) über den Besuch von Seefahrtschulen pp. m)das Sportseeschifferzeugnis, das Sporthechseeschiffahrrzeugnis, den Führerschein des Deutschen Seglerverbandes, für Seefahrt oder für ortsnahe Küstenfahrt pp. Das Zeugnis zum „C“=Führer für Seesport der Marine=HJ.; n) den Nachweis über geleisteten Arbeitsdienst (Wehrpaß); o) den Nachreis über geleiste##en aktiven Dienst in der Wehrmacht, Landespolizei oder SS. Verfügungstruppe. Jeder Wehrpflichtige hat zwei Paßbilder in der Größe 37 mal 52 mm, auf denen er in bürgerlicher Kleidung und ohne Kopfbedeckung abgebildet ist(Brustbild, von vorn gesehen) vorzulegen. Jeder Dienstpflichtige, seine Ehefrau oder seine Eltern haben einen etwa beabsichtigten Antrag auf Zurückstellung von der Ableistung des Wehrdienstes tunlichst bereits bei der Anmeldung zu stellen. Die Zurückstellung ist schriftlich bei der ponzeilichen Meldebehörde zu beantragen. freit sind nur die Dienstpflichtigen, die zu dem Treten, die Gründe für die Zulhre werden erfüllt durch die vielfach bewährten Kleinanzeigen im Gemeinnützigen genannten Zeitpunkt bereits Reichsarbeitsdienst leisten oder in der Wehrmacht oder SS.=Verfügungstruppe aktiv dienen oder bereits gedient haben. Der Dienstpflichtige hat zur Anmeldung mitzubringen: a) den Geburtsschein(Vorlegung des Familien= stammbuches genügt); b) Nachweise über seine Abstammung, soweit rückstellung erst nach der Anmeldung ein, so kann der Antrag nachträglich gestellt werden. Die Beweismiltel sind vorzulegen. Wehrpflichtige, die nicht ordnungsmäßig polizeilich gemeldet sind, werden hiermit aufgefordert, sich innerhalb der nächsten drei Tage an= bezw. umzumelden. Wehrpflichtige, die ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt wechseln, müssen dies bei der polizeilichen Meldebehörde des sie in seinem oder seiner Angehörigen Besitz Wegzugs= und Zuzugsortes innerhalb drei Tasind(Ahnenpaß); c) oas Arbeitsbuch; dieses hat der Arbeitgeber dem Wehrpflichtigen zu diesem Zweck auszuhändigen; d) Auswesse über Zugehörigkeit zur SA.(Marine=SA.), zur SS., zum NSKK., zum NS.= Reiterkorps, zum Deutschen Seglerverband, zum DLV.(Deutscher Luftsportverband) und über die Ausbildung in diesem, zum RLB. (Reichsluftschutzbund), zum FWGM.(Freiw. Wehrfunk=Gruppe Marine), zum DASD. (Deutscher Amateursende= u. Empfangsdienst); zur Technischen Nothilfe; zur Freiwilligen Sanitätskolonne(Rotes Kreuz); zur Feuerwehr; e) den Nachweis über den Besitz des Reichssportabzeichens oder des SA.=Sportabzeichens; f) Freischwimmerzeugnis, Rettungssch rimmerzeugnis, Grundschein, Leistungsschein, Lehrschein der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft(DLRG.); g) den Nachweis über fliegerisch: Betäligung; h) den Führerschein(für Kraftfahrzeuge und Motorboote); i) die Bescheinigung über die Kraftfahrzeugausgen melden. Ein Wehrpflichtiger, der durch Krankheit an der persönlichen Anmeldung verhindert ist, hat hierüber ein Zeugnis des Amtsarztes vorzulegen. Die Versäumung der Anmeldefrist entbindet nicht von der Anmeldepflichtt. Wer seine Meldepflicht nicht oder nicht pünktlich nachkommt oder den Vorscheiften sonst zuwiderhandelt, wird, wenn keine höhere Strafe verwirkt ist, mit Gelostrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bestraft. Ein Wehrpflichtiger, der einer der ihm obliegenden Pflichten nicht rechtzeitig nachkommt, kann durch die Ortspolizeibehörde mit polizeilichen Zwangsmaßnahmen zur sofortigen Erfüllung seiner Pfichten angehalten werden. Gegebenenfalls wird Anzeige erstattet. Hohenlimburg, den 9. Januar 1933. Der Bürgermeister als Ortspolize b’hörde: (gez.) Dr. Pott. Beglaubigt Brückner, Polizei=Obermeister. er Werz von Oesteila Orheber-Rechisschutz duren: Otel Quellen Vellag. Könlgsbrück I. Sa. Abenteuerroman aus dem Schweden von Ludwig Osten Dann hebt er den Kopr und sagt zu Herr, 25 ist nicht der Mok, der dem beschseht. „Du sagst es, Bürilak! Er ist es nichtl„Und doch war er in der Nähe... und dock sabe ich seine Spur verfolgt. Der große Wolf einem Male zucken sie alle entsetzt zusamn heiserer, geulender Schrei dringt aus den Wäldern an ihr Ohr. Ihr Blut fließt schneler, die Jagdleidenschaft erwacht aufs neue, aber Olstena winkt ab „Genug die Nacht mit diesem Wolf! Hört... der große Wolf entfernt sich.“ Olstenna hat recht, das Heulen verliert sich immer weiterer Entfernung. Bis es langsam .Morgen werden wir weiter jagen! Wir werden den großen Wolf zur Strecke bringen!“ sagt Bentham mit sunkelnden Augen. Man schleppt das Untier ins Schloß. sel. Eeiden, Aästen ait, ehreiz. igen. Sitne Hunde, wie Kinder waren sie ihm. Man holt Milch und flößt sie den Hunden ein, die langsam wieder zu sich kommen. im Zwinger, ob er nicht Reste von Fleisch finde, die das betäubende Mittel enthielten. Aber nichts ist mehr da, die Schwarzen, Seuie müssen es mit Stumpf und Stiel weggeputzt Tärgade geht in dieser Nacht nicht aus dem 2minaer. bleibt bei den Hunden, aber es läuft beinahe schlecht für ihn ab, denn die Hunde, wieder munter geworden, riechen den Geruch des Wolfes an Tärgades Kleidung und sind in ihrer Wildheit kuum zu bändigen. Nur langsam gelingt es Tärgade, sie zur Ruhe — icham Petiit auft Hanna, die im Korridor wartend steht. Hanp, Ihrer Bachsankei, verdaulen mir's, daß wir den Burschen faßten. „Dem Zufall, Bentham, oder der Vorsehung, wie man es neunen will. So ist der große nicht mehr?" Der große Wolf lebt! „Er ist es nicht?“ fragt Hanna bestürzt. ein. Ein stattlicher Bursche ist's, der mir die Kehle durchbeißen wollie, wahrlich, wenn, Sgrgg des Messer ihn nicht so rasch und gut traf, weiß nicht, was geschehen wäre. „Um Gottes willen... io schlimm ist's g 14 n! Hanna ist blaß geworden.. Die Sorge in des Mädchens Antlitz tut entham wohl. Sannat Morgen erden wie Ihnen. dse den Wolf entdecte, „och wills nicht hoben, lieber Freund=—. prechen! Gute Nacht, Hanna! „Gute Nacht. Bentham!" Nur eine Leidenschaft beherrscht die Männer iuf Olstenna Tag und Nacht„die Jagdleidenschaf., die sie bei Tag und bei Nacht hinaustreibt in die ist sich selber überlassen. bittet sie Olstenna, ihm zu verzeihen, daß er st. ihr, seinem Gaste, so wenig widmen kann, abe er müsse seine Aufgabe erfüllen. Hanna versteht iyn und beruhigt ihn einen Sie malt fleisig. Sie zicht allein aus. Healeigeben und so fürchtet ie ven... Jarwinnen Sie sitzt heute auf dem Huce, von. und malt das einsame Kreuz in der vend. g I. Der Sommer hat seine Höhe überschr#tten Herbst kündet mit kühleren Winden schon sein Kommen ganz sachte an. Al Augusttage von unbeschreiblicher Schönheit. Wrar he Seiscen bais de de Kelens eria ich 65 ren dürfen. Das Bild ersteht langsam. Plötzlich knurren die Hunde. Hanna blickt uf und steht den alten Sumi aus dem Walde auf si zukommen. des Alten und fragt ihn freundlich auf Finnisch, das sie sprechen g mit einem Briefe „Sumi hat einen Brief bekommen, aber er kann das Blatt mit den schwarzen Zeichen nicht deuten. Will die Frau dem Sumi helfen und ihm sagen, • „Gern, Sumi! Gebt mir den Brief! Sie nimmt ihn aus seinen Händen und liest dem Alten vor. „Mein Vater! Du hast mir schreiben lassen, daß du krank bist! Das tut mir leid, und ich wundere mich, denn du warst nie krank im Leven,„Pc)ung dir 200 Franken mit. Das wird dich gesun machen, denke ich. Ich bin in der großer Stadt, die sie Paris nennen, und ich habe einen Freund, der mir die schönsten Kleider kauft, der mir Schmuck und Geld schenkt. Hanna unterbricht das Vorlesen. Sie sieh Sumi an. Des alten Mannes Gesicht schmunzelt v. v.. so klug ist Märtsä.. so klug wie sie schön ist!“ Hanna liest weiter. Ich habe Viktor gesagt, daß du krank bist. Viktor melnt, Reisen nach Lappland sei ganz lustig. Wir kommen dich besuchen. grzig, „Das ist alles?“ fragt Sumi erstannt.„Mehr steht nicht in den Zeichen?" Nein!“ spricht Hanna.„Mehr nicht. Aber Ih könnt Euch doch freuen, Sumi. Eure Tochter kommt wieder zu Euch zurng. „Mit viel Geld und Schmuck... oh. Sumi ist stolz auf seine Tochter.“ „Und was wird Bärilak sagen, wenn sie mit ihrem Freunde kommt? Wird sich der Jager an dem Mann? Fürchtet Ihr das Der alte Lappe macht ein verlegenes Gesicht. Pärilak.. großer Jäger... ja.. aber arm.. arm... kann nicht 100 Goldkronen schafsen! Bärilak muß einsehen.. daß er nicht hat es ellg, in sein Lager zuelichzghon. men, und verabschiedet sich mit demütigen Danksagungen. gen und packt das reichliche Vesperbrot aus. Sie ißt mit gutem Appetit und vergißt die Hunde nicht, die gierig nach jedem Leckerbissen schnapSie haben gemeinsam das Mahl beendet, als die Hunde wieder unruhig werden. Hanna sieht sich erstaunt um.„Noch sieht ne keinen Menschen. Sie wundert sich, wie die einsame Gegend mit einem Male ist. Vielleicht ein Beerensammler oder ein Holzarbeiter, seine einsame Hütte auf dem kürzesten Wege durch Jetzt sieht sie einen Menschen aus dem RaldEin unangenehmes Gefühl erfaßt sie. Sie:. kennt den Baron Markollen. Markollen tut sehr erstaunt, sie hier zu treffen, und Hanno, geiß, ge; nau, daß ihn eine bestimmte Absicht hertreior. Deutlich ist es auf seinem Gesichte zu lesen. Guten Tag, Fräulein de Groot!“ „Guten Tag, Paron Mariollen!“ dankt Bauug Ich freue mich sehr. Sie v, tz Jligung fen. Wieder ein neues Gemülde für mnm Darf ich mal sehen?“ 75 Die Hunde knurren, als er naher tro. ne ihn mit bösen Augen an, aber Hannas Worte be Markollen betrachtet das Gemälde. Er tut sehr begeistert, lobt die Arbeit überschwänglich, daß in Hanna ein leises Mißtrauen erwacht. Wie jeder Künstler freut sie sich gern der Anerkennung, abe. hier zwesfelt se, doß esrichtig ehrich „Das Bild ließe sich noch realistischer gestalten. sagt Markollen schließlich.„Auf das Bild geh ein überzeugt, daß es Olstenna dann aranen würde, das Bild zu betrachten. „Sie müßten den Wolf von Olstenna malen, im Zoologischen Garten schon Wölfe gesehen, aber das waren alles andere denn imponierende Gesellen. Der Wolf von Olstenna muß Loz ister auchl Groß wie ein Kalb. Tärgade keiner näher gesehzerkz, Doch..“ spricht Markollen bedeutsam.„Ich Kgnna gärt.“ grenzenlos überrascht.„Si Und davon haben Sie dem Grafen Olstenna noch Rein Mit Willen nicht, denn wenn ich ihm das Bild des Wolses zeigen würke,„ge P aa. Blitzlicht aufgenommen habe, er wurde Grauen noch stärker spüren. Jal Ich bin leidenschaftlicher Amateurphoto Kalb... ja, die Fährte hat nicht gelogen. Es ist ein Untier, ein Riese unter den Wölfen, wie ihn jedes Jahrhundert nur einmal hervorbringt. „Was sagen Sie dazu?“ „Furchtbar! Entsetzlich der Ker!! „Wie der Leibhaftige! Ich kann Ihnen versichern, daß ich sehr erschrocken war, als das Blitzlicht aufflammte und ich diesen Satan sah. Ich hab' die ganze Nacht auf der Kanzel gesessen, und als der Morgen graute, bin ich so rasch wie möglich heim, und ich bin durchaus kein furcht samer Mensch und schlechter Jäger. „Sie müssen das Bild Olstenna zeigen! Sie müssen ihm sagen, wo Sic es ausgenommen ha„Wo ich's aufgenommen habe? Das ist der Russengrund! Dort ist der Olstenna mit seinen Jagdgenossen mehrmals schon gewesen. Dort suchen sie ihn sowieso. Er kann das Bild sehen, aber halten Sie es für gut?" „Ju, auf alle Fälie! Bitte, geben Sie mir den Markollen lächelt.„Und was bekomme ich dafür?" Die Augen des Mannes gluhen auf. Sein Atem geht schneller.„Hanna... ich habe Sie vor Tagen gekränkt! Verzeihen Sie mit,„ggr. ...ich liebe Sie! Ich liebe Sie und habe nur den Wunsch, Sie heimzuführen!"... „Baron, Liebe läßt sich nicht erzwinge liebe Sie nicht! Sie können mir...vus liegt an Ihnen, ein lieber, guter Freund sein... aber „Licbte wird sich zu Licbe fnor z. sien das Mann.„Sie wird kommen, wenn Sie sehen, daß ich Ihnen jeden Wunsch erfülle, daß ich Ihne das Leben so schön wie nur möglich zu gestalten suche. Alles will ich Ihnen erfüllen. Wenn jetzt auch nur Kameradschaftlichkeit für mich in Ihnen ist. Es ist genug für den Anfang. Ich werde mir „Hein, Zarons entgegnet Hanna traurig.„35 Da packt er sie mit einem Male brutal am Arm.„Also doch... Olstenna... oder der Hanna richtetk sch fbolsz auf.=Ds I, won Ihr Wder Varon Merisen, Peilse 8ack, hase e. faßt und hält ihre Hände fest, versucht sie 3 ar f. Aichter, Argerich ae gesenl sie Kehie durchzubeißen.#7## i##rstarrt Hanna steht einen Augenblick wie erstarrt. Dann ruft sie die Hunde zurück, die nur zo Mit verzerrtem Gesicht richtet sich Markollen auf und starrt Hanna haßvoll an. „Ich habe einen guten Schutz, Herr Laron spricht Hauna eisig.„I.2 Ei, Jch.. Hanna „Hüten Sie sich... hüten Giesich... Groot vorm Nurtolte, geßt, eine sch, och einmal unzumengon, verschwinde; er im Walde. Hanna beruhigt sich allmählich und versuen woffet„u malen. Plötzlich horcht sie auf.„„ Ein leises Pfeifen erklingt aus der Ferne. Bieisen geiört, das den Most lockt., Sie geif nicht, ob es dieser Ton de oick usterwege, Bi. ie Wäikt srele und vor sich hinknurrt. Das Tier läuft schneller, treibt förmlich zur Eile an. der Weg dünkt Hanna unendlich lange Plötzlich bleiben die Hunde stehen guzd, Jgzie mit gesträubtem Haar knurrend in Lur ge,# Hanna faßt unwillkürlich nach der Büchse. treibt die Hunde an. Sie schreiten weiter. Noch fünf Minuten sind es, dann wird Olstenna aus dem Walde auftauchen. ingr Emigtest Die fünf Minuten werden zu einer Ewigte die Angst packt sie, so sehr sie sich auch dagege tung schreit leise auf und, hebt das iclk kerit aus demn Däecht und sehie sie veron. er ernni.„Der Wolf ist im Walde!“ Habt Ihr seine Spur gesehen? Rein.:. aber ich fühl's, Hauno, ion,f sg Hanna schweigt zu den Worten und atmet auf, als sie endlich das Tor von Olstenna durchschreitet und in Kuonis treues Antlitz schaut, der bei ihrem Kommen förmlich aufatmet. Gax ze aus Hin und wieder sogar Nachtaufnahmen mit Blitzlicht. Und bei einer solchen Gelegenheit habe sch den Volf auf die Plate bekommen Wollen Sie ihn sehen?" Hannas Herz schlägt schneller. Im nächsten Augenblick sieht sie das Buo de Iin Gmuen, Hv g. dier ,.SCGgei. eie ein entsetzliche Bestie sieht. Groß w Rein aber ich fühe n, nm *" 1. Begleitet mich nach Olstenna!“ Bärlat wird Eich Hzlchung, Jnzopee müßt vorsichtiger sein. Die Hurdg, Pizt Berlag treue Gesellen! Besonders auf Jade ist Aber... ob sie dem Teufel gewachsen sind... Ein Teufel ist er, Bärilak... aber einer, den Erist der Teufell= flüstert Bärilak leise.„Er zerfließt in Luft! Hätte inn sonst nicht schon B rilak nicht zur Strecke gebracht? Abermals ist Olstenna mit Bentham erfolglos von den Streifen durch die Wälder heimgekehrt. Sic hatten Spuren des Wolfes gesunden hofften auf den Erfolg, daß sie ihn endlich konnten. Aber mit einem Male waren die Spu ren zu Ende. Der Wolf hat einen Bach gekreuzt, war durch ihn gewatet, und so sehr sie auch an beiden Ufern des kleinen Baches suchten, nirgend war eine Spur von ihm zu entdecken Olstenna wollte nicht heimkehren, aber Bentham merkte ihm die Schwäche deutlich an, die ihn befiel, als die Dunkelheit langsam kommen wollte. Die Strapazen der letzten Tage waren doch mehr als zu viel gewesen. Es ging ihm ja selber nicht S drängte er auf die Heimkehr, und Olstenna Ein kaltes Bad machte sie wieder frisch, und als sie Hanna an der Abendtafel gegenübersitzen, da fühlen sie sich wieder munter. Sie freuen sich, endlich dem schönen Mädchen wieder einmal Gesellschaft leisten zu dürfe plaudern von allen Dingen, nur nicht von der Anvermittelt sagt Jonna pozich:„Märtsa Olstenna zuckt zusammen.„Märtjä kommt? So hat doch der Brief gewirkt: Der alte Sumi traf mich auf dem Järwinnenhügel und bat mich, den Brief vorzulesen, den Märtjä geschrieben hat.“ „Und sie kommt?“ Ja, zusammen mit ihrem Freunde Victor! Olstenna sieht eine Weile schweigend vor sich hin. dann sagt er:„Mir tut der Maruis leid. Ich bin neugierig, was Bärilak zu dem Manne sagen wird. Maruis Vietor de Rovinot ist... oder g. als der bestangezogenste Mann von Paris. eleganter, zierlicher Junge! Wie der sich in Lager der Lappen ausnehmen wird? Hahaha! „Er wird sich's wohl verkneifen!“ meint Bent kenne doch Märtjä! Sie wird mit ihm dem Stamm sahren und, vird ihren reichen Kavalier vorstellen! Bärilak wi. von Wut vergehen, aber Märtiä Ssik Mlicds mrechelt Minst bein eaicn Gie iun diefes Mädchen hobe ich einnal gelsebt. 38 Lebens sein würde. Aber miat lange habe ich das gegiaubt... ich spürte bald, daß sie alles lockte, nur nicht ich! Ja, wenn ich ihr alle Wünsche erfüll hätte, auch die törichtesten, eiz; K, ia fütge nicht mit Liebesbeweisen gegeizt. Es ist so sch für einen Mann, wenn er sich seiner Liebe.. er nur... wenn sie nicht ehrlich ese Alih, Vi. Seaitcei die adhe iee Ein seltiames Gefühl ist * das Bild des Wolfes von Olstenna gesehen!“ spricht Hanna zu Bentham, als sie mit ihm allein im Zimmer ist. ist außer sich. Seine Augen glühen auf vor daß Hanna förmlich erschrict. „Der Schuft... ich will's ihm kniricht er.„Sie... Hanna, Sie wagt der Bur sche anzutasten? Das muß Olstenna wissen! DieStilu, mein Freundt; beruhgt ihm Hanne. Er wird sich hüten, es noch einmal zu tun. 5 die sehen in jedem einen Feind, der sich mir naht. Sie dürfen Olstenna nicht beunruhigen. Ich es nicht. Begegnet er mir hier im Hause wi einmal als Gast, dann wird sich aues einsac konventionell abwickeln. Ich will nicht, daß Unruhe hier aufkommt. Lieber reise ich ab. Bentham sieht Hanna erschrocken an.„Nein, un. Gottes willen, Hanna, das vorsen Eic nich Bentham ist nach Karskulla gefahren, wo er mit Ssch alcs cäs cs Keäachen isichäece Arbesiten burchschost.„Fortisetzung folgt.)