14 324 gr uren eiz 81 S genieh ee frisch, ommen Sie überon. es gute Seifen gibt. TLIETGIEE . ur Förderung der d der Ersten Vererzucht vom 26. 5. is Westfalen vom cht=Schafböcke mit + A1 für den tlichen Haupt= und s Milchschaf“. 154, Körbuch Nr. ael Dreher, Marl. 45, Körbuch Nr. Josef Mühlhausen. h die aufgeführten Schafböcke dürfen emden Zuchtschafen endung finden. 2 Mk.(zwei) RM. gung des amtlichen der Zuchtrichtung n Stalle bezeichnet. bestraft, wer vorr abgekörten Zuchteigenen oder fremin weibliches Schaf er des Amtes Marl seibehörde: illeke 2e Köln : 6. 0 0 W e t t e r b e It— 6.10 Knie-e es Lebens!— 7.10 enturnen— 8.30 gen— 9.30 Ach liedsingen— 11.45 offquelle— 12.00 üre zu„Phädra“, musik, H. Blume; ecucci, 4. Aus der Silhouetten, Fr. W. Beer; 7. Alte nkeit, W. KaiserNoack— 13.00 agskonzert II: 10. plice“, W. A. Moen. Ivanoff-Ippoliandler; 13. Balettrtzing; 14. Wiener : 15. Glückliche ste— 14.10 Melo– 15.00 Das gute henmusik— 15.43 6.00 NachmittagsErzähler— 18.00 Ims liebe Brot— 1d— 20.10 Junge Nacht- und Tanz stsältsche Industrieusterland Duisburg StellVerantwortlich t## Unterhaltung und Volkswirtschaft: sen: Paul Hup Bernhard Kempei Angerhausen. BolDinsialen u Weiel! I: Paul Huppers : Di Perei gust #erlag: Carl Lang lefonanschlüsse Obes601 86: Osterseldt *4: Doisten: 2751 938: Bezirks=Aufn übe:-100. S6“ 600: Bes=Auegal“ usgabe Allgemeine Ansiatene Generab ste Nr 12 gsling über 36 000, davot General-Anzeiger IHHD NH 19. Jahrg. gemeiner Anzeiger Tages=Zeitung für die Stadt Dorsten und die Herrlichkeit Lembeck. Anzeiger für Marl, Hüls und Bürgermeisterei Gahlen Uummer 298 Freitag, 28. Aklober 1938 Daladier steht zu München „Wir sind zu allen möglichen Verständigungen mit Deutschland bereit! DRB Paris, 27. Oktober. Auf dem Radikalsozialistischen Parteikongreß in Marseille hielt heute Ministerpräsident Daladier seine angekündigte Rede. Er wandte sich zunächst der Außenpolitir zu. Die Tatsache, so begann er, die alles übrige beherrsche, sei die, daß der Friede, der verloren schien, gerettet worden sei, und daß alle Probleme in Frieden gelöst werden müßten. Zur tschechischen Krise legte er Wert auf die Feststellung, „zu bekräftigen, daß für die gesamteuropäische Zivilisation, für unser Freiheitsideal, für unser Land, ja, selbst für die Tschecho=Slowakei die Lage, die sich aus dem Münchener Abkommen ergibt, der Lage vorzuziehen ist, die heute bestehen würde, wenn man den Krieg nicht vermieden hätte". „Das Münchener Ereignis war ein Ereignis der Vernunft. Und ich verstehe nicht, oder, wenn man will, ich verstehe allzugut einen gewissen Feldzug, der sich gegen dieses Abkommen abzeichnet. Habe ich nicht das Recht, zu sagen, daß gewisse Leute, die Vertreter einer unbeugsamen Festigkeit waren und wieder geworden sind, die bis zum Kriege ging, in dem Augenblick, wo die Gefahren sich häuften und wo die furchtbare Fälligkeit nur noch eine Frage von Stunden und Minuten war, nur noch den Beweis einer schwankenden Entschlossenheit abgelegt haben— um nicht noch mehr zu sagen.“ Abrechnung mit den Kommunisten Daladier wandte sich dann besonders den Kriegshetzern in der Dritten Internarionale zu und erklärte: Gewiß kann eine Partei mir sagen, daß sie immer Anhänger der Unduldsamkeit war, selbst, wenn diese zum Kriege führen sollte, und daß sie die Verhandlung in München verurteilt hat. Das ist die Kommunistische Partei. Die unduldsame Heftigkeit dieser Partei hat meine Aktion paralysiert. Ist nicht die Stellung Frankreichs dadurch geschwächt worden, daß ihre Blätter und Redner in grober Weise Chamberlain angriffen, der mit einem bewunderungswürdigen Glauben für den Frieden gearbeitet hat? Haben sie nicht fast den Krieg heraufbeschworen, als sie die Regierungen, denen gegenüber wir uns in einer Verhandlung befanden, verdammten? Wenn die Kommunisten heute behaupten, daß die Teilmobilmachung, die wir vorgenommen haben, nur dazu gedient habe, unsere Abdankung zu tarnen, begehen sie bewußt eine der ungeheuerlichsten Lügen. Die politische Haltung der Leiter der Kommunistischen Partei hat nicht zu einer Unterstützung, sondern zu einer Sahotage der Festigkeit der Regierung geführ!“. „Unserc Politik— damit nahm der Ministerpräsident den außenpolitischen Faden wieder auf— wird den grundlegenden Interessen unseres Vaterlandes entsprechen und sich der neuen Lage anpassen“. Das grundlegende Interesse Frankreichs bestehe in der Aufrechterhaltung seiner eigenen Sicherheit. Aber die französische Sicherheit liege nicht nur ausschließlich in der Unantastbarkeit seiner Festlandgrenzen Daladier verwies in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit der Verbindungswege des Mutterlandes zu den Kolonien und legte besonderen Nachdruck darauf, daß Frankreich ein Imperium sei. „Wie ich bereits vor dem Parlament erklärt habe, wird Frankreich bemüht sein, zu seinen alten Freundschaften neue Freundschaften und erneuerte Freundschaften hinzuzufügen. Ob es sich nun um die Beziehungen mit Deutschland oder Italien handelt, Frankreich ist überzeugt, daß, wenn von der einen oder anderen Seite man nur an die Verteidigung der nationalen Interessen denke, eine Verständigung zustande kommen kann, die den nützlichsten Beitrag zur Festigung des Friedens bringen wird. Dasselbe gilt für die freundschaftlichen Beziehungen, die Frankreich mit den befreundeten Nationen Osteuropas verbinden. So beruht die Grundlage der französischen Diplomatie vor allem auf der engen Zusammenarbeit Frankreichs mit Großbritannien. Diese Zusammenarbeit schließt keine andere aus. „Jusammenarbeit mit Deutschland“ „Wir sind zu allen möglichen Verständigungen bereit. Als ich in München das Herz des deutschen Volkes schlagen hörte, konnte ich nicht umhin zu denken, wie ich es mitten im Kriege in Verdun gedacht habe, daß zwischen dem Volk Frankreichs und dem Volk Deutschlands trotz aller Schwieriakeiten mächtige Gründe vorhanden sind zu gegenseitiger Achtung, die zu einer loyalen Zusammenarbeit führen müssen. Diese Zusammenarbeit habe ich immer nachdrücklich gewünscht.“ Beide Völker müßten verstehen— welcher Art auch die Unterschiede ihres politischen Regimes sind und wie oft sie sich auch auf Schlachtfeldern gemessen haben— daß durch eine loyale Verständigung der Völker es möglich sei, alle Probleme zu regeln. Das sei die Methode, die es gestatten müsse, den Frieden zu erhalten. Daladier brachte dann zum Ausdruck, daß Frankreich diesem Frieden nie Opfer gebracht habe und daß eine Krise von 20 Jahken nunmehr avgeschlossen sei. Er, Dalavier, habe während dieser 20 Jahre mit seinen Freunden stets gefordert, daß man dem mangelhaften Gleichgewicht Europas schnellmöglichste Abhilfe schaffe. „Es wäre vor einigen Jahren leichter und weniger teuer gewesen, dies zu tun. Jedes Bedauern ist im übrigen überflüssig unter der Bedingung, daß der gerettete Friede für Frankreich sowohl der Abschluß der vergangenen Irrtümer und der Beginn einer neuen Epoche darstellt.“ Die Aufgaben der Innenpolitik Der Ministerpräsident ging dann zur Innenpolitik über und erklärte hier u. a.:„Kaum sind wir von der Gefahr des Krieges befreit, da werden wir schon wieder von den furchtbaren Schwierigkeiten unserer Finanzen und unserer Wirtschaft belagert. Der ordentliche Ausgabenhaushalt für 1939 wird sich auf 64 Milliarden belaufen, der außerordentliche Ausgabenhaushalt auf weitere 30 Milliarden. Wenn man diesen Ziffern die Ausgaben der Amortisierungskasse hinzuzählt, so erhält man eine gesamte Ausgabensumme von 102 Milliarden Franken. Diesen Ausgaben stehen nur rund 66 Milliarden Einnahmen gegenüber. 102 Milliarden Ausgaben im Vergleich zu einem Gesamtvolkseinkommen von 220 Milliarden! Kann diese Lage noch länger andauern? Kann das Volkseinkommen auf diese Weise verschlungen werden? Handelt es sich hier nicht um ein erschütterndes Mißver44 hältnis für die französische Währung? Wenn dieses Mißverhältnis noch länger andauern sollte, so würde Frankreich einem Bankerott entgegengehen“. Die Ordnung in den Finanzen müsse wieder hergestellt und die Ordnung im Innern aufrecht erhalten werden. Die Produktion und der Handelsaustausch müsse gehoben werden. Daladier ging hier wieder mit den Kommunisten scharf ins Gericht. Auch auf diesem Gebiet setzten die Kommunisten durch ihre Maßlosigkeit das Land der Gefahr aus, daß es dramatischen Geschicken entgegengehe. Sie forderten die Arbeiter auf, den Regierungsplänen zur Vergrößerung des Arbeitsvolumens Widerstand zu leisten. Er, Daladier, werde aber keine solche, von einem rückständigen Geist belebte Politik dulden. Es geschah in einem inneren Zusammenhang mit dieser Zurückweisung der ewigen Sabotageakte der Kommunistischen Internationale, wenn sich Daladier im Anschluß hieran gegen jeden vom Auslande her kommenden Versuch, in das nationale Leben einzugreifen, verwahrte. Die Rede des Ministerpräsidenten wurde immer wieder durch stürmischen Beifall unterbrochen. Die Zurechtweisung der Kommunisten wurde mehrfach mit lauten Pfuirufen unterstrichen. Die außenpolitischen Ausführungen Daladiers wurden von den Kongreßmitgliedern gleichfalls mit starkem Beifall ausgenommen. Tiefen Eindruck machte schließlich der nüchterne Zahlenbericht des Ministerpräsidenten über die finanzielle und wirtschaftliche Krise. Hoover gegen Roosevelt Amerikas Außenpolitik von zwei Seiten gesehen DNB Washingion, 27. Oktober An einer alljährlich von der„Newyork Times“ veranstalteten Diskussion nahm auch Präsident Roosevelt mit Behandlung des Themas„Weltbefriedung" teil. In Verfolg der gegenwärtigen Wahlkampagne malte der Präsident in den schwärzesten Farben„Die Bedrohungen durch militärische fremde Staaten". Roosevelt nahm sich ferner besonders der„hilflosen uno verfolgten" Juoen an.(!!) Der ehemalige Präsident Hoover gab auf der alljährlich von der„Herald Tribune" veranstalteten Diskussion am Mittwochabend einen außenpolitischen Ueberblick, der im krassen Gegensatz zu den Ausführungen seines Nachfolgers stand, die kurz vorher auch durch Rundfunk über das ganze Land verbreitet worden waren. * [GA] Zwischen dem Präsidenten Roosevelt und seinem Vorgänger Hoover hat ein Rede=Duell stattgefunden, das die gegensätzlichen Auffassungen in der Beurteilung der Lage deutlich in die Erscheinung treten läßt, aber auch zugleich zu erkennen gibt, daß Roosevelt bei seiner agressiven Politik nicht unbedingt auf die Unterstützung der Amerikaner rechnen kann. Alles, was er sagt, ist gewiß irgendwie wahlpolitisch bedingt, aber das erklärt doch nicht die betonte Schärfe in seiner Kampfstellung gegen die autoritären Staaten. Das erklärt auch nicht die Notwendigkeit der gewaltigen Rüstung eines Landes, das von der Natur gegen jeden Angriff wie kaum ein anderes geschützt ist. Der Präsident hat sich in seinen Gedankengängen so festgerannt, daß er blind und taub gegen alle Einwände ist und gar nicht merkt, wie die Angriffe, die er gegen andere richtet, sich gegen seine eigene Person kehren. Hoover dagegen ist viel aufgeschlossener. Er erinnert daran, daß die Vereinigten Staaten immer allen Völkern das Recht auf die eigene Regierungsform zugestanden haben, und verlangt die Rückkehr zu diesem eigentlich selbstverständlichen Grundsatz. Er ist Realpolitiker genug, um anzuerkennen, daß man sich mit seiner Umwelt abfinden muß. Alles, was er sagte, war eigentlich eine einzige Kritik an den Anschauungen seines Nachfolgers, sehr vornehm, aber sehr deutlich und vor allen Dingen vernünftig. Er wehrte sich gegen die gewaltigen Lasten, die aus einer neuen Rüstung entstehen können; er wehrte sich auch dagegen, daß die autoritären Staaten durch die erbichteten Absichten auf Südamerika die Vereinigten Staaten irgendwie zu Verteidigungsmaßnahmen zwängen. Deswegen verlangte er die Rückkehr zu der traditionellen Politik der Isolierung, wie sie seit Washington bestand. Es ist in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich, daß ein früherer Präsident gegen den amtierenden Präsidenten in dieser Form auftritt; aber gerade einem Mann wie Hoover wird niemand nachsagen können, daß er aus Neid oder Ehrgeiz handele. Er sieht nur die Gefahren, die auf dem Wege der Politik Roosevelts liegen, und hält es für seine Pflicht, davor zu warnen. Allerdings ist es im Augenblick noch die Stimme eines Predigers in der Wüste. Aber sie ist trotzdem für Roosevelt mehr als unbequem, weil sie die Amerikaner zum Nachdenken anregt und dadurch die Vorbedingungen schafft, um das ganze Propagandanetz zu zerreißen, das heute jenseits des großen Wassers den Blick trübt. Warum wir damals schwiegen Die Aufgaben von Presse und Kundfunk in der Tschechenkrise DNB Berlin, 27. Oktober. Zu dem Zwiegespräch, in dem sich der Leiter der Pressegruppe des Oberkommandos der Wehrmacht, Major von Wedel, mit dem Leiter des Drahtlosen Dienstes, Oberregierungsrat Fritzsche, am Diensim Rundfunk über Fragen des Einsatzes der ehrmacht bei der Besetzung des sudetendeutschen Gebietes unterhielten, bringt der„Lübecker Volksbote" bemerkenswerte Ausführungen. Die Zeitung stellt zunächst fest, daß das Zwiegespräch in mehr als einer Hinsicht allen denen Rede und Antwort gestanden haben dürfte, die über die Tatsache des politischen Erfolges hinaus auch noch wissen wollen, wie er zustande kam, und schreibt hierzu wie folgt: In verschiedenen Gesprächen, die wir in letzter Zeit mit weiten Kreisen unserer Bevölkerung führen konnten. mußten wir immer wieder die Feststellung machen, wie notwendig gerade jetzt, nach der großen„Generalprobe“ der Tschechenkrise, Aufklärung erforderlich war, und zwar Aufklärung über die unterschiedliche Einstellung von Presse und Rundfunk bei uns und bei den anderen. Wir hörten: Ja, warum wußten wir alles und jedes stets 24 Stunden später aus der deutschen Presse und dem deutschen Rundfunk entnehmen, als wir es vom Straßburger Sender oder aus der Schweizer Presse erhielten? Haben wir nicht gerade in den kritischen Stunden nach Godesberg ausgerechnet Straßburg und Mährisch=Ostrau einstellen müssen, um zu erfahren, was los war in der Welt? Und hat Dr. Goebbels nicht gesagt: Wir werden dem deutschen Volke stets die volle Wahrheit sagen!— Auf alle diese Fragen und noch viele andere mehr gab gestern das Zwiegespräch klare und ehrliche Antwort, wenn es sagt: So lange noch in leisester Andeutung die Möglichkeit kriegerischer Verwicklung bestand, so lange mußten wir uns mit Rücksicht auf die etwaigen Gegner äußerste Reserve auferlegen in allem, was wir durch Presse und Rundfunk mitteilen wollten.— Nachdem nun aber der Führer die militärische Aktion im Sudetenland am 20. Oktober als beendet bezeichnet hat, dürfen wir nun auch über diese Dinge mit dem Freimut wieder reden, den das Volk seit 1933 gerade als Charakteristikum Hitlers und seiner Männer in der Regierung kennen und schätzen gelernt hat. Zu diesen. dem Sinne nach von uns wiedergegebenen Ausführungen Majors von Wedel und Oberregierungsrats Fritzsche können wir noch hinzufügen: Nur wer die deutsche Presse und den deutschen Rundfunk in den Tagen der Krise wie ganz allgemein als das wichtige und unentbehrliche Machtinstrument in der Hand des Führers anerkennt, nur der hat auch die richtige Einstellung zu dem Inhalt, dem Umfang und dem Zeitpunkt ihrer Verlautbarungen. Unsere Presse und unser Rundfunk werden nicht nur vom deutschen Volk (Fortsetzung auf Seite 2) Verkaufspreis 10 Pfennig Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs mit der Tschecho-Slowakei DRB. Berlin, 27. Okt. Am 27. Oktober ist in Berlin zwischen der Reichsregierung und tschecho=slowakischen Regierung ein Abkommen unterzeichnet worden, nach dem am 31. Oktober 1938 der seit längerer Zeit geschlossene Eisenbahngüter= und=personenverkehr über die vorläufige deutsch=tschecho=slowakische Landesgrenze wieder ausaenommen wird. Es werden 50 Grenzübergänge, darunter fast alle Hauptstrecken, für den Verkehr eröffnet, deren Auswahl nach den Bedürfnissen der Wirtschaft und des Eisenbahnbetriebes getroffen worden ist. Der Verkehr wird in allen Richtungen und auch über das Gebiet der beiden Vertragsstaaten hinaus mit dritten Ländern wieder aufgenommen. Lord Stanhope zum englischen Marineminister ernannt DNB. London, 27. Okt. Wie amtlich bekanntgegeben wurde, ist Lord Stanhope als Nachfolger von Duff Cooper zum Ersten Lord der Admiralität ernannt worden, während der bisherige Lordsiegelbewahrer Earl dela Warr den Posten Stanhopes als Erziehungsminister übernimmt. Für den verstorbenen Dominienminister Lord Stanley ist bisher kein Nachfolger ernannt worden. Wie von gutunterrichteter Stelle verlautet, wird Kolonialminister Malcolm MacDo“ nald gleichzeitig die Geschäfte des Dominienministers führen. Der Führer in der Wiener Staatsoper Glanzvolle„Tiefland"=Aufführung DNB. Wien, 27. Oktober. Der Führer besuchte am Donnerstagabend in der Wiener Staatsoper die Aufführung der Oper„Tiefland". Dieser erste Besuch des Führers in der Wiener Over seit der Heimkehr der Ostmark ins Reich gestaltete sich zu einem denkwürdigen Ereignis in der traditionsreichen Geschichte der ersten Opernbühnen der deutschen Ostmark, die nun unter der Obhut des Großdeutschen Reiches einer neuen Blütezeit entgegengeht. Die glanzvolle Aufführung des klassischen Musikdramas von d'Albert zeugte von dem hohen künstlerischen Stand der Opernkultur des Wiener Hauses, das mit Recht zu den ersten der Welt zählt. Die musikalische Leitung hatte Generalmusikdirektor Hans Knappertsbusch inne. Die Hauptrollen waren besetzt mit den Damen Maria Nemeth, Aenne Michalsky und Dora With sowie mit den Herren Alfred Jerger, Karl Bissuti, Viktor Madin und Josef With. Die Künstler boten gesanglich und darstellerisch Spitzenleistungen, so daß der alte Ruhm der Wiener Staatsoper in vollendeter Weise zur Geltung kam. Die meisterhafte musikalische Interpretation durch das Philharmonische Orchester ließ den Glanz dieser in ihrer Art unerreichten Künstlerschaft in vollendeter Pracht aufleben. Es war ein Festabend auf den die Wiener Oper stolz sein können. Der festliche Abend klang in stürmischen Huldigungen für den Führer aus, dem die Wiener durch ihre jubelnde Begeisterung den Dank dafür zum Ausdruck brachten, daß er auch das Kunstleben der Ostmark und vor allem der Stadt Wien zu neuer Blüte erweckt hat. Der Führer in Nikolsburg DRB Nikolsburg, 27. Okt. Der letzte Tag der ersten großen Reise des Führers in das sudetendeutsche Gebiet führte nach Nikolsburg und Pohlitz. Nach einer mehrstündigen Fahrt durch das südmährische Gebiet sprach der Führer um die Mittagsstunde in dem historischen Städtchen Nikolsburg zu der Bevölkerung, die dem Führer auch an diesem Tage wieder unbeschreibliche undgebungen bereitete. Der Führer erinnert einleitend daran, daß vor mehr als 70 Jahren diese Stadt schon einmal im Mittelpunkt eines großen deutschen Geschehens stand, als hier der Bruderkampf durch den in dieser Stadt geschlossenen Frieden sein Ende fand. Der Führer weist darauf hin, daß die deutsche Nation seitdem einen schweren Weg der Trennung und des tiefsten Leides gehen mußte, um all das zu beseitigen, was dem größeren Deutschen Reich trennend entgegenstand. Aber heute sei nun dieses Reich, das so viel Generationen sich ersehnt hatten, Wirklichkeit geworden. Als der Führer dann aber feststellt, daß heute das Reich die Erfüllung dieses jahrzehntelangen Kampfes vollziehe und daß eine große Wehrmacht dieses Reich und seine Angehörigen schütze, da bricht sich die unermeßliche Begeisterung der Nikolsburger in einem brausenden Beifallssturm Bahn, der dem Führer minutenlang entgegenwogt. In mitreiß##den Worten spricht der Führer von dem Wunder dr Volkwerdung der deutschen Nation und von der geschlossenen Einheit des Reiches. Wenn jeder Deutsche es gelrnt habe, immer und zu allererst Deutscher zu sein, dann werde das Reich machtvoll und gesichert in die Ewigkeit hineinragen. Unter nicht endenwollenden Kundgebungen überströmender Dankbarkeit schließt der Führer sodann: „Jum Abschluß dieser meiner ersten Reise durch das sudetendeutsche Gebiet habe ich diesen Ort gewählt, denn hier hat einst eine tragische Entwicklung ihren Ausgang genommen, und in diesem Ort soll diese Entwicklung nunmehr als abgeschlossen gelten: ein Volk 28. 10. 38 General-Anzeiger Seite 2 und ein Reich, ein Wille und damil eine gemeinsame Zukunf!! Deutschland Sieg-Heil!" Mit heiliger Inbrunst singen die Nikolsburger die Hymnen der geeinten deutschen Nation und minutenlang jubeln sie dem Führer zu, der vom Balkon unablässig die treuen mährischen Deutschen grüßt. Konrad Henlein schließt mit einem Sieg=Heil auf Großdeutschland und seinem herrlichen Führer die denkwürdige Stunde. Warum wir damals schwiegen (Fortsetzung von Seite 1) gelesen und gehört, sondern mit besonderer Lupe und mit besonders feinem Gehör und auch von allen denen im In= und Auslande, die uns übles wollen, so daß wir— vertrauend auf Verständnis— hier wohl aussprechen können: Es gibt Zeiten, in denen unsere Zeitungen und unsere Rundfunksendungen mehr Rücksicht nehmen müssen auf die Wirkung, die sie im Auslande haben könnten, als auf die mehr oder minder große Verärgerung unserer Volksgenossen über„mangelnde oder verspätete“ Informationen. Hier hat sich das Vertrauen zu beweisen, was wir alle so hundertmal unserm Führer mit freudigem Zuruf versichert haben. Hier muß der Führer seine Entscheidungen fällen können ohne Rücksicht darauf, ob das Volk nun wirklich bis ins letzte alles im voraus weiß oder nicht. Entscheidend ist, daß durch die Maßnahmen, wie sie der Führer für richtig hält— und wie sie auch dem Rundfunk und die Presse in diesen Tagen bestimmten—, der Erfolg stets auf unsere Seite gebracht wurde. Das deutsche Volk durfte noch jedesmal nach einer der großen außenpolitischen Aktionen des Führers feststellen, das— genau wie bei der Tschechenkrise— die anderen zwar durch ihr wildes, brüllendes Trommelfeuer mit Presse und Rundfunk uns übertönten, wir dagegen stets mit ungleich wirkungsvolleren, genau gezielten Einzelschüssen Batterie auf Batterie und Bastion auf Bastion der Gegenseite so systematisch niederkämpften, daß wir die Festung besaßen, noch ehe sich der feindliche Pulverschwaden verzogen hatte. — Denken wir an die Rheinlandbesetzung! Denken wir an die Rückgewinnung der Oberhoheit über die deutschen Ströme! Denken wir an die Ostmark! Denken wir an das Sudetenland! Die anderen— Straßburg, Zürich, Basel, Luxemburg, Mährisch=Ostrau— schweten wie wild darauf los, erzählten Geschichten aus„Tausend und einer Nacht", vermischt mit handgreiflichen Tatsachen— weil das die einzige Form ist, um naiven Gehirnen auch die Märchen glaubhaft erscheinen zu lassen; und vielfach erreichten sie, was sie sich vorgenommen, nämlich die Kleinmütigen noch kleinmütiger zu machen, die Wankelmütigen aber zu infizieren mit dem lästigen Zweifel: warum gab uns das keine Zeitung in Deutschland. Wenn diese Braven doch eine Ahnung hätten, wieviel tausend Meldungen des feindlichen Auslandes in Schrift und Funk täglich nur in der einen Absicht hinausgesandt werden, um entweder unsere Regierung aus ihrer Reserve zu locken, um aus der Art, wie sie reagiert. ihre Schlüsse ziehen zu können, oder aber um uns aufs Glatteis zu führen, um dann unsere eigene Gutgläubigkeit und Volkhaftigkeit vor aller Zeit wieder als„echt deutsche Verlogenheit und Bosheit" brandmarken zu können. So kommt beispielsweise heute die Nachricht aus Riga: Stalin weile nicht mehr unter den Lebenden.— Wehe der Zeitung, die darauf in Deutschland hereinfiele! Brächten wir morgen diese Nachricht, wenn auch mit allen Einschränkungen, gleich würde die ganze ausländische Zeitungsmeute über uns herstürzen: Diese verlogenen Deutschen! Diese ewigen Störenfriede! Aber bleiben wir bei unserem jüngsten politischen Ereignis: Godesvern— Wie haben sie in der Nacht nach Godesberg dem Teufel selbst am Himmel geflunkert: Chamberlain abgereist— Verhandlungen abgebrochen— Hitler hat seine Forderungen maßlos übersteigert— Das Memorandum und vor allem die Karte der abzutretenden Gebiete ist völlig verschieden von dem, was vorher zur Debatte stand!— Und wie hat so mancher brave Michel am folgenden Tag seine Zeitung aufgeschlagen und vergebens nach dem Wortlaut des Memorandums gesucht! Erst 24 Stunden später konnte er es nachlesen und mußte dann allerdings feststellen: Die anveren haben tatsächlich wieder über alle Maßen gefiunrern.— Aber wie Berlin in diesen 24 Stunden alle erreichbaren ausländischen Sender und ihre unbeherrschten, undiszivlinierten „Frontberichte" abhorchte, und wie sie in den verantwortlichen Stellen unseres Reichspropagandaministeriums die eine feindliche Sendung mit der anderen vergleichen, wie sie Meldung gegen Meldung abwogen, wie das Reichsaußenministerium daraus fortschreitende Schlüsse zog von weittragender Bedeutung, und wie vor allem die politischen Zentralen auf der Gegenseite geradezu händeringend nach ähnlichen„Stoffen“ aus unserem Wellenbereich vergeblich spähten und horchten, das alles weiß unser Michel nicht, und deswegen ist er beleidigt. Aber wir glauben auch: Wenn alle unsere verschnunften Volksgenossen in den Tagen der mangelnden Informierung“ in die Amtsstuben des Quai d’Orsans oder der Downingstreet hätten sehen können. sie mürden sich doch mächtig gefreut haben über die ratlosen Gesichter jener amtlichen Nachrichtenmacher in Paris und London, die trotz ihrer eigenen sich überstürzenden Radiosendungen leider selbst nicht wußten was eigentlich bei uns los war!! Die Situation der kritischen Tage war nachrichtenmäßig gesehen. so, daß drüben das Volk mehr„wußte“, als die Regierenden. und das ist faul! Neuformung aus neuer Weltanschauung Rosenberg über die Aufgaben des Lehrers und Erziehers Ribbentrop in Rom DRB Bayreuth, 27. Okt. In der Nähe Bayreuths hat der NS=Lehrer= bund eine Reichsschule eröffnet. Reichsleiter Rosenberg als Beauftragter des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der Bewegung nahm am Donnerstag die Einweihung dieses Zentrums der Arbeiten des Lehrerbundes vor. Er führte u. a. aus: Wir wissen, daß auch der Lehrer in das Blickfeld einer neuen öffentlichen Kritik getreten ist. Ich bin Ihrer Aufforderung gern gefolgt, hier zu Ihnen offen über diese Tatsache zu sprechen. Um sie richtig würdigen zu können, müssen wir uns dessen bewußt sein, daß wir in einem kämpferischen Zeitalter leben, dessen Intensität wohl in der Geschichte ohne gleichen dasteht. Dies bedingt, daß jene Gruppe von Menschen, die diesen Riesenkampf durchgehalten hat, in den Vordergrund des Lebens getreten ist, d. h. der politische Kämpfer und der Soldat. So fühlen sich vielleicht manche Berufe zurückgesetzt, bei denen eine unbändige Tätigkeit nicht so unmittelbar in Erscheinung zu treten vermag. Den Gelehrten wurde und wird der Vorwurf gemacht, vom Leben zurückgezogen, sich mit den entferntesten Dingen beschäftigt zu haben, ohne inneren Anteil an den großen Kämpfen des deutschen Volkstums zu nehmen. Dem Lehrertum wird vorgeworfen, nur in nüchterner Wissensvermittlung oder in sehr überwiegend marxistischer Weise seiner Pflicht nachgegangen zu sein. Wir müssen aber feststellen, daß auch andere Stände und Berufe in genau der gleichen Weise kritisiert wurden. Die Auffassung von Berufen schwankt und ist abhängig vor allen Dingen von der Wertigkeit der Träger eines Berufes und zweitens an dem Einsatzwillen großer Bewegungen für diesen Beruf. Für den nationalsozialistischen Lehrer gili es genau so wie für den nationalsozialistischen politischen Führer und Soldaten, das vorliegende geschichtliche Problem der früheren deutschen Stände und Berufe zu begreifen, den Ursachen nachzugehen, die zu einer bestimmten Beurteilung geführt haben und nunmehr aus einer neuen Weltanschauung heraus auch eine Neuformnug seines Berufes zu gestalten. Der Lehrer hat heute genau so eine revolutionäre Mission wie der nationalsozialistische Staatsmann und Soldat. Das mag an sich selbstverständlich und natürlich klingen: wir wissen aber zu genau, wie schwer es ist, eine alte Tradition nicht nur theoretisch zu verwerfen, sondern sie darzustellen an Zehntausenden von wirklich umgeformten lebendigen Menschen. Deshalb erwächst neben den Aufgaben für den Lehrer selbst auch für die nationalsozialistische Bewegung und die deutsche Nation die Pflicht, diesen Stolz des deutschen Lehrers und Erziehers zu unterstützen und nicht etwa ihn durch eine Kritik aus der Vergangenheit her in der Gegenwart zu kränken. Ich möchte hier deshalb mit aller Deutlichkeit erklären, daß eine Verunglimpfung des heutigen Lehrertums in uns einen entschiedenen Gegner finden wird. Die nationalsozialistische Bewegung wird für den Lehrersland in seiner Selbstachtung und für seine Achtung im Volk genau so eintreten, wie sie es in fortschreitendem Maße für alle Stände getan hat. Jeder hatte der Vergangenheit einst seinen Tribut zu zahlen. Von jedem wird aber gefordert, nunmehr die große Gegenwart und Zukunft zu begreifen. Und jedem muß dabei geholfen werden, die notwendige Pflicht mit der notwendigen Achtung vor seinen Aufgaben erfüllen zu können. Wir müssen diese Achtung von allen fordern, denn sonst würde sich notwendigerweise die Entwicklung so vollziehen, daß sich wirklich schöpferische Köpfe vom deutschen Lehrerberuf als von einem nicht voll geachteten zurückziehen würden. Gegen eine derartige Entwicklung, auch als für die Zukunft möglich sollte, müssen wir mit allen abzuKräfwenn sie sich nur zeichnen beginnen ten kämpfen. Ueberblickt man aber diese Tendenzen, so ergibt sich dann auch die Beantwortung eines weiteren Problems Stellenweise fordert man, daß der Lehrer zwar gewissenhaft das erlernte Wissen der neuen Jugend vermittle, daß aber die gesamte Erziehung der Jugend nur von ihr selber durchgeführt würde. Das aber kann weder im Interesse des Lehrers noch im Interesse der Jugend liegen. Ein Lehrer, der die ihm anvertrauten jungen Menschen nicht auch innerlich bilden und damit erziehen will, auch wenn nötig, mit Autorität erziehen will, ist eben kein Lehrer mehr und vermag für die nationalsozialistische Bewegung und das deutsche Volk nicht das zu leisten, was er leisten müßte. Auf der anderen Seite hat eine neue Jugend nicht nur theoretisch, sondern in der Tat bewiesen, daß ihre früher in Schablonen eingespannten Kräfte zu ruhren gewillt ist Die nationalsozialistische Bewegung hat diese große. Selbsterziehung der deutschen Jugend mit größter Freude gefördert und ist stolz auf alle sich regenden schöpferischen Persönlichkeiten, die sich in der HitlerJugend in so erfreulichem Maße gezeigt haben Daß eine junge Mannschaft in Selbstdisziplin heranwächst und nun ihre Kräfte rührt, sollte von einem nationalsozialistischen Lehrer nicht als Einbruch in das Gebiet, das er mit Recht zu fordern hat, bestritten, sondern von innen heraus mit Freude bejahl werden. Ich bin auch der Ueberzeugung, daß, wenn die deutsche Jugend diese innere Zustimmung zu ihrer gerechtfertigten Tätigkeit und Schöpferlust führt, sie auch GA Berlin, 27. Oktober. Reichsaußenminister von Ribbentrop ist am Donnerstagabend zu einem kurzen Besuch in Rom eingetrofsen. Er wird von der italienischen Presse sehr herzlich begrüßt unter besonderem Hinwoeis auf die enge deutsch=italienische Freundschaft und die Festigkeit der Achse Berlin=Rom. Auch im Ausland findet die Reise stärkste Beachtung, wobei alle möglichen Vermutungen über ihren eigentlichen Zweck ausgesprochen werden. Demgegenüber wird in unterrichteten Kreisen darauf hingewiesen, daß sich dieser Besuch im Rahmen der durch die Achse Berlin=Rom bedingten engen freundschaftlichen Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Völkern bewegt. Bei der Fülle der augenblicklich im Vordergrund stehenden Probleme ist eine Aussprache der Außenminister der beiden befreundeten Länder über alle wichtigen aktuellen Fragen sehr zu begrüßen. mit dem nationalsozialistischen Lehrertum bald jenen Gleichklang wird finden können. Die Einheit von Lehrer und Leben und die gemeinsame innere Entschlossenheit, dieses deutsche Leben von innen zu bilden, und sich nicht nach Schablonen der Vergangenheit zu richten, das sei auch eine Aufgabe des Nationalsozialistischen Lehrerbundes. Ich wünsche ihm und seiner Führung eine kritische Wertung der Vergangenheit, einen entschlossenen Willen, einen Typus des nationalsozialistischen Lehrers heranzubilden, einen inneren Antrieb, die Jugend in ihren besten Kräften zu begreifen, um mit ihr gemeinsam die Bildung eines neuen Geschlechts durchzuführen und auf diese Weise mit Fundamente für den kommenden geistigen Dom deutschen Nation zu errichten. der Entführungsversuch am hellen Tage Ein fast unglaubliches Verbrecherstück aus Paris— Hehjagd durch die Stadt DNB Paris. 27. Oktober. Nachdem in letzter Zeit die tollen Gangsterstreiche in Marseille wiederholt den Gesprächsstoff der französischen Presse bildeten, ist am gestrigen Mittwoch Paris der Schauplatz eines frechen Entführungsversuches am hellichten Tage auf offener Straße gewesen. Ein reicher Ausländer, dessen Identität geheimgehalten wird und der laut Pressemeldungen Amerikaner sein soll, wurde von fünf elegant gekleideten Gangstern von einer Kaffeehausterrasse auf der Avenue de 1’Opera in einem bereitstehenden Wagen geschleppt. Kriminalbeamte, die den Vorfall beobachtet hatten, konnten einen der Verrecher sofort festnehmen, während die anderen in das mit Vollgas davonfahrende Auto flüchteten. Eine wilde Jagd durch die Straßen begann. Schließlich konnte der Kraftwagen an einer Straßenkreuzung zum Halten gebracht werden; doch gelang es den vier Gaunern, nachdem sie mit Revolverkolben auf ihr Opfer eingeschlagen hatten, im allgemeinen Getümmel zu ent, kommen. Ein Polizeibeamter verfolgte einen der flüchtenden Verbrecher und gab einen Warnungsschuß ab. Plötzlich drehte sich der Gangster um und schoß auf den Polizisten, ohne ihn jedoch zu treffen. Ein mutiger Mann stürzte auf den Verbrecher zu, schlug ihm den Revolver aus der Hand und hielt den Gauner fest, bis er verhaftet werden konnte. Es handelt sich um einen wiederholt straffälligen Korsen aus Ajaccio. Die übrigen drei Täter konnten bisher noch nicht gesaßt werden. Wie nachträglich bekannt wird, handelt es sich bei dem Ueberfallenen um den Millionär Harris Morisson aus Neuyork, der mit seiner Familie zu einer mehrmonatigen Vergnügungsreise nach Frankreich gekommen ist. Im Augenblick des Ueberfalls hatte Morisson in seiner Brieftasche ein Scheckheft und 60 000 Francs in bar bei sich. Schneesturm auf dem Balkan Frost verursacht Millionenschaden DRB. Sofia, 27. Okt. Auf dem ganzen Balkan wüten bei starker Kälte heftige Schneestürme. Der Schnee liegt in manchen Gegenden mehrere Meter hoch, so daß der Eisenbahn- und Straßenverkehr teilweise eingestellt oder umgeleitet werden mußte. Aus der Umgebung der bulgarischen Stadt Gabrovo werden siieben Tote gemeldet, die dem Schnee und der Kälte zum Opfer gefallen sind. Der Schaden, den der vorzeitige Schneefall in den Gärten, die zum Teil noch nicht abgeerntet sind, angerichtet hat, beläuft sich nach den bisherigen Schätzungen auf mehrere Millionen Lewa. Kleinkrieg in Palästina geht weiter DRB. Jerusalem, 27. Okt. Bei den gestrigen militärischen Operationen in Nord=Palästina wurde durch die vorzeitige Explosion einer Granate ein Major, ein Sergeant uno zwei Soldaten verletzt. Zwei Freischärler wurden erschossen, einer davon durch ein Flugzeug. Das arabische Dorf Tira wurde von Militär durchsucht, vier Araber wurden auf der Flucht erschossen bzw. verwundet. 2 Mill. Sterne auf der Platte Das leistunoslähigste Objektiv auf Deutschlands höchster Station Bei uns dagegen hat die breite Masse für Stunden und Tage ihren Nachrichtenhunger durchstehen müssen, dafür aber durfte sie die Ueberzeugung haben, daß der Führer selbst und seine Leute besser im Bilde waren wie irgendeine Gegenseite, und dos war gut und richtig so— der Erfolg hal das bewiesen! Die Sonneberger Sternwarte auf dem Erbisbühl ist um ein neues, außerordentlich wertvolles Instrument bereichert worden. Dieses Instrument ist ein von der Firma Zeiß in Jena erbauter großer Astroaraph mit einem Objektivdurchmesser von 400 Millimeter. Mit diesem Vierlinser hat die Sternwarte Sonneberg das leistungsfähigste photographische Objektiv in Europa erhalten. Zwar sind ähnliche Instrumente auch schon für ausländische Sternwarten geschaffen worden, hier ist aber eine Neukonstruktion insofern erstmalig durchgeführt, als das Instrument ein Oeffnungsverhältnis von 1:4 aufweist. Bei allen früheren derartigen Instrumenten betrug dieses Verhältnis 1:5. Was dieser„Große Astrograph“ leistet, wird klar, wenn man hört, daß sich auf einer mit ihm ausgenommenen photographischen Platte von 30mal 30 Zentimeter Größe über zwei Millionen Sterne befinden. Eine weitere Besonderheit des Instruments ist der vollelektrische Antrieb durch einen Synchron=Motor. Bei den langen Belichtungszeiten(bis zu vier Stunden) muß das Instrument der Drehung des Himmels folgen, wozu man bisher meistens Gewichtsuhrwerke anwandte. Die neue, überdies durch eine Pendeluhr gesteuerte Antriebsvorrichtung hat sich während halbjähriger Erprobung ebenfalls gut bewährt. Leistung der deutschen Wissenschaft und des deutschen Kulturkreises in die Geschichte eingehen. Dr. Hoffmeister sprach bei dieser Gelegenheit über den Sinn der Forschungsarbeit überhaupt und hob den Wert der astronomischen Forschung für die Physik und Chemie ebenso hervor wie für die Naturwissenschaften ganz allgemein. Von Bedeutung ist sie ferner für die Bekämpfung des Aberglaubens und insbesondere aber hinsichtlich ihrer kulturpolitischen Sendung. So schafft die Forschung, die aus einem ursprünglichen Drang im Menschen heraus arbeitet, sowohl für Technik und Wirtschaft als auch für die Kultur hohe Werte. Wenn Mignon stirbt Essener Opern und Konzerte Lernen wir aus diesen Geschehnissen! Wenn künftig wieder einmal erhöhte Anforderungen an unsere nationale Disziplin gestellt werden, dann dürfen wir nicht nur das Gesicht wahren und rein äußerlich Diszivlin halten.— denn das hat in den vergangenen Wochen, dank der voraufgegangenen nationalsozialistischen Erziehungsarbeit ganz ohne Frage geklappt. und der Führer hat das auch groß anerkannt, — sondern dann ist es notwendig, daß wir auch verstandesmäßig die Dinge um uns richtig zu bewerten wisen. Und so fassen wir zusammen: Presse und Rundfunk Im nationalsozialistischen Deutschland sind Instrumente Im Dienste des Volkee wie Wehrmacht und Wirtschaft. Wie sie eingesetzt werden. wann und in welchem Umfange, bestimmt der Führer. Den Erfolg entscheidet ann die Gefolgschaftstrene des deutschen Volkes. In einer Sonderveranstaltung der Sternwarte wurde das neue Instrument zahlreichen geladenen Gästen vorgeführt und durch Dr. Hoffmeister erläutert. Das Objektiv habe sich in der praktischen Arbeit noch besser erwiesen, als erwartet wurde. Das Instrument ist für die Sternwarte vor allem unentbehrlich zur Erfüllung einer Aufgabe, die seit 1929 zu den Hauptaufgaben des Instituts gehört: die Statistik der schwächeren, veränderlichen Sterne. Diese. die ihrer Zahl und Art nach bisher nur ungenügend bekannt waren, galt es, in ihrer Verteilung über den Himmel zu untersuchen Bei aller intensiven Arbeit an dieser Aufgabe und trotz der Ueberlegenheit der technischen Methoden war die Sonneberger Sternwarte bisher gegenüber den großen amerikanischen Sternwarten nicht konkurrenzfähig. Das ist nun anders geworden Von der Sonneberger Warte wird noch in diesem Jahre die erste größere Veröffentlichung zu diesem Thema erfolgen. 1835 neue Fälle der Veränderlichkeit des Sternenlichts wurden bisher gefunden. 2500 Fälle dürften es insgesamt werden. Jeder einzelne Fall der Veränderlichkeit des Sternenlichts wurde dabei untersucht. Diese Arbeit wird als eine Das Essener Opernhaus nahm Ambroise Thomas' altbeliebte„Mianon“ wieder in sein Repertoire auf. Die von Joachim Klaiber besorgte Neuinszenierung brachte in das gewohnte Aufführungsbild insofern einen neuen Zug, als die Oper hier nicht mit der glücklichen Vereinigung Wilhelm Meisters und Mignons endet, sondern mit dem Tod Mignons, den Eifersucht und Erschrecken gegenüber der koketten Nebenbuhlerin Philine diesmal„wirklich"(im Original nur scheinbar) herbeiführen. Beide Fassungen treffen sich auf dem gemeinsamen Nenner der Rührseligkeit. Den musikalischen und damit des Werkes besten Teil brachte Heinrich Creuzbura mit dem Orchester und dem Ensemble fein geschliffen und mit kultiviertem Geschmack zur Wirkung. Nicht nur vom Werk her, sondern auch durch reizvolle gesangliche und ausgezeichnete darstellerische Gestaltung stand die Mignon Annelies Schäfers im Mittelpunkt.— Creuzburg dirigierte auch mit Umsicht die Aufführung des„nosenkavalier“, die in der bekannten Inszenierung Wolf Völkers dem Spielplan wieder eingegliedert wurde. Mit den Gastsängerinnen Melitta Amerling(Marschallin) und Hilde Lins (Oktavian) vereinte sich diesmal im Terzett Annelies Schäfer, die sich auch als Sophie wieder als bedeutsamer Gewinn des Essener Opernensembles erwies. Im zweiten städtischen Kammerkonzert war das Claudio=Arrau=Trio zu Gast, das außer dem C=dur=Trio von Brahms und Tschaikoffskiss Klaviertrio auch das einzige Klaviertrio spielte, das Maurice Ravel geschrieben hat: ein Stück sein verästelter, schwebungsreicher impressionistischer Kammermusik, dessen sensible Ausdrucks= und Farbwerte nur durch ein so eng verbundenes, klanglich sein aufeinander eingestimmtes Zusammenspiel wirksam gemacht werden können, wie es ein besonderer Vorzug des ArrauTrios ist. Ueber diese Wirksamkeit hinaus vermochten die drei Künstler(neben dem international gefeierten chilenischen Pianisten noch die beiden aus der kammermusikalischen Schule des Wendling=Quartetts stammenden Hermann Hubi und Prof. Hans Münch=Ho land) ihrer fesselnden Interpretation auch jene durchsichtig leuchtende Klarheit und Klangformung zu geben, die eine Eigenart jungfranzösischer Musik ist.— Cesar Francks Violinsonate, in mancher Hinsicht ein Bindeglied zwischen romantischer und impressionistischer Kammermusik, erschien in einem Abend junger Berliner Künstler: Eugen Forster und Hugo Steurer, die sich mit einem romantischen Duo=Programm als begabte Nachwuchskräfte vorstellten Sie spielten außer der Sonate Francks, des„belgischen Brahms“, noch die erste Violinsonate von Brahms und Beethovens Kreutzer=Sonate.— Ein Klavierabend Raoul Koczalskis erneuerte nicht nur die Bekanntschaft mit dem unvergleichlichen Chopin=Spieler, sondern auch mit dem Komponisten Koczalski. Koczalski, der in diesem Jahre als 53jähriger sein 50jähriges Künstlerjubiläum feiert, hat nicht nur als Pianist, sondern auch als Komponist als„Wunderkind" begonnen; vor bald vierzig Jahren brachte z. B. das Elberfelder Theater eine Oper des Jünglings zur Uraufführung. Eine neue Oper Koczalskis soll in diesem Winter an mehreren polnischen und deutschen Bühnen erscheinen. Die Klaviermusik Koczalskis(er spielte in Essen eine cis=moll=Sonate und ein stimmungsvolles Impromptu) hat bei aller Chopin=Nähe doch in Stimmung und Formgebung versönliche Eigenart: eine im guten Sinne pianistisch empfundene, ohne leere Virtuosität gestaltete Musik. Der entscheidende Eindruck des Abends, der auch Klavierwerke Schumanns und Liszts brachte, ging allerdings von der Intervretation der Etüden aus Chopins ovus 10 aus. die Koczalskis Kunst zu stimmungstiefen Charakterbildern formte. Dr. Wolfgang Steinecke. Kleine Kunstnachrichten Am Stadttheater Mainz findet am 4. November die Uraufführung der Komödie„Zwei Augen, um nicht zu sehen“ von Pietro Solari statt. Krefelds Neueinstudlerungen Das Krefelder Stadttheater plant für November die Erstaufführunng von Friedrich Forsters „Robinson soll nicht sterben". Eduard Künnekes Operette„Herz über Bord“,„Flitterwochen". Lustspiel von Paul Helwig. Außerdem wird Verdis „Aida“ noch im November herausgebracht. 28. 10. 38 Ihre Hand fuhr die Brust und vor Dann erhob sie sich lichen Legaten auc Bogen vor des Ko „Sir, um Himn Habt Erbarmen, ie und keiner ist ein ich Euch beleidigt? treue Frau!“ Als sie aufstand, des Gesicht. Aber Aragonien den Sa „Madam, Sie n Begleiter. Die Tochter der gefaßt:„Laßt un habe ich nichts zu Im Saal war sammengesunken, Ehemänner seines „Wie schrecklich haftem Weib! Abverlangt, daß ich gebrochen. „Ich nicht!“ erw Heinrichs Hand Rolle: „Hier— Eure Stimme zerriß das „Betrug!“ Fisher war der und es hieß, der K Augen flackerten. schweres Atmen u In diesem Augenb Bruch Die Königin ri Erden zu beender zwischen Juli und möge sich gedulder gedulden! Kardinal Wolser gültigen Auftrag rina, in die Schei als nächste Erbin den Kindern aus Katharina weige gelöst. Der Herzo geschlagen: nichts Kardinälen! Das! Partei, nicht selten weg sich Männer Wo immer Anne hinter ihr her. Endlich kam Ar Katharina se Exkommunikation. De ACe WSC CA R N Ft Seite 2 Rom n, 27. Oktober. zentrop ist am Besuch in Rom der italienischen besonderem HinFreundschaft und . Auch im Ausstung, wobei alle eigentlichen Zweck ber wird in unteri, daß sich dieser Achse Berlin=Rom Beziehungen und eiden großen Völaugenblicklich im st eine Aussprache freundeten Länder sehr zu begrüßen. hrertum bald jeen und die gemeineutsche Leben sich nicht nach ichten, das sei auch tischen Lehrerbunier Führung eine heit, einen entdes nationalsoziainen inneren AnKräften zu begreildung eines neuen diese Weise mit geistigen Dom der ch die Stadt nügungsreise nach enblick des Ueberftasche ein Schecksich. Balkan enschaden Sofia, 27. Okt. wüten bei starker Der Schnee liegt leter hoch, so daß ir teilweise eingete. Aus der Umrovo werden slenee und der Kälte den, den der vordie zum Teil noch it. beläuft sich nach nehrere Millionen zeht weiter zusalem, 27. 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Lustspiel wird Verdis zebracht. 28. 10. 38 General-Anzeiger EETZ Aitt auf Der en! RFAITEIATANEUII slischen Gesehichte Kruck von(Porurzon 4. Fortsetzung Ihre Hand fuhr in großem Kreuz von der Stirn an die Brust und von der linken an die rechte Schulter. Dann erhob sie sich Ohne daß ihre Augen die richterlichen Legaten auch nur streiften, ging sie in großem Bogen vor des Konigs Thron und kniete nieder. „Sir, um Himmels willen, was ist zwischen uns? Habt Erbarmen, ich bin eine Fremde in diesem Land und keiner ist ein gerechter Richter. Ach, worin habe ich Euch beleidigt? Zwanzig Jahre lang war ich Eure treue Frau!“ Als sie aufstand, rannen die Tränen über ihr alterndes Gesicht. Aber ungebeugt verließ Katharing von Aragonien den Saal. „Madam, Sie werden zurückgerufen!" flüsterte ein Begleiter. Die Tochter der spanischen Könige hatte sich wieder gefaßt:„Laßt uns weitergehen. Vor diesem Gericht habe ich nichts zu sagen.“ Im Saal war Heinrichs schwere Gestalt in sich zusammengesunken, das Bild des jämmerlichsten aller Ehemänner seines Königsreichs. „Wie schrecklich— eine Scheidung! Von solch tugendhaftem Weib! Aber haben nicht alle meine Bischöfe verlangt, daß ich meine Ehe prüfen lasse?“ fragte er gebrochen. „Ich nicht!“ erwiderte Fisher, Bischof von Rochester. Heinrichs Hand griff überraschend schnell nach einer Rolle: „Hier— Eure Unterschrift und Euer Siegel!" Die Stimme zerriß das Schweigen wie ein Messer. „Betrug!“ Fisher war der Erzieher Heinrichs VIII. gewesen, und es hieß, der König liebe ihn über alles. Heinrichs Augen flackerten. Durch die Stille hörte man sein schweres Atmen wie das Schnauben eines Stieres In diesem Augenblick verspielte Fisher seinen Kopf. Bruch mit dem Papst Die Königin rief Rom zu Hilfe, ihre„Hölle auf Erden zu beenden": in Rom tage man niemals zwischen Juli und Oktober, hieß es dort. Majestät möge sich gedulden. Sie mußte sich dreieinhalb Jahre gedulden! Kardinal Wolsey hatte der Königin des Königs endgültigen Auftrag zu überbringen: wenn sie, Katharina, in die Scheidung willige, würde ihr Kind Mary als nächste Erbin zum Thron stehen— gleich nach den Kindern aus des Königs künftiger Ehe. Katharina weigerte sich. Der Gerichtshof wurde aufgelöst. Der Herzog von Suffolk hatte auf den Tisch geschlagen: nichts Gutes käme für England von den Kardinälen! Das Volk nahm lärmend für die Königin Partei, nicht selten geschah es, daß auf Heinrichs Jagdweg sich Männer und Frauen bittend niederwarfen. Wo immer Anne Boleyn erschien, schmälten Frauen hinter ihr her. Endlich kam Antwort aus Rom. Die Ehe mit Katharina sei gultig! Und dem König drohe Exkommunikation. Wie, der Papst gehorche nicht? Wolsey mußte schuld daran sein!„Wolsey ist das Hindernis", flüsterte Anne Boleyn... Nur durch einen plötzlichen Tod entging er, der Kanzler Englands durch vierzehn Jahre, seiner Enthauptung. Rom wagte aufzustehen gegen den Willen Heinrich VIIl.! Rom trennte ihn von Anne Boleyn! „Hoheit“, sagte der neue Günstling Thomas Cromwell,„der Papst versagt die Scheidung. Warum auf eine Erlaubnis warten? Jeder Engländer ist Herr in seinem Haus, warum sollten Sie es nicht in ganz England sein? Soll ein ausländischer Bischof die Macht mit Ihnen teilen? Hoheit, Sie sind nur ein halber König, Ihr Reich ist ein zweiköpfiges Monstrum... Sollte man das noch länger dulden?" Ob dem römischen Papst vermöge göttlichen Rechtes irgendeine Autorität in England zustehe? ließ Heinrich daraufhin alle gelehrten Theologen des Landes raten. Es war die Zeit, da einzelne in erstarktem Ichbewußtsein sich zu fragen begannen:„Rom? Was ist die Autorität von Rom?" Die Zeit, da in Deutschland edelste Geister um Freiheit und Erkenntnis rangen. Die Theologen Englands durchforschten die Bücher und verneinten. So nahm Heinrich VIII. den Titel an:„Oberstes Haupt auf Erden der Kirche von England und unmittelbar von Gott.“ Nicht die Lehre oder der Kultus sollte geändert werden, nur die overste Befehlsgewal. Katholik sei er und wolle er bleiben, im Gegensatz zu den Reformierten anderer Länder, ließ Heinrich sich hören. Es war das Schicksal der neuen Kirche Britanniens, daß an ihrem Beginn nicht das Wahrheitsstreben menschlichen Geistes, sondern der Wunsch eines Königs nach Scheidung stand. Die beiden Häuser des Parlaments beeilten sich nunmehr, zu bestätigen, daß die 24jährige Ehe des königlichen Herrn schriftwidrig, von allem Anfang an ungültig gewesen sei; das staunende Volk erfuhr und hatte es bei Todesstrafe zu glauben, daß der König bereits mit Anne Boleyn in heiliger Ehe lebe— mit „Nan Bullen“, wie man sie nannte. Jener Samstag vor Pfingsten des Jahres 1533. an dem die neue Frau Heinrichs VIII., ihm angetraut kraft seines obersten Willens, durch die City nach Westminster fuhr— ein Kind bereits unter dem Herzen— und von Cranmer, dem neuen Erzbischof von Canterbury, die Krone erhielt, entschied über die Trennung Britanniens von Rom. Königin auch in der Haft Nach Schloß Huntingdon wurde die Frau gebracht, die mit ihrem neuesten Tite!„Prinzessin=Witwe" hieß Sie brauche sich keine Sorge um den König zu machen, meldeten ihr die Herzöge von Norfolk und Suffolk, er habe eine andere Frau geheiratet Katharina möge sich hüten, den Titel Königin von nun an zu usurpieren. Unter ihren seidenen Kleidern legte Katharina, die Frau jenes Mannes, dem das Mitleid fremd war, den Habit des Heiligen von Assisi an, der sich Bruder von Vögeln und Fischen nannte. Nicht ein einziges Mal erhielt sie Antwort von Heinrich auf die Bitte, Mary noch einmal sehen zu dürfen, ihr einziges Kind. Von Schloß zu Schloß schickte der König seine einstige Frau; das letzte war feucht und ungesund. Ueberall wohin sie kam, tönte, trotz des Königs strengem Verbot, das „God save the Queen“ hinter ihr her, das für Anne Boleyn so hartnäckig verweigert wurde. Das einzige, was sie durchsetzte, war, innerhalb der Wände ihrer Haft den Königinnentitel zu erzwingen. „Ich heiße Königin, und mein Kind ist des Königs rechtmäßiger Sproß“, beharrte sie. Man bot Entschädigungssummen, man drohte ihr; umsonst. Ein Diener nach dem anderen stahl sich aus ihrem Dienst, sie waren auf„Prinzessin=Witwe“ vereidigt. Wenige nur blieben zurück. Diese Wenigen mußte der König zuletzt des Eides entbinden.„Sie hat trotz allem die Standfestigkeit eines Mannes", bewunderte ihr Gegner Cromwell. Zwei Spanier standen, drei Jahre später, an ihrem Totenbett: König Heinrichs Spione konnten nicht mehr berichten, was Katharina noch gesprochen. Kastilianisch waren ihre letzten Worte. Aerzte fanden sich, die behaupteten— und Chapuys, Kaiser Karls Gesandter, nahm es an—, daß sie durch ein langsam wirkendes Gift ihrer glücklichen Nachfolgerin das Leben verloren habe. Heinrich baute eine prächtige Kirche über dem Grab — er galt als Schätzer der Kunst. Auch kleidete er sich in Schwarz und befahl dem Hof ein gleiches, obwohl man ihn sagen hörte:„Gott sei Dank, jetzt sind wir von der Angst vor einem Krieg befreit!“ Anne Boleyn aber erschien, entgegen des Königs Weisung, samt ihren Damen in Gelb. (Fortsetzung folgt) Einspruch gegen das„Staatsschutzgeseb“ der Litauer 4 DNB. Memel, 27. Oktober. Der memelländische Landtag hielt eine Sitzung ab, auf deren Tagesordnung als einziger Punkt der Einspruch gegen das von der litauischen Regierung dem litauischen Seim vorgelegte neue„Staatsschutzgesetz" stand.Vor Eintritt in die Tagesordnung gab das Landtagspräsidium bekannt, daß der Gouverneur gegen vier kürzlich vom Landtag beschlossene Gesetze erneut sein Veto eingelegt habe. Eine Aussprache hierüber wurde für die nächste Landtagssitzung angekündigt. Zur Tagesordnung war eine Anfrage der memeldeutschen Einheitsliste eingegangen, die das Direktorium um Stellungnahme zu dem Gedanken eines eigenen memelländischen Staatsschutzgesetzes ersucht. Präsident Baldszus legte dem Landtag den Briefwechsel vor, der das Direktorium im Frühjahr 1934 unmittelbar nach Erlaß des litauischen Staatsschutzgesetzes mit dem damaligen Gouverneur des Memelgebietes, Bauskas, geführt hatte. Baldszus belegte dadurch, daß bereits damals das Memelgebiet gegen dieses statutwidrige Gesetz Einspruch erhoben habe. Damals seien nach stürmischer Aussprache Landtag und Direktorium einmütig zu dem Ergebnis gekommen, daß auch der Erlaß eines memelländischen Sondergesetzes nichts an der Tatsache geändert hätte, da das Memeldeutschtum und die autonomen Behörden unter einem mindern Rechtsschutz gestellt seien als das litauische Volkstum und die litauischen staatlichen Behörden im Memelgebiet. An dieser Lage habe sich bis heute nichts geändert. Der Landtag naym von dieser Antwort zustimmend Kenntnis. Abgeordneter Monien als Sprecher der Einheitsliste entwickelte dann in scharfem Gegensatz zu den Behauptungen des Ministers des Innern Leonas im litauischen Seim ausführlich die Gründe, aus denen das autonome Memelgebiet allein für die Strafgesetzgebung zuständig sei. Er begründete seinen Standpunkt nicht nur aus dem Wortlaut, sondern auch aus dem Sinn des Memelstatuts und ging dabei von der Tatsache aus, daß die Angliederung des Memelgebiets infolge gewaltsamer Besetzung durch Litauen und gegen den Willen der Memelländer erfolgt sei. Das Autonomiestatut habe also im wesentlichen die Funktion, das schwächere Memelgebiet im Rahmen der ihm zugewiesenen Zuständigkeiten zu schützen gegen den stärkeren Willen des litauischen Staates, der dem autonomen Gebiet gegenüber ja alle Machtmittel besitze. Die Souveränität sei auf Litauen nur unter den Bedingungen des Memelstatuts übertragen: aus dem Besitz der souveränen Rechte könne daher niemals eine Einschränkung der statutgemäßen Rechte der autonomen Gebietsverwaltung hergeleitet werden. Das Statut weise die Materie des Strafrechtes uneingeschränkt dem Memelgebiet zu; also könnten nicht Teile dieses Strafrechtes vom litauischen Staat durch ein Staatsschutzgesetz für sich in Anspruch genommen werden. Abgeordneter Monien führte weiter aus, daß die bürgerlichen Grundrechte, Vereins=, Versammlungs= und Pressefreiheit, im Memelgebiet verankert seien, durch das Staatsschutzgesetz praktisch aber vollig ausgeboben würden. Er schloß mit einem scharfen Protest hiergegen im Namen der memeldeutschen Einheitsliste, also im Namen von 24 von den 29 Abgeordneten des Landtags. In der weiteren Aussprache erganzte Abgeordneter Bingau die Ausführungen des Abgeordneten und Vizepräsidenten Monien, wobei er gleichfalls gegen die Seimrede des litauischen Innenministers Leonas polemisierte und in scharfer Form die Unterstellung zurückwies, als lägen der Haltung der Memelländer fremde Einflüsse. oder die Tendenz zugrunde, Unruhe zu provozieren. Entgegnungen der litauischen Abgeordneten Gadlius und Pranaitis, die eine Umarbeitung des litauischen Staatsschutzgesetzentwurfs in Aussicht stellten, gingen trotz energischen Eingreifens des Landtagspräsidenten zum Teil im Lärm der Zuhörer und im Gesang des Memellandliedes und anderer deutscher Lieder unter. Der Gesamtverlauf der Sitzung, die von vielen ausländischen Pressevertretern, darunter auch englischen und norwegischen, verfolgt wurde, zeigte eindringlich, daß der litauische Staat in der Frage des Staatsschutzgesetzes sich im Memelgebiet einer aeschlossenen Abwehrfront gegenüber befindet, die— aus bodenständischem Volkstum zusammengesetzt — mit den Erfahrungen der 15 Jahre seit der Besetzung durch Litauen rechnet und sich auf das Bewußtsein ihrer unantastbaren memelländischen Rechte stützt. enn sich bis heute schon Orei von vier Rauchern einer 4% Pfennig-Zigarette für OVERSTOLZ entschieden haben, dann ist das weit mehr als ein Zufall. Es ist die spontane Bekundung urteilsfähiger Menschen, wie hoch sie die Vorzüge einerfrischen MazedonenZigarette einschätzen. 12 OVERSTOLZ 50 fennig 28. 10. 38 GA-Sport vom Tage General-Anzeiger 28. 10. 38 Großbritanniens Elf? „Sie ware imstande, jeden Gegner in der ganzen Welt sicher zu schlagen“ Es ist kein Geheimnis mehr, daß vielleicht schon nächstes Jahr das Rückspiel auf dem Kontinent stattfindet. Aber es soll dann noch eine Steigerung geben... Schon dieses Jahr war ursprünglich geplant, daß nicht England allein, sondern Großbritannien gegen den Kontinent spielen solle. Man weiß, daß die englische Nationalelf nur das eigentliche England, also den Südosten der großen Insel vertritt, während Wales(im Westen), Schottland(im Norden) und Irland streng auf ihre fußballerische Selbständigkeit achten. Bei den Olympischen Spielen kam es erstmals zur Bildung einer großbritannischen Elf; lange schon sehnt man sich jenseits des Kanals nach der Entstehung einer großbritannischen Professional=Elf. Wie sie aussehen soll, beschäftigt die Fachleute genau so leidenschaftlich wie uns seit langem das Problem der Kontinentelf. Beim Rückspiel auf dem Kontinent soll sich nun auch dieses Traumbild britischer Fußballphantasie verwirklichen. Nicht England allein, sondern die Großbritische Elf tritt dem Festland gegenüber. Als Austragungsorte kommen wohl nur Berlin, Rotterdam, Amsterdam oder eine italienische Stadt in Betracht. Eine englische Sonntagszeitung schlägt die Aufstellung vor, in der eine großbritische Mannschaft heute spielen müßte.„Sie wäre imstande, jeden Gegner in der ganzen Welt sicher zu schlagen“. Uebersehen die britischen Kollegen hierbei nicht vielleicht die Nachteile einer gemischten Mannschaft, wie wir sie in der Kontinent=Elf hatten? Freilich ähneln sich die Stile der vier britischen Länder mehr als die Spielauffassungen der KontinentStaaten. Das Londoner Blatt schlägt vor: Dawron (Schottland) Sproston (beide Hap England) Hapgood Busby (Schottland) Jones Brown (Wales)(Schottland) Matthewe Walker Lawton Dix Duncan (England)(Schottland)(Engl.)(Engl.)(Schottl.) Natürlich findet dieser Vorschlag lebhafte Kritik. Auch wir würden nach unseren Kenntnissen Bryn Jones(Wales)— der merkwürdigerweise fehlt— dem jungen Dix vorziehen, wenn man sich nicht gar für den Iren Doherty entscheiden müßte. Bei England: Schottland im Frühjahr, das wir in London sahen, war die schottische Verteidigung(Beatti) noch weit stärker als die englische. Nurmi„Weltathlei Nr. 1“. Ansichten des Finnen über Rekordverbesserungen im Laufen Es ist nun recht interessant, einmal die Ansicht eines großen Fachmannes über die Möglichkeit weiterer Rekordverbesserungen im Laufen zu yoren. Wenn nun gar ein Könner wie Paovo Nurmi, den man als den größten Läufer aller Zeiten bezeichnet, dazu Stellung nimmt, dann gewinnt dessen Ansicht noch ganz besondere Bedeutung. Nurmi wird allgemein der„Weltathlet Nummer 1“ genannt. Er war ein Läuferphänomen, wie es seither die Welt nicht wieder erlebt hat. Nurmi galt auch als ein großer Schweiger. Wenn dieser Wunderläufer nun zu dem Thema„Rekordverbesserungen sind möglich“ Stellung nimmt, dann darf man wohl seiner Meinung einigen Wert beimessen. Paovo Nurmi hat seiner Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß schon in den nächsten Jahren die jetzigen Höchstleistungen von 800 Meter bis 10 englische Meilen verbessert werden dürften. Den diesjährigen Weltrekord von Sidney C. Wooderson über 800 Meter bezeichnet der Finne sogar als den schwächsten Punkt in dem Reigen der Laufweltrekorde! Erst wenn der 800=m=Weltrekord unter 1:45 Minuten liegen werde, könnte man von guter Qualität sprechen! Bei richtiger Taktik hält der Finne sogar eine 800=m=Zeit von 1:42 Minuten für möglich. Heute würden die ersten 400 Meter um 3 bis 5 Sekunden schneller als die zweiten 400 Meter gelaufen werden, was eine völlig verfehlte Taktik sei. Nurmi meint, daß der Unterschied zwischen beiden 400=m=Zeiten nur eine halbe Sekunde betragen dürfe. Einem Läufer, der taktisch so gleichmäßig zu laufen vermag und auch Schnelligkeit besitze, müßte es keine zu großen Schwierigkeiten bereiten, zweimal 400 Meter hintereinander in 51 bis 52 Sekunden, also in 1:42 bis 1:44 Minuten Gesamtzeit zu durchlaufen. Vor dem Weltrekord über 1500 Meter, den Jack Lovelock(Neuseeland) bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin mit 3:47,8 Minuten aufstellte, hat Nurmi ebenfalls keinen großen Respekt. Erst bei einer Zeit von 3:43 Minuten könnte man von einer Gipfelleistung des Menschen sprechen. Am ehester hält Nurmi den Amerikaner San Romani für geeignet, eine derartige Zeit zu laufen. Ueber die Fähigkeiten des Engländers Wooderson enthielt sich der Finne ein Urteil, weil er diesen noch nicht gesehen habe. Doch für alle Mittelstrecken hält Nurmi die heutige Lauftaktik als nicht die richtige. Der 3000=m=Weltrekord sei in den letzten Jahren regelmäßig herabgesetzt worden, doch ist Nurmi überzeugt, daß auch die Zeit von Gunnar Höckert(Finnland) mit 8:14,8 Minuten noch nicht die äußerste Grenze darstellt. Als den besten Läufer der Gegenwart über 3000 bis 5000 Meter bezeichnet Paovo Nurmi den Schweden Henry Jonßon, dem er eine Zeit von 14:10 Minuten für 5000 Meter durchaus zutraut. Jonßon wäre nach Ueberwindung eines gewissen Konditionsmangels für eine solche Leistung durchaus fähig, ebenso wie Salminen das Können besitze, die 10000 Meter nicht nur unter 30 Minuten, sondern sogar in 29:20 Minuten zu durchlaufen. Schließlich erklärte Nurmi, daß er und der Schwede Edwin Wide, mit dem er die Weltrekordserien begonnen hat und die Bestleistungen auf einen immer höheren Stand brachte, nicht besser gewesen seien, als die heutige Spitzenklasse. Dagegen ware das moderne Training der Mittel= und Langstreckenläufer damals unbekannt gewesen. Allein durch die Fortschritte in den Trainingsmethoden und in der Taktik seien weitere wesentliche Rekordverbesserungen im erwähnten Umfange durchaus möglich. Soweit Nurmis Ansicht. Wir haben die Glanzzeit des berühmten Finnen noch in bester Erinnerung. Nurmi lief nicht gegen seine Gegner, sondern gegen die Stoppuhr, die er in der Hand trug. Seine Fähigkeiten, ein Tempo mit sicherer Gleichmäßigkeit vom Start bis zum Ziel durchzuhalten, sicherten ihm die großen Erfolge und führten ihn zu den Weltrekordzeiten, die ein Jahrzehnt hindurch die Sensation des internationalen Sports waren. Man wird ja nun im Zusammenhang mit den nächsten Olympischen Spielen 1940 in Helsinki sehen können, ov Nurmis Voraussagen über neue Rekordmöglichkeiten in Erfüllung gehen werden. Wuppertal des meisters Schatten Verfolgerjagd in der handball-Gauliga auf den Liniforter s9. Tura Wuvvertal bleibt nach wie vor des Niederrheinmeisters„Schatten". Daran vermochte auch nichts der Sieg des Lintforter Spielv. über den erstarkten Rivalen Rasensport Mülheim zu ändern, weil die Tura=Vertretung äußerst günstig im Rennen liegt und ihren zweiten Tabellenplatz mit einer respektablen Torquote verteidigt, die im Augenblick die Lintforter nicht erreichen können. Die Linksrheinischen haben punktemäßig ein Plus, die Wuppertaler dagegen einen starken rechnerischen Vorteil in der Trefferspanne, dabei die Möglichkeit, am Sonntag gegen die B SG. Kupferhütte einem sicheren Erfolg zuzusteuern. Dabei fragt man sich unwillkürlich, wird auch die Lintforter Elf bei Turu Düsseldorf die gleiche Rolle spielen, eindeutig siegen? Ist dies der Fall, dann bleibt die alte Punktdifferenz bestehen, doch Lintfort muß vor allem bedacht sein, Tore am laufenden Band zu schießen, damit hier das Minus gegenüber Wuppertal ausgeglichen wird. Turn Düsseldorf: Lintforter Spielv. Nachdem sich die Lintforter über Rasensport Mülheim hinwegsetzen konnten, ein weiterer Prüfstein für den Niederrhein= meister, umsomehr als die Begegnung in Düsseldorf abrollt, zum anderen Turu in die obere Hälfte vorgestoßen ist und diesen Platz zu verbessern gedenkt. Allerdings sind die Voraussetzungen gegen den spielstarken Gast, der letzthin in Duisburg keine überragende Rolle gegen die BSG. Kupferhütte spielte, nicht die günstigsten, vielmehr brachten mehrere strittige 13=MeterWürfe die Entscheidung zu Gunsten der Turu=Elf. Rein spielerisch gewertet sind die Lintforter höher einzuschätzen. Sie sollten auch den Sieg in Düsseldorf bewerkstelligen, der umso lohnender wird, wenn dem Meister die Punkte bei einem eindeutigen hohen Torergebnis zufallen. Tura Wuppertal: BSG. Kupferhütte. Mit geringen Hoffnungen, aber mit dem Vorhaben, die ganze Kraft gegen den Tabellenzweiten in die Waagschale zu werfen. rücken die Duisburger in Wuppertal heran. Doch die besten Vorsätze, das gute Wollen, sollten keine Verwirklichung finden, da im Augenblick die Gästeelf nicht in bester Besetzung antreten kann. Die Torwart= frage ist immer noch nicht gelöst, Bungert vom Platz gesetzt, mithin schlechte Aussichten. Man geht wohl nicht in der Annahme fehl, daß Tura ungefährdet an die Punkte kommt. Rasensport Mülheim: Rot-Weiß Mülheim. Die Mülheimer Rot= Meißen mußten sich sogar von Tura Bergheim schlagen lassen, während Rasensport bei Lintfort eine gute Vorstellung gab. Urteilt man nach den bisherigen Leistungen der Einheiten, dann kann den Gästen keine Chance zugesprochen werden. Tura Bergheim: Solingen 98. Nach zahlreichen Mißerfolgen konnten die Bergheimer ihre erste PunkteGutschrift gegen RSV. Mülheim vornehmen. Ob der Versuch gegen Solingen Aussichten hat, erscheint noch sehr fraglich. Tura Bergheim würde schon zufrieden sein, wenn es zur Punkteteilung reichte. SV. Lintfort 5 5 0 0 53:28 10—0 Tura Wuppertal 4 4 0 0 27:10 8—0 Turn Düsseldorf 4 S 0 1 22:23 6—2 Rasensport Mülheim 5 S 0 2 89:26 6—4 Solingen 98 5 2 1 2 43:39 5—5 Rot=Weiß Mülheim, 5 2 0 S 35:42 4—6 Kupferhütte Duisburg 5 1 2 2 39:49 4—6 Tura Bergheim 5 1 0 4 24:36 2—8 Sterkrade 06/07 5 1 0 4 16:27 2—8 TV. Kettwig 1870 5 0 1 4 32:50 1—9 Boxmeisterschaften in Essen 2 x England-Kontinent Der Herzog von Kent begrüßt die Spieler der Kontinentmannschaft Wieder einmal war Olivieri, der Kontinent-Torhüter, der Held des Tages. Hier wirft er sich dem englischen Stürmer Hall in den Schuß. Weitbild(2) Schweiz bleibt Ausrichter Eishockey-Weltmeisterschaft in Jürich und Basel Nachdem vor einiger Zeit schon der Termin für die nächstjährigen deutschen Meisterschaften im Amateurboren anberaumt worden war, ist sich jetzt die Leitung des Reichsfachamtes auch über den Austragungsort schlüssig geworden. Die Titelkämpfe der Amateurboxer werden in den Tagen vom 20. bis 25. März 1939 in Essen zur Durchführung gelangen. England bewirbt sich für 1942 Der englische Leichtathletik=Verband hat auf seiner Londoner Tagung beschlossen, sich um die Europameisterschaft 1942 zu bewerben. Als Austragungsort ist im Falle des Zuschlages London vorgesehen. Noch bevor alle Antworten von den einzelnen Nationen beim Vorsitzenden der Internationalen Eishackey=Liga, Loicg=Belgien, eingegangen waren, die eine Stellungnahme enthalten sollten, ob die Weltmeisterschaften 1939 doch in der Schweiz ausgetragen werden sollen, hat die Liga dem Schweizer Verband mitgeteilt, daß es bei der einmal beschlossenen Vergebung bleiben soll. Die Titelkämpfe 1939 werden also durch die Schweiz in Basel und Zürich ausgerichtet, das dann auch im Olympiajahr 1940 die Weltmeisterschaften durchführen wird. Nach Bekanntwerden der Umfrage hatte die Schweiz sofort geltend gemacht, daß für die Vorbereitung der Kämpfe im nächsten Jahr bereits erhebliché Aufwendungen gemacht wurden, so daß eine Verlegung der Titelkämpfe in ein anderes Land uneinbringliche Kosten verursacht hätte. um die Europameisterschaft bewerben werden. Sache des Dringlichkeits=Ausschusses ist es dann, unter den Bewerbern zwei zu bestimmen, die innerhalb der üblichen Frist um den Titel zu kämpfen haben. Wahrscheinlich wird die Wahl auf Wouters und Cerdan fallen. harbigs Zeit 46.8 Sek.! Drei deutsche Höchstleistungen anerkannt Eder meldet zur Europa-Meisterschaft Die Internationale Box=Union hat die Europameisterschaft im Weltergewicht neu ausgeschrieben, nachdem dem Belgier Felix Wouters kürzlich der Titel aberkannt worden ist. Unter den Bewerbern um den freien Titel fehlt natürlich auch der deutsche Meiter Gustav Eder nicht, dessen Meldung durch den erband erfolgt ist. Als erster hat sich der bisherige Titelhalter Felix Wouters einschreiben lassen, und es ist wohl kaum daran zu zweifeln, daß sich auch der Turiell llo Berlin. 27. Oktober 1938. Vom Fachamt Leichtathlelik sind drei in diesem Jahre ausgestellte neue Bestleistungen als deutsche Rekorde bestätigt worden. Dabei ist die Rekordzeit, die Rudolf Harbig(Dresden) am 7. August in Dortmund über 400 Meter mit 47 Sekunden lief, auf 46,8 Sekunden richtiggestellt worden. Erst aus dem Protokoll des Olympischen SV. Hörde, der das damalige Amerikaner=Sportfest veranstaltete, wurde ersehen, daß zwei Uhren je 46,8 Sek., die drilte 47 Sekunden angezeigt hatten. In diesem Falle gilt natürlich die von zwei Uhren gemessene bessere Zeit. Damit ist der deutsche Meisterläufer Harbig bis auf eine Zehntelsekunde an den Europarekord des Engländers Brown herangekommen. Weiterhin wurde die von Erwin Blask am 27. August in Stockholm im Hammerwerfen mit genau 59 Metern aufgestellte Leistung als deutscher Rekord bestätigt. Die Anerkennung als Wellrekord ist lediglich durch den plötzlichen Tod des Vorsitzenden der Rekordkommission Stankovits(Ungarn) verzögert worden. Als dritter Rekord endlich wurde die am 28. August in Stockholm von Leutnank Friedrich Wilhelm Hölling(Breslau) mit 53,1 ekunden erreichte Bestzeit über 400-m-Hürden auerkannt. und dem G2] Der 28. tag. Es ist nicht gespart werden sol nung und Erinner genossen wieder eir große sittliche und ren liegt. Dazu! institute, von den auf den Wert und weist. Man könnte in Deutschland nich sache, daß in den die deutschen S haben. Sie sind v gestiegen. Das ist daß der gesunde Nicht nur in den unter den Händen * Jahren der Schein Geld noch nicht w zweckmäßigste Kapi nell zn lichst schnell auszu entwertet werden! Dank längst hinw Kaufkraft unseres wir etwas davon blicksgenuß verzicht zu treffen. Nur d willen, um der Frnen, die er in Sie das ist falsches Spe ven im Sparstrun Sparen ist Zw gelegten Geld eine stimmten Wunsch v# Dingen bestehen, n oder für die Fam einer Lebensversich nen Ausdruck finde die sittliche Pflicht auch eine Pflicht über: denn für: das Wort vom Pfei ist eine der große gelungen ist, das fristigen Schuldenz zuletzt dem deutsche wie dem großen, bessere und sichere Staate zur Verfüg lauf der gesparten einschalten. 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Vor Gericht legte der Angeklagte ein Geständnis ub, versuchte sich allerdings damit herauszureden, daß er unter Alkoholeinfluß gestanden habe. Das Gericht war jedoch der Ueberzeugung, daß er diese grausige Tat mit voller Ueberlegung ausgeführt hatte, und verurteilte ihn gemäß dem Antrage des Staatsanwalts zum Tode. Die Tragflächen lösten sich DRB Brüssel, 27. Oktober. Das belgische Verkehrsministerium veröffentlicht jetzt den Bericht der belgischen Sachverständigen über den Absturz des belgischen Verkehreflugzeuges in der Nähe von Soest, bei dem bekanntlich 20 Personen ums Leben kamen Der Berichterstatter bestätigt die von deutscher Seite gemachte Feststellung, daß das Auseinanderbrechen des Flugzeuges in der Luft auf technische Mängel der kaschine zurückzuführen ist. Die Ursache der Katastrophe ist darin zu sehen, daß die Tragflächen und die Steuerflächen des Flugzeuges gleichzeitig in starke Schwingungen gerieten und sich von der Maschine lösten. Der Berichterstatter betont, daß die anderen Vermutungen über die Ursache der Katastrophe. insbesondere die Gerüchte über eine Explosion an Bord als gegenstandslos ausgeschaltet worden sind. Dr. Wagenführ in den Ruhestand versetzt DNB Düsseldorf, 27. Okt. Der bisherige Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dr. Wagenführ, ist auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt. Durch das Ausscheiden Dr. Wagenführs aus seinem Amt ist das seiner Zeit gegen ihn eingeleitete förmliche Dienststrafverfahren in der Hauptsache gegenstandslos geworden. Das Verfahren ist demgemäß eingestell! „Fliegender Rheinländer“ befährt Dortmund—Basel RWD Köln, 27. Okt Wie bekannt wird, plant die Reichsbahn auf der Strecke Dortmund— Basel eine Schnelltriebswagenverbindung einzurichten, und zwar mit Beginn des Sommerfahrplans 1939. Als FDT. 49 und FDT. 50 sollen auf dieser Linie Fernschnelltriebwagen eingesetzt werden, die die Bezeichnung„Fliegender Rheinländer" tragen werden. Die Strecke, die von Dortmund bis Basel 657 km lang ist, führt über 580 km am Rhein entlang. Sowjetspanischer Angriff an der Madrid-Ironi abgewehrt. In der Nacht zum Mittwoch wurde ein heftiger Angriff der Roten an der Front von Madrid im Abschnitt Cuesta Reina abgewehrt. Der Gegner erlitt dabei erhebliche Verluste. wirft er sich Weirbild(2) n in werden. Sache dann, unter den e innerhalb der pfen haben. Wahriters und Cerdan 8 Sek.! n anerkannt I. Oktober 1938. sind drei in dieungen als deutsche die Rekordzeit, die am 7. August in Sekunden lief, auf worden. Erst aus Hörde, der das eranstaltete, wurde Sek., die drilte 47 diesem Falle gilt ssene bessere Zei. er Harbig bis kuroparekord des ien. 1 B l a s k a m 2 7. verfen mit genau ais deutscher nung als Wellsötzlichen Tod des Stankovits(Uner Rekord endlich olm von Leutnank eslau) mit 53,1 00-m-Hürden anOleser AnzeigenraumIst zur nebenstehenden Modezeichnung Diesen Mantel führen wir in vier verschiedenen Ausführungen. Die Pelzgarnierung zeigt Ihnen die nebenstehende Figur genau. Beachten Sie vor allem, wie reizend der Pelz an diesen Mänteln angebracht ist. Sie erhalten die 4 Mäntel in folgenden Verarbeitungen und Qualitäten: 1. In modernem uni Stoff, in schwarz, marine und grün. Ganz gefüttert! Mit Lincolnlamm, genau wie Abbildung, besetzt. Mit modernem Bindegürte!: zum Preise von RM 29.75 2. In den beliebten Farben, wie rost, grün, tinte. Aus Velour, ganz gefüttert, halb gestickt. Mit Seal oder Biberette=Kanin, genau wie Abbildung, besebt; zum Freise von RM 35.— 8. In modischem Noppenstoff, ganz auf kunsts. Marocain gefüttert. Mit Indisch=Lamm, genau wie Abbildung, besetzt. In den Farben schwarz, grün, buche, zum Preise von RM 49.75 4. In neuartigem Bouelé, ganz auf kunsts. Marocain, halb gestickt, gefüttert. Mit SchirasPersianer, genau wie Abbildung, besetzt. Mit modernem, ausgesteppten Bindegürtel, vordere Kante des Mantels gesteppt. Mod. Rückenpartie; zum Preise von RM 6.1.50 Eine Kaiserin bringt den Schal in mode. Unter all dem modischen Zubehör, das unsere Kleidung reizvoll und abwechslungsreich gestaltet, gehört unsere große Liebe dem Schal. Er ist uns fast unentbehrlich geworden und zwar hauptsächlich aus dem einfachen Grunde, weil er aufgehört hat, ein Luxusgegenstand zu sein. Dieses Stückchen Seide, dieses bunte Nichts, das uns aber doch so unendlich viel Freude bereitet, kann auf eine hochvornehme Vergangenheit zurückblicken. Kaiserin Josesine, die Gemahlin Napoleons, hob ihn aus der Modetause. Man kann wohl sagen, daß man ihn bereits im 17. Jahrhundert vereinzelt trug, doch seine eigentliche Kleidsamkeit entdeckte die schöne Josefine, die es sich ja immer angelegen sein ließ, in Modedingen die fhrende Rolle zu spielen. 478 Echter Kaschmir, das weiche, schmiegsame Gewebe, das aus dem sernen Indien kam, hatte es ihr angetan. Zwar wetterte Napoleon gegen die törichten Damen seines Hofes, die französische Seiden für nicht vornehm genug hielten, zwar belegte er die kinfuhr dieser ausländischen Stoffe mit hohen Strafen, doch gegen die List, die seine eigene Frau auswendete, um in den Besitz der verbotenen Gewebe zu gelangen, vermochte der große Eroberer nichts auszurichten. Nicht lachen! Tante:„Du, Deine Mutter wird schön schimpfen, wenn sie Dich in diesem eleganten, feuren Mantel sieht!“ Nichte:„Ja, sicher,— besonders weil es ihr Mantel ist!“ d a Luh r Porrkook doch vorteilhafter! DORTAUND• OOSSELDORF · DUISBURG · ESSEN KOIN· W.-BARMEN · W.- ELBERFELD (8 u Gesc Gecgt, D ens Sapzahe An einem der ältesten und meist benutzten Knotenpunkte Deutschlands, am Fuße des Teutoburger Waldes, da wo die Straßen von Osnabrück nach Rheine, und von Münster nach Lingen sich kreuzen, steht das Gasthaus:„Zum Walde“. Hunderte von Jahren steht es dort, vieler sind die Wirte, die es bewirtschafteten, unzählig sind die Gäste, Reisende aus aller Herren Länder, die dort im Laufe der Jahrhunderte Einkehr und Rast gehalten haben. Und alle haben sich an dem schönen, sinnigen Spruch erfreut, der dort über der Theke angebracht ist, und der heute noch so wahr ist, wie vor hundert Jahren. Wie er heißt? Die Rose blüht, Die Dorne sticht, Wer gleich bezahlt, Vergißt es nicht! Wir haben nur ein Wörtchen in diesem Spruch verändert, nämlich„vergißt“ durch„bereut“ ersetzt. Dann bekommt der Vers einen Sinn, den wir in einem unserer Werbesprüche immer wieder betonen: „Barkauf ist doch vorteilhafter“. Gehen Sie zu C amp.; Al Unsere Geschäftsräume sind am Sonntag, den 30. Oktober 1938 nachmittags geöffnet! eneral-Anzeiger 28. 10. 38 General-Anzeiger Wer spart, hilft sich und dem ganzen deutschen Volt GA] Der 28. Oktober ist der deutsche Spartag. Es ist nicht der Tag, an dem allein im Jahr gespart werden soll, sondern mehr ein Tag der Mahnung und Erinnerung, der jedem einzelnen Volksgenossen wieder einmal vor Augen führen soll, welche große sittliche und wirtschaftliche Bedeutung im Sparen liegt. Dazu dient auch ein Aufruf der Kreditinstitute, von den Sparkassen bis zu den Banken, der auf den Wert und die Notwendigkeit des Sparens hinweist. Man könnte sagen, daß eine solche Aufforderung in Deutschland nicht mehr nötig ist angesichts der Tatsache, daß in den sechs Jahren von 1932 bis 1938 sich die deutschen Sparguthaben verdoppelt haben. Sie sind von 9 auf 18 Milliarden Reichsmark gestiegen. Das ist ein unverkennbarer Beweis dafür, daß der gesunde Sinn sich wieder durchgesetzt hat. Nicht nur in den Inflationsjahren, als uns das Geld unter den Händen zerrann, sondern auch in späteren Jahren der Scheinblüte, wo der Glaube an ehrliches Geld noch nicht wiederkommen wollte, und jeder die zweckmäßigste Kapitalanlage darin sah, sein Geld möglichst schnell auszugeben, weil es so wenigstens nicht entwertet werden konnte. Darüber sind wir Gott sei Dank längst hinweg. Wir wissen wieder, daß die Kaufkraft unseres Geldes die gleiche bleibt und daß wir etwas davon haben, wenn wir auf einen Augenblicksgenuß verzichten, um für die Zukunft Vorsorge zu treffen. Nur dei Geizhals spart um des Sparens willen, um der Freude willen an Münzen und Scheinen, die er in Sicherheit gebracht hat. Aber gerade das ist falsches Sparen, um so mehr, wenn die Reserven im Sparstrumpf versteckt sind. Das echte Sparen ist Zwecksparen, das mit dem zurückgelegten Geld eine bestimmte Vorstellung, einen bestimmten Wunsch verfolgt, mag er nun aus materiellen Dingen bestehen, mag er der Fürsorge für das Alter oder für die Familie dienen, mag er in der Form einer Lebensversicherung oder in einem Guthaben seinen Ausdruck finden. Das Sparen ist aber nicht nur die sittliche Pflicht den Angehörigen gegenüber; es ist auch eine Pflicht dem Volksganzen gegenüber: denn für die große Wirtschaft gilt erst recht das Wort vom Pfennig, der zum Taler wird. Sparen ist eine der großen Reserven des Volkes. Wenn es gelungen ist, das Reich von seinen drückenden kurzfristigen Schulden zu lösen, dann ist dieser Erfolg nicht zuletzt dem deutschen Sparer zuzuschreiben, dem kleinen wie dem großen, der für sein Rücklagekapital keine bessere und sichere Verwendung fand, es wieder dem Staate zur Verfügung zu stellen. In diesem Kreislauf der gesparten Gelder aber kann sich jeder einzelne einschalten. Tatsächlich hat in Deutschland heute schon fast jeder zweite Mensch ein Sparkonto. Aber noch sind nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Und wenn sich an diesem 28. Oktober einmal jeder klar macht, was eine vernünftige Sparsamkeit für ihn selbst, für seine Familie und sein Volk bedeutet, dann ist damit der tiefere Zweck des Spartages erfüllt. Neue Operationsziele der Japaner Das ganze Wuhangebiel mit Hankau bereits besetzt DRB. Tokio, 27. Okt. Das Kriegsministerium teilt mit, die Armee= und Marinetruppen hätten am Donnerstag 10 Uhr MEZ das ganze Wuhan=Gebiet einschließlich der Städte Hankau, Wutschang und Hanyang besetzt Nach der Einnahme der drei Wuhan=Städte zeich nen sich zwei neue Mittelpunkte der künftigen. Operationen ab: im Süden die Stadt Tschangtscha an der Hankau=Kanton=Bahn und im Raum nördlich Hankaus die Gebirgsgegend zwischen der Bahnlinie Hankau—Peking und dem Han=Fluß, der aus nordwestlicher Richtung in das Seengebiet um Hankau einströmt. Im Gebiet von Teian am Pojang=See haben die Japaner in den letzten Tagen neue bedeut same Erfolge erzielt. Sie marschieren jetzt auf Nantschang, einem wichtigen Knotenpunkt an der Kiukiang=Bahn und wollen hir mit den entlang der Hankau=Kanton=Bahn vorrückenden Truppen die bei Tschangtscha stehenden Chinesen angreifen. Es handelt sich bei diesen in der Hauptsache um Kwantung=Divisionen, die während der Operationen gegen Kanton von der Hankaufront weggezogen worden waren. Die Stärke dieser chinesischen Truppenkörper wird in japanischen Militärkreisen auf rund 60 Divisionen mit etwa 250000 Mann geschätzt. Nördlich Hankaus dürften noch etwa 300 000 Chinesen stehen. Sie sind nach dem Fall Hankaus den die Hankau=Bahn entlang vordringenden Japanern nach Westen ausgewichen. Die japanischen Abteilungen stehen jetzt an der Straße Jingschan— Teanfu, das 100 km nordwestlich von Hankau liegt. Auch der Jangtse wird von den Japanern weiterhin als Operationsbasis benutzt. Ein Teil ihrer leichten Marinestreitkräfte stieß Donnerstag weiter flußauf vor. „Japans Kampf gegen das TschiangkaischekRegime ist noch nicht beendet,“ erklärte der japanische Kriegsminister in einer offiziellen Verlautbarung, ja, man könne sagen, er habe eigentlich erst begonnen. Itagaki erinnert daran, daß Japans Chinapolitik eindeutig festgelegt sei auf Beseitigung der kommunistenfreundlichen, antijapanischen Regierung Tschiangkaischeks. Unbeirrbar werde Japan den Neuaufbau Chinas durchführen, denn von der Erreichung dieses Zieles hänge das künftige Schicksal der sapanischen Nation ab. Das gesamte Volk müsse in unermüdlicher Anstrengung und voller Geschlossenheit alle nationalen Kräfte mobilisieren, um diese Mission zu erfüllen. Japan müsse stark genug sein, um auch etwaigen Aenderungen der internationalen Lage entgegentreten zu können. herzlicher Abschied Francois-Poncets von Berlin DRB Berlin, 27. Oktober. Der langjährige französische Botschafter in Berlin Francois=Poncet, verließ am Donnerstagabend mit dem Nordexpreß die Reichshauptstadt, um in Kürze den Botschafterposten in Rom zu übernehmen. Die Stunde des Abschieds gestaltete sich zu einer herzlichen Kundgebung, zu der fast das gesamte Diplomatische Korps auf dem Bahnhof Friedrichstraße erschienen war. Im Auftrage des Führers war zur Verabschiedung Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, auf dem Bahnhof, der dem französischen Botschafter und seiner Gemahlin die Abschiedsgrüße des Führers und Reichskanzlers überbrachte. Für den zur Zeit in Rom weilenden Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, sprach der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherr von Weizsäcker, dem Botschafterpaar die besten Abschiedswünsche aus. Der Doyen, der apostolische Nuntius Orsenigo, brachte dem scheidenden Botschafter die besten Wünsche des Diplomatischen Korps zum Ausdruck. Im Auftrage des Generalfeldmarschalls Göring war der Chef des Ministeramtes, Generalmajor Bodenschatz, zur Verabschiedung erschienen. Um 21,20 Uhr verließ der Botschafter die Reichshauptstadt, um sich zunächst nach Paris zu begeben, von wo er Anfang November seinen Posten in antreten wird. Mord mit hilfe von Salzsäure Todesstrafe als Sühne DD Kiel, 27. Oktober Ein gemeiner Mord hat vor dem Kieler Schwurgericht seine Sühne gefunden. Der 27 Jahre alte Angeklagte Walter Ingwersen aus dem Kreise Eckernförde, der sein 3 Monate altes uneheliches Kind durch Einspritzen von Salzsäure ums Leben gebracht hatte, wurde zum Tode und zu dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Der Angeklagte, der in guten Verhältnissen lebte, hatte zeitweilig zu zwei oder drei Mädchen gleichzeitig Beziehungen angeknüpft, die nicht immer ohne Folgen blieben. Zuletzt trat er zu einem Mädchen aus Bubitzberg bei Klausdorf in ein näheres Verhältnis. Als nach der Geburt eines Knaben die Eltern des Mädchens auf Heirat drängten, reifte bei Ingwersen der Plan, das uneheliche Kind aus der Welt zu schaffen. Zu diesem Zwecke besorgte er sich Salzsäure. Am 19. März schien ihm die Gelegenheit zu der Tat günstig. Als er in der darauffolgenden Nacht mit der 28. 10. 1938 Aus der Heimat General=Anzeiger Als erster deutscher Leichtathlet in Frankreich Die interessante sportliche Laufbahn des neuen Trainers von Schalte 04, herberk Faist Wie wir gestern schon mitteilten, hat die Vereinsleitung von Schalke 04 den Karlsruher Herber Jaist, der bis zum Frühjahr dieses Jahres Rot-Weiß Oberhausen trainierte, mit der vorläufigen Leitung des Trainings beauftragt. Faist war der erste deutsche Leichtathlet, der nach dem Kriege in Frankreich startete, er trainierte dann u. a. auch die bulgarische Fußball=Nationalmannschaft. Ueber seine außerordentlich interessante sportliche Laufbahn berichtet der GA. nachfolgend. Im Sommer 1926 findet in Paris ein interessantes Leichtathletikfest statt. Das Pershingstadion ist stark besetzt, Erwartungsfreude und gallischer Humor beherrschen die Stunde. Plötzlich erstirbt jeder Laut. Vom Eingang her nähert sich ein einzelner Sportler, er ist blond, etwas über mittelgroß und hat ein offenes, sympathisches Gesicht, die kritischen Franzosen (Die Schriftleitung.) Traum, einmal ein Stürmer wie die Fürther„Sterne“ Franz und Seiderer zu werden, verzichten, aber das hilft ihm nicht viel. Er erhält einfach Fußballverbot und dann ködert man ihn mit einem alten, aber sehr wirksamen Trick: Er muß über kurze Strecken in Fußballschuhen gegen die Läuferelite des Vereins antreten und man läßt ihn absichtlich gewinnen. Das stachelt seinen Ehrgeiz an und da er gewissenhaft im Training ist und aus einem angeborenen Hang zu kritischen Untersuchungen die Theorie der Lauftechnik sorgfältig untersucht, kommt er erstaunlich schnell vorwärts. 1925 schon trägt er zum erstenmal das Nationaltrikot, im Dreiländerkampf Deutschland—Frankreich—Schweiz läuft er in Basel in der deutschen 4 mal 100 m=Staffel, die mit Corts—Körnig—Faist—Schlößke so stark besetzt ist, wie vielleicht niemals wieder. Viermal holt er sich süddeutsche Meisterschaften über 200 und 400 Meter, 1926 stellt er einen kleinen inoffiziellen Rekord auf, indem er innerhalb einer einzigen Stunde drei süddeutsche Meistertitel über 100, 200 und 400 Meter erringt, so gute Leute wie Apfel und Rappard können sich gegen den leichtfüßig und doch kraftvoll laufenden Karlsruher nicht behaupten. In diesem Jahre gelingt ihm fast alles, bei den deutschen Meisterschaften hat er über 400 Meter nur einen Konkurrenten zu fürchten, den Stettiner Dr. Otto Peltzer, der mit Mühe den scharfen Angriff seines jüngeren Kameraden abschlägt, (Fortsetzung auf der nächsten Seite) Sportlehrer Herbert Faist. registrieren das mit einem einzigen, schnellen Blick. Mit beiden Händen hat er einen großen Kranz gefaßt. 50 Meter vor dem im Innenraum des Stadions aufgestellten Gefallenendenkmal macht er halt, zwei unktionäre des französischen Leichtathletik=Verbandes treten auf ihn zu, um den Kranz aus seinen Händen in Empfang zu nehmen und schicken sich an, ihn vor dem Denkmal niederzulegen. Nun aber erhebt sich ein einziger Protestruf,„buhh“,„buhh“ macht es von den Tribünen und den Wällen, das ist der unmißverständliche französische Ausdruck des Mißfallens. Die Funktionäre zaudern einen kleinen Augenblick, dann retten sie die Situation. Sie gehen auf den Sportler zu, übergeben ihm wieder den Kranz und dann geht der junge Mann allein auf das Denkmal zu, legt den Kranz unter dem achtungsvollen Schweigen der Tausende nieder und grüßt die Toten des großen Krieges. Als er bescheiden zurücktritt, hat er die Sympathien des Publikums restlos eröbert. Auf der linken Seite seines Trikots trägt er den Reichsadler. Es ist der Karlsruher Herbert Faist, der zusammen mit Herbert Böttcher als erster deutscher Sportler nach dem Kriege auf einem französischen Sportfelde antritt. Beide siegen hier so sicher wie sie in ihrer deutschen Heimat in den letzten Monaten von Sieg zu Sieg geeilt sind. Sparen als Dienst am Volke Zum Deutschen Spartag 1938— Von Staatsrat Friedrich Reinhart a. Weltspartag— Nationaler Spartag— Deutscher Spartag. Diese drei Bezeichnungen eines Gedenktages an dem alljährlich alle Volksgenossen aufgefordert werden, sich der ethischen und praktischen Bedeutung des Sparens stets bewußt zu bleiben, versinnbildlicht den Wandel, der sich für unser Volk vollzogen hat, seitdem am 31. Oktober 1925 auf Anregung des Ersten internationalen Sparkassenkongresses in Mailand zum ersten Male in allen Lindern ein Weltspartaa begangen wurde. Wenn wir die Aufrufe zu den früheren Spartagen lesen, kommt uns die Größe der geschichtlichen Ereignisse und der glückhafte Ablauf der Zeiten bis zu dem zukunftsreichen Heute besonders zum Bewußtsein. Vor einem Jahrzehnt noch wurde auf den Zustand finanzieller Okkupation hingewiesen, der kaum minder drückend empfunden wurde als eine militärische Besetzung, weil er uns in einem Ausmaß belastete, daß weiten Kreisen der Bevölkerung die Fähigkeit zum Sparen und zur Vermögensbildung auf Menschenalter hinaus genommen zu sein schien. Als dann vor einem Jahrfünft unser Volk zur Nation heranreifte, zeigte es sich, daß trotz der Nöte der Vergangenheit der Sparwille im deutschen Volk nicht erloschen, sondern nur noch stärker angeregt war und daß er sich bewußt in den Dienst der Nation stellte, weil die Ueberzeugung immer mehr durchdrang. daß die Welt mit ihren demokratischen Ideen und ihren Weltwirtschaftskonferenzen uns nicht geholfen hatte und nicht helfen konnte, daß die deutsche Wirtschaft sich auf sich selbst stellen müßte und es daher natwendig war die inländische Kaoitalbirdung mit allen nur erdenklichen Mitteln zu fördern So war uns der Weltspartag zum Nationalen Spartag geworden. Und in diesen Jahre ergeht der Ruf zu einem Deutschen Spartag! Zehn Millionen Deutsche, die bisher außerhalb der Landesgrenzen leben mußten, sind nun in das große Deutsche Reich eingegliedert worden. und damit ist das Ziel erreicht, das wir alle ersehnten: ein Volk. ein Reich. ein Führer. Das Fundament des Reiches steht festgefügt und allen Stürmen trotzend vor uns. Nun kann der friedliche Auf= und Ausbau meiteraehen. Zu den BauAufn.: GA.=Archiv. Als er gegen Houben siegte Der junge Faist hat einen schnellen Aufstieg hinter sich. Seit 1919 hat er im alten, ruhmreichen Phönix Karlsruhe Fußball gespielt, aber der LeichtathletikObmann des Vereins hat sein Läufertalent schnell entdeckt. Er will zwar zunächst durchaus nicht auf seinen Am heutigen Deutschen Spartag richtet sich die Aufforderung zu sparen vor allem auch an die Jugend. Jung gewohnt ist alt getan, dieses gute Sprichwort hat auch für das Sparen hohe Bedeutung. Mit vielen Mitteln, vornehmlich auch mit wirkungsvollen Plakaten und Hinweisen sucht man deshalb auch schon die Kleinsten zu der Erkenntnis von dem Wert des Pfennigs zu bringen. Unser Bild zeigt ein hübsches und eindrucksvolles Werbeplakat einer Sparkasse des Industriebezirkes. BBlickssseorstaor Der sympathische Schnupfen einem unvermuteten, heftigen Nieser fängt J es an. Einem Nieser, der eigentlich zuerst befreiend wirkt. Denn so richtig von Herzen niesen, ist ein Genuß. Meine Großmutter pflegte zu sagen, wenn sie einmal herzhaft niesen könnne, so sei ihr das lieber, als wenn ihr jemand eine Mark schenke. Der eine Nieser aber bleibt nicht der einzige. Es folgen mehrere, und unversehens verwandelt sich die Nase in eine Art Regenrinne— das Taschentuch bekommt die Aufgabe des Tropfenfängers. Der Schnupfen ist da. Ein richtiger Schnupfen, die traditionelle Herbsterkältung, gehört zum Herbst wie der Blätterfall, wie die erste Kälte und die ersten Pfefferkuchen. Wer den Schnupfen nicht selbst bekommt, erlebt ihn zum mindesten an seinem lieben Nächsten. Die Entwicklung ist immer die gleiche, das Spannende daran ist nur die Frage, ob am Ende der Schnupfen in einen Husten ausartet oder, bildlich gesprochen, im Sande verläuft. Schnupfenleute sind Studienobjekte. Wer Jahr für Jahr den eigenen Schnupfen und den lieber Verwandter und Freunde an sich vorüberwandern sieht, bekommt eine gewisse Schnupfenerfahrung. Aus dieser Erfahrung ließe sich folgendes feststellen: es gibt sympathische und unsympathische Schnupfen. Die sympathischen Schnupfen erwecken Mitleid und herzliches Verstehen, die unsympathischen Zorn und Empörung. Der unsympathische Schnupfen tobt sich hemmungslos aus. Er nimmt keinerlei Rücksicht auf die Umgebung. Man erlebt manchmal diese Schnupfen im Beruf oder in der Eisenbahn, wenn einem solch Schnupfenmensch gegenübersitzt. Es kann sein, daß der Unglückliche nicht weitschauend genug war und sich nicht genügend Taschentücher eingesteckt hat— sein Gegenüber muß darunter leiden. Der Schnupfenmann niest mit Vehemenz, geradezu geschüttelt von der Heftigkeit des Schnupfens. Eine Fontäne winziger Wassertröpschen sprüht umher— man möchte einen Schirm aufspannen! Wenn sich der Schnupfenmann wirklich entschließt, ein Taschentuch zu zücken, (selbstverständlich ern nach der Fontäne!), so ist es bestimmt ein kleiner nasser Ball, in dem sozusagen pfundweise die Bazillen sitzen. Dagegen stimmt der sympathische Schnupfen milde. Man sieht, wie der Schnupfenbehaftete dagegen ankämpft: mit vielen, häufig gewechselten Taschentüchern, mit Desinfektionstabletten und bescheidener Zurückhaltung. Kein Nieser, der nicht rechtzeitig von einem noch aufnahmefähigen Taschentuche abgefangen würde! Mitleid erfüllt uns, und jeder beeilt sich, dem Schnupfengeplagten mit vielen guten Ratschlägen zur Seite zu stehen. Es sollte nur noch solche Schnupfen geben... steinen zählen nicht zuletzt die Ersparnisse, die ein jeder von uns macht. Mögen sie im einzelnen geringfügig erscheinen, von dem weitverzweigten Kreditapparat zusammengefaßt und zu produktiver Gestaltung angesetzt, werden sie zu einer Macht, die die Wohlfahrt des Landes und damit das Wohl jedes einzelnen fördert. Wie sehr Ersparnisse eine gute Rüstung gegen die Angriffe des Daseinskampfes bilden, weiß jeder aus eigener Lebenserfahrung: für die Volksgemeinschaft, für die Nation aber bedeuten sie die befruchtenden Quellen, die zum Wohlstand und zu wirtschaftlicher und politischer Machtstellung führen. Die opfervolle Spartätigkeit des deutschen Volkes, die es immer wieder dem Staat ermöglicht. Mittel da anzusetzen, wo sie für die Sicherung und Festigung des Reiches notwendia waren, hat wesentlich dazu beigetragen, daß wir heute an einem Ziel stehen, das zu erreichen noch vor einem Jahrzehnt wohl als kühne Phantasie erschien. Aber auch jetzt dürfen wir nicht ruhen oder rasten und in unserem Sparwillen erlahmen; die kommende Zeit stellt nicht minder große Anforderungen in finanzieller Hinsicht als die vergangene. Darum muß auf allen Gebieten das bisher Erreichte gesichert und gefestigt werden. Möge daher auch dieser neue Appell an den Spar= und Gemeinschaftssinn zum Deutschen Spartag nicht ungehört verhallen und möge in dessen weiterer Bewährung der Beweis erbracht werden, daß der deutsche Sparer ein treuer und nie versagender Gefolgsmann im Kampf um des Reiches Macht und Größe sein und bleiben mill Herbert Faist(Zweiter von links) mit der bulgarischen Fußballnationalmannschaft, mit der er den Balkan-Coup gewann. Aufnahmen aus Privatbesitz(8). So schlug Faist seinen großen Konkurrenten Hubert Houben. Links außen lauft der Vine Aström, in der Mitte Houben und rechts außen Faist, der gerade zu seinem erfolgreichen Endspurt ansetzt. ETA NGNPTEAETH S eete PALMOLIVE-SEFE 28. 10. 1938 Bern Aus einer Hervest=Dorste meinderäte in d stern eingeladen bedeutsamen Tag besonders unser Frage der Beiträ ländlichen Sprache. Ueber die für die Allg mittlung der Gi weiblichen I deutung sind, ist die Erkenntnis i tigkeit dieser Eir auch die Unterb Schulbesuch oft Kri Hervest=Dorste im Kreise lieber zu sitzen und hi viele vor sich zu zulangen zu dürf im„Haus Rose“, der Kameradscha zum frohen Nachk liebes festliches liche Worte ging Inmitten di konnte dann K ner den Nachm herzlichste willkor daß es sich die gedeihen lasse, a die des öfteren kameradschaft geg ten und zu ihre Mitarbeit. es nun an und! insbesondere aud ihrer Dienstpflich schaft anschließen Sotdatentraditior vember kündigte Gedenkfeier an, Kameradschaftsal raden, insbesond jetzt aus dem D sollen. Der Abe gliederung der jr Kriegerkameradsa Fleißige Kuchen heran, 4 Kaffee besorgt. kalische Unterhalt bestellte Humorist salve im Saal. Frauen eine unt den Veranstaltern Dorsten, dankbar Der GA. Dorsten. Fra Straße 28, wird Gesundheit und täglich liest Oma meinen Anzeiger“ seinen herzlichsten nungen für einer übermittelt! Dorf d. Gestern wu sing Pfd. 9, Rot Alse (Fortsetzt Faist ist also zweit Wenige Wochen deutschland zur L Hier treten beim! an, die europäische und Finnen— Tagen und Woche ationellen Meetin gemeldet. Faist führt über 200 M laufen außer dem und der Holländer Sprinterkönig denk Karlsruher, dieser Houben schon den van den Bergh Ausgangskurve m erhörten Finish de Meter nieder und falls mit knappem, durch das Zielbar Besuch beim Auf der Höhe ab. Er geht zur! sie 1929 wegen ei in seinen Papiere Sehr gut. Auf d Recht stolz sein, k weisen. Er wird: Wiesbaden, der u deutschland an An Berlin gerufen, de zu sprechen. Als trakt in der Tasche Lehrbuch für Bu Tralning der bulge nehmen. In Sofi daß es für den großes Ziel gibt: pokals, um der chenland, Jugoslap hulgarische Spiele leicht, aus ihme Mannschaft zu me IE STADT mnupfen igen Nieser fängt eigentlich zuerst ichtig von Herzen mutter pflegte zu niesen könnne, so emand eine Mark bi nicht der einersehens verwangenrinne— das des Tropfenfäntditionelle Herbstder Blätterfall, en Pfefferkuchen. kommt, erlebt ihn lächsten. Die Entdas Spannende ide der Schnupfen ildlich gesprochen. djekte. Wer Jahr und den lieber vorüberwandern mnupfenerfahrung. folgendes feststelunsympathi'che hnupfen erwecken die unsympathiunsympathische aus. Er nimmt ung. Man erlebt eruf oder in der nupfenmensch geder Unglückliche d sich nicht genü— sein GegenSchnupfenmann schüttelt von der Fontäne winziger nan möchte einen r Schnupfenmann tuch zu zücken, ontäne!), so ist es in dem sozusagen ische Schnupschnupfenbehaftete lufig gewechselten tabletten und beNieser, der nicht ahmefähigen Tatleid erfüllt uns, fengeplagten mit te zu stehen. 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In einer an sich weniger bedeutsamen Tagesordnung kam aber vor allem die besonders unsere ländlichen Kreise interessierende Frage der Beiträge für die Unterhaltung der landlichen Mädchenberufsschule zur Sprache. Ueber die Bedeutsamkeit dieser Schulen die fur die Allgemeinbildung und für die Vermittlung der Grundkenntnisse vor allem in der weiblichen Jugend von außerordentlicher Be deutung sind, ist schon viel gesagt worden, und auch die Erkenntnis in der Bevölkerung von der Wichtigkeit dieser Einrichtung ist weit verbreitet, wenn auch die Unterbrechung der Arbeitszeit durch den Schulbesuch oft als störend und nicht gerade sehr angenehm empfunden wird. Es wird aber auch in Zukunft Aufgabe eines jeden Volksgenossen sein. zur Erhaltung dieser Schuleinrichtung durch eigene Opfer beizutragen. Da es sich zudem um ein Institut handelt, das das ganze Jahr hindurch geöffnet bleibt, war es nur allzu verständlich, daß die Kosten für die Unterhaltung des 41 Schülerinnen zählenden Instituts durch einen gesetzlich nur zu lässigen Höchstbetrages von 10 Mark pro Kopf längst nicht gedeckt werden können. Man entschloß sich daher, von der Möglichkeit der Festsetzung dieses Höchstbetrages wiederum Gebrauch zu machen. Die in dieser Sitzung vorgesehene Einführung und Verpflichtung des Gemeinderentmeisters war durch eine bereits stattgefundene interne Sitzung erledigt worden. An die öffentliche schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an. Kriegerfrauen im festlichen Kreis Die Kriegerkameradschaft Hervest-Dorsten hatte eingeladen Hervest=Dorsten. Es ist eine besondere Sache so im Kreise lieber Bekannter an einer großen Tafel zu sitzen und hier der gebotenen Süßigkeiten gar viele vor sich zu sehen und dann nach Herzenslust zulangen zu dürfen. So war es gestern nachmittag im„Haus Rose“, wo die Frauen der alten Krieger der Kameradschaft HervestDorsten der Einladung zum frohen Nachmittag Folge geleistet hatten. Ein liebes festliches Bild bot sich dem Besucher, freundliche Worte gingen von Tisch zu Tisch. Inmitten dieser erwartungsfrohen Frauen konnte dann Kameradschaftsführer Hillbrenner den Nachmittag eröffnen und alle auf das herzlichste willkommen heißen. Er erklärte u. a., daß es sich die Kriegerkameradschaft zur Ehre angedeihen lasse, auch den Frauen der Kameraden, die des öfteren ihre Anhänglichkeit der Kriegerkameradschaft gegenüber bewiesen hatten, zu bewirten und zu empfangen. Ihnen gebühre Dank für ihre Mitarbeit. Auf die weitere Mitarbeit lomme es nun an und daraus, daß alle alten Krieger und insbesondere auch die jungen Kameraden, die nun ihrer Dienstpflicht genügt haben, sich der Kameradschaft anschließen und so damit beitragen, daß alte Totdatentradition nie verblasse. Für den 9. November kündigte Hillbrenner die Teilnahme an der Gedentfeier an, und für den 13. November ist ein Kameradschaftsabend angesetzt, an dem alle Kameraden, insbesondere aber auch die Reservisten, die jetzt aus dem Dienst geschieden sind, teilnehmen sollen. Der Abend soll ganz im Zeichen der Eingliederung der jungen Soldaten in die Reihen der Kriegerkameradschaft stehen. Fleißige Frauenhände schafften dann Berge von Kuchen heran, andere waren um den leckeren Kaffee besorgt. Die Hauskapelle sorgte für musikalische Unterhaltung. und als dann später noch der bestellte Humorist eintraf, gab es noch manche Lachsalve im Saal. Der Nachmittag war so für alle Frauen eine unterhaltende Feierstunde, für die alle den Veranstaltern, der Kriegerkameradschaft Hervest=, Dorsten, dankbar waren. Der GA. wünscht herzlich Glück Dorsten. Frau Anna Rous, Dorsten, Essener Straße 28, wird am heutigen Freitag bei bester Gesundheit und geistiger Frische 77 Jahre alt. Noch täglich liest Oma Rous mit Interesse den„Allgemeinen Anzeiger“, der ihr auch zum heutigen Tage seinen herzlichsten Glückwunsch mit den besten Hoffnungen für einen ferneren glücklichen Lebensabend ubermittelt! Dorstener Marktpreise d. Gestern wurden folgende Preise notiert: Wirsing Pfd. 9, Rotkohl 8, Weißkohl 7, Zwiebeln 13, Möhren 7, Aepfel 30, Weintrauben 40, Bananen 30, Apfelsinen 45, Salat 5, Porree Stange 4, Blumenkohl 30—35, Birnen 30, Kastanien 30. Zitronen drei Stück 25 Pfg., Kartofseln 26 Pfd. 1 Mark, Zentner 3.50 Mark. Am Vor- und Nachmittag geöffnet Amt Hervest=Dorsten. Der kommende Sonntag (30. Oktober) ist— wie bereits mitgeteilt— geschäftsfreier Sonntag, d. h., es dürfen die Geschäfte in der Zeit von 10—12 und von 14—18 Uhr offen gehalten werden. Erst in letzter Minute wurde diese neue Geschäftszeit festgesetzt. Wir bitten unsere Leser, davon Kenntnis zu nehmen! Der Tod im Schacht a. Am 26. 10. verunglückte gegen 23.30 Uhr im Untertagebetrieb der Schachtanlage 4=5 der Concordia in Oberhausen der Grubensteiger Abel Riemann, geboren am 16. 2. 87, wohnhaft Scherershof 14, tödlich. Er wurde von einer Grubenlokomo tive an den Stoß gedrückt. Riemann war verheiratet, er stand seit dem 20. 6. 1928 als Grubensteiger in Diensten der Concordia Bergbau Akt.=Ges. Es knallte in den Toren „Das schönste Schulfußballspiel“ sagt unser Mitarbeiter Amt Hervest=Dorsten. Gestern wurden in Hervest=Dorsten und Holsterhausen die Schulfußballrundenspiele mit der Begegnung Wilhelmschule gegen Bonisatiusschule in Holsterhausen und Josefschule gegen Marienschule und Augustaschule gegen Paulusschule fortgesetzt. In Holsterhausen siegte die Bonisatiusschule nach famosem Spiel beider Mannschaften, das die Zuschauer restlos begeisterte, mit 4:1(1:0). Das Spiel war das schönste Sviel das bisher in der Saison in Holsterhausen gezeigt wurde. Schnelligkeit und Eifer, gepaart mit samosem Können in technischer Hinsicht, oft tadelloser Ballführung und Abgabe waren so ausgeprägt, daß die Zeit wie im Flug verging. Die größere Härte und das bessere Schußvermögen sicherte dann den Bonifatiusschülern den Endsieg. Die Wilhelmschule kam eine Minute vor Schluß zum verdienten Ehrentreffer. In Hervest=Dorsten spielte die Josefschule gegen Marienschule 6:0(3:0) und zeigte auch dieses Mal, daß sie zwar noch bestrebt ist, vorwärts zu kommen, doch blieben die Leistungen gegen sonst zurück. Die Marienschlue zeigte indeß, daß sie aus den Spielen viel gelernt hat. Ihre Art zu verAls ersier deutscher Leichtathlet in Frankreich (Fortsetzung von vorheriger Seite) Faist ist also zweiter deutscher Meister über 400 Meter. Wenige Wochen später pilgert alles, was in Westdeutschland zur Leichtathletik hält, nach Düsseldorf. Hier treten beim Nurmisportfest die Besten der Besten an, die europäische Spitzenklasse— Deutsche, Holländer und Finnen— gibt sich hier ein Stelldichein, seit Tagen und Wochen spricht man nnur von diesem senationellen Meeting, der Fußball ist für 14 Tage abgemeldet. Faist bestreitet einen einzigen Kampf, er führt über 200 Meter und in dem ausgesuchten Feld laufen außer dem Karlsruher u. a. noch Hubert Houben und der Holländer van den Bergh mit. Der Krefelder Sprinterkönig denkt mehr an den Holländer als an den Karlsruher, dieser denkt an beide und während Houben schon den Sieg sicher zu haben glaubt, und van den Bergh abgeschlagen ist, stößt Faist in der Ausgangskurve mit Macht vor, kämpft in einem unerhörten Finish den überraschten Krefelder Meter um Meter nieder und läuft unter einem Orkan des Beifalls mit knappem, aber sicherem Abstand vor Houben durch das Zielband. Besuch beim bulgarischen Gesandten Auf der Höhe seines sportlichen Ruhmes tritt Faist ab. Er geht zur Hochschule für Leibesübungen, als er sie 1929 wegen einer Verletzung verlassen muß, steht in seinen Papieren: Fußball: Gut. Lehrbefähigung: Sehr gut. Auf dieses letztere Prädikat darf er mit Recht stolz sein, kein anderer Kandidat kann es aufweisen. Er wird nun Sportlehrer, zuerst bei dem SV. Wiesbaden, der unter seiner Leitung schnell in Süddeutschland an Ansehen gewinnt. Dann wird er nach Berlin gerufen, der bulgarische Gesandte wünscht ihn zu sprechen. Als er ihn verläßt, hat er einen Kontrakt in der Tasche, der ihn verpflichtet, ein sportliches Lehrbuch für Bulgarien zu schreiben und das Training der bulgarischen Nationalmannschaft zu übernehmen. In Sosia fällt die Feststellung nicht schwer, daß es für den bulgarischen Fußballsport nur ein großes Ziel gibt: Die Erringung des Balkanpokals, um den sich Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Jugoslapien und die Türkei bewerben. Das hulgarische Spielermaterial ist gut, aber es ist nicht leicht, aus ihm eine in taktischen Fragen sattelfeste Mannschaft zu machen, es wird zu viel improvisiert und nicht konsequent genug gedeckt. Hier also muß der Deutsche den Hebel ansetzen. Er tut es, er verschafft sich bei den Spielern und den Verbandsbeamten durch seine bestimmte Art unbedingte Autorität, seine Lehrgange fördern die Mannschaft auch technisch erheblich. Und das große Ziel wird erreicht, Bulgarien gewinnt den Balkancoup und als der Expreß mit der siegreichen Mannschaft in den Bahnhos von Sofia einläuft, bereitet ihr und ihrem Trainer die Bevölkerung der Hauptstadt einen triumphalen Empfang: 150000 Menschen, die Hälfte der Einwohnerschaft, sind erschienen, auf dem Bahnsteig klettern enthusiastische Bulgaren auf die Dächer des einfahrenden Zuges und zu Fuß wird die Mannschaft, umbraust von einem einzigen Jubelsturm, durch die Hauptstraßen geführt, in denen jeder Verkehr lahmgelegt ist, in denen Blumen von den Dächern regnen und die Sieger Mühe haben, sich vor dem Ueberschwang ihrer Landsleute zu retten... Mit der Unterschrift Hindenburgs Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hat Faist vorwiegend in Westdeutschland trainiert. Er war bei Köln 99, dessen Leiter, Dr. Pecco Bauwens, in einem herzlichen Schreiben Faist für die Verdienste um den Verein und vor allem um die Jugend dankte, unter seiner Assistenz schlug Höntrop in Schalke 1935 die Meistermannschaft mit 1:0, dann ging er nach Bielefeld, wieder zurück nach Köln, dann war er für Rot=Weiß Oberhausen verpflichtet uno zuletzt als Sportreferent der KdF. in Gelsenkirchen tätig. Das Ehepaar Faist wohnt zurzeit noch in Oberhausen, wo es sich eine Neubauwohnung geschmackvoll eingerichtet hat. Das Herrenzimmer ist ein Arsenal sportlicher Erinnerungen. Hier hängt ein Bild mit der eigenhändigen Unterschrift Hindenburgs, auf Samtkissen ruhen das goldene bulgarische Ehrenabzeichen, das Vereinszeichen der Corinthians und Plaketten ohne Zahl, hier stehen Schalen, Pokale, Bronzefiguren, alles Preise und Andenken an große Kämpfe und große Erfolge. Sie sprechen Bände sportlicher Geschichte, sie lassen alte Namen noch einmal aufklingen, sie stellen eine Epoche der deutschen Sportentwicklung dar. Viele dieser alten Namen, denen einmal der Ruhm des Tages hellen Glanz gab, sind verweht, vergessen, einige von ihnen werden weiter leben, unter ihnen der Name Herdert Faist. Pami Huppers. teidigen war gut, und ein Tor hätte die Mannschaft unbedingt verdient. Im zweiten Spiel schlug die Augustaschule die Dörfler, die Paulusschule 10:0 (6•0). Der Torhunger der Augustaschüler blieb also auch in diesem Spiel nicht aus, und hätte nicht der Torwart der Paulusschüler in ausopfernder Arbeit und gutem Fangvermögen so viele Bälle unschädlich gemacht, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Einführung von Pfarrer Janmieling Wulfen. Am Mittwochnachmittag fand die Einführung des neuen Pfarrers Janmieling, der bisher in Legden als Kaplan tätig war, in Wulfen statt. Um 15.30 Uhr wurde er vom Kirchenvorstand an der Kaplanei in Deuten empfangen, hierauf ging es unter Vorantritt eines Reiter= und Radfahrerzuges zum Dorf Wulsen, wo er vom Pfarrverwalter Kaplan Tovar begrüßt wurde. Die Prozession bewegte sich dann zur Kirche, wo der neue Pfarrer eine Ansprache an seine Pfarrgemeinde hielt. Am Donnerstagmorgen wurde der neue Pfarrer am Pastorat abgeholt. Hierauf fand die kirchliche Einführung durch den Dechanten Vrey statt; anschließend zelebrierte Pfarrer Janmieling sein erstes feierliches Hochamt in seiner Pfarrei. Nach dem Hochamt wurde der neue Priester zur Pastorat zurückgeleitet, wo er die Glückwünsche der Geistlichkeit, des Kirchenvorstandes u. a. entgegennahm. Lembecker Umschau Lembeck. Der KKSV. Hubertus Lembeck hat in den letzten Sonntagen in den hiesigen Lokalen ein Preisschießen veranstaltet, der Abschluß des Schießens ist nun am Sonntag, 30. Oktober, im Lokale Cosanne zu erwarten. Da besonders schöne Preise ausgeschossen werden, ist noch Zeit und Gelegenheit Marler Karneval Programm für die närrische Zeit Marl. Auf Einladung der Partei waren die Marler Karnevalsfreunde am Donnerstagabend in der Wirtschaft Siebel zu einer Sitzung erschienen, die vom Parteigenossen Schack mit Worten der Begrüßung eröffnet wurde. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Karnevalsgesellschaft„Marlsche Flaigen". Heinz Spies, wurde dann über die Ausgestaltung der Marler Karnevalsfeiern in diesem Jahre gesprochen. Es soll an die bewährten und mit großem Beifall auf genommenen Feste vor einigen Jahren angeknünft werden. Die bewährten Kräfte aus den Vorjahren haben sich wieder zur Verfügung gestellt, und diesmal machen auch die bekannten Humoristen der Plattdeutschen Bühne mit. Die Aussprache ergab die Gewißheit, daß in diesem Jahre der„Flaigenkarneval“ in seiner beliebten und verbesserten Form wieder auflebt. Es sollen in den Monaten Januar und Februar insgesamt drei Veranstaltungen stattfinden, denen der bekannte Elferrat vorstehen wird. Die Vorbereitungen sind im Gange und versprechen zünftige karnevalistische Veranstaltungen. Auch das Karnevalslied der„Marlschen Flaigen“ ist schon vorhanden, Text und Melodie stammen von Josef Alda. für gute Schützen, einen kostbaren Preis zu erringen. * Die erste Wildspende für das Winterhilfs werk ist angekommen. Ein Hase und mehrere Kar nickel gelangen zur Verteilung. * Die diesjährige erste Treibjagd in Lembeck wurde in den Besitzungen der Rheinisch=Westfälischen Stahlwerke in der hohen Mark abgehalten. Zur Strecke wurden 34 Hasen, 85 Karnickel, 5 Füchse gebracht. Kreisverbandstagung in Marl Obst- und Gemüsebauer tagen— Keine Obstmesse in diesem Jahr Marl. Der Obst= und Gemüsebauverein Marl kann in diesem Herbst auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß findet am 6. November im Lindenhofsaale in Marl der Kreisverbandstag der Obst= und Gemüsebauvereine aus dem Kreise Recklinghausen statt. Dieser Kreisverbandstag war sonst immer mit der Vestischen Obstmesse verbunden; da die Obstmesse in diesem Jahre ausgefallen ist, hat man aus Anlaß des Marler Jubiläums die Tagung jetzt nach Marl verlegt. Im Anschluß an die Kreisverbandstagung findet die Jubiläumsfeier des Marler Vereins statt. Im Mittelpunkt des Abends steht die Prämiierung der Marler Gärten durch den Jubilar. Wegen Ueberfüllung geschlossen Großer Erfolg im Amte Marl Marlshüls. Am Mittwoch halte die Gaufilmstelle der NSDAP. mit Aufführungen in Hüls und Sickinamühle große Publikumserfolge zu verzeichnen. In Hüls fanden im„Deutschen Haus“, drei Vorstellungen statt, in denen neben einer aktuellen Wochenschau die Filme„Das Schwert des Friedens“ und„Das Grabmal des unbekannten Soldaten“ gezeigt wurden. Alle drei Vorstellungen waren restlos ausverkauft, und die Abendvorstellung mußte sogar polizeilich geschlossen werden! Aus der Wochenschau interessierten vor allem die Bilder aus Sudetendeutschland, und einen besonders tiefen Eindruck hinterließ der Hauptfilm mit seinen dokumentarischen Bildern. In Sickinamühle wurde bei Baumeister der Film„Standschütze Brugaler“ gezeigt, der sich ebensalls eines guten Besuches erfreute. Gestern wurde der„Standschütze" den Palsumer Volksgenossen vorgeführt, und Sinsen sah Heinz Rühmann in seinem preisgekrönten Film„Der Mustergatte“ im Saale der Wirtschaft Ridder. Vor dem Heimatfest Hüls. Die Bundesgruppe Hüls 2 der heimattreuen Ost= und Westpreußen hatte ihre Mitglieder zur Monatsversammlung in die Stadtschänke geladen. Nach Worten der Begrüßung konnte Vorsitzender Labuda die Mitteilung machen von weiteren Neuaufnahmen und Verfügungen der Bundesleitung verlesen. Nach der Besprechung einiger Rundschreiben wurde beschlossen, am 13. November in der Stadtschänke einen Heimatabend zu veranstalten. Die Weihnachtsfeier wurde auf den 26. Dezember festgelegt; hier soll ein buntes Programm für Unterhaltung sorgen. Erzieher hörten Vorgeschichte hüls. Am Mittwochvormittag hielt Rektor Pentinghaus aus Herten im Zeichensaal der Jahnschule in Hüls einen interessanten Vortrag, zu dem auf Veranlassung des Kreisschulrates Dr. Köster (Recklinghausen) die Lehrer und Lehrerinnen des Lehraufsichtsbezirkes Recklinghausen=Land 2 mit Ausnahme der Erzieher aus Westerholt und Herten erschienen waren. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Schulrat Dr. Köster Worte herzlichen Willkommens sprach und Rektor Pentinahaus als einen Fachmann auf dem Gebiete deutscher Vorgeschichte bezeichnete. Rektor Svangemacher aus Mark wies auf die Auswahl der Landjahrjugend hin, und dann stand der Vortrag von Rektor Pentinghaus im Mittelpunkt des Interesses. Im ersten Teil seines zweistündigen Vortrages befaßte sich der Redner mit der einschlägigen Literatur zur deutschen Vorgeschichte, während er im zweiten Teil seines Referates an Hand von Lichtbildern eindeutig den hohen Kulturstand unserer Vorfahren unter Beweis stellte. Das Bildmaterial stammte teils von bekannten Forschern, zum andern aus den Schulungsbriefen der Partei. Zwei Gedanken durchzogen als Leitfaden das grundlegende und interessante und anschauliche Referat: Der kämpferische Geist unserer Vorfahren und die Verbundenheit mit dem Bebauer der Scholle. Das Thema wurde unseren Lehrern und Lehrerinnen aus dem Amtsbezirk Marl in meisterhafter Form nahe gebracht, und von dem Lichtbildervortrag sind viele Agregungen ausgegangen. Dem starken Beifall, der dem aufschlußreichen Rese rat folgte, gab Schulrat Dr. Köster in Dankesworten an den Redner überzeugend Ausdruck. Dann schloß Rektor Spangemacher die Tagung mit dem Treuebekenntnis zum Führer. m. Die„Platten“ in Westerholt und Polsum. Die Plattdeutsche Bühne Marl. die mit der Aufführung des Lustspieles„Gastwärt Goebel" von Wilfried Wroost im Lindenhof einen großen Erfolg errang. führt auf vielseitigen Wunsch dasselbe Stück am 6. No vember in Westerholt und am 13. November in Polsum auf. Aus der Nachbarschaft Recklinghäuser Schlachtviehmarkt m. Für 50 Kiloar. Lebendgewicht. Ochsen: vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts 43.50 bis 46.50, sonstige vollfleischige 39.50—42.50, fleischige 29.50—37.50, gering genährte bis 29.— Bullen: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 41.50 bis 44.50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 37.50 bis 40.50, fleischige 27.50—35.50, gering genährte bis 27.— Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 41.50—44.50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 36.50—40.50, fleischige 25.50—34.50, gering genährte bis 25.— Färsen: vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 42.50—45.50, vollfleischige 38.50 bis 41.50, fleischige 28.50—36.50, gering genahrte bis 28.— Kälber: beste Mast= und Saugkälter 58 bis 59, mittlere Mast= und Saugkälber 51—57, geringere Saugkälber 39—48, geringe Kälber bis 38.— Schweine: Fettschweine über rd. 150 Kilogr Lebendgewicht 57.50—58.50, vollfleischige Schweine von 135—149 Kilogr. Lebendgewicht 56.50—57.50, dto. von zirka 120—134 Kilogr. 55.50—56.50. dto. von zirka spacsam ist und klug dazu, Pllegt stels mit Lodis seine O)chuh VIITE GUALITZTS-ERZEUGNIS DER SIDOL-WERKE 100—120 Kilogr. 51.50—52.50, dio. unter 100 Kilogr. 49.50, Eber 51.50, Altschneider 56.50, sette Specksauen 57.50, andere Sauen 51.50.— Auftrieb: Ochsen 8. Bullen 47, Kühe 79, Färsen 61, Kälber 102, Schweine 397.— Marktverlauf: alles zugeteilt. Goldenes Sportabzeichen verliehen Hochlarmark. Daß man auch im vorgerückten Alter im Sport noch etwas leisten kann, bewies der Vertrauensratsobmann der hiesigen Schachtanlage Fritz Kendzia, der im Sommer bereits die Bedingungen zum goldenen Sportabzeichen erfüllen konnte und vor einigen Tagen in den Besitz dieser hohen Sportauszeichnung gelangte. Mit dem Motorrad in den Tod haltern. Familie Thewes, Bernhard=GerwertStraße 1. erhielt die Nachricht, daß der in Gummersbach bei Köln als Holzankäufer tätige Josef Thewes auf einer Fahrt mit seinem Motorrad tödlich verun glückte. Er stand im 35. Lebensjahr und hinterläßt Frau und zwei unmündige Kinder. „Undine“=Aufführung verlegt Recklinghausen. Mit Rücksicht auf das am 3. November stattfindende Meisterkonzert von Professor L. Hölscher im Saalbau ist die für den 4. November vorgesehene Opernaufführung„Undine“ auf einen späteren Termin verlegt worden. Wanr--und-Ug? d. Letzte Abnahme zum Sportabzeichen. Am Samstag, 29. Oktober, findet auf dem Jahnplatz in Dorsten die letzte Abnahme für das Reichs jugend= und Reichssportabzeichen von 16 Uhr an statt. Die Leistungsbücher sind mitzubringen. l. Standschütze Bruggler in Lembeck. Am Sonntag wird im Lokal Grote=Westrick, der Tonfilm „Standschütze Bruggler“ gezeigt. Die Vorführung beginnt um 16 Uhr. Alle Lembecker Volksgenossen werden herzlich dazu eingeladen. 28. 10. 38 Quer durch Westdeutschland m28. 10. 30 Brüder in Zechen und Gruben Bergmännische Feierstunde zur Eröffnung der 3. Reichsarbeitstagung Bergbau GA. Essen, 27. Oktober. Vor das Beginnen stellt der deutsche schaffende Mensch immer das Besinnen. Darum wurde auch die 3. Reichsarbeitstagung des Fachamtes Bergbau in der Deutschen Arbeitsfront mit einer bergmännischen Feierstunde eingeleitet. Es war ein fesselndes, farbenprächtiges Bild, das der große Saal des Städtischen Saalbaues an diesem Donnerstagmorgen bot. Auf der Bühne, die mit den leuchtenden Blumen des Herbstes geschmückt war, hoben sich aus dem Grün des Lorbeers die Fahnen der Deutschen Arbeitsfront und der Bewegung. Und unter diesen Fahnen standen die Männer der Werkscharen und die Bergmänner in ihren traditionellen Uniformen. Sie alle scharten sich um eine große brennende Grubenlampe. Den Saal füllte eine vieltausendköpfige Leben, sein Wirken und seine rastlose Arbeit sollen uns stets leuchtendes Vorbild sein. So hoffe ich, daß auch diese Reichstagung dazu beitragen wird, den Gemeinschaftsgedanken im deutschen Bergbau zu vertiefen und zu verankern zum Wohle des deutschen Bergbaues und darüber hinaus zum Wohle der ganzen deutschen Volksgemeinschaft". Sie tun gern und freudig ihre Pflicht; denn Pflichtbewußtsein ist von jeher die Tugend des deutschen Bergmannes gewesen. Sollte auch die gestellte Aufgabe noch so groß und noch so schwer sein, wir werden und wir müssen mit aller Kraft daran arbeiten, sie zu lösen. Von Beifall begrüßt, nahm dann der Gauleiter des gastgebenden Gaues, Oberpräsident Terboven, das Wort:„Männer des deutschen Bergbaues! Es gibt wohl im ganzen deutschen Vaterlande kein Gebiet, dessen soziale, politische und wirtschaftliche Struktur so weitgehend und ausschlaggebend von dem Bergbau mitbestimmt wird, wie gerade den Gau Essen. Und es gibt auch nur wenige Gebiete in Deutschland, in denen auch das Landschaftsbild durch die Wahrzeichen des Bergbaues, die Fördertürme, so mitbestimmt wird. Es ist mir daher eine besondere Freude, die diesjährige Reichstagung des deutschen Bergbaues in der Hauptstadt dieses Gaues, der in einer besonderen Weise sich mit dem deutschen Bergbau verbunden fühlt, begrüßen zu können. Ich glaube, ich kann weiter sagen, es ist heute auch dem Fernstehenden klar geworden, daß der Bergbau in Deutschland nicht nur der Ursprung alles wirtschaftlichen Geschehens ist, sondern heute auch Zentrum und Mittelpunkt dieses wirtschaftlichen Geschehens geworden ist. Und wenn der Bergbau Zentrum und als Ware, wie sie die liberalistisch marxistische Wirt beiden Auffo 7 — schaftsmeinung vertritt. Aus beiden Auffassungen ergibt sich eine Mißachtung der Arbeit, die der Nationalsozialismus durch die Verwirklichung der neuen Begriffe Führer und Gefolgschaft beseitigt hat. Wir sprechen heute von der Ehre und vom Adel der Arbeit. Für alle Glieder des deutschen Volkes wurde die Forderung des Rechtes auf Arbeit erhoben und verwirklicht. Darüber hinaus wurde die Pflicht zur Arbeit zum Gebot für jeden deutschen Menschen gemacht. Heute besteht Klarheit darüber, daß der höchste Sozialismus nicht nur getragen wird vom Begriff der Gerechtigkeit, sondern auch vom Begriff der Leistung. Mit den Berufswettkämpfen und Leistungswettbewerben der Betriebe soll unterstrichen werden, daß, je höher die Leistung des einzelnen ist, desto größer sein Führungsanspruch in der Nation ist. Aus dieser Einstellung leitete der Redner den Grundsatz ab, daß eine Führerstellung im nationalsozialistischen Deutschland nur von dem Mann eingenommen werden kann, der deutschen Blutes ist und seine Führerqualitäten durch Leistung auf irgend einem Gebiet bewiesen hat. Dieser Grundsatz hat auch in der Wirtschaft Geltung, wo Führer sein heißt, bei voller Erkenntnis seiner eigenen Fähigkeiten die Gefolgschaft da einzusetzen, wo ihre Leistung ein Höchstmaß erreicht. Der Redner setzte sich sodann auseinander mit den Begriffen Konfession und. Menschheit, die durch die völkische Idee überwunden worden sind. Diese völkische Idee ist die revolutionäre Idee des Nationalsozialismus, welche die Diktate von Versailles und St. Germain zertrummert hat. Aus ihr ergibt sich, daß die Angehörigen eines Volkes nur eine Ehre haben, die Ehre des schaffenden Menschen. Damit unterscheidet sich der Betriebsführer vom Gefolgschaftsmitglied nicht mehr durch Rangdifferenzen, sondern nur durch seine höhere Leistungskapazität. Setzt sich diese Erkenntnis durch, kann es in Deutschland keine soziale Frage mehr geben. Der Redner setzte sich dann mit den Begriffen freie und gebundene Wirtschaft auseinander, die keine nationalsozialistischen Probleme sind. Der National sozialismus bekennt sich in der Wirtschaft zu den Problemen, die aus der Aufgabenstellung der Gegenwart erwachsen. Dabei ist ihm nur das eine wirtschaftliche Prinzip heilig, die wirtschaftlichen Voraussetzungen so zu verwenden, daß die größtmöglichen Ergebnisse erzielt werden. Die Freiheit des Wirtschaftsfüh rers besteht daher in der Notwendigkeit, immer zu er kennen, was im Augenblick lebensnokwendig für die Nation ist. Der Vierjahresplan ist letzten Endes nichts anderes als die Mobilisierung aller Kräfte, wozu nicht nur die Rohstoffe gehören, sondern auch alle schaffenden Menschen. Diese Leistungsfähigkeit zu pflegen, ist nicht nur Aufgabe VI Menge, in der Betriebsführer, Betriebsobmänner und Vertrauensmänner des großdeutschen Bergbaues neben den Vertretern der Partei und ihrer Gliederungen, des Staates und der Wehrmacht saßen. Der Bedeutung der Stunde entsprechend waren nicht nur das gesamte Führerkorps des Gaues Essen, sondern auch zahlreiche Ehrengäste erschienen. So sah man den Gauleiter Oberpräsident Terboven, den Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP., Stellvertretender Gauleiter Schmitt, Oberbürgermeister Dillgardt, Gauobmann Johlitz, Gaustabsleiter Fischer, den Leiter der Wirtschaftsgruppe Bergbau, Generaldirektor Wisselmann, den Leiter der Bezirksgruppe, Generaldirektor Buskühl und Ministerialrat Gabel vom Reichswirtschaftsministerium. In die erwartungsvolle Stille fielen die Klänge des alten Kampfliedes unseres Gaues,„Brüder in Zechen und Gruben", von einer Knappenkapelle intoniert. Ihm folgte als Gruß an die Abordnung der fudetendeutschen Bergmänner der Egerländer Marsch. Dann ertönte wieder das Lied„Brüder in Zechen und Gruben", diesmal von den Werkscharen gesungen. Es bildete den Beginn eines chorischen Weihespiels, das im Wechsel von Musik, Gesang und Sprache von der harten Arbeit des Bergmannes kündete und mit dem Gelöbnis schloß:„Solange wir noch einen Funken Leben in uns tragen, gehört dem Führer unsere harte Hand!“ Als diese Kantate der Arbeit verklungen war, schritt der Leiter des Fachamtes Bergbau, Pg. Padberg, zum Rednerpult, um die Tagung zu eröffnen. Sein Gruß galt vor allem den Arbeitskameraden aus der Ostmark und aus dem Sudetenland. Nach einem stillen Gedenken an die Gefallenen des Weltkrieges, die Toten der Bewegung und die Opfer der Arbeit führte Pg. Padberg weiter aus: „Wir sind hier zusammengekommen, um— wie in jedem Jahre— Rechenschaft abzulegen über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres und uns zugleich klar zu werden über die Aufgaben und Probleme, die noch zu lösen sind. Wir wollen uns die Richtung zeigen lassen, in der wir für die Zukunft marschieren müssen. Diese Reichstagung ist ein Generalappell des gesamten deutschen Bergbaues und der Menschen, die in ihm beschäftigt sind. Wir leben in einer großen Zeit, und diese Zeit erfordert oon jedem einzelnen höchsten Einsatz für Volk und Vaterland. Der deutsche Bergbau und der deutsche Bergmann sind sich der Größe und der Verantwortung voll und ganz bewußt Schauen wir auf den Führer, der gerade in der jüngsten Zeit durch persönlichen Einsatz eine Leistung vollbrachte, die die deutsche Geschichte noch nie gesehen hat und die in der Welt einzigartig dasteht. Sein Führer und Gefolgschaftsmann statt Herr und Knecht Unsere Bilder zeigen oben den Leiter des Fachamtes Bergbau, Pz. Padberg, bei seiner Eröffnungsansprache, und unten einen Blick in die Feierstunde. Wir sehen im Vordergrunde von rechts nach links: Gauleiter Oberprasident Terboven, Reichsschulungsleiter Schmitt, Gauobmann Johlitz, Fachamtsleiter Padberg, Gaustabsleiter Fischer, Kreisleiter Hütgens, Oberbürgermeister Dillgardt und Gauschulungsleiter Herdorn. Amtl. Bericht der Reichswetterdienststelle Essen-Mülheim. Mittelpunkt des Wirtschaftsgeschehens ist, dann ist er damit auch— und das muß sich der Bergbau immer wieder klarmachen— die Voraussetzung für unsere Wehrhaftigkeit. Was es aber bedeutet für ein Volk, wieder wehrhaft zu sein, das haben wir in den vergangenen Wochen am eigenen Leibe gespürt. Nicht unserer schönen Augen wegen ist nach langer Knechtschaft den 3½ Millionen deutscher Volksgenossen im Sudetenland Recht geschehen, auch nicht deshalb, weil plötzlich ausnahmsweise ein englischer Staatsmann ein Empfinden gewonnen hätte für Recht und Gerechtigkeit, sondern diese 3½ Millionen konnten heimkehren ins Reich. weil hinter den Worten des Führers die gepanzerte Faust eines Achlzigmillionenvolkes stand! Unbeständig Freitag: Bei nordwestlichen Winden wechselnd bewölkt, einzelne kräftige Schauer. Temperaturen tagsüber um 8—9 Grad. nachts wieder leichter Bodenirost. Samstag: Auf West drebende Winde, eiwas milder, zunehmende Bewölkung, leichte Niederschläge.— Barometerstand: Donnerstag abend 743,0 mm bezw. 990.6 mb(Mittwoch abend 755 mm bezw. 1006.6 mb. Die Tiefdruckrinne, die sich nur langsam nach Osten verlagert und die uns das trübe Herbstwetter brachte, wird auch noch während der nächsten zwei Lage für unser Wetter maßgebend sein Auf ihrer Rückseite dringen etwas kühlere Lustmassen von Nordwesten her in Westdeutschland ein. mobei die Bewölkung zeitweise aufreißt und die Winde auffrischen Die Temperaturer weisen jabreszeitliche Werte auf Daten für den 28. Oktober: Sonnenaufgang: 6 Uhr 47 Min., Sonnenuntergang: 16 Uhr 40 Min. Mondaufgang: 11 Uhr 40 Min., Monduntergang: 20 Uhr 17 Min. 1852: Der völkische Schriftsteller Theodor Fritsch in Wiesenena geb.(gest. 1935e.— 1899: Der Erfinder der Setz= und Gießmaschine Ottmar Mergenthaler in Baltimore gest.(geb. 1854).— 1916: Der Kampfflieger Oswald Boelcke an der Westfront gest.(geb. 1891).— 1936: Göring ruft die Nation zum 2. Vierjahresplan auf. von Partei und Staat, sondern vor allem auch der Wirtschaftsführer. Pg. Schmitt schloß seine Ausführungen mit dem Gedanken, daß es heute für jeden nur ein Gebot gibt, nämlich an der Stelle, an der er tätig ist, durch Pflichterfüllung und Leistung zu beweisen, daß er Nationalsozialist ist Nachdem der Beifall für die packenden Ausführungen des Redners verrauscht war, sprach Pg. Padbera das Schlußwort, das in ein Treuegelöbnis zum Führer ausklang. Die Lieder der Nation beschlossen die Feierstunde, die ein flammendes Bekenntnis zur immerwährenden Volks= und Schicksalsgemeinschaft lans Ruhe. 750000 Schaffende in 1200 Betrieben Stolzer Leistungsbericht des Fachamtes Bergbau in der 92F. (Beifall.) Das zeigt aber auch gleichzeitig die ungeheure Verantwortung auf, die alle— ob Kumpel oder Generaldirektor, ob Gefolgschaftsmitglied oder Gefolgschaftsführer— haben, die heute im deutschen Bergbau tätig sind. Es zeichnet gleichzeitig die Umrisse ab für die Bedeutung der Probleme, die im deutschen Bergbau zu behandeln sind. So ist es mein herzlicher Wunsch, daß die diesjährige Reichstagung Sie bei der Behandlung all der Provieme, mögen sie sozialer, wirtschaftspolitischer oder technischer Art sein, einen Schritt weiter vorwärts bringen möge, daß sie mit dazu beitragen möge, die Probleme einer Teillösung näherzubringen und letzten Endes die Gemeinschaft aller im Bergbau Tätigen noch enger zu schließen. So begrüße ich Sie auf das herzlichste und wünsche Ihrer Tagung einen vollen Erfolg.“ Pg. Padberg dankte dem Gauleiter für seine Worte, die wiederum bewiesen hätten, wie sehr er sich mit den Problemen des Bergbaues beschäftige und wie sehr ihm das Schicksal des Bergmannes am Herzen liege. Noch nie sei er vergebens zu dem Gauleiter gekommen; immer habe er ihm seine Hilfe angedeihen lassen.„Ich darf hoffen", schloß Pg. Padberg,„daß dies auch in Zukunft der Fall sein wird.“ Der Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP., stellvertretender Gauleiter Schmitt, hielt sodann einen großangelegten mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über„Weltanschauung und Menschenführung". Der Redner ging von den Begriffen Führer und Gefolgschaft aus, die von Dr. Ley auch in die Wirtschaft eingeführt worden sind. Nachdem noch vor wenigen Jahren vielerorts befürchtet wurde, daß diese Begriffe niemals Realitäten des wirtschaftlichen Lebens werden würden, ist heute bereits aus ihnen eine bestimmte Ordnung erwachsen, ohne die das deutsche Wirtschaftsleben überhaupt nicht mehr vorstellbar erscheint. Die neuen Begriffe haben revolutionierend gewirkt und die alten Bezeichnungen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgeschlossen. Das frühere Verhältnis von Herr und Knecht ist dadurch unmöglich gemacht worden. Pg. Schmitt charakterisierte sodann die beiden überwundenen Auffassungen von der Arbeit als Fluch, wie sie die Grundlage der Haltung des patriarchalischen Wirt4. WWIRLTRUT„VII„ IN 1 RWD. Essen, 27. Okt. In der Hauptarbeitstagung des Fachamts Bergbau erstattete Fachamtsleiter Padberg Donnerstag nachmittag den Leistungsbericht. Padberg wies zu Beginn auf die ausschlaggebende Bedeutung des Bergbaues im Vierjahresplan hin. Er kennzeichnete sodann die bedeutende Verbreiterung der deutschen Kohlenbasis durch die Heimkehr der Ostmark und der Sudetenlande ins Reich. Heute schaffen in den 1200 deutschen Bergbaubetrieben 750000 deutsche Volksgenossen und mühen sich, unter Einsatz aller Kräfte für die wirtschaftliche Sicherung der Nation Kohle, Erze, Salze und andere wichtige Mineralien dem Boden abzugewinnen. Die Aufwärtsentwicklung, die der deutsche Bergbau in allen seinen Zweigen aufzuweisen hat, ist jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Zehntausende Volksgenossen werden allein in der nächsten Zeit noch im Erzbergbau angesetzt werden müssen, um die Pläne des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, erfolgreich zur Durchführung zu bringen. Fachamtsleiter Padberg entwarf in großen Zügen ein Bild von der Entwicklung, die der deutsche Bergbau seit der Machtübernahme im Jahre 1933 auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet genommen hat Er rief ins Gedächtnis zurück, daß noch im Jahre 1933 175 000 Bergarbeiter ohne Erwerb und damit einem trostlosen Schicksal ausgeliefert waren. Heute sind nicht allein alle verfügbaren Kräfte voll eingesetzt, sondern man hat sich darüber hinaus in wachsendem Maße mit der Frage der Beschaffung der erforderlichen Arbeitskräfte im Bergbau zu beschäftigen Auch im deutschen Bergbau habe gerade die Entwicklung im letzten Jahre gezeigt, daß der Leistungskampf der deutschen Betriebe das beste Mittel ist, die Leistungssteigerung zu erreichen. Mit Genugtuung stellte Fachamtsleiter Padberg fest, daß nach Abschluß des letzten Leistungskampfes der deutschen Betriebe auch der Bergbau zwei nationalsozialistische Musterbetriebe aufzuweisen hat und zahlreiche weitere Bergbaubetriebe mit Gaudiplomen und Leistungsabzeichen ausgezeichnet wurden. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der am Leistungskampf teilnehmenden Betriebe von 320 auf 541 gestiegen. Die Nachwuchsfrage ist, so erklärte der Redner weiter, die Schicksalsfrage des deutschen Bergbaues. Wenn sie gelöst werden soll, dann ist notwendig der weitere Ausbau der Lehrwerkstätten, die Einführung von guten Lehrverträgen, die Verwirklichung einer vorbildlichen, betriebsgebundenen Sozialpolitik und die Eröffnung aller Aufstiegsmöglichkeiten für den begabten Nachwuchs. Fachamtsleiter Padberg entwarf ein Bild von den Erfolgen, die im letzten Jahr im deutschen Bergbau auf sozialpolitischem Gebiet erreicht worden sind, so durch den Ausbau der Rentenversicherung, die Reform der Pensionsversicherung der Angestellten, die Sanierung und Leistungsverbesserung der Knappschaft, die Erhöhung des Krankengeldes, die Aenderung der Ruhensbestimmungen, durch die arbeitswilligen Berginvaliden der Arbeitseinsatz ermöglicht wird, und schließlich die Verbesserungen, die in Hinsicht auf die Arbeitsbedingungen, auf den Werkswohnungsbau, auf die Gewährung von besonderen Z schüssen an die Gefolgschaften, auf die Neugestaltung der Kauen, auf die gesundheitliche Betreuung der Gefolgschaften und auf anderen Abschnitten zu verzeichnen sind Wichtigste Frage der nächsten Monate sei die Arbeitseinsatzfrage, nachdem keine Reserven an Arbeitskräften mehr zur Nat Richts dürfe unversucht gelassen werden, um Wege zur Lösung des Problems des Facharbeitermangels im Bergbau zu finden. Die kommenden Monate müßten auch die notwendige Regelung auf dem Gebiete des Gedingewesens bringen. Padberg schloß mit einem eindringlichen Hinweis auf die bedeutsamen Aufgaben, die jedem einzelnen für die Zukunft zugewiesen sind. Die Zukunftsparole lautet: Für Deutschland und Adolf Hitler, für die große und glückliche Zukunft unseres freien Volkes. Bergmänner grüßen den Führer und Hermann Göring Anläßlich der Reichstagung des Fachamtes Bergbau der DAF. in Essen wurde vom Fachamtsleiter Padberg folgendes Telegramm an den Führer und Reichskanzler geschickt: „Mein Führer! Anläßlich der 3. Reichstagung des Fachamtes Bergbau der Deutschen Arbeitsfront sind in Essen Tausende von Gefolgschaftsführern, Betriebsobmännern und Amtswaltern der DAF aus allen bergbaulichen Betrieben Groß=Deutschlands, versammelt. Sie entbieten Ihnen, mein Führer, herzlichste Grüße und geloben unerschütterliche Treue.“ An Generalfeldmarschall Göring wurde folgendes Telegramm gesandt:„Die Vertreter aller Bergbaubetriebe Großdeutschlands sind auf einer Reichstagung des Fachamtes Bergbau der Deutschen Arbeitsfront in Essen versammelt. Im Namen sämtlicher Tagungsteilnehmer, Gefolaschaftsführer, Betriebsobmänner und Amtswalter der DAF. und zugleich von 750000 deutschen Bergleuten habe ich zu erklären, daß der deutsche Bergbau in höchster Einsatzbereitschaft an der erfolgreichen Lösung der gestellten Aufgaben arbeitet. Leiter des Fachamtes Bergbau der DAF Albert Padberg Pferde-Sport Rennen zu Longchamp Unsere Doraussagen für Maisons-Laffitte. 28. Oktober 1. Cossak— Cambusino: 2 Velizy— Touronde: 3. Beato— Dezo; 4. Citron— Gossip: 5. Servandon — Hay Market: 6. Stall E. Veil=Picard— Trickt; 7 Motley— Quartier Mestre (26. Fo Francis entfaltete den lecils an Hilde von Mer der„Thetis“ in Priok d in ihr Hotel schicken woll besehen, wie der Leutna Schiffes den Boy abfert vesen, in den gleichen E den der Bursche geklette nach Batavia und weite „Wir wollen tauschen, dem Boten gesagt,„du lasche, der dir wenig nüt Weg macht, und ich habe für dich!“ „Aber der Tuan hat m eben, ich habe schwöre hotel der Herrin zu fal eben.“ „Das Pfund kannst du ehn Gulden dazu, aber ih sie wieder ein und einen Brief ab.“— Und jetzt war der Brie Brief Cecils an Hilde von kei hervorging, daß er Frau werden. 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Iskander(Rochetti), 2. Last Post, 3. Compliment. Tot. 15:10, Pl. 13. 32:10. Ferner: Firozevore, Pamir, Mignon, Lactone.— 4. Rennen: 1. Galerien(Loumain), 2. Theobroma, 3. Foltra. Tot. 15:10, Pl. 11, 12•10.— 5. Rennen: 1. Vent du Nord(Elliott), 2. Tra Mek, 3. Blaque. Tot. 27:10, Pl. 17, 20:10. Ferner: Tievoltto. Pierrot qui Rit.— 6 Rennen: 1 Proetor(Herve), 2. Bonne Combine, 8. Aviator. Tot. 59 10, Pl. 23. 62, 155:10. Ferner: Cantharide, Darsine, Masterful, Volenta, Ostean, N. D. du Laus, Sasiva, Sautoning. Shiny Lace, Qutlle, Aqua Caliente, Escaut. Pocoo, Cosa, Tyr. Kabarda. Trotz Niels höflichber doch fest entschle Nacht, die ihr zu Ge lichen ihre Anstreng egenüber dem Löw# hündig war, dann u seimen das Gut wie zingte, daß sie das er pandten leichtfertigr sch aber bis dahin n ls sei seine Arbeit el m Sand zerrinnt; d einer Lage ohne Kar kleichsam von Hypot! burde? Dessen mußte ein. 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Zufällig hatte Barbas besehen, wie der Leutnant Quentin an Deck seines ffes den Boy abfertigte. Es war sehr leicht gevesen, in den gleichen Schnellwagen zu steigen, in den der Bursche geklettert war, und der von Priok hach Batavia und weiter nach Weltevreden fuhr. „Wir wollen tauschen, mein Junge“, hatte er zu dem Boten gesagt,„du hast einen Brief in der lasche, der dir wenig nützt, der dir nur einen langen Weg macht, und ich habe einen Zehn=Gulden=Schein für dich!“ „Aber der Tuan hat mir ein englisches Pfund geeben, ich habe schwören müssen, sogleich in das hotel der Herrin zu fahren und den Brief abzuheben.“ „Das Pfund kannst du behalten. Hier hast du noch ehn Gulden dazu, aber wenn du nicht willst, steck' sch sie wieder ein und kaufe einem anderen Boy einen Brief ab.“— Und jetzt war der Brief in Francis' Händen. Der Brief Cecils an Hilde von Merlin, aus dem einwandrei hervorging, daß er ihr schrieb, sie würde seine Frau werden. Zur gleichen Zeit, da in der„Times“ ind anderswo zu lesen stand, daß er Mrs. Seymour heiraten wolle. „Glauben Sie, daß Sir Eduard einen Skandal ürchtet, Barbas?“ „Er sowohl wie sein Sohn. Sie sind Engländer. kngländer fürchten nichts auf der Welt, außer einem Skandal.“ „Vielleicht", sagte Francis nachdenklich, und sie berflog noch einmal Cecils Brief, dessen Inhalt sie ist auswendig konnte. Es war ein Brief, in dem ehr oft das Wort„Liebe“ vorkam und in dem von küssen und ewiger Treue die Rede war. „Und wenn Sie recht behalten, Barbas? Wenn kr es sich überlegt, von mir verklagt zu werden? Wenn er zurückkommt, weil er mich ja doch nur sebt, weil das mit der Deutschen ja Wahnsinn ist? Die geht es dann mit Ihren Prozenten?“ Joe Barbas lächelte, er griff in die Brusttasche ind zog etwas Schimmerndes hervor. Er warf es mdie Luft und fing es wieder auf. „In diesem Fall, Francis, würde ich Sie bitten, ach Ihren Perlen keine weiteren Nachforschungen nstellen zu lassen.“ Francis sprang empor, sie sah das glitzernde Band surch die Luft schwirren, fast bis zur Kajütendecke parf es Barbas, um es ebenso schnell erneut aufufangen und in seine Tasche zu schieben. „Sie, Barbas? Sie? Oh, es ist toll!“ „Ich nehme an, daß die Perlen versichert sind, Francis?“ „Natürlich.“ „Also—“ „Was also?“ „Also kann es Ihnen gleichgültig sein, ob Sie diese Kette hier bekommen oder das Geld von der Versicherung. Hab' ich recht? Ich glaube zwar, im Gegensatz zu Fräulein von Merlin, daß Sie eine Großmutter hatten, Francis, aber daß die Perlen von ihr stammen, sehen Sie, das glaube ich Ihnen nun wieder nicht.“ „Sie sind ein Schuft, Barbas.“ „Weil ich die Wahrheit sage? Stimmt, jeder, der die Wahrheit sagt, ist ein Schuft. Dennoch wage ich noch hinzuzufügen, Francis, daß Sie heute wieder hinreißend schön sind, was ich bedauere. Mehr bedauere als Sie den Verlust Ihrer Perlen.“ „Warum?“ „Weil es dazu führen wird, daß Leutnant Quentin zu Ihnen zurückkehrt. Wer ist diese kleine Deutsche gegen Sie? Oh, Francis, und ich war sehr glücklich, meinen Rivalen verloren zu haben.“ „Sie glauben, daß er zurückkommt?“ „Ich weiß es. Um aber auf den geschäftlichen Teil zurückzukommen, Francis. Machen Sie mir beim Verkauf der hübschen Kügelchen keine Schwierigkeiten. Sollten Sie Ihnen vorgelegt werden, was nicht anzunehmen ist, so erkennen Sie die Dinger bitte nicht als die Ihrige an. Sie genießen dadurch den Vorteil, daß die kleine Deutsche weiter unter Verdacht bleibt, und wenn es eine anständige Firma ist, bei der Ihr Schmuck versichert wurde, so brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Sie werden mehr als den Preis zurückbekommen. Es ist für alle Teile eine ausgezeichnete Reklame.“ Francis war wieder zur Couch zurückgekehrt. „Darf ich meine Perlen wenigstens noch einmal sehen, Barbas?“ „Gern, aber bitte nicht das Wiedergeben vergessen!“ Barbas lachte, er warf ihr die Kette zu, und auch Francis lachte. Gewiß, dieser Joe Barbas war ein Schuft, aber man konnte ihm Genialität nicht absprechen. „Verkaufen Sie sie wenigstens nicht hier, Barbas, und warten Sie noch vier Wochen“, sagte Francis, indem sie ihm die Kette zurückgab. „Sie wissen, Francis, Ihr Wunsch ist mir Befehl.“ „Und Pamela?“ fiel es Francis plötzlich ein. „Dann war sie es ja gar nicht, die die Perlen vertauschte. Wir müssen Pamela zurück an Bord holen. Sie ist meine Freundin, Barbas.“ „Lassen Sie Pamela, wo sie ist. Sie hat kaum noch drei Wochen zu leben, und es kann uns nicht schaden, wenn auch sie ein wenig belastet erscheint.“ Joe Barbas hatte die Perlenschnur auf den Tisch gelegt, sie glich dort einer kleinen Natter, die sich zusammengerollt hatte, jetzt griff er zu und schob sie wieder in die Tasche. Dann stand er auf. Er ging ein paarmal durch den Salon. Er warf bei diesem Auf und Ab zuweilen einen Blick auf das Bild da auf dem Schreibtisch. Francis mußte diesen Leutnant so bald wie möglich vergessen. Als er wieder an der Couch vorüberkam, streichelte er leise über Francis' Haar. Sie ließ es geschehen, aber sie blickte noch immer auf das Bild, dessen Augen das kühle, hochmütige Nein sagten. „Ich will ihn wiederhaben! Ich will!“ Ihre Stimme war voller Tränen, und sie drückte das Gesicht in die Kissen. „Natürlich, Francis.“ Barbas beugte sich über sie. „Natürlich wird er wiederkommen. Was will er denn machen? Wir haben ihn ja in der Hand.“ Dann küßte er leise ihren Nacken, und sie ließ es geschehen. Deei Tage mit Ceeil. Hilde war im Hotel wohnen geblieben, und das Ehepaar Erikson hatte keine Erklärung verlangt, sie wohl nicht einmal erwartet. „Cecil hatte drei Tage Urlaub“, hatte Hilde zu Anne Erikson gesagt, als sie am nächsten Morgen zur Pflanzung gegangen waren. Das schien ihr genug, und auch Anne Erikson gab sich mit diesen ünf Worten zufrieden. Sie lächelte Hilde zu, es war das flüchtige und doch sehr verstehende Lächeln einer Frau zur anderen, und nur Herr Erikson hatte gestöhnt. „Haben Sie dem Leutnant wenigstens die Stelle gezeigt, wo ich Sie gestern abend vorm sicheren Tode errettet habe, Hilde?“ fragte er, und Hilde hatte genickt. „Gewiß, lieber Erikson. Die Schlange lag noch da. Wir haben ihr ein Grab gemacht und sie mit allen Ehren begraben.“ „So?“ Herr Erikson nickte. Immerhin, Hilde hatte ihn wieder„lieber Erikson“ genannt, und weiß Gott, der Junge da, der Engländer, der gefiel ihm selbst, wenn es auch unverständlich blieb, warum diese britischen Seeoffiziere nicht in ihren schönen Uniformen an Land herumstolzierten, sondern, wenn es irgend ging, Zivil trugen. Das verstand Herr Erikson nicht, dreißig Tropenjahre hatten nicht vermocht, ihm die Erinnerung an das eine zu nehmen, da er bei den Jägern gedient und mit Trauer dem Tag entgegengesehen hatte, da er die schöne Uniform wieder ausziehen mußte. Mein Gott, die Völker waren verschieden, und die Menschen desgleichen, das mußte wohl so seine Richtigkeit haben, auch wenn man es nicht verstand.—— Heute ist der letzte Tag, dachte Hilde beim Erwachen, aber sie zwang sich, diesen Gedanken, der sie wie ein feiner und tiefer Strich durchfuhr, zu vergessen. Lächelnd trat sie auf die kleine Terrasse ihres Bungalow, wo Cecil schon auf sie wartete. Er saß in einem tiefen Sessel und blickte träumerisch über die weite, gepflegte Rasenfläche, die an einen englischen Park denken ließ und die sich bis zum Hauptgebäude des Hotels hinzog. Über diese Rasenfläche war sie neulich nachts gegangen, weil sie die Korrektheit der Wege nicht mehr ertragen hatte, und um abzukürzen, und da hatte sie ihn gesehen und... Es war alles noch immer unbegreiflich. Sie ging so leise, daß er ihr Kommen nicht hörte, sie beugte sich über ihn und küßte seine Lippen. Erst dieser Kuß schenkte seinem Mund ein Lächeln. „Heute...“, sagte er leise. Sie legte schnell den Finger vor die Lippen. „Nicht davon sprechen und auch nicht baran denken, Cecil.“ „Ich muß daran denken, Hilde, immer...“ „Warum?“ „Weil wir zu glücklich waren.“ „Ja“, sagte sie leise, und sie setzte sich zu ihm. Er hatte recht. Sie waren zu glücklich gewesen. Drei Tage und drei Nächte ein einziges Fest. Gott, daß es solche Feste gab! Wann werden wir uns wiedersehen? wollte sie fragen, aber sie schwieg. Sie sah auf seine schöne, gebräunte Hand, die über die Sessellehne hing. Sie ah ihren Ring an seinem kleinen Finger, und sie betrachtete den schmalen Streifen an ihrer Linken, der noch immer ein wenig heller schimmerte. Nach dem Frühstück gingen sie den halbstündigen Weg zur Pflanzung. Sie kamen an der Stelle vorüber, an der Klaus Erikson die Schlange erschlagen hatte. „Weißt du, Cecil, daß ich mir einmal wünschte, Herr Erikson hätte es nicht getan?“ „Warum, Hilde?“ „Weil du nicht mehr warst. Weil du mir verloren schienst. Darum, Cecil.“ „Wie gut, daß uns nicht jeder Wunsch erfüllt wird, Hilde.“ „Ja, Cecil, wie gut.“ Hilde rückte den runden weißen Stein, den sie das Schlangengrab gelegt hatten, mit dem Fuß ein wenig zurecht. Wie mochte van Loohe gestorben sein? Noch mit keinem Wort hatte Cecil seinen Tod und den Amoklauf des Boys Bilal erwähnt. „Weißt du, wann van Loohe begraben wird, Cecil?“ Er schreckte auf. Wieder war das Ferne in seinem Blick gewesen, das zuweilen über ihn kam, und das die Menschen nicht zu deuten wußten.„Wie meinst du? Van Loohe? Er wird nach Europa überführt, aber ich weiß nicht wann und nicht mit welchem Schiff.“ Sie gingen schweigend weiter, und sie hielten sich dabei an den Händen, wie Kinder es tun, die allein durch einen dunklen Wald gehen. Aber es war kein dunkler Wald, es war ein lichter Bergweg, der in sanften Windungen abwärts führte. Als sie die weißen Gebäude der Eriksonschen Pflanzung auftauchen sahen, kam ihnen Anne Erikson entgegen. Sie ritt ein Polopony, das geschenkt war und mit dem Kopf schaukelte wie ein Karussellpferdchen. „Ich wollte eben zu euch!“ rief Anne Erikson, und sie schwenkte einen Brief. Eine Sekunde glaubte Hilde, es könne eine Nachricht für Cecil sein, die Nachricht, daß sein Urlaub verlängert wäre, aber das zu glauben, was vermessen. Es gab kein Glück, das sich verlängern ließ, und heute war der letzte Tag. Hilde nahm den Umschlag. Sie glaubte die Handschrift zu kennen, und sie wußte doch nicht, woher, zudem war nur ihr Name lesbar geblieben, die übrigen Zeilen waren durchstrichen, mit neuen Anschriften und Postvermerken versehen worden. (Fortsetzung folgt) UICE Denn wird men ihren Hünden die Tageserbeit nicht ansehen. Nil Nlvea-Crome gepflegte Heut wirc wldersiendstähig u. geechmeidig. ROMAN VON 8. M. CROKER. Aus dem Englisches von Alwine Fischer. Deutsche Rechte durch Aufwörts-Verleg. Berlin (36. Fortsetzung) Trotz Niels höflich=gleichgültigen Wesens war sie ber doch fest entschlossen, ihm zu helfen, mit aller Nacht, die ihr zu Gebote stand. Vorläufig freilich lichen ihre Anstrengungen noch denen der Maus segenüber dem Löwen, aber später, wenn sie erst sündig war, dann wollte sie indirekt und im geseimen das Gut wieder herstellen, ihre Ehre veringte, daß sie das ersetzte, was ihre nächsten Verbandten leichtfertig verschleudert hatten! Wie Niel sch aber bis dahin noch plagen mußte! Ihr schien, Is sei seine Arbeit ebenso wertlos wie Wasser, das m Sand zerrinnt; denn was konnte ein Mann in einer Lage ohne Kapital anfangen, ein Mann, der kleichsam von Hypotheken und Schulden erdrosselt burde? Dessen mußte er sich doch auch selbst bewußt Fin. Und doch erlahmte er nie. Mit einem gewissen örrischen Mut ritt er Pferde zu, fuhr zu Märkten, hufte und verkaufte Vieh; dabei hatte er die Funksonen eines Friedensrichters und noch vielerlei eine Amter, wie sie einem tatkräftigen, gefälligen putsbesitzer zufallen. Die Folge davon war, daß san ihn den Tag über fast nie in seinem Hause zu then bekam. Abends nach dem Essen, wenn weder briefe noch Abrechnungen seine Zeit in Anspruch sahmen, kam er wohl mal in den Salon und bat Nadame oder sie selbst um ein Liedchen; oder es Furde eine Partie Bridge gespielt; persönlich aber imen sie einander nicht um einen Zollbreit näher; Fine zur Gewohnheit gewordene Zurückhaltung lemmte jeden freien Gedankenaustausch. Anderergits wurde er sortwährend unter den verschiedengen durchsichtigen Vorwänden nach Rahan ge#en: wegen erkrankter Pferde oder des Ankaufs on Jagdpferden, und einmal mußte er der Herrin on Rahan sogar seine Teilnahme an dem schmerzschen Verlust einer preisgekrönten jungen Kuh Essprechen. Diese Besuche machten Rhoda jammerbll eifersüchtig, jawohl, richtig eifersüchtig. Wozu sich selbst betrügen und dem stechenden Gefühl einen anderen Namen geben? Rhoda war langsam im Garten umhergegangen und hatte sich bemüht, ihr Gleichgewicht wieder zu finden. Als sie ihre dritte Runde machte, gewahrte sie Bryda, die mit etwas müdem Ausdruck auf sie zukam. „Ich hoffte, dich hier zu finden an diesem schönen, warmen Nachmittag. Es ist doch wundervoll, wie lange diesmal die Rosen blühen!“ Rhoda nickte zustimmend, und ihren Arm unter den der Freundin schiebend, fuhr Bryda fort:„Ich habe tüchtig gearbeitet heute, nachmittag, sechs Hühner hab' ich abgeschickt und sechs Eierkisten. Die Eier werden immer rarer, ich werde meine Preise erhöhen... und...“ „Bryda“, warf Rhoda dazwischen,„ich möchte eine etwas heikle Frage an dich richten.“ „Na, was hast du denn? Warum siehst du so... so komisch aus? Aber frage nur drauflos.“ „Gut. Sage mir, warum erlaubt Niel meiner Tante Kathleen, hier zu wohnen? Sie hat doch ihr Wittum und könnte sich anderswo niederlassen.“ „Das ist richtig“, stimmte Bryda bei.„Und Madame steht es auch frei, zu gehen, wann es ihr beliebt, aber es hat von jeher so eine Art ungeschriebenes Gesetz gegeben, daß es der Frau, die das Recht hat, sich Madame Conroy zu nennen, freisteht, ihren Aufenthalt in Lismoyle zu nehmen. Und Niel hält ja, wie du weißt, mit ungeheurer Zähigkeit an der Familientradition fest. Es ist also nichts dagegen zu tun. Alles bleibt beim alten, bis einer der beiden heiratet. Niel wird es kaum sein; jedenfalls kann es noch Jahre dauern.“ „Dann glaubst du also nicht...“, begann Rhoda, und hielt vielsagend inne. „Du meinst Lyddy? Nein, niemals.“ „Aber wenn Niel nun ein leidliches, nettes Mädchen kennenlernte, und das du auch gern hättest, mit einem großen Vermögen?“ Rhoda blieb auf dem Kiesweg stehen und stellte sich ihrer Freundin mit geröteten Wangen und einem schüchtern=fragenden Blick gegenüber. „Nun denn, meine Liebe, da du mich fragst, so kann ich nur sagen, die müßte erst geboren werden.“ „Aber...“, wollte die andere weiter in sie dringen. „Da gibt es kein Aber“, sagte Bryda, und faßte die Freundin unter.„Komm mit ins Gewächshaus und halte mir die Leiter, dann schneide ich ein paar Trauben zum Mittagessen.“ Es war jetzt Mitte November; die Jagdsaison war in vollem Gange und brachte eine gänzlich neue Lebensweise mit sich. Pferde und ihre Reiter, der Verlauf der einzelnen Jagden mit ihren Erfolgen und Unfällen, nicht zu vergessen der Sportklatsch, verschlangen jedes andere Interesse. Eines Abends— es hatte gefroren und es fand deshalb keine Jagd statt— kamen Madame und Doatie ungewöhnlich spät von einer Bridgepartie zurück. Es war halb acht Uhr, und man wartete mit dem Abendessen, als Madame in einer gewissen atemlosen Hast in den Salon hereinstürmte. Die Handschuhe abreißend, fragte sie unvermittelt: „Was gibt's zum Abendessen?“ „Zum Abendessen“, wiederholte Bryda.„Warte mal, ich muß mich besinnen: Hasensuppe, Irish=stew und einen Fasanen. Warum?“ „Weil etwa sechs Personen in etwa einer Viertelstunde zum Essen hierher kommen werden.“ Bryda sprang auf; sie war ausnahmsweise ganz blaß geworden. „Ich traf sie bei Rocklands, beim Bridge; Oberst Ball, seine Frau und deren Schwester, ein Parlamentsmitglied, Mr. Fordyce, Hauptmann Carden und Mr. Brander. Er wollte sie alle in seinem großen Auto mit zurück nach Cork nehmen; aber es ist solch entsetzlich kalte, dunkle Nacht, daß ich sie auflehte, doch hierher zum Abendessen zu kommen, es würde sich dann schon irgendeine Lagerstätte zum Übernachten finden. Das wird lustig werden, und daß du, Niel, gern mal mit Kameraden zusammen bist, weiß ich.“ Dabei warf sie einen Blick zu ihrem Stiefsohn hinüber.„Na, nun muß ich aber rasch gehen und mich umziehen“, und fort war sie, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Niel und seine Schwester starrten einander in vielsagendem Schweigen an; seine Augen blickten finster, er kämpfte sichtlich gegen einen heftigen Zornanfall. Endlich sagte er:„Bei Gott, ich habe nicht übel Lust, ans Tor zu gehen und sie nicht hereinzulassen. Sie sollen doch nach Kilbeggan fahren ins Hotel.“ „Nein, nein, Niel, das geht nicht. Wir müssen sehen, wie wir's machen“, wandte Bryda ein.„Es ist ja nicht das erstemal, daß wir überrumpelt werden. Ich weiß, es ist ein zweiter Fasan da, und dann schieben wir noch ein Omelette ein, und zum Nachtisch haben wir ja genug Birnen und Trauben. Aber vor halb neun kann nicht gegessen werden. Geh' du bitte in den Keller und hole Wein herauf“ „Aber wo sollen sie denn alle schlafen?“ fragte er verzweifelt. „Ein paar von uns müssen ausquartiert werdenz und dann, Niel, laß es Martin gleich wissen, sag ihm, er solle mehr Lampen anzünden und dafür sorgen, daß im Speisesaal ein ordentliches Feuet brennt. Komm, Rhoda, und hilf mir.“ Zum langen Hin= und Herreden war keine Zeit es mußte gehandelt werden, und zwar rasch und energisch. Doatie hatte sich gar nicht blicken lassen; sondern war sofort in ihr Zimmer hinaufgeschlichen, um sich umzuziehen. Es fiel ihr niemals ein, zu helfen, wenn ihre Mutter derartige häusliche Überraschungen in Szene setzte, sondern sie überließ alle Mühe und Arbeit anderen Leuten. Später erschien sie dann ruhig und unbekümmert im Salon wie irgendein Gast. Während Madame und ihre Tochter hastig Toilette machten, half Bryda in der Küche, Martin holte das Silber heraus, Rhoda deckte den Tisch, schmückte ihn mit Chrysanthemen und steckte Lichter auf die alten silbernen Armleuchter. Solch ein Hasten und Jagen machte ihr Spaß. Als Niel, mit staubigen Flaschen beladen— zum Glück waren noch einige Reste ihres ehemals berühmten Weinkellers vorhanden—, und Rhoda gerade mit einer Hand voll Löffeln und Gabeln um den Tisch herumlief, stellte sie sich ihm selbst als den neuen„Silberdiener“ vor. Die Gäste erschienen nur gar zu pünktlich und wurden von Madame, die sich in höchsten Staat geworfen hatte, aufs liebenswürdigste und mit der wiederholten Bitte, vorliebzunehmen, empfangen. (Fortsetzung folgt) I J Die Genfer Liga entzog den Alkohol Die Schule für Romaden Warum die Beri-Beri-Krankheit ein einstiges deutsches Schutzgebiel heimsuchte Die Insel Nauru im Großen Ozean. einstmals deutsches Schutzgebiet und seit 1920 britisches Mandat, hat mit Genehmigung der Genfer Liga die Prohibition, die die Genfer Liaa kurzsichtigerweise über das Eiland verhängte, abgeschaftt. Es zeigte sich nämlich, daß die klugen Herren in Genf die Nauru=Insulaner zwar vom Alkohol befreiten, ihnen dafür jedoch die gefährliche Beri=BeriKrankheit brachten, an der die Eingeborenen zu Hunderten starben. ∆ Dor 25 Jahren flatterte über Nauru=Island, der Koralleninsel im Großen Ozean südlich des Aequators, noch die Flagge Deutschlands. Seit 1888 war das Eiland, bekannt durch seine Guanound Phosphatlager, deutsches Schutzgebiet, und die etwa 3000 der polynesischen Rasse angehörenden Eingeborenen fühlten sich offenkundig unter der deutschen Herrschaft recht wohl. Jedenfalls hat sich in 30 Jahren kein einziger Zwischenfall ereignet, aus dem man das Gegenteil hätte annehmen können. Im Vertrag zu Versailles erkühnte man sich, dem deutschen Volk die Eianung. Kolonien zu verwalten, abzusprechen. Man führte für diesen Standpunkt mancherlei Beweise an, die allzu fadenscheinig und durchsichtig waren, als daß sie hier noch widerlegt werden müßten. Im Jahre 1920 wurde Nauru ein sogenanntes britisches Mandat, eines jener Gebilde, deren Verwaltung alle 5 Jahre zwischen Großbritannien, Australien und Neuseeland wechselt. Als die ersten Sachverständigen Englands die Koralleninsel Nauru besuchten, um die deutschen Kolonialbeamten abzulösen, machten sie eine wahrhaft„erschreckliche" Feststellung: Die Eingeborenen von Nauru tranken auch— Alkohol! Es gab hier ein Nationalgetränk. das alkoholhaltig war und aus Hefe von den Insulanern selbst gebraut wurde. Ein wohlschmeckendes Getränk, eine Art Bier, dessem Genuß— man höre und staune!— die kleinsten Kinder und die ältesten Greise huldigten. Zum täglichen Brot aehörte ganz einfach ein Quantum dieses Hefegebräus. Die Herren des britischen Kolonialamtes schüttelken empört die Köpfe. Zwar ließ es sich nicht abstreiten, daß der Gesundheitszustand der Eingeborenen vorzüglich war. aber bewies es nicht erneut die mangelnde Eignung Deutschlands für Kolonialbesitz, wenn man ein ganzes Volk ruhig dem Alkohal frönen ließ? Es bestätigte sich wieder einmal: die Deutschen kümmerten sich nicht darum, wenn sich ein ihrem Schutz anvertrautes Volk womöglich noch zu Tode trank! hatten. Und es dauerte nicht lange. da wurde Nauru, das friedvolle Koralleneiland, von der Beri=BeriKrankheit, die bislana in diesen Regionen kaum je zutage trat. heimgesucht. Die unheilvolle Nervenerkrankung, deren Herd Ostasien ist und die in erster Linie nach Genuß von voliertem Reis auftritt. breitete sich mit großer Geschwindigkeit aus. Man weiß von der Beri=BeriKrankheit bislang nur, daß sie höchstwahrscheinlich auf das Fehlen gewisser Vitamine in der Nahrung zurückzuführen ist. Die Genfer Weisen schüttelten, als sie die ersten Todesziffern von Nauru erhielten, verlegen den Kopf. Wie peinlich, daß die Insel ausgerechnet nun, da man sie den„unfählgen“ Deutschen abgenommen hatte, von einer Evidemie heimgesucht-wurde, deren Ursachen rätselhaft erschienen. Man entsandte eine Kommission von Aerzten nach Nauru, die monatelang Untersuchungen anstellte und sich festzustellen bemühte, warum die Beri=BeriKrankheit früher hier unbekannt war. aber gerade jetzt in katastrophalen Ausmaßen auftauchte. handlung dieser Frage vorläufig verschoben wurde. Bis ihn nun die Verhältnisse zwangen, eine Entscheidung zu treffen. Die Aerzte hatten nämlich festgestellt. daß der Ausbruch der Seuche auf den Mangel des Vitamines B in der Nahrung der Eingeborenen zurück zuführen war. Dieses Vitamin B ist es, das gleichsam ein Schutzserum gegen die Beri=Beri=Krankheit darstellt und bis zum Jahre 1920 besaßen die Eingeborenen dieses Vitamin. Sie nahmen es, freilich ohne eine Ahnuna von der Vitaminlehre zu haben. sondern nur aus einem natürlichen Instinkt heraus, in Gestalt jenes„verwerflichen“ Hefetrankes zu sich, den man bereits den kleinsten Kindern eingab. So war es zu erklären, daß der Gesundheitszustand der Insel bis zu der von Genf verhängten Prohibition vortrefflich war. um sich sofort nach dem Alkoholverbot zu verschlechtern. k. Die Regierung vom Jrak hat vor kurzem### Anzohl von wandernden Schulen für ihre Nomad### völker eingerichtet. Zahlreiche arabische Beduine## stämme im Jrok haben keinen festen Wohnsitz, sonde# wandern Jahr für Jahr über gewaltige Wüstenfläch hinweg, ständig auf der Suche nach Gras= und Ba serplätzen für ihre Herden. Es war bisher nicht### lich, daß die Kinder dieser Nomadenstämme irgen welche Schulbildung erhielten, da hierzu bei dem siac digen Wechsel der Lagerplätze gar keine Gelegent## bestand. Nun hat die Regierung des Jrak den schluß gefaßt, jedem wandernden Beduinenstamm seine Kosten einen amtlich ausgebildeten Lehrer n## zugeben. der die Eingeborenen auf ihren Wander### gen begleitet und an den jeweiligen Lagerplätzen eigenes„Schulzelt“ aufschlägt, das zum Untersch von den Wohnzelten von schwarzer Farbe sein wi Hier sollen sich die Beduinenkinder regelmäßig# Unterricht versammeln, um nicht nur das arabisc ABC, sondern auch die englische Sprache zu erlern## Kino und Kirche zugleich 9. Jahrg, Hefebier als Medizin Als man den Bericht der Aerzte erhielt, wurde man noch verlgener so verlegen, daß die weitere BeMan konnte nicht umhin, einzugestehen, daß die Deutschen— natürlich nur in diesem einen einzigen Fall— sehr klug waren, wenn sie den Alkoholkonsum der Eingeborenen, der einer medizinischen Kur glich, nicht beanstandeten. Und nun ist Nauru laut Beschluß des„Völkerbundes“ in Genf vom Alkoholverbot befreit! Die Eingeborenen dürfen wieder ihr Hefebier nach altem Brauche brauen und freuen sich wie die Kinder darüber. Nicht so sehr um des Vitamins B willen, sondern weil dieses Getränk zu ihren Lebensfreuden gehört. Der lebende Schild Alkoholverbot vom Grünen Man begab sich also nach Genf. und eine der ersten Taten der neugebildeten Genser Liga, der damals noch größte Hoffnungen galten, war es, der erschrekkenden Unsitte der Eingeborenen von Nauru, ein alkoholisches Getränk zu sich zu nehmen, ein Ende zu bereiten. Dies geschah durch ein sofortiges Alkcholverbot, über dessen Einhaltung der Völkerbund versönlich wachte. Die wackeren Eingeborenen von Nauru fügten sich seufzend diesem Schiedsspruch, vielleicht dachten sie insgeheim an die früheren Herren, die an dem Hefebier nichts auszusetzen gehabt k. Im East Side=Hospital in Chicago starb dieser Tage Lucille Summerfield, ein bildhübsches 18jähriges Mädchen, das einem Gangsterüberfall zum Opfer fiel, wie er sich nur in Chicago, dem Brutnest der amerikanischen Unterwelt, zutragen konnte. In ein Wettbüro drangen plötzlich drei maskierte Räuber mit Maschinenpistolen ein und verlangten, während die Besucher des Büros sich zitternd in die Ecken drängten, von dem Kassierer John Bazaula die Herausgabe des vereinnahmten Geldes. Passanten, die zur Zeit des Ueberfalles an dem Büro vorübergingen, alarmierten sofort die Polizei, die in dem Augenblick zur Stelle war, als die Ganaster sich mit ihrer Beute in Sicherheit bringen wollten. Es entwickelte sich eine wilde Schießerei. und einer der drei Banditen, ein berüchtigter Verbrecher namens Charles Lane, riß die schmächtige Lucille, die als Schreiberin tätig war, hinter ihrem Schalter hervor, und benützte sie bei dem Versuch, durch die Kette der Polizisten zu brechen und ins Freie zu gelangen, als lebenden Schild, mit dem vor Schrecken ohnmächtig gewordenen Mädchen seinen eigenen Leib deckend. Unseligerweise bemerkten die ständig auf die Räuber schießenden Polizisten dieses Manöver zu spät, so daß Lucille von drei Kugeln getroffen wurde, während es dem Banditen gelang, unverletzt zu entkommen. Seine beiden Spießgesellen wurden im Kampf erschossen. k. Eines der seltsamsten Gebäude Europas ist zu fellos ein großer Bau in der französischen Sie Villebon=sur=Yvette, unweit von Paris, der zugleals Kirche und als— Kino dient. Man braucht### einen elektrischen Knopf zu betätigen, um die erstau liche Verwandlung zu vollziehen. Dann hebt sich nas lich die Leinwandfläche, auf der eben noch Anna#### oder Sascha Guitry zu sehen waren, einem Vorha## gleich in die Höhe, und dahinter tauchen ein Au und eine Predigerkanzel auf. Ursprünglich war Gebäude als Lichtspieltheater für 300 Zuschauer richtet worden. Eine Sekte, die auf der Suche n## einem geeianeten Saal zur Abhaltung ihrer Got dienste war. veranlaßte einen entsprechenden Umt# so daß die Halle nunmehr am Vormittag und Sonntag bis 16 Uhr religiösen Zwecken dient, um die übrige Zeit die Wandlung zu einem Kino zu leben. Uummer 299 Seilbahn über den Füricher See General=Anzeiger für das rheintsch=westsätische Industriege## und das westliche Münsterland. k. Im nächsten Jahr wird der Züricher See eine Seilschwebebahn erhalten, die pro Stunde nach beiden Richtungen 500 Personen über den See befördern kann, da die zeitraubende Dampferfahrt nicht mehr den Anforderungen des steigenden Verkehrs entspricht. Das Projekt soll bereits zur kommenden Züricher Landesausstellung verwirlicht werden. Zwei Stations= türme von je 75 m Höhe werden die Stützofeiler der Bahn sein, auf jedem von ihnen ist auf einer 25 m hohen Plattform ein Restaurant eingebaut. Die Stationstürme sind mit modernen Aufzügen versehen, mittels derer man schnell auf die oberste Plattform gelangt, um in die Kabine einzusteigen, die Platz für 20 Personen gewährt. Die Länge des Seiles beträgt 900 Meter, bei voller Belastung befindet sich die Kabine in der Mitte des Sees noch 20 Meter über dem Wasser. Hauptschriftleiter: Dr. Theo Schröter, Dussburg. Stellben ter: Otto G. Eckner, Duisburg. Verantwortlich für Hanns D. Dülfer, Duisburg; Unterhaltung und Bild: Hanns Sieffen. Krefeld; Volkswirtschaft: Dr. Theo Schih Lokales Oberhausen: Paul Huppers. Oberhausen: Steri## Osterfeld: Bernhard Kemper. Oberhausen; Bottrop# Gladbeck: Bernhard, Angerhausen, Bottrop; Dorsten:#### Karp, Dinslaken; Dinslaken und Wesel: Arthur van Dinslaken: Sport: Paul Huppers: Kutturpolinik, und Wissenschaft: Dr. Peter Funk, Oberhausen. Veraninlich für den Anzeigenteil: Josef Jellentrup, Duisburg und Verlag: Carl Lange Verlag, Dutsburg und Oberhau Telefonanschlüsse Oberhausen: 222 40, 222 46; Sterlig 601 84; Osterfeld: 605 98; Bottrop: 2452; Gladbeck: 27 Dorsten: 2751; Dinslaken: 242=. D.=A. für Sepiember 19 Bezirks=Ausgabe General=Anzeiger für Oberhausen über Bez.=Ausgabe Bottroper Anzeiger über 2600; Bez.=Aut Gladbecker Anzeiger über 1800; Bez.=Ausgabe Allgemet Anzeiger über 1600; Bez.=Ausgabe Dinslakener Gene# Anzeiger über 1400. Zurzeit ist Preisliste Nr. 12 gültig DGA. Dutsburger General=Anzeiger über 36 000, das Niederrheintsche Nachrichten über 3000. Nachruf! In der vergangenen Nacht verunglückte unser Grubensteiger Abel Riemann tödlich auf unserer Schachtanlage IVIV. Er war 51 Jahre alt. Seit über 10 Jahren hat Herr Riemann ununterbrochen in unseren Diensten gestanden. Nun hat der Tod seinem fleißigen Schaffen ein jähes Ende gesetzt. Wir verlieren in Herrn Riemann einen wertvollen Mitarbeiter und lieben Arbeitskameraden, dem wir über den Tod hinaus ein treues Gedenken bewahren werden. Oberhausen, den 27. Oktober 1938. Führung und Gefolgschaft der CONCORDIA Bergbau-AktienGesellschaft Bäckergehilfe für sofort gesucht. Josef Pöpping Mülh.=Styrum, Roonstraße 20. Telefon 407 92. Stellengesuche Welbliche Suche für meine Tochter 16 Jahre, zum 1. November Stelle im Haushalt. Stang, Osterfeld, Glückaufstr. 30. Vermietungen zu vermieten. Dinslaken, Schlageterstr. 9. Weinet nicht an meinem Grabe. Stört mich nicht in meiner Ruh; Denkt, was ich gelitten habe, Eh’ ich schloß die Augen zu. Am 26. 10. sarb mein innigstgeliebter Gatte, unser treusorgender Vater Alois Plewnia im Knappschaftskrankenhaus zu Bottrop im Alter von 38 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Frau A. Plewoia u. Kinder Bottrop, den 26. Oktober 1938. Die Beerdigung findet statt am 29. Okt., nachm. 2.45 Uhr vom Trauerhause. Gungstr. 114. Offene Stellen Welbliche Servierfräulein für sofort gesucht. Vorzustel len oder schriftliche Angebote mit Bild. M. Meichsner, Dinslaten, Schlageterstraße 9. Ruf 2720. Sauberes Mädchen für alle Hausarbeiten zum 1, 11. 38 gesucht. Oberhausen, Ludendorffstr. 68. Familien-Anzeigen gehören in den GA. Suche zum 1. November ein lüchtiges, in allen Hausarbeiten erfahrenes Mädchen nicht unter 20 J., gegen guten Lohn. Oberh.=Alstaden, Heiderhöfen 111. In ruhigen Etag. Haushalt wird ein in allen Hausar beiten erfahrenes tüchtiges, sauberes mit guten Zeug nissen gesucht. Mülb.=Styrum, Lohkamp 20, 1. Etage Telefon 439 40. Offene Stellen Mannliche Landwirtschaftlicher Arbeiter evtl. rüstiger Invalide gesucht. Heinrich Löll, Friedrichsfeld. 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Oktober: 6.00 Wetterbericht für die Landwirtschaft— 6.10 Knie-e-beugt! — 6.30 Freut euch des Lebens:— 7.10 Frühkonzert— 8.10 Frauenturnen— 8.30 Froher Klang zur Arbeitspause— 9.30 Entdeckungsfahrten für den Winter— 10.00 Lob der Kartofrei— 10.30 Einen Augenblick bitte— ich verbinde— 11.45 Besuch in einer Baumschule— 12.00 Zur Unterhaltung— 13.00 Glückwünsche— 13.15 Mittagskonzert— 14.10 Werkpause beim Kumpel— 15.00 Wolken überm Land— 16.00 Musik zum Nachmittag — 17.00 Der Erzähler— 17.10 Das deutsche Volkslied— 18.00„Mamnn.... Mammi!“ — 18.15 Besinnliche Musik— 18.40 Der schöpferische Mensch— 19.00 Musik zum Feierabend— 20.10 Abendkonzert: 1. Ouvertüre zur Oper„Hamlet“, Gade; 2„Serenade für Streicher und Orchester, O. Römer; 3. Russische Rhapsodie zur Oper„Fürst Igor“, Borodin; 4. Marsch aus den Miniaturen, E. Fischer; 5. Impromptu, Anderssen; 6. Zweiter Satz aus dem Violinkonzert, M. Bruch; 7. Impromptu As-dur, Fr. Schubert; 8. Walzer, Godard: 9. Thema und Variationen aus dem Ballett„Coppelia“, L. Delibes; 10. Moderner Orient. F. W. Rust— 21.30 Das Klavierkonzert: Konzert A-dur K V 488, W. A. Mozart — 22.15 Musik von Schallplatten— 22.30 Fünftes internationales Konzert— 23.00 bis 24.00 Tanz und Unterhaltung. Schwarze Aktentasche mit Inbalt, in Gastwirtschaft oder Café liegen gelassen. Mitteilung erbeten unter Nr. 2954 an G.=Anz. Oberhausen, Alk. markt 2. Jeitung Lelt unes Hedoli-Palast Hervest-Dorsten Freilag bis Dienstag: Orkane des Gelächters über 13 Stühle Heinz Rühmann und Hans Moser das ist beinahe mehr, als unsere Lach muskeln vertragen. Großes Beiprogramm Wie Havas melde den Hotelgebäude unt Zusammenbrechen der werke zur Folge hat seit Tagen über Mar unmöglich, das Feuer vom Wind immer wi reits ein großes ben hat. Von dem Son zur Ueberwachung di seinen Freunden ben war, sind sämtliche 2 die Polizeipräfektur Der Bra Hirsch=Apotheke Rich. Reckmann, Drog. W. Adrian, Essener Straße Drog. Heinr. Bonato, Lippestraße## Drog. 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Die Polizei hat b über die Ursache de bisher fest, daß die u stock oder aus dem ei wo bedeutende Umfor Flammen durch ein herausschlugen. Der zur Räumung des Zweistün des Reichsaußer 3% ahaft in Marten HNEETEE EEE d Der Reichsaußen begab sich Freitag vor des deutschen Botscha zu einer Besprechun minister Graf Ciai 11.45 Uhr dauerte, fa Reichsminister der trop hat am Frei nischen Regiern in Anwesenheit von annähernd zweist habt. Wie verlautet, Samstagvormitta .—