A EBotatf en Mit Abbildung nngen den Fürrah eise sehr häusig in ren Haltbarkeit diegerne an dem Geerreißen der einzelburch die hervorönnen. Allen diesen für herstellt der eranschaulicht. Statt Letztere stellt man draht, wie er zum ), o d e r a u s g e r a d e htabfällen. Die unnun jede mit einer r Entfernung ver, die untere etwa Ifte. Um die Löcher imen, weil andernund die Tür dann rde, legt man beide ügt, mit der hohen in einem Arbeitsetzt und die Stäbe ien Stäbe muß so ervorstehen, da annie. heus Fischschuppenite Dermatoryctes= kegel auf die Füße übertragen werden. rauen Borken, die ätter, die bald abrtigen Wlanz. Die die Haut stark gedie Haut stark gerier Juckreiz vorn die Borken nurö der Krankheit Knd n viel. Dann maen Maßregeln gesteht in der Entung mit Glycerin lben zu vernichten : P e r u b a l s a m s a l b e der Stallung und Kaltmilch vorges Geflügelverfährt n eingesperrt bezm Zuten anders. Die äumen eingesperrt: Gewicht zunehmen; it bei ihr fühlbar ihr gebotene Kost mästen. Die Mast, oll möglichst etwas sein, damit die ichen kann. Beton n Bodenbelag, der zu gibt man voreine Lage kurzes n und auch warm. niemals die Haut quälerei. Da beste n mit Stroh ausährend der Kranker. Die Krankheit lben und Läusen, sie sitzen am Hals inen Juckreiz her it einem Gamise streut man die Larven gleichzeitig ungsmittel ist ein ltung fehlen darf. unen säubere man warmen Essig, öle t dem Zeigefinger eines Stückchen in ilte zieht sich der rück. Dann bringe Raum zwecks Bengen des Hahnes. haft verer= oder geirorene gestampft ich ziwa irm, woänke bei en regeler: Kleie geerntete s Futter Srru Bezugspreis: Monatlich frei durch unsere Boten ins Haus, sowie der Geschäftsstelle abgeholt.00 Mi. in voraus zahldar durch die Voll trei ins Haus 16— Dik. vierteljährlich. Die M. B. erschein: täglich mit der Soun= und Feiertage.— Druck und Vertag von A tmeppen in Rheine. Haupigeschäftsstelle und Redaktion: Badnhofstraße 2. Fernsprecher Nr. 352.— Telegramm=Adresse: Volkszeitung Rheine(Wests.) — Postscheckkonto Cöln Nr. 40324.— Postschließfach Rheine Nr. 76.— Tehheiner=Volnsbratt Amtlicher Anzeiger für Stadt und Amt Rheine. Organ der Zentrumspartei. Wöchentliche Beilagen: Für Unterbaltung:„Sonntagslese“; für Landwirtschaft:„Feld und Garten"; Sis Anzeigenpreis: Die sgesp. 1 mm Raumhöhe 30 Pig., für Stadt nud Ami Rheine: r5 Pig., dedördliche sowie Bank= und Finavzanzeigen 20 Pig. Reklamen 150 Pfg. Teucrungszuschlag 20 Proz. Anzeigenannat### bis 8 Uhr nachm. Für die Aufnahme von Anseigen an vorgeschrieben Stelle wird keine Garartie übernommen. Für Fehler welche durch oder mangelhafte Mannskriptlieferrng entstehen, wird nicht gehastet Bel zwanzsweiser Beitreibung von Gebühren füllt jed: Radatt sort. für Sport und Jugendpflege:„Jung Rheine, Nr. 250 Samstag, den 5 November 1921 45. Jahrgang Die preußische Reglerungsbilbung Oberbürgermeister Leinert=Hannover Ministerpräsident? Vertagung des Landtags wtb. Berlin, 5. Nov.(Drahtbericht.) Der Aeltesteurat des Landtages trat am Freitag nachmittag 2 Uhr zu einer Sitzung zusammen, um die Geschäftslage zu beraten. Man einigte sich dahin, angesichts der völlig ungeklärten Lage die für heute nachmittag 3 Uhr angesetzte Vollsitzung ausfallen zu lassen und die nächste Sitzung mit der Tagesordnung„Wahl des Ministerpräsidenten“ auf Sonnabend 3 Uhr festzusetzen. Erfolgt die Wahl, so wird sich das Haus bis zum Donnerstag der nächsten Woche vertagen. Ein Kabinett auf breiter Basis? wth. Berlin, 5. Nov.(Drahtbericht.) Die Bemühungen, zu einer schnellen Lösung der preußischen Regierungsbildung zu kommen. werden eifrig fortgesetzt. Die maßgebenden Fraktionen hielten im Lause des gestrigen Vormittags Sitzungen ab und dauernd fanden auch von Partei zu Partei Besprechunen statt. Die AusEcten dak.s doch noch gelingen wird, ein Labinett auf breiter Basind stark gestiegen und es verlautet, daß man sich schließlich auf den jetzigen Landtagspräsidenten Leinert als den neuen Ministerpräsidenten einigen wird. Die MSP. für die große Koalition! wtb. Berlin, 5. Nov.(Drahtber.) Die sozialdemokratische Fraktion des preußischen Landtages, hat sich gestern abend in einer Fraktionssitzung mit 46 gegen 41 Stimmen für den Einteitt in eine Koalition auf breiter Basis entschlossen. In drei Jahren fünf Regierungen Aus parlamentarischen Kreisen#ird uns zur Krise in Preußen geschrieben: Preußen in Deutschland voran, und Deutschland in der Welt voran! Dieses Wort des Fürsten Bülow bei der Einweihung des heutigen Lundtagsgebändes im Jahre 1896 hat zur Zeit nur noch Bedeutung in Bezug auf die heutigen Regierungskrisen. Mit nahme von Polen und Portugal gibt es kein europäisches Land, das innerhalb 3 Jahren so oft seine Regierung gewechselt hat, als Preuten und Deutschland. Die Berichte der Regierungsneubildung werden im Lande kaum noch gelesen. Die Politiker in den Provinzen und Kreisen haben nur den einen Wunsch: schafft doch endlich eine solide Regierung auf breiter Grundlage! Ohne eine solche Regierung werden Preußen=Deutschland zum Gespött der Welt. Parteiwünsche und Agitationsreden sind morsche und versaulte Balken, auf denen keine lebensstarke Regierung ausgebaut werden kann. Was wir vor 8 Tagen im Reichstag von der Deutschen Volkspartei und jetzt von den Demokraten im Landtage erlebt haben, ist das Schlimmste, was wir bei der Um= und Neubildung der Regierung in den letzten drei Jahren erlebt huben. Darüber sind die Akten noch nicht geschlossen. Wir bewundern nur die geübte Geduld und Selbstverleugnung der Zentrumsfraktion. Es gibt Parteien, die sich zu der staatsbürgerlichen Tugend„erst Vaterland, dann Partei“ nicht bekennen, vielmehr große Ansprüche erheben oder gar in demagogischer Art gegen das Zentrum hetzen und seine Minister in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen sich bemühen. Keine Spur von Verantwortlichkeitsgefühl, nur Selbstsucht und Stimmenfang. Es muß der Tag kommen, an dem das deutsche Volk diese Piraten der öffentlichen Meinung heimzahlen wird für all das Unglück, das diese Egoisten verschuldet haben und noch verschulden. Das Zentrum läßt sich nicht irre machen durch Enttäuschungen und Beschimpfungen; es opfert sich buchstäblich auf, um von Volk und Vaterland die gefährlichste Leidenszeit abzuwenden. Verstanden wird diese Arbeit nicht aber vor der Geschichte und seinem Gewissen steht das Zentrum da als der getreue Eckardt, der in notvoller Zeit ohne Dank und Anerkennung für das Gesamtwohl gearbeitet hat. Jetzt wieder in Preußen. Die Demokraten haben ihre Minister aus dem Kabinett herausgenommen, ohne die Zentrumssraktion vorher von dem beabsichtigten Schritt zu unterrichen. Dieses heimtückische Verhalten der Demokraten hatte zur Folge, daß das ganze Kabinett abdanken mußte. Es waren Wege angebahnt, um eine Umbildung der Regierung unter Hinzuziehung der Sozialdemokraten und der Deutschen Volkspartei vorzunehmen. Eine Krisis konnte so vermieden werden, ebenso die Neuwahl des Ministerpräsidenten. Aber die demokratischen Politiker gebärden sich immer und übreall als die große Sonne, von der alle politische Weisheit ausstrahlt auf die„kleinen Geister" rechts und links. Die großen Geister sitzen in der demokratischen Fraktion und darum ist es ihnen auch erlaubt, unbescheiden zu sein und zu fordern. Die zwei Dutzend starke Fraktion der Demokraten verlangt 2 Ministersitze, denn nicht die Zahl der Abgeordneten, sondern der ausgespeicherte Geist und Verstand der in den Köpfen der Demokraten vorhanden ist, muß entscheidend sein für die Zahl der Ministersitze. Die Sozialdemokratie mit 114 Mandaten und das Zentrum mit 92 sollen auch nur 2 Ministerposten erhalten. Wieviel Staatssekretäre, Oberpräsidenten, Regierungspräsidenten und sonstigen leitenden Stellen die Demokraten noch beanspruchen, haben sie bis zur Stunde noch nicht angemeldet. Und mit diesen Leuten ist das Zentrum verurteilt, Politik zu machen. Es ist wahrlich keine dankbare Aufgabe! Die Vorsehung hat das Zentrum an eine Stelle gesetzt, auf der es ausharren oder zusmmenbrechen muß. Ein Abseitsstehen gibt es leider für uns nicht. Versagt das Zentrum die Mitarbeit, dann droht ein neuer Bürgerkrieg im Innern mit dem Ergebnis einer dauernden Ausschaltung unserer Beeinflussung des staatsbürgerlichen, kulturellen und religiösen Lebens. Um dieses Unglück zu vermeiden, muß das Zentrum ausharren. In dieser Stunde gehen die Verhandlungen weiter. Es besteht die Hoffnung, daß eine breite Koalition zustande kommen kann. Zentrum, Sozialdemokratie, Deutsche, Volkspartei und Demokraten sind grundsätzlich für eine Regierung auf dieser Grunblage. Die Vorgänge im Reich erschweren die Verhaublungen, aber ihre Hindernisse nsid nicht unüberwinolich. Das Zentrum be## daranf, daß die Deulsche Vollspartei mit macht. Drsgleichen ##s 8as Zentrum, doß der bisherige Ministerpräsident Stegerwald ## der Fustizminister Am Zehnhoff wieder in das Kabinett einFeren. Das Zentrum lehnt es ab, einen andern als Stegerwald für den Präsidentenposten vorzuschlagen. Dies ist ein Beweis des vollkommensten Vertrauens für Stegerwald. Die Sozialdemokraten und selbstverständlich auch die Demokraten machen zurzeit noch Schwierigkeiten gegen Stegerwald. Aber auch diese können bei gutem Willen überwunden werden. Die Sozialdemokraten wollen den Abg. Otto Brann zum Primus erheben und haben Herrn Severing das Ministerium des Innern übergeben. Wie die Wahl heute ausfallen wird, läßt sich nicht sagen, aber eines ist sicher: die Zentrumsfraktion steht geschlossen auf dem Boden der großen Koalition, damit endlich durch diese erreicht wird eine stetige, arbeitsfähige Regierung. Wir können alle 6 Monate keine Regierungskrisis ertragen! Die Mörder Erzbergers melden sich epc. Berlin, 5. Okt.(Drahtbericht.) Das„Deutsche Tageblatt", das Organ des Herrn Wulle, veröffentlicht ein angebliches Schreiben der Mörder Erzbergers, unterzeichnet Heinrich Schulz und Heinrich Tillessen, der zwar aus Emden datiert, aber in Berlin auf die Post gegeben wurde. Die angeblichen Briesschreiber Schulz und Tillessen versichern, daß sie nicht die Mörder seien, sondern nur den Auftrag gehabt hätten, die Verfolgung auf sich abzulenken, um dem wirklichen Mörder Zeit zur Flucht zu geben. Dieses Schreiben, welches den Stempel der Erfindung ganz offensichtlich an sich trägt, würde unserer Beachtung nicht weiter wert sein, wenn darin nicht eine geradezu ungeheuerliche Behauptung enthalten wäre. In dem Schreiben heißt es wörtlich:„Auch so viel Aufklärung wollen' wir noch geben, daß die Anweisungen zur Tat an uns aus rheinischen Zentrumskreisen gekommen sind, ebenso die recht erheblichen Geldmittel, die die Organisierung der Tat erfordert haben.“ Das ist eine Frechheit, die alles übersteigt. Wenn das„Deutsche Tageblatt“ sich auch nur einen Rest von Anstandsgefühl bewahrt hätte, so hätte es nicht in die Versuchung kommen können, eine derartig ungeheuerliche Behauptung zum Abdruck zu bringen, für die auch nicht die Spur eines Beweises vorliegt. Wir stimmen dem„Vorwärts" unbedingt bei, der ausführt:„Danach dürften sich alle Denkenden über die Absicht des Schreibens völlig im klaren sein. Es ist auf Bestellung gearbeitet, um die bekannte deutschnationale Notlüge von dem„Zentrumsmord“ zu stützen und die verhafteten Helsershelfer der Mörder freizubekommen. Der ganze Schwindel hat nur den Zweck, neue Vervirrung in die Sache zu bringen.“ Ueberaus beachtenswert ist übrigens die Feststellung des„Vorwärts“, daß ihm die„rheinischen Zentrumskreise“ auch schon vor einigen Tagen angeboten worden sind. Der„Vorwärts“ knüpft daran die Bemerkung, daß sie so sichtlich aus bestimmten dunklen Quellen stammte, daß es nicht verwunderlich sei, wenn sie gerade jetzt im„Deutschen Tageblatt“ gelandet seien. Wir begnügen uns einstweilen damit, diesen Schwindel festzustellen und die Kampfesweise des„Deutschen Tageblattes“ niedriger zu hängen. Das Urteil über den Schwindelbrief können wir ruhig unseren Lesern überlassen. Ver den deutsch=polnischen Verhandlungen Die deutsche Delegation wtb. Berlin, 5. Okt.(Drahtbericht.) An den bevorstehenden deutsch=polnischen Verhandlungen über Oberschlesien wird als Generalbevollmüchtigter Preußens Unterstaatssekretär von Göppert teilnehmen. Das Reserat für finanzielle Fragen bei der deutschen Kommission übernahm Regierungsrat von Miquel. Zur Behandlung der einzelnen Fragen ist außerdem eine Reihe von Unterkommissionen— insgesamt 10— gebildet worden und zwar: Eisenbahn: Vorsitzender Geheimer Regierungsrat Scholz(Reichsverkehrsministerium), Wasser und Elektrizität: Oberbergrat Schwanke(preußische Bergwerkssektion Hindenburg), Geldwesen: Landesfinanzamtspräsident Ueberschaer, Post: Geheimer Regierungsrat Stroh(Oberpostdirektion Oppeln), Zollwesen, Ein= und Ausfuhr: Ministerial= direktor von Stockhammer, Kohlen und Bergwerkserzeugnisse: noch unbestimmt, Arbeitgeber= und Arbeitnehmerfragen: Ministerilrat Dr. Witzler(Reichsarbeitsministerium), Verkehr: Geheimer Regierungsrat Bering(Reichsministerum des Innern). Das Bureau der Delegation befindet sich in Berlin, Postraße 5. Ausgabe deutscher Schuldverschreibungen wtb. Paris, 5. Nov.(Drahtber.) Die Reparationskommission hat sich, wie man erst heute erfährt, in ihrer Sitzung vom 1. November mit der Ausgabe deutscher Schuldverschreibungen in Höhe von 38 Milliarden für die Kategorie C eingehend beschäftigt. Der 1. November sollte bekanntlich der Subkrivzionstag für diese Serie. Sobald die Emmission erfolgt sein wird, werden die Schuldverschreibungen in die Safes des Hotels Asteria, in der sich die Revarationskommission befindet, überführt werden. Das Washingtoner Experiment tu. Paris, 4. Nov. Der Sonderberichterstatter des„Matin“ in Washington hatte eine Unterredung mit dem Präsidenten Harding, der ihm erklärte, Amerika gehe wohl im Geiste absoluter Selbstlosigkeit, aber auch in einem Geiste, der auf das Praktische gerichtet sei, zur Konferenz. Die Vertreter der Nationen, die nach Washington kommen, könnten, wenn sie wollen, zu einem Resultat gelangen, wenn das Experiment gelinge und es sei nicht denkbar, daß es nicht gelingen solle. Dann werde der erste Versuch einer internationalen Zusammenarbeit für Amerika außerordentlich ermutigend sein und diesen Versuchen könnten dann andere folgen. Vorsitzung der Abordnung der Vereinigten Staaten zur Washingtoner Konferenz tn Paris, 4. Nov. Die Abordnung der Vereinigten Staaten zur Washingtoner Konferenz hat vor zwei Tagen eine Vorsitzung abgehalten, um über den Abrüstungsvorschlag zu beraten, wohei die Ausgaben für das Heer und die Marine aller Staaten zu einem bestimmten Prozentsatz ihres gesamten Etats festsetzt wurden. Laut Chicago Tribune“ würde diese Beschränkung von einem internationalen Gericht kontrolliert werden. Die Beratungen der Washinatoner Konserenz nicht öffentlich tu Paris, 4 Nov. Laut Berichten aus Washington werden die Beratungen der Konferenz nicht öfientlich sein. Obwohl eine sehr große Anzahl Journalisten aus allen Teilen der Welt in Washington erwartet werden, werden sie den Sitzungen nicht beiwehnen Das ausländische Tevartement wird jeden Tag einen kurzen Beriht an die Preise geben Aber auch öffentliche Sitzungen werden stattfinden, wobei die Presse Zugang haben wird. Mordanschlag auf den japanischen Ministerpräsidenten Der Ministerpräsident durch einen Dolchstich getötet wtb. London, 5. Nov.(Drahtber.) Nach Zeitungsmeldungen aus Washington telegraphierte der amerikaniiche Botschafter in Tokia, daß auf den japanischen Ministerpräsidenten ein Mordanschlag verübt wurde. Der Ministerpräsident soll tot sein. wtb. London. 5. Nov.(Drahtber.) Wie Reuter meldet, wurde der javanische Ministerpräsident durch einen Dolchstich lebensgefährlich verletzt. wtb. London, 5. Nov.(Drahtber.) Amtlich. Neuter berichtei amtlich, daß der japanische Ministerpräsident Hara am Freitag abend 10 Uhr an den Folgen des Attentats gestorben ist. Der Dollar auf 243!.. Oesterreichischen Zuständen entgegen wtb. Berlin, 5. Nov.(Drahtber.) Der katastrovhale Sturz den die Mark seit einigen Tagen erleidet, hat sich gestern in erheblichem Umfange fortgesetzt. Der Dollar, der vorgestern abend nach seinem höchsten Stande von 219 auf 215 zurückgegangen war und am Vormittag im freien Verkehr mit 220 bezahlt wurde, befestigte sich weiterhin auf 243! Als nach dem letzten' Hochstande des Dollars von 190 wieder eine leichte Senkung eingetreten wor, hegte man verschiedentlich die Hoffnung, den Kurs auf der ungefähren Höhr von 460 halten zu können, da durch die gewaltigen Aufträge des Auslandes in Deutschland fortgesetzt eine größere Menge ausländischer Zahlungsmittel in das Land floß, als bei dem Darniederliegen des Ausfuhrgeschäftes während der Sommermonate der Fall gewesen.war. Diese Hoffnungen sind aber durch die neuerliche Kursentwicklung voltstägdig hinfällig geworden. Ja. einzelne Wirtschaftskreise sind der Ansicht, daß der gestrige Rekordkurs nicht das Ende, sondern der Anlang einer Entwicklung ist, deren Ende noch niemand abzusehen vermag. Die deutsche Mark gleitet ins Bodenlose und österreichischen. Zuständen sind wir vielleicht näher, als wir vielleicht ahnen. 14 8 Die Kartosselnot wird schlimmer. tu. Harburg(Elbe), 5. Nov. Die Kartoffelndt wird immer schlimmer. Schon seit einigen Tagen ist die Einsuhr on: Kartoffeln sehr gering. Der Preis pro Zentner ist stellenwelse bio auf 120 Mark gestiegen. In vielen Verkaufsstellen gibt es überhaupt keine Kartoffeln mehr. Der Bevölkerung hat sich eine große Erregung bemächtigt. Sofern die Behörden nicht alsbald energische Abhilfe für die unerfreulichen Zustände schaffen, sind ernste Unruhen zu befürchten. Das Rauchen wird teurer wtb. Berlin, 4. Nov. Wie der Reichsverband Deutscher Zigarrenhersteller. E. P in Berlin, mitteilt, hat die katastrophale Entwertung der Mark ganz besonders auch in der deutschen Zigarrenindustrie, die vornehmlich ausländischen Rohtabak verarbeiten muß, die Grundlage der Wirtschaftsführung außerordentlich erschüttert Um die Rohtabakbestände immer wieder ergänzen zu können, sowie infolge der am 1. Oktober eingetretenen Steuererhöhung und der gestiegenen Löhne, hat sich die Ziearrenindustrie gezwungen gesehen, ihre Preise mit sofortiger Wirkung zu erhöhen. Karls letzte wtb. Paris, 5. Nov.(Drahtber.) Dem„Matin“ wird von Jules Sauerwein aus Wien telegraphiert: Von einem Vertrauten Karls ist ihm die letzte Botschaft übermittelt worden, die Karl vor dem Verlassen Ungarns hinterlassen hat. Der Inhalt der Note ist folgender: Ich verlasse Ungarn, durch Gewal! genötigt, auf Befehl einer Regierung. von der ich eine andere Haltung erwartet hätte. Ich wünsche auf diese Weise meinem Vaterlande das Unglück zu erwehren, von dem es bedroht wird. Nun meine Gegenwart war der Vorwand für die Feinde Ungarns. ihre seit langem gehegten Pläne zur Ausführung zu bringen. Ich habe Widerstand der Großmächte nicht verdient. Ungarische Erfüllung tu. Prag, 4. Nov. Die ungarische Regierung teilte der tschechischen Regierung offiziell mit, daß sie alle von der Entente auferlegten Bedingungen erfüllen werde. Internierung Karls auf Madeira tu. Paris, 4. Nov. Nach dem„Petit Parisien“ scheint es sich zu bestätigen, daß Karl und Zita die bis heute noch nicht in Galatz eingetroffen sind, auf der Insel Madeira interniert werden. Aus Funchal. der Hauptstadt der Insel, wird telegrapbisch ongekündigt, daß dort Vorbereitungen für den Empfang des Exkaisers Karls getroffen werden, was darauf schließen läßt, daß die Verhandlungen mit Portugal zu einem Resultat geführt haben. Die Verhandluugen über die Internierung Kaels fast beendet tu. Paris, 4. Nov.„Journal“ meldet, daß die Verhandlungen mit der vortugisischen Regierung über die Internierung des Extaisers Karl auf der Insel Madetra fast beendet Karl Peters Und legte sitzende der Arbeitsgemeinschaft der er die Verdienste des Asrikaforschers rhob und ausforderte, das Lebenswerk Karl Petes durchzusetzen und den Kampf um unsere Kolonien nicht ruhen zu lassen. Am Abend wurde eine Kolonialgedenkseier in der Stadthalle verenstaltet, der auch Generalfeldmarschall v. Hindenburg beiwohnte. Nach der Gedächtnierede für die im Weltkriege in den Kolonien und im Ausland gesallenen Deutschen sprach Hauptmann Nuckeschall über„Kolonialvergangenheit und Zukunft". Die Frage bezeichnete die Kolonialfrage als die deutsche Frage und forderte alle Deutschen auf, mitzuarbeiten an dem großen Ziel, unsere Kolonien zurückzugewinnen. Aus dem Reichstage Am Donnerstag nahm der Reichstag seine gesetzgeberische Tä#gkeit wieder auf. Zunächst wurde ein Entwurf besprochen, der eine ebänderung der Verordnung über Lohnbeschlagnahme verlangt. Danach sollen die Grenzen der Beschlagnahme von 5000 auf 15.000 Mark erhöht werden. Die Parteien sowie der Reichsjustizminister Radbruch erklärten sich mit dem Antrag, der von den Mehrheitsozialisten ausgeht, einverstanden. Der Justizminister teilt weiter git, daß bereits ein dahingehender Entwurf fertig vorliege. Die Parteien erklären sich damit einverstanden, daß die Vorlage dem Rechtsausschuß überwiesen wird. Weiter erledigt das Haus einen Gesetzentwurf, den die Unabhängigen eingebracht haben. Es handelt sich um die Besteuerung des Börsenverkehrs. Hierzu, so teilt der Präsident Rießer mit, habe bereits der Steuerausschuß Stellung genommen und einen Antrag Keyl angenommen, wodurch der Antrag der Unabhängigen erledigt sei. Danach werden die entsprechenden Sätze des Reichsstempelgesetzes für Aktien und Kure erhöht. Der Antrag Kept-wird debattelos in 2. und 3. Lesung angenommen. Als letzter Gegeustand beschäftigt das Haus ein Antrag Gothein. Er läuft darauf, hinaus, ie Veranlagung und Erhebung der Reichseinkommensteuer z beschleunigen und unverzüglich vorzunehmen. Von seiten der Regiekung erkkärt der Staatssekretär im Reichsfinanzministerkum, Zapf, daß bei der gegenwärtigen Verteilung der Kompelenzen das Reich einen Einfluß nicht ausüben könne, da die Veranlagung bei den Ländern und Gemeinden liege. Diesem Uebelstande müsse abgeholfen werden. 4 Neues aus aller Welt „ Großes Schadensener wtb. Magdeburg, 4. Nov. Wie die Magdeburger Zeitung aus Dingelstedt=Eisenfeldmetdet, entstand dort gestern früh an mehreren Stellen Feuer. Wohnhäuser. Scheunen und Stallungen von insgesamt 8 Familien wurden zum Teil zerstört, teils beschädigt. Rindvieh und Kleinvieh ist umgekommen. Der Sachschaden ist groß. Das gleiche Blatt melden aus Worbis, daß in Bernterodt das Gehöft des Kleinbauers Hoech niederbronnte. Ein 6jähriger Knabo, kam in den Flammen um. Gegen die Verordnung des Reichspräsidenten wtb. Berlin, 4. No v. Im Rechtsausschuß des Reichstages wurde ein Antrag der Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, und USP. und der Kommunisten auf Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. 8. mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Der amerikanische Botschafter für Berlin tu. London, 4. Nov. Nach Eher Meldung des„Newyork Herald“ hat Präsident Harding endgültig beschlossen, den Abg. von Newyork Allensom De Hongston zum Botschafter der Verein. Staaten in Berlin zu ernennen. Jede dauernde Allianz für Amerika unmöglich tu. London, 4. Nob. Auf einem Bankett der Handelskammer von Liverpool erklärte, der amerikaniscke Botschafter, Oberst Harvey, in einer Rede, daß die Teilnahme Amerikas an einer dauernden Allianz eine Unmöglichkeit darstelle. Der Lohnkampf im Gasthausgewerbe tu: Berlin, 4. Nov. Im Lohnkampf im Gasthausgewerbe sind auch heutd vormittag verschiedene Stellen bemüht, eine Einigung der Parleien herbeizuführen. Der Magistrat steht seine Aufgabe als erfüllt an; da es seiner Vermittlung gelungen ist, die streitenden Parfeien,heute nachmittag zusammenzubringen. Der Reichsarbeitsminister chat Re Parteien für 4 Uhr nachmittags eingeladen und wird einen nochmaligen Versuch unernehmen, eine Basis für Friedensverhandlungen zu schaffen. 5 Millionen Liter Wein aus Frankreich tu. Paris, 4. Nov. Wie der„Erporteur fran ais“ meldet. wird Deutschland die Einfuhr von 5 Millionen Liter französischen Weickes in der Zeit vom 1. November 1921 bis zum 31. März 1923 erhalten. Die Einfuhrbewilligung erfolgt durch die Vermittlung der deutschen Weinhandelsgesellschaft. .4h„ in-#rtosselkeller Lebenslängliches Zuchthaus für einen Gattenmörder 0 Bochum, 4. Nev. Der am 11. Mai ds. Is. vom Bochumer Schwurgericht wegen Gattenmordes zum Tode verurtellte Bergmann August Zywicki ron Hüls ist zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden. Das Gericht hatte die Begnadigung befürwortet. Die Begnadigung stützt sich auf die im Gerichtsverfahren festgestellte hochgradige geistige Minderwertigkeit des Angeklagten. Zywicki lebte mit seiner Frcu in Unfrieden. An sich fortgesetzt von einem Heißhunger gequält, soll sie ihn stets zur Arbeit angehalten, ohne ihm ein ausreichendes Essen zugebilligt haben. Als Zywicki eines Tages aus den Ersparnissen seiner Frau, die für den Ankauf eines kleinen Bauernwesens im Osten dienen sollten, eine Summe sich angeeignet hatte, um Schuhe und Lebensmittel für sich zu kaufen, kam es in der Frühe des Tages zwischen beiden zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Frau weigerte sich, dem von der Schicht heimgekehrten Gatten eine gewünschte Psanne Bratkarteffeln zu bereiten. Als sie endlich in den Keller hinabstieg, um die Kartoffeln heraufzuholen, folgte ihr Zywicki, stieß sie die Kellertreppe hinunter und zertrümmerte ihr mittels eines Hammers die Schädeldecke. Nach der Bluttat bereitete sich Zywicki eine Pfanne Bratkartoffeln, die er in aller Ruhe aß. Am anderen Tage vergrub er die Leiche seiner Frau im Keller. Nach zwei Jahren erst wurde die Tat entdeckt infolge eines Gerüchtes, das die Gemeinde durchlief. Zywicki hat sich inzwischen wieder verheiratet. Stets sträubte er sich. den Wunsch seiner Frau zu erfüllen, den Keller zu einer Kartofsellagerstätte herzurichten. Vielmehr türmte er über das Grab der ermordeten Frau Holzmengen auf. Die Kriminalpolizei grub im Keller nach und fand das Skelett der erschlagenen Frau. Zywicki, von der Zeche herbeigeholt, gestand die Tat ein. Siegen, 3. Nov. Verhängnisvoller Einsturz. In Simmersbach stürzte eine Wand des im Bau befindlichen evangelischen Vereinhauses ein. Ein Mädchen von 17 Jahren wurde auf der Stelle getötet. Mehrere andere Mädchen erlitten schwere Verletzungen. )( Honnef, 3. Nov. Schauriger Fund. Nahe dem Steinbuscherhofe wurde im Walde ein menschliches Skelett gefunden. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Funde um die Ueberrest eines Mannes, der an der betreffenden Stelle vor etwa zwei Jahren Selbstmord verübt hat. Im Herbst 1919 wurde unweit der Fundstelle bereits ein in einem Militärschuh steckender menschlicher Fuß gefunden. Die Nachforschungen nach den übrigen Teilen der Leiche blieben damals erfolglos. 1 Mörs, 3. Nov. Beim Ausschachten lebendig begraben. Beim Ausschachten eines alten Brunnens wurde in Kaldenhausen der Arbeiter Losemann aus Vennikel lebendig begraben. Man konnte den Verunglückten erst am folgenden Tage als Leiche bergen. )( Witten. I. Nov. Ein gefährliches Geschenk. Nach dem Genuß einer Wurst, die ihr von einer befreundeten Familie geschenkt worden war. ist hier eine Familie erkrankt. Ein kleiner Junge verschmähte seinen Anteil an der Wurst und gab ihn der Katze. die am anderen Morgen verendete. („Hagen. 3 Nov. Kein Streik in der Hagener Metallindustre: Die Abstimmung über den für die Metallindustrie des Hagener Bezirks gefällten Schiedsspruch hat keine Mehrheit für den Streik ergeben, obwohl eine scharfe Agitation dafur tätig ( Löhne, 3. Nov. 116 Personen an Paratyphus erkrankt. Infolge von Fleischvergiftung sind im Torf Löhne, Bischofsbagen, Gobfeld, Obernbeck und Bünde insgesamt 116 Personen an Paratyphus erkrankt. Der Schlachtbetrieb ist geschlossen worden. Hagen, 3. Nov. Ein Mord aus Neid? Auf die Ermittlung der Mörder des Talsperrenwärters Tempelmann ist eine Belohnung von 5000 A ausgesetzt worden. Die Täter scheinen sich unter genjenigen Personen zu befinden, denen Tempelmann bei der Besetzung des Wärterpostens vorgezogen worden war. ( Gelsenkirchen. 3. Nov. Vom Tanzlokal in den Tod. Eine furchtbare Bluttat hat sich nachts in der Schwanenstraße abgespielt. In einer Wirtschaft. in der ein Tanzvergnügen stattfand, belästigten zwei junge Bursche aus Rotthausen. Otto Wilke und Franz Frank, ein junges Mädchen und wurden deswegen von dem Wirtssohn und einigen Gästen aus dem Lokale entfernt. Draußen fielen mehrere Schüsse. Die Kugeln schlugen durchs Oberlicht ins Lokal. Ein Schuß durchbohrte die Rollade und traf den am Fenster sitzenden an der Sache völlig unbeteiligten Bergmann Georg Reunders. Dieser war sofort tot. Dieselbe Kugel verletzte sodann noch den Maschinenschlasser Wilh. Zimmermann, der eine leichte Verwundung am Hinterkauf erlitt. Die erregten Gäste stürmten auf die Straße. um die Täter festzustellen; sie wurden draußen sofort mit zahlreichen Schüssen empfangen, durch die drei weitere Personen getraffen wurden: der Beramann Nikolaus Böhmer. der eine schwere Verletzung am linken Knie erlitt, der Maschinist Wunck aus Rotthausen und der Maschinenschlosser Danowski. Böhmer und Wunck mußten dem Krankenhause zugeführt werden Bisher ist es nicht gelungen, die Mordbuben zu verhaften. Liebe erweckt Liebe. Originalroman von H. Courths=Mahler. Nachdruck verboten. Sie erzählte ihm auch von ihrer Vergangenheit, von ihrem Leben im Vaterhause, ihrer Gemeinschaft mit dem lebensfrohen Vater, der immer nur lustig an das Heute dachte und der ein großer Lebenskünstler gewesen war. Ihr Leben erschien ihr sehr nichtig und inhaltslos gegen das ihres Verlobten. Aber sie konnte Hans nie genug Lavon erzählen. Es hatte für ihn einen eigenen Reiz, wenn Fee ihm das Leben einer verwöhnten, jungen Weltdame schilderte, die nichts, gar nichts zu tun hatte, als sich und andere zu amüsieren und ihre Schönheit zu pflegen. Gerade weil sein eigenes Leben von dem ihren so verschieden war, interessierte es ihn. Und er gelobte sich, daß Fee in seinem Hause noch viel mehr verwöhnt werden solle, als in dem ihres Vaters. Es würde ihm eine Wonne sein, ihr jeden Wunsch zu erfüllen, ihr seinen ganzen Reichtum zu Füßen zu legen. Bei alledem blieb sich aber das Brautpaar im Verhältnis zueinander äußerlich immer gleich. Fec zeigte sich freundlich und bereitwillig, auf seine kleinen Wünsche einzugehen, die allerdings meist ihr eigenes Wohlergehen betrafen:* blieb ruhig, zurückhaltend und abwartend, wie am ersten Tage, aber immer gütig besorgt um ihre Ruhe, ihren Frcen Mit Harry Forst und Ellen war sie in Gesellschaft noch oft zusammengetroffen. Hans Ritter merke wohl, wie Forst sich immer wieder in Fees Nähe zu drängen suchte, wie diese mit eisiger Verachtung über ihn hinwegsah und nur einige höflich=kühle Worte mti ihm wechselte, wenn es sich in Gegenwart anderer Menschen nicht vermeiden ließ. Imme: wachté Hans dann mit scharfen Augen über seine Braut. Sobald sich Forst ihr zu nähern suchte, war er an ihrer Seite und blickte Forst scharf und drohend an.— Handelsnachrichten. Kursbericht Mitgetellt von der Osnabrücker Bar. k. Zweiganstalt Rheine. Devisenkurse Be:lin, den 4. Novemer 1921. Man färbe daheim nur mit echten Brauns'schen Stoffarben und fordere die Jobrreiche Broschüre No A von P80 Wilhelm Brauns, Gesellsch mit beschr. Haf Quedlinburgs. H## Ro 23 6 iniater die Zähne so vollkommen, daß schon nach kurzem Gebrauch das Aussehen derselben bedeutend besser wird. Drogerise: Willy Proy Nachtrag zur Ordnung betreffend Erhebung einer Hundesteuer im Bezirke der Gemeinde Elte Gemäß des Beschlusses der Bemeindeverordnetenversommlung vom 10. August 1921 und der 88 16, 18 und 82 des Kommunal= abgabengesetzes vom 14. Juli 1893 treten an Stelle des§ 1 der Ordnung betreffend die Erhebung einer Hundesener im Bezirke der Gemeinde Elte vom 31. August 1920 folgende Bestimmungen: § 1. Wer eine oder mehrere nicht mehr an der Mutter saugende Hunde hält, hat für den ersten Hund jährlich eine Steuer von 5Mark, für den zweiten eine solche von 20 Mark. für den dritten eine solche von 30 Mark, für den vierten eine solche von 50 Mark und weiterhin steigend für jeden ferneren Hund um je 20,00 Mark in halbjährlichen Raten und zwar in den ersten 14 Tagen eines jeden halb Jahres an die Gemeindelasse Elte zu entrichten. Das erst halbe Jahr erstreckt sich auf die Zeit vom 1. April bis Ende September. Es ist gestattet, die Steuer für das ganze Jahr in ungetrennter Summe im voraus zu entrichten. Alle in demselben Haushalt oder in einem gemeinschaftlich geführten Haushalt vorhandenen Hunde sind, auch wenn sie verschiedenen Haushaltunesangehörigen gebören, bei Verechnung der Hurd=Saner als#m Haushalteng svorstand geb-. anzusehen. Ueber die Steuerzahlung ist Quittung zu leisten. S 2 Gegenwärtiger Nachtrag tritt mit dem Tage seiner. Verössentlichung in Kraft. Rheine, den 25. August 1921. Der Amtmann: gez. Schulte=Westhoff Der Gemeindevorsteher: gez. Pohlmeyer. K. A 1 Nr. 3784. Genehmigt Burgsteinfurt, den 14. Oktober 1921. Namens des Kreisausschusses: Der Vorsitzende: gez. Unterschrift. Vorstehende NachtragsSteuerordnung wird hiermit zur allgemein Kenntnis gebracht. Rheine, den 26. Oktober 9921. Der Amtmann: Dr. Schulte=Westhof Belieferung von Küchenkohlen und BraunDie Küchenkohlenvorratskarten Nr. B 546 bis B 595 erste Lieferung werden bis einschl. Dienstag, den 8. d. Ms. bei der Kohlenhandlung Robert Reinhaus, Auf der Hove, beliefert. Die Braunkohlenbrikett=Vorratskarten Nr. B 229 bis B 292 werden bei der Kohlenhandlung R. Krey u. Co. ebenfalls bis zum genannten Termin beliefert. Rheine, den 4. November 1921. Der Bürgermeister. ∆ * So kam Fees Hochzeitstag heran. Als er anbrach, schien die Sonne hell und klar über die im Frost erstarrte Erde. Im hofrätlichen Hause war schon seit dem frühesten Morgen ein lebhaftes Treiben. Bärbchen und Lorchen schwatzten und lachten aufgeregt durcheinander und kamen alle Augenblicke in Fees Zimmer gerannt, um diese mit allerlei Nichtigkeiten nervös zu machen. Die Schwestern fielen aus einer Bewunderung in die andere, daß Fee mit so unglaublicher Seelenruhe in ihrem Zimmer saß und dem ausgebreiteten Hochzeitskleid kaum einen Blick schenkte. Lorchen und Bärbchen waren„lücklich über ihre entzückenden, blaßblauen Brautjungferntoiletten, die ihre Erscheinungen zur vollsten Geltung bringen sollen. Immer wieder fragten sie Fee aufgeregt, ob blau sie wirklich gut kleide, ob ihre Frisuren gut gelungen seien, ob Fee denn gar kein Herzklopfen habe, und wie sie es nur fertig bringe, so gelassen dazusitzen. Das fragte sich Fee allerdings auch, wenn die Schwestern wieder und wieder auf sie einstürmten. Aber schließlich sprang sie auf und schloß ihre Tür ab— sie konnte nicht mehr Rede und Antwort stehen auf alle die nichtigen Fragen Wenn Bärbchen und Lorchen Fee hätten ins Herz blicken können, dann wäre ihnen schnell klar geworden, daß deren Ruhe und Gelassenheit durchaus trügerisch war. Selbst als Fee schon im vollen Brautschmuck ihres Verlobten harrte, war ihr zu Mute, als müsse sie die Flucht ergreifen, als könne sie nicht an Haus Ritters Seite zum Altar schreiten. Ewas Quälendes, Angstvolles war in ihr, das sie lähmte und dem sie nicht entrinnen konnte. Sie war eine ernste und bleiche Braut— aber hinreißend schön mit dem füßen, blassen Gesicht, den großen, brennenden Augen u. dem goldig schimmernden Haar unter Myrthenkranz und Schleier. Als sie Hans Ritter so gegenübertrat, war er fast überwältiat von dem holden Liebreiz ihrer Erscheinung. Kohlenbezug für den Amtsbeziek Rheine Haushaltungen des Amtes Rheine, die noch im Besitze der Kohlenmarke Nr. 40 sind, können diese bis Donnerstag, den 10. November bei den Kohlenhändlern Exeler, Schlee und Zusse in Eschendorf beliefert erhalten. Vom Montag, den 7. November darf mit der Belieferung der Kohlenmarke Nr. 1 begonnen werden. Die Kohlenhändler und Werkbesitzer haben die gesammelten Kohlenmarken Nr. 40 am Montag, den 7. November gezählt und gebündest im alten Amtsverwaltungsgebäude, Markt 9, abzugeben. Rheine, den 4. November 1921. Der Amtmann jähe Blässe schoß in sein Gesicht und seine Hände krampften sich zusammen, als müsse er sich einen Halt geben. Auch er sah sehr vorteilhaft aus in dem elegant und tadellos sitzendem Frack, der seine imponierende Erscheinung noch schlanker erscheinen ließ. Stumm legte er Fees Hand auf seinen Arm und führte sie zu dem harrenden Wagen. Beide waren nicht fähig, ein Wort zu sprechen, beide waren sich bewußt, einen ernsten, entscheidenden Schritt zu tun. Noch nie hatte Hans Ritter vor einem Wagnis gebangt— in dieser Stunde, überkam ihn ein leises Zagen, ob er auch diesmal sein Schicial meistern würde. Fee war froh, daß er nicht sprach— sie hätte ihm nicht antworten können; es wäre mit ihrer Fassung zu Ende gewesen, hätte sie auch nur ein Work sprechen mussen. Er sah einmal, als 6 im Wagen davonfuhr, wie sie wie im Frost zusammenschauerte. Da kam ein heißes, erbarmendes Mitleid über ihn und er gelobte sich, ihr Glück höher zu stellen als das seine, und allein in ihrem Glück das seine zu suchen. Was in der nächsten Stunde geschah, zing wie ein schwerer Traum an Fees Seele vorüber. Das Bild der elganten Gesellschaft, das sich ihren Blicken bot, als sie die Kirche betrat, verschwamm vor ihren Augen, wie ein wirres Durcheinander. Nur eine kleine Szene löste sich aus dem Chaos ihrer Empfindungen und Eindrücke. Als sie an Hans Ritters Seite zwischen den hintersten Kirchenstühlen, nahe der Eingangspforte, hindurchschritt, sah sie seitewärts im Schatten eines Pfeilers ein von Träuen überströmtes Frauenantlitz. Zwei verarbeitete Frauenhände hoben sich ihr entgegen wie ein stiller Segensgruß und zwei gute, treue Mutteraugen grüßten sie und Hans, während sich die Lippen wie im Gebet bewegten. (Fortsetzung kolgt.) Aus Stadt und Amt Kheille Samstag, den 5. November 1921. Der Unterrichtskursus im Paulushaus " Der zweite Vortrag Ders zweite Vortrag am Mittwochabend reihte sich dem ersten vor acht Tagen ergänzend an. Gewerkschaftssekretär peorg Pelster aus Osnabrück verstand es, das Thema:„Die Gemeinschaftsarbeit der Stände für den Wiederaufbau Deutsch= lands“ erschöpfend zu behandeln. Redner behandelte besonders folgende Fragen: Das deutsche Volk ist durch den verlorenen Pfääserag den ünglücklichen Friedensvertrag in eine äuberst Lage geraten. Wir sind zu gewaltigen Leistungen gezwungen worden und müssen versuchen, unseren Verpflichtungen nachzukommen. Im Vordergrund des allgemeinen InEtäuss Fhseigie Berufsorganisationen, die sich die einzelnen m„, Albeiter, Handwerker. Landwirte Kaufleute, Beamte und ugternehmer geschaffen haben. Jede Organisation sucht für Einse ie. 1# eder eine mögltchst gesicherte Existenz zu schaffen. Lois hei alt Aufgahe und ihr gutes Recht. Notwendig ist aber. Lautsichen diesen Bestrebungen das große Ziel, das Wohl des Frnischen Volkes und der Gemeinschaftsgedanke, nicht untergraben oder beiseite gesetzt wird. Alle Stände müssen Opfer bringen. Der unglückliche Krieg und der Friedensvertrag erheischen dies. Kein Stand hat das Recht, die Opfer von sich auf abzuwälzen. In dieser schweren Zeit noch Reichtümer aufduhaufen, verbietet die Not des Volkes und unsere christliche Gesinnung. Wird der Gedanke des Christentums ausgeschal aus den Bestrebungen der einzelnen Stände, kann kein Gemei schaftsgedanke aufkommen. Möge sich der Gemeinschaftsgeist bald durchsetzen und der Segen christlicher Gesinnung bald offenkundig werden. Anzeichen, wenn auch geringe, sind dafür vorEine rege Aussprache folgte den Ausführungen an der sich eine große Zahl Teilnehmer beteiligten. bende al site in statt am Mittwoch, den 9. Nov, Die deutsiche Peixin auswärtiger Redner wird sprechen über .hailuggteie Geichsverfassung und die rechtliche Stellung der S#rorganisationen.“ Auf die große Bedeutung Volklages braucht wohl nicht besonders hingewiesen werden. neue Teuerungswelle Die Preise klettern immer höher Was wird das Leben demnächst kosten? Tag Ter rag. säbemittelten Bevölkerung hat sich angesichts der von begreitlich Jut; mehr bemerkbar machenden Teuerungswelle eine geristiche aufregung bemächtigt, insbesondere darum mann die dumpfe Empfindung hat, daß die Grenze nach oben hin noch nicht erreicht und kein Ende abzusehen ist. Ganz so schlimm, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, liegen die Dinge nun soch nicht, und wenn auch freilch eine weitere Preissteigerung zu erwarten ist, so. läßt sich doch ungefähr sagen, wo die Greuze zu er#en sein woiab, was immerhin sein. Gutes hat. Gewißheit ist immer besser als Ungewißheit. Der Heuptgrund für die starke Tensxung, sig ehen in dem Rückgang Ddet Markvaluta zu suchen, und i aue Reubestenungen der Grastisten bei diesem niedrigen Marksien Rochenl und Monaten gefähr stellen werden, aten die unentbehrlichsen Lebensmitel un...„Kaffee, der in nur geringen Mengen im Inlande vorhanden ist, oniste in Kürze einen Preis von 50 A für das Pfund erreichen. Seig dgm 20. Oktoher ist der Zol auf Kassee von 1000 Prazent auf 1000 Prozent erhoyt worden, was, neben der ungünstigen Valuta, eine weitere Preiserhöhung bedingt.— Reis wird auf—8 A er hesteigen.— Hülsenfrüchte sind zwar in großen Mengen Pothanden, werden aber leider in so starkem Maße ins Ausland verschoben, zatz sich der Inlandspreis durch die für die Kaufleute vorteilhaften Aurlundrungebote teurer stellen wird.— Margarine, zu deren Herstellung amerikanische und holländische Oele ersorderlich sind, dürfte ".Lalbe nicht unter 24—28 A für das Pfund zu haben sein.— Unsere Kataovorräte sind noch recht groß, sodaß der Kakaopreis- von 24—30 4, der heute gezahlt wird, noch eine Weile aufrecht erhalten werven tann. Der neue Kakao wird dann 30—40 A kosten. Weizeumehl wird sich auf—6 A das Pfund stellen. Zwar produzieren wir auch im Inland Weizenmehl, doch ist dies nicht ergiebig gen.g, sodaß es mit Auslandsmehl gemischt in den Handel gelangt, worin also wiederum der Valutarückgang seine Rolle spielt. Ebenso mussen sich auch alle aus Weizenmehl und Grieß gefertigten Teigwaren, wie Makkaroni und Nudeln verteuern. Eine Warenknappheit in all diesen Artikeln ist jedoch keineswegs vorhanden Von allen Sorten kommt reichlich Ware herein. Der Preis der Oelsardinen wird sich ungefähr verdoppeln.— Inlandsfischkonserven werden reichlich an. aber auch sie unterliegen der Teuerung durch erhöhte Arbeitslöhne und Preissteigerung in Blechen und anderem Verpackungsmaterial.— In Brechbohnen und Schoten hatten wir eine Mißernte zu verzeichnen, sodaß in dieser Art von Gemüsekonserven Knappheit herrscht. In anderen Gemüsekonserven ist genügend Ware zu nicht beträchtlich erhöhten Preisen im aOndek.— Auch die Inlandsweine werden wieder teurer. Von der Weinernte 1921 werden 1000 Liter im Engroshandel mit 30000 A bezahlt. Freilich handelt es sich bei 1921 um Qualitätsweine und nicht um Konsumweine, doch wirkt diese Teuerung auch auf die Weine des Jahrgangs 1920 zurück. Die Befürchtung des Publikums, daß der Zuckerpreis ungeahnte Höhen erreichen wird, ist völlig unbegründet. Da die Reichszuckerstelle ir den Monaten Juli, August und September in ein wenig zu reichlichem Maße zugeteilt hatte, mußte sie im Oktober sparen. Es sollte bei dem Uebergang von der Zwangswirtschaft:um freien Handel auch verhindert werden, daß das Publikum Vorräte hamstert. Darum hat das zeugebildete Syndikat den Zucker zurückgehalten. In Zukunft wird jedermann sein Pfund Zucker zum Preise von 4,40 bis 4,80 M erhalten. Von einer Knappheit lann bei der neuen Ernte keine Rede sein. Erschreckende Zahlen Eine traurige Statistik Welchen gewaltigen Einfluß die Nachkriegszeit auf das Verbrechertum ausgeübt hat, zeigt klar und deutlich die Statistik über Morde, Totschläge und Hinrichtungen in Preußen in den Jahren 1913, 1916, 1917, 1918 und 1919. Danach wurden in ganz Preußen 1913 zusammen 586 männliche und 285 weibliche Personen gewaltsam getötet. In den Kriegsjahren 1916 und 1917 sank diese Zahl erheblich. 1916 wurden nur noch 296 männliche und 191 weibliche Personen, 1917 aber 266 männliche und 223 weibliche Personen durch Mörderhand getötet. 1918 zeigt bereits wieder ein gewaltiges Anwachsen dieser Zahlen mit 415 männlichen und 242 weiblichen Personen. Im Jahre 1919 aber erreicht diese Zahl mit 907 männlichen und 372 weiblichen Personen eine erschreckende Höhe. Dies ungeheuer starke Anwachsen ist in der Hauptsache auf die inneren Unruhen zurückzuführen. Das geht auch schon aus der Art der Tötungen hervor. Während 1913 im ganzen 150 Personen erschossen wurden, kamen 1916 nur 79. 1917 aber 107, 1918 193 und 1919 nicht weniger den 658 auf##le Weise ums Leben. Die Morde an Kindern im ersten Lebensjahte sind nicht gestiegen, sondern etwas zurückgegangen. 1913 kamen noch 193 solcher Norde vor. 1919 aber nur noch 128. Diese Verminderung dürfte hauptsächlich auf die bessere Fürsorge für uneheliche Mütter zurückzuführen sein. Toch muß auf diesem Gebiete noch sehr viel geschehen, denn es vergeht sast keine Schwurgerichtstagung, die sich nicht mit einem Kindesmord, begangen von den eigenen Müttern. zu beschäftigen hätte. Die Zahl der Hinrichtungen betrug in ganz Preußen im Jahre 1913 nur 18. 1916 nur 17. Im Jahre 1917 stieg die Zahl auf 35. Doch waren darunter 23 auf Grund von kriegsgerichtlichen Ver urteilungen. Im Jahre 1920 wurden 20 Personen hineerichtet, davon 17 auf Grund von kriegsgerichtlichen Urteilen. 1017 flieg die Zahl auf 72. Sie wurden sämtlich durch Erschießen auf Grund von standgerichtlichen Urteilen ausgeführt. Unter den lingerichteten Personen befanden sich 5 weibliche, von denen 4 im Jahre 1916 und eine 1917 hingerichtet wurden. Davon entsielen je eine auf die Provinzen Ostpreußen, Brandenburg, Pommern, Westfalen und Rheinland. In Westfalen wurden gewaltsam getötet 1913: 98 männliche und 26 weibliche Personen, 1916: 39 männliche und 10 weibliche, 1117: je 21 männliche und weibliche, 1918: 31 männliche und 14 weibliche und 1919: 68 männliche und 28 weibliche Personen. Hingerichtet wurden 1913: 1, 1916: 2, darunter eine weibliche, 1917: 2 und 1918: 1, 1919 aber gar keine. + Lebhafter Handel aus dem Rheiner Kram= und Viehzmarkt. Der gestrige Kram= und Viehmarkt war gut besucht. Auf dem Viehmarkte war der Verkehr ebenfalls sehr lebhaft, aber der Handel schleppend. Ansgetrieben waren 35 Stück Rindvieh und 1620 Schweine und Ferkel. Bezahlt wurden für tragende Kühe 1. Qualität 4500 bis 6000 Mark, 2. Qualität 3400 bis 1000 Mark, tragende Rinder 1. Qualität 4000 bis 5200 Mark, 2. Qualität 2800 bis 3500 Mark, für ½jährige Faselschweine 910 bis 1000 Mark, ¼jährige 380 bis 410, 6 bis 8 Wochen##te Ferkel 129 bis 180 Mark und für—5 wöchentliche 75 bis 110 K. Der nächste mit Pferdemarkt verbundene Kram= und Viehmarkt findet am Donnerstag, den 24. ds. Mts. statt. ) Rheiner Eisenbahnversonalien. Ernannt wurden zu Lokomotivführern die Reservelokomotivführer Schleuter, Bültel, Twillinz Stanislawski, Luge, Sommermeyer, Banasiwitz, Runge und Lütkemeyer zu Rheine. Franz Eduard Beil's letzte Fahrt. Am gestrigen Freitag. einem regenschweren Herbsttage, wurde Franz Eduard Beil zur letzten Ruhe geleitet. Welch großer Beliebtheit sich der Verstorbene in allen Kreisen der Bürgerschaft ersreute, davon legte das Leichenbegängnis zum Friedhof in Eschendorf ein ehrendes Zeugnis ab. Unter den wehmütigen Klängen der Musik setzte sich der Leichenzug in Bewegung, in dem wir eine große Anzahl von Vereinigungen mit ihren Fahnen, u. a. den Kriegerverein Rheine, die Freiw. Feuerwehr, darunter Abordnungen fremder Wehren, den Gesellenverein, den Turnklub„Westfalia". die Ortsgruppe Rheine des Deutschen Offizierbundes usm bemerkten, sodann die Spitzen der Behörden, die Mitgtieder des Stadtverordnetenkollegiums und endlich ein schier unabsehbares Trauergefolge. Groß war auch die Zahl der Kranzsvenden, die teils den Leichenwagen zierten, teils vorangetragen wurden. Bei seinem letzten Gange am gestrigen Freitag kam die Wertschätzung und Verehrung. die Franz Eduard Beil entgegen gebracht wurde, so recht zum Ausdruck. R. i..! Rheiner Hilfe für Oppau. An Spenden für die Hinterbliebenen der Verunglückten von Orvau gingen serner bei uns ein: Reinertrag vom Herausforderungsringkampf Günther=Normann(aus dem Herr Normann als Sieger hervorging) 52810 Hierzu bisher veröffentlicht 4142,35 M Zusammen 4670.45 A Weitere Spenden werden von der Geschäftsstelle der„Münsterländischen Volkszeitung“ gern entgegengenommen und baldigst erbeten. ** Theaterverbot. Wie uns von der Polizeiverwaltung Rheine mitgeteilt wird, ist die die für morgen abend 8 Uhr im Elversschen Saale angekündigte Aufführung„Die Scheidungs= reise“, der ersten Westf. Overetten= und Schauspielgesellschaft Münster mit Rücksicht auf die Vorstellung des Westf. Städtebundtheaters in Rheine untersagt worden. A Folgende Verkehrsverbesserungen hat der Niedersächsische Verkehrsnerband in Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Handelskammern für den Sommerfahrplan 1922 für die Strecke Löhne—Rheine beantragt: 1. Halten der=Züge 137: Amsterdam=Dresden und 172: Berlin=Amsterdam in Bünde: 2. Einführung der3. Klasse in den=Zügen 171=72 Amsterdam= Berlin und umgekehrt; 3. Früherlegung der Z 521: Osnabrück ab 5,07 nach Löhne um ¼ Stunde: 4. Anschlußherstellung zwischen D 172 von Berlin: Löhne an .42 und 3 528: Löhne ab 131 nach Rheine: 5. Durchführung des Z 816: Löhne ab.12— Osnabrück an .31 bis Kheine und Früherlegung desselben, sodaß er etwa .40 in Rkeine eintrifft oder entsprechende Verlegung des 3 520 jetzt Osnabrück ab 6,23— Rheineau.4 6. Halten je eines=Zuges in Melle und Ibbenbüren. Wenn vorstehenden Anträgon seitens der Eisenbahndirektionen entsprochen wird, so würden wir damit wieder einen großen Schritt tun zu Wiedererreichung der wesentlichen Verkehrsverhältnisse vor dem Kriege. = Der Zentralverband christl. Tertilarbeiter Rheine hält morgen. Sonntag, den 6. ds. Mts., vormittags 11 Uhr im Paulushause eine Mitgliederversommlung. Unter anderem wird ein Referat über die augenblickliche wirtschaftliche Lage erstattet und im Anschluß daren wird dann die nere Lohnb#ewegung besprochen, die von beiden Verbänden eingeleitet worden ist. Auch werden eine ganze Anzahl örtlicher Vorkommnisse besprochen werden. In Anbetracht dieser Tagesordnung kann allen Mitgliedern der Besich der Versammlung nur eindringlich empfohlen werden(S. Inserat.) Punk der Kinderreichen Iheine. Wie uns der Bund mitteilt, ist die Karteffellieferung für denselben sichergestellt. Weitere Anmeldungen nimmt Herr Heinr. Brüning entgegen. Nähere Elnzelheiten werden in der Versammlung am Montag abend bekannt grgeben. folgt werden.— Weitere La nicht zur Verfügung Darum zugegriffen, rüben versorgen will. Den Verkauf hat Herr nommen.(S. Anzeige.) Jungfrauenkongregation St. Autonius Rheine. Am 19. November feiert unsere Kongregation ihr Titularsest mit feierlicher Aufnahme der neuen Mitglieder, die sich bis zum 10. November bei den Bezirksvorsteherinnen gemeldet haben.(Vorname, Geburtsdatum. Straße und Hausnummer nicht vergessen!) Zur Vorbereitung wird der hochw. Herr Willibrord aus dem, 13 Maruuher braitir Triduum predigen, das am Sonntag, den 19. Nu#emder venim und wozu alle Jungfrauen der Gemeinde freundlicht eingeladen sind. Die Predigten sind abends um : Uhr. während morgens in der hl. Messe um 6 Uhr kurze Ansprachen gehalten werden. Nach der feierlichen Aufnahme am Titularfeste wird die Gesangabteilung der Kongregation im Paulushause das Märchenspiel„Hänsel und Gretel“ zur Aufführung bringen, zu dem alle Mitglieder der Kongregation nebst ihren Eltern gleichfalls eingeladen werden. Der Reinertrag ist, für einen guten Zweck bestimmt. Das Stück soll auch für dies Schultinder wiederholt werden. A Theater im Paulushause. Das Legendenspiel„Mariä Opferung" oder„Die Jungfrau vom Stamme Davids“ wird am Sonntag. den 6 November, abends 7,30 Uhr für die Oeffentlichkeit gespielt. Karten sind im Vorverkauf für Sperrsitz und 1. Platz zu haben in der Spielschule. Thiemauer 42 und im Paulushause von 11,30 Uhr bis 12,30 Uhr. Die historischen Kostüme sind aus der Kunstanstalt Ludwig Markwitz=Duisburg. ** Versammlungen und Veranstaltungen in Rheine. Am Samstag: Allgemeine Ortskrankenkasse abends 6 Uhr Ausschußzsitzung bei Hues.— Vom 4. bis 7. Novr. Preieschießen bei Kemper, Unter dem Bogen.— Spostklub Preutzen=Bentlage abends 8 Uhr Versammlung bei Berndien.“. Union-Theater neues Programm.— Alemannia=Lichtspiele-Programmmech= sel.— Turnklub„Westfalia“ abends 8 Uhr Versammlung bei Beesten.— Künstlerkonzert bei Hartmann; Kemper und Vennemann.— Am Sonntag: Turnverein Jahn=Eschendorf von 4 Uhr ab Winter=Saalfest bei Cordesmeyer.— Schützenverein Dutum nachm. 3 Uhr Versammlung bei Prax.— Turnperein Rheine vorm. 11 Uhr Versammlung bei Jörling.— Freiw. Feuerwehr 4. Komp. von 4 Uhr ab Kompagniefest bei Prax.— Abends .30 Uhr Theater im Paulushause.— Künstlerkonzert bei Hartmann, Vennemann und im Restaurant„Himmel“(Kemper.) Der Gortenhanverein Rheine und Umgegend. Die zwei ite Ladung Steckrüben ist einoctroffen. Diejenigen Mitglieder. die beim Verkauf am letzten Donnerstag nicht genügend berücksichtigt sind, haben heute noch Gelegenheit, ihren Bedarf an Steckrüben zu demselben Preise wie Donnerstag eineukaufen— aber die Mitgliedskarte mitnehmen und vorzeigen. Auch Nichtmitglieder können von dieser Ladung Steckrühen erhalten, aber zu etwas höherem Preise. Mitglieder des Gartenbauvereins, die ihre Karte verloren haben oder noch nicht im Besitze einer Mitgliedskarte sind, weil sie erst seit kurzem dem Verein beigetreten sind. mögen sich an den Schriftführer des Vereins, Herrn Lehrer Kolck, Münsterstraße, wenden; dort wird ihnen die Karte verabAlpysiusverein. Keine Bücherausgabe. Die Bücher müssen zwecks Nevision zurückgegeben werden. Sonntag 5 Uhr Versamling.— Montag. 8 Uhr Theaterabteilung. Dienstag 8 Uhr Vertrauensmän Gesellenverein Sonntag, den.=November, morgens 8 Uhr Monatskommunten(Einladungen“sind geschrieben.) abends.30 Uhr Vereinsversammlung mit Vortrag des Herrn Lehrers Kolck:„Die französischen Emigranten weltlichen Standes in Westfalen. Am Vormistag von 11 Uhr an werden die Mitgliederbeiträge entgegengenommen von den Vertrauensmännern Es wird an die Sparkasse erinnert. Ingendverein Basilika. 12 Uhr: Bücherausgabe und Sparkasse. 4 Uhr Unterhaltungsabend im Jugendheim. Montag un Mittwoch 7,30 Uhr Theatervrobe im Paulushause Donnerstag 8 Uhr Stenographier Die Teilnehmer wollen sich bis Donnerstag beim Präses schriftilch oder mündlich melden. Jüngling=Kongregation Basilika. Sonntag 12 Uhr: Vorstandssitzung bei Biegansky. Dienstag 8 Uhr Diskussionsabend. Gottesdienst=Ordnung Pfarrkirche Sonntag, 6. Nov.: 6 Uhr und 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr Sodalenmesse mit Predigt und gemeinschaftl. hl. Kommunion der Iüinglingssodalität und des Gesellenvereins, 9 Uhr Schulmesse mit Predigt, 10 Uhr Hochamt. 11 Uhr hl. Messe mit. Predigt, ½3 Uhr Christenlehre, 6 Uhr Mutergottesbruderschaftt— Montag: 6 Uhr Jahresmesse für Familie Mühlen. 7 Uhr Jahresmesse für Witwe Heinrich Brüning gen. Schöpker. ½8 Uhr Jahresmesse für Witwe Lütkemeier, 8 Uhr Jahresamt, für Ww. Störmann. Basilika Sonntag, den 6. November: ½7 Uhr hl. Messe mit gemeinschaftl. hl. Kommunion der Aloystus=, Canisius=- und Ludgerusschule, sowie des Männerapostolats mit Ansprache, ½8 Uhr hl. Messe mit Predigt. ½9 Uhr Kindermesse, ½10 Uhr Hochamt mit Prerigt, 11 Uhr hl. Messe mit Predigt für den Antoniusverein. 23 Uhr Christenlehre, 6 Uhr Andacht zum Troste der Armen Seelen.— Montag: 6 Uhr Jahresmesse für Alex Cantoner, 7¼ Uhr Jahresmesse für Eheleute Gerhard Middeke, 8 Uhr Jahresamt für Eheleute Rüter. Gymnasialkirche zum hl. Petrus Sonntag, den 6 November:(Missionssonntag). 7 Uhr hl. Messe mit Ansprache. 8 Uhr Schulmesse mit Ansprache und gemeinschaftl hl. Kommunion, 10 Uhr hl. Messe mt Predigt. nachmittags 4 Uhr Versammlung der Mitglieder des dritten Ordens mit Predigt, Prosez und pänstl. Segen, 6 Uhr Missionsandacht. Die Predigten und Kollekten werden von den Missionaren vom gättlichen Wort(Steyl) gehalten.— Montag: 7 Uhr für Frau Theresii Bernzen. 7¾ Uhr für Herm. Kramer. Bönekeskirche.—(Männer=Sodalität) Montag: 6½ Uhr für Bernhard Bätker. Für die evangel. Gemeinden: Kirche in der Altstadt Sonntag, den 6. Rovember:(Reformationsfest). 10 Uhr: sdienst Varbereitung und Feier des hl. Abendmahls, 1112 Uhr: Kindergottesdienst. 12¼ Uhr: Tauen. nachm. 4 Uhr: Jungfravenverein. 5 Uhr:#formationsseier.— Montag: abends Posaunenchor.— Dienstag: abends 8 Uhr Vorbereitung für den Kindergaltosdienst.— Mittwoch: abends 8½4 Uhr Bibelstunde.— Dannerstag. abends 8¼ Isinglingsverein. Kirche in Eschendor# Seyntag, den 6. November:(Reformationsfest). 9 Uhr Gottesdienst anschließend Vorbereitung und Austeilung des hl. Kinvergottesdienst und Taufen fallen aus. 2½ Uhr Jungfrauenverein.— Montag: 11 Uhr Versammlung des Vorstandes des#reienerbandes der Frauenhülfe sowie der Vorstände der einzelnen Vereine.(Hölscher, Hörstelerstraße.— 8 Uhr Frauenverein Rheine=Eschendorf. Vortrag von Fräulein Meinberg Soest(Hölscher=Hörstelerstr..)— Dienztag: 8 Uhr Frauenverein Gellendorf. Vortrag von Frln. Reinberg=Soeft(Waidichsüschen).— Donnerstag: 8 Uhr Jünglings= verein.(Lichtbilderabend.) Sonntagsdienst: Aerttedienst: Dr. Klockenorink Marktplatz. Anathekendienst: Adlerapotheke(Ostermann), Emostraße. Hebammendienst: Frau Greiwe, Gellendorferstr.— Frau Theismann, Marktstraße. Ktrreg Erturg„chen WeneZeitulgg samllemer Soubolatt in der Vaterstadt. 1* Von Ludwig Bäte Das sind die alten Gassen, Das sind die alten Menschen nicht. Mich saßt ein jäh Erblassen Vor manchem fremden Angesicht. Ich gehe tief erschrocken Durch Straßen voller Lärm und Braus, Und meine Pulse stocken Vor einem Haus. Im Sturm die Rüstern treiben, Hier war ich einmal Kind. Doch all die bunten Scheiben Sind lange blind. Da plötzlich dringt ganz leise Ein Geigenton von serne vor, Und eine alte Weise Schlingt lächelnd sich um Tür und Tor. Die Peitsche. Erzählung von Hans Gäsgen. Als letzte der Gäste, die Frau k. geladen hatte, erschienen zwei Herren, welche die Gastgeberin als Professor W. und Dr. P. vorstellte. W. wär ein. älterer Herr, dessen Gesicht die typischen Züge des geistigen Meuschen zeigte. P. mochte etwa 25 Jahre zählen; er war Privatdozent an derselben Universität, an welcher W. eine ordentliche Prefessur bekleidete. Einer der Anwesenden schlug vor, jeder möge eine besonders bemerkenswertes Erlebnis erzählen. " Es fügte sich, daß Professor W. gebeten wurde, zu beginnen. „Ich weiß nicht", begann der alte Herr,„ob die Geschichte, die ich Ihnen auf Ihren Wunsch hin erzählen will, wert ist, weiteren Kreisen bekannt zu werden. Immerhin glaube ich, daß sie den oder jenen anregen, wird, über die Seltsamkeit manches Geeschehens dieser Erde ein wenig nachzudenken. Es mögen etwa 12 Jahre her sein, da kam ich auf einer Wanderung in ein kleines Städtchen das einen recht behaglichen Eindruck machte und' in dessen Gassen die Sonne hell und freundlich lag. Meinen Rucksack hatte ich in einem bescheidenen Gasthof abelegt. Die Stunde vor dem Abendbrot. nutzte ich zu einem, Gang durch die altertümlichen Straßen.„ Mit einem Male streifte mein Hut eine Schnur, die von eine### großen, breitästigen Kastanje niederhing. Als ich näher zusah, erkannte ich, daß es eine Fuhrmannspeitsche war, die am Zweig des Baumes hing. Der Mann mochte, so schoß es mir durch den Kopf, auf seinem Sitze eingenickt sein, und als er unter dem Baume vorüberfuhr, nicht gemerkt haben, daß die Schnur der Peitsche sich im Geäst verfing. So war er um sein Eigentum gekommen. Zuerst dachte ich daran, die Peitsche herunterzuholen und sie in einem der benachbarten Häuser abzugeben, wo der Fuhrmann, sich seiner Fahrt entsinnend, wohl zuerst nach seinem Eigentum fragen würde. Irgend-etwas, dessen ich mich heute nicht mehr erinnere, ließ mich aber weitergehen, und die Peitsche sentschwand bald meinem Gedächtnis. Ein paar Monate später führte mich eine berufliche Reise wieder in das Städtchen. Es regnete-stark, als ich kaum den Gasthof betreten hatte. Ein wenig gelangweilt, griff ich zu dem Lokalblatte, das in der kleinen Stadt erschien und dessen neueste Nummer auf dem Wirtstische lng. Zufällig fiel mein Blick auf die Spalte, in welcher die selteuen Prozesse, die sich vor den Schranken des kleinstädtischen Amtsgerichts abspielten, in breiter Ausführlichkeit behandelt wurden. Da fesselte mich mit einem Male ein seltsamer Fall, von dem in dieser Rubrik geschrieben stand. Von einem Jungen war dä die Redé, der dem Fuhrmann V. eine Peitsche gestohlen und diese Tat hartnäckig geleugnet habe. Das Gericht habe den Dieb aber für überführt gehalten und ihn daher zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Bei der Strafzumessung habe der Umstand, daß der Täter erst 13 Jahre alt sei, berücksichtigt werden müssen. Jäh schoß es mir durch den Kopf, daß zwischen der Peitsche, die ich vor wenigen Monaten in der Kastanie hängen sah, und dieser Gerichtsverhandlung ein Zusammenhang bestehe. Ich ließ mir den Wirt kommen, fragte nach der Wohnung des Amtsrichters, und machte mich auf den Weg, obwohl der Regen immer noch in Strömen vom Himmel kam. „Daß das Gesicht des Herrn, els ich zu so später Stunde bei ihm vorsprach, sehr erstaunt war, können Sie sich denken. Er fragte nach meinem Begehr. Ich sagte ihm ruhig und bestimmt, daß in der gestrigen Verhandlung des hiesigen Amtsgerichts ein Mensch zu Unrecht verurteilt worden sei. Wie ich zu meiner Behauptung käme, wollte der Richter wissen. Ich erzählte ihm darauf, wie ich vor einigen Monaten die Peitsche an der Kastanie gefunden habe. Gewiß habe der Junge, den man gestern wegen Diebstahls dieser Peitsche zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt habe, diese nach mir gefunden. Der Richter bestätigte, daß der Beschuldigte die Sache in genau derselben Weise wie ich erzählt habe. Nur, um die Peitsche auf dem Fundbureau abzugeben, habe er, wie er bei der Verhandlung immer wieder unter Tränen versicherte, diese vom Baume abgenommen. Der Fuhrmann dagegen habe fest behauptet, die Peitsche sei ihm, während er in einem Hause beschäftigt war, vom Wagen gestohlen worden. Er habe sie bald danach bei dem Jungen gefunden und auf eine gerichtliche Austragung der Angelegenheit bestanden. Nach Lage der Dinge habe man dem Fuhrmann mehr Glauben schenken mssen als dem Jungen. Wäre ich dagegen bereit, meine ihm soeben abgegebenen Erklärungen zu beschwören, so müsse eine neue Verhandlung angesetzt werden, die ohne Zweifel mit einem Freispruch des Beschuldigten enden werde. Selbstverständlich erklärte ich mich zu dem Schwur bereit. Bald danach fand eine neue Verhandlung statt, die mit der Rechtfertigung des zu Unrecht Beschuldigten ihren Abschluß fand. Den Jungen aber, ein Waisenkind, gewann ich, als ich ihn näher kennen lernte, von Tag zu Tag lieber. Ich ließ ihn eine höhere Schule besuchen. Später bezog er die Universität. Ihnen allen meine Damen und Herren“, so schloß Professor W. seine Erzählung,„ist der damalige Junge wohlbekannt; es ist Herr Dr.., mit dem ich vorhin diese gastliche Stätte betreten durfte. große Hut. Von E. Mehlburger Ic kenne Herren, die beiden vor einigen Jahren auftretenden Gerüchten die Mammuthüte sollten ganz und gar verschwinden, ziemlich erleichtert aufatmeten und mit neuer Lbensfreude in die Zukunft blickten. Sie haben sich geirrt. Gegenwärtig sind wieder große Hüle modern. Die Dame ist abhängig von der Mode und wenn diese ihr vorschreibt, ein Hütchen aufzusetzen, was in der Straßenbahn hier Plätze beansprucht, so müssen die darumsitzenden Herren eben sehen, wie sie durch Akrobatenkunststücke sich damit abfinden. Ihre eigene Schuld, wenn sie in der Jugend ##chlecht turnen gelernt haben. * Se großen Hüte mit dem noch größeren Behang haben doch einen necht eigenartigen Reiz. Man sitzt in der Straßenbahn und liestarglos seine Zeitung. Plötzlich beginnt die Attacke. Ein stolzer Federbusch kitzelt einem den Nacken. Eine dem Propeller ähnliche Konstruktion aus Samt und Seide schlägt einem um die Ohren, bald rechts bald links. Ein Dreikant berührt einem unliebsam an die Nase. Gestern fragte ich eine Dame, was sie sich eigentlich dabei denke.„Meistens gar nichts“, antwortete sie.„Aber da Sie schon fragen, fällt mir ein: Wenn die Herren sich so etwas geduldig gefallen lassen, können die Damen annehmen, daß sie hübsch sind. Werden die Männer dagegen ungeduldig oder gar kribbelig, dann hat die Schulrige in der Regel Veranlassung, anzunehmen, daß — na, wie soll ich sagen?...“—„Daß die alles ausgleichende Natur“ sprang ich ein,„sie mit etwas strengeren Zügen gesegnet hat.“—„Ja, das wollte ich sagen,“ er widerte sie. Ich muß einmal aufpassen, dachte ich mir dabei, ob sich das in der Prars an Beispielen bewährt. Wirklich, ich habe heute morgen wieder im Straßengedränge des öfteren bemerkt, wie die sor genannten Herren der Schöpfung eiligst die Flucht ergriffen, wenn ihnen der Kopsputz einer minder anmutigen Dame zu nahe kam, dagegen stürzten sie sich auf die Feder= und Reiherbüschel der ausgesprochenen Schönen, wie die Motte auf die Lampe und setzten sich opferwillig dem Angrif## aus. Uebrigens sind auch jene glänzend zu widerlegen, die über den Platz nörgel, den der große Hut im Weltraum einnimmt. Diese Leute wollen wirklich bloß quengeln. Wem wird es jetzt einfallen, zu klagen, wenn z. B. eine Spreewälderin durch die Berliner Straßen schreitet, einen Hut auf dem Kopf, der aus einem Tafeltuch für 24 Personen montiert ist. Rimmt die etwa keinen Platz ein? Eine Tante von von mir, eine sehr würdige Dame in gereiften Jahren, mokierte sich neulich über die neuen Hüte und lobte ihren bescheidenen Kapotthut mit einem bißchen Seidenband und einem kleinen Miumensträußchen.„Damit kommen wir unseren Mitmenschen doch wenigstens nicht zu nahe. Ich verstehe die Rücksichtslosigkeit der heutigen Jugend nicht.“ Warte! dachte ich, sagte aber nichts, sondern holte ein altes Familienalbum herbei nud blätterte darin, bald hatte ich gefunden, was ich suchte. Meine Tante in der Krinoline. Ich rückte ihr das Bild hin. Hier„sieh mal Tante, was du früher gemacht hast. Was haben den damals die Leute gesagt, wenn ihr die halbe Straßenbreite versperrtet, so daß die anderen nicht einmal mehr wußten, wo sie mit den Beinen hinsollten? War das nicht viel schlimmer als heute das bißchen Wegversperrung in Kopfhöhe?“ Sie rümpfte die Nase und rückte sich zurecht.„Solchen Unsinn kann auch nur ein Mann sprechen! Gott, die Krinoline! Die Straßen waren überhaupt lange nicht so breit wie heute, aber die Männer— siehst Du, da habe ich Dich— die waren eben bisticher. Mir hat nie einer auf die Krinoline getreten. Sie wußten eben, was sich gehört und hatten ein Vergnügen, uns rechtzeitig auszuwelchen.".. Daraus ziehe der Leser gefälligst selbst den Schluß. Ich werde mich schön hüten, s ist nämlich meine Erbtante.. Aphorismen. Von Josef Stollreiter Die dümmsten Sorgen sind Vorschußsorgen. Kein Weg führt an uns selbst vorbei ins Licht— wir müssen immer durch uns hindurch. + Umstürzen können beweist noch keine Aufbaufähigkeit. * Bei der Mehrzahl der Menschen ist nichts so ausgebildet— als die Einbildung. * Mancher sucht sein Leben lang sich selbst— und findet immer andere in seiner Seele. * Sieh dich vor, daß deine Umwelt nicht deine Innenwelt wird. * Das Ich muß sterben bei der Geburt der Liebe. Daran sollen wir denken:„Ueber ein Kleines ist alles vorbei.“ Das gibt uns ein Lächeln gegenüber dem Schicksal und gibt uns den Willen, das Glück zu schaffen, so lange es Tag ist. Erinnerungen sind wie Photographien von uns, die vor Jahren gefertigt wurden. Man sieht sie wieder an und merkt, wie alt man geworden ist. der alten, seinen nach Inkrafttreten der neuen Steuersätze Preisnotierungen leider unvermeidlich F72 4 Orot, 5Ogrün, GOorunge 80geld 40 50 60 80Pfast Cavauier CO Pf. Cabinet M. 125 Pf. d. St Die Preiserhöhung ist so niedrig bemessen, daß sie nur einen Teil unserer Siewerden durch einen wirklichen Genusßfürden * * a Nachtlied. Friedrich Hebbei Quellende, schwellende Nacht, voll von Lichtern und Sternen: In den ewigen Fernen, sage, was ist da erwacht! Herz in der Brust wird beengt, steigendes, neigendes Leben, riesenhaft fühle ichs weben, welches das meine verdrängt. Schlaf, da nahst du dich leis, wie dem Kinde die Amme, und um die dürftige Flamme ziehst du den schützenden Kreis Dante. Zur Dantefeier in Rheine am 16. Nov. 1921. Von Studienassessor Anton Aulke Am 14. September 1921 waren es 600 Jahre, daß Italiens größter Dichter und einer der Koryphäen der Weltliteratur heimning in ein Jenseits, daß er wie kein anderer vor oder nach ihm wereits in diesem Leben in großartigen Bildern der Phantasie geschaut und gestaltet hatte. Dante gehört zu den wenigen ganz Großen im Reiche der Dichtkunst, und wenn sich uns beim Klange des Namens Homer eine heitere hellenische Landschaft auftut, sanft beleuchtet vom Frührot der Geschichte und bevölkert mit daseinsFreudigen, göttlich schönen Menschen und vermenschlichten Göttern wenn Shakespeare mit dem nordischen Tiessinn seiner Rede und reinem sast dämonischen Tiefblick in die geheimsten Kammern des menschlichen Herzens uns immer aufs neue überwältigt, wenn Goethe vor uns steht als Künder edelster Humanität und als Sänger zartester lyrischer Urlaute, tief aus dem Unbewußten schöpfend, dann erfüllt uns das Werk Dantes mit ehrfurchtsvollem Schauder vor jenem kühnen Abenteurer im Reiche des Geistes, der es gewagt, die finsteren Pforten des Todes zu sprengen und den Stab des Dichter=Sehers über die Grenzen des irdischen Daseins hinauszusetzen. Von Dantes Leben ist uns an sicheren Daten nur verhältnismäßig wenig bekannt, und auch dies Wenige muß z. T. noch aus Stellen seiner Dichtungen mühsam erschlossen werden. Der Dichter der„göttlichen Komödie“ wurde zwischen dem 18. Mai und dem 17. Juni(der genaue Tag seiner Geburt ist unbekannt) des Jahres 1265 zu Florenz geboren. Tort zeigt man heute noch ein Dantehaus, das als Dantemuseum eingerichtet ist und als italienisches Nationaldenkmal gilt. Daß der Dichter wirklich in diesem Hause geboren wurde, ist allerdings nicht mehr zu erweisen. Die Florenzer Guelfenfamilie der Alighieri, der Dante(Abkürzung aus Durante) entstammte, besaß wahrscheinlich den Adel, Doch gehörte sie nicht zu dem alten Adel, der seinen Ursprung aus altrömischen Familien ableitete, auch nicht zu dem karolingischem Amts= oder Lehnsadel oder zu dem städtischen Geldadel. Vielmehr gründete sich der Adel der Alighieri wohl auf den Ritterschlag, den Dantes Ahnherr Cacciaguida von Kaiser Konrad 3.(1138—1152) gelegentlich des 2. Kreuzzuges 1147 bis 49), an dem er teilnahm erhielt. Dieser Cacciaguida heiratete eine Aldighiera aus altem, in der Lombardei begüterten, germanischen Geschlecht, das zweifellos deutschen Ursprungs war. Der Name Alighieri oder Aldighiera ist die italienische Form des deutschen Namens Aldiger. Mit Stolz dürfen wir also feststellen, daß in Dantes Adern ein erheblicher Schuß deutschen Blutes gekreist hat. Von jener Ahnfrau des Dichters nahm das Geschlecht desselben den Namen Alighieri an. Dantes Mutter Bella starb früh, und auch sein Vater verschied wohl schon während der Jugendzeit des Dichters, etwa zwischen 1270—1280. Dantes Familie war sehr begütert, daher ist anzunehmen, daß der Knabe eine gute, standesgemäße Erziehung genossen hat. Darüber hinaus aber hat er sich, wie seine Werke beweisen, das gesamte Wissen seiner Zeit angeeignet. Ob er irgend eine gelehrte Schule besucht oder im Verkehr mit bedeutenden Männern seine wissenschaftliche Bildung erworben, oder ob er in der Hauptsache Autodidakt gewesen, wie manche Danteforscher glauben, darüber wissen wir nichts sicheres. Besonders leidenschaftlich war er, dein Studium der römischen Geschichte und Literatur ergeben. Nicht umsonst ist in seiner göttlichen Komödie ein Vergil sein Begleiter durch Hölle und Fegfeuer. Neben seiner Muttersprache und dem Lateinischen beherrschte Dante das Provenzalische und Altfranzösische, und außer seinen tiefgründigen theologischen und philosophischen Kenntnissen war er, wie aus seinen Werken hernorgeht, stark interessiert für Medizin, Astronomie, Architektur, Malerei und Zeichenkunst, Musik und Gesang. Als Knabe von nicht neun Jahren hatte Dante ein Erlebnis, das für sein Leben und Dichten von größter Bedeutung werden sollte. Er begegnete bei einem Feste einem achtjährigen Floren“ tinermädchen von einer solchen geistigen und körperlichen Holdseligkeit, daß er ihr Bild in innigster Liebe in sein Herz schloß und er fortan als sein Heiligtum betrachtete, das zu feiern er nicht müde ward. Die Liebe zu seiner Beatrice, wie er sie nannte, begleitete ihn durch sein ganzes Leben, und die Reinheit derselben gab keinem irdischen Wunsche Raum. Erst nach 9 Jahren erhielt Dante den ersten öffentlichen Gruß, das erste Zeichen der Beachtung von seiner Beatrice, und zu einer Ehe hat das Verhältnis nie geführt. Die Angebetete starb schon im Jahre 1290 und ihr Tod erschütterte den Dichter derartig, daß er einerseits Trost in philosophischen Studien, anderseits wenigstens zeitweise- in einem ausschweifenden Leben Vergessen suchte. Dante feiert Beatrice schon in seiner„Vita nnova“, und in seiner„Göttlichen Komödie" erscheint sie in höchster Verklärung. Sie ist seine Führerin durch das Paradies. Dantes Liebe zu Beatrice ist die höchste Vollendung des mittelalterlichen Frauendienstes, wie er sich bei den Minnesängern findet; er ist von ihm ins rein Religiöse gesteigert worden. Als sein Antipode könnte der deutsche Minnesänger Ulrich v. Lichtenstein gelten. bei dem der Frauendienst ins Alberne und Widerliche umschlägt.— Wer Dantes Beatrice gewesen ist, wissen wir ncht. Daß sie mit der Tochter des Folco Portinari, der ein Nachbar des Danteschen Hauses war. identisch sei, wird von den meisten Danteforschern heute bestritten. Dante heiratete zwischen den Jahren 1291 und 96 eine gewisse Donna Gemma aus dem reichen und altadligen Geschlecht der Donati. Dieser Ehe entsprossen mindestens 4 Kinder, 2 Söhne und 2 * F# dcen, und wir haben keinen Bruno, das nüte Verhältnis zwischen en beiden Ehegatten anzuzweiseln. Auffallend könnie es allerdings heinen, daß der Dichter diese Frau Gemma in seinen Werken niemols erwähnt— aber das isegt in den Gewohnheiten des Minnesängerzeitalters begründet. Die Ehe, als gesetzliches Institut, wurde von den Tichterr jener Zeif völlig ignoriert— man besang aus der Ferne in schwärmerischer und meist platonischer Verehrung irgend eine Beliebte, ob Frau oder Müdchen, war einerlei: niemals aber die eigene Frau, der man gleichwohl in herzlicher Liebe zugetan sein konnte. Trotz seiner vorwiegend auf das Geistige gerichteten Natur war Dante dennoch, wie es ja vor einem Ebelmann jener kampferfüllten Zeiten nicht unders erwartet werden kann, auch in allen körperlichen und kriegerischen Uebungen wohl erfahren und stellte auch auf dem Schlachtfelde seinen Mann. So nahm er 1289 an der Schlacht von Cempeldino ieil, in der die damals meist guelfisch gesinnten Flocentiner das gibellinische Areppo und die mit jener Stadt verbüneeten verhannten Gibellinen aus Florenz aufs Haupt schlugen. Feura## machte er den Feldzug gegen die Pisaner und die Eroberung ihrer Burg Caprona mit. Aber nicht nur mit der Wasse des Soldaten hat Dante in die Kämpfe seiner wild bewegten Zeit eingegriffen, auch auf dem Schlachtfelde der Politik hat er in hervorragender Weise mitgefochten, und damik kommen wir zu jener Tätigkeit des Dichters, aus # der ihm schließlich das herbste Leid erwuchs: seine Verbannung aus der geliebten Vaterstadt. Der große Kampf zwischen den Fürstengeschlechtern der Hohenstausen und der Welsen um die Herrschaft in Deutschland hatte sich auch nach Italien übertragen, wie das bei der während des Mittelalters verh iltnismäßig engen Verbindung dieses Landes mit Deutschland natürlich war. Fast in jedem der unzähligen Kleinstaaten und Stadtstaaten des nochtnicht geeinten Iialien gab es damals eine Partei der Guelfen(d. i. Wellen) und eine der Gibellinen(d. i. Waiblinger oder Hehenstaufen), die sich zeitweise auf das blutigste besehdeten. Auch in Florenz tobte der Kampf zwischen diesen beiden Parteien nrährend des ganzen 13. Jahrhunderts bis es schließli h dem Kardinilicgaten Latino dei Franzipani 1279 gelang. Frieden zu stiften. Aber der jahrzehntelange Streit hatte für die Verfassung der Stadt ein: tewerkenswerte Folge gehabt. Während die adeligen samilien der Studt sich in den Parteikämpfen zerfleischten, hatte sich fast unbemerkt das Bürgertum der Regierung bemächtigt, und Florenz gelangte unter die Herrschaft der Demokratie. Ja, es kam so weit, daß dir hrher: Staatslaufbahn dem Adel überhaupt verschlossen wurde. So mußle denn Dante, der ja, wie oben bemerkt, dem Adel angehörte, sich ers in die bürgerliche Zunft der Aerzte und Apotheker einschreiben lassen, als er in die Verwaltung der Stadt eintreten wollte. Die rolitische Tätigkeit Dantes beginnt um 1295, und die Zeit seiner Teilnahme am Regiment der Stadt war für Florenz eine Periode glanzvollen Aufblühens. Aber schon im Jahre 1300 entbrennt in der Stadt wieder der Kampf der Parteien, und nun nabt für Dante das Verhäugnis. " Von der Nachbarstadt Pistoja her wird ein Familienstreit nach Florenz getragen. Die Parteien nennen sich„die Weißen" und„die Schwarzen“, diese geführt von der Familie der Donati, jene von der Familie der Cerchi. In kürzester Frist haben sich„die Weißen“ mit der Partei der Gibellinen,„die Schwarzen“ mit der der Guelsen identisiziert. Taute schloß sich trotz der guelfischen Tradition seiner Familie und trotzdem er eine Donati zur Frau hatte, den Glbellinen an, ozun er war ein begeisterter Verfechter eines macht= und glanzvollen Kaisertums. Als sich nun„die Weißen“ mit den Städtent Pisa und mrepos ve Bonifaz., einen#lörte Dieser mischte sich, inf der zu gewinnen, nicht ungern nach einigen vergeblichen von Valois, den Binder des Schönen, zum Krmppfe gegen,# die Weißen die Wassen strecker 1301 in Florenz ein, ließ die., Tißen, darunter auch das D Haus Dankes, rlündern und übersc den Guelfen die Regierung der 1 Heinrich im Jahre 1310 Raturtich nichts Eitigeres zu tun, als die Fuhe1 Danie in einem Arcen,eeldt S Stchier auch das Stadt. Diese hatten natürlich nichts Eiligeres zu tun, als die Füh Dante in einem Briefe heftig drohend sei rer der Gibelüinen in Anklagezustand zu versetzen und mit den bär= werfung auf. Aber Heinrich 7. starb schon 1313, bevol testen Strafen zu belegen. Das traf auch Dante; denn er hatte sa oberung Italiens vollenden konnte, und mit ihm wurden auch alle an den oplitischen Ereignissen der letzten Zeit den stärksten Anteil Hoffnungen Dantes für immer zu Grabe getragen. genommen. Im Semmer 1300 hatte er das Priorat, die höchste] Auch das fernere Leben Dantes, etwa von 1311—1316 ist für Stelle in der Regierung, bekleidet, und auch im Jahre 1301 halte er uns in tiefes Dunkel gehüllt. Wir wissen nur, daß er in diese: noch einen entscheidenden Einfluß auf die Geschicke des Staates aus Zeit in der Romagna, in Toskana und der Lombardei ein unstätes geübt. So wurde er denn, nachdem er sich durch die Flucht seinen! Wanderleben geführt hat und daß er oft der bitteren Not ins Häschern entzogen hatte, im Frühjahr 1302 zum Ersatz aller Schäden* Antlitz sehen mußte. In Lucca scheint dem 50jährigen Dichter in zu einer Geldbuße von 5000 Goldgulden, im Falle der Nichtzahlung s dem Verhältnis zu einer gewissen Gentucca ein letzter Liebesfrühzur Einziehung aller seiner Güter und zu einer Verbannung von 2; ling erblüht zu sein, daß wir sonst über sein Leben in dieser PeIhren verurteilt. Kurz drauf verschärfte man die Strafe durch das riode so gar nichts Bestimmtes wissen, ist um so beklagenswerter, der lebenslänglichen Verbannung. Für den Fall einer Rück=; da er damals den Entwurf und die Ausköhl Urteil kehr auf florentinisches Gebiet wurde ihm sogar der Feuertod angedroht. Die Verbrechen, deren man ihn beschuldigte, sind so zahlreich, daß ich sie hier nicht alle aufzählen kann. Betrug Fälschung, Erpressung, Bestechlichkeit sind nur einige von ihnen. Ob alle diese Anschuldigungen lediglich Auswüchse parteipolitischer Verleumdung und blinder Rache gewesen sind, oder ob Dante vielleicht roch irgeudwie Anlaß zu ihnen gegeben hat, läßt sich heute nicht mehr entscheiden. Man möchte ihn um seiner dichterischen Geoßiat willen ja gerne von aller Schuld freisprechen, aber anderseits muß doch, um mit einem neueren Daniebiographen zu reden„die nüchtern urteilende Vernunft sich sogen, daß jemand ein dichterisches Gen':, ja auch ein edler Charakter und doch in schwachen Stunden ein kleiner Mensch sein kann.“ Nun keginnt der traurigste Alschnitt in Dantes Leben. Heim tlos irrt er von Stadt, von Tür zu Tür, um endlich in fremder Erde seinen wandermüden Leib zur ewigen Ruhe zu betten. Ergreifend führt Dante in all seinen in dieser Periode entstancenen Werken Klagen über sein Schicksal. Um den Schmerz und das Unglück des Dichters in seiner ganzen Bitterkeit zu würdigen, muß man bedenken, daß Verbannung damals eine viel härtere Strafe war als heute. Denn viel inniger als heutt rar der Mensch damals mit dem Boden der Heimat verwachsen, und nicht umsonst prägte das Mittelalter dem Worte„Ausland-elilente“ den Begriff jenes namenlosen Schmerzes auf, den wir heute mit dem Worte„Elend“, das aus„elilente“ entstand, verbinden. Seine erste Zuflucht fand Dante in Verona am Hofe des Fürstenhauses der Sealigeri, dessen er in seiner„Göttlichen Komödie“ dankbar gedenkt. Von 1304—1306 weilte er in Bologna und wohl auch in Padua, wo er eifrig studierte, und gegen Ende des Jahres 1300 war er Gast der Markgrafen von Malaspini und Lunigiana. Wo Dante sich von 1306—1309 ausgehalten, ist unbekannt. Bielleicht fällt in diese Zeit ein von den neueren Danteferschern sehr wahrscheinlich gemachter Aufenthalt des Dichters in Paris, wo er studiert und zugleich sich als Lehrer betätigt haben soll. Manche Forscher nehmen sogar an, daß Dante in jenem Jahre auch in Köln, in den Niederlanden und sogar in England gewesen sei. ie Ausführung seines Hauptwerkes, der„Göttlichen Komödie“, begann. Nach 1316 fand Danie endlich in Ravenna am Hofe des Fürsten Guido Novello da Polentu ein letztes Asyl. Lehrtätigkeit in der italienischen Poesie und eigenes dichterisches Schaffen füllte diese letzten Jahres des Dichters Nachdem er sich im Sommer 1321 auf einer Gesandtschaftsreise nach Venedig ein heftiges Fieber geholt, starb er am Fesie Kreuzerhöhung, am 14. September 1321 zu Ravenna, kurz nach der Vollendung seiner Göttlichen Komödie. Er wurde in der Minoritenkirche San Pier Maggiore unter starker Beteiligung der Stadt feierlichst beigesetzt. Ein Bild von der äußeren Erscheinung Dantes gibt uns der bekannte italienische Novellist Boccaccio in seiner Biographie des Dichters. Nach ihm war Dante„von mittlerer Größe u. ging im vorgerückten Alter etwasgebückt. Sein Gang war ernst und gelassen, er war sehr anständig gekleidet, immer so, wie seinem jeweiligen Alter ziemte. Er hatte ein längliches Gesicht, ein Adlernase, die Augen eher groß als klein, ein großes Kinn, die Unterlippe etwas vorstehend, braune Gesichtsfarbe, Bart und Haar dicht, schwarz und kraus, sein Aussehen war immer melancholisch und nachdenkend.“ Darüber hinaus aber ist dem Antlitz Tantes, wenn wir die uns überkommenen Bildnisse des Dichters betrachten, ein herber Zug grenzenloser Vereinsamung eingegraben, ein Ausdruck von Bitterkeit und Menschenverachtung, der einerseits wohl in den taurigen Lebensschicksalen Dantes seinen Grund hat, anderseits aber auch aus seiner überragenden Geistesgröße sich erklärt. Der Genins ist immer einsam, zur Firnhöhe seiner Gedanken reicht keiner seiner Zeitgenossen, und so muß er das alltägliche Behagen der Herdenmenschen, des im Austausch ihrer Meinungen liegt, entbehren. Was Lilieneron von einer Vision des Philosophen-vor Sanssouei sagt, gilt auch für Dante: „Ich sah an deinem Munde den herben Zug von Stolz und Spott aus deiner Sterbestunde. Denselben Zug, der streng und hart verrät die Adelsgeister. der aus der Totenmaske starrt bei jedem großen Meister. (Ein Aufsatz über Dantes Werke wird folgen). -Die altbewährte Bimmsteinseite rercheuP 700 Hik. uus Blac Für Wiederverkäufer ist Luhns Abrador-Seife auch bei den bekannten Großisten erhältlich Gebührenordnung der Bezirksschornsteinseger im Kreise Steinfurt. Gemäß§ 77 der Reichsgewerbeordnung werden süe den Umfang des Kreises Steinfurt Gebühren der Bezickeschorntsteinseger für das Reinigen der Schornseine einschl. der Rauchfänge unter Aushebung der Gedührenordnung vom 3 Mai 1920(Kreioblatt No. 58) wie folgt festgesetzt: e) in geschlossenen Ortschaften: Für das Reinigen eines besteigbaren Schornsteins pro lid. in 45 Pfg, urcht unter 3 60 Mk. Für das Neinigen eines russischen Schornsteins pco lid. m 35 Psg. nicht unter 2 80 Mh. b) auf dem pletten Lande: Für das Reinigen eines besteigbaren Schorn= steins peo lsd. m 50 Pfg., nicht unter.00 Mk Für das Reinigen einesrussischen Schornsteins pro 1sd. m 40 Pfg. nicht unter.30 Mh. Bei Schornsteinen für Zentralheizungen, Bäckereien, Breimereien, Brauereien und ähnlichen Venrseben wird auf die unter No. 1 genannten Sätze ein Zuschlag von 25 Proz erhoben. 3. Die Höhe der Schornsteine wird gemessen von der Sohle bis zur oberen Kame desselben. Angefangene Meter werden voll gerechnet, 4. Der Schornsteinseger ist verpflichtet, sämtlichen deim Schornsteinceinigen sich ergebenden Nuß aus dem Schornstein zu entfernen. Zu diesem Zwech haden die Hausbewohner ein seuersicheres Gesäß von entsprechender Größe zur Aufnahme des Rußes bereit zu halten. Ee wirk besonders darauf hingewiesen, daß die Zugänge zu den Schornsteinen auf keinen Fall durch Vorstellen von Hausgerdten oder Lagern von Haushaliungsvorrätenerrt werden dürfen. Die dewrelsenden Räumein aufzuschließen, daß die Airbeit nicht an Wird die. Fortschaffung der. I# ner Fef oder eine undere mit dem Hause in Verbindung nehende Steilz=verlungt, so hann hierfür eine Gebühr von 90 Pse. für jeden Schornstein erhoben werden. 5. Für dar Ausdrennen eines Schornsteines sind für jedes ld. Meter 2 Marn zu zahlen Das ersorderliche Brennmatertal hat der Hauseigentümer zu stellen oder zu vergtien 6 Fürdas Reinigen eines geschlossenen(mit einer unteren seuersicheren Abdechung versehenen) Rauchfanges sind.60 und eine unten offenen Nauchsanges 1,00 Mn. zu zahlen. 7. Für einen von der Kundschaft verschuldeten oder gesordenen vernehlichen Weg hann der Bezirkeschornsteinseger außer der Reinigungsgebühr an Wegegeid und Zeitverlust eine Entschädigung in Höh des üblichen Stundenlohnes deanspruchen. Dasselde git dei Schornsteinreinigungen auf desondere Beiteilung 6. Für bas Reinigen auf Sesiellung zur Nacht 2rk. d. h. von 3 Uhr ubende bis: Uhr morgens, Lued bie goppelten Gebühren, außeslei die rntee 7 anigeführten Wegsgeider 2a cmrichten. L. Die Gebühren#ind, min uisnahme de in Te. 7 ausgelüheren Gedühren und Ieschläge, weiche dem Besteiler zur Last fallen, von den. Hausrigen= erhaltlich bei Amer zu zahien, der dem Deztheschornsninseger 1 Th. Nienkemner, Piertät Beer Markt-Dr. 1 0 Die Peeis zuie bas Reinigen der nicht demn h Ke- Drogerte Acheumange unterssellien Zeueungeariggen Hampe## schornsteine, Kochberde, Wasch= oder Biedheisel. 123# nebst Nohren, Zentralheizung, Räucherkammern und dergleichen) unterliegt der freien Vereinbarung. 11. Dem Bezirksschornsteinfeger ist für die Teilnahme an der Feuerschau eine tägliche Vergütung von 50 Mk. aus der Amts= oder Gemeindehasse zu gewähren. Ueber sämtliche Streitigkeiten, welche aus Anlaß dieser Gebührenordnung entstehen, entscheidet der Landrat. Die Gebührenordnung tritt rückwirkend vom 1. Ohrober 1921 ab in Kraft. Burgsteinfurt, den 13. Oktober 1921. Der Landrat. Veröffentlicht: Rheine, den 25. Oktober 1921. Der Bürgermeister: I..: Vigener. Einladung zur Sitzung der Gemeindevertretung von Mesum am Dienstag, den 8. November ds. Irs. nachm. 5 Uhr in der Wirtschaft Richkermann zu Mesum. Tagesordnung. 1. Legung der Jahresrechnung 1919/20 und Entlastungserteilung 2. Baugesuch der Witwe Stienemann zu Mesum 3. Baugesuch der Lehrerin Broeker wegen Umbaues ihrer Dienstwohnung. 4. Wahl einer Wohnungskommission. 5. Antrag der Vorromäus=Vibliothek zu Mesum um Gewährung einer Beihilfe. 6. Antrag des Schwesternhaus=Vereins zu Mesum um Gewährung einer Beihilfe. 7 Antrag des Schwesternhaus=Vereins zu Mesum um Gewährung einer Beihilfe wegen Benutzung des Veltmannschen Hauses. 8. Antrag des Kreisobstbauvereins um Gewährung einer Beihilfe. 9. Verschiedenes. zur Sitzung der Gemeindevertretung von Elte am Dienstag, den 8. November ds. Irs. nachmittag 2¼ Uhr in der Wirtschaft Cßmann in Elte. Tagesordnung: 1. Legung der Jahresrechnung 1919/20 und Entlastungserteilung. 2. Versorgung der der Gemeinde gehörigen Gebäulichkeiten mit elektrischer Energie. 3. Wahl eines Armenkassenrendanten. 4. Antrag des Kreisobstbauvereins um Gewährung einer Beihilfe. 5. Verschiedenes. Einevorzüglich wirhend Futterhalhmischung für Schweine gegen Lahmheit, Steifheit, Knochenweiche und zur Anregung der Freßlust. Geschvister Suits, Poststraße 16. Drogenhandlung“ — Mettnässen— Befreiung sofort bettrein. Alter und Geschlecht angeben. Auskunft umsonst. Vers. san. Art. Gg. Enzekprecht, München C. 341 Kapuzinerstr. 9. heißt das glänz. bewährte.vielf. erprobte Mittel, welches dem Kinde d. Zahrdurchbruch erl. u. Ihnen manche unruh.Nacht erspart Flasche 12.— Mark Willy Protz, Schwanendroger. Ma rkt=Drogerie. Weinhefs Privatperson sucht 1 leeres Zianer 1 trocken nen Rau bestes Wurmmittel Th. Nienkemper, Scnschchrige gedung zu kaufen, oder auf längere Zeit zu mieten gesucht. Angebote erbeten Renerey, Osnabrüch. Arndstr. 23. Schlchtgewnrze, g6Raum, zur Kufbowahrung von garant. reine Quolität. 9rie Möbeln zu mieton.# Miaub „Ang. ant. 8 J an die Geschäftestelle— Markt=Drogerie. Bei mir kann ein im Alter von 13-14 Jahren auf halb.Tage sofort eintreten. Angebote erbeten: H. 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Ich ersuche alle Stotterleidenden, sich mit vollem Vertrauen in meinen Sprechstunden einzufinden; wo dieselben kostenfreie Auskunft erhalten, wie sie sich in ganz kurzer Frist von ihrem lästigen Uebel befreien können Bei kleinen (nicht schulpflichtigen) Kindern kann das Uebel von den Eltern oder erwachsenen Geschwistern beseitigt werden.(Es ist nicht erforderlich, daß Kinder in die Svrechstunde mitgebracht werden.) Da ich auf dem Gebiete des Stotterwesens an Tausenden und Abertausenden die wertvollsten Erfahrungen in langjähriger Tätigkeit gesammelt habe, bin ich in der Lage, über eine völlig einwandsfreie, radikal wirkende Selbstbefreiungsmethode zu verfügen. Tausende ehemalige Stott-rer, die sich nach dieser Methode vom Stotterübel befreit haben, und jetzt glückliche und wie von neem geborene Menschen sind, haben dies durch Dankbriefe besundet. Eine große Anzahl dieser Original= Dankbriefe liegen in den Sprechstunden zur gesl. Einsicht aus. Versäume es hein am Stotterübel Leidender oder Eltern stotternder Kinder, sich in meinen Sprechstunden einzufinden; zumal die Auskunft hostenist, und niemand sich zu etwas verpflichten braucht Ein ärztlicher Rat wird in den Sprechstunden nicht erteilt rt Sür Eintornde Managuer Minister Stüvast: 5° Restauranf Bine frische Sendung MünchenerHofbräu eingetroffen, in hervorragender Qualität Th. Komper. los A. XA Nagut Rüstitatikl-Stolterkas-Kabheter, H. Voß. Geflügelfutter in Friedensqualität zur Erzielung unglaublich vieler Pier auch ohne freien Auslauf und im Winter sonie Kleines Haus welches sofort anzutreten ist, oder gut geleg. Bauplatz in der Größe von ea. 300 gm zu kaufen gesucht. Angebote mit angabe unter S. O. 41 a d. Geschäftsst. der auch von den verwöhn#testen Hunden gefresser wird, empfichlt: Herm. Sybertz. Drucksachen liefert schnellstens Buchdruckerei J. Altmeppen für dauernde Beschäftigung gesucht. Carl Möller, Baug schäst. 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Nov vorm. 8½ Uhr in der St. Dio=ysiusofarr= birche, gleich darauf die Beerdigung. Um zahlreiche Teilnahme bittet Der Vorstand. EOKUNT! im blühenden Alter von 21 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Mit der sonnigen Kindheit, die sein ganzes Wesen auszeichnete, ist er aus einem kurzen, schweren Leiden, versehen mit den Tröstungen unserer hl. Kirche hinübergeschlummert in die Ewigkeit. Sein innigster Wunsch, sich praktisch seinem Bernfe widmen zu können, ist ihm leider versagt geblieben. Seine liebe Seele empfehlen wir der frommen Fürbitte, besonders den Priestern beim hl. Opfer. Rheine, Bottrop, den 3. November 1921. In tiefer Trauer: Familie Theodor Strickerschmidt. Jänglings- Sodelität St. Dionysius. t Unsee Mitglied Thes Strickerschnidt ist gestorden. Zur Veerdigung wird durch eingeladen. Der Präsee Kur=Verirelung Wir suchen für den restlichen Ausbau unserer Organisation zielbewußte Herren mit Beziehungen zur landwirtschaftlichen Kundschaft. Streng reelle Sache. Außergewöhnlich hoher Verdienst. Einarbeitung und Unterstützung durch das Stammhaus.— Angebote ernsthafter Reflektanten mit 10—15 Mille Kapital an Heinr. A. Thänhardt, Kounuudit=Ceschscheft, Berlin=Friedenau. Das seierliche Hochamt findet statt am Montag, den 7. Nov. morgens 8½ Uhr in der alten Pfarrkirche; gleich darauf die Beerdigung vom Sterbehause Riegelstraße 15 aus. garantiert wasserdichte C. Rütter sen, Mönste) rumwertimoen 17-19 Eine-übersichtliche unübertroffene Auswahl einfacher wie vornehmer Zimmer und Nachruf! Nachruf. Am Donnerstag, den 3. Nov. starb nach kurzer, schwerer Krankheit unser 1. Vorsitzender Strickerschmidt Schmerzbewegt stehen wir an der Bahre des so früh Dahingeschiedenen. Als Mitbegründer und Vorsitzender unserer Abteilung hat er sich um unsere Sportbewegung äußerst verdient gemacht Er war uns allen ein lieder Freund. Wir werden ihm auch über das Grad hinaus ein ehrendes Andenken bewahren. Sportabtkg. des Kath. Gesellenvereins. WohnungsDurch den Tod entrissen wurde uns am 2. November(Allerseelentag) unsere liebe Freundin, Fräulein Johanna Sibum Durch ihre Geselligkeit und Heiterkeit war sie bei allen sehr beliebt und wir werden ihr auch über das Grab hinaus ein treues Andenken bewahren. Freunde und Freundinnen. in nur pr. Qualität und gediegener Ausführung finden Sie zu den mäBigsten Preisen in der Das feierliche Hochamt findet statt am Montag. den 7 Nov, morgens 8½ Uhr in der alten Pfarrdirche; gleich darauf die Beerdigung vom Sterbehause, Riegelste. 15 aus. Um zahlreiche Beteiligung bittet: Der Vorstand. Heinrich Heidmeier Bahnhofstr. 60 Münster i. W. Telefog 2471. Von den Bahnhöfen 2 Minuten entfernt. Reelle fachmännische Bedienung. Eigene Werkstätten. Nachruf! Das Jahres=Seelenamt für Ww. Jos. Störmann findet statt am Montag, den 7. November morgens 8 Uhr in der alten Pfaredirche wozu Freunde und Bekannte feeundlichst eingeladen werden. Am 28 Om. de. J. verschied nach längerem Leiden der Derselbe war Leiter der KriegsbeschädigtenFürsorgestelle des Amtes Rheine und als solcher allezeit bemüht, das Los der Kriegsbeschädigten und=Hinterbliebenen zu erleichtern. Wir werden sein Andenken immerfort in Ehren halten Zentralverband Deutscher Kriegsbeschädigter und=Hinterbliebener, Ortsgruppe Rheine und Umgegend. Dauernde Ausstellung von 50 kompletten Zimmern, :. Platzreisender.. von bekannter Dresdener Cigarettenfabrik gesucht. Ausführliche Angeb. unt.„Df. F. 2106“ an RudolfMosse, Düsseldorf erbeien.— Kostenlose Aulbewahrung bis zur Lieferung erwöhnMesse Bevor Sie Ihre besichtigen Sie bille unsere Nusstellung! Manstel Aiter Stemnwogie Manstel Mogazin-Schösschscuft Vereinigter Annungemeister! Mober Einkäufen Sie fiuden hier eine reiche Auswahl ersiklassis gearbeitster Möhel in geschmackvollen Fermet Speisezimmer, Büffet, Creden: Anszichtisch und Loderstühle in den Preisen von 5000. 11 700.— kr. und noner. 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Die beteiligten volljährigen Arbeitgebei und Arbeitnehmer werden hiermit zur Einreichung von Wahlvorschlägen mit dem Hinweis darauf aufgesordert, daß nur solche Wahlvorschläge berücksichtigt werden, die spätestens 4 Wochen vor dem Wahltag also am 19. Nov. bei der Kasse eingereicht sind. Der Vorstand stellt einen eigenen Wahl. vorschlag auf, falls die Wahlberechtigten eine: Gruppe keinen ordnungsgemäßen Wahl vorschlag bis zu diesem Tage eingereicht haben. Die Stimmabgabe ist an die zugelassene: Wahlvorschläge gebunden. Letztere liegen vom 28. November ab bis zum Wahltage im Kassenlokal zur Einsicht für die Wähler aus Wegen der besonderen Bestimmungen über die Wahlvorschläge wird auf die Wahl ordnung hingewiesen. Die Wählerlisten(Arbeitgeber= u. Mit gliederverzeichnisse) können während de Dienststunden im Kassenlokale eingeseherwerden. Etwaige Einsprüche gegen die Rich tigkeit der sich aus den Wählerlisten erge benden Wohl= und Stimmberechtigung sin bei Vermeidung des Ausschlusses spätesten 4 Wochen vor dem Wahltage, unter Be fügung von Beweismitteln bei der Kass einzulegen. Der Wahlausschuß ist befugt, die Wahl und Stimmberechtigung jedes Wählers be der Wahlhandlung zu prüfen; es ist dahe ein Ausweis hierüber zur Wahlhandlung mitzubringen. Als Ausweis genügt in de Regel für die Arbeitgeber die letzte Beitrags quittung für Kassenmitglieder ebenfalls di Beitragsquittung od eine vom Arbeitgeber augestellte Bescheinigung, daß der Betreffend amTage der Wahl noch in Beschäftigung steh Rheine, den 30. Oktober 1921. Der Vorstand. Technikum Lemgo. Maschinenbau, 1 lektrotechnik, Hech- und Tielban, Zieneleitach. Neue Laboratorie Eine geschmackvolle M UWwange Prhen Im Jahre 1878 gegründete Buchdruckerei Jos. Altmeppen, Rheine Fernsprecher 352, 1- Bahnhofstraße. 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