Das„Herforder Kreisblatt“ erscheint täglich mit ausnahme der Sonn= und Feiertage. Vierteljährlicher im voraus zu zahlender Bezugspreis 1 M. 50 Pf. Durch die auswärtigen Betriebsstellen bezogen 1 M. 65 Pf. Gei Selbstabholung aus der Geschäftsstelle 1 M. 25 Pf. Monatlich 50 Pf. * Unzeigen aus dem Kreise Hersord werden mit 12 D). auswärtige Anzeigen mit 15 Pf. für die einspaltige Petitzeile berechnet. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt und kann geweigert werden, wenn die Zahlung nicht innerhald 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt. Reklamen 45 Pf. pr. Zeile. # e 4 Verantwortlich: Für den politischen Teil: Ferd. Etzmann in Herford. Für den übrigen Teil: Fritz Heidemann in Herford. Nr. 302(enthält 8 Seiten). Herforder Kreis=Zeitung. Herforder Kreis=Anzeiger. Fernruf Nr. 13.— Telegramme: Kreisblatt.— Postfach 47. Sonnabend, den 27. Dezember 1913. Verlag von Fritz Heidemann in Herford, Druck von Gebr. Heidemann in Herford. Post=Schock=Konto: Nr. 369 Hannover. 68. Jahrgang. Die Kapitalkraft Deutschlands. In der eben erscheinenden dritten Auflage seiner Schrift „Deutschlands Wohlstand 1888—1912“ nimmt Geh. Legationsrat Dr. Helfserich, der Direktor der Deutschen Bank, in einer Vorrede Stellung zu den Tagesfragen der Konjunktur und des Geldmarktes. Diese Ausführungen verdienen Beachtung als die eines Mannes; der durch die ihm in seiner Stellung zufließenden Erfahrungen und Informationen zu einem besonderen Urteil auch über die internationalen finanziellen Zusammenhänge berufen ist. Er schreibt: Die seit der ersten Publikation der Studie verflossene Zeit ist mir eine wertvolle Bestätigung meiner von manchen als zu optimistisch gescholtenen Auffassung. Eine solche Bekundung mag in einer Zeit nachlassender Konjunktur auf den ersten Blick gewagt erscheinen. Aber= Konjunkturschwankungen gibt es immer und überall. Wir haben in Deutschland im Zuge unseres wirtschaftlichen Aufstiegs mehrfach Rückschläge erlebt, mit denen die gegenwärtige Stockung in keiner Weise verglichen werden kann. Deshalb beweist die Tatsache, daß augenblicklich der Puls des Wirtschaftslebens langsamer schlägt, nicht das mindeste für oder gegen unsere wirtschaftliche Gesamtentwicklung. Dagegen möchte ich an dieser Stelle zwei charakteristische Erscheinungen hervorheben, denen eine Beweiskraft nicht abzusprechen ist: zunächst die Gestaltung unserer Geld= und Kreditverhältnisse. Die verflossenen zwei Jahre schwerer politischer Unruhen und Besorgnisse waren eine Art Feuerprobe. Als die Marokko=Krisis sich zuspitzte und als später die Balkanwirren sich zu einer internationalen Gefahr auszuwachsen drohten, konnten gewisse Fabrikanten öffentlicher Meinung im Auslande sich nicht genug tun mit den schwarzesten Schilderungen, welcher Zusammenbruch jetzt in Deutschland erfolgen müsse. Es galt als ausgemacht, daß unsere scheinbar glänzende wirtschaftliche Entwicklung auf einer maßlosen Überspannung des Kredits und auf dem Gelde des Auslandes beruhe und daß jede ernsthafte Krisis mit einer Erschütterung des Vertrauens und einer Zurückziehung der ausländischen Guthaben den tönernen Koloß der deutschen Wirtschaft zum kläglichsten Einsturz bringen müsse. Ja, es ist heute noch im Auslande vielfach unausrottbare Überzeugung, nur die Furcht vor einem solchen Zusammenbruch habe Deutschland vom Kriege um Marokko abgehalten. Heute, nachdem die zweijährige, politische Krisis an den Geld= und Kreditverhältnissen aller europäischen Großmächte gerüttelt hat, können wir feststellen, daß Deutschland aus dieser Krisis zum mindesten in ebensoguter Verfassung hervorgegangen ist wie die andern großen Länder. Deutschland hat in diesen Jahren die Auslandsgelder, deren Bedeutung so maßlos übertrieben worden ist, glatt zurückgezahlt. Die Reichsbank verfügt trotzdem heute über einen um 500 Millionen Mark höheren Goldbestand als vor wenigen Jahren. Sie konnte im Oktober, in der Zeit des starken Herbstbedarfes, als erste und bisher außer der Österreichisch=Ungarischen Bank einzige von allen großen Notenbanken ihren Diskontsatz herabsetzen und im Dezember eine weitere Herabsetzung folgen lassen. Der PrivatGraf Zeppelin im amerikanischen Bürgerkriege. Aus seinen„Erinnerungen“. Als zu Anfang des Jahres 1863 der Plan für die Arbeiten und Ubungen der jüngeren Offiziere des württembergischen Generalstabes bekanntgegeben wurde, erschienen diese dem jungen Grafen Zeppelin nicht reizvoll genug, er faßte den Plan, eine militärische Studienreise nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika zu machen, und diesen Plan führte er im zweiten Jahre des amerikanischen Bürgerkrieges aus. Von seinen Erlebnissen in diesem Kriege erzählt er in den Erinnerungsblättern, die der„Greif“ in seinem Januarheft veröffentlichen wird. Bald nach der Ankunft in Washington lernte Graf Zeppelin durch Vermittlung des preußischen Gesandten den Präsidenten Lincoln kennen, bei dem er eine Audienz erhielt:„Ich hatte dazu feierlich Gehrock und Zylinder angelegt, doch sie verlief ohne besonderen Pomp. Ich wurde im Weißen Hause in das Arbeitszimmer des Präsidenten geführt. Da erhob sich hinter dem Schreibtisch eine sehr große hagere Gestalt mit großem Kopfe und langem, ungepflegtem Haar und Bart, mit auffallend scharf hervortretenden Backenknochen, aber klug und freundlich blickenden Augen. Auf den Schreibtisch setzte sich dann während der kurzen Dauer der Unterredung der Privatsekretär Reed und ließ seine mit mokassinartigen Schuhen bekleideten, weit aus der Hose heraussteckenden Füße taktmäßig hin= und herbaumeln. Der Präsident sprach seine lebhafte Befriedigung über mein Kommen und meine Zwecke aus und wünschte mir guten Erfolg für mein Studium.“ Graf Zeppelin erhielt einen Paß zur Armee der Nordstaaten. Graf Zeppelin verschaffte sich nun möglichst schnell eine Ausrüstung, und wegen seines OberleutDiskontsatz des Berliner Marktes ist seit vielen Wochen niedriger als in London. Die Lage des deutschen Geldund Kapitalmarktes ist heute im Vergleich mit den ausländischen Märkten eine solche, daß der noch vor kurzem hier und dort genährte Gedanke, uns durch den Druck einer finanziellen Übermacht politisch matt zu setzen, sich fürs nächste von selbst verbieten dürfte. Des weiteren weist Helfferich auf das Steigen der deutschen Ausfuhr hin, aus der sich für die ersten zehn Monate des laufenden Jahres eine Besserung der deutschen Handelsbilanz um rund 1120 Millionen ergibt. Abessinien. Der schon oft totgesagte Negus Menelik hat mimn nach amtlichen Meldungen tatsächlich das Zeitliche gesegnet, nachdem er in den letzten Jahren in der Oeffentlichteit nicht mehr hervorgetreten war. Schwer krank führte er mur noch ein schattendasein, die Regierung war ihm abgenommen und sein noch im jugendlichen Alter stehender Sohn unter der Oberleitung einer Regentschaft als Kaiser eingesetzt worden. Im übrigen hörte man im Laufe der letzten Jahre über Abessinien im großen und ganzen nicht sonderlich viel, während es früher Europa auf das lebhafteste beschäftigt hatte. Eine Reihe von Jahren hat„Abessinien unter dem Protektorat der Italiener gestanden, bis es Menelik gelang, durch den blutigen Sieg bei Adua diese Herrschaft abzuschütteln. Damals gelangte Monelik auf den Gipfel seiner Macht, nachdem Italien im Vertrage von Addis Aboba die Unavhängigkeit Abessiniens anerkennen und sich auf die Kolonie Erythräa beschränken mußte. Leicht war es ihm nicht geworden, diese Höhe zu ertlimmmen. Obwohl Thronberechtigt hatte er lange am sein Erbe kämpfen müssen, mehrere Gegenkaiser waren im Besitze der Macht unnd Menelik mußte sich mit Schoa begnügen.= Erst im Jahre 1889 sah Menclik seinen Traum erfüllt, sats der Gegenkaiser Johannes im Kampfe gegen den Matdi gefallen war. Nun gelang es oym seine Macht zu behaupten, und weinn es auch anfänglich an inneren Wirren nicht fehlte, er blieb Herr der Lage und es gelang ihm das Land einer aussichtsreichen Entwicklung entgegenzuführen. Abessinien ist ein teilweise noch wenig erschlossener Staat, der noch uungeahnte Schätze in sich birgt, und es war begreiflich, wenn Italien danach trachtete, dort maßgebenden Einfluß zu gewinnen und wirtschaftliche Vorteile für sich herauszuschlagen. Italien erlitt dabei aber Fiasko ud ist fast gänzlich hinausgedrängt worden. Es steht außer Frage, daß mehrere Großmächte schon seit langem ühr Auge auf dieses zukunftsreiche Land geworfen haben, und man weiß, daß die Hauptstadt des Landes den Ort mancher diplomatischer Intrigen bildet, deren Wirkung wohl erst später in Erscheinung treten wird. Nach dem jetzt erfolgten Tode Meneliks ist es sehr wohl möglich, daß Abe sinien wieder mohr in den Vordergnund des Interesses rückt, zumal jetzt innere Wirren nicht ausgeschlossen sind. Es fehlt vor allem an einem kraftvollen und energischen Oberhaupte, das in der Lage wäre, die Herrschaft des Landes in festen nantssternes, den er auf seinem Umlegekragen anbrachte, wurde er häufig für einen Generalleutnant angesehen, ein schnelles Avancement, auf das er selbst in Amerika nicht vorbereitet gewesen war! Er fuhr auf einem kleinen Dampfer zur Potomac=Armee ab, benutzte von Aquia Creek aus eine schmalspurige Feldbahn, in deren offenen Loris man saß, indem man die Beine über den Rand herunterbaumeln ließ, und so gelangte er in das Hauptquartier, nach Falnouth, ein riesiges Zeltlager, das in langen Reihen in dem gelichteten Walde stand. „Gleich am ersten Tage lernte ich die Romantik kriegerischen Treibens kennes“, so berichtet er dann.„Gegen Abend hörte man Geschützdonner von Rapahanok her, und ein Russe, Kapitän Rasdereshin, forderte mich auf, mit ihm auf einem seiner Pferde dorthin zu reiten. Es. war für mich ein eindrucksvoller Ritt: fast plötzlich in die endlosen Wälder Virginiens versetzt, zur ersten Feuertaufe! Auf dem Gefechtsfelde angelangt, hatte ich eine innere Überwindung zu bestehen: da ziemlich häufig Geschosse in unserer Nähe einschlugen, denen wir uns zwecklos aussetzten, so gewann ich es schließlich über mich, auf die Gefahr hin, als seige zu erscheinen, dem Russen vorzuschlagen, daß wir uns etwas seitlich ziehen möchten, wo wir ebenso gut alles übersehen konnten. Ich habe später noch öfter erfahren, daß bisweilen mehr Mut dazu gehört, vor anderen einer Gefahr auszuweichen, als sich ihr auszusetzen.“ Vom Hauptquartier aus machte Graf Zeppelin einen Abstecher nach Fairfax Couthouse zu der 11. deutschen Division, die von General Schurz befehligt wurde. Über diesen berühmten Deutsch=Amerikaner teilt er folgendes mit „Schurz hatte in seiner ganzen Erscheinung etwas Theatralisches angenommen, er liebte es, sich mit seinem Mantel zu drapieren, und war offenbar bemüht, sich ein sehr soldatisches Zügeln zu halten. Darüber kann es leicht zu einer europaischen Intervention und damit aber auch zu Auseinandersetzungen zwischen England, Frankreich und Italien kommen, bei denen Deutschland schließlich mit Rücksicht auf wirtschaftliche Fragen nicht ganz umnbeteitigt bleiben könnte. Angestelltenversicherung und Lehrer und Erzieher an nicht öffentlichen Lehranstalten. Von berufener Seite erhalten wir, mit der Bitte um Aufnahme, folgende Mitteilung: Der Bundesrat hat eine für die als Lehrer und Erzieher an nicht öffentlichen Schulen Beschäftigten wichtige Entscheidung getroffen, die von diesen sicherlich begrüßt werden wird. Die Angestellten der nicht öffentlichen Schulen unterliegen an sich der Versicherungspflicht nach dem Angestelltenversicherungsgesetz, ein Umstand, der bei den zahlreichen der Pensionskasse der Kreise, Städte und anderer Korporationen in der Provinz Westfalen und der Westfälischen Witwen= und Waisenversorgungskasse angeschlossenen Schulen manche Beunruhigung hervorgerufen hat, indem diese Korporationen hiernach gezwungen gewesen wären, nunmehr eine Doppelversicherung einzugehen, da sie neben den zu den genannten Westfälischen Kassen geforderten Beiträgen auch die zur Angestelltenversicherung zu zahlenden Beiträge in der gesetzlichen Höhe hätten tragen müssen. Dieser Übelstand ist durch eine Entscheidung des Bundesrats vom 20. Februar d. J. beseitigt worden, indem dieser beschlossen hat, daß die Befreiungsvorschriften der§§ 9, 10 Nr. 1, §§ 11 bis 13 des Versicherungsgesetzes für Angestellte für die als Lehrer und Erzieher an nicht öffentlichen Schulen Beschäftigten gelten sollen, wenn ihnen mindestens die im § 9 bezeichneten Anwartschaften gewährleistet sind oder sie lediglich für ihren Beruf ausgebildet werden, und wenn ihre Befreiung von den Arbeitgebern beantragt ist, wenn ferner für sie die Arbeitgeber der Pensionskasse der Kreise, Städte und anderer Korporationen in der Provinz Westfalen sowie der westfälischen Witwen= und Waisenversorgungskasse angeschlossen sind oder ihnen für die gedachten Personen der Beitritt zu den genannten Kassen noch gestattet wird. Durch diesen Erlaß sind nicht allein die der Pensionskasse der Kreise, Städte pp. und der Westfälischen Witwenkasse schon angeschlossenen Korporationen(nicht öffentlichen schulen) von der Doppelversicherung befreit, sondern es ist auch den mehrgenannten Kassen noch fernstehenden Korporationen die Möglichkeit gegeben, für ihre Angestellten die Befreiung von der A. V. durch den Anschluß an die Westfälischen Kassen zu erlangen und ihnen eine gegenüber der nach dem A. V. G. gewährten bedeutend günstigere Alters= und Hinterbliebenenversorgung zu verschaffen, da diese Kassen Ruhegehalt und Hinterbliebenenfürsorge nach den für die unmittelbaren Staatsbeamten geltenden Grundsätzen gewähren. Ansehen zu geben. Vielleicht entsprang dieses Bemühen einer gewissen inneren Unsicherheit, denn die militärischen Fähigkeiten und Kenntnisse hielten mit der äußeren Erscheinung wohl kaum ganz Schritt. Jedenfalls schienen die deutschen Offiziere unter Schurz' Untergebenen keine allzu hohe Meinung von dem militärischen Genie ihres Generals zu haben. Folgendes heitere Vorkommnis erschien mir jedenfalls sehr bezeichnend für den recht gemütlichen Ton in der Division. Schurz nahm mich freundlich auf und lud mich mit den Offizieren seines Stabes zur Tafel. Wie da nun von den militärischen Operationen gesprochen wurde, begann er, in etwas pathetischer Weise seine Absichten für die nächsten Tage kundzugeben und seine Meinung darüber zu entwickeln, was von der NordstaatenArmee jetzt geschehen müsse. Ziemlich entfernt von General Schurz saß da nun ein früherer badischer Militär namens Dilger, der es, glaube ich, daheim nur bis zum Fahnenjunker gebracht hatte und jetzt bei Schurz eine Batterie befehligte. Er hatte sich mit seiner Batterie schon mehrfach hervorgetan, auch durch sein unerschrockenes Ausharren im Feuer auf einem Schimmel, der ihm den Namen des white horse-Harry verschafft hatte. Er besaß einen etwas legendenhaften Heldenruf, den er reichlich ausnutzte, um überlegene Kritik auch an hohen Vorgesetzten zu üben. Als nun General Schurz seine Deklamation beendet hatte, rief Dilger trocken über den ganzen Tisch hinweg:„Aber, Herr General, so dummes Zeug werden Sie doch nicht machen!" Mit einem allgemeinen Gelächter wurde diese Bemerkung hingenommen. Schurz war gutmütig genug, mit einzustimmen, und damit war die Sache erledigt. B##c, Eines Tages lief im Hauptquartier die Nachricht ein, daß der Befehlshaber der Südstaatenarmee, General Lee, sich in nordwestlicher Richtung in Marsch gesetzt hätte, die schließlich zu den Lösungen zu gelangen, des Friedens am günstigsten seien. für Weihnachten im Kaiserhause. Am Kaiserhofe wurde das Fest im Neuen Palais in Potsdam in hergebrachter Weise gefeiert. Mit Ausnahme der Prinzessin Viktoria Luise waren die kaiserlichen Kinder mit ihren Gemahlinnen um das Elternpaar versammelt. Auch die Enkel weilten diesmal fern; denn das Kronprinzenpaar will mit seinen Kindern die Weihnachtsfeiertage in diesem Jahre in Danzig verleben, das ihnen ans bahnnetz in Nor##maren, amnen und Eyrenz Herz gewachsen ist. Nur auf einen Tag sind der Kron= Dazu kämen noch der Bau und Betvieb der Hafen von prinz und seine Gemahlin nach Berlin geeilt, um am Heilig= Kaiffa, Tripolis in Syrin, Heraclea und Ineboli. Der Miabend nicht im Kreise der kaiserlichen Familie zu fehlen. nisterpräsident erklärte sodann, er werde die Bemühungen Doumergue erklärte sodann, daß Frankreich als Entgelt die Zölle und Steuern, die zu erheben es der Pforte gestatten könne, von der Türkei bestimmte Vorteile für die französischen Kaufleute und Industviellen erhalten habe. Die französische Industrie werde bedeutende Bestellungen erhalten. Frankreich habe die Zusage erhalten, ein großes Eisenrdanatolien, Armenien und Syrien zu bauen. die der Stärkung Kriegsministerium ist der deutschen Militärmission zum Studium überantwortet worden; die deutsche Militärmission hielt gestern unter Teilnahme des Kriegsministers eine Sitzung ab. die Er auich jetzt an der Tchmtung des Fradens ulbenten werde mit seinen Freunden und Verbündeten, die sich ihm nie versagt hätten und die es selbst auch niemals im Stiche gelassen habe. Für die jungen Prinzen würde die weite Reise zu anstren=[Rußlands unterstützen, in den armenischen Provinzen gend gewesen sein. Entgegen seiner sonstiger Gewohnheit Ordnung und die Achtung der Rechte aller herzustellen. E hatte der Kaiser am Heiligabend die Arbeiter derkgl., Garten= gab die Versicherung, daß Frankreich wie seit 40 Jahren auc anlagen— über hundert an der Zahl— die er sonst aufs? der Evhaltung des Friedens arbeiten mer dem Spaziergang mit einem Geldgeschenk bedachte, in das Neue Palais kommen lassen und sie dort eigenhändig beschenkt. Gegen ½11 Uhr trat der Kaiser in Begleitung des Generaladjutanten von Loewenfeld und seines diensttuenden Flügeladjutanten den bekannten Spaziergang durch Sanssouci an. Auf diesem Wege erfreute der Kaiser viele Personen durch eine Weihnachtsgabe in Gestalt eines neuen Fünfmarkstückes, welches das volle Bild des Kaisers zeigt. Der Spaziergang des Monarchen dehnte sich bis zur historischen Mühle aus, in deren Restaurant der Kaiser das Frühstück einnahm. Erst gegen 1 Uhr kehrte der Kaiser in das Neue Palais zurück. Um 2½ Uhr nahm er dann an den Weihnachtsbescherungen der einzelnen Kompanien in der Kaserne des ersten Garderegiments teil. Im Kaiserlichen Palais begann die Feier mit einem Diner, zu dem als Gäste die Hofmarschälle, die Kabinettschefs, die Generaladjutanten, die diensttuenden Flügeladjutanten, die Kammerherren und die Hofdamen sowie die Gefolge der Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses geladen sind. Nach dem Diner begab sich der Kaiser zur Familienbescherung. Aus der Provinz und den Nuchbarländern. Herford, 27. Dez. Wetterwarte. 8 Uhr früh: Barometer 752 Millimeter. Thermometer+ 4. Regen, Stürmischer Westwind. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen. Veränderlich, vorerst meist Regenfälle. Böige Westund Nordwinde, später kälter, zeitweise aufklarend. Die Einigung zwischen Aerzten und Krankenkassen die— wie schon in der vorigen Nummer berichtet ist in der Nacht vor dem heiligen Abend zustandegekommen ist g und binnen wenigen Tagen durch Beschlüsse der zentraten Dr# großen Rathause, wird von der„V### ganisationen auf beiden Seiten besiegelt werden soll, macht lunzichtig bezeichnet. Genosse Witti einem unerquicklichen sozialen Kampfzustande ein Ende. Aerzte= und Kassenvertreter bewiesen— das muß zugegeben werden— ein hohes Maß sozialpolitischer Einsicht, als sie nach langen und oft errogten Auseinandersetzungen die Hand zum Frieden boten. In einigen wesentlichen Punkten sind die Forderungen der Aerzte durchgedrungen, so in den wichtigen Fragen der kassenärztlichen Anstellung und der varitätischen Schiedsgerichte. In anderen Fragen wiederum haben die Aerze Enigegenkommen g9.3:: man Fi:; also bei diesen Friedeusabschluß weder den Siegern noch von Besiegten zu sprechen brauchen. Was allerdings den mehrtägigen Verhandlungen im Reichsamt des Innern den Stempel aufdrückt und ihr Ergebnis doppelt bemerkenswert macht„ist der Umstand, daß sich hier— nicht nur den Politische Rundschau. Berlin, 26. Dez. Das Kronprinzenpaar ist am Heiligen Abend mit dem gegen Mitternacht abgehenden Zuge nach Danzig zurückgekehrt, um die Weihnachtstage mit seinen Söhnen zu verleben. Einschönes Bild der Opferwilligkeit unsrer Landsleute in Brasilien zeigen die jetzt bekanntgewordenen Ergebnisse der Sammlungen, die anläßlich des Reg.=Jubiläums des Kaisers in deutschen Kreisen Brasiliens veranstaltet wurden. Für deutschnationale Zwecke im Lande selbst, Vereinszwecke, Schulen, Kirchen und Volksbibliotkehen wurden etwa 30000 Mark aufgebracht. Ferner wurden etwa 3000 Mark dem Zentvalkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz überwiesen. „Genosse“ Witti beim Empf ang des Kaiers in München. Die in verschiedenen Blättern aufgerauchte Meldung, als sei gegen den zweiten Vorstand des Münchener Gemeindekollegiums, den sozialdemokratischen Gemeindebevollmächtigten Witti, beim sozialdemokratischen Verein München das Parteiverfahren beantragt worden wegen seiner Teilnahme am Empfang des deutschen Kaisers im „Münchener Post“ als völlig habe vor Uebernahme seines Amtes im Jahre 1911 auf Grund eines Beschlusses der sozialdemokratischen Rathausfraktion die Erklärung abgegeben, daß er die mit dem Amte zusammenhängenden Repräsentationspflichten erfüllen werde. Lesterreich. Finanzminister Graf Wenzel Zalasti ist vorgestern in Meran gestorben. Zaleski ist 45 Jahre alt geworden. Anfangs Oktober dieses Jahres wurde er wegen Krankheit beurlaubt; er litt an den Folgen einer Nikotinvergiftung, die er sich dadurch zugezogen hatte, daß er täglich 50 bis 60 Zigaretten rauchte. Ende Oktober wurde ihn der Grafentitel verliehen. Zaleski war ein überaus tücht: Beamter und erfreute sich auch im Parlament großer süibtei,„. Minstmmrag Dänermart. Der ehemalige Meinisterpräsident tiger Estrut ist vorgestern im Alter von 88 Jahren gestorben. Schweden. In Karlskrona hielt vorgestern der Ministerpräsident, Herr Staff, seine mit großer Spannung, erwartete Rede, worin er die Stellung der Regierung zu der Alney der UreZr-Tuug Were. Frankreichs Balkanpolitik. Paris, 24. Dez. Der Ministerpräsident und Minister des Aeußern Doumergue hat heute nachmittag der Kammer für auswärtige Angelegenheiten die gewünschte Auskunft über die auswärtige Lage gegeben. Wir resümieren im nachstehenden die interessantesten Stellen dieses Exposes. Der Minister gab die Versicherung, daß die neue Regierung der Tradition der früheren Regierung treu bleibe, die sich während der ganzen Balkankrise bewährt habe, nämlich in vollkommenem Einvernehmen mit Rußland und mit England an der Lösung der durch diese Krise aufgeworfenen Fragen zu arbeiten. Doumergue fuhr fort:„In der Balraufrage, die das ovientalische Problem in tiefgreifender Weise verändert hat und deren Erschütterungen derartige waren, daß sie die Beziehungen der Großmächte stören konnten, war die republikanische Regierung bemuht, die speziell französischen Interessen, die im gesamten Orient bestehen, zu wahren und in vollkommener Entente mit Rußland und England an der Lösung der Fragen zusammenzuarbeiten, die ein doppelter Krieg in der Schwebe ließ.“ Doumergne fügte hinzu, er werde bestrebt sein, wie seine Vorgänger, die moralischen und materiellen Interessen Frankreichs in den Ländern des Orients zu wahren und zu entwickeln und durch vertrauensvolles Zusammenarbeiten mit seinen Freunden und Verbündeten in Verbindung mit den anderen Großmächten Potomac=Armee bekam Befehl, dieser Bewegung auf der inneren Linie zu folgen, und bei der Teilnahme an einem Rekognoszierungsritt unter Bedeckung eines Zuges Kaval= lerie nahm Graf Zeppelin an einem Reitergefecht teil. An manchen Säbelwunden, namentlich an den Köpfen, ließ sich erkennen, daß man mit großem Mute focht und sich fest ineinander verbissen hatte. Zeppelin machte die Attacken außerhalb des äußersten rechten Flügels mit, wobei er einmal zu weit an den Feind geriet und nun durch einen Trupp feindlicher Reiter, vor dem er natürlich Kehrt machte, verfolgt wurde. Zum Glück war sein Pferd schneller als das seines Verfolger, so daß auch die Revolverkugeln, die ihm nachgeschickt wurden, ihn nicht erreichten.„Es war mir das sehr angenehm, denn so gern ich auf irgend eine Weise auch zu den Südstaatlichen gelangt wäre, um auch dort meine Studien zu machen, so war es doch sehr fraglich, ob die Gesellschaft, wenn sie meiner habhaft wurde, mich nicht kurzer Hand erschossen oder an einem Baum aufgeknüpft hätte, obgleich ich meinen Säbel nicht gezogen hatte und einen warmen Empfehlungsbrief an den General Lee von dessen reizender Nichte, die ich in Philadelphia kennen gelernt hatte, heimlich in der Tasche bei mir trug.“ brennendsten politischen Frage, der Landesverteidigungsfrage, darlegte. Schweden dürfe nie vergessen, daß es an die stärksten Militärmächte der Welt, Rußland und Teutschland, Apotheken=Sonntagsdienst: Altstädter Apotheke. Herford, 27. Dez. Herr Landrat v. Borries ist bis zum 2. Januar 1914 verreist. Horford, 27. Dez. Nach dem Feste. Nun ist der Klang der Weihnachtsglocken verweht, und der Regensturm hat das weiße Winterkleid, das zur Christnacht die Fluren schmückte, zunichte gemacht. Aber einen Tag hat es uns wenigstens erfreut. Freilich am Christabend, als der Nebel von allen Zweigen tropfte, glaubte mancher nicht, daß der erste Weihnachtstag so schön werden würde, wie er geworden ist. Aber schon seine ersten Stunden waren erfüllt von jener winterlichen Pracht, die wir uns zum Weihnachtsfeste jedes Jahr von neuem wünschen. Am blauen mel flimmerten die Sterne, und über die schneebedeckten Fluren, die ein leichter Frost in festen Bann geschlagen hatte, schwang sich weit in die Runde der Klang der Weihnachtsglocken. Auf hartgefrorenen Wegen zogen die Scharen der Andächtigen in den Frühgottesdienst, um dann nach verrichteter Andacht in unvergleichlicher Pracht die Weihnachtssonne aus den leichten Nebelbänken emporsteigen zu sehen, die in Ferne auf den Höhen ruhten. Im goldigen Glanze blieb uns die Sonne dann den ganzen Tag über treu und begleitete ungezählte Menschenmassen auf ihren Wanderungen durch die winterliche Pracht. Am meisten war sie wohl im Walde erhalten geblieben, wo auf weiten Strecken die Schneedecke so hoch lag, daß sie vollkommen zur Schlittenfahrt genügte. Als jedoch der Abend sich herniedersenkte, und auf allen Wegen weihnachtsfroh gestimmte Menschenkinder heimwärts eilten, da war es auch mit der Pracht der Winterlandschaft vorbei. Aus leichtem Geriesel wurden prasselnde Regenschauer, die dann vom orkanartigen Sturm über Stadt und Land gepeitscht wurden. Sie haben uns die Feiertagsstimmung für den 2. Weihnachtstag— soweit das Weter sie beinflussen kann— gründlich verdorben. In der vergangenen Nacht erfuhr der Sturm dann noch eine ganz bedeutende Verstärkung und heulte derart um Giebel und First, daß es auch verwöhnten Ansprüchen genügte. Wie alljährlich hat das Weihnachtsfest auch heuer zahlreiche Festgäste nach Herford geführt; vor allem waren viele Urlauber zu sehen. Sie gehörten allen Waffengattungen an und gaben schon seit mehreren Tagen dem Straßenbild eine willkommene Bereicherung. Auch an mehr oder minder öffentlichen Weihnachtsfeiern war wieder kein Mangel. Wir müssen es uns selbstverständlich aus mehr als einem Grunde versagen, auf jede derselben näher einzugehen. Die ernstesten Feiern boten auch in diesem Jahre wieder die Waiserhäuser, die Herberge zur Heimat, die Krankenhäuser und die Gefängnisse. Manche heiße Träne ist an den genannten Stätten am Christabend und von grenze, und man müsse sich dessen bewußt sein, daß, falls die Weihnachtsmorgen hinabgetropft, hier hervorgepreßt Politik eines nach allen Seiten interessierten Weltstaats 50= Herzeleid, dort von schmerzvoller Reue.— ran gehindert werde, seine Grenzen nach der einen Seue rei-] Einen ganz andern Charakter trugen selbstverstän 900 zurücken, könne dies eine Machtentfaltung nach der anderen e b.wirken. Die russische Nachbarschaft dürfe zwar keine erdosttät aufkommen lassen; anderseits aber erfor##### eine kluge und wohlbedachte Sorge für die Entwicklung der Landesverteidigung. Der Unteroffizier Toerengren wurde vorgestern wegen Spionage zu fünf Jahren Strafarbeit und zwei Jahren Ehrverlust und der ehemalige Student Holsteinsson zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Frankreich. Militävarzt der Reserve Voivenel ist zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden in Anerkennung seiner ausgezeichneten Vienste während seiner Uebung. Voiveniel mar heauftragt mit der Pfloge des Oberstleutnants von einer ausgezeichneten Tienste während seiner Uebung. seitel war beinstragt init der Hinge des Voerstleuthanis Winterfeld nach dessen bekanntem Automobilunfall bei den Mandvern in der Nähe von Gvisolle. talien. Kurz nach dem Tode Rampollas liefen unkontrollierbare Gerüchte über das Verschwinden des Testaments um, das nach der Notiz von der Hand des Toten in einer schwarzen Kasette sein sollte. Jetzt wird bekannt, daß die Prinzessin Altieri, die von ihrem Gatten getrennte Frau eines leichtsinnigen Neffen Rampollas, des Grafen Campobello, die wahrscheinlich mit ihren Kindern unter Enterbung Campobellos Erbin geworden ist, gerichtliche Schritte eingeleitet hat. An die Wohnung wurden Siegel gelegt, die Diener entfernt und ein Ermittlungsverfahren wegen Dokumentenentwendung gegen Unbekannt anhängig gemacht. Mit der Vertretung der Interessen der Fürstin Altieri wurde der bekannte sozial sisct= Denu ierte Giacomo Ferri betraut. panien. Der Marinepräfekt in Cadiz hat das Urteil des Kriegsgerichts genehmigt, das den Obersten Labrador zu 6 Monaten Arrest verurteilte. Der Oberst hatte sich geweigert, vor dem Zusammentreten eines Kriegsvates, in dem er den Vorsitz führen sollte, einer Messe beizuwohnen. Rußland. Dr kleine Thronfolger ist mit seinem gesunden Bein gegen eine Türkante gelaufen und hat sich dabei erheblich verletzt. Professor Fedorow wurde sofort aus Petersburg nach Livadia berufen und ist bereits dorthin abgeveich. Die Zavin Alexandra Feodorowna geviet durch den Unfall in so starke Erregung, daß sie in eine tiefe Ohnmacht fiel. Türkei. Die Regierung bereitet ein neues Militärdienstgesetz vor. Der Entwurf sicht die allgemeine Dienstpflicht vor; die Nichtnmuselmanen werden gegen Zahlung einer Loskauftaxe vollständig vom Militärdienste befreit. Der Entwurf betreffend die Reorganisation der Dimstzweige im selbstverständlich die Weihnachtsseiern unserer Vereine. In ihnen allen herrschte fröhlichste Weihnachtsfeststimmung, die um so allgemeiner die großen und die kleinen Festgäste erfüllte, als überall die vorbereitenden Ausschüsse mit großer Hingabe gearbeitet hatten. Allenthalben umgaben den hellstrahlenden Christbaum ganze Wälle von willkommenen Geschenken und allenthalben=führte der Frohsinn das Zepter. Die Festkonzerte im Schützenhof, in Brinkmanns Restaurant, bei Kropp„Unter den Linden“, in der„Neuen Welt", im Bürgerverein und im Berggarten erfreuten sich eines guten Besuchs. Er wurde vielleicht noch übertroffen durch den Zuspruch, den gestern die verschiedenen Tanzkränzchen und an beiden Tagen die Lichtspielhäuser zu verzeichnen hatten. Heute finden nun in althergebrachter Weise die Festtags=Konzerte des„3. Feiertags“ im Berggarten, im Schützenhof und in der„Neuen Welt“ statt. Auch sie werden alle ihr Publikum finden, da sie seit Jahren eingebürgert sind und stets das letzte große Stelldichein bilden, wenn die Festtage vorbei sind. Herford, 27. Dez. Der Christlich=vaterländische Männerverein kann auch heuer wieder mit berechtigtem Stolz auf seine Weihnachtsfeier zurückblicken. In ihrem ersten Teile stand im Mittelpunkt des Ganzen die weihevolle und zu Herzen gehende Ansprache des Herrn Rektors Decius, und der zweite Teil brachte ein wohlgelungene Aufführung des Festspiels„Am heil'gen Abend“ Im Evang. Vereinshaus, in dem die obengenannte Feier stattfand, hatte zur selben Stunde auch der Verband der mittleren Post= und Telegraphen=Beamten eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Sie bot neben den Ansprachen der Herren Potthast und Bulk auch hervorragende musikalische Leistungen durch die Liedersängerin Frl. Rust, die Herren Ecke und Grendel, die Geschwister Eickmeyer, Frl. Potthast, die Geschwister Brackhage und Grendel jun. Herford, 27. Dez. Der Evang. Lehrerverein für Minden=Ravensberg hält seine diesjährige Weihnachtskonferenz im hiesigen Vereinshause am Dienstag, 30. Dezember. Vormittags findet die Vorstandssitzung und die Vertreterversammlung statt. Nachmittags 2¾ Uhr beginnt die öffentliche Hauptversammlung, in welcher Herr P. Niemann in Herford einen Vortrag halten wird über das Thema:„Die letzten 100 Jahre des deutschen Protestantismus (1813—1913)". Zu dieser Hauptversammlung sind alle Lehrer und Lehrerinnen sowie evangelische Männer und Frauen, welche die Entwicklung des deutschen Protestantismus mit Interesse verfolgen, aufs herzlichste eingeladen. Herford, 27. Dez. Empfehlend hingewiesen sei hiermit auf die heute abend in den oberen Räumen des Bürgervereins stattfindende Weihnachtsfeier der Turngemeinde, die u. a. einen Lichtbildervortrag:„Das deutsche Turnfest Leipzig in Wort und Bild“ darbietet, und auf die morgen nachmittag im Schützenhof veranstaltete Weihnachtsfeier der Handelslehranstalt des kaufmännischen Vereins. Herford, 27. Dez. Friede zwischen den Arzten und Krankenkassen. Von ärztlicher Seite wird uns geschrieben: Noch in letzter Stunde ist es gelungen, den drohenden Kampf zwischen Arzten und Krankenkassen im Deutschen Reiche abzuwenden. Sorge der örtlichen Vereinigungen der Kassen und Arzte wird es jetzt sein, wenn möglich bis zum 1. Januar 1914 noch Verträge für längere Dauer abzuschließen, aber, wenn dies nicht mehr geht einen für beide Teile billigen Übergangszustand zu schaffen, damit die Versorgung der Krankenkassen=Mitglieder sichergestellt ist. Zu einem dauernd friedlichen Verhältnis zwischen Krankenkasse und Arzt gehört es aber nun auch, eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 55 Tonnen innerhalb geschlossener Ortschaften bis auf 20 Kilometer zugelassen wird. Köln, 24. Dez. Bei einem Wettbewerb für eine Kölner Hymne waren 1000 Mark als Preis ausgesetzt. 430 Bewerber traten auf. Der Preis konnte nicht zuerkannt werden, weil keine der Einsendungen den gestellten Ausgaben für Amortisation und Verzinsung der Anleihe zu decken. Caillaux schätzte das Defizit des nächsten Budgets auf 600 Millionen, ohne die Ausgaben für Marokko und auf 850 Millionen mit diesen Ausgaben. Auto=Unglück. Auxerre, 27. Dez. Zwischen Auxerre und Chewilly kollidierten gestern abend zwei einander entgegenkommende, e der Einsendungen den gestellten tolldgerteg egte roezgrhgise, swei ebvo.— eine 85g Anforderungen entspricht. Eine Auszeichnung von je 500 in voller Fayrt oefinvliche Kraftwagen. Der e###gen, Mark ist aber dem Schriftsteller Max Bewer in Dresden= den ein Soldat steuerte, überschlug sich infolge eines NavoruLaubegast auf sein„Niederrheinisches Dankgebet“ und dem sches und wurde gegen eine Mauer geschleudert. Dem Sol Meurer auf sein Gedicht„Enaels=sdaten wurde der Schädel gespalten, sodaß der Tod sofort einKölner Dichter Max Meurer auf sein Gedicht„Engelsurteil“ in Kölner Mundart zuteil geworden. Letzte Nachrichten. Kälte und Wetterwechsel. Berlin, 27. Dez. In Königsberg herrscht strenge Kälte. Nach einem heftigen Schneefall wurden 10 Grad Kälte renis zwischen Krankenkasse und Arzt gehört es aber nun auch, Nach einem heftigen E.###en unt um daß beide Teile das Kriegsbeil begraben und sich bemühen, sgistriert. In Schierke im Harz wurden nach einem andauin sachlichen Verhandlungen zu einem endgültigen Ver=sernden Schneefall 30 Zentimeter Schnechöhe gemessen. Bei tragsverhältnis zu kommen. Die Herforder Arzte sind be=[Nordwestwind hat ein reger Sportbetrieb eingesetzt. In Kasher a haginnen und Nerträge sel herrschten am ersten Weihnachtstage 4 Grad Kälte und fer hertschien um ersien Wemnachtstage 4 Grad Kälte und reicher Schneefall, der eine Höhe von 15 Zentimeter erreichte. Gestern schlug die Witterung um; es herrscht Regen, die Temperatur stieg wieder auf 2 Grad. Da auf den Bergen noch Neuschnee liegt, befürchtet man abermals Hochwasser. Sturm und Brand. Berlin, 27. Dez. Ein starker Sturm, der am ersten Feiertag in Berlin und Umgegend tobte, richtete mit seinen orkanartigen Stößen von ganz ungewöhnlicher Stärke vielfach Schaden an. Es wurden Schaufensterscheiben eingedrückt, Dachziegel losgerissen und auf die Straße geschleudert. An der Ecke der Friedrich= und Jägerstraße fiel ein fast 4 Meter langer Dachsims auf den Bürgersteig. Mehrere Passanten konnten sich nur mit Mühe retten.— Nicht weniger als 5 größere Brände kamen in den Feiertagen in Groß=Berlin zum Ausbruch. Die Löscharbeiten gestalteten sich teilweise so schwierig, daß 5 Feuerwehrleute dabei zu Schaden kamen. Einbrüche. Berlin, 27. Dez. In der Nacht zum zweiten Weihnachtsfriertage wurden in Berlin zwei große Einbrüche verübt, bei denen den Dieben Schmucksachen im Werte von über 20 000 M in die Hände fielen. In der Wallner=Theater= straße 20 drangen Einbrecher in die Privatwohnung des Kaufmanns Hirschberg ein, öffneten alle Behälter und stahlen Schmuckgegenstände und Silbersachen im Werte von 10 000 M. Als die Familie zurückkehrte, waren die Diebe verschwunden.— Im Hause Altmoabit Nr. 107 wurden das Goldwarengeschäft von Smollak von Einbrechern heimgesucht. Die Diebe zerschnitten einen Rollvorhang, schlugen die Schaufensterscheibe ein und raubten das Schaufenster vollständig aus. Sie erbeuteten 130 goldene Herren= und Damenuhren, 100 Broschen, 50 Paar Ohrringe und andere Schmucksachen, deren Wert sich auf über 10000 MA beläuft. Nachklänge zu Zabern. Straßburg, 27. Dez. Wie das B. T. von maßgebender Stelle erfährt, ist die Untersuchung gegen den Obersten v. Reutter noch nicht abgeschlossen. Es ist daher ungewiß, ob der Prozeß am 15. Januar stattfindet. Wahrscheinlich wird der Prozeß einen großen Umfang annehmen, da gegen 70 Zeugen geladen werden. Gegen Leutnant v. Schadt, der die Truppen auf die Bevölkerung zielen ließ, ist eine Untersuchung ebenfalls eingeleitet worden. Es ist aber noch nicht gewiß, ob gegen ihn gleichzeitig mit dem Obersten verhandelt werden wird. Die Verhandlung vor dem Oberkriegsgericht gegen Leutnant v. Forstner findet wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des Januars statt. Wie in der Verhandlung gegen v. Forstner festgestellt wurde, sollen die Soldaten beim Durchmarsch durch Dettweiler ein nicht wiederzug. bendes zotiges Lied gesungen haben. Der kommandierende General v. Deimling hat durch Korpsbefehl daran erinner“, daß der Kaiser solche Lieder beim Militär nicht gern siellt und daß ein Verzeichnis der gestatteten Lieder existiert. Daß das 167. Infanterie=Regiment in Kassel mit dem 99. Infanterie=Regiment die Garnison tauscht, steht fest. Der Zeitpunkt der übersiedelung ist aber noch nicht bekannt. Kostbarer Fund. Amsterdam, 27. Dez. Einen kostbaren Fund machten holländische Fischer in dem nordholländischen Kanal unweit des Ortes Schouw. Sie fischten eine Dose auf, die Gegenstände von großem Wert enthielt. Die Annahme, daß sie einer der Reisenden verloven habe, fand bald ihre Bestätigung. Ein Herr aus Newyork erklärt, daß ihm diese Gegenstände, die einen Wert von 60000 Mark haben, auf der Reise durch den holländischen Kanal verloren gegangen seien. Budget=Sorgen in Frankreich. Paris, 27. Dez. In der heutigen Sitzung der Finanz= kommission des Senats kündigte der Kriegsminister an, s ebten, go, zuh begangen. Der Täter, der leiders daß die Kredite von 134 Millionen, die für die Zurüickentonnen st, aeselle sch in der Möhz, berik sgonhigf, Bohe 2, Bisionen, die 1913 ür die Beschtennigung de Wer biesigen Markplate. Hier ersuchte er seinen Vegleiter. ihm! reit, die Veryanotungen wieder zu beginnen und Verträge abzuschließen und haben hiervon den Krankenkassen Mitteilung gemacht.„..„„ Herford, 27. Dez. Volksliederabend. Unsere Leser machen wir hierdurch noch besonders auf den Volksliederabend aufmerksam, den die Familie Kuhlo=Siebold am nächsten Montag als Wohltätigkeitskonzert veranstalten wird. Es werden dabei 28 der edelsten deutschen Gesangsweisen im gemischten= und Männerquartett, im Posaunensextett und Waldhornquartett in schönsten Harmonien vorgetragen und ein= und mehrstimmige Lieder zur Laute gejungen werden. Weihnachts=, Vaterlands=, Volkslieder, fröhliche und wehmütige Weisen werden in reinen Tönen erklingen, so daß ein seltener musikalischer Genuß in Aussicht steht. Die Mitwirkenden haben vor einem Jahr im größten Saale zu Amsterdam ein ähnliches Konzert veranstaltet, über welches damals die Zeitungen glänzende Rezensionen brachten. Herford, 27. Dez. Lichtspielhaus am Alten Markt und Viktoria=Lichtspiele. Von heute bis zum 2. Januar wird in diesen Kinos das größte Filmwunder der Welt:„Die Herrin des Nils“(Kleopatra) gezeigt. Unter Aufwendung ganz bedeutender Geldmittel und einer riesigen Anzahl Mitwirkender konnte dieser aufsehenerregende Film zustande kommen. Näheres ist aus dem Prospekt, welcher unserer heutigen Ausgabe beiliegt, zu ersehen. 6 Herford, 27. Dez. Derschwere Sturm, der gestern schon einsetzte und im Laufe der Nacht unter Blitz und Donner zum Orkan anwuchs, hat alles, was nicht niet= und nagelfest war, mit fortgerissen und weggeschleudert. Die Promenaden waren mit Baumzweigen in allen Stärken übersät, und von zahlreichen Dächern waren Ziegel gerissen und auf Straßen und Wege geschleudert. Hücker=Kreuz, 24. Dez. Besitzwechsel. Der Maurermeister Rast in Westerenger hat von dem Apotheker Rasch hier ein an der Kreisstraße Spenge—Enger in der Nähe der Apotheke belegenes Grundstück käuflich erworben und will Rast auf diesem Grundstück in nächster Zeit einen größeren Neubau errichten." Bielefeld, 27. Dez. Stadttheater. Die Weiynachtsfeiertage brachten in reicher Fülle eine ganze Anzahl sehenswerter Erstaufführungen, die in diesen Tagen wiederholt werden und allen denen bestens empfohlen werden können, die sich noch nachträglich eine Weihnachtsfreude bereiten wollen. Das trifft namentlich für das Weihnachtsmärchen„Goldhärchen" zu. Die nächsten Aufführungen von„Goldhärchen“ finden bei kleinen Preisen am 28. und 31. Dezember statt, sowie am 1., 3., 4., 7., 10. und 14. Jan. stets nachmittags vor 3—5½ Uhr. Die Festtags=Abend= vorstellungen, die Johann Strauß=Operette„1001 Nacht wird am Sonntag, 28. Dez. und am 6. Jan. wiederholt, die Operette„Der Mikado“ gelangt in gänzlich neuer Ausstattung am 30. Dez. und am 4. Jan. wieder zur Aufführung. Wer sich Silvester amüsieren will, findet dazu in „Filmzauber“ reichlich Gelegenheit und neue Heiterkeitsstürme wird. Die spanische Fliege“ entfesseln, die am 1. und 5. Jan. in Szene geht. Es sei auch auf die„Wallensteins Tod“=Aufführung zu kleinen Preisen am Sonnabend, 3. Jan., hingewiesen, da diese Klassiker=Vorstellung noch in die Ferien fällt, liegt sie für den Besuch besonders günstig. Für alle genannten Vorstellungen nimmt die Theaterkasse Bestellungen entgegen.„ g. 8. Bielefeld, 24. Dez. Auf dem Vieymarrr rostelen gestern Rinder 280—400, Milchkühe 300—550 M, Schweine(6—8 Wochen alte) 13—18 M, alte 18—28 M. Stangenschweine 28—48 M, und ältere Tiere 2c. 55—180 M. Der Handel war flott. Schildesche, 24. Dez. Straßenraub. In einer der letzten Nächte wurde hier an einem jungen Manne aus daten wurde der Schädel gespalten, sodaß der Tod sofort eintrat. Sein im Wagen sitzender Onkel sowie seine Tante erlitten schwere Kopfverletzungen und mußten ins Spital gebracht werden, wo sie fast hoffnungslos darniederliegen. Zwei Cousinen des Soldaten und die Insassen des anderen Wagens, ein Pariser Anzt und ein Kaufmann, erlitten leichtere Verletzungen. Ministerwechsel in Bulgarien. Sofia, 27. Dez. Ministerpräsident Radoslow hat heute dem König die Demission des Ministers des Außern, Ghenadiew, überreicht. Der König nahm die Demission an. Der Ministerpräsident wird die Agenden des Ministeriums des Außern selbst übernehmen. Man glaubt, daß Tontschew, der bisherige Finanzminister, das Portefeuille des Ministeriums des Außern später übernehmen wird. Obstruktion und Demission. Belgrad, 27. Dez. Während der heutigen Skupschtinasitzung verließ die gesamte Opposition unter Protest ihrer Führer gegen das verfassungswidrige Vorgehen der Regierung in der Budgetfrage demonstrativ den Saal. Hierauf sollt die Abstimmung erfolgen, doch war das Haus beschluß unfähig. Es erfolgte daher Vertagung auf Montag. Wie verlautet, beschloß das Kabinett Pasitsch, im Zusammenhang mit diesen Vorgängen wegen der Obstruktion der gesamten Opposition dem Könige seine Demission zu überreichen.„... 92e Sterker 9.ch. Die Angelegenheit des Obersten Labrador. Cadix, 26. Dez. Der spanische Oberst Labrador, der kürzlich durch ein Kriegsgericht zu sechs Monaten Festungshaft verurteilt wurde, weil er sich geweigert hatte, der Messe des Heiligen Geistes beizuwohnen, hat die Erklärung abgegeben, daß er als Protestant einem katholischen Gottesdienste nicht beiwohnen könne, ohne einen Akt gegen sein Gewissen zu begehen. Man glaubt, daß der König den Obersten begnadigen wird. Panik bei einer Weihnachtsfeier. Newyork, 27. Dez. In Calumet im Staate Michigan fand zum Besten der ausländischen Arbeiter der Kupferbergwerke eine Weihnachtsfeier statt, als plötzlich ein beiter Feuer rief. Es entstand eine unbeschreibliche Panik in dem Saale, alles strömte den Ausgängen zu. 72 Personen, teils Frauen und Kinder, fanden in dem Gedränge den Tod. Statt Karten. Am 2.„Weihnachtsfeiertage morgens 2 Uhr verschied nach langem und schwerem mit grosser Geduld ertragenem Leiden im festen Glauben an seinen Erlöser mein lieber guter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater und Grossvater der Reichsbankgeldzähler Ernst Schaefer im 61. Lebensjahre. In tiefer Trauer namene aller Hinterbliebenen: Frau Martha Schaefer geb. Reinhardt. Die Beerdigung findet am Montag, den 29. Dezember, nachmittags 2¾ Uhr vom Trauerhause, Bielefelderstrasse 73, aus statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Gestern starb nach langem Leiden der Geldzähler bei der Reichsbank hiesigen Aurlplahr. Wier ersuchte er seinen Begleiter, ihm 10 Pfg. für einen Schnaps zu geben. Der junge Mani ließ sich überreden und holte sein Portemonnaie aus der Tasche. Diese Gelegenheit benutzte der Verbrecher, indem er ihm das Portemonnaie gewaltsam aus der Hand riß und schleunigst damit das Weite suchte. Detmold, 27. Dez. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Rentners Tenge, der der Lippischen Konservenfabrik Strangmeier& Co. in Hiddesen angehörte und der durch den Zusammenbruch der Firma sein gesamtes Vermögen einbüßte, betragen die Schulden 2248390 M, denen eine verfügbare Summe von 44 967 M gegenübersteht. Die Gläubiger erhalten also 2% von ihren Forderungen. Tenge sowohl wie der Gesellschaftgn. Sterneborg in Lippstadt, der ebenfalls um sein 9,. behaltung einer Jahresklasse unteg, den, Fahner. 78 Minlionen, die 1915 für die Beschleunigung der Bewaffnung vorgesehen seien, erschöpft wären. Die Regierung habe sich entschlossen, das Budget weiter inne zu halten und neue Ausgaben, die sich auf 100 Millionen belaufen würden, zu machen. Sie würde demnächst einen Gesetzentwurf zur Regelung dieser bereitgestellten Ausgaben der Kammer unterbreiten. Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloß die Kommission, auch den Generalen die Wohltat der Solderhöhung zuteil werden zu lassen. Dann sprach Caillaux über den Gesetzentwurf zur Bewilligung der Budgetzwölftel. Er rechtfertigte die Verzögerung der Annahme mit Gründen technischer, finanzieller und politischer Art. Er glaube, daß die vorgeschlagene Anleihe den Notwendigkeiten der nationalen Verteidigung entspräche. Die militärischen Ausgaben müßten auf die dringenden Bedürfnisse beschränkt werden. Da die gegenpcht per gent wähen e se Er hat 40 Jahre hindurch dem und der Reichsbank treu gedient. Sein Andenken wird in Ehren gehalten werden. Herford, den 27. Dezember 1913. In Namen der Beamten der Reichsbanknebenstelle: Kulka, Kaiserl. Bankvorstand. Danksagung. bei als ium sein gssaptes Pirektor 15 oder 20 Jahre von neuem gemag, Witoen mungnren,g vermögen gekommen ist, haten dem frühere dann nachl sei es unetlätzlich, die Amortisation der Anleihe in der gleiStrangmeier, Bigntowezisglgegeben, die dieser vonn unng, chen Frist sicherzustellen. Er werde daher dem Parlament benen, Oun Bom Herrn Regierungs=(zugleich mit der Anleihe einen Gesetzentwurf vorlegen, der präsidenten ist eine Bekanntmachung erlassen, wonach neue Steuern einführe, durch die es möglich sein werde, die Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme dem Hinscheiden meiner lieben Frau, insbesondere für die vielen Kranzspenden und Blumen sagen wir unsern herzlichsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: L. Arnold. Turngemeinde Herford. E. V., M. d. D. T. Sonnabend, den 27. ds. Mts., abends 8½ Uhr in den oberen Räumen des Bürgervereins Lichtbildervortrag: Das deutsche Turnfest Leipzig in Wort und Bild. =- Kränzchen.-= Unsere Mitglieder, Freunde und Gönner werden hierdurch ergebenst eingeladen. Der Turnrat. Restauront zum Rurfürsten. Fr. Collhrunn. Sonntag, den 28. Dezbr.: Händelsienranstalt des kaufmannischen Vereins. Am Sonntag, den 28. Dezember, nachmittags 4 Uhr, findet im Theatersaale des Schützenhofes die diesjährige Weihnachtsfeier des Lehrlingheims statt, wozu die Gönner, Freunde, Lehrherren und Schüler nebst deren Angehörigen hierdurch ergebenst eingeladen werden. Der Leiter der Anstalt: Murken. Hauptversammlung Dieustag, den 30. Dezember, abends 8½ Uhr in Aeckers Turnhalle. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2 Geschäftsbericht. 3. Kassenbericht. 4. Vorstandswahl. 5. Kaisers Geburtstagsseier. Anschließend Splvesterfeier unter brennendem Weihnachtsbaum.— Unentgeltlich Verlosung einer Anzahl Jubiläumstaler usw. Um vollzähliges Erscheinen bittet Der Vorstand. Berggarten. Heute, Sonnahend. Sennabend, den 27. Dezember 1913(3. Weihnachtsfeiertag) Anfang 3 Uhr Ende 6 Uhr Goldhärchen Zaubermärchen mit Gesang und Tanz von Robert Hertwig. Abends 7½ Uhr Ende gegen 10¼ Uhr Alt-Heidelberg Schauspiel von Wilhelm Meyer-Foerster. Anfang 8 Uhr Sonntag, den 28 Dezember 1913 Ende 6 Uhr Goldhärchen Abends 7 Uhr Ende gegen 10 Uhr 1001 Nacht Operette von Joh. Strause. Anfang 8 Uhr Montag, den 29. Dezember 1913 Ende 10¼ Uhr Pyomalion Komödie in 5 Akten von Bernhard Shaw. Deutsch von Siegfried Trebitsch Anfang 7½ Uhr Dienstag, den 30. Dezember 1913 Ende 10½ Uhr Der Mikado Burleske-Operette v. W S. Gilbert. Musik v Arthur Sullivan. Anf. 3 Uhr Mittwoch, den 31 Dezbr. 1913(Sylvester) Ende 6 Uhr Goldhärchen Abends 7½ Uhr Ende 10½ Uhr Filmzauber. Grosse Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Rudolf Bernauer und Rudolf Schanzer.— Musik von Willy Bredschneider und Walter Kollo Anf. 3 Uhr Donnerstag, den 1. Januar 1914(Neujahr) Ende 6 Uhr Goldhärchen Abends 7 Uhr Ende nach 9 Uhr Die spanische Fliege Schwank-Novität von Franz Arnold und Ernst Bach Anfang 8 Uhr Sonnabend, den 3. Januar 1914 Ende 6 Uhr Goldhärchen Anfang 7½ Uhr Ende 10½ Uhr Volkstümliche Voretellung zu kleinen Preisen Wallensteins Tod Ein dramatisches Gedicht von Friedr. v. Schiller. Bestellungen auf Eintrittskarten werden für Herford bei Herrn Zintl(Kurfürstenstrasse) angenommen Hôtel Kalsernof — Salzuflen empfiehlt seine aufs beste eingerichteten Restaurationsräume. Ferner 1 grossen Saal und mehrere Vereinszimmer zur Abhaltung von Vereinsfestlichkeiten. Speisen und Getränke. Neuer Inhaber: A. Hoffmeister. Ia. Gewerbeschule für Prauen und Töchter (gegründet 1887 von Frau Johanna Münter). Herford i. U., Mlter Markt 8. Staatlich konzessioniert. Gründlicher Unterricht nähen, Wäscheanferigung Kleidermachen, Kunst=Handarbeit und kunstgewerbl. Arbeiten, Klöppeln 2c. Rusblldung für häusliche und berutliche Zwecke. 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Straßburg, 24. Dez. Mittags wurde nach einstündiger Beratung des Gerichtshofes das Urteil in der Klage des Kriegsministers gegen das Journal d'Alsace=Lorraine verkündet. Danach wurde der Angeklagte Jung, der den inkriminierten Artikel verantwortlich gezeichnet hatte, zu drei Wochen Haft verurteilt. Außerdem wurde auf Veröffentlichung des Urteils in den Straßburger Neuesten Nachrichten, der Straßburger Post, sowie dem Journal d'Alsace=Lorraine erkannt. In der Begründung wird ausgeführt, der Angeklagte Jung habe den Kommandostellen des preußischen Heeres in dem Artikel den Vorwurf ehrloser Gesinnung gemacht, indem er behauptete, die preußische Heeresverwaltung verwende im Falle eines Krieges die elsaß=lothringischen Soldaten nicht aus rein sachlichen Gründen, sondern nur als Kanonenfutter. Dieser Vorwurf trage eine hetzerische Tendenz. Hinsichtlich des Angeklagten Mink wurde das Verfahren abgetrennt und die Vertagung ausgesprochen, da der Staatsanwalt im Verlaufe seines Plaidoyers erklärte, er werde den Beweis dafür antreten, daß Minik der Verfasser des mit dem Pseudonym„Lippo Memmi“ unterzeichneten Artikels sei. Eine Sturzsicherung für Flugzeuge an England verkauft. Wien, 24. Dez. Der„Aviat. Chronik" in Wien zufolge wurde die von dem österreichischen Flugzeugkonstreukteur und Luftschiffer Dr. Ninführ erfundene automatische Kipp= und Sturzsicherung für Flugzeuge, die jedes Kippen nach der Längs= und Querrichtung unmöglich machen soll, von der englischen Marineverwaltung zu einem Preise von 500000 Kronen zur ausschließlichen Verwendung erworben. Ninführ hatte s. Z. der österreichischen Marinevenwaltung die Venwendung seiner Erfindung angeboten, war jedoch zurückgewiesen worden. Der Erfinder beschäftigt sich seit 20 Jahren bereits mit dem Problem der automatischen Sturzsicherung und ist einer der bekanntesten Flugtechniker in Oesterreich. Zeppelin=Museum. Aus Anlaß der Foier des 75. Geburtstages des Grafen Zeppelin beschlossen die Gemeindekollegien der Stadt Friedrichshafen, ein Zeppelin=Muscum zu gründen. Graf Zeppelin hat seine Zustimmung gegeben und versprochen, dasselbe durch Zuwendungen aus seinem eigenen Besitz zu fördern. Ein Komitee hat die Ausführung des Gedankens in die Hand genommen. Das Museum ist geplant als eine Sammlung von Gegenständon aller Art, Modellen, literarischen und aktenmäßigen Dokumenten, Erinnerungszeichen und dergleichen mehr, die auf die Person und das Leben des Grafen Zeppelin sowie seiner bekannten Mitarbeiter, auf sein Luftschiff und dessen wechselvolle Geschicke Bezug habon. Was das Museum künftig bergen soll, ist zumeist noch verstreut im weiten Lande, in den Händen einzelner, in den Mappen und Schränken passionierter Sammler, in den Archiven der Photographen, Tageszeitungen und illustrierten Blätter jeglicher Art, in den Händen der Kuriositätenhändler. Es ergeht daher mit diesem die öffentliche Bitte an alle, die Zeppelin=Erinnerungen irgendwelcher Art besitzen, solche zum Besten des Museums hergeben zu wollen. Alles, auch das Unscheinbarste, sei es technischer, sei es literarischer oder bildlicher Art, sei es zum Preise oder Ruhme, sei es als Satire oder Karikierung oder als harmlose Spielerei gemeint, jecke Gabe ist williommen. Aus der Pravinz und den Nachborländerv. Köln, 26. Dez. Amtliche Meldung. Heute nachmittag 12 Uhr 8 Mniuten fuhr auf dem Hauptbahnhof Köln der Leerzug 189 auf den zur Abfahrt bereit stehenden Personenzug 636 leicht auf. Zwei Reisende sind unbedeutend verletzt. Aachen, 24. Dez. Am Grabe seiner Frau erschoß sich gestern nachmittag, wahrscheinlich aus Schwermut, ein etwa 60 Jahre alter Prokurist. Kassel, 24. Dez. 100 Milligram Radium schenkte zum Zwecke der Krebsbehandlung die Witwe eines Sonnabend, den 27. Dezember 1913. hiesigen Großindustriellen heute dem hiesigen Marienrankenhaus. Bremen, 24. Dez. Der Norddeutsche Lloyd hat beim Bremer Vulkan den Bau dreier Frachtdampfer von je 12 000 Tons für die Ostasien=Fahrt in Auftrag gegeben. Emden, 26. Dez. Gekentert ist gestern vormittag im Außenhafen ein Schleppdampfer, der einen Seedampfer bugsierte. Der Kapitän wurde gerettet, die übrigen drei Mann der Besatzung ertranken. Hamburg, 24. Dez. Zusammenstoß. Der von Afrika kommende Hamburger Dampfer Emir stieß auf der Elbe bei Jüle=Sand mit dem ausgehenden Bremer Dampfer Vulkan zusammen. Der Vulkan, der schwer leck wurde und voll Wasser gelaufen ist, wurde auf den Strand gesetzt. Der Emir ist mit schwerem Bugschaden im Hamburger Hafen eingetroffen. Der zweite Offizier des Vulkan wurde verletzt. letzt. 68. Kleine Chronit. Berlin, 26. Dez. Wegen angebliche Geisteskrankheit interniert. Eine Internierungsaffäre bildete am Dienstag nachmittag den Gegenstand eines Beleidigungsprozesses vor dem Schöffengericht in Charlottenburg. Kläger ist Graf Rehbinder, Beklagter Sanitätsrat Dr. Dornblüth aus Wiesbaden. Graf von Dunten Dalwigk in Berlin lebte in Differenzen mit seiner Schwester Baronesse Pauline von Dalwigk in Darmstadt anläßlich der Erbauseinandersetzung über den Nachlaß ihres Vaters. Im Verlaufe dieser Meinungsverschiedenheiten soll die Baronesse Pauline die Internierung ihres Bruders betrieben haben. Sie wandte sich an Dr. Dornblüth in Wiesbaden, den jetzigen Angeklagten, der ihr ein Gutachten dahin erstattete, daß Graf v. Dunten=Dalwigk geisteskrank sei. Auf Grund. dieses Gutachtens erwirkte sie in Darmstadt einen Beschluß, durch den Graf Dunten=Dalwigk unter vorläufige Vormundschaft gestellt wurde. Der heutige Privatkläger, Graf Rehbinder, intervenierte zu seinen Gunsten. Nach seiner Behauptung will er hierbei von Dr. Dornblüth beschimpft worden sein, während Dr. Dornblüth behauptet, daß der Privatkläger ihn beleidigt habe. Es ist Klage und Widerklage erhoben worden. Der Vorsitzende versuchte zunächst eine Einigung unter den Parteien herbeizuführen. Die Versuche scheiterten jedoch an dem Willen des Privatklägers, die Sache vor der Öffentlichkeit durchzuführen. Nach zwölfstündiger Verhandlung wurde Sanitätsrat Dr. Dornblüth(Wiesbaden), der den Grafen Dunten=Dalwigk zweimal gestaltsam in eine Heilanstalt bringen wollte, wegen Beleidigung des Grafen Rehbinder, zu 300 M Geldstrafe verurteilt. Der Widerbeklagte Rehbinder ist freigesprochen worden, weil er in Wahrnehmung berechtigter Interessen handelte. Berlin, 24. Dez. Revolverkampf zwischen Schutzleuten und Einbrechern. Heute morgen gegen 4 Uhr drangen Einbrecher in die Geschäftsräume der Galanterieund Lederwarenfabrik von Hugo Speyermann in der Ritterstraße ein. Herr Speyermann hatte aber die Einbrecher bemerkt und telephonierte an das Polizeirevier, das drei schutzleute nach dem Hause sandte. Bei der Durchsuchung der Räume stießen die Beamten auf drei Männer, die sich hinter einem Schrank versteckt hatten und, als sie entdeckt waren, mit ihren Revolvern auf die Beamten schossen. Als diese das Feuer erwiderten, suchten die Verbrecher ihr Heil in der Flucht; zwei von ihnen sprangen durch ein Fenster aus dem ersten Stock auf die Straße hinab, während der dritte sich in einem anderen Raum verbarg. Die beiden anderen fand man hilflos mit schweren inneren und äußeren Verletzungen auf der Straße liegen; sie wurden in die Charite gebracht. Der dritte Verbrecher konnte später im Hause gefunden und mit dem Revolver zur Aufgabe des Widerstandes gezwungen werden. Berlin, 24. Dez. Im Prozesse Koghen wurde der Angeklagte wegen fortgesetzten Betrugs zu zwei Jahren Gefängnis unter Anrechnung von einem Jahr sechs Monaten auf die Untersuchungshaft verurteilt. Die Mitangeklagten Jacubowitz und Gelhorn wurden freigesprochen. Lissa, 24. Dez. Wegen dringenden Ver dachts der Spionage wurde auf dem Bahnhof Skalmier= zyee die französische Sprachlehrerin de Kvies aus Kalisch ver∆ Halberstadt, 24. Dez. Selbst gerichtet. Der Mörder Rudolf Knobel, dessen Hinrichtung am Sonnabend erfolgen sollte, aber infolge einer neuen Aussage des Verbrechers verschoben werden mußte, hat sich in der vergangenen Nacht im hiesigen Gerichtsgefängnis erhängt. Groningen, 25. Dez. Bahnunfall. In der Nähe der Eisenbahnbrücke über den Oranje=Kanal ist ein Schnellzug entgleist. 5 Personen, unter denen sich auch der Sohn des Ministerpräsidenten befindet, sind getötet und 12 verwundet worden. Metz, 24. Dez. Ein Auto unglück ist bei Chateau Salins geschehen, wobei die 19jährige Tochter des Hotelbesitzers Voizard getötet und die drei übrigen Insassen, ein Bruder des Mädchens und die Eheloute Bock, schwer verletzt wurden. München, 24. Dez. Bilderdiebstahl. In der letzten Nacht sind aus den Erdgeschoßräumen der neuen Pinakothek drei Gemälde im Gesamtwerte von 3000 Mark gestohlen worden. Der Dieb besuchte auch die anderen Räume im Erdgeschoß, in denen wertvolle Antiquarien, die er unberührt ließ, lagen. Der Dieb ist unerkannt entkommen. München, 24. Dez. Werber. Die Polizei verhaftete heute einen etwa 30jährigen Franzosen, der sich als Gärtner Franz Burteiere ausgab. Der Verhaftete hatte in der Herberge zur Heimat in der Landwehrstraße versucht, einen auf der Durchreise befindlichen Handwerker zum Eintritt in die französische Fremdenlegion zu veranlassen. München, 25. Dez. Feuer in der Hackerbrauerei brach 2,30. Uhr nachts aus. Die Flammen griffen rasch um sich und bald war das ganze Anwesen ein weithin louchtendes Feuermeer. Gegen 5 Uhr mußte sich die Feuerwehr, die mit 31 Schlauchleitungen vorging, hauptsächlich davauf beschränken, die vom Feuer bereits ergriffene anliegende Pschorrbrauerei zu schützen. Die Brandmauer der Hackerbrauerei am Eisenbahngleis ist eingestürzt. Die zwischen dem Hof und dem Geleis liegenden Bureauräume, die Schreinerei, Faßhalle und Küferei wurden niedergelegt. Das Sudhaus ist stehen geblieben. Der Betrieb der Brauerei wird aufrecht erhalten. Nach Angabe eines Wächters ist das Feuer auf Kurzschluß zurückzuführen. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Freiwillige Feuerwehren arbeiteten noch den ganzen ersten Wibnachtsfreiertag an der Ablöschung des Brandes. Außer einem Berufsfeuerwehrmann sind vier freiwillige Feuerwehrleute leicht verletzt worden. Landau, 24. Dez. Familiendrama. In dem benachbarten Impflingen hat die Frau des Landwirts Friodr. Stentz ihre beiden Kinder, von denen das eine sechs, das andere fünf Jahre alt war, erwürgt und sich dann erhängt. Was die Frau, die in den besten Verhältnissen lebte, zu der furchtbaren Tat veranlaßt hat, ist völlig unbekannt. Genua, 25. Dez. Zusammenstoß. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd Prinz Gitel Fricdrich ist bei seiner Ausfahrt aus dem Hafen gestern abend mit dem Segelschiff Andreina, das mit einer Ladung Eisen von Toulon kam, zusammengestoßen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß das Segelschiff unterging. Die aus 7 Mann bestehende Besatzung konnte gerettet werden. Zwei Matrosen haben Verletzungen davongetragen. Der Dampfer Prinz Eitel Friedrich hat nach einstündigem Aufenthalt seine Fahrt nach Bremen fortgesetzt. Odessa, 24. Dez. Ein heftiger Schneesturm verursachte in mehreren Südgouvernements Massenunfälle. Vier Dörfer des Gouvernements Poltawa sind fast gänzlich zerstört. Der Bugsierdampfer„Smiely“ erlitt in der Nähe von Taganrog eine Havarie. Nach sechs Stunden wurde die Mannschaft von einem Eisbrecher gerettet. Newyork, 24. Dez. Einen großen Tkandal hat der plötzliche Tod des Rechtsanwalts Conch zu Tage gefördert. In der Wohnung wurde eine geheime Tür entdeckt, hinter der man ein wohlausgestattetes Zimmer fand. Eine verstört aussehende Frau kam den Polizisten entgegen und erklärte, daß sie seit 15 Jahren in diesem Gemach gefangen gehalten wurde. Sie sei eine Jugendliebe Conchs und sei von ihm gezwungen worden ,ihm hierher zu folgen. Sie durfte sich niemals am Tage zeigen und erschien nur nachts in der Wohnung Conchs. Die Frau scheint durch die lange Gefangenschaft etwas geistesgestört geworden zu sein. Wen wählen wir? Zu diesem letzten Artikel, der von Herrn Pagel unterzeichnet ist, bemerken wir, daß es nicht ganz richtig ist, wenn Herr Pagel behauptet, sein Verband habe die meisten Stimmen bei der Kaufmannsgerichtswahl erhalten. Herr Pagel hat ja selbst der Auszählung beigewohnt, und da dürfte es ihm wohl nicht entgangen sein, daß unsere Liste, die Liste des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig, ebenfalls 162 Stimmen erhalten hat und das ohne große öffentliche Versammlungen und ohne die geradezu verschwenderische Versendung von Flugschriften. Zu dem weiteren Inhalt bemerken wir nur, daß wir die Art und Weise, wie sich die beiden Bruderverbände bekämpfen, aufs tiefste bedauern und darauf hinweisen, daß die Handlungsgehilfen ihr Geld und ihre Kraft gerade in dieser Zeit, wo viele der wichtigsten Interessen unseres Standes bedroht sind, viel besser verwerten können als in gegenseitiger Zerfleischung. Verband Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig Kreisverein Herford J. A.: Rud. Heidbreder. Kraft. Roman von C. Dressel. 1. Fortsetzung.(Nachdruck verboten). Die öde Welt war nicht halb so fade, wenn er sich mit diesem grauen Bücherwurm herumschlug. Mit ihrer gräßlichen Pedanterie mußte unbedingt mal gründlich aufgeräumt werden. Jutta, die einzige auf Erden, die wirklich an ihm hing, ihn mochte, so wie er nun mal geworden war, die immer eine Entschuldigung für ihn bereit hatte, würde ihn schon herausreißen, sobald es kritisch wurde. Er war einig mit sich. Stracks ging er jetzt in den Gepäckraum, wo man bereits das Gepäck für den fälligen Zug verladen hatte bis auf einen großen Korb, dessen schwarze Wachstuchdecke ein weithin leuchtendes C. l. in weißer Farbe zierte, und ein abgegriffenes Handköfferchen mit den gleichen Initialen bemalt. „Schauderhaft," dachte Hans Jörg.„Das ist wieder ganz und gar Christine, die mehr auf handgreifliche Zweckmäßigkeit sieht, denn auf gefallige Eleganz. Er lohnte den noch des Fahrscheins harrenden Träger fürstlich ab und veranlaßte die Ueberweisung der beiden Effekten nach dem Anhalter Bahnhof, da ein Irrtum vorläge. Das Gepäck habe bis zum Münchener Abendzuge bei dem Anhalter Portier zu lagern, sein Kutscher werde den Garantieschein an sich nehmen. Sodann verständigte er diesen mit dem Befehl sofortiger Rückkehr, worauf er mit der harmlosesten Miene zu Christine hineinging. „So Fräulein Christa, das wäre erledigt.“ Er handigte ihr das Portemonnaie ein, daß sie mit gemurmeltem Dank unbesehen fortsteckte. „Lassen Sie uns noch auf glüaliche Reise anstoßen,“ schlug er liebenswürdig vor.„Ei Schluck Portwein wird Ihnen gut tun, Sie sehen ja zum Erbarmen aus.“ Schon brachte der Kellner die bereits bestellte Erfrischung. Hans Jörg füllte hurtig die Gläser. „Ist denn noch Zeit?“ fragte Christine zögernd. „Massenhaft,“ beruhigte er sie und hob das Glas gegen sie auf:„Ihr Wohl, werte Erzseindin.“ Sie lächelte großmütig, nippte den starken Wein, tat es zum anderen Male und fand, daß er ihr wirtlich ein Labsal war. Und als Bernow darauf meinte, der„durchgedrückten“ Examinandin müsse er noch ein extra Hoch bringen, denn Glückspilze seien rar auf dieser schnöden Erde, lachte sie ungekrankt und ließ heiter ihr Glas an das seine klingen. Zugleich kam sie ins neden. Nie wäre sie unterhaltsamer, als wenn sie fachsimpeln könne, warf er ihr scherzend vor. Doch ihn schien die Sache nun selber zu interessieren, er ging dem ihm sonst verhaßten Examenplunder bis auf den Grund und konnte gar nicht loskommen. Chiistine, die vor wenigen Minuten noch jämmerlich ausgesehen, bekam heiße Backen, ob vom Eifer des Gesprächs oder dem schweren Wein sei dahingestellt. Jedenfalls aber schien sie in Verfolgung ihrer Lieolings= themaia Zeit und Ort zu vergessen. Sie bemerkte nicht, daß sich das Fluten und Verevven der Reisenden schon ein paarmal wiederholt hatte, bis Bernow, die Uhr ziehend, verblüsst rief:„ „Himmel, da haben wir Ihren Zug verschwatzt, Fraulein Christa. War's nicht 12,50 Uhr?“ Er hielt ihr den schon über Eins vorgerückten Chronometer hin.„Ja, der ist längst über alle Berge.“ „Ach Gott!“ sie war jäh ernüchtert und wieder sehr blaß geworden..6„4512114 „Nun, das braucht Sie nicht unglailinch zu machen, Sie nehmen einfach den nächsten, tröstete er scheiner ließ ein Kursbuch bringen und schlug eifrig nach. „Na ja 9,25 geht wieder einer. In Hannover 2,12.“ „In der Nacht?“ rief sie bestürzt. „Schadet das was?“ „Ich kann meiner Freundin doch nicht bei Nacht und Nebel ins Haus fallen, wo sie gar nichts von meinem Kommen ahnt. Außerdem ist mir Hannover fremd. Nein, daran ist nicht zu denken. Es muß auch vorher einer über Stendal gehen, meine ich. Bitte, sehen Sie schnell 7409. ein ein me Mall Jetzt dauerte es abei eine eine geraume Wenle, ehe er sich zurecht fand, während sie mit unruhigen Fingern die Tischplatte klopfte. Endlich hatte er's.„Hm, ein Bummelzug um zwei, fährt seine guten sechs Stunden, die reine Tortur. Die würd' ich mir nicht zumuten, wenn ich schon zum Umallen bin. Ueberdies träfen Sie auch erst spät abends bei Ihrer Freundin ein, und ich glaube, Ueberraschungs besuche hat man im allgemeinen lieber bei Tage. Vor allem aber wär's die Frage, ob Sie überhaupt noch diesen langstieligen Zug erwischen, der ja vom Lehrter abgehr„ Ktr. ae Hamn ue a. Sie seufzte nievergeschlagen.„Dann muß ich eden in die Pension zurück und morgen fahren. Wie dumm das nun aussieht. Auch ist mein Zimmer schon vergeben.“ Tät' ich nicht an Ihrer Stelle. Wäre viel einjacher, Sie nähmen den Nachtzug 11,45 Uhr. Dann sind Sie 6,22 Uhr früh in Hannover, restaurieren sich gemächlich auf dem dortigen schönen Bahnhof. wo Sie alle Bequemlichkeit haben und sagen Ihrer Freundin zu passender Stunde guten Morgen.“ Das ginge eyer. Nur, was fange ich bis zum Abend an? Deu halben Tag hier jestzusitzen, ist auch nicht verlockend. Es ist wirklich satal.“ Und meine Schuld, nickte er zerknirscht. „Ach was, ich vin doch kein Kind, hätte selber auf die Zeit achten sollen. Nein, daß mir dies passieren konnte!" *„Sehen Sie wohl? Selbst der korretteste Mensch kann mal was verbummeln, und von meinesgleichen erwarten Sie gar immer die edelsten Vollkommenheiten. Gibt's einfach nicht in dieser unvollkommenen Welt, wo einem die Züge fortlaufen, während man sich aus gutem Herzen glückliche Reise wünscht. Doch Scherz bei Seite. Ich bin natürlich Ihr Mithäftling. Zehn gute Stunden müssen wir absitzen, sollten die sich nicht in Berlin passabel totschlagen lassen, wenn man nur in der richtigen Gemütsiun wuy haben Sie denn Zeit?“ fragte sie zwischen Lachen und Weinen. Nach Ihrer„maßgeblichen“. Meinung, mein und gnädiges Fräulein, tue ich ja überhaupt nie was. Ergo, was kommt's da auf einen Bummeltag mehr groß an?“ Komisch, wie Sie selbst das harmloseste Wort zu einer Spitze drehen," begehrte sie auf. „Na, na, wir wollen uns doch jetzt nicht zanken, sondern amüsieren. Einverstanden?" lachte er gutmüng. „Ich muß wohl,“ entgegnete sie gefaßt. „Bon. Haben Sie nun besondere Wünsche, so schlagen Sie, bitte, vor, Fräulein Christa.“ „In die Nationalgalerie möcht ich wohl noch mal. Er pfiff durch die Zähne.„Wollen Sie nicht lieber mit der Bilderschau bis München warten? Da wird man so wie so von Morgen bis Abend mit Kunst gepäppelt, und Sie sehen mir aus, als ob Ihnen zunächst ein ordentlich Stück Roastbeef nötiger wäre. Wirklich, Christa, die schmale Pensionskost merkt man Ihnen schon auf zehn Schritt Entfernung an.“ „Gott, das ist Nevensache.“ 1, Justans Aber gar nicht. Man ist in gesattigtem Zustand viel liebenswürdiger. Ich zum Beispiel kann geradezu unangenehm werden, wenn ich, wie zufällig heute, den ganzen Tag fast nichts genossen habe.“ „Aber, was hinderte Sie denn in aller Welt? „Geschafte!“ entgegnete er mit gemachter Würde. „Na und jetzt ist mein Magen der reine Revolutionär, er verlangt kategorisch sein Recht.“ „Befriedigen Sie ihn auf jeden Fall, es wäre zu viel des Fatalen, wenn ich auch noch unter Ihrer Magendisposition leiden müßte," lachte sie mit einem spöttischen Seitenblick auf seine wohlgenährte kräftige Gestalt. „Oho, es soll Ihnen selber schmecken, probutum est. Also, mein draußen wartender Wagen bringt uns zunächst zu Hiller—“ „Ich bin nicht für Hiller angezogen, warf sie ein. „Hinterher schämen Sie sich für mich in Grund und Boden, denn Sie selber sind immer die reine Modefigur, will sagen, die Eleganz in Person.“ „Und Sie gefallen sich ohne Not als Aschenbrödel, gab er zurück.„Ernstlich, Christa, im allgemeinen könnten Sie sich ein Bißchen vorteilhafter anziehen. Eitel sind Sie nicht die Spur. Sie schüttelte energisch den Kopf. „Wollen wirklich keinem gefallen?" Nun lachte sie hell:„Durch Aeußerlichkeiten gewiß „Das dürfte aber nur ein häßliches Mädchen behaupten. Der Vergleich hinkt demnach. Uebrigens, was dies blaue Kleid vetrifft, so erkennt man in ihm das Reisekostüm und verlangt nichts weiter. Außerdem steht's Ihnen. Wir können daher getrost bei Hiller essen. Nachher—“ „Ich kann doch nicht den ganzen Nachmittag mit Ihnen herumziehen!“ „Hollensunder Schicklichkeitsbedenken," lächelte er. „Die siecken Sie nur rasch wieder ein. Erstens bin ich als Ihres Bruders Schwager quusi Ihr Verwandter und zweitens fühle ich mich verantwortlich für Ihre mißglückte Abreise. Deshalb weiche ich nicht von Ihrer Seite, bis ich Sie heute Avend sicher in Ihren Zug gesteat habe. Das heißt eine Stunde etwa gebe ich Ihnen nach dem Essen frei für die Nationalgalerie oder was Sie sonst mögen. Ich habe dann nämlich bei mir zu Hause Notwendiges zu erledigen und hole Sie später ab. Hernach trinken wir irgendwo gemütlich Kassee, fahren in ein Theater, essen hinterher zu Abend und dann wäre der ominöse Tag umgebracht und die Zeit der Abfahrt da.“ „Daß Sie mich aber nicht den Zug verpassen lassen. Versprechen Sie mirs auf Ehrenwort, Herr Bernow, sonst bliebe ich wirtlich lieber hier so lange sitzen. „Bekämen es fertig, sich zehn Stunden hintereinander im Damenzwinger zu mopsen,“ lachte er,„aber ich bin nicht so grausam, Ihnen so Fürchterliches zuzumuten. Also, parote Cnonmeur, um elf sind Sie in Ihrem Schlafwagen, und bis dahin dürsen Sie mich alle Stunde nach der Zeit fragen, wenn's Ihnen Spaß macht. Sie sollen sich lieber in meiner Gesellschaft langweilen als solo!“ „Und Sie selber?“ „O, ich finde schon meinen Ausgleich,“ rief er so heiter, daß Christine die beruhigende Ueberzeugung hatte, ihm in der Tat nicht zur Last zu fallen. Und so geschah es, daß Leberecht Schwarze wirklich die blaue Dame an seines Herrn Seite durch die Leipziger Straße zurückfuhr. Während er devot an die Huttrempe griff. rebellierte er inwendig höchst respektwidrig.„Hat sonst en anderen Geschmac. Die könnt er nu jetrost abdampfen lassen, so blaß un dinn, wie se is. Jar keen Mumm drinne, lang und schmal wie ne Pappel.“ Nein, eine elegante kleine Mondaine mit einem leisen Stich ins Raffinierte oder Pikante, was Hans Jörg eigentlich bevorzugte, war Fräulein Timäus keineswegs. Dennoch lermie er sie in der nächsten Stunde von einer Seite kennen, die ihn geradezu verblüffte. Die stachlige Stranddistel verwandelte sich allgemach in ein zartes Dünenröschen, dessen feiner süßer Duft etwas berauschendes hatte. Machte es wirklich nur die Müdigkeit? Eine weiche lässige Anmut schien die Herbheit ihres Wesens zu umschleiern, daß ihr rechthaberisches Selbstbewußtsein, ihre tategorische Pedanterie gar nicht zutage kam. Gleichwohl traute er dem Frieden nicht recht. Während sie das reichhaltige Menü des auserlesenen Cssens durchkosteten, mußte er immerfort denken:„Jetzt kommt's. Sie hat mir noch nicht die übliche Sittenpredigt gehalten, die zelotische kleine Pastorin!“ Aber nein, sie lächelte nur über seine kecksten Anreizungen und war ganz durchglüht von warmer Dankbarkeit. Dann sah sie fast reizend aus mit der zarten WeinGröte im blassen Gesicht, die nur gerade ein rosiger Hauch des Lebens war, wie etwa das rote Sonnenglühen auf Firngletschern, und in ihren sonst so vernunftkühlen Augen schimmerte ein sanfter Schein natürlicher Jugendlust. „Mein Gott, Christa, Sie können ja auch liebenswürdig sein,“ sagte er endlich ehrlich erstaunt.„Kann das nicht so bleiben? Begraben wir nun endgültig die Streitaxt, was?“ Ueber den Tisch hinüber hielt er ihr lächelnd die Hand hin, die volle, warme Hand eines gutherzigen, lebensfrohen Menschen. Doch sie legte ihre bleichen, mageren Finger nicht hinein, richtete sich vielmehr aus ihrer weich zusammengeschmiegten Haltung torrekt in die Höhe und entgegnete steif:„Ich weiß von keinem absichtlichen Hader, Herr Bernow. Ich bin keines Menschen Feind, aber ich bin so, wie das Leben mich verlangt, das heißt, es fordert ernste Pflichten von mir—.— und Sie——?“ Sie brach jäh ab. Ihre Hand spielte verlegen mit dem Weinglas.„„ „Na und ich?“ orangte er.„Reden Sie doch um Gottes willen aus, Sie haben mir heute noch keine einzige Grovheit an den Kopf geworfen. Eigentlich fehlt mir nun geradezu etwas.“ (Fortsetzung folgt.) In Ihrer Zeitung vom Sonnabend v. W. war seitens der Feuerwehr ein Vorgang wahrheitsgetreu mitgeteilt, welcher geeignet war, ein Versagen der Freiwilligen Feuerwehr bei einem Großfeuer herbeizuführen, denn wenn Geräte durch die Polizei aus dem Spritzenhause entfernt werden, ohne daß die ganze Feuerwehr hiervon Mitteilung erhalten hat, so wird niemand leugnen können, daß das Herbeischaffen der Geräte, welches dann erst vom Brandplatze aus angeordnet werden kann, eine Verzögerung mit sich bringt, durch welche Menschenleben verloren gehen können. Nicht nur die Bürgerschaft, sondern auch der Magistrat und die Polizeiverwaltung haben allen Grund, froh darüber zu sein, wenn solche Vorgänge frei und offen von der Leitung der Wehr gerügt werden; denn glücklich ist die Stadt, welche eine Freiwillige Feuerwehr besitzt, welche nie vergißt, daß sie eine ehrenvolle, aber auch eine sehr ernste Pflicht übernommen hat. Wäre ein Unglück in der angedeuteten Weise geschehen, ohne daß die Bürgerschaft vorher aufgeklärt war, so würde jeder Bürger, ohne den wahren Sachverhalt zu kennen, die Feuerwehr verurteilt haben; zumal wenn auch dann Herr Bürgermeister Werner, wie in seiner jetzigen Erwiderung, behaupten würde, die Freiwillige Feuerwehr sei ersucht, den Haspel nach Osthoff zu transportieren und habe dieses nicht getan..... gn. 4. be— Nicht um die offentliche Meinung zu beeinflussen, sondern um jedem Mißverständnis vorzubeugen, wird hiermit ausdrücklich erklärt, daß die Polizei dem Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr keine Mitteilung von der Veränderung gemacht hat. Der Hauptmann der Freiwilligen hat vielmehr am Freitag, den 19. d. M., gegen 6 Uhr nachmittags, als er durch den Gerätewart Kenntnis von der Veränderung erhielt, sofort telephonisch Herrn Bürgermeister Werner auf die Gefahr aufmerksam gemacht und denselben gebeten, zu veranlassen, daß der Haspel wieder an den der Feuerwehr bekannten Platz im Spritzenhause gebracht werde, da er als Brandmeister durch das vom Magistrat veröffentlichte Ortsstatut für die Geräte verantwortlich sei, Herr Bürgermeister Werner gab zur Antwort, er würde die Sache nachprüfen und Bescheid geben. Da kein Bescheid einging und der Haspel bei Osthoff stehen blieb, so sah sich der Hauptmann gezwungen, um die Feuerwehr vor dem schwersten Vorwurse, der sie hätte treffen können, zu schützen, den Sachverhalt der Bürgerschaft mitzuteilen. Von einer an die Feuerwehr ergangenen und nicht ausgeführten Aufforderung kann demnach überhaupt garnicht die Rede sein, und verrät es eine ganz vorzügliche Disziplin in der Feuerwehr, wenn einzelne Feuerwehrleute einer Aufforderung der Polizei, die Geräte aus dem Spritzenhause zu entfernen, nicht nachgekommen sind, denn diese Feuerwehrleute haben in lobenswerter Weise genau nach ihrer Instruktion gehandelt, welche ihnen vorschreibt, ihren Führern unbedingt zu gehorchen. Solange deshalb ein derartiger Befehl nicht vom Hauptmann ausgeht, wird ihn ein gewissenhafter Feuerwehrmann niemals ausführen. Dieser Sachverhalt, der in ganz Preußen üblich ist, dürfte eigentlich auch der hiesigen Polizeiverwaltung nicht unbekannt sein; denn die Nichtbeachtung solcher Einrichtung muß, weil sie Unordnung schafft, unbedingt auf Widerstand toben. Eespel“ dum Gühh Am Freitag befand sich ein Hasper auf bein Tnover= bruche und der andere war nach Osthoff geschafft, die Feuerwehr hätte deshalb im Falle eines Alarmes beide Haspel nicht im Spritzenhause vorgefunden.„„ Wenn der Wunsch des Herrn Burgermeisters Dr. Heß, welcher einen Haspel bei Osthoff und einen in der Nähe der Rennstraße aufgestellt haben wollte, wieder erfüllt werden soll, so ist es nötig, für diese beiden Plätze neue Haspel mit Schläuchen anzuschaffen; nicht aber richtig ist es, den äußerst bemessenen Bestand im Spritzenhause zu verkleinern. Wie würde Herr Bürgermeister Werner seine Anordnung wohl gerechtfertigt haben, wenn in der Nacht von Freitag auf Sonnabend die Besitzung der Firma Osthoff in Brand geraten und der Haspel mit den Schläuchen dabei vernichtet wäre? Dann wäre höchstwahrscheinlich infolge des Mangels an Schläuchen ein ungeheurer Brand entstanden sein.„....8 Taerg Mulne Es gibt auch bei der Berampfung des Feuers Moglichkeiten, deren Existenz einem nur durch jahrelange Erfahrung auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens klar werden und es ist gewiß empfehlenswert, auch hier die Erfahrung nicht allzugering einzuschätzen. Auch wir werden gerne den Herren Stadtverordneten jeden gewünschten Aufschluß geben, damit die Herren, nachdem sie beide Seiten gehört haben, sich ihr Urteil selbst bilden und danach zum Segen der Stadt feststellen, ob die Feuerwehr eine Behandlung, wie sie ihr jetzt sehr häufig zuteil wird, verdient... Je Wir bedauern lebhaft, daß bei den Mitglievern der Freiwilligen Feuerwehr die Ansicht immer mehr festen Fuß faßt, daß man seitens der städtischen Verwaltung einen Zusammenbruch der Freiwilligen Feuerwehr herbeiführen will, denn auch edelster Bürgersinn hält auf die Dauer unverdienten Vorwürfen der vorgesetzten Behörde gegenüber nicht stand. Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr. Das beste Putzmittel, ich rus's Jedem zu, Ist PamWwent.1 für Leder und Schuh. Fabrikant: Rud. Starcke in Melle. nur beste Ware zu billigsten Preisen. Otto Rothe. Brüderetr 15.— Fernepr 563. Leder- und SchuhmacherArtikel-Handlung. Bekanntmachung. Am 31. Dezember cr. werden im hiesigen Stadtbezirk folgende Krankenkassen geschlossen: 1. die Ortskrankenkasse für die Maschinen= und Möbelfabriken. 2. die Ortskrankenkasse der in den Schokoladen= und Zuckerwaren=Fabriken Beschäftigten. 3. die Ortskrankenkasse„Eintracht". 1. die Ortskrankenkasse für die im Handwerk Beschäftigten. die Ortskrankenkasse für die im Zimmerergewerbe Beschäftigten. gm.8 6. die Ortskrankenkasse für die im Maurer= und Steinhauergewerbe Beschäftigten. 7. die Betriebskrankenkasse der Firma Carl Müller. 8. die Betriebskrankenkasse der Firma W. Menckhoff. 9. die Betriebskrankenkasse der Firma Lühl& Sievers. Die versicherungspflichtigen Mitglieder dieser Kassen gehören vom 1. Januar 1914 ab, soweit sie nicht bei den hiesigen Innungskrankenkassen versicherungspflichtig sind, der hiesigen Allgemeinen Ortskrankenkasse an. Herford, den 23. Dezember 1913. Das Versicherungsamt der Stadt Herford. Bekanntmachung. Die am 19. Dezember cr. stattgefundene Wahl der Vorstandsmitglieder und deren Ersatzmänner aus der Gruppe der Versicherten für die Baugewerken=Innungskrankenkasse hatte folgendes Ergebnis: Die Gesamtzahl der von den Ausschußmitgliedern abgegebenen Stimmen betrug 9. Davon entfallen auf Wahlvorschlag A 7 und auf Wahlvorschlag B 2 Stimmen. Als gewählt gelten somit 3 Vorstandsmitglieder und 3 Ersatzmänner des Wahlvorschlags A und 1 Vorstandsmitglied und 1 Ersatzmann des Wahlvorschlags B. Es sind folgende Personen aus der Gruppe der Versicherten gewählt: n) als Vorstandsmitglieder: Maurer Johann Helmke, Zimmermann Fritz Pautz, Bauarbeiter Wilhelm Zurmühlen, Maurer Wilhelm Heibrock. h) als Ersatzmänner: Maurer Carl Höcker, Zimmerer Heinrich Tödtheide, Maurer Otto Leu, Maurer Heinrich Bäumer. Aus der Gruppe der Arbeitgebervertreter ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden. Nach'§ 10 bezw. 26 der für die Baugewerkeninnungskrankenkasse bestehenden Wahlordnung gelten die Vorgeschlagenen als gewählt, wenn auf gültigen Wahlvorschlägen im ganzen nur so viele wählbare Bewerber benannt sind, wie Vertreter zu wählen sind. Diese Voraussetzung trifft bei der genannten Krankenkasse zu. Es sind demnach aus der Gruppe der Arbeitgeber gewählt: Als Vorstandsmitglieder: Fr. Althoff sen., Zimmermeister, Gottlieb Meyer, Maurermeister, Als Ersatzmänner: Wilhelm Richter, Maurermeister, August Wittland, Maurermeister. Nach§ 21 der Wahlordnung kann die Gültigkeit der Wahl innerhalb 2 Wochen nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses angefochten werden. Herford den 20. Dezember 1913. Das Versicherungsamt der Staor Herford. Norödeutscher s1-+-Beinkranke-+ LloydBremen Schnell= und Postdampferverbindungen nach Bremen von Nlew=Vork Bosten Phliebelpbie: Saltimere NlewOrleans Galveston Ranada: Ruda: Drastiten Regentinien=Ostasten Australien Oremen= Emden= Australten * Genug=New York * Mittelmeer=Dienst * Reiseschecke Weltkreditbriefe Nähere Auskun“:, Jahrkarten und Drucksachen durch kordbeutscher Lloyd Bremen und Teine Vertretungen Gerford: Par Herstmann, Löbrstraße 15. Krampfadern, offene und geschw. Beine, Flechten aller Art, Jucken, Krätze, Hämorrhoiden, Magen= u. Rheumatismusleiden behandelt Frau C. John, Herford, Janupstraße 4(am Gänsemarkt). Sprechst. täglich v. 2½— 6½ Uhr Sonntags keine. sofort. Alter und GeBefreiung solerr Aite. und Ue ecblechtangebhen Auck umsongt: Dr. med. Heusmann& Co., velburg 253 Wenn Sie von hartnäckigem hautzuel.“. befallen sind und keinen Schlaf finden, verschafft Ihnen Dr. Koch's Kühlsalbe sofort Erleichterung. Topf à 3 M in den Arotbeken. Dertsund Fanderiche Hirichapotheke ! 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Anmeldungen neuer Schülerinnen für den am 5. Januar 1914 beginnenden Abendkursus in der Münterschen Gewerbeschule für Frauen und Töchter, Alter Markt 8, werden bis zum 8. Januar 1914 in der Gewerbeschule entgegen genommen. Teilnahme am Unterricht 8 Monate. Wenn die Schülerinnen sich in dieser Zeit noch nicht die nötige Selbständigkeit angeeignet und sonst guten Fleiß und ebensolche Führung gezeigt haben, dürfen sie den Unterricht länger besuchen. Diesbezügliche Wünsche sind an die Leiterin des Kursus zu richten, welche hierfür die Entscheidung zu treffen hat. Sollte eine Schülerin durch Unpünktlichkeit im Schulbesuch und durch Nachlässigkeit in den Ausführungen der aufgegebenen Arbeiten, sowie durch unhöfliches Betragen Anlaß zur Unzufriedenheit geben, so behält sich der Magistrat vor, solche Schülerinnen vom Unterricht auszuschließen. Zweck des Unterrichts ist: die Schülerinnen in nachben annten Fächern zu unterweisen und in die Lage zu setzen, die eigene Garderobe(auch Kinderkleidchen), Wäsche, Hüte anzufertigen und in Stand zu halten. Gelehrt wird nach Wahl: 1. Handarbeit, wie Flicken, Stopfen. Weißsticken. 2. Maschinennähen, Anfertigen von Blusen, Röcken, Kinderkleidern. Modernisieren alter Garderobe.„ Der Unterricht ist 2 mal wöchentlich von 8—10 Uhr abends. Die städtischen Behörden haben beschlossen, diese insofern zu unterstützen, als sie für jede Schülerin monatlich 2 Mt. Zuschuß gewähren, sodaß jede Schülerin selbst nur 3 M. monatlich aufzubringen hat. Diese Einrichtung wird zur Benutzung dringend empfohlen. Herford, den 12. Dezember 1913. Der Magistrat Religions-wissenschaftl. populäre Vortrage. Bis auf weiteres jeden Sonntag 5 Uhr nachmittag: und Mittwech, 8½ Uhr abends im Mieelons Saal 1, Redewigerstrasse 37 I. 23. Vortrag: Sonntag, 28 Dezbr., 5 Uhr nachm. Ref.: P. Uldekat, Prediger. 24. Vortrag: Mittwoch, 31 Dezbr., abends 8½ Uhr. Zutritt für Angehörige aller Confessionen und Lebensanschauungen —— freil!—— Amndodehalber mein neue bautes richtetes beobsichtige ich modern eingeBekanntmachung. Diejenigen Militärpflichtigen, welche in den Jahren 1892, 1893, 1894 und früher im hiesigen Amtsbezirk geboren sind oder sich darin aufhalten, und über ihr Militarverhältnis noch keine endgültige Entscheidung erhalten haben, sind nach§ 57 der Deutschen Wehrordnung vom November 1888 verpflichtet, sich in der Zeit vom 2. Jan. bis 15. Januar n. J. zur Aufnahme in die Rekrutierungsstammrolle zu melden. Zu diesem Zwecke habe ich besondere Meldetermine anberaumt und zwar für die Gemeinden: 1. Gohfeld und Löhne am Montag, den 5. Januar 1914, von vormittags 8½—11 Uhr im kleinen Saale des Hotels Horstkotte zu Bahnhof Löhne. 2. Mennighüffen, Beck, Ulenburg und Obernbeck am Dienstag, den 6. Januar 1914, vormittags 8½——11 Uhr im kleinen Saale des Hotels Horstkotte zu Bahnhof Löhne. 3. Kirchlengern, Häver, Quernheim, Stift Quernheim, Klosterbauerschaft und Rehmerloh am Mittwoch, den 7 Januar 1914, vormittags 8½—11 Uhr im Lokale des Wirtes Bitter zu Kirchlengern. Die betreffenden Militärpflichtigen haben sich in diesem Termine zur Stammrolle anzumelden. Sind Militärpflichtige zeitig abwesend, so muß die Anmeldung durch die Eltern, Vormünder oder Dienstherrschaft erfolgen. Diejenigen Militärpflichtigen des Jahrgangs 1894, welche nicht im Amtsbezirke geboren sind, haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein, dagegen die übrigen der Jahrgänge 1892 und 1893 und früher den Losungsschein vorzulegen. Die Unterlassung der vorgeschriebenen Anmeldung wird gemäß§ 25 der Wehrordnung mit Geldstrafe bis zu 30 oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Die Annahme bezw. Erneuerung der Gesuche um Zu rückstellung oder Befreiung vom Militärdienste findet vom 8. bis zum 15. Januar n. J. in den gewöhnlichen Bürostunden im Amtsbüro, Zimmer II, statt. Die Antragsteller haben die Steuerzettel und sonstige Schriftstücke, z. B. Schulddokumente, Zinsquittungen usw. vorzulegen. Sie müssen die Geburtsdaten sämtlicher Familienmitglieder wissen und die in Betracht kommenden Fragen über Vermögens= und Familienverhältinsse genau beantworten können. Löhne, den 20. Dezember 1913. Der Amtmann: Schrrakamp. Zweifamilienhaus mit Garten, nahe dem Lübbertore, preiswert zu verkaufen. Gefl. Offerten u. J. F an die Geschäftsstelle d. Glattes. Ein Einfamilien=Haus mit großem Otst= und Gemüsegarten, ca. 1 Morgen groß, wovon noch eventl. ein Eckplatz abgegeben werden kann. in günstiger Lage an Straßenkreuzung in Obeinheck, Näbe Kirche und Schule gelegen, billig zu verkaufen. Näheres darch Heiur. Rösche, Obernbeck bei Löhne i. W Abgeschlossene 1. Stage, 5 Räume, Balkon u. Zubeb., Näbe der Bahn, zum 1. April 1914 zu vermieten. Preis 460 Mark. Waltmann, Annastr 8. K Versetzungshalber I. Ltage abgeschlossen, 6 Räume, Badezimm. m. 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Meine Verlobung mit Fräulein Anny Kommler beehre ich mich hiermit anzuzeigen. Carl Horstmann. Riga, Weihnachten 1918. Schützenstr. 17, Qu. 5. Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts in Herford. In das Handelsregister, Abteilung A, ist bei der offenen Handelsgesellschaft unter der Firma Gellern amp# Weinberg(Nr. 357 des Registers) am 20. Dezember 1913 eingetragen worden, daß infolge Todes des Kaufmanns Georg Weinberg in Herford die Gesellschaft aufgelöst und der Kaufmann Willy Werner in Herford zum Liquidator bestellt worden ist. Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts zu Herford. In das Handelsregister, Abteilung B, ist bei der Firma Elektricitätswerk Minden=Ravensberg. Gesellschaft m. b. H. in Herford(Nr. 23. des Registers) am 20. Dezember 1913 eingetragen worden, daß auf Grund des notariellen Protokolls vom 13. Juni 1913 das Stammkapital von 2217000 Mk. auf 3522500 Mk. erhöht worden ist. Bekanntmachung. Zur Verpachtung der Fischerei im Fischereibezirk Werre, Stadtbezirk, wird nochmals ein öffentlicher Termin auf Mittwoch, den 7. Januar 1914, nachmittags 5 Uhr im Zimmer 1 der Polizeiverwaltung, Hollandstraße 49, anberaumt. Angebote können vorher im Polizeibüro. Zimmer Nr. 4, mit der Aufschrift„Fischereiverpachtung“ oder im Termin abgegeben werden. Herford, den 24. Dezember 1913. Die Pollzeiverwaltung. Die bisher von Herrn Dr. Bott bewohnte abgeschl. 1. Elage 5 Zimmer, Balkon, Küche, Speisekammer, Badezimmer mit Einrichtung, 2 Mädchenzimmer, Gasund elektr. Anlage, ist zum 1. April evtl. früher anderweitig zu vermieten. Groppel, Hansastr. 58. Kl. Wohnung (2 Zimmer mit Zubehör) sofort zu vermieten. Janupstraße 15. Ein freundliches möoliertes Zimmer zum 1. Januar zu vermieten. Unter den Linden 32. Abgeschlossene Wohnung, 4 Räume mit Gartenland, zum 1. April zu vermieten. Oetinghauserweg 41 Ecke Weststraße. Eine Wohnung von 4 Räumen für kleine Familie (4 Personen) zum 1. April 1914 in der Stadt gesucht. Offerten erbeten unter M. K. 12514 an die Exped. d. Bl. Gutempfohlener Hausdiener als Radfahrer gesucht. Angenete& Scholle. Waffeleisen in grosser Auswahl liefert billigst Wilh. Dreseler. Unser Kamerad Ernst Schäfer ist gestorben. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2¾ Uhr statt. Antreten Punkt 2½ Uhr am Deichtor. Der Vorstand. Die Lieferung von 20000 chm Kies und 10000 chm Sand zur Herstellung von Betonbauten soll öffentlich verdungen werden. Die Unterlagen liegen während der Bürostunden bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht aus, oder sind gegen bestellgeldfreie Einsendung von 1 Mark, soweit der Vorrat reicht, erhältlich. Die Oeffnung der Angebote erfolgt am Verdingungstermin, Sonnabend, den 10 Januar 1914, vormittags 11 Uhr in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber. Herford, im Dezember 1913. Königliche Eisenbahn=Bauabteilung. Die Herren Rübenlieferanten werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Dünger lt. Offerte vom 19. er. spätestens am Montag, den 29. Dezember bestellt sein muß. Lippische Zuckerfabrik Gesucht. Für sofort von auswärtiger mech. Kleiderfabrik tächtiger, in Sommer= und Lodenkonfektion durchaus bewanderter Galchneider! Bei guter Leistung Lebene stellung Gefl. ausfübrl. Offerten an die Erped ds Bl. unter Nr 12498. Perfekte für dauernde Stellung gesucht. Hollandstrasse 40. Sehrwadten. 16—18 Jahre, für Kontor und etwas Hülfe im Haushalt bei freier Station u. Familienanschluß sofort oder später gesucht. Niemann, Bielefeld, Herforderstraße 54. für Dawenschneiderei gesucht. Elverdisserstrave 3, 1I. Fur kleinen besseten Hauhalt Mädchen auf sofort gesucht. Feau Oiga Lenuweit. Friedrichstraße 5. Ich suche zum 1. April ein fleißiges, zuverlässiges Mäachen für Küche und Haus. Frau Julius Koch, Bielerelderstraße 23. Mehrere fixe auf dauer de Beschäftigung suchen 9. A. Landwermann& Co., Papierwarenfabrik. Schäserhund entlaufsen („Princ“), schwarz mit geld. Wiederbringer erhält Belohnung. i Aug Höttger, Herford, Göbenstraße 4. Am Sonntag, den 28. Dezember, nachmittags 3 Uhr, Im großen Saale des Schützenhofes: Oeffentliche Mramkenkähenverlänmung. Tagesordnung: 1. Herzte und Krankenkalfen. 2. Die Heilmethode„Blochemie“ 3. Gesundheitspflege und Naturheilkunde. Freie Aussprache für Jedermann. Der Krankenhaffen Aueschuß.