4 Nonatlich zust dunch mnser: Auten ins Handk sewise ar dar Geschütäshalle ahrchalt.00 Ml, un voraus zastbar durch die Bost Ercders., Seie..— bik bientechäthrlich. Die M. A. Escheim Aiglich mit elsen den Saum und Falertage.— Druck und Vrlag den Slezs Altmappen in Rheine. Hauptgeschästsuelle und Redaktion: Bahnhofstraße 2. Ferusprachen N. 253.— Telazraun=Adresse;, Volkszeitung Rheine(Wests.) — Postschaskonte Cöln Nr. 48294.— Lostschlichsach Rheine Nr. 55.— A..„. 45b lallt Ree ecce ee Etelle wierd kane Laranie Abernaumen Fur Fetlax welhg dung Scee e Seeche er ccter Anzeiger für Stadt und Amt Rheine. Kautlich Giesem: Gr n Orzun des Zeutransturet. Wöchentliche Beilagen: Fur Unterhaltung:„Sonntagslese": für Landwirtschaft:„Feld und Garten“: für Sport and Jugendpflege:„Jung Rheine“ Maontag, den Id. August 1990. Der Mord un Erzberger Organisierte Mordtat einer Mörderzentrale? 45. Jahrgang Die gerichtlichen Feststellungen.“ #e Freiburg, 29. August.(Drahtber.) In dem Amtsaoricht Oberkirch hat heute vormittag eine eingehende Beratung der muorheten in Opeiaen ungenchnnen weder. d bu. r. Srsthertaer ersgasen gzste zur den schmerverietzten Ahgordueten Sase heasce. esiens chercehel sche Judivniduen verhastet, die dem Abgeordneten Hige gaud wei wurdenz sie haben jedach mit der Tat nichs der etelt nete Diez ist in seine Heimat am Bodensee zurückgekehrt. Die Mörder Moörder Creibergeng“ 29 August.(Drahtber.) lieber die beiden ese isesce es escele e. an. erhailter Nahrbof werdächtig genacht bat Er Beuron auf mo sich G Er tauchte dann wesissal da dustzein, als ob der Mörder sein Opser süändg Talsachen hekacht: Vor einigen Lagen sohren zwei jüngere Herren Sestsese es e e Keien ie sche jeklos einen politisch sehr fähigen Kopf, einen Mann mit originellen Ideen und großer Energie, die er leider oft gewalttätig und parleipraktisch ausnutzte. 100 000 Mark Belohnung. Priaitksit Bseiger= Vorgaung der von der„Ladschen Pese verder Redattion i. Freitag mittag noch vor 1 Uhr wurde in Gragt ob det#lephonisch von einer männlichen Stimme angeDas gscho über ein Attentat auf Erzberger bekannt sei. Das geschay zu einer Zeit— eine halbe Sunde nach der Tat— aun. Die SatsanmlscheisFae Lisergei zut Sunden oier Puen aucd der valtlich, Moad als Mitck dlent urd be 6 genamen en dat diese Spur natürlich sofort auf— wtb. Berlin, 29. Aug.(Drahtber.) Reichskanzler Dr. Wirth hat im Namen der Reichsregierung folgendes Telegramm an die badische Staatsregierung gerichtet: Die Reichsregierung hat mit Rücksicht darauf, daß bei der Ermordung des Abg. Erzberger die Möglichkeit eines politischen Mordes gegeben ist, eine Belohnung von 100 000 Mark für die Ermittelung der Täter oder der Anstifter ausgesetzt. Für die Verteilung ist die badische Landespolizei in Karlsruhe zuständig. Die Presse zu dem Meuchelmord. „Aug.(Drahtber.) Einstimmig sprechen alle Blätter tiefe Entrüstung über den feigen Meuchelmord an Ersnicht sur F. und befürchten schwere Erschütterungen für das nicht zur Ruhe kommende deutsche Vaterland. Die Blätter von izischan Marig bis zur„Roten Fahne“ sprechen von einem voptord, nur die Rehtspresse will selbstverständlich abDie„Germania“ schreibt: Die Tat ist die Folge der unden Heite der Reichsparteiene und Verleumdung zurickschreckenMordist ihr Werk. Erihen und ibrer, Presse. Dieser volitscher Mordz ist ihr Werr. Erzverger wußte seit langem, daß ihm aus seiner Gegner nach dem Leben getrachtet wurde. Seine Befürchtungen haben ihn leider Gottes nicht betrogen. Radchssen der derss btnaftklärt, daß die Mordtat an den Rockschößen der Deutschnationalen hängen bleiben werde. Der„Vorwärts“ schreibt: Die deutsche Arbeiterschaft wird sich gegen diesen Faszismus zur Wehr setzen. Sie wird sich immer vor Augen halten, daß diese Mordtat erwuchs auf dem Boden der von den gesamten Rehtsparteien getriebenen Agitation. Gegen diese Parteien wird sich der Kampf der Arbeiterschaft richten, der schonungslose, erbitterte Kampf. all die Fattoren.“ i an srdert den, schärften Kampf gegen wissen haben.“, die ven Mord an Erberger auf dem GeWdier en beiskes Preichefr ie ehesfest aun ein Soeiel dar Eiden Seimei. sal Paesleist garen s istein volicher Mord. Schon einmal, in Berlin, in Erzverger von einem jungen Burschen angehalten worden, dem der unwählerische Kampf der Rechten gegen Erzberger den Kanf. verdreht hatte, und der in Leiger, Verslendung meinte, ein gutes Werk zu tun. Die Art, nun das naciogzer verfolote, war ein Verbrechen, und es hai nun das noch Bösere geboren: einen Mord. Die„Bestf. Allg. Volksstg.“ Fhreibt:„Wenn berger ein m politischen Anschlag zum Opfer fiel— und es ist Ein solcher Tod hat eine klare Bedeutung. Wir verstehen diese Bedeutung. Hoffen wir, daß sie auch in London, Rom und Washington verstanden wird.(!)— Der„Petit Parisien“ schreibt: Dieses neue politische Verbrechen scheint eine der EtapBshane graticnatstischen Reattion zu sein, die zenseits dess Ein deutschnationaler Strafantrag gegen die Freiheit. Peisegetioneten, Halsegertei hat oecen die Schrfikeitung der Erzbergers Lebensgang. surdhe er grsit a2 ahan list vom Wapssagstieur in Stuttgart. 1903 wurde er, erst 27 Jahre alt, vom Wahlkreis Biberach=Leutkirch=Wengen. in den, Reichstag gewählt. Dies veranlaßte ihn, nach Berlin uverzusiedeln, wo er bis zum Ausbruch des Krieges eine Zentrumskorrespondenz herausgab. Die erbitterte Feindschaft der Rechtsvartzien hobzdgmals an, als er die Friedensresolution vom 19. Juli 1917 im Reichstage durchsetzte und damit sich ganz für den, Verständigungsfrieden einsetzte. Von diesem Augenblick an verfolgt ihn der Hab, Serne speun che und Chanvinisten. Als Staatssekretär ohne chae Setinttrat Erzberger dann in das erste deutsche valamentarische Kabinett ein, damals, als Prinz Mar von Baden Reichskanzler war. Als Führer der deutschen Waffenstillstandskommission ging er nach Frankreich. Die Unterschrift, die damals Erzberger auf Geheiß der Obersten Heeresleitung unter das furchtbare Dokument setzte, verdoppelte, ja verdreisachte die erbitterte Gegnerschaft der rechtsstehenden Kreise. Auch r der Revolution blieb Er##erger an der Spitze der Waffenstillstandskommission, bis er später als Re finanzminister und Vizekanzler dem ersten nachrevolutionären Kabinett angehörte. Erzberger fand eine ungeheure Arbeit vor sich: die Sanierung der Reichsfinanzen. Er ging mit Mut an diese Arbeit heran. Der großzügige Gedanke seiner Reichsfinanzreform mit der Vereinheitlichung des Steuerwesens wird immer eine Tat bleiben, wenn auch bier und da die praktischen Erfolge bis in ihre Einzelheiten den gehegten Hoffnungeg nicht entsorechen Soviel aber steht fest, daß Erzberger mit der Vereinheitlichung des Steuerwesens der Einheit des Reiches gedient hat. Seine Steuervolitik brachte seinen schärfsten Gegner den ehemaligen Schatzsekretär Dr. Helferich auf den Plan. Dieser Kampf wurde zum persönlichen Kampf beider Kontrahenten. Er führte zu dem langwierigen Helfferich=Prozeß, der wiederum Fortsetzung fand in der verschärften Gegnershaft der gesamien Rechten und vor allem in den Schmähungen der Rechtspresse. Erzbergers politische Tätigkeit hat ihm viel Feindschaft zugezogen, hat ihm viel Feinde geschaffen, aber auch viele Freunde haben ihm immer zur Seite gestanden. Ein grausames Geschich hat ihn jäh aus dem Leben gerissen. Die Zentrumspartei aber wird stets seiner Verdienste eingedenk sein, deren sich Erzberger in der langen Zeit seiner parlamentarischen Arbeit unzweiselhaft erworben hat. Der Weg in den Sumpf! Sesh e she ise ese Keslehise ersheicht die asier Sugastshate Verischung besaden sch in den Günden der Statz. Obernsirchen Dienstverwesers des Amtsgerichtes Offenburg wurden zwei Individuen verhaftet, die dem AbPeorPricher au dahege eet wurden. Sie haben jedoch mit der . Die Berliner Kriminalpolizei beschäftigt sich bereits seit Anfang Juli mit der Verfolgung eines jungen Mannes, der in einem zufälligen Gespräch mit einer Berliner Persönlichkeit, die ihn nicht 9 den Harkent, Diese Neuterzucg suche Erzberger und schieße ihn über )., eirigsten Nachiorschungen. Manns, desen, Name trotz der „ eifrignen Nachforschungen nicht festgestellt werden konnte, war schon damals Erzberger unterbreitet und ihm geraten worden, auf seinen Spaziergängen niemals ohne Begleitung menschenleere Gegenden außenfachenz..etung menschenlere Gege Ankunft von Berliner Kriminalbeamten. se Srihrigass.... Aus. raht her.) Am Sonntag sind dier ace wiig Shheamte aus Berlin mit Polizeihunden eingetrossen. Es wird sofort eine umfassende Streise durch den ganzen Schwarzwald vorgenommen werden. Die Trauerfeier am Sonntag. wtb. Oppenau, 29. Aug.(Drahtber.) Zu der am Sonntag nachmittag stattgefundenen Einsegnung der Leiche des Abg. Erzberger in der Kirche zu Oppenau hatten sich u. a. der badische Staatspräsident Trunk. der Reichspostminister Giesberts, der frühere Reichskanzler Fehrenbach, viele badische Landtagsabgeordnete, Vertreter der Fraktionen des Reichstages u. des Landtages eingefunden. Die Bevölkerung war in großen Scharen herbeigeeilt; zahlreiche katholische Vereine mit ihren Fahnen vertreten. Als Vertreter des Freiburger Erzbischofs war Domkapitular Weber erschienen. In feierlichem Zuge wurde die se, vom Frankenhause in die geschmückte Kirche übergeführt. Eine große Menge von Kränzen wurden am Sarge niedergelegt. Domkapitular Weber nahm die Einsegnung vor. Nach der Feier uberfühef: Leiche, nach Bieberach, dem Wohnorte Ersbergers, Der„Bund“ zue Ermordung Erzbergers. tu. Zürich, 29. Aug.(Drahtber.) Der„Bund“ schreibt zur Ermordung Erzbergers: Deutschland verliert in Erzberger zweiKaute Heslentes, 3— seige junger bis zum Erseh sanatsierter Die Verantwortung für diese Morde geht aber. dus kann niht deutlich genug gesagt werden, über den Kreis dieser Verbrecher hinaus und trifft, im einzelnen mehr oder weniger, die gesamte nationalistische Presse.“ „Aus Deutschland darf kein Balkan gemacht werden.“ Der Eindruck der Bluttat in Oesterreich. ter Lam3einzene, 3Va germ Drahtber.) Die gesamte Presse steht unter dem Eindrusk der Ermordung Erzbergers, die als ausgesprochenes pelitisches Verbrechen betrachtet wird. Die Blätter verurteilen die Fat aufs schärfste und befürchten die ernsiesten Folgen ue itichg für den inneren Frieden, sondern auch für die außenHards grsehie den vn. Die Reichspost saat: Alzuviel politische bte das neue Deutschland schon. Die Verwilderung des Parteikampfes und die Hitze der nationalistischen Leidenschaften in den letzten Kriegsjahren eine sehr gegensätzliche Rolle. Aber nicht ein nationales Erfordernis. Aus Deutschland darf kein Balkan gemacht werden.— In der Arbeiterzeitung heißt es: Erzberger spielte in den letzten Kriegsjahren eine sehr agensätzliche Rolle. Aber nicht seine Fehler und Verfehlungen, sondern gerade das Bedeutende und Anerkennenswerte in seinem widerspruchsvollen, stets regen Wirken bereitete ihm den Untergang. Erschreckend macht sich die verwegene, kein Verbrechen und keine Gewalttat scheuende Taktik des deutschen Rechtsbolschewismus bemerkbar. Der Eindruck im Auslande. Ausschlachtung der Mordtat in Frankreich. wtb. Paris, 29. Aug.(Drahtber.) Ueber die Ermordung Ersbergers schreibt„Libre Parole“: Harden fühlt sich nicht mehr sicher. Er stellt die Ausgabe der„Zukunft“ ein und begibt sich nach Amerika, unter dem Vorwande, dort Vorträge hälten zu wollen. Erzberger wird ermordet. Das ist der Zustand in Deutschland, zu dem Lloyd George sagt, Vertrauen zu haben. dem wir die wirtschaftlichen Sanktionen erlassen haben und dem die militärischen Sanktionen zu erlassen man uns morgen zwingen wird.— Der„Matin“ sagt, das sei der 115. politische den die geheime Militärorganisation seit dem Waffenstillstand begangen habe. Die Methode richtet die Männer. Die deutschen Militaristen seien keine Partei, sondern eine Mörderbande.— Das„Journal“ schreibt: Wir werden Ersberger nicht beweinen, denn er war in düstern Stunden zu sehr unser Feind, als daß, wir ihm jemals Sympathie entgegenbringen könnten. Wir bedauern es nur für Deutschland, daß so einer ltenen Staatsmänner verschwunden ist, die sich bemüht haben Deutschland aus den Meg des Friedens zu verhelfen. Zum Tode Erzbergers. Kein Wort ist scharf genüg, um das verabscheuungsw rdige Verbrechen zu brandmarken, dem der Abg. Erzberger zum Opfer gefallen ist. Hier darf nicht gedreht und gedeutelt werden. EinMann, dessen öffentliches Wirken von vielen angeseindet und bekämpft, von anderen in ehrlicher Ueberzeugung anerkannt und gefördert worden ist, hat den Kugeln verbrecherischer Gesellen zum Opfer fallen müssen, die den Wehrlosen an ersteckter Stelle anfielen. Es soll hier nicht der Untersuchung. die Klarheit und völlige Klarheit mit größter Beschleunigung zu bringen hat, vorgegriffen werden. aber es wäre, mehr als ein Zufall, wenn diese Mordtat sich nicht als pelitisches Verbrechen herausstellen würde. Wir fordern, daß alles aufgeboten wird, um unverzüglich jede auh nur mögliche Klarheit nicht nur über die Tat, sondern auch darüber zu schaffen, ob irgendwelche Zusammenhänge da sind, die die voreiligen Anwürfe derer bestätigen könnten, daß das volitische Verbrechen gegen Matthias Erzberger nicht nur di: Tat einzelner gewesen ist. Diejenigen aber, die die Kugeln gegen den unglücklichen Mann gerichtet haben, haben sie auch gegen das deutsche Volk gerichtet. Oder sind wir wirklich so weil im Sumpfe, daß diese Erkenntnis sich nicht durchdringen kann? Das deutsche die deutsche Volksgemeinschaft, ist von den Mordbuben. gerade in einer Zeit getroffen worden, wo die letztere verheißungsvolle Ansätze zur Verbreiterung ihrer Aufnahme in Deutschland genommen hatte. Gewiß, denen, die trotz alledem an das deutsche Volk und seine Zukunft glauben, kann dadurch der Wille zur Volksgemeinschaft nur gestärkt werden. Aber haben wir nicht im Kriege gelernt, daß auch der härteste Stahl nichts ausrichtet gegen Verleumdung und Niedertracht? Ist nicht diese einzige Heilslehre, die uns unsere Gegner als Gewinn aus dem Kriege gelassen haben, eindringlich genug, daß endlich auch Interesseneinseitigkeit und materieller Egoismus sich davor verkriechen müßten. Gerade jetzt geht, wenn auch vielfach in unfreulichen Verzerrungen, mit starker Kraft die Ueberzeugung durch weite Kreise unseres Volkes, daß wir uns die Ehre, die wir uns im Kriege gerettet haben, nicht nachträglich nehmer, lassen sollen. Die Lämpfer aus den Kriegsjahren, die doch am eigenen Leibe ein Stück Volksgemeinschaft durhlebt haben, findra sich in der Erinnerung an diese Zeit zusammen, und es ist nix zu bedauern, daß auch aus dieser Kundgebung deutschen Ehrbewüßtseins parteivolitische Einseitigkeit Gewinnst zu schlagen suchen.. Wie aber ist es möglich, daß die Ehre, die wir uns von unsseren Feinden nicht haben nehmen lassen, nun von ergenen Volksgenossen schamlos besudelt werden darf! Es ist das gute Recht, und es ist die Pflicht jedes Volkes.! das wie das deutsche führerlos geworden war, daß es sich seine Führer wählt und daß es sie verwirft, wenn es ihrer Führung nicht mehr vertraut. Diejenigen, die glauben, daß ihre Stimme dabei nicht genug zur Geltung küme, follen mit den Mitieln, Neues auls aller Welt. versagen, dann sollte es doch nicht Aborftüssig sein, den Gründen im eigenen Lager nachzugeben, zu. erforschen, woran es liegt, daß man den Gegner nicht versteht und von dem Gegner nicht verstanden wird. Dieser Wille zum gegenleitigen Versteben allein kann das Maß von gegenseitiger Teeandtoung grzeugen, das unersättlich ist, wenn Deutschland Richt rieser in ven Sumpf hineingeraten soll. Lohn- und Streikbewegungen. 29. Aug.(Drahtber.) Die Lohnbewegungen jetzt auf der ganzen Linie ein. Außer den Hausgewerbekreibenden und Fabrikarbeitern der Industrie, haben jetzt auch und technischen Angestellten in der Industrie Gehaltserhöhungen beantragt. Ebenso sind die städt. Arbeiter und Straßenbahner mit neuen Lohnforderungen an die Stadt verangetreten. wtb. Siegen, 29. Aug.(Drahtber.) Die Arbeiter der MeLenlizneyr Prie em Siegerland sind in den Austand getreten. Auf Abtimmunger„ gearbeitet, doch finden auch auf diesen scheinlich der g der gegen den Streit statt. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Ausstand sich weiter ausdehnt. Berlin, 29. Aug.(Drahtber.) Die im Deutschen Eisenbahnerverband organisierten Beamten und Arbeiter des Eisenktienehezicke Berlin beschlossen in einer Versammlung, rungen zu bebarten. Sie fordern den und dei idren VordeForderungen bis zum 1. Seotenber 4 Streikbeendigung in Straßburg. (u. Straßburg, 29. Aug.(Drahtber.) Der Streik ist beendet. Die Arbeit ist gestern wieder aufgenommen worden. Ersatz-„Sanktionen“ Frankreichs. ant ie une. rlegung der fälligen Milliarde fallen soll. Die militärische BeEeähterhalten. Run suche aber uss. Pird darten aufschtlich die Zolgrenze bereits anreich auch sein Einlenken bindie Aufhebung der„Sankts 3— umgeben, indem es als Ersatz mission zur Ueberwachnr au auren in Coblenz eine Komgur ta-#wuchung der deutschen Ein= und Ausfuhr einLudwig Thoma f München, 29. August. Der Schriftsteller Ludwig Thoma ist Frei# oßen in seinem Landhaus am Tegernse im 54. Lebenssahre Uebergriff der Hungersnot auf Weißruthenien. TI. Perlin, 29. August.(Drahtber.) Das weißruhenische Komitee erlaßr einen Aufruf, aus dem hervorgeht, daß die große Hesßenthensen gigbreitet, almchlich auch auf Die Lage in Indien. TU. London, 29. Aug.(Drahtber.) Die letzten in Simla eingeTelegramme versichern, daß die Lage in Südindien sich gebessert hat. In nalrutta haben sich keine weiteren Zwischenfälle ereignet. Die Truppen haben die Stadt verlassen, um der Garnison von Malabar Hilfe zu brinen. Keine Zurückziehung der amerikanischen Truppen am Rhein. hat. Frotz des Whschhusseg Jaa Serse,ets Washington wird gemelver: Trog des Abschlüsses des Friedensvertrages mit Deutschland wird die amerikanische Besatzungsarmee am Rhein nicht zurückgezogen, selbst dann nicht, wenn der Vertrag ratifiziert ist. Man glaubt hier, so berichtet eine französische Nachrichtenstelle, dem Wunsche Ausdruck, daß die amerikanischen Truppen in Deutschland bleiben mögen, um die Durchführung der Klauseln des Friedensvertrages zu sichern. Kämpfe zwischen christlichen und mohammedanischen Bauern in Serbien. tu. Belgrad, 29. Aug.(Drahtber.) Im Sandschak ist es zu blutigen Kämpfen zwischen christlichen Bauern und Mohammedanern gekommen. 35 Bauern wurden von der Gendarmerie getötet, sieben verwundet. Die Regierung hat Vorkehrungen zur Wiederherstellung der Ruhe getroffen. Englische und französische Kriegsschiffe in Lissabon. tu. Lissabno, 29. Aug.(Drahtber.) Die vortugiesische Regierung ist amtlich benachrichtigt worden, daß ein englisches Geschwader, bestehend aus vier Kriegsschiffen, von Gribalter kommend, demnächst Lissabon und Oporto anlaufen wird. Weiter werden auch drei französische Kriegsschiffe erwartet. räden. Oberbürgermeiss Sperlich, welcher infolge einer Zugversparung erst jetzt eintritt, enzbietet den Anwesenden herzlichen Willkommengruß der Stadt. Im Namen der gesamten Einwohnerschaft Münsters, der beiden städtischen Körperschaften und im eigenen Namen wünscht Redner der Tagung einen recht fördersamen Verlauf. Ein Vertreter der christlichen Gewerkschaften übermittelt den Anwesenden, besonders den Jubilaren die herzlichsten GlückwünscheVor allem dankte er der münsterschen Feuerwehr, welche bei Gelegenheit der Pulverexplosion in unserer Vaterstädt die Angehörigen der im Felde stehenden Mitbürger beschützten. * Im weiteren Verlauf der Tagesordnung wurden die Vorschläge Ausschusses zu den Wahlen für die Beisitzer, Rechnungsprüfer und für die Übungs= und Festausschüsse gutgeheißen, der Jahresbericht sowie Berichte über Feuerwehrkurse und Führerkurse, über nachbarliche Löschhilfe, Verbandssterbekasse, neue Satzungen der..=Unfallhilfskasse entgegengenommen. Mit Worten lobender Anerkennung gedenkt der Vorsitzende der 508 Jubilare, denen die Versammlung ihren Glückwunsch mit dem Dank für ihr vorbildliches Verhalten entgegenbrugt. Zugleich feiert man auch die beiden Jubelwehren Höxter und Münster, die mit der heutigen Feier auf ein 50jähr. Bestehen zurückblicken dürfen. Unter reger Anteilnahme erfolgte die Aussprache über die vorliegenden Anträge, die dem Ausschuß wertvolle Anregungen gaben. Es wird die Frage der Brandberichte eingehend geklärt; der einheitliche Gruß der Wehren bleibt: Gut Schlauch!" Der nächste Verbandstag im Jahre 1922 soll in Minden, am schönen Strand der Weser, stattfinden. Kam. Meyer übermittelt die herzliche Einladung der Mindener Wehr, zugleich in seiner Eigenschaft als Stadtverordneter die der städtischen Behörden. Die drei ausscheidenden Mitglieder des Ausschusses werden wiedergewählt. Besonders die Wiederwahl des verdienten Vorsitzenden, Herrn Franken=Gelsenkirchen, der trotz seiner 76 Jahre mit jugendlicher Frische und Tatkraft sein schwieriges Amt verwaltete; gestaltete sich zu einer packenden Kundgebung. Im Schlußwort dankt Herr Rechtsanwalt Becker=Gelsenkirchen der Leitung, vor allem dem Vorsitzenden, in herzlichen Worten, die von der Versammlung begeistert aufgenommen wurden. Zuletzt forderte der Vorsitzende auf, beizutragen für die Sammlung, deren Ergebnis den oberschlesischen Kameraden zugedacht ist. den„wilden“ Getreidehandel. Eine Handhabe gegen wucherische Aufkäufe. Forderung nach der Genehmigungspflicht für den Getreideaufkauf. Vorbereitungen für die Tagung des Völkerbundsrates. Olle Strer 9 gar: I Kaum ist durch die neue gesetzliche Regelung des Verkehrs Aus Stabrund Amt Khoine mit Getreide vom 21. Juni ds. Is. die Umgestaltung unserer Secher Tchertte. Brotversorgung am 16. August in Kraft getreten, als auch schon von wucherischen Getreideaufkäufern auf dem Lande, die die Aufbringung des Umlagegetreides durch die Landwirte gefährden und den Preis des freien Getreides auf eine unsinnige Höhe treiben, berichtet wird. Wie gefräßiger Heuschreckenschwarm stürzt sich das in der Kriegs= und Revolutionszeit aufgekommene Schiebertum gin., Paris, 29. Jug.(Drahtbr.) Havas meldet aus Genf: der Mitglieder des Völkerbundsrates war bereits in Sand####esen Umgebung. Graf Ishit leat in Genf die letzte Bund un sein Werk. Huysman berief für Sonnabend, die VerPolens und aitan berief für Sonnabend, die Ver6 endt,## auens susammen, um eine neue Grundlage für die Vervandiungen zu suchen. Leon Bourgeois befindet sich u. Saint=Cergue in der Nähe von Evian, das er heute verlassen wird iun deich Heut der Pähe Evian, das er heute verlassen mird, um nach wenf zu rommen. Balfour beendet seine Kur in Alle Mitglieder des Völkerbundsrates werden 1a g. 10 Moce-Einze)ie wird sich zum ersten Male Monweiß noch nicht im.oretar Geuf vartraten fassen durch wen sich Deutschland in Gens vertreten lassen wird, wenn es berufen wird, seine AnChanzrgsn, über, die oberschlesische Frage darzulegen. Man slaubt aver, verstehen zu können, daß Polen nicht darauf drinihm der Friedenspertrag Jecht zu erhalten, welches sein Vertrauen in den anräumt. Polen bat verstanden, daß es sich mit der Dare srat beweisen müssez, indem Montag, den 29. August 1921. Westsälischer Feuerwehrverbandstag in Münster. Der 31. Westfälische Feuerwehrstag, der 59. im alten Verbande, nahm gestern im schönen Saale der Statttt alle seinen glänzenden Verlauf 450 Abgeordnete von rund 400 Wehren sind aus allen Westfalengauen, von Ruhr und Lippe, Weser und Ems nach Münster geeilt, um in mehrtägigem kameradschaftlichen Beisammensein die alten Beziehungen untereinander neu zu knüpfen, welche doch durch die langen Kriegsjahre so plötzlich abgebrochen wurden, um das rege Verbandsleben, das sich nun wieder neu zu entfalten beginnt, äußerlich zum erhebenden Ausdruck zu bringen und mit neuem inneren Gehalte zu versehen. Die Tagung, deren Tagesordnung mit 21 Punkten in anerkennenswerter Ausdauer ohne Pause erledigt wurde, legte in ihrem Verlaufe beredtes Zeugnis dafür ab, daß opfermütiger Bürgersinn trotz der drückenden es Getreifefgsft den Weltmarktoreis überbietend. Der alte so4 lide Getreidehandel, der mit seinen früheren angestellten Aufkäufern arbeitet, steht diesem Treiben im allgemeinen fern Wenn auch er höhere Preise bietet, deren Steigerung sich aber in mäßigen Grenzen hält, so ist das in der Wirtschaftslage wohlbegründet. Denn es besteht eben in Getreide ein beträchtlicher Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage, der mit Hertreue Westfalen(die Wahlspruch gewahrt sich mit der Darsagat beweisen müsse, indem Deutschlands begnügen solle d Bespiel Die Entscheidungsschlacht in Kleinasien. Aug.(Drahtver., Ein Telegramm aus Athen bestätist die Nachricht, daß eine entscheidende Schlacht Wwisngen Griecken Türken stattfindet. e#en, 228, Ang.(Drahtber.) Nach einem Telegraun sein Haupiaugre Estischebir, wo König Konstantin Teil der Stadt zik vernichtel. Die Kämpfe in Marokko. dos Spapien. 2 Aug. Das„Journal“ berichtet aus Madrid. eine große Offensive in Marokko vorbereitet. Zwei gorgeben faslen unn Sia ab sdet die vom Osten und Westen ber sonlen, um die wevirge von Poujoujou zu säuhern. 30000 Mann und 150 Geschutze werden an den Overationen teilsehnen. ISag Vign Beiden in Asernge Operadilenenl Gl. K #ar Satab, daß opfermätiger Bürgersin: not der Zeit nicht ertötet ist, datz noch viele Wehren zählen 28000 Mitglieder) sich den haben: Gott zur Ehr, Dem Nächsten zur Wehr, Einer für alle, Alle für einen! Gelienfirchengende, Herr Frantenmit einleitenden Begrüßungsworten. An geladenen Ehrengästen waren erschienen, Herr Geheimrat v. d. Deecken, Dezerneut für das Preußis“= Feuerlöschwesen als Vertreter des plötzlich verhinderten Oberpräsidenten Wuermeling serner als Vertreter des Regierungspräsidenten Herr Oberregierungsrat Sceuner, Herr Justizrat Odenkirchen als Vertr ter des rheinischen VerbanSperlich. In den folgunn tich;### folgenden Begrüßungsreden mahnte Herr Geheimrat v. v. Deeaen zur Einigkeit und Tatkraft, nicht nur auf dem. Frandplatze, auf den Verbandstagen, sondern auch im politischen nampfe; Deutschland muß, will und wird leben. Landeshauptmann Dieckmann hob hervor, daß bei der Freiwilligen Feuerwehr, 1.„Gegensatz zum Zeitgeiste, zum Geiste des Eigensinns und der skrupetlosen Selbstsucht, in den Wehren noch der Geist des Opferwirte neben desschen Hingabe lebt und 3. neben gessen realer vollkswirtschaftlicher Bedeutung die Kraft der Jveale bettragen kann zur Wiedererstarkung des ganzen Volkes. Justizrat Odenkirchen überbringt die Grüße der rheinischen Kameder wilden Getreidehändler And-Aeu,ehetto, te, segr deg bgeitehe reellen Handels selbst ist deshalb die Forderung erhoben wor=den, den Getreideaufkauf genehmigungspflichtig zu machen, und die bäherische Regierung hat in ihren berannten Meinungsbern die haverische Regierung hat in ihren bekannten Meinungsverschiedenheiten mit Berlin sich diese Forderung zu eigen gemacht. Das Reich hat ihr auetbingzs nicht zzugestimmt, dech scheint es für die Landesregierungen trotzdem Möglichkeiten in vieser BeReich hat ihr allerdings nicht zugestimmt. für die Landesregierungen trotzdem Möglichkeiten in dieser Beziehung zu geben. Aus Württemb wird nämlich berichtet: In einem Erlaß an die Oberämter weist das(württembergische) Ernährungsministerium darauf hin, daß auch nach dem durch 37 Vor Um die Neidenburg. koman von Emmy von Winterfeld=Warnow. Nachdruck verboten. der Mühle stand ein Kreuz, wie die Raskolniken es verehrten, ein seltsames Kreuz mit drei Querbalken. Sie bedaupten, das Kreuz Christi habe noch einen kürzeren Balken oden als Stütze für den Kopf und unten einen solchen für den Kopf und unten einen ebensolchen für die Füße gehabt. Wo ein solches Kreuz aufgerichtet war, galt es als Zeichen für die Sektgosseug daß sie hier Unterkunft und Anhalt wirrden. Auch ein Kreuzzeichen machten sie auf ihre Weise, so daß einer den andern daran erkannte.(In Rußland gibt es heute noch Raskolniken, zu denen auch die Phillipponen gehören. In Masuren kamen sie nur vereinzelt damals vor. Heute gibt es noch preußische Philliponen=Dörfer in Masuren, die eine ganze Reihe eigener Gebräuche haben. Sie wurden viel angefeindet, und der Wassermüller Gardubellit lebte deshalb ganz für sich hier mit seiner Familie in tiefster Einsamkeit. Von Zeit zu Zeit holte er sich die Nahrungsmittel die er nicht selbst produzieren konnte, aus der Stadt und und schloß Verkäufe ab. Darnach blieb er wieder wochenlang allein in seiner Mühle. Bei seine letzten Fahrt nach der Stadt hatte er iuch von dem Einfall der Tataren gehört. Aber es beunruhigte ihn nicht. 8 Seine Mühle würden sie nicht finden. Die Quellgebiete der Alle=Quellen waren für einen Fremden ganz unpassierbar und als seine Frau ängstlich werven wollte, sagte er:„Wie kann du dich fürchten, Alte. Kommt einer, so nehmen wir ihn auf, wie wir den Herrn Christus aus en eitsie Kailsien eschesc enre nh zum Großhandel mit sogen. freiem Getreide und sogen. freiem Mehl eine Erlaubnis im Sinne der Bundesratsverordnung über den Handel mit Lebens= und Futtermitteln und zur Bekämpfung des Kettenhandels vom 24. Juni 1916 erforderlich ist, auch z. B. für Handelsmüller. Personen, die schon bisher zum Großhandel mit Lebens= und Futtermitteln zugelassen waren und nunmehr auch den Großhandel mit Getreide und Mehl auf den sich die füher erteilte Handelserlaubnis bisher nicht erstreckte, betreiben wollen, haben bei der zuständigen Handelsstelle einen Antrag auf entsprechende Ausdehnung der ihnen erteilten Handelserlaubnis zu stellen. Die Oberämter(Handelsstellen) wurden angewiesen, Anträge auf Erteilung der Großhandelserlaubnis für Getreide und Mehl einer gründlichen Prüfung. insbesondere in Bezug auf die persönlichen Voraussetzungen, zu unterziehen. Es bliebe wohl zu überlegen, ob ein Vorgehen nach diesem württembergischen Muster nicht auch anderwärts zulässig und wie wir de aufnehmen würden. Denn er kann an jedem Tag kommen und treten in dein Haus in anderer Gestalt Willst du ihn hinausweisen? Wer sagt dir, daß 2r nicht die Gestalt seines Tataren annimmt, um dich zu prüsen?" Das wollte der Frau nicht recht einleuchten. Aber sie schwieg und hoffte, sie möchte nicht vor die Frage gestellt werden. Sie hatte ein Töchterchen, Anienka, ein liebes, holdes Kind von fünfzehn Jahren. Aber es war gelähmt und konnte sich keinen Schritt allein fortbewegen. Dazu hatten sie einen frischen, fröhlichen Jungen durch eine böse Krankheit verloren. Dies harte Geschick war auch, was den Müller zuerst der neuen Lehre, die urspruglich von Rußland herüberkam, zugetrieben hatte. Das holde Kind schien sein Gebrechen kaum zu empfinden. Es war immer freundlich, immer fröhlich und dankbar für jeden Dienst, den man ihm tat. Außerdem beschäftigte der Müller einen älteren Mann als Müllerknecht, der auch Raskolnik geworden war. Seit der Müller die Nachricht von dem Tatareneinfall in Masuren mit aus der Stadt gebracht hatte, waren schon wieder Wochen vergangen. Nichts hatte sich gezeigt. Nichts sie beunruhigt. Die Frau schob wieder, was sie in der ersten Zeit unterlassen hatte, das Wägelchen des Mädchens hinaus in den Schatten der Erle. Dorthin, wo man den Blick hatte in das Waldesrund und die rieselnden Quellen. Da ließ die Mutter sie dann allein und ging ihrer Arbeit nach. Anienka konnte nicht wie andere Mädchen ihres Alters fröhlich herumspringen. Sie konnte nicht das Spinnrad drehen. Aber sie hatte geschickte Hände und hatte es gelernt in den vielen, einsamen Stunden wunderhübsche Sächelchen aus Holz zu schnitzen: Kreuze, Blumen und Blätter und Tiere. alles war in einem eigenartigen Stil, nicht ganz naturgetreu, eher etwas phantastisch, als sei es so in ihrem Köpfchen entstanden, als habe sie es innerlich so geschaut. Der Vater mußte iyr oazu gutes, weiches Holz besorgen. Auch jetzt hatte sie ihr Schnitzmesser in der Hand. Die Schnitzerei stellte ein Kreuz dar, wie es vor ihrem Hause stand. Daran hing der Heiland. Das kleine Schnitzwerk war primitiv und vielleicht in mancher Beziehung unreif. Aber es lag etwas Rührendes bei. aller Einfachheit in der Gestalt des Heilandes. So hatte der Vater ihn ihr geschildert, der mit der Bestimmtheit des überzeugten Raskolniken sagte:„Mein Glaube ist der von Gottdurch Jesum, die Apostel und die Heiligen überlieferte, in seiner ursprünglichen göttlichen Reinheit!“ Und das hatte er wieder seiner Tochter gelehrt, da sie eines besonderen Priesters dazu nicht bedürfen. Eben hielt Anienka ihr Schnitzwerk gegen die Sonne, um es zu betrachten. Da sah sie etwas über die Lichtung kriechen. Sie blickte erstaunt auf— Tiere waren das nicht. Nicht Rehe und nicht Hasen. Auch kein Fuchs. Jetzt traten sie auf die Lichtung. Zwei Gestalten. Warens Menschen? Und jetzt kams näher, schleichend und dann wieder springend. Anienka wollte schon bange werden. Da sah sies, es waren zwei Männer. Ei, was wollten die hier tun? Ruhig blickte sie ihnen entgegen. Jetzt riefen sie etwas. Sie verstand nicht ganz. Es klang wie:„Jej, jej. Ise Essen, trinken? Wirthaus?“ Anienka schüttelte das Köpfchen. Jetzt waren sie nahe herangekommen. Furchtlos sah Anienka sie an. Die beiden Gestalten sehen seltsam genug aus. Die Kleider waren zerrissen, die Gesichter schwarz von Staub und Schmutz. Hängende, schwarze Schnauzbärte verdeckten den „Mund. Als Anienka den Kopf schüttelte, schrie der eine sie an: „Nix essen? Doch essen! Hörst.“ Da hob das Mädchen nun doch erschrocken die Hände mit dem kleinen Holzkreuz. Es war eine unbewußte, abwehrende Bewegung gewesen. Aber der Tatar— denn es waren zwei von ihrem Trupp versprengte Tataren, die schon tagelang im Wald umhergeirrt waren, ohne eine menschliche Niederlassung zu finden— fuhr zurück, bekreuzigte sich und murmelte Unverstudliches. (Fortsetzung folgt.) # T notwendig schlimmsten tigen kann, 6 Der der bestellte #0. August soit werden erthält gut Eoche trifft en. Der und Post er mie in der auarkstück,1 zahlt die R wnzen en! + Der fahrerverba lich=nationa fahrer, fähr 2 Uhr in 9 ster—Dülme Start und men am W pause. Näh Weselerstraß H. Abele + Ei gehung der bei Besitzu aber umso Steuerschiel steuer dien haupt gege „ Gemeinde ∆, Preußen, st + Einh heitsbieres seiner in E wählt, die genheit wur stärker einge + Wese das letzte M liden=Versich beitgeber in Zeit nun a nur nach vie ken und ver hingewiesen, sicht genomm Arbeitgeber liden=Markei hält. Das das Dienstve sichern. Auf brauche nur den. Diese jeder Lohnza X für Alle Zustand land, It Volksbur gergräbe in ## une ehrunger bundes der Volk Vorarbe Mal aue lichen L werden geben. Zeichen ten, rate ständiger Selbstkof ##.# Achti steht statistisch Verkürzung rung des Ack die Arbeiterr Arbeitslosen. erwiesen. Ur durch die Ei dazu benutzer Arbeitgeber Lage der Arl im Interesse zur Erlangun müssen, die d hältnisse kom löhne, Verwe Material und werbe= und rufsgenossensc setzen sich dah sie etwa gest schuldig mache haben. 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Du: ast 2000 Tonnen Mandeln, sehr erhebliche (9) Der Anlaus von Gald für das Reich durch die Reichsbank Ananas, der den Einfübrenden 20 Aie se ade und konservieten und Post erfolgt in der Woche vom 29. August bis 4. September Kleinhandel jetzt schon 55 J4 dafür u; Pichez oner, wayrend der wde in der Vorwoche zum Preise von 340 Mark für ein Zwanzig Seite wird der Wert dieser g u.n. Von lachverständiger zuristück, 170 Mark für ein Zehnmarkstück. Für 1 Kg. Feingold matlich geschäßzt. Die Folgen. Peiiarde a4 moSehiter enichehehente 38.art und süe de auschwdschen Gold= den Falen anterer Kalsie grate g zr einen enesten eubt. # Der Gartenbauvereins=Vorstand teilt uns mit, daß ein Teil der bestellten Herbstkartoffeln zum Einkellern am Montag, den #0. August auf dem hiesigen Güterbahnhof— Staatsbahn— abge#it werden können. Diese erste Ladung aus östlichen Provinzen egthält gut schmeckende, haltbare Industriekartoffeln. Ende der Foche trifft auch eine Ladung Paulsener Juliz aus hiesiger Gegend i- Der Gau 5, Westfalen, des Deutschen Rad= und Motorfahrerverbandes„Concordia“, die Organisatiol der auf christven Fuuen unserer Balnia vereits start demerkbar. ..„Diesen schweren Schädigungen der deutschen Volkswirtschaft sucht die Reichsregierung durch ein neues Gesetz zu begegnen, das Paketverkehrs zwischen dem besetzten und unlich=nationalem Boden stehenden Radfahrerinnen und Rad Farete Deutschland ermöglicht. Natürlich kann eine amtliche jahrer, fährt am Sonntag, den 11. September 1921, mittags i##tettontrolle uns von dem Uebel nicht restlos befreien. Sie wird 2 Uhr in Münster auf der 60 Kilometer langen Strecke Mün= im besteg, Fall die Luxuseinfuhr einschränken, ohne sie zu unterster—Dülmen und zurück seine diesjährige Gaumeisterschaft aus. die schweren Sarteger is est,= daß die Gesamtheit des Voltes Start und Ziel ist der Neue Krug, Weselerchaussee. In Dül= I serg g cgigungen der Einfuhr von Luxusartikeln für unmen am Wendepunkt Hotel Sternemann 10 Minuten Zwangs= ui# Wirtschaft erkennt und sich danach richtet. Wir können jegpause. Nähere Auskunft erteilt die Gauleitung, Münster i..,( tichen Kauf ausländischer Waren nur mit Warenaussuhr bezahWeselerstraße 27, oder der Vorsitzende der Ortsgruppe Rheine,s ten. Da wir von dem Werte der Warenausfuhr 2626 an die AlliH. Abeler, Franzstraße 3. terten zu entrichten haben, muß sichjeder Deutsche darüber klar ∆ + Eine Inventar= und Mobiliarzuwachssteuer. Die Umgehung der Wertzuwachssteuer wird häufig dadurch geübt, daß bei Besitzwechsel das Grundstück niedrig, das Inventar dafür aber umso höher bewertet wird. Zur Unterbindung dieser Art Steuerschiebung kann die Inventar= und Mobilarwertzuwachssteuer dienen, bei der eine solche Schiebung erfolg= und überhaupt gegenstandslos wird. Zum ersten Male ist sie jetzt der Gemeinde Oderwitz genehmigt worden, die allerdings nicht in Preußen, sondern in der sächsischen Lausitz liegt. In der Frage des Einheitsbieres hat der Verband der rhein.=westf. Brauereien in leiner ix„ Essen abgehaltenen Versammlung eine Komission gewählt, die mit den Wirten verhandeln soll. Bei dieser Gelegenheit wurde auch erörtert, daß außer dem Einheitsbier ein stärker eingebrautes Spezialbier eingeführt werden soll. dag see egttiche Preis=ckrböhung der Invaliden=Marken. Als uidon Karsit4! im Dezember v. Is. die Marken für die Invanoen=Versicherung plötzlich erhöht wurden kamen manche ArZeit nun alte billige Marien nicht mehr erhalten oder doch nur nach vielen Schwierigkeiten; viele kauften nun teure Marverwendeten sie anstelle der alten. Es wird darauf hitggewiesen, daß abermals eine wesentliche Erhöhung in Aus) aegersa, ie erigterlich sert, senommen ist, wahrscheinlich vom 1. Oktober ds. Is. Jeder 1 gegenüber der Volksgemeinheit auch in wirtschaftlichen Dingen ggeber handelt im eigenen Interesse, wenn er die Inva= zi betätigen und auf ausländiche Luxuswaren zu verzichten, für liven=Marken seiner Arbeitnehmer in Ordnung bringt und die eine niedergebrochene Volkswirtschaft keine Verwendung haben Das gilt auch besonders für Landwirte in Bezug auf darf. Man glaube nicht, auf die paar Zigaretten, die Tafel Schokodas Dienstversonal und für die Karteninhaber, welche ver= lade oder das Stückchen Seife, das der einzelne kauft, komme es br#r Auf dem Lande ist viel die Meinung vorhanden, es gicht an. Wer selbst so denkt, muß auch dem Nächsten das Recht Ecauche nur am Jahresende bei der Lohnzahlung geklebt wer des gleichen Gedankenganges zugestehen. Aus den verhältnismäßig ven. Diese Meinung ist irrig. Es muß geklebt werden bei geringen Mengen, die alle Einzelnen verbrauchen, setzen sich dann die ungeheuren Quantitäten zusammen, die Milliardenbeträge ausmachen und deren dauernde Einfuhr uns dem endgültigen Verwerden, daß er durch jeden Kauf ausländischer Waren eine Geldsumme von 26% über den eigentlichen Rechnungsbetrag hinaus im Endeffekt Deutschland entzieht und den Ententeländern zuführt Unsere Einfuhr darf sich also nur auf unentbehrliche Rohstoffe erstrecken, die in Deutschland zur Weiterverarbeitung für unsern eigenen Verbrauch und für Exportwaren benötigt werd 7. „Wenn das deutsche Volk daher jetzt dringend ermahnt wird, ausländische Spitzen, Seidenstoffe usw. zu meiden, so liegt einer solchen Aufforderung nichts weniger als eine chauwinistische Tendenz zugrunde. Gerade weil wir ernsthaft bemüht sind, den der Entente gegenüber übernommenen Verpflichtungen nachzukommen, müssen wir peinlich darauf achten, unsere Wirtschaftsführung so einzurichten, daß sie jeder Kritik standhalten kann. Heute noch mögen französische Weinkellereien, Parfümerien und sonstige Interessengruppen ihr ganzes Trachten darauf richten, möglichst große Mengen ihrer Erzeugnisse auf dem deutschen Markt zu werfen. Doch es wird nicht mehr lange dauern, bis man auch drüben einsieht, das die Weltwirtschaft nicht gesunden kann, wenn Luxusartikel in ungeheuren Mengen nach Deutschland gelangen. Dann wird man nicht zögern, aus dieser Erkenntnis die nötigen Folgerungen zu ziehen. In einem Zeitpunkt aber, in dem es die ungeheuerlich großen Reparationsverpflichtungen zu erfüllen gilt, erwächst jedem Deutschen die Pflicht, seine persönlichen Wünsche den Interessen der Allgemeinheit unterzuordnen, das heute mehr als je erforderliche Verantwortlichkeitsgefühl des Einzelnen jeder Lohnzahlung, mindestens aber alle Vierteljahr. X zur auerselen Friecetenbe“ im Ausland.— Vorbereitungen Augustheft seiner derben immer näher bringt. Darum fort mit allen ausländischen Luxusartikeln, dem wohlverstandenen Interesse unserer heimischen Volkswirtschaft die ihre Schulden bezahlen und wieder auf die Höhe kommen will. Saösie il erclalsd und a bes ie. Zeichen des Gedentehs auf ein serag zu Teotenonntag utein ten, raten wir dringend, die Zeilschrift rechtzeiti steht statistisch fest, daß steis Es Emsdetten, 26. August. Ein Falschmünzer. Ende voriger Händler aus Neheim, früher hier ansässig, bei hiesigen Geschäftsleuten für einige tausend Mark falsche 50Pfennigstücke unterzubringen. Er wurde am Montag morgen unter dem Verdacht der Falshmünzerei verhaftet. )( Barmen, 26. August. Heiteres Intermezzo. Ein heiteres Intermezzo spielte sich bei den Verhandlungen vor dem hiesigen Mieteinigungsamt ab. Ein Hausbesitzer gab bei Aufzählung seiner jährlichen laufenden Ausgaben für das Haus, dessen Miedie Höhe des geforderten Mietpreises Protest erhoben PGonghg fi die Hausmeister ein jährliches Gehalt von zahlen müsse. Hierauf fragte der vorsitzende Richter: Herr., könnte ich da nicht bei Ihnen den Hausmeister erhalten? am##. Samborn, 26. August. Ertrunkener Retter. Durch den Wellenschlag eines Dampfers war beim Baden im Rhein ein ien der Chtzebriährige Lebensgefabrt geraten. Als retten versucht tlaume sich. Frteinkende sg die Sesch se sescce Zeit 1 versüchte, klammerte sich der Erkrinrene so krampfhaft dazu benutzen, um nach ihrer regulären Arbeitszeit für andere 1 an seinen Retter, daß beide in die Tiefe gezogen wurden. Krieg Sase der u. Kaiter seiteg, Ven dies auch bei der Ronomischen I wurde vom Hericlag betosten und bübte sein Eiben ein. im Iuterente der Frehesten ich Ist. so erscheint es doch wiederum während es gelang, den tungen Mann aus Schmidtbort zu etten. zur Erlangung soscher Febenaustieg ist klar, daß 4an## Leichlingen, 26. August. Das Ende eines kommunalisterdie letzte Stadtverordnetensitzung. Die vorgelegte Bilanz der städtischen Schuhbesohlanstalt ergab auch für schränkt waren, eine Verlust.90g Az= aaden schon eingeRatertial und vor allen durch Hintersehung der Unsatze, Ge, reihten gerade u..... die Eimohnen werbe und Einkonmensteuer, sowpie der Veltäige zu den Ve, Matertial st Verlst. Die Siad ect eisen i baice der. Gahe ueais ge ie ae ie egascher Beiarkalt eutacehenuduuute au sie etwa gestohlenes Material verwenden lassen, der Heblerei Verlohn 2 Suaust, Lehanarutung dtu. eute. schuldig machen, und somit P Iserlohn, 20. August. des Schwimmvereins Lebensrettung. Der erste Vor„Gut Naß" rettete einen jungen Heslise schelteadaes des erenet Uche bad ano eceher Kalen aus an Leis uns Sräickaenu ui iu. Ssit u. schäitleter Arbeitnehner handeltes sch also um Pischarbeil. die s 32. Pven. 26. Anast. Hocherioes Vernüchtuite. der an meitens miteiter Krasbaren Handlung in Zosammenkang stest, ezugn Lad barbung wrioerdene Neutuer Kat Heiuris eshic. see. escie eatesen een erdhr un! Rücksichtslosiakeit gegen die arbeitzesgsents mud es als eine lingerhauserstraße stürzte3 Tade geschlelit. Auf der Hatzbleiben in einem Veruse Kechnerte waeh Einteit und das Vor, geschleist, und zeriet schlietlich unpu:. Strede weit mitbleiben in einem Berure ersuzwerr wiro.0 bi5 D gefustint, und gerier schließlich gater die Näder des Wagens. die ihm den Kopf zermalmten. Der fünfzig Jahre alte Mann war sofort tot. )( Kierspe, 26. August. Tödlicher Unfall eines Achtzigjährigen. Der 80 Jahre alte Landwirt Gottlieb Vedder in Kierspe wollte einem scheugewordenen Pferde in die Zügel springen, das von seinem Sohne gelenkt wurde. Er geriet unter die Räder des Fuhrwerks und wurde eine ganze Stracke weit mitgeschleift. #., Lelen, 26. Aug. Neue Glocken. Die Kirchenglocken der wemeinbe, die dem Weltkriege geopfert wurden, sind nunmehr durch neue ersetzt worden. Am Freitag Mittag kamen sie, von cder Pfarrgeistlichkeit, den Gläubigen und den Schulkindern am Dorfeingang feierlichst empfangen, an. Am Samstag Morgen war die Glockenwetbe, und bereits gegen Abend verkündete eherner Klang die Ehre Gottes. Die größere der beiden Glocken ist der Pfarrpatron der Kirche, dem hl. Andreas gewetht und trägt folgende Inschrift:„Gegossen 1806, wurde ich 1918 dem Vaterlande geopfert, der Opfersinn der Gemeinde ließ mich 1921 neu erstehen.“ Die kleine Glocke trägt das Bild des hl. Gabriel. Feierliches Glockengeläute am Sonntag gab der Freude der ganzen Gemeinde Ausdruck. )( Breden, 26. Aug. Verleumder an der Arbeit. Seit eintgen Tagen wird hier ein Gerücht verbreitet, daß ein Landwirt mit seinem Fuhrwerk auf der Chaussee nach Zwillbrock(andere sagen, es sei auf dem Wege nach Lünten gewesen), von Zollbeamten angehalten worden sei. Das Fuhrwerk sei mit weißem Sande beladen gewesen, unter dem der Landwirt Kartoffeln verborgen habe, um sie auf diese Weise nach Holland hinüberzuschmuggeln. Von seiten des landwirtschaftlichen Ortsvereins ist man nun der Sache nachgegangen und es wurde festgestellt, daß die ganze Geschichte ein aufgelegter Schwindel ist, der offenbar von gewissenlosen Verleumdern erfunden worden ist, um das konsumierende Publikum gegen die Landwirte aufzuhetzen. Es kann nicht genug vor der Weiterverbreitung solch falscher Gerüchte gewarnt werden, da sie zum allgemeinen Schaden zur Verschärfung der Gegensätze zwischen Stadt und Land beitragen. )(.=Gladbach, 25. August. Vorsicht beim Obstpflücken. In dem hiesigen Bezirk häufen sich die Meldungen über Unglücksfälle beim Obstpflücken. Die zahlreichen Unglücksfälle sind darauf zurückzuführen, daß die Obstbäume infolge der langen Trockenheit zahlreiche dürre und geschwächte Aeste aufweisen. Beim Obstpflücken ist also besonders in diesem Herbste Vorsicht am Platze. 1 Herne, 24. August. Das Automobil in der Küche. Der Lastkraftwagen einer hiesigen Firma fuhr in dem nahen Gerthe in rasender Schnelligkeit die steile Straße hinab, da Steuerung und Bremse versagten. Der Wagen fuhr gegen die Reinhardtsche Besitzung, riß einen Teil der Vorderfront des Fachwerkhauses ein und fuhr in die Küche, wobei der in der Küche anwesende R. schwer verletzt wurde. Der Chauffeur erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Ein großer Teil der Möbel wurde zerstört." )( Essen, 24. August. Eisenbahner=Tagung. Im Nordpark, tagte am Sonntag die außerordentliche Gaukonferenz der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und Staatsbediensteter. Es wurde eine Entschließung gefaßt, in der ausgeführt wurde, daß die außerordentliche Teuerung eine Erhöhung der Löhne unvermeidlih mache. 1 Waltrov, 26. Aug. In der Klosettgrube ertrunken ist vor einigen Tagen das 3jährige Töchterchen der Eheleute Schmidt, Dortmunder Straße, hieselbst. Die etwa zwei Meter tiefe Grube war des Nachmittags zum Teil geleert worden. Die dadurch entstandene Oeffnung war mit einem Brett zugedeckt. In einem unbewachten Augenblick muß das Kind sich an dem Grubendeckel zu schaffen gemacht haben. Durch das Klappern des Deckels aufmerksam gemacht, eilten einige Personen herbei und zogen das Kind das noch Lebenszeichen von sich gab, heraus. Leider waren die sofort vorgenommenen Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. )( Odenkirchen, 25. August. Kartoffelmißernte? Beispiele einer ausgezeichneten Kartoffelernte gehören in diesem Jahre zu den Seltenheiten. Folgende Meldung dürfte deshalb wohl allgemein interessieren. Im benachbarten Güdderath hatte ein Gartenbesitzer ein Gartenstück mit 10 Pfd. Saatkartoffeln besetzt. Diese ergaben jetzt einen Ertrag von nicht weniger als— 300 Pfund. Nach den allgemeinen Beobachtungen wird die Kartoffelernte in diesem Jahre doch reichlicher ausfallen, als man bisher schlechthin angenommen hatte. „A,Köln, 25. August. Brandstiftung aus Nache. Von einer Festlichkeit heimkehrend, zündete ein Knecht bei Stommeln mehrere Getreideschober an, weil er mit seinem früheren Dienstherrn auf gespanntem Fuße stand. Der entstandene Schaden beca. 80000 Mark. Die Fruchtschoben gehörten allerdings nicht dem Landwirt, den die Rache treffen sollte, sondern einem Nachbarn. Der Knecht wurde verhaftet. )( Köln, 25. August Ein gefährlicher Verbrecher folgte in einer der berüchtigten Wirtschaften in der Salzstraße einem Gaste auf den Abort. Hier schlug er ihn mit einem Instrument nieder und raubte ihm seine Geldmappe aus der Rocktasche. Der gemeingefährliche Verbrecher konnte verhaftet werden... Seite ersahren wir, das die g Von unterichteter tretern des Reihs und Fe. S epechungen zwischen den Vertretern des Reins uno Preußens zu dem Ergebnis geführt, daß kannter Habinetebelchluses die Durchfihrung Seshe is Seschishe.heu Kescer uig; Seitlicher Pegesg, osort ausgeboben und den Ländern es eschtee eue ese a u ae enr un a weaden Krast der Lazs ulschenden Volzatsete de Kasses, wusden zuei hasder aultSraik in Sisss, Jost., Speise= und Schanrwirschaften regel, die von einem Händler in Eilberseld bei hiesigen Brennereien ie Bazirr. 1 ct#.d8r. Woche auf 1 Uhr, festzusetzen. zutergebracht werden sollten, beschlagnahmt. Woher die Fässer stunde für mäßig auf 1. Uhr, ei dürfnis nachweishar is Dx vrontädte und Bäder, wo ein Beeine Versängerungsder onnen die ortspolizetlichen Vehörden Tagen in Aussichl s 1 Uhr auch an den preußische Ministerium des Inn ud igen muß das oebung des S 3 durch is Reichsministeriom swarten, ebe a die at dur Meiahzmnntltgrirn, des Jungi 4. gen ersessen###.# oben angedeuteten unzzorungsbesti. Innern abimmunstammen, muß die eingeleitete Untersuchung ergeben. 1 Salzuflen, 25. August. Tod einer westfälischen Missionars= frau. Auf erschütternde Weise hat ein rheinischer Missionar seine Frau verloren. Frau Missionar Kienlein, früher in Nias, war in Salzuflen zur Kur und wurde auf unerklärliche Weise beim Ueberschreiten der Kleinbahn von der Lokomotive erfaßt und überfahren. Ihr sofort aus Minden herbeigerujener Munn fand sie bereits im Leichenhause vor. freie Meinung. Für Einsendungen unter dieser Rubrik übernimmt die Schriftleitung nur die preßgesetzliche Verantwortung. Rentner und Rentnerinnen. Habt Ihr gelesen, daß die Steuerschraube in nächster Zelt von: neuem in Bewegung gesetzt wird? Wen ihr Druck am meisten trefsen wird, das sollte Euch die Erfahrung der letzten Jahre gelehrt haben. Geduldig zahlt Ihr Kapitalertragsteuer, Reichsnotopfer und andere Abgaben und eßt— trockenes Brot. Wiepielen von Euch hat der Staat das Existenzminimum unangetastet gelassen? Was bleibt Euch für die Zukunft und das Alter? Sorge und Not. Jeder andere Stand hat seinen Vorteil selbst aus dieser traurigen Zeit zu ziehen gewußt. Und wißt Ihr, wodurch? Durch Zusammenschluß und Organisation. Es wird daß auch die Rentner einsehen lernen, daß sie nur als Masse Parlament und Regierung zwingen werden, ihre berehtigten wirtschaftlichen Forderungen anzuerkennen. Schließen wir uns nicht in Kürze zum wirtschaftlichen Kampfe zusammen, so gehen wir restlos der Verelendung und gänzlichen Verarmung entgegen, und bald wird es bei vielen auch zum trockenen Brot nicht mehr reichen. Eine Stimme verhallt unerhärt, Stimmen werden lästig, tausend unbequem, hunderttausend kann die Regierung nicht überhören oder zum Schweigen bringen. Darum ist das Gebot der Stunde: Zusammenschluß. Jeder Rentner, jede Rentnerin, mit höchstem und kleinstem Einkommen, in Dorf und Stadt, muß organisiert sein, d. h. dem Deutschen Rentnerbund angehören. Werbematerial ist von dem Vorsitzenden des westfälischen Landesverbandes, Herrn Otto Blume, Dortmund,. Hüttemannstraße 20 anzufordern. Vereinskalender. Sängerabteilung des katholischen Gesellenvereins. Heute abend keine Gesangprobe. und Verlag von Joseph Altmeppen, Buchdruckerei und ZeitungsveriahVerantwartlich für den redaktlodallen Teil: Schriftleiter vveribert von Vorst für de zen= und Reklan. ntell Josepa'tmeppen, sntlich in Rheine. Eintr it höherer Gewalten Papiermangel, Versagen der Lieserungsmittel, wird kein Gewähr für Lieserung geleistet, auch richt für Pnzeigen bezüglich Plaz und Rückzahlung der Bezugsgelder wegen ungen## mnder Lieserung ausgeichlossen #r Aufbelwahrung und Jurückgabe unverlangter Einlendungen wird keine Gewübr übes nammen.—4 Die verhängsnisvolle Mlichnot macht sich noch allenthalben bemerkbar. Jede Mutter entgeht##on damit vorbundenen Gefahren für ihren Liebling, wenn sie„unbedenklich, en Nestle’s Kindermehl greift, das alle Vorzüge vollrahmiger Alpenmilch unter Nusschloß der Nachteile frischer Milch, in sich vereinigt und einfich mit Wasser angerührt und aufgekocht, ein ebenso bequemes und stets sich bewährendes Nahrungsmittel bietet Große Original=Weck=Gläser=Apparate --Auslagen in allen Abteilungen Gebh, Aiechel Thie 12 erhältlich bei Gustav Radzuhn, Münster.., Haus= und Küchengeräte=Magazin Telefon 1982. Wolbeckerstr. 27=29. Technikum Lemgo. 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Mts. beim Kohlenhändler Hübers, Elterstr., eingelöst werden. Rheine, den 26. August 1921. Der Bürgermeister. Braunkohlen=Brikett=Verkauf. Lid. Nr.—265 des Bezirks A erhalten die Kohlenmarke Nr. 4 der Stadt Rheine bis einschl. Mittwoch, den 31. ds. Mis. beim Kohlenhändler Hübers, Elterstr., mit je 2 Ztr. Braunkohlen=Briketts beliefert. Lsd. Nr. 881—1230 des Bezirks B erhalten die Kohlenmarke Nr. 4 der Stadt Rheine bis einschl. Mittwoch, den 31. ds. Mis. beim Kohlenhändler Krey& Co. am Bahnhof, mit je 2 Ztr. Braunkohlen-Briketts beliefert. Brotherstellung. Die Bächereien werden ausdrücklich darauf hingeLartesielmneßt deun wehr e. Zusätze wie Maiemehl, at##m en, meyr beigegeben werden däesen, das aus Roggen= und Weizenmehl gebacken werden darf. Durch regelmäßige Brotuntersuchungen wird die Befolgung dieser Vorschrist amtlich kontrolliert. Rheine, den 25. August 1921. Die Volzelverwaltung. Bekanntmachung. am Donnerstag, den 1. Septenber nicht stan. Rheine, den 29. August 1921. Bürgermeister. Dr. Fischer Spezialarzt für Haut-, Haarund Harnkrankheiten für Strahlenbehandlung, auch bei anderen Leiden Stadt und Amt Rheine. Am Dienstag, den 30. August abends 8¼ Uhr findet im Gesellenhause eine ordentliche Innungs-Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Nachbewilligung des Haushaltsplanes. 2. Verschiedenes. Fehlen wird mit 5 Mk. bestraft. Der Vorstand. Münster i. W Achtermannstraße 20 Reinigt das Blut mit Laarmann's Teutoburger Waldlee Seit Jahren bewährter und empfohlener Gesundheitstee als täglich. Genußmittel in vielen Familien eingeführt, à Paket.- Mk.,.- Mk VorNachahmung.gewarnt. Willy Protz, Schwanen-Drogerie. Zrilnter mit oder ohne Verpflegung. Angeb. unter„Wohnung“ an die Geschäftsstelle d. Zig. Freundlich möbl. Hntier mit guter Pension zu vermieten. Angeb. unter.H. 21 a. d. Geschäftsstelle. oder 2 freundl. Honigkuchen, Printen, Moppen, Krönungskuchen, Pfefferkuchen, Alpenbrot, Pfeffernüsse, Kakes, Schokoladen ompfiehlt Carl Harenberg, Osnabrück. 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Preußischer Staatskommissar für Polksernährung. Im Auftrage: Rötger. :„„ Veröffentlicht. Rheine, 23. August 1921. Der Bürgermeister. Der Amtmann. Behanntmachung. Die Ausgabe der neuen Brotmarken für die versordes Amtsbezieks Rheine 1. Für die Gemeinde Pheine rechts der Ems: a) für den Bezirk Schleutker am Dienstag, den 30. August ds. Jes., vormittags von 8½ bis 10 Uhr beim Win Schleumer. b) für den Bezirk Hölscher am Dienstag, den 30. Aug. ds. Irs. vormittags von 10½ bis 12 Uhr beim Wirt Hölscher. c) für den Bezird Cordesmeyer am Dienstag, den 30 August ds. Irs. nachmittags von 2½ bis 4 Uhr beim Witt Cordesmeyer. 2. Für die Gemeinde Rheine kinäs der Ems: a) Für die Bauerschaften Catenhorn und Hauenhorst am Mittwoch, den 31. August ds. Irs. vormittags von 8½ bis 9 Uhr; )) für die Beuerschaft Dutum am Mittwoch, den 81. August ds. Irs. vormittags von 9 bis 10 Uhr; c) für die Bauerschaften Bentlage und Wadelheim am Mittwoch, den 31. August de. 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