* I. essech#re dunh umsers Voten ins Haus, Jowie von iur voraus zahlbar durch, die Post ezugspreis: Monatlich frei durch unser Geschäftsstelle abgrhell. 5,00 Ml., im fra ans Haus 19.— bik viertelsähelich. Die 2. A. erscheint täglich mit Ausuahms der Somp und Feiertage.— Druck und Verlag von Joseph Altneppen in Rheine. Hauptgeschiftsstelle und Redaktion: Bahnhofstraße 2. Telagsammm=Adresse: Volkszeitung Rheine(Mestz.) De Lutshachentg Ein Dr. 4we.— Voslslasleh Phatgn. Wr. Nr. 19 Rheiner Volksblatt##i h n Gechee G. Sicht unt Emt ent..: Aeg, Pet, erert ien berthen n rhche. Amtlicher Anzeiger für Stadt und Amt Rheine. Organ des Zentrumspartet. aun ürgeschelicheng dia Wr ube nacha. Kür die Aufnabene voen Stele wier kaims Laranta Adernoumen. Für Feilax weiche duc Fernsprecher oder mangelchafte M4.austriptlieferung entstehen, wird nicht geA# Gemstsste bttnchnns in Seiten tat den Scteft feri.!) mschemntice Seieen: Eir niur... Hegan dor Rastranstant. 1e. Auu, Wochentliche Beilagen: Fur Untervaltung:„Sonntagslese“: für Landwirtschaft:„Feld und Garten": für Sport and Jugendpflege:„Jung Rheine" K Nr. 187 Dienstag, den 16. August 1921 45. Jahrgan Neue Tagung des Sversten Nales Im September Wiederzusammentritt in London. wtb. Paris, 16. August.(Drahtb.) Anfang September wird in London eine neue Tagung des Obersten Nates stattfinden. Auf dieser Tagung wird die Zurückführung der französischen Truppen aus dem Abschnitt Düsseldorf besprochen werden. Die Kosten der Besatzungstruppen. von der huteraltierten F.(Drahtbk.) Nach dem„Temvo“ soll die zisser der täglichen Kostenzi.“ andenommene Grundarmee der bieberige Satz, u einen Soldaten der Besatzungs. jähe 10.. sein. Ju 34“ für einen Iraniösischen Soldaten unge. amei(.hznches„Zu dieser Grundzifser kommt ein Zuschlag von zwer votomark für einen Engländer und drei Goldmark für Heimatländern Danach fosel dat eiwa 130 Mgrs ein Eenglärg, täglich ein kranziösischer Sol. 160 Mers u ein Englander 164 Mark und ein Amerikaner Die Note des Obersten Rates. Eine Mahnung Briands. Lem denischen Grschsisteltr(Drabtk.) Der Oberste Rat hat cgen wesghagtsträger in Paris nachstehendes von Briand bezeichnetes Schreiben mit gestrigem Datum übersandt: In Airhatrag, Herr Geschäftsträger! In Anbetracht der Schwierigkeit, welche die Festsetzung einer Grenze zwischen Deutschland und Polen in Oberschlesien bietet, hat der Oberste Rat die Entscheidung, welche ihm in dieser Hinsicht gemäß Artikel 88 des Vertrages von Versailles obliegt. vertagt.—4u9——— Lersailleg obliegst, .. Der Oberste Rat ist sicher, daß die Bevölkerung Oberschlesiens die Gesinnung zu würdigen wissen wird, die ihn dazu geführt eine überstürzte Lösung abzulehnen. Im übrigen wird nichts unterlassen werden, damit dieser Aufschub so kurz wie möglich ist. Der Oberste Rat rechnet fest darauf, daß die deutsche Regierung ihrerseits das deutsche Volk auffordern wird, bis zur endeüiltigen Entscheidung die größte Ruhe zu bewahren, und daß sie gleichzeitig ihren ganzen unmittelbaren und mittelbaren Einluh auf die Bevölkerung Oberschlesiens ausüben wird, damit utorität der interalliierten Kommission achtet. Der Oberste Rat lenkt insbesondere die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung auf die schwere Verantwortung, die sie auf sich laden wenn sie es unterlassen sollte, auf ihrem Gebiete, insbean den Grenzen Oberschlesiens, die geeigneten MaßUnruben in den A. ebindern, der darauf mieie tz, brsz#rg,###en Abstimmungsgebiet zu fördern, oder .nt, nicht jede Jufuhr von Waffen und Munition und jeden Uebertritt von Banden oder Bewaffneten streng unterbindet. Die Berliner Presse über die Sanktionsbeschlüf“. tu. Berlin, 16. August.(Drahtb.) Soweit die Berliner Konen Jarch den Oberter Audebung der wirschaftlichen Saniven Obecsten Rat und Beibehaltung der militärischen, Sanktionen Stellung nehmen, begrüßen sie selbstverständlich ### Aufhebung der Wirtschafts=Sanktionen, äußern aber ihre Entrüstung und ihr Bedauern über die Beibehaltung der militärischen Zwangsmaßnahmen. So fragt die„Germania“ kurs und bestimmt:„Ist das fair play?“ Die Finanzministerkonserenz in Paris. # ptb. Paris, 16. August.(Drahtb.) In der gestrigen Sitzung der Finanzministerkonferenz wurde entschieden, daß die Erträge der Saarbergwerke zur Deckung der Besatzungskosten Frankverwendet werden sollen. Man einigte sich dahin, daß die Gesamtkosten der Besatzungen, einschließl. aller militärisch. Ueberwachungsstellen, jährlich 240 Millionen Goldmark betragen sollen. Für die englischen Soldaten sollen pro Kopf zwei Goldmark täglich mehr gerechnet werden, und zwar wegen der größeren Entfernung Englands von Deutschland. Zwecks Festsetzung der belgischen Kriegsschuld, die Deutschland ersetzen soll, wurde beIhlaisen, eine Kommision unter Vorsitz des Amerikaners Bonden der Finanzkonferenz ist in seiner Gesamtbekannt, aber es scheint Tatsache zu werden, daß die Konferenz die Absicht habe, 12 Milliarden Goldbons der Serie E auszugeben und an die Gläubiger Oesterreichs. Ungarns und Bulgariens als Abzahlung ihrer Guthaben in diesen Staaten auszuhändigen. Die Pariser Sonntagsblätter über de Beschiuse der Koiseten. In der„Nevue des deur Mondes“ schreibt Poin are:„Dr. Wirth hat gesagt, geographisch und wirtschaftlich— das kann ein jeder auslegen, wie er will— #ta sans, Oherschlesien, deutsch. Es hängt wirtschaftlich und geographisch mit dem Reich zusammen. Es ist ein Irrtum, antwortet Polen. Das oberschlesische Gebiet ist ein volnisches Gebilde. Das ganze oberschlesische Eisenbahnnetz sowie die Wasserwege laufen alle nach dem Osten zu. Demnach ist es ganz klax, daß geogravhisch und wirtschaftlich Oberschlesien zu Polen gehört.“— Das„Journal“ schreibt: Keine von den wichtigen Fragen, die dem Obersten Rat vorgelegt worden sind, ist gelöst Putmontsche, Prant tlichen Regierungschefs haben sich unverantwortlicher Mitarbeiter bedient. Dies sind schlimme Anzeichen. „Viktoire“ schreibt, daß die Ueberweisung des oberschlesischen Problems an die Liga der Nationen den großen Nachteil Hehimneg hestesche=Facantreich und England kein eutes Einvernehmen bestehr. Koch ein größerer Nachteil sei, daß die Lösung noch einige Wochen in der Schwebe bleibe, wie groß auch die Beigung des Rates der Liga der Nationen sei, um eine Lösung dieser aufregenden Frage zu finden. die Zerstückelung Oberschlesiens. Männer undise, 19 August.(Drahtb.) Tausende Leivziger Nerririaten Frauen waren am Sonntag einer Einladung der Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier zu einer Massenkundgebung gefolgt, die gegen die Zerstückelung Oberens stattfand. Nah der Schilderung der Leiden der Deutschen in Oberschlesien infolge der polnischen Schandtaten und des Verhaltens der französischen Besatzung durch Dr. KleinerZattomitz wurde einmütig eine Entschließung gefaßt, in der vom Völkerbund verlangt wird, daß er so rasch als möglich die einzige erechte Entscheidung fällt: Oberschlesien ganz und ungeteilt dem deutschen Mutterlande zurückzugeben. Zusammentritt des Völkerbundsrates am 22. August. August.(Drahtb.) Der gegenwärtige Präsident des Völkerbundsrates, Graf Ishi, hat sich mit dem Generalsekretariat des Völkerbundes in Genf in Verbindung gesetzt, um im Einverständnis mit ihm das Datum und den Ort der nächsten Tagung zu bestimmen. Zunächst war von Paris die Rede gewesen. wahrscheinlich aber wird die Wahl aus Genf fallen. Graf Jshi hat ferner dem Wunsche Ausdruck gegeben, zuvor noch einige seiner Kollegen im Völkerbundsrat zu bebesssben u denen. ede ie gie gge ie gegenwärtig in Ferien — inden. Aus allen diesen Gründen kann der Völkerbund nicht vor Montag, den 22. August zusammenkommen, was als das bestimmteste Datum gilt. Valvoien fühlt sich geschädigt. 16. August.(Drahtb.) Der Ministerrat hat beschlossen, an die alliierten Mächte eine Note zu richten, in der erklärt wird, daß die Vertagung der Lösung der oberschlesischen len einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil verDas irische Problem. Abreise der englisch. Delegation von Paris am wtb. Päris, 16. August.(Drahtb.) Lord Eumon Sir Nobert Hoben Rarig am Eage Mitslieder der englichen Delegation Abend.30 Uhe in 2pu einnatigteg verlassen und sind am Abend 7,30 Uhr in London eingetroffen. Die Pariser Straße gegen Lloyd George. uindau, Parzsggate, Fuozt:(Drahtb.) An vielen Straßenecken findet man Plakate, die die Ueberschrift tragen:„Lloyd Georges Hars, era wird Hann es Prüunde unbestreitund Prlands gegeben Ausus aus dem Leben Llond Georges George angenimmt. n harsen Versen ein Lied auf Llond Italiens Haltung auf der Finanzkonferenz. 16. August.(Drahtb.) Nach Andeutungen des im Pbersten Rat die Rutfassap Millarden, auf die der Batg dur te e daben, dab die 762 Zahlungen sesie e. Deutschland zu leistenden deutschen Schaltz=sed worden ist, die„ Hesamthöbe nicht, nur der Ungarns, und Fulgar auch der Schulden Deutsch=Oesterreiche, Italien habe verlangt, daß gege nüber der Entente darstellen. reichische Staatskredit ala de u id beschlagnahmte österspruchenden Pons der ai“ Gegenwert der von ihm zu beanweiterbin 8. Milliarden Vor angelehen wird. Es habe dann den Auskalli. hans der Serie als Gegenleistung für den Ausfall seiner Priorität auf die österreichischen Schulden gez (Drahtb.) Aus dem gestern abend veröffentlichten Bericht über die irischen Verhandlungen geht hervor, daß die englische Regierung Irland als Dominion mit voller Autonomie für Steuern, Finanzen und Landesverteidigung anerkennen will. Mit dies. Angebot sind jedoch eine Menge Bedingungen verbunden, u. a. soll die britische Marine die Kontrolle über die Meere um Irland haben, während Irland einen Teil zu den Kosten der britischen Land= und Seemacht beitragen muß, ebenso zu den Kriegsschulden. In seiner Antwort hierauf teilte de Valera der englischen Regierung mit, daß das Sinnseinparlament die Vorschläge nicht annehmen würde. In den Vorschlägen wird das Sebstbestimmungsrecht Irlands anerkannt, in den beigefügten Bedingungen wird das Prinziv wieder zurückgenommen. Die Antwort wiederholt, daß Irland das Recht auf Unabhängigkeit festlegt. Irland will, wie die freien Staaten Eurovgs, sein Unabhängigkeitsrecht basieren auf seinem moralischen Recht. Lloyd George erklärt in seiner Antwort vom 13.., daß die britische Regierung Irland das Recht, sich vom britischen Reich zu trennen, nicht zuerkenne. Wiederholt wird de Valera eingeladen, nochmals über die Vorschläge der englischen Regierung zu beraten. Die Gutschrikt für die deutschen Handelsschiffe. tu. Paris, 16. August.(Drahtb.) Die Interalliierte Kommission der interalliierten Finanzminister hat über die Frage der Preise der deutschen Handelsshiffe beraten. Es scheint, daß man dahin übereingekommen ist. Deutschland 20 Pfd. Sterling pro Tonne gutzuschreiben anstatt der ursprünglich festgesetzten 2 Pfd. Sterling. Mißglücktes Attentat auf einen Eilzug. tu. Dortmund, 16. August.(Drahtb.) In der Nacht zum Freitag ist auf den Eilzug Paderborn=Soest in der Nähe von Geseke ein Attentat versucht worden. Die Attentäter hatten die Laschen von den Schienen entfernt, die Schienen gelockert und über das Gleis gelegt. Beim Herannahen des Zuges müssen die Attentäter etwas überstürzt den Bahndaum verlassen haben, denn sie ließen eine Laterne zurück. Diese bemerkte der Lokomotivführer und brachte schleunigst den Zug zum Stehen, was unmittelbar vor ttentatsstelle geschah, sodaß ein unberechenbares Unglück verhütet wurde. Zugbeamte suchten sofort die Umgegend ab, konnten jedoch im nächtlichen Dunkel nichts von den Uebeltätern entdecken. In dem Eilzug sollen größere Geldsendungen vermutet worden sein, auf die es die Attentäter abgesehen hatten. Sitzung des Reichskabinetts. wtb. Berlin, 16. August.(Drahtb.) Das Reichskabinett, das schon am Sonnabend getagt hat, aber wegen Mangels an amtlichem Material ohne Entscheidung wieder auseinander ging, trat gestern nachmittag zu einer neuen Sitzung zusammen. Eine bestimmte Tagesordnung lag nicht vor. Selbstverständlich war die Pariser Note über Oberschlesien Gegenstand der Beratungen. Neben diesem Hauptpunkt hat sich die gestrige Sitzung auch mit der Polizeistunbe beschäftigt. Es handelt sich dabei um die Beseitigung des Hindernisses für die Späterlegung der Polkzeistunde, nämlich der Bundesratsverordnung, die die allgemeine Polizeistunde für das Reich auf 11½ Uhr festsetzt. Streik der Eisenbahner in Kassel. tu. Berlin, 16. August.(Drahtb.) Ein Streik der Eisenbahn= werkstättenarbeiter ist in Kassel ausgebrochen. Das=Eingreisen der Kommunisten hat die bedrohliche Folge gezeitigt, daß sich alle Mitglieder des Deutschen Eisenbahnerverbandes den streikenden Eisenbahnschlossern angeschlossen haben. Diese hatten vor einigen Tagen von der Eisenbahndirektion Kassel einen höheren Lohn und außerdem auf die zu erwartende Nachzahlung sofort einen größeren Vorschuß verlangt. Die Eisenbahndirektion Kassel setzte sich sofort mit dem Reichsverkehrsministerium in Verbindung. Ohne aber die Verhandlungen abzuwarten, wurde der Streik erklärt, der nunmehr auch auf Marburg und andere Betriebswerkstätten im Eisenbahndirektionsbezirk Kassel übergegriffen hat. Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamter und=Anwärter beschloß, diese von der Verwaltung als wilden Streik erklärte Arbeitsniederlegung nicht mitzumachen und nicht zu unterstützen und die von den Arbeitern abgelehnten Notstandsarbeiten selbst auszuführen. Infolgedessen haben Regierungsräte und Oberregierungsräte, Sekretäre und Bürobeamte in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag und den ganzen Sonntag die Lokomotiven mit Kohlen versorgt. Aeltere Eisenbahnbeamte haben die Lokomotiven den Zügen zugefahren. Trotzdem mußten mehrere Lokalzüge und eine Anzahl Triebwagen ausfallen. Staatsarbeiterstreik in Bremen. tu. Berlin, 16. August.(Drahtb.) Die Staatsarbeiter in Bremen sind auf Grund eines Versammlungsbeschinsen, der mit 200 Stimmen gegen 150 Stimmen gefaßt wurde, wegen Loynforderungen in einen Streik eingetreten, der sich auch auf die lebenswichtigen Betriebe erstreckt. Gleich darauf setzte die Wasserversorgung aus. Die Straßenbahn, Theaters und Kinos mußten aus Mangel an Strom ihren Betrieb einstellen. Die technische Nothilfe wurde auf dem Gas= und Elektrizitätswerk eingesetzt. Auf der Weserwerft mußte die Arbeit infolge Strommangels mittags eingestellt werden. Streik und Aussperrung in Bayern. „ tu. Augsburg, 16. August.(Drahtb.) Seit Donnerstag beunden sich auch die hiesigen Zimmerleute und Bauarbeiter im Streik. Die Ursache ist in Lohnforderungen zu suchen. Es wurde ein Stundenlohnzuschlag von.50 Mark verlangt. Als Revressalie haben die Arbeitgeber beschlossen, in ganz Süd=Bayern sämtliche Bauarbeiter, Zimmerleute, Weißputzer und Hilfsarbeiter auszusperren. In Süd=Bayern befinden sich insgesamt 10.000 Bauarbeiter im Streik. Gestern wurden auch die sämtlichen Betriebe des Hoch=, Tief= und Betonbaues stillgelegt. Bei dieser Aussperrung kommen ca. 30—40.000 Arbeiter in Frage. Die Emsfrage. tu. Berlin, 16. August.(Drahtb.) Halbamtlich wird mitgeteilt, daß die niederländische und die deutsche Regierung eine gemischte Kommission eingesetzt haben, welche demnächst in Berlin zusammentreten wird, um eine Regelung der Grenz=Frage an der Unter=Ems zu beraten. 1— Der sterbende König Peter von Gerbien. tu. Belgrad, 16. August.(Drahtb.) Der Gesundheitszustand König Peters hat sich derart verschlechtert, daß jeden Augenblichk die Katastrophe eintreten kann. Neues aus aller Welt. Die Leiter der Hilfsaktion für Rußland. . tu. Berlin, 15. August.(Drahtb.) Haltamtlich wird gemeldet: Als Leiter der Hilfsaktion für Rußland des Deutschen Roten Kreuzes ist der bekannte deutsche Hygieniker Professor Peter Mühlens=Hamburg gewonnen worden. Absturz des Segelfliegers Leusch. Gersfeld, 15. August. Heute stürzte aus 600 Meter Höhe der bekannte Jagdstaffelführer, Fliegerleutnant der Neserve Wilhelm Leusch aus Neuß, mit dem Segelilugzeug ab. Der Flieger hat mit, dem glänzend begonnenen Segelflug als erster in ganz überraschender Weise die Lösung des Segelflugprobems dargetan. Beileidstelegramm des Parteivorstandes der D. V. P. zum Tode Zabels. Dortmund, 15. August. An die Witwe des verstorbenen Generalsekretärs der Deutschen Volksvartei für Westfälen=Sild, „Zabel, sind u.., folgende Beileidstelegramme von der ung der Deutschen Volkspartei abgesandt worden: Die„Nachrigz von dens Tode Ihres. Herrn, Gemzohls bat die Partei Rhmerzlichst getroffen. Einer unserer T# ihm Ahingegangen, dessen große Verdienste um natirgzrale Partei, wie um die Deutsche Volkspchrfe: nte Ratio####er unvergessen werden. Er war eine Zlerde unserer Beamtenschaft. für dis sein Wirken allezeit vorbildlich sein wird. Namens des Zentralvorstandes der Deutschen Beamtenschait sprechen wir zu dem schweren Leid, dags Sie=betroffen hat, unsere bersTeilnahme aus. Stresemann, Schütz. scheiden unseres lieben Hans Zabel spreche ich gesamten Beamtenschaft der Deutschen Vol#### epgrtet die herzlichste Teilnahme aus, die ungeteilte Wertschätzung, deren sich der Entschlafene unter der Kollegenschaft durch all die Jahnzehnte seines erfolgreichen Wirkens für Partei und Vaterland erfreute, ist ihm über das Grab hinaus sicher. Als der bochverehrte Senior und Führer und als der treue Kamerad wird er in unserer Erinnerung fortleben. Schütz. Brand in der Ueberlandzentrale Pschechnitz. Breslau, 15. August. In der Hauptstation der Ueberlandzentrale des Elektrizitätswerkes Pschechnitz entstand heute früh kurz vor 2 Uhr Feuer, das das Hauptgebäude zerstört hat. Der Schaden an der Stromzufuhr in dem ausgedehnten Lieferungskreise läßt sich noch gar nicht übersehen. Ein ganzes Dorf abgebrannt. Soldau, 15. August. In dem nahen Dorfe Pierlawken brannten 63 Gebäude vollständig nieder. Die Ernte und alles Inventar ist vernichtet. Mit einer Million flüchtig. Breslau, 15. August. Am 13. August abends zwischen 8 und 10 Uhr wurde aus einem verschlossenen Hotelzimmer in Oels mittels Einbruchs 1300000 Mark in Tausendmarkscheinen entwendet. Die Diebe sind vermutlich nach Breslau entwichen. Börsenaufträge nur noch bis 8 Uhr morgens. Berlin, 15. August. Wie der B. 3. einstimmig von den Banken und Privatbankhäusern mitgeteilt wird, sind diese außerstande, Aufträge auszuführen, die später als 9 Uhr in den Händen der Börsenvertreter sich befinden, d. h. also nach 8 Uhr vom Publikum aufgegeben werden. Raubüberfall auf eine Büroangestellte. Hülsen, 15. August. Ein Rad fahrender Räuber überfiel auf der Hülsener Landstraße die Büroangestellte Marie Horn und rauhte ihr eine Aktenmappe mit 46000 Mark. Ein Telegraphen= arbeiter verfolgte den Räuber auf seinem Fahrrad, erlitt jedoch eine Panne, so daß es dem Räuber gelang, zu entkommen. Tagung des rheinisch=westfälischen Einzelhandelsverbandes. Wesel, 15. August. Der rheinisch=westfälische Einzelhandelsverband veranstaltet in Wesel am 19. August anläßlich der Niederrheinischen Messe eine Tagung, in der u. a. über die neuen Steuervorschläge, Reklameunwesen, Beschwerden über den Gewerbebetrieb im Umherziehen und die örtliche Spiegelglasversicherung verhandelt werden wird. Die Reichenberger Messe. Reichenberg(.), 15. August. Die zweite internationale Reichenberger Messe wurde gestern vormittag in feierlicher Weise eröffnet. Nach einer Ansprache des deutschen Gesandten in Prag. Professor Dr. Sänger, erfolgte ein Rundgang durch die * M e s s e. 3 0 0 0 A u s s t e l l e r s i n d i n 1 7 g r o ß e n M e ß h ä u s e r a u n t e r g e „ bracht. Ueberfall auf einen Geldtransport. Beuthen, 14. Aug. Gestern morgen um 6 Uhr wurde ein Geldtransport auf dem Wege zur Grube„Kardinalsfreude" von zwölf Räubern überfallen, die 700000 Mark. raubten und nach Schonberg flüchteten. Mehrere Räuber wurden einwandfrei erkannt. Französische Justiz. tu. Berlin, 13. August. Ein Hotelier in Langenschwalbach, der einigen französischen Besatzungsofftizeren einen Teil der Weinsteuer auf die Rehnung gesetzt hatte, war vom französischen Gericht zu 600 Mark Geldstrafe verurteilt worden. In der Berufungsinstanz wurde dieses Urteil auf 3000 Mark erhöht. Außerdem muß der Verurteilte das über ihn verhängte Urteil 30 Tage in seinem Lokal aushängen Die unabhängige„Münchener Morgenpost“ verboten. au. München, 15. Aug.(Drahtber.) Das Organ der UnabhänPPartei, die„Münchener„Morgenpost“, ist auf unbestimmte ## verboten worden. Die Aunchener unabhängige Partei hat angesichts des Umstandes, daß der bayerische Landtag gegenwartig nicht versammelt ist, an den Reichspräsidenten ein Telegramm gerichtet mit der Mitteilung, daß Polizeipräsident Pöhner die„Münchener Morgenpost“ im Widerspruch zu Artikel 118 der Reichsverfassung verboten habe. Das Verbot erhebe den Vorwurf landesverräterische Schreibweise. Die Münchener Unabhängige Parteistelle daher die bisher erschienenen 48 Nummern zur Prüifung durch unparteiische Reichsbeamte zur Verfügung und erwartet Sicherung der verfassungsmäßigen Rechte. Vermögensbeschlagnahme in Eupen=Malmedv. Eupen, 14. August. Im Amtsblatt für Euven=Melmedo wird ein Erlaß veröffentlicht, demzufolge alle Güter. Rechte und Anteile derjenigen deutschen Staatsbürger, die am 19. Januar 1921 in Euven=Melmedo keinen Wohnsitz hatten, zu beschlagnahmen sind. Ausgenommen sin dbloß jene deutschen Staatsbürger, die unter Artikel 37 des Versailler Vertrages fallen. Verhafteter Raubmörder. Hamburg, 14. August. Gestern nachmittag hatte sich der wegen dringenden Verdachtes des Raubmordes an dem Weinhändler Magnus und seiner Tochter gesuchte Wilms im Justizgebäude selbst gestellt. Im Laufe des heutigen Tages soll er eingehend vernommen werden. Er gab zu, den Weinhändler und seine Tochter erschossen zu haben. — Aus Stabr und Amt Dienstag, den 16. August 1921. Generalversammlung der chriktlichen Textilarbeiter. Tagung der Delegierten des Textilarbeiterverbandes. In Münster, der westfälischen Provinzialhauptstadt. versammelten sich 208 Vertceter des über 110 000 Mitglieder zählenden christlichen Textilarbeiterverbandes Deutschlands, Sitz Düsseldorf. Die Teilnahme durch die Delegierten und durch die Vertreter der Behörden und befreundeten Organisationen war bei früheren Verbandstagungen niemals so zahlreich als wie bei dieser Generalversammlung. Einstimmig wählte die Versammlung zu ihrem ersten Verhandlungsleiter den Verbandsvorsitzenden und Mitglied des Reichswirtschaftsrates. Herrn OtteDüsseldorf und als stellvertretenden Verhandlungsleiter den zweiten Verbandsvorsitzenden, Herrn Fahrenbrach=Düsseldorf. Nach Konstituierung des Vüros und nach Bildung einer Mandatsprüfungskommission sowie einer besonderen Kommission zur Vorberatung der zahlreich eingegangenen Anträge wurde in die eigentliche Tagesordnung eingetreten. Nach Verlesung einer Anzahl eingegangener Begrüßungs telegramme und=Schreiben und nach Erstattung von Dankesworten an die zu Wort gekommenen Vertreter der Bebörden und Organisationen, erläuterte Herr Verbandsvorsitzender Otte den allgemeinen Teil des gedruckt vorliegenden Geschäftsberichtes. Seinen bemerkenswerten Darlegungen entnehmen wir folgendes: „Ni: Frende kann konstatiert werden, daß der Einfluß der Arbeiterbewegung in der Berichtsveriode gestiegen ist. Wenn die wirtch-Lage der Arbeiterschaft eine nicht gute ist, so ist unst.Gelogon zuführen auf die Unsicherheit, in der sich uuser tschen RilliAugenblicks bewußt. Hiese Verbältnisse dürsen wir nicht #s dem Auge verlieren, An wir die Lage unserer Bewegu. ld unseres Verbandes besprechen wollen. 1913 betrug der Gesamtwert der Erzeugung der deg. ktilindustrie rund 5 Milliarden. Der Einfuhr von den stand eine Ausfuhr von 1,14 Milliarden###ehn Patten eine passive Handelsbilanz von einer valven Milliarde. Der Schwerpunkt liegt jetzt auf dem Inlandsmarkt. Wir leiden jetzt an einer sehr starken Unterkonsumtion. Diese ist hauptsächlich auf die ungeheuerlichet- Preissteigerungen zurückzuführen. Die Massen des Volkes können kaum das Notwendige zum Leben einkaufen. Vor allem wird in erster Linie an der Kleidung gespart. Der Absatz in das Ausland vollzieht sich in anderen Formen als wie in der Vorkriegszeit. Hinzu kommen noch die Valutaschwierigkeiten, die besonders bei der Einfuhr eine sehr große Rolle spielen. Die Beschäftigungslage in der Textilindustrie wird dadurch immer zu einer stets schwankenden und unsicheren gemacht. Von allen Industrien leidet unsere Textilindustrie an Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Alle Krisen in andern Industrien haben ihren unheilvollen Einfluß auf die Verhältnisse in unserer deutschen Textilindustrie. Zu Anfang dieses Jahres hat eine Besserung der Währungsverhältnisse unserer deutschen Reichsmark eine Verschlechterung der Beschäftigungsverhältnisse in unserer Industrie gebracht. Beim Sinken der Valuta hebt sich wieder die Beschäftigungslage. Die deutsche Textilindustrie beschaftigte vor dem Kriege 1,1 Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen. Jetzt beschäftigt sie in der günstigsten Periode 650= bis 700000. Die Beschäftigungs= zahlen haben geschwankt von 40 bis 70 Prozent.“ Im zweiten Quartal des laufenden Jahres hat die Mitgliederzunahme weiter angehalten. In diesem Vierteljahr hat der Verband noch 1500 Aufnahmen gemacht. Unorganisierte sind nur ganz wenig mehr vorhanden. Zuwachs ist nur zu erhoffen aus den Reihen der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen. Größte Beachtung muß der Gewinnung der Falschorganisierten geschenkt werden.. Am es vn Tzfl. In die Berichtswoche sielen eine große unzahl von Fauen krassesten Terrorismus. In der Reichsarbeitsgemeinschaft wäre über diese Dinge verhandelt worden. Mit der Leitung des deutschen Verbandes habe man sich in Verbindung gesetzt, damit diese die Tercorisierung mißbillige. Diese habe sich aber gedrückt. Das Organ des Deutschen Textilarbeiterverbandes habe sogar die Terroristen in Schutz genommen. Terrorismus sei ein Zeichen innerer Schwäche. Es zeuge nicht von einer Sieghaftigkeit der Idee, wenn Sozialdemokraten Gewalt anwenden gegenüber Andersorganisierten. Letzten Endes drehe sich aber auch der Svieß um, wenn die Dinge sich etwas ausgegährt hätten. Vom Redner wird dann die Zerrissenheit des deutschen Volkes bitter beklagt. „Wir wollen“, so führt er aus,„an der Milderung der Gegensätze mitarbeiten. Wir wollen unsere Bewegung nach innen und nach außen stärken In diesem Sinne wollen wir auf der Generalversammlung arbeiten, damit unser Verband wachsen, blühen und gedeihen möge.“(Lebh. Beifall.) Vom Kassierer des Verbandes, Herrn Schaffrath=Düsseldorf wird der Kassenbericht eingebend besprochen und wird dann dem Kassierer einstimmig Entlastung erteilt. Den Bericht des Verbandsausschusses erstattet dessen Vorsitzender. Herr WallerBarmen. Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Herr Fahrenbrach aus Düsseldorf ergänzt in mehreren wesentlichen Punkten den ausführlichen Abschnitt über Tarif= und Lohnbewegungen und den Bericht der Betriebsrätearbeitung im gedruckten Geschäftsbericht. Ueber Presse und Bildungswesen berichtet der Schriftleiter der„Textilarbeiterzeitung“, Herr Müller aus Düsseldorf. und Frl. Hölzgens=Düsseldorf verbreitet sich über Aufgaben und Bedeutung des Arbeiterinnensekretariats. Die Berichte wurden von der Versammlung beifällig ausgenommen. Es erfolgt dann eine Aussprache über die Geschäftsberichte, woran sich auch mehrere Delegiertinnen beteiligten. Auf Vorschlag des Herrn Jungnitsch=Reichenbach i. Schl. stimmte die Versammlung einstimmig einer Entschließung über Recht und Gerechtigkeit für Oberschlesien zu. # koncctrte asse Redent lung nen hat. in Düsseldorf die der NiederrheiniWie der Westiale spart. — Zeit 2 B5 Eve ZEefühten auf die Ansicherhei., in Bas au. 4/3# befindet. Wir haben den verl Wirtscha“, iie Sjeger fordern den Tribut vom deutschen Volke. Richt einmal eis Deittel des deutshen Voltes ist sich der Schwere Gewaltiges Anwachsen der Sparkassen=Einlagen in den letzten Jahren.— Trotzdem kein Zeichen wirtschaftlichen Wohlergehens. Die Sparkassen haben sich in den Jahren 1913—1918 im ganzen Staat Preußen in beispielsloser Weise entwickelt. Ist auch die Zahl der Sparkassen selbst etwas zurückgegangen— von 1765 auf 1695— so ist doch die Zahl der umlaufenden Sparbsicher ganz gewaltig gestiegen und zwar von 14 176 612 auf 20 420 002. Dementsprechend sind auch die gesamten Einlagen angewachsen. Sie betrugen in ganz Preußen am Schluß des Jahres 1913 etwas über 13 Millsarden Mark, am Schluß des Jahres 1918 aber weit über 21½ Milliarden Mark. In den Jahren 1919 und 1920, über die noch keine völlig abschließenden Zahlen vorliegen, dürften sie nach viel wetter angewachsen sein. Auf den Kopf der Bevölkerung kamen im Durchschnitt im Jahre 1913 an Spargeldern 311,38 Mark, im Jahre 1918 aber 498.15 Mark. Wenn diese Entwickelung der Sparkassen auf der einen Seite auch recht erfreulich ist, so ist dieser ungeheuere Zusammenfluß von Geldern in den Sparkassen doch kein Zeichen von einem wirtschaftlichen Wohlergehen des gesamten Volkes. Zeigt er doch, daß die Industrie, die in der Regel höhere Zinsen zahlt als die Sparkassen, jetzt keine Verwendung für die ersparten Gelder hat. Das aber äußert sich dann wiederum in der großen Zahl der Arbeitslosen. Man erlebt dann wiederum das uralte Schauspiel: Ansammlung von großen Reichtümern auf der einen Seite und Mangel und Erwerbslosigkeit auf der anderen Seite. In der nachstehenden Uebersicht über den Stand der Sparkassen in der Provinz Westfalen am Schluß des Jahres 1918 sind die entsprechenden Zahlen aus dem Jahre 1913 in Klammern beigefügt. Regierungsbezirt Münster: Sparkassen 48(48), Sparbücher: 433021(286 377), Summe der Spareinlagen: 855 150000 Mark (523 100000 Mark). Auf den Kopf der Bevölkerung kamen an Sargeldern: 630,34 Mark(470,42 Mark.) Regierungsbezirk Minden: Sparkassen: 45(42), Sparbücher: 461 445(261 83), Summe der Spareinlagen: 687510000 Mark. Auf den Kopf der Bevölkerung kamen an Sargeldern: 834.51 Mk. (48398 Mark). Regierungsbezirk Arnsberg: Sarkassen: 127(127), Sparbücher: 1 324 005(829 665), Summe der Spareinlagen: 2 168 100 000 Mt. (12 837 790000 Mk.) Auf den Kopf der Bevölterung kamen un Spargeldern: 732,54 Mork(494.55 Mark). 0' Der Einmachzucker für die Mitglieder des Gartenbauvereins ist angekommen und gelangt Mittwoch, den 17. d. Mis. im Billardzimmer des Herrn Kemper(Eingang von der Milchstraße) vormittags 8 Uhr bis nachmitags 5 Uhr zur Verteiluno. Nach den bis jetzt eingegangenen Anmeldungen kann an die Mitglieder auf Wunsch ein größeres Quantum als je 5 Pfund abgegeben werden, allerdings erst nach 5 Uhr nachmittags. Diejenigen Mitglieder, die mehr als 5 Pfund wünschen, mögen dies beim Abholen angeben und sie werden bei der Restverteilung der Reihe nach berückschtigt. Beim Abholen des Zuckers sind Beutelchen mitzubringen.(Siehe Inserat.) Mitgliedskarte nicht vergessen und auf Verlangen vorzeigen. )! Rund 1090 Aussteller auf der Niederrheinischen Messe in Wesel. Die in der Zeit vom 17. bis 21. August in Wesel stattsindende Mustermesse wird zu den größten Meßveranstaltungen nächst den großen Internationalen Mustermessen in Leipzig, Frankfurt usw. zählen. Sie umfaßt in 8 großen Ausstellungshäusern, die sich über die ganze Stadt vertellen und eine Ausstellungsfläche von über 25000 Quadratmeter bieten, in 20 Ausstellungsgruppen alle Zweige des Großhandels und der Industrie. Unter den rund 1000 Ausstellern werden vornehmlich die landwirtschaftliche Maschinenindustrie, das Textilgewerbe und die Elektrotechnik in glänzenden Musterschauen vertreten sein. Man erwartet besonders einen starken Besuch aus den Kreisen der holländischen und westdeutschen Landwirtschaft, da nach dem allgemein bedauerten Ausfall der geplanter sehr umfangreich schen Messe, er weusklisch=lippischer Wirtetag. Der Provinzialverband Westfalen und Lippe des Deutschen Gastwirteverbandes hält am 17. und 18. ds. Mts. seinen 47. Proyinzialverbandstag ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Stellungnahme zur Fremdenwohnsteuer, die Forderung auf Herstellung eines Einheitsbieres und Schritte gegen den unerlaubten Großhandel mit Fluscheubier, Schonende Einziehung des Reichsnotopfers. Der Reichsfinanzminister hat den Finanzämtern zur Pflicht gemacht, bei dem Erfordern von Sicherheisleistung für zinslos gestundetes Notopfer die wirtschaftliche Lage des Abgabepflichtigen billigerweise zu berücksichtigen, unnötige Kosten zu vermeiden und die Umstände des einzelnen Falles sorgfälltig abzuwägen. ( Allgemeine Jünglingswoche. Die religiöse Woche für Jüng Kommunionfeier am Sonntagmoi ganze Gemeinde; den hinreihenden Inaichmitagts Schönes leiso sind se lediglich ein wertloses Paper. nucd im Veriehr ans, treideordnung das Verbot über die Her, luten acber Kaodt. ebchnde, die He Gehäller zu bedrohen. Er ist der Auffassung eb Sanstionen des Feindbundes nur durch festes Zusammenhalten aller Vollsglieder ertragen werden können. Von den wirtschaftlich Stärkeren erwartet er in erster Linie Verständnis für den Gedanken der Volksgemeinschaft. Fuuktelegramwen. Iy unktelegrapßische Stationen berstellten erivate Verionen v ra, Nachrichten benusten, die sie beund diese dur Auinodwe Zustände haben sich als unbaltbar erepte vewertee Weise das Telegraphengeheimnis nicht gewiesen, de aud biese„—. halt, schließlich dazu geführt, daß sich wahrt werden kann... v. ven—, Bersonen mit der Aufnahme in Holland eine größere Reibe von Versg.e,jazten, was in anund der Verbreitung sowie dem Vertrieoe beisghesegehung ver, deren Ländern ichoen Veit lünoeren zu den zuternationalen beimnnis unverletlish ur und bh iberhaupt kesegrapbische Mitvondenzen und deren gute Befördern gunmehr bei der zweiten wird. daß derjenige mit Gefängnis oder Geldstrafe belegt der funktelegraphische Nachrichten aufnimmt, die nicht für ihn bestimmt sind, und diese verwertet. Vereinskalender Theaterabteilung des kath. Gesellenverein.s Heute abend Versammlung. Katholischer Gesellenverein. Am Dienstagabend 8 Uhr Probe der Orchesterabteilung. Handelsnachti., Kursbericht Osnabrücker Bark, Zweiganstalt Rheine. Devisenkurse. B# dlin, den 15. August 1921 Vrieden: stand 168.75 112.50 20.40 .20 81.80 21 Amsterdam Antwerpen und Brüssel Kopenhagen. London New-Tork Paris Schweizer Plätze 5% Schiffahrts-Aktels Hamb. Am. Pak Hausa Dampfsch. Nordd. Lloyd Sank-Aktias. Deutsche Bank Diecont. Kom. Ant. Oensbrücker Bank Jodustris-Akiien. Adler-Werke Bismarkhütte Braunkohl. u. Brik. Buderus-Eisenw. Daiml-Motoren Lar Deutsche Kaliw. vor. Kurs 77½ 171½ 292¼ 159 Wertpaplere, Kurs 15. Aug. 77½ 308½ 262¼ 171¼ 295½ 300½ 520 630 570 660 235 449 960 449¼ Gelsenk, Bergw. Georgsmarienhütte F. H. Hammersen Harrener Bergbau Hoesch Eisen, Stahl Hoherabe Werke Kaliw. Aschersl. anrahütte nnesm. Röhren ark“ Portl. Tem. Mech. Web. Linden Obschl. Eisenb. Bed Oberschl. Eisenind. Osnabr. Kupfer Phönix Bergbau Romb. Hütten Siement& Haleke Thörlev. Harb. Oclf Ver. Cdln-Rettw. Wiek-Pertl. Tem. vor. Kurs Kurs /15. Aug 494¼ 524 855 800 699 736 978 282 375 407 6968 930¼ 400 320 645 1035 470 424 879¾ 790 539 716¼ 728 288½ 385 425 4 931 418 359¼ 649 1088 492 440 890 392 568 uck und Beslag von Joseph Altmeppen, Buadruckerei und Zeitungsver### Anzeigen= und Reklas, ateil Joscpe'tmeppen, Utlich in Rheine. Lewühr für eieekung gelestet auch vizt zür Fezeigeg bezüiglich Klas und Tag dch Rlück a lung der Vezugszelder wegen ungenl, 2uder Lieferung De kutbenntrens und Berüdgehs unberiangten Beienhungn uuch ices bemt übes ∆ seldorf die derrheinte ialverband hält am ab. Auf Fremden= heitsbieres zscheubier. er Reichst, bei dem Rotopfer ise zu bestände des für Jüng. uf. Abend lusführunus Borken ingmänner e feierliche ag für, die ielt Herr chönes leilenvereins Loche war nze Macht erer guten es Gold. te vom 29. *) hat auf Gültigkeit 1920 verer Reichserkehr auf, von WeißFür die ArbeitsgeReichsgewaren und Warnung 8 Uhr im 1g, in der chnationale g Stellung Irbeitgeberdurch, die Auffassung Zusammenden wirtis für den ahme von iglich, daß herstellten die sie behaltbar ers nicht gert. daß sich Aufnahme vas in anebung vernalen Versheit durch Deutschen graphengeerstreckt, o5 hische Mitdie Angeraphenverich die verßregeln zu der KorreUm einen der zweiten orden, nach Der ur Leibesübungen, 905 ür ihn eute abend Uhr Probe heine. ugust 1921 168.76 112.50 20.40 .20 81.80 21 vor. Kurs Kams 45. Aug 494¼ 855 699 736 978 282 375 407 Nachrichtenblatt des Curn- und Sportverbandes Rheine und der Deutschen Jugendrruft Aheine Aagemeines Turns und Sportsest in Fheine Spannende Kämpfe um die Meisterschaft.— Fricke=Westfalia gewinnt den Ehrenpreis von„Jung=Rheine“. 44 524 800 716“ 728 288¼ 365 425 gelungnene Berk. Nür des Ane. mutek, werd tcims las und Tag ung ausgeschlossen ind Geniter Rheiner Meisterschaften 1921. Rheine, den 15. August 1921. Der Sport marschiert! Auch hier in Rheine. Wenn es überhaupt noch eines Beweises dafür bedurft hätte— das gestrige zweite allgemeine Turn= und Sportfest in Rheine hat Zeugnis davon abgelegt. Um es vorweg zu nehmen: Das diesjährige Rheiner Turn= und Sportfest hat einen würdigen und glänzenden Verlauf genommen, es war ein Volksfest, so wie wir es aus den Jahren vor dem Kriege noch in guter Erinnerung haben. „Alles, was in den Mauern Rheines dem Turnen und Sport huldigte, hatte sich gestern versammelt, um in friedlichen Wettkämpfen zu zeigen, was fleißiges Ueben und ein vernünftiger Lebenswandel an Kraft und Gewandtheit hervorzubringen imstande ist. Außer der männlichen Jugend beteiligte sich auch die weibliche Jugend an den Wettkämpfen und erbrachte den Beweis, daß Gewandheit und Schnelligkeit auch ihr zu eigen ist und die frischen Wangen und blanken Augen zeigten, daß die gesunde Bewegung in der freien Natur gute Früchte trägt. Eine besondere Note erhielt das diesjährige Turn= und Sportfest noch dadurch, daß mit den Wettkämpfen die Meisterschaften von Rheine verbunden waren. Wie auf jedem menschlichen Arbeitsgebiet, müssen auch im Sport Höchstleistungen geschaffen werden, um anzuspornen und Energie zu wecken und die allgemeinen Durchschnittsleistungen auf eine höhere Stufe zu stellen. Durch den Versailler Vertrag ist unsere Jugend des für viele bisher einzigen Weges, den Körper zu stählen, verlustig gegangen. Umsomehr muß in systematischem Vorgehen daran gearbeitet werden, alle gesunden männlichen und weiblichen Jugendlichen zu gleichmäßiger und dauernder Betätigung auf sportlichem Gebiet heranzuziehen. Es darf in Zukunft keinen deutschen Jüngling und kein deutsches Mädchen geben, as nicht einem Sport= oder Turnverein angehört. In diesem Zusammenhang ist es mit Freude zu begrüßen, daß die Schule heutzutage auf Turnen und Sport erhehlich mehr Wert legt, als es früher der Fall war. 84240 65. Das zweite allgemeine Turn= und Sportfest hätte zweifellos einen noch glänzenderen Verlauf genommen, wenn ein wirklich erstklassiger Sportplatz vorhanden wäre. Die Sportpiatzfrage ist in Rheine ein Schmerzenskind. Die kleine Wiese bei Delsen und der sandige Borussiaplatz können gerade nicht als ideale Kampfplätze angesprochen werden. Zur Sportplatzfrage ist zu sagen, daß hierzu von der Reichsregierung und den Landesregierungen als auch von den Kommunen unbedingt vor allem anderen die Mittel bewilligt eerden müssen, denn die körperliche Leistungsfähigkeit ist die nakürliche und grundlegende Voraussetzung für die Erfüllung des Versailler Vertrages. Die einzelnen Veranstaltungen. Das Hockeyspiel am Freitag. Seinen Anfang nahm das Turn= und Sportfest mit einem hockeywettspiel zwischen zwei Mannschaften des hiesigen HockeyAubs am Freitagnachmittag auf dem Gymnasialplatz. Die grüne Rannschaft konnte die weiße mit:4 besiegen. Dem Spiele Bohnten zahlreiche Zuschauer bei, die Zeugen eines spannenden Kampfes wurden. Der Sturm der Grünen bot die beste Leistung und war insgesamt recht gut. Auch die Weißen stellten eine ziemlich ausgeglichene Mannschaft. Das Spiel hinterließ auf die zahlreichen Zuschauer, die den Kampf mit Interesse verfolgten, den besten Eindruck. Es ist erfreulich, daß sich der Hockeysport auch hier in Rheine immer neue Anhänger erwirbt. Die siegende Mannschaft erhielt als Preis einen Hockeyschläger. Die Veranstaltungen am Samstag. Schwimmen, Springen, Tauchen. Im herrlich gelegenen Freibad Rheine nahmen gegen 4 Uhr nachmittags die Meisterschaftskämpfe im Schwimmen, Springen und Tauchen ihren Anfang. Die Wettschwimmen standen in sportlicher Hinsicht auf beachtenswerter Höhe. Die gewünschte Massenbeteiligung blieb zwar aus, immerhin hatten die einzelnen Meisterschaftswettbewerbe eine erfreuliche Besetzung aufzuweisen. Auch die Zeiten sind durchschnittlich gute zu nennen. Besonders erfreulich var es, daß sich an den Wettkämpfen Mitglieder sowohl der Turnals auch Sportvereine beteiligten. Förderung des Schwimmsports und andererseits das Schwimmen zum Allgemeingut des deutschen Volkes zu machen, muß das Ziel eines jeden Turn= und Sportzereins sein. Die Ergebnisse in den einzelnen Wettbewerben sind folgende: + Schwimmen. 50 m. Brust. Schmitz, T. C. Westsalia Kugler, T. C. Westfalia 100 m. Brust. 1. Thüsing, F. C. Borussia 2. Gleis, T. C. Westfalia 3. Wolf, Ruderverein 4. Leugering, F. C. Borussia 5. Beckmann, F. C. Borussia 6. Wortmann, Jahn=Eschendorf 50 m. Seite. 1. Langer, F. C. Borussia 2. Remberg Herm., T. V. Rheine 3. Rennes, Sportvereinigung 48.6 Sek. 55. Sek. .282 Min. .29.5 Min. 1,30,6 Min. .45 Min. .47 Min. 1,58 Min. 36.2 Sek. 41.1 Sek. 49 Sek. Springen. Thüsing, F. C. Borussia Langer, F. C. Borussia Wegmann. T. V. Rheine Kugler, T. C. Westfalia Eiling, F. C. Borussia Pöppinghaus, Sportvereinigung Tauchen. Schoppen, F. C. Borussia Leugering, F. C. Borussig Crama, T. V. Jahn Wortmann, T. V. Jahn Schmitz. Sportvereinigung 82 Punkte 72 Punkte 51 Punkte 48 Punkte 43 Punkte 42 Punkte 1 Min. 7 Sek. 50 m. 1 Min. 1 Sek. 45 m. 1 Min. 38 Sek. 40 m. 1 Min. 34 Sek. 40 m. 1 Min. 26,6 Sek. 17 m. 50 m. Rücken. 1. Thüsing. a C. Borussia 2. Gleis, T. C. Westfalia 3. Leugering, F. C. Borussia 100 m. beliebig. 1. Kurt Wolf, Ruderverein 2. Ellinghaus, F. C. Borussia 3. Langer F. C. Borussia 4. Gleis, T. C. Westfalia 39.2 Sek. 45 Sek. 45.2 Sek. 1,20.2 Min. .26 Min. 1,31.4 Min. 1,35,4 Min. Interne Regatta des Rudervereins. Nach Beendigung der Wettkämpfe im Freibad rüstete sich der Ruderverein zu einer internen rudersportlichen Veranstaltung. Die Strecke vom Freibad bis zum Bootshau ist zur Abhaltung einwandfreier sportlicher Kämpfe in außerordentlichem Maße geeignet. Wie vor acht Tagen, so wurde auch diesmal von den Mitgliedern des Rudervereins den zahlreichen Zuschauern guter Sport geboten. Die erbitterten Endkämpfe gestalteten sich äußerst spannend und wurden mit Beifall aufgenommen. Die Lichterfahrt auf der Ems. Eine Lichterfahrt auf der Ems, an der sämtliche Vereine des Turn= und Sportverbandes sich beteiligten, beschloß oen ersten Tag des Turn= und Sportfestes. Zum zweiten Male innerhalb acht Tagen hatte die Rheiner Einwohnerschaft Gelegenheit, das prachtvolle Schauspiel einer Lichterfahrt zu erleben. Die Beteiligung war diesmal eine noch größere. Wiederum konnten die Ufer der Ems all die Zuschaner kaum fassen. Das städtische Orchester hatte auf der Terasse des Bootshauses Platz genommen und ließ von dort ihre lustigen Weisen erschallen. Unter Führung des Bootes „Rheine“ vom Ruderverein setzten sich die mit zahlreichen Lampions und frischem Grün geschmückten Boote vom Freihad aus in Bewegung. Unter dem starken Beifall der nach Tausenden zählenden Zuschauermenge fuhren die Boote emsabwärts. Leuchtraketen stiegen gen Himmel und beleuchteten blitzartig die dunce Ems, die bunte Reihe der Boote und die Menge der Zuschauer. Am Steg des Bootshauses löste sich die Lichterfahrt auf. Einzelne Boote aber belebten noch eine Zeitlang die Ems, bis das letzte Lichtchen erloschen. Die Prämiierung der bestgeschmückten Boote hatte folgendes Ergebnis: Den 1. Preis erhielt TC.„Westfalia“, den 2. Preis FC.„Borussia“ und den 3. Preis Sportvereinigung=Westfalia. Außerdem erhielten eine lobende Anerkennung FC.„Borussia(Fonteins Boot) und das Boot„Rheine". Der Festsonntag. Die Drei= und Sechskämpfe. Ein Festgottesdienst in der St. Petrikirche und in der evgl. Pfarrkirche in der Altstadt leitete den Festsonntag ein. Darauf nahmen gegen 10 Uhr die Drei= und Sechskämpfe der Sportler und Turner. sowie der Turnerinnen auf dem Gymnasialplatz ihren Anfang. Unter Leitung von bewährten Kampfrichtern konnten sämtliche Wettkämpfe glatt abgewickelt werden. Der Besuch ließ sehr zu wünschen übrig und somit das Echo vermissen, für Höchstleistungen nun einmal notwendig ist. Die Sprung= und Wurfkonkurrenzen hatten gegen das Vorjahr wesentliche Verbesserungen aufzuweisen. Fast in allen Wettbewerben mit nur wenigen Ausnahmen wurden von den Siegern bessere Leistungen als im Vorjahre geboten. Und nicht nur von den Siegern, auch die Plazierten gingen oft über das früher Erreichte hinaus. Mit Freude können wir diesen Aufschwung hierbei feststellen. Sämtliche Wetkämpfe lösten ungeteilten Beifall aus. Sieger im Dreikampf wurde mit 56 Punkten Franz Fricke vom TC.„Westfalia“, ihm fiel somit der Ehrenpreis von„Jung=Rheine“ zu, in Form einer kunstvollen silbernen Plakette. Franz Becker, ebenfalls vom TC.„Westsalia" wurde erster Sieger im Sechskampf mit 118 Punkten. Im Dreikampf der Turnerinnen zeigte Martha Pickert die beste Leistung mit 51 Punkten. Nachfolgend die einzelnen Ergebnisse. Sieger im Dreikampf. 1. 2. 3. 4. 4. 5. 5. 6. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 1. 2 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 11. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 16. 16. 17. 78. 56 Punkte: 52 Punkte: 51 Punkte: 39 Punkte: 39 Punkte: 38 Punkte: 38 Punkte: 37 Punkte: 37 Punkte: 35 Punkte: 34 Punkte: 33 Punkte: 32 Punkte: 31 Punkte: 30 Punkte: 28 Punkte: 26 Punkte: 118 Punkte: 117 Punkte: 115 Punkte: 111 Punkte: 106 Punkte: 105 Punkte: 103 Punkte: 101 Punkte: 99 Punkte: 98 Punkte: 96 Punkte: 96 Punkte: 96 Punkte: 95 Punkte: 94 Punkte: 92 Punkte: 90 Punkte: 88 Punkte: 88 Punkte: 88 Punkte: 87 Kun 80 Kunkte: Franz Fricke, T. C. Westfalia, Georg Schwab, Jahn Eschendorf, Clemens Fabry, Ruderverein. Theodor Krampe, T. C. Westfalia, Wilh. Hackenbrock, T. V. Jahn, Theodor Hermes, F. C. Borussia, Paul Kindsgrab. Jahn Eschendorf, Peter Hackenbrock, Jahn Eschendorf, Hans Lehmköster. F. C. Borussia, Karl Hoffkamp. F. C. Borussia, Hch. Läuffker, Jahn Eschendorf, Hans Mainzer. Ruderverein, Rudolf Busse, F. C. Westfalia, Wilhelm Stehning, Sportvereinigung 09, Albert Renk, T. C. Westsalia, Karl Knüvve, T. C. Westfalia, Hermann Petukat, Tubantia, Siegerliste im Sechskampf. Wilhelm Becker, Jahn Eschendorf, Gerhard Olthuis jun., T. V. Rheine, Ludw. Feldkötter, T. C. Westsalia, Joseph Hesping, Jahn Eschendorf, Arnold Kamp. Jahn Eshendorf, Hch. Gruber, T. V. Rheine, Anton Redecke, T. V. Rheine, Franz Gruber sen., T. V. Rheine, Franz Gruber jun., T. V. Rheine, Gustav Aurich, T. C. Westfalia, Joseph Busch, T. C. Westfalia, Alfred Replor, T. C. Westfalia, Bern. Aeing, T. V. Rheine. August Bodicker. T. V. Rheine, Otto Wortmann, Jahn Eschendorf, Hub. Breuer, T. C. Westfalia, Willo Busse, T. C. Westfalia, Willy Haverstreng, Jahn Eschendorf, Hch. Remberg, T. V. Rheine, Willy Rudolf, T. V. Rheine, Herm. Werning. T. V. Rheine, August Ungruhe, T. V. Rheine. Sieger im Dreikampf der Turnerinnen. 1. 51 Punkte: Martha Pickert, T. C. Westfalia, 2. 50 Punkte: Elisabeth Batella, T. C. Westfalia, 3. 48 Punkte: Frida Johannböcke. T. V. Rheine, 4. 47 Punkte: Frau Feldkötter. T. C. Westfalia, 4. 47 Punkte: Safia Althoff T. C. Westfalia, 4. 47 Punkte: Wilhelmine Gerdes, T..,Westfalia, 5. 46 Punkte: Mimmi Weithase, T. C. Westfalia, 6. 45 Punkte: Emma Vinerius, T. V. Jahn. 6. 45 Punkte: Wilhelmine v. d. Wacker, T. V. Jahn, 7. 43 Punkte: Dora Göske. T. V. Rheine. 8. 41 Punkte: Johanna Schlotboom, T. V. Jahn, 8. 41 Punkte: Franziska Joormann. T C. Westfalia, 8. 41 Punkte: Aenne Möllers, T. C. Westfalia, 9. 40 Punkte: Frieda Hulsmann, T. V. Rheine, 9. 40 Punkte: Anna Otto, T. B Jahn. 10. 39 Punkte: Josefine Stockel, T. V. Jahn, 10. 39 Bunkte: Maria Schlotboom, T. V. Jahn, 11. 38 Bunkte: Klara Agnesensmator, T. V. Jahn, 11. 38 Bunkte: Marta Bang. T. V. Jahn. 12. 37 Punkte: Hermine Busse, T. C. Westfalia. 12. 37 Punkte: Johanna Middeloven. J. V. Jahn, 13. 36 Punkte: Gertrud Perrevoort, T. V. Jahn, 14. 35 Punkte: Thea Schlattmann. T. V. Jahn, 14. 35 Punkte: Käthe Mengels. T. C. Westfalia, 15. 34 Punkte: Alwine Leufker. T. V. Jahn, 16. 31 Punkte: Agnes Flesch. T. V. Rheine. 16. 31 Punkte: Eleonore Flesch, T. V. Rheine, 16. 31 Punkte: Anna Deinenbrock T. V. Jahn, 17. 28 Punkte: Josefine Serger, T. C. Westfsalia, 18. 25 Punkte: Josefa Deventer, T. V. Jahn, 18. 25 Punkte: Wilhelmine Schlienkamp, T. V. Rheine. Die Veranstaltungen am Nachmittag. Gegen 2 Uhr traten die Mitglieder der einzelnen Vereine zum Festzug an. Unter Vorantritt einer Musikkapelle bewegte sich der Zng duch die leider nur mäßig geflaggten Straßen der Stadt zum Sportplatz bei Delsen. Mit den Veranstaltungen am Nachmittag erreichte das Turn= und Sportfest seinen Höhepunkt. Der Besuch war in Anbetracht der unbeständigen Witterung ein sehr guter. Die Kampfleitung hatte das Programm äußerst reichhalig ausgestattet und vermochte durch flotte Folge Höchstimmung zu erzeugen. Endlich verdienen noch die Vorführungen der Vorturnerriege der Turnvereine von Rheine ein besonderes Lob.. Hier stellte sich den Zuschauern eine prächtige Kerntruppe vor, die weit und breit ihresgleichen sucht.„Die Endkämpfe in der Schwedenstaffel, im Pendellauf, im Waldlauf sowie in der Damenstaffel fanden die verdiente Anerkennung. Ein Fußballspiel zweier Mannschaften, die aus Spielern der vier hiesigen Verbandsvereine zusammengesetzt waren, bildete den Abschluß des Turn= und Sportfestes. Nachstehend bringen wir die einzelnen Ergebnisse: 1000 m. Schwedenstffel. 1. Borussia. 3 Min 18.8 Sek., 2. Ruderverein. 3 Min. 232 Sek., 3. Westfalia, 3 Min. 35.6 Sek. 4 X 100 m. Pendellauf. 1. Jahn=Efbendorf, 2. Borussia=Rheine, 3. Ruderverein=Rheine. Tanziehen. 1. Jahn=Eschendorf. 2. Westfalia=Rheine. Waldlauf(2590.). 1. Ellinghaus, Borussia 7,53 Min., 2. Reidegeld. Svortvereinigung.12.4 Min., 3. Renk. Westfalia. 4. Quiter, T. V. Rheine, 4. Hillen, Westfalia. 5. Miete Sportvereinigung, 6. v. Hebel, Sportvereinigung. 4 X 75 m. Staffel für Turnerinnen. 1. Turnklub Westfalia, 1. Staffel 48.6 Sek., 2. Turnkluh Westfalia,? Staffel 486 Sek., 3. Jahn Eschendorf. 1. Staffel 50 Sek., 4. Jahn Eschendorf, 2. Staffel 50 Sek. Das Fußballspiel. Nach dem Waldlauf trafen sich die ausgewählten Fußballmannschaften im friedlichen Wettkampfe. Die=Mannschaft trat in weißen Blusen. die=Mannschaft in den grünen Farben der Westfalia an. Sofort nach Anstoß entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem zunächst keine Mannschaft einen sichtlichen Vorteil hat. Der Sturm der Weißen führt ein gefälliges Kombinationsspiel vor, läßt aber vor dem Tore die Durchschlagskraft vermissen. Die Grünen spielen einfacher, aber rationeller. Kurz vor Halbzeit kann dann der Mittelstürmer der=Mannschaft eine Flanke des Linksaußen durch schönen Kopfstoß, über den angreifenden Torwächter hinweg, verwandeln. Nach der Halbzeit dasselbe Bild. Im Feld völlig ausgeglichenes Spiel, vor dem Tore jed.ch sind die Grünen entschlossener. Sie können bis zum Schlußpfiff noch zweimal erfolgreich sein, während der=Mannschaft das verdiente Ehrentor nicht vergönnt war. Naturgemäß standen die Leistungen infolge der Zusammenstellung der einzelnen Mannschaften nicht auf gewohnter Höhe. Jedenfalls muß mit Freude die Tatsache reg'striart werden, daß Spieler aus vier Lokalvereinen in friedlichem Wettkampfe um den Sieg ringen. Wenn nicht alles trügt, ist der Turn= und Sportverband in seinem Bestteben, eine Städtemannschaft Rheine zu bilden, ein gutes Stück vorwärts gekommen. Die Preisverteilung. Nach Beendigung des Fußballspiels fand in den Gartenanlagen von Delsen, die Preisverteilung statt. Herr Bürgermeister Schüttemeyer, der den Wettkämpfen am Vormittag und Nachmittag beigewohnt hatte, ergriff zunächst das Wort zu kurzen Ausführungen. Der Aufschwung, den der Sport in den letzten Jahren genommen halte, sei ein erfreuliches Zeichen- für die Gesundung unseres Volkes.“ Viele, die dem Sportgedanken, früh## den, seien jetzi begeistert für die Sache der Leibesüb## FET zue erfreuliche Einigkeit zwischen den einzelnen heimischen TurnSportvereinen herrsche, sei nicht zuletzt das Verdienst des Sportverbandes. Ihm galt auch das Hoch, das Redner### im Schlusse seiner beifällig ausgenölumenen Ansprache ausbrachte. Tarauf nahm der Ferr Bürgermeister die Verteilung derbrig eaD-eiger gur e Das diesjähige Turn= und Sportfest, das zweile seiner Art, war nicht nur ein Messen der Kräfte und eine Betonung der Einheit aller Vereine des Turn= und Sportverbandes Rheine, sondern guch eine machtvolle Kundgebung und ein erfreulicher Beweis des eechten Sportgeistes! Die besten Leistungen. Wer sind die Meister von Rheine? 50 Meter Brustschwimmen: Schmitz=„Westfalia.“ 700 Meter Brustschwimmen: Thüsing=„Borussia“ 50 Meter Seiteschwimmen: Langer=„Vorussia“. Springen: Thüsing=„Borussia". Tauchen: Schoppen=„Borussia“. 50 Meter Rückenschwimmen: Thüsing=„Borussia“. 100 Meter Beliebigschwimmen: Kurt Wolf=Ruderverein. Dreikampf: Fricke=„Westfalia“. Sechskampf: Becker=„Westsalia“. Dreikampf der Turnerinnen: Martha Pickert„Westsalia“. 1000 Meter Schwedenstaffel: FC.„Vorussia“. 4X100 Meter Pendellauf:„Jahn"=Eschendorf. Tauziehen:„Jahn"=Eschendorf. Waldlaus: Ellinghaus=„Borussia“. 4X75 Meter Stafsel für Turnerinnen: TC.„Westsalia“. Meister am Reck: Becker und Olthuis, Meister am Barren: Becker, Olthuis, Feldkötter u. Hesving, Meister am Pferd: Becker. Nachklänge zum Turn- und Sportsest. Mit Rücksicht auf die kurze Vorbereitungszeit, die beschränkten Hilfsmittel, die lose Organisation und die berufliche starte Inanpruchnahme des Festausschusses dürfte man mit dem Ergebnis der Veranstaltung zufrieden sein. Das Leitmotiv jedenfalls„Wer sind die Meister von Rheine?“ in den verschiedenen Turn= und Sportarten war richtig gewählt und hielt die Gemüter In Spannung. Sicherlich wird man diesen Gedanken für die nächsien Jahre festhalten und weiter ausbauen. Diesmal litten die Vorbereitungen und die Aufstellung der Preise anter der Hast, mit der Entscheidungen getroffen werden mußten. So konnte die KReisterschaft in 100 Meter beliebiger Schwimmart auf dem Feste roch nicht zugesprochen werden. Sie soll gleich nach den Herbst###rien ausgetragen werden, nachdem sich der Festausschuß über die Frage noch einmal ausgesprochen hat. Es soll ebenso wie bei der Faustballmeisterschaft, nach Möglichkeit jedem sein Recht werden. Zwecks Aufklärung von etwaigen Mißverständnissen bei der Verteilung von Kränzen wende man sich an Herrn Olthuis jun. kiedenfalls hat der Turn= und Sportverband wieder einen guten Schritt vorwärts getan; die Anregungen, besonders im Schwimmen, In der Leichtathletik und im Frauenturnen werden sicherlich bis zum nächstjährigen Kampf um die Meisterschaft ihre Früchte getragen haben; die Notwendigkeit der Einigkeit, das Gefühl des Zusamengehenmüssens wird langsam immer größeren Teilen der einzelnen Vereine zur Gewißheit werden, mögen auch einige Vereinssanatiker den höheren Zweck des Verbandes immer noch nicht kinzusehen. Desto besser sehen ihn unsere Gegner ein, immerhin ein Punkt, der den leichtverletzten Eigenbrödlern zu denken geben müßte.— Doch freuen wir uns, daß das Fest ohne ernsteren Unglücksfall und bei verhälnismäßig gutem Weter vor sich gehen konnte. Unser Glückwunsch gilt den Siegern, unser Dank aber üillen, die zum Gelingen des Festes beitrugen. Gern bestätigen wir den jungen Pfadfindern, daß sie ihren Wahlspruch„Allzeit bereit!“ bei Heranschaffung von Geschenken und beim Kartenvertrieb nach Kräften wahr gemacht haben, gern möchten wir auch all die stillen Beweise der Selbstlosigkeit und Opferwilligkeit nennen, daß z. B. ein Beamter(!) siebzig Mark zur Bestreitung der Unkosten stiftete, daß ein Graveur bis in die tiese Nacht unentgeltlich die geschmackvollen Plakette gravierte, daß ein Zahnarzt einem Sieger freie Zahnbehandlung zusicherte usw. doch würde es zu weit führen, jedenfals zeigen sie, daß die Menschheit doch noch nicht ganz so schlecht ist wie ihr Ruf. Dankbar bestätigen wir der Kaufmannschaft und der Industrie von Rheine, daß sie zu dem Fest in Geld und Waren beisteuerten, besonders herzlich aber ist unser Tank an den Herrn Bürgermeister für das Entgegenkommen, das er stets der Entwicklung unserer Bewegung gezeigt und nicht zuletzt für die prächtigen Wort, die er dur be Grcl. richtete. sein zuw letzten 14 Tage ein Ruhebedürfnis geltend machen. Vielleicht gestatten die Mitglieder auch dem Unterzeichneten einige Wochen der Ausspannung; denn die Ferien haben seit 10 Tagen begonnen und er hat bis jetzt kaum etwas davon gemerkt. Rosenstengel. Spiel- und Sportfest des Turnklubs Westfalia=Rheine. Am 28. August veranstaltet der T. C. W. in den herrlichen Anlagen der Gartenwirtschaft Heßling ein Spiel= und Sportfest, welches den Abschluß der diesjährigen leichtathletischen Wettkämpfe bildet. Die Hauptveranstaltung dieses Tages bildet die Austragung der Vereinsmeisterschaften im 50, 75, 100, 200, 400 und 2500 Meter=Lauf, im Weit=, Hoch=, Stabhoch= und Treisprung, Steinund Kugelstroßen, Schleuderball=, Speer=, Diskus= und Schlagballwurf. Die Beteiligung an diesen Kämpfen erfolgt nach Jahresklassen. Da jedes Mitglied zur Erlangung der Vereinsmeisterschaft kein Bestes leisten wird, so darf man mit Recht einen sehr scharfen kampf erwarten. v. für 816. Gleichzeitig hat die Fußballabteilung für diesen Tag eine spielstarke auswärtige Mannschaft verpflichtet und auch die Faustballmannschaft wird einen bewährten Gegner gegenüberstehen. Die Freunde des Rasensports werden sicherlich auch hier auf ihre Kosten kommen.„,„ gw.gichm Les.tons Die Wettkämpfe sind für alle Mitglieder des Vereins offen und sind die näheren Bedingungen hierzu an jedem Turnabend (Dienstag, Mittwoch und Freitag) in der Gymnasial=Turnhalle einzusehen. Fußballabteilung des TC.„Westsalia“ Mittwoch, den 17. Aug., ebends 9 Uhr Mitgliederversammlung im Vereinslokale Althoff; pünktliches Erscheinen sämtlicher Spieler dringend erwünscht. Pblics bergaee ee. mbgts egen herweise ommlung für die Kriegered. Die Herren Wchnmler werden sreundlichst###n mil der Listensammlung möglichst bald zu beginnen und sie bis spätestens in 14 Tagen, also zum 1. September zu beenden. Ausfall an Lohn ist bei Unterzeichneten ebenfalls bis zu diesem Tage anzumelden. Vorstand des Turn= und Sportverbandes. Der Ruderverein Rheine hält lant Inseratenteil heute abend .30 Uhr im Bootshause eine Mitgliederversammlung ab, zu der alle Mitglieder möglichst erscheinen wollen. Radfahrerklub„Amisia“ von 1894 Rheine ladet für den heutigen Abend seine Mitglieder zu einer Versammlung im Restaurant Kemper(Emsstraße) ein.(S. Inserat.) Prüsung im Radfahren zur Erlangung des Turn= und Sportabzeichens. Der Turn= und Sportverband Rheine erhielt vom Bund Deutscher Radfahrer folgendes Schreiben: In Erledigung Ihrer Karte vom 28. 7. 21 teilen wir Ihnen mit, daß nachstehende Mitglieder des Bundes Deutscher Radfahrer e. V. den Prüfungsausschuß für Radfahrer bilden: Herr Franz Harenbrock, Salzbergenerstrafe 7la; Herr I. Mariesse, Salzbergenerstraße 91; Herr Willy Verschüer, Poststraße 1a. #os Gesett zu ester verlapplen Sommerferien... Nachdruck verboten. Auch Sportsleute benötigen Urlaub. Darum muß es Wunder nehmen, daß man in hochsommerlichen Zeiten in den Tages= und Sportzeitungen immer von bedeutenden Fußballkämpfen, von Gastspielen, von Provinzengagements, vonl Sommerteams u. s. w. liest. Wann haben Fußballspieler eigentlich Urlaub, Ferien? In England, dem Mutterland des Körpersports, ist, wie das..T. berichtet, das Fußballtheater vom Mai bis September geschlossen. Der englische Fußballspieler wird diese offiziellen Ferien nur mit Erlaubnis der obersten Sportbehörde um einige Sonntage schmälern. Er wird, um sich in Kondition zu erhalten, rasten, nicht rosten. Zu diesem Zweck widmet sich der Fußballspieler einem sommerlichen Sport, der dem Fußballsport keine Konkurrenz bietet, nur Muskeln und sportliche Körperanforderungen auf der Höhe hält. Sommersport in England heißt Leichtathletik und Krikett. Besonders Krikett verhütet, daß der Fußballspieler in der toten“ Zeit außer Form kommt und sich dabei doch von allen Strapazen des Fußballspiels ausruhen und erholen kann. In Deutschland ist Krikett noch immer exklusiver Sport. Das große Publikum ist so sehr jahraus jahrein an Fußballdarbietungen gewöhnt, daß man es nicht wagt, die populäre Eigenschaft des Fußballspiels anzutasten. Und das ist grundfalsch. Nicht nur der angestrengte Fußballspieler wird ohne die sommerliche Pause der Uebersättigung zugeführt, auch das Publikum läuft Gefahr, sich mit dem Leibgericht„Fußballwettkämpfe“ den Magen gründlichst zu verderben. Darum müssen die Fußballferien gründlich und pflichtgemäß eingeführt und eingehalten werden, und der Versuch, während der Sommerferien einen anderen Sport, z. B. den Krikettsport, auf die Fußballplätze einzuführen, wird ebenso lohnend wie dankbar sein. Die englischen Berufsspieler— und es gibt über 2500 englische Berufsfußballspieler— bleiben während der Sommerferien selbst bei ganzjähriger Bezahlung durch ihre Klubs nie arbeitslos. Bei allen Krikett=. Golf= und Tennistournieren tauchen die Namen hervorragender Fußballspieler auf und ziehen das Publikum an. Nach diesem Rezept müßten auch die deutschen sommerlichen Ferien d. Fußballspieler ausgenützt werden. Fußballeute und Publikum blieben dabei in der Ferienzeit nicht müßig, und es würden nach den ersten Versuchsjahren neben dem Fußballsport vopuläre Sportarten geschaffen werden, wie wir sie brauchen. Das ist die Marschroute. K..=H. Die Turn= und Sportpflicht im Ausland. Nachdruck verboten. Auch die Tschecho=Slowakei bearbeitet jetzt ein Gesetz über die Verpflichtung der Jugend zu Turnen und Sport. Die staatliche Kommission für körperliche Erziehung hat dort jetzt zwei Entwürfe für das Parlament fertiggestellt, in denen als Grundgedanke hauptsächlich folgendes bemerkenswert ist:„Der systematischen körperlichen Erziehung sind alle Kinder vom 6. Lebensjahre an u. die heranwachsende Jugend beider Geschlechter bis zum 18. Lebensjahre unterworfen; diese Pflicht erstreckt sich auf die gesamte Jugend, sowohl die noch schulpflichtige, als die der Schule bereits entwachsene. Vom 18. Lebensjahre an ist jedermann bis zur Erreichung der Volljährigkeit(Eigenberechtigung oder bis zur ErLebensstellung) verpflichtet, seine körTeilnahme an gesetzlich vorgeschriebenen Uebungen zu erhalten—“ Ausbildung wird nun vom 6. Lebensjahre an auf einer Urkunde vermerkt, die bei der Erlangung bestimmter bürgerlicher Rechte ebenso verlangt wird, wie der Taufschein. Weiterhin sind alle Turn= und Sportvereine, die den Staat in der körverlichen Ausbildung des Volkes unterstützen, drundsätzlich von jeder Steuerpflicht befreit, während man bei uns in Deutschland leider immer noch— und daran ändert auch das Aufhören der Lustbarkeitssteuer für sportliche Veranstaltungen vom September ab nur wenig— von einer systematischen Steuerschraube sprechen muß, Die Gesetzentwürfe sehen weiter vor, daß die Gemeinden zur Gestellung von Spiel= und Sportplätzen und Geräten verpflichtet sind, wozu der Staat seine Beihilfen gewährt;— bei uns hängt das Spielplatzgesetz immer noch in der Luft und wird wohl erst zur Durchführung gelangen, wenn unser Volk infolge Mangels an Luft und Sonne völlig darniederlieg— besseres können wir dem Feindbund ja gar nicht antun und der deutsche Michel zeigt hier wieder einmal wieder eine rührende Indolenz um nicht zu sagen Dummheit!— Ebenso gründet der tschechische Staat eine Hochschule für Leibesübungen, was der deutsche nicht mehr nötig hat, da der Reichsausschuß bereits durch Gründung einer privaten Hochschule zur Selbsthilfe geschritten ist, deren Prüfungsergebnisse amtlich tatsächlich immer noch nicht anerkannt werden! Die Dinge liegen also im Grunde so, daß ein östlicher Staat, auf den wir von unserer Kulturhöhe herabsehen zu dürfen glauben, die Kulturnotwendigkeiten besser erkennt, als wir. Oder er hat sie von den Bestrebungen unserer deutschen Turn= und Sportswelt abgesehen und ist klüger als wir: jedenfalls nicht so dumm, daß er nicht— wie wir— seinem Volke das als einzig wirksam anerkannte Volksheilmittel vorenthält! Und warum können wir es nicht? Weil unsere Behörden vor den Schwierigkeiten zittern, die der Reichsfinanzminister, die radikalen Kreise und die Entente aber reiben 8 könnten, indem man der Wahrheit Militärvorlage stempelt. sich die Hände. C. Rabe. Deutsche Kampfspiele 1922. Von Prof. R. Hesner=Ossenburg. Deutsches Volk, horch auf! Ein Ruf ergeht an Euch, Volksgenossen, der Euch hochheben soll aus dem Druck, den Hilfslosigkeit nach außen, Armut und Zerrissenheit nach innen lähmend auf Euch preßt!“ Zu„Deutschen Kampfspielen" lädt der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen im Jahre 1922! Alles, was Anmutt nud Gewandtheit, Kraft und Können im Antrieb des Willens zum Sieg vermag, soll in dem vollen Reichtum seiner Formen Euerem Auge sich künden! Wenn die Wintersonne auf die Schnee= und Eisfelder der deutschen Alpen leuchtet, seht Ihr die Eisläufer in kunstvollem Figuren, zu kurzen und langen Strecken auf blinkendem Eise dahineilen, im spannenden Hockey sich tummeln. Auf dem schmalen Schneeschuh gehts über weite weiße Wege im Gebirge oder zum wunderbaren, kühnen Sprung vom steilen Hügel. Wenn der Sommer dann einzieht ins märkische Land, da ruft die Reichshauptstadt mit ihren einzigartigen Kampfstätten. Ausgesuchte Kräfte zeigen ihre Künste im seinem Tennis, im schulgerechten Fahren, auf dem Rücken edler Pferde. Ueber die schmucken Seen weitab vom Häusermeer der Weltstadt fliegen die windgeblähten Segel dahin. Auf schnurgeraden Wasserläufen treiben in kunstgeübten Schlägen die Ruderer ihre Boote zum Ziel. In die ausgedehnten Rennplätze ds Grunewald tief eingebettet liegt das mächtige„Teutsche Stadion“, der Hauptplatz der Kampfspiele. In weiten, feingeschwungenen Linien ziehen sich die offen Sitzreihen um den Kampfplatz== Fahnen wehen darüber hin. Zehntausende begeistern sich an den hinreißenden Kämpfen erlesener Fußball= und Hockeymannschaften. Das„Deutsche Turnen“ zeigt die reichen Formen seiner Uebungen in altbewährter Kunst. Auf den grünen Rasen messen sich die hervorragendsten Läufer im sausenden Schuellauf, im zähen Dauerlauf. Leichtfüßig springen dort schöngebaute Gestalten weit und hoch, am Stabe über erstaunliche Höhen. Drüben schwirrt in glänzendem Bogen der Speer durch die Luft, der Diskus schnellt scharf über den Rasen, der Hammer wird kräftig geworfen, der Stein wuchtig gestoßen. Schwerste Gewichte zwingt die entwickelte Muskelkraft der Stemmer in die Höhe. In die eine Längsseite des Stadions ist künstlerisch eingegliedert das große Schwimmbecken. Tort teilen die Schwimmer in einfach schöner Bewegung mit der Brust auf dem Rücken, in schlagartigem Hand=überHand=Schwimmen die frischen Fluten. Und vom hohen Turm sprinen feine Gestalten in anmutig schöner Körperlinie oder im tollkühnen Salto in die nasse Tiefe. Wir kehren zurück. Auf der in den Bogen des Stadions steil anlaufenden Rennbahn jagen in rasendem Lauf, oft in schwindelnder Stellung die Radfahrer dahin. In die Laufbahnen treten Gruppen von Läusern in schmuckem Weiß zum Staffetlauf. Fechtergruppen lösen sie elb, und dann sol9 zp Kamyf der Krafi und Gewandtheit. gen die Ringer zum zähen Kampf der In diese mannigfaltigen Kämpfe um Sieg und Preis mischen sich zierlich feine Tanzreigen aumutiger Jugend. Massenfreiübungen strammer Turner. Spielend leicht bewegen Athleten ihre schweren Hauteln und Kugeln in sorgsam abgemessenen Linien. Das Auge saßt nicht die überwältigende Fülle der Uebungen. Stannend sieht es das Maß an Kraft und Schönheit, an Stärke des Willens.„ Frauen und Männer aus allen Gauen des Reiches haben daran teil! Eine ungeheure Kraft und Arbeit des ganzen Volkes gipfelt hier in großartigen Leistungen. Doch die Kämpfe sind zu Ende. Die Sieger haben den Besiegten kameradschaftlich die Hand gedrückt. Es gilt nun die Sieger zu grüßen und zu ehren. Das ge“ räumige Stadion füllt sich erneut mit begeisterten Menschen; im seitlichen Aufbau harren die Führer des Volkes zur Kündung der Sieger. Ueber den weiten Raum braust das machtvolle Preislied deutscher Sänger! Das Volk schreitet zur Ausrufung seiner Besten, die in schweren Kämpfen sich durchgerungen haben zum Siege! Urkunde, Kranz und Preis ehren den Sieger, doch der Jubel des Volkes schwellt ihm die Brust zu stolzer Freude. Es wird seinen Namen in deutschen Gauen nennen und bewahren. Ein mächtiges Gefühl stürmt durch alle Herzen. Wir sind ein Volk, ein großes, starkes Volk, wenn wir einig sind. Und eine Hoffe, nung keimt in unseren Herzen! Turnen, Spiel nud Sport können das deutsche Volk zusammenführen. Ein Volk, das diese Leistung vollbringt, wird auch in seinem Gesamtleben Großes leisten. Eine bessere Zukunft winkt dem einigen Volke. Ja, die„Deutschen Kampfspiele“ sind eine machtvolle Kundgebung einiger Kraft und einigen Strebens, eine erhabene Feier deutscher Einheit. Welcher Deutsche will dabei sehlen? beschäftigt Deutschlands größte Gummifabrik. Nur die große Beliebtheit der ContinentalErzeugnisse im In- und Auss Ans Sas, gechlit. 1 eeuch telige Wne ud Toie binter uns, die# Nicht einmal ein Per Färtien, Spert Und Spiel finden Sie dief geeignete Bekleidung bei: Aaga Erllschig Sorfe. Ihre Vermählung geben hierm Rekrannt Albert Roters u. Frau Grete Roters geb. Kettelhack. Rheine, den 16. August 1921. 781— #uc Dr. 1 der Stodl cmach. den 17. ds. Mis. beim Ko“illrmer Robert Neinhaus auf der Hove mit je 2 Zentner Braunkohlen=Briketts deliefert. Rheine, den 15. August 1921. Der Bürgermeister. in Pfundpaketen .50 10.50 14.00 Sedorstrabe 8. Nachruf. Am Freitag, den 5. August verstarb nach langem schweren Leiden unser lieder Kollege der Lokomotioführer Herr Willelm Kaltenborn. Wir verlieren in dom Dahingeschledenen ein gutes treues Mitglied und werden seiner stets gedenken. Ortsgruppe Aheine. M Zu verkaufen folgende, gute Sachen: 1 ole Sptegel, 1 Büchenlchrosk, 1 weider Sportwagen, Näh. Geschäftsstelle. Fast neuen schw. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem plötzlichen Hinscheiden unseres unvergeßlichen Vaters, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir allen unsern herzlichsten DankFamilie Vorgyorst. fürca. 173 große schlanke Figur, ferner 1 gut erh. Domer-Wintermartel für kleine Figur zu verkaufen. Näh. Geschästsst. A Der diesjährige Sonderzug für die Pilgerfahrt nach Kevelaer — findet statt am 20. und 21. August 1921.— Diejenigen, welche sich daran anschließen wollen, müssen sich bis Dienstag, den 16. August, abends 8 Uhr, bei den unten genannten Anmeldestellen gemeldet haben, woselbst das Fahrgeld, 38— Mk. 3. Klasse, zu entrichten ist.— Spätere Anmeldungen werden nicht mehr berücksichtigt. 4. Klassen=Wagen werden seitens der Eisenbahn=Direktion nicht eingestellt. Hinfahrt am 20. August. Rheine, ob.00 Uhr vorm. Hauenhorst ab.10 Uhr vorm. Kevelaer an 12.13 Uhr nachm. Rückfahrt am 21. August. Kevelaer ab.24 Uhr nachm. Burgsteinfurt an.28 Uhr nachm. Hauenhorst an 6,57 Uhr nachm. Rheine an.09 Uhr nachm. Anmeldestellen sind folgende: Bernh. Berndszen, Carl Brinker, Ww. Fuest, A. Jörling, Th. Hues, H. Althoff, Th. Dingmann, H. Elmer, Ww. Bigansky, H. Beesten Altenrheine, Niemeier Schotthock. Es ist besonders zu bemerken, daß zu diesem Sonderzug am Schalte: der Eisenbahn keine Fahrkarten gelöst werden können, Vorkarten dienen als Quittung, von Donnerstag, den 18. August, können Fahrkarten gegen Rückgabe der Vorkarten eingelöst werden. Eine Ausweiskarte mit Photographie ist erforderlich. Tappe, Pfarrer, Fabry, Pfarrer Oeffentliche gebührenpflichtige Mahnung zur Steuerzahlung. Alle Steuerpflichtigen der Stadt Rheine, die für 1920 einen Steuerzettel(Steueraufforderung) über Reichseinkommensteuer erhalten haben, werden hiermit aufgefordert, vor der auf diesem Zettel für 1920 angeforderten vorläufigen Jahressteuersumme an Reichseinkommensteuer bis Dienstag, den 23. August das 2. Viertel unter Vorlage des Steuerzettels als 2. vorläufige Rate auf die Reichseinkommensteuer für 1921 einzuzahlen. Für diese Mahnung sind Gebühren nach Tarif bei der Einzahlung zu entrichten. Nach diesem Zeitpunkte wird die Steuer zwangsweise eingezogen. Vom 24. bis zum 27. August bleibt die Kasse wegen Quartalsabschlusses geschlossen. Die Stadtkasse. Die Ausführusgsaedeiten für den Ausbau der Ibdenbürener straße von der Elterstraße dis zur Stadtgrenze in Rheine t. W. sollen auf Grund einer öffentlichen Ausschreitung verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen auf dem Tiefbauamt der Stadt Rheine zur Einsicht offen und können von dort(mit Ausnahme der Zeichnungen) gegen Bezahlung von 10 Mk. berogen werden. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Ausschrist versehen bis zum Eröffnungstermin am Montag, den 22. August c. vormittags 11 Uhr deim Tiefbauamt der Stadt Rheine einzureichen. Zuschlagsrist 4 Wochen. Rheine, den 13. Jugust 1921, Der Würgermeister. geräuchert, per Pfd. 15.— Mk. Der Kreisarbeitsnachweis Rheine Telefon 101. Klosterstr. 8, sucht für 4 junge Mädchen im Alter von 19, 17, 15 und 14 Jahren auf sofortStellung im Haushalt. ersteres in besserem Hause, wo möglichst Zweitmädchen vorhanden ist. Sehr kinderlieb. War 1 Jahr in Pension. Ferner Beschäftigung für 1 Bürogehilfen (gute Handschrift, flottes, sicheres Rechnen. Es werden gesuckt: 1 Schneiderin,(Gehilfin), z. 1. 10. mehrere Verkäuferinnen für Manu. faktur und Konsektion, mehrere Weberinnen, Spulerinnen u. „ Schlosser,(Fleyerinnen, Arbeiter, in der MetallinMalergehilfen, sdustrie erfahr., „ Maurer, 2 Stellmacher, 1 Klempner, 1 Schirmmacher, 2 zuverlässige Platzarbeiter für Spinnerei, mehrere Weber, Selfaktorspinner, Anmacher und Einsetzer. — Angebote umgehend erbeten.— %0 *0 1 fast neue Zeitzige Frisenreinrichtung steht unter der Hand au verkaufen Dransfeld, Tel. 216. Kolpingstraße. Oeffentliche Rahnung zur Steuerzekleng. Alle Steuerpflichtigen der Gemeinden des Amtes Rheine, welche für 1920 einen Steuerzettel (Steueranforderung) über Reichseinkommensteuer erhalten haben, werden hiermit aufgefordert, von der auf diesem Zettel für 1920 angeforderten vorläufigen Jahressteuersumme an Reichseinkommensteuer bis Samstag, den 20. August ein Viertel unter Vorlage des Steuerzettels als zweite vorläufige Rate auf die Reichseinkommensteuer für 1921 einzuzahlen. Nach diesem Zeitpunkte wird die rückständige Steuer zwangsweise kostenpflichtig eingezogen. Für Mesum ist Zahlungstermin am Mittwoch, den 17. August vormittags von—11½ Uhr in der Wirtschaft Mense. Für Elte an demselben Tage, nachmittags von 1½—2½ Uhr in der Wirtschaft Eßmann. Rheine, den 13. August 1921. Die Amtskasse. Geübte für Lochstich= und Kurbelmaschinen, für sofort oder später bei hohem Lohn nach Rheine gesucht. Schriftl. Angebote an Aukt. Drausfeld, Rheine, Kolpingstraße, Preinholz Buchenscheit u. Rollen in großen Mengen gesucht. Jos Link& Co., Duisburg Lerchenstraße 4. Jugendliche gesucht S. J. Radorst. Sommersprossen Tort!!! durch einsaches Mittel! Leidensgenossen gebe kostenlos Auskunft Frau M. Pokori, Hannover. E. 133. Schließfach 106, Kaufmann sucht in Rheine 1 oder 2 anständig möbl. Zimmer mit voller Pension. 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Roman von Emmy von Winterfeld=Warnow. Nachdruck verboten. Mitten in dem ehemaligen Kirchenraum stand eine Birke. Ihre hängenden Zweige breiteten sich wie ein Mantel über all dem Lerstörten und Verfallenen, den Resten einer vernait. Auch die Zeit war schon vergangen, wo gläubige Seelen zu dem Opferstein wallten. Da stand er. Auch er überwachsen von Efeu und Schlinggewächs. Zitka setzte sich auf den Rand des Steines und blickte in die Baumkronen über sie. Wie einsam es war! Und wie dunkel. Sie schauerte zusammen, als ob sie fröre. Dambor stand an einem der Fensterbogen gelehnt und sah in Gedanken zu ihr herüber. Auf einmal lachte sie:„Wir sind eigentlich nicht sehr gesprächig heute, Dambor Oskrajello.“ „Spricht nicht der Wald? Sprechen nicht die Steine zu uns?“ fragte er dagegen. „Ja, ihr habt recht!... Ach, die entzückende Eldechse! Dort sitzt sie und fängt den einzigen Sonnnstrahl auf, der durch das dichte Blättergewirr dringen kann. Seht doch.“ Er trat näher. „Sie hat ein Goldkrönchen auf dem Haupt. Gewiß ist sie die Königin dieser Waldeinsamkeit. O,——— nun habt ihr sie verscheucht. Dahin ist sie verschwunden.“ „Die Goldkrone auf dem Haupt tragt ihr auch, und die Königin in dieser Waldeinsamkeit ist in diesem Augenblich sicher kein solch winziges Eidechschen, sondern die schöne Gräfin Zitka Orloff.“ Ihre Nasenflügel bebten. Unwillig zogen sich die Brauen zusammen. Wie er nur heute war. Galante Redensarten fand er, aber kein herzliches Wort. Kein Wort, das ihr zeigte, daß auch er in diesem Zusammensein mehr sah, als nur das zufällige Zusammentreffen einer eleganten Frau und ihres Kavaliers. Sie wollte mehr. Sie wollte fühlen, daß auch sein Herz schneller schlug. Daß er diese Stunde in tiefster Einsamkeit nütze. Weshalb war sie nach Preußen gekommen? Es war wohl das Beste, sie ritten wieder fort. Da fiel ihr ein, daß ihre Abwesenheit vom Lager ja noch einen andern Grundhatte, und daß sie nicht zu rasch zurückkommen durften. Sie durfte keine Empfindlichkeit in sich Platz greifen lassen. Sie mußte aushalten für den höheren Zweck. „Ich muß mir einen Strauß pflücken als Erinnerung an diese Kapelle. Wie seltsam, daß sie hier so tef im Urwald stand. Es ist doch ein christliches Bauwerk. Weiß man denn nichts weiter von seiner Entstehung?“ „Ich konnte nichts weiter erfahren. Ob ein Kloster hier stand, das lange verfallen ist?" Oder ein Gotteshaus des Ordens oder ob ein frommer Einsiedler hier hauste, dem zu Ehren dann die Kapelle gebaut wurde, die dann später verfiel? Sie ist nicht klein gewesen. Man kann es noch heute sehen.——— Aber Gräfin, ihr friert?“ „Es war so warm in der Sonne beim Reiten. Nun ists kalt hier im Waldsdunkel. Ist es nicht überhaupt dunkler geworden? Sollte die Gewitterwolke doch ein Wetter herauf* führen? Hier sieht man nichts davon und wird dann davon überrascht.“ „Dann müßten wir eilen, fortzukommen.“ „Im Gegenteil! Hier sind wir geschützter als außerhals des Waldes, wo weit und breit kein Haus ist. Hier ists sicher im Schutz der Kirchenmauern.“ Es klang ein wenig frivol, wie sie das sagte und berührte ihn unangenehm. Sie fühlte es und sagte wie abbittend: „Dambor, müssen wir uns denn heute immer mißverstehen? Vertragt ihr keinen Scherz mehr?“ „Mag sein, daß ichs nicht mehr verstehe. Kümmert euch nicht um den schwerfälligen Menschen, Gräfin! Ihr habt, euch einen schlechten Kavalier ausgesucht.“ „Da—— habt ihrs gehört? Das war Donner! Und, wie der Wind durch die Baumkronen streicht. Und droben regnets auch schon. Doch durch das die## Blätterdach dringts nicht durch.“ Er hatte seinen Mantel abgenommen und legte ihn hier über die Schultern.„Kommt mehr hier herein, Gräfin, Dort wird der Regen auch hinkommen, sobald er erst heftiger wird. Und das letzte Gewitter des Jahres pflegt meistens heftig zu sein.“ Sie folgte ihm zu einen Mauervorsprung, auf dem er ihr ein ganz„Lequemes Plätzchen zurecht machte. Auch die Pferde hol Schutz der alten Kapelle. Die und beru hernied 7 * Am Donnerstag, 18. August, abends 8½ Uhr findet im Saale des kath. Gesellenhauses eine Versämmlunig der Innung veroinigter Handwerker urd der Kaufmannschaft statt. Referat des Herrn Bürgermeisters über Städtebundheaters. Es wird ersucht sich zu dieser Versammlung zahlreich einzufinden. Veralnigte Handwerker n. Kaufmannschaft Rheine. Gesant=llebung Eure Exisienz ist bedroht! Die Arbeitgeberverbände Deutschlands wollen nicht nur keine Gehaltserhöhungen, sie verlangen sogar den Abbau der Kommt zur öffentlichen Protest=Versammlung am Mittwoch, den 17. August abends 8 Uhr im Saale des hath. Gesellenhauses. Herr Arno Zacher aus Münster, spricht üder das Thema:„Unseres Voldes und unseres Standes Not!“ Eine Warnung an die Arbeitgeder. Nach dem Vortrage freie Aussprache! Eintritt frei! Deutschnationaler Handlungsgehilfen=Verband (Gewerkschaft häufmännischer Angestellten) Ortsgruppe Rheine i. W. Pferde-Rennen In Lingen a. d. Ems. am Sonntag, den II. Sept Offen für sämtliche Pferde. 21000 Mark Geldpreise Wertvolle Ehrenpreise. 5 Rennen! 5 Rennen! Nennungsschluß: 5. September Anmeldungen an das Sekretariat des Emsländischen Renn- und Pferdezuchtvereins in Lingen a. d. Ems.— Sparkasse des Kreises Lingen. 8000 Mk. Belohnung. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag voriger Woche-zind mir aus meiner in der Nähe des Hofes liegenden Weide 3 Pferde gestohlen worden und zwar: 1 braune Stute, 7jährig, tragend, schwarze Mähne und schwarzer Schweif, Schweif koupiert. Stern vorm Kopf; 1 braune Stute, 4jährig, tragend, schwarze Mähne, schwarzer Schweif, Schweif koupiert, kleiner Stern vorm Kopf, 1hellbraune Stute, 12jährig, schwarze Mähne, schwarzer Schweif. Schweifnicht koupiert, rechte Hinterfessel weiß. Auf die Wiedererlagung der gestohlenen Tiere setze ich obige Belohnung. Lüdinghausen, den 12. August 1921. Max Kalüter, Rittergutspächter, Haus Kakesbeck bei Lüdinghausen. sämtlicher Kamerden am Mittwoch, den 17. August, abends 8 Uhr am Soritzenhause. Es wird darauf hin gewiesen, daß sämtliche Mitglieder, auch die neudinzugetretenen unbedingt erscheinen müssen. Das Kommando. Hader-Verein Rbeine e. V. Heute Dienstag, abends 8½ Uhr im Bootshause Tagesordnung 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Verschiedenes. Der Vurstand. ##rta ### Auftrage des Testientsvollstreckers der 1 grbenen Eheleute Ayokhene- Karl amDing geb. Goebel zu Rheine werde ich den zun Nachlaß derselben gehörigen, an der Hemelter„ straße gelegenen Garten Flur 4 No. 52 der Gemarkung Rheine Stadt, 12,53 Ar groß, am Mittwoch, den 17. ds. Mts. nachm. 5 Uhr in meinem Geschäftszimmer, Poststraße 15, öffentlich gegen das Meistgebot zum Verkaufe aussetzen. Die Entscheidung über den Zuschlag erfolgt im Versteigerungstermin. Rheine, den 9. August 1921. Froning, Notar. nster i. W. . Ferurn 2990. Speziahhaus für Pbotograpbie-Kino-Projektion. Drubbei 19. Dienstagabend 8 Uhr bei Altheff Haus=Verkäuf. Am Donnerstag, den 18. d.., vormittags 9 Uhr werde ich das Wohnhaus nebst Hofraum der Ww. Hermann Oogink, hier, Klosterstr. 29 belegen, im freiw. Auftrage öffentlich meistbietend zum Verkauf aussetzen. Das Haus enthält 7 Räume, 2 Ställe, Bodenraum und Keller. Eine Wohnung kann sofort angetreten werden. Rheine, den 15. August 1921. Joseph Vollmer, beeid. Ucheilte, niekt. 5o kaut oprechen! der Jugendmannschaften 1 Am 1. September wird der links der Bahnstrecke der Fußballabteilung. Rheine=Quakenbrück zwischen den Stationen Freren und Pünktliches Erscheinen drin=; Fürstenau(Han) neuerrichtete Bahnhof IV. Klasse Settrup gend erforderlich, zwechs für den Personen=, Gepäck=, Expreßgut= und WagenlaAufstellung neuer Mann= dungsverkehr eröffnet werden. „Beienung der Vertche weden boselhs fohgende Züge unhalten: In der Richtung I„ 11 v. Rheine n. Quakenbrück v. Quakenbrück n. Rheine Zug Nr 691 Settrup ab.59 v. Zug Nr. 694 Settrup ab.41 v schaften. Der Odmann. Rarsahr-Hlob „Kuisia Töst Kheine Heute abend. 8½ Uhr Versimmlung im Restaurant Kemper. Der Vorstand. Seien Sie vorsichtig! Augengläser fertigt fachkundig nur der Optiker. Fachkundige Bedienung bei Jos Viehoff, Optiker gtrase112. Diplom-Optiker — Münster 1. B.— Notverband unfsl. Moler Dentschlands. Zu der am Mittwoch, abends 8½ Uhr stattfindenden Versammlung im Lohale Fuest ladet dringend ein. Der Vorstand. — Münster(Westf.). den 8. August 1921. Eisenbahndirektion. Der Einmachzucker für die Mitglieder des Gartenbau-Vereins gelangt am Mittwoch von —5 Uhr bei Herrn Kemper zur Verteilung. Eingang Milchstraße. Der Vorstand. 1 e 1 und den Herren Ohrenärzten wird Gelegenheit gegeben, die neuesten verbesserten elektr. AkustikHörapparate am 17. August in Rheine Hotel Hartmann(Bahnhofs-Hotel) von 10—4 Uhr kostenlos und unverbindl. auszuprobieren. Interessenten erfahren Näheres durch den Reisevertreter Mit dem AkusyiP Walter Hoffmann, verstehe ien Sie 1o ganz. Hamburg, Malzweg 10. versugetct!# 7 Vortrater gesucht.: Eine erproste Belugsche! und prima Existenz ohne Rlsiko. Kein Warenverkauf, keine Versicherung, neuestes Reklame-Monopol, ges. gesch. Sie können anfangen, vielleicht zum erstenmale in Ihrem Leben, zu sehen, wie man in der Jetztzeit das Geld auf der eifachsten Basis verdienen kann. Es ist gleich, welchen Beruf Sie bisher hatten, denn unser Unternehmen ist so gut, daß esdeder durchfühsnni renkannu. muß Schreiben Sio sofort! Erforderlich ist je nach Stadt- und Bezirksgröße-20000 Mk. Die Sache ist ganz neu und unüberbletbar. Geignet für Jedermann und jeden Platz. 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Rheine, 13. Aug. 1921. Joseph Vollmer, % ator. Speischusslieln Aus eintreffenden Ladungen täglich von 4 bis 7 Uhr zu billigsten Tagespreisen. Grüterstraße 1. Ferdinand Tel. 138. schuhe