Verantwortlich: Für den politischen Teil: Ferd. Etzmann in Hersord. Für den übrigen Teil: Fritz Heidemann in Herford. Geschäftsstelle: Mönchstraße 5. Nr. 100(enthält 12 Seiten.) Wenn diese Erde sich mit den schönsten Farben schmückt, weist uns die Kirche gen Himmel. Ist das nicht ein deutliches Zeichen, daß das Christentum als eine Religion der Weltverneinung nicht hineinpaßt in eine lebenbejahende, schaffensfrohe Zeit? Haben wir Deutsche uns in vergangenen Tagen nicht allzutief eingelassen in den Kampf um die übersinnlichen Dinge, und dieweil wir im Grübeln uns verloren, nahmen die Andern von dieser schönen Erde Besitz? Man kann es ruhig zugeben, daß die einstige Verkündigung lange Zeit## einseitig auf den Ton der Entsagung und des Heimwehs gestimmt war. Aus der reichen Fülle der saute, wie sie die Offenbarung Gottes in seinem Wort, in Nastur und Geschichte, darbietet, nahm man fast nur die heraus, die dem müden Erdenpilger vertraut sind, und trug sie in gleichmäßiger Wiederholung auch denen vor, die freudig und voll Tatendrangs in die offene Bahn hineinstürmen wollten. Was Wunder, daß aus der traurigen Stimmung auf der einen Seite eine Verstimmung und Mißstimmung auf der andern Seite wurde, unter der wir heute leiden. Wenn nun aber die Religion der reinen Diesseitigkeit glücklich und stark machen würde, dann müßte es heute wim meln von herrlichen Gestalten. Denn die Abkehr vom Uebersinnlichen ist schon vor Jahrzehnten erfolgt, und in der hei ßen Gier, doch nur recht viel von dieses Lebens Gütern zu erraffen, sind wir gelehrige Schüler anderer Nationen gewor den. Und die Folge? Ist's nicht eine tiefe Müdigkeit, die uns aus so vielen Kundgebungen der neuesten Philosophie und Lyrik anblickt? Gehen sie nicht weit zurück in irgend ein Märchenland, um uns das verlorene Paradies vor Augen zu zaubern? Quälen sie sich nicht ab mit den Problemen des Erdenleids, das aber immer noch da ist trotz allen Spottes über das„Jammertal“? Ein Heimweh, eine Ewigkeitssehnsucht wacht wieder auf, die etwas Rührendes hat, weil sie so ziellos umhertastet. Der Glaube aber hat ein Ziel. Er schaut dem nach, der in dieser sichtbaren Welt ein Reich der Kraft und der Liebe begonnen hat, um es von der unsichtbaren Welt aus zu vollenden. Und die Schönheit dieser Welt steht nicht in feindlichem Gegensatz zu der Majestät dessen, der zur rech ten Hand des Höchsten sitzt; vielmehr schauen wir in ihr das Abbild seiner alles Maß übersteigenden Herrlichkeit, und darum bleiben wir froh, ob die Maiensonne lacht oder der No vembersturm braust. Auf die Kämpfe um die Deckungsvorlagen, die in der Budgetkommission des Reichstags ausgefochten werden müssen, wirft ein bezeichnendes Licht die Tatsache, daß die Zentrumspartei augenscheinlich die Aktion zugunsten der Einführung einer Reichsvermögenssteuer fortzusetzen gedenkt Bereits in der ersten Lesung der Deckungsvorlagen im Reichstag haben die Sprecher des Zentrums mit derselben Entschiedenheit, mit der sie sich gegen den Gedanken einer allgemeinen Erbschaftssteuer gewandt haben, die Reichsver mögenssteuer befürwortet als diejenige, mit der am leichtesten die erforderlichen Summen beschafft, mit der auch am ehe sten die zwischen den Parteien bestehenden Gegensätze über wunden werden könnten. Genau in demselben Sinne empfiehlt jetzt die Wochenschrift„Das Zentrum“, von einer Erb schaftssteuer abzusehen und statt ihrer eine Reichsvermögens steuer einzuführen. Für die letztere wird noch geltend ge Mittwoch, den 30. April 1913. macht, daß, wenn sie erst einmal da sei, eine außerordentliche Steigerung der Abgaben vom Besitz, wie sie im Kriegsfalle sich wahrscheinlich als nötig erweisen würde, schnell und mit entsprechendem Erfolg ausgeführt werden kann. An Erträgen einer solchen Steuer in Kriegs= u. Friedenszeiten erwartet die genannte Schrift:„Die preußische Ergänzungssteuer ist 1910 veranschlagt auf 54,5 Millionen, was einem steuerpflichtigen Vermögen von über 100 Milliarden entspricht. Auf das Reich umgerechnet, würde sich ein steuerpflichtiges Vermögen von rund 170 Milliarden ergeben. Eine bessere Veranlagungsmethode würde jedoch diese Summe wesentlich steigern, besonders wenn man bedenkt, daß unser Nationalver mögen gegenwärtig auf 300 bis 360 Milliarden zu werten ist. Auch die Tatsache, daß die Ergänzungssteuer in Preußen, Sachsen, Baden und Hessen zusammen schon rund 75 Millionen bringt, stützt diese Vermutung. Man darf ohne Uebertreibung als Grundlage für die Ertragsschätzung ein steuerpflichtiges Vermögen von 200 Milliarden ansetzen. Dann ergaben in Friedenszeiten eine Reichsvermögens steuer von ½ vom Tausend eine Einnahme von 100 Millio nen Mark.“ Man hat es hier nicht mit irgend einer unver antwortlichen und daher unbeachtlichen Aeußerung von Zen trumsseite zu tun. Das genannte Blatt ist ein Organ des katholischen Volksvereins und gibt als solches zweifellos die in dessen Kreisen herrschende Stimmung wieder. Man wird sich über eine solche Stellungnahme nicht wundern können, denn auch das Zentrum hat in der ersten Lesung der Dek kungsvorlagen erklärt, daß Wehrvorlage und Deckungsvorla gen von einer und derselben Mehrheit verabschiedet werden müßten. Welche Mehrheit damit gemeint war, kann nicht zweifelhaft sein, wenn das Zentrum an der Forderung der Reichsvermögenssteuer festhält. Denn die konservativen Parteien sind für eine solche direkte Steuer unter keinen Um ständen zu haben, weil durch sie die Finanzen der Einzel staaten in Unordnung gebracht und die Kulturaufgaben unausführbar gemacht werden würden. Hält also das Zentrum an der Reichsvermögenssteuer fest, so hätte es damit auch bekundet, daß es eine Lösung der Deckungsvorschläge im Verein mit der Sozialdemokratie suchen will. Das wäre aber kaum ein Weg, der zum Ziele führen könnte, denn die Sozialdemokratie, wenn sie auch mit Freuden und so hoch wie nur irgend möglich den Besitz besteuern möchte, könnte doch in letzter Stunde„versagen“, könnte erklären, daß sie Steuern, die zur Bestreitung von Rüstungsausgaben ver wendet werden sollen, nicht bewilligt! Die Wehrvorlage in der Budgetkommission. Sitzung vom 29. April. Die nationalliberalen Abgg. Schiffer, Bassermann und Schönaich=Carolath beantragen eine Resolution, die den Reichskanzler ersucht, sich mit der preußischen Staatsregierung darüber ins Vernehmen zu setzen, ob nicht im Interesse der Landesverteidigung der schleunige Ausbau des Mit tellandkanals in Aussicht zu nehmen sei. Die Sozialdemo kratie verlangte ausführliche Auskunft über die auswärtige Lage, sie suchte den Beweis zu führen, daß bei entsprechender auswärtiger Politik, besonders auch bei Einleitung friedlicher Aussprache die Vermehrung des Heeres unnötig sei. Sie verlangte Auskunft über Deutschlands Stellung zur Neu tralität Belgiens, zur Berner Konferenz, über die Skutari frage, über die südslawische Gefahr u. a. Staatssekretär v. Jagow erwiderte: Die belgische Neutralität sei international festgelegt, und Deutschland sei entschlossen, an ihr festzuhalten. Wenn die Stimmung in Belgien gefährlich sei, o sei daran Deutschland kaum schuldig. Wirke die Konferenz n Bern in friedlicher Richtung, ihm sei das nur angenehm. Was die südslawische Gefahr anlange, so habe Deutschland eineswegs die Aufgabe, den Ansturm der Südslawen abzuwehren; vielmehr liege es so, daß hierdurch die Kräfte des verbündeten Österreich stark gebunden seien. Der Konflikt Österreichs mit Montenegro gehe uns direkt nichts an. Über die weiteren Verhandlungen in der Skutarifrage habe er noch keine neueren Nachrichten zu geben; sie haben auch keine direkte Beziehungen zu der Wehrvorlage. Kriegsminister v. Heeringen hob hervor, daß die Rüstungen eines Volkes nicht direkt auf augenblickliche politische Situationen zugeschnitten werden können. Von volksparteilicher Seite wurde es als wünschenswert bezeichnet, wenn der Kriegsminister einen gewissen Einfluß auf die pensionierten Offiziere ausüben würde, daß sie die friedliche Politik der Regierung nicht durch kriegerische Reden durchkreuzen. Ein nationalliberaler Redner warnte vor Überschätzung der Berner Konferenz; das praktische Ergebnis werde äußerst gering sein. Nach Abschluß der Generaldebatte über die Fragen der auswärtigen Politik wurde beschlossen, bei der Weiterberatung zunächst die Etatsverstärkung der Cadres der verschiedenen Waffengattungen zu behandeln, sodann die angeforderten Truppenteile nach den verschiedenen Waffengattungen, dann das Gesetz selbst und die verschiedenen Kommandobehörden. Zunächst wurde die Etatverstärkung der Infanterie bataillone behandelt. Auf Anfrage erläuterte der Kriegsminister, daß die sorgfältige Ausbildung der Mannschaften auch bei erhöhtem Stande durchaus gewährleistet sei, trat General Wandel wiederholt der Befürchtung entgegen, als ob es nicht möglich wäre, den Mehrbedarf an Rekruten aus völlig tauglichen Leuten zu decken. Ge genüber sozialdemokratischen Anzweiflungen erklärte auch der sächsische Militärbevollmächtigte, daß auch in Sachsen 8700 Taugliche mehr vorhanden sind als bisher ausgehoben wur den. Von fortschrittlicher Seite wurden die Ziffern der Mili tärverwaltung angezweifelt. General Wandel hob dem gegenüber hervor, daß die großen Schwankungen in den Aushebungsziffern sich vielfach dadurch erklären, daß in einem Jahre eine größere Zahl von Freiwilligen sich stelle, als in anderen. Hier gebe es Schwankungen von 30000 Mann und mehr; nach Schätzung der Militärverwaltung werden in Zukunft 58 bis 59 Prozent der Pflichtigen ausgehoben wer den müssen, nicht 65 bis 66 Prozent, wie von volksparteilicher Seite angenommen sei. Auch Generalarzt Dr. Schulz gab beruhigende Auskunft über die Möglichkeit der Schaffung eines tüchtigen Ersatzes. Die Schwankungen in der Be urteilung der Tauglichkeit seien praktisch leicht zu erklären. Wenn geringer Bedarf vorhanden sei, werde natürlich von den Aerzten in allen Grenzfällen kurzer Hand Untauglichkeit ausgesprochen. Ein Sozialdemokrat erklärte, es mache den Eindruck, als ob der Mehrbedarf im wesentlichen genommen werde aus der bisherigen Ersatzreserve. Die Be fürchtung halte seine Partei aufrecht, daß nach der Durch führung der Militärvorlage schlechtere Gesundheitsverhält nisse eintreten werden. Generalarzt Dr. Schulz trat diesen Ausführungen auf Grund seiner ärztlichen Ueberzeugung mit Entschiedenheit entgegen. Ein Sozialdemokrat Die Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai des eisernen Jahres 1813 zählt zu den blutigsten der Kriegsgeschichte. Südlich von Lützen liegen die Dörfer Caja, Rahna, Groß und Klein=Görschen, um die sich im wesentlichen der Kampf drehte; bei dem erstgenannten Dorfe fiel die Entscheidung. Das ganze Gelände ist von dem zur Elster führenden Floß graben durchschnitten. Die Hauptstellung in den genannten Dörfern hielt der Marschall Ney und gegen ihn stürmten die Korps Blücher und Yorck an. Daneben suchten die Franzosen über Lindenau die preußische Stellung zu umgehen. In der Hauptsache drehte sich der ganze gewaltige Kampf um jene Dörfer, die dreimal von den Verbündeten genommen und wieder verloren wurden. Bereits um 5 Uhr früh begann der Kampf, der von beiden Seiten mit größter Erbitterung bis in die späte Nacht hinein geführt wurde. Wiederholt artete der Rückzug der Franzosen in wilde Flucht aus und um 2 Uhr nachmittags war Na poleons Lage so kritisch, daß eine richtige Verwendung der Kavallerie der Verbündeten eine entscheidende Niederlage der Franzosen herbeiführen konnte. Wiederum zeigte sich Na poleons Feldherrn=Genie in hellstem Lichte. Rücksichtslos ließ er immer wieder neue Truppen sich opfern, bis der Vize könig und Bertrand soweit herangekommen waren, daß er die Verbündeten von drei Seiten angreifen und womöglich um fassen konnte. Napoleon erkannte, wie von Augenzeugen bekundet ist, seine gefährliche Lage vollkommen und es gab Augenblicke, wo er anscheinend verzagte. Nachmittags 3 Uhr erschien Napoleon persönlich bei Caja; er wußte, daß er das Dörferviereck unbedingt halten müsse, bis nördlich und süd lich die Umgehung der Verbündeten einsetzen konnte. Seine persönliche Anwesenheit auf dem Schlachtfelde genügte, um die Franzosen immer wieder zum Angriff auf die Dörfer zu veranlassen. Auf einem Hügel, später Monarchenhügel genannt, hielten der Zar und der preußische König, den Fortgang der Schlacht beobachtend. Einmal ritt der Zar selbst in seiner Ungeduld ins Feuer, und Wittgenstein hatte alle Mühe, ihn glücklich wieder herauszubringen. Um 4 Uhr erschien die russische Hauptarmee am Monarchenhügel und nun begann ein ent setzliches 1½ stündiges Ringen um die Dörfer, bis die Trüm mer der Neyschen Divisionen gezwungen waren, bis hinter Caja zurückzuweichen. In diesem Augenblick war die Schlacht für die Verbündeten(5½ Uhr) scheinbar gewonnen, in Wirk lichkeit bereits verloren. Denn jetzt begann bereits die Um fassung durch die von Norden und Süden heranrückenden französischen Truppen sich bemerkbar zu machen. Jetzt, kurz nach 6 Uhr, holte Napoleon Truppen gegen Caja vor, das ebenso wie die anderen Dörfer von den Preußen und Russen nach heldenmütigstem Widerstande aufgegeben werden mußte. Die Schlacht war um 7 Uhr für die Verbündeten verloren. Aber die Haltung der preußischen Truppen war am Abend so frisch und kampfbereit, daß der König und Blücher die Fortsetzung der Schlacht für den nächsten Tag forderten. Trotzdem mußte der Rückzug angetreten werden. Der Feind hatte zu starke Reserven zur Hand; seine Uebermacht mußte am folgenden Tage noch viel größer werden. Ohnegleichen war die leidenschaftliche Entschlossenheit ge wesen, mit der die Preußen gekämpft hatten. Unbeweglich hatten die jungen Soldaten im Kugelregen gestanden. Die Preußen verloren 8500 Mann mit 297 Offizieren, die Rus sen 3000 Mann. Der Feind hingegen hatte 22000 Mann mit 41 Generalen und Regimentskommandeuren, 800 Gefange ne und 5 Kanonen verloren.„Diese Bande hat etwas gelernt!“ rief von Ingrimm der Kaiser. Seine Verluste waren gewaltig, aber nun hatte er doch in der ersten großen Schlacht des Krieges den Sieg errungen und dadurch den Glauben an seine Unbesieglichkeit vor Frankreich wie vor der Welt neu befestigt. Ein entscheidender Erfolg war es freilich nicht ge wesen; die preußischen Truppen hatten die sichere Ueberzeugung gewonnen, daß sie diesen Feind besiegen würden. In der Schlacht waren alle Feldherren und die verbünde ten Monarchen in Gefahr gewesen. Blüchers Pferd stürzte, er selbst wurde von drei Kugeln getroffen, ließ sich verbinden und blieb im Sattel. Auch Scharnhorst wurde das Pferd unter dem Leibe erschossen, erhielt dann eine ernste Wunde und mußte das Schlachtfeld verlassen. Doch hinderte ihn die Verwundung nicht, nach Oesterreich zu eilen, um dort für das Bündnis gegen Napoleon zu wirken. begründete darauf nochmals den abgelehnten Standpunkt seiner Partei bezüglich der Wehrvorlage. Der Kriegsminister wies darauf hin, daß man mit noch so eingehenden Ausführungen die Sozialdemokratie nicht von der Notwendigkeit der Wehrvorlage überzeugen könne. Bezüglich der Tauglichkeit seien völlig ausreichende Nachweise geführt, und es sei zweifellos, daß ohne Veränderung der Be dingungen der notwendige Ersatz geschafft werden könne. Nach weiterer Debatte wurde unverkürzt bewilligt die Mannschaftsetatserhöhung der Infanterie, Kavallerie, Feldartillerie und Fußartillerie, Pioniere, Verkehrstruppen und des Trains, und zwar mit den Stimmen der Rechten, des Zentrums, der Nationalliberalen und der Fortschrittlichen Volkspartei. Dann erläuterte Generalleutnant Wandel, daß bei der Aushebung ein gleichmäßiger Maßstab angelegt werde und von einer beabsichtigten stärkeren Heranziehung der ländlichen Bevölkerung nicht die Rede sein könne. Die Bestimmungen der Wehrordnung sprächen sich darüber ganz genau aus. Ein Fortschrittler wies darauf hin, daß bei der Aushebung bisher zweifellos Willkürlichkeiten und Unstimmigkeiten in einzelnen Bezirken vorgenommen seien. Generalleutnant Wandel wies nach, daß aus der Zahl der Ausgehobenen kein Rückschluß auf die Zahl der wirklich Tauglichen zu machen sei. Generaloberarzt Schulzen erläuterte auf Grund einer durchaus ernst zu nehmenden ärztlichen Statistik, daß ein beträchtliches Steigen der Tauglichkeit bemerkbar sei. Auf erneute Einwendungen von sozialdemokratischer Seite, daß die große Truppenzahl in den russischen Grenzbe zirken keine Kriegsdrohung bedeute, Deutschland genügend gerüstet und die Heeresvorlage nicht genügend begründet sei, erwiderte der Kriegsminister, die Sozialdemokratie seiweder mit Gründen, noch mit langen Reden von der Notwendigkeit der Wehrvorlage zu überzeugen. Gemäß§ 2 des Gesetzentwurfes wurde darauf die beantragte Vermehrung der Zahl der Infanteriebatail lone von 651 auf 669 angenommen. Bei der Kavallerie wiro eine Vermehrung von 516 auf 550 Eskadrons gefordert. Die Forderung wird beanstandet und der Kriegsminister begründet in streng vertraulichen längeren Ausführungen die Mehrforderung. Oesterreich gegen Montenegro. Der Köln. Ztg. wird aus Wien telegraphiert: Genauere Nachrichten aus London stellen außer Zweifel, daß auch in der Montags=Sitzung der Londoner Botschafter die Verschleppungstaktik fortgesetzt worden ist. Oesterreich hat sich für diesen Fall vorbehalten, selbständig die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Räu mung Skutaris herbeizuführen. Dieser Vorbehalt ist, wie es scheint, nicht überall ernst ausgenommen worden, da es aber Oesterreich=Ungarn damit bitter ernst war, so wird es nunmehr dieangekündigten Maßnaymentreffen und zwar ungesäumt, da jeder Zeitverlust die Durchfüh rung erschweren müßte. Halbamtlich wird dieser Feststellung hinzugefügt, daß gegenwärtig ein reger Meinungsaustausch zwischen Wien und Rom stattfindet. Er betrifft selbstverständlich das etwaige Zusammengehen Italiens mit Oesterreich=Ungarn. Österreichs Vorbereitungen. Wien, 29. April. Der Minister des Auswärtigen Graf Berchtold wurde heute vormittag vom Kaiser in längerer Au dienz empfangen und begab sich danach zum Erzherzog=Thronfolger, der ihn ebenfalls in Audienz empfing. Sodann begab sich Graf Berchtold zum Kriegsminister Krobatin. Bald darauf fuhr der Kriegsminister nach Schönbrunn und meldete sich beim Kaiser in Audienz. Nach seiner Rückkehr er schien Feldzeugmeister Krobatin im Auswärtigen Amt und teilte dem Grafen Berchtold mit, daß die notwendigen mili tärischen Maßnahmen in Süddalmatien, Bosnien, Herzegowina und an der kroatischen Grenze getroffen seien. Budapest, 29. April. Das Kriegsministerium hat den verstärkten Grenzschutz gegenüber Serbien angeordnet. Der Bevölkerung wird diese militärische Maßnahme folgendermaßen zur Kenntnis gebracht:„Die Korpskommandanten von Temesvar und Agram haben vom Kriegsministerium die Weisung erhalten, alle Vorkehrungen zur Verhütung der Einschleppung der asiatischen Cholera zu treffen, die im Feldspital zu Nisch ausgebrochen ist. Die beiden Korpskommandanten haben alles Nötige veranlaßt. Wien, 29. April. Im Auftrage des Genevalstabes ist die Stadt Cattaro von der Zivilbevölkerung wie von der mili tärischen Besatzung geräumt worden. Nur die Befestigungs werke sind natürlich besetzt gehalten. Die Bevölkerung ist in der Umgebung der Stadt in Barackenlagern untergebracht. Paris, 29. April. Die in später Abendstunde durch Extrablätter bekanntgewordene Tatsache des Austritts Oester reich=Ungarns aus der Londoner Botschafterkonferenz, und die Absicht der österreichischen Regierung, auf eigene Faust den entscheidenden Schritt gegen Montenegro zu unternehmen, hat in hiesigen politischen Kreisen zwar nicht überrascht, jedoch eine große Beunruhigung hervorgerufen. Das österreichische Ultimatum. Wien, 29. April. Von autoritativer Seite wird einem Korrespondenten der Frkf. Ztg. mitgeteilt, daß ein österreichisch=ungarisches Ultimatum voraussichtlich schon morgen an Montenegro abgehen wird. Montenegro wird Widerstand leisten. Paris, 29. April. Ein heutiges Morgenblatt bringt eine Unterredung, die einer seiner Vertreter mit dem montenegrinischen Vertreter auf der bevorstehenden Pariser Finanzkonferenz, Miukowitsch, gehabt haben will. Miukowitsch sagte unter anderem, daß sich Montenegro einer Landung internationaler oder selbst österreichischer und italienischer Truppen in Antivari und Dulcigno nicht widersetzen wurde, daß die etwa auf Skutari vormarschierende Truppe jedoch auf dem 40 Kilometer langen Weg einen ernsten Widerstand finden würde. Wien, 29. April. Aus Cetinje wird gemeldet: Die Bevölkerung demonstrierte gestern neuerdings vor der österreichisch=ungarischen Gesandtschaft. Man sprach Schmähungen gegen Oesterreich=Ungarn aus und hielt einen Affen hoch, der mit einer österreichischen Uniform bekleider war. Seinen Höhepunkt erreichte die Kundgebung, als man den Affen kurzerhand an einem Baume aufknüpfte. Die Machenschaften in Albanien. Wiener Nachrichten zufolge wurde schon seit Wochen zwischen Montenegro und Serbien einerseits und der jungtürtischen Regierung und Dschawid=Pascha anderecseits über das künftige Schicksal Albaniens verhandelt. Diese Verhandlungen wurden von Rußland patronisiert. Nach diesen Nachrichten ist es zu einer Vereinbarung auf folgender Grundlage gekommen: 1. wird ein albanischer Staat unter der Souveränität des Sultans gebildet; 2. dieser Staat tritt dem Balkanbund bei; 3. die nördliche Grenze dieses Albaniens verläuft entlang dem unteren Drin, so daß Skutari und San Giovanni di Medua an Montenegro fallen. Dieses Abkommen sei von dem Bestreben getragen gewesen, den ganzen Balkan an der Seite der Triple=Entente gegen den Dreibund zu einigen und durch dieses Arrangement allen Forderungen der Dreibundmächte in bezug auf Albanien mit einem Schlag den Boden zu entziehen, daß auf diese Weise Serbien seinen Korridor zum Meere erhalte, da ihm von dem verbündeten Albanien sicherlich bedeutende Kompensationen geboten würden. Politische Rundschau Berlin, 29. April. Der Kaiser empfing heute vormittag den Reichskanzler zum Vortrag. Der Reichskanzler war auch zur Frühstückstafel geladen.. Der Kronprinz wird der Eröffnung der Breslauer Jahrhundertausstellung als Vertreter des Kaisers beiwohnen. Er wird von der Kronprinzessin begleitet sein. Die Religionsfeindschaft der Sozialdemotratie. Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ belegt den Vorwurf der Religionsfeindschaft, den der Reichskanzler der Sozialdemokratie bei der zweiten Lesung des Etats gemacht hat, durch den Hinweis auf die Osternummern verschiedener sozialdemokratischer Blätter und durch Zitierung von sprüchen sozialdemokratischer Führer. Das Blatt schließt: Wenn die Sozialdemokratie heute das Bedürfnis fühlt, sich von dem Vorwurf der Religionsfeindschaft zu reinigen, so zeigt sie dadurch nur, wie unangenehm ihr dieser Vorwurf ist. Sie hat erfahren, daß sie mit ihrem Materialismus keine Geschäfte macht. Diese Erfahrung ist durchaus erfreulich; sie bedeutet die Anerkennung der ungebrochenen Macht der idealen Kräfte im deutschen Volke. Frankreich. Vor der 9. Strafkammer in Paris hatte sich der an der Pariser Universität immatrikulierte Student Karl Haag aus Stuttgart zu verantworten, dom zur Last gelegt wurde, in der Nacht vom 25. zum 26. upril in einem Boulevard=Cafe beleidigende Aeußerungen getan und dadurch eine allgemeine Prügelei veranlaßt zu haben. Besonders streng wurde ihm vorgehalten, daß er gesagt habe:„Von Euch niederträchtigen Franzosen stecke ist sechs auf mein Bajonett und röste sie lebendig.“ Obgleich sich Haag mit Trunkenheit, was auch von Augenzeugen bestätigt wurde, entschuldigte, hielt es das Gericht für angemessen, ihn mit zwei Monaten Gefängnis und 105 Francs Geldstrafe zu verurteilen. Portugal. Wenn auch die regierungsfeindliche Bewegung dank der Wachsamkeit und der Tatkraft der Behörden schnell unterdrückt worden ist, so scheint es sich doch um ein groß angelegtes Komplott zu handeln, dessen Gefährlichkeit erst aus neuen Bombenattentaten und aus einer Matrosenmeuterei zu erkennen ist. Nordamerika. Der Gouverneur von Kalifornien Johnson hat gestern in einer Rede die Pläne der Majorität nachdrücklich verteidigt und erklärt, Kalifornien habe das Recht, dem Beispiel der anderen Staaten zu folgen. Es scheint sicher, daß der Beschluß der Majorität, ein Gesetz durchzubringen, durch welches Ausländer, die das Bürgerrecht nicht erwerben können, vom Landerwerb ausgeschlossen werden, unerschüttert sei. Nach einem Reuterbericht sind in New York Gerüchte im Umlauf, daß zwischen Mexiko und den Vereinig ten Staaten Unterhandlungen über den Verkauf von Niederkalifornien und einem Streifen Landes südlich des Rio Grande, das an die Staaten Kalifornien, Arizona, NeuMexiko und Teias grenzt, im Gange sind. Der Kaufpreis soll sechs Millionen Pfund Sterling betragen. In diesem Gebiet liegen die Magdalenen=Bucht, die bei der Vollendung des Panamakanals in eine wichtige Flottenbasis umgewan delt werden kann. Aus der Provinz und den Nochbarländern. Herford, 30. April. Wetterwarte. 8 Uhr früh: Barometer 761 Millimeter. Thermometer+ 16. Aufklarend nach Nebel in der Frühe. Südostwind. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen. Verbreitete Gewitter, später mehr bewölkt, etwas kühler. Apothekendienst für Himmelfahrt: Altstädter Apotheke. Herford, 30. April. Die Schwüle des gestrigen Tages rief schon um die Mittagszeit den Ausbruch eines Genitters hervor, das zahlreiche andere Wetter im Gefolge hatte. Sie zogen alle an unserer Gemarkung vorbei; eines von ihnen aber richtete— wie wir schon gestern berichteten— in der Richtung auf Salzuflen zu Schaden an. Ein Blitzstrahl traf das Haus des Kolons Beiner, nicht weit von der Eisenbahnlinie Herford—Salzuflen gelegen, und zündete. Das Haus wurde ein Raub der Flammen. Herford, 30. April. Zur Landtagswahl in Bielefeld=Herford=Halle. Wir wir hören, sind die Vorstände der beiden hiesigen liberalen Parteien erneut in Verhandlungen über das Wahlabkommen getreten. Ob sie zu einem bindenden Pakt oder zu einem Scheitern des Bündnisses führen werden, dürfte im wesentlichen seine Entscheidung in Bielefeld finden. Herford, 30. April. Die Liedertafel veranstaltet morgen am Himmelfahrtstage einen Ausflug. nach Rinteln und Bückeburg. Abfahrt 6,11 Uhr früh mit Sonntagskarten nach Rinteln. Herford, 30. April. Garnison. Die Stadt Soest sucht 200 Morgen Land anzukaufen. Denn ein Gemeinwesen, das den ernstlichen Wunsch und Willen hat, eine Garnison zu erhalten, muß ein Gelände im genannten Umfang zur Verfügung stellen. Für Herford würde es wohl schwer sein, in allernächster Nähe 180 bis 200 Morgen Land zu erwerben. Für die Kaserne allein wird sich aber nahe der Stadt wohl ein Platz finden lassen. Dürfen Exerzierplatz, Schießstand usw. etwas weiter entfernt liegen, so bringen wir, als geeignet und zweifellos verhältnismäßig billig, in Vorschlag: Das Gelände nördlich des Stukenbergs, von Kreß' Liete an in der Richtung auf Heermeiers Kotten. Herford, 30. April. Erhöhung der Möbelpreise. Der Holzarbeiter teilt folgendes mit: Die Möbelfabrikanten Mittel= und Westdeutschlands, der Pfalz und Rheingegend, haben auf einer am 8. April zu Bingen stattgefundenen Versammlung beschlossen, die Möbelpreise um 5 Prozent zu erhöhen. Begründet wird diese Maßnahme mit einer rapiden Erhöhung der Holzpreise, die die Existenzfähigkeit der Hersteller bei den bisherigen Preisen unmöglich machten. Herford, 30. April. Ihr 25jähriges Dienst= jubiläum feiern morgen die Herren Hauptlehrer Drees und Lehrer Kropp hierselbst. Möge es den beiden beliebten Lehrern vergönnt sein, in körperlicher und geistiger Frische dereinst auch das goldene Jubiläum festlich zu begehen! Enger, 29. April. Dig Sanitätskolonne beteiligt sich an der am Sonntag, den 4. Mai d. J. in Bünde stattfindenden Fahnenweihe der Kolonne Bünde und an der mit dieser verbundenen Übung am Doberge. Dreyen, 29. April. Feuer. Vergangene Nacht gegen 1 Uhr ist das Wohnhaus der Witwe Josting in Dreyen Nr. 106 total abgebrannt. Entstehungsursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Das Gebäude war beim Deutschen Phönix versichert, das Mobiliar bei der Westfälischen Provinzial=Feuer=Sozietät. Die Mobilien sind größtenteils verbrannt. Eine Ziege und einige Hühner sind ebenfalls im Feuer umgekommen. Die freiwillige Feuerwehr in Dreyen war zur Stelle. Salzuflen, 29. April. Hohes Alter. Der Nestor der lippischen Lehrerschaft, und wohl mit der älteste Bürger der Stadt Salzuflen, der Lehrer a. D. Christian Brenker, vollendet am heutigen Tage sein 90. Lebensjahr. Schötmar, 29. April. In der Gemeindevertretung stand gestern das Projekt, Versorgung unseres Ortes mit elektrischem Strom, zur Beratung. In der Februarsitzung war beschlossen, den Strom von Hoffmanns Stärkefabriken abzunehmen. Für die Ausführungsarbeiten der Anlage waren 3 Offerten eingegangen. Das niedrigste Angebot wurde von dem Siemens=Schuckert=Werke gemacht. Herr Ingenieur Hennecke vom Siemens=Schuckert=Werke erteilte zu verschiedenen Punkten noch ausführliche Auskunft. Der Gemeindevorsteher teilte mit, daß die Pensions= und Unterstützungskasse der Hoffmanns=Stärkefabriken das Anlagekapital zu einem angemessenen Zinssatze zur Verfügung stellen werde. Im weiteren wird mitgeteilt, daß sich auch die Orte Ehrsen=Breden, Grastrup, Retzen und Papenhausen anschließen wollen. Schließlich wurde beschlossen, die Anlage dem Siemens=Schuckert=Werke zum Preise von 60 903.40 zu übertragen. Ferner wurde beschlossen, von der Hoffmannschen Pensions= und Unterstützungskasse den Betrag von 70000 M anzuleihen. Die Anlage soll bis zum 1. September d. J. fertiggestellt sein. Bielefeld, 29. April. Der französische Flieger Audemars ist gestern mittag, wie die Westf. Ztg. meldet, in Sudbrack zur Zwischenlandung niedersegangen.„Gegen ½4 Uhr wurde er über dem östlichen Stadtteil Bielefelds gesichtet und im prächtigen Gleitfluge ging der Moran=Eindecker in Sudbrack nieder, um seine Vorräte zu ergänzen. Die Nachricht, daß der Flieger gelandet sei, verbreitete sich sehr schnell in der Stadt und Tausende eilten hinaus, um das Schauspiel des Wiederaufstiegs mit anzusehen. Unsere Behörde machte dem Franzosen nicht die geringsten Schwierigkeiten. Nach Einsicht seiner Papiere wurde ihm unverzüglich die Erlaubnis zum Weiterflug erteilt. Mit einem Automobil war in kürzester Frist Benzin zur Stelle geschafft und schon um 5 Uhr konnte der Propeller angeworfen werden. Mit kurzem Anlauf gewann der Apparat sofort in wundervollem Flug eine beträchtliche Höhe. Audemars machte einen großen Bogen über Jöllenbeck und folgte dann der Bahnlinie Hannover. Nach etwa 2 Minuten war das Flugzeug nur noch als winziger Punkt am Horizont sichtbar.“ Letzte Drahtnachrichten. Wien, 30. April. Ueber die Art des von Oesterreich= Ungarn gegen Montenegro beabsichtigten militärischen Vorgehens verlautet noch nichts, was nicht wunder nehmen kann, da man solche Maßnahmen nicht vorzeitig bekannt gibt. Im merhin läßt sich daraus, daß Oesterreich=Ungarn den russisch französischen Antrag,internationale Militärabteilungen inAn tivari und Duleigno zu landen, als ungenügend bezeichnet hat, schließen, daß es ein tieferes Eindringen in montene grinisches Land plant. Die Vorbereitungen dafür werden bereits getroffen. Die Ausführung dieser Maßnahmen würde nur dann unterbleiben, wenn Montenegro in einer sohr kur zen Frist sich völlig dem Willen der Mächte fügen würde. In der Donnerstagssitzung der Londoner Botschaftervereini gung wird von Oesterreich=Ungarn nur noch eine Klarstellung darüber erwartet, welche Mächte an diesen Maßnahmen teil nehmen werden, falls Montenegro nicht schon vorher nachgegeben hat.— Cetinje, 30. April. König Nikolaus erläßt eine Proklamation an die Bewohner der Stadt Skutari, in der die historischen Rechte des Serbentums und Montenegros speziell auf Skutari dargelegt und erklärt wird, daß Skutari in den definitiven Besitz Montenegros übergehe. Der König versichert die Einwohner der Gewährung voller religiöser und persönlicher Freiheit und Respektierung der übernommenen Rechte und Gebräuche. Der König erwartet, daß die neue montenegrinische Stadt, die zu besonderer Blüte kommen werde, treu im neuen Staatsverbande stehen werde. Frankfuri a. M., 30. April. Der Frkf. Ztg. wird von ihrem Berliner N=Korrespondenten telegraphiert: Man hat sich, seitdem feststeht, daß das Geschäft der Preisgabe Skutaris nicht nur zwischen Essad Pascha und dem König Nikolaus als würdigem Partner abgeschlossen ist, sondern daß dahinter auch das Geld einer bekannten großen Macht, und wenn nicht die Mitwirkung, so doch das Einverständnis Serbiens gestanden haben, nicht meyr darüber täuschen, daß die Skutari=Frage sich zur albanischen Frage ausgewachsen hat, und daß diese ein anderes Gesicht bekommen kann oder schon bekommen hat. Der Pakt, den Essad Pascha mit dem Herrn der Schwarzen Berge abgeschlossen hat, hatte nicht nur den Zweck, diesem Skutari in die Hand zu spielen und ihm Gelegenheit zu geben, diesen Besitz möglichst vorteilhaft zu verwerten, sondern der Plan geht weiter: wir müßten uns sehr täuschen, wenn nicht mit den Aspirationen Serbiens nach der adriatischen Küste, auf die es gezwungen verzichtet hat, jetzt von neuem gerechnet werden müßte. Das die Situation wieder einmal sehr ernst geworden ist, mindestens so ernst wie nur je in den letzten sechs Monaten des Balkankrieges, verhehlt man sich nirgends, und wenn am Himmelfahrtstage die Botschafterkonferenz in London zusammentritt, werden sich die Vertreter der Großmächte der Schwere und Tragweite ihres Beschlusses durchaus bewußt sein. Wien, 30. April. Die christlich=soziale Partei hielt gestern eine Sitzung ab, in der die politische Lage eingehend besprochen wurde. Die Volksstimmung weiter deutscher Kreise, welche durch die christlich=soziale Partei vertreten wird, wurde dahin gekennzeichnet, daß sie selbstverständlich für den Frieden sei, aber für einen dauernden Frieden, der die Monarchie von dem quälenden wirtschaftlichen Druck befreie, in dem sie durch den Balkankrieg gekommen sei. Der polnischen Korrespondenz zufolge erklärte ein hervorragender polnischer Abgeordneter, die Politik des Wiener Auswärtigen Amtes finde nicht nur volles Verständnis, sondern auch eine Unterstützung bei den Polen. Berlin, 30. April. Gestern herrschte schon seit dem frühesten Morgen eine fast tropische Hitze. Eine Reihe von Schulen wurden wegen der unerträglichen Temperatur in den Schulklassen bereits um 12 Uhr mittags geschlossen. Berlin. 30. April. Gestern stellte sich der 40jährige Buchhalter Martin Wagener aus der Pettenköferstraße der Kriminalpolizei. Er war vor zwei Monaten nach Unterschlagungen von 22000 Mk. aus Berlin geflüchtet und hatte sich nach Monte Carlo gewandt, wo er das Geld in kurzer Zeit verspielte. Berlin. 30. April. In einem Trödlerladen am Rosenthalertor wurden der Hilfsmonteur Timm und der Reisende Kanis verhaftet, als sie zerschlagenes Kirchengerät verkaufen wollten, das sie in der Nacht zum Sonntag in der Bartholomäuskirche erbeutet hatten. Man vermutet, daß die Verhafteten auch die in letzter Zeit besonders zahlreichen Synagogendiebstähle ausgeführt haben. Paris, 30. April. Aus Pau wird gemeldet: Der Präfekt des Departements Nieder=Pyrenäen untersagte den wegen der Ausgrabung der Überreste des Karlistengenerals Tristang nach Lourdes gekommenen Karlisten eine Kundgebung für den aus diesem Anlaß eingetroffenen spanischen Thronprätendenten Don Jaime zu veranstalten. Trotz dieses Befehls vereinbarte Don Jaime mit seinen Anhängern, daß diese Kundgebung stattfinden sollte und bestimmte dafür einen etwa 2 Kilometer vom Bahnhof Lourdes gelegenen Punkt. Als der Zug mit den Karlisten an dieser Stelle angelangt war, zogen mehrere Ressende die Alarmglocke und andere zwangen den Lokomotivführer, eine Viertelstunde zu halten. Die Karlisten umringten den im Automobil wartenden Thronprätendenten mit jubelnden Zurufen. Hierauf wurde dem Lokomotivführer die Erlaubnis zur Weiterfahrt erteilt. Paris, 30. April. Wie aus Rodez(Dep. Aveyron) gemeldet wird, ereignete sich bei Severac ein schwerer Eisenbahnunfall. Mehrere Reisende sollen getötet und an 20 verletzt worden sein. Paris, 30. April. Der Heeresausschuß der Kammer setzte die Beratung der Gesetzesvorlage über die dreijährige Dienstzeit fort und nahm nach längerer Beratung u. a. einen Artikel eines von dem bei den Vizepräsidenten desAusschusses Montebello und Reinach eingebrachten Gesetzentwurfs an, wonach den im Alter von 18 Jahren stehenden jungen Leuten welche ein Zeugnis militärischer Befähigung erbringen, der Eintritt in die Armee gestattet werden soll. Ferner fand ein von Jaures eingebrachter Zusatzantrag zu diesem Artikel Annahme, daß diese Bestimmung drei Jahre nach Verlautbarung des Gesetzes in Kraft treten soll, falls bis dahin die militärische Erziehung der Jugend nicht durch ein besonderes Gesetz im ganzen Land organisiert sein würde. Paris, 30. April. Nach einer Meldung aus Rabbatt stieß die Kolonne Mangin am 26. April bei Ainsergam mit einer Abteilung der aufständischen Schloe zusammen, die sich nach einem heftigen Kampfe, in dem sie namentlich durch das französische Artilleriefeuer beträchtliche Verluste erlitten, zurückziehen mußten. Die Franzosen hatten 4 Tote und 25 Verwundete. Zürich, 3. April. Die Polizei verhaftete den schwedischen Fabrikanten Arthur Harry Ouchterlony aus Stockholm, der wegen Unterschlagung von über 100 000 Mk. von seiner Heimat aus verfolgt wird. Er hatte auf einer Bank in Zürich ein Guthaben von 8500 Mark und außerdem noch bedeutende Barmittel in Besitz. Keykjawik, 29. April. Die Eruptionen des Vulkans Hekla dauert ununterbrochen fort. An der nördlichen und westlichen Seite des Vulkans haben sich neue Krater gebildet, welche eine lebhafte Tätigkeit entwickeln und große Dampfmassen ausströmen. Polizeibericht. Herford, 30. April. Im Interesse der Allgemeinheit wird dringend darum gebeten, auf die öffentlichen Wege, Straßen und Plätze keine Papierreste oder Papierabfälle zu werfen. Die Anlagen und Promenaden hauptsächlich pflegen stets durch diese Unsitte in so häßlicher Weise verunziert zu werden. Eltern und Erzieher müßten im öffentlichen Interesse und aus Liebe zu unseren schönen Promenaden ihre Kinder und Pfleglinge von Zeit zu Zeit vor dieser Unsitte warnen. Papier läßt sich so leicht und bequem in der Tasche aufbewahren, bis man an einen Sammelbehälter für Papierreste kommt, wo man es hineinwerfen kann. Sollte man unterwegs keinen Behälter für Papierreste antreffen, so wird die Mutter absolut nicht böse sein, wenn das Butterbrotpapier wieder mit nach Hause gebracht wird, wo es zum Feueranmachen unter dem Herde usw. gut verwertet werden kann. Es wird auch darauf aufmerksam gemacht, daß das Fortwerfen solcher Papierreste nach§ 11 der Straßen=Polizei=Verordnung bestraft wird, und daß Zuwiderhandelnde zur sofortigen Beseitigung der Papierabfälle verpflichtet sind. Läßt sich der Täter nicht mehr ermitteln, so sind die betreffenden Anlieger zur Reinigung verpflichtet. Letztere tun daher güt, von selbst auf Zuwiderhandelnde aufzupassen.— Wegen Trunkenheit, Mißhandlung und Bedrohung seiner Frau mit Erstechen mußte gestern nachmittag ein in der Johannisstraße wohnhafter Mann in Haft genommen werden.— Nach Erbrechung eines Schrankes und Entwendung von 80 A bei seinen Eltern, hat sich ein von hier stammender, 17jähriger Arbeiter mit dem Gelde aus dem Staube gemacht. — Ein aus dem Waisenhause Dortmund stammender und von einem Landwirt in Bischofshagen entlaufener 13jähriger Knabe wurde gestern auf dem hiesigen Bahnhof aufgegriffen ind ist nach Dortmund zurückgebracht worden. Kochrezepte erregen det Hansftauen immer viel Interesse, besonders aber, wenn sie Gerichte betreffen, die infolge ihrer leichten Verdaulichkeit und ihres hohen Nährwertes auch Kranken und Rekonvaleszenten gereicht werden können. Das„Kufeke"=Kochbüchlein enthält 104 solcher ausgeprobter Original=Kochrezepte für Kranke und Gesunde und ist in den Verkaufsstellen des Prävarates kosten frei erhältlich. Olittert 8 GEORG A. UASMATZI AKTGESN ORESDEN* Grösste deulsche Cigerettenfabrik Ein gesundes, kräftiges Mädchen andekammen angekommen. Otto Jentsch und Frau, Olga geb. Heidemann. Berlin-Südende, 30. April 1913. Berlinerstrasse 21. Handelsregister des Köriglichen Amtsgerichts zu Herford In das Handelsregister, Abteilung A. ist bei der Firma Hermann Meyer in Herford(Nr 54 des Regissers) am 25. April 1913 eingetragen worden, daß das Geschäft unter unveränderter Firma auf den Kistenfabrikanten Wilhelm Meyer zu Herford übergegon gen, die Prokura des Wilhelm Meyer erloschen und dem Kistenfabrikanten Hermann Meyer zu Herford Prokura erteilt ist. Wirte! Unser grosses Lager in prachtvollen Ochestrions, elektrischen Pianos, Starkton-Maschinen, Schallplatten-Automaten mit Feder-, Gewichte-, elektrischem und Wasser-Motorbetrieb für Konzert- und Fanzzwecke geben wir, um Auktion zu vermeiden, spottbillig unter langjähriger Garantie, evtl. auf Raten oder mietweise ab.— Der weiteste Weg lohnt sich! evtl. Fahrgeld-Vergütung. A. Werner's Musikwerke Düsseldorf, Graf Adolfatr 89, dicht am Hauptbahnhof linke Seite Gelegenheitskauf! Eine Zigeuner=Geige spottbillig zu verkaufen Hollandstraße 34 Provie. Vertr. für Möbelbeschlag sucht A. 48. Berlin S. 59. postl. Schön möbliertes Zimmer mit Morgenkaffee zu vermieten. Credenstraße 21. 1. Etg Freundlich möbl. 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Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Herford belegene, im Grundbuche von Bauerschaft Radewig Band 26, Blatt 235 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Zuckerwarenfabrikanten Gustav Leyendecker zu Herford, Goltzstraße 7, eingetragene Grundstück, Flur 2, Nr. 2387/17 usw., Hofraum und Hausgarten mit Wohnhaus Nr. 7 Holtzstraße— Auf'm Glienkampe— mit 900 Mark Gebäudesteuernutzungswert am 17. Juni 1913, vormittags 10¼ Uhr durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle — Zimmer Nr. 16— versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 24. April 1913 in das Grundbuch eingetragen. Herford. den 25. April 1913. Königliches Amtsgericht. Konkurswaren=Verkauf. Die zur Konkursmasse J. Ruschkewitz gehörigen Bestände an Wäsche und Aussteuerartikel, Schürzen, Kinderkleider, Blusen, Normalröcke, Herrenartikel, Manufakturund Kurzwaren im Taxwerte von ca. Mk. 35000.— sollen bei annehmbarem Gebot im ganzen gegen bar am Dienstag, 6. Mai a. cr., nachm. 3 Uhr verkauft werden und können die Bestände am Verkaufstage im Geschäftslokal Gehrenbera 25 morgens von 8—10 und mittags von 12—2 Uhr besichtigt werden. Karten in geschlossenem Kuvert mit einer Bietungskaution von 1000 Mk. sind bis dahin dem Unterzeichneten einzureichen. Herford. den 26. April 1913. Der Konkureverwalter: Otto Cramer. In dem Konkurse über das Vermögen des Mühlenbesitzers Hermann Huth hier, soll eine Abschlagszahlung erfolgen. Dazu sind M 125000.— verfügbar. Zu berücksichtigen sind: M 367,65 bevorrechtigte und M 1227 645,78 nichtvorberechtigte Forderungen. Das Verzeichnis der zu berücksichtigenden Forderungen kann auf der Gerichtsschreiberei des Königl. Amtsgerichts hierselbst Zimmer Nr. 13 eingesehen werden. Herford, den 29. April 1913. Der Konkursverwalter. Lücken, Justizrat. Praktiziere während der Saison als Badearzt in Salzuflen. Dr. Troschke. Jahres=Abschluß des Herforder Schweine=Versicherungs=Vereins über das Rechnungsjahr 1912/13 Einnahme An Kassenbestand am 1. 4. 1912 An Eintrittsgeldern für 20 neue Mitglieder An Beiträgen von 363 Mitgliedern, welche 733 Schweine à 4 M. versichert hatten An Beiträgen von 7 Mitgliedern, welche sich nicht abgemeldet hatten à 4 Mark An Erlös für Fleisch Von der Sparkasse erhoben 71 33 20 89 Vermögensstand der Kasse am 1. April 1913: a) Bei der Kreissparkasse belegt 2435.60 Mk. b) In der Gesellschaftskasse 95802„ Summa 3393.62 Mk. Der Vorltand. Geschäfts-Eröffnung. Den Bewohnern von Herford und Umgegend zur gefl. Nachricht, dass ich mit dem heutigen Tage im elterlichen Hause — Elisabethstrasse 1 eine Buch- u. Akzidenzdruckerei eröffnet habe. Ich bitte mein junges Unternehmen freundl unterstützen zu wollen. Hochachtend Adolf Dunker. Damen-Moden. Jabots und Kragen. Stickerel-Jabots 25, 45, 65, 75 Pfg., 1.25, 1.50, 1 75 Tüll-Jabots, moderne Formen, 25, 48, 68, 90 Pfg., 1.20, 1.50, 2.25 Moderne Blumen, Schleifchen und Buketts Blusen-Kragen in feiner Batist-Ausführung 58, 75, 95 Pfg., 1.25 175 Bulgaren-Kragen St 38, 75, 1.25, 150, 2.10, 2.50 Stickerei-Kragen, hübsche Ausführungen 35, 40, 75 Pfg., 1.25, 1.65 Spachtel-Blusenkragen 58, 90 Pfg., 1.25, 1.75, 2 00 Spachtel-Jacken-Krauen weiss und ecrn 1.25, 2.00, 2.50, 3.00, 3 50 Moderne Seidenbänder, Streifen, Changeant, Chine, Mtr. 65, 90 Pfg., 1.20, 1.50 Bauernbänder und Bulgarenbänder Meter 25, 35, 60, 90 Pfg., 1 35 Gürtel und Taschen. Weisse Stick-Gürtel 50, 75, Pf, 1.—, 1.50, 2— Weisse Leder-Gürtel 75, 90 Pf., 1.25, 175, 2.25 Moderne Lackgürtel 60, 85 Pf. Kinder-Lackgürtel, schwarz und farbig 25, 45, 85 Pf. Kalbieder-Gürtel Wildled.imit. 1.50, 2 25,2 50, 3.—.4.— Perltaschen, hell- und dunkel-grundig 95 Pf. 1.45, 2.25, 3.25, 3.75, 5 00, 6.00 Ledertaschen 3.75, 4.50, 6.00, 7.50, 8.—, 9.— Kunstseiden-Pompadour alle Farben 95 Pf., 1.68 Pomnadour, geknüpft, weiss, schwarz u. farbig 88 Pf., 1.15, 1.68, 2.25 Korsetts Frack-Korsetts. besonders solide Form mit Stahleinlage und mit Feston-Spitze, hübsch garniert Stück 2.65 Direktoire-Korsetts, moderne langhüftige Form mit extra starken Einlagen, naturfarbig, prima Drell Stück 430 Frühjahrs-Handschuhe. Handschuhe, leinen imit., 2 Druckknöpfe Paar 48 Pfg. Handschuhe, leinen imit., Ia. Qualität, 2 Druckknöpfe Paar 75 Pig. Durchb-ochene Handsschuhe, Paar 28, 45, 65, 95 Pfg., 125 Lange Imit. Leinen-Handschuhe. 12 Knopf lang Paar 1.20 Lange durchbrochene Handschuhe Paar 45, 65, 85 Pfg., 1.20, 1.85 Herren-Handschuhe. Handschuhe, leinen imit., 1 Druckknopf 65, 85 Pf., 1.35 Preiswerte Garten-Tischdecken, moderne Künstler-Dechen in reicher Auswahl. Herford, Gehrenberg 9. Eick Nachf. Herford. Gehrenberg 9. KET □ G — 2 68380933363838388833 Alle- geraue-Form - Kleines Sehfeld Neue-gebogehe-Form - Grosses Sehfeld* Freiwillige Feuerwehr Falkendiek u. Schwarzenmoor Unser diesjähriges Stiftungsfest findet am Sonntag, den 4. Mai, in den Lokalitäten und in dem dazu erbauten Zelte unseres Vereinswirtes Albert Vieregge, Mindenerstc., statt. Nachm. 3 Uhr: Empfang der fremden Wehren. Nachm. 4 Uhr: Anfang des Festballes. Belustigung des Publikums ist bestens gesorgt. Es ladet ergebenst ein Das Festkomitee. Zentral-Verband der Handelsleute und Berulsgenossen Dentschlands. Sektion Herford I meier große find Sitz Berlin. Sonntag, denss4. Moi d. bei Ww. Tiemrier Anfang 4 Uhr. Freunde und Gönner freundlichst eingeladen. Der Vorstand Eine guter haltene Halbchaise preisweit zu verkaufen. Zu er fragen in der Geschäftsstelle de Bl. unter Nr. 4718. Mittwoch, den 30. April, abends 9 Generalversammlung, Schützenhof. Galdfrieden. Himmelfahrtstag, morgene 7½ Uhr: t. Zither=Verein „Echo vom Gebirge“ nimmt Anmeldungen für neue Mitglieder jeden Sonnabend, ab 9 Uhr abends, im Vereinslokal Restauration: Brinkmann, entgegen. Damen und Herren, welche Interesse für Zither, Gitarre(Lante). Mandolie und Streichziher heg u. erhalten als Mitglieder Ausbidung gegen mäßiges Honorar durch den Leiter obengenannten Vereins Herrn Okcar Stipp, Weststr. 19. Instrumente werden gratis und leibweise zur Verfügung gestellt. Passive Mitglieder haben zu den Uebungsabenden sowie allen Fest lichkeiten freien Zuritt. Der Vorstand. Die Feier des findet am Sonntag, den 4. Maitols, statt. Nachmittags 3½ Uhr: Anfang des Konzertes, Abends 8 Uhr: Anfang des Balles. ### Der Hof wird am Fest teilnehmen. Die Mitglieder der Gesellschaft, sowie deren Angehörige, soweit etztere nicht verpflichtet sind, selbst Mitglied zu sein, haben freien Zutritt und laden wir dieselben zu recht zahlreichem Besuch hierdurch sreundlichst ein. Fremde, sofern dieselben durch Mitglieder eingeführt werden, können am Feste teilnehmen und beträgt das Eintrittsgeld für dieselben zum Konzert& Porson 0.55 Mk. zum Ball für Herren 160 Mk. zum Ball für Damen 1.10 Mk. Einheimische, die nicht Mitglieder unserer Gesellschaft sind, haben keinen Zutritt. Die Musik wird von der städtischen Kapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Düngel ausgeführt. Herfor“, den 26. April 1913. Der Vorltand der Schützen=Gesellschaft. Bataillone-Befebl. Das Unteroffiziers=Korps hat in Uniform zu erscheinen. Der Oberst: Jacobsen. 80 Sie werden unbedingt finden, daß unser Spezial=Geschäft Ihnen die größten Vorteile bietet hinsichtlich Das„Herforder Kreisblatt; erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Vierteljährlichet im voraus zu zahlender Bezugspreis 1 M. 50 Pf. Durch die auswärtigen Betriebsstellen bezogen 1 M. 65 Pf. Bei Selbstabholung aus der Geschäftsstelle 1 M. 25 Pf. Monatlich 50 Pf. Herforder Anzeigen aus dem Kreise Herford werden mit 12 Pf., auswärtige Anzeigen mit 15 Pf. für die einspaltige Petitzeile berechnet. Enwvaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt und kann geweigert werden, wenn die Zahlung nicht innerhalb 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt. Reklamen 45 Pf. pr. Zeile. Verantwortlich: Für den politischen Teil: Ferd. Etzmann in Herford. Für den übrigen Teil: Fritz Heidemann in Herford. Geschäftsstelle: Mönchstraße 5. Herforder Kreis=Zeitung. Herforder Kreis=Anzeiger. Fernruf Nr. 13.— Telegramme: Kreisblatt.— Postfach 47. Verlag von Fritz Heidemann in Herford. Druck von Gebr. Heidemann in Herford. Post=Scheck=Konto: Nr. 369 Hannover. Nr. 100(enthält 12 Seiten.) Mittwoch, den 30. April 1913. 68. Jahrgang. Aus der Provinz und den Nachbarländern. Bielefeld, 29. April. Strafkammer. Der Zimmer mann Gottlieb H. zu Herford war beschuldigt, am Abend des 12. Oktober v. J. mit seiner Ehefrau, nachdem er am Morgen von dem Gerichtsvollzieher Füllgrabe aus der Wohnung exmittiert worden war, in dasselbe Wohnhaus wieder eingedrungen zu sein, Türen erbrochen und die Weitkamp'schen Eheleute mißhandelt zu haben. Das Schöffengericht hatte bereits am 19. Dezember v. J. beide wegen gemeinschaftlichen Hausfriedenbruchs und Mißhandlung bestraft, den Ehemann zu zwei und die Ehefrau zu einer Woche Gefängnis. Gegen dieses Urteil hatten beide Berufung eingelegt. Es wurde nur gegen den Ehemann verhandelt, weil die Ehefrau krank ist. Die Berufung wurde verworfen. Minden, 30. April. Die Provinzialversamm lung des Ev. Bundes findet am 4. und 5. Mai hierselbst statt. Eröffnet wird dieselbe am Sonntag vormittag mit festlichen Gottesdiensten in den sämtlichen hiesigen und einigen benachbarten Kirchen. Am Sonntag nachmittag 4 Uhr wird eine große Volksversammlung im Rosental stattfinden; dort wird Herr Professor Dr. Schrader=Bielefeld reden über„Die Betätigung evangel.=protestantischen Geistes in der Zeit der Erhebung 1813“, danach Herr Pfarrer Niemöller=Elberfeld über„Die Betätigung evangel.=protestantischen Geistes in der Gegenwart“. Abends 8½ Uhr: Zwanglose Versammlung im Ev. Vereinshause. Am Montag beginnt vormittags 9 Uhr die Versammlung der Abgeordneten und Mitglieder, im Ev. Vereinshause. Die Tagesordnung enthält außer den Berichten usw. einen Vortrag des Bundesdirektors Lic. Everling=Berlin:„Warum erfordert die nationale und kirchliche Lage immer dringender einen starken Ev. Bund?“ Nach dem Mittagsmahl, 1 Uhr, wird nachmittags 3 Uhr ein gemeinsamer Ausflug zur Porta veranstaltet. Minden, 28. April. Eine Gedenkfeier soll am 16. Juni aus Anlaß des Kaiser=Jubiläums am Kaiser=Denkmal in der Porta veranstaltet werden. Dützen, 29. April. Dem Flügel einer Windmühle kam im benachbarten Häverstadt ein fünfjähriges Mädchen zu nahe, wurde mit herumgeschleudert und erlitt so schwere Verletzungen, daß es starb. Hamm, 29. April. Interessante Funde sind bei den Baggerarbeiten in der großen Schleusenbaugrube am Nordentor gemacht worden. U. a. wurden zwei Menschenschädel, Hörner von großen Ochsen, eine Elchschaufel, Mammutzähne, ein mächtiger Mammutoberschenkel und zahlreiche andere Fossilien gefunden. Man nimmt an, daß sich an der Stelle in der Vorzeit ein Sumpf befunden habe, in dem zahlreiche Tiere zugrunde gegangen sind.(Westf. Anz.) Soest, 29. April. Garnison. In den hiesigen Zeitungen sucht der Magistrat ein 200 Morgen großes hügeliges Gelände anzukaufen. Man bringt diesen Ankauf mit der Verlegung einer Garnison nach hier in Verbindung. Soest, 29. April. Auto=Unglück. Ein Automobil aus Bochum überfuhr den vierjährigen Sohn des Weichenstellers Beckschwerte. Das Auto hielt an und nahm den schwerverletzten Knaben auf, um ihn nach dem Krankenhause zu bringen. Auf dem Wege dorthin lief die sechsjährige Tochter des Arbeiters Ahrnig dem Automobil direkt in die Räder und wurde gleichfalls schwer verletzt. Der Knabe starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus, das Mädchen liegt hoffnungslos darnieder. Bottrop, 28. April. Bei einem Fluchtversuch, den gestern zwei Insassen des Gerichtsgefängnisses unternahmen, riß das Seil, an dem sich der eine von ihnen herunterließ. Der Gefangene stürzte ab und brach beide Beine. Der andere entkam, wurde aber bald wieder festgenomen. Mengede, 29. April. Verbrüht. Auf der Zeche Adolf von Hansemann sind zwei Montagearbeiter durch den ausströmenden Dampf eines geplatzten Krümmers für die Dampfrohrleitung, den sie gerade eingebaut hatten, so schwer verbrüht worden, daß sie nach ihrer Einlieferung ins Kranlenhaus gestorben sind. Bochum, 29. April. Ein schwerer Automobilunfall hat sich heute nachmittag hier in der Nähe von Bork bei der Zache Hermann ereignet. Das Automobil der Firma Dr. Otto& Co. rannte gegen einen Baum. Der Lenker wurde aus dem Wagen geschleudert, erlitt einen schweren Schädelbruch und war sofort tot. Der Insasse des Wagens, Ingenieur Lösch, wurde schwer verletzt. Der Lenker wollte einem entgegenkommenden Fuhrwerk, dessen Pferd scheu geworden war, ausweichen und rannte dabei gegen den Baum. Wald, 29. April. Zuschweren Ausschreitungen kam es in der letzten Nacht zwischen Ausständischen und Arbeitswilligen in der Gießerei Rautenbach in Mangenberg. Etwa 500 Personen hatten vor der Fabrik Aufstellung genommen. Aus dieser Menge wurde mit Steinen, Flaschen und Stöcken nach den in der Fabrik befindlichen Arbeitern geworfen, auch Revolverschüsse wurden abgegeben, durch die ein Mann verletzt wurde. Die Arbeitswilligen erwiderten das Bombardement. Die wenigen Walder Polizeibeamten waren machtlos; erst als von Solingen auf ihren Wunsch zehn Beamte zur Verstärkung kamen, gelang es, die Menge zu zerstreuen. Fast sämtliche Fenster der Fabrik sind zertrümmert. Köln, 29. April. Gattenmord. Ein jungverheirateter Mann in St. Ingert wurde in seiner Wohnung tot auf gefunden. Man nahm ursprünglich Selbstmord an, da der Gashahn im Zimmer geöffnet war, andere Anzeichen wiesen aber auf einen Mord hin. Jetzt ist die Ehefrau unter dem Verdachte des Mordes verhaftet worden. Die Frau ist bereits einmal geschieden worden und hatte sich erst vor kurzer Zeit wieder verheiratet. Trier, 29. April. Der älteste Einwohner der Rheinprovinz, der Landwirt Theodor Jonas in Eisenach, Landkreis Trier, ist. 102 Jahre alt, gestorben. Saarbrücken, 29. April. Einschweres Automo bilunglück ereignete sich heute auf der Straße nach Bre bach. Ein mit sechs Personen besetztes Automobil geriet in voller Fahrt beim Überholen eines Lastfuhrwerks auf den frisch geschotterten Fahrdamm der Straßenbahn und überschlug sich. Die Insassen wurden hinausgeschleudert. Ein Fahrgast blieb sofort tot. Ein zweiter erlitt so schwere Verletzungen, daß er kaum mit dem Leben davonkommen wird. Die übrigen haben nur leichtere Verletzungen erlitten. Die Insassen waren Arbeiter, die unterwegs von dem Fahrgast des Automobils zu einer billigen Vergnügungsfahrt aufgenommen worden waren. Einbeck, 29. April. Durch Großfeuer wurde hier die Dampftischlerei von Menge mit sämtlichen Gebäuden und Maschinen eingeäschert. Zwei benachbarte Wohnhäuser und 3 Scheunen wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Bremen, 29. April. Norddeutscher Lloyd. Barcelona Montag nachm. von Bremerhaven abgeg. Westfalen Montag nachm. Quessant passiert. Rhein Montag nachm. in Baltimore angek. Yorck Montag nachm. in Neapel angek. Kaiser Wilhelm der Große Montag abends von Cherbourg abgeg. Gneisenau Montag morgens von Suez abgeg. Kronprinzessin Cecilie Dienstag morgens in Bremerhaven angek. Prinzregent Luitpold Montag nachm. von Beirut abgeg. Hamburg, 29. April. wotelbrand. Das bekannte Hotel Waldesruh in Aumühle ist heute nachmittag abgebrannt. Das Hotel war Eigentum des Fürsten von Bismarck. Cuxhaven, 29. April. Havarie. Der Heringsdampfer „Leif“ aus Haugesund, von Hamburg nach See gehend, ist heute abend 10¼ Uhr mitten in einer Manöverübung gegen einen Minenprahm gerannt und kehrte mit schwerem Bugschaden nach Hamburg zurück. Das Gordon=Bennett=Ausscheidungsfliegen. Kopenhagen, 29. April. Der deutsche Ballon Glad beck ging gestern nachmittag in der Nähe von Lökkens an der Nordwestküste von Jütland nieder. Der deutsche Ballon Hannover ist gestern abend bei Uggerby und der Ballon Brannschweig bei Vedsted glatt gelandet. Christiania, 29. April. Der deutsche Ballon Nie derschlesien ist gestern abend eine Meile östlich von Arendal gelandet. Seine beiden Insassen waren etwas erschöpft, be fanden sich aber wohl. Arendal(Norwegen), 29. April. Der Ingenieur Mann von dem hier niedergegangenen Ballon Niederschlesien ist heute vormittag nach Christiania abgereist. Der Ballon hat in 26 Stunden 900 Kilometer zurückgelegt, davon 550 Kilometer über dem Meer. Kleine Chronik. Berlin, 29. April. Um die im Laufe der Zeit hervorgetretenen Mißstände im Reklamewesen zu beseitigen, wird beabsichtigt, das Reklamewesen von reichswegen gesetzlich zu regeln. Berlin. 29. April. Sternickel. Bezüglich der Verbrechen Sternickels wird jetzt bekannt, daß derselbe der Mordtaten in Liegnitz, wo er übernachtete und in der Maske eines Händlers auftrat, so gut wie überführt ist. Nun werden auch Mordtaten im Aachener Bezirk mit Sternickel in Verbindung gebracht. Beuthen, 29. April. Der Ausstand. Nach endgiltiger Feststellung fehlten in der gestrigen Frühschicht 39 117 Mann und in der Abendschicht 19 484 Mann, zusam men 58601 Mann. Nach vorläufiger Feststellung fuhren heute zur Frühschicht 38 400 Mann nicht an. Gelnhausen, 29. April. Vom Blitzerschlagen. Im Kreise Gelnhausen hat sich gestern abend ein schweres Gewitter entladen. Die Tochter des Bürgermeisters Junker in Kirchbracht wurde vom Blitz getötet. Augsburg, 29. April. Vom Blitzerschlagen. Im nahen Bergheim ist ein Dienstknecht beim Pflügen vom Blitz getötet worden. Im westlichen Teil des Regierungsbezirks haben Gewitter gestern schwere Schäden durch Blitzschläge und Ueberschwemmungen verursacht. Ulm, 29. April. Während eines heftigen Gewitters, das gestern über Ulm und Umgebung niederging, wurde auf dem Exerzierplatz Lerchenfeld der Musketier Lehrts vom Inf.=Regt. 120, der neben seinem Hauptmann als Winker der Signalstation beschäftigt war, vom Blitz erschlagen. Straßburg, 29. April. Schwere Strapazen. Ueber den Ausgang eines heute von dem Infanterie=Regiment Nr. 132 unternommenen Uebungsmarsches StraßburgHoerdt und zurück(45 Kilometer) waren in Straßburg allerlei übertriebene Gerüchte verbreitet worden. Danach sollen über 100 Mann auf der letzten Marschstrecke innerhalb der Stadt marschunfähig geworden sein. Man sprach sogar von 8 Toten. Tatsächlich sind einige 40 Mann infolge der großen Hitze schlapp geworden, von denen mehrere, wie verlautet, wegen Hitzschlagverdachtes in das Lazarett eingeliefert wurden. Zu bemerken ist noch, daß das Regiment am Mittag in Biwakstellung abgekocht hatte. Kopenhagen, 28. April. In aufsehenerregender Weise hat heute der Professor der Rechte an der Kopenhagener Universität Dr. jur. Grundtvig seinem Leben ein Ende gemacht. Er traf vor Passieren des 10 Uhr 4 Minuten in Kopenhagen von Korsör eintreffenden Zuges mit einem Fahrrad an einem Bahnübergang ein. In dem Augenblick, als sich der Zug näherte, schwang er sich über die Barriere und warf sich auf das Gleis. Der Zug ging über ihn hinweg und zermalmte ihn zu einer unkenntlichen Masse. Grundtvig litt schon seit längerer Zeit an nervöser Ueberreizung. Christiania, 28. April. Hypothese Nansens über den Golfstrom. Fridjof Nansen hielt gestern einen sensationellen Vortrag in Christiania in der wissenschaftlichen Gesellschaft über den Golfstrom. Er stellte die neue Hypothese auf, daß dieser warme Strom, der Norwegens Küste belebt, nicht von Amerika komme, sondern daß er ein nördlicher Strom von der afrikanischen und westeuropäischen Küste sei. Paris, 29. April. Ein neuer Sprengstoff. Professor d'Arsonval teilte in einem Vortrage über flüssige Gase mit, daß es ihm gelungen sei, einen neuen Sprengstoff herzustellen, indem er Ruß mit flüssigem Gas durchtränkte. Die Sprengkraft dieses Stoffes, mit dem zunächst in einem Steinbruch Versuche vorgenommen wurden, übertreffe die des Dynamits um das Zehnfache. London, 29. April. Die Eisberggefahr. Der der Allan=Linie gehörige Ozeandampfer„Virginian“, der Sonntag in Jamestown eingetroffen ist, berichtet, daß er auf seiner Fahrt von Liverpool nach Halifax nicht weniger als acht gewaltige Eisberge angetroffen habe, und daß er vierzehn Stunden lang durch ein riesiges Eisfeld fuhr, das sich in der Nähe jener Stelle befand, wo im vorigen Jahre die„Titanic“ untergegangen ist. An Bord der„Virginian“ befanden sich außer der Besatzung 1590 Passagiere. Jaffa(Palästina), 18. Appil. Pfarrer=Fahrt. Der Norddeutsche Lloyddampfer Schleswig ist hier heute mit 150 deutschen evangelischen Pfarrern, die Palästina bereisen werden, eingetroffen. Ferkelmarkt. Altenessen, 29. April.(Amtl. Bericht). Auftrieb 4802 Ferkel und Schweine. Durchschnitts=Engros=Preise: Ferkel im Alter von 6—9 Wochen 22—25 Mk., von 8—12 Wochen 25—34 Mk., Fasel=Schweine 34—65 Mk. Tendenz: Rege. Eitern tragen den Forderungen der modernen Hygiene Rechnung und veranlassen ihre Kinder frühzeitidrt zu einer rationellen Pflege der Ilaare. In der Iiebung der natürhehen Funktionen des Haares durch regelmassige Waschungen muittels „Shampoon mit dem schwarzen Hopf“. besitzen wir das geeignetste Mittel, die Zersetzungsprodukte der Kopfhaut, den Staub und die eventl. Krankheitserreger des Haares zu beseingen und dadurch eine Kräftigung und Regenerierung des Haares zu ermoglichen. Das millionenfach bewährte Haarpflegemittel„Shampoon mit dem schwarzen Hopf“ macht das Iaar schuppenfrei. glänzend und gibt auch dürftigem Haar volle- Ausschen. 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Ich wünsche Dir sehr, sehr viel Glück— ich bin auch überzeugt, Tu wirst Ruhm und Ehre erringen— o Du mein Held!— Aber vergiß dann doch auch Deine Lili nicht!“ „Ich erkenne Tich gar nicht wieder, Lili,— Du bist erregt,“ entgegnete Georg— ein Schatten flog über seine Stirn.—„Mache mir doch nicht das Herz schwer— ich muß frei sein, mich frei fühlen von allem, was mich niederorücken könnte!“ Er machte einige Schritte vorwärts. Lili sah mit einem rührend ängstlichen Blick zu ihm hin, dann sprang sie plötzlich auf und warf sich stürmisch an seine Brust.„Georg, nur nicht diesen Blick, den ertrage ich nicht.— Du bist ja mein Abgolt, mein alles!; rief sie m leidenschaftlicher Innigleit. „Kleines, heißblütiges Mädchen!“ Er streichelte ihr glühendes Gesichtchen.„Nun laß uns ruhiger sprechen.— Heute abend muß ich fahren, meinem Vater gegenüber werde ich schon einen Vorwand finden,— übermorgen ist Sonntag, dann hast Du einen Brief von mir— Mittwoch ist das Fest bei Hofe.“ „Mittwoch?“ unterbrach ihn Lili,„dann ist ja auch Wallys Geburtstag.“ „Ja, dann wirst Du Dich wohl ohne mich amüsieren müssen," lächelte Georg. „Ich— ohne Tich? Was denkst Du nur— ich fahre unter teiner Bedingung hin— meine Gedanken werden nur bei Dir sein!“ Er küßte sie.„Du solltest Dich lieber zu zerstreuen suchen, dann werden Dir diese Tage der Ungewißheit nicht so lang. — Doch kommt da nicht Dore?“ rief er ausspringend.„Tore, was gibt es?“ Vom jenseitigen User her kam tatsächlich Dore. Sie hatte ein buntes Kattuntuch um den Kopf gebunden, von dem Gesicht floß der Schweiß wie in kleinen Bächen. Sie kam eilig näher.„Na, na, man sachte— ist das'ne Hitze!“ pustete sie. „Gnä' Fräulen'n Tag! Schöne, liebe Hitze— ja—“ „Weshalb kommst Du, Dore?“ unterbrach Georg sie ungeduldig. „Georgeken, ich suchte Dir schon, und weil Du nun hier zugegangen warst, hab' ich gedacht, ich werde Dir schon finden.“ „Aber warum suchst Du mich?“ „Ach der Herr Vater will Dir pattuh sprechen.— Er hat einen Brief gekriegt von dem Kandidaten aus Arnsdorf und nn fragt er schon immerzu nach Dich— und ich soll Dir gleich reinschicken, wenn Du kommst, hat er gesagt. Nu dacht' ich’s ist sehan besser wenn ich Dir suche. Georgeken. von ich,'s ist schon besser, wenn ich Dir suche, Georgeken, von wegen die Reise.“ Sie zwinkerte bedeutungsvoll mit den Augen. Georg stand einige Minuten unbeweglich. Was konnte der Vater von ihm wollen? Nur keinen Querstrich in seinen Plänen, das wäre entsetzlich! „Ich komme gleich, Dore,“ sagte er dann. „Ja, tu' es man, Georgeken. Du weißt ja, wenn der Herr Vater krank ist, wird er immer leicht ungeduldig.“ Georg nickte zerstreut. „Adjes, gnä' Fräulenchen!“ Sie knickste und trollte davon, die gute, alte Seele.„Ach Gottchen, sah das kleine Fräulein blaß aus— weiß wie ein Engel. Wenn's man bloß nich wieder was gibt— ich hab's ausgeträumt. Nu war's’ne Zeitlang alles gut,“ sie seufzte schwer, im Weitergehen noch immer vor sich hinmurmelnd. „Ich komme mit Dir,“ erklärte Lili, als Georg sich zum Gehen anschickte. „Nein, Kind, der ganze Weg ist schattenlos. Ich kehre sosort zu Dir zurück, wenn ich erfahren, um was es sich handelt.— Hier ist es ja jetzt erträglich kühl— hoffentlich hält er mich nicht lange auf.“ „Nun gut, lieber Georg— ich warte auf Dich.“ Sie sagte es auscheinend ruhig, und doch fühlte sie aufs neue dies unerklärliche Angstgefühl aufsteigen. In ihrer aufgeregten Stimmung war es ihr, als fühle sie ein Unheil heranschleichen, dem sie nicht entgehen könne.— Georg trat hastig in das Studierzimmer seines Vaters. Noch vom schnellen Gang erhitzt, empfand er bei seinem Eintritt ein leichtes Frösteln. In dem ziemlich großen Gemach herrschte im Gegensatz zu der Sonnenglut draußen eine auffallende Kühle. Die hohen Bäume, welche das Haus umstanden, ließen wenig Sonnenlicht hinein, jetzt waren auch noch die Fensterläden halb geschlossen. Georg ließ mechanisch seinen Blick in dem Zimmer umherschweisen, er fühlte sich fremd hier, so selten war sein Fuß über diese Schwelle getreten. Die Wände bedeckten zur Hälfte hohe Bücherregale, mit Büchern eng bestellt— in der Mitte des Zimmers ein schwerer, runder Eichentisch, von steiflehnigen Stühlen umgeben— dann an dem einen Fenster ein altertümlicher Schreibtisch— alles kalt und nüchtern wie in dem ganzen Hause. „Da sollte sich seine ideal veranlagte Mutter wohlgefühlt en,“ schoß ihm plötzlich durch den Sinn,„sie, die so sehr „„ f 5 haben," an eine leichte Lebensauffassung gewöhnt gewesen.“ Das einzige, was wohltnend ins Auge fiel, war ein prachtvoller Kupferstich, weicher fast die ganze Wand über dem Schreibtisch einnahm, Christus darstellend, der Einlaß begehrend, an die Tür einer Hütte klopft.„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopse an.“ Mild und gütig blickten die Augen aus dem von einem Glorienschein umgebenen Angesicht des Heilandes jedem Eintretenden entgegen. Alles dies umfaßte Georg mit einem Blick, als er pochenden HHerzens, einige Minuten wartend, noch unschlüssig dastand. Sein Vater, welcher, den Rücken der Tür zugewendet, vor dem Schreibtisch saß, schrieb ruhig weiter.„Da bist Du ja, Georg,“ sagte er nun freundlich, die Feder sorgfältig abspritzend, dann erst kehrte er sich ihm zu.„Ich fragte schon mehrmals nach Dir.“ Wie das sanft klang— noch mehr wohl durch sein leises Sprechen, das eine hartnäckige Heiserkeit veranlaßte. „Setze Dich zu mir, ich habe mit Dir zu reden.“ Georg gehorchte mechanisch. Dann ruhten die Augen der beiden einige Sekunden forschend ineinander, doch wie in unbehaglicher Empfindung senkte der Sohn die seinen— er konnte den Blick des Vaters nicht ertragen. „Georg“, begann dieser nun abermals,„wie Du wohl bemerkst, will meine Heiserkeit nicht weichen; Du weißt auch, daß ich deshalb schon am vergangenen Sonntag den Gottesdienst nicht halten konnte und der Kautor die Predigt ablesen mußte. Zum zweiten Mal wollte ich das nicht wieder, und so hatte ich an den Kandidaten nach Arnsdorf geschrieben, ihn bittend, mich zu vertreten.— Eben erhalte ich seine Antwort— er ist leider verhindert und mein alter Amtsbruder dort auch nicht imstande. So wäre ich wieder auf den Kantor angewiesen, wenn ich nicht auf einen anderen Ausweg gekommen. Du, Georg, Du sollst mich vertreten.— Es wird mir dadurch zugleich ein lange im stillen gehegter Wunsch erfüllt, Dich einmal predigen zu hören.— Wenn Du auch Dein Staatsexamen noch nicht bestanden, so macht das hier nichts aus— und ich nehme es als eine gute Vorbedeutung, wenn Du gerade an der Stelle, wo Dein Vater so lange und so gern gewirtt, zum ersten Mal das Wort Gottes verkündigst.“ Eine tiefe Bewegung zitterte bei den letzten Worten in seiner Stimme, welche immer leiser geworden war. Georg saß wie gelähmt da. Wäre ein Blitzstrahl dicht vor ihm niedergefahren, er hätte nicht entsetzter sein können. „Mein Vorschlag überrascht Dich, mein Sohn, wie ich sehe,“ fuhr jetzt der Pastor fort,„darum gerade wollte ich Dich gern sofort sprechen, damit Du genügend Zeit habest, Dich vorzubereiten.— Ich— doch was hast Du?“ Georg war aufgesprungen, er mußte den Bann abschütteln, welcher ihn zu ersticken drohte.— Diese milden Worte, dies sanft klingende Organ, war das sein Vater? Und vollends sein Anerbieten!„Unmöglich!“ stieß er in höchster Erregung hervor, die Arme wie abwehrend von sich streckend. sage doch nicht gleich unmöglich“, war die noch immer sanfte Entgegnung.„Ich gebe Dir eine kleine Anleitung, — meine liebe Gemeinde ist ja nicht anspruchsvoll,“ setzte er lächelnd hinzu.„Sieh, mein Sohn“, suhr er dann fort,„es hat sich alles zum Guten gewendet, der Herr hat in seiner Guade Deinen Sinn geändert“— sein Ange siog zu dem Bilde des Heilandes—„Er hat an Dein Her: gellopst und auch an das meine—“.. „Vater, halt ein! Sprich nicht weiter— nicht in dem Tone!“ rief Georg fast beschwörend, dann fuhr er ein paar Mal mit der Hand über Stirn und Augen, als wollte er sich überzeugen, daß er nicht träume, daß es wirklich sein Vater sei, dieser sonst so strenge, harte Vater, welcher nun in so ungewohnter Milde zu ihm sprach. Er hatte in den letzten Wochen schon häufig diese Weichheit an ihm wahrgenommen, besonders wenn er von seinem Freunde Kronecr gekommen, doch diese Bitte? „Unmöglich!“ stieß er noch einmal hervor. Und warum durchaus nicht möglich?“ fragte der Vater, und jetzt klang aus dem Ton schon eine leise Schärfe. Er hatte sich ebenfalls erhoben und stand dem Sohn gegenüber, seine klaren, durchdringenden Angen so fest auf ihn gerichtet, als wolle er in die geheimsten Tiefen seines Herzens schauen. Georg atmete schwer.— Die zwingende Gewalt, welche von frühester Kindheit an in dem Blick des Vaters gelegen, bewies auch heute noch die Macht über ihn.— Wie im Fluge jagten seine Gedanken— dort die Aufforderung seines einflußreichen Freundes— hier die sanste Bitte des Vaters— dort die Entscheidung für seine Zukunft, lockender Glanz und Ruhm, für welches Ziel er im stillen gelämpft so lange er zu denken vermocht— hier die Gewißheit, daß mit der Nichterfüllung des väterlichen Wunsches die Klust zwischen ihnen beiden zu einem Abgrund erweitert werde, den zu überbrücken vielleicht nie in seiner Macht lag, und ein unerklärliches Gefühl, halb Mitleid, halb Liebe für den alten Mann da vor ihm, zog in sein Herz.„ Doch er mußte vorwärts; sein Weg lag klar vor ihm — hier gab es keine Wahl mehr, kein Schwanken! Einmal mußten ja die Würfel fallen, wozu noch ein längerer Aufschub!— „Vater," begann er, sich gewaltsam zur Ruhe zwingend, „ich habe Dir eine Beichte abzulegen, willst Du mich auhören, Voter?. Dieser neigte zustimmend sein Haupt, setzte sich aber wieder, als fühle er eine Anwandlung von Schwäche.„Mache es kurz!" Das war wieder der alte herbe Klang, und dieser Klang gab dem Sohn auch die alte trotzige Entschlossenheit zurück. (Fortsetzung folgt.) Pallabona Unerreichtes trockenes Haarentfettungs mittel entfettet die Haare rationell auf trockenem Wege, macht sie locker u. leicht zu frisieren, verbindert das Auflösen der Frisur, verleiht feinen Dust, reinigt die Kopfhaut. Gesetzl. gesch. Aerztl empfohlen. Dosen zu M. 1.50 u. 2.50 b. Damenfriseuren, in Parfümerien und Drogerien. Verschwendung ists, wenn Sie guten Kaffee mit geringem Kaffeezusatze nehmen; denn der aufdringliche Geschmack des Zusatzes unterdrückt das feine Kaffee=Aroma. 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Sch keit einer großem I Kühlappar Kühle um Demselben Instrumen Hauses ste mit ihm v nur verein wie ein Re hatte irgen verwaltung Be Trott zu S Anton v. der Liste Bilder geh wahl nicht gewußt, d ausgeschiel man die 2 Herrn zu erklärt, er nicht ande genügender Hiernach gescheitert unternomn fort. Nac dem Teile 16. Leben der erste T die Jugen nung unte das Haus Münster so kommen, st nister. Ab verlangt,i immer noc Recht lebh geblatt pflicht Pre Studt, lag die Un des Inner Gründen Minister v. Bedenken, stalten unt führung e gegenüber möge sich: sondern vo Graf Mi Steuer vor Berücksicht nalabgaber - N e u b e c k u m- L 650•800 620/739/1000 634/747/1004 649759/1011 825 835 839 828 906 839920 834/924 839/920 845935 Münster al Gremmend. Angelmod. Wolbeck Albersloh Alst Sendenh. Tönnish. Enniger Neubeck.an Neubeck. a Friedrichs. Beckum an Beckum Dünningh. 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Demselben lebhaften Interesse begegnete ein Herr, der ein Instrument zur Untersuchung der Luft auf den Tisch des Hauses stellte, nach kurzer Zeit aber leider wieder verschwand, mit ihm verließen die meisten Abgeordneten das Haus und nur vereinzelte Nachzügler blieben zurück, um dabei zu sein, wie ein Redner nach dem andern die Tribüne bestieg. Jeder hatte irgend einen oder mehrere Wünsche an die Eisenbahnverwaltung zu richten. Herrenhaus. Sitzung vom 29. April. Zu Beginn der heutigen Sitzung gab Kultusminister v. Trott zu Solz eine kurze Darstellung der Verhandlungen mit Anton v. Werner bei der Ausstellungsangelegenheit. Aus der Liste der von der Ausstellungsleitung angenommenen Bilder gehe klar hervor, daß politische Motive bei der Auswahl nicht maßgebend gewesen seien; man habe indessen nicht gewußt, daß der Künstler auf die Ausstellung gerade der ausgeschiedenen Bilder besonderen Wert legte, sonst hätte man die Auswahl anders getroffen. Später habe er einen Herrn zu Anton v. Werner geschickt; diesem habe Werner erklärt, er sei krank und wolle die Anordnung der Ausstellung nicht andern überlassen, vor allem aber könne er nicht den genügenden Raum für die Ausstellung der Diarame erhalten. Hiernach habe der Minister seinen Vermittlungsversuch als gescheitert ansehen müssen und habe keine weitern Schritte unternommen. Das Haus setzte darauf die Etatsberatung fort. Nach kurzer Debatte wurde der Antrag Rantzau in dem Teile, der die Ausdehnung der Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahre fordert, abgelehnt. Angenommen wurde der erste Teil, der ernste Erwägungen darüber verlangt, wie die Jugend länger als heute einer heilsamen Zucht und Ordnung unterworfen werden kann. Hierauf beschäftigte sich das Haus längere Zeit mit den Universitäten. Die Stadt Münster soll nun endlich ihre Universität voll ausgebaut bekommen, so dankte Fürst zu Salm=Horstmar dem Minister. Aber der Betrag von 900 000 Mark, den man ihr abverlangt, ist verhältnismäßig hoch. Der Minister hofft immer noch auf eine Verständigung in der Beitragsfrage. Recht lebhaft trat der Bürgermeister von Münster, Dr. Ingeblatt, für die Universität ein, deren Ausbau eine Ehrenpflicht Preußens sei. Auch der frühere Kultusminister v. Studt, einstmals Oberpräsident der Provinz Westfalen, lag die Universität am Herzen. Beim Etat des Ministeriums des Innern plaidierte Oberbürgermeister Wermuth aus Gründen der öffentlichen Sicherheit für ein Irrengesetz. Minister v. Dallwitz stellte ein Gesetz in Aussicht, hat aber Bedenken, noch nicht straffällige Geisteskranke in Strafanstalten unterzubgingen, wo keine Einrichtungen zur Herbeiführung einer nötigen Heilung vorhanden wären. Demgegenüber tritt Herr Wermuth nochmals dafür ein, man möge sich nicht von den Kosten oder von dem Rechtszustand, sondern von der öffentlichen Sicherheit allein leiten lassen. Graf Mirbach sprach sich gegen die Bodenreform und die Steuer vom gemeinen Wert aus. Der Minister stellte eine Berücksichtigung der Wünsche bei der Revision des Kommunalabgabengesetzes im nächsten Jahre in Aussicht. von Pilsener Urquell u. Culmbacher. Anerkannt erstklassige Küche Lichtspielhaus Alter Markt. Nur zwei Tage in Herford! Mittwoch und Donnerstag: Von Anfang kis zu Ende fesselnd! Drama in 3 Akten Sittendrama aus der vornehmen Welt, in welchem ein Taufelsweib ihre schlechte Launen zeigt. In der Hauptrolle die berühmten Künstler Frau Fröhlich Herr Dinesen. Nordischer Film. Ausserdem wie bekannt das reichhaltige Programm. Wohlbehagen empfindet jeder auf Continental Gummi-Absätzen. Erschütterungen des Körpers vermindert. Angenehm weicher, elastischer Gang. Dauerhafter als Leder. Fordern Sie daher stets von Ihrem Schuhmacher Continental Gummi-Absätze auch erhältlich in Lederhandlungen und Schuhgeschäften. Schwelmer Gummiwaren-Industrie G. m. b. H., Schweim I. W. 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Verantwortlich: Für den politischen Teil: Ferd. Etzmann in Herford. Für den übrigen Teil: Fritz Heidemann in Herford. Geschäftsstelle: Mönchstraße 5. Herforder Kreis=Zeitung. Herforder Kreis=Anzeiger. Verlag von Friyz Heldemann in Herford. Druck von Gebr. Heidemann in Herford. Fernruf Nr. 13.— Telegramme: Kreisblatt.— Postfach 47. Post=Scheck=Konto: Nr. 369 Hannover. Nr. 100(enthält 12 Seiten.) Mittwoch, den 30. April 1913. 68. Jahrgang. Aus der Provinz und den Nuchbarländern. Bielefeld, 28. April. Stadttheater. Durch das besondere Entgegenkommen des Generalintendanten der Kgl. Hofoper zu Berlin ist es der Direktion unseres Stadttheaters gelungen, die gefeierte Kammersängerin E. Boehm van Endert zu einem nochmaligen Gastspiele zu gewinnen, welches am kommenden Montag(5. Mai) als Mianon in Thomas' gleichnamiger Oper stattfinden wird. Die Künstlerin hat sich schnell die Gunst des Bielefelder Publikums ersungen, so daß man ihrem Wiederkommen als dem eines lieben, vertrauten Freundes mit herzlicher Freude entgegensieht. Bielefeld, 28. April. Vonder Handelskammer wird uns geschrieben: In der 136. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 19. Februar 1913 hatte der Abgeordnete Hammer über die Handelskammer zu Bielefeld Ansichten geäußert, die nicht den Tatsachen entsprachen und sich hierbei auf Mitteilungen des früheren Handelsministers, jetzigen Staatssekretärs Dr. Delbrück berufen. Diese Ausführungen hatten der Kammer Veranlassung gegeben, unter Darlegung der einschlägigen Verhältnisse eine Beschwerde an den Handelsminister zu richten. Gleichzeitig bat die Kammer den Minister, Herrn Hammer über die Unrichtigkeit seiner Mitteilungen aufzuklären und ihn zu veranlassen, seine Außerungen im Abgeordnetenhause richtig zu stellen. Der Minister hat dem Wunsche der Kammer entsprochen, und Herr Ham mer hat daraufhin in der 167. Sitzung des Abgeordneten hauses vom 16. April 1913 folgende Erklärung abgegeben: „Als ich bei der zweiten Lesung(des Etats) auch über die Kleinhandelsausschüsse sprach, habe ich als ein Beispiel, welches nicht vorbildlich erschien, die Handelskammer Bielefeld erwähnt und geglaubt, sie als eine kleine Handelskammer ansehen zu dürfen. Ich bin inzwischen dahin berichtigt wor den, daß das nicht der Fall sei: die Handelskammer Bielefeld habe sehr große Bedeutung, sie habe auch einen Klein handelsausschuß. Beide Tatsachen waren mir nicht bekannt. Die Handelskammer hat sich darüber sehr erregt gezeigt. Ich stelle das deshalb hier loyaler Weise fest, wobei ich noch be merke, daß nicht der frühere Minister Dr. Delbrück— wie man aus meiner Rede zum Handelsetat entnehmen könnte— diese Auffassung über die Bielefelder Kammer hatte, sondern daß dieses meine Meinung war.“ Münster, 28. April. Geistige Getränke. Die Landesversicherungsanstalt Westfalen verbreitet unter ihren Versicherten Warnungskarten über die Folgen des Miß brauchs geistiger Getränke. Dagegen hat jetzt der Deutsche Brauerbund beim Landeshauptmann Verwahrung eingelegt. Die Beschwerde weist darauf hin, daß in der Warnung kein Unterschied gemacht werde zwischen einem mäßigen Genuß und einem Mißbrauch alkoholischer Getränke. Durch diese Vertretung der Ansichten der Abstinenten werde dem Gärunas= und Schankgewerbe ein großer Schaden zugefügt. Die geschädigten Gewerbe müßten den Schutz einer neutralen Haltung erwarten, zumal da die Kosten einer solchen Belehrung zum Teil auch von den Angehörigen der Gast= und Schankgewerbe in Gestalt der Beiträge gezahlt würden. Von einer Schädigung der Gesundheit durch vernünftigen Biergenuß könne nach ärztlichem Gutachten nicht gesprochen werden. Der Landeshauptmann wird gebeten, dahin wirken zu wollen, daß die Landesversicherungsanstalt solche Warnungskarten nicht mehr verbreite. Wattenscheid, 28. April. Böser Verdacht. Hier wurde der Arbeiter Schade unter dem dringenden Verdacht, die 52jährige Ehefrau Wiemel bei einem Gelage in deren Wohnung erstochen zu haben, verhaftet. Siegen, 28. April. Wildwest. In der vergangenen Nacht ist der Montagearbeiter Bernshausen von hier im Streit mit italienischen Bahnarbeitern erschossen worden. Der Täter wurde verhaftet. Mettmann, 28. April. Durchumfangreiche Be trügereien wurde der hiesige Spar= und Rabattverein geschädigt, indem bereits benutzte Sparmarken wieder in Ver kehr gebracht worden sind. Dieser neue Trick gelang in der Weise, daß Arbeiter des Mettmannschen Gaswerkes die voll geklebten Rabattmarkenbücher, die im Ofen des Gaswerks in Gegenwart von einigen Mitgliedern des Vereins verbrannt werden sollten, wieder aus dem Ofen hervorgezogen wurden, nachdem sich die Mitglieder vor Beendigung des Verbrennungsprozesses wieder entfernt hatten. Wie sich jetzt ergibt, haben die Betrügereien einen erheblichen Umfang, denn bei einem Arbeiter. der verhaftet wurde, fand man bei der Haussuchung für 1700 Mark Rabattmarken, die aus den Markenbüchern ausgelöst waren. Krefeld, 28. April. Das hiesige Husarenregiment wird am 6., 7. und 8. Juni das Fest seines hundertjährigen Bestehens feiern. Schon jetzt sind 2200 ehemalige Angehörige des Regiments angemeldet. Für die Parade ist der Stadtwald, in dem die Stadt eine Tribünc errichten läßt, vorgesehen worden. Dort werden auch unter Mitwirkung bekannter Düsseldorfer Künstler und eines hiesigen Schriftstellers Festspiele aufgeführt werden, die die Geschichte des Regiments behandeln sollen. Wetzlar, 28. April. Fluch der bösen Tat. Vor einigen Tagen verübten zwei 70 Jahre alte Schwestern, die in sehr guten Verhältnissen lebten, Selbstmord, ohne daß irgendein Grund dafür ersichtlich war. Nunmehr wurde in dem Nachlaß der beiden Damen ein Schreiben gefunden, daß ie den Selbstmord gewissermaßen aus Furcht vor der komnenden Wehrvorlage begangen haben. Sie hätten nämlich bei der Steuererklärung ihr Vermögen nicht richtig angegeben und fürchteten jetzt, daß bei der Erhebung des einmaligen Wehrbeitrages die Steuerbehörde davon Kenntnis bekommen werde. Die dadurch zu erwartende Schande können sie nicht überleben. Hamburg, 27. April. Verein für Handlungsommis. In Anwesenheit von Delegierten aus allen Teilen des Reiches hielt hier der Verein für Handlungskommis von 1858 seine diesjährige ordentliche Hauptversammung ab. Der von der Verwaltung vorgelegte Jahresbericht rief eine ausgedehnte Erörterung besonders über sozialpolitische Fragen hervor. Von der Vereinsleitung wurde die Erklärung abgegeben, daß selbstverständlich das sozialpoli tische Programm mit gleichem Nachdruck wie bisher ver treten werden solle. Die Versammlung beauftragte die Ver waltung, in das sozialpolitische Programm des Vereins die Forderung eines jährlichen Erholungsurlaubs aufzunehmen und bei Reichstag und verbündeten Regierungen für die Er füllung dieser sozialpolitischen Forderung energisch einzu treten.— Lebhaft begrüßt wurden die Bestrebungen der Ver einsleitung auf Verbesserung der Lage der stellungsuchenden älteren Handlungsgebilfen. mit Hohlmundsfück Salem Gold Goldmmdstick SOaretten 9 3½ 4. 9E56870 4. PPf.d.Strh. 5 6 8 10Md.étch. Jonsum Qualiffffen.# li. Reine Russtoftung In. Origingl-etall: Nur-Cualität. Narcnovon 20dtück Orientol Toboku# 7h. JnnoTiefz. ue abrik Gam. Moflieferant e M d Oresder Tönigendachten Trustfrei! Treibriemen, annerkannt allerbeste Ware. Sämtliche Verbindungsarten. Gebr. Weingarten, Herford Lederhandlung Komturstr. 14/16. Telefon 698. Bekanntmachung! Betr.: Behandlung von Schuhzeug aller Art. 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Von Seiten der geologischen Landesanstalt ist der genannte Beamte mit Legitimationskarte versehen worden. Große zarte Maties=Heringe und neue Kartoffeln empfiehlt Carl Massmann Hoflieferant Neuer Markt 24, Teleph. 58. A EEE TEE MPFILIIEIKSee e OEEEEA CNEHNIN Gehrenberg 10. Zur Anfertigung von bei soliden Preisen empfiehlt sich Frau Martha Lamprecht, Waltgeriestraße 11“. Mauersteine hat noch preiswert abzugeben Lippische Thonwarenfabrik Dörentrup in Lippe. Fernruf Lemgo 9. Mathematiter erteilt gegen mäßiges Honorar Unterricht in elementarer und höherer Mathematik. Zu erfr. unter 2892 in der Geschäftest. d. Bl. und Göbenstr. 19. 14—16 Jabre alt, sucht per sofort August Tremel. Hutfabrik. Zum 1. Juli d Js., eotl. früher, suchen wir eine für allgemeine Kontorarbeiten und Korresponden:. Nur schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erbitten I. F. Höpker Söhne. c auf Hypotheken gegen Wertpapiere und Möbelsicherheit etc. erhalten reelle Personen jeden Standes. 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K an 5.21 5.50 6.10 6.27 5.22 7.5 5.81 8.0 5.49 8.1 an 8.2 8.5 2-4 6.32 6.47 6.457.05 10.1 108 91 10 104511 Löhne Herford Herford Brake Bielefeld Bielefeld Brackwede Ummeln Isselhorst Gütersloh Rheda Oelde Neubeckum Vorhelm Ahlen Heessen Hamm Hamm Nordbögge Kamen Courl Dortmund an 1.28 2.06 1.29 2.18 1.40 2.23 3.54 3.52 2.41 3.33 2.45 3.54 2.52 4.10 4.40 4.12/4.41 2.12 3.91 5 92 3.94 5.04 3.31 5 91 5 201 6.02 6.427.49 6.55/8.00 7.01/8.018.22 7.12 8.34 9.18 10.0010.28/11.18 9.31 10.11/10.3 611.80 9.8610.14 — W 3.4 3.4 5.0 6.36 6.42 10.24 7.24/8.17/8.46 9.5510.34 7.29/3.198.50 10.07/10.39 7.87 9.0410.1610.47 10.54 11.00 10.3111.23 10.4211.34 10.55 11.47 11.06 11.59 12.06 11.1812.14 11.2812.24 11.3412.80 12.00 44 7.49 7.598.35 8.11 8.24 8.36 8.43 8.51 9.01 9.07/9.16 1.09 10.87/11.31 11.42 1.13 1.23 10.54/11.58 10.5811.55 12.03 12.11 12.16 11.16/12.25 12.36 1.38 1.46 1.55 9.26/9.19 9.38 9.48 9.57 10.139.45 12.51 1.03 1.11 1.19 1.80 1.36 2.12 2.25 2.37 2.43 2.51 3.01 11.89/12.89/12.04 2.02 11.51/12.50 2.12 12.01 1.00 2.21 12.10 1.091 2.30 12.24 123/12.31| 2.43 3.22 3.33 3.43 3.52 4.06 5.28/6.38 77247.34993 6.42 7317.46 5.34 6.41/7.90 749/7.48 7.11751/7 50 21802 5.37/5.43/6.18 5.52/6.25 6.34 6.25/6.38 6.116.44 6.29— 6.42— 6.57 7.24/3 2 7.241 S 6.297.30 817 828 834 841 9.45 9561012/105 111# 7.10/8.21 8.35 8.42 8.49 7.26/8.56 8.20 9.57 104. 1045 631 657 993 8.48/8.08 8.53/8.11 9.04 9.12 9.22 9.858.34 1011/10.35 1019/10.43 10.49 1029/10.54 1045/11.93 an 11.12 11.28 11.39 1.46 11.54 12 02 12.92 12.24 12.36 12.46 12.52 1.92 1124 Hildesh. H. ab Nordstemm. Elze Voldagsen Hameln an Hameln ab Fischbeck Oldendorf Schaumbg. Deckbergen Rinteln Eisbergen Veltheim Möllbergen Vlotho an Vlotho ab Oeynhaus. S Löhne an 1241 He Herford Schweicheln Oberbehme Kirchlengern Bünde ab Berlin Lehrter Bahnhof.-f ab Berlin Potsdamer Bahnhof über Magdeburg.Braunschweig. Dortmund-Hamm-Hannover-Berlin. PB 2—4 6.27 6.43 6.52 7.02 7.13 7.20 7.27 7.80 7.49 7.56 8.07 8.19 2—4 8.13 8.27 8.36 8.45 8.56 9.09 9.20 9.29 9.86 9.47 9.58 B PB —3 1—s 2—4 9.3411.17,10.08 DI D 1— 1—3 12.22 10.24 10.33 10.42 9.5210.0311.43/10.53 9.02 9.5410.05 11.52/11.06 8.31/10.09 8.40/10.18 8.47 8.57/10.31 9.03/10.87 11.14 11.25 11.34 12.1311.42 11.52 12.03 10.46/12.37/12.13 9.1010.39 9.20/10.48 9.29/10.56 9.87/11.82 9.48111.44 10.47/11.0512.57 10.5011.09/12.59 12.48 12.52 B 2—4 2—4 11.35 11.50 11.59 12.09 12.20 12.56 1.03 — 11 22 11.24 11.35 1.11 12.22 12.29 12.39 12.45 12.49 12.57 1.05 4.44 6.02 4.58 5.08 3.32 3.35 3.37 3.39 4.19 1.44 1.46 2.05 2.16 2.24 4.28 3.10 3.20 3 29 4.31 1.20 1.30 2.05 2.28 2.38 2.50 2.44 3—4 4.26 4.38 4.415.50 600 4.53/609 4.56/611 5.06622 4.22 4.29 4.39 4.47 4.51 5.04 5.16 5.29 5.38 5.44 5.54 6.00 6.05/622 6.13/632 6.20/641 6.24 6.35 6.22 * 4 641 625 Bunde Holsen Bleren-Röd Neue Mühle Holzhausen Blasheim Lübbecke Gestringen Espelkamp Rahden Rahden Neuer Krug Ströhen-Wgf Hann. Ströhe Varrel Barenburg Sulingen Schwafürden Scholen Neuenkircher Apelstedt 8 843 Bassum Bassum Bremen 9.31 849 910 9.41 Br. Bremen Bassum ab Löhne Gohfeld Oeynhaus. Vennebeck Porta Minden an Minden ab Evesen Bückeburg Kirchhorst. Stadthagen Lindhorst Haste Wunst. al Wunst. a Hannov. al Hannov. a Lehrte Oebisfelde Stendal Berlin F an 333 1.46 341 352 2.10 359 512 6.16 6.24 7.57 2—4 349 6.31 357 7.00 9.10 530/11.08 552 72081.56 6.38 6.39 6.28 6.33 6.39 6.47 6.54 7.01 6.50 7.35 720 7.29 7.41 9.58 7.5810.34 8.5812.15 9.57/2.23 18.54/11.5411.54 4.53 8.13 8.19 8.24 8.33 8.40 8.47 9.05 9.13 9.20 9.29 9.38 9.47 9.57 10.05 8.33 9.58 11.46 9.5911.52 8.42/10.05 11.59 10.13/12.07 10.2012.14 8.5610.26 12.21 8.57/10.32/12.38 10.89/12.45 9.09/10.46/12.52 10.55 9.22/11.03 11.12 11.37 1.25 11.46 1.84 12.00 12.03 1.48 1.34 1.40 1.46 2.05 2.12 2.18 12.14 10.07 10.40 10.47 11.18 11.22 11.80 11 81 — 9.58/12.00 1.36 2.02 3.34 5.32 755 12.37 12.13 12.18 1.50 2.37 2.44 2.01 2.52 3.01 3.10 3.19 3.30 2.28 3.38 2.29 3.40 1.02 2.49 4.13 1.15 4.35 3.48 2.07 2.16 2.45s2 15 2.50 2.57 3.05 3.12 3.19 3.21 4.27 2.21 2.26 2.34 2.41 2 49 4.36 5.05 4.50 5.06/4.53 5.09/624 630 5.18/635 644 651 5.32/658 5.34/792 842 9.01 847 9.92 3.33 an 504 3.20 3.25 6.12 5.19 790 39 2 5.56 6.91 5.45714 722 731 741 751 6.1275 6.13 891 6.33835 648 705 8.11 9.59 10.92 942/10.00 10.0 10.11 10.2 10.11 10.21 935 10.14 10.28 804 859 1052 1194 1221 998 9.30 94210.4 104 92019.41 954 10 11.9 9.51100 11 1019 11 10.12 102811 103611. 1041/11.9 10 44119912 10.52 951 * 1.1 Bassum Apelstedt Neuenkirche Scholen Schwaförden Sulingen Barenburg Varrel Hann. Ströhe Ströhen-Wgt Neuer Krug Rahden Rahden Espelkamp Gestringen Lübbecke Blasheim Holzhausen Neue Mühle Bieren-Röd Holsen Bfnde • B e r l i n L e h r t e r B a h n h o f a n. f a n B e r l i n P o t s d a m e r B a h n h o f ü b e r B r a u n s c h w e i g- M a g d e b u r g. Dortmund Hbf Dorstfeld Lütgendortmund ab —4 5.05 5. 11/5. 26 —L.I. 5.41/6.07 Langendreer Langendreer Bochum Süd Bochum Süd Wattenscheid Kray Süd Essen Hbf. Essen Hbf. Essen West 5.16 5.23 5.28/5.39 5.29/5.40 6.00 6.01 6.11 6.00 6.10 6.18 5.41 6.08/6.26 15.44 6.10 6.15 3 □ 6.42/6.40 D —3 6.5917.40 1-3 1-3 8.38 2-4 1-3 * 54) 19.5010.18/11.12 1-4 1-3 11.46 7.12/7.53 7.54 8.04 8.05 8.53 8.54 9.04 6.45/6.41 6.50 8.40 8.45 8.58 9.01 9.04 9.10 9.20 9.26 9.31 9.44 9.46 9.43 9.53 9.54 10.03 10.11 10.18 10.19 10.24 10.35 10.38 10.39 10.44 10.02 10.03 10.12 10.13 10.24 10.31 10.87 10.39 10.49 11.24 11.25 11.35 11.36 10.27 10.32 11.21 11.41 11.46 11.57 12.00 12.01 12.06 11.51 11.53 11.59 11.55/12.00 12.05/12.10 12.07 12.16 3 12.24 12.31112.35 1-4 11.52 11.57 12.04 12.09 12.10 12.20 1•3 12.57 1—4 1.09 12.49 12.58 12.59 12.06 12.07 12.41/12.37 12.46 12.58 1.01|12.49 1.02/12.50 1.07 1.16 1.00 Dortmund-Essen Hbf.-Mülheim(Ruhr)-Cöln. 1 0 1 5 I 1 DI DII 1 D 24 12.39 12.45 12.52 12.58 12.59 1.09 1.11 1.20 1.28 1.35 1.48 Bunde Kirchlengern Oberbehme Schweicheln Herford* 1.10.1.28 1.201.38 1.43 1.52 2.11 1.43/2.18: 1.28 1.29 1.39 1.49 2.09 2.14 2.18 3.05 2.20 2.25 2.37 2.40 2.41 2.46 2.55 3.00 2.32/3.37 3.144.16 —* 3 745/8 3.26/4.28 3.274.29 4.404.47 S 4.49 S 5.09 5.12 5.48 1019 1021 2.57 2.58 3.47 3.48 3.58 3.59 4.07 4.08 792/632 621# 619 6291792 634 5 6407 930 931 941 942 über Steele 1004 1030 1003 1004 1041 1043 1192 1104 11229 an Altig ab l. Mai 1913. BP 2—4 10.38 2.14 4.02 5.45 6.00 7.20 45 7.50 5A 8.05 95 8.15 15 8.26 24 8.24 24 8.44 2—4 3 2 4 6 50 59 06 14 19 8.50 8.51 9.91 9.09 9.10 9.26 9.32 *— F 2. 24 9.97 Ls — 3.55##hne ab ynhaus.S an stho Obtho 848 923 9####bergen 9##h#teln 1012 29 11 9.2— 9.57 102211 1019 1. 10451 S 1015 1124 45 10.99 104910 56/10.12105 1110.38—11 19 10.43 10.49 2910.54 35/11.93 mn 11.12 11.28 11.32 1.46 11.24 12 02 12.92 12.24 12.36 12.46 12.53 1.92 ab llbergen ltheim ckbergen haumbg. dendorf chbeck meln an meln ab 021 Ildagsen 1214 1211 1241 e rästemm. desh. K an Hildesh. H. ab Nordstemm. Elze Voldagsen Hameln an Hameln ab Fischbeck Oldendorf Schaumbg. Deckbergen Rinteln Eisbergen Veltheim Möllbergen Vlotho an Vlotho ab Oeynhaus. S Löhne an Löhne-Hameln-Hildeshelm. DI 1 D —3 2—4 1-3 12—4 1.382.132.56 1.47/2.233.07 „ 11.55/2.80 3.15 2.313.16 2.04 3.25 2.08 3.31 2—4 5.15 5.24 5.32 5.33 5.41 5.46 2.18 3.37/5.51 SS2.212.475.15 S 22 20 5.25 S 5 /2.29 S32.35 5.30 5.36 2.40 2.48 5.45 1.042 563 095.54 12.481.06/8.28 3.11/6.20 8.51 6.22 4.123.41/7.96 4.46 7.128.42 1.52 5.05 4.00 7. 24 9.90 5.59 6.01 6.1 6.11 6.25 6.33 7.95 7.32 8.30 2.4 F 2—4 2—4 3-4 730 742 750 814 82 3 831 + 721 832 800 - 895 — □ /811 894/81* 815 an 840 844 849 857 905 821 nur 910 827 W 835 844.— 719 1204 715/1299 912 721 1214 923 729 122: 931/739123 1008 1019/1195 1042|1119 1191132 2—42—4 1232 1258 199 Hildesheim-Hameln-Löhne D 2—42—4— 2—— 1— 550/7.06 9.31/10.51/1.55 2.47 6117.24 9.5311.08/2.12 442 500 5.08 513 512 528 536 541 6.58 5447.02 544/7.10 544 7.14 6.05/7.30 6.12/7.88 6.03 6.13 6.22 6.28 6.34 6.44 6.52 628 7.3610.04 7.088.00 an 7.368.23 3.4 8.31/10.44 8.89/10.54 8.47 8.51 8.57 11.03 11.09 11.15 9.05/11.24 9.13 9.17 9.21 9.29 9.30 9.40 9.47 11.202.24 11.482.46 12.058.10 12.093.17 12.183.27 12.26/3.35 12.303.41 12.86 12.44 3.47 4.12 12.524.20 12.56 1.00 1.08 1.09 1.20 1.27 4.25 4.30 4.38 4.39 4.50 4.58 3.05 3.36 3.88 4.04 4.20 4.21 4.34 4.42 2—4 12—4 3.36 3.54 4.40 5.06 5.34 4.29 4.39 4.48 4.53 4.59 5.37 5.45 5.51 5.57 6.95 6.06 8.48 641 6.12/8.42647 6.26 8.12 654 0 31—3 5.22 5.05 5.11 5.39 5.52 6.14 6.84 5.42 5.55 7.32 691 5.59 7.41 7.55 s" 7.50 8 5 8.24 8.11 611 S 2 8.20 8.24 8.28 8.36 612 ** 9 80 2 2 S 5 3-4 5.57 6.24 6.46 7.10 7.30 Herford-Bünde-Rahden-Basaum-Bremen. X 2—4 5.31 5.45 5.54 603 615 625 B 2—4 #65 620 22 39 ##50 7.90 PB 2—4 614 633 641 641 703 * 4 791 7.29— 712 7.36 721 7.43* 742 8.21 5 751 8.10— 893 899 812 826 827 838 8.24 8.50 8.32 8.46 8.41 8.58 843 857 819 910 7.11 7.20 7.21 7.41 7.55 8.06 8.20 8.29 8.44 8.50 9.01 9.00 9.5m12 9.24 1133 1143 1152 120 6 1212 804 2—42—4 7.401054 8.141115 8.411121 9.101151 9.581215 9.431239 9.511244 10.00 1252 10.24/1257 10.10 192 10.12 111 10.12 a0 10.20 10.24 5g 10.41 10.19— 10.53 11.90 1011 1015 1130 7 1155 S 219 5 212 7 1224 5 1233 * 0 * 3 9. 9.14 9.41 842 9.01 847 9.92 852 905 908 9.20 935 951 1022 1032 1112 1223 134 335 9.20 9.27 9.30 914/10.0 10.00 920 931 939 10.21 1237 1249 129 122 Bremen-Bassum-Rahden-Bünde-Herford. 10.m 111 119 10.1## 15 122 9.41 942104 1011 95410 11.9 9.5110 0 11 1013 11. 10.12 102811 1•3 1-2 613 619 629/792 630 614 647 700 7IT 730 738 800 804 840 1•3 702 726 740 740 752 754 805 810 830 833 999 14 622 7 621 7 634 639 640 650 716 742/A 35 731 810 813 816 821 9 F 1-4 811 817 824 S24 832 842 845 über Steele 917 919 925 937 940 943 948 957 -4 821 827 1-3 917 834 840 843 853 857 über Steele 927 933 938 950 953 955 1001 1010 1015 1052 1120 1217 930 931 941 942 über Steele 1004 1030 0 1-2 944 D 1•3 1003 1004 1019 10. 1043 1044 1025 —4 953 958 1005 1011 1012 1022 über Steele 1054 1041 1043 1192 1104 1129 1026 1039 1040 1050 1051 1111 1113 1112 0 1-3 1053 1103 1194 1119 1121 1134 1135 1147 1119 # 9• * F 1-4 1109 1115 1122 1128 1108.1129 1-4 E 2 S 50 ** 1-3 1134 1112 1119 über Steele 1147 1150 1156 1210 1212 1214 1219 1228 1251 111 114 152 1148 —4 1139 1145 1152 1158 1142/1159 1159 1290 1217 1139 1141 1150 1158 1295 1206 1211 1937 240129 1241/1230 1246 1255/124: 1256/1251 120 111 111 150 1299 1210 1219 1227 1234 K 1-3 1-3 1159/1246 1212/1253 1213/1252 1223 1225 1240 109 110 1244 1254 1256 12 128 128 130 292 —4 116 122 128 134 35 145 Herford-Detmold-Altenbeken. 2—4 1113 1122 1130 1121 1132 1143 1145 1156 1204 6.11/8.11/10.92/1124 6.12 6.41 6.50 6.11 7.91 7.91 7.14 8.22|10.12 8.41/10.13 8.3610.21 8.43/10.40 8.12/10.41 9.99 9.12 7.14 9.U 7.11/9.26 7.219.35 7.40 7.45 7.49 7.50 8 94 824 9.21 1100 1106 4.42 Zug verkehrt nur F und am 1 Altenbeken-Detmold 9 10.12 10.56 11.90 11.92 11.19 11.18 11.21 11.37 11.52 11.12 1.92 1.41 2.24 6.10 1130 1142 1141 1152 1294 1211 1219 1n Frankfurt Cassel Cassel Warburg Altenbeken Altenbeken Himmighaus. Sandebeck Leopoldstal Horn-Meinb. Remmighaus. an ab an ab ab an ab Detmold Detmold Nienhagen Lage Lage Sylbach Schötmar Salzuflen Herford ab an ab ab an W 8 8 1138 5.1 5.21 6 5•3 7.50 5.00 507 512 526 523 6.02/6.24/8.02 6.16 6.38/8.14 6.21 6.43/8.18 6.28 6.50/8.23 6.86 6.57/8.8010.04 10.14 10.22 7.06/8.86 7.12 6.21 6.30 5426.37 5446.41 6.44 W 6.51 6.04/6.22/7.18 6.11/6.29/7.208.5410.41 6.17/6.35 7.26/9.0010.47 7.27/9.01 8.42 8.47/10.33 S u. 512 9.37 9.43 10.34 11.16 11.23/1223 11.86/1250 11.41/1256 11.47/1.03 11.54/1.11 12.01/1.19 12.07/1.25 1.47 1.55 2.01 11.10s12.12 11.17/12.19 11.23/12.25 F* Zug verkehrt 5426.50 und am 10.48 7.84/9.07/10.55 Sg 7.419.15/11.01 7 45/9.1911.07 7.54/9.2811.16 und 12. 5. *— 1.30 1.37 1.43 5.52 11.50 12.48 1.43 2.05 2.18 2.22 2.29 2.36 2.44 2.50 und 12./5. Herford. 9.48 1.87 3.00 3.58* 4.35 4.47 5.59 F 5.00 6.11 5.04 6.15 5.10 6.21 * 12175* 51275 654## 802 814 812 824842 F 5.17 6.20/8.96818/ 811 845 Wi 5.24 6.49/8.14825 812.902 5.80 6.44/8.21 841844 909 11.29s12 28 12.35 12.42 12.48 12.58 Zug verkehrt 2.56 4.155.85 6.41/8.28 835/ 844914930 942 3.04 4 22/5.42 6.4 3/8. 35841 843 92193: 959 8.10/4.28/5.48 6.52 8.41848 819021943 100 5.51 7.24 8.43821 991924916 10 96 5.57/ 7.128.51" 92894#E 1014 2 * 2 3.12 3.19 8.26 3.31 8.40 Wr 6.94 7.20 S.49 gS 916942 2 5 1022 6.92 7.26 9.94 SS 911944 T 1026 6.15 7.30 9.14 S/919 95!# nur W vom 1.—9./5., 16./5.—28 6. 1025 und 1041011114 1012/111#2 1155 1021/1291 1018/1205 1215 1049/122 10—122# Hamein-Altenbeken-Paderborn-Soest. Hameln ab Emmerthal ab Pyrmont Schieder„ Himmighausen Altenbeken an Altenbeken abla! Paderborn„458 Geseke Lippstadt Soest an541 W 5.23 5.24 5.50 an D 1-3 4486.55 4.27508 7.20 6.30 6.40 6.58 7.14 7.50 8.05 4.57 7.48 8.13 8.40 9.09 524/5.40 532 8.06 9.8010.49/12.40 12.06 6.12551,8.36,10.00|11.08 1.10 12.26 8.34 8.45 9.26 9.47 10.32 10.51 9.32/11.24s11.18 10.19/11.49/11.38 10.37/12.19 8.55 10.42s11.27 10.52/11.37 9.1611.10 11.54 — an 12.09 12.49 1.05 1.50 2.14 2.44 3.01 0 —. D —3 — 3/2—4 1.51/3.1k4.13559 3.24/1.23 2.12/3.41 2.25s3.55 4.28 3.02/1.42 4.504.57 4.45/618 700 7.91791 642 651 798 724 756 819 1—3 745 754 814 Al 825 946 956 1012 1022 1132 1152 940 105 2 1200 5.105.28/7.30 721 922 1000 1116 1221 5.28/5.53/7.12 0 959 1146 an 5.40 624 8.20 741 1022 1014 1297 3.30 5.59/655 8.41 80 K 1102 1045 1240 29./7—27. /9. ab Hameln Emmerthal Pyrmont Schieder„ Himmighausen Altenbeken Altenbeken Paderborn Geseke Lippstadt Soest a1 ab ab Soest Lippstadt Geseke Paderborn Altenbeken an Altenbeken ab Himmighaus. Schieder Pyrmont Emmertl. ab Hemeln an Boest-Paderborn-Altenbeken-Hamein. 1.28/3.224.54 642 646 735 806 542 8.08 8.83/10.10s10.49 12.23 12.40 2. 50 4. 85 691 611 510 6.27/8.27 9.08 10.42|11.08/12.41 522 6.52 9.2211.011 12.55 4495.21/6.15 7.26/8.58 10.3911.51 11.42, 1.18) 2.36 4. 11 5.25 741 712 990 1022 1144 452/5.56 6.45 /7.56/9.20 11.0912.22 12.05 an 1.503.40(799 650 824 910 102 4/1118 1124 9581111 an 6.57/8.28 =7.108.40 521 W 7.419.07 5116.017.57 553/6.20/8.14 5416.298.22 9.24 9.40 9.48 an 11.19 1.52 11.88/2.14 11.47/2.23 12.06 D I— 12.45 1.02 1.40 1.48 2.00 2.24 2.42 2 58 3.06 1207 1216 1230 3.08/4.865.48755741 921 1055 12111249 /125 4.41/4.57 4.57 4.535.13 5.45 5.21/6.17, 6.50 5.386.48 DI.5842 744 812 756 850 998/824 924 1193 F 1140 an 944 Stein heim D —. 1014 1190 112 D —3 an Soest ab Lippstadt„ Geneke„ Paderborn„ Altenbeken an Altenbeken ab Himmighaus. Schieder„ Pyrmont Emmerthal Hameln„ Oenabrück-Münster. OsnabrückHBab Hasberg fen Natrup-Hagen Lengerich(W,) Kattenvenne Brock-Ostbev. Westbevern Sudmühle Münster 5.426.85/7.187.57/9.10 9.41/11.42 1-4 2-41-3 2-4n 1.3 —4 1-4 D 1-3 5.456.46 6.086.53 6.127.01 6.22 6.30 6.39 6.47 6.55 8.08 8.14 7.81/8.22 8.31 8.38 8.47 8.54 7.56/9.02 9.52/11.54 9.5912.00 10.07/12.08 10.17/12.18 10.24/12.25 10.82/12.3411.56 10.39/12.4212.04 1-3 2-4 □ 1-2 1 1-2 1— D 1•3 2-4 1-4 0 1•3 1.05 11.18/1.484. 29 636 61464 4/810 8421209 315 1.16 1.22 1.30 1.40 1.47 4.42 4.49 2.024.58 5.08 5.16 5.26 5.34 654 700 708 718 729 735 742 8531211 990121 9281224 941/1222 925 9341261 9421255 D 1-2 446 9.5010.46 12.50 2.12 11.58/2.28/5. 41 74 625 729 850 929 191 352 522 Osnabrück HB ab Hasbergnn„ Natrup-Hagen Lengerich(W), Kattenvenne„ Brock-Ostbev.„ Westbevern„ Sudmühle„ Münster an Münster Sudmühle Westbevern Brock-Ostbev. Kattenvenne Lengerich(W.) Natrup-Hagen Hasbergen ab Osnabr. HB an259 311 6.28 1•4 D 1-3 1—4 150 286/5.14 157 5.22 2-4 2-4 6.17/8.19 6.26/8.26 5.50/6.34/8.34 5.59 5.59 235 6.16 1-3 0 3 Münster-Oenabrück. D 1•3 9.5410.1 6.43/8.42 5.42/6.52s8.50 7.14/9.0210.22 6.08/7.229.10 7.809.18 7.429.30 10.41/10.5911.16 D -2 1—4 3 1— 0 1•3 1— 0 — 1.3 D 1-2 10.36 11.55 12.58 1.03/2.48 4. 33 5.0855 à 800/83 6 104S 10.51118 12.04 12.12 12.21 12.29 12.39 12.47 12.55 1.05 1.12/2.56 1.19/3.04 1.283.12 1.363.20 603 611 612 628 1.46/3.30 5.02 5.36 632 1.55/8.87 2.03/3.45 1.412.14 3.57 641 625 844/1194 852/1112 999/112 919/1139 926114 984115 215.56/7918499461292 11.: 201 Hannover Lehrte Lehrte Burgdorf Celle Uelzen Lüneburg Harburg H □ 1.3 abl 311 an ab 321 325 312 148 D 1—32—4 2—4 8.50 4.96 4.10 4.34 5.12/5.23/6.43 45 Hannover-Hamburg D I. 0 * 1.3 10.22 2—41—3 2—4 2—411—3 1—9 5.38 8.22 7.53/11.38/12.30 1. 81 6.02 8.88 8.17/12.01 12.461.48 6.18 8.42] 8.22/12.0612.50 1. 52 6.821 8.36/12.20 /2.02 6.59 9.09 9.20/12.47 1.14/2.20 512/5.51/6.46 8.0910.01s10.34 9.01/10.8811.26 2.10 2.023.16 3.05 2.33 8.51 521/6.27/7.49/8.30 10.16/11.06/12.88, 4.04 3.06 4. 32 Hamburg Hanf6.08/6.448.15 S. 46 10.38/11.23/12.55, 4.24, 3.234.49 D — 7.38 7.54 7.52 1 —. 9.04 9.20 9.24 2—41—31—3 2.204.85 5.35 10.37/2.455.01/5.51 10.41/2.49/5.09 5.57 3.03 11.05 8.29/5.86/6.26 11.49/4.43/6.25 7.2 12.18 5.83 6.55/7.51 12.50 6.24 7.31/8.12/10.11011 1.08 6.50 7.50 8.5010.10.26 11.4 2— 5.40 6.92 6.06 6.21 6.41 8.21 7.50 9.96 10.20 8.51 9.30|10.57 9.41 Münster ab Sudmühle„ Westbevern„ Brock-Ostbev.„ Kattenvenne„ Lengerich(W), Natrud-Hagen„ Hasbergen„ Osnabrück HB an 2—4 12.41 1.21 1.15 1.23 1.44 3.12 4.11 5.14 5.41 S 3 10 19 139 110 150 152 212 Hamburg Hab Harburg H Lüneburg Uelzen Celle Burgdorf Lehrte an Hannover 2-412—4 2-4 5.52 D 2—41—3 5.20 7.18 6.07 7.85 7.09 8.10 8.02 8.42 452/7.08 8.50 9.44 9.27 521/7.86 9.19/10.11 542/7.53 9.33/10.24 abl54 2/8 00 9.38/10.28 9.56 anis 12 8.2610.0410 57/10.12 0 1.3 7.22 7.43 58.18 8.51 9.36 9.52.10.00 10.04 10.20 2—1—3 7.48 9.20 8.10 9.89 Hamburg-Hannover. D 2—4 1—9 1-3 9.83 9.52 9.09/10.17/10.32 0 — S 2—4 D 1—81-3 11.11/12.17/12.862.1 1/8.02s690 11.41/12.85|12.58/2.41 12.45 11.15/10.52/11.07 2.04 12.80/11.89/11.53 3.08 1.02 1 8.38 1.17/12.04s12.18 3.46 1.21/12.08/12.88 8.51 1.45/12.24 1.06 4 17 1.10 1.45 1.27/4.00 1.59/4.58 3.21 3.53 4.26 an 2.46/6.94/5.09s809 6.20 8.11/6.44/5.83 3.15/6.42/5.86 3.81/7.14/5.52/88410.14 617 6#50 725 ∆ 838 2—42—4 5.18 615 5.44 656 6.19 802 7.50 9.13 9.29 9.11 9.50 1.12/1240 bIDI10 1—3 2.4 /1-2 2—4□1-S 2-4 8.98 812 921 9.53/11.94|1211 8.21 841 8.52 922 927 9.23/1055 10.18 1206 1231 243112 11.2211A1154 Lippspringe—Paderborn. ab Lippspringe Marienloh Paderborn Nord Paderborn H. an 6.40 6.45 6.54 8.11/10.50 12.47/2.02/4.88,64 4/898 938 8.16/10.55 8.2511.04 7.03/8.34/11.13 12.52 2.07/4.8364 1.01/2.16/4.47/658 81 3/1004 82 2/1012 1.10 2.254.56 7 218 31/1021 Paderborn H. ab Paderborn Nord Marienloh„ Lippspringe an Paderborn—Lippspringe. 6.10 6.20 6.28 7.34 10.02/12.00s1.23/2.47/5.44/7.32s913 7.45 10.12/12.11 7.54/10.21/12.20 1.33 1.41 6.33/7.59/10.26|12.25 1.46 3.10 6. 22/7.55/928 2.57/5.54/7.42/925 3.05/6.93/7.50/934 Wee EIELIIIT SLGNTE ERUIHN beralls lich H ee Uberal!: erhält: lich GPPKENS E AAFNLE AIM Hefe 11 S 220 Volt, Birnensorm hell, für 16, 25, 32 oder 50 Kerzen Lichtstärke, schließlich Steuer bei gleichzeitiger Abnahme von Matte Birnen kosten das Stück 10 Pfg. mehr. 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