K# bleut, 15. r — der Sschlshlin aisthal don. Ne. urg, in mi Pzuage N. 335 Ke. 2r3. Laus 15— Bi vierielsähelc. Tie R. A. zicheint Gelis mit Allgepen i gheing, ud Feletag.— Druc und Verlag von Joseys Kanszrege 28 1us. D Keizameshase ioni Beinbelzschgastz, Theiner Volnsblatt Amtlicher Anzeiger flir Stadt und An * se Prischsesge, ie be Asehen ign. 1 dut Bicheneuchen ie K eech ee ür üir uit er K Samstag, den 18. Juni 1921 Die heutige Nummer umsaßt 8 Geiten. Erregte Zwischenfälle im Reichstag. Prügeleien zwischen der Linken und der Rechten. * aar Bestent Hlicht ungilhg ur eitzung, gestern nachmittag zu einem seh ziu Reichtage kam 44 Kruch der Sizung sührte. Der unabhängs sründete die Interpelation wegen der Erm ud nerteiuer br. und verlas dabei die Neußerung eines Deutschnatia en iesen leine Deutschen und wirden kalt erledig. Deutsche Volsparteiler Middelmann rie:„Da hat er Recht“. bei den Kommunisten ungeheurer Lärm ein. Der Abg. Barth sprang und andere versuchten, die Kämpsend. daerischemn Voltspartei Der Sliem kauerte aber selt iu—sernden auselnander in bringen. Zumult auch im Berliner Rathaus. Die Sitzung muß abgebrochen werden. Abinderung der Straßenbahnnamen außserordenilich scharse Worte gegen die Hohenzollern. Tirken ein derartige sch, mehr zu verisben ist, man Fürgnuu dais der Reduer vie vcarte:z“ brtsteyrn ist, man horie nur zum Schluß einmal Der Sarmn Verlin haben—— wächst zum Sturm an, als der Redner der Deutschen Ddier Vagesbseigen geschernteuie iat haiben und(ur Antend) aich ein Die gesante Linle hat sch sevie ein obrenbeitaubender Lurmn gertlschen Siadverordueten snd allmählch vorgetreten. Dem Redner ees Se e ie esh ece gel. Er haß. Dr. Caspari zum Schluß mißverstanden nicht seine eigene Ansicht, 1 Nu. J g.— aus den Ausschüssen. preusischen Landtages nahm einen Antrag an, wonach das a. we ss ungen wreuhisches Gebiet in Frage kommt. Se.Koste die Kos shelde beibaschen. Ce wiche boschlser, des Reichstages verlas nach Eröffnung der Sitzung der VorBesdud ue. Aadhen fche der ehihch eun Vege ehähe Kpaft, dartir. Peizelgechen, Die Finfubr amerikanischer FrodhonPalerel gees= oseten. Die Kerizt anerlanschr Podhe mit seinen Fraktoren nichts geboten habe. Industrie als vorteilbringend irgendwie dienen könnte. Bei Grund habe, von seiner früberen Aufsasung abani beschloß Uebrweisung an die Regierung als Materia) las eine Reibe von Petitionen vor, unter chesihen geseilriseutete an den Reichelag gerichteles Protestvichen. Helteiheratane Zieneigal is Material Rathenau über die Wiesbadener Konserenz. Kärte Minister Ratbenan bezüalich der Wiesbadener Es war eine entschlossene und staatsmännische Tatse: schen Ministers, nach Wiesbaden zu geben. Die haben zwei Tage gedauert. Auf beiden Seite,unden voller Loyalität die Schwierigkeiten Gegenvartners bestehen. Wir sabzen allein en u wie zwei Geschäftsleute oder Techniler Nuck uuud gegenüber, eine Pressenotiz mie zugesandt hat nicht zugegen gewesen. Aus den Bers mich iun beichüten, war volle Obsektivität gefunden, mit der Herr Louchene die teressen seines Landes vertrat. Ich habe mich gefteut, einem KN GE g mrm RSmm S ST Entspannung in Oberschlesien? Beruhigende Nachrichten über Oberschlesien. des Indust Fragen ohne Leidenschast und Voreingenommenbeit Abscht hat, von diesen Rechten etwas ausaugeben. Die antimilitärische Bewegung in Frankreich. hat bei der Kammer einen Gesetzentwaet Pe limdsiche Reziernt is nehmenden Propaganda, die gegen das Heer deauplung der iu: reicht. Als Maßnahme für die nationale Versr itde en fsüir nstig, daß durch ein neues Gesetz die gud halt sie 64 volutionätre Propaganda, welsche gr ge uimitarstische und ie. drucht wich. wruce vorm fr auch haben möge, unter. Die Herabsetzung der Löhne in England. haben vorgeschlag in den für Männer um 15 Schilling Paude die Schiling 6 Pence zu ermäßigen. Die Leit Frauen um 5 sind zu Veratungen zusammengetreiten,uge der Fachvereinigung umzperr! hiesige Nachrichtenthueaus, bost General Oiser sch der iunterallierten Bosen dder Pherschelen danten du Veuichen Aubuniaiter Dr. e ae e en, eiem echeahhe ee General Höser und Hennecker verhandeln weiter. Die Lage in Oberschlesien. Lernichen Veuisterung in Oberschlesen Biacd siah Sitzung in Permanens erklären. Die Besprechungen zwischen General Höfer, dem General Henneker und Zwöserausschusses, Pfarrer Aitzka(Ztr.) und Sie werden sortgesetzt. An der Frage der Akumung des Ennaberges sprechungen, sich zurüchznzsehen, oder 2i. veit der Velen Sv:. 8er. Heutschen sehe erschmer eitern. Die Lage gehalten habenfn, vver die Gebiete zu. de Wreeien gaven. Wenn es nicht gelingt, die Polen in auseichendem Austand in Vberschlesten geschosen. erten Die Säuberungsaktion in Oberschlesien. Kriegsgerät für Irland in Amerika beschlagnahmt. daß das Kriegsgerät für Irland bestimmt sei. Amerikanische Studenten beim Wiederausbau in Frankreich. bet sich dem Minister für die bestelen Gebsete zur Versägung gebeiten. Leucheur hat dieses Anerbieten angenommen. Die Gruppe Kase. schsendene wir den Vrderasen Der Wiederaufbau von Berdun. „ ku. Paris, 18. Juni.(Drahtber.) Die Regierung gebenn emöchzgi, ige Artelbe, Mous, Hienen sesenanken auszuhat die Stadt richtelen asten im Kreise kziehung der InAuch die Städte wurden von den polnischen u Kommandos besetzt. Der Völkerbund soll vermitteln. den Bezsehungen zpischen Zugosawien Die heutige Läge bleibt eine sehr ernste Bedrohung für den Frieden. Gemeinsames Vorgehen der Sowiet- und der türkischen Truppen in Anatolien. ehze S usetrndern in Aradalesn eingericht. Fland und die Türkel haben eiten Vertrag geschlosen wo die dem Wies#####an der Beendigung des Streiks in Venedig. Eine diplomatische Tragödie in Peking. Rußland an der Lord Curzons Besuch in Paris. isn, dieser, Fruge nicht mehr so unnachalebig zu sein.(Wöinag Faust sast zu hörbar auf dem Busch.) Es soll auch die Möglichkett“ sch dem Vorschlag Stora zu mb, den Bosen den größeren Teil. tu. Rom, 18. Juni.(Drahtber.) In Peling ereignete sich eine gooie. Die Marchesa Durazzo, die Gattin des italientschen Gesandten, schoß aus Eifersucht die soeben aus Istal#en# Seitig beging der Gesandschafsalache Petri Selbsmorz in Jovon, Anbeg. Si cheint, dat ger Vtereichichen Gesandten in näheren Beziebungen guu ue ug dem Haupimann Peitk wurde sofort heimberssen. dat. Der Gesandte Durazzo Schweres Autounglück. 18. Juni.(Drahtber.) Ein schweres Automobilunglück hat sich vorgestern abend in der Nähe von Perleberg zugetragen„Das Automobil des Fabrikbesitzers Caspary aus Marienfeld gerier burch oas Platzen eines Vorderreifens eins Schleudern, schlug und stürzte um. Herr Caspary, der das Auto lenkte, geriet unter den Wagen und konnte nur als Leiche geborgen werben. Minister Geßler berichtigt. Dr Vesser arsr, 18 Jum.(Drahtber.) Der Reichswehrminister sten Perchersche a. Verliner Vertreter der„Münchener Neuesten Acsr##en“, daß über eine Versetzung oder Beförderung de Generals Moehl bis jetzt überhaupt nicht verhandelt und daß über eine anderweitige zeitweise Verwendung des Obersten Epp die EntEheidung noch nicht getroffen sei, daß aber jedenfalls nur militchrische Reichapräsidenten. Reichspräsidenten unterbreitet werden. — 0 h Kommt zur Kundgedung für Sverschlesten Sonntagmittag I2 Uhr Baulushaus. — Zulammeishruch der Wohnungspoliltik in Kress tu. Krefeld, 118. Juni.(Drahtb.) Wie in der gestrigen S verordnetensitzung von der Verwaltung erklärt wurde, steh## ganze Wohnungssystem in Krefeld vor dem Zusammenbruch, weil die Belastung des Wohnungswesens unerträglich geworden ist. In der Sitzung kam es von Rednern aller Parteien zu schärfsten Angriffen gegen die Regierung. Diese hat Krefeld bei der Gewährung der Baukostenzuschläge in unzureichender Weise bedacht. Die Stadt hat bereits 39 Millionen Mark für Wohnungsneubauten ausgegeben. Es wurde erklärt, daß sie mit dieser Summe am Ende der Finanzkraft angelangt sei. Trotzdem müssen jetzt 300 Pohnungen mit einem Kostenpunkt von rund 19 Millionen Mark hergerichtet werden, wofür der Staat einen Zuschuß von 76/902) Mark gewähren sollte. Der Stadt sind jedoh nur 1,5 Millionen Mark überwiesen worden. Man nahm einstimmig eine Entschließung an, die an die Regierung gesandt wird, und in der gegen ihr Vorgehen Protest erhoben wird. „Das Gefangenenkleid ein— Ehrenkleid“ Der 4. Tag des Hölz=Prozesses. 1. Berlin, 17. Juni. Der vierte Tag des Hölz=Prozesses begann wiederum mit einem Zwischenfall. Justizrat Broh stellte den Antrag, dem Angeklagten das Anlegen von Zivilkleidern zu gestatten. Die Sicherheitsmaßnahmen seien so umfangreich, daß es wenig Sinn hätte, an eine Flucht zu denken. Staatsanwalt Jäger wandte sich dagegen, denn er habe Nachrichten erhalten, daß von kommunistischer Seite große Vorbereitungen getroffen werden, Hölz aus dem Gericht zu befreien. Er selbst begleite ihn auf seinem Hin= und Rückweg zum Gefängnis und zwar auf seine eigene Bitte, da er den Verdacht hege, er solle von Polizeibeamten ermordet werden. Es sei nun geplant, Hölz vom Kommunisten in Sivo=Untform befreien zu lassen. Justizrat Broh hält eine Befreiung für ausgeschlossen. Hölz erklärte, es sei ihm gleichgültig, ob er in Zivil= oder Gefangenenkleidung erscheine, denn des Gefangenenkleid sei für jeden revolutionären Arbeiter ein Ehrenkleid. Die Vernehmung wandte sich sodann den Vorfällen in Ammendorf zu, die der Angeklagte im großen und ganzen zugibt. In der heutigen Sache handelt es sich um Erpressungen. Hölz erzählt ausführlich über seine Flucht von Ammendorf nach Gröbers, wo die Sivo vorher eine Schlappe erlitten und 10 Tote verloren habe. Diese seien in ein schweres Mashinengewehrfeuer geraten und verstümmelt und zerrissen worden. Die Arbeiterschaft habe solche Verbrechen nicht ausgeführt. Dafür habe et den klarsten Beweis. Er habe den Befehl gegeben, Gefangene zu erschießen. Aber seine Leute hätten sich geweigert. in Beisitzer fragte, was geschehen wäre, wenn die N wicht geweigert hiitten. Darauf verweigert Hölz die umwoll. Es kommt dann zu einer längeren Aussprache, in der Hölz den Beisitzer als befangen erklärt. V e r r u f a l l e m, w a s a u s F e i n d e s l a n d k o m m t! Fort mit den Waren aus Frankreich, England, Italien, Belgien, Japan! Was wir brauchen, schafft uns Deutsche urden! Aus Stadt und Amt Rheine. * Samstag, 18. Juni 1921. Kundgebung für Oberschlesien in Rheine. Protestkundgebung am Sonntag im Paulushause. Gerechtigkeit verlangt, daß Oberschlesien als natürliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Einheit betrachtet und mit seiner in der Volksabstimmung erzielten starken deutschen Mehrhelt Deutschlands zugesprochen wird. Polen kann Oberschlesien entbehren, denn es hat soviel Kohlenschätze, daß ihre Ausnutzung weit über das Bedürfnis Polens hinausgehen würde. Das deutsche Wirtschaftsleben dagegen ist durch den Friedensvertrag arm geworden an Kohle und muß erliegen, wenn es Oberschlesien verliert. Die oberschlesische Industrie muß nach dem objektiven Urteil neutraler Sachverständiger— das zeigen die Vorgänge während des Mai=Aufstandes auf das deutlichste— zugrunde gehen, wenn sie von Deutschland losgelöst und Poien angegliedert wird; sie kann deshalb ihre unbedingten Notwendigkeiten für die Weltwirtschaft und den Wiederaufbau Europas nicht mehr erfüllen, wenn die Entscheidung zugunsten Polens fällt. Die oberschlesische Frage ist nur künstlich zu einer nationale Frage gemacht worden. Die Bevölkerung lebte dlich und verträglich nebeneinander. Und auch während des Mai= Aufstandes hat nur ein kleiner Teil der volnisch fühlenden Bevölkerung freiwillig zu den Waffen gegriffen. Polen hat im Laufe der Jahrhunderte niemals Anspruch auf Oberschlesien erhoben; erst jetzt, wo Deutschland darniederliegt, streckt Polen seine Hand nah Oberschlesien mit seinen durch deutschen Fleiß und deutsche Tüchtigkeit geschaffenen Milliardenwert aus und versucht seine Ansorüche entgegen den historischen Tatsachen durchzusetzen. Die Entscheidung nach nationalen Gesichtspunkten muß bei der vorhandenen und durch die Volksabstimmung bestätigten deutschen Mehrheit zu Deutschlands Gunsten ausfallen. Der von Korfenty erzeugte Nationalitätenbader wird unter dem Einfluß der Zeit verschwieeden. Eurovas Zukunft, die in hohem Maße abhängt von einem schleunigen Wiederaufbau und einer Gesundung des Wirtschaftslebens, auch des deutshen, steht hoch erhaben über dem kleinlichen Nattonalitätenhader Oberschlesiens. In vielen Orten Deutschlands haben bereits Protestkundgebungen gegen die Loslösung Oberschlesiens von Deutschland stattgefunden. Auch die Stadt Rheine will nicht zurü feben! Auf Veranlassung des deutschen GewerkschaftsRheine und des kath. Arbeitervereins findet morgen Sheschs Pau hause eine ernste Kundgebung für Snue### statt. Auch wir möchten nicht verfeblen, an alle beutsch veinenden Männer und Frauen zu appellieren, zu dieser Veranstaltung in Massen zu erscheinen. Die Erkenntnis der Not der Zeit muß uns wieder einig machen.„Obershlesten ist und muß deutsch bleiben!“ Neuordnung der Angestelltenversicherung. Pflichtversicherung bis 28 900 Mark Jahreseinkommen. Ein neues Beitragssostem. in der Tages= und Fachoresse eine lebhafte Erörterung darüber eingesetzt, ob eine Erweiterung der Angestelltenversicherungspflicht, die von der Reichsregierung geblaur sei, wunschenswert erscheine. Es wurden zum Teil hohe Einkommenziffern genannt, bis zu denen die Versicherungspflicht der Angestellten ausgedehnt werden soll, und es entspann sich geit dösser Warket ein Ecdankenaustausch über die Zweckmäßigkeit dieses Volhavens. Es scheint notwendig, die Diskussion auf en der Veratungen über diesen Gegenstand soeben zum ggela e get finh, I diesen Tagen ist von der Regierung dum Versicherungsgesetz für Angestellte an den Veicherat, gelangt. Darin sind einige besonders dringliche Fragen Amgestallung dee vor. Im wesentlich Hinblick auf eetuen sind es erizeg Grsetzesbestimmungen, die im #df#n die fortschreitende Gelbeatwertung einer=Aenderung So wird es vor allem seitens der Verstyerten begrüßt Aber dem bieberigen daß gleichzeitig ein Zustand wesentlich erhöht werden sollen und Renten nicht seben ist, unter den die Peiträge ist allerdines damit verchzgtu; gewise Erhöbung der Ac iagf uurtrings vamt beivunven. Diese Erhöhung hält evoch in mäßigen Grenzen. Die Beiträge, die je zur Hälfte Arbeitgebern und Angestellten aufzubringen sind, geben in Söchsten Gehaltsklasse nicht über 98.40 Mark monatlich hinaus. Die Versicherungspflicht ist nach der Novelle bis zu einem Jahreseinkommen von 28000 Mark ausgedehnt worden. Die Gründe für diese Maßnahme liegen auf der Hand. Es ist bekannt, daß die bisherige Grenze von 15000 Mark längst nicht mehr den infolge der Geldentwertung gestiegenen Gehältern entsprach, so daß die Angestellten, für die im Jahre 1913 die Angestelltenversicherung geschaffen worden ist, vielfach gar nicht mehr als Pflichtversicherte an ihr teilnehmen konnten. Von großer Bedeutung ist, daß die Novelle ein neues Beitragsverfahren durch Kleben von Marken Stelle der bisherigen Zahlungsweise vorsieht. Es unterliegt keinem Zweifel, daß dieses Klebesystem die Verwaltungskosten der Reichsversicherungsanstalt sehr beträchtlich herabdrücken wird, da künftig die umständliche Kontoführung überflüssig werden wird. Auch für die beitragsentrichtenden Beteiligten, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber, wird das neue System bequemer sein. a' Der Nachtschutz in Rheine. Unter Bezugnahme auf un seren gestrigen Artikel„Die Bewachung der Geschäftsräume in Rheine" teilt uns der Verein der Kaufmannschaft mit, daß seine Verhandlungen mit der Wachgesellschaft betr. Kündigung des Vertrages das Resultat gezeitigt haben, daß die Wachgesellschaft mit Ende dieses Monats ihren Betrieb in Rheine einstellt. Am nun eine anderweitige Regelung des Nachtschutzes in Rheine berbeizuführen, werden alle Mitglieder des Vereins, die bisher dieser Waygesellschaft angehörten und auch alle übrigen Interessenten, die nicht angeschlossen waren, zu einer Besprechung eingeladen, die heute(Samstag) abend 8,30 Uhr im Kaffee Ossendorf(oberes Zimmer) stattfindet. (2 Der Münsterländische Volksheilstättenverein hält am 22. Juni im Gesellenhause zu Vechta eine Ausschuß= und Mitgliederversammlung ab, in welcher u. a. der Jahres= und Kassenbericht erstattet wird und die Wahl eines Rendanten vorgenommen werden muß. Die 7. Hauptversammlung des Verbandes westfälischer Krankenkassen fand in Soest unter dem Vorsitze des Kaufmanns Dieckmann=Bochum statt. Insgesamt waren 61 Krankenkassen vertreten. Außerdem wohnten Vertreter der städtischen Behörden und von Organen der Landesversicherung der Tagung bei. Geschäftsführer Reifenrath=Gelsenkirchen wies in seinem Geschäftsbericht darauf hin, daß auch die jetzige Höhe des Grundlohnes und des täglichen Krankengeldes bei weitem noh nicht als hinreichender Ersatz für entgangenen Arbeitsverdiest angesehen werden könnte. Ueber den weiteren Ausbau der Verbandseinrichtungen sprach Ziegler=Siegen. Es wurde einstimmig beschlossen, einen hauptamtlichen Geschäftsführer zu bestellen. Frau Clara Schloßzmann=Düsseldorf behandelte die Bedeutung der Hauspflege für die Krankenkassen. Dr. Nottebaum=Frankfurt sprach über die Einrichtung des Rezeptprüfungsamtes. Der nächste Verbandstag soll in Unna abgehalten werden. (0 Bestandene Prüfung. Die Verwaltungsgehilfen Lorenz Otterbein und Hans Maßzmann haben gestern vor der staatlichen Prüfungskommission in Münster die erste Prüfung der Kommunalbeamten mit Erfolg bestanden. (2„Nach Unterschlagung von 40 000 Mark geflüchtet.“ Zu unserem gestrigen Artikel über die Unterschlagung teilt man uns mit, daß der flüchtige Goebel nicht auf gefälschten Ausweis, sondern ohne jeden Ausweis und ohne jede Vollmacht von einer Essener Firma, deren Inhaber er kannte, einen Bar=Scheck über 40 000.— Mark erhielt, welche Summe die Essener der hiefigen Firma schuldete. Die Essener Firma wird infolge ihrer leichtsinnigen Handlungsweise die geschädigte sen, wenn es nicht gelingt, das Geld wieder herbeizuschaffen. + Der amtliche Speisezettel. Das städtische Lebensmittelamt teilt uns mit: In der nächsten Woche Verkauf von: 1. Weizenmehl und Zwiebäcken, Keks, Kindergerstenmehl. Kindernährzucker. und Malzextrakt an über 70 Jahre alte Personen, Kranke. Wöchnerinnen und Kinder bis zu 2 Jahren. 2. Zugleich Ausgabe von Auslandsspeck in bekannt guter Qualität und in beliebigen Mengen zum Preise von 7,00 Mark vro Pfund, am Freitagvormittag von: 9 bis 12 Uhr an die Bewohner der Bezirke—5, am Freitagnachmittag von: 3 bis 6 Uhr an die Bewohner der Bezirke 6, 1 und 2. + Vorsicht bei Auskunfterteilung an Fremde. Die„Land wirtschaftl. Zeitung für Westfalen und Lippe“ veröffentlicht fol gende beherzigenswerte Warnung:„Es reisen mehrfach Beauftragte feindlicher Kommissionen herum. um allerhand An gaben über wirtschaftliche Fragen in der Landwirtschaft zu erhalten. Es muß vor einer solchen Auskunfterteilung gewarnt werden, weil dadurch nicht nur der einzelne(man denke nur an die verlangte Rücklieferung von Pferden und Material!) schwer geschädigt wird sondern auch dem gesamten Vaterlande unabsehbarer Nachteil entstehen kann.“ Ergänzend ist dem hinzuzufügen daß unsere früheren Feinde, namentlich die Engländer, auch schon wieder„Studienreisen" durch die westfälische Landwirtschaft zu unternehmen bestrebt scheinen. Auch derartigen Besuchen gegenüber wird man sich zunächst noch ablehnend verhalten müssen, zumal es sich hierbei vornehmlich um eine Art Wirtschaftsspionage handeln dürfte. 0 Zentrumspartei Rheine. Die Zentrumswähler von Stadt und Amt Rheine werden gebeten, zu der vaterländischen Kundgebung für Oberschlesien am Sonn tag 12 Uhr im Pulushaus, den guten Traditionen der Partei getreu, recht zahlreich sich einzufinden, damit eine imposante, des hohen Zweckes würdige Kundgebung zustande kommt. (2 Ein neuer Weg zum Bauen, das so dringend not tut, wird in der Stadt Quedlinburg versucht. Ein Architekt beantragte bei der Stadtverwaltung die Ueberlassung von Bauplätzen, wo er Wohnhäuser mit—8 Wohnungen errichten will. Die Finanzierung soll in der Weise geschehen daß Baulustige einen Betrag von 25—30000 Mark einzahlen wofür ihnen eine geräumige Vierzimmerwohnung mit Diele und Bad überlassen wird. Es ist keine Miete zu zahlen, sondern es findet eine Verzinsung der Baukosten statt. Eine solche Wohnung würde sich auf etwa 2000 bis 2500 Mark jährlich stellen, doch ist dafür der Wohnungsinhaber Miteigentümer des Hauses. Es haben sich bereits 18 Personen bei dem Architekten gemeldet, um sich auf diese Weise eine Wohnung zu sichern, auf die sie sonst wer weiß wie lange warten müßten. 6 Jugendpflegetag des katb. Lehrerinnenvereins in Rheine. Auch an dieser Stelle sei noch einmal auf den Jugendpflegetag hingewiesen, den der Verein kath. deutscher Lehrerinnen Sonntag in Rheine in der Aula des Gymnasiums abhält. Der Lehrerinnenverein ist im Gegensatz zu den meisten Organisationen für Jugendpflege nicht selbst Träger von Jugendvereinigungen, er schult seine Mitalieder, um deren Mitarbeit bestehenden Organin zür Verfügung zu eellen— gationen, in der Jugendabteilungenbund. den Ausbildungskursen, in Mädchenschn möchte die Arbeit derer#entbehren, we die Kindheit d# Mädchens geleitet und behüket haben. Darum sind auch alle dieiechung## in diesen Organisationen oder sonstwie an der Erblehuns ver jungen Mädchen mitarbeiten auf der Tagung willkommen. Das Nähere besagt die Anzeine. ( Reichsjugendwettkämpfe am Sonntag in Rheine. Wie weisen auf die morgen bei Delsen stattfindenden Reichswettkämpfe hin, zu denen der Turn= und Sportverband Aheine hiermit die Bewoyner von Rheine einladet. Vermittags von 10—12 kämpfen die 13—18jährigen Jungen eter Stadt um die heißbegehrten Punkte im Dreikampf. bieten die kam pe#sl Nachmittag von halb 4 bis tam anssigenbigteitungen aus Schulen und Vereinen im Spiet#el ergübungen, Gerätturnen und „iecr. unter ven Svielen durfte besonders ein in Rheine noch wenig bekanntes, neues Ballspiel, der Handball, interessiern, zu dem das Gymnasium und der Turnklub Westfalia je eine ausgesuchte jugendliche Mannschaft stellen, (Svielzeit: etwa—5 Uhr). Um allen Kreisen der Stadt den Besuch zu ermöglichen, wird kein Eintrittsgeld erhoben. Die Verteilung der Kränze erfolgt gegen halb 7.— In entgegenkommender Weise hat die Verwaltung des Schlosses Bentlage gestattet, daß in den Morgenstunden die 100.=Läufe usw. nach den, Pegen bei Delsen abgehalten werden. Eine Shinger Hiermit ist0t, doch werden Fußzu machenttmit freundlichst gebeten, nicht unnötis„KonkurrenFür die Besucher am Nachmitag heißt das Stichwort: Der Svielvlatz bleibt frei. Es wäre bedauerlich, wenn, wie im vorigen Jahre, durch unnötiges Drängen die Vorführungen gestört werden. Hoffentlich begünstigt wie im vorigen Jahregutes Wetter die Veranstaltung. + Der Ehekursus im Paulashause in Rheine der am morgigen Sonntag eingeleitet wird durch eine entsprechende Predigt 14 uht), findet nach dem Verkauf der Karten zu rechnen auch hier großen Anklang. Der erste Unterrichtsvortrag findet am Montag abends.30 Uhr im Paulushause statt. Alle Jungfrauen, die das 17. Lebensjahr vollendet haben, können daran teilnehmen und die Teilnahme kann nur bestens und dringendst empfohlen werden. Der Diözesanpräses der Jungfrauenkongregationen, Domprediger Surmann, sagt, daß er Schöneres und Erhabeneres noch nicht miterlebt habe; das gleiche Urteil kommt aus Bochum u. a. Städten, in welchen ein Ehekursus abgehalten ist. Dieser Kursus zur Vorbereitung auf den Ehestand ist nicht nur für verlobte Jungfrauen und solche, die augenblicklich ans Heiraten denken, sondern für alle, denen auch jetzt noch der Gedanke fern liegt. Die Statistik weist nach, daß neun Zehntel der Mädhen ihren gelernten Beruf verlassen und über kurz oder lang eine Familie gründey. Nur unklug besorgte Mütter und weltfremde Personen werden Bedenken tragen, daß auch schon Jugendliche über 17 Jahre daran teilnehmen dürfen. Diese und alle Mütter sind selbst zur Teilnahme eingeladen und sie werden sich am Schlusse freuen, so etwas gehört zu haben aus berufenem Munde zum Wohle des Volkes, zum Schutz unseres Familien= lebens. Jugendvilegeausschußz Rheine gegen die Teilnahme Jugenvlicher an Tanzfestlichkeiten. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Jugendpflege sind Klagen vorgebracht worden, daß in Rhektie so viele Jugendliche an den Tanzfestlichkeiten Erwachsener teilnehmen. Da die heutige Sittenlosigkeit der Jugend nicht zum mindesten eine Folge des Besuches der Tanzlokale ist, wird der Ausschuß für Jugendpflege alles tun, was in seinen Kräften steht, um dem Uebel zu steuern. Er hofft daber auf die Unterstützung aller Eltern, nicht nur dadurch, daß sie ihre Kinder von den Bällen fernhalten, sondern auch in den Vereinen dahin wirken, daß Jugendliche nicht zugelassen werden. Zugleich weist er hin auf eine Polizeiverordnung, wonach weibliche Jugendliche unter 16 Jahren und männliche Jugendliche unter 17 Jahren weder an Tanzfestlichkeiten teilnehmen noch im Lu###anwesend sein dürfen auch nicht in Begleitung Erwachsener. Auf Anregung des Jugendpflegeausschusses wird die Polizei in Zukunft streng darauf achten, daß diese Verordnung befolgt wird. Eltern und Wirte werden darum wohl daran tun, diese polizetliche Vorschrift zu beachten, damit sie sich nicht der Unannehmlichkeit einer Bestrafung aussetzen. such: ))0 Ruderverein Rheine. Die aktiven Mitglieder werden eru. Arenebend 3 Uhr rol zählig zwecks wichtiger Bee sprechung erscheinen zu wollen. Keiner darf fehlen! X Promenadenkonzert. Samstag abend—7 Uhr am Emstor und Sonntag von 12—1 Uhr auf dem Marktplatze. 6' Veranstaltungen laut Inseratenteil am Samstagt Union=Theater: Programmwechsel.— Alemannia=Lichtspiele: neues Programm.— Sozialdemokratische Partei: 8 Uhr Volksversammlung. c' Veranstaltungen laut Inseratenteil am Shnz## Sportvereinigung 09: Ausflug nach Bentheim.— für Oberschlesien: 12 Uhr im Paulushause.— Jugendpfle ab 10 Uhr in der Aula des Gymnasius vom Verein Lehrerinnen.— Antonius=Bürter=Schützenverein: Schützenfest Pbonztlachrichten!A M Münster, 17. Juni. Wie man hereinfallen kann, das hat dieser Tage eine bisher unbescholtene Person bitter erfahren müssen. Die Schneiderin Hermine Bellmann war in Gesellschaft von zwei Fahrraddieben auf die Anklagebank des Schöffengericht geraten, weil sie ein gestohlenes Rad angekauft hatte. Der Fahrraddieb hatte das Rad in der Wohnung der B. „unter der Hand“ zum Kaufe angeboten, weil er von dritter Seite wußte, daß diese gelegentlich einmal ein Rad für ihren beruflichen Zweck kaufen wollte. Die B. hatte dan auch das Rad gekauft, ohne darüber nachzudenken, daß es sich vielleicht um Diebesgut handeln könne. Sie mußte das bitter büßen, denn sie erhielt 14 Tage Gefängnis, während die Diebe zu sieben bezw. fünf Monaten Gefängnis verurteilt wurden. Der Fall mahnt zur Vorsicht bei den sogenannten Käufen„unter der Hand“. Es soll jedoch durch Wiederaufnahme des Verfahrens eine Aenderung des Urteils erreicht werden. )( Münster, 17. Juni. Vergrabene Beute. Die in der Revaraturwerkstätte auf dem Neuplatz gestohlenen Sachen, mehrere Dynamos und anderes im Werte von 40000 Mark, sind in einem Hühnerstall vergraben äufgefunden worden. Die Diebe sind festgestellt. )( Dortmund, 17. Juni. Auszeichnung. Aus Anlaß seines 70. Geburtstages ist Herrn Verleger Lensing vom hl. Vater der Gregoriusorden verliehen, und durh Kardinal Gasparri der pänstliche Segen vermittelt worden. Der hochwürdigste Herr Bischof von Paderborn übersandte ein sehr huldvolles Schreiben: Die Reichstagsfraktion der Zentrumspartei hat durch ihren Vor“ sitzenden Geheimrat Trimborn und die preußische Landtags fraktion durch Geheimrat Porsch dem Jubilar in längeren Schreiben die herzlichsten Glückwünsche zum Ausdruck gebracht und die Verdienste Lensings in Partei, Kirche und Vaterlan hervorgehoben. Mehr als 400 Depeschen sind, wie wir hören dem Jubilar aus allen Teilen Deutschlands zugegangen. Sein Berufskollegen im Buchdrucker=Verein und der Zeitungs=Ver leger=Verein feierten das Fest am Mittwoch gelegentlich eine Vorstandssitzung in Bielefeld. bleuz, 15. Juni. Bei dem Resigen amerikanischen Scht ist ein gemischter Begnadigungsausschuß für die Verurteilts eingerichtet worden indem als deutschen Vertreter ein Beigeordüuter der Stadt Koblenz sitzt. Richter ist ein amerikanischer Offiizer: Im Gegensatz zu den französischen Behörden finden alle Vergehen amerikanischer Soldaten bei den amerikanischen Bebörden eine schnelle Untersuchung und Sühne. 1 Bingen, 16. Juni. Todessturz zweier Radfahrer. Der in Sprendlingen amtierende Arzt Dr. Baumeister ist in Ausübung Sseines Berufes zu Tode gekommen. Er war zu einem Patienten nach St. Johann gerufen worden. Auf der Rückfahrt mit dem Rad fuhr er in der Dunkelheit auf der steilen Straße gegen einen anderen Radfahrer, stürzte und war durch Genickbruch sofort tot. Der zweite Radfahrer, ein Landwirt aus Wolfsheim, ist nunmehr auch seinen Verletzungen erlegen. 1( Essen, 17. Juni. Automobilunglück. Zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Kraftwagen der Kruppschen Feuerwehr und einem Privat=Automobil kam es gestern nachmittag an der Ecke Helenenstraße und Altendorfer Straße, wobei das dem Fabrikanten Salzmann gehörige Automobil schwer beschädigt wurde, Personen aber glücklicher weise nicht verletzt wurden. Jag%#essen, 17. Juni. Brandstistung. Am 8. do. Mis. gegen #. Uyr nachts, brannten die Stallungen und ein Teil des Woynhauses in der Frintroper Straße 277 nieder. Wegen Verdachts der Brandstiftung wurden zwei Personen festgenommen. 1 Hagen, 17. Juni. Ein Schlauer. Ein fein ausgedachter Plan erwies sich für den Arbeiter Br. von hier recht einträglich. Er ging zu Bäckermeistern, stellte sich als Bots eines bekannten Beckermeisters vor und bat um Ueberlassung von etwas Mehl, um das sein Dienstherr in Verlegenheit war. Er erhielt Mengen bis zu 24 Pfund. Das Mehl verkaufte B. zu Schleichhandelspreisen an Privatverbraucher. Das Schöffengericht verurteilte ihn weges Betrug. Schleichhandel und Preissteigerung zu einem Monat und drei Tagen Gefängnis. Köln, 17. Juni. Ein Dortenprozeß stand gestern beim Schöffengericht zur Verhandlung. Der Beleidigung Dr. Dortens war der Prokurist der Marzellenbuchhandlung, Hans Bachem, angeklagt. Er soll durch den Vertrieb der Broschüre„Dorten u. Co.“ von Robert Werner, erschienen im Selbstverlag des Verfassers, Dr. Dorten beleidigt haben. Da der auf der Broschüre anzegebene Name nicht mit dem des Verfassers identisch ist, sich Herr Bachem bereit, den Verleger zu nennen und bezeichnete als diesen Paul Eberhardt in Leipzig. Da nun gegen diesen vorgegangen werden kann, wurde die Sache vertagt. .. Il. Köln, 17. Juni. Indentant Mar Martersteig, der zurzeit in Munchen lebt, wurde von der Universität Köln zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt. Max Martersteig hat sich sowohl durch mehrere gehaltvolle Schriften über die Kultur und Geschichte des Theaters verdient gemacht. Die freie Meinung. Für Einsendungen unter dieser Rubrik übernimmt die Schriftleitung nur die preßgesetzliche Verantwortung. Mänher= Eewiderung auf das„Eingesandt“ in Nr. 134 der ländischen Volkszeitung“. „##Es, ist eigentlich nicht meine Art, mich auf eine Zeitungswerde ich ausl Wn es aber nicht anders sein kann, so diesem Wege meine freie Meinung zum Ausdruck bringen. Ich bin sonst wohl gewohnt, in öffentlichen Versammlungen oder in öffentlichen Stadtverordnetensitzungen die Interessen meiner Standesgenossen, oder doch eines großen Teiles meiner Wählerschaft, zu vertreten. Ich bin aber weit davon entvon iegend einer Seite den Mund binden zu lassen ##ndletten Endes auch nicht von einem Mitglied des„Landwirtiul. Lokgivereinz“ oder von einem Artikelschreiber desselben. Puctst#e dar###g, daß man nicht mehr seine freie Meinung fre ct, Gängeshand am Dängelband, derer geführt würde, die den gewünschten Ehrenprei.##für den„Landwirtschaftlichen Lokalverein" bewilligt haben möchtgen, oder, daß man liebäugelte mit vershiedenen Herren 815 Zeiben des„Landwirtschaftlichen Lokalvereins“. Wäre ##### der Fall gewesen, so hätten die 12 Herren und ich, die mirt mir einer Ansicht waren und jetzt dagegen stimmten, verdiezrt, von unserer Wählerschaft kritisiert zu werden. Derjenige, Eesemnte Teatfäche. gPe den stebt wird kritissert; das it eine altSehte die Kritik komm. onnih die Interessen der zum großer, Teil min###oemittelten Steuerzahler gewahrt, dann laß ruhig zeln, wer da will, eben, weil der„Landwirtschaftliche Lokalvereint, nicht die gewünschte Summe zu seinem sehr begehrten Ehrenvreis von der Stadt erhalten hat. Man muß sich eber doch immer noch wieder die Frage vorlegen, wie kam doch eigentlich der„Landwirtschaftliche Lokalverein" dazu, an die um Bewilligung eines Ehrenmuste## hoc die Stadt erstens große Summen aufwenden nußte zur Vervilligung der allernotwendigsten Lebensmittel, vielen Landwirten die Kartoffeln nicht zu dem Preise abgegeben wurden, wofür sie wohl hätten abgegeben werden wunen. Zweitens muß die Stadt große Summen aufbringen für Weimurgs Neu= und Umbauten, um der großen Wohnungsnot genannte Lasten heiingegen die Amtsgemeinde Rheine obengenunnte runen bei weitem nicht zu tragen hat. Jetzt zu den ich mal an, wer die Justände Herbeigesühet hat, daß die Worte Doch wohl niche diet wingerdemiese du getragen waren? Sicher dach vie minveroemirtette städtische Bevölkerung! Lokalvereing, die ig denen Herrn des„Landwirtschaftlichen " vi.„ gerne einen Ehrenpreis von der Stadt haben möchten und ihn jetzt nicht erhalten. Ferner wird gesagt, sichen Fraduete Sstten Teugite kein Interesse an der Hebung der Rindviebzucht hatten. Jeue Hauptverbraucher hätten schon großes Interesse an schattlichen Praduste landwirtdie ie se#u“ wenn ste nur einigermaßen in der Lage Leut trassen Eag #voismus und die schnöde Geldgier vieler Landwirte m es der minderbemittelten Bevölkerung nicht möglich, gePradukte zu bekommen. Wenn der Artikelschreiber meint. Riehe altende Tierschau bewiesen werden soll, daß bes eenscheischen Asenensitek salt der Räbicer Verite „Eingesandts wird weiter gesagt, daß in der letzten Stadsuerordnctensitzung hervorgehoben sei, weziell die Landwirte wa Plave harten vie Preise in die Höhe getrieben. Dafür der Bauerschaft Catenhorn wurden einem bliebene landauf langaß Triensbeschädiste und Kriegsbinter. einem mäßigen Preise.“ delamen aber keine Kartoffeln zu lung gesagt worden daß in der Stadtverordnetenversammpro Liter beraufgeschmelt diese seit dem 1. Juni auf.60 Mark die Uro##h= Esäg zu suchen Haon di an 1 Kienein, sagg de Bue to sinen Suohn, dao srh. gede de an'n rihe SchultendlänAuch Gemüse, Saucen und Salate nlerden durch einige Tropfen Maggis Würze viel schmachhaster Seiten meiner Estandesgenossen würde mir erklärt, haß auch Landwirte da waren, die für 1 Liter Milch ab Hof 22— Mark#, ioheld odatbemandee nehmen, wobei der Landwirt erklärt, doch nicht das„Meiste Omsa#chn Sto.**... 7 nehmen zu wollen. Demnach muß die Richtigkeit des Auisch Versuchen Sie Ernmat schreibers stark angezweifelt werden, wenn er khreibt, die Lang= Wie Stteteecte wirte nehmen ab Hof nur 1,60 bis 1,80 Mark. Daß im Stadtparlament Gegner der Landwirtschaft sitzen, ist mir unbekannt, wohl aber Gegner des Wuchers und der Volksausbeuterei. Zum Schluß wird im„Eingesandt“ noch erwähnt, daß von Landwirten des Amtes Rheine 350 Zentner Speisekartoffel an die minderbemittelten Familien unentgeltlich geliefert worden sind, und ferner noch 400 Zentner zum billigen Preise von 15,— Mark. Daß genanntes Quantum Kartoffeln geliefert worden ist, wird nicht bestritten, konnte aber bislang nicht in Erfahrung bringen. an welche Familien dieselben verteilt worden sind. Mir ist aber wohl bekannt, daß an die Mitglieder des kath. Arbeitervereins mehrere 100 Zentner zum Preise von 10.— Mark vro Zentner abgegeben worden sind, die jedoch aus dem Kreise Tecklenburg kamen. Es ist sehr bedauerlich, daß durch die Haltung vieler großer Landwirte der Haß in die Reihen der minderbemittelten städtischen Bevölkerung getragen worden ist. Selbige trägt nicht dazu bei, das gute Einvernehmen zwischen Stadt und Land zu fördern. Wäre zu dem Zeitpunkt, wo das Markensystem in Geltung kam. der Wille des Gesetzgebers, der doch sicherlich derjenige war, daß alle leben sollten, von den Bessergestellten und auch hauptsächlich von den größeren Lebensmittelerzeugern respektiert worden, so ohne Zweifel einen besseren Ausgang des Krieges, keine Revolution, keine so erdrückende Kriegslasten und unsichere und unglückliche Zeiten. Stadtverordneter Nolte. Turnen und Sport Um die Saumeisterschaft im Faustball. Auf dem Platze der Sportvereinigung trafen sich am Mittwoch abend die ersten Mannschaften des T. Cl. Westfalia und des T. V.„Jahn“ Eschendorf zu dem fälligen in Burgsteinfurt wegen Zeitmangel nicht ausgetragenen Faustballspiele um die Gaumeisterschaft der=Klasse des Münsterländer Turgaues. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden. Ueber dem Turnklub Westfalia schien ein shlechter Stern zu walten; nach seinem in Burgsteinfurt gegen sehr spielstarke Gegner gezeigten Können im Faustballspiele hätte man einen schärferen Kampf und ein günstigeres Ergebnis erwartet. Turnverein„Jahn“ siegte überlegen, wie folgendes Resultat zeigt: T. V.„Jahn“ Eschendorf— T. C. Westfalia 93:69. Es folgten noch einige Gesellschaftsspiele der zweiten Mannschaften des T. C. Westfalia, T. V. Rheine und T. V.„Jahn, das folgendes Ergebnis zeitigte: T. V. Jahn Eschendorf— T. C. Westfalia 104: 87. T. V. Rheine— T. C. Westfalia 81:73. Am Sonntag werden sich die hiesigen Turnvereine in Münster mit den dortigen Turnvereinen im Kampfe um die Gaumeisterschaft messen. In nächster Zeit werden wir eine Tabelle über den Stand der Sviele bringen. Vereinskalender. Jugendverein Basilika. 12 Uhr: Bücherausgabe u. Sparkasse, 4 Uhr: Kegelpartie in Rodde. Treffpunkt beim Präses.— Montag, 8¼ Uhr: Fußballabteilung.— Donnerstag, 8,15 Uhr: Musikerübung.— Freitag, 8,15 Uhr: Restabend, ebenso Turnen im Paulushaus. Aloysius=Verein. Ausflug nach Burgsteinfurt, Bagno. Abfahrt 1,43 Uhr. Zwecks Lösung einer Einheitskarte mögen sich die Teilnehmer bis Sonntag 12 Uhr beim Präses melden.(.40 Mark hin und zurück.) Von 11,30 bis 12,30 Uhr Bücherausgabe. — Mittwoch 8,15 Uhr Turnen.— Donnerstag.15 Uhr Versammlung der Vertrauensmänner. Katholischer Gesellenverein(Sportabteilung). Samstag, den 18. d. Mts., abends 8,30 Uhr Versammlung. Wichtige Tagesordnung Erscheinen aller Fußballspieler und Turner ist Pflicht. Sängerabteilung des kath. Gesellenvereins. Montag abend .30 Uhr Gesangprobe. Die Mitglieder werden gebeten, vünktlich und vollzählich zu erscheinen. Sonntagsdienst: Aerztedienst: Dr. Ferd. Niemann, Poststraße. Apothekendienst: Emsapotheke(Dr. Albert), Elterstr. 7. Hebammendienst: Frau Greim, Gellendorferstraße, Frau Theismann, Marktstraße. Statt besonderer Anzeige! Heute nachmittag 5 Uhr entschlief nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Rotationsdruck und Verlag von Joseph Altmeppen, Buchdruckerei und Zeitungsvertag. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Schriftleiter Heribert von Vorst, für den Anzeigen= und Reklamenteil Joseph Aitmeppen, sämtlich in Rheine. De Eintritt höherer Gewalten, Papiermangel, Versagen der Lieserungsmittel, wird keine Gewähr für Lieferurg geleistet auch nicht zür Enzeigen bezüglich Platz und Tag der Aufnahme. Rückzahlung der Bezugsgelder wegen ungenügender Bieferung ausgeschlossen. Für Aufbewahrung und Zurülckgabe unverlangter Einsendungen wicd keiae Gewähr übennommseet. Handelsnachrichten. Kursbericht von der Osnabrücker Bank, Zweiganstalt Rheine. Oerteenkurer. Berlin, den 17. Juni 1921 Amsterdam, Rotterdam Antwerpen and Brüssel Kopenhagen London.: New-Tork“ Paris Schn einer Plätso„„ 5% Ge-ssanlelhe Schiffahrts-Aklein Hamb. Am. Pak. Hansa Dampfsch. Nordd. Lloyd Bank-Aktien. Deutsche Bank Discont. Kom. Ant. Osnabrücker Bank Industrie-Aktien. Adlerwerke Bismarekhütte Braunkohle u. Brik. Buderus Eisenw, Daimler Metoren Deutsch. Lux. Berg. Deutsche Erdol Kaliw. Deutsche Wochpaglorg. Gelsenk. Bergy. Georgsmarienhütte F. H. Hammersen. Harpener Bergbau Hoesch Eisen, Stahl Hohenlobe Werke Kaliw. Aschersl Laurahütte Mannesm. Röhren „Mark“ Portl. Zem. Mech. Web. Linden Obschl. Eisenb. Bed Oberschl. Eisenind. Osnabr. Kupfer Phönix Bergbau Romb. Hütten Siemene& Halske Thörlov. Harb. Oelf Ver. Celn-Rottw. Wiek-Portl. Zem. Friedenestand 166.75 112.50 20.40 .20 81.30 21 vor. Kursy Kurs 17 Jal 351 875 497½ 530 855 242 317¾ 384 620 695 418 312 273¼ 422 717 360 739 397 465 368 505% 846 237 318 316 625 695 420 311 272 410½ 711¼ 370 927 731 300 450½ Tahchm nur milt eehten Braune seden Böatlordgn Anna geb. Albers Sie starb wohlvorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel und gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente im Alter von 50 Jahren sanst und ruhig im Herrn. Rodde, Rheine, Neuenkirchen, Oberhausen, Münster, den 17. Juni 1921. In tiefer Trauer: Familie Jos. Brinkhäther. Die Beerdigung findet statt am Dienstag Morgen 7 Uhr vom Krankenhause aus, zum Kirchhos in Rddde gleich darauf das feierl. Seelenamt in der Kapelle zu Rodde. Bekanntmachung. Es wied hiermit auf das im Verlage von Richard in Verlia SW 48, Wilhelmstr. 10, erschienenBächlein zavehygiene u. Rettung bei Ertrinkungsgefahr, das im Auftrage des Ministeriums von Professor Dr. A. Lewy urd Professor Dr. George Meyer heeausgegeben ist, aufmerksam gemacht. Der Preis beträgt.60 für das Ghend Billgen. Rheine, den 15. Juni 1921. . der Bürgermeiter. Dessenlt. Rahnnaf zur oltkerzaglung Alle Steuerpflichtigen der Gemeinde des Amtes Rheine, welche für 1920 einen Steuerzettel(Steueranforderung) über Reichseinkommensteuer erhalten haben, werden hiermit aufgefordert, von der auf diesem Zettel für 1920 angesorderten vorläufigen Jahressteuersumme an Reichseinkommensteuer bis Donnerstag, den 23. Juni ein Viertel unter Vorlage des Steuerzettels als erste vorläufige Rate auf die Reichseinkommensteuer für 1921 einzuzahlen. Nach diesem Zeitpunkte wird die rückständige Steuer zwangsweise kostenpflichtig eingezogen. Am 24. 25. u. 27. Juni bleibt die Amtskasse wegen Bücherabschlusses geschlossen. Für Mesum ist Zahlungstermin am Dienstag den 21. Juni, vormittags von 9. bis 12 Uhr in der Wirtschaft Mense. Für Elte an demselben Tage, nachmittags von 2 bis 3 Uhr in der Wirtschaft Eßmann. Rheine, den 16. Juni 1921. e Keisciefe furf —. In der Konkurssache der Bäuerlichen Bezugs= und 2bsahgenossenschaft zu Necke werde ich im Auftrage der Rese che eer ee einen fast neuen Geldschrank, Säöber, 99. ung. 200 mal.70(Fabrikat Pohtschröde.) Pssentlich meistvirrenn gegen bar verdausen. Necke i.., den 16. Juni 1931. esiat wlicher, Heitlendter, Selerten 11. Bestellungen auf die Zeitung Münsterischer Anzeiger 12=mal wöchentlich erscheinend mit den Wochenbeilagen(2X wöchentlich)„Der Erzs*“(Unterhaltungs= und heimatkundliche Beilagt und„Der Münsterkänder"(Gemeinnütziges Wochenblatt für Feld, Garten und Haus) und " neueingerichtetem umfassendem Handeksteit für das 3. Quartal werden von jedem Postamt 1 und Briefträger entgegengenommen. Bezugspreis für das Vierteljahr 16.50 Mark. (.50 Mk. im Monat) frei ins Haus gebeacht Der Münsterische Anzeiger hat zurzeit 37710 Bezieher. Pirssanses Tewerzugtes Den dde g. gesuche und Angebote, inzeigenbkatt im Reg.=Bez. Münster. Blatt für Familienanzeigen, StellenVerhaufsanzeigen usw. CScosläufer von 45.— Mk. an. Großes Lager nur bester Friedens-Qualitäten in den Breiten 67, 90 und 180 Centimeter. Hugo Ernsting Söhne. Ungeng2g..-. des Vereins kath. deutscher Lehrerinnen Sonntag, den 19. Juni in der Aula des Gymnasiums 10 Uhr Begrüßung und Eröffnung 10½ Uhr Vortrag: Ziele und Wege der kath. weibl. Jugendpflege. A. Heinen, Lehrerin, Barmen 11½ Uhr Kongregation und Jugendpflege, Fräulein Rodehüser, Bochum. 3 Uhr Lebenskundliche Vorträge im Jugendverein, Fräulein Th. Säcker, Dortmund. Zur Deckung der Unkosten werden 3 Mk. für die ganze Tagung erhoben. Vorzügliches Anbiel Altbierboisle Wilh. Blömer. Gammi-Mäntel garantiert wasserdicht C. Rätter, sen., Münster, .umm ertimpen 17.19 Prima Qualitätswaren zu sehr billigen Preisen! 80 cm Ein Posten Rohnessel breit sehr gute schwere Ware Ein Posten Schürzendruck#/450 ca. 120 breit, schwere goldechte Ware#“ ea. 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Inseressenten werden gebeten zu erscheinen Pr. SalatölLiter 16.50 feinste entbitterte Haferflocken Pfd..80 pr. Vollreis Pfd..60 grüne Erbsen Pfd..90 weiße Bohnen Pfd..45 garantiert weichkochend. ferner: Schmierseife In behannter Güte. Th. Nienkemper, Fernruf 191, Markt 1. Sommersprossen! Das wundervolle Geheimnis ibres Verschwindens teilt allen..e#########f. kosten os mit. E. Sternberg, Berlin SW. 68, Junkerstr. Nr. 380 B. KILIANA PSLVER Für die Reisezeit empfehlen wir die Benutzung unserer Kreditbriefe, insbesondere Akkreditierungen bei unseren Filialen Borkun, Sulst u. Verderne, ler Bank-Verein sberg, Fischer u. Comp., Rheine. S Krieger-Verein * Rheine gute waschechte Ware Ein Posten Hemdenflanell 080 karriert, solide waschechte Ware 8 Ein Posten Kleiderstoff1 150 doppeltbr., gute schwarz-weiß karr. Ware# Ein Posten blau und schwarzgrundige 1/150 Unser diesjähriges Sommer-Fest findet am Sonntag, den 26. Juni im Vereinslokal Gebr. Elpers statt. Festfolge geht den Kameraden durch den Boten zu. Um allseitige Teilnahme wird gebeten Der Vorstand. I Neu eröffnet. Rheiner- Hörstel straße 20 Minuten v. Kirche Hörstel Schenkwirtschaft „Zum Heideschlößchen“ Erstkl. Dortmunder Biere, Liköre, Weine, Erfrischungen, Kaffee, selbstgeb. Backwerk. Gemütliche Räume für kleine Gesellschaften Fachgemäße Bedlenung.— Mäßige Preise. Besitser: Karl Schönfelder. 1 sessst Bin unter No. 490 an das Fernsprechnetz angeschlossen B. Niermann, Rheine Butonins-Bürger-Schützen-Vereh Rheine. Unser diesjähriges SchücheneFeet findet am 19. und 20. Juni 1921 statt, wozu Freunde und Gönner des Verens freundlichst engeladen werdenSonntag, den 19. Juni Nachmittags 2½ Uhr Antreten der Schützen zum Festzuge im Vereinslokal Th. Hues. Von 3½ Uhr ab großes Konzert verbunden mit Königsschießen an der Vogelstange im Schützenhof. Von abends 8½ Uhr Konzert verbunden mit Feuerwerk und emination daselbst ###n den 20. Juni morgens 8 Uhr hl. Messe für die verstorbenen Mitglieder in der Basilika. Ven 9 Uhr ab Konzert verbunden mit Preisschießen in den Anlagen des Herrn Cordesmeyer(Schützenhof) nachmittags von 3½ Uhr ab großes Konzert daselbst. Abends 8½ Uhr Festball. Fremde haben zum Ball nur Zutritt, wenn sie durch Mitglieder eingeführt werden. .B. Mitglieder, welche ohne Entschuldigung den Festzug nicht mitmachen, zahlen 10 Mk. Strafe. Der Vorstand. Cesuhesseh! Kleinbahnstr. 4 Sne ich schult seine mn„Maschinenbau von Agendvereinigungen, er ie Mitalieder, um deren Mitarbeit bestehenden Organiist meine Gastwirtschaft für den öffentliche Verkehr am Montag, den 20. Juni wege — Vereinsfestlichkeit.— dem Jubilar aus allen Teilen Deurcglanos zsheshink.lhl. Sein Berufskollegen im Buchdrucker=Verein und der Zeitungs=Ber leger=Verein feierten das Fest am Mittwoch gelegentlich eine Vorstandssitzung in Bielefeld. Die Von N Fram Fraulüe Weisheit gibt usr Nahmen Fauer, über gerne an— Also, ver wohl, wenn Ich habe selb Schon di freudig begrüf willkommen, dem ersten zo den Worten Giff Guo Aber: B doch muorgen. Der Kind alls kuort un mine beste Föl Und welc wachsenden D äs so'n Bissen Füörske binen Gin au90 nete 91 Und Bebge wat hel Luf aber will und„fü de Jäck mich, so, de Aug 9 1 he wasked man man Zmilk W Kind ri gans D die zud gebent das a. See in 6 6 Bede 5E, „„ H e r u t e h e gatalch flbfener Dousolatt) Sonntag, den 19. Juni 1921. Liebe Heimat Du! Von Willy Lindner, Recklinghausen Hinter deine Hecken Möcht ich müd' mich strecken, Liebe Heimat du! Unter deinen Bäumen Möcht ich selig träumen In verklärter Ruh' Draußen geht das Hasten Ohne Ruh' und Rasten Mit dem Stundenschlag. Aus durchschafften Nächten Wächst in stetem Knechten Fiebernd Tag um Tag. Ich bin festgebunden Mit dem Puls der Stunden An das Rad der Zeit. Seine Speichen drehen, Ohne stillzustehen, Sich durch Lust und Leid. Ach, ich darf nicht träumen Unter deinen Bäumen, Liebe Heimat du! Doch man soll mich strecken Hinter deine Hecken Einst zur letzten Ruh'.... Die Frau im Volksmund. (Buer). Schmitz, Von Studienrat Bernhard I. R Framenks is'n half Menok!## Fraulüe un de Müse sind de Undiers in de Hüse.— Diese Weisheit gibt den umfassenden, wenn auch ein wenig klobig behauegen. Nahmen ab für alles, was das Volk, im engeren Sinne der hauer, über das Weib sagt und also— man nimmt es wenigstens gerne an— auch denkt. 8 Also, verehrte Vertreterin des schönen Geschlechtes, bedenke das liest, und sei mir persönlich nicht böse. Ich habe selbstverständlich eine ganz andere Meinung von der Frau! # die Geburt eines weidlichen Menschleins wird nicht immer „Kuvig begrußt: ein Stamm= und Hoferbe bägegen ist immer herzlich willkommen, und selbst wenn die männlichen Sprossen auch nach den Worten hapeg:helen, der Dauer hiöstet sich darüber mit Giff Guod Jungs, giff he auk Buxen. doch mngrgen. Dlüns, viel Suorgen, wonn nich vondage, dann Der Kindersegen kann auch zu reichlich werden: Ick woll wuoll aus kuort un klein slaohn, sagg Schulte, gistern nimmt use Harguod mine beste Föllen to sick un vandage beschenkt he mi met Drillinge.“ Und welche Last hat man mit der Beaussichtigung der heranwachsenden Mädchen:„Man kann ähr'n Pott vull Fleihe höen äs so'n Bissewämken van Wicht", und„bicktter'n Schuffkaore vull Flörske binene haollen äs twee Diäns.“ Ein ausgesprochenes Schönheitsideal kennt der Bauer nicht: Lonk un small hätt kin Gefall, Kuort un dich hätt kin Geschick; 'n Miäcken vann de Middelmaote geiht am wackersten üöwer de Straote. neite Dläne Hled allad eut wied mit den Woren abgelon:„ne Und neit ist natürlich jedes Mädchen:„Sövst de Düwel sine Beßmoer was nett äs se nao ne junge Diäne was.“ Selbst der Blinde weiß das zu würdigen:„Dat Auge will auk o Lesig igl sae Mädchen sein, denn das oize done Dläne.“ Fraulüe, we fleitet, un Hohner, we kreiht, s tuge de wät blden de Hals umdreiht, de Fäästern ie wiogen. ater mei de Uhlen ie siten, ds mei die Schwüche und Weicherziobelt der(Wicher: Staut mi nich berdahl, sagg de Diäne, dao lagg se all. Nu denn! sagg de Diäne, dao woll se nich jau seggen. Hel sego fe. dao lagg se. sot eooen. „ seggen! seggt die lütken Diäns, wann't fmecht häff. tis nao wit van't Lachen, sagg de Diäne, dao hülde se al. Ihr Schamgefühlt ist aber manchmal recht äußerlich: Ick schtäm wich, is, sagg de Diäne, do haoll se sin in Twiänsfahn(Hiemd) vübr . 2 Balape Stämen61: Reinlichelt wokede sin Gescht daomen. idt, dad fnülede t sich de Mläse un man Iis halt nimmt, st die Diebe. Uugend oder Schwäche, wie Steß, mott sin, sagg de Diäne, un wann“ aub män met'in .. In allzu zarten und seinen Formen scheint sich die Liebe nicht mmmee geaußert zu haben, wenigstens heißt es: de de Sochute met de Metzingrke...99 de Knecht, dao bietelble Ein„Kleiner= Uinglüch scheimi zsemicgo ui mi boch. En Unglüch küemmt selten allene sagg de Diäne“. E.gluch nuemm senelt auene, sagg de Biane, dab hreeg se Minen Badder sine Glülgaiskes füll' mi to rächten Tit woll witt wasnen, sagg se, dao heff se richtig no enen kriegen. deum: ieder Post hunt ieg auh sinen Mann; Lenn: seder Pon imm sinen Deckel, un wenn he nao so scheef is Wer manchnal zult 3 boch schwer. 146 :„ W a n n' k m ä n b l o ß e n m a o l m e t e n e n i n' G e k ü r q u a m m, s a g g de Biäne, dao woll se gläne hleraoden. Das Machtwort der Eltern will respektiert sein; das weiß auch der Freier: we nao de Dochter frien well, mott sich an de Moder haollen. Im übrigen„is de Bur'n wunnerlich Dier, he verhoff'n Kalf, verhöff'n Koh, verköff'n Piärd un verköff auk'n Diäne.“ Gegen der Eltern Willen äußert sich nur leise Auflehnung: guet un raot't mi wuoll, sagg de Diäne, aower raot't mi nich af.“ der Zeit werden die Ansprüche herabgesetzt: Kan mott Guod führ alls danken, sagg die Diäne, dao friggede se an'n puchligen Snider— und ähnlich: Is auk'n Mann, sagg de Diäne, dao friggede se'n Snider. Scharf abgelehnt wird die Mischehe: Wö tweerlei Glauwen ligget up en Küssen. Dao ligg de Düwel midden tüssen.(zwischen) Das Heiraten gibt nur zu einem boshasten Scherz Anlaß: Van twee Laighaiten mott man't klenste niemen, sagg ener, dao namm he'n kleine Frau.: Ehen werden im Himmel geschlossen, aber der Bauer glaubt auf Grund seiner Erfahrung hinzufügen zu müssenkorre in de Hölle. Und nach unsern Redensarten zu urteilen trifft vornehmlich das letztere zu. Man lernt die Frau erst in der Heirat hennen; da enthüllt sie ihr wahres Wesen, allerdings ziemlich schnell: We enen Dag met'a Framensk verhieraodet is, de kennt se biätter, äs wenn he teihn Jaohr met jähr frigget heff.. Eine gute Sitte der Frau: ihr Arbeiten und Wirken in der Häuslichkeit, wird schon um seiner Unentbehrlichkeit hoch gewertet:'n Frau kann met de Slipp mtähr ut'n Juse driägen ds'n Bur up'n Ringhenwagen herinföhren. Die Heimkehr. Skizze von Hans Bethge. Knut Johansen, Tilde Haiens Bräutigam, wollte zu Ostern von seiner Fahrt nach Ostindien zurück sein, um Hochzeit zu machen. Ostern war gekommen,— Knut Jo. .n nicht. Nun war es Mitte Juli, und er war noch nich: da. Auch keine Nachricht von ihm oder dem Schiffauf dem er fuhr. Tilde wurde täglich hoffnungsloser. Der zwölfte Juli war Knuts Namenstag. Tilde hatte an diesen Tage geweint, ihre Augen trugen dunkle Ringe an das Gluck, das sie sich für diese Zeit erträumt hatte, — wo war es nun? Twillinge. We hann giegen de Obrigkeit, Kind van'n Nachtwächter. 'is waohr,'n Kind häff'ke hat, gans kleines. Die Liebe sagg de Diäne, dao herr se'n sagg de Diäne, aower män'n die zudem reich sind, kommen natktrlich bald an den Mann: Sure Eüe Zalwer un rike Düe Döchter küemmt baolle an Mann. Sehen##### einen ist Herzensneigung bei der Wahl nicht ausschlagwbend, sonvern neben der elterlichen Autorität das praktische Interesse, ## gsuich üder etwaige Schönheitsehler und Charakterschwächen hinin Suohn an in rik Wich. gede de an in adte. Schultenshne Du inen Suohn, Boo Wie die Welt aussähe, wenn... Von Dr. Rudolf Ochs. Wenn wi; anders beschaffene Sinnesorgane hätten, nämlich. Das konnen'r ins reilich niemals genau vorstellen, aber immerhinkönnen wir ein wenig phantasieren, um zu erkennen, daß auch das, was wir Wirklichkeit nennen, in„Wirklichkeit“ ein ganz relativer Begriff It.„Relativ“— seit dem Bekanntwerden der Relativitätstheorie isteins ist das Wort in aller Mund. Was heißt es? Nun, etwa: bezüglich, bezogen auf etwas anderes; und das Bild#das wir von der Welt machen, worauf beziehen wir er? Auf usds selbst, das, was die Sinnesorgane uns als„Eindrücke"-von abßen übermitteln. Diese Eindrücke werden erzeugt durch Energisatten,## B. Lich“, Schall= und Wärmewellen, die beim Auftrefsen auf gewisse Stellen unseres Körpers durch Nerven als„Reize" weitergeleitet und im Gehirn auf noch unerklärliche Weise zu„Empfindungen“ umgesetzt werden. Jeder weiß, daß Schallwellen sähig, mechanische Wirkungen auszuüben. Fensterscheiben geraten in Schwingungen, durch die sie zum Klirren, ja sogar zum Zerbrechen gebracht werden, wenn in der Nähe etwa ein großes Geschüyz abgeseuert wird; und die„Scheibe“ in unserem Gehörorgan. das Trommelfell, kann ebenfalls zum Platzen gebracht werden. Wegen dieser Wirkungen können wir den Schall nicht nur hören, sondern unter Umständen, auch fühlen. Denn für Druckwirhungen von der Stärke, wie sie eine austreffende Schallwelle ausüben kann, ist die ganze Körperoberfläche mehr oder minder empfindlich.(Auch Lichtwellen üben einen gewissen Druck auf die Gegenstände aus, auf die sie auftreffen; er ist aber so unendlich schwach, daß er nur mit den empfindlichsten Vorrichtungen nachgewiesen werden kann.) Die Töne ganz tiefer Orgelpfeifen hören wir oft gar nicht mehr, sondern wir füblen sie, indem wir die einzelnen Schallstöße als Druck empfinden. Für die Wahrnehmung von Licht und Wärme steht uns aber nur ein einziger Sinn zur Verfügung. während wir andere Energiearten, wie z. B. elektrische Welien, überhaupt nicht wahrnehmen können. Eine lächerliche Vorstellrng, daß wir etwa Licht sühlen und Wärme sehen können sollten! Lächerlich? Warten wir ab! Wenn wir Sonnenlicht durch ein dreiff##liges Glas, ein sogen. Prisma, gehen lassen, so erhalten wir diese als„Spektrum“ bekannte Anordnung der Regenbogenfarben von Rot über Orange, Gelb. Grün bis Blau und Violett. Wie kommen diese Farben eigentlich zustande? Die Physick antwortet darauf: Sie werden erzeugt durch verschieden schnelle Schwingungen des„Lichtäthers", die die Ursache verschieden langer Wellen sind. Verhältnismäßig lange Wellen(absosut genommen, sind sie äußerst kurz, nur wenige Tausendstel eines Millimeters lang!) erwecken, wenn sie auf die Netzhaut des Auges tressen, im Gehirn die Empfindung„Not“; kürzere die Empfindung„Gelb“, und die allerkürzesten, die nur noch etwa 1/10000 mm lang sind, die Empfindung „Violett". Längere Wellen als die den Eindruck„Not“ hervorrufenden, und kürzere als die die Empfindung„Violett“ erzeugenden wirken auf die Netzhaut nicht mehr ein. Das„Sehen“ hat ein Ende. Aber hat auch das Spektrum ein Ende? Keineswegs! Jenseits der roten und der violetten Grenze sind auch noch Wellen vorhanden. Aber die längeren wirken auf unsere Hauptnerven als„Wärme“, während die kürzeren, jenseits des violetten Endes, überhaupt nicht mehr zu spüren sind. Man kann sie aber mit der photogravhischen Platte nachweisen; sie wird durch diese„ultravioletten“ Wellen geschwärzt. Auch die längsten Aetherwellen, die wir als„elektrische Wellen“ in der Telegraphie ohne Draht denutzen, empfinden wis nicht; ebensowenig die kürzesten, die Röntgenstrahlen, deren Wellenklänge nur noch Zehnmilliontel eines Millimeters beträgt. Was lehrt uns dies nun alles? Daß das was wir von der Welt sehen, bedingt ist durch die Eigentümlichkeiten unseres Auges. „Eigentlich“ gibt es weder Licht noch Farben, sondern es gibt Aetherwellen verschiedener Längen. Schon das Beispiel eines Farbenblinden zeigt, daß eine Wellenlänge, die bei mir den Eindruck„Rot“ hervorbringt, bei einem anderen völlig andere Empfindungen, vielleicht„Grün“ auslösen kann. Wer hat recht? Der eine so gut wie der andere. Jenseits des für uns sich sichtbaren Spektrolgebiets liegen aber noch Bezirke anderer Wellenlängen, die man auch„Licht, nennen könnte, nur mit der Einschränkung, daß es eben für uns unsichtbares„Licht“ ist. Warum sollte man sich nicht Wesen vorstellen können, die ganz andere Sinnesorgane haben, wie wir, so daß sie auch Wellenlängen sehen und fühlen, die wir nicht mehr empfinden? Ein solches Wesen, das etwa längere Wellen noch sehen könnte, würde in der Nähe eines geheizten Ofens nicht, wie wir, von Wärme sprechen, sondern es würde behaupten, daß der Ofen leuchte. Und gar die Nähe einer Sendestation für Telegraphie ohne Draht, von der Wellen von Hunderten von Metern Länge ausgehen, müßte diesem Wesen unerträglich sein, da es von ihr geblendet würde, wie wir von der Sonne. Andererseits müssen wir selbst froh sein, daß auf uns elektrische Wellen nicht einwirken. Wenn wir sie etwa fühlen könnten, wie Wärmewellen, oder hören, wie Schallwellen, dann könnten wir uns zwar, bei der Unzahl von Wellen, die ohne Unterbrechung durch den Raum gejagt werden, im Winter die teure Heizung ersparen; aber wenn wir sie hörten, würden wir in einem ständigen Spebtakel leben, gegen den der einer Großstadt an ein Trappistenkloster erinnern würde. Und wenn wir etwa kurze Wellen sähen, dann gäbe es für uns einen eoten Mohn und keinen gelden Ginster, sondern beide Blüten sähen für uns grau oder gar schwarz aus; unsere Fensterscheiben aber müßten wir, statt aus Glas, ans Bergkristall machen, denn gewöhnliches Glas ist für Ultraviolett so undurchsichtig, daß wir statt seiner genau so gut Schiefertafeln in die Fensterrahmen setzen könnten. So könnte die Welt aussehen, wenn.... Der Abend war kühl und schön. Es war Vollmond zeit und der Strand von dem weißen Lichte endlos überschienen. Das Meer ebbte. Die kleinen Schaumkronen in der Ferne glänzten wie flüssiges Silber. Tilde Haien war im Laufe des Tages mehrmals am Strande gewesen. Es war ihr, als ob Knut heute plötzlich erscheinen müßte, oder doch Nachricht von ihm. Bisher freilich war ihre Hoffnung umsonst gewesen. Nun, spät abends, zog es sie noch einmal ans Meer Sie stahl sich vom Hause fort. Das Stückchen Heldeland, welches das Dorf vom Wasser trennte, hatte sie bald durchmessen. Dann ging es über die Dünen. Und nun wandelte sie langsam, vom Mond umflutet, an deren Fuß hin. Leise, kaum hörbar, plätscherte die See, und von dem Dorfe klang in Pausen der Schlag der Kirchturmuhr. Sonst war es still. Kein Lustzug ging. Die Schwüle des Tages schien auch in der Nacht nicht weichen zu wollen. Tilde ging langsam. Zuweilen blieb sie stehen und atmete tief. Ihre Augen waren auf die Flut gewandt Als sie vor sich auf den Strand sah, bemerkte sie eine Strandaster, die am Saum der Düne ihr kümmerliches Dasein fristete. Sie trug eine dunkelblaue, vollentfaltete Blüte. Tilde bückte sich und brach die Blume. Und im Weiterschreiten zupfte sie eins der duftenden Blütenblätter nach dem andern ab und sprach dazu in Gedanken: „Er lebt— er ist tot— er lebt— er ist tot—“ und sofort, bis die Blüte nur noch aus wenigen Blättern bestand. Dann ließ sie die Hände plötzlich siuken. Es bangte ihr vor der Entscheidung des letzten Blattes. Ein Vogel schreckte neben ihr auf. Das Mädchen fuhr zusammen und unterdrückte einen Schrei. Dann sah sie dem Vogel nach und lauschte dem entschwindenden Flügelrauschen. ven 6ug Als er weit fort war, erhob sie die schmalen Hände wieder und zählte weiter. Ihre Finger zitterten. Ihre Lippen sprachen die Worte, die sie dachte, leise mit: „Er lebt— er ist tot— er lebt— er ist tot— er lebt—“, nun kam das allerletzte Blatt:„— er ist lot.“ Tilde blieb stehen. Die entblätterte Blüte fiel aus ihren Händen. Mit großen, erstaunten Augen sah sie aufs Meer. Es war, als sähe sie in eine andere Welt. Endlich löste sich die Starrheit ihrer Mienen. Sie ließ sich zu Füßen der Dünen nieder und bedeckte das Gesicht mit den Händen.. Tilde Haien weinte. Sie hatte keine Hoffnung mehr.... Es war eine Sturmnacht; das Meer gärte, die Wolken jagten darüber hin wie drängende Heeresmassen. Mitunter drang ein Leuchten aus ihren Höhen nieder,— Blitze, die zuchend in das Grausen hinabfuhren. Nicht weit vom Gestade, in dem empörten Element, schwamm ein marmorblasser Menschenkörper. Eins von den vielen Opfern, die heute das Meer gefordert hatte. Er trieb durch den Gischt, willenlos, bald hierhin, balddorthin geworfen. Jetzt thronte er oben auf einem riesigen Wogenkamm, jetzt wurde er hinabgeschleudert in die gähnende Tiefe. Endlich trug ihn eine Welle in die Brandung. Und von dort flog er in mächtigem Schwung an den ungastlichen Strand. Da lag er still. Der Regen prassellte auf ihn niede und der Sturm wühlte durch das zerzauste Haar. Und wenn die Blitze niederflammten, fielen sie in einen toten Blick, den nichts mehr blendete.— Die Nacht war vergangen und mit ihr das Toben der Natur. Nun lag ein heller Tag auf dem Meere, das in seinen schönsten Unschuldsfarben glänzte und in dem sich die lachenden Strahlen der Sonne brachen. Von dem Fischerdörschen, das hinter den Dünen lag, kam Glockenläuten. Die Leute trugen einen schmalen Sarg, mit einfachen Kränzen aus Erika geschmückt, dem stillen Platze zu, den sie den„Friedhof der Heimatlosen“ nennen. Dort sangen sie ein Kirchenlied. Ihm folgte ein Priesterwort. Dann schütteten sie die Grube zu und warfen einen kleinen Hügel darüber auf. Ein Kreuz wurde hineingesteckt, zierlos aus Fichtenholz gehauen. Darauf zwei kalte, kahle Ziffern: Nr. 56. Namen gibt es an dieser trüben Stätte nicht... Die Tragödie des Toten ist damit zu Ende.— Auf einem anderen Strande aber steht ein einsames Mädchen, eine Braut, voll Sehnsucht nach der Nückkehr des Bräutigams,— starr sieht ihr müdes, verweintes Auge über das endlose Meer. Wie komme ich zu einem Eigenheim! Von Hannes Fischer I. Vorsitzender der„Deutschen Gesellschaft für Kleinwirtschaft und Siedlungswesen e..“ Brennender als die ungeheuer wichtigen politischen Dinge der Gegenwart ist für die Hunderttausende die Lösung der Wohnungsfrage. Daß wir bis heute trotz jahrelanger Anstrengungen auf diesem Gebiete keine umsgenden Erfolge erziekt haben, liegt an sich nicht etwa an der Tatsache, daß viele in Vorurteilen befangen sind, die erst überwunden werden müssen, ehe das Ziel erreichbar wird. Vor allem ist es nötig, sich von der Tatsache zu überzellgen, daß wir gegenwärtig einfach aus Mangel an Mitteln keine Landhäuser im alten guten Sinne, od. wie der Protzenausdruck lautet, keine Villen errichten können, sondern unseren sehr bescheidenen Mitteln gemäß auch sehr bescheiden bauen müssen. Das will sagen, wir dürfen nur Häuser herstellen außen und innen schlicht; mit Räumen, die an Zahl und Größe aufs allernotwendigste zugeschnitten sind. Sehr wohl weiß ich, daß in breitesten Schichten gerade gegen die Kleinheit erheblichste Widerstände vorhanden sind. Sehr zu Unrecht. Denn wir besitzen Beispiele, wo auf einer Grundfläche von 4½: 6½ Metern ein Haus erbaut wurde, das neben Flur und Küche, Veranda und Altan, vier Zimmer und Dunkelkammer und im ausgebauten Verandadach noch Platz für ein Bett enthielt. Jahrelange Erfahrungen haben einwandfrei erwiesen, daß ein solches Eigenheim nicht nur vom gesundheitlichen und künstlerischen Standpunkte aus einwandfrei sein kann, sondern daß in deneinzelnen Zimmern infolge sachgemäßer Einrichtung Behaglichkeit und durchaus kein Raummangel herschen; ferner, daß vier Personen und ein Kind, ohne sich zu beengen, darin wohnen können, obwohl ein Zimmer vom Hausherrn dauernd mit Beschlag belegt ist. Man kasse alle Zweifel beiseite, rede nicht von Schiffskabinen oder bewundernswerter Anspruchslosigkeit, sondern glaube ein jedes Wort wortwörtlich. Die Zeiten sind zu ernst, als daß ich mir erlauben dürfte, hier dichterischen Freiheiten die Zügel schießen zu lassen. Man überzeuge sich und frage jene Männer um Rat, die aus den letzten Jahren ihre Erfahrungen geerntet haben und aus den Erfahrungen heraus durch unvoreingenommenes Erfassen der Zeitforderungen und ihrer Notwendigkeiten zu Erfolgen gelangt sind. Wer sich dagegen durch das„Unmöglich“ der Schreier, der Unzufriedenen, jener, die alles besser wissen, weil sie nie Erfolge haben,— wer sich also durch Grünetisch= und Bierbankredner irre machen läßt, der soll und darf für seinen Mißerfolg niemanden als sich selbst verantwortlich machen. Denn es gibt auch heute Wege, die bei bescheidenen Mitteln zum Eigenheim führen. Dabei muß eines vor allem klar sein: Der alte Weg der Friedenszeit ist der Menge nicht mehr gangbar. Wo irgend angängig, muß nämzlich das Haus in Verbindung mit einem nutzbaren Garten werden. Deswegen ist es unter den weitans meisten Umständeit nötig, sich erst das Land zu besorgen, es zu umztunen und unter Belassung eines Bauplatzes die ganze#Fläche zus einem fruchtbaren Garten umzugestalten. Ba## wrrd der Boden so biei###werfen, daß aus den Ersparnisiem weitere Anschaffungen gemacht werden können, ja, daß der nenzeitliche Bauherr. an das Errichten eigenen Heimes denken kann. Den neuzeitlichen Bauherrn bezeichnen wir nach dem Vorangegangenen als Kleinfiedler des. wegen, weil er auch weiterhin, seinem Berufe treubleibend, in der Freiheit den weitaus größten Teil seiner Nahrung selbst erzeugt auf einer Bodenfläche, die auf den Kopf mit 100—150 Geviertmeter zu rechnen ist, zuzüglich des für entsprechendes Kleinvieh nötigen Raumes. Wir sagten eben, daß der Siedler wahrscheinlich bald in der Lage sein würde, zu bauen, vorerst, weil er Ersparnisse macht. Das ist kein Traum. Die üblichen Vergnügen in Kino=, Kaffee= oder Gasthäusern fallen meist von selbst weg, weil der Garten bei der nötigen straffen Arbeit die Freizeit zunächst in Anspruch nimmt u. weil er bald den weitaus größten Bedarf an Grünnahrung, vielleicht auch an Eiern, Fleisch und Milch durch angeschlossene Kleintierzucht liefert. Eine aus Abfallbrettern selbst errichtete, in den Sommermonaten recht gut benützbare Wohnlaube ersetzt nicht nur die Sommerfrische, sondern führt zu der notwendigen Erfahrungen, wie an Raum gespart werden kann; vor allem aber auch zu der Ueberzeugung, daß im Siedlerhause der Garten eine vortreffliche Erweiterung des Hauses ist. Im ganzen genommen schlummern hier sehr wichtige sittliche und rein volkswirtschaftlich praktische Werte, die ersichtlich sind und hier nicht weiter ausgeführt werden können. Hat der Siedler einige Tausend Mark zurücklegen könneu, woird er nun nicht sogleich daran gehen, ein geräumiges Heim nach alter Weise zu errichten, sondern er wird auf Grund seiner Erfahrung ein Häuschen zu bauen versuchen, das eben seinen sachlichen Ansprüchen, vor allem an Raum, genügt. Dabei wird es immer nötig sein, einwandfrei zu set, so werden die Fachsteile derart mit Lehmziegeln ausgesetzt, daß die Eisenteile in die Mauer selbst zu liegen kommen. Fenster und Türen brauchen nur eingehängt zu werden, u. es gelingt innerhalb eines Sommers ohne nennenswerte fremde Hilfe ein kleines Häuschen zu errichten das außerdem den Vorteik besitzt, ohne Schwierigkeiten durch Anbau vergrößert werden zu können. Auch dort, wo Lehm nicht vorhanden ist, läßt sich diese Selbsthilfe Bauweise verwenden. Doch verlangt der beschränkte Raum, es bei diesen Andeutungen bewenden zu lassen.— 0 Wir müssen nun noch einmal auf die Forderung zurückgreifen, erst den Garten herzurichten und dann an den Hausbau zu gehen. Es gibt für diese Notwendigkeit noch andere Gründe, als die oben angeführten. Wer nämlich auf Staatszuschüsse rechnet, der muß sich mit dem sehr langwierigen Wege abfinden. Es können viele Monate, ja es können Jahre vergehen, ehe die Auszahlung der Gelder erfolgt. Eben darum ist es auch nötig, die lange Wartszeit sachgemäß auszunützen. Wer jedoch auf diese in jedem Falle geringen Beihilfen verzichtet, hat auf Grund neuerer Erlasse bedeutendste terungen der Bauvorschriften zu erwarten. Das wird in wenigen Fällen geschehen. Trotzdem bleibt immer der Wunsch rege; sobald die nötigen eigenen oder Zuschußmittel vorhanden sind, möglichst schnell ins neue Haus zu gelangen. Hier entsprechend einzugreifen dürfte ganz besonders die Mellesgitter=Bauweise berufen sein, mit deren Hilfe es möglich ist, innerhalb weniger Wochen zu festen Preisen überall zu erstellen. Die Preise für derartige Häuser sind natürlich wesentlich höher als die in der Selbsthilfe=Bauweise Ichersätens und betragen für das Heinste Haus etwpg 35 Joo Mar. Sumern und Bodengelaß gegenwärtg Wir konnten und wollten hier zeigen, daß es sehr wohl möglich ist, auch bei bescheidenen Mitteln dann zum Eigenheim zu. gelangen, wenn der Wille zur Arbeit und das VerArnnen., die eigene Kraft vorhanden sind."). Dabei sind wir geschworene Feinde aller jener blassen Versprechungen, bei denen der Wunsch allein Vater des Gedankens ist und mit der rauhen Wirklichkeit nichts zu tun hat. und festes Zupacken sowie unbeugsames Sesite geren süthren und müssen zum bauen. Welche Bauweise für den einzelnen Ort in Frage kommt, häng. von den Verhältnissen ab. Wo Lehm vorhanden, wird die Schmbanten in. der Tat ist die Lehmbaumese gene“ er kedat##eweise über allem Zweifel erhaben, beunj ahrhundert alte Lehmhäuser beweisen die Trefflichkeit des Lehms aufs schlagendste. Aber nicht jeder Unfachmann ist fähig, nun auch bei Gegenwart dieser kostbaren Erde ohne die fremde Hilfe Sachverständiger zu bauen. Diesem Nachteile hilft die„SelbsthilfeBauweise ab, die sowohl für Häuser als auch für Stallungen verwendbar, dem billig zu Haus und Hof verhelsen wird, der als ganzer Kerk der Arbeit setner eigenen Hände traut. Vorerst ist der Siedler daran gegangen, nach entsprechender Anleitung die nötige Zahl lufttrockener Lehmziegel herzustellen. diese fertig, so wird ein verhältnismäßig leichtes, bei weitem billiger als Holz sich stellendes Eisengerüst als Fachwerk aufgestellt: eine Arbeit, die von ungeübten Personen in ten, die kein Geschäftsunternehmen, sondern ein gemeinnütziger, im Interesse der Allgemeinhett wirkender Verein ist. Parlamentarisches. Von Reichsminister a. D. Dr. Hans Bell, Vizepräsident des Deutschen Reichstages. " Wer nach langjähriger Parlamentstätigkeit im Reich und in seine Berufspflichten in die Lage versetzt wurde, . Fichsumbatdung die Vorgänge im Deutschen Reichstag bald vom Reglerungstische aus als Regierungsmitglied, bald als Abgeordueter alnechselnd vom Präsidentenstuhle und aus der Arena zu beobachten, dem wird bei einem Vergleich mit der parlament irischen Vergangarheit und bei einem historisch=kritischen Rückblick und Ausblick des Lebeiss ungemischte Freude nicht zuteil. Wallte man freilich die Machtspähre für ausschlaggebend erachten, dann würde bei einem Vergleich mit früheren parlamentarischen zrechten und Zuständigkeiten der heutio##Deutsche Reichstag glänzend oislehen. Seit: dem nämlich das De###ce Reich in die Form der Republik gegossen und das parlamentarische System in der Reichsverjassung festgelegt wurde, liegt das Vollgewicht Zuständigkeit und der Schwerpunkt des öfentlichen Lebens im Deutschen Reichstag. Ob aber mit Erweiterung seiner Machtbefugnisse auch in Ansehen und seine Würde entsprechend gewachsen sind, ist eine andere Frage, die selbst der nachsichtigste Beurteiler und schonendste Kritiker schwerlich mit einem unumwundenen Ja beantwortet wird. Gerechtigkeit erfordert die Anerkennung, daß es auch in den letzten Jahren, in Weimar wie in Berlin, manchen sogenannten„großen Tag“ gegeben hat, der den Deutschen Reichstag auf der Höhe zeigte. Würdige Beratungen, getragen vom Verantwortlichkeitsgefühl der Volksvertretung einer in Not und Tod verbundenen Schicksalsgemeinschaft, und vaterländische Entschließungen wirkten in olchen Stunden furchtbaren Ernstes nicht nur herzerhebend und willenstärkend auf unser armes, der Verzweiflung nahegebrachtes Volk, sondern machten auch einen unverkennbaren Eindruck auf das gesamte Ausland. Leider standen aber die Parlamentstagungen nicht immer unter solch guten Zeichen. Besonders in den letzten Monaten spielten sich dort Dinge ab, die gerade beschämend waren. Skandalszenen, dem gegenüber die Geschäftsordnung sich als ohnmächtig erwies, rückten die Besorgnis in greifbare Nähe, daß das Parlament sein eigener Totengräber werde, wenn nicht schleunigst wirksame Abhilfe erfolge. Selbst dem tatkräftigsten Präsidenten sind durch die geltende Geschäftsordnung gegenüber solcher Sabotierung die Hände gebunden. Und das zu baren Folgen herleiten und mit starker Ents###fenheit für würdigen der Zeit entsprechende Reichstagsverhandlungen zusammenwirken. Wie soll der Wiederaufbau unseres darniederlie die wirtschaftliche und finanztelle Gesundung lewis, die sittliche und nutionale Wiedergeburt unseres Landes und ####. in die Wege geleitet werden, wenn die Volksvertretung als Wegzoereiter versagen und der Parteien nationales Verantwortlichkeitsgefühl und Opfersinn nicht ausreichen sollte, wenigstens in denjenigen Fragen, worin über unseres Vaterlandes Lichtsein die Entscheidung fällt, dem Trennenden das voranzustellen, was uns eint, und Austragung parteipolitischr Gegensind es vornehmich zurüchnführen.— nd es Verlchmtich, an denen unsere heutige Parlamentsgebarung und deren Ausmerzung daher an erster Stelle geboten erscheint; zu ausgedehnte Tagungen, zu lange Reden, zu wenig Selbstzucht, zu wenig Regie. Der Reichstag darf nicht, von kurzen Ferien abgeze. Jahr hindurch tagen.„Jonst züchtet man lediglich nlarier und verscheucht manun des praktischen bens, auf, deren bewährten Rat und erfahrene Mitwirkung win gerabe jet. um wenigsten verzichten können. Und dann die Quay endloser Reden, deren Güte keineswegs immer der Dauer entänoenr: Die geve, zum genster hinaus gehalten, lang und immer Ertolg 85F Saal zum Gähnen leer und immer leerer: das ist der Etseig fbicher Dauerreden, die schließlich das Parlament zum Opfer seiner eigenen Langeweile machen. Weiter: muß denn zu jeder Vorlage zu jedem einzelnen Etat jede Partei einen oder gau mehrere Redner vorschicken, die dann noch glauben, Haus und Um welk mir„großzügigen Programmreden“ beglücken zu sollen? Muß denn alles, wäs ni die Ausschüsse gehört und dort tatsächlich auch nach allen Richtungen hin erschöpfend durchberaten wurde, noch ein mal der Vollverammlung als der„Halls der Wiederholungen“ vorgesetzt werden, nur um der lieben Wähler wirten, die diese koste baren rhetorischen Ergüsse doch nicht in sich aufnehmen, felbst wenn die Zeitungen trotz Papiernot sich zum Abdruck entschlössen!#### allerreichen kurze, prägnante Erklärungen, vielleicht zu Auch dadurch würde sich das Gesamtbild interessanter gestalten und innerhalb wie außerhalb des Hauses die Anteilnahm an den Parlamentsversammlungen wesentlich gefördert werden, wenn tunlichst Anhänger und Gegner einer Vorlage abwechselnd mit knappen Reden und Gegenreden zu Wort kämen. Schließlich: Bei bedeutsamen Kundgebungen, deren Wirkung auch auf das Ausland eingestellt werden soll, muß die Regie besser klappen, als das bishey leider vielfach der Fall war. Derartige Verhandlungen müssen von vollbesetztem Hause stattfinden; sie dürfen also erfahrungsgemäß namentlich nicht auf einen Tag vor den Ferten, der regelmäßig die Beschlußunfähigkeit des Hauses bringt. Aeltestenausschuß und Geschäftsordnungsausschuß werden jeßzt vor die Aufgabe gestellt, diese und viele andere Gesichtsvunkte gründlich durchzuberaten und mit unverzüglicher Entschkossenheit eine Lösung herbeizuführen, die das Ansehen und die Würde des Deutschen Reichstages sichert u. seine Aktionsfähigkeit gewährleistet. Das ist das Pflichtgebot der Stunde. Das deutsche Volk verlangt vom Reichstag Taten. einer Zeit, wo das zu Boden geschmetterte deutsche Volk um sein Dasein ringt und seine letze Rettungsmöglichkeit sieht in besonnener und ersprießlicher Arbeit der Volksvertretung! Wird hier nicht unverzüglich nach dem Rechten gesehen, vereinigen sich die Parteien jetzt nicht endlich zu Maßnahmen der Selbstzucht, dann ist in den kritischsten Schickalsstunden unseres Vaterlandes die Aktionsfähigkeit des Parlaments der äußersten Gefahr ausgesetzt. Versagt dabei der Reichstag, dann muß die deutsche Nation an ihrer Vernunft verzweifeln. Die Augen des ganzen Auslandes sind mit gespanntester Aufmerksamkeit gerichtet auf die Reichstagsberatungen. Können wir es jetzt vor der Geschichte verantworten, wenn wir durch eigene Schuld uns dem schweren Vorwurf aussetzen, daß der große Moment nur ein kleines Geschlecht fand? Partetpolitische Gegonsätze ausschalten, daran denkt niemand, dem nicht utopische Anwandlungen die Sinne verwirrten. Aber diese Gegensätze lassen sich doch mit Ernst und Sachlichkeit austragen, so wie es der Würde und Bedeutung des Deutschon Reichstags als der höchsten Körperschaft des Reiches entspricht. Gerade jetzt solltn die Beratungen und Verhandlungen des Reichstages vorbildlich wirken für alle Tagungen und Versammlungen im Reich. Die Abwicklung der Reichstagsgeschäfte sollte allenthalven als Muster dafür gelten, was nach Form und Recht als„parlamentarisch“ anzusprechen ist. Dazu tragen aber wahrlich Lärmszenen und mit beleidigenden Beschimpfungen gespickte Zwischenrufe, denen gegenüber Ordnungsruse des Präsidenten wirkungs# abprallen, nicht bei. Der Ton der Straße und mancher Voltoversammlungen aus aufgeregtesten Wahlzeiten sollte verbannt bleiben von der Schwelle des Parlaments. Form und Inhalt würdiger Parlamentsverhandlungen dürfen von niemandem verletzt werden, weder in den Reden noch im sonstigen Gebaren; das ist Ehrenpfli#### für jeden gewissenhaften Volksvertres# ter, vor allem für den Neuling, der sich als ungelernter Parlag# arbeiter erst allmählich durch gründliche Schulung einarb### Ist es wirklich auf die Dauer noch zu ertragen, wenn Sottesdienst=Ordnung. Für die katholische Gemeinde. Pfarrkirche. Sonntag, 19. Juni. 6 Uhr hl. Messe, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr Sodalenmesse mit Predigt, 9 Uhr Schulmesse mit Predigt, 10 Uhr Höchamt, 11 Uhr hl. Messe mit Predigt, ½3 Uhr Christenlehre, 6 Uhr Todesangstbruderschaft.— Montag 6 Uhr Jahresmesse für Familie Bern. Beckmann, 7 Uhr Jahresmesse für Eheleute Scheivers, ½8 Uhr Jahresmesse für Bernard Ossege, 8 Uhr Jahresamt für Carl Thiemann.— Dienstag 6 Uhr Brautmesse ½8 Uhr Sechswochenamt für Witwe Theißing, 8 Uhr Jahresamt# für Witwe Külbs.— Mittwoch 7 Uhr Jahresmesse für Eheleute Gahrmann, ½8 Uhr Jahresamt für Leutnant Schaller i. Kr. gef. 8 Uhr Jahresamt für Postsekretär Schaller.— Donnerstag 7 Uhr Jahresmesse für Maria Niemeyer, 8 Uhr Jahresamt für Clemens Lütkemeier.— Freitag 8 Uhr Sechswochenamt für Witwe Sibum— Samstag 8 Uhr Jahresamt für Gerhard Lüttmann. Gymnastalkirche zum hl. Petrus. Sontag den 19. Juni. 7 Uhr Messe 9 Uhr Messe m. Predigt, 10 Uhr Messe, 2 Uhr Andacht.— Montag 7 Uhr Seelenmesse für Frau Sretzen geb. Frühling, 7¾ Uhr Seelenmesse für Elis. Temming.— Dieustan 7 Uhr Seelenmesse für Fam. Bern. Winter, 7¾ Uhr Seelenmesse für Frau Apotheter A. Rohling.— Mittwoch 7 Uhr Seelenmesse für Frau I. Pragemann. 7¾ Uhr Seelenmesse für Frau Plüth.— Donnerstag 7 Uhr Seerenmesse für Eheleute Fr. Kammann, 7¾ Uhr Seelenmesse für Fraik Grundmeier.— Freitag 7 Uhr Jahresmesse für Maria Niemeyer, 7¾ Uhr Seelenmesse für Heinrich Bornholt.— Samstag 7 Uhr Seelenmesse für Bern. Begemann, 7¾ Uhr Seelenmesse für Eheleute Mussing. Männer=Sodalität— Bönekeskirche. Montag 6¼ Uhr Seelenmesse für B. Gottke(Altenrheine). — Dienstag 6¼ Uhr Seelenmesse für H. Hembrock(Altenrheine). — Mittwoch 6¼ Uhr Seelenmesse für Frau Exeler(Gellendorf), — Donnerotag 6¼ Uhr Seelenmesse für B. Növemeyer(Wadelheim).— Samstag 6¼ Uhr Seelenmesse für Frau Bartholemy= Basilika. Sonntag, den 19. Juni. Kirchenvatronsfest. ½7 Uhr bl Messe mit gemeinsch. hl. Kommunion der Mädchen der Stadtschulen und der Jungfrauenkongregation, ½8 Uhr hl. Messe, ½9 Uhr Kindermesse, ½10 Uhr Hochamt mit Predigt und volyphonem Gesang, 11 Uhr hl. Messe mit Predigt für den Antoniusverein, ½3 Uhr Christenlehre, 4 Uhr Andacht mit Predigt für die Jungfrauen, 6 Uhr Andacht zu Ehren des hl. Antonius.— Montag 6 Uhr Jahresmesse für Luise Johannsing, 7¼ Uhr Jahresmesse für Ww. Eggelvöhler, 8 Uhr Seelenamt für die Verst. des Antonius=Bürger=Schützenvereins.— Dienstag 6 Uhr Jahresmesse für Servatius Bollen, 7¼ Uhr Jahresmesse für Schwester Soteris geb. Bollen, 8 Uhr Jahresamt für Hermann Wolters, 10 Uhr Trauungsamt.— Mittwoch) 6 Uhr Jahresmesse für Ehefrau Tönsbote, 7¼ Uhr Jahresmesse für Ehefrau Eßmann, 8 Uhr Jahresamt für Ehefrau Sophia Köster.— Donnerstag 6 Uhr Hochamt zu einer silbernen Hochzeit, 7¼ Uhr Jahresmesse für Heinrich Goecking, 8 Uhr Hochamt zu Ehren des hl. Herzens Jesu.— Freitag 6 Uhr Jahresmesse für Clara Weber, ½7 Uhr Selenmesse für Ehefrau Gerh. Homann, 7¼ Uhr Jahresmesse für Ehefrau Schraeder, 8 Uhr Jahresamt für Gustav Fislage.— Samstag 6 Uhr Jahresmesse für Heinrich Wiegard, 7¼ Uhr Jahresmesse für Franz Tisseur, 8 Uhr Hochamt zu Ehren des hl. Herzens Jesu. Für die evangelische Gemeinde. Kirche in der Altstadt. Sonntag, den 19. Juni, 10 Uhr: Gottesdienst; 11 Uhr 151 Kindergottesdienst, 12 Uhr 15: Taufen.— Montag, abende 7 uhr: Posaunenchor.— Mittwoch abends 8 Uhr 15: Bibelstunde. Donnerstag, nachm. 4 Uhr: Frauenverein(Vortrag), 8 Uhr 15: Jünglingsverein. Kirche in Eschendorf. Juni, Gottesdienst 11¼ Uhr Kindereertesdienst, 1234 uhzschdrucker=Verslusflug des JungfrauenVorstandssitzung in Bielefeld. 2. Juni. 8 Junt. Ferdsprecher 43, 68. Waren-Lombard. Akkreditiv-Eröffnung an allen Plätzen des In- u, Auslandes Reichsbank Sirg-Tonte. Kreditgewährung in laufender Rechnung. Devisen-Abteilung An- und Verkauf von ausländischen Noten. 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