Bezugspreis: Monatlich frei durch unsere Boten ins Haus. soivie von der Geschäftsstelle abgeholt.80 Mk., im voraus zahlbar durch die Post frei ins Haus 18— Mk. vierteljährlich. Die M. B. erscheint täglich mit der Soun= und Zeiertage.— Druck und Verlag von Aitmeppen in Rheine. Haupigeschäftstelle und Redaktion: Bahnhofstraße 2. Fernsprecher Nr. 352.— Telegramm=Adresse: Volkszeitung Rheine(Wests.) — Vo stscheckkonte Cöln Nr. 40324.— Bostschließfach Rheine Nr. 76.— Teheiner Volnsblatt Amtlicher Anzeiger für Stadt und Amt Rheine. Anzeigenpreis: Die Sgei. 1 min Raumhöhe 35 Pig., für Stadt und Ami Rheine: 25 Pig., desördliche sowie Bank= und Finanzunzeigen 90 Pfg. Reklamen 150 Pig. Teuerungszuschlag 20 Prez Anzeigenannahme bis 3 Uhr nachm. Für die Aufnahme von Anzeigen au vorgeschriebener Stelle wird keine Garantie üdernommen. Für Fehler, Teicht durch Fernsprecher oder mangelhafte Maunstriptlisserong entfiehen wird nicht gehaftet. Bei zwanzsweiser Beitreibung von Gedühren füllt jeder Rabatt sort. für Sport und Jugendpflege:„Jung Rheine, bbben. ehr in eoem: in eransnser eennennnnu. un een. uresuenr ue Aresssssnnnsrnt. Organ der Zentrumspartei. Wöchentliche Beilagen: Für Unterhaltung:„Sonntagslese"; für Landwirtschaft:„Feld und Garten“; Nr. 225 Donnerstag, den 29. September 1921 45. Jahrgang Keine Riise für Kußland! Die Mächte verweigern eine Kredithilfe Aus dem Völkerbund. Gens, 29. Sept.(Drahtbericht.) Nach zweistündiger Beratung der 6. Komission des Völkerbundes ergab sich, daß die Mächte endgültig die von Nansen so dringend gesorderte Hilfe für Rußland abgelehnt haben. Damit wird auch eine wirksame Völkerbundsaktion unmöglich. Motiviert wird die Weigcrung damit, daß Rußland noch über beträchtliche Geldmittel versüge. In ergreifenden Worten beklagte Ransen, daß die Kredithiise verweigert wird. Er protestierte gegen den Lügenfeldzug, den die Lügenzentrale mit politischen Zielen gegen die Hifsaktion organisiere. Die Tatsache, daß 20 Millionen Menschen vom Tode bedroht seien„sei so furchtbar, daß man unmöglich glauben könne, Europa werde mit verschränkten Armen zusehen. Lord Robert Cecil forderte, daß die Regierungen jetzt offen aussprechen müßten, daß sie nicht nicht in der Lage sind, Kredite zu gewähren, damit der Völkerbund frei von Verantwortung sei. Jedenfalls müßte in der Resolution die Anspielung auf die russischen Goldmittel gestrichen werden, weil sie eine politische Spitze habe. Nansen wies auf die erschütternde Tatsache hin, daß die Not in Rußland täglich steigt, während die Regierungen Europas eine Kommission nach der andern einsetzten, die nichts erzielen und nur kostbare Zeit vergeuden. Der englische Vertreter Fisher erklärte, daß die Regierungen tatsächlich einen offiziellen Kredit nicht gewähren. Obgleich England davon überzeugt sei, daß die Sowjetregierung aus eigenen Mitteln die notwendigen Lebensmittel kausen könnte, sei er mit der Streichung der Anspielung auf die russischen Geldmittel einverstanden. Das Abrüstungsproblem im Völkerbund. wtb. Genf, 29. Sept.(Drahtbericht.) Die dritte Kommission (Abrüstung und Blockade) war gestern der Schauplatz einer sehr großen Debatte über das Abrüstungsproblem, in der die verschiedenen Meinungen sehr heftig auseinander stießen. Lord Robert Cecil brachte eine Resolution ein, in der die gemischte Komission für Rüstungsbeschränkungen aufgesordert werden soll, einen Antrag auf Rüstungsbeschränkungen auszuarbeiten, der in Form eines Antrages oder irgend einer anderen schlüssigen Form vom Rat der nächsten Versammlung unterbreitet werden soll. Der englische Delegierte Fisher und der Franzose Regnald sprachen sich mit Nachdruck gegen ein solches Programm aus, das nicht zu verwirklichen sei, solange die Vereinigten Staaten und Rußland im Völkerbunde fehlen. Das schwierige Problem der Abrüstung könne nur nach und nach gelöst werden. Die Arbeiten der gemischten teuporären Kommission hätten übrigens wertvolleres Material temporären Kommission hätten übrigens wertvolleres Material könne. Man müsse mit positiven Anträgen bis zum nächsten Jahre warten. Der Schwede Branting hielt es im Hinblick auf die öffentliche Meinung gefährlich, die Frage wiederum ein Jahr zu verschieben. Cecil hob hervor, daß alle Untersuchungen noch keine Abrüstung bedeuten und noch nicht bewirkten, daß ein einziges Bataillon weniger auf der Welt sei. Schanzer=Italien, der zwischen den beiden Parteien zu vermitteln suchte, war der Ansicht, daß die Versammlung in irgend einer anderen Weise zu dem Problem Stellung nehmen könne. Er erklärte sich vor allem gegen den Antrag Cecils, weil er die temporäre gemischte Kommission in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung für die Ausarbeitung eines allgemeinen Abrüstungsplanes für wenig geeignet hält. Diese Aeußerung gibt Langer=Norwegen, der Cecils Vorschlag unterstützte, Gelegenheit, ähnlich wie kürzlich in der Versammlung, festzustellen, daß die Kommission also zwecklos sei und durch eine andere ersetzt werden müsse. Nach einer längeren Debatte stimmte Cecil dem Vorschlage Nansens zu, demzufolge die temporäre gemischte Kommission nur die allgemeinen Vorschläge für die Beschränkung der internationalen Rüstungen in großen Linien ausarbeiten möge, daß es vor allem darauf ankomme, daß der Völkerbund überhaupt Abrüstungs= politik betreibe. Außerdem wird gefordert, daß die temporäre Kommission verstärkt werden soll, damit ihre Aufgabe wirksamer sei. Die gesamte Entschließung wurde mit 22 Stimmen gegen einige Stimmenenthaltungen angenommen. Wilson gegen den Friedensvertrag. tn. London, 28. Sept. Der frühere Präsident Wilson macht keinen Einfluß im Kampf gegen die Ratifizierung des Friedensvertrages geltend. Eine große Anzahl seiner früheren Anhänger ist zu ihm berufen worden. Er soll beabsichtigen, auch an die Demokraten im Senat zu appellieren. Die Reise Briands zur Abrüstungskonferenz. tu. Paris, 28. Sept. Im heutigen Ministerrate wird die Zusammensetzung der französischen Abordnung für die Konferenz in Washington bestimmt werden. Briand soll darauf verzichtet haben, sich auf einem Kriegsschiff nach Washington zu begeben. Er wird sich wahrscheinlich am 29. Oktober an Bord der„Savoy“ einschiffen. Sein Aufenthalt in Washington wird nicht länger als 2 Wochen dauern. Im ganzen wird seine Abwesenheit von Paris ungefähr einen Monat dauern Deuschlands Wehrlosmachung. wtb. London, 29. Sept.(Drahtber.) Den letzten in maßgebend britischen Kreisen eingegangenen Berichten zufolge hat die interalliierte Kontrollkommission ihre Arbeiten der Entgegennahme der zur Zerstörung von Deutschland; ausgelieferten Waffen so gut wie beendet und befaßt sich jetzt mit der Kontrolle der verschiedenen Polizeitruppen. Bis Mitte September blieben nur 102 Geschütze zur Vernichtung übrig. nachdem 3280 bereits zerstört worden sind. Es müssen noch eine Million Tonnen geladene Geschosse zerstört werden. 34 Millionen Tonnen wurden bereits vernichtet. Es seien nur noch 186 Grabenmörser vorhanden, während 110 bis 340(2) bereits zerstört seien. 2852 Maschinengewehre seien unversehrt ausgeliefert und zerstört seien 4160000 Stück. An Munition für kleine Waffen wurden zerstört 355 Millionen Patronen. 90 Millionen sind noch vorhanden. Renter erjahrt, die Kontrollkommission sei von dem Fortschritt der Auslieferung und Zerstörung der deutschen Waffen vollkommen befriedigt. In amtlichen Kreisen werde erklärt, daß nicht die geringste Furcht wegen irgendeiner Möglichkeit herrsche, daß Deutschland in der Lage sein könnte, ein Heer zu organisieren und auszurüsten, das so groß sei, daß es eine Gefahr für die Alliierten bedeute. Männer seien natürlich reichlich vorhanden, es fehle jedoch an allen nötigen Waffen und Ausrüstungen. Die Times schreibt hierzu. Beobachter der Verhältnisse in Deutschland würden nicht gleich den Optimismus teilen können. der in der anscheinend inspirierten Mitteilung von Reuter über die deutsche Entwaffnung zum Ausdruck komme. Das Blatt wiederholt die Forderung einer wachsamen Aufsicht über die deutsche Entwaffnung und schreibt die interalliierte Kontrollkommission müsse unbedingt beibehalten, ja verstärkt werden. wtb. London, 29. Sept. Nansen ersuchte Tschitscherin telegraphisch ihm mitzuteilen, ob die Nachricht, daß 14 Mitglieder des allrussischen Hilfskomitees zum Tode verurteilt seien, den Tatsachen entspreche. Eine Antwort auf das Telegramm ist bisher noch nicht eingegangen. Aufhebung der Wirtschaftssanktionen am 30. September. wtb. Paris, 28. Sept.(Drahtber.) Ministerpräsident Briand als Vorsitzender des Obersten Nates hat dem deutschen Botschafter Dr. Mayer heute mittag eine Note überreichen lassen, in der mitgeteilt wird„daß die wirtschaftlichen Sanktionen mit Wirkung vom 30. September aufgehoben werden. Die Zurücknahme der Ausnahmeverordnung. tu. Berlin, 28. Sept.(Drahtber.) Wie die„Deutsche Ztg.“ hört, wird heute abend die am 29. August vom Reichspräsidenten erlassene Ausnahmeverordnung aufgehoben werden. Es ist kein Zweifel, daß man die Auseinandersetzungen im Reichstag, die sich an den deutschnationalen Antrag morgen angeschlossen hätten, fürchtet und die Oppositionspartei vor die Tatsache stellt, daß was sie fordert, inzwischen eingetreten ist. Die deutschnationale Reichstagsfraktion hat erst heute nachmittag in einer Fraktionssitzung beraten, welche Schritte sie unternehmen kann, um eine grundsätzliche Entscheidung des Reichstages darüber herbeizuführen, ob der Reichspräsident gemäß der Verfassung gehandelt hat oder nicht. Abdankung des Münchener Polizeipräsidenten. tu. München 28. Sept. Der Polizeipräsident Poehner ist heute zurückgetreten. Er erklärte, daß die Verhältnisse es noch nicht gestattet hätten, die bewährten Bestimmungen des bayerischen Ausnahmezustandes freizugeben, zumal für die nächsten Monate die schwersten Erschütterungen des wirtschaftlichen und politischen Lebevorstehen. Unter diesen Umständen sei er außerstande, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung weiterhin zu tragen und habe daher heute um seine Entlassung vom Amt gebeten. Herr v. Kahr will mitarbeiten. tu. München, 28. Sept. Der bisherige bayerische Ministerpräsident, Herr v. Kahr, berichtet an den Vorsitzenden der Landesvorstandsschaft der bayerischen Volkspartei ein Antwortschreiben, worin er der Partei zu der weiteren Verfügung seiner Programmsätze im Interesse Bayerns und des Reichs von Herzen vollsten Erfolg wünscht und die Zusage gibt, daß auch er weiterhin gern in dieser Richtung mitwirken werde. Dr. Heim über die wirtschaftliche Lage. wtb. München, 29. Sept.(Drahtbericht.) Der bekannte Abgeordnete Dr. Heim sprach gestern in München aus dem Verbandstag des landwirtschaftlichen Revisionsverbandes der bayerischen Bauernvereine über die wirtschaftliche Lage. Deutschland sei an einem Wendepunkt seines Wirtschaftslebens angekommen. Seit 6 Wochen sei der Wert der Mark um 50 bis 70 Prozent gesunken. Die Mark stehe heute so tief, wie in den schlechtesten Zeiten der Revolution. Die dritte und vierte Goldmilliarde würden wir überhaupt nicht mehr auf die Beine bringen können. Der tiefste Punkt unseres Niederganges sei noch garnicht da. Es gäbe nur eine einzige Hoffnung, nämlich die, auf die Einsicht des Auslandes, daß es mit unserem Niedergange gleichzeitig auch selbst zu Grunde gehen würde. Am Wiederaufbau, der unbedingt notwendig sei, kann jeder einzelne Volksgenosse mitarbeiten und mithelfen. Tatsächlich kann uns nur die Arbeit und das Wiedererwachen des Gewissens retten. Vor neuen Kämpfen in Amerika? wtb. London, 28 Sept. Daily Telegraph meldet aus Newyork, daß sich in der industriellen Lage der Vereinigten Staaten die Krise mit großen Schritten nähere. Die nächste Woche müsse entscheiden, ob es zu einem furchtbaren Kampf komme, darunter zum Streik der Eisenbahner, Bergleute und der anderen Arbeiter oder zur gütlichen Regelung und zur Annahme von Lohnverminderungen durch die Arbeiterschaft. Bei den Eisenbahnern scheint eine überwältigende Mehrheit zugunsten des Streiks vorhanden zu sein. Deutsches Gold nach Amerika. Paris, 28. Sept. Aus Newyork wird gedrahtet: Das Schiff „Oregonian“ ist mit 4250000 Dollar gemünztem Golde eingetroffen, das von der Reichsbank herrührt. Im Auftrage der Nationalbank in Belgien wurde dieses Gold der Federal Reserve Banc überwiesen. Im ganzen befinden sich jetzt 18 Millionen Dollar deutschen Goldes in Newyork. Ein Lebensmitteldampfer für Deutsch=Oesterreich gesunken. tu. Wien, 28. Sept. Der Dampfer„Istvan“ ist auf der Donau gesunken Der Besitzer und die Bemannung sind ertrunken. 25 Waggons Mehl, die für 2 Gemeinden in der Nähe Wiens bestimmt waren, sind dabei verloren gegangen.“ ee Beginn des Neichstages. Berlin, 28. September. Von den Türmen des massigen Reichstagsbaues flattert die schwarz=rot=goldene Fahne der deutschen Republik. Sie kündet, daß im Volkshause die Volksvertretung von neuem die Arbeit am Staate beginnt. In den Wandelgängen eilt man geschäftig hin und her. Hier eilen Freund und Gegner grüßend aneinander vorüber, dort ist eine Gruppe in lebhaftem Gedankenaustausch begriffen; die vergangenen politischen Ereignisse und die neue innerpolitische Lage mit ihrer Aussicht auf die große breite Koalition der Mitte sordern zur Diskussion heraus. Zahlreich sind die Volksboten erschienen, sast vollzählig sind die Fraktionen versammelt, das Plenum bei Beginn der Sitzung fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Nux die ersten Bänke des Zentrums sind leer. Sie, die dort ihren gewohnten Sitz hatten, sind nicht mehr an die Stätte ihres Wirkens für Volk und Vaterland zurückgekehrt. In den Tagen der Sommerruhe hat sie der Tod hinweggerafft. Die Plätze von Trimborn, Burlage, Hitze und Erzberger sind blumenumkränzt. Violette Asternkränze winden sich um die Tische, umschlungen von dem schwarzen Band der Trauer. Nun beginnt die Sitzung. Präsident Loebe nimmt das Wort zu kurzer, ernster Ansprache, zum warmen Nachruf für die verstorbenen Mitglieder des Hauses. Lautlos und stehend nehmen die Mitglieder des Reichstages die ehrenden Worte des Präsidenten entgegen. Auch der verantwortliche Leiter der deutschen Politik ist zugegen: der Reichskanzler Dr. Wirth. von den Ministern der Arbeitsminister und Zentrumsabg. Dr. Brauns, der Innenminister Dr. Gradnaue. Dem verstorbenen Franz Hitze gelten die ersten Worte des Nachrufs. Seit 1884 war dieser Zentrumsveteran Mitglied des Hauses.„In den Blättern, welche die Verhandlungen der deutschen Sozialpolitik verzeichnen, ist sein Name unvergänglich eingetragen und wird noch in ferne Zukunft hin in hohen Ehren in unserm Andenken bleiben", so ehrt Loebe das Andenken des Sozialpolitikers aus den Reihen des Zentrums. Der Präsident gedenkt weiter des verstorbenen Führers der Fraktion: Karl Trimborn, sowie des Reichsgerichtsrats Burlage. Beide hochgeehrt und geachtet, der eine geschätzt wegen des liebenswürdigen Zuges seiner nie versagenden Heiterkeit und seines goldenen Humors, der andere als ein Vorbild politischer Pflichterfüllung, der verewigte Führer der Zentrumsfraktion, weil er in kritischen Situationen stets helsend eingriff und als Parteiführer stets in versöhnendem und gleichendem Sinn gewirkt hat. Eduard Burlage, weil er als einer der Treuesten seiner stillen Arbeit nachging. Loebe spricht überErzberger, über den tückischen Menchelmord, dem er zum Opfer fallen mußte. Der kaltblütige Ueberfall ausgeschickter Mordgesellen hat ihn dahingerafft. Vor der Tat hat es Leute gegeben, die sie offen herbeiwünschten, nach der Tat solche, die sie billigten, rechtfertigten entschuldigten. Im härtesten Kampfe hat Erzberger oft gestanden, und manches Mal eine scharfe Klinge geführt, aber er hat auch gearbeitet im Dienste des Parlaments und des Landes wie nur wenige. Vielleicht mag ihm dabei mancher Felhgriff unterlaufen sein; aber wer die Verantwortung nicht in seine Hände nimmt, ist vor solchen Fehlgriffen frei. Die Geschichte möge ihm geben, was manche seiner Zeitgenossen ihm versagt haben. Der Präsident teilt mit, daß er im Namen des Reichstages am Grabe einen Kranz niedergelegt hat. Ferner gedenkt Löbe des verstorbenen Reichstagsabg. Reißhaus, dessen eifrige Mitarbeit an den gesetzgeberischen Maßnahmen für die Kriegsbeschädigten er rühmt. Loebe ist noch nicht zu Ende. Der neuen großen Trauerbotschaft gedenkt er, die das deutsche Land, das deutsche Volk heimsuchte und erschütterte: er spricht über das furchtbare Explosionsunglück in Oppau. In tiefer Trauer steht der Reichstag an der Bahre der Dabingerafften; er drückt den Hinterbliebenen sein Beileid aus und verspricht, an seinem Teile mitzuwirken, um das Elend zu lindern, wo es gelindert werden kann. Sodann begrüßt der Präsident die fünf neu eingetretenen Mitglieder des Hauses. Vom. Zentrum sind es die Abg. Korthaus, Esser, Hagemann und Eger., Tann tritt das Haus in seine gewohnte Alltagsarbeit ein. Man wendet sich der Abwicklung der vorliegenden Tagesordnung zu. Die vorliegenden Interpellationen Hergt und Genossen über Getreideverschiebung, Stresemann und Genossen über Ausschreitungen gegenüber Angebörigen nichtsozialistischer Parteien, Agnes und Genossen über Durchkreuzung der Politik des Reichskanzlers durch Beamte, Offiziere usw. werden in der geschäftsordnungsmäßigen Frist ihre Erledigung finden. Im Anschluß an die beiden letzten Interpellationen wird es zu einer großen zolitischen Generaldebatte kommen. Geheimrat Marx Vorsitzender der Zentrumspartei. Berlin, 28. Sept. Die Zentrumsfraktion des Reichstages trat am Dienstag erstmalig wieder zusammen. Die Fraktion war nahezu vollzählig versammelt. Der stellvertretende Vorsitzende, Abg. Becker, eröffnete die Sitzung mit warm empfundenem Nachruf auf die verstorbenen Führer und Mitglieder der Fraktion, die Abgeordneten Hitze, Trimborn, Burlage und Erzberger. Die Fraktion ehrte das Andenken der ihr durch den Tod in so rascher Reihenfolge entrissenen Mitglieder in üblicher Weise. Der stellv. Vorsitzende, Abg. Becker, begrüßte sodann die an Stelle der verstorbenen Mitglieder neu eingetretenen Abgeordneten Korthaus, Esser, Hagemann und Eger.“ " Wie wir bereits mitteilten, wird am Sonnabend in der Hedwigskirche in Berlin eine kirchliche Trauerfeier und am Sonntag I. im Sitzungssaale des Reichstages eine weltliche Feier für die verstorbenen Mitglieder der Zentrumsfraktion stattfinden. Es sind Einladungen ergangen an sämtliche Fraktionen der einzelnen Landtage, an die Vorsitzenden der Reichstagsfraktionen, an die Spitzen der Behörden und an die Berliner Korporationen und Organisationen, die durch Fahnendeputationen vertreten sein werden Dann schritt die Fraktion zur Wahl des ersten Vorsitzenden sowie des dritten Vorsitzenden, wekche beiden Stellen bekanntlich durch den Tod der Abg. Trimborn und Burlage verwaist sind. Mit übergroßer Mehrheit wurde der Abg. Marx zum ersten Vorsitzenden und der Abg. v. Guerard zum dritten Vorsitzenden gewählt. Der zweite Vorsitzende der Fraktion bleibt, wie bisher, der Abg. Becker=Arnsberg. Geheimrat Wilhelm Marx, wurde geboren am 15. Jannar 1933 zu Köln. 1884 wurde er Referendar und shlug die Richterlaufbahn ein. Seit 1907 ist er Oberlandesgerichtsrat in Düsseldorf. Dem Reichstage gehört er seit 1910 an. Bekannt ist Geheimrat Marx als der Begründer und Vorsitzender der katholischen Schulorganisation. Auf der letzten Katholikenversammlung in Frankfurt wurde Marx zum Vorsitzenden des Volksvereins für das katholische Deutschland gewählt. sien es um geworden, und klem sprach, was Marx tat alle Kreise der Zentrumsprtei geneuen Führer stehen. Ad multos annos! Die Kämpfe in Belfast. ku. London, 29. Sept. Die Kampfzone in Belfast wird von den englischen Truppen gehalten. Ansammlungen von drei oder mehreren Personen sind verboten. James Craigh hat erklärt, daß die Spezialvolizei wieder mobilisiert werde. In den letzten zwei Monaten seien große Mengen von Waffen und Munition nach Irland gebracht worden. Baron Ungern=Sternbergs Schicksal. Genf, 28. Sept. Die von der Sowjetregierung bekanntgegebene Nachricht, daß General von Ungern=Sternberg in Nowonikolajewsk zum Tode verurteilt und das Urteil bereits vollzogen sei, entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist, daß er zur Voruntersuchung nach Nowonikolajewsk gebracht wurde, von wo er durch einen besonderen Sowjetkommissar nach Moskau geholt wird, wo er vor das Gericht gestellt werden soll. Die Sowjetregierung will aus seinem Prozeß ein Welttribunal zu Propogandazwecken machen. Er wird in einem sibirischen Gefängniswagen überführt werden und von Moskau ist Befehl ergangen, den Zug auf jeder Station halten zu lassen, damit die vorher benachrichtigte Bevölkerung den weißgardistischen Führer bespucken und in jeder Weise quälen kann. Er muß jedoch lebend in Moskau eintreffen. Es ist ein herbes Los, das General von Ungern getroffen bat. Ehe das endgültige Urteil über ihn gefällt wird, wird er der Volkswut nach den Methoden, die die chinesischen Hilfsvölker bei den Bolschewisten in Rußland eingeführt haben, preisgegeben. Ihn seinen Peinigern zu entziehen, wäre vielleicht einem Manne möglich: Rausen, dessen Hilfstätigkeit die Sowjetregierung jetzt soviel zu verdanken hat. Wenn die Sowjetregierung der Dankbarkett fähig, so könne sie sie hier beweisen. Zum Unglück in Oppaz. wtb. Köln, 29. Sept.(Drahtbericht.) Die in Köln erscheinende englische Zeitung„Cologne Post“ hat vor einigen Tagen Auszüge aus einem Artikel des Majors Lefevre in der„Daily News“ gebracht, der den Verdacht aussprach, daß in den zerstörten Oppauer Werken heimlich Explosivstoffe hergestellt worden seien. Zu diesen Ausführungen, die, wie das Blatt schreibt, einen unberechtigten Verdacht hervorrufen könnten, wird auf einen Bericht der Interalliierten Kommission verwiesen, die die Oppauer Werke im Februar 1919 untersucht hat und feststellen mußte, daß lediglich Ammoniumnitrat in Oppau hergestellt wurde. Der Bericht schließt mit den Worten: Die Ludwigshafener Fabrik hat keine Explosivfertigfabrikate während des Krieges hergestellt, sondern nur Ritratsteht die Fabrik unter der ständigen Aufsicht der alliierten chemischen Sachverständigen. Die„Cologne post, fugt hinzu, daß Major Lefevre keine offizielle Stellung einnehme und seinen Artikel lediglich als Privatmann geschrieben hit. gelassen werden uns auch die Berufizngsgerichte sollen mit Schöfen besetzt werden. Die Wahl der oben erwähnten Vertrauensmänner soll künftig nach dem gleichen und geheimen Wahlrecht und nach den Grundsätzen der Verhältniswahl geschehen. Die Mitwirkung des Landgerichts bei der Aufstellung der Jabresliste der Geschworenen soll wegfallen; die Jahresliste soll vielmehr unmittelbar von dem zur Auswahl der Schöffen berufenen Ausschüsse aufgestellt werden. Auf dem Gebiete des materiellen Strafrechts liegen zur Zeit dem Reichsrate der Entwurf eines Jugendgerichtsgesetzes und der Entwurf eines Gesetzes vor, der eine Erhöhung der Geldstrafdrohungen eine Ausdehnung des Anwendungsgebietes der Geldstrafe und im Zusammenhang damit eine wesentliche Einschränkung der kurzzeitigen Freiheitsstrafen vorsieht. Beide Entwürfe werden voraussichtlich in kürzester Zeit im Reichsrat zur Beratung gelangen. In der Ausarbeitung begriffen ist ferner ein Entwurf, der die politischen Strafvorschriften des geltenden Strafgesetzbuches den neuen staatsrechtlichen Verhältnissen anpaßt. Dabei wird auch auf einen wirksameren Schutz der verfassungsmäßigen Staatsform und ihrer Repräsentanten Bedacht genommen werden. Neben diesen Gesetzentwürfen gehen die Arbeiten an der allgemeinen Reform des Strafrechts weiter. Der im Anfang des Jahres veröffentlichte Entwurf zu einem neuen Strafgesetzbuch hat Anlaß zu einer Reihe mehr oder.inder eingehender Kritiken gegeben; gleicheitig sind die Landesregierung ersucht worden, zu den Vorschlägen des Entwurfs Stellung zu nehmen. Die Ergebnisse der öffentlichen Kritik und die Aeußerungen der Landesregierungen werden die Grundlagen für die Aufstellung er Regierungsvorlage bilden, die mit größter Beschleunigung fertigestellt werden wird. Die Teilnahme der Laien an der Rechtsprechung. Ein berechtigter und dringlicher Wunsch. Wib. Berlin, 26. Sept. Aus dem Reichsjustizministerium erfahren wir: Der Wunsch, an der Rechtsprechung der Strafgerichte Laien in weit größerem Umfange als bisher zu beteiligen, erscheint berechtigt und so dringlich, daß er schleunigst und noch vor der Durchführung der großen Prozeßreform erfüllt werden muß. Dabei kommt es darauf an, daß einerseits der Kreis der Personen, die zur Mitwirkung an der Strafrechtsprechung berufen sind, andererseits, der Kreis der Gerichte, bei denen eine solche Mitwirkung stattfindet, erweitert wird. Diese Erwägungen haben schon vor einiger Zeit dahin geführt, die Tagegelder der Schöffen und Geschworenen zu erhöhen, um dadurch allen Kreisen der werktägigen Bevölkerung, namentlich der Arbeiterschaft, die Teilnahme an der Rechtsprechung mehr als bisher zu ermöglichen. In gleicher Richtung bewegt sich ein zur Zeit dem Reichsrate vorliegender Gesetzentwurf, wonach den von den Selbstverwaltungskörpern in den Ausschuß für die Auswahl der Schöffen und Geschworenen entsandten Vertrauensmännern Tagegelder gewährt werden sollten. Ein Gesetzentwurf, der den Frauen den Zugang zum Schöffen= und Geschworenenamte eröffnet, liegt, wie bekannt. bereits dem Reichstage vor. In Vorbereitung befindet sich ein Gesetzent wurf, der eine Umformung der Strafgerichte bringt. In den Sachen, in denen bisher die ausschließlich mit Berufsrichtern besetzten Strafkammern urteilten, sollen künftig Schöffen mitwirken. Außerdem soll in diesen Sachen, ebenso wie es schon heute gegenüber den Urteilen der Schöffengerichte der Fall ist, die Berufung Neues aus aller Die Jagd nach den Mördern Erzbergers. tu. Kovenhagen, 29. Sept.(Drahtber.) Die Kovenhagener Polizei ist gestern von der deutschen Polizei ersucht worden, Nachforschungen nach den Mordern Erzbergers, den Kaufmann Shulz und den Studenten Tillessen, anzustellen. Verwandte des einen Mörders erhielten einen mit dem Kovenhagener Poststempel versehenen Brief der Mörder. „Mörder in Mönchskutten.“ Der deutschnationale„Reichsbote“ veröffentlichte am Sonntag eine Zuschrift, in der dargelegt wird, daß nicht die Deutschnationale Volkspartei, sondern das Znetrum ein dringendes Interesse an der Beseitigung Erzbergers gehabt habe. Der Artikel schließt mit folgenden Worten:„Auffallend ist, daß die Mörder Erzbergers trotz allen Bemübungen der Kriminalpolizei nicht ermittelt worden sind. Wäre es nicht denkbar, daß sie in irgendwelchen Mönchskutten einen sicheren Unterschlupf gefunden haben Was sagen die Führer der Rechtsvarteien zu solchen Niedrigkeiten? Wie stellen sich insbesondere die katholischen Anhänger der Deutschnationalen zu dieser Verunglimpfung des Mönchsgewandes? 25 000 Mann Gesamtverluste der Griechen. wtb. London, 28. Sept. Ein von neutraler Seite herrührender Bericht meldet, daß die griechische Niederlage in Anatolien ernster sei als bisher zugegeben werde. Zwei griechische Divisionen wurden gefangen genommen, sie sollen den größten Teil der Artillerie verloren haben. Die Gesamtverluste werden auf 25000 Mann geschätzt. Großfener in Haspe. tu. Hagen, 28. Sept. Vergangene Nacht wurde die Faßfabrik von Friedrich Lüdde in Haspe durch ein Großfeuer vollständig eingeäschert. Der Schaden ist beträchtlich. Ausschreitungen streikender Holzarbeiter. Berlin, 27. Sept. Die Vertreter der Vereinigten Verhände der Berliner Holzindustrie sind heute beim Polizeipräsidenten vorstellig geworden und haben um Schutz gegen die Ausschreitungen der streikenden Holzarbeiter ersucht. 13½ Milliarden Desizit bei der Eisenbahn. Berlin, 28. Sept Das Defizit der Eisenbahn für 1921=22 beträgt 13½ Milliarden. Die Tariferhöhungen um 30 Proz. ist das Mindestmaß des Erforderlichen. Bismarcks Gedanken und Eeinnerungen. Berlin, 28. Sept. Der dritte Band von Bismarcks Gedanken und Erinnerungen ist im Verlage von Cotta nunmehr erschienen. Die erste Auflage in Höhe von 200 000 Exemplaren ist bereits verkauft. En Neudruck soll im November zur Ausgabe gelangen. Wiener Banken um 6 Millionen Kronen geschädigt. tu. Wien, 28. Sept Der blutjunge Sekretär eines Möbelgeschäftes, Karl Jellinck, hat drei hiesige Banken um 6 Millionen Kronen geschädigt indem er ihnen ungedeckte Schecks auf englische Pfund überreichte. Keine Verreichlichung der Isartalbabn. tu. München, 27. Sept. Wie der„Baverische Kurier“ meldet. hat der Reichsverkehrsminister die im baverischen Landtag einstimmig erhobene Forderung, die im Privatbesitz befindliche Isartalbahn aus Gründen der Volkswirtschaft in das Reichseisenbahnnetz einzugliedern, also zu verreichlichen, abgelehnt. Neun Gehöfte durch Feuer vernichtet. Berlin. 28. Sept. Wie das Verl. Taglebl. aus Stettin meldet. vernichtete in Jasmund eine Feuersbrunst 9 Gehöfte. Die gesamte Ernte und das Vieh wurden ein Raub der Fammen. Humperdinck f. ku. Neustrelitz, 28. Sept. Engelbert Humperdinck ist heute hier an den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von 65 Jahren gestorben. Großfeuer in tu. Paris, 28. Sept. Um 8 Uhr morgens ist heute in dem großen Warenhaus Prince, am Boulevard Hausmann, also in der belebtesten Gegend der Stadt gelegen, Großfeuer ausgebrochen. Das Feuer griff so schnell um sich, daß der ganze große Häuserblock mit den Warenvorräten in wenigen Minuten in Flammen stand. Nähere Einzelheiten sind noch nicht zu erhalten, da der Brandherd vorläufig unzugänglich ist. Die große Zahl der Angestellten, die sich bereits zu dieser Stunde im Hause befanden, dürfte nicht ganz außer Gefahr sein. Trauerfeier für die Slagerrathelden. tu. Berlin, 28. Sept. An den Gräbern der in der Skagerrakschlacht umgekommenen Angehörigen der deutschen Kriegsmarine, deren Leichen in Frederiksvaern ans Land ges wurden, hat eine ergreifende Trauerfeier stattgefunden. Der deutsche Kreuzer Ancona“ holte den deutschen Konsul Hintsch von Sendefjord und fuhr mit ihm nach Frederiksvaern, wo der Kreuzer in der Agnesbucht vor Anker ging. Das Offizierkorps mit 30 Offizieren und ein paar hundert Mann gingen mit der Schiffskapelle an Land. Vom Kommandanten des Schiffes wurde im Namen des Chefs der deutschen Admiralität ein Kranz niedergelegt. Im Namen des deutschen Reiches und der Marine sprach der Kommandant des Kreuzers der norwegischen Marine und den Behörden den dafür aus, daß sie sich der an Land gespülten Leichen der Kameraden angenommen haben. Aufgaben und Zusammensetzung der Versorgungsbehorden. Den Hauptversorgungsämtern und Versorgungsämtern liegt die Durchführung der Versorgung der früheren Angehörigen der deutschen Wehrmacht und ihrer Hinterbliebenen bei Dienstbeschä; digung auf Grund des Reichsversorgungsgesetzes vom 12. 1920 und der älteren Versorgungsgesetze im Berwaltungsverfahren ob. Die Hauptversorgungsämter und die zur Beit noch bestehenden Marineversorgungsämter Kiel und Wilhelmshaven sind dem Reichsarbeitsministerium unmittelbar. die Versorgungsämter den betreffenden Hauptversorgungsämtern unterstellt. Hauptversergungsämter befinden sih in folgenden Orten: Berlin(Hauptversorgungsamt Berlin und der Provinz Brandenbura), Königsberg i. Pr., Stettin, Magdeburg, Liegnitz, Breslau, Münster, Coblenz, Altona, Hannover. Cassel, Dresden, Stuttgart. Karlsruhe, Gera, Dessau, Danzig, Frankfurt=Main, Leipzig. Allenstein, Saarbrücken. München und Nürnberg. Zum Bereich des Hauptversorgungsamts Münster gehören die Versorgungsämter Barmen, Bielefeld, Bochum, Coesfeld, Detmold, Dortmund, Duisburg. Elberfeld, Essen. Gelsenkirchen, Gladbeck. Hagen. Lennev, Münden, Mülbeim=Ruhr Münster, Paderborn, Recklinghausen. Soest und Wesel. Die Hauptversorgungsämter sind zurzeit noch zuständig für die Entscheidung in allen Angelegenheiten der Kapitalabfindung, für die Umanerkennnug der Bezüge der Kriegsbeschädigten— mit der sich aus nachfolgendem Absatz ergebenden Einschränkung, sowie für die Amanerkennung der Hinterbliebenenbezüge nach dem Reichsversorgungsgesetz vom 12. Mai 1920 für die erstmalige Festsetzung von Hinterbliebenengebührnissen, die sich auf einen vor dem 1. Avril 1920 eingetretenen Todesfall stützen und für die Berufungs= und Rekursangelegenheiten. Für die Bearbeitung und Entscheidung aller übrigen Versorgungsangelegenheiten sind die Versorgungsämter zuständig. Zur Beschleunigung der Umanerkennung der Versorgungsgebührnisse der Befhädigten ist vom Reichsarbeitsministerium unterm 5. August 1921 angeordnet worden, daß diese Arbeiten allmählich, sätestens aber bis zum 1. Januar 1922 auf die Versorgungsämter überzuleiten sind. Vorsorgung auf Grund des Reichsversorgungsgesetzes und der früheren Gesetze wird nur auf Antrag gewärhrt. Für die Umanerkennung, die von Amts wegen erfolgt, bedarf es eines Antrages nicht. Die Anträge sind schriftlich zu stellen oder mündlich zu Protokoll bei dem örtlichen zuständigen Versorgungsamt zu geben. auch wenn für die Entscheidung das Hauptversorgungsamt zuständig ist. Vom 1 September 19?“ ab wird die bisher den Pensionsregelungsbehörden obliegende Anweisung usw. der zahlbaren Militärvensionen und Versorgungsgebührnisse von den Versorgungsbehörden übernommen. Die Anweisung usw. erfolgte dann bei den nach dem Reichsversorgungsgesetz vom 12. Mai 1920 und nach dem Altrentengesetz vom 18. Juli 1921 bewilligten Bezügen durch die Versorgungsämter und bei den nach den übrigen Militärversorgungsgesetzen bewilligten Gebührnissen durch die Hauptversorgungsämter. In der Abhebung der Gebührnisse bei den zahlenden Kassen tritt hierdurch keine Aenderung ein. Ueber * Liebe erweckt Liebe. Originalroman von H. Courths=Mahler. Nachdruck verboten. Die Schwestern hatten verstohlen gekichert. „Aber Mama! Hans Ritter ist so schrecklich langweilig, so ernst und so gründlich. Es ist schwer, ihn zu fesseln. meinte Lorchen. „Wenn es leicht wäre, brauchte ich Euch nicht erst Verhaltungsmaßregeln zu geben. Aber bedenkt, daß Ihr immerhin Chancen habt, eine glänzende Partie zu machen. Ich habe beobachtet, daß er sich selten mit einer anderen Dame beschäftigt, die für ihn in Frage käme, außer mit Euch. Also seid klug, nützt Eure Chancen.“ „Und wenn uns nun Fee dazwischen kommt?“ fragte Bärbchen. Die Hofrätin schüttelte den Kopf. „Er hat sie ja schon öfter in unserem Hause gesehen, aber sie hat keinen Eindruck auf ihn gemacht. Er spricht nur selten ein höfliches Wort mit ihr, während er mit Euch oft scherzt und lacht. Also vernünstig, Kinder!“ Damit schloß die Hofrätin ihre Erne#hnung. 2. Kapitel. Hans Ritter stahl sich fort aus dem geselligen Treiben, das in den beiden Festsälen des Hofrats Schlüter herrschte. Er konnte nie großes Gefallen finden an dem bunten Durcheinander einer Gesellschaft. In seiner harten, entbehrungsreichen Kindheit und ersten Jugend war er im Herzen ein Einsamer geworden, ein Meusch, der in sich selbst Genüge findet, weil er es von früh auf in sich finden mußte. Dieses Muß war ihm schließlich zur lieben Gewohnheit geworden und in dem fröhlichen Treiben überkam ihn oft die Sehnsucht nach einem Alleinsein mit sich selbst. Früher, als er noch außerhalb des Gese#schaft kreises stand, dem er jetzt angehörte, hatte er oft Sehnsucht nach dem bunten Treiben gehabt. Aber jetzt, da er dazu gehörte, da er eine glänzende Lebensstellung einnahm und durch eigene Kraft reich und unabhängig geworden war, jetzt, da er sich durch anstrengendes, unermüdliches Schaffen und durch geniales Erfassen des Augenblicks auf eine Höhe emporgeschwungen, die ihn weit über seine ursprüngliche Sphäre hinaushob— jetzt wußte er, daß sein Sehnen in diesem Treiben keine Erfüllung fand. Sein Einsamkeitsbedürfnis bestätigte ihm das. Es kostete ihm jedesmal Ueberwindung, einer Einladung Folge zu leisten. Er tat es auch nur, weil er sich selbst zwingen wollte, sich in jeder Lebenslage, in jeder Gesellschaft zurechtzufinden und zu behaupten. Niemand hätte ihm anmerken können, daß er sich im Innern unfrei fühlte in der Gesellschaft, daß er ein Empfinden hatte, als bewege er sich ungeschickt. Das war durchaus nicht der Fall. Er gab sich im Gegenteil ganz gewandt und sicher und beherrschte die guten Fermen tadellos. Nur er selbst war sich bewußt, daß ihm diese gesellschaftliche Sicherheit nicht aus der Kinderstube mit auf den Weg gegeben, sondern später in strenger Selbsterziehung von ihm erworben worden war. Niemand wäre auf den Gedanken gekommen, daß Hans Ritter sich nicht ganz selbstverständlich in den besten Formen bewegte. Er selbst war sich des Zwanges bewußt, den er sich auferlegte. Wie ein neues Kleid trug er sein Benehmen, das ihm zwar nicht unbequem, aber doch ungewohnt war. Dieses neue Kleid saß ihm vorzüglich und ließ ihn elegant erscheinen, aber es war ihm doch nicht so behaglich wie im Hausrock. Heute hatte er wieder einige Zeit seine gesellige Pflichten erfüllt, und nun sehnte er sich nach einigen Minuten des Aufatmens, des Alleinseins. Bärbchen und Lorchen hatten ihm, den Ermahnungen ihrer Mutter folgend, abwechselnd Gesellschaft geleistet, aber nun hatte die Tanzlust die jungen Tamen erfaßt und sie waren untergetaucht in den fröhlichen Reigen. Die Hofrätin tronte in einem der Nebenzimmer im Chor der Mütter und die Schwestern benützten ihre Abwesenheit im Saa fahnenflüchtig zu werden. Hans Ritter konnte nicht tanzen, da hielten es die tanzlustigen Mädchen nicht mehr an seiner Seite aus.— Langsam ging er an den tanzenden Paaren vorüber. Er hätte sich wohl mit seinen achtunddreißig Jahren noch zu der tanzlustigen Jugend rechnen können, und vielleicht hätte er gerne die eine oder andere im: Tanz umschlungen, wenn er nur des Tanzens kundig gewesen wäre. Aber in seiner Jugend hatte er keine Zeit gehabt, Tanzstunde zu nehmen, und später— da war er sich schon zu alt dazu ersch'enen.— Seine Augen ruhten jedoch wohlgefällig auf den graziösen, eleganten Frauen und Mädchen, die so leicht beschwingt über den blanken Fußboden dahinglitten. Er hatte schon damals eine große Vorliebe für schöne, elegante Frauen gehabt, als er noch für ein bescheidenes Monatsgehalt auf dem Kontorschemel saß, hinter seinem Pult in dem Kassenzimmer des großen Bankhauses. Schon damals war stets ein seltsames Sehnen in ihm erwacht, wenn er seidene Frauenkleider rauschen hörte, wenn er elegante Frauen, in kostbare Pelze und duftige Spitzen gekleidet, an sich vorühergeben sah, oder wenn er einen schmalen, elegant beschuhten Frauenfuß auf dem Trittbrett eines Wagens erblickte. Dann hatte sein Herz geklopft, vor seinen Augen war ein rosiger Nebel gewesen und er hatte sich in leuchtenden Farben ausgemalt, wie es sein müsse, wenn man solch ein zartes, seines, wohlgepflegtes Geschöpf in den Armen halten könne. (Fortsetzung folgt.) die neuen Anschriften der bisherigen Pensionsregekungsbehörden gibt jede Versorgungsbehörde, amtliche Hauptfürsorgestelle oder Fürsorgestelle auf Wunsch bereitwilligst Auskunft. Bis zum Bekanntwerden der neuen Anschriften können Schreiben an ehemalige Pensionsregelungsbehörden auch unter ihrer, dem Versorgungsberechtigten bekannten bisherigen Anschrift abgesandt werden. Die Zentralstelle des Hauptversorgungsamts Münster ist im Borromäum, Domplatz=9 untergebracht. Fernsprechnummer 272, 3120, 3126 und 3127. Das Versorgungsamt Coesfeld befindet sich in der Neutorstraße Nr. 2 und ist unter Fernruf 98 zu erreichen. Aus Stadt und Amt Rheine Donnerstag, den 29. Sept. 1921. Die Franziskuskeiee in Rheine. Zur 700jährigen Jubelfeier der Gründung des 3. Ordens durch den hl. Franziskus veranstaltete die hiesige Tertiarengemeinde am letzten Sonntag einen wohlgelungenen Franziskusabend, der wegen des starken Andranges am Montag wiederholt werden mußte. An beiden Abenden war der große Saal des Gesellenhauses von Franziskusfreunden gefüllt.„Franziskus unser Führer“ war das Thema, das bei der Festseier durch Lied, Gedicht. Rede und Festspiel behandelt wurde. Der von Herrn Lehrer Müller geleitete Gesellenchor verschönte mit zwei passenden mehrstimmigen Liedern das Jubelfest. Im übrigen waren die Darbieter des Abends ohne Ausnahme Mitglieder der hiesigen Drittordensgemeinde, die bei der letzten Mission gegründet, sich in stiller Franziskusarbeit bis heute zur stattlichen Zahl von 378 Mitgliedern entwickelt hat. Wenn das 700jährige Bestehen des 3. Ordens auch bereits durch die herrlichen Gnadentage der hl. Ererzitien, die der Kapuzinerpater Hugo vom 5. bis 12. Juni hielt, gefeiert worden war, so glaubten die hiesigen Tertiaren aus Anlaß eines so seltenen Jubiläums doch auch einmal mit einer weltlichen Feier, die gewiß eine große Ausnahme bleiben soll, an die Oeffentlichkeit treten zu dürfen. Und es wird ohne Zweisel der Franziskusabend auch hier dazu beitragen, um ein wenig mit den Vorurteilen aufzuräumen, die leider noch vielerorts und auch hier in Rheine Unkenntnis und Voreingenommenheit der Gründung eines eigenen Ordens für die Weltleute durch den seraphischen Vater entgegenbringen. Denn unsere moderne Zeit, so fährte auch der Festredner P. Theodosius O. Cap. aus Münster aus, die in ihren Gebrechen und ihrem Elend so große Aehnlichkeit hat mit der Welt im 13. Jahrhundert, bedarf eines Führers, eines Franziskus, der sie wieder lehrt, das Wort vom„Dienen“, das Wort der Armut und das Wort wahrer Nächstenliebe zu verstehen und zu üben. Von der Ueberkultur müssen die Menschen wieder heimkehren zur Einfachheit, zur Liebe der Natur, deren kindlicher, verständiger Freund der Heilige von Assisi war. Eine kleine Erinnerung daran brachte auch bei der Festfeier das herrliche Sopransolo„Das Grillchen", vertönt von C. Löwe. Immer besseres Verstehen und treue Gefolgschaft des Armen in der braunen Kutte, so lautete die Mahnung des Festabends. Leider scheint es, daß der hl. Franziskus in unseren Tagen mehr Freunde und Verehrer findet, so meinte der Festredner, bei den Protestanten als bei den Katholiken. Möge die 700jährige Jubelfeier hier und an vielen Orten dazu beitragen, echten Franziskusgeist wieder wachzurufen und der Mahnung zu folgen, mit welcher der Franziskus in der gut gespielten, weihevollen Festaufführung seine Rolle ausklingen ließ: „Kommt, Brüder, Schwestern, helft mir nun erbauen Der hl. Armut großen Weltpalast, Der alle Kinder meiner Sehnsucht faßt, Auf daß mein Erbe bis zum jüngsten Tage Die Kirche Gottes auf den Schultern trage.“ Die nächste Trittordensversammlung mit Neueinkleidung, Ablegen der Profeß und Predigt findet statt am Sonntag, 2. Oktober, nachmittags 4 Uhr, in der Petrikirche. Neuanmeldungen uns Auskunft beim Leiter des 3. Ordens, Kaplan Sievert, Kirchplatz 8, oder auch bei der Vorsteherin, Lehrerin Frühling, Salzbergener Straße 8. ()Rheiner Hilse für Oppau. Gestern wurden als weitere Spende für die Hinterbliebenen der Verunglückten der Oppauer Katastrophe bei uns eingezahlt: von B. B.„.39 4 Bisher gingen ein 140 4 Zusammen 200 Die Geschäftsstelle der„Münsterländischen Volkszeitung", Bahnhofstraße 2, nimmt weitere Spenden gern entgegen. Rheiner Eisenbahnversonalien. Versetzt wurde Betriebsassistent Naber von Bochholt nach Rheine. Die Prüfung zum Eisenbahnsekretär bestand Eisenbahnassistent Rheine; die Prüfung zum Werkmeister bestand der Reserve=Lokomotivführer Coners in Rheine. + Eine Familie von 3 Personen gebraucht jährlich 70 000 Mark. Einen Beweis für die Angenauigkeit der Reichsinderziffer bringt die letzte Nummer des Organs des Reichsverbandes der deutschen Breie die, Her Phae, Przgl= Bein au einen ames; wie zuvor zu uns stebt, richtet an alle deutschdenkenden und Shwestern die herzlichste Bitte: Helft uns durch Gaben furchtbare Elend zu lindern! Denn das Schicksak Oberschlesiens ist für das Deutsche Reich von allergrößter Bedeutung. Jede Spende, auch die geringste, wird von der Ortsgruppe d. V. V. heimattr. Oberschlesier dankend angenommen. Kleidungsstücke (auch getragene) werden auf Wunsch abgeholt. + Die Erhöhung der Personentarise. Wie vor einiger Zeit schon mitgeteilt, werden die Fahrpreise auf den deutschen Reichseisenbahnen voraussichtlich ab 1. Dezember wiederum um 30%5 erhöht werden. Die Schnellzugszuschläge werden dann betragen: Zone 1:—75 Kilometer 10 Mark in der ersten und zweiten Klasse, 5 Mark in der dritten Klasse; Zone 2: 76—150 Kilometer 20 Mark in der ersten und zweiten Klasse, Zone 3: über 150 Kilometer 30 Mark in der ersten und zweiten Klasse, 15 Mark in der dritten Klasse. Die Erhöhung erstreckt sich ferner auf die Fahrvreise für Hunde und auf sämtliche Arten von Zeitkarten, und zwar werden bei diesen die vom 1. Sevtember ds. Is. ab geltenden Sätze des Notstandstarifs gleichfalls um 30 v. H. erhöht. Die Erhöhung der im Personen= und Gepäcktarif enthaltenen Gebührensätze sowie des Geväck= und Expreßguttarifs wird noch besonders geregelt. Von der Eisenbahnverwaltung werden letzt schon Vorbereitungen getroffen um die Durchführung der Erhöhung der Personentarise bis zum 1. Dezember sicherzustellen. = Das Versicherungsamt der Stadt Rheine schreibt uns: „Nach einer Mitteilung des Herrn Reichsarbeitsministers greift die durch das Gesetz vom 29. Juli ds. Is.(Reichsgesetzblatt Seite 1189) erfolgte Erhöhung der Beiträge für Wochen= und Stillgeld auch in denjenigen Fällen Platz, in denen die Entbindung vor dem 6. August ds. Is. stattgefunden hat. die Bezugsdauer für die genannten Leistungen am bezeihneten Tage aber noch läuft. Für die Zeit bis zum 6. August ist daher in Fällen der gedachten Art Wochen= und Stillgeld nur in dem bisherigen niedrigen von da ab aber bis zum Ende der Bezugszeit in dem erhöhten Betrage zu zahlen.“ * Umtausch zerrissener Geldscheine. Man findet ziemlich allgemein die Meinung vertreten, daß beschädigtes oder zerrissenes Papiergeld von der Reichsbank für den vollen Wert angenommen oder umgetauscht werden würde, sobald die Nummer des Geldscheins noch vorhanden sei. Diese Ansicht ist, wie uns die Reichsbank mitteilt. nicht richtig. Bei der ungeheuren Menge des im Umlauf befindlichen Paviergeldes ist die Nummerkontrolle nur in den seltensten Fällen möglich. Die Bedingungen für den Umtausch zerrissener oder beschädigter Reichsbanknoten, Darlehnskassen= oder Reichskassenscheine ist dann erfüllt, wenn deutlich erkennbar mehr als die Hälfte des Scheines eingeliefert wird. Beträgt keiner der vorhandenen Reste mehr als die Hälfte so muß ersichtlich sein, daß die vorgelegten Teile ein und demselben Stücke angehören. Demnach sind Scheine, mit oder ohne Nummer von denen nur noch die Hälfte oder weniger vorhanden ist, gänzlich wertlos. Die von der Reichsbank zu ersetzenden Scheine müssen gehörig geklebt sein. )) Hauskollekte in Rheine. In diesen Tagen wird die zugunsten der kathol. Kirchengemeinde Cobbenrode für einen Kirchenneubau vom Herrn Oberpräsidenten bewilligte Hauskollekte bei den katholischen Einwohnern von Rheine abgehalten werden. Die Gemeinde ist aus eigener Kraft nicht imstande, den Bau auszuführen. Wir möchten nicht verfehlen, auf die Kollekte hinzuweisen und hoffen, daß die kathol. Einwohner der Kirchengemeinde ihre Hilfe nicht versagen werden. Unterrichtskurse in Deutsch, Englisch, Spanisch und Kurzschrift(System Stolze=Schrey) für das Winterhalbjahr vom Oktober bis April hält der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband, Ortsgruppe Rheine, ab. Es können auch Nichtmitglieder daran teilnahmen. Für die Fremdsprachen ist Herr Studienrat Dr Eckhardt und für die Kurzschrift Osterholt gewonnen. Wegen des Unterrichtes für Deutsch schweben mit einigen Herren noch Unterhandlugen. Weitere Auskünfte erteilen gern Buchhandlung Hinken, Ibbenbürenerstr. und der Vertrauensmann Alfred Müller, Bentlage 37. Das schöne Kind betitelt sich ein Preisausschreiben, das von der Leinziger„Illustrierten Zeitung“ erlassen wird. Im Zusammenhang mit der von dem genannten Blatt geplanten Sondernummer„Das Kind“ sollen das schönste Baby. das schönste Mädchen und der schönste Knabe mit je 1000 Mark preisgekrönt werden. An dem Wettbewerb kann sich jedermann beteiligen. Die mit einem Kennwort versehenen Photographien der Kinder sind bis zum 10. November an die Schriftleitung der Illustrier= ten Zeitung in Leipzig, Reudnitzer Straße—7, einzusenden. Namen und Aller des Kindes. dessen Angabe nach Jahren und Monaten von besonderer Wichtigkeit ist, sind mit der Adresse des Einsenders in einem verschlossenen Kuvert, das das gleiche Kennwort trägt, mitzuteilen. Falls die Photographie nicht das Kind zeigt, wie es gegenwärtig aussieht, ist anzugeben, wie alt es war. als die Photographie ausgenommen wurde; doch muß die Aufnahme nach dem 1. Januar 1918 hergestellt worden sein. Nur Kinder bis zu zehn Jahren sind zum Wettbewerb zugelassen. Hefte, die alles Nähere bezüglich des Preisausschreibens enthalten, sind schon jetzt durch jede Buchhandlung zu beziehen.— „ Buer, 26. SeiPeter Borst aus aus Vu marck", Schacht=5, unter herabfäll als Leiche geborgen werden.— Auf diesell im Grubenbetriebe der Zeche„Bergmannsglück“ der alte Bergmann Johann Lesinski aus Buer=Hassel. „“ Dortmund, 26. Sept. Unzufriedene Bergarbeiter. Eine Betriebsrätekonferenz, die von zwölf Schachtanlagen des Dortmunder Bezirks besucht war, befaßte sich mit der der Teuerung. In einer Entschließung werden die Verbände und Parteien aufgefordert, bis zum 30. Sept. klare Antwort zu geben auf die Fragen, die durch eine ganze Anzahl Bergarbeiterversammlungen gestellt seien. Im Falle#r####m, nung werde man über die Köpfe der Führer hinweg die Zasammenfassung der Arbeiter in Angriff nehmen. Dortmund, 26. Sept. Ueberfahren und getötet. Scharnhorststraße wurde der 1½jährige Sohn des Eisenarbeiters tster. Dus Lind belzuch, fwägrend Ppeggssgind an der Haus Bruders. Dieser hatte sich, wichrenv er das Kind an der Hans mit sich führte, an einer Kette am Wagen zu schaffen gemacht, die zwischen Vorder= und Hinterad herunterging. Dabei kam sein Brüderchen zu Fall und wurde überfahren. (( Heeren=Werwe, 26. Sept,.,pehorhon, gegen 6 Uhr ereignete sich auf der, Nevengewinnung der Se anlage 2 der Aktiengesellschaft Hönigsborn ein bedauerlicher Unglücksfall mit tödlichem Ausgang. Der erst 18 Jahre alte Kohlen schlepper Kasper Steinbacher geriet auf der Verbindungsbrücke vom Kohlenturm bis zur Kokerei so unglücklich zwischen terwagen, daß er sich schwere innere Verletzungen zuzog: gr per: schied nach einer Viertelstunde. Der Tote wurde in die halle der Schachtanlage gebracht. St. und sein ebenfalls auf der Kokerei beschäftigter Bruder waren vor sechs Monaten aus Ungarn gekommen. Die Mutter der beiden, eine Witwe, verlor durch diesen Unglücksfall wieder einen iheer Ernährer. Turnen und Sport. Leichtathletische Erfolge des F. C. Vorussia. Bei den vaterländischen Kampfspielen in Emsdetten gn 13. Sept. 1921 errangen bei einer ansehnlichen Teilnehmerzah! Leichtathleten des F. C. Borussig. folgende Preise: Jahrgang 06—07: Kieselbach: 75 Meter=Lauf und Weitsorung den 1. Preis, Kugelstoßen den 2. Preis: Ossege, Josef: Kugelstoßen den 1. Preis, 75 Moter=Lauf und Weitsorung den 2. Preis: Bever. Ar tonius: 75 Meter=Lauf und Weitsprung den 3. Preis. gang 03—95: Rosentahl belegte im 100 Meter=Louf den 2. Platz. Jahrgang 1882—02: Beim 109 Rerer Lauf in der Mittelrunde Kürzte leider der vielveripreche gestiz, haute Hzer hui geg Im 5000 Meter=Lauf belegte Cuinzhaus ven. Platz. E. erreichte 300 Meter vor dem bekannten Langstreckenläuter Düren XV. Münster das Ziel. Eine Sportstiftung für die Opfer von Oppau. Trotz der wenig beneidenswerten finanziellen Lage. in der sich die Berliner Fußballvereine befinden, hat Les.„Verband Prandenburgischer Hallpehangesoze genzh besoh ziglichen Ueberschuß der Sonntagsverbanoswiere für die unguucklichen Ovfer der Opvauer Katastrovhe bereit zu stellen. Dieser ist in Höhe von 3000 Mark abgegangen. Vereins=Kalender Authol. Gesellenverein. Am Donnerstagabend.30 Uhn nd 8 Uhr sitzung.— Am nächsten Sonntaa morgen gem. hl. Kommunion in beiden Pfarrkirchen: abends 8 Uhr Familienabend: Lichtbildervortrag von einem Missionar über Afrika. Kathol. Geselienverein. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Anmedungen für die verschiedenen Kurse(Meister=, Deutsch und Rechnen. Diskussionsabend. Zeichnen usw.) bis zum 5. Oktober erfolgen müssen. Die Liste liegt beim Hausznrister auf.. 20 D. H. V. Jugendabteilung. Donnerstag. den 25. Sept., abends 8 Uhr Versammlung im Vereinsheim Blömer. Erscheinen aller Jungmannen dringend erforderlich. „Die 1 Dollar ein Totalisator“ = 132 Mark! ben an, das die Deutsche Buni in Betiin an einen amerianischen Geschäftssreund richte:, Verzigl gen z1. August 1921. derrn T. ..... Auf den weiteren Inhalt Ihres Briefes erlauben wir uns höfl. zu erwidern, daß die Kosten. welche die Lebenshaltung in Deutschland zurzeit erfordert. abhängig sind von der Größe der Familie und von den Ansprüchen, die gestellt werden. Eine Familie von drei Personen dürfte gegenwärtig zu ihrem Unterhalt eine Summe von 70000 Mark jährlich gesräuchen, wobei es ziemlich gleich bleiben dürfte. ob der Aufenthalt in Berlin oder Hamburg genommen wird. Im allgemeinen kann man sagen, daß das Leben in Deutschland augenblicklich ungefähr fünfzehnmal so teuer ist, als in der Vorkriegszeit Wird das Vier wieder teurer? Wie die Rheinische Wirtezeitung" erfährt, wird eine Erhöbung des Bierpreises durch die Brauereien für das ganze Reich angestrebt. und zwar soll sie noch vor dem Inkrafttreten der neuen Biersteuern vorgenommen werden. In den nächsten Tagen finden Verhandlungen zwischen den Brauereien und Wirten statt. Die Gastwirteorganisationen wollen sich gegen die neuen Belastungen des Gewerbes wehren. Prboinznachrichten. ( Emsdetten, 27. Sept. Großes Schadenseuer. Mitten in die Feier des Kriegerfestes hinein ertönten am Sonntagnachmittag die Klänge der Brandglocke und die Alarmsignale der Feuerwehr. Die Schreinerei der Frau Ww. Waterkemper, Borghorsterstraße, zurzeit vervachtet, stand in lichten Flammen. Die Spritzen der Wehr waren rasch zur Stelle. Der Hilfsbereitschaft der Nachbarn gelang es. die halbfertigen Möbel zu retten, die Maschinen jedoch und der im Hause lagernde große Holzvorrat verbrannten bis auf den im Nebenraum stebenden Motor. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 150000 Mark, da die Werkstatt mit Maschinen vorzüglich ausgerüstet war, und vollständig ausbrannte. Die Versicherungssumme beträgt etwa 38000 A. Als Entstehungsursache des Brandes wird Kurzshluß angegeben da gegen 5 Uhr in dem Bezirk plötzlich die elekrischen Lampen brannten. ) Münster, 26. Sept. Es war zu erwarten, daß die Modenschau, die die Firmen Scharwächter und Otto Liessem am Freitag nachmittag veranstalteten, eine große Anziehungskraft, namentlich auf das schönere Geschlecht ausüben würde. Doch wurden auch die weitgehendsten Erwartungen noch weit übertroffen durch den geradezu beängstigend starken Besuch, besonders auch von auswärts; Hunderte mußten lange vor dem eigentlichen Beginn wieder umkehren, da die großen Räume des Kaiserhofes bereits gefüllt waren. Allerdings: Die gezeigten letzten Neuheiten der Damengarederobe lohnten die aufgewandte Mühe reichlich. Was da an neuen Cape= und Pelzmänteln, an farbigen Gesellschaftskleidern in Seide und Seidensamt an wundervollen Stoffen in allen Formen, an geschmackvollen Hüten von den Mannequins gezeigt wurde, das Volten, teils Regenfall, sehr winzig, milde: 3, Okt.: menzg ver= mußte die schönheitstrunkenen Augen der Beschauer aufs höchste änvert; 4. Okt.: Sonne, Wolken, zoind, milde, strichweise negen: entzucken. Alle diese stitvonen Erzeugnisse der modernen Verlei9. Okt. veränderlich. nachts kalt; 6. Okt.: Wolken, milde, teils dungskunst zeugen aber nicht nur von dem sicheren Geschmack und Sonne:* Okt; vielfach Sonne milde teils Wolken: 8. Okt.: I der Erfindungsgabe ihrer Schöpfer, sondern sie sind auch— wenn man den Zeitverhältnissen Rechnung trägt— in Anbetracht ihrer Schönheit und Gediegenheit als durchaus preiswert zu bezeichnen. — Besondere Anerkennung verdient, daß bei der Veranstaltung auch der unglücklichen Opfer von Oppau gedacht wurde; eine Sammlung ergab für sie den Betrag von 650 K.— Alles in allem war die Veranstaltung ein voller Erfolg für die veranstaltenden Firmen. Die Todesstrafe für Getreideschieber? Der Verband der Getreide= und Futtermittelvereinigung Deutschlands hat als Spitzenorganisation des deutschen Getreidehandels an die Reichsregierung eine Eingabe gerichtet, in der verlangt wird, daß auf die unbefugte Ausfuhr von Getreide, Kartoffeln und ähnlichen wichtigen Lebensmitteln die Todesstrafe gesetzt werden soll. Wetter=Aussichten für mehrere Tage im voraus. 2. Okt.: Volken, teils Regenfall, sehr windig, milde; 3. Okt.: wenig veränvert: 4. Okt.: Sonne, Wolken. Wino, milde, strichweise Aegen; 1. Okt. veränderlich. nachts kalt; 6. Okt.: Wolken. milde, teils Sonne, 7. Nrr.. virlsuch Sonne, milde, teils Wolken; 8. Okt.: kaum verändert. Hilferufe der Oberschlesier. In letzter Zeit ist das oberSchlesische Problem gleichgültig hingenommen worden; ein jeder möge nur an die Worte des Herrn Reichsministers zurückdenken, welcher ausführte, daß falls die Entscheidung über Oberschlesien zu unserem Ungunsten ausfällt, Deutschlands Zukunft in tiefes Dunkel gehüllt wird und sicher dem Abgrund zusteuert. Denn cin Deutschland ahne Oberschlesien ist nicht lebensfähig. Ein nach Millionen zählendes Volk, welches sich mit Gut und Blut“ für das Deutschtum in Oberschlesien eingeletzt hat und noch fester tu. Berlin, 29. Sept.(Drabtber.) Bei der gestrigen Ente gegennahme der Börsenanfträge zeigte sich, daß die Kautlun des Publikums ungehindert fortdauert. Der Deslar wurde gehend mit 132 gehandelt. Der„Vorwärts“ schreib: Es kann nicht nur die milde Spekulation sein, die den Dollar immer meiter treibt. Welch: großen Kapitalskröfte sind da am Werk. Warum tut die Regierung nichts? Würde sie doch bei ihren greisen wirklich die Allgemeinheit hinter sich haben. Sie nicht dulden. dos liese zum Totalisator wird, an dem ganz Deutschland totger. dird. Produktionsbericht. wtb. Berlin, 29. Sept.(Drahtbericht.) Das Steigen und heftige Schwanken der Devisen machte sich auch am Produktonmarkte bemerkbar, indem die Tendenz dementsprechend auf und nieder schwankte Weizen ist infolge verstärkter Kanfaufträge der Mühlen teilweise über den gestrigen Preis bezahlt. Auch Roggenpreise, die gestern nachmittag auf 185 nachgegeben hatten, zogen mäßig an. Sommergerste in guten Sorten war außerordentlich knapp angeboten, sodaß der Bedarf mehr auf Wintergerste zurückgreifen mußte. Hafer wurde vornehmlich in Kahnlieferung mit 194 frei Berlin gehandelt. Für Waggonladungen sind die Offerten knapp. Weizenmehl war rubig, Roggenmehl bei anziehenden Preisen gebessert. Abschlusse in Mehl waren wegen der schwankungen sehr gering. Oel= und Hülsenfrüchte sowie Fülte##, mittel behaupteten ihren Preisstand. Bennmernste fh. eilt Sechrüiicem dnibent ver Aunt uerd Anteigen und Relat, mel Fesepe'kueppen, P ntio in Aheina. 2# Ointrin boherer Gapalten Ropiermauget, Veriagen der Lieferungsmuuch, wirt m Gerwühe für Bieserung gele stet andh richt für Paweigeg bezüglich Liaz und Taz. Kutnadme. Rücka lung der Bezugsgelder wungen ungenll, Mder, Leiserung Dr Autbenghruns und Zeüdkgete underlangtes Binlenbunges wich betes Gemübvemmen. Sethade ieteruex WUot en uis brauaguuer Mlühra OW Brauns, S b., Quedlinburg. Verlang. Sie Gratisbrosch Nr. Darfeld, 26. Sept. Vom eigenen Gefährt überfahren.) In der Nähe des Schlosses scheuten Donnerstag die Pferde des Landwirts Hubert Evomann. Dieser kiel vom leeren Wagen, und ein Minderwertige Nachahmungen des eit Jahrhunderten be liebten„Steinhäger“ werden seit einiger Zeit auf den Markt ge bracht Der echte, darch seine anregende Wirkung und die ihm innewobnenden heilkräftigen Eigenschaften welt berühmten gewordem „Steinhäger“ der Firma H W. Seblichte, Steinhagen, wird jetzt nm noch unter der Bezeiehnung„Schlichte“ serkauft, und ist dadarl leicht von Nahahmungen zu unterscheiden, was sicher von alles Freunden dieses beliebten Getränkes begrüßt werden wird. Mar achte auf den Krug mit dem Etikett Orisinal-Schlichte 1766“ Fer darr das sotide, hochwertige Seifenpulver schont und erhält Ihre teure Wäsche, macht sie fein sauber(ohne Zauber!) mit Rotband ist in den von früher bekannten Läden zu.25 Mk, das Paket zu haben: Für Wiederverkäufer ist LUHNS bei den bekannten Grossisten erhältlich. AITGAT KERTR Achtung! Achtung!# Die Filmoperette 5 „Die Banditen“ * aie Teig Kien „ Aiemannla- Lichtsplelen A# vorsefährt. 8 Bekanntmachung. Auf Beschluß der städt. Baukommissten sollen die Arbeiten für den Ausbau der Jobendürenerstraße von der Ellerstraße bie zur Stadtgrenze noch einmal auegeschrieben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Tiefdauamt der Stadt Rheine zur Einsicht ofsen und könren von dort sowelt der Vorrat reicht mit Ausnahme der Zeichnungen gegen Bezahlung von 10 Mi. bezogen werden. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Ausscheift versehen dis zom Eröffnungstermin am Mittwoch, den 5. Oktober er. vormittags 11 Uhr beim Tiefbauamt einzureichen. Zuschlagssrist 4 Wochen. Rheine, den 26. Sepiember 1911. Der Bürgermeister. Anordnung für den Amtsbezirk Auf Grund der Ziffer I Artihel2 des Gesetzes üder Maßnahmen gegen Wehnungsmangel vom 11. Mai 1921(N. G. Bl. S. 949) wird Ziermit mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten zu Münster für den Amisbezirh Rheine, bestehend aus den Gemeinden Elie, Mesum, Rheine linko der Ems und Rheinerechts der Ems, nachstehende Anordnung erlassen. S 1. Alle Hausbesitzer bezw. ihre Stellverteeter haben jede Wohnung oder vermietdaren Räume anderer Art inr erhalb 3 Tagen, nachdem sie gebündigt sind, oder fesisteht, daß sie aus einem sonstigen Grunde zu einem bestimmten Termin von dem bisherigen Inhaber verlassen werden, der Gemeindebehörde (Amtmann) anzuzeigen. Bis 31. März 1923 darf der Verfügungsberechügte über die Räume vorsiehend bezeichneter Oet erst verfügen, nachdem der Gemeindevorstand(Amtmann) erdlärt hat, daß er einen Wohnungssuchenden gemäß§ 4 der Wohnungsmangelverordnung für die Räume dem Vermieter nicht zuweisen wib, der eine Woche seit erfolgter Anzeige verstrichen ist, ohne daß der Gemeindevorstand(Amtmann) sich erklärt dat. Dieser Vorschrift zuwider abgeschlossene Mietverteäge sind rechtsungaitig, Vermieter, die dieser Vorscheift zuwide: handeln, unterliegen der im§ 10 des Wohnungsmangelgesehes festgesetzten Strafe. S 2. Vorsiebende Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Rheine, den 27. September 1921. Der Amtmann: Schulte=Westhoff. F. u. Borussla 08 Freitag, d. 30. Sept. " a b e n d s 8 U h r Versammlung der Jugendabtellung I..: Der Jugendobmann. Bontlage b. Rheine. Am Freitag, den 30. Sept. abends 8 Uhr Monats-Versammlung im Vereinslokal Bernzen, Tagesordnung i. Vereinslokal. Der Vorstand. Heute: Frischer Schellsisch Pfd..— Geilr. Heul Menerndh-Veren Kneine. Am Sonntag, 2. Okt. vormittags 11 Uhr, Lasehnain im großen Saale des Gesellenhauses. Tagesordnung: 1. Bericht über die Hauptversammlung d. Westfälischen Hauptvereins für Bienenzucht und Ausstellung in HalverKr. Altena. 2. Aufnahme noch aus ständiger Mitgliederin d. Imkergrnossenschaft des Kreises Steinfurt. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Ooiz=Herkauf. Am Samstag, den 1. Oktobernachm. um 4 Uhr, werde ich in Rodde im freiwilligen Auftrage eine Pariie Breunholz in Hausen eingetellt, öffentlich meistbietend gegen sofortige Zahlung verhaufen. Sammelstelle Kanalhasen Rodde. Joseph Vollmer, beeid. Auktionator. 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