Veröffentlickungsblatt der Stadt und des Amtsgerickts Hohenlimburg Erscheint wertäglich.— Der Bezugspreis beträgtmonatlich 1.80 Rll. einschl. Votenlodn. Bestelungen jederzeit bei der Geschäftsneue, allen Boten und Postanstalten. Anzeigengrundpreis für die 46 mm breite Millimeterzeile 6 Pfg, ermäßigter Grundpreis laut Oreisliste 5 Ofg., im Cextteil die 20 mm breite Millimeterzeile 20 Ofg. Sshun Bus un ur Sethi, e. San un Bea, Gaude benmnene e. Buchdruckerei und Verlag des Gemeinnützigen, Hohenlimburg, Görtngstraße 10— Sernsprecher Hohenlimburg Nr. 2215. G Sehne Nr. 117 Reinigungsprozeß Seit Monaten haben sich deutsche Gerichte mit den haarsträubendsten Ausschweifungen zu befassen, die sich hinter Klostermauern und selbst in den Räumen römischkatholischer Kirchen seit Jahr und Tag zugetragen hapenz, ohne daß von den zuständigen Kirchenbehörtz### Ernsthaftes unternommen worden wäre, diese Pest auszubrennen. Im Gegenteil, es ist sogar der Versuch unternommen worden, es so darzustellen, als ob die## den ordentlichen Gerichten zur Ahndung dieser chen durchgeführten Feststellungen und Aburteilungen Scheinaktionen wären, ohne daß hierzu ausreichende Tatbestandsmerkmale vorlägen. Man ist bemüht gewesen, den Eindruck zu erwecken, als lägen hier Einzelfälle vor, die keinerlei Rückschlüsse auf die Verhältnissezin, ghegg, Ordensniederlasungen oder in, rtespizgegt hagtisnaugt lischen Geistlichkeit zuließen. Inzwischen hat man sich aber wohl in den maßgebenden Kreisen der in Frage kommenden kirchlichen Stellen danon überzeugen müssen, daß man es nicht nur an der notwendigen Aufsicht hat fehlen lassen, sondern vor allem an dem Willen, dieser in bedenklichster Weise um sich gegriffenen Seuche von Sexualverbrechen hinter Klostermauern entschieden entgegenzutreten. Die bisher zur Durchführung gekommenen Serualprozesse haben den unumstößlichen Nachweis erbracht, daß nicht nur in den Kreisen der verantwortlichen Leiter der betreffenden Ordensniederlassungen oder in der höheren Geistlichkeit der römisch=katholischen Kirche das verbrecherische Treiben in den Klöstern und in gewissen Kreisen der römisch=katholischen Geistlichkeit bekannt war, sondern auch, daß von den kirchlichen Aufsichtsbehörden nicht die notwendigen Reinigungsmaßnahmen getroffen worden sind. Man hat vertuscht und versucht, den Mantel der Liebe oder Milde darüber zu decken, ohne sich offenbar die geringsten Gedanken darüber zu machen, daß dadurch Hunderte, ja Tausende unschuldiger Seelen verführt und verdorben wurden. Es ist versucht worden, es so vinzustellen, als hätte der Staat gar kein Recht, sich um diese Dinge zu kümmern. Dieser Auffassung widerspricht allein schon die Tatsache, daß die Kirche sich einzig und allein mit ihren kirchlichen Angelegenheiten zu befassen hat, daß sie aber wie jeder andere den staatlichen Gesetzen und damit auch der öffentlichen Justiz in allen Fällen unterworfen ist, wo das Recht verletzt oder die staatlichen Interessen in Mitleidenschaft gezogen werden. Durch das Treiben verkommener Klosterbrüder ist, darüber haben die Aussagen von Eltern und anderer Zeugen unantastbare Unterlagen erbracht, deutsche Jugend gesundheitlich und sittlich gefährdet oder verdorben, es sind die Moralbegriffe und Moralgesetze und das geschriebene Recht in der gröblichsten Weise verletzt worden, Dinge also, die dem Staat ee zur Pflicht machten, für eine Reinigung zu sorgen. Wenn setzt, nachdem die bisherigen Prozesse über all diese Dinge einen völlig klaren Tatbestand geschaffen haben, von hoher kirchlicher Seite in Mainz, offenbar aufs stärkste beeinpruckt von diesen gerichtlichen Feststellungen, das Bestehen dieser furchtbaren Seuche zugegeben und bedauert wird, dann kommt diese Erkenntnis zwar reichlich spät, aber vielleicht nicht zu spät, um eventuell das nachzuholen, was bisher aus irgendwelchen Prestige= oder anderen Gründen unterlassen worden ist Darüber aber wird man sich hofsentlich in den maßgebenden Kreisen der römisch=katholischen Kirche klar sein, daß es mit einem vielleicht stillschweigenden Eingeständnis nicht getan sein kann. Denn durch das bisherige lange Schweigen, durch Kanzelerklärungen und Hirtenbriefe oder gar durch Vertreiben eines lügenhaften Materials im Ausland hat man der deutschfeindlichen Auslandspresse willkommenen Anlaß gegeben, die Hetze gegen Deutschland in ein neues Fahrwasser zu leiten. Es müssen nach dem völligen Versagen der römisch=katholischen Kirche Vorausjetzungen und Sicherungen geschaffen werden, daß deutsche Menschen und vor allem deutsche Jugend nicht mehr der Willkür und den Ausschweifungen lüsterner Klosterbrüder oder haltloser Geistlicher zum Opfer fallen können. Wir haben es vor kurzem erlebt, daß ein römisch=katholischer Kirchenfürst in Amerika auf Grund eines von römischkatholischen Schwestern aus deutschen Klöstern gelieferten Verleumdungsmaterials eine wüste Hetzrede gegen Deutschland von sich gab, die der jüdisch=volschewistischen Antifaschisten=Clique Amerikas neue Giftwassen gegen Deutschland lieferte. So geht das nicht. Wenn heute ein hoher römisch katholischer Geistlicher in Deutschland in einem Kirchenblatt das Eingeständnis der Schuld der cömisch-latholischen Kirche macht, ohne daß von den verantwortlichen Kreisen der römisch katholischen Kirche Schritte unternommen werden, um sowohl die moralischen Verwüstungen, die durch Angehörige ihrer Klöster und Beistlichkeit unter deutschen Menschen angerichtet wurden, wiedergutgemacht und für die Zukunst verhindert werden, wenn ferner nicht von dieser Seite die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um den gestörten innerpoli24 Mai 1937 tischen Friéden wiederherzustellen, dann wird es allein Sache Seütrschen FFigend sicherzustellen. Es ist nicht des Staates, daß diese Reinigungsprozesse, wie wir sie heute täglich erleben, durchgeführt werden müssen. nationalsozial ischen Staat gilt, eiches Recht für alle, auch für die Kirchen. Das i“t die erste Lehre, die aus den Klosterprozessen gezogen werden muß. Die römisch=ketholische Kirche hat es in der Hand, mit dem Staat in ein gesundes Verhältnis zu kommen. Sie hat jetzt das Wort und die Pflicht zur befreienden Tat. Beurschlands innere Wandiung * 24 9. Sah. Unterredung eines Franzosen mit dem Führer veröffentlicht Paris, 22. Mai. Das„Journal“ veröffentlicht, am Samstag im Rahmen seiner Umfrage„Wohin steiter Europa?“ einen Artikel des Mitgliedes der französ Akademie Abel Bonnard über seine Begegnung mit dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Bonna#########te zunächst fest: Das, was der Führer mir jagte. u###r vollkommen dem, was ich in den vorhergehenden Tagen deutschland geiehen botz, Ainterrediung besam mit Er fährt dann fort: Die unterrevinig bestam mit einem Vergleich zwischen der Gesellschaft von heute und der der Vorkriegszeit. Ich hatte gesagt— denn ich halte es wahr—: Wenn jene Welt von früher bequemer und ange nehmer gewesen sei, wenn sie dem Behagen des einzelnen mehr geboten habe, so biete dafür die Welt von heute ssckun durch die Schwierigkeiten, die sie mit sich bringt, der männlichen Jugend mehr Gelegenheiten, sich zu bewähren: sei härter als früher und dramatischer, aber vielleicht poetischer, weil wir in diesem Kampf mit der Wirklich die tiefsten Quellen des Lebens erschließen. Der stimmte dem mit einer Gebärde zu, aber ich sehe doch gan gut, daß er etwas anderer Ansicht ist. Ohne Zweifel, sagt er, kann die Welt von heute einigen energischen Männern ein Gefühl des Glücks geben durch die Tätigkeit, die sie im Kampf mit den Schwierigkeiten, en##: ten. Und was mich anbetrifft, so wäre dies in der Periove von 1860 bis 1914 nicht glücklich gewesen. Aber dies gilt nur für eine kleine Zahl. Die interessiert sich garnicht von sich aus für diese großen Probleme. Ohne Zweifel kann man die Massen für die Lebensfragen der Nation begeistern, aber das allein kann die Masse der Menichen nicht befriedigen. Viele Menschen arbeiten täglich acht Stunden in manchmal sehr wenig angenehmen Verhältnissen und in einem Beruf, den sie„nicht selbst gewühlt haben. Sie müssen in ihrer Seele ein inneces Glück haben, das ihnen das Leben erträglich macht. Um sich ihrer anzunehmen, genügt es nicht, die materiellen Voraussetzungen ihres Daseins zu ändern. Der Führer sprach darauf von der Organisation„Kraft zurch Freude“, die„das Gefühl der Freude in die Massen dringe und das Volk lehren soll, sich zu freuen. Kurz sagich, der Mensch soll sowohl in seiner Seeie als auch in seinem Beruf wieder erfaßt werden, also in dem, was er auf Grund seines Schaffens und auf Grund seiner keit ist. Es handelt sich nicht nur darum, ihm ein Haue zu bauen, sondern man muß darin auch ein Licht erstraßDer Kanzler fäührt fort:„Im Auslande glaubt mon Deutschland lebe unter einer Diktatur, aber vor 1933 es viel diktatorischer zu. Eine Regierung wie könnte sich gegen den Willen des Volkes nicht an der Ma halten. Das Volk ist für mich, weil es weiß, daß ich mich wirklich mit seinen Nöten beschäftige, daß seine seenischer Probleme mich interessieren.“ Der Kanzler erklärt weiter, was er alles für das Vos getan hat und was er tun will. Auf den Vergleich schen dem setzigen und dem früheren Groisgen, ährn un mitglieder besser untergebracht werden sollten, erhieuen wa zur Antwort, daß der Platz auf den großen Dampfern zu ieuer sei, als daß unserem Wunsche„entsprochen werder könnte. Als wir verlangten, daß den Besatzungsmitglieden ein besonderes Deck vordehatten werden sollte, um frische Zuft zu schöpfen. saate man uns, das biete technische Schwie rigkeiten, deren Lösung den Ingenieuren noch nicht gelungen sei. Heute hat die Besatzung auf den neuen Schiffer Kajüten, sie hat ein Deck zu ihrer Verfügung, wo sie sich in guten Liegestühlen erholen kann, sie ha Radioapparate, um sich zu zerstreuen, sie hat einen Speisesaal, wo sie zusammen mit einem Deckoffizier ihre Mahlzeiten einnimmt, und alle diese Verbesserungen waren nicht so sehr teuer; man mußte nur wollen. Der Führer spricht dann von dem Kraftwagen. Die Zahl der Kraftwagenbesitzer steigt immer mehr. Er spricht von den S“iffsreisen, die die Arbeiter bis nach Madeire und den Kanarischen Inseln führen, von der Insel Rügen, wo ein Badestrand hergerichtet wird, der jährlich 800 000 bis 900000 Menschen aufnehmen kann. Auf diese Weise werden gewisse Annehmlichkeiten nicht mehr einer kleinen Zahl vorbehalten, und dem Neid wird die solange gewährte Nahrung fehlen. In Berlin selbst wird ein Luxus=Hotel gebaut, aber zu gleicher Zeit und in derselben Straße wird man ein Haus für die Organisation Kraft durch Freude errichten, das den Zweck haben soll, Licht in das Leben des Volkes hineinzubringen. Es handelt sich also nicht darum, einigen etwas wegzunehmen, sondern vielen etwas zu geben. Der Kanzler spricht mit einer ruhigen Stimme, kaum, daß er sich für einige Augenblicke unterbricht. Sein Gesicht ist ernst, vielleicht aus Sorgen über die Dinge, von denen er nicht spricht.. M, A. 55# mi Der Führer sprach meyr vor mir, als daß er zu mie prach. Er gibt sich ganz seinen Iden hin und hat nur dieie im Sinn. Was ich empfand, während ich ihm zuhörte. war vor allem der Eindruck, wie sehr er mit seinem Volke eine Einheit bildet. Er spricht von ihm weniger mit der Fürsorglichkeit eines Mannes, der sich zum Volke eeigt, als vielmehr mit der Zuneigung und dem Verwandt#itggaßsihl eines Mannes, der aus dem Vokke herausgetiegen ist. Auch in den Einzetheiten, auf die er einging, als er vom kuxus sprach, zeigte sich der Mann, der den Luxus anänglich von außen angesehen hat und der ihn übrigenuim verschmäht, wo es nur von ihm selbst abhängt, ihn ennen zu lernen. Alles, was ich an den vorhergehenden Tagen gesehen hatte, hat mir klar gemacht, wie sehr dir eationalsozialistische Regime bemüht ist, die Arbeit zu vererrlichen. Die Worte des Führers zeigten mir, welchen Wert dieses Regime auch darauf legt, daß wieder Freude eerrschen soll, denn diese beiden Dinge lassen sich nicht treuzen. Man muß zur Freude zurück. Sie muß herrschen bei er Arbeit sowohl wie in den Mußestunden. Das Regime hat, einen neuen Begriff, geschoffen: Die um will. Auf Zestand zurisigzrgn. Das Regime hat einen neuen Begriff, geschoffen: Die dem früheren Zuystano zurticktenr Ihre der Arbeit. Die Häßlichkeit und Unsauberreit, die damend weist er darauf hin,„welche gpbgrobeg, r“ u führen, daß so viele Menschen ihren Arbeiksplatz„niche neuen Schwierigkeiten es für Deutschland bereitet, die nor gern haben können, sind streng verpönt. Es werden Weltwendigen Rohstoffe so weit als möglich selbst herstellen zu müssen, weil es diese Rohstoffe, die es dieher erzeugte, aus dem Auslande nicht in ausreichendem Maß kaufen kann. Das Ausland nehme nicht in entsprechenden Umfange deutsche Waren ab. Er erwähnte den Unterschien den man früher zwischen Hand= und Kopfarbeitern meicth und sogte mit Recht, sie zu unterscheiden sei nicht wo leicht wie man glaubt, denn die Geistesarbeit greife stellegugcie den Bereich der Handarbeit hinein und gewisse,... ker oder Monteure leisten in Wirklichkeit Kopfarven. u# rend gewisse Buchhalter, die sich einer höheren Keiearzurechnen, doch eine mechanische Tätigkeit verrichten, übe der Gedanke des Kanzlers kommt immer wieder auf#### selbe Problem zurück, das heißt, darauf was zu machen um der zahlreichsten Volksschicht zu einer anderen Finstel lung zum Leben zu verhelfen. Bis in die letzte Zeit hinein, so sagt er, bestand auf der Schiffen der großen Reedereien ein erschütternder Gegensatz zwischen dem Luxus, der den Passagieren vorbehalten war, und dem Leben der Besatzung. Auf der einen Seite jede Raffinesse und alles nur Begehrenswerte, und auf der anderen Seite keine Annehmlichkeit oder Bequemlichkeit, sondern schwierige Daseinsbedingungen und ungesunde Verhältnisse. Vergebens bestanden wir darauf, daß dies geändert werden möge. Als wir verlangten, daß die Besatzungsu führen, daß so viele Menschen ihren Arbeitsp ern haven konnen, sig0 fung eigunge—.ien un ewerbe zwischen den Fabriken veranstaltet, und die hellsten und freundlichsten, in denen jeder freudig seine Arbeit iun ann, werden durch Preise ausgestattet. Man siehl also. es andelt sich nicht darum, den Arbeitern einige Annehmlicheiten oder Vorteile zu verschaffen, die sie apathisch hinnehnen, es handelt sich vielmehr darum, sie selbst durch Arbeik ind Freude einem Justand zuzuführen, den sie bisher noch ücht erreicht hatten.“ „Seelsorger“ lauert am Straßenrand Der Fall des Pfarrers Görick aus Friedrichswartha. Vor der Ersten Strafkammer am Glatzer Landgericht hatte sich der römisch=katholische Pfarrer i. R. Emil Görick aus Friedrichswartha wegen widernatürlicher Unzucht zu verantworten. Pfarrer Görick, der 186“ in Bischofsburg in Ostpreußen geboren ist, war seit 1815 mit kurzen Unterbrechungen als Seelsorger tätig.# siedelte er nach Schlesien über und fand im MonikaS in Friedrichswartha bei Glatz Unterkunft, wo er auch den Gottesdienst in der Kapelle übernahm. In der Verhandlung sah sich der Angeklagte unter dem Druck der ihn schmer belastenden Aussagen der von ihm verführten jungen Menschen gezwungen, seine furchtbaren Verbrechen an der Jugend zuzugeben. Nach seinem eigenen Geständnis hat Pfarrer Görick sich seit 1932 sexuelle Verfehlungen zuschulden kommen lassen. Seine Opfer suchte er unter jungen Burschen im Alter von 16 bis 20 Jahren. Wie groß die Zahl der jungen Leute war, mit denen der merkwürdige„Seelenhirt“ Bekenntschaften anknüpfte, geht aus dem ungewöhnich starken Bündel von Postlarten und Briefen hervor, die man bei ihm seinerzeit beschlagnahmte, und die jetzt auf dem Richtertisch als Beweismittel liegen. Aehnlich wie bei dem kürzlich abgeurteilten Domvikar Kreth aus Braunsberg in Ostpreußen war das Treiben des Görick geeignet, die Jugend der weiteren Umgegend von Friedrichswartha, dem Amtssitz des Pfarrers, zu verseuchen. Das Uebel blieb nicht wie bei den Vergehen hinter Klostermauern auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt, der Geistliche begnügte sich auch nicht mit schon verdorbenen Subjekten seines Schlages, sondern der damals 65jährige machte sich mit einer kaum vorstellbaren Frechheit, wo immer er nur irgendeine Anknüpfungsmöglichkeit sah, an unschuldige Jugendliche heran. Wie ein ganz gewöhnlicher Straßenräuber harmlosen Passanten auflauert, so hat dieser„Seelsorger" nach Jugendlichen auf der Straße im nahen Warthapaß Ausschau gehalten. Besonders beliebt waren bei ihm Radfahrer. Wenn diese der Steigung wegen von ihren Rädern absprangen, um sie bergauf zu führen, näherte sich ihnen der Pfarrer geradezu aus dem„Hinterhalt“ kommend, um sie zu begleiten. Er versuchte dann, seine Opfer abseits von der Chaussee auf einsame Waldpfade zu führen und sie dort durch Geldgeschenke seinem Willen gefügig zu machen. Der Angeklagte versuchte seine Verfehlungen damit zu entschuldigen, daß er von den Gesetzesbestimmungen bezüglich seiner Verfehlungen keine Kenntnis gehabt und daß er sein ganzes Leben lang unter dem Zwang des Zölibates sehr gelitten habe. Pfarrer Görick wurde wegen widernatürlicher Unzucht in drei Fällen zu dre Jahren Gefängnis verurteilt. Der mitangeklagte junge Freund des Pfarrers erhielt sechs Monate Gefungnis. Wieder 15 Alexianer auf der Anklagebank Die Große Strafkammer des Landgerichts Vonn mußte wieder gegen eine Reihe von Alexianer=Brüdern, und zwar gegen die dritte Gruppe, verbandeln. Diesmal standen 15 Angeklagte im Alter von 19 bis 38 Jahren zum Teil wegen in sich fortgesetzter Handlungen gegen den § 175 vor Gericht. Die Beschuldigten waren im allgemeinen geständig. Das Gericht mußte auch im Interesse der Angeklagten besondere Mühe auf die Feststellung legen, wie weit der Leitung der Genossenschaft die Zustände bekannt waren. Der Generalobere will sich als Zeuge nicht entsinnen können, daß etwas Strafbares begangen worden sei. Selbst als einer der Angeklagten dem Generaloberen gegenübergestellt wird und wiederholt, daß er ihm einmal eindentig, wenn auch ohne Namensncunung, die Art der Verfehlungen geschildert habe, läßt das Gedächtnis den Zeugen im Stich. Der Staatsanwalt stellte die ungeheuerliche sittliche Verwahrlosung dem feierlichen Gelübde gegenüber, das doch fast alle Angeklagten abgelegt hätten. Selbst wenn man eine gewisse Geschlechtsnot zugebe, sei es damit nicht zu entschuldigen, wenn aus einem Kloster ein Freudenhaus gemacht werde. Wenn man wirklich gewollt oder gekonnt hätte, so würde man aus den Angeklagten. die meist aus frommen katholischen Familien stammten, ordentliche Männer haben machen können. Jetzt aber seien sie Opfer einer falschen Vertuschungsmoral geworden. Das Gericht verurteilte die Angeklagten zu Gesängnisstrafen bis zu fast 2 Jahren und entsprach damit ungefähr dem Antrage der Staatsanwaltschaft, da es sich im einzelnen um im strafrechtlichen Sinne nicht allzu schwere Vergehen handelte. Dr. Saener vor dem Anterjachungsäusschag Newyork, 22. Mai. Der Untersuchungsausschuß in akehurst vernahm am Samstag Dr. Eckener, der die Exlosion als außerordentlich mysteriös bezeichneund der Annahme zuneigte, daß ein Funke staticher Elektrizität außerhalb der Zelle angesammeles Gas entzündet haben könne. Dr. Eckener erklärte, er sei berzeugt, daß durch irgendeinen noch ungeklärten korgang im Heck ein Leck entstanden sei, durch das eine kasansammlung ermöglicht worden sei. Das Gas sei nach ben entwichen, habe den Raum zwischen den Heckzellen und er Außenhülle des Luftschiffes angefüllt und sei schließlich on einem statischen Funken entzündet worden. Dieser sei ffenbar aus den Luftmassen über dem L3„Hinenburg“ gekommen, die infolge eines Nachgewitters höher eladen gewesen seien als das Luftschiff. Vorher hatte Stabsingenieur Hoffmann von der Deuthen Versuchsanstalt für Luftfahrt die außerordentlich wengen und gründlichen Materialproben befrchieben, deen das Luftschiff vor seiner Inbetriebnahme unterzogen zorden war. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen vor dem mtersuchungsausschuß erklärte Dr. Eckener, die Ursache des ecks in einer der Heckgaszellen könne er sich nur so erkläen, daß infolge einer scharfen Wendung des Luftschiffes eim Landungsmanöver und einer dadurch ausgeübten strukturspannung besonders im Heck ein Verbinungsdraht gesprungen sei und in eine der Gasellen ein Loch gerissen habe, daß also das Zusamzentreffen zweier unglücklicher Umstände, nämlich das keißen des Drahtes und die Bildung eines statichen Funkens die Katastrophe auslöste. Die Erklürunen Dr. Eckeners, in denen er alle seine an Ort und Stelle es Unglücks und während der Sitzungen des Unter#uuungsausschusses gemachten Beovachtungen zusammenfaß, d a u e r t e n ü b e r z w e i S t u n d e n. A l l e a n d e r e n T h e o r i e n b e eichnete Dr. Eckener als unmöglich oder sehr unwahrscheinch. Auf die Frage, was er von Sabotage halte, erwierte Dr. Eckener, es lägen hierfür keine genauen An altspunkte vor. Er könne Sabotage deshalb nur al beoretische Möglichkeit betrachten. Trauerseier in Friedrichshafen Friedrichshafen, 23. Mai. Friedrichshafen stand n S o n n t a g w i e d e r i m Z e i c h e n d e r T r a u e r u m d i e i n euer Pflichterfüllung tödlich verunglückten Besatzungseitglieder des L3 Hindenburg. Sämtliche Gebäude haben albmast geflaggt. Ein großer Teil der Bevölkerung geht Trauerkleidung. Tausende pilgern seit dem frühen Moren zum Neuen Friedhof, um den dort aufgebahrten sechs loten die letzte Ehrung zu erweisen. Die Trauerfeier begann mit einem Choral. Dann spraen der katholische und der evangelische Geistliche. Graf on Brandenstein=Zeppelin bekundete im Namen der Faailie Zeppelin den Angehörigen Mitgefühl und Mittrauer n d d a n k t e d e n t o t e n H e l d e n. F ü r d i e B e s a t z u n g s p r a c h Kapitän von Schiller und dankte den toten Helden für ihre Treue zum Werk des Grafen Zeppelin. Nach dem Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott“ folgten Kranzniederlegungen. Unter Vorantritt der Fahnengruppen und der Stadtkapelle setzte sich dann der Trauerzug in Bewegung. 200 Kränze wurden von Werksangehörigen den Särgen vorangetragen. Besatzungsmitglieder des Luftschiffes Graf Zeppelin trugen ihre toten Kameraden durch ein Spalier zum Ehrengrab der Stadt Friedrichshafen und unter Trommelwirbel bestatteten sie ihre Kameraden. Ehrensalven und das Lied vom guten Kameraden beschlossen die Trauerfeier. Guglund sondirrt Ein Plan für die Zurückziehung der Freiwilligen Die englischen Absichten in der Freiwilligenfrage werden in der Londoner Presse eingehend erörtert. Die Blätter bestätigen erneut, daß die englische Regierung in mehreren ausländischen Hauptstädten Sondierungen zu der Frage der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien angestellt habe. Auch Valencia und Salamanca sollen in die Sondierung einbezogen worden sein. Obwohl bekanntlich von zuständiger englischer Seite die Anregung eines Waffenstillstandes in Abrede gestellt worden ist, bleibt der„Daily Telegraph“ dabei, daß man in London sich mit der Möglichkeit befasse, für die Dauer des Abtransportes der Freiwilligen eine vorübergehende Einstellung der Feindseligkeiten in Spanien herbeizufüh ren. Der diplomatische Korrespondent des Blattes wein zu berichten, daß der technische Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses dem Ausschußvorsitzenden Lord Plymouth einen Plan für, die Zurückziehung der Freiwilligen vorlegen werde. „Morning Post“ weist auf die großen technischen Schwierigkeiten hin, auf diesem Gebiet zu einem Erfolg zu gelangen. Auch der diplomatische Korrespondent des „Daily Herald“ äußert sich skeptisch. Nach dem bereiterwähnten Bericht des„Daily Telegraph“ sollen die englischen Vorschläge in Valencia keine besondere Gegenliebe gefunden haben, weil man zwar mit dem Ziel, aber nicht mit der vorgeschlagenen Methode einverstanden ist. Dagegen rechnet das Blatt, auf Grund von Erklärungen des französischen Außenministers mit einer Unterstützung eines etwaigen englischen Vorgehens durch Frankreich und Belgien. Auch der Vatikan begünstige den englischen Vorschlag. Spanien gegen Wassenstillstand Die Havasagentur berichtet über eine Stellungnahme der spanischen Bolschewisten zu der angeblich englischen Anregung eines Waffenstillstandes in Spanien. Nach Havas sollen die bolschewistischen Bonzen, wie schon früher einmal, erklärt haben, daß ein Friede vor einem„endgültigen Sieg“ der bolschewistischen Streitkräfte nicht in Frage käme. In Pariser politischen Kreisen verlautet, daß auch der Staatschef des nationalen Spaniens, General Franco, nicht genieigt sei, auf die Anregung zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes in Spanien, die angeblich von England gegeben sein soll, einzugehen. Munguia in Brand gesteckt Die Kette der bo'schewistischen Verbrechen reißt nicht ab. Nachdem bereits Irun und Guernica von den feigen Mordbrennern in Brand gesetzt worden sind, haben sie jetzt auch den nördlich Bilbao gelegenen Ort Munqnie angezündet. In dem von den Nationalen eingenomme nen Ort Fruniz wurde der Pfarrer und ein Mann. der ihn versteckt hielt, ermordet. Bolschewistische Flieger haben einige Bomben auf Burgos abgeworfen. Eine Person wurde getötet, mehrere verwundet, darunter drei Kinder. Nationale Flieger haben über dem bolschewistischen Kreuzer„Jaime!“ zehn Bomben abgeworfen und diesen beschädigt. Treue Kameradschaft Stabschef Lutze beim Horst=Wessel=Geschwader in Dortmund. Die Bbischewistensagzrage sreigegeden Französische Flieger geben das Geleit Havas meldet aus Pau: Am Sonnabend früh um 7 Uhr sind die sowietspanischen Militärflugzeuge, die sich seit Montag auf dem französischen Flugplatz von Pont Long befanden, in zwei Staffeln, die eine bestehend aus 11, die andere aus 4 Apparaten, gestartet, um nach Sowjetspanien zurückzufliegen. Fünf französische Flugzeuge geben das Geleit. An Bord eines der französischen upparate befinden sich zwei Mitglieder der Internationalen Nichteinmischungsiontrolle. Die Flugzeuge sollen an der Stelle die französisch=spanische Grenze überfliegen, wo sie mutmaßlich nach Frankreich eingeflogen waren. * Die Freilassung der Bolschewistenflieger ist ein Hohn auf die Londoner Richteinmischungsbe schlüsse. Wette Kreise im Ausland sind davon überzeugt, daß die 17 rotspanischen Flugzeuge, die irgendwo in geschlossenem Geschwader aufstiegen und sich darar ebenso geschlossen„im Nebel verirrt“ haben sollen, gar nicht aus Rot=Spanien stammen, sondern aus irgendeinem anderen Land gekommen, insgeheim ausgeladen und zusammengestellt worden sind. Die„Notlandung“ auf dem französischen Flughafen Pau ist nur ein Vorwand, um die getarnten Flugzeuge nach dem bolschewistischen Spanien zu schaffen. Selbst dem Leiter der Ueberwachungskontrolle an der spanisch=französischen Grenze, dem dänischen Oberst Lunn, ist dieser„Geschwaderflug im Nebel“ so„spanisch“ vorgelommen, daß er den Abflug zunächst verbot. Wenn den Bolschewistenflugzeugen jetzt doch der„Rückflug“ unter Aufsicht der Kontrollorgane gestattet worden ist, so dürfen sich die Machthaber von Valencia erneut bei ihren Freunden in Paris bedanken, die aus ihrer Parteinahme für die spanischen Bolschewisten gar kein Hehl mehr machen. Wozu ist das ganze. Ueber wachungssystem überhaupt aufgebaut worden, wenn maß gebende Mitglieder des Nichteinmischungsausschusses ihr Hand zu solchen skandalösen Schiebungen geben? Paris, 23. Mai. Ueber den Abflug der 17 bolschewistisch=spanischen Flugzeuge vom französischen Flugplatz von Pau Long schweigen sich die amtlichen Stellen noch immer aus, so daß man hinsichtlich der 6inzelheiten auf die Angaben der Zeitungen angewiesen ist. „Matin" berichtet, daß ein französischer Offier des Luftfahrtministeriums im Flugzeug von Paris nach Pau gekommen sei und sich zum Nichteinmischungsuverwachungskommissar Oberst Lunn nach Tarbes begeben habe. der vorgestern noch gegen die Freigabe der sowjetrussischen Flugzeuge gewesen sei. Der französische Offizier habe dann in Pau lange mit dem dortigen„Konsul" des bolschewistischen Spanien verhandelt, und am Abflugstag früh um 4 Uhr habe man die 35 spanischen Flieger in ihren Hotels wecken lassen und in bereitstehenden Kraftwagen nach dem Flugplatz Pau Long gefahren, von wo sie dann mit ihren Apparaten um 7 Uhr zum Rückflug starteten. Nach dem„Journal“ sollen die sowjetspanischen Flugzeuge vor ihrem Rückflug nach Spanien entwaffnet worden ein. Der„Jour“ schließt aus der Tatsache, daß am Vorabend der Landung der 17 spanischen Flugzeuge zwei Beamte der Air France=Gesellschaft, von Toulouse kommend, In Pau eingetroffen waren und sich zur gleichen Zeit eine sehr bedeutende und sehr aktive Persönlichkeit der spanischen Bolschewisten dort anwesend war, daß die Flugzeuge im Ausland bestellt waren und dem qualifizierten Vertreler der spanischen Bolschewisten au geliefert werden sollten. Zur Erinnerung an die vor Jahresfrist erfolgte Aufstellung des Horst=Wessel=Geschwaders wird auf Wunsch des Dortmunder Oberbürgermeisters und im Einvernehmen mit dem Stabschef der SA., Viktor Lutze, von jetzt an alljährlich in Dortmund eine Kameradschaftsfeier stattfinden, durch die die Verbundenheit der SA. mit der Wehrmacht, insbesondere mit dem stolzen Geschwader, das die SA. dem Führer zum Geschenk gemacht hat, besonders zum Ausdruck kommen soll. An der ersten Erinnerungsfeier nahm der Stabsche teil. Nach der Arbeitstagung der SA.=Obergruppenführer. und SA.=Gruppenführer in Bad Pyrmont besichtigte Stabschef Lutze in Werl die dort untergebrachte Abteilung des Horst=Wessel=Geschwaders und begab sich darauf nach Dortmund, wo zu seiner Begrüßung auf dem Markt die Ehrenformationen mit klingendem Spiel angetreten waren. Die Bevölkerung bereitete Stabschef Lutze einen herzlichen Empfang. Im festlich geschmückten Saal des altehrwürdigen Rathauses fand anschließend ein Empfangsabend statt, au dem u. a. die SA.=Obergruppenführer und SA.=Gruppenführer aus dem ganzen Reich, Vertreter der Wehrmacht und der Behörden teilnahmen. Ministerpräsident Generaloberst Göring hatte dem Horst=Wessel=Geschwader seine herzlichsten Grüße übermitteln lassen. Ponizei negen Hemtein Tschechen lösen sudetendeutsche Kulturtagung auf Die Sudetendeutsche Kulturtagung in Reichenberg wurde von den tschechischen Behörden während der Kundgebung Konrad Henleins aufgelöst. Die Eröffnungsversammlung war in die Reichenberger Messehalle einverusen worden, wo sich auch ungefähr 16 000 Besucher eingesunden hatten. Schon vor Beginn der Versammlung schritt die Reichenberger Staatspolizei ein und verhaftete sämtliche Personen, die Stiefel trugen. Es wurden nicht weniger als 109 Verbaftungen. vorgenommen. Es handelte sich durchweg um der. Ordnerdienst der Sudetendeutschen Par1ei(SDP.), der, wie bisher üblich, auf den Versammlungen für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung sorgte. Schon die ersten beiden Redner wurden von dem Regiezunggertreier zweimal verwarnt. Als nächster Redner wruch nourad Henlein. von begeistertem Jubel der Versammlung begrüßt, für die kulturelle Befriedung zwischen den Völkern und wandte sich vor allem gegen die kleinlichen Bücherverbote. Er führte als bezeichnendes Beispiel von bürokratischem Chauvinismus an, daß es in der Tschechoslowakei gerade als Verbrechen gili, in der gesamtdeutschen Kultur anerkannte Persönsichreiten zu bewundern und als Vorbild zu nehmen. Bei der Feststellung Henleins„Der fast in der ganzen Weli übliche Deutsche Grußist keinessalls eine Provokation gegen das tschechische Volk“ wurde er von dem Regierungsvertreter zum ersten Male verwarnt. Als er fortsetzend meinte„Damit wird der Staat nicht erschüttert“ und diese Feststellung durch ein tausendstimmiges„Nein!“ aus der Versammlung bestätigt wurde, wurke Henlein zum zweitenmal verwarnt und die Versammlung als aufgelöst erklärt. Nr. 117 2. Blatt 68. Jahrgang Der Gemeinnützige Montag, den 24. Mai 1937 Aus der Heimat Hohenlimburg, 24. Mai 1937. Wetter=Bericht des Reichswetterdienstes Essen=Mülheim. Leicht unbeständig. Vorhersage für Dienstag: Noch nicht ganz beständig. * Kastanien— Flieder— Schwalben „Die Welt wird schöner mit jedem Tag!“ könnten wir jetzt mit dem Dichter sagen. Immer reicher wird das neue grüne Gewand der Natur. Nun hält schon der Fliederstrauch allerorts seine weißen und violetten Blütenbüschel in den Sonnenschein. Süßer, berauschender Duft entquillt diesen wunderbaren Trauben, füllt namentlich die Abende und Nächte mit herrlichem Hauch Nicht weit davon entfernt hat sich der Kastanienbaum mit seinen Blütenkerzen beladen, und nun prangt dieser breite und stattliche Baum unserer Heimat mit prächtiger, festtäglicher Krone. Freude und Helle gehen von diesem Baum in unsere Seele ein. Der Mai steht groß im Lande! Und nicht nur der Mai, nein, das Tor steht weit geöffnet, durch das der Sommer seinen Einzug halten kann— der Sommer, von dem wir alle Beglückung und Erfüllung erwarten. Sie zu erhoffen, ermuntern uns die Schwalben, die wieder die Lüfte durchsegeln und uns rufen. Schwalbengruß ist Sommergruß, Schwalbennest bedeutet einen Ort des Glückes. Immer weiter gezogen sind die Bogen der Flugbahnen dieser eilenden schlanken Vögel in den stets länger verharrenden Tag. Sie kennen keine irdische Schwere mehr, streifen über blühende Gärten hinweg zu Rasen und Rain, bis zu Bächen und Bäumen, schwingen sich über die Tore und Türme, sind verkörperte Träume geworden, Menschenträume, die immer dort gern haften bleiben, wo ihnen die Mühelosigkeit des Alltags verführerisch winkt. Am blauen Himmel zieht unsere Sehnsucht mit den weißen Wolken dahin. Uralter Wandertrieb erwacht in uns, drückt uns den Reisestab in die Hand, schärft das Auge, das in alle Fernen sehen und spähen will, wo es das Glück vermutet. Doch das Glück ist auch daheim: nur aufsuchen und finden muß man es. Warum gebt ihr kein Kommando? Durch Stadt und Land gehen jetzt wieder die Werber für die Hitler=Freiplatzspende. Diese Einrichtung soll vielen alten Kämpefrn der Bewegung eine Erholung geben, die Jahr für Jahr für die Bewegung gekämpft haben. Ueberall klopfen die Werber an die Türen und bringen ihr Anliegen vor. Darauf die erstaunliche Frage:„Warum bittet ihr eigentlich immer noch? Warum gebt ihr kein Kommando? Dann müßten wir es doch.“ Ja, das wollen wir gerade nicht. Wir haben die Macht erobert und können befehlen. Aber wir wissen, daß wir die Macht nur erringen, weil wir in Hunderrtausenden von deutschen Menschen ein inneres Kommandv erweckten, das sie bezwang. dem Führer zu folgen. So glauben wir, daß wir auch imstande sind, dieses innere Kommando im Herzen aller Deutschen zu wecken. In dem Volksgenossen, der die Frage stellte, lebt es allerdings noch nicht. Wir werden auch weiter zu ihm komnen müssen, damit auch ihm die Augen aufgehen darüber, daß unser Wollen viel gewaltiger ist als seine kleinliche Denkungsart. Ihr anderen aber, die ihr aus jenes Kommando hört, gebt der NSV. einen Hitlerfreiplatz, damit durch eure Hilfe ein Kämpfer und Mitarbeiter des Führers neue Kraft für seinen Einsatz gewinnen kann. Aus der Berchum.(Schulung der RSDA.) Am kommenden Sonntag um 9½ Uhr findet im Saale Schulte in Berchum zusammen mit den Ergster Pg. eine Schulung der Politischen Leiter, Walten und Walterinnen der NSDAP. sowie deren Gliederungen statt. An der Schulung können auch außer dem bekannten Personenkreis, sämtliche Parteigenossen, Frauenschaftsmitglieder, sowie die HI. teilnehmen. Für Pol. Leiter, Walter= und Wa terinnen der NSDAP. und deren Gliederungen ist die Teilnahme Pflicht. Die Ergster Pg. treffen sich um 8 Uhr bei Hölscher Ergste und marschieren von dort aus durch den Ergster Wald nach Berchum. Berchum. Bedarfsdeckungsscheine für Ehestandsdarlehen sowie Kinderbeihilfen dürfen Hiller=Jugeno schwamm in Henthausen Die 5J.=Standortmeister wurden ermittelt Als Abschluß der Reichsschwimmwerbewoche wurden am Sonntag in allen Standorten, die im glücklichen Besitz eines Schwimmbades waren, Schaukämpfe, verbunden mit Wettkämpfen innerhalb der Einheiten, durchgeführt. Die Sieger nehmen an den Bannmeisterschaften teil, die sich hieraus ergebenden an den Gebietsmeisterschaften, die Endsieger werden schließlich dem Führer anläßlich des Reichsparteitages in Nürnberg vorgestellt. Bei ausgezeichnetem Wetter führte die Hohenlimburger HJ. im Freibad Henkhausen ihr Pflichtschwimmen durch. Zahlreiche Zuschauer waren Zeugen manch spannender Kämpfe, die auf den Bahnen ausgetragen wur. den. Die herausgeholten Zeiten ergaben, daß die Jugend über ausgezeichnete Kräfte verfügt und jeder Zeit bereit ist, auch hier ihren Mann zu stehen. Erster Sieger im 100 Meter Brustschwimmen wurde Rottenführer Ernst Kochbeck Gef. 6/136 in 1,52,4 Min., vor Gustav Ambrock Gef. 6/136 in 1,55 Min. und Ig. Podwojewski Gef. 6/136 in 1,57 Min. Auch im 200 Meter Brustschwimmen stellte die Gef. 6 den ersten Sieger. Adolf Maurer schaffte die Strecke in der Zeit von 4,32,5 Min. vor Helmut Humme Gef. 7/136 in 4,32,5 Min. Dritter wurde Ig. Scheele Gef. 6/136 mit 4,41,8 Min. Waren die beiden ersten Läufe eine sichere Angelegenheit der Gefolgschaft 6/136, so war diese auch im letzten Lauf nicht zu schlagen. Karl Podwojewski siegte im 100 Meter Rückenschwimmen mit 2,05,5 Min. über Heinz Hackenberg mit 2,29 Die 2X50 Meter Staffel Kraul holte sich ebenfalls die Gef. 6/136 in 3,147 Min. vor der Gef.7/136. Abschluß des Werbeschwimmens war ein Wasserballspiel zwischen den Gef. 6 und 7/136 Hohenlimburg. Stellte die Gef. 6 die besseren Schwimmer, so mußte sich dieselbe im Wasserballspiel eine Ueberlegenheit der Gef. 7/136 gefallen lassen. Wir können wohl sagen, daß dieses Spiel sich im Nu das Wohlwollen sämtlicher Zuschauer erwarb. Wenn auch mal der eine oder andere Spieler etwas „gedöppt“ wurde, der Erfolg ist nicht von der Hand zu weisen, allen, die zusahen, hat es Spaß gemacht, und daß in diesem Spiel Gef. 7 über Gef. 6/136 mit 2:1(1:0) triumphierte, war der schönste Ausgleich dieser wohlgelungenen Veranstaltung. Vor der Siegerehrung und Flaggeneinholung führte Standortführer Weber den Hitlerjungen Sinn und Zweck dieser Veranstaltung noch einmal vor Augen und dankte vor allen Dingen dem Schwimmverein für die tatkräftige Unterstützung.„Wir wollen es uns gegenseitig versprechen: Im nächsten Jahr ist jeder Hitlerjunge Schwimmer und jeder Schwimmer ein Retter!" Die Reichsschwimmwerbewoche ist zu Ende. Allen Volksgenossen versuchten wir die Notwendigkeit des Schwimmens klar zu machen. Hohenlimburg hat ein Schwimmbad, auf das es stolz sein kann; das heißt, die Anlagen als solche sind in Ordnung und auch der Schwimmverein mit seinem Vorhaben auf dem richtigen Weg. Nur die Zufuhr des Frischwassers läßt viel zu wünschen übrig. Seit einigen Tagen ist es einigermaßen warm. Das Wasser ist aber bereits jetzt in einem Zustand, der es für uns in wenigen Tagen völlig unbrauchbar macht. Das Becken bekommt die Zufuhr aus einer Quelle, die erst durch die Henkhauser Fischteiche geleitet wird und hier bereits eine erhebliche Vorwärmung erhält. Als zweites Uebel kommt hinzu, daß ja bekanntlich im Sommer die Wasserzufuhr um ein Bedeutendes nachläßt, so daß das alte Wasser mehrere Tage im Becken stehen bleibt. Wir müssen an dieser Stelle die verantwortlichen Stellen in aller Form auf diesen Zustand aufmerksam machen, und hoffen schon in Kürze diesem Zustand durch Zufuhr von Frischwasser abgeholfen zu haben. Die soeben zu Ende geführte Aktion hatte den Zweck, Schwimmbäder auf dem Lande, besser aber, solche im allegemeinen zu schaffen. Hohenlimburg hat ein Schwimmbad und kann dieses ohne große Kosten so herrichten, daß es allen Anforderungen entspricht, vor allem in gesundheitlicher Hinsicht. Was nützt schließlich alle körperliche Ertüchtigung, wenn durch solche Mißstände vieles erarbeitete in kurzer Zeit vernichtet wird. nur in den Geschäften in Zahlung gegeben werden, die zur Annahme dieser Scheine berechtigt sind. Verschiedentlich ist es vorgekommen, daß Geschäftsleute, die zur Annahme der Bedarfsdeckungsscheine sowie Kinderbeihilfsscheinen nicht berechtigt waren, diese angenommen und dem Finanzamt zur Einlösung eingereicht haben. Es wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß zur Annahme dieser Scheine nur diejenigen Geschäfte berechtigt Unsere Jugendherberge in der Pfingstwoche Großkampftage liegen hinter den Herbergseltern und denen, die ihnen bei dem schönen Berufe halfen. Obwohl 1400 Uebemnachtungen zurückgewiesen worden waren, fanden doch noch über 1000 Uebernachtungen in dem kleinen Zeitraum einer Woche statt. Vor der Herberge auf einer Eckwiese war noch ein Zeltlager von 75 Pimpfen aus Lütgendortmund aufgeschlagen das seine Verpflegung aus der Herbergsküche bezog, so daß an manchen Tagen über 170 Mittagessen ausgegeben werden mußten. Es waren nur Gruppen der Bewegung da, lauter frohe Menschen, deren leuchtende Augen auch durch die kleinen Regenschauer nicht getrübt werden konnten. Gemeinsame Abendrunden, Singen und Musizieren, körperliche Uebungen begonnen mit dem ermunternden Waldlauf, das alles gab den rechten Klang für alle, die kameradschaftlich verbundenen Menschen. Bei dem gemeinsamen Flaggenhissen kam immer aufs neue das Treuebekenntnis zum Führer zum Aus druck, dem wir ja dieses große Zusammenklingen letzten Grundes verdanken. Störend trat nur wieder die Kleinheit des Sportplatzes bei der Herberge zu Tage, hier wird wohl die große neue Planung— Gestaltung des Geländes der Heide,— die in Kürze vorliegen dürfte, Abhilfe schaffen. Im Wettbewerb mit den Nachbarherbergen kann Hohenlimburg seinen Platz gut behaupten. Hoffentlich sorgen nun die verantwortlichen Stellen dafür, daß ihr der Raum um die Herberge durch Neusiedlungen nicht zu sehr beschnnitten wird, sonst geht der Hauptreiz der Herberge auf dem Klippchen verloren. Der Sonntag nach dem Fest brachte schon wieder gegen 120 Uebemnachtungen, wir sind um die Samstage und Sonntage nie bange, aber die Wochentagsbesetzungen müssen erobert werden durch Schulwerbungen, an denen sich auch weitere Kreise durch Hinweise beteiligen können. Der Ortsverband Hohenlimburg des D5I.=Verbandes hat wieder durch den Leiter Herrn Bürgermeister Dr. Götz Gelder bewilligt für„Schönheitsreparaturen“ der Herberge. Es ist zu wünschen, daß der Ortsverband stark bleibt durch die Hilfe derer, die wissen, daß das Kapital, das für die Jugend angewandt wird, die besten Zinsen Tengr sind, die ihre Zulassung zur Annahme in Händen haben. Anträge auf Zulassung sind bei der zuständigen Verwaltung, also für die Gemeinde Berchum, bei der Amtsverwaltung in Ergste zu stellen. Ergste.(Verkehrsunfall.) Auf der Provinzialstraße in Rheinen ereignete sich ein Verkehrsunfall, bei welchem es glücklicherweise nur hohen Sachschaden gab während der Fahrer des Wagens mit einer kleinen Schnittwunde im Gesicht davon kam. Ein Dortmunder Lieferwagen befuhr die genannte Straße in Richtung Villigst. Der Wagen geriet plötzlich ins Schleudern und fuhr in voller Fahrt gegen den die Straße begrenzenden Eisenzaun. Der Eisenzaun wurde hierbei vollständig umgefahren und der Kühler des Wagens sowie der Motor zusammengedrückt. Der Sachschaden der durch das vollständige Zusammendrücken der Maschine entstanden ist, ist sehr erheblich. Dei Jahrer hatte wie schon gesagt, nur einige Schnittwunden im Gesicht, die durch die Zersplitterung der Windschutzscheibe entstanden sind. Die große Nachfrage nach den Fahrten hat Veranlassung gegeben, das Fahrtenprogramm 1937 um folgende Fahrten zu erweitern: 1. S. F. 95/37 vom 30. 5. bis 5. 6. mit dem Dampfer „Stuttgart" nach Norwegen mit Besichtigung von Bremen und Teilnahme an den Flottenvorführungen der Kriegsmarine in der deutschen Bucht am 4. 6. 1937. Der Preis für diese Fahrt beträgt 55 RM. U. F. 70,37 vom 13. bis 20. 8. nach Fredeburg(Sauerland.) Der Preis beträgt 14,50 RM. 3. U. F. 71/37 vom 23. 7. bis 4. 8. nach Heigenbrücken im Spessart. Der Preis beträgt 46 RM. Anmeldungen bei der NSG.„Kraft durch Freude“, Göringstraße 10. Betr. Fahrt nach Berlin vom 27. bis 31. Mai. Diese Fahrt wird nicht, wie erst angegeben, vom 28. bis 31. Mai durchgeführt, sondern vom 27. bis 31. Mai, also einen Tag eher. Der Betrag für Uebernachtung und Frühstück erhöht sich auf 18 RM. Betr. Fahrt vom 27. 7. bis 3. 8. nach Olpe(Sauerland.) Obige Fahrt ist geseprrt. Keine Anmeldungen mehr. Betr. Fahrt vom 6. bis 19. 8. nach Vorgenannte Fahrt ist besetzt. Anmeldungen nicht mehr möglich. Betr. Fahrt nach Ostpreußen vom 13. bis 30. 8. Obige Fahrt ist besetzt. Anmeldungen nicht mehr möglich. Betr. Fahrt vom 14. bis 25. 8. nach Lechbruck(Allgäu). Obige Fahrt ist besetzt. Anmeldungen können nicht mehr angenommen werden. Shell-Grogtankstelle Wagenpflege, Abschmierdienst, Kundendienst, Auto- und Motorrad-Reparaturen Albert Teuscher Teleion Nr. 2583 Adolf-Hitler-Straße 0 Aus unseres herrgolls Hausapothele Sonne, Erde, Wasser, Licht, die natürlichen Schönheits= und Gesundheitsmittel 5 Schön zu sein, war zu allen Zeiten die geheime Sehnsucht der Frau und wird auch immer ihr Begehren bleiben: denn Schönheit und Anmut kommen erfahrungsgemäß dem Glück entgegen, sind ein Empfehlungsschreiben, das viele wohlbehütete Türen zu öffnen vermag. Dabei läßt sich im einzelnen über Schönheitsbegriffe erheblich streiten. Die Mannigfaltigkeit der Kunstwerke aller Zeiten beweist es einwandfrei. Aber so viel steht heute grundsätzlich fest: Die echte Schönheit ist unlöslich an Frische und Gesundheit gebunden. Kann man es uns Frauen da verargen, daß wir in den kleinen Schönheitsbrevieren unserer Zeit gern und willig blättern? Ich denke nein. Um so weniger, als wir längst erfahren haben, daß moderne Schönheitspflege weder gleichbedeutend ist mit kostspieligen Kuren noch mit geheimnisvollen Zaubertränken, sondern nur ein bißchen Ueberlegung und Disziplin verlangt. Schönheit ist für unsere Begriffe Gepflegtheit. Und diese Gepflegtheit beruht in erster Linie auf gesunder und gesundheitsmäßiger Lebensweise und einer vernünftigen Auswertung der uns von der Natur selbst so bereitwillig gespendeten Aufbaukräfte. So geläufig uns an sich diese Feststellung sein mag, die ersten warmen Sonnentage haben uns erbarmungslos davon überzeugt, daß unsere vernünftige Lebensweise im Winter ein wenig ins Hintertreffen geraten sein muß. Denn unsere Haut trug fraglos die Spuren von Mattigkeit, und Mitesser. Pickel und Hautunreinheiten sind auch nicht eben Zeugen eines gesund arbeitenden Körpers. Die leidige Müdigkeit, die uns übrigens auch jetzt vielfach noch unverkennbar aus den Augen spricht, ist auch kein Beweis für ein harmonisches Wirken aller Säfte und Kräfte unseres Organismus. Von der leichten Gereiztheit und Gespanntheit unserer Stimmung schon gar nicht zu reden. Und das alles, während die Welt ringsum in strahlender Schönheit steht und einen einzigen Sonnenlobgesang anzustimmen scheint All diese Disbarmonien und Unschönheiten in und an uns deuten darauf hin, daß die in den ersten Frühlingswochen vorgenommene sogenannte Frühjahrskur, bestehend aus einer Tasse Kräutertee pro Tag, keineswegs ausreichend war. Auf eine völlige Durcharbeitung unseres Körpers, eine gründliche Erneuerung oder Regeneration, wie die Aerzte diesen Vorgang nennen, kommi es jetzt an. Im Mittelpunkt dieser Erneuerung steht die völlige Umstellung unseres Körpers in Lebens= und Ernährungsweise. Das ist in dieser Jahreszeit mit ihrer belebenden Sonnenkraft und den tausend Möglichkeiten, sich in Luft und Licht zu ergehen, eine höchst einfache Angelegenheit. Zunächst tauschen wir die Enge des Zimmers mit möglichst häufigem Aufenthalt draußen. Weite Spaziergänge sind dem behäbig gewordenen Körper mit seinen vielerlei Fettansätzen und=ansätzchen äußerst bekömmlich. Natürlich auch Sport und Gymnastik im Freien, soweit man Gelegenheit dazu hat. Selbstverständlich verzichter auch der ruhende Körper nicht mehr auf die Wohltat frischer Luft: Wir schlafen bei weit geöffnetem Fenster, weil die frische Luft nun einmal eins der besten Hilfsmittel der Gesundheits= und Schönheitspflege ist. Der Losung folgend:„Tüchtige Bewegung geschafft!". nehmen wir gleich am Morgen die längst vergessenen zehn Minnten Gymnastik bei weit geöffnetem Fenster wieder in unser Tagesprogramm auf. Mit leichten Streck= und Beinübungen, mit Kniebeugen und Rumpfkreisen fangen wir an und steigern uns allmählich zu den schweren Uebungen, zu Kerze und Brücke, die wir im Vorjahr so meisterlich herausbrachten. Jeder Fortschritt gibt uns neue Lebensfreude, wir fühlen ordentlich das träge gewordene Blut schneller kreisen. Wohlgelaunt setzen wir die Erfrischungsarbeit im Badezimmer fort. Die kalten Abwaschungen kommen wieder zu Ehren. Ebenso die Luft= und Sonnenbäder, das Baden und Schwimmen in Fluß und See, wobei mit bescheidensten Anfangszeiten zu beginnen ist. Von fünf Minuten an ##. A5CHTSLauNT2 DURM VETLAG O55AR Fortsetzung. Jetzt, da sie mit einer gewissen Unruhe der Ankunft der Mutter entgegensah, fühlte sie erst ganz, wie völlig ihr eigenes Leben in die Stille dieses Eilands eingegangen war. *** Benedikte hatte kaum die Mutter an Land bewillkommnet, da wußte sie auch schon, daß all ihre leise Hoffnung auf ein harmonisches Zusammensein mit Mutter töricht gewesen war. Frau Agathe brachte vom ersten Augenblick an die ganze Unruhe und Unzufriedenheit ihres Großstadtdaseins mit hierher. Der Dampfer hatte geschaukelt— matürlich, so ein elender kleiner Kahn konnte das ja micht anders. Wie man Menschen auf so etwas befördern konnte, war ihr einfach unerfindlich. Vorn auf dem Vorderdeck war eine Schafherde verladen worden — der ekelhafte Geruch war bis auf das Passagierdeck gedrungen— dazu dieser Wind, entsetzlich! Und da wäre ja nun wieder Benediktes Besitztum! Immer noch unverändert?— Ja, ja, ein richtiges Bauernu##! Wie es im Buche steht. Im Grunde doch schrecklich ormitiv, nicht wahr? Frau von Schletto# hätte neulich das neue Besitztum ihrer Kinder im Vilde gezeigt. Ja, das wäre freilich etwas anderes! Denk dir, ein richtiges Herrenhaus mit einem großen Vorhef, Freitreppe, Park yinter dem Hause, Autogarage— alles, wie es sich gehörte. Tja, Benedikte, ein bißchen anders als dies hier. Mit kühler Reserve hatte Frau Agathe durch ihr Stielglas das Haus gemustert. Fräulein Giesecke hatte sie nur zwei Fingerspitzen gereicht. Sie schien die alte Dame als eine Art Haushälterin zu betrachten. Josua aber war von ihr mit Abschen ernent betrachtet worden. „So kleine Zimmer habe ich überhaupt noch nicht wieder gesehen,“ äußerte sie ihr Befremden, als sie endlich am Kaffeetisch im Wohnzimmer saß.„Wie hältst du das hier bloß aus. Man hat ja das Gefühl, die Decke stürzt auf einen nieder.“ aufwarts! Für den äußeren Menschen sind mit dieser regen Inanspruchnahme der natürlichen Medizin Licht, Luft und Wasser die ersten Schritte zur Besserung des Wohlbefindens getan. Aber auch der innere Mensch will und muß zu seinem Rechte kommen. Dazu gehört eine gründliche Umstellung der Ernährung. Wenig Fett und Fleisch, viel Gemüse und Salat, das ist die nächste Losung. Schließlich kann man nicht demselben Körper, dem wir längst die Last schwerer, dunkler Winterkleidung abgenommen haben, zumuten, weiterhin schwerverdauliche Winterkost zu verarbeiten. Der mit Fettkost aller Art winterlich überanstrengte Magen will auch einmal wieder ein leichteres Arbeitspensum haben, und Rind= und Schweinefleisch, die das Blut verdicken, gehören nicht in den Frühjahrsspeisezettel der um eine körperliche Erneuerung bemühten Hausfrau. Der schreibt frisches Gemüse und Salat, wie wir es zur Genüge jetzt auf dem Markt bekommen, schreibt Rohkostplatten und Obstsäfte vor. Der Wurstbelag muß vor Quark und Radieschen, Brunnenkresse und Schnittlauch weichen. Und Milch, Magermilch und Sauermilch sind die besten durststillenden und nahrhaften Getränke der warmen Jahreszeit. Auch der geliebte Bohnenkaffee sollte zweckmäßigerweise eine Weile wenigstens vom Frühstückstisch verbannt werden. Wer morgens Milch verschmäht, mag Apfeltee oder Pfefferminztee trinken, deren angenehmes Aroma auch dem verwöhnten Gaumen entgegenkommt. Und eine Tasse Tee dieser Art ist auch am Abend das beste Getränk. Uebrigens die Abendmahlzeit! Hier heißt es besonders mäßig sein und nur leichte Gerichte auftischen. Fisch sollte dabei eine Vorzugsstellung einnehmen. Sein reicher Phosphorgehalt ist eine vorzügliche Nerven= und Gehirnnahrung. Ein wenig Rohkost dazu regt die Verdauungstätigkeit an. deren regelmäßiges Arbeiten die oberste Voraussetzung für Wohlbehagen und Gesundheit ist. Zum Großreinemachen im eigenen Körper gehören ebensogut besonders wirksame„Scheuer“= und Reinigungsmittel wie zum Hausputz in den geliebten vier Wänden, die wir unser Heim nennen. Und noch ein übriges sollten wir für unser gutes Aussehen tun. Aus unseres Herrgotts Hausapotheke, der uns zu Schön= und Gesundsein Sonne. Licht und Luft so bereitwillig spendet, auch noch ein kosmetisches Mittel für eine letzte Auffrischung. Reinigung und Belebung unseres Gesichts wählen: die Erde, und zwar die Heilerde, der besondere Erneuerungs- und Aufsaugekräfte innewohnen. Wir verwenden sie zu Heilerdepackungen. Heilerde, ein in früheren Zeiten allgemein geschätztes Hilfsmittel für innere und äußere Behandlungszwecke, gehört auch heute wieder zu den Heilmitteln, die in jeder Apotheke erhältlich sind. Zur Gesichtsmaske aus Heilerde, die zudem den Vorzug der Billigkeit hat, nimmt man einen gehäuften Eßlöffel Heilerde, vermischt sie mit etwas Wasser zu einem dicken Brei, trägt diesen mit einem Pinsel oder einer Zahnbürste auf das Gesicht auf und läßt ihn 15 bis 20 Minuten zu einer Maske eintrocknen. Sobald der Brei zur Maske erstarrt ist, verbindert er die Hautatmung. Die Folge davon ist eine erhöhte Blutzusuhr zur Haut die Voren weiten sich, scheiden die Hautunreinigkeiten aus. die sofort von der Heilerde ausgenommen werden. Nachdem man die Heilerde mit den Händen abgebröckelt hat, wäscht man das Gesicht lauwarm, fettet etwas ein und wird dann erfreut sein über die Frische und Reinheit des Gesichts, das uns aus dem Spiegel entgegenschaut. Heilerde in der geschilderten Weise aufzulegen, empfiehlt sich übrigens auch bei Entzündungen, Furunkeln. Abszessen und Wunden. Empfiehlt sich weiter zum inneren Gebrauch bei Magen= und Darmkrankheiten aller Art, zum Gurgeln bei Halsschmerzen und mancherlei anderen Unbehagen. Die innere Anwendung sollte übrigens mit der äußeren verbunden werden, denn ein gutes Aussehen hat nur, wer äußerlich und innerlich sauber ist. Heilerde nimmt nämlich ebenso wie äußerliche Unreinigkeiten in nerlich die abgesonderten Stoffwechselschlacken auf. Zum Schluß noch ein Wort über das Schönheitsmittel Schlaf. Anerkanntermaßen ist der Schlaf eins der zuverlässigsten Mittel im Reiche der Kosmetik, erfüllt aber nur dann seine Regenerierungsaufgabe, wenn er ausreichend und regelmäßig ist. Auch daran sollten wir bei „Hausputz“ und Pflege unseres Körpers in diesen Wochen denken, in denen uns die Heilkräfte und Heilmittel der großen Erd= und Himmelsapotheke sb überreichlich und leicht nutzbar zur Verfügung stehen. Sonne, Erde, Lich und Luft sind die großen Erneuerer und Schönheitsspender in dieser warmen Jahreszeit. Vergessen wir sie nicht. Schönheit ist nicht nur eine Frage der verständlichen Eitelkeit, sondern auch des Sichsicher=und=froh=Fühlens. Und Freudigkeit ist im Lebenskampf unentbehrlich! BDM.=Mädel auf der Auch bei den Wanderungen zeigt sich, wie notwendig Von dem guten Kuchen Fräulein Gieseckes hatte sie ein Stückchen auf ihrem Teller zerbröckelt. Sie wäre zur Teezeit ja eigentlich an Toast gewöhnt— wie sie erklärte. Fräulein Giesecke hatte nichts erwidert, aber Benedikte, deren Nerven zitterten, wußte, wie sehr diese Art Fräulein Giesecke treffen mußte. Und sie konnte gar nichts dazu sagen. Sie saß so hilflos dabei. Mit jedem Wort der Entschuldigung hätte sie ja der Mutter Unrecht gegeben. Aber das durfte sie nicht. Sie mußte still sein und sehen, wie die Dinge sich diesmal entwickeln würden. Sie entwickelten sich so, daß am dritten Tag die Mutter wieder abreiste. Und wenn Benedikte ehrlich war, mußte sie sich zugeben, sie atmete geradezu auf. Die Auseinandersetzung mit Hans=Hermann, immer noch nicht ganz gelöst, dazu die Tage mit der Mutter— nein, das paßte alles nicht zu Oevenshöe. Sie selbst fühlte sich innerlich zerrissen und unruhig. Es war Zeit, wieder zur eigenen Harmonie zurückzufinden. Benedikte saß unten in der linden Frühlingssonne, die breit über die Wiesen in den Garten siel. Oben in dem Fremdenzimmer hörte sie die schrille Stimme der Mutter, dazwischen Josnas gutturalen Baß, ein Koffer wurde gerückt, ein Deckel kuallte— Mutter bereitete ihre Abreise vor, mit dem gleichen Lärm und der gleichen Unruhe, die sie stets um sich verbreitete. Hier unten aber war es still und schön. Der Flieder am Zann steckte seine Knospen in die Luft; Vergißmeinnicht und verspätete Österglocken blühten gelb und blau auf dem kleinen Rundbeet. Drüben am Schulmeisterhause rankten sich die Blätter der Kletterrosen dicht um die Fenster. Fern glitten weiße Segel auf dem Bodden dahin. Alles atmete Frieden und Fruchtbarkeit. Benedikte saß mit geneigtem Kopf. Sie lauschte in ihr eigenes Herz hinein. Was hielt sie so mit tausend Banden fest an diesem Stück Erde? War es die Erde allein? Oder war es... Jens Petersen? Sie hatte sich in diesen ganzen Wochen keine Rechenschaft über ihre wirklichen Empfindungen gegenüber diesem Manne gegeben. Das Glücksgefühl seiner Nähe gehörte so ganz zu ihrem Leben, war eins mit dem Dank für die spendende Natur rings umher. Jens Petersen gehörte zu ihrem Leben wie Himmel und Erde. Feld und Wald, Meer und Sonne. Aber Hans=Hermanns Eifersuchtsausbruch hatte sie wach gemacht. Was sie sich in scheuer Mädchenscham nicht hatte eingestehen wollen, jetzt war es ans Licht gezerrt. Ja, sie liebte ihn. Sie liebte ihn mehr als ihr Leben. Und es aab wohl nur eins, was dieser Liebe gleichkam: Wanderung. es ist, daß die Jugend das Schwimmen lernt. die fromme Zuneigung zu diesem Stück Erde, ihrer Erde. Ebensowenig, wie sie innerlich von Jens Petersen lassen konnte, hätte sie hier von ihrer neuen Heimat lassen können. Was die Liebe ihr auch bescheiden würde, ob Zueinanderfinden mit dem heimlich Geliebten oder nicht— dem Lande hier blieb sie verhaftet für ewig. Und was sie für Hans=Hermann so bitter schmerzte, war— er konnte nicht Ruhe finden, wenn nicht alles so in Erfüllung ging, wie er es wünschte. Jens Petersen dagegen? Sie wußte aus seinem Leben, wie er Universitätslaufbahn, eine glänzende Zukunft hingeworfen hatte, weil er sich nicht von der Heimat lösen konnte und der Arbeit an der Jugend dieser Heimat. Ja, Jens Petersen war nicht gebunden an äußere Dinge. Es war gut, das zu wissen, und doch wieder ein winzig kleiner, selbstsüchtiger Schmerz. Denn wie weit war er an sie gevunden? Baruver war sie sich niemals klar geworden. Er ging neben ihr her, still, ohne viel Worte. Ob darüber hinaus etwas in ihm für sie lebte? Sie hatte hier und da und dort einmal sprechen hören von einem Mädchen, das er geliebt, und das gestorben war. Aber sie hatte nie gewagt, weiter zu fragen. Eine unausgesprochene Angst hielt sie davor zurück. 9. Drüben am Bollwerk tutete der Dampfer zum ersten Male. Es war Zeit, die Mutter hinüberzubringen. Hans=Hermann war noch nicht zurück. Er war, wie so oft in diesen Tagen, mit seiner Wut und seinem Kummer irgendwohin in den Wald gelaufen. Josua war gerade dabei, den Koffer der Mutter die Treppe herunterzuschaffen und ihn auf dem Schubkarren zu verstauen. Fräulein Giesecke stand auf der Diele. „Ich wünsche Ihnen eine gute Reise,“ sagte sie. Frau Agathe übersah Fräulein Gieseckes ausgestreckte Hand. Sie nickte nur herablassend. „Wo ist mein Schirm? Hat Joina meinen Schirm? Mein Tuch? Hast du nicht eine Reisedecke, Benedikte? Ich habe mich schon auf der Herfahrt erkältet. Es ist ein furchtbares Land!“ Benedikte fühlte, wie es in allen ihren Nerven zuckte. Die fahrige Art der Mutter war ihr selten so unerträglich geworden wie jetzt. Hierher paßte das alles nicht. Endlich war man aus dem Hanse. Frau Agathe hielt ängstlich den Pelztragen hoch. Sie konnte keinen Wind vertragen, und hier war immer nur Wind, ein schönes, kräftiges und aesundes. Wehen. (Fortsetzung folgt.) K Nad Nesscrsutsohtelch Aus den sauerländischen Bergen Hagen.(Beitragsgelder nicht abgeliefert.) zum ersten Male stand Frau Wilhelm F. wegen Eigentumsvergehens vor dem Strafrichter. Ihr Ehemann hatte lange Zeit hindurch Beitragsgelder einzukassieren gehabt und die Abrechnung immer pünktlich und ordnungsgemäß vorgenommen. Als der Mann nun feste Arbeit erhielt, batte er nicht mehr soviel Zeit, und die Frau übernahm es, die Beiträge einzukassieren. Doch sie war nicht so ehrlich und gewissenhaft wie ihr Ehemann. Sie nahm von den einkassierten Geldern 67 RM. und verbrauchte das Geld für persönliche Zwecke. Der Umstand, daß sie inzwischen den Schaden wieder gedeckt hatte, rettete sie vor einer hohen Strafe. So kam sie mit einer Gefängnisstrafe von drei Wochen davon. Hagen.(Todessturz vom Felsen.) Am 19. Mai wurde hinter der Schmiedag eine männliche Leiche aufgefunden. Es liegt ein Unglücksfall vor. Der Mann ist von einem Felsen an dem Wege zur Wolfskuhle abgestürzt. Villigst.(Freiwilligaus dem Leben geschieden.) In seiner elterlichen Wohnung wurde ein 28jähriger unverheirateter Mann erhängt aufgefunden. Die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der junge Mann hat anscheinend in einem Anfall seelischer Bedrückung seinem Leben ein Ende gemacht. Einsal.(Kinder, Augen auf im Straßenverkehr.) Zwischen Einsal und Helbecke wurde das fünfjährige Töchterchen des Arbeiters Kn. aus Einsal von einem Auto zu Boden geschleudert und leicht verletzt. Das Kind war plötzlich von der rechten Straßenseite direkt vor den von hinten kommenden Kraftwagen gelaufen. Lüdenscheid. Ein Speiseisverkäufer hat sich einen alten Personenkraftwagen als Eiswagen umbauen lassen. Mit diesem Wagen fuhr er aus der Freiherr=vom=SteinStraße in die Sauerfelder Straße hinein. Der Wagen entwickelte dabei eine solche Geschwindigkeit, daß er einen Personenkraftwagen, mit dem er zusammenstieß, umwarf. Der umgestürzte Wagen lag mit der Decke auf dem Boden, die Räder standen nach oben. Die Fahrgäste kamen mit einem gewaltigen Schrecken davon, dagegen wurde der Fahrer so verletzt, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Lüdenscheid.(Ueber 400 Mark gestohlen.) Am Mittwochnachmittag suchte ein ganz gerissener Gauner eine Reihe von Geschäftshäusern und auch öffentlichen Gebäuden auf, um dort Einbrüche zu vollführen. Der Mann gab sich als Beauftragter des Luftschutzes aus: an ananderer Stelle war er Monteur des Elektrizitätswerkes und dergleichen. In einem Falle nahtn er in aller Oeffentlichkeit Messungen auf der— allerdings etwas abgelegenen— Straße vor, um die Leute zu täuschen. Befragt, was denn das zu bedeuten habe, erklärte der Gauner, daß dort ein Luftschutzkeller gebaut werden solle. Zu dem Zwecke müsse er, der Beauftragte, nachher auch ins Haus selbst kommen. Er kam dann auch und benutzte die Gelegenheit, einen Schrank zu öffnen, aus dem er Geld stahl. Unter ähnlichen Umständen gelang es dem gerissenen Schwindler sogar, im Krankenhaus eine Geldsumme zu erbeuten. Ferner suchte er ein größeres Kaffeehaus auf, und auch dort erbrach er eine Kasse, aus der er einen nicht geringen Betrag sich aneignete. Insgesamt hat der Gauner über 400 RM, erbeutet. Er hat dann die Stadt verlassen, jedoch sind die Ermittlungen ausgenommen, die wohl dazu führen, daß man des Schwindlers habhaft wird. Silschede.(Dreigesunde Jungen.) Ein seltenes Familienereignis ereignete sich gestern in einer hiesigen Landwirtsfamilie. Dem Ehepaar Lietmann wurden Drillinge, und zwar drei gesunde Jungen, geboren. Wie wir erfahren, geht es auch der Mutter gut, so daß sie von dem Familienglück, an dem auch die Freunde von nah und fern herzlich teilnehmen, ihre Freude haben kann. Aus dem rhein.-westf. Industriegebiet Oberhausen.(Zwei Tote bei verbotswidriger Seilfahrt.) In der Nacht zum Donnerstag verunglückten auf der Schachtanlage„Altstaden" in Oberhausen im Revier 4 in der 4. südöstlichen Abteilung der Stapelhauer Hans Peterka und der Bergmann Daus, als sie verbotswidrig auf einem mit Langholz beladenen Stapelkorb den Blindschacht befahren wollten. Sie gerieten zwischen Korb und Zimmerung und stürzten in den Sumpf, aus dem sie nur als Leichen geborgen werden konnten. Der Hauer Peterka hinterläßt Frau und vier Kinder unter 14 Jahren. Essen.(Castrop=Rauxel die geburtenreichste Stadt.) Nach der Statistik der Arbeitsgemeinschaft der statistischen Aemter westdeutscher Städte hatte die Stadt Castrop=Rauxel im März 1937 mit 13,8 auf 1000 Einwohner den größten Geburtenüberschuß. Es folgen dann Bottrop mit 12,4, Wattenscheid mit 12,0, Neuß mit 11,5, Hamm mit 11,2, Herne und Gladbeck mit je 11,0. Bemerkenswert ist der Statistik ist, daß von den Großstädten keine einen Geburtenüberschuß von 10 auf 1000 Einwohner erreichte. Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, daß Angaben der Stadt Gelsenkirchen bei der Ausstellung der Statistik nicht vorlagen. Aus Westfalen-Nord und Lippe Hörstel.(Wieder das Schießeisen in Kinderhand.) Erst noch vor wenigen Tagen wurde ein junges Mädchen auf dem benachbarten Harkenberge bei Mettingen durch kindliche Spielerei mit einer Schießwaffe so schwer verletzt, daß es jetzt seinen Verletzungen erlegen ist. Jetzt spielte sich auch in unserer Gemeinde ein ähnlicher Fall ab. Ein 17jähriger Junge hatte sich ein 6=mmTerzerol verschafft und legte mit der leider sattsam bekannten Frage:„Soll ich dich mal totschießen?“ auf ein zehnjähriges Mädchen an, drückte ab, und im nächsten Augenblick brach das Kind, tödlich getroffen, zusammen. Man brachte es mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, wo es nach wenigen Stunden starb. Haltern.(Den Sturz mit dem Rade mit dem Tode gebüßt.) Im sogen. Hundegraben auf der nach Lippramsdorf führenden Strecke erlitt der hier wohnende Invalide Suer durch Sturz mit dem Rade einen schweren Schädelbruch. Man brachte ihn sogleich ins hiesige Krankenhaus doch wurde er später nach Münster gebracht, um hier besonders sorgfältig behandelt zu werden. Aber auch in Münster konnte man ihm die Gesundheit nicht wiedergeben, und jetzt hat er seinen Sturz mit dem Fahrrade mit dem Leben bezahlen müssen. Ostbevern.(Beim Motorradunfall die Schlagader aufgerissen.) Der hier wohnende junge Motorradfahrer F., der im Soziussitz ein junges Mädchen mitführte, hatte das Pech, auf einen vor der Gastwirtschaft Althoff parkenden Personenwagen aufzufahren. Dadurch erlitt er schwere Kopf=und Armverletzungen, wie ihm auch die Halsschlagader aufgerissen wurde. Glücklicherweise konnte er sogleich ins hiesige Krankenhaus gebracht werden, wo er in bedenklichem Zustande darniederliegt. Das junge Mädchen kam mit geringfügigen Hautabschürfungen davon. Riesenbeck.(Die verräterische Schuhnummer.) Dem in der Bauerschaft Birgte wohnenden Bauern G. wurde vor einiger Zeit ein Rind gestohlen. Bei der Untersuchung ergab sich, daß der Dieb Gummischuhe mit großer und deutlicher Nummer aus der Sohle getragen hatte. Die weiteren Nachforschungen der Polizei führten zur Festnahme des Viehhändlers K. aus Ladbergen, der jetzt wegen des Diebstahls zu neun Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Münster.(Ehrenvolle Ernennung.) Mit Zustimmung der Reichsgruppe„Banken“ wurde Direktor Kürten von der Ländlichen Zentralkasse in Münster, dem geldlichen Zentralinstitut der ländlichen Genossenschaften Westfalens, für die Dauer von zwei Jahren zum Vertrauensmann der Fachgruppe„Ländliche Kreoitgenossenschaften“ für den Wirtschaftsbezirk Westfalen ernannt. Rheine.(In die Ems gefallen und ertrunken.) Der hier wohnende 17jährige Josef Brüggemann nahm in der freien Ems ein Bad, glitt dabei im Wasser aus, geriet in eine tiefe Stelle und ertrank, da er des Schwimmens nicht kundig war. Seine Leiche konnte bis zur Stunde noch nicht gefunden werden. Werne.(Radfahrer gegen Lastauto gerannt und tödlich verletzt.) Der in der Bauerschaft Langern beschäftigte Bäckergeselle W. Schöpper rannte mit seinem Fahrrad unmittelbar gegen einen Lastwagen, wurde in den Chausseegraben geschleudern, wo er bewußtlos liegen blieb, und starb zwei Stunden später infolge der durch diesen Unfall erlittenen Verletzungen. Dortmund.(Früherer Bürgermeister muß Schadenersatz leisten.) Der frühere Bürgermeister der Stadt Kamen hatte sich vor dem Dortmunder Landgericht u. a. wegen des Zusammenbruchs des städtischen Milchhofes zu verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, seine Pflichten gegenüber der Stadt dadurch erheblich verletzt zu haben, daß er bei der Gründung des Milchhofes und bei verschiedenen Anleihe=Transaktionen die Belange der Stadt nicht wahrgenommen habe. Es handelt sich dabei um eine komplizierte Methode des Austausches von zwei Anleihen zwischen der Stadt Kamen und dem Milchhof, in denen das Gericht eine verschleierte Begünstigung des wirtschaftlich schlecht fundierten Milchhofes sah. Die Stadt Kamen habe als selbstschuldnerische Bürgin jetzt für eine Anleihe von 200000 Mark einzustehen und außerdem noch den Betrag von 18000 Mark verloren, da mit einer nennenswerten Quote aus dem Konkurs des Milchhofes, der seinerzeit hatte angemeldet werden müssen, nicht zu rechnen sei. Das Landgericht hat den früheren Bürgermeister nun dazu verurteilt, an die Stadt 10000 Mark nebst 4 v. H. Zinsen seit dem 20. September 1936 zu zahlen. M.=Gladbach.(Eine Familie im Auto verunglückt.) Ein folgenschweres Kraftwagenunglück ereignete sich auf der Landstraße von Stommeln nach Rommerskirchen. Der Kaufmann Otto Westphalen aus M.=Gladbach, der mit seinem Kraftwagen auf der Rückreise von einem Pfingstausflug heimfuhr, geriet bei dem Versuch, einen Lastwagen zu überholen, ins Schleudern und fuhr auf der linken Straßenseite gegen einen dicken Baum. Die Wirkung war fürchterlich. Die neben ihm sitzende Frau, die das zweijährige Söhnchen auf dem Schoß hatte, wurde mit dem Kind durch die Windschutzscheibe auf den Kühler geschleudert, ebenfalls das fünfjährige Töchterchen. der Familie und eine Angestellte, die im hinteren Teil des Wagens saßen. Das zweijährige Söhnchen war auf der Stelle tot, während seine Mutter und die Angestellte schwere Verletzungen erlitten. Die beiden Frauen wurden nach Stommeln ins Krankenhaus geschafft. Das kleine Mädchen kam mit dem Schrecken davon. Westphalen erlitt weniger schwere Verletzungen. Von Rhein, MRosel, Saar Köln.(Großzügige Bauprojekte in Köln.) Als Oberbürgermeister Dr. Schmidt den Kölner Ratsherren den Haushaltsplan für das Jahr 1937 vorlegte, machte ur u. a. darauf aufmerksam, daß der Schuldendienst der Stadt im Jahre 1937 seinen Höchststand erreichen werde mit fast 38 Millionen RM. Die Stadt sei nicht in der Lage, freiwillige Tilgung vorzunehmen, aber sie sei bereit und imstande„ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die günstige Entwicklung der städtischen Versorgungs= und Verkehrsbetriebe und die außerordentlich gesunde Struktur der stadtkölnischen Wirtschaft seien demgegenüber Aktivposten, die einen gesunden Optimismus rechtfertigen. Unter den dringlichen Aufgaben der nächsten Zukunft nannte der Oberbürgermeister u. a. den einheitlichen Generalbebauungsplan, auf den der Führer wesentlichen Einfluß nehmen werde. Neben der Verbreiterung der Hindenburgbrücke und einer großzügigen Auflockerung der Innenstadt werde die Stadt die Fertigstellung der Zubringerstraßen zu den Köln berührenden Autobahnen schnellstens vornehmen. Erst in den letzten Tagen sei die Durchführung zweier großer Proeikte geklärt worden, und zwar die Festlegung der Rheinüberbrückung durch die Reichsautobahn im Süden von Köln und die Errichtung eines neuen Funkhauses des Reichssenders Köln. Langenfeld.(Eine teure Bügelfalte.) Am Tage vor Karneval war der in einem Schneidergeschäft angestellte Franz W. abends noch in die Werkstatt gegangen und hatte mit dem elektrischen Eisen seine Hosen aufgebügelt. Mit strahlend neuen Bügelfalten verließ er dann das Haus. Einige Stunden später wurde von Nachbarn die Feuerwehr alarmiert. Die Werkstätte brannte lichterloh. Und als man sich nach vollendeten Löscharbeiten die Bescherung ansah, da war ein Schaden von 1000 RM entstanden. Das nicht ausgeschaltete Bügeleisen hatte den Tisch durchgebrannt, vom Fußboden aus hatte das Feuer weiter um sich gegriffen und Möbel und Stoffe vernichtet. Wegen fahrlässiger Brandstiftung hatte sich W. vor dem Düsseldorfer Schöffengericht zu verantworten. Seine Einlassungen, es könne sich um Kurzschluß handeln oder ein anderer könne noch nach ihm gebügelt haben, wurden durch die Beweisaufnahme widerlegt. Nur weil es sich um einen jungen und gut beleumdeten Mann handelt, beließ es das Gericht bei der milden Geldstrafe von 20 RM, zumal im Falle einer Schadenersatzforderung die Sache für ihn wahrlich teuer genug werden dürfte. Düsseldorf.(Juwelendiebe festgenommen.) Von der Kriminalpolizei wurden drei Männer und eine Frau festgenommen, die gemeinschaftlich in den Städten Düsseldorf, Köln, Barmen, Krefeld und Mülheim=Ruhr, Brillantringe und goldene Uhren im Gesamtwert von etwa 2000 RM. bei Juwelieren stahlen bezw. den Verkauf der gestohlenen Sachen übernahmen. Die Festgenommenen sind mit Ausnahme der Frau erheblich wegen Diebstahls, Betruges usw. vorbestraft. Düsseldorf.(Revision im Frauenmord=Prozeß.) Am 11. Mai wurden, wie berichtet, nach viertägiger Verhandlung vor dem Schwurgericht der 25jährige Ferdinand Linder und seine frühere Geliebte, die 35jährige Frau Gertrud Schmitz, beide aus Bergisch=Gladbach, wegen gemeinsamen Mordes und mehrerer gemeinsamer Mordversuche zum Tode, zu je zehn Jahren Zuchthaus und dauerndem Ehrverlust verurteilt. Sie hatten die ihnen lästige Ehefrau des Linder, nachdem sie sie mit 11 000 Reichsmark gegen Tod durch Unfall versichert hatten, nach verschiedenen, teils nur geplanten, teils mißlungenen Mord. versuchen am Abend des 18. Januar in die hochgehende Dhünn gestoßen, wo die Frau ertrank. Die Verhandlung entwollte das Bild einer mit seltener Kaltblütigkeit und Beharrlichkeit geplanten und schließlich durchgeführten teuflischen Mordtat. Die beiden Verurteilten haben fristgemäß gegen die Urteile Revision eingelegt. Das Reichsgericht wird sich daher nun mit der furchtbaren Tat beschäftigen. KafstlegPszrer:ihrreschen dus Feld. Die Pokalspiele.— Eine ganze Reihe von Gesellschaftsspielen. 2:3 0:4 0:1 Der gesttige Sonntag stand fast ausschließlich im Zeihen der Spiele um den Aufstieg. Die Mannschaften wußten hier, was auf dem Spiele stand und strengten sich mächtig an, um die Punkte für sich zu buchen, denn ein Verlust des Spiels bedentete„ für sie gleichsallzeigg starken Rückfall in der Tavene. Das Wetter wur sur. Austragung der Spiele ginz ausgezeichnet, lo#oß, gie äußeren Bedingungen au) für guten Sporz, gegehen waren. Bei der sommerlichen Hitze wird wohl mancher Schweißtropfen vergossen worden sein, der sich aber gelohnt haben dürfte, wenn die Punkte errungen wurden. Um den Zufstieg in die Gauliga. Arminia Marten— Spg Röhlinghausen 2:0 MBV Linden— SpVg Klafeld Geisweid 3:0 Preußen Münster— Arminia Bielefeld 2:0 Um den Aufstieg in die Gauliga waren wiederum sämtliche Mannschaften tätig. Bemerkenswert ist hier der klare 2:0=Erfolg von Preußen Münster über Arminia Bielefeld, die sich damit für die seinerzeit erlittene Niederlage in der gleichen Höhe„xeganchiggten und damit gleichzeitig, die Führung in der Tag#ue übernehmen. Da auch Rohlinghausen gegen urminia Marten in Marten Federn lassen mußte, haben die Münsteraner schon einen großen Vorsprung, den sie sich wohl kaum noch streitig machen lassen dürften. Der Tabellensetzte aus Klafeld hatte auch in Linden kein Glua und llieb klar mit 0:3 unterlegen. Um den Aufstieg in die Bezirksklasse Gruppe Industriebezirk Viktoria Dortmund— VfL Habighorst VfSS Witten 07— BV Herne Süd Polizei Bochum— Tus Milspe Um den Aufstieg in die Bezirksklasse der Gruppe Industriebezirk führt nunmehr Milspe durch den knappen 1:0=Erfolg über die Bochumer Polizisten, die noch am letzten Sonntag Habinghorst so überraschend hoch schlagen konnten, die Tabelle unbestritten an. während der VfL Habighorst, der diesmal Viktoria Dortmund wieder Erwarten mit 3•2 bezwang. auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken konnte. Witten 07 erlaubte sich den Scherz. gegen Herne Süd auf eigenem Platze klar mit 0•4 die Segel zu streichen, sodaß die Mannschaft auf den vierten Platz zurückfällt. Polizei Bochum muß sich mit dem dritten Platz begnügen. Gruppe Arnsberg SpVg Langenau— Tus Eiringhausen BfB Niedermarsberg— FE Wacker Sundern SpVg Altenseelbach— VfL Schwerte In der Aonsberger Gruppe ist Altenseelbach wohl karm noch einzuholen, denn die Mannschaft gewann auch geer: den VfL Schwerte recht sicher mit 4:0. Tus Eiringhaui holte sich auf dem gefährlichen Gelände in Langenau u.!: 1•0 knapp die Punkte und behält damit weiter den wetten Platz. Niedermarsberg kommt und kommtsvom letzten Tabellenplatz nicht fort. Auch auf eigenem Gelni#### lieferte man sich gegen Wacker Sundern in torreiches Freffen, ohne allerdings die knappe 435= iederlgage abwendtuik# Um deg Aufstieg in die 1. Kreisklasse= ne=Volme=Kreis SpL Sunkweig—“ Heunen 12." 4221 7 * Im Lenne=Vo; ekzeis konnte auch Sundwieinen Kampf gegen H##en 12 zwar nur knapp mit 2:1 üür sich entscheiden, doc#nügen diese Punkte, um der Rannschaft eine Fauorit#r llung einzuräumen Kreie Sieterland SC Ferndorf— Fischeldac) Im Kreise Siegerlo e sind durch die Niederlage von Fischelbach in Ferndor# die mit 2:3 allerdings recht mapp ausfiel, sämtliche Ver ne nnnktegleich mit 2:2. Es wird also hier noch eine?####de stig sein, vierten aufsteigenden Vertretei für die 1. Kreisklasz ermitteln. Un den Kreissieger der?. Maunschaften Kreis Lenne=Be#me ASSL Letmathe 98— SpSp Neuden 09 827 Um den Kreissieger der 2. Mannschaften: Lenne Bolme=Kreis hatte Letmathes Mannschaft eine gute Tag und fertigte die zweite Mannschaft, von Mei in 06 ziemlich hoch mit 8:1 ab. Damit ist aben Letma#een nicht gedient, denn der BfB Westhofen weiten Mannschaft mit 4•0 eige klare MSV Siegen— SpB Dreistiefenbach Eintracht Siegen— BE 07 Siegen 0:1 4:5 4•3 dst mit seiner 12#6 431 2:0 2:3 Pokalspiele. BfV Weidenan— Schw.=W. Wuppertal SpSp Hüsten 63— BV Lüttringhausen SSB Wuppertal— SpB Hemer 08 Bornssia Dortmund— SpBg Herten Germania Bochum— Tus Bochum SpB Notthausen— Schw.=W. Essen Westsalia Herue— SpB Homberg In den Pokalspielen konnte sich von unseren südwestfälischen Vertretern aus der Gauliga und der Bezirksklasse lediglich Hüsten 09 durchsetzen. Die Gäste aus Lüttringhausen wurden mit 3:0 niedergehalten, so daß Hüsten eine Runde weiter kam. Die beiden anderen südwestfälischen Vertreter konnten sich nicht durchsetzen. So blieb der BfB Weidenau auf eigenem Gelände knapp mit 0:1 auf der Strecke, während sich Hemer 08 in Wupvertal sogar mit 0:12 überfahren ließ. Um die Hitler=Plakette der National=Zeitung Siegen Gem. Salchendorf— RSV Eiserfeld 08 ausges. (BIR Gosenbach— BsB Wilnodorf: W. nicht a. fußballgesellschaftsspiele. Sportr. 33 Gevelsberg— Westfalia Ahlen TSG Herdecke 63— Tgd Altenhagen 93 DE Kückelhausen— Tura Altenvoerde(Sa.) Germ. Boelerheide— SpV M.=Gladbach(Sa.) Tus Herscheid— Schw.=W. Oberrahmede Münster 08— Sportfr. Siegen(Sa.) Sp Herford— Sportfr. Siegen DSC Hagen— Tura Hagen=Kabel(Sa.) Tuspo Hohenlimburg— Tura Hagen=Kabel ASSV Letmathe 98— Tus H.=Eppenhausen SpV Iserlohn 05— SE Hörde 10 TV Oestrich— SpBg Iserlohn 11 BfB Grüne— FE Borussia Dröschede SSV Niederschelden—. BB Netphen RSV Eiserseld 06— SpVg Trupbach 09 SpV Bärenstein 09— Bf2 Altena 5•9 5:0 5•2 1:2 2:1 3:2 5•3 0•3 2:2 2:3 8:0 5:0 3:3 6:2 433 7:0 2:1 5:1 keiner hätte erwartet, daß sich Gevelsberg gegen die gewiß nicht schlechten Westfalen aus Ablen mit einem so hohen Resultat den Aufstieg erkämpfen würde. Annähernd 4000 Zuschauer waren hier Zeugen eines durchaus fesselnden Kampfes, den die Gevelsberger dank der besseren Ausnutzung der Torgelegenheiten recht klar mit 16:7 zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Obwohl die Ahler einen starken Anhang mitgelracht hatten, konnten auch sie auf die Entscheidung des Treffens keinen Einfluß ausüben.— Auch Holsterhausen liegt mit 2 Minuspunkten und einem Spiel weniger am aussichtsreichsten im Rennen. Die Mannschaft konnte auf dem gefährlichen Gelände in Rheine einen klaren 19·5=Erfolg buchen und hat damit berechtigte Aussichten, zusammen mit Gevels berg in der nächsten Saisen in der Gauklasse zu spielen da kaum anzunehmen i, dat sit den noch ausstehenden Kampf gegen den BfB Bielefeld verlieren dürften. Die Begegnung zwischen Bielefeld und Jöllenbeck hatte nur untergeordnete Bedeutung. Handball=Gesellschaftspiele. Hallsball. Um den Aufstieg in die Ganklasse Sportr. 33 Gevelsberg— Westfalia Ahlen BsB Bielefeld— 29 Jöllenbeck MSV Rheine— Tus Holsterhausen Im Handball konzertrierte sich das Hauptinteresse auf die Endkämpfe um den Aufstieg in die Gauklasse. Wohl 16:7 7:10 5:10 DSC Hegen— Solingen#8(sa.) DE Haldes— DEC Hagen Res. Germ. Berlerheite— Tad Altenhagen Ads. Weidenan— Essen Ueberruhr(Eu.)„ AdH Weidenan— Tus Lodeul.=Rohmer Jahn We-daßl— Jahn Ludenscheid Tog Miteg= 74— 29 Altenvoerde(Sa.) Tsaft. Selbeck:— TSC Germ. H.=Eilpe TV Rumu#ene#l— Postsport Hagen„ VTV Vorhalle 79— Tgs Zerbeck VfTus Heurichshütte— Erle 30 Tus Eggerscheid— 28 Jahn Werdohl XV Westig— 22 Jseelohn 97 10:8 19:9; 12:8 12:10 10:8 8:2 5:6 ausgest s 1239 13:7 W. u. a. 9210 hockeg. DEC Hagen(Herren)— Hokenklub Iserlohn 1:0 DSE Hagen(Damen)— Gceokiub Iserlohn J. 0:3, Lank II. krale Westsulenslafft. Hotsensze Arh Das sportfreudige Ruhrstädtchen Herdecke hatte am gestrigen Sonntag wieder einen großen Tag. ausgezeichnetem Sommerwetter gelangte auf der Strecke von Hohensyburg nach Herdecke zum 11. Male der weit über die Grenzen Westfalens hinaus bekannte und schon zur Tradition gewordene Staffellauf zur Durchfuhrung. Dem ausrichtenden Verein TSC Herdecke 63 gebührt ein besonderes Lob. Nach wochenlangen Vorarbeiten war am Sonntag die Strecke mustergültig hergerichtet. Es klappte alles wie am Schnürchen und pünitlich auf die Minute wurden die einzelnen Klassen vom Stor: gelassen. Das Ziel befand sich aus dem Bleichstein in Herdecke, wo die Zuschauer den Platz dich:##lagerten. Aver auch auf der Strecke selbst und be'onders an den einzelnen Start= und Wechselstellen hatte sich eine große Anzahl von Volksgenossen eingefunden. die die einzelnen Läufe mit großem Interesse verfolgten. Auch der Rundfunk hatte es sich nicht nehmen lassen, dieser großen Veranstaltung beizuwohnen. Mit seinem Aufnahmewagen nahm er die spannendsten Momente besonders aus der Sonderklasse und der A=Klasse auf, um sie am Montag im Rahmen der Wendeutschen Wochenschau einem größeren Kreise von interessierten Volksgenossen zu Gehör zu bringen.. Das Nennungsergebnis zu diesem 11. fellauf muß als ganz hervorragend bezeichnet werden. Ungefähr 100 Mannschaften mit weit über 1000 Läufern hatten sich eingefunden, um im harten Kampf um die Palme des Sieges zu streiten. Wertvolle Preise in den einzelnen Klassen spornten den Kampfgeist noch besonders an. Nachdem die Teilnehmer auf dem Bleichstein aufmarschiert waren, hieß der Vereinsführer von Herdecke. Leisinger, die Erschienenen herzlich gab bekannt, daß Gauführer Lorenznicht den Kämpfen beiwohnen könne und telegraphisch seine Grüße übermittelt habe, da er dienstlich in Ber### weile. Burgermeister am Wege fand herzliche Worte der Begrüßung und wünschte der Veranstaltung einen Anschließend erfolgte der Abmarsch der Teilnehmer zu den Wechselstellen. Auf dem Bleichstein wurde zunächst eine 6 mal 50 m Bahnstaffel ausgetragen, die das Jungvolk bestritt. Hier gab es recht spannende Kämpfe, die schon erkennen ließen, daß die Vereine um den Nachwuchs nicht zu bangen brauchen. Eine 4 mal 100 m Bahnstaffel der Senioren sah den DSC Hagen dank des vorzüglichen Kampfes des Kreisführers Faust (Hagen) erfolgreich. In der Jugendklasse, die ausschließlich von der HI bestritten wurde, blieb die Gefolgschaft Zagen knapp vor Herdecke erfolgreich. Auch hier konnte man schon ganz beachtliches Können feststerlen. In der C=Klasse hatte Jahn Schwerterheide den Wanderpreis der Westfälischen Landeszeitung zu verteidigen. Dies gelang auch diesmal wieder mit Erfolg. Die ausgezeichnet laufenden Schwerter Läufer schafften eine ganz ausgezeichnete Zeit und ließen Vorkalle 79 mit weitem Abstand hinter sich. In der BKlasse stellte erneut der Spiel und Sport Menden 00 sein großes Können unter Beweis. Der Verteidiger des Wanderpreises der Stadt Herdecke. SC Rote Erde I lohn. startete diesmal in der a=Klasse. Die Schwerter hatten hier nur die Turngemeinde Friesen Haspe zu beachten, während der VfL Hagen erst an dritter Stelle landete. de Das Hauptinteresse war naturgemäß auf die Sonderklasse gerichtet. Hier hatte der Militärsportverein Artillerie Iserlohn(jetzt Militärsportverein Artillerie Soest) den Wandervreis des Stabschefs der SA Lutze zu verteidigen. Das Rennen in dieser Klasse bitterter Kampf zwischen der Mannschaft des MSP Artillerie Soest und dem Reichsarbeitsdienst 206 Hagen. „Der Reichsarbeisdienst hatte die Führung bis ten Wechsel. Dann übernahm die Wehrmacht die Spitze. wurde dann aber bald wieder vom Reichsarbeitsdienst überholt, der eine ganze Zeitlang führte und seinen Vorsprung bis auf 110 m ausdehnen konnte. Am Wechsel am Herdeckerbach wurde dann der die Wehrmacht wieder abgefangen. Der-Vorsprung wurde von den Militärsportlern immer mehr vergrößert, die dann auch mit großem Vorsprung durchs Ziel gehen konnten. Besonders gut war hier der 800= und 100 mLäufer.„ Als letzte Klasse startete dann die A=Klasse. Der VfL Hüttenverein Dortmund hatte gleich einen Vorsprung herausgeholt, den die Mannschaft auch bis zum ersten Drittel der Strecke halten konnte. Gefährlich wurden dann die Läufer von OsV Hörde und Einr###, Dortmund. Aber die Hüttenleute, ließen sich z nicht an schütteln und vergrößerten durch ihren ausggzrn,, 800 m=Läufer den Vorsprung. Vorübergehend konnte sich Tus Bochum auf den dritten Platz vorschieben, doch wurden sie kurz vor dem Ziel wieder von Eintracht Dortmund abgefangen und mußten sich mit dem vierten Platz begnügen. Der Sieg von VfL Hüttenverein Dortmund war nie ernstlich gefährdet, die damit Sportfreunde. Als Abschluß der Lufe wurden(dannznoch auf Bleichtein Sonderwentämpfe abgstaffest, and zwal 4 mal 100 m Staffeln, Olympische## 20 m Läufe, 800 m Läufe und 3000 m Lausl#e, dleichfalls rocht guten Sport brachten.„ Die Siegerehrunglwurde vom Kreisführer 3. Faust(Hagen) vorgenommen, der die einzelnen in den Klassen zu ihrem Erfolge beglückwünschte und ihnen die Preise überreichte. Die erste Siegermannschaft in jeder Klasse wurde mit einem Eichentranz gun gezeichnet, während die 2. und 3. Siegermannschaften V#unden erhielten. —. Jugendklasse 55 2299 m: 1. Sieger Gefolgschaft Hagen 5 2/10 Min.; 2. Gefolgschaft Herdecke 5,5; 3. Gefolgschaft Wetter 5,6/10; F e(E.Klase: 2550 m: 1. TV Jahn Schwerterheide 8.32 3/10 Min.; 2. Vorhaller TSV 1879 9.51 1/10: 3. TV Eintrocht, Annen 1872 10.2 4/10 Min. * P=Klasse 6250 m: 1. SpSp 08 Mender. 16 1/10 Min.; 2. Turmz gem. Friesen Haspe 16.31/20; 3. VfL Hagen 16,25 3/10 Sonderklesse. 339 8300 m: 1. Mil.=Spp. Artillerie Sorst 206 Hagen 1. 29,17.7 3. RaD 200 Hagen 2. 21,11; 4 RSKK IV. M. 60 Herdecke 22.2.2: b. B55n M. 60 mund 23.03.3 Min. A=Klasse 8390 m: 1. UfL Hüttenverein Dotdmund 2. Olymp. Spoctverein Hoerde 19.35,7; 3. TV Eintrat Dortmund 20.00.1; 4. Tus Bochum 08 20.02.5; 5. " R o t e G o d e J s e r i c h e 3 1. 1 9 2; 6. S p o r t f r e u n d e 0 8 L i Die Joiten der B=Klasse sind jeweils um 1 deßen. 2-# b. Conderwettkämpfe 4 mnf 19om Staffel: 1. Olompischer Sportverein 23: 2. B/2 Hogen 45,.3: 3. VfL Hüttenverein Doztmund Olympische Staffel e 800, 400. 200, 206 m: 1. VfL Hüttenverein Dorkmun! 3,46.7 Min.)“ 2. Sportclub Rote Erde Iserlohn 3. TV Eintr. Dortmund 3.51; 4. SuSp Menden 08 4.4.6 3000 m Lauf: 1. Legge, Tus Bochum 9.14,3; 2. Pflaum, BfL Dortmund 9.22.3; 3. Vahle. Eintracht Dortmund 9.24,6; 4. Ludwig. Rote Erde Iserlohn 9.37; n#g9:# 8. Lüdenscheid, 9 gan m Lauf: 1 Stölting. Gelsenkirch kesser, BfL Hüttenverein 2.92; 3. Keck 2.10; 4., Stemberg, OkV Hörde 2,10,1; Das Anwetter in Thäringen Ein Dorf unter Wasser Gebiet zwischen Güsten und Aschersleben scheint das Dorf Giersleben(Anhalt) im Tal der Wipper am schlimmsten vom Unwetter betroffen worden zu sein. Die Wipper überschwemmte die Gegend, so daß sie einem großen See glich. In den ersten Nachtstunden war die Flut immer noch im Steigen begriffen. Bis zur Brust im Wasser stehend retteten die Feuerwehr und die freiwilligen Hilfsmannschaften, was zu retten war. Militär, SA. und Arbeitsdienst beteiligten sich nach Kräften an den Hilfsmaßnahmen. Im überfluteten Haus ertrunken Der Ort Hecklingen bei Staßfurt wurde erneut von einem Unwetter heimgesucht, das die vorhergegangenen bei weitem übertraf. Der wolkenbruchartige Regen war von einem orkanartigen Sturm begleitet, durch den zahlreiche große Bäume geknickt oder entwurzelt wurden. Durch den Druck der Wassermassen wurden Mauern und Ställe eingerissen und Häuser stark beschädigt. In einem Bocupern Fgischten. soger die Bewohner in das obere stoulwer fluchten. In einem anderen Hause ertranken die 82jährige Frau Obeck und die 6jährige Tochter des Friseurmeisters Rische. Viel Vieh, Kühe, Pferde und Schweine sind in den Fluten umgekommen. Die Floßzmühlenbrücke stürzte ein. Der Bahndamm nach Preußisch=Börnecke auf der Strecke Staßfurt—Blumberg wurde unterspült, so daß der Bahnverkehr eingestellt werden mußte. Nach einer weiteren Meldung soll noch ein drittes Todesopfer zu beklagen sein. Eine Frau, die bei Feldarbeiten von den Fluten überrascht wurde, wird noch vermißt. SA., Arbeitsdienst, HJ., die Feuerwehr von Leopoldshall sowie Militär von Bernburg wurden eingesetzt. Gärten und Felder sind derart verschlammt, daß man den angerichteten Schaden noch nicht annähernd übersehen Auch aus der Gegend von Burg, besonders aus den Orten Möser, Schermen und Gerwisch, werden schwere Unwetterschäden gemeldet. Vor allem richtete ein schwerer Hagelschlag erheblichen Schaden an. Durch den Sturm wurden auch hier zahlreiche Bäume entwurzelt. Die Felder haben durch die Wassermassen schwer gelitten. Sand, der aus den Wolken rieselt Nicht nur über dem Chiemsee, sondern auch über vielen anderen Gegenden Oberbayerns tobte ein Föhnsturm von unerhörter Wucht. Im Kochel=Tal schwoll er zu einem Orkan an, der großen Schaden anrichtete. In Schlehdorf wurden Häuser und Obstgärten stark mitgenommen. Kaum ein Haus hat noch ein ganzes Dach. Auch Benediktbeuren und Bichl wurden schwer mitgenommen. lus Schongau am Lech wird gemeldet, daß zeitweise bei hölliger Windstille feiner dünner Sand zu Boden lieselte, während die Temperatur ungewöhnlich hoch war ind die Landschaft in fahler Beleuchtung dalag. Im Zuammenhang mit den hohen Temperaturen dieses Sturms slaubt man an einen Ausläufer des afrikanischen SchiAm Starnberger See hatte der Föhnsturm arg vütet. Kähne und Segelboote wurden zum Teil zersplitert. In den Wäldern von Seeshaupt wurden große Verwüstungen durch Windbruch festgestellt. Aus Basel wird gemeldet, daß derselbe feine Wüstensand, den man schon einmal im Januar durch eltsame rötliche Färbung des Schnees feststellen konnte, auch bei dem letzten großen Südweststurm mit Regen seinen Weg über die Alpen gefunden bat. Vonzeggggter die Basel hinunter hat man diesen Stanbregen in Freien aufgehängte Wäsche ror färbte und von solcher Feinheit war, daß der Stand im Kanion geschlossenen Fenster und Türen in die Häuser eindrang. Der Sturm hat auch vielerorte Schaden angerichtet. Im Berner Oberland wüteten die Stürme mit unverminerter Heftigkeit. die Wasser des berühmten Staubbachfalles wurden von dem Orkan gleichsam wie eine Dusche über Lauterbrunn ausgeschüttel Auch aus Frankreich werden zahlreiche Sturmchäden gemeldet. Ein Teil der hohen Erdwände über dem Bahnhof Meudon bei Paris stürzte ein und begrub unter ich das Häuschen des Weichenstellers, der dabei schwer verletzt wurde. Im Departement Pas des Calais kamen Pferde, Rindvieh und Geflügel, die man nicht mehr den Ställen retten konnte, in den hereinströmenden luten um. In Chateaudun schlug der Blitz in eine Abeilung des 109. Artillerieregiments ein und warf zwei Kanoniere aus dem Sattel, von denen einer schwer verletzt bimplonstraße durch Gesteinsmassen unterbrochen Die andauernden Regengüsse der letzten Tage verurachten in den oberitalienischen Bergen verschiezentlich Erdrutsche und Ueberschwemmungen. Im Ansaska=Tal sperrte eine Steinlawine die Straße nach Matugnaga. Der Fluß Toce überflutete die Simplonstraße, auf der das Wasser etwa 60 Zentimeter hoch steht. Zudem wurde die Straße auf italienischem und schweizerischem Boden durch niederstürzendes Gestein an verschiedenen Stellen unterbrochen. Der Straßenverkehr wird erst nach ttwa 10 Tagen wieder ausgenommen werden können. Auf der Eisenbahnlinie Turin—Aosta wurden die Gleisanlazen durch niedergehendes Geröll, das den Bahnkörper tellenweise zwei Meter hoch bedeckt, unterbrochen. In der Gegend des Gardasees haben schwere Stürme große Vervüstungen angerichtet. Häuser wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. Verhaftung am Grabe der Schwester Nach Rückkehr in die Tschechoslowakei. Die Sudetendeutsche Tageszeitung in Tetschen vom 21. Mai bringt folgende Meldung: Der Maurer Wolfgang Wunderlich aus Krugsreuth bei Asch, der seit Jahren in der sächsischen Gemeinde Neukirchen bei Adorf wohnt, war zum Begräbnis seiner in Krugsreuth verstorbenen Schwester über die Grenze gekommen. Während der Trauerfeierlichkeit am Grabe erschienen auf dem Friedhof zwei Gendarmen und nahmen nach Beendigung der Zeremonien Wunderlich fest, um ihn dem Ascher Bezirksgericht einzuliefern; er war angezeigt worden, daß er in seinem sächsischen Wohnort Mitglied der SA. sei, wodurch er als tschechoslowakischer Staatsbürger gegen den§ 17 des Schutzgesetzes verstoßen habe. Der Vorfall rief in Krugsreuth großes Aufsehen hervor. Wie von der SA.=Gruppe Sachsen mitgeteilt wird, ist ein Maurer Wunderlich niemals Mitglied der SA. gewesen. John Rockefeller gestorben Newyork, 23. Mai. John Davison Rockefeller, einer der reichsten Männer der Welt, ist am Sonntag früh in seinem Heim in Florida im Alter von 98 Jahren gestorben. John Davison Rockefeller, der Senior der Familis Rockefeller, hat sich als Petroleumkönig gewaltiges Veru Munt u u hnccne uabam kanischen Oeltrust beherrschte er die ganze Petroleumproduktion. Obwohl Rockefeller mit seinen großen gemeinnützigen Rockefeller=Stiftungen auch was für die Allgemeinheit tat, wurde er wegen seiner rücksichtslosen Trustpolitik viel angefeindet. Verlagsleitung: Wilhelm Schulte. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Schriftleiter Bruno Oppermann; für den Anzeigenteil: Wilhelm Schulte. Druck und Verlag: Verlag des Gemeinnützigen, Wilhelm Schulte, sämtlich zu H'limburg. D.=A. IV/37: 3000. Zur Zeit ist Liste Nr. 5 gültig. 5373 Heute nacht 12,15 Uhr entschlief nach langem. schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, meine gute treusorgende Mutter, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau fau-Schaderte geb. Wiese im 55. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Franz Schauerte Gustav Nachel Hohenlimburg, Havelberg, Berlin=Spandau, Christiansfeld(Dänemark), den 24. Mai 1937. Wir veranstalten unter der Leitung von Fr. Schmidt, Zentrale f. Gasverwertung, Berlin, ab Dienstag, den 1. Juni ds. Irs. in der Berufsschule, Göringstraße U tagige-Kechkatss (nachm. v. 3-6 Uhr, abends v. 8-11 Uhr) die Sie mit der richtigen, sparsamen Bedienung des Gasgerätes u. mit neuen, vielseitigen Kochrezepten vertraut machen. Für die Beschaffung der Lebensmittel Mk. 3.- Kursusgebühr. Die hergestellten Speisen werden von den Teilnehmerinnen verzehrt. Anmeldung und Auskunft: Stadtbadahnt Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. Mai, nachmittags 4 Uhr vom Elseyer Krankenhaus aus statt.— Trauerfeier eine viertel Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bittet man abzusehen. Alle Familienereignisse tellen Sie Ihren Verwandten, Preunden und Bekannten am schnellsten und billigsten mit durch eine Anzeige im „Gemeinnützigen“ Zimmer 2 Ruf 2855 Goethestraße 2 Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. B ist bei der unter Nr. 265 eingetragenen Firma Rummenholl& Co., Kommanditgesellschaft in Hohenlimburg folgendes eingetragen: Die persönlich haftende Gesellschafterin Frau Wwe. Fabrikant Otto Fey Hedwig geb. Reinert in Hohenlimburg ist jetzt nur noch Kommanditistin. Der Kaufmann Helmuth Ahle in Hohenlimburg ist als persönlich haftender Gesellschafter in die Gesellschaft eingetreten. Hohenlimburg, den 14. Mai 1937. Amtsgericht. Ein Hohenlimburger schrieb unter dem Decknamen: A. Schmithagen den satirischen Roman: Kurplüscher„Dr. Stoppel 350 Seiten, In Leinen geb.. RM. 4.80 In der westlälischen Landeszeitung„Rote Erde“ schreibt Dr. Mrugoweky:... Diesen Hergang könnte der Verfasser dem Leben entnommen haben, so naturgetreu hat er die Menschen in ihren Eigenarten gezeichnet. Das Buch zeugt von guter Beobachtung; dazu ist es irisch und flüssig mit viel Humor geschrieben. Wer sich einige frohe Stunden bereiten will, greife zu diesem„Dr. Stöppel“ aber man vergesse nicht, daß hinter den komlschesten Dingen meist gerade die Wahrheiten verborgen sind. Zu beziehen durch: Buchhandlung Woldemar Schmidt Ruf Hohenlimburg 2261 Verdingung Für die Herstellung der Kanalisation der Straßen Am Raffenberg und an der Kehle sollen die Arbeiten und Lieferungen vergeben werden. Die Angebotsformulare können vom Stadtbauamt hier, Goethestraße 2, gegen Zahlung einer Gebühr von 0.50 RM., soweit der Vorrat reicht, bezogen weiden. Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis Mittwoch, den 2. Juni 1937 10 Uhr, bei der oben bezeichneten Dienststelle einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter. Zeichnungen können am Stadtbauamt eingesehen werden Hohenlimburg, den 21: Mai 1937. Der Bürgermeister. Suche für sofort oder später 2 möbl. Zimmer eventl. mit voller Pension. Angebote unter Nr. 9382 an die Geschäftsst. do. Bl. Parierre-Wohnung in schöner Lage, bestehend aus 4 Zimmern und Küche sofort od. später zu vermieten. Wo, sagt die Auskunfttafel im Flur des Gemeinnützigen. 50 Sequem u.Dilnig mIF LUHNS Sorrshgan.e gute kräftige Lauge reinigt gründlich frischer sauberer Duft Das neue LUHNS löst sich leich In kaltem oder warmem Wassen und schlumt harverragand WEETTN für die Jeweilige Ausgabe Vom veriitage Wrrohstone Feinste Maßqualitäten Große Auswahl Niedrige Preise Stolthaus Springer (vorm. Versandhaus Löwenstein) Hagen, Heldenstr. 25 ihr Umsatz steigert sich durch Zeltungszuerbung “ D i e s t a r k e E r i n n e r u n g a n d a s d e n k w ü r d i g e E n d s p i e l u m die Handball=Goldmedaille während der Olympischen Spiee auf dem Reichssportfeld hatte am Sonntag einen großen Kreis der Wiener Sportfreunde auf den Plan gerafen. Schon bald nach dem Anpfiff überrumpelten Keiter und Theilig die österreichische Hintermannschaft mit zwei Trefiern. Das Kampfbild selbst wirkte auf Grund der gleich wertigen Leistungen erheblich schöner als nach der Pause, vo die Reichsdeutschen sozusagen allein aufspielten. Die österreichischen Angriffe wurden bald zahlreicher und gefährlicher. Deutschlands Hintermannschaft hatte zu tun und ruch der Sturm konnte nur mit viel Geschicklichkeit die beiden österreichischen Verteidiger überwinden. Als Theilig sann doch eine Lücke sand, brachte Juracka im Gegenzug das Ergebnis auf 3:2. Theilig und Steininger und auf der inderen Seite Armann unterbrachen das schnelle Spiel mit zier schönen Treffern, so daß es zur Pause 6:3 hieß. Nach dem Wechsel veranstalteten die deutschen Stürmer: ein Schützenfest und erzielten weitere 9 Tore, denen die Oesterreicher nur 3 Erfolge entgegenzusetzen hatten. Mit 15:6 Toren endete das Spiel, welches das ausgezeichnete Können der deutschen Handballer erneut eibrucksvoll unterstrich. TTharkel den bihmpischen Tördeer Oesterreich mit 15:6(6:3) geschlagen 10.m Nürnberg(BMW) 1:31:46,2; 3. Bodmer„Ir“ DKW) 1:31:46,4; 4. Herz(Auto=Union=DKa., 4###1:34; 5. Rührschneck=Nürnberg(Norton). Sruppe 1 HSV ohne Verlustspiel Hamburger SB— Hartha 3:0(1:0) Das abschließende Gruppenspiel brachte dem ieger HSV im Stadion von Altona bei heißem Wette den sechsten Sieg— aber nur 8000 Zuschauet waren#c ommen, die von den beiderseitigen Leistungen nicht gan ove, erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Nach een Stunde ging HSV durch Frido Dörfel in Führurg die Sachsen gingen durch unentschlossenes Sturmspiel lee mus.— Nach dem Wechsel nutzte Noack bald einen Fehle der Hartha=Abwehr zum 2:0 aus. Noack schied dann ver etzt aus; dieser beste Spieler des HSV hat einen Bruch es Schlüsselbeins erlitten. Hartha kam gegen den gechwächten HSV stark auf, scheiterte aber an der Hamburper Abwehr mit Torwart Warning und Ricgagd. durch Kopfball von Kahl wurde es schließlich nec#.. 4r den HSV. Der Südwestmeister ahnte „das nicht sB Dessau 05— Wormatia Worms 0:4(0:0). Als die Wormser Spieler am Schluß vor Freude strahlten, da ahnten sie mit den 10000 Zuschauern in Dessau nicht, daß der klare 4:0=Sieg doch nicht ganz genügen de, um BfB Stuttgart im Torverhältnis zu uberholen. Ihr Sieg fiel nach torloser Halbzeit überzeugend aus. Der Wormser Linksaußen Hoffmann hatte den Torreigen in der 67. Minute eröffnet. Die weiteren Treffer erzielten Hoffmann, Leist und Lehr. Man kann sich die Enttäuschung der Wormser vorstellen, als sie in der Kabine erfuhren, daß ihr Rivale aus Stuttgart durch seinen 5:1=Sieg in Kassel Gruppensieger geworden Mdr. Gruppe 4 BfR Köln— Fortuna Düsseldorf 1:5(1:2) Nur 4000 Zuschauer im rechtsrheinischen Stadion zu Köln=Höhenberg wohnten diesem allerdings bedeutungslos gewordenen abschließenden Gang der Gaumeister von telrhein und Niederrhein bei. Fortuna ist die Revanaae f# die 0:2=Niederlage im ersten Spiel glatt gelungen, ohmohl es eine Halbzeit lang nach einem offenen Ausgung aussah. Solange stand das Spiel bei heißem Wetter auch Stufe, obwohl der holprige Boden einem flachen Kombinationsspiel hinderlich war. Bis zum Wechsel führten die Düsseldorfer 2:1. Nach der Pause erhöhte Fortuna ihren knappen Vorsprung in dem Augenblick,; da das Glück durch das Ausscheiden des verletzten Albrecht gegen sie zu sein schien. Und schließlich verlor der mit zwei weiteren überfallene BfR Köln ganz den Zusammenhang, er baute merklich ab Aber trotz dieses Ausklangs bleibt es dabei. daß der Mittelrheinmeister sich in den Gruppenkämpfen über Erwarten gut geschlagen hat. Hoher Sieg des Club 1. JC Nürnberg— SB Waldhof 7:1(3:1). Diese Sensation der hohen Trefferspanne war für die 17·000 Zuschauer im Münchner Zisch=Stadion nur eine haide. Denn kurz nach der Pause, wurde Waldhofs Torwar Drayß durch Verletzung zum Ausscheiden gezwungen und der Linksaußen Günderoth vertrat ihn, so gut es ging. Das Spiel verlief temperamentvoll. Schon in der 9. Minute ging— Waldhof in Führung als Bielmeiert Schneider: Nachschuß verwandelt wir:: Gruppe 2. Punktverlust der Knappen Werder Bremen— JC Schalke 04 2:2 Bei glühendem Sonnenbrand kamen 30.000 Zuschauer a die Bremer Kampfbahn, obwohl die Entscheidung de# is veregeune, Speselen und mußte sch auf die Verloch und venau von P getzens hrauchten, versuchte Werder eten prtgag: Die Mannschoft kam kaum aus der Vernstark bemerkda,. Di dimnischaft uum laumt aus teidigung heraus. Werder zeigte, umgekehrt wie im ersten Freiten, dos gröbere Steiger gerze nuch 3g Winuten boig Wämisten wasch der Pause Schalte dura Wender Maier aus Hertha BSC— Vikioria Stolp 3:1(2:1). Trotz des Spielverbots für Groß Berlin hatte, der nur 4000 Zuschauer nach dem Platz am Bahnhof E brunnen gezogen. Hertha BSC ging durch den Mittelstürspielenden Stahr und den Führung, als den Stolpern bei einem Fehler des Berline: Torwarts Schwarz der Ehrentreffer gelang. Nach der Pau se war nach dem dritten Tor des Bernn Rechtsaußen Magdeburg„Feierabend“. Gruppe 3 Der Schwabenstreich zum Gruppensieg SpB Kassel— Bfy Stuttgart 1:5(1:3). Vor 6000 Zuschauern in Kassel standen sich beide Mani schaften in der bekannten Aufstellung gegenüber. Man so sofort, daß Württembergs Meister bemüht war, kein gentor zuzulassen, um das bessere Torverhältnis gegenübWormatia Worms zu behaupten. Die in ihrer typischen Art auch überzeugend, trotzdem die Verteidiger Nervosität zeigten. Kassels unentschlossene Stil mer kamen ihnen dabei zu Hilfe. Als nach dem 2:0=Vor sprung durch die Flügelstürmer Lehmann sels Halblinker Halbschmidt einen Treffer aufgeholt hatt legte sich die Aufregung in der Stuttgarter Mannschaf erst, nachdem Koch den Vorsprung auf 3:1 erhöht Nach der Pause stellten die Stuttgarter in überlegene Haltung den Sieg durch Lehmann und Haaga auf 5:1. Pfosteischub on Schlewer im Auumeug“.“ geideriene de. Da sich nun auch der Club sand, gav es herrliche Kampfbilder. Da Siffling sehr stark gedeckt wur de, wechselte er mit Heermann den Platz. spielte also Mit telläufer. Nach 20 Minuten holte Nürnberg den Ausgleich durch Nachsetzen von Schmitt. 2 Minuten später hieß es 2:1 durch Gußner und Uebelein 2 stellte mit Kopiba', auf 3:1. In der zweiten Halbzeit hält sich Waldhof auch dem Ausscheiden von Drayß mit Siffling als Mittelits: mer sehr gut. Nürnberg kam aber zu weiteren Toren durch Uebelein 2 in der 50. Minute. Nachdem Siffling, der über haupt enttäuschte, einen Eifmeterstrafstoß verschossen hart: erhöhte Friedel auf 5:1. Uebelein 2 auf 6:1, Friece##uf Deutsche Auswahl— Manchester City 3:2(3:0). Manchester City traf im fünften und letzten der deut##en Lehrgastspiele vor 30000 Zuschauern in Stuttgart auf eine deutsche Elf und wurde mit 3:2(3:0) geschlagen. Die drei deutschen Treffer erzielte sämtlich vor der Pause der Mügchener Linksaußen Simetsreiter. Die gosgchrygen uit## mit Jürisen Jopes, Oogänester Rohpedder, Simetarrcer. er Malecki, Helmchen,ber, Simetr# Die englischen Tore schossen Rodger und Brook nac, dei Wechtei. Motorsport Volksfest auf der Solitude Nur deutsche Motorradsiege beim zweiten Reisterschaftslauf. Das internationale Solituderennen, daß allszprücht. dem Stuttgarter Dreieck als Lauf zur deutschen M. weiterschaft ausgetragen wird, gilt als eine Der eigsten Prüfungen innerhalb der vielen europäische..* rodrennen. Die engen winkligen Kurven gestatten### Sare bestimmte Höchstgeschwindigkeit, die um die 115 kiegt und nur unter besonders günstigen Voraussetzungen die Verbesserung eines Solituderekordes zuläßt. So### es sicht verwunderlich, wenn unserer alten Garde, die an, Sorz. tag geschlossen zur Stelle war, mit einer einzigen me keine Bestleistung gelang. Was in Stuttgart winnen war, holten sich die deutschen Fahrer und A#schi gen, nicht etwa aufgrund ihrer Ueberzahl, sondern als Bestätigung der ungezählten Erfolge der letzr Johe. Die Ergebnisse:(Ausweisfahrer) bis 250 ccan den gleich 58 km): 1. Gablenz=Karlsruhe Rin. gleich 98,3 km Std.; bis 350 ccm: 1. (Norton) 35:12,4 gleich 98.4 km=Std.; bis 597; 1. Schmid, Stuttgart(Rudge) 33:34.4. Solomaschinen(Lizenzfahrer): bis 250 ccm:! gleich 174 km): 1. E. Kluge(Auto=Union=DKV., gleich 108.3 km Std., 2. W. Winkler(Auto=Unmu=#2 K) 1:38:04,3; 3. S. Wünsche=Langebrück(DKW. 31 gestartet— 18 am Ziel; bis 350 ccm: 1. H. J Aora RS1 1:34:11,1 Std. gleich 110.4 km=Std.; 2. W.##m#ene Sindelfingen(Norton) 1:35:06,2; 3. RSU) 1:38:59,0; 23 gestartet— 8 am Ziel; bi 1. Mansfeld(Auto=Union=DKW) 1:35:30,1(11 Meurer=Köln Spurtsieger beim„Weltm. Peter Günther Erinnerungs=Rennen“ in Köln. Auf einer 2,5 km langen Rundstrecke im Kölner Stadion wurde am Sonntagvormittag bei herrlichstem Wetter das Weltmeister Peter Günther=Erinnerungsrennen“ entschieden, das der Kölner Willi Meurer(Staubwolke) im Spurt gewann. Die 10000 Zuschauer erlebten spannende Kämpfe, für die die B= und C=Fahrer sorgten. Während ein Großteil der mit Vorgabe bedachten Fahrer schon in der fünften Kunde eingeholt wurde, gelang es den A=Fahrern, in der echsten Runde den„Rest“ einzufangen. Eine starke Kopfgruppe blieb bis zur(30.) letzten Runde beisammen. Im Spurt, der auf der Hauptkampfbahn=Straße ausgefahren wurde, konnte Willi Meurer einen leichten Sieg erkämpfen. Ergebnisse: 30 Runden gleich 75 km: 1. W. Meurer (Köln) 1:51:10,2 Std.; 2. Fr. Martin(Köln); 3. Kropp Aachen); 4. Brohold(Köln); 5. Ruhland Fr.(Köln); 6. 5. Schmitt(Köln); 7 H. Landsberg(Köln); 8. Schneiders Köln); 9. Kulartz=Köln; 10. H. Schnitzler(Köln), Leichtachletik ASB gewinnt die Große Kölner Stadtstaffel Machtvolle Werbung für die Leibesübungen. Die vom Kreis Köln des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen ausgeschriebene Kölner Stadtstaffel wurde zu einem großen Werbeerfolg für den Gedanken des deutchen Sports. Die ganze Strecke, die über die Ringe und sann zum Zielplatz, dem Neumarkt, führte, war dicht umäumt von Schaulustigen, deren Anzahl die früherer Jahre, zegünstigt durch prachtvolles Wetter, weitaus übertraf. Bis auf eine verschwindend kleine Anzahl beteiligten sich alle i Kreis Köln zusammengeschlossenen Vereine an dem Lauf. wobei die Kölner Turnerschaft 1843 und Postsportverein Köln mit je zehn Mannschaften die meisten Teilzehmer stellten. In der Hauptklasse gab es den erwarteten Sieg des ASV Köin, der so seinen Vorjahrserfolg wiederholte. Alerdings lagen die ASVer zu Beginn in dem 10 Mannchaften starken Feld ziemlich zurück. Erst kurz vor dem Wendepunkt gelang es Nöller und dann Nastansky, dem ASV die Spitze vor Stollwerck Köln und dem Militär SP u erobern. Ergebnisse: Offene Klasse: 1. ASV Köln 13:02 Min., 2. Stollwerck Köln 13:24 Min., 3. KTV 43, 4. Allianz Köln, d. Mil. SV Köln, 6. TV Mülheim 50, 7. Colonia Köln 3. Kölner BC. Tennis von Cramm=Henkel französische Meister im Doppel Frankreichs internationale Tennismeisterschaften erreichten am Sonntag ihren ersten sportlichen Höhepunkt. Als erste Entscheidung stieg der Kampf im Männerdoppel. Das deutsche Paar von Cramm=Henkel und die Sutchtin Farquharson=Kirby waren die Titel=Anwärter. Die deutschen evteitgangen micht. Wit 6.:, sich damit den Tie ie die Suvafrilaner und erkämpften siu, den Titel Französischer Tennismeister im Mannerdoppe—., Im Frauendoppel kamen Mathien=Yorke zu Merterehren. Sie besiegten Andrus=Henrotm 3.0, v.2, 6:2. Sport in Kürze NS=Kampfspiele und Deutsche Meisterschaften. Der Chef des Hauptamtes Kampfspiele. ührer von Tschammer und Osten, teilte auf dem Gruxpenführer=Appell der SA in Bad Pyrmont mit, daß die Ausschreibungen für die NS Kampjig. Vorschlag des Stabschefs vom Fuhle: beteiligten Einheiten inzwischen zugegangen seien. Er gab durchgeführt und die weiteren Winterspielc der von der SA ausgerichtet werden. Remscheider Amateurringer in Köln. Kölner kämpfien in großer Form. Mit 13.5 Punkten bieKomer kumgfien in greur: Berm. Mit 13:5 Punkten bliesie verdiente Gesamtsieger. Neuer DRL-Gauführer am Mitteirhein. Reichssportführer von Tschammer und Osten rer des Reichsbundgaues Wasserfreunde Hannover verlieren in Budarest Die deutsche Wasservall=Meistersieben, vo## de Hannovegzrsteßen im ersten Spiel in Du Merg ghen, pie einer vollständigen Nation hatte. Das 7:!(3:0) entspricht nicht bothischnut conbal in Frantturt. Salipiel wiche ökingen ausgeragen den Kampf einwandfrei.