Rheiner Volksblatt Amtlicher Anzeiger für Stadt und Amt Rheine. t ttt. n. Te. Organ der Zentrumspartet. Wöchentliche Beilagen: Für Unterhaltung:„Sonntagslese“z für Landwirtschaft:„Feld und Garten Nonatlich frei durch unsert Boten ins Haus, sewie von abacholt.00 brk, um graup gupiver Zurct die Post ceint täglich mit geschäktstels und nchakton: Bahnhoftrobe;; eine Nr. Monatlich frei durch unler: Boten ins# der Geschäftsstelle abgeholt.00 Mk., im voraus zahlbar srel ins Haus 13— Dit. vierteljährlich. Die M. V. ersch Ausnahme der Sonn= und Feiertage.— Druck und Verla Lltmeppen in Rheine. Hauptgeschäftostelle und Redaktion: B# Fernsprecher Nr. 352.— Telegramm=Adresse: Volkszeitung = Postscheckkonto Cöln Nr. 40394.— Postschließfach Rhein Dar- Zehre: Die Ppest. 1 umn Ss oice heäaen d iah, Sectaiche sonse Last. ui5 v 4 Uhe nodhn Par die Aufnasag von Arschgen 6 # Uhr nachm. Stelle wird keut Keiue Garantitz übernommen. Für# Fernsprecher oder mangelhafte Manustriptlieferung ents haftet. Bei zwanzswesser Beitreibung von Gebühren zen Fesler, welche durch Rehen, wird nicht geüt jeder Rabatt fort. Nr. 81. Rheine i.., Montag, den 11. April 1921. Thhutghieges u. bung Rbeine“ 45. Jahrgang. Eine neue behre aus einer alten Fabel Von Geh. Reg.=Rat Prof. Dr. Fahbender. 2.* Wenn es niemanden einfallen kann, in Abrede zu stellen, ###eine LLobreibung Oberschlesiens von Deutschland für das urchtvare Wirkungen in wirtschaftlicher Richtung nach sich ###, würde, ja so furchtbar, daß sie nicht leicht überschätzt werkonnen, indem Deutschland dadurch aus einem Kohlenauskuhrland zu einem Kohleneinfuhrland werden müßte und während Deurschland gegenwärtig bezüglich der Erzeugung der wichtigsten industriellen Rohstoffe, wie Eisen, Zink, Blei, Kalk, Zelluzose, Schwefelsäure und viele andere Stoffe nur von den Verloten„Staaten Amerikas übertroffen wird, auch bezüglich vieler dieser industriellen Rohstoffe bei Losreißung Oberschlesiens zu einemEinfuhrland werden müßte, so kann aber darüber ebenso wenis Zweifel besteben, daß die Interessen von Oberschlesien dürch eingd wirtschaftlichen Entwicklung von gans Eurova Schädi## Zerschlagung Oberschlesiens in noch viel höberem Maße Schädigung erfahren würden. Jawohl, von ganz Eurova, keine Uebertreibung. Gewiß ist Oberschlesien nur ein kleiner Teil des Kontinents, aber wie in der obigen Fabel des Menenius agrippa zum Ausdruck kommt, daß nicht Größe und Umfang eines Körverorganes, sondern die Lebenswichtigkeit für seine Bedeutung im Gesamtorganismus des Körvers ausschlaggebend ist denke nur an das Herz und Gehirn— so wird Rückgang oder gesunde Weiterentwicklung des oberschlesischen Wirtschaftslehens nach allen Seiten entsprechend der eigenen Kraft seine Wirkung ausstrahlend für den Wiederaufbau Eurovas sich bemerkbar machen. Gemäß dem Gesagten ist von selbst unmittelbar klar, wie sehr Deutschlands Revarationsfähigkeit von einem ihm einverleibten ungeteilten und wirtschaftlich blühenden Oberschlesien abhängig ist. Deutschlands Leistungsfähigkeit bezüglich der, Wiedergutmachung ist ausschlaggebend davon bestimmt. Die Herschlagung Oberschlesiens ist aber gleichbedeutend mit dessen Balkanisierung und Bolschewisierung. Von einem hier im Herzen Hougradz, Goz.nenden Brandherde und Ausgangspunkt Leunruhigung würde aber nicht allein Deutschlands, sonvern Eurovas wirtschaftliche Entwickelung eine unabsehbare erfahren. Daß in den etwa in Polen fallenden Teilen Oberschlesiens von einem Fortschritt der Industrie und der Aufschließung neuer Bodenschätze keine Rede mehr sein kann, darüber eruorigt sich jede Eröterung. Ein Blick auf die Karte genügt, um zu erklären, daß die weiteren Bezirke, auf die Polen am ersten dürfte, schon durch ihre Isolierung jeder Entwicklungsmöglichkeit verschlossen werden würden. Polen verfügt weder über die nötigen technischen Intelligenzen noch über die erforderlichen Träger wirtschaftlichen Unternehmungsgeistes, noch über das unumgänglich notwendige Investierungs= und Betriebslches für eineNutzbarmachung der noch der Erschließung harrenden Bovenschätze erforderlich sind. Das kann nur von Deutschland für ein ungeteiltes und deshalb entwicklungsfähiges Verfügung gestellt werden. Oberschlesien selbst Büsheraeg####s allergrößte Interesse an der Erhaltung seines tandes und seiner wirtschaftlichen und politischen il nur unter diesen Voraussetzungen die AbPsi. Velen, für die Produtte Oberschlesiens wie Kohlen, Gruben9519 usw. reine Verwendung hat und nur Deutschland Abnehmer mit volnischer ar-schleitschen Industriearbeiter aus den Bezirken mit volnischer Majorität müßten mit einer Verdrängung von mit volnischen Arbeitslosen aller aus der denischen Se rechnen, daau mit dem Aufbören Uönlichen Vorteit..ebgebung ihnen gesicherten ver15. Sie entwickelten Gesichtspunkte über die zwiund ganz Europa bestehende Solidaxität der Interessen sind so ausschlaggebender Natur, daß man auf die unführung anderer vollständig verzichten kann. Erinnert aber sei noch mit einem Wort, daß die einzige Wasserstraße Oberschiesiens ven der Oder gebildet wird, die in ihrem ganzen Lause har— Soset Zer'#, Von diesem Strom hart noch die Strecke Ratiu, die Rurer Reaulierung. Die Durchführung der letzteren ist gröchilich barmachung des ganzen Stromes natürlich außerich vedeutungsvoll, kann aber und wird nur durchgeführt werden, wenn der ganze Lauf des Stromes zu einem geschlossenen Sechrs isr ammsalich dei. Ausgestaltung des Eisenbahnverder gesamte Eisenhab ein verstückeluns Oberschlesiens, weil vem tit d#ue kehr auf die Zentrale Kattowitz eingeSmt znd bemnach teine beliebige Aenderungen erduldet, obne zlich besorganisiert zu werden. Die praktischen und wirtschaftichtspunkte, die für die Erhaltung Oberschlesiens als iches und unzerreißbares politisches und wirtschaftliches werden, sprechen eine so beredte Sprache, Bes cine# Kürliche Sorengung dieses Gebietes nur als ein Verkann. Das mügen dlaicht u d Dienschbeit betrachtet werden Oberschseßeng. weitere Schicksal anvertraut ist, wohl bedenken! Es stehen auf dem Spiele, die Ideen des Rechts und der Gerechtigkeit, des Friedens im Sinne der Völkerversöhnung, auch der Nächstenliebe durch Erden Venziserung Sicsalsverbundenbeit Geherwalo=Ministerprastvenl! Stegerwald preußischer Ministerpräsident? Berlin, 10. Aortl. Die alte Koalition in Preußen ist vorgestern nachmittag endgültig in die Brüche gegangen, indem das Zentrum beschloß, an einer Vierparteienkoalition endgültig festzuhalten. Heute findet im Preußischen Landtage Ministerpräsidentenwahl statt. Es kann aber schon jetzt angenommen werden, daß Stegerwald Ministerpräsident wird. Deutschnationale, Deutsche Volkspartei, Zentrum, Demokraten, Deutsch=Hannoveraner und Wirtschaftspartei werden dem Zentrumskandidaten für das Ministerpräsidium ihre Stimme geben, der somit über eine ausreichende Majorität verfügen dürfte. Nach dem„Lokal=Anzeiger“ erklärte der Minister Stegerwald, er würde, gezwungen durch die dringende Notwendigkeit einer Klärung der Lage eine etwaige Wahl annehmen. wtb. Berlin, 9. Avril.(Sonderdrahtbericht.) In der heutigen Sitzung des preußischen Landtages wurde der Abgeordnete Ste. gerwald(Zentrum) mit 332 von 388 Stimmen zum Ministerpräsidenten gewählt. 25 Stimmen sielen auf den Abgeordneten Ludwig(USP.), je eine Stimme auf Jacobi, Adolf Hoffmann, Scholen und Asselbaum(sämtlich Kommunisten), vie Stimmzettel waren ungültig, 23 unbeschrieben. Auf Antrag det Alteropräsidenten Herold wurde Leinert durch Zuruf zum Prä sidenten des Hauses, Dr. Porsch zum 1. Vizepräsidenten, Dr. vor Kries zum 2. Vizepräsidenten und Karnik zum 3. Vizepräsidente: gewählt. m Verschärfte Streiutage in Gemeaune in Endlend Revolutionäre Bewegung in England. Amsterdam, 9. April. Hier sind Gerüchte aus England in Umlaut gesetzt worden, wonach in verschiedenen Teilen des nördlichen Großbritanniens die revolutionäre Bewegung Fortschritte mache. Die Regierung halte absichtlich mit Nachrichten zurück. Eine ausgedehnte militärische Aktion sei gegen die Revolutionäre eingeleitet worden. In den Grubengebieten von Wales und Schottland berrsche voller bolschewistischer Terror. Das Militär kämpfe mit den Streikenden. 9. April.„Echo de Paris“ meldet aus London, die britische Regierung habe über sämtliche Grubendistrikte den Belagerungszustand und das Standrecht verhängt. In mehreren Städten haben die Streikenden die Macht an sich gerissen und die kommunistische Republik proklamiert. In Kensington sind vier Bataillone der Gardebrigade feldmarschmäßig ausgerüstet eingetroffen. In Edinburg, Glasgow und Leeds haben die Kommunisten die staatlichen Gebäude besetzt. Die„Times“ melden, daß die Londoner Garnison mobilisiert ist. Aus der Provinz sind starke Artillerie=, Kavallerie= und Maschinengewehrtruppen nach Schottland abgegangen. In einigen kleineren Distrikten sind ebenfalls schwere Unruhen ausgebrochen. Die Grubenarbeiter, hauptsächlich die kommunistischen Elemente, haben die meisten Gruben im Sturm genommen und unter Wasser gesetzt. Lonvon, 9. April. Nach der„Daily Mail“ sind am Donnerstag früh drei britische Regimenter mit Artillerie in das schottische Aufstandsgebiet eingerückt. Es wird ein weiteres Umsichgreifen der kommunistischen Bewegung befürchtet. Rückberufung der Auslandstruppen. Paris, 9. Avil. Londoner Telegaramme bestätigen, daß infolge der schweren inneren Krisis die englische Regierung beschlossen hat, alle verfügbaren Truppenteile aus dem Auslande, auch aus Oberschlesien. Aegypten und Irland. zurückzuziehen. Die englischen Truppen haben bereits zum Teil Oberschlesien verlassen. Heute und morgen wird der Rest der englischen Truppen aus Oberschlesien abtransportiert. Es ist das erste Mal seit Menschengedenken, daß die englische Regierung ausgedehnte Vorbereitungen bei einem industriellen Konflikt angeordnet hat. Uebergreisen auf die französischen Industriebezirke. Genf. 8. April. Der Streik der englischen Bergarbeiter hat eine starke Rückwirkung auf die Gegenden von Lyon, St. Etienne und Grenoble ausgeübt. Das sind die hauptsächlichsten Industriezentren Frankreichs, die für den Export arbeiten. Alle Sendungen mit der Bestimmung nach England werden angehalten. Militarisierung der englischen Eisenbotzn. . London, 9. April. Lloyd George erklärte im Untechause die Nation stehe zum ersten Male in der Geschichte dem Versuc eines Zwanges durch Zerstörung ihrer Hilf quellen gegenüber Große organisierte Körverschaften der Bercarbeiter vorhindere durch Drohungen und Gewalt die Pumpezzarbeiten in den Gru ben. Die Regierung sei entschlossen, die Freiwilligen zu schützen Sie werde von allen Hilfsmitteln der Allgemeinheit Gebrauch machen. Weiter teilte er mit, daß er an die Freiwilligen appelliere zu Bedienung der wichtigen Verkehrsmittel und zur Einreihung alSpezialkonstabler für die Schaffung einer besonderen Notstandspolizei. Auch sei es nätig, Neserven Von Heer und Marine zu der Fahnen einzuberufen. 9. IiRegierung hat auf die Streikvarole der Eisenbahner hit die Militarisierung der Hauptverkehrslinien des Landes angeordnet. Es steht zu erwarten, daß durch einen königlichen Erlaf der ausnahmezustand über das gesamte Königreich noch im Lau se des Sonnabends ausgedehnt wird. „Petit, Journal“ meldet aus London, daß die Truppen sämt licher britischer Garnisonen in erhöhter Alarmbereitschaft stehen Die Truppen kommandanten machten bekannt, deßWiderstand gegen die bewaffnete Macht, ferner Sabotage an Eisenbahnerr und in den Gruben mit dem Tode bestraft werde. „Havas“ berichtet aus London, daß der Verband der Vor, arbeiter, die mit der Sicherheit der Gruben beauftragt sind beschloß, aus dem Verband der Bergleute auszutreten und mit den Bergwerksbesitzern zusammenzuarbeiten, um die Gruben iz gutem Zustand zu erhalten. Der Verband hat viele Mitgliede' in den Grubenbezirken von Mittelengland. n„Daily Mail“ meldet, daß die Regierung mehrere kommund stische Blätter in England wegen Aufhetzung zur Revolution be schlagnahmt und das Weitererscheinen für die Dauer des Gene ralstreiks verboten hat. Die Regierung erläßt für die Dauer des Bergarbeiterstreiks neue außerordentliche Mahnahmen in bezue auf die Einschränkung des Kohlen=, Licht= und Kraftverbrauches. London, 9. April. Der Vollzugsausschuß der Bergleute hat es endgültig abgelehnt, in neue Verhandlungen einzutreten und Konfexenz mit den Bergwerksbesitzern anzubahnen, Die Führer der Eisenbahner, Transportarbeiter, die Bergleute #pen gestern erneut eine gemeinsame Sitzung abgehalten, um #.# Einzelheiten des bevorstehenden Generalstreiks auszuarPolitiche Umichau. zierung hat ihge Aufiastur Die deutsche Re. Grund des Abstimmunge Frage auf in einer Note niedergesegt o 20. Märs ausführlich in Oppeln und den Regier, die de interallierten Kommission reicht worden ist. Die deutseu; der Entente inzwischen überwort auf die Auslasungen des Mr in seiner letzten gensgend Zeit su. Ihlung ders Katindet, un den Frationen Faesgednung für die Sanstageste undgteane ui veten. Die ausinisterpräsdenten enidalten.ngund wied die Wahl de* eimtgen. Die Konlerent der Binanminister. ster wied amilich mitgeteill. von Jahren eine starke Abschreibung gestattet ist. Endlich ist auch die Besteuerung der Mindesteinkommen fortgefallen. Die Finanzkonferenz versuchte aus diesen Gründen für die Länder und Gemeinden einen höheren Prozentsatz der Einkommensteuer als die bisherigen zwei Drittel vom Reiche zu erlangen. Außerdem sollten den Gemeinden statt fünf Prozent Umsatzsteuer 15 Proz. zugewiesen werden. Eine Einigung kam jedoch in beiden Punkten nicht zustande. Das Reich wollte nur eine Erhöhung der Umsatzsteuer um fünf Prozent gewähren. In den nächsten Tagen wird der Reichsfinanzminister weitere Verhandlungen hierüber mit dem Städtetag führen. Eine Einigung wurde in der Frage zu welchem Zeitpunkt den Ländern und Gemeinden der Drittel betragende Anteil der Reichseinkommensteuer zuzüglich 25 Prozent auszuzahlen ist. Holländischer Kredit für Nohstoffbeschaffung. Berlin, 8. April. Die auf Grund des deutsch=holländischen Finanzabkommens bestellte ständige deutsch=niederländische Kommission trat am 4. April im Haag zu einer Sitzung zusammen, um einige auf baldige Inanspruchnahme der Rohstoffkredite bezügliche Frage zu besprechen. Zum Präsidenten der Kommission wurde einstimmig der Präsident der niederländischen Handelsgesellschaft, Dr. van Aalst, gewählt. Die Beratung ergab vollständige Uebereinstimmung. Ein Kreditkapital von 140 Millionen Gulden steht nunmehr der deutschen Industrie zur Beschaffung von Rohstaffen zur Verfügung. Reichswehr und politische Vereine. Der Reichswehrminister hat unterm 1. April eine Verfügung erlassen, worin es heißt: Auf Grund des Paragraphen 36 des Wehrgesetzes verbiete ich hiermit allen Soldaten(Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften): 1. Teilnahme an volitischen Versammlungen. Versammlungen, die zu einem nichtpolitischen Zweck einberufen sind, aber im der Verhandlung der Einberufung zuwider sich mit volitischen Angelegenheiten befassen, hat jeder Soldat sofort zu verlassen, sobald ihm diese Aenderung des Zweckes erkennbar wird. 2. Die Zugehörigkeit zu politischen Vereinen. Politisch ist ein Verein, wenn er eine Einwirkung auf politische Angelegenheiten bezweckt. Eine solche Einwirkung auf politische Angelegenheiten liegt schon dann vor, wenn das Bestreben des Vereins darauf gerichtet ist, die Gesetzgebung des Reiches oder der Länder zu beeinflussen. Zu den politischen Vereinen, denen die Soldaten nicht angehören dürfen, zählen hiernach beisvielsweise a) alle Organisationen der politischen Parteien als sowohl die Zentralverbände wie auch die Landes= und Ortsarupven. b) der Nationalverband deutscher Offiziere, c) der Verband nationalgesinnter Soldaten, d) der republikanische Führerbund, e) die Offiziersvereinigung der deutschen Republik.* . Ist den Soldaten zweifelhaft, ob es sich um einen unter dieses Verbot fallenden politischen Verein handelt, so hat er sich an seine vorgesetzte Dienststelle, zu wenden und deren Entscheidung abzuwarten. een vueeding Die Enticheichung über Aberschlelien. Berlin, 9. April. Die von Deutschland an die Entente gerichtete Note über die Zukunft Oberschlesiens, gelangt in eine#### Augenblick nach Paris, in dem dort die Entscheidung über das Abstimmungsergebnis gefällt wird. Briand hat im Senat von einem unmittelbar bevorstehenden Abschluß in dieser Frage gesprochen. Es verlautet in Kreisen, die mit französischen Parlamentariern in Fühlung stehen, daß die Entscheidung über Oberschlesien bereits gefallen sein soll, und zwar in einem Sinne, der Deutschlands berechtigte Interessen außer Acht läßt. In Berlin ist man an zuständiger Stelle der Ansicht, daß die in der deutschen Note vorgebrachten Argumente für die deutschen Ansprüche eine für immer unerschütterliche Rechtsgrundlage ergeben. an der auch durch eine ungerechte Entscheidung in Paris sachlich nichts geänder werden könne. Paris, 9. Avril. Briand hat gestern den Vorsitzenden der interalliierten Kommission in Oberschlesien, General Lerond, emp fangen und lange Zeit mit ihm konferiert. Polens Vorbereitungen zur Gewalt. Berlin, 8. Avril. Der volnische Einmarsch in Oberschlesien, der seit Monaten militärisch vorbereitet ist, war der„Tägl. Rundschau“ zufolge ursprünglich bereits für den 4. Avril festgesetzt. Die Truppen standen bereit, die Haller=Organisationen und andere militärische Vereinigungen in Oberschlesien waren alarmiert. Die Verzögerung in der von den Polen bereits seit Tagen erwarteten Entscheidung von Paris brachte es mit sich. daß die Polen wieder einmal abblasen mußten. Inzwischen verschärften sie ihre Vorbereitungen. Die polnischen„Selbstsch#gg Organisationen“, im Kreise Oppeln sollten dafür sorgen, Deutschland bei Beginn der Aktion sofort von Oberschlesten schnitten wird. Die erste Arbeit sollte die Unschädl*ie Mopilibeutischen Führer in Oppeln Stadt zudte. Hais Böa.=Zie sierung der volnischen Streitträpt=gieggpo######rent ist man in seit etwa einer Woche begonnen. Besonderszgg F polnischen Kreisen über die Nachricht, daß die englischen Truppen aus Oberschlesien zurückgezogen werden, weil man uin leichtere Arbeit erwortet. Die Austuhrabgabe. Die neuen Zollbuhnhöse am Rhein. Teier, 8. April. Nach Mitteilung der Eisenbahndirektion Trier sind in Ausführung der von den Verbündeten beschlossenen Sanktionsmaßnabmen vorerst nachstehend aufgeführte Stationen als Zollbahnböse gegen das unbesetzte Deutschland bestimmt worWoerth, Germersheim, Speyer, Ludwigshafen, Worms, Biebesheim, Groß=Gerau, Goddelau, Weiterstadt, Griesheim (Darmstadt), Oberkassel, Engelskirchen, Goldstein, Griesheim (Frankfurt), Höchst, Idstein, Woersdorf, Michelbach, LangenSchwalbach, Aßmannshausen, Diez, St. Goarshausen, Honnef. Die Befreiung von der Zollabgabe. Berlin, 8. Avril. Der Reichsverband der deutschen Industrie teilt mit: Nach den ersten Meldungen über das Gesetz betr. die 50prozentige Abgabe konnte man zu der Auffassung gelangen, daß solche Waren abgabefrei bleiben, von deren Wert mindestens 25 Prozent für ausländische Rohstoffe entfallen. Das hätte auch den größten Teil der deutschen Ausfuhr, wie Textil, Lederwaren usw. betroffen. Aber diese Auffassung ist nach dem nunmehr vorliegenden Text des englischen Gesetzes irrtümlich. Befreit bleiben nur solche Waren, deren Wert nach dem Verlassen der deutschen Grenze durch weitere Verarbeitung oder Veredlung im Ausland um mindestens 25 Prozent seines eigentlichen Verkaufspreises erhöht wurde. Die Politik des„Nackenschlags“ Genf, 9. April. Der Sieg Briands erscheint den Pariser Blättern nicht ohne Bedenken angesichts der Tatsache, daß bereits 100 Senatoren durch Abwesenheit der Abstimmung aus dem Wege gehen zu müssen glaubten. Die französische Presse verteidigt das von Briand entwickelte Programm mik dem Hinweis darauf, daß Frankreich seine ganzen Anstrengungen und alle eine Kräfte im Rheinlande einsetzen müsse. Dabei betont Herve, daß, wenn Briand davon gesprochen habe, daß man Deutschland am Kragen nehmen müsse, dieses nicht etwa so zu verstehen sei, daß ein neuer Krieg notwendig werden könne. Durch den Waffenstillstand und durch die Bestimmungen des Versailer Vertrages habe man die Garantie, daß Deutschland militärisch keinen Widerstand mehr leisten könne. Wie man dieser Aeußerung ersieht, ist man also auch in Paris über die Wehrlosigkeit Deut ylands im klaren, wenn es sich darum kandelt, die französische Oeffentlichkeit zu beruhigen. Herve sieht im übrigen für das erwähnte französische Vorgehen drei verschiedene Maßnahmen voraus: ###.,Beschlagnahmung der Zölle aller großen deutschen Einfuhraafen, 2. Besetzung des Ruhrgebiets, Westfalens, Frankfurts und Einbeziehung dieser Gebiete in das neue Zolisostem, . 3. Ausheutung aller öffentlichen Dienste und Einnahnen, sowie Erhebung von Steuern im besahzten Gebiet. * Di Ukraine im Aufruhr. Kogennagen, 9. April. Aus Meldungen aus Süd geht hervor, daß die Bauernunruhen doch beständig zunehmen. Die sanst##zaine zwischen Onieor und Dnfestr befindet sich im lostem ist in 34.u bewegung in der Ukraine gegen das Räte. ge#### gerschiedenen Städten organisiert. Die Bolschewisten buben 15 Divisionen zusammengezogen. Basel, 9. Aprisse etian aus Griechenland. Agentur Havas meldet aus Paris: Der griechische Heneralstabschef in Kleinasten, Papulos, wurde seines enthoben. Venizelos ist auf dem Woge nach Athen, wo teralmobilmachung durchgeführt werden soll. Nach der kage Tribune" entziehen sich über 50 Proz. der Männer der Peu. berufenen Klassen dem Mobilmachungsbefehl durch die Aus Stadt und Amt. C' Rheine, den 11. April 1921. der Stchu,, Personalausweise zur Einreise ins besetzte Gebiet war #m# vor einigen Monaten auf Grund des neuen Stembeisteulergesetzes auf 12 Mark erhöht worden. Das Staatsminiangeordnet, daß die Personalausweise keines Stempels mehr bedürfen. Den Gemeindeverwaltungen ist bereits vor einigen Tagen entsprechende Weisung zugegangen. Durch diese begrüßungswerte Anordnung erfährt die Einreise ins besenle chebiet eine wesentliche Erleichterung. X Ein neuer Abendzug Oberhausen—Rheine. Wie die Handelskammer Münster von maßgebender Stelle erfahren hat, ist von Obeskausen nach Rhein, bindung von Oherba: ein Aussicht genommen. Die VerOberhausen nach Coesfeld. Burgsteinfurt u. Rheine Verbesferung. aus die ehr notwendige Industrie= und Handelskreisen schon jeit Längezeg Zeit hingearbeitet wurde. Bisher stellte bekanntlich der P. U7s Obelhausen ab 6,2 nachmittags die letzte Verbindung 19 Die Polarhexe. Ein Roman aus Spitzbergen. Von Anny Wothe. Nachdruck verboten. Covyriaht 1915 bu Annn Wothe. Leipzig. Der junge Arzt, dessen vergrübelter Blick schon verschiedene„Male Christabels Antlitz gestreift, fragte dann ganz Lüplich und unvermittelt: „Also— Sie bleiben, gnädige Frau?“ „Gewiß,“ lächelte Christabel zurück.„Soll ich nicht?“ „Ich kann mir natürlich nichts Lieberes wünschen, aber dennoch gebe ich Ihnen zu bedenken, daß morgen schon der „Troll“ uns verläßt, wenn das Eis es erlaubt. Wir sind Idann vollständig von aller Welt abgeschnitten, und jede Aussicht, die Heimat vor Beendigung unserer Expedition zu erreichen, ist vorbei.“ Christabel lachte leise. „Wie wenig Sie mir doch zutrauen. Sie alle! Bis jetzt hat. jeder einzige mich verwarnt, wie Sie. Natürlich bleibe Die blauen, klaren Augen des jungen Mannes sahen sie an, als müßten sie ihr bis auf den Grund der Seele spähen. Gleichsam, als wollte er sich vergewissern, daß ihn nie— mand hörte, schaute er dann ringsum und sagte langsam und eindringlich:„Noch andere Gefahren als Schnee, Nacht und Eis umlauern Sie hier, gnädige Frau. Glauben Sie mir, es tut nicht gut, als einziges Weib mit so vielen Männern für Jahr und Tag zu ausschließlicher Gemeinschaft verurteilt zu sein.“ Ein erstaunter, kühl abweisender Blick traf den Sprecher. Erik de Vold aber sprach unbeirrt weiter:„Sie lausen suyr, gnädige Frau, Wünsche und Gefühle wachzurufen, unseidlicheesra; gegen Ihren Willen, die Ihnen nicht nur Wenn ich auch dggd.. S kimmeres, schaffen können. unserer Erpedit. bin, daß Ihnen keiner der Herren seiner selbst, so weiß ich doch lange er Herr ol, wenn der eine oder der micht, wie es für Ste werden Flammen stehe:. vee andere vielleicht lichterloß in lachte Christabel so hell und lustig, daß Rils und Elle Sörnsen sich gleichzeitig nach ihr umwandten Tehle Nachrichten.4 Der Rheinz. wtb. Paris, 10. April.(Drahtbericht.) Havas veröffentlicht über das neue Zollregime eine Note, in der gesagt wird, die interalliierte Rheinlandkommission habe folgende Verordnung erlassen: 1. Die an den alten Grenzen erhobenen Zölle sind dieselben wie die, die vor dem Inkrafttreten der von der Londoner Konferenz beschlossenen Saktionen erhoben wurden; 2. die bei der Einfuhr in das besetzte Gebiet an den neuen Grenzen erhobenen Zölle werden nach dem deutschen Tarif, der auf ein Viertel herabgesetzt wird, erhoben; 3. die am Ausgang der besetzten Gebiete nach dem nicht besetzten Deutschland erhobenen Zölle werden nach dem deutschen Tarif festgesetzt, aber in Papiermark, das heißt, sie betragen den zehnten Zeil der Zollerhebung in Goldmark. Die Regeln betreffend den Durchgangsverkehr der importierten Waren sind erlassen worden, um die Handelsbeziehungen zwischen den Nationen zu erleichtern. Der in Coblenz von der Oberkommission eingesetzte leitende Ausschuß der Zölle ist mit der Leitung des Personals und mit der Ausführung der von ihm festgesetzten Bestimmungen betraut. Die Anwendung der Sanktionen gegen Zahlungshinterziehung wird durch die juristische Instanz der Besatzungsarmee festgesetzt. Die interalliierte Oberkommission der Rheinlande behält sich vor, in diesem an der neuen und der alten Grenze aufgestellten Zolltarif jedesmal, wenn sie es für nützlich erachtet, Abänderungen zu treffen. Was das Regime der Ausund Einfuhr betrifft, so hat die rheinische Oberkommission entschieden, daß die Einschränkungen der deutschen gesetzlichen Zahlungen provisorisch an der alten Grenze aufrecht erhalten bleiben, daß sie aber auch gleichzeitig an der neuen Grenze angewandt werden. Das Wirtschaftskomitee der Oberkommission in Coblenz wird beauftragt, mit der Leitung des deutschen Ein= und Ausfuhrdienstes. Ein= und Ausfuhrgesuche müssen auch fernerhin durch die rheinischen Ex= und Importeure an diese Stelle gerichtet werden. Die Gerichte des Besatzungsheeres sind mit der Anwendung der erlassenen Strafmaßnahmen für Verstöße betraut. Die Strafen können sich bis zu 5 Jahre Gefängnis und 500000 Mark Geldstrafe erstrecken. Noch keine Eröffnung der Zollgrenze. tu. Koblenz, 11. April.(Drahtbericht.) Die vorgestern von der Frankfurter Börse verbreitete Nachricht, daß die rheinische Zollgrenze gestern oder in den nächsten Tagen eröffnet werden fvur, irisst nach den Informationen der„Rhein. Rundschau“ nicht zu. Aus technischen Gründen ist nicht anzunehmen, daß vor Ablauf nächster Woche mit kurzfristiger Ankündigung die Eröffnung erfolgen wird. englische Verwtb. London, 11. April.(T Schlusse der gestrigen Sitzung der amtlich bekannt gegeben, daß sprechung stattfinden werde, ferner daß band im Laufe der Nacht an die an ihm zusammen witgleder er ergehen lasen werde, in helten zi, angewiesen, werden, sich aller Handlungen.— halten, die sich gegen die zur Sicherung der Bergwerksarbein## nötigen Maßnahmen wenden würden oder die Anwendung von Gewalt seitens der Regierung nach sich ziehen könnten. wtb. London, 11. April.(Drahtbericht.) Reuter. Gestern abend erfolgte die Ankündigung, daß der Bergarbeiterverband seine Mitglieder anweise, nichts gegen die zur Sicherheit der der Bergwerke nötigen Maßnahmen zu unternehmen. Fün Montag wird eine weitere wichtige Entwicklung der Dinge erwartet. Man glaubt, daß die Ankündigung des Bergarbeiterverbandes eine Folge der gestern bei der Unterredung der Regierung und des Bergarbeiterverbandes von Lloyd George gemachten Voschläge sei Konserenz der Ernährungsminister in Bremen. Freigabe der Milchwirtschaft? Wie wir aus guter Quelle erfahren, findet am 18. d. M. in Bremen eine Konferenz der Ernährungsminister aller Länder statt, auf der u. a. über die Freigabe der Milchwirtschaft beraten werden soll. Bevorstehende Revolution in Griechenland? tu. London, 11. April.(Drahtbericht.) Es verlautet, daß Griechenland am Vorabend einer Revolution steht. Venizelos, der sich in Italien aufhält, wo er Ereignisse abwartet, wird sich von Brindissi nach Griechenland einschiffen. Nachrichten aus Athen melden, daß das nationale Empfinden sich mehr und mehr von Konstantin abwende. Die unglückliche Offensive gegen die Türken und die schweren Verluste der Griechen haben eine große Unzufriedenheit unter der Bevölkerung here vorgerufen, die den König dafür verantwortlich macht. Eine Anleihe des Freistaates Danzig. tu. Danzig, 11. April.(Drahtbericht.) Ein Entwurf eines vorläufigen Haushaltsgesetzes ist dem Volksrat der Freien Stadt Danzig vom Senat zugegangen. Er soll u. a. den Senat ermächtigen, für den außerordentlichen Bedarf bei der Errichtung des Freistaates und für Ausgaben zu werbenden Zwecken eine Anleihe von 200 Millionen Mark aufzunehmen. Erwartung deutscher Vorschläge. Paris, 10. April. Dem„Nieuwe Rotterdamschen Conant) wird aus Paris gemeldet: Niemand glaubt hier, daß Deutsche land seinen Verpflichtugen, diesen Monat zwanzig Milliarder zu zahlen, nachkommt. Man würde aber froh sein, wenn vor dem 1. Mai Deutschlad neue„ehrliche" Vorschläge mache Dann würden die Ausführungen von Briands Drohungen verschoben werden. Sherhausen ab 9 16 Gerni i elgende: Burästeinfurt Coesfeld ab 10.50, ist daß der Zug. 11“ Rheine an 12.3. Besonders hervorzuheben 25 nach Rheine ed jebt von Dorsten Marstagen.n fabrenden Zuges tritt, nicht wie dieser nur an dan ta###en sondern auch an Sonn= und Feiertagen gefahren wer#.X Staatlich organisierte Jugendpflege. Die zugunsten der tglieder der Vereine und Verbände, die der staatlichen Organisation zur Förderung der Jugendpflege angegliedert sind, Glessenen Mofasirblfahrt abge1. Aprik 1021 an eine Nenp... Leistungen aus den Versicherungsverträgen lichen Organisation angegliederten Jugendpflege, als auch die sie bei Ausübung der Jeuce Jolgen der Unfälle versichert, die gendpflege erleiden. Die Jugendleiter Doktor! Sie sind wirklich komisch. Hier in dem gxktischen Ilima wird den Männern das„lichte Lodern“ schon geündlich vergehen, dessen bin ich sicher. Sollte es aber #c. den Einen oder anderen passieren, so wird er doch gegent Achrung vor mir und sich selber haben, um dieses Gefühl fest in sich zu verschließen.“ Sie sah nicht den langen, sehnsüchtigen Blick des Arztes, n sie umfing. Christabel sprach ruhig weiter:„Die sogenannte Liebe, bester Doktor, ist erfahrungsgemäß ein vorübergebender Zustand. Sie kommt und geht wie Frühlingsregen einselnen:— Früher oder später— je nach Veranlagung des i29 gußerdem gegen die Folgen der gesetzlichen Haftoflicht verNähere Auskunft über den Umfang der Verträge wird durch das Preußische Ministerium für Volkswohlfahrt, sowie die Regierungspräsidenten, und auch durch die Vertragsgesellschaft; Franctuet a. M. ertelsenin Verscherungs=Aktien=Heselschaftz „'Unterstützung der in Not befindlichen ehemaligen Kriegsgefangenen. Der Vorstand der Vereinigung ehemaliger Kriegssanders###pon Rbeine macht die Mitglieder hiermit noch beAmtsnermalt Bekanntmachung der Stadt= und Mts, wonach Donnerstag, dem 7. ds. etr., Wenlach sich biejenigen ehemaligen Kriegsgefangenen, die ich ir#inser wirtschaftlichen Rotlage befinden, zwecks Erlangung utzung melden können. Es können aber nur solche berücksichtigt werden, die sich wirklich in Not befinden, wie aus ere, Sshstastenan. Wi schen diesenigen un mmtr hei der inz.) in betracht kommen, sich bis zum 12. ds, Mib. der der staoi. Verwaltung oder im Amtsgebäude zu melden. „Aber bei manchem ist sie ewig, gnädige Frau“, kam es langsam von den Lippen des Arztes, und als Christabel jetzt in seine hellen Augen sah, da machte ihr Herz plötzlich ein paar heiße, angstvolle Schläge. Aber gleich darauf lächelte sie schon wieder. Galch wser iede ger find törichte Träume. Wie alles #i gu#####er Somerz sich wandelt, so wandelt sich auch vir enrt zch fürchte ihre Gefahren nicht.“ „Aber die Leidenschaft“— gab er fast hastig zurück. Doch er verstummte, denn soeben kam der„Fox“ in Sicht, der argsmache, gurde,„wpährend Prinz Harald dabeistand und Kur###### den Nayerkommenden entgegenschwenkte. gerise Se rohel erwiderte den Gruß, dann aber sagte sie. 81 Eine jähe Röte trat in das braune Gesicht Eriks. den besten Schaut in neines Mannes und daß ih gesagte; nache treten, snädige Frau. Aber Christabel vergaß es nicht. Als der Prinz ihr jetzt so inbrünstig die Hand küßte, als wären sie tagelang getrennt gewesen— wie sie in seine brennenden Augen sah, da zitterte plötzlich ihr Herz vor der Flamme, die ihr daraus entgegenschlug. Siepzürnte Erik de Vold, daß er einen Gedanken geweckt,.r ihr bisher garnicht in den Sinn kam. Nur die Worte des Schiffsarztes waren daran schuld, daß sie zum ersten Male dem Prinzen innerlich unsicher gegenübertrat. Efehlte gerade noch, daß zu allen ihren Herzenswirren no neue hinzukamen. Einen Augenblick dachte sie daran, ihren Mann zu bitten, dem Prinzen einen Wink zu geben, daß er ihr weniger Aufgerllamkeit schenkte. Aber gleich wieder verwarf sie ihre Wenn sie auch Nils als ihren besten Freund erachtete so war sie doch im Zweifel, ob es das Rechte sei, ihn gegen den Prinzen, dem er so eng verbunden war, aufzuhetzen. ind während das Boot sie über die blaugrünen Wellen trug, ftel ihr plötzlich ein: Nein, Ekke Sörnsen mußte es dem Prinzen sagen— er war viel unpersönlicher. Und indem ihre Augen das strenge, energische Gesicht des Norwegers grüßte, der ihr gegenüber saß, dachte sie yeyec it“, gisgs ilnm limnl suhnmem mim haf Oisil hidden# „Ich will ihn darum bitten, aber jetzt noch nicht. Erst dann, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt.“ Und sie hörte nur mit halbem Ohr den Bericht des Prinzen zu, der sehr begeistert die Fortschritte ihrer Arbei ten rühmte, die jetzt schon zu konstatieren seien. Der heutige Tag hätte wichtige Errungenschaften gezeitigt, und er hätte nur bedauert, daß er die Gegenwart der schönsten Frau, die er kenne, so lange hätte entbehren müssen. Ekke Sörnsen entging kein Wort von dem, was der Prinz sagte. Aber er sah beharrlich auf seine großen Nägelschuhe mit den Wickelgamaschen, ohne auch nur mit einem Blick die junge Frau und den Prinzen zu streifen. Christabel aber hämmerte das Herz in der Brust, während der„Fox“ mit ihnen über die Wellen flog. Einzelne treibende Eisschollen legten sich bisweilen von den Bug. Ein kurzes Andrehen der Schraube, und krachen## stürzte der schimmernde Feind zusammen. Christabel staunte immer wieder über die Farbenpracht des Eises. Gelb und rot, tiefviolett, bis zum dunkelsten Schwarz türmte es sich zu phantastischen Gestalten und segelte ungebärdig über dag Wasser. Und überall das große, heilige Schwelgen. Nicht ma en.„Zogelschrei in der Luft, nur weite, tiefe, traumhaft, (Fortsetzung folgt.) *** #stten. Festgenommener Fahrraddieb. Am stern ein Fahrraddieß festgenommen **" ein Gahrräddied sestgenommen # war, ein in Lünen gestohlenes Fahrrad mi. Die Polizei machte dabei einen guten enommene als ein von der Staatsanwaltsteckbrieflich gesuchter Dieb entpuppte. ##ter, 7. Avril. Hotel Fürstenhof nicht verkauft. Das otel Fürstenhof soll Gerüchten zufolge an ein ausaes Konsortium verkauft worden sein. Durch den Verkauf ate das Hotel stillgelegt werden. Diese Meldung ist nach den Informationen der Münsterischen Blätter in- ihrem ganzen Um fang unrichtig. 1( Münster, 7. April. Generalmusikdirektor Leo Blech von Stäozerei mit in dem Orchesterkonzert des am 18. April, das für diesen Abend bedeutend verstärkt ist, dirigieren. Dirses Konzert bildet den Höhepunkt aller konzertlichen Veranstaltungen des verflossenen Winters. Das Programm bringt außer Haydn. Schubert und Weber auch und zwar Vorspiel zu Meistersinger und Vorspiel zu städten beispiellose Erfaigeraum dat Leo Blech in alen Grobnach Eintrittskarten ermpfiehlt es sich, diese allerschnellstens zu Rächst, u. Fuer, Mänker s. 9e. uskalienbandlungen Bispine, .## Gronau, 7. April. Ueberfahren. Gestern abend gegen.30 or, wurde ,i.,##g Enschederstraße eine ältere Frau von einem nadjahrer uoerfahren.„Der,„ Radfahrer, ein tunger Bursche, kam In der Duntelbeit; sntnen Lemvo aus einer Rebenstraße. frühzeitig genug k oe die vor ihm bergebende Frau nicht somobl als aemerten und überfuhr dieselbe. Der Radfahrer kanntschaft mitu dierbei eine unliebsame Bekleineren Hautabschürf.. ii dem Schrecken und von. Auch dieser g gungen kamen sie jedoch diesmal noch da#er Fall beweist wieder, wie leichtsinnig es ist, in der Dunrelheit ohne Beleuchtung zu fahren. Diensterengu 7. April. Einbruchsdiebstabl. In der Nacht zum stabl in ein in benachbarten Ochtruv ein Einbruchsdiebhandelt sich um 5 cast verübt. Den Tätern, es waren im Wer.“ zungere Burschen, fielen ManufakturNacht um etwa 233g.“. 30000 Mark in die Hände. In derselben beamten in der Gest.Uh begegneten einer Streife von ZollSäcken schwer beladen dau chaft einigen Burschen, welche mit beamten angehalten und das Peanog;(cden wurden von den Zolleinige das Weite: unt u0t. Hierbei suchten Einem von diesen gess vonnten nur zwei festgehalten werden. mitgeführten Säch ihjielf ie“ auch noch zu entkommen. Die von den Zollben. Zeute der Diebe: sie konnte den Einbrecheren t. i stellt werden. Es handelt sich bei Gronau und aus Ene zunde; arbeitsscheue Burschen, welche aus nun gelungen, nach amm deute morgen ist es der Polizei stammt, festarn 100 eznen, dieser Burschen, welcher aus Eve oekannt sind n sich die die Namen der übrigen Diebe beit erfreuen düt zu0#ee auch nicht mehr lange ihrer FreiGefahrlicher Brandstoff. Dynamit scheint eine denn in ihrem Füchk herdg idrer Hauskoble gehabt zu haben, plosion. Der Herz: gab es blöslich eine furchtbare Erund zwei Fensterscheihen:“; gur dieselbe teilweise demoliert weise unverletzt.— Die angedrückt. Die Witwe blieb glücklicher: großen Preissturz erfaß ause baben seit vorigem Jahre einen ga- Rochen altes K...“ Während vor einem Jahre für ein man heute für Jtesenau 350 Mark bezahlt wurden, bekommt vie., Betrag etwa 5 Schaflämmer. Eine erdie sich hoffentlich auch bald auf die Bekleidungsbranche ausdehnen wolle.— Die Dummen werden nie vor und übherbrachte dersen mitte vrach dieser Tage ein Mann Holland wohnten Die.. Verwandten, die in lich und gastlich aufgen Ve wurde von der Familie freundseine schlechte finanzi=sto mmen. Der Gast kam alsdann auch auf gastfreundlichen Famitie und ließ sich von der rung, am anderen Tage 100 Mt. vorlchteben unter der Versche. efe ist bis zur Stunde mit dem Gelde noch nicht zurückDie, Brunnen baben stellenweise versagt. In zahlreichen mussen die Bewohne und gen das Wasser bringen lasen. straße mur. Avril. In der Nähe der FeldberrenScherenschleife Johane.u Abend in der sehnten Stunde der Heigrich Seuthe Pichmann von seinem bisberigen Beetwa 2000 Mark geraucheide allen und ihn ein Geldbetrag von men merden“ Der Räuber konnte später festgenomdie einen Teil des geraubten Gelbeg. Stimmen aus dem beierkreile. (Ei Vexölsentlichungen unter dieser Rubeik übernimmt die Schliftleitung nur die vreßgesetzliche Verantwortung. .„ Eingesandt. .. Auf das„Eingesandt“ vom 5. und 6. April betitelt:„Wo „vu das Denkmal stehen?“ sei folgendes erwidert: fallenen ein Fenkmngi det die Absicht zu Ehren der GeWie uns berichtet-Voltsgarten errichten zu lassen. Mir bitten“.. st.de Hl.=Geistvlatz dafür auserseben. silieg oder deraf dssseloe vor dem Emstor, d. B. vor der BaSrita#####ergleichen Plätzen errichten zu lassen, da schon ein Krievelbentmal in der Altstadt steht, und viele Besucher von Ereige di, Antoniusbasilika sich besehen. Es gibt auch vor dem omstore Platze, aber nicht allein in der Altstadt.==A. * Eingesandt. nächst Pier au...ion über Art und Ort des demeine mebe chrisliche sd Kriegerdenkmals dürfte auch einmal tisch wie schön und ddee zur Sprache kommen, die ebenso prataer in der# hau gut ist, sicher auch dem Wunsche unserer Kriege. in der Ewigkeit am meisten entspricht. .. Jani man sich nicht entschließen, zum ewigen Gedächtnis Hesanderge de den eine Wohlfahrtseinrichtung zu treffen, die Voltsgarten mit Kindersoteloläten oder... S ein bibliothes mit Lesebas“ ein gediegene Voltswerden, dann dens un sou es ein Denkmal aus Stein Glatz und det nan doch einmal an den nächstliegenden ##, und ven nächstliegenden Gegenstand für ein Denkmal, das gefallenen Krieger ehrt: an die Friedhöfe und die dort noch fehlenden Momumentalkreuze. das monumentale Kirchhofskreuz ist und bleibt das würBertermal soriche u jedes hristliche Gemüt. Nur ein solches erbeßt zugleich zum deutschen und christlichen Gemüt, tröstet und stete wirssam: und sorat dafür, daß unseren gefallenen belden die Friedbste dan bar gedacht wurde. Man wende nicht ein, mungspoll gestaltet und selt besucht. Wenn man sie stimtes monumentales Kunszt,penn erst wirklich ein stets gutgepslegnachdentliche Menschen Lot n seben ist, werden noch mebr uns aam sicher mit ernsteren a enstadt Rbeine“ binauspilgern släten begt, nachbause zurisckt, edanken, als man sie auf MarktVaterlandsliebe au mit bessererHeimat= und Man äußere sich doch einmal ehrlich zu diesem Projekt und Särag, dag ag in unberer. u. ien Monumentaltrusi. Menschen albt.““, ihre;; oberflächlichen Zeit auch noch ernste oir zaxe christlichen Krieger in der Ewigkeit auch Sinmeihen derr.... dinterbliebenen auf densenigen Gaid ung#per ahein in unserer Rot uns belfen und in allem Teld und trosten kann: Chrmtum den Gekreuzigten .. 90—onohtenzulchüllen zu Wohnungsoau ien im Janre 1821 u. wirtichaftliche Erleichterungen im Interelle des MDohnungsbaues. Durch Gesetz vom 14. Januar 1921 betreffend die Bereitstellung von Staatsmitteln zur Abbürdung der Baukostenüberteuerung sind in Preußen 400 Mill. Mark für genannte Zwecke bereit gestellt. Die vorläufige Unterverteilung der verfügbaren el auf die einzelnen Regierungsbezirke hat stattgefunden. Die Ausfübrungsbestimmungen zu dem Gesetze sind erschienen. Leiver sinv vie Mittel so gering, daß eine merkbare Milderung Wohnungsnot mit ihnen nicht zu bewirken sein wird. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, werden mit dem auf die Stadt heine entfallenden Anteil nur für einige wenige Neubauten Zuschüssc gewährt werden können. Im allgemeinen sind die Bedingungen, unter welchen Zuschüsse bewilligt werden, die gleichen wie im Vorjahre. Gewährt werden die Beihülfen in Form von unverzinslichen,“ dingt rückzahlbaren Darlehn für Wohnungen, welche die notwendigsten Anforderungen nicht überschreiten. Nicht bedacht werden Behelfe.bauten, Notwohnungen und Werkwohnungen o. h. Wohnuigen, welche Arbeitgeber für ihre Angestellten und Arbeiter vorsieht. Höhe des Darlehns richtet sich nach der Wohnfläche d. b. nach der Grundfläche der abgeschlossenen Wo uunz abzüglich der Wandstärken und der Treppe. Ausgebaute Dachgeschoßräme werden den Wohnungen, zu denen sie gehören, hinz taerechnet. Die Wohnflächen werden bis zu 70 Quadratmeter ausnahmsweise bis zu 80 Quadratmeter der Berechnung zu Grunde gelegt. Der werden zunn welcher für 1 Quadratmeter Wohnfläche gewährt tann, darf in ländlichen Gemeinden für ein= und zweigeschossige Wohnhäuser 165 Mark in den übrigen Gemeinden 180 Mark nicht übersteigen. Für die Stadt Rheine ist bisher der Satz von 180 Mark zugestanden worden. Für Stallflächen wird bis zu einer Größe von 10 Quadratmeter ein Zuschuß von 75 Mark für 1 Quadratmeter gewährt. Erhöhungen der genannten Sätze sind nur in besonders begründeten Fällen zulässig. Bei Gewährung eines Landesdarlehns muß sich die Gemeinde mit einem Gemeindedarlehn in Höhe von wenigstens ½ des Landesdarlehns an der Abbürdung der Baukostenüberteuerung beteiligen. Für eine Wohnung von 80 Quadratmeter Wohnfläche kann das gesamte Darlehn— Landesdarlehn, Gemeindedarlehn— demnach betragen 80 X(190+ 180:3)= 19200 Mk. Erhöhung des Gemeindedarlehns bleibt den beteiligten Gemeinden überlassen. Darartige Darlehnen können auch gewährt werden für Herstellung von Dauer=Wohnungen, welche durch den Ausbau vorhandener Räume oder durch Einbau in vorhandener Häuser— Ausbau des Mansardengeschosses— gewonnen werden. In solchen Fällen wird der Einheitssatz für das Darlehn in der Weise bemessen, daß sich das Landesdarlehen zu den tatsächlichen Aufwendungen etwa verhält, wie das Landesdarlehn bei Neubauten zu den Gesamtkosten des Neubaues. Betragen z. B. die Kosten für 1 Quadratmeter Wohnfläche bei einem Neubau 1000 Mark, so ist ein Darlehn von 180 Mark für 1 Quadratmeter= 18 Proz. der Neubaukosten. Belaufen sich die Kosten für den Ausbau einer Wohnung in einem vorhandenen Gebäude auf 300 Mark für 1 Quadratmeter fertige Wohnfläche, so kann das Reichsdarlehn 300:0,18= 54 Mark betragen. Hinzu kommt das Gemeindedarlehn mit mindestens 54:3= 18 Mark für 1 Quadratmeter. Vor Bewilligung des Landesdarlehns muß der Bauherr nachweisen, daß er allein oder mit rechtsverbindlich gesicherter Unterstützung dritter Personen in der Lage ist, die durch das Landes= und Gemeindedarlehn nicht gedeckten Baukosten zu Anträge auf Bewilligung von Darlehn sind unverzüglich bei Wohnungsamn „Außer der Bewilligung von Baukostenzuschüsse sind zur För## des Wohnungsbaues eine Reihe weiterer Bestimmungen erlassen, von denen die wesentlichen hier folgen. Die neuen Wohnungen unterliegen nicht den auf Grund der Wohnungsmangelverordnung vom 23. September 1918 erlassenen Anordnungen Sie sind demgemäß von der Beschlagnahme und Zwangseinquartierung frei. Auch die Anordnung über die Festsetzung von Höchstmieten vom.Dezember 1918 findet auf die nach dem 1. Januar 1917 fertiggestellten Neubauten keine Anwendung. Ferner soll erstrebt werden, sie nach Möglichkeit auch von öffentlichen Abgaben frei zu halten, wie dieses bereits in dem Entwurf eines Reichsgesetzes, betreffend die Erhebung einer Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues vorgesehen ist. Nach § 59 des Gesetzes vom 24. März 1921 zur Aenderung des Einkommensteuergesetzes vom 29. März 1920 können bei Ermittelung des steuerbaren Einkommens in Abzug gebracht werden: a) Aufwendungen für die Neubeschaffungen von Kleinwohnungen, die in den Jahren 1920 bis einschließlich 1923 baulich beendet worden sind, sofern die Verwendung der Bauten zu Kleinwohnungszwecken für mindestens fünfzehn Jahre von der Fertigstellung ab gesichert ist, jedoch nicht über den Betrag hinaus, um den die Aufwendungen den gemeinen Wert der Bauten oder die durch sie eingetretene Werterhöhung der Gebäude übersteigen. Die Vorschrift findet keine Anwendung, soweit die Anwendungen bereits nach Maßgabe dieses Gesetzes bei Ermittelung des steuerbaren Einkommens berücksichtigt worden sind. Veräußert der Steuerpflichtige das Gebäude vor Ablauf von 15 Jahren, so wird seinem steuerbaren Einkommen der Betrag der steuerfreien Aufwendungen insowett hinzugerechnet, als sie den Unterschied zwischen dem Veräußerungspreis und dem gemeinen Autmenduntgeste der bei Ermittlung der abzugsfähigen Aufwendungen zugrunde gelegt worden ist; b) Beträge, die der Steuerpflichtige gemeinnützigen Vereizieungen und Gesellschaften in den Jahren 1920 bis einschließzugewendet hat, sofern diese Vereinigungen oder Gesellschaften satzungsgemäß und tatsächlich ausschließlich die Förderung des Kleinwohnungsbaues bezwecken. Vereinskalender Sängeeabteilung des kathol. Gesellenvereins. 84 Uhr Gesangprove. Alle erscheinen. Heute ab Bücherschau. „Mürkterland“. Monatsschrift für Heimatoflege. Verlag Temmins=Bochott.„Ein Veilchen, das im Verborgenen blüht“, so könnte man diese Zeitschrift nennen. Denn leider ist es nur Sestenstschseu(hönen Heimatschriften in der breiten Beisenllichleit kaum dem Namen na chbekannt sind. Jeder Westfale, jeder Münsterländer muß sich doch für seine engere Heimat begeistern können. Allzu kühne Hoffnungen auf ein Groß=Deutschland sind längst zu Grabe getragen. Was bleibt uns da noch übrig als unsere eigene Scholle? Ja, jenes Land der Roten Erde, das an herrlichen Naturschönheiten so reich, auf dem noch immer gesunder, kerniger Menschenschlag wohnt und das hervorragende Geister des wissenschaftlichen und praktischen Lebens hervorgebracht hat.„Wo Isen ligg, wo Eeken waßt, dao waßt auk daobi paßt!“ Soll uns die altererbte, echte westfälische Eigenart— mögen's Fremde nicht ohne Grund Dickköpfigkeit nennen— nicht verloren gehen, dann muß sie genährt und gepflegt werden. Da soringen unsere Heimatzeitschriften ein. Die mir vorliegende erste Nummer des neuen Jahrganges 1921 von„Münsterland“ dürfte auch den Bewohnern von heine manches Interesse bieten. Neben- vielen anderen Kunstdruckbeilagen enthält diese Nr. z. B. eine hübsche Ansicht von der Antaniu#Basili ka sowie eine Photograpbie von dem neuen Stuhlglockengeläute dieser Kirche(aufgenommen von Gymnasial=Zeichenlehrer Cl. Beckmann aus Münster). Außerdem findet sich in dem Heft eine ausführliche Abhandlung über„Die Glocken der Stadt Rheine“ von Bernhard Ridder. Auch der Naturliebhaber, der Kunstfreund, der Sammler von Redensarten usw. kommt auf seine Rechnung. Wir können deshalb diese reich illustrierte Monatsschrift für Heimatpflege nur bestens empfehlen und wünschen ihr, daß sie immer mehr aus ihrem bescheidenen Veilchendasein heraustritt und ihren Eingang in jede echt westfälische Familie findet Br. und Bertag den Bosche Wlltmeppen, Bucbrudersl und Zeikam; Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Schriftleiter Haus Stüwer, für zeigen= und Reklamentetl Joseph Altmeppen, sämtlich in Bei Stutritt höherer Gewalten, Papiermangel, Versagen der Lieserungsmittel#on Bewähr für Lieferung geletßtet; auch nicht für Anzeigen bezüglich Platz und 2 Shen eie e ee e enietatue 300000 M. such in kleineren Beträgen an Leute jeden Standes, als Darlehen, Hypotheken und Betriebskapital sofort auszuleihen durch: Walter Hölzer, Bortmund, Königswrall Nr. 43. Anfragen.— M. beifügen. Ein alterer Mann sucht dauernde gegen geringen Lohn, Näh. Geschäftestelle Erteile Gymnaslasten energische Nachhllfestanden in allen Fächern. 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April 1921. trauernden Angehörigen. Die Beerdigung findet statt in Elte an Dienstag, den 12. April, morgens 9 Uhr: gleich darauf das Seelenamt. Bekanntmachung. * Die Abfuhr von Asche und sonstigem Hausunrat in Gemäßheit der Polizeioerordnung vom 25. März 1920 erfolgt im Rechnungsjahr 1921 zu den nachstehend maezebenen Zeiten und zwar werden befahren: Montags und Freitags jeder Woche Poststraße, Marktstraße, Markt, Salsbergenerßraße, Salzstraße, Poetbestraße, Schillerstraße, Riegelstraße, Rundestraße, Str. am Gomnasium, Herrenschreiberstraße, Klosterstr., Neuenkirchenerstraße, Elterstraße, Ibbenbürenerstraße und Lingenerstraße. Dienstags und Samstags jeder Woche Rosenstraße, Kirchstraße. Kirchvlatz, Mühlenstraße, Wallstraße, Hügelstr., Tiefestr., Kurzestr., Auf dem Thie, Kugeltimvem, Thiemauer, Bahnhofstr., Am Bahnhof, Münsterstr., Katthagen. Im Coesfeld, Mühlenstr., Butterstr., Emsstraße, Münstermauer, Kreuzstraße, Kolvingstraße, Gasstraße, Gartenstraße, Christianstraße, Hovestraße, Hovestraße A. und Kaiserallee. Außerdem nur Freitags jeder Woche Schulstraße, Sedanstraße, Grabenstraße, Alsenstraße, Bannewiese, Heinrichstraße, Thiebergstraße, Elisabethstraße, Wadelheimerstraße, Bevergernerstraße, Zum Diekhoff, Ludwigstraße, Josefstraße, Steinstraße, Hemelterstraße, Wörterstraße, Metzerstraße, Lothringerstraße, Bernhardstraße. Spichernstraße und Düppelstraße. Samstags jeder Woche Grüterstraße, Peterstraße, Stadtbergstraße. Paulstraße, Karlstraße, Sadelstraße, Franzstraße, Clemensstraße, Dreierwalderstraße, Osnabrückerstraße, Augustastraße. Winkelstraße, Hohestraße, Sprickmannstraße, Dutumerstraße, Ulmenstraße, Wiesenstraße, Dorenkampstraße, Breitestraße, Kampstraße, Krummestraße. Wilhelmstraße, Lindenstraße und Neuestraße. Die Abfuhr beginnt an den betreffenden Wochentagen während der Sommermonate April bis September um 6,30 Uhr vormittags, während der Wintermonate Oktober bis März um 8 Uhr vormittags und erfolgt in der angebenenen Reihenfolge. Fällt ein Feiertag auf einen Wochentag, so erfolgt Tag vorgesehene Abfuhr an einem jedesmal öffentlich bekannt gegebenen Termine. Rheine, den 2. Avril 1921. Der Bürgermeister. Wir empfehlen p. Ltr. Mk. 11.50 „„ 2 0.— Pfd.„ 7. Bekanntmachung. Jan 180 biermit auf die Polizeiverordnung vom dem Vemerlen.: das Halten von Ziebkindern mit Rerianen*“ aumerksam gemacht, daß alle diejenigen ####nen, weiche gegen Entgelt fremde Kinder, die noch aus irgend einem Grude überhaupt nicht in Kost und Pflege nehmen wollen, Sie Cst Prgegen jedes einzelnen Kindes vorher nachaussuchen haben, a aubuis der Das Gesuchrm ügung muß Auskunft geben 1. den vollstäne####n Namen, den Tag und Ort der Geburt des Kindes. 2. Die Namen und den Wohnort der Eltern(bei unehelichen Kindern den Namen und Wohnort der Mutter). 3. den Namen und Wohnort des etwa bestellten Vormundes und 4. den itnunkt, mann##### ihme des Kinder. erfolgen soll. an#widerbandlungen werden mit Geldstrafe bis zu eusprechertaß; an deren Stelle im Unvermögenssalle Mbrechende Haftstrafe kritt Rheine, den 14. Qnuar 1920. Die Polizei=Verwaltung: Schüttemeyer. la. helles Rüböl feinstes Salatöl Speiseschmalz Schweineschmalz.::. la Schweineschmalz ausgelassen fett ungeräuchert Speck, fett geräuchert Speck, durchwachsen, geräuchert Vollreis Haferflocken Malzkaffee in Pfd. Paketen frisch gebrannter Kafsee zu Heringe Größtes Lager in sämtl. Kolonialwaren. Bei Einkauf von mindestens 50.— Mk. verabfolgen wir 1 Pfd. Christallsoda gratis. B. H. Hagedorn& Co., Münster.W. Katthagen 47. Telefon 586. Filiale: Industrie= und Leostraße=Eche. 18.—, 20. Stück Leitung Westf. Hochschule für Musik d. Stadt Münster i. W. in Verbindung mit der westf. Wilhelms-Universität. : P r o f. D r. F r i t z V o l b a c h S t e l l v.: D i r e k t. D r. E r i c h E n g e l h o r n. Beginn des Sommersemesters am 13. April 1921, Anmeldung beim Sekretariat Neubrückenstraße 65. Das Schulgeld beträgt für Anfänger der Vorbereitungsschule jährlich 240.— Mk., wofür gegeben werden wöchentlich — 2 Stunden Instrumentalunterricht und 1 Theoriestunde.—— Schulgeld für Mittelklassen(Für die Zuteilung in diese Klassen finden vorher Prüfungen statt) 360.— Mk., für Hochschnlklassen.(Für die Zuteilung in diese Klassen finden vorher Prüfungen statt) 480.— Mk. Alles Nähere, auch über das Musiklehrer- und Lehrerinnen-Seminar, ergeben die —— Bestimmungen, im Sekretariat für.— Mk. erhältlich.—— —— Für auswärtige Schüler gelten die gleichen Schulgelder.—— BERZHMizLUEüG. .„Die, Reichszuckerstelle in Berlin ersucht um Veröstennichung nachstehender Bekanntmachung. mmanp die Reichszuckerstelle bereits vor einigen Gc#, durch die Presse verlautbaren ließ, daß alle Andevole ungevlich handels= und einfuhrfreien Zuckers g13. Lutzeschäfte anzusehen seien, hat sich in der letzten macht. Es win Angebote der beade erneig darauf bingewiesen, daß behren. Persch, eichneten art jeder Unterlage entverkreilet k. ggiedene virmen, welche diese Angebote Bondelseslggs“ und die nicht im Besite der Großnonis sind, werden sich wegen Handels ohne zu verantworten haben. Bei anderen Firmen, die vereits früher gewarnt worden sind, wird die Entziehung der Handels=Erlaubnis veranlaßt werden". Rheine, den Avril 1921 Der Bürgermeis Der Amtmann. Bekanntmachung. Zur Verhütung von Waldbränden, welche vielfach ziug Ihnsiche des Feuerseuges oder ich mich ver, Uuorsichtigkeit zurückzuführen sind, sehe ..## veranlaßt, den§ 44 des Feld= und Forstpolizeibesedes vom 1. April 1880 und den§ 19 Nr. 1 der Feld= und Forstvolizeiverordnung vom 16. Mai 1882 33 3 Januar 1885 in Erinnerung zu bringen. cit Geldstrafe dis Feld= und Forstvoliseigesebes wird Tagen bestroft u. 31 50 Mark oder Hait bis zu 14 1. Mit ü,##tem Feuer oder Licht einen Wald Meise uiti e sich demselben in gefahrbringender 2. im Walde hrennende oder glimmende Gegenstände " f a l l e n l ä t z t, f o r t w i r f t o d e r u n v o r s i c h t i g h a n d h a b t v. nogesehen von den Fällen des§ 368 Nr. 6 des Strafgesetzbuches, im Walde oder in gefährlicher sähe im Freien ohne Erlaubnis des Ortsvorsiechars in dessen Bezirk der Wald liegt, in König. . 0 F o r s t e n o h n e E r l a u b n i s d e s z u s t ä n d i g e n Forstbeamten Feuer anzündet, oder das gestattetermaßen angezündete Feuer gehörig zu beaufsichti den oder ausnulöscheg, unterläht: eonticht 4. abgesehen von den Fallen des§ 360 Nr. 10 des Strafgesetzes, bei Waldbränden, von der Polizeibehörde, dem Ortsvorsteher oder deren Stellvertretern oder dem Forstbesitzer oder Forstbeamten ur Hillfe ausgefordert, keine Hülfe leistet, obgleich er der Anfforderung ohne erhebliche eigene Nachteile genügen konnte. #., Fait gez Feld= und Forstvolizeiverordnung ist in aus Blelisen ohne Hecke) 1 Rovember das Rauchen durch das Nauch. Zie das ganze Jahr binau berba.“##en von, Biuarren im Walde und Haiden Aubethatn der mi: Seitengräben versehenen Wege verRuchshar i Waldungen wird mit Nachsonus bis zu 10 Jahren bestraft. und angewiesen. scharfe AufTteine, den k. Cpeil 1521. Der Amtmann. Zum sofortigen Antritt tüchtige —cheesein gesucht. Persönliche Vorstellung erbeten. Handwerker und Gewerbeamt Syndikus Dr. Meyer. Wchce Nabstrauen. (Tronger Preisabschlag!! Allerfeinste in Pfundpaketen nur noch 00 Wilhelm Steflens, Katthagen. Bammen Paulsen in Düppelser.## Rodde, Am hafen, mit Land. Erbitte Angebote. E. Mertens, Aukt., Rheine— Tel. 296. AHAHHAHA Garantiert reinen nordischen liefert in jeder Menge Bd. Lölfing, Münsterstr. Nr. 13. Kalabalalalslisle Auf meinem Lager, Elterstraße, werde ich Montag nachm. 5½ Uhr zirca 35 St. trockenes kaufen. Jos. Kleihues. frühe, ertragreiche: Sorten, späte Herbstkartoffeln mitte dieser Woche, Grüter= straße 1 abzugeben, Ferner: Thomasmehl, Kalisalz, Ammoniak und Roggenstroh. 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