Ausgabe Marl-Hüls-Dorsten 5. 1. 1939 r haben so vier Jahr erfahren, Oflicht haben, nser Opfer zu Hitler. w5w. 1938/39. leberblick über Ziele ättenwerkes seit Ernung vom 11. Febr. Dr. Peter Funk. bestfälische Industriegeviet nsterland 1, Duisburg. Stellvererantwortlich für Politik: haltung und Bild: Dr. aft: Dr. Theo Schröter; Oberhausen; Sterkradeisen; Bottrop und Glad: D o r s t e n: H a n s K a r p, Irihur van Dyck, Dinsischtes und Schlußdienst: Kunst und Wissenschaft: intwortlich für den Anrg Diuck und Verlag: Oberhausen. Telefon46; Sterkrade: 601 84; ladbeck: 2784; Dorsten: Dezember 1938: Bezirkshausen über 8100; Bez.= 00; Bez.=Ausgabe Glad1sgabe Allgemeiner Anlakener General=Anzeiger kr. 12 güttig.— D6A. 38 000, davon Niederimung. soweit sie in gen Besitz sind(Ahräge und Nachweise na(Lehrlings= und at der Unternehmer esem Zweck auszuigen über Zugehösereinheiten der HJ.) nd. alistisches Fliegerisbildung in diesem, und) r Wehrfunk=Gruppe mateursende= und lse), itsch. Roten Kreuzes, esitz des Reichssportsportabzeichens, lungsschwimmerzeugchein, Lehrschein der sellschaft(DLRG.), sche Betätigung. für 1 Z i v i l v e r s o n a l s d e r gesellschaften und der ie Bescheinigung des egerischfachliche Verigkeit, iftfahrzeuge, Motorle KraftfahrzeugausAmt für Schulen— inspekteurs für Reitsbildung bei einer Roten Kreuzes oder utschen Roten KreuDRR). rtzeiten— Seefahrt= von Seefahrtschulen. Debegfunkschule— das Sporthochseeschein des Deutschen ihrt oder ortsnahe ein des. Hochseesports Zeugnis zum„C“. karine=HJ., r geleisteten Arbeitsß oder Arbeitsdienstflichtenhaft der Stuen aktiven Dienst in zei oder SS.=Verfüeiwilliger der Wehrnstes oder der SS.= wei Paßbilder in der gen. auf denen er in orn gesehen(nicht ung abgebildet ist. Verwandten ersten en einen etwa beabtellung vom aktiven der Anmeldung zu t s c h r i f t l i c h o d e r z u r sen Meldebehörde zu in Beweismittel sind seiner Anmeldepflicht kommt. wird, wenn st. mit Geldstrafe bis estraft, auch kann er nahmen zur Anmelezember 1938. Der Landrat. e LIIIIII # General-Anzeiger 20. Jahra. A Allgemeiner Anzeiger Tages=Zeitung für die Stadt Dorsten und die Herrlichkeit Lembeck. Anzeiger für Marl, Hüls und Bürgermeisterei Gahlen Uummer 6 Freitag, 6. Januar 1939 Verkaufspreis 10 Pfennig „hungerblockade gegen die Diktaturen“ Pittman sagt, was sein Meister Roosevelt und die Juden meinen! DRB Washington, 5. Jan. Wie nicht anders zu erwarten, ist der saltsam bekannte Senator Piltman von der Jahresbotschaft Roosevelts ganz begeistert. In seiner Begeisterung ging er so weit, vorauszusagen, der Kongreß werde moralische, wirtschaftliche und flnanzielle Sanktionen gegen die„Diklaturen“ billigen. Die Vereinigten Staaten müßten den demokratischen Ländern in ihrem Kampf gegen die„Diktakuren" mit allen Mitteln, die nicht unbedingt Krieg bedeuten, helfen. Pittman machte keinen Hehl daraus, was er unter„nicht unbedingt Krieg bedeuten" verstehl, indem er hinzufügte:„Warum einen Mann erschießen, wenn man ihn zu Tode hungern kann?“ [GA] Herr Roosevelt hat keine Ursache, mit dem Echo, das seine als Kongreßbotschaft verkündete Wahlrede gefunden hat, sonderlich zufrieden zu sein. Selbstverständlich, alles, was irgendwie zu den jüdischen Kreisen gehört, deren Gefangener er ist, jubelt ihm zu. Senator Pittman, unrühmlichen Angedenkens, der als Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten wohl über die weiteren Absichten seines Herrn und Meisters gut unterrichtet ist läßt mit dem Stolz des Wissenden auch die letzten Schleier fallen und zeigt deutlich, was eigentlich beabsichtigt ist. Roosevelt will endgültig die Isolierung der Vereinigten Staaten aufgeben. Er will deshalb auch das Neutralitätsgesetz, das vor einem Jahre noch als der Höhepunkt staatspolitischer Weisheit in den Vereinigten Staaten gepriesen wurde, unter den Tisch fallen lassen. um freie Bahn für einen Sanktionskrieg zu haben. Pittman kündigt an, daß die Regierung der Vereinigten Staaten sich künftig bei einer angeblichen Verletzung ihrer Rechte nicht mit Protesten begnügen, sondern zu finanziellen und kommerziellen Sanktionen übergehen werde. Die Drohung mit dem Sanktionskrieg ist also nach der Auffassung dieser Kreise der tiefere Sinn der Rede. Amerika rüstet schwer, aber von diesen Rüstungen soll kein Gebrauch gemacht werden. Für Herrn Pittman ist der Fall sehr einfach. Warum soll man einen Menschen erschießen, wenn man ihn zu Tode hungern kann?! Jedenfalls ein Standpunkt höchster Humanität, wie sie ja von den Kriegshetzern gepachtet ist! Aber die Amerikaner sind nicht alle Pittmans. Sie zücken bereits den Rechenstift, um sich zusammenzuzählen, was die Abenteuerpolitik Roosevelts bisher gekostet hat. Und das ist nicht wenig. den paar Jahren seit seinem Amtsantritt haben sich die Staatsschulden um 25 Milliarden auf 45 Milliarden Dollar erhöht, also fast verdoppelt. Auch der laufende Haushalt zeigt wieder einen Fehlbetrag von 3½ Milliarden. Das sind die Einwände, die vor allem von republikanischer Seite kommen. Sie müssen jeden vernünftigen Menschen nachdenklich stimmen, und stützen die Behauptung, daß diese Botschaft ein Beweis dafür sei, wie die Sprache mißbraucht werden könne, um dem gesunden Denken aus dem Wege zu gehen. Eine Neuyorker rupublikanische Zeitung will sogar aus der Rede und ihrer Tonart den verzweifelten Versuch Roosevelts herauslesen, den finanziellen Zusammenbruch des New Deal hinauszuschieben. Es scheint also nicht, als ob die Republikaner die Absicht haben, sich von den Forderungen des Präsidenten überrennen zu lassen, zumal da er selbst ja die Innen= und Außenpolitik so eng miteinander verknüpft hat. Auch der besonnene Flügel der Demokraten macht aus seinen Zweiseln keinen Hehl, so daß es im Kongreß bereits zu schweren Kämpfen kommen wird. Aber auch die europäische Presse schafft Herrn Roosevelt für diese Ausfälle keinen Ersatz. Von den Italienern wird er nichts erwartet haben. Sie sprechen von einer erstaunlichen Rede und sind auch hier wieder in der Beurteilung mit uns vollkommen einig. In Paris ist natürlich Leon Blum begeistert. Die Engländer dagegen sind sehr viel vorsichtiger. Selbstverständlich loben sie Herrn Roosevelt über den grünen Klee und sagen ihm manche Liebenswürdigkeit, die nichts kostet; denn schließlich läßt sich ja die Art, wie er Politik führt, sehr gut für England ausnutzen. Allerdings wird die Uebersteigerung seiner Forderungen und seiner Sprache in den Redaktionsstuben der Londoner Zeitungen einiges Kopfschütteln ausgelöst haben, weil dort kein unbegrenztes Zutrauen zu der weiteren innenpolitischen Entwicklung in den Vereinigten Staaten besteht. Deshalb bewahren die Engländer bei allen Liebenswürdigkeiten, die sie diesem Präsidenten sagen, doch eine offenkundige Zuruchaltung, solange sie nicht wissen, wie dieses Abenteuer zu Ende geht. Ihr Glaube daran, daß Roosevelt der starke Mann ist, hat jedenfalls einen starken Stoß erlitten. Argel-Kanallinie genommen Eine besonders wichtige rote Stellung in nationaler hand DNB Bilbao, 5. Januar. An der katalanischen Front setzten am Donnerstag die nationalen Truppen auf dem rechten Flügel nach der Einnahme von Borjas Blancas ihre Operationen fort. Das besetzte Gebiet wurde gesäubert und gesichert. Sie drangen dabei bis zum UrgelKanal vor, dessen nördlicher Teil sich bereits bis Artesa de Segre in den Händen der Nationalen befand. Nunmehr wurde auch der Unterlauf des Kanals bis Borjas Blancas besetzt. Der Kanal besitzt in zweifacher Hinsicht Bedeutung. Er sorgt für die Bewässerung der Urgel=Ebene und begründet deren für die Versorgung Kataloniens und für den Export wichtige landwirtschaftliche Erzeugung. Weiter bildete der Kanal eine besonders wichtige rote Verteidigungslinie für Katalonien. Die Roten hatten den Kanal stellenweise trocken gelegt, um im Kanalbett gedeckte Truppenbewegungen durchzuführen. Durch die Trockenlegung wurden bei Artesa Ueberschwemmungen hervorgerufen, die dem Vordringen der nationalen Truppen Schwierigkeiten bereiteten. Die Ortschaften in der Umgebung von Borjas Blancas wurden von den Roten in Brand gesteckt. Die Feuersäulen der Brände sind meilenweit sichtbar. Der nationale Generalstab gab eine Uebersicht über die an der Katalonienfront eingesetzten Truppen bekannt. Danach sind zunächst sechs Armeekorps mit rein spanischen Truppen eingesetzt, uno zwar die Urgel=Armee, unter General Munoz Grande, die Maestrazgo=Armee unter General Garcia Vallino, die Navarra=Armee unter General Solchaga, die Spanisch=Marokko=Armee unter General Yague und die Katalonien=Armee unter General Badia. Weiter sind bei den Kämpfen in Katalonien spanische und italienische Freiwillige in einem LegionärArmeekorps eingesetzt, so daß nach der Gesamtübersicht von den insgesamt in Katalonien eingesetzten Truppen ein Kontingent von fünf vom Hundert italienischer Freiwilliger beteiligt ist. Die einzige rein italienische Division umfaßt zwei Reglmenter Infanterie, während vor der Zurückziehung der italienischen Freiwilligen drei italienische Divisionen zu je drei Regimentern bestanden. Frankfurter Würsichen“ um Roosevelt Wieder ein Jude auf maßgeblichen Posten gesetzt DRB. Washingion, 5. Jan. Roosevelt ernannte heute den jüdischen Juristen Jelig Frankfurter zum Nachfolger des verstorbenen Cordozo zum Mitglied des Obersten Bundesgerichtes. Der Jude Frankfurter war während des Weltkrieges Referent für Arbeiterfragen im Washingtoner Kriegsministerium. Er ist seit vielen Jahren„Professor“ an der juristischen Fakultät der Harvard=Universität. Seit langer Zeit fungierte er als intimer Berater Roosevelts besonders in den Fragen des New=Deal=Planes. Er unterstützte den Präsidenten insbesondere bei dessen Kampf gegen das Oberste Bundesgericht, wo Roosevelt eine Erweiterung seiner Befugnisse weit über den durch viele Entscheidungen des Gerichtes gezogenen Rahmen anstrebte. Bei seiner Beratertätigkeit hatte sich Frankfurter jedoch wohlweislich im Hintergrunde gehalten. Er orbeitete nur vermittels heimlicher Besuche im Weißen Hause sowie durch Entsendung zahlreicher enger„Freunde“ in einflußreiche Posten. Seine Mitarbeiter bezag er meist von der Harvard= oder der Columbia=Universität sowie von den anderen östlichen Universitäten des Landes. Im Volksmund nannte man diese jungen Leute, die selbstverständlich jüdisch=liberal eingestellt waren, nur die„heißen Frankfurter Würstchen“. Sie wurden über alle Ministerien verteilt und hatten die Aufgabe, gemeinsam immer neue New=Deal=Gesetze auszuarbeiten. Ihre Hauptaufgabe aber schienen sie durch eine schlechte Beratung des Präsidenten zu erfüllen. Ihnen ist insbesondere der völlig mißlungene Vorstoß des Präsidenten gegen das Oberste Bundesgericht zuzuschreiben, der mit einem starken Prestigeverlust für Roosevelt endete. Es war daher in Amerika allgemein angenommen worden, daß Roosevelt nicht den weiteren Fehler begehen und seinen eigenen verhängnisvollen Lehrmeister, den Juden Frankfurter, in die höchste Behörde berufen werde, die vom amerikanischen Volk nahezu wie eine heilige Institution nur mit großer Ehrfurcht betrachtet wird. Allen diesen Erwägungen zum Trotze wurde jedoch Roosepelt wieder einmal falsch beraten, oder aber er ist entschlossen, alles auf eine Karte zu setzen und sich für die letzten zwei Jahre seiner Amtstätigkeit mit so vielen NewDeal=Anhängern zu umgeben wie nur möglich, und das im krassen Widerspruch zur wahren Volksmeinung in USA, wie diese sich bei den letzten Novemberwahlen offenbarte. Das Kabinett Hiranuma gebildet Fürst Konoye und die Vertreter der Wehrmacht bleiben— Beteiligung der Mehrheitsparteien— Arika wieder Minister des Aeußern Ein reizendes Dreigestirn Europas beste Eisläuferinnen Magan Taylor (links) und Cecilia Colledge(Mitte) werden bei den Europameisterschaften der Frauen im Eis kunstlauf, die am 23 und 24. Januar in London stattfinden, um die Palme des Sieges ringen Maxi Herber(rechts) wird mit Ernst Baier im Paarlauf antreten. Schirner— M. DRB Tokio, 5. Januar. Nachdem Baron Hiranuma am Donnerstagvormittag noch mit Maeda, dem Führer der SeiyukaiPartei, und Machida, dem Führer der Minseito=Partei, verhandelt hatte, stellte er sein Kabinett zusammen, dem folgende Männer angehören: Ministerpräsident: Baron Hiranuma: Minister ohne Portefeuille: Fürst Konoye, gleichzeitig. Präsident des Staatsrates: Aeußeres: Arita, wie bisher: Inneres: Kido, bisher Wohlfahrtsminister: Krieg: Itagaki, wie bisher: Marine: Yonai, wie bisher: Finanzen: Ishiwata, bisher Vizefinanzminister: Justiz und Verkehr: Shiono, bisher Justizminister; Handel und Kolonien: Hata, Kolonialminister: Kultus: Araki, wie bisher; Wohlfahrt: Hirose, bisher Vizewohlfahrtsminister; Eisenbahnen: Maeda. Führer der Seiyukai=Partei: Landwirtschaft: Sakurauchi, Berater der MinseitoPartei; Staatssekretär des Kabinetts: Tanabe. bisher Staatsrat. Am Nachmittag empfing der Kaiser Baron Hiranuma und genehmigte die Ministerliste. Anschließend wurde ihm die neue Regierung vorgestellt und von ihm offiziell in ihr Amt eingeführt. Politische Kreise sehen die Bedeutung des Kabinetts in dem Verbleiben der Wehrmacht und in der Beteiligung der beiden großen Mehrheitsparteien des Reichstages sowie endlich in Baron Hiranuma, Japans neuer Ministerpräsident. Scherl-Bilderdienst— M. der Bereitwilligkeit Fürst Konoyes, dem Kabinett als beratendes Mitglied weiter anzugehören. Man hofft auch, dan der bisherige Finanzminister Ikeda, um dessen Verbleiben Hiranuma sich ernstlich bemüht hat, als Berater in engen Beziehungen zum Kabinett stehen werde. Im Mittelvunkt der gesamten Staatspolitik, so wird in politischen Kreisen betont, stände nach wie vor der China=Konflikt. Den Aufbau und die Neuordnung Ostasiens werde Hiranuma nach den vom Kabinett Konoye übernommenen Richtlinien weiterführen. Entscheidend für die strikte Durchführung aller mit der China=Politik zusammenhängenden Fragen sei, daß die weitere Zusammenarbeit zwischen Fürst Konoye, Kriegsminister Itagaki und Marineminister Yonai sichergestellt und durch die Beteiligung der Vertretr der beiden großen Parteien die Mehrheit des Reichstages gewonnen sei. Der polnische Außenminister vom Führer empfangen DNB Berchtesgaden, 5. Januar. Der Führer und Reichskanzler empfing am Donnerstagnachmittag um 15 Uhr auf dem Berghof in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrov den polnischen Außenminister Beck, der auf seiner Rückreise von Monte Carlo nach Warschau einen zweitägigen Aufenthalt in München genommen hat. Gründung einer großen nationalen Organisation in Ungarn DRB. Budapest, 5. Jan. Ministerpräsident Imrédy kündigte Donnerstag abend in der Versammlung der Regierungsparteien die unmittelbar bevorstehende Bildung einer Organisation an, die sich in den Dienst der nationalen Idee im weitesten Sinne stellen werde. Namensgebung sowie Fahnenweihe dieses Vereins werde Freitag im Rahmen einer großen Festversammlung unter Teilnahme aller maßgebenden rechtsstehenden Faktoren der ungarischen Oeffentlichkeit erfolgen. Die Todesfahrt des Oberreichsanwalts Ein Jahr Gefängnis wegen Verletzung der Autobahnbetriebsordnung DNB Poisdam, 5. Januar. Die Potsdamer Strafkammer verurteilte am Donnerstag den Kraftwagenführer Paul Könneke wegen berufsfahrlässiger Tötung und Körperverletzung in Tateinheit mit Uebertretung der Reichsstraßenverkehrs= und Inlassungsordnung und der vorläufigen Autobahnbetriebs-Ordnung zu einem Jahr Gefängnis. Drei weitere Angeklagte wurden mangels Beweises freigesprochen. Das Urteil stellt die Sühne des schweren Verkehrsunglücks am 3. November v. Irs. auf der Reichsautobahn Magdeburg—Berlin dar, dem der Oberreichsanwalt beim Volksgerichthof Parcy und der Erste Staatsanwalt Dr. Geipel zum Opfer fielen. Der Fahrer ihres Kraftwagens sah plötzlich einen unbeleuchteten Lastzug stehen, sein Versuch, an dem Wagen vorbeizukommen, gelang nicht mehr, seinem Auto wurde die eine Hälfte aufgerissen, so daß der Oberreichsanwalt und der Oberstaatsanwalt sofort tot waren, während er selbst und der Reichsanwalt Parisius mit Verletzungen davonkamen. Die Anklage richtete sich gegen die beiden Fahrer des Lastwagenzuges Könnecke und Wiesenberg sowie gegen den kommissarischen Straßenmeister Kliche und den Streifenbediensteten der Reichsautobahn Buchholz, Den Fahrern war am 2. Nov. an der Unglücksstellt ein Zwillingsreifen geplatzt. Der Versuch, den Wagen von der Bahn zu bringen, mißlang, weil der andere Reifen die Belastung nicht aushielt. Infolgedessen fuhr einer von ihnen nach Werder, um von dort Hilfe zu 8. 1. 39 General-Anzeiger 6. 1. 39 holen, erhielt auch von einer Reparaturwerkstatt eine Zusage, aber die Werkstatt hielt nicht Wort. Beide Angeklagten haben dann die Nacht hindurch bei dem Wagen gewacht. Da sie kein Geld bei sich hatten, gelang es ihnen erst in Berlin, auf das Fahrbuch hin ein Darlehen zur Beschaffung neuer Reifen zu bekommen. Der eine ist dann am Abend wieder zurückgefahren, um die Reparatur vornehmen zu lassen, aber da war das Unglück bereits geschehen. Wieder eine Taxe überfallen Der Täter verunglückt und verhaftet DRB Stettin, 5. Januar Am Dienstagabend bestellte in Stettin ein Achtzehnjähriger eine Taxe zu einer Fahrt nach Petershagen(Kr. Randow). Unterwegs ließ er halten, zog eine Pistole und zwang den Chauffeur zum Verlassen des Wagens. Dann setzte er sich in den Kraftwagen, gab mehrere Schreckschüsse auf den Chauffeur ab und fuhr davon. Bei Neurosow fuhr er gegen einen Baum, wobei der Wagen völlig in Trümmer ging. Der Insasse wurde auf die Straße geschleudert und blieb liegen. Er wurde von der inzwischen alarmierten Gendarmerie nach Stettin transportiert. Seine Verletzungen waren leicht, so daß er in das Polizeigefängnis eingeliefert werden konnte. Die bisherigen Ermittlungen ergaben folgendes: Der Festgenommene stammt aus Berlin. Er hatte sich in Stettin mehrere Tage herumgetrieben und in leichtsinniger Weise sein Geld verbraucht. Dann hatte er beabsichtigt, mit dem geraubten Wagen nach Berlin zurückzukommen. Angesichts der schweren Bestrafung, die bekanntlich solchen Verbrechen folgt, erscheint das Verhalten des jugendlichen Verbrechers nachgerade fast unglaublich Betrüger in der Mönchskutte Jüdischer Fälscher schwer bestraft DNB Posen, 5. Januar Posener Blätter berichten aus Lodz über einen wahrhaft einmaligen Kriminalroman, in dem ein Jude namens Zelman Wazhs, der sich zuletzt als Kapuziner=Mönch ausaab und im Mönchshabit auf einer Lodzer Straße verhaftet wurde, die Hauptrolle spielte. Wazhs ließ sich im Jahre 1926 taufen, trat dann aber wieder zum Judentum über. 1934 begab er sich zu den Karmeliter=Mönchen nach Lublin, nannte sich Samuel Uscher, wurde zum zweiten Male getauft und erhielt wieder christliche Vornamen. Er bestahl den Prior, entlockte einem Pater 100 Zloty, eignete sich mehrere Gegenstände an und verschwand. Längere Zeit hielt er sich verborgen, wurde aber am 1. Dezember in der Kleidung eines Kapuziner=Mönchs in Lodz festgenommen, als er für ein Kloster Spenden sammelte, die in seine Tasche wanderten. Bei der Gerichtsverhandlung erwies es sich, daß der Jude Wazhs früher auch als Rechtsanwalt aufgetreten war, daneben Reifezeugnisse fälschte und dafür von einem Beamten eine größere Anzahl abgestempelter Paßformulare erhalten hatte, die er zu dunklen Zwecken mißbrauchte. Daß er außerdem Trauscheine fälschte, sei nebenbei bemerkt. Wazhs simulierte dann Geisteskrankheit, wurde jedoch von den Gerichtsärzten für völlig normal befunden. Das Lodzer Gericht verurteilte Wazhs zu fünf Jahren Gefängnis uno zu anschließender Unterbringung in die Strafanstalt für unverbesserliche Verbrecher. Rotspanien in höchster Rot Jahrgang der 18jährigen mobilisiert. DRB. Paris, 5. Jan. Die schweren Verluste vor allem bei den letzten Kämpfen haben nach einer französischen Meldung die rotspanischen Machthaber in Barcelona veranlaßt, nunmehr auch die Jahrgänge der 18= und 37jährigen zu mobilisieren. Die Opfer von Bathurst beigesetzt Generalleutnank Adet sprach den Abschiedsgruß der Fliegerkameraden DRB Hamburg, 5. Januar. In der größten Trauerhalle des Ohlsdorfer Friedhofes, fand am Donnerstagnachmittag die Trauerfeier für die 12 Todes opfer des am 26. November 1938 bei Bathurst an der afrikanischen Westküste verunglückten deutschen Großflugzeuges D—Aiva statt. Die deutsche Luftfahrt beklagt mit dem Tode dieser Männer bewährte Mitarbeiter, die zum Teil den Ruhm der deutschen Fliegerei weit über die Grenzen des Vaterlandes hinausgetragen haben. Mitten in der Durchführung einer schönen und hohen Aufgabe riß der Tod diese 12 Männer aus den Reihen ihrer Kameraden Deutschland trauert um tapfere Söhne. Eine große Trauergemeinde hatte sich zur Abschiedsstunde eingefunden, an ihrer Spitze der Vertreter des Reichsluftfahrtministers und des Oberbefehlshabers, der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, Generalleutnant Udet. Zahlreiche führende Männer der Wehrmacht, der Partei und des Staates gaben den Toten das letzte Geleit Feierlich hallten die Klänge des Liedes„Ich hab mich ergeben" durch den Raum, vom Opfertod und Pflichterfüllung kündend. Die Wehrkreispfarrer beider Konfessionen würdigten die hohen Verdienste der Kämpfer für deutschen Geist, deutsche Forschung und deutsche Ehre. Dann nahm Generalleutnant Udet als Vertreter des Reichsluftfahrtministers und Oberbehlshabers der Luftwaffe das Wort. Im Auftrage des Generalfeldmarschalls und auch im Namen des Staatssekretärs der Luftfahrt Generaloberst Milch rief Udet den 12 toten Kameraden von Bathurst den letzten Abschiedsgruß zu. Unter den Klängen des Deutschlandliedes trugen Soldaten der Luftwaffe die mit der Reichskriegsflagge und der Flagge des Reiches bedeckten Särge ins Freie, vorbei an der präsentierenden Ehrenkompanie Der fast endlose Zug setzte sich dann unter Trauerklängen in Bewegung, um durch ein Ehrenspalier sämtlicher Gliederungen der Bewegung die Toten zu ihrer Ruhestätte zu bringen. Langsam sank ein Sarg nach dem anderen in das gemeinsame Ehrengab. Donnernd hallten die Ehrensalven über die Gruft. In der Luft sangen die Propeller, den toten Kameraden, ein letztes Abschiedslied, während sich auf dem Grabhügel die Kränze und Blumenspenden häuften, darunter eine prächtige Kranzspende des Generalfeldmarschalls Göring, die Generalleutnant Udet im Auftrage des Oberbefehlshabers der Luftwaffe niederlegte. Schärfste Empörung in Italien Italienfeindliche Zwischenfälle in Tunis verschärfen die Spaunung DNB. Rom 5. Januar. Die Vertreter sämtlicher ikalienischer Verbände und Organisationen in Tunis haben dem dortigen italienischen Generalkonsul eine Entschließung überreicht. die an das italienische Außenministerium weitergeleitet worden ist. Im Namen aller Tunis-Italiener wird darin die Unantastbarkeit der unanfechtbaren, durch die Verträge und eine jahrtausendealte Tradition verbrieften Rechtes gefordert. Die Entschließung bringt ferner die Entrüstung wegen der fortgesetzlen Gewalltätigkeiten und Provokationen, denen die italienische Bevölkerung ausgesetzt ist und die Empörung wegen der unerhörten Beschimpfung der ikalienischen Jahne zum Ausdruck. Weiter wird darin die hinterlistige und künstlich entfachte Hetzund Verleumdungskampagne gebrandmarkt, die ein friedliches Zusammenleben der einzelnen Bevölkerungsgruppen störe. Abschließend wird dem König und Kaiser sowie dem Duce, dem Begründer des Imperiums und Wiederhersteller des italienischen Prestiges in der Welt, unverbrüchliche Treue gelobt Die römische Presse verurteilt aufs schärfste die neuerlichen Zwischenfälle in Tunis, bei denen es sich, wie sie hervorhebt, um provokatorische Kundgebungen gegen das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland handle. Die Beschimpfung der italienischen Fahne wird als eine unerhörte Herausforderung des faschistischen Italiens bezeichnet. Im Mittelpunkt der Zeitungsberichte steht am Donnerstag der Protest der in Tunis lebenden Italiener gegen die unerhörten Ausschreitungen eines im Solde der französischen Behörden stehenden Pöbels, der als ein selbstbewußter Protest gegen die Schändung der Nationalflagge und als ein Bekenntnis zum Vaterland, dem König und Kaiser sowie dem Duce bezeichnet wird. Der Direktor der„Tribuna“ betont, daß man, wenn man dieses Dokument eines leidenschaftlichen Glaubens mit der verwerflichen Sprache der Pariser Presse und mit den aufreizenden Reden verantwortlicher Persönlichkeiten vergleiche, sofort erkenne, daß es sich um ein wohlvorbereitetes und vorbedachtes Provokationsmanöver handele. Die Hetz= und Verleumdungskampagne richte sich sowohl gegen den Wert des italienischen Soldaten wie gegen die Achse. von der man in Frankreich jeden Tag vergeblich eine Schwäche prophezeite. Diese grotesken Unternehmungen und kläglichen Versuche zeigten am besten, auf welch tiefem moralischen Niveau die jüdisch=freimaurerische Demokratie im Gegensatz zu der Kultur= und Gerechtigkeitsmission der sich für ein Ideal einsetzenden Völker stehe. „Popolo d'Italia“ stellt fest, daß die Reise des französischen Ministerpräsidenten nunmehr den Charakter einer offenen Kundgebung gegen Italien angenommen habe, die in schärfstem Gegensatz zu der offiziellen Zurückhaltung Italiens stehe. Auf die italienische Kündigung des Vertrages von 1935 habe Frankreich in dramatischer Weise geantwortet Auf jeden Fall sei festzustellen, daß die Reise Daladiers keines der Probleme zur Lösung gebracht habe, sondern diese auf dem Ausgangspunkt belasse. Mit einer Besichtigung der tunesischen Maginot=Linie dürften die Streitpunkte mit Rom gewiß nicht beigelegt werden. Die„Stampa“ erklärt, der Lärm der in Scherben gehenden Fensterscheiben von italienischen Einrichtungen habe an die Ohren des französischen Ministerpräsidenten klingen müssen, während er am Schluß des Banketts versicherte, daß die Franzosen Ordnung und Disziplin nach Tunis gebracht hätten. Von der Geste mit dem Dolche in Ajaccio, von den Sittenpredigten der als Funktionäre der Republik tätigen Logenbrüder bis zu der Verbrennung der italienischen Flagge und der Plünderung eines italienischen Geschäftes sei die ganze Atmosphäre, die die Reise des französischen Ministerpräsidenten umgebe. von Dunkelheit und Erregung erfüllt. Aber dies alles sei nicht imstande, das italienische Volk auch nur um einen Millimeter von seinem Standpunkt zu bringen. Tunis werde mit seinen 120000 Italienern das bleiben, was es sei. Das Konto bleibe orfen und werde weder durch Pfiffe noch durch Gebrüll noch durch Drohungen zum Abschluß gebracht. Italien mit Recht empört (Von unserer Berliner Schriftleitung) GA Berlin, 5. Januar. Die Reise Daladiers nach Korsika und Afrika ist an sich vielleicht nur gedacht gewesen als eine Heilkunde in ihrer Totalität Carus, dem Arzt, Philosophen und Maler zum 150. Geburtstag Einer der größten und wichtigsten Fortschritte der eilkunde unserer Zeit ist die Erkenntnis, daß jede rankheit ein Zustand des ganzen Menschen ist. Nicht von den Symptomen darf darum die Heilung ausgehen, auch nicht von dem Organ, in dem die Krankheit vornehmlich ihren Sitz zu haben scheint, sondern von der aus Leib und Seele bestehenden Gesamtpersönlichkeit des Kranken. Der Arzt muß also den ganzen Menschen bei seinen Maßnahmen zu erfassen uchen, das unendlich komplizierte Gefüge des Körpers ebenso sehr wie die gegenseitigen Beziehungen zwischen Leib und Seele.— Ein Grundgedanke, der in den großen Epochen der deutschen Heilkunde immer wieder aufgetaucht ist, und der in dem Dresdner Arzt Carl Gustav Carus vollends Gestalt gewann. Dieser hochbetagte Freund Goethes und Vertraute so vieler bedeutender Romantiker, dessen 150. Geburtstag wir im Januar feiern, erkannte, daß es unmöglich sei, die Krankheiten selbst, gleichsam„als besondere kompakte Wesen“ zu erfassen und in Systeme zu bringen, sondern daß man den Kranken„in seiner Totalität“ erfassen und nach einem großen Heilplan behandeln müsse. Carus teilte dabei den„unbewußten“ Kräften der Seele, deren Erkennung vielleicht seine größte wissenschaftliche Leistung ist, wesentliche Mitarbeit bei der Heilung zu. In seinem Hauptwerk „Psyche, zur Entwicklungsgeschichte der Seele“ setzt er auseinander, wie der Schlüssel zur Erkenntnis vom Wesen des bewußten Seelenlebens in der Region des Unbewußten liege, in dem es nicht den Begriff der Krankheit und nicht den des Bösen gibt. Sicherheit, Weisheit und Schönheit herrschen hier und„wo das bewußte Denken schwankt und zweimal vielleicht das Falsche und einmal das Wahre trifft und das Rechte will, da geht das unbewußte Walten der Idee mit größter Entschiedenheit seinen ganz gemessenen Gang“. Vom Bewußten und Unbewußten Erstaunliche, noch heute gültige Erkenntnisse gewann Carus über das Verhältnis des Bewußten zum Unbewußten. Er setzte z. B. auseinander wie beim Klavierspieler jede Fingerbewegung zunächst ein willkürlicher Akt ist, die erst durch„Training“ allmählich in das Reich des Unbewußtseins übergeht, bis schließlich schon die Vorstellung der Verwirklichung gewisser Tonfolgen ausreicht, um diese ebenso sicher hervorzurufen wie ja etwa die Atembewegung auch unbewußt erfolgt. Carus erkannte auch, daß das Unbewußte nie ermüdet und deshalb nie schläft, er stellte ferner interessante Untersuchungen über das Reifen bedeutender Gedanken im Bereich des Unbewußten an, und kam zu dem Schluß, auch die Kunst beruhe letztlich auf diesem. Sein wichtigster, freilich nicht zu Ende gedachter Gedanke, galt der Einwirkung der Seele auf die Krankheit. Hier hat erst die Forschung der Gegenwart weiter gearbeitet uno z. B. in der modernen Wirkstofforschung ganz neue Erkenntnisse über die Beeinflussung körperlicher Vorgänge durch seelische gewonnen. Der Ohrdruck beim Bergsteigen Ein ganzes wie sein Werk war auch der Mensch Carus. 1789 wurde er zu Leipzig geboren als einziges Kind tüchtiger, sorglicher Eltern. Mit 23 Jahren habilitierte er sich als Privatdozent für vergleichende Anatomie.3 Jahre später schon wurde er zum Direktor der geburtshilflichen Klinik in Dresden ernannt und erhielt einen Lehrstuhl für vergleichende Anatomie und Gynäkologie. Eine Fülle von wissenschaftlichen Arbeiten entstand in dieser Zeit: Carus entdeckte den Blutkreislauf der Insekten. Er fand bis dahin unbekannte Parasiten, er entdeckte bei botanischen Wanderungen mit seiner Tochter Marianne unbekannte Pilze, er lieferte schöne Arbeiten über die Bewegung des Embryos im Schneckenei, über den Ohrdrua beim Bergsteigen, über die entwicklungsgeschichtliche Bedeutung der Regenbogenhaut. und er fand neben alledem noch Zeit zu großen grundlegenden Werken über sein eigentliches Fachgebiet. Wie umfassend aber dieser große Arzt dachte und fühlte, das zeigt sein Verhältnis zur Kunst. Er war nicht nur ein vorzüglicher Zeichner und hat nicht nur alle anatomischen Tafeln und sonstigen Illustrationen zu seinen wissenschaftlichen Büchern selbst radiert und gestochen, er war auch ein feinsinniger Maler, der auf Anregung seines Freundes Goethe ein schönes Buch über Landschaftsmalerei geschrieben hat. Was er selbst darüber sagt, ist wiederum aufschlußreich für seine Ganzheitsbetrachtung:„Ein Landschaftsmaler muß viele Kenntnisse haben. Es ist nicht genug, daß er Perspektive, Architektur und Anatomie des Menschen und der Tiere verstehe, sondern er muß sogar auch einige Einsichten in die Botanik und Mineralogie besitzen. Erstere, damit er das Charakteristische der Bäume und Pflanzen. und letztere, damit er den Charakter der verschiedenen Gebirasarten gehörig auszudrücken versteht". Enge Freundschaft mit den großen Malern seiner Zeit, wie mit Caspar David Friedrich und mit anderen Künstlern der Romantik, besonders auch mit dem Komponisten Carl Maria von Weber ergänzen diese wertvolle Seite seiner Persönlichkeit. Carus fand viel äußere Anerkennungen, den 38jährigen macht König Anton von Sachsen zum Leibarzt; jahrelange Reisen folgten und dann kam eine Epoche ruhiger, besinnlicher Arbeit im Kreise seiner zahlreichen Familie und in einem schönen, mit dem sicheren Geschmack eines Künstlers eingerichteten Haus. Erst im höheren Alter beginnt Carus sich mit der Philosophie zu beschäftigen, nachdem er 57jährig sein grundlegendes Werk über die menschliche Seele hatte erscheinen lassen. 1862 wählt die Carolinisch=Leopol= dische Akademie ihn zu ihrem Präsidenten. Er erlebt noch die glanzvolle Feier seines goldenen Doktorjubiläums und stirbt dann, 80jährig, am 28. Juli 1869 in Dresden nach einem wahrhaft vollendeten, schaffensfrohen Leben. Ein großer Arzt, ein ganzer Mann und einer der universalsten deutschen Romantiker. Dr. L. Kühle. Die Nacht der schönen Frauen 300 Feste zum Münchner Fasching GA Der Münchner Fasching ist eine Symphonie von Festlichkeit und Fröhlichkeit, von Lieblichkeit und Schönheit. Alle seine Register wird der Fasching 1939 ziehen. Bereits heute werden der Faschingsprinz Bobbi I. und seine Prinzessin Liesl den Narrenthron besteigen. Bobbi I. entstammt einer Münchner Familie und heißt mit seinem Privatnamen Dr. Robert Richter. Die Prinzessin nennt sich sonst Elisabeth Bauch und ist die Tochter eines Kürschners und Pelzwarenhändlers. Bereits im Fasching 1935 gehörte sie zum Gefolge des Prinzen Paul I. von Theatralien. Etwa 300 Feste werden im Münchner Fasching gefeiert, darunter die bekannten großartigen Gesellschaftsabende und die in aller Welt bekannten Künstlerfeste. Den Auftakt wird die„Nacht der schönen Frauen“ machen. Dieser Festball wird veranstaltet von der Reichsorganisation des Braunen Bandes von Deutschland und vom Rennverein München=Riem. Präsident Christian Weber hat die Gesamtleitung des Festes, das im Deutschen Theater stattfindet. Direktor Paul Wolz vom Deutschen Theater hat für das festliche und galante Spiel„Nacht der schönen Frauen“ aus aller Welt das Beste gewonnen, die besten Kräfte, die schönsten Frauen herangeholt. Kräfte von Weltruf sind verpflichtet, Künstlerinnen zumeist, die ihr Können nur den bedeutendsten Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Deutschland, Frankreich, England, Südamerika entsenden zu diesem ersten großen Festball Stars und Truvven. Die Bayrischen Staatstheater, die Deutsche Meisterschule für Mode und das Deutsche Theater sind mit der Herstellung der Kostüme beauftragt. Verschärfte Auseinandersetzungen zwischen Buren und Engländern DNB Pretoria, 5. Januar. Die von dem Minister für staatliche Ländereien, General Kemv. vorgenommene Umbenennung des militarischen Uebungsplatzes„Roberts Heights“ bei Pretoria in„Voortrekkers: hogte“, hat zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen dem englischen und dem burischen Bevölkerungsteil geführt. Da die gegenwärtige Koalitionsregierung der Generale Hertzog und Smuts auf einem Kompromiß beider Elemente beruht, ist eine Rückwirkung auf die Lage der Regierung nicht ausgeschlossen. Der zuständige Verteidigungsminister Pirow hat es bisher abgelehnt, Stellung zu nehmen und hat anderslautende Berichte dementiert. Der Uebungsplatz„Roberts Heights“ ist bekanntlich nach Lord Roberts benannt, der im Burenkriege eine große Rolle spielte. Die Umbenennung wird als sichtbarer Erfolg des burischen Nationalismus empfunden, gegen den die englischen Südafrikaner mit zahlreichen Protestkundgebungen ankämpften. Die Bevölkerung der Union ist zu 60 vom Hundert burisch und 40 vom Hundert englisch. Auch die Umsetzung des Denkmals Krügers von dem unbedeutenden Bahnhofsvorplatz zu Pretoria auf den Kirchplatz in der Stadtmitte ist Gegenstand erregter Auseinandersetzungen in der Presse. [GA] Am heut gangen, seit Ak Heinrich Himn führung der auf den der Reic wie sein Werk. Kundgebung für den französischen Reichsgedanken; aber die Plötzlichkeit, mit der sie angesetzt und durchgeführt wurde, hat neben mancherlei anderen unerfreulichen Begleiterscheinungen dazu geführt, daß sie eine deutliche anti=italienische Spitze erhielt. Das war in bestimmten Grenzen vielleicht unvermeidlich. Desto nützlicher wäre es aber gewesen, wenn man alles versucht hätte, um Aeußerungen zu vermeiden, die Italien verletzten. Leider ist das nicht geschehen. Vom ersten Tage an, seit Daladier auf Korsika landete, wurde eigentlich jede Gelegenheit benutzt, um die vorläufig noch gar nicht ausgesprochenen Ansprüche Italiens zu bekämpfen. Die Italiener haben das mit vorbildlicher Ruhe getragen. Sie haben sich auf eine Berichterstattung beschränkt und nur gelegentlich mit leisem Lächeln die Uebersteigerungen des französischen Nationalismus festgehalten. Man wird ihnen also bestätigen müssen, daß sie alles getan haben, um von sich aus eine Verschärfung der Spannungen zu vermeiden. Wenn jetzt am Schluß der Reise die Empörung doch durchbricht, so ist das verständlich, denn was an italienfeindlichen Kundgebungen in Tunis geschah, geht über die Grenzen des Erträglichen weit hinaus. Nicht nur, daß Italien und der Duce schwer beschimpft wurden, nicht nur, daß es zu Angriffen auf italienische Geschäfte kam, diesmal wurde auch die italienische Fahne öffentlich zerrissen und verbrannt, ohne daß die Polizei, die bei diesem Staatsbesuch doch zweifellos hinreichend zur Verfügung stand, eingegriffen und derartige ungeheuerliche Entgleisungen verhindert hätte. Die Franzosen selbst sind in allem, was ihre nationale Ehre angeht, außerordentlich empfindlich. Sie hätten daher doppelten Anlaß, anderen gegenüber die selbstverständliche internationale Höflichkeit zu bewahren, die sie für sich beanspruchen. Wenn sie das nicht tun, dürfen sie sich nicht wundern, daß die italienische Presse scharf dagegen Einspruch erhebt und die gebührende Bestrafung für solche herausfordernden Beleidigungen verlangt. Aber es ist unvermeidlich, daß Italien sich mit einer Entschuldigung nicht begnügt, sondern nun erst rechtauf eine sachliche Klärung drängt. Die Reise Daladiers hat die Wirkung gehabt, daß die Möglichkeit eines Ausgleiches zwischen Italien und Frankreich erheblich erschwert ist und daß Italien, um sich vor einer Wiederholung solcher Verunglimpfungen zu schützen, daraus erst recht die Notwendigkeit einer Regelung der französisch=italienischen Beziehungen im Mittelmeer ableiten wird. Rei gewesen. Wenn er doch eines i am 9. November in München, mi „Reichskriegsflag rium besetzt hiel sten Linie der der Führer 192: ler wieder eines Das Schwergen auf anderem( Niederbayern u stellv. Reichspro vertretender Re 6. Januar 1929 Im Ju Ein M GA.] Die Präsidenten a etwas wie ein nen und drau gegengenomm mit so manch brochen. Er süchtigen Zwe eine Hetzre durch einen 2 täuschen will stungen für punkte gleich Milliarden zu pulvern wolle haben die Al und Freundsch an, sie anzug ihnen, daß M Aber wir ver gelknaben her Mißerfolg sch schaffen. Herr Roo Plänen gesche hat nur wie amerikanische Millione: ben, und die worden Der Einheitsfront teinamerikani selbst zu vert Norden, und sie Roosevelt den beanspru Roosevelt alst politisch wie buchen, der wachsende schaft sich z einer Vergrö sondern auch innerhalb seit läge also na von Niederlat stand von de gerade das Möglichkeit d benen Gesetz Präsidentscha hafter Eh jetzt geradezi aller Bedenke und daß er eine neue Pl tiven Verdie auf das Nei Das Gesp nen Phanta Rolle eines schützend sein fassung, sond hält. Und do zu der berüh zu einem ne ritären( Sinken die Alpen ins Meer? Tag und Nacht nagen die Einflüsse von Luft und Niederschlägen, von Erdbewegungen und Gewässern an der Bildung der Erdoberfläche, ständig das Bild der Erde verändernd. Selbst die gewaltigen Massive der Alpen sind diesen Einflüssen gegenüber wehrlos. Die Mächtigen, von deren Gipfel wir weit ins Land schauen, werden ständig erniedriat. Sehen wir, welche Zahlen uns ein Wissenschaftler darüber gibt! Dr. F. Bidlingmaier, berichtet in seiner Schrift„Ebbe und Flut“:„Die Aare führt jährlich 135,000 Kubikmeter Geröll zur Ebene, in den Brienzer See hinab, dessen Lage sich infolgedessen dauernd ändert. Es werden aber noch 35 000 bis 40 000 Jahre nötig sein, um das Becken des Sees völlig mit dem herabgetragenen Gestein auszufüllen. Dieses Geröll, das von den Berghöhen stammt, erniedrigt die Höhen des Reußgebietes in rund 5000 Jahren um einen Meter. Da nun die Aarequelle 2260 Meter hoch liegt, so würden die Aarealetscher in 7532 580 Jahren avgetragen und der Ebene gleichgemacht sein. Der letzte Felsblock der stolzen Alpen würde, in runo 10 Millionen im Meere versindiesen Maßstab zu. Jahren zu Sand zermalmt, ken. Im Schwarzwald erkennen wir die vernichtende Kraft des nagenden, gefrierenden und wieder auftauenden Wassers schon deutlich. Der Schwarzwald war, wie geologisch einwandfrei festgestellt ist, einst ein Hochgebirge, das den Alpen an Höhe nicht nachstand. Nun ist er bereits so weit abgetragen, daß seine Berge nur noch verhältnismäßig bescheidene Erhöhungen sind.. Dieses Schicksal ist keine dern die Aussicht auf das Alpen, wenn auch ein paar oder zu wenig dabei einge wurde eine Möglichkeit dabei nicht einkalkuliert: Es besteht nämlich die Wahrscheinlichkeit, daß das Alpengebirge— trotz der Abschwemmung— noch wächst, da ja die Erdkruste nicht starr, sondern— wenn auch unserem Auge unmerklich— beweglich ist. So behaupten viele Geologen, daß die Alpen sich immer noch weiter emvorfalten, immer höher gedrängt und trotz des Abtrags weiterwachsen werven.... P. Kart. weltfremde Theorie, sontatsächliche Schicksal der Millionen Jahre zu viel zt wurden. Allerdings Heldelberger Reichstestspiele 1939 Die Heidelberger Reichsfestspiele 1939 finden vom 12. Juli bis 20. August 1939 statt. Zur Aufführung sind Schillere„Räuber“, Gerhart Hauptmanns„Florian Gener“, Eichendorffs„Freier" und Shakespeares„Sommernachtstraum“ vorgesehen. General-Anzeiger ndersetzungen Engländern Pretoria, 5. Januar. staatliche Ländereien, ie Umbenennung lates„Roberts „Voortrekkers: einandersetzungen zwiurischen Bevölkerungsge Koalitionsregierung ts auf einem Komproist eine Rückwirerung nicht ausVerteidigungsminister Stellung zu nehmen dementiert. heights“ ist bekanntlich im Burenkriege eine benennung wird als Nationalismus emphen Südafrikaner mit ankämpften. Die Bem Hundert burisch und ich die Umsetzung von dem unbedeuetoria auf den Kirchenstand erregter Aus6. 1. 39 Zehn Jahre Reichsführer SS. [GA] Am heutigen 6. Januar sind 10 Jahre veringen, seit Adolf Hitler seinen alten Mitkämpfer einrich Himmler, endgültig mit der Reichsführung der SS. beauftragte. Ein Gedenktag, auf den der Reichsführer selbst ebenso stolz sein kann wie sein Werk. Denn sein geistiges Werk ist die SS. ischen Reichsgedanken; e angesetzt und durcherlei anderen unerfreugeführt, daß sie eine Spitze erhielt. Das elleicht unvermeidlich. vesen, wenn man alles en zu vermeiden, die s nicht geschehen. Vom auf Korsika landete, t benutzt, um die vorschenen Ansprüche Itaener haben das mit le haben sich auf eine d nur gelegentlich mit ngen des französischen in wird ihnen also bean haben, um von sich nnungen zu vermeiden. ise die Empörung doch ch, denn was an itabungen in Tunis zen des Erträg:, d a ß I t a l i e n u n d d e r nicht nur, daß es zu te kam, diesmal wurde jeöffentlich zerne daß die Polizei, die eifellos hinreichend zur und derartige ungeverhindert hätte. Die was ihre nationale mpfindlich. Sie hätten heren gegenüber die Höflichkeit zu bewahi. Wenn sie das nicht rn, daß die italienische h erhebt und die geherausfordernden Beist unvermeidlich, daß stschuldigung nicht becht auf eine sache Reise Daladiers hat Köglichkeit eines Ausfrankreich erheblich ersich vor einer Wiederen zu schützen, daraus er Regelung der franIm Mittelmeer ableiten ins Meer? inflüsse von Luft und gen und Gewässern an ständig das Bild der ewaltigen Massive der egenüber wehrlos. Die wir weit ins Land 1t. Sehen wir, welche darüber gibt! Dr. F. seiner Schrift„Ebbe ährlich 135000 Kubikin Brienzer See essen dauernd än000 bis 40 000 Jahre Sees völlia mit dem füllen. Dieses Geröll, t, erniedrigt die Höhen Jahren um einen telle 2260 Meter hoch etscher in 7532 580 r Ebene gleichgemacht stolzen Alpen würde, in rund 10 Millionen n Meere versininen wir die vernichrierenden und wieder lich. Der Schwarzwald ei festgestellt ist, einst i an Höhe nicht nachweit abgetragen, daß mäßig bescheidene Erltfremde Theorie, sontsächliche Schicksal der illionen Jahre zu viel wurden. Allerdings sicht einkalkuliert: Es chkeit, daß das Alpenjung— noch wächst, sondern— wenn auch beweglich ist. So beAlpen sich immer noch höher gedrängt und werven P. Karz. estspiele 1939 sfestspiele 1939 finden 39 statt. Zur Auffüh*“, Gerhart Haupthendorffs„Freier“ mernachtstraum“ vorReichsführer SS. Himmler Weltbild gewesen. Wenn er auch nicht ihr Gründer war, so war er doch eines ihrer ersten Mitglieder. Er war schon am 9.November 1923, dem Tage des Freiheitsmarsches in München, mit dabei, damals als Fahnenträger der „Reichskriegsflagge“, die das bayerische Kriegsministerium besetzt hielt, und hat seitdem stets in der vordersten Linie der alten Kampfgenossen gestanden. Als der Führer 1925 die Partei neu gründete, war Himmler wieder eines der ersten Mitglieder der Schutzstaffeln Das Schwergewicht seiner Tätigkeit lag aber zunächst auf anderem Gebiet, er wurde stellv. Gauleiter in Niederbayern und später in Oberbayern. 1926 war er stellv. Reichspropagandaleiter, seit 1927 gleichzeitig stellvertretender Reichsführer der SS., die er dann am 6. Januar 1929 endgültig übernahm und zum Schwarzen Korps, der schwarzen Garde des Führers, ausbaute. In zielbewußter harter Arbeit hat er diese Waffe geschmiedet, die dem Führer eine auserlesene, stets einsatzbereite Truppe schaffen sollte. Ihm war nicht entscheidend die Zahl, sondern die Einzelpersönlichkeit, deshalb ging er daran, dem ihm anvertrauten Verband eigene Gesetze strengster Auswahl zu geben, die ihn zu einem Orden machten und Forderungen aufstellten, die für die damalige Zeit fast unerhört anmuteten. Die aber nach der Machtübernahme noch schärfer gefaßt wurden, um eine immer strengere Auslese zu gewährleisten. Die SS. geht von dem Werte von Blut und W####n aus, sie hat deshalb für jedes ihrer Mitglieder die Verpflichtung festgesetzt, daß es die Genehmigung zu seiner Eheschließung durch eine eigens hierfür geschaffene Prüfungsstelle einzuholen hat, damit durch die Wahl einer arteigenen Frau eine arteigene Sippe begründet wird. Sie verlangt unbedingte Treue und unbedingten Gehorsam, sie hat ein strenges Ehrgesetz in stolzem Bekenntnis zu dem Wahlspruch, den der Führer ihr verlieh: Meine Ehre heißt Treue. Mit dieser Erziehungsarbeit schuf Heinrich Himmler eine Elitetruppe, die in sich alle Voraussetzungen trug, um noch größere ihr übertragene Aufgaben zu lösen. Und daran hat es nicht gefehlt; im Juli 1934 erhob der Führer die Schutzstaffeln zur selbständigen Gliederung innerhalb der Partei, schon vorher aber, in der Zeit von März 1933 bis April 1934, wird der Reichsführer SS. nach und nach der Leiter aller Staatspolizeien der außerpreußischen Länder. In Preußen wird er der ständige stellv. Chef der Geheimen Staatspolizei und im Anschluß dieser Entwicklung wird er im Juni 1936 zum Reichsführer Deutschen Polizei erMöglichkeit der weltanschaudeutschen Polizei nach den geschaffen. SS. und Polizei arbeiten vereint, um die innere Sicherheit des Reiches zu gewährleisten. Dadurch ist die Einheitlichkeit der gesamten deutschen Polizei durchgeführt. Schutzpolizei, Verwaltungspolizei, Gendarmerie, Kriminalpolizei und Geheime Staatspolizei sind in einer Hand vereinigt. Der Geschäftsbereich des Chefs der Polizei wird in zwei Hauptämter eingeteilt, das Hauptamt Ordnungspolizei und das Hauptamt Sicherheitspolizei. Die erste Abteilung umfaßt die gesamte uniformierte, die zweite Abteilung die gesamte nicht uniformierte Vollzugspolizei des Reiches. Die SS. aber ist der Träger dieses ganzen Aufbaues. 100000 Mann war sie stark am Tage der Machtergreifung, heute wird sie auf etwa 200000 angewachsen sein. Ihr ist als besondere Auszeichnung die Obhut über die Blutfahne der Bewegung anvertraut. Sie lebt in der Erfüllung des Bekenntnisses ihres Reichsführers:„Wir möchten nicht nur sein die Enkel, die es besser ausfochten, sondern darüber hinaus die Ahnen spätester, für das ewige Leben des deutschen germanischen Volkes notwendiger Geschlechter.“ SS. und Chef der nannt. Dadurch ist die lichen Ausrichtung der Grundgesetzen der SS. Im Judenkäfig gefangen Ein Wort zur hetzrede Roosevelts GA.] Die Neujahrsbotschaft des amerikanischen Präsidenten an den Kongreß war früher einmal so etwas wie eine staatspolitische Angelegenheit, die drinnen und draußen mit gebührender Aufmerksamkeit entgegengenommen wurde. Herr Roosevelt hat wie mit so manchem anderen auch mit diesem Brauch gebrochen. Er hat die Kongreßbotschaft für seine selbstsüchtigen Zwecke benutzt und aus ihr weiter nichts als eine Hetzrede gemacht, die über die eigenen Fehler durch einen Angriff gegen Windmühlenflügel hinwegtäuschen will. Wenn die Vereinigten Staaten ihre Rüstungen für mangelhaft halten, wenn sie neue Stützpunkte gleich dutzendweise anlegen und noch weitere Milliarden zum Besten ihrer Kanonenfabrikanten verpulvern wollen, so ist uns das ganz gleichgültig. Wir haben die Absicht, mit den Amerikanern in Frieden und Freundschaft zu leben. Wir denken gar nicht daran, sie anzugreifen und überlassen es deshalb auch ihnen, daß Maß ihrer Rüstungen selbst zu begrenzen. Aber wir verbitten es uns, daß wir dauernd als Prügelknaben herhalten müssen, um dem von Mißerfolg zu Mißerfolg schreitenden Präsidenten ein Alibi zu beschaffen. Herr Roosevelt sieht selbst, daß er mit all seinen Plänen gescheitert ist. Sein vielgerühmter New Deal hat nur wie eine Kampferspritze gewirkt. Er hat das amerikanische Nationalvermögen verringert. Die 12 Millionen Arbeitslosen aber sind geblieben, und die Unzufriedenheit ist gar nicht geringer geworden Der Versuch zur Bildung einer amerikanischen Einheitsfront ist in Lima zusammengebrochen. Die lateinamerikanischen Staaten legen Wert darauf, sich selbst zu verteidigen, unter Umständen auch gegen den Norden, und lehnen deshalb eine Monopolstellung, wie sie Roosevelt aus politischen und wirtschaftlichen Gründen beansprucht, höflich, aber bestimmt ab. Wenn Herr Roosevelt also die Bilanz zieht, dann muß er innen politisch wie außenpolitisch einen erheblichen Fehlbetrag buchen, der ja auch bei den letzten Wahlen in der wachsenden innenpolitischen Gegnerschaft sich zeigte, einer Gegnerschaft, die nicht nur in einer Vergrößerung der republikanischen Mandate, sondern auch in einer Vermehrung seiner Widersacher innerhalb seiner eigenen Partei zum Ausdruck kam. Es lage also nahe, daß Herr Roosevelt aus dieser Kette von Niederlagen die Folgerungen zöge und sich mit Anstand von den Geschäften zurückzuziehen suchte. Aber gerade das scheint er nicht zu wollen. Er hätte die Möglichkeit dazu gehabt, wenn er sich dem ungeschriedenen Gesetz gefügt und auf eine dritte Kandidatur zur Präsidentschaft verzichtet hätte. Sein beinahe krankhafter Ehrgeiz läßt das aber nicht zu. Es macht jetzt geradezu den Eindruck, daß er sich wirklich trotz aller Bedenken zum dritten Male zur Wahl stellen will und daß er deshalb alle Minen springen läßt, um sich eine neue Plattform zu schaffen. Da er aber mit positiven Verdiensten nicht aufwarten kann, zieht er sich auf das Negative zurück. Das Gespenst eines Krieges, das nur in seiner eigenen Phantasie besteht, muß dazu dienen, ihn in die Rolle eines Vertreters des Vaterlandes zu rücken, der schützend seine Hand nicht nur über die Ideale der Verfassung, sondern auch über die Sicherheit des Landes hält. Und das gibt ihm auch diesmal wieder die Brücke zu der berühmten Ablenkung nach außen, d. h zu einem neuen Haßgesang gegen die autoritären Staaten. Er hat sogar den traurigen Mut, von„Angreiser=Regierungen“ zu sprechen, ohne daß er aber, soweit wir bisher sehen, diesen Begriff näher umgrenzt hat. Was sind diese Diktaturen doch für böse Einrichtungen! Auch Herr Roosevelt kann zwar nicht bestreiten, daß es ihnen gelungen ist, im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit große Erfolge zu erringen, aber er macht eine Gegenrechnung auf, welcher Preis in den Diktaturen für diesen Erfolg gezahlt sei. Da finden sich so ziemlich alle die Sinnlosigkeiten, die von dem getreuen Gefolgsmann, Herrn Ickes, und den ungezahlten jüdischen Helfershelfern im Laufe der letzten Monate abgeschlossen wurden. Sie werden durch die ewige Wiederholung gewiß nicht richtiger. Wir haben jedenfalls bisher noch nichts davon gemerkt, daß bei uns nicht freie, stolze Menschen, sondern von einer Maschine geformte und versklavte Menschen herumlaufen. Wenn man schon einmal solche Worte gebrauchen will, dann trifft der Begriff versklavte Menschen vielleicht viel eher auf manche, nicht nur die farbigen, Schichten in den Vereinigten Staaten zu, die unter dem Druck eines rücksichtslos arbeitenden Kapitals das innere Gefühl für Menschenwürde längst verloren haben. Es mutet auch etwas seltsam an, wenn im Gegensatz dazu Herr Roosevelt als Banner der Vereinigten Staaten die drei Grundsätze der Religion, der Demokratie und der Vertragstreue aufstellt. Man könnte ganze Bände darüber schreiben, angefangen bei der „Vertragstreue“, die Roosevelts Parteifreund Wilson gegenüber den von ihm unterzeichneten Waffenstillstandsbedingungen bewiesen hat! Man könnte bei den schönen Worten über die Religion daran erinnern, daß die Vereinigten Staaten in aller Gemütsruhe zugesehen haben, daß in Sowjetrußland und Rotspanien Millionen von Menschen nur um ihres Glaubens willen sterben mußten, daß sie sich nicht gerührt haben, als Zehntausende von Geistlichen ermordet und Hunderte von Kirchen vernichtet wurden. Man könnte daran erinnern, daß gerade jetzt von arabischer Seite dem Präsidenten Roosevelt seine einseitige Haltung gegenüber dem Problem Palästina vorgehalten wird. Man könnte noch unendlich viel zusammentragen. Aber wozu das aues? Gegen die Mauer, die seine südischen Ratgeber um Herrn Roosevelt errichtet haben, anzurennen, ist zwecklos. Man wird abwarten müssen, bis die Widerstände gegen diese Art der Staatsführung von innen heraus wachsen. Anzeichen dafür sind in steigender Zahl vorhanden. Vielleicht läßt sich aus der ganzen Rede Roosevelts herauslesen, daß er innerlich auch das Gefühl für die Schwäche seiner Stellung hat und daß er durch Uebersteigerung seiner Worte dies zu überkönen sucht. Geheime Landesleitung der Eisernen Garde in Bukarest entdeckt DRB Bukarest, 5. Januar. Aus amtlicher Quelle verlautet, daß in Bukarest eine geheime Landesleitung der Eisernen Garde entdeckt und verhaftet werden konnte, die versucht hatte, die Tätigkeit der Eisernen Garde illegal fortzusetzen. Amtlichen Mitteilungen zufolge konnten ferner im Laufe des Mittwoch und Donnerstag jene drei Studenten der Klausburger Universität verhaftet werden, die am 28. November vorigen Jahres den Revolveranschlag auf den Rektor Stesanescu= Goanga verübt hatten. Sparen bei der Deutschen Reichspost Ein- und Rückzahlungen überall in Großdeutschland Eine neue Sparmöglichkeit mit großen Vorrelten für Sie: 9 Das Deutsche Reich hafter für Ihre Einlagen mit dem gesamten Sondervermögen der Reichspost. • Sämtliche Aufträge werden zuverlässig, schnell und gebührenfrei ausgeführt. 9 Ihre Einlagen sind nicht nur sicher vor Diebstahl, Unterschlagung oder Feuer— sie werden darüber hinaus mit 2¼% verzinst. % In Großdeutschland gibt esrund 80000 Postämter und Amtsstellen (Postagenturen, Poststellen, Posthilfsstellen und Landzusteller). • Bei jedem Postamt und jeder Amtsstelle können Sie sich Ihr Postsparbuch ausstellen lassen, bei allen 80000 Amtern und Amtsstellen Großdeutschlands Einzahlungen und Abhebungen vornchmen. 0 Auchkleinsundkleinste Pfennigbeträge können Sie durch die zusätzliche Einrichtung der Postsparkarte in Form von Briefmarken SaTET • Abhebungen bis zu RM 200.— können ohne Kündigung vorgenommen werden, insgesamt bis zu RM roo0.— in einem Monat. • Sämtliche Vorgänge Ihres Postsparkontos unterliegen unbedingter Geheimhaltung durch das Postsparkassengeheimnis. Verlangen Sie noch beute von Ihrem Postamt die ausfübrlicbe„Anleitung für Postsparer“ und larsen Sie sieb ein Postsparbuch ausstellen. Deutsche Reichspost FI 6. 1. 39 General-Anzeiger Meldungen von überalt Zugspitze erst an 18. Stelle Großdeutschland in der Statistik ND3 Berlin, 5. Jan. In dem neuen Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich sind die großen Umwälzungen, die die Landkarte im Jahre 1938 erfahren hat, bereits berücksichtigt. Die Entfernung vom nördlichsten Punkt des Reiches bis zum südlichsten Grenzpunkt ist mit 983 km um fast 100 km länger geworden. Unverändert bleibt die Entfernung vom westlichsten bis zum östlichsten Grenzpunkt mit 1150 km. Die Länge der Zollgrenze von Großdeutschland beträgt rund 200 km, sie ist um über 1000 km länger als im vorigen Jahre. 1730 km sind davon Seezollgrenze. Die Zollgrenzen zu unseren Nachbarstaaten haben sich grundlegend geändert. Die längste Zollgrenze haben wir gegenüber der Tschecho=Slowakei mit 2050 km gegenüber 1528 vorher. An zweiter Stelle steht Polen mit 1250 km Zollgrenze, wozu weitere 610 km polnische Grenze gegen Ostpreußen kommen. Die drittlängste Grenze haben wir mit 630 km gegen die Niederlande. Gegenüber Frankreich sind es dagegen nur 455 km. Ausgedehnt hat sich auch die Grenze gegenüber der Schweiz, von 417 auf 520 km. Neu hinzugekommen sind 365 km Grenze gegen Ungarn, 310 im gegen Jugoslawien und 430 km gegen Italien. Jahrzehnte stand an der Spitze der wichtigen Bodenerhebungen des Reiches die Zugspitze. Sie ist jetzt weit nach unten gerückt. 17 wichtige Gipfel, an der Spitze der Großglockner, sind vor der Zugspitze aufgeführt. Der längste Fluß innerhalb des Reichsgebietes ist die Donau mit 992 km, von der früher nur 387 km auf deutschem Boden flossen. Dann folgen Oder, Elbe und Rhein. Kinder von Wölfen angefallen Auch für Liebende gelten die Gesetze Schwedens Flottenpläne Neue Küstenpanzer und Corpedoboote DRB Stockholm, 5. Jan. Wie die Blätter mit Bestimmtheit zu melden wissen, soll dem schwedischen Reichstag, der am 11. Januar surch den König eröffnet werden wird, ein endgültiger Antrag aus Ersatzbauten für die schwedische Marine zur Entscheidung vorgelegt werden. Die mehr als ein Jahr dauernde Auseinandersetzung über den Typ der Ersatzbauten für die schwedische Kriegsmarine dürfte damit ihrer Lösung entgegengehen. Es handelt sich in diesem Falle in der Hauptsache um den Bau von Panzerschiffen für die Küstenflotte. Der jetzt von der Marineverwaltung vorgeschlagene Typ des Panzerschiffes von etwa 8000 Tonnen soll folgende Bestückung aufweisen: vier 25em=Geschütze in je zwei Panzertürmen auf Vorderund Achterdeck, ferner sechs 12=cm=Kanonen und überdies einige 75 mm und 40 mm kalibrige Flakgeschütze. Zunächst sollen zwei solcher Panzerschiffe in Bau gegeben werden, deren Kosten mit je etwa 37 Millionen Kronen und deren Bauzeit mit etwa vier Jahren veranschlagt werden. Die Geschwindigkeit soll etwa Knoten betragen. Wie„Dagens Nyheter“ hierzu weiter zu melden weiß, sollen die in England bei The British Power Boat Co. bestellten Küstentorpedoboote größtenteils bis Juli 1939 geliefert werden. Diese Boote sollen eine Geschwindigkeit bis zu 40 Knoten erreichen und mit je zwei 45=cm=Torpedorohren und 1000 PS Maschinen neuesten Rolls Royce=Typs ausgerüstet sein. Ein zweites Bataillon Senegalschützen für Dschibuki. Nach einer Havasmeldung aus Marseille wird am Freitagmorgen ein zweites Bataillon Senegalschützen auf dem Dampfer„Athos" nach Dschibuti eingeschifft werden. Mörderpaar hingerichtet Europareise des ägyptischen Königspaares.„Evening Standard“ kündigt an, daß König Faruk von Aegypten zu Beginn des Sommers mit der ägyptischen Königin London einen Besuch abstatten werde. Der Besuch werde sich über mehrere Wochen erstrecken. Von England aus werde der König Faruk Frankreich besuchen. DNB Berlin, 5. Januar Am 5. Januar wurden der am 13. Januar 1894 geborene Erich Bräuer und seine am 26. Juni 1911 gevorene Ebefrau Luzia Bräuer, geborene Deutsch, hingerichtet, die vom Schwurgericht in Breslau wegen Mordes zum Tode verurteilt worden sind. Die Ehefrau Bräuer hat am 9. März 1938 entsprechend einem gemeinsam mit ihrem Ehemann gesaßten Plan, den Viehhändler Fritz Pohl in ihre Wohnung gelockt, ihn dort mit einem von ihrem Manne beschafften Mittel betäubt und seiner Barschaft beraubt. Sodann haben die beiden Eheleute den bewußtlosen Pohl mit ihrem Kraftwagen nach der Weistritz=Talsperre bei Breitenhain geschafft und dort ertränkt. Schirokko löst Lawinenstürze aus. Der Schirokko, der nach den starken Schneefällen in dem Hinterlande von Triest auftrat, hatte zahlreiche Lawinenstürze zur Folge. In der Gegend von Görz wurden zwei Bauern von Schneemassen verschüttet und getötet. Von der Scheunenkür erschlagen. In Rheinau bei Schwerte kam es zu einem seltsamen Unglücksfall. Als ein Bauer den Dreschkasten aus seiner Scheune ziehen lassen wollte, wurde eine Scheunentür aus der Angel gehoben. Der Bauer, der gerade in der Nähe der Türe stand, wurde von ihr erschlagen. Ein singierter Raubüberfall Benzingase brachten den Tod. In Appeldorn wurde ein Käter in einem Raum, wo ein Benzinmotor stand, von giftigen Gasen überrascht. Als man ihn auffand, war er bereits tot. Desgleichen hatten ein Rind und ein Schwein durch die Gase, die dem Motor entströmten, ihren Tod gefunden. Geschäftsführer veruntreute 15000 nm DNB Hamburg, 5. Januar. Am 1. Januar war angeblich ein Raubüberfall auf die Angestellten einer Wettannahmestelle in der Kleinen Johannisstraße verübt worden, bei dem die Verbrecher mit vorgehaltenem Revolver die Herausgabe Verdunkelung im Bezirk Köln. Vom 17. bis 19. Januar 1939 wird der Regierungsbezirk Köln einschließlich der Reichsautobahn verdunkelt. Während dieser Zeit dürfen Kraftfahrzeuge nur in vorschriftsmäßig verdunkeltem Zustande die öffentlichen Straßen befahren. Hier fiel Thomas von Savouen der Tageskasse mit etwa 15000 RM erzwungen haben sollten. Die Nachforschungen der Kriminalpolizei ergaben jetzt, daß der Raubüberfall fingiert war. Der Geschäftsführer der Wettannahmestelle, der 37 Jahre alte Wilhelm Koop, und die Kassiererin wurden festgenommen. Koop hat seit 1936 laufend Gelder für eigene Wettzwecke uno zum Teil für fremde Personen aus den ihm anvertrauten Geldbeständen widerrechtlich entnommen und in leichtsinniger Weise verbraucht. So hat er in den letzten Monaten des Jahres 1938 häufig große Wetten gekätigt, die in einem Fall 1000 RM betrugen. Um bei der am Jahresabschluß fälligen Revision nicht aufzufallen, hat er die Kassiererin durch Zureden dazu bestimmt, einen Raubüberfall vorzutäuschen. Die veruntreute Summe beträgt etwa 15000 RM. Landau errichtet ein Denkmal für den Ahnherrn des italienischen Königshauses DNB Warschau, 5. Januar. Ein gefahrliches Abenteuer mit Wölfen hatten sechs Kinder, darunter vier Mädchen, auf dem Wege zwischen Sieskowicze und Kowezna in der Wojewodaft Wilna zu bestehen. Die Kinder, die sich vom Gottesdienst auf dem Heimwege befanden, wurden von den Bestien verfolgt und angefallen. Zwei Landarbeiter, die den Kindern zu Hilfe kamen, konnten gegen die Bestien nichts ausrichten, da sie keine Waffen besaßen. Zweifellos wären die Kinder und die Landarbeiter den Wölfen, die ihnen bereits schwere Bißwunden beigebracht hatten, zum Opfer gefallen, wenn nicht zufällig eine Polizeistreife des Weges gekommen wäre, die das Rudel mit einigen Revolverschüssen verjagen konnten. 2D Wien, 5. Januar Zwei junge Leute, die durch eine Zusammenkunft die Maul= und Klauenseuche verschleppten, hatten sich jetzt wegen Vergehens gegen das Tierseuchengesetz vor dem Landgericht Wiener=Neustadt in Niederdonau zu verantworten. Im Sommer herrschte die Seuche u. a. in Ziuingdorf, wo sie auch auf dem Gut der Theresia J. zum Ausbruch kam. Es wurden auf dem Hof überaus strenge Absperrmaßnahmen vorgenommen, um eine Verbreitung der Seuche zu verhüten. Zu diesen Maßnahmen gehörte auch das vorübergehende Verbot von Zusammenkünften der auf dem Gut lebenden Menschen mit anderen Leuten. Doch die Liebe ist stärker als alle Verbote. Die Besitzerin, die mit einem Landwirtssohn verlobt ist, wollte ihren Geliebten unbedingt sehen. Sie traf trotz des Verbotes mit ihm zusammen, und der Erfalg der zärtlichen Stunde war, daß die Seuche auf dem Besitz des leichtsinnigen Bräutigams ausbrach. Die Verlobten standen nun vor Gericht. Theresia erhielt eine Woche, ihr Bräutigam fünf Tage strengen Arrest mit Bewährungsfrist. GA Landau(Pfalz), 5. Januar. Landau, die an wechselvoller Geschichte reiche Stadt in der weinfrohen Pfalz erhält in Bälde ein Denkmal, das als ein Beitrag zur deutsch=italienischen Freundschaft einem Ahnherrn des italienischen Königshauses gewidmet wird: Thomas von Savoyen. Es war im spanischen Erbfolgekrieg, jener blutigen Fehde, da halb Europa um das Erbe des letzten spanischen Habsburgers Karl II. stritt, als im Jahre 1702 die kaiserliche Armee die Festung Landau berannte, die sich damals in französischem Besitz befand. Mit an der Spitze der verbündeten Truppen stürmte der kaiserliche Offizier Thomas von Savoyen, ein Bruder des berühmten österreichischen Feldherrn Prinz Eugen„des edlen Ritters“ aus dem Stamme derer von Savoyen und Piemont. Thomas kämpfte wie ein Löwe, aber die Stadt Landau, die im Laufe dieses Krieges viermal von deutschen und französischen Feldherrn erobert wurde, wußte sich tapfer zu wehren. Der Offizier fiel und hauchte auf den Wällen der Festung sein Leben aus. Bisher war die Tatsache noch wenig bekannt, daß ein Sproß des Hauses Savoyen auf deutschem Boden sein Blut vergoß. Weder ein Grabmal noch ein Gedenkstein erinnert daran. Als nun im Frühjahr der italienische Generalkonsul in Frankfurt sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzte und nähere Angaben über den Tod Thomas von Savoyen wünschte, tauchte der Gedanke auf, Versäumtes nachzuholen und ein würdiges Erinnerungsmal für den tapferen Sohn eines befreundeten Landes zu errichten. Dieser Plan nahm bald feste Gestalt an, nachdem sich der Generalkonsul mit der italienischen Regierung und dem Königshause in Verbindung gesetzt hatte und die ErQuer durch Wertdeutschland. Thema: Judenfrage Beginn der Schulungsarbeit im Gau Essen Essen, 5. Jan. Mehr denn je steht das Jahr 1939 im Zeichen der Schulungsarbeit der NSDAP. Die Erkenntnis der Lebensgesetze des Volkes hat die Rückkehr zu gesunden Lebensgrundlagen auf allen Gebieten bewirkt. Nun aber gilt es, die der Bewegung zugrundeliegende Idee nicht nur im Politischen Leiter, sondern auch in jedem Parteigenossen und in jedem Volksgenossen zu vertiefen und zu befestigen, damit die Kräfte der Seele und des Geistes den Körper zur höchsten Leistung anspornen. Auf dieser Einheit von Körper, Geist und Seele beruht die Stärke der Bewegung und damit die Lebenskraft unseres Volkes. Diese Gedanken beherrschen die Tagung des Stabes des Gauschulungsamtes Essen der NSDAP., zu der die Gauarbeitsgemeinschaft am Donnerstagnachmittag im Hause der Technik einberufen worden war.Gauschulungsleiter Heydorn eröffnete die Tagung mit dem Gruß an den Führer, wies darauf hin, daß die Schulungsarbeit fortan allein Sache der Partei ist und behandelte die Aufgaben der Gauarbeitsgemeinschaft, wobei er die anwesenden Schulungsreferenten der Gliederungen auf die nunmehr einheitlich ausgerichtete Schulungsarbeit im Gaugebiet Essen aufmerksam machte. Nach der Behandlung der neuen Einberufungsordnung der RSDAP. durch Gauschulungsleiter Heydorn erstatteten die Kreisschulungsleiter der Kreise des Gaues Essen Bericht über die bei der Urlaubsbeantragung gemachten Erfahrungen. Daraus ging deutlich hervor, daß bisher gerade die kleineren und mittleren Betriebe in ganz hervorragendem Maße die Bestrebungen der Partei unterstützen und den angeforderten Lehrgangsteilnehmern bezahlten Urlaub für die Dauer der Kurse gewähren wollen. Der Schulungsstoff für die Monate Januar bis April 1939 soll die Judenfrage in allen Einzelheiten behandeln, wobei das bekannte„Handbuch der Judenfrage“ die Lehrgrundlage bildet. Nicht nur der jüdische Mensch, sondern auch der jüdische Geist müssen restlos aus Deutschland verschwinden. Darauf wies Gauschulungsleiter Heydorn besonders hin und gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß auch die Gliederungen bei ihrer Schulungsarbeit der Judenfrage größte Beachtung schenken. Nach Behandlung organisatorischer Fragen gingen Gauschulungsleiter Heydorn und der Gau=Referent des Deutschen Volksbildungswerkes Pg. Landgräber näher auf das Volksbildungswerk ein und betonten, daß sich die Arbeit demnächst erheblich erweitern wird. Gute Fortschritte macht die Arbeit auf dem Lande. In den meisten Dörfern des Gaues Essen sind die Dorfbücher bereits eingeführt. Im März dieses Jahres wird im Kreis Kleve ein großer Dorfgemeinschaftsabend durchgeführt, der auch durch den Reichssender Köln übertragen wird. testens zum 20. Januar 1939 zu erstatten. Vom 15. Januar bis 30. März wird das gesammelte Altmaterial gegen Zahlung des handelsüblichen Preises durch den Schrotthandel abgeholt. Der Schrotthandel unterscheidet dabei Stahlschrott, Eisenschrott, Gußbruch, Schmelzeisen und Blech. Die Werkscharmänner wissen, daß auch die kleinste Menge Schrott von Wichtigkeit ist; ihnen wird bei dieser Aktion auch der kleinste Nagel nicht entgehen. Tödlicher Schuß durch die Tür RWD Witten, 5. Jan. In der Nacht geriet in einer Wirtschaft ein Invalide mit seiner Stieftochter und deren Begleitern in einen Streit. Dieser Streit konnte zunächst von dem Wirt geschlichtet werden. Nachdem die Frau mit den Begleitern die Wirtschaft verlassen und sich mit ihnen nach einem in der Nähe gelegenen Kaffee begeben hatte, folgte ihnen der Stiefvater in der Absicht, sie erneut zur Rede zu stellen. Es kam hier wiederum zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Invalide aus seiner im gleichen Hause gelegenen Wohnung eine schußfertige Pistole holte. Um dem Streit ein Ende zu machen, schlossen die Begleiter der Frau während der Abwesenheit des Stiefvaters die Tür des Kaffees ab. Der Invalide gab nach seiner Rückkehr durch die geschlossene Tür einen Schuß ab, der einen der drei Begleiter tödlich traf. Der Täter wurde festgenommen. Sondermeldung des Amtlichen Straßenwetterdienstes Infolge plötzlich eingetretenen Schneesturms sind die Straßen der Eifel gesperrt. Und der hans schleicht umher... Immer wieder dem Führer danken Auf den kleinsiten Ragel kommt es an Iiier wieder dem Nanter danten Schrott.Sammlung durch die Werkscharen Prof. Börger sprach zu den Männern und Frauen des Kuhrgaues RWD. Essen, 5. Jan. Im großen Saal des Hauses der Technik in Essen sprach am Donnerstagabend Ministerialdirektor Staatsrat Prof. W. Börger zum Thema„Persönlichkeit und Leistung". Es war kaum möglich, alle diejenigen im Saale unterzubringen, die gekommen waren, um Zeuge der aufschlußreichen und packenden Ausführungen Börgers zu sein, wie er sich mit den Ereignissen der letzten Zeit beschäftigte und wie er mit denen abrechnete, die heute noch, nachdem jedem Deutschen die unheilvolle Rolle des Judentums bekannt sein müßte, von den„armen" Juden reden Börger ging aber auch mit denen ins Gericht, die den Sinn des Opfers nicht verstehen wollen, die an allem herummäkeln, ohne zu bedenken, daß sie, wenn Adolf Hitler nicht gekommen wäre und mit dem Marxismus und dem Judentum aufgeräumt hätte, heute vielleicht nicht mehr existierten. Der Vortragende verstand es meisterhaft. all das, was in den vergangenen Jahren unter der Führung Adolf Hitlers vom nationalsozialistischen Deutschland geleistet worden ist, zu schildern. All das wäre nicht möglich gewesen vor der Machtergreifung, als eine Volksgemeinschaft noch nicht da war. Nach Begrüßungsworten des Ratoherrn Reckhen beschäftigte sich Prof. Börger zunächst mit der Ausgabe der Partei zur Erziehung de deutschen Volkes zur Volksgemeinschaft, die, obwohl inzwischen sechs Jahre seit der Machtübernahme vergangen seien, von einzelnen immer noch nicht begriffen werde. Hier müsse festgestellt werden, daß diese Menschen undankbar seien. Sie nähmen die auf allen Gebieten errungenen Erfolge, die Beseitigung der Millionen=Arbeitslosigkeit usw., als etwas Selbstverständliches hin. Wenn eine Generation die Pflicht habe, dankbar zu sein, dann sei es die jetzige, die den unvergleichlichen Aufstieg zum Großdeutschen Reich mit seinen 80 Millionen unter der Führung Adolf Hitlers erlebt habe. Wenn die Ehre verletzt werde, dann werde auch die Volksgemeinschaft aufgelöst. Das habe die Unterzeichnung des Versailler Vertrages bewiesen, der mit der Verletzung der Ehre alle anderen Unterdrückungen im Gefolge hatte. Bei den Juden heiße es,„lieber fünfmal Sklave als einmal tot"; der Deutsche sei jedoch lieber tot als Sklave. Mit dieser Gesinnung seien die Deutschen in den Krieg gezogen, seien auch die braunen Kämpfer zum Sieg geschritten. Der kommenden Generation müsse ein Reich hinterlassen werden, das auch den schwersten Stürmen standhalten könnte; denn der kommenden Generation stehe kein Adolf Hitler zur Verfügung, auf den sich jeder unbedingt verlasse, von dem jeder wisse, daß sein Tun richtig ist. Jeder müsse dem Führer dankbar dafür sein, daß er wieder Arbeit und Brot für sich und seine Kinder habe. Börger schloß seine Ausführungen mit dem Bekenntnis, daß das jetzige Geschlecht mit Freuden dem Führer dienen wolle, damit über ihm das Wort der Treue stehe. Essen, 5. Jan. Bis zum 15. Januar führt die Deutsche Arbeitsfront auf Anordnung des General= feldmarschalls Göring eine Entschrottungsaktion durch. Wieder sind es die Werkscharen, die bei dieser Aktion der DAF. in vorderster Front marschieren. Das Ziel ist, das in den Betrieben unütz lagernde eiserne Gerümpel einem besseren Verwendungszweck zuzuführen. Wenn wir berücksichtigen, daß im letzten halben Jahr 558000 Tonnen Schrott im Werte von 30 Millionen Mark eingeführt worden sind und der Aufbau unserer deutschen Volkswirtschaft die ständige Einfuhr von zusätzlichem Schrott notwendig macht, dann wird die Bedeutung dieser Schrottsammlung klar. Bisher sind 20 bis 30 v. H. des in Deutschland verwendeten Eisens dem Verderb in den Städten preisgegeben. Auf dem Lande bewegt sich diese Zahl sogar zwischen 30 bis 40 v. H. Wir müssen erreichen, daß dieser Schrott ständig der deutschen Wirtschaft wieder zugeführt wird. Jeder Betriebsführer des Gaues Essen hat die Pflicht, bis zum 15. Januar seinen Betrieb auf das Vorhandensein von unbrauchbarem Altmaterial zu überprüfen. Die Werkscharen werden die Betriebsführer bei dieser Arbeit unterstützen. Was ist nun alles zur Abholung bereitzuhalten? Zu sammeln ist: Alles vorhandene Altmaterial, wie Eisenund Stahlteile, unbrauchbare Maschinen u. Maschinen= teile, Apparate, Schienen, Schwellen, Tanks und Behälter, Fässer, Nägel, Schrauben, Drähte, Pflugscharen, Ketten, Seile, Ventile, Hähne, Bleche, Federn, Stangen, Räder usw. Das gesammelte Altmaterial wird dem zuständigen Kreisobmann der DAF. gemeldet. Die Betriebe haben diese Meldung bis späZwölf Jahre lang gewildert 6. 1. 39 laubnis erhielt, einen Block carrarischen Marmors, der auf einer großen Ausstellung in Deutschland gezeigt worden war, der Stadt Landau als Material für das Denkmal zur Verfügung zu stellen. Mit den Arbeiten wird demnächst begonnen werden, so daß der Gedenk. stein bereits im kommenden Frühjahr enthüllt werden kann. Zweifellos trägt dieser Akt der Pietät zu einer Vertiefung der deutsch=italienischen Freundschaft bei. Savoyen, das Stammland des italienischen Königshauses, liegt in den französischen Alpen zwischen Genfer See, Rhone und der Mont Cenis=Gruppe und blickt auf eine reiche geschichtliche Vergangenheit zurück. In der Völkerwanderungszeit siedelte der römische Staatsmann Aetius 443 n. Chr. hier die am Rhein von den Hunnen besiegten Burgunder an. Dieser germanische Stamm gründete dann im Rhonegebiet das Königreich Burgund, das freilich schon 534 dem Fränkischen Reich einverleibt wurde. Mit diesen Zerfall entstand Ende des 9. Jahrhunderts ein neues Burgund, auch Arelat genannt, zu dem auch Savoyen gehörte; es wurde 1032 mit dem Deutschen Reich vereinigt. Zu den Großen von Arelat zählten die Grafen von Savoyen, die mit Graf Humbert I. ihren Aufstieg begannen. Die Dynastie verlegte bald den Schwerpunkt ihrer Hausmacht nach Oberitalien; hier wurde das Fürstentum Piemont ihr Keryland, wenn auch der Gesamtstaat noch bis 1720, als das Haus den Königstitel von Sardinien gewann, den Namen des Herzogtum Savoyen erhielt. Die französischen Revolutionskriege führten schon einmal vorübergehend zur Abtretung des Stammlandes an Frankreich. Endgültig verzichtete das Haus Savoyen darauf, als es die nationale Einigung Italiens durchführen konnte. RWD Bielefeld, 5. Jan. Ein gefährliches Gaunerpaar, das in überaus dreister Weise Diebstähle in Bielefelder Geschäften ausführte, hatte sich in der Person des 36 Jahre alten Hans von Bargen und der 25 Jahre alten Liesbeth Voigt, beide ohne festen Wohnsitz, zu verantworten. Hans und Liesbeth— der Mann ist schwer vorbestraft— strolchten zusammen durch die Weltgeschichte. In Bielefeld suchten sie ein großes Kaufhaus für Damenkonfektion auf, und während Liesbeth in den Anprobierzellen Kleid um Kleid anzog, packte Hans still und heimlich nicht weniger als zehn Damenkleider ein. Dann empfahl man sich mit dem Versprechen, am Nachmittag noch einmal vorbeikommen zu wollen. Man suchte aber inzwischen ein Herrenbekleidungsgeschäft auf. Hans hatte schon mit kaum glaublicher Gewandtheit einen Anzug„billig“ verschwinden lassen, und man wollte nun noch ein Herrenhemd ungesehen einpacken,— da platzte die Bombe. Einer der Verkäufer hatte dem Pärchen auf die Finger gesehen, man holte die Polizei, und der Traum von schönen, billigen Kleidern und Anzügen war aus. Die Strafkammer verurteilte Hans wegen Rückfalldiebstahls zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, während Liesbeth noch einmal mit zehn Monaten Gefängnis davonkam. WOD Siegen, 5. Jan. Bei dem Kreisjägermeister des Dillkreises häuften sich im Frühjahr 1938 die Anzeigen über das Ueberhandnehmen der Wilderer. Die Reihe von Wilderer=Prozessen, in denen das schandbare Treiben der Burschen geahndet werden soll. wurde jetzt vor der Großen Strafkammer in Siegen eingeleitet mit einer Verhandlung gegen drei der Beteiligten. Hauptangeklagter war ein gewisser Walter Moos aus Dillbrecht, der zur Zeit der Tat noch jugendliche Tr. aus Dillbrecht und der E. Petry aus Niederschelden. Moos gab zu, vom Jahre 1930 ab bis zum Frühjahr 1938 fortgesetzt gewildert zu haben. Von den in seiner Wohnung vorgefundenen 40 Rehgehörnen erkannte er allerdings nur ein halbes Dutzend als solche von gewilderten Rehen an. In Wirklichkeit aber hatte der Angeklagte Moos schon im Jahre 1926 zu wildern begonnen. Von dem gewilderten Wildpret gab er dem mitangeklagten Petry einige Male Fleisch ab. Der Angeklagte Tr. war durch den Haupttäter Moos verführt worden. Er erlag schließlich der Jagdleidenschaft und unternahm mit seinem Verführer gemeinsame Jagdzüge. Das Gericht verurteilte Moos zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Der Angeklagte Tr. erhielt eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Gegen Petry mußte das Verfahren eingestellt werden „Gewiß, ich sam ihre schma fühlen. Kalt, a leicht können geben, an sich wichtig: besaß hatte er hier i Ein Privatautt „Nicht, daß Losta war doch „Gewiß“, n zum Beispiel bagen?“ „Ich? Wie k „Durch Zufa schaft mit Her Chaussee.“ Wieder zeig auf ihrem Gesi „Sie sind o Doktor.“ „Nein, eben kann doch nur gen faßt, der de Gewissen hat! klärung zu erle lum nahmen Holsten die Ta hatte? War sie ihn doch an?“ Titania Alvrück und sieht Blick an. Frag das sofort. „Ich weiß r widert die Fra karte mitgenor Ist diese Untei rückzuführen? energisch mit haben Sie üb Verbrechens zu „Direkt hab gibt Geesterka sicht, Ihnen vi Sie hätte sein haltung.“ Immer nod seinem Gesich druck, wird pri „Sie könner ich danke Ihne noch von mir. Geesterkamz Verheugung. an diese geklo draußen, eine Geesterkamp 1dann fällt die Der Page rück, ohne da Jungen nach fragen. Das? Hauptportal Heesterkamp Unterredung läßt den Bau Sir Horac Mann in Decken ein und die W lag. Die b gegenüber schenräum dem Deckh bei Tisch Trotz die Mangel ar Fröhlichkei denken, die eigenen Ei zum Beist haglichen offiziöse G sie um el Viertel zu Am Abkeit bis zu beim Dine ment neb eine Klap Heiterkeit zu tun; a eignet, de Fröhlichke Nach T schaftlich dem Schi Schmelz schlanken widmeter und mit etwas na eigentlich 6. 1. 39 Tägliche Romanzeitung General-Anzeiger voyen n Königshauses rarischen Marmors, der in Deutschland gezeigt u als Material für das len. Mit den Arbeiten en, so daß der Gedenk. rühjahr enthüllt werden Akt der Pietät zu einer sen Freundschaft bei. and des italienischen anzösischen Alpen zwier Mont Cenis=Gruppe hichtliche Vergangenheit rungszeit siedelte der 13 n. Chr. hier die am en Burgunder an. Diedete dann im Rhone, d a s f r e i l i c h s c h o n 5 3 4 ibt wurde. Mit diesen ahrhunderts ein neues zu dem auch Savoyen m Deutschen Reich verelat zählten die Grafen mbert I. ihren Aufstieg gte bald den Schwerseritalien; hier wurde r Keryland, wenn auch , als das Haus den sann, den Namen des Die französischen Revonal vorübergehend zur n Frankreich. Endgültig darauf, als es die natiführen konnte. dland. r 1939 zu erstatten. wird das gesammelte handelsüblichen Preibgeholt. Der Schrottahlschrott, Eisenschrott, lech. daß auch die kleinste ist; ihnen wird bei Nagel nicht entgehen. irch die Tür r Nacht geriet in einer einer Stieftochter und It. Dieser Streit konnte chtet werden. Nachdem die Wirtschaft verlassen in der Nähe gelegenen nen der Stiefvater in zu stellen. Es kam hier rsetzung, in deren Verm gleichen Hause geleige Pistole holte. Um hen, schlossen die BeAbwesenheit des StiefDer Invalide gab nach ssene Tür einen Schuß iter tödlich traf. Der ung nwetterdienstes n Schneesturms sind gesperrt. chl umher... n gefährliches GaunerWeise Diebstähle in hatte sich in der Peron Bargen und der gt. beide ohne festen s und Liesbeth— der - strolchten zusammen ielefeld suchten sie ein ifektion auf, und wähczellen Kleid um Kleid mlich nicht weniger als empfahl man sich mit ig noch einmal vorbeite aber inzwischen ein Hans hatte schon mit einen Anzug„billig“ wollte nun noch ein en,— da platzte die hatte dem Pärchen auf die Polizei, und der Kleidern und Anzügen erurteilte Hans wegen sen Zuchthaus und ind Liesbeth noch einnis davonkam. gewildert dem Kreisjägermeister m Frühjahr 1938 die nehmen der Wilderer. zessen, in denen das geahndet werden soll. strafkammer in Siegen lung gegen drei der var ein gewisser Walzur Zeit der Tat noch und der E. Petry zu, vom Jahre 1930 ortgesetzt gewildert zu nung vorgefundenen 40 dings nur ein halbes serten Rehen an. In eklagte Moos schon im en. Von dem gewildergeklagten Petry einige gte Tr. war durch den den. Er erlag schließlich jahm mit seinem Verdas Gericht verurteilte von zwei Jahren. Der fängnisstrafe von drei das Verfahren einge12. Fortsetzung. „Gewiß, ich verstehe.“ Geesterkamp küßt behutsam ihre schmale Hand, deren Finger sich kalt anfühlen. Kalt, aber fest.„Ich habe zu danken. Vielleicht können Sie mir aber doch eine Auskunft geben, an sich belanglos, unter Umständen aber wichtig: besaß Sennor da Costa einen Wagen? Oder hatte er hier in Hamburg einen zur Verfügung? Ein Privatauto, meine ich?“ Nicht, daß ich wüßte", erwidert Titania.„Da Losta war doch nur einen Tag hier.“ „Gewiß“, nickt Geesterkamp.„Aber Sie selbst zum Beispiel— Sie haben doch einen eigenen Lagen?“ Ich? Wie kommen Sie darauf?“ „Durch Zufall! Durch den Zufall Ihrer Bekanntschaft mit Herrn Holsten— auf der Flottbecker haussee.“ Wieder zeigt sich der rasche Wechsel der Farbe auf ihrem Gesicht. „Sie sind offenbar sehr gut unterrichtet, Herr Doktor.“ „Nein, eben nicht! Auch Ihnen, gnädige Frau, kann doch nur daran liegen, daß man den Schuldigen faßt, der den Tod Ihres Landsmannes auf dem Gewissen hat! Also versuchen Sie doch, uns die Aufklärung zu erleichtern“, drängt Geesterkamp.„Warum nahmen Sie die Speisekarte an sich, auf die Holsten die Taucherausrüstung für Renner skizziert hatte? War sie für da Costa bestimmt? Sie riefen ihn doch an?“ Titania Alvarez weicht langsam einen Schritt zurück und sieht Geesterkamp mit eigentümlich starrem Blick an. Fraglos ist er zu weit gegangen und spürt das sofort. !„Ich weiß wirklich nicht, was Sie meinen?“ erwidert die Frau kalt.„Warum sollte ich die Speisekarte mitgenommen haben? Für da Costa? Wieso? Ist diese Unterstellung etwa auf Herrn Holsten zurückzuführen? Und wenn nicht—“ da Geesterkamp energisch mit dem Kopf geschüttelt hatte—„was haben Sie überhaupt mit der Aufklärung dieses Verbrechens zu tun, wie Sie es eben andeuteten?“ „Direkt habe ich natürlich nichts damit zu tun“, gibt Geesterkamp zu.„Ich kam hierher in der Absicht, Ihnen vielleicht zu ersparen, was bitterer für Sie hätte sein können als diese— private Unterhaltung.“ Immer noch ruhen ihre Augen unverwandt auf seinem Gesicht, nur ändert sich langsam der Ausdruck, wird prüfend, weniger schroff. „Sie können mir nichts ersparen“, sagt sie.„Aber ich danke Ihnen. Wenn es mir möglich ist, hören Sie noch von mir.“ Geesterkamp verabschiedet sich mit einer letzten Verbeugung. Gerade als er die Tür erreicht, wird an diese geklopft, und der Page von vorhin steht draußen, einen Brief in der Hand. Titania, die Geesterkamp sofort gefolgt ist, greift hastig danach, dann fällt die Tür hinter ihr wieder zu. Der Page geleitet Geesterkamp bereitwillig zurück, ohne daß dieser es über sich gewinnt, den Jungen nach der Herkunft des Schreibens auszufragen. Das Theater hat sich inzwischen geleert, das Hauptportal ist bereits verdunkelt und geschlossen. Geesterkamp fällt es jetzt erst auf, wie lange die Unterredung mit der Alvarez gedauert hat. Er verläßt den Bau durch einen Seitenausgang. In eini6/1/87 Abdrucksrecht durch Car! Duncker Verlas Berlig ger Entfernung wartet ein dunkelblauer geschlossener Wagen. Die Freünde gllötzlich beisammen Gegen Mittemnacht langt Geesterkamp beim Polizeipräsidium an. Die hohen Gitterportale sind schon geschlossen. Der nächste Zugang führt durch den Torweg von den Großen Bleichen aus. Geesterkamp grüßt den Pförtner und fragt, ob Kommissar Holler noch oben sei. Auf die bejahende Antwort hin erklärt Geesterkamp, er werde erwartet und wisse den Weg. Das Vorzimmer zu Hollers Kanzlei ist leer, die Tür zu dem Büro aber nur angelehnt, und Geesterkamp hört, wie Holler sich mit jemandem unterhält. Vielleicht telephoniert er. Aber Holler telephoniert nicht, sondern unterhält sich mit Sanders. „Wo kommst du denn her?“ ruft Geesterkamp überrascht und reicht dem Freund die Hand.„Ich denke, du wolltest.. „Hielt's nicht mehr aus“, knurrt Sanders.„Bin losgefahren, mag der alte Seeräuber fluchen, soviel er will.“ „Wer ist das, bitte?“ erkundigt sich Holler interessiert. „Der, von dem ich eben erzählt habe: Gundlach. Also paß mal auf, Walter. Ich habe Holler schon erklärt, was der Alte herausgekriegt hat. Nach seinen Ermittlungen steht nämlich fest, daß in der Nacht Lichtsignale von der Insel gegeben und von See aus beantwortet wurden. Lichtsignale von der Landzunge aus, verstehst du? Und zwar wurde ganz offensichtlich eine Leuchtpistole abgefeuert, kurz vor zwei — wie Gundlachs Gewährsmann angibt.“ „Ach nee?“ murmelt Geesterkamp überrascht und läßt sich auf eine Kante des Schreibtisches nieder, hinter dem Holler sitzt. Er zündet sich eine Zigarette an.„Und dieses Signal wurde von See aus beantwortet? Um zwei Uhr mußte doch unserer Annahme nach der alte Karsten schon tot sein?“ Sanders nickt.„Vermutlich. Bestimmt sogar, wenn man annimmt, daß seine Uhr infolge seines Sturzes stehen geblieben ist.“ Geesterkamp denkt kurz nach und fragt dann Holler, ob er Sanders von den Vorfällen in Rissen bereits unterrichtet habe. Das hatte Holler, und Sanders bemerkt dazu: „Ich werde mich morgen gleich mit Lippert in Verbindung setzen. Wenn nicht alles trügt, hat dieser da Costa genau so einen Schlag auf den Schädel gekriegt wie der alte Karsten. Und bekanntlich spricht ja die Gleichheit in der Ausführung eines Verbrechens...“ In diesem Augenblick läutet das Telephon, und Holler greift zum Hörer. „Ja, schicken Sie ihn'rauf, ich bin noch da“, sagt er. Und dann zu Geesterkamp:„Unser Mann aus Rissen. Du hast übrigens Glück, Walter. Wenn Sanders nicht noch gekommen wäre, wäre ich wohl doch schon abgehauen— und nun kannst du auch gleich hören, was Stange ausgeknobelt hat wegen Fräulein Karsten.“ Bei dieser Bemerkung fährt Sanders herum. „Was ist los? Wegen Tora doch nicht? Walter, hast du..— Walter Geesterkamp zieht wortlos den immer noch sorglich verwahrten Stoffetzen aus der Tasche E MEK VS2 2. Fortsetzung. Sir Horace, so war er zwar Junggeselle, doch ein Mann in den Fünfzigern, der den ganzen Tag in Decken eingehüllt, eine Jägermütze auf dem Kopf und die Whiskyflasche neben sich, auf dem Deckstuhl lag. Die beiden Lords, die Wilkinson Frau Verney gegenüber erwähnt hatte, gingen in großen Zwischenräumen und in entgegengesetzter Richtung auf dem Deck herum und sprachen niemals— auch nicht bei Tisch— ein Wort miteinander. Trotz dieser ziemlich eisigen Atmosphäre war kein Mangel an Fröhlichkeit; das heißt, an organisierter Fröhlichkeit. Offenbar hatte die Schiffsleitung Bedenken, die Fahrgäste, besonders die jüngeren, ihren eigenen Eingebungen zu überlassen. Kaum hatte sich zum Beispiel Fanny mit ihrem Buch in einen behaglichen Winkel gesetzt, so tauchte bestimmt eine offiziöse Gestalt auf und unterrichtete sie davon, daß sie um elf Uhr eine Partie Karten und um drei Viertel zwölf auf Deck Tennis zu spielen habe. Am Abend steigerte sich diese organisierte Lustigkeit bis zu den albernsten Einfällen. Jeden Abend beim Diner entdeckte Fanny ein neues Marterinstrument neben ihrem Teller: eine Papiermütze oder eine Klapper, mit deren Hilfe sie zur allgemeinen Heiterkeit beisteuern sollte. Sie versuchte ihr Bestes zu tun; aber alle diese Dinge schienen ihr eher geeignet, den letzten Funken einer etwa vorhandenen Fröhlichkeit zu ertöten. Nach Tisch wurde getanzt. Fanny tanzte leidenschaftlich gern, und sie hatte anfangs Glück, denn dem Schiffsarzt und dem Zahlmeister hatten es der Schmelz ihrer Gesichtsfarbe und der Reiz ihrer schlanken Gestalt angetan. Gleich nach Lissabon widmeten sie sich dem jungen Mädchen abwechselnd und mit Hingabe. Allerdings ließ dieser Eiser bald etwas nach, und Fanny entdeckte, daß sich die beiden eigentlich nur für Mädchen interessierten, die man leicht küssen konnte. Der Zahlmeister stieß sie übrigens ab, denn er war dick und hatte feuchte Hände. Der Doktor war erträglich. Aber da sie trotz seiner anfänglichen Aufmerksamkeiten recht unbeteiligt blieb, überließ er sie sehr bald dem Wohlwollen der älteren, kränklichen Passagiere und den jungen Schiffsoffizieren. Die letzteren hätten gern öfter mit ihr getanzt; aber bei einer Vergnügungsfahrt gehörte es zu ihren Obliegenheiten, sich den weniger anziehenden Damen zu widmen. Die Zeit verging. Schon war die südamerikanische Küste in Sicht, und Fanny hatte sich damit abgefunden, ein Stiefkind des Glücks zu sein. Der einzige wirkliche Genuß während der Fahrt war die Sonne gewesen, die Fannys Arme gebräunt und ihr jeden Tag mehr Kraft geschenkt hatte. Sie hatte keine nennenswerten Freunde gefunden, ja, sie hatte nicht nur auf die„besseren“ Fahrgäste keinen Eindruck gemacht, sie war nicht einmal von den germgeren bemerkt worden. Wilkinsons Gedanken gingen betrübt in die gleiche Richtung. Nach den üblichen Pflichttänzen dieses Abends beobachtete er Fanny, die in seiner Nähe gemütlich im Deckstuhl lag und las. Einer der Schiffsoffiziere war gerade zu ihr heraufgekommen, offenbar wollte er sie zum Tanz holen. Da sie aber seine Anwesenheit überhaupt nicht zu bemerken schien, wandte er sich einer Dame ihr gegenüber zu, die seine Aufforderung mit Spannung erwartet hatte. Es tat Herrn Wilkinson weh, Fanny so verlassen zu sehen. Was hatte er sich für sie von dieser Reise versprochen!„Es hat keinen Zweck, Rosie“, sagte er niedergeschlagen zu seiner Frau.„Das Mädchen weiß, wie es scheint, gar nicht, worum sich's handelt.“ Frau Wilkinson hob geruhsam ihre Augen vom Strickzeug, blickte auf Fanny, sah ihren Mann an und fuhr fort, ihre Maschen zu zählen. Sie hatte hurtige Finger und einen schwerfälligen Geist.„Ich und hält ihn Sanders hin. Der wird eigentümlich fahl um de Nase herum. „Woher?“ murmelt er. „Kennst du?“ „Natürlich! Aber wie kommt das Zeug hierher?“ „Hab' ich gefunden“, bemerkt Geesterkamp zurückhaltend.„In Rissen draußen— ihr habt nicht allein Beobachtungen mit Lichtsignalen gemacht.“ „Was denn? Was soll das, Walter?“ Sanders' Brauen ziehen sich drohend zusammen.„Laß gefälligst deine dummen Witze.“ Geesterkamp ist ganz froh, daß an der Tür geklopft wird und der Beamte Stange vom Überwachungsdienst eintritt. „Na, was gibt's?“ erkundigt sich Holler nach kurzer Begrüßung. Jn easender Falirt nach Glückstadt „Herr Kommissar, die Dame, auf die das Bild und die Beschreibung paßt und die auch so'n Kleid anhatte wie der Stoff da, ist gestern früh auf der Chaussee nach Glückstadt gesehen worden. Sie fuhr ein wildes Tempo, wie es heißt, und überhaupt...“ „Auf der Chaussee nach Glückstadt?“ Holler und Sanders sagen es gleichzeitig, und Geesterkamp klappt mit der Bemerkung nach: „Sie fuhr? Was denn?“ „So'n offenen Sportwagen“, erklärt Stange und greift in seine Tasche. Aus dem abgegriffenen Merkbuch nimmt er zuerst die Photographie, die Geesterkamp Holler übergeben hatte, und verkündet dann: „H. H. 46310. Der Gendarm hat sich auf alle Fälle die Nummer des Wagens notiert.“ „Wollen wir gleich mal feststellen", murmelt Holler und greift wieder zum Telephon, um sich durch die Hauszentrale mit dem Ressort verbinden zu lassen.“ „Der Gendarm“, wendet sich Sanders unterdes an Stange,„der ist ihr also begegnet. Wie sah denn die Frau aus?“ „Der Gendarm war auf dem Rad und wollte nach Rissen", erklärt Stange.„So gegen drei Uhr früh, war eben hell geworden. Ich habe ihn selbst gesprochen. Der Mann hat Verwandte in Glückstadt und kam— außerdienstlich— von’ner kleinen Feier zurück. Die Frau in dem Wagen fiel ihm auf, weil sie jagte wie der Teufel und weder Hut und Mantel anhatte. Aber so ein Kleid wie das da“, er zeigt auf den Fetzen,„hatte sie ja wohl an, dann rötliches Haar hatte sie, was ihr ganz wild um den Kopf wehte. Und überhaupt... Holler, der den Auftrag gegeben hat, den Besitzer der Nummer womöglich sofort festzustellen, legt den Hörer zurück und hört aufmerksam zu. „Haben Sie dem Gendarmen das Bild gezeigt?“ fragt er jetzt. Stange nickt.„Natürlich! Er meint, daß sie es ganz gut gewesen sein kann.“ „Ganz gut gewesen sein kann“, echot Holler verdrießlich und greift aufs neue zum Fernsprecher. „Glückstadt dringend“, sagt er und legt wieder den Hörer zurück. „Wenn sie es war“, meint Geesterkamp und schüttelt den Kopf.„Was will die Frau in Glückstadt?“ Sanders, der, bisher die Arme auf den Knien, in sich versunken dagesessen hat, atmet tief auf. weiß gar nicht, worum es sich handeln soll“, sagte sie ohne Neugier. „Um Männlein und Weiblein natürlich.“ Seine Gattin strickte mit der Miene eines Buddha zwei Touren ab.„Das hast du bei mir auch einmal gedacht“, bemerkte sie gleichmütig.„Du weißt, was dann mit uns passiert ist.“ „Ich weiß. Und eben das sollte jetzt auch passieren.“ „Für mich war es damals ganz das Richtige. Für die Frauen von heute paßt es vielleicht nicht mehr. Die Zeiten sind anders geworden.“ „Die Zeiten ändern sich nicht, Rosie“, sagte Herr Wilkinson sehr bestimmt.„Wir sind's, die sich ändern. Die Dinge, die zu unserer Zeit richtig waren, sind es heute genau so. All dieses Geschwätz über die neue Jugend ist töricht; sie kommt uns nur deshalb neu vor, weil wir selber alt geworden sind.“ „Dummes Zeug! Ein Skandal ist immer ein Skandal, und ich möchte ihn vermeiden.“ Diese versteckten Anspielungen auf die Vergangenheit bezogen sich auf Vorfälle, die einen entheidenden Einfluß auf das Leben der beiden Wilkinsons ausgeübt hatten. Damals, als Wilkinson seine Rosie zum erstenmal sah, war sie in der gleichen Verfassung und lebte in gleicher Weise hindämmernd wie Fanny. Rosie stammte vom Lande— wie er— aus dem Norden Englands, und die Art, wie sie sich fanden, hätte Frau Verneys Grundsätzen bestimmt nicht entsprochen. Jedenfalls hatten die beiden erst geheiratet, nachdem es ziemlich sicher war, daß Rosie ein Kind bekommen würde. Das war in ihren Kreisen der natürliche Gang der Ereignisse. Landleute heirateten eben nur, wenn ein Kind— ein künftiger Arbeiter— zu erwarten war. Das war der Standpunkt, den sie in dieser Frage einnahmen. Er war logisch und vernünftig, wenn auch der Pfarrer andere Ansichten darüber hatte. Die Heirat vor dem Zusammenleben war in ihren Augen ein Privileg der vermögenden Stände, galt bei den Landleuten sogar als berechnend und unAber bei Wilkinsons kam das erwartete Baby niemals an. Dieses Versagen auf Rosies Seite wog in den Augen ihrer Nachbarn so schwer, daß es nach ihrer Meinung Wilkinson das Recht gegeben hätte, die Frau zu verstoßen und mit einer anderen zu leben, mit einer, die ihre Pflicht tat. Wilkinson tat „Wenn sie es war“, sagt er gedämpft,„dann lebt sie.“ „Das habe ich nicht einen Moment bezweifelt", versetzt Geesterkamp,„seit ich diesen Fetzen auf dem Dach gefunden habe. Und du wolltest durchaus nicht auf mich hören, Hardy.“ „Anstatt nun dankbar zu sein“, knurrt der Kommissar und unterdrückt ein Gähnen.„Sind wohl auch fertig für heute, Stange, was? Oder sonst woae?“ Stange schüttelt den Kopf. „In der Sache ist das alles“, erklärt er.„Aber Inspektor Kluge“— das ist Hollers Kollege vom Überwachungsdienst—„läßt fragen, ob ich morgen auch die Beobachtung eines gewissen Renner übernehmen soll, der in dem Geschäft von Herrn Holsten erwartet wird. Sie führen wohl diesen Fall, Herr Kommissar? Mordsache da Costa, wenn ich nicht irre.“ „Ganz recht“, nickt Holler,„ist denn die Adresse dieses Renner festgestellt worden?“ „Nicht auffindbar“, erklärt Stange.„Inspektor Kluge meint deshalb...“ „Ich weiß. Ich habe darüber mit ihm gesprochen. Nehmen Sie das Geschäftshaus Holsten am Steinhöft ab acht Uhr unter Beobachtung. Danke.“ Kaum hat der Detektiv sich entfernt, schlägt die Glocke leise an. Heller nimmt den Hörer und fragt: „Ja, bitte?“ Geesterkamp und Sanders, die beide aufhorchen, sehen die wachsende Verblüffung in seinen Mienen. „Was? Frau Titania Alvarez? Hotel„Babylon“, jawohl, weiß ich. Ach— nicht als gestohlen gemeldet? So! Was? Wohl aber die Limousine von Holsten? Vor ein paar Stunden erst eingegangen. Aus Blankenese gemeldet? Ja, natürlich, vielleicht sogar sehr! Danke.“ Holler blickt nach Beendigung dieses Gesprächs Geesterkamp fragend an. „Hast du das eben begriffen? Übrigens— was hast du vorhin erreicht?“ Und nun zu Sanders: „Der Wagen, dessen Nummer Stange nannte, gehört der Tänzerin Titania Alvarez, mit der Walter eben eine Unterredung hatte. Außerdem kam heute nachmittag die Meldung aus Blankenese, daß Holstens Limousine von seinem Hause weg verschwunden sei. H. H. 55225. Nun frage ich— was soll man sich da vorstellen?“ „Holstens Limousine?“ wiederholt Geesterkamp. „Ich fresse einen Besen, wenn ich den Wagen nicht vor zwanzig Minuten noch gesehen habe! Kenn' ihn doch! Holsten hat mich darin gestern nach Hause gebracht, du weißt doch, Hardy?“ „Was?“ fährt Richard Holler auf.„Du hast den Wagen gesehen? Wo denn?“ „Ich kann natürlich nicht beschwören, daß er es war“, schränkt Geesterkamp ein,„denn ich habe auf die Nummer nicht geachtet, kannte sie ja auch bis jetzt nicht. Aber als ich aus dem Theater kam, hielt da eine dunkle Limousine vor dem Seitenausgang, und ich nahm ohne weiteres an daß es Holstens Wagen wäre— so ein dunkelroter, dunkelblau abgesetzt, wie auch die Polster sind. Außerdem wurde bei meinem Aufbruch Donna Titania ein Brief überreicht.“ Holler schüttelt den Kopf. Er geht an den Wandschrank und holt seine kleine elektrische Kaffeemaschine. „Das ist nun wieder ziemlich vage, mein Junge. Aber ich gebe zu, daß für dich die Annahme nahe lag, es handle sich um Holstens Auto. Eine dunkelblaue Limousine war es aber bestimmt?“ „Ohne Frage. Ich habe ziemlich genau hingesehen. Da saß auch ein Mann am Steuer, ich dachte, es sei der Chauffeur, der wohl den Brief abgegeben hätte.“ (Fortsetzung folgt.) es nicht. Er hatte Rosie gern und beeilte sich, ihr laut und deutlich zu versichern, daß er gar keine Kinder wolle, obschon er im Herzen nichts inniger vom Himmel begehrte als gesunde und kräftige Zwillinge. Aber der Himmel erhörte seine Gebete nicht. Und da es sinnlos war, ohne Aussicht auf künftige kleine Landwirte— Landwirtschaft zu betreiben, siedelten die Wilkinsons nach London über. Dort lebten sie einige Jahre von der Hand in den Mund. Sie vergaßen ganz, daß sie nie nach London gekommen wären, hätten sie Kinder gehabt; sie betrachteten es damals als einen Segen, keine Kinder zu haben. Während dieser Zeit gewöhnte sich Herr Wilkinson seinen nördlichen Dialekt ab und trat als geborener Londoner auf. Damals legte er auch ein paar Schillinge zurück, die den Grundstock zu seiner späteren Wohlhabenheit bildeten. Als sie vorwärtskamen, sahen sie beide ihre Kinderlosigkeit stillschweigend nicht mehr für einen Segen an; doch niemals erwähnten sie ihre Enttäuschung darüber. Dagegen zankten sie eifrig über Dinge, die ihnen absolut nicht am Herzen lagen. Ihre Kinderlosigkeit war jener Kummer, der sie aneinanderkettete. „Diese törichte weibliche Erziehung ist an allem schuld“, sagte Wilkinson betrübt.„Die Mädchen treten grün und unerfahren und mit unnützen Weisheiten vollgepfropft ins Leben. Ich dachte, Fanny würde aufblühen, wenn ich sie aus der Nähe ihrer Mutter fortnähme— leider habe ich mich geirrt. Das macht die höhere Bildung: die nimmt ihnen die Ursprünglichkeit und gibt ihnen dafür Superklugheit und gekünsteltes Benehmen. Frauen sollten nicht zuviel wissen. Es genügt, wenn sie sich auf den Haushalt verstehen, und je weniger„wohlerzogen“ sie sind, desto besser. Ein Mann kann mit einer Frau nur glücklich sein, wenn er ihr ab und zu einen Stups geben kann— aber einer wirklichen Dame kann man keinen Stups geben.“ Ich glaube, du hast deine Pillen nach dem Essen nicht genommen“, bemerkte seine Frau. (Fortsetzung folgt.) Allerdings „Glauben Sie nicht, daß Reisen alles herausbringt, was in einem steckt?“ „# ja, besonders Seereisen!“ 6. 1. 1939 Aus der Heimat General=Anzeiger 6. 1. 1939 Die Lippe rauscht— Kanal mit Eisschollen BEic 300 00 Beschauliche Betrachtungen am Rande unseres Stromes— Wasser wird zum Element H. K. Lippe und Kanal liegen in unserem Heimatgebiet sehr nahe zusammen, und oft treibt es den Heimischen zu ihnen hin, denn schließlich ist ja doch die Lippe sein Fluß und der Kanal ist ja gerade an seiner Heimat sehr belebt mit Schiffen, die das Spiegelbild wirtschaftlichen Wiederaufstiegs sein sollen. Frau Lippe wird lebensdurstig Doch in diesen Tagen haben Kanal und Lippe beide ein etwas eigentümliches Aeußexe. Sie haben sich in ihrem Aeußeren grundlegend gewanben sich in ihrem Aeußeren grundlegend gewandelt. Die Lippe ist aus ihrem jungfräulichen Stadium in fraulichere Fußstapfen getreten. Nicht plätschert sie mehr als sanftes Flüßchen durch ihr gewohnt trauliches Tal, nicht läßt sie mehr den Schafherden an ihren saftigen Hängen Zeit und Muße zur Ruhe und zur Befriedigung der Freßlust. Frau Lippe strömt geschwollenen Busens einher, und während sie sich sonst wohlig in ihrem Bett streckte und nicht recht wußte, aus ihm herauszukommen, scheint bei ihr wirklich der zweite Lebensfrühling gekommen zu sein. Ihre Wasser rasen dahin, führen Schmutz und Schlamm mit sich, sind ungeduldig in ihrem ganzen Verhalten und setzen, wenn gar noch der Regen dicke Tropfen schickt, die er als kleine Blasen auf dem Wasserspiegel aufsetzt, ein recht anmutiges Gesicht auf. Wir erkennen unsere Lippe gar nicht wieder. Aber doch wußte man vor Zeiten, was man von ihrem„Sanftmut“ zu halten hatte. Man hat ihrem Uebermut rechtzeitig Schranken gesetzt, und die Kissen ihres Bettes wurden recht hoch aufgerichtet, damit sie nur nicht hinausfallen konnte. Wie sehr sich die Dämme der Lippe bewähren, das sehen wir besonders in diesen Tagen, wo sie wieder sehr viel Wasser aus den höheren Gegenden, die sie auf ihrem Lauf passieren muß, mitführt. Von den dem Vieh wohlschmeckenden Weiden auf ihrer Terrasse ist nicht mehr viel geblieben. Heute wühlen hier die Wellen den Sand auf, führen Kadaver toten Wildes mit sich, das sich nicht rechtzeitig genug in Sicherheit bringen konnte, malen phantastische Muster mit Gras und Strauchwerk an den Köpfen der Weideumzäunungen, die eben noch aus dem Wasser herausragen. Und mit Goethe möchte man angesichts solch veränderten Bildes sagen:„Das Wasser rauscht— das Wasser schwoll...“ Hier ist wirklich wieder einmal das Wasser zum Element geworden, dessen vernichtende Wirkung wir bis heute zum Glück noch nicht zu spüren bekommen haben, denn trotz ihres Alters wird sie fähig sein, große Dummheiten zu machen, die uns zum Schaden gereichen könnten. Was sie bis jetzt erreichen konnte und was nicht sonderlich fest verankert war, das hat die Lippe auch mitgerissen, und wer weiß, wieviel Strandgut nicht heute schon aus unserem Heimatbezirk, im Rhein schwimmt oder irgendwo am Unterlauf ausgespieen worden ist. Aus dem zahmen Flüßchen, an dessen eigenartiger Farbigkeit wir uns bisher oft begeisterten und die— so will es scheinen— so recht zum Wesen des westfälischen Menschenschlages paßt, ist ein reißender Strom geworden. Ornamentik auf dem Kanal Wie ein einziges großes Ornament mutet in diesen Tagen der Kanal an. Während noch in der vorigen Woche das Bild vom eingefrorenen Schleppzug in unserer Zeitung erscheinen konnte, ist heute die große Eisfläche gebrochen und in tausende und abertausende von großen und kieinen Eisschollen aufgeteilt, die auch der Schiffahrt noch einiges Kopfzerbrechen machen, denn ganz so einfach und gefahrlos ist es denn doch nicht, sich in diesem Gewirr von Eis einen Weg zu suchen. Und so sah man gestern bereits wieder verschiedene Schlepper und Kähne vor Anker liegen, die wahrscheinlich das„bessere Wetter", das heißt das wirkliche Tauwetter abwarten wollen, weil ihnen eine Fahrt auf vereistem Gewässer doch für Schiff und Mann zu gefahrvoll erscheint. Günstig wirkt sich die Tatsache aus, daß der Kanal ein stehendes Gewässer ist, denn so ist die Wucht des Anpralls von den Schollen weniger unheilbringend als beispielsweise auf dem Rhein. Wer aber in der Woche vor Weihnachten die Gelegenheit wahrgenommen hat, einmal zu Fuß über den Kanal zu spazieren, der wird das im Winter 1938=39 wohl zum letzten Aufn.: 6A.[Karp. Eisschollen„tummeln“ sich auf dem Kanal 1 Vom Niederrhein ins schöne Deutschland Das Reisejahr 1939— Blick in den Kalender der Reichsbahn— Reichsbahn und Landschaft v. D. Annette von Droste=Hülshoff kannte den Rheingold=Zug noch nicht, der über Oberhausen. Dinslaken, Wesel das niederrheinische Land durchraft und vorüber ist, ehe man ihn recht sah. Wieviel bequemer wäre sie gereist damals vor noch nicht hundert Jahren, als sie in einem ihrer Briefe dies Reiseerlebms niederschrieb: „So fühlte ich mich in Freiburg so wenig erschöpft, daß statt Extrapost zu nehmen, ich mich dem Eilwagen anzuvertrauen beschloß, obwohl er Abends abging. Meine Empfehlungen waren zu Ende, aber mein Glück verließ mich auch hier nicht. Ich hatte bis Mitternacht einen Beiwagen ganz für mich allein, dann mußte ich freilich in den allgemeinen Rumpelkasten voll schnarchender Männer und Frauensleute, die brummend und ächzend zusammenrückten als ich mich einschob. Dann fing das Schnarchen wieder un; ich allein war wach bei dieser scheußlichen Bergfahrt und merkte allein, wie den Pferden die Knie oft einbrachen und der Wagen wirklich schon anfing, rückwärts zu rollen. Mein Visavis stieß mich unaufhörlich mit den Knien und die Köpfe meiner Nachbarn baumelten an mir herum, doch gottlob nicht lange. Es war noch stockfinster, als wir mit der Post nach Konstanz zusammentrafen, und siehe da: meine ganze Bagage kugelte und kletterte zum Wagen hinaus und ich Aufn.: H. An Hauptbahnen versieht die Reichsbahn auch den Uebergang von Feldwegen mit Schranken und Bahnwärterposten. Liegen diese Wegübergänge fernab einer Siedlung, so ist für den Bahnwärter und seine Familie ein Bahnwärterhaus dicht neben der Strecke errichtet, in dem Dienstraum und Wohnung vereinigt sind. Mit dem Boden seiner Landschaft verbunden, betreibt der Bahnwärter außerhalb des Dienstes, wirksam unterstützt von seiner Familie Kleintierzucht und einen kleinen Acker- oder Gartenbau. Mag er oft auch in einsamer niederrheinischer Landschaft seine Pflicht erfüllen, so ist auch er durch den rastlosen Betrieb auf den vorbeiführenden Schienensträngen eingeschaltet in den stolzen Berufsstand der Männer vom Flügelrad.(Die Bilder sind dem Deutschen Reichsbahnkalender 1939 entnommen.) Schönheit der Strecke in monderhellter Schneenacht. Aufn.: B. Reh. war wieder frei! frei! und machte mir ein schönes Lager aus Kissen und Mantel, auf dem ich sehr leidlich aushalten konnte bis nach Stockach, wo ich um zehn ankam, gleich Extrapost nahm und in Meersburg die Meinigen noch bei Tisch traf". Wie haben wir es gut! Wir heutigen haben es besser. Uns rumpelt kein Eilwagen mehr durcheinander im dunklen Kasten über schaukelnden Achsen und kuarrenden Rädern, der glänzende Schienenstrang trägt uns wie auf Daunenkissen und während die Kraft des Dampfes oder der elektrische Strom den Zug in sausender Fahrt seinem Reiseziel zujagt, genießen wir in vollen Zügen die Schönheit des vorüberfliegenden Landes. wissen uns in der Hut pflichtgetreuer Männer der Bahn, die Tag und Nacht eine schwere Verantwortung tragen, und empfinden das Reisen als eine Lust wie es kaum eine größere gibt. Eben erst ist ein neues Jahr angebrochen und schon zwickt uns auch neue Reisesehnsucht, unbekannte Ziele locken, und der Plan für die kommende Ferienfahrt nimmt greifbare Formen an. Vom Niederrhein in die Welt. Man muß wieder einmal heraus aus den vier Wänden seiner Wohnung Winkersonne Male getan haben, denn alle Anzeichen lassen darauf schließen, daß ein so ernstlicher Frost wie zum letzten Jahresende wohl kaum noch einmal wiederkommen wird. Allerdings kann man das mit Bestimmtheit ja auch nicht voraussagen, denn auch die Natur hat ihre Launen, und die können manchmal ganz unangenehme Folgen nach sich ziehen! (emerichein bot der Sannar schnell seinen Einzug folgen lassen Es ist, als wolle sich das neue Jahr gleich von seiner hellsten, freundlichsten Seite zeigen, als wollte es den Menschen vor Augen führen, wie nun der große Sonnenwagen wieder leuchtender am Himmel emporsteigt, wie von Tag zu Tag die Herrschaft der Sonne wächst. Jeder Tag schenkt uns ein Stückchen Tageslicht mehr— ein paar Wochen noch. und wir werden bereits spüren, wie die Strahlen der Sonne zu wärmen beginnen. Mit frohen Augen blicken die Menschen in den sonnigen Wintertag. Leuchtend liegt der Sonnenschein über den grauen Häusern der Stadt, und in den Mittagsstunden ist es jetzt an den frostfreien Tagen beinahe frühlingshaft milde. Freilich ist dies gar kein Januar, wie er sein müßte: im Grunde gehörte sich's, daß wir jetzt rechtschaffen Frost hätten und mit roter Nase durch den kalten Tag liefen. Statt dessen wehen linde Lüfte, und man ahnt, daß das„dicke Ende“ noch nachkommt. Am besten haben es alle, die jetzt ihre Winterreise antreten. Lockt nicht jeder Sonnenstrahl unwiderstehlich ins Freie? Sind wir nicht schon froh und glücklich, wenn wir am Wochenende draußen vor der Stadt durch die kleinen winterlichen Gärten wandern oder uns in Wald und Feld erholen können? Wie schön muß das also erst dort sein, in höheren Bergregionen in lachendem Sonnenschein, in der weißen Märchenwelt? Die Sonne des Winters meint es gut. Wenn sie auch vorläufig noch nicht wärmt, so fällt doch jeder ihrer Strahlen in unser Herz und läßt es froher und erwartungsvoller dem Frühling entgegenschlagen. Man sitzt vielleicht daheim, und durch das Fenster huschen die Sonnenstrahlen. Das ganze Zimmer ist für ein paar Stunden des Tages schon fast so hell, als hätten wir Sommer. dg. Die Ste und da zu n „Schwarzen Br. dieser Tage wi hervorging, da Dorsten mit belegt werden daß es sich hi Beirag hinterze der Steuerstraf #den hinterzoger list wieder ein Steuendeklarati inzuschätzen. Ab Hervest=Dors hof einem Heer ten wieder zur noch einmal vo hof verabschiedFahrt zu neuer hier frohe Urlat auf die Zeit. de Sch Hervest=Dorf gestern. gegen Kraftwagen stit licherweise dabZusammenstoß wurde, konnte Der Fahrer des gens soll die S Um den Mo Neunjährige kam zu Tode az. Auf einer Eisbahn in Rhade in der Herrlichkeit Lembeck kam das neunjährige Töchterchen der Familie Schulljann zu Fall und schlug mit dem Kopf so heftig auf das Eis auf. daß es bereits am nächsten Morgen an den Folgen der erlitlenen Verletzungen verschieden ist. Holfterhause nete sich am 2 leicht schlimme Gessenkirchen k der Möbel gel Bocholt. Die weichen für ein weil im aleiche ##entgegen kam. #anderen Ausw ##bahn berab vor ##torradfahrer n nerursachte zier ## über dauerte d den Abendstunk #antreten konnt Eine Fahri zu Verdis„Aida“ Wor läht und seiner Stadt, die Ferne ruft, die Berge im Süden oder das weite brandende Meer. Das Fernweh erwacht, wenn am Bahndamm die Züge vorüberdampfen und der Arm des Signals freie Fahrt ins weite Deutschland weist. Reise ins schöne Deutschland Das Erlebnis der Eisenbahn ist zweifellos zu den formenden Kräften unseres Lebens geworden. Man darf es getrost in den Kreis der Elemente unserer Bildung einbeziehen, denn wir verdanken ihm eine Bereicherung unserer Seele, die größer ist, als wir wissen. Und aus dieser Erkenntnis heraus ist das Reisen im neuen Deutschland zu einer Sache des Volkes geworden. Jeder beutsche Voltsgenosse soll Erholung und Bereicherung auf Reisen durch sein schönes Vaterland gewinnen, ein ideales Ziel von Kdff.,— man denke einmal darüber nach— eine lobens= und dankenswerte Bemühung der deutschen Reichsbahn, die uns das Reisen so angenehm und bequem wie möglich macht. Das Reisen in Wirklichkeit und... in der Reflerion... Man erinnert sich gern und ist d. Allen Dorstener Theaterfreunden wird die Reise zur Duisburger Over. die ihnen am Mittwoch das Erlebnis von Verdis „alda“ brachte, in schöner und nachhaltiger Erinnerung bleiben. Mit diesem Werk vermittelte die Duisburger Bühne eines der Gipfelwerke des italienischen Genius im neunzehnten Jahrhundert. „Aida“ erwuchs aus der Reife der italienischen Musikdramatik, aus der überlegenen Kunstschau des Meisters und dennoch aus einer ungebrochenen Fülle seiner schöpferischen Kraft in Melodie, Charakterzeichnung und großem Menschenerlebnis. Die„Aida“ ist das Musterbeispiel für den Zusammenfluß und die gegenseitige Befruchtung des Nordens und des Südens, südländischer Opernfreude und Beloantokunst und germanischer Zielgebung des musikalischen Dramas. Und auch deshalb steht uns das Werk heute, da der deutschitalienische Kulturaustausch zu einem gemeinsamen Einsatz beider Nationen für die Kultur Europas geführt hat, besonders nahe. In Verdis Schaffen löste der ehrenvolle Auftrag des Khedive nichts weniger als eine Gelegenheitsoper aus. Vielmehr regte er den damals sechsundfünfzigjährigen Meister von Santa Agatha zu einem Drama um die höchsten menschlichen Erlebnisse an. Mit ihm sollte Verdi den Schritt zur künstlerischen Vollendung vollziehen. Wir haben in unserem Blatt bereits gelegentlich der Erstaufführung in Duisburg auf den hohen Wert der Neuinszenierung durch Werner Jacob und die Vorzüge der musikalischen Leitung durch Operndirektor Wilhelm Schleuning hingewiesen. Beiden Künstlern dankte man auch am Mittwoch langanhaltend für das verdichtete musikdramatische Spiel im Rahmen der prunkvollen Bühnenbilder Paul Walters. Für die Hauptpartien waren diesmal zum Teil oft bewährte, zum Teil die aussichtsvollen jungen Sänger angesetzt, die von Generalintendant Dr. Hartmann für den Neuaufbau des Duisburger Opernstiles verpflichtet wurden. Otto von Rohr sang den König, Karl Koßler den heldischen Radames, Dora Zschille ihre rühmlich bekannte Aida, Toni Müller vertrat das starre Staatsprinzip mit dem Oberpriester Ramphis, während Robert Hager den gethiopischen König Amonasro zeichnete. Maria Pahl als Amneris. Annie Finck als Priesterin und Jochen TrojanRegar als Bote, die Chöre Richard Hillenbrands und die von Gertrud Steinweg einstudierten Tänze des Opernballetts hatten an dem herzlichen Beifall, der dieser Aufführung folgte, ebenso verdienten Anteil wie das hingebend musizierende Orchester. K Holsterhause wiederum an 3 Baumkronen Iten Bäumen 1 ##nicht gefaßt we erstörungswu Einhalt gebote alle die Auffor Allgemeinheit gaben können lamten gemacht Jekt sa Holsterhause hausen besteht auf dem Feld Aufgabe für und Gartenbai seine Vertraue für alle Samzu nehmen. jede Lieferung daber muß die gen, um für d * V (Fortsetzun in der Erinner klärt doppelt 6116 Langsamer handel beim Biehmarkt Seht. u gebraust. d verschluckte wurde, lag des Tales er an den chwebenden Strom ver tischen Wa die stolze gang und seinen Ufer sprühender das Revier ist wie ein du aus de scher Land erfüllt dich dir wachi dern geschi Dorsten. Beim gestrigen Viehmarkt waren 250 Schweine aufgetrieben. Es kosteten: 4—6 Wochen alte 16—20 RM., 6—8 Wochen alte 20—26 RM. 8—10 Wochen alte 26—29 RM. 10—12 Wochen alte 29 bis 33 RM. Läuferschweine bis 75 RM. Rinder, Schafe und Pferde waren nicht aufgetrieben. Handel langsam. Viehmärkte und Kirmessen in Dorsten (Fortsetzung auf der nächsten Seite) d. Für 1939 sind 18 Termine für Viehmärkte festgesetzt. Die Markttage sind wie folgt bestimmt: Januar: 5. und 26.: Februar: 16.; März: 9. und 30.: April 27.: Mai: 4. und 25.: Juni: 22.: Juli: 6. und 27.: August: 17.: September: 14. und 28.: Oktober: 12.: November: 2. und 30.: Dezember: 7. Die beiden letzten Märkte sind zugleich Krammärkte, am 30. Novemder findet die Katharinenkirmes und am 7. Dezember die Nitolauskirmes statt. Außerdem ist als Termin für die Pfingstkirmes der 21. Mai vorgesehen (Krammarkt ohne Viehmarkt). Reichsb Verkehr niofoltigste Geleitwort „Deutschen Dorstellung und allen wort„Re schaf““ soll die Natur ##tur und nen Ersch tnven und veränderte sem weiten Beziehung Verkehran Eisenbahn licher und Landschaft eneral=Anzeiger 6. 1. 1939 Aus der Heimat General=Anzeiger 300 000 Mark Steuerstrafe verhängt nne dg. Die Steuerehrlichkeit läßt immer noch hier - Arreefer und da zu wünschen übrig. Am sogenannten R DIE SLADI S. Schwarzen Breit“ im Finanzamt Gladbeck prangte dieser Tage wieder eine Bekanntmachung, aus der ervorging, daß ein Steuerzahler im Unterbezirk dorsten mit einer Steuerstrafe von 300000 Mk. elegt werden mußte. Die Strafe läßt erkennen, aß es sich hier um einen ungewöhnlich hohen Beirag hinterzogener Steuern handeln muß. Neben er Steuerstrafe muß der Steuersünder natürlich den hinterzogenen Betrag nachzahlen. Der Vorfall ist wieder eine ernste Mahnung dafür, bei der Steuerdeklaration vorsichtig zu sein und sich ehrlich inzuschätzen. Beim Schwiegervater einbrechen lassen Dann wollte der Täter nichts abgeben und es kam zum„Krach“. Januar schnell seinem Es ist, als wolle sich ch von seiner hellsten, Is wollte es den Mennun der große Sonr am Himmel empor1g die Herrschaft der enkt uns ein Stückchen Wochen noch. und wir wie die Strahlen der i. Mit frohen Augen i s o n n i g e n W i n t e r t a g. chein über den grauen den Mittagsstunden ist gen beinahe frühlingsgar kein Januar, wie gehörte sich's, daß wir n und mit roter Nase Statt dessen wehen daß das„dicke Ende“ die jetzt ihre Wintereder Sonnenstrahl unid wir nicht schon froh Wochenende draußen inen winterlichen Gärsald und Feld erholen also erst dort sein, in chendem Sonnenschein, meint es gut. Wenn wärmt, so fällt doch ser Herz und läßt es r dem Frühling entielleicht daheim, und e Sonnenstrahlen. Das ar Stunden des Tages wir Sommer. m zu Tode Rhade in der Herrnjährige Töchterchen der all und schlug mit dem auf. daß es bereits am gen der erlitlenen Verrdis„Aida“ Theaterfreunden burger Oper, die rlebnis von Verdis und nachhaltiger Ern Werk vermittelte die r Gipfelwerke des itanzehnten Jahrhundert. Reife der italienischen iberlegenen Kunstschau is einer ungebrochenen raft in Melodie, Chaem Menschenerlebnis. ispiel für den Zusamitige Befruchtung des südländischer Opernnd germanischer Zielramas. Und auch desheute, da der deutschzu einem gemeinsamen die Kultur Europas In Vendis Schaffen des Khedive nichts itsoper aus. Vielmehr idfünfzigjährigen Meieinem Drama um die sse an. Mit ihm sollte istlerischen Vollendung Blatt bereits gelegentDuisburg auf den ierung durch Werner der musikalischen Leiilhelm Schleuning ern dankte man auch für das verdichtete Rahmen der prunkvolWalters. Für die tal zum Teil oft behtsvollen jungen Sänlintendant Dr. Hartdes Duisburger OpernOtto von Rohr sang den heldischen Radae rühmlich bekannte at das starre Staatser Ramphis, während iopischen König Amol als Amneris. Annie Jochen Trojan= re Richard Hillenrud Steinweg einalletts hatten an dem er Aufführung folgte, das hingebend musiK. deim Viehmarkt Viehmarkt waren 250 leten: 4—6 Wochen alte lte 20—26 RM., 8—10 —12 Wochen alte 29 bis 5 RM. Rinder, Schafe rieben. Handel langsam. sessen in Dorsten rmine für Viehmärkte id wie folgt bestimmt: 16.: März: 9. und 30.: Juni: 22.: Juli: 6. und 14. und 28.: Oktober: ezember: 7. Die beiden sammärkte, am 30. Nokirmes und am 7. Deatt. Außerdem ist als der 21. Mai vorgesehen Abschied von Muttern Hervest=Dorsten. Gestern morgen glich unser Bahnhof einem Heerlager. Alle feldarauen Urlauber mußten wieder zurück in ihre Standorte. Sie wurden noch einmal von Eltern und Angehörigen am Bahnhof verabschiedet und traten dann frohgemut die Fahrt zu neuem Militärleben an. Sie alle erlebten hier frohe Urlaubstage und freuten sich dennoch wieder auf die Zeit, da es heißt:„Stillaestanden". Schnell geklärter Unfall * Hervest=Dorsten. Am Gemeindedreieck kam es gestern. gegen 10 Uhr, zu einem Verkehrsunfall. Awei Kraftwagen stießen aufeinander. Eo entstand glücklicherweise dabei nur Sachschaden: Weil der Zusammenstoß von einem Polizeibeamten gesehen wurde. konnte die Schuldfrage schnell geklärt werden. Der Fahrer des aus Richtuna Borken kommenden Wagens soll die Schuld an diesem Zusammenstoß tragen. Um den Motorradler nicht zu gefährden Halfterhausen. Auf der Straße nach Borken ereignete sich am Mittwochmorgen ein Verkehrsunfall, der leicht schlimme Folgen hätten haben können. Ein aus Gessenkirchen kommender Lastwagen mit Anhänger, der Möbel geladen hatte, fuhr in Richtung BorkenBocholt. Die Glätte der Straße erschwerte das Ausweichen für einen entgegenkommenden Lastwagen und weil im aleichen Augenblick auch ein Motorradfahrer entgegen kam. fand der Fahrer des Lastzuges keinen anderen Ausweg. als seinen Wagen von der Fahrbahn berab vor einen Baum zu steuern um den Motorradfahrer nicht zu überfahren. Dieser Entschluß verursachte ziemlichen Sachschaden. Den ganzen Tag über dauerte die Reparatur des Lastzuges, der erst in den Abendstunden wieder die Fahrt nach Gelsenkirchen antreten konnte. Wor läht an Zäumen seine Wut aus? Holslerhausen. In einer der letzten Nächte wurden wiederum an der Zeppelinstraße in Holsterhausen 13 Baumkronen an den vor einigen Jahren angepflanzten Bäumen umaeknickt. Die Täter konnten bisher nicht gefaßt werden. Es handelt sich meistens um die Zerstörungswut halbwüchsiger Burschen, der unbedingt Einhalt geboten werden muß. Es eraeht daher an alle die Aufforderung darauf zu achten daß das der Allgemeinheit dienende Gut nicht zerstört wird. Angaben können bei den Polizei= und Gendarmeriebeamten gemacht werden. Jekt schon Sämlingsbestellungen Holsterhausen. Für die Gartenbesitzer in Holsterhausen besteht schon setzt, wenn auch im Garten und auf dem Feld noch nichts bestellt werden kann. die Aufgabe für kommende Tage vorzusorgen. Der Obstund Gartenbauverein„Herold“ wird in diesen Tagen eine Vertrauensleute durch die Gemeinde schicken, um für alle Samen schon jetzt die Bestellungen entgegen zu nehmen. Es lieat in der Natur der Sache. daß jede Lieferung eine längere Zeit in Anspruch nimmt daber muß die Bestellung unbedinat schon jetzt erfolgen, um für die Zeit des Bedarfs vorrätig zu sein. en0e wurde ein ungewöhnlicher Einbruchsdiebstahl verhandelt, der sich im Hause eines Marler Kötters ereignet hatte. Als die Bauernsamilie eines Abends am Abendtisch saß, stieg der Einbrecher mit einer Leiter in das Schlafzimmer des Bauern Hier erbrach er eine Truhe, aus der er Bargeld und zwei Sparkassenbücher mitnahm. Nach eini gen Tagen fiel der Verdacht auf den Schwieger sohn des Bauern. In der Gerichtsverhandlung wurde nun festge stellt, daß der Einbrecher und der Schwiegersohn tatsächlich-unter einer Decke“ gesteckt haben. Der Schwiegersohn hatte dem Angeklagten von dem Geld des Bauern und von dem Geldversteck erzählt. Beide kamen überein, das Geld durch den Angeklagten zu entwenden und es dann zu teilen. Der Einbruch gelang wunschgemäß, nur verweigerte der Einbrecher dem Schwiegersohn seinen Anteil. Er erklärte, er habe kein Bargeld gesunden, es seien nur Sparkassenbücher vorhanden gewesen. Als die dunkle Angelegenheit offenbar wurde, leugneten zunächst beide, dann beschuldigte einer den anderen. Vor Gericht konnte nicht mehr einwandfrei festgestllt werden, wer der Anstifter zum Einbruchsdiebstahl gewesen ist. Es konnte aver einwandfrei nachgewiesen werden, daß der Angeklagte der Einbrecher gewesen ist. Aus diesem Grunde verurteilte ihn das Gericht zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten. Ge gen den Schwiegersohn zog der Kötter vor Gericht die Anzeige zurück, aus diesem Grunde wurde das Verfahren gegen ihn auf Kosten des Schwiegervaters eingestellt. C Tiefbauarbeiten in Drewer und Hüls Die Achse Marl-Hüls— Josef-Kleine-Straße im Ausbau Marl. Im Zuge des Marler Tiefbauprogramms werden zur Zeit wichtige Kanalisationsarbeiten an der Adolf=Hitler=Straße in Drewer durchgeführt. Infolge der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt werden derartige Projekte noch des öfteren zur Durchführung kommen müssen. Arbeiten, die darauf abzielen, die mangelhaften Abwasierverhältnisse in den neuen Wohngebieten von Grund auf zu ändern und zu bessern. Es ist nur schade, daß die„Achse“ in der Gegend der Wirtschaft„Zum westsälischen Bauer“ ein wenig„vervogen“ ist. Vor wenigen Jahren noch hätte man diesen Zustand ändern können, heute werden wir uns damit aber wohl abfinden müssen. Die Erdarbeiten an dieser Hauptstraße Marks wirken sich für Fußgänger und Fahrer unangenehm aus, zumal auf beiden Seiten der Adolf=Hitler=Straße noch keine Bürgersteige vorhanden sind. Mit der Anlegung des Radfahrweges ist hier wohl ein Streifen Landes dem Fußgänger vorbehalten worden: aber dieser Streifen wurde nicht befestigt und ist jetzt nicht begehbar. Bei dem immer mehr ansteigenden Verkehr auf dieser Straße dürfte die Anlegung von Bürgersteigen aber nur noch eine Frage der Zeit sein. Josef=Kleine=Straße wird ausgebaut Mit der endaültigen Festlegung des Geländes für die Chemischen Werke Hüls Gmbh mußte auch die Hauptzugangsstraße zu diesem großen Werk, die den Namen des ältesten nationalsozialistischen Vorkämpfers im Kreise Recklinghausen trägt, einen modernen Ausbau erfahren. Heute und mehr noch in wenigen Monaten und Jahren wird die Josef=KleineStraße bekanntlich nicht mehr nur eine Wohnstraße sein. sondern sie wird auch den Hauptverkehr zu den Chemischen Werken und ihren Siedlungen aufzunehmen haben. Zur Zeit befindet sich die JosefKleine=Straße, bedinat durch die winterlichen Schwierigkeiten bei allen Bauarbeiten, leider in einem wenig imponierenden Zustand. Ein großer Teil der Straße ist aufgerissen, die erhölt neue Vordsteine und eine neue Packlage. und die Fahrbahn wird asphaltiert. Auf beiden Seiten der Straße werden Radfahrwege(Rich tungsverkehr) und Bürgersteige angebracht, und zwangsläufig wird damit auch eine Umstellung der gesamten elektrischen Leistungsnetze und der Straßenlampen nach städtebaulich neuen Gesichtspunkten erfolgen. Die altmodischen Wandarme an den Holzmasten werden durch moderne Schleuderbeton=Kand=saber aus neuen deutschen Werkstoffen ersetzt. An der Kreuzung der Heyerhoff= mit der Josef=Kleine=Straße wird man dann noch zur Verbesserung der Lichtverhältnisse eine große Straßenüberspannung an. bringen. Da infolge des großen wirtschaftlichen Aufschwunges der Stadt auch die Transformatorenhäuschen nicht mehr den Ansprüchen genügen, ist die Zeche Brassert augenblicklich dabei, eine Vergrößerung und Modermsiecung der gesamten Hochspannungsstation vorzunehmen. Im Interesse der Strombezieher darf in diesem Falle erwartet werden, daß man aus den großen und kleinen Störungen der Vergangenheit gelernt hat und die Elektrizitätsanlagen auf den heutigen Stand der Technik bringt. Es ist jedenfalls mehr Vom Niederrhein ins schöne Deutschland (Fortsetzung von der vorhergehenden Seite) in der Erinnerung. die bekanntlich alles Geschehen verklärt doppelt beglückt. Blick aus dem Abteilfenster Seht, war das nicht damals Stuttgart? Lange lwar man an tiefen rauschenden Waldtälern vorübergebraust, dann heulte die Lok und der dunkle Berg verschluckte den Zug und Reisende. Als es wieder hell wurde. lag plötzlich die Stadt im behaglichen Kessel des Tales vor dem Blick durch das Fenster ausgebreitet, und die Sonne funkelte in den Scheiben der Häu. er an den Hängen ringsum. Oder hast du schon die schwebenden Bogen der großen Brücke über den Strom vergessen und den ersten Anblick des majestätischen Wassers durch ihr eisengespanntes Gitterwerk. die stolze Fahrt der Dampfer im gischtenden Wellenlgana und die Türme und Giebel der alten Stadt an seinen Ufern. Der Fackelschein nächtlicher Feuer und sprühender Eisenlohe von nächtlicher Bahnfahrt durch das Revier ergreift dich immer wieder gewaltig und ist wie ein herbeigesehnter Gruß aus der Heimat, wenn du aus dem blühenden Paradies der Schönheit deutscher Landschaft heimkehrst. Die Erinnerung daran erfüllt dich mit neuer Freude, die Reichsbahn hält sie dir wach in ihrem schönen mit einer Fülle von Bildern geschmückten Kalender für das Jahr 1939. Reichsbahn und Landschaft Verkehremittel und Landschaft sind auf die manniakaltigste Art miteinander verbunden, so ist in seinem Geleitwort zu lesen. Für diesen 13. Jahrgang des „Deutschen Reichsbahn=Kalenders“ wurde daher zur Dorstellung der Beziehung zwischen der Reichsbahn und allen Landschaften Großdeutschlands das Leitwort„Reichsbahn und Landschaft" gewählt.„Landscha“““, soll dabei im weitesten Sinne gefaßt werden: die Natur der Landschaft und ihre Eigenart, ihre Kultur und ihre Kulturdenkmäler, das Volkstum in seinen Erscheinungen in Siedlungsformen. Bauernhaustnnen und Trachten. auch die durch die Zivilisation veränderte Landschaft der Großindustriegebiete. Diesem weiten Sinne entsprechen auch die mannigfaltigen Beziehungen der Landschaft zu den Verkehrswegen und Verkehramitteln. Die erste Entwicklungszeit der Eisenbahnen föllt in eine Zeit rein privatwirtschaftlicher und liberalistischer Denkungsweise, sa. in vielen Landschaften Deutschlands wurden bis in die 80er „SOSR??“ Jahre des vorigen Jahrhundert, in der Ostmark bis in die Nachkriegszeit hinein Eisenbahnen von Privatgesellschaften errichtet oder betrieben, und für den Bau der Strecken und ihre Führung durch die Landschaft waren meist rein privatwirtschaftliche Gesichtspunkte maßgebend. So sind die Schienenwege seltener in jener bewußten und vollendeten Weise dem Landschaftsbild und der Natur eingegliedert worden als heute die im einheitlichen Großdeutschen Reich geschaffenen Reichsautobahnen. Trotzdem ist es vielen Erbauern der Eisenbahnen, ja. besonders unter den schwierigeren Verhältnissen des Mittel= und Hochae birges, gelungen, die Strecken und vor allem die Kunstbauten in Harmonie mit der Landschaft zu bringen. Symbol der Einheit Die Reichsbahn hat aber in ihrem lebendigen Organismus die allerinnigste Beziehung zu der Landschaft, der sie als Verkehrsmittel dient im Personenverkehr. im Güterverkehr, ja, sie ist für die Entwicklung einer Landschaft oft von entscheidender Bedeu tung gewesen. Landschaften von besonderer Schönheit und Eigenart werden durch den Schienenweg dem Besuch des Reisenden erschlossen. Der Güterverkehr auf den Schienenstrecken ist maßgebend für die wirt schaftliche Entwicklung einer Landschaft mit ihrer Industrie, ihrem Gewerbe. ihrer Landwirtschaft. Die Reichsbahn als lebendiges Verkehrsmittel hat unmittelbar Berührung mit dem Volkstum und mit der Besiedlung eines Gebietes. Sie erschließt nicht nur die Natur der Landschaft, sondern auch ihre Kulturstätten und wirkt in ihren Transportleistungen mit für die Kulturschönfungen der neuesten Zeit. Mit ihrem das gesamte Großdeutschland umspannenden Netz ist die Reichsbahn gleichzeitig auch ein Symbol der Einheit aller deutschen Landschaften im Großdeutschen Reich. Außer diesen, dem Leitgedanken gewidmeten Blättern bringt auch dieser Jahrgang wie seine Vorgänger Bild= und Textdarstellungen vom Eisenbahner und seinem Arbeitsfeld. Ausschnitte aus Verkehr und Betrieb der Reichsbahn, aus den Beziehungen der Reichsbahn zu Wirtschaft und Technik. Vor allem aber will der Reichsbahn=Kalender immer wieder darstellen in der Vielheit die Einheit. in der Manniafaltenkeit der Landschaft und der Reichsbahnbezirke. in der Vielseitigkeit des Reichsbahndienstes für Landschaft und Volk das große Deutsche Reich und seine große, einzige und einheitliche Deutsche Reichsbahn als unangenehm, wenn einem privaten Haushalt oder einem Gewerbebetrieb plötzlich der Strom fehlt. Diese Fälle müssen nach und nach auf ein Ninimum beschränkt werden, und bei dem heutigen Stand der Technik ist das durchaus möglich. Kleine Wünsche für zwei Straßen Während früher die Haard das größte Erholungsgebiet war. fährt heute der größte Teil der auswärtigen Besucher Marls zur bekannten Loemühle. Da hier jedoch noch nicht alle Zufahrtsstraßen und Beleuchtungsverhältnisse den Anforderungen entsprechen, dürften einige Verbesserungen am Platze sein Das gilt zum Beispiel für die Scharnhorst= und Lützowstraße in Marl=Hüls, die den Hauptdurchgangsverkehr aus dem Norden und Osten zur Loemühle aufnehmen und beide„reparaturbedürftig“ sind. Die Packlage dieser Straßen ist schlecht. Bordsteine fehlen ganz. und auch die Beleuchtung könnte eine Aufbesserung vertragen. Es ist sicher nur noch eine Frage der Zeit, daß auch diese Straßen einen modernen Ausbau erfahren. Die„Alte Garde“ kommt Die Durchgangsstraße schon besichtigt Polsum. Im Monat Juni wird die Alte Garde des Führers auf ihrer Deutschlandfahrt auch durch den Kreis Recklinghausen kommen. Von Gelsenkirchen aus werden die Getreuen des Führers durch Polsum und Marl nach Haltern am See fahren. An diesem Tage werden Polsum und Marl ein Festkleid anlegen. Die ländliche Gemeinde Polsum hat sich bereits zur Beteiligung an der DAF.=Aktion„Das schöne Dorf“ gemeldet. Im Zuge dieser Aktion soll Polsum schöner werden, und dieses schöne Dorf Polsum hofft dann die Alte Garde würdig begrüßen zu können. Aber auch die Durchgangsstraßen der Stadt Marl(Stadtteile Marl. Hüls und Sinsen) werden dieser Ehrung durch einen würdigen Schmuck gerecht zu werden versuchen. Auf Anordnung des Amtsbürgermeisters Dr. Willeke hat bereits eine Besichtigung der Straßen in der Gemeinde Polsum und in der Stadt Marl durch die verantwortlichen Beamten der Amtsbauverwaltung stattgefunden. Es ist also frühzeitig Vorsorge getroffen worden, um die Durchfahrt der Alten Garde zu einem festlichen Ereignis werden zu lassen. Bauern des Amtes Mar!! Marl. Der Ortsgruppenführer teilt mit: Jeder Bauer und Landwirt hat am Sonntag, in der nunmehr wieder regelmäßig einsetzenden Monatsversammlung, Gelegenheit, einen interessanten Vortrag über das Thema:„Gesunder Boden—, hohe Erträge“. über das ein auswärtiger Redner sprechen wird, zu hören. Im Rahmen dieses Vortrages wird eine Wanderschau gezeigt, die erkrankte Pflanzen=Unkräuter behandelt. Ich hofse und wünsche, daß ich in dieser Monatsversammlung dem Redner, Herrn Windus, durch einen großen Besuch beweisen kann, daß die Marler Angehörigen des Reichsnährstandes, wie immer, großes Interesse an den Wintervorträgen haben. Gemeindearbeiter werden geschult Marl. Gestern sind auch bei der Amtsverwaltung Marl die Arbeiten für die freiwillige Berufsweiterbildung der Gemeindearbeiter der Stadt und der anderen Gemeinden des Amtes Marl aufgenommen worden. Es ist eine Lehr= und Arbeitsgemeinschaft gebildet worden, und die Schulung findet nach dem Willen der Deutschen Arbeitsfront statt. Eröffnet wurden die Vorträge gestern morgen im Bahnhof der Stadt Marl mit einem Vortrag des Amtsoberinspektors Weiler. In dem Kreise der Beteiligten sind die allgemeinen Voraussetzungen der Schulung erläutert worden, wie auch auf den fachlichen und praktischen Wert der Schulung hingewiesen wurde. Die lehrreichen Vorträge zielen darauf hin, den Arbeitern der Stadt und der Gemeinden ihre Tagesarbeit nahezubringen und sie zu befähigen, die Arbeit noch besser als bisher zum Wohle der Volksgemeinschaft zu leisten. Zum Schluß des ersten einleitenden Vortrages wurde die Wichtigkeit auch der kleinsten Aufgabe herausgestellt mit dem Ziel, Freude an der Arbeit und Stolz auf den Beruf zu wecken. Die Schulung findet nach einem festen Plan wöchentlich einmal vorläufig bis zum Monat April statt. v. Neues von der Reichspost. Versetzt ist der Postassistent Rohde von Dorsten nach Jbbenbüren. Recklinghausen. Am 3. Januar, gegen 10.30 Uhr, fuhr auf der Herner Straße in der Nähe der Werkstättenstraße ein Pkw., dessen Nummer und Name vorläufig noch unbekannt ist, ein Pferdefuhrwerk beim Ueberholen an. Hierbei wurde das Pferd verletzt und das Fuhrwerk beschädigt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Kreis Erle hilft weiterhin Die Umgehungsstraße kommi— Besprechung der Grundstücksfragen Erle. Wenn Regierungsassessor Finsterwalder in der denkwürdigen Sitzung der Gemeinde Erle. in der die vollkommene Sanierung bekanntgegeben wurde, in der anschließenden kurzen Diskussion auch auf die Verbreiterung der Hauptdurchgangsstraße einging und dabei auch die Projekte der Bauverwaltung für den Landkreis in der Gemeinde Erle streifte, dachte man mohl kaum on eine schnelle Verwirklichung. Es fanden vor einiger Zeit bereits die Vermessungsarbeiten für die neue Umgehungsstraße statt,„die für ven Verkehr in der Ortschaft selbst eine sehr fühlbare Entlastung mit sich bringen wird. Nunmehr wird über eine Sitzung berichtet, die Kreisausschußverwaltungsdirektor Rumphorst in Erle abgehalten hat und in der der Kreis mit den Grundstücksbesitzern. die sich zur Abgabe eines Stück Landes zum Bau dieser Straße bereit erklären müssen. alle Einzelheiten genau festlegte. Dabei konnte als erfreulich festgestellt werden daß allen Grundbesitzern gleichwertige Länderstreifen angeboten werden konnten. Teilweise ist durch diesen Tausch mancher Bauer noch in die Lage versetzt worden, eine bessere Zuteilung von Land zu seinen bisherigen Besitzungen verzeichnen zu können. Nach der endgültigen Einigung des Kreises mit den Grundbesitzern wird man gewiß bald mit dem Ausbau beginnen können. Kaesfelds Jahresbilanz r. In Raesfeld wurden im vergangenen Jahr 63 Kinder gevoren gegenüber 60 im Jahre 1937. Von diesen Kindern waren 31 Knaben und 32 Mädchen. Ferner wurden in 1938 noch 12 Kinder von Raesfelder Müttern in auswärtigen Kliniken zur Welt gebracht. Eheschließungen wurden 28 vollzogen gegen 18 im Jahre vorher. Sterbefälle ereigneten sich 32. Im Jahre 1937 starben dagegen nur 19 Personen aus Raesfeld. Müllabfuhr im Amt Hervest=Dorsten hd. Wegen des Feiertages„Heilige Dreikönige“ am 6. Januar regelt sich die Müllabfuhr in dieser Woche wie folgt: Der Müll wird in der Innenstadt wie auch im Außenbezirk am Samstag, 7. Januar 1939 abgefahren. Marler Kriegsopfer werden geehrt m. Am nächsten Mittwoch findet um 16 Uhr in den Räumen der Wirtschaft Bromen eine Ehrung der Kriegsopfer statt. Hierzu hat die NSROV.= Kameradschaft Marl alle Kriegerwitwen, Kriegereltern. Kriegermütter und Kriegerväter eingeladen. Im Mittelpunkt des Nachmittags steht die Bewirtung und Unterhaltung der Kriegsopfer. Gasthausangestellte tagen d. Am 13. Januar wird„Am Gemeindedreieck“ ein Vertreter des Kreises zu den Gasthaus=Angestellten sprechen. In dieser Versammlung soll auch die neue Einteilung vorgenommen werden. m. Die Siedlergemeinschaft„Widulind“. Drewer hat am Sonntag um 15 Uhr bei Lechtenböhmer eine wichtige Mitgliederversammlung, an der auch der Gaugruppenleiter Smend(Münster) teilnehmen wird. L. Das Bunte Leben Die Roseninsel im Armelkanal Dr. Guillotin, der als Arzt in Paris um das 1780 sehr bekannt war, hatte sich freilich in den Paris um das I. freilich in den K ahr Op Die Blumendampfer der„Scilly-Inseln GA London. Während jetzt in unseren Breitengraden allenthalben der Schneewind pfeift, blühen um Bishops Ro auf den Scilly=Inseln, 40 Kilometer von der englischen Küste entfernt, die Rosen. Mitten im Winter vollzieht die Natur hier eines ihrer Wunder, dessen Entdeckung den Bewohnern von fünf Eilanden eine konkurrenzlose Existenz verschaffte. In zweifacher Hinsicht ist Bishops Rock berühmt geworden. Einmal ist dieses äußerste Felsenriff der Scilly=Inseln, auf dem sich ein mächtiger Leuchtturm erhebt, der technische End= und Ausgangspunkt für transatlantische Rekordfahrten Die Strecke, auf der die Riesen der Meere um das Blaue Band kämpfen. führt von Bishops Rock am westlichen Ausgang des Aermelkanals bis zum Ambrose=Leuchtschiff an der amerikanischen Küste. Hat ein Ozeandampfer Bishops Rock passiert, kann er seine Maschinen bis zum AmbroseLeuchtschiff mit voller Kraft laufen lassen. In dem Duell, das in letzter Zeit die englische„Queen Mary“ mit der französischen:„Normandie" um das Blaue Band des englischen Ozeans ausfocht, ist Bishops Rock immer wieder erwähnt worden. So kann man den sichtbaren Leuchtturm, der den Reisenden aus Amerika den europäischen Kontinent ankündigt, als das Zielband einer klassischen Rennstrecke bezeichnen. Der Führer hat sich entschlossen, von seinem im deutsch-englischen Flottenvertrag niedergelegten Recht Gebrauch zu machen, die Zahl der deutschen U-Boote zu erhöhen. Die entsprechenden Verhandlungen wurden dieser Tage zwischen Sachverständigen der deutschen und der britischen Marine in Berlin geführt. Unser Bild zeigt die U-Boot-Flottille„Weddingen“ bei einem Flottenbesuch in Swinemünde. Die zweite Eigenart von Bishops Rock aber sind die Rosen, die im Winter blühen. Der Golfstrom ist es, der diesen kleinen Scherz der Natur verursacht. Dieser geheimnisvolle warme Strom, ohne dessen Wirkungen die nördlichen Teile Europas unbewohnbar wären, schlängelt sich zwischen den Scilly=Inseln hindurch. So kommt es, daß auf diesen Eilanden das Thermometer nie unter 10 Grad Wärme sinkt, obgleich die Scillis beispielsweise auf gleicher Höhe wie das eisstarrende Neufundland liegen. Von den 200 Inselchen sind nur die fünf größten, nämlich St. Mary, Tresco, St. Martin, St. Agnes und Bryther, bewohnt Es dauerte lange, bis die Fischer der Scilliy=Inseln auf den Gedanken kamen, sich das Wunder des Golfstromes zunutzezumachen. Ein einfallsreicher Kopf war Musterehe des Scheidungsrichters Eine Heirat, die in Amerika Autsehen erregt GA Neuyork Selten hat man in der Neuyorker Gesellschaft den Verlauf einer Ehe mit größerer Spannung erwartet, als im Falle des Richters Juvenal Marchiso, der dieser Tage die 22jährige Miß Lawrence zum Traualtar führte. Die Aufmerksamkeit, die man dieser Heirat schenkte— annähernd hundert Reporter und Photographen waren auf dem Standesamt erschienen— hat ihre ganz besonderen Gründe. Mr. Marchiso ist nämlich der bekannteste Scheidungsrichter des Staates Neuyork. Er verheiratete sich am nämlichen Tage, an dem er die 3500. Ehe trennte, deren Scheidung bei ihm beantragt worden war. Man hätte darauf geschworen, daß Richter Marchiso auf Grund seiner gesammelten Erfahrungen Junggeselle bleiben werde. Umso überraschter war die Oeffentlichkeit über seine Ankündigung, daß er gerade auf Grund seiner Erfahrungen als Scheidungsrichter sich entschlossen habe, zu heiraten und der Welt zu zeigen, wie man eine Musterehe führt.„Ich weiß ja nun ganz genau“, erklärt der Scheidungsrichter den Reportern auf dem Standesamt,„wie man es nicht macht. Und als ich mich mit Miß Lawrence verlobte, stellte ich erst die Bedingung, daß sie zuvor einen Blick in die Akten der 3500 Ehen werfen müsse, die ich bis heute geschieden habe. So hat auch sie sich ein umfassendes Bild über die hunderterlei kleinen Ursachen machen können, die das eheliche Glück bedrohen. Schade, daß man dieses Material nicht der ganzen Welt zugänglich machen kann. Ich möchte darauf schwören, daß die Scheidungsgerichte dann kaum mehr etwas zu tun hätten.“ Meist seien es nur Kleinigkeiten, häufig sogar ausgesprochene Lächerlichkeiten, die den Anlaß zur Zerrüttung einer Ehe geben, erklärte Mr. Marchiso, der sich seit 15 Jahren mit den ehelichen Sorgen der anderen beschäftigt. Er habe es wiederholt erlebt, daß beispielsweise ein auffallender Damenhut, eine kleine Meinungsverschiedenheit über ein Kinostück, eine Grammophonplatte, deren häufige Wiederholung auf die Nerven geht, ein zu stark gewürztes Gulasch oder ein verlegter Kragenknopf zu Steinen des Anstoßes geworden seien, aus denen dann plötzlich die berühmte gegenseitige„unüberwindliche Abneigung" entstand, weil jeder der beiden Ehepartner sich auf seine Ansicht versteifte, ohne auf den anderen ein wenig einzugehen. „Ich habe Ehen getrennt“, sagte der Richter im Hochzeitsfrack,„weil ein Mann sein Auto blau lackieren ließ, weil sich eine Frau nicht von ihrem Papagei trennen wollte oder weil sie auf die Briefmarkensammlung ihres Gatten eifersüchtig war. Natürlich hat man diese Dinge nicht als Scheidungsgrund angegeben, aber sie erwiesen sich im Verlaufe des Prozesses als die eigentlichen Ursachen. Und nachdem es einmal so weit gekommen war, daß man sich vor Gericht gegenüberstand, begann man sich wirklich zu hassen...“ Gerade weil Richter Marchiso auf Grund seiner Tätigkeit die verborgensten und absonderlichsten Regungen der menschlichen Seele so genau zu kennen glaubt, ist er sicher, eine vorbildliche und garantiert glückliche Ehe führen zu können. Freilich— Theorie und Praxis sind zweierlei Dinge. Und darum wartet Neuyork mit besonderer Spannung auf den Verlauf dieser Ehe, die unter so ungewöhnlichen Voraussetzungen geschlossen wurde. Die falsche Adresse Pell dir einen Pfirsich! Modetänze lösen einander oft sehr schnell ab. aber daß das sinnlose Gehopse der oben erwahnten„Tänze“ noch überboten werden kann, zeigt unser Bild.„Peelingthe peach“, das heißt„Pell dir einen Pfirsich“ ist der Name eines neuen, in Neuyork schnell beliebt gewordenen Tanzes, bei demdie Teilnehmer ihre seltsamnen Sprünge und Schritte barfuß machen. Schuhe und Strümpfe müssen am Eingang des Ballsaales abgegeben werden es; der begann, um Bishops Rock herum im Winter Rosen zu züchten. Und siehe da— das Experiment gelang in überraschendem Maße. Heute sind die ScillyInseln der Rosenlieferant von London und verfrachten während jeden Winters hunderte von Tonnen duftender Blumenpracht nach der britischen Hauptstadt. In London aber wurde eine eigene Rosenimportgesellschaft gegründet, die sich ausschließlich mit der Einfuhr der Winterrosen von den Scilly=Inseln beschäftigt. Alle 1700 Bewohner der Inselgruppe sind an diesem Geschäft beteiligt. Nicht weniger als 200 verschiedene Rosensorten werden auf den Scillys gezüchtet Vom Dezember bis zum Juni sind groß und klein, alt und jung mit dem Pflücken, Verpacken und Verschiffen der Blumen beschäftigt. Sie werden mit eigenen „Rosendampsern“ bis an die Küste von Corn wall gebracht und reisen von dort aus mit einem Spezialzug, dem„Blumenexpreß" nach London weiter. Uebrigens wachsen auf der Insel Tresco, der zweitgrößten der Scillys, auch Palmen und Agaven, ein Beweis, wie sehr der Golfstrom das Klima beeinflußt. Eine Insel mit tropischer Vegetation mitten im Aermelkanal— das ist ein überraschender Beitrag zu dem Buch, das man mit dem Titel„Treppenwitze der. Natur“ versehen könnte. gesetzt, für die zahlreichen Enthauptungen, die damalz in Paris stattfanden, ein einfaches Mittel zu finden Als dann die französische Revolution ausbrach, erinnerte man sich an einen Vorschlag, den Ignace Guil. letin in der Kammer, der er angehörte, eingebrach hatte. Hier aber war bereits bekannt, daß eigentlich ein gewisser Schmidt, ein Deutscher, unter Anlehnung an einen italienischen Verbesserungsvorschlag eine Maschine gebaut hatte, die genau den Zeichnungen des Ignace Guillotin entsprach, wobei sich nachträglich nicht mehr feststellen ließ, ob nun zuerst die Zeichnung des Ignace Guillotin oder das Modell des Deutschen Schmidt vorhanden war. Reich Rosenb# Als Guillotin später erlebte, daß durch, die von ihm vorgeschlagene und verbesserte Maschine Tausende von Menschen, darunter viele Unschuldige und Harmlose ihr Leben verloren, packte ihn die Verzweiflung. Ei## klagte die Regierung des Massenmordes an. Er hatte Glück, daß man ihn für wahnsinnig erklärte. Er lande#### Die Bedeutun alsozialistischen durch unterstric nd kulturellen So wiro der Be schauliche Aus osenberg, den des Volke ort ergreifen. ird im Kuppel er die nationa ng des RSRL. Niederrt Zwischenrun Der Wettbew in tim Hm Stem zin### stengg#r landgleßhaften um d also nur für einige Jahre hinter den Gittern— bie# 1...—— zu dem Augenblick, als die Revolution ihre eigener Kinder gefressen hatte und das blutige Spiel zu Ende war. Schlangenfraß ar mit den vit. Das Reich mpfpaarungen age Schle Sach Mitt Guillotin war es nicht! Einigen Pariser Blättern ist von einem gewissen Jean Guillotin ein Schreiben zugegangen, in dem dieser die Schriftleitungen bittet, doch in Zukunft nicht mehr das berühmte Instrument für die Hinrichtungen als„Guillotine“ zu bezeichnen, sondern einen anderen Namen zu finden. Er spreche im Namen aller Mitglieder der Familie Guillotin, die in Frankreich sehr stark verbreitet ist. Er glaube um so eher ein Recht zu dieser Bitte zu haben, als nachweisbar sein Ahn gar nicht der Erfinder dieser berühmten Maschine war. Zwar hat man schon früher dem Dr. Ignace Guillotin den„Ruhm“ streitig gemacht, die berühmteste Mordmaschine der Welt erfunden zu haben, doch die Historiker waren sich da nicht ganz einig. Behauptung stand gegen Behauptung. Erst jetzt trägt man die entsprechenden historischen Beweise zusammen. Daraus ergibt sich allerdings wirklich, daß Dr. Guillotin sich nur auf eine alte Konstruktion stützte, die schon mehr als 100 Jahre vorher angewandt wurde. Diese Konstruktion galt allerdings nur als Hinrichtungsmittel in einigen wenigen französischen Provinzen, die außerdem sehr weit abseits von der großen Welt und von der Hauptstadt an der Seine lagen. Während im allgemeinen die Fütterungen in Zoa# logischen Gärten und Aquarien öffentlich vorgenommen werden, füttert man die großen und auch viele kleinere Schlangen meist während der Abwesenheit des Publikums, da der Anblick dieses Vorganges sich häufig als zu aufregend erwies und Zuschauer hysterische Anfälle erlitten, während die Schlangen sich auf ihre Beute stürzten und sie verschlangen. Giftschlangen verzehrten ihre Beute meist, indem sie ihnen zuerst einen Biß versetzten, dann den Tod abwarten und sie dann erst hinunterwürgen. Dies großen Schlangenarten pflegen im allgemeinen zuerst ihre Beute zu erdrücken und sie sich darauf einzuverleiben. Oft aber auch, wohl wenn der Appetit besonders groß ist, beginnen die Schle das noch lebende Opfer zu verschlingen, trotzdeme# nen natür lich besonders viel Umstände macht. Trotzdem die Schlangen im gefangenen Zustande ein recht geruhsames Leben führen, ist ihr Appetit nicht gerade klein zu nennen. So berichtet ein Tiergarten in Indien: Die Spiele orten der zuerst Be Rote Cen Belgiens Fu ampf gegen: I bestens gerüst nion St. 6 ouges, die iel gegen die annschaft von onnen wurde. Im allgemein egier sehr rließ der Bee r auch einige chte Voorh er in der zwei ond Brain änzenden techn rch seine ner ie belgische M ringer Veränd Eine Python=Schlange von 7 Meter Länge verzehrte innerhalb eines Jahres bei viermaliger Häutung 100 Hühner, 4 kleinere Beuteltiere, ein Känguruh und einen Hund. Eine Riesenschlange von 5 Meter Länges m###“. fraß in gleicher Zeit 54 Hühner, 2 Bandikute#nd erwarten 2 Hunde, 2 Meerschweinchen, 1 Taube und 2 Beuteltiere. Eine Kobra nahm in gleicher Zeit 55 Ratten und 50 Frösche zu sich. stand i Herr Celestin stand frisch rasiert vor seinem Toilettenspiegel und brachte sein Gesicht dicht an das Spiegelglas. Sein Beschluß, einen tüchtigen Hautspezialisten zu konsultieren, war gefaßt. Aber noch war der Schritt nicht getan und tief in seinem Inneren lebte noch ein Fünkchen Hoffnung, daß es nicht nötig sein würde. Zum letzten Male erwartete er das Wunder. Er bog die beiden losen Seitenflügel des Spiegels zu sich heran und in dem so geformten dreiwändigen Raum erschienen plötzlich drei Herren Celestin, einer en face und zwei im Profil. Ach, und es ließ sich nicht verbergen und verhehlen— die rosige Stirn war weit bis unter die den Scheitel hindurch sichtbar, von welcher Seite man sie auch betrachtete. Herr Celestin seufzte tief auf und fühlte sich kahl in jedem Sinne des Wortes. Von tiefer Schwermut erfüllt gab er seinem äußeren Menschen den letzten Schneid und lieh von seinen Haaren was noch zu leihen war: für die rechte Seite von links und dann umgekehrt. Es war für das Selbstbewußtsein des stattlichen Junggesellen ein schwerer Gang, dieser Gang zum Arzt seiner Haare wegen, ein Gang, der das Eingeständnis des Aelter=Werdens bedeutete. Herr Celestin trat seinen schweren Weg an. Bald stand er vor dem Hause des Arztes und drückte mutig auf die Klingel. Dann saß er auf dem Kanapee des bedrückenden Wartezimmers. Nur eine Patientin mit verbundenem Kinn war noch da, bald wurde sie in die geheimnisvoll geöffnete Tür des Sprechzimmers gebeten. Herr Celestin war allein. Und in diesem téte=à-téte mit sich selbst wiederholte er nochmals die Szene, die er sogleich spielen mußte. Ernst und doch etwas humoristisch wollte er die Angelegenheit anfangen, nicht zugeben, wie wichtig sie für ihn war... Da verließ die Patientin mit einem frischen Verband das Sprechzimmer und er wurde hineingerufen. Eine robuste Gestalt trat in dem großen von Weiße ind Licht strahlenden Zimmer auf ihn zu. Herr Celestin zwinkerte mit den Augen, sein Mund verzog sich, er blinzelte noch einmal, dann ließ er alle Würde fahren und brach in ein schallendes Gelächter aus. Unbezähmbar lachte er, geradezu unmanierlich, aber fassungslos. „Doktor!“ sagte Celestin endlich und rang mühsam nach Atem.„Verzeihen Sie,— aber ich glaube, ich bin an der falschen Adresse... Ich dachte— ich suchte ein Mittel für den Haarwuchs, aber ich sehe— ich sehe...“ Und über dem nun auch lachenden Gesicht des Arztes glänzte ein Schädel wie eine Stopfkugel so rund und glatt, in dessen polierter Oberfläche sich auch nicht das kleinste Härchen zu spiegeln versuchte... Im national hon seit einige ört nur sehr u lokale Vera San Se ationalspo Rannschaft von lastian stottg bit 4:1 gewanr Tor der Nat lora stand, de die Heimat soch verschieden bidiger Ciria kufer Munoz und Olipare en Zamora en spanischen köln und 193 ind spielten. Iinnl Hände hoch! in Hongkong Waffentragen ist in Hongkong nicht erlaubt. Besucher, die die Grenze zwischen dem britischen Hongkong und chinesischem Gebiet überschreiten wollen, werden von indischen Soldaten auf Waffen untersucht. Schwere Stacheldrahtverhaue sollen verhindern, daß vor den Japanern flüchtende Chinesen auf britisches Gebiet übertreten. Weitbild. Der verein innland ur p. Juli in He en Finnen zu e Olympischen erhältnisse in lympische heinlich, daß mateurspielern Gauehre Aus dem Kr müdlichem Fle dungen einge elir Linne hkeit heraus. Usports, in S erlin=Kur ann außero htbares Zeiche auführer. aust dem! auehrenbrief rfahrungen de in zur Verfüg Niede Nachwu Seit den nie Solingen ste dentlich günst r Niederrhein ark antreten iergaukampf inmehr eine is folgenden angerfeld), S #ich, Nigge angerfeld), V ssen=Steele). annschaft wir eidungsturnen üsseldorf), M ssen) hinzugeSchwager Postillon Im Sehnee Der örste Postschlitten ist da. Auf einer der ersten Linien, die die Reichspost wieder mit Postkutschen befährt, wurde ein neuer Postschlitten, bisher der einzige, in Dienst gestellt, Te. m Dienst gestellt, damit auch während der Wintermonate die Fahrten durchgeführt werden können. Am Neujahrstage trat von Eibenstock im Erzgebirge dieser neue Postschlitten seine erste Fahrt durch die tief verschneiten Wälder bis in das Gebiet jenseits der elten Reichsgrenze en Litell Da die Gew i Eiskunstkau Wachenende ortführe rsorglich abg in 5 t in Paris um das Jahr sich freilich in den Kop sthauptungen, die damal; ifaches Mittel zu finden Revolution ausbrach, errschlag, den Ignace Guil. r angehörte, eingebrach bekannt, daß eigentlich utscher, unter Anlehnung besserungsvorschlag eine genau den Zeichnungen h, wobei sich nachträglich nun zuerst die Zeichnung as Modell des Deutschen e, daß durch, die von ihm Maschine Tausende von tschuldige und Harmlose on die Verzweiflung. Er issenmordes an. Er hatte sinnig erklärte. Er landere inter den Gittern— bis Revolution ihre eigener is blutige Spiel zu Ende entraß die Fütterungen in Zooquarien öffentlich vor# jan die großen und auch st während der Abwesen Anblick dieses Vorganges d erwies und Zuschauer während die Schlangen## und sie verschlangen. ihre Beute meist, indem versetzten, dann den Tod## st hinunterwürgen. Dies en im allgemeinen zuersit d sie sich darauf einzuwohl wenn der Appeti die Schle das noch trotzdem e nen natürmacht. im gefangenen Zustande führen, ist ihr Appetit So berichtet ein Tieron 7 Meter Länge verbei viermaliger Häutung Atiere, ein Känguruh und ange von 5 Meter Länge Hühner, 2 Bandikuts. 1 Taube und 2 Beutelgleicher Zeit 55 Ratten 1. 39 GA-Sport vom Tage zwischen dem brien von indischen erhindern, daß vor Weitbild. chspost wieder mit in Dienst gestellt, können. Am Neuseine erste Fahrt Reichsgrenze an Reichslagung des uske Rosenberg und Henlein sprechen Die Bedeutung der ersten Reichstagung des Natioalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen wird ###adurch unterstrichen, daß Männer des parteipolitischen und kulturellen Lebens das Wort ergreifen werden. o wird der Beauftragte des Führers für die welt#schauliche Ausrichtung und Erziehung, Reichsleiter osenberg, sprechen. Zum Thema der„Turnden des Volkes" wird Konrad Henlein das ort ergreifen. Der Reichssportführer selbst ird im Kuppelsaal mit einer richtungweisenden Rede er die nationalsozialistische Aufgabe und Verpflichng des RSRL. die Tagung am 13. Januar eröffnen. Niederrhein muß nach Bayern Zwischenrunde um den Reichsbund-Dokal Der Wettbewerb der Fußball=GaumeisterS#haften um den Reichsbundpokal wird am 22. Ja##ar mit den vier Spielen der Zwischenrunde sortgeDas Reichsfachamt Fußball gibt folgende mpfpaarungen bekannt: Bayern: Niederrhein. Schlesien: Ostmark. Sachsen: Ostpreußen. Mitte: Württemberg. — Die Spiele werden in noch bekanntzugebenden Orten der zuerst genannten Gaue veranstaltet. Belgien gut gerüstet Rote Ceufel schlugen Crystal Palace Belgiens Fußballer wollen für den Länderampf gegen Deutschland am 29. Januar in Brüsl bestens gerüstet sein. Auf dem vereisten Platze von nion St. Gilloise trugen die Diables ouges, die belgischen Roten Teufel, ein Abendiel gegen die drittklassige englische Berufsspielerannschaft von Crystal Palace aus, das 5:4(3:2) geonnen wurde. Im allgemeinen war man mit den Leistungen der elgier sehr zufrieden. Einen guten Eindruck hinrließ der Beerschot=Mittelstürmer Isemborghs, r auch einige der fünf Tore erzielte. Auch der Halbchte Voorhoof lieferte eine gute Partie, ließ er in der zweiten Spielhälfte nach, während Rayond Braine zwar wiederholv Proben seines änzenden technischen Könnens zeigte, aber ebenso oft rch seine nervöse Unbeherrschtheit Unruhe stiftete. ie belgische Mannschaft, die man in wahrscheinlich ringer Veränderung für den Kampf gegen Deutschnd erwarten dars, stand wie folgt: De Readt; averick, Smellinax; van Alphen, Styen, Paul Henry; Winnepenninckx, Vooroof, Isemborghs, Braine, van den ynde. Ricardo Jamora... stand im nationalspanischen Cor Im nationalen Spanien ist der Sportbetrieb zwar hon seit einiger Zeit wieder im Gange, aber man ört nur sehr wenig davon, weil es sich zumeist nur lokale Veranstaltungen handelt. Dieser Tage hat San Sebastian ein Uebungsspiel einer ationalspanischen Fußballelf gegen die Rannschaft von Royal Sociedad San Selastian stattgefunden, das die Nationalmannschaft bit 4:1 gewann. Das interessanteste dabei war, daß n Tor der Nationalelf der berühmte Ricardo Zalora stand, der also nach langen Irrfahrten wieder die Heimat zurückgefunden hat. Auch sonst wirkten soch verschiedene bekanntere Spieler mit, so die Vereidiger Ciriaco und Quincoces, der Außenkufer Munoz, sowie die Stürmer Gorostiza und Olivares. Von den genannten Spielern stanen Zamora, Quincoces und Gorostiza in en spanischen Nationalmannschaften, die 1935 in köln und 1936 in Barcelona gegen Deutschind spielten. Finnland: Italien Ende Juli Der vereinbarte Fußball=Länderkampf zwischen innland und Italien wird wahrscheinlich am Juli in Helsinki ausgetragen. Das Spiel dient en Finnen zur Vorbereitung ihrer Mannschaft auf ke Olympischen Spiele, und die Italiener wollen die erhältnisse in Helsinki ebenfalls im Hinblick auf das slympische Turnier studieren So ist es wahrheinlich, daß sich Italien grundsätzlich auf eine aus mateurspielern zusammengestellte Mannschaft stützt. Gauehrenbrief für Felix Linnemann Aus dem Kreis der Sportpioniere, die sich mit unmüdlichem Fleiß und Erfolg für die deutschen Leibesdungen eingesetzt haven, ragt Oberregierungsrat elix Linnemann als besonders starke Persönhkeit heraus. Als Organisator des deutschen FußUsports, in Sonderheit in Berlin und im Gaugebiet erlin=Kurmark, hat sich Felix Linneann außerordentliche Verdienste erworben. Als tbares Zeichen des Dankes und der Verehrung hat auführer. SS=Brigadeführer Breitaust dem Reichsfachamtsleiter für Fußball den quehrenbrief mit der Bitte überreicht, seine reichen rfahrungen dem Gau Berlin=Kurmarkt auch weitern zur Verfügung zu stellen. Niederrhein-Kernmannschaft Nachwuchsturner in der Gauriege Seit den niederrheinischen Gerät=Gaumeisterschaften Solingen steht fest, daß sich der Nachwuchs außer: dentlich günstig entwickelt hat. Am 12. März muß r Niederrhein in M.=Gladbach gegen den Gau Nordark antreten und am 7. April findet in Essen ein tergaukampf statt. Die zuständigen Männer haben inmehr eine Kernmannschaft gebildet, die sich is folgenden Turnern zusammensetzt: Sandrock angerfeld), Sich(Düsseldorf). Schneider, ullch. Niage(alle Remscheid=Hasten), Beamann angerfeld), Volk(Essen=Altendorf) und Walter Essen=Steele). Die endgültige Bestätigung dieser Kannschaft wird noch von einem besonderen AusBeidungsturnen abhängen, zu dem Seligmann WDüsseldorf), Müller(Wuppertal) und Fleckhaus Essen) hinzugezogen werden. Citelkampf ohne Felix Kaspar Da die Gewähr für ein Antreten des Weltmeisters Eiskunstlauf Felix Kaspar bei den Titelkämpfen in Wachenende nicht gegeben ist, hat der Reichssportführer verfügt, daß die von seinem Verein vorsorglich abgegebene Meldung gestrichen wird. Das Gespenst der Terminnot Werden die Meister der einzelnen Gaue rechtzeitig ermittelt? Nach der Jahreswende nähern sich die Meisterschaftssviele in unsern volkstümlichsten Ballspielarten Fußball, Handball und Hockey dem Höhepunkt, denn jetzt geht es mit Riesenschritten den Entscheidungen entgegen. Allerdings sieht es nicht sehr rosig um die Termine der nächsten Sonntage aus, zumal die Winterwitterung die Durchführung der Punktekämpfe stark in Frage stellt. Obendrein sind die Wettervoraussagen für die nächste Zeit nicht die besten und leider muß man dabei auf neue Ausfälle rechnen. Das Gespens. der Terminnot macht sich wieder einmal bedrohlich bemerkbar. Recht stark gefährdet erscheint der Spielplan der Fußballer. Die Termine der Gaugruppenspiele, die am 2. April beginnen sollen, sind bereits festgelegt. Bis zum März stehen zwar noch insgesamt 12 Spieltage zur Verfügung, doch nur unter der Bedingung, daß neuerliche Spielausfälle durch die Witterung vermieden bleiben. Von den aussichtsreichsten Anwärtern auf Gaumeisterschaften haben z. B. der Hamburger SV., Schalke 04 und 1. F C. Nürnberaje 10 Punktespiele nachzuholen. Die Frist würde also nur dann ausreichen, wenn an jedem Sonntag gespielt werden kann. Bis zum Ende März stehen aber verschiedene epräsentative Ereignisse und Länderspiele auf dem Programm, so auch die nächsten Runden um den Reichsbundvokal. Ein späterer Beginn der Gaugruppenspiele wäre aber für die Abteilungen, in denen 5 Gaumeister zu spielen haben, eine solche Belastung, daß die Termine der Schlußkämpfe (4. und 18. Juni) kaum innegehalten werden könnten. Die Gauligaspiele der Handballer sind nicht so arg im Rückstand geraten, da die Mannschaften, die aus unvorhergesehenen Gründen die TerFußball: mine nicht einhalten konnten, ausgeschieden sind. So spielen z. B. im Gau Mittelrhein nur noch acht Vereine, so daß der Meister ohne besondere Mühe bis Ende März ermittelt werden kann. Allerdings beginnt im Handball die Gaugruppe 1, in der 5 Gaumeister spielen, bereits am 26. März, die übrigen Gaugruppen am 16 April. Die Vorschlußrunde steigt am 11. und 18. Juni, das Endspiel sogar erst am 2. Juli. Für die Handballer bestehen so im Augenblick keine Terminsorgen. Ebenfalls günstiger als die Fußballer sind die Hockey=Gauligavereine daran. Hier konnten, da die milde Spätherbstwitterung voll ausgenutzt wurde, bereits sechs Gaumeister festgestellt werden. In den übrigen Gauligen, die nicht so umfangreich besetzt sind wie beim Fußball und Handball, dürften die Endspieltermine trotz einer unter Umständen erforderlich werdenden längeren Zwangspause innegehalten werden. Die Endsviele der Gaumeister, die am 26. März beginnen, werden zudem nach dem Pokalsystem ausgetragen, d. b. die Verlierer scheiden sofort aus. Die Vorschlußrunde ist diesmai zum 14. Mai, das Endspiel zum 4. Juni angesetzt worden. Die Einteilung der Gaugruppen wurde gegen das Vorjahr erneut geändert, wodurch zweifellos das Interesse für die Endspiele noch weiter steigen wird, denn es treten auch dann wieder neue Vereine in den einzelnen Gruppen an, wenn die Vorjahrsmeister auch in diesem Jahre wieder zum Gaumeistertitel gelangen sollten. Außerdem hat jedes Fachamt eine eigene Einteilung vorgenommen. Die Gaumeister werden in nachstehender Gruppeneinteilung die Endspiele bestreiten(die bereits feststehenden Gaumeister im Hockey sind bereits aufgeführt): Handball: Hockey: Es besteht nun noch die Möglichkeit, daß eine Gruppe der Fußballgaumeister um den ersten Sudetengaumeister ergänzt wird, sofern dieser ebenfalls bis zum Ende März ermittelt werden kann. 25000 Dollar Handgeld für Budge Streiflichter zum Tenniskampf Budge: Vines in Neuyork 18000 Zuschauer sahen im Neuyorker Madison Square Garden das erste Auftreten des frischgebackenen Profis Donald Budae. bis Ende vorigen Jahres noch der Welt bester Amateur=Tennisspieler, gegen den„Meister der Profis“— so hatten es die Veranstalter angekündigt—, den Kalifornier Ellsworth Vines. Daß Donald Budge mit 6:3, 6:4, 6:2 verhältnismäßig glatt siegte, erhöht den sportlichen Wert dieses Kampfes— soweit man überhaupt davon sprechen kann— keineswegs. Wir sind der Ansicht, daß der sportliche Wert derartiger Kämpfe, bei denen der Dollar weit im Vordergrund steht, höchst problematisch ist. Aber Sport wollten die Veranstalter ja auch wohl nicht zeigen, denn sie wählten als Ankündigung das Schlagwort„Tennisschau“. Ihnen kam es ebenso wie Budae, der sich noch vor nicht all zu langer Zeit als überzeugter Idealist hinstellte, und Ellsworth Vines, ja auch nur auf das Geld an. 18000 Plätze standen zur Verfügung— der Madison Square Garden war bis auf den letzten Platz besetzt. Es wird also ein gutes Geschäft geworden sein. Als Englands bester Spieler, Fred Perry, zum Berufssport übertrat und an der gleichen Stelle gegen Vines debutierte, wurden 37000 Dollar eingenommen. Diese Summe wird beim BudgeVines=Kampf wohl erheblich überboten worden sein, zumal man weiß, daß ein Logenplatz zehn Dollar kostete. Die ganze Neuyorker„Gesellschaft“ war natürlich vertreten. Die Manager hatten nämlich angekündigt, daß es erwünscht sei, daß die Besucher im Abendkleid und Abendanzua kämen. Und so etwas zieht immer, denn, so überlegen sich die dollarschweren Damen und Herren, wenn wir dabel sind, gehören wir zur Gesellschaft. Man war also ganz unter sich, kein Arbeitsloser— das„freieste Land der Welt“ hat deren, wie man weiß, über zehn Millionen— störte diese Tennisschau. Die amerikanischen Wetter hatten sich mit 3:2 zu Gunsten von Budge entschieden, während die Manager das Treffen als den„ausgeglichensten Kampf des Jahrhunderts" bezeichnet hatten. Nun. Budge, gewann klar, obwohl er das Spiel in der Halle nicht gewöhnt ist und der Zigarettenqualm ihn offensichtlich störte. Die erste„Schlacht“ ist geschlagen. Die 25000 Dollar, die der Veranstalter Harris Budae als Handgeld gab, werden sich auf der nunmehr beginnenden fünfmonatigen Schaukampfreise durch Amerika, bei der 50 Spiele ausgetragen werden müssen, wahrscheinlich rentieren. 75000 Dollar soll Budae im ganzen erhalten und außerdem steht ihm noch ein gewisser Prozentsatz an den Kasseneinnahmen zu. Wir sagten oben, daß sich die„Tennisschau" wahrscheinlich rentieren werde. Ganz sicher ist das aber nicht, denn wir erinnern uns noch an die„Pleite" des Tildenzirkus in Philadelphia im September des Jahres 1931, wo knapp 300 Zuschauer zu den Tildenspielen kamen, in jener Stadt, wo früher, zu Big Bills Amateurzeiten, Tausende sich um Eintrittskarten schlugen. Das Verschwinden Tildens aus dem Lager der Amateure hat man verschmerzt, und auch das von Vines und Perry. Mit Budae wird es nicht viel anders sein. an 4mal 200 Meter gegen Ungarn Ungarn wünscht mehr Staffelkämpfe mit Deutschland Ungarns früherer Europameister Dr. Ste, Barany, der jetzt als Schwimmwart im ungarischen Schwimmverbande tätig ist, hat neue Pläne zur Förderung und Weiterentwicklung des ungarischen Schwimmsports ausgearbeitet. Als eine sehr wichtige Maßnahme zur Leistungssteigerung im Kraulschwimmen betrachtet Dr. Barann die Vermehrung von Staffelkämpfen mit Deutschland. Er schlägt daher vor, neben dem Wettkampf der 4mal200=m=Kraulstaffel, der beim Länderkampf Deutschland: Ungarn alljährlich ausgetragen wird, regelmäßig noch weitere derartige Prüfungen für mehrere Mannschaften durchzuführen, ein Plan, der nicht von Hand zu weisen ist. der Roderich Menzel erkrankt henkel und Redl bestreiten die Einzel Eine wenig erfreuliche Nachricht ist aus Stockholm eingetroffen. Roderich Menzel, der erstmalig sein Vaterland in der Vorschlußrunde des Kampfes um den Pokal des Königs von Schweden in Stockholm vertreten sollte, hat sich erkältet und ist spielunfähig Für ihn wird der Wiener Hans Redl in den Einzelspielen zusammen mit Henner Henkel eingesetzt- und wahrsch inlich werden diese beiden Spie* ler auch das Doppel bestreiten. Am Austragungsort des Kampfes in Sandviken ist bereits die Auslosung erfolgt, die durchaus günstig für Deutschland verlaufen ist. Am Freitag werden Henner Henkel und der Schwede Rohlsson die Kämpfe eröffnen und anschließend Redl gegen Nyström spielen. Für das Doppel am Samstag haben die Schweden noch keine Paarung genannt. Der Sonntag bringt dann mit den Spielen Redl: Rohlsson und Henkel: Nyström den Abschluß des für Deutschland nunmehr recht schwierigen Kampfes. Cennis-Tagung in Köln Für den 7. Januar hat der Kalender=Ausschuß des internationalen Tennis=Verbandes, dem von deutscher Seite aus Dr. H. O. Behrens angehört, eine Sitzung nach Köln angesetzt, an der auch Fachamtsleiter Schönborn teilnehmen wird. Verschiedene Terminfragen sind zu besprechen. Auch das Thema Davispokal wird behandelt werden. Hierbei soll versucht werden, die vielen Wünsche zu diesem größten Mannschaftswettbewerb auf einen Nenner zu bringen, damit ein endgültiger Vorschlag auf der Tagung der Davispokal=Nationen im Juli gemacht werden kann. Unsere Doraussagen für Uizza, 6. Januar 1. Sans Erreur— Zerbino; 2. Stall A. VeilPicard— Miroso; 3. Djeff Stall Lieux, 4. Trani— Ducheß Sarah; 5. Ramora— Azamath. Amtl. Bericht der Reichs=Wetterdienststelle Essen=Mülheim. Sehr unbeständig Freitag: Bei mäßigen bis lebhaften Winden um Nord Regen und Schneeschauer, Temperatur um den Gefrierpunkt, in Höbenlagen leichter Frost.— Sams= tag: Nach Rückdrehen des Windes von Nordwesten nach Südwesten erneut Milderung, vorwiegend bedeckt, leichte Niederschläge.— Barometerstand: Donnerstag abend 754,2 mm bzw. 1005.4 mb(Mittwoch abend 738,8 mm bzw. 985 mb). * Zwischen dem Azoren=Hoch und dem sehr kräftigen Hoch über Grönland bilden sich im Raume südlich Island durch Zusammentreffen temperaturverschiebener Luftmassen dauernd Störungen aus, die auf ihrem Wege nach Osten auch unser Gebiet berühren. Dementsprechend gestaltet sich die Witterung im ganzen unbeständig. Hinter der über Norddeutschland liegenden Zyklone strömen kühlere Luftmassen nach Süden, die uns während des Freitags wieder Regen= und Schneeschauer, aber auch zeitweise Aufbeiterung bringen. Noch nicht spruchreif Um die hocken-Weltmeisterschaft Ueber die Durchführung einer Weltmeisterschaft im Landhockey 1940 laufen augenblicklich die verschiedensten Gerüchte um. So heißt es beispielsweise, der Internationale HockeyVerband habe die ihm angeschlossenen Nationalverbände befragt, wie sie zur Ausrichtung einer Weltmeisterschaft stehen würden, falls Helsinki 1940 kein Hockey=Turnier veranstalte. Daraufhin hätten die meisten Verbände, unter ihnen auch Deutschland geantwortet, sie würden eine derartige Weltmeisterschaft gern beschicken. In Wirklichkeit aber liegen die Dinge so, daß der Internationale Hockey=Verband die Hoffnung auf ein olympisches Turnier immer noch nicht aufgegeben hat. Bevor dies nicht der Fall ist, ist die Frage der Durchführung einer Weltmeisterschaft gar nicht spruchreif. Am 12. Februar in Dortmund Walter Ueusel: Santa de Leo Den ersten Kampf seit dem Gewinn der deutschen Schwergewichtsmeisterschaft bestreitet Walter Neusel am 12. Februar in der Dortmunder Westfalenhalle bei einer Veranstaltung der NSG.„Kraft durch Freude (Gau Westfalen=Süd). Gegner des Bochumers wird, wie aus seiner Heimatstadt gemeldet wird, nicht der Belgier Verbeeren, sondern Italiens Meister Santa de Leo sein. Damit steht Neusel fraglos vor einer weitaus schwereren Aufgabe, denn der Italiener hat erst im August vergangenen Jahres in Wien gegen Lazer um die Europameisterschaft geboxt, wurde allerdings nach Punkten geschlagen. Am gleichen Abend soll Gustav Eder seinen Titel als deutscher Weltergewichtsmeister gegen den Wiener Alexander Huoitsch verteidigen. Reichhaltiges Kannsport-Programm Ein Blick in die westdeutsche Cerminliste Schon frühzeitig gibt der Gauobmann für Kanurenn=Segelsport das Gesamtjahressportprogramm für 1939 einschl. der kanusportlichen Veranstaltungen der H3.(Gebiete 10 und 34) bekannt, das sich auf die einzelnen Monate wie folgt verteilt: April: 23.: Allgemeines Anfahren und Tag des deutschen Kanusportes. Mai: 7.: Kreislangstreckenregatta in allen Kreisen.— Bannlangstrecken=Regatten in den Gebieten 10 und 34. 14.: Gauwanderfahrt auf der Erft. 21.: Gaufrühjahrslangstreckenregatta auf dem Rhein von Dutsburg=Hamborn nach Wesel.— Jugendlang= strecken=Regatta für die Gebiete 10 und 34 auf dem Rhein von Görsicker bis Wesel. 26. bis 28.: Pfingsttreffen der Kanujugend aus dem Stausee Schwammenaul(Eifel), verbunden mit Gebiets=SElalommeisterschaften auf der oberen Roer für die Gebiete 10 und 34. Jnni: 4.: Gaulangstrecken=Meisterschaftsregatta im Faltboot auf dem Rhein von Himmelgeist bis Düsseldorf.— Gebietslangstrecken=Meisterschaftsregatta auf dem Rhein von Hamm bis Düsseldorf der Gebiete 10 und 34. 11.: Kreiskurzstrecken=Regatten in allen Kreisen.— Bannkurzstrecken=Meisterschaftsregatten in den Gebieten 10 und 34. 18.: Gauwanderfahrt auf der Ruhr von Blankenstein bis Essen=Werden.— Gebietswanderfahrt auf der Ruhr von Blankenstein bis Werden der Gebiete 10 und 34. 24. und 25.: Gaukurzstrecken=Meisterschaftsregatta und Gau=Kann=Segelregatta auf dem Berthasee in Dutsburg. 25.: Gebiets=Langstrecken=Meisterschaftsregatta der Gebiete 10 und 34 Berthasee Duisburc Juli: 8.: Gaulangstrecken=Meisterschaftsregatta im Kajak auf der gestauten Ruhr in Dutsburg. 9. Westdeutsche Kurzstreckenregatta der Gaue 9, 10, 11(Berthasee in Duisburg) und Kannsegelwettfahrt.— Gebietskurzstreckenmeisterschaftsregatta Dutsburg(Bertasee) Gebiete 10 und 34. 16.: Gauwanderfahrt auf dem Rhein von Benrath bis Dutsburg. August: 20.: Gau=Vereinsstaffelmeisterschaften(Baldenensee Essen). 27.: Gau=Patrouillenfahrt auf der Schwalm.— Gebietspatrouillenfahrt auf der Schwalm. September: 16. und 17.: Gau=Stern=Wanderfahrt zum Niederrbein(16. Essen=Mülbeim=Dutsburg=Ruhrmündung und Benratb. Düsseldorf=Dutsburg=Ruhrmündung=Zeltlager; 17. Dutsburg=Ruhrort=Wesel. 25.: Gau=Herbstkurzstreckenregatta Baldenevsee Essen. — Gebiets=Herbstkurzstreckenregatta Baldenevsee, Gebiete 10 und 34. Oktober: 8.: Gauwanderfahrt auf der Roer. 15.: Allgemeines Abfahren. * 6. 1. 1939 General-Anzeiger 6. 1. 1939 Im Reich des braunen Eises Besuch bei der Eskimo-Majestät Omiliakdguk Unser zb.=Mitarbeiter hat sich einer kanadischen Arktis=Expedition angeschlossen, deren Aufgabe es ist, die nördlichste Rundfunkstation der Welt zu errichten. Nachstehend schildert;er seine Erlebnisse auf der Fahrt nach Igloolik, der Stadt der kreisrunden Eskimohütten. tion, Fuchsfallen, Petroleum, Tee, Zucker, Tabak und Whisky. Aber es gab auch schon Jahre, in denen das Proviantschiff nicht durchgekommen war. #n einem sonnigen Morgen lichteten wir in Repulse Bay, auf dem Breitengrad des nördlichen Polarkreises den Anker zur Reise nach Igloolik, dem Ort, der vom Nordpol nur so weit entfernt liegt, wie Rom von Berlin. Ein leichter Nordwestwind hatte in den letzten Tagen das Eis gepeitscht, und die berüchtigte„Frozen Strait“ schien eisfrei zu sein. Tatsächlich war die„gefrorene Straße" trotz ihres Namens nicht zugefroren, wenigstens nicht ganz. Zwei Tage lang hatten wir uns langsam, manchmal eisbrechend, etwa 200 Kilometer bis zum Südostende von Vansittard Island durchgearbeitet, und hier waren wir bereits im Fox Basin. Wir hatten Glück gehabt, denn die Frozen Strait ist, wenn überhaupt, nur etwa zwei Wochen im Jahr passierbar. Das Eis, dem wir hier begegneten, stammte von der Ostküste des Fox Basins, wie seine braune Färbung erkennen ließ. Dieses riesige Wasserbecken ist an seiner östlichen Seite ziemlich flach, so daß es im Winter bis zum Grund gefriert. Wenn das Eis dann im Juli aufbricht, nimmt es Teile des Meeresbodens mit sich, daher die braune Farbe. In den letzten drei Monaten waren diese Eismassen unter dem Einfluß von Wind, Gezeiten und Strömung 400 Kilometer weit bis hierher vorgedrungen. Eins Mittags sahen wir in der Ferne eine flache Insel, einige Stunden später konnten wir in dem Dunst eines späten arktischen Tages ein Haus erkennen, und um fünf Uhr nachmittags ging der Anker nieder. Ein weißer Pelzjäger kam in seinem Kajak an Bord.„Ihr seid spät dran“, begrüßte er uns,„die Inlandseen sind schon wieder zugefroren, wir rechneten schon nicht mehr mit eurem Kommen.“ Und dann die unvermeidliche Frage:„Wie geht es draußen?" Seit 12 Monaten war keine Zeitung mehr nach Igloolik gekommen, es gibt keinen Radioempfänger in vielen hundert Kilometern Umkreis. Wir hatten Zeitungen dabei. 365 Zeitungen. Jeden Tag wird in Igloolik eine Zeitung gelesen, genau wie„draußen“, in der Zivilisation, nur— die Zeitung ist genau ein Jayr alt. Am 12. Februar oder 25. Oktober 1938 nimmt man hier das Blatt zur Hand, das das Datum des 12. Februar oder 25. Oktober 1937 trägt. Einmal im Jahr kommt das Schiff und bringt Kohle. MuniDer einäugige König Inzwischen waren die Eskimos längsseits gekommen. Seine Majestät, König Omiliakdgut der Igloolik=Eskimos besuchte uns an Bord. Es war zum erstenmal, daß er ein so großes Schiff, diese höllische Erfindung der„Kablunkaks“. der Weißen, so nahe sah. Wir zeigten ihm den Maschinenraum. Die Zylinder nannte er die„Großköpfe", wir zeigten ihm die schwarzen Steine, die brennen, den „großen Arm“, der die„Flossen" bewegt, und die Lichter, die nicht brennen. All das verband er, wie die modernen Schußwaffen, irgendwie mit seinem Gott der Eskimos und beließ es dabei. Am nächsten Abend war die Ladung gelöscht. Die Eskimos saßen an Deck heium und feierten ihr größtes Fest des Jahres. Schiffszwieback. Milch, Butter und Salzfleisch sind ja schließlich Leckerbissen, die es nicht alle Tage gibt. Bald war wieder ein schwungvoller Tauschhandel im Gang. und ich lernte auch noch Ihre Majestät, die Königin, kennen. Sie ist eine ebenso umsangreiche, wie für europäische Begriffe häßliche Dame. Ihr erster Gatte war nicht in der Lage gewesen, genügend Walrosse für die Familie zu erjagen, und so geschah es einige Winter früher, daß sie von einer Hundeschlittenreise über Land allein zurückkehrte und einfach erklärte, sie hätte ihren Gatten„verloren“. Man sah den Armen nie wieder. Ihr zweiter Gemahl hat nurmehr ein Auge und nennt seine königliche Ehegefährtin„sweetheart“. Die Schiffspfeife ertönte einmal, zweimal. die Eingeborenen machten sich fertig, ihre Frauen drängten sich in den Kajaks um die Ankerkette, aus Angst, unser Schiff könnte mit ihren Angehörigen davonfahren. Wir verabschiedeten uns von den wenigen Weißen: „Well, goodebye, bis in zwei Jahren! Und laßt die Nachrichten an uns jeden ersten Donnerstag im Monat über Radio Nottingham Island durchsagen. Bis dahin!“ tingham Island in Verbindung zu treten:„Halloh, Old Man, Good=bye für diesen Sommer, laßt Euch nicht ganz ausfrieren! Und vielen Dank für Eure Dienste während der letzten drei Monate!“ Wir waren auf dem Nordatlantik. Die Morsezeichen brachten die Meldungen vom großen Sturm in Nordamerika, der sich langsam nach Norden bewegte und uns nur zu bald erwischte. Abends um sechs Uhr fiel ein schwerer Lautsprecher auf mein Bett. Das Abendessen war schon eine Angelegenheit akrobatischer Geschicklichkeit, der Kapitän setzte Stützsegel, um zehn Uhr rissen die Seael, dann versagte das elektrische Licht. Am nächsten Tage war es unmöglich, in der Kombüse Feuer zu machen. Der Kapitän und ich, wir waren die einzigen an Bord, die nicht seekrank wurden. Was den Kapitän anbelangt, so bin ich, nicht ganz sicher, er ist nämlich während des ganzen Tages nicht in meine Kabine gekommen. Irgendwie faßte ich im Brausen der Elemente den Entschluß, ein besseres und schöneres Leben anzufangen, wenn ich jemals wieder festen Boden betreten sollte. Aber am Abend waren wir in der Straße von Belle Isle, der Sturm legte sich, und ich hielt es doch für klüger, diesen Entschluß noch ein wenig hinauszuschieben... Wissenswertes Allerlei In Kalifornien gibt es eine alte Verordnung, die das Aufstellen von Ratten= und Mäusefallen verbietet, sofern der Betreffende keinen Jagdschein hat. Es kommt verhältnismäßig selten vor, daß außerhalb der Welt der Technik und der Wissenschaft irgend ein Ding durch eine Nummer bezeichnet wird, aber es gibt dennoch Beispiele dafür. An der Küste Südafrikas gibt es eine Fischart, die 74 heißt nach der Anzahl Kanonen, die Nelsons Flaggschiff Victory hatte; im Staate West Virginia heißt eine Stadt 6, in Kentucky gibt es eine Stadt 76 und in Süd Carolina findet man die Stadt 96. „Verwöhnt Eure Kinder!“ Rothäute wollen Rothäute bleiben k. Ein amerikanischer Arzt machte kürzlich eine Erfindung, von der er sich eine sensationelle Wende im Leben der Ankerikaner Amerikas und für sich unermeßlichen Reichtum versprach. Es handelte sich dabei um ein Mittel, mit dem das rote Hautpigment der Indianer ohne Schmerzen und gesundheitliche Schäden beseitigt werden kann. Er begab sich stolz zu den Rothäuten von Oklahama, erklärte ihnen seine Entdeckung und erbot sich, sie kostenlos auszuprobieren. Die Roten zeigten jedoch keinerlei freudige Ueberraschung, sondern nur tiefste Empörung. Sie erklärten, sie wollten keine Bleichgesichter werden und jagten den„Medizinmann“ aus dem Schutzgebiet hinaus. k. Ein amerikanischer Professor an der Omaha=Universität hat in einer Vorlesung allen Eltern den Ratschlag gegeben, ihre Kinder von Geburt an zu verwöhnen. Diese Erziehungsmethode bringe goldene Früchte. Verwöhnte Kinder gehen nämlich mit einem Gefühl der„Sicherheit und der Ueberlegenheit“ in die Welt hinaus, einem Gefühl, das über alle schwierige Situationen leicht hinweghelfe. Kritiker haben dagegen eingewandt, daß der Professor offenbar zu den„nichtverwöhnten Menschen“ gehöre, da er die pädagogischen Schwierigkeiten so schlecht zu meistern verstehe. General=Anzeiger für das ryeinisch=westfalische Industriegebiet und das westliche Münsterland Ehestand oder Altersversorgung? „Ta rissen die Segel...“ Das große Horn ertönte zum drittenmal, und dann steuerten wir gen Süden. In der Ferne hörten wir noch verschwommen das Geheul der Hunde, eine Glocke läutete, und langsam tauchte Igloolik, die Stadt der runden Eskimohütten, in der Einsamkeit eines anderen Planeten unter. Allmählich wurde die Radio=Station von Belle Isle lauter. Noch einmal gelang es uns, mit Notk. In England lacht man über eine Komödie, die sich nicht auf der Bühne, sondern im Leben abgespielt hat. In Manchester gibt es eine Vereinigung alter Jungfern, deren Leiterin Jahre lang für eine staatliche Versorgung der Lediggebliebenen kämpfte und ihren Artgenossinnen den Rücken steifte, das Los des Ledigseins standhaft zu ertragen. Jetzt hat die„Heldin der Jungfernvereinigung“ geheiratet. Es ist zweiselhaft, ob die von ihr betreuten alten Jungfern ihr Angebot, den Kampf für die Rechte der Unverheirateten weiterzuführen, annehmen werden. Hauptschriftleiter: Dr. Theo Schröter, Duisburg. Stellvertreter: Otto G. Eckner, Duisburg. Verantwortlich für Politik; Hanns D. Dülfer, Dutsburg; Unterkaltung und Bild: Dr. Hanns Steiten, Krefeld; Volkswirtschaft: Dr. Theo Schröter; Lokales Oberhausen: Paul Huppers, Oberhausen; SterkradeOsterfeld: Bernhard Kemper, Oberhausen; Bottrop und Gladbeck: Bernhard, Angerhausen, Bottrop; Dorsten: Hans Karp, Dinslaken; Dinslaken und Wesel: Arthur van Dyck, Dinslaten; Sport: Paul Huppers: Vermischtes und Schlußdienst: Hans Karp, Dinslaken. Kulturpolitik, Kunst und Wissenschaft: Dr. Peter Funk, Oberhausen. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Jellentrup, Duisburg. Druck und Verlag: Carl Lange Verlag, Duisburg und Oberhausen. TelesonAnschlüsse: Oberhausen: 222 45, 222 46; Sterkrade: 601 84; Osterseld: 605 98; Bottrop: 2452; Gladbeck: 2784; Dorsten: 2751; Dinslaken: 2424, D.=A. für Dezember 1938: BezirksAusgabe General=Anzeiger für Oberhausen über 8100; Bez.= Ausgabe Bottroper Anzeiger über 2600; Bez.=Ausgabe Gladbecker Anzeiger über 1800; Bez.=Ausgabe Allgemeiner Anzeiger über 1600: Bez=Ausgabe Dinslakener General=Anzeiger über 1400. Zurzeit ist Preisliste Nr. 12 güttig.— D6A. Duisburger General=Anzeiger über 38 000, davon Nieder= rheinische Nachrichten über 3000. Fürchte Dich nicht, ich habe Dich erlöst. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein. Gott der Herr nahm gestern Mittwoch, den 4. Jan. 1939. abends ¼ vor 12 Uhr. meinen innigstgeliebten Gatten, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater und Großvater. den wohlachtbaren Herrn August Beyer nach kurzer schwerer Krankheit, im Alter von 70 Jahren zu sich in die Ewigkeit. Um stille Teilnahme bitten: Frau Henriette Beyer, geb. Schulz Kurt Beyer Emmy Beyer, geb. Wehnert Arnold Ufermann Grete Ufermann, geb. Beyer Wilhelm Beyer Maria Beyer, geb. Melder Heinrich Beyer Grete Bever, geb. Bosfeld und 7 Enkelkinder Oberhausen(Rhld.) und Mülheim(Ruhr), den 4. Januar 1939. Die Beerdigung findet statt am Samstag, den 7. Januar, nachm. 3¼ Uhr vom Trauerhause. Erich-König-Str. 37 aus. Trauerfeier findet 1. Stunde vorher statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten, bitten wir, diese als solche zu betrachten. Beugen Sie vor! Sorgen Sie für trische und Gesundheit mit den echten Zirkeutbin Koskaust=Verte.. 1-Monats-Pckg. 1 RM. e Broschüre mit Gratisprobe in Apoth. u. Drog. Hirsch-Apotheke Rich. Rechmann, Drog. W. Adrian, Essener Str. 20 Drog. Heinr. Bonato. Lppestr. 12. Drog. Felix Einhans. Lippestr. 40 Drog. J. Erwig jun., Kichplatz 6, Drog. Koop. Recklinghäuser Str. 31 in Heryest: Gldekauf-Apotheke, Drog. A. Ilse. Ecke Burgdorfstraße 6 Drog. K. Thiemann, Adolf-Hitler-Platz 68 Holsterhausen: Drogerie Hoffmann, Borkener Straße Ladenlokal mit VierzimmerFAMILIEN-ANZEIGEN gehören in den„GENERAL-ANZEIGBR“ Offene Stellen Weibliche Fleißiges, selbständiges Mädchen welches zu Hause schlasen kann. für modernen, kleinen Elagenhaushalt gesucht. Vorzustellen nachmitlags 2—5 Uhr Oberhausen, Saarstraße 17, 2. Elg. Flickfrau gesucht. Beecker, Oberhausen Rudolf=Heß=Skr. 76 Halbtagsmädchen gesucht. Frau Pick, Oberhausen, Alsenstraße 58, Tüchtiges Mädchen für sofort für oder ¾ Tag gesucht Paul Latz, Dinsafen, Duisburger Straße 38. GA.=Anzeigen sind wirksam Offene Stellen Männliche Für den Verkauf eines bei der Privatkundschaft gut eingelührten Markenartikels sucht bekannte Firma geeign. Vertreter(in) für Dorsten und Umgebung (Herrlichkeit Lembeck) Nachweisbar hohe Verdienstmöglichkeit. Einarbeitung und Untertstützung zugesichert. Angebote unter 7816 Allgemeiner Anzeiger Dorsten. Stellengesuche Welbliche Ehrliches, fleißiges Mädchen sucht sofort Stelle Bottrop, Ostring 77. Vermietungen Möbliertes Zimmer mit Kost, zu vermieten. Wo, sagt die Geschäftsstelle Bottrop Gladbecker Str. 22. Stall und Land, zum 1. Februar zu vermieten. Zu erfragen Oberhausen. Alstader Str. 49. Lichtspielhaus Dorsten FREITAG BIS DONNERSTAG! Der mit großer Spannung erwartete Tobis-Film Reiehs sender Kälu 2 möblierte Zimmer zu vermielen. Oberhausen, Lothringerstr. 125. nserieren bringt Gewinn Mietgesuche DreizimmerWohnung möglichst mit Stall und Garten, von vier Personen, per l. 3. zu mieten ge sucht. Angeb. unter 3102 an G.=Anz., Oberhausen, Alt markt 2 Junge Leute suchen für bald od. später 2—3=Zimmer Wohnung. Angeb. unter 3103 an G.=Anz., Oberhausen, Altmarkt 2 Zwei= bis DreiZimmer= Wohnung, in Mitte Dorsten, zum 1. 2. oder 15. 2. gesucht. Offerten unt. 7819 Allgemeiner Anzei ger, Dorsten. 1 großes oder 2 kl. Zimmer, von alleinstehender Person zum 15. 1. oder 1. 2. in Oberhausen, am liebsten Altbau, gesucht, Angeb. unt. 3100 an G.=Anz., Oberbausen, Altmarkt 2. Ein großes leeres Zimmer möglichst mit Heizung, in Dinslaken oder Voerde, zu mieten gesucht. Zu erfragen Gen.= Anz., Dinslaken. Verwekte Spuren mit Kristina Söderbaum, Frits van Dongen, Friedr. Kayßler, Charlotte Schulz Im bunten Treiben der Pariser Weltausstellung verschwindet eine Frau, die mit ihrer Tochter aus Kanada zugereist ist. Nur die Behörden wissen um das Geheimnis, unterdrücken aber jede Nachforschung.— Warum das geschieht, erzählt dieser VEIT HARLAN-FILM der Tobis Hedoli-Palast Hervest-Dorsten Freitag bis Dienstag der neue Gusiav Fröhlich-Film In geheimer Mission Ein Spitzentilm größten Formais mit Gustav Fröhlich— Camilla Horn Paul Wegener- Ruth Hellberg usw. Marsaille. Monte Carlo, Santa Poterra und die Lurussacht„batros“ im Mitelmer sind die romantischen Schauplätze der aufregenden Handlung. Oroßes Beiprogramm. Verkäufe Ein fast neuer Schreibtisch und mehrere Küchentische sehr preiswert zu verkaufen. Gladbeck Berliner Str. 71. Schönes guterhaltenes Küchenbüsett mit Anrichte, für 110 RM., zu verkaufen. Oberhausen, Am Kreuz 3, Nähe Schönefeldschule. Gebrauchte Waschmaschine Miele zu verkaufen. EppinghovenStapp, Nordstraße 28. Kaufgesuche Gebrauchter Schreibtisch zu kaufen gesucht. Teleson: Dorsten 2304. Anzeigen sind Bausteine des Erfolges! Schuhmacher maschine zu kaufen gesucht. Offerten unter B. 3470 Bottr. Anz., Bottrop, Gladbecker Straße 22. Automarkt Suche einen steuerfreien, guterhaltenen Personenwagen Eigengewicht nicht unter 30 Ztr. Angeb. unter 1416 Dinslaken. Freitag, 6. Januar. 6.00 Morgenlied— 6.05 Durchsprüche für den Bauer— 6.10 Knie-e-beugt!— 6.30 Freut euch des Lebens Industrie-Schallplatten und Aufnahmen des Deutschen Rundfunks— 6.55 Morgenlied Morgenruf— 7.00 Wetter— 7.10 Frühkonzert 8.00 Wetter, Wasserstand, Kalenderblatt— 8.10 Frauenturnen— 8.30 Morgenmusik— 9.30 Kinder und Tiere— 10.00 Ich nehme alles und ich brauche alles— 10.30 Kniffe für die Bretter— 10.45 Sendepause— 11.45 Förderung der Landbevölkerung— 11.55 Wetter bericht— 12.00 Die Werkpause des Reichs senders Köln— 13.00 Glückwünsche— 13.15 Mittagskonzert—. 14.10 Melodein aus Köln am Rhein— 15.00 Sendepause— 16.00 Melodie und Rhythmus, heitere Musik am Nachmittag. Es singen und spielen: Erna Sack Anni Frind, Herbert Ernst Groh, Karl Schmitt-Walter, Peter Anders, Barnabas von Geczy, Robert Gaden, Peter Kreuder, Hans Bund, Will Glahe(Industrie-Schallplatten) — 17.30 Der Trost der Wittefru 18.00 Eine Viertelstunde bildende Kunst— 18.15 Reitergeneral Jan van Werth(zur Erinnerung an den großen deutschen Kriegs mann)— 19.15 Fröhlicher Feierabend(Indu strie-Schallplatten)— 19.55 Und heute?— 20.10 Gar lustig ist die Jägerei— 21.00 Sehr verehrtes, unbekanntes Fräulein(Ein Liebesbrief mit Musik von Werner Brink)—22.20 Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf Paare— 22.30 Unterhaltungsmusik— 24.00 „Weihnacht der Auslandsdeutschen— 0.40 bis 3.00 Bunte Musik zur Unterhaltung. Samstag, 7. Januar: 6.00 Morgenlied— 6.05 Durchsprüche für den Bauer— 6.10 Knie-e-beugt!— 6.30 Freut euch des Lebens (Industrie-Schallplatten und Aufnahmen des Deutschen Rundfunks)— 6.55 Morgenlied Morgenruf— 7.00 Wetter— 7.10 Frühkonzert — 9.15 Fröhliches Spiel für unsere Kleinsten – 10.00 Die Schlagbäume hoch— 10.30 Sen depause— 11.45 Bauerntum der Ostmark— 11.55 Marktberichte des Reichsnährstandes Wetterbericht— 12.00 Mittagskonzert— 13.00 Glückwünsche— 13.15 Fortsetzung des Mittagskonzertes— 14.10 Wochenendkonzert(Industrie-Schallplatten)— 15.30 Der Fröhlichkeit die Türe auf!— 16.00 Der frohe Samistagnachmittag des Reichssenders Köln in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“: Hilde Mottau(Sopran); Wil helm Leiseifer(Tenor): Die„Klever Schü sterkes“; Es spielt Leo Eysoldt mit seinem Orchester: Die drei frohen Gesellen: Rudi Rauher, Hans Salcher, Karl Wilhelmi mit ihrer„Laterna magica“; Antonie Pütz-Fricke als„Tante Judela“; Das Spielbuch schrieb: Theo Rausch— 18.00 Allerlei vom Sport— 18.15 Versucht's mal mit Geselligkeit— 18.35 Musik auf zwei Klavieren: Es spielen Astrid Schmidt-Neuhaus und Hans Otto Schmidt 1. Kleine Suite, C. Debussy; 2. Duettino concertante, Mozart-Bosuni— 19.00 Spiegel des Lebens— 19.10 Die WIIW.-Stunde— 19.55 Und heute?— 20.10 Märsche und Walzer— 22.20 Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlaufen: Herren— 22.30 Nachtmusik und Tanz— 24.00 Zur Unterhaltung und zum Tanz(Industrie-Schallplatten und Aufnahmen des Deutschen Rundfunks)— 2.00—3.00 Nachtmusik. Klein-aber schon oft haben sie ihre Kraft bewiesen, wenn es galt bares Geld zu schaffen. Schon oft kam durch sie ein gebrauchter überzähliger Schrank oder was es auch sein mag. zu neuen Ehren. Auch Sie sollten daraufhin einmal ruhig einen Gang durch Ihren Speicher machen. Was Sie nicht gnehr brauchen, wünscht vielloicht ein anderer schon länger zu kaufen. Und wie Sie es machen? Eine kleine GAAnzeige hilft in den meisten Fällen. Sie ist billig, einfach und für den Leser übersichtlich angeordnet. IA und gcomatioch! Fixtertin der S01. gvebereite Teebeutel für 3—5 Tasen Ceylon-Mischung . 20 g Ceylon-Mischung o 30 0 Ceylon-Wiechung ror-gold 30 0 China- Mischung schwor 30 0 China- Mischung bler 200 China- Mischung bler 30 China- Mischung schworz-gold 30 g Indische Mischg. gron 30 g und viele wellen vor. rögliche Miechungen AITEN LNLEEEE J11 41sgabe Ma 20. Jahrg. Uummer 7 Die nationalsp katalanischen Front ha haltsam ihren inke Flügel unter Ges der gestrigen Eroberung licher Richtung längs d und gelangte in die Ni des rechten Flügels, d Navarrabrigaden des( ostwärts des eroberten Lerida—Tarragona we 16 Kilometer vo die südlich von dort ge ges besetzten. Weitere südlich von Borjas Bla reiche Rote gefangen Lerida— Tarrage Lerida—Vingixa in ein völlig im Besitze d Beobachtungen habe straße Lerida—Barcelo rückzuziehen beginnen, Vor allem wurden die gen, die bisher Lerida Dieses Rückfluten der 1 vorstehenden Einkreisun Eine Zwischenb laufes der Weihnachtso die bekanntlich seit 14 T erstaunliche Ergebnis: Gebiet wurden erobert. der Feind hatte blutigt rote Flieger wurden al schuß wahrscheinlich, zu beutet, 72 Ortschaften befreit. 8 Tanks wurde gemacht, und schließlic erbeutet. Eine Mitteilung d wendet sich gegen Fal Sender und der rote Offensive die angestreb soll. Tatsache sei jedoch, plan, dessen„Hauptabsi Katalonien=Armee sei, sei. und ohne geringste Der rote Verteidigungs brochen. Die roten H die wahren Tatsachen um ihre verbrecherische sichtsloses und zwecklos noch um einige Zeit zu Die gesamten roten genen sowie Verwunde dem Bestande von sechs der Effektivstärke der r GA] Nach der Er nördlichen Teil der Eir Francos durch die Ein üden einen neuen Er operative Möglichkeiten die Roten eine nachge angenommen. Das Mi von Lerida bis Balagu ausgespart. Er die rote Front eingedri von 25—50 km Tiefee stück vollständig in de Nationalen gelingt, von Zäutig von Vorsas Blar besteht hier die die noch bei Lerida st Da die wenigen zum R Straßen ohnehin abge weiteren Ausdehnung mehr ein geordneter 9 nur unter sehr star Miaja hat in der seiner Reserven eingese zuhalten. Er hat dai fragt sich jetzt, was er Verfügung hat und o drohenden Einbruch h hätte heute vielleichtn zukommen und seine gradigen. Aber die R ten ausländischen Fre mit großer Zähigkeit an dabei sehr leicht geschel Augenblick verp sie ist, daß sie eigentli# Norden von Artesa d Segre=Tal und damit verloren zu gehen. steht Franco nur noch meer entfernt. Kom packt er die roten Ti Rücken und kann ihn Mittelmeer kommt, d Das ist eine Gefahr, sen. Aber es ist eben Bedrohung von! in Aussicht genommen kennen Francos Plän all operative K deshalb mit dem, was