NEE Trre Veröffentlichkungsblatt der Stadt und des Amtsgerichts Hokenlimburg verttäglich.— Der Bezugspreis beträgt monatlich 1,80 RIII. einschl. Botenlohn. Bestellungen jederzen bei der Geschäftsstelle, allen Boten und Dostanstalten. Anzeigengrundpreis für die 46 mm breite Ulilhmeterzeile 6 Pfg., ermäßigter Grundpreis laut Dreisliste# Ofg. im Cexttell die 90 um breite Milllimetergelle 20 Pie. und Verlag des Gemeinnützigen. Hoheulimburg, Göringstraße 10— Fernsprecher Hoheulimbuog Nr. 2215. Postschech=Routo Dortmnd 35 22412 Nr. 175 Freitag, den 30. Juli 1937 68. Jahrgang Im Trichterleld von Fandern Vor 20 Jahren steigerte sich im Juli 1917 der Krieg in Flandern bis zu einem Höhepunkt: den Massenangriff der Engländer am 31. Juli zwischen Nortschoote und Warneton. Das Ziel des Feindes war auf die Durchbrechung der deutschen Westfront gerichtet. Vor allem waren es die Engländer, die immer wieder versuchten, unsere U=Bootnester in den flanderischen Dünen auszuhe ben, da diese deutsche Waffe den gesamten Schiffahrtsverkehr der Gegner lahmzulegen drohte. Immer wieder stürmen die Engländer gegen die deutschen Linien an, doch sie werden stets unter blutigen Verlusten über die Yser zurückgeworfen. Die Franzosen hatten sich zu jener Zeit aus den Kampfaktionen zurückgehalten, da der Krieg sie bisher eine Unmenge Soldaten und Material gekostet hatte. Dafür war der Engländer in die Bresche gesprungen und bereitete sich vor, durch einen Massenangriff die Deurschen aus Flandern vollends zu vertreiben. Die deutschen Linien in Flandern folgten im allgemeinen dem Lauf des Yserkanals über Dixmuiden, Bixschoote bis in die Nähe von Boesinghe und umzogen dann den Brückenkopf von Ypern in einem nach Westen offenen Bogen: bei Hollebecke überschritten die deutschen Linien den Kanal, um hierauf südöstlich auszulaufen. Gegen den mittleren Teil dieser Kampfstellung, den Abschnitt zwischen Nort schoote und Warneton richtete sich die britische Offensive. Nach einem ungemein heftigen Trommelfeuer, das von deutscher Seite in gleich starkem Maße erwidert wurde, stürmten die Engländer am 31. Juli beiderseits von Ypern auf einer Front von 25 km Breite in tiefgegliederten Sturmwellen gegen die deutschen Linien vor. 14 Divi sionen, also ein ungeheurer Aufwand an Menschenma terial, wurden von den Engländern ins Feuer geworfen, unterstützt überdies durch eine französische Division. Zur Ausnutzung des Erfolges standen ferner 2 Kavalleriedivi sionen bereit, von denen eine Schwadron schon beim ersten Angriff im deutschen Feuer vernichtet wurde. Mit großem Heldenmut und zäher Verbissenheit wurde um jedes Stück Boden im Trichterfeld der deutschen Abwehr zone gekämpft. Die Engländer erlitten furchtbare Verluste, und die Offensive brach völlig in sich zusam men, als unsere Truppen zum Gegenstoß ausholten. Kilometerweit wurden die Engländer zurückgejagt, und nur den Franzosen gelang einzig und allein das dicht hinter den deutschen Stellungen liegende Dorf Bixschoote zu nehmen. Der große Schlag des Gegners hatte sich zu einem völligen Mißerfolg umgewandelt. Die ungeheuren Blutopfer, die der Flandernkrieg seither schon gekostet hatte, wurden durch diesen mißglückten Angriff am 31. Juli um eine recht beträchtliche Anzahl vermehrt. Die Vertreibung der Deutschen aus Flandern und die Ausräumung der deutschen U=Boot=Nester an der belgischen Küste war nicht gelungen, sondern dieser deutsche Sieg hatte unsere deutschen Helden in Flandern zu weiteren Taten ermutigt. Jedenfalls zählen die Flandernkämpfe zu den schwersten des Weltkrieges überhaupt, und was deutsche Truppen dort an Tapferkeit und verbissene Energie geleistet haben, ist ungeheuerlich. Dort auf der blutgetränkten Erde wurde um jedes Stück Boden zäh gekämpft, und das Schlachtfeld selbst war mit Granatlöchern durchsetzt wie ein Sieb. Und in diesen Granattrichtern, die im Laufe der Zeit mit Schlamm und Morast sich gefüllt hatten, bedeutete der Aufenthalt allein schon eine kollossale Leistung an physischer Energie. Feierliche Bannerübergabe an die Stadt Breslau Breslau, 30. Juli. Donnerstagmittag bot der historische Platz vor dem Schloß Friedrich des Großen ein seltenes und farbenfrohes Bild. Tausende von Volksgenossen aus Breslau und Schlesien, Abordnungen der Sängervereine aus dem In= und Auslande hatten sich hier versammelt, um der Uebergabe des Banners des Deutschen Sängerbundes an die Feststadt Breslau beizuwohnen. Kurz nach 2 Uhr nahte die Spitze des Zuges, der das Bundesbauner zur Uebergabe an die Feststadt auf den Schloßplatz brachte. Das Banner wurde hinter einer Ehrenhundertschaft der Sänger auf einem von sechs schwarzen Pferden gezogenen und von in weiß gekleideten Ehrenjungfrauen begleiteten Wagen herangeführt. Während der Sängergruß ausklang, wurde das Banner vor dem Ehrenpodium aufgestellt. Ein Chorgesang leitete zu den Ansprachen über, mit denen die Uebergabe des Bundesbanners an die jetzige Feststadt begleitet wurde. Zunächst sprach Dr. Hermann, der Obmann des 11. Sängerbundesfestes, das 1932 zu Frankfurt a. M. stattge funden hatte. „Seitdem, so führte er u. a. aus, sind fünf Jahre ins Land gegangen, nach denen der Deutsche Sängerbund getreu seiner Ueberlieferung das 12. Bundesfest— gleichzeitig zum Gedenken seines 75jährigen Bestehens— an der Kulturstätte deutschen Volkstums im Osten, Breslau, begeht, als das Bundesfist, dem die hohe geschichtliche Bedeutung zukommt, das erste deutsche Sängerbundesfest im neuen nationalsozialistischen Deutschland unseres Führers Adolf Hirler zu sein. Wie ein unfaßbares Wunder mutet uns der Wandel des gesamten deutschen Lebens an, der sich in diesen fünf Jahren, beginnend mit dem Umbruch des Frühlings 1933, vollzogen hat. Wo damals 1932 noch Zerrissenheit auf allen Gebieten herrschte, da ist heute eine Einheit der Volksgemeinschaft. Heute ist das Ideal aller wahrhaft deutsch Fühlenden erreicht: ein Volk, ein Reich, ein Führer! Moskau gefährdet abermals die Richteinmischung London, 30. Juli. Der diplomatische Korrespondent der„Times“ meldet, daß das Büro des Nichteinmischungs ausschusses am Mittwochabend erst zwei Antworten auf die britische Anfrage bei den Nichteinmischungsmächten erhalten habe und zwar die Antworten Großbritanniens und Polens. England habe selbstverständlich die eigenen Vorschläge gutgeheißen. Die polnische Antwort enthalte die Annahme des englischen Planes als Ganzes und aller seiner Einzelheiten, bringe aber gleichzeitig dieselben Vor behalte zum Ausdruck, wie sie bereits in der Vollsitzung vom 16. Juli vom polnischen Butschafter bezüglich der technischen Seite der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien gemacht worden sind.(Inzwischen sind die Antworten aller anderen Regierungen eingegangen. Siehe 2. Seite.) Der diplomatische Korrespondent des„Daily Tele graph“ ist der Ansicht, daß die„Hauptmächte der Nichtein mischung den einzelnen Vorschlägen höchstwahrscheinlich ihre Zustimmung erteilen würden, allerdings unter der Voraussetzung, daß jeglicher Vorschlag oder jedes Abkommen Einstimmigkeit finden müsse. Allerdings sei zu erwarten, daß die Sowjetregierung eine„Ausnahme“ machen werde. Man müsse befürchten, daß Moskau durch seine Einstellung in der Frage der Zugestehung der Recht: Kriegführender eine Diskussion hervorrufen werde, die jeg lichen Fortschritt für lange Zeit aufhalten würde. In diesem Falle könnte der Ausschuß sich gezwungen sehen, sich mit der Frage zu befassen, die Kontrolle so wieder herzu stellen, wie sie in den beiden ersten Artikeln der briti. schen Kompromißvorschläge enthalten sei. Diese Vorschläge seien bekanntlich die, daß Beobachter auf den Schiffen beibehalten werden sollen, daß die Flottenkontrolle durch Einsetzung von Beobachtern in den spanischen Häfen ersetzt und daß die gesamte Landesgrenzenüberwachung wieder hergestellt würde. In diplomatischen Kreisen Londons habe man am Mittwoch erklärt, daß der britische Vorschlag, Ausschüsse nach Spanien zu entsenden, um die Zurückziehung der Freiwilligen vorzubereiten, allgemein Annahme gefunden habe. Die Frage der Kriegführenden=Rechte könne allerdings ein Abkommen über diese Frage verhindern. Der diplomatische Korrespondent der„Morningpost“ ist ebenfalls überzeugt, daß Deutschland, Frankreich und Italien als Hauptmächte der Nichteinmischung in ermuti genden Darlegungen antworten würden. Die italienische und die französische Antwort seien bereits am Mitt woch eingetroffen. Der Korrespondent hebt dann hervor, daß die Haltung Sowjetrußzlands wenig günstig sei. Der Sowjetbotschafter sei am Mittwoch im englischen Außen amt vorstellig geworden und habe dort über eine Stunde verhandelt. Obgleich man über den Gegenstand seiner Mitteilungen nichts erfahren habe, glaube man doch, daß Maisky seine Einwände gegen die Zugestehung Krieg führender=Rechte an General Franco unter allen Umständen aufrechterhalten habe. Wenn die Sowjetregierung in ihrer Haltung verharre, dann würden die Aussichten für ein Uebereinkommen ernstlich gefährdet sein. Es frage sich allerdings, ob Sowjetrußland tatsächlich das Risiko eines Zusammenbruchs auf sich nehmen werde. Und wir Sänger im neuen Deutschland? Wo damals zur Zeit des Frankfurter Festes sich 400000 zu diesem Bannek bekannten, da nähern wir uns heute einem fester in sich gefügten Bestande von 1000000. Der Bund hat seine einzigartige Verbindung und unlösbare Gemeinschaft mit all denen, die den deutschen Chorgesang in aller Welt als kostbarstes Kulturgut pflegen, erhalten und verstärkt. Dr. Hermann übergab dem schlesischen Sängergauführer und Obmann des Festausschusses des 12. Bundesfestes, Studienrat Fuchs, das Banner, der es nach einer kurzen Ansprache in die Obhut der Feststadt und seines Oberhauptes, des Oberbürgermeisters Dr. Fridrich, weiter gab. Oberbürgermeister Dr. Fridrich führte u. a. aus: „Breslau empfindet die Wahl zur Feststadt als Anerkennung seiner national= und kulturpolitischen Sendung und Bedeutung. Seit jeher war Breslau, wie die steinernen Zeugen seiner stolzen Vergangenheit künden, eine Pflegestätte deutschen Geistes und deutscher Kunst, ein geistiger Mittelpunkt der deutschen Ostmark, von dem die starken politischen und kulturellen Kräfte des Grenzlandes weithin ausstrahlen Auch heute ist der schlesische Mensch dem Zauber des deutschen Liedes in seiner Vielfalt ergeben. Ist doch von Schlesien geradezu eine Wiedererweckung des deutschen Volksliedes in seiner unverfälschten Urkraft ausgegangen und ist doch Schlesien und insbesondere Breslau der Ursprung einiger der schönsten und musikalisch wertvollsten Kampflieder des Nationalsozialismus gewesen. Daher nehme ich als Vertreter der alten Hauptstadt Breslau mit dem Stolz der inneren Berechtigung dieses Banner, unter dessen Zeichen Breslau schon einmal vor 30 Jahren gestanden hat, entgegen, mit dem Versprechen, es in den Mauern Breslaus in Ehren zu halten. Bundesführer Meister nahm dann das Wort zu einer Ansprache. U. a. sagte er,„75 Jahre Deutscher Sängerbund sind abgeschlossen. Mögen Jayrzehnte und Jahrhunderte sich anschließen mit dem einen Ziel: alles für das deutsche Volk, alles für die deutsche Kulturarbeit und alles für die deutschen Menschen." 3 Die Ansprachen lösten lebhaften Beifall aus, besonders, als Oberbürgermeister Dr. Fridrich das prachtvolle Bannerband dem Bundesbanner anhefrete. Dann erscholl das Kommando:„Ehrenstürme stillgestanden! Fahneu auf!“ Ringsum erstand ein bunter Wald von Fahnen und Bändern, und Bundesführer Meister nahm die Weihe der Fahnen vor. Ein machtvolles Siegheil auf den Führer und das deutsche Volk hallte über den weiten Platz, die Lieder der Nation erklangen und der„von sechs Rappen gezogene Wagen setzte sich wieder in Bewegung, um das Banner des Deutschen Sängerbundes in das Rathaus zu bringen. Loderndes Feuer auf dem Glockenturm kündete am späten Nachmittag des Donnerstag den Beginn der ersten Chorfeier des 12. Sängerbundesfestes an, die von den Sängern des Gaues Sachsen veranstaltet wurde. Das weite Oval der Hermann=Göring=Kampfbahn war von vielen Tausenden von deutschen Volksgenossen besetzt. Nach dem Sängergruß betrat Gauchorleiter Heinz Geilsdorf(Chemnitz) das Dirigentenpult, um das Zeichen zum Beginn der ersten Chorfeier zu geben, die mit Erwin Knabs„Der deutsche Morgen“ mit Blasorchester eingeleitet wurde. Diese erste Chorfeierstunde, die unter dem Motto„Sängervolk— Volk im Chor“ stand, bewies, daß der deutsche Männergesang fähig ist, Weihestunden des Volkes künstlerischen Ausdruck zu geben. Und zwar zeigte sich das an den Chören, die musikalischer Ausdruck einer heroischen Haltung sind, wie der oben genannte Chor von Knab oder wie die von dem Dirigenten der Chorfeier stammenden Kompositionen„Sankt Michael“ und„Sankt Raphael“, ferner Lieder, die, anklingend an ernste Landknechtlieder, auch rechte Frömmigkeit und soldatische Einsatzbereitschaft zum Ausdruck bringen. Zwei Trinklieder leiteten über zu dem Lied, das trotz seines Alters von 300 Jahren auch bei dieser Feier seine lebendige Wirkung nicht verfehlte: Das von Friedrich Silcher vertonte„Aennchen von Tharau“, das stärksten Beifall auslöste, ebenso wie zwei weitere Volks lieder. gruß. seitig Beifall. RVeRr? eerne Nie Zorl Weilere Soils= Die erste Feierstunde klang aus mit dem SängerSänger und Chöre spendeten sich am Schluß gegenNeuer deutscher Fliegersieg in Zürich Zürich, 30. Juli. Bei ausgezeichneten Witterungsverhältnissen wurde am Donnerstag im Rahmen der Internationalen Züricher Flugwoche der Alpenrundflug für Militärflugzeuge ausgetragen, der als Patrouillenflug im Dreierverband für Ein= und Mehrsitzer ausgeschrieben war. Der vom Flughafen Dübendorf über Thun nach Bellinzona und zurück über eine Gesamtentfernung von 367 Kilometern führende Rundflug endete wieder mit einem großen deutschen Erfolg. Die aus Jagdeinsitzern des Typs BFW Me 109 mit Jumo 210 640 PS=Motoren mit den Fliegeroffizieren Hermann Restemeier, Oberleutnant Trautloft und Oberleutnant Schleif gestartete deutsche Staffel sicherte sich in 58 Minuten 53,7 Sekunden einen großartigen Sieg vor der Tschechoslowakei, Frankreich, Belgien und den beiden Schweizer Staffeln. Der Flug gestaltete sich zu einem Zweikampf zwischen der deutschen und tschechoslowakischen Mannschaft. In Bellinzona hatten die Tschechoslowaken die beste Zeit, aber auf der Schlußetappe war die deutsche Staffel weitaus am schnellsten und ssicherte sich mit einem Vorsprung von über 2 Minuten den Sieg, obwohl einer der deutschen Apparate Oel verloren hatte und nachtanken mußte, so daß— da das Ziel geschlossen erreicht werden mußte— auch die übrigen beiden Maschinen nicht mit voller Geschwindigkeit geflogen werden konnten. Der Nachmittag brachte auf dem Flughafen Dübendorf wiederum vor zahlreichen Zuschauern ein interessantes Schauprogramm. bei dem auch die deutsche Kunstfliegerin Liesel Bach mitwirkte. Bei wdier Vorführung neuer Maschinen interessierte besonders die von Fieseler gezeigte Neukonstruktion „Storch“ und das neue Dornierflugzeug Do 17, das fliegend vorgeführt wurde. 40 Personen in Leningrad die Landung verweigert Amerikanisches Ehepaar in Moskau wegen Fotografierens verhaftet. Newyork, 30. Juli. Nachrichten aus Moskau über Schwierigkeiten amerikanischer Touristen seitens sowjetrussischer Polizei erregen hier großes Aergernis. So wurden trotz vorschriftsmäßigem sowjetrussischen Visum 40 Passagieren eines Dampfers, darunter 12 Amerikanern, die Landung in Leningrad verweigert. Besondere Erwähnung findet der Fall eines amerikanischen Ehepaares namens Wilson, das wegen Fotografierens von vorsintflutlichen Bastrindenschuhen eines sowjetrussischen Bürgers verhaftet worden ist. Sogar das Fotografieren der amerikanischen Botschaft in Moskau war ihnen verboten worden. Die krankhafte Spionagefurcht der Sow jetbehörden richtet sich, wie weitere Meldungen besagen, unterschiedslos gegen alle Nationalitäten. Nach Bekanntwerden der vorstehenden Zwischenfälle verweigerte der Oberbürgermeister von Philadelphia, ebenfalls mit Namen Wilson, ursprünglich geplante umfangreiche Empfangsfeierlichkeiten für drei sowjetrussische Flieger. Auf Druck hiesiger Sowjetfreunde hin erlaubte er heute lediglich einen kurzen amtlichen Empfang für die Flieger mit der Begründung, daß weitere Geldmittel nicht vorhanden seien. Französischer Konsul in Spanien protestiert gegen unwahre Berichterstattung. Granada, 30. Juli. Der französische Konsul in Granada, Javier Serra Speriquette, hat sein Amt mit der Begründung niedergelegt, daß er der Haltung der französischen Regierung gegenüber dem nationalen Spanien nicht beistimmen könne. Javier Serra Speriquette, der französischer Staatsangehöriger ist, hat sich mehrere Male durch den Rundfunk an seine französischen Landsleute gewandt, über Ziel und Zweck der national=spanischen Bewegung gesprochen und gegen unwahre, in der französischen Presse und im Rundfunk veröffentlichte Berichte über die Lage im nationalen Spanien protestiert. Alle Antworten in London eingetroffen Nur Moskau torpediert weiterhin den englischen Plan London, 30. Juli. Im Laufe des Donnerstag nachmittag gingen im Sekretariat des Nichteinmischungsausschusses die Antworten auf das letzte Ersuchen des Ausschusses, zum englischen Vermittlungsplan Stellung zu nehmen, ein. Sämtliche Antworten auf das englische Ersuchen, bis auf die sowjetrussische, stimmen in allen wesentlichen Punkten dem englischen Vermittlungsvorschlag zu. Die sowjetrussische Antwort lehnt entgegen der ursprünglichen Annahme des englischen Planes durch Sowjetrußland diesen in einem wesentlichen Punkte ab, indem sie die Gewährung der Rechte Kriegführer an General Franco grundsätzlich verweigert. Die Sowjetregierung behauptet, daß die bolschewistischen Machthaber in Valencia von allen Teilnehmern am Nichteinmischungsabkommen als die einzige gesetzmäßige„Regierung“ von Spanien anerkennt worden seien, und daß daher General Franco nur als„Rebell und Verbrecher“ angesehen werden entschlossen hätten, ihn in allen wesentlichen Punkten anzunehmen. Besonders hervorzuheben ist, daß die deutsche Antwort dem englischen Plan in allen wesentlichen Punkten zustimmt und lediglich verlangt, daß die Organisation der Zurückziehung ausländischer Staatsangehöriger als im inneren Zusammenhang mit der Anerkennung der Rechte Kriegführender stehend betrachtet werden sollte, und daß daher beide gleichzeitig verwirklicht werden müßten. London, 30. Juli. Zur Sitzung des Nichteinmischungsausschusses am Freitag gibt der diplomatische Korrespondent Reuters eine längere Meldung, in der er darauf hinweist, daß die britischen Vorschläge zum Teil mit außerordentlich wichtigen VVorbehalten angenommen worden seien. Der wichtigste könne.(1) Eine Aenderung dieser Haltung gegenüber Franco der Vorbehalte sei die sowjetrussische Weigerung, die Rechte und insbesondere die Gewährung Rechte Kriegführender ändere 2441=38sührender an Prunte##. daher die gesamte Grundlage ab, auf der die Nichteinmischung beruhe. Die Frage, zu welcher Zeit General Franco kriegsführende Rechte gewährt werden können, ergebe sicht daher überhaupt nicht, und eine Ermächtigung des Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses zu Erörterungen über die Frage, unter welchen Bedingungen kriegführende Rechte an General Franco gewährt werden können, sei nach Ansicht der Sowjetregierung nicht möglich. Die Sowjetregierung nimmt daher die schwere Verantwortung auf sich, den englischen Vorschlag als einzige Regierung zu Fall zu bringen, nachdem alle anderen Mächte sich Kriegsführender an Franco zuzugestehen. Moskau wolle die Lage nur von neuen erwägen, wenn alle Nichtspanien unter Einschluß der Marokkaner aus Spanien zurückgezogen worden seien. U. a. schreibt Reuter folgendes: Aus der der wichtigsten Antworten geehe hervor, daß der Hauptmeinungsunterschied sich wahrscheinlich aus dem sowjetrussischen Vorbehalt ergeben werde. Da nach britischer Ansicht alle Vorschläge zusammmenhingen und Einstimmigkeit erforderlich sei, um ssie durchzuführen, bestehe wieder einmal die Gefahr eines toten Punktes, es sei denn, daß die Sowjetregierung noch nicht ihr letztes Wort gesagt habe. Ernst von Delius auf dem Waldfriedhof in Dahlem beigesetzt Berlin, 30. Juli. Auf dem Dahlemer Waldfriedhof wurde Donnerstagnachmittag Ernst von Delius, der beliebte Rennfahrer, den ein tödlicher Sturz so jäh aus seiner Laufbahn riß, zur letzten Ruhe geleitet. Nach Tausenden zählten die Menschenmassen, die zum Waldfriedhof hinauspilgerten, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Das NSKK. hatte einen 100 Mann starken Ehrensturm der Motorstandarte 29, den Musikzug der Motorstandarte 31 und Abordnungen der Motorbrigade Berlin und sämtlicher Berliner Motorstandarten entsandt. Ferner sah man Vertreter der Wehrmacht, der Partei und ihrer Gliederungen. Die Auto=Union war durch die Betriebsführung, eine 60 Mann starke Gruppe ihrer Werkscharen und zahlreiche Gefolgschaftsmitglieder vertreten. Anwesend war Korpsführer Hühnlein, der Führer des deutschen Kraftsportes mit seinem Stab, die Kameraden des Verstorbenen von Brauchitsch, Geyer, Hasse und Müller und Vertreter der deutschen Sportpresse, des Deutschen Automobilclubs und die nächsten Angehörigen des Toten. Pfarrer Schlemmer würdigte die menschlichen Eigenschaften des Verstorbenen, der in den Tagen des Ruhmes immer ein lieber Kamerad geblieben sei. Dann trat Korpsführer Hühnlein an den mit dem NSKK.=Stander bedeckten Sarg und legte zwei Kränze nieder, einen im Namen und Auftrag des Führers und einen zweiten in seiner Eigenschaft als Führer des deutschen Kraftfahrsportes. In seiner Rede betonte er, daß der Führer stets persönlich Anteil an den Bestrebungen des deutschen und internationalen Kraftfahrsports, an seiner Zielsetzung und seiner Durchführung und der Größe seiner Aufgabe nehme. Wir haben uns hier alle versammelt, so wie wir zusammenstanden im letzten Rennen auf dem Nürburgring, die Freunde und Kameraden des anderen Kreises, der Rennfahrer und Motore im sportlichen Kampfkleid und wir wollen Ernst von Delius fürderhin im Gedächtnis auch immer nur im sportlichen Kampfkleid sehen. In Südafrika, in Nordamerika, in Tripolis, auf der Avus hat er für die Farben Deutschlands gefahren. Er war uns ein Vorbild durch seinen lauteren Charakter, seinen Kameradschaftsgeist und seinen kämpferischen Willen. Er wurde im wahren Sinne des Wortes in jungen Jahren aus dem Leben gerissen. Das ist der bittere Schmerz. Von Delius ist nicht gestorben, sondern gefallen im Kampfe um Ansehen und Geltung Deutschlands. Sein Name ist eingeschrieben in das Ehrenbuch des deutschen Kraftfahrsportes, in das Ehrenbuch des nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps. Die ehernen Lettern heißen: Ernst von Delius, großer Preis von Deutschland, Dettinger Höhe 25. Juli 1937. Unter Glockengeläut wurde der Sarg unter Vorantritt der von Delius besonders nahestehenden Rennfahrer. und von sieben Sturmstandern des RSKK. zur Gruft geleitet. Für die Betriebsführung und Gefolgschaft der AutoUnion widmete Dr. Hahn dem fröhlichen, tapferen Kameraden und dem unvergeßlichen Menschen herzliche Worte des Gedenkens und des Dankes. Amerika soll Luftschiffe bauen. Washington, 30. Juli. Vor dem Marineausschuß des Kongresses trat der Komandant des amerikanischen Luftschiffhafens Lakehurst, Rosendahl, energisch für den Bau von zwei weiteren Marineluftschiffen ein. Der Ausschuß hatte nur den Bau eines einzigen Ausbildungsschiffes erwogen. Rosendahl erklärte, daß ein Luftschiff die Suche nach der verschollenen Fliegerin Earhart wesentlich bescheunigt hätte. Ein Luftschiff wäre zim Beispiel in der Lage gewesen, die Howland=Inseln von Honolulu aus in 36 Stunden und von St. Franzisko in vier Tagen zu erreichen. " Nach dem Muster der Reichsautobahnen. London, 30. Juli. In der Grafschaft Lancashire werden in Kürze diel Arbeiten für den Bau der ersten modernen Autostraße in England aufgenommen. Es handelt sich um eine Strecke von etwa 85 km, deren Bau rund 62 Millionen RM. kosten soll. Die„News Chronicle“ hebt in großer Ueberschrift hervor, daß diese Autostraße genau nach dem Muster der deutschen Reichsautobahnen gebaut werden soll. Englische Abordnung zum Studium der Reichsautobahnen. London, 29. Juli. Der Generalinspektor des deutschen Straßenwesens, Dr. Todt, hat die englische AutomobilAssociation und den königlichen Automobilklub eingeladen, im September d. J. eine Abordnung zum Studium der deutschen Reichsautobahnen nach Deutschland zu entsenden. Der Besuch ist auf die Zeit vom 24. September bis 3. Oktober festgelegt worden. Es wird auf englischer Seite von den beiden obengenannten Organisationen und der British Road Federation vorbereitet, die dafür einen Sonderausschuß eingesetzt haben. Die englische Abordnung wird aus 229 Personen bestehen. Sie setzt sich zusammen aus etwa 100 Vetretern der Grafschaftsräte, etwa 60 Mitgliedern des Parlaments sowie aus Vertretern der Fachverbände. In Deutschland werden folgende Städte besucht: Hannoverr, Berlin. Leipzig, Nürnberg, München, Heidelberg, Frankfurt a. Main und Köln. Die englische Abordnung wird die Autobahnen mit Autobussen abfahren. Ein völlig unverständlicher Beschluß der Prager Regierung Hilfswerk für sudetendeutsche Kinder abgelehnt Berlin, 30. Juli. Vor einiger Zeit war unter Mitwirkung des Roten Kreuzes an den Bund der Deutschen in Teplitz und an die LLandeskommission in Reichenberg ein Vorschlag ergangen, sudetendeutsche Kinder zur Erholung nach dem Reich zu schsicken. Es handelte sich hierbei um eine Erholungsmöglichkeit für etwa 5000 Kinder gerade aus den Gebieten, die in dem sudetendeutschen Teil der Tschechoslowakei besonders unter Arbeitslosigkeit und Hunger zu leiden haben. Dier in Frage kommenden sudetendeutschen Stellen, denen das im Jahre 1933 durchgeführte Ferienkinder=Verschickungswerk noch in bester Erinnerung war, setzten sich sofort mit den zuständigen tschechoslowakischen Regierungsstellen in Verbindung Den vorgebrachten Bedenken, die Kinderverschickung könne zu einer unerwünschten Agitation ausarten, konnte mit dem Hinweis begegnet werden, daß die Kinder in geschlossenen Lagern untergebracht werden sollten, die unter Obhut und Aufsicht der tschechoslowakischen Gesandtschaft in Berlin stehen würden. Nachdem anfangs Aussicht zu bestehen schien, daß die Angelegenheit sich günstig erledigen würde, ist nunmehr von tschechoslowakischer Seite das Hilfswerk unvermittelt abgelehnt worden. Die Vorbereitungen der reichsdeutschen Stellen sind umsonst gewesen, und die sudetendeutschen Kinder gehen der ihnen gebotenen Erholungsmöglichkeiten verlustig, Ganz abgesehen von der merkwürdigen Auffassung über den Begriff der demokratischen Freiheiten und der lumanitären Fürsorge wirkt sich die neue tschechoslowakische Einstellung auch als unfreundlichkeit gegenüber dem Reich aus. weil gegen Reisen sudetendeutscher Kinder— allerdings in sehr viell beschränktem Ausmaß— nach Dänemark, Oesterreich und der Schweiz keine Einwendungen erhoben worden sind. Aufruf Dr. Leys Der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, richtet an die Betriebsführer folgenden Aufruf: Vom 13. bis 15. August 1937 finden auf dem Reichssportfeld in Berlin die Reichswettkämpfe der SA. statt. In Verbindung mit den Wettkämpfen hat der Stabschef der SA. das gesamte Führerkorps bis einschließlich Sturmführer zu einem Führerappell nach Berlin befohlen. Ich richte an die Betriebsführer die Bitte, den SA.=Führern und SA.=Männern, soweit aus betrieblichen Gründen möglich, die Teilnahme an den Wettkämpfen bzw. an dem Führerappell durch die Gewährung von Sonderurlaub zu ermöglichen. Heil Hitler! Dr. Robert Ley. Fußballstiefel, Herren- und Hnaben-StraßenSchuhe v. Berufsschuhwerk in groß. Auswahl Verlagsleitung: Wilhelm Schulte. Verantwortlich für den gesamten Tertteil: Schriftleiter Bruno Oppermann; für den Anzeigenteil: Wilhelm Schulte. Druck und Verlag: Verlag des Gemeinnützigen, Wilhelm Schulte, sämtlich zu H'limburg. D.=A. VI 37: 3000. Zur Zett ist Liste Nr. 5 gültig. Auch empfehle ich die weltbekannten„Hess“ u.„Dorndorf“ Markenschuhe Schuhhaus Adolph Freiheitstraße 36 Nr. 175 2. Blatt 68. Jahrgang Der Gemeinnützige Freitag, 30. Juli 1937 arbeit durch und gibt den Müttern das Rüstzeug mit, das sie für den täglichen Lebenskampf benötigen. Der Andrang zu den Schulen ist so groß, daß durch das Anwachsen der Zahl der Teilnehmerinnen manche Schulen ausgebaut und vergrößert werden müssen. So auch die Schule in Herne. Die Bilanz dieser Mütterschule ist mit lebendigen Zahlen angefüllt; seit Oktober 1936 wurden 82 Kurse mit 1189 Teilnehmerinnen durchgeführt. * Aluminiumverarbeitung im Handwerk Am 13. Juli 1937 fand in Iserlohn, Alexanderhöhe, eine Veranstaltung des Handwerks durch die Gewerbeförderungsstelle Dortmund statt, in welcher den geladenen metallverabeitenden Meistern, Gehilfen und Lehrlingen in Filmen die Gewinnung und Verarbeitung des Aluminiums zu Blöcken, Stangen, Rohren, Profilen, Blechen und Bändern, das Gießen und Gesenkpressen in Formen und Kokillen sowie auch die Bearbeitung der verschiedensten Teile in handwerklichen Betriehen gezeigt wurde. Daran schloß sich eine praktische Bearbeitungsvorführung an. Nachdem Herr Ingenieur Wirtz von der Gewerbeförderungsstelle auf die Bedeutung dieser Umstellung auf einen neuen Werkstoff im Sinne des Vierjahresplanes und als Selbsthilfe bei der zeitigen Metallknappheit hingewiesen hatte, erklärte Herr Ingenieur Faust die Vorgänge auf den Bildern sowohl die Gewinnung des Roh= und Halbmaterials als auch der verschiedenen Bearbeitungsweisen bei der handwerklichen Verarbeitung des Letzteren in Bezug auf konstruktionsgerechte Verwendung. Anschließend zeigte Meister Kollip die praktische Bearbeitung: Schweißen und Nieten von Konstruktionsteilen, Fenstern, Rahmen, Blechen, das Hammerschweißen von Nähten, Abkanten, Bördeln, Kümpeln, Strecken, Schleifen, Polieren usw. so, daß die Zuschauer ein Bild über die Art der Bearbeitung dieses heimischen Werkstoffes bekamen und die ganze Vorführung gespannt verfolgten, obgleich sie bald vier Stunden dauert: Wenn auch schon mancher Meister einmal Aluminium verabeitet hatte, so mußte er doch einsehen, daß ihm für manche Methode die Kenntnisse noch fehlen. Das aber ist der Zweck dieser Aufklärung, die im Auftrage des Landeshandwerksmeisters und der Handwerkskammern durchgeführt wird, den Handwerkern zu zeigen, daß jeder neue Werkstoff seine Eigenart hat und seine Bearbeitung Sonderkenntnisse erfordert. Diese sollen dem handwerklichen Nachwuchs in Kursen später vermittelt werden durch den Meister aus den eigenen Reihen, der im Aluminiumwerk vorgeschult worden ist. Die Vorführungen finden bei allen größeren Kreishandwerkerschaften statt. Wollen und Wind Kein Sommertag gleicht dem anderen, jeder einzelne zai seine besondere Note, weist ein anderes Gesicht auf als der vorhergegangene. Niemals bemerkt man es stärker ind eindringlicher als gerade während des Urlaubs, wenn Seele und Geist die Aufgabe haben, sich zu entspannen, dem Alltag fernzurücken und sich neuen und schönen Eindrücken zu erschließen. Den, der den Willen aufbringt, zu sehen uno zu erleben, entzückt nichts anderes mehr als die Verschiedenheit gerade der Sommertage. Da gibi es Tage, die verschwenderisch Licht und Farbe über die Erde preiten, andere wieder hüllen sich in die sanfte Melodie des Regens und in ein grausilbernes Gewand. Am schönsten aber sind die, welche uns besonders hoch und zell erscheinen und die erfüllt sind von dem alles überInenden Lied des kräftigen, warmen Sommerwindes. Am Tage zuvor war es sehr warm gewesen, wie sitternde, weiße Flammen hing die Luft über allen Horizonten. Hoch und in einem seltsam grellen Blau wölbte ich der Himmel über der dürstenden Erde. Eine eigenartige Trägheit schien sich allen Lebens bemächtigt zu haben. Ueber Nacht macht sich der Wind auf, leise singend strich er um die Hausecken. Und als die Sonne am frühen Morgen ihren Glanz über die Welt breitete, ist er mit unverminderter Krafi dabei, mit frechen Händen in die Blumenbeete zu greifen, als wolle er die Farben des Sommers ait besonderer Eindringlichkeit vor Augen führen. Das zanze Kornfeld ist in Bewegung, immer wieder zeichnet er neue Muster in das golden leuchtende Gelb, so daß die eeglose, goldene Fläche in einen schimmernden See vervandelt zu sein scheint, dessen Wellen sich immer wieder gegen eine unsichtbare Klippe werfen Dieser selbe Wind bringt am nächsten Tag die Wolken herbei. Groß und still und weiß wachsen sie aus den blauen Fernen heraus. Gibi es etwas Schöneres, als völlig entspannt und gelockert auf dem Rücken im Gras zu liegenund die ewig wechselnden Formen am hohen, blauen Himnei zu beobachten? Ein dauernder Wechsel, ein lautloses, zeheimnisvolles Leben herrscht dort oben. Ewiger Wechsel, ewige Veränderung! Ob unsere Vorfahren vor Jahrtausenden Götter und Riesen dort oben zu sehen vermeinten? Das ist der Sommer— unendlich reich, unendlich schön, selbst für den, der keinen Urlaub hat und sich nur hin und wieder eine Stunde stehlen kann, um die Schönheit ringsum in sich aufzunehmen. Und nichts weiter ist dazu nötig, als nur ein wenig Freude und eine große innere Bereitschaft. * H o h e n l i m b u r g, d e n 3 0. J u l i 1 9 3 7. Wetter=Bericht des Reichswetterdienstes Essen=Mükheim. Immer noch unbeständig. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wechselnd bewölkt und nicht niederschlagssicher. Wenig veränderte Tempera turen. Aus der Politisch: Leiter! Am Sonntaa, 1. August, vormittags 8 Uhr: Schießund Ausbildungsdienst an der Langen Waage.— Die Marschteilnehmer für Nürnberg treten in vollem Marsch anzug mit Tornister(Wolldecke und Zeltbahn gerollt) an. Achtung, Reichsparteitagteilnehmer! Die Kartenbestellungen zu den verschiedenen Veran staltungen des Reichsparteitages müssen bis spätestens Sonnabend, den 31. Juli, mittags 1 Uhr auf der Geschäftsstelle der NSDAP., Göringstraße 9, aufgegeven werden. Preisliste liegt dort auf. Spätere Bestellungen können keine Berücksichtigung mehr finden. KdF. Ber“.: U.=F. 39.37 vom 4. 8. bis 11. 8. 37 nach Westerburg(Westerwald); 40 37 vom 5. 8. bis 20. 8. 37 nach Saßnitz(Rügen): 41 37 vom 5. 8. bis 12. 8. 37 nach Wittlich(Eifel): 45 37 vom 6. 8. bis 19. 8. 37 nach Zingst (Ostsee).— Die Fahrkarten für obige Fahrten müssen heute abend in der Zeit von 18.30 bis 19 Uhr auf dem Lüro der DAF., Göringstraße 9. abgeholt werden. Die Kino=Karten für den Film„Weiße Sklaven“ müssen bis heute abend im Büro der DAF., Göringstr. 9, abgerechnet werden. *.— Die Büros der Kreisverwaltung sind geschlossen! Die Büros der Kreisverwaltung bleiben aus Anlaß des Schützenfestes in der Kreisstadt am Sonnabend, dem 31.., ab 9,30 Uhr geschlossen. *— Wer kennt den Frevler? In der Nacht vom 25. zum 26. d. M. wurden dem Rentner A. W., wohnhaft Unter nahmerstraße 23, von unbekannten Tätern im Vorgarten drei Jucca=Palmen beschädigt. Nachrichten über den mutmaßlichen Täter erbittet die Kriminalpolizei. LEEE S E T K SEEE ST IXEDEF K Ertrs-K. EE Weltbild(M) Di: Festplakette zum 12. Deutschen Sängerbundesfest in Breslau. 1189 Frauen mit dem Lebenspaß. Eine der wertvollsten und segensreichsten Einrichtungen für unsere Frauen und Mütter ist die im Reichsmütterdienst organisierte Mütterschule; sie führt eine vielseitige ErziehungsSie bitte bei Ihren Ginkäufen die Inserenten dieser Seitung Sss: tetst zugreisen! 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Die SA. war der Stoßtrupp der neuen Volksgemeinschaft, und sie wird immer die hohe Schule der Volksgemeinschaft bleiben! „#e Haliung un die Gesinnung dieser Aufgabe bleibt stets dieselbe, wenn die Methoden auch mit der Zeit wechseln mogen.— Im Sinne dieser Aufgabe hat die Danziger SA. einen neuen Weg volkskulturellen Einsatzes beschritten. Im August zieht ein Marschsturm der SA.=Brigade 6, und zwar das Hilfswerklager I/Ost, in Stärke von 120 Mann in das Danziger Land und wird jeden Abend auf seinem Marsch einen Dorfgemeinschaftsabend veranstalten, der zugleich das Band zwischen SA. und Volksgenossen festei und stärker knüpfen wird. Eine Spielschar wird das Bauernspiel„Anno 1627“ aufführen, das bereits mit großem Beifall ausgenommen wurde. In Lied und Erzählung wird über den Einsatz und den Kampf der SA. und damit über das Werden der neuen Volksgemeinschaft berichtet werden. Nach dem Spiel, das im Freien stattfinden wird, ist jeweils ein gemeinsamer Marsch aller Teilnehmer zu einem Festsaal in der Nähe geplant, wo man bei gemeinsamen Liedern, bei Tanz und weiteren Gemeinschaftsdarbietungen bis zum Zapfenstreich beisammen bleiben wird. Diese vorbildliche Aktion gewinnt erhöhte Bedeutung mit Hinsicht auf die heute besonders stark geförderten Bestrebungen, das kulturelle Leben des Dorfes zu stärken und ihm wieder neuen Antrieb zu geben, damit ländliche Feste sich nicht in Tanzfläche und Theke erschöpfen oder seelenloser Abklatsch großstädtischer Vergnügungen sind! Die SA. als die hohe Schule der Kameradschaft und der Volksgemeinschaft ist auch hier dabei, sich für diese neue Aufaabe der Dorfaemeinschaft vorbildlich einzusetzen. Dein Körper gehört dem Volke! Arzt, Kranker und Volksgemeinschaft. Das Rechtsverhältnis zwischen Arzt und Kranken ist von jeher ein Gebiet umfangreicher rechtswissenschaftlicher Erörterungen gewesen. Eine der Kernfragen war es dabei stets, wann der Arzt Behandlungen und Eingriffe ohne oder sogar gegen den Willen des Patienten vornehmen durfte. In früherer Zeit wurde das allgemein nur für zwei Fälle zugelassen, nämlich einmal dann, wenn Gefahr im Verzuge und eine Befragung des Patienten selbst nicht mehr möglich war, und ferner in den besonderen Fällen, in denen jeder Volksgenosse kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift zur Duldung des ärztlichen Eingriffs verpflichtet ist, wie z. B. bei dem Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten oder jetzt neuerdings bei dem Erbkrankengesetz. Die neue Reichsärzteordnung faßt die Stellung des Arztes nicht mehr als eine rein privatrechtliche Beziehung zu den einzelnen jeweiligen Patienten auf, sondern setzt ihr in richtungweisenden Worten ein höheres Ziel, wenn sie bestimmt, daß der Arzt zum Dienst an der [Gesundheit des einzelnen Menschen und des gesamten Volkes berufen ist, und daß die Aerzteschaft in ihrer Gesamtheit zum Wohle von Volk und Reich zu wirken hat. Diese Worte des Gesetzes finden auf der Seite der Patienten ein Gegenstück in dem ungeschriebenen, allgemein gültigen Satz, daß das Persönlichkeitsrecht des einzelnen unter Umständen hinter die überragenden Belange der Allgemeinheit zurückzutreten hat. Aus der Zusammenfassung dieser beiden Grundsätze ergibt sich eine neue Rechtsregel, die auch das Reichsgericht in einer neueren Entscheidung als bindend anerkannt hat: Jeder deutsche Volksgenosse ist auch dann zur Duldung eines notwendigen und zweckmäßigen ärztlichen Eingriffs verpflichtet, wenn ein öffentliches Interesse ihn erforderlich macht. Es muß sich hierbei wohlgemerkt um öffentliche Belange von wirklich überragendem Ausmaß handeln; stets muß wirklich das Gemeinwohl betrofsen sein, nie genügt es wenn es sich nur um das Wohl einzelner Personen, z. B. der Familie oder der Haushaltsgenossen des Kranken, K Ideen als politische Wirkmächte Die Ideen der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit im Licht unserer Zeit. Die Geschichte aller Zeiten und Völker bietet genügend Beispiele der politischen Wirkmacht von Ideen. Von den Ideen, durch die die Neuzeit besonders nachhaltig beeinflußt wurde, sind die drei wichtigsten die der Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit aus der Zeit der Französischen Revolution. Die Wirkungen dieser Ideen greifen viel tiefer in das gesamte kulturelle und wirtschaftliche Leben, als das gemeinhin angenommen wird. Obwohl sie zur gleichen Zeit auftauchen, fällt ihr Wirken zeitlich doch recht erheblich auseinander. Zunächst ist es die Idee der Freiheit, die mit dem Beginn der Französischen Revolution vorherrscht. Hinter ihr treten die Ideen der Gleichheit und der Brüderlichkeit stark zurück. Auf der Idee der Freiheit baut sich das ganze Zeitalter des Liberalismus und Individualis= mus auf. Das Prinzip der Freiheit ist gleichzeitig das soziologische Grundgesetz und Entfaltungs= oder Entwicklungs= prinzip der liberalistischen Epoche. Das Zeitalter des Liberalismus übersieht das echte soziologische Grundgesetz der Gemeinschaft, die erst die Grundlage der Eristenz des einzelnen Individuums ist, und erkennt deshalb nicht, daß sich die Freiveit stets nur innerhalb der Grenzen der Gemeinschaft manifestieren darf, wenn nicht die Gemeinschaftsbindungen als wichtigste Voraussetzung der Volkswirtschaft zerstört werden sollen. Wenn der Liberalismus trotzdem zunächst— und zwar solange als die Gemeinschaftsbindungen noch nicht zerstört und deshalb wirksam waren— von Erfolg zu Erfolg eille, so nur deshalb, weil in der als Entfaltungsprinzip wirkenden Freiheitsidee ein Stück des echten Entfaltungsprinzips der Leistung enthalten ist. Die Erfolge, die der Liberalismus erzielte, mußten jedoch teuer bezahlt werden, denn sie konnten nur auf Grund der Zerstörung der auch den Liberalismus tragenden Grundlage der Gemeinschaft errungen werden. Die Zerstörung der gemeinschaftlichen Lebensbindungen des Volkes führte zur Deklassierung des ArbeiVolksdeutsches Erlebnis Praktische Volkskunde durch Lehreraustauschlager Der Gedanke der Austauschlager des NS9B. ist neu. Ein kleiner aber wirkungsvoller Anfang eines Lehreraustausches wurde 1936 von den sieben Gauen Ostpreußen, Schlesien, Schleswig=Holstein, Bayerische Ostmark, Oberbayern, Thüringen und Südhannover=Braunschweig unternommen. Der Erfolg dieser erstmaligen Austauschlager veranlaßte die Reichswaltung des NSLB., die Durchführung von Austauschlagern für alle Gaue im Jahre 1937 zu fordern. Während 1936 nur ein paar hundert Erzieher weniger Gaue die neue Lagerformung in einem fernen Gau erlebten, sind es 1937 bereits 5000, die in 77 Lagern — zum größten Teil an den Grenzen gelegen— eine volksdeutsche Sendung erfüllen. Jedes Lager des NSLB., ob in den 27 Gauschulen oder in den in aller Breite durchgeführten Sommerlagern, ist weltanschaulich nationalsozialistisch ausgerichtet. Es gibt kein reines Fachlager. Der wesentliche Kern der Austauschlager und ihr letzter und höchster Sinn liegt darum auch in der Vertiefung und Erweiterung des Begriffs„Deutsches Volk“. Darum wurde die Sinngebung der Austauschlager in der letzten Arbeitstagung der Schulungsbeauftragten im Haus der Deutschen Erziehung zu Bayrenth im November 1936 vom Reichsschulungswalter des NStB., Wolf=Bayreuth, folgendermaßen geformt: Drei Grundgedanken sollen erlebnismäßig den Erzieher im Austauschlager beherrschen: der deutsche Mensch, der trotz der verschiedenen rassischen Formungskräfte entscheidend nordisch bestimmt ist; der deutsche Raum, und endlich das deutsche Volkstum, wie es in seiner unmittelbaren Lebensnähe Ausdruck nordischen Schöpfertums ist. Wenn wir die Wirkung der Austauschlager auf die Erzieherschaft betrachten, ergibt sich folgendes Bild: 1. Die Lehrerschaft der einzelnen Stämme lernt sich kennen. Dadurch werden Brücken von Stamm zu Stamm geschlagen. Noch heute gibt es allerhand Mainlinien. 2. Der Gastgebergau rückt in den Mittelpunkt. Das hat eine innige Verbindung mit dem Volkstum zur Folge und führt zur eingehenden Erschließung der Landschaft, der geologischen Bedingtheiten, der Wirtschaft, Literatur, Musik usw. 3. Damit wird das Blickfeld des deutschen Erziehers geweitet. Ueber den Rahmen der enggefaßten Heimat hinaus lernt er die Beziehung der Stämme und Gaue zum ganzen Volk kennen und werten l. Durch ein Austauschlager wird der Erzieher zum Kämpfer für den Gastgebergau. Er setzt den Hebel seiner Wirksamkeit an für die in dem besuchten Gau vorherrschende Volkstumsidee. Die vorstehenden Erkenntnisse bestimmten den geistigen Schulungsinhalt unserer Austauschlager. Wir hören die besten Kenner des Stammes und Landes. Wir hören die stärksten Kämpfer der Grenzmarken. In unserer Lagergemeinschaft ist jeder dritte ein Vertreter seines Gaues. Wir erleben das Volk an der Grenze unmittelbar bei seiner Arbeit, in seinem Kampf um deutsche Werte, in seinen Feierstunden. Wir bauen uns ein in die Vollsgemeinschaft und geben so dem Volkstum an den Grenzen das Bewußtsein: Hier ist ein Stoßtrupp aus dem„Reich“ entstanden, der für uns wirkt, weil er uns kennen und verstehen gelernt hat. Wir erleben die Stätten ruhmreicher deutscher Geschichte, die Kraftzentren deutscher Menschen der Gegenwart. Wir sehen die Raumfrage des Volkes nicht mehr im Blickwinkel des Schreibtisches, sondern von Not und Kampf der Grenze her. Aus diesem Erlebnis entspringt der Wille zur Tat. zum Einsatz. Was schaffe ich für Ostpreußen? Wie stelle ich mich mit meiner Schul- und Erziehungsgemeinschaft in den Dienst des Ostraumes? Darin liegt zweifellos die Größe des Gedankens der Austauschlager. Dadurch wachsen sie hinaus über ein Reise= und Landschaftserlebnis. Sichere und klare Erkenntnis sind notwendig. Aber die Umsetzung in die Tat bedeutet erst volksdeutsche Arbeit, die einen Erfolg für das Volkstum in sich schließt. Diese Arbeit wird nun vertieft durch das Leben und Treiben der Lagerkameradschaft im Grenzgau. den Lagern entsteht durch die Gemeinsamkeit hoher Aufgaben neben der Kampfgemeinschaft so etwas wie Schicksalsgemeinschaft, nicht nur in der Kameradschaft, sondern mit dem ganzen Volkstum. Ein Einsfühlen mit dem Grenzgau, ein Verschmelzen wollen wir erreichen. Dem einzelnen wird das in der Form einer Reise oder eines Besuches nie möglich sein. Dazu ist nur die Kameradschaft imstande. Die Kameraden wachsen zusammen unter fester, soldatischer Führung. Sie stählen den Leib, sie erwandern die Landschaft, sie stehen an geschichtlichen Denkmälern, und schauen über die Staatsgrenzen hinüber in den größeren deutschen Vollsraum, sie singen die Lieder des Volkes, die Lieder der neuen im Marsch durch Stadt und Dorf und finden sich zur Feierstunde am Abend zusammen. handelt, mag für sie ein Zwangseingriff auch wirtschaftlich, medizinisch oder menschlich noch so gerechtfertigt erscheinen. Daß jeder Volksgenosse im Interesse des Volksganzen seinen Körper gesund zu erhalten hat und zur Erfüllung dieses Zweckes einem allgemeinen Behandlungszwang unterliegt, ist eine ganz klare Forderung der Gegenwart. Der Letzte eines uralten Gewerbes. In der schlesischen Ortschaft Kiefernwalde hat der letzte Pechbrenner Schlesiens, der 70 Jahre alte Ernst Kleindienst, seinen Beruf aufgegeben und sich zur Ruhe gesetzt. Damit hat die Pechbrennerei in Schlesien, die einst in hoher Blüte stand, ihr Ende gefunden. Kleindienst, dessen Urgroßvater schon Pechbrenner war, half bereits als Schuljunge beim Pechbrennen. Sein Ofen, der mitten im Walde steht, ist über 120 Jahre alt. In den früheren Jahrzehnten haben viele dieser Oefen in den schlesischen Wäldern gestanden. In jeden Hochofen kamen 35 Raummeter stark harzhaltigen Holzes, das mehrere Tage und Nächte hindurch entsprechend erhitzt wurde und dabei rund 60 Tonnen Pech lieferte. Das gewonnene Material wurde vor allem von Schiffswerften, Stellmachereien und Schuhmacherwerkstätten aufgekauft. Die Abfallprodukte, vor allem Holzkohle, wanderten in Eisengießereien Schlesiens. Mit der fortschreitenden Technik verschwand ein Pechofen nach dem anderen, und nur der alte Kleindienst blieb seinem Gewerbe treu, das er jetzt erst als alter Mann aufaibt. ters und damit schließlich zum Klassenrampf, als bessen soziologisches Grundgesetz und Entfaltungsprinzip die Idee der Gleichheit proklamiert wurde. So berechtigt einerseits der Kampf des Arbeiters gegen die ihm durch den Liberalismus bescherte Deklassierung war, so falsch war andererseits der von ihm eingeschlagene Weg unter der politischen Wirkmacht der vom Juden Karl Marx wieder aufgegriffenen und erneut proklamierten Idee der Gleichheit. Die Idee der Gleichheit wurde ebenfalls gleichzeitig zum soziologischen Grundgesetz und zum Entfaltungsprinzip erhoben. Man übersah hierbei den grundsätzlichen Fehler, daß es im gesamten Kosmos nichts absolut Gleiches gibt, daß die Natur nur Ungleiches erschaffen hat und daß deshalb die Gleichheit niemals soziologisches Grundgesetz sein kann. Bei den Ideen der Freiheit und der Gleichheit, die als politische Wirkmächte im Liberalismus und im Kommunismus zur Geltung kamen, sehen wir als besonderes Verhängnis die noch nicht getrosfene Unterscheidung zwischen soziologischem Grundgesetz und Entfaltungsprinzip wirken Dieser Fehler ist erst vom Nationalsozialismus aufgedeckt worden. Der Nationalsozialismus erkannte, daß der Träger einer jeden geschimtlichen Entwicklung die Gemeinschaft ist. Die Volksgemeinschaft ist die tragende Grundlage, auf der sich jede Einzelleistung vollzieht die Betriebsgemeinschaft ist die Vorbedingung für jede Leistung des einzelnen Betriebes. Die Gemeinschaft ist also ein soziologisches Grundgesetz, und die Gemeinschaftsidee ist eine politische Wirkmacht erster Ordnung. Der Begriff der Gemeinschaft ist viel weiter aespanni als jener iym verwandte Begriff der Brüderlichkeit aus der Französischen Revolution. Der Nationalsozialismus erkannte aber auch, daß die Idee der Gemeinschaft nicht gleichzeitig das Entfaltungs prinzip der nationalsozialistischen Entwicklung sein könne sondern daß nur die Idee der Leistung, das umfassendste Entfaltungsprinzip, auf der Grundlage des soziologischen Grundgesetzes der Gemeinschaft die volle Entwicklung des einzelnen und der Gemeinschaft bringen könne. Damit erfuyr zum erstenmal nach der Französischen Revolution die politische Wirkmacht der Idee der Freibeit Die Robinson Crusoe-Hütte verfällt. In der Grafschaft Kent(Ortschaft Hartley) geht die berühmte DefoeHutte dem Verfall enigegen. Es handelt sich um das Haus, in dem Defce wohnte, als er sein sensationelles Buch „Robinson Crusoe“ schrieb. Die ganze Hütte bestehr nur aus einem einzigen Raum. Während sich vor einigen Jahren noch in jedem Sommer Interessenten und Liebhaber fanden, die zugunsten der Erhaltung der Hütte Stiftungen machten, hat man neuerdings die Defoe=Hütte vollkommen vergessen. Deine keistungen für dee Kilfewech„Iutter und Kind“ anserem Delhs. 6# Wenn die Gattin eifersüchtig wird. In der Nähe von Belgrad hat in einer kleinen Ortschaft eine Gattin aus Eifersucht eine böse Rache an ihrem Mann genommen. Sie überraschte ihn, als er eine junge, sehr schöne Witwe küßte. Sie überfiel ihren Mann von rückwärts. überwältigte und fesselte ihn und ließ ihn dann an einem Seil in einen Brunnen hinunter. Sie ließ ihn im Wasser so hängen, daß er gerade noch Luft schöpfen konnte. Dann holte sie einen Bienenstock herbei, zog den Gatten hoch, rieb ihn mit Zuckerlösung ein, um dann die Bienen auf ihn loszulassen. Jetzt erst wurde man auf die Schreckens- und Schmerzensschreie des Mannes aufmerksam und befreite ihn. Er liegt in hoffnungslosem Zustande im Krankenhaus. eine Unterordnung, und zwar unter das soztologische Grundgesetz der Gemeinschaft und das Entfaltungsprinzip der Leistung. Eine Freiheit der einzelnen Persönlichkeit kann und darf sich deshalb nach nationalsozialistischer Auffassung nur im Rahmen der Volksgemeinschaft manifestieren, und zwar nur insoweit, als durch sie die Gemeinschaft keine Beeinträchtigungen erfährt oder gar der Rahmen der Volksgemeinschaft durch sie gesprengt wird. Zwar ist die Freiheit solcherweise nicht beseitigt, ihre schädlichen Auswirkungen für Nation und Staat sind aber durch den Grundsatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ gebannt. Die positiven Folgen der politischen Wirkmacht der Freiheitsidee bleiben damit der Gemeinschaft erhalten in dem Streben nach einer Steigerung der Leistung, so daß die Joce der Freiheit damit in den Dienst des nationalsozialistischen Entfaltungs= prinzips der Leistung gestellt wird. Die positive Seite der Gleichheitsidee hat der Nationalsozialismus ebenfalls in den Dienst der Idee der Volksgemeinschaft gestellt, indem er die Deklassierung des Arbeiters, die sich aus der unumschränkten Herrschaft der Freiheitsidee im liberalistischen Zeitalter ergeben hatte, ideologisch und praktisch beseitigte und den Arbeiter wieder zum vollberechtigten Glied der Volksgemeinschaft machte. Die negative Seite der Gleichheitsidee, die so verhängnisvolle Auswirkungen in der Entwicklung des russischen Sowjetstaates zeitigt, hat der Nationalsozialismus ausgeschaltet, indem er der Gleichheitsidee das nationalsozialistische Entfaltungsprinzip der Leistung berücksichtigt, nämlich alle jene von der Natur selbst geschaffenen Unterschiede der Persönlichkeit. indem es die höhere Leistung entsprechend belohnt und die von der Natur geschaffene Ungleichheit der Menschen berücksichtigt. Bedenkt man nun, welche Wirkmacht die liberalistischen und kommunistischen Ideen bewiesen haben, obwohl sie mit der Natur im Widerspruch standen, so darf man von den mit der Natur im Einklang stehenden Jocen des Nationalsozialismus mit Recht eine noch viel nachhaltigere Wirkung in Zeit und Raum erwarten. Dr. Kurt Seesemann. Aus Westdeutschland Aus den sauerländischen Bergen Iserlohn. Vier unternehmungslustige Jun gen aus Iserlohn, im Alter von 16 bis 18 Jahren, hatten den Plan gefaßt, eine Fahrt nach Hamburg zu unternehmen. Ohne jede Vorbereitung und Mittel haben sie sich dann auf die Wanderschaft begeben. Auf Schusters Rappen kamen sie zunächst durch die Dortmunder Gegend. wo sie in Strohdiemen übemachteten. Da sie kein Geld hatten, um sich unterwegs zu beköstigen, verlegten sie sich aufs Betteln und haben damit auch anscheinend Erfolg gehabt. Da der Fußmarsch doch wohl zu anstrengend war und sie sich bereits die Füße wund gelaufen hatten, einigten sich die Jungen dahin, Fahrräder zu stehlen, um schneller vorwärts zu kommen. Zwischen Dortmund und Werne a. d. Lippe haben sie diesen Plan auch in die Tat umgesetzt, indem sie in Lünen zwei Fahrräder, die sie vor Geschäften „fanden“, mitnahmen. In Werne erbeuteten sie das dritte Rad. Da letzteres aber nicht„fahrttüchtig“ war, wurde es kurz hinter Werne auf dem Wege nach Herbern(Straße nach Münster) kurzerhand in den Graben geworfen. Die vier Jungen setzten die Fahrt dann auf zwei Rädern fort, indem sie je zwei auf einem Rade saßen. Da die Polizei in Herbern auf diese seltsamen Radfahrer aufmerksam wurde, wurden sie angehalten und nach Werne gebracht, wo sie vor der Polizei ein reumütiges Geständnis ablegten. Während der älteste der Jungen dem Richter vorgeführt wurde, konnten am Sonntag die drei anderen den besorgten Eltern wieder übergeben werden. Hemer.(Wer war der starke Mann?) In einer der letzten Nächte wurde der Absperrzaun an der Straßenkreuzung bei Schmöle an einer Stelle völlig eingedrückt. Nach Art der Beschädigung scheint kein Verkehrsunfall vorzuliegen, vielmehr muß hier ein Schwerathlet seine Kraft versucht haben. Wenn die Polizei den starken Mann ermittelt, dürfte ihm eine empfindliche Strafe wegen Sachbeschädigung sicher sein. Altena. In voller Fahrt gegen die Brückenmauer der Steinernen Brücke fuhr abends um 7 Uhr ein Motorradfahrer aus Richtung Werdohl kommend. Das Vorderrad sowie der Lenker der Maschine wurden vollständig zusammengeschoben. Das Oel und das Benzin flossen durch den aufgerissenen Tank auf den Bürgersteig. Der Fahrer selbst erlitt eine Fleischwunde am rechten Knie sowie eine leichte Verletzung über dem linken Auge und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Evingsen.(Auto gegen Motorrad.) Morgens stieß ein Arbeiter mit seinem Motorrad an der unübersichtlichen Kurve oberhalb der Wirtschaft Pleuger mit einem aus Richtung Altena kommenden Lastzug zusammen. Er erlitt Hautabschürfungen und Verstauchungen. Das Rad wurde leicht beschädigt. Hagen.(Vom Eilzug erfaßt.) In Haspe fuhr ein Lastkraftwagen auf der Hördenstraße in Richtung Berliner Straße durch die geschlossene Bahnschranke und blieb auf dem in Richtung Wuppertal führenden Gleise stehen. Im gleichen Augenblick kam ein Eilzug, der den Lastwagen an der Rückseite erfaßte, und erheblich beschädigte. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Der Eilzug setzte nach kurzem Aufenthalt seine Fahrt fort. Die Unter suchung ist eingeleitet. Hagen.(Bei der Arbeit zu Tode gekommen.) Ein schwerer Unfall ereignete sich in einem hiesigen Werk. Ein Rangierer kam beim Umsetzen der Wagen zwischen die Pfuffer und wurde so gequetscht, daß er bald darauf starb. Hagen.(Last wagen gegen Personenwagen.) Auf der Körnerstraße wurde ein parkender Personenwagen von einem Lastwagen beim Zurücksetzen in die Torfahrt eines Hauses erfaßt. An dem Personenwagen wurde die linke Seite eingedrückt. Hagen.(Motorradfahrer angefahren.) In der Berliner Straße wurde in Höhe der Leimstraße ein Motorradfahrer von einem Personenwagen angefahren und zu Boden geworfen. Das Motorrad wurde leicht beschädigt. Der Motorradfahrer erlitt leichte Verletzungen am linken Arm. Hagen.(Ladendiebin erwischt.) Beim Sommerschlußverkauf wurde am Montag eine Ehefrau aus der Wilhelmstraße in einem Textilhaus beim Ladendiebstahl überrascht. In ihrem Besitz wurden verschiedene Kleidungsstücke vorgefunden, die sie am gleichen Tage in mehreren Geschäften entwendet hatte. Den Geschädigten konnte ihr Eigentum wieder ausgehändigt werden. Die Diebin kam zur Anzeige. Arnsberg.(Dr. Grotjan Landrat in Unna.) Die Pressestelle der Regierung in Arnsberg teilt mit: Dem stellv. Landrat Dr. Grotjan in Unna hat der Reichs= und Preußische Minister des Innern nunmehr die kommissiarische Verwaltung des Landratsamtes Unna übertragen. □ Das Hilewerk„Mutter und Kind“ schenkt durch Erholung im n50.= mütterheim Ausgleich füe ei# Mutterarbeit und Mutterforgen. Laasphe.(1100 Jahre Gemeinde.) Die Kreisgemeinde Hesselbach besteht in diesem Jahre 1100 Jahre. Am kommenden Sonntag wird nun in Hesselbach das 1100jährige Jubiläum gefeiert werden. Es werden dazu umfangreiche Festvorbereitungen getroffen. Wie nachweislich fest steht, ist Hesselbach eine der ältesten Landgemeinden der Provinz Westfalen. Laasphe.(Gladenbach wurde Stadt.) Der Gemeinde Gladenbach wurde das Recht verliehen, die Bezeichnung„Stadt“ zu führen. Gleichzeitig wurde dem seitherigen Marktflecken Gladenbach ein neues Wappen verliehen. Gladenbach besteht zudem in diesem Jahre 700 Jahre. Aus dem rhein.-westf. Industriegebiet Dortmund.(Germanischen Friedhof gefunden.) In der Mengeder Heide fand man beim Abgraben von Bausand in geringer Tiefe eine Brandurne mit Aschenresten, die leider sogleich in Scherben ging. Später wurde unter fachmännischer Leitung eine zweite Urne aus der frühen Eisenzeit, also aus der Zeit um 800 v. Chr., unbeAus Westfalen-Nord und Lippe Darfeld.(Tödlich verunglückt.) Der in Oberdarfeld wohnende Bauer Heinrich Bertmaring kam mit dem Kutschwagen vom Burgsteinfurter Markt zurück. Auf der abschüssigem Straße zwischen hier und Horstmar gerieten die beiden Pferde in ein geradezu lebensgefährliches Temwo, so daß Bertmaring sich durch einen Sprung vom Wagen in Sicherheit bringen wollte. Er kam zu Fall und das Hinterrad ging ihm über die Brust, und schwer verletzt mußte man ihn ins, Horstmarer Krankenhaus bringen, wo er inzwischen gestorben ist. Noch vor acht Tagen kam gleichfalls in unserer(Gemeinde der Bauer Hubert Potthoff durch einen Unglücksfall zu Tode. Greven.(„Das größte Dorf im Münsterkand.) Wem ist nicht aus dem Geographieunterricht das uralte Verschen vom„größten Dorf im Münsterland“ uund der„größten Stadt in Engeland“ als unvergeßliche JJugenderinnerung im Gedächtnisse haften geblieben. Daß das auch heute noch zu Recht besteht, belegt soeben das Amt Greven mit der Feststeellung, daß der gesamte Amtsbezirk Greven jetzt 15 350 Einwohner hat. Davon entfallen auf das Dorf Greven allein 8583 Einwohner, also eine Zahl, mit der sich schon die Einwohnerschaft einer Kreisstadt sehen lassen kann. Des weiteren wohnen in Greven rechts der Ems 2386, in Greven links der Ems 2011 und in dem dazu gehörenden Reckenfeld 1855 sowie in der gleichfalls zum Amt Greven gehörenden Nachbargemeinde Gimbte 515 Personen. Warburg.(Motorradfahrer tödlich verun gluckt.) In der Nachbargemeinde Borgentreich versuchte ein aus Dahlhausen kommender Motorradfahrer einen anderen Motoradfahrer in dem Augenblick zu überholen, als ihnen ein Lastzug entgegenkam. Ein Zusammenprall konnte nicht fahrer auf einem Motorrade saß, auf einem Bahnübergang vom Zuge überfahren und gleich dem Motorradfahrer auf der der Stelle getötet. Hörter.(Wenn Jungen mit Schießeisen hantieren.) Auf der Domäne Thonenburg übte sich ein 17jähriger Melkerlehrling im Schießen gegen eine Tür mit einem Tesching. Als der Förster kam, steckte er die geladene sund ungesicherte Waffe in seine Hosentasche, und als er sie wieder herausnehmen wollte, entlud sich das Schießeisen und brachte dem jungen Manne schwere Verletzungen am Unterleib bei. Burgsteinfurt.(Vom Tode des Ertrinkens ge reitet.) Der in der Bauernschaft Hollich wohnende Monteur Johannes Becker badete bei Salzbergen, wo er beschäftigt war, allein in der Ems. Plötzlich wurde er von einem Krampf befallen, und er wäre unbedingt ertrunken, wenn nicht ein zufällig vorbeifahrenden Motorradfahrer den Kamof des Ertrinkenden um sein Leben bemerkt und ihn aus dem Wasser gerettet hätte. Hamm.(Zwischen Korb und Zimmerung erDrückt.) Im Untertagebetrieb der Zeche„Heinrich Robert“ in der Nachbargemeinde Herringen geriet der Stapelhauer Bauke, der verheiratet und Vater eines Kindes war, beim Transport eines eisernen Stapels zwischen Korb und Zimmerung und wurde erdrückt. schädigt geborgen. Maßgebende Persönlichkeiten unseres Museums halten es für möglich, daß man hier auf einen altgermanischen Friedhof gestoßen ist, und werden daher die weiteren Grabungen fachmännisch überwachen. Dortmund.(Brandstiftungsversuch.) Am Sonntag abend zeigte die Ehefrau des Hausbesitzers in Dortmund, Lessingstraße, bei der Polizei an, daß sie gegen 19 Uhr bei ihrer Heimkehr von einem längeren Spaziergang in ihrer Wohnung einen Brand entdeckt habe, der aber wieder gelöscht sei. Ihr Ehemann sei an dem Abend von einer Reise zurückgekehrt und habe sie zur Polizei geschickt, um Anzeige zu erstatten. Die hinzugerufenen Polizeibeamten sahen, daß auf dem Küchenschrank ein Feuer gebrannt hatte, das aber vorzeitig wieder verlöscht war. Der noch in der Nacht hinzugezogene Beamte der Brandermittlungsstelle stellte fest, daß eine versuchte Brandstiftung in Tateinheit mit versuchtem Versicherungsbetrug vorlag. Die Küchenschränke, der Fußboden in der Küche und im Schlafzimmer, die Oberbetten und der Kleiderschrank waren mit Brennspiritus und Petroleum begossen. Frau H. ist geständig. Die Eheleute, die gegen Brandschaden versichert sind, wurden verhaftet. Wanne=Eickel. Auf grauenvolle Art schied im Stadtteil Röhlinghausen die 60 Jahre alte Frau Hammer aus dem Leben. Sie durchschnitt sich mit einem Messer die Kehle; der Tod trat sofort ein. Nach den Ermittlungen der Polizei soll Schwermut die Frau in den Tod getrieben haben. Marl.(Weitere Volkswohnungen sollen gebaut werden.) Zu den augenblicklich im Bau befindlichen Wohnungen soll jetzt, wie in der Ratsherrensitzung mitgeteilt wurde, auch in Drewer ein neues Wohnviertel entstehen, in dem die Westfälische Heimstätte dort 165 Volkswohnungen errichten will. Sie werden einen Kostenaufwand von 735700 RM erfordern, wozu unsere Gemeinde die Summe von 182500 RM durch Aufnahme eines Reichsdarlehens beisteuern wird. 0 — Die Ruderer suchen ihre Meister 26. Deutsche Reisterschafts-Regatta in Leipzig Nach den triumphalen Erfolgen der deutschen Ruderer auf der Olymvischen Regattta in Berlin gilt das Jahr 1937 im deutschen Rudersport der Festigung und dem Ausbau dieser glanzvollen Leistungshöhe. Wir dürfen behaupten, daß die Rudersaison 1937 sich sicher vorwärtsstrebend auf der Linie der Olympiasiege weiterbewegt. Hervorstechendes Merkmal sind der Sieg des Wiking=Achters auf der Henley=Regatta und die klaren Erfolge deutscher Mannschaften über gute englische Boote. Meldeergebnis ein Rekord Die 26. Deutsche Meisterschafts=Regatta in Leivzig bildet am kommenden Wochenende den Höhepunkt und den wertvollsten Prüfstein des Ruderjahres. Leipzig besitzt eine ideale Rennstrecke. die völlig gerade verläuft und sechs Booten mit Steuer Startmöglichkeit gibt. In den steuermannslosen kennen werden stets drei Boote gestartet, denen dann ein Fahrwasser von je 30 Meter zur Verfüzung steht. Die Meldungen sind diesmal noch zahleicher eingegangen als im Vorjahr. Wir finden inter den 33 gemeldeten Vereinen mit 45 Booten und 168 Ruderern manche klangvolle Namen, aber such zahlreiche vielversprechende Vertreter des Nachwuchses. Bezeichnend, daß von den sieben OlympiaTeilnehmern nur noch drei Boote am Start erschei nen, ein sicherer Beweis, wie gut sich der Nathwuch durchgesetzt hat. Wiking=Achter Favorit In den sieben Rennen auf der 2000 Meker langen Regattastrecke, denen am Samstag Vorreitnen vorlusgehen, sind auf der ganzen Linie packende Kämpfe u erwarten, die Zeugnis ablegen werden von der bleichmäßigkeit und Kampfstärke der deutschen Spitzenmannschaften. Das größte Interesse gilt atürlich wieder dem Achter=Rennen, in dem wir lle namhaften Mannschaften vertreten finden. favorit ist natürlich der Olympia=Tritte und Heney=Sieger RG Wiling Berlin. Die Mannschaft udert zwar in anderer Besetzung ale 1936, hat aber soch so viel Stilsicherheit und Ke#ofkraft bewiesen. aß man auch die Niederlage## der Kovenhageter Regatta verschmerzen kaur und den acht Manten um Karl=Heinz Schulz die ersten Siegesauschten einräumen muß. Seh: arjährlich wird ihnen n erster Linie der Berliner RE werden, der in amburg in bestechender Form in neuer AlsterRekordzeit den Senatsachter gewann. Wenn es daach auch so gut wie sicher erscheint, daß der AchterSieg in die Reichshauptstadt wandert. so darf man och von den übrigen leistungsstarken Mannschaften ärtesten Widerstand erwarten. Das sind vor allem sie Frankfurter Germanen, die im Süden eine überragende Rolle spielen und denen der RV Mainz nicht viel nachsteht. Auch Wratislawia Breslau ud RC am Wannsee werden eine gute Rolle vielen. Gleichmäßig gute Vierer Besonders ausgeglichen sind die Vierer=Rennen. Im Vierer m. St. scheint der Berliner RC nach inem glatten Siege in Hamburg der erste Anwärer auf den Titel zu sein. In Westdeutschland hofft an nicht ohne Berechtigung auf die ausgezeichnete Rannschaft von Etuf Essen. die in diesem Jahre hon zu schönen Erfolgen kam. Sehr zu beachten st auch Germania Frankfurt. Der Vierer o. St. dürfte vor allem Wiking Berlin und RV Regensburg, der in Hamburg den Berliner RC sicher schlug. in schärfstem Kampf sehen. Sicherlich darf man aber auch von Etuf Essen, Ra Saarbrücken und dem 1. Vieslauer RV eine gute Leistung erwarten. Gustmann=Adamski ungefährdet In den Zweier=Rennen scheint die Lage etwas klarer zu sein. Im Doppelzweier dürften KaidelPirsch(Renngemeinschaft Franken SchweinfurtAlemannia Berlin kaum zu gefährden sein. Sie schlugen ihre gefährlichsten Konkurrenten TimpePaul(Germania Frankfurt) auf der Frankfurter Hauptregatta sehr sicher. Diesen beiden Booten am nächsten wird wohl Favorite Hammonia Hamburg kommen, Ueberaus hart verspricht der Kampf im o. St. zu werden, da sich vier völlig gleichwertige Mannschaften um den Titel bewerben. In vorderster Betrachtung muß man zwar die Olympiakandidaten Melchnig=Meyer auf der Heide vom Hannoverschen RE nennen, die auf dem Baldeneysee in Essen einen guten Eindruck hinterließen. Berechtigten Anspruch auf den Titel erhebt auch der Berliner RV 76, der Sieger auf der Alster. nicht minder gut ist der Zweier von Hellas Berlin. Der Olympiasieger Gustmann=Adamski(Friesen. Berlin), die erst jüngst in Zürich einen erfreulichen Sieg feierten, finden im Riemen=Zweier m. St. nur einen Gegner. Hellas Berlin, der glatt geschlagen werden dürfte Wer wird Einer=Meister? Ueberaus groß und völlig gleichwertig ist in diesem Jahr die Schar der Bewerber im Einer=Ren'5 Gewichtheber im Kampf De un. nen. Unter den Skullern haben wir zwar noch nicht den Nachfolger unseres Europameisters Schäfer gefunden. aber der Nachwuchs verspricht für die Zukunft recht gute Leistungen. Es ist sehr schwer vorauszusagen, wer diesmal den wertvollen Titel des besten deutschen Skullers holt. Da ist zunächst Georg von Opel, der in diesem Jahr auf deutschen Regatten wenig gestartet ist. In England auf der Henley=Regatta kam er zwar nicht über den lauf hinaus. seine Erfahrung dürfte ihm aber in Leipzig doch sehr wertvoll sein. Sehr zu beachten ist der Tangermünder Seedorf. der in Frankfurt eine glänzende Form zeigte. Westhoff vom Berliner RC schlug in gutem Stil in Hamburg den Grünauer Füth, der in diesem Jahr nicht recht herausgekommen ist. Er wird bestimmt in vorderster Linie enden. Die Hoffnungen Westdeutschlands ruhen auf Broockmann(Rhenus Bonn) und Neuburger (WSV. Godesberg). Neuburger kam zwar in Frankfurt nicht recht mit und mußte sich auch in Hamburg nach seinem Vortagssiege über Matschke von dem Nürnberger Skuller schlagen lassen. Ein gewichtiges Wörtchen werden auch v. d. Bergh (Mainzer RV.), Paul(Germania Frankfurt) und Pirsch und Kaidel mitreden. Auch die Frauen.. Zum ersten Male wurden auch zwei Frauenwettbewerbe ausgeschrieben, in denen der Titel„Reichssieger" vergeben wird. Die Frauen kämpfen in einem Rennen im Doppel=Vierer m. St. und in einem Stilrudern im Gig=Doppel=Vierer. Vorschlußrunde in Duisburg— Niederrhein-Reisterschaften im Schwimmen Deutsche Das Quisburger Schwimmstadion an der Wedau erlebt am Samstag und Sonntag zwei Kampftage. die einen hervorragenden Verlauf versprechen. Einmal handelt es sich um die Vorschlußrunde der Deutschen Wasserballmeisterschaft, und zum anderen geben sich die niederrheinischen Schwimmer und Schwimmerinnen das letzte Stelldichein vor den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf. die acht Tage später stattfinden. So wird es auf der sportgerechten Quisburger Bahn interessante Kämpfe und aufschlußreiche Vorentscheidungen geben. Am Samstag. 18.30 Uhr. steigen die beiden ersten Spiele der Vorschlußrunde. Beianntlich sind Wasserfreunde Hannover als Titelverteidiger und die drei Vorrunden=Turniersieger Weißensee 96. Duisburg 98 und Aachen 06 beteiligt. Aachen 06 und Wasserfreunde Hannover übernehmen den Beginn unter der Leitung des Magdeburgers Venecke. Schiedsrichter Hofmann=Nürnberg leitet das zweite Sviel Weißensee 96 gegen Duisburg 98. Der Spielplan für Sonntag hat folgendes Aussehen: Vormittags 10.30 Uhr: Wasserfreunde Hannover— Weißensee 96 ind Duisburg 98— Aachen 06. Nachmittags 16 Uhr: Aachen 06— Weißensee 96 und Wasserfreunde Hannover— Duisburg 98. Es ist durchaus möglich, daß die Entscheidung erst im letzten Kampf zwischen Wasserfreunde Hannover und Caractiola oder Rosemeyer? Wer wird Deutscher Kraftwagenmeister?— Der Große Berg-Preis von Deutschland bringt die Entscheidung Acht Tage nach der Jagd auf dem Nürburgring um den Großen Preis von Deutschland starten unsere Rennfahrer erneut auf dem Schauinsland um den Großen Bergpreis von Deutschland. der gleichseitig die Entscheidung in der Deutschen Kraftwazenmeisterschaft bringt Das Eifelrennen und der (roße Preis von Deutschland wurden bisher für die Meisterschaft gewertet. Danach liegt Caracciola mi tacht Punkten an der Spitze. knapv gefolgt von Europameister Rosemeyer mit sieben Punkten. Zwischen diesen beiden volkstümlichsten deutschen Renn fahrern wird am Sonntag beim 13. SchauinslandRennen, dem letzten Lauf zur Meisterschaft 1937. die Entscheidung fallen. Der Große Berg=Preis von Deutschland, der frü here Freiburger Bergrekord. besitzt in der deutschen Motorsportgeschichte eine beachtenswerte Tradition. Schon diese Tradition gibt Anlaß, daß die besten deutschen Fahrer am Start erscheinen. Da in diesem Jahre das Rennen zudem als einziger Berglauf für die Deutsche Meisterschaft gewertet und als Pflichtlauf eingesetzt wird, ist das Meldeergebnis besonders groß ausgefallen. 248 Fahrer trugen sich in die Meldeliste ein, und zwar 42 Ausweisfahrer bei den Motorrädern. 109 Motorrad=Lizenz=Fahrer. 43 Fahrer mit Sportwagen ohne Kompressor, 21 mit Svortwagen mit Kompressor und schließlich 33 Rennwagenfahrer. Ganz vorzüglich ist auch die Vertretung des Auslandes. Italien schickt 18 Fahrer ins Nennen, die Schweiz 10. Oesterreich 8. Ungarn und England je drei. Holland, Belgien. Spanien und Schweden je einen Vertreter. Zehntausende von Zuschauern werden am Sonn tag wieder die landschaftlich sehr schöne Strecke zum Schauinsland umsäumen und mit besonders großer Anteilnahme den Kampf der großen Rennwagen verfolgen. Nach den großen Leistungen von Caracciola und Rosemever auf dem Nürburgring spitzt sich alles auf die Entscheidung zwischen diesen bei den Meisterfahrern zu. zumal Rosemever darauf drennt, für seine knappe Niederlage, die trotz allem sein großes Fabrkönnen bewies. Revanche zu nebmen. Die Auto=Union ist weiterhin durch Hans Stuck vertreten, der bekanntlich als Bergspezialist gilt. Er wird sicherlich in der Entscheidung zu finden sein. Mercedes=Benz entsendet als zweiten Fahrer den jungen Hermann Lang. dessen große Fahrerklasse gerade in diesem Jahre bestens herausgestellt wurde. Manfred von Brauchitsch mußte auf ärztliches Anraten auf den Start verzichten. Trotz dieses starken deutschen Aufgebots darf man erwarten, daß auch die ausländischen Vertreter eine beachtliche Rolle spielen. Die Scuderia Ferrari schickt einen Alfa=Romeo=Wagen, dessen Fahrer noch nicht feststeht. Pietsch(Maserati). Ruesch(Alfa Romeo), Soffietti(Maserati). Belmondo(Alfa Romeo) vervollständigen das gute Feld. Auch das Rennen der kleinen Rennwagen ist sehr gut besetzt. Hier finden wir Bäumer(Austin). Graf Lunari(Maserati) am Start. während in der nächsthöheren Klasse Graf Castelbarco(Talbot). Villoresi(Maserati) und Martin(ERA.) um den Sieg kämpfen werden. Nicht minder gut ist das Starterfeld bei den Sportwagen. In der Klasse ohne Kompressor wird BMW. durch Richter, Röse und Heinemann aussichtsreich vertreten. Sie treffen auf Balestrero (Alfa Romeo) und Pätzold(Ford). Bei den Wagen mit Kompressor wird die Entscheidung zwischen Kohlrausch auf MG.. Gilera(Fiat). Villoresi(Maserati) und Berg(Alfa Romeo) liegen. Sehr spannend versprechen die Rennen der Krafträder zu werden. In der kleinen Klasse sind die DKW.=Fahrer Kluge. Winkler und Petruschke kaum zu gefährden, wenn auch der Spanier Simo(Terro) und der Belgier Dickwell auf Barbe=Jav recht gute Fahrer sind. Fleischmann und Mellmann(beide NSU.) sind in der 350er=Klasse die Favoriten. Andersen(Velocette), Hänni(Norton), Gülisch(Arolea) und Binder(Velocette) dürften bier nicht ganz mitkommen. In der großen Klasse liegt die Entscheidung zwischen Mansfeld, Bodmer und Hert (DKW.), da die starken BMW.=Fahrer nicht am Start erscheinen. Quisburg 98 fällt. Da die vier Mannschaften ihre Vorbereitungen sehr sorgfältig getroffen haben und aus allen Trainingslagern gute Nachrichten über Kondition uno Form gekommen sind, muß man auch hier mit Ueberraschungen rechnen. Allgemein werden die Hannoveraner und die Quisburger als die stärksten Mannschaften angesprochen, doch wäre es zu gewagt, schon jetzt eine Vorhersage auf die beiden ersten Plätze zu treffen, zumal die Weißenseer und auch die Aachener nicht nach Duisburg kommen, um sich sang= und klanglos aus dem Felde räumen zu lassen. Nach Punkten werden die beiden besten Mannschaften ermittelt, die an einem späteren Termin das Endsniel um die Deutsche Wasserballmeisterschaft bestreiten. Die Niederrheingau=Reisterschaften im Schwimmen werden im Rahmen dieser Veranstaltung am Sonntag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr ausgetragen. Einige Konturrenzen kommen später zum Austrag. so wird man lange Strecke der Männer und Frauen mit der Niederrheingau=Meisterschaft im Wasserball verbinden. Das Meldeergebnis läßt keinen Wunsch offen. Die stärksten Mannschaften finden sich am Start ein. Bei den Frauen fehlt nur Martha Engfeld=Genenger, die mit der deutschen Mannschaft nach Paris fährt, um an den dortigen internationalen Kämpfen teilzunehmen. Während es bei den Männern wieder um die Führung im Gau einen schönen Kampf zwischen dem AmateurSC. Duisburg und Düsseldorf 09 gibt. müssen die 98erinnen aus Düsseldorf mit barter Gegnerschaft aus Duisburg und Krefeld rechnen. Im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf werden die schwimmerischen Konkurrenzen mit Spannung erwartet. Die Duisburger Wasserballanhänger, die so oft ihre Begeisterung unter Beweis stellten, können sich diesmal nicht beklagen. denn Samstag und Sonntag wird es viel zu sehen geben. Hoffentlich wird die Unterstützung der westdeutschen Besucher nutzen. zumal man annimmt. daß sich eine der beiden westdeutschen Mannschaften für das Endsviel qualifiziert. Reisterschaften 1937 im Feder=, Leichttelgewicht— Ausscheidungen für die Pariser Weltmeisterschaft Am Son## werden in der Düsseldorfer Tonhalle die Endtämpfe um die drei Gewichtsklassen zum Austrag kommen. In den drei Klassen fehlt keiner, der nicht die Aussicht hätte, in die Entscheidung einzugreifen. Damit ist die Gewähr für spannungsvolle Kämpfe und hervorragende Leistungen gegeben. Liebsch— Mühlberger— Walter So könnte die Reihenfolge im Federgewicht lauten. Der Düsseldorfer Rekordmann hat sich gerade zur rechten Zeit in Form gebracht, was seine gleichbleibend guten Leistungen in den letzten Wochen vollauf bestätigten. Mit einer Leistung von rund 600 Pfund dürfte ihm der Titel sicher sein. Dem hervorragenden Trio folar mit Renfer=Augsburg, Schäfer und Wagner aus Stuttgart wieder ein Dreigestirn, das hart um die Plätze kämpfen wird und das übrige Feld mit Marx=Köln, KemnitzTrier, Domski und Biermann=Düsseldorf sowie Kannewald und Schmidt=Essen hinter sich lassen dürfte. Zweikampf Jansen— Schwitalle In diesem Zeichen wird die Leichtgewichtsmeisterschaft stehen. Meister Jansen=Essen hat die 650 Pfund mit ziemlicher Sicherheit„drin“ und damit die besten Aussichten, den Titel zum drittenmal zu erringen. Der Breslauer Schwitalle kann dem Titelverteidiger sehr gefährlich werden, wenn er mehr als 250 Pfund stößt. Für die weiteren Plätze kommen in der ungefähren(nicht bindend) Reihenfolge Wagner 2=Essen, Erdmann=Suhl. Grauvogl== Augsburg. Lessenich und Dürr=Köln, Böttger=Bremen und Schormann=Röhlinghausen in Frage. Wagner oder Ismayr? Die Krone unseres Mittelgewichtsmeisters wakkelt; das kann man nach den letzthin gezeigten Leistungen des Esseners wohl sagen. Doch wir wissen, daß Wagner,„geht es um die Wurst", sich michtig zusammenreißen und dann mit Bombenleistungen aufwarten kann. In Düsseldorf wird er das schon tun müssen, denn Rudi Ismayr. der trotz Vorbereitung zum Staatsexamen seine Meldung abgegeben hat, wird darauf brennen, sich wieder die„Nr. 1“ anzuheften. Braunes Band von Deutschland Der deutsche Galopprennsport hat am ersten August=Sonntag seinen Festtag; auf der neu hergerichteten Bahn in München=Riem wird das „Braune Band von Deutschland“ entschieden und damit gleichzeitig das bedeutendste deutsche Zuchtrennen gelaufen. Das„Braune Band von Deutschland“ über 2400 Meter, auch diesmal wieder mit 100000 RM. dotiert, hat eine Besetzung erfahren, wie sie bis jetzt noch nicht zu verzeichnen gewesen ist; besonders das Ausland zeigt ein außerordentlich starkes Interesse. Von den deutschen Spitzenpferden befindet sich alles im Rennen, was Anspruch auf den Sieg erheben könnte. Da ist zunächst Sturmvogel, der seine vier diesjährigen Starts zu ebenso vielen Siegen im Chamant=Rennen, Jubiläums=Preis. HansaPreis und Erinnerungs=Pokal gestaltete; der Schlenderhaner ist ohne Zweifel unsere stärkste Waffe in diesem internationalen Kampf. Wahnfried wurde im vergangenen Jahr Dritter, er könnte auch diesmal mit in die Entscheidung greifen. Sehr gespannt ist man auf das Abschneiden der Dreijährigen; Abendfrieden hat seit seinem überlegenen Derby=Sieg Ruhe gehabt, der Union=Sieger Blanus ist ein weiterer ernsthafter Anwärter. Gerade dieser Begegnung mit Sturmvogel, gegen den er im Erinnerungs=Pokal durch Disqualifikation verlor. und Abendfrieden, mit dem er sich in Horn nicht messen konnte, sieht man mit besonderer Spannung entgegen. Dazu kommen noch mit Gewinnaussichten der zuverlässige Trollius und Iniga Isolani, die einzige Stute in diesem Rennen. Der Rest kommt für die engere Entscheidung kaum in Frage: Sturmvogel sollte vor Vatellor und Abendfrieden durchs Ziel gehen. Der Radsport am Wochenende Das radsportliche Wochenende ist diesmal besonders ereignisreich. Auf der Frankfurter Sportfeldbahn wird als Höhepunkt des Programms die Deutsche Stehermeisterschaft entschieden. Sechs Teilnehmer wurden in den beiden Ausscheidungsläufen ermittelt, die nun mit einem siebenten Fahrer, den der Führer des Deutschen Radfahrer=Verbandes. Stadtrat Holzhüter, auf Grund besonderer Verdienste bestimmt. um den Deutschen Meistertitel kämpfen werden. Nach der Tour de France beginnt am Samstag die Tour de Suisse mit der ersten Etappe von Zürich nach Chur. Als deutsche Vertretung starten Emil Kijewski, Fritz Diederichs. Fritz Funke. Karl Heide, Erich Hoffmann und Willi Kutschbach. In den Gauen werden die Amateur=Straßenmeisterschaften entschieden. Die Fahrer des Gaues Niederrhein starten in Essen zu einem Rennen über 100 Kilometer, die Bewerber des Gaues Westfalen in Bielefeld. Sehr groß ist die Zahl der Bahnrennen. Amateur=Rennen finden wir am 31. Juli in Mannheim=Waldbof und M.=Gladbach auf dem Programm: am 1. August in Augsburg, Bremen. bemer. Oberberbach, Sorau. Biederitz und Luckenwalde. Großen Sport verspricht der Große Preis von Kovenhagen am 30. Juli, 1. und 3. August. Die Deutschen Richter, Hürtgen treffen auf gute ausländische Klasse, wie Scherens. Falck Hansen, Michard. Gérardin, van Eamond, van Bliet. An einem Mannschaftsrennen in Wieringen nehmen KilianVopel teil. Auf der Bremer Aschenbahn gibt es am 1. August einen interessanten Kampftag, der als Mittelpunkt einen Kampf Holland— Dänemark— Deutschland bringt. Die Holländer sind durch Smits Krovman, die Dänen durch Arne W. Pedersen Jakobsen vertreten. Die Straßenrenen„Rundfahrt durch die Romagna".„Rund um den Wörther See“ und der Große Francois=Fabre=Preis(Luxemburg) versprechen ebenfalls ereignisreichen Svort. Wer wird deutscher Stehermeister? Die Deutsche Stehermeisterschaft 1937 wird in diesem Jahre auf der Bahn des Frankfurter Sportfeldes entschieden. Am Donnerstagabend wurden zwei Vorläufe über je 100 Kilometer gestartet, am Sonntag folgt die Entscheidung. 14 Fahrer waren zu diesem Meisterschaftswettbewerb zugelassen. Die drei Besten eines jeden Vorlaufes kamen in die Entscheidung. Man kann kaum mit einer großen Ueberraschung rechnen. Wahrscheinlich wird sich am Sonntag das Ende zwischen Metze, Lohmann. Schön und Krewer, dem„ewigen Zweiten“, abspielen. Besondere Aussichten räumt man im Süden heute Adolf Schön ein, aber man darf nicht vergessen, daß Metze immer seinen Mann stand, wenn es galt. zu Meisterehren zu kommen, und Lohmann nicht weniger ehrgei#ig und kräftig als der Wiesbadener ist. Neuestes in Kürze „Hermann=Göring=Meisterschule für Malerei". Berlin, 30. Juli. In Kronenburg(Eifel) ist die „Hermann=Göring=Meisterschule für Malerei“, errichtet worden; sie ist ihrem Schirmherrn, dessen Namen sie trägt, unmittelbar unterstellt. Zum Leiter der Meisterschule hat Ministerpräsident Generaloberst Göring den Maler Professor Werner Peiner, Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, berufen. Zweck und Ziel der Meisterschule, die in Preußen Vorbild sein soll, zeigt eine vom Ministerpräsidenten gegebene Satzung auf. Die Leistung entscheidet, wer lehren und lernen darf. Die Aufgabe heißt, deutschem Wesen in der Kunst Ausdruck zu verleihen. Das Ziel ist erreicht, wenn Meister und Schüler den Grund für eine deutsche Malereischule unserer Zeit gelegt haben, die an eine große Vergangenheit anknüpft und wertvolles Erbe an kommende Geschlechter weitergibt. Apparate=Lotterie auf der Rundfunkausstellung. Berlin, 30. Juli. Auf der kommenden 14. Großen Deutschen Rundfunkausstellung wird eine Lotterie durchgeführt, deren Erlös wohltätigen Zwecken zufließt. Es werden 10 Serien zum Lospreis von 50 Pfg. gespielt. Die Hauptgewinne sind wertvolle Empfangsgeräte. Außerdem gelangen weitere Rundfunkapparate sowie nationalsozialistische Rundfunkschriften zur Ausgabe. In der Durchgangshalle der Halle 4 erhält der Lotteriestand seinen Platz; dort wird jede Auskunft erteilt, und dort kommen auch die Gewinne zur Aushändigung. Der Führer in der Siegfried=Aufführung. Bayrenth, 30. Juli. Der dritte Abend von Richard Wagners gewaltigem Nibelungendrama im Bayreuther Festspielhaus zeigte wieder das vertraute Bild, zu dem sich an dieser Stätte künstlerischer Spitzenleistungen, Begeisterung einer anspruchsvollen Festgemeinde und die Anwesenheit hoher Persönlichkeiten aus Staat und Partei vereinigen. Denn auch zur Aufführung des Siegfried waren der Führer, mehrere Reichsminister und Reichsleiter sowie führende Männer der Wehrmacht erschienen, die durch ihre Teilnahme an der ganzen Vorstellungsreihe die innige Verbundenheit von Macht und Geist im Dritten Reich und die, hohe Bedeutung Richard Wagners für die nationalsozialistische Kultur sinnfältig bekunden. Die Künstler der Festspiele, das Orchester, Musiker oder Sänger, setzten auch an die Wiedergabe des JungSiegfried=Dramas unter Leitung von Furtwängler, Tietjen und Preetorius ihre besten Kräfte mit einer selbstlosen Hingabe ein, die der ungewöhnlichen Anstrengungen dicht aufeinander folgender Ringaufführungen nicht achten. So lösten Werk und Aufführung helle Begeisterung aus, die in immer neuen Beifallsstürmen durch das ausverkaufte Haus brandeten. Geburtstagsglückwunsch des Führers an Mussolini. Berlin, 30. Juli. Der Führer und Reichskanzler hat dem königlich=italienischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Schwerer Zugunfall in Radebeul=Kötzschenbroda. Dresden, 30. Juli. Am Donnerstag in der dritten Morgenstunde fuhr ein von Elsterwerda kommender Eilgüterzug im Bahnhof Radebeul=Kötzschenbroda aus bisher noch nicht einwandfrei geklärte Ursache auf das dortige Stellwerk auf und zerstörte es. Hierbei wurde der im Stellwerk Dienst tuende Weichenwärter Mar Prater getötet. Durch den heftigen Anprall des Zuges auf das Stellwerk schoben sich die ersten sieben Güterwagen ineinander. Dadurch kamen zwei Zugbegleitbeamte ums Leben, und zwar der als Zugführer Dienst tuende Hilfszugschaffner Fritz Werner und der Gepäckschaffner Martin Berndt, beide(aus Dresden. Auch der Lokomotivführer Arno Steudtner aus Dresden wurde getötet, während der Lokomotivheizer Kurt Rietsche aus Dresden schwere Verletzungen erlitt. Er wurde ins Krankenhaus Meißen gebracht. Die Vorort= und Ferngleise waren für mehrere Stunden gesperrt. Der Vorortverkehr wurde durch Pendelzüge und Kraftwagen aufrechterhalten, die Fernzüge wurden umgeleitet. Eden gegen Einschaltung des Völkerbundes im Fernost=Konflikt. London, 30. Juli. Die Lage im Fernen Osten wurde erneut im Unterhause zur Sprache gebracht. Der Oppositionsliberale Mander fragte, ob wegen der ernsten Entwicklung der Lage nicht geplant sei, den Völkerbundsrat einzuberufen. Außenminister Eden erwiderte, es werde zugegeben, daß die Lage sehr ernst sei, er sei aber gegenwärtig nicht bereit, die Initiative in dieser Angelegenheit zu übernehmen. Man müsse berücksichtigen, daß zwei der wichtigsten Mächte, Japan und die Vereinigten Staaten, keine Völkerbundmächte seien. In Beantwortung weiterer Anfragen sagte Eden, daß ihm keine Berichte über Kämpfe in Peiping vorlägen. Aus Vorsichtsgründen seien jedoch die britischen Staatsangehörigen in dieser Stadt angewiesen worden, sich in das Gesandschaftsviertel zu begeben. Der Außenminister fügte hinzu, daß England, die Vereinigten Staaten und andere Mächte alles tun würden, um eine endgültige Beilegung des Konfliktes herbeizuführen. Nationalsozialismus ist Sozialismus der Tat! Aus der Arbeit des Gaues Westsalen=Süd Der Kartoffelkäferabwehrdienst in Tätigkeit. Mit dem Einsetzen der Flugzeit ist der Kartoffelkäfer auch in diesem Jahre an verschiedenen Orten des westfälischen Grenzgebietes festgestellt worden. Wie zu erwarten war, ist der Kartoffelkäfer entsprechend seiner Ausbreitung in den westlichen Grenzländern zum Teil stärker in das Inland vorgedrungen. Der auf Grund vorjähriger Erfahrungen weiter ausgebaute Suchdienst des vom Reichsnährstand eingerichteten Käferabwehrdienstes hat sowohl in Teilen des Regierungsbezirks Trier, im Saarland, in der Pfalz und neuerdings auch in Baden zu Funden dieses Schädlings geführt. Die in jedem Fall unverzüglich eingerichteten Bekämpfungsmaßnahmen bieten die Gewähr für eine restlose Vernichtung an den Fundorten. Der Suchdienst wird es in Verbindung mit einer bereitwilligen Hilfe der gesamten Bevölkerung ermöglichen, daß der Kartoffelkäfer bei weiteren Auftritten sofort festgestellt und wirksam vernichtet wird. Meldefristen in der Krankenversicherung. Es hat sich gezeigt, daß im Falle der Erkrankung von vielen Volksgenossen, die Meldefristen nicht eingehalten werden. Nach den Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung muß das Mitglied im Falle der Erwerbsunfähigkeit dieses der Krankenkasse innerhalb von 7 Tagen melden. Da bei Nichteinhaltung der Meldefrist der Volksgenosse nicht in den Genuß des Krankengeldes kommt, entstehen in solchen Fällen sehr oft Verärgerungen, und der: Volksgenosse ist nicht selten (der Meinung, daß es böser Wille der Krankenkasse sei, wenn ihm das Krankengeld vorenthalten wird. Da die Krankenkasse an die Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung gebunden ist, wird hiermit erneut auf die Meldefrist hingewiesen und jedem Volksgenossen empfohlen, sich mit den Satzungen seiner Krankenkasse vertraut zu machen, damit beiderseits Jeit, Kosten und Aerger erspart bleiben. Werkpausen im Gan Westfalen=Süd. Der Reichssender Köln führt in den nächsten Tagen im Gau Westfalen=Süd folgende Werkpausen durch: am 2. Stellungen bei Taku beschoß. Auch Truppen der japanischen Nordchina=Garnison griffen schließlich in das Gefecht ein. Nach japanischen Meldungen nehmen die hier als Strafexpedition bezeichneten militärischen Maßnahmen in Nordchina einen planmäßigen Verlauf. Die japanischen Truppen hatten nach der Besetzung von Nanyan die 38. Division weiter in Richtung auf Peiping zurückgedrängt und den Chinesen schwere Verluste zugefügt. Nach einer Meldung der Agentur Domei sind augenblicklicht in Tientsin schwere Kämpfe im Gange, in die auf chinesischer Seite neben Truppenteilen der 29. Armee bemerkenswerter Weise auch Teile der chinesischen Polizei verwickelt sind. Umschwung in Peiping Nanking, 30. Juli.(Ostasiendienst des DRB) General Schiyusan, der Kommandeut der Peipinger Gendarmerie, der seine Japanfreundlichkeit schon einigemal unter Beweis gestellt hat, machte, wie es in einem bei den Nankinger Militärstellen eingegangenen Telegramm heißt, mit den Japanern gemeinsame Sache. Er schickte die ihm unterstellte Gendarmerie gegen die Peipinger Eisenbahnstation vor, die diese auch nach einem erfolgreichen Gefecht mit den treu zur Zentralregierung stehenden Truppen besetzen konnte. Dadurch wurden die Regierungstruppen gezwungen, Peiping zu verlassen. Auch General Suntscheyuan reiste nach Paoting ab und überließ die Macht in Peiping dem Kommandeur der 38. Division Tschangtzuchung, der wegen seiner Neigung, mit lden Japanern zu einem Ausgleich zu kommen, bekannt ist. Unter diesen Umständen war die 37. Division nicht mehr im Stande, ihre gestern in Langfang, Fengstay und Tungdschou errungenen Vorteile zu behaupten, sondern sie mußte die gewonnenen Stellungen räumen. Der Umschwung der Lage in Peiping hat die Nankinger Regierung und die Bevölkerung in große Unruhe versetzt. Zwischen den leitenden Mitgliedern der Regierung haben eingehende Besprechungen stattgefunden. Meldungen aus Tientsin zufolge ist der japanische Dampfer„Choan Maru“ am Mittwoch abend an der Taku=Barre von chinesischen Truppen beschossen wworden. Einige Zeit später eröffneten die Chinesen auch das Feuer auf den japanischen Zerstörer„Fuji“, der jedoch von anderen Zerstörern unterstützt das Feuer erwiderte und die chinesischen lugust bei der Zentral=Kokerei Graf Schwerin in BochumHiltrup, am 3. August bei den Vereinigten Deutschen Metallwerken A.G. in Altena, am 4. August bei der Firma Hueck& Bären in Lüdenscheid, am 5. August auf der Zeche Schwerin, Gelsenkirchener Bergwerks A.G. in Castrop=Rauxel Sämtliche Werkpausen beginnen um 12 Uhr. Handwerker fahren nach Ungarn. Das Deutsche Handwerk in der Deutschen Arbeitsfront führt für die Handwerkskameraden kürzere Reisen ins Ausland durch, die nicht nur der Erholung dienen sollen, sondern auch Meistern und Gesellen Gelegenheit geben, ihren Gesichtskreis zu erweitern. Vorgesehen sind Reisen nach Bulgarien, Italien, der Schweiz, dien nordischen Ländern usw. Die erste Fahrt dieser Art findet vom 15. bis 20. September nach Ungarn statt. Arbeitsfront und Flakregiment künden gemeinsame Veranstaltungen an. Am 28. und 29. August führt die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ im Gau Westfalen=Süd gemeinsam mit dem Flakregiment 4 in der Kampfbahn„Rote Erde“. in Dortmund eine Veranstaltung durch, die wohl erstmalig in dieser Form kein wird. Das Regiment trägt die Regimentsmeisterschaften aus und die Deutsche Arbeitsfront zieht eine Feierabendgestaltung auf, die die große Veranstaltung am Vorabend des Kreistages in Dortmund noch übertreffen soll. Studienbeihilfe für begabte Kriegerwaisen. Begabten, taber bedürftigen Kriegerwalisen kann bei einer Unterbrechung des Studiums durch Arbeits= oder Wehrdienstpflicht— auch wenn sie das 24. Lebensjahr bereits überschritten hhaben— eine einmalige Studienbeihilfe gewährt werden, um sihnen den Abschluß des Studiums zu ermöglichen. Selbstverständlich darf das Skudium nicht absichtlich verzögert und die Ablegung der Prüfungen schuldhaft hinausgezögert wwerden. Anträge sind durch die Kameradschaften der RSKOV, zu stellen. Farnk!. bestieg den ägyptischen Königsthron Kairo, 30. Juli. König Faruk I. legte am Donnerstag vor beiden Häusern des Parlaments den Eid auf die Verfassung ab und bestieg damit den Königsthron. Da er am 11. Februar 1920 geboren wurde, würde er nach europäischer Zeitrechnung erst am 11. Februar 1938 die Volljährigkeit erreicht haben. Das Datum der Thronbesteigung wird jedoch nach islamischen Mondjahren berechnet, die 11 Tage kürzer sind. Daher fällt die Volljährigkeit auf den heutigen Tag, Seit Tagen schon strömte die Landbevölkerung in das überfüllte Kairo zusammen. Das Zentrum und die Straßen, durch die der Königszug sich bewegte, sind mit Hunderttausenden von Fahnen. und Millionen von Glühbirnen, zahlreichen Triumpfbögen mit Kronen und Inschriften märchenhaft geschmückt. Seit den frühen Morgenstunden sind die Straßen von ungeheueren Menschenmengen eingesäumt, und jeder Verkehr auf den Zufahrtsstraßen ist unmöglich. Um ½9 Uhr verließ der Königszug den Abdine=Palast unter Salutschüssen. Die Staatskarosse des Königs, der die Feldmarschallsuniform angelegt hatte, traf um 9 Uhr am Parlamentsgebäude ein. Hier erwarteten ihn alle Abgeordneten,(Senatoren, die Mitglieder der königlichen Familie, der Regentschaftsrat, die Königinmutter, die Prinzessinnen, das diplomatische Korps, die Spitzen der Behörden und die Generalität. Im Parlament wies der Ministerpräsident in seiner Begrüßungsrede auf die Errungenschaften der letzten hin, insbesondere auf das Abkommen mit England, das Ergebnis von Montreur, die Abschaffung der Kapitulationen und den Beitritt zum Völkerbund. Nach einer kurzen Ansprache des Senatspräsidenten erhob sich der König und alle Anwesenden, und der König legte, den Eld ab, die Verfassung und die Gesetze des ägyptischen Volkes zu beachten, die nationale Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit des ägyptischen Landes aufrecht zu erhalten. Als der König den Eid abgelegt hatte, rief der Ministerpräsident„Es lebe der König" und alle Anwesenden stimmten begeistert in den Ruf ein. Die Rückfahrt in den Abdine=Palast vollzug sich unter ungeheuerer Begeisterung der Volksmassen, während zahlreiche Kapellen die Nationalhymnen spielten. Mehrere Geschwader modernster Jagdflugzeuge der jungen ägyotischen Luftwaffe überflogen den Festzug. Als Zugeständnis an die modernste Entwicklung wurde allgemein beachtet, daß die Königinmutter zum erstem Mal in ihrer offenen, unvergitterten Loge unverschleiert dem Staatsakt beiwohnte und die Prinzessinnen in modernster europäischer Kleidung erschienen. Am Mittag fand im Palast ein großer Glückwunschempfang statt, wobei der Kriegsminister dem König den Marschallsstab überreichte. Den Tag beschloß ein großes Bankett mit künstlerischen Darbietungen und ein Feuerwerk. Die Festveranstaltungen dauern bis zum Sonnabend, wo eine große Militärparade die Feierlichkeiten beschließt. Am Sonnabendnachmittag tritt das Kabinett formell zurück. Erzieher besichtigen Freibäder. Nach Abschluß eines Lehrganges des NSLB. des Gaues Westfalen=Süd am Möhnesee fuhren die Teilnehmer unter Leitung des Gaufachamtsleiters Löhr zu den Freibädern des Gaues. Sie bezeichneten das Freibad Nattenberg in Lüdenscheid als Musterbad, das sowohl in seiner Lage als auch in der technischen Einrichtung zu den schönsten Bädern des Gaugebietes gehört. Fünfter bei den deutschen Heeresmeisterschaften. Leutnant(Walter Lindemann von der MG. 1. Abteilung in(Dortmund wurde bei den kürzlich in Berlin ausgetragenen deutschen HHeeresmeisterschaften Fünfter. Kreistag der RSDAP. des Kreises Brilon. Eine Kreisstabsitzung, an der auch die Führer sämtlicher Formationen der NSDAP. teinahmen, fand unter der Leitung des Kreisorganisationsleiters Mankel im Sitzungssaale des Landratsamtes in Brilon statt. Zweck dieser Tagung war die Festlegung der Programmfolge für den diesjährigen Kreistag der NSDAP. des Kreises Brilon. Der Kreistag findet vom 231 bis 26. September in der Kreisstadt Brilon statt und gliedert sich wie folgt: Donnerstag, den 23. September, Eröffnung des Kreistages mit einer Kulturtagung. Freitag, den 24. September: Vier Großkundgebungen der Deutschen Arbeitsfront mit Reichsrednern in Winterberg, Olsberg, Brilon und Niedermarsberg. Samstag, den 25. Saptember: 10=Jahres=Feier der Gründung der NSDAP.=Ortsgruppe Brilon; Treffen der alten Kämpfer des Kreises Brilon. Sonntag, den 26. September: Haupt= und Schlußtag des Kreistages. Die Teilnehmer treffen mit drei Sonderzügen von Niedermarsberg, Hallenberg, und Medebach bis 10 Uhr in Brilon ein. 10 Uhr Antreten sämtlicher Formationen zur Morgenfeier auf dem Briloner Marktplatz. Es sprechen Gauobmann Stein und Gebietsführer Langanke, 14 Uhr Propagandamarsch, 15,30 Uhr Großkundgebung in der Schützenhalle. Es sprechen stellv. Gauleiter Parteigenosse Vetter und ein namhafter Führer der NSD AP., wahrscheinlich der Gauleiter Julius Streicher(Nürnberg). Ab 17 Uhr Volksfest in der Schützenhalle, das durch die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ gestaltet wird. (Aus dem NS.=Gaudienst) F Tlüttssoctts u. Famdtags von vießen. Orten Sonntagskarten, nach Werkonn Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unsern innigsten Dank Familie Wilhelm Möller. Hohenlimburg, im Juli 1937. Wo. KSU. Hohenlimburg 1921 G. V. Sonntag, den 1. August, in den Anlagen des Restaurant zum Schützenhaus. Plepenbrink: verbunden mit Preisschießen, Verlosung und Kinderbelustigung. Es spielt die verstärkte Hauskapelle. Hierzu ladet ein: Der Vereinsführer. Restaurant„Stahlhof“ Horimunder Union Biere langjähriger Okonom der Cafino=Hesellschaft in Arnsberg Hagen i. W., Körnerstr. 4 Nähe Rathaus, bewachter Parkplatz„0# Ruf 279701. 1. 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Möller, Hagen Elberfelder Straße 11 gegenüber Rat hauspassage Dicherr wig## entrüchen HAARFARBE FI.1.80 SorK(2LIEOERRERSTELIER Partümerie mengel Sauberes, fleißiges Mädchen für Geschäft und Haushalt gesucht Bächerei Holzrichter Unternahmerstr. 2 8 Evangelischer Kirchendienst Sonntag, den 1. August 1937. Kirche in Elsey Uhr: Gottesdienst(P. Gurr). 10¾ Uhr: Kindergottesdienst. Gemeindehaus an der Kaiserstrade 9½ Uhr: Gottesdienst, P. Betzler 10% Uhr: Kindergottesdienst. Kirchein Hohenlimburg 10 Uhr Gottesdienst P. Lic. Burkardt. 11¼ Uhr: Kindergottesdienst 8 Uhr: Blaukreuzverein. Montag, den 2. August 8 Uhr: Uebungsstunde des Kirchenchors im Volksheim 8¼ Uhr: weiblicher Jugendabend im Gemeindehaus an der Kaiserstraße. 5½2 Uhr: Jugendstunde für Knaben im Alter von 10—14 Jahren im Gemeindehaus an der Kaiserstraße. Dienstag, den 3. August 1937, 8 Uhr: männl. Jugendabend im Gemeindehaus in Elscy 8¼ Uhr: männl. Jugendabend im Gemeindehaus an der Kaiserstraße. Rittwoch, den 4. August 1937, 8½ Uhr: Bibelstunde in der Obernahmer Schule. 8½ Uhr: Weibl. Jugendabend im Gemeindehaus in Elsey. Donnerstag, den 5. August 1937, 9½ Uhr: Bibelstunde im Gemeindehaus in oisey und an der Kaiserstraße. Deutsche Christen(Nationakkirchliche Bewegung Samstag, den 31. Juli 1937, 3,30 abends: Wochenendfeier in der Elseyer=Schule. Kun der: Hilfspfarrer Gömandi. KinderUnterziehhösehen Daum wolle, gestrickt 0.48 Herren-Kragen halbsteif, weil, is ein □ Größen Stäck Seta Bei Hämorrholdenleiden wird garantiert geholfen Ausk. koftenlos Drogerie Feldhege Herrenstraße 14 Hemdchen od. Schlüpfer Knaben-Pallover„ Kunstseide mait Ruschen: 0.68 mellert........ Stück O. 20 permatur Stück Kinder-Söckchen Damen-Kragen ut gemustert. Rändchen n# nn Bubenform oder sgitzer 0 Größe 1-—5 Paer O. 20 Ausschnitt..... Stück Diese Waren stehen ab Samstag, den 31. Juli zum Verkauf. eventl. auch mit Wohnung zu vermieten. Offerten unter Nr. 9564 an die Geschäftsstelle dss. Bl. 95 Zablangserleichterangen darch Kredtt-Spe SOMMER-SCHLUSS-VERKAUF SOMMER-SCHLUSS-VERKAUF Verreist bis 23. August Dr. Schaefer 4 Verpackung.-- Lagerung Wilhelm Masling vorm. Friedr. Göbel Hagen, Lenzmannstr. 6, Rut 22097 Fachmännische Bedienung alterprobt—— zuverlässig Anfragen auch an Jean Vogt, Fuhrunternehmer, H’limburg Herrenstraße 26- Ruf: 2297 5 Anheilbar? Nr. 175 3. Blatt 68. Jahrgang Der Gemeinnutzige Freitag, den 30. Juli 1937 Wirtschaftliche Tagesfragen Praktische Volkswirtschaft Das neue deutsch=französische Handelsabkommen Von der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung werden die näheren Bestimmungen über das neue deutschfranzösische Zahlungsabkommen vom 10. Juli 1937 bekanntgegeben, das die früheren einschlägigen Absprachen ersetzt. Das Abkommen regelt die Zahlungen aus dem Warenverkehr zwischen Deutschland und Frankreich und den französischen Kolonien. Für den Zahlungsverkehr zwischen Deutschland und Syrien=Libanon gilt nach wie vor das Zahlungsabkommen vom 30. Januar 1937. Nach dem Zahlungsabkommen vom 10. Juli 1937 werden die Zahlungen aus dem Warenverkehr zwischen Deutschland und Frankreich sowie den Kolonien usw. wieder in Bardevisen geleistet. Ausgeschlossen ist die Zahlung in Reichsmarkbanknoten und deutschen Scheidemünzen. Der deutsche Ausführer muß der nach Frankreich bestimmten Ware außer den vorgeschriebenen Zollpapieren auch eine Exportvalutaerklärung, Abschrift der Rechnung sowie eine Erklärung darüber beifügen, daß die exportierte Ware deutschen Ursprungs ist. Soweit Abzweigungen für Nebenkosten vorgenommen werden, müssen Höhe und Zweck genau angegeben werden. Der französische Exporteur hat vor Absendung seiner Ware nach Deutschland eine vorläufige Rechnung dem deutschen Käufer zuzustellen, die dieser der zuständigen Ueberwachungsstelle bei der Beantragung der benötigten Devisen vorlegt. Die von der Ueberwachungsstelle beglaubigte Bescheinigung sendet der deutsche Käufer dem französischen Exporteur zurück, der daraufhin diese mit der endgültigen Rechnung dem Office Franco=Allemand des Paiements Commerciaux zur endgültigen Visierung vorlegt. Devisenbescheinigungen und Devisengenehmigungen zur Einzahlung von Reichsmark bei der Deutschen Verrechnungskasse für französische Waren und Nebenkosten werden nicht mehr ausgestellt. Die Ueberwachungs= und Devisenstellen erteilen in Zukunft lediglich Devisenbescheinigungen zum Erwerb von effektiven Devisen. Die Reichsbank teilt die Devisen zu, wenn eine Devisenbescheinigung oder Genehmigung und eine vom Office Franco=Allemand visierte Rechnungsabschrift vorgelegt wird und wenn der Betrag fällig ist. Die Versendung von Reichsmarkwechseln und von Valutawechseln ohne Effektivklausel zur Bezahlung französischer Waren kann genehmigt werden. Schecks in ausländischer Währung können nur versandt werden, wenn die entsprechenden Devisen von der Reichsbank ordnungsmäßig erworben worden sind. Ueberweisungen durch die Post sind ausgeschlossen. Die Ueberwachungsstellen erhalten ein monatliches Devisenkontingent, bis zu dessen Höhe sie für die einzelnen von ihnen bewirtschafteten Waren Devisenbescheinigungen ausstellen können. Die Devisenstellen können Devisengenehmigungen erteilen zum Erwerb von effektiven Devisen zur Bezahlung von nach dem 1. August 1937 erstmalig fällig gewordenen Verbindlichkeiten aus dem passiven Eigenveredelungsverkehr, dem Bezug von französischem elektrischem Strom und von französischem Gas. Die entstehenden Nebenkosten sowie alle übrigen mit dem Warenverkehr zusammenhängenden Verbindlichkeiten sind auf Grund einer Devisengenehmigung oder Devisenbescheinigung in effektiven Devisen zu bezahlen. Private Verrechnungsgeschäfte, Gegenseitigkeitsgeschäfte, Rohstoffkreditgeschäfte und ASK J. sind unzulässig. Weiter ist die Verwendung von Sperrguthaben zur Bezahlung von deutschen Waren, die nach Frankreich und seinen Kolonien ausgeführt werden, nicht gestattet. Die für den Transithandel geltenden Vorschriften bleiben unberührt. Die Cenehmigung zux Führung von ASK J. werden mit Wirkung vom 1. August 1937 widerrufen. Die auf diesen Konten am 31. Juli vorhandenen Beträge können bis zum 31. Dezember 1937 in der vorgesehenen Weise verwendet werden. Private Verrechnungsgeschäfte, die vor dem 1. August genehmigt worden sind, können bis spätestens 31. Dezember 1937 noch abgewickelt werden. Devisenbescheinigungen und Devisengenehmigungen, die zu Einzahlungen bei der Deutschen Verrechnungskasse berechtigen, sind bis zum 15. August 1937 den Ueberwachungsbzw. Devisenstellen einzureichen, die den Inhabern eine neue Bescheinigung ausstellen, auf Grund deren sie effektive Devisen anfordern können. Beträge, die von deutschen Importeuren bei der Deutschen Verrechnungskasse zugunsten französischer Lieferanten eingezahlt, aber noch nicht vom Office Franco=Allemand an den Empfänger weitergeleitet worden sind, können aus dem Verrechnungsverkehr zurückgezogen werden, wenn die Ware nicht vor dem 1. August 1937 versandt worden ist und der französische Empfänger mit dem Rückruf einverstanden ist. An Stelle der zurückgerufenen Beträge können entsprechende Bescheinigungen zum Erwerb von effektiven Devisen erteilt werden. *— älterer Angestellker im Einzelhandel Der deutsche Einzelhandel hat ebenso wie die meisten übrigen deutschen Wirtschaftszweige in den letzten Jahren einen anhaltenden Wirtschaftsaufstieg erlebt. Die Umsätze, die 1933 infolge der großen Arbeitslosigkeit nur noch 21,8 Milliarden RM. ausmachten, beliefen sich 1936 bereits wieder auf 27.8 Milliarden RM. Damit hat der Einzelhandel am eigenen Leibe die Segnungen der neuen Zeit erfahren. Jetzt ist es aber auch an ihm, zu seinem Teil an den Aufgaben mitzuarbeiten, die das Dritte Reich der Wirtschaft stellt. Zu diesen Aufgaben gehört auch die stärkere Berücksichtigung der älteren Angestellten bei EinReste der ArRichtung liect Wirtschaft stellt. Zu diesen Aufgaben ge stärkere Berücksichtigung der älteren Angeste stellungen, damit auch im Einzelhandel die heitslosigkeit beseitigt werden. In dieser das Schreiben, das der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Dr. Hayler, an die Betriebsführer aller Einzelhandelsbetriebe, die über 10 Angestellte beschäftigen, gerichtet hat. Die Betriebsführer sollten, wo nach Lage der Dinge eine Neueinstellung älterer Angestellter erwartet werden muß, dies von sich aus freiwillig tun und nicht erst auf Anweisungen des Arbeitsamtes warten. Bei den Einstellungen sollten zwar die verschiedenartigen Verhältnisse des einzelnen Betriebes maßgeblich sein, doch müsse berücksichtigt werden, daß es bei solchen Maßnahmen nicht ohne Opfer abgehe, wenn der Erfolg erreicht werden soll. Gerichtskostenmarken werden eingezogen Nach einer Bekanntmachung des Reichsministers der Justiz werden mit Ablauf des 30. September 1937 verschiedene von den ehemaligen Landesjustizverwaltungen herausgegebene Gerichtskostenmarken außer Verkehr gesetzt. Es bleiben künftig noch die folgenden Kostenmarken in Geltung: a) die Gerichtskostenmarken der ehemaligen Landesjustizverwaltungen mit der Landesbezeichnung und den Jahreszahlen 1933 und 1934— jedoch ohne den Aufdruck „A“ oder„N“— über Werte von 5, 10, 20 und 50 Rpf. sowie von 1, 2, 3, 5, 10, 20 und 50 RM., b) die von der Reichsjustizverwaltung herausgegebenen Gerichtskostenmarken mit der Jahreszahl 1935 oder einer späteren Jahreszahl über Werte von 5, 8, 10, 12, 20 und 50 Rpf. sowie von 1, 2, 3, 5, 10, 20 und 50 RM.; die Kostenmarken aus dem Jahre 1935 tragen noch den Aufdruck„Deutsches Reich“, der bei den späteren Jahrgängen fortgelassen ist. Rechtsanwälte, Notare und sonstige Personen können die noch in ihrem Besitz befindlichen Kostenmarken, die mit dem 30. September 1937 ihre Gültigkeit verloren haben, in der Zeit vom 1. Oktober 1937 bis 31. Dezember 1937 bei der Gerichtskasse(nicht dagegen bei den Gerichtszahlstellen und anderen Markenverkaufsstellen) gegen gültige Marken umtauschen. Eine Ehrengerichtsordnung für das Verkehrsgewerbe Die Ehrengerichtsordnung der gewerblichen Wirtschaft hat der Reichsverkehrsminister in diesen Tagen auch für die Reichsverkehrsgruppen verbindlich gemacht. Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß für Verkehrsgewerbetreibende die gleichen Ehrbegriffe gelten wie für andere gewerbliche Unternehmer, und daß Ehrver letzungen von Verkehrsgewerbetreibenden in gleicher Weise und durch die gleichen Gerichte geahndet werden wie die anderer gewerblicher Unternehmer. In einem Erlaß werden die Einzelheiten und die sich aus der Natur der Sache ergebenden Abänderungen den Reichsverkehrsgruppen und den Gliederungen der Organi sation der gewerblichen Wirtschaft mitgeteilt. Die Beisitzer im ehrengerichtlichen Verfahren gegen Unternehmer des Verkehrsgewerbes entstammen dem Verkehrsgewerbe. Der Erlaß wird im Reichsverkehrsblatt bekannt gegeben. Steigerung der Schafzucht ist nötig! Der Stellvertreter des Reichsbeauftragten für die Schafzucht erklärte in der Hauptversammlung des Landes verbandes braunschweigischer Schafzüchter in einem Vortrag über die deutsche Schafzucht und Wollerzeugung im Rahmen des Vierjahresplanes, daß der Schafbestand seit der Machtergreifung von 3,4 Millionen auf 4,4 Millionen Schafe gestiegen ist. Damit können aber nur 8 v. H. unseres Wollbedarfs gedeckt werden, doch ist zu hoffen, daß wir 1938 auf 6 Millionen und zum Ende des Vieriabresplans auf 10 Millionen Schafe kommen. Leistungssteigerung bei der Ziegenhaltung Wenn der einem Volke zur Verfügung stehende Raum zu eng wird, tritt als wichtiger Faktor der Volksernährung auch die Ziege ins Blickfeld des öffentlichen Interesses. Gerade die Ziege bringt bei bescheidensten Lebensbedingungen ein Höchstmaß an Leistung hervor. Seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat man der Ziege auch in Deutschland in steigendem Maße Beachtung geschenkt, so vor allem im Weltkrieg, wo wir 4,6 Millionen Ziegen hatten. Nach dem Kriege sank der Bestand rapid ab. Obwohl die Ziegenzucht im nationalsozialistischen Staat stark gefördert wird, hatten wir im vergangenen Jahr erst wieder einen Bestand von 2.4 Millionen Stück. Niemals hatte man in Deutschland die Ziegenzucht planmäßig betrieben. Dies ist heute anders geworden. Durchgreifende Maßnahmen sorgen dafür, daß die Ziegenzucht planvoll betrieben, d. h., daß die Ziege auf Leistung gezüchtet wird. Die Durchschnittsleistung der deutschen Ziege liegt heute bei 559 Kilogramm. Bei einem Fettgehalt von 3,6 v. H. erzeugt eine Ziege jährlich rund 20 Kilogramm Butterfett, deckt also den gesamten Fettbedarf eines Volksgenossen. Jede neueingestellte Ziege ist damit ein Banstein auf dem Wege zu unserer Fettversorgung. Für die Einstellung von Ziegen sind daher aus Reichsmitteln erhebliche Beträge bereitgestellt worden. Nicht nur der Bestand, sondern vor allem die Durchschnittsleistung der einzelnen Zieszen geneigert werden. und zwvar durc Planvotwahl und durch die Milchleistungsprüfung. Letztere guten Ziegenhaltungen jährliche Wilchleißungen von 1400 Kilogramm und mehr je Tier erkennen lassen. Wie der Geschäftsführer der Reichsfachgruppe Ziegenzüchter, Dr. Keller, Berlin, auf der Landestagung der Landesfachgruppe Ziegenzüchter Sachsen in Freital mitteilte, ist die Leistungssteigerung in der Ziegenzucht zu 80 v. H. eine Frage der Fütterung. Jeder Züchter muß dazu kommen, sich vom Zukauf von Futter unabhängig zu machen. Eine Ziegenhaltung ohne wirtschaftseigene Futtergrundlage hat keine Lebensberechtigung. Walnußbäume müssen erhalten werden! Um den Bestand deutscher Walnußbäume nicht noch weiter zu gefährden, ist durch Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft das Fällen und die sonstige Beseitigung von Walnußbäumen, die in 1,50 Meter Höhe einen Durchmesser von weniger als 45 Zentimeter haben, verboten. Ausnahmen sind nur auf Antrag zulässig. Ferner wird bestimmt, daß für jeden auf einem gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Grundstück gefällten Baum ein neuer gepflanzt werden muß, auch dann, wenn der beseitigte Walnußbaum einen größeren Durchmesser als 45 Zentimeter in 1,50 Meter Höhe hat. Wiederverwendung gebrauchter Buttertonnen * Nach den bisher geltenden Verpackungsvorschriften für Butter darf„Deutsche Markenbutter“ und„Deutsche Feine Molkereibutter“(ausgenommen geformte Butter) nur in neuen Buchentonnen oder in sogenannten Patentkübeln für den Pendelverkehr und neuerdings in Kartons und Kisten in den Verkehr gebracht werden. Im Interesse einer sparsamen Rohstoffverwertung wurde eine Aenderung dieser Vorschriften als zweckmäßig angesehen. Im Einvernehmen mit dem Reichs= und Preußischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Hauptvereinigung der deutschen Milchwirtschaft mit der soeben ergangenen Anordnung Nr. 15 daher die Verwendung von gebrauchten Tonnen zur Verpackung von deutscher Marlenbutter und deutscher feiner Molkereibutter unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Für die Verpackung von Butter, die zur Einlagerung bestimmt wird, dürfen auch weiterhin nur ungebrauchte Tonnen verwendet werden. Verhütung der Einschleppung des Kartoffelkäfers Im Reichsgesetzblatt vom 26. Juli wird eine Dritte Verordnung zur Abwehr des Kartoffelkäfers(Verhütung der Einschleppung) veröffentlicht. Danach wird die Einund Durchfuhr von lebenden Kartoffelkäfern in allen ihren Entwicklungsstufen ohne Einschränkung und die Ein= und Durchfuhr von Kartoffeln sowie einer Reihe von weiteren näherbezeichneten Gewächsen, von Schalen und anderen Abfällen solcher Erzeugnisse sowie von Säcken und anderem Verpackungsmaterial bis auf weiteres aus Frankreich, Belgien oder Luxemburg verboten. Für die nicht schon unter die vorgenannten Bestimmungen fallenden sonstigen Gemüsesorten, Küchengewächse usw. ist die Ein= und Durchfuhr aus Frankreich, Belgien und Luxemburg in der Zeit vom 1. April bis 14. November jedes Jahres nur gestattet, wenn der Erzeugungsort wenigstens 50 Kilometer von der Grenze des Ausbreitungsgebietes des Kartoffelkäfers entfernt ist und der Sendung ein in einer besonderen Anlage vorgeschriebenes Ursprungs= und Gesundheitszeugnis beigegeben ist. Die Verordnung tritt am 1. August 1937 in Kraft. Gleichzeitig werden die Verordnungen vom 23. Februar 1932, vom 7. Oktober 1932 und vom 3. Oktober 1933 aufgebeien. Bewilliate Preiserhöhungen haben keine Rückwirkung Bei dem Preiskommissar für die Preisbildung wurdin der letzten Zeit mehrfach Beschwerde darüber geführt, daß einzelne Unternehmer, die eine Ausnahmebewilligung zur Erhöhung ihrer Preise erhalten hatten, diese dazu benutzten, um auch für die Vergangenheit Preiserhöhungen durchzusetzen. Nunmehr hat der Reichskommissar solche Preiserhöhungen für unzulässig erklärt. Auch wenn in den Ausnahmebewilligungen über den Termin des Inkrafttretens nichts gesagt wird, dürfen Preiserhöhungen erst vom Tage der Bekanntgabe ab vorgenommen werden. Das Abrunden von Pfennigbeträgen Auf Anfrage der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel bai der Reichskommissar für die Preisbildung in einem Erla## an die Preisbildungs= und eüberwachungsstellen zu der Auf= und Abrundung von Pfennigbeträgen Stellung ge nommen. Der Erlaß bezieht sich auf Waren, für die Höchst oder Festpreise festgesetzt sind und die in Teilen der Ein heit, auf die sich die festgesetzten Preise beziehen, verkauf werden. Ergeben sich dabei Preise mit Bruchteilen vor Pfennigen, so darf eine Aufrundung des Pfeunnigbetraget nach oben dann erfolgen, wenn der Bruchteil einen halben Reichspfennig und mehr beträgt. In dieser Aufrundung ist ein Verstoß gegen die festgesetzten Höchst= oder Festpreife nur dann zu erblicken, wenn durch die Abgabe von kleinen Einheiten die festgesetzten Preise überschritten werden sollen. Diese Regelung gilt für alle Waren, sotreit nich erwas anderes ausdrücklich angsorduct I1. Eine„Neue“ Krankheit Lähmungen durch Zuckermangel Manche Menschen können einfach nie fertig werden: Sie trödeln bei der Arbeit herum, haben ihre Gedanken nicht richtig bei dem, was sie gerade beschäftigt, und vergessen darüber doch, was sie vorher bearbeitet haben. „Ach, dem geht's nicht von der Hand!“ sagt man. Wenn Frauen Toilette machen, soll dieser Zustand besonders häufig sein. Aber auch manche Männer können die, die auf sie warten, zur Verzweiflung treiben mit ihrem Trödeln.„Gedankenlosigkeit",„Mangel an Konzentralion", Rücksichtslosigkeit" nennt man gewöhnlich diese Haltung. Kaum jemand wird es einfallen, an eine ernstere Erkrankung zu denken, wenn der Ehemann oder die becufstätige Tochter sich morgens absolut nicht zum stehen entschließen können und eigentlich erst nach dem Frühstück richtig munter werden Meist hat wirklich nur ein Mangel an Energie die Schuld daran! Aber manchmal ist von diesem Trödeln, diesem tranceähnlichen Zustand nur ein kleiner Schritt zu einer ernsteren Erkrankung, die ihren Höhepunkt in Ohnmachtsaufällen, ja tagelanger Bewußtlosigkeit, in einer Art epileptischer Anfälle und schließlich sogar in Lähmungen und Sinnesstörungen finden kann. Der Kranke kann z. B. plötzlich nicht mehr sprechen. Aufpassen sollte man schon, wenn sich zu jenen, an sich nicht so ungewöhnlichen Aeußerungen der menschlichen Faulheit eine besondere„Nervosität“ gesellt, wenn der Betroffene über Druck im Kopf klagt oder behauptet, daß er manchmal alles verschwommen sehe. Schwitzt er dazu noch leicht und wird ihm öfters übel, oder prickeli es ihm in den Beinen, als ob er Sekt statt Blut darin habe, so darf man das nicht beicht nehmen. Diese Anzeichen sind zwar einzeln gesehen, ziemlich harmlos; gemeinsam aber ergeben sie ein ganzes Krankheitsbild, das der Arzt erst auf Grund neuerer Forschungen deuten lernte, und in dem er das genaue Gegenzur Zuckerkrankheit erkannte. Durch Mißerfolge und unangenehme Ueberraschungen bei der Behandlung von Zuckerkranken mit Insulin kam man auf die Ursachen der„neuen“ Krankheit. Dies Hormon, das der sogenannte„Inselapparat“, der Bauchspeicheldrüse an die Blutbahnen abgibi, dient bekanntlich dazu, den im Blut enthaltenen Zucker in Aufbaustoffe des Körpers umzuwandeln. Bei größeren Arbeits- und Sportanstrengungen, aber auch bei Krankheiten und schwereren Aufregungen fordert der Körper bei seinem„Stärtespeicher", der Leber, mehr Zucker an, und die Bauch speicheldrüse muß dann auch mehr Insulin abgeben, damit der Zucker ausgenutzt werden kann. Wenn da die Bauchspeicheldrüse versagt, so daß der Körper zu wenig Insulin erhält, wird nicht genügend Zucker verwandett und kann seinerseits nicht die mit der Nahrung zugeführten Fete ausreichend umwandeln. Sofern aber der Arzt weiß, was der Kranke pro Tag an Zucker bzw an Kohlehydraten in Mehl. Kartoffeln u. ä. zu sich nimmt, kann er die notwendigen Iusulinmengen in künstlicher Zufuhr verordnen Nicht selten aber kam es da vor, daß d.r Kranke doch mal weniger Kohlehydrate zu sich nahm, als durch das künstlich gegebene Insulin verarbeitet werden sollte. Was von diesem Insulin übrig blieb, führte dann zu gefährlichen Zuständen von epileptischen Anfällen und Bewußtseinsstörungen, die der Arzi als„Koma" bezeichnet. Da fiel nun manchen Aerzten auf, daß dieses Koma genau manchen Krankheitserscheinungen glich, für die bisher keine Erklärung gefunden werden konnte. Nun erkannte man, daß hier entweder der Inselapparat selbst zu viel Insulin abgeben muß,— und bei näherer Untersuchung hai man in mehreren Fällen tatsächlich geschwulstartige Wucherungen am Inselapparai gefunden,— oder daß zu wenig Zucker ins Biu gelangte. Die schwersten Der größte künstliche See der Welt Hamiten landshastlicge, Wundger.— Ein Dorado süi: Wassersportler. Der große Boulder=Damm ist vollendet und für die meisten Menschen in Amerika keine Sensation mehr; sogar in Europa hat man, dank der Filmwochenschau, ein zuver kässiges Bild dieses technischen Wunders. Lake Mead, größte von Menschenhand angelegte See der Welt, der burch den Damm entstanden ist, bildet heute den An ziehungspunkt für Tausende von Besuchern, die wöchentlich den Boulder=Dammbau besichtigen. Der trube und reißende Koloradofluß ist hier in einen See wo sein Wasser rein und ruhig wird. Mead aus der Ferne sieht, so erscheint sein Wasser, dem sich der Himmel spiegelt, blau wie der Golf Neapel. Aber tritt man an seine Ufer und läßt man sich in einem Motorboot spazieren fahren, so erscheinen die Wasser grün wie die gletschergenährten Seen der Schweiz. Lake Mead, so genannt nach einem Ingenieur, der während des Dammbaues starb, ist in Wirklichkeit— zwei große Seen und eine Anzahl kleinerer, die alle durch enge Straßen verbunden sind. Die Straße zwischen den beiden größeren Seen läuft durch den Zoulder=Capyon, der zwölf Kilometer lang und nur an wenigen Stellen breiter als 90 Meter ist. Man erwartet, daß ein künstlich angelegter See in einer gebirgigen Landschaft bizarre hat; aber Lake Mead übertrifft diese Erwartungen noch. Er folgt einer gewundenen Route und schlängelt sich nach allen vier Richtungen des Kompasses. Obwohl er eine Fläche von nur 227 Quadratmeilen bedeckt, enthält er dennoch, dank seiner Tiefe, genügend Wasser, um zum Beispiel den ganzen Staat Connecticut drei Meter hoch unter Wasser zu setzen. Lake Mead hat große Reize. Seinen Ufern fehlen zwar die grüne Vegetation und die weißen Schlösser der oberitalienischen Seen, doch kann sich keiner seiner europäischen Brüder solcher Farben rühmen, wie sie die Felsen im Umkreis zeigen. Diese mächtigen Blöcke muten an wie die Palette eines Malers. Klippen und Felsschluchten leuchten in allen Schattierungen vom blassen Rosa bis zum Scharlachrot, Braun, Gelb, Orange, Blaßgrün, Sienna und Schwarz. Es ist kaum eine Vegetation vorhanden. Hier und da hat eine bedürfnislose Pflanze ein unsicheres Leben in der Spalte einer Klippe gefunden. Das ist alles. Sonst reihen sich Fels an Fels, Berg an Berg, Klippen, Canvons und mächtige Blöcke. Manchmal erheben sich aus dem klaren Wasser große Felshügel und bilden eine Insel, kahl und kühn wie Gibraltar. Die Inseln tragen sehr zu der Schönheit des Gesamtbildes bei. Anfälle dieser„Zuckermangelkrankheit“, stellen sich daher meist morgens ein, da der Mensch vom Abendessen bis zum Frühstück die größte Pause in der Nahrungsaufnahme macht, also dem Körper lange keine Kohlehydrate zuführt. Wer schwerer an dieser„Glykopenie“ leidet, muß daher in der Nacht öfters geweckt werden und etwas zu essen bekommen. In extremen Fällen ist nämlich der Schlaf gleich morgens in volle Bewußtlosigkeit übergegangen, die nur durch sofortige Einspritzungen von Tranbenzucker behoben werden konnte. Wenn auch rasche Zuckerzusuhr die Erscheinungen fast immer sofort behebt, so ist der Zuckerstoffwechsel doch nicht so einfach, daß man nur dem Kranken zuckerreiche Nahrung zu geben braucht, um ihm endgültig zu helfen. Es ist auch möglich, daß die Leber die Weitergabe des Zuckers an das Blut verweigert. Oder ein Ueberangebot vonInsulin kann dadurch verschuldet sein, daß einer der natürlichen Gegenspieler des Insulin im Körper, z. B. das Adrenalin der Nebenniere nicht in genügenden Mengen produziert wird. Dann ist eigentlich nicht zu viel Insulin, sondern nur zu wenig Adrenalin vorhanden. Während der Zuckerkranke keinen Kaffee trinken darf, weil Kaffee das Hormon der Nebennieren, das Adrenalin hervorlockt, so könnte das Kaffeefrühstück vielleicht gerade deshalb eine so gunstige Wirkung auf den Glylopente Kranten haben, weil es eben diesen Gegenspieler des allzu reichlich vor handenen Insulins aktiviert. Man sollte also den Wert eines ordentlichen Frühstücks am Morgen für Gesundheit und Leistungsfähigkeit nicht unterschätzen! Wer aber allzu lange beim Aufstehen trödelt,— kommi zu seinem eigenen Schaden oft nicht mehr dazu! Erstes Vorbeugungsmittel gegen die Zuckermangelkrankheit und ihre Folgen ist daher lebztuich doch eine Schulung der eigenen Willenskraft, und sei es nur des Willens, regelmäßig zu frühstücken. Konfekt— mit Typhus gefüllt Mordserie eines japanischen Arztes. Ein Mord mit einem der modernsten Mittel der jüngsten Wissenschaft— eine Mordserie, eine Reihe von phautastischen Anschlägen aus drei Motiven heraus:: aus Neugierde, aus Habsucht und aus beruflicher Eisersucht—. das sind die Hinteigründe, der mysteriösen Affäre Teihiro Takahashi, die zur Zeit von den besten Kriminalisten Japans untersucht wird. Es kann kein Zweifel mehr daran sein, daß Takahashi wirklich mit Typhusbazillen, die er in seinem eigenen Laboratorium gezüchtet hatte. mehrere Morde unternahm. Es dauerte viele Monate. ehe man dem ieuflischen Geheimnis auf die Spur kam Heute stehen die Vorbereitungen des Prozesses, gegen Takahashi im letzten Stadium. Auf Grund dieses offiziellen Materials kann hier eine erste zusammenhängende Darstellung der Vorgänge gegeben werden. Teihiro Takahashi arbeitete seit mehreren Jahren als praktischer Arzt in Kawaguchi, einer kleinen Stadt nordwestlich von Tokio. Er hatte ganz gute Erfolge zu verzeichnen, gedachte aber nicht, sein Leben als Landarzt zu beschließen. Er arbeitete vielmehr noch nebenbei an einem umfassenden Werk über Typhusbazillen. Um seine Arbeiten folgerichtig durchführen zu können, hielt er einige Kulturen dieser gefährlichen Krankheitserreger in seinem kleinen Laboratorium. Aber die Barmittel Takahashis reichten zur Vollendung seiner Studien nicht aus. Deshalb nahm er auf den Namen seiner Gattin eine Versicherung auf und überlegte nun, auf welchem Wege er in den Besitz dieser Versicherungssumme gelangen könnte. Er bereitete Pralinen Lake Mead ist inmitten landschaftlicher Wunder angelegt worden. Ganz gleich, nach welcher Seite man sich auch wendet; immer neue Naturschönheiten werden den Besucher überwältigen. Im Norden, fast den See berührend, ist das„Tal des Feuers“ und die Stadt". Dicht dabei ist einer der„versteinten Wälder Arizonas. Im Nordosten liegen Zion National Park und Bryce Canyon National Park, deren Schönheiten weltbekannt sind. Oestlich liegt der Grand Canyon. Im Süden sind der Damm, Black Canyon und der eingedämmte, sich windende Fluß, der schäumend wieder seinen Weg fortsetzt. Im Westen befindet sich das„Todestal“. Die tiefste Stelle der Vereinigten Staaten, 90 Meter unter dem Meeresspiegel und bar fast aller Vegetation, während nicht weit davon, im Sequoia National Park, Mount Whitney, einer der höchsten Punkte in den Vereinigten Staaten, sein schneebedecktes Haupt emporreckt. Hier wachsen die größten, ältesten und umfangreichsten Bäume der Welt. Ob Lake Mead der Anziehungspunkt der amerikanischen Reisenden bleibt, kann nur die Zukunft sagen. Seine Schönheit und sein Klima sprechen dafür. Außer in den drei Sommermonaten, wo die Hitze fast unerträglich ist, ist dort fast stets beständiges klares Wetter. Selbst in den kältesten Wintertagen kann man bequem im Freien in der Sonne sitzen. Die Nächte sind immer angenehm kühl. See sind bereits Fische ausgesetzt worden; man rechnet mit einer starken Vermehrung der Hirsche, Antilopen, Elche and Bergziegen. Da das ganze Gebiet Regierungsreseroat ist, sind alle Bedingungen für die Erhaltung des Tier., iebens gegeben. Schon heute ist Lake Mead ein Dorado ür Wassersportler. Vom Damm aus gesehen, nehmen sich die dahinflitzenden Motorboote wie Kinderschifschen in einem unwahrscheinlich blangrünen Spielzeugsee aus. zu, die in ihrem Innern eine großere Typyustolonie deherbergten. Durch einen„anonymen Schenker“ ließ er diese Pralinen seiner Gattin zustellen, die denn auch prompt unter schwersten Erscheinungen erkrankt. Aber ein Kollege lehnte eine Diagnose und eine weitere Behandlung des Falles ab und verlangte Ueberführung der Kranken in ein Hospital. Hier konnte sie mit Mühe gerettei werden. Takahashi war durch die Weigerung des Kollegen, seine Gattin zu behandeln, mißtrauisch geworden. Er vermutele, daß Yanagadi vielleicht zuviel wisse. Aus diesem Grunde beschloß er, auch ihn aus dem Wege zu räumen. Er bediente sich des gleichen Mittels und schickte vergiftete Boubons in die Wohnung des Arztes, der übrigens gleichzeitig seine größte Konkurrenz am Platz war. Aber nicht der Konkurrent aß die Süßigkeiten, sondern dessen Gattin und Tochter; beide starben nach nenn Tagen an Typhus Von jenem Zeitpunkt an scheint außerdem eine wahnwitzige Neugierde den Arzt befallen zu haben, wie die einzelnen Menschen auf seine Typhusbazillen reagierten Er begann nach allen Himmelsrichtungen vergiftete Bonbons zu verschicken. Sogar an die Hausangestellten des Dr. Tadanobn Ono sandte er Schokoladenpackungen mir Typhusbazillen. Hier stellte sich aber nur schweres Fieber ein. Immerhin war Dr. Ouo, der der Chefarzt des Krankenhauses war, wo die Gattin Takahashis gerettet wurde, in der Lage, das Vorhandensein von Typhuserregern in dem Konfekt festzustellen. Man konnte eben noch verhindern, daß ein anderer Arzt, Tsukada, mit seiner Familie einem ähnlichen Schicksal wie die Familie Yanagida verfiel. Als man das Haus Takahashis durchsuchte, stieß man rasch auf die Bazillenkulturen. Auch Ueberreste von Konfekt konnten noch entdeckt werden, halbpräparierte Pralinen, Verpackungsmaterial und— eine Adressenliste von Personen, die mit Typhusbazillen bedacht werden sollten. Takahashi verschluckte selbst in dem Augenblick seiner Verhaftung eine Anzahl Kulturen. Jedoch haben sich bei ihm bisher keine Krantheitserscheinungen gezeigt. Mais nimmt an, daß er vorher einen Impfstoff entwickelt hat. den er zuerst an sich selbst erprobte und der ihn nun daran hinderte, sich mit dem teuflischen Mittel umzubringen, mit dem er eine Reihe von Personen tötete und andere an den Rand des Grabes brachte. Er hatte gehofft. nicht nur die Versicherung auf das Leben seiner Frau einzukassieren, seine sämtlichen Konkurrenten in Kawaguchi zu beseitigen, sondern auch an den von ihm vergifteten Personen die Symptome studieren zu können, die sich bei einer direkten Insektion entwickeln Sein Lebenswerk: Portugiesisch japanisches Wörterbuch. Nichts kennzeichnet die Bedeutung der japanischen, Ansiedlung in Brasilien mehr, als die Taisache, dan mit Unterstützung der japanischen Regierung jetzt ein vortugiesisch=japanisches Wörterbuch herausgegeben worden ist. Licht Jahre hat der Dolmetscher und Sprachwissenschaftler W. Otake daran gearbeitet. Das Wörterbuch enthält nicht weniger als 100 000 Ausdrücke. Dieses Lerikon ist Otakes eigentliches Lebenswerk, obwohl sein Dasein auch vor Beginn dieser Riesenarbeit schon recht interessant war. Er war Dolmetscher des kurzfristigen Königs Pedro von Brasilien und kann als der eigentliche Anreger und Manager der japanischen Ansiedlung in Brasilien betrachtet werden. Warum sind wir Rechtshänder? Die Unsymmetrie des menschlichen Körpers. Ein altes Schulbeispiel für die Unsymmetrie des Körpers sind die Plattfische oder Seitenschwimmer, die deutlich erweisen, wie sehr es dabei auf die Trägheit der Bewegungen ankommt. Während die Larven jener merkwürdigen Fischgruppe, zu denen Schollen. Seezungen, Flundern usw. gehören, noch vollkommen normal gleichseitig und frei im Wasser schwimmen, zeigen die erwachsenen Tiere ein wesentlich anderes Bild, und die Unsymmetrie seiert dabei wahre Triumphe. Die Fische leben im Sand vergraben. und nur jene Körperseite, die nach oben gekehrt ist, ist gefärbt. Die Ungleichheit der Körperhälften geht aber noch weiter. Der ganze Kieferapparat ist einseitig, auch die beiden Augen befinden sich auf der oberen, bevorzugten Seite. Der Führer ruft die deutschen Frauen zur Mitarbeit, darum gehörst auch du ins deutsche Frauenwerk! Zahllose andere Organismen der großen Bühne des Lebens, die äußerlich durchaus symmetrisch gebaut erscheinen, lassen bei näherer Beobachtung erkennen, daß eine Seite etwas kräftiger entwickelt ist. Naheliegend ist es dabei, an den Menschen zu denken, dessen Bevorzugung der rechten Seite augenfällig ist. Von mancher Seite wurde diese Bevorzugung auf eine beim Embryo vorhandene, später aber wieder zurückgehende Spiralkrümmung nach links zurückgeführt. Nach H. Radestock wurde auch geltend gemacht, daß das nach links gelagerte Herz die linke Hirnhälfte reicher mit Blut versorge, wobei durch die bekannte Kreuzung der Nervenstränge die ganze rechte Körperhälfte im Vorteil sei. Jedenfalls aber liegt darin nicht die Ursache, daß wir nur mit der rechten Hand schreiben usw., auch die Naturvölker benutzen zum Werfen, Schleudem usw. ebenfalls die rechte Hand. Allerdings tritt beim Menschen vererbbare Linkshändigkeit nach statistischen Nachweisen ziemlich bäufig auf. Die Unsymmetrie tritt auch deutlich in der Länge der Arme und Beine zutage. Genaue Messungen erweisen. daß nur die wenigsten vollkommen gleich lange Arme und Beine besitzen. Deswegen braucht sich aber niemand ob seiner Schönheit zu ängstigen. die Schwankungen sind so minimal, daß sie das Auge nicht leicht erkennt. Und dann ist ja schließlich das Schönheitsgesetz der Unsymmetrie in uns allen lebendig, das uns über solche Klippen hinweghilft. Die Unsymmetrie erstreckt sich aber auch auf die Funktion der Extremitäten. Beispielsweise benutzen die meisten Menschen beim Stehen als Hauptstütze häufiger das rechte Bein(Stand= und Tastbein) als das linke, das Schreit= und Sprungbein. Auch der erste Schritt wird gewöhnlich mit dem kräftigeren und aktiveren rechten getan. Hinsichtlich der Hände liegen die Verhältnisse ganz ähnlich. So ist das Rechtstasten auf dunklen Gängen leicht festzustellen. Eine besondere Ursache hat auch das eigenartige„ImKreise=Gehen“ im Walde, in der Nacht. bei Nebel und Schneegestöber. Dem Aberglauben war diese Tatsache willkommener Vorwand für Dämonen= und Geistergeschichten. Heute wissen wir, daß uns dabei unsere Körperunsymmetrie übel mitspielt. Bei den Tieren finden wir übrigens ganz ähnliche Fälle. Verbindet man beispielsweise einem Hund die Augen und läßt ihn mitten in einem Teich schwimmen, so wird er nicht ans User gelangen, sondern immer wieder im Kreise schwimmen. Von fliegenden Vögeln, die um eine Lichtquelle kreisen. liegen ähnliche Beobachtungen vor. Tolstois Erzählung von dem Pferdeschlitten, der nach stundenlanger Kreisfahrt im Schneesturm dicht am heimatlichen Ziel mit und Fahrer zugrunde geht, ist nicht allein als Dichter phantasie zu beurteilen, sondern tatsächlich biologisch begründet. 0 90 WEROA Reug- churn Mct graiht. 8400 Das Mädchen auietscht, es macht sich so lang, wie es geht. Dann nickt es mühsam. *„ I s t n a t ü r l i c h r e i n e r Z u f a l l?! Das Mädchen fliegt ihm um den Hals. „Scheusal!“ vollendet er mit Scelenruhe.„Komm zum Bas ie Nauth. en, Munge,ted Velgung für einten schem Talent und einer leichten Neigung Pas Mitiagessin Verlälist nach gesten. Vegelz göch Chef sitzt am oberen Ende des Tisches, Mella uno Ruty zu seinen Seit's das Küken, ihm gegenüber. Wer bei Tisch spricht, erhält selten Autwort. Larum redet niemand. Man ißt mit I9nvt1ttzg, Exst wenn de Clef feis“ Zigar- anzündet, öffnen sich die SchleuLagesberia. Zuerst bezichtigt Mella die Famise König der unmaßigen Schlemmerei, kündigt energische Pole, daunt ole er saudor ersit eiun. eise Kote sei Auigenldern und, meizt, eigenilich bälte sie recht er wolle sich ein bischen bemühen. 2 Ruth entwickelt Pläne für den Nachmittag. i wilt die schon besprochene Filiale noch einmal kontrollieren Bericht erstatten und dann noch ein wenig ins Kino “ e i n o v e r d u m m t; m e i n t M e l l a t r o c k e n.„ L i e s l i e b e z ein anständiges Buch. Das ist deiner einseitigen Bildung und deinem Taschengeld bekömmlicher! Danke, Köchin!" Ruth steht auf und verbeugt sich tief „Die Weisheit der Küche soll in Zukunft mein LeitDer Ehef nickt. Er betrachtet seine beiden Aeltesten mit der Teilnahme eines Schiedsrichters. Sie sind beide nicht auf den Mund gefallen und verstehen es, das Florett ihrer spitzen Zunge treffsicher zu führen. Das gibt hochinteressante Streitgespräche. Im übrigen weiß er, daß sie stundenlang Arm in Arm im Garten gehen und sich ihre Herzen ausschütten. Und sollte, einmal ein Fremder ein böses oder auch nur abfiliges Wort von einem Familienmitglied sagen... na!! Dem armen Menschen schmeckte kein Mittagessen! Himmel, wie hat Ruth die Doktorstante angeschnurrt, als sie über Mellas Hang zur Küche zu spotten wagte! Das 632“ hößsigter verschluck sc zwischen Ralichen un„Da seht ihr's, der Ehef weiß einen Spaß! Aber er ist zu geizig, ihn zu erzählen! Er lacht lieber alleiniMella springt auf, fällt den Chef von hinten an. Der kann gerade noch schnell die Zigarre beiseitelegen. „Ich protestiere!“ schreit er.„Hilfe! Ueberfall! „Sag, worüber du gelacht hast!".. 18 Mella hat den Chef im„Schwitzkasten“. Er tut, als wenn er keine mehr kriegt „Loslassen!“ keucht er. Mella erpreßt ihn weiter. Sie Taler, Ehef, einen Taler für eitlen Tand Der Chef ergibt sich. Er muß einen Taler rausrücken Sesehschses enschise, Gr se wird auf keinen Fall gewährt..— Taler, rettet Der arme Vater büßt mit einem harten Talex, retter seine Zigarre und bekommt zwei Küsse als Geschenr ene ee# ist mit dir., Küren 21“ Ilse seufzt tief auf. Sie hat ganz still gesessen wäh=Ach, Chef, Mathematik ist ein großes nebell: drost ihr mit ge cs perz, Zeigestunger Küken. Küken! Drei muß es werden: Mehr lange ich gar nicht. Wirst du's schafsen?“ Ilse nickt. Unter allen Umständen!“ Der Chef geht in sein Arbeitszimmer. Schreibtisch steht das Bild seiner Frau. Er Dreimal habe ich dich doch behalten...“ Dann ist die heilige Stunde angebrochen. Dranten hat Mella mit Elise abgeräumt. Wenn du wieder die Tür so knallst, daß es den Chef stört, lege ich dir eine Maus ins Bett“ droht sie dem Ilse zeigt ihre tadellose rote Zunge und schleicht auf Zehenspitzen hinaus. Dann ist's ganz still im Haus. Hannes Müller meint, daß große Talente in ihm schlummern. Aus diesem Grunde hat er nicht studiert, wie es sein Vater gern gesehen hätte, sondern einen Roman geschrieben, der das Ende der Welt voraussaat. Das hat er mit so großer Deutlichkeit geschildert, daß sich allen Leuten die Haare vor Entsetzen sträubten, die das Epos zwischen die Finger bekamen und bis Nicht etwa, als litte Hannes Müller an übergroßer Verleger angeboten. Er empfing dafür sechs Briefe mit gleichem Inhalt und seinen Roman dazu. Als er einmal Gelegenheit hatte, mit dem Anzeigen werber einer großen Tageszeitung Tennis zu spielen. gelang es ihm, bis zum Schriftleiter für den Unterhaltungsteil vorzudringen. Er überreichte ihm sein Werk mit den denkwürdigen Poxten;„oserz.„Herr Schriftleiter, ist mein„Tod im All“. Sie werden hemerken, daß er in seiner Art einen neuen Zeitabschnitt unseres Schrifttums anbahnt!“ Darüber war der Gewaltige so verblüfft, daß er dieses Mannskript ausnahmsweise durchlas. Bis#e###e#### Dann gab er's auf und bestellte den jungen Erzeuger stcht also Hannes Müller vor dem kleinen Loktor Schulze=Beck mit den dicken Brillengläsern und hört zu, was ihm der sagt. Also. Herr Herr „Müller. Hannes Müller, bittel“ Alto. Herr Müller! Ihr Roman zeig, daß in Ihnen. mehr steckt als in einem gewöhnlichen Durchschnittsmenschen. Es steckt vielleicht sogar ein starkes Talent darin. Aber nicht etwa zum Schriftsteller. Bestimmt nicht! Und daß Sie einen Roman geschrieben haben, ist sicherlich nicht böse Absicht von Ihnen. Denn, junger Wand, donn gesidon die Fohgtet ders Tichtene. Behen. aber ist ein Tätigkeitswort und hängt mit„verdichten zusammen. Verstehen Sie?! Ver—dichten:„i.g auen zusammendrängen! Zusammenpressen! Es muß wehtun beim Lesen! Der Leser muß Schmerzen in der Herzgegend verspüren, so muß das auf ihn einstürmen. Man kann's natürlich auch Schicksal nennen oder Macht des Stoffes. Gott, das ist alles einerlei und ganz schuuppe. Das ist ein lästiges, bel, sehr oft mit starker Schuppenbildung verbunden! # vg.„ Abhilfe ist Jeicht: pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Kalkseife Im Haar zurückblelben. also mit Auf dem lächelt ihr Harte Nüsse für alle Silbenkrenzworträtsel. 14 8 25 Silbenrätsel. a— a— a1— bet— bon— che— che— de— de— di r2— Pi— rif— rus— 3a— stand— su— te— ter ter— tho— fi— t—— um— um— un Aus obigen 64 Silben sind 19 Wörter zu bilden, deren Anfangsund Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein lateios Zohichule, 2. germansches Volk, 3., Kanarische Zuset. 4. Straußenart, 5. Männername, 6. militärische Schutzstellung, 7. Edelfisch, 8. italienischer Opernkomponist, 9. Schweizer Kurort, 10 Zeitabschnitt, 11. Sunda-Insek, 12. Einzelwesen, 13. chemisches Element, 14. Laubbaum, 15. Oper von Verdi, 16. Kopffüßler, 17. Buchstabenfolge, 18. Dampfmaschine, 19. europäische Hauptstadt. Bruchstückrätsel. —nterpunktio—,—attelpalm—,—ordamerik-,—terschlagun—, —rdbebe—.—ombarde—,—ngerlin—.—ugen—.—nana— —euschreck—,—osenkran—. Vorstehenden Wortbruchstücken sind Anfangs. und,„Erpoizohm;, anzufügen. Diese nennen. im Zusammenhang und reihenweise gelesen, ein Sprichwort Waagerecht Musikinstrument. 1. Wurstart, 3. Zeichengerät, 5. Pelzart, römischer Kaiser, 9. Haustier, 11. Fehls6 Musikinstrument, k. komischer Katser, Gufel betrag. 13. Stadt am Schwarzen Meer, 15. japanische Insel, 16. Jusekt(Mehrzahl), 17. militärisches Gebäude, 19. Verwandter, 21. Singvogel, 22. Fluß in Sibirien, 24. Bezeichnung für Schauspieler, 26. Asiate, 28. Zeitabschnitt, 29. Salbe Senkrecht: 1. Erzählungsart, 2. Zeitabschnitt, 3. Schling pflanze, 4. europäisches Gebirge, 6. Nebenfluß des Rheins, 8. Er zählungsart, 9. Staat der USA., 10. griechische Unterwelt, 12. g graphischer Begriff, 13. größte Stadt in Japan, 12. ug-s Slawe, 20 Maurerwerkzeug, 21. Nährmutter, 23. griechische Quellrömische Göttin 25 Blume. 27. europäische Humm Wer den Schaden hat... An„!“ zu leiden, wenig angenehm, Man lernt dabei das Laufen. Und zudem Entbehrt's gewisser„m“ nicht, wenn man sieht, Wie der Beirofffne das Gesicht verzieht. Zum Verzweiseln. Italienfluß, der sehr geläufig: Dazu: Was Obst und Käse häufig, Wird Eigenschaft, in deren Bann Ein Fixer kribblig werden kann. Bilderrätsel. ERET Rösselsprung: Dein wahres Glück, o Menschenkind, O, glaube doch mitnichten, Daß es erfüllte Wünsche sind; Es sind erfüllte Pflichten! Von Karl Gerok. Suivenrätsel: 1. Fetisch, 2. Löwenzahn, 3. Usedom, 4. Erich, 5. Saturn, 6. Thermometer, 7. Euryanthe, 8. Realschule, 9. Nelke, 10. Toschenlampe, 11. Rosenkäser, 12. Aschenbecher, 13. Elritze, 14. Giebel. 15. Trier, 16. Oberschlesien, 17. Funchal.— Fluestern traegt oft weiter als Schreien. Bilderrätsel: Zwei— Hunoe— RT= Rechenaufgabe: Mein jüngerer Knabe ist 3 und mein alterer 6 Jahre alt. Ich zähle 30. mein Vater 60 und meine Mutter Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Paragra 9. Ur. 10. Tat, 13. Pagode, 14. Loden, 15. Latein, 18. Ei. 19. Lor, 9 u., Lechz,; 1. Petrlegm, 2 Kraod, 3. Rol. 4. Ae. gen, 6. Ar, 7. Hagebutte. 11. Radio, 12. Od, 13. Poesie, 16. Ai, 17. Moll, 19. Lee Bridge=Aufgabe Nr. 53: 1. Süd: Treff K. 5. Karo 6, Treff 7. 2. Süd: Treff 6, 9, Pik 7, Karo 10(a). 3. Nord: Karo 8, B. Pik 8. Treff 10. 4. Süd: Herz K. 7, 8, 10 5. Süd: Herz 4, 9, Pik 5. Herz B. 6. Nord: Pik 10,—.—.—. 7. Nord: Karo 9,—.—.— 2a. Süd: Treff 6, 9. Pik 7, Herz 10. 3. Nord: Herz 8. B. K. 7. 4. Süd: Herz 4, 9. Pik 10, Herz D. 5. Nord: Pik 5. 6, 8. Treff 10 6. Süd: Treff D,—.—.—. 7. Süd: Her: 6.—.—.— Hauptsache, es packt und hält fest! Haben Sie bis hierher begriffen?“ Hannes Müller nickt.. 9116 16 genen Woher weiß der kleine Doktor bloß so genau Beder setzt seine Brille ab, pafft ein paar dicke Züge a seiner Zigarre und blinzelt freundlich seinen Be„Na, sehn Sie,“ fährt er dann schadenfroh fort,„und das scheint mir bei Ihnen nicht gerade der Fall zu sein. „Getretner Quark wird breit— nicht stark.“ Das ist Gocthe, lieber Freund, und der verstand einiges von diesem Handwerk. Ihr Roman ist nämlich stinkend langweilig. Seien Sié friedlich! Brausen Sie nicht auf! Wahrheit ist ein versalzenes Hustenbonbon. Schmeckt scheußlich. Aber darum brauchen Sie sich nicht gleich aufzuhängen. Schreiben Sie nie wieder einen Roman, und erzählen Sie keinem Menschen von Ihrem„Tod im Al“. Isch hoffe, dann wird noch ein ganz, brauch barer Mensch aus Ihnen. Schreiben können Sie nam lich. ich meine darstellen, was Sie wirklich gesehen haben. Ganz anständig sogar. Bloß dichten können Sie Fortsetzung folgt. Rätsel-Ecke des Gemeinnützigen Rösselsprung. bist lie al mir im Geleitet von W. Pampfer. Partieaufgabe Nr. 82. Schwarz zieht an und gewinnt. Schwarz. * 0 2 LaIt EEN ½% w 2 ü „„ 5 Weiß Auf einem Londoner Turnier ergab sich folgendes endspiel. Die beiden Gegner stehen fast gleich. Pileroigge#ere fügt Schwarz über eine gewisse Überlegenheit durch seine kette auf dem Damenflügel. Diesen Vorteil weiß Schwarz schickt auszunützen und versteht es, die Partie in zu seinen Gunsten zu entscheiden.— Ha Smeth mn nerken Eiin Muen Der Reichskriegsminister in den Unterweserstädten. Ehrung der Nürburgsieger in den Daimler=Benz=Werken. Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg verläßt die Barkasse und besichtigt die Wesermünde Fi schereianlagen. Im Anschluß hieran erfolgte eine Besich tigung der Marineschule Wesermünde Sämliche Aufnahmen: Welrbild(M) Das Fahnenband für die Sängerbundesfahne. Auf dem 12. Deutschen Sängerbundesfest vom 28. Juli bis 1. August wird dieses von der Stadt Breslau gestiftete Fahnenband an das Sängerbundesbanner geheftet. Mit Kinderballons in die Stratosphäre. Dr. Jean Piccard, der Bruder des bekannten Stratosphärenforschers, unternahm einen Versuchsflug mit einem Ballon, der sich aus zahlreichen kleinen Ballons zusammen setzte. Der Flug fand in Lansing(UsA.) seinen Abschluß. Bei der Landung gerieten die Ballons in Brand. Unser Bild: Der Start Piccards auf dem nächtlichen Flugplatz von Rochester. Nachdem die Sieger des Großen Preises von Deutschland in Bayreuth vom Führer empfangen wurden, nahmen Vorstand und Belegschaft der Daimler=Benz=Werke die Durchfahrt ihrer Fahrer nach Freiburg zum Anlaß einer schlichten Ehrung. Hier erzählt Caracciola im Werkhof in Untertürkheim von der großen Prüfung. Hinter Carac= ciola die Rennfahrer v. Brauchitsch und Lang. Die Schiffssperre auf der Seine noch nicht beseitigt. Trotz des Einsatzes von Polizei und Mobilgarde ist es noch nicht gelungen, die von stkeikenden Schiffern auf der Seine errichtete Sperre zwischen Paris und Rouen zu sprengen. Ueber 3000 Kähne sperren in 25 Ketten den Fluß. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil der Mobilgarde mit Schwimmwesten versehen. Empfang der Reichsregierung zu Ehren des türkischen Ministers für öffentlich: Arbeiten. Zu Ehren des in Berlin weilenden türkischen Ministers für öffentliche Arbeiten. Exz. Ali Cetinkaya, gab die Reichsregierung im Haus der Flieger einen Empfang. Unser Bild zeigt von recht:: Die Gattin des türkischen Gastes, Reichsverkehreminister Dr. Dorpmüller, Minister Ali Cetinkaya und Frau Dorpmülker. Der belgische König beim Manöver in Beverloo. König Leopold III., der den Manövern des I. Armeekorps in der Umgebung von Beverloo beiwohnte, schreitet nach seiner Ankunft die Front ab.