25. 1. und deutet ihm stuhe Tage bei rauher m Winkel des Neuyork ein. Nied### red sieht von der#### ch in eine Droschte illein kann ihm von## idlich ist er da, der### id schütteln sie ein# . Fiebel muß es sich einigermaßen er beim Tee seine on aus dem Restau dem Hotel gejagt in ihrem gemeinsal 1 ist. Seneral-Anzeiger h haben“, lacht der## aufs Knie,„gib n..—.= annst du dich draus 18. Jahgr. faßt in die Tasche Taschen durch, die# Er hat sie unten G gemeiner Anzeiger Tages=Zeitung für die Stadt vorsten und die Herrlichkeit Lembeck. Anzeiger für Marl, Hüls und Bürgermeisterei Gablen omme viere is aber war denn erste Zeichen dafür, er nicht allzukalt wei Enten= oder gar er sehr harte B den heimischen Rev ider und Buchol#### chmal noch schlimme urden vereinzelte### bstähle in den Hi er wieder durch die e Bewohner morge en sind, werden gen ühnerliebhaber zu r lohnt es sich schon in Tagen die heim nders jetzt, da scho e wunderlichsten Deutschlands Antwort an England Das Gebot der Stunde: Schluß mit jeglicher Einmischung in Spanien! h= westfalische Indust# Münsterland. ch röter. Tursdun 8 und Abteilungslei Dinslaken. Bottrop.#4 un Oberhausen D. Dülfer, Du enschaft: Dr. Peter rich Köllner, Du## n. Dutsburg. 80# beim Lokales Ober# Sterkrade=Osterfeld: Bottrop: Martin 8## Gladbeck. Dorsten Wolfgang Pori# Hans Karo Dur z Kron, Oberhau u: Josef Jellenn 1. g. Dutsburg u Ober der 1936: r Oberhausen 9120 9, Bez.=Ausgabe Gla gemeiner Anzeiger General=Anzeiger 68 ber 1936: ger über 84 000. sten über 8000. Utig. Nachlaßstaffel: er Köln Januar rbericht Küchenzettel Vasserstand ortsonntag? — Glückwünsche 11 Kinder 1 ag tschen Geschich uartett F-dur r L a n d e s n fen ochenschau chten en orstellung Vormiete 5 rkauf. Die Bohel ahaus Tanzabend Hielhaus Spiel an Bord hen lossen Berlin, 25. Januar. Die Reichsregierung hat am Montagmittag dem hiesigen britischen Botschafter Sir Eric Phipps die deutsche Antwortnote auf die letzte Note in der Freiwilligenfrage überreichen lassen. Die Note hat folgenden Wortlaut: 1. Die deutsche Regierung hat mit Genugtuung davon Kenntnis genommen, daß nach Ansicht der Königl. Britischen Regierung die hauptbeteiligten Mächte nunmehr über die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zur Verhinderung des Zustroms von Freiwilligen nach Spanien einig sind und daß ferner auch grundsätzliches inverständnis darüber besteht, daß diese Maßnahmen on allen beteiligten Regierungen gleichzeitig getroffen erden, daß das Gesamtproblem der indirekten Foren der Einmischung in Spanien eine aktive Behandung erfährt und ein wirksames Kontrollsystem eingeührt wird. Damit würden die Voraussetzungen erfüllt ein, von denen die deutsche Regierung in der Note om 7. Januar ihre Bereitwilligkeit zur Anordnung er von ihr zu treffenden Maßnahmen abhängig geacht hat. 2. Unter diesen Umständen hat die deutsche egierung bereits ein Gesetz vorbeeltet, das die Einreise von deutschen Staatsangeen nach Spanien zur Teilnahme am Bürgerkrieg, die Anwerbung von Personen zu diesem Zweck er Strafandrohung verbieten und ferner die notmndigen Verwaltungsmaßnahmen in Aussicht nehmen ürde, um die Ausreise und Durchreise aller Personen verhindern, die sich zur Teilnahme am Bürgerkrieg ch Spanien begeben wollen. Es wird sich empfehlen, daß der Londoner Nichtinmischungsausschuß sofort die Uebereinstimmung aller eteiligten Regierungen über den wesentlichen Inhalt er von ihnen zu treffenden Maßnahmen, über den eitpunkt ihrer Inkraftsetzung sowie endlich über die rundlinien des einzuführenden Konrollinstems feststellt. Sobald diese Feststellung rfolgt ist, wird die deutsche Regierung unverzüglich as Erforderliche wegen der von ihr zu treffenden Maßahmen veranlassen. 3. Was die Durchführung der Kontrolle mlangt, so liegen der deutschen Regierung, und zwar um Teil erst seit wenigen Tagen, eine Reihe von kntwürfen des Londoner Ausschusses vor, deren Prüfung sie möglichst beschleunigen wird. Sie besalt sich vor, durch ihren Vertreter dem Londoner lusschuß das Ergebnis dieser Prüfung sobald als nöglich mitzuteilen und dabei gegebenenfalls auch rganzende Vorschläge zu machen. 4. Die Königlich Britische Regierung hat sich bisher eider noch nicht zu dem in der Note vom 7. Januar semachten Vorschlag der deutschen Regieung geäußert, aue nichtspanischen Teilehmer an den Kämpfen in Spanien einschließich der politischen Agitatoren und sropagandisten aus Spanien zu enternen, um so den Zustand vom August vor. Is. biederherzustellen. Die deutsche Regierung legt auf iese Vorschläge nach wie vor besonderen Wert. Sie at die ernste Befürchtung, daß es nach der ganzen ereits in der Note vom 7. Januar geschilderten Entbicklung der Dinge zu einer einseitigen, den Sinn der lichteinmischungspolitik zuwiderlaufenden Begünstiung der der nationalen spanischen Regierung im ampfe gegenüberstehenden Elemente führen wird, enn die Mächte den Zustrom von Freiwilligen nur r die Zukunft verhindern, sich aber damit abfinden, lie bereits in Spanien befindlichen landfremden Teillehmer am Bürgerkrieg dort zu belassen. Es erscheint er deutschen Regierung als das Gebot der stunde, daß alle beteiligten Mächte egzt endlich ernst damit machen, jede öglichkeit einer Einmischung in pauien zu unterbinden. Wenn sie dazu entlossen sind, werden sie auch Mittel und Wege finden, m den erwähnten Vorschlag der deutschen Regierung # verwirklichen. Italiens Antwort an England Rom, 25. Januar. „„Die italienische Antwort auf das englische semorandum vom 11. Januar ist ebenfalls in der vorm eines Memorandums gehalten. Es heißt darin :.“: Die italienische Regierung ist bereit, die notwen##, gesetzgeberischen Maßnahmen zu ergreifen, um kl ihrem Gebiete die Anwerbung, die Abreise und von Personen zu verbieten, die sich zur an dem gegenwärtigen Konflikt nach panien begeben. Diese Maßnahmen, die praktisch bereits ausgearbeitet sind, werden zur Anwendung gelangen, sobald alle anderen Regierungen ähnlichen Maßnahmen zugestimmt haben, sobald ferner Uebereinstimmung über die allgemeinen Linien eines hinreichenden Kontrollsystems besteht und sobald schließlich über den Londoner Ausschuß ein Datum für ihr gleichzeitiges Inkrafttreten festgesetzt ist. Die italienische Regierung beehrt sich, daran zu erinnern, daß außer den verschiedenen bisher vorgebrachten Ideen und Vorschlägen, mit denen man eine wirksame Nichteinmischungspolitik sichern wollte, auch Das Programm für den 30. Januar Berlin, 25. Jan. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt nachfolgendes Programm für den 30. Januar 1937 bekannt, das in Gemeinschaft mit allen beteiligten Stellen festgelegt wurde. 8.00: Wecken durch Musik= und Spielmannszüge der Bewegung im ganzen Reich. 9.00: Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels spricht in der Turnhalle der 1. und 29. Volksschule in BerlinNeukölln zur deutschen Schuljugend. In allen Schulen des Reiches finden gleichzeitig Schulfeiern statt, in deren Mittelpunkt die Uebertragung der Neuköllner Feier steht. Der Schulunterricht fällt danach aus. 10.00: Vorbeimarsch der Leibstandarte Adolf Hitler vor dem Führer an der Reichskanzlei in der Wilhelmstraße. 13.00: Sitzung des Deutschen Reichstags. Abgabe einer Regierungserklärung durch den Führer und Reichskanzler. 17.00: Zusammentritt des Reichskabinetts. 20.00: Der Gau Berlin der NSDAP. bringk dem Führer zur Erinnerung an die Huldigung von 30. Januar 1933 einen Fackelzug. Gleichzeitig werden im Reich von den Ortsgruppen der Partei Kameradschaftsabende durchgeführt. Der Weg des Fackelzuges Berlin, 25. Januar. Für den 30. Januar werden auf der Anfahrtstraße des Führers von der Reichskanzlei zur Krolloper Lautsprecher aufgestellt werden, über welche die Rede des Führers übertragen werden wird. Die Rede wird vom deutschen Rundfunk am Sonntag, 31., 11 Uhr, über alle Sender mit Ausnahme des Deutschlandsenders wiederholt werden. Der große Fackelzug des Gaues Berlin der NSDAP der am 30. Januar zur Erinnerung an die Huldigung am 30. Januar 1933 durchgeführt wird, nimmt seinen Weg von der Charlottenburger Chaussee durch das Brandenburger Tor und die Wilhelmstraße zur Reichskanzlei. Aufruf an das deutsche Volt Berlin, 25. Jan. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat folgenden Aufruf erlassen: An das deutsche Volk! Am 30. Januar mittags um 13 Uhr spricht der Führer zum Deutschen Reichstag. Sein Werk ist das der deutschen Nation. Allen Deutschen wird Gelegenheit gegeben werden, am Lautsprecher diese Rede zu hören. In sämtlichen Betrieben, Geschäften und Dienststellen werden die Werktätigen geschlossen am Lautsprecher versammelt sein, und in allen deutschen Häusern wird man am Rundfunkempfänger den Worten des Führers lauschen. Die zuständigen Stellen haben die vorbereitenden Maßnahmen für den Volksempfang eingeleitet. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda:(gez.) Dr. Goebbels Flaggen heraus am 30. Januar Berlin, 25. Jan. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt bekannt: Aus Anlaß des vierjährigen Bestehens des nationalsozialistischen Reiches werden alle Deutschen aufgefordert, am 30. Januar ihre Häuser und Wohnungen zu beflaggen. (gez.) Dr. Goebbels Abschied von den Toten der„Welle“ Trauerfeier auf dem Garnisonfriedhof in Kiel Kiel, 25. Januar. Von den Dächern und Häusern, von den Schiffen und Werftgebäuden der Kriegsmarinestadt Kiel wehten am Montag die Hakenkreuzflaggen auf halbmast. Auf dem Garnisonsfriedhof wurde am Nachmittag die Trauerfeier für die Beatzung des Versuchsbootes„Welle“ abgehalten, die am 19. Januar im schweren Schneesturm ums Leben kam, als sie ihre SA.=Kameraden vom Segelschoner„Buhnen“ aus Seenot retten wollte. Von der 25köpfigen Besatzung sind bisher 15 Mann der See entrissen worden. In der Kapelle des Friedhofes waren die Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer versammelt, denen der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder das Beileid des Führers und des Reichskriegsministers aussprach. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, so sagte er, hat mich beauftragt, Ihnen persönlich zu sagen, wie er von Herzen an Ihrer und unserer tiefen Trauer teilnimmt. Der Führer liebt seine Marine un„hußt die Hilfsbereitschaft, den tapferen Einsatz des Lebens für in Not befindliche Seeleute, wie sie in der Marine eine Selbstverständlichkeit ist, hoch ein. Er ist daher stolz auf die in treuer Pflichterfüllung von uns gegangenen Kameraden der„Welle“ und weilt in Gedanken in dieser Stunde bei ihnen und ihren Lieben. Auch der Herr Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall von Blomberg, hat mich beauftragt, Ihnen seine herzliche und tiefempfundene Teilnahme zu übermitteln. Er drückt Ihnen allen in Gedanken die Hand. Ich selbst, der ich mit der gesamten Kriegsmarine durch den Verlust aufs tiefste getroffen bin, trauere in herzlicher Verbundenheit mit Ihnen um unsere Getreuen, die ihr Leben dahingaben für ihre Brüder." Vorbei am Mahnmal der„Niobe“, auf dem die Reichskriegsflagge halbstock wehte, schritt die Trauergemeinde zur Grabstätte. Dort waren die 15 Särge, bedeckt mit der Reichskriegsflagge und zahlreichen Kränzen aufgebahrt. Die Ehrenposten stellten das Versuchsboot„Strahl“ der Kriegsmarine. Zahlreich waren die Trauerabordnungen der Kriegsmarine und der SA.= Gruppe Nordmark mit ihrem Gruppenführer MeyerQuade. Neben dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. c. Raeder sah man u. a. den Stabschef der SA. Lutze, den Komman dierenden Admiral der Ostsee, Admiral Albrecht und den Flottenchef Vizeadmiral Carls. Nach einem Choral sprachen die beiden Stationsgeistlichen, dann nahm der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Albrecht. Abschied von den Toten. Nachdem das Lied„O Deutschland hoch in Ehren“ verklungen war, präsentierte die der 1. SSO.(Schiffs=Stammabteilung der Ostsee) das Gewehr und unter den gedämpften Klängen des Liedes vom guten Kameraden verlas Kor vettenkapitän Bahte, der Leiter der NachrichtenmittelVersuchsanstalt, die Namen der Gebliebenen. Drei Ehrensalven krachen über die Gruft. Zum Schluß der schlichten Feier legt Generaladmiral Dr. h. c. Raeder einen großen Kranz des Füh. ce der So# 5 des Reichskriegsministers nieder. Stabschef der SA. Lutze schloß sich an. der Vorschlag gemacht worden ist, aus dem spanischen Gebiet alle nichtspanischen Kämpfer. alle politischen Freiwilligen, alle Propagandisten und Agitatoren, die sich zur Zeit in Spanien befinden, zuruckzurufen, um dadurch das Problem wieder auf seine ursprüngliche Grundlage vom August 1936 zurückzuführen. Die italienische Regierung bezieht sich in dieser Hinsicht auf ihre Note vom 7. Januar. Die italienische Regierung würde es begrüßen, wenn die englische Regierung ihr ihre diesbezüglichen Bemerkungen und ihre Ansicht mitteilen (Fortsetzung siehe Seite 2.) Die Lösung eines Der Moskauer Prozeß, der schauerlichen Rätsels Freunden den Kopf kosten soll, spielt sich genau in den gleichen Formen ab wie die früheren Prozesse gegen Stalins Feinde. Es ist immer das gleiche Bild: Angeklagte, die gerabezu etwas darin suchen, sich selbst der ungeheuerlichsten Vergehen gegen den sowjetrussischen Staat und das russische Volk zu bezichtigen. Rätselhaft bleibt nur, wie die Angeklagten sich zu dieser unwürdigen Rolle hergeben können. Das war beim ersten und zweiten Prozeß vielleicht noch erklärlich, so lange sie hoffen konnten, daß sie ihr kümmerliches Leben durch Selbstanklage retten konnten. Aber daran dürfen sie doch heute nicht mehr glauben. Sie wissen, daß alle, die vor ihnen in den Tod gegangen sind, beseitigt wurden, daß sie das Spiel um ihren Kopf verloren haben. Im Machtbereich Stalins ist für sie nichts mehr zu hoffen. Es müßte doch schließlich einer unter ihnen sein, der als alter Revolutionär mit Anstand zu sterben wüßte, der die Gelegenheit dieser Oeffentlichkeit benutzte um den ungeheuerlichen Betrug in die Welt zu schreien! Aber nicht einer ist bisher darunter gewesen, der den Mut aufbrachte, offenbar weil die geistigen und körperlichen Voraussetzungen dazu fehlten. Hier liegt vermutlich die Lösung für das Rätsel dieser schauerlichen Prozesse. Wir wissen aus einer Vernehmung, daß Radek bis Ende November in der Voruntersuchung alles geleugnet hat. In zwei Monaten ist er unter den Händen der Gefängnisverwaltung so mürbe geworden, daß er alles aussagt, was von ihm verlangt wird. Nur ein einziges Mal ist er aus der Rolle gefallen, als er dem Staatsanwalt sagte, ihm könnte die Verantwortung für alle ihm bekannten und— unbekannten(!) Terroristengruppen auferlegt werden! Das sind keine Menschen mehr, die hier vor dem Richter stehen, das sind willenlos gemachte Geschöpfe, die nicht mehr wissen, was mit ihnen geschieht, die, irgendwie ihres Verstandes beraubt, nur noch sklavisch nachplappern, was ihnen vorgesagt wird. Sie sind durch die ungeheuerlichen Folterungen, die sie erleiden mußten, gebrochen. Aber vermutlich nicht nur das: Sie stehen vielleicht unter irgend einer Psychose, die durch chemische Vergiftungen hervorgerufen worden ist. Der Bolschewismus aber scheint gar kein Gefühl dafür zu haben, welche Wirkungen er propagandistisch damit erzielt, wenn er Männer, die noch vor wenig Tagen eine große Rolle spielten, die als Botschafter und Volkskommissare die Stufenleiter des Ehrgeizes bis zur höchsten Sprosse erklommen hatten, in der peinlichen Rolle haltloser Jämmerlichkeit auftreten läßt. „Wann endet Unlängst ist in Wien das Institut der jüdischen„Sexualforscherin“ Dr. wige Liebe? Lazarsfeld, in dem sie zusammen mit dem Berufsberater des jüdisch=kulturellen Elternverbandes(!), Dr. Ernst Dichter aus Galizien, vor allem Propaganda für die revolutionären Sozialisten trieb, von der Polizei geschlossen worden. Da die Lazarsfeld in den Kerker wanderte, sahen sich die jüdischen Jünger des berüchtigten Professors Freud gezwungen,„Ersatz“ zu schaffen, der in einem schnell gegründeten„Klub der Freunde der Individual=Psychologie“ gefunden wurde. Eine Verwandte der Verhafteten, Sofie Lazarsfeld, wurde mit der Leitung betraut. Ein gutes Dutzend semitischer„Lehrer", männlichen und weiblichen Geschlechtes, unter ihnen eine Margrit Hilferding, soll die Jünger mit der jüdischen Geheimwissenschaft, der Sexualwissenschaft, beglücken. Dem Format der politischen Pseudo=Wissenschaftler entsprechen auch die Vorträge, die geplant sind und bei denen das Geschlechtsleben nach dem berüchtigten Vorbild des Juden Magnus Hirschfeld in Schule und Gesellschaft abgehandelt werden soll. Den Schlager dieser Vortragsserie hat sich Fräulein Lazarsfeld selbst vorbehalten, die die Frage aufwirft:„Wann endet ewige Liebe?“— Mit dem Wiener „Montagsblatt“ kann man fragen:„Wann endet auch hier dieser Unfug?“ Drei Jahre deutsch. Es ist im allgemeinen polnisches Abkommen uct üblig, veitrage, die zwischen verschiedenen Staaten abgeschlossen sind, stets dann wieder zum Gegenstand von Betrachtungen zu machen, wenn sich der Tag ihrer Unterzeichnung jährt. Verträge sind dazu da, sich in aller Ruhe auszuwirken. Was aber den deutsch=polnischen Vertrag anlangt, wird es doch nützlich sein, sich dieser Abmachungen zu erinnern, die am 26. Januar 1934 getroffen wurden. Sie sollten eine neue Phase der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen einleiten. Grundsatz der Abmachungen war, bei Meinungsverschieden 26. 1. 37 Aus Politik und Leben Seneral-Anzeig. 26. 1. 37 heiten auf die Anwendung von Gewalt zu verzichten und alle Konflikte in freundschaftlicher, verständnisvoller Zusammenarbeit aus der Welt zu schaffen. Dieser Vertrag wurde auf zehn Jahre begrenzt. Das sollte nicht heißen, daß nach Ablauf von zehn Jahren Meinungsverschiedenheiten mit der Waffe in der Hand ausgetragen werden können. Die Zehnjahresfrist hat mehr psychologische Bedeutung. Natürlich hat es in den abgelaufenen drei Jahren mancherlei Meinungsverschiedenheiten gegeben, sie waren aber niemals schwerwiegender Natur. Vor allem aber hat der Vertrag gelehrt, daß solche Gegensätzlichkeiten regelmäßig überbrückt werden können. Wenn wir uns dieses Vertrages heute erinnern, dann geschieht das in erster Linie mit Rücksicht auf die gesamteuropäische Situation, denn jenseits unserer Grenzen glaubte man nach wie vor, daß nur Kollektivverträge Frieden und Sicherheit schaffen können, wobei man aber übersieht, daß das deutsche System der zweiseitigen Verträge bereits in Anwendung ist und gute Ersolge gezeitigt hat. Diejenigen, die früher von der deutsch=polnischen Gegensätzlichkeit lebten, lange Reden hielten, Denkschriften über die Befriedung des Ostens verfaßten, scheinen sich garnicht mehr darauf besinnen zu können, wie es im Osten einmal aussah und wie sehr der Vertrag die deutsch=polnischen Beziehungen entspannt hat. Aus dieser Gegenüberstellung geht wohl am besten die Bedeutung dieses Abkommens und damit auch die Zweckmäßigkeit der zweiseitigen Verträge hervor. Hätten wir dieses Abkommen nicht, dann würde es in Europa einen Konfliktsherd mehr geben. schätzen wissen wird, von denen die vorliegende Note und ihre früheren Mitteilungen geleitet sind: Nämlich Unterstützung und Annahme jedes Vorschlages, der die Sicherstellung einer authentischen und allgemeinen Politik der Nichteinmischung und ihre strenge tatsächliche und vollständige Durchführung des spanischen Volkes und der höchsten Interessen des Friedens und der Kultur bezweckt. Italiens Antwort an England (Fortsetzung von Seite 1) würde. Ihrerseits behält sich die italienische Regierung vor, im Nichteinmischungsausschuß konkrete Vorschläge zu machen oder solche zu unterstützen. Die italienische Regierung zweifelt nicht daran, daß die englische Regierung ihrerseits die Beweggründe zu Grund zum Optimismus 44 London und Paris zu den Antworinoten Deutschlands und Italiens London, 25. Januar. Die deutsche und italienische Antwort auf die britische Note in der Freiwilligenfrage sind am Montag in London eingegangen. Sie werden in zuständigen politischen Kreisen als„sehr befrievigend“ bezeichnet. Es wird erklärt, daß die Antworten alles enthielten, was erwartet worden sei. Ueber die nächsten Schritte glaubt man sich angesichts der Kürze der Zeit noch nicht äußern zu können, zumal die beiden Antwortnoten noch einer sorgfältigen Prüfung bedürfen. Es wird jedoch angenommen, daß schon in den nächsten Tagen der Nichteinmischungsausschuß zur Beratung der jetzt zu ergreifenden Maßnahmen einberufen werden wird. Preß Association weist darauf hin, daß sich die Antworten Deutschlands und Italiens inhaltlich deckten. Nachdem nunmehr sämtliche fünf Mächte, an die sich England gewandt habe, geantwortet hätten, glaube man sagen zu können, daß ein genügendes Maß von Uebereinstimmuna bestehe, um auf dem Wege zu einer wirksamen Nichteinmischung in Spanien einen tatsächlichen Fortschritt zu erzielen. Es müsse Befriedigung verursachen, daß sowohl Deutschland als auch Italien sich bereiterklärt hätten, gesetzgeberische Maßnahmen zu erlassen, die eine Beteiligung der Staatsangehörigen dieser Länder an dem spanischen Bürgerkrieg ungesetzlich machten, vorausgesetzt, daß die übrigen Mächte sich bereiterklärten, ähnliche Schritte zu ergreifen. Der Nichteinmischungsausschuß habe bereits ausreichende Vorarbeiten für die Ingangsetzung des Kontrollplanes gemacht und im Hinblick auf die befriedigende Natur der nunmehr in London eingegangenen Antworten werde erwartet, daß eine Sitzung des Ausschusses in Kürze einberufen werde. Sowohl die deutsche als auch die italienische Note enthielten gewisse Fragen von geringerer Bedeutung, die der Ausschuß beraten werde: aber die Tatsache, daß hinsichtlich der grundsätzlich wichtigen Fragen Uebereinstimmung bestehe, gebe Grund zum Optimismus. Man hoffe, daß der Nichteinmischungsausschuß schon bald die Beratung seiner Pläne abschließen und einen Zeitpunkt bekanntgeben werde, an dem das FreiwilligenVerbot in Kraft treten könne. Der Ton der deutschen und der italienischen Antwortnote lasse zweifellos auf die Bereitwilligkeit dieser beiden Länder schlie ßen, mit den übrigen Mächten zur Lösung des spanischen Problems zusammenzuarbeiten, das wieder holt als eine ernste Bedrohung des europäischen Friedens bezeichnet worden sei. Paris, 25. Januar. politischen Kreisen verlautet, daß die deutsche und die italienische Note allgemein einen günstigen Eindruck gemacht haben. In zuständigen französischen Kreisen wird festgestellt, daß die beiden Noten zu der Hoffnung Anlaß geben, daß die eingeleiteten Schritte zur Einstellung der Freiwilligenentsendungen nach Spanien uno zur Einrichtung einer Ueberwachung vonwärts kommen wer den, da ja auch die Regierungen von Berlin und Rom den gleichen Wunsch nach sofortigem und wirkunasvollem Handeln zum Ausdruck gebracht hätten. Eine neue Operette Paul Lincke in Essen Lichts„Liebesgesandte“ in Wuppertal Die Kleinstaaterei vergangener Zeiten bildet das *-„engenies Wetien Unlber Car Hauptmotiv des Libretto, das Karl Bretschneider und Hermann Frey für den Komponisten Wilhelm Licht geschrieben haben. Ueber ein Dutzend verkalkter und trotteliger Hoftypen bevölkern die Szene, die wechselnd ins„Fürstentum Schwibbe und die Grafschaft Wibbe führt. Der Regent des völlig verarmten Schwibbeschen Ländchens hegt den Plan, durch eine Hochzeit seines Sohnes mit der Komtesse von Wibbe seinem Herrscherhaus, in dem der Kalk buchstäblich von den Wänden fällt,„u neuem Glanze aufzuhelfen. Ein geheimnisvoller Fremder, der sich„Professor Topelius“ nennt, wird zum Gesandten bestellt, der die zarten Bande zwischen den beiden erbverfeindeten Häusern knüpfen soll. Aber aus dem Liebesgesandten wird ein Werber in eigner Sache. Die breit ausgesponnene Handlung, die natürlich sich in eitel Zufriedenheit und Versöhnung auflöst wird von Licht mit einer in bewährten Bahnen sich bewegenden Musik untermalt. Buffoduette und Tenorlieder auf Wein, Weib und Gesang sichern den Publikumserfolg, der sich denn auch bei der recht lebendig aufgezogenen Uraufführung im Elberfelder Stadttheater einstellte. Karl Johansson dirigierte mit frischem Schwung und Klangsinn: Hartmut Boebel führte wirkungsbedacht die Regie. Aus dem Ensemble ragte stimmlich Heinr. L. Korths Tenor hervor. Dr. Wolfgang Steinecke. „Frau Luna“, die wieder gern gesehene Vorkriegsoperette Paul Linckes, erlebte am Essener Opernhaus eine Wiedergabe, der der 70jährige Komponist beiwohnte. Bei der Ouvertüre, der das so populär gewordene„Schlösser, die im Monde liegen". das Hauptthema gibt, nahm der Komponist selbst den Taktstock in die Hand und dirigierte seine schmissige Musik mit prachtvoll jugendlichem Temperament. Das Publikum, das zu einem Teil noch eine direkte Beziehung zu dieser Operette und ihren Schlagern hat, bereitete„Paule“, dem überaus jovialen Herrn, herzliche Ovationen und der Aufführung unter der musikaischen Leitung von Kurz Puhlmann starken Beifall. Hans G. Fellmann Dietzenschmidt-Uraufführung in Essen Der Dichter Dietzenschmidt, der Kleist=Preisträger des Jahres 1919, hat die Neufassung seiner Ueber 400000 Obdachlose Seuchengefahr im amerikanischen Ueberschwemmungsgebiet Cincinnati, 25. Januar. GA Deutschland und Italien haben gleichzeitig und in gleichem Geiste geantwortet und damit an ihrem Teil dazu beigetragen, das gefährliche Problem des spanischen Bürgerkrieges einer Lösung näher zu bringen. Was dazu grundsätzlich zu sagen war, ist bereits in unserer Note vom 7. Januar ausgeführt worden, und wir halten auch jetzt daran fest, daß wir trotz der Fehler, die von den anderen in der Vergangenheit gemacht worden sind, bereitwillig mitarbeiten wollen, um nach Möglichkeit die Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, die entstanden sind. weil unsere Warnungen nicht rechtzeitig beachtet wurden. Inzwischen ist allgemeines Einverständnis darüber festgestellt worden, daß sotortige Maßnahmen zur Verhinderung weiteren Zustromes von Freiwilligen getroffen werden müssen, und zwar gleichzeitig getroffen werden müssen, daß aber darüber hinaus die Grenzen nicht nur für militärische Freiwillige, sondern auch für politische Mitkämpfer und alle Formen der indirekten Einmischung gesperrt werden müssen. Deshalb ist von unserer und von italienischer Seite bereits ein entsprechendes Gesetz vorbereitet worden, dessen Inkraftsetzung von den weiteren Beschlüssen des Londoner Ausschusses abhängig bleibt. Offen ist allerdings noch die Frage der Kontrolle. Die Entwürfe werden zur Zeit in Berlin geprüft und vielleicht durch ergänzende Vorschläge beantwortet. Deutschland und Italien haben damit einen neuen Beweis für ihren Willen zur aktiven Mitarbeit geliefert und gezeigt, daß es an ihnen nicht fehlt, sobald es sich um positive Möglichkeiten zur Beendigung des spanischen Bürgerkrieges auf der Grundlage„Spanien den Spaniern“ handelt. Allerdings muß immer wieder festgestellt werden, daß die Frage der Freiwilligen nur ein Teilausschnitt ist. Eine wirklich befriedigende Lösung kann nur gefunden werden wenn der Grundsatz der totalen Nichteinmischung durchgeführt wird. In Louisville haben die Verheerungen durch das Hochwasser solches Ausmaß angenommen, daß das städtische Elektrizitätswerk stillgelegt wurde. 40 Quadratmeilen sind dadurch in völlige Dunkelheit gelegt. In der Stadt macht sich bereits Trinkwassermange! stark bemerkbar. Alle Verkehrseinrichtungen sind lahmgelegt. Die Küstenwache hat 100 Rettungsboote ein gesetzt und versucht, mit Unterstützung von Marinereserven in dem 1000 Meilen großen Ueberschwemmungsgebiet die bedrängte Einwohnerschaft zu retten.— Die Rettungsarbeiten werden von Heeresund Marinefliegern aus der Luft geleitet.— Da Seuchengefahr besteht, werden dringende Hilferufe nach Impfstoffen hinausgesandt. In einem Bericht äußert sich das Rote Kreuz, daß die Gefährdung durch verseuchtes Trinkwasser bei dieser Katastrophe die größte ist, die jemals festgestellt wurde.—Präsident Roosevelt steht in ständiger telephonischer Verbindung mit dem heimgesuchten Gebiet. Die Zahl der durch die Ueberschwemmung obdach. los Gewordenen beläuft sich schon jetzt auf über 400 000. Mehr als 100 Todesopfer sin) schon gezählt. Wie immer bei so tragischen Ereignissen, versuchen lichtscheue Elemente, die Lage für sich auszunutzen. In Portsmauth(Ohio) besonders begannen organssierte Banden mit der Plünderung der von den Ein. wohnern verlassenen Wohnungen. Die Einwohner. wehr erhielt Befehl, auf alle Plünderer und Verdäch. tige sofort zu schießen. Bei der Explosion der riesigen Benzintanks wurden etwa 250 000 Gallonen Benzu vernichtet, die in den Ohio-Fluß trieben. Das Flutz. bett ist ein einziges Flammenmeer. Die Flammen schlagen acht Stockwerke hoch. Da beförchte wird, daß die sechs Meilen entfernt liegende Stad Lawrenceburg ebenfalls von den Flammen heert wird, hat die Polizei die Räumung der Stadt angeordnet. Das Moskauer Lügenspiel Neue„Geständnisse“ im Theater-Prozeß— Die Angeklagten an Geist und Körper gebrochen Moskau, 25. Januar. Die Sonntagnachmittag= Sitzung im Moskauer Theaterprozeß brachte nach Abschluß des Verhörs von Radek die Zeugenvernehmung von Romm. Dieser war bisher Korrespondent der„Iswestija" in Washington. Er befindet sich gleichfalls in Haft Stockend und mit leiser Stimme„gesteht“ Romm angebliche Kurierdienste zwischen Trotzki und Radek ein, uno zwar unter Ausnutzung seiner dienstlichen Stellung im Auslande. Radek wird dagegen vom Staatsanwalt aufgefordert, dreimal mit lauter Stimme zu erklären, daß der Sowjetmarschall Tuchartschewski nicht das geringste mit der Trotzkisten=Gruppe zu tun habe. Der Saal nahm diese„Ehrenerklärung“ für Tuchartschewski aus dem Munde Radeks mit Erstaunen zur Kenntnis. Der Theaterprozeß schloß am Sonntag mit der Vernehmung des vierten Hauptangeklagten, des früheren Verkehrskommissars und späteren Vizechefs der Wegebauverwaltung, Serebrjakow. Auch er fällt nicht aus der Reihe. Er„gesteht“ seinerseits die angebliche Schädlingsarbeit im Ressort des Transportwesens. Dabei erwähnt er auch die Eisenbahnkatastrophen, falsche Berechnungen technischer Normen für Lokomotiven usw., alles Mißstände, die zu den Kriegsschäden des sowjetrussischen Eisenbahnwesens gehören. Wiederum hat man das Gefühl, daß damit an die Hintergründe des Prozesses gerührt wird. Ferner hat sich Serebrjakow ebenso wie die übrigen bisher vernommenen Angeklagten zu der angeblichen Vorbereitung von Terrorakten auf bolschewistische Parteigewaltige zu bekennen. Die Montagssitzung begann mit der Vernehmung des„Zeugen“ Ingenieur Loginow, der als angebliches Mitglied der Trotzkisten=Organisationen im Auftrage Pjatakows und anderer Angeklagter insbesondere in Industriebetrieben in der Ostukraine Sabotageakte verübt haben will. Getreu dem eingespielten System unzähliger sowjetischer Schädlingsprozesse, deren Hintergründe sattsam bekannt sind, bringt der Zeuge seine Aussagen vor. Loginow liefert im flüssigen, von den Stichworten des Staatsanwalts dirigierten Vortrag neuen sensationellen Stoff für die Leitartikel der Sowjetblätter, indem er in allen Einzelheiten angebliche Schädlingsarbeit wie Ueberheizung von Koksöfen, falsche technische Planung von Werksbauten, Einsatz falsch konstruierter Maschinen und andere in das Programm des Staatsanwalts passende „Verbrechen“ schildert. Die Eintönigkeit dieser Kette von auswendig gelernten„Geständnissen" wird dann unterbrochen und gewinnt Interesse, als es sich zeigt, daß dieser Kronzeuge besonders präpariert worden ist, um für die mann. Englische Musik in Bochum Eine Sinfonie von Vaughan-Williams Die zeitgenössische Musik, Englands ist nur verhältnismäßig selten in deutschen Konzertprogrammen vertreten. Deshalb durfte die westdeutsche Erstaufführung der großen femoll=Sinfonie von Ralph Vaughan=Williams, die Leopold Reichwein im vierten Bochumer Meisterkonzert vollzog, besonderes Interesse beanspruchen. Der heute 64jährige, in London lebende Komponist, der sich kompositorisch und musikwissenschaftlich vielseitig betätigt und sich namentlich auch um heimatliche Volksliedforschung verdient gemacht hat, gilt als einer der wesentlichsten Vertreter Egks„Zaubergeige“ in Krefeld Drei romantische Konzerte Duisburger Musikpläne Die beiden nachsten Duisburger Hauptkonzerte sind ausschließlich der Instrumentalmusik gewidmet Somohl im jechsten ale auch in wohl im sechsten als auch im siebenten Sinfonieabend wirken bedeutende Solisten mit. Für Schumanns a=moll=Konzert wurde der Pianist Prof. Wilhelm Kempff gewonnen. Pros. Ludwig Hölscher, der Einzelspieler des siebenten Konzerts, wird zwei weitere romantische Konzerte zum Vortrag bringen: Hans Phoners im vergangenen Jahre uraufgeführtes Cellokonzert und Robert Schumanns Cellokonzert. Neben bedeutenden sinfonischen Werken(Beethovens Erster, Schuberte„Unvollendeter“ und Tschairowskise Vierter) ist von Otto Volkmann ein neues Werk, das Konzert für Orchester von Max Trapp, zur Erstaufführung vorgesehen. Die Krefelder Erstaufführung von Werner Egks Oper„Die Zaubergeige“, die nun in allen Gauen des Reiches verdienten Erfolg fand, zeigte, daß es für die rein theatralische Wirkung des Werkes fast gleichgültig ist, auf welches ihrer Stilelemente man in der Inszenierung den wesentlichen Nachdruck verlegt. In Krefeld verzichtete man, vielleicht in bewußter Uebereinstimmung mit der Darstellung der Musik durch Ernst Waigand, auf tändelnde komödiantische Grazie, auf leicht improvisatorisches Spiel Ferdinand Bachem arbeitete in den naturalistisch empfundenen Bühnenbildern von Paul Franz mehr auf dramatische Wirkungen hin und gab infolgedessen die volkstümlich derben Banditenszenen Fangaufs und Schnappers in unmittelbarem Nebeneinander zu seriös gestellten Opernbildern in Cuperus' Reich und groß aufgezogenen Gesellschaftsszenen am Hofe Ninabellas. Waigand ließ im Orchester zwar die biegsame Lyrik Egks in farbig betonten Melodien aufklingen, ging jedoch vorwiegend von der kraftvollen Rhythmik der Egksschen Musik aus und schrieb ihre Sprache damit zumeist flächig, schwerzügig, nur aus dem tänzerischen Schwung gelockerter. Diese Auffassung wirkte sich naturgemäß auf die Zeichnung der tragenden Charaktere der Handlung aus. Walter Becks Kaspar, aus reichen und gefestigt behandelten Baritonmitteln gesungen, die bis zum fis hinauf mühelos ansprachen, gab einen Zaubergeiger von höfischer Haltung, Trudel Frisch eine Ninabella von verhaltenem Charme. Käthe Dietrichs Gretl, die sich dem Willen der Krefelder Regie geschickt einfügte, stand zwischen ihnen als unkomplizierte Natur des Volkskindes. Ferdinand Bachem überzeugte als polternder Bauer erneut von seiner vielseitigen Charakterkunst und schöpfte aus fülligem Baß. Mehr stimmliche Schwere setzte Egk für die Partie des Cuperus voraus, in der Josef Greindl Gelegenheit hatte, seinen schön gefärbten Baß schmiegsam und musikalisch auszuwerten. Alfred Loges wies die rechte Beweglichkeit für die virtuos gesungene Aufgabe des Guldensack auf, Karl Schiebener und Rudolf Schmidt trugen als gemütvolle Gauner echten Humor in die bunt bewegte Szene, auf der Leglers Chöre zuverlässig mitwirkten. Die Aufführung fand überaus herzlichen Beifall. widerrechtlichen Verhaflungen Reichs. deutscher eine Begründung zu erdichten Loginow erklärt in seiner Zeugenaussage, er habe vor dem Angeklagten Rataitschak die Weisung erhalten, sich mit deutschen Ingenieuren und Technikern, die in der Sowjetunion als Spezialisten tätig waren, in Verbindung zu setzen, und zwar„zum Zwecke der Spionag und der Weiterleitung an Agenten des deutschen Spionagedienstes(!)“. Lenins nächster Freund verhaftet Im Moskauer Theaterprozeß hat der Angeklagt Pjatakow Bucharin und Rykow als Leiter einer rechten Oppositionsgruppe genannt. Eine halbe Stunde darau wurde, wie die dänische Zeitung„Politiken“ meldet Rykow, der als Lenins nachster immer geschont worden war, von der G PU in seiner Wohnung verhaftet. „Hypnotisierte Angeklagte“ sagt die englische Presse London, 25. Januar. Die gesamte Londoner Morgenpresse berichtet weitenl ausführlich über den Moskauer Theaterprozeß All Blätter sind sich einig, daß das Moskauer Sowjer gericht der Welt und dem russischen Volk ein großes Lügenspiel darbietet.„Daily Expreß“ sagt, dil Möglichkeit, daß sämtliche Angeklagte sich in einen Art Hypnose„schuldig" bekannt hätten, e nicht von der Hand zu weisen. Beobachter der Mos kauer Gerichtsmethoden hätten diesen Eindruck wonnen. Auf einer Versammlung der Unabhängigen Arbeiterpartei erklärte Payne, daß man den Angeklagten durch die saltsam bekannten Methoden der Tscheka Gein und Körper gebrochen habe. Unglaubliche kommunistische heße im amerikanischen Automobilarbeiterstreik Neuyork, 25. Januar. Am Montag veranstalteten die Streikführer in Automobilarbeiterstreik in Detroit und Flini# Kraftwagenumzüge, die deutlich beweisen, was diese Unruhestifter mit ihren Streikparolen bezwecken Von den Autos, auf die Lautsprecher aufmontien waren, wurde der Bevölkerung die vielversprechende# Weisung übermittelt,„sich für den Ausbruch erns## licher Unruhen bereitzuhalten!". Volkskomödie„Vom lieben Augustin“ dem Essener Schauspielhaus zur Uraufführung übergeben Sie findet Donnerstag, 28. Jan., in Anwesenheit des Dichters statt. Die Musik stammt von Willy Hoffder modernen englischen Musik. Wirklich erscheint dies großangelegte Sinfonie, hält man sie mit Werken von Bliß, Bax, Goossens u. a zusammen, als besonder kennzeichnend für den zwischen gesteigerter Spät romantik und kühner Moderne sich bewegenden S# der neuen englischen Musik. Dieser Stil mag in seine großzügig kompilatorischen Verquickung vielfältige fremder Elemente zunächst das Wort„eklektisch“ hera fordern; jedoch geschieht diese weitgehende Aufnohn fremder Einflüsse letztlich im Sinne eines„universalen Stiles, der selbständig weiterbildet und eigenwillig wertet. So beruht in Vaughan=Williams' Sinfonie de# Charakteristische nicht so sehr im Thematischen und Formalen als vielmehr in den großen klanglichen rhythmischen Evolutionen, die das stark besetz Orchester zu emphatischen Steigerungen und erregen# Klangballungen führen. Das Bochumer städtische## chester bot mit der Wiedergabe des technisch, außen ordentlich schwierigen Werkes eine glanzvolle Leistung Sie war vor allem auch Leopold Reichwein zu danken der die Aufführung des interessanten Werkes auswend dirigierte und überlegen beherrschte. Ein weiterch musikalischer Höhepunkt des Konzertes, das m Webers„Euryanthe"=Ouvertüre eröffnet wurde, wo die Interpretation des Violinkonzertes von Brahm durch die junge amerikanische Geigerin Gu Bustabo. Dr. Wolfgang Steinecke (12 „Ich hasse Frankreich drängt Erfolg Jochums in Finnland Mit starkem Erfolg dirigierte, wie wir den Blätten entnehmen, der Hamburger Staatskapellmeister GM Eugen Jochum vor viertausend Hörern Helsinski das Berliner Philharmonil# Orchester in Werken von Richard Strauß(,20 Juan"), Jan Sibelius, Weber(„Freischit Ouvertüre) und Beethoven(Eroica=Sinfonie). A den stürmischen Beifall hin, der neben sieben Lorbeeh kränzen für Jochum und das Orchester die Anerkennu## des Publikums bezeugte, gab Jochum Wagnet „Tannhäuser"=Ouvertüre zu. Dr. Peter Funk. Drewes ins Propagandaministerium berufen Reichsminister Dr. Goebbels hat den Gener## intendanten und Generalmusikdirektor Dr. He Drewes in Altenburg(Thüringen) als Leiter Abteilung Musir in das Reichsministerium Volksaufklärung und Propaganda berufen. Dr. Drew## wird sein neues Amt am 1. Februar antreten. Der Verlauf derr Weltkrieges ist bekar kampff und Ssar Shilinski zusamn Grenzschutz zurück un vor. Ssamssonow, der war, geriet in die eiser da Rennenkampff, auf hilft— manche behau —, findet er mit 100 0 berg seinen Untergan in den tiefen Wäldern nach der Katastrophe fort entlassen. Doch die als er. Ein Telegram ersten Mal fühlte Nik dungen durchaus nich glaubte zu sein. Auck sront mißlang. Immer wieder drär schafter auf Beschleuni Am 21. August gabd dem französischen Bot Großfürst Nikolai Nil größtmöglichster Eile namentlich auf Berlin, Festungen von Tho überrennt. 2. Die ru ganzen Linie die Ofse kräfte, die in Ostpreuße Boden schon 20 bis 4 Linie ist ungefähr du Neidenburg. Lya burg abgegrenzt. 4. Lemberg marschiere Sereth erreicht. 5. Die Weichselufer operieren, marschieren, sobald es? uird, die deutsche Arm Die schönen Pläne? nenberg und den Sch Lomaschow. Aber reich zur Offensive. D hramm der französische nurger Botschafter von seungen aus sicherster L kktive Korps, die zu skämpften, soeben an die in der deutschen Ostgre rsetzt wurden. Der K Generalstabs ist zu klat uf eine Offensive der Verständigen Sie rasch die russische Regierung.“ Der Zar und Nikola überzeugt, daß sie es Fr nige Hilfe zu bringen. währenden Drängen F shalten Nikolai Nikolajel enbera will er gehein wir Frankreich schuldig Bundesgenosse erwies" land den deutschen Trup den strategischen Grund zu entlasten. Anfang Million Soldaten verlo gebülber, er leidet Mang Die Frage, die er sich ste iin Oesterreich, lösen die aschende Doppe eln. In Galizien geli bzuriegeln Przem es Großfürsten zieht Galizien. Im Mai 19 Russen Lemberg und P sive Joffres in Art in den Krieg bringen kei uft Frankreich u sehr vom Marsch auf zweifelt in der Defensiv Im Dolk begin " Die Stellung d nisse nicht unberüh sintrigieren gegen Niederlage an de gungen im Inner Der Großfürst un Politik der Versöh schaffen. nachdrückl besonders un jahmen, um ein n Front u schlägt eine geme Heeresleitung vor, besprochen werden indet diese Konfe sauptquartier stat des Zaren an sein Lurchhalten aufrie slag) sollte einber Fussischen Volkes z1 sollten Kabinett un arbeiten Diese Willensku lichtblick in der sch sich politisch wie kommen ist dem Ei zuzuschreiben. Der er Stunde mit kl nneren Hemmung die Realität auch g##t, sowohl die sich solkes aufzufanger iusammenfassung immer mehr anden galten. Aber das nfluß der Intrig ein als den, der Eiligen Rußlands asputin spannen Seneral-Anzeig. 1 1. 57 Aus Politik und Leben General-Anzei schwemmung obdach. chon jetzt auf über Lodesopfer sind Ereignissen, versuchen sich auszunugen. In is begannen organs. ig der von den Ein. en. Die Einwohner inderer und Verdäch. Explosion der riesigen 000 Gallonen trieben. Das Flut. mmenmeer. Die e hoch. Da beförchtel tfernt liegende Stadt n den Flammen ver. Räumung der Stadt zeß— gebrochen lungen Reichs. ng zu erdichten aussage, er habe von Beisung erhalten, sic echnikern, die in der g waren, in VerbinZwecke der Spionage enten des deutschen verhaftet hat der Angeklagt s Leiter einer rechten halbe Stunde darau „Politiken“ meldet lächster Freund n der G PU in et. die englische Presse ndon, 25. Januar. presse berichtet weiten Theaterprozeß Alll Moskauer Sowjer Volk eingroßes Expreß“, sagt, dil agte sich in einen erannt hätten. leobachter der Mos iesen Eindruck ge 1bhängigen Arbeitern Angeklagten durch er Tscheka Gei stische heße larbeiterstreik ork, 25. 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(ie geese ehnsucht enischen die an. ihrer Zeit scheiterten ZUSAMMENGESTELLT VON DR. J. H. MONNING Tschekamord in Paris? Offene Fragen 46 (12. Fortsetzung) „Ich hasse die Deutschen Frankreich drängt zur Offensive Der Verlauf der russischen Offensive zu Anfang des Weltkrieges ist bekannt. Die Armeen Rennenkampff und Ssamssonow, zur Heeresgruppe Shilinski zusammengefaßt, warfen den deutschen Grenzschutz zurück und drangen tief nach Ostpreußen vor. Ssamssonow, der zu weit nach Westen abgebogen war, geriet in die eiserne Zange deutscher Truppen und da Rennenkampff, auf Verstärkungen wartend, ihm nicht hilft— manche behaupten aus persönlicher Feindschaft findet er mit 100000 am 29. August bei Tannen= berg seinen Untergang. Er selbst endete auf der Flucht in den tiefen Wäldern durch Selbstmord. Nikolai wollte nach der Katastrophe Rennenkampff und Shilinski sosort entlassen. Doch die Intrige der Hofkreise war stärker as er. Ein Telegramm des Zaren rettete beide. Zum ernen Mal fühlte Nikolai, daß er in seinen Entscheidungen durchaus nicht so unabhängig ist, wie er es glauvte zu sein. Auch die Offensive an der Südwestfront mißlang. Immer wieder drängte Frankreich durch seinen Botschafter auf Beschleunigung des russischen Vormarsches. Am 21. August gab der Kriegsminister Ssuchomlinow dem französischen Botschafter folgende Erklärung:„1. Großfürst Nikolai Nikolajewitsch ist entschlossen, mit größtmöglichster Eile auf Berlin und Wien, namentlich auf Berlin, loszumarschieren, indem er die Festungen von Thorn, Posen und Breslau überrennt. 2. Die russischen Armeen haben auf der ganzen Linie die Offensive ergriffen. 3. Die Streitkräfte, die in Ostpreußen angreifen, sind auf feindlichem Boden schon 20 bis 43 Kilometer vorgedrungen, ihre Linie ist ungefähr durch die Ortschaften Soldau, Zeidenburg; Lyck, Angerburg und Insterburg abgegrenzt. 4. In Galizien haben die gegen Lemberg marschierenden Truppen den Bug und den Sereth erreicht. 5. Die Streitkräfte, die auf dem linken Weichselufer operieren, werden sofort auf Berlin losmarschieren, sobald es der Nordwestarmee gelungen sein wird, die deutsche Armee aufzuhalten.“ Die schönen Pläne der Russen zerflatterten bei Tanenberg und den Schlachten bei Trawniki und omaschow. Aber immer wieder drängte Frankeich zur Offensive. Die Gründe dazu gibt ein Telesamm der französischen Regierung an ihren Petersburger Botschafter vom 24. August:„Durch Erkundigungen aus sicherster Quelle ist uns bekannt, daß zwei attive Korps, die zuerst gegen die russische Armee skämpften, soeben an die französische Front gebracht und in der deutschen Ostgrenze durch Landwehrformationen ietzt wurden. Der Kriegsplan des Großen Deutschen beneralstabs ist zu klar, als daß man noch nötig hätte, us eine Offensive der russischen Armeen zu drängen. Verständigen Sie raschest und mit größtem Nachdruck ne russische Regierung.“ Der Zar und Nikolajewitsch sind von sich aus davon überzeugt, daß sie es Frankreich schuldig sind, ihm schleunige Hilfe zu bringen. Daraus und aus dem immerwährenden Drängen Frankreichs erklärt sich das Vershalten Nikolai Nikolajewitschs. Die Niederlage bei Tannenberg will er geheim halten.„Dieses Opfer waren vir Frankreich schuldig, das sich als so vortrefflicher Bundesgenosse erwies“. Immer wieder wirft sich Rußland den deutschen Truppen entgegen, oft ohne zwingenden strategischen Grund, immer im Willen, Frankreich zu entlasten. Anfang 1915 hat Nikolai eine halbe Million Soldaten verloren, seine Reserven sind unausgebildet, er leidet Mangel an Gewehren und Geschützen. Die Frage, die er sich stellte: Angriff in Ostpreußen oder in Oesterreich, lösen die Mittelmächte durch eine überaschende Doppeloffensive auf beiden Flüeln. In Galizien gelingt es den Russen, den Angriff bzuriegeln Przemysl fällt. Gegen den Willen es Großfürsten zieht der Zar im Triumphzug durch Galizien. Im Mai 1915 entreißt Mackensen den ussen Lemberg und Przemysl. Die Entlastungsoffenwe Joffres in Artois und der Eintritt Italiens in den Krieg bringen keine Erleichterungen. Rußland kuft Frankreich um Hilfe. Es ist keine Rede ehr vom Marsch auf Berlin. Rußland kämpft verzweifelt in der Defensive. Im Dolk beginnt es zu gären . Die Stellung des Großfürsten ist durch diese Ereignisse nicht unberührt geblieben. Rasputin und die Zarin mntrigieren gegen ihn am Hofe. Als Reaktion auf die Nliederlage an den Fronten folgen Deutschenverfolgungen im Innern. Im Volke beginnt es zu gären. der Großfürst unterstützt die Bestrebungen, durch eine Lolitik der Versöhnung der Unruhe ein Ventil zu chaffen, nachdrücklich. Er fordert den Rücktritt esonders unveliebter Minister und Maßahmen, um ein engeres Verhältnis zwichen Front und Hinterland herzustellen. Er schlägt eine gemeinsame Sitzung von Kabinett und heeresleitung vor, in der die zu treffenden Maßnahmen besprochen werden sollen. Unter dem Vorsitz des Zaren indet diese Konferenz dann auch am 27. Juni im sauptquartier statt. Ihr Ergebnis war eine Botschaft haren an sein Volk, die alle Kräfte des Landes zum u cgeten aufrief. Die Duma(der russische Reichs#olli, einberufen werben, um die Stimme des ###ssischen Volkes zu hören; zur Erneuerung des Heeres # Kabinett und Regierung von nun an zusammen ##### Willenskundgebung des Zaren bedeutete einen Eichtblick in der schwierigen Lage, in der die Regierung ##politisch wie militärisch befand. Ihr Zustandehumt# it dem Einfluß des Großfürsten auf den Zaren Bzuschreiben. Der Großfürst hatte die Erfordernisse g## Stunde mit klarem Blick erkannt und ihnen, allen big#ger. Hemmungen zum Trotz, mit sicherem Blick für Zeit somahi.schnung getragen. Noch war es e,#o##g die sich regende innere Unzufriedenheit des Busamps auch durch straffe einheitliche eimenfassung aller staatlichen Machtmittel die sich halten a andeutenoe militärische Katastrophe aufzuEiusus Aber das Schicksal ließ den Willen und den sein#k. 3 Intriganten aus den Hoffreisen mächtiger beiiggt„#en; der wirklich und ehruch das Wohl des Kalmutin 7..n) wollte. Die Zarin und der„Pilger“ punn spannen um den Zaren wieder ihre dunklen Zal, zu schwach, sich ihrer zu erwehren, erga2 sich, ihnen. Der Großfürst war fern. So blieb zuletzt doch alles beim alten, das neue starb, noch ehe es recht geboren war. Der unfähige Goremykin blieb Serneger## sdgnizerst in August wurde die Duma einberufen, die Forderung ihres fortschrittlichen Blockes, unterstigg wat, dze Regierung bei ihren Reformen zu unterstützen, wurden abgelehnt; nicht die Minister, die unbeliebt und ungeeignet waren, wurden entlassen, sondern„e, deren Arbeit auf Versöhnung und Ausgleich aller Kräfte zum Einsatz in der Stunde der Gefahr gerichtet war. Die Reaktion hatte gesiegt, Verwirrung, und soziale Spannung steigerten sich ins unerträgliche.(Fortsetzung folgt.) Paris, 25. Januar. In Bois de Boulogne wurde am Monlagvormittag der frühere sowjetrussische Wirtschaftler Navachine ermordet ausgesunden. Navachine hatte sich nach Ausbruch der bolschewistischen Revolution in Rußland zunächst den neuen Machthabern zur Verfügung gestellt und war dann später nach Paris gegangen, wo er die französische Nationalität erwarb. Er war Leiter einer Bank bis 1930 und widmete sich später wirtschaftlichen Studien. Es heißt, daß Navachine in der letzten Zeit aue Beziehungen zur Sowjelregierung avgebrochen habe. Doch soll er eine rege politische Tätigkeit innerhalb einer anderen Gruppe der äußersten Linken entfaltet haben. Jedenfalls muß Navachine eine bedeutende Rolle in Paris gespielt haben, denn der französische Wirtschaftsminister Spinasse begab sich persönlich in das betreffende Polizeikommissariat, um sich über den bisherigen Stand der Untersuchung zu unterrichten. Baldige Reform des Zivilrechtes Neuordnung des B6B. nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten Heidelberg, 25. Januar. Der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Schlegelberger, sprach auf Einladung der Universität Heidelberg am Montag in der Alten Aula vor zahlreichen Zuhörern, darunter Vertretern von Staat und Partei sowie Rechtswahrern über„Die Neuordnung des sogenannten bürgerlichen Rechts: Dabei machte er die wichtige Mitteilung daß der Führer und Reichskanzler sich auf Vortrag des Reichsjustizministers Dr. Gürtner damit einverstanden erklärt habe, daß das Reichsjustizministerium die Erneuerung dieses umfassenden Rechtsstoffes alsbald in Angriff nehme und an Stelle eines neuen B GB. einzelne, der Verschiedenheit der Lebensgüter entsprechende Gesetze vorbereite. Der Staatssekretär gab zu diesem gewaltigen neuen Plan für das Rechtsleben einige grundsätzliche Einzelheiten bekannt. Er ging davon aus, daß sich mit Stolz auch das Dritte Reich zu dem altpreußischen Wahlspruch des Suum cuique bekenne. Ueber dem Recht des einzelnen aber stehe das Recht der Volksgemeinschaft mit seinem Anspruch auf die Bedürfnisse dieser Gemeinschaft. Die bisherige Vorschrift des BGB. z. B., wonach der Eigentümer einer Sache,„soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen kann", sei kennzeichnend für einen übersteigerten Individualismus. Dem Dritten Reich sei die Aufgabe zugefallen, den Grundsatz des BGB.„Freiheit von der Gemeinschaft" abzulösen durch den Grundsatz „Freiheit in der Gemeinschaft". Dem BGB. sei... Eigentum gleich Eigentum, Miete gleich Miete, Vertrag gleich Vertrag. Das deutsche Volk sei aber anderer Ansicht. Ihm liege z. B. der Grundbesitz auf einer höheren Ebene als die Zigarren, ihm sei er ein Stück der heimatlichen Erde, das nicht auf dem Wege über einen Rechtsbegriff wie eine Ware behandelt werden dürfe. Auch sei nach gesundem Volksempfinden die Miete einer Wohnstätte etwas anderes als die Miete eines Autos für eine Sonntagsfahrt. Weiter sei es nicht möglich, das Ehe= und Familienrecht in demselben Gesetz zu behandeln wie den Kaufvertrag. Abgesehen von dem sozialen Arbeitsrecht, das sich bereits vom BGB. gelöst habe und eigene Wege gehe, seien daher drei Gruppen von Rechtsnormen auszusondern: das Recht der Personen, das Recht der Gemeinschaften und das Grundstücksoder Bodenrecht. Im Personenrecht wären vor allem die Persönlichkeitsrechte zu behandeln, also auch der Schutz der Ehre und der Freiheit, das Eherecht, Familienrecht und Erbrecht als Recht der Geschlechterfolge. Das Grundstücksrecht müsse nicht nur den Erwerb von Grundeigentum, sondern auch den Inhalt dieses Eigentums bestimmen, das Recht der Gemeinschaften, für das der Gedanke der Treue leitend sein müsse, die Vereine und Körperschaften behandeln. Dann blieben noch die Regeln über den Rechtsverkehr des täglichen Lebens, wie Generalklausel über Treu und Glauben, Wettbewerb, Geld= und Geldleihe usw. Edens schiefer B''ckpunkt Ein dringlicher Warnruf Gaydas an Englands Außenminister Die Gayda Rom, 25. Januar. Rede Edens vom 18. Januar wird von „ in der„Voce d'Italia“ noch einmal einer kritischen Prüfung unterzogen. Am gefährlichsten sei der abschließende Teil der Rede, in dem der englische Außenminister Deutschland als die Ursache aller europäischen Unruhen hinstellen wolle. Von Sowjetrußland. von der Drohung des Kommunismus zu der ganzen Welt, sage Eden kein Wort. Diese Verschiebung des Blickfeldes und der gerechten Beurteilung sei ein doppelter Irrtum, denn er rufe neue feindliche Strömungen gegen Deutschland hervor und folglich natürlich in Deutschland selbst ein begründetes Mißtrauen und eine berechtigte Reaktion. Die unmittelbare Folge sei also eine erneute scharfe Spaltung in Europa, ein Ergebnis also, das in direktem Gegensatz stehe zu jener„kontinentalen Regelung“, über die, wie Eden erklärte, die englische Politik verhandeln wolle. Mit dieser Verschiebung des Blickpunktes schaffe die englische Politik nur eine blinde törichte Toleranz gegenüber dem Kommunismus. Lasse man aber den Kommunisten freie Hand, dann könne es sich ereignen, so warnt Gayda eindringlich, daß eines Tages viele europäische Länder und ihre Kolonialreiche durch die unerwartete und unheilbare Katastrophe überrascht werden. Deutschlands Wirksamkeit begrenze sich auf sein eigenes Land, der Kommunismus dagegen arbeite in der ganzen Welt. Die angebliche Drohung Deutschlands beruhe in nichts anderem als in deutscher hartnäckiger Arbeit, in seiner wachsenden Bevölkerung, in seinen Rechlen, die es als großes Kulturvolk habe, die also berechtigt seien. Die wirkliche Drohung des Kommunismus sei dagegen die Propaganda für eine zerstörende Revolution, eine Propaganda, die von einem Lande ausgehe, das diese Revolte vor allem für eine Aktion nach außen benutze, um die Macht der anderen zu schwächen und seine eigene Macht zu stärken. Man müsse hoffen, so schließt Gayda seine Betrachtungen, daß EdensRede mehr dem Zweck der englischen Innenpolitik dienen sollte und nicht der wirklichen Anschauung der englischen Außenpolitik entspreche. Wäre dem nicht so, dann seien alle guten englischen Absichten für einen Wiederaufbau Europas auf einem ganz falschen Wege; denn ein Versuch, Deutschland moralisch zu isolieren, sei vergeblich, wie dies die politische Lage Europas klar beweise. Zudem aber sei dieser Versuch unvorsichtig, denn er führe zu jenen ideologischen Zusammenstößen und Blockbildungen, die Eden selbst so hartnäckig ablehne. Mit dieser Methode könne man die Beziehungen der europäischen Länder untereinander nicht klären. Keinesfalls könne man Deutschland damit in den Rahmen der Zusammenarbeit in Europa zurückführen. Nordsee-Schiffahrt stark gefährdet Südoststurm bringt Störungen im Hamburger Hafen Hamburg, 25. Januar. Der starke Südostwind. der im nordwestdeutschen Küstengebiet in der Nacht zum Montag herrschte, hat, wie die Deutsche Seewarte in Hamburg mitteilte, in der Nordsee Sturmstarte angenommen. Während in der Deutschen Bucht bereits Windstärke 9 bis 10 gemessen wurde, herrscht in der mittleren und östlichen Nordsee Windstärke 11 bis 12.: Durch den Südostwind sind die Wassermassen aus der Elbe herausgetrieben worden, so daß im Hamburger Hafen ein außerordentlich niedriger Wasserstand gemessen wurde. Der Unterschied gegen den gewöhnlichen Wasserstand betrug über 2.50 Meter. Durch diesen ungewöhnlichen, seit vielen Jahren nicht mehr festgestellten Tiefstand ist die Seeschiffahrt, außerordentlich gefährdet. Für die Ueberseedampfer ist das Ansteuern des Elbe=Fahrwassers mit großen Gefahren verbunden. Am Montagmorgen geriet das 13 750 To große Motorschiff„Monte Olivia“ unterhalb Curhaven auf Grund. Zwei Stunden später konnte das Schiff wieder flott werden, um gegen Mittag bei Brunsen zum zweiten Male festzusitzen. Von Brunsbüttel aus sind Schlepper zur Hilfeleistung ausgelaufen. Der starke Südostwind hat auch zu einer merkwurdigen Störung des Elektrizitätswerkes Neuhof der Hamburger Elektrizitätswerke geführt. Durch den Südostwind ist auch das Wasser aus dem Neuhofer Kanal abgeflossen, so daß die Elektrizitätsmaschinen kein Wasser zum Kühlen mehr haben. Hamburg ist daher mit Wandsbeck und Bill311 stedt seit Sonntagnacht 0 Uhr ohne Licht. Bisher vermochte das Werk noch einen Dieselmotor in Tätigkeit zu halten, der den Strom zu den Verkehrsmitteln lieferte; wie lange die Verkehrsmittel noch mit Strom versorgt werden können, läßt sich nicht übersehen. Eine völlige Stillegung des Betriebes in Neuhof würde unabsehbaren Verkehrsstörungen führen. Strenge Fröste in Schlesien Breslau, 25. Januar Wetter haben sich in Schlesien Fröste eingestellt. In NiederTemperaturen bis 15 Grad, in Bei heiterem wieder strenge schlesien sind die.—. Oberschlesien bis 19 Grad unter Null abgesunken Bad Charlottenbrunn meldet 21 Grad Kälte, die Zobtenbaude 20 Grad. Wien, 25. Januar Der vergangene Sonntag hat Wien strenge Kälte gebracht. Das Thermometer sank im Laufe des Tages bis auf minus 14 Grad. Ein wahrer Massenstrom von Wintersportlern— man schätzt ihre Zahl auf 40000— ergoß sich in die Berge der Umgebung Wiens. Die starke Vereisung des Schnees hatte eine Rekordzahl von Unfällen zur Folge. In den fliegenden Rettungsstationen mußten nicht weniger als hundert schwerverletzte Personen geborgen werden. Dazu kommen noch eine große Anzahl von Leichtverletzten, die ohne ärztliche Inanspruchnahme ihren Heimweg antreten konnten. Jur Rede Blums in Lyon GA. Die Rede des französischen Ministerpräsident Leon Blum hat weder nach der positiven noch ne der negativen Seite die Sensation gebracht, die Frankreich anscheinend von ihr erwartet worden w Immerhin bleibt der angenehme Eindruck, daß! schulmeisterliche Ton Edens nicht auf Blum abgesät hat. Im Gegenteil! Blum hat sich bemüht, forn vollendete divlomatische Höflichkeit wahren. In der Sache hat er Voraussetzungen achtet, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, 1 wir aber bei den Reden französischer Minister früh oft genug vermissen mußten. Wir empfinden die Schattierung angenehm, und gerade deshalb nehm wir gern davon Notiz, daß er sich den Grundsa der Gleichheit zu eigen gemacht hat ualles ablehnte, was Deutschlands nationale Wür treffen könnte, ebenso wie er von Handelsgeschäfte zwischen politischen und wirtschaftlichen Bezirken nich wissen wollte. Im Grundsätzlichen freilich hat sich nich viel geandert. Auch Herr Blum hat wieder de Loblied des unteilbaren Friedens und der kollektive Sicherung gesungen, ohne zu merken, daß er dam sich selbst in Gegensatz brachte. Denn wenn man m er alles auf die Alternative„Kollektivverträge od zweiseitige Verträge“ abstellt, dann darf man nicht fi die französische Politik beides nebeneinande beanspruchen wollen. Der Ausgangspunkt der ganze Beunruhigung der europäischen Politik ist doch der zweiseitige französisch=sowjetrussische Vertrag, der eine unmittelbare Bedrohung Deutschland: bedeutet. Und diesen zweiseitigen Vertrag will Hei Blum selbstverständlich erhalten wissen und gewisser maßen als Morgengabe in einen Kollektivvertrag ein bringen. Ein logischer Widerspruch, über den alle dialektische Gewandtheit nicht hinwegtäuschen kann Und noch ein anderes: Es hat bisher an Bemühungen: um kollektive Regelungen sicherlich nich gefehlt. Wir haben politische, wirtschaftliche und mil tärische Konferenzen in bunter Folge gehabt. Si: haben alle mit einem Mißerfolg geendet, ebe weil das Programm, die ganzen zwischenstaatlichen Verhältnisse aus dem Bankerott des Versailler System herauszuführen, so gewaltig ist, daß es sich auf einen Schlag gar nicht erfüllen läßt. Man muß schor schrittweise vorgeyen, wenn man sich durch das Geröll langsam zum Frieden durcharbeiten will Das ist die deutsche Methode gewesen, und wir glauben doch sagen zu dürfen, daß sie nicht unbeachtliche Erfolge gezeitigt hat, wie immerhin die Vertreter des Kollektiv= prinzips bemerken konnten. Die grundsätzliche Meinungsverschiedenheit ist also geblieben. Aber sie ist, wenn man will, nicht so sehr eine Frage der Methode, und eben weil Herr Blum sich mit seinen Grundanschauungen auf einer Ebene bewegt, auf der wir uns mit ihm begegnen können, ist damit vielleicht ein Ausgangspunkt für eine ruhige Unterhaltung gefunden. Pulverexplosion in Chile 100 Codesopfer in einer Grube Santiago de Chile, 25. Jan. Durch Unvorsichtigkeit ereignete sich am Montagmorgen in der Chugicamata-Grube der AnacondaCopper=Gesellschaft eine schwere Schwarzpulver-Explosion. Bisher sind etwa 100 Tote festgestellt worden. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf etwa 100. Autobus stürzt in einen Kanal 23 Todesopfer in Florida Miami(Florida), 25. Januar Im südlichen Florida hat sich am Montag ein furchtbares Verkehrsunglück ereignet. Infolge Bruchs des rechten Vorderrads überschlug sich ein großer Ueberlandautobus, der mit 29 Fahrgästen besetzt war, und fiel von der schmalen durch die bekannten Everglades=Sümpfe führenden Straße in einen tiesen Kanal. 23 Fahrgäste ertranken. Die Autobuslinie stellt die einzige Verkehrsverbindung zwischen den Städten an der Ost= und Westküste Floridas dar. Bolschewistischer Leichenfledderer Paris. 25. Januar. Bei der französischen Bahnzollkontrolle an der französisch-katalanischen Grenze wurde am Sonntagabend ein Spanier festgenommen, der zur Ueberraschung der Zollbeamten in zwei Paketen Schmuckstücke im Werte von etwa einer Million Franken mit sich führte. Die Pakete enthielten 150 Goldstücke. 50 000 Peseten in Banknoten, ein Dutzend mit Brillanten besetzte Uhren, 23 goldene und Platinketten. 72 goldene Armbänder, zwei Perlenhalsbänder, Broschen, Medaillons, Brillanten und sonstige Edelsteine. Außerdem aber fanden sich unter den Wertsachen noch zahlreiche Goldzähne, die augenscheinlich aus den Gebissen von Leichen ausgevrochen waren(!). Man nimmt an, daß es sich um Gegenstände aus dem Besitz nationaler Spanier handelt, die von den Bolschewisten ermordet und beraubt worden sind. Der Spanier— offenbar ein Bolschewist, der nach Paris fahren wollte, um seinen Raub zu veräußern— wurde verhaftet. Seine Beute wurde beschlagnahmt. Weizen=Schiff für Hamburg aufgelaufen Sieben Mann der Besatzung ertrunken Lissavon, 25. Januar Auf dem Wege von Konstantinovel nach Hamburg ist, wie aus Portimao gemeldet wird, am Sonntagabend der griechische Dampfer„Spyros", der 2100 Tonnen Weizen geladen hatte, bei Vau auf einen Felsen aufgelaufen. Ein Teil der Besatzung versuchte, das Festland zu erreichen, bei dem starken Sturm schlug jedoch das Boot um und sieben Mann ertranken. Leider besteht wenig Hoffnung, das Schiff zu retten oder die Ladung zu löschen. v. Killinger Beisitzer im Reichsehrengerichtshof Der Reichs= und Preußische Arbeitsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Justiz den SA=Obergruppenführer Manfred v. Killinger zum Beisitzer der Reichsregierung im Reichsehrengerichtshof bestellt. 26. 1. 57 Der Verkehr im Reg.=Bez. Düsseldorf 1936 2 889021 Wagen 5 650 848 Wagen 1 936 920 Wagen 9 267870 10 476 789 Wagen Das bedeutet im Durchschnitt eine Steigerung um 13 Prozent gegen 1935 Der Güterumschlag in den wichtigsten Rheinhäfen des Bezirks zeigt ebenfalls eine Zunahme. Er beträgt in den ersten elf Monaten in 1935 D bg.= Ruhrort 13 270 472 To. Krefeld. 506 897 To. Neuß 1 040 000 To. Düsseldorf 1 949 580 To. Die beiden Flugbasen Düsseldorf und Essen=Mülheim weisen eine Steigerung von 1935 auf 1936 auf von 12 099 auf 17749 Fabrgäste. 1936 15 674 325 To. 634 733 To. 1 120 000 To. 2 206 026 To. Voraussichtlich Vorjahrsdividende bei RheinmetallBorsig. Das Geschäftsjahr 1936 hat bei der Rbeinmetall= Borsig AG., Düffeldorf=Berlin=Sömmerda, einen beriedigenden Verlauf genommen. Die Fabrikationsstätten in Düsseldorf und Berlin seien das ganze Jahr über voll beschäftigt gewesen. Auch im Ausfuhrgeschäft habe die Gesellschaft gute Erfolge erzielen können. Das finanzielle Ergebnis lasse sich im Augenblick noch nicht übersehen. aoch könne auf Grund der befriedigenden Beschäftigung nit der Ausschüttung einer Dividende in etwa Vorjahrshöhe gerechnet werden(i. V. wurden für das sechs Monate umfassende Zwischengeschäftsjahr 3 Prozent Dividende gejahlt). Dividenden=Erhöhung bei Dortmunder Ritterbrauerei AG.. Dortmund. Der Aufsichtsrat schtägt der am 18. Februar statt indenden o6V. nach Abschreibungen von 255 593(i. P. 10 881) Mk auf Anlagen und 163 338(147.807) Mark anderen Abs hreibungen sowie nach Zuweisung von 114 000 Mark zum Wertberichtigungskonto(i. V. 10000 Mk. zur Werkserneuerungsrücklage) die Ausschüttung einer Dividende von 5½ gegen 5 Prozent i. V. auf 6.20 Mill. Mk. Stammaktien für das am 30. September 1936 beendete Geschäftsjahr vor. Starke Zunahme des Kraftfahrerbesuches aus Ueberee. Wie groß das Interesse der ausländischen Kraftfahrer ist, Deutschland kennen zu lernen, geht um besten aus der tarken Zunahme der Zohl der überseeischen Fahrgäste heror, die ihren Wagen mit nach Deutschland bringen. Die samburg=Amerika=Linie hat 1933: 450 Kraftwagen beför ert, 1934 waren es 551, 1935 stieg die Zahl auf 876 und 1936 krunten die Beförderungszifsern des Jahres 1933 mit 1245 Kraftwagen fast verdretfacht werden. Die luxemburgische Eisenproduktion in 1936. Die gesamte uxemburgische Rohetsenproduktion stellte sich 1936 auf 986 604 To. gegen 1872372 To. im Jahre 1935, was einer Zunahme um ungefähr 6 Prozent entspricht. Die Rohstahlerzeugung Luxemburgs stieg in 1936 auf 1 981 054 Tonnen egen 1 836 828 To. im Jahre 1935. Die Zunahme belief ch somit auf 144 226 To. oder ungefähr 8 Prozent. Berliner amtliche Devisen Das Jahr der Jementkonjunktur Nach einem Bericht des Statistischen Reichsamts ist die Gesamtförderung an Rohkalk von 1933 bis 1935 von 18.2 auf 32,7 Mill. To. gestiegen. Die Zunahme ist in hohem Maße auf die günstige Produktionsentwicklung in der Zementindustrie zurückzuführen, deren Anteil an der Gesamtförderung sich von 31 Prozent auf 38 Prozent erhöht hat. Die Zementerzeugung, die im Jahre 1933 mit 3.8 Mill. To. auf einen seit Bestehen der Zementindustrie kaum dagewesenen Tiefstand gelangt war, ist unter dem Einfluß der Sonderkonjunktur des Baugewerbes in den beiden folgenden Jahren sprunghaft gestiegen; sie hat im Jahre 1935 mit 8.8 Mill. To. den Produktionsumfang des Jahres 1928, des günstigsten Versandjahres der Nachkriegszeit(7,6 Mill. To.), beträchtlich überschritten. Im Jahre 1936 hat sich die Aufwärtsentwicklung, soweit die bisher vorliegenden monatlichen Produktionszahlen erkennen lassen, in annähernd gleichem Ausmaß fortgesetzt. Schlachtviehmarkt in Duisburg am 25. Januar. Ochsen: a) 45, b), c) und d) gestrichen. Bullen: a) 43, b) 39, c) 34, d) gestrichen. Kühe: a) 43. b) 39, c 31—33, d) 25. Färsen: a) 44, b) 40, c) 34—35, d) gestrichen. Fresser: gestrichen. Kälber: A. Sonderklasse gestrichen. B Andere Kälber: a) 63, b) 53, c) 38. d) 38. Schweine: a), 914 20 551: 2. 9135: 0) 4873. e) 48½, 0 gestrichen. 91) 52½, a2) 50½ Pfg. Auftriev: Rinder 506, darunter: Ochsen 17, Bullen 80. Kühe 64, Färsen 45, Kälber 690, Schafe 27, Schweine 3039. Zum Schlachthof direkt: Ochsen, Bullen: gestrichen, Kühe 5, Schafe 1, Schweine 308. Marktverlauf: Großvieh, Kälber, Schweine: verteilt. Großbandelsvreise: Ochsenfleisch: a) 80, b) und c) gestrichen, Bullenfleisch: a) 77, b) und c) gestrichen, Kuhfleisch: a) 77, b) 65, c) gestrichen, Färsenfleisch: a) 80, b) und c) gestrichen, Kalbfleisch: a) 100—104, b) 90—93, c) und 0) 70—78, Schweinefleisch: 73 Pfg.— Marktverlauf: Rind= und Schweinefleisch zugeteilt, Kalbfleisch flott. Deutsche Volkswirtschaft Die(Wirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Düsseldorf veröffentlicht in ihrem kürzlich erschienenen Jahresbericht interessante Zahlen, die die große Bedeutung des Verkehrs im Kammerbezirk, der sich mit dem Regierungsbezirk Düsseldorf deckt, erkennen lassen. Der Bericht führt dazu aus: Auf den Niederrhein entfallen vom gesamten Umschlagsverkehr der deutschen Rbeinhäfen 6.5 Prozent. Die Reichspostdirektion Düsseldorf gehört zu den Verwaltungen der Reichspost, die binsichtlich des Verkehrsaufkommens in ihrem Gebiet, das sich mit dem der Wirtschaftskammer deckt, an zweiter und dritter Stelle im Reich stehen. Die Zahl der Kraftwagen im Regierungsbezirk Düsseldorf übersteigt den Reichsdurchschnitt. Kommen nämlich im ganzen Reich auf den Quadratkilometer 15 Fahrzeuge, so im Regierungsbezirk Düsseldorf 22,2. Noch stärker zeigt sich die Bedeutung der Kraftfahrzeuge im hiesigen Bezirk bei den Lastwagen. Zählt man im Reich 270000 Lastkraftwagen, also einen auf 245 Etnwohner oder 0.6 auf einen Quadratkilometer, sind es im Regierungsbezirk Düsseldorf über 20000 Lastkraftwagen. Das bedeutet einen Wagen bereits auf 196 Einwohner und 3.8 Lastkraftwagen auf einen Quadratkilometer. Die Verkehrsanstalten im Bezirk haben an der günstigen Wirtschaftsentwicklung im Berichtsjahr regen Anteil genommen. Die Reichsbahndirektion Essen, Köln und Wuppertal, die je einen Teil des Regierungsbezirks Düsseldorf betreuen, melden für ihre Bezirke insgesamt eine erhebliche Zunahme der Güterwagengestellung. Die Güterwagengestellung— die Zahlen für Dezember sind geschätzt— beträgt: 1935 Reichsbahndirektion Köln 2526 650 Reichsbahndirektion Essen 5 112 255 Reichsbahndir. Wuppertal 1628 965 Wieder einmal ist es deutschen Ingenieuren im Verein mit Chemikern gelungen, aus einheimischen Rohstoffen ein hochwertiges Erzeugnis herzustellen. In Stürzelberg. einem kleinen Orte bei Neuß, arbeitete man seit dem Jahre 1928 an einem Verfahren der Eisengewinnung aus dem stark zink- und schwefelhaltigen Kiesabbränden des Meggener Schwefelkieses. Gerade zur rechten Zeit konnken die Versuche abgeschlossen werden. Das Verfahren ist im Aufbau und in der Durchführung nun soweit durchgearbeitet und erprobt, daß seine praktische Anwendung jetzt sofort erfolgen kann. Die Eisenerze des deutschen Bodens stellen den Hüttemann vor schwierige Aufgaben. Selbst die Eisenmanganerz= und die manganhaltigen Erzvorkommen im Siegerland, Lahn=Dill=Gebiet, bei Isolde, im Sauerland und in Hessen sind durch recht unangenehme Nebenbestandteile verunreinigt. Dies gilt erst recht für die Dogger=Erze und für den Meggener Schwefelkies. Hier muß das ärmere Erz durch reicheres technisches Wissen erschlossen werden. Unsere Hüttenleute haben dies reichere Wissen eingesetzt, und das Ergebnis sind neue Verhüttungsverfahren: die abseits der eingefahrenen Straße hüttenmännischer Arbeit liegen. So hat Krupp das Rennverfahren entwickelt, das seinen Namen vom zerrennen, zerrinnen lassen gleich schmelzen, trägt. Dies Verfahren trennt die kieselsauren und phosphorhaltigen Erze in ihre einzelnen Bestandteile, wobei das Eisen„abbrennt". Dieses Eisen wird dann, wie sonst das Eisenerz, dem Hochosen zum Schmelzen zugeführt. Schon unsere Urväter haben nach einem ähnlichen Verfahren ihr Eisen gewonnen. Ein Beleg dafür ist der kürzlich im Siegerland ausgegrabene Ofen aus der La Tene=Zeit, beginnend um 500 v. Chr., in dem auf offenem mit einem Blasebalg angefachten Holzfeuer Erz zum Zerrinnen gebracht wurde. Die Arbeit in Stürzelberg. In Stürzelverg haben die Eisenhüttenmänner anders gearbeitet Ihr Rohstoff ist der Schwefelkies, den in Meggen die Sachtleben A.=G. für Bergbau und chemische Industrie abbaut. Im vergangenen Jahre betrug der Abbau etwa 400000 Tonnen Schwefelsäure und stoffabriken verarbeiten ihn weiter. Es bleibt ein Abbrand übrig, der zu 44 v. H aus Eisen und zu 8,2 v. H aus Zink besteht Bisher wurden diese Abbrände entzinkt und das rückständige Eisenerz den Eisenhütten zugeführt Dies ganze Verfahren war ungewöhnlich langwierig, und es verblieb immer noch ein Rest, der nicht verwandt werden konnte. So lagerten allein aus der Kriegszeit noch über 1 Million Tonnen Abbrände und warteten auf eine wirtschaftliche Verwertung. Das alte Verfahren stellt ein Raubbau an einem wichtigen Rohstoff dar. Gewälzler Schwiefelkies wird Sonderroheisen. Zehn Jahre wurde in Stürzelberg auf der Suche nach einem besonderen Verfahren, das Eisen aus den Kiesabbränden zu gewinnen, gearbeitet. Trotz aller Rückschläge wurde durchgehalten und schließlich ein besonderer Ofen als brauchbar gefunden. Die ersten Versuche wurden mit dem Wälz verfahren unternommen. Der Verhüttung stellten sich aber große Schwierigkeiten entgegen. So war die Entzinkung des anfallenden Eisens nur sehr unvollkommen. Ebenso bildeten sich im Ofen bald Eisenkugeln und Eisenansätze, die die notwendige ununterbrochene Arbeit des Ofens unmöglich machten. Nach langen Versuchen wurde nun ein an beiden Stirnseiten kegelförmig zusammengezogener Ofen entwickelt, der allen Anforderungen entsprach. Bei der Verhüttung des Erzes in diesem Ofen verwandelt sich der Zinkgehalt des Erzes in Zinkoxyd, und beim Abstich fließt ein völlig phosphor= und schwefelfreies Eisen ab. Die abfallende Schlacke enthält sehr viel Kalk. Sie kann sowohl zu Düngezwecken wie auch zur Zementherstellung verwandt werden. Mit dem in Stürzelberg vorhandenen Ofen können täglich 17 Tonnen reinen Eisens hergestellt werden. Da auf die Tonne Eisen etwa 1,3 Tonnen Schlacke entfallen, können aus der Schlacke bei der Zementherstellung gleichzeitig noch täglich etwa 25 Tonnen Zement gewonnen werden. Die Herstellungskosten des Stürzelberger Ofens sind niedrig. Der Ofen kann mit geringwertigen Brennstoffen wie Koksgrus Grudekoks, Torfkoks usw. beheizt werden, so daß auch die Kosten für die Beheizung sehr gering sind. Das gewonnene Eisen ist wegen seiner Reinheit besonders zur Herstellung hochwertiger Edelstähle geeignet. Bisher waren die Edelstahlerzeuger fast ausschließlich auf das schwedische Holzkohleneisen angewiesen. So ist es also der Pioniertätigkeit deutscher Techniker gelungen, aus einem bei der Verarbeitung von Schwefelkies in Schwefelsäure= und Zellulosefabriken abfallenden Nebenerzeugnis, hochwertiges deutsches Eisen zu gewinnen. Deutsche Schokolade Kakaopflanzen in Kamerun— Edelkulturen in Afrika Im Monat des Heiligen Nikolaus, des Christkindleins und des Silvester ist die Schokolade eine sehr gefragte Ware. Wo etwas zum Knabbern und Beißen geschenkt wird, da darf die Schokolade nicht fehlen.„Deutsche Schokolade“ hat in der Welt den besten Ruf. Sie steht an der Spitze aller Markenschokoladen. Gütemäßig ist der Vorsprung, den andere Staaten ehemals vor unserer Schokolade hatten, eingeholt und überflügelt worden. Von der Weltkakaoernte, die 1935 rund 655 000 t betrug und sich in diesem Jahre auf etwa 710000 t belaufen dürfte, nimmt Deutschland 75000 t auf. Damit liegt es neben England an zweiter Stelle in der Reihe der Kakaoverbraucher, die von den Vereinigten Staaten— mit 270000 t— angeführt wird. 75000 t, das ist die Durchschnittseinfuhr der Jahre 1924 bis 1933 gegenüber rund 50000 t vor dem Großen Kriege. 1934 freilich wurde angesichts der angekündigten Einfuhrbeschränkungen eine Menge von über 100 000 t ins Reich eingeführt. 1935 aber wurde die hereingenommene Menge auf 75 000 t beschränkt, und im laufenden Jahre hat sich diese Zifter auch nur um einige 1000 t erhöht. Wir können natürlich für die Kakaoeinfuhr keine Devisen verwenden. Kakao kommt denn auch so gut wie ausschließlich auf Grund privater Verrechnungsgeschäfte ins Land. Zu seiner VerViehmärkte vom 25. Januar 1937 Auftrieb: Grosvieh Ochsen Bullen Kühe Färsen Fresser Kälber Schafe Schweine Preise: Ochsen unger dto. b) ältere dto. jünger dto fleischige dto. gering genährte Bullen: jünger. vollfl. dto. sonstige vollft. dto. fleischige dto. gering genährte Kühe: jüngere vollfl. dto. sonstige vouft. dto. fleischige dto. gering genaorie Färsen; vollfl. ausgemästete dto. vollfleischige dto fleischige dto. gering genährte Fresser: mäßig genährtes Jungvteb Kälber: Dovvelender bester Mast.. dto beste Mast=Saugkälber dto. mittlere Mast=Saugkälber dto geringe Sauakälber dto. geringe Kälber Schafe: Stallmastlämmer dto. Holst Weidemastlämmer. dto Stallmasthammel dto Weidemasthammel dto mitt! Mastl u ält Mastham. dto geringere Lämmer u. Hammel dto beste Schafe dto mittlere Schafe dto geringe Schafe Schweine: Fettschw üb 300 Pfd. dto. vollfl. über 300 Pfd. Oto bollfl. 240 300 B“ dte vollfl. 200 240 P dto vollfl., 100 200 P dto. fleischige. 120 160 Pfd. dto fleischige über 120 Pfd. Sauen dto. andere Sauen Erkläruns der Tendensseichen: 1 etürmisch. Die Preise versteben sich UN. 30 Kllo Lebenddewicht und eind Marbtpreise für nüchtern gew liche Spesen des Handele ab Stall für Fracht Markt- und Verkauiekosten, Umsetssteuer verlust ein, müssen eich alse wesentlich über die Stallpreise erbeben. Frank, 671 2 10 37482 43—45 40 43 38—39 34 General-Anzeig 26. 1. Eine Pioniertat deutscher Techniker Aus schwer verwendbarem Schwefelkies wird reines Roheisen 60—65 45 55 40 30 40 62½ 62% 62½ 51½ 48 ½ 62½ tebhalt 0 Hett. V gat, S beiebt.— 1.— mittel, 3 engetellt ogene Tiere und schließen simt: ecwie den nstürlichen Gewichte teilung wurde 1934 ein Treuhänder für Rohkakao### stellt, dessen Aufgabenkreis, wie überhaupt die gann Kakaobewirtschaftung, 1935 an die Hauptvereinigu der Deutschen Süßwarenwirtschaft übergegangen ist. Obwohl wir den Kakao aus dem Ausland einfü ren, dürfen wir die Erzeugnisse unserer Schokolade industrie mit gutem Gewissen als deutsch a# sprechen. Der Kakao ist zwar der bemerkenswertes Bestandteil der Waren, er macht mit 30 Mill. Man aber nur 20 bis 25 v. H. des Verkaufswertes dieser Erzeugnisse aus. Denn im Her stellungsprozeß werden dem Kakao noch 60 Millione Liter Milch und 25000 t Zucker hinzugefügt. Und auch die 30 Mill. Mark für Kakao gehen nich restlos an fremdvölkische Verkäufer. Ein großer## dieser Summe fließt in die Taschen der deut schen Kakaoflanzer in Kamerun. Von un serem ehemaligen Kolonialbesitz ist Kamerun e gutes Kakaoland. Schon vor dem Kriege hatten) Deutschen, dem Vorbilde der Engländer an der Gold küste folgend, ansehnliche Kakaopflanzungen in Kam run angelegt und die Ausfuhr betrug 1913 scho 4500 t. Der Krieg vernichtete alles, und Kamern wurde in Versailles unter englische und französisc Mandathoheit gestellt. Erst 1926 gelang es den schen Unternehmern, im englischen Mandatland## Kakaopflanzgebiet von 15000 Geviertkilometer zu e werben. Andere Erwerbungen folgten bald, die End länder selbst zogen auch in Kamerun Kakaofarme auf. Im französischen Mandatgebiet war die En wicklung viel langsamer, und man ließ den Deutsche dort auch nur Kleinpflanzungen. Dank der deutsche Pioniertätigkeit betrug die Kakaoausfuhr Kamerun 1935 schon 27.500 t. Britisch=Westafrika liefert un etwa vier Fünftel unserer Kakaoeinfuhr, und darin die Ausfuhr Kameruns zum größten Teil eing schlossen. Auch hinsichtlich der Güte der Kakaobohnen si die größten Erwartungen erfüllt worden. Der Ede kakao liefert der Welt zwar in der Hauptsache n## Brasilien, aber Versuche vor dem Kriege, in Kamen Edelkakao zu gewinnen, hatten gute Erfolge. Esi nicht daran zu zweifeln, daß wir auch in Kamernn gehörte es uns wieder, den Edelkakao neben de Konsumkakao ziehen würden. Ueberhaupt ist die 6 schichte der Kakaowirtschaft in Kamerun ein glänzen des Zeugnis deutscher Kolonisationsfähigkeit. Das nicht nur durch das Aufblühen der Pflanzungen u die Güte der Erzeugnisse erwiesen worden, sonden auch durch die Tatsache, daß sofort nach Wiederau nahme der Kakaopflanzungen die Eingeborenen da ihrer angenehmen Erinnerungen aus der Vorkriegs zeit sich den Deutschen sehr gerne als Arbeiter ver dingt haben; Pflanzer anderer Nationalität machtehäufig andere Erfahrungen. Unsere Schokolade dürfen wir also getrost als den sches Erzeugnis ansprechen. Deutsche Unternehm und deutsche Arbeiter manchen in rund 200 Scholt ladefabriken aus deutschem Zucker, deutscher Milch un aus Kakao, der großenteils aus deutschen Pfanzung stammt, die beste Schokolade der Welt. Best. In einiger 3A=Urlauber aus O haben 1000 Kamerad legenheit gehabt, das verschiedenen Lebens SA. NSV und Par lassen, den Ostpreuß Wesensmerkmale der währen, den Blick üb niedersächsischen Bau mit den Menschen, aufatmen und das 1 ganzen Vielfalt und Im Schiffshebe Zu ganz besonde Hinsicht sah sich die laßt, die in ihren Bocholt, Bottro vereinigt. Besichtig schlossen sich Grubenfan. Eine Ganz=Tag unternommen, die all einte und sie zue henrichenburg lauber aus den Stur die Kameraden aus ter die anfänglichen am Hebelwerk rieselt drücke waren so groß geschleust—, daß die gessen war. In liet teie der Schleusenme nischen Vorgang des bereitwilligst alle Fra21 Uhr ist das Heb wie die Wirtschaft wi Duisburger Großmarkt für Getreide und Juttermittel Notierungen der Großhandelspreise vom 25. Januar. Die Preise verstehen sich in Mk. für 100 Kilo. Frach## lage Duisburg. Mehl zuzüglich Mk. 0,50 Frachtausglat# bei Abnahme von mindestens 10 To. frei Empfangsstation Mühlenfabrikate ab Mühle. Weizen 21,80, Roggen 18.1 Weizenvollmehl 29.15, Roggenmehl Grundtyve 997 23. Roggenmehl Type 1800 19,65, Weizenfuttermebl 1½ Weizenkleie 12, Roggenkleie 11,15. Stimmungsbericht: Das Angebot von rh#### nischem Brotgetriede hat sich fortgesetzt. Eine stärkere Va### ratsbildung war bisher aber immer noch nicht möglic Das Geschäft in Industriegerste ist sehr gering, da es Bezugsscheinen fehlt. Industrie=Hafer wird wenig um setzt, zumal die Qualität vielfach nicht ausreichend i# Futtergerste ist nach wie vor nicht angeboten. Futterhaft## kommt etwas mehr an den Markt; er wird aber vormi## gend für Milttärzwecke verwandt und die Knappheit# den Städten ist bestehen geblieben. Das Geschäft in Me#n ist befriedigend. Mühlenabfälle sind über die vorhandenen# Mengen hinaus lebhaft gefragt. Besuch bei der Dann setzten sich Fahrt. Diesmal war gespannt, denn das hafen Dortmun nicht jedem Sterblich Freude umso größ schon von weitem den wir ihn mit seinen so gen. Hochauf flatter Posten, ging unter Ge mann und ein Leut: Anlagen des Flugplatz die Gruppe Dortmund eimatet, und hoch Flugzeuge ihre Kreise stolz werden. Wir h die Organisation der! Gebäulichkeiten des F und nicht nur das, zeigte uns die Einr und da gab es dann kam auch der Leutna# hörte, und an der I sab mar, wie sehr di Flugwaffe eines Geist Naschine, die Deutsch Heinkel=Blitz“, Deutsc Leutnant führte uns! Lfiziere und Mannse Aufenthaltsräume, zei so gewannen wie in anschauliches Bild vor in die Lüfte„unsere" =A=Mann mit seinem an der Außenbordseit. gefallenen Kameraden Wasserstandsmeldungen vom 25. Januar 1937 Rhein Koostanz Rheinfelden Breisach Straßburg Kehl Marau Mannheim Mainz Binzen Caub Koblenz Köln Düsseldort Dutsburg Dbr. Ruhrort Wesel Emmerich Thlel Nebenflüsse Diedeshelm Neck. Lohr(Main) Ems(Lahn) Trier(Mosel) Mülhelm(Ruhr) Ruhrsch! Duisbg. (Unterwasser) Wesel(Stromtiefe) Rhein-Lek Issel 542 523 S.O. N. O. Oet 5.W S.O. Süc bedeckt Aggen Aggen „Stärkung" und Ein stürmisches„H und wir bestiegen wie für diesen Fall hatte gesorgt, der seine alt ###tte spielen lassen. #rachtiges Mittagessen nhinterher eine duftige =lber wir waren mit ##norden, an anderer Se# ###ns, und das gab dem Besichtigung der Wer hatte soviel Bier ###esehen? 300000 hl rinth mit den lackweiß wir gesehen, und sta den Riesenorganismus liefert. Wir sprachen solaschaftsmitglieder, schienen. Bei einem ausgeze eine kameradschaftliche Kirchhell Lustiger 2 Fremdenlegion gegen Streikende Paris, 26. Januar In Oran streiken seit drei Tagen die Straße bahner, die Hasenarbeiter und ein großer Teil Industriearbeiter. Die Geschäfte sind unter der Schutz der Polizei geöffnet. Am Montag kam zwischen Streikenden und der Polizei zu Zusam menstößen, bei denen es auf beiden Verletzte gab. Die Polizei scheint der Lage u# mehr gewachsen zu sein; denn Abteilungen Fremdenlegion werden in Oran wartet. Kirchhellen. staltete die NSim Saale von schen bunten Abe volle Vorführung Ansager Heinz L lsen den Anwesei den humorvollen Fußgänger mit: . Immer und immer Handhaben mit Schie werden. Buben aus k einer Luftbüchse son aus Glabbeck an. Unsere Doraussagen für Uizza, 26. Januat 1. Ironside— Mahama; 2. Stall A. Picard— Lang Bian; 3. Lang Bian— Fach 4. Ironside— Jacoby; 5. Roi Mage 2— VersetSchamlose Wegen rittlicher Mann aus Worst huldigte hatte sie hafter Weise g6 General-Anzeig 26. 1. 1937 Aus der Heimat General=Anzeiger nder für Rohkakao### überhaupt die gan die Hauptvereinigun aft übergegangen ist dem Ausland einfüh unserer Schokoladen als deutsch an der bemerkenswertesc ht mit 30 Mill. Maa s Verkaufsweraus. Denn im#e### kao noch 60 Milliones hinzugefügt. für Kakao gehen iser. Ein großer aschen der deu kamerun. 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Eine stärkere Voer noch nicht möglich sehr gering, da es fer wird wenig um nicht ausreichend angeboten. Futterhaftt er wird aber vorm## und die Knappheit# Das Geschäft in Metn über die vorhandenen 1 25. Januar 1937 Wind und Wetter bedeckt Gggen Aggen Cel. Mit Ostpreußens SA auf großer Fahrt BBlicksse#ostaor Best. In einigen Wochen gehen die Ferien der SA=Urlauber aus Ostpreußen zu Ende. Drei Wochen haben 1000 Kameraden aus der Gruppe Ostland Gelegenheit gehabt, das Land der roten Erde in seinen verschiedenen Lebensäußerungen zu unterscheiden. SA. NSV und Partei haben nichts unversucht gelassen, den Ostpreußen einen tiefen Einblick in die Wesensmerkmale des westfälischen Landes zu gewähren, den Blick über die weite Landschaft mit den niedersächsischen Bauernhäusern, die Bekanntschaft mit den Menschen, die nach jahrelanger Not wieder aufatmen und das Pulsieren der Industrie in ihrer ganzen Vielfalt und ihrem dröhnenden Rhythmus. Im Schiffshebewerk Zu ganz besonderen Anstrengungen in dieser Hinsicht sah sich die SA=Standarte 8 Dorsten veranlaßt, die in ihren Hauptstützpunkten Dorsten, Bocholt, Bottrov die Eigenheiten Westfalens vereinigt. Besichtigungen des engeren Bezirks schlossen sich Grubenfahrten und Besuche in Kokereien an. Eine Ganz=Tagesfahrt wurde dann am Freitag unternommen, die alle Urlauber der Standarte vereinte und sie zuerst zum Schiffshebewere Henrichenburg führte. Hier trafen die Urlauber aus den Sturmbannen Dorsten und Bottrop die Kameraden aus Bocholt. Leider hatte das Wetter die anfänglichen Versprechungen nicht gehalten, am Hebelwerk rieselte feiner Regen. Aber die Eindrücke waren so groß— alle wurden einmal durchgeschleust—, daß die Unbill des Wetters bald vergessen war. In liebenswürdigster Weise unterrichtete der Schleusenmeister die SA über den technischen Vorgang des Schleusens und beantwortete bereitwilligst alle Fragen. Ununterbrochen von 6 bis 21 Uhr ist das Hebewerk in Betrieb, ein Zeichen, wie die Wirtschaft wieder aufgeblüht ist. Besuch bei der Flugwaffe Dann setzten sich die beiden Autobusse wieder in Fahrt. Diesmal waren die Erwartungen noch höher gespannt, denn das Ziel hieß: Militärflughafen Dortmund. Ein solcher Besuch wird nicht jedem Sterblichen zuteil, darum war die Freude umso größer. Motorengeräusch kündigte schon von weitem den Flugplatz an. Und bald sahen wir ihn mit seinen schmucken Gebäuden vor uns liegen. Hochauf flatterte die Reichskriegsflagge, der Posten ging unter Gewehr. Bald waren ein Hauptnann und ein Leutnant zur Stelle, um uns die Inlagen des Flugplatzes zu erklären. Also hier war die Gruppe Dortmund im Geschwader„Horst Wessel" scheimatet, und hoch in den Lüften zogen unsere Flugzeuge ihre Kreise. Das ließ jeden SA=Mann stolz werden. Wir hörten viel Wissenswertes über die Organisation der deutschen Luftwaffe, lernten die Gebäulichkeiten des Fliegerhorstes Dortmund kenner, und nicht nur das, der schneidige junge Leutnant zeigte uns die Einrichtung eines Jagdflugzeuges, und da gab es dann des Staunens kein Ende. Bald kam auch der Leutnant dazu, dem die Maschine gehörte, und an der Freundlichkeit der Unterhaituing sab mar, wie sehr die Männer der SA und der Flugwaffe eines Geistes sind. Seitwärts stand die Naschine, die Deutschlands großer Stolz ist, die „Heinkel=Blitz", Deutschlands schnellste Maschine. Der Leutnant führte uns dann durch die Wohnungen der Offiziere und Mannschaften, durch die Küchen= und Aufenthaltsräume, zeigte uns die Sportanlagen, und so gewannen wie in zweistündiger Besichtigung ein anschauliches Bild von unserer Flugwaffe, die hoch in die Lüfte„unsere“ Flugzeuge führt, die jeder SA=Mann mit seinem Opfer erstanden hat und die an der Außenbordseite die Plakette eines unserer gefallenen Kameraden tragen. „Stärkung“ und ein„schwerer Gang“ Ein stürmisches„Heil Hitler" und„Gute Fahrt", sund wir bestiegen wieder unsere Wagen. Aber auch für diesen Fall hatte Standartenführer Schlüter gesorgt, der seine alten Beziehungen zu Dortmund lhatte spielen lassen. In der Kronenburg gab es ein prächtiges Mittagessen mit einer„so langen“ Wurst, hinterher eine duftige Zigarre und ein süffiges Bier. über wir waren mit unserer Zeit etwas knapp geworden, an anderer Stelle wartete man bereits auf uns. und das gab dem Tag einen guten Abschluß. . Besichtigung der Dortmunder Aktien=Brauerei! er hatte soviel Bier schon auf einmal zusanmen##esehen? 300000 hl lagerten in diesem Kellerlabyrinth mit den lackweißen Riesenfässern. Alles haben vir gesehen, und staunten, doch nicht wenig üler den Riesenorganismus, der uns unser Glas Bier liefert. Wir sprachen auch mit einigen der 586 Gefolaschaftsmitglieder, die alle auf Humor geeicht schienen. Bei einem ausgezeichneten Glas Bier bildete sich eine kameradschaftliche Stimmung, an der auch zwei Streikende tris, 26. Januar agen die Straße in großer Teil e sind unter der n Montag kam olizei zu Zusa auf beiden Seit nt der Lage nid Abteilungen# in Oran ei Januat I. Vei — Verset. Kirchhellener Chronik Lustiger Abend mit RdF „ Kirchhellen. Am vergangener. Sonntag veranIstaltete die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" im Saale von Schulte=Wieschen einen karnevalistichen bunten Abend. Da ging es heiter zu. Humorvol Vorführungen folgten am laufenden Band. Der Unsager Heinz Oste sorgte dafür, daß auch die Paulen den Anwesenden nicht langweilig wurden. Nach den humorvollen Vorführungen wurde getanzt. mit Luftbüchse angeschossen 5 Immer und immer wieder hört man, daß durch bandhaben mit Schießgewehren Personen verletzt werden. Buben aus hiesiger Gemeinde schossen mit ziner Luftbüchse unvorsichttgerweise eine Person aus Glabbeck an. Es wurde Anzeige erstattet. Schamloser Bursche angezeigt #. Wegen isttlicher Verfehlung wurde ein junger #ann aus Dorsten zur Anzeige gebracht. Der ##eschuldigte hatte sich gegenüber jungen Mädchen in bamhafter Weise gezeigt. Land und Leute und einiges mehr Vorstandsmitglieder, der Betriebszellenobmann der DAB und drei alte Kampfgefährten Standartenführers Schlüter aus der Dortmunder Zeit regen Anteil hatten. Standartenführer Schlüter goß das Erlebnis des Tages in eine zur Begeisterung mitreißende rednerische Form, die angefüllt war mit unauslöschlichem Dank an den Führer. Zur großen Freude der Dorstener erschien dann im Laufe des Abends noch Ortsgruppenleiter Heine, der mit stürmischem Hallo begrüßt wurde. Gegen Mitternacht langten die Urlauber wieder zu Hause an, begeistert, dankbar und voll starker Eindrücke, die nun am heutigen Dienstag auf ein andersgestaltetes Gebiet gelenkt werden sollen. Heute nämlich geht eine Ganz=Tagesfahrt nach Bocholt, Anholt, Emmerich, Duisburg. Gardisten hielten Beratung Geschlossen zum Gardetag in Düsseldorf Dorsten. Die Gardisten hatten am Sonnabend ihre Versammlung beim Kameraden Paul Neuhaus. Kameradschaftsführer Bispeling begrüßte alle alten Gardisten und wünschte ihnen zum neuen Jahre die besten Grüße. Nach Verlesen der Niederschrift wurden einige Verbandsangelegenheiten bekanntgegeben. Hierbei wurde besonders auf die Sammlung für die Kriegerwaisen hingewiesen. Allgemein wurde begrüßt, daß die alten Gardisten zum großen Gardetreffen in Düsseldorf am 10., 11. und 12. Juli geschlossen hinfahren wollen. Tagung der alten Krieger Beitragsfrage geregelt— Fechtkasse in Ordnung Dorsten=Hardt. Unser gestriger Bericht über die Vierteljahresversammlung der Kriegerkameradschaft ist dahin zu ergänzen, daß Kameradschaftsfühver Neuhaus auch die Beitragsfrage eingehend darlegte Die vom Kam. Hargardt geleiteie Vereinsfechtschule konnte einen ansehnlichen Sammelbetrag an den Kriegerbund ubführen. Kom. Erley trug ein auf den 30. Januar bezügliches Festgedicht vor und hielt dann einen Vortrag über„Fürst Bismarck als Humorist", der neben Vismarcks großen staatspolitischen Verdiensten auch die rein menschlichen Eigenschaften dieses großen deutschen Staatsmannes gebührend ins Licht rückte. Schulung der Schuhhändler Erste warenkundliche Stunde Dorsten=Herrlichkeit. Die Fachgruppe Schuhwaren der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel veranstaltet gemeinsam mit der Kreisbetriebsgemeinschaft Handel in der Deutschen Arbeitsfront einen warenkundlichen Lehrgang für Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder des Schuhwareneinzelhandels im Bezirk des Stadt= und Landkreises Recklinghausen. Ueber 50 Teilnehmer fanden sich in der städtischen Berufs= und Handelsschule in Recklinghausen zur ersten Unterrichtsstunde zusammen. Kaufmann B. Moritz wies in einleitenden Worten auf die Bedeutung der warenkundlichen Fortbildung für den Schuheinzelhändler hin. Der Schuhverkauf sei ein Kundendienst, der große Erfahrung voraussetze. Die ganze Kenntnis der Gerb= und Lederarten und der Herstellungsweise der einzelnen Schuhfabrikate sei dringendes Gebot. Der Verkauf sei um so leichter, je größer die Fach kenntnisse seien. Gewerbeoberlehrer Vorwold übernahm dann die Leitung des Lehrganges, der in fünf Doppelstunden folgende Themen behandelt: Die Herstellung des Leders: Lederarten; die Herstellung der Schäfte und Schuhe; der gesunde und der kranke Fuß: der orthopädische Schuh und Behelfsmittel zur Behebung von Fußbeschwerden. Der Dichter Heinrich von Kleist Aufführung des„Prinz von Homburg“ am Mittwoch Dorsten=Herrlichkeit. Da die Stücke Heinrichs von Kleists dem Theaterpublikum immer noch einige Schwierigkeiten machen, sind unseren Lesern gewiß einige Anhaltspunkte erwünscht, die wir hiermit in loser Folge andeuten. Kleist ist 1777 in Frankfurt an der Oder geboren, einer alten preußischen Offiziersfamilie entstammend, selbst erst Offizier, dann Staatsbeamter, endlich nach schwerstem Sturm und Drang langsam seinen Dichterberuf erkennend, als freier Schriftsteller verarmt. In persönlicher und nationaler Verzweiflung schied er 1811 freiwillig aus dem Leben. Sein Lebensschicksal war eng verbunden mit dem von Napoleon, wie es schien, auf die Dauer geknechteten Deutschland und Preußen. Wie Fichtes Reden an die deutsche Nation war die Dichtung Kleists, seine politische Lyrik und besonders die Dramen„Hermannsschlacht" und„Prinz von Homburg“, aus dem nationalen Befreiungsdrang, als Kampfrufe an das deutsche Volk entstanden. Kleist ist der nationalste unserer großen dramatischen Dichter. Den„Prinzen von Homburg“ vollendete er als sein letztes großes Werk 1810, sein vaterländisches Meisterstück, mit dem er den trüben Blick seiner Preußen von dem Unglück der Schlacht von Jena (1806) auf das Siegesfeld Fehrbellin(1675) richten und die bange Brust angesichts des großen Kurfürsten mit frischem Mut entflammen wollte. Die Vergeblichkeit seines Kampfrufes und die Mißachtung seines dichterischen Wertes trieb ihn in den Tod. Der Dichter durfte keines seiner Stücke auf der Bühne verkörpert sehen. Besondere Scheu hatten die Zeitgenossen vor einer Aufführung der Hermannsschlacht und des Prinzen von Homburg. Goethe konnte kein Verständnis für die ganz andere Art dieses Dichters gewinnen. Langsam, im Laufe von Menschenaltern, lernte man Kleist als unsern nationalsten Dramatiker schätzen und langsam eroberten seine Bühnenstücke die deutschen Theater. Die verschiedenen Kleistgedenktage tragen dazu bei, sich auf seine Bedeutung für die Nation zu besinnen. Sein 100. Todestag brachte die erste Begeisterungswelle(1911): man begann endlich auch seine sprödesten Stücke aufzuführen(so auch die Penthesilea). Aber der Erfolg schien doch noch auf die Theaterfreunde beschränkt. Volkstümlichkeit, Liebe des ganzen nationalen Deutschland ist ihm seit der Erhebung von 1914 gesichert. Unser nationaler Neuaufbruch erschloß das letzte Verständnis. Wir erlebten die vollendeten Aufführungen seiner Werke im Jahr der 125. Wiederkehr seines Todestages.(1936). Wir werden das Schauspiel Prinz von Homburg erleben. Der Prinz, ein Reitergeneral des Großen Kurfürsten, mit dem kurfürstlichen Haus verwandt, der Nichte des Kurfürsten Natalie in schwärmerischer Liebe ergeben, hat vor der Schlacht von Fehrbellin(1675) gegen ausdrücklichen Befehl den Feind angegriffen. Um seines wiederholten Ungehorsams willen verurteilt ihn das Kriegsgericht zum Tode. In einer Schwächeanwandlung zittert er vor dem Tod. Unter Nataliens Einfluß erkennt er aber seine Schuld und lehnt jetzt die vom Kurfürsten angebotene Begnadigung ab. Damit ist dem Gesetz Genüge getan, der Kurfürst hebt das Urteil des Kriegsgerichts auf und führt selbst den Prinzen der Geliebten zu. Was wir heute als besondere Schönheiten des Stückes erleben war den Zeitgenossen des Dichters ein Aergernis: die Darstellung der nachtwandelnden Schwärmerei und die Todesfurcht des Prinzen. Aber das dichterische Wort und die Darstellung des Schauspielers wird uns die Tiefen einer ungewöhnlichen Seele schauen und verstehen lassen. * Der Intendant des Stadttheaters Gelsenkirchen weist darauf hin, daß die Aufführung des Prinzen von Homburg Punkt 20 Uhr beginnen muß, damit bei den mehrfachen Bühnenverwandlungen die Aufführungszeit nicht überschritten wird. Abfahrt des Autobus daher um 19,30 Uhr. Beim Kraußabend in Hewest=Dorsten sind mehrere Besucher nicht mehr mitgekommen, weil der Wagen schon abgefahren war. Schöner Pfarrfamilienabend Dorsten. Sonntagabend hielt die Pfarrsamilie von St. Agatha eine Feierstunde im Gesellenhaus ab, die gut besucht war. Nach Begrüßungsworten sprach Pfarrer Heming über christliches Brauchtum um St. Agatha. Höhepunkt des Abends war ein Festspiel, in dem Agatha=Lieder und alte Sitten und Gebräuche der alten Agatha=Oktav auflebten. Der Kirchenchor sang verschiedene Lieder und trug so zur Verschönerung des Abends bestens bei. Kleingärtner=Schulung Dorsten. Am Sonnabend fand ein Schulungsabend der Kleingärtner in der Hindenburgschule statt. Das Schulungszimmer war bis auf den letzten Platz besetzt. Gartenbauinspektor Röthe=Buer sprach über Pflanzung der Obstbäume und Sträucher, ihre Behandlung und den Schnitt der Bäume und Sträucher. Er gab bekannt, daß man nur von Baumschulen beziehen solle, die vom Reichsnährstand anerkannt sind. Zur weiteren Belehrung wurde ein Film gezeigt über Auswirkung guter und schlechter Ware. Der nächste Schulungsabend ist am kommenden Freitag in der Hindenburgschule. Regen vertrieb Käufer... Dorsten. Bei dem eisigen Wetter, das Montag herrschte, war auch der Marktbetrieb sehr gering. Man sah nur wenige Käufer. Es kosteten: Grünkohl 10, Weißkohl 6, Rotkohl 8, Wirsing 8, Rosenkohl 20, Möhren 3 Pfd. 20, Zwiebeln 10, Feldsalat 30, Endivien 15, Rote Beete 10, Sellerie 25—40, Schwarzwurzeln 30, Zitronen 7, Blumenkohl 40, Porree 5, Mandarinen 10 und 2 Stück 25, Bananen 40, Aepfel 35—45, Heringe 16, 20 und 25 Stück 1 RM. Bei Hervest=Dorstens alten Kriegern Kameradschaftsführer Cirkel trat zurück Hervest=Dorsten. Die Kameraden der Kriegerkameradschaft Hervest=Dorsten hielt am Sonntag ihre Jahreshauptversammlung. Die Begrüßung durch Kameradschaftsführer Cirkel war sehr herzlich, beson. ders willkommen hieß er als lieben alten Kameraden Assessor Wienke und Ortsgruppenleiter Berke. Vorweg und zwischen den einzelnen Versammlungspunkten spielte ein Streichorchester muntere Weisen, ließ alte Soldatenmärsche erklingen und tat so sein übriges zur Erweckung alten Soldatengeistes. Kameradschaftsführer Cirkel verlaz die Neujahrsbotschaft des Kyffhäuserbundesführers, Oberst a. D. Reinhard, und gedachte der Helden des Krieges und der Bewegung. Es folgten die einzelnen Jahresberichte. Schriftführer Böck gab den Jahresbericht und schickte diesem die Ereignisse des Jahres 1936 vorweg. Das Jahr 1996 gilt für die alten Kameraden vornehmlich als das Jahr der Ehre und Freiheit. Auch wir Kriegerkameraden sehen dem neuen Jahr voller Zuversicht entgegen, fester denn je glauben wir an des Reiches Stärke und denken heute am Geburtstage Friedrich des Großen an dessen Worte„Des Reiches Stärke ist seine Macht“. An Mitgliedern zählte die Kameradschaft am 1. 1. 1987 201 Mitglieder, davon 2 Ehrenmitglieder. An Alte Melodien auf der Eisbahn Immer, wenn der Lautsprecher seine fröhlichen Weisen über die Eisbahn schallen läßt und wenn Hunderte von Menschen danach in begeistertem Wiegen und Gleiten über das Eis fliegen, muß ich an die Zeit denken, als es noch keinen Lautsprecher gab. Damals stand in der Ecke der Eisbahn, der gleichen Bahn, auf der wir uns heute noch fröhlich tummeln, der„Musikpavillon", und in ihm saß das Orchester. Vier oder fünf Männer bliesen auf gewaltigen Blasinstrumenten, und ihre Füße steckten in riesigen Strohsäcken. Sie bliesen unermüdlich viele Stunden lang, nur wenn sie Pause hatten, wanderten sie hinüber zur Wärmehalle, um sich mit heißem Kaffee, Grog und vielen Schnäpsen wieder aufzuwärmen. Das alles ist heute anders. Und sehr viel einfacher. An mehreren Stellen der Eisbahn hängen die Lautsprecher und senden die fröhliche Musik bis in die entferntesten Winkel der Eisbahn. Eigentlich ist solch Besuch der Eisbahn doppelt interessant. Nicht nur, daß man dem beliebtesten Wintersport huldigen kann — man genießt auch gleichzeitig eine nochmalige Uebersicht über sämtliche Schlager, die in den letzten zwanzig Jahren, ja beinahe in den letzten dreißig Jahren das Herz der Menschen erfreuten Wer da glaubt, diese alten Schlagermelodien seien nun auf immer verstummt, braucht nur einmal ein paar Stunden lang auf die Eisbahn zu gehen. Von „O Susanna, wie ist das Leben doch so schön!“ über den Sonnenschein, der es bekanntlich fein hat, bis zu der oft wiederholten Versicherung„Du kannst nicht treu sein—!“ zieht der bunte Reigen fröhlicher Schlagermelodien an uns vorüber. Die Eisbahnbesucher, die nach den uralten oder neueren Weisen ihre Kreise ziehen, sehen alle ungeheuer vergnügt aus. Beinahe liegt es vor dem Beginn jedes neuen Stückes wie Spannung über der Bahn, mit welchem Fund aus der Schatzkammer man wohl nun überrascht werden wird. Keine Musikanten brauchen mehr bei bitterer Kälte Märsche und Walzer zu blasen. Drinnen in der Wärmehalle steht das Grammophon, und die Tochter des Pächters legt die Platten auf. Die munteren Klänge schallen auch durch die Wärmeballe. in der immer enormer Betrieb ist. Denn die Freuden der Wärmehalle gehören genau so zum Eisbahnglück wie draußen die Bahn. Hier gibt es heißen Kaffee und Tee und Grog und für die Kinder heiße Milch. Und man kann Sahnebonbons stückweise oder kleine Tafeln Schokolade für ganz wenig Geld kaufen. Der große eiserne Ofen in der Wärmehalle glüht vor Hitze. Die ganz Erfrorenen haben sich dicht an seine Seite gesetzt, um langsam wieder aufzutauen. Die Luft in der Wärmehalle kann man nur mit dem schönen Ausdruck„Mief" bezeichnen, der aber trotz allem, was man gegen ihn sagen könnte, zu dem kalten erfrischenden Ozon der Eisbahn einen ganz angenehmen Gegensatz bildet. Und wer sich hier aufgewarmt hat, eilt dann um so beschwingter wieder aufs Eis, wo jetzt gerade die beliebte„Annemarie" aufs neue die Herzen begeistert... Zugängen waren zwei, an Abgängen durch den Tod einer und sonstigen 12 zu verzeichnen. In diesen Jahre kann die Kriegerkameradschaft auf ihr 30jähri ges Bestehen zurückblicken. Das Fest soll am 7. Jul 1937 würdig begangen werden. Dem vom Kassierer Blankennagel gegebenen Kassenbericht entnehmen wir daß die Kameradschaft einen ansehnlichen Betrag ins neue Jahr mitnehmen kann. Genau so verhält es sich mit der Sterbekasse, die außerdem in dieser Versamm. lung nach Beschluß einen weiteren Zuschuß aus der Kasse erhielt. Die Kassenprüfer Verhoeven und Rohring gaben einen gewissenhaften Kassenbefund bekannt und baten um Entlastung. Dies geschah. Der Kameradschaftsführer hob dabei die Verdienste des Kassierer hervor. Ueber das Fechtwesen berichtete Kamerad Lenhard, der über einen ansehnlichen Ablieferungsbetrag Quittung vorlegen konnte. Kame. rad Lenhard ist durch die Kreisführung besonders ausgezeichnet worden als rührigster Fechtmeister im Kreisverband. Das Trommler= und Pfeiferkorps soll sich seinen Führer selbst wählen, ihm wurde für die gute Arbeit ebenfalls Dank gesagt. Für die Heldengedenkfeier am 21. 2. soll eine genaue Angabe über Pflicht und Teilnahme nach Bedem Feind keine Zeit lassen— das bedeutet es, wenn Sie sich trüh und abends die Zähne putzen Die Fäulnisbakterien haben ga: nicht Zeit, sich einzunisten, wenn Sie zweimal am Tage Ihre Zähne mit Nlvea-Zahnpaste reinigen! kanntgabe der Abwicklungsfolge durch die Ortsgrup penleitung der NSDAP noch erfolgen. Für das WHW findet kommenden Samstag und Sonntag ein Preisschießen statt, allgemeine Teilnahme wird erwartet. Die Straßensammlung am 6. und 7. 2. wird von den Mitgliedern wirksam unterstützt werden. Das Mitglied Steinmann erhielt die silberne Ehrennadel für das Schießwesen mit Besitzurkunde. Dann aber kam der Punkt, der nur den Eingeweihten bekannt war. Kameradschaftsführer Cirkel, der 11 Jahre hindurch der Kriegerkameradschaft ein lieber Kamerad und Führer gewesen war, trat von seinem Posten zurück, er begründete seinen Schritt und sagte bewegten Wortes seinen Mitarbeitern Dank für treue Kameradschaft. Sein Schritt sei unabänderlich und erbitte nunmehr von seinen Pflichten entbunden zu werden. Das hatten die Kameraden nicht erwartet, überall sah man bestürzte Gesichter. Ortsgruppenleiter Berke war es dann, der dem Scheidenden warme Worte des Dankes widmete. Dank gebühre dem Kameraden Cirkel, der schon in den Jahren des Bruderkampfes auch in der Gemeinde HervestDorsten die Kameradschaft geführt und stolz die Fahn schwarz=weiß=rot vertreten habe. So sagen wir denn dem Kameraden Cirkel Dank dafür, daß er als tapferer Kamerad durch schwere Zeiten hindurch unser Panier hochgehalten hat, wir danken ihm im soldatischen Geist durch ein dreifaches Hurra. Des Führer ward gedacht, die Nationallieder gesungen und dann die Versammlung beendet. Im gemütlichen Kreise blieben die Kameraden noch beisammen. Ortsgruppenführer Berke richtete an alle Anwesenden die Einladung für die Feierstund der RSDAP am kommenden Samstag. Aus der Heimat General=Anzeiger 26. 1. 37 26. 1. 1937 Sportlicher Zusammenschluß Ballspielverein Holsterhausen und Tp Jahn vereinigt Holsterhausen. Bei Schmitz hielt Samstagabend der Ballspielverein Holsterhausen seine Jahreshauptversammlung ab und beschäftigte sich mit den jüng. sten Ereignissen im heimischen Sportlager. Vereinsschriftführer Bungert teilte mit, daß 16 Jugendliche aus der HI und weitere ältere Volksgenossen aufgenomnen seien. Den Geschäftsbericht gab Rudi Weidauer. Ihm war zu entnehmen, daß das vergangene Jahr nicht günstig für den Verein war. Der Abstieg zur 2. Kreisklasse war die Folge einer großen Interesse osigkeit. Der im Dezember 1936 gebildete neue Vorstand hat eine Sperre des Vereins verhindert und innreh lb kürzester Zeit die Beitragslast an den DRL auf ein Minimum herabgedrückt. Der Spielbericht zeigte nachstehende Ergebnisse: 1. Mannschaft 18 Meisterschaftsspiele, gewonnen 5, verloren 8. Von 15 Gesellschaftsspielen wurden 8 gewonnen, 4 verloren und einmal unentschieden gespielt. Die 1. Jugend spielte insgesamt 14 Mal, sie gewann ein Meisterschaftsspiel und verlor zwei. Von den 11 Gesellschaftsspielen wurden 4 gewonnen, 4 verloren und dreimal unentschieden gespielt. Die zweite Jugend verlor ein Gesellschaftsspiel. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vereinsführer Gronau, stellv. H. Gallmeister, Weidauer, Kassierer Tellner. Fußballobmann Weidauer, Protokollführer, Beisitzer und Pressewart Bungert, vorl. Jugendwart Weidauer, vorl. Dietwart Gallmeister. Zum Aeltestenrat zählen die Mitglieder Schmitz, Bungert, Gronau und Schroer. Der Vereinsführer gab dann bekannt, daß die beiderseitigen Vorstände des BV und des Turnverein Jahn in einer gemeinsamen Sitzung den Zusammenschluß beider Vereine unter der Bezeichnung Turnund Sportgemeinde Holsterhausen beschlossen hätten. Man will in dieser Zusammenschlußangelegenheit ein Schreiben des Gaues 9(Westfalen) abwarten und für die Beibehaltung eines selbständigen Vereins in der Gemeinde Holsterhausen eintreten. Die Versammlung hieß diesen Vorschlag und Beschluß gut. Ortspropagandaleiter Schwarz sprach seinen Dank für die gezeigte Einmütigkeit in der Auffassung aus. Sein besonderer Dank galt der Jugend und den alten Sportlern, die auch zur Zeit der schlimmsten Erwerbslosigkeit den Sportgedanken in der Gemeinde nicht hätten untergehen lassen. Ausführlich behandelte der Sprecher die Notwendigkeit des Sportes in der Gemeinde. Im Anschluß fand ein Kommers mit Einführung statt, bei dem sich Vereinskameraden und Angehörige bei anregender Unterhaltung bestens unterhielten. Sudetendeutsche tagten Teilnahme auf der Reichstagung Hervest=Dorsten. Am Sonntag trafen sich im Strandhof die Sudetendeutschen. Ortsgruppenobmann Wyck gab die Neujahrswünsche und Forderungen der Bundesleitung und Gebietsführung bekannt. Mit vollem Einsatz soll auch in der hiesigen Ortsgruppe das Kampfjahr 1937 des Sudetendeutschen Heimatbundes durchgeführt werden. Ortspropagandawart Müller richtete einen Weckruf an alle Sudetendeutsche, die sich noch nicht entschlossen haben, dem Heimatbund beizutreten. Die Ortsgruppe ruft deshalb zur Werbung auf. Der" Soruppenobmann teilte mit, daß durch die Bundesleitung der Ordnungsdienst zum Tragen der Einheitskleidung berechtigt ist. Von der Reichstagung im Juni, die in Bayern stattfindet, wurde Kenntnis genommen. Im Anschluß an die Tagung fand ein Heimabend statt. Heimatlieder, Musik und Volkstänze wechselten miteinander ab. Kudlorz erster Preisträger Hervest=Dorsten.„Irren ist menschlich“, sagt ein Sprichwort. Diesmal haben wir uns geirrt, als wir in unserm Bericht über die Taubenausstellung davon sprachen, daß der beste Vogel aus dem Schlag Schiemann stammte. Unsere Leser werden von sich aus bereits festgestellt haben, daß nach der Siegerliste der Schlag Kudlorz=Hervest=Dorsten hierfür in Heute Sammlung! Legt das Altmaterial bereit! Wulfen. Noch einmal werden die Bewohner auf die heute stattfindende Sammlung von Altmaterial hingewiesen. Jeder lege die Sachen, die er abgeben will, fertig, damit die Sammler nicht zu warten brauchen. Weltfeind Bolschewismus Wulfen. Morgen Mittwoch besucht jeder Volksgenosse die Ausstellung„Weltfeind Bolschewismus“ im Saale Altegoer. Kleinigkeiten aus Lembeck Ein Junge auf dem Brink verbrannte sich den Fuß mit kochendem Kakao. Er trug empfindliche Brandwunden davon. Mit dem Bau eines Wasserspeichers im Dorf zu Feuerlöschzwecken wurde am Montag begonnen. Die HJ. Standort Lembeck, hat jetzt ein Trommler= und Pfeiferkorps zusammengestellt. Mit den Uebungen wurde bereits begonnen. Da Lembeck seit einiger Zeit im Besitz einer Motorspritze ist, wurde die alte Handlöschspritze der freiwilligen Feuerwehr Rhade zur Verfügung gestellt. Frage kam. Das sei hiermit pflichtschuldigst richtiggestellt. Auch, daß der 4. Preisträger in Klasse 3a Reinhold mit Vornamen heißt und unter Klasse 45 der 5. Preisträger Domnik nach Hervest=Dorsten gehört. Gefahren des Frostes Holsterhausen. Der plötzliche Witterungsumschwung kam der Schuljugend sehr gelegen, die nun doch noch zu ihren Wintersportfreuden kommt. So sehr auch der Jugend dieses Vergnügen zu gönnen ist, so sehr aber muß auf die Unsitte hingewiesen werden, die darauf hinausgeht, auf allen Wegen und Straßen sogenannte„Tisbahnen" anzulegen. Diese bilden eine Gefahr für alle Passanten und sollten durch Eltern und Erzieher verboten werden. Die Anwohner der Straßen werden an ihre Streupflicht erinnert. ten, wo die Gendarmerie abermals in entgegenkommender Weise einen Sonntag zur Besichtigung der dort sichergestellten Fahrräder angeordnet hatte. Zu Hunderten erschienen Volksgenossen aus der näheren und weiteren Umgebung, um hier Ausschau nach dem ihnen gestohlenen Gut zu halten. Wie gesagt, es gab viele enttäuschte Gesichter, denn bis zum Mittag waren trotz der hohen Besucherziffer nur drei rechtmäßige Besitzer von hier lagernden Rädern ermittelt. Diese konnten ihr Eigentum sofort in Empfang nehmen, nachdem alle Formalitäten genauestens erledigt waren. Drei weitere Besitzer ermittelt Holsterhausen. Viele enttäuschte Gesichter konnte man am Sonntag in der Bonifatiusschule beobachObst=, Gemüse= und Blumenschau der 6y des Obst= und Gemüsebauvereins Marl Marl. Zu der Jahreshauptversammlung des Obstund Gemüsebauvereins Marl am Sonntagnachmittag bei Freyhoff waren die Mitglieder zahlreich erschienen. Vereinsführer Huthmacher wies auf die Obst=, Gemüse= und Blumenschau hin, die der Verein im Laufe des Jahres veranstalten wird. Aus diesem Grunde richtete er die dringende Bitte an die Vereinsmitglieder, sich tatkräftig an der Schädlingsbekämpfung zu beteiligen, damit die Schau ein schöner Erfolg wird. Nachdem 7 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen worden waren, gab Schriftführer Riegermann den Geschäftsbericht, der von einer regen Tätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre Zeugnis ablegte. Im Laufe des Berichtsjahres wurden u. a. beschafft und an die Mitglieder abgegeben: 158 Zentner Düngekalk, 840 Ballen Torf, 13 Ballen Huminal, 27 Zentner Nitrophoska, 98 Zentner Thomasmehl, 137 Zentner Kali und für 256 RM. Obstbäume und Beerensträucher. Nach Erstattung des Kassenberichtes, der ein zufriedenstellendes Ergebnis zeitigte, gab der Vereinsführer den Arbeitsplan für das kommende Jahr bekannt. Es finden statt: im Februar: Lichtbildervortrag über Schädlinge und Krankheiten an Obstbäumen und deren Bekämpfung; März:„Der alte Obstbaum und seine Verjüngung", Vortrag von Kreisobstbauinspektor Schlesik, April: Lichtbildervortrag über Blumenpflege, insbesondere über Fenster= und Balkonblumenschmuck, Mai: Ausflug zur Gärtnerlehranstalt Wolbeck bei Münster, Juni:„Bienenzucht und ihre Bedeutung für den Gartenbau", Vortrag von Dr. Becker(Münster), Juli: Monatsversammlung, August: Sommerfsest und Vorarbeiten für die im Oktober stattfindende Obst=, Gemüse. und Blumenschau, September: Lichtbildervortrag über Grabbepflanzung, Oktober: Obst=, Gemüse- und Blumenschau, November: Lichtbildervortrag über Kaltdüngung. Im weiteren Verlauf der Versammlung hielt Kreisobstbauinspektor Schlesik einen interessanten Lichtbildervortrag über Erdbeerkulturen. Manche wertvolle Anregung vermittelte der Vortrag den aufmerksam zuhörenden Freunden des Obst= und Gemüsebaues. Nachdem der Vereinsführer noch auf die Bestellung von Nitrophoska, Kalk und Torf aufmerksam gemacht hatte, wurde die Jahreshauptversammlung geschlossen. 600 hörten Leiseifer Konzerterfolg des„Sangeslust" Marl. Der MGV„Sangeslust" veranstaltete Sonntagabend bei Erwig ein Konzert, dessen Programm neben dem Veranstalter von dem Rundfunktenor Leiseifer und dem Hegmann=Trio aus Recklinghausen bestritten wurde. Das Programm war sehr reichhaltig. Der Chor eröffnete und beschloß den Abend. Beim ersten Liede konnte man schon feststellen, daß der Verein über treuen und stattlichen Anhang verfügt, der sich an seinen Leistungen erfreut. Der Chor sang unter Adolf Wickström Lieder der Arbeit, und im zweiten Teile Volksliedbearbeitungen von Nellius. Beide Themen sprachen in diesem Kreise besonders stark an, der Beifall war dementsprechend herzlich. Der Chor hat seine Leistungen seit dem letzten Konzert wieder steigern können und wird auch weiter an sich feilen und arbeiten. Den instrumentalen Teil des Programms bestritt das Hegmann=Trio aus Recklinghausen mit bewährter Meisterschaft. Bruno Hegmann(Flügel), Josef Feiertag(Violine) und Karl Wischermann (Cello) musizierten mit einer Ausgeglichenheit und einer Fülle des Tons, die den starken Beifall des Hauses verdient hatte. Hans Sitts Trio, Marschners Romanze und ein lebhafter Satz aus einem Trio von Robert Schumann(Werk 80) erfuhren eine werkgerechte und schöngeistige Durchdringung und Beseelung. Im Mittelpunkt des Interesses stand naturgemäß der Tenor Leiseifer, der„Heimweh“ von Hugo Wolf,„Morgenhymne“ von Henschel sang. Leiseifer wurde mit großem Beifall empfangen— bevor er den Mund aufgemacht hatte. Am Schluß seiner Liedvorträge war der Beifall natürlich noch stärker. Leiseifer ist bei aller Qualität seines Stimmaterials noch in der Entwicklung begriffen. Wir möchten ihn noch einmal hören, wenn Beseelung und Ausdruck seinen elementaren stimmlichen Qualitäten entsprechen... Franz Hahn. auf Samstag vielfach geäußerten Wünschen des Publikums entgegen. Die Sitzung beginnt auch nicht um 19.11 Uhr, sondern am Samstag erst um 20.11 Uhr; jeder Volksgenosse hat also Gelegenheit, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Das Programm verspricht einen außergewöhnlich schönen Abend; dafür werden der heimische Elferrat, heimische und auswärtige Kanonen sorgen. Die Marler wissen jetzt von der Eröffnungssitzung mit der Essener Stadtgarde, wie echter Karneval gefeiert wird. Das größte Interesse konzentriert sich an diesem Abend auf das Auftreten des Essener Komiker=Wirtes „Onkel Heinrich“, der vielen Volksgenossen als „der schönste Wirt Europas“ bekannt ist. Er wird in der Marler Bütt für Hochstimmung sorgen! Da der Reinertrag des Abends dem örtlichen Winterhilfswerk zufließt, kann ein Besuch der Veranstaltung nur empfohlen werden. Auf den Führer vereidigt Feierstunde der Hülser Sanitäter Hüls. Der Sanitätszug hatte am letzten Sonntagvormittag bei Brinkmann seine Vereidigung. Eröffnet wurde der Weiheakt durch Kolonnenführer Schmidt. Er wies auf die Bedeutung des Rotkreuzwesens und der Sanitätskolonnen in heutiger Zeit hin. Nach einem Appell zur pflichttreuen Mitarbeit aller Kameraden an den großen Aufgaben der Zukunft folgte die Vereidigung. Die Formel wurde vorgelesen und von allen Anwesenden nachgesprochen. Anschließend folgte die Monatsversammlung. Man nahm Kenntnis von den Neueingängen. Abschließend appellierte Kolonnenführer Fahrsteiger Schmidt für rege Beteiligung an der ständigen Unfallwache in Marl. Sportjubiläum in Drewer 23 Jahre Spiel und Sport „Onkel Heinrich“ in Marl beim Karneval der„Maklschen Fläigen“. Marl. Die Reihe der karnevalistischen Veranstaltungen für das Marler Winterhilfswerk wird am kommenden Samstag fortgesetzt mit einer großen Prunksitzung im Lindenhofsaal. Ursprünglich war für diese Veranstaltung der 31. Januar, also der Sonntag vorgesehen; da aber auch der 30. Januar für Karnevalsfeiern freigegeben worden ist, kommt der Veranstalter mit der Vorverlegung der Prunksitzung Hüls. Am Sonntag feierte der Sportverein „Spiel und Sport“ Drewer sein 23jähriges Bestehen Im Ortstreffen gegen den Ballspielverein Marl hatte der Jubilar in beiden Treffen das Nachsehen. Es ist erfreulich, daß man nach den Mißerfolgen der letzten Monate den Kopf nicht hängen läßt. An einem Kommers nahmen Mitglieder des Ballspielvereins Marl und geladene Gäste teil. Abends begann dann das Stiftungsfest, zu dem ein großer Teil der Bevölkerung erschienen war. Es war gleichzeitig eine Wiedersehensfeier der Gründer und alten Mitglieder des Vereins aus dem Jahre 1914. Bei Musik und Tanz und humoristischen Vorträgen blieb man viele Stunden gemütlich beisammen. (uUd aus der zusen. MAGGIWURZE * ssen Schöner Kameradschaftsabend des SA=Sturmes 6/143 Marl Jasnacht Eine Sprad WHW=Preisschießen beendet Holsterhausen. Unter starker Anteilnahme weiter Bevölkerungskreise ging am Sonntag das Preisschießen der Kriegerkameradschaft Holsterhausen bei Kruse und Duwe vonstatten. Hart wurde um den Sieg gekämpft. Am Abend fand bei Duwe die Preisverteilung statt. Alte Kriegskameraden stellten sich in den Dienst für das WHW. Das beweist und kennzeichnet den Geist, der diese alte Kameraden beseelt. Der GA gratuliert Holsterhausen. Seinen 67. Geburtstag feiert heute Herr Fritz Pförsich, Heinrichstraße 14 wohnhaft. Unserem treuen Leser die besten Glückwünsche. Marl. Sonntagabend fand bei Brinkmann d### traditionelle Kameradschaftsabend des SA=Sturme6/143 statt. Sturmführer Klee konnte seine Kame raden und deren Angehörige willkommen heißen. Sei besonderer Willkommensgruß galt den SA=Urlauber aus Ostpreußen, dem Standartenführer Werder Sturmbannführer Schroth, Ortsgruppenleit# Becker und Amtsbürgermeister Dr. Willeke. An de fröhlichen Feier nahmen auch alte Kameraden des Sturmes teil, die heute in der Wachstandarte Dien tun. Es war ein im besten Sinne des Wortes schöne Kameradschaftsabend. Der GA gratuliert Marl. An der Universität Königsberg bestan Stud. rer. pol. Ewald Ortmann, Sohn der Wim Hochstraße, sein Examen als Diplom=Volkswirt. Wi gratulieren! Goldene Hochzeit Hüls. Heute Dienstag feiern die Eheleute Inva# lide Stanislaus Kurdys und Franziska geb. Nie statek, Blücherstraße 17, das seltene Fest der goldene Hochzeit. Aus diesem Anlaß hat der Landrat Recklinghausen dem Jubelpaar ein Geldgeschenk### willigt, das der Bürgermeister von Marl auch m den besten Wünschen des Landrates übermitteln wirt Amt und Stadt Marl ehren das Paar außerdedurch die Ueberreichung einer künstlerisch ausgefüh ten Urkunde. Auch wir gratulieren! Bezirksklassen=Querschnitt Blick in die Westfalen=Bezirke w. Wir bringen auch heute, wie an den letzte# Dienstagen, die Tabellenköpfe aus den westfälisch Bezirken der zweiten Klasse, die Gruppen Gelsenkit chen und Münster brachten wir bereits gestern. Marler Sport 4:9 Schlappe der Handballer Die Handballelf des BV Marl weilte Sonnt## beim Turnverein Recklinghausen Höf. Die Mari mußten mit Ersatz antreten und eine klare Niede# lage hinnehmen. Die Gäste waren wohl sehr eifr konnten sich aber vor dem Tore nicht durchsetzen. B### Halbzeit lagen die Recklinghausener mit 4:1 Toren Führung. In der zweiten Halbzeit kamen die Marl besser ins Spiel, aber auch die Gastgeber warfen no einige Tore. So war der 9:4=Sieg der Recklinghaust verdient. Sonst gab es nur Favoritensiege, währe das Spiel Meckinghoven: Hochlarmark ausfiel. Röllinghausen: TV 63 Recklinghausen 4:12 TB Datteln; TB Erkenschwick 14:1. Die Tavelle hat jetzt folgendes Aussehen(# Erkenschwick ist ohne Punktwertung, weil die Mann schaft erst in der zweiten Serie an den Meisterschaft spielen teilgenommen hat): Röllinghausen TV Datteln BV Marl Hochlarmark Meckinghoven Recklinghausen Höf. Sport im Lippegebiet Sinsen: Ballspielverein Holsterhausen 1:3 Aus Sinsen brachten die Grün=Weißen Sonnt### einen schönen Sieg nach Hause. Die Gastgeber kamet gegen das technisch bessere Spiel der Gäste nicht an sie blieben auch im zweiten Durchgang der Saiset klar geschlagen. Filmvortrag über Fischverkauf Dorsten=Herrlichkeit. Die Fachgruppe Nahrung und Genußmittel der Ortsgruppe Recklinghausen#### Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat einen Fischfac mann für einen Filmvortrag verpflichtet, der Dienstag, 26. Januar, 20 Uhr, im Bahnhofshotel, Ret linghausen, Kunibertitor, stattfindet. Herr Brennin Hamburg, behandelt:„Was muß der Einzelhändl vom Ein= und Verkauf von Fisch und Fischware wissen?“ „Fastnacht" verr „Fastnachtsbräuchen in diesen Tagen all Wörterbüchern, und lleicht für einen Sch ssatz„Fasnacht“ sta einschlägig geltend richten meist, daß wäre, bringen daf „vastnacht" und„be mittelalterliche B „Fasching" entwicke imzug",„Fastgang soch gibt die Frage es Wortes Einige der schriftdeutsche A ragung aus der D sog. mundartlichen Volke für„FastnaFasnet, Fosanocht, serstümmelte Abw Vortes, sondern sie gen den Ursinn des Ausdruck. Denn nie beziehung zum(kir at ja schließlich: Fasnacht auch nicht nehr stammen diese sischer Ueberlieferun andfrei hervorgeht irche in German trafe bedroht w nacht“ für das Fest sen germanischen U1 Was soll nun is gibt ein altes de Rittelhochdeutschen seihen" vorkommt asen= gedeihen, gen und heute noch Faselvieh(Zuchtviel Ausdrücken wie„fa ehren auftritt.(„U frundbedeutung hä fruchtbarkeit zusam Fasenächte oder Fa m die Zeit im Jah fruchtbarkeit enwalebenskraft sich aus siese Zeit nicht auf und das ganze Fa uuch heute noch auf siche Einrichtung ei sermochte die Festz mserer volkseigenen sasnachtsbräuche bri sandlungen das Er ebens klar zum Ar Nenschen in eine kla iaen Ordnung der 9 rilich in Gegensatz s Fastens zu steh rachtungsweise erhie lte„vaschanc“, eine ntstand nicht aus sohl aber aus einer lehenden Flurun ermanischen Bittgan nenger Verbindung al, leben die sinnbi jänge ja auch in den sort!— Jedenfalls Fastnacht“ weder de prachlichen Ueberlie ilschter Begriff und er eigentlichen Sp seradezu nach eine älschten Fastn som eigenen Auto u In der Nähe von einem schweren Verk kersonenkraftwagens, zu spät eine Kurve b# scharf herum, daß er von diesem überfa Kraftwagen rannte g schwer beschädigt. ∆ (Amtlicher Bericht EssLeicht enstaa: Fri leist trocken, Kälte in Mittwoch: Südöstl eiter, kalt. Barom Millimeter bezw. 1000 neter bezw. 1005 Millil „MAGGI“ ist nicht eine allgemeine Bezeichnung für Suppenwürze, sondern die gesetzlich mehrfach geschützte Fabrikmarke für alle MAGGl-Predukte Nachdem in der Eelbe und Weser ende sogar nach: #n kräftiger Kalt Bebiet wird dab Eie, Wirbeltätigke aber nicht ölktes, aber tro parten steht. Sonnenaufgang ponduntergang 1881: Der# — 1920: Chlstedt bei M Polnischer Verst eneral=Anzeiger sschaftsabend 143 Marl d bei Brinkmann nd des SA=Sturme e konnte seine Kamel illkommen heißen. Sei alt den SA=Urlauber rienführer Werder . Ortsgruppenleitel Dr. Willeke. An d alte Kameraden der * Wachstandarte Dien nne des Wortes schöne tuliert Königsberg bestan inn, Sohn der Witn diplom=Volkswirt. Wi schzeit rn die Eheleute Invd Franziska geb. Nie tene Fest der goldene# hat der Landrat ein Geldgeschenk### von Marl auch mi eates übermitteln wir das Paar außerden künstlerisch ausgefüh lieren! Querschnitt len=Bezirke wie an den letzte## aus den westfälische ie Gruppen Gelsenti bereits gestern. port sandballer Narl weilte Sonnta n Höf. Die Marc nd eine klare Niede# aren wohl sehr eifri nicht durchsetzen. B### ner mit 4:1 Toren zeit kamen die Mark Gastgeber warfen na ieg der Recklinghause woritensiege, währen armark ausfiel. ecklinghausen 4:12 wick 14:1. gendes Aussehen(2 tung, weil die Mann an den Meisterschaft segebiet volsterhausen 1:3 rün=Weißen Sonnte Die Gastgeber kame I der Gäste nicht an urchgang der Saiso schverkauf achgruppe Nahrung e Recklinghausen hat einen Fischfag erpflichtet, der an 7 Bahnhofshotel, Rett det. Herr Brennin iß der Einzelhändl isch und Fischware 26. 1. 37 Jasnacht oder Fastnacht? Eine Sprachstudie zum Nachdenken "„Fastnacht" verrät der Kalender. Von den ersten „Fastnachtsbräuchen und=veranstaltungen berichten in diesen Tagen alle Zeitungen.„Fastnacht“ steht in Wörterbüchern, und der Setzerlehrling hält es vielleicht für einen Schreibfehler, wenn einmal im Aufssatz„Fasnacht“ statt„Fastnacht“ erscheint. Die für einschlägig geltenden wissenschaftlichen Werke berichten meist, daß„Fastnacht“ eben„Fastennacht“ wäre, bringen dafür mittelalterliche Belege wie „vastnacht" und„pasnaht". Aehnlich soll das spätmittelalterliche Vaschanc, aus dem sich unser „Fasching“ entwickelt haben dürfte, einen„Fastenumzug",„Fastgang" zum Ausdruck bringen. Und och gibt die Frage nach Herkunft und Bedeutung es Wortes Einiges zu denken! Wie so oft ist hier er schriftdeutsche Ausdruck als mangelhafte Ueberragung aus der Volkssprache entstanden. Und die sog. mundartlichen„Nebenformen“, die man im Volke für„Fastnacht“ kennt, die Ausdrücke wie Fasnet, Fosanocht, Faslabend usw. sind nicht etwa serstümmelte Abwandlungen des schriftdeutschen Portes, sondern sie sind das Ursprüngliche und brinsen den Ursinn des Wortes auch unversälscht zum lusdruck. Denn nichts in ihnen deutet auf eine Beziehung zum(kirchlich verordneten) Fasten hin! hat ja schließlich der ganze Inhalt der heutigen Fasnacht auch nichts mit dem Fasten zu tun; vielnehr stammen diese Feste im Vorfrühling aus heidischer Ueberlieferung, was nicht zuletzt daraus einsandfrei hervorgeht, daß sie von der frühen irche in Germanien verboten und mit hoher Strafe bedroht wurden. Auch die Bezeichnung nacht“ für das Fest(vergl. Weihnachten) weist auf sen germanischen Ursprung hin. Was soll nun aber die„Fasnacht" bedeuten? ## gibt ein altes deutsches Wort„vaselen", das im Nittelhochdeutschen in der Bedeutung von„geseihen" vorkommt, zusammenhängt mit mhd. gasen= gedeihen, sich fortpflanzen, Wurzel schlazen und heute noch in Zusammensetzungen wie Faselvieh(Zuchtvieh) oder auch in volkstümlichen Ausdrücken wie„fasseln" bezw.„faseln" für Verehren auftritt.(„Unrecht Gut faselt nicht"). Die rundbedeutung hängt also mit dem Begriff der Fruchtbarkeit zusammen. Die Zeit der Fasnächte, Fasenächte oder Faselnächte war von Anfang in die Zeit im Jahre, in der alle Natur zu neuer fruchtbarkeit erwacht, in der neue frühlinghafte lebenskraft sich auszuwirken beginnt. Natürlich ist siese Zeit nicht auf einen einzigen Tag beschränkt, ind das ganze Fasnachtsbrauchtum verteilt sich such heute noch auf mehrere Wochen. Auch die kirchsiche Einrichtung eines einzigen Fastenbeginntages hermochte die Festzeit nicht zu beschränken. Die mierer volkseigenen Ueberlieferung entsprungenen fasnachtsbräuche bringen in ihren Sinnbildern und handlungen das Erlebnis des neuen, erwachenden ebens klar zum Ausdruck und stellen auch den lenschen in eine klare Beziehung zu der ewig gülgen Ordnung der Natur, wobei seine Lebensfreude rilich in Gegensatz zu den kirchlichen Vorschriften s Fastens zu stehen kommen. Unter dieser Berachtungsweise erhielte auch unser„Fasching", das Alte„vaschanc“, eine überzeugendere Erklärung: es ntstand nicht aus einem Umzug zum„Fasten", vohl aber aus einem im Zeichen des„Gebeihens“ ehenden Flurumgang, dem altüberlieferten ermanischen Bittgang über die Fluren. Und, wieder n enger Verbindung zum menschlichen Lebensschickal, leben die sinnbildlichen Zügen solch alter Umgange ja auch in den heutigen Fasnachtszügen noch ort!— Jedenfalls entspricht die Bezeichnung Fastnacht“ weder dem Sinn des Festes, noch seiner prachlichen Ueberlieferung.„Fastnacht“ ist ein versälschter Begriff und die Zeugnisse der Mundarten, er eigentlichen Sprache des Volkes, verlangen eradezu nach einer Rückkehr zur unverälschten Fastnacht! Dr. H. Strobel som eigenen Auto überfahren In der Nähe von Birgel bei Düren kam es zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Fahrer eines Personenkraftwagens, ein 27jähriger Mann- hatte wohl zu spät eine Kurve bemerkt. Er riß seinen Wagen so scharf herum, daß er aus dem Auto geschleudert und von diesem überfahren wurde. Der führerlose Kraftwagen rannte gegen einen Baum und wurde schwer beschädigt. Quer durch Westdeutschland Zigeunerprimas fordert Tribut Wieder ein großer Zigenner-Prozeß vor dem Frankfurter Schöffengericht eine enuunch ondern ehrfach kmarke gakte (Amtlicher Bericht der Reichs=Wetterdienststelle Essen=Mülheim.) Leichter Frost... „Dlexstag,; Frische südliche Winde, stark bewölkt. unt trocken, Kälte in Temperaturen bis minus 5 Grad. plittwoch: Südöstliche Winde, trocken, wolkia bis eiter, kalt. Barometerstano: Montagabend 750 Killimeter bezw. 1000 Millibar. Sonntagabend 754 Millimeter bezw. 1005 Millibar. * vorigen Woche die Frostgrenze zwischen ########o Weser an Ort und Stelle blieb und am WochenElde, sogar nach Lsten zurückgedrängt wurde, ist zur Zeit ch im Ganar. Auch in unserem Eie Birbeltstia#e Temveratur weiter zurückgeben. Pezire aber uischt koain auer fort wird unseren ber nicht beeinflussen können, so daß zwar be#lktss woer trockenes Wetter mit wenig Frösten zu erDaten für den 26. Januar: 7.52 Uhr— Sonnenuntergang: 16.34 Uhr ponduntergang: 7.20 Uhr— Mondaufgang: 16.42 Uhr „ Vollmond: 18.15 Uhr . 1881: Der Schriftsteller Alfons Paquet in Wiesbaden Maler Fritz August v. Kaulbach in bei Marnau gen.(ger. 1850,.— 1934: Deutschpeinischer Verständigungspakt. a. M., 25. Januar. Einer der letzten und umfangreichsten Zigeunerprozesse begann vor Frankfurter Schöfsengericht gegen sieben AngeTaworgänge, die in diesem Prozeß zur Sprache gelangen, spielten sich im Februar 1927 in und Hamburg ab. Von den Angeklagten gehören vier der Familie Korvatsch an. Der Dor egeth ggen 68 Jahre alt gewordene Ischtoll eimer Kur 1## der Primas seiner Sippe und ### d e r g e f u r c h t e s t e n Z i g e u n e r i m R e i c h g e :„Rit, vom befinden sich der Ttjährige Fgg, der####.###.. Damo und der 40jährige Gi. Korpatsch auf der Anklagebank. Alle vier ind der 43jährige Peppi Otto stehen unter der „gemeinschaftlichen räuberischen Erpressung, der 45jährige Matscho Rosenberg und der 57jährige Jumvo Rosenbera die beide m. Haunerer sind, werden der gemeinErpressung beschuldigt. In der Anklage wird u. a. uusgeführt, daß der alte Korpatsch als Primas angesehen wurde und daß er von den durch sein Gebiet ziehenden Zigeunern Tribut forperte, der von den meisten aus Angst gezahlt wurde. Die Zigeuner, die Tribut entrichteten, waaten keine Anzeige zu machen, weil sie die Rache fürchteten, die Korpatsch sen. nehmen könnte. In dem Hamburger Stadtteil Hammerbrock weil1927 Ischwan und Roga Korpatsch mit dem Pferdehändler Lutz, ebenfalls einem Zigeuner, in einer Wirtschaft, Man trank unzählige Grogs, bis die ganze Gesellschaft schwer bezecht war. Dem Lutz verlangte man 1000 Mark dafür ab, daß er im Gebiet des Korpatsch mit Pferden handeln durfte. Es kam zunächst zu einer Schlägerei zwischen Lutz und den Söhnen des Korpatsch, die sich mit anderen Zigeunern eingefunden hatten. Auf Veranlassung des Zigeunerprimas wurde der Peppi Otto angerufen und es kamen dann zwei Kraftdroschken mit Zigeunern an. Eine nun erneut einsetzende Prügelei in dem Lokal wurde auf der Straße fortgesetzt. Ischwan soll gerufen haben:„Schmeißt ihn auf den Wagen und nehmt ihn mit, ich will ihn zu Hause richtig verprügeln; der soll büßen". Während der Fahrt soll Korpatsch die Parole ausgegeben haben, der Lutz totgeschlagen werden sollte, falls er die 1000 Mark nicht bezahlt. Lutz wurde dann auch so mißhandelt, daß er ohnmächtig wurde. Als er sich wieder aufraffte, wurde er abermals geschlagen und von dem alten Korpatsch mit Halsabschneiden bedroht. Lutz konnte schließlich flüchten und lag zwei Tage im Krankenhaus. Einige Tage danach sollen bei ihm die beiden Rosenbergs und noch ein dritter Zigeuner im Auftrag des Primas erschienen sein und ihn mit dem Revolver bedroht haben. In der jetzigen Verhandlung bemühte sich der alte Korpatsch, dem Vorgang einen harmlosen Charakter zu geben. Er betonte, 25 Pferde im Stall gehabt zu haben. Lutz sei ein armer Kerl gewesen, der nur zwei bis drei Gäule gehabt habe. Es habe sich alles unter dem Einfluß des Alkohols abgespielt, und es seien gut 30 Glas Grog von jedem getrunken worden. Lutz habe eine beleidigende Aeußerung über die Frau des Korpatsch getan, und deshalb sei er von seinen Söhnen vermöbelt worden. Der Zeuge Lutz belastete in der Vernehmung die Angeklagten erheblich, schwächte jetzt aber seine Aussage wesentlich ab. Der Zeuge bestätigte, daß RM. 1000 von ihm gefordert wurden. Die Rosenbergs hätten ihn aufgefordert, binnen 24 Stunden Hamburg zu verlassen, sonst werde man seinen Wagen in Flammen stecken oder er werde totgeschlagen. Das Gericht sprach den Matscho Rosenberg der versuchten schweren Erpressung schuldig und verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und zu drei Jahren Ehrverlust. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen: das Verfahren gegen alle anderen, darunter auch den Zigeunerprimas, wurde eingestellt. Die Körperverletzung sei verjährt, ebenso die von Korpatsch sen. begangene versuchte einfache Erpressung. General-Anzeiger Der Westen meldet: Erinnerung aus der naxoleonischen Kriegszeit In der Nähe von Oerlinahausen bei Detmold wurde dieser Tage eine napoleonische Kriegskassette gefunden. Das alte Erinnerungsstück enthält zahlreiche kunstvolle Darstellungen aus der napoleonischen Zeit, so einen Adler, einen Lorbeerkranz und mehrere Rosetten. Man nimmt an, daß die Kriegskassette auf dem Rückzug der Franzosen abgestellt und vergessen worden war. Gattenmörder hingerichtet Am 25. Jan. 1937 ist der am 10. Juli 1911 geborene Erhard Kulicke aus Wanne=Eickel hingerichtet worden, der am 10. Sept. 1936 vom Schwurgericht in Bochum zum Tode verurteilt worden war. K. hatte am 26. Juli 1936 seine 25jährige schwangere Ehefrau ermordet, um seine Geliebte heiraten zu können. Vor den Augen des Mannes getötet Osnabrück ereignete sich ein tragischer Unglücksfall, dem eine Frau, Mutter von zwei Kindern, zum Opfer fiel. Als die Frau in Begleitung ihres Mannes mit dem Rade die Straße befuhr, wurde die Frau unsicher und geriet unter den Anhänger eines Lastzuges. Die Frau starb bald darauf. Neue Rheinuferstraße Koblenz—Bingerbrück Bei Werlau a. Rhein wurde mit dem Bau der neuen, 15 m breiten Rheinuferstraße Koblenz—Bingerbrück begonnen. Die bisherige Straße genügt nicht mehr, da der Verkehr durch zahlreiche Bahnübergänge und enge Ortsdurchfahrten empfindlich gestört wird. Die neue Straße, deren Kosten auf 7 Mill. Mk. veranschlagt werden, soll 1940 fertig werden. Führer, Dir gehören wir! Ausklang der BOU.-Führerinnen-Tagung Mülheim(Ruhr), 25. Jan. Im weiteren Verlauf der großen Führerinnentagung des BDM. sprachen noch Gauleiter Florian, die Leiterin der Reichsführerinnenschule in Potsdam und in Vertretung des erkrankten Staatsrats Professor Börger Pg. Rüge aus dem Stab der RFS. Die Idee in sich rein erhalten, auch über kleine Mißverständnisse, die der Alltag zuweilen bringt, das sei die vornehmste Aufgabe jedes Führenden der Bewegung, venn daraus allein erwachse der unerschütterliche Glaube, der der nationalsozialistischen Weltanschauung den Sieg für alle Zeiten sichern wird. In diesem Gedanken gipfelten die Ausführungen Gauleiter Florians. Keine Führung in Deutschland lasse sich mit der Führung Adolf Hitlers vergleichen. Er forme eine ganz neue Sicht der Dinge, und diese neue Sicht wurzele in der Lehre von der Rasse. Die Rassen seien von Gott gewollt—. und darum werde jeder Mensch unseres Volkes zunächst als Deutscher geboren, in zweiter Folge werde er erst Protestant oder Katholik. Gauführerin Lotte Becker. die Leiterin der Reichsführerinnenschule, gab einen Ueberblick über die politische Kräfteverteilung in der Welt. Von welchen Gesichtspunkten das politische Geschehen in der Welt abhängig ist, das zeichnete sie Punkt für Punkt auf, immer lebendig illustrert durch das Eingehen auf die politische Lage einzelner Länder. Die größte Auseinandersetzung in der Weltpolitik sei die Frage: Nationalsozialismus— Bolschewismus. Unser Führer werbe um alle Völker mit gesundem echtem Kern, denn sie allein seien fähig, Bollwerk zu sein gegen den Feind aller Kulturstaaten.— Pg. Rüge von der Reichsführung der SS. sprach über das geschichtliche Schicksal der nordischen Völker. Während die Pimpfe durch die Straßen der Stadt marschierten und für die Beschaffung neuer Heime warben, traten die Mädel auf den Plätzen der Stadt zum Volksliedsingen an, das bei der Mülheimer Bevölkerung helle Begeisterung auslöste. Der Sonntagnachmittag vereinte die Führerinnen noch einmal in der Stadthalle Die Obergauführerin verpflichtete die Führerinnen, an sich zu arbeiten in harter, klar sehender Kritik und ihre Kräfte nicht an unwesentlichen Dingen zu zersplittern. Nur ein in jeder Hinsicht vorbildliches Führerkorps könne dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach die Aufgaben bewältigen helfen, die der Führer ihm mit dem neuen Gesetz über die deutsche Jugend am 1. Dezember gegeben habe. Mit dem Empfang der Obergauführerinnen in der Reichskanzlei habe der Führer dem BDM. vor aller Welt die Anerkennung gegeben, und mit dem verpflichtenden Handschlag jeder Oberaauführerin verpflichtete sie zugleich ihre ganze Gefolgschaft dem Führer zur Mitarbeit. Gebi der H3. Heime! Die Hitler=Jugend hält die Zukunft und das Schicksal des Deutschen Reiches in ihren Händen. Was in der Hitler=Jugend, in der sich die gesamte deutsche Jugend vereinigt hat, heute schon an gegenseitiger freiwilliger Erziehungsarbeit auch in den kleinsten Einheiten geleistet wird, das ist vorbildlich, und wir alle müssen nach unseren Kräften helfen, der Hitler=Jugend die Wege zu ebnen und eine Jugend heranzuziehen, die einst das große Werk des Führers mit sicherer Hand fortführen wird. Gebt der Hitler=Jugend Heime! Die Jungen und Mädel brauchen Räume, die ihnen Stützpunkte sein können, Räume, in denen eine wahre Volksgemeinschaft heranreisen kann. Heil Hitler! (gez.) Fischer, Gaustabsleiter. Neuer Vizepräsident des Oberpräsidiums Arnsberg, 25. Jan. Die Pressestelle der Regierung in Arnsberg teilt mit: Der Reichs= und Preußische Minister des Innern Dr. Frick hat im Einvernehmen mit dem Preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Göring, den bisherigen das vorliegende Beweismaterial nicht ausgereicht. Er sei daher freizusprechen und der Haftbefehl gegen ihn sei daher aufzuheben. Vizepräsidenten der Regierung in Arnsberg, Parteigenossen Karl Eugen Dellenbusch, zum Vizepräsidenten des Oberpräsidiums der Rheinprovinz in Koblenz berufen. Parteigenosse Dellenbusch, ein gebürtiger Sauerländer, steht im 36. Lebensjahr. Er studierte Rechts= und Staatswissenschaft, Volkswirtschaft und Philosophie. Gleich nach der Machtergreifung im Jahre 1933 wurde er zum GeneralPolizeidezernenten der Regierung in Arnsberg und kurz darauf zum Vizepräsidenten der Arnsberger Regierung ernannt. In der Partei ist er seit 1932 Vorsitzender des Kreisparteigerichts und Bezirksführer des NS.=Rechtswohrerbundes. Glatteis stört den Verkehr Köln, 25. Jan. Aus vielen Orten des Rheinlandes kommen Berichte über Glatteis, das sich in den späten Nacht= und frühen Morgenstunden gebildet hatte. Besonders hochgelegene Ortsteile und vor allem die Landstraßen hatten darunter zu leiden. In den Vororten hatten einzelne Straßenbahnzüge Verspätungen wegen Schienenglätte und Stromkabelvereisung. In Köln, Düsseldorf und Wuppertal mußte der Verkehr auf einigen Autobuslinien vorübergehend eingestellt werden. Ernstliche Unfälle waren bisher nicht zu verzeichnen. Gepanzertes Schmuggelauto gestellt Aachen, 25. Jan. An der Dreiländergrenze bei Vaals gab es auf holländischem Boden eine tolle Schmugglerverfolgung. Zollbeamte stellten einen Kraftwagen, dessen Fahrer alle Warnungszeichen überhörte und in toller Fahrt zu entkommen versuchte. Zahlreiche Schüsse zwangen dann den Kraftfahrer doch noch zum Halten. Der Schmuggler entkam allerdings in der Dunkelheit. In dem Kraftwagen fand man 13 Zentner Margarine, die aus Belgien nach Holland eingeschmuggelt werden sollten. Der Führersitz des Autos war durch Panzerplatten stark gesichert. Freispruch trotz Verdacht Der Ausgang des Kindesmord-Prozesses Bonn, 25. Jan. Im Waldorfer Mordprozeß verkündete der Vorsitzende des Schwurgerichts folgendes Urteil: Der Angeklagte wird freigesprochen. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last. In der Bearündung des Urteils führte der Vorsitzende u. a. aus, daß eine Anklage wegen Totschlags von vornherein ausgeschieden sei, da, wenn der Angeklagte der Täter sei, er nur ein Sittlichkeitsverbrechen ausgeführt haben könne. Zwar habe sich der Angeklagte sehr verdächtig gemacht, aber das hätten auch andere Leute getan, die sich aber ferngehalten hätten, statt sich in das Verfahren einzumischen. Zahlreiche Personen, nicht etwa der Angeklagte allein, hätten längere Zeit an der Fundstelle in der Nähe der Leiche geweilt, nachdem sie die Polizeisperre übergangen hätten. Die einzige sogenannte Tatzeugin, das verstorbene Fräulein Kutz, habe in ihrer amtlichen Bekundung immer gesagt, sie habe den Mann, den sie abends im Bohnenfeld soh, nicht gekannt. Was sie darüber hinaus zu Dritten gesagt habe, komme für das Gericht als Beweismaterial nicht in Betracht. Im übrigen habe das Gericht in zwei anderen Fällen festgestellt, daß Zeugen unter Eid die Unwahrheit insofern gesagt hätten, als sie ihre Bemerkungen Dritten gegenüber abstritten. Alle Anhaltspunkte und mehrere Zeugenaussagen deuteten darauf hin, daß die Tat gegen 19 Uhr ausgeführt worden sei. Der Täter müsse dann die Leiche weggeschafft haben, da man ja am Abend die ganze Gegend gründlich abgesucht habe. Wenn der Angeklagte der Täter sei, habe ihn unmöglich etwa gegen 19 Uhr ein Zeuge nach mehrfachen und gleichbleibenden Aussagen an seiner Haustür treffen können. Außerdem sei es nachgewiesen, daß um die Zeit des Verbrechens Frauen und Mädchen in der Waldorfer Gegend von fremden Männern schamlos belästigt worden seien. So habe sich zum Bedauern des Gerichtes keine Möglichkeit ergeben, das Dunkel über das scheußliche Verbrechen zu lichten. Ein begründeter Verdacht gegen den Angeklagten bliebe zwar bestehen. Zu seiner Ueberführung habe aber Garvin warnt Eden vor einer Rückkehr zur Ideologie Wilsons London, 25. Januar. Im„Observer“ wendet sich Garvin gegen die letzte Rede Edens. Als die Ziele der britischen Politik bezeichnet er die Erhaltung des Friedens und eine Besserung des Wohlstandes. Das seien bestimmte und große Ziele. Wie stehe es aber mit den Mitteln, um diese Ziele zu erreichen? Eden rege an, daß Deutschland britische Gedanken annehme, ohne anzuregen, daß Großbritannien deutsche Gedanken annehme. Das sei kein Komproes sei auch zu befürchten, daß das kein Geschäft sei. Edens Plan scheine eine Rückkehr zur Ideologie Wilsons zu sein, und dies unter sehr viel weniger erfolgversprechenden Aussichten als vor 20 Jahren. Der Außenminister solle sich hüten, die Gefahren zu verschlimmern, die er so heiß zu bannen wünsche. Deutschland werde beschworen, sein Herz und sein System zu ändern. Ein ähnliches Ersuchen werde aber nicht an Italien und an den bewaffneten Kommunismus gestellt. Der Führer werde eingeladen, britische Anschauungen an die Stelle derjenigen zu setzen, die das Ideal seiner Bewegung seien. Das werde um der angekündigten wirtschaftlichen Vorteile willen nicht getan werden. Das werde für keinerlei Geld geschehen. Wenn man eine andere, schlimmere Katastrophe in Europa zu vermeiden wünsche, solle man um Himmels willen sich in die Seele und den Geisteszustand anderer Völker zu versetzen suchen. Hitlers Aufgabe habe darin bestanden, sein Volk aus der Niederlage zu erheben, die Versailler Unterjochung zu zerbrechen und Deutschlands Größe stellen und zu vermehren. Das sei das Ziel der außergewöhnlichen historischen Persönlichkeit, die den Namen Adolf Hitler trägt. England aber fordere ihn auf, seinen Vierjahresplan aufzugeben, was eine glatte Unmöglichkeit sei, denn der Vierjahresplan sei die wirtschaftliche Grundlage der Verteidigung. Er sei keineswegs ein Plan der Beschränkung und Ausschließlichkeit. Er sei in der Hauptsache ein Plan zur Entwicklung der inneren Hilfsquellen. Der lebenswichtigste Teil des Vierjahresplanes, soweit er militärischer Natur sei, werde nicht erst 1940, sondern in weniger als 12 Monaten fertiggestellt sein. Dann werde Deutschland seinen eigenen Treibstoff wie auch seinen eigenen Gummi herstellen. Diese Rede werde diesen Prozeß nur noch beschleunigen. Was die Land= und Luftstreirkräfte angehe. so werde Deutschland, solange der französisch=tschechische Sowjetpakt vorhanden sei, sich vorbereiten, dieser Verbindung zu begegnen. Deutschland werde nicht in den Völkerbund zurückkehren, wenn dieser nicht in ein Versöhnungssystem umgewandelt werde das automatische Sanktionen, Kriege und Zwangsmittel einer Mehrheit von Staaten ausschließe, die von diesen für ihre eigenen Zwecke gegen andere benutzt werden. Auf Abwendung einer Katastrophe könne man nicht hoffen, wenn Eden die Ideologie Wilsons wiedererwecke, sondern nur im Falle eines Verfahrens, das mehr vermittelnd und weniger diskriminierend sei. Wolkenbruch an der Madrider Front Toledo, 25. Januar Montag setzte an der Madrider Front ein Wolkenbruch ein, der das ganze Gelände in einen Morast verwandelte und eine weitere Ruhepause in den Kampfhandlungen erzwang. Aus Berichten von Ueberläufern, die sich bei Villa Neuva in der Provinz Cordoba den nationalen Truppen ergeben hatten, geht hervor, daß die Bolschewisten in der erwähnten Ortschaft 250 Einwohner ermordeten. Im benachbarten Pozoblanco sind sogar 2000 Todesopfer der bolschewistischen Horden zu beklagen. Bemerkenswert ist ferner, daß die fremdländischen Bolschewiken die in ihrer Macht befindlichen Orte rücksichtslos zerstörten. Die spanischen Bolschewisten dagegen betrachten die Ermordes nationalgesinnten Teiles der Bevölkerung als ihre Hauptaufgabe. Daß auch alle Kirchen in den Ortschaften der Provinz Cordoba zerstört sind, bedarf kaum einer Erwähnung. Bei der Schändung der Gotteshäuser taten sich besonders die bolschewistischen Weiber hervor, die die Gewänder der Heiligen raubten, um sie selbst anzulegen. 20. 1. 37 GA-Sport vom Tage General-Anzeiger Friedel führt Deutschlands Sturm Deutsche National-Elf gegen Holland aufgestellt Nach den Erfahrungen des Vorbereitungskursus, der in der vergangenen Woche in Duisburg stattfand, die Lehren aus dem Uebungsspiel vom letzten Freitag und schließlich die letztsonntägliche spielerische Verfassung der in Frage kommenden Kandidaten, hat das Fachamt Fußball veranlaßt, für das am nächsten Sonntag in Düsseldorf stattfindenden FußballLänderkampf gegen Holland folgende deutsche Nationalmannschaft aufzustellen: Lehner (Augsburg) Jakob (Regensburg) Janes (Fort. Düsseldorf) Gellesch Goldbrunner (Schalke 04)(Bayern München) Hohmann Friedel (BfL Benrath)(1. JC Nürnberg) Münzenberg (Alem. Aachen) Ritzinger (Schweinfurt 05) Szepan Günther (Schalke 04)(Duisburg 99) Als Ersatzleute sind bestellt: Abromeit(Duisburg 99), Lenz(Borussia Dortmund), Mehl(Fort. Düsseldorf). Das Rätselraten um die deutsche Elf gegen Holland ist zu Ende, die deutsche Mannschaft steht, sie hat ein etwas verändertes Gesicht in der Stürmerreihe erhalten. Der lange Regensburger Jakob wird zum 24. Male zwischen den Pfosten des deutschen Tores stehen, sein großes Können und vor allen Dingen seine große Routine in den vielen internationalen Schlachten ließen es als eine Selbstverständlichkeit erscheinen, daß er auch in Düsseldorf gegen Holland aufgestellt wurde. Auch die deutsche Verteidigung mit Janes und Münzenverg läßt keinen Wunsch offen. Janes feiert, in Düsseldorf Jubiläum, er geht ins 25. Länderspiel während der eiserne Mann aus Aachen schon das 26. Spiel bestreiten wird. Mit Gellesch, Goldbrunner und Kitzinger hat die deutsche Läuferreihe auch ein bekanntes Gesicht. Soldat Gellesch wird zum 6. Mal den Nationaldreß tragen, Goldbrunner zum 20. Mal und der kleine Schweinfurter Kitzinger geht ins 9. Länderspiel. Leicht wird den maßgeblichen Leuten im Fachamt Fußball die Aufstellung der deutschen Fünferreihe nicht geworden sein, es war doch manches zu erwägen, zumal der eine oder andere der Kursisten nicht ganz den Erwartungen entsprochen hatte. Aber die Lösung, die man für die Besetzung der Fünferreihe fand, ist als recht glücklich zu bezeichnen. Unser Rekordinternationaler Ernst Lehner vom SSV Schwaben Augsburg hat den Vorzug vor Elbern erhalten, er steigt als knapp 24= jähriger schon ins 27. Länderspiel. Auch Karl Hohmann, dessen technisch großes Können und ausgezeichnetes Schußvermögen bekannt ist, vor dessen Schnelligkeit die Holländer Respekt haben, hat schon mehr als 20 Spiele hinter sich. In Düsseldorf wird er zum 23. Mal für Deutschland spielen. Zwar noch unbekannt als Nationalspieler, aber bekannt als Sturmführer des 1. FC Nürnberg ist der 23jährige Georg Friedel, dem diesmal die Sturmführung anvertraut ist. Der junge Nürnberger hat im Probespiel seine Qualitäten bestens unter Beweis stellen können, seine Aufstellung bedeutet keinesfalls ein Risiko. Daß man Fritz Szepan nicht vergaß, durfte man wohl annehmen, denn der ausgezeichnete Schalker wird wieder einmal mehr den Aufbau für die deutsche Stürmerarbeit übernehmen. Zum 20. Mal wird er für Deutschland eingesetzt. Die reichen Erfahrungen, die man mit dem schnellen Günther von Duisbura 99 in Repräsentativ= kämpfen und in drei Länderspielen bereits gemacht hat, ließen erwarten, daß Günther auch einmal zu ganz großen Aufgaben herangezogen werden würde, denn das Spiel gegen Holland ist eine der größten und schwersten Proben für die deutsche Nationalmannschaft Auch im Uebungsspiel am Freitag zeigte Günther, trotzdem er sich nicht voll einsetzte, in welch guter spielerischer Verfassung er ist; seine Nominierung besteht zu Recht. Der Duisburger Abromeit als Torhüter, der Dortmunder Lenz als Stürmer und Mehl von der Düsseldorfer Fortung als Läufer und Verteidiger stehen als Ersatzleute zur Verfügung. Was die Aufstellung der deutschen Mannschaft gegen Holland anbelangt, so darf man nur eins sagen: sie verdient restloses Vertrauen und diese Elf wird das Vertrauen, das die ganze deutsche Sportgemeinde in sie setzen wird, nicht täuschen. O. G. E. Georg Friedel(1. FE Nürnberg) Aufn.: Muckermann]GA daß ein zielbewußter Aufbau schon in der nächsten Spielzeit Früchte tragen kann. Und wenn dann neue Erfolge kommen, werden die Niederlagen schnell vergessen sein. Angesetzte Bezirksklassen=Spiele um einen Ait Kleiner Beitrag zu den Niederlagen der Hohmann-Elf Wenn eine führende Mannschaft in der Meisterschaft ein Spiel verliert, spricht man gern von einer Sensation. Und wenn sich dann weitere Niederlagen einstellen, mögliche Ergebnisse gewissermaßen auf den Kopf gestellt werden, dann muß man schon nach Gründen suchen, um dem betroffenen Verein gerecht zu werden. Die breite Masse vergißt zu schnell, was gestern geschehen ist. Sie steht mit beiden Füßen in der Gegenwart und feiert die Siege so, wie sie nun eben fallen. Was ist mit Benrath los? Die Mannschaft hat zweifellos Aussichten gehabt, in den Kampf um die Meisterschaft entscheidend einzugreifen. Sie siegte über den 1. FC Nürnberg, brachte das Kunststück fertig, den deutschen Meister aus dem Pokalwettbewerb auszuschalten. Sie holte sich gegen Fortuna ein 2:2. Sie lag mit den Spielen zurück, hatte aber relativ einen kleinen Vorsprung. Und dann kamen mit einem Male Niederlagen. Turu, Duisbura 99, VfL Preußen Krefeld, nun gar 2:5 gegen den SSV Elberfeld. Benrath ist soweit, daß die Mannschaft um einen guten Mittelplatz kämpfen muß. Es ist schwer, die Gründe hierfür zu finden. Wir haben keinen Einblick in die internen Vereinsverhältnisse und können uns nur mit dem befassen, was sich im sportlichen Alltag abspielt. Der VfL Benrath verlor in der vergangenen Saison den Spieler, der dem ganzen Gefüge den Halt gab: Rasselnberg. Er mußte eine neue Aufstellung suchen und fand sie eigentlich in verhältnismäßig kurzer Zeit. Man sah Hohmann auf dem halblinken Posten, Budde wirkte als Mittelstürmer vielversprechend. Der Sturm hatte einen gewissen Halt, der u. a. im Pokalkampf gegen den 1. FC Nürnberg einen treffenden Ausdruck fand. Schließlich ist auch das anschließende 3:2 gegen Hertha=BSC ein Ergebnis, das für eine gute Lösung der Mannschaftsbesetzung spricht. Benrath hatte Hoffnungen, in das Pokalendspiel zu kommen. In die ganzen Hoffnungen und Aussichten paßte nur eins nicht so recht: der Weg wurde dem Verein zu schwer gemacht. Zwei Spiele gegen Hertha=BSC, zwei Spiele gegen Wormatia Worms. Und dann ausgerechnet gegen Worms eine Niederlage, die unter wenig glücklichen Verhältnissen zustande kam. Benrath fah sich in großen Hoffnungen enttäuscht. Und das pflegt gewöhnlich zu einem leichten Rückschlag zu führen. Dieser Rückschlag ist nicht gekommen. Benrath gewann seine weiteren Spiele, holte Schritt um Schritt auf, bis sich dann die Verletzungen häuften. Immer wieder mußte eine andere Besetzung gestellt werden, immer wieder standen Spieler am Rande und sahen zu, wie sich ein zusammengewürfeltes„Gefüge“ ohne festen Halt abmühte. Und dann kamen Niederlagen! Sie mußten kommen, weil es einfach nicht möglich ist, daß in einem so starken Gau, wie ihn der Niederrhein darstellt, eine Mannschaft von Sonntag zu Sonntag die Besetzung ändern kann, ohne darunter zu leiden. Die Pokalspiele allein bedeuten schon für jede Mannschaft eine Belastung, weil sie mit einem Rückfall in den Meisterschaftsspielen Hand in Hand gehen, später zu einem wahren Hetztempo führen. Und wenn dann eine Mannschaft noch gute Kräfte vorübergehend ersetzen muß, dann läßt sich nur schwer etwas machen. Benrath geht in diesem Jahre etwa den Weg, den Fortuna Düsseldorf im Jahre nach der deutschen Meisterschaft gehen mußte. Damals waren Die Durchführung nachstehender Spiele am 31. Januar ist unbedingt noria. um die Gruppenmeister zum angesetzten Termin zu ermitteln. Bez.=Klasse Gruvve 1. Sportfr. Krefeld gegen Rheidter Spielv.— Odenkirchen: SC M.Gladbach— Bor. M.Gladbach: Eintracht M.Gladbach. Gruppe 2. BV Altenessen: Germ. Küllenhahn — Ratingen 04: BV 01 Düsseldorf. Grupve 3. Tus Ronsdorf: BV Lüttringhausen — BV Stoppenberg: Bayer Leverkusen— Schw.= Weiß Barmen: Düsseldorf 99— VfR Ohligs: Tus Helene Essen. Gruppe 4. Kray 04: Vfv B Alsum. Gruppe 5. Meidericher Spielv.: Union Hamborn. Alle übrigen angesetzten Meisterschaftsspiele. gez. Daheim. Niederlage der„Schmetterlinge“? Plauderei über Brustschwimmen und Schmeiterlings-Stil 1934 führten einige amerikanische Schwimmer, Higgins, Kasley und Brydenthal. einen anderen Stil im Brustschwimmen ein. Sie führten nicht wie beim deutschen Schulbrustschlag die Arme unter Wasser nach vorn, sondern schnellten sie über Wasser vor Sie nannten diesen Stil„Butterfly“— Schmetterlingsstil. Es gelang ihnen, mit dieser Schwimmart vor allem auf kurzen Strecken sehr schnell zu schwimmen, da aber das Herausschnellen aus dem Wasser viel Kräfte kostete, gingen sie bei einem 200=m=Brustschwimmen nach den ersten 50 m wieder zum normalen Schulbrustschlag über und versuchten dann erst wieder im Spurt, mit der neuen Schwimmart schneller zu werden. Um diesen Schwimmstil setzte bald ein Kampf der Experten ein. Konnte man ihn als Bruststil noch anerkennen oder mußte er abgelehnt werden? Der Internationale Schwimmverband, die FINA, zögerte immer wieder mit einem endgültigen Beschluß, da man erst abwarten wollte, wie sich der neue Stil auswirken würde. Bei den Olympischen Spielen in Berlin war der Schmetterlings=Stil zugelassen und deutscherseits zeigte ihn im Endlauf der Dortmunder Joachim Balke, ohne aber— wie auch die Amerikaner— mit ihm erfolgreich zu sein. Der Japaner Hamuro, der Deutsche Erwin Sietas und der Japaner Koike, die die drei ersten Plätze im 200=mBrustschwimmen belegten, schwammen den deutschen Schulschlag. Diese klare Niederlage der„Schmetterlinge" darf aber heute noch nicht als eine endgültige Entscheidung angesehen werden. Tatsache ist, daß man mit dem Schmetterlings=Stil schneller sein kann, da es aber bisher noch kein Schwimmer fertig gebracht hat, in einem Rennen die 200 m vollkommen im Schmetterlingsstil durchzuschwimmen, fehlt noch der endgültige Beweis. Die in denen in Fachleute weisen auf jene Jahre zurück, Europa das Kraulschwimmen eingeführt wurde. Damals glaubte niemand, daß es möglich sei, auf diese Art ein ganzes Rennen durchstehen zu können, geschweige etwa 400 oder gar 1500 m. Der Beinschlag war in den ersten Jahren— weil er ungewohnt war— so ermüdend, daß zunächst die Schwimmer mit dem„spanischen Schlag“ den Kraulern überlegen waren Aber dann kam eines Tages der Aufschwung. Man kam hinter die Oekonomie des Kraulschlages, brauchte schließlich weniger Kräfte als die Gegner und wurde dadurch schneller. Hinter das ökonomische Geheimnis des Schmetterlings=Stils ist man bisher noch nicht gekommen. Aber mehr und mehr ringen sich verschiedene Erkenntnisse durch, die über kurz oder lang zu einer Lösung führen müssen. Es ist doch immerhin bemerkenswert, daß die Brasilianerin Maria Lenk 400 m im Schmetterlings=Stil schwimmen kann und dabei Zeiten erzielt, die auch in Europa beachtet werden müssen. In Berlin wollte die F. I. N. A. endgültig Stellung zum Schmetterlings=Stil nehmen. Obwohl er bei den Olympischen Spielen zugelassen war, ist er bis heute noch nicht offiziell anerkannt. Die Entscheidung wird jetzt erst auf der nächsten Tagung des Internationalen Schwimmverbandes fallen— und das ist 1940 in Tokio Die„Schmetterlinge“ haben also genügend Zeit. in der Praxis die sportliche Gültigkeit ihres Stiles zu beweisen. Umgekehrt führt aber auch dieser Aufschub der Entscheidung zu einer vorsichtigen Einstellung gegenüber der neuen Schwimmart, da man nicht gerne die jungen Kräfte, die in erster Linie dazu berufen sein werden, den neuen Stil mit dauerndem Erfolg durchzusetzen, auf„Butterfly“ schult, um ihnen ab 1940 wieder den alten, guten deutschen Brustschulschlag„beizubringen“. Vorspiel am Samstag Curn Düsseldorf: PSD. Eindhoven Eine geschickte Regie bringt Düsseldorf am Vortage des Länderspieles eine Begegnung, die Aufschluß über das augenblickliche Können der holländischen Spitzenvereine gibt: der P SV Eindhoven, holländischer Meister der Jahre 1934 und 1935, in diesem Jahre wieder Tabellenführer der Gruppe Süd, spielt gegen Turn Düsseldorf. Wie oft haben wir uns einmal gewünscht, eine wirklich gute Mannschaft aus Holland zu sehen, die es ernst mit ihrer Aufgabe meint, in Deutschland zu spielen. Der PSV Eindhoven wird kein Risiko eingehen. Es sind schon am Samstag zuviele Holländer in Düsseldorf. die ihren früheren Landesmeister natürlich sehen wollen. Und sie dürfen nicht enttäuscht werden. Hier spielt am Tage vor dem Länderspiel der holländische Landesgeist mit, der in internationalen Spielen von Bedeutung von seinen Vertretungen sehr viel erwartet. Eindhoven spielt englisch. Betreuer der Mannschaft ist Sam Wadsworth, der jahrelang bei Hudders field Town spielte und 14 mal die englischen Farben vertrat. Wir sind auf diesen holländischen Gegner der Turn Düsseldorf gespannt. Sein Abschneiden wird in gewissem Sinne entscheidend für weitere Gastspiele holländischer Vereine im deutschen Westen sein. herkha-BSE Gaumeister? Stand der Berliner Gauligakämpfe beide Verteidiger— Trautwein=Bornefeld— verletzt, setzten Hochgesang, Kobierski, Bender, Janes in gewissen Abständen aus, ergab sich also für verschiedene Begegnungen eine gewisse Spielernot, die kostbare Punkte kostete. Wenn Benrath künftighin verliert, wird man nicht mehr von Sensationen sprechen. Der Reiz des Neuen ist nach den ersten Niederlagen gewöhnlich verloren. Wir sind überzeugt, daß auch Benrath sich wieder finden wird. Zu machen ist in diesem Jahre für die Mannschaft nichts mehr. Aber man wird genau wissen, Hertha=BSC. Berliner SV. 92 Union=Oberschönew. Wacker 04 Bewag Nowawes 03 Viktoria 89 Minerva 93 Tennis=Borussia Blau=Weiß 4— 41:16 29:16 21:22 26:25 24:21 25:28 22:30 23:32 24:32 19:32 20: 6 18:8 16:10 14:12 11:15 11:15 11:15 11:17 10:14 8:18 „Auswärmen“ vor dem Spiel Trainingsmethoden englischer Fußballer Der Fußballfachwart des Gaues Niederrhein gibt folgendes amtlich bekannt: Trainings die taktischen Fragen des Spiel systems und die Kondition der Mannschaft, der viel größere Aufmerksamkeit zugewandt wird all auf dem Kontinent. Die Taktik einer englischen Fußballmannschaft ist nicht nur eine Sache des fei bestimmten Spielsystems, sondern fordert auch von Geaner zu Gegner eine besondere Einstellung, wenn sich auch die Grundlinien der taktischen Haltung gleich bleiben. Von entscheidender Bedeutung ist die Kondition sowohl des einzelnen Spielers wie der gesamten Mannschaft. Man läßt in England beinahe nichts außer acht, was der körperlichen Verfassung der Mannschaft je nach der Jahreszeit, der Witterung und den Anforderungen dienlich sein kann. Aus diesem Grunde sind die englischen Sportanlagen vielfach auch mit den modernsten Einrichtungen versehen. So gehört beim Pokalsieger Arse nal an den Abschluß eines jeden Trainings das heiße Bad. Ein großer Teil des englischen Traf nings besteht eben aus„Wärmearbeit“, die natürlich nicht auf das heiße Bad beschränkt bleibt. Eine wichtige Rolle spielt das„Aufwärmen“ vor dem Beginn eines jeden Kampfes Gerade diese Arbeit, die nur wenig Zeit in Anspruch nimm aber außerordentlich wertvoll ist, ist auf dem Kontinent vielfach nicht bekannt. Fünf Minuten vor dem Spiel absolvieren die Spieler ein kleines Gymnastik=Programm. An die Atem gymnastik, der große Wichtigkeit beigemessen wird, schließen sich Lockerungsübungen. Diese Ar beit hat das Ziel, die Spieler von innen aufzuwarmen und sie in den Stand zu setzen, mit gelockerten Muskeln auch bei kaltem Wetter auf dem Feld zu kommen. Nichts wirkt sich nachteiliger aus als eine gewisse Steifheit und Lan#samkeit der Bewegung. Um diese vollends aus den Gliedern zu verscheuchen, laufen die Spieler auf der Stelle, ehe sie das Feld betreten. Dieses„Aufwärmen“ vor dem Spiel ist manchesmal von ausschlaggebender Bedeutung für den Ausgang des Spiels! Am 4. April in Mülheim Westdeutschland: holland B im hocken Im Stadion zu Mülheim=Ruhr findet am 4. Apri .3 schon traditionelle Freundschaftsspiel der Hockeymannschaften von Westdeutschland und Hol land B statt. Die westdeutsche Auswahl wird wieder aus Spielern der beiden rheinischen Gaumannschaften zusammengestellt. Dr. Auf ziehungsVortrag i Diem sprach in Budapest Eintadung des ungarischen Körperer=Senates hielt Dr. Diem in Budapest einen Zortrag über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Der Veranstaltung wohnten u. 6 Finanzminister Fabinyi, Vertreter der Stadt, der Behörden und des Sportes bei. Dr. Diem erhöhte die Wirkung seines Vortrages durch die Vorführung von in Budapest noch nicht gesehenen Lichtbildern und erntete für seine Ausführungen herz lichen Beifall. Wer ohne Zeitung lebt ist nie ausreichend orientiert über die Geschehnisse des täglichen Lebens 26. 1. 37 Die englischen Liga=Mannschaften sind mit den 42 Punktekämpfen in einer Spielzeit, zu denen sich noch die Pokalspiele gesellen, vor eine außerordentlich harte und schwere Aufgabe gestellt, die schon in physischer Beziehung den letzten Einsatz des einzelnen Mannes fordern. Die Arbeit der Trainer ist daher auch ganz darauf eingestellt, die körperliche Leistungsfahigkeit des Spielers zu fördern. Während die Balltechni eigentlich eine notwendige und stillschweigende Voraussetzung ist, die allerdings in Hinsicht auf dien Mannschaftsarbeit dauernd geschult wird, sind dies beiden vorherrschenden Teile eines jeden englischen (14 Diese Bekanntme diener Leidl an den und gemessener Stit vorzüglichen Hochde torbener Lehrer sie gehabt hätte. Dani einer Drehbank; de nerigen Köpfe der aus Fenstern und H Ein höllisches Tei nußte ihm der Neid ener erfolgreichen Beisein Dolschis sein rbeitet. Er klärte si je schließlich, nachde ind Kerns sturmrei lage hörte man dor braphit, Graphit, nißtrauisch aus, mai iyne Überschwang foga die Einberuf neven, die gleichsa veitere war. Er hatt chenkt, damit er gut palfte verschlucke, wi So. und nun war Der Saal begann koch nach altem Bier ind der Boden lagn Scherzworte flogen vann ein derber Wi neisten aber saßen tr Zeit mit Geradeausse alten Sonntagsgen er Arbeit weg ersch „Es wird voll“, ste er Bürgermeister so u dem Podium, wo alte feuchte Hände „Ja“, erwiderte de ine Brille.„Meinst „Warten wir noch Später schwang! ud eröffnete die V oag das Wort zu se rüfend die dunkelbt chtschiebende Masse no hub an. Er began es Dorfes, mit Not iele„Bravo!“ und itete er über zu sein rbeiten. Er redete vo nd von Sünde, diese reinen kurzen Über deren Gegenden. 1 bbaumethoden, üb nd über neuzeitliche erkte, daß er gut vo on der Kuhleiten sel ach fachmännischem er Oberfläche, und en vorerst genügen. in Aufbereitungswe as Erz gleich gerei ersandfertiger Grap ann noch einen erli koman von Eise (69. Hier fand sie eine ürdig erregte. Das! eräumt und geheizt, eben ihrer Tasse lag nitteilte, daß er eine die Tatsache, daß Jer ie Arbeit ungünstig Lintertages eineme omen, hätte sie erfr e von einer unbesti ühlte sich so schwach, egen mußte und kein ermochte. Sie brauchte glückli n. Jens kam noch vo hm sofort mit den T ir die Wahrheit sage egangen.“ Diese Bestimmtheit es Verstellens schlech sihm immer schwer, Venn er sie zu Weih nit überraschenden urde es stets eine O ine Vorfreude unte eutungen, die er fl dährend sie Lucie bere Frselten auszukommel „Ihr verschweigt mi 9 will iber keine 3 eit wissen, meinetweg igen nicht nötig. Bitl nit der Mutter etwas General-Anzeigen# 70. 1. 37 Tägliche Romanzeitung mstag D. Eindhoven Düsseldorf am Begegnung, die Aufkönnen der holländiSV Eindhoven, 1934 und 1935, in rer der Gruppe Süd, orf. Wie oft haben wirklich gute Manne es ernst mit ihrer 1 spielen. vird kein Risiko einag zuviele Holländer iheren Landesmeister ürfen nicht enttäuscht dem Länderspiel der r in internationalen en Vertretungen sehr Betreuer der Mannhrelang bei Hudderssie englischen Farben indischen Gegner der t. Sein Abschneiden ind für weitere Gasteutschen Westen sein. meister? uligakämpfe FOgS bringt ein Mädchen mit Roman von Walther Kloepffer 41:16 29:16 21:22 26:25 24:21 25:28 22:30 23:32 24:32 19:32 20: 6 18:8 16:10 14:12 11:15 11:15 11:15 11:7 10:14 8:18 dem Spiel cher Fußballer aften sind mit den einer Spielzeit, zu ele gesellen, vor chwere Aufgabe geziehung den letzannes fordern. Dies ch ganz darauf einfahigkeit des Spiedie Balltechni! tillschweigende Vorn H i n s i c h t a u f d i e n hult wird, sind dies les jeden englischen ragen des Spiel er Mannschaft, der tgewandt wird all einer englischen eine Sache des fes n fordert auch von e Einstellung, wenn taktischen Haltung g ist die Kondition wie der gesamten and beinahe nichts n Verfassung der seit, der Witterung h sein kann. Aus chen Sportanlagen isten Einrichtungen alsieger Arse: den Traininas das is englischen Traf rmearbeit". die io beschränkt bleibe. „Aufwärmen“ vor ipfes Gerade diese Anspruch nimm ist auf dem Kon ifMinuten vor er ein kleines An die Atem tigkeit beigemessen sungen. Diese Ar on innen auf tand zu setzen. mit bei kaltem Wetter s wirkt sich nachSteifheit und Lange vollends aus den i die Spieler au eren. Dieses„Aufnchesmal von ausden Ausgang des lülheim B im hocken findet am 4. 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Am nächsten tage hörte man dorfauf, dorfab nichts anderes als Graphit, Graphit, Graphit. Manche sprachen es nißtrauisch aus, manche begeistert, die meisten aber hhne Überschwang und abwartend. Sodann hatte Fogg die Einberufung dieser Versammlung berieben, die gleichsam das Fundament für alles eitere war. Er hatte dem Leidl zwei Zigarren geschenkt, damit er gut und laut spräche und nicht die hälfte verschlucke, wie es seine Art war. So, und nun war es glücklich soweit. Der Saal begann sich allmählich zu füllen. Es soch nach altem Bier und welken Birkenbäumchen, ind der Boden lag noch voll dürrer Tannennadeln. Scherzworte flogen hin und her und dann und pann ein derber Witz. Ein paar tranken Bier, die neisten aber saßen trocken da und vertrieben sich die Zeit mit Geradeausschauen und Schnupfen. Manche satten Sonntagsgewänder an, manche waren von ser Arbeit weg erschienen. „Es wird voll“, stellte Fogg erfreut fest. Er und er Bürgermeister saßen hinter einem Tisch mitten uf dem Podium, wo sonst die Musik amtierte. Fogg satte feuchte Hände und war ein wenig aufgeregt. „Ja“, erwiderte der Gsodmair einsilbig und suchte eine Brille.„Meinst, wir können anfangen?“ „Warten wir noch ein bissel.“ Später schwang der Bürgermeister die Glocke mo eröffnete die Versammlung. Dann erteilte er kogg das Wort zu seinem Referat. Dieser überflog srüfend die dunkelbrodelnde und sich langsam zuechtschiebende Masse, schielte auf seinen Spickzettel nd hub an. Er begann mit der wirtschaftlichen Lage ges Dorfes, mit Noterei und Krankheit, was ihm iele„Bravo!“ und„Sehr richtig!“ eintrug. Dann litete er über zu seinem Fund und den ersten Vorrbeiten. Er redete von einem unerhörten Glücksfal Ind von Sünde, diesen nicht auszunützen. Dann gab einen kurzen Überblick über die Graphitgruben in inderen Gegenden. Über ihre Ergiebigkeit, über die lbbaumethoden, über altmodische Förderweisen ind über neuzeitliche Maschinen und Anlagen. Man nerkte, daß er gut vorbereitet war. Dann sprach er on der Kuhleiten selbst. Das Graphitlager dort sei ach fachmännischem Urteil ergiebig, liege nahe an er Oberfläche, und zwei 25=Meter=Schächte würen vorerst genügen. Allerdings müsse an die Grube in Aufbereitungswerk angeschlossen werden, damit as Erz gleich gereinigt werden könne; denn nur sersandfertiger Graphit mache sich bezahlt. Er hielt sann noch einen erläuternden Vortrag über Zerkoman von Eise Rabe kleinerungsmaschinen, Ausschwemmverfahren und die Güte des hiesigen Graphits, gemessen an der Erzeugung anderer Orte. Er schloß: „Mein Grundstück stelle ich zur Verfügung. Aber wir müssen jetzt an Kapitalbeschaffung denken. Das beste wäre eine Genossenschaft nach dem Grundsatz: Einer für alle, alle für einen. Geteiltes Risiko und geteilter Nutzen. Jeder gibt soundso viel her und hat dann soundso viel Recht und Anwartschaft. Ich sehe keinen anderen Weg, wenn der Gewinn in Schellenberg bleiben und nicht irgendeiner fremden Unternehmerschaft zufließen soll. Ich und der Ingenieur aus München und vier von euch haben das bereits gründlich durchbesprochen. Ich bin bereit, als erster achttausend Mark einzulegen, und beanspruche keinerlei Bevorrechtigung.“ Fogg setzte sich. Er hatte sich warm geredet und schwitzte. Der Gsodmair schwang die Glocke. „Ich danke Herrn Doktor Fogg und will einiges dazu sagen. Ich weiß, daß manche unter euch beim besten Willen nichts zahlen können. Aber von den anderen hoffe ich, daß jeder sein möglichstes tun wird. Wir wollen doch daran denken, daß wir das Geld nicht zum Vergnügen hergeben, sondern zum Arbeit= und Brotschaffen. Wir werden die nötige Summe vielleicht nicht ganz zusammenbringen, aber ein Haufen Namen und kleine Zeichnungen ist auch schon etwas wert. Die Behörde sieht dann unseren guten Willen und unser Interesse an diesem Plan. Und dann, es soll sich jeder vor Augen halten, daß er es ja nicht umsonst tut. Er steckt sein Geld in eine Sache, die sich gut verzinst. Also, Manner, seid's gescheit! Meldet sich jemand zur Aussprache?“ Ja. Der Schellori will das Wort. Sein verstoppeltes faltiges Gesicht beherbergt zwei schlaue, zwinkernde Augen. Er füttert erst noch seine Nase, dann legt er los: „Da sagst„Zeichnen“, Gsodmair. Wieviel denn?“ „Jessas, das hätt' ich schier vergessen! Also es werden später Anteilscheine ausgegeben. Gestaffelt zu fünfzig, hundert und tausend Mark. Ich für meine Person nehme einen zu tausend.“ „Respekt! Mußt viel Geld daliegen haben, Bürgermeister!“ rief der Schellori und hieb sich aufs Knie. „Was heißt daliegen? Im Kasten oder im Strumpf hab' ich's natürlich nicht. Oder auf dem Sparbüchl, wie du. Ich muß es halt aufnehmen. Und so werden es die meisten von euch machen müssen.“ „Also Schulden machen. Noch mehr Schulden auf jeden Kopf. Ein sauberes Rezept ist das!“ kicherte der Schellori. Gsodmair überhörte diese Ungehörigkeit und erklärte:„Mich kommt es auch nicht leicht an, das dürft ihr mir glauben. Geldaufnehmen tut keiner gern, und ein Tausender ist ein Tausender. Aber wißt ihr etwa einen besseren Rat? Soll sich der Doktor um einen fremden Geldgeber umschauen, der bloß den Gewinn einschiebt und seine Arbeiter schlecht zahlt? Bedenkt doch, wir haben dann den ganzen Betrieb in der Hand, und niemand kann uns dreinreden. Wir können dann die Löhne machen und die Zinsen nach Gerechtigkeit festsetzen, und jeder kommt zu seinem Sach'.“ Diese Rede verfehlte ihren Eindruck nicht. Das leuchtete ein und schob das gehässige Gebelfer des alten Kranewitter in den Hintergrund. Wenn nur ein einziges nicht wäre— das Geld! Die Schellenberger sind halt wie die Menschen überall. Gutartig und hilfsbereit, solange es kein Geld kostet. Aber wenn das Zahlen angeht, ziehen sie die Fühler ein und gebärden sich wie eine Schnecke. Und dann gleich so einen Haufen Geld! Bu! Das muß man überlegen, das muß man hinum und herum drehen, und die Frau daheim hat doch schließlich auch ein Wört! mitzureden. „Und Risiko ist natürlich gar keines dabei“, krähte der Schellori angriffslustig.„Wenn ihr jetzt da hinuntergrabt und immer weiter hinunter, und es kommt nichts mehr, kein Graphit und so'n Zeug— was dann?“ „Mach dir keine Sorge, Schellori! Das hat der Ingenieur doch schon längst festgestellt. Mit seinem Apparat. Wir waren selber dabei“, versetzte der Gsodmair spöttisch. „Auf so Apparäter gib ich gar nir. Hast es etwa schwarz auf weiß, Bürgermeister?“ „Mit dir ist kein Fertigwerden. Du bist ein Rindvieh, soweit du warm bist, Schellori! Halt endlich mal deinen Schnabel und laß die anderen reden! Also, will noch jemand das Wort?“ Es meldete sich niemand mehr. Der Kranewitter hatte ihre Bedenken bereits ausgesprochen. Risiko, Schulden und das Lamento daheim von den Weibern blieben übrig, wenn man es richtig bedachte. Ja, der alte Schellori war ein Heller... Die Schellenberger schoben das Für und Wider hin und her in ihren schweren Köpfen wie auf einem Schachbrett. Alsdann lassen wir's halt sein; ist ja so etwas im Gange, dachten sie und nahmen ein Schnüpferl. „Niemand? Gut. Dann lasse ich jetzt die Einzeichnungslisten herumgehen, und jeder soll den Betrag hinschreiben, für den er gut ist und den er meint.“ Eine plötzliche Unruhe ging durch den Saal, ein Aufstehen und Stuhlrücken und Gescharre. Flucht. Erst drückten sich die Jungen heraus, die nur aus Neugier gekommen waren und längs der Wand lungerten. Dann die gestandenen Männer, Bauern, Gütler, Tagwerker, Heimarbeiter. Immer leerer wurde der Saal, und wer den Doktor Fogg genau ansah, konnte feststellen, daß er blaß wurde. Es war ein teils verlegener, teils ganz unverblümter Aufbruch, eine Absage ganz einfach. „So hab' ich mir's vorgestellt. Genau so und nicht anders“, brummte der Gsodmair an den blassen Dr. Fogg hin.„Aber du hast ja nicht hören wollen, Josef!“ Was zurückblieb, waren ganze zwölf Mann. Den Fenzl, den Ameiser und den Wirt eingerechnet. Als der letzte seinen Namen hingemalt hatte, sammelte der Bürgermeister die Listen ein. „Wieviel, Stefan?“ fragte Fogg. „Zweitausendzweihundert Mark, ohne das deinige.“ „Meine Herren, damit kann man keine Genossenschaft aufrichten, wie ich sie brauche. Aber ich danke Ihnen für Ihren guten Willen!“ murmelte Fogg, und die Niederlage brannte wie Pfeffer in seinem Blut. Der Fenzl stieß wilde Beschimpfungen aus gegen die Schellenberger und schrie:„Ich mit meinen fünfzig Markl hab’ ja auch nicht recht gewußt, wo hernehmen. Aber es wär' schon gegangen. Schämen sollen sie sich, die verbohrten Stößl!“ ie Schwestern Rohde Abdrucksrecht bei Univeraltes Deutsche Verlegs-A.-G. Berlin bens (69. Fortsetzung.) Hier fand sie eine Überraschung, die sie merkfürdig erregte. Das Bett war leer, das Atelier aufseräumt und geheizt, der Frühstückstisch gedeckt, und seben ihrer Tasse lag ein Zettel, auf dem Jens ihr nitteilte, daß er einen kleinen Spaziergang mache Die Tatsache, daß Jens die Elastizität besaß, die für sie Arbeit ungünstige Morgenstunde des grauen Pintertages einem erfrischenden Spaziergang zu pidmen, hätte sie erfreuen können, trotzdem wurde #### einer unbestimmten Angst überfallen, sie shlte sich so schwach, daß sie sich auf den Diwan egen mußte und keinen klaren Gedanken zu fassen sermochte. Sie brauchte glücklicherweise nicht lange zu waren, Jens kam noch vor zehn Uhr zurück. Lucie ging pm sofort mit den Worten entgegen:„Du mußt fir die Wahrheit sagen! Du bist nicht nur spazieren segangen.“ Diese Bestimmtheit verwirrte Jens, der die Kunst ses Verstellens schlecht beherrschte. Außerdem fiel ssihm immer schwer, vor Lucie etwas zu verbergen. Penn er sie zu Weihnachten oder am Geburtstag suit überraschenden Geschenken erfreuen wollte, dürde es stets eine Qual für ihn, weil er so schwer eine Vorfreude unterdrücken konnte. Ohne Anseutungen, die er für spannungssteigernd hielt Pehrend sie Lucie bereits alles verrieten, vermochte stlelten auszukommen. „Ihr verschweigt mir etwas, um mich zu schonen. 9 will iber keine Schonung. Ich will die Wahrit wissen, meinetwegen sind diese lauen Rücksichtsgen nicht nötig. Bitte sag' mir, wo du warst. Ist it der Mutter etwas geschehen?“ Auf solche Frage konnte Jens nicht mehr mit einer Lüge antworten, er war auch noch zu sehr erfüllt von dem Erlebnis, das ihn zum zweitenmal auf das Standesamt führte, wo sie damals das große Buch so verunzieren mußten. Heute hatte Beate mit ungelenken zittrigen Buchstaben ihren neuen Namen hineingemalt. Der Standesbeamte hatte ihm diesmal auch viel besser gefallen, er behandelte die beiden Notgetrauten mit fast warmer Teilnahme und Rücksicht. Jens war es doch so gewohnt, Lucie alles zu erzählen. Und so erfuhr sie schließlich die gewünschte Wahrheit. Ihr Gesicht verlor den angespannten, unnatürlichen Ausdruck, nachdem auch das Letzte gesagt war. Sie atmete auf, ihre Augen wurden wieder klarer, obgleich nun die Trauer um die Leiden der Mutter sich darin spiegelte. „Jens, du mußt mir in dieser Stunde das Versprechen geben, daß du mich niemals belügen wirst", sagte sie entschlossen.„Ich will lieber die grausamste Wahrheit wissen als von einem unbestimmten Verdacht gequält oder ahnungslos belogen werden. Wenn du dich einmal in eine andere Frau verlieben solltest— es könnte doch sein— damit mußte ich überhaupt rechnen, wenn ich einen Künstler heirate, der für Schönheit so empfänglich ist wie du, außerdem— sieh mal— so häßlich wie ich augenblicklich bin— gut: nicht häßlich, aber reizlos, dann würde ich es doch verstehen, falls ein hübsches junges Mädchen dich mehr entzückte, nicht wahr? Aber belügen darfst du mich nicht. Lieber will ich es wissend miterleben, als von Heuchelei umgeben sein.“ „Glaubst du denn, daß ich heucheln kann? Aber wir wollen doch jetzt nicht an Untreue denken.“ „Nein, nicht der Untreue wegen, sondern um der Treue wirklich glauben zu können. Sobald ich weiß, daß du es mir niemals verschweigen wirst, dann kannst du ganz unbekümmert mit anderen Frauen zusammen sein, ich werde dich nicht hemmen und dir nicht mißtrauen. Wir dürfen uns dann beide viel freier bewegen, weil wir einander glauben. Wenn ich daran denke, wie unfrei Mutters Leben ist, weil es immer von tausend kleinen Lügen, von diesen Rücksichtslügen angefüllt war, die das Dasein der meisten Menschen ununterbrochen begleiten! Dem Vater, den sie so viel belügen mußte, glaubte sie natürlich ebensowenig wie er ihr, und er verschwieg ihr alles, sie mußte es auf Umwegen erfahren oder erraten. Nun war ihr erster Gedanke, daß du mir aus Rücksicht etwas verschweigen sollst. Damit könnte es jetzt auch bei uns so anfangen. Aber das darf nicht sein! Darum sollst du es mir gerade in dieser Stunde versprechen.“ Er versprach es ihr und wollte wissen, ob sie es ebenso zu halten gedenke. „Daß ich dir treu bleibe, ist doch selbstverständlich, nicht wahr?“ antwortete sie.„Und belügen will ich dich auch nicht. Bloß, weil du so ein cholerisches Temperament hast und dich im unrechten Augenblick auch über Kleinigkeiten so aufregen kannst, darum will ich, wie bisher, dir manches etwas später sagen. Aber sagen will ich es dir immer, das verpreche ich dir. Oder glaubst du, daß ich dir alles ofort sagen kann?“ „Ach nein, lieber nicht!“ Sie mußten darüber lachen. „Aber jetzt möchte ich die Mutter noch sehen, ehe sie operiert wird.“ „Bist du denn wahnsinnig? Das sollte ja gerade deines Zustandes wegen vermieden werden. Du kannst doch auch nicht vor deinen Schwestern so mich bloßstellen, weil ich geschwatzt habe.“ „Das war kein Schwatzen, sondern die Ehrlichkeit, die ich verlange. Nur so kann ich mich stark erhalten. Indem ich hier untätig warte und mir mit meiner erregten Phantasie den Krankheitszustand der Mutter übertrieben ausmale, strapaziere ich meine Nerven mehr, als wenn ich nun hingehe.“ „Du, Josef“, flüsterte der Ameiser Fogg ins Ohr, „weißt, ich hab' ein Sparbüchl, von dem meine Afra nichts spannt, es sind einhundertachtundzwanzig Mark drauf. Wenn ich das abheb’, täten das langen, meinst?“ „Ich danke dir schön, Ameiser! Aber lasse das Geld nur auf der Sparkasse. Ich brauche viel, viel mehr“, flüsterte Fogg zurück. „Also dann erkläre ich die Versammlung für geschlossen“, sagte der Gsodmair und schichtete seine Papiere zusammen. „Und die Kuhleiten wird abgebaut, so oder so, darauf gebe ich euch mein Wort!“ schrie Fogg wütend, stieg vom Podium und verließ mit Landsknechtsschritten den Saal. * Andern Tags fuhr er nach München. Der Mißerfolg des gestrigen Abends hatte ihm einen Stoß versetzt, aber ihn nicht aus der Bahn geworfen. Er war in diese Idee nun einmal verbissen, auf eine zähe, ja fanatische Weise, und würde die Taten folgen lassen. Nachdem die Schellenberger versagt hatten, mußte ein anderer Kapitalgeber gefunden werden. Bei der zuständigen Behörde hörte man Fogg bereitwillig an, zollte seinem Eiser Lob und zeigte volles Verständnis für die schwierige Lage des Ortes Schellenberg. Aber man mußte ihn leider darauf hinweisen, daß die vorgesehenen Mittel bereits eingeteilt seien. Vor allem müßte einmal das Regierungsprogramm durchgeführt werden; Sonderaktionen, wie diese, seien an sich zwar äußerst erwünscht, aber, wie gesagt, die Mittel, die leidigen Mittel—— Fogg bedankte sich und trat in„Schorschis“ verkratzten Polstern die Rückfahrt an. Er war niedergedrückt, aber gleichzeitig fest entschlossen, es bei diesem Bescheid nicht bewenden zu lassen, sondern nach einem anderen Ausweg zu suchen. Abgehetzt, wie er war, und schläfrig kam er heim und überfiel Anna mit der klassischen Arztfrage: „Ist was los?“ „Ja. Herr Tutschek war da. Er sagte, es wäre sehr wichtig. Und er kommt später nochmal vorbei. Und außerdem sollen Sie zu einem kranken Kind nach Götzenreuth.“ Die Anna titulierte ihn neuerdings mit„Sie" und vermied das„Josi“, was Fogg ganz recht war. Ein bißchen Abstand konnte nicht schaden. Als Fogg aus der Ortschaft Götzenreuth zurückkehrte, wartete der Verwalter bereits im Wohnzimmer. „Nun, Herr Tutschek?“ „Durchlaucht schicken mich. Wir vom Schloß sind von Ihrer Entdeckung natürlich sehr überrascht. Aus der Versammlung ist nichts geworden, habe ich gehört? Ja, die Schellenberger! Es steckt eben kein Unternehmungsgeist in den Brüdern. Alles gehen lassen, wie's dem lieben Gott gefällt— das ist so ihre Art. Solchen Leuten ist nicht zu helfen. Sie gestatten doch, daß ich mich setze?“ „Entschuldigen Sie, ich vergaß vollkommen—!“ Tutschek konnte seine Schadenfreude über Foggs Schlappe nur schwer verbergen. (Fortsetzung folgt.) Kleine Geschichte vom großen König Ein Kollegium erhielt einst vom Könige den Auftrag, ihm eine Liste von allen denjenigen Personen einzuschicken, die eine Pension bekämen. In dieser Liste war eine Rubrik überschrieben:„Was sie dafür tun?“ Unter den Pensionären befand sich ein Herr v. Calzabigi, der die Zahlenlotterie, durch die der Preußische Staat damals große Einnahmen bezog. eingerichtet hatte. Das Kollegium schrieb nun bei diesem Herrn in jene erwähnte Rubrik:„Thut garnichts!“ Der Alte Fritz bemerkte am Rande kurz und bündig:„Hat schon gethan!"(„Jugend") Jens wußte, in welches Krankenhaus Frau Rohde überführt worden war, man gab ihm im Büro die Auskunft, daß sie vor einer halben Stunde eingeliefert wurde und in Zimmer 28 liege. Auf dem langen hallenden Korridor sahen sie zwei Arzte aus einem Zimmer treten, sie kamen eilig, mit wehenden weißen Kitteln, an ihnen vorbei, und der eine sagte in trockenem, sachlichen Ton zum Kollegen:„Amputation bis zum Knie.“ Lucie blieb erbleichend stehen, es schien, als wollte sie den Arzten nacheilen. Jens nahm ihren Arm und sagte beruhigend:„Us muß doch nicht die Mutter betreffen.“ Aber als sie an die Tür mit der Nummer 28 kamen, da war es die gleiche, aus der die Arzte getreten waren. Sie sahen einander an, Jens berührte Lucie teilnehmend an der Schulter, sie atmete tief auf, dann gingen sie hinein. Die Krankenschwester kam ihnen abwehrend entgegen:„Ich kann jetzt wirklich keinen Besuch mehr zulassen, der Arzt hat ihr schon eine Injektion gemacht, in einer Viertelstunde ist die Operation.“ Lucie erwiderte, sie wolle ihre Mutter nur einen Augenblick sehen. „Lucie“, rief Frau Rohde, die trotz der ermüdenden Wirkung des Morphiums sofort die Stimme erkannte.„Hat man es dir doch gesagt?“ Sie sprach langsam und mit schwerer Zunge. Lucie beugte sich über ihr Gesicht. Es war blaß, eingefallen und wirkte so merkwürdig lang, die Augen leuchteten irrisierend wie bei Fieberkranken. Schön wie glitzerndes Silber aber waren ihre weißgrauen Haare auf dem Kissen.„Ich mußte dich vorher noch einmal sehen, Mutter, mich braucht man nicht zu schonen, ich vertrage alles, du weißt doch.“ „Ja, du bist tapfer, Lux, du warst immer die Stärkste. Kümmere dich ein wenig um die Zwillinge. Wenn sie auch nicht mehr deine unbeschriebenen Blätter sind, sie bleiben doch ewig zwei Kinder— Auch Henny mußt du gernhaben— Und denk an Marga! Wenn Henny ihr das Kind wieder fortnimmt, Lux, vergiß dann nicht, wie sie dich braucht. Ist Jens auch da?“ (Fortsetzung folgt.) 20. 1. 37 Drinnen und Draußen 26. 1. 1937 General-Anzeig Das sichere Versteck Humoreske von Liesbet Dill Waldemar hatte schon in der Schule Gedichte gemacht, auf das Weltall, das Zigeunerleben, auf Friedrich Rothbart und den Rhein, auf die Bäume des Waldes, die Wiesen im Frühling und das fallende Laub im Herbst. Seine Schulkameraden, denen er sie vorlas, fanden es„allerhand“, denn sonst konnte keiner in seiner Klasse so schöne Sätze machen, die sich auch noch reimten. Bei seiner Familie fand seine Poesie leider nur eine kühle Aufnahme. „Du tätest besser, deine Zeit zu etwas Nützlicherem zu verwenden“, meinte sein Vater.„Und dich hinter die Mathematik setzen.“ Seine Zeugnisse waren weniger glanzvoll, als seine Balladen. Seine Mutter war nachsichtiger.„Ja, mein guter Junge, lies sie nur vor, deine Balladen, ich muß nur noch den Rotkohl aufsetzen.“ Aber sie kam dann wenigstens, nahm einen Strumpf zur Hand und sagte:„So, jetzt kann's losgehen.“ Aber wenn er dann mitten in einer herrlichen Ballade war, konnte sie aufspringen:„Entschuldige, es hat eben geklingelt, ich glaube, es ist der Schornsteinfeger.“ Weniger Gehör fand er bei den Schwestern, die gar keinen Sinn für seine Gedichte zeigten.„Sowas hab ich schon mal irgendwo gelesen“, behauptete Ella, und Annie setzte hinzu:„Solche Reime kann doch jeder machen, wenn er sich anstrengt.“ Vor seinen Brüdern durfte er sich damit überhaupt nicht hören lassen. „Das mach ich für fünf Groschen jeden Tag selbst", behauptete Karl. Wetten, daß?"...„Bitte“, sagte der gekränkte Dichter.„Erst die fünf Groschen her, verlangte Karl. Der Dichter drehte dem Bruder verächtlich den Rücken... Eines Tages wurde in der Stadt eine Dichterschule eröffnet, in der diejenigen im Dichten angelernt wurden, die noch nicht dichten konnten. Waldemar ging mit Begeisterung hin und lernte, wie man dichtete, obwohl er das ja bereits konnte. Immerhin konnte man auch in der Dichterschule lernen, wie man nicht dichten soll, denn es fand allmonatlich ein Dichterabend statt, an dem die Dichter ihre Gedichte selbst vortrugen. Jeder höchstens zwanzig Minuten, war Vorschrift. Es waren zwanzig Dichter, und die Sache dauerte immer bis in die Nacht hinein, denn die Dichter konnten gar nicht aufhören, den anderen Dichtern ihre Gedichte vorzutragen, und diese saßen schon ungeduldig mit ihren eigenen Gedichtheften auf den Knien da, und konnten es nicht erwarten, auf das Pult zu steigen, über dem ein Bildnis von Schiller hing. Als Waldemar die Schule hinter sich hatte, lernte er in der Dichterschule ein junges Mädchen kennen, das sich auch für Poesie interessierte. Es war seine erste Liebe, die von Elfriede erwidert wurde. Da er erst siebzehn war und sie sechzehn, konnten sie sich noch nicht öffentlich verloben, sie mußten ihre Neigung geheim halten, denn in seiner Familie wurde erst geheiratet, wenn man imstande war,„eine Familie zu ernähren“, und daran war vorläufig noch nicht zu denken. Da man vom Dichten nicht leben konnte, hatte sein Vater bestimmt, daß Waldemar Kaufmann werden sollte, und er saß in einem überheizten Büro eines Tee=ImportHauses und telephonierte. schrieb Adressen und wurde in Stenographie unterrichtet. Elfriede war noch in der Töchterschule, sie wollte ein Examen machen. Wenn sie sich trafen, geschah es auf dem Eis, oder im winterlichen Wald; ihre Kreise berührten sich kaum, und es durfte niemand etwas von ihrer Liebe wissen. Wenn sie sich nicht sehen konnten, schrieben sie sich. Er schickte ihr seine Balladen und sie antwortete darauf. Seinem Vater, der den Briefkasten morgens öffnete, fiel der erste Brief Elfriedens gleich in die Hände. „Was ist denn das für eine Damenschrift?“ fragte er erstaunt. Waldemar log etwas, und zog sich aus der Gefahr, es sei eine Einladung zum Geburtstag eines Freundes, der eben so eine Schrift hatte. „Da ist ja schon wieder ein Brief von deinem Freund“, sagte seine Mutter, als er am nächsten Sonntag an den Kaffeetisch kam.„Hat denn der zweimal Geburtstag in einem Jahr?" Die Schwestern paßten auch schon auf, und die Brüder rieten ihm, seine Briefe doch lieber postlagernd kommen zu lassen. Elfriede schrieb gern und viel, es hätte sie tödlich gekränkt, wenn er sie gebeten hätte, diese Korrespondenz einzustellen. Die Schwestern stürzten sich immer auf den Briefkasten, es war unmöglich, Briefe ungesehen ins Haus zu schmuggeln. Das schlimmste aber war, daß er nicht einmal einen sicheren Ort hatte, wo er seine Briefe aufheben konnte. — Neuland verdrängt das Meer Er hatte ein Schreibpult mit einer Schublade, die aber nicht schloß, er hatte einen Bücherschrank, zu dem der Schlüssel fehlte, hatte einen Kleiderschrank mit seinem ältesten Bruder zusammen, das war auch kein sicherer Platz für Liebesbriefe. Er zerbrach sich den Kopf, wo er sie aufheben sollte, denn vernichten wollte er Elfriedens Briefe nicht. So schöne Worte über seine Gedichte hatte ihm noch nie ein Mensch gesagt. Nicht einmal der Dichterlehrer in der Dichterschule! Er versteckte die Briefe unter seinen Strümpfen. Aber als er eines Abends nach Hause kam, hörte er Ein sieghaftes Dokument des deutschen Aufbauwillens unter der Führung Adolf Hitlers dieses Bild von der Siedlung Pohnshalligkoog auf Nordstrand. Vor wenigen Jahren ging die Wogen der Nordsee noch über diese Stelle. Jetzt ist fruchtbares Land dem Meere ab rungen und neuer Grund und Boden für tapfere Siedler geschaffen Scherl-Bilderdienst— M. seine Schwester laut Elfriedes Briefe den anderen Geschwistern vorlesen. Da kam ihm eine Idee. Er nahm seinen alten „Robinson", band ihn schön mit kobaltblauem Glanzpapier ein, tat Elfriedes Briefe in diesen Umschlag und schrieb darauf:„Gedichte von Waldemar Maurer". Seitdem hatte er das sichere Versteck für seine Liebesbriefe; denn diesen Band machte in seiner Familie keiner auf. Wasser, Winde und Sonne Mahnwort an die Wissenschaft:„Sucht neue Krafiquellen“ Schnitt mit der Schere ein Vermögen Es war einmal ein Lehrling in einem Anwaltsbüro in Hull, der mit seiner Vergeßlichkeit schon so manches Unheil„angerichtet“ hatte. Er konnte seine Gedanken einfach nicht beisammen halten. So war er eines Tages wieder„in der Klemme“, als er seine Post abschicken sollte. Natürlich hatte er wieder einmal vergessen. Briefmarken zu besorgen. Er suchte und suchte. konnte aber nicht eine einzige 1=Penny=Marke finden, während er noch eine Anzahl von 2=Penny=Marken besaß. Wandte er sich an den Chef. gab es ein furchtbares Donnerwetter, denn die Post war geschlossen und die Briefe mußten abgesandt werden. Da nahm der „Stift“ mit einigem Herzklopfen die Schere und schnitt einfach die 2=Penny=Marken in der Mitte durch. Mit diesen halbierten Marken frankierte er seine Briefe. Er hatte Glück: Die Postverwaltung erkannte diese Methode an und beförderte die Briefe. So geschehen anno 1841. Fast ein Jahrhundert ist seitdem verstrichen. Der ehemalige Lehrling liegt längst unter dem kühlen Rasen, aber seine halbierten Marken sind jetzt plötzlich wieder aufgetaucht. Ein Briefmarkensammler hat sie entdeckt und ihre Herkunft verfolgt. Da diese ordnungsmäßig abgestempelten Marken eine äußerste Seltenheit darstellen, haben sie jetzt naturlich ungeheueren Wert. Durch den Schnitt mit der Schere hatte der„Stift“ von anno dazumal ein Vermögen geschaffen, bei dessen Nennung er erschreckt die Augen aufgerissen hätte... Wenn wir die oft ans Wunderbare grenzenden Erfindungen der letzten Jahre betrachten, so können wir die für den Laien etwas erstaunliche Feststellung machen, daß unsere Erfinder ungeachtet ihrer außerordentlichen Leistungen sich durchweg damit begnügt haben, längst gemachte Erfindungen zu verbessern und zu vervollkommnen. Was ist wahrhaft Neues geschaffen worden seit der Erfindung der Dampfmaschine? Bei aller Anerkennung ist die modernste Stromlinienlokomotive lediglich eine Vervollkommnung der Dampfmaschine. Und wenn wir heute ein Flugzeug bewundern, das 700 Kilometer in der Stunde zurückzulegen vermag, so stützt sich dieses Meisterwerk der Technik doch auf eine Erfindung, die den Brüdern Wright schon vor vier Jahrzehnten gelungen ist. Unser Zeitalter stellt bewundernswerte Rekorde auf, ohne grundlegend Neues zu schaffen. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet, ist die letzte wahrhaft großartige und völlig neue Entdeckung, die der Welt geschenkt wurde, das lenkbare Luftschiff des Grafen Zeppelin. Im Zusammenhang mit diesen Tatsachen weist nun die Technische Hochschule in Paris darauf hin, daß wir systematisch seit langer Zeit die Energievorräte der Erde ausplundern, ohne uns um neue Energiequellen zu kümmern. Hier liegt die große Aufgabe der Erfinder, denn die Verbesserung der bereits vorhandenen Erfindungen, etwa des Radios oder der Transportmittel, hat ihre Grenzen. Würde zum Beispiel ein Techniker heute die Möglichkeit schaffen, die Schnelligkeit der Wortübertragung von 300 000 Kilometer je Sekunde auf 3 Millionen Kilometer je Sekunde zu erhöhen, wäre der Welt damit durchaus kein besonderer Dienst erwiesen. Wenn man erst einmal imstande wäre, zum Wochenende im Blitzflugzeug eine Reise um die Welt zu machen, so würde man sicherlich auch daran bald den Geschmack verlieren und dann stehen die Ersinder, wenn sie auf der heutigen Grundlage weiterarbeiten, vor der Frage: Was nun? Der heutige Stand der Zivilisation zwingt uns dazu, grundlegend neue Erfindungen zu machen, anNach 60 Jahren geheiratet Eine Trauung ganz ungewöhnlicher Art wurde jetzt auf dem Standesamt von Veilby bei Aarhus vollzogen. Der 76jährige Christian Veigel verehelichte sich mit der 75jährigen Line Kierstine Nielsen. Nun, so betagte Brautleute finden sich schon gelegentlich zusammen; hier aber liegt der Fall insofern eigenartig, als die beiden Alten, wie sie selbst sagen, fast sechzig Jahre aufeinander gewartet haben. Sie kannten sich schon als Kinder und hatten sich in den Jahren der ersten zarten Jugendliebe ewige Treue geschworen. Das harte Leben der armen Leute ließ ihre Träume nicht zur Wirklichkeit werden. Christian mußte für geringen Lohn arbeiten und Line ging als Magd auf Bauernhöfe in anderen Dörfern. Die Trennung hatte aber die gegenseitige Zuneigung Die große Kälte im Osten Deutschlands Keiner Gerichitseil. statt immer nur die alten zu verbessern. Die Erfindungen der Zukunft müssen in erster Linie darauf bedacht sein, nicht Energie zu konsumieren, sondern sie anzusammeln, wiederzugewinnen. Nur eine einzige derartige Erfindung haben wir bereits: Die Ausnützung der Wasserkräfte— die Turbine. Hier ist ein Krafterzeuger gewonnen, der niemals versiegen kann. Noch aber ist die Kraft des Windes fast unausgenützt, noch haben wir keine moderne Windauffangmaschine, die Energie aufzuspeichern vermag. Noch gewinnen wir keine Kraft aus dem Wasser des Ozeans. wenn man von den wenigen Versuchen absieht, Ebbe und Flut in den Dienst der Kraftgewinnung zu stellen. Ebenso verhält es sich mit der Energie der Sonnenstrahlen, die man noch immer ungenützt verpuffen läßt. Einmal haben alle natürlichen Kraftquellen, Steinkohle, Holz und Petroleum, ein Ende. Bedeutende Wissenschaftler versichern, daß das Erdöl auf unserem Planeten bei dem derzeitigen Verbrauch wenig mehr als noch ein Jahrhundert reichen wird. Wir sind es, so heißt es in der Erklärung der Pariser Technischen Hochschule, unseren Nachkommen schuldig, daß wir diesem Umstand Rechnung tragen. Martha, Martha, Du entschwandest. Der Sepp war am bittersten enttäuscht, als 27jährige Martha K. vor einiger Zeit ihren Entsch wahr machte und von ihrer süddeutschen Heimat n Berlin übersiedelte. Er hatte ernste Absichten wollte seine Martha später einmal heimführen. ungelenker Hand schrieb er ihr regelmäßig in große fremde Stadt, und Martha antwortete auch nächst auf die Liebesepistel des Sepp aus der Hein Ihre Briefe trafen dann aber immer spärlicher und blieben schließlich ganz aus. Eines Tages erh Sepp, der seine„Braut“ nicht vergessen konnte, der ein Schreiben von Martha aus Berlin, in diese mitteilte, daß sie schwer erkrankt sei. „Mein Leiden geht sehr ins Geld“, so hieß es dem Brief, und dann kam die Bitte, ihr doch zu helfen, da sie völlig abgebrannt sei.— machte ein schönes Paket mit heimatlichen Erze nissen zurecht und schickte es zusammen mit dem forderten„Krankengeld" nach Berlin an Martha. Er hatte keine Ahnung davon, daß Mar in Berlin inzwischen den 24jährigen Kurt K. gehratet hatte und im übrigen bei bester Gesund war. Nur mit den finanziellen Verhältnissen Paares stand es äußerst schlecht, und deshalb h Martha ihrem Ehemann vorgelogen, daß sie „Stiefbruder Sepp“ unter dem Vorwand, sie sei krankt, etwas erleichtern würde. Der Mann, der zuletzt in dem Glauben war, daß es sich wirklich den Stiefbruder seiner Frau handelte, war auch verstanden, und beide lebten eine Weile recht gut dem Gelde, daß Sepp seiner armen, kranken„Brat regelmäßig zustellte. Ewig konnte diese Quelle aber nicht fließen, schließlich mußte Martha auch mal wieder gesund den. Sie kam jetzt auf eine recht raffinierte 3 um noch einen größeren Betrag von Sepp heraus locken. Dieser erhielt eines Tages einen Brief, dem Martha ihm mitteilte, daß ihr zwecks völli Wiederherstellung ihrer Gesundheit ein Kuraufent dringend empfohlen worden sei. Diesem Schreit war ein„Attest“ des Arztes beigelegt, das von lern nur so wimmelte und von Martha und ihr ebenfalls wenig schreibgewandten Mann verfaßt wi den war; aber— Liebe macht blind— Sepp willigte auch noch die Mittel für die Badereise. war alles in allem rund 2000 Mark losgeworden.9 Krankheit seiner„Braut“, ging ihm aber schließ doch etwas auf die Nerven, und er zog Erkundig gen über die Leiden Marthas ein. Jetzt kam ganze Schwindel heraus, und Martha und ihr Mat mußten sich wegen gemeinschaftlichen Betruges Tateinheit mit Urkundenfälschung vor dem Berli# Schöffengericht verantworten. Während er mit Monaten Gefängnis davonkam, wurde sie zu Monaten verurteilt. nicht ausgelöscht, keins von beiden konnte sich zur rat mit anderen entschließen, sie blieben Hagestolz u Hagestolzin ihr ganzes Leben lang, bis sie beide# wohlverdienten Ruhestand im Altersheim zu Veil fanden. Jetzt, wo die nimmermüden Arbeitshände Ruhe kommen, konnten die beiden Alten erst an Glück denken, auf das sie sechzig Jahre lang gewat hatten. Als Fräulein Nielsen als neugebackene Frau Veich ihren Namen schreiben sollte, entlieh sie von 4 Standesbeamten dessen Brille. Leicht errötend s#h die 75jährige:„Meine, Brille habe ich heute nicht gesetzt, am Hochzeitstag will man doch nicht so alt al sehen.“ Zuhause: Tanzen verboten Die Oder, der große Schiffahrtsweg im Osten des Reiches, ist jetzt durch starke Eisbildung vollkommen blockiert. Die Schiffahrt mußte eingestellt werden. Gewaltig stauen sith hier die. Eismassen an der Oderbrücke bei Schwedt Presse-Illustrationen-Hoffmann— A. In den einzelnen Staaten von USA gelten ne# den allgemeinen Bundesgesetzen noch die besondet Staatsgesetze, die für jeden Staat verschieden sind oft so wenig in die heutige Zeit passen, daß man ihnen schon lange keine Notiz mehr nimmt. Viele ser alten Gesetze finden ihre Erklärung in den streng religiösen Vorschriften, die die orthodoxen christlich Sektierer unter den ersten Einwanderern beachteh Im Staate Illinois besteht heute noch ein gesetzlich Tanzverbot, und dennoch finden dort wie anders in Nordamerika viele Bälle und öffentliche Tanz barkeiten statt. Das aus den ersten Tagen des tes stammende und noch immer nicht aufgehobene setz bedroht nämlich jeden Bürger mit strenger Sti# der„in seinem Hause" tanzt. An öffentliche Tanz barkeiten hatte man damals noch nicht gedacht, das ist das veraltete Gesetz heute unschädlich geworden„Tebani,“ rief de Aiem steckte mit, al. trachtete, denn sie 5 ##eerbt. und dazu ein Nutier.„Der englis sich Tuahu sagen; si# Reine Enkelin starrt Nach unserer Ab lichen, später östliche: purde in östlicher kernt, Land gesichtet. hieren große Aufregt var auf den Karter selbst glaubte anfan haben. Der Kartez kairne Insel, hunder zu dem wir uns b Gegen Mittag wo kommen. Eine schön aum vorstellbar. I ichstens zwei Qual böchstem Grade zerk! echt gegen das M ild umbrandet. 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Viele klärung in den streng orthodoren christlich nwanderern beachtel te noch ein gesetzlich n dort wie anders id öffentliche Tanz rsten Tagen des Sie nicht aufgehobene# er mit strenger Sit In öffentliche Tans ch nicht gedacht, dan schädlich gewordenSiebenzehnte Fortsetzung und Schluß unseres Tatsachenberichtes „Tebani,“ rief der Mann an meiner Seite: der Aiem steckte mit, als ich ior Gesicht in der Nähe befrachtete, denn sie hatte die Schönheit ihrer Mutter eerbt. und dazu ein wenig von der Schönheit meiner Nutier.„Der englische Kapilän aus Matavai“, hörte sich Tuazu sagen; sie gab mir freundlich die Hand. keine Enkelin starrte mich verwundert an; ich wandte mich ab, bergen. um die Tränen in meinen Augen zu ver"„Wir müssen weitergehen,“ sagte Tehani zu ihrem „###e###c habe dem Kind versprochen, ihm das englische Boot zu zeigen.“ „Gut denn, so gehe!“ sagte Tuahu. Auf Christians Insel Nach unserer Abfahrt von Tahiti hielt ich südwestlichen, später östlichen Kurs. Am Morgen des 15. Mai purde in östlicher Richtung, etwa acht Meilen entfernt, Land gesichtet. Dies rief unter meinen Offihieren große Aufregung hervor, denn an dieser Stelle war auf den Karten kein Land eingezeichnet und ich selbst glaubte anfangs, eine neue Insel entdeckt zu haben. Der Karte zufolge lag das nächste Land, Pitkairne Insel, hundertfünfzig Meilen von dem Punkte, n dem wir uns befanden, entfernt. Gegen Mittag waren wir der Küste ganz nahe gekommen. Eine schönere und romantischere Insel war aum vorstellbar. Ich schätzte ihre Ausdehnung auf höchstens zwei Quadratmeilen. Das Ufer war in böchstem Grade zerklüftet; jähe Felsen stürzten senktecht gegen das Meer ab, von ungestümen Wogen zild umbrandet. Schmale, von großwipfligen Bäumen alb verborgene Täler waren hier und dort sichtbar; has ganze Eiland bot ein Bild wilder, jungfräulicher schönheit, dessen Wirkung durch den Gegensatz des keiten Meeres ringsumher noch erhöht wurde. Plötzlich bemerkten wir zu unserer großen Ueberaschung ein kleines Kanu mit großer Geschwindigkeit gu uns zusteuern. In einer halben Stunde hatte es es Schiff erreicht: einer der beiden Insassen rief in nglischer Sprache zu uns hinauf:„Wollen Sie uns itte ein Tau hinabwerfen, Herr?". Dies geschah soslech, nachdem die Männer ihr Boot festgemacht hatIn ließen wir eine Strickleiter hinab und sie kletterbehende an Bord. Mein erster Gedanke war, es handle sich um Ueberbende eines englischen Fahrzeuges, das Schiffbruch klitten hatte, etwa eines Walfischfängers, der von #er üblichen Route abgekommen war. Zwar war die raut der Leute so braun gebrannt, daß man sie hätte üir Eingeborene halten können, aber sie hatten das jene, männliche Aussehen englischer Seeleute. Der leltere war ein Jüngling von neunzehn bis zwanzig Fahren, während sein Gefährte etwa fünfzehn Jahre il sein mochte. Sie waren nur mit Lendentüchern Aus Tapastoff bekleidet und trugen mit Hahnenfedern beschmückte Strohhüte auf dem Kopf. Es waren starke, sübige Burschen; ihr Gang hatte die natürliche Grader Wilden: ihr unverhohlenes Entzücken über lles, was sie rings umher sahen, war das unverdorener Kinder. Sie begrüßten mich in ausgezeichnem Englisch, das sie jedoch auf eine Art sprachen, ie mich annehmen ließ, sie seien nicht in England svoren. „Wir freuen uns. Sie zu sehen, Herr.“ sagte der iere der beiden,„wir wurden ausgesandt, um Sie sinzuladen, uuns an Land zu besuchen.“ Die Stimme des jungen Mannes, seine Haltung, ine Art zu sprechen, weckten eine unbestimmte Erfnerung in mir. Wo und wann hatte ich nur jehanden gesehen, der ihm glich? „Wer sind Sie?“ fragte ich. „Mein Name ist Christian,“ antwortete er. Eine Stimme in meinem Inneren schrie so laut, saß ich glaubte, die mich Umstehenden müßten es hren:„Du hast ihn gefunden— den Zufluchtsort der Ponnty“!“. Ich hatte den Sohn meines Freundes eicher Christian vor mir; er war Christian, wie ich ##n vor zwanzig Jahren gekannt hatte, so ähnlich, saß ich mich darüber wunderte, den Zusammenbang sicht gleich begriffen zu haben. Dieselben dunklen #en und dasselbe tiekschwarze Haar; dieselbe kraftlle Gestalt, dieselbe Stimme, dasselbe lebhafte MieEnspiel; nur die düstere, launenhafte Seite von Eristiane Charakter fand in diesem jungen Menschen einen Ausdruck. „Ihr Vater ist auf der Insel?“ fregte ich rasch. „Mein Valer ist tot. Sir. Er hieß Fleicher Chrion.“ Auf die gleiche unbesangene, offenherzige Art fiür er fort, mir zu erzählen, daß er keine Erinnerung In seinen Vater, der vor vielen Jahren gestorben sei, wahrt habe. Es war halb zwei geworden, und ich lud die beiden singen Leute ein, das Mittagessen mit mir zu teilen. baleich meine Kajüte einfach und schmuckles war, #een my mit Erstaunen um. Ihr Benehmen Tisch war vortrefflich, wenn sie auch offensichtlich sicht daran gewöhnt waren, mit Messer und Gabel zu ontieren. Ehe sie sich setzten, standen sie mit gesenkIm Kopf da und sprachen ein Tischgebet; dies geschah natürliche schlichte und gläubige Art. Beide sprachen auf solche Art von„unserem Vater“. ss ich glaubte, sie seien trotz der Verschiedenheit der samen Brüder: aber bald erkannte ich, daß sie nicht sre wirklichen Väter meinten. „„Wir meinen Alerander Smith,“ sagte der junge bristean.„Der ist jetzt unter Vater.“ val Alerander Smith euch auch lesen gelehrt?" gagte ich. "„Ja: er und Edwards Vater gemeinsam; ale Ed krds Vater starb, unterrichtete uns Alexander Smith lein.“ „Weiche anderen älteren Männer leben bei euch?“ seiner; unser Vater ist der einzige,“ entgegnete Pristian. Ich war begierig, was aus den anderen geworden 9, aber ich unterließ es, meine Gäste danach zu gagen. n Christians Versteck Sogleich nach Beendigung der Mablzeit segelten noch dichter an die Insel heran. Ich hatte mich klichlossen, an Land zu gehen, aber ein Blick auf die Fsige Landungsstelle überzeugte mich davon, daß es der Fremit den ihr gewagt sei, die Fahrt in einem der Boote gatte zu unternehmen. Deshalb bestieg ich beiden jungen Leuten deren Kanu. Sie lenkten winziges Fahrzeug mit größter Geschicklichkeit. Der Sandstreifen am Fuße der Felsen war so ##, daß nicht einmal ein Schuppen für das Kann Platz hatte. Die Burschen hoben das kleine Boot auf die Schultern und begannen, den Pfad zu der Siedlung emporzuklimmen. Der Aufstieg war an manchen Stellen so steil, daß der schmale Weg im Zickzack angelegt worden war. Auf der Hochfläche angelangt, bot sich,### ein Bild des Friedens und der Schönheit, das die Mühe des Aufstieges reichlich lohnte. Die ausgedehnte ebene Fläche war mit weichem, grunem Rasen bedeckt und von prächtigen, alten Brotfruchtbäumen beschattet. Auf dem sanften Hang, der vom Innern der Insel zu den so jäh ins Meer abstürzenden Bergspitzen emporführte, erhoben sich die vier Häuser der kleinen Ansiedlung. Sie waren aus rohem Slockwerk erbaut. Jedes hatte zwei Stockwerke und war mit Kokosnußwedeln gedeckt. Rings um die Ansiedlung befanden sich Ställe für Schweine, Ziegen und Hühner. Im Norden und Nordwesten breiteten sich Haine von Kokospalmen aus, an die sich die natür. lichen Wälder der Insel schlossen. Diese Einzelheiten bemerkte ich erst später. Im Augenblick war meine Aufmerksamkeit völlig von der kleinen Menschengruppe in Anspruch genommen, die unter Führung eines kräftigen Mannes mittleren Alters auf mich zukam, um mich zu begrüßen. Er war sauber nach Art der Matrosen aus alter Zeit gekleidet, obgleich die Kleidungsstücke aus einheimischen Stoffen gefertigt waren. Ich erkannt ihn sogleich. Es war Alerander Smith, der mich auf der„Bounty" bedient hatte. Ein Lächeln aufrichtiger Freude war über sein Gesicht gebreitet. „Willkommen, Sir! Ich hoffe, daß Sie sich bei uns wohlfühlen werden". Ich streckte ihm die Hand entgegen.„Smith, kennst du mich denn nicht mehr?" fragte ich. Er trat einen Schritt zurück und sah mich prüfend an.„Nein, Sir, ich kann mich wirklich nicht... Golt helfe mir! Sie sind doch nicht... Sie sind doch nicht Herr Byam?“ Seine ungekünstelte Freude rührte mich tief. Er ergriff meine beiden Hände; Tränen traten ihm ir die Augen, und einen Augenblick lang war er un fähig zu sprechen. Dann rief er in der Sprache von Tahiti:„Maimiti! Taurua! Balohadi! Kommt her! Es ist Herr Byam!“ Drei Frauen näherten sich uns und schauten mich ungläubig an. Dann stieß eine von ihnen einen Schrei des Erkennens aus, umarmte mich, lehnte ihren Kopf an meine Schulter und begann, leise zu weinen. Es war Taurua, Youngs Frau, die ich zum letzten Male als siebzehnjähriges Mädchen gesehen hatte. Jetzt war ihr Gesicht faltig und ihr Haar mit weißen Fäden durchzogen. Smiths Frau war beinahe blind und tastete sich auf mich zu; ich erkannte sie kaum. Maimiti jedoch, Christians Frau, wies noch Spuren ihrer einstigen Schönheit auf. Sie war jetzt etwa vierzig Jahre alt; ihrer Würde und ihrem reizvollen Wesen hatten die Jahre nichts anhaben können. Ueber die Einzelheiten dieses rührenden Wieder. sehens will ich hinweggehen. Eine unermeßliche, in Jahren nicht auszudrückende Zeitspanne schien zwischen jenem Augenblick und dem Abend zu liegen, an dem Christian und Maimiti mir am Strand von Tahiti Lebewohl gewünscht hatten. Die kleine Gemeinde zählte um diese Zeit etwa fünfunddreißig Köpfe. Aber was mich überraschte, war, daß von all den Männern, Weißen und Eingeborenen, die Fletcher Christian in der„Bounty" begleitet hatten, nur Alexander Smith übriggeblieben war. Smith erwähnte ihre Namen nicht; ich begriff, daß er es vermied, in Gegenwart der Kinder von ihnen zu sprechen. Bald wurde das Essen aufgetragen. Es gab Spanferkel, Jamwurzeln, süße Kartoffeln und Pisanggemüse. Dazu klares Quellwasser. Als das Mahl beendet war, schlenderte ich mit Alexander Smith in die Abendkühle hinaus. Es war eine herrliche Nacht; der Mond stand im ersten Viertel und warf einen schwachen Lichtschein über die Landschaft. Wir stiegen den Abhang empor und setzten uns an eine Stelle, von der aus wir das Meer tief unter uns erblicken konnten. Ich erzählte Smith von den Dingen, die sich in den letzten zwanzig Jahren ereignet hatten: von unseren Kriegen mit den Dänen, den Holländern, den Spaniern und den Franzosen. Er lauschte mit gespannter Aufmerksamkeit. „Und das alles habe ich versäumt, Herr Byam!“ sagte er. Dann plauderten wir von den alten Zeiten auf der„Bounty"; schließlich erzählte ich ihm, wie wir seine Insel durch Zufall entdeckt hatten. „Sie heißt Pitcairns Insel, Herr Byam“, antwortete er auf meine Frage nach ihrem Namen. Dann erzählte er:„Als wir hier ankamen, beschloß Herr Christian, das Schiff an den Felsen zerschellen zu lassen. Anfangs waren ein paar von uns dagegen, aber er überzeugte uns davon, daß wir nie eine bessere Insel finden würden. So erklärten wir uns dann schließlich einverstanden und fuhren mit einer guten Briese im Rücken auf die Felsen los, bei denen Sie gelandet sind; als unser altes Schiff gegen die Felsen stieß, Herr Byam, war mir zumute, als habe mir jemand einen schweren Schlag aufs Herz versetzt. Ich wußte, daß ich England nie wiedersehen würde. Wir räumten die„Bounty“ vollkommen aus und benutzten auch jedes Stück des Schiffes selbst, das auf irgendeine Art zu brauchen war; dann steckten wir die „Bounty“ in Brand. Was von ihr übrigblieb, sank später und liegt in fünfundzwanzig Faden Tiefe begraben. Wenn es auch schon lange her ist, so weiß ich doch noch gengu den Tag, an dem wir sie verbrannten. Es war der 23. Januar 1790. Von dem Tage an bis zum Spetember 1808, als Kapitän Folger mit der„Topaz“ herkam, haben wir kein fremdes menschliches Wesen mehr gesehen". „Wie viele wart ihr, als ihr hier ankamt?“ fragte ich. „Neun Leute von der„Bounty“ und sechs Indios. Außerdem zwölf Frauen von Tahiti; macht alles in allem siebenundzwanzig. Gleich im Anfang teilte Herr Christian die Insel in neun Teile, einen für jeden Mann von der„Bounty". Den Indios war das nicht recht, und es ist auch wahr, daß wir nicht richtig an ihnen gehandelt haben. Herrn Christians Schuld war es nicht, er wollte den Männern von Tahiti gegenüber gerecht vorgehen, aber über solche Dinge wurde abgestimmt, und die meisten waren gegen ihn. Wenn man's richtig betrachtet, behandelten wir die Indios wie Diener; sie murrten darüber, aber was sollten sie tun? Nach ein paar Wochen schienen sie sich daran gewöhnt zu haben, so glaubten wir wenigstens. Aber spätér stellte sich heraus, daß sie nur eine Gelegenheit abwarteten, um sich zu rächen. Eines Tages— das war im Jahre 1793— bemächtigten sie sich einiger Musketen, Aexte hatten sie ja schon. Es gelang ihnen, uns zu überrumpeln, und an einem einzigen Tage, Sir, wurden Herr Christian, Williams Brown, Martin und Mills ermordet. Sie wollten uns alle umbringen, aber MeCoy und Quintal flüchteten in die Wälder, und Herr Young wurde von einer der Frauen versteckt. Ich erhielt einen Schuß in die rechte Schulter, gber es gelang mir zu entkommen. Herr Christian war der beste Freund der Eingeborenen gewesen und sie wußten es auch. Doch wußten sie auch, daß Herr Christian die anderen rächen müsse, deshalb erschossen sie auch ihn. „Die Indios oder wir“. in Mehr will ich nicht sagen, nur das eine noch— von dem Tage an hieß es: die Indios oder wir! Einer nach dem anderen von ihnen wurde niedergemacht. Am 3. Oktober desselben Jahres war keiner von den Eingeborenen mehr am Leben. Jetzt war niemand mehr übrig als Herr Young, Quintal, MeCoy, ich, zehn Frauen und ein paar kleine Kinder... Erinnern Sie sich noch McCoys und Quintals?" „So ungefähr", antwortete ich,„es waren wüste Gesellen, glaube ich.“ „Ja, das waren sie! Und hier waren sie noch schlimmer als auf der„Bounty". Quintal grub die Wurzeln der Tipflanze aus und brannte in unserem großen Kessel Schnaps daraus. Von damals an waren die beiden kleine Stunde mehr nüchtern; das Ende war, daß sich MeCoy im Delirium von einem Felsen hinabstürzte und zerschmettert liegen blieb. Nun hätte man meinen sollen, daß wir jetzt in Frieden hätten leben können. Aber es sollte nicht sein; noch mehr Blut mußte vergossen weren. Quintal war daran schuld. Um unser eigenes Leben zu retten, mußten Herr Young und ich ihn aus dem Wege räumen. Das war im Jahre 1799. Dreizehn Mann von fünfzehn tot, Herr Byam! Nur Herr Young und ich waren von den Männern noch am Leben. Sie wissen, welch guter Mensch Herr Young war, und wir beide hatten all diese Schlächtereien mitmachen müssen! Es war Gottes Strafe für das Verbrechen der Meuterei— so sahen wir es damals an; die Unschuldigen mußten mit den Schuldigen leiden. Am Tage, an dem wir Quintal begruben, Sir, fing ein neues Leben an. Ich habe Herrn Young nie mehr lächeln sehen, aber mit meiner Hilfe machte er diesen Ort so glücklich für unsere Kinder, wie er schrecklich für uns gewesen war. Nicht einer von ihnen weiß bis zum heutigen Tage von dem Blut, das vergossen wurde, und sie sollen es auch nie erfahren. Glücklichere, unschuldigere Kinder hat es sicher noch nie gegeben, Sir. Herr Young und ich beschlossen, sie zu friedfertigen, gottesfürchtigen Männern und Frauen zu erziehen. Herr Young litt damals schon an Asthma. Wir wußten beide, daß er nicht mehr lange zu leben habe. Ich würde allein zurückbleiben, um die Kinder zu erziehen, und war doch nur ein unwissender Matrose, der kaum recht lesen und schreiben konnte. So lehrte Herr Young zuerst mich, damit ich sein Werk weiterführen könne. Wir hatten nur zwei Bücher, ein Gebetbuch und eine Bibel; aus denen lernte ich. Herr Young starb am 22. November 1800, und seither bin ich der Vater aller Kleinen. Ich habe sie im Lesen und Schreiben unterrichtet und sie gelehrt, ihren König zu ehren, Gott zu lieben und seine Gebote zu halten. Vom Tage an, an dem Quintal starb, hat es nur noch Frieden und Glück hier gegeben, und wenn es Gott gefällt, wird es nie etwas anderes geben!" Einge Minuten lang schwiegen wie beide. In der kleinen Siedlung schlief alles. Kein anderer Laut durchbrach die Stille als hier und da der Anprall des Meeres gegen die Klippen tief unter uns. „Manche Nacht, Herr Byam, gehe ich hier unter den Bäumen auf und ab. Dann gehe ich um die Häuser herum; alles ist so ruhig und friedlich, die Mütter und Kinder liegen in ihren Betten und schlafen. Dann knie ich nieder, Sir, und danke Gott dafür, daß er mich diese Zeit erleben ließ". Ende Der Wundermann von DDort Slizabotk: Johannes und die Gistschlangen Der Mann, der täglich von Pipern gebissen wurde— Giftnattern in der Hosentasche k. Wir kannten den„Wundermann von Port Elizabeth“ nur mit dem Namen Johannes und lernten ihn zum ersten Mal kennen, als er sich vor einer großen Zuschauermenge, die durch eine entsprechend hohe Holzverschalung geschützt war, mit seinen sonderbaren„Freunden“ produzierte, die er aus mächtigen Bastkörben herausholte. Schlangen, nichts als Schlangen, die eine Viper giftiger als die andere. Johannes, der weltbekannte Schlangenwärter von Port Elizabeth, schien seinen besonderen Spaß daran zu haben, seine lieben Schlangen um jene Körperteile zu winden, die sich ihrem Biß besonders ungeschützt darboten, nämlich um Kopf und Hals... Schließlich sah man den guten Johannes vor lauter Schlangen nicht mehr.. Die Zuschauer, eine amerikanische Reisegesellschaft klatschten begeistert Applaus Das schien für Johannes das Zeichen zu sein, seine Vorstellung zu beenden; er wickelte sich aus seinen Schlangen heraus und verstaute sie, nicht gerade vorsichtigt, wieder in ihren Körben. Dann trat er dicht an die Holzverschalung heran, hielt seine rechte Hand dem Publikum vor die Nase und erzählte in seinem gutturalen Kauderwelsch, auf welche Weise er die gefährlichen Schlangen im Urwald höchst persönlich gefangen hätte. Der klingende Lohn stand selbstverständlich hinter der allgemeinen Bewunderung nicht zurück. Abenteuer mit der Riesenschlange Dr. Edward R. Dietze, der Assistent von Dr. Simmons, dem Begründer des Schlangenparks, erklärt uns einige Minuten später den Zweck dieser einzigartigen Anlage, die vielleicht nur noch mit der berühmten südamerikanischen Schlangenfarm von Butantan zu vergleichen ist: sie ist sozusagen ein Lebensrettungsinstitut, denn hier wird das Serum hergestellt, das schon Tausende von Menschen vor dem furchtbaren Tod durch Schlangenbiß bewahrt hat! Wir wandten ein, daß doch eigentlich die sonderbaren Schaustellungen des Wärters Johannes im ausgesprochenen Gegensatz zur ernsten Arbeit dieses Instituts stünde. Dr. Dietze lächelte:„Sie werden es vielleicht nicht glauben— aber gerade dieses einzigartige Individuum Johannes ist es, das uns durch seine Publikumsbeliebtheit ermöglicht, den Betrieb auf der notwendig großen Basis aufrechtzuerhalten. Wir erheben von jedem Besucher einen Schilling und bestreiten von diesen Einnahmen unsere Schlangenkäufe.“ Sein unangenehmstes Abenteuer erlebte er mit einer gewaltigen Python, die anscheinend Johannes nicht so freundlich gegenüberstand, wie er ihr. Er hatte sich diesen Neuankömmling, der zu Studienzwecken angekauft worden war, nach gewohnter Weise wie einen Schal um den Bauch geschlungen. Doch plötzlich begann dieser„Schal" sich auf unangenehme Weise zu verengen, sich in scheußlichen Windungen um des Mannes ganzen Körper zu legen und derart zuzudrücken, daß Johannes zu brüllen begann wie ein angeschossener Löwe. Es mußten zehn Männer unter dem Aufgebot all ihrer Kräfte arbeiten, um Johannes von diesem unbequemen Kleidungsstügk zu befreien. Dennoch hatte ihm die Python bereits dre Rippen gebrochen und einige Quetschungen bei gebracht. Die gefährliche Ringhalskobra Gegen den Biß von Mambas und Brillenschlan gen aller Art schien Johannes durch die jahrelang „Gewöhnung“, so gut wie gefeit. Er hatte so vie Serum im Leib, daß er geradezu als ein Wunde von Immunität galt. Dennoch hatte er vor ungefäh zwei Jahren ein Erlebnis, das ihn schon damals bei nahe das Leben, zumindest aber das Augenlicht hätt kosten können. Eine Ringhalskobra war 11 Schlangenpark eingeliefert worden; das ist eine jene besonders giftigen Afrikanerinnen, die neben ihre Giftdrüse auch ein Speichelreservoir besitzen, aus der sie— wie ein Lama— gut einen Meter weit ihr tödliche Säure ihrem Feind zielsicher entgegenspritzer Man hatte Johannes vor diesem Exemplar gewarr und ihm empfohlen, sich nur mit einer Schutzbrille i die Nähe dieses besonders gefährlichen Reptils zu be geben. Aber der lächerlich sorglose Wärter hielt die Vorsichtsmaßregel nicht für notwendig und erhie prompt eine giftige Ladung ins Gesicht. Man ga ihm sofort vier Seruminjektionen und Johannes, de nicht aus den Augen sehen konnte, brüllte wie ar Spieß. Erst nach drei Wochen intensiver Behandlun gewann er das Augenlicht wieder. Sein erster Gan führte ihn— natürlich wieder ohne Schutzbrille zu der Ringhalskobra, der er zum Zeichen seine Verachtung einen gewaltigen Fußtritt versetzt 26. 1. 1937 General-Anzeiger 26. 1. 192• „„„ Wonn das Mikrophon im Swoilel ist: Die Bücherei des Aethers Tausend Fragen im Senderaum— Wie schwer ist ein Tropfen im Regenbogen? k. Das Wort, das Tag für Tag durch das Mikrophon des Radiosenders gesprochen wird, dringt zu vielen Millionen Hörern. Wir betrachten es als eine Selbstverständlichkeit, daß das, was war vernehmen, aus dem wahrhaften Born lebendigen Wissens geschöpft ist. Aber der Rundfunksprecher ist nicht allwissend, auch er muß öfters zu einem Buch greifen, das die sieben Siegel manch schwieriger Fragen aufschließt, braucht ein„Frag mich was!", das ihm kurz und bündig über alle Dinge Antwort gibt, die das Programm einer Rundfunksendung ausfüllen. Freilich, ein Nachschlagewerk, und sei es auch das erschöpfendste, das stets griffbereit neben dem Mikrophon liegt, genügt im Haus der Schallwellen nicht; zu vielfältig und kompliziert sind die Probleme, mit denen sich Intendant und Ansager, Dramaturg und Echomann beschäftigen müssen. Deshalb verfügt der Deutschlandsender über eine Bücherei, deren mehr als 18000 Bände auf die speziellen Bedürfnisse des Rundfunks eingestellt sind und die selbst für die abwegigste Frage eine Antwort wissen. Sie stehen nicht nur allen Mitarbeitern zur Verfügung, sondern werden auch von der Rundfunkindustrie, von Bastlern, Laien und sehr häufig von Interessenten im Ausland benützt. Rundfunksprecher in Nöten schon vor dem Mikrophon, ist in wenigen Minuten an der Reihe und größte Eile ist geboten— wissen, ob Ulm immer noch den höchsten Kirchturm der Welt besitze, worauf er in wenigen Sekunden den Bescheid erhält, daß das Ulmer Münster nach dem neuesten Verzeichnis aller hohen Türme, das dauernd nachgetragen und ergänzt wird noch von keiner anderen Kirche der Welt übertroffen worden sei. Der Vortrag über die alte Reichsstadt Ulm kann beginnen. „Das sind Fragen, die im Handumdrehen beantwortet werden", sagt uns Dr. Richter.„Schwieriger ist es schon, wenn man im Senderaum oder in der Intendantur rasch erfahren will, wieviel Privatflugzeuge es in Deutschland gibt, wer als erste Frau den Montblanc bestiegen hat und wie groß die Wassertropfen im Regenbogen sind. Eine lebendige Sendung will immer Antwort über solch abwegige Dinge haben. Unmittelbar vor dem Rundfunkvortrag über irgend ein Thema treten oft genug Zweifel über die Richtigkeit dieses oder jenen Satzes auf, und da auch der gelehrteste Kopf nicht immer jede Zahl, jeden Namen und jedes Datum im Kopfe haben kann, so muß die Bücherei einspringen, die dann in Sekundenschnelle Auskunft gibt. Alle Wissenszweige sind in Hunderte von Gebieten eingeteilt, die nach einer bestimmten Methode sofort gefunden werden können. Machen Sie doch einmal einen Versuch!" dem die Lebensgeschichten aller großen Varieteekünstler unserer Zeit ausführlich beschrieben sind.„Hier lesen Sie“, meint Dr. Richter lächelnd,„daß zwar Rastellis Kunst von keinem Artisten mehr erreicht worden ist, daß es aber schon im Altertum Jongleure gegeben hat, die ihn weit übertrumpften. Im Jahre 422 n. Chr. jonglierte in Athen ein Mädchen...“— Genug, genug! Es scheint wahrhaftig in dieser Bücherei keine Wissensluae zu geben, die nicht ausgefüllt werden könnte. Daß Heinrich Totemeier das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald schon 25 Jahre bewacht, ist hier ebenso verzeichnet, wie die Antworten auf die Fragen, wieviel Stahlhelme Deutschland im Kriege hergestellt hat, wieviel Dörfer es in Deutschland gibt oder wie es mit dem chinesischen Rundfunkwesen bestellt ist.„Sollte wirklich einmal auf eine ganz abseitige Frage keine Auskunft gegeben werden können", fährt Dr. Richter fort,„dann hilft uns eine fast vollständige Biblioaravhie über alle Schriften und Wissensgebiete. Auf Grund der Quellen, die darin verzeichnet sind, genügt ein Telefonanruf bei einer der großen Berliner Büchereien. meiner im deutschen Rundfunk dirigiert hat,# das erste Hörspiel aufgeführt wurde, wann es wa daß zum ersten Mal ein Deutscher vor einem an rikanischen Sender gesprochen hat, das sind all Fragen, deren Beantwortung für den Rundsu## ebenso wichtig ist, wie die all der vielen tausend deren Stichworte, die in den 18000 Bänden „Aether=Bücherei“ ihrer Entdeckung harren. Fast jeder Sprecher, ob Ansager oder Vortrage## der, hat schon die Wohltaten dieser Bücherei erfahre# Da sie verständlicherweise in besonderem Maße### den Rundfunk und alles, was damit zusammenhanch eingestellt ist, bedeutet sie auch für die Radioindustr## der sie ebenfalls zur Verfügung steht, einen wertoch len Helfer. So steht heute schon fest, daß dereinst### Geschichte des deutschen Rundfunkwesens nicht### schrieben werden kann, ohne sich der Hunderttausen von Stichworten zu bedienen, die die Regale u# Karteikästen der„Bücherei des Aethers" bergen. turpolttik. Kunst und Wissenschaft: Dr Peier Ful en. Für Handel: Erich Köllner ung: Heinz Lertmann, Duisburg. Beld : Gustav Zerres, Mülheim. Lokales Oberbau## Diese„Bücherei des Aethers“ ist wahrhaftig nichts für eingefleischte Bücherwürmer. Kein Moderduft weht um die Regale, kein Aktenstaub wirbelt erstikkend in den riesigen Räumen, nein hier pulsiert das Leben, hier spricht die Welt in ihrer bunten Mannigfaltigkeit zu uns und finden die Geschehnisse des Tages ihren Niederschlag. Aus allen Ecken und Nischen läuten Telefone: Fragen, nichts als Fragen, die an den Bibliothekar Dr. Richter und seine Helfer gerichtet werden. Da will ein Sprecher— er steht Bibliothek, die alles weiß Wir stellen uns vor, wir müßten den Hörern etwas über Artistenkunststücke vorplaudern und wollen gerne über Rastelli, den berühmtesten Jongleur der Welt, erzählen.„Nichts leichter als das“", sagt uns der Bibliothekar der Aetherbücherei, während er rasch einen Blick auf ein großes Verzeichnis wirft, auf dem unzählige geheimnisvolle Anmerkungen stehen, und dann eine große Mappe aufschlägt, in Jeder Tag bringt neue Fragen, jede Stunde stellt neue Probleme. Der Rundfunk, der sein Wissen ja aus der Minute schöpfen muß. die eben verstreicht, ist darauf angewiesen, stets mit dem neuesten Material versorgt zu werden So wächst die Bibliothek in ihrer Reichhaltigkeit von Stunde zu Stunde; jedes Jahr wird sie im Durchschnitt um 3000 neue Bände erweitert. In einem eigenen Saal sind über 450 Zeitschriften technischer, wissenschaftlicher und kulturpolitischer Art nach Sachgebieten geordnet. Dazu verfügt die Bibliothek noch über einen aufschlußreichen Katalog, der in rund 4000 Karten alle Namen enthält, die sich irgendwie um den Rundfunk verdient gemacht haben. Wer als erster KapellGeneral=Anzeiger für das rheintsch=westfalische Industriegen# und das westliche Münsterland Hauptschriktleiter: Dr. Theo Schrdle: Lutsburg Stellvertreie: des Hauptschriftleiters und Abteilungsleiter die Beziiksausgaben Oberhausen. Dinsaken Bottrop. Ga### und Dorsten: Dr. Peier Fun“ Oberhausen Verantwortlich für Politik: Hans T. Düller, Dulsdu Für Kulturpolitik. Kunst und Wissenschaft: Dr Peter F### Oberkausen Unterhaltun Revorlage: Gustao* Paul Huppers, Oberhausen. Sterkrade=Osterfeld: Lo### Schmidt=Rennv. Oberhausen Bottrop: Martin Wo Bottrop Gladbeck: Willi Emde. Gladbeck Dorsten Hüls und Herrlichkeit Lembeck: I. Wolfgang Porid## hausen Dinslaten und Wesel: Hans Karo, Dins#a### Sport und Schlußdienst: Heinz Kion Oberhausen Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Jelleni Duisburg Druck u. Verlag: Car Lange Verlag Dutsburg u Oberhau D.=A für Dezember 1936: Bez.=Ausgabe General=Anzeiger für Oberhausen 9120 Su Ausgabe Bottroper Anzeiger 2906, Bez=Ausgabe Sladbe Anzeiger 2105. Bez=Ausgabe Allgemeiner Anzeiger Don# 1988, Bez.=Ausgabe Dinslakener General=Anzeiger zusammen 17 689 D.=A für Dezember 1936: DGA Dutsburger General=Anzeiger über 34 000. Niederrheinische Nachrichten über 3000. Zur Zeu ist Preisliste Nr. 6 gültig. Nachlaßstaffel: 6. Schwäche, wraen 4. Wimner brom. Tjühr. Erfehrung. Erfolg uberrschd. Aufklar. rikt s. Prede verzchlossen geg. 24 Pf. Porte Unverbindt. emiker Kaesbach. Berlia-Wilmersd####Postiach 2. Verkäufer von Garten=Sämereien an Privat= Kundschaft gesucht. Guter Verdienst. Adressen langjähriger Abnehmer werden mit übergeben. Schriftl. Angebote unter 9951 an die Geschst. Bottrop, Gladbecker Straße 3a. Für Dorsten und Hervest=Dorsten einige zuverlässige und ortskundige Zeitungsboten oder Botinnen gesucht. Vorzustellen am Mittwoch, den 27. Januar, nachm. zwischen 3 und 5 Uhr in der Geschäftsstelle d. Allgemeinen Anzeigers Dorsten, Essener Straße 11. GroßstückSchneider gesucht, d. ein mod. Stück arbeiten kann. Josef Geiger, Maßschneiderei, Oberhausen, Friedenstraße 56 Tüchtiger Friseurgehilfe der im Herren= u. Damenfach bewan dert ist, findet so fort Stellung. Salon Glowinsky Obethausen, Königstr. 26 Tücht. Buchhalterin für Fabrikations=Betrieb gesucht. Schriftliche Angebote mit Angaben über bisherige Tätigkeit, Gehaltsansprüchen u. 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Kleinanzeigen sogenannte GelegenheitsAnzeigen, haben im GENERALANZEIGER guten Erfolg, weil sie dort von Tausenden gelesen werden A Reichssender Köln 6.00 6.05 6.30 7.00 8.00 8.10 8 30 9.45 10.00 10.30 11.50 12.00 13.00 13.15 14.00 14.15 15.45 16.00 17.40 18.00 18.20 18.40 19.45 20.00 20.10 22.00 22.30 22.50 Dienstag, 26. Januar Morgenlied— Wetterbericht Leibesübungen Frühkonzert Nachrichten Kalenderblatt Frauenturnen Musik am Morgen Zeit, Nachrichten, Wasserstand Von Pflanzen und Tieren und von Brauchtum im Monat Februar Kindergarten Glückwünsche Bauer merk’ auf Werkpause Mittagsmeldungen Mittagskonzert Mittagsmeldungen Allerlei von zwei bis drei Wirtschaftsmeldungen Musik am Nachmittag Meine Vaterstadt Krefeld Kleine Musik Politische Zeitungsschau Musik zum Feierabend Momentaufnahme Erste Abendmeldungen Von törichten Wünschen Zeit, Wetter. Nachrichten Englische Unterhaltung bis 24.00 Tanz und Volksmusik 18. Jahgr. Nummer 26 Das Reichskabinett im Dienstag zunächst jesetz und in Zusa dienststrafordnung. Du hähriger Arbeit zum 2 ritt ein einheit techt an dee Stelle r und zwar sowohl für eindebeamten, wie a e Oberhausen Dienstag, 26. Jan., 20.15 Uhr: 4.(Kammer Konzert Duisburg Dienstag, 26. Jan., 20 Uhr, Blockmiete und freier Verkauf: Die lustige Witwe Hamborn Dienstag, 26. Jan.: Geschlossen Essen, Opernhaus Dienstag, 26. Jan., 20 Uhr: Faust Essen, Schauspielhaus Dienstag, 26. Jan., 20 Uhr: Der Etappenhas Gelsenkirchen schaften des öffentlich Durch dieses Ges llten Berufsbeamten! jung eines Treueverl satz zu der Weimarei us die Verfassung vo as Gesetz eingebaut undenheit zwischen in des deutschen S m 1. Juli 1937 Durch die neue benfalls eine Verei hrens und der Di sutigen Buntscheckig scht im Gegensatz zu sesetz ein Wiederauft sie nach dem 1. Jar ind. Auch dieses Ges Das Gesetz# ndere Gebiels esetz einer territorie ind. Es war aus ründen insbesondert hresplan erforderlich bestimmungen berei lach diesem Gesetz urg von Pre ltona und Wan urg und eine Rei jährend von Ham einden Geesthad ind eine Reihe an u Preußen kom usnahme seiner im emeinden Schattin ilhelmshaven and Oldenbur tadtkreis Rüstringe ühelmshaven zusam oldenburgische em Lande Pre inen Landkreis in d erner auch der 0 chließlich wird zwis em bisher lübischen ereinigung zur Bese len. Die Vermöger reußen und Hambu urchgeführt werden. Schließlich verabsch ber Aktiengesel itgesellschafte ie Form der Aktieng esellschaften, sämlich Rillion Grundkapital für die bestehender Japanische! Die Wehrme Nach verschiedenen arischen Erziehungsw. es Vizekriegsminister: küheren Kommandeu „atekawa, zwisch Pehrmacht zu vermitt beschluß, keinen M gaki zu stellen. ichtete persönlich G aß kein General zur ereit sei. Die Wehrm aß General Ugaki di ehaltenen Reformen sacht wünsche eine frie sche Ugaki daher, sein uczugeben. Die Wehr Flegsminister gleichz djutanten des Kaiser ehrmacht erklärte Ug Dienstag, 26. Jan.: Geschlossene Vorstellu## rot, um den kaiserl